Verbesserung der Sicherheit für Radfahrende im Nürnberger Norden
hier: Antrag der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Mit Antrag vom 30.Januar 2020 fordert die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen die Verwaltung auf, die Sicherheit für Radfahrende im Nürnberger Norden zu erhöhen. Explizit werden drei Kreuzungen genannt, an denen Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende geprüft werden sollen:
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Rieterstraße / Bucherstraße
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Juvenellstraße / Harrichstraße / Kleinreuther Weg
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Nordring / Kleinreuther Weg
Mit folgendem Ergebnis hat die Verwaltung die o.g. Kreuzungen hinsichtlich des Verbesserungsbedarfs für Radfahrende geprüft. Da zwei der oben genannten Kreuzungen auf der geplanten Trasse der Radschnellverbindnung Nürnberg-Erlangen liegen, wird in der vorliegenden Sachverhaltsdarstellung auch auf die aktuellen Planungen im Zuge der Radschnellverbindung zwischen Nürnberg und Erlangen eingegangen:
Radschnellverbindung Nürnberg – Erlangen
Die im Rahmen der Machbarkeitsstudie für Radschnellverbindungen in der Metropolregion projektierte Trasse zwischen Nürnberg und Erlangen wurde weiter beplant. Im dicht bebauten Abschnitt der Nürnberger Nordstadt verläuft die Radschnellverbindung zwischen dem Maxtor und dem Nordring. Der Radverkehr soll dort über Fahrradstraßen geführt und priorisiert werden. Diese Fahrradstraßen verlaufen auf insgesamt ca. 1,7 km über die Friedrichstraße, Schweppermannstraße, Pilotystraße und den Kleinreuther Weg bis zum Nordring. Hierfür wird in Teilen der Straßenquerschnitt geändert, Parkplätze neu geordnet, das Kopfsteinplaster teilweise entfernt, Bäume gepflanzt und in Kreuzungsbereichen durch Beschilderung und Rotmarkierung Vorrang für den Radverkehr geschaffen. Diese Änderungen betreffen auch die Kreuzungen Juvenellstraße/Harrichstraße/Kleinreuther Weg und Nordring/Kleinreuther Weg.
Juvenellstraße / Harrichstraße / Kleinreuther Weg
Die zukünftige Gestaltung des Quartiersplatzes Kleinreuther Weg wurde am 10.06.2021 im AfS behandelt und ein entsprechender Gestaltungsplan beschlossen. Der Platzausbau wird im Zusammenhang mit der Herstellung der Radschnellverbindung, die im Frühjahr 2022 begonnen wird, erfolgen.
Nordring / Kleinreuther Weg Über die Situation an der Kreuzung Nordring / Kleinreuther Weg wird berichtet, dass besonders zu Hauptverkehrszeiten ein Vorfahren der Radfahrenden zur Lichtsignalanlage (LSA) nicht möglich ist und diese häufig von Kfz-Führenden abgedrängt werden.
Auch dieser Kreuzungsbereich soll im Rahmen der Planung und Herstellung der Radschnellverbindung angepasst werden. Aufgrund der geringen Breite des Querschnitts wird der hohe Qualitätsstandard der Radschnellverbindung hier nicht in voller Gänze umgesetzt werden können, aber Verbesserungen für den Radverkehr werden dennoch möglich sein. Konkrete Planungen zum Kreuzungsbereich und dem nördlich angrenzenden Abschnitt werden erarbeitet.
Im Jahr 2022 soll der Kleinreuther Weg südlich des Nordrings zu einer Fahrradstraße umgewandelt werden.
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Rieterstraße / Bucher Straße
An der Situation an der Kreuzung Rieterstraße/Bucher Straße wird kritisiert, dass Radfahrende aufgrund parkender und wartender Kfz in der Rieterstraße im Zulauf zur Lichtsignalanlage (LSA) nicht bis zur Kreuzung vorfahren können, weshalb viele Radfahrende stattdessen auf den Gehweg oder die Gegenfahrbahn ausweichen (müssten).
Die Bucher Straße verläuft parallel zur geplanten Radschnellverbindung und ein Umbau bzw. eine Sanierung ist derzeit nicht geplant. Die LSA am Knoten Rieterstraße / Bucher Straße wurde im Herbst 2014 saniert. Da der Knoten Rieterstraße / Bucher Straße signalisiert ist, stellt er eine wichtige, sichere Querungsmöglichkeit der Bucher Straße für den Radverkehr in West/Ost-Richtung und umgekehrt dar. Eine Verbesserung für den Radverkehr kann durch die Markierung eines kurzen Radstreifens in der Rieterstraße erreicht werden, der in eine aufgeweitete Fahrradaufstelltasche vor der LSA mündet. Dies sorgt dafür, dass sich Radfahrende vor den Kfz an der LSA aufstellen können und damit die Sichtbeziehungen vor allem der rechtsabbiegenden Kfz und der geradeaus fahrenden Radfahrenden verbessert werden. Aufgrund der beengten Verhältnisse ist hierfür eine Planung mit Umbau nötig, für die es bislang keine Ressourcen gab. Von zwei Fahrspuren für den Kfz-Verkehr verbleibt dann eine Fahrspur. Der verbliebene Fahrstreifen muss dann alle drei Richtungen (links, rechts, geradeaus) des Kfz-Verkehrs abdecken. Eine erste abschätzende Leistungsfähigkeitsprüfung hat gezeigt, dass eine Fahrspur oder eine überbreite Fahrspur ausreichen könnte, um die aus der Rieterstraße ausfahrenden Kfz abfließen zu lassen. Da die LSA verkehrsabhängig gesteuert wird und die Straßenbahn hier bevorrechtigt wird, sind für eine abschließende Bewertung noch vertiefende Untersuchungen nötig. Diese sind in diesem Jahr vorgesehen.
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