Haushaltssperre

← Sitzung des Kulturausschusses (25.11.2022)

Sitzung gesamt öffentlich

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Sitzungsunterlagen

Sitzung des Kulturausschusses

25.11.2022

Inhaltsverzeichnis

Sitzungsdokumente Tagesordnung -öffentlich- 3 Vorlagendokumente TOP Ö 1 2. BM / Geschäftsbereich Kultur - Jahreskontrakt 2023 Sitzungsvorlage 2. BM/032/2022 5 01_Entscheidungsvorlage 2. BM/032/2022 8 02_Personal und Finanzen 2. BM/032/2022 14 TOP Ö 2 Meistersingerhalle - Jahreskontrakt 2023 Sitzungsvorlage MSH/003/2022 17 01_Entscheidungsvorlage MSH/003/2022 20 02_Finanzen MSH/003/2022 24 TOP Ö 3 Stadtarchiv - Jahreskontrakt 2023 Sitzungsvorlage Av/001/2022 25 01_Entscheidungsvorlage Av/001/2022 28 02_Personal und Finanzen Av/001/2022 31 TOP Ö 4 Bildungscampus Nürnberg - Jahreskontrakt 2023 Sitzungsvorlage BCN/004/2022 36 01_Entscheidungsvorlage BCN/004/2022 39 02_Personal und Finanzen BCN/004/2022 42 TOP Ö 5 Amt für Kultur und Freizeit - Jahreskontrakt 2023 Sitzungsvorlage KuF/007/2022 45 01_Entscheidungsvorlage KuF/007/2022 48 02_Personal und Finanzen KuF/007/2022 53 03_Ausblick Termine und Ereignisse 2023 KuF/007/2022 55 04_Kooperationspartner_KuF KuF/007/2022 57 TOP Ö 6 KunstKulturQuartier - Jahreskontrakt 2023 Sitzungsvorlage KuKuQ/005/2022 69 01_Diversity-Check KuKuQ/005/2022 72 02_Entscheidungsvorlage KuKuQ/005/2022 73 03_Personal und Finanzen KuKuQ/005/2022 76 TOP Ö 7 Museen der Stadt Nürnberg - Jahreskontrakt 2023 Sitzungsvorlage KuM/003/2022 85 01_Entscheidungsvorlage KuM/003/2022 88 02_Personal und Finanzen KuM/003/2022 91

TAGESORDNUNG

Sitzung

Sitzung des Kulturausschusses

Sitzungszeit

Freitag, 25.11.2022, 09:00 Uhr

Sitzungsort

Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal

TAGESORDNUNG

Öffentliche Sitzung

1. 2. BM / Geschäftsbereich Kultur - Jahreskontrakt 2023 Beschluss

  1. BM/032/2022 Lehner, Julia, Prof. Dr.

2. Meistersingerhalle - Jahreskontrakt 2023 Beschluss

MSH/003/2022 Lehner, Julia, Prof. Dr.

3. Stadtarchiv - Jahreskontrakt 2023 Beschluss

Av/001/2022 Lehner, Julia, Prof. Dr.

4. Bildungscampus Nürnberg - Jahreskontrakt 2023 Beschluss

BCN/004/2022 Lehner, Julia, Prof. Dr.

5. Amt für Kultur und Freizeit - Jahreskontrakt 2023 Beschluss

KuF/007/2022 Lehner, Julia, Prof. Dr.

6. KunstKulturQuartier - Jahreskontrakt 2023 Beschluss

KuKuQ/005/2022 Lehner, Julia, Prof. Dr.

7. Museen der Stadt Nürnberg - Jahreskontrakt 2023 Beschluss

KuM/003/2022 Lehner, Julia, Prof. Dr.

  1. Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 14.10.2022,

öffentlicher Teil

  1. BM/032/2022

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 25.11.2022 öffentlich Beschluss

Betreff:

2. BM / Geschäftsbereich Kultur - Jahreskontrakt 2023

Anlagen: 01_Entscheidungsvorlage 02_Personal und Finanzen

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage 2. BM/032/2022

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage 2. BM/032/2022

Beschlussvorschlag: Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2023 des Geschäftsbereiches Kultur zu.

Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2023 2. BM – Geschäftsbereich Kultur

 Strategisches Portfoliomanagement für Kulturentwicklungsvorhaben am ehem. Reichsparteitagsgelände Mit der Etablierung eines strategischen Projektportfoliomanagements bietet sich die Möglichkeit, den Stab ZEP sowie die Bauherrnvertretung für Kulturgroßbauten von übergreifenden Abstimmungs- und Steuerungsprozessen zu entlasten. Übergreifende Aufgaben können „vor die Klammer gezogen“ werden. Zugleich können bestehende Projektstrukturen des Stab ZEP und der Bauherrnvertretung für Kulturgroßbauten sinnvoll integriert und teils gestrafft werden. In der Sitzung des Stadtrates vom 30.3.2022 wurde eine Neuausrichtung der Organisation 2. BM beschlossen. In diesem Kontext wurde die Einrichtung eines strategischen Portfoliomanagements für die Kulturentwicklungsvorhaben am ehem. Reichsparteitagsgelände vorgesehen. Die Struktur ist zum Teil umgesetzt. Stellenbesetzungen stehen im Bereich des Drittmittelmanagements und der übergreifenden Kommunikation noch immer aus. Die mit der Strukturveränderung verbundenen Ziele konnten vor allem hinsichtlich der ämterübergreifenden Koordination sowie der Drittmittelfinanzierung in Verhandlungen mit Bund und Land erreicht werden. Für Kongresshalle, Ermöglichungsräume für Kunst und Kultur sowie Opernausweichspielstätte wurden bislang lediglich Planungskosten im Rahmen der Hochbaupauschale eingestellt. Eine Aufnahme der Kulturentwicklungsvorhaben in der Kongresshalle in den MIP 2023 – 2026 ist wahrscheinlich, da sich der Stadtrat am 26.10.2023 – insbesondere aufgrund der in Aussicht stehenden Finanzierung durch Bund und Land – dafür ausgesprochen hat. Hinsichtlich der übergreifenden Kommunikation (Staatstheater Nürnberg sowie beteiligte städtische Dienststellen) im Kontext des strategischen Portfoliomanagements ist es bislang mit Bordmitteln gelungen eine Beteiligung von Bürgerschaft, Anspruchsgruppen und Fachöffentlichkeit mit großer Anstrengung zielführend zu ermöglichen. Nachhaltige Strukturen zu etablieren, ein systematisches Stakeholder-Management aufzusetzen und einen strategischen Kommunikationsplan zu realisieren, wird mit Besetzung der dafür notwendigen Stellen (1,5 VK) umgehend gestartet. Dies könnte noch 2022 vorbehaltlich laufender Besetzungsverfahren erfolgen.

 Kulturstrategie Im Jahr 2022 lag ein Fokus der Umsetzung der 2018 verabschiedeten Kulturstrategie auf der fortschreitenden Intensivierung des Raumleerstand- und Zwischennutzungsmanagements. Eng begleitet wurde die bei KUF angesiedelte Erstellung der Broschüre „Vermittlung von Kunst- und Kulturräumen in Nürnberg“. Damit liegt ein weiteres Instrument zur Information und Bewerbung des „Raumkompass – Dein Raum für Kultur“ vor, das sich sowohl an Kunst- und Kulturschaffende also auch an Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer richtet. Seit Herbst 2022 informiert der Newsletter „Kulturstrategie“ über Umsetzungsschritte zur rollenden Planung der Kulturstrategie und wird ab 2023 viermal im Jahr sowie mit Sonderausgaben erscheinen. Zudem wird die Website Kulturstrategie - Nuernbergkultur stets aktualisiert und ermöglicht Transparenz hinsichtlich der laufenden Arbeitsfelder. Als Aufgaben aus der Kulturstrategie wurde die Stärkung der Freien Szenen durch Konzipierung und Bereitstellung neuer Diskursräume und -formate, insbesondere durch die Bildung eines „Nürnberger Kulturrates“ (Arbeitstitel) abgeleitet. Nach einem gründlichen Vorbereitungsprozess zum Erarbeitungsverfahren fanden mehrere Workshops und Diskursformate (analog und digital) mit Vertretungen der Kulturpolitik statt, um Leitplanken zur weiteren Vorgehensweise zu definieren. 2023 gilt es, die daraus resultierenden Fragestellungen zur Einrichtung des Kulturrates mit den unterschiedlichen Anspruchsgruppen zu bearbeiten. Eine digitale Kulturkonferenz mit Stakeholdern und Multiplikatoren der Nürnberger Kunst- und Kulturlandschaft startet diese nächste Arbeitsphase, die 2023 im Rahmen von Workshops und Fokusformaten fortgesetzt und präzisiert werden wird.

 MIP-Maßnahmen des Geschäftsbereiches Im mittelfristigen Investitionsplan des Haushalts 2022 sind folgende Einzelmaßnahmen aufgenommenen:

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Die Einzelmaßnahmenhaben über den Gesamtzeitraum voraussichtlich ein Finanzvolumen von 67,608 Mio. €. Nicht enthalten waren hier die Opernhaussanierung, Opern-Interim, Generalsanierung der Meistersingerhalle, die Kongresshalle sowie das Pellerhaus.

 2. BM/Stab ZEP und Kongresshalle - Entwicklung des historisch-politischen Lern- und Begegnungsorts

Zeppelintribüne und Zeppelinfeld

Der erinnerungskulturelle Diskurs erfährt aktuell einen grundlegenden Wandel. Einerseits endet die Zeitzeugenschaft an die NS-Diktatur, andererseits setzt sich die Erkenntnis durch, dass es „eine“ Erinnerungskultur nicht geben kann, sondern die Debatten in globale Perspektiven eingerückt werden müssen. Diese Prozesse fordern zu einer neuen und permanenten Reflexion über den Umgang mit den Bauwerken des Nationalsozialismus am ehemaligen Reichsparteitagsgelände heraus. Das ist nicht nur im Sinne der historischen Aufklärung von hoher Relevanz, sondern besitzt für die Stadt Nürnberg angesichts des verstärkten Auftretens von Antisemitismus und Rassismus eine Verpflichtung in der Gegenwart und für unser künftiges Zusammenleben. Die Vermittlung der Lehren aus der NS-Vergangenheit am Ort der nationalsozialistischen Reichsparteitage und der rassistischen „Volksgemeinschafts“-Ideologie besitzt akute Dringlichkeit. Die Eröffnung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände 2001 war der entscheidende Schritt, um in Nürnberg am historischen Ort über die NS-Zeit und ihre Folgen informieren zu können. Erforschung, Wissensvermittlung und die öffentliche Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände stehen seither im Zentrum der Arbeit des Dokumentationszentrums. Mit der Entwicklung von Zeppelintribüne und Zeppelinfeld zum Lern- und Begegnungsort etabliert Nürnberg ein weiteres Projekt der erinnerungskulturellen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Die konzeptionellen Planungen, die transdisziplinär und multiperspektivisch ausgerichtet sind, sollen die zukunftsgerichtete Vermittlung des historischen Orts, seiner Geschichte und der Lehren für unsere Gegenwart garantieren. Insofern wird zukünftig eine doppelte Perspektive möglich sein: einerseits die kognitive Auseinandersetzung mit der NS- Zeit und ihren Relikten im Dokumentationszentrum, andererseits der intuitive und reflexive Zugang an Zeppelinfeld und Zeppelintribüne. Neben dem Ausbau des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände und des zu entwickelnden Lern- und Begegnungsortes Zeppelintribüne und Zeppelinfeld sieht die Stadt Nürnberg als konsequente Ergänzung der erinnerungskulturellen Entwicklungen auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände vor, sowohl ein Teilstück im Rundbau der Kongresshalle als Ort für die aktuellen Künste und Kulturen zu schaffen, als auch für die Zeit der Sanierung des Opernhauses am Richard-Wagner- Platz die Ausweichspielstätte für Musik- und Tanztheater dort zu verorten. Damit wird eine zentrale Forderung der Leitlinien zum künftigen Umgang der Stadt Nürnberg mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände aus dem Jahr 2004 in Angriff genommen: Die Bedeutung des Ortes als „nationales Erbe“ erfordert eine künstlerische Auseinandersetzung mit internationaler Beteiligung. Daneben richtet sich der erinnerungskulturelle Fokus in letzter Zeit verstärkt auf den früheren Bahnhof Märzfeld als Opferort nationalsozialistischer Massenverbrechen auf dem Areal des historischen Reichsparteitagsgeländes. Das nicht im städtischen Eigentum befindliche Relikt des Bahnhofsgebäudes und der Gleisanlagen lässt die Kehrseite der propagandistisch aufgeladenen und geschönten Reichsparteitage ins öffentliche Bewusstsein treten. Die thematische Behandlung in der neu zu konzipierenden Dauerausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände wird dem erstmals ebenso angemessenen Raum geben wie die von 2. BM/ZEP koordinierten Bestrebungen zur besseren Sichtbarmachung der NS-Gewaltgeschichte vor Ort. Grundsätzlich werden alle konzeptionellen und baulichen Maßnahmen im Verbund mit den zuständigen Dienststellen diskutiert und durchgeführt; insbesondere mit Ref. VI/PBD, KuM/3-1, H/R und LA.

Zeppelinfeld und Zeppelintribüne

Mit Jahresanfang 2022 erfolgte der Start der baulichen Planungsphase. Das Planungsteam wurde im Jahresverlauf um weitere Fachplanungsbüros für Statik, Landschaftsplanung, Projektsteuerung usw. verstärkt. Die Beauftragung einer Ausstellungsgestaltung verzögerte sich jedoch. Die ursprünglich vorgesehene Beauftragung zusammen mit einer Objektplanung für den Neubau eines Informationspavillons musste auf

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Grund veränderte Rahmenbedingungen des Vergabegegenstands neu ausgeschrieben werden. Nach eingehender Prüfung erwarb die Stadt Nürnberg im Sommer 2022 Grundstück und Gebäude des früheren Bahnhofs Dutzendteich. Die dortigen Flächen und Räume sollen die angedachten Funktionen eines Informationspavillons aufnehmen, weswegen ein Neubau entfällt. Bis Jahresanfang 2023 sollen nun die getrennten Vergaben an einen Objektplaner mit Erfahrung im Bauen im denkmalgeschützten Bestand sowie für einen Ausstellungsplaner für die Themen Grundinformation im Informationspavillon, museale Elemente im Mittelbau der Zeppelintribüne sowie Reflexionsorte im Außenbereich erfolgreich abgeschlossen sein. In Vorbereitung hierfür fand am 10. Oktober 2022 ein Workshop mit Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen wie Ausstellungspraxis, Museumswissenschaften und, auf die NS-Zeit spezialisiert, Bau- bzw. Kunstgeschichte zu Fragen nach didaktischen und gestalterischen Vermittlungsansätzen statt. Die Bauplanungen werden von 2. BM/ZEP im Jahresverlauf 2023 durch regelmäßige öffentliche Veranstaltungen begleitet. In sogenannten Werkstattgesprächen soll an drei Terminen neben dem Projekt an sich insbesondere aus der baulich-planerischen und konzeptionellen Praxis berichtet werden. Die beauftragten externen Planungsund Gestaltungsbüros werden gemeinsam mit den verantwortlichen Stellen der Stadt Nürnberg aus ihrer praktischen Arbeit und deren Umsetzung zu den Themenfelder Naturstein/Denkmalschutz, Freiraumplanung/Freizeitnutzung und Vermittlungsangebote berichten. Allen Interessierten soll so die Möglichkeit der Information und konkreten Rückfrage zu den ab 2024 anstehenden umfassenden Baumaßnahmen gegeben werden, die für mehrere Jahre deutlich sichtbar sein werden. Dieses neue Format ergänzt den jährlichen Informationstag Zeppelinfeld und Zeppelintribüne mit kostenlosen Rundgängen in mehreren Sprachen und mit inklusiven Angeboten. Dieser ist wieder für die zweite Jahreshälfte 2023 vorgesehen. Dass das öffentliche Interesse anhaltend hoch ist, zeigte sich am diesjährigen Informationstag am 3. Oktober 2022. Von den insgesamt 38 angebotenen Rundgängen waren vor allem die deutschsprachigen schnell ausgebucht. Insgesamt über 800 Personen nutzten erneut dieses Informationsangebot von 2. BM/ZEP in Kooperationen mit KuM/3-1 und dem Verein Geschichte für Alle – Institut für Regionalgeschichte.

Ermöglichungsräume in der Kongresshalle

Am 08. Oktober 2021 wurde 2. BM / ZEP durch den Kulturausschuss auf Grundlage der ersten baulichen Machbarkeitsstudie und einer unter Kulturschaffenden durchgeführten Bedarfsanalyse beauftragt, die bauliche und inhaltliche Umsetzung einer möglichen künstlerischen und kulturellen Nutzung eines Segments der unfertig gebliebenen Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände zu konkretisieren. Dieser Schritt impliziert eine Überführung in bauliche Planungen und konkrete Kostenschätzungen. Die Entwicklung eines Teilstücks der Kongresshalle hat zum Ziel, sich in die bisherigen, das Gelände betreffende Maßnahmen wie die Entwicklung des Zeppelinfeldes und der Zeppelintribüne zum Lern- und Begegnungsort sowie dem Ausbau des Dokumentationszentrums Reichsparteitagesgelände als Ort der Wissensvermittlung einzufügen. Das bislang in Workshops mit Stakeholdern der Künste und Kulturen in Nürnberg entwickelte Nutzungskonzept wurde in einem breit aufgestellten partizipativen Prozess ausgearbeitet und präzisiert. Den ersten Teil des Verfahrens bildete eine partizipative Veranstaltung in Form eines World-Cafés unter dem Titel „Open-Space“ am 27. Juli 2022 im Z-Bau in Nürnberg. Im zweiten Teil wurden die Ergebnisse des „Open-Space“ mittels einer Interview-Umfrage mit diversen Vertreterinnen und Vertretern künstlerischer Sparten präzisiert. Der von der actori GmbH moderierte Prozess zeigt detailliert die Anforderungen der Künstlerinnen und Künstlern an die Räumlichkeiten in der Kongresshalle auf. Für die Ermöglichungsräume stehen insgesamt vier von sechzehn Sektoren zur Verfügung. Die geplante Opernhausausweichspielstätte benötigt sechs Sektoren des Rundbaus. Auf dieser Grundlage entwickelte der Geschäftsbereich Kultur ein Raumprogramm für die Ermöglichungsräume, welches die Planerinnen und Planer konkretisieren. Zudem wird es die Sicherung des Gesamtgebäudes, das heißt aller 16 Sektoren, geben und dessen Ertüchtigung hinsichtlich Dach, Fassaden, Brandschutz, Fenster, Zugänglichkeit. Dies gibt der Stadt Nürnberg perspektivisch in einem weiteren Schritt die Möglichkeit, die verbleibenden sechs Sektoren als Depot- und Lagerraum für die städtischen Sammlungen und das Stadtarchiv zu ertüchtigen und darüber hinaus auch für Zwecke außerhalb von Kunst- und Kulturgütern zu nutzen. Der Kulturausschuss des Stadtrats hat die Verwaltung bereits im Jahr 2016 damit beauftragt, die Kongresshalle auf ihre Eignung als Ort für ein städtisches Zentraldepot zu untersuchen. Eine anschließende bauliche Machbarkeitsstudie im Jahr 2020 bestätigte grundsätzlich die Eignung. Der Bedarf an Lager- und Depotflächen für die Museen der Stadt Nürnberg, das KunstKulturQuartier, das Stadtarchiv und das Amt für Kultur und Freizeit wurden ermittelt und entsprechende technische Anforderungen abgefragt. Die Informationstage zur Kongresshalle mit kostenlosen

Rundgängen durch sonst nicht zugängliche Bereiche durch die Kongresshalle am 13. und 20. November 2021 wurden mit einem weiteren Rundgangstag am 20. August 2022 fortgesetzt. Zudem wurden Inhaltlichfokussierte Themenfelder in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten in der Öffentlichkeit verhandelt: Das World Café zur Zukunft der Kongresshalle am 30. November 2021 brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Kunst und Kultur, Politik und Wissenschaft zusammen, um die Potentiale der zukünftigen kulturellen Nutzung der Kongresshalle – insbesondere die Verbindung von Erinnerungskultur und Kunst – zu diskutieren. Neue Wege in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus diskutierten am 3. Dezember 2021 Prof. Dr. Charlotte Bühl-Gramer, Dr. Axel Drecoll, Prof. Dr. Claus Leggewie und Prof. Dr. Meron Mendel. Die Diskursveranstaltung „Wie viel Kunst darf sein?“ am 18. Juli 2022 mit Persönlichkeiten aus Literatur, Theater und Film trug dazu bei, künstlerische Zugänge zur Kongresshalle sichtbar zu machen. Die Doppelausstellung im K:osk93 und im Offenen Büro des Stadtplanungsamtes zeigte zwischen dem 24. Januar und 20. Februar 2022, wie vielfältig der Blick von visueller Kunst, Architektur, Musik und Film auf die Architekturrelikte des Nationalsozialismus in Nürnberg ist. Die diversen Veranstaltungen bilden dabei eine Grundlage für die kulturelle Entwicklung der Kongresshalle. Die weiter fortschreitende Konturierung des Projekts der Ermöglichungsräume mittels eines partizipativen Prozess überzeugte auch den Bund: Die Stadt Nürnberg erhielt im September 2022 die Zusage für eine Förderung der Ermöglichungsräume in Höhe von 20 Millionen Euro aus dem Programm KulturInvest. Den partizipativen Prozess gilt es auch in Zukunft fortzusetzen, um die Anforderungen der unterschiedlichen künstlerischen Sparten an Räumlichkeiten und Infrastruktur gemeinsam mit den Planungsbüros in einem an das Gebäude angepassten Raumprogramm produktiv zu definieren. Dem Stadtrat wird ein entsprechender Entwurf vorgelegt werden. Von besonderer Bedeutung ist hierbei eine Synchronisierung von Planung und Umsetzung mit der am 15. Dezember 2021 durch den Stadtrat beschlossenen Verortung einer Ausweichspielstätte für die Sparten Musik- und Tanztheater des Staatstheaters Nürnberg. Die Grundertüchtigung der Kongresshalle ist die Grundlage für spezifische Lager- und Depotflächen. Die unterschiedlichen technischen Anforderungen der städtischen Einrichtungen an die Depot- und Lagerflächen müssen baulich geprüft, perspektivisch wirtschaftlich geplant und synergetisch mit den anderen kulturellen Nutzungen in den Rundbau integriert werden. In Fortführung des Beteiligungsprozesses mit den Akteurinnen und Akteuren der Kunst- und Kulturszene sollen außerdem inhaltliche Fragen nach einer Betriebsstruktur, Synergien mit der Opernhausausweichspielstätte und dem Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in diversen Veranstaltungsformaten diskutiert und konkretisiert werden. Der Fokus soll hierbei auch wieder auf einer Vielschichtigkeit von Angeboten liegen. Im Frühjahr 2023 soll in der Kongresshalle eine erste Kunstausstellung in einem „Pop-Up“-Format stattfinden, die erste Erfahrungen von Kunstausstellungen in der Kongresshalle sichtbar machen wird. Eine Evaluation der Perspektive der Besuchenden, aber auch der Künstlerinnen und Künstlern ist ein fruchtbarer Input für die inhaltliche Konzeption der Ermöglichungsräume. Weitere Formate befinden sich in Planung. Auf Grund der hohen Nachfrage nach den öffentlichen Rundgangstagen wird am 19. November 2022 Bürgerinnen und Bürgern wieder die Möglichkeit gegeben, sich in kostenlosen Rundgängen einen Eindruck von den Innenräumen der Kongresshalle zu verschaffen. Je nach Baufortschritt wird im Jahr 2023 mindestens ein weiterer Rundgangstag stattfinden.

Bahnhof Märzfeld

Die Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände als Ort nationalsozialistischer Selbstdarstellung kann nicht ohne Berücksichtigung der Verbrechenskomplexe des NS-Regimes im Allgemeinen und speziell nach Kriegsbeginn 1939 auf dem Gelände selbst erfolgen. Der vormalige Bahnhof Märzfeld im Eigentum der Deutschen Bahn AG steht als Erinnerungsort für die lange Zeit nicht im öffentlichen Bewusstsein präsente Geschichte des Geländes während des Zweiten Weltkriegs. Die weiterhin im Betrieb befindlichen Gleisanlagen dienten sowohl dem Antransport von Kriegsgefangenen aus ganz Europa sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern vorrangig aus den Ländern der früheren Sowjetunion als auch als Ausgangpunkt zweier Massendeportationen von jüdischen Einwohnerinnen und Einwohnern aus ganz Nordbayern 1941 und 1942. 2. BM/ZEP ist seit Längerem mit unterschiedlichen Gesprächspartnern der Deutschen Bahn bzw. Tochtergesellschaften über eine Verbesserung der Aufenthalts- und Informationssituation vor Ort im Gespräch. Bereits im Integrierten Stadtentwicklungskonzept für den Nürnberger Südosten wurde dies 2015 als gesamtstädtische Aufgabe benannt. Zusammen mit KuM/3-1 konnte dem Kulturausschuss bereits 2016 ein erstes gestalterisches Konzept als Grundlage zu eruierender Kosten vorgelegt und an die Deutsche Bahn übermittelt werden. Im Februar 2022 wurde dies nun durch KuM/3-1 weiter präzisiert, wozu

auch die Ergebnisse eines internationalen Forschungs- und Ausstellungsprojektes zum „Gelände im Krieg“ beigetragen haben. Seitens der Deutschen Bahn wurde die Thematik des Umgangs mit dem früheren Bahnhof Märzfeld und seiner Geschichte zwischenzeitlich fest auf Ebene der Konzernspitze im Bereich des Landesbeauftragten für Bayern verankert. 2. BM/ZEP ist hier im Austausch und koordiniert weiterhin das Vorgehen. Am 25. März 2022 wurde dem Kulturausschuss auf Grundlage der geführten Gespräche ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung der gewünschten Verbesserungen am historischen Erinnerungsort vorgelegt. In Abstimmung mit der Deutschen Bahn sollen diese bis zum 20. April 2025, dem 80. Jahrestag der Befreiung der Kriegsgefangenenlager Langwasser durch die US-Armee, umgesetzt werden. Noch 2022 soll eine gemeinsame Förderstruktur erarbeitet und mit konkreten Finanzierungsvorschlägen hinterlegt werden, die dem Stadtrat zum Beschluss für 2023 über das weitere Vorgehen dienen sollen.

 Ausweichspielstätte der Oper Ausgehend von dem Beschluss des Stadtrats vom 15. Dezember 2021, wonach im "Rahmen des Vergabeverfahrens von den Bietern Fachbeiträge zu einer denkbaren Platzierung des Ergänzungsbaus abgefragt werden" sollen, hat die Verwaltung am 2. Mai 2022 insgesamt acht international renommierte Architekturbüros mit städtebaulichen Gutachten beauftragt. Im Rahmen eines (auch per Live-Stream übertragenen) Hearings waren am 16. Mai insgesamt 60 Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Akteure der Stadtgesellschaft eingeladen, ihre Positionen öffentlich zu formulieren und in das Verfahren einzubringen. Nach einer fachlichen Vorprüfung präsentierten die acht Büros am 30. Juni 2022 ihre Gutachten. Ein hochkarätig besetztes Beratungsgremium sprach die Empfehlung aus, den Ergänzungsbau für das Interim – Bühnenraum, Orchestergraben, Zuschauerraum und zwingend bühnennahe Nebenflächen – an der nordwestlichen Innenseite des Kongresshallen-Torsos zu verorten. Alle anderen Funktionen des Theaterbetriebs sollen, baulich verbunden mit dem Ergänzungsbau, im Bestand der Kongresshalle verortet werden. Gleichfalls ausgehend vom Ratsbeschluss vom 15. Dezember 2021 hat die Verwaltung die erforderlichen Vergabeverfahren für die Planungsleistungen durchgeführt und nach Beschluss durch die zuständigen Ratsgremien beauftragt sowie eine gemeinsame Projektstruktur zwischen den Vorhaben der Etablierung kultureller Ermöglichungsräume im Rundbau der Kongresshalle und der Ausweichspielstätte für ein Operninterim in der Kongresshalle erarbeitet. Aktuell zentrale Aufgabe ist die Klärung der Finanzierung und die Aufstellung einer Förderstruktur.

