Beilage
zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 25.11.2021
Entscheidungsvorlage
Anerkennung des Fränkischen Bildungswerks für Friedensarbeit e. V. und Degrin –
Begegnung und Bildung in Vielfalt e. V. als freie Träger der Jugendhilfe gem. § 75 SGB
VIII
Fränkisches Bildungswerk für Friedensarbeit e. V.
Ausgangslage
Das Fränkische Bildungswerk für Friedensarbeit ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit Gründung 1982 im Zuge der Friedensbewegung zum Ziel gesetzt hat, qualitativ hochwertige und nachhaltige Bildungsarbeit anzubieten. Satzungsmäßig festgeschriebene Ziele und Aufgaben des Vereins sind Bildungsarbeit insbesondere mit Jugendlichen (und Erwachsenen) im Sinne einer Erziehung zum Frieden, einen Beitrag zur Völkerverständigung und zum Dialog zwischen Nord und Süd sowie Ost und West zu leisten, die Förderung der Friedensforschung und Auseinandersetzung mit ihren Ergebnissen und die Koordination und Unterstützung der Friedensgruppen in den Regionen Franken und der Oberpfalz.1 Diese werden über verschiedene Angebote und Projekte in der Jugend- und Erwachsenenbildungsarbeit verwirklicht, die im Bereich Schule und Kindertageseinrichtungen umgesetzt werden. Der Verein betreibt einen Treffpunkt, ein Büro, eine Bibliothek mit Archiv, erstellt ein jährliches Bildungsprogramm und bietet Weiterbildungen an. Hauptaufgabe des Vereins ist die Organisation von Veranstaltungen im Bereich der Jugend- und Erwachsenenbildungsarbeit, sowie die Vergabe und Durchführung von Forschungsprojekten. Im Rahmen dieser Projekte werden Kinder und Jugendliche in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung gefördert. Die Projekte sollen zu einer Kultur des Friedens beitragen, die den Konflikt als wichtiges Element der zwischenmenschlichen Entwicklung sieht und dafür Werkzeuge (durch die Entwicklung von Weiterbildungs- und Lernspielkonzepten) zur Verfügung stellt. Durch die Einbeziehung von Lehrkräften, Erzieher/- innen und Eltern soll eine ganzheitliche Bildungsarbeit ermöglicht werden.
Angebote im Einzelnen
Civil Powker (seit 2012) Entwicklung eines eintägigen Lernspiels zur Vermittlung der Bedeutung der Zivilgesellschaft für die Friedensarbeit. Dieses wird mittlerweile in ganz Deutschland und Südtirol durch Spielleiter/-innen für Oberstufen, Teilnehmer/-innen von Vorbereitungsseminaren für Freiwilligendienste und in der Erwachsenenbildung eingesetzt. In der Metropolregion Nürnberg wurde das Spiel jährlich mit ca. 20 Schulklassen und Jugendorganisationen durchgeführt.
Civil World (seit 2015) Kooperatives Brettspiel zum Erlernen von Möglichkeiten zum Aufbau von demokratischen und vitalen Gesellschaften für kleinere Gruppen. Das Spiel kommt häufig in Klassen der Mittelstufe, bei Freizeiten und Seminaren in Kleingruppen zum Einsatz.
Integrationsmatrix (seit 2018) Spiel zum Erlernen des Integrationsgedankens und zur Verständigung und Akzeptanz von Unterschieden für Mittelstufenklassen zur Anwendung im Unterricht oder bei Freizeiten, Seminaren oder auch zu Hause. Zu diesem Spiel wurde eine Workshop-Variante entwickelt, die im Großraum jährlich in ca. 25 Klassen der Mittelschule, der Fachakademien und Berufsschulen umgesetzt wird. In Zeiten der Pandemie wurde eine Onlineversion gestaltet. Sie wurde bisher in Fachakademien und mit Freiwilligen angewendet.
