Sitzungsunterlagen
Sitzung der Sportkommission
24.06.2022
TAGESORDNUNG
Sitzung
Sitzung der Sportkommission
Sitzungszeit
Freitag, 24.06.2022, 14:00 Uhr
Sitzungsort
Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal
TAGESORDNUNG
Öffentliche Sitzung
1. Aktuelle Sportthemen in Bayern Bericht
Trinkl, Cornelia
2. Aktuelles aus dem Sport Bericht
- Sport integrativ SpS/009/2022
- Aktuelle Vereinsentwicklung
- Investitionszuschuss - neu beantragte MAßnahmen
Trinkl, Cornelia
3. Sportförderung Empfehlung
Trinkl, Cornelia Tischvorlage
4. Host Town Program im Rahmen der Special Olympics World Bericht
Games Berlin 2023 SpS/011/2022
Trinkl, Cornelia
5. Gemeinsame Durchführung des Metropolmarathons in 2023 und Bericht
2024 durch die Städte Nürnberg und Fürth SpS/012/2022
Trinkl, Cornelia
6. Infrastruktur für den Bikesport: Bikepark und Trailnetz am Bericht
Schmausenbuck SpS/013/2022
Trinkl, Cornelia
Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 11.03.2022,
öffentlicher Teil
NIEDERSCHRIFT ÜBER DIE ÖFFENTLICHE
SITZUNG DER SPORTKOMMISSION
Sitzungsdatum: Freitag, 24.06.2022 Beginn: Uhr Ende Uhr Ort: Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal
ANWESENHEITSLISTE
Vorsitzender
Gsell, Klemens, Dr.
Ausschussmitglieder
Ahmed, Nasser, Dr. Arabackyj, Claudia Arzten, Paul Bieswanger, Jasmin Böhm, Kerstin Gehrke, Jan Goldmann, Dieter Kahl, Alexander Körner, Tatjana, Dr.-Ing. Krestel, Klaus-Rudolf Mletzko, Joachim Müller, Max Schüller, Titus Sendner, Kilian
Abwesende und entschuldigte Personen:
TAGESORDNUNG
Öffentliche Sitzung
1. Aktuelle Sportthemen in Bayern
2. Aktuelles aus dem Sport
-
Sport integrativ
-
Aktuelle Vereinsentwicklung
-
Investitionszuschuss - neu beantragte MAßnahmen
3. Sportförderung
4. Host Town Program im Rahmen der Special Olympics World Games Berlin 2023
- Gemeinsame Durchführung des Metropolmarathons in 2023 und 2024 durch die Städte Nürnberg und Fürth
6. Infrastruktur für den Bikesport: Bikepark und Trailnetz am Schmausenbuck
7. Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 11.03.2022, öffentlicher Teil
Stadtrat Dr. Klemens Gsell eröffnet um Uhr die öffentliche Sitzung der Sportkommission, begrüßt alle Anwesenden und stellt die ordnungsgemäße Einladung und Beschlussfähigkeit der Sportkommission fest.
ÖFFENTLICHE SITZUNG
| 1. | Aktuelle Sportthemen in Bayern |
|---|
Aktuelles aus dem Sport
-
Sport integrativ
-
Aktuelle Vereinsentwicklung
-
Investitionszuschuss - neu beantragte MAßnahmen
| 3. | Sportförderung |
|---|
| 4. | Host Town Program im Rahmen der Special Olympics World Games Berlin 2023 |
|---|
Gemeinsame Durchführung des Metropolmarathons in 2023 und 2024 durch die
Städte Nürnberg und Fürth
| 6. | Infrastruktur für den Bikesport: Bikepark und Trailnetz am Schmausenbuck |
|---|
| 7. | Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 11.03.2022, öffentlicher Teil |
|---|
Beschluss:
Die Niederschrift über die Sitzung vom XXXX - öffentlicher Teil - hat zur Kenntnis gedient und wird genehmigt.
Der öffentliche Teil der heutigen Sitzung der Sportkommission ist hiermit geschlossen.
Dr. Klemens Gsell Stadtrat Schriftführung
Beratung Datum Behandlung Ziel
Sportkommission 24.06.2022 öffentlich Bericht
Betreff:
Aktuelle Sportthemen in Bayern
Sachverhalt kurz:
Die Corona-Pandemie wirkt für den organisierten Sport in Bayern im Hinblick auf die Herausforderungen in diesem Jahrzehnt wie ein Brennglas! Exemplarisch seien genannt:
Die Sportvereine werden „um jedes Kind kämpfen müssen“, da Bewegung, Sport und gesunde Ernährung nicht selbstverständlich sind.
Die Entwicklungen im Schulsport während der Corona-Pandemie geben Anlaß zur Sorge und
Die technologisch-digitale Durchdringung des Sports hat in den vergangenen beiden Jahren enorm zugenommen.
Das ehrenamtliche Engagement ist neu zu denken.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Beratung Datum Behandlung Ziel
Sportkommission 24.06.2022 öffentlich Bericht
Betreff:
Aktuelles aus dem Sport
- Sport integrativ
- Aktuelle Vereinsentwicklung
- Investitionszuschuss - neu beantragte MAßnahmen
Sachverhalt kurz:
Sport integrativ: Maßnahmen zur Unterstützung der ukrainischen Geflüchteten wurden initiiert (u.a. Turnierserie Fußball für den Frieden, Spendenaktionen, neue offene Sportangebote)
Aktuelle Vereinsentwicklungen: die DLRG führt ein Freigewässer Sicherheitstraining durch; das Projekt "BewegDich!" des Tornados Franken e.V. in Langwasser läuft seit Schuljahresbeginn; eine Hallenbadsanierung des Post SV Nürnberg e.V. und für den Wiederaufbau des Clubhauses des Yacht-Club Nürnberg e.V. liegt die Baugenehmigung vor.