 Kulturförderung Zu den im Geschäftsbereich Kultur angesiedelten Fördermöglichkeiten (Kultur in der Stadt, Fonds für Initiativgruppen, Fördertopf Kindertheater, feste Kostenstellen, Heimatpflege sowie den Kulturpreisen der Stadt Nürnberg) finden sich nähere Informationen in der Anlage.

 Höhepunktveranstaltungen

Rückschau auf den Festivalsommer 2022

Das Projektbüro stand vor einem Jahr vor der Herausforderung, die kulturellen Großveranstaltungen „Die Blaue Nacht“, „Bardentreffen“, „Klassik Open Air“, „Stars im Luitpoldhain“ und „Stadt(ver)führungen“ mit vielen Unwägbarkeiten und Planungsvorläufen von bis zu zehn Monaten vorzubereiten und durchzuführen. Unsicher war, welche Corona-Regelungen von Mai bis September 2022 gelten würden, welche Engpässe es beim Personal der Veranstaltungsbranche geben würde, mit welchen Ausfällen man rechnen müsse und vor allem mit welcher Bereitschaft die Gesellschaft die niedrigeschwelligen Kulturangebote nach zwei Lockdowns annehmen würde. Heute lässt sich feststellen: Alle Veranstaltungen wurden von der Stadtgesellschaft sowie regionalen Tourist*innen und internationalen Gästen mit großem Interesse angenommen. Das Publikum stimmte mit den Füßen ab: 140.000 Menschen strömten zur Blauen Nacht, rund 200.000 Musikbegeisterte besuchten das Bardentreffen, 150.000 Klassik-Liebhaber*innen genossen die Klassik Open Airs samt Familienkonzert der beiden Nürnberger Orchester, 60.000 Jazz-Fans lauschten den Stars im Luitpoldhain und ca. 15.000 Besuche verzeichneten die Stadt(ver)führungen. In Summe ca. 550.000 Besucher*innen. Die Festivals binden die lokalen Szenen in neue Zusammenhänge ein und machen sie der Stadtgesellschaft bekannt. 210 Ensembles und Künstler*innen treten bei der Blauen Nacht in 70 Kultureinrichtungen auf. Beim Weltmusikfestival Bardentreffen, bei dem sich Nürnberg einmal mehr

als „Stadt der Menschenrechte“ präsentiert und die Stadtgesellschaft ein Fest der Toleranz, des gegenseitigen Respekts und des friedlichen Miteinanders feiert, sind es im offiziellen Bühnenprogramm rund 250 (inter-)nationale Musiker*innen und ca. 150 aus Nürnberg und der Region, sowie mehrere hundert lokale Straßenmusiker*innen. Bei den Stadt(ver)führungen beteiligen sich 350 Akteur*innen der Stadtgesellschaft. Beim Klassik Open Air sind es die beiden großen Orchester der Stadt. Mit Medienpartnern wie dem Bayerischen Rundfunk wurde das Image der Kulturstadt Nürnberg weit über die Grenzen der Region, mit dem deutsch-französischen Kulturkanal Arte sogar europaweit über die Grenzen Deutschlands hinausgetragen und bekräftigt. Folglich war - allen Widrigkeiten zum Trotz - die Entscheidung der Kommunalpolitik richtig, zurück zu den Höhepunktveranstaltungen zu kehren. Diese Traditionsfestivals ermöglichen gesellschaftliche Glücksmomente, beleben die Innenstadt und stärken insbesondere in Krisenzeiten den Tourismus (ca. 10 Mio. € Umwegrendite pro Jahr!) und das soziale Miteinander in Nürnberg.

Ausblick 2023

Die Planungen für 2023 sind bereits vollumfänglich im Gange. Eröffnet wird die Festivalsaison des Projektbüros durch Die Blaue Nacht am 6. Mai (mit Preview des Kunstwettbewerbs am 5. Mai) unter dem Motto „Botschaften“. Das Bardentreffen findet vom 21. – 23.7.2023 statt und geht thematisch der Frage „Global Pop aus Deutschland?“ nach. Die Klassik-Open-Air-Konzerte werden am 30. Juli mit der Staatsphilharmonie Nürnberg (letzter Auftritt der Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz und am 5. August mit den Nürnberger Symphonikern im Luitpoldhain durchgeführt. Das Galeriewochenende zur Förderung der lokalen Kunstszene RathausART findet in den Räumen des Alten Rathauses vom 8. bis 10. September statt, die Stadt(ver)führungen stehen vom 15. bis 17. September unter dem Motto „Schlüsselmomente“. Zusätzlich zu den o.g. Traditionsveranstaltungen realisiert das Projektbüro vom 22. September bis 8. Oktober 2023 ein Festival an der Stadtmauer (Arbeitstitel „Mauerblümchen“), das mit bereits bewilligten Mitteln des Sonderfonds zur Belebung der Innenstädte aus dem Bayerischen Städtebauförderprogramm (120.000 €) und Mitteln des Gesamthaushalts (30.000 €) finanziert wird. Die künstlerische Bespielung des südlichen Stadtgrabens sowie angrenzender Gärten, Türme oder der neu geschaffenen Fußgängerzone in der Königstraße rückt wenig beachtete, „abseitige“ Orte in einen neuen Kontext. Zur Unterstützung der lokalen Kulturszene sind Kooperationen mit u.a. hiesigen Kunstschaffenden aus den Bereichen Bildende Kunst, Performance oder Literatur vorgesehen. Durch die gestiegenen Kosten bei der Errichtung der Festival-Infrastruktur sowie der Personalkosten durch die Anpassung des Mindestlohns für die Veranstaltungshilfskräfte, bleibt die Finanzlage bei 2.BM/Pb weiter angespannt, die Refinanzierung durch Drittmittel ist mit ca. 70% glücklicherweise sehr hoch, aber auch volatil und Abhängig von Witterung sowie Bereitschaft zum Sponsoring. 2.BM/Pb bemüht sich weiterhin intensiv um die Akquise von Förderern und zieht zusätzlich Gebührenerhöhungen zur Kostendeckung in Betracht. Unterstützt werden die Kulturfestivals von: Albrecht-Dürer-Airport, Bayerischer Rundfunk, Bayern LB, Datev, ESW Bayern, Funkhaus Nürnberg, GEMA, GMN, Henriette-Schmidt-Burkhardt-Stiftung, Hüttinger Interactive Exibitions, Koch Invest, Lebkuchen Schmidt, N-Ergie Aktiengesellschaft, NÜRNBERGER Versicherung, Sparda-Bank Nürnberg, Sparkasse Nürnberg, Schutzverband Nürnberger Rostbratwürste, VAG, wbg Nürnberg.

Anlage: Jahreskontrakt 2023 2. BM – Geschäftsbereich Kultur

 Personal- und Finanzsituation

2023 2022* 2021
Sollvollkraftstellen Gesamt (2. BM inkl. Projektbüro, KPZ und PR) 39,59 34,95 33,5
Istvollkraftstellen Gesamt (2. BM inkl. Projektbüro, KPZ und PR) 32,9 32,32

*Stand: 17.10.2022, ohne vorübergehende budgetfinanzierte Beschäftigung

Die Zahl der Vollkraftstellen steigt in 2022 leicht an. Grund hierfür sind unter anderem organisatorische Umstrukturierungen bei 2. BM, die sich im Stellenplan niederschlagen. Aber auch in 2022 müssen aus Gründen der Budgeteinsparung freiwerdende Stellen mindestens 3 Monate freigehalten werden. Für das Jahr 2023 wurden 4,64 VK in das Stellenschaffungsverfahren eingebracht.

 Finanzdaten - Konsumtiv (K1)

2. BM inkl. Projektbüro, KPZ und PR

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2023 Entwurf Ermächtigung 2022 Ermächtigung Januar – Juli 2022 Hochrechnung 2022
K1 Sachbudget 1.118.677 € 981.856 € 572.749 € 961.369 €
I1 0 € 1.000 € 583 € 6.000 €

Erläuterung: Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen angespannten Haushaltslage wurden die Kürzungen der Budgets beibehalten. Im K1-Budget beträgt die Kürzung weiterhin 10 %, im K2-Budget weiterhin 5 %. Der Ausgleich von K1 durch Überschüsse im K2 ist auch in 2022 nicht möglich. Der geplante Ansatz für 2023 liegt nach aktuellem Stand über dem Ansatz für 2022 – Grund dafür sind die enorm gestiegenen Kosten für die Durchführung der Höhepunktveranstaltungen. Das Budget des Projektbüros wurde deshalb erhöht. Die Höhepunktveranstaltungen konnten nach zweijähriger coronabedingter Zwangspause wieder durchgeführt werden, wenn auch unter Auflagen und Sicherheits- und Schutzkonzepten. Weiterhin im Budget der Konzernsteuerung enthalten sind die Mittel für das Strukturprojekt Kongresshalle als eigene Projektkostenstelle.

 Kulturförderung Bei 2. BM-Kultur sind folgende Fördermöglichkeiten angesiedelt:

2021 *2022 **2023
Kultur in der Stadt (lt. HH-Plan) darin sind enthalten: 420.900 € 320.900 320.900 €
Anträge an Kultur in der Stadt Zur Verfügung stehende Mittel: Zweckbindung für Meistersingerfestival Zuschussvergabe*** 122 280.900 € 10.000 € 293.275 € 119 280.900 € 10.000 € 295.537 € 280.900 € 10.000 €
Anträge an 2.BM-Kultur Zur Verfügung stehende Mittel für die 2. BM-Kultur: Zuschussvergabe 18 30.000 € 29.715 € 12 30.000 € 16.950 € 30.000 €
Open Air Veranstaltungen Zur Verfügung stehende Mittel - Kulturoasis e.V. (6 Anträge) - weitere Veranstaltungen (6 Anträge) Zuschussvergabe 100.000 € 85.000 € 15.000 € 100.000 €
Fonds für Initiativgruppen Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel Zuschussvergabe *** 5 46.000 € 44.000 € 1 41.000 € 0 € 41.000 €
Fördertopf Kindertheater Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel Zuschussvergabe 8 30.000€ 26.600 € 11 30.000 € 20.240 € 30.000 €
Feste Kostenstellen/ Zuschüsse Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel 56 5.870.368 € 57 5.885.585 € 58 5.905.585 €
Heimatpflege Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel Zuschussvergabe **** 8 42.700 € 21.017 € 18 42.700 € 16.368 € 42.700 €
LiteraturzuschüsseAnträgeLt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel Zuschussvergabe 6 3.800 € 3.800 € 3 3.800 € 3.800 € 3.800 €
„Kulturpreise“ 20.000 € 30.000 € ***** 20.000 €

* Stand 26.10.2022 ** Vorbehaltlich der Haushaltsberatungen für 2023 *** Die Fördertöpfe „Fonds für Initiativgruppen“ und „Kultur in der Stadt“ sind untereinander deckungsfähig. **** Die aufgrund der pandemischen Lage nicht ausbezahlten Zuschussmittel wurden bzw. werden dem Gesamthaushalt wieder zur Verfügung gestellt ***** im Jahr 2023 wird der „Große Kulturpreis“ turnusmäßig nicht vergeben, daher verringert sich der Ansatz um 10.000 €

Das Haushaltsjahr 2021: Auch im Jahr 2021 hatte die Corona Krise die Nürnberger Kulturlandschaft immer noch stark beeinträchtigt. Erst mit Beginn der wärmeren Jahreszeit konnten zumindest kleinere spontane oder schon längerfristig geplante Veranstaltungen und Projekte auch aus dem Vorjahr durchgeführt werden. Seitens des Stadtrates wurden zusätzlich 100.000,- Euro für Open-Air-Formate zur Verfügung gestellt, u. a. konnte der Verein „Kulturoasis e.V. unter hygienegerechten Vorgaben eine Neuauflage umsetzen und kleinere Projekte von verschiedenen Kulturschaffenden wurden verwirklicht. Ab Mitte des Jahres wurden auch wieder vermehrt Zuwendungsanträge aus den verschiedenen Sparten eingereicht und konnten positiv beschieden werden. Einige Fördertöpfe konnten jedoch nicht ausgeschöpft werden, da viele Veranstaltungen und Projekte nicht geplant werden oder nicht stattfinden konnten, wie zum Beispiel der Topf „Heimatpflege“. Hier sind die meisten Brauchtumsveranstaltungen der pandemischen Lage zum Opfer gefallen.

Das Haushaltsjahr 2022: Für die Künstlerinnen und Künstler sowie die Kulturschaffenden in Nürnberg war die Haltung der Stadtverwaltung und der Politik, dass im Jahr 2022 keine Kürzung der Zuwendungen vorgenommen wurde, ein wichtiges Signal der Wertschätzung und Beitrag zur Existenzsicherung. Tendenziell ist weiterhin mit einem erhöhten Aufkommen der Anträge auf Fördermöglichkeiten zu rechnen. Dies hat mannigfaltige Gründe: zum einen etwa nachlassende Sponsoring-Leistungen Dritter, zum anderen eine restriktivere Mittelvergabe diverser Stiftungen, die der aktuell bestehenden Zinspolitik auf den Kapitalmärkten geschuldet ist. Zu erwähnen wäre noch, dass viele dieser Künstlerinnen und Künstler ohne eine außerordentliche Förderung durch Hilfs- und Sonderförderprograme auskommen mussten. Weiterhin im Fokus steht, neben der Förderung bereits etablierter Projekte, die Förderung und Unterstützung neuer Formate. Das betrifft unmittelbar die Arbeit Kulturschaffender aus unterschiedlichen Sparten.

Auch während Corona haben sich neue Formate entwickelt, z. B. Gametheaterprojekte, Audiowalk, Schaufensterausstellungen, UrbanLab, interdisziplinäre Projekte, deren Fortführung die Kulturlandschaft bereichern werden.

Das Haushaltsjahr 2023: Auch im Jahr 2023 wird sich die Förderung auf neue Formate konzentrieren, ohne dabei die etablierten Projekte aus den Augen zu verlieren und eine Unterstützung gewähren zu können. Aus diesem Grund wäre eine Kürzung der Fördertöpfe der falsche Weg, auch weil viele Kulturschaffende, gerade jetzt wieder den Mut fassen, neue kreative Projekte zu planen.

MSH/003/2022

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 25.11.2022 öffentlich Beschluss

Betreff:

Meistersingerhalle - Jahreskontrakt 2023

Anlagen: 01_Entscheidungsvorlage 02_Finanzen

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage MSH/003/2022

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage MSH/003/2022

Beschlussvorschlag: Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2023 der Meistersingerhalle zu.

Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2023 der Meistersingerhalle

  1. Sanierung: Die Sanierung der Meistersingerhalle, seit 30 Jahren ausstehend und mit Insellösungen erhalten, muss für die Aufrechterhaltung des Betriebs und in der Substanz dringend durchgeführt werden. Ein entsprechender Antrag zur Aufnahme in das BIC-Verfahren ist gestellt. Bei der Begehung der Meistersingerhalle im Februar 2022 bekräftigte Herr Ref. I/II die Dringlichkeit einer zeitnahen Sanierung und sprach seine Unterstützung aus. Große Anerkennung sprach er den Mitarbeitenden der MSH aus, die bei der Aufrechterhaltung des Betriebs seit Jahren (mit zahlreichen Insellösungen – Substanz, Elektro-, Anlagen-, Netzwerk-, Medientechnik, etc.) maßgeblich verantwortlich sind, und trotz der widrigen Umstände, seit Inbetriebnahme der MSH im September 1963 keine Veranstaltungen ausfallen musste. Dies ist aber in Zukunft leider nicht mehr zu gewährleisten.

Der Beschluss des Stadtrats, den Bau eines Konzerthauses westlich neben der Meistersingerhalle (MSH) einem Moratorium zu unterwerfen, hat weitreichende Konsequenzen für die MSH. Mit Blick auf den Konzerthausneubau unmittelbar neben der MSH und die Option einer Nutzung als Ausweichspielstätte im Rahmen des Bauvorhabens Operninterim, wurden in den letzten Jahren Instandhaltungsbudgets gekürzt und bauliche Maßnahmen, wie auch eine Neuaufstellung und Anpassung des Personaltableaus zurückgestellt. Der Stopp der Konzerthausplanungen und die grundsätzlich veränderten Überlegungen zum Operninterim haben nun zur Folge, dass sich an Art und Inhalt des Betriebs der MSH bis auf Weiteres nichts verändert. Die MSH wird damit weiterhin der einzige Ort in Nürnberg für das „alltägliche“ Angebot an Showproduktionen und Orchesterkonzerten sein. Vor allem aber auch Tagungen und Kongresse im mittleren Segment (500 - 1.000 Teilnehmende), inzwischen auch vermehrt im internationalen Kontext, werden bis auf Weiteres nur in der MSH stattfinden. Für viele andere Veranstaltungen bleibt die MSH darüber hinaus in ihrer Funktion als Stadthalle erhalten und soll entsprechend erweitert werden (vgl. 500 qm Fläche / „Bevenue“ Studie). Wie mehrfach in der Kongressinitiative und von der CTZ gefordert zeigt sich auch hier welche Bedarfe in der Messestadt vorherrschen. Sobald das BIC-Verfahren genehmigt ist, kann mit den Fachplanern in die aktive Planung gegangen werden. Vorwegmaßnahmen werden dringend erforderlich sein

 NSHV (Niederspannung) / Arbeitssicherheit und Wasserschäden  Bestuhlung großer Saal (Digitalisierung (Kosteneinsparung) / Polster desolat, etc.)  Beleuchtung (die üblichen Leuchtmittel dürfen laut EU-Richtlinien nicht mehr eingesetzt werden und sind auch nicht mehr zu erwerben / deshalb muss die gesamte Beleuchtung inkl. der Dimmer Technik als Vorwegmaßnahme geplant und 2024 ausgetauscht werden)  Energieeinsparungen (Beleuchtung Neu / Heizung-Lüftung-Klima möglicherweise Geothermie / Fassade (Beton und Glas)  Verkehrssicherungspflicht (Parkplatz / Wegeführung gesamtes Areal)  Equipment (Tonanlage, Instrumente, Inventar, etc.)

Die Priorisierung ist nach der Einschätzung der jeweiligen Fachplaner in Gänze zu betrachten und muss entsprechend angegangen werden.

  1. Personal: Um den Anforderungen sowohl in der Sanierungsphase, inklusive detaillierter Planungen seit Mitte 2021 aus Nutzerperspektive, als auch den Anforderungen der stetigen schnell entwickelten Veranstaltungsbranche nachkommen zu können, muss das Personaltableau und die entsprechenden Aufgaben dringend durch ein Audit näher betrachtet werden. Als Grundlage soll das zu erstellende Raumprogramm dienen. Die Anforderungen an Mitarbeitende in der Veranstaltungsbranche von heute, sind so immens gestiegen und entwickeln sich so schnell weiter, dass die Anforderungsprofile ständig auf den Prüfstand gestellt werden müs-

sen. Die Meistersingerhalle ist zwar eng an den Geschäftsbereich angebunden, aber agiert weitgehend eigenständig, insbesondere auch in den Bereichen Finanzen sowie der Vertretung der Leitung der Meistersingerhalle nach außen.

Es gilt als innovatives, agiles Team im Bereich Veranstaltungen und Sanierung den Anforderungen der Branche Stand zu halten und diese weiterentwickeln zu können. Der Change-Management Prozess wurde bereits im Rahmen der Aktivitäten zum Neubau Konzerthauses begonnen und Ziel ist diesen multidimensionalen Prozess durch Wertschöpfung aus den vorhandenen Potentialen voranbringen. Das Team der Meistersingerhalle wird die Veränderungen mit Weitsicht, mit souveränem Umgang der Komplexität, sowie Motivation und Innovation die Meistersingerhalle zielführend und wirtschaftlich voranbringen.

Mehr denn je muss sich die Veranstaltungsbranche aktiv darum bemühen, die richtigen Charaktere für diese Aufgaben zu gewinnen, auszubilden und zu binden, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken zu können. Denn ohne die vielen motivierten Mitarbeitenden an den Mischpulten, in der Haustechnik, in der Lichtregie, in der Veranstaltungsplanung und den zahlreichen weiteren Gewerken, sind keine Konzerte, Kongresse, Messen und Events aller Art möglich und realisierbar.

Gerade in Zeiten eines enormen Fachkräftemangels müssen Stellen entsprechend besetzt werden, um die Aufgaben zielführend, effizient und gewinnbringend für die Stadt Nürnberg erledigen zu können. Die Arbeitsbelastung in diesem Wirtschaftszweig ist sehr hoch. Die außergewöhnlich hohen Leistungsanforderungen sind ein stetig steigendes Merkmal der Branche. Ein Konzert- und Kongresshaus in dieser Größe muss internationaler Standards entsprechend aufgestellt sein, um im Rahmen zur Erfüllung der von der Stadt Nürnberg vorgegebenen Zielvorgaben (besonders im Kongress- und Messegeschäft) effizient und wirtschaftlich agieren zu können. Die Meistersingerhalle ist, nach erfolgter Organisationsentwicklung und wenn sie entsprechend der Anforderungen der Branche agieren kann gewinnbringender aufgestellt (gerade mit Blick auf vergleichbare Häuser). Die wichtigste Infrastruktur zur Durchführung von Veranstaltungen ist das Veranstaltungszentrum selbst. Entstehende wirtschaftliche direkte und indirekte Effekte kommen der Stadt, der Region und deren Wirtschaft zugute. Veranstaltungszentren entfalten erhebliche makroökonomische Wirkungen am Standort.

Veranstaltungen generieren Hotelübernachtungen, Gastronomiebesuche und Einkaufsbummel. Eine hohe Zahl von Arbeitsplätzen wird geschaffen und gesichert sowie hohe Steuereinnahmen für die Kommune generiert. Was passiert, wenn keine oder nur wenige Veranstaltungen stattfinden, wird in der aktuellen Coronakrise deutlich. Kaum Veranstaltungen, kaum Geschäftsreisen – entsprechend leiden viele Branchen. Ohne Veranstaltungen werden viele Arbeitsplätze dauerhaft wegfallen. Diesem müssen wir gerade in der Meistersingerhalle, als größtes kommunales Zentrum nachkommen.

Die Anpassung der Personalausstattung wird seit Jahren gefordert und war bereits ohne die Zusatzaufgabe „Sanierung“ eminent. Die Studien von „actori“ und „bevenue“ sowie das Personaltableau der „Kulturexperten“ (Studie Herbst 2020) beleuchten diese Problematik mehrfach und tiefgreifend.

Die Folgen des Personalmangels, einer aus MSH-Sicht nicht der Arbeitsleistung entsprechenden branchenüblichen Bezahlung (Eingruppierung) befördern die Mehrbelastung der vorhandenen Belegschaft, beschränken die Angebote und folglich weitere Ertragserwirtschaftung, steigende Arbeitskosten durch externe Dienstleister, Verlust von Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit, Fachkräftemangel (Attraktivität des Arbeitsgebers muss maßgeblich vorangetrieben werden, um erhöhte Fluktuation zu vermeiden).

Gerade deshalb ist es so wichtig, die Meistersingerhalle nach den Einschränkungen der Pandemie mit Weitsicht schnellstmöglich zielführend für die nächsten Jahrzehnte aufzustellen, um die Verfügbarkeit von Tagungs- und Kongresskapazitäten in Nürnberg zu erhöhen und weiter voranzubringen. Das ist aber mit einer dünnen Personaldecke, wie sie seit vielen Kürzungen vergangener Haushaltkonsolidierungen besteht nicht mehr durchführbar. Eine aktuelle infrastrukturelle Ausstattung der Meistersingerhalle ist deshalb dringend notwendig und nicht mehr aufschiebbar. In einem ersten Schritt wurden im Rahmen einer „kleinen Organisationsentwicklung“ erste

Schritte gemacht und Arbeitsplatzbeschreibungen angepasst. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Nach Vorliegen eines neuen Raumprogrammes und der damit verbundenen Konzeption des künftigen Betriebs soll noch ein umfänglicher Entwicklungsprozess u.a. mit DiP erfolgen.

In der Veranstaltungsbranche werden künftig neue Kompetenzen und Konzepte gefordert sein und, wie schon so häufig im Veranstaltungsgeschäft, eine maximale Veränderungsbereitschaft von allen Beteiligten. In den letzten Jahren galt es ein Team, das in alten Strukturen verhaftet war für neue Sichtweisen zu öffnen, neue Mitarbeitende einzubinden und sich auf deren Erfahrungen einzulassen. Ebenso wurde man in Bezug auf die Sicherheitsbestimmungen der MSH vor große Aufgaben gestellt, die in gemeinsamen Workshops mit RA Volker Löhr (Kommentar VstättV) aufgearbeitet wurden.

Was wollen wir und wo wollen wir hin? Diese Frage ließ sich nicht einfach und schnell durch die Unwägbarkeiten
der letzten Jahre beantworten:
1. Bau und Umzug in das neue Konzerthaus, Vermietung der MSH an die Oper als Operninterim. Die Sanierung
der MSH erst danach.
2. Kein Bau des Konzerthauses und Wiederaufnahme der Sanierungsmaßnahmen (Baupauschalen blieben wei-
terhin ausgesetzt), Voranbringen einer Generalsanierung in Teilabschnitten – die dringend notwendig und nicht
mehr aufschiebbar ist.
3. Die Meistersingerhalle als Dienstleister und Gastgeber
Nun gilt es einen Masterplan zu konzipieren, der sowohl die Meistersingerhalle wieder auf einen aktuellen
Stand und den „Alten Glanz“ in neue Zeit versetzt. Was war die Meistersingerhalle 1963 für ein Vorzeigeobjekt,
nunmehr fast 60 Jahre später ist einiges geblieben – das dringend erhalten werden muss. Die Meistersingerhalle
muss im Betrieb künftig nachhaltig und den aktuellen Anforderungen der Branche entsprechend neu aufgestellt
werden. Die aktuelle Wahrnehmung der Meistersingerhalle ist seit Jahren leider nicht mehr positiv (u.a. in der
Presse) besetzt – das müssen wir als Stadtgesellschaft in die Hand nehmen und verändern.
Sobald das neue Haus geplant ist, ein entsprechendes Nutzungs- und Veranstaltungskonzept steht und beides
über den Projekt-Freeze politisch beschlossen ist, muss ein umfassender Organisationsentwicklungsprozess fol-
gen. Strukturen, Prozesse sowie Verantwortlichkeiten müssen überprüft und angepasst, ggf. sogar neu entwi-
ckelt werden. Dies bedingt dann auch eine vollständige Betrachtung der personellen Situation in Qualität und
Quantität. MSH benötigt ein agiles Management, dass durch schnelle Reaktionsfähigkeit auf veränderte Kunden-
und Besucherwünsche zielt. Eine starre Verwaltungsstruktur der letzten 60 Jahre ist nicht mehr zukunftsfähig.
Die Meistersingerhalle muss sich, gerade auch mit der inneren Haltung aller Beteiligten, mit Spezialisten auf
ihrem Gebiet, Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen und wollen. Agiles Management lebt
von Projektgruppen und Fachteams, Spuren festlegen, agieren und ausrichten.
Die Veränderungen müssen jetzt eingeleitet werden, auch trotz großer Haushaltskonsolidierungsmaßnehmen.
Die schmale Personaldecke (gerade im technischen und Veranstaltungs-Bereich) in einem 2-3 Schichtbetrieb
erfordert zumindest ein Mindestmaß an personeller Ausstattung. Diese Personaldecke ist bereits jetzt am Limit.
Eine Wiederbesetzungssperre würde in der Meistersingerhalle bedeuten, dass Veranstaltungen abgesagt und
nicht durchgeführt werden können (inkl. Regressforderungen). Gerade im Bereich Meister für Veranstaltungs-
technik und der Stelle technischer Betriebsdienstleiter (hier werden einige Stellen in den kommenden Jahren
durch Renteneintritt neu besetzt, ist eine Wiederbesetzungssperre nicht möglich:
 Betreiberverantwortung bzgl. der Veranstaltungen (Vstätt)
 Betreiberverantwortung, Haustechnik und Leitung des Betriebs einer Großversammlungsstätte.
 weitere Stellen, die jeweils nur einfach besetzt sind schließen diesen Kreis.

