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← Sitzung des Stadtplanungsausschusses (20.01.2022)

Entscheidungsvorlage

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Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Beilage

Betreff: Programm "Klein aber fein“ - mehr Grün für Gibitzenhof, Platz an der Linnestraße

Entscheidungsvorlage

Ausgangssituation

Mit Stadtratsbeschluss vom Mai 2017 wurde das Stadterneuerungsgebiet „Gibitzenhof, Steinbühl-West, Rabus“ als förmliches Sanierungsgebiet festgelegt und anschließend in das Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen. Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen wurde als eines der zentralen Themen der Stadterneuerung ein erhebliches Grün- und Freiflächendefizit festgestellt. Auch weisen die vorhandenen Grün- und Freiflächen einen Mangel an Gestaltungs- und Aufenthaltsqualität auf. Durch einen erhöhten Nutzungsdruck kommt es im Gebiet zu einem schnelleren Verschleiß und somit laufend erhöhten Unterhalts- und Investitionsbedarf bei Anlagen im öffentlichen Raum. Um trotzdem Verbesserungen für die Bevölkerung zu erreichen, ist es notwendig, neue Ideen und Möglichkeiten zum Abbau des eklatanten Freiraumdefizits aufzuzeigen und schrittweise umzusetzen. Neben dem Programm zur Begrünung privater Höfe und Freiflächen bieten ungenutzte kleinere Grünflächen (Abstands- und Verkehrsgrün) und Brachgrundstücke große Chancen zur Schaffung von „Grüninseln“. Aus diesem Grund ist das Programm „Klein aber fein“ entstanden: Mit einer Vielzahl von einfachen Maßnahmen sollen möglichst kurzfristig sichtbare Ergebnisse erzielt werden, die in der Summe zu einer nachhaltigen Aufwertung des öffentlichen Raumes und damit der Lebensqualität im Stadterneuerungsgebiet beitragen.

Ziel und Zweck

Ziel des Aktionsprogramms ist es, kleinere Flächen zu identifizieren und aufzuwerten, um dadurch an verschiedensten Stellen im Stadtteil mit möglichst einfachen Maßnahmen kurzfristig Impulse setzen zu können. Die Flächen liegen in der Nachbarschaft zu Wohnquartieren und dienen heute als ungenutztes Abstandsgrün, sind Baulücken oder werden als Stellplätze genutzt. Gegenstand der Förderung wäre die Umgestaltung kleinerer Flächen zu kleinen Grünoasen und Westentaschenparks. Teilweise reichen auch einfache kleinere Aufwertungen wie das Aufstellen von Bänken, das Pflanzen eines Baumes oder einer schützenden Hecke bzw. das Absenken eines Bordsteins.

Maßnahme

Der präsent an der Gibitzenhofstraße gelegene Platz an der Einmündung Linnestraße ist für eine Aufwertung in den Fokus gerückt. Die ca. 450 m² große Freifläche wird durch drei große Bestandsbäume geprägt, ein junger Baum wurde ergänzt. Die Rasenfläche ist stellenweise etwas strapaziert und im Sommer von den Baumkronen verschattet. Der Boden ist außerdem durch die Baumwurzeln ziemlich verdichtet. Eine neue Ansaat oder Bepflanzung unter den Bäumen zu etablieren ist grundsätzlich schwierig. Um hier das Risiko einer pflegeintensiven, aber am Ende doch dauerhaft nicht funktionierenden Begrünung zu vermeiden, werden bestehende Fehlstellen mit biodiverser Blumenwiese nachgesät und die Fläche durch Blumenzwiebeln sowie punktuelle Strauch- und Solitärpflanzungen aufgewertet. Wegen eventueller Besiedelung durch Ratten werden keine flächigen Strauch- und Bodendeckerpflanzungen geplant.

Es existiert bereits eine diagonale Fußwegbeziehung über die Grünfläche, diese wird so belassen. Daneben befindet sich eine ca. drei Meter breite gepflasterte Gebäudezufahrt, die inzwischen zugebaut wurde und nicht mehr benötigt wird. Dieser befestigte Streifen soll neu

gepflastert werden und wird mit drei Sitzbänken und einem Mülleimer ausgestattet. Die etwas von der Straße zurückversetzte Fläche dient künftig als Aufenthaltsbereich. Die drei vorhandenen Altglascontainer und der Altkleiderbehälter werden auf die gegenüberliegende breite Gehwegfläche versetzt. Ein kleiner Längsparkstreifen wird aufgelassen und die Fläche dem angrenzenden Baum zugeschlagen. Aufgrund der Nutzung der bestehenden Wege werden keine zusätzlichen Flächen versiegelt und die Eingriffe in den Wurzelbereich minimiert.

Kosten

Die Ausbaukosten belaufen sich auf ca. 65.000 Euro, die im Rahmen der Städtebauförderung zuschussfähig sind. Der Zuschussantrag wird auf Basis der abgeschlossenen Entwurfsplanung und Kostenberechnung gestellt. Die Finanzierung der über die Stadterneuerung förderfähigen Kosten kann über den bereitstehenden Haushalt des Stadterneuerungsgebietes Gibitzenhof erfolgen. Die Maßnahme soll 2022 umgesetzt werden.

Abbildung 1

Lageplan aus Geodatenservice der Stadt Nürnberg

Abbildung 2

Luftbild aus Geodatenservice der Stadt Nürnberg

Abbildung 3

Foto von Quartiersmanagement Gibitzenhof

Abbildung 4

Foto von Quartiersmanagement Gibitzenhof

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