Haushaltssperre

← Sitzung des Stadtplanungsausschusses (27.10.2022)

Band 3: Langwasser "Atlas"

Anlage · 27.10.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Langwasser Stadtplanungsausschuss Höfen Schule & Bildung Stadtentwicklung & Planung Wohnen & Bauen Verkehr & Mobilität Umwelt & Klima Wirtschaft & Arbeit Soziales & Gesundheit Rad- und Fußverkehr

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Potenzialuntersuchung Mehrwerte für Langwasser Band 3: Langwasser „Atlas“

Abbildung 1

Inhaltsverzeichnis

BAND 1

BAND 2

BAND 3

LANGWASSER „ATLAS“: Anwendung des Leitbilds 5

EINLEITUNG 7-8

DIE CHECKLISTE DER ENTWICKLUNG

LEGENDE 12

Nord-West Übersicht 14

Nachbarschaft U1 18 Nachbarschaft U2 20 Nachbarschaft U3 22

Nord-Ost Übersicht 26

Nachbarschaft P 28

Süd-Ost Übersicht 32

Nachbarschaft A / B 34 Nachbarschaft H 38 Nachbarschaft F / G 42

Süd-West Übersicht 46

Nachbarschaft I 48 Nachbarschaft K 52 Nachbarschaft L, Werksiedlung, Idealsiedlung 56 Nachbarschaft M 60 Nachbarschaft ECA 64

LEGENDE 69

QUELLEN- UND ABBILDUNGSNACHWEIS 70

Langwasser „Atlas“ Anwendung des Leitbilds auf die vier Quadranten

Mehr Langwasser

MehrWertStadt

Die Stadt der neuen Möglichkeiten bauen Städtebauliche + OFFENHEIT + URBANITÄT Vielfalt herstellen Klimaneutral Leben Neue Mobilitätsformen fördern Straßenraum neu denken + KLIMAANPASSUNG + NACHBARSCHAFT Langwasser ist bunt Schwammstadt entwickeln Nahversorgung sichern + LANDSCHAFT Nachbarschaftsleben stärken

Grüne Schätze + PRODUKTION schützen & erhalten Freiräume qualifizieren, Die Stadt als Kreislauf sichern & multicodieren Langwasser als Arbeitsort stärken + MISCHUNG

Mehr Mischung zulassen

Langwasser Leitbild

Leitthemen der Entwicklung

Leitbildanwendung auf Quadranten

Einleitung

Hinweise für die Auslegung

Wesentliche Zielsetzung für die Weiterentwicklung Bei dieser Struktur gibt es Unschärfen, zum Beispiel Langwassers ist die Schaffung eines unmittelbar bei Themen und Farben. So sind verschiedene Maßwirksamen Mehrwertes für die Bestandsquartiere. nahmen-Hinweise themenübergreifend und können Der Identifikation lokaler Entwicklungspotenziale für mehreren Kategorien zugeordnet werden. die Schaffung dieses Mehrwertes kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Die einzelne „Zoom-ins“ werden anhand einer Matrix bewertet, in der die wichtigsten möglichen Maßnah- Als Endprodukt der Machbarkeitsstudie wurden da- men knapp beschrieben werden. Die Matrix greift her Axonometrien erarbeitet, die die Potenziale für auf die Entwicklungsthemen des Leitbilds zurück und die Weiterentwicklung der Wohnquadranten Lang- ordnet die Maßnahmen den im Leitbild formulierten wassers und die daraus entstehenden Bedarfe aufzei- Mehrwerten für die Nachbarschaft zu. Eine Maßnahgen. Für diese Potenzialuntersuchung werden haupt- me kann dabei Mehrwerte in mehreren Themenbesächlich Nachbarschaften mit Geschosswohnungsbau reichen ermöglichen. betrachtet. Die Konzentration auf diese Bereiche ist in den besseren Möglichkeiten zur Umsetzung der Hinweise: auf Seite 69 gibt es eine kurze Version der vorgeschlagenen Maßnahmen begründet. Legende, die aufgeklappt werden und die Lesbarkeit der Abbildungen in der Broschüre vereinfachen kann. Um das Verständnis der Zeichnungen zu vereinfachen, werden hier die Struktur und die Leseart der Darstellungen im folgenden Kapitel erläutert: Für jeden Quadranten gibt es eine Gesamtübersicht und detailliertere „Zoom-ins“ zu den in den Untertiteln genannten Nachbarschaften.

Die Axonometrien enthalten flächenhafte Aussagen, die in einer Legende erklärt sind und einen allgemeinen Charakter haben. Fähnchen präzisieren und lokalisieren genauere Hinweise für mögliche Maßnahmen und sind nur in den „Zoom-ins“ dargestellt. Da es sich bei den Aussagen der Axonometrien um erste Hinweise handelt, sind im Nachgang dieser Befassung vertiefende Untersuchungen für die jeweiligen Situationen notwendig. Diese Untersuchungen müssen zeigen, welche der aufgezeigten Potenziale umsetzbar sind. Stellt sich zum Beispiel im Ergebnis einer vertiefenden Bewertung heraus, dass ökologische und stadtklimatische Aspekte einer Nutzungsintensivierung entgegenstehen, sind ggf. nicht alle aufgezeigten Potenziale umsetzbar. Die Darstellung der bisher erarbeiteten Potenziale ist nicht als abschließend zu betrachten.

Die Fähnchen in den „Zoom-ins“ sind nach den drei strategischen Feldern aufgeteilt: Quartiersentwicklung und Wohnen, Grün- und Freiraum und Mobilität. Die benutzten Farben greifen auf die Farben des Leitbilds zurück.

Checkliste der Entwicklung

EINLEITUNG / HINWEISE QUARTIERSENTWICKLUNG - Nutzungsmischung

Die aufgeführten Punkte dienen als Orientierung für Leistet das Bauvorhaben einen Beitrag zur Erdie Prüfung und Bewertung von baulichen Neuentgänzung und Diversifizierung des Wohnungswicklungen und räumlichen Aufwertungen. Diese Lisangebots in Langwasser? te ist nicht abschließend und sollte für das jeweilige Vorhaben angepasst werden, als auch konstant in der Kann geförderter Wohnungsbau vereinbart Anwendung durch die gewonnenen Erfahrungen im werden, damit zusätzlicher bezahlbarer Wohn- Kontext Langwasser erweitert und angepasst werden. raum entsteht?

Trägt es dazu bei, die lokale Nutzungsmischung mit neuen, über die reine Wohnnut-

QUARTIERSENTWICKLUNG - Städtebau zung hinausgehenden Angeboten zu erhöhen?

Ist die betrachtete Potenzialfläche unter Können Erdgeschosse aktiviert und für ge- Berücksichtigung aller Restriktionen für die werbliche oder gemeinschaftliche Nutzungen bauliche Entwicklung geeignet? geöffnet werden?

Ist das Bauvorhaben in der bestehenden Nach- Verbessert das Bauvorhaben die räumliche Verbarschaft städtebaulich verträglich? Fügt es knüpfung zwischen dem Erdgeschoss des/der sich bzgl. Baumasse und Höhenentwicklung in Gebäude und den halböffentlichen Räumen? die bestehende städtebauliche Struktur ein?

Werden Angebote für nicht kommerzielle Ist das Bauvorhaben zur bestehenden Nachbar- Treffpunkte in Gebäuden und/oder im Freischaft freiräumlich, ökologisch, klimatisch und raum geschaffen? verkehrlich verträglich?

Gibt es innovative Projekte, die als Entwick- Gibt es die Möglichkeit, mit dem Projekt städlungsimpuls für Langwasser dienen? tebauliche Missstände zu beheben, bzw. den Bestand aufwerten? .........

Können Eingangssituationen in die Quadranten oder Nachbarschaften definiert werden?

Gibt es geeignete Orte für den Ausbau hoch-

QUARTIERSENTWICKLUNG - Soziale Infrastruktur

wertiger und vielfältiger Platzsituationen? Kann der Bedarf an neuen Kita- und Schul- Können bei Neubau die Fassaden und Dächer plätzen im Quartier abgebildet und abgedeckt als Tragsysteme für Begrünungen umgesetzt werden? werden? Sind langfristige Erweiterungsflächen für Ist eine Variantenprüfung erfolgt? Grundschulen gesichert? Sind ausreichend Grundstücke für die Realisie- ......... rung von Kitas gesichert? / Können kleinere Kitas oder soziale Infrastruktur im Erdgeschoss integriert werden?

