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Sitzung gesamt öffentlich

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Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Sitzungsunterlagen

Sitzung des Schulausschusses

21.10.2022

Inhaltsverzeichnis

Sitzungsdokumente Tagesordnungsentwurf 5 Vorlagendokumente TOP Ö 1 Aktuelle Herausforderungen für den Schulbereich; hier: mündlicher Bericht Notizen 7 TOP Ö 3 InnoVET Projekt BIRD - Fortbildung zum/zur "Berufsspezialisten/Berufsspezialistin für Industrielle Transformation" Bericht Ref.IV/029/2022 9 Sachverhalt Ref.IV/029/2022 13 TOP Ö 4 Vergabe von pädagogischen Projektmitteln an den Nürnberger Schulen Bericht Ref.IV/030/2022 23 Sachverhalt Ref.IV/030/2022 27 TOP Ö 5 Berichterstattung zum Sachstand von laufenden Baumaßnahmen im Schulbereich, hier: Antrag der ÖDP-Stadtratsgruppe vom 17.02.2022 Sitzungsvorlage Ref.IV/031/2022 33 Sachverhalt Ref.IV/031/2022 37 220217_Antrag_Schulgärten mitdenken_ÖDP Ref.IV/031/2022 41 MIP Sachstandsbericht Schulbaumaßnahmen_Schulausschuss 2022-09 Ref.IV/031/2022 43 BIC-Liste_Schulausschuss 2022-09_B-Liste Ref.IV/031/2022 47 BIC-Liste_Schulausschuss 2022-09_C-Liste Ref.IV/031/2022 49 Vor-BIC-Liste_2022-09 Ref.IV/031/2022 51 TOP Ö 6 Weiterentwicklung Standardisierung allgemeiner unterrichtlicher Ausstattung (Mobiliar) im allgemeinbildenden Bereich Sitzungsvorlage Ref.IV/032/2022 55 Sachverhalt Ref.IV/032/2022 59 Entscheidungsvorlage Ref.IV/032/2022 65 TOP Ö 7 Satzung zur Änderung der Satzung der Stadt Nürnberg für die Schulen (Schulsatzung – SchulS) Sitzungsvorlage Ref.IV/033/2022 67 Sachverhalt Ref.IV/033/2022 71

TAGESORDNUNG

(Stand 28.09.2022)

Sitzung

Sitzung des Schulausschusses

Sitzungszeit

Freitag, 21.10.2022, 09:00 Uhr

Sitzungsort

Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal

TAGESORDNUNG

Öffentliche Sitzung

  1. Aktuelle Herausforderungen für den Schulbereich; hier:

mündlicher Bericht

2. Schülerzahlen an den allgemeinbildenden Schulen Bericht

Trinkl, Cornelia Tischvorlage

3. InnoVET Projekt BIRD - Fortbildung zum/zur Bericht

"Berufsspezialisten/Berufsspezialistin für Industrielle Ref.IV/029/2022

Transformation"

Trinkl, Cornelia

4. Vergabe von pädagogischen Projektmitteln an den Nürnberger Bericht

Schulen Ref.IV/030/2022

Trinkl, Cornelia

5. Berichterstattung zum Sachstand von laufenden Baumaßnahmen Beschluss

im Schulbereich, hier: Ref.IV/031/2022

Antrag der ÖDP-Stadtratsgruppe vom 17.02.2022

Trinkl, Cornelia

6. Weiterentwicklung Standardisierung allgemeiner unterrichtlicher Beschluss

Ausstattung (Mobiliar) im allgemeinbildenden Bereich Ref.IV/032/2022

Trinkl, Cornelia

7. Satzung zur Änderung der Satzung der Stadt Nürnberg für die Gutachten

Schulen (Schulsatzung – SchulS) Ref.IV/033/2022

Trinkl, Cornelia

Notizen

Berichtsvorlage

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss 21.10.2022 öffentlich Bericht

Betreff: InnoVET Projekt BIRD - Fortbildung zum/zur "Berufsspezialisten/Berufsspezialistin für

Industrielle Transformation"

Sachverhalt kurz:

BIRD steht für „Bereichsübergreifende Bildungsangebote für Industrie 4.0 auf der Plattform der DQR-Stufe 5 als Katalysator der Durchlässigkeit“ (BIRD) und ist ein Projekt im Rahmen von InnoVet, dem Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für exzellente berufliche Bildung. Zentrales Ziel von BIRD ist es, neue Aufstiegsfortbildungen zur/zum Berufsspezialisten/-in für Industrielle Transformation (DQR Stufe 5) zu implementieren, um die Lücke zwischen 3jähriger Ausbildung (DQR Stufe 4) und Bachelor (DQR Stufe 6) zu schließen. Im Rahmen des Projekts BIRD sollen insbesondere durchlässige Strukturen in der beruflichen Bildung gefördert, bildungsbereichsübergreifende Kooperationen und Geschäftsmodelle zwischen akademischer und beruflicher Bildung gestärkt, eine fachspezifische Fortbildung für Unternehmen im Bereich digitale Transformation geschaffen und dabei ein Blended-Learning- Format angewandt werden. Hierdurch soll auch dem Fachkräftemangel in bestimmten Schlüsselbereichen in der Region ein Stück weit begegnet werden. Auszubildende können die Fortbildung bereits während ihrer Erstausbildung beginnen. Das Angebot ist ebenso für Studierende gedacht, die sich für eine Berufsausbildung entscheiden. Verbundpartner sind die FAU, die Berufliche Schule Dir. 2 mit Rudolf-Diesel-Fachschule, die Berufliche Schule Direktorat 4, die Berufsschule 1 in Bayreuth, die Industrie- und Handelskammern Mittelfranken und Oberfranken sowie die Qualitus GmbH Köln. Im Mai 2022 startete die erste Gruppe mit 17 Schülerinnen und Schülern in Nürnberg und 15 in Bayreuth. Sie werden im Oktober 2022 die Prüfung für das erste Modul ablegen. Eine Ausdehnung der Fortbildung auf weitere Berufe ist geplant.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Die Möglichkeit der Teilnahme an der Fortbildung besteht für Bewerberinnen und Bewerber gleichermaßen.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

StK

InnoVet Projekt BIRD – Fortbildung zum/zur „Berufsspezialisten/Berufsspezialis-

tin für Industrielle Transformation“

hier: Sachverhalt

1. Zusammenfassung

BIRD steht für „Bereichsübergreifende Bildungsangebote für Industrie 4.0 auf der Plattform der DQR-Stufe 5 als Katalysator der Durchlässigkeit“ und ist eines von 17 Gewinnerprojekten aus 176 Einreichungen zu InnoVet, dem Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für exzellente berufliche Bildung1. Zentrales Ziel von BIRD ist es, neue Aufstiegsfortbildungen zur/zum Berufsspezialisten/-in für Industrielle Transformation (Abk. BIT; DQR Stufe 5) zu schaffen, um die Lücke zwischen 3-jähriger Ausbildung (DQR Stufe 4) und Bachelor (DQR Stufe 6) zu schließen. Es sollen darin zukunftsweisende Inhalte und Kompetenzen vermittelt werden, für die großer Bedarf bei den Unternehmen besteht. Hierdurch soll auch dem Fachkräftemangel in bestimmten Schlüsselbereichen in der Region ein Stück weit begegnet werden. Zukunftsweisende Blended-Learning-Konzepte kommen zum Einsatz. Der Beginn der Fortbildung kann für Auszubildende bereits während der Ausbildungszeit aber auch nach der Erstausbildung erfolgen. In der Umsetzungsphase des Projektes kooperieren: die FAU, die Berufliche Schule Dir. 2 mit Rudolf-Diesel-Fachschule, die Berufliche Schule Direktorat 4, die Berufsschule 1 in Bayreuth, die Industrie- und Handelskammern Mittelfranken und Oberfranken sowie die Qualitus GmbH Köln. Die Erstellung des Aufbaus und der Inhalte der Fortbildungsmodule und die Akkreditierung der Fortbildung durch die Industrie- und Handelskammern wurden in den ersten beiden Projektjahren erfolgreich abgeschlossen. Im Mai 2022 startete die erste Kohorte mit 17 Schülerinnen und Schülern in Nürnberg und 15 in Bayreuth. Sie werden im Oktober 2022 die Prüfung für das erste Modul ablegen. Eine Ausdehnung der Fortbildung auf weitere Berufe an den Direktoraten 1 und 9 ist geplant.

2. Das Projekt

2.1. InnoVET

Die Berufsbildung in Deutschland steht aktuell vor großen Herausforderungen. Von Seiten der Unternehmen werden in immer mehr Bereichen Fachkräfteengpässe beklagt, die sich bereits im Ausbildungsgeschehen abzeichnen. Um diesen Entwicklungen mit innovativen Konzepten und Initiativen zu begegnen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der vergangenen Legislaturperiode den Bundeswettbewerb „Zukunft gestalten – Innovationen für eine exzellente berufliche Bildung“ (InnoVET) initiiert, der vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) umgesetzt wird. Ab dem Herbst 2020 starteten 17 InnoVET-Projekte, die aus 176 Einreichungen ausgewählt wurden und in den kommenden Jahren mit einem Volumen von 82 Millionen Euro (Bundesmittel) gefördert werden. Die neuen Maßnahmen sollen die berufliche Bildung zukunftsfest machen. In allen Projekten arbeiten eine Reihe von Partnern zusammen, um Lösungen in der Praxis für die Praxis zu entwickeln, zur Anwendung zu bringen, zu evaluieren und weiter zu verbessern. Die insgesamt 89 Verbundpartner sind wiederum in der Berufsbildungslandschaft vernetzt, was die Verbreitung von innovativen Ansätzen erleichtern soll. Von politischer Seite steht bei InnoVET das Ziel im Vordergrund, Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu erhöhen. Gerade für leistungsstarke Jugendliche sollen durch Berufsbildung attraktive Karrierewege eröffnet werden, die sich als praxisnahe und anwendungsorientierte Alternativen zu hochschulischen Bildungsgängen behaupten können. Unternehmen profitieren von

1 Vgl. https://www.inno-vet.de/innovet/de/home/home_node.html

einer frühen Bindung von leistungsstarken Jugendlichen, die sie durch berufliche Bildung zu qualifizierten Fach- und Führungskräften entwickeln können.2

2.2. BIRD

Das InnoVET-Projekt BIRD ist mit einer Laufzeit von vier Jahren im Zeitraum vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2024 angelegt. Übergeordnet verfolgt das Projekt das Gesamtziel der Schaffung attraktiver, durchlässiger und transferfähiger Bildungs- und Beratungsangebote in der schulischen und außerschulischen beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie in der akademischen Bildung im Blended-Learning-Design am Beispiel neuer Anforderungen durch Industrie 4.0 und Künstlicher Intelligenz unter strategischer Nutzung der ersten Fortbildungsstufe bzw. der DQR-Stufe 5 für den städtischen und ländlichen Bildungsraum.

2.3. Zielsetzung

Konkret werden mehrere Teilziele verfolgt: 1. Schaffung durchlässiger Strukturen innerhalb des Berufsbildungsbereichs sowie bildungsbereichsübergreifender Strukturen zwischen akademischer und Beruflicher Bildung 2. Schärfung des Profils der DQR-Stufe 5 und des Fortbildungsabschlusses “Geprüfte Berufsspezialistin“ bzw. „Geprüfter Berufsspezialist” am konkreten entwickelten Beispiel „Berufspezialist/-in für Industrielle Transformation“ 3. Gestaltung der Zusammenarbeit und Zusammenführung der Sichtweisen der unterschiedlichen Projektpartner bei der Entwicklung von Lehrplan und Fortbildungsordnung 4. Entwicklung von Geschäftsmodellen für bildungsbereichsübergreifende Angebote 5. Aufbau eines Orientierungskonzepts mit Informations-, Beratungs- und Reflexionsangeboten 6. Entwicklung fachspezifischer Angebote für Industrie 4.0 auf Basis einer Bedarfserhebung im Blended-Learning Format Aus fachlicher Sicht bezieht sich die Fortbildung speziell auf industrielle Prozesse im Rahmen der digitalen Transformation. Darüber hinaus werden aus geografischer Sicht zwei unterschiedliche Kontexte berücksichtigt, indem sowohl der städtische Raum (Nürnberg) wie auch der ländliche Raum (Bayreuth) betrachtet werden.3

2.4. Partner

Durchgeführt wird das Projekt durch die Verbundpartner Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg, die IHK Nürnberg für Mittelfranken, die IHK für Oberfranken Bayreuth und die Qualitus GmbH sowie durch die Kooperations- bzw. Netzwerkpartner Stadt Nürnberg (Amt für Berufliche Schulen, Berufliche Schule 2 mit Rudolf-Diesel-Fachschule, die Berufliche Schule 4), Universität Bayreuth und die Staatliche Berufsschule 1 Bayreuth. Die Projektleitung und Verbundkoordination obliegt dem Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung der FAU. Die Förderung des Projekts erfolgt innerhalb des Wettbewerbs InnoVET durch das BMBF und außerhalb durch das Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und die Stadt Nürnberg4.

