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← Sitzung des Werkausschusses Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) (09.03.2022)

Ökobilanz

Anlage · 09.03.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Ökobilanz des Winterdienstes in den Städten München und Nürnberg - Stadt Nürnberg -

Zusammenfassung

Im Juli 2003 wurde von den Städten München und Nürnberg gemeinsam ein Auftrag an das Öko- Institut e.V. und die Hydrotox GmbH für die Erstellung einer Ökobilanz des kommunalen Winterdienstes beider Kommunen erteilt. Die im beigefügten Endbericht vorgelegten Ergebnisse beziehen sich auf den kommunalen Winterdienst der Stadt Nürnberg.

Die Studie verfolgte drei Ziele:

terdienst in der Stadt Nürnberg verbundenen Umweltauswirkungen auf der Grundlage einer Ökobilanz darzustellen und in geeigneter Form auszuwerten.

strukturiert sein, dass direkte und indirekte Umweltauswirkungen unterschieden, sowie besonders relevante Prozesse innerhalb der Systemgrenzen identifiziert werden können.

kommunalen Winterdienst der Stadt Nürnberg ermöglichen. Nicht beabsichtigt war es, dass in der zu erarbeitenden Ökobilanz unterschiedliche Methoden des Winterdienstes (etwa "Schwarzräumen" versus "Streusalz" versus "Granulat") verglichen werden sollten. Das Vorgehen erfolgte nach der Methode der Ökobilanz (vgl. die Norm ISO 14040ff). Einbezogen werden dabei sowohl die Aufwendungen des Winterdienstes selbst (z.B. Ausbringung) als auch die damit verknüpften Vor- und Nachketten (z.B. Herstellung und Antransport Streumittel. Um weitreichendere Aussagen zu ermöglichen, wurde außerdem festgelegt, dass insgesamt zwei Winterperioden betrachtet werden: Bei den beiden ausgewählten Winterperioden handelte es sich zum einen um die Winterperiode 2002/2003, die nach Einschätzung der Stadt Nürnberg einen durchschnittlichen Winter darstellt. Mit der Winterperiode 2001/2002 wurde daneben auch ein als besonders hart eingeschätzter Winter ausgewählt.

Die Ergebnisse der erfolgten Untersuchungen legten folgende Schlußfolgerungen und Empfehlungen nahe:

Der abstumpfende Streustoff Blähton trägt mit etwa zwei Dritteln zu den Umweltbelastungen des kommunalen Winterdienstes der Stadt Nürnberg bei. Aus diesem Grund stellt die Substitution bzw. der reduzierte Einsatz von Blähton einen sehr effektiven Ansatzpunkt für eine Optimierung dar.

Insgesamt wurde der Stadt Nürnberg vor diesem Hintergrund empfohlen, ein differenziertes Vorgehen zu wählen, bei dem eine an den jeweiligen Bereich (Straße, Gehbahn, Fahrradweg) angepasste Substitutionsmaßnahme ergriffen wird:

  1. Das Salzverbot auf Nebenstraßen und in Wohngebieten sollte aufgehoben werden; in

begründeten Fällen könnte Feuchtsalz oder Sole eingesetzt werden

  1. Auf allen Fußgängerüberwegen sollte zukünftig Streusalz zur Sicherung eingesetzt wer-

den

  1. Der Einsatz von Streusalz auf Gehwegen durch private Haushalte als auch durch die

Kommune bei städtischer Anliegerverpflichtung sollte weiterhin untersagt bleiben

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