Investitionszuschuss - neu beantragte Maßnahmen: aktuell liegen der Verwaltung 88 Anträge (davon 64 Baumaßnahmen mit einem Volumen von ca. 15 Mio. Euro vor. 4,5 Mio. Euro stehen in den nächsten Jahren zu Auszahlung an. Bei einer jährlich zur Verfügung stehenden Summe von 1,1 Mio. Euro zeichnet sich ein Auszahlungsstau ab.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Aktuelles aus dem Sport
1) Sport integrativ
„Sport integrativ – das Nürnberger Programm zur Integration in den Vereinssport“ wurde im Herbst 2015 initiiert. Das Programm stellt Weichen, um über den Sport mittel- und langfristig die Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund in die Gesellschaft zu ermöglichen. Der SportService der Stadt Nürnberg fungiert hier als zentrale Koordinationsstelle. Zusammen mit lokalen Sportvereinen werden seit 2015 unter anderem offene Sportangebote für Menschen mit und ohne Fluchthintergrund geschaffen, Projektmannschaften in Stützpunktvereine integriert, SportCoaches ausgebildet, Sportangebote an Schulen mit einem hohen Migrationsanteil ausgebaut, Sportplätzen für die Öffentlichkeit geöffnet. Zuletzt sind aufgrund des Krieges in der Ukraine viele neue Geflüchtete in Deutschland angekommen, über die Sportverbände finden verschiedene ukrainische Spitzensportlerinnen und –sportler eine neue Bleibe in Nürnberg. Zur Unterstützung der Geflüchteten hat „Sport integrativ“ zuletzt zusätzliche Aktivitäten und Maßnahmen auf den Weg gebracht, zum Beispiel:
Turnierserie mit Spendenaktion „Fußball für den Frieden zusammen mit drei Stützpunktvereinen ASN Pfeil Phönix e.V, SGV Nürnberg e.V. und VFL Nürnberg e.V. (Sammlung von 3.000 Euro Spendengeldern) Spendenaktionen „Gemeinsam für Frieden“ im Stadion bei Heimspielen des 1. FCN e.V. (Sammlung von bisher 32.000 Euro Spendengeldern für das Projekt) Schaffen von fünf neuen Sport-WGs für unbegleitete Spitzensportler bis hin zur Renovierung und Möblierung Schaffen von 12 neuen offenen Sportangeboten (inzwischen 12 unterschiedliche Sportarten) in neuen Stadtteilen Unterstützung der Geflüchteten bei der Alltagsbewältigung rund um die Themen Wohnen, Schule und Ausbildung (u.a. Lernbegleitung, Sprachunterricht)
In den nächsten Wochen sind weitere Aktivitäten in Planung, z.B. Schwimmkurse für Geflüchtete.
2) Aktuelles aus den Sportvereinen
Im Rahmen der Sitzungen der Sportkommission wird in regelmäßigen Abständen auch über aktuelle Entwicklungen in der Vereinslandschaft berichtet.
DLRG-Kreisverband Nürnberg-Roth-Schwabach e.V
Freigewässer Sicherheitstraining
Um die zusätzlichen Wasserflächen, die die Freigewässer in der Sommersaison bieten, auch für die Schwimmausbildung und das Anfängerschwimmen zu nutzen und damit der Wasserflächenknappheit in Nürnberg entgegenzuwirken, hat die DLRG-Kreisverband
Nürnberg-Roth-Schwabach e.V. ein Konzept entwickelt, das darauf abzielt, den Kindern und Jugendlichen das Element Freigewässer näher zu bringen. Dafür wird in der Norikusbucht am Wöhrder See an einem Aktionstag am 23. Juli 2022 ein Sicherheitstraining im Freigewässer von der DLRG angeboten. Während des Trainings werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer Leine am Körper befestigten aufblasbaren Schwimmboje ausgestattet, die die Schwimmerinnen und Schwimmer, falls Probleme auftauchen, zuverlässig über Wasser hält. Des Weiteren wird die Gruppe von ausgebildeten Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer überwacht und begleitet. Im Sommer 2021 hatte die DLRG bereits zwei Aktionstage erfolgreich durchgeführt und ihr Konzept anhand der Erfahrungen angepasst. Künftig soll das Sicherheitstrainings ein bis zweimal pro Jahr an der Norikusbucht in Nürnberg durchgeführt werden. Auch zusätzliche Veranstaltungen für Erwachsene, die sich im Freiwasser unsicher fühlen, sind angedacht. Die Stadt Nürnberg unterstützt die Anschaffung entsprechenden Equipments aus dem Sonderzuschuss Vereinsentwicklung mit ca. 2.000 Euro.
Tornados Franken e.V.
Projekt “BewegDich!”
Der Tornados Franken e.V. hat seit dem Schuljahr 2021/22 das Angebot “BewegDich!” gestartet: In Langwasser, einem Stadtteil mit besonderem sozialem Entwicklungsbedarf, werden pro Woche über 200 Kinder sportlich und sozial gefördert u.a. an der Gretel- Bergmann-Grundschule, der AWO Kindertageseinrichtung und dem Kindergarten der Dietrich- Bonhoeffer-Kirche. Ziel ist es eine frühestmögliche Sportbiografie anzustoßen, in der das Sporttreiben fortan einen wichtigen Stellenwert im Leben einnimmt, denn - so zeigt es unter anderem die bundesweit repräsentative KiGGS Studie - die Wahrscheinlichkeit eines gesunden Lebensstils ist umso größer, je früher eine Bewegungsförderung angeboten wird. Die ganzheitliche Sportidee des Projekts der Tornados Franken umfasst eine Vernetzung von gemeinnützigen Organisationen, Sportvereinen, Kindergärten, Grundschulen und der Kommune. Den Kindern soll ungeachtet ihrer sozialen Herkunft ein niedrigschwelliger Zugang zur Bewegung ermöglicht werden. Im Zuge des Projekts finden auch Fortbildungen für Trainerinnen und Trainer sowie kostenlose Wochenend-Sportcamps für die “BewegDich!-Kinder" statt, bei denen sich auch die ortsansässigen Vereine beteiligen können. Das Projekt ist angelehnt und kooperiert mit dem Förderprojekt "Sport vernetzt" von ALBA Berlin und steht im Kontext des Projekts "Durchstarten mit Basketball" des Post SV Nürnberg. “BewegDich!” wird durch zahlreiche Förderer, u.a. auch durch die Stadt Nürnberg unterstützt.
Yacht-Club Nürnberg e.V.
Wiederaufbau Clubhaus am Dutzendteich
Wie in vergangenen Sportkommissionssitzungen bereits berichtet wurde, muss der Yacht- Club Nürnberg aufgrund eines Pilzbefalls einen Neubau seines Vereinsheims vornehmen. Dabei hat der Verein seit dem Jahr 2012 einen langwierigen und aufwendigen Planungs- und Genehmigungsprozess durchlaufen. Der Yacht-Club Nürnberg e.V. hat nun zwischenzeitlich die Baugenehmigung für die Maßnahme erhalten.
Post-Sportverein Nürnberg e.V.
