850.1-G -01 Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg Anlage 1
E r l ä u t e r u n g s b e r i c h t
zur Baumaßnahme: Grünanlage Helmut-Herold-Platz mit Spielplatz Frankenstraße, GA TP 85010009873, SP TP 85010004059
Umbau und Straßenabhängung Frankenstraße, ID 63751
(Orts- bzw. Straßenbezeichnung) (Grünflächennutzungsart / Objektnummer)
Gesamtbaukosten: 2.492.300,00€
A) Allgemeiner Teil
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Kurze Begründung der Maßnahme: Der Helmut-Herold-Platz ist Teil des Stadterneuerungsgebietes Gibitzenhof, Steinbühl-West, Rabus. Mittel aus der Städtebauförderung und Förderung von Sportstätten sind eingeplant. MIP Ansatz Gibitzenhof 630 Stpl. In Abstimmung mit Stpl und J und SpS wurde der Helmut-Herold- Platz mit dem gegenüberliegenden Spielplatz "Frankenstraße" priorisiert und soll zu einem begrünten Freiraum mit vielfältigen Aufenthaltsqualitäten entwickelt werden. Der Spielplatz soll neu konzipiert werden, der Helmut-Herold-Platz aufgewertet werden und die Frankenstraße als verbindendes Element in einen Fußgängerbereich (Festsetzung aus B-Plan 4187) umgebaut werden, um die Fläche, die Aufenthaltsqualität und die Biodiversität zu vergrößern. Das Gebiet Steinbühl/ Gibitzenhof liegt auf Rang 1 von 57 der Dringlichkeit des Jugendhilfeplanes. Das Defizit an Spiel- und Freiflächen ist hier am größten. Auch in der laufenden Sportstättenentwicklungsplanung zeichnet sich das Gebiet als defizitär ab. Das eingeholte Meinungsbild der Bürgerschaft spiegelt dies wieder. Hier wird vor allem mehr Grün in der Stadt gefordert. Der Förderzweck bezieht sich explizit auf die Spiel- und Sportverbesserung.
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Baugrundstück: (Angaben über Größe, Lage, Beschaffenheit, Eigentumsverhältnisse und Bauhindernisse) Die stadteigenen Grundstücke 38/3, 38/9, Teilstück 38/2, 38/4, 32, 33/2, 33/5, 36/4, Teilstück 425/19 (Straße) befinden sich in der Gemarkung Gibitzenhof. Die Grundstücke sind als städtische Grünanlage (ca. 1.110m²), Spielplatz (ca. 4.080m²) und Straße (ca. 1.500m²) ausgebaut und werden neu konzipiert. Das Kirchengrundstück 38/9 und ein Teil 38/2 werden mit beplant und gefördert, da eine Nutzungsvereinbarung die öffentliche Nutzung langfristig sichert. Der B-Plan 4187 hebt die Festsetzungen des B-Plans 3880 für die Straße in Teilen auf und setzt einen Fußgängerbereich fest. Die Festsetzung von 1987 soll nun umgesetzt werden. Bisher war die Abhängung nur provisorisch geschehen.
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Entwurfsanordnung: (Erläuterung der Planung) Durch die Maßnahmen soll der städtische Raum aus dem „Dornröschenschlaf“ geweckt und zum funktionellen Quartiersplatz werden. Der Platz muss vielfältige Anforderungen unterschiedlicher Nutzergruppen erfüllen. Er soll auch für temporäre Sondernutzungen des Quartiersmanagements, als auch der anliegenden Institutionen zur Verfügung stehen. Die Verteilung der Nutzungen wurde überprüft und die Inhalte/ Ausstattung an veränderte Ansprüche der Bürger, der Gesellschaft angepasst.
Die Qualität der Durchwegung für Fußgänger in den Blöcken zwischen Ulmenstraße, Alemannenstraße und Gibitzenhofstraße soll im Planungsprozess aufgewertet werden und deutlich gemacht werden. Mittels bunten Stelen aus Beton wird die Aufmerksamkeit geweckt und eine Identifikation mit dem Platz gefördert.
Die Ost-Westquerung der ehemaligen Frankenstraße soll als Fuß-Radweg gewidmet werden. Feuerwehr und Müllabfuhr (und gelegentlich die anliegenden Einrichtungen) können jedoch einfahren oder durchfahren.
Die Nord-Südquerung soll Fußgängern vorbehalten bleiben und wird lagemäßig optimiert, um Störungen unterschiedlicher Nutzergruppen zu vermeiden.
Die Aufenthaltsqualität ist am nördlichen Platz eher ruhig und für ältere Besucher und im südlichen Spiel- und Aktionsbereich lebhaft, mit vielen Bewegungsanreizen. Weitere Angaben siehe Erläuterungsbericht des Landschaftsarchitekturbüro Riede.
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Abwicklung des Bauvorhabens: (Bauzeit, Bauabschnitte) Ausführungsplanung Frühjahr 2022, Ausschreibung und Vergabe Sommer 2022, Ausbauvorbereitungen und Beginn Herbst 2022, Abschnitte werden gebildet, vor allem der Helmut- Herold-Platz selbst soll bis zum Kirchentag 2023 fertiggestellt werde. Die Kirche wird in 2022 saniert, diese Maßnahme muss vor unserem Beginn weitestgehend abgeschlossen sein. Fertigstellung etwa 2023, ggf. in Abschnitten, die Vegetation wird bis 2025 gepflegt und betreut.
