Haushaltssperre

← Sitzung des Schulausschusses (11.02.2022)

Sitzung gesamt öffentlich

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Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Sitzungsunterlagen

Sitzung des Schulausschusses

11.02.2022

Inhaltsverzeichnis

Sitzungsdokumente 3 Tagesordnung -öffentlich- 3 Vorlagendokumente 5 TOP Ö 1 Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Schulbereich; hier: Antrag 5 „Schuljahr unter Corona-Bedingungen: Auswirkungen auf Einschulung, Rückstellungen, Korridorlösungen, Vorrücken und Wiederholen“ der Bündnis 90/Die Grünen Stadtratsfraktion vom 21.09. Bericht Ref.IV/005/2022 5 Sachverhalt Ref.IV/005/2022 8 Antrag_Schuljahr Corona_Grüne Ref.IV/005/2022 11 TOP Ö 2 Schülersprecherkonferenz 2021 13 Bericht Ref.IV/002/2022 13 Sachverhalt Ref.IV/002/2022 16 TOP Ö 3 Projektarbeit an städtischen Schulen in Nürnberg 18 Bericht Ref.IV/003/2022 18 Sachverhalt Ref.IV/003/2022 21 Text Mensch ist Mensch Ref.IV/003/2022 25 TOP Ö 4 Empfang der neuen Lehrkräfte an den städtischen Schulen im Schuljahr 26 2021/22 Bericht Ref.IV/006/2022 26 Sachverhalt Ref.IV/006/2022 29 TOP Ö 5 Offener Ganztag an den städtischen Realschulen und Gymnasien in Nürnberg; 32 hier: Peter-Vischer-Schule - Pilotversuch Offener Ganztag in der Klasse 5 und 6 Bericht Ref.IV/004/2022 32 Sachverhalt Ref.IV/004/2022 35

TAGESORDNUNG

Sitzung

Sitzung des Schulausschusses

Sitzungszeit

Freitag, 11.02.2022, 09:00 Uhr

Sitzungsort

Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal

TAGESORDNUNG

Öffentliche Sitzung

1. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Schulbereich; hier: Bericht

Antrag „Schuljahr unter Corona-Bedingungen: Auswirkungen auf Ref.IV/005/2022

Einschulung, Rückstellungen, Korridorlösungen, Vorrücken und

Wiederholen“ der Bündnis 90/Die Grünen Stadtratsfraktion vom

21.09.21

Trinkl, Cornelia

2. Schülersprecherkonferenz 2021 Bericht

Trinkl, Cornelia

3. Projektarbeit an städtischen Schulen in Nürnberg Bericht

Trinkl, Cornelia

4. Empfang der neuen Lehrkräfte an den städtischen Schulen im Bericht

Schuljahr 2021/22 Ref.IV/006/2022

Trinkl, Cornelia

5. Offener Ganztag an den städtischen Realschulen und Gymnasien Bericht

in Nürnberg; hier: Peter-Vischer-Schule - Pilotversuch Offener Ref.IV/004/2022

Ganztag in der Klasse 5 und 6

Trinkl, Cornelia

  1. Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 17.12.2021,

öffentlicher Teil

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss 11.02.2022 öffentlich Bericht

Betreff: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Schulbereich; hier: Antrag „Schuljahr unter Corona-Bedingungen: Auswirkungen auf Einschulung, Rückstellungen, Korridorlösungen, Vorrücken und Wiederholen„ der Bündnis 90/Die Grünen Stadtratsfraktion vom 21.09.21

Sachverhalt kurz:

Die Verwaltung berichtet über die aktuellen Anstrengungen, um an den Nürnberger Schulen einen sicheren und stabilen Unterrichtsbetrieb zu gewährleisten. Weiterhin werden nach den Herausforderungen des verganenen Schuljahres die Auswirkungen auf die Schullaufbahnen der Schülerinnen und Schüler sämtlicher Schularten in Nürnberg betrachtet.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja In der Berichterstattung werden die Schullaufbahnen sämtlicher Schülerinnen und Schüler aller Schularten betrachtet.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Schulbereich; hier: Antrag „Schuljahr unter Corona-Bedingungen: Auswirkungen auf Einschulung,

Rückstellungen, Korridorlösungen, Vorrücken und Wiederholen“ der Bündnis 90/Die

Grünen Stadtratsfraktion vom 21.09.2021

Um weiterhin einen stabilen und sicheren Schulbetrieb zu ermöglichen, wurden und werden von Seiten der Stadt Nürnberg zahlreiche Anstrengungen unternommen. Die Verteilung der Raumluftreinigungsgeräte konnte erfreulicherweise Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen werden. Der Wartungszyklus und Filtertausch für die ersten 300 angeschafften Geräte hat bereits begonnen. Die HVE – Schule und Sport ist weiterhin stark in die Auslieferungen der vom Freistaat gestellten Pandemieartikel wie Schnelltests und Masken eingebunden. Von Seiten des Kultusministeriums ist eine Ausweitung der PCR-Pooltestungen auf die 5. und 6. Jahrgangsstufen aller Schularten (einschließlich der übrigen Förderschwerpunkte der Förderschulen) geplant. In Nürnberg hat sich bzgl. der Logistik der Pool- und Rückstellproben die Zusammenarbeit mit den Taxi-Unternehmen bewährt. Die Fahrten verlaufen bei den eingebundenen Fahrerinnen und Fahrern routiniert und die Proben wurden an den Abholpunkten rechtzeitig übergeben.

Der Unterricht des vergangenen Schuljahrs wurde stark von der Corona-Pandemie beeinflusst. In den letzten Schulausschüssen wurde ausführlich über die jeweils aktuelle Situation berichtet. Im Folgenden liegt der Fokus auf Schwerpunkten der Schullaufbahn der Schülerinnen und Schüler.

Grund- und Mittelschulen in Nürnberg

Das staatliche Schulamt in der Stadt Nürnberg beschreibt die dortige Situation folgendermaßen: Die Quote der Einschulung bei den Kindern im Einschulungskorridor ist zurückgegangen. Während sich im Einschulungsjahr 2020 42 % der Eltern für einen Verbleib im Kindergarten und gegen eine Einschulung entschieden, waren es im vergangenen Jahr 2021 rund 52 % der Eltern, die die Einschulung verschieben wollten. Die Anzahl der Wiederholer ging gegenüber dem Vorjahr leicht zurück von 150 im Schuljahr 2019/20 auf 145 im Schuljahr 2020/21.

Die Schülerinnen und Schüler der Deutschklassen wechseln nach spätestens einem Jahr in

die Regelklassen. Über eine Übergangsquote kann hier nicht gesprochen werden.

Im Schuljahr 2020/21 verließen in Nürnberg ca. 5% der Abschlussschülerinnen und -schüler

die Mittelschule ohne Anschluss. Diese Quote hat sich gegenüber den Vorjahren nicht

verändert.

Im vergangenen Schuljahr erreichten 90% aller Mittelschülerinnen und –schüler in der 10.

Klasse des Mittlere-Reife-Zuges die Mittlere Reife. Dies sind ähnliche Zahlen wie im Vorjahr.

Den Qualifizierenden Mittelschulabschluss oder Mittelschulabschluss erreichten 82 %.

Die Zahlen haben sich gegenüber den vorherigen Schuljahren nicht verändert.

