Bericht: Tätigkeits- und Erfahrungsbericht des Instituts für Pädagogik und Schulpsychologie
Nürnberg (IPSN) zur Corona-Pandemie
Die vor zwei Jahren beginnende Corona-Pandemie hat nicht nur die schulische Bildung, sondern auch das Angebotsspektrum des Instituts für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg gravierend verändert. Folgender Bericht kann nur auszugsweise die Arbeit des IPSN in den letzten beiden Jahren wiedergeben, soll jedoch zumindest einen Einblick in die Tätigkeiten und die Erfahrungen am Institut geben.
Während der letzten beiden Jahre waren Präsenzveranstaltungen nur in kleinen Gruppen und unter Berücksichtigung der jeweilig geltenden Hygienemaßnahmen möglich. Diese Ausgangslage hat den Ausbau von Onlineformaten, der in der Nürnberger Digitalstrategie für Schulen vorgesehen ist, beschleunigt und verstärkt. Seit 2020 gehören verschiedenste Online-Formate und digitale Angebote zum Standardprogramm des IPSN. In vielen Fällen haben sich digitale Fortbildungen etabliert und als wertvoll erwiesen. In manchen Fällen, vor allem in Kommunikationsseminaren und der schulpsychologischen Beratung, stellen sie jedoch nur Notlösungen dar. Klar ist jedoch, dass es zukünftig im Fortbildungsbereich nahezu ausschließlich hybride Formate geben wird, so dass bereits im Vorfeld oder im Nachgang zu Präsenzveranstaltungen den Lehrenden und Lernenden der Austausch von Fortbildungsmaterialien und ein weiterer Kontakt möglich ist.
Bereich Pädagogik:
- Fachbereich Schulentwicklung
In den letzten beiden Jahren hat der Bereich Schulentwicklung dieselbe Lernkurve genommen, die auch von den Lehrkräften verlangt wurde: die Erschließung des digitalen Raums, um auch hier ein an unsere Qualitätsanforderungen orientiertes, hochwertiges Programm anbieten zu können. Die Begleitung von Schulentwicklungsprozessen und die Unterstützung von pädagogischen Tagen konnte nur digital erfolgen. Unabhängig von den pandemischen Belastungen in den Schulen zeigte die Nachfrage der kommunalen Schulen jedoch den hohen Bedarf und das hohe Interesse im Bereich der Schulentwicklung. Zwar war eine Fortführung des Arbeitskreises Vision 2030 und eine Weiterarbeit am Orientierungsrahmen für kommunale Schulen in den letzten beiden Jahren nicht oder nur bedingt möglich, so haben die Herausforderungen der Corona-Pandemie jedoch gezeigt, dass es gerade diese Handlungsfelder sind, an denen weitergearbeitet werden sollte.
- Fachbereich Personalentwicklung
Im Bereich Personalentwicklung mussten mehrere Seminare abgesagt, verschoben oder auf Onlineformate umgestellt werden. Dabei ist festzustellen, dass die Führungskräfte in Pandemiezeiten besonders stark belastet waren und kaum Kapazitäten für Fortbildungen hatten, obwohl unterstützende Seminarthemen für die Krisenzeit angeboten wurden. Die Umstellung auf Onlineseminare im Programm für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger (BEST) wurde gut angenommen, das Programm MEBS (Mittlere Ebene an beruflichen Schulen) wurde vorerst nicht auf weitere Schulen ausgeweitet. Allerdings war bei einem Austauschtreffen der vier MEBS-Schulen festzustellen, dass die Einführung der MEBS- Strukturen, vor allem die Einführung der Kollegialen Entwicklungsgespräche (KEG), sich in den Krisenzeiten als hilfreich erwiesen haben.
- Fachbereich Medienpädagogik / Medienzentrum
Aufgrund des Übergangs in den Distanz- oder Wechselunterricht hat die Medienpädagogik in Zusammenarbeit mit dem Team Digitale Schule Nürnberg vor allem zu Beginn der Schulschließungen nahezu flächendeckend alle Lehrkräfte im Raum Nürnberg im Umgang mit der Kollaborations- und Videokonferenzsoftware MS Teams geschult (ca. 5.000 Teilnehmende). Im Verlauf der Pandemie wurden mit den Schulen gemeinsam verstärkt Formate zur pädagogischen und didaktischen Gestaltung des Distanzunterrichts entwickelt. Alleine an den beiden Fortbildungstagen vor Weihnachten 2021 wurden ca. 1.200 Lehrkräfte geschult. Hinzukommen ca. 1.000 Teilnehmende in den weiteren Fortbildungen.
