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← Sitzung des Werkausschusses Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) (06.04.2022)

Erläuterungsbericht

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Maschinell extrahierter Text (Texterkennung aus Scan, fehleranfällig). Verbindlich ist das Originaldokument.

HELMUT-HEROLD-PLATZ

Sanierung und Erweiterung

Erläuterung zum Entwurf

AUFTRAGGEBER:

2)

Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg SOR/1-G, Planung und Bau Grün Sulzbacher Straße 2-6, 90489 Nürnberg

VERFASSER:

riede landschaftsarchitektur riede () Austraße 30, 90429 Nürnberg en Tel.: 0911/6694862, Fax: 0911/6694863, info@riede-la.de

Nürnberg, 15.11.2021

INHALTSVERZEICHNIS:

VERANLASSUNG .euuu:0.00u0000000 20anenn en ennen 3

2; BESTAND... een anne nennen 3 2.1 Lage und Umgriff. Be

22 Rechtliche Festsetzungen...

2.3 Stadterneuerung

2.4 Baumbestand.

2.5

2.6 Nutzungsbereiche

2.7 Ausstattung

ENTWURFSBESECHREIBUNG nn 9 Helmut-Herold-Platz....

3.2 Kirchenflächen..

3.3 Ehemaliger Straßenbereich

3.4 Sportbereich

3.5 Spielplatz

3.6 Wegeführung, Zufahrten ...................2.2224040nsnnnenenennnnnnnenenennnennnnnnnnnnnennnnnnnnnnnnennnn 20 3.7 Platz-Eingänge

3.8 Grünflächen, Bäume

3.9 Sitzmöbel 3.10 Entwässerung 3.11 Beleuchtung

ABWICKLUNG DES BAUVORHABENS

HINWEISE ZUR KOSTENBERECHNUNG

ANKAGEN..ne: en 28

  1. VERANLASSUNG

Im Zuge der Umwandlung der Frankenstraße in einen Fußgängerbereich auf Höhe der Markuskirche sollen auch der angrenzende Helmut-Herold-Platzz und der gegenüberliegende Spielplatz Frankenstraße neu gestaltet werden, um den Flächen ein einheitliches, zusammenhängendes Erscheinungsbild zu geben.

  1. BESTAND

2A Lage und Umgriff

Abbildung 1: Luftbild Bearbeitungsgebiet

Das Bearbeitungsgebiet befindet sich im Süden der Stadt Nürnberg im Stadtteil Gibitzenhof. Der Helmut-Herold-Platz ist im Westen der Kirche Sankt Markus vorgelagert und wird durch die Frankenstraße vom Spielplatz Frankenstraße getrennt, der sich südlich daran anschließt.

Im Westen und Süden des Kirchengebäudes befinden sich direkt an das

Bearbeitungsgebiet angrenzende Flächen (Abb.1, orange Umrandung), die sich im Kircheneigentum befinden und in die Planungen des Vorentwurfes miteinbezogen wurden. Eine definitive Vereinbarung zwischen der Stadt Nürnberg und der Kirchengemeinde Sankt Markus ob und in welchem Umfang diese Flächen tatsächlich in die Umsetzung mit einbezogen werden sollen steht noch aus. Für den Umbau der Kirchenräume, einschließlich

Errichtung einer Toilettenanlage im Norden des Gebäudes und Umbau des nordwestlichen Turmes zu einem Cafe wurden bereits Genehmigungspläne eingereicht. Die Umsetzung der Baumaßnahme ist nach aktuellem Stand für 2022/23 geplant.

Abbildung 2: Darstellung Eigentumsverhältnisse (gelbe Grundstücke befinden sich im Besitz der Stadt)

Im Westen schließt sich an den Helmut-Herold-Platz das Georg-Schönweiß-Heim (Seniorenund Pflegeheim) an, für dessen Umbau ebenfalls erste Pläne vorliegen.

