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← Sitzung des Jugendhilfeausschusses (28.04.2022)

JHA Entscheidungsvorlage Schülertreffs

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Langwasser Jugendhilfeausschuss Gibitzenhof Hasenbuck Schule & Bildung Stadtentwicklung & Planung Galgenhof Soziales & Gesundheit Lichtenhof

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Beilage 3.1

zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 28.04.2022

Weiterentwicklung städtische Schülertreffs

Entscheidungsvorlage

1. Ausgangslage

Das Konzept „Schülertreffs als Horte für Hauptschülerinnen und Hauptschüler“ wurde im Jahr 2007 beschlossen. Zum damaligen Zeitpunkt gab es für Kinder und Jugendliche ab ca. 10 Jahre eine Betreuungslücke, da die Regelhorte auf Grundschulkinder ausgerichtet sind und Angebote der gebundenen Ganztagshauptschule1 nur punktuell zur Verfügung standen. Die Zielgruppen der Schülertreffs sind vorrangig Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zu 7. Klasse, bei Bedarf können die Kinder auch bis zum Ende der 9. Klasse begleitet werden. Um den Zugang möglichst niedrigschwellig zu halten, werden für den Besuch keine Elterngebühren erhoben, seit Einführung der Essensversorgung müssen jedoch die Kosten für die Verpflegung von den Eltern getragen werden. Durch den im Jahr 2007 beschlossenen konzeptionellen Rahmen ist die Förderfähigkeit nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz möglich geworden, im Sinne einer betriebserlaubnispflichtigen Kindertageseinrichtung gemäß § 45 SGB VIII.

Die Anzahl der Schülertreffs hat sich im Laufe der vergangenen 15 Jahre platzmäßig kurzzeitig ausgeweitet, ist in den vergangenen Jahren aber wieder auf das ursprüngliche Ausgangsniveau zurückgegangen. Im Jahr 2007 gab es vier städtische und einen Schülertreff in freier Trägerschaft, mit insgesamt 175 Plätzen. Geplant war, die Anzahl der Einrichtungen auf 10 zu erhöhen, was jedoch nie realisiert werden konnte. Derzeit gibt es 172 Plätze in sechs Schülertreffs2. Der städtische Träger hat bereits im Jahr 2015 zwei der Schülertreffs in Langwasser mangels Nachfrage in Regelhortplätze umgewandelt. Ein schleichender Rückgang der Nachfrage zeichnet sich seit einigen Jahren ab, deutlich verstärkt hat sich der Rückgang aber in den vergangenen zwei Jahren aufgrund der Pandemie und den Zugangsbeschränkungen im Jahr 2020 und 2021. Die gezielten Bemühungen wieder mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen, blieben fast durchgängig erfolglos.

Der aber sicherlich weitaus größere Effekt auf die Nachfrage ist dem starken Ausbau der Ganztagsbe-

eit dem Schuljahr 2011/2012 haben sich die 24 staatlichen
Nürnberger Mittelschulen zu 7 Mittelschulverbünden zusammengeschlossen. In jedem Mittelschulver-
bund gibt es mindestens eine Schule mit einem offenen oder gebundenen Ganztagsangebot. Damit ist
das Ganztagesangebot für Schülerinnen und Schüler in Nürnberg deutlich ausgebaut worden. Ein
Vorteil der schulischen Ganztagsbetreuung ist die räumliche Verortung am Schulgelände und der di-
rekte Zugang über die Schule. Von den vier verbliebenen städtischen Schülertreffs befinden sich zwei
unmittelbar an einem Schulstandort, die anderen beiden Standorte haben keinen räumlichen Bezug
zu einer Mittelschule. Eine aktuelle Auswertung belegt den kontinuierlichen Rückgang der Nutzung.
Einrichtungsname PZ* BQ* 2016 BQ 2017 BQ 2018 BQ 2019 BQ 2020 BQ 2021 BQ 2022
Galgenhofstr. 14a 42 91% 92% 83% 99% 96% 81% 76%
Preißlerstr. 6 25 104% 96% 100% 100% 94% 70% 48%
Ritter-von-Schuh Platz 41 30 80% 96% 88% 82% 64% 58% 29%
Ambergerstr. 25 25 88% 95% 97% 86% 66% 59% 52%
PZ* = Platzzahl
BQ* = Belegungszahl