Die niederschwelligen Angebote, die hohe Stabilität der Software und die Fortbildungsbereitschaft der Lehrenden haben dazu geführt, dass an vielen Schulen trotz Distanzunterrichts nach Stundenplan unterrichtet werden konnte.
Unterstützt wurden die Lehrkräfte auch mit digitalen Medien und Arbeitsblättern des Medienzentrums. Das Medienzentrum Nürnberg-Fürth am IPSN hat in den letzten drei Jahren sein komplettes Angebot auf Streaming und Download umgestellt, so dass dieses von jeder Lehrkraft orts- und zeitunabhängig genutzt werden kann. Außerdem wurden für alle Schularten, Altersstufen und Unterrichtsfächer digitale Arbeitsblätter angeschafft, die sowohl von den Lehrenden, als auch von den Lernenden gemeinsam oder alleine genutzt werden können. Die Zugriffe bzw. Ausleihen haben sich während der Corona- Pandemie mit über 105.000 im Jahr 2020 und 75.000 im Jahr 2021 (Vergleich: 25.000 in 2019) vervielfacht.
- Fachfortbildungen
Auch im Bereich der klassischen Fachfortbildungen mussten nahezu alle Präsenzveranstaltungen, wie beispielsweise die traditionellen Fachtage mit teilweise über 100 Teilnehmenden abgesagt werden. In der Regel wurden deshalb Fachfortbildungen in Absprache mit einzelnen Schulen als schulinterne Fortbildungen bzw. in Kooperation mit dem Fachbereich Medienpädagogik digital angeboten, so dass gezielte digitale Unterrichtsinstrumente wie Apps und Software vertieft thematisiert werden konnten.
- Energie- und Umweltstation EUW
Anfang des Jahres 2020 ist die Energie- und Umweltstation in das neue Gebäude am Wöhrder See gezogen. Bis Mitte Juni 2020 sowie von Ende Oktober 2020 bis Ende Mai 2021 konnten nur wenige Präsenzveranstaltungen und Führungen stattfinden. Deshalb wurden die Zeiten jeweils genutzt, um Strukturen und Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit zu erstellen, Angebote und Führungen für die Öffentlichkeit zu entwickeln und neue Schulklassenprogramme und Fortbildungen sowie dazugehörende Materialien zu konzipieren bzw. auch bereits bestehende Programme zu überarbeiten und den neuen Örtlichkeiten am Wöhrder See anzupassen.
Nachdem die EUW auch das Gelände am Wöhrder See als Lernraum im Freien nutzen kann, konnten verschiedene Programmpunkte angeboten werden, die in geschlossenen Räumen nicht möglich waren. Während der Öffnungsphasen (bis dato) gab es ein breites Programm für unterschiedliche Zielgruppen (mit kleinen Gruppen den jeweiligen Corona-Hygieneregeln angepasst) sowie während des Lockdowns einige Onlineangebote.
Neben Angeboten für Schulklassen (Hauptzielgruppe) zu Themen wie Energie- und Klimaschutz, Leben am und im Wasser, Naturerfahrung, ökologischer Fußabdruck etc., fanden vor allem online Lehrer- und Erzieherfortbildungen zu Themen der Nachhaltigkeit statt. Zudem konnten Horte und Kindergruppen sowie Familien unterschiedliche Angebote der EUW, z. B. Kleintiere erforschen, Insektenhotels bauen etc., annehmen. Gerade in den Zeiten der Schließung konnte an Onlinevorträgen zu unterschiedlichen Themen, z. B. Bienen, nachhaltiges Gärtnern und European Green Deal teilgenommen werden. Im Rahmen des seit vielen Jahren bestehenden Programms KEiM fanden mehrere Online- und Live- Arbeitskreise statt. Im Schuljahr 2020/21 haben sich trotz der verschärften Corona-Arbeitsbedingungen immerhin 43 Schulen am KEiM-Wettbewerb beteiligt.
