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← Sitzung der Opernhaus-Kommission (22.10.2021)

04 Erläuterungsbericht NBP Testentwurf DU 2021.06.11 (samt Anlagen)

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I:\2019\2019145_VGV_PE_OPER_NUERNBERG\08_DOKUMENTAT ION\04_BERICHTE\PNBP\210611_ERLÄUTERUNGSBERI CHT_NBP_TESTENTWURFDU.DOCX Berlin Bonn Dortmund Düsseldorf Frankfurt Hamburg Leipzig München Stuttgart Wuppertal Brienner Straße 44 80333 München Tel. 089. 15 90 67 51.0 Fax 089. 15 90 67 51.27 info@du-diederichs.de www.du-diederichs.de DU Diederichs Projektmanagement AG & Co. KG Sitz und Registergericht: Berlin HRA 33078 Persönlich haftende Gesellschafterin: DU Diederichs AG Sitz und Registergericht: Berlin HRB 83457 Aufsichtsratsvorsitzender: Prof. Dr.-Ing. Claus J. Diederichs Vorstand: Dipl.-Ing. Architekt Ralph Bode Dipl.-Ing. Thomas Hausmann Dipl.-Ing. Timo Oesterle BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und Testentwurf Verfasser: DU Diederichs Projektmanagement AG & Co. KG Bühnenplanung Walter Kottke Ingenieure GmbH Kahle Acoustics Professor Pfeifer und Partner PartGmbB Weber & Partner Ingenieurgesellschaft für technisch e Gesamtplanung mbH Ingenieurgemeinschaft Dess+Falk GmbH München, 11.06.2021, Index 7 Seite 2/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Inhaltsverzeichnis 1 Vorbemerkungen 3 1.1 Anlass und Zielsetzung 3 1.2 Berichtsverfasser 3 1.3 Grundlagen 4 2 Nutzerbedarfsprogramm 6 2.1 Grundlagen 6 2.2 Herangehensweise 6 2.3 Inhalt und Gliederung Nutzerbedarfsprogramm 7 2.3.1 Betriebsbeschreibung 9 2.3.2 Raumprogramm 9 2.3.3 Kategorisierung des Mehrbedarfs 17 2.3.4 Funktionsschema 18 2.4 Plausibilitätsprüfung NBP 18 2.4.1 1. Stufe: Übergeordneter Referenzvergleich 19 2.4.2 2. Stufe: Benchmarking nach Funktionsgruppen 22 2.4.3 3. Stufe: Detaillierte raumweise Prüfung 34 3 Erläuterung Testentwurf 34 3.1 Grundlagen 35 3.1.1 Flächenansätze 35 3.1.2 Planungsprämissen 37 3.2 Herangehensweise und Ablauf 40 3.3 Ergebnisse der Testentwurfsplanung 43 3.3.1 Variante 1: Umsetzung des Nutzerbedarfs in Bestand- und Neubau am Richard-Wagner-Platz mit Anlieferung über die Lessi ngstraße 43 3.3.2 Variante 2: Umsetzung des Nutzerbedarfs in Bestand- , Neubau und Sigmund-Schuckert-Haus mit Anlieferung über die Les singstraße 48 3.4 Untersuchung Zuschauerraum 52 3.4.1 Variante 1: „Erhalt Zuschauerraum“ 52 3.4.2 Variante 1A: „Erhalt Saalwände“ 54 3.4.3 Variante 2: „Adaption“ 56 3.4.4 Variante 3: „Neu-Interpretation“ 58 3.5 Fazit 60 3.6 Detailuntersuchungen „Foyer“ 61 3.7 Allgemein zu klärende Punkte / Zielkonflikte 67 3.8 Zusammenfassung und Fazit – Erläuterung Testentwurf 69 4 Flächeneinsparpotentiale und Risiken für Flächenmeh rungen 70 5 Zusammenfassung und Fazit 72 Seite 3/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 1 Vorbemerkungen 1.1 Anlass und Zielsetzung Das Staatstheater Nürnberg (fortan STN) ist aktuell eines der großen Mehrspartenhäuser in Deutschland. Die ehemaligen st ädtischen Büh- nen Nürnberg wurden am 01. Januar 2005 durch die „S tiftung Staats- theater Nürnberg“ zum Staatstheater Nürnberg und ge lten als vierte Staatsbühne im Freistaat Bayern. Das STN betreibt a ktuell das Schau- spielhaus und das Opernhaus am Richard-Wagner-Platz in Nürnberg. Das am Standort befindliche Opernhaus ist aus diver sen Zwängen (ins- besondere Betriebssicherheit) sanierungsfällig und zudem funktional weder zeitgemäß noch zukunftsfähig. Um diesen Misss tand zu be- heben, hat das STN erforderliche Maßnahmen für eine zeitgemäße Nutzung sowie eine Zukunftsfähigkeit des Hauses unt ersucht. Die Leitung der Projektentwicklungsphase wird durch das Baureferat der Stadt Nürnberg (Projektbaudienststelle, fortan PBD) für das "Bau- vorhaben Opernhaus Nürnberg" (nachfolgend BOH) wahr genommen. Neben der Vervollständigung der Grundlagenermittlun g sowie der Prüfung des Nutzerbedarfsprogramms (NBP) soll durch einen darauf basierenden „Testentwurf“ geprüft werden, ob der zu künftige Nutzer- bedarf auf dem Areal realisiert werden kann. Rücksc hlüsse aus dem Testentwurf sollten ebenso in die parallele Erstell ung des Nutzerbe- darfsprogramms noch einfließen können. Im Rahmen der Projektentwicklung wurde zudem der Te stentwurf um eine zusätzliche Variante „Sigmund-Schuckert-Haus“ erweitert, um die Umsetzbarkeit des Nutzerbedarfs auch in Verbindung mit ausgela- gerten Verwaltungsflächen darstellen zu können. Des Weiteren wurden im Rahmen der Plausibilisierung des Nutzerbe- darfs durch die PBD Detailuntersuchungen zu den Ber eichen „Zu- schauersaal“ und „Foyer“ angestoßen. Zum Zuschauers aal wurden seitens des Büros Kahle Acoustics demnach 3 Variant en mit der Möglichkeit vorgeschlagen und untersucht, bis max. 1.191 Zuschauer im Zuschauersaal unterzubringen. Der darauf aufbauende Testentwurf durch DU Diederic hs sollte die dahingehenden Auswirkungen der Maximalvariante 3 au f die Foyer- flächen darstellen und die Umsetzbarkeit prüfen. 1.2 Berichtsverfasser Für die Projektentwicklung wurde seitens der PBD im Dezember 2019 DU Diederichs Projektmanagement AG & Co KG zur Verv ollständigung der Grundlagenermittlung, zur Prüfung des NBP sowie zur Erstellung eines Testentwurfs eingebunden. Seite 4/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Zur Unterstützung dieser Leistungen wurden ergänzen d im Auftrag der PBD folgende externe Fachplaner beteiligt: - Bühnenplanung: Bühnenplanung Walter Kottke Ingeni eure GmbH, Bayreuth (BWKI) - Akustikplanung: Kahle Acoustics, Brüssel (KA) - Tragwerksplanung: Professor Pfeifer und Partner PartGmbB, Darmstadt (IBP) - HLS Planung: Weber & Partner Ingenieurgesellschaf t für technische Gesamtplanung mbH, Nürnberg (W+P) - ELT Planung: Ingenieurbüro Dess+Falk GmbH, Nürnbe rg (D+F) In diesem Bericht werden die Prüfergebnisse und Tex tbausteine von DU Diederichs und den oben angeführten Fachplanern zusammen- gefasst. 1.3 Grundlagen Folgende vom 16.07.2020 bis 26.03.2021 vom STN zur Verfügung gestellte Unterlagen wurden überprüft und verwendet : Allgemein: - Raumprogramm Index 01 bis Index 07 vom 12.04.2021 und Funktionsschema Index 06 vom 21.04.2021 vom STN (Anlage 01 ) - Legende Raumgruppen und Funktionsgruppen Index 07(Anlage 02 ) - Bedarfsplanung und Projektdefinition von Gerling + Arendt vom 30.09.2014 ( Anlage 03 ). - Technische Machbarkeitsstudie, Team für Technik s bi Ingenieure vom 11.06.2016 ( Anlage 04 ) - Strukturelle Planungsgrundlagen, Reform vom 18.12 .2012 (Anlage 05 ) - Bericht zum zukünftigen gastronomischen Bedarf - Special Cuts vom 17.08.2016 ( Anlage 06 ) - Betriebsbeschreibung STN Stand 13.04.2021 ( Anlage 09 ) - NUF-Zuordnung_DU, Stand 30.03.2021 ( Anlage 10 ) - Synopse – Flächenentwicklung DU vom 05.05.2021 ( Anlage 11 ) - Flächennachweis Untersuchung Foyer ( Anlage 13 ) (Ablage auf MyDrive, Stand 10.05.2021) Seite 5/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf - Testentwurf Variante 1 (Ablage auf MyDrive, Stand 08.04.2021) ( Anlage 15 ) - Flächennachweis Variante 1, Stand 08.04.2021 ( Anlage 16 ) - Testentwurf Variante 2 ( Ablage auf MyDrive, Stand 08.04.2021 ) ( Anlage 17 ) - Flächennachweis Variante 2, Stand 08.04.2021 ( Anlage 18 ) - Detailuntersuchung Foyer DU vom 27.04.2021 ( Anlage 19 ) - Referenzvergleich Schauspiel-/Opernhäuser, Stand 12.04.2021 ( Anlage 20 ) Bühnentechnik - Protokoll – Konzeption Bühnen BWKI /STN und PBD v om 09.03.2021 ( Anlage 07 ) - Footprint Anlieferung BWKI vom 27.10.2020 ( Anlage 08 ) Akustik: - Variantenuntersuchung Zuschauersaal – Kahle Acous tics vom 07.05.2021 ( Anlage 12 ) - Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen - Index 06 (Anlage 08 ) ELT: - Begehungsbericht Dess+Falk GmbH Stand 12.02.2021 über die Begehungen am 27.11.2021 und 05.02.2021 ( Anlage 14 ) TWPL: - Trägerlagepläne (Stahlträger der Decken und Ränge ), erstellt 1900 - (Weitere zahlreiche) Entwurfspläne, Grundrisse un d Schnitte aus dem Büro Heinrich Seeling, Berlin, ers tellt 1898-1905 (fehlend, da nicht auffindbar: Statik-Pl äne und Berechnungen des gesamten historischen Opernhauses, erstellt durch das Büro Otto Leitholf, Berlin)Einze lne Pläne der Umbauten der NS-Zeit (1934-1943) - Pläne aus der Wiederaufbauzeit zum Magazingebäude , der Westfassade und zum Bühnenhaus-Nordarm (1946-1956) - Pläne und Statiken zu Erweiterungen und Umbauten der Nachkriegszeit, insbesondere dem Verwaltungsbau sow ie Umbauten im Bühnenhausbereich (1957-1967) - Pläne zu div. Umbaumaßnahmen 1975 – 1989, einschließlich dem Bau der Theatergarage, dem Einba u der Seite 6/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Beleuchterloge im 4. Rang sowie dem U-Bahnhof „Opernhaus“ - Pläne der Generalinstandsetzung 1989-1998 - Weitere, zahlreiche Pläne von Umbaumaßnahmen und Planungen seit 2000 2 Nutzerbedarfsprogramm 2.1 Grundlagen Die Betrachtungen zur Plausibilität des vorgelegten NBP basieren auf der aktuellen Betriebsstruktur und Arbeitsorganisat ion des STN. Es wurde vereinbart, sich bei der Bewertung der Anf orderungen auf den bestehenden Betrieb in seiner groben Anlage, de r Personalstruk- tur, Disposition und aktuellen Betriebsorganisation zu beziehen. Zu- künftige Umstrukturierungen und deren Auswirkungen auf Betrieb und Infrastruktur sind nicht bekannt. Das STN operiert seit Jahrzehnten mit unzureichende n Betriebsflächen insbesondere in den bühnennahen Funktionsbereichen. Dekorations- volumina und Anforderungen an den Spielbetrieb habe n sich im letzten Jahrhundert vervielfacht, dadurch sind die heute be stehenden Flächen für ein repertoirebetriebenes Mehrspartenhaus unzur eichend. Zeitge- mäße grundlegende Regeln des Arbeitsschutzes, der B arrierefreiheit, des Brandschutzes, der Ergonomie und Nachhaltigkeit sind im besteh- enden Betriebsgebäude so nicht einzuhalten. 2.2 Herangehensweise Die Organisation des Prüfprozesses der Unterlagen d es Nutzerbe- darfsprogramms erfolgte durch DU Diederichs in enge r Abstimmung mit der PBD. Die Unterlagenbereitstellung erfolgte durch eine di gitale Dokumenten- austauschplattform (MyDrive), zur Verfügung gestell t von der PBD. Sämtliche Prüf- und Abstimmungsergebnisse sind in e inem iterativen Prozess in das NBP eingeflossen und sind durch die Indexstände 01 bis 07 dokumentiert. Im Rahmen des Prüf- und Plausibilisierungsprozesses wurden die vorliegenden Unterlagen zunächst von uns und den Fa chplanern ge- sichtet und auf Vollständigkeit und / oder Widerspr üche geprüft. Die Abstimmung der identifizierten Prüfergebnisse s owie Anmerkung- en/Hinweise erfolgte kontinuierlich in Form von: - Regelmäßiger Projekt-Jours-Fixe (2-wöchentlich) - Workshops - Detailabstimmungstermine (z.B. zu bestimmten Raum grup- pen / Funktionsbereichen, etc.) - bilateraler individueller Informationsaustausch ( z.B. Tele- fonate, Videokonferenzen, Schriftverkehr, etc.) Seite 7/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf - Arbeitskreissitzungen (beispielsweise AK Akustik) - Begehungen des Bestandsgebäudes mit dem STN Dabei sind bereits im Rahmen des iterativen Prüfpro zesses die Prüfan- merkungen der Beteiligten in den aktualisierten Ind exstand der Unter- lagen des Nutzerbedarfsprogramms kontinuierlich ein geflossen. Eben- so wurden dem STN von allen Beteiligten Textbaustei ne für die Aufstel- lung der Unterlagen zugearbeitet, sodass der vorlie gende Stand des Nutzerbedarfsprogramms bereits Prüfergebnisse und A nmerkungen enthält, auf die im Weiteren in diesem Bericht nich t nochmals explizit eingegangen wird. 2.3 Inhalt und Gliederung Nutzerbedarfsprogramm Das Nutzerbedarfsprogramm (NBP) besteht aus folgend en Bausteinen: 1. Betriebsbeschreibung 2. Raumprogramm 3. Funktionsschema 4. Ziele und Anforderungen für die akustischen Plan ungen des Arbeitskreises Akustik und Kernfunktionen Der Raum- und Funktionsbedarf wurde für die weitere Betrachtung in übergeordnete Funktionsgruppen gegliedert. Die rele vanten Funktions- gruppen wurden von uns und den Fachplanern auf Plau sibilität geprüft, zum Teil ergänzt, kommentiert und in einer zentrale n Datei (Excel- Format) zusammengefasst. Folgende 5 Funktionsgruppen (FG) wurden durch das STN in Abstim- mung mit den Projektbeteiligten für den Prüf- und A bstimmungsprozess definiert: - FG 1: Bühnen- und Probebetrieb (inkl. Anlieferung ) - FG 2: Besucherbereiche - FG 3: Ausstattende Gewerke und Lager - FG 4: Interne Bereiche und Verwaltung - FG 5 / 0: Cultural HUB und weitere Funktionen Die Gliederung der 5 Funktionsgruppen sollte zudem eine abschnitts- weise Prüfung des Raumprogramms und Funktionsschema s ermöglichen und die erforderlichen Zeitbedarfe opti mieren. Das Raumprogramm und das Funktionsschema gliedert d en zukünftigen Bedarf gem. den oben beschriebenen 5 Funktionsgruppen weiter auf in 30 Funktionsbereiche und 72 Funktionsbereich/ Abteilungen , zusätzlich zu der beschriebenen Untergliederung b esteht die Möglichkeit, die Flächen nach Betriebsbereich und Raumart zu klassifizieren. Seite 8/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Die nachfolgende Abbildung zeigt das abgestimmte Fu nktionsschema. Abbildung: Funktionsschema mit den 5 Funktionsgrupp en Seite 9/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 2.3.1 Betriebsbeschreibung Im Rahmen des oben beschriebenen Prozesses wurde se itens STN eine Betriebsbeschreibung ( vgl. Anlage 09 ) erstellt, welche die we- sentlichen betrieblichen Abläufe innerhalb des Oper nhauses be- schreibt und flankierend zum Raumprogramm ergänzend e Anforder- ungen an die Bauaufgabe und den Betrieb sowie insbe sondere an Räume und Raumgruppen definiert. Die Betriebsbeschr eibung wurde erstmals am 23.12.2020 vom STN via MyDrive zur Verf ügung gestellt. Die Betriebsbeschreibung wurde seitdem stetig zwisc hen den Beteilig- ten abgestimmt, fortgeschrieben und am 13.04.2021 a ls finaler Vorab- zug verteilt. Im vorliegenden Stand der Betriebsbeschreibung werd en wesentliche Raumbereiche hinsichtlich ihrer Funktion sowie spez ifischer Bedarfe (z.B. an Raumhöhen, Arbeitsplätze oder nicht im Fun ktionsschema ab- gebildeten Flächenbeziehungen) beschrieben. Die in der Betriebsbe- schreibung definierten Anforderungen sind unter Ber ücksichtigung der Testentwurfsplanung, des Raumprogramms, der Funktio nsschemata und der o.g. Gutachten zwischen den Fachplanenden u nd dem STN diskutiert, hinterfragt und abgestimmt worden. Wie bereits beschrieben, beruht diese auch auf zugearbeiteten und mit dem ST N abgestimmten Textpassagen durch die Projektbeteiligten. Die seit dem 13.04.2021 vorliegende Betriebsbeschre ibung ist somit wesentlicher Teil des Nutzerbedarfsprogramms (NBP). 