2.2 Rechtliche Festsetzungen

Das Bearbeitungsgebiet befindet sich im Geltungsbereich zweier Bebauungspläne. Im Bebauungsplan Nr. 3880 vom 08.02.1973 ist der Helmut-Herold-Platz als Parkanlage und die Flächen südlich der Frankenstraße als Spielplatz gewidmet. Von der im Süden

gelegenen Ulmenstraße führt ein öffentlicher Fußweg durch den Spielplatz zur

Frankenstraße, der im südlichen Teil auch als Feuerwehrzufahrt dient. Im Bebauungsplan Nr. 4187 vom 28.01.1988 wird die Frankenstraße im Bereich Helmut- Herold-Platz und Markuskirche als Fußgängerbereich ausgewiesen, der beidseitig durch einen Wendehammer für Pkw begrenzt wird. Die Umsetzung dieser Festsetzung ist unter anderem Anlass für die Neugestaltung der genannten Flächen. Der Wendehammer im

Osten ist bereits realisiert worden, ebenso wie die daran angrenzende Sperrung der Durchfahrt für den allgemeinen Verkehr.

Abbildung 3: Ausschnitt aus dem Bebauungsplan Nr. 4187 mit Darstellung des Fußgängerbereiches

23 _ Stadterneuerung

Im Vorfeld fand bereits 2017 eine vorbereitende Untersuchung zum Stadterneuerungsgebiet

Gibitzenhof statt, die sich unter anderem auch mit dem Helmut-Herold-Platz und dem

Spielplatz Frankenstraße befasst hat!. Hierbei wurde festgestellt, dass im gesamten Stadtteil ein deutliches Defizit an Grün- und Spielflächen vorhanden ist.

1 Stadt Nürnberg (Hrsg). (2017). Vorbereitende Untersuchungen zum Stadterneuerungsgebiet - Sandreuth — Gibitzenhof - Steinbühl West — Rabus. Nürnberg

Somit kommt der Aufwertung des Helmut-Herold-Platzes und des Spielplatzes eine enorme Bedeutung für den Stadtteil zu, da es sich um eine der wenigen größeren Grünflächen in Gibitzenhof handelt, die als sozialer Treffpunkt für alle Generationen dient.

2.4 Baumbestand

Auf dem Gelände befinden sich zahlreiche Bäume, die vor allem in den Randbereichen stehen und als Straßenbegleitgrün und Abschirmung zu den benachbarten Grundstücken

fungieren. Im Rahmen der Planung fanden zwei Begehungen mit einem Baumsachverständigen statt, um die Erhaltungswürdigkeit der vorhandenen Bäume zu beurteilen.

Bäume: Erhaltenswert Bedingt erhaltenswert Nicht erhaltenswert oder abgestorben

Abbildung 4: Beurteilung des Baumbestandes

Hierbei hat sich gezeigt, dass einzelne Bäume bereits teilweise oder vollständig abgestorben sind und entfernt werden müssen. Vor allem im Bereich des Straßenbegleitgrüns und an der nördlichen Grenze des Helmut-Herold-Platzes stehen

zahlreiche Gehölze, dir aufgrund ihres Standortes, vorhandener Schäden, ihres Wuchses oder ihrer geringen Größe nur bedingt erhaltenswert sind. Der Großteil des Baumbestandes, vor allem im Bereich der Spielplatzflächen befindet sich jedoch in gutem Zustand und soll so weit wie möglich erhalten werden. Eingriffe in den Wurzelbereich sollen weitgehend minimiert werden.

25 Gelände

Das Bearbeitungsgebiet zeigt nur geringe Höhenunterschiede. Lediglich der Bereich des Spielplatzes Frankenstraße fällt von Süden Richtung Frankenstraße hin leicht ab. Die tiefste Stelle befindet sich im Bereich der Straße auf Höhe des Einganges zur Markuskirche.

2.6 _ Nutzungsbereiche

Kleinkinderspielplatz

Aa

Wiese

Abbildung 5: Übersicht Nutzungsbereiche

Im Bearbeitungsgebiet verteilen sich aktuell verschiedene Nutzungen. Der Helmut-Herold-

Platz wird als Stadtplatz und Kirchenvorplatz genutzt. Im Rahmen des Kirchenumbaus soll

zudem ein kleines Cafe im Kirchturm entstehen, dessen Außenbestuhlung ebenfalls auf dem Helmut-Herold-Platz geplant ist. Auf der gegenüberliegenden Seite der Frankenstraße befindet sich im Osten der Kleinkinderspielplatz mit einer südlich anschließenden Wiese. Zentral befinden sich die Spielflächen für die größeren Kinder, an die im Westen das Ballspielfeld angrenzt. Sämtliche Spielbereiche und die Platzfläche werden durch Grünflächen gerahmt.