Sanierung Hallenbad
Der Post-Sportverein Nürnberg e.V. plant mittelfristig eine Umgestaltung des Vereinsgeländes am Sportpark Ebensee. In diesem Zuge soll als Teilmaßnahme auch das bestehende Hallenbad generalsaniert werden. Neben der Altbausanierung ist optional auch der Neubau eines Lehrschwimmbeckens angedacht, um zusätzliche Schwimmfläche im Nürnberger Osten zu schaffen und der hohen Nachfrage nach Schwimmkursen nachzukommen. Ein Gutachten der Deutschen Gesellschaft für Badewesen liegt bereits vor. Nicht alle darin vorgeschlagenen Maßnahmen müssen umgesetzt werden. Für die notwendigen Maßnahmen am Hallenbad kalkuliert der Verein Gesamtkosten von etwa 6 Mio. Euro (davon ca. 2,3 Mio. Euro für Neubau Lehrschwimmbecken). Zur Umsetzung wird aktuell nach zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten gesucht, da der beim Verein verbleibende Eigenanteil bei regulärer Sportförderung durch den Freistaat (BLSV) und die Stadt Nürnberg noch zu hoch ist. Die Stadt Nürnberg hat daher eine Voranfrage bei der Regierung Mittelfranken gestellt, ob und in welcher Höhe eine Förderung aus dem bayerischen Sonderprogramm Schwimmbadförderung (SPSF) möglich ist und diesbezüglich erste positive Signale erhalten. Die Förderhöhe ist abhängig von den förderfähigen Kosten, die aktuell noch geprüft werden. Eine gleichzeitige Förderung aus mehreren Töpfen (BLSV, Sonderprogramm, ggfs. Bundesprogramme) ist aufgrund des Kumulierungsverbotes ausgeschlossen.
3) Investitionszuschuss – neu beantragte Maßnahmen
Gemäß Sportförderrichtlinien Nr. 3.3 der Stadt Nürnberg erhalten förderungsfähige Sportvereine und Sportverbände Zuschüsse für bauliche Maßnahmen an Sportanlagen sowie für die Anschaffung von Geräten zur Pflege und zum Unterhalt der Vereinssportanlage. Die Förderfähigkeit baulicher Maßnahmen richtet sich nach Abschnitt C der staatlichen Sportförderrichtlinien. In Form des vorliegenden Berichts soll in regelmäßigen Abständen und möglichst zeitnah zur Antragstellung durch den Verein über neue Anträge auf Investitionszuschuss informiert werden, deren kommunale Förderung in den kommenden Jahren vorzusehen sind. In diesem Zusammenhang soll mit Blick auf die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel (jährlich 1,1 Mio. Euro) möglichst frühzeitig angezeigt werden, wenn aufgrund der aktuellen und der prognostizierten Antragslage Engpässe entstehen könnten, z. B. verlängerte Wartezeiten bis zur Zuschusszahlung (s. Ausblick). Nachfolgend sind diejenigen Anträge aufgeführt, die im Zeitraum seit der letzten Sportkommissionssitzung am 11.03.2022 bis zur Erstellung dieser Vorlage (Stichtag 24.05.2022) neu zur Förderung aus dem Investitionszuschuss beantragt wurden. Es handelt sich dabei um Vorhaben, deren grundsätzliche Förderfähigkeit gemäß Sportförderrichtlinien positiv geprüft sowie dem jeweiligen Verein bereits schriftlich bestätigt wurde. Die konkreten (Teil-)Auszahlungen sind dann in der Folge einem Bewilligungsprozess, grundsätzlich in den ersten Sportkommissionssitzungen des Jahres, unterworfen.
Erweiterung / Sanierung des Bestands:
Vorhaben-Nr. Verein/ Maßnahme Antragsdaten
008_22 ASC Boxdorf 1933 e.V. Antrag SpS: 28.03.2022 Sanierug Rasenplatz (B-Platz) Antrag BLSV: 05.04.2022 Fördersatz: 45%
Vorhaben-Nr. Verein/ Maßnahme Antragsdaten
Kostenschätzung: 14.090€ Vsstl. Zuschuss: 6.350€ 091_24 DJK Sparta Noris Nürnberg e.V. Antrag SpS: 22.04.2022 Sanierung Heizungsanlage Antrag BLSV: folgt Fördersatz: 45% Kostenschätzung: 11.705€ Vsstl. Zuschuss: 5.250€ 322_299c Post-SV Nürnberg e.V. Antrag SpS: 11.03.2022 Errichtung einer Dirtbikeanlage Antrag BLSV: 12.03.2021 Fördersatz: 45% Kostenschätzung: 28.273€ Vsstl. Zuschuss: 12.700€ 322_299d Post-SV Nürnberg e.V. Antrag SpS: 25.03.2022 Bestandssicherung Hallenbad Antrag BLSV: folgt Fördersatz: 45% Kostenschätzung: 39.205€ Vsstl. Zuschuss: 17.650€ 322_299e Post-SV Nürnberg e.V. Antrag SpS: 18.05.2022 Instandsetzung Mess- und Antrag BLSV: 05.04.2022 Regeltechnik Fördersatz: 45% Kostenschätzung: 22.267€ Vsstl. Zuschuss: 10.000€ 385_23 SpVgg. Zabo-Eintracht e.V. Antrag SpS: 31.03.2022 Kanalsanierung Antrag BLSV: folgt Fördersatz: 45% Kostenschätzung: 21.430€ Vsstl. Zuschuss: 9.650€
561_27 TSV Altenfurt e.V. Antrag SpS: 08.04.2022 LED-Umrüstung Tennishalle Antrag BLSV: 08.04.2022 Fördersatz: 45% Kostenschätzung: 125.000€ Vsstl. Zuschuss: 56.250€ 567_23 TSV Falkenheim Nürnberg e.V. Antrag SpS: 18.02.2022 Kanalsanierung Antrag BLSV: folgt Fördersatz: 45% Kostenschätzung: 40.000€ Vsstl. Zuschuss: 18.000€ 575_38 TSV Südwest Nürnberg e.V. Antrag SpS: 28.02.2022 Toilettensanierung Fördersatz: 45% Kostenschätzung: 17.880€ Vsstl. Zuschuss: 2.800€ 591_35 VfL Nürnberg e.V. Antrag SpS: 15.02.2022 Erneuerung Wegebeleuchtung Fördersatz: 45% Sportgelände Kostenschätzung: 16.172€ Vsstl. Zuschuss: 2.800€
Anschaffung von Geräten zur Pflege / zum Unterhalt:
Vorhaben-Nr. Verein/ Maßnahme Antragsdaten
123_49e ESV Flügelrad Nürnberg e.V. Antrag SpS: 03.05.2022 Anschaffung Rasentraktor Fördersatz: 50% Kostenschätzung: 28.350€ Vsstl. Zuschuss: 14.200€ 330_45 Privil. Hauptschützenges. Nbg. 1429 Antrag SpS: 23.04.2022 Häcksler zur Pflege sportlich genutzter Fördersatz: 50% Waldfläche Kostenschätzung: 17.730€ Vsstl. Zuschuss: 8.850€ 398_45 SC Germania Nürnberg e.V. Antrag SpS: 28.03.2022 Anschaffung eines Rasentraktors Fördersatz: 50% Kostenschätzung: 24.538€ Vsstl. Zuschuss: 12.250€ 435_49 Sportvereinigung Mögeldorf 2000 e.V. Antrag SpS: 17.03.2022
Vorhaben-Nr. Verein/ Maßnahme Antragsdaten
Ersatzanschaffung Mähtraktor Fördersatz: 50% Kostenschätzung: 22.372€ Vsstl. Zuschuss: 11.200€ 498_496 Schwimmerbund Bayern 07 e.V. Antrag SpS: 16.05.2022 Anschaffung Sandreinigungsgerät Fördersatz: 50% Kostenschätzung: 19.000€ Vsstl. Zuschuss: 9.500€
Erläuterungen: reguläre Fördersätze: 45% bei Bestandserweiterung/-Sanierung (ab 5 000 Euro zwf. Kosten)
50% bei Anschaffung von Pflegegeräten (ab 1 000 Euro zwf. Kosten).