2.3.2 Raumprogramm 2.3.2.1 Grundlagen Nutzungsflächen (NUF) nach DIN 277 Im vorliegenden Raumprogramm (Index 07) wird zwisch en den Nutz- ungsflächen gem. DIN 277 differenziert. Es werden n eben den Haupt- nutzflächen auch Technik-, Verkehrs- sowie Sanitärf lächen ausge- wiesen, sofern sie aus der Bestandssituation identi fiziert, werden kön- nen bzw. eine wesentliche Bedeutung für den Gebäude betrieb haben. Die Prüfung der Nutzungsflächen konzentrierte sich vornehmlich auf die Hauptnutzflächen NUF 1-6. Die Ermittlung der dazu benötigten Nebennutzflächen NUF 7 erfolgte parallel mit dem Testentwurf mithilfe von Kennwerte n und Vorgaben aus gesetzlichen Regelwerken (z.B. ASR, VStättV). Die Ermittlung der erforderlichen Verkehrsflächen e rfolgte rein rechner- isch auf Grundlage von Flächenkennwerten. Sie werde n im Rahmen der Prüfung des Raumprogramms nicht bewertet und si nd in der weit- eren Planung als „entwurfsabhängig“ zu betrachten. Anforderungen an Technikzentralen nach VDI2050-1 Die Flächen für die Gebäudetechnik, das heißt für d ie Technik der Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Sanitärtechnik und deren Installation- en, zum Beispiel Schächte, wurden auf Grundlage der VDI2050-Blatt 1 Seite 10/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf ermittelt. Dabei wurde von getrennten Technikzentra len für die einzel- nen Bereiche ausgegangen. In der Summe ist von einem Bedarf für HLS von 3.300 m² NUF, davon 1.720 m² NUF für Technikzentralen und 1.580 m² NUF für Installations- flächen, auszugehen. Diese Flächenangaben teilen si ch in die Bereiche Bestand Opernhaus, anteilig mit Neubau, Neubau und Schuckert-Haus auf. Dieser Flächenbedarf berücksichtigt nicht die separat ausgewies- enen Flächen für die Elektro-, Fernmelde- und infor mationstechnischen Anlagen. Im Raumprogramm mit dem Index 07 ist dieser Flächen bedarf für HLS nicht ausgewiesen, da dieser nicht bei den Nutzfläc hen erfasst wird. Jedoch wurde dieser in den Testentwürfen als BGF be rücksichtigt. Ebenso wurden die o. a. Technikflächen ELT im Index 07 über den BGF-Umrechnungsfaktor im Testentwurf berücksichtigt . Flächenentwicklung Raumprogramm (Index 01 – 07) Die Flächenmehrung gegenüber dem Bestand, ausgehend vom Raum- programm, Index 03 zu Index 04 beträgt noch ca. 7.8 96,00 m². Der Index 04 berücksichtigt erstmals die externen Mietf lächen, welche vor Ort am Richard-Wagner-Platz realisiert werden solle n. In Summe waren gemäß Index 04 rund 28.402 m² für den Funktio nserhalt und die Zukunftsfähigkeit der Oper herzustellen. Im Zuge des Raumprogramms, Index 05 wurden die Fläc hen für den Funktionserhalt (inkl. Mietfläche) aufgrund von For tschreibungen und Prüfanmerkungen um rund 872,00m² reduziert, dies en tspricht ca. 3% von dem Flächenbedarf Indexstand 04. Bei den Abweic hungen vom Index 05 hin zum Index 06 handelt es sich überwiege nd um Verschiebungen von Flächen für den Funktionserhalt hin zur Zukunftsfähigkeit. In Summe beträgt die Abweichung vom NBP, Index 05 hin zum Index 06 24m². In der letzten Fortschreibung vom Index 06 hin zum Index 07 wurde die von der Akustikplanung definierte Priorisierung von Flächen, die eine Nähe zu dem Orchestergraben und eine Nähe zur Haupt bühne er- fordern, gem. Definition Ziele und Kernfunktionen a us Sicht der Akustik, im Rahmen des Arbeitskreises Akustik vom 03.05.2021 abgebildet. Der Flächenbedarfs verändert sich dadurch jedoch nicht. Im Index 07 verändert sich die Darstellung des Beda rfs vom STN grundsätzlich. Das STN gliedert fortan nicht mehr i n „Bedarf für die Zu- kunftsfähigkeit“ und in den Bedarf für den „Funktio nserhalt“, sondern gliedert in „Bedarf“ und „optionale Fläche KITA“. D er Flächenansatz und der Mehrbedarf sind identisch zu dem Raumprogra mm, Index 05. Das Raumprogramm mit dem Index 07 weist final eine Summe von 335 Bildschirmarbeitsplätzen für alle Bereiche auf. Dav on sind 283 Arbeits- plätze ausschließlich den Funktionen der Oper, ohne Schauspielhaus und dauerhaft ausgelagerten Flächen, zuzuordnen. Zur besseren Nachvollziehbarkeit haben wir die einz elnen Fortschreib- ungen und Änderungen in einzelnen Räumen und Raumbe reichen von Index 01 bis 07 in der nachfolgenden Tabelle darges tellt. Diese liegt Seite 11/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf nochmals separat als Anlage 11 bei. Zusätzlich werden darin auch die Raumhöhen für wesentliche Räume mitgeführt. Abbildung: Synopse Flächenentwicklung des Raumprogr amms Index 01 Index 02 Index 03 Index 04 Index 05 Index 06 Ind ex 07 Stand: 25.05.20 Stand: 15.06.20 Stand: 07.08.20 Stand : 25.09.20 Stand: 17.11.20 Stand: 19.03.21 Stand: 14. 04.21 NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² Summe NUF Bestand (Status Quo) o. SSH - - 19.219,00 17.714,00 16.756,00 16.940,00 Summe NUF interim Auslagerung - - 16.813,00 18.286,00 17.601,00 17.399,00 Summe NUF interim am SH - - 5.258,00 334,00 334,00 375,00 Summe NUF Bedarf (= Funktionserhalt + Zukunftsfähigkeit) 21.378,00 29.274,00 27.416,00 27.425,00 Summe NUF Bestand (Status Quo) o. SSH - - 17.714,00 17.714,00 17.827,00 17.850,00 Summe NUF interim Auslagerung - - 18.286,00 18.560,00 18.286,00 18.286,00 Summe NUF interim am SH - - 334,00 334,00 375,00 374,60 Summe NUF Bedarf (= Funktionserhalt + Zukunftsfähigkeit) 29.274,00 28.402,00 28.378,00 27.493,00 Optionale Fläche Kita 909,50 - Für Bauvorhaben relevante NUF 21.378,00 29.274,00 28.402,00 28.378,00 27.493,00 Excl. Mietflächen - Keine auswertbaren Flächenangaben - Lediglich Struktur übermittelt - Fortschreibung Struktur - Auflistung der Bestandsflächen Incl. Mietflächen Beschreibung Flächen Bemerkung zu den Inhalten des NBP - Zusammenfassung Funktionserhalt und Zukunftsfähigkeit zu Bedarf BOH u. sep. Ausweisung der KITA als opt. Fläche - Überarbeitung der Bedarfslächen. - Ausschluss der extern angemieteten Werkstatt- und Lagerflächen. - Erstmalige Zusam- menstellung der Bedarfsflächen. - Aufnahme aller ext. Mietflächen. Seite 12/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Für die weitere Bearbeitung (u.a. Testentwurf) wurd en zudem die o.g. Flächen für den Neubaukörper mittels Umrechnungskoe ffizienten auf Bruttogeschossflächen (BGF) umgerechnet. Nach absch ließendem Stand ergibt sich aktuell für alle Neubaubereiche e in Flächenbedarf von ca. 20.791 m² BGF ( vgl. Anlage 10) . 2.3.2.2 Bestand (IST) Das Staatstheater nutzt aktuell im Bestand Flächen von insgesamt ca. 17.850 m² NUF . Diese gliedern sich wie folgt in die oben dargest ellten 5 Funktionsgruppen auf: - FG 1: Bühnen- / Probebetrieb inkl. Anlieferung: 9.608 m² NUF - FG 2: Besucherbereiche: 3.111 m² NUF - FG 3: Ausstattende Gewerke und Lager: 2.406 m² NUF - FG 4: Interne Bereiche und Verwaltung: 2.726 m² NUF Flächenanteile davon sind aktuell in extern angemie tete Flächen ausgelagert, wie beispielsweise die externe Probebü hne in der Fürther- strasse (enthalten in der FG 1 mit ca. 700 m² NUF), Verwaltungsräum- lichkeiten der STNS GmbH, das Abobüro in der Graser gasse 25 (ent- halten in der FG 2 und 4 mit ca. 252m² NUF) und in Teilen die Abteilung Development inkl. Kommunikation (enthalten in der F G 4 mit ca. 202 m² NUF). Gesamtheitlich werden aktuell zusätzlich ca. 14.015 m² NUF als exter- ne Mietflächen, wie z.B. das Zentrallager oder als Werkstätten genutzt. Im Bestand existiert eine Flächenunterdeckung insbe sondere im Be- reich der Bühne, Anlieferung und Magazine, die unte r anderem dadurch die Betriebsabläufe im aktuellen Zustand wesentlich einschränkt. Zu geringe oder fehlende Nebenbühnenflächen, wie die S eiten- und Hinterbühne und ein mangelhaftes Logistik-System fü r den Spielbetrieb erschweren weiterhin diese Problematik. Messungen b elegen auch, dass im Zuschauersaal nur die Hälfte aller Plätze ü ber eine uneingeschränkte Sicht auf die Szenenfläche verfügt und das nötige akustisch wirksame Raumvolumen nicht vorhanden ist. Des Weiteren besteht eine Flächenunterdeckung bei B esprechungs- und Sozialräumen, Lager-, Neben- und Putzmittelräum en. Zudem bestehen unter anderem gravierende Mängel hin sichtlich der Einhaltung der brandschutztechnischen Vorgaben, Flu cht- und Ret- tungswege, aktueller statischer Vorgaben sowie hins ichtlich der vor- handenen haustechnischen Anlagen. Im Bestand werden hier z.B. aktuell aus Platzgründen diverse Fluchtwege entgege n den gesetzlich- en Vorgaben als Lager benutzt und erfüllen aus heut iger Sicht nicht die Anforderungen an den Brandschutz. Auch für den Zusc hauerraum des Opernhauses wurden substanzielle Mängel begutachtet , die belegen, dass gesetzliche Auflagen für den Weiterbetrieb des Opernhauses ohne umfassende bauliche Eingriffe nicht erfüllt we rden können. Einen weiteren Mangel stellt die fehlende Barrieref reiheit dar. Seite 13/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 2.3.2.3 Zukünftiger Flächenbedarf (SOLL) Im Rahmen der Definition des zukünftigen Nutzerbeda rfs wurden sei- tens STN in Zusammenarbeit mit den Projektbeteiligt en final das Raumprogramm (Index 07) vom 12.04.2021 mit dessen v orausgegang- enen Entwurfsfassungen vom 25.05.2020 (Index 01), 1 5.06.2020 (Index 02), 07.08.2020 (Index 03), 25.09.2020 (Inde x 04),17.11.2020 (Index 05) und 19.03.2021 (Index 06) erarbeitet. De r gesamte Nutzerbedarf für das BOH stellt sich wie folgt nach Funktionsgruppen dar: - FG 1: Bühnen- / Probebetrieb inkl. Anlieferung: 15.225 m² NUF - FG 2: Besucherbereiche: 4.592 m² NUF - FG 3: Ausstattende Gewerke und Lager: 3.349 m² NU F - FG 4: Interne Bereiche und Verwaltung: 3.797 m² NUF - FG 5: Cultural HUB und weitere Funktionen: 531 m ² NUF Insgesamt ermittelt sich ein gem. STN geforderter F lächenbedarf an zukunftsfähigen Flächen in Höhe von 27.493 m² NUF . Die Flächen der KITA werden bei der Flächenauswertung nicht berücks ichtigt und sind somit nicht Teil der Flächenbetrachtung. Aufgrund diverser Bestandszwänge und der Notwendigk eit im Be- standsgebäude überwiegend Räumlichkeiten für den Sp ielbetrieb zu verorten, ist die Platzierung der KITA im Bestand a ls nicht möglich zu betrachten. Die Verortung im Neubau wäre unter Berü cksichtigung der erforderlichen funktionalen Zusammenhänge und Abhän gigkeiten zum Bestand zukünftig gesondert zu prüfen. Dazu ist zu empfehlen, dass die gewünschte Soll-Fläche noch in das Nutzerbedarf sprogramm auf- genommen wird, um diese zukünftigen Flächenüberlegu ngen auch zu Grunde legen zu können. Im zukünftigen Raumprogramm werden von den extern a ngemieteten Flächen ca. 1.154 m² NUF an den Richard-Wagner-Plat z platziert. Die neu zu platzierenden Flächen werden im Endzustand d es BOH als Mietflächen demnach auch aufgegeben. Die restlichen Mietflächen, wie das Zentrallager oder die Werkstätten, bleiben best ehen (vgl. Anlage 09). 2.3.2.4 Mehr- / Zusatzbedarf Flächen (Soll-Ist-Verg leiche) Im Rahmen der Erstellung des aktuellen und zukunfts fähigen Nutzer- bedarfsprogramms ergibt sich ein zusätzlicher Raumb edarf für das Operngebäude. Bezogen auf die einzelnen Funktionsgruppen ergibt s ich der nachfolg- end dargestellte Mehr-/Zusatzbedarf an Nutzflächen von insgesamt ca. 9.643 m² NUF: Seite 14/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung: SOLL-IST-Abgleich und Darstellung Mehrbe darf Dieser Mehr-/Zusatzbedarf gliedert sich wie folgt a uf die einzelnen Funktionsgruppen auf: Mehr-/Zusatzbedarf Funktionsgruppe 1: Abbildung: SOLL-IST-Abgleich und Darstellung Mehrbe darf – FG1 Der Mehrbedarf des Funktionsbereiches BA (Sparte Ba llett) beläuft sich auf rund 746 m² NUF und ist im Wesentlichen du rch die Platzierung einer zusätzlichen Probebühne vor Ort am Richard-Wa gner-Platz be- gründet. Der größte Mehrbedarf in der Funktionsgruppe 1 wird im Funktionsbe- reich BO (Bühnenbetrieb Oper) ausgelöst. Die gesamt e Flächenmehr- ung für diesen Funktionsbereich beläuft sich auf ca . 