Gerade in Zeiten knapper Haushalte, muss dieses Haus mit Weitsicht betreiben und auch wirtschaftliche Potentiale herausgearbeitet werden (Eigenbewirtschaftung und weniger Verausgabung an externe Dienstleister / Prüfen neuer Strukturen).

  1. Meistersingerhalle 2022: Nachdem im Februar das Kontaktnachverfolgungszentrum aus der Meistersingerhalle auszog konnten die Stuzubi Karrieremesse (11. +12.2.) doch noch durchgeführt werden. In den Folgemonaten lief der Betrieb aber erst spärlich im kleinen Saal an, da erst ab Zeitpunkt des Auszugs wieder eine verlässliche Akquise durchgeührt werden konnte. Auch 2022 gab es wieder Veranstaltungen, die zu unseren Abonnement-Reihen der klassischen Musik Erwähnung finden sollten: Sokolov-Rezital (Klavier) / Gianna Nannini / Melissa Etheridge / Peter Bence / Max Raabe / 100 Jahre Jubiläumskonzert der Staatsphilharmonie Nürnberg / Albrecht Meyer (Oboe) / Dieter Nuhr / Sascha / No Angels / Sebastian Fitzek Zudem weitere wiederkehrende Ausstellungen und Messen: Jobmesse / Vocatium / Hochzeitsmesse / Wein&Taste Festival Wir hoffen sehr, dass die Buchungslage weiterhin so positiv anhält und wir trotz aller widrigen Umstände betriebsfähig bleiben (Ausfälle Technik/Bausubstanz / Personal / Pandemie (wünschenswert wären keine weiteren Einschränkungen, die die Besucherzahl reduziert). Sollten die Inzidenzen weiter steigen, sollte man zur FFP2- Maskenpflicht zurückkehren. Somit würde dann auch wieder unser Hygienekonzept angepasst und aktualisiert werden. Die Meistersingerhalle kann aufgrund der Pandemie auch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht realistisch einschätzen, wie in den nächsten Monaten der Betrieb möglich ist. Sicher ist, dass die Buchungen ab Herbst 2022 ff. optimal und die MSH ausgelastet ist.

Anlage: Jahreskontrakt 2023 der Meistersingerhalle

 Finanzdaten konsumtiv

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2023 Entwurf Ermächtigung 2022 Ist Januar - Juli 2022 Hochrechnung 2022
K1 Erträge -2.543.596 € -2.541.155 € - 1.577.322 € - 2.159.580 €
K1 Aufwendun- gen 1.455.854 € 1.369.856 € 584.981 € 1.322.008 €
K1 Sachbudget -1.087.742 € - 1.171.299 € - 992.341 € - 837.572 €

Anlage zum Jahreskontrakt 2023 Meistersingerhalle

Av/001/2022

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 25.11.2022 öffentlich Beschluss

Betreff:

Stadtarchiv - Jahreskontrakt 2023

Anlagen: 01_Entscheidungsvorlage 02_Personal und Finanzen

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Av/001/2022

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Av/001/2022

Beschlussvorschlag: Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2023 des Stadtarchivs zu.

Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2023 des Stadtarchivs

 Strategiekonzept - Digitale Fachstrategie Das von 11/2020 bis 07/2021 entwickelte Strategiepapier wurde bis 08/2022 mit der von 09/2021 bis 02/2022 entwickelten Digitalstrategie zusammengeführt, Mitte September 2022 wurde mit der aktiven Phase der digitalen Fachstrategie begonnen. Bis Ende 2025 soll Av in 10 Trimestern, in die die Jahre eingeteilt werden, für die digitale Ära fit gemacht werden. Die Arbeiten laufen grundsätzlich auf drei Ebenen: 1. der Digitalisierung von analogem Archivgut und Findmitteln, 2. dem Umgang mit digital entstandenem Schriftgut und 3. der Digitalisierung der Arbeitsprozesse bei Av selbst. Für das dritte Trimester 2022 und das Jahr 2023 sind Arbeiten in folgenden Bereichen vorgesehen: Das Konzept von Av zur Speicherung von digitalen Daten (siehe auch unten die Abschnitte Records Center und Digitale Archivierung) soll umgesetzt sowie WLAN in der Norishalle bereitgestellt werden. Auf einer grundsätzlicheren Ebene sollen die Arbeiten an einem Leitbild weit vorangetrieben und an einem Dokumentationsprofil für die Stadt Nürnberg begonnen werden. Für die digitale Benutzung wird festgelegt, auf welchen Kanälen sich Av der Öffentlichkeit zuwendet, womit auch eine Schnittstelle zu kommunalen Single Sign-on-Lösungen der Stadt Nürnberg zusammenhängt. In der Öffentlichkeitsarbeit möchte Av Konzepte zur Stärkung und Verbesserung des Kontaktes sowohl zu innerstädtischen Partnern als auch in Form eines Community Developments zur breiteren Öffentlichkeit entwickeln; ein erster Schritt hierzu soll eine strukturierte Einholung von Kundenfeedback sein. Um auch die Belegschaft von Av für die kommenden Jahre zu rüsten, sollen eine Plattform für Wissensmanagement eingeführt und Schulungen in Projektund Prozessmanagement durchgeführt werden. Die dort gewonnenen Fertigkeiten sollen noch im gleichen Jahr in die Erhebung von Kern- und Unterstützungsprozessen sowie des bisherigen Leistungsportfolios von Av einfließen. Leistungen des Records Centers (Zwischenarchiv) sollen neben einem analogen auch ein digitales Zwischenarchiv umfassen.

 Raumkonzept Während sich die Arbeitsplatzsituation nach dem Bezug der neuen Büroräume am Königstorgraben 1 nachhaltig entspannt hat, zeichnet sich eine Erschöpfung der Lagerflächen in der Norishalle immer deutlicher ab. Angesichts eines jährlichen Zuwachses von etwa 350 lfm Archivgut sowie der Anforderungen des Records Centers hat Av mit der Anmietung des zentralen Außenmagazins in der Nunnenbeckstraße frühzeitig gegengesteuert. Diese als Übergangslösung mit einem Zeithorizont von etwa 10 Jahren konzipierten Räumlichkeiten sind mittlerweile mit einer später leicht zu verlagernden Kompaktregalanlage (ca. 8.500 lfm) ausgestattet worden. Die Planungen zum Ausbau der Kongresshalle nehmen immer mehr Gestalt an. Nach einer Ortsbegehung hat Av sein Interesse an konkreten Flächen bekundet, die Platz für rund 27.000 lfm Schriftgut bieten und damit den Raumbedarf des Stadtarchivs für mehrere Jahrzehnte decken würden. Mittelfristig ergäben sich durch die Aufgabe angemieteter Magazinräume nicht nur erhebliche Kosteneinsparungen; die Freigabe anderweitig nutzbarer städtischer Liegenschaften (z.B. im Pellerhaus) wären ein weiterer Vorteil eines Umzugs in die Kongresshalle. Auch wenn die Adaption des Bestandsgebäudes an Magazinzwecke große Herausforderungen wie etwa die Gewährleistung eines konstant adäquaten Raumklimas mit sich bringt, entstünde im Falle einer Realisierung ein in der deutschen Archivlandschaft einmaliges Leuchtturmprojekt.

 Records Center: Digitalisierung von Verwaltungsschriftgut und Auftragsverwahrung im

Zwischenarchiv

Das Records Center hat sich mit seinem Leistungsportfolio als kompetenter Ansprechpartner innerhalb der Stadtverwaltung etabliert. Die Beratungs- und Serviceangebote von Av in allen Fragen der Schriftgutverwaltung werden von den Kolleginnen und Kollegen intensiv in Anspruch genommen. Auch von der Archivcommunity wird das Records Center mit Interesse begleitet, es besteht bereits fachlicher Austausch mit dem Stadtarchiv Ingolstadt sowie dem Diözesanarchiv München und Freising. Nicht nur im Hinblick auf den Umzug mehrerer Dienststellen (u.a. SHA und J) nach The Q wurden in zahlreichen Ortsterminen Registraturbestände zur Digitalisierung bzw. zur Auftragsverwahrung

im Zwischenarchiv identifiziert. Dabei agiert das Records Center in enger Absprache und Zusammenarbeit mit DiP/PrO, IT sowie den Digitalkoordinatoren unserer stadtinternen Kunden. Scanaufträge werden bevorzugt an die noris inklusion vermittelt, so dass hier eine kontinuierlich hohe Auslastung der Kapazitäten erreicht werden kann. Die im Rahmen vieler Digitalisierungsprojekte notwendige Anbindung von DMS bzw. Fachverfahren sowie das Auftauchen archivreifer Altbestände führen zu einem deutlich erhöhten Arbeitsanfall auch jenseits der Kernaufgaben des Records Centers. Das Zwischenarchiv übernimmt bereits regelmäßig Registraturgut verschiedener Stellen (z.B. Ref. III – Impfzentrum, KaSt/2), noch Ende 2022 werden zudem erste Abgaben von J erwartet, für 2023 sind u.a. Übernahmen von SW sowie im Zuge der Einführung der elektronischen Personalakte von PA vereinbart. Die Einrichtung eines digitalen Zwischenarchivs wird in Zusammenarbeit mit IT im größeren Kontext der Überarbeitung des Speicherkonzepts von Av vorangetrieben und ist integraler Bestandteil unserer digitalen Fachstrategie.

 Digitale Archivierung Ein Schwerpunkt wird auf der Übernahme von Unterlagen des Stadtrats in das Langzeitarchivierungssystem DiPS.kommunal liegen. Die Übernahme der Tonaufnahmen aus dem Zeitraum 1999- 2020 wird abgeschlossen werden. In einem zusätzlichen Arbeitsprozess werden Fehler der MP3- Dateien behoben, die durch eine veraltete technische Ausstattung bei der Aufnahme entstehen. In Zusammenarbeit mit IT wird im Rahmen einer IT-Maßnahme das bereits erwähnte umfängliche Speicherkonzept in den Details finalisiert und umgesetzt. Das Konzept betrifft u.a. die vor Veränderungen geschützte Speicherung von Nutzungsdigitalisaten analogen Archivguts sowie von (insbesondere audiovisuellem) digitalem Archivgut, für das eine Archivierung in DiPS.kommunal aufgrund des Datenvolumens unwirtschaftlich ist. Die Übernahme aussonderungsreifer Einwohnermeldedaten aus dem Fachverfahren MESO steht an. In einem ersten Schritt werden die Daten mit der Schnitstelle 1.3. exportiert. Nach Behebung von Herstellerfehlern soll dies nochmals mit einer Version 1.4. wiederholt werden; zwischenzeitlich soll eine adäquate Benutzungsoberfläche implementiert werden.

 Digitaler Lesesaal bzw. Bereitstellung von Datenbankinformationen im Internet Die Einführung des Digitalen Lesesaals, die für 2020 bzw. 2021 geplant war, musste erneut verschoben werden. Aktuell wird die neue Version Faust-IServer 10 getestet, mit der die letzten Fehler behoben sein sollten, so dass die Einführung nun 2023 erfolgen sollte. Mehrere weitere Lieferungen von Erschließungsmetadaten erfolgte an die DDB/Archivportal D.

 Konzept Partizipation und Migration (ParMi) Nach Wegfall der Drittmittel-Finanzierung und Streichung der übergangsweise aus dem Budget von Av finanzierten Projektstelle für den Forschungsschwerpunkt Zuwanderung nach Nürnberg sowie nach Auslaufen der Stellen für die KHS-Projekte wurden, wie im Jahreskontrakt 2022 berichtet, die bisherigen Arbeiten evaluiert und konzeptionell so weiterentwickelt, dass für den Gesamtkomplex ein Konzept entsteht, das dauerhaft trägt und für das wissenschaftliche Profil von Av einen Ertrag bedeutet. Doch sollte beispielsweise die Vernetzung zu „oral-history.digital“ (FU Berlin und weitere Universitäten) und auf dem Feld tätigen, internationalen Institutionen ausgebaut und damit die Sichtbarkeit von Av auf diesem Themenfeld erhöht werden. Erneut beantragt wurde hierfür und für anspruchsvolle Erschließungsarbeiten eine Stelle, die den Titel ParMi (Partizipative Elemente und Migration) trägt. Die bei Av etablierte Methodenkenntnis soll auch anderen Dienststellen zur Verfügung gestellt werden. Essenzielle Voraussetzung hierfür wäre die dauerhafte Genehmigung der beantragten Stelle gewesen.

 Provenienzforschung Nach den durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen stellte sich im Verlauf des Jahres 2022 eine Normalisierung des Aufgabenbereichs der Provenienzforschung zu NS- und DDR-Raubgut ein. Die personenbezogenen Recherchen in anderen Archiven, die Akteure des Antiquariats- und Kunsthandels sowie jüdische Sammler betreffend wurden durch objektbezogene Recherchen (Gemälde, Graphiken, Bücher) ergänzt. Neue Ansatzpunkte lieferten hierbei die im

Zentralinstitut für Kunstgeschichte (München) aufbewahrten annotierten Kataloge des jüdischen Auktionshasues Hugo Helbing. Ein langes Desiderat, biographische Recherchen zu rund 20 Geschädigten der Edelmetallzwangsablieferung des Jahres 1939, konnte begonnen werden. Parallel hierzu laufen Forschungen zu vermutetem DDR-Raubgut in den städtischen Sammlungen; die Konsultierung der dem Bundesarchiv Berlin übergebenen Stasi-Unterlagen dürfte mittelfristig hierbei entsprechende Indizien liefern. Ergebnisse der städtischen Provenienzforschung wurden und werden auf der Homepage von Av bereitgestellt.

 Datenbank zu den historischen Nürnberger Friedhöfen Das 2021 begonnene wissenschaftliche Projekt zur Gesamterfassung historischer Gräber und Epitaphien auf den Friedhöfen St. Johannis und St. Rochus (s. Jahreskontrakt 2022) ist weiter fortgeschritten. Der erste Projektschritt, die Anlage einer einzelnen Einheit zu jedem Grab und Epitaph, ist etwa zur Hälfte abgeschlossen. Bei der Haller’schen Forschungsstiftung wurde ein Antrag auf Förderung für den Abschluss des ersten Projektschritts gestellt. In einem nächsten Schritt soll in Kooperation mit dem Archiv der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Bayern die Ergänzung der Grundlagendaten um die serielle Überlieferung vorgenommen werden.

 Projekt Nürnberger Häuserbuch – Zusammenarbeit mit TOPORAZ/TRANSRAZ Die in Zusammenarbeit mit dem Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg implementierte Dokumentation von Nürnberger Häusern und deren Besitzgeschichte unter dem Namen Topo N wurde und wird erfolgreich fortgesetzt; die Finanzierung bis Ende der 2020er Jahre scheint gesichert. Auch die Kooperation mit dem von der Leibnitz-Forschungsgemeinschaft mit insgesamt über 2 Mio € geförderten Projekt TOPORAZ/TRANSRAZ wurde und wird erfolgreich fortgesetzt. Erste Tests einer Verlinkung des Projekts Topo N mit der Forschungs- und Präsentationsplattform des Leibnitz-Rechenzentrums (FIZ-Karlsruhe) waren erfolgsversprechend, das FIZ-Karlsuhe will dies möglichst 2023 produktiv setzen.

 Social Media Die beiden von Av seit Juli 2020 bespielten Kanäle instagram und facebook werden weiterhin intensiv von Followern genutzt. 2022 war ein konstantes, wenn auch im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeschwächtes Wachstum zu verzeichnen, so dass 2022 auf instagram rund 8.300 und auf facebook rund 1.100 Personen das Angebot wahrnehmen. Die Einzelreichweiten sind konstant hoch, jedoch durch Veränderungen des Algorithmus bei instagram zurückgegangen. Hauptzielgruppen sind nach wie vor an der Stadtgeschichte interessierte Bürgerinnen und Bürger jeden Alters, wobei mit 79 % der Großteil der erreichten Personen zwischen 18 und 44 Jahre alt ist. Die veröffentlichten Beiträge von Av werden regelmäßig geliked, kommentiert und geteilt. Durch Kommentare und Nachrichten von Nutzerinnen und Nutzern kann eine positivere und intensivere Wahrnehmung der Dienststelle Av durch Bürgerinnen und Bürger festgestellt werden. Das Angebot soll 2023 um mehr interaktive Elemente erweitert werden.

 Ausstellungen 2023 sind mehrere Ausstellungen geplant, darunter als Präsenzausstellung im Großen Foyer der Norishalle die vom Haus der Bayerischen Geschichte übernommene Ausstellung „Neuanfänge – Heimatvertriebene in Bayern“. Ab 15.11.2022 wird eine weitere Online-Ausstellung mit einem analogen Teaser im kleinen Foyer zum Thema „Neu im Stadtarchiv. Neuzugänge aus den Jahren 2020-2022“ zu sehen sein. Für das erste Quartal 2023 ist die Eröffnung der bereits konzipierten Dauerausstellung mit dem Arbeitstitel „Memento mori. Leben und Sterben in Wöhrd“ im Totengräberhäuschen (erbaut 1529) auf dem Wöhrder Friedhof geplant. In Zusammenarbeit mit dem Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. wird für das 2. Quartal 2023 eine Online- Ausstellung zur Sammlung des Mögeldorfers Edwin Hölzl, die seit 2020 bei Av verwahrt wird, erstellt, die ein Profil des Sammlers und der Sammlung sowie Beispiele aus dieser zeigt. Überblick über Ausstellungen und Veranstaltungen (sowie Publikationen) 2022 und Planung 2023 siehe Anlage.

Anlage: Jahreskontrakt 2023 des Stadtarchivs

 Personal- und Finanzsituation

2023* 2022 2021
2023* 2022
Sollvollkraftstellen Gesamt 37,95 37,95 37,50
Istvollkraftstellen Gesamt --- 35,92 35,76

Stand:14.10.2022 *Sollkraftstellen 2023 voraussichtlicher Wert

Die Zahl der Vollkraftstellen hat sich gegenüber 2021 um 0,45 VK erhöht. Durch Umwidmung von

Stiftungsmitteln (somit saldoneutral) wurde eine 0,20 VK-Stelle zur Erschließung der Stiftungsar

chivalien geschaffen und zum 1.9.2022 besetzt. Zur Bewältigung der Anforderungen der Digitalen

Fachstrategie wurde außerdem die Stelle eines Digitalkoordinators Av im Umfang von 0,25 VK

geschaffen. Die Aufgaben werden faktisch bereits seit Mai 2022 von einem Kollegen wahrgenom

men, aus dessen Stelle eine intern zu besetzende 0,25 VK-Stelle ausgegliedert wird (Besetzung

frühestens zum 1.1.2023).

Infolge von mehreren nicht besetzten Stellenanteilen vor allem im Verwaltungsbereich ergibt sich

zwischen Soll und Ist zum Stichtag eine Differenz von fast 2 VK.

2023 zeichnen sich im Stellenplan gegenüber 2022 keine Änderungen ab, nachdem zwei erneu

gestellte Schaffungsanträge (Stelle Partizipative Elemente und Migration und 2. Stelle für das Re

cords Center) nicht berücksichtigt werden können. Die nach gesamtstädtischen Vorgaben mit PA

durchgeführte Strategische Personalbedarfsplanung weist für Av in den kommenden Jahren einen

steigenden Personalbedarf aus.

t -

Aus- und Fortbildung

Aktuell bildet Av sechs Personen aus, drei FAMI-Azubis, zwei Anwärter und einen Referendar.

Nachdem eine FAMI-Auszubildende ihre Ausbildung Mitte des ersten Lehrjahres abgebrochen hat, befinden sich nunmehr zwei Fami Auszubildende im zweiten Lehrjahr bzw. kommen im September 2023 in ihr drittes. Die freie Azubi-Stelle konnte ab September 2022 nachbesetzt werden; diese wird ihre Ausbildung voraussichtlich im Juli 2025 abschließen. Die beiden Anwärter (QE 3) sind von Januar bis Juli 2023 für ihre zweite Praktikumsphase im Stadtarchiv, der Referendar (QE 4) von Januar bis Juni, so dass unser Stammpersonal in der Anleitung bei der Ausbildung insbesondere im ersten Halbjahr gefordert sein wird. Fünf Azubi bzw. Studierende werden fast gemeinsam im Sommer 2024 ihre Ausbildung abschließen. Dazu kommen eine Kollegin und ein Kollege, die sich per wissenschaftlichem Fernstudium (in einem Fall nur 3 von 5 Modulen) in Fortbildung befinden. In Hinblick auf die großen personellen Veränderungen im Jahr 2024 scheint die Kontinuität und Fachlichkeit in der Aufgabenwahrnehmung somit größtenteils gesichert zu sein.

Aktuell sind auf zwei Stellen vier über das Teilhabe-Chancen-Gesetz finanzierte Hilfskräfte sowie

zwei NOA-Kräfte bei Av im Einsatz. Eine dritte Teilhabechancengesetz-Stelle wird voraussichtlich zum

1.11.2022 besetzt werden.

 Finanzdaten konsumtiv

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2023 Entwurf Ansatz 2022 Januar - Juli 2022 Hochrechnung 2022
K1 Erträge 147.500 159.500 115.574 232.400
K1 Aufwendun- gen 480.152 530.296 231.225 424.188
K1 Sachbudget 332.652 370.796 115.651 191.788

Stand: 21.10.2022 Av möchte das Defizit im K1 durch Einsparungen so gering wie möglich halten, da geplant ist, Mittel für das Budget K2 mit Mitteln aus dem Budget K1 auszugleichen.

 Finanzdaten investiv (I1)

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2023 Entwurf Ansatz 2022 Januar - Juli 2022 Hochrech- nung 2022
Immaterielles / Bewegliches Vermögen 10.000 186.275 319.328
Geringwertige Wirtschaftsgü- ter Entfällt ab 01.01.2019 – bis
800 € Gebrauchsgegen-
stände SK 62142000
I1 Auszahlun- gen 10.301

Stand: 21.10.2022

Hochrechnung 2022: Insgesamt stehen Av im I1 319.328 € zur Verfügung. Davon wurden bis zum 31.07.2021 10.301 € ausgegeben und im weitern Jahresablauf zum Stichtag 21.10.22 bereits 269.708 € abgerufen (v.a. für Installation einer Rollregalanlage im neuen Außendepot Nunnenbeckstr. 6-8).

Historische Bildungsarbeit: Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen

  1. Ausstellungen und Veranstaltungen 2022 und Planung 2023:

Seit 20. Januar 2022: Virtuelle Ausstellung „Fürth & Nürnberg. 100 Jahre gescheiterte Vereinigung. Hunderte Jahre gemeinsame Geschichte“ (mit analogem Teaser im Kleinen Foyer der Norishalle zeitgleich zur analogen Ausstellung des Stadtarchivs Fürth im Fürther Stadtmuseum, 20.01. bis 11.09.2022)

  1. März 2022:

Teilnahme am 11. bundesweiten Tag der Archive (entfallen wegen Covid)

  1. April bis 12. Mai 2022: Ausstellung „Paul Wolfgang Merkel – Die Tagebücher 1794-1819 (Kleines Foyer der Norishalle)

  2. Mai 2022:

Beteiligung an der Langen Nacht der Wissenschaften

  1. Mai bis 9. Oktober 2022 Ausstellung „Beton. Raum. Kunst. Architektur und Skulptur in Nürnberg“. In Zusammenarbeit mit der Werkstattgalerie mit Werken von Tobias Rempp, Dominik Schoell und Robert Scholz (Großes Foyer der Norishalle), mit umfangreichem Begleitprogramm (darunter ein moderierter Gesprächsabend mit Baureferent Daniel F. Ulrich und dem Denkmalpflegerischen Gutachter, Bau- und Kunsthistoriker Sebastian Gulden, ein Künstlergespräch, ein Vortrag über den Architekten der Norishalle Heinrich Graber und vier Künstlerführungen)

  2. Juni / 1. Juli 2022: Methodentagung Stadtteilgeschichte zur Erstellung eines Konzepts für ein Nürnberger Stadtteilhandbuch. Die Auswertung der Experten-Beiträge ist abgeschlossen, Planungen zu Kolloquien zu einzelnen Stadtteilen laufen.

  3. Juli bis 24. August 2022: Ausstellung „Stadt.Land.plus! 50 Jahre Eingemeindungen nach Nürnberg“ (Ehrenhalle des Rathauses Wolffscher Bau), parallel bis Mitte Oktober ergänzende Ausstellung im Kleinen Foyer der Norishalle

  4. Juli bis 28. August 2022: Fotoausstellung „Nürnberg in den 1980ern – Fotografische Impressionen“ (Sommerausstellung im Handwerkerhof)

  5. Oktober 2022: Präsentation von Norica Heft 18 im Rahmen eines Gesprächsabends zur Bedeutung der Hafenanlagen als Güterumschlagzentrum und Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe (mit dem Wirtschaftsund Wissenschaftsreferenten Dr. Michael Fraas, dem früheren Geschäftsführer der Hafen Nürnberg- Roth GmbH Harald Leupold und dem Historiker Daniel Gürtler von Geschichte Für Alle e.V. – Institut für Regionalgeschichte, Marktvorstehersaal der IHK Nürnberg)

Ab 29. November 2022: Online-Ausstellung „Neu im Stadtarchiv. Neuzugänge aus den Jahren 2020-2022“. Mit analogem Teaser im Kleinen Foyer der Norishalle, Konzeption und Umsetzung von der Abteilung 3 für nichtamtliches Archivgut und Sammlungen.

Planung 2023 1. Quartal 2023: Dauerausstellung „Memento mori. Leben und Sterben in Wöhrd“ (Totengräberhäuschen auf dem Wöhrder Friedhof, Kooperation mit der Kirchengemeinde St. Bartholomäus Wöhrd und dem Vorstadtverein Nürnberg-Wöhrd von 1877 e.V., Präsentation hybrid als „Schlüsselausstellung“ vor Ort nach Anmeldung durch wenige Personen sowie als Online-Ausstellung mit ausführlicheren Informationen zur Geschichte des Vorortes und des Friedhofs.

