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Bericht IPSN Struktur und Themen ab 2022

Anlage · 29.04.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Fürther Straße Schule & Bildung Wöhrder See Soziales & Gesundheit Digitalisierung & Verwaltung Kultur, Sport & Freizeit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Bericht: Weiterentwicklung und Themenfelder des IPSN ab dem Jahr 2022

Aufgrund personeller Veränderungen, aber auch aufgrund der veränderten Bedürfnisse der Nürnberger Schulen hat sich die Angebotsstruktur des IPSN verändert. Dies macht auch eine Veränderung der Strukturen notwendig.

Gerade die letzten beiden Jahre der Corona-Pademie haben aufgezeigt, dass sich die Bedürfnisse der Schulen, der Lehrkräfte und der Schulfamilie insgesamt verändert haben. So sind nicht nur bestimmte Themenfelder, wie die Schulentwicklung, das Digitale Lernen, die Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) oder die Demokratiebildung stärker bzw. noch stärker in den Fokus gerückt, sondern auch die Angebotsformate haben sich zeitlich und räumlich (digital, hybrid, analog) verändert. Hinzukommt, dass in den letzten zwei Jahren deutlich geworden ist, dass die Fortbildungsbedarfe deutlich heterogener sind, so dass sich auch hier eine Individualisierung des Lernens heraus kristalisiert hat.

Das IPSN kann mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diese individuellen Bedarfe und Notwendigkeiten nicht alleine abdecken und hat sich deshalb, wie bereits in den letzten Jahrzehnten, starke strategische Kooperationspartner gesucht, um so den Lehrkräften ein umfassendes Fortbildungsangebot bieten zu können (vgl. Anhang: Kooperationspartner). Zudem sollen die in den letzten beiden Jahren verfolgten Gedanken der Community (Gemeinschaft) und der Plattform zukünftig forciert werden. Ziel ist es möglichst viele Lehrkräfte digital, aber auch analog als Gemeinschaft miteinander zu vernetzen, so dass ein ständiger Austausch möglich ist. Zudem soll das IPSN als Plattform für eigene Ideen, (Mikro-)Fortbildungen, etc. dienen, so dass ein voneinander und miteinander Lernen möglich ist.

Hinzukommt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie bereits in der Vergangenheit, noch stärker über Fach- und Bereichsgrenzen hinweg zusammenarbeiten und gemeinsam Fortbildungen anbieten. Diese interdisziplinären Angebote z. B. Naturwissenschaften (MINT) und BNE, Demokratiebildung und Digitalisierung etc. bieten die Möglichkeit die fachübergreifenden Kompetenzen in der Schule zu stärken.

Kurzgefasst, das IPSN ist vernetzt und interdisziplinär und bietet den Lehrenden die Möglichkeit des Austausches und die Plattform für ein gemeinsames Lernen und so die Möglichkeit individuelle Bedarfe abdecken zu können.

Unabhängig davon soll und wird das Institut für Pädagogik und Schulpsycholgie der Stadt Nürnberg in der Fürther Straße mit seiner Dependance der Energie- und Umweltstation am Wöhrder See weiterhin der Ansprechpartner der schulischen Bildung in Nürnberg sein.

Strukturelle Weiterentwicklung des IPSN

In den letzten drei Jahren haben sich nicht nur die Angebote und die Schwerpunkte des IPSN verändert, sondern auch die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den einzelnen Bereichen. Neben der Energie- und Umweltstation, sind das u.a. der Bereich der Medienpädagogik und die Abteilung Schulpsychologie. Auch eine ganzheitliche Betrachtung von Inklusion, Integration, der Lernörderung durch Bildung- und Teilhabe (BuT) sowie der Beratung und Unterstützung durch NEST (Nürnberger Elternbüro für Schulerfolg und Teilhabe) führt dazu, dass die bereits vorhandene enge Zusammenarbeit in eine Zusammenführung zum Fachbereich Vielfalt und Chancengerechtigkeit sinnvoll ist. Die Fortbildungen und Fortbildungsprogramme BEST (Berufseinsteiger), MEBS (mittlere Ebene) und die Seminare für Führungskräfte werden zukünftig im Bereich Fortbildungen für Personalentwicklung zusammengeführt. Unbenommen davon sind die Schulentwicklung und das Qualitätsmanagement an Schulen, aber auch Programme wie MSRG1, also die Transformation des Lernorts Schule, ein zentraler Baustein der Arbeit am IPSN.

1 MSRG = Mehr Schulerfolg an Realschulen und Gymnasien

Abbildung 1

Abbildung: Zukünftige Struktur IPSN

Abteilung Pädagogik

Fachbereich Schultransformation

Der Fachbereich Schultransformation bündelt zukünftig die Bereiche Schul- und Organisationsentwicklung und Qualitätsmanagement (NQS und NQA) sowie die Aufgaben im Rahmen der Weiterentwicklung des Orientierungsrahmens für kommunale Schulen in Nürnberg. Aufgrund der Nähe zu den kommunalen Programmen, wie MSRG (Mehr Schulerfolg an Realschulen und Gymnasien) und MSBS (Mehr Schulerfolg an Beruflichen Schulen) werden auch diese hier verortet. Ein Schwerpunkt ist und bleibt die Begleitung von einzelnen Schulen oder Schularten.

Aktueller Stand

Im laufenden Schuljahr 21/22 und liegen die Schwerpunkte auf der gezielten Beratung und Unterstützung von Schulleitungen und Steuergruppen bei der Gestaltung von Schule nach Corona bzw. dem Lernen der Zukunft. Im Rahmen des Projektes MSRG innovativ! arbeitet ein Team an der Frage, wie eine wirksame Förderung und Unterstützung von Schülerinnen und Schülern im Jahr 2022 gestaltet werden sollte.

Vorhaben und Planungen der näheren Zukunft

Das Programm „Schule Vision 2030“, im Rahmen des seit 2012 laufenden Strategieprozesses, wurde durch die Pandemie stark ausgebremst und wir werden diesen Prozess, der in diesem Jahr wiederaufgenommen wird, tatkräftig unterstützen. Dazu gehören auch Veranstaltungen, die zeigen, welche innovativen Konzepte bereits an einzelnen Nürnberger Schulen ausprobiert und implementiert sind. Ein Fokus wird dabei in Zusammenarbeit mit dem Institut für zeitgemäße Prüfungskultur auch auf neue Prüfungsformate und deren Konzeption gelegt. Im Rahmen des Programms MSRG innovativ! soll im Schuljahr 22/23 das Lernreich Nürnberg entstehen, der Aufbau eines gemeinsamen Aufgabenarchivs für alle Realschulen und Gymnasien. Dieser Lernraum ist eine Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Lernen, der es ermöglicht individuelle Selbstlernzeiten auszuweiten, in denen

Schülerinnen und Schüler in ihrem Tempo und ihrem Stil lernen können. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei flankierend durch ein regelmäßiges Lerncoaching unterstützt. Für die zu erwartenden großen Veränderungen, durch die unsere Schulen gehen werden, bieten wir den Lehrkräften die Möglichkeit an, sich zu Veränderungs-Coaches ausbilden zu lassen.

