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Sachverhalt

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Energie & Versorgung

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Sachverhalt:

N-ERGIE Aktiengesellschaft: Klimaneutrale Stromversorgung in Nürnberg und

CO2-Minderungsprogramm

Klimaneutralität und klimaneutraler Strom

Strom aus Anlagen, die über das Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert werden, gilt per Definition nicht als klimaneutral: Mit Einspeisung ins öffentliche Netz verliert dieser Strom aufgrund des Doppelvermarktungsverbotes den „Grünstromstatus“ und gilt offiziell als „Graustrom“ mit der CO2-Fracht des bundesdeutschen Strommixes.

Klimaneutraler Strom wird zum Beispiel in Anlagen erzeugt, die außerhalb des EEG errichtet und anhand privatwirtschaftlicher Verträge vermarktet werden (Power-Purchase-Agreements (PPA)). Auch Anlagen, die für die Deckung des Eigenverbrauches errichtet werden, gelten als klimaneutral.

Schließlich kann eine Vergrünung von Strom durch den Erwerb von Stromzertifikaten und Herkunftsnachweisen erreicht werden. Hierzu zählen die Verwendung von Zertifikaten, die die Herkunft von Strom aus Erneuerbarer Erzeugung (außerhalb des EEG) bestätigen, so zum Beispiel durch Wasserkraftanlagen in Deutschland oder Europa. Daneben gibt es die Möglichkeit, über CO2-Minderungsaktivitäten in anderen Bereichen (z. B. Aufforstung) bilanziell das durch die Stromerzeugung freigesetzte CO2 zu kompensieren und dies entsprechend zu zertifizieren. Da keine geschützte bzw. einheitliche Definition von Begriffen wie „Grünstrom“, „Öko-Strom“, „CO2-freier Strom“, „klimaneutraler Strom“, „nachhaltiger Strom“ existiert, erschwert dies zunehmend den Vergleich bzw. die Einschätzung hinsichtlich der Seriosität des Angebotes.

Die N-ERGIE Aktiengesellschaft verweist auf die enormen Flächenbedarfe und Investitionslasten, die notwendig wären, um ihren Stromabsatz aus zusätzlich errichteten Erneuerbare-Energien-Anlagen – beispielhaft aus PV-Anlagen – zu decken. Hierfür wären Flächen im Umfang von 15.400 Hektar und ein Investitionsvolumen von 10 Mrd. Euro notwendig. Dieser ist sowohl für die N-ERGIE Aktiengesellschaft als auch für die Region unrealistisch – nur der Weg über hochwertige Zertifikate stellt einen gangbaren Weg zur Klimaneutralität der verkauften Strommengen dar. Die N-ERGIE Aktiengesellschaft übernimmt vorerst für die Jahre 2021 bis 2023, die Bereitstellung von hochwertigen Zertifikaten für alle Privatkunden; für Geschäftskunden beschafft sie entsprechende Zertifikate als Dienstleistung.

Zubau an Erneuerbare Energien – Status, Erwartungen und eigener Ausbau

Die N-ERGIE Aktiengesellschaft verweist daneben auf den enormen Zubau von EEG-Anlagen im Netzgebiet: Rund 58.500 Anlagen mit einer Leistung von ca. 2.700 MW wurden ins Netz integriert, welches nun jedoch an Kapazitätsgrenzen stößt und einer grundsätzlichen Neugestaltung des Rechtsrahmens bedarf. Die N-ERGIE Aktiengesellschaft hat ein Portfolio von etwa 110 MW an eigenen Erneuerbaren Erzeugungsanlagen.

CO2-Minderungsprogramm der N-ERGIE Aktiengesellschaft

Das CO2-Minderungsprogramm der N-ERGIE Aktiengesellschaft hat im Jahr 2022 wieder ein Finanzvolumen von 800.000 Euro. Das Gesamtbudget wird auf verschiedene Förderpositionen verteilt; wie im Vorjahr liegt der Schwerpunkt auf die Förderung von Heizsystemen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Der aktuelle Stand der Ausschöpfung der Fördermittel für das Jahr 2021 bzw. die prognostizierte Entwicklung bis zum Jahresende wird vorgestellt. Prämisse der N-ERGIE Aktiengesellschaft ist, dass über das CO2- Minderungsprogramm vorrangig Maßnahmen gefördert werden, mit denen auch eine Wertschöpfung für die N-ERGIE Aktiengesellschaft generiert wird. Aus diesem Grund steht die Förderung eigener Produkte im Fokus.

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