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02 Bericht

Anlage · 25.03.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Stellungnahme „Erhalt des Heimatmuseums Kornburg“

hier: SPD-Antrag vom 28.01.2020 Die Museen der Stadt Nürnberg bedauern die Schließung des mit sehr viel Leidenschaft und ehrenamtlichem Engagement über Jahrzehnte aufgebauten und betriebenen Heimatmuseums Kornburg. Bis einschließlich 2015 erhielt das Heimatmuseum Kornburg zweckgebunden bei der Kostenstelle „Heimat- und Brauchtumspflege“ einen städtischen Zuschuss in Höhe von 800 €. Diese Zuwendung konnte ab 2016 nicht mehr ausgezahlt werden, da kein Bedarf gemeldet wurde. Auf jährliche Nachfragen seitens der Verwaltung bei der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Kornburg als Trägerin und Ansprechpartnerin, wurde mitgeteilt, dass sich die Zuständigkeiten sowie die Perspektive des Heimatmuseums derzeit in Klärung befänden. Letztmals kam 2018 ein direkter Kontakt mit dem Hinweis zustande, dass die Verwaltung informiert würde, sobald eine Entscheidung zur Zukunft des Heimatmuseums getroffen sei. Die Zweckbindung bei der Kostenstelle besteht nach wie vor. Eine Bedarfsmeldung ist nach wie vor möglich. Gerne ist der städtische Museumsverbund im Rahmen seiner Möglichkeiten bereit, zu Fragen der Sammlung oder den Betrieb betreffend beratend tätig zu sein. Auch das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg steht gerne bei Fragen zur Ausstellungskonzeption und zur Vermittlung beratend zur Seite. Zur Erarbeitung eines Vorschlags für ein fundiertes Nutzerkonzept bzw. den Betrieb des Heimatmuseums reichen leider – nicht zuletzt vor dem Hintergrund mehrerer laufender eigener Sanierungs- und Neukonzeptionsprojekte – die finanziellen und personellen Ressourcen bei KuM nicht aus. Denn eine umfassende inhaltliche Konzeption sowie ein solides Finanzierungsmodell bedürfen der intensiven Recherche und fachlichen Vorprüfung. Des Weiteren haben die Museen der Stadt Nürnberg keine ausgewiesene Expertise in volkskundlichen Sammlungsbereichen sowie der Ausstellung von Lebens- und Arbeitswelten des ländlichen Raums. Eine Übernahme von Sammlungsgegenständen oder gar der gesamten Sammlung durch KuM ist daher leider nicht möglich. Neben diesen sammlungsstrategischen Rahmenbedingungen ist bei einer Übernahme mit einem wahrscheinlich beträchtlichen Sichtungs-, Sicherungs- und Inventarisierungsaufwand sowie aufwendigen Klärungsprozessen der Besitzverhältnisse von Leihgaben zu rechnen. Auch in Hinblick auf die limitierten Depotmöglichkeiten von KuM ist eine Übernahme der Sammlung faktisch nicht umsetzbar. Gleichwohl stellen Heimatmuseen eine eigene und besondere Kategorie in der deutschen Museumslandschaft dar und stehen bekanntlich seit einigen Jahren zunehmenden Herausforderungen gegenüber, deren Ursachen vor allem im Rückgang an Interesse und aktiver Beteiligung in den Gemeinden zu suchen sind. Gezielte Unterstützung können entweder die Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern oder der Deutsche Museumsbund geben. Die Landesstelle hat für „Freilicht- und Bauernhausmuseen, agrarhistorische Museen“ eine Ansprechpartnerin: Dipl.-Museol. (FH) Christina Hahn christina.hahn@blfd.bayern.de Tel. +49 89 21014074 Die Ansprechpartnerin in Mittefranken für den Bereich der Heimatmuseen ist: Dr. Isabel Reindl isabel.reindl@blfd.bayern.de Tel. +49 9141 7009415

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