1 Vgl. § 2 FBF Satzung
Das WIR-Projekt (seit 2010) Das WIR (Werte – Integration - Resilienz) -Projekt soll durch den Einsatz von Gesprächsmethoden eine werteorientierte Konfliktbearbeitung in Grundschulen und Kindertagesstätten einführen. Hierfür sollen Kinder und Lehrkräfte / Erzieher/-innen über ihre Gefühle ins Gespräch kommen, um Ausschlussprozessen und Grenzverletzungen entgegenzuwirken. Für die Fachkräfte werden zur Umsetzung Fortbildungen durch den Träger angeboten. Das Projekt existiert seit 12 Jahren. Im Großraum wurde das WIR-Projekt bereits an 60 Schulen für den schulischen Alltag eingesetzt – in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Nürnberg, der Familienfreundlichen Schule und der Beck-Kinderfonds- Stiftung. Im Bereich Kindertagesstätten wurde das Projekt seit 2015 in mehr als 50 Kindertageseinrichtungen durchgeführt. Ebenfalls seit 2015 wurde die Erweiterung „Wir-Du“ mit Fokus auf die emotionale Sprachkompetenz in Übergangs- oder Willkommensklassen konzipiert. Für Jugendliche in der Mittelstufe wird aktuell das Projekt „Wir-Coaches“ entwickelt. Der Ansatz besteht darin, die Chancen der Krisenintervention auf Peer-Ebene zu nutzen und auszubauen. Damit soll langfristig ein großes Netzwerk aus ausgebildeten Peer-Coaches entstehen und Hürden in der Kontaktaufnahme zu professioneller Hilfe abgebaut werden.
Welt-Blick In diesem Projekt wurden Ausbildungsunterlagen entwickelt, die den Fachakademien und Kindertageseinrichtungen zur Verfügung stehen. Bisher wurde das Projekt mit der evangelischen Fachakademie in Fürth und der kath. Fachakademie in Weiden erprobt. Hieraus soll nun ein Projekt zur Umsetzung mit Kindern entstehen.
Die resiliente KiTa Um den Veränderungen der Grundstrukturen in der Arbeit in Kindertagesstätten durch die Pandemie entgegenzutreten, wird ein Kurs für Mitarbeiter/-innen in Kindertageseinrichtungen zur Erleichterung des Prozesses der Selbstfindung angeboten. Für die Kinder wurden unterschiedliche Präsenzangebote entwickelt. Sie sollen vor allem Kinder, die Auffälligkeiten zeigen, in der Einrichtung sozialtherapeutisch unterstützen. Die Eltern werden durch Elterntrainings auf die veränderte Kinderwelt vorbereitet und unterstützt. Während der Pandemie wurde das Konzept in 20 Kindertageseinrichtungen auf der Teamebene eingeführt. Das Projekt hat laut dem Träger eine starke Nachfrage und soll in den nächsten Jahren weiter ausgeweitet werden.
Aus- und Fortbildungen im Bereich der Jugendhilfe Seit 1991 werden durch FBF e. V. Trainer/-innen in der Jugendbildungsarbeit ausgebildet – Schwerpunkte hier sind Transkulturalität und Konfliktkompetenz. Weiterbildungsmaßnahmen für Fachkräfte in Unterricht, Erziehung und Beratung werden z. B. durch das Nürnberger Streitschlichterprogramm oder das Fortbildungskonzept rootswork angeboten.
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Nürnberg Der Träger leitet seit einigen Jahren geschäftsführend den Arbeitskreis „Gewaltprävention“, ein Arbeitskreis Nürnberger Träger und Institutionen mit Ziel des fachlichen Austauschs zum Thema. Der Arbeitskreis und somit auch der Träger konnte bisher zwei Fachtage gemeinsam mit dem Jugendamt zum Thema Gewaltprävention für Fachkräfte planen und organisieren. Die Zusammenarbeit war positiv zu bewerten. Es ist davon auszugehen, dass der Träger zukünftig einen Beitrag zur Erfüllung der Jugendhilfe zu leisten imstande sein wird. Aufgrund dieser Erfahrung kann von einer positiven Prognose ausgegangen werden. Bisher erhält der Träger keine Zuschüsse im Rahmen der institutionellen Förderung durch die Stadt Nürnberg.
Degrin e. V.