Fachbereich Medienpädagogik und Medienzentrum

Der Fachbereich Medienpädagogik arbeitet vorwiegend in den Handlungsfeldern Unterstützung und innovative Fortbildungen. Die Schulen werden dabei in ihren Digitalisierungsprozessen im Rahmen der Unterrichtsgestaltung und Schulentwicklung unterstützt, beraten und begleitet, wobei ganz im Sinne der Kernkompetenzen des 21. Jahrhunderts stets der Mensch in den Mittelpunkt gestellt wird. Die Vernetzung der Nürnberger Schulen hin zu einer lebenslang lernenden Community wird durch digitale und analoge Formate vorangetrieben, um den städtischen Schultransformationsprozess zu verstärken, damit auf aktuelle und neue Herausforderungen flexibel und agil reagiert werden kann.

Aktueller Stand

Gestaltung eines digitalen Experimentierraums für Lehrkräfte: Neues Lernen und Lehren und eine Arbeitswelt im stetigen Wandel erfordern auch eine veränderte Raumgestaltung, die kreatives und kollaboratives Arbeiten ermöglicht. Der Raum wird auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse didaktisch designt, die technische Ausstattung auf zukünftige Veranstaltungsformate ausgerichtet und geplant. Das Team der Medienpädagogik begleitet innovative Schulprojekte im Rahmen von MSRG innovativ! und z. B. PerLen der Berufsschule 2. Zudem wurden die Module des Programms für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger der Stadt Nürnberg (BEST) aktualisiert. Bausteine daraus finden sich auch im Netzwerk für Nürnberger Lehrkräfte wieder, dass die Gestaltung eines sicheren und niedrigschwelligen Raums für den Austausch und das Von- und Miteinander Lernen für interessierte Kolleginnen und Kollegen verfolgt. Stand Mitte Februar 2022 hat das Team bereits 372 Mitglieder, die sich online über die Angebote informieren und an regelmäßigen Mikrofortbildungen zu digitalen Tools oder Sprechstunden teilnehmen.

Vorhaben und Planungen in der näheren Zukunft

Der Fachbereich Medienpädagogik trägt zur Etablierung einer dringend notwendigen, neuen Lernkultur mit den Schwerpunkten Individualisierung und Personalisierung mit digitalen Medien durch Beratung und Fortbildungen bei. Ein wichtiger Bestandteil wird deshalb die Weiterentwicklung von attraktiven und niederschwelligen Angeboten sein, um eine breite Lehrerschaft intrinsisch für lebenslanges Lernen zu motivieren.

Außerdem müssen die digitalen Angebote auch im Präsenzunterricht lernfördernd implementieren werden, denn die pandemisch bedingten Schulschließungen haben zu einer immensen Heterogenität in den Leistungsständen innerhalb einer Jahrgangsstufe geführt. Studien belegen, dass digitale Lernangebote die Lehrkraft entlasten und zeitlichen Freiraum für die dringend notwendige individuelle Begleitung von Schülerinnen und Schüler schaffen. Der Fachbereich Medienpädagogik begleitet deshalb Lehrkräfte auf diesem Weg durch Recherchieren, Testen, Empfehlen und Einführen von geeigneten digitalen Unterstützungsmöglichkeiten. Dabei gilt es auch neue Lernformen und eine neue Prüfungskultur zu entwickeln. Über Schulleitungsqualifizierungen und Lehrerfortbildung (Workshops, Fortbildungen, informelles Lernen und Austausch in der IPSN Community) soll Interesse an alternativen Prüfungsformaten geweckt und das vorhandene Wissen multipliziert werden. Damit wird den veränderten Anforderungen der Lern- und Arbeitswelt unserer Schülerschaft und dem damit verbundenen Rollenwandel der Lehrkraft hin zum potenzialentfaltenden Lerncoach Rechnung getragen.

Unterstützung bei der Beschulung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen: Durch MS Teams besteht die Möglichkeit, eine dezentrale Anlaufstelle für die in den Willkommensgruppen unterrichtenden Lehrkräfte aufzubauen. Da noch wenig bis keine Erfahrungswerte in Bezug auf Willkommensgruppen vorliegen, ist eine Unterstützung auf mehreren Ebenen geplant. Sammeln und zur Verfügung stellen von geeignetem Unterrichtsmaterial mit einer Austauschplattform für Lehrkräfte; Initiieren von stadtweiten, digitalen Austauschformaten, um Erfahrungswerte zu teilen und Antworten auf bisher unbekannte Fragestellungen zu finden und für den Fall, dass es zum Einsatz ukrainischer Lehrkräfte in den Schulen kommt, ist ein digitales Mentoring angedacht. Diese Punkte werden auch bei einer raschen Aufnahme der geflüchteten Kinder und Jugendlichen in den Schulbetrieb von Bedeutung

sein. Auch ist eine enge Kooperation mit den Nürnberger Elternlotsinnen und Elternlotsen zu gewährleisten.

Herausforderungen und ggf. benötigte Ressourcen

Neben der Pflege und dem Ausbau einer stadtweiten Vernetzungsplattform, gilt es auch den Bereich der gesunden Mediennutzung zu stärken. Vor allem in den Bereichen Cybermobbing, Nachrichtenkompetenz, Umgang mit Fake-News ist dies aufgrund der aktuellen Personalsituation nur bedingt möglich. Die nachhaltige Implementierung der Lehrerdienstgeräte und damit verbunden auch die dauerhafte Begleitung der Kollegien erfordert ebenfalls mehr personelle Ressourcen.

Energie- und Umweltstation Wöhrder See (EUW)

Die Energie- und Umweltstation ist eine Einrichtung der Stadt Nürnberg. Sie wird vom Institut für Pädagogik und Schulpsychologie (IPSN) in Kooperation mit dem Umweltreferat der Stadt Nürnberg getragen. Seit Anfang des Jahres 2020 betreibt die Energie- und Umweltstation ein eigenes Gebäude im Wöhrder See und bietet dort Programme und Informationen rund um das Thema Nachhaltigkeit für Schulklassen, Gruppen und Lehrkräfte sowie für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger an.

Aktueller Stand

Neben den im Corona Bericht genannten Maßnahmen und Angeboten, die weiterlaufen, wurde im Jahr 2021 das Programm MitmachMöwen gestartet. Dabei kann jede Person eigene Beobachtungen von Lachmöwen auf einer neu gestalteten Homepage www.mitmachmoewen.de eintragen. Außerdem wurde gemeinsam mit dem in der Partnerstadt Nizza ansässigen Maison de l´environement das Escape Game „Die letzte Chance“ angepasst und nachgebaut. In Nizza und in Nürnberg sollten jeweils zeitgleich Teams das Escape Game zum Klimawandel spielen und nur zur Lösung kommen, wenn sie sich via Skype kurzschließen und Zahlencodes austauschen.

