Sitzungsunterlagen
Sitzung des Kulturausschusses
13.05.2022
Inhaltsverzeichnis
Sitzungsdokumente 3 Tagesordnung -öffentlich- 3 Vorlagendokumente 4 TOP Ö 1 Generalsanierung Künstlerhaus 3. Bauabschnitt 4 Bericht KuKuQ/003/2022 4 01_DiversityCheck KuKuQ/003/2022 7 02_Bericht KuKuQ/003/2022 8 TOP Ö 2 Erhalt des Heimatmuseums Kornburg 12 Bericht KuM/004/2021 12 01_SPD-Antrag vom 28.01.2020 (AN_026_2020) KuM/004/2021 15 02_Bericht KuM/004/2021 17 TOP Ö 3 Kultur hilft Kultur – Unterstützung für Kulturschaffende in Not aus der Ukraine, 18 Belarus und Russland Bericht 2. BM/016/2022 18 01_Antrag Die Grünen vom 23.03.2022 2. BM/016/2022 21 02_Bericht 2. BM/016/2022 23 TOP Ö 4 Bericht über die Revitalisierung des Kulturlebens durch Aktivierung zusätzlicher 25 Open-Air-Potentiale 2021 Bericht 2. BM/015/2022 25 01_Bericht 2. BM/015/2022 28 02_Projektbericht_Kulturoasis_Auf_AEG 2. BM/015/2022 30
TAGESORDNUNG
Sitzung
Sitzung des Kulturausschusses
Sitzungszeit
Freitag, 13.05.2022, 09:00 Uhr
Sitzungsort
Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal
TAGESORDNUNG
Öffentliche Sitzung
1. Generalsanierung Künstlerhaus 3. Bauabschnitt Bericht
Sachstandsbericht KuKuQ/003/2022
Lehner, Julia, Prof. Dr.
2. Erhalt des Heimatmuseums Kornburg Bericht
hier: Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 28.01.2020 KuM/004/2021
Lehner, Julia, Prof. Dr.
3. Kultur hilft Kultur – Unterstützung für Kulturschaffende in Not aus Bericht
der Ukraine, Belarus und Russland 2. BM/016/2022
hier: Antrag der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen vom
23.03.2022
Lehner, Julia, Prof. Dr.
4. Bericht über die Revitalisierung des Kulturlebens durch Bericht
Aktivierung zusätzlicher Open-Air-Potentiale 2021 2. BM/015/2022
Lehner, Julia, Prof. Dr.
- Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 25.03.2022,
öffentlicher Teil
KuKuQ/003/2022
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kulturausschuss 13.05.2022 öffentlich Bericht
Betreff:
Generalsanierung Künstlerhaus 3. Bauabschnitt
Sachstandsbericht
Anlagen: 01_DiversityCheck 02_Bericht
Bericht: Mit dem regelmäßigen "Sachstandsbericht" wird über den Verlauf der Generalsanierung des Künstlerhauses informiert. Die Baumaßnahme biegt auf die Zielgerade ein, die Wiedereröffnung ist für März 2023 geplant.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stadt Nürnberg Berichtsvorlage KuKuQ/003/2022
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Siehe Beilage.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Ref. VI
Stadt Nürnberg Berichtsvorlage KuKuQ/003/2022
Diversity-Check Stadt Nürnberg
| Nr. | Prüffragen | Begründung / Bemerkungen | Bewertung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | In welcher Weise wirkt sich das Vorhaben nach Einschätzung der Verwaltung auf unter- schiedliche Personen- gruppen aus? | relevant teilweise relevant nicht relevant | ||||
| 2. | Auf welchen nach den Diversity-Dimensionen differenzierten Daten, Informationen oder Schätzungen basiert das Vorhaben? | relevant teilweise relevant nicht relevant | ||||
| 3. | Kann das Vorhaben zur Gleichberechtigung / Gleichstellung und Chancengleichheit bei- tragen? | relevant teilweise relevant nicht relevant | ||||
| 4. | Welche Auswirkungen auf bestimmte Perso- nengruppen sind mit dem Einsatz öffentli- cher Mittel zu erwar- ten? | relevant teilweise relevant nicht relevant | ||||
| Gesamt- relevanz | relevant teilweise relevant nicht relevant |
Künstlerhaus – Generalsanierung 3. Bauabschnitt / Sachstandsbericht
Es wurde vereinbart, in regelmäßiger Abfolge über den Stand der Baumaßnahme „Künstlerhaus – Generalsanierung 3. Bauabschnitt“ (im folgenden kba_3) zu berichten.
Seit Gründung des KunstKulturQuartiers 2008 und Aufnahme der Planungen erfolgte dies in den Kulturausschüssen am 25.2.2011 („3. Bauabschnitt Künstlerhaus“), am 13.7.2012 (u.a. Drogenproblematik Künstlerhaus und weitere Planungen), am 21.10.2016 (Wiederaufnahme der Planungen), am 7.10.2017 (u.a. Baumbestand Kulturgarten und weitere Planungen), am 6.7. 2018 (u.a. Baubeginn und Interimsnutzungen), am 19.3.2021 (u.a. Verortung Holzwerkstatt und „Halbzeitbericht“) sowie in Bau- und Vergabeausschüssen, im Ältestenrat und Finanzausschuss und im Stadtrat.
Die konkreten Baumaßnahmen biegen nun langsam in die Zielgerade ein. Die
Bedarfsermittlung wurde 2009 begonnen, der erste Spatenstich erfolgte im Frühjahr 2019 – das derzeit angenommene Ende der Baumaßnahmen ist für „Ende November 2022“ avisiert, mit der Wiedereröffnung ist im März 2023 zu rechnen.
Parallel zum Bauen geht der Betrieb im Bereich des 1. und 2. Bauabschnittes des Hauses, also im sogenannten Kopfbau (2. Bauabschnitt) und Mittelbau mit dem Kunsthaus Nürnberg und dem kommunalen Filmhaus Nürnberg (1. Bauabschnitt) sowie in den Interimsstätten u.a. für die Offenen Werkstätten und den Werkbund e.V. im Gebäude Peuntgasse 5-7 und für die Clubbetreiber Musikverein e.V. und Café Kaya in der ehemaligen Kantine, Bauhof 2, weiter.
Nach aktuellstem Stand der Baumaßnahmen werden die festgeschriebenen
Ziele, bauliche wie konzeptionelle, erreicht. Im Beschlusstext des
Kulturausschusses vom 25.02.2011 heißt es unter 1): „Der 3. Bauabschnitt genießt für die kulturelle Infrastruktur unserer Stadt eine hohe Bedeutung“.
Mit einer Abweichung werden die Ziele, die bereits in den Bedarfsermittlungen 2011 gesteckt wurden, nach heutigem Stand erreicht. Im Kulturausschuss vom 25.02.2011 wurde festgehalten:
„- Alle Nutzer sollen im Areal des Künstlerhauses bleiben.
- Die Veranstaltungs- und Ausstellungsflächen des Areals sollen in ihrer Größe im
Wesentlichen beibehalten, aber in ihrer Gestaltung, Ausstattung und Anbindung so verbessert werden, dass sie flexiblen Mehrfachnutzungen offenstehen.
- Schaffung eines zentralen Eingangs mit Zentralinformation und –kasse und
Präsentationsmöglichkeit für die Nutzer, sowie Leitsystem.
- Übersichtliche Wegeführung, gute Anbindung und angemessene Vorzonen für die
öffentlichen Bereiche.
-
Einbau eines Lastenaufzugs, in erster Linie zur Andienung des Festsaals.
-
Bessere Nebenflächen für Festsaal (Künstlerbereich, Probenraum, Lager, Technik,
Lüftung etc.)
- Festsaal- und Kinonutzung soll von den Veranstaltungen der alternativen
Musikszene akustisch entkoppelt werden.
- Bildung einer Clubzone (Musikverein/ Cafe Kaja und Kulturkellerei) mit
gemeinsamer Nutzung der Nebenbereiche.
-
Vergrößerung der WC- Kapazitäten und Verbesserung des Standards.
-
Verlagerung der Gastronomie in die Nähe des Kulturgartens. Zentrale Gastronomie.
-
Keine Erweiterung der Werkstattflächen, aber Beibehaltung des vorhandenen
Spektrums (Ausnahme Steinmetzwerkstatt).
- Keine Erweiterung der Unterrichtsflächen des Werkbundes möglich; nach
Möglichkeit Verbesserung der Nebenräume und Zentrierung der Unterrichtsangebote.
- Lagersituation des Hauses verbessern, insbesondere zentrales Getränkelager,
Lager Festsaal. Zusätzliche Lagerflächen für Nutzer, soweit möglich.
-
Müllraum erforderlich.
-
Bedürfnisse der einzelnen Nutzer im Hinblick auf Arbeitssituation und Infrastruktur
prüfen und im möglichen Umfang befriedigen, auch unter Einbeziehung der Mehrzweckflächen.