Bestehen Möglichkeiten zur Zwischen- und Können Stellplatzflächen für andere, öffentli- Mehrfachnutzung von Räumen und Flächen? che oder gemeinschaftliche Funktionen umgenutzt werden? Können Potenzialflächen für mögliche neue Pflegeeinrichtungen definiert werden? .........

.........

MOBILITÄT - klimatische Qualifizierung

Können in Straßenräume unversiegelte Flä-

MOBILITÄT - Straßenaufwertung

chen integriert werden, die klimatisch wirksam Werden Maßnahmen ergriffen, die Straßen- werden? räume fuß- und radfahrerfreundlich weiterzuentwickeln? Können Straßenbäume zur Verschattung neugepflanzt werden? Werden die bestehenden Fuß- und Radwege ausgebaut und qualifiziert? Wird das Regenwassermanagement in die Straßenräume implementiert? Wird die Zuwegung zum ÖPNV gewährleistet? ......... Wird die Fahrgeschwindigkeit reduziert?

Gibt es Möglichkeiten für die Unterbringung/ Zusammenlegung/Reduzierung von Stellplatzflächen

GRÜN- UND FREIRAUM - Gestaltung und

Gibt es die Möglichkeit Mobilitätsstationen zu Nutzungsanreicherung realisieren? Ist es möglich Höfe, Abstands- und Siedlungsgrün und privates Grün gemeinsam mit bauli- Gibt es Kreuzungen oder Übergangszonen cher Entwicklung zu aktivieren? zwischen Grün- und Straßenräumen, die zwecks Gestaltung, Aufenthaltsqualität und Verkehrssi- Wo werden die durch eine (bauliche) Entwickcherheit aufgewertet/gesichert werden sollen? lung ausgelösten zusätzlichen, öffentlichen Grünflächen nachgewiesen? .........

Bietet eine Entsiegelung und Umgestaltung von Verkehrsflächen die Möglichkeit, neue Freiräume mit Aufenthaltsqualität (z.B. Pocket-Parks) zu schaffen oder einen Beitrag zu Klimaanpassungsmaßnahmen zu leisten?

MOBILITÄT - Straßenumbau

Kann im Huckepack des Hochbaus der Umbau Ist eine hochwertige Pflege der Freiräume des Quartiers zu einem auto-armen Quartier gesichert? vorangetrieben werden? Ist es möglich den Straßenraum im Nebennetz zurückzubauen? Werden die Vorgaben der Barrierefreiheit umgesetzt? Kann die Nutzungs- und Aufenthaltsqualität Werden neue Angebote/Nutzungen in Freider Straßenräume erhöht werden? Können raum für alle Bewohnergruppen geschaffen? Straßenräume in Begegnungszonen umgewandelt werden? Welche neuen Nutzungsangebote im Freiraum werden umgesetzt?

Werden Dachflächen für Regenbewirtschaf- Werden bauliche Maßnahmen zum Klimaschutz/ tung, lokale Energieproduktion und/oder urba- Klimaanpassung am Gebäude berücksichtigt, ne Landwirtschaft genutzt? die über gesetzliche Vorgaben hinaus gehen? (Z.B.: Solarenergie, Holzbauweise / Hybridbau- ......... weise, Nahwärmesysteme, Erdwärme, etc)

.........

GRÜN- UND FREIRAUM - Regenwassermanage-

ment

GRÜN- UND FREIRAUM - Spielflächen

Kann das Grundstück von der Regenwasserkanalisation abgekoppelt und in ein abflussloses Sind ausreichend öffentliche Spiel- und Akti- Grundstück umgewandelt und das Regenwas- onsflächen vorhanden? ser für die Verdunstung und Bewässerung der Bäume genutzt werden? Werden diese gestalterisch und funktional aufgewertet? Gibt es Risiken wie Überstaugefahr der Regenwasserkanalisation, die beseitigt werden Wo werden die durch eine (bauliche) Entwicksollen? lung ausgelösten zusätzlichen, öffentlichen Spielflächen nachgewiesen? ......... Gibt es private Freiräume, die für die Herstellung öffentlicher Spielflächen oder öffentlicher Grünflächen herangezogen werden können?

Ist es möglich neue Spiel- und Bewegungsflä- GRÜN- UND FREIRAUM - Ökologie und Klima- chen für verschiedenen Altersgruppen anzule-

anpassung gen?

Sind Maßnahmen zur ökologischen und klima- ......... tische Aufwertung der bestehenden Freiräume vorgesehen?

Tragen die neuen Freiräume zur klimatischen Verbesserungen bei?

GRÜN- UND FREIRAUM - Verbindungen

Wird die Biodiversität gefördert? Werden Module des Animal Aided Design umgesetzt? Sind bei Bauvorhaben am Siedlungsrand die Anbindung an die umgebenden Landschafts- Sind schützenswerte oder geschützte Land- räume (Wald) mit vorgesehen? schaftsräume berücksichtigt? Werden die Verbindungen zwischen den Grün- Wurden die Vorschriften und Festlegungen räumen verbessert? bezüglich des Naturschutzes überprüft? Wird eine gute fußläufige Verbindung zur Wurden Altbaumbestände im Sinne der Baum- Umgebung hergestellt? schutzverordnung berücksichtigt und näher untersucht? Werden angrenzende Kleingarten oder Institutionelle Flächen angebunden? Wurden wichtige Kaltluftverbindungen beachtet? ......... Werden Schwammstadt-Konzepte in der Planung berücksichtigt?

Legende

Quartiersentwicklung

Potenzial für bauliche Entwicklung prüfen potenzielle Erweiterungsflächen für Schule sichern Potenzialstandorte für die bauliche Entwick- Sicherung von Erweiterungsflächen an bestelung. Verträglichkeit zu bestehender Nachbar- henden Standorten zur Abdeckung zukünftischaft und ökologischen sowie klimatischen ger Bedarfe an Schulplätzen. Belangen vertieft prüfen, Wohnen für alle Einkommensschichten schaffen, Nutzungs- Grundstück für den Neubau von Kitas suchen mischung etablieren, wo möglich belebte Potenzialflächen für die Abdeckung des pro- Erdgeschosszonen, hochwertigen Städtebau gnostizierten Bedarfs sichern. Kleinere Kitas und Architektur. Als Huckepackstrategie für sind bei Bedarf bei Neubau im Erdgeschoss zu Schaffung weiterer Mehrwerte nutzen. integrieren.

Erdgeschosse aktivieren und für Nutzungen Mobilität

öffnen

Um den Stadtteil zu beleben und dezentrale Stellplatzflächen nutzen Angebote und Arbeitsorte schaffen zu können, Bestehende private und öffentliche Stellplätze Erdgeschosszonen aktivieren und für Nutzun- als Potenzialflächen neu denken und für z.B. gen öffnen. Vorstellbar sind privat betriebene bauliche Entwicklung und Freiraumentwick- Nutzungen wie Geschäfte, Cafés, Büros, nicht lung nutzen; Multicodierung prüfen. störendes Gewerbe aber auch öffentliche Nutzungen wie Kitas oder soziale Einrichtungen. Straßenraum aufwerten und klimagerecht Kulturelle Nutzungen und nicht kommerzielle qualifizieren Treffpunkte sind auch möglich. Straßenraum im Hauptnetz als Verkehrsinfrastruktur qualifizieren: Reduzierung Ge-

Raumkante ausbilden schwindigkeit, Umwandlung nicht benötigter

Besonders entlang der größeren Straßen zum Fahrbahnfläche in Fahrradwege, Ausbau und Teil fragmentierte Raumkanten durch punktu- Qualifizierung der Gehwege, Implementierung elle Ergänzungsbauten aufwerten und ausbil- Regenwassermanagement, Vergrößerung den. Baumscheiben, Neupflanzung von Straßenbäumen, Erhöhung der Aufenthaltsqualität.