  1. Quartal 2023: Online-Ausstellung zur Sammlung des Mögeldorfers Edwin Hölzl (in Zusammenarbeit mit dem Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V.)

  2. Mai bis 8. Oktober 2023: Ausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte „Neuanfänge: Heimatvertriebene in Bayern“ (Großes Foyer der Norishalle, mit Begleitprogramm). Die Ausstellung umfasst den Weg und die Ankunft der nahezu zwei Millionen deutschstämmigen und deutschsprachigen Flüchtlinge und Vertriebenen und dokumentiert die Herausforderung, sich im Bayern der Nachkriegszeit ein neues Leben aufbauen zu müssen. Anhand der Geschichte einzelner Firmen und Unternehmen, deren Gründerinnen und Gründer Heimatvertriebene waren, wird deren Bezug zum Wirtschaftsaufschwung gewürdigt. Darüber hinaus kommen in einem Film Betroffene selbst zu Wort, wobei der thematische Bogen bis zu den (Spät)Aussiedlern gespannt wird. Begleitet wird die Ausstellung mit einer digitalen Erzählung im Internet (www.hdbg.de/neuanfaenge-online).

Ende Juli bis Anfang September 2023: Fotoausstellung „Entlang der Pegnitz. Vor den Toren der Stadt“ (Sommerausstellung im Handwerkerhof, mit Kalender)

2. Publikationen 2022 und Planung 2023

Quellen und Forschungen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg (QGKN): o QGKN 40: Paul Wolfgang Merkel Tagebücher. Herausgegeben von Michael Diefenbacher, Annemarie Alice Olaru und Georg Seiderer in Zusammenarbeit mit Steven M. Zahlaus o QGKN 41: Die Nürnberger Bürgerbücher II. Die Meisterbücher von 1363 bis 1365 und von 1370 bis 1429 und die Papierenen Neubürgerlisten von 1382 bis 1429. Herausgegeben von Arnold Otto, bearbeitet von Peter Fleischmann In Vorbereitung:  QGKN 42: Repertorium Academicum Norimbergense. Biogramme zu den Nürnberger Studenten und Gelehrten des späten Mittelalters. Bearbeitet von Thorsten Schlauwitz  QGKN 43: Das älteste Nürnberger Briefbuch (1404-1408). Struktur, Inhalt und Auswertung. Mit einer kommentierten Edition (Band II Edition). Bearbeitet von Sabrina Späth  QGKN 44: Briefbuch 2 der Reichsstadt Nürnberg (7. Februar 1408 – 12. August 1409). Bearbeitete und kommentierte Edition von Anna Bub, Julian Krenz, Martin Mayr, Katharina Neumeier (Editionsprojekt „Die Briefbücher der Reichsstadt Nürnberg“, Kooperation mit Staatsarchiv Nürnberg und DFG)

Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte (NW), herausgegeben von Arnold Otto in Verbindung mit Werner K. Blessing, Franz Fuchs, Georg Seiderer: o NW 77: Anthony Sprengel: Die Gründungsgeschichte des Nürnberger Kinderspitals 1861-1876 o NW 78: Sabrina Späth: Das älteste Nürnberger Briefbuch (1404-1408). Struktur, Inhalt und Auswertung (Band I) o NW 79: Hiromi Abe-Kosaka: Die „Außenpolitik“ der Reichsstadt Nürnberg im 15. Jahrhundert – Korrespondenz und Gesandtschaften des Nürnberger Rates In Vorbereitung:  Jessica Wengel: Karl Holz (1895-1945) – Der Mann im Schatten Streichers  Wolf-Martin Hergert: „Der schlechteste Weg der Erziehung geht über den Verstand“. Das Höhere Nürnberger Schulwesen im Nationalsozialismus  Harald T. Leder: Hoffen auf die Jugend. Amerikanische Initiativen und deutsch - amerikanische Kooperation beim Neubeginn der Jugendarbeit und Jugendwohlfahrt nach 1945 in Nürnberg

Außerdem: o Norica. Berichte und Themen aus dem Stadtarchiv Nürnberg Heft 18 (Themenschwerpunkt: „Nürnberg am Wasser“)  In Planung: Heft 19 (20223), Schwerpunktthema: Städtebau im reichsstädtischen Nürnberg und danach (Arbeitstitel)

o Jahreskalender 2023 „Nürnberg in den 1980ern“  In Planung: Jahreskalender 2024: „Vor den Toren der Stadt“

Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN)

 Band 109/2022 (erscheint im Dezember 2022  In Vorbereitung: MVGN Band 110/2023

Nürnberger Forschungen:  Tagungsband „1219 – Nürnberg wird frei. Aufbruch zur Metropole in staufischer Zeit (8./9.11.2019)

BCN/004/2022

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 25.11.2022 öffentlich Beschluss

Betreff:

Bildungscampus Nürnberg - Jahreskontrakt 2023

Anlagen: 01_Entscheidungsvorlage 02_Personal und Finanzen

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage BCN/004/2022

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage BCN/004/2022

Beschlussvorschlag: Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2023 des Bildungscampus Nürnberg zu.

Bildungscampus Nürnberg (BCN) – Jahreskontrakt 2023

Der Bildungscampus Nürnberg versorgt die Bürgerinnen und Bürger mit einem breit gefächerten und kontinuierlichen Bildungs-, Lern- und Medienangebot an zahlreichen Standorten in der Stadt. Er befördert das lebenslange Lernen, bietet niederschwellig den freien Zugang zu Informationen und Wissen und ermöglicht dadurch kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe.

Finanzen und Organisation

Auf Grund der bis zum Ende des ersten Quartals 2022 bestehenden Einschränkungen als Folge der Pandemie konnte die stabile Entwicklung der Finanzlage der vorpandemischen Jahre nicht beibehalten werden. Zwar wurde trotz dieser Rahmenbedingungen im Haushaltsjahr 2021 ein K1-Überschuss erzielt, eine Rückkehr zu vorpandemischen Leistungszahlen ist jedoch erst für die Folgejahre zu erwarten und zudem auch an die zunehmend schwierigere Verfügbarkeit von Standorten gekoppelt. Die Leitlinie des BCN ist weiterhin ein ausgewogenes Qualitäts- und Kostenmanagement mit sozial verträglichen Entgelten und Gebühren. Zum einen muss eine konsequente Prüfung der kostenbeeinflussenden Faktoren wie z.B. Gebühren, Entgelte und Angebotspalette verfolgt und optimiert werden, zum anderen sind vor allem die sich wandelnden Bedarfe und Anforderungen sowie die Wettbewerbssituation stetig zu berücksichtigen. Die Beobachtung der Preiselastizität ist zur Gestaltung einer strategischen Preispolitik beim Bildungszentrum als auch der Stadtbibliothek und im Planetarium erforderlich. Das Projekt zur Ausschreibung einer neuen Verwaltungssoftware für den Kurs- und Veranstaltungsbetrieb des gesamten BCN befindet sich in der Ausschreibungsvorbereitung. In diesem Projekt werden erhebliche Potenziale zur Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung gesehen. Auf Grund externer Verzögerungen bei den beteiligten Projektpartnern wird eine Ausschreibung nun für den Sommer 2023 angestrebt.

Kurzrückblick 2022

Die Pandemie stellte den BCN auch im dritten Jahr vor vielfältige Herausforderungen. Mit der Rückkehr zum Normalbetrieb ab Frühjahr 2022 sind zwar weitreichende Erholungstendenzen zu beobachten. Allerdings begrenzen limitierende Faktoren, wie z.B. eine erhebliche Raumknappheit, weiterhin die Rückkehr zu einem vollständigen Normalbetrieb. Eine Nachfolgeliegenschaft für das zum 31.08.2021 geräumte DaF/DaZ-Schulungszentrum in der Bayreuther Straße konnte noch nicht gefunden werden. Die Abstimmung mit den beteiligten Partnern dauert an. Im Rahmen einer Organisationsreform wurden mit Wirkung zum 01.08.2022 Aufgaben innerhalb des BCN neu strukturiert. So wurden die bislang getrennten IT-Abteilungen zusammengelegt und eine Einheit, bestehend aus den Service-, Anmeldungs- und Beratungsteams, neu geschaffen. Der BCN befindet sich in einem Transformationsprozess hin zu einer kundenzentrisch ausgerichteten Organisation. Um eine konsequente Umsetzung der strategischen Ausrichtung zu gewährleisten, wurde der Bereich „Kunden und Kommunikation“ zur engen Vernetzung der kundennahen Abteilungen mit professioneller digitaler und analoger Kommunikation gegründet. In diesem Bereich wird als städtisches Pilotprojekt an der Implementierung eines CRM-Systems gearbeitet. Die Vergabe und Inbetriebnahme der Software ist für 2023 geplant. Im Bereich Kommunikation wurde in 2022 verstärkt auf effizientes Campaining gesetzt (z.B. Kampagne „Wohnen“), um Reichweiten zu steigern und die Sichtbarkeit der Bildungsangebote der drei BCN-Monomarken Bildungszentrum, Stadtbibliothek und Planetarium zu erhöhen. Seit dem 01.09.2022 ist das Modellprojekt Open Library in der Stadtteilbibliothek Langwasser erfolgreich in Betrieb. Nach dem ersten Testbetrieb soll dieses Modell künftig die Erweiterung der Öffnungszeiten in den dezentralen Standorten ermöglichen und damit die Zugänglichkeit zu den Angeboten erhöhen.

Die texttage.nuernberg fanden 2022 erstmals an ihrem neuen Veranstaltungsort, der Katharinenruine, statt. Das Literaturfestival konnte nahezu komplett aus Drittmitteln finanziert werden und fand großen Zuspruch beim Publikum. Mit der Premiere des Nicolaus-Copernicus- Symposium im Planetarium wurde zudem ein weiteres neues Format umgesetzt sowie neue Zielgruppen damit angesprochen. Im Oktober 2022 hat der Bereich BZ des BCN erfolgreich seinen EFQM-Prozess durchlaufen wurde im Assessment mit 5 Sternen bewertet, eine Verbesserung gegenüber dem letzten Ergebnis vom Jahr 2018.

Auszug von Arbeitsschwerpunkten 2023

BCN 2025 Mit dem Handlungsfeld „BCN 2025“ liegt eine umfassende Digitalisierungs- und Organisationsentwicklungsstrategie vor, die konsequent weiterverfolgt wird. Im Vordergrund stehen dabei die Gestaltung von kundenzentrierten Angeboten und Prozessen sowie die Begleitung der Bürgerinnen und Bürger im digitalen Transformationsprozess. Mit der „Erweiterten Lernwelt“ (ELW) sollen im Bildungszentrum weitere digitale Formate, v.a. in der so genannten vhs.cloud entwickelt und fortgeführt werden. Aus der ELW wurde ein Maßnahmenpaket abgeleitet, das schrittweise operationalisiert wird. Parallel dazu sollen beim Bildungszentrum die Kursräume in den nächsten Jahren mit moderner Technik ausgestattet werden, um zeitgemäße Kursangebote durchführen zu können. In der Stadtbibliothek wurde das Projekt „WissensWandel“ genutzt, um den Impuls für den Aufbau einer Digitalwerkstatt zu setzen. Ebenfalls weiterverfolgt wird das Projekt „Virtuelle Schatzkammer“, welches Bestandteil der städtischen Digitalisierungsstrategie ist. Ziel ist es, 2023 weitere – teilweise nur in der Stadtbibliothek vor Ort erhaltene – Originale zu digitalisieren und damit im Internet weltweit sichtbar und erfahrbar zu machen.

Standortstrategie Bei seiner Standortstrategie orientiert sich der BCN weiterhin an der wachsenden Stadt und der zunehmenden Bedeutung von Bildungsangeboten bei der Stadt- und Stadtteilentwicklung. Ein starker und identitätsstiftender zentraler Standort wird ergänzt durch dezentrale Standorte, die auf die jeweiligen sozioökonomischen Faktoren in Angebot und Ausgestaltung ausgerichtet sind. Vor dem Hintergrund sich auch weiterhin stetig verändernder Kundenbedürfnisse und zunehmend flexibilisierter Nutzungsanforderungen verfolgt der BCN die Erstellung eines Rahmenkonzepts als Blaupause für künftige Standortanforderungen. Unter Einbeziehung weiterer Kulturdienststellen und dem Wissen um die entsprechende Vorlaufzeit eines solchen Vorhabens wird 2023 mit der weiteren Abstimmung begonnen. Hierzu werden Daten der Kundenstruktur und der bestehenden Standorte analysiert und eine mittel- und langfristige Strategie für den BCN erarbeitet sowie Schnittmengen zu Bedarfen von Kooperationspartnern berücksichtigt. Ziel ist es, langfristige Bedarfe frühzeitig zu benennen, um dauerhaft mit den Angeboten des BCN nah an den Kundengruppen zu sein. Bei der Entwicklung von Standortkonzepten fließen insbesondere auch technische Neuerungen mit ein. So wird künftig die „Open Library“-Technik als Standard betrachtet sowie verstärkt auf die Implementierung von kostenfreiem WLAN geachtet.

Zielgruppen / Audience Development

Öffentliche Erwachsenenbildung

Angebotsentwicklung ist heterogener geworden, und die Zielgruppen haben sich weiter differenziert. Mit Audience Development sollen definierte Zielgruppen nachhaltig entsprechend ihrer Präferenzen und Nutzungsprofile nach Weiterbildungsangeboten, -bedürfnissen und -formaten entwickelt werden. Deshalb hat das BZ neben dem Standard-Bildungsprogramm nun 10 „Buyer Personas“ segmentiert und diese in den idealtypischen Milieus verortet. Eine Übertragung dieses Modells auf die Stadtbibliothek erfolgt im nächsten Schritt. Durch die Pandemie hat sich der Lebensalltag vieler Teilnehmender nachhaltig verändert und wird sich auch in den kommenden Jahren durch makroökonomische Faktoren nochmals stark verändern. Eine kontinuierliche Betrachtung der bereits definierten Zielgruppen soll helfen, das Kursangebot und die Rahmenbedingungen fortwährend an die neuen Bedürfnisse anzupassen. Die aktive Einbindung der Nutzerinnen

und Nutzer durch verbesserte Feedbackmöglichkeiten und systematische Befragungen soll zudem die Partizipationsmöglichkeiten erhöhen.

Leseförderung Leseförderung und Medienkompetenzvermittlung sind grundlegende Schwerpunkte der Bibliotheksarbeit. Bewährte Präsenzangebote sollen weitergeführt, neu entwickelte Formate im Bereich der digitalen Leseförderung sollen verstetigt werden. Neu hinzukommen werden 2023 Formate für ukrainisch-sprechende Kinder und Jugendliche, die in enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Schulen entwickelt werden.

Erweiterung digitaler Angebote Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen ist die Erweiterung digitaler Angebote weiterhin ein großes Leitthema für den Bildungscampus insgesamt sowie die Stadtbibliothek im speziellen. Dieses Angebot wird nutzungsorientiert zusammengestellt. So wurden im Rahmen des Förderprogramms „WissensWandel“, einem Programm des Förderfonds „Neustart Kultur“, drei zusätzliche Plattformen zur Nutzung digitaler Medien bereitgestellt und ebenfalls gezielt vermittelt: Filmfriend – ein Video-on-Demand-Filmportal speziell für öffentliche Bibliotheken, GENIOS eBib-Solutions – ein digitales Informationsportal für öffentliche Bibliotheken mit überregionalen, lokalen und internationalen Tages- und Wochenzeitungen sowie Fach- und Publikumszeitschriften sowie Statista – eine Online-Plattform für Statistik sowie die Daten von Markt- und Meinungsforschungsinstitutionen. Ebenfalls aus Fördermitteln im Rahmen von „Neustart Kultur“ wurde eine Digitalwerkstatt eingerichtet, mit dem Ziel, vermehrt eigenen, digitalen Content zu erstellen und zielgruppengerecht im digitalen Raum darzustellen, z. B. Tutorials, QR-Code-Rallyes, Podcasts sowie weitere Angebote. Perspektivisch soll die Nutzung der Digitalwerkstatt auch für die Kunden angeboten werden, um mit der vorhandenen technischen Ausstattung selbst digitale Inhalte produzieren zu können.

Ort der Literatur Der BCN schuf durch die Koordinierungsstelle Literatur in den letzten Jahren Strukturen und setzte Impulse für innovative Formate. Der BCN ist Knotenpunkt für die fränkische freie Literaturszene. Verbunden mit den qualitativ hochwertigen Angeboten des BCN, konnten diverse Beteiligungsformate in Form von Ausschreibungen (z.B. Literaturförderung) realisiert werden. Hier ist exemplarisch das Literaturfestival texttage.nuernberg zu nennen. Die Ausweitung der Vernetzung durch den BCN, auch spartenübergreifend, zeigt sich auch in der Kooperationsdichte der Akteure untereinander. Regionale und überregionale strategische Partnerschaften bereichern das literarische Portfolio genauso wie die geplante Implementierung digitaler Komponenten zur Sichtbarmachung in 2023. In Planung sind: die literatur.nuernberg.de-Seite sowie eine LiteraTourenApp. Die überregionalen Wahrnehmung des literarischen Portfolios der Stadt und der Region wird dadurch weiter gestärkt und bildet zukünftig einen Arbeitsschwerpunkt.

MINT Der Ausbau und die strategische Weiterentwicklung der MINT-Angebote am Bildungscampus schreitet unter der Koordination durch die Stabstelle MINT weiter voran. Die MINT-Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, z. B. der monatliche „MINT-Woch“ in der Stadtbibliothek Zentrum und die Veranstaltungen „Kleine Forscherinnen und Forscher“ in den Stadtteilbibliotheken, finden großes Interesse bei der Zielgruppe. Eine Schwerpunktveranstaltung ist im März 2023 das Nicolaus-Copernicus-Symposium im Planetarium, bei dem nun auch mit dem Deutschen Museum Nürnberg kooperiert wird. Mit dem Museum finden unter dem Obertitel „Ab in die Zukunft“ außerdem weitere gemeinsame Veranstaltungen statt. Die Koordinierungsstelle MINT ist auch in verschiedenen Netzwerken und Arbeitsgruppen involviert, wie dem Netzwerk Wissenschaft der Stadt Nürnberg. Sie etabliert zudem auch eigene Networking-Strukturen mit den relevanten Wissenschaftskommunikatoren in Nürnberg, um den Austausch zwischen den Akteuren zu fördern.

Anlage: Jahreskontrakt 2023 des Bildungscampus (BCN)

 Übersicht der geltenden Pandemiestimmungen für den BCN in 2022

bis 16.02.22 2G/2G+, FFP2-Maskenpflicht (auch am Platz), Kapazitätsgrenzen in den Kursräumen
bis 02.04.22 3G, FFP2-Maskenpflicht (auch am Platz), weiterhin Kapazitätsgrenzen in den Kursräumen Ausnahme: Planetarium und in den Gesundheitskursen: 2G mit Kapazitätsgrenzen
ab 03.04.22 Beschränkungen und Maßnahmen aufgehoben  sämtliche Nutzungen/Angebote am gesamten BCN uneingeschränkt wieder möglich

 Personal- und Finanzsituation

2023* 2022 2021
Sollvollkraftstellen Gesamt 222,23 224,21 229,68
Istvollkraftstellen Gesamt --- 210,27 212,75

Stand: 28.09.2022 *Sollkraftstellen 2023 voraussichtlicher Wert

Die Differenz zwischen Soll- und Ist-Besetzung ist bedingt durch unbesetzte Stellen/Stellenanteile auf Grund des Ausscheidens von Mitarbeiter:innen, Langzeiterkrankungen von Mitarbeiter:innen und Elternzeit- und Sabbat-Vereinbarungen.

Außerdem wurden die Stellenbesetzungen im Bereich der Service-Kräfte auf Grund der ungewissen pandemischen Lage und damit evtl. einhergehender Schließzeiten bzw. Einschränkungen im Regelbetrieb vorerst sehr restriktiv gehandthabt. Die Rückkehr zum „Normalbetrieb“ bedingt auch, dass nun die hierfür erforderlichen Stellenkapazitäten zeitnah besetzt werden müssen.

Die Differenz der Sollvollkraftstellen Gesamt zwischen 2022 und 2023 ergibt sich aus nicht verlängerten drittmittelfinanzierten Stellen.

 Finanzdaten konsumtiv

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2023 Entwurf Ansatz 2022 Januar - Juli 2022 Hochrechnung 2022
K1 Erträge -7.303.186 -7.324.780 -2.780.011 -5.687.077
K1 Aufwendungen 7.128.988 7.229.304 3.124.126 5.983.354
K1 Sachbudget -174.198 -95.476 344.114 296.277

Die Hochrechnung bis Jahresende 2022 prognostiziert ein Defizit im K1-Budget in Höhe von 391.753 € gegenüber der Ermächtigung. Von dem hochgerechneten Jahresergebnis sind bei den Erträgen und Aufwendungen die Corona-Effekte in Höhe von derzeit 500.933 € positiv zu berücksichtigen. Unter Berücksichtigung der Corona-Effekte wird

das K1-Budget 2022 voraussichtlich einen hochgerechneten Überschuss in Höhe von 109.180 EUR aufweisen.

 Finanzdaten investiv (I1)

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2023 Entwurf Ansatz 2022 Januar - Juli 2022 Hochrechnung 2022
Immaterielles Vermögen 0 0 0 0
Bewegliches Vermögen 210.900 269.506 109.552 269.506
I1 Auszahlungen 210.900 269.506 109.552 269.506

Die investiven Mittel werden im Jahr 2022 voraussichtlich vollständig verbraucht, u. a. für den notwendigen Tausch der bildgebenden Rechner (Vorführungs-PCs) im Planetarium in Höhe von ca. 118.000 EUR sowie die technische Ausstattung des Fabersaals (ca. 25.000 EUR) und die Kursraumausstattung im Rahmen der Digitalisierung (ca. 100.000 EUR).

 Ziele und Kennzahlen

Stadtbibliothek

2022 (01 – 09) 2021 (01 – 09) 2021 Gesamt
Entleihungen 1.208.614 971.023 1.353.251
davon digitale Entleihungen 214.865 220.662 289.128
Besuche 412.729 207.673 331.156
Veranstaltungsbesuche 64.978 2.918 11.059
aktive Nutzer (stichtagsbezogen) 46.194 36.701 37.751
Neuanmeldungen 9.760 5.066 8.823

Quellen: aDIS, Pentaho; Stand: 07.10.2022

Die Entleihungszahlen bewegen sich wieder konstant auf einem hohen Niveau, allerdings werden die Zahlen von vor Corona noch nicht wieder erreicht. Im Schnitt werden 2022 ca. 20.000 Entleihungen/Monat weniger erlangt als im Jahr 2019. Die digitalen Entleihungen haben während der Corona-Krise geboomt, gehen nun wieder leicht zurück, da auch keine Zugangsbeschränkungen für die Bibliotheken mehr greifen, bewegen sich aber dennoch auf einem höheren Niveau als im Jahr 2019 vor der Pandemie.

Die Veranstaltungen in der Bibliothek sind im Jahr 2022 wieder gut angelaufen. Im Januar und Februar konnte aufgrund von Corona-Einschränkungen nur ein reduziertes Maß an Veranstaltungen angeboten werden. Seit März sind aber wieder sehr viele Veranstaltungsbesuche zu verzeichnen, die auf einem ähnlichen Niveau liegen, wie vor der Pandemie. Es können ebenfalls wieder deutlich mehr Neuanmeldungen als in den vergangenen beiden Jahren verbucht werden. Aktuell liegt der Stand der Neuanmeldungen sogar höher als vor der Corona-Pandemie, wobei hier zu berücksichtigen ist, dass die Zahl der aktiven Nutzer während der Pandemie sehr stark gesunken ist (ca. 35%) und viele dieser Nutzer

erst wieder zurückgewonnen werden müssen, was zum Teil bereits gelungen. Dennoch liegen die aktiven Nutzer noch um ca. 20 % unter dem Niveau von 2019. Ebenfalls können wieder deutlich mehr Besuche verzeichnet werden, als in den vergangenen beiden Jahren. Im Vergleich zum Jahr 2021 beträgt der Zuwachs ca. 25%. Das Niveau der Besuchszahlen vor der Corona-Pandemie konnte noch nicht wieder erreicht werden.

Bildungszentrum ohne Planetarium

2022 (01 - 09) 2021 (01 - 09) 2021 Gesamt
Belegungen 26.557 19.551 26.349
Veranstaltungen 2.761 2.106 2.932
Unterrichtseinheiten 49.593 37.141,73 58.326
Beratungen 1.683 1.674 2.196

Quelle: ORBiS; Stand: 07.10.2022

Erst seit April 2022 unterliegt das Bildungszentrum keinen Corona-Beschränkungen mehr. Die Kennzahlen entwickeln sich gegenüber dem Jahr 2021 positiv (hier gilt zu beachten, das in 2021 im ersten Kurshalbjahr aufgrund der Beschränkungen nur Online- Kurse möglich waren), allerdings zeigt sich die Bevölkerung weiterhin zurückhaltend, was eine Kursbuchung angeht und während der Pandemie verlorenen Kursteilnehmende müssen weiterhin zurückgewonnen werden. Es können nun auch wieder deutlich mehr Veranstaltungen mit mehr Unterrichtseinheiten stattfinden, dennoch wird es noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis eine ähnliche Auslastung wie vor Corona verzeichnet werden kann.

Die Beratungen werden am Ende des Jahres auf einem ähnlichen Niveau, wie 2021 liegen.

Nicolaus-Copernicus-Planetarium

2022 (01 - 09) 2021 (01 - 09) 2021 Gesamt
Besuche 30.313 7.296 30.338
Veranstaltungen 471 204 392

Quelle: Statistik Planetarium Stand: 11.10.2022

Im Planetarium konnten 2022 im Schnitt ca. 55 Veranstaltungen pro Monat (ohne Berücksichtigung der Schließzeit im September) durchgeführt werden, was nur leicht unter dem Niveau zu vor Corona-Zeiten liegt. Da zu Beginn des Jahres noch Abstandsregelungen galten, durfte der Kuppelsaal bei Veranstaltungen nur zu 60% ausgelastet werden und es galten 3-G Regelungen sowie die Maskenpflicht, weshalb sich die Besucherzahlen noch nicht so gut entwickelt haben, wie die Zahl der Veranstaltungen. Von Mitte September bis Mitte Oktober 2022 musste de Planetarium wegen des Austauschs der bildgebenden Rechner für 4 Wochen schließen. Der Vergleich mit 2021 ist nicht repräsentativ, da pandemiebedingt in den Monaten Januar 2021 bis Juni 2021 keine Veranstaltungen im Planetarium erfolgen durften. Auch im Planetarium wird das Besucherniveau von vor Corona noch nicht wieder erreicht.

KuF/007/2022

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 25.11.2022 öffentlich Beschluss

Betreff:

Amt für Kultur und Freizeit - Jahreskontrakt 2023

Anlagen: 01_Entscheidungsvorlage 02_Personal und Finanzen 03_Ausblick Termine und Ereignisse 2023 04_Kooperationspartner_KuF

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuF/007/2022

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuF/007/2022

Beschlussvorschlag: Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2023 des Amtes für Kultur und Freizeit zu.

Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2023 Amt für Kultur und Freizeit

1. Kurzrückblick 2022

In den ersten Monaten des Jahres galten weiterhin Coronabeschränkungen, so dass ein annähernd als normal zu bezeichnender Kulturbetrieb erst ab dem Frühjahr möglich wurde. Es finden 2022 ca.19.200 Veranstaltungen und Einzeltermine statt. Nach zwei Jahren konnten die meisten Stadtteilfeste sehr erfolgreich wiederaufgenommen werden, hinzu kamen aufsuchende Kulturangebote der Kulturläden in den Stadtteilen und die Durchführung der Kulturplattform KommVorZone mit über 100 Veranstaltungen.