- Barrierefreiheit herstellen
Die erwähnte Abweichung bezieht sich auf den Punkt: „Alle Nutzer sollen im Areal des Künstlerhauses bleiben“ und betrifft die Holzwerkstatt, die sowohl Teil des Konzeptes „Offene Werkstätten“, als auch wesentlicher Teil des Angebotes des Werkbundes e.V. ist. Mit der äußerst zielführenden Moderation durch Ref I/II und dem produktiven Zusammenwirken von Ref. VI und 2. BM wurde ein Lösungsstrang erarbeitet, der die Interessen und Bedarfe aller Beteiligten berücksichtigt. Durch Beschluss vom 19.03.2021 konnte auch dieser Umstand bereinigt werden. Die Holzwerkstatt (sowie weitere kulturelle Nutzung) wird im Gebäude Peuntgasse 5-7 verortet werden können.
„Künstlerhaus – Generalsanierung 3. Bauabschnitt“ umfasst den nördlichen, bisher nicht sanierten Teil des denkmalgeschützten Künstlerhauses am Eingang zu Nürnbergs Altstadt. Dabei sollen funktionale, sicherheitsrelevante und baurechtliche Mängel behoben und die Nutzung in weiten Teilen optimiert werden. Wesentliche Aspekte sind dabei die Entkoppelung der Veranstaltungsräume, die Verbesserung der Transportwege und der gesamten Ablauflogistik, die Neuordnung von Nutzungen da, wo sie wegen veränderter Rahmenbedingungen oder technischer Vorschriften nicht mehr funktionstüchtig waren, sowie die Neuordnung des Eingangsbereiches.
Seit vertieftem Planungsbeginn Anfang 2016 stehen außerdem ein respektvoller Umgang mit der Historie des Hauses für zeitgenössische und künftige kulturelle Entwicklungen im Mittelpunkt. Die erforderlichen Eingriffe werden so zurückhaltend vorgenommen, dass die Geschichte des Hauses auch weiterhin spürbar und damit sein Charme erhalten bleibt. Zum heutigen Stand des Baufortschrittes kann davon ausgegangen werden, dass auch diese Vorgaben eingehalten werden.
Auf Grundlage des aktuellen Bauzeitenplanes ist von folgendem Szenario auszugehen. (Auszug aus Vermerk von H/K vom 04.04.2022: „Florian Nagler Architekten haben nun mit den beteiligten Ingenieurbüros einen realistischen Fertigstellungs- Bauzeitenplan (Stand 14.03.2022) entwickelt, der als verbindlich festgehalten wurde und folgende Termine beinhaltet:
Baufertigstellung: Ende November 2022
Übergabe / Einzüge / Inbetriebnahme sind wie folgt eingetaktet:
Bauübergabe gem. BRL: Anfang Dezember 2022 Umzüge/Probeläufe: ab Anfang Dezember 2022
Inbetriebnahme Werkstätten / Wiedereröffnung gesamt: Januar bis März 2023…
Daraus ergibt sich, dass die Räumlichkeiten, die von den ausgelagerten Nutzungsbereichen belegt sind, noch weiterhin zur Verfügung stehen müssen. Eine Neunutzung insbesondere der Flächen Johannisgasse und Bauhof2/ehem. Bauhofkantine wird somit erst ab Januar bzw. März 2023 möglich sein...“
Das KunstKulturQuartier in Gänze und die neue Leitung des Künstlerhauses im
speziellen nehmen nunmehr die konkreten Wiedereinzugsplanungen vor und
gehen von einem Abschluss der Sanierungsmaßnahmen Künstlerhaus bis
März 2023 aus.
//
KuM/004/2021
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kulturausschuss 25.03.2022 öffentlich Bericht
Kulturausschuss 13.05.2022 öffentlich Bericht
Betreff:
Erhalt des Heimatmuseums Kornburg
hier: Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 28.01.2020
Anlagen: 01_SPD-Antrag vom 28.01.2020 (AN_026_2020) 02_Bericht
Bericht: Das Heimatmuseum der Evangelische-Lutherischen Kirchengemeinde Kornburg wurde am 31.12.2019 geschlossen und soll bis Ende 2022 abgewickelt werden. Seitens des GB Kultur werden im Falle eines Weiterbetriebs Möglichkeiten der finanziellen und fachlichen Unterstützung aufgezeigt. Aufgrund fehlender fachlicher Bezüge ist eine Übernahme der Sammlung nicht umsetzbar.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stadt Nürnberg Berichtsvorlage KuM/004/2021
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Stadt Nürnberg Berichtsvorlage KuM/004/2021
Stellungnahme „Erhalt des Heimatmuseums Kornburg“
hier: SPD-Antrag vom 28.01.2020 Die Museen der Stadt Nürnberg bedauern die Schließung des mit sehr viel Leidenschaft und ehrenamtlichem Engagement über Jahrzehnte aufgebauten und betriebenen Heimatmuseums Kornburg. Bis einschließlich 2015 erhielt das Heimatmuseum Kornburg zweckgebunden bei der Kostenstelle „Heimat- und Brauchtumspflege“ einen städtischen Zuschuss in Höhe von 800 €. Diese Zuwendung konnte ab 2016 nicht mehr ausgezahlt werden, da kein Bedarf gemeldet wurde. Auf jährliche Nachfragen seitens der Verwaltung bei der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Kornburg als Trägerin und Ansprechpartnerin, wurde mitgeteilt, dass sich die Zuständigkeiten sowie die Perspektive des Heimatmuseums derzeit in Klärung befänden. Letztmals kam 2018 ein direkter Kontakt mit dem Hinweis zustande, dass die Verwaltung informiert würde, sobald eine Entscheidung zur Zukunft des Heimatmuseums getroffen sei. Die Zweckbindung bei der Kostenstelle besteht nach wie vor. Eine Bedarfsmeldung ist nach wie vor möglich. Gerne ist der städtische Museumsverbund im Rahmen seiner Möglichkeiten bereit, zu Fragen der Sammlung oder den Betrieb betreffend beratend tätig zu sein. Auch das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg steht gerne bei Fragen zur Ausstellungskonzeption und zur Vermittlung beratend zur Seite. Zur Erarbeitung eines Vorschlags für ein fundiertes Nutzerkonzept bzw. den Betrieb des Heimatmuseums reichen leider – nicht zuletzt vor dem Hintergrund mehrerer laufender eigener Sanierungs- und Neukonzeptionsprojekte – die finanziellen und personellen Ressourcen bei KuM nicht aus. Denn eine umfassende inhaltliche Konzeption sowie ein solides Finanzierungsmodell bedürfen der intensiven Recherche und fachlichen Vorprüfung. Des Weiteren haben die Museen der Stadt Nürnberg keine ausgewiesene Expertise in volkskundlichen Sammlungsbereichen sowie der Ausstellung von Lebens- und Arbeitswelten des ländlichen Raums. Eine Übernahme von Sammlungsgegenständen oder gar der gesamten Sammlung durch KuM ist daher leider nicht möglich. Neben diesen sammlungsstrategischen Rahmenbedingungen ist bei einer Übernahme mit einem wahrscheinlich beträchtlichen Sichtungs-, Sicherungs- und Inventarisierungsaufwand sowie aufwendigen Klärungsprozessen der Besitzverhältnisse von Leihgaben zu rechnen. Auch in Hinblick auf die limitierten Depotmöglichkeiten von KuM ist eine Übernahme der Sammlung faktisch nicht umsetzbar. Gleichwohl stellen Heimatmuseen eine eigene und besondere Kategorie in der deutschen Museumslandschaft dar und stehen bekanntlich seit einigen Jahren zunehmenden Herausforderungen gegenüber, deren Ursachen vor allem im Rückgang an Interesse und aktiver Beteiligung in den Gemeinden zu suchen sind. Gezielte Unterstützung können entweder die Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern oder der Deutsche Museumsbund geben. Die Landesstelle hat für „Freilicht- und Bauernhausmuseen, agrarhistorische Museen“ eine Ansprechpartnerin: Dipl.-Museol. (FH) Christina Hahn christina.hahn@blfd.bayern.de Tel. +49 89 21014074 Die Ansprechpartnerin in Mittefranken für den Bereich der Heimatmuseen ist: Dr. Isabel Reindl isabel.reindl@blfd.bayern.de Tel. +49 9141 7009415
- BM/016/2022
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kulturausschuss 13.05.2022 öffentlich Bericht
Betreff: Kultur hilft Kultur – Unterstützung für Kulturschaffende in Not aus der Ukraine, Belarus und
Russland
hier: Antrag der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 23.03.2022
Anlagen: 01_Antrag Die Grünen vom 23.03.2022 02_Bericht
Bericht: Die Verwaltung berichtet über die Aktivitäten und Planungen des Geschäftsbereichs und der Kulturdienststellen zur Unterstützung von aufgrund des Krieges in der Ukraine geflohenen Kulturschaffenden.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
BÜNDNIS 90
DIE GRÜNEN
FRAKTION B- 90/DIE GRÜNEN, RATHAUSPLATZ 2, 90403 NÜRNBERG BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Stadtratsfraktion Nürnberg
An den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Rathausplatz 2 Marcus König 90403 Nürnberg Rathaus Tel: (0911) 231-5091 90403 Nürnberg lOBERBÜRGERMEISl ER Fax:(0911) 231-2930 gruenef® stadt.nuernberg.de 2 3 mi 2022 , ..Nr. Bus: Linie 36, 46, 47 (Rathaus) i 3 Zur Steiiur.gnahrr’.2 U-Bahn: Linie 1 (Lorenzkirche) Zur Kts 4 Änrwürt vor Abaenöung vor!egen Nürnberg, 23. März 2022 ~ ÄnKvoi". zur Untsr-
vnrlenen
Dringlichkeitsantrag für den Kulturausschuss am 25.03.2022:
Kultur hilft Kultur - Unterstützung für Kulturschaffende in Not
aus der Ukraine, Belarus und Russland
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
der russische Überfall auf die Ukraine ist - neben seiner vielschichtigen Grausamkeit - nicht nur ein Angriff auf kulturelle Grundwerte in Europa, sondern er bedroht auch die kulturelle Freiheit in Belarus und Russland. So missbrauchen die Despoten sämtliche Genres der Kultur wie Architektur, Bildende Kunst, Musik, Film, Oper, Literatur und Theater für ihre propagandistischen Zwecke und stellen den Kulturbetrieb damit vor große Herausforderungen.
