Zusätzliche Modellierung von 365-Euro-Tickets in Nürnberg als Ergänzung zum Gutachten „365-Euro-Ticket für Alle“ im VGN
Ergebnisse der Modellierung
Stadt Nürnberg
Berlin / Hamburg │13.01.2022
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Einführung Die Stadt Nürnberg hat im Anschluss an das Gutachten „365-Euro-Ticket für Alle“ im VGN die Modellierung von zwei weiteren Modellen beauftragt Info Für die Stadt Nürnberg wurden zwei weitere 365-Euro- Ticket-Modelle kalkuliert. Der Geltungsbereich des 365- Euro-Tickets ist in diesen Modellen eingeschränkt. In der vorliegenden finalen Fassung ist – ergänzend zu der ersten Darstellung vom 15.12.2021 - nunmehr auch die Kalkulation des Effektes von Ticketstückelungen (365-Euro-Ticket und ein weiteres Abo) enthalten. Durch diesen Effekt haben sich die ausgewiesenen Mindererlöse weiter erhöht und die generierte Mehrnachfrage ist (sehr leicht) angestiegen.
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Modell A Im Modell A ist die räumliche Gültigkeit des 365 Euro-Tickets auf die Stadt Nürnberg begrenzt Modell A Im Modell A ist die Gültigkeit des 365 Euro Tickets auf die Stadt Nürnberg begrenzt ‒ Fürth und Teile angrenzender Landkreise, die zur PS A gehören (insbes. LK Fürth), sind nicht Teil des Geltungsgebietes für das 365-Euro-Ticket Der Erwerb des Tickets ist an keine weiteren Auflagen geknüpft Es gibt keine weitere Preisstufe im 365-Euro-Ticket und keine weiteren Gültigkeitsbereiche Signifikante Kundengruppen sind ‒ Pendler/-innen mit Start und Ziel des Pendelweges in Nürnberg, dabei ‒ Inhaber/-innen eines Abonnements ‒ Jahreszeitliche Kund/-innen, die derzeit einen Teil des Jahres Monatskarten, Abo 3 und/oder Abo 6 nutzten ‒ Teilzeitkund/-innen, die regelmäßig, aber wenige Tage je Woche pendeln und dazu den Bartarif nutzen ‒ Einige Studierende, deren ÖPNV-Aktivität sich auf Nürnberg beschränkt ‒ Ein- und Auspendler/-innen, die künftig ein 365 Euro-Ticket mit einem anderen Abonnement für die restliche Pendeldistanz kombinieren
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Modell A Ca. 87.000 365-Euro-Tickets können abgesetzt werden – die überwiegende Mehrheit (97%) dieser Nachfrage entsteht durch „Wanderungen“ von Bestandskunden 365-Euro-Tickets nach derzeit genutzten Produkten und Neukunden Erläuterung 60 % der künftigen 365-Euro- 2.985 86.879 Kunden erwerben gegenwärtig 6.519 734 Abonnemente der PS A. 20.542 4 % der Kunden erwerben der- zeit Abos für Ein-/Auspendler (höhere Preisstufen) und kom- 3.880 binieren künftig ein 365 €-Abo 52.219 für Nürnberg mit einer dann kleineren Regionalpreisstufe Ca. 24 % sind derzeit Nutzer hauptsächlich von Monats- karten der Preisstufe A. 8 % benutzen Bartarifprodukte zum Pendeln. 1 % sind Studierende, mit Zusatz-Semesterticket (N). Ganzjahres- Ganzjahres- Jahreszeitliche Teilzeitpendler „Ausflügler“ Neukunden Gesamtzahl pendler in N Ein-/Auspend- Pendler (Bartarif) (Bartarif) aufgrund Ca. 3.000 tatsächliche (Abos) ler nach/aus (Monatskarten) Preissenkung Neukunden (3 %) können N (Abos) aufgrund der Preissenkung gewonnen werden. Hinweis: Die Berechnungen beziehen sich vergleichend auf Verkehrserhebung 2017 und Vertriebsstatistik 2019