27 Ausstattung

Der Helmut-Herold-Platz ist als kleiner Stadtplatz mit Bänken und mehreren Grünflächen gestaltet. Die Frankenstraße ist zum jetzigen Zeitpunkt noch für Pkw befahrbar und bietet auf beiden Seiten über die gesamte Länge Parkplätze für Pkw. Damit Fahrzeuge wenden können, ist im Bereich der Abhängung vor der Markuskirche durch Sperrung der letzten drei Parkplätze auf

beiden Seiten ein provisorischer Wendehammer für Pkw eingerichtet worden. Im Südwesten des Geländes befindet sich ein kleiner Bolzplatz mit Streetballkorb, der aus baurechtlichen Gründen in seiner Lage und Größe nicht verändert werden darf. Daran schließt sich der eigentliche Spielbereich mit Tischtennisplatte, Bewegungsgeräten, einer Edelstahlhalbkugel und einer Schaukel-Kletter-Kombination an. Im Süden zwischen den

Bäumen befindet sich zudem ein kleiner Holzunterstand, der als Aufenthaltsbereich für Jugendliche vorgesehen ist. Durch einen öffentlichen Fußweg davon getrennt, befindet sich auf der östlichen Seite der Spielbereich für Kleinkinder mit Sandkasten und

Bodenmodellierungen, sowie im Südosten eine Wiese, die multifunktional genutzt wird.

  1. _ENTWURFSBESCHREIBUNG

Durch die Umsetzung des Fußgängerbereiches auf Höhe des Helmut-Herold-Platzes, wird die Straßenfläche künftig nur noch für Müllfahrzeuge und Feuerwehr, sowie gelegentlich als Lieferantenzufahrt benötigt. Dies eröffnet die Möglichkeit Teile der Straßenfläche sowohl

dem Platz als auch den Spielbereichen zuzuordnen, um so den Straßencharakter zu minimieren und die drei Einzelflächen miteinander gestalterisch und optisch zu verzahnen.

Die oben genannten Nutzungsbereiche haben sich in ihrer Anordnung als vorteilhaft erwiesen und werden daher größtenteils beibehalten. Der Helmut-Herold-Platz wird auch weiterhin überwiegend als zentraler Treffpunkt und Aufenthaltsbereich mit zahlreichen Sitzgelegenheiten dienen. Der südliche Teil hingegen bietet durch zusätzliche Spiel- und Sportangebote Aktions- und Bewegungsflächen für alle Altersstufen, die ebenfalls durchsetzt sind mit verschiedenen Sitzbereichen.

Abbildung 6: Lageplan Entwurf Helmut-Herold-Platz

3.1 Helmut-Herold-Platz

2

—

Abbildung 7: Lageplanausschnitt Entwurf Helmut-Herold-Platz

Die neue Platzfläche wird durch verschiedene Beläge und Grünflächen in mehrere Teilbereiche untergliedert. Die Fläche direkt vor der Kirche dient als Zufahrt zum Kirchengebäude, zum geplanten Cafe und zum nördlich gelegenen Kindergarten, sowie als Zufahrt für den Unterhalt auf die Platzfläche und wird daher mit Betonpflaster versehen. Die

befestigte Fläche kann im Zusammenhang mit der daran angrenzenden Fläche aus wassergebundener Wegedecke außerdem für Veranstaltungen, u.a. auch mit Bestuhlung genutzt werden. Vom Kirchenportal Richtung Westen verläuft ebenfalls ein gepflasterter Weg als Anschluss an den bestehenden Fußweg von der Alemannenstraße im Norden. Die beiden nördlich und südlich des Weges gelegenen Flächen dienen vorwiegend dem Aufenthalt, so dass hier wassergebundene Wegedecken geplant sind, um die versiegelten Flächen zu reduzieren. Gleichzeitig können diese Flächen auch für Boulespiel genutzt werden. Der vorhandene Baumbestand im Norden wird größtenteils erhalten, lediglich einzelne schadhafte Bäume auf der östlichen Seite werden entfernt und durch einen neuen Hochstamm ersetzt. An die Baumgruppe angrenzend entsteht ein kleiner Platz mit Sitzgelegenheiten und Tischen, die auch von Cafebesuchern genutzt werden könnten.