2 Quelle: Wilbers, Karl [Hrsg.]: Durchlässigkeit und industrielle Transformation auf dem DQR-Niveau 5 gestalten. Konzeption einer beruflichen Fortbildung zum/zur „Geprüften Berufsspezialisten/in“ im Inno- VET-Projekt BIRD. Berlin: epubli 2022, S. 344 3 Quelle: Projektantrag BIRD 4 Vgl. Beschlussvorlage 3. BM/086/2020 verabschiedet im Ferienausschuss vom 22.04.2020

2.5. Ablauf und Status Quo des Projekts

Meilenstein Zieldatum Status
Projektstart & Kickoff: in der Aula an der Beruflichen Schule 2 in Nürnberg 08.10.2020
Besondere Rechtsvorschrift: Erlass durch den Berufsbil- dungsausschuss der IHK Nürnberg für Mittelfranken 12.10.2021
Genehmigung und Bestätigung der besonderen Rechts- vorschrift durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Benehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales 21.03.2022
Fertigstellung des Rahmenplans 29.07.2021
Fertigstellung Anrechnung auf Studiengänge an der FAU 29.07.2021
Fertigstellung Blended-Learning Training für Lehrkräfte 29.07.2021
Beginn Orientierungsangebote für potentielle Teilnehme- rinnen und Teilnehmer 08.01.2022
Beginn Unterrichtsentwicklung 15.10.2021
Einrichtung Kursstruktur auf MS Teams und LMS 25.04.2022
Fortführung und Konkretisierung der Bedarfserhebung, Überarbeitung des Rahmenplans 05.2022- 01.2023
Startschuss: erste Kohorte  4 Fachkräfte: 3 Industriekaufleute 1 Zerspanungsmechaniker  11 Auszubildende: 3 Mechatroniker (B1) 1 Industriekauffrau (B4) 8 Industriemechaniker (B2) 05.2022- 07.2023
Abschluss Modul 15 22.07.2022
Beschulung der ersten Kohorte an B2, B4 und RDF 05.2022- 07.2023
Fokus auf Orientierung für Fachkräfte und Studienzweifler 07.2022- 04.2023
Selbstlernteile für Wahlmodule KAI und TAI in Endabstim- mung 31.08.2022
Prüfung zu Modul 1 im Oktober 2022 13.10.2022
Schärfung des Geschäftsmodells der Zusammenarbeit 11.2022
Ausarbeitung des Moduls KIP 11.2023
Durchführung des Moduls KIP 12.2022- 01.2023
Durchführung der Module KAI/TAI 02.2023- 03.2023
Überprüfung und ggf. Hinzunahme weiterer Berufe 09.2022- 04.2023
Ausarbeitung des Moduls PIU 04.2023
Durchführung des Moduls PIU 05.2023- 07.2023
Klärung Anrechnung auf die Fachschule mit StMUK 04.2023
Transferaktivitäten von lokaler bis internationaler Reich- weite dauerhaft
Evaluation der Module, der Zusammenarbeit des Bildungs- personals und Durchführung von Teilnehmendenanalysen dauerhaft

5 Erläuterung der Modulabkürzungen und –inhalte siehe Abschnitt 3.3

Zielgerichtete Förderung der BL-Kompetenzen der Lehr- kräfte auf Basis der Evaluationen dauerhaft
Evaluation und Revision der Lernmanagement-Lösung dauerhaft

Quelle: Eigene Darstellung aus dem Projekt BIRD, FAU, 16.08.2022

3. Die Fortbildung zum/zur Berufsspezialisten/-in auf der DQR-Stufe 5

3.1. Zielgruppe

Mit der Fortbildung soll für interessierte Personen aus der Industrie ein attraktives Fortbildungsangebot geschaffen werden. Konkret handelt es sich dabei um die drei Erprobungsberufe: Mechatroniker/-in, Industriemechaniker/-in und Industriekauffrau/-mann.

Die Zielgruppen lassen sich wie folgt gliedern:  Auszubildende in den drei Erprobungsberufen  Fachkräfte mit Ausbildung in den drei Erprobungsberufen  Fachkräfte ohne Ausbildung in den drei Erprobungsberufen6 Zudem befindet sich aktuell ein Konzept für Studienabrechende in Entwicklung.

Potentieller Teilnehmerkreis für die Fortbildung BIT

Abbildung 1

Quelle: Eigene Darstellung aus dem Projekt BIRD, FAU, 16.08.2022

6 Die Entscheidung über die Zulassung von Absolventen anderer Ausbildungsberufe trifft der Prüfungsausschuss.

3.2. Umfang der Fortbildung

Die Fortbildung zum/zur Berufsspezialisten/-in befindet sich auf der DQR-Stufe 5, hat einen Umfang von 400 Stunden7, findet im Blended-Learning-Design statt und kann bereits während der Ausbildung begonnen werden. Durch den vergleichsweise geringen zeitlichen Umfang, die kurze Dauer und das Blended-Learning-Konzept bietet die Fortbildung eine echte Alternative, um guten Auszubildenden und Fachkräften eine Perspektive zur beruflichen Weiterentwicklung zu bieten und sie in den Unternehmen zu halten.

Folgende übergreifende Kompetenzen werden mit der Fortbildung verfolgt:  Berufliche Handlungsfähigkeit in der Industrie als Fachkräfte der Zukunft  Projektmanagementkompetenz mit Verantwortungsübernahme  Methodenkompetenz für kooperatives Arbeiten  Selbstgesteuertes, strukturiertes Arbeiten in einem komplexen Umfeld  Bewältigung schnittstellenübergreifender Arbeitsprozesse  Jedoch keine disziplinarische Führungsverantwortung8

3.3. Aufbau und Module der Fortbildung

Die Fortbildung besteht aus insgesamt vier Modulen, deren Fokus auf unterschiedlichen Schwerpunkten liegt.

Module der Fortbildung

Abbildung 2

Quelle: Eigene Darstellung aus dem Projekt BIRD, FAU, 16.08.2022

7 Jedes Modul umfasst etwa 50 Stunden Präsenzunterricht zzgl. Selbstlernphasen, für die Lernmaterialien online zur Verfügung gestellt und die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmer digital bearbeitet werden. 8 Müller F., Renner M., Schächtner S., Seitle J., Wilbers K.: Das InnoVET-Projekt BIRD: Eine Einführung in Ziele und Arbeitsbereiche In: Wilbers, K. (Hrsg.): Durchlässigkeit und industrielle Transformation auf dem DQR-Niveau 5 gestalten. Konzeption einer beruflichen Fortbildung zum/zur „Geprüften Berufsspezialisten/-in“ im InnoVET-Projekt BIRD, Berlin, 2022

Die Fortbildung besteht aus vier Modulen, welche jeweils einen Umfang von 100 Stunden haben. Die Module „Digitale Transformation und schnittstellenübergreifende Kommunikation“ und „Kooperation in industriellen Prozessen“ werden zusammen sowohl von den kaufmännischen als auch den gewerblich-technischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern absolviert. In den Vertiefungsmodulen „Kaufmännische Arbeit in der digitalen Industrie und technische Kommunikation“ sowie „Technische Arbeit in der digitalen Industrie und kaufmännische Kommunikation“ setzen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiver je nach Wahl, mit dem eigenen Fachbereich auseinander und erhalten zudem einen Einblick in den jeweils anderen Fachbereich. Das Modul „industriespezifische Projektarbeit“ komplettiert die Fortbildung, indem die Inhalte der vorlaufenden Module in der selbstständigen Erstellung der Projektarbeit anhand eines Praxisfalls verarbeitet werden.

Inhaltlicher Einblick in die Module:

Modul: Digitale Transformation und schnittstellenübergreifende Kommunikation

Kaufmännisch und gewerblich-technische Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen gemeinsam Veränderungen durch die Digitalisierung zu verstehen und im Berufsalltag umzusetzen. Beispielthemen:

Vertiefungsmodule

Modul: Kaufmännische Arbeit in der digitalen Industrie und technische Kommunikation Die kaufmännischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen unternehmensrelevante Daten entlang eines Prozesses digital zu managen. Beispielthemen:

ren

Modul: Technische Arbeit in der digitalen Industrie und kaufmännische Kommunikation Die gewerblich-technischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen technische Prozesse zu transformieren, notwendige Anpassungen an Produktionsanalagen vorzunehmen und die generierten Daten auszuwerten und zu interpretieren. Beispielthemen:

schützen

Modul: Kooperation in industriellen Prozessen

Kaufmännische und gewerblich-technische Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen gemeinsam und vertiefen die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den beiden Bereichen.

Beispielthemen:

setzten einsetzen

Modul: Projektarbeit im eigenen Unternehmen (PIU)

Das Modul PIU wird durch alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigenständig durchgeführt. Hierfür ist eine Dokumentation eines unternehmensspezifischen Projektes vorgesehen. Grundlage bilden hierbei die vermittelten Kompetenzen aus den vorangegangenen Modulen. Der Rahmenplan in seiner Struktur, seinem Aufbau und seinen Inhalten übersetzt somit die Anforderungen des Kompetenzstrukturmodells des DQR auf der fünften Stufe in eine Fortbildung zur geprüften Berufsspezialistin für Industrielle Transformation oder zum geprüften Berufsspezialisten für Industrielle Transformation. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten eine selbstgewählte Projektsituation (real oder fiktiv) aus ihrem Unternehmen. Sie dokumentieren bzw. skizzieren Projektprozesse unter Berücksichtigung von schnittstellenübergreifenden Aspekten und interdisziplinärem, kommunikativem und kollaborativem Austausch.9

3.4. Ablauf der Fortbildung

Die Fortbildung ist auf eine Dauer von 14 Monaten und einen Zeitbedarf von 400 Stunden berufsbegleitend angelegt, in denen die vier Module absolviert werden können.

Der idealtypische Ablauf der Fortbildung in Nürnberg

Abbildung 3

Quelle: Eigene Darstellung aus dem Projekt BIRD, FAU, 16.08.2022

9Quelle: Müller F.: In: Karl Wilbers (Hrsg.): Durchlässigkeit und industrielle Transformation auf dem DQR- Niveau 5 gestalten. Konzeption einer beruflichen Fortbildung zum/zur Geprüften Berufsspezialisten/in im InnoVET-Projekt BIRD, Berlin: epubli GmbH, 2022, S. 109-165

Die Unterrichtseinheiten der einzelnen Module werden teilweise an den beruflichen Schulen von erfahrenen Lehrkräften, an der FAU von Dozierenden aus der Wissenschaft oder an der IHK- Akademie durch Dozierende aus der Wirtschaft angeboten, so dass das Lehrangebot für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen optimalen Mix aus den Kompetenzbereichen der Kooperationspartner enthält. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird durch den modularen Aufbau optimale Freiheit in der Gestaltung ihres Lernpfades geboten. So gibt es zu jedem der vier Module einzelne, voneinander unabhängige Modulprüfungen. Um die DQR Stufe 5 zu erreichen, müssen alle vier Prüfungen abgelegt werden. Da Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat für jede abgelegte Prüfung erhalten, ist das Risiko für Interessierte deutlich verringert, da das Bestehen eines Moduls für sich schon einen Abschluss darstellt, und nicht die gesamte Fortbildung abgeschlossen werden muss. Die Zertifikate der Module dienen unter anderem in der Weiterbildung bzw. der Universität zur Anrechnung auf weitere Bildungs-, Studiengänge für Qualifizierungen auf DQR Stufe 6. Zudem werden zahlreiche Möglichkeiten für eine individuelle Gestaltung eröffnet: die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können die Prüfungen in der Geschwindigkeit ablegen, in der sie das möchten und damit z. B. Pausen einlegen, die Module strecken oder zeitlich an die Ausbildung anschließen, falls sich die Doppelbelastung von Berufsschule und Fortbildung als zu groß herausstellt, ohne die Fortbildung abbrechen zu müssen. Die Durchlässigkeit wird hierdurch zusätzlich erhöht.

3.5. Anrechnung auf DQR-6 Qualifikationen

Insgesamt können 15 ECTS (30 ECTS entsprechen einem Semester in Vollzeit) an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät (WiSo) der FAU erstmals zum Wintersemester 2023/24 auf Bachelorstudiengänge angerechnet werden. Es werden insgesamt drei Module der Fortbildung zum BIT anerkannt. Zwei Wahlmodule werden als zusätzliche Module im Bachelor Wirtschaftswissenschaften im Wahlmodulbereich des Modulhandbuchs etabliert. Ein Modul wird auf ein bereits bestehendes Bachelormodul angerechnet.

An der Technischen Fakultät der FAU können nach Abschluss der Fortbildung insgesamt 25 ECTS10 auf die folgenden Bachelorstudiengänge angerechnet werden:

An der Rudolf-Diesel-Fachschule haben die Absolventinnen und Absolventen der Fortbildung zur Berufsspezialistin bzw. Berufsspezialisten die Möglichkeit zum Einstieg in das 2. Halbjahr11 in die Fachschulausbildung ein, wobei die reguläre Gesamtausbildung vier Halbjahre beträgt (siehe Abb.). Die Fächer Informationstechnologie (IT) sowie Wirtschaft/Politik und Gesellschaft (PuG) werden erlassen. Ebenso soll mit den Fächern Industriebetriebslehre und Projektmanagement im dritten und vierten Semester verfahren werden. Darüber hinaus sollen spezielle Unterstützungsangebote für den Einstieg an der RDF geschaffen werden. Die individuellen Angebote werden im zweiten und dritten Semester je zwei Wochenstunden betragen. Auf Wunsch ist weiterhin der reguläre Einstieg im 1. Semester möglich.

10 Bei Vorliegen eines einschlägigen gewerblich-technischen Berufsabschlusses 11 Aktuell in Prüfung bei StMUK

Ablauf der Weiterbildung an der Rudolf-Diesel-Fachschule in Kombination mit

BIT-Fortbildung

Abbildung 4

Quelle: Eigene Darstellung aus dem Projekt BIRD, B2, 16.08.2022

4. Auswirkungen

Das InnoVET Projekt BIRD hat nachhaltige Auswirkungen auf verschiedene Bereiche des Bildungssektors in der Metropolregion Nürnberg.