Künstlerinnen in Belarus, Russland und der Ukraine engagieren sich kritisch gegen das pro russische System und gehen dafür ein hohes Risiko ein. Hier kann es helfen, die kulturellen Bande der Länder bekanntzumachen, die Zusammenarbeit von Künstlerinnen, die ihre Kunst als Antikriegs-Protest einsetzen, zu fördern und der Kunst Raum zu schaffen.
Viele der Kulturschaffenden bleiben in ihren Ländern, um dort das Kulturgut zu schützen, viele finden keinen Ausweg mehr und suchen in Bayern Zuflucht. Um sie zu unterstützen, stellt der Freistaat Bayern 500.000 Euro sowie ein Stipendienprogramm in der Villa Concordia zur Verfügung. Auch Staatsministerin Claudia Roth hat eine Million Euro als Soforthilfe angekündigt. Weitere Bundesländer ergreifen ebenfalls Hilfsmaßnahmen.
Aber auch auf kommunaler Ebene ist Unterstützung nötig. So haben sich bereits einige Kulturschaffende an uns gewandt und um Unterstützung gebeten beziehungsweise nach Möglichkeiten einer Beschäftigung im Kulturbereich gefragt.
Wir stellen deshalb zur Behandlung im Kulturausschuss am 25.03.2022 folgenden Drinqlichkeitsantraq:
Verwaltung >> berichtet perspektivisch, welche Möglichkeiten sie bezüglich kommunaler Stipendien oder Volontariate für ukrainische, belarussische und russische Geflüchtete aus dem Kunst- und Kulturbereich sieht. >> berichtet über potenzielle Möglichkeiten, ukrainischen, belarussischen und russischen geflüchteten Künstlerinnen honorierte Auftritte oder Mitwirkungen zu vermitteln, >> evaluiert, welche städtischen Museen und/oder Kultureinrichtungen Bedarf an pädagogischen Kompetenzen von Geflüchteten haben und diese in ihre Arbeit gegen Honorar einbeziehen können. >> prüft die Möglichkeit einer baldigen Zusammenstellung von Informationen auf ihren Homepages bezüglich Auftrittsmöglichkeiten, künstlerischen Kooperationen oder Ausbildungsmöglichkeiten mit und bei den städtischen Kultureinrichtungen, >> prüft, ob die Lotsenstelle am Bildungszentrum Nürnberg für Kulturschaffende auch eine Anlaufstelle für Kulturschaffende aus der Ukraine, Belarus und Russland sein kann.
Mit freundlichen Grüßen
Natalie Keller Andrea Friedei Stadträtin stv. Fraktionsvorsitzende
Kultur hilft Kultur – Unterstützung für Kulturschaffende in Not aus der Ukraine,
Belarus und Russland
hier: Antrag der Stadtratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen v. 23. März 2022
Grundsätzlich stehen die durch den Geschäftsbereich Kultur vorgehaltenen kommunalen Kultur-Förderstrukturen auch zur Unterstützung von künstlerischen Formaten bereit, die durch oder zur Unterstützung von geflohenen Kunst- und Kulturschaffenden bestritten und geplant werden.
Die Einrichtung von zusätzlichen Praktika, Volontariaten oder Stipendien eigens für geflüchtete Menschen ist aus finanziellen Gründen nicht möglich. Bewerbungen um ausgeschriebene freie Stellen, bestehende Volontariate und Praktika im Bereich der Kulturdienststellen werden hingegen grundsätzlich begrüßt. Die durch die Stadt Nürnberg verwalteten Stiftungen bieten keine Stipendien speziell für Kulturschaffende. Projektbezogen sind Förderungen einzelner Vorhaben unter bestimmten Voraussetzungen möglich und mit der Stiftungsverwaltung abzustimmen.
Insbesondere diejenigen Dienststellen, die auch kulturpädagogische Arbeit leisten, stehen in engem Kontakt zu der „Zentralen Anlaufstelle für Ukraine-Geflüchtete“ der Stadt Nürnberg. Liegen dort Anliegen zu entsprechender Vermittlung und zur Ausübung einer künstlerischen Tätigkeit vor, sind alle Kultur-Dienststellen kooperationsbereit und ansprechbar.
Das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg KPZ richtet derzeit eine befristete Stelle auf Basis von 20 Wochenstunden ein. Diese Stelle soll gezielt Museumsführungen und Workshops für geflohene Menschen konzipieren und organisieren. Zudem sucht das KPZ derzeit gezielt freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Honorarbasis für die museumspädagogische Arbeit in den betreuten Einrichtungen, darunter auch Personen, die bei entsprechender fachlicher Eignung Führungen und Workshops in ukrainischer, russischer, englischer und deutscher Sprache anbieten können. Das Staatstheater Nürnberg hat Kapazitäten für bis zu vier professionelle Ballett-Tänzerinnen und –Tänzer geschaffen, die aufgrund des Krieges in der Ukraine fliehen mussten und die unter professionellen Bedingungen am Trainingsbetrieb der Compagnie teilnehmen können. Stand 22. April 2022 sind hiervon drei Plätze noch unbelegt. Im Bereich der Theaterpädagogik sind musikalische und dramatische Angebote konzipiert worden, die sich insbesondere an Kinder und Jugendliche richten und die unter anderem von einer ukrainischen Fachkraft geleitet werden. Der BildungsCampus Nürnberg BCN besitzt besonders im Bereich des Bildungszentrums BZ dauerhaften Bedarf an pädagogisch geschulten Kursleitungen, die auf Honorarbasis unterrichten. Je nach vorhandener Qualifikation und zeitlicher Verfügbarkeit der geflüchteten Menschen ist ein Einsatz als Kursleitung am BZ grundsätzlich immer möglich, zumal das BZ vermehrt Sprach- und sog. Wegweiserkurse für aufgrund des Krieges in der Ukraine geflüchtete Menschen in das eigene Angebot integriert hat, Die soziokulturellen Zentren des Amtes für Kultur und Freizeit KUF sind Basis für ein sich stetig erweiterndes Programm, dass sich in vielfältiger Weise, seien es Netzwerktreffen, Betreuungsangebote für Kleinkinder, Unterricht für Kinder und Jugendliche, Mittagstisch und Kursangebote aufgliedert. Gemäß den jeweiligen Anforderungsprofilen stehen Tätigkeiten als Praktikantin und Praktikant, als Honorarkraft oder im Rahmen einer Festanstellung allen Bewerberinnen und Bewerbern offen. Auftrittsmöglichkeiten stehen bei KUF grundsätzlich zur Verfügung, entsprechende Kooperationen gehören zum Selbstverständnis der Dienststelle. Die Dienststellen weisen mit den eigenen Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit auf bestehende Möglichkeiten zu Ausbildung, Kooperationen oder Auftritten hin.
Im Zuge der pandemie-bedingt aufgelegten Fördermöglichkeiten durch Bund, Länder, Bezirke und Kommunen wurde am BCN im Jahr 2020 die Corona-Lotsenstelle für Kunst- und
Kulturschaffende eingerichtet. Eine Ausweitung des Angebots der Lotsenstelle für geflüchtete Kulturschaffende aus Belarus, der Ukraine und Russland wird angestrebt, geht aber womöglich mit sprachlichen Barrieren einher vor dem Hintergrund der größtenteils deutschsprachigen Förderlandschaft.