Quartiers-Eingang stärken

Stärkung der Quartierseingänge als besondere Straßenraum umbauen Punkte in den Nachbarschaften. Straßenraum im Nebennetz (Wohnstraßen, Wohnwege) im Zusammenhang von Sanie-

Entree-/Platzsituationen schaffen rungsmaßnahmen bzw. größeren baulichen

Stadträumlich geeignete Orte zu Entree- und Maßnahmen wo möglich rückbauen und in Platzsituationen mit hoher städtebaulicher Begegnungszonen umwandeln. Fokus auf Qualität und vielfältigen Funktionen und An- Fuß- und Radverkehr, Nutzung als Pocket Parks geboten ausbauen. prüfen, Straßenbäume stärken und neupflanzen, Regenwassermanagement integrieren.

** Quartiers-Treffpunkte etablieren

Nicht kommerzielle Quartiers-Treffpunkte für Große und kleine Mobilitätsstationen etablieren die Anwohnerinnen und Anwohner in den Mobilitätsstationen mit unterschiedlichen Freiräumen Langwassers mit Freiraumangebo- Dimensionen und Angeboten je nach Platzkaten etablieren. pazität im Stadtteil strategisch verteilen:

Impulsorte für Quartiersentwicklung aktivieren geboten bei Verkehrsachsen,

**

Geeignete Orte für die Realisierung (bzw. in - kleinere Stationen für Radverkehr z.B. Ver- Planung) von Impulsprojekten für die Quar- leihsystem, überdachte Abstellanlagen in den tiersentwicklung und zur Nutzungsintensivie- inneren Teilen der Quadranten. rung.

Bestehende Rad- und Gehwege / Gehwege, die

für den Radverkehr freigegeben sind, qualifizieren.

Fuß- und Radwegeverbindungen stärken und Kleingartenanlagen und institutionelle Flächen

ergänzen öffnen / integrieren

Interne und übergeordnete Verbindungen Öffentliche Durchwegung und wo möglich ausbauen. Stärkung und Weiterentwicklung Nutzung von Kleingartenanlagen und institutider untergeordneten Fußwegeverbindungen onellen Freiflächen sicherstellen. intern im Wohnquartier und als Verbindung zwischen den Quadranten. Punktuelle Ergän- Übergangsbereiche gestalten zungen der Radwegeverbindungen in Quer- Bereiche zwischen Grünzügen und Straßenräurichtung. men oder Siedlungsflächen benötigen Beachtung bezüglich der gestalterischen Qualität sowie der Verkehrssicherheit (z.B. Kreuzung Straße und Radweg entlang Grünzug).

Bestehendes öffenliches Grün

Analyse der ökologischen, gestalterischen und Impulsorte Freiraum: Bestehende (öffentliche) funktionalen Wertigkeit der öffentlichen Frei- Freiräume aufwerten und qualifizieren flächen. Erhalt und Ausbau vorhandener Quali- Optimierungspotenzial der bestehenden täten. Ggf. Erarbeitung von Masterplänen (öffentlichen) Freiräume nutzen, klimaangeoder Freiraumkonzepten (vgl. Masterplanung passte Entwicklung, Regenwassermanagement, Ferdinand-Drexler-Weg). Diese Masterplanung Strategien zur Förderung der Biodiversität ist beispielgebend für weitere Entwicklungen entwickeln und umsetzen, Pflege intensivieren, unter anderem im Hinblick auf Schaffung Nutzungsangebot erweitern. öffentlicher Spiel- und Bewegungsflächen, Angeboten für alle Alters- / Zielgruppen, Bestehende Freiraumstrukturen und Grünzüge Aufwertung von Impulsorten, Verbesserung vernetzen von Eingängen und Übergängen, ökologische Freiräume und Grünzüge Langwassers als Entwicklung der Grünanlagen. grünes Infrastrukturnetz anerkennen, verbinden und als Gesamtsystem entwickeln. Beson- Private/halböffentliche Grünflächen aktivieren derer Fokus auf die Anbindung an umliegende und wassersensibel multicodieren Landschaftsräume und Wald. Höfe, Abstands-/Siedlungsgrün und privates Grün gemeinsam mit baulicher Entwicklung Potenzialraum zur Umwandlung privater aktivieren. Angebote für Bewohnerinnen und Grünflächen zu öffentlichen Grünflächen Bewohner schaffen, prüfen welche Flächen auch Neue öffentliche Grünflächen können durch in öffentliche Spielplätze, Bewegungsflächen z.B. Umwidmung, Ankauf, Tausch oder Überund Grünflächen übertragen werden können. tragung gesichert werden. Klimaangepasste Entwicklung anstoßen, Regenwasser auf Grundstücken bewirtschaften. Wald als Naherholungsangebot prüfen Mögliche Rad- und Fußwegeverbindungen Dächer aktivieren analysieren und ggf. umsetzen. Beispiele: Dachflächen als große Flächenressource entwickeln und Mehrwerte für Lang- Stadtbiotop schützen und erhalten wasser schaffen. Blaugrüne Dachlandschaften Bei Neubauvorhaben ist die Stadtbiotopkartiezur klimaangepassten Regenwasserbewirt- rung zu überprüfen. schaftung, Nutzung für lokale Energieproduktion sowie Etablierung von urbaner Landwirt- Bestandsbäume schaft auf großen geeigneten Flachdächern. Bei Neubaumaßnahmen Baumschutz prüfen und wertvollen Gehölzbestand erhalten

Bestands-Spieflächen aufwerten und qualifizieren

Bestandsspielflächen in Langwasser gestal- Naturdenkmäler schützen und erhalten. privat terisch und funktional aufwerten und mit Angeboten für unterschiedliche Altersgruppen Landschaftsbestandteile schützen und erhalten. öffentlich prüfen und entwickeln.

Kaltluftverbindungen erhalten und von Be-

Spielgelegenheiten für verschiedene Alters- bauung freihalten.

gruppen schaffen

Potenzialräume für neue öffentliche Spielflä- Bereiche mit Überstaugefahr der Regenwaschen (auch auf halböffentlichen/privaten Flä- serkanalisation chen) prüfen und im Huckepack mit baulicher Maßnahmen zur Starkregenvorsorge und Ab- Qualifizierung für verschiedene Altersgruppen koppelung des Regenwassers von der Kanalisaentwickeln. tion entwickeln.

Abbildung 2

Übersicht

Abbildung 3

Nachbarschaft U

Abbildung 4

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Abbildung 5

Nachbarschaft U-1

Schwerpunkt der Entwicklung soll die Schaffung von beeinheiten, kulturelle Nutzungen oder sozialen mehr Nutzungsmischung durch die Aufwertung und Einrichtungen wie gemeinschaftliche Räume denkeventuell Umstrukturierung der Wettersteinpassage dar- bar. Außerdem ist die Integrierung der berechneten stellen, die als wichtiges Quartierszentrum weiterzuent- Kinderkrippen-Plätzen an diesem Standort zu prüfen. wickeln ist: neue gewerbliche Angebote sollen angerei- Weitere Flächen für eine zukünftige Schulerweitechert und der Freiraum der Passage aufgewertet werden. rung bzw. Kitaplätzen können durch eine Umstruk- Die Weiterführung der Passage zum Grünzug ist ein turierung und eine effizientere Organisation der wichtiger Knotenpunkt, der gestärkt werden kann Gebäude des Bildungsclusters an der Zugspitzstraße und sich für eine Mobilitätsstation anbietet. Alternativ gewonnen werden. können weitere Mobilitätsangebote bei der U-Bahn Für das Gebiet am Rauschbergweg ist es vorstellbar, ausgebaut werden. Unter Anderem können in unmittel- die Herzogstandstraße als Begegnungsraum mit barer Nähe zur U-Bahn Haltestelle Car-Sharing Angebote begleitenden Spielmöglichkeiten zu gestalten. Die integriert werden. Eine Reduzierung der nachzuweisen- Höfe sollen klimatisch angepasst und mit neuen Nutden Kfz-Stellplätze nach Satzung sollte geprüft werden, zungsangeboten qualifiziert werden. Außerdem kann während Fahrradabstellplätze in voller Höhe herzustel- die Aktivierung der Höfe durch die Herstellung eines len sind. Bezugs der Erdgeschosse zum Freiraum durch z.B. Die Flachbauten und die relativ großen Parkplätze Terrassen umgesetzt werden. zwischen Wettersteinstraße und Hochgernstraße stellen Die bauliche Entwicklung soll punktuell erfolgen und ein großes Potenzial für Aufstockung oder Neubau dar. die Offenheit der bestehenden Hofstruktur berück- Hier sind aktive Erdgeschosszonen durch kleine Gewer- sichtigen.