Die große, zentrale Platzfläche wird im Süden auf Teile der ehemaligen Gehsteig- und Straßenflächen erweitert und durch drei quadratische Hochbeete gegliedert. Durch die versetzte Anordnung der Hochbeete wird eine ungehinderte Druchwegung der Platzfläche weiterhin gewährleistet. Zudem entsteht an der nordwestlichen Ecke eine Aufweitung des bestehenden Fußweges, die den Besucher auf die eigentliche Platzfläche leitet und gleichzeitig Abstellmöglichkeiten für Fahrräder bietet.

Der nordöstliche Bereich wirkt zusammen mit der gepflasterten Fläche vor dem Kirchenportal wie ein kleiner Kirchenvorplatz, der multifunktional nutzbar ist. Zwischen den

Hochbeeten befinden sich verschiedene kleinere Flächen, die vorwiegend dem Aufenthalt

dienen, daher werden die Mauern der Hochbeete hier als Sitzmöbel mit entsprechenden Holzauflagen gestaltet. Zusätzlich dazu werden die beiden südlichen Hochbeete mit großen Sitzpodesten ausgestattet, die zum Chillen einladen. Da die Bestandsbäume auf der Platzfläche alle in schlechtem Zustand sind und leider nicht erhalten werden können, sollen drei neue Großbäume den dringend benötigten Schatten auf der Fläche bieten. Durch die Platzierung der Bäume innerhalb der Hochbeete kann ein optimaler Standort geschaffen werden, der durch die erhöhte Einfassung außerdem vor ständigem Betreten und versehentlichem Befahren geschützt ist. Gleichzeitig kann die Einfassungsmauer als Sitzelement genutzt werden. Die Hochbeete werden zudem durch verschiedene Rasen und Staudenflächen gegliedert.

Abbildung 8: bepflanztes Hochbeet mit Sitzmauer (Beispielfoto)

3.2 Kirchenflächen

Abbildung 9: Lageplanausschnitt Entwurf Kirchenflächen

Die Fläche, die auf der Westseite dem Kirchenportal vorgelagert ist, ist sowohl funktional als auch optisch Teil des Helmut-Herold-Platzes und wurde daher in die Planungen zur Umgestaltung miteinbezogen. Da in diesem Bereich die geplanten Zufahrten verlaufen, ist hier lediglich eine Pflasterfläche passend zum Belag des Helmut-Herold-Platzes vorgesehen. Im Zuge der Belagsanpassung soll außerdem der Eingang zum geplanten Cafe im nordwestlichen Turm barrierefrei umgestaltet werden, da diese Räumlichkeiten und somit

auch die geplante Toilettenanlage aktuell nur über eine Stufe zu erreichen sind. Der eigentliche Haupteingang zur Kirche liegt auf der Südseite des Gebäudes und wird aktuell über eine vorhandene barrierefreie Rampe und eine Treppenanlage erschlossen. Im

Zuge der Umgestaltung entfällt die Treppe in diesem Bereich und der Zugang erfolgt stattdessen über eine zweite annähernd barrierefreie Rampe. Der Belag des Weges wird optisch den angrenzenden Platzflächen angeglichen. Westlich des Weges wird die vorhandene Pflanzfläche vergrößert und erhält einen neuen Baum als Schattenspender. Auf der gegenüberliegenden Seite des Weges wertet ein zweiter neuer Baum die vorhandene Grünfläche auf. Die beiden Neupflanzungen sind als Ersatzpflanzungen für eine Birke erforderlich, die im Rahmen der Errichtung der Toilettenanlage gefällt werden muss. Die Kosten für beiden Baumpflanzungen sind nicht Bestandteil der Kostenschätzung und

werden von der Kirche getragen.

