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Sachverhalt

Anlage · 24.06.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Anlage 6.1

Infrastruktur für den Bikesport: Bikepark und Trailnetz am Schmausenbuck

Die BMX/Mountainbike-Szene stellt eine der größten freien Trendsportszenen in Nürnberg dar. Diese zeichnet sich durch eine Organisationsform aus, die zwar nicht mit der klassischen Organisation eines Sportvereins vergleichbar ist, aber trotzdem gewisse Strukturen und untereinander auch eine gute Vernetzung vorweist. Aus diesem Netzwerk heraus wurden Bedarfe zur spezifischen Infrastruktur formuliert. Die aktuellen Entwicklungen wurden Interessierten am 28. April 2022 im Rahmen eines durch die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) initiierten Vororttermins präsentiert und sollen im Folgenden dargestellt werden:

Planungsstand Bikepark Schmausenbuck

Nachdem die Zabo-Trails aufgrund des anspruchsvollen Streckenprofils weder für eine breitensportliche noch, mit Ausnahme des Pumptracks, für eine schulische Nutzung geeignet sind, hat der Stadtrat die Errichtung eines Bikeparks am Schmausenbuck beschlossen und Haushaltsmittel eingesetzt. Dieser soll Sportlerinnen und Sportlern aus allen Alters- und Leistungsklassen die Möglichkeit bieten, den Bikesport auf einer öffentlich zugänglichen und verkehrssicheren Anlage zu betreiben.

Die Sportkommission hat am 17. Juli 2020 die Planungen zur Erstellung eines Bikeparks am Schmausenbuck befürwortet und der Stadtrat im Rahmen der Haushaltsberatungen entschieden, sich in gleicher Höhe wie die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) bis maximal 200 000 Euro (brutto) an den Investitionskosten zu beteiligen.

Zur Ausgestaltung des Gesamtkonzepts des Bikeparks wurde am 30. September 2021 ein Planungsworkshop abgehalten. Alle Beteiligten des Workshops konnten zügig einen gemeinsamen Nenner für die Streckenplanung finden. Dabei wurde sich darauf geeinigt, dass folgende Streckentypen benötigt werden: Flowtrail, Jumpline, XC-Strecke, Pumptrack, Uphilltrail, Übungsparcour und ein Trick-Sprung. Da parallel auch ein Trailnetz für die umliegenden Waldbereiche ausgearbeitet wird, soll davon abgesehen werden, Enduro und All Mountain Trails in den Bikepark zu integrieren.

Die Ausschreibung der Bauleistungen ist im April 2022 erfolgt. Das kostengünstigste Angebot ging dabei durch die Nürnberger Firma kolap UG & Co. KG ein, die bereits durch den Post SV mit der Sanierung der Zabo-Trails betraut wurde. Nachdem das Konzept am 26. April 2022 vor Ort diskutiert bzw. präsentiert wurde und auf positive Resonanz seitens der Nutzer gestoßen ist, wurde der Auftrag am 12. Mai 2022 erteilt. Das Angebotsvolumen beträgt knapp 300 000 Euro netto, so dass aktuell geprüft wird, ob der von den Nutzern gewünschte, aber in der Ausschreibung nicht inkludierte Pumptrack, auch umgesetzt werden kann.

Das Stellen des Bauantrags ist für Juli 2022 vorgesehen. Sollte daraufhin die Baugenehmigung durch den Landkreis Nürnberger Land zeitnah erteilt werden, könnte die Ausführung noch im Herbst 2022 erfolgen. Eine Inbetriebnahme des Bikeparks zu spät im Jahr ist dabei allerdings nicht sinnvoll, da aufgrund der Bodenbeschaffenheit dann direkt größere Schäden durch die Nutzung zu erwarten wären. Im Falle einer nicht rechtzeitigen Baugenehmigung kann die Anlage also erst im Frühjahr 2023 in Betrieb genommen werden.

Für den Betrieb des Bikeparks, der durch die Stadt Nürnberg zu leisten ist, stehen Mittel in Höhe von 60 000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Eine stadtinterne Verortung der Aufgaben des laufenden Unterhalts und der Verkehrssicherung wird erarbeitet.

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Trailnetz am Schmausenbuck

Parallel zu den Planungen des Bikeparks wurde durch die Bayerischen Staatsforsten und die Deutsche Initiative Mountainbike e.V., unterstützt durch den DAV und den ADFC, ein Konzept zur Optimierung des Trailnetzes am Schmausenbuck erstellt. Ziel war es dabei, die Vereinbarkeit des Bikesports mit dem Naturschutz und den übrigen Waldnutzern sicherzustellen.

Hierzu wurde das Gebiet in sechs Sektoren gegliedert, in denen sich jeweils mehrere Trails befinden. Dabei soll ein Rundkurs alle Sektoren miteinander verbinden. Bei der Konzeptionierung wurde darauf geachtet, dass die Trails nach Möglichkeit keine Wander- oder sonstigen Forstwege kreuzen.

Abbildung 1

Die Trails werden nun sukzessive instandgesetzt. Darüber hinaus werden „wilde Trails“, die nicht Teil des Gesamtkonzeptes sind, zurückgebaut und beispielsweise durch Baumpflanzaktionen unbefahrbar gemacht.

Das entstehende Trailnetz wird zur Orientierung der Sportlerinnen und Sportler mit einer Beschilderung ausgestattet. Parallel wird eine Internetpräsenz (schmausenbuck.de) geschaffen, auf der die Interessierten sich informieren und den aktuellen Trailstatus abrufen können.

Der Trailbau und –unterhalt sowie alles, was damit verbunden ist, geschieht in erster Linie durch Ehrenamtliche aus der Bikesportszene mit Unterstützung der Bayerischen Staatsforsten. Um dies auch perspektivisch leisten zu können, benötigt die Deutsche Initiative Mountainbike e.V. allerdings finanzielle Unterstützung zur Beschaffung von Werkzeugen und Materialien.

Die offizielle Vorstellung der neuen Konzeptionierung des Trailnetzes ist für den 15. Juli 2022 geplant.

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