Förderschulen in Nürnberg

Eine globale Antwort zur Situation an den Förderschulen über die verschiedenen

Förderschwerpunkte im Stadtgebiet Nürnberg ist nach Abstimmung mit der Regierung von

Mittelfranken schwierig. Je nach sonderpädagogischem Förderbedarf hatten die Schülerinnen

und Schüler, Erziehungsberechtigten und Schulen andere Herausforderungen zu bewältigen.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier beispielhaft Aspekte erwähnt. Die digitale

Bildungsteilhabe war bei Familien ohne eine adäquate Ausstattung und WLAN-Zugang

erschwert. Oftmals hatten die Hygienevorgaben Auswirkungen auf Kommunikations-, Lern-

und Pflegesituationen. Aufgefallen ist auch die überdurchschnittlich hohe Teilnahmequote an

der Notbetreuung der Förderzentren und gleichzeitige Betreuung des Distanzlernens.

Realschulen und Gymnasien in Nürnberg

Aufgrund des Ausfalls von Hunderten von Präsenzstunden entstanden pandemiebedingte

Lernrückstände, die nicht einfach im Zeitraum von wenigen Wochen aufzuholen waren, und

somit erging der Erlass seitens des Bayerischen Kultusministeriums, das Sitzenbleiben zum

Ende des vergangenen Schuljahres 2020/2021 auszusetzen. Ebenso großzügig wurde das

Vorrücken auf Probe bedacht, wonach Schülerinnen und Schüler bis Dezember 2021 die

Möglichkeit erhielten, Lerndefizite und schlechte Noten zu beheben. Initiativen wie z. B.

„gemeinsam.Brücken.bauen“ unterstützen durch verschiedene Lernförderprogramme die

Reduzierung des Lernrückstandes.

Die Abschlussprüfungsergebnisse der weiterführenden Schulen in Nürnberg wichen im

Vergleich zu den vorherigen Jahren nicht im großen Stil von den früheren Notendurchschnitten

ab und waren tendenziell eher besser. Grundlage dafür waren die zahlreichen

Erleichterungen, die bereits über das Schuljahr hinweg seitens des Kultusministerium gegeben

waren (Reduzierung der Leistungsnachweise, Verschiebung der Prüfungstermine zur

besseren Vorbereitung, Trennung prüfungsrelevanter vs. nicht prüfungsrelevanter Lerninhalte,

Setzung von Schwerpunkten).

Eine konkrete Aussage darüber, wie viele Schülerinnen und Schüler die Schule ohne

Abschluss verlassen haben, ist schwierig, da Schulkarrieren aus datenschutzrechtlichen

Gründen kaum nachvollziehbar sind. Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2020/2021

ihren Abschluss nicht geschafft haben, stand die Möglichkeit zur Wiederholung an ihrer

bisherigen oder eben auch an einer anderen Schule offen.

Berufliche Schulen in Nürnberg

An den beruflichen Schulen wurde zur Beantwortung o.g. Anfrage im Dezember 2021 / Januar 2022 eine Forms-Abfrage durchgeführt. An ihr haben alle öffentlichen beruflichen Schulen teilgenommen. Da sich die beruflichen Schularten hinsichtlich Schülerschaft und Ausbildungszielen erheblich unterscheiden und teilweise sehr unterschiedliche schulrechtliche Regelungen gelten, erfolgte die Abfrage jeweils mit Bezug zu einer konkreten beruflichen Schule bzw. Schulart. Eine schulrechtliche Besonderheit stellt die duale Ausbildung dar. Hier ist schulrechtlich weder ein Wiederholen noch ein Vorrücken auf Probe Freiwilliges 0 5 vorgesehen. Die Abschlussprüfungen liegen dort Wiederholen in der Hand der jeweils zuständigen Stelle. Einige Berufsschulen haben deshalb ihre Antworten in erster Linie auf die Klassenformen Berufsvorbereitung und Berufsintegrationsklassen bezogen. Insgesamt zeigt sich bezüglich des Wiederholens, dass die Zahl der SuS wiederholen in diesem Jahr vermehrt freiwillig. unfreiwilligen Wiederholerinnen und Wiederholer konstant geblieben ist. Relativ ähnlich sieht es Hinsichtlich des freiwilligen Wiederholens sind keine Veränderungen zu den Vorjahren bemerkbar. beim freiwilligen Wiederholen aus, jedoch haben Es wiederholen weniger SuS im Vergleich zu den hier fünf Direktorate ein vermehrtes Auftreten Vorjahren freiwillig. beobachtet. Begründet wurde dies durch die Unsicherheiten von Schülerinnen und Schülern bzgl. des behandelten Unterrichtsstoffs, zur

Beseitigung von Defiziten oder der Notenverbesserung. Grundsätzlich ist es so, dass Vorrücken auf Probe bei Schülerinnen und Schülern gewährt wird, wenn mit einer besseren schulischen Leistung im nächsten Schuljahr gerechnet werden kann. Bezüglich der Zahl an Vorrückerinnen und Vorrückern auf Probe sind an den beruflichen Schulen kaum Veränderungen im Vergleich zu den vorherigen Schuljahren zu erkennen. Bezüglich der Schülerinnen und Schüler, die eine berufliche Schule ohne Abschluss verlassen haben, zeigt sich ein gemischtes Bild. Der Großteil der Verlassen ohne Direktorate beobachtet keine Veränderungen, Abschluss wobei zwei Direktorate eine erhöhte und ein Direktorat sogar eine niedrigere Anzahl feststellen konnten. Als Gründe, die zum Verlassen der Schule ohne Abschluss führten, wurden die Beendigung der Ausbildung vor Abschluss, der Beginn einer anderen 30 Ausbildung, das Nichtbestehen der Abmeldungen ohne Erreichen eines Schulabschlusses waren vermehrt festzustellen. Abschlussprüfung oder auch der verlorengegangene Bezug zur Schule und die Veränderungen zu den Vorjahren waren nicht zu damit verbundene Motivation genannt. Die beobachten. erfreuliche Beobachtung, dass weniger Weniger SuS haben die Schule ohne Abschluss Schülerinnen und Schüler die Schule ohne verlassen (d. h. mehr SuS erreichten einen Abschluss verlassen, wird auf folgende Schulabschluss). Rahmenbedingungen zurückgeführt: die mildere Bewertung und auch die Sonderregelungen des Kultusministeriums, durch welche Schülerinnen und Schüler, die unter normalen Umständen von einer Wiederholung ausgeschlossen wären (Überschreitung der Höchstausbildungsdauer, mehrmaliges Wiederholen). Fast alle Direktorate geben an, dass die Prüfungsergebnisse, d. h. die Notendurchschnitte und Bestehensquoten, ähnlich wie in den vergangenen Schuljahren ausgefallen sind. Nur wenige Direktorate beobachteten negative Auswirkungen. Dies wird u. a. auf die Unterrichtsbedingungen während des vergangenen Schuljahrs, eine geringere Leistungsbereitschaft oder Schwierigkeiten bei der eigenständigen Organisation der Schülerinnen und Schüler zurückgeführt.

Alles in allem ist festzuhalten, dass die Schullaufbahnen der Nürnberger Schülerinnen und Schüler gemäß den Beobachtungen und Einschätzungen der zuständigen Stellen erfreulicherweise nicht gravierend von den Auswirkungen der Corona-Pandemie negativ beeinflusst werden. Dieser Umstand lässt sich auch durch das enorme Engagement der Lehrkräfte begründen. Kontakt halten, kreative und differenzierte Unterrichtsgestaltung und auch pädagogisches Augenmaß in Hinblick auf Leistungsnachweise. Weiterhin haben die besonderen Regelungen durch das Kultusministerium wie die Schwerpunktsetzungen im Lehrplan, die Reduktion der notwendigen Leistungsnachweise oder zum Vorrücken auf Probe zu Erleichterungen geführt.

