Die Grünanlage Zugspitzstraße liegt zwischen der Wettersteinstraße und der Zugspitzstraße mitten in Langwasser und ist ein wertvoller Bestandteil der Wohnumgebung und des Lebensraumes der dort lebenden Bürger*innen. Die Anlage hat eine Größe von 2,8ha mit ca. 300 Bäumen und ist in großen Teilen wie ein Birkenhain gestaltet. Leider ist ein Großteil der Bäume dieser Anlage am Absterben, da das Grundwasser in den letzten 10 Jahren in Langwasser extrem gesunken ist. Das verursachte großen Schaden, da sich die relativ alten Bäume nicht so schnell umgewöhnen konnten. In Laufe der letzten 10 Jahre wurden etwa 100 abgestorbene Bäume nach und nach entfernt. Inzwischen ist jedoch der ganze Birkenhain (ca. 150 Bäume) in einem Zustand, der nicht mehr verkehrssicher und damit für die Bürger*innen gefährlich ist.
Als Konsequenz wurde ein Entwicklungsplan erstellt, der die Wiederherstellung des Birkenhaines und die Erhaltung der Baumstandorte in den weiteren Quartieren regelt. Dabei wurde die Konzeption der Anlage durch die Ergänzung mit Blütenbäumen und Wiesenbereichen etwas angepasst und zukunftsfähig gemacht. Der Plan zeigt den angestrebten Endzustand.
In Feld 1 bleiben die Bäume stehen, bis sie aus Verkehrssicherungsgründen gefällt werden müssen. Die neuen Baumstandorte werden klimaangepasste Baumarten nach den jeweils aktuellen wissenschaftlichen sowie stadteigenen Erkenntnissen erhalten. Darüber hinaus wird es Baumstandorte mit Arten geben, bei denen der Fokus auf Blüten und Früchten liegt, um die Biodiversität und besonders die heimische Vogelwelt zu fördern. Vogelgesang hebt das Naturgefühl und die Lebensqualität der Bevölkerung.
Im Feld 2-5 stehen derzeit vorrangig Birken, die durch die natürlichen Umstände derartig geschädigt wurden, dass im kommenden Winter bis zu 30 Bäume entfernt werden müssen, weil sie nicht mehr verkehrssicher sind. Weitere Bäume werden in den nächsten Jahren ebenfalls weichen müssen. Der Entwicklungsplan sieht hier die Neuentstehung eines Birkenhains vor, mit einer besser an trockenen Boden und Klimawandel angepassten Art und mit Zitterpappeln gemischt. Diese Arten werden in hohem Maße von Insekten angeflogen und bieten weitestgehend das vertraute Bild eines Birkenhains, wenn die Bäume etwas gewachsen sind. Es sollen zunächst, je nach Fortschritt der Maßnahmen bis zu 50 Bäume gepflanzt werden. Bereits in diesem Jahr werden wir damit beginnen. In diesem Bereich werden darüber hinaus Wege und Bankstandorte saniert.
Die Felder 6-9 enthalten aktuell gemischte Baumarten, die unterschiedlich stark geschädigt sind, aber ebenfalls gehalten werden können bis die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben ist. Die Bereiche sind etwas offener bepflanzt und sollen den Bürger*innen für Spiel und Erholung zur Verfügung stehen. Es werden eine Liegewiese und eine kleine Eislauffläche geplant.
Die Fläche 10 dient im Sommer als extensiv gepflegte Blühwiese und fördert das Naturgefühl. Im Winter dient der begrenzende Lärmschutzwall zum Rodeln.
Durch die Ergänzung mit Blütenbäumen in allen Bereichen soll die Biodiversität und das Naturerlebnis gefördert werden.
An einzelnen Standorten sind potentielle neue Baumstandorte für mögliche Spendenbäume eingeplant, um für zukünftige Spendenanfragen Angebotsstandorte zu haben. Mit der Nachpflanzung wird dieses Jahr noch begonnen, wo keine Gefahr für die neuen Bäume besteht.