4.2 Anlage 1 - Jahresbericht 2021
Zahlen, Daten, Fakten:
Auch das Jahr 2021 steht ganz im Zeichen von Corona. An ein geregeltes Arbeiten im Sinne unseres Auftrages war nicht zu denken. Trotzdem haben alle Mitarbeitenden versucht das Beste daraus zu machen.
Die Jugendbildungsstätte plante 98 eigene Seminare (ein Rekord in der Geschichte der JuBi): 53 Fortbildungen für ehrenamtliche Jugendleiter*innen, 40 Jugendbildungsmaßnahmen (davon 13 Ferienseminare). Davon konnten 50 stattfinden (38x Fortbildung, 12x Jugendbildung, davon 9 Ferienangebote). Über die Hälfte der Fortbildungsangebote entfiel dabei auf online Veranstaltungen (25). Zusätzlich zu den eigenen Seminaren (online und auf der Burg) wurden wieder zahlreiche externe Vortrags- und Fortbildungsangebote für Jugendverbände und Jugendringe durchgeführt. Auch hier fand ein großer Teil online statt.
Die Versorgungsleistung der Jugendbildungsstätte vor Ort betrug im Jahr 2021 nur 4.394 Vollversorgungstage. Das ist etwas mehr als im Vorjahr (siehe Grafik), aber auch hier schlägt sich die Hausschließung von Januar bis Pfingsten nieder.
Aufgrund der mangelnden Vergleichbarkeit haben wir auf weitere statistische Auswertungen für das Jahr 2021 verzichtet. Das bedeutet unter anderem, dass wir für die Berechnung der Zuschussverteilung zwischen Stadt Nürnberg und Bezirk Mittelfranken vorschlagen, das Besucherverhältnis aus dem Jahr 2019 zu Grunde zu legen. Das gestaltete es sich wie folgt: 57,2% aus dem Bezirk Mittelfranken (ohne Nürnberg), 26,7% aus Nürnberg, 14,2% aus Bayern, 1,9% aus dem „Rest der Welt“.
Fazit: 2021 war geprägt von verlässlicher Unplanbarkeit. Am Ende half nur Improvisation und Flexibilität bei teilweise wöchentlich veränderter Regelungs- oder Infektionslage. Zwischen November 2020 und Pfingsten 2021 war kein Übernachtungsbetrieb möglich. Auch danach konnte lediglich ein stark reduzierter Teilbetrieb stattfinden. Das Überleben der Einrichtung wurde gesichert durch die Verlässlichkeit aller Zuschussgeber, durch Kurzarbeit und den unermüdlichen Einsatz aller Mitarbeitenden, die sich durch alle Ungewissheit und wiederholter Umplanungen nicht entmutigen ließen. Dafür an alle herzlichen Dank! Wir standen in diesem Jahr noch mehr als sonst im ständigen Austausch mit unseren Gastgruppen, die teilweise bis zum letzten Tag vor der Anreise noch hofften anreisen zu können oder bangen mussten, ob eine Anreise möglich sein würde. Leider wurden die Planungsarbeiten in Vorbereitung der Generalsanierung seitens der Stadt Nürnberg vorläufig gestoppt. Hierfür fehlt uns jedes Verständnis. Allerdings wollen wir nicht untätig sein und haben unter dem #BurgBauBooster zum Jahresende einen Spendenaufruf gestartet. Unter dem Motto „Spenden – Helfen – Gewinnen“ hoffen wir auf breite Unterstützung. Alle Informationen zur Aktion hier: https://www.burg-hoheneck.de/de/unterstuetzen_sie_uns/fundraising.php Wir hoffen, dass unverzüglich die notwendigen Planungsmittel für die anstehende Generalsanierung wieder zur Verfügung gestellt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass nach der konjunkturellen Corona-Delle in den öffentlichen Haushalten, eine Generalsanierung der Burg
Hoheneck „baureif“ in Angriff genommen werden kann. Eine notwendige Maßnahme, auf die wir seit nunmehr über 15 Jahren geduldig warten.
Ausblick 2022/23: Wie alle im Land hängen auch wir zwischen „Corona ist vorbei“ und „Hilfe, die Sommerwelle ist da“… Faktisch hat unser Haus „Long Covid“. Nach den Zwangsschließungen läuft der Betrieb theoretisch wieder normal. Allerdings fehlt uns nach 2 Jahren Kurzarbeit Personal sowohl im Bereich der Hauswirtschaft als auch im Bereich der pädagogischen Honorarkräfte. Das führt dazu, dass wir derzeit abgesagte Belegungen bis Jahresende nicht mehr nachbesetzen und versuchen, den Buchungskalender soweit auszudünnen, dass die Arbeit mit dem bestehenden Personalstamm zu bewältigen ist. Parallel arbeiten wir daran die vakanten Stellen so schnell wie möglich wieder zu besetzen. Wie sich die Belegungszahlen für das Gesamtjahr darstellen bleibt abzuwarten. Ein Herbst 2022 ist belastbar nicht zu planen. Für 2023 planen wir „als sei alles normal“. Der Buchungskalender ist nach aktuellem Stand gut gefüllt.