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← Sitzung des Werkausschusses Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) (02.02.2022)

Sachverhalt

Anlage · 02.02.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Umwelt & Klima

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Sachverhaltsdarstellung

Allgemeines

Grundlage für die Umgestaltung des Hummelsteiner Parks ist das am 15.11.2017 im SÖR- Werkausschuss vorgestellte und beschlossene Parkpflegewerk, welches mit intensiver Bürgerbeteiligung erarbeitet worden war. Darin ist die zukünftige gestalterische Entwicklung des Hummelsteiner Parks beschrieben und dessen Umsetzung mit einem Maßnahmenplan geregelt. Auf dieser Beschlussgrundlage basieren alle weiteren Bearbeitungsschritte. Momentan sind mit der Umgestaltung des Alteichenbereiches (2021) und dem neuen Parkzugang von der Kleestraße aus (2022) zwei Maßnahmen in der Umsetzung. Mittelfristig ist die Erweiterung der Grünanlage durch Zugewinn von zwei Teilgrundstücken im Osten des Parks geplant.

Vor Beginn der ersten Umsetzungsmaßnahme hat SÖR bereits im Dezember 2020 eine gemeinsame Begehung mit dem Bund Naturschutz (BN) durchgeführt. Die Naturhistorische Gesellschaft (NHG) war zu diesem Termin ebenfalls eingeladen. Bereits damals wurde vereinbart, ein Schilderkonzept gemeinsam mit BN und NHG zu entwickeln. Die Planung und Umsetzung des Konzeptes soll unter Federführung der Öffentlichkeitsarbeit von SÖR nach Fertigstellung des neuen Parkzuganges in 2023 erfolgen.

Eine fachpädagogische Begleitung durch den Park gehört zum Aufgabenbereich des Schulreferats.

Gehölzpflanzungen

Der Hummelsteiner Park wurde im Laufe seines Bestehens mehrfach umgestaltet. Dabei wurden in den vergangenen Jahrhunderten immer auch Gehölze gepflanzt, die nicht aus dem mitteleuropäischen Raum stammen. Dieser gartenhistorische Aspekt wird auch bei der weiteren Entwicklung der Parkanlage berücksichtigt. Den Fokus auf heimische Arten zu verengen würde bedeuten, auf ein elementares Gestaltungselement des Hummelsteiner Parks zu verzichten: eine breite Artenvielfalt, die weit über den mitteleuropäischen Horizont hinausgeht.

Darüber hinaus werden die trocken-heißen Sommer im Zuge des Klimawandels zunehmen. Von dieser Entwicklung sind vor allem die innerstädtischen Grünanlagen – und dazu gehört auch der Hummelsteiner Park – betroffen. Bäume, die heute gepflanzt werden, müssen für den Klimawandel geeignet sein. Gerade hier können Gehölzarten aus benachbarten europäischen Regionen sowie aus Nordamerika und Nordasien wichtige Alternativen zu heimischen Arten darstellen. Diese Aussicht spricht ebenfalls dafür, die bereits vorhandene gestalterische Linie der Parkanlage fortzuführen.

In öffentlichen Grünanlagen hat die Stadt die Verkehrssicherungspflicht. Bei einem Kontrollgang 2020 wurde festgestellt und mit einem Fachgutachten bestätigt, dass einige alte Eichen im Süden des Parks nicht mehr verkehrssicher sind. Die Sitzplätze unter den Bäumen mussten deshalb entfernt werden, um Besucher*innen des Parks nicht zu gefährden. Um den ökologisch äußerst wertvollen Baumbestand möglichst noch lange zu erhalten, muss auch der Wurzelbereich unter den Baumkronen geschützt werden. Deshalb wird dieser Bereich zukünftig durch eine Einzäunung geschützt. Der schöne Blick auf die Altbäume im Eingangsbereich und durch die Bäume hindurch zum Schloss und zum historischen Grabmal wird dabei mit dem 1 m hohen

Metallstabzaun entlang des Hauptweges erhalten bleiben. Zudem kann sich mit der Entfernung der Pflasterflächen und dem Wegfall der Nutzung unter den Bäumen der Unterwuchs aus Stauden und Geophyten ungestört entwickeln und trägt zur ökologischen Vielfalt bei.

Beschilderungskonzept

SÖR unterstützt den Baumlehrpfad im Hummelsteiner Park mit einer Auswahl an geeigneten Gehölzen, die mit Schildern versehen sind, auf denen auf die Agenda 21, den BN und die NHG hingewiesen wird. Dies wird auch zukünftig in gemeinsamer Abstimmung fortgeführt. Die Weiterentwicklung der Grünanlage und der Ausfall mehrere Gehölze machen es notwendig, grundsätzlich über das Schilderkonzept nachzudenken. Selbstverständlich werden dann auch QR-Codes eine zeitgemäße Option sein, bei der man Inhalte an eine jüngere Generation von Parknutzer*innen kommunizieren kann. Dass es in der Vergangenheit aus der Bürgerschaft nicht nur positive, sondern auch negative Reaktionen auf Größe und Anzahl der Schilder gegeben hat, wird ebenfalls in das neue Schilderkonzept einfließen. Der Wunsch wurde mehrfach von Bürgerinnen und Bürgern geäußert, den als Schilderwald empfundenen Lehrpfad optisch zurückhaltender zu gestalten.

Schlosszugang und Belagsflächen

Das gesamte Schlossareal einschließlich des Innenhofes ist nicht Bestandteil der öffentlichen Grünanlage. Eine Öffnung des Zuganges für Führungen kann mit dem für die Objektverwaltung zuständigen Hochbauamt abgestimmt werden. Bislang ist im Park nur der südliche Zugangsweg im Bereich der Alteichen asphaltiert. Die restlichen Wege sind gepflastert oder wassergebunden. Bei weiteren Umsetzungsmaßnahmen zum Parkpflegewerk soll das Hauptwegenetz ausgehend von den drei Parkzugängen mit Asphaltbelag versehen werden. Die Nebenwege behalten den wassergebundenen Belag.

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