BQ*

201

BQ

2017

BQ

2018

BQ

2019

BQ

2020

BQ

2021

BQ

2022

1 Heute: Mittelschulen 2 2022: vier städtische und zwei Schülertreffs in freier Trägerschaft

Obwohl die Standorte sehr intensiv und auf kreative und persönliche Art und Weise um neue Kinder

und Jugendliche werben, lässt sich der Trend nicht aufhalten. Das schulische Angebot ist einfach für

viele Kinder und Jugendliche besser erreichbar und durch die Verzahnung zwischen Schule und Be-

treuung attraktiver. Zudem nutzt auch ein Teil der Jugendlichen die offenen und niedrigschwelligen Angebote der Jugendhilfe, die deutlich weniger Verbindlichkeit erwarten, als es ein Schülertreff tun

muss. Um die staatliche Förderfähigkeit des jeweils belegten Platzes zu behalten, ist eine schriftliche

Betreuungsvereinbarung und regelmäßige Inanspruchnahme erforderlich. Dies erfordert ein gewisse

Maß an Disziplin von den Jugendlichen und auch eine Bereitschaft von den Eltern, hier entsprechen

auf ihre Kinder einzuwirken. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen zwar hier ein großes Bemühe

der Standorte die Kooperation mit den Familien auszubauen, aber mit wenig Resonanz von Seiten d

Eltern und Familien. Das schulische Angebot – ob nun offen oder gebunden – hat einen anderen Ste

lenwert, als das Angebot der Schülertreffs. Dies führt unter anderem dazu, dass die Nutzung stark

fluktuiert und die Auslastung instabil ist. Als Herausforderung für die Verwaltung wird zwischenzeitlic

auch die personelle Bewirtschaftung der Standorte erlebt. Um den laufenden Betrieb und die Öff-

nungszeiten3 durchgängig anbieten zu können, muss eine personelle Mindestausstattung ermöglicht

werden, die aber nicht durchgängig der tatsächlichen Auslastung entspricht.

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2. Analyse und Perspektiven der Standorte

Die Verwaltung hat diesen nun seit Jahren zu beobachtbaren Trend zum Anlass genommen, die vier

städtischen Standorte auf den weiteren Bedarf und deren Perspektiven zu analysieren. Ziel ist es, da

bestehende Angebot auf den zukünftigen Bedarf hin zu überprüfen und die Anzahl der Plätze und

Standorte entsprechend zu modifizieren, um eine bedarfsgerechte Versorgung und stabile Auslastun

zu erreichen.

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2.1 Schülertreff Galgenhofstraße 14a mit 42 Plätzen

Die Einrichtung befindet sich in einem städtischen Gebäude, in direkter Nähe zur Mittelschule Hummelsteiner Weg. Der Schülertreff befindet sich im 1. Obergeschoss des Gebäudes, im Erdgeschoss werden Grundschul- und Förderkinder aus den umliegenden Schulen betreut. An der Mittelschule ot h

selbst wird mittlerweile kein Ganztagsangebot mehr vorgehalten. Der Schülertreff richtet sein Angeb

schwerpunktmäßig an die Schülerinnen und Schüler der nahen Mittelschule, vereinzelt kommen auc

Kinder und Jugendliche aus anderen Schulen.

Aktuelle Situation: Die Einrichtung besuchen aktuell 30 Kinder, 12 Plätze sind unbelegt. Die langjäh-

rige Leitung wird in den kommenden zwei Jahren altersbedingt ausscheiden. Im Kitaportal gab es zu

Anmeldeschluss am 31.01.2022 eine Anmeldung für das neue Schuljahr.

m

Perspektive: Der anstehende personelle Wechsel sollte zum Anlass genommen werden, die beiden r

Einrichtungen am Standort Galgenhofstraße zu einem Hort zusammenzuführen und für Kinder bis zu

  1. Klasse zu öffnen. Damit steht dem Schulstandort nach wie vor ein Betreuungsangebot zur Verfü-

gung, zumindest für Kinder bis zur sechsten Klasse. Den bei der Zusammenführung der Einrichtung

unter Betreuung stehenden Jugendlichen würde ein übergangsweises Betreuungsangebot unterbere

tet werden.

en i-

2.2 Standort Schülertreff Ritter-von-Schuh-Platz 41 mit 30 Plätzen

Der Schülertreff wurde im Jahr 2009 gemeinsam mit dem Jugendtreff neu in Betrieb genommen, auf

Basis einer gemeinsamen räumlichen Konzeption.

gramm, so werden bestimmte Räume gemeinsam genutzt, es gibt auch keine definierte räumliche Trennung in Schülertreff und Jugendtreff.

3 11 bis ca. 17.30 Uhr

Es befindet sich keine Mittelschule in unmittelbarer Nähe, vielmehr kooperiert die Einrichtung mit verschiedenen Schulstandorten.