2.714 m² NUF. Die Flächenmehrung wird im Wesentlichen durch die Erwei terung der Hin- terbühne (inkl. Unterbühne), die Schaffung einer ne uen Seitenbühne (inkl. einer Unterbühne) und die Schaffung von Lage rpotential für das gleichzeitige Vorhalten von 6 Produktionen ausgelös t. Der Mehrbedarf des GMZ (Generalmusikzentrum) ist du rch die gewün- schte Vergrößerung des Chorprobensaals, durch Mehrb edarf für den großen Orchesterprobensaal, die Schaffung von diver sen im Bestand nicht enthaltenen Übungsräumlichkeiten sowie durch den Bedarf eines zusätzlichen Orchesterprobensaals begründet. Die Flächenmehrung im Funktionsbereich OP (Opernspa rte) ist haupt- sächlich auf die Schaffung einer neuen Probebühne u nd die Erweiter- ung der bestehenden Übungsräumlichkeiten zurückzufü hren. Seite 15/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Entsprechend der Erweiterung der Flächen für den Bü hnenbetrieb und der Erweiterung der Produktionen vor Ort werden die Flächen für die Veranstaltungstechnik (VT) ebenfalls erhöht. In Summe beläuft sich der Mehrbedarf der Funktionsg ruppe 1 auf ca. 5.618 m² NUF. Mehr-/Zusatzbedarf Funktionsgruppe 2: Abbildung: SOLL-IST-Abgleich und Darstellung Mehrbe darf – FG2 Der erhöhte Flächenbedarf im Bereich der Funktionsg ruppe 2 wird zum Großteil durch die Berücksichtigung des neuen Funkt ionsbereiches IA (integrative Arbeit), sowie durch den ebenfalls neu hinzugekommenen Funktionsbereich des „Open Air“ im Außenbereich, er zeugt. Die Mehr- bedarfe im Bereich ZO (OH Publikumsbereich) und GA (Gastronomie) sind durch die Anforderung des STN nach zukünftigen 1.000 Sitzplät- zen für den Zuschauersaal, unter Berücksichtigung v on Barrierefreiheit und unter Berücksichtigung der Erweiterung des Orch estergrabens, be- gründet. Der Glucksaal (VG) wird des Weiteren um zu sätzliche benötigte Nebenflächen erweitert. Mehr-/Zusatzbedarf Funktionsgruppe 3: Abbildung: SOLL-IST-Abgleich und Darstellung Mehrbe darf – FG3 Der Großteil des Mehrbedarfs von ca. 943 m² NUF ist auf die Erweiter- ung des Kostümbereichs zurückzuführen. Zukünftig so ll für den Bereich Kostüm hierfür die Produktion sowie die entsprechen de Lagerung für den Spielbetrieb in den entsprechenden Fundusfläche n am Richard- Wagner-Platz vorgesehen werden. Für die Dimension d er Lagerung für den Kostümbereich ist die Vorhaltung von 6 Produkti onen für den zu- künftigen Spielbetrieb maßgebend. Die übrigen ausst attenden Be- reiche, wie Maske oder Requisite werden zudem durch zusätzliche Lagerräumlichkeiten oder Büroräumlichkeiten erweite rt. Die Hauptla- gerflächen sind jedoch weiterhin extern in den Zent rallagern (Franken- straße) verortet. Seite 16/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Mehr-/Zusatzbedarf Funktionsgruppe 4: Abbildung: SOLL-IST-Abgleich und Darstellung Mehrbe darf – FG4 Im Wesentlichen beschreibt die Funktionsgruppe 4 de n Mehrbedarf an Verwaltungsflächen für die diversen Abteilungen des STN, angelehnt an dem Anforderungsprofil der Stadt Nürnberg sowie der ASR. Der Mehrbedarf von ca. 1.071 m² NUF im Bereich der VA (Verwaltungs- flächen/Bürokomplex) ist im Wesentlichen auf die Er weiterung der internen Verwaltungsstruktur, Ergänzungen von Teekü chen, betrieblich erforderlichen Nebenflächen, wie Kopierräume und de r Ergänzung von separaten Besprechungsräumlichkeiten zurückzuführen . Mehr-/Zusatzbedarf Funktionsgruppe 5: Abbildung: SOLL-IST-Abgleich und Darstellung Mehrbe darf – FG5 Die Funktionsgruppe 5 bildet die zusätzlichen Fläch en KITA, Aktions- flächen (beispielsweise Seminar oder Einführungsver anstaltungen für alle Altersklassen) und Co-Working-Spaces ab. Die F lächen sind Teil des Konzeptes für die Zukunftsfähigkeit des Gebäude s. Die KITA Flächen werden im finalen Raumprogramm, Index 07 nu r noch als optionale Fläche ausgewiesen, ohne den konkreten Fl ächenbedarf anzugeben. Gem. Betriebskonzept (vgl. Anlage 09 ) beschreibt die Funktionsgruppe 5 neue wesentlichen Funktionen des erwünschten Funktionsgruppe 5 das zukünftige und unverzichtbare Potential, Seite 17/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf welches neben der Spielstätte zu einem „(…) Ort der Begegnung, der Kommunikation und des Erlebnisses (…)“ werden soll. 2.3.3 Kategorisierung des Mehrbedarfs Der seitens des STN vorbeschriebene zukünftige Mehr bedarf an Flächen (NUF) zur Beseitigung des aktuell vorhanden en Flächende- fizits kann des Weiteren auf Basis der Indizes des Nutzerbedarfspro- gramms in 3 übergeordnete Kategorien aufgegliedert werden. Die Kate- gorisierung erfolgt im Ermessen von DU und auf Grun dlage des Betriebskonzeptes des STN: - Gesetzlich zwingend notwendige Flächen - Betrieblich notwendige Flächen - Flächen für die Zukunftsfähigkeit Gesetzlich zwingend notwendige Flächen sind Flächen , die durch Regelwerke, wie z.B. die Arbeitsstättenrichtlinie ( ASR), die DIN-Nor- men, die Barrierefreiheit, aus brandschutztechnisch en Randbeding- ungen, etc. begründet sind. Diese werden zwingend b enötigt, um einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können. Hauptsäch lich werden dazu weitere Lagerflächen gezählt, da aktuell Fluchtwege zur Lagerung mitgenutzt werden. Weiter sind die notwendigen Büro - und Besprech- ungsräumlichkeiten der unterschiedlichen Abteilunge n gemäß Anzahl von vorhanden Arbeitsplätzen auf ein Mindestmaß nac h ASR zu vergrößern. Der Orchesterprobensaal (gemäß Betriebs beschreibung für 199 Zuschauer) benötigt entsprechende Fluchtweg e und Sanitäre Einrichtungen. Zudem ergibt sich auch ein Mehrbedar f für den Orchestergraben, da dieser bereits im Bestand mit m ehr Personen belegt wird als vorgeschrieben. Insgesamt belaufen sich diese Flächen auf 44% des gesamten Bedarfs. Die betrieblich notwendigen Flächen belaufen sich auf ca. 44% und umfassen Flächen, die betriebsspezifisch notwendig werden, um einen sinnvollen und zeitgemäßen Opernbetrieb gewährleist en zu können. Zu dieser Kategorie werden unter anderem die Szenenflä chen, die Lagerflächen und Magazine sowie Abendgarderoben gez ählt, da diese Flächen im Bestand für eine geringere Anzahl an Zus chauern und Produktionen ausgelegt waren und teilweise (wie ber eits o.s. beschrieben) bereits seit Eröffnung des Opernhauses künstlerisch und betrieblich veraltet waren. Darüber hinaus ergeben sich weitere Flächen, die ei ne Zukunftsfähig- keit des Opernbetriebs sicherstellen sollen. Der Be darf an zukunfts- fähigen Flächen soll gem. STN die Verknüpfung versc hiedenster kultur- eller Formate und Raum für zusätzliche ergänzende A ngebote bieten können (vgl. Anlage 09). Diese Flächen sind beispie lsweise zusätzliche Gastronomieflächen für das Restaurant (wie z.B. die Opernbar) oder Aktionsflächen und belaufen sich auf rund 12% des gesamten Mehrbedarfes. Seite 18/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung: Kategorisierung Mehrbedarf (NUF) 2.3.4 Funktionsschema Parallel zum Raumprogramm wurde durch das STN das F unktions- schema für den Opernbetrieb aufgebaut. Das erste Fu nktionsschema wurde am 19.06.2020 vorgelegt. Es wurden in den fol genden Index- ständen lediglich Fortschreibungen und Erkenntnisse aus dem iter- ativen Abstimmungsprozess ergänzt. Das aktuelle Fun ktionsschema mit Stand vom 21.04.2021 (Index 06) bildet die wese ntlichen funktion- alen Zusammenhänge einzelner Raumbereiche und -grup pen unterein- ander schematisch zweidimensional ab (vgl. Anlage 14 ). Das Funktionsschema wurde von uns und den Fachplane nden in Hin- blick auf Plausibilität und Bezug zur Betriebsbesch reibung und Raum- programm untersucht und dahingehend als Teil des NB P als plausibel bewertet. 2.4 Plausibilitätsprüfung NBP Die Plausibilisierung des Nutzerbedarfsprogramms so wie des darin for- mulierte Mehr-/Zusatzbedarfs an Flächen gegenüber d em Bestand er- folgte in unterschiedlichen Abstufungen. Dabei sind in das vorliegende Nutzerbedarfsprogramm (Index 07), wie unter Ziff. 2 .2 beschrieben, bereits die Prüfanmerkungen aus dem Abstimmungsproz ess mit dem STN sowie zugearbeitete Textpassagen eingeflossen: 1. Stufe: Das NBP wurde mit dem Betriebskonzept abg eglichen und anhand operativer Gesichtspunkte geprüft. Die angef orderten Flächen wurden unter anderem über Vergleichswerte auf ihre Angemessenheit untersucht. 2. Stufe: Die hieraus hervorgehenden Erkenntnisse w urden in einer zweiten Stufe bezogen auf Funktionsgruppen oder ein zelne Funktions- bereiche näher betrachtet und aufgrund ihrer projek tspezifischen An- forderungen bewertet. 3. Stufe: In der dritten Stufe wurden detailliert e inzelne Räume und Raumanforderungen auf Plausibilität hinsichtlich de r spezifischen Funktion, Anzahl der Arbeitsplätze und Nutzer und u nter Berücksichtig- ung von gängigen Vorschriften und Regelwerken (z.B. Arbeitsstätten- richtlinien, VstättV, DIN oder DGUV etc.) detaillie rt geprüft. 44% 44% 12% Betrieblich notwendige Flächen Gesetzlich zwingend notwendige Flächen Flächen für die Zukunftsfähigkeit Seite 19/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Es ist hierbei jedoch zu beachten, dass die Einzelk riterien der jeweilig- en Häuser/ Vergleichsprojekte lokal sehr individuel l zu betrachten und lediglich als Orientierungswerte zu verstehen sind. 2.4.1 1. Stufe: Übergeordneter Referenzvergleich Das nachfolgende Schaubild zeigt eine Gegenüberstel lung der für den Projektvergleich ausgewählten Schauspiel- und Opern häuser: Seite 20/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung: Übersicht Referenzvergleich Schauspiel-/ Opernhäuser (vgl. Anlage20) Für eine übergeordnete Plausibilitätsprüfung der An sätze des NBP wurden durch BWKI in der oben dargestellten Abbildu ng die Bench- marks unterschiedlicher Schauspiel- und Opernhäuser zusammenge- stellt und hinsichtlich unterschiedlicher Kriterien (Zuschaueranzahl, Lagerflächen, etc.) ausgewertet. Die dargestellten Spielstätten wurden unter folgenden Prämissen ausgewählt; - Zukunftsfähige Oper als Neubau als maximale Vergl eichs- variante - Vergleichbarkeit durch (ähnliche) Spartenstruktur - Vergleichbarkeit durch (ähnliche) Nutzungen ergän zend zum Spielbetrieb - Vergleichbarkeit durch bühnentechnische Konzeptio n und daraus resultierenden Flächenbedarfe für Lagerung u nd Logistik - Vergleichbarkeit durch betriebliche Konzeption - Vergleichbarkeit durch ähnliche Zuschauerkapazitä ten Darüber hinaus gilt bei den ausgewählten Objekten f olgendes zu be- achten: - Oper Oslo (OO): Neubau 2008 für Oper und Ballett mit Dekorations- und Kostümwerkstätten im Hause, ein Be trieb im Stagione-System. - Linz Musiktheater (ML): Neubau 2013 für Oper und Ballett mit Dekorations- und Kostümwerkstätten im Hause, Repertoirebetrieb. - Karlsruhe Staatstheater (STK): Das Karlsruher Staatstheater ist mit seiner Schauspiel-, Opern- un d Ballettbühne in einem Gebäudekomplex in der Funktionsweise mit dem STN vergleichbar. Der Bau au s den 70-er Jahren wird derzeit saniert. Die Dekorations- und Kostümwerkstätten befinden sich im Hause, Repertoirebetrieb - Stuttgart Staatsoper (STS): Das Staatstheater Stu ttgart ist mit seiner Schauspiel-, Opern- und Ballettbühne in einem Gebäudekomplex in der Funktionsweise mit dem STN vergleichbar. Die Dekorations- und Kostümwerkstätte n befinden sich im Bestand im Hause. Eine Sanierung d es Hauses ist ab 2026 geplant, Repertoirebetrieb - Volkstheater München (VTM): Das Volkstheater Münc hen ist eine reine Schauspielbühne mit 16 Neuproduktionen p ro Saison. Der 2021 fertiggestellte Neubau beherbergt die Dekorations- und Kostümwerkstätten im Hause. Das Ha us Seite 21/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf ist in Anordnung und Größe der Betriebsflächen mit dem neuen Footprint vom STN vergleichbar, Repertoirebet rieb - Staatsoper Berlin (STOB): Ein Repertoirebetrieb m it Präsenzwerkstätten im Hause. Die in den Jahren 2010 bis 2017 durchgeführte Komplettsanierung des Opernhause s erfolgte mit einer Erhöhung der Bruttogeschossfläch e auf insgesamt 43.000m2. Die Referenzobjekte unterscheiden sich zum Staatsth eater Nürnberg u.a. in Spielsystem, z.T. den angebotenen Sparten u nd der Verortung der Werkstätten. Das STN ist ein im Repertoire spie lendes Mehrspart- entheater. Die Dekorationswerkstätten sind in Nürnb erg ausgelagert, innerhalb des Hauses befinden sich nur Präsenzwerks tätten. Das STN wird, was die Hauptbühne betrifft, im Besta nd saniert. Die Größe der Hauptbühne, die im Allgemeinen ein wesent licher Faktor für die Bemessung weiterer Nebenbühnenflächen und der P robebühnen ist, bleibt im Bestand des STN durch vorliegende ba uliche Zwänge unverändert. Im Bestand bestehen derzeit nur eine u nzureichende Hinterbühne und keine Seitenbühne. Ein grundsätzlic her Zuwachs von Nebenbühnenflächen kann durch die Referenzobjekte p lausibilisiert werden. Die Anzahl und Größe Nebenbühnenflächen erm öglicht einen Szenenwechsel und einen Spielplan wie es ein modern er und wettbewerbsfähiger Repertoirebetrieb fordert. Bei d er Bestimmung der Anzahl (1 Hinter- und 1 Seitenbühne) und der tatsäc hlichen Verortung ist ein Vergleich mit den gewählten Objekten nur ei ngeschränkt möglich, da Bauparameter und Bestandsbau wesentlich en Einfluss haben. Die veranschlagten Nebenbühnenflächen können in der Summe über eine Betrachtung der aktuellen Disposition und Betriebsplanung am STN als gerechtfertigt angesehen werden. Die anvisierte Anzahl von 6 im Haus gelagerten vorm ontierten Produk- tionen im Repertoirebetrieb des STN ist auch nach Q uervergleich mit den Benchmarkdaten der gewählten Referenzobjekte al s gerechtfertigt anzusehen. Seite 22/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 2.4.2 2. Stufe: Benchmarking nach Funktionsgruppen Im Rahmen dieser Prüfung wurden die ausgewählten un d maßgeben- den Flächen und Funktionsbereiche aus dem Raumprogr amm, Index 07 untersucht: 2.4.2.1 Funktionsgruppe 1 Bereich Bühnen, GMZ und Probesaal Hauptbühnenfläche Abbildung: Referenzvergleich Hauptbühnenfläche [m²] Das Raumprogramm für das BOH sieht keine Vergrößeru ng der Haupt- szenenfläche vor und somit ist der Flächenbedarf fü r die Szenenfläche als plausibel uns als umsetzungsfähig zu betrachten . Nebenbühnenflächen / Revolverbühne Ein moderner Betrieb des Staatstheaters Nürnberg be nötigt vor allem auf Hauptbühnenniveau eine signifikante Erhöhung de r peripheren Flächen. Die Hauptbühne sollte daher um Hinter- und Seitenbühne er- weitert und logistisch erschlossen werden. Der Bühn enturm wird im Entwurf zur Seitenbühne Richtung Schauspielhaus und zu wesent- lichen angegliederten Betriebsteilen geöffnet. Die eigentliche Fläche der Seitenbühne orientiert sich dabei nach der zur Verfügung steh- enden Szenenfläche und den Maßen der die Unterbühne der Haupt- bühne erschließenden Hubpodien. Eine lichte Durchfa hrthöhe von 9 Metern ist hier einzuplanen, um Dekoration ohne wei teres Demontieren horizontal in das Magazin und zu den Probebühnen ve rschieben zu können. Seitenbühnenmaße / Hinterbühne Die Größe der Hinterbühne des STN richtet sich unte r anderem nach der zur Verfügung stehenden Szenenfläche - hier wir d die in Abhäng- igkeit der Szenenfläche bemessene Drehscheibe