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← Sitzung des Kulturausschusses (14.10.2022)

Protokoll des Beirats für Bildende Kunst

Anlage · 14.10.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Niederschrift der 97. Sitzung des Beirats für Bildende Kunst

am 28.04.2022

Öffentlicher Teil:

Top 1: Vorstellen neuer Beiratsmitglieder und Wahl des Vorsitzes

Bei dieser Sitzung waren zum ersten Mal Holger Rieß, Benedikt Buchmüller und Benjamin Heinrich dabei. Zum Vorsitzenden wurde einstimmig Herr Christian Rösner gewählt.

Top 2: Gretel-Bergmann-Grundschule: Kunstwerk für Gretel Bergmann

Nach dem Vor-Ort-Termin und dem Informationsaustausch im Beirat hat sich das Gremium einstimmig dafür entschieden, das Projekt mit 60.000 Euro zu unterstützen. Der Beirat benennt bis zum 20. Mai die Jury. Die eingeladenen Künstler sollen für einen geschlossenen Wettbewerb 2.000 Euro für die Einreichung eines Entwurfs erhalten. Der Kulturausschuss muss dem Projekt noch zustimmen, wenn die finanzielle Unterstützung durch Sponsoren und Förderern geklärt ist. Es ist außerdem vom Beirat gewünscht, dass die Schülerinnen und Schüler durch eine Vertretung in der Jury eine Stimme erhalten.

Top 3: Züricher Platz: Kunstwerk für Hansfried Defet

Der Beirat plädiert für einen zweistufigen Wettbewerb. In der ersten Stufe sollen Künstler Referenzen abgeben. In der zweiten Stufe soll die Jury eine Auswahl von 10 KünstlerInnen treffen, wobei 20 – 25% der KünstlerInnen junge bzw. unbekannte Künstler sein sollen.

Top 4: Gestaltung von Stromkästen

Der Tagesordnungspunkt wurde verschoben.

Top 5: Schule Maiacher Straße: Kunst am Bau

Durch die Projektleitung, Herrn Warkentin und Frau Worbs wurden dem Beirat die Planungen zum Neubau der Schule an der Maiacher Straße vorgestellt. Für Kunst am Bau stehen dem Projekt 100.000 Euro zur Verfügung. Klar ist, dass das Kunstwerk von Nicola Carrino, dass zum Symposion Urbanum Nürnberg 1971 geschaffen wurde, von der alten Schule in die neue Schule umziehen wird. Hierfür ist ein Platz im Grünbereich vor der Schule vorgesehen.

Für die Ausschreibung des Wettbewerbs des neuen Kunstprojektes werden die Ideensammlung sowie die Ausarbeitungen der Projektleitung in Bezug auf das ÖPP- Projekt herangezogen. Die Geschäftsführung wird mit der Projektleitung den Wettbewerbstext abstimmen. Vorgesehen ist, dass bei dem üblichen Kolloquium Schüler der 8. bzw. 9. Klasse der Friedrich-Wilhelm-Herschel-Mittelschule eingeladen werden, um mit den Künstlern über das mögliche Kunstwerk zu diskutieren. Hierzu wird die Geschäftsleitung des BBiK Kontakt zur Schule aufnehmen. Der Beirat plädiert für einen zweistufigen Wettbewerb. In der ersten Stufe sollen Künstler Referenzen abgeben. In der zweiten Stufe soll die Jury eine Auswahl von 10 KünstlerInnen treffen, wobei 20 – 25% der KünstlerInnen junge bzw. unbekannte Künstler sein sollen. Im Anschluss findet das Kolloquium vor Ort statt.

Top 6: Neue Mitte Thon: Kunstwerk für Stadtteilplatz

Der Beirat befürwortet die Nutzung der aus der Wendeschleife in Thon entnommenen Schienen für die Erstellung eines Kunstwerks. Der Beirat plädiert für einen zweistufigen Wettbewerb. In der ersten Stufe sollen Künstler Referenzen abgeben. In der zweiten Stufe soll die Jury eine Auswahl von 5 KünstlerInnen treffen.