4.1. Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Das Angebot bringt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildung einige Vorteile.  Möglichkeit die DQR Stufe 5 schon während der Ausbildung und/oder in direktem Anschluss zu erreichen und die Grundlage für den Anschluss einer Weiterbildung in die DQR 6 zu legen.  niederschwelliger, risikofreier Einstieg für Schülerinnen und Schüler durch einzelne asynchrone Module als Zertifikatsprogramme für DQR 3/4 Schülerinnen und Schüler  passgenaueres Übergangsangebot für Studienabbrecher auf DQR 5 statt DQR 3/4  Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenssituationen durch flexible Gestaltung der Fortbildung und kleinere Einzelprüfungen statt großer Abschlussprüfung

4.2. Lehrkräfte

Durch die Zusammenarbeit im InnoVET Projekt BIRD sind mehrere positive Effekte auf das professionelle Lehrhandeln der beteiligten Lehrkräfte und Schulen zu beobachten.  Einblicke und Verständnis für die genauen Bedürfnisse der sich transformierenden Unternehmenswelt durch enge Kooperation mit Wissenschaft und Unternehmen  Kompetenzaufbau in Bezug auf Anforderungen der digitalen Transformation und didaktische Anforderungen  Know-How-Transfer in neuer Inhalte der Ebene 5 des DQR in die DQR Stufen 3 und 4  Kompetenzaufbau im Arrangement von Blended-Learning Modulen  Kompetenzaufbau H5P12 als OpenSource Autorentool zur Entwicklung von e-learning Einheiten  Vernetzung und Gelegenheit zur bereichsübergreifenden Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams mit weiteren Schulen, der FAU, den Industrie- und Handelskammern und einem Dienstleistungsunternehmen für Lernmanagementsysteme.

12 weit verbreitete open-source Software zur Erstellung digitaler Lerninhalte

 Know-How-Aufbau zu Lernmanagementsystemen: durch Beteiligung an der Konzeption und Umsetzung der e-learning Einheiten  Know-How-Aufbau: agile Projektmanagementmethoden: SCRUM

4.3. Schulen

 Schließen der Lücke zwischen DQR 3/4 (berufliche Erstausbildung) und DQR 6 (Bachelor Professional)  Reputationsmanagement: Imagegewinn durch Ausrichtung der Inhalte an Bedürfnissen der Unternehmen  Einstieg in weitere Bildungsangebote auf DQR 5 und Verstetigung des Angebots  Wichtiger Schritt, um Niveaustufe DQR 7 (Master Professional) in die berufliche Bildung einzuführen und damit aufzuwerten  Erhöhung der Attraktivität der Schulen auch für Lehrkräfte, die engagiert, fachlich sehr interessiert sind und gerne höhere Spezialisierungsgrade vermitteln möchten  Attraktivität des Angebots der beruflichen Schulen gerade für leistungsfähige Schulabgänger oder Studienabbrecher  Neue Zielgruppe für die Schulen: bereits im Unternehmen gefestigten Fachkräfte; Ausgleich der Folgen des demographischen Wandels und der Akademisierung der Bildung  Neue Kontaktpunkte für die Schulen zu Unternehmen; Know-How-Transfer aus den Unternehmen in die Schulen

5. Fazit

Neben den Vorteilen, für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Lehrkräfte und den Schulstandort Nürnberg profitiert die Metropolregion in mehrerlei Weise vom InnoVET-Projekt BIRD und der Etablierung des Fortbildungsangebots zur/zum „Berufsspezialistin/-en“: Die Fachkräfteverfügbarkeit am Standort Nürnberg im Schlüsselbereich der digitalen Transformation kann durch das Fortbildungsangebot „Berufsspezialist/-in für Industrielle Transformation“ spürbar verbessert werden. Hier ansässige Unternehmen haben jetzt eine weitere Möglichkeit, Ausbildungsinteressierte mit neuen Angeboten anzusprechen und die Mitarbeitenden als Fachkräfte im Unternehmen nach Abschluss der beruflichen Ausbildung zu binden. Neuen Zielgruppen, etwa Studienaussteigenden, kann mit einer Erstausbildung plus Fortbildung zum/zur „Berufsspezialisten/-in“ ein attraktives Bildungsangebot unterbreitet werden. Die Einführung der ersten Fortbildungsstufe (auf dem DQR-Niveau 5) bietet Unternehmen darüber hinaus neue Möglichkeiten der Personalentwicklung. Dazu ist es notwendig, dass die Fortbildung zum „Berufsspezialisten/zur Berufsspezialistin“ auch auf weitere Berufe, etwa an der B1 für die Mechatroniker/-innen und an der B9 für die Büroberufe ausgeweitet wird, so dass sich die positiven Effekte auch auf andere Branchen ausbreiten. Die Innovationskraft der beruflichen Bildungseinrichtungen der Stadt Nürnberg wird durch die Beteiligung am Projekt BIRD, die Kooperation mit den Projektpartnern und durch die wissenschaftliche Begleitung deutschlandweit unterstrichen.

Berichtsvorlage

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss 21.10.2022 öffentlich Bericht

Betreff:

Vergabe von pädagogischen Projektmitteln an den Nürnberger Schulen

Sachverhalt kurz:

Der Stadtrat stellt seit dem Haushaltsjahr 2015 Mittel zur Förderung pädagogischer Projekte an den Grund-, Förder-, Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien bereit. Derzeit beträgt die Gesamtsumme 65.000 Euro. Davon können auf Basis der Anzahl von Schulen 50.000 Euro den Grund-, Förder- und Mittelschulen zugerechnet werden, 15.000 Euro den Realschulen und Gymnasien. Mit Beschluss des Schulausschusses vom 19.07.2019 stehen den beruflichen Schulen in Nürnberg 20.000 Euro für Projekte pro Schuljahr zur Verfügung. Die Verwaltung berichtet über die Vergabe und Verwendung der Projektmittel des Haushaltsjahres 2022 an den Grund-, Förder-, Mittel- und Realschulen, Gymnasien und den beruflichen Schulen in Nürnberg.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten 52.500 € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten 52.500 € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Jährlich 50.000 Euro für GS/MS/FS, 15.000 Euro für GYM/RS, 20.000 Euro für SchB insgesamt für 2023: 32.500 Euro (GS/MS/FS/GYM/RS)

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Schulen zeigen in Projekten Möglichkeiten für die Förderung der Chancengleichheit ihrer Schülerinnen und Schüler. In den gemeldeten Projekten werden u. a. gezielt benachteiligte Gruppen gefördert.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Sachverhalt

Vergabe von pädagogischen Projektmitteln an Grund-, Mittel-, Förder- und

Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen

Der Stadtrat stellt zum Haushalt 2021 Mittel in Höhe von 85.000 € zur Förderung pädagogischer Projekte bereit. Diese Mittel werden wie in den Jahren zuvor nach dem Verhältnis der einzelnen Schularten untereinander verteilt. Im Ergebnis konnte den Grund-, Mittel- und Förderschulen ein Gesamtbetrag in Höhe von 50.000 Euro, den Gymnasien und Realschulen in Höhe von 15.000 € zur Verfügung gestellt werden. 20.000 € entfallen auf die beruflichen Schulen. Die konkrete Mittelzuteilung an die Schulen erfolgte nach den im Schulausschuss am 27.02.2015 festgelegten Kriterien; die Entscheidungsgremien waren wie dort beschlossen zusammengesetzt. Alle Entscheidungen im Rahmen der Mittelvergabe fielen einstimmig. Insgesamt reichten Realschulen und Gymnasien neun Anträge sowie Grund,- Mittel- und Förderschulen 21 Anträge ein, welche alle berücksichtigt werden konnten (vgl. untenstehende Übersicht). Die beruflichen Schulen reichten insgesamt 12 Projektanträge ein. Die Schulprojekte orientieren sich insbesondere an den 17 SDGs sowie an den Leitbildern der Schule und tragen maßgeblich zur Stärkung des Schulprofils bei (vgl. Übersichten). Die eingereichten Anträge zeigen den hohen finanziellen zusätzlichen Bedarf für pädagogische Vorhaben, welche den Regelunterricht ergänzen sollen. Künftig sollen neben der Bereitstellung aus dem städtischen Haushalt die Schulen noch zielgerichteter auf weitere Unterstützungsmöglichkeiten wie EU-Förderprogramme, Stiftungen etc. durch das Amt für Allgemeinbildende Schulen hingewiesen werden.

a) Grund-, Mittel- und Förderschulen - Projektbeschreibungen

Schule (kurze) Projektbeschreibung
GS Bartholomäus Lärm macht krank? Wir bleiben gesund! 30 Akustikplatten zur Lärmreduzierung werden in den Fluren angebracht und bemalt.
GS Bismarckstraße RAUS! Reale Naturerfahrungen über das ganze Schuljahr hinweg werden über ein Naturprojekt erschlossen, zu dem verschiedene Materialien, z.B. Kescher, Blumenpresse, Sachbücher etc. angeschafft werden müssen.
GS Friedrich-Wanderer- Schule Regenbogenprojekt - Wir gehen respektvoll miteinander um und sind eine gute Gemeinschaft Für eine gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg werden pro Klasse Handpuppen (Giraffe/Wolf) und Bildkarten angeschafft. Des Weiteren wird eine Lautsprecherbox mit zwei Mikrofonen beschafft.
GS Holzgartenschule Hoga bewegt Spiel- und Bewegungsmaterial für den Außenbereich wird angeschafft, um die Kinder aus zwei Klassen in Frühsport- Aktivitäten und/oder in den Pausen zur Bewegung zu animieren.
GS Konrad-Groß- Schule Spielerisch im gebundenen Ganztag Einrichtung/Umgestaltung des Spielezimmers und Neugestaltung eines Ruhebereichs - darüber hinaus werden Einrichtungsgegenstände und Spiele gekauft.
GS Max-Beckmann- Schule Wand-Deko-Neubau

Infolge einer Umbaumaßnahme wird eine ehemalig von Schülern dekorierte Wand wieder weiß übergeben; sie wird im Rahmen des Projekts erneut gestaltet .

GS Martin-Luther-King Kinder auf die Bühne, Teil II Ausstattungsequipment für die Bühnen-, Licht- und Musiktechnik wird angeschafft.
GS Reutersbrunnenschule Viertklässler hinterlassen ihre Spuren im Schulhaus Die Vorräume zu den Toiletten werden mit bunten Fliesen gestaltet; in Unterglasurtechnik gestalten die Kinder die Fliesen mit verschiedenen Materialien.
GS Sperberschule Eine Schule, die den Kindern gerecht wird - ein kleiner Baustein zu einem großen Ziel Blitzrechenkarteien und Klapphocker für unterschiedliche Sitzformationen werden angeschafft, um vielfältige Unterrichtssozialformen (auch bei Ganztagesangeboten) ermöglichen zu können.
GS St. Johannis Faire und kooperative Spiele für den Pausenhof Aufbau einer dauerhaften Pausenhofspielesammlung, die als Ausgleich zum Schulalltag dient und zugleich die Förderung verschiedener Kompetenzen anstrebt.
GS Wahlerschule Wir (Viertklässler) hinterlassen unsere Spuren im Schulhaus Motive der Kinder werden aus Fensterfolie gestaltet und an einer Fensterfront angebracht. Materialien wie Milchglasfolien, Zeichenpapier, Scheren etc. müssen beschafft werden.
GS Wiesenschule Ich-du-wir: Yoga-Kurse und Jiu-Jitsu-Kurse für ein gestärktes Selbstwertgefühl Zwei Kurse werden eingerichtet, zu denen Yogamatten, Schutzmaterialien und Verbrauchsmaterialien beschafft werden müssen.
GS Zerzabelshof Schulwald Bollerwagen, Thermositzunterlagen, Klemmbretter, Schnitzmesser, Slackline u.a. werden als Ausstattung für das Abhalten von Klassen-Waldtagen bzw. für „Naturerlebnisse erfahren“ angeschafft.
GS Ziegelstein Buntes Nürnberg in unserer Garderobe - Umgestaltung des Garderobenbereichs der GS Ziegelstein Ein Flurendstück wird als Garderoben-und Aufenthaltsbereich genutzt – die Möbel werden dabei im Stil des Zirndorfers Künstlers Stephan Ewich gestaltet (Farben, Möbel und weitere Materialien).
MS Scharrerschule Grüne Oase - wir nehmen von der Natur und geben ihr zurück: Bienen, Insekten, Kompostieren In verschiedenen Workshops wird das auf Jahre ausgelegte Projekt sinnvoll weiterentwickelt. Geld für Materialien wie Moos, Cutter, Kork, Bastelsperrholz, Kräuter, Teichfolie etc. wird benötigt.
MS Schlößleinsgasse Schlößleinsgarten Der Schulgarten wird um Hochbeete und neue Pflanzen erweitert.
MS Sperberschule Sperber News - Sperber Videonachrichten Erstellung von Videonachrichten mit Themen der Schule - Geld für Greenscreenausstattung, Kamera, Bepflanzung, Baumaterial

etc. wird benötigt, um Nachrichten über die Schule, den Stadtteil und verschiedene gesellschaftliche Bereiche zu erstellen.

MS St. Leonhard Unsere Schulband Die Ausstattung der Band mit E-Gitarre, E-Bass, Gitarrenverstärker etc. zur weiteren Arbeit wird beschafft.
SFZ Eva-Seligmann- Schule Evas mobile Snackbar In einer Schüler-AG wird ein Pausenverkaufswagen gebaut, der von der Schülerfirma „Pausenverkauf“ genutzt wird, um Snacks zu verkaufen.
SFZ Langwasser Alltagblick auf Kinderrechte Holzpfähle werden zum Thema „Kinderrechte“ gestaltet und schließlich an der Schulhausfassade angebracht.
Staatliches Schulamt SMV-Überthema „Krieg und Frieden“ Schulübergreifendes Großprojekt, bei dem ein Dokumentationsbuch entstehen wird, „wofür es sich zu kämpfen lohnt“- Material- sowie Druckkosten etc. fallen hier an.

b) Realschulen und Gymnasien - Projektbeschreibungen

Schule (kurze) Projektbeschreibung
Hermann-Kesten-Kolleg „Stolpersteine“ für Menschen aus dem Widerstand Auseinandersetzung mit Biographien von Nürnberger Widerstandskämpfern im Zweiten Weltkrieg – Vorbereitung einer Dokumentation; hierzu werden zahlreiche Materialien angeschafft.
Veit-Stoß-Realschule Grünes Klassenzimmer Das vor einigen Jahren begonnene Projekt im Innenbereich der Schule (Atrium) wird mit der weiteren Ausgestaltung fortgeführt.
Hans-Sachs-Gymnasium Schulimkerei mit Umgestaltung des Schulgartens Kompetenzen über Insekten und ökologische Zusammenhänge werden durch ein Unterrichtsprojekt zur Honigbiene in allen 9. Klassen vermittelt. Des Weiteren übernimmt eine Bienen-AG die Pflege der Bienenvölker; für alle Klassen der Schule sollen durch die Anschaffung der Bienenvölker verschiedene Inhalte des Biologieunterrichts veranschaulicht werden.
Labenwolf-Gymnasium Refugium im Pausenhof Im Schulgarten wird um einen bestehenden Baum eine Sitzgelegenheit gebaut; zudem soll ein Insektenhotel zur Förderung der Biodiversität angebracht werden.
Sigena-Gymnasium Aquarium-AG Im Rahmen der bestehenden AG wird ein zweites Aquarium angeschafft, um welches sich die Schülerinnen und Schüler kümmern.
Adam-Kraft-Realschule Einrichten einer Fahrradwerkstatt Die Fahrrad-AG der AKR möchte eine schuleigene Fahrradwerkstatt einrichten und benötigt zahlreiche Gegenstände/Materialien für die Werkstatt.