Neben der Lotsenstelle steht seit ca. 10 Jahren mit der ZAQ eine Verweisberatung am BCN zur Verfügung, die es Ratsuchenden ermöglicht, ihre Qualifikationen in Deutschland anerkennen zu lassen und so beruflich Fuß fassen zu können. Das Angebot ist mehrsprachig und steht allen Personen offen.
- BM/015/2022
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kulturausschuss 13.05.2022 öffentlich Bericht
Betreff: Bericht über die Revitalisierung des Kulturlebens durch Aktivierung zusätzlicher Open-Air-
Potentiale 2021
Anlagen: 01_Bericht 02_Projektbericht_Kulturoasis_Auf_AEG
Bericht: In der Stadtratssitzung am 24.03.2021 wurde mehrheitlich beschlossen, für Veranstaltungen freier Akteure im Rahmen des „Kulturfrühlings“ zusätzliche 100.000 € durch den Gesamthaushalt zur Verfügung zu stellen. Die Zuschussmittel wurden bei der Kostenstelle „Kultur in der Stadt“ eingestellt. Vor dem Hintergrund der corona-bedingt erschwerten und reduzierten Aufführungspraxis sollte diese Sonderförderung als Beitrag zur Revitalisierung des Kunst- und Kulturlebens insbesondere zusätzlichen Open Air-Formaten in eigenverantwortlicher Kuratierung und Durchführung von Akteuren der freien Szene zu Gute kommen. Über die Verwendung der Mittel sowie der Ergebnisse wird berichtet.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Kultur bezieht sich stets auf die gesamte gesellschaftliche Bandbreite.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Revitalisierung des Kulturlebens durch Aktivierung zusätzlicher
Open-Air-Potentiale 2021
In der Stadtratssitzung am 24.03.2021 wurde mehrheitlich beschlossen, für Veranstaltungen freier Akteure im Rahmen des „Kulturfrühlings“ weitere 100.000 € durch den Gesamthaushalt zur Verfügung zu stellen. Die Zuschussmittel wurden bei der Kostenstelle „Kultur in der Stadt“ eingestellt. Vor dem Hintergrund der corona-bedingt erschwerten und reduzierten Aufführungspraxis sollte diese Sonderförderung als Beitrag zur Revitalisierung des Kunstund Kulturlebens insbesondere zusätzlichen Open Air-Formaten in eigenverantwortlicher Kuratierung und Durchführung von Akteuren der freien Szene zu Gute kommen.
Open-Air-Veranstaltungen
Mit einer Gesamtsumme i.H.v. 15.000 € wurden gefördert: „House of Skala“, Kunstprojekt am nördlichen Lorenzer Platz vom 13.08.-31.10.2021 mit Performances, eine Podiumsdiskussion und der großformatigen Fotoausstellung von Otakar Skala mit 5.000€ „QuantenRausch“ – Kunst im öffentlichen Raum von 29.10.-26.11.2021 von Klaus Haas mit 2.500 € „Kammerflimmern – ein Viertel leuchtet“ im Januar 2022 von Quellkollektiv mit 2.500 € Open-Air-Bühne für lokale Künstlerinnen und Künstler von musicalCOM e.V. mit 2.500 € „Klingendes Spiel“ – 3 Konzerte vor öffentlichen Einrichtungen des Bürgervereins Langwasser mit 1.200 € „Cubex – Kultur vor dem Fenster“ mit 1.300 € Kulturoasis e.V. Von den bereitgestellten Fördergeldern wurden insgesamt 84.551,09 € an den Verein Kultuoasis e.V. ausbezahlt. Der Trägerverein Kulturoasis e.V. hatte am 07.05.2021 im Kulturausschuss für die Bespielung einer Freiluftfläche auf Basis von Erfahrungen aus dem Jahr 2020 eine Konzeption mit Kostenplan unter möglichst breiter Einbindung von an einer Beteiligung interessierter Gruppen und Einzelakteure vorgestellt. Zielsetzung war die Schaffung eines Aufführungsortes, an dem unter Einhaltung der Hygieneregeln Begegnung sowie Präsentation künstlerischer Erzeugnisse möglich sei. Kostenlose Auftrittsmöglichkeiten dort sollten dazu beitragen, durch die Corona-Pandemie hervorgerufene existentielle Nöte abzumildern sowie finanzielle Verluste auszugleichen. Nach intensiver Prüfung potentiell geeigneter Orte konnte das Projekt als zweite Auflage der „Kulturoase“ auf dem ehemaligen AEG-Gelände im Stadtteil Muggenhof am 25.08.2021 an den Start gehen und bis einschließlich 16.10.2021 veranstalten. Standortsuche und notwendige Genehmigungsverfahren wurden seitens der Stadt Nürnberg geschäftsübergreifend stets konstruktiv und flexibel begleitet. Nach Selbstauskunft von Kulturoasis e.V. veranstalteten 28 unterschiedliche Akteure bzw. Gruppierungen in der Kulturoase, die sich zuvor über öffentliche Ausschreibungen beworben hatten. Alle Auftrittstermine konnten belegt werden.
Das vielfältige Programm setzte sich 2022 aus DJing, Konzerten und Lesungen zusammen. Die Veranstaltungen wurden inhaltlich durch die (Sub-)Kulturvereine gestaltet und fanden an mehreren Wochentagen zwischen 18 – 23 Uhr statt. Der Einlass wurde ab 17 Uhr gewährt und corona-konform reguliert. Hausverantwortlichkeit und Veranstaltungsleitung oblagen Kulturoasis e.V. Der Verein war bei jeder Veranstaltung durch ein Vereinsmitglied, fungierend als Veranstaltungsleitung, vertreten. Insgesamt besuchten 3.691 Besucherinnen und Besucher die Kulturoase Auf AEG und es konnten Einnahmen im fünfstelligen Bereich für die Kollektive generiert werden. Eintrittsgelder wurde von den Gruppen eigenverantwortlich erhoben und eingenommen. Trotz vorbereitender Außenkommunikation im Umfeld des Veranstaltungsortes durch Kulturoasis e.V. kam es nicht zuletzt vor dem Hintergrund des vergleichsweise langen intensiven Bespielungszeitraums zu Konflikten aufgrund von Nutzerkonkurrenzen. Die Interessen der Kulturaktiven kollidierten z.B. punktuell massiv mit dem Erholungsanspruch der Mitglieder des benachbarten Kleingartenvereins. Städtische Mitarbeitende waren mehrfach gefordert, hier zu moderieren. Die corona-bedingten Einschränkungen für Kulturschaffende und Veranstaltungen sind mittlerweile weitgehend aufgehoben. Dennoch möchte Kulturoasis e.V. seine Arbeit fortsetzen und strebt eine feste Position im städtischen Haushalt an.
PROJEKTBERICHT
AUF EINEN BLICK:
Projekttitel: Kulturoase Auf AEG
Projektzeitraum: Januar 2021 bis November 2021
Projektleitung: Kulturoasis e.V.
Projektstatus: Abgeschlossen
Stand: März 2022
KONTAKT:
Kulturoasis e.V.
Pilotystr. 40
90408 Nürnberg
oasis@kultur-nuernberg.de
- EINLEITUNG
Die Kulturoase 2020 im Marientorzwinger wurde erfolgreich abgeschlossen. Auch im Jahr 2021 setzte die Pandemie Vereinen, Kollektiven und Zusammenschlüssen noch sehr zu. Als das Kulturoasis-Team Anfang 2021 mit seinen Planungen begann, war es nicht absehbar, wie sich die Pandemie und die pandemiebedingten Einschränkungen für Veranstaltende entwickeln würden. Einigen Kneipen war ein kostendeckender Betrieb aufgrund der kleinen Schankflächen nicht möglich. Eine Öffnung der Clubs und Diskotheken lag noch in weiter Ferne. Als Folge hatten Veranstaltende wenig Raum um Kultur an die Bürger*innen zu bringen. Die Notwendigkeit, einer Ausweichmöglichkeit für kulturelle Veranstaltungen bestand weiterhin. Finanzielle Ausfälle mussten auch im Jahr 2021 noch kompensiert werden, aber auch die Bevölkerung hatte durch den “harten Lockdown” im Winter Sehnsucht nach Kultur. Ein Ort mit geringen Ansteckungsrisiko und der Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, soziale Kontakte zu pflegen und Kulturangebote wahrzunehmen war wichtig. Zeitgleich suchten Veranstaltende und Künstler*innen nach Spielorten um die künstlerischen Erzeugnisse aus zwei Lockdowns auf einer Bühne präsentieren zu können. Das Team des Kulturoasis e.V. erkannte in diesen Umständen die Notwendigkeit einer Kulturoase 2021 und begann im Januar mit den Vorbereitungen.