Ausgangslage
Degrin – Begegnung und Bildung in Vielfalt e. V. ist eine im Jahr 1977 zunächst als Initiativgruppe gegründete Integrations- und Bildungseinrichtung. 1985 wurde der Verein Degrin – Ausländer und Deutsche gemeinsam e. V. gegründet, 2004 in Degrin – Begegnung und Bildung in Vielfalt e. V. umbenannt. 2005 erhielt der Verein die Zulassung zur Durchführung von Integrationskursen für Erwachsene
durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Seit 2007 ist Degrin e. V. auch im Bereich der Kindertagesbetreuung mit hauptamtlich beschäftigten pädagogischen Fachkräften tätig. Ziele der Arbeit in den Einrichtungen sind die Förderung der Integration und gleichberechtigten Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Zuwanderungshintergrund in Schule, Arbeit und Gesellschaft, die Förderung eines friedlichen Zusammenlebens und die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Durch den Ursprung in der Initiativgruppenarbeit sind die Angebote auch weiterhin durch die Mitarbeit von Ehrenamtlichen geprägt. Wesentliche Elemente der Arbeit sind: Lebensweltorientierung, interkultureller Ansatz, stadtteilorientierter Bezug, ganzheitliche Sichtweise der Menschen, Hilfe zur Selbsthilfe, Partizipation und bürgerschaftliches Engagement. Satzungsmäßiger Zweck des Vereins ist die sozialpädagogische Förderung und soziale Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Migrationshintergrund sowie sozial Benachteiligten. Dieser Zweck wird insbesondere durch ein vielfältiges Bildungs- und Begegnungsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene verwirklicht.2
Angebote im Einzelnen
GOSTINI Kinderhort (seit 2007) Die Betreuung durch hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen umfasst im Kinderhort eine intensive Hausaufgabenhilfe, gemeinsames Mittagessen sowie Freizeitangebote für Kinder der 1. bis zur 4. Klasse von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Bei erhöhtem Förderbedarf wird durch zusätzliches pädagogisches Personal auch gezielte Einzelförderung bzw. Deutschunterricht angeboten. Zu den Freizeitangeboten gehören die Teilnahme an Projekten im Stadtteil, Freispielmöglichkeiten, Bewegungsangebote, Kreative Angebote, Musische Angebote, Medienpädagogische Angebote, Umwelt- und Kulturelle Angebote, Gesundheitserziehung und soziale Gruppenarbeit. Der pädagogische Ansatz zielt dabei ebenfalls auf das Erlangen interkultureller Kompetenz und die Verständigung zwischen den Generationen und den Abbau von Vorurteilen ab. Die Arbeit findet im engen Austausch mit den Eltern, Schulen, Fachdiensten, Projekten im Stadtteil und anderen Kindertagesstätten im Umkreis statt. Die Einrichtung wird im Rahmen des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) gefördert.
DEGRIN Schülertreff (seit 2011) Im Schülertreff können Schüler/-innen aus Mittelschulen von der 5. bis zur 7. Klasse von 13:30 Uhr – 16:00 Uhr am gemeinsamen Mittagessen und intensiver Hausaufgabenbetreuung teilnehmen. Zudem gibt es nachmittags ein offenes Freizeitangebot (auch für nicht angemeldete Kinder zwischen 10 -15 Jahren aus dem Stadtteil). Der pädagogische Ansatz konzentriert sich auf die Unterstützung der Kinder mit und ohne Migrationshintergrund im schulischen Alltag, der Schaffung von Freizeitmöglichkeiten und der Vermittlung von Grundwerten wie Toleranz, Verantwortungsbewusstsein und Gewaltfreiheit. Dabei werden auch Ehrenamtliche eingesetzt, um einen Dialog der Generationen in der Integrationsarbeit zu schaffen. Die pädagogische Arbeit findet im engen Austausch mit Eltern, Schulen, Fachdiensten und Strukturen im Stadtteil (Stadtteilarbeitskreis, Aktionen und Projekten im Stadtteil) statt. Die Einrichtung wird im Rahmen des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) gefördert.
Angebote für Erwachsene
- Deutsch- und Konversationskurse insbesondere für Migrant/-innen ohne Anspruch auf Teil-
nahme der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderten Migrationskurse. Es werden Deutschkurse speziell für Asylbewerber/-innen und Menschen mit Duldung sowie Konversationskurse für Teilnehmer/-innen mit fortgeschrittenen Kenntnissen angeboten.
- Offener Frauentreff (wöchentlich): kostenloses Austauschangebot mit gemeinsamen Frühstück
und Kinderbetreuung für Frauen
-
Literaturkreis für Frauen
-
Ämterhilfe: begleitendes Beratungsangebot für Besucher/-innen der Degrin-Kurse und Veran-
staltungen. Durch die Ämterhilfe erhalten Ratsuchende Informationen zu Sprachkursen, Hilfsangeboten und Ansprechpersonen von städtischen und anderen Einrichtungen. Ehrenamtliche
2 vgl. § 2 DEGRIN Satzung
Mitarbeiter/-innen begleiten bei Bedarf die Hilfesuchenden bei Behördengängen und Arztbesuchen. Das Angebot der Ämterhilfe ist eine fortlaufende und ergänzende Maßnahme zur Migrationsberatung.
Projekte
- DEGRIN Minis - Spielgruppe für Kinder von 10 Monaten bis zu 3 Jahren zur Eingewöhnung in
die Betreuung in Kindertageseinrichtungen.