Vorhaben/Planungen in der näheren Zukunft/Herausforderungen und Ressourcen

Mit den Veranstaltungen und Angeboten fördert die Energie- und Umweltstation Nürnberg nachhaltiges Handeln und Umweltbewusstsein und leistet somit einen Beitrag zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UN. Mit dem Neubau der Energie- und Umweltstation am Wöhrder See und dem damit verbundenen Auftrag Angebote für alle Gruppen der Stadtbevölkerung zu entwickeln und durchzuführen war von Anfang an die Perspektive verbunden, das Team der Mitarbeitenden zu vergrößern.

Um zielgruppengerechte Angebote ganzjährig anbieten zu können, ist mit Ende der Corona-Pandemie der vorgesehene Personalaufbau notwendig. Nur so kann das Team der EUW dem Bildungsauftrag im Neubau am Wöhrdersee gerecht werden:

Erweiterung des Programms für Schulen und alle Nürnberger Bürgerinnen und Bürger:

a) Zielgruppenerweiterung und mehr offene Angebote

b) Durchführung von öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Projekten zur Nachhaltigkeit, die in die Stadtgesellschaft hineinwirken und Nürnberg als Stadt nachhaltiger machen.

c) Planung und Durchführung längerfristiger, partizipativer Projekte zu den Nachhaltigkeitszielen.

d) Ausweitung der Öffnungszeiten:

Um die oben genannten Ziele umzusetzen wäre die Schaffung von zwei zusätzlichen Vollkraftstellen notwendig.

Fachbereich Vielfalt und Chancengerechtigkeit

Der Fachbereich Vielfalt und Chancengerechtigkeit wurde neu zusammengestellt mit den Themenfeldern Inklusion, Chancengleichheit mit Lernförderung, Interkulturelle Arbeit und Demokratiebildung und Partizipation, um einerseits die Bereiche Inklusion und Demokratiebildung zu stärken und es oftmals starke Überschneidungen zwischen den Themen gibt, sodass gemeinsame Planungen und Absprachen sinnvoll sind.

Vorhaben/Planungen in der näheren Zukunft/Herausforderungen und Ressourcen

Mama lernt Deutsch

Seit vielen Jahren werden im Schnitt in der Stadt sechs Kurse mit bis zu 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmern angeboten. In den letzten Jahren ist das Konzept vereinzelt auch für Väter geöffnet worden, diese Möglichkeit wird jedoch kaum in Anspruch genommen.

Aufgrund der Pandemielage wurden im letzten Schuljahr die Kurse in den Online-Modus überführt. Aktuell wird versucht – soweit die pandemische Lage es zulässt – die Kurse in Präsenz stattfinden zu lassen.

Es ist in Absprache mit den momentan beteiligten Schulen geplant auch in den nächsten Jahren das Angebot von sechs Kursen aufrechtzuerhalten, da das Feedback der Schulen äußerst positiv ist und man neben dem Ziel der Verbesserung der Kommunikation mit den Eltern auf der sprachlichen Ebene auch durch die Anbindung an die anderen Eltern sowie an die Schule einen besseren Zugang zu den Eltern schafft. Allerdings ist die Nachfrage seitens der Schulen nach weiteren Kursangeboten aufgrund des aktuellen Zuzugs von geflüchteten Müttern mit Kindern stark gestiegen und es ist zu erwarten, dass der Bedarf an diesen niedrigschwelligen Kursen noch größer wird. Eine Ausweitung des Angebots benötigt eine Aufstockung der Finanzierung.

Radikalisierungsprävention

Seit mehreren Jahren bietet das IPSN einen Qualifizierungskurs zum Thema Prävention gegen religiös begründete Radikalisierung an. Ziel ist Lehrkräfte und Jugendsozialarbeiterinnen und -arbeiter als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner an allen Nürnberger Schulen zu haben. Es ist geplant den Kurs auch in den nächsten Schuljahren durchzuführen. Die Aufwendungen für einen Kurs liegen bei ca. 1.200, - Euro.

Interkultureller Arbeitskreis (INKA)

Seit über 10 Jahren ist das IPSN Mitglied des INKA- Arbeitskreises, welches vom Deutschen Verein für Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung getragen wird. Dieser Arbeitskreis erarbeitet bundesweit Empfehlungen für die KMK und tauscht sich über die aktuellen Tendenzen und Erkenntnisse im Bereich des Interkulturellen Lernens aus.

Kooperation Lehrer mit Migrationsgeschichte (LeMi)

Seit der Gründung des Vereins ist das IPSN eng mit dem Bayerischen Netzwerk der Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte e.V. verknüpft. Im letzten Jahr wurde eine gemeinsame Fortbildung, an der Lehrkräfte aus ganz Bayern teilnahmen, organisiert. Die nun bald veröffentlichte Empfehlung zur interkulturellen Bildung an Bayerischen Schulen, die von einem Arbeitskreis am ISB koordiniert wird, soll im Mai den Lehrkräften in Nürnberg in einer weiteren Fortbildung von den Lehrkräften des LeMi e.V. vorgestellt werden.

Antisemitismus und Schule ohne Rassismus (SOR)

Gerade die Pandemie machte nochmals die Bedeutung des Themas Antisemitismus an Schulen wichtig. So konnten mehrere Fortbildungen sowohl zum Themenkomplex „Verschwörungsmythen“ wie auch zum Antisemitismus im Klassenzimmer stattfinden. Das IPSN ist nicht nur selbst ausgezeichnet als „Schule ohne Rassismus (SOR)“, sondern organisiert auch seit vielen Jahren als Partner der regionalen Koordinationsstelle Fortbildungen für die Lehrkräfte des Netzwerks, die in Form eines Runden Tisches zwei Mal im Jahr stattfinden.

Interkulturelle Trainings und Kooperation mit XENOS e.V.

Das IPSN kooperiert mit dem bereits 2001 ins Leben gerufenem Verein XENOS e.V. Das Ziel der Kooperation ist es vor allem sich über die angebotenen Konzepte in den Schulen auszutauschen und auch die Trainings für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler aufeinander abzustimmen. Außerdem

verfügt der Verein über einen Trainerpool, der eine schnelle Umsetzung von Workshops an den Schulen ermöglicht.