erhöhter Fördersatz bei Fusion / Kooperation (um 10 %) und in anerkannten Katastrophenfällen (um bis zu 20%)
Bestandserweiterungen/-sanierungen werden gemäß Abschnitt C der staatlichen Sportförderrichtlinien zusätzlich durch den Freistaat Bayern gefördert (i.d.R. 20% Förderung ab 10 000 Euro zwf. Kosten). Es sind sowohl Maßnahmen mit gemeinsamer Förderung durch den Freistaat Bayern und die Stadt Nürnberg aufgeführt, bei welchen das Antragsdatum beim BLSV schon bekannt ist. Außerdem solche, bei denen die Antragstellung beim BLSV oder die Mitteilung darüber an SpS noch aussteht. Für Geräteanschaffungen gibt es gegenwärtig keine staatlichen Fördermöglichkeiten für Sportvereine. Eine Aussage über die geplante Fertigstellung der Maßnahmen kann derzeit nicht getroffen werden, da die Daten seitens der Vereine nicht vorliegen. Im Hinblick auf die gegenwärtige schrittweise Umsetzung der städtischen Zuwendungsgeschäftsanweisung sowie deren Nebenbestimmungen wird die Einführung von Antragsformularen notwendig. In dieser Form soll künftig auch das Datum der geplanten Fertigstellung verbindlich abgefragt werden.
Aktuelle Antragslage und Wartezeit
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Vorlage liegen der Verwaltung insgesamt 88 Anträge auf Investitionszuschuss von 44 Sportvereinen vor, darunter 64 Baumaßnahmen (73%) und 24 Anschaffungen von Pflegegeräten (26%). Auf Basis aktuell vorliegender Anträge belaufen sich die von den betroffenen Sportvereinen veranschlagten Gesamtkosten für Investitionen auf ca. 15 Millionen Euro. Teilweise sind die zugrundeliegenden Investitionsmaßnahmen begonnen, aber noch nicht beendet. Zum Teil wurden schon erste Zuschussraten auf Basis vorliegender Abrechnungsunterlagen nach Baufortschritt ausgezahlt. Insgesamt stehen noch Restzuschüsse in Höhe von voraussichtlich rund 4,5 Millionen Euro in den nächsten Jahren zur Auszahlung an, die in der Regel (priorisiert nach dem Datum der Antragstellung) durch die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel in Höhe von voraussichtlich 1,1 Mio. Euro jährlich zu finanzieren sind. Dank der Verdopplung des Budgets seit dem Haushalt 2019 durch den Stadtratsbeschluss vom 06.07.2018 konnte der erwünschte Effekt, entscheidungsreife Anträge zeitnah abzufinanzieren und die Wartezeit zwischen dem Zeitpunkt der Antragstellung bis zur Auszahlung der ersten Zuschussrate deutlich zu verkürzen, zunächst erzielt werden. So konnten in 2019 in allen drei Sportkommissionen Sportfördermittel bewilligt werden. In den Folgejahren zeichnete sich ein verstärkter Trend ab: In 2020 waren die Haushaltsmittel bereits in den ersten beiden Sportkommissionssitzungen vollständig ausgeschöpft, sodass in der letzten Sitzung der Sportkommission am Jahresende 2020 keine weiteren Auszahlungen zur Bewilligung vorgeschlagen werden konnten. In 2021 und in 2022 war das Budget bereits im
Rahmen der ersten Sitzung am Jahresanfang vollständig ausgeschöpft, sodass sich für viele auszahlungsreife Maßnahmen die Wartezeit um mindestens ein Jahr verlängerte. Elf Vereine mit auszahlungsreifen Zuschüssen in Höhe von insgesamt etwa 60 000 Euro konnten in 2022 aufgrund ausgeschöpfter Mittel nicht mehr berücksichtigt werden. Die nächste Auszahlungsgelegenheit für Investitionszuschüsse bietet die Sportkommission im Frühjahr 2023. Aufgrund der angespannten Haushaltslage hat die Kämmerei Einsparungen im investiven Bereich um pauschal 15% in 2023 angekündigt. Für den Investitionszuschuss-Etat bedeutet dies eine Kürzung des Planansatzes um 37 000 Euro im Jahr 2023.