Wir haben nur eine Erde

Das Thema Nachhaltigkeit steht im Fokus dieses Projekts, bei Bertolt-Brecht- dem Schülerinnen und Schüler zum ressourcenschonenden Realschule Umgang Erkenntnisse und Folgerungen für ihr Leben ziehen sollen; für dieses Projekt werden verschiedene Materialien benötigt.

Bertolt-Brecht- Gymnasium Förderung der sprachlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler der Unterstufe Hier werden Bücher verschiedener Schwierigkeitsstufen und unterschiedlicher literarischer Gattungen angeschafft, um Schülerinnen und Schüler (mit Migrationshintergrund) zum Lesen zu motivieren.
Sigmund-Schuckert- Gymnasium UNESCO- Projekttag 2022: „Transformation konkret“ Als UNESCO-Schule wird im Rahmen des Projekttages eine Präsentation vorbereitet, für die verschiedene Materialien angeschafft werden müssen.

c) Berufliche Schulen - Projektbeschreibungen

Schule (kurze) Projektbeschreibung
Berufliche Schule Direktorat 1 Muscle Beach Folgeantrag Fitnessbereich im Außenbereich der Schule mit farblicher Gestaltung durch Graffitti-Kunst
Berufliche Schule Direktorat 4 Netze fangen Jugendliche auf (BVJ-Teambuilding) Teambuilding zwischen Fachklassen und Berufsvorbereitung: Bewerbungstraining
Berufliche Schule Direktorat 5 Kleid ergibt Haltung Erstellung von Modellen; Erleben von Bewegungsmöglichkeiten verschiedener Schnitte und Materialien und Auswirklungen auf die Haltung
Berufliche Schule Direktorat 6 Raum für Vielfalt – Heroes Theaterkurs unter der Leitung von Theater Obketif für Selbstkompetenz gegen Rassismus in Kombination mit Besuch der HEROES Nürnberg.
Berufliche Schule Direktorat 7 Plant based classrom „B7 goes nachhaltig”: Visualisierung der 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung, Gestaltung der grünen Mensa und des grünen Klassenzimmers
Berufliche Schule Direktorat 9 Unsere Welt – unser Leben Projekttage zur Bewusstmachung von Konsumverhalten und Konsumfolgen in Kooperation mit anderen Stellen: Polizei, ADAC, AOK, etc.
Berufliche Schule Direktorat 10 Unsere Klasse ist klasse Seminare mit Teamübungen zur Anregung von Kommunikationsprozessen und Stärkung sozialer Kompetenzen
Berufliche Schule Direktorat 12 „Unsere Schule blüht auf – Flower-Power-School“ (Schulgarten) Neubepflanzung des Schulgartens, Erlebnispädagogische Führungen durch botanischen Garten als KickOff

Mit den SDGs durchs Schuljahr 2021-22

Berufliche Schule Bündel an Maßnahmen zum Thema SDGs/Nachhaltigkeit verteilt Direktorat 13 auf das Schuljahr: Adventskalender, Nachhaltigkeitsprojekttag, Repair-Café etc.

Berufliche Schule Direktorat 14 StResi (Stressbewältigung durch Entspannung und Resilienz) Einrichtung eines Entspannungsraums für Yoga und Meditationsübungen; Implementierung des Konzeptes der Präventionsinitiative STARK
Staatl. BOS Erlebnispädagogische Elemente etablieren Trainingskoffer zur Etablierung erlebnispädagogischer Übungen im Unterricht
Lothar-von-Faber Schule Kunst am Container Künstlerische Gestaltung der Container der Schule mit LKW- Planen durch Klassen des Gestaltungsbereichs

Über die Förderung der Projekte wurden die beruflichen Schulen im Januar 2022, die allgemeinbildenden Schulen im April 2022 durch die pädagogischen Ämter schriftlich informiert. Um die Nachhaltigkeit der geförderten Projekte zu gewährleisten, werden mit den Schulen nach Bedarf Evaluationen vereinbart bzw. werden die Schulen darum gebeten, eine kurze Rückmeldung zum Verlauf des jeweiligen Projekts an das zuständige pädagogische Amt zu geben. Die Schulprojekte stärken die Schulgemeinschaft sowie das Profil der jeweiligen Schule.

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss 21.10.2022 öffentlich Beschluss

Betreff: Berichterstattung zum Sachstand von laufenden Baumaßnahmen im Schulbereich, hier:

Antrag der ÖDP-Stadtratsgruppe vom 17.02.2022

Sachverhalt (kurz):

In der Sitzung des Schulausschusses am 11.12.2020 wurde zuletzt über den Sachstand laufender Baumaßnahmen größerer Art berichtet. Diese regelmäßige Information wird hiermit fortgeschrieben.

Der Sachstandsbericht (09/2022) enthält Maßnahmen, die im gültigen MIP 2022-2025 bereits enthalten sind und deren Bau- und Sanierungsbeginn bereits erfolgt ist (Statusspalte "grün") bzw. mit deren Planung bereits begonnen wurde (Statusspalte "gelb"). Veränderungen gegenüber dem Bericht aus dem Dezember 2020 sind in kursiver Schrift und durch Unterstreichung markiert.

Ferner werden laufende (noch nicht finanzierte) Maßnahmen in der VOR-BIC-Liste (09/2022) und BIC-Liste (09/2022) geführt. Weiterhin berichtet die Verwaltung über den Umgang und Erfahrungen mit Schulgärten.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ggf. Einbringung in das BIC-Verfahren.

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Die Neubauplanungen im Schul- und Betreuungsbereich unterstützen die Möglichkeiten einer individuellen Förderung im Unterricht.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Beschlussvorschlag:

Der vorgelegte Sachstandsbericht (09/2022), die BIC-Liste (09/2022) und die VOR-BIC-Liste (09/2022) werden zustimmend zur Kenntnis genommen.

Berichterstattung zum Sachstand von laufenden Baumaßnahmen im Schulbereich

hier: Antrag ÖDP-Stadtratsgruppe „Schulgärten mitdenken“ vom 17.02.2022

In der Sitzung des Schulausschusses am 11.12.2020 wurde zuletzt über den Sachstand laufender Baumaßnahmen größerer Art berichtet. Diese regelmäßige Information wird hiermit fortgeschrieben.

Der Sachstandsbericht (09/2022) enthält Maßnahmen, die im gültigen MIP 2022-2025 bereits enthalten sind und deren Bau- und Sanierungsbeginn bereits erfolgt ist (Statusspalte "grün") bzw. mit deren Planung bereits begonnen wurde (Statusspalte "gelb"). Veränderungen gegenüber dem Bericht aus dem Dezember 2020 sind in kursiver Schrift und durch Unterstreichung markiert.

Ferner werden laufende (noch nicht finanzierte) Maßnahmen in der VOR-BIC-Liste (09/2022) und BIC-Liste (09/2022) geführt.

Schulgärten an Nürnberger Schulen

Antrag ÖDP-Stadtratsgruppe „Schulgärten mitdenken“ vom 17.02.2022

Die Verfassung des Freistaats Bayern legt im Artikel 131 Absatz 2 das „Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt“ als eines der obersten Bildungsziele fest. Die „Richtlinien für die Umweltbildung an den bayerischen Schulen“ beziehen sich darauf und empfehlen eine Persönlichkeitsbildung, die den „ganzen Menschen mit seinem Gefühl, seinem praktischen Können und seinem Sachverstand“ gleichermaßen erreicht und betonen darüber hinaus die Verknüpfung von Lernen und Handeln (StMUK 2003). Schulgärten können hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Ein Schulgarten ist grundsätzlich in der Stadt Nürnberg bei jeder (Neu-) Baumaßnahme- unabhängig von der Schulart - in einem Umfang von mindestens 100 Quadratmetern miteingeplant. Die Art der Nutzung bzw. der Bepflanzung ist den Schulen dabei freigestellt; häufig ist die Arbeit im Schulgarten ein Baustein der ganztägigen Bildung, Betreuung und Erziehung durch Unterricht und Betreuung insbesondere bei Grundschulen bzw. wird bei weiterführenden Schulen als Wahlfach für Schülerinnen und Schüler angeboten. Der Standort der Schule sowie etwaige Einschränkungen (Feuerwehrzufahrt, Freisportflächen, Pausenhofgröße, etc.) haben Einfluss darauf, in welcher Größe ein Schulgarten im Einzelnen berücksichtigt werden kann.

Allgemeinbildende Schulen Vor drei Jahren unterstützte das Amt für Allgemeinbildende Schulen (SchA) im Rahmen einer W-Seminararbeit einen Schüler eines städtischen Gymnasiums zum Thema „Urban Gardening an Schulen. Praxisbeispiele an ausgewählten Nürnberger Schulen“, um Informationen zum Status Quo und künftigen Interesses der Nürnberger allgemeinbildenden Schulen in diesem Bereich zu erhalten. Die Abfrage an den Schulen ergab vielfältige Erkenntnisse und Impulse: So verfügen viele Nürnberger Schulen bereits über einen Schulgarten oder leisten durch (Langzeit-)Projekte im Bereich Urban Gardening ihren Beitrag dazu. Etliche Schulen sind in MINT-Programme involviert und haben im Zuge dessen sogenannte „Grüne Klassenzimmer“ in ihren Schulgärten eröffnet, die dem naturwissenschaftlichen Unterricht zuträglich sind.

Nürnberger Schulgärten/Stand Sept. 2019

Schulgarten vorhanden kein Schulgarten vorhanden

20 7 2 1 2
6 11
16
4
31

Abbildung 5

Grundschule Mittelschule Förderzentrum Realschule Gymnasium

Mit Ausnahme einer Schule (Anmietung eines Schrebergartens) befinden sich die Schulgärten auf dem jeweiligen Schulgelände. Schulgärten werden oft im Rahmen von AGs betrieben. Neben Zierpflanzen werden in jedem vierten Schulgarten Nutzpflanzen angebaut, Tierhaltung (Bienen/Schulimkerei, Insekten/Insektenhotel, Fische/Teiche) spielt nur eine untergeordnete Rolle. Die wichtigste Erkenntnis der Umfrage war jedoch folgende: Vergleicht man das Interesse an zusätzlichen und kreativen Gartenprojekten von Schulen mit Schulgärten mit Schulen ohne Schulgärten zeigt sich, dass Schulen, die sich über ihre gärtnerische Aktivität im Schulgarten Expertise angeeignet haben, deutlich interessierter an einer Ausweitung von Gartenprojekten sind. Und genau aus diesem Grund sind Schulgärten auch in Zukunft nicht nur unerlässlich, sondern wichtiger denn je: Sollen unsere Städte in Zukunft grüner werden, müssen über unsere Schulen unsere Kinder erreicht werden. Somit leisten Schulgärten einen wichtigen Beitrag zur Quartiersbegrünung. Unabhängig vom pädagogischen Wert von Schulgärten für Kinder und Jugendliche gibt es von den Schulen klar benannte Anforderungen, die notwendig für die praktische Arbeit dort sind:

Das Amt für Allgemeinbildende Schulen wird sich auch in Zukunft für Schulgärten an den allgemeinbildenden Schulen in Nürnberg einsetzen und die wertvolle Arbeit der Schulen bei Bedarf unterstützen.

Berufliche Schulen Für die beruflichen Schulen werden aktuell zwei Schulneubauten für die Berufsoberschule Nürnberg (BON/B13) sowie für die B5/B14 geplant. Neben sogenannten „Grünen Klassenzimmern“, die den Unterricht im Freien ermöglichen, sind Schulgärten für die fachliche Ausbildung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Freien vorgesehen.

Die Berufliche Oberschule der Stadt Nürnberg (BON/B13) ist eine Fachoberschule, an der die Ausbildungsrichtungen Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie (ABU), Sozialwesen, Technik und Wirtschaft und Verwaltung angeboten werden. In der Ausbildungsrichtung ABU

sind die MINT-Bereiche Biologie, Chemie, Physik und Technologie als Profilfächer definiert. Für das Profilfach Biologie ist als Experimentierfläche ein Schulgarten im Außenbereich notwendig und entsprechend im Raumprogramm vorgesehen. Er umfasst 100 Quadratmeter. Die Fachrichtung ABU (Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie) ist eine sehr moderne Fachrichtung mit dem Unterrichtsfach Biologie als Schwerpunkt, unterstützt durch die Fächer Chemie und Physik sowie Technologie. Diese Fachrichtung gilt als der sogenannte „Grüne Bereich“ oder Zweig der „angewandten Naturwissenschaften“ und vertieft in der Praktikumsphase der 11. Jahrgangsstufe u. a. die neuen Technologien im Bereich von Ernährung und Biotechnologie, Umweltsicherung, Gartenbau, Landwirtschaft und Forsten. Der Fachbereich beinhaltet Grundaspekte der menschlichen Versorgung und Erhaltung des Lebens. Das Fach Biologie trägt dabei in besonderem Maße zur Umweltbildung im Sinne eines ressourcenschonenden nachhaltigen Handelns bei. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verbindet Fragen der Ökologie, eines der Fachgebiete der Biologie, mit ökonomischen und sozialen Problemstellungen in einer global vernetzten Welt. Die Schülerinnen und Schüler werden sich dadurch der Bedeutung einer intakten Umwelt für ihr persönliches Wohlbefinden und für die Erhaltung ihrer Gesundheit bewusst und wissen zugleich, dass sie Umweltschäden selbst verursachen und zu deren Verhinderung beitragen können. Sie erkennen, dass der Mensch die Ressourcen von Ökosystemen nutzt und reflektieren durch Abwägung von Kosten und Nutzen die menschlichen Eingriffe in die Natur. Die Beschäftigung mit Lebewesen und Lebensvorgängen, mit deren Komplexität und mit der wechselseitigen Abhängigkeit zwischen Mensch und Umwelt ermöglicht den Aufbau einer verantwortungsvollen Haltung zur Natur und Mitwelt.