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Modell A Knapp 4.000 Ein- und Auspendler werden künftig durch die Kombination zweier Abonnemente günstiger fahren, hierdurch entstehen 327 T Euro Mindererlöse Kombinationen 385 Euro- und Umland-Abo nach Preisstufen Erläuterung Ein- und Auspendler aus Nürnberg können ggf. 0 1 1.475 ihren Fahrpreis durch die Kombination des 365 0 2 1.008 Euro-Abos Nürnberg mit einem zweiten Abo für 35 2+T 108 den Außenbereich reduzieren, das Umland-Abo 3 1.423 282 ist dann i.d.R. 2 PS niedriger bepreist als das 59 3+T 195 bisherige Abo für die Gesamtreiseweite. 4 941 8 4+T 108 Da meist nur wenige Prozent des Preises 36 5 280 gespart werden können, gehen wir nur von 49 195 5+T moderaten Wechselquoten aus (bspw. 30% bei 261 6 8 23 1 % Ersparnis, 60% bei 10 % Ersparnis, 90% 36 6+T bei 50 % Ersparnis), zumal die zwei Abos 63 7 49 kundenseitig ja Aufwand bedeuten. 36 7+T 260 38 Die Wechselquote hängt somit einerseits von 8 0 23 Summe Abgänge: 3.880 der Preisstufe und andererseits vom genutzten 8+T 63 328 Abo-Produkt ab. Summe Zugänge: 7.822 9 36 0 9+T 38 Ein entsprechender Wechsel für Teilzeit- und 0 10 / 10+T 327 jahreszeitliche Kunden ist kundenseitig 0 Stadttarif N komplexer und wird daher nur in Einzelfällen 0 3.911 stattfinden. Das Stückeln wird daher nur für Abgänge Abos Zugänge Abos Abonnemente modelliert. Hinweis: Die Berechnungen beziehen sich vergleichend auf Verkehrserhebung 2017 und Vertriebsstatistik 2019
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Modell A Wir erwarten Mindererlöse i. H. v. 19,9 Mio. € brutto (ca. 5,5 % der Einnahmen aus dem VGN-Tarif); dem stehen 2,2 Mio. Fahrten1) (1,1 %) Mehrnachfrage gegenüber Erlöswirkung2) (in 1.000 € brutto) Erläuterung -5,5 % (-19.918) Insgesamt erwarten wir eine Nachfragesteigerung um 2,16 Mio. Fahrten1) (1,1 % des VGN-Wertes), die 363.601 -56.847 35.753 896 0 279 343.683 Erlöse werden sich um 19,9 Mio. € (5,8 % des VGN- Wertes) reduzieren. Die direkte Zuwanderung in neue Produkte ist bei Erlösen deutlich, bei der Nachfrage etwas kleiner als die Abwanderung aus den alten (bei den Fahrten, da nicht alle bisherigen Fahrten auf Zusatzleistungen künftig – wenn kostenpflichtig – noch stattfinden). Nachfragewirkung2) (in 1.000 Fahrten1)) 1,1 % Günstigere Preise führen zu einem Neukundeneffekt (+2.160) von ca. 0,7 % der Fahrten bzw. 0,3 % der Erlöse 202.888 -44.840 42.967 1.232 2.758 43 205.047 Kunden, die nun ganzjährig eine Karte haben, nutzen diese anstatt bisher Fahrrad oder Auto (induzierter Verkehr), dadurch ergibt sich aber keine Erlös- wirkung. Nachfragesteigerungen und induzierte Fahrten gehen teilweise zu Lasten des Umweltverbundes IST Abwande- Zuwande- Nachfrage- Induzierte Nachfrage- Prognose (Rad/Fußweg), teilweise zu Lasten des MIV, teilweise rung alte rung neue steigerung Fahrten steigerung ist es Neuverkehr. Produkte Produkte3) Preiswirkung Komfortwirkung
© civity 2022 1) Fahrten = Verbundbeförderungsfälle (VBF), ggf. auch mit zwei Tickets je Fahrt 2) Ausgangswert 2019; Erlöse aus Fahrgeldeinnahmen 6 3) Enthält auch ehemalige Mitnahmefahrten aus MobiCard, sofern diese noch stattfinden.