Das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne erreichte mit Besuchszahlen von 66.041 in gut vier Monaten fast die Vor-Pandemie-Besuche. Der Publikumszuspruch bei den klassischen Kulturveranstaltungen war zunächst zurückhaltend, steigerte sich jedoch deutlich in den Sommermonaten, als Corona nicht mehr im Vordergrund stand. Mit 310.485 Besuchenden bis Juli liegen die Zahlen ca. 20% unter der Zeit vor der Pandemie. Die Kombination von steigenden Coronazahlen wie Lebenshaltungskosten wird diesen Trend beeinflussen.

Fokus Kulturelle Nachhaltigkeit Im Zentrum aller Nürnberger Kulturläden stand 2022 die Kampagne „11xGRÜN“ zur ökologischen Nachhaltigkeit mit knapp 100 Veranstaltungen, beispielsweise dem neuartigen Netzwerktreffen „Green Thursday“, 21 Exkursionen, vielen Workshops zu „Grünzeug“, Tauschbörsen sowie Stadtteilwerkstätten. Intern wurde diese Beschäftigung flankiert von Gebäudebegehungen zum Klimaschutz oder einer internen Selbstverpflichtung der Kulturläden zu klimaschonender Arbeit. Der Amtsfokus Nachhaltigkeit wurde z.B. auch mit dem Motto „Mensch und Natur“ beim Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne sowie bei Schwerpunktveranstaltungen wie dem großen Nachhaltigkeitswochenende umgesetzt.

Fokus Kulturelle Bildung Ein weiterer Fokus lag auf der Kinderkultur, um diejenigen zu stärken, die bis heute am meisten unter der Pandemie leiden. Der Stab Kinderkultur konnte erneut gemeinsam mit den Geschäftsbereichen Kultur, Soziales und Schule dank der Unterstützung mehrerer Rotaryclubs die KinderKulturOffensive mit 30 Projekttagen ausrufen. Das Mobile Erfahrungsfeld begann im Oktober eine Wertepartnerschaft mit einem externen Förderer und konnte so 40 Schulklassen zu „Klimadetektiven“ ausbilden. Die Musikschule holte im März ihr 85. Jubiläum mit einem Musikmonat März und dem Festkonzert des neu gegründeten Jugendorchesters nach. Sie nahm das Jubiläum zum Anlass, ihre Zukunftsperspektive bis 2030 zu erarbeiten (KUA Juli 2022). Mubikin konnte erstmals wieder in annährend „normalem“ Umfang Kinder durch sein kostenfreies Angebot musikalischer Bildung in Schulen und Kitas begleiten. Das vom Freistaat Bayern geförderte Sonderprojekt „Klangvielfraß“ förderte die Wahrnehmung von Tönen und mündete in einer Ausstellung aller beteiligten Kinder mit einem Klangkünstler.

Einen völlig neuen Ansatz kultureller Bildung mit peer-to-peer Schulungen setzte das Großprojekt „Frieden ist klasse“ mit einer umfassenden Abschlussveranstaltung auf der Wöhrder Wiese, bei dem 24 Klassen mit 510 Kindern aus 11 Schulen ihre Vorstellungen zum Thema Frieden mit künstlerischen Mitteln ausdrückten. Mit der Formatierung eines Peace-Zeichens setzte „Frieden ist klasse“ ein symbolkräftiges optisches Ausrufezeichen.

Fokus Vielfältige Stadtgesellschaft Am 8.Januar ging das vom Inter-Kultur-Büro mit initiierte Festival Global Art Nürnberg im Germanischen Nationalmuseum zu Ende. Um die beispielhafte Zusammenarbeit mit dem transkulturellen Global Art Netzwerk und die Öffnung des Museums für die superdiverse Stadtgesellschaft als singuläres Best- Practice-Beispiel weiterentwickeln zu können gab KuF die 101-seitige Dokumentation und Evaluation des Leuchtturmprojekts in Auftrag, die zudem Handlungsempfehlungen für zukünftige Projekte erarbeitet hat.

Im Juli fand nach coronabedingter Zwangspause in der Kulturwerkstatt Auf AEG unter dem Motto „Miteinander. Wir alle sind Nürnberg!“ die 8. Nürnberger Integrationskonferenz statt.

Die Deutsche Akademie für Fußballkultur hat sich verstärkt kulturpolitischen Fragen angenommen und erstmals eine Forschungsarbeit mit Ausstellung zum Arbeiterfußball in Nürnberg realisiert. Mit der Buchvorstellung „Der Kicker im Nationalsozialismus“ und Podiumsdiskussionen u.a. zur WM in Katar wurden Aspekte der Menschenrechtsverletzungen thematisiert sowie in Kunst- und Begegnungsformaten das verbindende Potenzial von Fußball in den Vordergrund gestellt.

2022 unterstützen insbesondere die Kulturläden Geflüchtete mit Hilfe vieler Ehrenamtlicher - unbürokratisch, flexibel auf sich ändernde Bedarfe reagierend und intensiv nachgefragt.

Zu einer diversen Stadtgesellschaft gehört eine diverse Künstlerschaft, daher ist die Förderung von Kunst und Kultur in allen Projekten des KuF durch die enge Zusammenarbeit inhärent. Einen besonderen Akzent setzt der Raumkompass durch die Vermittlung kultureller Zwischennutzung (KuA Oktober 2022).

2. Personal, Finanzen, Baumaßnahmen 2023

Fortgeschriebene Einsparungen durch die Haushaltskonsolidierung in 2022 (Sachmittelkürzung 10%, Personal 5%), coronabedingte Ausfälle, der Fachkräftemangel im technischen Bereich oder die notwendige Aufbauarbeit der Kooperationsstruktur haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stark belastet. 2023 wird sich diese Situation - je nach Konkretion der diskutierten Sparmaßnahmen - verschärfen. Weitere Einsparungen werden zu einer Reduktion des Leistungsspektrums, der Beteiligung und Unterstützung z.B. bei Stadtteilfesten, von Vereinen, Gruppen und Ehrenamtlichen führen müssen. Gleichzeitig soll und muss gerade Kultur einen Beitrag zum Miteinander der Stadtgesellschaft, wider Demokratie- und Politikverdrossenheit und Tendenzen der Spaltung leisten - mit wohnortnahen Kulturangeboten und gerade für Menschen, die (teils erstmals) auf Förderung und Instrumente wie den Nürnberg Pass für eine Teilhabe angewiesen sind. Problematisch ist, dass aufgrund Bundesgesetzgebung KuF ab 2023 gezwungen wird, auf seine Eintrittspreise bis zu 19% Mehrwertsteuer als durchlaufenden Posten aufzuschlagen, der jedoch vom Publikum bereits als Erhöhung wahrgenommen werden wird.

2023 soll seitens H die notwendige Instandsetzung des Dachstuhls der Musikschule im denkmalgeschützten Schmausenschloss beplant werden. Hier sind seit einiger Zeit Verformungen der Böden sowie sehr auffällige Rissebildungen sichtbar, die inzwischen statisch notgesichert werden mussten. Auch wenn große Sanierungsprojekte nicht angegangen werden können, bringen die im Sonderfonds zu kurzund mittelfristigen Energiesparmaßnahmen beschlossenen Maßnahmen Entlastung. Dank des Verfügungsfonds Aktionsplan UN-Behindertenrechtskonvention kann KuF in der Kulturwerkstatt Auf AEG und in der Villa Leon Maßnahmen zur Barrierefreiheit umsetzen.

Erfreulicherweise können, trotz mehrfacher coronabedingter Absagen, für 2023 aktuell fast alle Sponsorinnen und Sponsoren gehalten und neue Partnerschaften geknüpft werden. KuF nahm bisher, zusätzlich zu Eintrittseinnahmen, Drittmittel in Höhe von bis zu einer 1 Mio. Euro ein. Problematisch wird angesichts der angedachten Personaleinsparungen die Einhaltung der Vereinbarungen mit externen Partnerinnen und Partnern.

3. Übergreifende Aktivitäten und Angebote 2023

Die Energiekrise und zusätzliche Einsparmaßnahmen führen dazu, dass der Fokus des Amts für Kultur und Freizeit auf der Umsetzung seiner kulturpolitisch definierten Aufgaben liegen muss. Die derzeitigen Krisen verschieben das gesellschaftliche Gefüge, das Wachstumsparadigma steht auf dem Prüfstand. Daher ist KuF mehr denn je gefordert, allen Menschen des superdiversen Nürnberg den Zugang zu Kultur zu ermöglichen, die Kooperation zu fördern, Menschen zum aktiven (Mit)Machen zu empowern.

Entscheidend bleibt es, Selbstwirksamkeit zu ermöglichen und damit eine ernsthafte Form der Mitgestaltung unserer demokratischen Stadtgesellschaft anzubieten. Ziel ist es, durch den aktivierenden, potenzialorientierten Ansatz der Kultur einer Spaltung der Stadtgesellschaft weiterhin aktiv entgegenzuwirken und gemeinsam die Krise zu meistern.

KuF pflegt ein großes Netzwerk mit rund 560 Partnerinnen und Partnern, die ebenfalls von den Auswirkungen der Energiekrise und den Sparmaßnahmen betroffen sein werden. Nur mit und dank dieses umfassenden Netzwerks funktioniert die breite Ansprache der Stadtgesellschaft, werden neuartige Ansätze eingebracht und realisiert. Die 560 externen KuF-Kooperationspartnerinnen und -partner sind in beigelegter Liste dargestellt. Städtische Ämter, Parteien oder die vielen Einzelpersonen sind nicht enthalten. Dieses umfassende - und doch öffentlich nie sichtbare - Netzwerk bildet die Grundlage der Arbeit, ja ihr Erfolgsgeheimnis. In vielen Jahren konnte ein hohes Vertrauen generiert werden, so dass Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft im Schulterschluss arbeiten. Die Stadt Nürnberg ist so direkte Kulturermöglicherin.

Trotz und gerade angesichts der heutigen fordernden Situation hält KuF an dem Amtsfokus der Nachhaltigkeit fest, den die Kulturläden als Jahresschwerpunkt „11xFAIR“ umsetzen. Es geht auch darum, jungen Kulturschaffenden ein Podium zu bieten, die Nachwuchsarbeit zu stärken und damit die Basis für die Nürnberger Kulturlandschaft der Zukunft zu legen. Die Beschäftigung mit sozialer Nachhaltigkeit für Kultureinrichtungen spiegelt sich im Amtsschwerpunkt der diversen Stadtgesellschaft, der Inklusion und des bewusst für alle erschwinglichen Angebots wider. Der Arbeit zu den Bäumen der Menschenrechte, gebündelt bei der Villa Leon, und der Durchführung der Friedenstafel kommt 2023, 75 Jahre nach Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen, eine besondere Bedeutung zu.

Immer wieder wird moniert, dass die Angebote des KuF zu wenig bekannt sind, gleichzeitig steht die ohnehin gering ausgestattete Öffentlichkeitsarbeit vor weiteren Sparmaßnahmen. Das zentrale Programm „Kultur&Freizeit“ wird weiterhin dreimal im Jahr erscheinen, jedoch kompakter und gekürzt. Social Media und der Umgang mit Bewegtbild muss stärker personell unterfüttert werden. Ganz wichtig ist es, Menschen in einer verständlichen Sprache anzusprechen. 2023 bildet daher die Übersetzung aller Landing Pages und zentralen Seiten des umfassenden KuF-Internetangebots in leichte Sprache, die dank einer Förderung des Verfügungsfonds Aktionsplan UN-BRK erst möglich wurde, einen Schwerpunkt.

4. Ausgewählte Aktivitäten und Angebote einzelner Arbeitsbereiche 2023

Nachdem 2022 mit „11xGRÜN“ die ökologische Nachhaltigkeit im Vordergrund stand, widmen sich die Nürnberger Kulturläden mit „11xFAIR“ der Thematik der sozialen Gerechtigkeit kultureller Einrichtungen für das Publikum wie für lokale Kulturschaffende.

Mit Blick auf die Bevölkerung gehören dazu u.a. Veranstaltungen von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft wie die „2. Mögeldorfer Engagement-Börse“, der „Familientag“ in der Gartenstadt oder die gemeinschaftliche Pflege des Quartiers in Formaten wie „Beach-Cleaning“. Hinzu kommen zielgruppenspezifische Angebote u.a. in Zusammenarbeit mit den Seniorennetzwerken sowie offene Treffs für Geflüchtete, Chorgesang oder intergenerationelle Theaterarbeit. Beim Stadtteilpicknick für die Menschenrechte mit dem Kulturladen Zeltnerschloss oder dem Projekt „Misch dich ein“ werden relevante Themen einem breiten Publikum nahe gebracht. Nicht zuletzt setzen die stark frequentierten Tausch- und Flohmarktformate, Schenktage oder das Repaircafé Röthenbach weiterhin Impulse zum nachhaltigen und fairen Umgang, also kaputte Gegenstände mit fachkundiger Hilfe zu reparieren oder kreatives Upcycling zu initiieren. Der Kulturladen Röthenbach hat sich bereits in 2022 mit dem Schwerpunkt kultureller Nachhaltigkeit neu aufgestellt. Die Einbindung und Begegnung der Bevölkerung des stark wachsenden Stadtteils „Neu“-Röthenbach wird mit Veranstaltungen im öffentlichen Raum gefördert. Auch die interaktive Ausstellung „Almoshof – ein Dorf erzählt seine Geschichte“, gemeinsam mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen vor Ort entwickelt, fördert den Zusammenhalt des Stadtteils

2023 finden wieder Festivals wie „Ost Anders“ in der Kulturwerkstatt Auf AEG oder die Türkisch- Deutschen Theatertage in der Villa Leon statt, die hier exemplarisch für zahlreiche Festivals, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen genannt seien. Die Kulturläden führen fast alle ihrer Veranstaltungen mit lokalen Akteur*innen durch. Die von den Bundesmitteln Neustart geförderten Open-Air-Bühnen in der Kulturwerkstatt Auf AEG und im Kulturladen Loni-Übler-Haus bieten professionelle Plattformen nicht nur für den künstlerischen Nachwuchs. Hier wird die gesamte Vielfalt des Nürnberger Kulturlebens sichtbar. Dieser Schwerpunkt bedeutet auch die Notwendigkeit der steten internen Überprüfung zum eigenen amtsinternen Umgang mit Nachhaltigkeit. Die bereits 2022 erarbeitete Selbstverpflichtung der Nürnberger Kulturläden wird in der praktischen Umsetzung geschärft, auch auf Basis der 2022 durchgeführten Umfrage zur Besuchendenmobilität. Nach der Pandemie sind viele Vereine und Initiativen in die Kulturläden zurückgekehrt. Weitere Gruppen - auch in Zusammenarbeit mit Geflüchteten aus der Ukraine - sind hinzugekommen. Den Kooperationsstrukturen mit den - allein bei den Kulturläden - 430 Partnerinnen und Partner aus Vereinen, Institutionen und Gruppen sowie jungen Kulturschaffenden kommt gerade bei „11xFAIR“ eine besondere Aufmerksamkeit zu, fördert doch die Stärkung und Konsolidierung zivilgesellschaftlicher Strukturen nachhaltig eine solidarische Stadtgesellschaft. Ein Fokus in 2023 sind die Stadtteilfeste. Die gestiegenen Kosten machen eine Überprüfung und Neuaufstellung der Stadtteilfeste notwendig, um die Umsetzung weiterhin leisten zu können und den zahlreichen Vereinen und Initiativen eine Teilnahme und Plattform für ihre Arbeit zu ermöglichen. Die Tradition der Stadtteilfeste - Röthenbach feiert 2023 sein 40. Stadtteilfest - wie der rege Besuch (von unter 3.000 Besuchenden an einem Tag bis zu über 45.000 Besuchende in drei Tagen) zeugt von der Bereitschaft wie Notwendigkeit der gemeinschaftlichen Zusammenarbeit aus dem Stadtteil für den Stadtteil.

Die Abteilung kulturelle und politische Bildung wird auf dem Erfahrungsfeld 2023 mit neuen Stationen und Angeboten die Themen Nachhaltigkeit und Inklusion in den Vordergrund stellen. Das Mobile Erfahrungsfeld bietet zusätzlich zu seinen bewährten Angeboten dank externer Förderung 40 Nürnberger Schulen das Projekt „Klimadetektive“ für Klassenstufe 3 bis 6 kostenfrei an. In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit startet das PolitMobil mit 80, ebenfalls kostenfreien Workshops für Grundschulen. Das mobile Erfahrungsfeld ist dann in allen bayerischen Regierungsbezirken unterwegs. Das „Science Camp“ wird als Sommer-Ferienprogramm wieder im August stattfinden. Zudem ist ein zweites inklusives Ferienangebot für Kinder geplant.

Die Musikschule Nürnberg hat bereits im vergangenen Jahr ihre Palette an Angeboten und Veranstaltungen erweitert und überarbeitet. Sie setzt als „Musikschule für alle“ neue Akzente, z.B. mit dem neu ausgerichteten Konzert in Kooperation mit dem Staatstheater. Die neue eingeführte Veranstaltungsreihe Chor:Begegnung hat sich das Ziel gesetzt Chöre aller Altersgruppen in Nürnberg zu vernetzten und das gemeinsame Singen auf allen Ebenen zu fördern. Das neue Onlineangebot für Musiktheorie wird weiter ausgebaut, wie auch das Angebot Elementare Musizierpraxis für Erwachsene und Seniorinnen und Senioren. Der neue Unterrichtsstandort in der Holzgarten Grundschule wird erweitert. Erstmals finden interkulturelle Musikangebote im Fach Saz/Baglama statt. Neu ist zudem eine gezielte Fortbildung aller Lehrkräfte im Bereich der Inklusion. Ziel der Musikschule ist es, die Kooperationen mit Grundschulen im offenen und gebundenen Ganztag zu stärken und weitere Synergien zu schaffen. Als „Musikschule für alle“ setzt sie neben dem regulären Unterricht vor allem auf die Stärkung der Persönlichkeit jeden/jeder Einzelnen durch gemeinschaftliches Erleben beim Musizieren.

Die Arbeit von MUBIKIN kann an acht Grundschulsprengeln mit 40 Kindertageseinrichtungen im Jahr 2023 fortgeführt werden.

Im Arbeitsfeld der Stabstelle Kinderkultur werden 2023 Angebotsformate wie die Kindertheaterreihe, die KinderUni mit einer entsprechenden Diplomfeier (anlässlich des 200-jährigen Jubiläums an der Technischen Hochschule Nürnberg) oder das dann 25.Sternenhaus fortgeführt und weiterentwickelt.

Durch Corona entstandene Open-Air Formate wie die KinderKulturPicknicks, werden, soweit finanzierbar, den aktuellen Bedarfen angepasst und mit reduzierter Veranstaltungsanzahl weitergeführt. Als Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit ergänzt der Stab Kinderkultur das Portfolio im Amt durch die „Spielzeugtauschbörse“. Im Fokus steht 2023 die frühkindliche kulturelle Bildung mit dem KitaKunstTag, einem Pilot „KreativKita“ und dem neuartigen inklusiven Format „Ohne Sprache über Kunst und Kreatives in Kontakt kommen“, das auch geflüchtete Kinder adressiert. Darüber hinaus führt die Stabsstelle Kinderkultur ein Workshopangebot für Jugendliche aus der psychosomatischen Station des Nürnberger Klinikums durch. Die bereichsübergreifende KinderKulturOffensive soll weiterentwickelt werden. Besonderes Augenmerk erhält das 15jährige Jubiläum des KinderKunstRaums am 14. Mai 2023.

Unter dem Motto „Was zählt“ bringt die überregional aufgestellte und bundesweit einzigartige Deutsche Akademie für Fußballkultur drängende Fragen aus Kultur, Sport und Gesellschaft in Zusammenarbeit mit vielen Partnerinnen und Partnern in den Diskurs: Wo liegen die unverhandelbaren Werte, woher kommen Regeln, wie konnten sie entstehen und was kann die Kultur daraus lernen? Wie geht man im Fußball mit den aktuellen Krisen um? Wo liegt das Potenzial für die Gesellschaft? Veranstaltungshighlight ist die Verleihung der Deutschen Fußball-Kulturpreise im Oktober 2023 mit seinen fünf Fußballkultur-Preisen.

Die Stabsstelle Koordination Integrationsprogramm fokussiert in der Koordinierungsgruppe Integration die Überprüfung und Weiterentwicklung der städtischen Leitlinien. Hierfür sollen die Aktivitäten aller gesammelt, geclustert und evaluiert werden. Weiterhin ist die Stabsstelle stark eingebunden in lokale wie überregionale Arbeitskreise zum Thema Integration/Diversity. Zudem hat die Stabsstelle die Arbeit mit geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainerin begleitet.

Das Inter-Kultur-Büro steht vor der großen Herausforderung, interkulturelle Kulturarbeit insbesondere durch die Unterstützung und Zusammenarbeit mit Migrant*innenorganisationen wieder viel stärker sichtbar zu machen. Die Coronakrise sowie die aktuelle Energiekrise machen sich stark bemerkbar. So plant das Inter-Kultur-Büro erstmals eine Kultur-Station zur Blauen Nacht im Heilig-Geist-Spital, die von Migrant*innenorganisationen im Sinne eines transkulturellen Ansatzes gemeinsam bespielt werden soll. Die gute Zusammenarbeit mit dem Germanischen Nationalmuseum soll mit einem kulturpolitischen Akzent bei der Ausstellung zur Geschichte der Zuwanderung „Horizonte“ 2023 fortgesetzt und so die in einer Evaluation publizierten Handlungsempfehlungen weiter erprobt werden. Für die Ausstellung hat auch der Kulturladen Villa Leon ein Schulprojekt gestaltet.

2023 etabliert das Inter-Kultur-Büro zentrale Kooperationsprojekte mit Vereinen und anderen Dienststellen wie die „Griechischen Filmtage“, die Reihe „Literatur ohne Grenzen“ oder „AKWABA“ aufs Neue. Der neu gegründete transkulturelle Chor soll erweitert werden. Vereinsberatung, Zuschussberatung sowie die inter- wie transkulturelle Beratung anderer Kulturveranstaltenden ist Bestandteil der Alltagsarbeit.

Anlage: Jahreskontrakt 2023 Amt für Kultur und Freizeit

 Personal- und Finanzsituation

2023 2022 2021
Sollvollkraftstellen Gesamt 159,74 158,74 158,05
Istvollkraftstellen Gesamt --- 140,9* 136,35

Stand: jeweils 31.07.

*Abweichende Ist-Besetzung 2022 ist dem hohen Sparbeitrag im Personalkostenbudget geschuldet ; zum Stichtag waren deshalb viele Stellen noch nicht wiederbesetzt; ab Herbst erfolgte dann Wiederbesetzung.

 Finanzdaten konsumtiv

Euro Euro Euro Euro
Budget Budget Ansatz Ansatz 2022 (Ermächtigung inkl. HHrest) Ansatz 2022 Januar - Juli 2022 Januar - Juli Hochrechnung 2022
2023 (Ermächtigung inkl. 2022
Entwurf HHrest)
K1 Erträge 3.166.481 3.241.314 1.360.821 2.865.587
K1 Aufwendun- 3.470.707 3.470.707 3.610.077 3.610.077 1.732.516 1.732.516 3.418.757
gen
K1 Sachbudget 304.226 368.763 371.695 553.170

Im Ansatz 22 und 23 ist die fortgeschriebene Kürzung des K1 Budget um 10% der beinflussbaren Sachkonten enthalten (=243.866 € für 2022).

Das Jahr 2022 ist finanziell wieder von der Pandemie geprägt, Einnahmeverluste verschlechtern erneut das K1- Ergebnis. Dem gegenüber stehen jedoch auch coronabedingte Einsparungen insbesondere bei den Personalkosten, so dass die Belastung für den Gesamthaushalt ingesamt nicht in der vollen Höhe des Ertragsausfalls anfällt.

Bereinigt um die Coronafaktoren ist das Budget 2022 unkritisch.

 Finanzdaten investiv (I1)

Euro Euro Euro Euro
Budget Budget Ansatz 2023 Entwurf Ansatz 2023 Ansatz 2022 Januar - Juli 2022 Januar - Juli Hochrechnung 2022 Hochrechnung
Entwurf (Ermächtigung 2022 2022
inkl. HHrest)
Immaterielles / NN 56.876 56.876 6.325 73.441 73.441
Bewegliches Vermögen

Die Zuweisungen aus der Pauschale bewegliches Vermögen reichen nicht aus, um den Bedarf auch nur annähernd zu decken.

Die Überziehung von knapp 17.000 € ist durch Anschaffungen im Rahmen von Förderprojekte verursacht und gedeckt (im K1 vereinnahmt, muss nur noch umgeschichtet werden).