Die Berufliche Schule - Direktorat 5 ist das Kompetenzzentrum für Ausbildung und Weiterbildung in den Bereichen Modeschulen, Körperpflege/Friseure/-innen, Berufsvorbereitung und Berufsintegration. Der Lehrplan der Fachschule für Bekleidungstechnik umfasst im Fach Chemie und Werkstoffkunde des zweiten Schuljahres u. a. die Lerninhalte Veredelungsmaßnahmen und ihr Einfluss auf textile Materialien. Dazu gehören die Unterrichtsinhalte Färben und Bedrucken sowie die Vermeidung von Umweltbelastungen durch Prozessoptimierung und die Substitution umweltbelastender Veredelungsmaßnahmen. Aus diesem Grund ist die Errichtung eines Färbergartens (mit Schnellkomposter) geplant, um den Schülerinnen und Schülern im Unterricht die Möglichkeiten, umweltverträgliche, natürliche Farben herzustellen, praktisch zu vermitteln.

Im Schulbereich Berufsvorbereitung werden die Jugendlichen in der Fachpraxis in drei Lehrküchen auf Berufsausbildungen in den Bereichen Ernährung und Versorgung vorbereitet. Der Unterricht ist handlungs- und projektorientiert konzipiert. Die Schule betreibt dazu ein Schülercafé. Speisen werden selbst hergestellt und verkauft. Hierfür ist im Raumprogramm ein Schulgarten mit Hochbeeten, in welchem Gemüse, Kräuter und Obst selbst angebaut und für den Unterricht verwendet werden können, vorgesehen. Großer Wert wird dabei auf Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Förderung umweltbewussten Verhaltens und Handelns der Jugendlichen gelegt.

Status der Maßnahme Titel der Maßnahme Baudienst- stelle Art und Stand der Maßnahme Kosten Baubeginn geplant Baubeginn tatsächlich Fertigstellung geplant Fertigstellung tatsächlich
abgeschlossen MS Georg-Holzbauer-Schule Spielhof SÖR Sanierung 690.000,00 € 2020 Q3 2020 Q4
abgeschlossen Hans-Sachs-Gymnasium Sanierung Chemieräume H Sanierung (KIP-S Maßnahme) 1.592.000,00 € 2019 Q2 2020 Q4
abgeschlossen Dürer-Gymnasium Sanierung Chemieräume H Sanierung (KIP-S Maßnahme) 1.166.500,00 € 2019 Q3 2021 Q1
abgeschlossen Ballsporthalle Tillypark wbg-k Neubau 34.217.000,00 € 2020 Q2 2021 Q2
abgeschlossen GS Georg-Paul-Amberger-Schule Dachsanierung H Sanierung 1.404.000,00 € 2020 Q3 2021 Q2
abgeschlossen Bertha-von-Suttner Schulsport-/Vereinsanlagen Verein Sanierung 1.803.000,00 € 2020 Q2 2021 Q3
abgeschlossen GS Friedrich-Hegel-Schule Sanierung der Rettungswege H Brandschutz- sanierung 508.000,00 € 2020 Q3 2021 Q3
abgeschlossen Ludwig-Uhland-Schule Umbau der Kleinhallen wbg-k Umbau 5.112.000,00 € 2017 Q4 2021 Q4
abgeschlossen GS Regenbogenschule Sanierung der Rettungswege H Sanierung 442.000,00 € 2021 Q2 2022 Q1
abgeschlossen Bertolt-Brecht-Schule Neubau wbg-k (ÖÖP) Neubau 206.912.000,00 € 2019 Q1 2022 Q2
abgeschlossen Melanchthon-Gymnasium Schulsportanlagen SÖR Sanierung 1.700.000,00 € 2021 Q3 2022 Q2
abgeschlossen Pirckheimer-Gymnasium Schulsportanlagen SÖR Sanierung 391.600,00 € 2021 Q3 2022 Q2
abgeschlossen GS Laufamholz Sanierung der Rettungswege H Brandschutz- sanierung 446.700,00 € 2020 Q2 2022 Q2
abgeschlossen GS Henry-Dunant-Schule Interim GS/Ersatz Hort wbg-k Anmietung 2.661.000,00 € 2022 Q1 2022 Q3
begonnen GS Bauernfeindschule Dachsanierung H Sanierung 1.500.000,00 € 2021 Q2 2022 Q4
begonnen GS Friedrich-Wanderer-Schule Erweiterungsbau GS und KiHo H Neubau 4 AUR + Hort Zielgröße: 5-zügige GS (interimsweise 7-Züge) 9.922.000,00 € 2022 Q1 2022 Q4
begonnen GS Paniersplatz Sanierung der Rettungswege H Brandschutz- sanierung 997.000,00 € 2018 Q2 2022 Q4
begonnen GS + MS Bismarckstraße Sanierung der Rettungswege H Brandschutz- sanierung 1.413.000,00 € 2017 Q3 2022 Q4
begonnen Bertolt-Brecht-Schule Sanierung für Interimsnutzung wbg-k Sanierung 5.695.000,00 € 2022 Q2 2023 Q1
begonnen GS + MS Insel Schütt Sanierung Dach, Fassade und Fenster (einschließlich Interim) ohne Hortgebäude H Sanierung (KIP-S Maßnahme) 13.481.000,00 € 2020 Q1 2023 Q1
Status der Maßnahme Titel der Maßnahme Baudienst- stelle Art und Stand der Maßnahme Kosten Baubeginn geplant Baubeginn tatsächlich Fertigstellung geplant Fertigstellung tatsächlich
begonnen GS + MS Insel Schütt Toilettensanierung H Sanierung 745.000,00 € 2020 Q4 2023 Q1
begonnen GS Max-Beckmann-Schule Teilsanierung und Erweiterung des Schulgebäudes wbg-k Teilsanierung und Erweiterung 7.806.000,00 € 2020 Q3 2023 Q2
begonnen MS Neptunweg Sanierung der Rettungswege H Brandschutzsanierung 572.000,00 € 2021 Q3 2023 Q2
begonnen GS + MS Bismarckstraße Sanierung Dach, Fassade und Fenster H Sanierung 10.328.000,00 € 2021 Q3 2023 Q3
begonnen GS + Hort Thoner Espan (2. BA) wbg-k Zeitplan 2. BA Gesamtkosten 1.+2. BA Neubau Sporthalle Abbau der Containeranlage (nach Fertigstellung GS Forchheimer) Fertigstellung der Freianlagen (Pausenhof Sportanlage) Wiederherstellung des temporär genutzten Grüngürtels 39.654.000,00 € 2024 Q3 2024 Q4 2025 Q4 2020 Q4 2020 Q4 2026 Q3 2023 Q3 2024 Q3 2025 Q3 2026 Q3
in Planung GS Gebrüder-Grimm-Schule Sanierung der Rettungswege H Sanierung 1.195.000,00 € 2022 Q3 2023 Q4
begonnen GS + MS Maiacher Straße Abriss/Neubau GS und Betreuung sowie MS ÖPP Neubau 3-zügige GS und Betreuung sowie 6-zügige MS 1. BA Neubau Schulgebäude 2. BA Abriss Altbau sowie Neubau Sporthallen & Freianlagen 157.301.000,00 € 2024 Q1 2022 Q1 2022 Q1 2025 Q3 2023 Q4 2025 Q3
in Planung GS Reutersbrunnenschule Erweiterungsbau GS und Hort H Neubau 8 AUR + Betreuung 19.421.000,00 € 2023 Q1 2024 Q1
begonnen GS Forchheimer Straße Neubau GS und Betreuung wbg-k Neubau 5-zügige GS + Betreuung 46.762.000,00 € 2022 Q1 2024 Q3
Status der Maßnahme Titel der Maßnahme Baudienst- stelle Art und Stand der Maßnahme Kosten Baubeginn geplant Baubeginn tatsächlich Fertigstellung geplant Fertigstellung tatsächlich
in Planung GS Ludwig-Uhland-Schule Neubau wbg-k Neubau 4-zügige GS 23.823.000,00 € 2023 Q1 2024 Q3
in Planung Pilotystraße 4 Sanierung für Interimsnutzung wbg-k Sanierung 1. BA: A/B-Bau 2. BA: C-Bau 5.007.000,00 € 2022 Q4 2022 Q4 2023 Q4 2024 Q3 2023 Q3 2024 Q3
in Planung SVE + KiGa Henry-Dunant-Schule (Erasmusstraße 13) Ersatz- und Erweiterungsbau wbg-k Neubau 4 Gruppen SVE + 4 Gruppen KiGa 9.312.000,00 € 2022 Q4 2024 Q3
in Planung GS + Hort Fischbach Neubau Hort mit Schulerweiterung (einschließlich Sporthalle) wbg-k Neubau 15.830.000,00 € 2023 Q1 2024 Q4
in Planung GS Brunecker Straße Neubau GS und Betreuung wbg-k Neubau 5-zügige GS + Betreuung 55.000.000,00 € 2023 Q3 2025 Q4
in Planung Martin-Behaim-Gymnasium Ersatzneubau wbg-k Neubau 174.327.000,00 € 2022 Q3 2025 Q3
in Planung GS Henry-Dunant-Schule (Erasmusstraße 11) Neubau GS und Betreuung wbg-k Neubau 5-zügige GS + Betreuung 51.223.000,00 € 2022 Q4 2025 Q2
in Planung Breslauer Straße Berufliche Schule - Direktorat 13 Neubau FOS/BOS B13 wbg-k Neubau 45.313.000,00 € 2023 Q3 2026 Q3
in Planung Berufliche Schule - Direktorat 5 Berufliche Schule - Direktorat 14 Neubau Investoren- projekt Neubau 180.995.000,00 € n. n. 2026 Q3 (Rahmen- terminplan lt. Ausschreibung)
in Planung GS Eibach (Fürreuthweg 95) Neubau GS und Betreuung wbg-k Neubau 1. BA Schulgebäude 2. BA Außenanlagen 35.232.000,00 € 2023 Q1 2023 Q1 2025 Q3 2026 Q4 2025 Q3 2026 Q4
Status der Maßnahme Titel der Maßnahme Baudienst- stelle Art und Stand der Maßnahme Kosten Baubeginn geplant Baubeginn tatsächlich Fertigstellung geplant Fertigstellung tatsächlich
in Planung Neues Gymnasium Nürnberg Sanierung und Schulerweiterung wbg-k Sanierung und Neubau 1. BA Neubau Fachklassen- und Unterstufengebäude und Umbau Kunsthaus (ehemalige Sporthallengebäude) 2. BA Sanierung Haupthaus und Umbau IZBB-Gebäude 106.020.000,00 € 2023 Q1 2023 Q1 2025 Q3 2028 Q1 2025 Q3 2028 Q1
in Planung Breslauer Straße Neubau Gymnasium und Realschule wbg-k Neubau eines 5-zügigen Gymnasiums und einer 5- zügigen Realschule sowie zwei 3-fach Sporthallen Gymnasium Mensa und Sporthalle Realschule 198.540.000,00 € 2024 Q3 2024 Q3 2025 Q1 2025 Q3 2028 Q2 2027 Q3 2027 Q3 2028 Q2
begonnen Schulzentrum Südwest Neubau H Neubau 1. BA Sporthalle Ost 2. BA Schulgebäude 3. BA Sporthalle Nord 199.773.000,00 € 2023 Q1 2026 Q3 2021 Q2 2021 Q2 2028 Q4 2023 Q2 2026 Q3 2028 Q4
in Planung Tiefes Feld Neubau Gymnasium sowie GS und Betreuung ÖPP Neubau eines 5-zügigen Gymnasiums sowie einer 3- zügigen GS und Betreuung (inkl. aller Sportbedarfe) 154.427.000,00 € 2029 Q1 2031 Q3 notwendiger Betriebsbeginn

BIC-LISTE

Kategorie B ( = “reine“ Ref. IV-Projekte)

Standort Name der Maßnahme Umfang der Maßnahme Baubeginn geplant Fertigstellung geplant letztmöglicher Betriebsbeginn / Anmerkung lt. Bedarfsträger
Äuß. Bayreuther Straße 8 BBZ (Sporthallen) Sanierung Dach Turnhalle inkl. abgehängter Decken, Boden und Brandschutzmaßnahmen im Bauteil D des BBZ n.n. n.n.
Augustenstraße 30 B1 Generalsanierung der Werkhallen/ Werkstätten und Neubau einer Sporthalle sowie Neuausstattung der Fachunterrichtsräume n.n. n.n.
Forchheimer Straße Neubau einer Sporthalle Neubau einer Sporthalle auf dem Gelände des TSV Johannis 1883 2024 Q3 2026 Q3
Fürther Straße 212 Hermann-Kesten-Kolleg Neubau des HKK in Verbindung mit der Schulerweiterung der Veit-Stoß-Realschule (einschließlich der Freisportanlagen) sowie der Deckung von Betreuungsbedarfen am Standort Merseburger Straße 6 n.n. n.n. notwendiger BeB 2030 Q3
Innerer Laufer Platz 11 Willstätter-Gymnasium Sanierung des Hauptgebäudes (Dach, Fassade) 2024 Q3 2025 Q3
Innerer Laufer Platz 11 Willstätter-Gymnasium (Melanchthonbau) Sanierung/Ertüchtigung des Melanchthonbaus auf Grund der Auflagen aus der baulichen Nutzungsänderung 2024 Q1 2024 Q4
Rollnerstraße 15 B13 (derzeit) Gebäudesanierung (anschließend Inbetriebnahme als Oberstufenzentrum) n.n. 2026 Q3 Voraussetzung: Auszug der B13 (Breslauer Str.)
Saarbrückener Str. 26 GS Georg-Holzbauer-Schule Altbau: Erneuerung der Fenster n.n. n.n.
Siedlerstraße 37 GS Zerzabelshof / Dependance Siedlerstraße Sanierung des Hauptgebäudes und Ersatzneubau für die Pavillons (Zielgröße: 2-zügige GS) n.n. n.n.
Uhlandstraße 33 MS Ludwig-Uhland-Schule Sanierung des Bestandsgebäudes (einschließlich Wiederherstellung der Außenanlagen) 2024 Q3 2027 Q3 lfd. Monitoring / Prüfung einer ggf. erforderlichen vorgezogenen bauabschnittsweisen Umsetzung
(Standort noch nicht bekannt) Mittelschule Ost 6-zügige Mittelschule (32 Klassen) n.n. n.n.