Aktuelle Situation: Die Auslastung liegt derzeit bei 14 Kindern, 16 Plätze sind unbelegt. Für das neue Betreuungsjahr 2022/2023 gab es bis zum Anmeldeschluss 31.01. keine Anmeldung im Kita-Portal. Zum Ende des Jahres wird die Leitung in den Ruhestand gehen.

Perspektive: Der Schülertreff ist gemeinsam mit dem Jugendtreff im Jahr 2009 neu an den Start gegangen. Der damalige Neubau wurde mit staatlichen Mitteln gefördert mit einer Bindungsfrist von 25 Jahren. Eine anderweitige Anschlussnutzung vor Ablauf der 25-jährigen Bindungsfrist hätte zur Folge, dass die Stadt Nürnberg anteilig Fördergelder zurückzahlen müsste. Von daher ist zu prüfen, ob eine Anschlussnutzung förderunschädlich realisierbar ist. Bis dahin ist der Schülertreff weiter zu betreiben, die Auslastung muss erhöht werden.

Eine Nachnutzung durch eine andere Altersgruppe (Kindergarten oder Hort) wurde bereits geprüft, ist aber nicht umsetzbar. Die jeweiligen Zielgruppen des Jugendtreffs und des Schülertreffs waren kompatibel, eine gemeinsame Raumnutzung auch deswegen möglich. Sollten aber jetzt anstelle des Schülertreffs eine andere Einrichtungsart (Kindergarten/Kinderhort) die Räume nutzen wollen, so müsste aufgrund der Verschiedenheit der Zielgruppen eine klare räumliche Trennung erfolgen, um eine jeweils eigenständige Betriebsführung zu ermöglichen. Dies ist aber aufgrund der vorhandenen baulichen Gegebenheiten nur bedingt vorstellbar und sicherlich mit hohen Kosten verbunden. Zusätzlich müsste auch ein eigener Außenbereich für die Kinder geschaffen werden, für den aber keine Fläche vorhanden ist. Von daher wird eine Nachnutzung als Kindergarten und Kinderhort ausgeschlossen.

Die frei werdenden Räume könnten perspektivisch in einem ersten Schritt dem Jugendtreff zur Verfügung gestellt werden. Damit könnte Jugendlichen ein dem Schülertreff vergleichbares Format angeboten und damit die drängenden Bedarfe an schulischen Hilfen in den anschließenden Quartieren zumindest zum Teil befriedigend aufgefangen werden. In einem nächsten Schritt könnte dann der Jugendtreff mit der fachlich angezeigten Anpassung finanzieller und personeller Ressourcen zu einem Kinder- und Jugendhaus weiterentwickelt werden. Alle Räume des Gebäudes zusammen ermöglichen es, die Mindestnutzfläche eines Kinder- und Jugendhauses von 400 m² zu erreichen und den vorgesehenen Mehrzweckraum, zwei Gruppenräume, eine Werkstatt, eine Cafeteria mit Küche und ein Büro zu realisieren. Das Konzept des Kinder- und Jugendhauses ANNA würde die in der Jugendhilfeplanung genannten Bedarfe der Kinder und Jugendlichen im Quartier auffangen. Zielgruppen sind dabei alle jungen Menschen aus dem Einzugsbereich im Alter von 6 bis ca. 21 Jahre, mit Schwerpunkt auf besonders benachteiligte junge Menschen. Schwerpunkte des Programms des Hauses wären außerschulische Bildungsangebote mit kulturellen, technischen, medialen und politischen Inhalten, schulund berufsbezogene Jugendarbeit mit Hausaufgaben- und Lernhilfen, Beratung und Begleitung, und Freiräume zum Erlernen von Mitbestimmung und Partizipation und damit zur Teilhabe an der Stadtgesellschaft.

Die Jugendhilfeplanung Offene Kinder- und Jugendarbeit (2017) beschreibt die Bedarfe wie folgt:

Der Jugendtreff ANNA liegt exakt an der Grenze des Planungsbereichs 18, Gibitzenhof, Hasenbuck, Hummelstein, Rabus und des Planungsbereichs 7, Tafelhof, Galgenhof, Lichtenhof, Steinbühl der Jugendhilfeplanung Offene Kinder- und Jugendarbeit (2017). Im Planungsbereich 18 deckt die „ANNA“ zusammen mit dem Jugendtreff Hasenbuck die Bedarfe Jugendlicher und junger Erwachsener. Angebote für Kinder bietet der Naturspielplatz Neulichtenhof.