gelag ert. Die Seiten- bühne öffnet die Hauptbühne zu angegliederten Betri ebsteilen wie 0 100 200 300 400 500 600 STN - Bestand STN STOB OO STK STS VTM STN - Bestand STN STOB OO STK STS VTM Seite 23/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Probebühnen, Magazin und weiteren wesentlichen Funk tionsbereichen des Betriebes. Abbildung: Referenzvergleich Hinter- und Seitenbühn en [Anzahl] Im direkten Vergleich mit den ausgewählten Referenz projekten ist zu erkennen, dass die Anzahl der verfügbaren Seitenbüh nen variiert. In 4 von 6 Referenzprojekten stehen abweichend zum STN z wei Seiten- bühnen zur Verfügung. Im Bestand verfügt das STN üb er keine Steinbühne, lediglich über eine Hinterbühne. Probebühnenmaße und Anzahl Probebühnen Probebühnen orientieren sich in ihren Abmessungen n ach der Szenen- fläche. Mit einer Raumhöhe der Opernprobebühnen von 9 Metern soll eine Bespielung mit Originaldekoration ermöglicht w erden. Dies erlaubt eine Optimierung des Probebetriebes auf den Probebü hnen, kann einer Entlastung der Hauptbühne vom Probenbetrieb dienen und ist damit einer möglichen Erhöhung der Spielfrequenz zuträgli ch. Die angesetzten Raumhöhen für den Bühnenbereich ist im direkten Vergleich mit den Referenzprojekten als plausibel a nzusehen. Die Integration eines Probezentrums ist unmittelbar mit dem Referenz- projekt vergleichbar und zeigt, dass die Flächenans ätze als gerecht- fertigt anzusehen sind. Die Raumgrößen der Probebüh nen orientieren sich grundsätzlich an der Raumgröße der Szenenfläch e. Die gewählten Raumhöhen für die Proberäumlichkeiten sind in allen Fällen identisch. Die Anzahl der notwendigen Proberäumlichkeiten für die Spielstätte wird ebenfalls als plausibel und vergleichbar bewer tet. Ein vertretbarer Mehrbedarf gegenüber dem Bestand e rgibt sich auf- grund von weiteren Vormontage-, größerer Lager- und Rangierflächen sowie einer vergrößerten Anlieferungszone für ein e rhöhtes Maß an Gleichzeitigkeit. Der Mehrbedarf ist anhand folgend er Kategorien be- gründet: 0 0,5 1 1,5 2 2,5 3 3,5 STN - Bestand STN STOB OO ML STK STS VTM Seitenbühne Hinterbühne Seite 24/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf - Gesetzliche Vorgaben (ASR, VStättVO) - Betriebliche Optimierung (Reduzierung Ab- und Aufbauzeiten über Vormontageflächen, Verbesserung Anlieferung und Transport) - Zukunftsfähigkeit (Optimierung des Probebetriebs, mögliche Entlastung der Hauptbühne, zeitgemäße Produktionsbe - dingungen) Zur Bewertung der Plausibilität des angemeldeten Me hrbedarfs sind die ausgegebenen Ziele durch die Leitung des Hauses zu betrachten. So heißt es unter der Überschrift ‚Herstellen eines zeitgemäßen Opern- betriebes (Oper des 21. Jahrhunderts)‘ [Staatstheat er Nürnberg / Ziel- definition Bühne / 17-07-2020]: - Erhöhung der Spielfrequenz - Minimierung der Auf- und Abbauzeiten durch einen schnellen Wechsel der Dekoration - Einlagerung von sechs bis sieben Produktionen im Opernhaus - Schaffung von Seiten- und Hinterbühne, Magazinflä chen, Ballett und Opernprobebühnen - Schaffung einer modernen Untermaschinerie mit ein em Drehscheibenwagen und Doppelstockpodien Mit Erfüllung dieser Ziele wird ein moderner Betrie b des STN ermög- licht. Die gewünschte Erhöhung von Nutzungsflächen auf Ope rnbühnenni- veau, einschließlich der Erstellung einer unmittelb ar an die Hauptbühne angrenzenden Seitenbühne, ist als plausibel und sin nvoll anzusehen, um die Zieldefinition umsetzen zu können. Die Darst ellung der Er- schließung von Hinterbühne und deren direkte Anbind ung an Bühnen- nebenflächen ist in diesem Zusammenhang als grundsä tzlich not- wendig zu betrachten. Die zur Anlieferung im Raum- und Funktionsprogramm geprüften Flächen decken folgende wesentliche Ziele des STN a b: - Gleichzeitige Anlieferung und Erschließung der Betriebsteile: Opernhaus, Schauspiel (mit insgesamt 3 Bühnen) und Gastronomie. Die Gleichzeitigkeit ist s aison- bedingt unterschiedlich. Im direkten Vergleich mit dem Staatstheater Karlsruhe ist der Ansatz für die Gleichzeitigkeit als gerechtfertigt zu sehen. - Barrierefreiheit / Erreichbarkeit aller Ebenen de r Funktions- bereiche Magazine, Bühne, Unterbühne, Lager und Gas tro- nomie unter Einhaltung der zum Transport der verschiedenen Güter erforderlichen lichten Flurmaße Seite 25/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung: Referenzvergleich Probebühnen vor Ort [A nzahl] Das vor Ort platzierte Probezentrum des BOH mit 6 P robebühnen entspricht dem Anspruch der ausgewählten Referenzpr ojekte und ist somit als plausibel und sinnvoll zu sehen. Bei der Oper in Oslo du dem Musiktheater in Linz handelt es sich jeweils um Neu bauten, welche den Anspruch an eine Oper des 21. Jahrhunderts präsenti eren. Lager und Logistik Die Variante einer Kreuzbühne, siehe Oslo, ist bei der städtischen Lage des STN ausgeschlossen. Unter den bestehenden Vorau ssetzungen ist nur eine ‚Revolverbühne‘ im Footprint möglich (Seit enbühne links). Eine doppelte Anlieferung ist, wie bereits erwähnt, hier sinnvoll. Ein leistungsstarker Repertoirebetrieb erfordert zwangs läufig hohe Lager- flächen in Bühnennähe. Von der aktuellen Betriebsst ruktur ausgehend sind diese Magazinflächen plausibel. Als Vorgabe zur Bemessung der Magazinlagerflächen i m Hause wird vom STN eine Anzahl von 6 –7 gleichzeitig vorzuhalt ender Produk- tionen angegeben. Diese Produktionen werden in eine m Zeitraum von 3-5 Monaten während der Spielzeit zum größten Teil vormontiert im Haus gehalten und rotieren über die Spielsaison mit weiteren Produktionen, die aus dem Außenlager (Repertoire), beziehungsweise den Dekorationswerkstätten (Neuproduktionen) zugefü hrt werden. Eine Verringerung der Anzahl von vorzuhaltenden Produkti onen würde den Ausbau der Logistik bedingen, in der Folge mehr Fah rten in der Innen- stadt, einen höheren Personal- und Sachaufwand im T ransport und in der Konsequenz auch auf der Bühne erhöhte Auf- und Abbauleistungen nötig machen. Die angenommen 6 –7 Produktionen ent sprechen der aktuell bestehenden Betriebsorganisation. In der Su mme sind die angegebenen Flächen über Durchschnittswerte pro Produktion von am STN üblichen benötigten Dekorationslagerflächen erh oben. 0 1 2 3 4 5 6 7 8 STN - Bestand STN STOB OO ML STK STS STN - Bestand STN STOB OO ML STK STS Seite 26/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung: Referenzvergleich vorgehaltene Produktio nen vormontiert [Anzahl] Der direkte Vergleich der eingelagerten und vorgeha ltenen Produktion- en zeigt, dass im STN eine angemessene Anzahl an Pr oduktionen für einen modernen Spielbetrieb und ein modernes Repert oire vorgehalten werden. Die Anforderungen an die dazu benötigten Flächen wu rden durch BWKI mit ca. 220 m² / einzulagernde Produktion bewertet (170 m² „stehende“ Lagerung und ca. 50 Kleinteile / „liegend“) Der ang emeldete Flächen- bedarf deckt diese Anforderungen ab. Abbildung: Referenzvergleich bühnennahe Lagerfläche n [m² NUF] Die bereits angemieteten Lagerflächen (Zentrallager ) verbleiben gem. STN weiterhin außerhalb des Grundstücks. Wir haben diese daher nicht weiter bei unserer Prüfung und Testentwurf be rücksichtigt. Instrumentenlager sind im Raumprogramm berücksichti gt. Anzahl und Größe sind plausibel, sind jedoch von der tatsächli chen Verortung der Stimm- und Übungsräume abhängig. Die Tageslager werden v.a. für Kleinteile genutzt. Lichte Raumhöhen von max. 4,5 m sind für diese Lagerflächen erforder lich. Es bestehen 0 2 4 6 8 10 12 14 16 STN STOB OO ML STS VTM STN STOB OO ML STS VTM 0 200 400 600 800 1000 1200 STN - Bestand STN OO ML STS VM STN - Bestand STN OO ML STS VM Seite 27/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf keine besonderen Anforderungen an Türen und Gänge ( Ausnahme Lichtlager, hier Doppeltüren erforderlich). Für alle Lagerräume hinsichtlich der Nutzlasten wir d von den zu lager- nden Materialien ausgegangen und gem. DIN EN 1991 - 1 / 2 eine Ver- kehrslast bestimmt. Hiervon abweichende Transporte mit besonderen Fahrzeugen, wie z.B.: Gabelstaplern sind in der Bet riebsbeschreibung für den jeweiligen Bereich ausgewiesen. Die Anforde rungen sind plausibel. Anlieferung Eine doppelte Anlieferung ermöglicht ein paralleles Ein- und Ausladen von Dekorationen sowohl an das Schauspielhaus als a uch an die Opernhausbühne. Der Spiel- und Vorstellungsbetrieb des Schauspiel- hauses und der der Opernbühne wird unabhängig vonei nander dispon- iert. Eine Abstimmung der Anlieferung ist im betrie blichen Ablauf damit nur schwer zu realisieren. Bei nur einer gemeinsam genutzten An- lieferung für beide Bühnen entstehen Standzeiten fü r Schleppzüge in der Innenstadt und Wartezeiten für Personal, die si ch wirtschaftlich ne- gativ auf den Betrieb auswirken. Die Möglichkeit de r gleichzeitigen An- dienung ist für einen modernen Mehrspartenbetrieb m it zwei parallel betriebenen Bühnen daher grundlegend richtig und al s Grundlage für einen zukunftsfähigen Betrieb plausibel. In der Sum me sind die angegebenen Flächen über Durchschnittswerte pro Produktion von am STN üblichen benötigten Dekorationslagerflächen erh oben. Abbildung: Referenzvergleich gleichzeitige Anliefer ung [Anzahl] 0 0,5 1 1,5 2 2,5 STN- Bestand STN ML STK STS STN- Bestand STN ML STK STS Seite 28/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 2.4.2.2 Funktionsgruppe 2 Benchmarking Zuschauersaal Abbildung: Benchmarking Volumen Zuschauersaal – Kahle Acoustic s (siehe auch Anlage 12 Variantenuntersuchung Zuschauerraum) Das empfohlene Raumvolumen pro Sitzplatz beträgt mi ndestens 8m³. Für Nürnberg würden 8 m³ pro Sitzplatz bei 1.000 Be suchern, mindes- tens ein Volumen von 8.000m³ bedeuten. Dies ist ein e Steigerung des bestehenden Volumens von ca. 45%, vergleichbar mit der Volumen- vergrößerung beim Umbau der Staatsoper Berlin. Die vom STN gefor- derte Zahl von mindestens 1.000 Sitzplätzen für den Zuschauersaal ist plausibel: diese Zahl wird von Opernhäusern in alle n deutschen Städten mit über 250.000 Einwohnern erreicht. Die im Zielepapier „Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen“ eingeforderte akustische Qualität des Op ernhauses ist für ein Dreispartenhaus ebenfalls plausibel: „Raumakustik für rein akustische (unverstärkte) Musik mit allen Besetzung en und Formaten; Opern, Konzerte sowie Musicals haben erste Prioritä t. Hohe dynamische Spannweite, leise Stelle transparent und durchhörbar, auch an lauten Stellen runder, „schöner“ Klang, kei n „Plärren“, sehr leises Singen und Musizieren möglich, ohne dass der Klang „brüchig“ oder unausgewogen wird, alle Einzelstimmen sollen ( nach ihrer Priorität in der Partitur) im jeweiligen Moment gut hörbar wahrgenommen werden. Optimale Klangdurchmischung, e inhüllender, naher und intimer Klangeindruck, gute Durchhörbarke it, Klarheit und Transparenz sowie Akzentuierung und Nachverfolgung einzelner Sänger, Instrumente und Gruppen sind möglich, gute Transparenz und Klarheit für Einzelstimmen und Stimmengruppen. Sehr reiches Klangfarbenspektrum mit Präferenz des warmen, weich en Klangs, der aber Präzision nicht vernachlässigt und Transparenz nicht verhindert, kraftvoller und voluminöser Klang, auf möglichst al len Plätzen gleich intensiv, gleichmäßige Klangausbreitung im Saal.“ Übungsräume und Stimmzimmer Für Übungsräume und Stimmzimmer sind die im Raumpro gramm ge- forderten 3 m 2 / Musiker plausibel. Für das Projekt Konzerthaus N ürn- berg wurde für die Stimmzimmer eine freie Nettofläc he von 3 m 2 / Musiker gefordert, welche dem Bestand in anderen Op ern und Konzert- häusern entspricht. Sitzplätze Volumen Volumen/ Sitzplätze Evaluierung Nürnberg Bestand 1035 5.500 m3 5,3 m3 Zu klein, zu laut Oslo, Norwegen 1375 12.000 m3 8.7 m3 Volumen und Lautstärke angemessen für große Orchester Kopenhagen, Dänemark 1439 10.500 m3 7,3 m3 Volumen und Lautstärke angemessen für große Orchester Buxton, England 946 3.100 m3 3,3 m3 Zu klein, zu laut Mailand La Scala, Italien 2289 11.252 m3 4,9 m3 Großes Volumen, angemessen obwohl Volumen/Platz klein Staatsoper Wien, Österreich 1709 10.665 m3 6,2 m3 Großes Volumen, angemessen obwohl Volumen/Platz relativ klein Glyndebourne, England 1243 8.000 m3 6,6 m3 Volumen und Lautstärke angemessen obwohl Volumen/Platz klein Wexford, Irland 781 4.800 m3 6,2 m3 Zu klein, zu laut Semperoper Dresden 1300 12.500 m3 9,6 m3 Sehr großes Vo lumen und Volumen/Platz Staatsoper Berlin (vor) 1350 6.500 m3 4,8 m3 Zu klein, zu laut Staatsoper Berlin (nach) 1350 9.300 m3 8,6 m3 Volumen und Lautstärke angemessen für große Orchester Benchmakring im Bereich Akustik Seite 29/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Die Empfehlung der DGUV von 1,3 m 2 / Musiker ist für Bühnen und Orchestergraben (also Teilflächen innerhalb größere r Räume) relevant, bietet aber deutlich zu wenig Platz für Übungsräume und Stimmzimmer. Des Weiteren verstehen wir diese Empfehlung als Min destanforderung für Bühnen und Orchestergraben. Die für den vergröß erten Orchester- graben Oper Nürnberg geforderte Fläche von 150m 2 (1,5m 2 / Musiker) ist ebenfalls plausibel, da es sich bei den Empfehl ungen der DGUV um eine Mindestanforderung für Bühnen und Orchestergra ben handelt. Diese Fläche pro Musiker entspricht heutigen Erwart ungen, ist notwendig, um die Anforderungen ASV zu erfüllen und findet sich im Raumprogramm, Index 07 wieder. Orchesterprobesaal 01 (groß) Die seitens STN vorgesehene Fläche von 450m 2 entspricht den An- forderungen hinsichtlich des vorgesehenen Probebetr iebs sowie der Anzahl der im Raum geplanten Personen. Um ein ausre ichendes akustisches Raumvolumen zu gewährleisten, wird auf Empfehlung des Raumakustikers eine Raumhöhe von 11 Meter für Orche sterproben mit Chor eingeplant, welche der Raumhöhe verschiedener neu gebauter Orchesterproberäume entspricht. Orchesterprobesaal 02 (klein) Die seitens STN