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← Sitzung des Stadtplanungsausschusses (23.06.2022)

Entscheidungsvorlage mit Gestaltungsplan Max-Planck-Straße

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Beilage

Betreff: Programm "Klein aber fein“ - mehr Grün für Gibitzenhof, Max-Planck-Straße

Entscheidungsvorlage

Ausgangssituation

Mit Stadtratsbeschluss vom Mai 2017 wurde das Stadterneuerungsgebiet „Gibitzenhof, Steinbühl-West, Rabus“ als förmliches Sanierungsgebiet festgelegt. Inzwischen wird es im Bund- Länder-Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert. Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen wurde als eines der zentralen Themen der Stadterneuerung ein erhebliches Grün- und Freiflächendefizit festgestellt. Auch weisen die vorhandenen Grün- und Freiflächen einen Mangel an Gestaltungs- und Aufenthaltsqualität auf. Durch einen erhöhten Nutzungsdruck kommt es im Gebiet zu einem schnelleren Verschleiß und somit laufend erhöhten Unterhalts- und Investitionsbedarf bei Anlagen im öffentlichen Raum. Um trotzdem Verbesserungen für die Bevölkerung zu erreichen, ist es notwendig, neue Ideen und Möglichkeiten zum Abbau des eklatanten Freiraumdefizits aufzuzeigen und schrittweise umzusetzen. Neben dem Programm zur Begrünung privater Höfe und Freiflächen bieten ungenutzte kleinere Grünflächen (Abstands- und Verkehrsgrün) und Brachgrundstücke große Chancen zur Schaffung von „Grüninseln“. Aus diesem Grund ist das Programm „Klein aber fein“ entstanden: Mit einer Vielzahl von einfachen Maßnahmen sollen möglichst kurzfristig sichtbare Ergebnisse erzielt werden, die in der Summe zu einer nachhaltigen Aufwertung des öffentlichen Raumes und damit der Lebensqualität im Stadterneuerungsgebiet beitragen.

Ziel und Zweck

Ziel des Aktionsprogramms ist es, kleinere Flächen zu identifizieren und aufzuwerten, um dadurch an verschiedensten Stellen im Stadtteil kurzfristig Impulse setzen zu können. Die Flächen liegen in der Nachbarschaft zu Wohnquartieren und dienen heute als ungenutztes Abstandsgrün, sind Baulücken oder werden als Stellplätze genutzt. Gegenstand der Förderung wäre die Umgestaltung kleinerer Flächen zu kleinen Grünoasen und Westentaschenparks. Teilweise reichen auch einfache kleinere Aufwertungen wie das Aufstellen von Bänken, das Pflanzen eines Baumes oder einer schützenden Hecke bzw. das Absenken eines Bordsteins.

Maßnahme

Es existiert ein 2,30 m breiter, durchgängiger Fußweg auf der südlichen Straßenseite, der gegenüber liegende Fußweg mit 2,30 m endet in einem Wendehammer. Ziel ist es, die existierende Wendeanlage aufzulösen und nach Osten vor die Einfahrt Haus Nr. 5 zu verschieben. Das ermöglicht fünf neue Baumstandorte. Zusätzlich müssen für die Verlegung des Wendekreises sechs Anwohner-Stellplätze aufgehoben werden. Die Trennung von Fahrbahn und Gehwegen wird aufgelöst. Bei der Zufahrt von Osten wird zusätzliche eine Engstelle mit 4 m Durchfahrtbreite eingebaut. Die niveaugleichen, verbleibenden Wegflächen werden gepflastert, so dass ein Shared Space für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer entsteht. Ebenfalls notwendig ist die Verlegung einer Stromtrasse vom nördlichen Fußweg auf die südliche Straßenseite. Die neugewonnene Freifläche wird als Kommunikationsort gestaltet. Die Bänke sollen in erster Linie auch älteren Bewohnern die Möglichkeit einräumen, ihren Weg zu den Einzelhändlern an der Gibitzenhof- und Landgrabenstraße durch eine mögliche Rast, selbständig zu bewältigen. Zudem kann sie den Arbeiterinnen und Arbeitern der anliegenden Gewerbebetriebe als Pausenort dienen.

Die Aufwertung der künstlerischen Gestaltung der Brandwand des angrenzenden Betriebs wurde bereits - zusammen mit den Anwohnerinnen und Anwohnern - umgesetzt. Die Maßnahmen auf dem Grundstück Fl.Nr. 135/21 Gemarkung Steinbühl werden von der WBG verwaltet, auf eigene Kosten durchgeführt und mit dem Programm: „Mehr Grün für Nürnberg“ gefördert.

Kosten

Die Ausbaukosten belaufen sich auf ca. 240.000 Euro, die im Rahmen der Städtebauförderung zuschussfähig sind. Der Zuschussantrag wird auf Basis der abgeschlossenen Entwurfsplanung und Kostenberechnung gestellt. Die Finanzierung der über die Stadterneuerung förderfähigen Kosten kann über den bereitstehenden Haushalt des Stadterneuerungsgebietes Gibitzenhof erfolgen. Die Maßnahme soll 2022 umgesetzt werden.

Abbildung 1

Abbildung 2

135/21

Lageplan aus Geodatenservice der Stadt Nürnberg

Abbildung 3

Luftbild aus Geodatenservice der Stadt Nürnberg

Abbildung 4

Foto von Quartiersmanagement Gibitzenhof

Abbildung 5

Foto von Quartiersmanagement Gibitzenhof

Abbildung 6

Foto und künstlerische Wandgestaltung mit Bürgern: Regina Pemsl

Abbildung 8

Planung: Topos Team - ohne Leitungen

Abbildung 7

Planung: Topos Team – mit Leitungen

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