Anlage zum Jahreskontrakt 2023 Amt für Kultur und Freizeit

 Kennzahlen

Besuche

Produkt Plan 2023 Plan 2022 Januar bis Juli 2022 Hochrech- Ergebnis
nung 2022 2021
263000 Musikschule 45.000 50.000 0 * 50.000 7.981
273000 Kulturlä- den/Soziokultur. Stadtteilarbeit 458.812 499.675 245.929 400.020 400.020 197.080 197.080
273010 Sonderauf- gaben 3.225 3.225 5.547 6.940 4.149
353021 Integrations- und Menschenrechts- arbeit 2.100 1.855 6.487 6.937 6.638 6.638
367040 Kulturelle und politische Bildung 98.139 109.092 52.522 100.174 32.139
Summe 607.276 663.847 310.485 564.071 245.876

*wird erst am Jahresende erfasst

Termine

Produkt Plan 2023 Plan 2022 Januar bis Juli 2022 Hochrech- nung 2022 Ergebnis 2021
263000 Musikschule 305 330 0 * 300 104
273000 Kulturlä- den/Soziokultur. Stadtteilarbeit 19.878 21.233 10.122 18.119 18.119 8.895 8.895
273010 Sonderauf- gaben 25 25 92 99 30
353021 Integrati- ons- und Menschen- rechtsarbeit 46 32 47 64 58
367040 Kulturelle und politische Bildung 707 773 286 625 423
Summe 20.961 22.393 10.547 19.207 9.510

Hochrech-

nung 2022

Ergebnis

2021

*wird erst am Jahresende erfasst

Belegungen

Produkt Produkt Plan 2023 Plan 2022 Januar bis Juni 2022 Hochrech- Ist 2021
nung 2022
263000 Musikschule 6.700 6.700 6.057 6.145 6.139

Anlage zum Jahreskontrakt 2023 Amt für Kultur und Freizeit

Jahreskontrakt 2023 KuF – Ausblick auf ausgewählte Ereignisse

Terminangabe soweit bereits fest terminiert

Januar/Februar

März/April

02.03./20.04., Kulturladen Gartenstadt

Mai

Juni

meinschaftshaus Langwasser

Juli

August/September

Oktober

November/Dezember

Kooperationspartnerinnen und -partner des Amts für Kultur und Freizeit

(ohne städt. Dienststellen, Pateien und Einzelpersonen)

Stand: 27.10.2022

1 1. Boogie Woogie Club Nürnberg e.V. 2 100 Dancibel 3 11mm Fußballfilmfestival, Brot und Spiele e.V. 4 6aufKraut e.V. 5 Abenteuerspielplatz Amselstraße 6 Abenteuerspielplatz Megilo 7 Abenteuerspielplatz Röthenbach 8 Afrikuco Institut 9 Afrodeutsche e.V. 10 AK Buntes Langwasser 11 AK Langwasser Nord 12 AK Ökologie 13 AK Streetart 14 Akademie der Bildenden Künste Nürnberg 15 Akademie für Schultheater und performative Bildung 16 Aktivspielplatz Wöhrder See e. V. (AKI am See) 17 Alewitisches Kulturzentrum 18 Alexander Beck Kinderfonds Stiftung 19 Alle Kitas aus St. Leonhard/Schweinau 20 Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC) – Kreisverband Nürnberg und Umgebung 21 Allianz Generalvertretung Wölfel 22 alpha01 | design + kommunikation 23 Amerika Haus Nürnberg / DAI 24 amnesty international 25 Annika Scholla 26 AQUA-KITA 27 Arbeitskreis Sport der Evangelischen Kirche Deutschland 28 Ars vivendi verlag 29 Art community e.V. 30 Artischocken e.V. 31 ASD Region 9 32 ASN Pfeil 33 Astrid-Lindgren-Grundschule 34 Atelier Art90459 35 Atelier Der Bunte Hund 36 Atelier Extra 37 Äthiopischer Kulturverein Nürnberg e.V. 38 ATV 1873 Frankonia Nürnberg e.V. 39 Autofrei Nürnberg 40 Autorenverband Franken e.V. 41 AWO Familienzentrum 42 AWO Gunda-Fuchs-Kinderhaus 43 AWO Mehrgenerationenhaus 44 AWO Nürnberg 45 AWO SeniorInnen Großreuth

46 AWO Streetwork 47 AWO Türk. SeniorInnen 48 Bahai Gemeinde 49 Bauernhausfreunde e.V. 50 Bayerischer Flüchtlingsrat 51 Bayerisches Landeszentrale für politische Bildungsarbeit 52 Bayerisches Rotes Kreuz, Kreisverband Nürnberg 53 Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz 54 Bayr. Lehrer und Lehrinnenverband 55 BBS,, Zentrum für Blinde und Sehbehinderte 56 BBSB, Bezirksgruppe Mittelfranken in Nürnberg 57 Beach cleaner Nürnberg 58 Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien 59 Berufsbildungswerk Bezirk Mittelfranken (BBW) 60 Betreutes Wohnen am Tafelhain 61 Bezirksjugendring Mittelfranken 62 Bibiafrica 63 Big Band langwasser e.V. 64 Big Roo 65 BikeKitchen Nürnberg Rückenwind e.V. Nürnberg 66 Bionicum 67 Birkenwaldschule 68 Blue Pingu e.V. 69 BNP Paribas, Consorsbank, Corporate Social Responsibility 70 Botanischer Garten Erlangen 71 Brachland-Ensemble 72 Bridge für alle e.V. 73 Bridging Arts 74 BRK Kita Werderau 75 Brochier Gruppe 76 Bulgarisch Kulturverein samodivi 77 Bund Naturschutz 78 Bundesverband Soziokultur e.V. 79 Bundnaturschutz e.V. in Bayern (Gerd Schlestein) 80 Bunter Tisch Gartenstadt / Siedlungen Süd e. V. 81 Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. 82 Bürgerstiftung Nürnberg 83 Bürgerverein Nürnberg-Langwasser e.V. 84 Bürgerverein Röthenbach 85 Bürgerverein Siedlungen Süd 86 Bürgerverein St. Leonhard/Schweinau 87 Burgtheater 88 Büro Freilich 89 BUTA Aserbaidschanischer Kulturverein 90 Capoeira Ibeca 91 Caritas Pirckheimer Haus 92 Casablanca Filmkunsttheater 93 Ceclam e.V. 94 Centro Espanol 95 Chöre der Eibacher Chorgemeinschaft

96 Chorinho e.V. 97 Christliche Initiative Romero e.V. 98 Come Together Cup, Köln 99 Corazón de Tango 100 Crêpes Company 101 Cuba Danza Tanzschule 102 Curatorium Altern gestalten 103 Curt Nürnberg 104 Dacia, deutsch-rumänsiches Kulturzentrum 105 Dans Anadolu 106 Das Theaterprojekt – Nikolaus Struck 107 Datev 108 DB Museum 109 Deutsch Norwegische Gesellschaft 110 Deutsche Fußball-Liga, Abteilung Fanangelegenheiten 111 Deutsche Gesellschaft für Stereoskopie 112 Deutscher Anwaltsverein 113 Deutscher Evangelischer Kirchentag 114 Deutscher Mieterbund Nürnberg und Umgebung 115 Deutsches Gewürzmuseum 116 Deutsches Institut für Menschenrechte 117 Deutsches Jugendherbergswerk 118 Deutsches Museum Nürnberg 119 Deutsch-Indische Gesellschaft 120 Deutsch-Irischer Freundeskreis Franken e.V. (DIFF) 121 Deutsch-Norwegische Freundschaft e.V. 122 Deutsch-Polnische Gesellschaft 123 Deutsch-Türkischer Frauenclub Nordbayern e.V. 124 DFB-Kulturstiftung 125 DGB 126 Diakonie 127 Dialog der Kulturen 128 Die Lebensgemeinschaft e.V., Münzinghof in Velden 129 Die Physikkiste 130 Die Polizeihundefreunde e.V. 131 Discover Football e.V., Berlin 132 Diversity Media e.V. 133 DJK Falke e.V. 134 DSVG-Regionalgruppe 135 Dt. Familienverband Nbg. Süd 136 Dürer Gymnasium 137 Ecstatic Dance 138 Eibacher Kärwaboum & -madla 139 Eine-Welt-Laden Eibach 140 Elternbeirat der Grundschule Eibach 141 Entdeckerclub Mögeldorf (Ev.-Luth. Gemeinde Mögeldorf e.V., Haus der Gemeinde) 142 Erfolgsfaktor Frau 143 Erzählkunst e.V. 144 Erziehungsberatungsstelle Fürreuthweg 145 Ethio Community Nürnberg

146 Ev. Gemeinde St. Georg, Kraftshof 147 Ev. Gemeindeverein Nürnberg-Mögeldorf e.V. 148 Ev. Kirchengemeinde St. Peter 149 Evang. Kita Emmaus 150 Evang.-Luth. Kirchengemeinde Nürnberg-Eibach 151 Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Niklaus und St. Ulrich 152 Evangelische Hochschule Nürnberg - Lehrgebiet. Kultur Ästhetik Medien 153 Evangelische Kindertagesstätte Eibach 154 Evangelische Medienzentrale Heilbronn 155 Evangelische Melanchthongemeinde in Nürnberg- Ziegelstein 156 Evangelische Posaunenchöre in Bayern e.V. 157 Eva-Seligmann-Schule 158 F_in Netzwerk Frauen im Fußball 159 FabLab Region Nürnberg e.V. 160 Fachberatung für das Fischereiwesen des Bezirks Mittelfranken 161 Fachstelle für Alleinerziehende im eckstein 162 Familienclub Mischpaha e.V. 163 Familienzentrum Materlach 164 FAU 165 Feinkost Langer 166 Firma Hüttinger 167 Fit für Inklusion – Der Paritätische Mittelfranken 168 Fomidable Events GbR 169 Fonds Soziokultur 170 Förderkreis Ingenieurstudium e.V. 171 Förderverein „Historisches Kornhaus“ Spalt 172 Förderverein der SoLawi Initiative Stadt, Land, Beides e.V. 173 Förderverein Erfahrungsfeld e.V. 174 Förderverein Krakauer Turm e.V. 175 Forschungsgruppe Höhle und Karst Franken e.V. 176 Fotoclub nuefo e.V. 177 Franken-Center 178 Fränkischer Wanderverein Nürnberg 179 Franz KAfkA e.V. 180 Frauennotruf Nürnberg e.V. 181 Freiwillige Feuerwehr Nürnberg – Löschzug Almoshof 182 Freundeskreis Dt. Einheit 183 Freundeskreis Indien e.V. 184 Fridays for Future Nürnberg 185 Friedrich Alexander Universtität Erlangen-Nürnberg / FAUst aufs Auge e.V. 186 Fritz Wölfel Biobauer 187 Fuss//Ball Kunst (Fußballliteraturfestival Rostock) 188 Fußballbibliothek Stadt Wien 189 Galathea Kreis Nürnberger Entomologen e.V. 190 Galeriehaus Defet 191 GEDOK 192 Gemeinde Nikodemuskirche 193 Gemeinschaftsunterkunt Hintere Markstraße 194 Georgisches Kulturzentrum INKO 195 Germanisches Nationalmuseum

196 Geschichte für Alle e.V. 197 Geschwister Scholl-Realschule 198 Gesellschaft für kritische Philosophie Nürnberg 199 Gesellschaftsspiele e.V. 200 GfG Stadtteilforum 201 Glas~Stad’l (Oberrieden) 202 Global Art Netzwerk e.V. 203 Global Elternverein 204 Goethe Institut, Zentrale 205 Greenpeace Nürnberg 206 Griechische Gemeinde 207 Griechische Privatschule Nürnberg 208 Griechischer Kulturverein ohne grenzen 209 Griechischer Kunstclub 210 Griechischer Trikala verein 211 Groove Legend Orchestra 212 Grundschule Bartholomäusschule 213 Grundschule Eibach 214 Grundschule Regenbogenstr 215 GrünNatürlich 216 GS Amberger Str. 217 GS Michael Ende 218 GS Ossietzky 219 Gut Schuss Boxdorf 220 Hadihopsasa 221 Haltner Immobilien Nürnberg 222 Hanns-Seidel-Stiftung 223 Haus der Heimat Nürnberg e.V. 224 Haut Nkam (Kamerunischer Kulturverein) 225 Hawelti 226 Hehani e.V. 227 Heizhaus e.V. 228 Helene-von-Forster-Grundschule 229 Helferkreis für Geflüchtete in Langwasser 230 Helferkreis Mögeldorf 231 Helferkreis St. Johannis 232 Helga Tischler / LIchtblüte 233 Hochschule für Musik 234 Hort Bertolt-Brecht-Schule 235 Hort Herman-Kolb-Str. 236 Hühnerglück Eckershof 237 Humanistische Vereinigung 238 Ideal Wohnbau 239 IG Musikalischer Salon Lyra 240 IHK Nürnberg für Mittelfranken 241 IK Hofmann 242 Imedana e.V. / Rosa Asyl 243 Immigrantenkulturiitiative 244 Improtheater Rollenrausch 245 Initiative !Nie wieder - Erinnerungstag im Deutschen Fußball

246 Initiative der Kunst– und Kulturförderung aus Anatolien 247 Initiative Komitas 248 Initiative Schwarze Menschen in Deutschland / ISD Nürnberg 249 Inklusives Kinderzentrum Mögeldorf Marthastraße 250 Inklusives Kinderzentrum Mögeldorf Ostendstraße 251 Integration Nürnberg e.V. 252 Interessensgemeinschaft trockener Alkoholiker 253 Interessenverband Unterhalt- und Familienrecht 254 Interforum e.V. 255 Internationaler Bund 256 Internationaler Kunst- und Kulturverein Nürnberg e.V. 257 Internationales Zentrum für Kunst und Kultur Bravissimo 258 Iranischer Kulturverein Khayam e.V. 259 ISPN Nachhilfe 260 It Isn´t Happening Kulturinitiative 261 EZB Schweinau 262 JAS Birkenwaldschule 263 JAS Peter-Henlein-Realschule 264 Jazzstudio e.V. 265 JesusCentrum Nürnberg 266 JH Bertha 267 JH Oase 268 JKK Quibble 269 Johannesgemeinde Eibach 270 Johanniter e.V. 271 Johanniter-Kindertagesstätte „Abenteuerland“ 272 Jugendherberge Nürnberg 273 Junge Stimme e.V. 274 Jurahaus-Vereins e.V. 275 K.K. Buchnesia 276 Kath. Gemeinde St. Karl-Borromäus 277 kath. Kindergarten Hl. Dreifaltigkeit 278 Katholische Gemeinde St. Georg in Nürnberg- Ziegelstein 279 Katholisches Medienzentrum 280 kicker, Nürnberg 281 KickIn – Beratungsstelle Inklusion im Fußball 282 Kinder- und Jugendhaus CUBE 283 Kinder- und Jugendhaus Geiza 284 Kinder- und Jugendhaus SUSPECT 285 Kinder- und Jugendhaus Treffpunkt MIKADO 286 Kindergarten Hopfengartenweg 287 Kindergarten Noris-Zwerge e.V. 288 Kindergarten Saarbrückender Str. 289 Kindergarten Werderau 290 Kinderhaus Bullerbü 291 Kinderhaus Krakauer Straße 292 Kinderhaus Nikodemuskirche 293 Kinderhort Ketteler Siedlung 294 Kinderhort Salzbrunner Str. 295 Kinderhort Thusneldastraße

296 Kinderladen Schloss Almoshof e.V. 297 Kindermuseum 298 Kinderschutzbund 299 Kindertagesstätte Zauberwürfel 300 Kita Finkenbrunn 301 KJH Cube 302 Kleingartenverein IDEAL 303 Klimazirkus Nürnberg 304 Klinikum Nürnberg 305 Klüpfel 306 Knirpse & Co. 307 KoFaS - Kompetenzgruppe Fankulturen & Sportbezogene Soziale Arbeit 308 Koordinationsstelle Fanprojekte 309 Kopernikusschule 310 Kult und Tumult - Initiative 311 Kulturförderverein Gartenstadt 312 Kulturidee GmbH 313 Kulturladenverein Schloss Almoshof e.V. 314 Kulturschock e.V. 315 Kulturverein Studio EINS 316 KUNO Literaturzentrum Nord 317 Kunst und Design Schule Nürnberg 318 KunstProstIR 319 Kunstverein Kohlenhof 320 Landesbund für Vogelschutz 321 Landschaftspflegeverband Nürnberg 322 Landsmannschaft der Deutschen aus Russland 323 LangwasserTV 324 Latente Talente e.V. 325 Lebenshilfe Nürnberg e.V. 326 Lebensraum Regenwald e. V. 327 Lernfördermaßnahmen – Stadt Nürnberg 328 Lernort Stadion e.V. 329 Litauische Gemeinschaft in Deutschland e.V. 330 LitCam Frankfurter Buchmesse 331 Literaturnetzwerk Runder Tisch Literatur 332 Little Language Company 333 LJKE, Landesverband der Jugendkunstschulen 334 LKB:BY, Landesvereinigung kultureller Bildung 335 Luise - the cultfactory 336 Mädchentreff e.V. 337 Malteser Hilfsdienst 338 Mamaprotest e.V. 339 Männer Forum Nürnberg 340 Märchenzirkel – Wilde Schwäne 341 MarthaCafé 342 Martin-Luther-Haus in Nürnberg 343 Medienzentrum Parabol 344 Medya Volkshaus e.V. 345 Mehrgenerationenhaus Schweinau

346 Mentor – Die Leselernhelfer Nürnberg im Zentrum Aktiver Bürger (ZAB) 347 Messie Selbsthilfegruppe 348 Metallgestaltung Langer 349 Metropolmusikverein 350 Mevlana e.V. 351 MGV Kraftshof-Almoshof 352 Mieter helfen Mietern 353 Migrantenkulturverein aus Antakya 354 Mikrokosmos Amateurfußball e.V., Bayern 355 Mischpacha e.V. 356 Missio 357 Mission Einewelt 358 Mittelschule Insel Schütt 359 Mk Architektur 360 Mobiles Kino e.V. 361 Mögeldorfer Kärwaleut 362 MOiN e.V. 363 Monessori Zentrum Nürnberg 364 Moritz Fürst GmbH & Co KG 365 MS Ossietzky 366 MS St. Leonhard 367 Mudra Nürnberg 368 MuFFiN Mädchen und Frauen Fach Forum 369 Muggenesia e.V. 370 Musikation – private Musikschule, Nürnberg 371 Musikpunkt e.V. 372 Mütterzentrum Fürth e.V. 373 MUZ, Musikzentrale 374 Nachhaltigkeitsgruppe Siedlungen Süd 375 Naturfreunde e.V. 376 Natürliche Lebenshilfe 377 NCK Krakau 378 Nemo Bundesverband e.V. 379 N-Ergie 380 Netzwerk Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage 381 Netzwerk Sport & Politik für Fairness, Respekt und Menschenwürde bei der Deutschen Sportjugend 382 NOA Nürnberg 383 Noris Folkclub 384 Noris Inklusion 385 Noris-Arbeit gGmbH 386 Nürnberg Stift (Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See) 387 Nürnberg Süd e.V. 388 Nürnberger Initiativen für Afrika NIfA 389 Nürnberger Jazzmusiker e.V. 390 Nürnberger Menschenrechtszentrum 391 Nürnberger Nachrichten 392 Nürnberger Photoklub e.V. 393 Nürnberger Versicherung 394 NWW Nürnberger Wohn- und Werkstätten für Blinde und Sehbehinderte gGmbH 395 Objektiftheater

396 Ökumenisches Arbeitslosenzentrum / Stadtmission Nürnberg 397 Ornina Gruppe 398 Ortsgruppe Knoblauchsland des BUND Naturschutz in Bayern e.V. 399 OTTi – Offenes Improtheatertraining Nürnberg 400 PAHN e.V. 401 Partnerschaftsverein Charkiw-Nürnberg 402 Peter-Vischer-Schule 403 Pflegedienst Saravo 404 Philippine culture club e.V. 405 Philoscience gGmbHG, Museum Turm der Sinne 406 PioPio Fammiliengruppe 407 Planungsbüro Wolfgang Graubner 408 Post SV Nürnberg e.V. 409 Pro Asyl 410 Pro Familia Nürnberg 411 Projekt „Gesundheit im Stadtteil“ 412 Projektstelle der Evang.-Luth. Kirche Bayern 413 Purzeltraumtheater 414 Quartierscafé Langseestraße 415 Quartiersmanagement Hasenbuck/ Diakonieverein Scleroderma Liga e.V. 416 Quartiersmanagement St. Leonhard-Schweinau 417 Quartiersmanagement, Evang. Gemeindeverein Nürnberg-Mögeldorf e.V. 418 Radio Z 419 Rampenschweinerei e.V. 420 RE:NUE Bürgerinnen Institut 421 Refukitchen 422 Regierung Mittelfranken 423 Regineo 424 Repaircafé des Kulturladen Röthenbach 425 Repaircafe Langwasser 426 Restaurant Esskultur Nürnberg 427 Richter Spielgeräte 428 Robert-Bosch-Mittelschule 429 Rolli-Treff Franken 430 Romanima e.V. 431 Rotary Club 432 Rote Galerie 433 Rückendwind e.V. 434 Russisch-Deutsches Kulturzentrum 435 Russisches Theater Nürnberg 436 Salon Inge 437 Samo Divi e.V. 438 Schachclub Noris-Tarrasch 1873 e.V. 439 Scharrer Grundschule 440 Scharrer Mittelschule 441 Schembartgesellschaft e.V. 442 Schmitt + Sohn Aufzüge 443 Schreinerwerkstatt und Metallbauwerkstatt der Rudolf-Steiner-Schule 444 Schweden Produkte 445 Schwimmerbund Bayern 07 e.V.

446 Seniorenbegegnungstätte Gartenstadt e. V. 447 Seniorennetzwerk Eibach/Röthenbach 448 Seniorennetzwerk Gartenstadt / Siedlungen Süd 449 Seniorennetzwerk Langwasser 450 Seniorennetzwerk Mögeldorf/Zabo 451 Seniorennetzwerk St. Jobst/Erlenstegen 452 Seniorennetzwerk SüdstadtOst 453 Seniorennetzwerk Wöhrd 454 Seniorenstammtisch 60+ Röthenbach 455 Service-Wohnen Seepark Mögeldorf 456 Siedlungswerk Ost 457 Siemens AG, Regionalreferat 458 Sigena Mögeldorf, Lebenshilfe 459 Sigena Stützpunkt Langwasser 460 Sigmund-Schuckert-Gymnasium 461 Singkreis Wesselka (Olga Voropayeva) 462 Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) 463 Sorwant 464 Sozialkreis Mögeldorf 465 Sparda-Bank Nürnberg 466 Sparkasse Nürnberg 467 Sperberschule 468 Spin Off Theater 469 SpVgg Mögeldorf 2000 e.V. 470 Staatstheater Nürnberg 471 Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement 472 Stadteilarbeitskreis Kinder- und Jugendlichen Wöhrd/Schoppershof 473 StadtEnsemble 474 Stadtkultur, Netzwerk bayerischer Städte e.V. 475 Stadtteilarbeitskreis Kinder-und Jugendliche in Mögeldorf 476 Stadtteilgruppe gegen Flughafenlärm 477 Stadtteilkoordination St. Leonhard 478 Stadtteilkreis Mögeldorf 479 Stadtteilpatenschaft Langwasser 480 Staedtler Stiftung 481 Start with a friend e.V. 482 Stiftung Fußball & Kultur EURO 2024 gGmbH 483 Stiftung Journalistenakademie 484 Strassenshowkultour 485 Studio Eins e.V. 486 Sudanesischer Kulturverein e.V. 487 Südart Ateliertage 488 SustaiNable Conference 489 Tanzfabrik Julia Kempken und Kulturverein Theater rote Bühne e.V. 490 Tanzn 491 TeamBank AG, Nürnberg 492 Teatr Sorvantsy 493 Technische Hochschule Georg Simon Ohm 494 Tek-der e.V. 495 Theater Kunstfabrik (Burcu Uygur)

496 Theater Morgenroth & Schwester 497 Theater Mummpitz 498 Theater Salz+Pfeffer 499 Theatergruppe Kunstfabrik 500 Theaterlabor Irfan Taufik 501 Theaterlabor Nürnberg e.V. 502 THEATERtRÄUME 503 Theodor-Billroth-Schule 504 Theo-Schöller-Mittelschule 505 Thusnelda Grund- und Mittelschule 506 Tibet Initiative Nürnberg 507 TMA 459 508 Trägerkreis Lateinamerikawoche 509 Transferfilm 510 Treffpunkt Türen öffnen 511 Türkisch-Deutscher Verein zur Integration behinderter Menschen e.V. 512 Ukrainer in Franken e.V. 513 Unesco Bayern 514 Ungarischer Kulturverein Nürnberg e.V. 515 UNICEF-Hochschulgruppe Nürnberg 516 Urban Lab 517 VAG Verkehrsaktiengesellschaft 518 Verband Deutscher Sportjournalisten 519 Verdi 520 Verein für Philatelie und Philokartie e.V. 521 Verein Historischer Büttnertanz e.V. 522 Verein Vieleck 523 Verein zur Förderung innovativer Kulturarbeit e.V. 524 Vereinigung der vietnamesischen Flüchtlinge 525 VfL Nürnberg e.V. 526 Vietnamesischer Kulturverein 527 Vinty’s Secondhand Shop 528 Vischers Blues Jam e.V. 529 Vision21 530 Viva con Aqua Nürnberg 531 Volkswagen CSR-Sports 532 Vorstadtverein Gleißhammer/St.Peter e.V. 533 Vorstadtverein Nürnberg Nord (VNN)-Ortsgruppe Almoshof 534 Vorstadtverein Nürnberg Wöhrd 535 VSJ Soziale Gruppenarbeit 536 Walderlebniszentrum Tennenlohe 537 Wanderbühne 538 Wasserwirtschaftsamt Nürnberg 539 Wbg Nürnberg 540 We Integrate e.V. 541 Weinelf Deutschland e.V. 542 Wellnessscheune Kraftshof 543 Werbegemeinschaft Eibach aktiv 544 Wesley Scouts Stamm 12 545 Wilhelm Lohse Schule

546 win e.V., Mehrgenerationenhaus Marthastraße 547 Wohn + Design Forum 548 Wohnzimmer zur Mitte 549 Wortkünstler Mittelfranken 550 Xenos e.V. 551 Yenigün Külturzentrum 552 YFU - Youth for Understanding (Schüleraustauschprogramm) 553 Zeidlerverein für Nürnberg und Umgegend e.V. 554 Zentralhort Ahornstraße 555 Zentralhort Veilhofstraße 556 Zentralhort Weiltinger Straße 557 Zentrum Aktiver Bürger 558 Zirkus Aufwärts 559 Zukunftsmuseum / Deutsches Museum Nürnberg

KuKuQ/005/2022

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 25.11.2022 öffentlich Beschluss

Betreff:

KunstKulturQuartier - Jahreskontrakt 2023

Anlagen: 01_Diversity-Check 02_Entscheidungsvorlage 03_Personal und Finanzen

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuKuQ/005/2022

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuKuQ/005/2022

Beschlussvorschlag: Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2023 des KunstKulturQuartiers zu.

Diversity-Check Stadt Nürnberg

Nr. Prüffragen Begründung / Bemerkungen Bewertung
1. In welcher Weise wirkt sich das Vorhaben nach Einschätzung der Verwaltung auf unter- schiedliche Personen- gruppen aus?  relevant  teilweise relevant  nicht relevant
2. Auf welchen nach den Diversity-Dimensionen differenzierten Daten, Informationen oder Schätzungen basiert das Vorhaben?  relevant  teilweise relevant  nicht relevant
3. Kann das Vorhaben zur Gleichberechtigung / Gleichstellung und Chancengleichheit bei- tragen?  relevant  teilweise relevant  nicht relevant
4. Welche Auswirkungen auf bestimmte Perso- nengruppen sind mit dem Einsatz öffentli- cher Mittel zu erwar- ten?  relevant  teilweise relevant  nicht relevant
Gesamt- relevanz  relevant  teilweise relevant  nicht relevant

Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2023 KunstKulturQuartier

Fundament für die Gründung einer spartenübergreifenden und für die Zukunft bestens aufgestellten Dienstelle war 2008 die frisch umgebaute Tafelhalle. 2014 konnte mit der Eröffnung der Kunstvilla endlich Nürnbergerinnen und Nürnbergern „ihre Sammlung“ zugänglich gemacht und die Erforschung von über 100 Jahren Gegenwartskunst in ihrer Stadt begonnen werden. 2015 wurde das deutschlandweit am Häufigsten prämierte kommunale Kino mit einem neuen Kinosaal im Filmhaus ausgestattet und digital aufgerüstet. Seit 2016 ist die Standfestigkeit der ehemaligen Katharinenkirche, der Katharinenruine, als beliebter Openair Ort der Stadt gesichert. Fit gemacht für die kommenden Jahrzehnte mit einer energetischen Dachsanierung zwischen 2018 und 2019 wurde die Kunsthalle Nürnberg. Schluss- wie Höhepunkt für Kunst und Kultur in Nürnberg beste Voraussetzungen zu schaffen, ist die vollständige Wiederinbetriebnahme eines der ältesten und bedeutendsten Kulturzentren Deutschlands: Das Künstlerhaus wird der Stadtgesellschaft 2023 übergeben und bietet ab dann immensen Gestaltungsspielraum. Neben baulichen und infrastrukturellen Maßnahmen richtete die Dienststelle ihr Augenmerk auf die personelle Struktur und schärfte das Organigramm nach. Die Dienstelle ist nun quasi vollbesetzt, aufgestellt für die Zukunft und an maßgeblichen Stellen wie den Leitungsfunktionen neu besetzt (Verwaltungsleitung, Leitung Kultur Information, Künstlerhaus, Kunsthaus, Kunsthalle, Tafelhalle und Dienstellenleitung). Beste Voraussetzungen, um in allen Einrichtungen zeitgenössische Formen und Formate von bildendender Kunst, Musik, Tanz, Film, Literatur und Theater zu leben, wissenschaftlich aufzuarbeiten und zu sammeln, auszuprobieren, diskutieren, zeigen, auf den Prüfstand zu stellen, auszusondern, weiterzuentwickeln, verhandeln oder zu verschränken. Die Plattformen sind bereitgestellt, Pioniergeist wehen zu lassen, Meinungen einzufordern, lokale, regionale und internationale Stimmen einzufangen, kurz gesprochen: relevant zu sein. Trotz bevorstehender großer Herausforderungen steht das KunstKulturQuartier in den Startlöchern für das Jahr 2023. Was im nächsten Jahr und den folgenden vorstellbar ist, ist der detaillierten Anlage zu entnehmen.