3.3 Ehemaliger Straßenbereich

Abbildung 10: Lageplanausschnitt Entwurf Frankenstraße

Da die Frankenstraße auf Höhe des Helmut-Herold-Platzes und der Markuskirche künftig nur noch für Rettungsfahrzeuge, Müllabfuhr und Lieferverkehr befahrbar ist, kann die bisherige Straßenbreite an mehreren Stellen verringert werden. Die Zufahrt vom bestehenden Wendehammer im Osten wird zunächst auf 6 m Breite verkleinert, um die Zufahrt zu den beiden Kirchenparkplätzen zu erhalten. Die eigentliche Abhängung mittels Poller erfolgt erst nach den beiden Parkplätzen, die im Zuge des Kirchenumbaus von der Kirche neu zu errichten sind. Die Kosten für die Errichtung der beiden Parkplätze trägt die Kirche. Im weiteren Verlauf der Straße wird die Fahrbahn auf 4 m verengt und öffnet sich dann zu

einer Platzfläche, die den Helmut-Herold-Platz mit den südlichen Flächen verbindet. Die Zufahrt von Westen ist ebenfalls auf 4,5 m verengt und durch Absperrpoller begrenzt. Im Westen wird auf Höhe des Georg-Schönweiß-Heimes eine Wendemöglichkeit für Pkw vorgesehen, ein Wendehammer für Müllfahrzeuge ist nach Abstimmung mit dem ASN nicht erforderlich, sofern die Durchfahrt im Fußgängerbereich für Müllfahrzeuge weiterhin möglich ist. Die Zufahrt zum Georg-Schönweiß-Heim wird weiterhin möglich sein. Die Wendefläche wird in ihrer Belagsoptik den neuen Platzflächen angepasst, um ihre Funktion als

Mischfläche für Rad-, Fuß- und Fahrzeugverkehr deutlicher hervorzuheben. Durch die Verengung der Fahrbahn und Entfall der Gehwege können in den Randbereichen zusätzliche Grünflächen angelegt werden, die durch einzelne Baumneupflanzungen ergänzt werden. Gegenüber des Haupteinganges der Kirche sind zudem weitere Fahrradstellplätze

vorgesehen.

3.4 Sportbereich

* x

Abbildung 11: Lageplanausschnitt Entwurf Sportbereich

Der vorhandene Bolzplatz ist in die Jahre gekommen und wird saniert. Da im Umfeld des

Platzes zahlreiche Bäume stehen, sollen die vorhandenen Pfosten des Ballfangzaunes

erhalten bleiben, um die Eingriffe in den Wurzelraum der Bestandsbäume zu minimieren. Die Pfosten werden mit zusätzlichen Quertraversen ausgesteift und mit einem neuen

Drahtgeflecht versehen. Der vorhandene Asphaltbelag wird durch einen Elastikbelag ersetzt und mit zwei neuen Kleinfeldtoren und zwei Basketballkörben ausgestattet. An den Bolzplatz angrenzend entsteht ein kleiner Vorplatz, der einen neuen Zugang vom nördlich verlaufenden Gehsteig erhält. Hier finden auch eine neue Tischtennisplatte und mehrere Fahrradständer Platz. Durch einen breiten Weg mit Sitzmöglichkeiten am Rand wird der Vorplatz mit dem Nord-Süd-Weg und dem Spielbereich verbunden. Östlich des Bolzplatzes entsteht ein Outdoorfitnessbereich für alle Generationen mit verschiedenen Geräten aus den Bereichen Cross-Training, Cardio-Fitness, Street-Workout und Calisthenics, die ein effektives Training im Freien sowohl für Ungeübte als auch für trainierte Personen ermöglichen.

‚4er-Klimmzugstange . aa 3er-Barren PushUp-Barren

hor. Leiter

\

Gity/ Sport-Bike Doppel-Hangelstrecke

\ \ Multinetz \ SitUp-Bank en CrossTraining-Kombi 2 Dip-Station \

\ Balancebrett \ \

\

Abbildung 12: Grundriss geplanter Outdoorfitnessbereich (Fa. Kompan)

Abbildung 13: Beispielanlage Fa. Kompan

Der vorhandene Holz-Unterstand im Süden des Geländes ist bereits in die Jahre gekommen und wird an gleicher Stelle durch eine neue überdachte Sitzgelegenheit für Jugendliche ersetzt.

Abbildung 14: Jugendecke (Fa. Seibl, modifiziert)

3.5 Spielplatz

Abbildung 15: Lageplanausschnitt Entwurf Spielbereich

Im südöstlichen Teil des Geländes schließen sich die großen Spielbereiche für die Kinder

an. Im Zentrum ist ein großer Kletterwald geplant, der verschiedene Kletter-, Balancier- und Aufenthaltsmöglichkeiten in großer Höhe bietet. Im Norden schließt sich ein großer

Rutschenturm mit einer normalen Rutsche und einer großen Wendelrutsche an, der über zwei Übergänge an den Kletterwald angebunden ist.