BÜNDNIS 90

DIE GRÜNEN fl

FRAKTION B’ 90/DIE GRÜNEN. RATHAUSPLATZ 2, 90403 NÜRNBERG BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Stadtratsfraktion Nürnberg

An den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg RathauspLatz 2 Marcus König 90403 Nürnberg Rathaus Tel: (0911) 231-5091 OBERBURGERMEIS 1 LH 90403 Nürnberg Fax: (0911) 231-2930 w2 0. SEP 2021 gruene@stadt.nuemberg.de /.......Nr.......... Bus: Linie 36,46,47 (Rathaus) 3 Zur t 'j'tungnsbrne U-Bahn: Linie 1 (Lorenzkirche) __ 4 vO( Ab3«V L i rinfir vofteQW' Nürnberg, 21. September 2021 5 Antwort umsfz.w.V

Schuljahr unter Corona-Bedingungen: Auswirkungen auf Einschulung,

Rückstellungen, Korridorlösungen, Vorrücken und Wiederholungen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Distanz-, Wechsel- und Präsenzunterricht haben das Schuljahr 2020/2021 geprägt. Dabei lag der Schwerpunkt auf der digitalen Vermittlung von Lernstoff. Zudem hat sich die Pandemie möglicherweise auch auf Einschulung, Rückstellung oder Wahrnehmen der Korridorlösung, Vorrücken, Vorrücken auf Probe oder Wiederholen (auch freiwillig) und Übergänge (auch ungeplante) und damit die schulischen Laufbahnen von Kindern und Jugendlichen ausgewirkt.

Es ist daher davon auszugehen, dass in Zeiten von Corona Entscheidungen getroffen wurden bzw. werden mussten, die unterschiedlichen Konsequenzen für die Schülerinnen hatten bzw. haben.

Wir stellen deshalb zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:

> sich die Zahl der einzuschulenden Kinder durch Rückstellung oder vermehrte Inanspruchnahme der Korridorlösung verändert hat. > Eltern/Schüler*innen ein (freiwilliges) Wiederholen der Jahrgangsstufe oder ein Vorrücken auf Probe in Anspruch genommen haben. > die Übergangsquote von Deutschklassen in Regelklassen davon betroffen war. > Schülerinnen die Schule ohne Abschluss verlassen haben.

> Prüfungsergebnisse von Abschlussprüfungen weiterführender Schulen, auch an beruflichen Schulen, durch die besondere Situation beeinflusst wurden. > sich die Situation auf die Schülerinnen mit Beeinträchtigungen an den Förderschulen ausgewirkt hat.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Klaßen Paul Ärzten Andrea Friedei Stadträtin Stadtrat stv. Fraktionsvorsitzende

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss 11.02.2022 öffentlich Bericht

Betreff:

Schülersprecherkonferenz 2021

Sachverhalt kurz:

Seit 2013 ist die Schülersprecherkonferenz der Stadt Nürnberg eine fest etablierte Veranstaltung, die unter einem Themenschwerpunkt Schülersprecherinnen und Schülersprecher der allgemeinbildenden sowie beruflichen Schulen an einem Tag zusammenbringt. Dort werden sie zur partizipativen demokratischen Arbeit in den jeweiligen Schulen motiviert und erhalten Anregungen für die Weiterarbeit in der Schule, insbesondere in der SMV (Schülermitverantwortung). 2021 fand die Schülersprecherkonferenz nach einer Coronabedingten Pause im Vorjahr zum achten Mal statt. Themenschwerpunkt war Demokratisierung. Nach einem Input und einem Erfahrungaustausch mit Vertretungen aus den Stadtratsfraktionen im Schulausschuss wurde zudem der neue Vorstand der Stadtschülersprecherinnen und sprecher gewählt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Die Schülersprecherkonferenz steht allen Schülersprecherinnen und Schülersprechern der Nürnberger allgemeinbildenden und beruflichen Schulen offen.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Schülersprecherkonferenz 2021

Seit 2013 ist die Schülersprecherkonferenz der Stadt Nürnberg eine fest etablierte Veranstaltung, die unter einem Themenschwerpunkt Schülersprecherinnen und Schülersprecher der allgemeinbildenden sowie beruflichen Schulen an einem Tag zusammenbringt. Dort werden sie zur partizipativen demokratischen Arbeit in den jeweiligen Schulen motiviert und erhalten Anregungen für die Weiterarbeit in der Schule, insbesondere in der SMV (Schülermitverantwortung).

Die Schülersprecherkonferenz der Stadt Nürnberg hatte im Jahr 2020 wegen der vorherrschenden Regelungen zu Covid-19 nicht stattgefunden. Die Durchführung 2021 stand besonders unter dem Fokus der einzuhaltenden Hygienestandards und der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorab mitgeteilten 3G-Regelungen. Das Organisationsteam aus SchA und dem Referat für Schule und Sport berücksichtigte in seinen Planungen hinsichtlich der Durchführung neben den Hygienestandards auch die Regelungen zur Auslastung der verschiedenen Räume im Rathaus sowie aller Normen bezüglich der Verpflegung.

53 Schülersprecherinnen und Schülersprecher von Nürnbergs allgemeinbildenden und beruflichen Schulen folgten der Einladung und nahmen an der zum 8. Mal stattfindenden Veranstaltung im Großen Sitzungssaal des Nürnberger Rathauses teil. Außerdem war eine Lehrkraft der Friedrich-Hegel-Grundschule, die sich an dem Schulversuch „Mitdenken! Mitreden! Mitgestalten (MIT!) – SMV an Grundschulen“ beteiligt, anwesend. Die Teilnehmeranzahl 2021 entspricht den Zahlen früherer Schülersprecherkonferenzen.

Abbildung 1

Für die Veranstaltung konnte Martin 1 Referat für Schule und Sport Speer aus Berlin als Moderator gewonnen werden. Der ehemalige Schüler aus Nürnberg ist nach eigenen Angaben Autor, Feminist, Berater und überzeugter Europäer, der sich für politische Beteiligung und Geschlechtergerechtigkeit einsetzt. Der Themenschwerpunkt der Schülersprecherkonferenz 2021 stand unter dem Thema Demokratisierung. Die Schülersprecherinnen und Schülersprecher sollten zum einen eine Vorstellung davon erhalten, wie Politik auf kommunaler Ebene Einfluss auf ihr schulisches Leben nimmt und zum anderen erfahren, wie demokratische Prozesse in den Schulen angestoßen werden können.

Abbildung 2

Anschließend stellte sich Herr OBM den Fragen des Moderators und den Schülersprecherinnen sowie Schülersprechern. In der Sitzung riefen er und die Schulreferentin dazu auf, sich mutig und motiviert den schulischen Prozessen zu stellen. Die Möglichkeit des Austauschs mit den schulpolitischen Sprecherinnen und Sprechern (CSU, SPD, Bündnis 90/die Grünen und FDP) fand im Anschluss in Kleingruppen – in verschiedenen Räumlichkeiten über das Rathaus verteilt – in einem eineinhalbstündigen Zeitfenster statt.