Schwerpunkte für das kommende Jahr – Produkt 252020

Kunst und Ausstellungen (Details siehe Anlage)

Kunsthalle Nürnberg Frisch saniert, energetisch und klimatisch auf dem neuesten Stand, mit neuer Leitung und neuer Kuratorin – die Kunsthalle Nürnberg, als einziges städtisches Haus für zeitgenössiche Kunst, startet in eine neue Zeit und öffnet sich der Stadtgesellschaft. Thematisch – partizipativ – auffällig. Who’s Afraid Of Stardust? Positionen queerer Gegenwartskunst ist der Titel der gemeinsam mit dem Kunsthaus konzipierten Gruppenausstellung bei der rund 40 internationale Künstlerinnen und Künstler Werke präsentieren, die um Leben und Begehren jenseits der Heteronormativität kreisen und damit einen substantiellen Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte über Diversität leisten. Eine von drei geplanten Ausstellungen in `23. (Details siehe Anlage)

Kunstvilla Die städtische Sammlung nach 1900 wächst weiter. Das ist sehr wertvoll für die Erforschung der jüngeren Stadt- (teil) Geschichte, mittlerweile sind aber auch dem Anlagevermögen der Stadt knapp 900 000 € zugewachsen durch Nachlässe. Mit weiteren, zu erwartenden Vor- und Nachlässen (z.B. die Stiftung Kertz) wächst dieses alleine im nächsten Jahr um ca. 1,5 Mio € an. Voraussetzung ist eine funktionierende, Vertrauen in die Qualität und in die Kontinuität ausstrahlende Einrichtung.

Zwei geplante Ausstellungen stechen besonders hervor: Vive la France! spürt dem Einfluss der französischen Kunst auf das Nürnberger Kunstschaffen nach. Mit einer weiteren Präsentation einer Künstlergruppe, Borgo Ensemble, deren Engagement Nürnberg zahlreiche Ausstellungen und Projekte verdankt, fördert die Kunstvilla zudem die regionale Künstlerschaft. (Details siehe Anlage)

Kunsthaus Schwerpunkt wird die Ausstellung mit dem Titel Lebens(t)räume. Künstlerhaus|KOMM|K4 |Künstlerhaus zur Wiedereröffnung des 3. Bauabschnitts des Künstlerhauses sein. eine Ausstellung, die sich am bekannten Beispiel dem Wert von Kunst und Kultur für die Stadtgesellschaft widmet. Berührungspunkte werden sich dabei zu den großen gesellschaftlichen Fragestellungen unserer Zeit wie Klimakrise, Corona Pandemie, Energieknappheit u.a. ergeben und was all dies für die Zukunft eines Kulturortes bedeutet. (Details siehe Anlage)

Schwerpunkte für das kommende Jahr – Produkt 261001

Kultur und Theater (Details siehe Anlage)

Künstlerhaus Schwerpunkt ist die Wiederöffnung des nördlichen Traktes! Wenn der Dritte Bauabschnitt (kba_3) abgeschlossen ist, verschiebt sich der Eingang ins großzügig gestaltete neue Künstlerhaus Foyer in die Mitte des Hauses. Der Wiedereinzug erfolgt in enger Abstimmung aller haupt- und ehrenamtlichen Akteure. Es gilt, nach dem Wiedereinzug beim Ausbau der Infrastruktur in neuen und alten Räumen mitzuwirken und die Synergieeffekte untereinander sichtbar zu machen. Entstehen solle eine Andockstelle für freie Szenen jeder Art, Diversität, Nachhaltigkeit, Inklusion, spartenübergreifender Kunst sowie Digitalität. (Details siehe Anlage)

Filmhaus 2023 findet mit Heimat! Das Filmfestival - eine kurze Variante des Filmfestivals statt, das das Filmhaus schon seit über zehn Jahren zusammen mit dem Bezirk Mittelfranken veranstaltet. Diesmal ist die digitale Kino-Wiederaufführung von Die zweite Heimat, dem epischen Werk von Edgar Reitz geplant. Gefolgt von den Stummfilmmusiktagen, den Frauenfilmtagen, den Lateinamerikafilmtagen und dem Filmfestival Türkei Deutschland. Vorausgesetzt, die angespannte Situation mit der Beschäftigung der Filmvorführer löst sich und lässt mehr als den Alltagsbetrieb zu. Auch 2022 erhielt das Filmhaus Nürnberg die höchste Auszeichnung, die kommunale Kinos in Deutschland erreichen können, den Kinopreis des Kinemathekenverbundes. (Details siehe Anlage)

Tafelhalle/ St. Katharina/ internationales figuren.theater.festival Die Tafelhalle wird 2023 den in 2021 bereits begonnenen Weg der nachhaltigen Fokussierung, Vernetzung und Öffnung weitergehen. Konsequent werden bereits begonnene Aktivitäten fortgeführt, um sich auch im „Normalbetrieb“ zu verstetigen. U.a. das re:festival, das sich mit künstlerisch nachhaltigen Formaten wie Wiederaufnahmen, Improvisation und Tausch bayernweit auseinandersetzt; Perlentauchen, ein neues (begonnen im Herbst 2022), vielseitiges Vermittlungsprogramm, das alternative Verstehens-Methoden zugänglich macht und das Publikum zur Wiederentdeckung der eigenen, wichtigen Rolle als Zuschauerin und Zuschauer einlädt; INS BLAUE! – die Musik-Tanz-Theater- Sneak (in Kooperation mit dem Masterstudiengang Theater-Forschung-Vermittlung der FAU) oder Every.Body – unter diesem Label wird weiter an der sukzessiven Inklusion möglichst vieler Gruppen von Besuchenden gearbeitet. Ein neues EveryBody-Festival für mixed-abled Tanz und Publikum ist dann für 2024 geplant. (Details siehe Anlage)

Katharinenruine Das st. katharina open air wird sein Programm über verstärkte Kooperationen mit Clubs und anderen Initiativen (wie beispielsweise „It isn’t happening“) noch deutlicher in die popkulturelle Richtung erneuern. Aufgrund der dünnen Personaldecke vor allem im Bereich der Technik, wird es darüber hinaus keine weiteren Projekte an diesem Spielort geben. Internationales figuren.theater.festival Die nächste Ausgabe soll vom 12. – 21. Mai 2023 stattfinden. Die Planungen beginnen im November 2022, die Finanzierung ist offen.

Schwerpunkte – Produkt 252010

Kultur Information, Kommunikation und Vermittlung im Zeichen der Digitalisierung

Mit der Barrierefreiheit der Homepages und zoom:in App bestreitet die Dienststelle schon länger den Weg, Einrichtungen, Dienstleistungen und Angebote so zu gestalten, dass sie allen Menschen offenstehen. Neu sind nun die Informationen in Leichter Sprache im Internet, aber z.B. auch die Begleitung der Besuchenden von Ausstellungen. Wer Texte versteht, kann mitreden, teilhaben und mitentscheiden. (Details siehe Anlage)

Ressourcen Personal und Finanzen, Geschäftsbericht Bei Herausnahme der Coronaeffekte wird nach dem derzeitigen Planungs- und Kenntnisstand KuKuQ das K1 im Haushaltsjahr 2022 im Rahmen der Ermächtigung abschließen können. Im K2 (Personal) wird bis zum Jahresende durch die dreimonatige Freihaltung von neu zu besetzenden Stellen ein ausgeglichenes Budget erwartet.

Anlage: Jahreskontrakt 2023 - KunstKulturQuartier

Rück- und Ausblick für das Produkt

Digitalisierung und Vermittlung, Kultur Information

Nachdem der DMS Rollout 2022 wie geplant eingeführt wurde, soll die für das KunstKulturQuartier zu erarbeitende Digitalstrategie für die kommenden Jahre in die Umsetzung kommen. Dies betrifft vollumfänglich die Arbeit der Programmmacherinnen und –macher, die der Vermittelnden, der Verwaltung und Technik. Kernstück des zeitgemäßen Arbeitens ist das im Beschaffungsprozess befindliche „Veranstaltungsmanagementtool“, dessen Konzeption seit zwei Jahren mit Einsatz der Dienststelle begleitet wird. Bereits 2023 sollen neue Software Anwendungen wie das Kollaborationstool Stackfield die Arbeit vereinfachen.

Mit der Barrierefreiheit der Homepages und zoom:in App bestreitet die Dienststelle schon länger den Weg, Einrichtungen, Dienstleistungen und Angebote so zu gestalten, dass sie allen Menschen offenstehen. Neu sind nun die Informationen in Leichter Sprache im Internet, aber z.B. auch die Begleitung der Besuchenden von Ausstellungen. Wer Texte versteht, kann mitreden, teilhaben und mitentscheiden.

Zur besseren Vermittlung wird die zielgruppenorientierte Ansprache weiter ausgebaut. Um die Angebote noch attraktiver und kundenfreundlicher zu gestalten, erhalten die Homepages ein Re-Design (Neugestaltung) mit gleichzeitiger technischer Erneuerung für eine bessere Auffindbarkeit im Netz. Eine Anstrengung wird unternommen, die Reichweite der Kommunikationskanäle z.B. einem neuartigen Newsletter der Kultur Information zu erhöhen und damit mehr Umsatz zu generieren. Zentral ist und bleibt dabei die Veranstaltungskalender- Datenbank für den Großraum Nürnberg, den die Dienststelle im Auftrag der ARGE betreibt. Bis September 2022 wurden beinahe 40.000 Veranstaltungen eingetragen und neue Kunden gewonnen. Damit ist man weit über dem Wert von vor der Pandemie. Die Steigerung der Abrufe auf den ausgebenden Plattformen wie der Zugewinn von Neukunden steht im Fokus der Arbeit für 2023.

Kulturinformation

Die Kulturinformation erweitert nach dem Umzug in das neue Künstlerhaus Foyer ihre Angebotspalette. Mit der Übernahme des Ticketings online für die Ausstellungshäuser durch das zentrale Ticketingsytem und des Kartenverkaufes für das Kunsthaus – inklusive der ans Kunsthaus angepassten Öffnungszeiten – entsteht ein Info- und Verkaufstresen mit angegliedertem Shop - kombiniert mit serviceorientierter Willkommenskultur im Künstlerhaus. In Ausstellungszeiten erweitert die Kulturinformation damit ihr Informations- und Serviceangebot auch auf die Wochenenden. Nach mehreren Pilotprojekten im Einzelhandel und der Gastronomie plant die Kulturinformation 2023 ebenfalls auf bargeldlosen Zahlungsverkehr umzustellen. Bargeldloses Bezahlen erhöht die Sicherheit der Mitarbeitenden an diesem Brennpunkt, regelt die Arbeitsabläufe effizienter und stellt einen konsequenten Schritt in eine digitale Zukunft dar.

Rück- und Ausblick für das Produkt Kunst und Ausstellungen

Kunsthalle Nürnberg – Kunstvilla – Kunsthaus

Kunsthalle Nürnberg

Seit dem 1. August 2022 hat die Kunsthalle Nürnberg mit Dr. Harriet Zilch eine neue Leiterin und ab dem 2. November 2022 wurde mit Dr. Anne Schloen auch die Stelle der Kuratorin neu besetzt. Für 2023 ist, neben drei

der Kunsthalle Nürnberg in vielen Berei-
chen geplant. Dazu gehört beispielsweise eine Neukonzeption des Foyers zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität
sowie eine neue Präsenz des KreativRaums mit einem abwechslungsreichen, analogen wie digitalen museums-
pädagogischen Programm. Auch wurden neue Kooperationen mit international renommierten Ausstellungshäu-
sern zur Kostenersparnis bei Katalog- und Ausstellungsprojekten eingegangen. Thematischer Schwerpunkt des
Jahres 2023 wird die gemeinsam mit dem Kunsthaus konzipierte Gruppenausstellung Who’s Afraid Of Stardust?
Positionen queerer Gegenwartskunst ( sein. Die Ausstellung mit rund 40

internationalen Künstlerinnen und Künstlern präsentiert Werke, die um Leben und Begehren jenseits der Hete-

ronormativität kreisen und damit einen substantiellen Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte über Diversität leis-

ten.

On Stage - So nennt der international renommierte Maler Andreas Schulze seine Ausstellung, mit der er die

Kunsthalle Nürnberg zur Bühne für seine surrealen Bildwelten werden lässt. Bis zum 12. Februar 2023 wird On

Stage noch in Nürnberg zu sehen sein, bevor die Ausstellung in die Londoner

wird. Der Bildhauer Oliver van den Berg (4. März bis 4. Juni 2023) wurde durch seine Skulpturen und Installationen bekannt, die technische Instrumente wie Radargeräte, Flugschreiber oder Sternenprojektoren als Vorlage nutzen. So entstehen Skulpturen mit futuristisch-technoider Anmutung, die ihrer Funktion jedoch beraubt sind. Oliver van den Berg fertigt seine Skulpturen zumeist aus Holz. In der Konfrontation dieses klassischen Werkstoffs mit der Funktion der technischen Hochglanzvorbilder führt er Fortschrittsutopien ad absurdum und stellt zugleich die Frage nach Original und Abbild. Die Einzelausstellung Alex Müller. Bis die Zeit vergeht wird in den acht Oberlichtsälen der Kunsthalle Nürnberg vom 24. Juni bis 1. Oktober 2023 präsentiert. Das komplexe Phänomen Zeit wird bei der Konzeption der Ausstellung einen inhaltlichen Schwerpunkt bilden, da Alex Müller immer wieder eindrückliche Bildäquivalente für die Zeit findet, für ihr Voranschreiten wie für ihre Relativität. Die Ausstellung wird alle Medien berücksichtigt, da die Künstlerin die narrative Offenheit ihrer Arbeiten stets durch ein kluges Spiel mit den Grenzverläufen zwischen Malerei, Zeichnung, Bildhauerei und Installation verstärkt.

Kunstvilla

Rückblick: Auf die bis Ende Mai 2022 laufende Ausstellung Das Bernsteinzimmer – endlich gefunden!, die in der Reihe der Präsentationen Nürnberger Künstlergruppen und –vereine stand, folgte die mit einem mehrjährigen Forschungsprojekt vorbereitete Ausstellung Grauzonen – Nürnberger Künstlerinnen und Künstler im Nationalsozialismus, die das Nürnberger Kunstschaffen zwischen Repression und Anpassung in der Zeit des sogenannten Dritten Reichs vorstellte. Es erschien ein umfangreicher, von der Ernst von Siemens Kunststiftung geförderter Begleitband. Aufgrund des großen Interesses wurde die Ausstellung Die Nürnberger Hopfenhändler- und Bankiersfamilie Hopf verlängert. Auf Initiative des Fördervereins die „Kunstvilligen e.V.“ entstand ein von „Geschichte Für Alle“ konzipierter Stadtrundgang durch die Marienvorstadt, der in der Kunstvilla endet und sich großen Zuspruchs erfreut. Der Rundgang floss in den im September 2022 erschienenen Stadtteilband „Marienvorstadt“ ein, der auch Beiträge zur Kunstvilla, zur Familie Hopf und zur Marienvorstadt als Künstlerviertel enthält. Mit der Ausstellung Naturstoff / Kunststoff greift die Kunstvilla ab Winter 2022 ein aktuelles Thema auf: der Verbrauch an Plastik und vor allem der daraus entstehende Müll bedroht unsere Ökosysteme und ist dadurch in Verruf geraten, jedoch stellt Kunststoff in seinen verschiedenen Formen seit dem 20. Jahrhundert ein bedeutendes Material zeitgenössischer Kunst dar. Die Ausstellung untersucht die Verwendung von Natur- und Kunststoffen in der Nürnberger Kunst des 20. Jahrhunderts. Die Sammlung konnte auch 2022 um zahlreiche Stiftungen erweitert werden, unter welchen die umfangreiche Sammlung des verstorbenen Sammlerehepaars Madi und Peter Schmid, u.a. mit Werken von Werner Knaupp, Franz Vornberger und Inge Gutbrod, sowie der Künstlernachlass von Erich Kohout den größten Teil ausmachen, aber auch Einzelwerke, u.a. von den „Kunstvilligen“ aus der Ausstellung Bernsteinzimmer für die Kunstvilla erworben, zu erwähnen sind. Zahlreiche Veranstaltungen, u.a. ein Konzert mit Matthias Egersdörfer und „Fast zu Fürth“ sowie die „Blaue Nacht“ lockten ein großes Publikum in die Kunstvilla. Die Kunstvilla errang den Publikumspreis der „Blauen Nacht“ mit der Lichtprojektion „Nachts vorm Museum“ des Lichtbildclubs Fürth. Außerdem wurde ein Instagram-Kanal für die Kunstvilla installiert, der die Reichweite erhöht und ein zunehmend jüngeres Publikum anzieht.

Ausblick: Ab Ende Juni 2023 zeigt die Kunstvilla die Ausstellung Vive la France! und spürt damit dem Einfluss der französischen Kunst auf das Nürnberger Kunstschaffen nach. Beginnend mit dem Impressionismus über die Fauves, Picasso, Matisse bis zur École de Paris: durchgängig war die französische Malerei Impulsgeber für Form- und Farbexperimente. Zahlreiche Nürnberger Künstlerinnen und Künstler hielten sich längere Zeit in Frankreich, vor allem in Paris, aber auch im Süden auf, und brachten Inspirationen zurück in ihre Heimatstadt. Im Herbst 2023 folgt mit dem „Borgo Ensemble“ rund um Reiner Bergmann die Präsentation einer Künstlergruppe, deren Engagement Nürnberg zahlreiche Ausstellungen und Projekte verdankt. Die auch als Musiker Aktiven versprechen ein buntes Begleitprogramm. Im Bereich Sammlung ist für 2023 die Onlinestellung von Sammlungswerken auf der Homepage geplant und soll außerdem die Bereinigung der Daten in Museumplus sowie die Revision, d.h. der Datenabgleich mit KuM, abgeschlossen werden. Des Weiteren soll in der Peuntgasse ein Depot eingerichtet werden, um einen Lagerort für die Stiftungen, darunter die von der Stadt angenommene Stiftung Kertz, zu begründen.

Kunsthaus

Rückblick: Mit der Ausstellung … immer viel Licht des international renommierten Nürnberger/Fürther Lochkamerafotografen Günter Derleth präsentierte das Kunsthaus über den Jahreswechsel einen einflussreichen Künstler aus der Region, der international tätig ist und zeigt mit der Retrospektive die bis dahin größte und umfangreichste Einzelschau des Künstlers. Mit der raumbezogenen Ausstellung Falling Apart hat das Kunsthaus vier international junge Positionen aus Deutschland präsentiert. Tobias Buckel (Nürnberg), Heike Gallmeier, Sinta Werner, Gloria Zein (alle Berlin) hatten eine Ausstellung auf die Räume des Kunsthauses hin konzipiert. Das gemeinsame Thema dieser Schau galt der Inszenierung von Bedeutungsverschiebungen und Illusionen und fordert auf, die Komplexität der Welt zu akzeptieren, statt scheinbar einfachen Lösungen auf den Leim zu gehen. Der diesjährige Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten hatte mit seiner 30. Ausrichtung Jubiläum. Parallel dazu wurden wieder im Glasbau Deck 1 (vorher: Glasbau 1. OG) die Debütanten des BBK Nürnberg-Mittelfranken mit ihrer ersten Ausstellung und Katalogvorstellung präsentiert. Mit dem langjährigen Partner aus der freien Szene, der Diskurswerkstatt e.V., wird aktuell die Schwerpunkt-Ausstellung mit dem Titel Lebens(t)räume. Künstlerhaus|KOMM|K4 |Künstlerhaus zur Eröffnung des 3. Bauabschnitts des Künstlerhauses im Frühjahr 2023 vorbereitet und gezeigt.

Ausblick: Die letztgenannte Ausstellung wird über den Jahreswechsel gezeigt und widmet sich dem Wert von Kunst und Kultur für die Stadtgesellschaft. Berührungspunkte werden sich dabei zu den großen gesellschaftlichen Fragestellungen unserer Zeit wie Klimakrise, Corona Pandemie, Energieknappheit u.a. ergeben und was all dies für die Zukunft eines Kulturortes bedeutet. Von März bis Juni 2023 wird die Ausstellung SPECTRES von dem Nürnberger Künstler Thomas Bergner in Kooperation mit dem emeritierten Professor für Fotografie an der Zokei University in Tokio, Nakazato Katshuito, Schwerpunkt sein. Die Ausstellung widmet sich den beiden seelenverwandten Fotografen, die trotz unterschiedlicher Generationen angehörend, die gleiche atmosphärische Suche nach Licht und Schatten in nächtlicher Umgebung verbindet. Was der eine in Frankens Nächten sucht, findet der andere in den Nächten an den Küsten Japans oder den historischen Stätten in Tokio. Die Ausstellung wird an weitere Kunsthäuser vermittelt. Danach wird die jährliche Erfolgsschau des Kunstpreises der Nürnberger Nachrichten wieder im Kunsthaus zu Gast sein, parallel dazu wieder im Glasbau Deck 1 die Debütanten des BBK Nürnberg-Mittelfranken. Für September ist das temporäre Ausstellungs-Projekt Shift/Walls in Kooperation mit dem Kunsthaus und Künstlerinnen und Künstler aus der freien Szene zum vierten Mal geplant. Für zwei Wochen wird vor Ort gearbeitet und das Publikum kann Kunst beim Entstehen zusammen mit den Kunstschaffenden begleiten. Im Herbst werden die Kunsthalle Nürnberg und das Kunsthaus die gemeinsame Ausstellung Who’s Afraid of Stardust – Positionen queerer Gegenwartskunst (Oktober 2023 bis Februar 2024) zeigen. Siehe Kunsthalle Nürnberg.

Die Kooperation zwischen Kunsthalle und Kunsthaus wird programmatisch auch in den nächsten Jahren zu the-

menspezifischen Ausstellungen intensiviert werden.

Künstlerhaus/Glasbau

Die Ausstellungsfläche im Glasbau des Künstlerhauses (Deck 1) hat nach wie vor nur einen reduzierten Spielbetrieb, da sie als Ausweichort für Veranstaltungen und Kaffeebetrieb während des kba_3 vorgehalten wird. 2022 fanden hier Ausstellungen der Werkbundwerkstatt Nürnberg sowie die Debütanten des BBK Mittelfranken statt, eine Kooperation, die vom Bayerischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert wird. Beide Ausstellungen werden als fester Kooperationsbestandteil mit Gruppen der freien Szene auch für 2023 ihre Fortsetzung finden. Für den Jahreswechsel 22/23 ist mit Small But Pretty erstmals eine Kooperationsausstellung mit dem Bund freier Fotografen und Filmschaffender (BFF) geplant. Der BFF ist einer der größten Dachorganisationen für Fotografie und Filmschaffen in Deutschland.

Rück- und Ausblick für das Produkt Kultur und Theater

Künstlerhaus – Filmhaus – Tafelhalle – St. Katharina – Internationales

figuren.theater.festival

Künstlerhaus

Rückschau: Das Jahr 2022 stand im Künstlerhaus in jeder Hinsicht im Zeichen der inhaltlichen und strukturellen Vorbereitung auf die Wiedereröffnung des Hauses. Die erneute Bauverzögerung konnte erfolgreich genutzt werden, um vor allem die interne Kommunikation im Bereich der Hausgruppen, Vereine und Werkstätten, die zum Teil durch dezentrale Interimsquartiere, aber vor allem durch die eingeschränkten Möglichkeiten im Pandemiegeschehen gelitten hatten, wieder deutlich zu intensivieren. Gemeinsame thematische Schwerpunkte von „Städtischen“ und „Freien“ liegen im Bereich der Diversität, Nachhaltigkeit, Inklusion und Digitalität: So konnte etwa das queer-feministische „body on“-Festival nach einer rein digitalen Ausgabe in 2020 weiter ausgebaut und hybrid umgesetzt werden. Mit „gentle machine“ konnte im K:OSK93 ein nachhaltiges Vorzeige-Projekt nicht nur gefördert, sondern durch eine erfolgreich begleitete Crowdfunding-Aktion zu einer dauerhaften Umsetzung verholfen werden. Die Fahrradwerkstatt ist seit dem Frühsommer mit einem eigens umgebauten Lastenfahrrad im Stadtraum mobil. Das inklusive Format EveryBody für Tänzerinnen und Tänzer mit und ohne Einschränkungen bietet im Künstlerhaus regelmäßige Workshops an. Bürgerbeteiligung wird im Künstlerhaus trotz noch begrenztem Raumangebot groß geschrieben. Zur „Blauen Nacht“ bestand z.B. die Möglichkeit im Rahmen von KOMM, wir malen Künstlerhaus sich von Illustratorinnen und Illustratoren die eigene Vision des künftigen Künstlerhauses malen zu lassen. Eine gemeinsame Ausstellung mit der Stabstelle Reichsparteitagsgelände führte zu einer Podiumsdiskussion mit hoher Beteiligung zur Zukunft der Kongresshalle. Gemeinsam mit den Relevanzreportern und engagierten Kunstschaffenden fanden ad hoc (Podiums-)Veranstaltungen zum Krieg in der Ukraine statt.

Ausblick: Wiederöffnung des nördlichen Traktes! Wenn der Dritte Bauabschnitt (kba_3) abgeschlossen ist, verschiebt sich der Eingang ins großzügig gestaltete neue Künstlerhaus Foyer in die Mitte des Hauses und bildet ein neues Verteilerzentrum. Der Wiedereinzug erfolgt in enger Abstimmung aller haupt- und ehrenamtlichen Mitwirkenden des Hauses. Nach den pandemiebedingten Einschränkungen gilt es nach dem Wiedereinzug beim Ausbau der Infrastruktur in neuen und alten Räumen mitzuwirken und die Synergieeffekte untereinander sichtbar zu machen. Eine große Chance bietet der neue Werkhof. Auch die zurückkehrenden Festival-Formate wie „Blues will eat“, „Mischen“, „NIHRFF“, „Filmfestival Türkei-Deutschland“, „Linke Literturmesse“, „Saatgutfestival“ „Winterkiosk“, „Nürnberg Pop“, „Figurentheaterfestival“, „Panoptikum“, „Zauberwort“ u.a. werden sich dem Haus neu erschließen wollen. Der Festsaal soll für externe Veranstalter interessant werden.