Der Planungsbereich 7 erstreckt sich vom Annapark bis Tafelhof zum Nelson-Mandela-Platz. Hier stehen außer dem Kinder- und Jugendtreff Freiraum des Kreisjugendwerks der AWO und dem Jugendtreff ANNA keine Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung. Lediglich punktuelle Angebote von Jugendverbänden und Kirchengemeinden richten sich noch an Kinder und Jugendliche. Insbesondere Kinder bleiben damit weitestgehend unterversorgt.

Im Planungsbereich leben 2.953 junge Menschen im Alter von 6 bis 21 Jahre, davon 1.467 Kinder, 6 bis 14 Jahre. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund liegt in der Altersgruppe 6 bis 14 bis 86 %, bei den 14 bis 18–Jährigen bei 83%, bei den 18 bis 21-Jährigen immer noch bei 66%, bei der Gesamtbevölkerung bei 58%. Alleine diese große Zahl an jungen Menschen löst lt. Jugendhilfeplanung den Bedarf für mindestens eine große Einrichtung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit aus.

In diesem Stadtgebiet wohnen eher finanziell schwächere Familien. Das Leben vieler junger Menschen ist von materiellen und sozialen Notlagen geprägt. Fehlende elterliche Förderung bis hin zu Vernachlässigung und Gewalt sind oftmals Erfahrungen, die das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen bestimmen. Auf Grund finanzieller Knappheit ist vielen jungen Menschen der Zugang zu kulturellen, sportlichen und Bildungsangeboten verwehrt, Benachteiligungen im Verhältnis zu Gleichaltrigen sind für sie deutlich spürbar.

Unterstützung in schulischen Fragen können Eltern mit einfachen Schulabschlüssen zudem kaum geben. Signifikant ist auch die relativ hohe Anzahl Alleinerziehender im Gebiet, meist Mütter. Durch ihre Doppelbelastung Arbeit und Kinder schaffen sie oft die notwendige Förderung in schulischen Belangen nicht. Mit diesen Konstellationen wird die Bewältigung einer Schullaufbahn an einer weiterführenden Bildungseinrichtung für die Kinder sehr schwierig. Ein Fehlbedarf von kostengünstiger/ bezahlbarer Nachhilfe für Kinder und Schüler/-innen weiterführender Schulen ist zu erkennen, zudem sind entsprechende Angebote zu wenig bekannt. Gute Schul- und Berufsausbildung wäre ein probater Weg für junge Menschen, die Armutsspirale ihrer Familien zu durchbrechen.

Die Kumulation sozialer Belastungsindikatoren im Gebiet löst weitergehende multiple soziale Problematiken aus. Unter diesem Blickwinkel muss das aktuelle Angebot als völlig unzureichend betrachtet werden und eine eklatante Unterversorgung von Kindern mit Angeboten insbesondere der Offenen Kinder- und Jugendarbeit konstatiert werden.

Die Situation ist in der Jugendhilfe bekannt und kann so auf Dauer nicht hingenommen werden. Deshalb sucht das Jugendamt seit Langem nach Möglichkeiten, das räumliche und inhaltliche Angebot des Jugendtreff ANNA zu erweitern und so das Konzept eines Kinder- und Jugendhauses zu realisieren. Nachdem Optionen angedacht und abgeprüft wurden, stellt letztlich eine Optimierung des Jugendtreffs die einzig realistische Möglichkeit dar, um die drängenden Bedarfe des Quartiers anzugehen. Zudem lassen die räumlichen Gegebenheiten des Hauses nur eine kooperative Nutzung durch einen Träger und homogene Zielgruppen zu (ein Eingang, ein Treppenhaus, gemeinsame Raumnutzung).

2.3 Standort Schülertreff Preißlerstraße 5 mit 25 Plätzen

Der Schülertreff nutzt (ehemalige) Schulräume direkt im Schulgebäude. Aufgrund der begrenzten

Raumkapazitäten ist aber eine Mitnutzung von schulischen Räumen notwendig, was sich nicht immer

so wie gewünscht realisieren lässt. Die Mittelschule selbst bietet eine gebundene Ganztagesbetreu-

ung an und kooperiert auch mit umliegenden Einrichtungen der Jugendhilfe.

Aktuelle Situation: Die Auslastung liegt derzeit mit 12 Kindern bei 48 Prozent. Die Leitungsstelle ist derzeit befristet vakant, die kommissarische Nachbesetzung ist bisher nicht erfolgt. Aktuell sind im Kita-Portal keine Kinder angemeldet, zum Ende des Kitajahres scheiden voraussichtlich drei der derzeit 12 angemeldeten Kinder aus, damit verbleiben 9 Kinder bzw. Jugendliche.