- HEROES - Gleichstellungsprojekt für junge Männer mit Migrationshintergrund. Die Teilneh-
menden durchlaufen in rund einem Jahr die „Ausbildung zum HERO“ und setzen sich in wöchentlichen Gruppentreffen mit Rollenbildern, Identität, Rassismus, Homophobie, Antisemitismus, gesellschaftlichen Machtstrukturen, Sexismus, Gewalt und Religion auseinander. Im zweiten Teil fungieren sie als Multiplikatoren in Schulklassen und Jugendzentren, um ihre Erfahrungen und Kenntnisse weiterzugeben. Das Projekt besteht seit 2013 und wird seit 2019 durch das Jugendamt jährlich gefördert.
- Bildungspatenschaften - Vermittlung von ehrenamtlichen Bildungspatenschaften für Kinder der
- bis zur 10. Schulklasse zur Unterstützung bei Hausaufgaben und anderen schulischen Belangen.
- IS RECHT?! – Menschenrechte HIER & DORT“ - Ausstellung zu verschiedenen Erfahrungen
von Nürnberger/-innen aus mehr als zehn Herkunftsländern mit Menschenrechten. Die Ausstellung kann von anderen Institutionen kostenlos ausgeliehen werden.
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Als langjährig tätiger freigemeinnütziger Träger in der Kinder- und Jugendarbeit und Träger von Einrichtungen im Bereich der Kindertagesbetreuung wird die auch durch Ehrenamtliche durchgeführte Jugend- und Familienarbeit von Degrin e. V. bereits seit 2012 im Rahmen der institutionellen Förderung (Projekt HEROES seit 2019) mit einem jährlichen Zuschuss unterstützt, mit dem Ziel, die Integration von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (Eltern, Familien) mit Migrationshintergrund in Schule, Arbeit und Gesellschaft unter Einbindung von Ehrenamtlichen zu fördern. Der Träger ist wichtiger Bestandteil der Jugendhilfe im Sinne der Jugendhilfeplanung und seit Bestehen an zahlreichen Integrations- und Bildungsprojekten beteiligt.
Voraussetzungen
Als Träger der freien Jugendhilfe gem. § 75 Abs. 1 SGB VIII können juristische Personen und Personenvereinigungen anerkannt werden, wenn sie: 1. auf dem Gebiet der Jugendhilfe im Sinne des § 1 SGB VIII tätig sind, 2. gemeinnützige Zielsetzungen verfolgen, 3. aufgrund der fachlichen und personellen Voraussetzungen erwarten lassen, dass sie einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Erfüllung der Aufgaben der Jugendhilfe zu leisten im Stande sind und 4. die Gewähr3 für eine den Zielen des Grundgesetzes förderliche Arbeit bieten.
Einen Anspruch auf Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe hat unter den Voraussetzungen des Absatzes 1, wer auf dem Gebiet der Jugendhilfe mindestens drei Jahre tätig gewesen ist (§ 75 Abs. 2 SGB VIII).
Diese Voraussetzungen zur Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe werden vom Fränkischen Bildungswerk für Friedensarbeit e. V. und von Degrin - Begegnung und Bildung in Vielfalt e. V. gemäß § 75 SGB VIII erfüllt4.
Die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe hat keine finanziellen Auswirkungen für die Stadt, es wird kein Anspruch auf eine dauerhafte Förderung begründet. Es ergeben sich zudem keine Ansprüche für eine Erweiterung der bereits bestehenden Förderungen. Der Verein erlangt durch die Anerkennung die Möglichkeit, einen Sitz im Jugendhilfeausschuss zu erlangen und an Arbeitsgemeinschaften beteiligt zu werden, wie z.B. die AG 78, d.h. als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe haben der Verein Fränkisches Bildungswerk für Friedensarbeit e. V. und der Verein Degrin – Begegnung und Bildung in Vielfalt e. V. ein Mitspracherecht bei der Gestaltung der Jugendhilfe.
Die Verwaltung des Jugendamts empfiehlt dem Jugendhilfeausschuss die Anerkennung des Fränkischen Bildungswerk für Friedensarbeit e. V. und Degrin – Begegnung und Bildung in Vielfalt e. V. als Träger der freien Jugendhilfe gem. § 75 SGB VIII i. V. m. § 33 Abs. 1 Nr. 3 AGSG zu beschließen.
3 Die Erfüllung des Erziehungsauftrags im Sinne des § 1 SGB VIII bietet in der Regel die Gewähr für eine den Zielen des Grundgesetzes förderliche Arbeit; Auszug aus §1 SGB VIII: (1) Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. (3) Jugendhilfe soll zur Verwirklichung des Rechts nach Absatz 1 insbesondere 1.junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu beitragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen, 2.Eltern und andere Erziehungsberechtigte bei der Erziehung beraten und unterstützen, 3.Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl schützen, 4.dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen.
4 Die Antragsunterlagen können auf Wunsch bei der Verwaltung des Jugendamts eingesehen werden.