Modell A Wir erwarten Mindererlöse i. H. v. 19,9 Mio. € brutto (ca. 5,5 % der Einnahmen aus dem VGN-Tarif); dem stehen 2,2 Mio. Fahrten1) (1,1 %) Mehrnachfrage gegenüber Wirkung (brutto, inkl. Mwst.) Rahmenbedingungen Erlöswirkung2) Nachfragewirkung3) In allen tariflichen Segmenten ergeben Gruppe (1.000 €) (1.000 Fahrten1)) sich durch die Wanderungen in das 365- Einzelkarten 1.723 1.481 Euro-Ticket deutliche Mindereinnahmen, Mehrfahrtenkarten -5.552 -2.003 e die nur teilweise durch die Erlöse der t k Zeitkarten -37.974 -34.733 u 365-Euro-Tickets ausgeglichen werden. d (Zusatz-)Semesterticket -308 -250 o Insgesamt ergeben sich inklusive der r Ausbildungsverkehr (Studierende aus AN, BA, BT) 0 0 p Nachfrageeffekte Mindererlöse i. H. v. f i Jobtickets -10.082 -6.723 r a 19,9 Mio. € brutto p. a. (-5,5 % des VGN- T Sonstige 0 0 Wertes bzw. -16,0 % des Wertes in der 365-Euro-Tickets 32.276 44.389 Preisstufe A und -18,8 % des Wertes des A -50.878 -43.015 Stadtverkehrs Nürnberg). B 0 0 Dem steht eine Mehrnachfrage von C 0 0 2,1 Mio. Fahrten 1) (+1,1 % des VGN- n e D 0 0 Wertes bzw. 2,3 % des Wertes in der f u F 0 0 t Preisstufe A und 2,7 % des Wertes des s s K 912 1.067 Stadtverkehrs Nürnberg) gegenüber. i e Kleine Regionalpreisstufen (1 - 4) -730 208 r P Hinweis: Fahrscheinübergreifende Mittlere Regionalpreisstufen (4+T - 7) -271 -93 Fahrten mit zwei Abonnementen Hohe Regionalpreisstufen (7+T - 10+T) -1.226 -396 (Stückelung 365 Euro-Abo und Abo 365-Euro-Preisstufe 32.276 44.389 Regionalpreisstufe) werden nur als je Delta insges. -19.918 2.160 >eine< Fahrt in der Regionalpreisstufe Delta insges. in % des VGN-Gesamtwertes -5,5% 1,1% gerechnet. Delta insges. in % der Preisstufe A -16,0% 2,3% Delta insges. in % des Binnenverkehrs Nürnberg -18,8% 2,7% 1) Fahrten = Verbundbeförderungsfälle (VBF) 2) Ausgangswert Erlöse aus Fahrgeldeinnahmen: 363,6 Mio. € p.a. brutto (2019) 3) Ausgangswert: 202,7 Mio. Fahrten1)p.a. (2019)
© civity 2022 Hinweis: Preisstufe K weist Erlöszuwächse auf, da diese Fahrten zum einen nicht/kaum durch 365-Euro-Tickets ersetzt werden und zum anderen 7 werden bisherige Zusatzleistungsfahrten (aus Übertragbarkeit und Mitnahme) in Preisstufe K künftig kostenpflichtig.
