Amt für Kultur und Freizeit, Jahreskontrakt 2022
1. Kurzrückblick 2021
Nach der Wiedereröffnung hat das KuF ein „Kultur-Aufbauprogramm“ bis Ende November mit ca. 1.248 Veranstaltungen und Einzelterminen allein der Nürnberger Kulturläden gestemmt, die fast ausschließlich in Kooperation mit Vertreter*innen der freien Szene stattfanden. Um den Corona-Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen verstärkte KuF sein Angebot im öffentlichen Raum z.B. mit der partizipativen KommVorZone im Annapark in Kooperation mit KuF im Südpunkt, dem Festival „Frischluft auf AEG“ oder „Alles blüht auf“, dem Stadteilprojekt des Kulturladens Röthenbach mit 24 Kooperationspartner*innen. Das Loni-Übler-Haus holte das 40jährige Jubiläum mit der umfassenden Ausstellung „Zurück ins Loni“ zu seiner Entstehungsgeschichte nach. Die Kulturwerkstatt Auf AEG feierte mit einem Jubiläumswochenende ihr 5jähriges, die Villa Leon im Dezember ihr 20jähriges Bestehen. Das neu gestaltete Gemeinschaftshaus Langwasser konnte im Juni mit einem mehrtägigen Sonderprogramm nach drei Jahren Sanierung wiedereröffnet werden. Die Kulturläden Almoshof oder Zeltnerschloss bespielten ihre Schlosshöfe, Vischers oder Ziegelstein nutzten aufgrund nicht vorhandener Außenflächen Plätze und Parks im öffentlichen Raum.
KUF beteiligte sich intensiv an gesamtstädtischen Themen, wie z.B. seitens der Nürnberger Kulturläden und der Musikschule am NSU-Themenschwerpunkt „Kein Schlussstrich“. Das Inter-Kultur-Büro gestaltete die zentrale städtische Jubiläumsfeier zum 60. Jahrestag des Anwerbeabkommens mit der Türkei und stellte Familien in vier Generationen in den Mittelpunkt. Mit dem Global Art Festival in Kooperation mit dem Germanischen Nationalmuseum konnte ein Ausrufezeichen der transkulturellen Arbeit gesetzt werden. Die komplett personell neu besetzte Koordinationsstelle Integrationsprogramm begleitete die Neuaufstellung der städtischen Diversity-Arbeit, so auch des Kuratoriums für Vielfalt und Zusammenhalt, das im Oktober erstmalig in neuer Zusammensetzung tagte.
Ein besonderer Fokus lag auf der Förderung kultureller Bildungsangebote mit der KinderKulturOffensive der Bereiche Kultur, Schule und Soziales. Der Normalbetrieb der Musikschule sowie des Förderprogramms MUBIKIN begann im Juni 2021 mit allen Schüler*innen. Das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne startete verspätet am 13. Juni mit hohen Auflagen, darunter auch einer Besucherzahlendeckelung. Um dies zu kompensieren, war das Mobile Erfahrungsfeld bis in den Herbst hinein verstärkt in den Stadtteilen unterwegs und erreichte so zusätzlich 150 Kita-Gruppen und Schulklassen.
KuF nutzte die Coronazeit für strukturelle Arbeiten. Ein umfassender Markenentwicklungsprozess zur Positionierung, Zielgruppendefinition und Werte-DNA aller elf Einrichtungen zielte auf eine engere Zusammenarbeit bei gleichzeitiger Individualität der Nürnberger Kulturläden. Unter dem gemeinsamen Motto „Auf gute Machbarschaft“ wurden Teilhabe, Empowerment und Stadtteilorientierung durch Formate im öffentlichen Raum vermittelt.
Ein Organisationsentwicklungsprozess des Erfahrungsfelds bereitete die Schwerpunktsetzung im Bereich Inklusion vor (vgl. Behandlung im Kulturausschuss 09.07.2021). Im Jahr 2021 wurde zudem die Arbeit der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur, die aufgrund veränderter Steuergesetzgebung stark belastet war, finanziell auf solide Füße gestellt (vgl. Behandlung im Kulturausschuss 09.07.2021).