vorgesehene Fläche von 180 m² entsp richt den An- forderungen hinsichtlich der vorgesehenen Nutzungen für Proben in unterschiedlich kleineren Besetzungen mit bis zu 60 Musikern, Registerproben, Education-Projekte sowie Probespiel e. Die geplante Raumhöhe von 7 Meter gewährleistet ein ausreichende s akustisches Raumvolumen für diese Nutzungen und entspricht der Raumhöhe verschiedener neu gebauter äquivalenter Proberäume. Chorprobensaal Die seitens STN vorgesehene Fläche von ca. 200 m 2 entspricht den Anforderungen hinsichtlich des vorgesehenen Probebe triebs sowie der Anzahl der im Raum geplanten Personen. Die lichte R aumhöhe von ca. 7 m ist durch die akustischen Anforderungen bedingt und nachvollzieh- bar. Glucksaal Der Glucksaal befindet sich im 1. OG des Bestandsge bäudes über dem Eingangsbereich der Oper und soll gemäß Raumprogram m 248 m² groß bleiben. Die Fläche ist für 199 Personen ausge legt. Die Funktion des Glucksaals soll im Wesentlichen beibehalten bzw . ergänzt werden. Als zusätzliche Anforderung soll eine Möglichkeit g efunden werden, den Glucksaal autark vom Opernbetrieb (jedoch nicht gleichzeitig) betreiben zu können. Der Bedarf wird als gerechtfer tigt angesehen. Foyers Im Raumprogramm ist für eine Nutzeranzahl von über 1.000 Personen ein Bedarf von 1.000 m² exkl. Nebenräumen im Raumpr ogramm Index 07 vorgesehen. Aus Vergleichsprojekten geht hervor, dass eine Foyer- Seite 30/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf fläche von mindestens 0,6 m² pro Besucher, bei über wiegend steh- ender Benutzung, ausreichend ist. Garderobenflächen sind dabei je- doch nicht berücksichtigt. Aufgrund von unzureichender Funktionalität und u.a. zusätzlich nötigen Fluchtwegen werden die bestehenden Publikumsgardero ben in ihrer Dimension verändert. Auch die Steigerung der Besuch erzahlen beeinflussen den Bestand. Ziel ist es, die Publikum sgarderoben, sowie die Schließfächer, im Foyer zu integrieren. Hierfür wurde ergänzend eine detaillierte Betrachtu ng der Foyerbe- reiche vorgenommen. Das Maß an Fluchtmöglichkeiten pro Etage ist von der Entscheidung zum Zuschauersaal, abhängig (A nzahl von Personen / Etage wird durch die Ränge und Platzanza hlen definiert). Für die Plausibilisierung wurde in der Variante 3 z um Zuschauersaal von der „Worst-Case“ Variante mit 1.191 Zuschauern (Anlage 12) ausgegangen und die Umsetzbarkeit der Foyerflächen untersucht (vgl. Ziff. 3). Die Garderobenflächen wurden anhand von Benchmarks geprüft. Im Allgemeinen werden 4 lfd.-Meter Garderoben je 100 B esucher benötigt. Zusätzlich können Spinde zur Verfügung gestellt wer den. In der Regel wird ein Schließfach je 4 Besucher als ausreichend angesehen. Die Garderobenflächen müssen um weitere Bewegungsfl ächen und Theken erweitert werden, wodurch ein Flächenbedarf von mindestens 200 m² NUF als erforderlich angesehen wird, welcher in das Bestandsgebäude oder in ein erweitertes Untergescho ss zu integrieren ist. Aus der weiteren Prüfung wird ersichtlich, dass Bar flächen von ins- gesamt 100m² am Foyer platziert werden müssen. Über eine durch- schnittliche Fläche von 15 - 20m² pro Bar, lassen s ich 5 – 6 Bars ab- bilden, die wiederum weitere Flächenanforderungen i m Foyer nach sich ziehen. Die Flächenansätze im Raumprogramm mit ca. 1 m² / B esucher erscheinen unter Berücksichtigung der o.g. Ergänzun gen als plausibel. Eine Erweiterung des Zuschauerraums in die Foyerber eiche kann durch Aktivierung von Flächen im 5. OG (Höhenlage o berer 3. Balkon) zumindest teilweise kompensiert werden. Zusätzlich wurden die erforderlichen / empfohlenen WC-Flächen für das Foyer unter Berücksichtigung von rollstuhlgerec hten WCs und einer erhöhten Gleichzeitigkeit durch DU ermittelt. Es ergibt sich ein neuer Bedarf an WC-Flächen von ca. 285 m² NUF, der ebenfalls im Bestandsgebäude untergebracht werden muss. Seite 31/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 2.4.2.3 Funktionsgruppe 3 Grundsätzlich handelt es sich bei den ausstattenden Gewerken um ge- wachsene Teilbereiche des Opernbetriebes. Der Vergl eich mit anderen Spielstätten ist aufgrund der verschiedenen Abläufe für den Spielbetrieb nur bedingt möglich. Maske Der Vergleich der ausstattenden Gewerke Maske mit R eferenzprojek- ten zeigt, dass die Dimensionierung der Werkstätten und der dafür er- forderlichen Leitungsbüros ähnlich und plausibel is t. Die Dimensionier- ung der Werkstätten wurden auf Grundlage entspreche nder Regel- werke, wie die Arbeitsstättenverordnung (ASR) vorge nommen. Es zei- gen sich im direkten Vergleich keine besonderen Auf fälligkeiten. Der vergleichsweise größere Flächenbedarf im Büro Leitu ng Maske be- gründet sich darin, dass hier bereits ein Werkstatt arbeitsplatz inbegrif- fen ist. Eine Erhöhung des Flächenbedarfs zum Statu s Quo gestaltet sich durch Hinzunahme von Räumen für Anprobe, Frisi erraum und ein- en zusätzlich erforderlichen Besprechungs- und Aufe nthaltsraum um ca. 80 m² aus unserer Sicht als moderat und plausib el. Der Bedarf für die Maske leitet sich überwiegend aus dem Bestand a b und erfährt le- diglich Mehrungen im Bereich der Fundusflächen. Kostüm Der Kostümbereich STN besteht aus der Repertoiresch neiderei für den laufenden Spiel- und Probenbetrieb und den Kostümwe rkstätten, in denen Neuproduktionen gefertigt werden. Die für die Kostümabteilung im Haus vorgehaltenen Lagerflächen decken zwei wese ntliche Funktionen ab. Einmal die Lagerung der 6 im Reperto ire vorzuhalt- enden Produktionen und zum anderen die Lagerung der zu bearbeit- enden Kostüme der Neuproduktionen. Die relativen Flächenverhältnisse in der Schneider ei liegen mit ca. 8 m² NUF 1-6 / Mitarbeiter an der unteren Grenze gem. ASR und sind somit als plausibel zu betrachten. Die den Werkstät ten zugehörigen Lagerflächen orientieren sich analog zu Vergleichso bjekten an der Größe der Werkstattflächen. Weitere Werkstätten, wie Schuhmacherei, Gewandmeist er*in oder die Schneiderei für das Ballett sowie insbesondere die Repertoirelager sind aus den Bestandsflächen abgeleitet und weisen in Summe keine wesentlichen Flächenmehrungen gegenüber dem Status Quo aus. Der Bedarf an Fundusflächen für das Kostüm gliedert sich weiter in: - Schuhfundus Damen und Herren - Kleiderfundus Damen und Herren - Kostümfundus Damen und Herren - Werkstattfundus Kostüme (Schneiderei) - Werkstattfundus Ballett + Hüte (Schneiderei) Seite 32/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Die Fundusflächen haben sich im Vergleich zu den be stehenden Flächen um ca. 400m² erhöht. Der Mehrbedarf lässt s ich auf den Schuhfundus, der Werkstattschneiderei Kostüm und We rkstattfundus Ballett + Hüte begrenzend feststellen, wohingegen d ie Kostümfundus- flächen gegenüber dem Status Quo verringert worden sind. Der höhere Bedarf an Werkstatt- und Lagerflächen für Kostüme g egenüber Ref- erenzprojekten ist in der hohen Anzahl an Bestandsm aterial und der zukünftig erhöhten erforderlichen Anzahl an Produkt ionen nachvoll- ziehbar begründet. Die derzeit dafür genutzten exte rnen Lagerflächen können dafür jedoch nicht reduziert werden. So wie Dekorationen für den Spiel- und Probebetrieb im Haus vormontiert wer den, müssen auch die Kostüme anprobiert, ausgebessert und angepasst werden. Die Mietflächen sollten Platz für alle Produktionen bie ten, auch die aktuell im Haus befindlichen, da diese wieder in den Fundus wandern. Es wird auch für die in der nächsten Saison entstehenden Ne uproduktionen Platz benötigt. Die Anzahl der im Repertoirefundus vorgehaltener Anzahl von Produktionen wird in Absprache mit der D irektion gefällt und erfolgt in Abwägung künstlerischer und budgetär er Überlegungen. Im direkten Vergleich mit den Referenzprojekten zei gt sich eindeutig, dass die Bedarfsflächen des STN verhältnismäßig sin d. Requisite Der Bedarf für Fundusflächen für die Requisite glie dert sich in: - Fundus Accessoires - Fundus Pyrotechnik - Fundus Waffen - Fundus Damen/Herren - Fundus Repertoire Um die Erhöhung des Spielbetriebes auch mit der Req uisite gerecht werden zu können, wurde lediglich das Repertoire-La ger mit 100 m² als zusätzlicher Bedarf angemeldet. Die Räume der Requisite sind zum Großteil aus den B estandsflächen abgeleitet und setzen sich aus Räumen am Standort R ichard-Wagner- Platz und aus den Zentrallagern zusammen. Der Antei l an ausgelagerten externen Lagerflächen ist sehr klein, da die gesamte Produktion an den Standort Richard-Wagner-Platz ver lagert wurde. 2.4.2.4 Funktionsgruppe 4 Verwaltungsflächen Bei dem Vergleich der Verwaltungsflächen BOH mit Re ferenzprojekten fällt auf, dass seitens STN wenige extra ausgewiese nen Besprech- ungsräumlichkeiten gefordert sind. Gem. Raumprogram m und Erläuter- ung durch das STN wurden Besprechungstische in dive rsen Leitungs- büros mitberücksichtigt. Dies ist durch eine erhöht e Anzahl an Nutzern für ein Büro ersichtlich. Beispielsweise für das Bü ro der Staatsinten- danz sind 30m² für einen festen Arbeitsplatz und 8 Nutzer angesetzt. Seite 33/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Somit errechnet sich 3m² NUF 1-6 /Person für dieses Büro. Die Nutzer sind als ortskundige und temporäre Nutzer zu sehen. Unter dieser Maßgabe ist der gewählte Flächenansatz plausibel. Die Flächenansätze für die Buchhaltungsbüros belauf en sich auf 12 m² NUF / Person. Der Flächenbedarf dieser Büros ist en twurfsabhängig und kann je nach Zusammensetzung variieren. Grundsä tzlich liegt der Bemessung der Verwaltungsräumlichkeiten ein Leitfad en der Stadt Nürnberg zu Grunde. Der Leitfaden der Stadt Nürnber g ist grund- sätzlich an den Vorgaben der ASR angelehnt, maßgebe nd ist hierbei die ASR A1.2. Großraumbüros werden derzeit in Anleh nung an das Anforderungsprofil der Stadt Nürnberg nicht gewünsc ht. Der Vergleich mit der Technischen Direktion zeigt, dass die gewählten Flächenansätze eingehalten werden und plausibel sin d. Die Fachplaner weisen darauf hin, dass die Ermittlu ng von Bildschirm- arbeitsplätzen gem. ASR A1-2, Ziff. 5 (4) erfolgen muss. Es wurde em- pfohlen, v.a. für Einzelarbeitsplätze einen Flächen ansatz von mindes- tens 10 m² pro Arbeitsplatz zu verfolgen, da bislan g weder Raster noch genaue Raum-Geometrien für die Büroflächen bekannt sind. In Summe beläuft sich der Büroflächenbedarf bei 185 Büroarbe itsplätzen gem. RP Index 06 bzw. 423 Nutzern in den Räumen auf 2.661 m ² NUF. Dieser Bedarf gibt einen durchschnittlichen Kennwert von 1 4,4 m² für Büroar- beitsplatz wieder. Unter der Maßgabe, dass der Beda rf bei optimaler Planung der einzelnen Räume abgesenkt werden kann, ist die Flächen- ermittlung aller weiteren Büroflächen plausibel und wurde unter an- derem mit den Verwaltungsflächenvorgaben der Stadt Nürnberg und gängigen Vergleichswerten abgeglichen. Es bestehen keine besonderen oder von Standards abw eichenden An- forderungen an die Raumqualitäten (z.B. Belichtung) vom STN. Es wird davon ausgegangen, dass die Büroräume lediglich die Mindestanfor- derungen gem. BayBO und ASR zu erfüllen haben. Auss agen zum Vor- handensein oder Umgang mit körperlich eingeschränkt en Mitarbeiten- den liegen nicht vor. Die Flächenanforderungen werd en dahingehend nicht geprüft. Es empfiehlt sich jedoch im Rahmen d er Vorplanung be- reits mit entsprechenden Verkehrs- und Bewegungsflä chen zu rech- nen. Die WC- und Umkleideräume wurden (nach ASR) auf Bas is der durch- schnittlichen gleichzeitigen Mitarbeiteranzahl im j eweiligen Einzugs- bereich ermittelt. Die Flächenansätze aus dem Raump rogramm Index 07 sind zudem unsererseits mit einer Parallelermitt lung plausibilisiert worden. 2.4.2.5 Funktionsgruppe 5 Konzeptionelle Flächen – Öffnung zur Stadtgesellsch aft Die konzeptionellen Flächen bestehen insbesondere a us Flächen für ein Restaurant, welches unabhängig von der Oper bet rieben werden soll, einem Open-Air-Bereich für Aufführungen im Fr eien mit der erforderlichen technischen und gastronomischen Infr astruktur und dem sog. Aktionsbereich mit multifunktionalen Modulen f ür diverse Veran- staltungen. Seite 34/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Die Flächen für das Restaurant sind mit einem Bedar f von ca. 330 m² NUF für ca. 100 Besucher ausgelegt. Das Konzept bas iert auf Synergieeffekten mit der Produktionsküche der Kanti ne. Die im Index 07 benannten Flächenanforderungen für die Küche kön nen jedoch auch einen autarken Betrieb ermöglichen. Der Aktionsbereich besteht aus 6 Modulen à 30 m², u nd Nebenräumen mit insg. 370 m² NUF. Ein konkreter Bedarf für dies e Flächen ist bisher aufgrund der gewünschten Flexibilität nicht spezifi ziert. Unter Berück- sichtigung der beengten Raumverhältnisse im Bestand sfoyer wird der Flächenbedarf für beispielsweise theaterpädagogisch e Nutzungen und Einführungsveranstaltungen als gerechtfertigt anges ehen, sofern weitere ergänzende Nutzungen (Kongresse / Co-Workin g etc.) nach- weislich ebenfalls etabliert werden können. Die Flächen für Open-Air-Veranstaltungen werden mit einem Bedarf von ca. 150 m² NUF als plausibel angesehen. Diese b estehen vor- nehmlich aus spezifischen Lagern, Bühnentechnikfläc hen für die Außenbereiche sowie einem Café, welches u.a. den Op en Air Bereich bewirtschaften soll. Zur Erhöhung der Attraktivität des Standortes als K ulturareal und für die Ansprache zusätzlicher / neuer Zielgruppen könn en die o.g. Be- reiche zielführend sein. Wir empfehlen jedoch die Nutzungen im weiteren Verl auf der Planung zu konkretisieren und die Bedarfe ggfs. anzupassen. Weiter bleibt zu prüfen, ob durch diese Flächensynergien, Bedarfe an anderer Stelle ggfs., weiter zu minimieren sind (beispielsweise in dem Kammerkonzerte im Aktionsbereich ermöglicht werden) . 