BIC-LISTE

Kategorie C ( = Schnittstellenprojekte)

Standort Name der Maßnahme Umfang der Maßnahme Baubeginn geplant Fertigstellung geplant letztmöglicher Betriebsbeginn / Anmerkung lt. Bedarfsträger
Adam-Kraft-Straße 2 GS St. Johannis Generalsanierung (Unterrichtskapazität für 10 Klassen und Betreuung) Zielgröße: 4-zügige GS und Betreuung (unter Einbeziehung des Objektes Lange Zeile 31) 2023 Q3 2026 Q4
Eichstätter Straße 11 GS Erich-Kästner-Schule Abriss und Neubau oder Sanierung und Erweiterung des Bestandsbaus für schulische und Betreuungszwecke Zielgröße: 4-zügige GS (unter Einbeziehung des Objektes Reichelsdorfer Schulgasse) n.n. n.n.
Herschelplatz 1 GS Friedrich-Wilhelm- Herschelschule Umbau und Sanierung des Bestandsgebäudes nach Auszug der Mittelschule für schulische und Betreuungszwecke (Zusammenhang mit ÖPP Maiach) Zielgröße: 5,5-zügige GS n.n. n.n.
Holsteiner Straße 2a GS Wahlerschule 1. BA Errichtung eines inklusiven Hauses für Kinder (24 Plätze Kinderkrippe und 45 Plätze Kindergarten) als Ersatzstandort für den Kindergarten „Regenbogen“ in der Brettergartenstraße 2. BA Erweiterungsbau für schulische Bedarfe und 75 Plätzen als Kombieinrichtung (kooperative Ganztagsbildung) sowie für die Partnerklassen und die HPT der Jakob-Muth-Schule n.n. n.n.
Lange Zeile 31 GS St. Johannis Sanierung der Räumlichkeiten nach Interimsnutzung/Abschluss der Sanierungsarbeiten im Hauptgebäude Adam-Kraft-Straße 2 zur Unterbringung von 6 Klassen und Betreuung n.n. n.n.
Oedenberger Straße 135 GS + MS Konrad-Groß-Schule Ersatz- und Erweiterungsbau für Grund- und Mittelschule mit Wirkung in Richtung Bismarckschule. Berücksichtigung der Raumbedarfe für die Kooperation mit der Merianschule (Partnerklassen und Klassen der Berufsschulstufe) an der Mittelschule sowie der HPT. Überführung der gebundenen Ganztagsschule in das Modell „Kooperative Ganztagsbildung“ als Kombieinrichtung. n.n. n.n.
Ossietzkystraße 2 GS + MS Carl-von-Ossietzky-Schule Umfassende Sanierung bzw. Generalsanierung sowie Erweiterungsbau für Schul-, Betreuungs- und Jugendhilfezwecke inkl. Sportanlagen n.n. n.n.
Schönweißstraße 7 Grundschule Süd GS 3-zügig + Betreuung (nach Auszug der B14 und Sanierung des Bestandsgebäudes) n.n. n.n.
Zugspitzstraße 123 GS Gretel-Bergmann-Schule Dep. Zugspitzstraße Abriss des Altbaus und Neubau (2. Bauabschnitt) für Schul- und Betreuungszwecke n.n. n.n.
Lfd. Nr. Standort Name der Maßnahme Umfang der Maßnahme BIC-Anmeldung 2022 Kommentar
B. Reine Projekte Ref. IV
1 Lutherplatz 4 Adam-Kraft-Realschule Sanierung Fenster/Fassade BIC-Anmeldung 09/2022 Interimslösung erforderlich
2 Leerstetter Straße 3 GS Ketteler-Schule Sanierung Fenster/energetische Sanierung der Gebäudehülle BIC-Anmeldung 09/2022 Interimslösung erforderlich
3 Hummelsteiner Weg 25 MS Hummelsteiner Weg Sanierung Fenster/Fasade/Dach (einschließlich Prüfung einer flächenoptimierten Bebauung des Schulareals) BIC-Anmeldung 09/2022 Interimslösung erforderlich
4 Sperberstr. 85 GS und MS Sperberschule Sanierung Fenster/Fassade BIC-Anmeldung 09/2022 Interimslösung erforderlich
5 Standort noch nicht bekannt gymnasialer Interim Aufwuchs Tiefes Feld Interims-Neubau, ggf. in Container- oder Modulbauweise BIC-Anmeldung 09/2022
6 Salzbrunner Str. 61 GS Astrid-Lindgren-Schule Baumassenstudie durch WBG-K BIC-Anmeldung 09/2022 Baumassenstudie für den Neubau GS Salzbrunner Str. 61 mit SFZ Langwasser und Kombieinrichtung einschließlich Neuerrichtung/- organisation der schulischen Sportanlagen (GS + Gym/RS Breslauer Str.) sowie der angrenzenden Vereinssportanlagen.
7 Äußere Bayreuther Str. 8 BBZ Sanierung Tiefgarage BIC-Anmeldung 09/2022
8 Äußere Bayreuther Str. 8 BBZ Sanierung - konzeptionelle Überlegungen einschließlich Vorprüfungen BIC-Anmeldung 09/2022
9 Hintere Insel Schütt 5 GS + MS Insel Schütt Sanierung/Aufstockung bzw. Abriss/Neubau des bestehenden Hortgebäudes Errichtung eines Betreuungshauses für den schulischen, offenen und gebundenen Ganztag BIC-Umwidmung Umwidmung der BIC-J-Maßnahme "Sanierung und Erweiterung um weitere zwei Gruppen bzw. Abriss und Neubau eines viergruppigen Kinderhorts" in eine reine Schulbaumaßnahme. Begründung: „Entwicklung eines in sich geschlossenen pädagogischen Konzepts für Betreuung und Unterricht zur Vermeidung von Doppelstrukturen und Reduzierung von Baumaßnahmen mit den Mehrwerten: a) Kapazitätserweiterung in der Betreuung b) synergetische Nutzung der Räume von Schule und Betreuung.“; Zeitschiene steht i.Z.m. Fertigstellung Untere Talgasse (vors. 2024) sowie Auslagerung der GS Insel Schütt an den Standort Bartholomäusschule.
10 Salzbrunner Str. 61 GS Astrid-Lindgren-Schule Abriss-Neubau
11 Schafhofstr. 21 FOS Lothar-von-Faber-Schule Ertüchtigung (inkl. Brandschutzkonzept) der ehemaligen Schulleitervilla für Unterrichtsräume (Generalsanierung)
12 Neunhofer Hauptstr. 73 GS + MS Friedrich-Staedtler-Schule umfassende Sanierung
13 Schlößleinsgasse 8 MS Schlößleinsgasse Erweiterung für schulische und Betreuungsbedarfe
14 Bartholomäusstr. 16 GS Bartholomäusschule Turnhalle: Sanierung Dach
15 Beckmannstr. 2 GS Max-Beckmann-Schule Sanierung Altbau (Fenster, Fassade, Dach)
16 Tetzelgasse 20 Johannes-Scharrer-Gymnasium Im neuen Bauteil aus dem Jahre 1975 ist eine umfassende Sanierung inkl. Brandschutz erforderlich. Interimslösung erforderlich
17 Luther-King-Str. 14 GS Martin-Luther-King-Schule umfassende Sanierung abhängig vom Hortauszug
18 Bielingplatz 2 Peter-Vischer-Schule Ersatz der Zweifach-Sporthalle durch Dreifach- Sporthalle, Schulerweiterung auf dem Dach der Sporthalle Umbau, Brandschutz Hauptgebäude
19 Scharrerstr. 33 GS Scharrerschule Sanierung und Umbau nach Auszug der Mittelschule (einschl. Erneuerung Fenster Westfassade mit Sonnenschutz) Umsetzung der Maßnahme "Grundschule Scharrerstraße" setzt die Realisierung der BIC-Maßnahme "Mittelschule Ost" voraus
20 Tetzelgasse 20 Johannes-Scharrer-Gymnasium Erneuerung Lüftungsanlage (Turnhalle)
Lfd. Nr. Standort Name der Maßnahme Umfang der Maßnahme BIC-Anmeldung 2022 Kommentar
21 Fürreuthweg 95 GS Eibach Einbau Fenster und Lüftungsanlage (30er Jahre Altbau)
22 Holzgartenstr. 14 GS Holzgartenschule umfassende Sanierung
23 Hermann-Kolb-Str. 53 GS+MS Altenfurt umfassende Sanierung der noch nicht modernisierten Bereiche
24 Lutherplatz 4 Adam-Kraft-Realschule Erneuerung Lüftung Turnhalle + Anpassung Statik
25 Sulzbacher Straße 102 B8 und B14 Sanierung des Gebäudes nach Auszug der B14
26 Preißlerstraße 6 MS Johann-Daniel-Preißler-Schule Erneuerung Lüftung Turnhalle + Anpassung Statik
27 Thusneldastr.6 GS Thusneldaschule Sanierung und Umbau nach Auszug der Mittelschule Umsetzung der Maßnahme "Grundschule Thusneldastraße" setzt die Realisierung der BIC-Maßnahme "Mittelschule Ost" voraus.
28 Reutleser Str. 6 GS Großgründlach umfassende Sanierung
29 Äußere Bayreuther Str. 8 BBZ Bauteil E, Sanierung WCs
30 Sielstr. 15 FöZ Bärenschanze umfassende Sanierung / Generalsanierung: Erweiterungsbau und Turnhalle (ohne Haupthaus)
31 Fischbacher Hauptstr. 118 GS Fischbach umfassende Sanierung
32 Löbleinstr. 10 Hans-Sachs-Gymnasium Abdichtung des gesamten Kellergeschosses
33 Katzwanger Hauptstr. 19 GS+MS Katzwang umfassende Sanierung
34 Straßburger Str. 27 Sportplatzgebäude Gibitzenhof Abriss und Neubau
35 Glogauer Str. 31 FöZ Langwasser Abriss und Neubau/Ersatzbau
36 Fürther Straße 80a IPSN Sanierung und Erstellung einer Gesamtkonzeption
37 Schweinauer Str. 20 MS St. Leonhard Umbaumaßnahmen und Umbau der Kleinhallen mit baulicher Erweiterung (1.BA) Perspektivisch: Umnutzung der Räume im Anwesen Georgstraße 22 für einen vollausgebauten gebundenen Ganztag (2.BA)
38 Hummelsteiner Weg 25 MS Hummelsteiner Weg umfassende Sanierung von Spielhof, Pausenhofbelag und Kanalanlage
39 Augustenstr. 30 B1 Sanierung der Dächer von Hochhaus, Kohlebunker, Seitenlager, Gaslager, Fenstersanierung (Neubau 70er Jahre), Fassade
40 Knauerstr. 20 GS Knauerschule Sanierung: Dach, Fassade, Fenster Interimslösung erforderlich
41 Preißlerstraße 6 Johann-Daniel-Preißler-Schule Sanierung: Fenster Interimslösung erforderlich
42 Sperberstr. 85 GS Sperberschule Sanierung und Umbau nach Auszug der Mittelschule als Reaktion auf die Neubauten Bruneckerstr., MS Werderau, MS Ost Interimslösung erforderlich
43 Billrothstr. 16 GS Theodor-Billroth-Schule Erneuerung Fenster mit Sonnenschutz Interimslösung erforderlich
44 Schafhofstr. 25 FOS Lothar-von-Faber-Schule Hofseite: Erneuerung Fenster/Sonnenschutz Sanierung der Toiletten Interimslösung erforderlich
45 Neue Hegelstr. 17 GS Friedrich-Hegel-Schule Erneuerung Fenster mit Sonnenschutz (Hauptgebäude) Maßnahme im Anschluss an die wbg-k-Maßnahme (C Ziffer 1)
Lfd. Nr. Standort Name der Maßnahme Umfang der Maßnahme BIC-Anmeldung 2022 Kommentar
C. Schnittstellenprojekte
1 Neue Hegel Str. 17 GS Friedrich-Hegel-Schule Neubau (2. BA) für GS und Betreuung BIC-Anmeldung 09/2022
2 Herriedener Str. 25 GS Birkenwald-Schule umfassende Sanierung / Generalsanierung (PCB- Belastung), ggfs. Erweiterung für GS und Betreuung BIC-Anmeldung 09/2022 Interimslösung erforderlich
3 Moritzbergstr. 29 GS Laufamholz Erweiterungsbau für Schul- und Betreuungszwecke
4 Reutersbrunnenstr. 12 GS Reutersbrunnenschule Umbau/Sanierung/Erweiterung für GS und Betreuung nach Auszug der B5 (Zielgröße: 5,5-zügige GS) Sporthallenneubau (Deutschherrnwiese) Umsetzung der Maßnahme "Grundschule Reutersbrunnenschule" setzt die Realisierung der MIP-Maßnahme "Neubau B5/B14 (Investorenprojekt)" voraus.
5 Neue GS im südlichen Knoblauchsland Neubau 3-zügige GS und Betreuung mit Frei- und Hallensport
6 Heroldsberger Weg 42 a GS Ziegelstein Sanierung des Bestandsgebäudes
Sonstiges
1 Klinikum Nürnberg Nord, Prof.- Ernst-Nathan-Str. 1 Schule für Kranke Raumprogramm für 8 AUR, 5 GRU, MZR, LMF, Lehrerzimmer, Verwaltungsflächen Keine BIC-Maßnahme
2 Standortnah zur BBS Sportinternat Sportinternat Neubau (wbg-Maßnahme - Mietmodell) Keine BIC-Maßnahme
3 ehemaliges Areal der Lederer- Kulturbrauerei Mensa (Dürer-Gymnasium und FöZ Sielstraße) Neubau Keine BIC-Maßnahme (Referentenbesprechung v. 25.01.2022)
4 Zentrum für Hörgeschädigte, Pestalozzistr. 25 Abriss Bestandsgebäude / Neubau GS West 3-zügige GS und Betreuung Keine BIC-Maßnahme