NEU in Planung - Schule der Vielfalt

Die Diversität der Gesellschaft und die Sensibilität für die besonderen Bedürfnisse unterschiedlicher Gruppen steigt nicht nur in der Zivilgesellschaft, sondern auch in den Schulen. Doch mit der Sensibilität steigt auch die Komplexität der Aufgaben und den Anforderungen an eine diskriminierungsfreie Schule mit gleichberechtigter Teilhabe. So entschied sich das Institut in Abstimmung mit den Schulen und im Rahmen der interkulturellen Öffnung der Schulen am Vorbild des Konzeptes „Schule der Vielfalt“ aus München ein ähnliches, jedoch an die Bedürfnisse der Stadt Nürnberg angepasstes Konzept aufzusetzen. Das Ziel ist es Schulteams für den Bereich „Umgang mit Vielfalt“ fortzubilden, welches dann die Strukturen der Diskriminierungsfreien Schule der Vielfalt implementiert. Der geplante Qualifizierungskurs besteht aus mehreren Modulen zu den Themen: Demokratielernen, Interkulturelles Lernen – Anti-Bias, kritisches Weißsein, gendersensible Pädagogik sowie Inklusion und Intersektionalität. Neben dem konkreten Implementierungs-plan an den Schulen soll am Ende auch ein Netzwerk von Lehrkräften entstehen, die besondere Kompetenzen im Bereich der Vielfalt haben und ggf. als Ansprechpartner der Schulen agieren können. Für den Qualifizierungskurs werden interne Kompetenzen genutzt, bei einigen wenigen Modulen werden aber Kosten für externe Referentinnen und Referenten entstehen.

NEST - Nürnberger Elternbüro für Schulerfolg und Teilhabe

Das Programm NEST ist seit 2009 ein dauerhaftes Angebot des IPSN. Neben zwei hauptamtlichen pädagogischen Mitarbeiterinnen, die das Programm koordinieren, gehören zum NEST-Team knapp 40 ehrenamtliche Elternlotsinnen und Elternlotsen für schulische Bildung mit Migrations- oder Fluchtgeschichte. Nach ihrer fundierten Qualifizierung sind sie in Nürnberger Schulen im Einsatz und haben folgende Tätigkeitsschwerpunkte: Förderung der Kommunikation zwischen Eltern und Schule, bei Bedarf auch in den Familiensprachen, Stärkung der Eltern in ihrer Erziehungskompetenz im Hinblick auf Schulerfolg, Unterstützung der Eltern bei Fragen zur Schule und zum bayerischen Schulsystem und interkulturelle Netzwerkarbeit für Schulen. In regelmäßigen Zeitabständen, in der Regel alle vier bis fünf Jahre, wird eine neue Gruppe Elternlotsinnen und Elternlotsen im IPSN ausgebildet.

Aktueller Stand

Im Schuljahr 2021/2022 arbeitet NEST mit 34 Partnerschulen, die eine breite Angebotspallette nutzen können. Die Anfragen aus anderen Nürnberger Schulen werden ebenfalls angenommen, wobei der gleiche Angebotsumfang wie bei NEST-Partnerschulen aus Kapazitätsgründen nicht möglich ist. Das Elternbüro stellt auch die Verbindung zu bereits bestehenden Angeboten anderer Träger sicher und gibt diese Informationen über die Elternlotsinnen und -lotsen an die Familien weiter. Einer der Schwerpunkte im Jahr 2022 ist die Durchführung eines neuen Qualifizierungskurses, da die Zahl der ehrenamtlichen Elternlotsinnen nicht nur aufgrund der schwierigen Beratungssituation während der Coronazeit gesunken ist und dringend neue Sprachen gesucht werden.

Ziele/Vorhaben/Planungen für die nähere Zukunft

Im nächsten Schuljahr startet das Projekt „NaZuKi“ (Nachhaltige Zukunft für unsere Kinder) in Zusammenarbeit mit der Energie- und Umweltstation der Stadt Nürnberg. Der Fokus liegt auf der Sensibilisierung zur Nachhaltigkeitsthematik im Rahmen der interkulturellen Elternarbeit an Schulen. Unter anderem wird den Eltern bei Elterninformationsveranstaltungen und Elterncafés die Idee der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) vermittelt. Diese wird dann heruntergebrochen auf das Alltagshandeln mit Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schülern. Die Elternlotsinnen und -lotsen bekommen zudem den Zugang zu einschlägigen schulischen und gesellschaftlich-politisch relevanten Fortbildungen, um kompetent auf die Fragen der Familien eingehen und sie unterstützen zu können. Ein wichtiges Ziel ist es den Austausch und die Zusammenarbeit mit den Partnerschulen zu intensivieren. Außerdem wurden mit der Bertolt-Brecht-Schule und dem Johannes-Scharrer- Gymnasium zwei neue kommunale Schulen als Partnerschulen aufgenommen, was zu einem erhöhten Betreuungsbedarf führen wird.

Weiterhin wichtig bleibt die Fortführung des Projektes „Digitale Bürgerschaft“ zur Vermittlung der Medienkompetenz.

Herausforderungen, benötigte Ressourcen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie (z. B. Nachlassen der schulischen Leistungen insbesondere bei vielen Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien, verminderte Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Eltern und Schulen und psychische Belastungen) erschweren die Beratungsarbeit und lässt die Zahl der Anfragen von Schulen und Familien stark ansteigen. Aktuell liegen acht offizielle Anschreiben von Schulen vor, die als weitere NEST-Partnerschulen aufgenommen werden wollen. Gleichzeitig gibt es eine hohe Fluktuation bei den Ehrenamtlichen, meist aus beruflichen und familiären Gründen und sich der daraus resultierende Bedarf eines weiteren Qualifizierungskurses für neue Elternlots/innen sowie eine intensive Betreuung in der Einarbeitungszeit. Nicht vorhersehbare innen- und außenpolitische Ereignisse sowie die Fluchtbewegung nach Deutschland wird zu einem sehr stark steigenden Beratungsbedarf führen. Für die beiden pädagogischen Mitarbeiterinnen im Koordinierungsbüro ist eine Kapazitätsgrenze erreicht, sowohl zeitlich als auch personell. Dringend notwendig, um das Qualitätsniveau des Programms mindestens auf dem aktuellen Niveau aufrecht zu erhalten, ist die Entfristung der zweiten halben Stelle. Für die Bewältigung der neuen Aufgaben ist zumindest temporär eine stundenmäßige Aufstockung erforderlich. Sinnvoll wäre zudem die Erhöhung des jährlichen Budgets für Fortbildungen und Workshops für die ehrenamtlichen Elternlotsinnen und Elternlotsen.