Abbildung 16 & 17: Rutschenturm, Kletterparcours (vergleichbare Anlagen, Fa. SIK-Holz)

Südlich des Kletterparcours schließt sich eine Doppelschaukel mit Nestschaukel und Schlauchsitz an.

Abbildung 18 & 19: Nestschaukel und Schlauchsitz-Doppel-Zweier (Fa. Kinderland)

Im Süden des Spielbereiches entsteht durch eine Aufweitung des Weges eine weitere kleine Platzfläche mit Sitzgelegenheiten, die den Aufenthalt in der Sonne und im Schatten in unmittelbarer Nähe des Spielbereiches ermöglichen. Weitere Sitzmöglichkeiten werden in den Randbereichen des zentralen Kletterbereiches vorgesehen. Im Osten der Fläche wird ein neuer Spielbereich für Kleinkinder vorgesehen, der durch die Lage zwischen bestehenden Bäumen ausreichend beschattet wird. Der Sandspielbereich

erhält eine Sandbaustelle, sowie eine Einfassung aus verschiedenen Palisaden, Stämmen

und Natursteinblöcken, die auch zum Balancieren, Sitzen und Sandbacken genutzt werden können.

Abbildung 20: Sandbaustelle Annweiler (Fa. Seibl)

Der Kleinkinderbereich wird durch einen Aufenthaltsbereich mit dem Kletterparcours im Zentrum verbunden, der neben Sitzgelegenheiten und Tischen auch einen Trinkbrunnen bieten soll. Für den Trinkbrunnen sind jedoch noch weitere Abstimmung mit der N-Ergie erforderlich.

Abbildung 21: Trinkbrunnen

Um zu verhindern, dass der Kleinkinderbereich durch Gassigeher mit Hunden frequentiert

wird, wird der Sandspielbereich einschließlich angrenzendem Aufenthaltsbereich durch einen Zaun mit zwei Zugangstoren im Norden und Westen von den restlichen Flächen abgetrennt. In den beidseitig gut zugänglichen Bereichen im Norden und im Westen wird der Zaun als bespielbares Element gestaltet. An der östlichen Grundstücksgrenze und innerhalb von Pflanzflächen wird ein Stabgitterzaun vorgesehen.

Abbildung 22: Beispielfoto bespielbarZeaurn (Fa. Seibl)

Im Süden des Kleinkinderbereiches grenzt die bestehende Wiese an, die im Wesentlichen

unverändert erhalten bleiben soll, ebenso der hier vorhandene Baumbestand, der die

Fläche zum einen zu den Wohngebäuden im Süden, als auch zu den Gewerbeflächen im Osten abschirmt und gleichzeitig wertvollen Schatten spendet. Eine Einzäunung der Wiese ist nicht vorgesehen.

3.6 Wegeführung, Zufahrten

Abbildung 23: Lageplan Entwurf mit Zufahrten

Wie im Bebauungsplan vorgesehen, wird die Frankenstraße auf Höhe des Helmut-Herold- Platzes und der Markuskirche abgehängt und nur noch für Feuerwehr, Müllabfuhr und Unterhaltsfahrzeuge sowie ggf. Lieferverkehr befahrbar sein. Der Wendehammer im Osten

bleibt erhalten und im Westen wird eine Wendemöglichkeit für Pkw vorgesehen. Die Zufahrt zum Georg-Schönweiß-Heim bleibt uneingeschränkt erhalten. Die Zufahrt zum Helmut- Herold-Platz und zum nördlich angrenzenden Kindergarten ist ebenfalls weiterhin auch für große Lkw nutzbar. Der Sandspielbereich ist von Norden her über die Frankenstraße für Lkw anfahrbar. Hierfür wird ein Unterhaltstor im Bereich des Zaunes vorgesehen. Die Fußwegeverbindung von

Norden nach Süden bleibt ebenfalls erhalten, wird aber nach Westen verlegt, um Konflikte durch Fußgänger und spielende Kinder im Bereich der Spielflächen zu vermeiden. Über diesen Weg ist auch die Zufahrt für Unterhaltsfahrzeuge bis 5,5 t zu den südlichen Spielflächen und zur Wiese möglich. Die Wiese kann zusätzlich ggf. auch von Süden aus Richtung der Ulmenstraße über die vorhandene Feuerwehrzufahrt erreicht werden.