| e t k u d o r p f i r a T | Einzelkarten 1.723 1.481 | ||
|---|---|---|---|
| Mehrfahrtenkarten -5.552 -2.003 | |||
| Zeitkarten -37.974 -34.733 | |||
| (Zusatz-)Semesterticket | -308 | -250 | |
| Ausbildungsverkehr (Studierende aus AN, BA, BT) | 0 | 0 | |
| Jobtickets -10.082 -6.723 | |||
| Sonstige | 0 | 0 | |
| 365-Euro-Tickets 32.276 44.389 | |||
| n e f u t s s i e r P | A | -50.878 | -43.015 |
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| C | 0 | 0 | |
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| K 912 1.067 | |||
| Kleine Regionalpreisstufen (1 - 4) | -730 | 208 | |
| Mittlere Regionalpreisstufen (4+T - 7) -271 -93 | |||
| Hohe Regionalpreisstufen (7+T - 10+T) | -1.226 | -396 | |
| 365-Euro-Preisstufe | 32.276 | 44.389 |
Modell B Im Modell B ist die 365 € Preisstufe auf die Preisstufe (PS) A begrenzt; nur Bewohner Nürnbergs sind berechtigt, das Ticket zu erwerben Modell B Im Modell B ist die Gültigkeit des 365 Euro Tickets auf das Gebiet der Preisstufe A (Nürnberg, Fürth, Stein, Zirndorf und einzelne andere Haltestellen in angrenzenden Landkreisen, insbes. dem LK Fürth) begrenzt. Nur Bewohner Nürnbergs sind berechtigt, das Ticket zu erwerben, die entstehenden Mindererlöse würden analog zum heutigen Sozialticket ausgeglichen. Signifikante Kundengruppen sind: ‒ Bewohner/-innen Nürnbergs mit Start und Ziel des Pendelweges im Gebiet der Preisstufe A, dabei ‒ Inhaber/-innen eines Abonnements ‒ Jahreszeitliche Kund/-innen, die derzeit einen Teil des Jahres Monatskarten, Abo 3 und/oder Abo 6 nutzten ‒ Teilzeitkund/-innen, die regelmäßig, aber wenige Tage je Woche pendeln und dazu den Bartarif nutzen ‒ Nürnberger Studierende mit auf Nürnberg beschränkter ÖPNV-Aktivität ‒ Auspendler/-innen aus Nürnberg, die künftig ein 365 Euro-Ticket mit einem anderen Abonnement für die restliche Pendeldistanz kombinieren
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Modell B Ca. 95.600 365-Euro-Tickets können abgesetzt werden – die überwiegende Mehrheit (96 %) dieser Nachfrage entsteht durch „Wanderungen“ von Bestandskunden 365-Euro-Tickets nach derzeit genutzten Produkten und Neukunden Erläuterung 61 % der künftigen 365-Euro- 3.321 95.756 Kunden erwerben gegenwärtig 6.937 799 Abonnemente. 22.366 4 % der Kunden erwerben der- zeit Abos für Auspendler (höhere Preisstufen) und kom- 3.834 58.499 binieren künftig ein 365 €-Abo für Nürnberg mit einer dann kleineren Regionalpreisstufe Ca. 23 % sind derzeit Nutzer hauptsächlich von Monatskarten. 7 % benutzen Bartarifprodukte zum Pendeln. 1 % sind Studierende, mit Zusatz-Semesterticket (N). Ganzjahres- Ganzjahres- Jahreszeitliche Teilzeitpendler Studierende Neukunden Gesamtzahl pendler (Abos) Ein-/Auspend- Pendler (Bartarif) aufgrund Ca. 3.300 tatsächliche ler nach/aus (Monatskarten) Preissenkung Neukunden (3 %) können N (Abos) aufgrund der Preissenkung gewonnen werden. Hinweis: Die Berechnungen beziehen sich vergleichend auf Verkehrserhebung 2017 und Vertriebsstatistik 2019
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Modell B Knapp 4.000 Ein- und Auspendler werden künftig durch die Kombination zweier Abonnemente günstiger fahren, hierdurch entstehen 342 T Euro Mindererlöse Kombinationen 385 Euro- und Umland-Abo nach Preisstufen Erläuterung Auspendler aus Nürnberg können ggf. ihren 0 1 1.025 Fahrpreis durch die Kombination des 365 Euro- 0 2 1.425 Abos PS A mit einem zweiten Abo für den 110 2+T Außenbereich reduzieren, das Umland-Abo ist 124 3 903 150 dann i.d.R. 2 PS niedriger bepreist als das 82 3+T 145 bisherige Abo für die Gesamtreiseweite. 4 1.330 3 4+T 123 Da meist nur wenige Prozent des Preises 57 5 149 gespart werden können, gehen wir nur von 36 145 5+T moderaten Wechselquoten aus (bspw. 30% bei 205 3 6 1 % Ersparnis, 60% bei 10 % Ersparnis, 90% 15 56 6+T bei 50 % Ersparnis), zumal die zwei Abos 73 36 7 118 kundenseitig ja Aufwand bedeuten. 