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03 Bericht zum Antrag der Stadratsfraktion Bündnis 90 Die Grünen

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Bericht zum Antrag der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 19.11.2021

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die kulturelle Infrastruktur sowie alle Kulturinstitutionen, Kultureinrichtungen, die freie lokale Kunst- und Kulturszene waren und sind gravierend. Seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 hat die Stadt Nürnberg umfangreiche Maßnahmen getroffen, um den negativen Effekten der für Kunst- und Kulturschaffende im Rahmen des Gesundheitsschutzes notwendigen Regelungen entgegenzuwirken.

Hierbei hat die Verwaltung laufend die finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten durch städtische Fördertöpfe, Stiftungsmittel und sonstige Quellen geprüft und bei der Bereitstellung von Eigenmitteln unterstützt. Maßgebliche Unterstützungsleistungen, vor allem finanzieller Art, aber auch darüber hinaus, wurden zudem durch die von Bund und Freistaats initiierten Unterstützungsprogramme geleistet. Viele Kultureinrichtungen und Kulturinitiativen vor Ort konnten auf diese Weise in ihrer Arbeit gestützt werden. Die eigens eingerichtete Corona-Lotsenstelle am Bildungscampus leistet dabei wertvolle Hilfestellung.

Die Kriterien, unter denen künftig Kulturveranstaltungen wieder vollumfänglich stattfinden können, sind grundsätzlich stets in Abhängigkeit zu setzen zu eventuell noch existierenden Maßnahmen im Sinne des Gesundheitsschutzes. Diese definieren sich durch gegebenenfalls notwendige Beschlüsse auf Bundes- und Landesebene.

Die Verwaltung hat bereits mehrfach und umfangreich über die durch den Geschäftsbereich Kultur projektierten Vorhaben zur Unterstützung der regionalen Kunst- und Kulturszene berichtet. Reaktionsschnell, effektiv und erfolgreich hat etwa das Projektbüro im Geschäftsbereich Kultur viele neue Sonderformate aufgesetzt, darunter „Back to live – eine kleine Hofmusik“, „Kunst-Anschlag – Signale aus der Kunst-Szene“, „Lost & Found – ein Kunst-Parcours“ (Ausgabe 1 im Stadtpark, Ausgabe 2 im Burggraben), „Rathaus-Musik“, „Seebühne am Dutzendteich“, „Musikspeicher“ im Spittlertorzwinger als Kooperation mit der Musikzentrale und 20 Nürnberger Initiativen, Clubs und Vereinen, Muse im Museum“, zuletzt das „Rauhnächte-Festival“.

Bestimmte Sonderformate besitzen unter Berücksichtigung möglicher personeller und finanzieller Ressourcen durchaus das Potential, in die Zukunft weiterentwickelt zu werden. Einige der genannten Sonderformate konnten auch nur durch Mittel aus dem „Neustart Kultur“-Fonds realisiert werden. Die Höhepunktveranstaltungen des Projektbüros erreichten in vorpandemischen Zeiten etwa 500.000 bis 600.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl der Stadt Nürnberg. Somit sind diese Veranstaltungen deutliche Belege für breitenwirksame, niedrigschwellige Angebote zu verschiedenen Spielformen der Kunst und Kultur. Ebenfalls sind diese essentiell im Sinne überregionaler Sichtbarkeit und Präsentationsmöglichkeiten für regionale und lokale Kunstund Kulturschaffende. Formate wie Blaue Nacht, Bardentreffen, Klassik Open Air und Stars im Luitpoldhain sind national beachtete Veranstaltungen mit starker medialer Resonanz. Aktuell wird geplant, diese Formate wieder in regulärer Form in Umsetzung zu bringen.

Für die – auch in einem partizipativ gestalteten Prozess – Umsetzung von weiterführenden Überlegungen für einen möglichst vollumfänglichen und nachhaltigen Neustart aller Kunstund Kultursparten, wird zudem die Umsetzung und Weiterentwicklung der im Sinne der verbindlichen Kulturstrategie der Stadt Nürnberg vorangetriebenen Maßnahmen verstanden.

Die durch die Stadt Nürnberg vorgehaltenen kulturellen Infrastrukturen haben sich zudem in den zurückliegenden Jahren an die durch die Pandemie nötig gewordenen Vorgaben angepasst. Neue Kulturflächen und Ermöglichungsraum wurden dabei durch alle Kulturdienststellen definiert wie bestehender ausgeweitet. Die Nutzung dieses Ermöglichungsraumes wird größtenteils subventioniert, gefördert und unterstützt. Ebenfalls werden Projektmittel im Rahmen der Kulturförderverfahren im Geschäftsbereich derzeit in großem Umfang beantragt. Dies lässt den Schluss zu, dass große Teile der freien Nürnberger Kulturinstitutionen, Kulturveranstalterinnen und Kulturveranstalter weiterhin in gewohntem Umfang das kulturelle Leben der Stadt prägen werden.

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