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DER WEG ZUR KULTUROASE AUF AEG
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DER WEG ZUR KULTUROASE AUF AEG a) Ausgangssituation Das Team des Kulturoasis e.V. verständigte sich darauf, auch für das Jahr 2021 eine Kulturoase in Nürnberg zu schaffen und es ging mit den Planungen los. Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass die Realisierung nur mit einer Förderung seitens der Stadt Nürnberg möglich wäre. Es wurde sich an die politbande gewandt, die eine Neuauflage für 2021 unterstützte und versprach, sich dafür mit einem Antrag im Kulturausschuss einzusetzen. Durch die enge Zusammenarbeit aller demokratischen Parteien im Kulturausschuss gelang es eine Einigung zu erzielen: Die Förderung der freien Szene während der Pandemie sei politischer Wille und müsse möglich gemacht werden. Die finanziellen Mittel hierfür sollten allerdings aus dem Gesamthaushalt kommen und nicht aus dem Etat des Geschäftsbereichs Kultur. Eine entsprechende Beschlussvorlage vom 24.03.2021 zur “Sonderförderung zur Ermöglichung zusätzlicher Open Air Veranstaltungsformate für Akteure der freien Szene” wurde im Stadtrat bewilligt. Somit wurde die finanzielle Grundlage für eine Kulturoase 2021 geschaffen. Darüber hinaus wurde das Liegenschaftsamt beauftragt, mögliche Spielflächen zu prüfen. Priorisierend war hier die Alte Feuerwache 1 zu behandeln. Am 07.05.2021 wurde ein Vertreter vom Kulturoasis e.V. in den Kulturausschuss geladen, um dort den Verein und das Vorhaben für 2021 vorzustellen. Besonderes Augenmerk lag auf der Auswahl der veranstaltenden Akteur*innen. Einzelne Stadträt*innen regten an, das Programm diverser zu gestalten und somit ein breiteres Bild der freien Szene zu repräsentieren. Darüber hinaus wurde darauf hingewiesen, dass der Fokus auf regionale Künstler*innen zu legen sei. Ansonsten erfuhr die Unternehmung aber breiten Zuspruch aus den Reihen des Kulturausschusses.
b) Locationsuche Die Prüfung der Feuerwache 1 als Veranstaltungsort für die Kulturoase 2021 gestaltete sich erwartungsgemäß schwierig. Sowohl die Klärung der Zuständigkeit als auch die Kommunikation liefen nicht reibungslos. So gab es bereits Mitte Mai eine Begehung der Örtlichkeit durch namhafte Nürnberger Politiker*innen. Erst einen Monat später wurden Stadträt*innen, der Kulturoasis e.V. und die Öffentlichkeit über die Untauglichkeit der Feuerwache für eine kulturelle Zwischennutzung informiert. Als Begründung für die Untauglichkeit wurde der marode Zustand des Gebäudes angeführt. 34
Da der Kulturoasis e.V. aber hauptsächlich den Außenbereich für seine Zwecke nutzen wollte und dies auch im Vorfeld kommuniziert wurde, konnte die Entscheidung und das Vorgehen an sich so nicht nachvollzogen werden. Auch die Suche nach alternativen Spielorten gestaltete sich schwierig. Der Verein befand sich im regen Austausch mit dem Geschäftsbereich Kultur und erfuhr, wie schon im Vorjahr, großartige Unterstützung durch Frau Dr. Bauernfeind, die stets mit Rat und Tat zur Seite stand. Trotz der Vorlaufzeit von drei Monaten gelang es nicht, eine geeignete städtische Liegenschaft ausfindig zu machen. Nahezu alle Vorschläge kamen vom Verein selbst und wurden von unterschiedlichen Behörden der Verwaltung der Stadt Nürnberg abgelehnt. Einmal verhinderte der Nachbar*innenschutz das Vorhaben, ein anderes Mal waren sanierungsbedürftige Dächer oder schützenswerte Grünflächen Gründe für eine Absage. Gegenvorschläge oder das Aufzeigen von Alternativen blieben leider aus. Der Verein stand kurz davor das Vorhaben Kulturoase für das Jahr 2021 abzusagen als sich eine letzte Möglichkeit auftat. Die Firma für Immobilien Entwicklung MIB Coloured Fields hatte von der Notlage des Vereins erfahren und bot ihm kurzerhand eine alte Industriebrache mit anliegender Außenfläche für einen symbolischen Betrag an. Die Kulturoase Auf AEG war geboren. Die Abwicklung des Überlassungsvertrages lief unkompliziert und war von einer vertrauensvollen Stimmung zwischen Mieter*innen und Vermietung geprägt.
c) Projektziele Das übergeordnete Ziel der Kulturoase ist es, eine möglichst barrierefreie Freifläche inklusive Infrastruktur und Raumnutzungskonzepten zu organisieren und mit deren kostenfreien Überlassung kulturellen Akteur*innen sowohl finanziellen als auch sozialen Ausgleich für Verluste im Zuge der Corona-Pandemie zu ermöglichen. Insgesamt soll das Projekt der existentiellen Bedrohung einer facettenreichen Kulturlandschaft aktiv entgegenwirken und den regionalen Kulturaktiven zu mehr Handlungsfähigkeit verhelfen. Darüber hinaus soll die Kulturoase als kultureller Begegnungsort den Bürger*innen der Stadt Nürnberg dienen. Der Kulturoasis e.V. möchte außerdem als Bindeglied zwischen freier Szene und der Stadtverwaltung fungieren und ein Paradebeispiel für eine bessere Kommunikation sein. 35
d) Projektorganisation Selbstverwaltung, Vertrauen, Expertise und Engagement stellen die Grundpfeiler der Projektstruktur und -organisation dar. So sind, wie bereits im vorherigen Jahr, selbstverwaltete Arbeitsressorts für die Kulturoase 2021 entstanden, welche sich unter anderem in: Booking, Social-Media, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, behördliche Kommunikation, Veranstaltungstechnik und Gastronomie aufteilten. Die Aufteilung in Arbeitskreise ermöglichte eine schnellere Handlungsfähigkeit, gewissenhaftere Erledigungen von anfallenden Aufgaben und eine Entlastung der Vorstandsvorsitzenden des Vereins. Zuständigkeiten, auftretende Herausforderungen und Handlungsoptionen wurden in wöchentlichen Sitzungen diskutiert, was den Informationstransfer aus den jeweiligen Ressorts gewährleistete. So war es im Verlauf des Projektes möglich Kompetenzen vielseitiger und individueller Natur zu erwerben, Wissen zu vermitteln und ein angenehmes Arbeitsklima mit Gleichgesinnten zu schaffen, was den Kulturoasis e.V. und seine Kulturoasen auszeichnet.
e) Meilensteine Es wurde ein übergeordneter Meilensteinplan für das Projekt Kulturoase Auf AEG konzipiert. Anhand des Meilensteinplans konnte das Projekt übersichtlicher strukturiert und die Realisierbarkeit kontinuierlich überprüft werden: 1. Planung/Konzeption Die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr waren hilfreich für die diesjährige Planung. Konzepte konnten wiederverwendet oder ausgebaut, Kontakte wieder aufgenommen und Ressourcen akquiriert werden. Die Planung für die Kulturoase Auf AEG begann fast im direkten Anschluss an die Kulturoase 2020 und startete somit mit deutlich mehr Vorlauf als im Vorjahr (mehr zu Ausgangssituation siehe 2.a.). 2. Ausschreibung der Veranstaltungen In Anlehnung an die Kritikpunkte, die im letzten Jahr an den Verein herangetragen wurden (beschränkte Bandbreite in der programmatischen Gestaltung), wurde dieser für die Kulturoase Auf AEG angenommen und ein transparentes Vergabesystem entwickelt, um hier eine größere Bandbreite an Akteur*innen zu erreichen und zu mobilisieren. Die Vergabe lief unter Anbetracht folgender Punkte: 36
• in finanzielle Not geraten (4 Punkte)
• Unmöglichkeit, in den eigenen Räumen zu veranstalten
(4 Punkte)
• Inklusion von unterrepräsentierten Gruppen (3 Punkte)
• Geschlechterparität vor und hinter der Bühne (3 Punkte)
• zu erwartende Lautstärke (2 Punkte)
• Aussagekraft der Bewerbung (1 Punkt)
Veranstaltende mit hoher Punktzahl hatten hier Vorrang, wenn es z.B. um die Auswahl der Termine oder der Veranstaltungstage ging: die begehrten Wochenendtermine am Freitag und Samstag wurden primär an die Veranstaltenden verteilt, die in diesem Punktesystem mehrere relevante Faktoren erfüllten.