Abbildung 6

Abbildung 7

Abbildung 8

Nachbarschaft U-2

Die Nachbarschaft südlich der Wettersteinpassage können westlich der Wettersteinstraße zwischen der hat eine ähnliche Hofstruktur wie der Bereich um Wettersteinpassage und dem Zugang aus der Ottoden Rauschbergweg. Hier gilt es ebenso, die klimati- Bärnreuther-Straße durch die Überbebauung von sche Qualifizierung der Höfe sowie die Anreicherung Parkplätzen ausgebildet werden. Im Zusammenhang neuer Nutzungen zu verbessern. Die Höfe sind von mit einer eventuellen Sanierung durch Entsiegelung Parkplätzen dominiert, die teilweise überbaut oder und Neustrukturierung der Wettersteinstraße kann entsiegelt werden können. Eine Bebauung kann die dieser Straßenabschnitt als aktive Nachbarschaftsstra- Höfe ergänzen, aber nicht schließen: eine Durchläs- ße mit neuer freiräumlicher Bedeutung und Aufsigkeit soll weiterhin gewährleistet bleiben. enthaltsqualität gestaltet werden. Die Funktion der Die Notwendigkeit der kleinen Stichstraßen in ihrer Wettersteinstraße als Haupterschließungsstraße für Erschließungsfunktion ist zu überprüfen; eine Um- den Quadranten Nord-West muss weiterhin gewährgestaltung bietet die Chance großzügige Höfe zu leistet werden. gestalten. Nach Überprüfung der Grün- und Freiraumsituation Mit einer Stärkung der Fußverbindung durch die Höfe ist ein weiteres punktuelles Baupotenzial neben den kann eine Alternative zur Wettersteinstraße ange- Punkthäusern zum Grünzug vorstellbar, um so das boten werden, die die südlichen Nachbarschaften im Prinzip „Wohnen im Grün“ weiterzuentwickeln. Nord-West-Quadranten mit der Wettersteinpassage verbindet. Punktuelle Straßenkanten mit aktiven Erdgeschossen

Abbildung 9

Abbildung 11

Abbildung 10

Nachbarschaft U-3

Zusammen mit der mittelfristig geplanten Sanie- krippe geprüft werden. rung der Brücke kann die Eingangssituation von der Im Süden ist der Bezug zur und die Durchlässigkeit Otto-Bärnreuther-Straße zur Wettersteinstraße neu der Kleingartenanlage zu stärken: Schwerpunkte gedacht werden: Derzeit ist der Straßenraum sehr können im Bereich Sport-Lernen-Produktion von breit, er bietet das Potenzial einer zeitgemäßen Neu- lokalen Lebensmitteln liegen. gestaltung der Kreuzung. Am Scharfreiterring kann Um die Querverbindungen der Nachbarschaft besser aufgrund der Verknüpfung mit der U-Bahn Haltestel- mit dem Grünzug zu verbinden sollen die Parkplätze le die Umsetzung einer größeren Mobilitätsstation zwischen den Punkthäusern umgestaltet werden. geprüft werden. Die südlich der Straße gelegene Die Anbindung an die U-Bahnhaltestelle Schrafreite- Freifläche mit wichtigem Baumbestand ist zu erhal- ring ist zu verbessern; hier bietet sich die Gelegenheit ten, dennoch gibt es hier das Potenzial, die Fläche eine größere Mobilitätsstation mit Fahrradabstellplätteilweise für die Realisierung eines Sonderbaukörpers zen zu realisieren. (Mobilitätsstation oder für die benötigten Kinderkrippeplätzen, etc.) am Eingang zu nutzen. Auch der Vorbereich vor dem Hochhaus Zugspitzstraße 239, heute teilweise als Parkplatz genutzt, kann für gemeinschaftliche Einrichtungen aktiviert werden. Diese Fläche soll zusätzlich als Standort für eine mögliche Realisierung einer zwei-gruppigen Kinder-

Abbildung 12

Abbildung 14

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DER MEHRWERT

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Attraktive Umgestaltung des Quartierszentrum Wettersteinpassage

Aufstockung oder Neubau auf den Stellplatzanlagen zwischen Wettersteinstraße und Hochgernstraße. Außerdem Ergänzung aktiver Erdgeschosse für Kleingewerbe/Gemeinschaftsräume

Gewinnung von Flächen zur Ergänzung von Spielflächen entlang der Herzogstandstraße auf Stellplatzanlagen und privaten Grundstücken

Aufwertung des Straßenraums der Wettersteinstraße (Aufenthaltsqualität, Entsiegelung)

Punktuelle Ergänzung der Straßenrandbebauung entlang der Wettersteinstraße mit Erdgeschossnutzungen

Aufwertung und Diversifizierung der Freiraumnutzungen des zentralen grünen Quartiersangers

Effizientere Organisation des Bildungsclusters an der Zugspitzstraße für zusätzliche Kita- und Schulplätze

Schaffung von vielfältigen Bautypologien und Wohnformen durch Aufstockung und Überbauung versiegelter Flächen (Stellplatzanlagen)

Gestaltung von durchlässigen und lebendigen Gemeinschaftswohnhöfen (Klimaresilienz, Biodiversität, Nutzungssteigerung, etc)

Herstellung des räumliches Bezugs zwischen Erdgeschoss und Freiraum in den Höfen am Rauschbergweg und entlang der Wettersteinstraße

Alternative Fuß- und Radwegeverbindung durch die Höfe zur Wettersteinpassage

Zeitgemäße Neugestaltung der Eingangssituationen an der Otto-Bärnreuther-Straße und Karl-Schönleben- Straße: Mehr Aufenthaltsqualität, neue Mobilitätsangebote

Stärkung des Grünraums am Übergang zur Kleingar-

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tenanlage als Ort für Sport, Lernen und Produktion von lokalen Lebensmitteln

Abbildung 15

Nord-Ost

Übersicht

Abbildung 16

Nord-Ost

Nachbarschaft P

Abbildung 17

Im Nord-Ost-Quadranten befindet sich im Vergleich zu den anderen Quadranten weniger Baupotenzial. Hier liegt der Schwerpunkt der Weiterentwicklung in der Qualifizierung des öffentlichen Raumes, im weiteren Ausbau des Bildungsclusters der Bertolt-Brecht-Schule und in der Schaffung neuer sozialer Infrastruktur (hohe Bedarf für Seniorinnen und Senioren wegen der Seniorenheime).

Es besteht ein Bedarf an Begegnungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen, sowohl im Inneren von Gebäuden als auch im Freien. Diese Möglichkeiten können durch die Stärkung der Ost-West gerichteten Fußgängerzone mit ihren Erdgeschossnutzungen als Treffpunkte im Quartier und die Reaktivierung des Leerstands im östlichen Teil der Hans-Fallada-Straße gegeben werden. Außerdem stellt der Grünraum an der Annette-Kolb-Straße, an der sich die wichtigsten Grün- und Fußwegeverbindungen kreuzen, ein großes Potenzial für die Schaffung einer neuen grünen Mitte dar. Die Sanierung und Erweiterung der Spielfläche „Annette-Kolb-Anlage“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung der öffentlichen Grünanlage. Es gilt, diesen Ort als Angebot für alle Generationen auszubauen. Der Neubau der Bertolt-Brecht-Schule ist ein wichtiges Impulsprojekt. Das ehemalige Gebäude mit Umfeld soll weiterhin für zukünftige Schul- und Sporterweiterungen gesichert werden.

In der Nachbarschaft P ist die Mobilität durch die zwei Parkhäuser an der Thomas-Mann-Straße bereits effizient organisiert. Es besteht das Potenzial einer Modernisierung des Angebots. Die Parkhäuser können mit einem gezielten Angebot für Carsharing und Fahr- bzw. Lastenrädern ergänzt werden. Mobilitätsstationen sollen an Orten mit hoher Sichtbarkeit im öffentlichen Raum installiert werden. In diesem Zusammenhang sollen auch anliegende Sammelparkplätze effizienter und mit mehr Freiraumqualität umgestaltet werden. Weitere Angebote können an der Schnittstelle zwischen befahrbaren Straßen und Fußgängerzone platziert werden.