Ausblick: Engpass durch erwartete Großbauprojekte und verstärkte Antragstellung
Besonders vor dem Hintergrund erwarteter Großbauprojekte von Sportvereinen, die aktuell noch nicht zur Förderung beantragt wurden, aber sich bereits in Planung befinden, ist mittelfristig absehbar, dass sich die Wartezeit bei den Vereinen bis zur Auszahlung der Zuschüsse ohne zusätzliche Fördermöglichkeiten oder eine weitere (ggf. temporäre) Budgeterhöhung wieder verlängert. Nach aktuell vorliegenden Informationen zu Kostenschätzungen der Vereine, beispielsweise des NHTC (Neuausrichtung Kunstrasenplatz; Errichtung Dreifachhalle), TSV Altenfurt (Verlagerung Sportgelände), SF Großgründlach (Erweiterung Vereinsheim), ASC Boxdorf (Erweiterung Vereinsheim), Post SV Nürnberg (Neugestaltung Sportpark Ebensee, Sanierung Hallenbad und Neubau Lehrschwimmbecken), Schwimmerbund Bayern 07 (Badsanierung), liegen die Gesamtkosten der sich in Planung befindenden Großbauprojekte jeweils im Millionenbereich. Ein besonders hoher Sanierungsstau ist bei den vereinsbetriebenen Schwimmbädern festzustellen. Für diese Vorhaben sind gemäß den Sportförderrichtlinien Investitionszuschüsse in Höhe von 45% der förderfähigen Kosten vorzusehen, die grundsätzlich über einen Zeitraum von maximal drei Jahren ausbezahlt werden. Unter dieser Maßgabe könnte die jährliche Zuschussrate für diese Maßnahmen voraussichtlich jeweils mehr als ein Viertel der insgesamt zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel binden. Damit diese städtischen Unterstützungsleistungen für einzelne Vereine aber nicht zu Lasten aller besitzenden Vereine gehen, sollen die hierfür zur Verfügung zu stellenden Zuschussmittel frühzeitig angezeigt und individuell abgeklärt werden. Dies wird jeweils im Rahmen der Sportkommissionssitzung im Sommer für das Folgejahr erfolgen. Hierfür erstellt die Verwaltung eine Übersicht benötigter Zusatzmittel für konkret werdende, ab dem Folgejahr zur Förderung anstehende Großbauprojekte. (mehr als 1,5 Mio. förderfähige Gesamtkosten). In diesen Fällen muss das Ziel sein, jeweils eine Einzelfallentscheidung durch den Stadtrat mit einer eigenen MIP-Position anzustreben, analog zum Vorgehen beim Bau der Surfwelle sowie dem Wiederaufbau des Yacht-Club Nürnbergs am Dutzendteich (Beschluss RWA am 7.7.2021). Aktuell liegt der Verwaltung noch kein neuer Antrag für ein Großbauprojekt vor (Stand Mai 2022). Außerdem sollte im Hinblick darauf, dass die Haushaltsmittel in 2021 und 2022 bereits am Jahresanfang vollständig ausgeschöpft waren und weiterhin ein Sanierungsstau bei den Vereinen besteht, ein Augenmerk auf die Entwicklung der Wartezeit bei den Vereinen gelegt werden. So prognostiziert auch der Bayerische Landessportverband (BLSV), dass sich der anhaltend hohe Bauboom in Bayern weiter fortsetzen wird. Angesichts dessen sind mit vorhandener Finanzausstattung sich verlängernde Wartezeiten bei den Vereinen nicht zu vermeiden.
Beratung Datum Behandlung Ziel
Sportkommission 24.06.2022 öffentlich Bericht
Betreff:
Host Town Program im Rahmen der Special Olympics World Games Berlin 2023
Sachverhalt kurz:
Nürnberg wurde zur Host Town im Rahmen der Special Olympics World Games Berlin 2023 ernannt und empfängt vom 12.06. bis 15.06.2023 eine 130-köpfige Delegation aus Österreich. Zur Vorbereitung der Gastgeberrolle sollen inklusive Projekte mit kommunalen Gruppen organisiert werden. Außerdem obliegt der Stadt die Organisation der Durchführung des viertägigen Host Town Program. Entsprechend dem Beschluss des RWA am 07.07.2021 werden für den Haushalt 2023 101.470 € angemeldet.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten 101.470 € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv 101.470 € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
Haushaltsmittel für 2023 müssen laut Beschluss des RWA vom 07.07.2021 noch angemeldet werden.
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Das o.g. Programm ist ausgerichtet auf Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit mit und in der Bevölkerung inklusiv tätig zu werden.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
„Host Town Program“
im Rahmen der Special Olympics World Games Berlin 2023
Deutschland wird im Juni 2023 erstmals Gastgeber der Special Olympics World Games (SOWG), der weltweit größten inklusiven Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Dazu werden etwa 7.000 Athletinnen und Athleten sowie Unified Partnerinnen und Partner, also Menschen ohne geistige Behinderung, aus mehr als 170 Nationen in 24 Sommer- und zwei Demonstrationssportarten erwartet. Der gastgebende Verband, Special Olympics Deutschland, will den Athletinnen und Athleten aus aller Welt nicht nur unvergessliche Spiele bereiten, sondern den Anlass nutzen, die Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit geistiger Behinderung nachhaltig zu stärken. Mit dem deutschlandweiten „Host Town Program“ werden Delegationen aus den verschiedensten Regionen der Welt vor den Wettbewerben in Berlin für vier Tage in 216 Kommunen und Landkreise kommen, um vor Ort Land und Leute kennenzulernen. Damit wird zum einen ein starkes Signal der Inklusion gesetzt. Darüber hinaus werden inklusive Strukturen und Netzwerke nachhaltig gestärkt. Die Veranstalter formulieren das Ziel: „Mehr Teilhabe vor Ort!“ Die Stadt Nürnberg ist zur Host Town ernannt worden und empfängt eine ca. 130-köpfige Delegation aus Österreich als Gastgeberin. Die Nürnberger Teilnahme am „Host Town Program“ soll die Strahlkraft einer inklusiven Sportveranstaltung auf Weltniveau für den eingeschlagenen Weg einer inklusiveren Stadt nutzen. Denn Nürnberg befindet sich nach einer intensiven Konzeptions- und Erarbeitungsphase nun in der Umsetzung des Aktionsplans der UN-Behindertenrechtskonvention. Gemeinsam mit Fürth und Erlangen, die ebenfalls im „Host Town Program“ vertreten sind, soll mit städteübergreifenden Aktionen und Veranstaltungen auch in der Metropolregion das Thema Inklusion sichtbar gemacht werden. Ziel ist es das Netzwerk für Inklusion und Integration nachhaltig zu stärken und auszubauen.
Anforderungen an den Gastgeber
In der Verantwortlichkeit der Kommune liegen im Wesentlichen zwei Aufgabenbereiche:
Vorbereitung der Gastgeberrolle durch Projekte mit kommunalen Gruppen
Dabei geht es laut Veranstalter um die Koordinierung und Unterstützung von z.B. inklusiven Vereins-, Schul- und Jugendprojekten, inklusiven kulturellen Aktivitäten, Inklusionstagen, inklusiven Veranstaltungen und Vorhaben aus den Bereichen Sport, Bildung, Gesundheit, Kultur oder Stadtentwicklung, sowie sonstigen Initiativen gelebter Inklusion im Jahr vor der Veranstaltung.