7+T 204 36 Die Wechselquote hängt somit einerseits von 8 0 15 Summe Abgänge: 3.834 der Preisstufe und andererseits vom genutzten 8+T 72 453 Abo-Produkt ab. Summe Zugänge: 7.728 9 117 0 9+T 35 Ein entsprechender Wechsel für Teilzeit- und 0 10 / 10+T 451 jahreszeitliche Kunden ist kundenseitig 0 A komplexer und wird daher nur in Einzelfällen 0 3.864 stattfinden. Das Stückeln wird daher nur für Abgänge Abos Zugänge Abos Abonnemente modelliert. Hinweis: Die Berechnungen beziehen sich vergleichend auf Verkehrserhebung 2017 und Vertriebsstatistik 2019
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Hintergrund Die Anzahl der Kombinierer ist in Modell B geringfügig kleiner, die Mindererlöse sind etwas größer Die Anzahl auspendelnder Abos beträgt 56 % der Ein- und Auspendler (d.h. Auspendler überwiegen leicht die Exkurs Einpendler). Die Anzahl der von Stückelung betroffenen Abo ist bei Modell B (Stückelung nur für Auspendler mit Wohnort Nürnberg möglich) allerdings etwas größer (106 %) als bei Modell A (Ein- und Auspendler nach/aus Nürnberg können Stückeln). Ursache: Im Modell A müssen Ein- und Auspendler von/nach Westen und Nordwesten noch durch Fürth, Zone 200. ‒ Damit sparen sie mit dem Splitten nur noch 1 Zone (Zone 100) und 1 Preisstufe, was sich in keinem Fall lohnt (365 € sind immer mehr als die Preisdifferenz zweier Abos mit einer Zone Unterschied). ‒ Modell A lohnt sich somit nur aus Süden und (Nord-)Osten. Modell B inkludiert für 365 € den Gesamtbereich der PS A (Zonen 100 und 200) ‒ Damit ergeben sich auch nach Westen und Nordwesten 2 Preisstufensprünge beim Splitten, was sich vielfach lohnt ‒ Dafür können nur Auspendler aus Nürnberg das Ticket erwerben, Einpendler nicht. In Summe entspricht der das Splitting dämpfende Effekt der Zone 200 im Modell A fast exakt dem das Splitting dämpfenden Effekt der Begrenzung auf Auspendler in Modell B, in Modell B ist die Zahl der splittenden Kunden unwesentlich geringer Die Mindererlöse sind wegen der anderen Preisstufenverteilung im Modell B allerdings etwas größer, die Nutzer sparen also im Mittel etwas mehr.
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Modell B Wir erwarten Mindererlöse i. H. v. 22,2 Mio. € brutto (ca. 6,1 % der Einnahmen aus dem VGN-Tarif); dem stehen 3,3 Mio. Fahrten1) (1,6 %) Mehrnachfrage gegenüber Erlöswirkung2) (in 1.000 € brutto) -22.232 Erläuterung (-6,1%) Insgesamt erwarten wir eine Nachfragesteigerung um 1,6 % (3,3 Mio. Fahrten1)), die Erlöse werden 363.601 -62.868 39.336 998 0 302 341.369 sich um 22,2 Mio. € (6,1 %) reduzieren. Die direkte Zuwanderung in neue Produkte ist bei Erlösen deutlich, bei der Nachfrage etwas kleiner als die Abwanderung aus den alten (bei den Fahrten, da nicht alle bisherigen Fahrten auf Zusatzleistungen künftig – wenn kostenpflichtig – noch stattfinden). Nachfragewirkung2) (in 1.000 Fahrten1)) Günstigere Preise führen zu einem Neukundeneffekt 1,6 % von ca. 0,7 % der Fahrten bzw. 0,3 % der Erlöse. (+3.317) Kunden, die nun ganzjährig eine Karte haben, nutzen 202.747 -49.491 47.803 1.380 3.534 90 206.063 diese anstatt bisher Fahrrad oder Auto (induzierter Verkehr), dadurch ergibt sich aber keine Erlös- wirkung. Nachfragesteigerungen und induzierte Fahrten gehen teilweise zu Lasten des Umweltverbundes (Rad/Fußweg), teilweise zu Lasten des MIV, teilweise IST Abwande- Zuwande- Nachfrage- Induzierte Nachfrage- Prognose ist es Neuverkehr. rung alte rung neue steigerung Fahrten steigerung Produkte Produkte3) Preiswirkung Komfortwirkung
© civity 2022 1) Fahrten = Verbundbeförderungsfälle (VBF), ggf. auch mit zwei Tickets je Fahrt 2) Ausgangswert 2019; Erlöse aus Fahrgeldeinnahmen 12 3) Enthält auch ehemalige Mitnahmefahrten aus MobiCard, sofern diese noch stattfinden.