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss 21.10.2022 öffentlich Beschluss

Betreff: Weiterentwicklung Standardisierung allgemeiner unterrichtlicher Ausstattung (Mobiliar) im

allgemeinbildenden Bereich

Sachverhalt (kurz):

Pädagogisches Konzept Bereich Neubau: Das vorgelegte Konzept zur allgemeinen unterrichtlichen Ausstattung ist eine zeitgemäße Weiterentwicklung der ursprünglichen Fassung aus dem Jahre 2017 (Konzept flexibler Unterricht in Neubauten). Die Fortschreibung des Konzepts für Mobiliar im unterrichtlichen Bereich soll einen der Zeit entsprechenden Unterricht in den Schulen durch angepasstes schülerbezogenes flexibles Mobiliar ermöglichen und wird als fortgeführte Grundlage unterrichtlicher Ausstattung bei Neubaumaßnahmen vorgestellt. Eine fortgeschriebene Lehrerarbeitsplatzausstattung soll zudem den Einsatz digitaler Medien zur Unterrichtspräsentation (Bereitstellung digitaler Endgeräte für alle Lehrkräfte im Stadtgebiet) gewährleisten. Pädagogisches Konzept Bereich Bestand: Die bisherigen Standards hierfür sind beizubehalten. Erstmals wird in einem Konzept die allgemeine unterrichtliche Ausstattung zusammengefasst. Angesichts der flächendeckenden Bereitstellung digitaler Endgeräte für alle Lehrkräfte im Stadtgebiet wird zur Gleichstellung hinsichtlich didaktischer Möglichkeiten (siehe auch LehrplanPlus) aller allgemeinbildender Schulen der Lehrerarbeitsplatz (im Falle einer Ersatzbeschaffung) konzeptionell analog zum Neubau als zukünftiger Standard neu festgelegt. Die Verwaltung legt das Konzept für beide Bereiche zur Zustimmung durch den Schulausschuss vor, um zukünftige Beschaffungen verbindlich hieran auszurichten.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten -220.615 € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv -220.615 € davon Sachkosten -220.615 € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Mittel für Neubau werden im Rahmen MIP-Fortschreibung 2023-2026 für die Jahre 2023-25 entsprechend reduziert. Mittel für Bestände werden im Fachamtsbudget weder reduziert noch ausgeweitet.

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Durch das flexible Ausstattungskonzept kann auf die individuelle Bedürfnisse von Schüleinnen und Schüler sowie Lehrkräfte adäquat eingegangen werden.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

StK

Beschlussvorschlag:

Das vorgelegte Konzept zur Standardisierung allgemeiner unterrichtlicher Ausstattung (Mobiliar) für die Bereiche "Neubau" und "Bestand" im allgemeinbildenen Bereich wird inhaltlich zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung wird beauftragt, dieses Konzept entsprechend in die Beschaffungsprozesse einzusteuern. Modellversuche zur Weiterentwicklung oben genannter Konzeptionierung bleiben möglich.

Weiterentwicklung der Standardisierung allgemeiner unterrichtlicher Ausstattung

(Mobiliar) bei Neubauten und im Bestand im allgemeinbildenden Bereich

(vgl. Schulausschuss vom 24.02.2017)

Präambel

Lehrkräfte stellen als Pädagogen eine wichtige Größe im Bildungsprozess der Schülerinnen und Schüler dar; dennoch ist ein gewisses Umfeld, hier der Unterrichtsraum in seiner Ausprägung, von immenser Bedeutung, da er wesentliche zeitgemäße Möglichkeiten (technischer wie pädagogischer Natur) eröffnet. Um hier aktuellen Weiterentwicklungen des Unterrichtens auch nachhaltig gerecht zu werden, muss auch eine Weiterentwicklung in der Ausstattung der Unterrichtsräume geschehen.

Erfahrungen, Erkenntnisse und eine Evaluation des Amtes für Allgemeinbildende Schulen (SchA) im Sommer 2021 sowie eine Umfrage unter den Nürnberger Lehrkräften zum Thema Lehrerarbeitsplatz im Januar 2022 führten dazu, das vor vier Jahren aufgestellte Konzept „Standardisierte Ausstattung eines flexiblen Unterrichtsraumes“ (Schulausschuss Februar 2017) zeitkritisch zu hinterfragen und auf den aktuellen Stand zu bringen.

Für alle allgemeinen Unterrichtsräume innerhalb der Sachaufwandsträgerschaft der Stadt Nürnberg wird dazu eine standardisierte Ausstattung der Schülermöbel und Lehrkraftmöbel ab Beschlussfassung durch den Schulausschuss der Stadt Nürnberg (geplant: Oktober 2022) wie im Konzept beschrieben beschafft und eingesetzt.

Der Begriff Standardisierung darf nicht im negativen Sinne einer Beschränkung oder Herabsetzung bisheriger Qualitätskriterien verstanden werden, sondern durch einheitliche Maßstäbe soll das Niveau eines zeitgemäßen und anspruchsvollen Unterrichts gewährleistet werden, zu dessen Realisierung benanntes Mobiliar anzudenken ist.

Fachunterrichtsräume sind in diesem Konzept nicht enthalten, diese erfahren eine gesonderte Betrachtung in absehbarer Zeit durch eine Arbeitsgruppe im Amt für Allgemeinbildende Schulen.

A. Grundzüge der Schulmöbelausstattung

1. Grundsätzliche Anforderungen an das Mobiliar

- Hygiene und Sicherheit

Alles Mobiliar wird in Ausführung und Dimensionen (v. a. Stabilität, Kantenschutz, Material…) den gesetzlichen Vorgaben entsprechend angeschafft. Aus Hygienegründen sind alle Möbel abwischbar und abwaschbar. Die Reinigung der Räume ist einfach durchführbar (z. B. stapelbare Stühle, Sockel von Schränken nicht in Holzausführung, Polstermöbelreinigung im Grundreinigungsvertrag enthalten). Auf Höhenverstellbarkeit wird bei Schülertischen und Schülerstühlen aus Gründen der Praktikabilität verzichtet, da erfahrungsgemäß die Tische von den Schülern meist nicht eigenständig verstellt werden können. Deshalb sind 5% (in Anlehnung an die Perzentilkurven des Robert-Koch-Instituts) der Stuhl- und Tischmenge in einer Schule zusätzlich zum Austausch nach Bedarf auf Lager vor Ort vorzuhalten, die bei Notwendigkeit von den Hausmeistern getauscht werden. Die Maße der Tische müssen in verschiedenen Dimensionen angeboten werden, um auch bei nicht standardisierten Raumzuschnitten die gewünschte Anzahl an Arbeitsplätzen erreichen zu können – eine gründliche Vorplanung ist in diesem Zusammenhang unabdingbar.

Die angebotenen Schulmöbel müssen den Empfehlungen und Vorschriften der „Arbeitshilfen zum Schulbau“ (herausgegeben vom Sekretariat der Kulturministerkonferenz), der „Klasse(n)möbel für Schulen“ und „Sichere Schule – Unterrichtsraum“ (beide herausgegeben von der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)) sowie der „Unfallverhütungsvorschrift Schulen“ (herausgegeben von der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB)) entsprechen.1

Die Konstruktionsvorschriften der betreffenden Normen und Richtlinien sind zu berücksichtigen:

BAGUV Richtlinien Bau und Ausrüstung von Schulen DGUV Grundsätze für die Prüfung der Arbeitssicherheit DIN EN 1729 Stühle und Tische für Bildungseinrichtungen, Funktionsmaße DIN ISO 5970 DIN 58 125 Schulbau DIN 31 001 Sicherheitsgerechtes Gestalten technischer Einrichtungsgegenstände DIN EN 312 Dreisicht− Feinspanplatten mit RAL Gütezeichen

- Farb- und Materialausgestaltung

Die Farb- und Materialausgestaltungen sollen sich zukünftig der Übersichtlichkeit und der Verwaltungsvereinfachung halber auf die „Bestseller“ fokussieren. Im Ergebnis wird es folgende Auswahl hinsichtlich der Dekorfarben und -materialien, Gestellfarben und Sitzschalenfarben geben:

 Für alle Tische 2 verschiedene Gestellfarben (Chromsilber, Grau) und 2 unterschiedlichen Tischplattenfarben (Ahorn, Grauweiß)

 Für alle Stühle 2 verschiedenen Gestellfarben (Chromsilber, Grau) und  6 unterschiedlichen Farben für die Kunststoffsitzschalen (dunkelrot, schwarzgrau, hellblau, hellgrün, orange, violett) erhältlich sein.

1 Weitere Informationen können der veröffentlichten PDF-Broschüre „Sichere Schule / Lernraum Unterrichtraum“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung entnommen werden (https://sish.rms2cdn.de/files/pdf-brochures/lernraum_unterrichtsraum.pdf)

 Für alle Schränke und Regale 2 verschiedenen Dekorfarben (Ahorn, Grauweiß), die mit den angebotenen Tischplattenfarben übereinstimmen müssen.

2. Klassengrößen

Die Klassenräume werden für eine Größe mit 32 Schülerinnen und Schüler ausgestattet. Davon kann aufgrund schulorganisatorischer Belange (z. B. „Ganztagsklasse“) abgewichen werden.

3. Umgebung für Lehrkräfte

- Arbeitsplatz

2022 wurden alle Lehrkräfte an Nürnberger Schulen mit personalisierten mobilen Dienstgeräten ausgestattet. Dies gilt für alle Lehrkräfte an Nürnberger Schulen mit einem Unterrichtseinsatz von mindestens 6 Wochenstunden. Für alle Lehrkräfte mit weniger Unterrichtseinsatz sowie dem sonstigen pädagogischen Personal stehen Poolgeräte zur Verfügung.

In den Unterrichtsräumen werden demnach die festen Lehrkrafttische als Arbeitsplatz strukturiert verkabelt und verfügen über Dockingstation, Monitor, Tastatur und Maus, zwei Arbeitstische (höhenverstellbar) und höhenverstellbarem Stuhl.

- Präsentationssysteme

Mit Einführung der Lehrerdienstgeräte wurde auch das Präsentationssystem verändert. Die Schulen erhalten aktuell in jedem Unterrichtsraum: Deckenbeamer, Verkabelung vom Beamer zum Lehrerarbeitsplatz, Frontwand matt weiß gestrichen als Projektionsfläche, nach Möglichkeit 3.00mx1.80m, Verbindung Dienstgerät zum Beamer über HDMI (Dockingstation) oder drahtlos („Casting“), Soundsystem, das am Beamer installiert ist; auch die Geräte der Schülerinnen und Schüler können mit dem Beamer verbunden werden.

Schulen, die bereits über interaktive Tafelsysteme mit Ultrakurzdistanzbeamern verfügen, können nach Wunsch in den übrigen Räumen auf das System wechseln oder erhalten durchgehend interaktive Tafelsysteme.

4. Experimentierklausel

Abweichende Ausstattungen können in enger Absprache mit dem pädagogischen Amt für Allgemeinbildende Schulen bei ausreichender Begründung in Ausnahmefällen möglich sein. Die Entscheidung hierüber obliegt der Amtsleitung. Darüber hinaus werden während der Laufzeit eines Rahmenvertrages auch andere Produkte gezielt zur Erprobung angeschafft.

5. Inkrafttreten

Die Verwaltung legt das Konzept am 21.10.2022 zur Zustimmung durch den Schulausschuss der Stadt Nürnberg vor, um zukünftige Beschaffungen verbindlich hieran auszurichten.

B. Konzept Neubau (zusätzliche Schulgebäude, Ersatzbauten, Erweiterungsbauten)

Die standardisierte Ausstattung von Unterrichtsräumen soll auch den aktuellen Entwicklungen der Ansprüche der Pädagogik (Einsatz neuer Medien, neue didaktische Ansätze, Sozialformen) an den Raum und seine Einrichtung Rechnung tragen. Es wird vom „Raum als drittem Pädagogen“ gesprochen, die unmittelbaren Auswirkungen für das Lehren und Lernen sind unbestritten. Das hier vorgesehene Ausstattungskonzept der Räume (dies betrifft alle allgemeinen Unterrichtsräume und weitere Räume/Raumbereiche (Gruppenraum, Ausweichraum) mit allgemeiner unterrichtlicher Nutzung) nimmt diese Ansprüche auf und soll viele Varianten moderner Unterrichtsformen möglich machen. Flexible Methoden, die auch eine räumliche Umstrukturierung nötig machen, erfordern neue Sozialformen und fördern daneben die vom LehrplanPLUS gesetzten Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Dieser eventuell auch ad hoc nötige Umbau der Möblierungssituation muss möglich sein, damit alle Lehrkräfte in den Räumen die Umgebung herstellen können, die zur geplanten Sozialform (u.a. Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Freiarbeit) passt. Deshalb sieht das Konzept Möbel vor, die eine hohe Flexibilität zulassen und u. a. auch von den Schülerinnen und Schülern in kurzer Zeit nach Vorgabe umgestellt werden können.