3.7 Platz-Eingänge

Der Helmut-Herold-Platz liegt aktuell etwas versteckt zwischen den umliegenden Gebäuden, daher werden die Platzeingänge in den vier Himmelsrichtungen mit Stelen betont, die außerdem zusätzlich auf die veränderte Fahrbahnsituation im Fußgängerbereich aufmerksam machen sollen.

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Abbildung 24: Mögliche Standorte für Stelen

Vorgesehen ist eine Ausführung in farbigem Beton, in einer Höhe von ca. 3 bis 3,5 m. Kombiniert werden die Stelen mit Text bzw. Schriftzügen.

N < 3 & 5 °7 5 = E 3 =

Abbildung 25: Visualisierung Eingang mit Stele

Seite2 1 von 28

3.8 Grünflächen, Bäume

Auf der zu bearbeitenden Fläche stehen zahlreiche Bäume, die vor allem in den Randbereichen auch als Abschirmung zu den umliegenden Wohn- und Gewerbeflächen dienen und weitgehend erhalten bleiben. Einzelne Gehölze befinden sich in schlechtem Zustand (siehe auch Punkt 2.4) und werden entfernt. Ebenso müssen aufgrund der

geplanten Wegeverlegung und der Schaffung von Unterhaltszufahrten zu den neuen Spielbereichen einzelne Bäume gefällt werden. Um die vorhandene Vegetation so weit wie möglich zu schonen sind die neuen Wege- und Spielplatzflächen zum Großteil im Bereich der vorhandenen Spielflächen angeordnet. Die Bestandsbäume werden während der Umbaumaßnahmen durch entsprechende Baumschutzzäune geschützt und Arbeiten im Wurzelbereich werden in Handschachtung oder mit Saugbagger geplant. Durch den Wegfall des Gehweges können zudem die Baumscheiben der bestehenden Straßenbäume entlang der Frankenstraße an mehreren Stellen vergrößert werden. Für die geplanten Neupflanzungen im Bereich der wassergebundenen Wegedecken werden Baumquartiere mit Baumsubstrat und Bewässerung vorgesehen, um ein möglichst gutes Wachstum zu fördern.

Abbildung 26: Baumquartier Humberg, System Nürnberg

Die vorhandenen Strauchflächen an der südlichen Grenze und die Wiesenfläche im Südosten bleiben unverändert erhalten. Im Bereich der ehemaligen Straßenfläche und auf dem Helmut-Herold-Platz entstehen zusätzliche Grünflächen mit Staudenpflanzungen, die die vorhandenen Baumscheiben ergänzen. Für die neuen Bäume innerhalb der drei Hochbeete auf dem Helmut-Herold-Platz sind Großbaumverpflanzungen vorgesehen, um möglichst schnell eine Schatten- und

Raumwirkung zu erreichen.

3.9 Sitzmöbel

Da der Helmut-Herold-Platz eine der wenigen Grünanlagen in der Umgebung ist, dient er vor allem auch als Treffpunkt für die Bewohner des Stadtteils. Daher werden an zahlreichen Stellen verschiedene Sitzmöglichkeiten für alle Altersstufen angeboten. Außerdem dienen

die Sitzmöbel auch als wiederkehrendes Element, dass die einzelnen Flächen miteinander verbindet. Vorgesehen sind zeilenförmige Sitzmauern aus Naturstein, die mit entsprechenden Sitzauflagen aus Holz mit und ohne Lehne ausgestattet werden können. Die genaue Ausführung der Sitzmauern wird im weiteren Verlauf der Planung mit dem Unterhalt

abgestimmt. Die Einfassungen der Hochbeete im Bereich des Helmut-Herold-Platzes werden in gleicher Art wie die Sitzmauern ausgeführt und können so ebenfalls zum Sitzen genutzt werden.