Das Thema Digitalisierung spielte 2021 eine besondere Rolle, so wurden Online-Tutorials, digitale Kulturhappen für Schulen, Streaming-Angebote oder zeitgemäße Formate wie Gathertown in Zusammenarbeit mit dem Global Art Netzwerk durchgeführt.
2. Personal, Finanzen, Baumaßnahmen 2022
Einsparungen durch Haushaltkonsolidierung (Sachmittelbudgetkürzung 10% gemäß Haushaltsplanentwurf) bei gleichzeitigem Wegfall von Einnahmen schränken die Handlungsfähigkeit der KUF-Einrichtungen extrem ein. Es wird versucht, dies zumindest in Teilen durch Drittmitteleinwerbung auszugleichen.
Angebotseinschränkungen sind in allen Bereichen des Amts nicht zu vermeiden, beispielsweise ein reduziertes Angebot bei den Werkstätten des Erfahrungsfelds, Einschnitten bei Programmheften, Wegfall von Sonderprojekten und Veranstaltungen bis zu einem reduzierten Bauunterhalt u.v.m.. Aufgrund der knappen Personaldecke in den Kulturläden wird sich die Personaleinsparung um 5% nach Corona (d.h. bei kompletten Kulturladenbetrieb) auf die erweiterten Formate wie beispielsweise die aufsuchende Kulturarbeit im öffentlichen Raum auswirken.
Der Generationenwechsel bei den Kulturläden ist mit nochmals 15 Stellenbesetzungsverfahren in 2021 organisatorisch weitestgehend abgeschlossen. Durch die Bereitstellung einer Stelle für Digitalisierung kann bei KUF nun die Digitalisierungsstrategie weiterentwickelt und umgesetzt werden.
Die Generalsanierung des Loni-Übler-Hauses ist erneut für das BIC-Verfahren in 2021 angemeldet worden. Nach positivem Beschluss in der Referentenbesprechung 2020 und Bestätigung durch 3. BM bei der Bürgerversammlung 2021 wird mit einer Aufnahme in den BIC gerechnet. Überlegungen zur Planung eines Kulturhauses in Public-Private-Partnership am westlichen Bielingplatz als zukünftige Stätte u.a. von Vischers Kulturladen gemeinsam mit der Stadtteilbibliothek und dem Bildungscampus Nürnberg müssen mit allen beteiligten Geschäftsbereichen/ Dienststellen noch abgestimmt werden. Für die Instandsetzung des statisch schadhaften Dachstuhls des Musikschulschlosses in der Ziegenstraße (Schmausenschloss) wurden Planungsmittel angemeldet. Die Planungen beginnen, sobald das Hochbauamt entsprechende Personalkapazitäten frei hat.
3. Übergreifende Aktivitäten und Angebote 2022
Zur Umsetzung der Ziele der Kulturstrategie, die im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung aufgesetzt wurde, wurde eine Weiterführung der Kulturplattform KommVorZone als partizipatives Format der aufsuchenden Kulturarbeit vom Kulturausschuss (vgl. Behandlung im Kulturausschuss am 08.10.2021) befürwortet. Nach 5monatiger partizipativer Vorbereitung ist die Umsetzung für Juni und Juli 2022 im Annapark geplant. Im Anschluss wird mit Hilfe einer wissenschaftlichen Evaluation der Auftrag des Kulturausschusses umgesetzt, ein ressourcenarmes Modell zur Anwendung in weiteren Stadtteilen ab 2023 zu entwickeln. Dies setzt gesicherte Personalressourcen voraus, daher wurden entsprechende Stellenschaffungsanträge gestellt.
Dem Mangel an Produktions- und Präsentationsräumen nimmt sich der Raumkompass als Vermittler für kulturelle Zwischennutzungen in leerstehenden Immobilien, Räumen oder Schaufenstern an. Der Raumkompass ist mit Bewilligung einer Vollzeitstelle für drei Jahre vom Kulturausschuss (vgl. Behandlung im Kulturausschuss am 09.07.2021) beschlossen worden.