Umsetzung des Konzeptes

Das Konzept „Standardisierte Ausstattung eines flexiblen Unterrichtsraumes“ gemäß Beschlusslage des Schulausschusses vom 24.02.2017 dient als Grundlage zur Fortschreibung unterrichtlicher Ausstattung bei größeren Neubaumaßnahmen. Die Umsetzung des Konzepts zur Standardisierung des flexiblen Unterrichts ist immer abhängig von den jeweiligen Planungsständen sowie der zu Grunde liegenden Ausführungsarten (ÖÖP, ÖPP, konventionell) in schulische Baumaßnahmen.

Dies gilt grundsätzlich auch für Bauten, die in ÖÖP-Verfahren gebaut und betrieben werden (Konzeptanpassungen nur bis Vertragsverbindlichkeiten möglich). Die vertraglich vereinbarte EDV-Ausstattung wird nach den Vorgaben der Stadt Nürnberg vom Partner gesondert ausgeschrieben. Bei ÖPP-Verfahren beschafft der Partner gemäß vertraglicher Vereinbarung Möbel und EDV nach den Vorgaben (Leistungsverzeichnis) der Stadt Nürnberg.

Damit ist folgendes Mobiliar in allgemeinen Unterrichtsräumen eines Neubaus zu beschaffen:

Schülermobiliar

 Einzeltisch: 1-sitzig, stapelbar und wahlweise roll-/arretierbar (zwei Rollen); Tischfläche ca. 70cmx50-55 cm (Grundschule) bzw. ca. 75cmx65cm (weiterführende Schule); Höhen altersgestuft, mit seitlichem Schülertaschenhaken in Querstrebe.  Bis einschließlich Jahrgangsstufe 6: Tischplattenunterseitig einhängbare bzw. herausnehmbare Eigentumsschubfachablage  Pro Kind bis Jahrgangsstufe 6 ein Eigentumsfach / Materialfach (blickdicht oder transparent, z. B. Schublade/Kästen) in einer gemeinsamen Möbeleinheit  Stuhl: pro Schülerin/Schüler ein Stück wahlweise Kunststoff- oder Holzoberfläche in altersgestuften Höhen; stapelbar, aufstuhlbar auf Tischplatte, Sitz- und Rückenlehnen körpergerecht geformt; Freischwinger  großer Materialschrank: abschließbar; Flügeltürenausführung, BxH ca. 100cmx ca. 200 cm;  Magnetische Whiteboardelemente: 2 Stück zu je BxH 150cmx100cm, dazu ausreichend Zubehör (Magnete, Pinnnadeln, etc.).

Herkömmliche Kleinteile wie Mülleimer, Hocker, Sitzkissen, u. Ä. bleiben davon unberührt.

Lehrkraftmobiliar

 Steh-Sitz-Tische für Lehrkräfte: 1. Tisch mit einer Fläche ca. 120cmx80cm, höhenverstellbar von Sitz- bis Stehtischhöhe; feststehend, Vorbereitung für Verkabelung. 2. Tisch mit einer Fläche ca. 80cmx80cm, höhenverstellbar von Sitz- bis Stehtischhöhe, rollbar/arretierbar.  Lehrkraftstuhl: rollbar, höhenverstellbar von Sitz- bis Stehhöhe, Sitz- und Rückenlehnen körpergerecht geformt, Kunststoff- oder Holzoberfläche.  Für Grundschulstufe: Halbschrank, 2 innenliegende Schiebetüren, abschließbar

C Konzept Bestand (einschließlich Sanierungs- und Interimsmaßnahmen, erstmalig)

Die bisherigen Standards für Ersatz- oder Erweiterungsbeschaffungen in Bestandsschulen sind beizubehalten. Angesichts der flächendeckenden Bereitstellung digitaler Endgeräte für alle Lehrkräfte im Stadtgebiet wird zur Gleichstellung hinsichtlich didaktischer Möglichkeiten (siehe auch LehrplanPlus) aller allgemeinbildenden Schulen der Lehrerarbeitsplatz (im Falle einer Ersatzbeschaffung) konzeptionell analog zum Neubau als zukünftiger Standard neu festgelegt. Damit ist folgendes Mobiliar in allgemeinen Unterrichtsräumen eines Bestandsbaus zu beschaffen:

Schülermobiliar

 Tisch: 1-sitzig oder 2-sitzig, Kufenausführung, Tischfläche ca. 70-75cmx50-65cm (alle Schularten), Höhen altersgestuft  Stuhl: pro Schülerin/Schüler ein Stück wahlweise Kunststoff- oder Holzoberfläche in altersgestuften Höhen; stapelbar, aufstuhlbar auf Tischplatte, Sitz- und Rückenlehnen körpergerecht geformt; Freischwinger oder Stahlkufenstuhl  großer Materialschrank: abschließbar; Flügeltürenausführung, BxH ca. 100cmx ca. 200 cm;  Magnetische Whiteboardelemente: 2 Stück zu je BxH 150cmx100cm, dazu ausreichend Zubehör (Magnete, Pinnnadeln, etc.).

Ersatzbeschaffungen vorhandener flexibler Lösungen bleiben möglich.

Herkömmliche Kleinteile wie Mülleimer, Hocker, Sitzkissen, u. Ä. bleiben davon unberührt.

Lehrkraftmobiliar

 Steh-Sitz-Tische für Lehrkräfte: 1. Tisch mit einer Fläche ca. 120cmx80 cm, höhenverstellbar von Sitz- bis Stehtischhöhe; feststehend, Vorbereitung für Verkabelung. 2. Tisch mit einer Fläche ca. 80cmx80cm, höhenverstellbar von Sitz- bis Stehtischhöhe, rollbar/arretierbar.  Lehrkraftstuhl: rollbar, höhenverstellbar von Sitz- bis Stehhöhe, Sitz- und Rückenlehnen körpergerecht geformt, Kunststoff- oder Holzoberfläche.  Für Grundschulstufe: Halbschrank, 2 innenliegende Schiebetüren, abschließbar

Standardisierung des flexiblen Ausstattungskonzeptes (Mobiliar) und

Weiterentwicklung im Bereich der allgemeinbildenden Schulen

Das im Februar 2017 erstmals verabschiedete Konzept des flexiblen Unterrichts wurde seitdem für Neubauvorhaben sowie zeitweise auch im Rahmen des digitalen Ausbaus (Handin-Hand Lösung von digitaler Ausstattung mit flexibler Unterrichtsausstattung mit befristeter nun ausgelaufener - Finanzierung) zu Grunde gelegt. Ausgehend von der Einführung dieses neuen Konzeptes wurden im Sommer 2021 Schulen, deren Räume ab 2018 mit dem Mobiliar (z. B. stapelbare Schülereinzeltische, höherverstellbare Lehrertische, u. a.) nach dem Konzept "Standardisierte Ausstattung eines flexiblen Unterrichtsraumes" der Stadt Nürnberg im Rahmen ihrer Sachaufwandträgerschaft ausgestattet worden waren, hinsichtlich ihrer Erfahrungen im Schulalltag von SchA befragt.

Evaluation bisheriger Praxiserfahrungen

Die Praxiserfahrungen mit der Umsetzung des Ausstattungskonzeptes sind überwiegend positiv. Bei einer Sternebewertung (Skalenbereich 0 = überhaupt nicht, …, 5 Sterne = in sehr großem Maße) wurden die Bewertungskriterien  Schülermobiliar ermöglicht flexible Unterrichtssituationen  Schülermobiliar ermöglicht Gruppen- und Partnerarbeit  Schülermobiliar unterstützt weitere offene Lernformate  Materialschränke und Eigentumsfächer ermöglichen Ordnung  Lehrerarbeitsplatz erfüllt ergonomische organisatorische Anforderungen im Mittelwert mit rund vier Sternen positiv bewertet.

Besonders zustimmend wurden die Eigentumsfächer bewertet, da sie neben dem positiven Aspekt der Selbstorganisation auch zusätzlichen Stauraum und damit Ordnung im Unterrichtsraum maßgeblich unterstützen. Das Umstellen der Schülertische für andere Sozialformen bzw. Unterrichtseinheiten wird von rund 70% der Schulen genutzt. Die Büchertaschenregale wurden, dort wo verwendet, kritisch gesehen: Zwar wird dabei geschätzt, dass keine Stolperfallen mehr im Raum sind und die Schüler zur Ordnung angehalten werden, allerdings „stehen die Schüler oftmals unnötig auf“ und „die Sachen sind nie dort, wo man sie braucht“. Unter Sonstiges stand vor allem der wiederholte Wunsch nach weiteren Präsentationsflächen im Vordergrund.

Pädagogisches Konzept allgemeine unterrichtliche Ausstattung

Aufgrund der obigen Evaluation wurden die Konzepte zur Möblierung von Klassenräumen überdacht und der aktuellen Gesamtsituation angepasst

Pädagogisches Konzept Mobiliar flexibler Unterrichtsraum Bereich Neubau

(Fortschreibung)

In Workshops wurde schulverwaltungsseitig die Fortschreibung des Konzeptes unter Berücksichtigung der Evaluationsergebnisse und Einbindung von IPSN erarbeitet. Konsens besteht darin, dass der Schülereinzeltisch mit der Möglichkeit eines tischplattenunterseitigen, herausnehmbaren Eigentumsfaches und den Eigenschaften Stapelbarkeit (bei Herausnahme Eigentumsfach) und Kippbarkeit mit arretierbarer Rollfunktion unverzichtbares Element eines flexiblen Unterrichtsraumes ist. Angesichts oftmals nicht ausreichender Wandstellflächen in den allgemeinen Unterrichtsräumen und gleichzeitiger nur teil- bzw. zeitweiser Nutzung der Gesamtschrankwand laut Evaluation sollte auch hinsichtlich der städtischen Gesamtsituation an dieser Stelle auf die bereits optional angebotenen Büchertaschenaufhänger an den Querstreben dieser Schülertische verbindlich umgestellt werden. Für die kollektive Aufbewahrung der Eigentumsfächer während Stapelung der Schülertische sorgen dann zukünftig herstellerseitig vorkonfigurierte Eigentumsfächerhalbschränke. Staumöglichkeiten werden über Flügeltürenschränke eröffnet. Mit Wegfall der aufwendigen Schrankwandmodule mit integrierten Präsentationsflächen werden stellvertretend l Whiteboardflächen in die

Konzeptfortschreibung aufgenommen. Seitens IPSN wird für pädagogisches Personal eine Fortbildung zur Nutzbarkeit des Mobiliars flexibler Unterrichtsraum angeboten werden, um allgemeinbildenden Schulen das volle Nutzungspotential des Konzeptes für bisher eingebrachtes und zukünftiges Mobiliar zu erschließen.

Pädagogisches Konzept Mobiliar Unterrichtsraum Bereich Bestand (erstmalige

Vorlage)

Die bisherigen Standards bei Bestandsbauten, welche sich auf Ersatzbeschaffungen stützen, sind beizubehalten. Angesichts der flächendeckenden Bereitstellung digitaler Endgeräte für alle Lehrkräfte im Stadtgebiet wird zur Gleichstellung hinsichtlich didaktischer Möglichkeiten (siehe auch LehrplanPlus) aller allgemeinbildender Schulen der Lehrerarbeitsplatz (im Falle einer Ersatzbeschaffung) konzeptionell analog zum Neubau als neuer zukünftiger Standard festgelegt.

Die Verwaltung legt das mit den staatlichen Schulaufsichten abgestimmte Konzept für Neuund Bestandsbauten zur Zustimmung durch den Schulausschuss vor, um zukünftige Beschaffungen verbindlich hieran auszurichten.

Experimentierklausel / Weiterentwicklung der Standardisierung

Modellversuche im allgemeinen unterrichtlichen Bereich müssen auch weiterhin möglich sein. So sind in begründeten Einzelfällen Beschaffungen außerhalb städtischer Rahmenverträge (standardisiertes Beschaffungswesen) möglich.

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss 21.10.2022 öffentlich Gutachten

Stadtrat 26.10.2022 öffentlich Beschluss-Auflage

Betreff: Satzung zur Änderung der Satzung der Stadt Nürnberg für die Schulen (Schulsatzung –

SchulS)

Sachverhalt (kurz):

Mit Begutachtung des Schulausschusses vom 29.04.2022 wird die Rudolf-Diesel-Fachschule um die Fachrichtung Wirtschaftsinformatik erweitert. Die Schulsatzung der Stadt Nürnberg ist entsprechend anzupassen.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja die Änderung der Schulsatzung hat keine Diversity-Relevanz

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Gutachtenvorschlag:

Der Schulausschusses begutachtet die beiliegende Satzung zur Änderung der Satzung der Stadt Nürnberg für die Schulen (Schulsatzung – SchulS) und empfiehlt dem Stadtrat, diese Satzung zu erlassen.

Beschluss:

Entsprechend dem Gutachten des Schulausschusses vom 21.10.2022 wird der Erlass der beiliegenden Satzung zur Änderung der Satzung der Stadt Nürnberg für die Schulen (Schulsatzung – SchulS) beschlossen.

Satzung zur Änderung der Satzung der Stadt Nürnberg für die Schulen (Schulsatzung –

SchulS) vom 29. Januar 2014 (Amtsblatt S. 26), geändert durch Satzung vom

12. Juni 2018 (Amtsblatt S. 253)

Vom ………………………..

Die Stadt Nürnberg erlässt auf Grund von Art. 23 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. August 1998 (GVBl. S. 796), zuletzt geändert durch Art. 57a Abs. 2 des Gesetzes vom 22. Juli 2022 (GVBl. S. 374) und auf Grund von Art. 27 Abs. 2 und Art. 44 Abs. 4 des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Mai 2000 (GVBl. S. 414, ber. S. 632), zuletzt geändert durch § 1 des Gesetzes vom 5. Juli 2022 (GVBl. S. 308), folgende Satzung:

Art. 1

In § 4 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b werden nach dem Wort „Mechatroniktechnik“ die Wörter „sowie Wirtschaftsinformatik“ eingefügt.

Art. 2

Diese Satzung tritt am Ersten des auf die Bekanntmachung im Amtsblatt folgenden Monats in Kraft.

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