HaushaltssperreBeta

← Sitzung des Personal- und Organisationsausschusses (20.09.2022)

TOP 1.1 Stellungnahme GPR vom 08.09.2022 - Nachreichung

Anlage · 20.09.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Soziales & Gesundheit

Maschinell extrahierter Text (Texterkennung aus Scan, fehleranfällig). Verbindlich ist das Originaldokument.

Weitergewährung der Arbeitsmarktzulage und der Zulage nach der Fachkräfterichtlinie neben der tariflichen Zulage für Ärztinnen und Ärzte im Gh für den POA am 20.09.2022 Stellungnahme des Gesamtpersonalrats

Die Bereitschaft der Stadt Nürnberg, Finanzmittel für die Gewinnung und das Halten von Personal zu investieren, wird vom GPR grundsätzlich begrüßt. Bereits 2019 haben wir allerdings darauf aufmerksam gemacht, dass aus unserer Sicht eine tarifvertragliche Lösung mit den Gewerkschaften für Zulagen angestrebt werden sollte. Eine entsprechende Initiative der Stadt Nürnberg hat es nach unseren Kenntnissen leider nicht gegeben. Ohne Tarifierung ist die Gewährung der Zulagen, insbesondere auf Grund der aktuellen angespannten Haushaltslage, nicht gesichert.

Der GPR unterstützt die im Vermerk des PR Ref. Ill geforderte Evaluation um verifizierbare Aussagen zum Erfolg der Zulage zu bekommen. Es dürfte aber unbestritten sein, dass ein Wegfall der Zulage starke negative Auswirkungen auf den Dienstbetrieb bei Gh hätte. Ein funktionierendes Gesundheitsamt als tragende Säule eines öffentlichen Gesundheitswesens ist auch außerhalb einer Pandemie von großer Bedeutung für die Stadtgemeinschaft. Daher ist es unserer Ansicht nach wichtig, alle dafür notwendigen Maßnahmen und nicht nur die Gewährung einer Zulage zu ergreifen. Gleichwohl ist die nun vorgeschlagene Verlängerung und Ausweitung aus unserer Sicht unvermeidlich um die betroffenen Beschäftigten zu halten. Und dennoch kann der GPR die Kritik des PR Ref. Il nachvollziehen.

Dass eine relativ hohe Zulage pro Kopf für eine relativ kleine Gruppe unter anderem damit begründet wird, dass hier ein wesentlicher Beitrag zur Bekämpfung der Covid19-Pandemie geleistet wurde, führt zwangsläufig bei den vielen anderen Beschäftigten, die ebenfalls einen hohen Anteil am Erfolg hatten, zu großer Kritik und Unverständnis. Es ist die Aufgabe des Personalrats diese Kritik an die entscheidenden Stellen weiterzutragen.

Wenn die hohe Zulage als Erfolg gesehen wird, sollte sie auch in anderen Bereichen, die ebenfalls für eine funktionierende Stadtverwaltung wichtig und aufgrund zahlreicher unbesetzter Stellen in Folge des Fachkräftemangels belastet sind, als Instrument zur Personalgewinnung und -haltung zur Verfügung stehen.

Das Einkommen ist zweifelsohne auch heute noch ein großer Motivationsmotor für viele Beschäftigte. Allerdings hat der Stellenwert der Rahmenbedingungen, wie beispielsweise Arbeitszeit, das soziale Miteinander, die Sinnhaftigkeit der Arbeit sowie eine gelebte Wertschätzung mit aktiver Beteiligung und Transparenz bei Entscheidungen an Bedeutung gewonnen.

Die Forderung des PR Ref. Ill, die Personalentwicklung ganzheitlich zu sehen, können wir daher nur unterstützen.

PAID

Nürnberg, 08.09.2022 Gesamtpersonalrat V.

au

(5994)

Abdruck jew. an: Herrn Ref.l/ll Fr. Ref. Ill Gh PR Ref. Ill

Download ↓