Durchführung des viertägigen „Host Town Program“ (12.-15.6.2023)
Transport (Anreise zu Host Town innerhalb Deutschlands, Transport während des „Host Town Program“, Transport nach Berlin) Unterkunft und Verpflegung der Delegation Bereitstellen von werbe- und kostenfreien Veranstaltungsstätten Planung, Organisation, Finanzierung und Durchführung eines vielfältigen Rahmenprogramms
Finanzen und Eigenbeteiligung
Bezogen auf das viertägige „Host Town Program“ sind sämtliche Kosten für die Teilnehmenden an der Delegation von der gastgebenden Kommune zu tragen. Hinzu kommen Kostenarten wie die Schaffung einer lokalen Organisationsstruktur (u.a. personelle Ressourcen), Programmgestaltung, Transport der Delegation von München und nach Berlin, Sanitätsdienst, Öffentlichkeitsarbeit und vieles andere. Zusätzlich ist in die Unterstützung, Konzeption und Umsetzung inklusiver Projekte zu investieren. Die Höhe der zu erwartenden Kosten berechnet sich an der Größe der zugeteilten Delegation von ca. 130 Personen. Für 2022 wurden 5.000 Euro für inklusive Projekte und 15.000 Euro für den Aufbau des Organisationsteams in den Haushalt eingestellt. Eine Kostenschätzung auf Basis der Erfahrungen der letzten Jahre von Special Olympics für die Planungen in 2023 sieht wie folgt aus:
| Ausgaben | Österreichische Delegation | ||
|---|---|---|---|
| (ca. 130 Personen) | |||
| Unterkunft, Verpflegung | 35.620 € | ||
| Transport von München und nach Berlin, Transport in Host Town | 15.080 € | ||
| Inklusive Projekte | 5.000 € | ||
| Programm (Kultur, Austausch, Besuche, Abendveranstaltung, etc.) | 10.770 € | ||
| Allgemeine Orga-Kosten | 2.400 € | ||
| Aufbau Projektteam / Einbindung Athleten | 15.000 € | ||
| Öffentlichkeitsarbeit | 8.000 € | ||
| Volunteers, Verpflegung, Ausstattung | 4.600 € | ||
| Weiteres | 5.000 € | ||
| Summe: | 101.470 € |
Im Rahmen des Beschlusses des RWA vom 07.07.2021 werden folglich weitere 101.470 Euro für den Haushalt 2023 angemeldet, um die Maßnahme durchführen zu können.
Nächste Schritte
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Am 01.06.2022 fand eine erste große Kick-Off Veranstaltung mit möglichen Kooperationspartnern statt. Eingeladen wurden verschiedene Dienststellen der Stadt Nürnberg, Einrichtungen der Offenen Behindertenarbeit, Sportvereine und -verbände, sowie Stiftungen, die in Nürnberg und Umgebung schon aktiv Inklusionsprojekte umsetzen. Den Teilnehmenden wurde das Konzept des „Host Town Program“ ausführlich vorgestellt und es wurden erste Ideen für die Ausgestaltung des „Host Town Program“ erarbeitet. Außerdem wurde bei den Teilnehmenden abgefragt, an welchen Stellen sie sich mit Ihrer Organisation für die Maßnahme einbringen möchten. Nach der Auswertung des Workshops soll ein „Host Town Komitee“ für die weitere Projektplanung gegründet werden.
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Es besteht bereits Kontakt zu den Verantwortlichen des Host Town Program in Fürth (Delegation aus Venezuela) und Erlangen (Delegation aus Serbien). Weitere Treffen werden zeitnah stattfinden, um die gemeinsamen Projekte im Rahmen des „Host Town Program“ zu entwickeln.
Diverstity-Relevanz
Das „Host Town Program“ ist als Teil der Special Olympics World Games (SOWG), ausgerichtet auf Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit mit und in der Bevölkerung inklusiv tätig zu werden. Es ist daher davon auszugehen, dass diese Unterstützungsleistung in erster Linie Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zu Gute kommt.
Beratung Datum Behandlung Ziel
Sportkommission 24.06.2022 öffentlich Bericht
Betreff:
Gemeinsame Durchführung des Metropolmarathons in 2023 und 2024 durch die Städte
Nürnberg und Fürth
Sachverhalt kurz:
Ein aktueller Austausch der Herren OBM der Städte Nürnberg und Fürth hat zu einer Wiederaufnahme der bereits seit Längerem laufenden Gespräche mit dem Ziel einer gemeinsamen Durchführung des Metropolmarathons durch die Städte Nürnberg und Fürth geführt. Zwischenzeitlich haben sich die Gespräche konkretisiert. In Fürth wurde am 27.4.2022 der gemeinsamen Durchführung im Stadtrat ohne Gegenstimme, vorbehaltlich des gleichartigen Beschlusses der Nürnberger Gremien, zugestimmt. Dieser Beschluss wurde vom Ältestenrat und Finanzausschuss der Stadt Nürnberg am 18.05.22 gefasst.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
StK
Gemeinsame Durchführung des Metropolmarathons in 2023 und 2024 durch die Städte
Nürnberg und Fürth
Ausgangslage
Ein aktueller Austausch der Herren OBM der Städte Nürnberg und Fürth hat zu einer Wiederaufnahme der bereits seit Längerem laufenden Gespräche mit dem Ziel einer gemeinsamen Durchführung des Metropolmarathons durch die Städte Nürnberg und Fürth geführt. Zwischenzeitlich haben sich die Gespräche konkretisiert. In Fürth wurde am 27.4.2022 der gemeinsamen Durchführung im Stadtrat ohne Gegenstimme, vorbehaltlich des gleichartigen Beschlusses der Nürnberger Gremien, zugestimmt. Der Ältestenrat und Finanzausschuss der Stadt Nürnberg hat in seiner Sitzung am 18.05.22 das Konzept des städteübergreifenden Metropolmarathons und – vorbehaltlich der abschließenden steuerrechtlichen Prüfung des Vertragsentwurfes – die gemeinsame Durchführung des Metropolmarathons in den Jahren 2023 und 2024 durch die Städte Fürth und Nürnberg begrüßt.
Zudem gründete er die erforderliche kommunale Arbeitsgemeinschaft „Metropolmarathon Fürth-Nürnberg“.
Historie und Charakter der Veranstaltung
Der Metropolmarathon Fürth ist eine etablierte, beliebte und überregional bekannte Laufsportveranstaltung, die seit 2009 jährlich im Frühjahr/Frühsommer stattfindet. An einem Wochenende werden verschiedene Laufveranstaltungen und diverse Strecken für die gesamte Familie (Kinderläufe, Hobbylauf, 10-km-Lauf, Halbmarathon, Marathon) geboten. Die Veranstaltung ist als Teilnehmerevent konzipiert, der Leistungssport, z. B. durch eine Verpflichtung von prominenten Spitzenläuferinnen und -läufern, steht nicht im Vordergrund. So bewegt das Event jedes Jahr rund 6 000 Teilnehmende aller Altersgruppen und wird abgerundet durch ein vielfältiges Rahmenprogramm für die ganze Familie.
2020 und auch 2021 musste die Veranstaltung Corona-bedingt ausfallen. Die nächste Veranstaltung ist bereits geplant und findet am 25./ 26. Juni 2022 (noch ohne Beteiligung Nürnbergs) statt.
Aber auch Nürnberg hat eine „Marathon-Historie“. Der Nürnberg-Marathon fand von 1978 bis 1981 und von 1983 bis 1993 statt. In einer dritten Auflage nochmals am 02. Mai 2004 und am 24. April 2005. 2006 wurde die Laufveranstaltung dann, nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Fußball-WM eingestellt.