Modell B Wir erwarten Mindererlöse i. H. v. 22,2 Mio. € brutto (ca. 6,1 % der Einnahmen aus dem VGN-Tarif); dem stehen 3,3 Mio. Fahrten1) (1,6 %) Mehrnachfrage gegenüber Wirkung (brutto, inkl. Mwst.) Rahmenbedingungen Erlöswirkung2) Nachfragewirkung3) In allen tariflichen Segmenten ergeben Gruppe (1.000 €) (1.000 Fahrten1)) sich durch die Wanderungen in das 365- Einzelkarten 1.775 1.570 Euro-Ticket deutliche Mindereinnahmen, Mehrfahrtenkarten -5.942 -2.136 e die nur teilweise durch die Erlöse der t k Zeitkarten -42.022 -38.317 u 365-Euro-Tickets ausgeglichen werden.. d (Zusatz-)Semesterticket -335 -273 o Insgesamt ergeben sich inklusive der r Ausbildungsverkehr (Studierende aus AN, BA, BT) 0 0 p Nachfrageeffekte Mindererlöse i. H. v. f i Jobtickets -11.281 -7.480 r a 22,2 Mio. € brutto p. a. (-6,1 % des VGN- T Sonstige 0 0 Wertes bzw. -17,8 % des Wertes in der 365-Euro-Tickets 35.573 49.953 Preisstufe A und -2,0 % des Wertes des A -55.969 -47.358 Stadtverkehrs Nürnberg). B 0 0 Dem steht eine Mehrnachfrage von C 0 0 3,3 Mio. Fahrten 1) (+1,6 % des VGN- n e D 0 0 Wertes bzw. 3,6 % des Wertes in der f u F 0 0 t Preisstufe A und 4,1 % des Wertes des s s K 989 1.157 Stadtverkehrs Nürnberg) gegenüber. i e Kleine Regionalpreisstufen (1 - 4) -1.444 -6 r P Hinweis: Fahrscheinübergreifende Mittlere Regionalpreisstufen (4+T - 7) 25 -13 Fahrten mit zwei Abonnementen Hohe Regionalpreisstufen (7+T - 10+T) -1.407 -417 (Stückelung 365 Euro-Abo und Abo 365-Euro-Preisstufe 35.573 49.953 Regionalpreisstufe) werden nur als je Delta insges. -22.232 3.317 >eine< Fahrt in der Regionalpreisstufe Delta insges. in % des VGN-Gesamtwertes -6,1% 1,6% gerechnet. Delta insges. in % der Preisstufe A -17,8% 3,6% Delta insges. in % des Binnenverkehrs Nürnberg -21,0% 4,1% 1) Fahrten = Verbundbeförderungsfälle (VBF) 2) Ausgangswert Erlöse aus Fahrgeldeinnahmen: 363,6 Mio. € p.a. brutto (2019) 3) Ausgangswert: 202,7 Mio. Fahrten1)p.a. (2019)
© civity 2022 Hinweis: Preisstufe K weist Erlöszuwächse auf, da diese Fahrten zum einen nicht/kaum durch 365-Euro-Tickets ersetzt werden und zu anderen 13 werden Zusatzleistungsfahrten (aus Übertragbarkeit und Mitnahme) in Preisstufe K künftig kostenpflichtig.