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Zahl, Art und Größe der zu gewinnenden Nutzflächen: (z.B. Schmuckgrün, Spielplatzflächen, Sportflächen, Ruheplätze, kleingärtnerische Nutzflächen usw.) 1068m² Grünanlage Helmut-Herold-Platz werden aufgewertet, erhalten viele Sitzgelegenheiten und werden durch Großbaumverpflanzung beschattet. 166m² Kirchengrundstück werden öffentlich genutzte Grünanlage/Platzfläche. 372m² werden Fußgängerbereich als Bindeglied zwischen Grünanlage und Spielplatz. 353m² Straße werden als Wendemöglichkeiten an die neue Gestaltung angepasst und auf diese Weise beruhigt. 443m² gewidmete Fußwege werden neu gefasst, teilweise verlegt und beleuchtet. 4278m² Spielplatz werden neu zoniert und bekommen zeitgemäße Spiel- und Sportausstattung, die die hohen Ansprüche erfüllt.
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Biodiversität / Naturschutzrelevante Planungsinhalte: Durch die Umwidmung des Straßenteils in Fußgängerbereich (Wegfall von ca. 30 Stellplätzen) erwächst ein großes Potential für Entsiegelung und Erhöhung der Biodiversität. Anfallendes Oberflächenwasser wird nicht abgeleitet, sondern kommt der entsprechend geplanten Vegetation zugute und verbessert das Kleinklima. Der vorhandene Baumbestand wird überwiegend erhalten und konsequent verbessert. Großbaumverpflanzung tragen zu dieser Verbesserung schnell bei. Zukunftsfähige neue Baumund Pflanzquartiere verbessern die Wuchsbedingungen.
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Ergebnis der Verhandlungen mit den Aufsichtsbehörden und beteiligten Dritten: (evtl. Einsprüche) Es wurde eine umfangreiche Bürgerbeteiligung durchgeführt, der Prozess wurde durch das Quartiersbüro begleitet. 1. Treffen Multiplikatoren 26.11.2020, 1. Kinderbeteiligung von 15.- 21.1.2021, 2.Treffen der Multiplikatoren 18.3.2021, Bürger- und Kinderbeteiligung vor Ort am 9.7.2021. Die Entwurfsinstruktion bei Ämtern und Unterhalt ergab keine Einsprüche. Die Kostenberechnung ist im Rahmen der Haushaltsanmeldung bereits von Rpr abgeprüft. Das Projekt ist im BIC geführt und kontrolliert.
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Geplante Finanzierung unter Angabe evtl. Beiträge Dritter: 1.393.000,- Zuwendungen der Regierung von Mittelfranken, Förderung von Sport- und Spielstätten, Zuwendungsbescheid vom 19.11.2021, 18.000,- € Kirchengemeinde St. Markus, Gibitzenhof MIP 630 Stpl,
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Folgekosten im Unterhalt, Bedarfsträger Bedarfsträger ist der SÖR/2-B/4 für die Grünanlage und Wegeflächen, das Jugendamt für den Spielplatz. Die Folgekosten sind wie folgt ermittelt worden:
Grünanlage 9.454,- € Spielplatz 86.695,- € öffentlich gewidmete Wege 3.907,- € (2.432,- Fuß- und Radweg, 1.475,- Fußweg) Summe: 100.056,- €
B) Baubeschreibung: (Art der Vegetation, technische Angaben über Be- und Entwässerung, Wege- und Platzflächen, Treppen und Mauern sowie sonstige bauliche Einrichtungen und Inventar) Die Vegetation soll aus Wiesenfläche, aus naturnahem Pufferbewuchs (wie im Bestand), aus zukunftsfähigen Baumbeeten mit resilienten Baumartenarten, drei Großbäumen (Platanen) am Platz und aus Staudenbeeten in Versickerungsflächen bestehen. Alle Oberflächenwässer werden den Vegetationsflächen zugeführt (Anlehnung an das Konzept „Schwammstadt“), Pflasterflächen bestehen aus Betonrechteckpflaster normaler Größe entsprechend den Bauklassen, Farbe gelb- grau, Flächenoptik lebendig.
Die Beete der Platzbäume sind erhöht durch Einfassungen mit Sitzauflagen. Die Spielgeräte bestehen überwiegend aus Holz mit Seilanbauten und sind den Altersklassen entsprechend angeordnet mit hohem Spielwert und hoher Dauerhaftigkeit. Die Sport- (- Fitness -) geräte entsprechen neuen Erkenntnissen und bedingen den Förderanspruch, weisen hohe Dauerhaftigkeit auf und sind für alle Generationen geeignet. Der Ballfangzaun der Ballspielfläche wird saniert.
Versiegelte Flächen: vor Umbau: ca. 3620 m², nach Umbau: ca. 2880 m². Die Entwässerung der zum Fußgängerbereich umgestalteten Straßenfläche (ca. 550 m²) wird nicht mehr in den Kanal eingeleitet, sondern in den Grünflächen versickert.
Insgesamt sind 117 Bäume vorhanden. Davon werden 12 Bäume gefällt, die der Baumschutzverordnung unterliegen und 16 kleinere Bäume. 13 der zu fällenden Bäume wurden aufgrund vorhandener Schäden als nicht erhaltungswürdig bzw. als zu fällen eingestuft. Es werden 6 Bäume neu gepflanzt, davon 3 als Großbaumpflanzung.
Für die geplanten Beeteinfassungen und Straßenborde werden die vorhandenen Granitborde und Granitgroßpflastersteine ausgebaut und wiederverwendet. Für die Sitzmauern und Hochbeete sind Bruchsteine aus Naturstein geplant.
Siehe auch beiliegende Entwurfsbeschreibung/ Erläuterungsbericht der Landschaftsarchitekten.
Aufgestellt:
Nürnberg, den 24.02.2022 (14179) ergänzt 15.03.2022 (Stempel und Unterschrift)