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DER MEHRWERT

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Besonderer Nachbarschafts-Ort: den an den U-Bahnhof Langwasser Nord angrenzenden Stadtraum neu denken und als Quartierseingang qualifizieren

Fußgängerzone Euckenweg klimagerecht und stärker als Begegnungsort sowie Fuß- und Radwegeverbindung mit Entrée- und Platzsituationen profilieren. In Richtung U- Bahnhof spielen auch die Erdgeschosse eine wichtige Rolle zur Identitätsstiftung

Großflächige Aufwertung von Innenhöfen (Klimaresilienz, Biodiversität, Nutzungssteigerung, etc)

Wichtiges Flächenpotenzial für Schulerweiterung bei der ehemaligen Bertolt-Brecht-Schule. Bildungscluster kann weiter gestärkt werden

Entwicklungspotenziale bestehen in Nachbarschaft P auch durch die Stellplatzflächen der Garagenhöfe (bauliche/freiräumliche Qualität, Multicodierung) und die X X X X bestehende Parkhäuser an der Thomas-Mann-Straße, die als Mobilitätsstationen ausgebaut werden können

Abbildung 22

Übersicht

Abbildung 23

Nachbarschaft A / B

Abbildung 24

In Nachbarschaft A/B sind bereits Transformationsprozesse der städtebaulichen Weiterentwicklung zu beobachten, neue Wohngebäude an der Neusalzer Straße oder typisierte Holzhybridhäuser an der Reinerzer Straße. Diese werden als Solitäre zwischen den bestehenden Zeilen errichtet. Auch Sanierungstätigkeiten an den Zeilen und deren Außenanlagen nördlich der Reinerzer Straße sind festzustellen. Im Zuge dieser Maßnahmen werden die Hochparterrewohnungen über Treppen mit kleinen Mietergärten in den Zwischenräumen der Zeilen verbunden. Dadurch entsteht eine Aufwertung und Aktivierung des Siedlungsgrüns in diesem Bereich. Auch die Spielflächen wurden zum Teil bereits erneuert und qualifiziert. Diese Entwicklung sollte auf die weitere Nachbarschaft übertragen werden, vor allem was das Zusammenwirken von Sanierung sowie städtebaulicher Entwicklung und Qualifizierung der Grünräume betrifft. Ein weiteres Potenzial der bauliche Entwicklung ist in Form von Aufstockungen zu prüfen. Die Salzbrunner und Reinerzer Straße bieten durch partielle Wegnahme von Stellplätzen und Entsiegelung Potenziale zur Qualifizierung des öffentlichen Raumes. Dieser würde auch durch die stadträumliche Stärkung des Nachbarschafts- Entrees an der Glogauer Straße / Ecke Buchdruckerstraße profitieren. Eine Weiterentwicklung des Straßenraums kann dazu beitragen, die Attraktivität der Stellplätze für Nicht-Anwohnende zu reduzieren. Die Neusalzer Straße ist bereits heute hauptsächlich Fuß- und Radwegeverbindung und leitet direkt in den Grünzug Ferdinand-Drexler-Weg über. Diese Verbindungsfunktion soll erhalten und ihre Qualifizierung im Grünzug geprüft werden. Für den Grünzug Ferdinand-Drexler-Weg besteht ein Masterplan, der unter anderem die Verbesserung der Ein- und Übergänge wie an der Neusalzer Straße vorsieht.

Weiterhin besteht das Potenzial, vorhandene Bildungseinrichtungen stärker in Richtung eines zusammenhängenden Bildungsclusters zu entwickeln. Das neue Schulzentrum an der Breslauer Straße wird dazu beitragen, diesen Quadranten und die angrenzende Nachbarschaft A/B enorm zu beleben und zu prägen: Die für die Schule notwendigen Schulsporthallen werden am Abend und an den Wochenenden sowie in den Schulferien auch den Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung stehen. Durch die Transformationen (neue Wohn- und Schulgebäude) soll die gute Verkehrsanbindung mit dem ÖPNV sowie die Anbindung für Fuß- und Radverkehr entsprechend weiter ausgebaut werden. Einen wichtigen Teil davon bildet die Aufwertung der Unterführung am ehemaligen Bahnhof Märzfeld (einzige Direktverbindung nach Nordost), die zeitnah angegangen werden sollte.

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Ersatzneubau für Astrid-Lindgren-Grundschule und Umstrukturierung des Bildungsclusters an der Reinerzer Straße für die Schaffung neuer Schul- und Kitaplätze

Salzbrunner Straße als Impulsort sowie wertvollen Naturund Nachbarschaftsraum profilieren

Modernisierung des Bestandes durch Umbau, Anbau prüfen. Herstellung des räumliches Bezugs zwischen Erdgeschoss und Freiraum in den Höfen entlang der Neusalzer Straße

Straßen- und Wegesystem klimaangepasst, Fahrrad- sowie Fußverkehrfreundlich umstrukturieren. Im Besonderen Umwandlung der Stichstraßen entlang Reinerzer Straße

Klimaresiliente und Nachbarschaftsgerechte Entwicklung eines städtebaulichen Entrées gegenüber des Franken- Centers Unterführung nach Nord-Ost für den Fuß- und Radverkehr X X aufwerten

Nachbarschaft H

Abbildung 29

Die Nachbarschaft H wird an drei Seiten vom Grünzug Ferdinand-Drexler-Weg und seinen Seitenarmen umschlossen. Diese Lagegunst an den Grünverbindungen soll weiter qualifiziert werden. Dazu sind bessere Übergänge aus dem Inneren der Nachbarschaft zu den Grünzügen zu schaffen und die Grünzüge selbst auch weiterhin zu attraktiveren und mit Angeboten auszustatten. Der Masterplan Ferdinand-Drexler-Weg sieht dazu vor, öffentliche Spiel- und Bewegungsflächen zu schaffen, Impulsorte aufzuwerten und insgesamt Angebote für alle Alters- und Zielgruppen zu ergänzen. Zur Weiterentwicklung zählt auch, die vorhandenen Grünflächen ökologisch aufzuwerten.

Bauliches Entwicklungspotenzial wurde vor allem in Form von Aufstockung der Zeilen und L-förmigen Gebäude im Norden identifiziert, aber auch auf einer bisher als Parkplatz genutzten Fläche südlich der Solitäre an der Striegauer Straße. Diese weisen darüber hinaus einen großen Sanierungsbedarf auf.

Die Nahversorgungseinheit in der Mitte der Nachbarschaft soll gesichert und die Nutzungen nach Möglichkeit diversifiziert werden. Auch in dieser Nachbarschaft sind die Spielflächen stark qualifizierungsbedürftig, was mit Maßnahmen zur stärkeren Aktivierung und der Prüfungen einer Multicodierung der Siedlungsgrüns einhergehen sollte.

Die zentrale Striegauer Straße wirkt aufgrund der senkrechtparkenden Autos überdimensioniert. Hier ist die Möglichkeit einer Neuaufteilung des Straßenprofils, die dem öffentlichen Raum und den schwächeren Verkehrsteilnehmenden zugutekommen würde, zu prüfen.

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DER MEHRWERT

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Flächen der Gemeinschaftshöfe entlang Striegauer Straße effizienter Nutzen und wassersensibel gestalten

Überdimensionierter Straßenraum der Ratiborstraße verkehrsberuhigt umbauen, um Fuß- und Radverkehr sowie Aufenthalt und Natur zu fördern

In dieser Nachbarschaft eventuell weiträumige Aufstockung von Bestandsgebäuden möglich. Im selben Zuge neuer Umgang mit Flachdächern zur Potenzialnutzung

Nahversorgung sichern und Nutzungsmischung schaffen

Ziele des Masterplans zur Umgestaltung des Grünzug Ferdinand-Drexler Weg umsetzen

Bestandspielplätze aufwerten und neue Spiel- und Bewegungsangebote schaffen

Nachbarschaft F / G

Abbildung 34

Als Nachbarschaft mit der höchsten Einwohnerdichte in Langwasser und bestehenden sozio-demografischen Herausforderungen soll die Aufmerksamkeit auf den sozialen und nachbarschaftlichen Angeboten liegen.