Die Werbung zum Open Call der Kulturoase Auf AEG fand über soziale Netzwerke (Instagram, Facebook), unsere Homepage, über den Newsletter der Stadt Nürnberg, unseren Telegram- Kanal und über lokale Medien wie das Franken Fernsehen und die Nürnberger Nachrichten statt, die unseren Aufruf teilten und hier für eine breite Öffentlichkeit und Bekanntmachung sorgten.
III. Locationsuche Das gesamte Projekt war abhängig von der rechtzeitigen und erfolgreichen Locationsuche. An diesem Punkt schien das Projekt des Öfteren zu scheitern (mehr zu Locationsuche siehe 2.b.).
IV. Umsetzung der Konzeption Die Gegebenheiten des Areals, das große Engagement des Teams und die Unterstützung vieler Helfenden ermöglichten es dem Verein, die Außenfläche binnen kurzer Zeit veranstaltungstauglich zu gestalten. Die rechtzeitige und detailreiche Planung machte sich hier bezahlt: Widrigkeiten, wie dem Pandemiegeschehen und den kontinuierlich angepassten bayerischen Hygieneschutzmaßnahmenverordnungen konnte so besser begegnet werden.
Der Umzug in die Innenräume der Halle erforderte die Anpassung einiger Konzepte/Pläne und zusätzliche Unterstützung. Dies stellte einen Mehraufwand dar, der bei der initialen Planung nicht berücksichtigt werden konnte.
V. Öffentlichkeitsarbeit Das öffentliche Interesse am Kulturoasis e.V. lässt sich auch über die sozialen Medien verfolgen. Die Zahl der Abonnent*innen bei Facebook stieg auf über 1.400 (Vorjahr: 930) und, bei Instagram auf über 2.600 (Vorjahr: 1.100). Neben diesen sozialen Netzwerken wurde unsere Homepage weiterhin als Plattform für die Bekanntgabe der Veranstaltungstermine genutzt. Es wurde außerdem ein Telegram-Channel eingerichtet, welcher interessierte Personen wöchentlich mit Informationen zu unseren Bewerbungszeiträumen, Veranstaltungen und Umbaumaßnahmen versorgte. Diesem Kanal folgten 185 Personen. Es wurden regelmäßig Pressemitteilungen an lokale Medienhäuser versandt und auch die Stadt Nürnberg (v.a. beim Open Call) unterstütze mit Pressemitteilungen und Plakaten im öffentlichen Raum. Zudem wurde ein Imagefilm in Auftrag gegeben um nach Veranstaltungsende eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Dieses Video wurde an alle diesjährigen Veranstaltenden weitergegeben, um hier eine weite Streuung und Bekanntmachung unserer Arbeit zu erreichen.
Der Imagefilm kann als Auftakt für eine Kulturoase 2022 im neuen Jahr genutzt werden und allen interessierten Veranstaltenden zeigen, wie eine Kulturoase aussehen kann und zur Mitgestaltung einladen.
VI. Laufender Betrieb/KulturOase Auf AEG Die jeweiligen Arbeitskreise sorgten für einen reibungslosen Betriebsablauf indem die Infrastruktur laufend vor- und nachbereitet wurde. Die Abendleitungen vor Ort waren für die Abläufe und das Vertreten der Interessen des Vereins während der Veranstaltungen verantwortlich. Einmal angelaufen, blieben die Prozesse über die ganze Veranstaltungszeit bestehen. In Ausnahmefällen mussten nur kleine Stellschrauben angepasst werden. Der Erfahrungsschatz des Vorjahres diente hier als gute Vorlage um zu prüfen, ob sich das Projekt im geplanten Rahmen bewegt.
Die Kulturoase Auf AEG fand vom 25. August bis 16. Oktober 2021 in der Muggenhofer Str. 132c statt. Für den großen Erfolg der Kulturoase Auf AEG spricht die hohe Anzahl von 32 Bewerbungen, welche binnen einer Woche (07.08.21 - 15.08.21) eingereicht wurden. Daraus resultierte eine Vollauslastung der möglichen Termine. Die kurze Bewerbungsdauer ergab sich aus der kurzen Vorlaufs- und Planungszeit. Es sollte zügig in die Veranstaltungsphase gestartet werden.
Alle möglichen Veranstaltungstermine waren zum Start der Kulturoase Auf AEG vergeben. Aufgrund personeller Unterbesetzung bzw. der fehlenden Möglichkeit den Anforderungen zur Veranstaltungsdurchführung (Verantwortlichkeit für den Abend, Gastronomie, Kontrolle der Hygieneauflagen) zu entsprechen, wurden einige Veranstaltungen wieder abgemeldet. Aus diesem Grund wurde es zwei Veranstaltenden (Musikverein und Arsch&Friedrich) kurzfristig gewährt zwei Mal zu veranstalten. In beiden Fällen hatten die Veranstaltenden keine eigenen Außenflächen zur Verfügung und mussten während der Pandemie finanzielle Engpässe verzeichnen.
Im Folgenden werden Veranstaltende aufgelistet, die bei der Kulturoase Auf AEG vertreten waren:
Liste der Veranstaltenden, die bei der Kulturoase Auf AEG
vertreten waren:
• Studio Eins
• Film51
• BarMänner
• Radio Z
- Subkulturverein Nürnberg e.V.
• Wehende Fische
• Kunstverein HC e.V
• Get Used To It
• poprotweiß
• Bunkersyndikat
- Soziokultur Fürth e.V.
• MuiMui
• LassWengFlown
• Computer Abuser
• Money Can’t Dance
• Arsch&Friedrich
• Musikverein
• Trouble in Paradise
• Literarisches bei ROY
• Motel Casablanca
• Kombinat Weichensteller
• arsch&frida
• La Ola Electronica
• Curt
• Goodies
• KulturKellerei
• Edle Brüder
• Tante Betty
Die ersten beiden Veranstaltungstage wurden vom Kulturoasis e.V. kuratiert. Dies war eine öffentlichkeitswirksame Kampagne um den Veranstaltungsort breit zu präsentierten. Außerdem fanden sich insbesondere in der ersten Veranstaltungswoche kaum Vereine/Kollektive, die die Fläche so kurzfristig bespielen wollten und konnten. Das Team der Kulturoase Auf AEG ist sehr zufrieden mit dem Umstand, dass alle Veranstaltungen durchgeführt werden konnten und sich hier keine Lücke ergab. Besonders wichtig war dem Kulturoasis e.V. die Gestaltung des Ortes als diskriminierungsarmer Ort (Safer space) für alle. Dies wurde auch in der Ausschreibung an die Veranstalter*innen kommuniziert. So hatten zum Beispiel queere (Die Barmänner, Orchid) und feministische (arsch&frida, Trouble in Paradise) Kollektive die Möglichkeit in der Kulturoase auf AEG zu veranstalten. Die Stimmung auf den Veranstaltungen war durchweg positiv und entspannt, es kam zu keinen Polizei- und Feuerwehreinsätzen und nur einem Krankenwagen-Einsatz. Das Sicherheitspersonal wurde ausschließlich zur Einhaltung der Hygieneauflagen am Einlass eingesetzt. Dieses Jahr war das Gelände außerdem barrierefrei zu erreichen, es gab auch eine barrierefreie Toilette. VII. Abschluss Die letzte Veranstaltung, die anschließenden Aufräumarbeiten und die Rückgabe des Mietobjektes bilden gemeinsam mit der Reflexionsphase und dem Abschlussbericht den finalen Meilenstein des Projektes Kulturoase Auf AEG. Überlegungen, wie es mit dem Verein Kulturoasis weitergehen soll, wurden bereits angestellt (vgl. 5. Ausblick).