2.4.3 3. Stufe: Detaillierte raumweise Prüfung Die detaillierte Untersuchung der einzelnen Räume e rfolgte im Rahmen der Plausibilisierung des Raumprogramms vornehmlich für die Index- stände 04 und 05. Hierbei sind sämtliche im Raumpro gramm enthalten- en Räume einzeln (bei „Regelräumen“: raumgruppenwei se) betrachtet und kommentiert worden. Die Erkenntnisse aus dieser Prüfung sind dem STN zuletzt am 26.01.2021 zugestellt worden. Im Rahmen der Fortschreibung des Raumprogramms wurden diese übern ommen und im Rahmen der Fortschreibung der Betriebsbeschreibu ng hieraus her- vorgehende wesentliche Fragestellungen thematisiert . Zusätzlich wur- den im Rahmen des Prozesses weitere gesonderte Anfo rderungen ge- trennt betrachtet (z.B. die geforderten lichten Rau mhöhen, die Ma- gazinflächen, die WCs, Technikflächen oder akustisc h wirksame Räume) und Abweichungen von Regelwerken mit dem STN abge- stimmt. 3 Erläuterung Testentwurf DU Diederichs wurde im Dezember 2019 durch das Baur eferat der Stadt Nürnberg, Projektbaudienststelle (PBD) mit ei nem „Testentwurf“ für das "Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg" beauftragt . Dazu sollen die im NBP beschriebenen Anforderungen des STN sowie die Prüfergebnisse aus der Prüfung des Nutzerbedarf sprogramms be- rücksichtigt und mit Unterstützung der Fachplaner i n vereinfachter Seite 35/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Form plausibel zeichnerisch dargestellt werden, um nachzuweisen, dass die aktuellen Nutzungen/Bedürfnisse auf dem Ge lände am Richard-Wagner-Platz untergebracht werden können. I m Rahmen der Projektentwicklung wurde zudem der Testentwurf um e ine zusätzliche Variante „Sigmund-Schuckert-Haus“ erweitert, um die Umsetzbarkeit des Nutzerbedarfs auch in Verbindung mit ausgelager ten Verwaltungs- flächen darstellen zu können. In diesem Zusammenhang sind daher auch die Erläuter ungen aus Ziff. 2 dieses Berichtes zu beachten. 3.1 Grundlagen 3.1.1 Flächenansätze Die Erstellung des Testentwurfs erfolgte parallel z ur Aufstellung des Nutzerbedarfsprogramms. Änderungen aus der Fortschr eibung des NBP (Indizes) wurden iterativ in dem Testentwurf be rücksichtigt. Der zeichnerischen Umsetzung des Testentwurfs gingen da her die Grund- lagenermittlung, die Sichtung und Plausibilisierung der Nutzflächenan- forderungen aus dem Raumprogramm und deren rechneri sche Um- wandlung in Bruttoflächen voraus. Hierzu wurden für die unterschiedlichen Funktionsgr uppen/ Nutzungs- typen unterschiedliche Umrechnungsfaktoren verwende t, die wir aus Vergleichsprojekten gem. nachfolgender Tabelle herg eleitet haben: Abbildung 1: Umrechnungsfaktoren für Nutzungsbereic he Die plausibilisierten Bedarfe aus dem Raumprogramm wurden auf diese Weise jeweils in BGF-Flächen für den Testentw urf umgerechnet. Für den aktuellen Indexstand (Index 07) ergibt sich ein Gesamtflächen- bedarf für alle Funktionsgruppen von ca. 27.493 m² NUF 1-7 (hierin enthalten sind zusätzliche Flächen des Schauspielha uses (SSH) im Verbindungsbau, welche innerhalb der Abrisskante li egen). Daraus ergibt sich ein BGF-Bedarf für den Neubau und das B estandsgebäude von ca. 36.760 m² ( Anlage 10 ). Es ist allerdings hierbei zu beachten, dass die rec hnerische BGF- Ermittlung für den Anteil des Bestandsgebäudes (dav on ca. 16.000 m²) konstruktionsbedingt Schwankungen unterliegt (z.B. unterschiedliche Wandstäken) und hierdurch entwurfsbedingt der tatsä chliche Bedarf höher ausfallen kann. Verhältniswerte NF / BGF BGF KGF NGF NUF 1-7 zu BGF Faktor TF VF Büro 100,0 12,3 87,7 64,6 2,8 20,4 Umkleide 100,0 18,4 81,6 55,8 3,8 21,9 Kantine 100,0 10,6 89,4 79,7 4,4 5,3 Werkstatt 100,0 13,1 86,9 58,6 2,7 25,6 Bühne+Requisite 100,0 9,0 91,0 68,6 2,5 19,8 Schneiderei 100,0 11,6 88,4 74,8 2,4 11,2 Wohnung 100,0 11,5 88,5 81,4 1,0 6,1 Bühne 100,0 6,4 93,6 81,5 1,2 15,4 Seite 36/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung: Flächenumrechnung NUF in BGF (Verkleiner ung) Dieser Flächenbedarf wurde zur besseren Flexibilitä t und Kontrolle wiederum raumgruppenweise aufgeteilt und anschließe nd als BGF- Flächen zeichnerisch abgebildet. Die erforderlichen Haustechnikflächen wurden durch die Büros W+P und D+F geprüft und plausibilisiert. Die Flächenans ätze seitens der Fachplanung ELT sind in das Raumprogramm Index 07 e ingeflossen. Aufgrund des geringen Platzbedarfs pro Etage, wurde n die Räumlich- keiten über den BGF-Faktor im Testentwurf abgebilde t. Ergänzend zu den im NBP (Index 07) angegebenen Fläc hen, wurden HLS-Flächen für den Erweiterungsneubau, das Opernha us und das Siegmund-Sigmund-Schuckert-Haus abgestimmt und dem Testentwurf zu Grunde gelegt. Hierbei sind Heizungs-/ Lüftungsz entralen sowie Hausanschlussräume, die besondere Anforderungen an Lage und Größe haben im Testentwurf aufgenommen und verortet worden. Aufgrund deren Dimension und Anforderungen an den F lächenbedarf sind diese Flächen gesondert im Testentwurf aufgeno mmen und nicht über den BGF-Faktor abgebildet worden. Sonstige Haustechnikflächen (wie Datenverteilerräum e und Elektro- verteiler o.ä.) wurden über die BGF-Faktoren innerh alb der einge- zeichneten BGF-Flächen in der Testentwurfsplanung b erücksichtigt. Funktions- gruppe m² NUF 1-7 m² BGF Neubau m² BGF Bestand 1 GMZ Generalmusikzentrum 2.072 2.898 0 1 BO Bühnenbetrieb Hauptbühne 8.663 5.879 5.354 1 BW Präsenzwerkstatt 315 387 0 2 Aktionsb. Opernrestaurant 331 415 0 2 GA Gastronomie 785 770 215 2 VG Glucksaal (Veranstaltung) 365 0 458 2 Open Air Open Air Bühne 148 216 0 2 IN allgemeine Infrastruktur 106 120 35 2 ZO OH Zuschauerraum Hauptsaal 3.610 0 4.531 3 KITA KITA (optional) 0 0 0 3 KO Kostüm 2.675 475 3.106 3 RQ Requisite 348 489 0 3 MA Maske 302 0 458 3 SP Sparte Schauspielhaus 80 124 0 4 VA Verwaltung 1.010 1.555 0 4 TD Technische Direktion 207 317 0 4 GMD Generalmusikdir. 106 164 0 4 BA Ballettsparte 1.026 1.423 0 4 STL Staatstheaterleitung 156 242 0 4 OP Opernsparte 1.765 2.248 0 4 KB Betriebsdirektion 78 121 0 4 IA Integrative Arbeit 427 541 0 4 DKM Development, Kommunikation & Marketing 208 322 0 4 VE STNS GmbH 183 283 0 5 HS Raumpflege 299 218 218 5 VT Veranstaltungstechnik allg. 1.610 1.174 1.181 5 GT Gebäudetechnik 618 411 411 Gesamtsumme 27.493 20.791 15.966 Funktionsbereich 36.757 Seite 37/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 3.1.2 Planungsprämissen Bei der Erstellung des Testentwurfes sind wir von f olgenden allge- meinen Prämissen ausgegangen: 1. Die Tiefgarage am Richard-Wagner-Platz wird voll ständig zurück- gebaut. 2. Die Herstellung von Parkplätzen für z.B. Besuche r oder Mitarbeiter ist nicht erforderlich, da diese im benachbarten Pa rkhaus nachge- wiesen werden können. Lediglich Stellplätze, wie ba rrierefreie Stellplätze, Lieferanten- und Pressestellplätze (Üb ertragungsfahr- zeuge) oder Stellplätze für den STN-internen Fuhrpa rk (3x Sprinter und 3x PKW) sind herzustellen bzw. nachzuweisen. 3. Die städtebauliche Ausdehnung des Entwurfs ist b ereits mit den zuständigen Personen/ Stellen im Laufe des Projekte ntwicklungs- Prozesses stadtintern vorbesprochen worden. Derzeit bestehen keine bekannten Einschränkungen hinsichtlich der Vo lumenaus- dehnung am Richard-Wagner-Platz. Wir gehen auch dav on aus, dass die Höhenausdehnung in etwa auf die Bestandshö he des Ma- gazinbaus beschränkt werden sollte und die weitere Gebäude- ausdehnung in Richtung Richard-Wagner-Platz bis zur Außenkante des Opernhauses zu beschränken ist. Grundsätzlich w ird versucht, die Volumina auf dem Richard-Wagner-Platz so gering wie möglich zu halten, um noch städtebaulichen Gestaltungsspiel raum zu ermöglichen. Aus denkmalfachlicher Sicht ist die Si cht auf das historische Opernhaus so frei wie möglich zu halten . 4. Brandabschnittsbildung, Feuerwehraufstellflächen , Flucht- und Rettungswegeplanung etc. werden im Rahmen der tatsä chlichen Planung nach HOAI betrachtet. Die Berücksichtigung dieser Punkte erfolgt im Testentwurf lediglich auf städteb aulicher Ebene z.B. durch Ausbildung von Abstandsflächen. 5. Höhenanbindungen und Ausbildungen von Decken erf olgen näher- ungsweise auf den vorliegenden - zum Teil auch wide rsprüchlichen - Bestandsplanungsständen und basieren nicht auf Pl anungsleist- ungen (Tragwerk / Akustik / Brandschutz / TGA / Son stiges). Die genauen Anbindungen an die Bestandsgebäude sind im Rahmen einer Planung nach HOAI zu überprüfen. 6. Funktionale Zusammenhänge und Beziehungen sind i nnerhalb der Betriebsbeschreibung, des Funktionsschemas, des Dok uments für die Ziele und Anforderungen an die akustischen Plan ungen oder des Raumprogrammes beschrieben. Hierin nicht beschr iebene Zusammenhänge können im Testentwurf nicht abgebilde t werden. 7. Eingriffe in den denkmalgeschützten Bestand sind im Rahmen der Testentwurfsplanung zunächst als genehmigungsfähig betrachtet worden. Insbesondere der fast vollständige Rück- un d Neubau des historischen Magazingebäudes ist für die Herstellun g der Zukunfts- fähigkeit des Opernhauses alternativlos. Lediglich die Fassade und das Dach des historischen Magazins zur Lessingstraß e soll im Endzustand ablesbar sein. Seite 38/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 8. Die Ausarbeitung der Varianten für den Zuschauer saal zur Verbesserung der akustischen Verhältnisse, der Sichtbeziehungen, der heutigen Komfortansprüche (Platzreihenabstand), gesetzliche Anforderungen an den Orchestergraben (Platzverhältnisse für Musiker und Lautheit/Lärmschutz) gehören müssen aus denkmalpfle gerischer Sicht beurteilt werden. 9. Der Testentwurf bildet eine ebenenweise „Schicht ung“ der gefor- derten Flächen und Funktionsbereiche aus dem Nutzer bedarfspro- gramm ab. Ebenso wurden in Abstimmung mit dem STN d ie Zu- sammenhänge des Funktionsschemas (vgl. Anlage 01) a bgebildet und die flächenmäßige- und volumetrische Ausdehnung am Stand- ort untersucht und plausibilisiert. Die Konstruktio ns-, Technik- und Verkehrsflächen, sind über die o.g. Faktoren größte nteils abge- bildet und in dem gewählten Maßstab nicht gesondert dargestellt. 10. Die wirtschaftliche, bauphysikalische, energeti sche oder termin- liche Betrachtung von Vor- und Nachteilen unterschi edlicher Kon- struktionen oder Bauarten ist nicht Bestandteil des Testentwurfes. 11. Der Testentwurf führt zu einer Neugestaltung de s Geländes des Richard-Wagner-Platzes. Die Ausgestaltung des Gelän des hin zum Schauspielhaus und der restliche Verlauf hin zum Ka rl-Pschigode- Platz sind entwurfsabhängig im weiteren Verlauf der Planung zu definieren. Grundsätzlich orientieren sich die Gelä ndehöhen im Rahmen des Testentwurfs am Hauptbühnenniveau. Auf d ieser Basis leiten sich die Höhenniveaus für die einzelne n Funktions- gruppen, entsprechend der vordefinierten Priorisier ungen durch das STN, um das Hauptbühnenniveau ab. 12. Die Kubatur der Testentwürfe ist unter Vorbehal t einer Befreiung von Abstandsflächen auf eigenem Grundstück zu sehen . 13. Grundsätzlich wurden die lichten Raumhöhen auf Basis der ent- sprechenden Regelwerke (z.B. ASR, Bay. Gaststättenb auverord- nung) durch das STN angegeben. In diversen Bereiche n (wie bei- spielsweise in den Werkstätten der ausstattenden Ge werke) wur- den dahingehend eine Überschreitung der erforderlic hen Mindest- werte vorgegeben. Diese Überschreitungen sind in Te ilen kontext- und entwurfsabhängig zu sehen und können ggf. im we iteren Planungsprozess auf das Mindestmaß reduziert werden . 14. Der Betrieb des Schauspielhauses soll während d es Bauvorhabens aufrechterhalten werden. Die für den Betrieb notwen digen Räum- lichkeiten, wie beispielsweise das Magazin oder die Technikzen- trale auf dem Dach des Schauspielhauses, müssen zwi ngend er- halten bleiben und ergeben somit die Abbruchkante. Synergie- effekte mit dem BOH (beispielsweise der Kälteerzeug ung und Ver- teilung für Neubau) durch die neue Herstellung dies er beschrieb- enen Räumlichkeiten sind durch den Erhalt des Spiel betriebes nur bedingt möglich. 15. Im Zuge der Sanierung müssen die Anlagen der Ge bäudetechnik für Sanitär-, Feuerlösch-, Heiz-, Lüftungs-, Kälte- und Gebäudetechnik vollständig erneuert werden. Seite 39/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 16. Die 20KV und der Traforaum können auch an einer anderen Stelle verbaut werden, jedoch vorbehaltlich einer neuen Er schließung und Abstimmungen mit der N-Ergie. 17. Der Hausanschluss der Fernwärme muss für die Au frechterhaltung des Betriebes im Schauspielhaus, in Vorbereitung de s Abbruches des Zwischenbaus für das Opernhaus bis zum Abschlus s der Sanierung, mit einer Interimslösung ersetzt werden. 18. Für den Hausanschluss Trinkwasser und Löschwass er wird zu diesem Zeitpunkt von der gleichen Situation ausgega ngen, wie für den Fernwärmeanschluss, um den Betrieb im Schauspie lhaus sicherstellen zu können. Der bestehende Raum selbst ist nicht vom Abbruch betroffen, die Erdleitungen befinden sich j edoch voraussichtlich im Abbruchbereich. 19. Die Lage der Technikflächen im Bestand, wie zum Beispiel der Hausanschlussraum Fernwärme, die Heizungszentrale u nd die Traforäume, sind im Testentwurf im Untergeschoss de s Mittelbaus verortet und wird damit im Wesentlichen beibehalten . 20. Für die Technikräume der Heizungs-, Klima-, Lüf tungs- und Sanitäranlagen sind 5 m lichte Raumhöhe erforderlic h, um die Installationen kollisionsfrei und wartungsfreundlic h durchführen zu können. 21. Die erforderlichen Bodenbelastbarkeiten richten sich nach den Mindest-Richtwerten der VDI 2050-1 und liegen bei m indestens 5 kN/m² für Sanitär- und RLT-Anlagen und bei 10 kN/m² für Heizungs- und Kälteanlagen. 22. Die Unterbringung der zukünftigen Lüftungszentr ale für den Zu- schauerraum ist alternativlos über dem Zuschauerrau m im Dach- stuhl zu platzieren. Die Lüftungsanlage für den Erw eiterungsneu- bau kann in dem Dachgeschoss des Schauspielhauses, neben der bestehenden Zentrale, verortet werden. Die zukünfti ge Portalhöhe für den Bühnenbereich, eine eventuelle Erhöhung des Zuschauer- raumes sowie die dafür benötigte Deckenhöhe für die Technik- flächen im Dachbereich beeinflussen sich gegenseiti g und sind in der weiteren Planung aufeinander abzustimmen. 