Besondere Veranstaltungen an der EUW 2020/2021: Biodiversitätstag in Kooperation mit dem Bündnis für Biodiversität Tretboot-Kabarett zum Thema Wasser mit Oliver Tissot Musikensembles im Rahmen der Songlines in der EUW Bayernweiter Aktionstag „Umweltbildung trägt Früchte“: Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) wurden in vielen Umweltbildungseinrichtungen bayernweit mit geladenen Gästen (Obst-)Bäume gepflanzt, um auf die Bedeutung der Umweltbildung/Bildung für Nachhaltige Entwicklung auch in Coronazeiten hinzuweisen.
Bienenkoffer: Der InnerWheel-Club Nürnberg hat dem IPSN fünf Verleihkoffer gespendet, die im Rahmen einer Presseveranstaltung im Herbst 2021 an die Energie- und Umweltstation überreicht wurden. Anwesend waren die Entwickler des Koffers, die Initiative „Deutschland summt!“.
Insgesamt konnten trotz der bekannten Umstände über 1.100 Schülerinnen und Schüler und gut 1.000 Erwachsene aus der Stadt Nürnberg an Programmen der Energie- und Umweltstation teilnehmen.
- Fachbereich Chancengerechtigkeit und Vielfalt
Die Notwendigkeit, auf Onlineformate umzustellen, war einerseits eine Herausforderung und manche Seminare und Workshops, bei denen eine durchgängig aktive Teilnahme der angemeldeten Personen notwendig war, mussten verschoben werden, ebenso wie die jährlichen Interkulturellen und Pädagogischen Fachtagungen. Allerdings wurden einige aktuelle Themen wie zum Beispiel Umgang mit Verschwörungstheorien neu ins Programm aufgenommen und es konnten durch die neuen Formate auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus entfernteren Regionen gewonnen werden.
- Unterstützungssysteme BuT-Lernförderung (Bildung und Teilhabe-Lernförderung) und NEST
(Nürnberger Elternbüro für Schulerfolg und Teilhabe)
Schwerpunkt in den vergangenen beiden Jahren war die Anpassung und Weiterentwicklung des Konzeptes an die Herausforderungen und Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie. Vorwiegend waren dies die Umstellung des IPSN-eigenen Angebotes „Lernförderung plus“ auf Online-Lernförderung über soziale Medien. Darüber hinaus wurde die Online-Werbung auf StudOn und anderen Onlineservern der Hochschulen zur Akquise neuer Lernförderkräfte erweitert.
Die Mitarbeit, speziell die pädagogische Fachberatung auf der Online-Plattform „Wissensturbo“, war und ist ein weiterer Schwerpunkt der Lernförderung. Das Ziel des Kooperationsprojektes der Nürnberger Versicherung, der Friedrich-Alexander-Universität und der Stadt Nürnberg ist die Zusammenführung von Lernförderkräften und Lernenden, so dass zielgerichtet digital oder analog in Kleingruppen bzw. 1zu1 Lernförderung erfolgen kann.
Ein gestiegener Beratungsbedarf machte die Ausweitung des Beratungs- und Fortbildungsangebotes, u. a. Online-Sprechstunden für Lernförderkräfte, kollegiale Fallbesprechungen, Supervision und Beziehungsarbeit im Online-Setting, erforderlich.
Im Vergleich zu den Jahren vor der Corona-Pandemie ist die Anzahl der Präsenzeinsätze der Elternlotsinnen und -lotsen von NEST aufgrund der pandemiebedingten Schulschließungen zurückgegangen. Trotz der schwierigen Situation konnten aber zahlreiche Einzelberatungen durchgeführt sowie Unterstützung bei Eltern-Lehrkräfte-Gesprächen und Elternabenden geleistet werden. Dies erfolgte vermehrt telefonisch oder über MS Teams.
Die Ehrenamtlichen konnten am Anfang der Pandemiezeit bedeutend dazu beitragen, dass viele Eltern die Datenschutzerklärungen für die Nutzung der MS Teams erläutert bekamen und sie dann unterschrieben haben, so dass ihre Kinder am digitalen Unterricht teilnehmen konnten. Sie halfen bei Schwierigkeiten beim Installieren der für den Unterricht notwendigen Apps und vermittelten bei anderen technischen Fragen Unterstützung von der jeweiligen Schule. Sie unterstützten auch die Schulen und Eltern bei der Beantragung und Ausleihe von digitalen Endgeräten, so dass eine Teilnahme am Distanzunterricht möglich war. Außerdem finden seit November 2020 Informationsveranstaltungen und Elterncafés im Rahmen des Programms in NEST-Partnerschulen in Präsenz oder online per MS Teams statt.