f) Finanzen Die Organisation des Projektes Kulturoase Auf AEG war durch eine städtische Förderung i.H.v. 84.551,09 € Euro realisierbar. Im Sinne der Transparenz werden hier einige zentrale Kostenpunkte näher erläutert: Der größte Posten entfiel auf die Miete sowie den Aufbau der Technik. Dieser belief sich auf 27.873,90 € (Bühnenaufbau, Technikmiete, Hallenumbau). Aufgrund der positiven Erfahrungen aus dem letzten Jahr wurde erneut mit der Firma “WG West” zusammengearbeitet. 40
Um die Szene möglichst breit zu unterstützen, wurde mit den Verantwortlichen von WG West vereinbart, dass für die technische Leitung an den jeweiligen Veranstaltungen externe Techniker*innen miteinbezogen werden sollen. So konnten sich Techniker*innen auf eine öffentliche Ausschreibung melden, um die technische Leitung zu übernehmen. Nach einer erfolgreichen Bewerbung wurden die Techniker*innen von WG West geschult und auf die Termine aufgeteilt. Im Zuge dessen wurden Löhne in Höhe von 6.012,00 € an die Techniker*innen ausbezahlt. Somit konnte die Branche, welche ebenfalls stark unter der Pandemie zu leiden hatte, unterstützt werden. Der zweitgrößte Kostenpunkt entfiel in diesem Jahr auf den Sicherheitsdienst (12.947,20 €). Dieser gewährleistete den sicheren Ablauf der Veranstaltungen und unterstützte die Kollektive bei der Kontrolle am Einlass sowie bei der Umsetzung der Hygienemaßnahmen. Darüber hinaus wurde bei der Firma SDN eine Nachtwache gebucht, die für die Bewachung des Geländes und der Technik verantwortlich war. Bei allen Veranstaltungen war neben der technischen Leitung eine Abendleitung, die den Verein Kulturoasis e.V. vertrat, ständig vor Ort. Diese hatte die Verantwortung für die jeweilige Veranstaltung, war ortskundig und die Ansprechperson für die Kollektive sowie vereinzelte Beschwerden durch Anwohner*innen oder gegebenenfalls für die Polizei. Die Löhne für die Abendleitungen beliefen sich auf 3.195,00 €. Ergänzend wurde eine Person als „Concierge“ für alle Veranstaltungen engagiert, um die nötigen Pandemie-bedingten Kontrollen am Einlass durchführen zu können. Hierfür wurden Löhne in Höhe von 1.437,00 € bezahlt. Der größte Kostenpunkt im Bereich Personalausgaben entfiel auf die Organisation sowie den Aufbau der Kulturoase Auf AEG. Hier wurden insgesamt 8.970,00 € ausgeschüttet. Wie schon im letzten Jahr wurden die Getränke über uns bezogen und zum Einkaufspreis an die Kollektive weiterverkauft. Insgesamt konnten so 9.791,56 € allein an Getränkeeinnahmen an die Kollektive ausgegeben werden. Wie hoch die Gesamtsumme der Einnahmen der jeweiligen Kollektive ist, ist leider nicht nachvollziehbar, da diese selbst über den Eintrittspreis bestimmten und ihn über eigene Kassen eintrieben. Alles in Allem entfielen auf die Kulturoase Auf AEG Gesamtkosten in Höhe von 95.851,23 €, welche durch die Förderung durch die Stadt Nürnberg sowie die Weitergabe des Einkaufspreises für die Getränke an die Kollektive und die Einnahmen aus der Eigenveranstaltung zum Start der Oase gestemmt wurden.
- KULTUROASE AUF AEG
a) Maßgebliche Herausforderungen intern/extern: Auch 2021 stand der Kulturoasis e.V. wieder vor zahlreichen Herausforderungen:
Die anspruchsvollste Aufgabe war die äußerst kurze Aufbauphase. In nur 16 Tagen zwischen Mietobjekt-Übergabe und Eröffnung musste die komplette Infrastruktur und Technik aufgebaut sowie die ersten Veranstaltungen gebucht, geplant und beworben werden. Aufgrund dieser Kurzfristigkeit konnten leider nicht alle interessierten Kollektive und Vereine an der Kulturoase Auf AEG teilhaben. Die Betreuung der Veranstalter*innen gestaltete sich auch dieses Jahr streckenweise als pädagogischer Auftrag, dem aber im Sinne der Niedrigschwelligkeit gerne nachgegangen wurde.
In der Vorbereitung, Projektphase und Nachbereitung kam es leider immer wieder zu personellen Engpässen. Das Team hofft, dem über eine frühzeitige Rekrutierung und Einarbeitung neuer Vereinsmitglieder in Zukunft entgegenwirken zu können. Auch die interne Organisation und Wissensweitergabe kam an einigen Stellen leider aufgrund der Ressourcenknappheit zu kurz. Von den bereits engagierten Mitgliedern wurde aber glücklicherweise eine breite Expertise abgedeckt.
Die Anwohner*innen der Kulturoase Auf AEG wurden zu Anfang in briefform kontaktiert. Inhalt des Briefes war die Vorstellung des Projektes, der Arbeitsweise und die Vermittlung von Kontaktdaten, sodass sich die Anwohner*innen im Falle einer empfundenen Ruhestörung direkt an den Verein beziehungsweise an die zu diesem Zeitpunkt zuständige Abendleitung wenden konnte. Diese Möglichkeit der niedrigschwelligen Kontaktaufnahme wurde von niemanden genutzt. Bereits in der Aufbauphase wurde der Vorstand des anliegenden Kleingartenvereins KGV Fuchsloch e.V. direkt telefonisch kontaktiert. Trotz des angenehmen Kontaktes kam es im Laufe der Kulturoase zu einer Beschwerde eines Kleingärtners direkt beim Ordnungsamt. Die Stadt musste hier als Vermittlerin schlichten.
Im Zuge der SARS-Cov-2-Pandemie bemühte sich der Kulturoasis e.V. stets um eine Einhaltung der jeweils aktuellen bayerischen Hygieneschutzmaßnahmenverordnung. Darauf basierend und darüber hinaus wurden im Verlauf der Planung und Durchführung der Kulturoase Auf AEG insgesamt 9 Hygienekonzepte erstellt.
Die Anpassung des Hygienekonzeptes an die sich ständig ändernden Hygieneschutzmaßnahmenverordnungen führte zu einem erhöhten personellen Mehraufwand und stiftete Verwirrung bei den Besucher*innen der Kulturoase Auf AEG. Um den Mehraufwand zu vermeiden und Besucher*innen und partizipierenden Kollektiven einen sicheren Ort der Begegnung zu ermöglichen, entschied sich der Kulturoasis e.V. vom Hausrecht Gebrauch zu machen und etablierte ein strengeres aber dadurch beständigeres Einlasskonzept: Trotz Open-Air Gegebenheiten und geringer Personenkapazität der Außenfläche wurde der Einlass lediglich gegen einen 3G-Nachweis gewährt (beim späteren Umzug in die Innenhalle: 2G-Nachweis). Aufgrund der kühlen Temperaturen und des Regens Ende September sah die Oase schnell das Interesse an Open Air-Veranstaltungen im Rückzug. An dieser Stelle sei die unbürokratische Unterstützung der Stadt bei der Genehmigung der Hallennutzung hervorgehoben. Die Verlegung großer Teile der Infrastruktur und der gesamten Technik gelang dem Team durch erneut gemeinsame Anstrengungen in nur vier Tagen. Die Kommunikation zwischen Verein und Behörde zeigte dieses Jahr stellenweise einen Nachholbedarf, an dem es gemeinsam zu arbeiten gilt. So gelang es leider nicht eine städtische Liegenschaft für die kulturelle Zwischennutzung ausfindig zu machen.
b) Ergebnisse & Erfolge: Insgesamt besuchten 3.691 Besucher*innen die Kulturoase Auf AEG und es konnten Einnahmen im fünfstelligen Bereich für die Kollektive generiert werden. Das vielfältige Programm setzte sich dieses Jahr aus DJing, Konzerten und Lesungen zusammen. Die Veranstaltungen wurden inhaltlich durch die (Sub-)Kulturvereine gestaltet und fanden im Zeitraum vom 25.08.21 bis 16.10.21 zwischen 18 - 23 Uhr statt. Der Einlass wurde den Besucher*innen ab 17 Uhr gewährt. So konnte die Einlasssituation entzerrt und Menschenansammlungen, die durch das Einchecken am Veranstaltungsort und den 3G- bzw. später den 2G-Nachweis entstehen, vermieden werden. Das Programm der jeweiligen Veranstaltungen begann in der Regel um 18 Uhr. Hausverantwortlichkeit und Veranstaltungsleitung lagen den gesamten Zeitraum über in der Hand des Kulturoasis e.V.. Der Verein war bei jeder Veranstaltung durch ein Vereinsmitglied, fungierend als Veranstaltungsleitung, vertreten. 43
c) Feedback der Veranstaltenden: Zum Ende der Kulturoase Auf AEG wurden die Veranstaltenden um eine Rückmeldung zu den Bedingungen und der Zusammenarbeit mit dem Kulturoasis e.V. gebeten. Daraus werden drei besonders relevante und aufschlussreiche Stimmen wiedergegeben:
1. Veranstaltungskollektiv We All Die Worse
Hi Leute, also wir hätten auf die schnelle mal folgendes Feedback:
• Tolle Möglichkeit, mit möglichst geringen
organisatorischen/ bürokratischen Aufwand (ohne
vorhandene Location, Equipment, Gastroequipment,
Deko etc.) eine Veranstaltung zu ermöglichen
• Bunte Vielfalt im gesamten Programm durch die
verschiedensten regionalen Kollektive, Vereine
• Tolle Möglichkeit sich einzubringen (Künstler:Innen
im Bereich Graffiti, Musik, Tontechnik, Grafik,
Social Media, etc.)