| e t k u d o r p f i r a T | Einzelkarten 1.775 1.570 | ||
|---|---|---|---|
| Mehrfahrtenkarten -5.942 -2.136 | |||
| Zeitkarten -42.022 -38.317 | |||
| (Zusatz-)Semesterticket | -335 | -273 | |
| Ausbildungsverkehr (Studierende aus AN, BA, BT) | 0 | 0 | |
| Jobtickets -11.281 -7.480 | |||
| Sonstige | 0 | 0 | |
| 365-Euro-Tickets 35.573 49.953 | |||
| n e f u t s s i e r P | A | -55.969 | -47.358 |
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| C | 0 | 0 | |
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| K 989 1.157 | |||
| Kleine Regionalpreisstufen (1 - 4) | -1.444 | -6 | |
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| 365-Euro-Preisstufe | 35.573 | 49.953 |
Mögliche Ausgleichszahlung der Stadt Nürnberg Eine mögliche Ausgleichszahlung der Stadt Nürnberg in Höhe der Preisdifferenz zwischen Abo und 365 Euro-Ticket bewirkt 13,6 Mio. Euro Überkompensation Erläuterung Ausgleichszahlung (Euro-Werte brutto, inkl. Mwst.) Wenn jedes verkaufte 365 Euro-Abo auf den Preis eines JahresAbos ausgeglichen wird (Preisdifferenz 374,20 Euro), entsteht p.a. ein Ausgleichsanspruch der Verkehrsunternehmen von 35,8 Mio. Euro. Stückzahl 365 Euro-Ticket 95.756 Tatsächlich hatten sehr viele Kunden aber vor dem 365 Euro-Ticket kein Abo erworben, sondern bspw. einige Monatskarten im Jahr, oder den Bartarif. Sie alle haben zuvor mehr als 365 Euro ausgegeben (sonst Mindererlöse p.a. -22.232 T € würden sie das 365 Euro-Abo nicht erwerben), aber weniger als 739,20 Euro (sonst hätten sie schon vorher das Jahresabo gekauft). Diese Kunden sparen also weniger als 374,20 Euro p.a. und den Verkehrs- Mindererlöse je Stück -232,18 € unternehmen entstehen geringere Mindererlöse als 374,20 Euro je Fall. Der Ausgleich auf den Preis des JahresAbos führt somit zwingend zu Preis JahresAbo 739,20 € einer Überkompensation der Verkehrsunternehmen (140 Euro je Stück).. Diese Überkompensation erfolgt zu ca. 90 % bei dem dominierenden Ausgleichsbetrag Stadt N je Stück 374,20 € Unternehmen in Nürnberg, der VAG. Deren somit besseres Ergebnis vermindert den Finanzierungsbedarf der VAG durch die Stadt Ausgleichsbetrag Stadt N gesamt p.a. +35.832 T € entsprechend. Zu diesem Anteil ist die Überkompensation für die Stadt damit letztlich erlösneutral. Summe Mindererlöse und Ausgleich aus Die ca. 10 % Überkompensation ( ca. 1,4 Mio. Euro) für andere Unter- +13.600 T € Sicht VGN p.a. nehmen (bspw. die DB) sind zusätzliche Aufwendungen der Stadt und sind den direkten Mindererlösen von 22,3 Mio. Euro hinzuzurechnen.
- Die Berechnungen beziehen sich vergleichend auf © civity 2022 14 Verkehrserhebung 2017 und Vertriebsstatistik 2019 -
Stückzahl 365 Euro-Ticket
Mindererlöse p.a.
Mindererlöse je Stück
Preis JahresAbo
Ausgleichsbetrag Stadt N je Stück
Ausgleichsbetrag Stadt N gesamt p.a.
Summe Mindererlöse und Ausgleich aus Sicht VGN p.a.
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Stefan Weigele Caroline von Stülpnagel Matthias Schulz Katja Bürger Große Reichenstraße 27 Wallstraße 27 Große Reichenstraße 27 Große Reichenstraße 27 20457 Hamburg 10179 Berlin 20457 Hamburg 20457 Hamburg T +49 (0)40 181 22 36-62 T +49 (0)30 688 135 22-20 T +49 (0)40 181 22 36-64 T +49 (0)40 181 22 36-75 M +49 (0)175 526 57 99 M +49 (0)175 571 84 47 M +49 (0)160 588 37 62 katja.buerger@civity.de stefan.weigele@civity.de caroline.vonstuelpnagel@civity.de matthias.schulz@civity.de www.civity.de www.civity.de www.civity.de www.civity.de
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