23. Dem Testentwurf liegt bezüglich der Geschossflä chen die Varian- te 1 der akustischen Untersuchungen des Büros Kahle Acoustics zu Grunde. 24. Derzeitig wird davon ausgegangen, dass für das Opernhaus und den Neubau eine eigenständige Sprinklerzentrale ein schließlich Sprinklertank erforderlich sind. Deren Notwendigkei t ist von den Auflagen der Bauaufsichtsbehörden abhängig. Die Spr inkler- zentrale ist ebenfalls im Untergeschoss des Mittelb aus verortet. Seite 40/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 3.2 Herangehensweise und Ablauf Bis zur Vorlage des Raumprogramms Index 04, in welc hem am 25.09.2020 die erforderlichen Bedarfe für den „Funk tionserhalt“ und die „Zukunftsfähigkeit“ durch das STN verteilt wurden, wurde zunächst vor- bereitend die Bestandssituation planerisch überprüf t (Siehe MyDrive, Arbeitsstand vom 07.09.2020). Weiter wurden erste Untersuchungen zur möglichen st ädtebaulichen Ausdehnung mittels Skizzen zu erforderlichen Gebäud evolumina am Richard-Wagner-Platz erstellt und im Projekt-JF am 09.11.2020 den Projektbeteiligten vorgestellt. Bereits im Rahmen der ersten zeichnerischen Überprü fungen hat sich gezeigt, dass der damals grob benannte Flächenbedar f von ca. 26.145 m² NUF 1-7 (entspricht BGF-Bedarf von ca. 37.423 m² ) einen Bedarf von ca. 21.400 m² BGF-Neubaufläche am Richard-Wagne r-Platz aus- lösen wird. Es hat sich zudem auf Basis unserer Unt ersuchungen am Standort herausgestellt, dass die erforderliche Neu baufläche lediglich unter der Maßgabe umgesetzt werden kann, wenn die b estehende Tief- garage zurückgebaut werden kann. Diese Fläche, welche durch den Rückbau der Tiefgara ge dem Bauvorhaben zugänglich gemacht wird, wird benötigt, um den mindestens zweigeschossig unterkellerten Neubau int egrieren und den bestehenden Verbindungsbau umfänglich erweitern zu können (vgl. nachfolgende Abbildung). Im Rahmen der Betrachtungen vom 09.11.2020 hat sich zudem her- ausgestellt, dass diverse Anforderungen an lichte H öhen einzelner Räume und Raumbereiche weiter zu definieren sind, u m die Testent- wurfsplanung fortführen zu können. Abbildung 3: Skizze vom 09.11.2020 zur Verortung de r Neubauflächen Mit Vorlage des Raumprogramms, Index 05 vom 17.11.2 020 wurden neben Flächenänderungen (Gesamt-Sollfläche wurde um ca. 872 m² verringert) auch detailliertere Angaben zu erforder lichen Raumhöhen Seite 41/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf ergänzt. Durch die Vorgabe von ca. 4,5 m lichte Rau mhöhe für Hori- zontalmagazine und 9,0 m lichte Raumhöhe für Vertik almagazine sowie weitere Ergänzungen von Höhenanforderungen, hat sic h die BGF- Fläche zwar verringert, das erforderliche Raumvolum en gegenüber den ersten Überlegungen jedoch stark erhöht. Dadurch ha t sich weiter be- stätigt, dass der angemeldete Bedarf nur mit massiv en baulichen Ein- griffen in den Richard-Wagner-Platz umgesetzt werde n kann. Abbildung 4: Schnitt vom 03.12.2020 Im Zuge der weiteren Überarbeitung und Verfeinerung der Testent- wurfsplanung wurden zudem zwei grundsätzlich unters chiedliche An- lieferungsvarianten untersucht und vorgestellt: 1) Variante 1: Unterirdische Anlieferung über den R ichard-Wag- ner-Platz Die unterirdische Anlieferung über den Richard-Wagn er-Platz stellt eine funktional und logistisch klare Lösung dar. Es ist vorgesehen, im Bereich der bestehenden Tiefgaragenzufahrt eine neue Zu- und Ausfahrtssituation für LKWs zu erstellen und in ein er unterirdischen zentralen Logistikzone bis zu zwei LKW gleichzeitig zu be- und ent- laden. Das Material kann direkt in unterirdische La ger / Magazin- flächen oder über einen Aufzug zu den Bühnen (sowoh l Schauspiel- haus als auch Opernhaus) transportiert werden. Glei chzeitig kön- nen andere untergeordnete Anlieferbereiche unterird isch vorgeseh- en werden (Gastronomie / Post), so dass dieser Bere ich komplett für die „Augen der Besucher“ unsichtbar abgewickelt werden kann. Baulich ist diese Variante grundsätzlich als aufwän diger zu be- trachten, da Rangierflächen für LKW unterirdisch mi t einer lichten Höhe > 4 m, entsprechende Niveauabsenkungen und ein e ent- sprechende haustechnische Aufrüstung vorgesehen wer den müssten. Gleichzeitig bleibt offen, inwiefern eine angestrebte Niveauanpassung des Richard-Wagner-Platzes und die damit verbundene städtebauliche Verbindung zur Südstadt m it dieser Variante umzusetzen wären. Seite 42/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung 5: Var. 1: Unterirdische Anlieferung 2) Variante 2: Nahezu ebenerdige Anlieferung über d ie Lessing- straße Die o.g. Vor- und Nachteile gestalten sich bei Vari ante 2, Hauptan- lieferung über die Lessing-Straße grundsätzlich and ers. Hier wer- den Magazinierung und Anlieferung „umgedreht“, so d ass von Seiten der Lessingstraße ähnlich zum Status-Quo ang eliefert wer- den kann. Es ergibt sich eine logistische Engstelle zwischen dem Magazin des Opernhauses, der Anlieferung und dem Sc hauspiel- haus. Zusätzlich muss die Niveauangleichung zwische n Lessing- straße (OK ca. auf Ebenen-Niveau -1) dem Loading-Do ck (ca. 1 m über OK Straße) und der Anforderung, auf E-1 horizo ntal lagern zu können (lichte Höhe 4,5 m, gerechnet ab UK Decke +1 ), erfüllt wer- den. Die Angleichung der Niveaus kann nur mithilfe von Lastauf- zügen / Podesten und / oder einer Absenkung des Str aßenniveaus der Lessingstraße erfolgen. Seite 43/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung 6: Var. 2: Anlieferung über Lessingstraße / Gastro über TG Nach Abstimmungen mit der PBD und dem STN sollte di e Anfahrts- und Anlieferungssituation unterhalb des Richard-Wagner- Platzes im Rah- men des Testentwurfs nicht weiterverfolgt werden (a ls Grundlage für die Wettbewerbsplanung zur Findung des Objektplaner s sollten jedoch beide Varianten ermöglicht werden). Im weiteren Verlauf der Plausibilisierung wurden di verse Varianten und Fortschreibungen der Testentwurfsplanung zur Optimi erung der Funk- tionsbeziehungen auf Basis der fortgeschriebenen In dizes des Nutz- erbedarfsprogramms vorgenommen. Unter anderem sind nach Abstim- mungen mit dem STN größere Anpassungen an Lage der Proberäume / Säle und an den Magazinflächen vorgenommen worden sowie diverse Anpassungen der Geschosshöhen und Geschossigkeiten. 3.3 Ergebnisse der Testentwurfsplanung Als Ergebnisse werden zwei Varianten des Testentwur fes übergeben. Diese basieren auf der Untersuchung der Umsetzbarke it des zukünf- tigen Nutzerbedarfs mit und ohne Auslagerung der Ve rwaltungsflächen in externe Flächen: 3.3.1 Variante 1: Umsetzung des Nutzerbedarfs in Be stand und Neubau am Richard-Wagner-Platz mit Anlieferung über die Le ssingstraße In der Variante 1 wird die Verortung aller geforder ten Nutzflächen aus dem plausibilisierten Nutzerbedarfsprogramm im Best andsgebäude mit angrenzendem Neubau geprüft (vgl. Anlage 15 ). Seite 44/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung 7: Grundriss Ebene +1 Variante 1 Die öffentliche Zuwegung des Opernhauses erfolgt we iterhin über den bestehenden Haupteingang am Frauentorgraben auf OG 1-Niveau. Von hier werden die bestehenden Foyerflächen erschl ossen, welche vornehmlich hinsichtlich der barrierefreien Erschli eßung, der WC- und Garderobensituation sowie der Foyergastronomiefläch en geändert werden. Weiter wurde eine Vergrößerung des Zuschaue rsaals und eine damit verbundene bauliche Anpassung der Foyerfläche n untersucht. Der Glucksaal soll für kleinere Veranstaltungen aut ark genutzt werden können, im Sinne beispielsweise von Lesungen. Die p arallele Nutzung des Saals soll parallel mit dem Hauptsaal stattfind en (vgl. Anlage 09 ). Im Bereich des Orchestergrabens und der Bühne werde n großflächige Änderungen vorgenommen. Der Orchestergraben wird au f eine maxi- male Belegung von 108 Musikern (in der Regel 99) er weitert und durch geänderte Nebenflächen funktional verbessert. Die Hauptbühne wird um eine Seitenbühne im Neubau u nd eine ver- größerte bestehende Hinterbühne erweitert. Zwischen Hinterbühne und Seitenbühne im Bereich des heutigen Magazins wird e ine Montage- fläche ergänzt, über welche die Verschiebung von Ku lissenteilen auf die Bühne ermöglicht wird. Angrenzend an die Montag efläche werden neue Lagerflächen erstellt. Diese sind über einen F lur und eine an- grenzende vertikale Erschließung mit dem großen Mag azin im 2. UG des Neubaus verbunden. Hier kann ein Großteil der v om STN gefor- derten Vorhaltung von 6 Produktionen vertikal (steh end) gelagert werden (890 m² BGF, ca. 800 m² NUF / 170 m² = 4 Pro duktion + weitere Lagerflächen). Weiter besteht von der Lagerfläche e ine Verbindung zu den beiden Probebühnen 1 und 2, auf welchen zukünft ig mit Kulissen in Originalgröße geprobt werden kann sowie zur Präs enzwerkstatt. Das 2. UG verfügt zusätzlich über diverse Haustechn ik- Bühnentech- nik- und Veranstaltungstechnikflächen sowie über ei nen Teil der erfor- derlichen Abendgarderoben. Ein Teil des vertikalen Magazins (lichte Höhe von 9,0m) ist direkt an die Probebühne 1 und a n die Probebühne 2 angegliedert. Die Verbindung hin zur Anlieferung auf UG1 und auf Hautbühnenniveau, wird mittels eines Aufzugs herges tellt. In unmittel- barer Nähe zu der vertikalen Erschließungsachse wur de die Präsenz- werkstatt angegliedert. Die Werkstatt ist für das S chauspielhaus gleichermaßen erreichbar, wie für das Opernhaus. E rgänzend zu den Seite 45/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Technikflächen im 2. UG besteht die Notwendigkeit i m 3. UG noch zusätzliche Technikflächen abzubilden. Das 1. Untergeschoss verfügt im Neubauteil über die Anlieferungs- zone, welche zusätzlich eine Verbindung von Schausp ielhaus und Opernhaus mit Aufzügen ermöglicht und über weitere Magazinflächen. Die Magazinflächen (lichte Höhe von 4,5m) grenzen u nmittelbar an die Untere Seitenbühne an. Unterhalb des Bestandsgebäud es werden Orchester-Abendgarderoben, Notenlager und weitere R äume für das Orchester eingeplant. Im Bereich des Vorderhauses s oll eine zentrale Garderobe und evtl. eine Zuwegung zur U-Bahn erfolg en. Die restlichen Flächen des 1. UGs sind vor allem durch die erforderlichen Lufträume der Probebühnen und Magazinflächen aus de m 2. UG geprägt. Im 1. OG (=Bühnenniveau) befinden sich neben den Zu schauerbe- reichen und den o.g. Montage- und Magazinflächen we itere Probe- / Übungsräume. Die erdgeschossige Verortung von Probe räumen könnte Besuchern des Platzes Einblicke gewähren, so fern erwünscht. Insbesondere ist hier die Probebühne Ballett mit Te ilen des Ballettzentrums verortet. Im vorderen Bereich des N eubaus finden sich Verkaufsflächen für Tickets, das Opernrestaurant un d die Pforte mit Poststation wieder. Das 2. OG ist vornehmlich von Lufträumen der darunt erliegenden Be- reiche geprägt. An den Flanken des Neubaus orientie ren sich tages- lichtaffine Büronutzungen, wie die Flächen der allg emeinen Verwaltung oder Übungsräume mit Tageslichtanforderungen. Das 3. OG ist analog zum 2. OG aufgebaut. Im innere n, nicht natürlich belichteten Bereich der Verwaltung befinden sich Ne bennutz- und Lagerflächen für die Verwaltung. Die Bühnen- und Ma gazinbereiche sind weiterhin von Lufträumen aus dem 1.OG geprägt. Das 4. OG verbindet diverse Nutzungen insbesondere mit Anforderung- en an eine größere lichte Raumhöhe auf einer Ebene. Im rückwärtigen, natürlich belichteten Bereich des Neubaus können di e Werkstätten des Kostüms sowie ein großer Übungsraum des GMZ unterge bracht werden. Die Werkstätten und Lagermöglichkeiten der Maske befinden sich im Bestandsgebäude. Der zum Richard-Wagner-Pla tz orientierte Bereich des Neubaus verknüpft Übungsräume des GMZ e ntlang der Fassade mit Büroräumen. Zusätzlich wird hier ein Üb ungsraum des Balletts untergebracht, der ebenfalls erhöhte Anfor derungen an die lichte Höhe hat. Dieser wird von weiteren Räumen de s Ballettzentrums flankiert. Im inneren Bereich ist der große Orchest erprobensaal mit Ne- bennutzungen verortet. Der Raum hat eine lichte Rau mhöhe von 11 Meter und Anforderungen an natürliche Belichtung, w elche über Ober- lichter im 6. OG oder alternativ über Einschnitte i m 5. / 6. OG realisiert werden kann. Die Anforderung, diesen Raum für exter nes Publikum zur Verfügung zu stellen, kann bei der derzeitigen Vero rtung über die Pforte erfolgen. Das 5. OG bietet Platz für die natürlich belichtete n Büros des GMZ ent- lang der Fassaden sowie für innenliegende Lagerräum e für Kostüm und Seite 46/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Maske. Dieses Geschoss hat einen Höhenversatz zwisc hen Zwischen- bau und Neubau und schafft somit den Höhenübergang zum Bestands- gebäude. Das 6. OG bietet mit seiner geringeren lichten Höhe (ca. 2,5 m) Platz für weitere Büros und Lagerräume für Kostüm, Requis ite und Veran- staltungstechnik. Die Flächenerfüllung wird in nachfolgender Tabelle (vgl. auch detaillier- tere Übersicht in Anlage 16 ) plausibilisiert. Ergänzend zu der Flächen- zusammenstellung beinhaltet die Anlage 02 die Legende zu den einzelnen Raumgruppen und Funktionsgruppen und die Zuordnung der Spielstätten aus dem Raumprogramm Index 07. Die im 6.OG des Neubaus verorteten Technikflächen, im Wesentlichen für die Lüftungs- und die Kälteanlagen, fallen in d ieser Variante gegenüber der Variante 2 größer aus. Damit wird das Volumen des Neubaus und dessen Ausdehnung zusätzlich vergrößert . Abbildung 8: Flächenzusammenstellung Variante 1 (vg l. Anlage 16 ) Funktions- gruppen SOLL ∑ NUF (Raum- und Funktionsprogramm Index07) SOLL ∑ NUF (Vergleichbar *) IST-NUF (Testentwurf) Abweichung NUF Bemerkungen BA Sparte Ballett 1.026,00 1.026,0 0 1.036,84 10,84 BO OH Bühnenbetrieb