Inklusion

Aufgabe des Fachteams Inklusion ist es, den Bedarf der Lehrkräfte zu diesem Thema zu eruieren und entsprechende Fortbildungen zu organisieren, so z.B. Hospitationen in Schulen mit Partnerklassen, Materialerstellung für einen inklusiveren Unterricht und Digitale Medien als Unterstützung für den inklusiven Unterricht. Weiterhin gilt es die Vernetzung mit verschiedenen Kooperationspartnern zu pflegen und auszubauen. Die jetzigen Kooperationspartner sind neben den Schulämtern und Schulen sowie Beratungsstellen u.a. die Lernwirkstatt Feucht, die Rummelsberger Dienste, die Evangelische Hochschule Nürnberg EvHN, die Evangelische Schulstiftung ESSBAY und die Erziehungswissenschaftliche Fakultät der FAU. Ein aktuelles Projekt im Bereich Inklusion ist die Unterstützung bei der Qualifizierung von Schulbegleiter/innen. In der Vergangenheit haben bereits zwei Fachtage „Schulbegleitung“ mit den Kooperationspartnern stattgefunden. Anwesend waren 200 bis 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Da die letzten beiden Fachtage pandemiebedingt abgesagt wurden, wird dieses Jahr eine Online- Veranstaltungsreihe an fünf Tagen durchgeführt. Eine Orientierung fehlt noch im Hinblick auf die Frage, wie an Nürnberger Schulen Inklusion weiterentwickelt werden soll. Der Bereich Schulentwicklung war maßgeblich an der Erstellung eines entsprechenden Strategiepapiers beteiligt, das vom Geschäftsbereich in Auftrag gegeben wurde. Auch im Rahmen der Inklusionskonferenzen des Nürnberger Aktionsplans Inklusion erfolgte eine Mitarbeit. Eine Berichterstattung zu den weiteren Maßnahmen erfolgt in einer der nächsten Sitzungen.

Fachkoordination BuT Lernförderung

Die Fachkoordination BuT Lernförderung koordiniert und begleitet den Auf- und Ausbau der sogenannten „schulnahen Angebote“ der BuT-Lernförderung an Nürnberger Schulen und organisiert die Vermittlung von Lernförderkräften an Schülerinnen und Schüler der Stadt Nürnberg. Dazu zählen insbesondere die folgenden Tätigkeitsbereiche: die pädagogische Fachberatung und enge Abstimmung mit dem BuT-Dienstleistungszentrum im Referat V/SHA zu Fragen der Angebotsorganisation, Antragstellung, pädagogischen Konzeption u. a.; die Organisation und Durchführung des „Runden Tisches Lernförderung“. mit den Vertreterinnen und Vertreter der Ämter der Stadt Nürnberg; die Entwicklung, Konzeption und Durchführung von Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte, Lernförderkräfte, Schülertutorinnen und Schülertutoren und Elternlotsinnen und Elternlotsen; die Fachberatung und Kommunikation mit Schulen, Schulverwaltung und außerschulischen Einrichtungen, z. B. Jugendeinrichtungen und Horten nebst der dazu gehörenden Bearbeitung der Anfragen, Vermittlung von Lernförderkräften, inklusive der Suche und der Bereitstellung geeigneter (online-) Räume; die Beratung und Betreuung der Lernförderkräfte in Fragen der Organisation, Abrechnung der Gutscheine, Materialsuche, Inhalte, Didaktik und Methodik der Lernförderung; die Pflege und Erweiterung des Pools

der vorhandenen Studierenden für das IPSN- Lernförderangebot. Mittelfristige Schwerpunkte unserer zukünftigen Tätigkeit werden Überlegungen zur Konzeption eines gemeinsamen Qualifizierungs- und Fortbildungskonzeptes für Lernförderkräfte zusammen mit dem Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung an der FAU. Dies schließt ggf. eine Begleitveranstaltung für Studentinnen und Studenten ein, welche sich auf der Plattform „Wissensturbo“ engagieren. Zentral bleibt gleichzeitig die Entwicklung neuer (digitaler) Fortbildungsformate für unsere verschiedenen Zielgruppen. Die Hauptproblematik aktuell besteht in der derzeit wieder stark gestiegenen Nachfragesituation nach BuT Lernförderung auf der einen Seite und den rückläufigen Kapazitäten an Lernförderkräften andererseits. Die rückläufigen Kapazitäten haben mehrere Ursachen, welche sich gegenseitig verschärfen. Weiterhin bleibt die grundsätzlich angespannte Raumsituation bestehen, alternative Möglichkeiten bleiben begrenzt bzw. sind räumlich zu weit entfernt. Zudem ist mit einer stark steigenden Nachfragesituation aufgrund der aktuellen Lage in der Ukraine gerechnet werden. Aktuell werden die Verwaltungstätigkeiten und Routinearbeiten von den beiden Lehrkräften (1 VK) bewältigt. Diese sind in den letzten Jahren jedoch stark angewachsen, so dass die eigentliche pädagogische Beratung und Unterstützung in der Lernförderung geschmälert werden. Um den Wirkungsgrad der Lernförderung zu erhöhen, bedürfte es daher eine Aufstockung von Personalanteilen in der Verwaltung des IPSN.

Fachbereich Fachfortbildungen

Fremdsprachen

Der Fachbereich Fremdsprachen hat seit jeher die besondere Herausforderung, die Anforderungen verschiedener Fremdsprachen und unterschiedlicher Schularten abzudecken. Das hat zur Folge, dass der Fokus sich zunächst auf die „großen Sprachen“, wie Englisch oder auch Französisch richtet, aber auch immer wieder Fortbildungen zu anderen modernen Fremdsprachen oder Latein angeboten werden. Pandemiebedingt konnten, wie in anderen Fachbereichen auch, in den letzten zwei Jahren weniger Fortbildungen als normal stattfinden, weil sich nicht alle Themen für Online-Veranstaltungen eignen bzw. nicht alle Referierenden sich gleich dazu in der Lage gefühlt haben. Inhaltlich versuchen wir den „digitalen Erkenntniszuwachs“ der Pandemie für den Fremdsprachenunterricht in Fortbildungen weiter zu fördern und fachspezifisch weiterzuentwickeln. Das bedeutete beispielsweise neue, digitale Prüfungsformate zu denken sowie die Einbindung digitaler Hilfsmittel im Fremdsprachenunterricht oder zentrale Querschnittsthemen wie „Bildung durch nachhaltige Entwicklung“, die essenziell für kommende Generationen ist, in Fortbildungen zu verankern.

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT)

Der Fachbereich MINT umfasst neben Fortbildungen in den Fächern Mathematik, vor allem die Naturwissenschaften (Biologie, Chemie und Physik). Der Schwerpunkt liegt dabei auf neuen Unterrichtsformaten, wie dem entdeckenden Lernen sowie dem Umgang mit geeigneten digitalen Unterrichtsmaterialien (z. B. Apps und Übungsprogrammen). Neben der internen Zusammenarbeit bestehen zudem Kooperationen mit dem Bionicum des Tiergartens und dem Zukunftsmuseum Nürnberg.

Deutsch und Gesellschaftswissenschaften

Der Fachbereich Deutsch und Gesellschaftswissenschaften, der aus vormals zwei getrennten Fachbereichen hervorging, wurde aufgrund der sinnhaften Nähe der Unterrichtsfächer bereits im September 2020 zusammengeführt.

