Schulausschuss-Vorlage Toilettenanlagen an Schulen der Stadt Nürnberg
HVE Schule und Sport ist stets bemüht, die Toilettenanlagen in den zugewiesenen Schulliegenschaften in ordentlichem Zustand und funktionsfähig zu halten. Entsprechend werden kontinuierlich Maßnahmen über den Bauunterhalt der HVE SuS ergriffen, um den Bestandserhalt bzw. eine Verbesserung der Situation zu erreichen.
Großmaßnahmen
Im Zeitraum 2010 bis 2018 wurde über zwei Stadtratsbeschlüsse ein Sonderprogramm Toilettensanierung in Zusammenarbeit von Hochbauamt und HVE durchgeführt und dabei Großmaßnahmen, wie z.B. die Toilettensanierung in der GS Ziegelstein EG (340.000 €), Georg-Paul- Amberger-Schule WC-Anlagen Mädchentrakt EG bis 2.OG (350.000 €), Berufsschule B1 WC-Anlage EG (540.000 €), Georg-Holzbauer-Schule Toilettensanierung (405.000 €), GS Holzgartenschule WC- Sanierung(280.000 €), Friedrich-Wilhelm-Herschel-Schule Toilettensanierung (625.000 €), durchgeführt. Darüber hinaus wurden Dutzende kleinere Einzelmaßnahmen umgesetzt. Dazu gab es drei ausführliche Berichte im Schulausschuss.
Seit 2019 wird dieses Sonderprogramm nicht mehr durchgeführt. HVE SuS hatte damals vorgeschlagen, eine jährliche Summe von 500.000 € zweckgebunden für die Sanierung und Instandhaltung der schulischen Toiletten- und Sanitäreinrichtungen zur Verfügung zu stellen, dies wurde auf Grund von Kosteneinsparungen abgelehnt.
Entsprechend werden alle laufenden Vorhaben nun über die Baupauschale finanziert bzw. im BIC- Verfahren gelistet und durch die Fülle der Maßnahmen erst nach einer gewissen Zeit durchgeführt.
Kleinmaßnahmen/Schönheitsreparaturen
Zu den Großmaßnahmen kamen und kommen immer wieder kleinere Instandsetzungen bzw. Schönheitsreparaturen in den WC-Anlagen, die im Rahmen des Bauunterhalts ausgeführt werden, wie z.B. Erneuerung der Sanitärmöblierung (Porzellan), Malerarbeiten, Erneuerung der Trennkabinen, Austausch von Fliesen, Oberflächenversiegelung etc.. Seit 2019 hat dies in einem Gesamtwert von etwas über 2.000.000 € stattgefunden. Zudem kommen weiterhin Maßnahmen wie Instandsetzungen und Sonderreinigungen auf Grund von Verunreinigungen bzw. Vandalismus hinzu.
Auszug aus den geplanten Maßnahmen ab 2022
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Melanchthon-Gymnasium: Kompletterneuerung von vier WC Anlagen
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Berufliche Schule 9: Im EG werden die Handtuchspender durch Händetrockner ersetzt
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Grundschule Nürnberg-Eibach: Atriumbau Ertüchtigung Toilettenanlage, bis Abbruch bzw. Neubau
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Dep. Grundschule Nürnberg-Eibach: Oberflächenversiegelung Fliesenspiegel
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Berufliche Schule 2: Pinselsanierung mit Erneuerung der Keramik
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Knauerschule: Pinselsanierung mit Erneuerung der Keramik
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Astrid-Lindgren-Schule: Erneuerung WC-Trennwände
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Lothar-von-Faber FOS: Austausch von WC-Sitzen mit Porzellan
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Veit-Stoß-Realschule: Tausch von Waschbecken und WC-Porzellan
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Konrad-Groß-Schule: im gesamten Altbau in verschiedenen WC-Anlagen WC-Brillen und
Seifenspender sowie teilweise WC-Porzellan Erneuerung
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Henry-Dunant-Schule: Sonderreinigung aufgrund Geruch bis zum Abbruch bzw. Neubau der Schule
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Carl-von-Ossietzky-Schule: Sanierung der Toilettenanlage war in der BP gemeldet, soll nun im Zuge
der umfassenden Sanierung ertüchtigt werden.
Vandalismus/mutwillige Zerstörung in Toilettenanlagen
Es kommt immer wieder vor, dass die Toilettenanlagen durch Vandalismus mutwillig beschädigt bzw. verunreinigt werden. HVE SuS hat immer wieder mit Vandalismusarten wie mutwillige Verstopfungen der WC-Anlagen, Schmierereien an den Wänden, Beschädigung der Rigipswände, Beschädigung der WC Eingangstüren, teilweise abgerissene und beschädigte Jumborollenhalter, Verschmutzung durch Fäkalien, Graffitis, Brennspuren von Zigaretten auf Ablagen und WC-Sitzen, Löcher in Kabinentüren, mutwillige Zerstörung von Handgebläsetrockner, Wände und Decken mit umhergeworfenen Papierhandtüchern, Tampons und Toilettenpapier verunstaltet, etc. zu tun.
Diese Beschädigungen/Verunreinigungen binden jährlich einen großen fünf- bis sechsstelligen Betrag des Bauunterhaltes (2021 insg. 110.000 €). Präventiv könnte hier durch ein organisatorisches Eingreifen der Schulleitungen gearbeitet werden., dafür gibt es gute Beispiele in der Stadt.
Zusammenfassung
Auf Grund der unterschiedlichen Baujahre der Schulliegenschaften, die in einem Fenster von 120 Jahren bis zum Neubau angesiedelt sind, sind die Toilettenanlagen generell in einem funktionsfähigen, aber nicht immer befriedigendem oder zeitgemäßen Zustand. Trotz vieler Schönheitsreparaturen und großem Engagements von Seiten der Hausverwaltung sind die Toilettenanlagen in vielen Bereichen sanierungsbedürftig. Darüber hinaus würde es helfen, zweckgebundene Mittel im laufenden Haushaltsjahr für Toilettensanierung bzw. – instandhaltung zur Verfügung zu haben. Damit könnte perspektivisch nach einer festgelegten Prioritätenliste abgearbeitet werden. Grundsätzlich gilt: Toilettenanlagen in öffentlichen Bereichen mit hoher Nutzeranzahl haben eine Haltbarkeitsdauer von maximal 20 Jahren. Danach ist eine Gesamtsanierung der Toilettenanlagen empfohlen bzw. erforderlich.
Vorschlag
Die HVE Schule und Sport nimmt Gespräche mit StK auf, um für die Sanierung und Instandhaltung von Schultoiletten einen verstetigten Betrag im Stadthaushalt zu etablieren.