Im zweiten Teil wurde der neue Vorstand der Stadtschülersprecher gewählt. Die Wahl des Vorstands als demokratisches Element der Veranstaltung war aus verschiedenen Gründen notwendig geworden: die abgesagte Konferenz 2 Referat für Schule und Sport

2020 sowie die aus schulischen bzw. beruflichen Gründen ausgeschiedenen Ex-Vorstände erforderten eine Neuwahl. Die Erweiterung des Vorstands war bereits 2019 in einer demokratischen Abstimmung mit den Schülersprecherinnen und Schülersprechern beschlossen worden. Dabei wurde vereinbart, dass möglichst alle Schularten in dem Gremium abgebildet sein sollten. Abgesehen vom Förderschulbereich, von dem leider keine Vertretung bei der Schülersprecherkonferenz anwesend war, konnte dieses Ziel nun erfüllt werden.

Am 02. Dezember 2021 trafen sich die gewählten neuen Mitglieder des Vorstands mit Frau Ref. IV und SchA/D zu einem ersten Austausch virtuell. Die frisch gewählten Schülerinnen und Schüler stellten ihre eigenen Tätigkeiten und ihre Motivation vor. Im anschließenden Austausch zu aktuell wichtigen Themen an den Schulen wurden einige Punkte angesprochen, welche nun von der Verwaltung bearbeitet werden. Der Blick wurde aber auch auf die Zukunft gerichtet, wie beispielsweise mit der Frage, wie die Schule von morgen aussehen sollte. Im Frühjahr 2022 sind weitere Treffen geplant.

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss 11.02.2022 öffentlich Bericht

Betreff:

Projektarbeit an städtischen Schulen in Nürnberg

Sachverhalt kurz:

Die Verwaltung berichtet über die Projektarbeit an städtischen Schulen in Nürnberg. Exemplarisch werden zwei Projekte genauer betrachtet. Dabei liegt das Augenmerk einerseits auf einem Projekt der B7, welches im Zusammenhang mit der schulischen Zugehörigkeit zum Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" entstanden ist. Auf der anderen Seite erfolgt ein Werkstattbericht über ein Projekt zur Förderung im Leistungssport mit dem Schwerpunkt Integration und Inklusion an der städtischen Bertolt-Brecht-Schule. Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration bewilligte der Stadt Nürnberg für die drei Teilprojekte zur Stärkung und Förderung von Integration, Sprachkompetenz und Resilienz einen großzügigen Finanzrahmen.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja In den genannten Projekten setzen sich die Schulmitglieder aktiv gegen Diskriminierung und Intoleranz ein. Respekt, Courage und Menschlichkeit wird gestärkt und gefördert.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Projektarbeit an städtischen Schulen in Nürnberg

Arbeiten in und an Projekten stellt für Schülerinnen und Schüler oftmals eine willkommene Abwechslung dar. Kinder und Jugendliche können dabei außerdem ihre eigenen Fähigkeiten, Kenntnisse und Interessen einbringen und erleben dadurch eine Wertschätzung der eigenen Person. Gleiches gilt für die engagierten Lehrkräfte oder das pädagogische Personal, welche vorwiegend Projekte an ihren Schulen initiieren. Diese Erfahrungen unterstützt die Stadt Nürnberg durch die Vergabe von pädagogischen Projektmitteln an die Nürnberger Schulen.1 Daneben gibt es aber auch noch Netzwerke oder Initiativen, welche Projektarbeit meist zu einem vorgegebenem Thema unterstützen. Exemplarisch soll in diesem Bericht auf das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und das vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration bewilligte Projekt zur Förderung im Leistungssport mit dem Schwerpunkt Integration und Inklusion an der städtischen Bertolt- Brecht-Schule.

1. Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist ein bundesweites Schulnetzwerk. Schulen,

die den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ tragen und Teil des Netzwerks

werden möchten, einigen sich in einer Selbstverpflichtung mehrheitlich darauf, aktiv gegen

Diskriminierung, insbesondere Rassismus, an ihrer Schule vorzugehen. In einer geheimen

Abstimmung müssen mindestens 70 Prozent der Schulmitglieder zustimmen. Das Schild mit

dem Logo am Schulgebäude soll täglich daran erinnern, dass sich viele Menschen an dieser

Schule aktiv gegen Ungleichwertigkeitsdenken und Diskriminierung jeder Art einsetzen. In

Bayern gibt es über 700 Schulen mit dem Titel, in Nürnberg über 40 über alle Schularten

verteilt.2

Der aktuelle Bericht „Courage und Solidarität in Zeiten der Pandemie“ der Bundeskoordination

von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zeigt, dass sich die Courage-Schulen den

Herausforderungen von 2020 gestellt haben und innovative und außergewöhnliche Wege

gefunden haben, um sich gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit zu engagieren.3

Dies gilt natürlich auch für die Nürnberger Schulen.

Exemplarisch sei hier ein Projekt der B7 genannt. Dort

wuchs im Schuljahr 2020/21 die Idee, einen Song für

die Menschenwürde und gegen Diskriminierung zu

schreiben, zu produzieren und als Projekt bei „Schule

ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu

präsentieren. Zusammen mit Schülerinnen und

Schülern der BVJ4-Klassen entstand der Song

„Mensch ist Mensch“.

Abbildung 3

Toleranz und Menschlichkeit – Grundpfeiler von Demokratie und des gesellschaftlichen Werteverständnisses, das innerhalb der B7 gelebt und vermittelt wird. 1 Quelle: B7 der Stadt Nürnberg

1 TOP 4 im Schulausschuss vom 15.10.2021 2 https://www.schule-ohne-rassismus.org/netzwerk/courage-schulen/ 3 https://www.schule-ohne-rassismus.org/produkt/bericht-der-bundeskoordination-2020/ 4 BVJ = Berufsvorbereitungsjahr; Schülerinnen und Schüler dieser Klassen haben aus unterschiedlichen Gründen noch keinen passenden Ausbildungsplatz bzw. Anschluss gefunden. Innerhalb eines Jahres werden sie intensiv darauf vorbereitet, den Sprung in einen neuen Lebensabschnitt (Aus- oder Weiterbildung) sicher zu bewältigen.

2. Werkstattbericht: Projekt zur Förderung im Leistungssport mit dem Schwerpunkt

Integration und Inklusion an der städtischen Bertolt-Brecht-Schule

Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration bewilligte der Stadt Nürnberg für die Bertolt-Brecht-Schule zur Förderung von Projekten im Leistungssport mit dem Schwerpunkt Integration und Inklusion einen großzügigen Finanzrahmen in Höhe von 100.000 € (hiervon sind 10% Eigenanteil vom Zuschussempfänger selbst vorzuhalten). Die Bertolt- Brecht-Schule, ein kooperatives Schulzentrum mit einer kommunalen Realschule, einem kommunalen Gymnasium und einer staatlichen Mittelschule sowie u. a. Eliteschule des Sports, Partnerschule des Leistungssports, UNESCO-Projektschule, Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage entwickelte nach der Bekanntmachung der Fördersumme ein Konzept für ein integratives Projekt. Im Fokus der Projektplanung standen von Beginn an folgende drei Aspekte, die im finalen Projektplan zentrale Berücksichtigung finden:

Migration/Integration

Nürnberg hat im bundesdeutschen Vergleich mit einem Anteil von knapp 50% an Menschen mit einem Migrationshintergrund eine besondere Rolle. Diese Menschen erfolgreich zu integrieren, ist von Bedeutung für alle hier lebenden Bürgerinnen und Bürgern. Dabei können Schulen einen wertvollen Beitrag leisten.

Sprachförderung

Die Schülerinnen und Schüler befinden sich ständig miteinander im Kontakt und damit in sozialen Prozessen; sie erproben die deutsche Sprache in fantasievoller Weise (z. B. Jugendsprache untereinander vs. Hochsprache im Unterricht).

