Sachverhalt:
Masterplan zur Erneuerung der Grünanlagen
Langwasser Südost - Ferdinand-Drexler-Weg
Ziel- und Maßnahmenkonzept mit Bauabschnitten und Kosten
Das Quartier wird wesentlich durch die gliedernden Grünzüge mit älterem Baumbestand geprägt. Diese stellen aus freiraumplanerischer Sicht ein bedeutendes Potential dar, das den Wohnwert maßgeblich mitbestimmt. Der Masterplan soll gestalterische, funktionale, ökologische und klimatische Aspekte planerisch umsetzen.
Qualitative Verbesserung: Auf der Basis der vertiefenden Untersuchung "Stadterneuerung Langwasser - Südost" im Nachgang zum INSEK Nürnberg-Südost wurde das Potential und die Notwendigkeit der grundlegenden Neugestaltung der ca. 30 Hektar umfassenden Grünanlagen in einem Masterplan dokumentiert und die Ziele und Maßnahmen für fünf/sechs Bauabschnitte formuliert und abgestimmt.
Die Möglichkeiten zur Nutzung im Park werden auf allen Ebenen verbessert. Ziel ist es, attraktive Räume sowohl für die Menschen der umliegenden Wohnbebauung zu schaffen als auch ökologisch wertvolle Lebensräume in der Anlage zu integrieren und zu entwickeln. Als verbindendes Element zwischen diesen beiden Zielen ist geplant, Information und Bildungsangebote zu den ökologischen Schwerpunkten anzubieten, und durch verschiedene Möglichkeiten der Naturbeobachtung Interesse und Verständnis für die ökologischen Ziele zu wecken.
Die Arbeitsfelder sind: Erarbeitung eines zeitgemäßen Freiraumkonzeptes Verbesserung, Erneuerung und Erweiterung der Spielflächen Verbesserung der ökologischen Wertigkeit und Erhöhung der Biodiversität der Freiflächen Schaffung von Angeboten für offene Jugendarbeit und Treffpunkten Ausweisung von altersgerecht gestalteten Freiräumen und Schaffung von Treffpunkten für Senioren im öffentlichen Raum Beseitigung von Barrieren und Lücken in der Vernetzung der Freiflächen und im bestehenden Rad-/ Fußwegenetz Erweiterung von mindergenutzten Sportangeboten (Bolzwiesen) durch vielseitig nutzbare Angebote Anpassung der Infrastruktur an den demographischen Wandel
Die Orte der Maßnahmen werden dabei möglichst gleichmäßig über die gesamte Anlage verteilt. Dabei wird darauf geachtet, dass das Nebeneinander der Attraktionen für die verschiedenen Nutzertypen und Altersgruppen gewährleistet ist, ohne diese Gruppen zu stark voneinander zu separieren. Alle Maßnahmen und Einrichtungen sind unter der Prämisse der Inklusion zu planen und zu errichten.
Im Dezember 2020 hat die Maßnahme BIC-plus-Status erreicht. Aus Städtebaumitteln ist eine Förderung über das Programm Wachstum und Nachhaltige Erneuerung (PWE) i. H. v. 50 % der förderfähigen Kosten vorgesehen.
Mittlerweile ist der „Masterplan“ Ferdinand-Drexler-Weg fertiggestellt (s. Anlagen).
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Seit Beginn des Projektes im November 2019 fanden umfangreiche Abstimmungen in verschiedenen Fachstellen und Zielgruppen statt:
Stärken- und Schwächenanalyse mit dem Jugendamt und dem SÖR-Unterhaltsbezirk Stärken- und Schwächenanalyse mit Vertretern des Bürgervereins, dem Langwasserforum und der WBG Abstimmungen der Zielvorstellungen mit den Vertretern der örtlichen Einrichtungen zur Kinder- Jugend- und Sozialarbeit Zielvorstellungen des Sportservice Ortsbegehung mit den Naturschutz-Fachverbänden und der Unteren Naturschutzbehörde Öffentlichkeitsbeteiligung unter Federführung von Stpl im März/April 2021 Einarbeitung der vorgeschlagenen Änderungen und erneute Abstimmung mit den Fachstellen im Herbst 2021 Abstimmung mit dem Behindertenrat.
Die Zustimmung und Finanzierung vorausgesetzt, werden die Planungen für die einzelnen Bauabschnitte mit Nutzerbeteiligungen, Fachstellenabstimmung und Öffentlichkeitsbeteiligung entwickelt, weil der Masterplan für detaillierte Aussagen insbesondere zu Einbauten und Ausstattungen zu grob ist.
Besondere Beachtung im Abstimmungsprozess sollte folgenden Themen gelten:
- Die Wertigkeit des in der Grünanlage verlaufenden Radweges hat sich nach Aussage des Verkehrsplanungsamtes in den letzten Wochen gegenüber früheren Einschätzungen erhöht. Deshalb soll der zentrale Radweg in Nord-Süd-Richtung auf 3m verbreitert werden. Dazu wäre aufgrund des vorhandenen Baumbestands ein Switchen der beiden Wegeführungen (Gehweg wird zu Radweg v.c.) nötig. Dies war bereits im ersten Entwurf vorgeschlagen, wurde jedoch von den Beteiligten vor Ort abgelehnt. 2. Auf Anregung von Bund Naturschutz und UwA (Untere Naturschutzbehörde) sollen nicht alle Wege in Ihrer aktuellen Bedeutung erhalten bleiben. Weniger wichtige Verbindungen sollen entwidmet und langfristig offenporig ohne befestigte Decke und ohne Beleuchtung (Insektenschutz) entwickelt werden. Dazu werden sich im Rahmen der Detailplanungen für die Einzelnen Bauabschnitte jeweils starke Diskussionen sowohl bei den Nutzern als auch bei den Fachstellen und dem Unterhalt ergeben. Die Wege mit einem solchen Potential sind in den Karten zum Masterplan in der Farbe Orange dargestellt. 3. Die ungesteuerte Entwicklung der Gehölzflächen seit den 60/70er Jahren hat dazu geführt, dass ein Großteil der Gehölze die ihnen ursprünglich zugedachte Funktion nicht mehr erfüllt und massive Probleme bei der Standsicherheit aufweist. Die notwendigen Maßnahmen wurden in steigender Intensität mit den Buchstaben A-F kategorisiert. Die Ziele sind mit
den Verbänden und UwA abgestimmt. Der Zuschnitt der Bauabschnitte ist neben Dringlichkeiten und finanziellen Gesichtspunkten so gewählt, dass diese Eingriffe möglichst gleichmäßig auf einen Zeitraum von 6-8 Jahren verteilt werden.