Die Eröffnung präsentiert sich im Rahmen eines „Wochenendes der offenen Türen“ mit vielseitigem Programm, das Hand in Hand von städtischen und ehrenamtlichen sowie freien Protagonisten und Gruppen des Hauses werden wird. Daran an schließt sich ein „Soft-Opening“-Prozess, bei dem Stück für Stück die unterschiedlichen Teilbereiche des Hauses durch jeweilige Schwerpunkt-Aktionen (Sparten / Werkstätten / Vereinsaktionen) wieder für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht werden. Themenschwerpunkte des Künstlerhauses bleiben auch nach der Wiederöffnung: eine Andockstelle für freie Szenen jeder Art, Diversität der Gesellschaft, Nachhaltigkeit, Inklusion, spartenübergreifende Kunst sowie Digitalität. Nach „Alles bleibt anders“ rückt mit dem Slogan „Kultur im Zentrum“ das Künstlerhaus in seiner ganzen Tragweite in den Mittelpunkt: als kultureller Standort aber auch als kulturpolitischer Standpunkt im Herzen der Stadt Nürnberg. Das Künstlerhaus steht mit seiner bunten und wechselvollen Historie für ein Stück Kulturgeschichte in der ganzen Bundesrepublik und ist sich dabei natürlich auch seiner Verantwortung durch die Wiederöffnung in kulturell herausfordernden Zeiten bewusst. Dieser Thematik widmet sich auch die kulturpolitische Podiums-Reihe „Keep The Change – Von der (Un-)Ordnung kultureller Gegenwart“ (fünf Termine bis Juli 2023), die mit hochkarätigen Gästen aus Kultur, Politik, freier Szene und Lehre dem aktuell, herausfordernden Wandel in Kultur und Gesellschaft nachspüren möchte und auch nach unkonventionellen Lösungen fragt. Ausgangspunkt ist dabei die im Oktober 22 entstandene Publikation „KOMM – 23 Jahre Soziokultur in Selbstverwaltung“ des ehemaligen KUF-Leiters Michael Popp (Hrsg. Christof Popp): eine Bestandsaufnahme und Einordnung zur Geschichte des Hauses zwischen Schandfleck und kulturellem Meilenstein. Das Augenmerk liegt aber klar auf den Herausforderungen der Gegenwart, dem aktuellen gesellschaftlichen Wandel und notwendigen, neuen Lösungsansätzen für die Zukunft. Die Auftaktveranstaltung „Goodbye Culture – Die prekäre Situation der Kultur und ihre Folgen für die Demokratie“ findet mit Dr. Tobias Knoblich (Präsident der KuPoGe und Beigeordneter für Kultur und Stadtentwicklung in Erfurt) u.a. statt. In Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Nürnberg und dem Nordkurve e.V. beteiligt sich das Künstlerhaus im Rahmen seiner Wiederöffnung zudem am Prototyp (Probelauf) für das sogenannte „Brandschutzkonzept für Diskriminierung“ bei dem Mitarbeiter*innen von Kultureinrichtungen als Brandschutzhelfer*innen für das Nachtleben (in den Bereichen Awarness, Mobbing, Gewalt, diskriminierende Übergriffe in Bezug auf Geschlecht, sexuelle Orientierung, Hautfarbe oder Behinderung) geschult werden, etwa vergleichbar dem Modell „Schule ohne Rassismus“.

Filmhaus

Aus dem Vorbild des digitalen Kino3 des Filmhauses ist mittlerweile ein Netzwerk und eine Plattform für engagierte Kinos in ganz Deutschland geworden. Wie bei allen Kultureinrichtungen und allen Kinoformen werden die Besucherzahlen von 2019 noch lange nicht erreicht, doch sehr allmählich steigen die Besucherzahlen trotz der angespannten Situation wieder. Beispielweise die Schulkinowochen mit 900 Schülerinnen und Schülern im Sommer. Auch das SommerNachtFilmfestival konnte mit größerem Erfolg durchgeführt werden als 2021. Endlich konnte die langgeplante Reihe DECOLONIZING THE SCREEN mit Ausstellung und Lesung durchgeführt werden und die Kurzvariante des FILMFESTIVALS DER MENSCHENRECHTE, der NIHRFF Weekender. Das Interesse der Besucher war auch hier zufriedenstellend. Im DEZEMBER wird, nach vier Jahren Anlauf, endlich der internationale Regisseur COSTA CAVRAS (u.a. Z) das Filmhaus besuchen. 2023 findet mit HEIMAT! DAS FILMFESTIVAL - eine kurze Variante des Filmfestivals statt, das das Filmhaus schon seit über zehn Jahren zusammen mit dem Bezirk Mittelfranken veranstaltet. Diesmal ist die digitale Kino-Wiederaufführung von DIE ZWEITE HEIMAT, dem epischen Werk von Edgar Reitz geplant, flankiert mit Werkgesprächen und Lesungen, gefolgt von den STUMMFILMMUSIKTAGEN, den FRAUENFILMTAGEN, den LATEINAMERI- KAFILMTAGEN und dem FILMFESTIVAL TÜRKEI DEUTSCHLAND. Das Filmhaus versucht die Situation auch mit weniger Fördermittel mit vermehrten Kooperationen ein wenig zu entschärfen, versuchen aber trotz der angespannten Situation möglichst keine Abstriche an der Qualität des Programmes zu machen.

Auch 2022 erhielt das Filmhaus Nürnberg die höchste Auszeichnung, die kommunale Kinos in Deutschland erreichen können, den Kinopreis des Kinemathekenverbunds, der auch Voraussetzung ist um an den anderen Förderprogrammen des Bundes teilzunehmen und ist damit das Kino, das diesen Preis am häufigsten seit seinem Bestehen 1999 verliehen bekam. Die nötigen Einsparungen wurden vorgenommen durch einen Schließmonat (August) und Absage der Matinee Reihe. Sollte in 2023 keine Kompensation der arbeitsrechtlich notwendig gewordenen Umstellungen im Bereich der Filmvorführer erfolgen, werden die Filmfestivals Türkei-Deutschland und NIHRFF nicht mehr von unseren Filmvorführer „gefahren“ werden können. Einschränkungen bei den Schulfilmprogrammen werden zudem nicht zu verhindern sein.

Tafelhalle/ St. Katharina/ Internationales figuren.theater.festival

Tafelhalle und Katharinenruine

Die Tafelhalle wird 2023 den in 2021 bereits begonnenen Weg der nachhaltigen Fokussierung, Vernetzung und Öffnung weitergehen. Konsequent werden bereits begonnene Aktivitäten fortgeführt, um sich auch im „Normalbetrieb“ zu verstetigen. Das re:festival, das sich mit künstlerisch nachhaltigen Formaten wie Wiederaufnahmen, Improvisation und Tausch bayernweit auseinandersetzt, wird weitergeführt und um neue Formate, auch in Verbindung mit bundesweiten und internationalen Netzwerken ergänzt. Die Impulsförderung, die 2021-2023 Eva Borrmann für „Kitsch und Kunst“ zuerkannt wurde, soll um einen internationalen Austausch mit Nürnbergs Partnerstadt Prag bereichert werden. Perlentauchen, ein neues (begonnen im Herbst 2022), vielseitiges Vermittlungsprogramm, das alternative Verstehens-Methoden zugänglich macht und das Publikum zur Wiederentdeckung der eigenen, wichtigen Rolle als Zuschauerin und Zuschauer einlädt, wird weiter ausgebaut und um mannigfaltige Formate, auch in verschiedenen Medien (Audioeinführungen, Video-Tutorials, Live-Aktionen) und mit unterschiedlichen Kooperationspartnern (Universitäten, Volkshochschulen) weiterentwickelt. INS BLAUE! – die Musik-Tanz-Theater-Sneak (in Kooperation mit dem Masterstudiengang Theater-Forschung- Vermittlung der FAU) wird in 2023 fortgeführt. Hier hat sich bereits in 2022 die Erschließung eines neuen Publikumssegments abgezeichnet - Forschungs-ergebnisse folgen. Every.Body – unter diesem Label wird weiter an der sukzessiven Inklusion möglichst vieler Gruppen von Besuchenden gearbeitet. In 2023 wird es verschiedene Ansatzpunkte geben, vom vermehrten Einführen von relaxed Performances über Talk-Formate bis hin zu Gastspieleinladungen. Ein neues EveryBody-Festival für mixed-abled Tanz und Publikum ist dann für 2024 geplant. Theater für Jugendliche: Wir bauen unser Angebot für Schulen aus. Es wird über das Jahr verteilt verstärkt Schulvorstellungen für das Alter 14+ geben, mit dem Ziel eine Lücke im Angebot für Jugendliche in Nürnberg zu schließen und nachhaltig jüngeres Publikum ans Haus zu binden. Zwei neue Musikreihen sollen in 2023 in der Tafelhalle entstehen. Bei „intense music“(AT) wird es um die Zusammenführung von (inter)national anerkannten Vertreterinnen und Vertretern von aktueller Musik und den Musikerinnen und Musikern der Region (insbesondere der HfM) gehen. „Gepflegtes Remmidemmi“ (AT) wird sich in Richtung Clubszene bewegen und zielt auf jüngeres Publikum. Auch in der Katharinenruine bedarf es einer Verjüngung des Publikums. Das st. katharina open air wird deshalb sein Programm über verstärkte Kooperationen mit Clubs und anderen Initiativen (wie beispielsweise „It isn’t happening“) noch deutlicher in die popkulturelle Richtung erneuern. Aufgrund der dünnen Personaldecke vor allem im Bereich der Technik, wird es darüber hinaus keine weiteren Projekte an diesem Spielort geben.

Internationales figuren.theater.festival

Die nächste Ausgabe soll vom 12. – 21. Mai 2023 stattfinden. Die Planungen beginnen im November 2022.

KunstKulturQuartier

Finanzen, Personal, Kennzahlen

Das Jahr 2021 konnte KuKuQ nach Abzug aller Coronaeffekte mit einem positiven Budgetergebnis abschließen. Wegen der bereits für das Jahr 2022 zu erwartenden hohen finanziellen Belastungen für den Gesamthaushalt der Stadt Nürnberg, u. a. aufgrund der weiter anhaltenden Corona-Pandemie, wurden die Budgetregelungen für den Übertrag von Budgetresten aus dem Jahr 2021 auf das Jahr 2022 außer Kraft gesetzt. Ein Übertrag war deshalb nur für zweckgebundene Ansätze möglich.

Im Jahr 2022 stellt sich die Personal- und Finanzsituation bei KuKuQ wie folgt dar:  Personalsituation und -budget

2023* 2022 2021
Sollvollkraftstellen Gesamt 54,62 54,62 54,39
Ist-Vollkraftstellen Gesamt --- 52,96 52,34

Stand:31.08.2022 *Sollkraftstellen 2023 voraussichtlicher Wert

Im Jahr 2022 standen bisher vier Stellen zur Wiederbesetzung an, von denen inzwischen drei erfolgreich nachbesetzt werden konnten. Erhebliche Schwierigkeiten bestehen bei der Nachbesetzung einer Meisterstelle für Veranstaltungstechnik. Nachdem sich nach zwei Ausschreibungen niemand auf die Stelle beworben hat (zunächst befristet, dann unbefristet), wird sie im dritten Anlauf für einen breiteren Personenkreis geöffnet. Hier werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie bei der Personalakquise deutlich sichtbar. Die unsichere Situation hat viele Fachkräfte für Veranstaltungstechnik dazu bewogen sich beruflich neu zu orientieren.

In K2 wird bis zum Jahresende durch die dreimonatige Freihaltung von neu zu besetzenden Stellen und durch geringere Auslastung bei den Kassen- und Garderobenkräfte ein ausgeglichenes Budget erwartet.

 Finanzdaten konsumtiv Aufgrund der coronabedingten Hygienemaßnahmen war im 1. Halbjahr 2022 nur ein eingeschränkter Spielbetrieb mit geringeren Einnahmen möglich. Des Weiteren herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung weiterhin eine Verunsicherung bezüglich steigender Infektionszahlen, so dass selbst nach Aufhebung der Hygienemaßnahmen ein zurückhaltendes Besucherverhalten erkennbar ist. Zum Stichtag (31.7.2022) liegen die bisherigen K1 Erträge i. H. v. -437.682 Euro deutlich unter der anteiligen Ermächtigung i. H. v. -609.014 Euro.

Mit den bisherigen Aufwendungen i. H. v. 1.058.794 Euro wurde die anteilige Ermächtigung i. H. v. 1.334.040 Euro nicht ausgeschöpft. Ursächlich hierfür sind ebenfalls die Covid-19 bedingten Einschränkungen, so z. B. Einsparungen bei den Bewachungskosten aufgrund nicht stattgefundener Veranstaltungen.

Mit den Coronaeffekten ergibt sich bei KuKuQ aufgrund der letzten Hochrechnung bis zum Jahresende ein Defizit in K1 in Höhe von 160.367 €. Ursächlich sind hier vor allem die geringeren Einnahmen durch Ticketverkäufe aufgrund der geringeren Auslastung der Veranstaltungen sowie einer insgesamt geringeren Anzahl stattfindender Veranstaltungen.

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2023 Entwurf Ansatz 2022 Januar - Juli 2022 Hochrechnung 2022
K1 Erträge -1.202.110 - 1.044.087 -437.682 -795.608
K1 Aufwen- dungen 2.480.232 2.287.312 1.058.794 2.199.199
K1 Sachbudget 1.278.122 1.243.224 621.112 1.403.591

Bei Herausnahme der Coronaeffekte wird nach dem derzeitigen Planungs- und Kenntnisstand KuKuQ das K1 im Haushaltsjahr 2022 im Rahmen der Ermächtigung abschließen können.

 Finanzdaten investiv Das Budget für investive Beschaffungen ist in den letzten Jahren stark rückläufig. Ersatzbeschaffungen für den Spielbetrieb von mehreren Veranstaltungseinrichtungen sind hiermit dauerhaft nicht mehr finanzierbar. Hier ist dringend eine Korrektur notwendig.

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2023 Ansatz 2022 Januar - Juli 2022 Hochrechnung 2022
Immaterielles / Bewegliches Vermögen 20.000 60.000 5.549,97 60.000
Geringwertige Wirtschafts- güter 0 0 0 0
I1 Auszahlun- gen 20.000 60.000 1.434,95* 60.000

*Zum Stichtag 31.07.2022 wurde eine Korrektur bei der Buchung des immateriellen Vermögens vorgenommen, da Kosten für Schulung und Administrierung der beschafften Museumssoftware in Höhe von 4.115,02 Euro nicht aktivierbar sind.

Im Wert von 5.549,97 Euro wurde eine Tonanlage für die Katharinenruine beschafft. Das restliche I1 Budget wird in der zweiten Jahreshälfte vor allem für eine neue Bestuhlung in der Katharinenruine (34.000 Euro) und für Schweinwerfer/Spots (14.000 €) benötigt.

Das I1 Budget wird bis Jahresende im Rahmen der Ermächtigung liegen. Im Filmhauskino ist eine Ersatzbeschaffung für einen digitalen Filmprojektor erforderlich. Dieser ist mit einem Alter von 12 Jahren bereits am Ende seiner Lebenszeit und zeigt erhebliche Einschränkungen und Ausfälle, so dass jederzeit mit einem dauerhaften Ausfall gerechnet werden muss. Eine Reparatur ist aufgrund des Alters und Standes der Technik nicht mehr möglich. Eine Neuanschaffung in Höhe von ca. 50.000 Euro kann aus den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht bestritten werden. Aus diesem Grunde wurde die Kostenübernahme im Rahmen des Kämmereipaketes beantragt.

 Ziele und Kennzahlen Die Kennzahlen spiegeln die Auswirkungen der Corona-Pandemie. So sind die Kundenkontakte in der Kultur Information und die Besucherzahlen bei den Veranstaltungen stark rückläufig gewesen.

Pro- dukt Kennzahlen-Text Ein- heit Ist 01- 07/2022 Plan 01-12/2022
252010 Kundenkontakte Kultur Information ANZ 9.524 32.000
252020 Besuchende Kunst und Ausstellungen ANZ 12.697 39.200
261001 Besuchende ANZ 33.337 147.000

KuM/003/2022

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 25.11.2022 öffentlich Beschluss

Betreff:

Museen der Stadt Nürnberg - Jahreskontrakt 2023

Anlagen: 01_Entscheidungsvorlage 02_Personal und Finanzen

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuM/003/2022

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuM/003/2022

Beschlussvorschlag: Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2023 für die Museen der Stadt Nürnberg zu.

Entscheidungsvorlage zum Jahreskontrakt 2023 – Kunst und Museen (KuM)

Mehr als in den vergangenen Jahren prägen gravierende Unwägbarkeiten den Vorausblick der Museen der Stadt Nürnberg auf das Jahr 2023. Die Unwägbarkeiten sind bestimmt von absehbaren Finanzierungsengpässen und personellen Mängellagen. Um die Grundleistungen der städtischen Museen aufrecht zu erhalten tut deshalb die Konzentration auf vier Aufgabenfelder not: 1) Die öffentliche Sichtbarhaltung der Museen als attraktive Anbieter von Freizeit- und Bildungsangeboten mit diversitätsorientierten Zuschnitten. 2) Das Voranbringen der längerfristigen Sanierungsvorhaben in sechs der insgesamt acht Organisationseinheiten. 3) Die Optimierung der seit langem als desolat erkannten städtischen Depot-Situation, wofür die Perspektive im Rahmen der anstehenden Kongresshallen-Sanierung aufrechterhalten werden soll. 4) Die Justierung der event-orientierten Sonderformate (Sonderausstellungen, künstlerische und wissenschaftliche Veranstaltungen, externe Kooperationen) hinab auf ein vertretbares, budgetgerechtes Maß.

Vorrang vor budgetbelastenden Sonderveranstaltungen wird deshalb in 2023 die Stabilisierung des positiven Momentums bei den Besuchendenzahlen im Alltagsbetrieb haben. Sie bewegten sich zum Jahresende 2022 hin leicht, aber stetig, steigend auf etwa 70-75% der vorpandemischen Zahlen. Voraussetzung für diese erfolgreiche Restitution des Besucherzuspruchs vor 2020 wird der sorgfältige, introspektive Attraktivitätserhalt der einzelnen Häuser sein, dem 2023 der Vorrang gilt. Dies schließt inner- wie außerstädtische Kooperationen nicht aus (z.B. Evangelischer Kirchentag, Freundeskreis von Yad Vashem, Istanbul Toy Museum), wird sich gleichwohl in einem dosierten Rückzug aus einigen Großveranstaltungen äußern müssen.

A) Langfristvorhaben, Kooperationen

(siehe auch Kulturausschussbericht vom 14.10.2022)

Unter den strategisch nötigen, im kulturpolitischen Konsens akzeptierten Langfristvorhaben erweisen sich Stand Nov. 2022 sechs Häuser als erneuerungsbedürftig. Für das Jahr 2023 sind zum Voranbringen dieser Maßnahmen vorgesehen:

 Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände: Fortführung der baulichen und musealen Ertüchtigung. Abschluss der Bausanierung und Beginn der Dauerausstellungsumsetzung Ende 2023.

 Museum Industriekultur (Projekt-Freeze 26.10.2022, Aufnahme in den MIP 2023- 2027): Start der Sanierungsmaßnahme, vorbehaltlich einem positivem Haushaltverhandlungsergebnis im Nov 2022.

 Memorium Nürnberger Prozesse: Erweiterung der historischen Informationsräume im 2. OG / Umgriff Saal 600 auf Basis einer Machbarkeitsstudie (2022). Drittmittelakquise auf Landes- und Bundesebene.

 Stadtmuseum im Fembo-Haus: Museale Ertüchtigung des ersten Bauabschnitts bis Ende 2023 (3. und 4. OG, neues Leitsystem). Planungsphase 3 des BIC-Verfahrens im zweiten Bauabschnitt (Sanierung Rückgebäude, Foyer, Hof). Machbarkeitsstudie zum dritten Bauabschnitt bis Feb 2023 (2. und 3. OG).

Für die Erneuerungsvorhaben im Haus des Spiels und im Spielzeugmuseum sind planungssichere Umsetzungsetappen in 2023 derzeit nicht verbindlich benennbar.

Der gemeinsame Betrieb der Formate „Historische Lochgefängnisse“, „Historischer Kunstbunker“ und zukünftig auch „Atombunker unter dem Hauptbahnhof. Bahnhofsbunker“ mit dem Förderverein Nürnberger Felsengänge e.V. bewährt sich. Er soll im Einvernehmen mit dem KPZ in 2023 noch nachhaltigere Betriebs- und Abrechnungsstrukturen erhalten.

B) Ausgewählte Ausstellungen und Veranstaltungen für das Jahr 2023

Spielzeug der Türkei. Die Sammlung Sunay Akın (AT). Spielzeugmuseum

ab 28. April 2023

Der türkische Dichter, Kulturwissenschaftler und Journalist Sunay Akin hat im Jahr 1989 das Spielzeugmuseum in Nürnberg besucht. Das damals von Dr. Lydia Bayer geleitete Haus beeindruckte und inspirierte Akin so stark, dass er begann, selbst traditionelles türkisches Kinderspielzeug zu sammeln. Am 23. April 2005 eröffnete er das „Oyuncak Müzesi“ in Istanbul. Seit Jahrzehnten bestehen enge wissenschaftliche und persönliche Beziehungen zwischen den wissenschaftlich Tätigen im Spielzeugmuseum Nürnberg und denjenigen in der Türkei. Sunay Akin setzte nun den Impuls, im Spielzeugmuseum Nürnberg einzigartige Leihgaben aus Istanbul zu zeigen: Spielzeug der Türkei. Das Spielzeugmuseums Nürnberg entwickelte das Kooperationsprojekt weiter zum „Türkischen Jahr im Spielzeugmuseum Nürnberg 2023“, auch mit dem Ziel, insbesondere türkischstämmige Menschen in Nürnberg und der Metropolregion für den Besuch des niedrigschwelligen Spielzeugmuseums anzusprechen.

“Moving the Giants” im Museum Industriekultur

voraussichtlich Mai bis Oktober 2023

Giganten in Bewegung – etliche 1000 Objekte, darunter echte Schwergewichte der

Industriekultur, sind im Jahr 2022 in ein neues Interim-Depot umgezogen. Doch warum haben

Museen eigentlich Depots für Objekte, die nicht in der Dauerausstellung gezeigt werden?

Unter welchen Gesichtspunkten werden diese ausgewählt? Und welche einzigartigen

Geschichten können die Depotgiganten des Museums Industriekultur über die Nürnberger

Industriegeschichte erzählen? Damit beschäftigt sich die neue Ausstellung des Museum

Industriekultur anlässlich des vergangenen Depotumzugs.

„Evangelische Migrationsgeschichte(n)“ im Stadtmuseum im Fembo-Haus

  1. Juni bis 4. September 2023

Zum Deutschen Evangelischen Kirchentag in Nürnberg 2023 öffnet das Stadtmuseum im

Fembo-Haus seine Tore für eine Ausstellung zu „Evangelischen Migrationsgeschichte(n)“.

Evangelische Museen in Bayern beleuchten darin gemeinsam mit Partnern aus Frankreich,

Österreich, Ungarn, Slowenien, Rumänien und den USA Wanderungsbewegungen, die ihren

Ursprung im Glauben, in wirtschaftlicher Not oder in Kriegen haben. Sie geben hiermit Anlass,

das Thema Migration auch aus der Perspektive der Stadtgeschichte näher zu beleuchten. Zum

Auftakt werden ausgewählte Objekte im Barockvestibül präsentiert, und es wird die Möglichkeit

des Dialogs mit den Projektpartnern geboten. Entwickelt wurde das Projekt, für das Dr.

Heinrich Bedford-Strohm die Schirmherrschaft übernommen hat, von der Evangelischen

Stadtakademie in Erlangen und dem Rummelsberger Diakoniemuseum.

Auswahl weiterer Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationsformate

bei den städtischen Museen in 2023:

 das neue Format „Kultur2 – Musik im Museum“ mit den Nürnberger Symphonikern

(Museum Industriekultur)

 Fortsetzung „Original Dürer“ im Albrecht-Dürer-Haus: Temporäre, mehrmonatige

Präsentationen von Dürer-Originalgrafik aus den Beständen der Albrecht-Dürer-Haus-

Stiftung und der Kunstsammlungen der Museen der Stadt Nürnberg.

 Sonderpräsentation während des Umbaus: Das Stadtmuseum nimmt die derzeit

laufende Sanierung zum Anlass, Highlights der Dauerausstellung im

Ausstellungsforum zu zeigen. Dank gebührt der Theo und Friedl Schöller-Stiftung, die

diese grundlegende Erneuerung ermöglicht.

Für 2023 ursprünglich Vorgesehenes, aber sparvorgabenbedingt zu Streichendes oder

auf spätere Jahre zu Verschiebendes:

 Fortsetzung der Pop-Up-Ausstellungen im außermusealen Raum des Stadtgebiets,
z.B. Langwasser, Gartenstadt, Südstadt (analog: Pop-Up Mögeldorf), Museum
Industriekultur
 „Alle Puppen sind gleich“. Diversitätsorientierte Ausstellung historischer Puppen,
Spielzeugmuseum. Verschoben auf 2024
In den erinnerungskulturellen Formaten finden im Jahr 2023 wegen der verstärkten Arbeit an
der neuen Dauerausstellung (Doku-Zentrum) und den Neukonzeptionen (Memorium) keine
weiteren, neuen Ausstellungsprojekte oder Großveranstaltungen statt.

Anlage: Jahreskontrakt 2023 der Museen der Stadt Nürnberg

 Personal- und Finanzsituation

2023 2022 2021 Stand 31.12.
Voraussichtlicher Wert Stand 31.07.
Sollvollkraftstellen Gesamt 63,53** 59,53 58,03
Istvollkraftstellen Gesamt --- 52,71* 55,05

* Aktueller Wert BW4HANA: 53,18. Manuell bereinigt um aktuell noch fehlerhafte Zuordnung: -0,47 / 640.7380 ** Plan 2022 (59,53) + 4,0 Projektmitarbeit Dokuzentrum (befristet, 75% gegenfinanziert)

 Finanzdaten konsumtiv

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2023 Entwurf Planungsstand 31.07.2022 Ansatz 2022 Januar - Juli 2022 Hochrechnung 2022
K1 Erträge -2.520.043 -2.568.223 -1.003.512 -1.987.935
K1 Aufwendungen 3.140.603* 3.277.155* 1.642.745 3.449.706
K1 Sachbudget 620.560** 708.932 639.233 1.461.771***

* Ansatzminderungen i.H.v. 217.079 EUR (AdO 7/21) ** Minderung Erträge / Aufwendungen aufgrund geändertem Führungsbetrieb Mittelalterliche Lochgefängnisse. Wegfall Strukturprojektmittel Museum Industriekultur und Haus des Spiels *** davon 807.000 EUR (Saldo Mindererträge / Minderaufwendungen) Pandemie bedingter monetärer Auswirkungen

 Finanzdaten investiv (I1)

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2023 Entwurf Planungsstand 31.07.2022 Ansatz 2022 Januar - Juli 2022 Hochrechnung 2022
Immaterielles / Bewegliches Vermö- gen 10.000 10.000 10.719 16.265
I1 Auszahlungen 10.000 10.000 10.719 16.265*

* Inkl. 6.265 EUR übertragener Haushaltsrest aus Vorjahr. Nicht hochgerechnet sind Ausgaben, welche aus zentralen Ansätzen und ggf. aus Nachlass L. Bayer bestritten werden (Rest „MuseumPlus“, Rest Kassensystem, Ausstellungsgestaltung Spielzeugmuseum EG)

 Relevante Kennzahlen

Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl
Kennzahl Ansatz 2023 Entwurf Ansatz 2022 Januar – Juli 2022 Hochrechnung 2022
Gesamtzahl Besucher 641.000 612.000 244.293 475.000*
Gesamtzahl Öffnungsstunden 18.740 18.640 10.392 18.640

* Pandemiebedingtes Defizit, v. a. Besucher aus Amerika und Asien

Anlage zum Jahreskontrakt 2023 KuM

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