2022, im 77. Jahr des Endes des Zweiten Weltkriegs führt KuF das Schulprojekt „Frieden ist klasse“ durch. Es richtet sich an die ersten bis vierten Klassen der 57 Grund- und 14 Förderschulen. In einem siebenmonatigen Prozess können sich bis zu 1.000 Schüler*innen in kreativen Ausdrucksformen mit dem Thema Frieden beschäftigen und werden befähigt, ihr Wissen an andere Schüler*innen weiter zu geben. Die Abschlusspräsentation findet mit allen Schüler*innen im Juli 2022 auf der Wöhrder Wiese statt.
KuF beteiligt sich mit eigenen Impulsen intensiv an gesamtstädtischen Zielsetzungen. So eröffnet z.B. die Dunkelerfahrung 2022 als eigenständiges, ganzjähriges Angebot im Hirsvogelbunker zur Begegnung Sehender und Sehbehinderter. Ziele sind Teilhabe wie Sensibilisierung im Sinne der UN- Behindertenrechtskonvention.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt des Amts wird die vertiefte Auseinandersetzung mit den Nachhaltigkeitszielen in Diskursformaten und Veranstaltungen sein, z.B. mit der Reihe der Nürnberger Kulturläden ebenso wie in der kulturellen Bildung z.B. mit den mobilen Angeboten des Erfahrungsfelds für das bayernweite Politmobil oder der Zusammenarbeit des Stabs KinderKultur mit dem UNSECO Chair für kulturelle Bildung.
Besonderes Augenmerk bedarf 2022 die Arbeit im Bereich der Interkultur. Nach der langen Zwangspause durch Corona war ein Rückzug deutlich zu spüren, etliche interkulturelle Gruppen blieben inaktiv. Aktuelle Corona-Regelungen stellen die dringend notwendige Kulturarbeit im Sinne eines gesellschaftlichen Miteinanders und der Teilhabe aller Menschen weiter vor große Herausforderungen. Das Programmangebot wird sich daher sehr flexibel der aktuellen Situation anpassen müssen, um gerade diese Zielgruppen wieder zu erreichen. Zugleich gilt es, durch Kooperationen die Sichtweisen von Menschen mit Migrationsgeschichte z.B. auch in identitätsstiftenden Ausstellungen oder Neukonzeptionen sichtbar zu machen.
4. Ausgewählte Aktivitäten und Angebote einzelner Arbeitsbereiche 2022
Die Abteilung Die Nürnberger Kulturläden widmet sich weiterhin verstärkt der aufsuchenden Kulturarbeit. Hierzu gehören die dank umfassender Fördergelder möglich gewordene Festigung des Modellprojekts „KommVorZone“ im Sinne eines „Teilhabe-Labors“ zur Verstetigung des zivilgesellschaftlichen Engagements in Zusammenarbeit mit KUF im südpunkt, die Ausgestaltung des gemeinsamen Mottos „Auf gute Machbarschaft“ durch Veranstaltungen, Diskursformate, Workshops und Interaktionen im öffentlichen Raum, die Stadtteilführungen wie z.B.„Langwasser.Neu.Entdecken“ durch ehrenamtliche Botschafter*innen des eigenen Stadtteils, Konzertreihen auf öffentlichen Plätzen oder Parks, das spartenübergreifende Projekt „Wir.Schreiben.Geschichte“ im Rahmen von #LNGWSSR, gefördert durch „Utopolis – Soziokultur im Quartier“ von BKM und BMI und nicht zuletzt die Weiterentwicklung der Hofflohmärkte zu Hofkulturtagen durch Vischers Kulturladen mit Beiträgen aller Sparten aus dem Stadtteil. Schwerpunkte dieser Arbeit sind die aufsuchende Ansprache und Integration marginalisierter Gruppen, der Diskurs stadtteilrelevanter Themen und Angebote zur kulturellen Bildung der jüngeren Bevölkerung im Sinne einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Kulturladenarbeit. Die Freiflächen im Umfeld der Häuser sollen, soweit finanziell und personell möglich, auch im Sommer 2022 erneut genutzt werden
Nach pandemiebedingter Verschiebung soll in 2022 die Kulturladenumfrage wieder durchgeführt und hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Kulturladenarbeit evaluiert werden. Hinzu kommt die vertiefte Zusammenarbeit mit der Integrierten Stadtentwicklung zur Überprüfung des Stadtgebiets hinsichtlich Kulturversorgung.