Wirtschaft Es entstand das Konzept für eine Fortbildungsreihe mit dem Schwerpunkt Finanzwesen. Hierbei gelang es, den Zollhof und die Deutsche Börse AG als Kooperationspartner zu gewinnen. Auch die Sparkasse Nürnberg war für die Online-Veranstaltungsreihe eingeplant und sollte einen allgemeinen Überblick über die Veränderungen im Finanzwesen geben. Diese Veranstaltungsreihe musste ebenfalls pandemiebedingt verschoben werden. Im kommenden Schuljahr wird diese Veranstaltungsreihe wieder angeboten.

Religion/Ethik Hier steht die Werkstatt Religion/Ethik, die in Kooperation mit den Stadtkirchen und der Brücke wichtige Themen zweimal im Schuljahr anbietet, im Vordergrund. Einerseits sind praxisbezogene Vorort Veranstaltungen, wie auch Veranstaltungen mit philosophischem Inhalt möglich. Dieses Konzept wird im nächsten Schuljahr weitergeführt.

Geschichte Die Infobörse Geschichte wird im Mai in Kooperation mit der FAU stattfinden. Eine Fortbildung für Exit- Games im Geschichtsunterricht ist fertiggeplant und wird umgesetzt. Zudem soll ein Instagram-Projekt um Leo Katzenberger in Anlehnung an die Instragramstory von Sophie Scholl umgesetzt werden. Auch ist weiterhin die Fortsetzung der Kooperation mit dem Memorium Nürnberger Prozesse geplant.

Politik und Sozial-/Demokratiepädagogik Hier wurden aktuelle Bedarfe ermittelt und geeignete Referenten gefunden, so dass ein passendes Programm für das Schuljahr 2021/22 entstehen konnte. Das Projekt ForDemocracy- eine Kooperation mit der evangelischen Hochschule und der Universität Bamberg wurde konkretisiert und umgesetzt. Die Veranstaltung Kontroversen im Klassenzimmer wurde bereits mit dem Schwerpunkt Corona angeboten und kann auch ein geeignetes Format für den Umgang mit dem Ukraine-Krieg sein. Im Projekt ForDemocracy, ein fünfjähriges Projekt verschiedener Hochschulen, wurden geeignete Projektschulen gesucht und gefunden und in Zusammenarbeit mit der evangelischen Hochschule die ersten Maßnahmen auch durchgeführt.

Im Projekt ForDemocracy, vertreten durch unseren Kooperationspartner, dem Lehrstuhl Professorin Scheunpflug der Universität Bamberg, werden die Ergebnisse vorgestellt und die gewonnenen Erkenntnisse in Mikrofortbildungen umgesetzt. Das Thema Demokratiepädagogik wird auch im Bereich Führungskräfteschulungen durch eine Veranstaltung mit AULA verstärkt thematisiert. Gleichzeitig wird der Kurs Schule der Vielfalt initiiert. Am Ende dieses Schuljahres wird eine Reihe gestartet, die die Arbeit der SMV und der Verbindungslehrkräfte unterstützt und im Sinne von Demokratiebildung und Partizipation begleitet. Das Thema Streitschlichtermentoring an den Nürnberger Schulen wird aufgrund aktueller Erfahrungen nach dem Lockdown als ein Erfahrungsfeld für demokratisches Verhalten für Schülerinnen und Schüler in der Rolle als Streitschlichter in Kooperation mit dem Jugendamt neu aufgesetzt.

Als ein wichtiges Ziel des Fachbereichs ist die Begleitung einer Schule auf dem Weg zu einer Schule mit demokratiepädagogischem Profil zu sehen.

Deutsch Emoree, eine Software zur Leseförderung, konnte als Pilot an zwei Schulen eingesetzt werden. Außerdem sind Workshops zu Fake News und creative writing in Planung. Dies gilt auch für den Fachtag Deutsch, dieser wird in diesem Jahre u.a. ein Bar Camp beinhalten. Die Digitalität hat im Vergleich zu anderen Fächern im Deutschunterricht noch nicht den verstärkten Einsatz gefunden, dies soll jetzt durch verschiedene Veranstaltungen geändert werden. Eine aufgrund von Corona verschobene Veranstaltungsreihe zur Leseförderung mit dem Theater Mummpitz soll im Jahr 2022 umgesetzt werden.

Fachbereich Personalentwicklung

Im Fachbereich Personalentwicklung werden mit finanzieller Unterstützung durch das Personalamt Seminare für an Führungspositionen interessierte Lehrkräfte als Basis-Module und für Lehrkräfte in Führungsposition als Aufbau-Module angeboten. Vorgeschaltet für neu eingestellte Lehrkräfte der Stadt Nürnberg ist das Programm BEST, in dessen Rahmen die Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger die ersten Jahre lang die Gelegenheit und die Verpflichtung haben kostenlos an speziellen Seminaren und Workshops teilzunehmen, die Ihnen das Ankommen im Lehrerberuf erleichtern und die Entwicklung einer professionellen Haltung fördern sollen. Diese Maßnahmen werden finanziell von PA und den beiden pädagogischen Ämtern getragen. Für den beruflichen Schulbereich gibt es zudem das Programm MEBS- Mittlere Führung an Beruflichen Schulen, an dem zurzeit vier Schulen beteiligt sind, mit dem Ziel die Qualitätsentwicklung zu stärken.

Für die Planungen der nächsten Zeit, speziell die Aufgabenverteilung zwischen PA und IPSN und zu Fragen der Verbindlichkeit und neuen Strukturen in der Personalentwicklung, ist die Weiterführung der Diskussion im wieder aufgenommen Strategieprozess, der pandemiebedingt geruht hat, von großer Bedeutung.

Im Bereich BEST steht eine Weiterentwicklung des Programms an, die zusammen mit den pädagogischen Ämtern und mit PA diskutiert wird.

Abteilung Schulpsychologie

Die Abteilung Schulpsychologie am IPSN umfasst folgende Arbeitsbereiche:

 Beratung von verschiedenen Zielgruppen (Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler)  Förderung und Implementierung von Prävention  Umgang mit Krisen (Vorsorge, Intervention und Nachsorge)

Beratung von verschiedenen Zielgruppen:

Die jeweilige zuständige schulpsychologische Fachkraft ist entweder direkt vor Ort an der Schule oder bietet oft Sprechstunden an der Schule an. Klientinnen und Klienten mit verschiedensten Problemstellungen erhalten niedrigschwellige Einzel- oder Familienberatung unter Schweigepflicht. Beratungsanlässe sind beispielsweise schulische Probleme (Lernen, Motivation, Konzentration, Mobbing) und psychische Erkrankungen oder Krisen wie Depressionen oder Ängste, familiäre (Gewalt, sexuelle Grenzverletzungen).

Auch Supervision und Coaching zählen zum Einsatzgebiet der Abteilung, besonders für die Zielgruppe der Lehrkräfte.

Die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen unterstützen außerdem die Schulen z.B. mit ihrer Teilnahme an multiprofessionellen Teams zur dauerhaften Begleitung von Jugendlichen mit besonderen Problemstellungen.