Top 7: Symposion Urbanum

Die Geschäftsführung des BBiK hat bei der Werkleitung ASN angefragt, ob es möglich ist, im Rahmen des Symposion Urbanum Nürnberg die Seitenflächen von Abfallsammelfahrzeugen als Flächen für Künstler zu nutzen. Nachdem die Referentin für Umwelt und Gesundheit, Frau Walthelm, der Idee zugestimmt hat, wurde darüber im Beirat diskutiert. Der Beirat befürwortet ein solches Vorgehen, möchte aber wissen, welche Kosten dabei entstehen. Grundsätzlich hat sich der Beirat dafür ausgesprochen, dass alle ¼ Jahr ein weiterer Wagen beklebt bzw. bemalt wird. Dazu soll es ein offenes Verfahren geben, bei dem Künstler Vorschläge einreichen können und der Beirat sich für die Motive entscheidet. Die Künstler sollen als Untergrenze 2.000 Euro für einen umgesetzten Entwurf erhalten.

Top 8: Regensburger Viertel: Auswahlverfahren Kunst am Bau

Im Vertrag zwischen Stadt und Siedlungswerk wird auch das Thema Kunst im Öffentlichen Raum im Neuen Quartier an der Regensburger Straße geregelt.

Demnach verpflichtet sich der Investor, Kunst am Bau bzw. im öffentlichen Raum zu installieren. Das Stadtplanungsamt hatte darum gebeten, dass von Seiten des Investors sowie des Architekten denkbare Künstler für das Vorhaben genannt werden. Vorgeschlagen wurden und Herr Martin Wöhrl sowie Herr Christian Ruckdeschel. Aufgrund der Auswahl von Investor und Architekt schlägt der Beirat vor, beiden Künstlern den Auftrag zu erteilen. Wünschenswert ist, die Gesamtsumme für Kunst auf 100.000 Euro zu erhöhen und somit beiden Künstlern 50.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der Größe des Bauvorhabens verträgt der Platz mehr als ein Kunstwerk. Grundsätzlich wurde vom Beirat bedauert, dass kein Wettbewerb durchgeführt wird, da „durchaus weitere Künstler für ein solches Projekt geeignet sind“, so der Beirat.

Top 9: Umgang mit Gipsformen Ehekarussell

Die Formen für das Ehekarussell liegen seit geraumer Zeit in einem Lager, in dem die Figuren durchfeuchtet wurden. Der Beirat empfiehlt, die Gipsformen von einem Restaurator untersuchen zu lassen und nach Erstellung des Gutachtens eine Lösung zu finden. Grundsätzlich weißt der Beirat darauf hin, dass es sich bei den Formen um die Originale handelt. Eine Vernichtung kommt daher nicht in Frage.

Top 10: Gedenktafel Elisabeth-Selbert-Platz

Dem Beirat wurde der Text für die Erinnerungstafel vorgestellt. Grundsätzlich gibt der Beirat den Text frei, bittet aber noch darum, nicht den antiquierten Ausdruck „Mütter des Grundgesetzes“ zu verwenden, sondern von „prägenden Gestalterinnen“ o.Ä. zu sprechen. Weiterhin wünscht sich der Beirat auch die Nennung der Anzahl des gesamten Gremiums sowie die Namen der drei anderen Frauen auf der Tafel.

Top 11: Gestaltung Lorenzer U-Bahn-Passage

Dem Beirat für Bildende Kunst wurden die Planungen zur Umgestaltung der U-Bahn- Passage Lorenzkirche vorgestellt. Der Entwurf sieht vor, dass die so genannte „Brunnenorgel“ entfällt und stattdessen eine hinterleuchtete Wand installiert wird. Der Beirat wünscht sich an der Stelle die Fortsetzung des Kunstprojektes „Video work case“ von Klaus Haas. Hierzu sind Videoleinwände nötig, die über die gesamte Fläche gehen. Die Geschäftsführung wird hierzu den Kontakt mit dem U-Bahnbauamt herstellen, um die Machbarkeit zu analysieren.

Top 12: nachgereichter Punkt: Volprechtstraße

Frau Maué stellt dem Beirat ein Projekt von Alex Mages und SchülerInnen des Dürer- Gymnasiums Nürnberg vor. Sie haben die Geschichte der jüdischen Familie Jesuran, die als Juden der Verfolgung durch die Nationalsozialisten ausgesetzt waren, in einem Comic ausgearbeitet. Darüber hinaus soll nun in der Volprechtstraße eine Darstellung der jüdischen Familie im Fenster des damaligen Geschäftes in Stile des erschienenen Comics angebracht werden. Der Beirat wurde, auch von Seiten des Denkmalschutzes gebeten, eine Begutachtung des Vorhabens abzugeben. Der Beirat hat sich einstimmig für die Ausführung ausgesprochen.

Nichtöffentlicher Teil:

keine Punkte

Nürnberg, 29. April 2022

Christian Roesner

Abbildung 1

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