• Besonders in Zeiten von Corona nimmt es den
Veranstaltenden die Angst etwas zu veranstalten,
da Mensch kein finanzielles Risiko eingehen muss
• Professionelle Abwicklung/Kommunikation
Alles in Allem ein sehr schöner Abend und deshalb auch
nochmal lieben Dank an die tolle Abendleitung, Tontechnik,
Secu und Kassenkraft <3
Und an das gesamte Team im Hintergrund natürlich <3
LG,
Chris & We All Die Worse
2. Musikverein Nürnberg
Hallo liebes Kulturoasis-Team,
ich schick euch mal unser kurzes Feedback zu den
Musikvereins-Veranstaltungen in der Kulturoase.
Organisation, Betreuung, Technik und Abendleitung fanden
wir super. Da wir selbst keinen Außenbereich haben war das
Veranstalten dort sehr hilfreich für uns.
Wir haben andere/neue Veranstalter-Kollektive kennengelernt
und konnten hoffentlich mit unseren Veranstaltungen auch
neues Publikum erreichen. Ein großer Pluspunkt war für uns, dass wir die Gastro vor Ort selbst machen konnten. Vielen Dank für eure Unterstützung. Liebe Grüße,
Hannes
Musikverein im Künstler*innenhaus Nürnberg e.V.
3. Musiklabel Computer Abuser
Hey,
danke euch für die Möglichkeit, wir haben die Kulturoasis
sehr ins Herz geschlossen!
Feedback:
Die Rahmenbedingungen waren top und es kam viel Hilfe
von den Technikern bei Auf-, Ab-, Umbau der Acts etc.
Und 1A Licht- und Sound-Steuerung. Auch der Support
durch die Abendleitung war super :)
Die Kulturoasis unterstützt durch das Kassen- und
Bar-Konzept die Kollektive extrem und bietet uns Mittel
und Wege Label-Arbeit ausführlicher zu betreiben und zum
Beispiel von den Einnahmen die erste Platte zu pressen.
Wir hatten bisher schon viele schöne Abende in der
Kulturoase und sind super happy darüber, ein Teil davon
gewesen zu sein.
Wir würden außerdem kommenden Dienstag zu zweit
gegen 13 Uhr in die Oasis kommen um zu helfen :)
Beste Grüße,
Maurice Schirm & Computer Abuser
Im zweiten Jahr des Bestehens hat sich der Kulturoasis e.V. als verlässlicher Bündnispartner sowie für die Stadt als auch für den Vermieter der Halle Auf AEG und auch für veranstaltende Kollektive und Vereine etabliert. Dieses Standing möchte der Verein in Zukunft gerne ausbauen (siehe 5. Ausblick).
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NACHBEREITUNG & EVALUIERUNG
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NACHBEREITUNG & EVALUIERUNG Nachfolgend soll das Projekt Kulturoase Auf AEG abschließend bewertet werden. a) Projektverlauf Der Projektbeginn ist durch die längste und gleichzeitig ineffektivste Projektphase gekennzeichnet. In den Monaten Januar bis Mai wurde proaktiv nach einer passenden Location gesucht, jedoch vorerst ohne Erfolg. Wichtige Parameter für die Planung und Umsetzung des Projektes stehen im Zusammenhang mit der Location. So konnten wichtige Grundstrukturen erst relativ kurzfristig fertiggestellt werden. Nach der Zusage für die Halle Auf AEG konnte der Projektverlauf in eine zielgerichtete Umsetzungsphase übergehen. Ab diesem Zeitpunkt wurde auch die Außenkommunikation angekurbelt. Die Teamarbeit des Kulturoasis e.V. ist von co-kreativer hands-on Mentalität geprägt. Kompetenzen wurden aufgebaut und Herausforderungen gemeinsam angegangen. Ein nicht zu vernachlässigender Umstand war die Urlaubszeit, aufgrund welcher manche ToDos oder Zuständigkeiten weniger schnell abgearbeitet werden konnten. Ein wichtiges Learning für das Team in diesem Jahr ist es, dass WCs für den Aufbau ebenso wichtig sind wie für den weiteren Projektverlauf vor Ort. Die Zusammenarbeit mit den Kollektiven kann rückblickend als überaus positiv bewertet werden. Kritisch anzumerken ist, dass Verträge teilweise nicht aufmerksam genug studiert wurden. Diese Wissenslücken konnten durch die Zuständigen des Vereins vor Ort (Abendleitung, Techniker*in) geschlossen werden. Auch die Kommunikation mit der Stadt verlief gut und in vertrauensvoller Art und Weise. Insgesamt kann der Projektverlauf als positiv bewertet werden, da dieser dem Kulturoasis e.V. ermöglichte seine Projektziele zu verfolgen und umzusetzen.
b) Zielerreichung Das Hauptziel sowie einige Teilziele des Projektes wurden erfolgreich umgesetzt. Der in der Einleitung skizzierte Arbeitsauftrag konnte mithilfe der finanziellen Förderung durch die Stadt sowie der Zusammenarbeit mit politischen Vertreter*innen Nürnbergs realisiert werden.
- AUSBLICK
Im Nachgang an das Projekt Kulturoase Auf AEG widmet sich das Team dem Ausblick und den Perspektiven für das Jahr 2022. Ob, wann, wo und wie eine Kulturoase im Jahr 2022 stattfinden kann, ist noch unklar. Seitens des Vereins besteht weiterhin das Interesse lokale Akteur*innen in Ihrer Entfaltung zu fördern. Dabei als Bindeglied erfolgreich zu vermitteln und die Kulturarbeit in Nürnberg niedrigschwellig sichtbar und erlebbar zu machen sieht der Verein als besonderes Leitziel an. Hierfür konnte durch die letzten zwei Jahre im Zuge zweier erfolgreich durchgeführten Kulturoase-projekte ein Fundament geschaffen werden. Hierauf möchte der Verein weiter bauen. Die Frage nach einer Daseinsberechtigung nach Corona sollte sich nicht stellen. Kultur ist und bleibt ein prekäres Feld, das als freiwillige Leistung stetig bedroht ist und droht, am “langen Arm” zu verhungern. Da sich der Verein Kulturoasis e.V. im Zuge der Pandemie gegründet hat wurde die Frage der Daseinsberechtigung ausgiebig diskutiert. Konsens ist, dass sich der Verein nicht zum Ziel gemacht hat, Corona zu überstehen, sondern Akteur*innen zu helfen, die es brauchen. Ziel ist und bleibt der Erhalt einer diversen und facettenreichen Kulturlandschaft. Um diesem Auftrag mit mehr Handlungsspielräumen begegnen zu können, beschloss der Verein in der diesjährigen Jahreshauptversammlung die Ausweitung des Vorstandes. Somit können wichtige, oft mit rechtlichen Konsequenzen verbundene Aktivitäten besser koordiniert und auf mehreren Schultern verteilt werden. Auch bedeutet diese neue Formation ein größeres commitment für die Vereinsmitglieder, die sich im Ernstfall zusammen der (rechtlichen) Verantwortung stellen (müssen). Ein erstrebenswertes Ziel für den Verein wäre es, eine feste Position im Haushalt der Stadt Nürnberg einzunehmen. Damit verbunden sind die Verstetigung des Vereins und seiner soziokulturellen Ziele sowie die Sicherheit für die Umsetzung der eigenen kulturellen Arbeit. Dieses entgegengebrachte Vertrauen seitens der Stadt wäre ein absoluter Meilenstein für die Vereinsarbeit des Kulrueoasis e.V.. In jedem Falle würde es der zukünftigen Umsetzung von Projekten dienlich sein, wenn (finanzielle)Förderungen nicht an das Format gebunden wären. Zur Zeit beschäftigt sich der Verein mit der Thematik der Verortung. Hierfür steht die Option zur Verfügung mit anderen Akteur*innen einen Lagerraum in Nürnberg zu beziehen. Der Blick in die Zukunft zeigt eine Reihe an potenziellen Möglichkeiten und Handlungsspielräumen für den Kulturoasis e.V. auf.
- PRESSEMITTEILUNGEN
Im Folgenden werden exemplarisch Berichterstattungen über die Kulturoase Auf AEG beziehungsweise über den Trägerverein Kulturoasis e.V. angeführt.
- Nordbayern.de (24. Juli 2021): Hilfe für die Subkultur:
„Kulturoase“ sucht immer noch Ort für Open Air
- Stadt Nürnberg (9. August 2021): Open Call –
Kulturoase auf AEG sucht Veranstaltungsformate
- Nordbayern.de (10. August 2021): Neuer Standort ist gefunden -
Die „Kulturoase“ geht wieder an den Start: Was Bewerber jetzt beachten müssen
- Franken Fernsehen (10. August 2021):
Letzte Vorbereitungen im Gange: Startschuss für die Kulturoase fällt bald
- max neo (25. August 2021):
Kulturoase - Sieben Wochen Kultur erleben
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Auf AEG (26. August 2021): Kulturoasis Auf AEG
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Tourismus Nürnberg: Kulturoase auf AEG
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fein raus: Elektronisches und andere Leckereien in der Kulturoasis