Förderung und Implementierung von Prävention:

Ziel ist es, durch nachhaltige Prävention der Entstehung von vielen Problemen zuvorzukommen. Wir wollen Schulen in der Schulentwicklung in dieser Richtung begleiten. Außerdem begleiten wir (auch externe) Angebote oder bieten Schülerworkshops an, die maßgeschneidert Themen bearbeiten, die die Klassen beschäftigen: z.B. Programme zu den Themen Motivation, schulische Ängste, Mobbing und Zivilcourage, psychische Gesundheit und auch gezielt Angebote für geflüchtete und migrierte Schülerinnen und Schüler. Auch Angebote im Bereich der Lehrergesundheit und für spezielle Gruppen wie Schulverwaltungskräfte sollen die Resilienz der Schulgemeinschaft fördern.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der präventiven Bemühungen ist das Fortbildungsangebot. Lehrkräfte werden z.B. zum Thema psychische Erkrankungen oder dem Umgang mit Radikalisierung oder Suizid fortgebildet, um die praxisnahen Erkenntnisse in ihren Schulalltag einbringen zu können.

Umgang mit Krisen

Ein essenzieller Teil der schulpsychologischen Arbeit ist die Unterstützung bei individuellen, aber auch schulischen Krisen wie beispielsweise Bedrohungen, Suiziden und Todes- oder Unfällen mit und ohne Augenzeugen. In diesen Fällen steht eine große Zahl an Betroffenen einer kleinen - gegebenenfalls selbst betroffenen - Zahl an zu Unterstützenden gegenüber.

 Krisenintervention: Kommunale Schulen können uns über das Bereitschaftshandy an Werktagen erreichen, um Fragen und Bedarfe zum Krisenmanagement zu klären. Je nach Bedarf unterstützen schulpsychologische Fachkräfte direkt an der Schule und arbeiten mit im Krisenteam oder führen stabilisierende Einzel- und Klassengespräche durch. Weiterhin versorgen wir mit Material, beispielsweise zu Elternbriefen oder Leitfäden für ein Klassengespräch nach der akuten Krise.  Vorsorge: Die schulischen Krisenteams werden von uns bzgl. psychologischer Grundlagen des Krisenmanagements qualifiziert. Bei ihren regelmäßigen Sitzungen moderieren wir Übungsszenarien oder bilden zu spezifischen Krisenthemen fort. Mit einer großen Bandbreite

an Material, z. B. einem Leitfaden für Krisenteamsitzungen, können sich die Schulen praxisnah auf den Krisenfall vorbereiten und eine gemeinsame Basis im Vorgehen erarbeiten.  Krisenbewältigung und –nachsorge: Auch nach der Krise bietet die Schulpsychologie Begleitung an. Dies umfasst bspw. Workshops für das Kollegium zu durch die Krise aktivierten Themen oder eine dauerhafte Begleitung besonders Betroffener.

Aktuelle Situation und Herausforderungen

Wir wissen, dass psychische Gesundheit von allen Beteiligten in Schule nicht nur unser Anliegen ist, sondern die Basis für gutes Lernen. Dies ist der grundsätzliche Anspruch an unsere Abteilung, dem wir uns verschreiben: Am Puls der Zeit bleiben, Schulen fit machen für zukünftige Herausforderungen und auch auf die Bedarfe von Schulen und den Individuen dort zu reagieren.

Dies aufrecht zu halten, in einer Zeit mit nie dagewesenen Herausforderungen, ist fordernd: Studien zeigen massive Auswirkungen der Pandemie auf die Psyche von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Wir beobachten Motivations- und Ziellosigkeit bis hin zum Schulabsentismus ebenso wie vermehrte Konflikte durch fehlende Lernerfahrungen im sozialen Bereich. Auch die Situation von Lehrkräften und ihre Belastung macht uns Sorgen. Therapieplätze für Kinder, Jugendliche und Eltern sind dementsprechend noch rarer als vorher schon – überbrückende Angebote, oft unsererseits, müssen geschaffen werden.

Neben einem Leitungswechsel im Sommer 2022 und einigen Veränderungen im Personal der Abteilung wird eine Aufgabe sein, die vom Stadtrat neu geschaffene, befristete Psychologenstelle zur Abfederung der Auswirkungen der Pandemie mit Leben zu füllen. Eine Abfrage zum Ist-Stand der kommunalen Schulen bzgl. der Bedarfe an psychologischen Maßnahmen zur Abfederung der psychischen Folgen der Pandemie ist zeitnah nach Besetzung der Stelle geplant. Aktualisiert werden kann dabei auch der Bedarf im Bereich Krisenintervention und Prävention. Nach Auswertung und Analyse der Abfrage werden bedarfsgerechte Projekte, Materialien, Konzepte und Vernetzungen erarbeitet.

Die Schulpsychologinnen und –psychologen werden sich zum Thema Stabilisierung in der Krise weiterbilden. Für Schulleitungen ist eine Fortbildung zum Thema Krisenkommunikation in Planung.

Herausforderungen und Ziele

Es war wahrscheinlich selten schwerer, die Bedarfe für die kommenden Jahre abzustecken. Unklar ist, in welchen Situationen sich jeder einzelne Jugendliche während der Pandemie befunden hat. Doch Expertinnen und Experten sind sich einig, dass mit einem vermehrten Bedarf an Beratung und Unterstützungsangeboten gerechnet werden muss. Folgen von Mehrfachbelastungen, Ängsten, familiären sexuellen Grenzverletzungen oder häuslicher Gewalt und ein Anstieg bei psychischen Erkrankungen in den Familien u.v.m. werden sich in den Schulen zeigen.

Dies bedeutet für uns, zusätzlich zu unserem „Tagesgeschäft“, uns dahingehend auf den Weg zu machen:

 Massiver Ausbau präventiver Gruppenangebote: Mit der großen Anzahl an belasteten Kindern und Jugendlichen müssen Lebenskompetenzen und Resilienz dort erarbeitet werden, wo alle erreicht werden – in der Schule. Anders ginge die Schere zwischen benachteiligten Kindern und Jugendlichen und solchen mit mehr Schutzfaktoren noch weiter auf. Dies erfordert jedoch auch Ressourcen, z. B. durchführende Fach- und Honorarkräfte und Zeiträume in den Schulen.  Notwendigkeit der Schulentwicklung hin zu einer „gesunden Schule“, in dem Schulen für sich ihre Bedarfe prüfen und nachhaltige Programme implementieren, die die körperliche und psychische Gesundheit der Beteiligten in den Fokus nimmt. Dies ist die Basis für Lernen. Es umfasst auch Schutzkonzepte bzgl. (sexuellen) Grenzverletzungen, aufeinander aufbauende Projekte zu sozialer Kompetenz und gegen Mobbing, Aufbau von Resilienz usw. unter Einbezug der Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler.  Vernetzung ausbauen und in der Praxis wirklich sichtbar machen: Abfederung der langfristigen Auswirkungen der Pandemie funktioniert nicht auf einzelnen Schultern, sondern nur mit Kooperation verschiedener Akteure. Hier muss stark auf die praktische Umsetzung hingearbeitet werden. Die Bemühungen müssen bei der Zielgruppe auch ankommen.