Resilienz

Belastungen und Hindernisse treffen zu einem gewissen Zeitpunkt auf jedes menschliche Individuum, so auch in der Schule. Die Widerstandsfähigkeit, damit angemessen umgehen zu können, ist eine Kompetenz, die es auszubilden gilt. Die Stärkung der psychischen Widerstandskraft ist letztlich eine wesentliche Säule der aktiven Gesundheitsvorsorge.

Das Projekt untergliedert sich in drei Teilprojekte:  Sprachsensibler Unterricht  Handlungskonzept Glück  BBS5 on bike - Gemeinsam Bayern erfahren

Das Projekt wird über den gesamten Zeitraum hinweg von zwei Projektkoordinatorinnen in Kooperation mit der Organisationsleitung der Bertolt-Brecht-Schule betreut. Sollte es die seit 2020 andauernde Corona-Pandemie erfordern, können Bausteine auch online über MS Teams oder hybrid stattfinden.

Inhaltliche Gestaltung des Projektteils zur Stärkung der Resilienz

A. Sprachsensibler Unterricht

Der Begriff „sprachsensibler Unterricht“ steht für unterschiedliche Unterrichtskonzepte, die Sprache bewusst als Mittel des Denkens und des Kommunizierens einsetzen, um fachliches und sprachliches Lernen zu verknüpfen. Die Lernenden werden in ihrer Gesamtheit erfasst, das bedeutet, dass die Sprache, das jeweilige Fach und die Sozialisation untrennbar miteinander verbunden werden.

5 BBS = Bertolt-Brecht-Schule

Dieses Projekt soll durch vier Säulen, die im Schulalltag der BBS verankert sind und zeitgleich durch die Expertise externer Kooperationspartner gestützt wird, umgesetzt werden.

Mitte Dezember 2021 ist das Projekt in seinen Anfängen erfolgreich angelaufen; die Bücherkisten und Lizenzen für das Online-Programm sind in Beschaffung. Der Vortrag und die Workshops zur Fortbildung der Lehrkräfte sind für Februar 2022 geplant. Das interkulturelle Training mit Schülerinnen und Schülern wurde auf Pfingsten 2022 angesetzt. Auch wenn das Programm online umsetzbar ist, bevorzugt die Schule eine Durchführung in Präsenz. Der Theaterworkshop mit dem Gostner Hoftheater wird ebenfalls ab Februar 2022 beginnen.

B. Handlungskonzept Glück

Vielfältige Belastungen, denen die Schülerinnen und Schüler des Leistungssports ausgesetzt sind, bestehen auch außerhalb der Corona-Pandemie. Mentales Training z. B. im Rahmen des Unterrichts soll deshalb ausgebaut werden. Es ist wichtig, den Jugendlichen Strategien an die Hand zu geben, die ihnen dabei helfen, ihre Resilienz zu stärken und sich ihrer Ressourcen bewusst zu werden. Das sog. „Handlungskonzept Glück“ verfolgt mit einem ganzheitlichen Ansatz das Ziel, diese Kompetenz bei den jungen Leistungssportlerinnen und

wurde auf wissenschaftlicher Basis positiver Psychologie, positiver Pädagogik, der Salutogenese sowie Grundlagen der Philosophie seitens des Fritz-Schubert-Instituts für Persönlichkeitsentwicklung in Heidelberg entwickelt. Dabei handelt es sich um eine 144stündige Ausbildung für die betreffenden Lehrkräfte in der Zeit von Juni 2021 bis Mai 2022, die einmal im Monat freitags und samstags stattfindet und schließlich mit einem Zertifikat endet. Diese Ausbildung findet zusammen mit Studierenden der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen/Nürnberg statt und wird vom Lehrstuhl für Schulpädagogik (Fr. Prof. Dr. Michaela Gläser-Zikuda) begleitet. Die fundierte Ausbildung der Lehrkräfte ist unabdingbar, weil sowohl sensible wie auch therapeutische Ansätze Inhalte des „Handlungskonzepts Glück“ sind. In der BBS selbst soll dieses Handlungskonzept in mindestens fünf Klassen (Umfang etwa 36 Doppelstunden im Schuljahr 2021/22) durchgeführt werden. Dabei können wöchentlich 90 Minuten im Rahmen von z. B. Ethik bzw. anderen Fächern/Kursen mit entsprechendem Lehrplanbezug oder gezielt in Projektwochen – auch unter der Mithilfe von fünf Studierenden der FAU – herangezogen werden.

An der Realschule sind vor den Weihnachtsferien und den Faschingsferien mehrtägige Projekte geplant. Am Gymnasium findet ebenfalls vor den Faschingsferien eine dreitägige Veranstaltung statt. Die Mittelschule führt derzeit das Handlungskonzept in der siebten Jahrgangsstufe durch.

C. BBS on bike – Gemeinsam Bayern erfahren

Die BBS vereint Leistungssport mit einer Schulfamilie, die von einer großen Anzahl an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund geprägt ist. Dieses Projekt soll Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer Herkunft oder ihren physischen und psychischen Voraussetzungen zusammenführen. Gemeinsam sollen sie in einer intensiven Erfahrung Bayern mit dem Fahrrad erleben.

Derzeit umfasst diese Radtour eine Distanz von etwa 1.000 km rund um Bayern, geplant wird eine Schülergruppe zwischen 30 und 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Diese werden von einem Team aus Lehrkräften und ggf. Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen aus dem Offenen Ganztag begleitet. Das Besondere ist, dass der Unterricht in diesen Tagen auf dem Fahrrad und in den Pausen nach einem angepassten Konzept des mobilen außerschulischen Lernorts erfolgt. Hier sind die Mehrsprachigkeit (bilingualer Unterricht), das Festhalten der Ergebnisse in einem Blog (Informatik), die geographischen Exkursionen (Geographie), der

historischer Bezug der erlebten Landschaft (Geschichte), Physikunterricht am Beispiel des Reifendrucks, der Drehbewegungen etc. zu nennen.

Das Projekt war ursprünglich für September/Oktober 2021 angedacht und musst aus organisatorischen Gründen auf 2022 – vermutlich Pfingsten – verschoben werden. Auch diese Planungen stehen vorbehaltlich der pandemischen Lage. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler sollen aus drei verschiedenen Schularten kommen; nach Möglichkeit jeweils aus der siebten Jahrgangsstufe. Im Moment ist eine Durchmischung dieser Art auf Grund der Corona- Pandemie nicht haltbar. Es steht zu hoffen, dass sich Ende Frühling/Anfang Sommer 2022 die Lage soweit beruhigt hat, dass sowohl die Gruppenzusammensetzung als auch die eventuelle Übernachtung in Beherbergungsbetrieben sowie die Nutzung von gastronomischen Einrichtungen kein Problem darstellt.

Förderung

Das vorliegende Projekt mit seinen drei Untergliederungen fördert verschiedene Kompetenzen, die nicht nur vom Lehrplan gefordert, sondern auch von gesellschaftlicher Seite betrachtet erwünscht sind. Dazu gehören sowohl fachliche wie auch soziale Kompetenzen, die in ihrer Förderung und Weiterentwicklung in den letzten beiden Jahren Pandemie-bedingt nicht so erfolgen konnten, wie es seitens der Schule ursprünglich geplant war. Nicht nur bei den Schülerinnen und Schülern des Leistungssports traten Veränderungen auf, die sie vor diverse Schwierigkeiten stellten z. B. Trainingsverbote in Stadien, Wettkampfausfälle etc., sondern auch für die Lehrkräfte, deren individuelle bzw. differenzierte Unterrichtsgestaltung für die Leistungssportschülerinnen und -schüler via Wechsel von Distanz- und Präsenzunterricht anders verlief.

