Buskonzept Süd - Stufe 2
hier: Busverknüpfung Schwabach und Anbindung S-Bahnhof Katzwang
Entscheidungsvorlage
Buskonzept Süd
Der Stadtrat hat im Ferienausschuss am 01.04.2020 den Planungsauftrag zum Buskonzept Süd erteilt. Am 09.07.2020 wurde die Stufe 1 vom AfV zur Umsetzung beschlossen (auf die ausführliche Vorlage vom 09.07.2020 wird verwiesen). Die Forderung nach einem dichteren Taktangebot bei Bus, Straßenbahn und U-Bahn fließt in die Fortschreibung des Nahverkehrsplans 2022 (NVP) und in die laufenden Planungen mit ein.
Sachstand Stufe 1: Die Umsetzung der Stufe 1 mit folgenden Bausteinen ist zum Fahrplanwechsel am 13.12.2020 erfolgt:
Buslinie 53
Die neue Linie 53 wurde auf Wunsch des Landkreises Roth zum Fahrplanwechsel 2020/2021 auf Probe eingeführt. Aufgrund der anhaltenden Pandemie ist eine Evaluation nicht sinnvoll möglich, deshalb wurde die Probephase verlängert.
Buslinie 51
Die Linie 51 wurde zum Fahrplanwechsel 2020/2021 von Kornburg zu den Nahversorgern in Kleinschwarzenlohe Nord verlängert. Die neue Haltestelle wurde hergestellt und konnte in einer neutralen Zone des VGN eintarifiert werden, so dass für Fahrgäste aus Nürnberg keine zusätzliche Tarifstufe erforderlich ist, um die Nahversorger zu erreichen.
Buslinie 81 (Rufbus)
Um die Anbindung des Siedlungsbereichs Holzheim zu verbessern und einen barrierearmen Zugang zum Busangebot in Holzheim zu ermöglichen, wurde ein Rufbus-Angebot (= ohne Aufpreis für Fahrgäste) zwischen dem Siedlungsbereich Holzheim und der Bushaltestelle Holzheim (Schleife) mit Anschluss an die Buslinie 61 Richtung Nürnberg hergestellt. Das Zusatzangebot wurde zum Fahrplanwechsel 2020/2021 auf Probe eingeführt. Das Angebot wurde bislang nicht angenommen. Aufgrund der anhaltenden Pandemie ist eine abschließende Bewertung nicht sinnvoll, deshalb wurde die Probephase verlängert.
Sachstand Stufe 2:
Linie x (NEU)
Durch eine neue Verbindung von Worzeldorf über Herpersdorf nach Reichelsdorf sollte eine attraktive Direktverbindung zur S-Bahn geschaffen werden. Die neue Buslinie zur S-Bahn sollte mit Kleinbussen bedient werden. Infolge der Rückmeldungen aus der Bürgerbeteiligung wurde die Anbindung Reichelsdorfer Keller bevorzugt untersucht. Weder im Bestand noch unter Berücksichtigung des am 28.05.2020 im AfV beschlossenen Kreisverkehrs an der Worzeldorfer Hauptstraße konnte bisher eine sinnvolle Möglichkeit für einen Endaufenthalt bei Worzeldorf gefunden werden. Dieser ist notwendig, um die erforderlichen Anschlüsse an die S-Bahn sicherzustellen. Dem AfV wird zu diesem Thema separat berichtet.
Linie 52 (VERKNÜPFUNG Schwabach) und Neubau Rennmühlbrücke
Eine Verknüpfung der Buslinien 52 mit Linienangeboten der Stadt Schwabach soll eine umsteigefreie Direktverbindung von Schwabach über Katzwang, Herpersdorf und Worzeldorf in den Nürnberger Südosten schaffen. Die Abstimmungen mit der Stadt Schwabach laufen. Die Baumaßnahme Ersatzneubau Rennmühlbrücke wird zu einer Vollsperrung führen. Der Abbruch ist derzeit Anfang 2024 geplant. Die Verkehrsfreigabe soll bis Ende 2025 erfolgen. 1 / 2
Während der Bauzeit ist eine Interimswendemöglichkeit der Schwabacher Linien am TSV Katzwang mit Fußwegeverbindung über die Ellwanger Straße geplant.