Perspektive: Der langfristige Bedarf für einen Schülertreff an diesem Standort wird nicht mehr gese-

hen. Von daher wird vorgeschlagen, den Betrieb zum Ende des Betriebsjahrs 2021/2022 am Standort

Preißlerstraße auslaufen zu lassen und die beiden Standorte Ritter-von-Schuh-Platz und Preißlerstraße zusammenzuführen.

Eine anderweitige Nutzung der schulischen Räumlichkeiten durch die Jugendhilfe ist nicht möglich.

Die Schulräume stehen dann wieder der Schulverwaltung zur Verfügung.

2.4 Standort Amberger Straße 25 mit 25 Plätzen

Die vom Schülertreff genutzten Räume befinden sich auf dem Schulgelände der Georg-Paul-Amber

ger-Schule4, als Außenspielfläche dient der Schulhof. Mit der Schulverwaltung wurde bisher abge-

stimmt, dass die Überlassung der Räume einen gewissen Bestandsschutz genießt, solange die Ver

waltung einen Bedarf für das Angebot hat.

Aufgrund der fehlenden räumlichen Anbindung an eine Mittelschule erstreckt sich die Kooperation auf

verschiedene Mittelschulstandorte sowie auf Förderzentren im Südwesten von Nürnberg.

Aktuelle Situation: Von den 25 Plätzen sind aktuell 19 belegt. Der Schülertreff hat sich zwischenzeit

lich eine stabile Kooperation mit verschiedenen Schulstandorten aufgebaut, die aber nicht für eine

Vollauslastung sorgt. Aber auch für diesen Standort liegen derzeit keine Anmeldungen für das neue

Schuljahr 2022/2023 vor.

Perspektive: Mit dem mittelfristigen Wegfall von zwei der vier Standorte ist davon auszugehen, dass

die Auslastung wieder zunimmt. Dies setzt natürlich voraus, dass für das Angebot intensiv geworbe

wird, sowohl bei den Schulleitungen selbst, als auch beispielsweise über die Jugendsozialarbeit und

Fachdienste. Die Verwaltung schlägt vor, den Standort für die kommenden zwei Betriebsjahr

2022/2023 und 2023/2024 zu erhalten und dann die Auslastung neu zu prüfen.

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3. Weiteres stufenweises Vorgehen

Eine Anpassung des bisherigen Angebots ist sowohl aufgrund der zurückgehenden Nachfrage als

auch aus wirtschaftlichen Gründen angezeigt. Wie oben beschrieben, ergeben sich im Laufe dieses

bzw. der kommenden beiden Jahre auch personelle Veränderungen auf Leitungsebene. Die Verwal

tung schlägt deshalb vor, das bisherige Angebot stufenweise auf drei, gegebenenfalls auch auf zwe

Standorte zu bündeln und die Nachfrage und Auslastung weiter zu beobachten, mit Blick auf einen

mittelfristigen Bedarf. Eine Anpassung der Personalausstattung an die tatsächliche Auslastung erfolgt

grundsätzlich unter Einhaltung der förderrechtlichen und aussichtsrechtlichen Vorgaben:

Ende Kitajahr 2021/2022: Zusammenführung der beiden Standorte Ritter-von-Schuh-Platz und

Preißlerstraße am Standort Ritter-von-Schuh-Platz. Überprüfung in Richtung einer mittelfristi

gen Anschlussnutzung des Standorts Ritter-von-Schuh-Platz.

4 Grundschule

Kitajahr 2023/2024: Zusammenlegung des Schülertreffs Galgenhofstraße und Hort Galgenhof

straße, mit Erweiterung des Hortangebots bis zur 6. Klasse.

Kitajahr 2024/2025: Überprüfung Auslastung und weiterer Bedarf am Standort Amberger

Straße und Entwicklung eines Vorschlags zum weiteren Vorgehen.

 -

Bei allen anstehenden Entscheidungen ist das Personal, die Elternbeiräte und die Personalvertretung

regelmäßig zu informieren und anzuhören. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass sich das be-

stehende Personal einer Einrichtung vorausschauend im Rahmen der jährlich stattfindenden Stellen-

börse weiter bewerben kann. Damit wird gewährleistet, dass ein selbstbestimmter Wechsel stattfinden

kann. Die von einer Schließung betroffenen Jugendlichen sind frühzeitig über die Entscheidung zu in-

formieren und das jeweilige Team vor Ort hat alternative Betreuungsoptionen zu prüfen und anzubie-

ten. Die Verwaltung regt an, die freiwerdenden Räume mit Blick auf die kurzfristige Betreuung von ge-

flüchteten Kindern bzw. Jugendlichen zu prüfen.

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