Bereich Schulpsychologie
Bereits das zweite Schuljahr wurde die Arbeit der Abteilung von den Folgen der Corona-Pandemie beeinflusst und geprägt. Konnte zu Beginn des Schuljahres 2020/21 das gesamte Angebot an Beratung, Unterstützung und Fortbildung v. a. der kommunalen Schulen der Stadt Nürnberg in Präsenz starten, musste ab Dezember auf einen neuen und langen Lockdown für die Schulen reagiert werden. Für die Mitarbeitenden ergab sich ein Wechseln zwischen mobilem Arbeiten, Präsenz in Schulen oder im eigenen Büro, das hohe Flexibilität erforderte.
- Beratung:
Die Einzelberatung konnte mit dem entsprechenden Hygienekonzept durchgängig angeboten werden, ergänzt durch Online-Kontakte mit den verschiedenen Zielgruppen des schulischen Handlungsfeldes. Dabei wurde unter Berücksichtigung des Datenschutzes sehr genau abgewogen, welche Inhalte in Online-Kontakten besprochen und welche nur in Präsenz thematisiert werden konnten. Die Zahl der Beratenden i. R. der ausführlichen Einzelfallberatung blieb konstant, genauso wie die Merkmale der Schülerinnen und Schüler bzgl. Familienkonstellation, besuchte Schulart und Migrationshintergrund; nur die Zahl der spontanen Kurzberatungen im schulischen Setting vor Ort war durch das Ausfallen der Sprechstunden reduziert. Im Vergleich der Beratungsanlässe zum letzten Schuljahr vor der Corona- Pandemie fällt auf, dass die Probleme, die Schule regelmäßig (nach dem Lockdown) zu besuchen, zugenommen haben, ebenso der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die unter einer klinisch relevanten psychischen Erkrankung leiden. Bereits zum Ende des Schuljahres 2019/2020 war dieser Effekt erwartet worden und hat sich in der Einzelberatung bestätigt. Zusätzlich hat der zweite Lockdown zum einen die Anwendung vieler Strategien zur Stabilisierung für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte wieder unmöglich gemacht. Zum anderen verstärkte sich das Gefühl des Kontrollverlusts über die Lebenssituation. Diese erlernte Hilflosigkeit gilt als ein Faktor bei der Entstehung von Depressionen.
Dagegen haben aufgrund des Wegfallens einer Reihe von Leistungserhebungen Probleme in diesem Bereich abgenommen. Ebenso geringer ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die wegen Schwierigkeiten im Bereich der Konzentration bzw. des Verdachts auf eine Aufmerksamkeits-Defizit- Störung angemeldet wurden, da diese Symptomatik v. a. im Präsenzunterricht von den Lehrkräften beobachtet wird. Deutlich gestiegen ist die Zahl der beratenen Lehrkräfte.
- Unterstützung
Fortgesetzt wurde das Erarbeiten von Unterstützungsmaterialien für Eltern bzgl. der Mediennutzung ihrer Kinder und für junge Menschen vor einer Abschlussprüfung als Leitfaden „Der Weg zum Erfolg“. Über die Veröffentlichung auf der Website des IPSN hinaus konnten Schulen das Material über Elternbriefe verteilen oder Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stellen.
Die Unterstützung der Schulen als Institutionen wurde in bewährter Form fortgesetzt. Runde Tische, multiprofessionelle Teams u. v. m. wirken präventiv, um gravierenden Entwicklungen vorzubeugen. Krisenintervention in der akuten Situation bleibt gleichwohl ein wichtiger Bestandteil der schulpsychologischen Tätigkeit, nachgefragt wurde sie bei 46 Anlässen (im Bereich Suizidalität, Todesfälle, Gewalt und Bedrohung). Über die Projektmaßnahmen, die in der Abteilung entwickelt wurden, die von den Schulen angefragt werden können oder bereits fest etabliert in den Schulen sind, informiert die zum Ende des Schuljahres erstellte Tabelle im Anhang.