Als weitere prominente Laufveranstaltung findet bereits seit 1995 der Stadtlauf Nürnberg (SportScheck-Lauf, jeweils im Oktober) mit Distanzen bis zur Halbmarathonstrecke statt.
Gemeinsame Veranstaltung von Nürnberg und Fürth
Um die Bekanntheit bzw. Wertigkeit des Metropolmarathons zu steigern und deren positive Effekte auf die Stadt Nürnberg und die Metropolregion auszuweiten, soll die Veranstaltung zunächst in den Jahren 2023 und 2024 als gemeinsames Event der Städte Nürnberg und Fürth konzipiert werden. Dabei soll die Strecke in 2023 von Fürth nach Nürnberg mit dem Ziel Hauptmarkt und in 2024 in umgekehrte Richtung verlaufen. Nebenveranstaltungen sollen abwechselnd in den Kommunen stattfinden. Als Termin für den Metropolmarathon 2023 ist Sonntag, der 18. Juni, vorgemerkt.
Chancen der Zusammenarbeit von Nürnberg und Fürth
Erhöhung der Strahlkraft der Veranstaltung Stärkung der Metropolregion durch Schaffung einer gemeinsamen Sportveranstaltung Steigerung der Teilnehmerzahlen und Reichweite der Bewegungsförderung Nutzung einer bewährten Organisationsstruktur und Schaffung von Synergieeffekten
Rechtliche Umsetzung: einfache kommunale Arbeitsgemeinschaft
Die Zusammenarbeit der Städte Fürth und Nürnberg soll auf öffentlich-rechtlicher Ebene als einfache kommunale Arbeitsgemeinschaft ausgestaltet werden. Die Arbeitsgemeinschaft mit den Namen „Metropolmarathon Fürth-Nürnberg“ hat zur Aufgabe, mit dem Laufevent eine Sportveranstaltung für die Metropolregion zu schaffen. Für die Bildung der kommunalen Arbeitsgemeinschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Vertrag erforderlich, welcher in Schriftform abzuschließen ist. Der entsprechende Vertrag wurde erstellt und mit den Rechtsämtern und den Kämmereien der beiden Kommunen abgestimmt. Die Kämmereien der beiden Kommunen waren sich einig, dass die kommunale Arbeitsgemeinschaft bei einem gemeinsamen Außenauftritt für steuerrechtliche Zwecke einer GbR gleichgestellt werden kann. Haushaltsrechtlich wird ein neuer Mandant angelegt, über welchen die Ein- und Ausgaben abgebildet und den beteiligten Kommunen hälftig zugerechnet werden.
Personelle Umsetzung
Eine solche Veranstaltung, die mehrere 10.000 Menschen aus allen Altersklassen und Bevölkerungsschichten bewegen und/ oder unterhalten soll, benötigt eine sehr genaue und umfängliche Planung im Vorfeld und eine professionelle Durchführung bei und mit allen Beteiligten.
Die Zusammenarbeit mit der Stadt Fürth sieht vor, dass sich jede Stadt mit dem gleichen Personalanteil und Arbeitsumfang einbringt (vgl. §8 ARGE Vereinbarung). Derzeit stehen beim SportService zur Organisation von Großveranstaltungen 0,25 Stellenanteile zur Verfügung. Dies bedeutet, dass zur Vermeidung von Stellenschaffungen bei SPS interne Umschichtungen nötig sind, was bereits in diesem Jahr schon erfolgt ist. In Nürnberg steht jedoch im Vergleich zum bisherigen alleinigen Austragungsort Fürth noch keine Infrastruktur (z.B. Absperrungen, Helfer, Aufbau Zielbereich) zur Verfügung, was für die Marathonjahre 2023 und 2024 noch erarbeitet werden muss. In diesem Rahmen werden Teilbereiche voraussichtlich an externe Dienstleister zu vergeben sein. Weitere Großveranstaltungen werden daher in diesem Zeitraum nicht umzusetzen sein. Sollte es letztendlich zu einer Verstetigung der Veranstaltung kommen, müsste für die Jahre ab 2024 noch einmal neu über zu schaffende Personalkapazitäten nachgedacht werden.
Finanzielle Umsetzung
Beide Kommunen sollen sich hälftig die Einnahmen und Ausgaben des gemeinsamen Metropolmarathons teilen. Um eine zielführende Umsetzung zu ermöglichen, laufen die Einnahmen und Ausgaben über eine Kommune und es erfolgen regelmäßige Ausgleichszahlungen. Davon ausgenommen sind die jeweiligen Personalkosten, welche die Kommunen eigenständig zu tragen haben.
Durch die Neukonzeption und Ausweitung der Veranstaltung werden die Ausgaben zunächst deutlich steigen. Vor allem das Jahr 2023 scheint kostenintensiv zu werden, da im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit viele einmalige Leistungen (Erstellung einer neuen Website, Entwurf Corporate Design, Vermarktung etc.) eingekauft werden müssen. Derzeit ist für beide Kommunen zusammen mit Ausgaben von über 400.000 € zu kalkulieren. Leider wird eine valide Kostenkalkulation durch die aktuelle Weltkrisensituation und die damit einhergehende Inflation erschwert.
Die Einnahmen und somit das Budgetergebnis sind von den Sponsorengeldern und Teilnahmegebühren abhängig. Aufgrund des erhöhten Interesses eines Nürnberger Unternehmens als neuer Namenssponsor zeichnen sich bereits jetzt im Vergleich zu den
Vorjahren erhöhte Einnahmen ab. Auch erhofft sich die Verwaltung eine Erhöhung der Teilnehmerzahl.
In der Summe kalkuliert die Verwaltung für das Jahr 2023 mit einem moderaten Defizit für beide Kommunen in Höhe von ca. 12.000 Euro.
Falls steuerrechtlich Anpassungen an dem Vertragsentwurf nötig sind, wird die Verwaltung ermächtigt, diese vorzunehmen, soweit sich hieraus keine substanziellen Änderungen des Vertragsinhalts ergeben.
Das notwendige Budget für die Veranstaltung und für die Vergabe von Aufgaben an externe Dienstleister (Ausgaben in Höhe von 205.000 Euro, zzgl. noch zu beziffernder Ausgaben für die voraussichtliche Vergabe einzelner Aufgaben an externe Dienstleister/ Einnahmen von 199.000 Euro /) wird im Haushalt 2023 und 2024 eingeplant.
Das erklärte Ziel ist es, den Metropolmarathon kostenneutral abzuschließen.