Alle drei Projekte werden das Sprachvermögen der Schülerinnen und Schüler erweitern. Nicht zuletzt dadurch, dass die Inhalte den kommunikativen Austausch zu bestimmten Themen erfordern. Unabhängig davon, ob sprachliche Defizite vorhanden sind oder nicht, ist auch das adressatengerechte Sprechen eine Kompetenz, die beherrscht werden soll. Gerade bei praktischen Aktivitäten wie im Sport, in Seminaren oder beim Theater wird sie gefördert.

Das Projekt ist zudem auch von inklusiver Seite betrachtet für die BBS interessant, die sich dem Thema Inklusion schon seit vielen Jahren in ihrer schulischen Arbeit annimmt. Bei allen drei Projektteilen können Schülerinnen und Schüler, die von einem Handicap betroffen sind, ohne Probleme teilnehmen.

Da die Lehrkräfte in der BBS in der Vergangenheit schon viele Projekte zum Thema „Diskriminierung vorbeugen bzw. vermeiden“ durchführten, ist die Thematik in der Schulentwicklung verankert und genießt einen hohen Stellenwert.

Des Weiteren möchte die BBS das Projekt nachhaltig anlegen. Es soll in der Schulentwicklung implementiert und auch für folgende Schuljahre als Möglichkeit zur Förderung inklusiver und integrativer Ideen und Gedanken herangezogen werden. Nach Abschluss der ersten Projektrunde erfolgt eine Evaluation (unter Mithilfe des Amtes für Allgemeinbildende Schulen) zur Überprüfung von Verbesserungen und positiven Erkenntnissen. Der Evaluation folgend sind mehrere Szenarien möglich, wie das Projekt in der BBS bzw. anderen weiterführenden Schulen in Nürnberg (weiter) ausgestaltet, adaptiert bzw. implementiert werden kann.

Mensch ist Mensch (BVJ/A und BVJ/B 2021)

1. Strophe

Warum siehst Du mich so an? Hab` ich Dir irgendwas getan? Warum versuchst Du´s einfach nicht mit einem Lächeln im Gesicht? Warum glaubst Du, ich bin anders? Ist nicht jeder Mensch besonders? Warum versuchst Du´s einfach nicht mit einem Lächeln im Gesicht?

Refrain

Jeder Mensch ist Mensch, egal ob hier oder woanders, ob schwarz, ob weiß, wir sind gleich und doch besonders.

2. Strophe

Wozu diese ganze Wut? Auch in Deinen Adern fließt Blut! Warum versuchst Du´s einfach nicht mit einem Lächeln im Gesicht? Wozu dieser ganze Hass? Liegt es nur an meinem Pass? Warum versuchst Du´s einfach nicht mit einem Lächeln im Gesicht?

Refrain

Jeder Mensch ist Mensch, egal ob hier oder woanders, ob schwarz, ob weiß, wir sind gleich und doch besonders.

3. Strophe

Was hast Du gegen mich? Versetzt mir einen Stich. Warum versuchst Du´s einfach nicht mit einem Lächeln im Gesicht? Das Leben ist manchmal brutal, das Leben läuft nicht immer optimal. Doch wo Du herkommt ist egal, denn kein Mensch ist illegal!

Refrain

Jeder Mensch ist Mensch, egal ob hier oder woanders, ob schwarz, ob weiß, wir sind gleich und doch besonders.

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss 11.02.2022 öffentlich Bericht

Betreff:

Empfang der neuen Lehrkräfte an den städtischen Schulen im Schuljahr 2021/22

Sachverhalt kurz:

Die Verwaltung berichtet über den Empfang der neuen Lehrkräfte an den städtischen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen im Schuljahr 2021/22. Dabei liegt der Fokus zum einen auf der Zahl der Neueinstellungen und zum anderen auf der inhaltlichen Gestaltung der Veranstaltung "Empfang der neuen Lehrkräfte" organisiert durch die jeweiligen pädagogischen Ämter.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Der Empfang der neuen Lehrkräfte der städtischen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen steht allen neuen Lehrkräften offen.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Empfang der neuen Lehrkräfte an den städtischen Schulen im Schuljahr 2021/22

  1. Empfang der neuen Lehrkräfte an den städtischen allgemeinbildenden Schulen

Zu Beginn eines jeden Schuljahres begrüßt das Amt für Allgemeinbildende Schulen ihre neuen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den kommunalen Schulen. Darunter fallen Lehrkräfte, pädagogisches

Personal in den Ganztagen sowie Neubesetzungen in den Sekretariaten.

Des Weiteren hat die Veranstaltung folgende Ziele:

 Vorstellung der Arbeitgeberin Stadt Nürnberg

 Vorstellung des kommunalen Schulwesens

 Vereinfachung des Einstiegs in die Nürnberger Schullandschaft sowie Vernetzung der Lehrkräfte

untereinander (Stichwort Pädagogische Schulentwicklung)

Entgegen früherer Jahre wurde 2021 ein neues Konzept für die Veranstaltung entwickelt. Auf Grundlage

einer Evaluation bei den ehemaligen neuen Lehrkräften sowie dem Feedback früherer Referentinnen und

Referenten der Veranstaltung wurde deutlich, dass das ursprüngliche Programm der Begrüßung mit zu

vielen Inhalten versehen war und dem Höhepunkt, die Vereidung des pädagogischen Personals, zu wenig

Aufmerksamkeit geschenkt wurde.1 Daneben war der Wunsch entstanden, dass dem Austausch unter den

Lehrkräften mehr Zeit gewidmet werden sollte, damit z. B. Synergien gefördert werden.

Die Planungen und Organisation der Veranstaltung in diesem Schuljahr standen unter dem Gesichtspunkt

der zum Zeitpunkt der Veranstaltung vorherrschenden 3G-Regelung mit Abstand, Lüftung und

durchgängige FFP2-Maskenpflicht.

Frau Ref. IV und Frau SchA/D empfingen am Montag, den 11. Oktober 2021 am späten Nachmittag die

41 neuen Lehrkräfte im Historischen Rathausaal in einer feierlichen Stunde zur Vereidigung der

städtischen Lehrkräfte. Zudem unterzeichneten sieben angestellte Lehrkräfte, eine Sozialpädagogin und

eine Angestellte im Ganztagsbetrieb ihre Verpflichtungserklärung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

werden an allen fünf städtischen Gymnasien, vier Realschulen und dem Hermann-Kesten-Kolleg

eingesetzt.

Trotz der Einschränkungen konnten verschiedene Themen wie Ganztag an kommunalen Schulen,

Fortbildungen am IPSN, der Orientierungsrahmen der städtischen Schulen erfolgreich erläutert und

diskutiert werden. Auch unter den neuen Lehrkräften fand ein Austausch zu verschiedenen aktuellen

Themen mit Expertinnen und Experten aus den Schulen statt.