Trotz der hohen Dichte können Potenziale für die bauliche Entwicklung identifiziert werden. Dies besteht hauptsächlich in punktuellen Ergänzungen durch den Anbau an fensterlosen Wänden der Bestandsgebäude. Zusammen mit einer möglichen baulichen Entwicklung müssen auch die Potenziale für die Schaffung neuer öffentlicher Grün- und Freiflächen genutzt werden. Eine Möglichkeit sind private Grundstücksflächen im Übergang zu vorhandenen Grünzügen wie dem Ferdinand-Drexler-Weg.

Um das Zusammenleben zu stärken, könnte eine neue Quartiersmitte zwischen Kirche und Einzelhandelsstandort geschaffen werden. Um mehr Frequenz an diese Stelle zu bringen, wird eine Aufstockung der Nahversorgung mit neuen Wohnkonzepten vorgeschlagen. Die Notwendigkeit der zwei Wendemöglichkeiten mit Parkplätzen an den beiden Seiten der Kirche soll geprüft und wenn möglich zugunsten einer Aufwertung des öffentlichen Raums umstrukturiert werden.

Die halböffentlichen Höfe sind mit den zugehörigen Spielflächen aufzuwerten und mit neuen Nutzungen anzureichern. Die Höfe bieten auch ausreichend Platz für die Realisierung sozialer und kultureller Infrastruktur: bei Neubau sind die Bedarfe zu prüfen und gegebenenfalls im Erdgeschoss gemeinschaftliche Angebote, wie Treffpunkte oder Kitas zu integrieren. Die privaten Grünflächen an der äußeren Grenze der Nachbarschaft können teilweise als öffentliche Grünfläche als Kompensation für eine eventuelle bauliche Entwicklung seitens privater Eigentümer gewonnen werden.

Der Fußgängerbereich „Steinerner Fluss“ soll ebenso aufgewertet werden. Durch einen Rück- und Umbau der kleinen Stichstraßen bietet sich das Potenzial, einen zusammenhängenden Bereich für den Fuß- und Radverkehr zu schaffen.

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Grünen Rand im Süden als Übergang zum Wald erhalten und Verbindungen in den Wald stärken

Punktuelle Umgestaltung des Straßenraums und dessen Übergänge. Entrees, Raumkanten und Nachbarschaftsräume müssen neu gestaltet und klar ausformuliert werden

Impulsort an der U-Bahnstation Langwasser Süd kooperativ umstrukturieren und von Synergieeffekte profitieren

Kirchenumfelder zugunsten der Nachbarschaft umstrukturieren und Quartiersmitte entwickeln

Fußgängerzone „Steinerner Fluss“ gestalterisch und klimaanpasst aufwerten

Flachdach des Nahversorgers aufstocken - andere Flachdächer vor allem produktiv nutzen

Die großen Hofbereiche zwischen den Wohngebäuden als Suchraum für neue Angebote soziales Infrastruktur X X sowie Spiel- und Bewegungsflächen nutzen. Kita im südlichen Bereich der Imbuschstraße schaffen

Abbildung 39

Übersicht

Abbildung 40

Nachbarschaft I

Abbildung 41

Trotz der vorwiegenden Einfamilienhausbebauung hat die Nachbarschaft I ein wichtiges Flächenpotenzial für die Realisierung neuer sozialer Infrastruktur sowie ein neues leistungsfähiges Nahversorgungsangebot.

Zurzeit wird das bestehende Nahversorgungszentrum in der Bonhoefferstraße 12 im Süd-West-Quadranten nicht genutzt. Dennoch ist es als Zentrum zu sichern und als Chance für eine Weiterentwicklung des Standorts zu betrachten: Um das Potenzial der Flächen besser zu nutzen, können im Rahmen einer mehrgeschossigen Mixed-Use-Nutzung in den oberen Geschossen Wohnnutzungen geplant werden. Das Erdgeschoss kann teilweise auch zur Ergänzung mit sozialer Infrastruktur genutzt werden.

Die P+R Parkplatzfläche gegenüber der U-Bahn ist ein Transformationsraum, der für Mobilität und neue Nutzungsmischung eine wichtige Rolle spielt. In diesem Zusammenhang soll auch die Gestaltung der Eingangssituation und die Möglichkeit einer Reduzierung beziehungsweise Umgestaltung des Straßenprofils der Julius-Leber-Straße, die jetzt überdimensioniert wirkt, bedacht werden.

Laut Prognose werden in den Süd-West-Quadranten ein Haus für Kinder mit zwei Kindergarten- sowie zwei bis drei Hortgruppen benötigt. Potenzialflächen für den Neubau eines Hauses für Kinder sind die ehemalige Buswendeschleife Franz-Reichel-Ring/Julius- Leber-Straße und der Garagenhof Franz-Reichel-Ring / Ecke Liegnitzer Straße in der Nachbarschaft M sowie die Parkplatzfläche bei dem Nahversorgungszentrum an der Görlitzer Straße angrenzend an dem Grünzug.

Weiterhin soll der Bürgergarten Langwasser/U-Bahn- Station Langwasser Süd mit Angeboten für Jugendliche ergänzt und die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Neue öffentliche Grünflächen können aus den benachbarten privaten Grundstücken gewonnen werden.

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DER MEHRWERT

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Grünzug im Norden qualifizieren und Verbindungen zu anderen Grünräumen herstellen und verbessern. Grünfläche nördlich der U-Bahnhaltestelle mit neuen Angeboten für Jugendliche zwischen den Quadranten entwickeln

Sicherung und Stärkung des Nahversorgungszentrum durch Anreicherung neuer Angeboten und Nutzungen. Integration sozialer Infrastruktur und Wohnen

Transformationsorte: Stellplatzflächen von Sammelstellplätzen oder Garagenhöfen bergen diverse Qualitäten und sind sowohl Potenzial für bauliche Entwicklungen als auch für die Umsetzung von Spiel- und Aktivflächen geeignet

Umgrenzender Wald als Impulsgeber für freiräumliche Entwicklungen (Klimaresilienz, Biodiversität, etc) Extensive Naherholungsangebote prüfen

Überdimensionierte Straßen umgestalten (vor allem Julius-Leber-Straße) und damit Neugewinnung von freige- X X X legten Quartiersräumen

Nachbarschaft K

Abbildung 46

Nachbarschaft K ist vor allem durch den Grünzug im Norden und das daran anschließende großzügige Siedlungsgrün rund um die Wohngebäude zur Görlitzer Straße hin geprägt. Dieser teils unstrukturiert wirkende Raum würde durch die Entwicklung freiraumplanerischer und städtebaulicher Potenziale stark profitieren.

Um dem Frei- und Spielflächendefizit qualitativ begegnen zu können sollte es Ziel sein, den Grünzug inklusive aller Spielflächen zu erneuern und mit neuen Angeboten zu versehen. Auch eine Gestaltung der Übergänge von Grünzug zu Siedlungsgrün durch aufwändiger gestaltete Bereiche oder gemeinschaftlich genutzte Mietergärten, würde dem Raum mehr Profil geben. Zur Görlitzer Straße hin sind zwischen den dortigen Zeilen punktuelle Entwicklungen vorstellbar, sofern sie mit den vorhandenen Stadtbiotopen vereinbar sind. Eine solche städtebauliche Entwicklung sollte gemeinsam mit einer weiteren qualitativen Entwicklung des Siedlungsgrüns auf den Weg gebracht werden. Hier ist vorstellbar, die vorhandenen Stichstraßen und Parkplätze im Inneren des Grundstückes umzuwidmen und einen nachbarschaftlich nutzbaren Ort mit Fußwegen, Spielflächen und kleinen Treffpunkten zu schaffen, der auch einer besseren Anbindung des Grünzuges dienen würde.

Die Görlitzer Straße selbst wirkt überdimensioniert. Hier ist zu prüfen, inwiefern der Straßenraum umstrukturiert und verkleinert werden kann. Im Zuge dessen sollte es ein Ziel sein, auch eine städtebauliche Entwicklung mitsamt neuer Nutzungsmischung beidseits der Wohnscheibe Görlitzer Straße 20 anzustoßen. Durch eine bauliche Ergänzung mitsamt Erdgeschossnutzung würde auch eine neue Entréesituation für die Nachbarschaft geschaffen werden. Eine Mobilitätstation ist im Umfeld der U-Bahnstation Gemeinschaftshaus sinnvoll.