Ein thematischer Schwerpunkt liegt 2022 auf dem intensivierten Diskurs der SDGs. Neben der Weiterführung der erfolgreichen Reihe „Grünzeug“ des Kulturladens Schloss Almoshof, der Wanderausstellung zu den SDGs in mehreren Einrichtungen und der Einführung des Formats „Green Thursday“ zur Präsentation und Vernetzung innovativer Ideen zu ökologischem Handeln des Kulturbüro Muggenhof sollen in einer gemeinsamen Reihe der Nürnberger Kulturläden durch Vorträge, Quartiersdiskussionen, Märkte und Workshops für den individuellen ökologischen Handlungsspielraum sensibilisiert und Praxisentwürfe für das Alltagshandeln geschaffen werden.
Zur Vermittlung dieses Diskurses in eine breite Stadtgesellschaft werden parallel Formate hinsichtlich Teilhabegerechtigkeit, sozialer Gerechtigkeit, Menschenrechte und Demokratiearbeit im Rahmen der interkulturellen Öffnung sowie hinsichtlich nachhaltiger Transformationsansätze weiterentwickelt. So wird z.B. der Kulturladen Zeltnerschloss in Gleißhammer den „Stadtteil der Menschenrechte“ als Beitrag zu einer solidarischen Stadt(teil)bevölkerung thematisieren. Die Senior*innenarbeit wird hinsichtlich intergenerationeller Konzepte geöffnet und weitergeführt (Kulturladen Röthenbach, Kulturbüro Muggenhof, Loni-Übler-Haus, Kulturladen Ziegelstein), um der demografischen Entwicklung Rechnung zu tragen. In der Kooperation der Villa Leon mit dem Germanischen Nationalmuseum wird ein Schulprojekt die Sonderausstellung „Auf dem Weg zum Horizont. Erwartungen und Erfahrungen der Migration“ im Germanischen Nationalmuseum begleiten. Nahezu alle Kulturläden beteiligen sich mit eigenen Schulprojekten an „Frieden ist klasse“ und nicht zuletzt plant das Loni-Übler-Haus, durch den Aufbau einer stadtteilorientierten Ehrenamtsbörse in Zusammenarbeit mit dem Sozialreferat weitere Personen für das Miteinander im Quartier zu begeistern.
In der Abteilung kulturelle und politische Bildung steht das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne 2022 unter dem Schwerpunktthema „Mensch und Natur“. Entsprechend dem Beschluss des Kulturausschusses (vgl. Behandlung im Kulturausschuss am 09.07.2021) werden die mobilen Angebote um das PolitMobil (Start Schuljahr 2022/23) und ausleihbare Ausstellungen erweitert und das neue Konzept der Dunkel-Erfahrung als ganzjährig buchbares Angebot umgesetzt. Auch auf dem Erfahrungsfeld kann mit der Rolli-Schaukel punktuell ein inklusives Angebot - dank Fördergeldern für die notwendige Betreuung - auch 2022 weiter betrieben werden. Im Rahmen der politischen Bildung hat das Mobile Erfahrungsfeld ein Workshop-Konzept für Mittelschulen zum Thema Klimawandel erarbeitet und einen entsprechenden Förderantrag beim Bayerischen Umweltministerium gestellt, über den Ende November entschieden wird. Das „Science Camp“ wird als Sommer-Ferienprogramm erneut mit 300 Plätzen angeboten.