Der zweite Teil der Veranstaltung, der ursprünglich auf den 16. November 2021 in der Zeit von 13:30-

17:00 Uhr angesetzt war, wurde wegen der steigenden Infektionszahlen vorsorglich abgesagt und auf den

  1. März 2022 verschoben.

  2. Empfang der neuen Lehrkräfte an den städtischen beruflichen Schulen

2.1 Gestaltung des Empfangs

Im Oktober 2021 wurden die neuen Lehrkräfte beim Amt für Berufliche Schulen empfangen und vereidigt. Diese Veranstaltung wird seit mehreren Jahren dazu genutzt, die neuen Kolleginnen und Kollegen in vielfältiger Weise zu informieren. Dazu waren zwei Freitagnachmittage jeweils am 08.10.2021 und am 15.10.2021 angesetzt mit folgenden Programmbausteinen:

Programm am 08. Oktober 2021

13.00 Begrüßung der neuen Lehrkräfte durch die Leitung des Amts für Berufliche Schulen (SchB) Frau Ulrike Horneber
13.20 Vereidigung / Verpflichtung der neu eingestellten Lehrkräfte der beruflichen Schulen
13.45 Pause

1 In seiner ursprünglichen Fassung enthielt die auf einen Nachmittag begrenzte Veranstaltung zehn Programmpunkte (u. a. Vorstellung des Personalamts, der IT-Strategie Nürnbergs, der Lehrergesundheit, des Personalrats und des Instituts für Pädagogik und Schulpsychologie)

14.00 Organisationsstruktur der Stadt Nürnberg – Fokus: Berufliche Schulen (Einbettung der beruflichen Schulen in die Gesamtstruktur der Stadt Nürnberg, Dienstweg, Amtsstruktur, wichtige Dienststellen, Aufgaben und Zuständigkeiten)
14:30 Nürnberger Qualitätsmanagement an Schulen (NQS) & Orientierungsrahmen für Schulen Frau Ariane Hetterich, NQS-Beraterin und –Koordinatorin SchB
14:45 Sicherheitskonzept (Dachkonzept BBZ) Kurzinformation für im BBZ unterrichtende Lehrkräfte Frau Ulrike Horneber

Programm am 15.10.2021

14:00 Begrüßung Frau Ulrike Horneber
14:05 Begrüßung durch die Referentin Frau Cornelia Trinkl, Referentin für Schule und Sport
14:15 Die beruflichen Schulen in Nürnberg: Zahlen, Fakten, Trends (Kommunale Gestaltungsspielräume, demografische Situation, quantitativer Blick in die Entwicklung verschiedener Schularten im letzten Jahrzehnt, Trends) Frau Horneber
14:45 Pause
15:00 Informationen des Personalrats Stufenvertretung für berufliche Schulen (PR SchB) Herr Klaus Janetzko, Vorsitzender des Stufenpersonalrats
15:20 Lehrkraft bei der Stadt Nürnberg – Personalwirtschaftliche Themen (allg. Hinweise, Krankheit, Beurlaubung, Umsetzung, nebenberufliche Tätigkeit) Personalamt, Abteilung Personalservice, Sachgebiet Technik und Schule (PA/2-B1), Frau Habermann
15:40 Informationen des Instituts für Pädagogik und Schulpsychologie (IPSN) (Informationen zu Qualifizierungs- und Beratungsmöglichkeiten bei der Stadt Nürnberg) Frau Dannhäuser, Frau Reitlinger, IPSN

Im Nürnberger Orientierungsrahmen für die städtischen Schulen widmet sich das Handlungsfeld „Personalentwicklung“ dem Qualitätsfaktor des schulischen Personals. Ein erfolgreiches und zielgerichtetes „Onboarding“ gehört dazu. Als Erfolgsindikatoren werden für den Einstieg genannt:2 Der Einstieg  Es gibt eine institutionalisierte Einarbeitungsphase für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.  Feste Teamstrukturen unterstützen die Eingliederung neuer Kolleginnen sowie Kollegen und bringen Entlastungseffekte durch Kooperation für alle Kolleginnen und Kollegen.  Berufseinsteigerinnen und -einsteiger werden durch geeignete Maßnahmen unterstützt (Mentoring, BEST, usw.). Im Orientierungsrahmen wird angeregt, den Einstieg von neuen Lehrkräften im Einstiegsjahr zu begleiten (Mentoring), Personalentwicklungsmaßnahmen in den Anfangsjahren zu nutzen (BEST) und den Empfang der neuen Lehrkräfte (im Rathaus) einzuplanen.

2 vgl. Nürnberger Orientierungsrahmen für die städtischen Schulen unter: https://www.nuernberg.de/internet/schulen_in_nuernberg/orientierungsrahmen.html

Das Einstiegsprogramm wurde in den letzten Jahren von einer Arbeitsgruppe unter der Federführung des IPSN weiterentwickelt. Eine Umsetzung der Neuerungen ist vorgesehen.

2.2 Neueinstellungen an den beruflichen Schulen zu Schuljahresbeginn 2021/22

Zu Schuljahresbeginn 2021/22 wurden für die städtischen beruflichen Schulen insgesamt 38 „neue“ Lehrkräfte eingestellt.

Städtische berufliche Schulen - Neueinstellungen zu Schuljahresbeginn 2021/22 (SchB)
Anzahl davon
davon befristet davon Vollzeit davon Teilzeit
Neueinstellungen unbefristet
QE4 21 21 0 19 2
QE3 6 6 0 6 0
Beschäftigte 11 4 7 3 8
Gesamt 38 31 7 28 10

Die größte Gruppe sind die insgesamt 20 Lehrkräfte in der QE 4, die als Beamtinnen und Beamte neu eingestellt wurden. Davon stellten zwei Lehrkräfte einen Teilzeitantrag. In der QE 3 wurden insgesamt sechs Lehrerinnen und Lehrer akquiriert. Sie arbeiten als Fachlehrerinnen und -lehrer seit diesem Schuljahr unbefristet und in Vollzeit an den Direktoraten B5, B7, B8 und B11. Zusätzlich starteten in diesem Schuljahr zwölf Pädagoginnen und Pädagogen im Angestelltenverhältnis neu an den beruflichen Schulen, darunter acht Lehrkräfte und vier studentische Aushilfskräfte im Rahmen des Förderprogramms „gemeinsam.Brücken.bauen“. Zur Unterstützung des Präsenzunterrichts für schwangere Lehrerinnen, die im Distanzunterricht arbeiten, sind neun Studierende als Teamlehrkräfte stundenweise an aktuell vier Direktoraten tätig. Hier ändern sich die Vertragsverhältnisse kontinuierlich: Sobald eine neue Schwangerschaft angezeigt wird, gilt es, den Unterricht umzuorganisieren und Teamlehrkräfte stundenweise zu akquirieren, falls dieser nicht schulintern abgedeckt werden kann. Im Schulhalbjahr sind weitere Neueinstellungen vorgesehen. Bewerbungsgespräche fanden dazu bereits im November 2021 statt. Für das neue Schuljahr 2022/23 beginnt aktuell die Personalplanung an den Schulen. Lehrkräfte reichen bis Ende Januar Teilzeitanträge, Sabbatical-Anträge, Anträge auf Ruhestandsversetzungen, auf Wechsel des Dienstherrn etc. an den Schulen ein. Darauf aufbauend kann bei paralleler Planung der Klassen für das Schuljahr 2022/23 die Personaleinsatzplanung beginnen. Eine „rollende Planung“ mit kontinuierlicher Berücksichtigung aller Veränderungen, z. B. Trends bei den Neuanmeldungen von Auszubildenden durch die Betriebe, erfolgt an den Schulen und schulübergreifend bei SchB im Kreis der Direktorinnen und Direktoren monatlich. Dabei bilden die für jede Klasse vorgegebenen bezuschussbaren Lehrerwochenstunden3 sowie ergänzende staatliche Richtlinien, kultusministerielle Schreiben und Beschlüsse des Stadtrats die Berechnungsgrundlage. Die nächsten Einstellungsgespräche für die beruflichen Schulen sind im Frühjahr 2022 geplant. Die neu eingestellten Lehrerinnen und Lehrer ersetzen u. a. aus dem Schuldienst ausscheidende Kolleginnen und Kollegen, Lehrkräfte in Elternzeit oder teilzeitbeschäftigte Pädagoginnen sowie Pädagogen.