Der Parkplatz hinter dem Nahversorgungszentrum an der Görlitzer Straße könnte anders genutzt werden: Er bietet ausreichender Patz für die Realisierung eines Hauses für Kinder, das in den Süd-West-Quadranten bei einer Weiterentwicklung laut Prognose benötigt wird. Damit würde auch der Standort des Zentrums gestärkt.

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DER MEHRWERT

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Potenzialräume für städtebauliche Entwicklung und Nutzungsmischung vor allem entlang der Görtlitzer Straße

Bereich Görlitzer Straße / Ecke Oppelner Straße als Entree entwickeln, städtebaulich qualifizieren und Erdgeschosszonen durch Sondernutzungen aktivieren

Qualifizierung des fließenden Grünraumes zwischen den Zeilenbauten auf der nördlichen Seite der Görlitzer Straße durch Nachbarschaftstreffpunkte, Spiel- und Bewegungsflächen, etc. Mögliche Erweiterung des öffentlichen Grün prüfen

Untergenutzte versiegelte Flächen beim Nahversorgungszentrum umstrukturieren und auf zusätzliche Angebote wie Einzelhandel, kleine Gewerbe sowie sozialer Infrastruktur ausrichten

Grundsätzliche Neuausrichtung der freiräumlichen Qua-

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litäten entlang der Görlitzer Straße. Überprüfung der aktuellen Stadtbiotope und deren Bedeutung

Nachbarschaft L, Ideal-Siedlung,

Werkvolksiedlung

Abbildung 51

Diese Nachbarschaft ist durch die schräg zu den Straßen orientierten Zeilen geprägt. Obwohl es auch andere Typologien gibt, wirkt die Nachbarschaft durch die dominanten Zeilen streng. Diese treffen unvermittelt auf die Großstruktur des Frankencenters was die Frage nach einer räumlichen Qualifizierung dieses Übergangsbereiches aufwirft. Ansätze könnten die Ausbildung einer neuen städtebaulichen Kante in Kombination mit einer Optimierung des öffentlichen Raumes in diesem Bereich sein. Um mit der städtebaulichen Strenge im Inneren zu brechen, ist das Potenzial von punktuellen baulichen Ergänzungen an den kurzen fensterlosen Seiten der Zeilen auszuloten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Aufstockung der Solitäre und u-förmigen Bauten im Süden.

Das Potenzial zur Schaffung eines Quartierzentrums besteht im westlichen Bereich zwischen Zeilen und Hochpunkten im Bereich der Neuroder Straße. Durch Qualifizierung des öffentlichen Raumes und Schaffung von Angeboten und Nutzungen könnte dieser Bereich aktiviert und belebt werden. Weitere kleine Entwicklungspotenziale ergeben sich auf Flächen heutiger Garagenhöfe.

Im Norden zieht sich ein bewaldeter Bereich um die Nachbarschaft und schottet sie von der Breslauer Straße ab. Dieser ist als regionalbedeutsamer Lebensraum und als wichtiger Bereich für die Kaltlufttransport zu erhalten, könnte jedoch behutsam als Ort der Naturerfahrung qualifiziert werden.

Um die vielen vorhandenen, aber vernachlässigten privaten Spielflächen zwischen den Zeilen zu aktivieren und die städtebauliche Struktur aufzulockern, wird hier die Anlage eines verknüpfenden Mehrgenerationen Spiel- und Bewegungsparcours empfohlen. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, sollen Flächen für die einzelnen Altersgruppen und Flächen für eine altersübergreifende Nutzung entstehen. Eine solche Maßnahme könnte einhergehen mit einer Umwandlung der zentralen Münsterberger Straße zur grünen Quartierspromenade, die bis zum Quartierszentrum an der Trebnitzer Straße führt. Von der Schaffung neuer Grün- und Gemeinschaftsflächen und Aufwertung des halböffentlichen Grüns, die im Zusammenhang mit baulichen Entwicklungen stattfindet, könnten auch Altmieter profitieren, was zu einer Stärkung des Nachbarschaftslebens führen könnte.

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Qualifizierung des Bereiches Trebnitzer Straße / Ecke Oppelner Straße als Entree in die Nachbarschaft sowie als städtebaulichen Übergang zum Frankencenter. Damit einhergehend Umstrukturierung der angrenzenden Gewerbestruktur

Verknüpfung und Qualifizierung der bestehenden Spielplätze zwischen den Zeilen im nördlichen Bereich zu einem Mehrgenerationen-Spiel-und-Bewegungsparcours

Grünen Rand im Nord-Westen als regionalbedeutsamen Lebensraum schützen und zum Naturerfahrungsraum qualifizieren

Vorhandenes Baupotenzial im süd-westlichen Bereich nutzen, um Quartierszentrums zu etablieren. Gestaltung des öffentlichen Raumes und Schaffung von Aufenthaltsqualitäten

Nutzung der punktuellen städtebaulichen Entwicklungspotenziale im nördlichen Bereich sowie von Aufstockungen im südlichen Bereich Münsterberger Straße als zentrale grüne Quartierspro- X X X X menade bis zum Quartierszentrum entwickeln

Nachbarschaft M

Abbildung 56

Das Innere der Nachbarschaft M ist durch einen hohen Baumbestand geprägt, der sich vom nahe gelegenen Wald in das Quartier zieht. Diese Atmosphäre soll als Qualität auch weiterhin gepflegt werden. Auch der bestehende zentrale Freiraum mit seiner gewellten Rasenfläche und den großen Findlingen soll gepflegt und erhalten werden. Öffentliche Spielflächen sind in dieser Nachbarschaft insgesamt nur wenige vorhanden. Durch eine Weiterentwicklung von Flächen sollen daher die Möglichkeiten, weitere öffentliche Spielflächen zu gewinnen, geprüft werden.

Potenziale für eine bauliche Qualifizierung der Nachbarschaft werden vor allem in Form von Aufstockungen gesehen, zwischen den Zeilen im Inneren wurden einzelne Bereiche für eine mögliche punktuelle Entwicklung identifiziert. Dies muss jedoch im Einzelfall vor allem im Hinblick auf den angestrebten Erhalt der Bestandsbäume bewertet werden. Im Übergangsbereich zum Wald am Franz-Reichel-Ring / Ecke Liegnitzer Straße ist bereits auf einer Seite neuer qualitätsvoller Geschosswohnungsbau mit ansprechend gestalteten Außenanlagen entstanden. Das gegenüberliegende Grundstück wird ebenfalls als Potenzialbereich für eine Entwicklung gesehen, wodurch eine definierte Eingangs- und Ausgangssituation geschaffen werden könnte. Darüber hinaus besteht im östlichen Bereich des Franz-Reichel-Ringes auf dem Grundstück der Garagen das Potenzial für die Neuanlage eines zweigeschossigen Hauses für Kinder mit 125 Plätzen.

Einer dieser Standorte am Übergang zu den Nachbarschaften K und I könnte wegen seiner exponierten Lage mit einer Mobilitätsstation ausgestattet werden und zu einem Ort neuer Öffentlichkeit entwickelt werden. Der Rück- bzw. Umbau von Straßen zugunsten des öffentlichen Raumes und der Klimaanpassung ist auch in dieser Nachbarschaft zu prüfen. Der damit verbundene bauliche Aufwand muss jedoch sorgsam abgewogen werden und die Finanzierung abgesichert sein.

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Aufstockungspotenziale und Potenzialräume punktueller städtebaulicher Entwicklung vor allem im Kernbereich der Nachbarschaft auffindbar. Nutzung des Potenzials der Dachlandschaft nach möglicher Aufstockung

Garage Liegnitzer Str. Ecke Franz-Reichel-Ring als potenzielle Standort für die Schaffung neuer soziale Infrastruktur sichern

Schaffung einer Entréesituation mit neuer Öffentlichkeit und neuen Mobilitätsangeboten am Übergang vom Franz-Reichel-Ring zur Nachbarschaft K

Siedlung entlang des Franz-Reichel-Ringes im Dialog mit bestehenden Grünstrukturen noch stärker als Waldsiedlung denken und entwickeln. Bestand schützen, pflegen und ergänzen

Platzabfolge mit Spiel- und Bewegungsflächen im nördlichen Grünzug ausformulieren, um Freiraum erlebbarer zu gestalten und näher zu bringen

ECA-Siedlung

Abbildung 61

Die Siedlung ECA ist bereits stark durchgrünt und wird von baumbestandenen Flächen und kleineren Waldbereichen geprägt. Diese Qualität soll weiter ausgebaut werden. Der grüne, Gehölz geprägte Rand im Norden zur Breslauer Straße hin ist für die Kaltluftversorgung wichtig und könnte durch eine Durchwegung stärker als bisher extensiv als Naherholungsraum genutzt werden.

