Haushaltssperre

← Sitzung des Stadtrates (18.05.2022)

Antrag ÖDP vom 04.10.2021

Anlage · 18.05.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Ökologisch-Demokratische Partei

ÖDP im Nürnberger Stadtrat

Stadtratsgruppe • Fünferplatz 2 • 90403 Nürnberg

ERBLIRGERM EIS i EH

Oberbürgermeister der Stadt Nürn ÖDP Stadtratsgruppe Herrn Marcus König 0 4 OKI. 2321 ; Nr Inga Hager & Jan Gehrke Rathausplatz 2 Fünferplatz 2 90403 Nürnberg t ,A' Zur Stellungnahme 90403 Nürnberg III Z'jr Kts. 4 A-,tv<on vor Aosen- Hager: 01577 7397611 cluna verlegen

X

(m-w 5 Antwort zur Unter­ Gehrke: 0911 543768

schrift verlegen

w L *yF~ inga.hager@oedp.de

jan.gehrke@oedp.de Betreff: Konzept für die Landesgartenschau-Bewerbung 2030 www.oedp-nuernberg.de

Nürnberg, 04.10.2021

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

der Nürnberger Stadtrat hat mit voller Zustimmung der ÖDP-Stadtratsgruppe beschlossen, eine Interessensbekundung für die Ausrichtung der Landesgartenschau (LGS) 2030 in Nürnberg abzugeben. Insbesondere die Erweiterung der vorgesehenen Flächen über den Stadtgraben hinaus auf Plätze innerhalb der Altstadt und in angrenzenden Stadtteilen bietet erhebliche Entwicklungspotentiale.

Unseres Erachtens leistet ein entsprechend gestaltetes Bewerbungskonzept einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz und zu einem auf Nachhaltigkeit bedachten Umbau der innerstädtischen Flächen, der auch ohne diese Bewerbung und die bei erfolgreicher Bewerbung zu erwartenden Zuschüsse finanziert werden müsste.

Für das nun zu erarbeitende Konzept bringen wir folgende Vorschläge ein:

  1. Die Beleuchtung der Gartenschauflächen wird so gestaltet, dass da, wo sie als erforderlich erachtet wird, Sicherheitsaspekte und Insektenschutz möglichst gut vereint werden. Um nachtaktive Tiere bestmöglich zu schützen, orientiert sich die Verwaltung bei neu zu installierenden Beleuchtungen an den Ratschlägen des BUND, wie zum Beispiel:
  1. Sollte das Bewerbungskonzept der Stadt Nürnberg für einzelne Bereiche eine Zutrittsbegrenzung und Eintritt vorsehen, werden die übrigen und überwiegenden Flächen ohne Eintritt zugänglich gemacht. Dadurch haben die Anwohnerinnen und Anwohner die Möglichkeit, den gewohnten Naherholungsraum auch weiterhin unbeschränkt zu nutzen.

Ökologisch-Demokratische Partei

ÖDP im Nürnberger Stadtrat

  1. Das Konzept der Essbaren Stadt wird in den frei zugänglichen Flächen in erheblichem Umfang umgesetzt. Die lokale Gruppe „Essbare Stadt“ des Ernährungsrats Nürnberg wird in diesen Aspekt der Bewerbung von Beginn an eingebunden. Stadtbevölkerung wie auch Auswärtige lernen so während der LGS 2030 die Abfolge von Säen, Pflegen und Ernten mitten in der Stadt intensiv kennen.

  2. Das Konzept sieht für die Landesgartenschau 2030 in Nürnberg vor, den Altstadtring während des Durchführungszeitraums halbseitig (innere Fahrspuren) für den KFZ-Verkehr zu sperren und für den Fußgänger- und Radverkehr nutzbar zu machen - sofern nicht bis zum Jahr 2030 bereits ein Verkehrskonzept beschlossen wurde, das den Altstadtring noch weitergehend vom motorisierten Individualverkehr befreit. Durch diese Maßnahme wird gewährleistet, dass die zahlreichen erwarteten Gäste der LGS 2030 entspannt und sicher nicht nur durch die Gartenschauflächen, sondern auch um die Altstadt herum flanieren können. Das ermöglicht dann auch ungestörte, reizvolle Einblicke von oben in den Stadtgraben selbst bei hohem Besucheraufkommen.

  3. Die Verwaltung strebt eine Kooperation mit der Stadt Ulm an, die bereits 2018 den Zuschlag für die ebenfalls als urbane Gartenschau geplante Landesgartenschau Baden-Württemberg 2030 erhalten hat. Die Bewerbung Ulms trug den zukunftsweisenden Titel „NEUE LEBENSRÄUME FÜR KULTUR UND NATUR", die aktuelle Planung umfasst Stichworte, die auch die Nürnberger Bewerbung befruchten können: „Freiräume zurückerobern", „Ökologie aufwerten - Biodiversität stärken" und „Verkehrsdominanz reduzieren".

Mit freundlichen Grüßen,

Inga Hager Jan Gehrke Stadträtin der ÖDP Stadtrat der ÖDP

Download ↓