Um diese Herausforderungen annehmen zu können, ist zum einen langfristig eine stabile Ressource an unbefristeten Stellen notwendig. Um eine stabile Expertise in einem sich veränderndem Team zu

sichern, bedarf es zum anderen einer fundierten Weiterbildung des Personals. Selbstverständlich wird dies finanzielle Ressourcen erfordern. Als Beispiele können mehrjährige Qualifikationen im Bereich Supervision, Krisen- und Präventionsmanagement und Trauma-Fachberatung genannt werden, für die die Abteilung Schulpsychologie auf Zuschüsse angewiesen ist.

Abteilung Verwaltung

Neue Herausforderungen für die Verwaltung

In den vergangenen Jahren haben sich mit den Anforderungen auch die Arbeitsweisen und – schwerpunkte in der Verwaltung deutlich gewandelt. Dabei bringen insbesondere die fortschreitende Digitalisierung und der Ausbau der Fachabteilungen des IPSN neue und veränderte Aufgaben für die Verwaltung mit sich.

Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IPSN sehen sich regelmäßig mit der Einführung neuer und teils komplexer Software konfrontiert, in die sie sich einarbeiten müssen. Insbesondere die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter dienen dabei oftmals als Wissens-Multiplikatoren in die Fachabteilungen hinein. Zu den jüngsten Herausforderungen zählten dabei beispielsweise die Einführung der eRechnung, die komplette Überarbeitung des Shopmoduls zur Veranstaltungsbuchung oder auch die Ergänzung der Schulungsformate um Online-Fortbildungen mittels Microsoft Teams. Aktuell laufen die Vorbereitungen zur Ablösung der von IPSN selbst administrierten und zentralen Veranstaltungsmanagement-Software "ORBiS". Dafür ist in der Regel umfangreiches IT-Wissen ebenso wichtig wie übergreifendes vernetztes Denken und Kenntnisse der Arbeitsweisen und Anforderungen der Fachbereiche.

Ausbau der Fachabteilungen

Betrachtet man sich die Personalsituation des IPSN in den letzten 10 Jahren, so wurde dieses von 17,88 VK im Jahr 2012 auf jetzt 24,53 VK (Stand Februar 2022) aufgestockt. Dabei stieg im selben Zeitraum die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 30 Personen auf insgesamt 45 an. Die Verwaltung wurde in diesem Zeitraum um ca. 0,75 VK aufgestockt. Diese Kapazitäten sollten die Verwaltungsunterstützung für den Bereich NEST (0,25 VK) sowie die verwaltungsseitige Betreuung der sprunghaft angestiegenen Anzahl an Fortbildungen im Bereich der Medienpädagogik (0,5 VK) abbilden.

Der Ausbau der Fachabteilungen stellt folgende Anforderungen an die Verwaltung des IPSN:

 Deutlich erhöhter Aufwand für Recruiting, Onboarding, Personalbewirtschaftung sowie Weitergabe von organisationsspezifischem Wissen.  Zusätzliche Aufgabengebiete schlagen sich regelmäßig auch in einem erhöhten Verwaltungsaufwand nieder. So sind beispielsweise mit Bau der Energie- und Umweltstation die Anzahl der zu verwaltenden Veranstaltungen deutlich angestiegen. Mit Wegfall der Corona-Auflagen ist ein weiterer Anstieg zu erwarten.  Aber auch für den neu eingerichteten "digitalen Experimentierraum" wird die Verwaltung bei Aufnahme des Regelbetriebs noch mehr eingebunden sein. Insbesondere durch die regelmäßige Beschaffung und Ablösung von Exponaten, aber auch durch die Bewirtschaftung eines großen und komplett neuen Veranstaltungsraums.

Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Die Bewerbung von Angeboten des IPSN fand in der Vergangenheit im Wesentlichen mit Flyern und Plakaten der aktuellen Fortbildungen in Lehrerzimmern sowie Newslettern statt. Schon vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie deutete sich an, dass diese Wege allein nicht mehr zeitgemäß sind, was in den letzten beiden Jahren noch deutlicher wurde. Zudem ist durch die Energie- und Umweltstation ein komplett neuer Kundenkreis hinzugekommen.

Durch die aktuelle Informationsflut ist es zwingend notwendig, die Zielgruppen der vielschichtigen Angebote des IPSN gut zu kennen und diese adäquat anzusprechen. Denn bei fehlender Werbewirksamkeit ist zu beobachten, dass die aufwändig vorbereiteten und qualitativen Angebote des IPSN nicht wahrgenommen und angenommen werden.

Für eine erfolgreiche zielgruppengerechte Öffentlichkeitsarbeit ist es eminent, Ressourcen in der Verwaltung des IPSN zu schaffen. Es gilt, in enger Kooperation mit den Bereichen Pädagogik und Schulpsychologie, insbesondere an folgenden Aspekten zu arbeiten:

 Definition der unterschiedlichen Zielgruppen des IPSN und der optimalen Kommunikationsträger  Modernisierung des Webauftritts des IPSN  Inhaltliche Überarbeitung von Veröffentlichungstexten des IPSN  Stärkung der Socialmediapräsenz und Newsletter: Sicherstellung eines prägnanten Inhalts und Bespielung der Kanäle in angemessenen Zeiträumen  Werbungs-Controlling, um die Wirksamkeit von Werbemaßnahmen festzustellen und ggf. anzupassen

Mit den pädagogischen und schulpsychologischen Herausforderungen sind auch die Aufgaben der Verwaltung deutlich gewachsen, so dass auch in diesem Bereich weitere Personalressourcen von 0,5 VK in der Qualifizierungsebene III notwendig sind.

Fazit: Das Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg versteht sich als vielseitiger Partner der Schulen und pädagogischen Ämter im Referat Schule und Sport der Stadt Nürnberg. Dieser Bericht zeigt die Bandbreite der Aufgaben und Angebote, soll aber auch verdeutlichen, dass wir als Bildungsstandort Nürnberg und als IPSN vor großen Herausforderungen stehen, die nur mit einer Stärkung der Ressourcen möglich ist.

Anhang: Wichtige Kooperationspartner des Instituts für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg (Auszug)

 Evangelische Schulstiftung  Rummelsberger Dienste  Evangelische Hochschule  Zukunftsmuseum Nürnberg  Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  Zollhof Nürnberg  Otto-Friedrich-Universität Bamberg  Bündnis für Bildung e.V.  Institut für zeitgemäße Prüfungskultur  Sparkasse Nürnberg  Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)  Deutsche Börse AG  Lernwirkstatt Feucht  Intel Corporation  Vodafone Stiftung

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