3.10 Entwässerung

Abbildung 27: Lageplan Entwurf mit Entwässerung

Die vorhandenen Straßensinkkästen werden an die östliche bzw. westliche Grenze des neuen Fußgängerbereiches versetzt, um die Entwässerung der angrenzenden Straßenflächen weiterhin zu gewährleisten. Die ehemaligen Straßenteile des neuen Fußgängerbereiches entwässern oberflächlich über die im Süden angrenzenden vorhandenen Baumscheiben und neuen Pflanzflächen. Da die bisherige Entwässerung der Straßen- und Gehsteigflächen vollständig über die Kanalisation erfolgt ist, kann so die

Einleitung von Regenwasser in die Kanalisation in den neu gestalteten Bereichen stark reduziert werden und das Wasser gleichzeitig zur Bewässerung der Bäume und Pflanzflächen genutzt werden. Lediglich der neue Wendehammer im Westen behält weiterhin den Anschluss an die Kanalisation über den versetzten Straßensinkkasten. Die befestigten Flächen im Bereich des Spiel- und Sportplatzes und des neuen Fußweges im Süden entwässern ebenfalls oberflächlich in die angrenzenden Grünflächen.

Ebenso ist eine Zuleitung des Regenwassers zu den neu geplanten Baumpflanzungen in

den Baumquartieren vorgesehen, die mit entsprechenden Wasserspeichern ausgestattet werden können, um so größere Mengen Regenwasser zwischenspeichern zu können, das dann sukzessive an die Bäume abgegeben wird.

Abbildung 28 & 29: Baumquartiere mit Wasserspeicher (Fa. Humberg)

Das anfallende Regenwasser im Bereich der Platzfläche soll den hier geplanten Großbaumverpflanzungen zugeführt werden. Aufgrund des Standortes der drei Großbäume innerhalb der Hochbeete (Höhe ca. 45 cm) kann das Wasser nicht direkt den Baumscheiben zugeführt werden. Geplant ist die Sammlung des Regenwasser mittels Einläufen im Bereich der Platzfläche und Speicherung in unterirdischen Hohlräumen (ähnlich der Wasserspeichertanks im Bereich der Baumquartiere), die miteinander

verbunden sind. Von hier aus wird das gesammelte Wasser unterirdisch den Bäumen zugeführt. Des weiteren sollen die Speicher auch manuell durch den Unterhalt befüllt werden können, wenn keine ausreichende Regenmenge anfällt.

Die neue große Grünfläche im Osten des Fußgängerbereiches ist als Tiefbeet geplant, das

einen Wasseranstau ermöglicht und so auch größere Wassermengen aufnehmen kann als normale Pflanzflächen.

Abbildung 30: Tiefbeet (schematische Darstellung)

3.11 Beleuchtung

Durch die Umwandlung der Straße in einen Fußgängerbereich und die Verlegung des

Fußweges zwischen Ulmenstraße und Frankenstraße wird eine Anpassung der vorhandenen Beleuchtung erforderlich. Da die vorhandenen Mastleuchten im Bearbeitungsgebiet alle

schon sehr alt sind, sollen im Zuge des Umbaus sämtliche Mastleuchten ersetzt werden. Im Bereich des neuen Wendehammers auf der westlichen Seite wird eine neue Mastleuchte

mit Höhe 9,2 m vorgesehen, da hier noch regulärer Pkw-Verkehr stattfindet. Sämtliche weiteren Leuchten im Bearbeitungsgebiet werden durch niedrigere Mastleuchten mit einer Lichtpunkthöhe von 5,0 m ersetzt. Durch die Umverlegung des Weges und die Verengung des ehemaligen Straßenraumes werden zudem Anpassungen der vorhandenen

Leitungsführung erforderlich, um die Beleuchtung im Bereich des Wegeanschlusses zur Ulmenstraße herstellen zu können.

  1. ABWICKLUNG DES BAUVORHABENS

Die Umsetzung der geplanten Umgestaltung der Freianlagen ist für das Jahr 2022/23 geplant. Eine Fertigstellung zumindest des Kirchenvorplatzes zum Kirchentag im Juni 2023 wird angestrebt. Da der Straßenbereich durch ein Tiefbauunternehmen ausgeführt werden

soll, wird vermutlich eine Ausführung in mehreren Bauabschnitten erforderlich sein.

  1. HINWEISE ZUR KOSTENBERECHNUNG

Abbildung 31: Flächenübersicht Kostenberechnung

  1. ANLAGEN

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