Ausführlicher Sachverhalt
Ausgangslage
Die Ziegelsteinstraße zwischen Marienbergstraße und Äußere Bayreuther Straße muss dringend saniert werden. Im Zuge der Sanierung werden die alten Straßenbahngleise, die nicht mehr benötigt werden, ausgebaut. Dies wird zum Anlass genommen den Straßenquerschnitt neu aufzuteilen, um Engstellen im Gehwegbereich zu beseitigen und Verbesserungen für den Radverkehr zu erwirken.
Planung
Der Straßenplan sieht für den Radverkehr zwischen Äußere Bayreuther Straße und Carl- Schurz-Straße die beidseitige Markierung von Radstreifen vor. Im Zulauf zur Kreuzung Äußere Bayreuther Straße wird der Radstreifen auf den Gehweg aufgeleitet und als Zweirichtungsradweg ausgewiesen. Damit können die Radfahrenden weiterhin in beiden Richtungen auf kurzem Weg zwischen der Flataustraße über die Ziegelsteinstraße, Äußere Bayreuther Straße und der Stahlstraße fahren. Die ursprünglich geplante Führung der Radfahrenden zwischen der Flataustraße und der Hugo-Distler-Straße über einen Zwei-Richtungsradweg wurde geändert. Der geplante Radstreifen Richtung Osten soll nicht nur bis zur Hugo-Distler-Straße sondern bis zur Flataustraße verlängert werden. Damit wird der Gehweg zwischen der Fußgängerschutzinsel in Höhe Haus Nr. 39 und der Flataustraße ausschließlich von Zufußgehenden genutzt. Um Radfahrenden, die von der Äußeren Bayreuther Straße kommen das Linksabbiegen in die Hugo-Distler-Straße zu ermöglichen, soll der Radstreifen in Höhe der Hugo-Distler-Straße mit der Markierung einer Blockung geöffnet werden. Die bestehenden Radstreifen zwischen der Carl-Schurz-Straße und der Marienbergstraße werden verbreitert. Damit entsteht für Radfahrende in der Ziegelsteinstraße ein durchgängiges Angebot zwischen dem Fritz- Munkert-Platz bis in die Äußere Bayreuther Straße.
Der Radstreifen in der Marienbergstraße wird gegenüber der ursprünglichen Planung breiter angelegt. Die Parkplätze in Höhe der Tankstelle sollen zurückgebaut und mittels einer Grünfläche entsiegelt werden.
Im Umfeld der Ziegelsteinstraße befinden sich neben der Grundschule im Heroldsberger Weg auch ein Sportverein und verschiedener Einzelhandel. Der Querungsbedarf für Zufußgehende entlang des gesamten Straßenabschnitts ist relativ hoch. Signalisierte Überwege befinden sich in Höhe der Marienbergstraße und in einem Abstand von ca. 400 m erst wieder an der Herrnhüttestraße, sowie 350 m weiter südlich an der Einmüdung in die Äußere Bayreuther Straße. Um das Queren der Ziegelsteinstraße zwischen den Lichtsignalanlagen zu erleichtern, sollen über den gesamten Planungsabschnitt verteilt mit dem Einbau von Fußgängerschutzinseln zusätzliche Querungsmöglichkeiten in Höhe Hasensprung, Zum Eichenhain und im Bereich Heroldsberger Weg/Carl-Schurz-Straße sowie Hugo-Distler-Straße geschaffen werden. In der überarbeiteten Planung wurden im Längsparkstreifen in Höhe der Ziegelsteinstraße Nr. 39 und Nr. 74 je ein Stellplatz für Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer eingerichtet. Damit wird die Sicht für querende Fußgängerinnen und Fußgänger auf den fließenden Verkehr verbessert.
Durch den Einbau von Längsparkbuchten wird der ruhende Verkehr geordnet. Die aktuell vorhandenen Engstellen auf dem Gehweg durch parkende Fahrzeuge werden damit zukünftig vermieden.
Die Bushaltestellen Ziegelstein Süd, Loher Moos und Flataustraße werden barrierefrei ausgebaut und mit einem Blindenleitsystem versehen. Die sanierungsbedürftige Lichtsignalanlage an der Kreuzung Marienbergstraße wird im Rahmen der Straßensanierung erneuert und ebenfalls mit einem Blindenleitsystem ausgestattet.
Für den motorisierten Individualverkehr bleibt in der Ziegelsteinstraße eine Fahrspur je Richtung erhalten. Durch die Neuordnung des Straßenquerschnitts reduziert sich die Anzahl der Parkplätze von ca. 119 auf ca. 78 Stellplätze. In der Marienbergstraße entfallen elf Parkplätze.
Grün- und Entsiegeungsbilanz
Im Rahmen der geplanten Pflanzung von 13 zusätzlichen Bäumen und dem Einbau von Grünflächen kann eine Fläche von 896 m² entsiegelt werden. Die Bestandsbäume vor dem Anwesen Nr. 66 und an der Ecke zur Herrnhüttestraße bleiben erhalten. Der Baum an der Ecke Flataustraße kann aufgrund seiner geringen Größe in eine Baumscheibe in der Ziegelsteinstraße umgesetzt werden. Durch den Rückbau dieser Grünfläche stehen dem Fuß-/ und Radverkehr hier zukünftig ausreichend Flächen zur Verfügung.
Kosten
Für die Sanierung und den Umbau der Ziegelsteinstraße zwischen Marienbergstraße und Äußere Bayreuther Straße fallen Kosten in Höhe von ca. 6.790.000 Euro an, die anteilig aus dem Etat für Radwege und dem Sanierungsetat finanziert werden.
Aufgrund der Höhe der Kosten, ist die Maßnahme als Einzelansatz im MIP zu veranschlagen. Für die Maßnahme werden bei der Regierung von Mittelfranken Zuwendungen nach BayGVFG beantragt. Für die Lichtsignalanlage an der Kreuzung Marienbergstraße können im Rahmen der neuen Busbeschleunigung der Buslinie 45 Zuschüsse nach dem BayÖPNVG beantragt werden.
Die Maßnahme soll, abhängig von den personellen und finanziellen Kapazitäten, ab dem Jahr 2025 umgesetzt werden. Da die Bearbeitung der Zuschussanträge und die erforderlichen Vorbereitungen für die Umsetzung der Maßnahme einige Zeit in Anspruch nehmen, wird die Maßnahme schon heute zum Beschluss vorgelegt.