Die Musikschule Nürnberg baut ihr Unterrichtsangebot kontinuierlich weiter aus, insbesondere durch gezielte Kammermusikworkshops, Angebote zum Musiktheater, Solfeggio Unterricht für Chorschüler*innen, einer Kinderband, im Bereich Jugend Musiziert, mit freiwilligen Leistungsprüfungen sowie mit speziellen Angeboten für Schüler*innen mit erhöhtem Förderbedarf. Das Nürnberger Jugendorchester wird wiederbelebt und hat die Arbeit aufgenommen. Das zweiwöchige Konzertprogramm „Musikschule total“ wird im März 2022 die 85-jährige Geschichte der Nürnberger Musikschule in den Fokus rücken. Das jährliche Konzert im Opernhaus steht unter dem Motto „Mehr Musik“ und soll die starke Verknüpfung der verschiedenen Abteilungen des „jungenChor nürnberg“ und weiteren größeren Ensembles der Musikschule wiederspiegeln. Das Programm MUBIKIN feiert im Schuljahr 21/22 sein 10-jähriges Bestehen. Die Arbeit an acht Grundschulsprengeln mit 40 Kindertageseinrichtungen wird in 22 fortgeführt. Durch die Förderung des bayerischen Kultusministeriums können 2022 alle MUBIKIN Schüler*innen am musikalischen Sonderprojekt „Das Klangvielfraß“ teilnehmen. Es endet mit einer interaktiven Klangausstellung in der Kulturwerkstatt Auf AEG, die gemeinsam mit dem Klangkünstler Paul Bießmann erarbeitet wird, und einem Abschlusskonzert aller MUBIKIN Schüler*innen. Das Projekt findet in Kooperation mit der Hochschule für Musik statt und wird durch eine ganzjährige Lehrveranstaltung begleitet.
Im Arbeitsfeld der Stabstelle Kinderkultur werden 2022 nahezu alle Angebotsformate wie die Kindertheaterreihe, die KinderUni, die Formate des KinderKunstRaums (Mobile Buchwerkstatt, Kreativklassen, usw.) und das Sternenhaus mit über 140 Veranstaltungen wiederaufgenommen und weiterentwickelt. Für Vorschulkinder plant der KinderKunstRaum 2022 erstmals den „KinderKunstRaum Kindergartentag“ in der Kulturwerkstatt Auf AEG. Durch Corona entstandene Formate wie z.B. die KinderKulturPicknicks oder digitale Kulturhappen werden, soweit finanzierbar, fortgeführt. An den Erfolg der KinderKulturOffensive soll gemeinsam mit den beteiligten Bereichen Kultur, Schule und Soziales angeknüpft, der Kultur-und Schulservice der Entwicklung in den Schulen angepasst werden.
Jahreshighlight der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur ist die Verleihung der Deutschen Fußball- Kulturpreise im Oktober 2022. Das Jahresmotto „Fußball ist für alle da“ wird sich 2022 mit dem Schwerpunkt auf Inklusion, alternative Perspektiven und demokratische Prozesse, wie gewohnt im Grenzgebiet von Sport, Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft, wiederfinden.
Die Stabsstelle Koordination Integrationsprogramm plant nach der coronabedingten Absage für Juni 2022 eine neue Integrationskonferenz, deren Themenschwerpunkt auf aktuelle Herausforderungen in kulturellen wie gesellschaftlichen Fragestellungen reagieren soll. Die Arbeit im Bereich der Koordination des städtischen Integrationsprogramms und der verstärkten Diversity-Orientierung wird weiterentwickelt.
Am 8.1.2022 findet das vom Inter-Kultur-Büro initiierte Festival Global Art Nürnberg (Beginn 20.11.21) mit der Super Global Art Session seinen Abschluss. Mit der anschließenden Evaluierung des Leuchtturmprojekts, das – im Kontext der Kulturhauptstadtbewerbung - in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Global Art und dem Germanischen Nationalmuseum stattfindet, wird diese neuartige Konstellation der Kooperation eingehend beleuchtet. Das Global Art Netzwerk steht auch im Mittelpunkt weiterer Arbeit, mit der KuF versucht, die Zusammenarbeit mit Migrant*innenvereinen (Tandemprojekte) zu fördern.
Kooperationsprojekte mit Vereinen (z.B. auch als Qualifizierungsangebote für die eigene Arbeit), die Griechischen Filmtage, die Türkisch-Deutschen Literaturtage oder Literatur ohne Grenzen werden fortgesetzt. Geplante Autor*innenlesungen zum Thema kulturelle Vielfalt in Kooperation mit dem Südpunkt ergänzen das Programm. Um die sich verändernde Stadtgesellschaft darzustellen sollen u.a. verstärkt auch digital mehrsprachige Texte zum Einsatz kommen.