3 vgl. Art. 18 (1) 1 BaySchFG sowie zu Formularen zur Berechnung des Lehrerbedarfs: https://www.km.bayern.de/lehrer/schulleitungen/formulare-und-hinweise.html

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss 11.02.2022 öffentlich Bericht

Betreff: Offener Ganztag an den städtischen Realschulen und Gymnasien in Nürnberg; hier: Peter-

Vischer-Schule - Pilotversuch Offener Ganztag in der Klasse 5 und 6

Sachverhalt kurz:

An der Peter-Vischer-Schule werden aktuell gebundene Ganztagsklassen und reine Halbtagsklassen in den Jahrgangsstufen 5 und 6 geführt. Die schwankenden Anmeldezahlen zum gebundenen Ganztag und die Rückmeldungen von Erziehungsberechtigten zeigen, dass durchaus Betreuungsbedarf im Sinne des offenen Ganztags bestünde. Um den Bedarf besser evaluieren und dann auch gegebenenfalls decken zu können, werden im kommenden Schuljahr 2022/23 im Pilotversuch an der Peter-Vischer-Schule Gruppen der Offenen Ganztagsschule gebildet, unter dem Vorbehalt von ausreichend Schüleranmeldungen und einer entsprechenden Genehmigung von staatlicher Seite. Die genannten Ausführungen entsprechen in allen Punkten den städtischen Ressourcenstandards beim Thema Ganztag und verfolgen die Ziele des Nürnberger Orientierungsrahmen der städtischen Schulen.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Der Pilotversuch zum Offenen Ganztag in Klasse 5 und 6 steht allen Schülerinnen und Schülern dieser Jahrgangsstufe offen.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Offener Ganztag an den städtischen Realschulen und Gymnasien in Nürnberg, hier:

Peter-Vischer-Schule – Pilotversuch Offener Ganztag in der Klasse 5 und 6

Seit mehr als zehn Jahren wird der Weg für den Ausbau der Ganztagsangebote in Nürnberg vorangetrieben. Hinsichtlich der finanziellen Konsequenzen hat der Schulbereich eine mit Ref. II abgestimmte Rahmenkonzeption vorgelegt (siehe Schulausschuss v. 16.04.2010 u. 22.10.2010). Diese definiert einen mittelfristigen Korridor für die Ausbauplanung des offenen und gebundenen Ganztags. Der hier beschriebene pilotartige Ausbau an der Peter-Vischer- Schule bewegt sich im damals geschaffenen Rahmen. Die nachfolgenden Ausführungen entsprechen in allen Punkten den städtischen Ressourcenstandards beim Thema Ganztag und verfolgen die Ziele des Nürnberger Orientierungsrahmen der städtischen Schulen.

Aktuelle Situation

An der Peter-Vischer-Schule werden aktuell gebundene Ganztagsklassen (in der Regel acht Klassen, in diesem Schuljahr nur sieben) nach Beschluss des Schulausschusses v. 17.07.2015 und reine Halbtagsklassen in den Jahrgangsstufen 5 und 6 des Gymnasiums sowie der Realschule geführt.

Hinzu kommen 3 Gruppen im offenen Ganztag (zwei Gruppen Realschule, eine Gruppe Gymnasium) in den Jahrgangsstufen 7 und 8, wobei die Anmeldezahlen in den achten Klassen stark rückläufig sind.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass das Ziel, in der Peter-Vischer-Schule ausschließlich gebundene Ganztagsklassen in den Jahrgangsstufen 5 und 6 zu bilden, aufgrund der Nachfrage nicht erreicht werden kann. Im Durchschnitt melden sich an jeder Schulart zwischen 40 und 50 Kinder an. Die Zahlen schwanken von Jahr zu Jahr.

In diesem Schuljahr haben sich in den 5. Klassen des Gymnasiums 49 Kinder angemeldet, an der Realschule nur 26. Aus diesem Grund konnte in diesem Schuljahr nur eine gebundene Ganztagsklasse im 5. Jahrgang der Realschule gebildet werden.

Hier zeigt sich in den letzten Jahren, dass verlässliche Prognosen nicht möglich sind.

Bedarf

Elternfeedbacks haben ergeben, dass durchaus Betreuungsbedarf in den Jahrgangsstufen 5 und 6 besteht, aber eben nicht täglich. Auch die Anmeldungen im offenen Ganztag anderer weiterführender Schulen belegen das.

Um einen tatsächlichen Bedarf verlässlich zu eruieren, hat die Peter-Vischer-Schule in diesem Schuljahr für die 5. Klassen eine Hausaufgabenbetreuung an ein bis drei Tagen für die Kinder in den Halbtagsklassen angeboten. Diese Hausaufgabenbetreuung (90-Minuten-Regelung) finanziert die Schule aus ihrem ihr zugeteilten Lehrerwochenstundenbudget.

Über 50 Kinder haben sich angemeldet, der Großteil besucht die Hausaufgabenbetreuung zweimal pro Woche: Montag: 18 Schülerinnen und Schüler Dienstag: 25 Schülerinnen und Schüler Mittwoch: 14 Schülerinnen und Schüler Donnerstag: 21 Schülerinnen und Schüler Diese Zahlen zeigen, dass neben dem gebundenen Ganztag in Klasse 5 und folgend dann auch 6 ein weiterer Bedarf besteht, der strukturell durch eine Öffnung einer weiteren Gruppe im offenen Ganztag am Gymnasium für diese Jahrgangsstufe zu decken ist, um den Kindern neben einer reinen Hausaufgabenbetreuung auch ein abwechslungsreiches Kreativangebot und weitere Unterstützungsmöglichkeiten des Offenen Ganztags bieten zu können.

Pilotversuch und Monitoring

Um den Bedarf, der vorwiegend auf Elternentscheidungen beruht, weiterhin besser evaluieren und dann auch decken zu können, werden im kommenden Schuljahr 2022/2023 im Pilotversuch an der Peter-Vischer-Schule folgende OGS1-Gruppen gebildet: voraussichtlich 2 an der Realschule, 2 am Gymnasium. Die Gruppen umfassen dann die Jahrgangsstufen 5 bis 7.

Die faktische Einrichtung der Ganztagsgruppe steht unter dem Vorbehalt, dass sich ausreichend Schülerinnen sowie Schüler anmelden und eine entsprechende Genehmigung von staatlicher Seite erteilt wird.

Entsteht durch die Anzahl der Schülerinnen und Schüler im OGS die Gruppenanzahl 4, können diese in den Räumen der Schule untergebracht werden. In der Jahrgangsstufe 8 wird aufgrund der deutlich nachlassenden Nachfrage künftig kein offener Ganztag mehr angeboten.

Insgesamt wird SchA in den nächsten Jahren vertieft hier ein Monitoringverfahren aufsetzen, um die stark schwankenden Bedarfe an den städtischen Schulen besser verfolgen und prognostizieren zu können.

1 OGS = Offene Ganztagsschule

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