Aufgrund der besonderen Situation mit der langen Phase des Online- und Wechselunterrichts konnten viele Projekte nicht in bewährter Form durchgeführt werden. Einzelne konnten an den Online-Unterricht angepasst werden, wie das Klassengespräch „Wenn´s mir mal schlecht geht“ für Schülerinnen und Schüler der Unterstufe. Andere brauchen für eine effektive Durchführung die reale Erfahrung in Übungen, Gesprächen und im Umgang miteinander, diese mussten also abgesagt werden.
In Reaktion auf diese Situation wurden Online-Stabilisierungskurse für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse entwickelt und in insgesamt 38 Klassen sowohl allgemeinbildender als auch beruflicher Schulen durchgeführt. Fast alle Teammitglieder waren involviert. Themen der Kurse waren,
wie sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen trotz Corona stabilisieren können, was sie für ihr Wohlbefinden tun können, Tipps für den Umgang mit der Situation, Hinweise auf Beratungsmöglichkeiten, wie die Schülerinnen und Schüler ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren, sich in der herausfordernden Situation trotzdem motivieren können, wie sie ihr Zeitmanagement verbessern können, die Online-Zeiten kontrollieren lernen, etc.
Sehr deutlich wurde in diesen Kursen die begrenzte Erreichbarkeit der Schülerinnen und Schüler und die sehr unterschiedliche Belastung durch die jeweilige Lebenssituation des Einzelnen. Eine Mentimeter-Abfrage aus einer Klasse verdeutlicht die Belastung der Jugendlichen:
Intensiv unterstützt wurde von der Abteilung die Durchführung des Präventionstheaters Icebreaker, das in Anpassung an die besondere Situation in den Klassen (insgesamt 37 an kommunalen Schulen) in Form von Videoclips durchgeführt wurde: Die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen unterstützten bei der Organisation vor Ort, waren bei den Aufführungen zum Teil in den Klassen präsent und stellten Material für die Nachbereitung durch die Lehrkräfte zur Verfügung.
Die Fortbildungstätigkeit wurde im Bereich der allgemein ausgeschriebenen Angebote reduziert, um flexibel auf die Bedarfe in den Schulen reagieren zu können. Insgesamt wurden fast 20 Fortbildungen durchgeführt, online und in Präsenz, als schulinterne Fortbildungen oder Teil des Fortbildungsprogramms. Zusätzlich wurde die Reihe „Auf sich achten in schwierigen Zeiten“ für Lehrkräfte und alle in Schulen Tätigen konzipiert und durchgeführt, die in kurzen Einheiten unterschiedliche Ideen und Möglichkeiten zur Selbstfürsorge anbot (Übersicht anbei). Erstmalig wurde der Kurs AGIL – Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf – als präventive Maßnahme in der Lehrergesundheit (online) angeboten. Beide Maßnahmen ergänzen die Angebote für Beratung, Supervision und Coaching für Lehrkräfte.
Gut besucht war die Online-Version des Formats „Schulpsychologie nach Vier“ zum Thema „Always on
- im Netz gefangen? Computerspiel und Online-Abhängigkeit im Kindes- und Jugendalter - eine
klinische Perspektive mit Dr. med. Martin Schumm“. Dieses Thema kristallisierte sich bereits im Schuljahr vorher als herausfordernd heraus, blieb und bleibt aktuell.
Bereich Verwaltung
Ähnlich wie für die Bereiche Pädagogik und Schulpsychologie haben sich auch für die Verwaltung am IPSN die Aufgabenstellungen grundlegend verändert. Die verwaltungstechnische Abbildung der neuen Fortbildungsformate stellte und stellt eine Herausforderung dar. Sie machte die Überarbeitung von Verwaltungsabläufen notwendig. Die bereits 2019 beschlossene Einführung eines neuen Buchungssystems mit Online-Konto erleichtert einerseits den Lehrenden die Teilnahme an Veranstaltung als auch den Referierenden die Planung und Durchführungen von Fortbildungen und Seminaren. Die Agilität und Flexibilität in der Kundenorientierung wäre ohne die hohe Veränderungsbereitschaft der Verwaltung nicht möglich gewesen.