Der zentrale Grünbereich der Siedlung bietet die Chance, eine grüne Quartiersmitte zu schaffen, die die bereits bestehende „Waldatmosphäre“ mit gezielt platzierten Freiraumangeboten ergänzt. Somit könnte ein Treffpunkt für die Nachbarschaft geschaffen werden. Innerhalb der Siedlung gibt es bisher nur wenige öffentliche Spielflächen. Daher sind die bestehenden Spielflächen aufzuwerten. Zusätzlich sollen durch eine Weiterentwicklung von Flächen die Möglichkeiten, weitere öffentliche Spielflächen zu gewinnen, geprüft werden. Eine Verbindung zwischen der inneren grünen Mitte und dem grünen Rand könnte auch durch eine Qualifizierung des Dr.- Linnert-Ringes erreicht werden, eine stärkere Durchlässigkeit würde den Charakter der Nachbarschaft als „Waldsiedlung“ stärken.

Potenziale für eine behutsame bauliche Ergänzung bestehen vor allem im östlichen Bereich am Dr.- Linnert-Ring auf bereits versiegelten Flächen. Als weitere Strategie der städtebaulichen Entwicklung ist die Prüfung einer möglichen Aufstockung der Zeilen an dem Dr.-Linnert-Ring zu nennen. Der Übergang der Nachbarschaft zum angrenzenden Wald für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer an der Kreuzung Liegnitzer Straße / Dr.-Linnert-Ring weist Qualifizierungspotenzial auf.

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Die Siedlung entlang des Dr.-Linnert-Ringes noch stärker als Waldsiedlung denken und entwickeln. Bestand schützen, pflegen und ergänzen. Nutzung des Potenzials der Dachlandschaft

Nutzung der punktuellen städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten zur Etablierung neuer Wohnkonzepte in Kombination mit sozialer Infrastruktur im Erdgeschossbereich

Schaffung einer parkähnlichen grünen Quartiersmitte im Dialog mit bestehenden Grünstrukturen mit Angeboten wie Nachbarschaftstreffpunkt, Spiel- und Bewegungsflächen sowie einer kleinen Mobilitätsstation

Grünen Rand nach Norden hin zur Kaltluftentstehung erhalten und extensive Naherholungsangebote prüfen

Dr.-Linnert-Ring mit angrenzenden Potenzialen zu baulichen Weiterentwicklung einerseits und wichtigen zu X X X berücksichtigenden Umweltbelangen andererseits. Schlüsselrolle spielt die Umwandlung bisheriger Verkehrsflächen

Legende

Quartiersentwicklung

Potential für bauliche Entwicklung prüfen

Erdgeschoss aktivieren / für Nutzungen öffnen

Raumkante ausbilden

Quartiers-Eingang stärken

Entrée / Platzsituation schaffen

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Quartiers-Treffpunkte etablieren

Impulsorte für Quartiersentwicklung aktivieren

Potentielle Erweiterungsflächen für Schule sichern

Grundstück für den Neubau von Kitas suchen

Stellplatzflächen nutzen

Straßenraum aufwerten / klimagerecht qualifizieren

Straßenraum umgestalten/umbauen/rückbauen

Größere Mobilitätsstation etablieren ** Kleinere Mobilitätsstation etablieren Bestehende Fahrrad- und Gehwege ausbauen

Fuß- und Radwegeverbindungen stärken

Bestehendes öffentliches Grün

private / halböffentliche Grünflächen aktivieren

Dächer aktivieren

Bestands-Spielfläche aufwerten (privat)

Bestands-Spielfläche aufwerten (öffentlich)

Spielgelegenheit schaffen

Kleingartenanlagen / institutionelle Flächen öffnen

Übergangsbereiche gestalten

Impulsorte (öffentliche) Freiraum aufwerten

Bestehende Freiraumstrukturen und Grünzüge vernetzen

Potenzialraum zur Umwandlung privater Grünflächen zu öffentlichen Grünflächen

Wald als Naherholungsangebot prüfen

Stadtbiotop prüfen, schützen und erhalten

Bestandsbäume

Naturdenkmäler

Landschaftsteile schützen und erhalten

Kaltluftverbindungen freihalten

Bestehendes Überstaugefahr

Quellen- und

Abbildungsverzeichnis

Literatur und Dokumente Stadt Nürnberg, Jugendamt: Jugendhilfeplanung. Offene Kinder- und Jugendarbeit, 2017 Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth: Auszug der Bezirkstabellen Stadt Nürnberg, Jugendamt: Jugendhilfeplan „Spieund Karten aus den Innergebietliche Strukturdaten len in der Stadt“, 2008; Werkstadtbericht 2019. DIN Nürnberg 2020, 2020. 18034-1, 2020

Stadt Nürnberg, Stadtplanungsamt: Flächennutzungs- Referat für Jugend, Familie und Soziales: Seismograplan der Stadt Nürnberg mit integrierten Landschafts- fentreffen: Langwasser-NO & SO, 2021 plan (FNP), 2021 Stadt Nürnberg, Verkehrsplanungsamt: Mobilitäts- Stadt Nürnberg, Bürgermeisteramt: Integriertes baukasten, 2018 Stadtteilentwicklungskonzept Nürnberg Südost. Vernetzen!, 2015. Stadt Nürnberg, Verkehrsplanungsamt: Radroutenkonzept, 2021 Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung - Landesgruppe Bayern (Hg.): Städtebau im Stadt Nürnberg, Servicebetrieb öffentlicher Raum: Wandel. Stadtteil Nürnberg-Langwasser, 1987. Masterplan Ferdinand-Drexler-Weg, 2021

Stadt Nürnberg, Wirtschaftsreferat (Hg.), GEWOS Stadt Nürnberg, Umweltamt: Stadtklimagutachten, Institut für Stadt- und Regionalforschung GmbH: 2014 Stadtentwicklungskonzept „Wohnen im Jahr 2025 in Nürnberg“, 2015. Stadt Nürnberg, Mobilitätsbeschluss, 2021

Stadt Nürnberg, Wirtschaftsreferat, Stab Wohnen, Stadtklimagutachten, Stadt Nürnberg, Umweltamt, Quaestio - Forschung & Beratung GmbH: Wohnungs- GEO-NET Umweltconsulting GmbH, 2014 marktbeobachtung 2019, 2020

Stadt Nürnberg, Referat für Umwelt und Gesundheit: Karten und Grafiken Masterplan Freiraum, 2014 Kartengrundlage: Stadt Nürnberg, Umweltamt/ Umweltplanung: Akti- Geobasisdaten Bayerische Vermessungsverwaltung: onsplan „Kompaktes Grünes Nürnberg“, 2021 Digitale Stadtgrundkarte, 2019

Stadt Nürnberg, Umweltamt/ Umweltplanung: Ge- alle weiteren Karten und Graphiken: samtstädtisches Freiraumkonzept Nürnberg, 2014 yellow z und bgmr

Stadt Nürnberg, Planungs- und Baureferat, Stadtplanungsamt: Baulandbeschluss, 2020 Fotonachweis yellow z und bgmr Stadt Nürnberg, Beschluss Machbarkeitsstudie Langwasser, Stadtplanungsausschuss, 09. Juli 2020

Stadt Nürnberg, Stellplatzsatzung, 2016

Stadt Nürnberg, Referat für Schule und Sport: Fort- Hinweis: schreibung Schulraumentwicklungsplanung 2020, Das Impressum ist nur in Band 1 dargestellt

Impressum: Herausgeber: Stadt Nürnberg Stadtplanungsamt Lorenzer Straße 30 90402 Nürnberg

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