Eine Einführung eines neuen durchgebundenen Linienkonzeptes würde ggf. erst nach Abschluss der Baumaßnahme Rennmühlbrücke erfolgen können.
Linie 82+ / Linie 83
Die heutige Linie 82 bindet vorrangig den Ortsteil Krottenbach an die ÖPNV-Angebote der S-Bahn und der Busse in Reichelsdorf an und verkehrt über Lohhof und Koppenhof zur Wendefahrt. Die Linie 82 verkehrt heute nur Montag-Freitag im 40-Minuten Grundtakt im Tagesverkehr. Entsprechend des gültigen Nahverkehrsplans der Stadt Nürnberg aus dem Jahr 2017 soll das Taktangebot dem derzeitigen städtischen Standard angeglichen werden und in Krottenbach auch an Wochenenden und in den Schwachverkehrszeiten (SVZ) abends und sonntags ein Angebot stellen.
Die neue Buslinie 83 überlagert sich im Abschnitt Reichelsdorf S-Bahnhof und Krottenbach und soll weiter über Dietersdorf und Wolkersdorf zum S-Bahnhof Katzwang geführt werden. Vom S-Bahnhof Katzwang ist die Weiterführung nach Katzwang vorgesehen. Die Buslinie 83 muss unter anderem aufgrund der Höhenbeschränkung in der Unterführung Volckamerstraße/ Wolkersdorfer Straße auf Schwabacher Stadtgebiet weiterhin mit Kleinbussen bedient werden.
In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Mobilität der Stadt Schwabach am 04.10.2021 wurde beschlossen, die Einführung einer Linie 83 baldmöglichst umzusetzen. Eine Bedienung soll in der Normalverkehrszeit (NVZ) und Hauptverkehrszeit (HVZ) erfolgen. Die Anbindung der Schule “Zwieseltal“ in Wolkersdorf wird mit einer Fahrt morgens zu Schulbeginn und einer Rückfahrt nach der sechsten Schulstunde gewährleistet und bietet Synergieeffekte für die Stadt Schwabach. Eine SVZ-Bedienung ist seitens des Stadtrats der Stadt Schwabach nicht gewünscht. Verwaltung und VAG empfehlen daher, die SVZ-Bedienung auf die Stadt Nürnberg mit der Linie 82 (Krottenbach) zu beschränken. Die Ausweitung des Angebots auf der Linie 82 würde bei der VAG zusätzliche jährliche Aufwendungen in Höhe von ca. 120.000 Euro ergeben.
Die auf der neuen Linie 83 zum Einsatz kommenden Kleinbusse sollen auf Wunsch der Stadt Schwabach elektrisch angetrieben werden. Um eine zeitnahe Umsetzung zu ermöglichen, würde sich die VAG in einem ersten Schritt um Anmietverkehre bemühen. Die Fahrzeugbeschaffung würde dann fortfolgend im Benehmen mit der Stadt Schwabach geklärt.
Die Baumaßnahme Ersatzneubau Rennmühlbrücke wird zu einer Vollsperrung führen. Der Abbruch ist derzeit Anfang 2024 geplant. Die Verkehrsfreigabe soll bis Ende 2025 erfolgen. Während der Bauzeit ist eine Interimswendemöglichkeit für die Schwabacher Linien am TSV Katzwang mit Fußwegeverbindung über die Ellwanger Straße geplant. Die Linie 83 würde diese mitnutzen und zunächst auf den Abschnitt S-Bahnhof Reichelsdorf – Krottenbach - Dietersdorf - Wolkersdorf zum S-Bahnhof Katzwang verkürzt.
Die Einführung der Linie 83 würde bei der VAG zunächst zusätzliche jährliche Aufwendungen in Höhe von ca. 740.000 Euro generieren, von denen ca. 505.000 Euro bei der Stadt Nürnberg entstünden. Die Kostenaufteilung zwischen den Aufgabenträgerinnen Stadt Nürnberg und Stadt Schwabach ist im Nachgang abschließend zu klären. Der Stadtrat der Stadt Schwabach hat die Einführung der Linie 83 unter dem Vorbehalt eines entsprechenden Beschlusses der Stadt Nürnberg gefasst.
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