Beratung Datum Behandlung Ziel
Sportkommission 24.06.2022 öffentlich Bericht
Betreff:
Infrastruktur für den Bikesport: Bikepark und Trailnetz am Schmausenbuck
Sachverhalt kurz:
Die BMX/Mountainbike-Szene stellt eine der größten freien Trendsportszenen in Nürnberg dar. Diese zeichnet sich durch eine Organisationsform aus, die zwar nicht mit der klassischen Organisation eines Sportvereins vergleichbar ist, aber trotzdem gewisse Strukturen und untereinander auch eine gute Vernetzung vorweist. Aus diesem Netzwerk heraus wurden Bedarfe zur spezifischen Infrastruktur formuliert. Die aktuellen Entwicklungen sollen im folgenden Bericht dargestellt werden.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten 200.000 € Folgekosten 60.000 € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv 200.000 € davon Sachkosten 60.000 € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Aufgrund der Gegebenheiten der Anlagen zur Ausübung des Trendsports (d. h. Parcours, Hindernisse etc.) ist eine Barrierefreiheit nicht gegeben.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
StK
Infrastruktur für den Bikesport: Bikepark und Trailnetz am Schmausenbuck
Die BMX/Mountainbike-Szene stellt eine der größten freien Trendsportszenen in Nürnberg dar. Diese zeichnet sich durch eine Organisationsform aus, die zwar nicht mit der klassischen Organisation eines Sportvereins vergleichbar ist, aber trotzdem gewisse Strukturen und untereinander auch eine gute Vernetzung vorweist. Aus diesem Netzwerk heraus wurden Bedarfe zur spezifischen Infrastruktur formuliert. Die aktuellen Entwicklungen wurden Interessierten am 28. April 2022 im Rahmen eines durch die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) initiierten Vororttermins präsentiert und sollen im Folgenden dargestellt werden:
Planungsstand Bikepark Schmausenbuck
Nachdem die Zabo-Trails aufgrund des anspruchsvollen Streckenprofils weder für eine breitensportliche noch, mit Ausnahme des Pumptracks, für eine schulische Nutzung geeignet sind, hat der Stadtrat die Errichtung eines Bikeparks am Schmausenbuck beschlossen und Haushaltsmittel eingesetzt. Dieser soll Sportlerinnen und Sportlern aus allen Alters- und Leistungsklassen die Möglichkeit bieten, den Bikesport auf einer öffentlich zugänglichen und verkehrssicheren Anlage zu betreiben.
Die Sportkommission hat am 17. Juli 2020 die Planungen zur Erstellung eines Bikeparks am Schmausenbuck befürwortet und der Stadtrat im Rahmen der Haushaltsberatungen entschieden, sich in gleicher Höhe wie die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) bis maximal 200 000 Euro (brutto) an den Investitionskosten zu beteiligen.
Zur Ausgestaltung des Gesamtkonzepts des Bikeparks wurde am 30. September 2021 ein Planungsworkshop abgehalten. Alle Beteiligten des Workshops konnten zügig einen gemeinsamen Nenner für die Streckenplanung finden. Dabei wurde sich darauf geeinigt, dass folgende Streckentypen benötigt werden: Flowtrail, Jumpline, XC-Strecke, Pumptrack, Uphilltrail, Übungsparcour und ein Trick-Sprung. Da parallel auch ein Trailnetz für die umliegenden Waldbereiche ausgearbeitet wird, soll davon abgesehen werden, Enduro und All Mountain Trails in den Bikepark zu integrieren.
Die Ausschreibung der Bauleistungen ist im April 2022 erfolgt. Das kostengünstigste Angebot ging dabei durch die Nürnberger Firma kolap UG & Co. KG ein, die bereits durch den Post SV mit der Sanierung der Zabo-Trails betraut wurde. Nachdem das Konzept am 26. April 2022 vor Ort diskutiert bzw. präsentiert wurde und auf positive Resonanz seitens der Nutzer gestoßen ist, wurde der Auftrag am 12. Mai 2022 erteilt. Das Angebotsvolumen beträgt knapp 300 000 Euro netto, so dass aktuell geprüft wird, ob der von den Nutzern gewünschte, aber in der Ausschreibung nicht inkludierte Pumptrack, auch umgesetzt werden kann.
Das Stellen des Bauantrags ist für Juli 2022 vorgesehen. Sollte daraufhin die Baugenehmigung durch den Landkreis Nürnberger Land zeitnah erteilt werden, könnte die Ausführung noch im Herbst 2022 erfolgen. Eine Inbetriebnahme des Bikeparks zu spät im Jahr ist dabei allerdings nicht sinnvoll, da aufgrund der Bodenbeschaffenheit dann direkt größere Schäden durch die Nutzung zu erwarten wären. Im Falle einer nicht rechtzeitigen Baugenehmigung kann die Anlage also erst im Frühjahr 2023 in Betrieb genommen werden.
Für den Betrieb des Bikeparks, der durch die Stadt Nürnberg zu leisten ist, stehen Mittel in Höhe von 60 000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Eine stadtinterne Verortung der Aufgaben des laufenden Unterhalts und der Verkehrssicherung wird erarbeitet.
Trailnetz am Schmausenbuck
Parallel zu den Planungen des Bikeparks wurde durch die Bayerischen Staatsforsten und die Deutsche Initiative Mountainbike e.V., unterstützt durch den DAV und den ADFC, ein Konzept zur Optimierung des Trailnetzes am Schmausenbuck erstellt. Ziel war es dabei, die Vereinbarkeit des Bikesports mit dem Naturschutz und den übrigen Waldnutzern sicherzustellen.
Hierzu wurde das Gebiet in sechs Sektoren gegliedert, in denen sich jeweils mehrere Trails befinden. Dabei soll ein Rundkurs alle Sektoren miteinander verbinden. Bei der Konzeptionierung wurde darauf geachtet, dass die Trails nach Möglichkeit keine Wander- oder sonstigen Forstwege kreuzen.
Die Trails werden nun sukzessive instandgesetzt. Darüber hinaus werden „wilde Trails“, die nicht Teil des Gesamtkonzeptes sind, zurückgebaut und beispielsweise durch Baumpflanzaktionen unbefahrbar gemacht.
Das entstehende Trailnetz wird zur Orientierung der Sportlerinnen und Sportler mit einer Beschilderung ausgestattet. Parallel wird eine Internetpräsenz (schmausenbuck.de) geschaffen, auf der die Interessierten sich informieren und den aktuellen Trailstatus abrufen können.
Der Trailbau und –unterhalt sowie alles, was damit verbunden ist, geschieht in erster Linie durch Ehrenamtliche aus der Bikesportszene mit Unterstützung der Bayerischen Staatsforsten. Um dies auch perspektivisch leisten zu können, benötigt die Deutsche Initiative Mountainbike e.V. allerdings finanzielle Unterstützung zur Beschaffung von Werkzeugen und Materialien.
Die offizielle Vorstellung der neuen Konzeptionierung des Trailnetzes ist für den 15. Juli 2022 geplant.