Großer Saal 8.664,00 6.809,00 6.83 4,54 25,54 *Die Hinterbühne kann nicht in der Dimension abgebi ldet werden wie in NBP gewünscht/ nicht 1000m² NUF Magazin erreichbar Nicht berücksicht in der Gegenüberstellung "soll" u nd "Ist" : Schnürboden OH (475m² NUF) Pospekthubregal MT (Bestand:Tieflager) (200m² NUF) Arbeitsgalerie Bühnenturm OH - 1. -4. Galerie (gesamt 400m² NUF) Anlieferung - Loading Dock Entladebereich (300m² NU F) Anlieferung - Loading Dock Rangierfläche (260m² NUF) Stellplätze (100+40+80 m²) BW Präsenzwerkstätten 375,00 375,00 383,08 8,08 GMZ Generalmusikdirektion 2.072,00 2.316,00 2.42 8,33 GMD Generalmusikzentrum 106,00 106,00 GT Gebäudetechnik 618,00 593,00 320,55 -272,45 Mehrbedarf durch nicht im Index 06 ausgewiesene Flächen (u.a. HLS) IN Allgemeine nicht technische Infrastruktur 106,00 10 6,00 74,00 -32,00 OP Sparte Oper 1.765,00 1.765,0 0 1.777,59 12,59 SP Sparte Schauspiel 80,00 80,00 104,21 24 ,21 HS Hausbetriebsservice 299,00 29 9,00 301,46 2,46 VT Veranstaltungstechnik allgemein 1.610,00 1.610,0 0 1.200,17 -409,83 Unterdeckung aufgrund Foyer/Garderoben im UG -1 GA Gastronomie 785,00 78 5,00 785,42 0,42 IA Integrative Arbeit 427,00 42 7,00 443,70 16,70 VG OH Veranstaltungsbetrieb Glucksaal 365,00 36 5,00 370,34 5,34 Bestand VE STNS GmbH 183,00 18 3,00 4.069,04 Mehrfläche durch Erweiterung auf +4 Rang und UG -1 im Bestand ZO OH Publikumsbereich Hauptsaal 3.611,00 3.611,0 0 KO Kostüm 2.679,00 2.679,0 0 2.139,00 -540,00 MA Maske 302,00 30 2,00 308,77 6,77 RQ Requisite, Rüstmeisterei 348,00 40 8,00 426,76 18,76 VA Bürokomplex 1.010,00 1.010,0 0 1.021,07 11,07 TD Technische Direktion 207,00 20 7,00 207,82 0,82 DKM Development, Kommunikation, Marketing 208,00 20 8,00 208,20 0,20 KB Künstlerische Betriebsdirektion 78,00 78,00 79,43 1 ,43 STL Staatstheaterleitung 156,00 15 6,00 177,66 21,66 FG5 Aktionsb. Aktionsbereich 331,00 33 1,00 332,42 1,42 27.411,00 25.835,00 25.030,40 -804,60 Flächen, die im Zuge des Testentwurfs nicht dargestellt wurden V3 SH Veranstaltungsbetrieb 3.Etage - - - 0,00 Open Air Open Air Bühne 148,00 148,00 - -148,00 an Außenbereichen entwurfsabhängig zu integrieren KITA Kindergarten 909,50 - 0,00 nicht verortet 28.468,50 25.983,00 25.030,40 -952,60 Darstellung von Flächen, die bislang nicht im Raum- und Funk-tionsprogramm Index 07 erfasst wurden GT GEGEBENENFALLS - - 586,21 586,21 Dachstuhl (Potenzialfläche, da VT und GT mehr Platz benötigen) Abstimmung HLS GT Fachplaner 410,00 41 0,00 SOLL durch Fachlaner (nicht in Index 07 enthalten) HLS: UG03/UG02 GT : Fachlaner 430,00 43 0,00 SOLL durch Fachlaner (nicht in Index 07 enthalten) HLS: UG03/UG02 29.308,50 26.393,00 26.461,89 845,29 5,29 6,33 275,04 Gesamt ∑ Funktionsbereich Gesamt ∑ Gesamt ∑ FG5 FG1 FG2 FG3 FG4 Seite 47/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Erläuterung Flächennachweis: Grundsätzlich setzt sich die Tabelle des Flächennac hweises aus drei Kategorien zusammen: - Gegenüberstellung von im Raumprogramm geforderten und in dem Testentwurf zeichnerisch dargestellten Fläch en - Flächen, die im Zuge des Testentwurfs nicht darge stellt wurden (z.B.: optionale Flächen, Open Air) - Flächen, die bislang nicht im Raum- und Funktions pro- gramm, Index 07 erfasst wurden, da sie nicht Bestan dteil der Nutzfläche 1 bis 7 sind, aber für den zeichnerische n Nach- weis benötigt werden (z.B.: zusätzliche HLS-Technik - flächen). Die KITA wurde nicht im Testentwurf mitabgebildet, da der Index 07 die KITA nur als optionale Fläche ohne Flächenansatz au sweist. Der Open- Air-Bereich ist abhängig von der Platzgestaltung un d ist nicht als Teil des Testentwurfs des Gebäudes. Fazit der Variante 1 Es zeigt sich, dass in Variante 1 nicht alle geford erten Flächen und Funktionen aus dem Nutzerbedarfsprogramm, Index 07 am Standort abgebildet und damit die Anforderungen aus dem Raum programm nicht vollständig erfüllt werden können. Im Rahmen der vo rgegebenen Sollflächen besteht für die Gebäude ein Flächendefi zit von insgesamt ca. 804 m² NUF. Die Kombination von geforderten Volumina und funkti onellen Zusam- menhängen lässt zudem, zusammen mit dem zur Verfügu ng stehenden Raum, wenig bis gar keinen Spielraum für gestalteri sche Interpretationen des Neubaus. Dieser Neubaukörper w ird daher zu einem reinen "Fläche-Funktion"-Konstrukt. Aus diese m Grund ist die Variante 1 aus unserer Sicht als nicht umsetzbar zu betrachten. Die größten Abweichungen befinden sich bei der Vera nstaltungstech- nik, bei dem Bereich Kostüm und bei der Gebäudetech nik. Die Flächendefizite der Gebäudetechnik und der Veransta ltungstechnik sind großteils auf die Ausdehnung des Foyers ins 1. UG (unter der Kassenhalle) und die damit einhergehenden funktiona l bedingten räumlichen Verschiebungen zurückzuführen. Die Anforderungen an den Orchesterprobensaal wurden entsprechend der Vorgaben der Akustik vorgenommen. Die zusätzlic hen Anforderungen an HLS-Flächen werden großteils im Da chstuhl des Zuschauersaal verortet. Nicht verortet und berücksichtigt wurde vorläufig d ie KITA, als optionale Fläche. Die Open Air Anlagen sind entwurfsabhängig im verbleibenden Vorplatz zu verorten. Die übrigen Funktionsbereiche können im Testentwurf mit ihren spezi- fischen Anforderungen großteils nachgewiesen werden . Städtebaulich Seite 48/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf und technisch wären mit dieser Variante jedoch auch diverse Unwäg- barkeiten im Rahmen der weiteren Planung noch zu lö sen. Unter anderem müssen mit Trägern öffentlicher Belange (u. a. Städtebau, Sparten, Denkmalschutz, Brandschutz) vertiefte weit ere Abstimmung- en erfolgen. Weiter bietet der Entwurf keine Puffer- oder Auswei chflächen für zusätzliche Nutzungen oder geänderte Anforderungen (z.B. an die haustechnischen Anlagen oder an Flächenmehrungen au fgrund von Corona-Auflagen). Die Genehmigungsfähigkeit des Neubaus ist aufgrund seiner maximal- en volumetrischen Ausdehnung mit den zuständigen Be hörden detail- liert abzuklären. Die Anlieferung entlang der Lessi ngstraße ist hinsicht- lich der Verkehrsführung, Höhenlage und Abstandsflä chen sowie da- raus abgeleiteten Anforderungen für beispielsweise Feuerwehraufstell- flächen weiter zu betrachten. Das dargestellte Gebäudevolumen der Variante 1 domi niert den Vor- platz und lässt nur bedingt Platzgestaltungen zu. E s besteht somit der Bedarf, für diese Variante die verbleibende Platzfl äche hinsichtlich Nutzungsmöglichkeiten u.a. hinsichtlich der geforde rten Open-Air- Flächen noch separat zu untersuchen. Der Anbau an den Bestand ist zwar mit dem notwendig en Abstand dar- gestellt, jedoch wird die Sichtbarkeit auf das hist orische Bestandsge- bäude deutlich eingeschränkt. 3.3.2 Variante 2: Umsetzung des Nutzerbedarfs in Be stand, Neubau und Sigmund-Schuckert-Haus mit Anlieferung über die Les singstraße Die durch den zukünftigen Nutzerbedarf ausgelöste m assive Flächen- ausdehnung auf dem Richard-Wagner-Platz kann aus un serer Sicht unter Beibehaltung des zukünftigen Soll-Bedarfes nu r mithilfe von Aus- weichflächen adäquat gelöst werden. Das Sigmund-Sch uckert-Haus auf der gegenüberliegenden Platzseite bietet hier P latz für ca. 7.000 m² NUF 1-7 und schafft somit die Möglichkeit, den e rforderlichen Neu- bauanteil erheblich zu reduzieren (vgl. Anlage 17) . Seite 49/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung 9: Grundriss Ebene +1 Variante 2 Die Variante ist für den Neubau und das historische Opernhaus in den Geschossen UG -2 bis OG +2 größtenteils vergleichba r mit Variante 1. Im 2. OG werden lediglich Flächen entlang der Fassa de des Neubau- körpers durch andere ersetzt (z.B. Ballett). Ab dem 3. OG wird die Flächenminimierung sichtbar. Der gesamte Verwaltung sflächenanteil aus den Flanken des Neubaukörpers kann ersatzlos en tfallen. Der Bau- körper ist ab dieser Etage deutlich schlanker und z urückversetzt (alter- nativ kann das Volumen auch über die horizontale Au sdehnung ver- kleinert werden). Die Geschosse 3-6 enthalten nur n och Flächen für Kostüm, Requisite und GMZ. Durch die Entzerrung der Flächen ist es mit dieser Variante möglich, alle geforderten Fläch en im Neubau bzw. im Sigmund-Schuckert-Haus unterzubringen. Das Sigmund-Schuckert-Haus übernimmt die gesamte Ga stronomie und die gesamte Verwaltungsfläche zuzüglich eines G roßteils der not- wendigen Büroflächen. Das Untergeschoss sowie Teile der Tiefgarage können für Kostümfundus bzw. Werkstattflächen heran gezogen werden. Um eine direkte Lagerverbindung für die Gas tronomie (Kantine öffentlich und nicht öffentlich) zu schaffen, wurde im UG bereits ein Lager platziert. Die Büro- und Verwaltungsflächen a us dem Nutzerbe- darfsprogramm werden ab dem 1.OG angeordnet. Das EG steht für Nutzungen zur Verfügung, welche für die Öffentlichk eit gut zugänglich sein müssen, wie beispielsweise die erforderlichen Aktionsflächen oder das Ticketing. Die Flächenerfüllung wird in der nachfolgenden Tabe lle (vgl. auch detailiertere Übersicht in Anlage 18 ) plausibilisiert. Ergänzend zu der Flächenzusammenstellung beinhaltet die Anlage 02 die Legende zu den einzelnen Raumgruppen und Funktionsgruppen aus dem Raum- programm, Index 07. Der in das Schuckert-Haus verlagerte Anteil an Tech nikflächen ver- ringert den Flächenbedarf für die Lüftungs- und Käl teanlagen in den Seite 50/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Technikzentralen im 6. OG des Neubaus. Im Bestand d es Schuckert- Hauses sind bereits Technikflächen vorhanden, deren Nutzung für die Heizungs-, Kälte- und Sanitärtechnik in Frage komme n. Ein zusätz- licher Flächenbedarf in Höhe von ca. 180 m² ist für eine Lüftungs- zentrale noch zu berücksichtigen. Abbildung: Flächenzusammenstellung Variante 2 (vgl. Anlage 18 ) Erläuterung Flächennachweis: Grundsätzlich setzt sich die Tabelle des Flächennac hweises aus drei Kategorien zusammen: - Gegenüberstellung von im Raumprogramm geforderten und in dem Testentwurf zeichnerisch dargestellten Fläch en - Flächen, die im Zuge des Testentwurfs nicht darge stellt wurden (z.B.: optionale Flächen, Open Air) - Flächen, die bislang nicht im Raum- und Funktions pro- gramm, Index 07 erfasst wurden, da sie nicht Bestan dteil der Nutzfläche 1 bis 7 sind, aber für den zeichnerische n Nach- weis benötigt werden (z.B.: zusätzliche HLS- Technikflächen). Funktions- gruppen SOLL ∑ NUF (Raum- und Funktionsprogramm Index07) SOLL ∑ NUF (Vergleichbar *) IST-NUF (Testentwurf) Abweichung NUF Bemerkung BA Sparte Ballett 1.026,00 1.026 ,00 1.073,30 47,30 BO OH Bühnenbetrieb Großer Saal 8.664,00 6.809,00 6 .956,08 147,08 *Die Hinterbühne kann nicht in der Dimension abgebildet werden, wie in NBP gewünscht/ nicht 1.000m² NUF Magazin erreichbar Nicht berücksicht in der Gegenüberstellung "Soll" und "I st" : Schnürboden OH (475m² NUF) Arbeitsgalerie Bühnenturm OH - 1. -4. Galerie (gesamt 400m² NUF) Anlieferung - Loading Dock Entladebereich (300m² NUF) Anlieferung - Loading Dock Rangierfläche (260m² NUF) Stellplätze (100+40+80 m²) BW Präsenzwerkstätten 375,00 375,00 383,08 8,08 GMZ Generalmusikdirektion 2.072,00 2.178,00 2 .222,43 GMD Generalmusikzentrum 106,00 GT Gebäudetechnik 618,00 618,00 633,10 15,10 IN Allgemeine nicht technische Infrastruktur 106,00 106,00 169,67 63, 67 OP Sparte Oper 1.765,00 1.765 ,00 1.817,22 52,22 SP Sparte Schauspiel 80,00 80,00 99,64 19,64 HS Hausbetriebsservice 299,00 299,00 301,46 2,4 6 VT Veranstaltungstechnik allgemein 1.610,00 1.610 ,00 1.615,56 5,56 Unterdeckung aufgrund Foyer/Garderoben im UG -1 GA Gastronomie 785,00 785,00 830,37 45, 37 IA Integrative Arbeit 427,00 427,00 434,76 7,7 6 VG OH Veranstaltungsbetrieb Glucksaal 365,00 365,00 370,34 5,3 4 Bestand VE STNS GmbH 183,00 3.7 94,00 4.351,62 ZO OH Publikumsbereich Hauptsaal 3.611,00 KO Kostüm 2.679,00 2.679 ,00 2.689,97 10,97 MA Maske 302,00 302,00 304,03 2,0 3 RQ Requisite, Rüstmeisterei 348,00 348,00 374,04 26, 04 VA Bürokomplex 1.010,00 1.010 ,00 1.015,65 5,65 TD Technische Direktion 207,00 207,00 215,29 8,2 9 DKM Development, Kommunikation, Marketing 208,00 208,00 235,14 27, 14 KB Künstlerische Betriebsdirektion 78,00 78,00 87,07 9,07 STL Staatstheaterleitung 156,00 156,00 165,81 9,8 1 FG5 Aktionsb. Aktionsbereich 331,00 331,00 367,39 36, 39 27.411,00 25.556,00 26.713,01 1.157,01 Aufstellung nicht umgesetzer Flächen, aus dem Raum- und Funktionsprogramm Index07 V3 SH Veranstaltungsbetrieb 3.Etage - - 0,00 Open Air Open Air Bühne 148,00 148,00 - -148,00 an Außenbereichen entwurfsabhängig zu integrieren KITA Kindergarten 909,50 - - 0,00 nicht verortet 28.468,50 25.704,00 26.713 ,01 1.009,01 Aufstellung nicht im dem Raum- und Funktionsprogram m Index07 erfasste Flächen (Flächenpotentiale) GT GEGEBENENFALLS - - 586,16 586,16 Dachstuhl Oper Abstimmung HLS GT : Fachplaner 410,00 410,00 Geschoss -2: Sanitär-, Heizzentrale (NACHRICHTLICH): Fachplaner GT : Fachplaner 430,00 430,00 Geschoss +6: Lüftungs- und Kältezentrale (NACHRICHTLICH): Fachplaner GT : Fachplaner 320,00 320,00 183,69 -136,31 Sanitär-, Heiz-, Lüftungs-, Kältezentrale (NACHRICHTLICH): Fachplaner 29.198,50 26.434,00 28.328,15 Gesamt ∑ Gesamt ∑ Gesamt ∑ 44,43 557,62 FG5 845,30 5,30 Funktionsbereich FG1 FG2 FG3 FG4 Seite 51/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Die KITA wurde nicht im Testentwurf abgebildet, da der Index 07 die KITA bereits als optionale Fläche mit 0 m² NUF ausw eist. Der Open Air Bereich ist abhängig von der Platzgest altung und wurde von uns daher nicht als Teil des Neubaus berücksich tigt. Fazit Variante 2: Grundsätzlich können mit der externen Auslagerung a lle Soll-Bedarfs- flächen auf dem Gelände des Richard-Wagner-Platzes untergebracht werden. Hierbei kann das Gebäudevolumen des erforde rlichen Er- weiterungsbaus am Operngebäude deutlich reduziert w erden. Die Vor- derkante des Neubaus orientiert sich an der Vorderk ante des Schau- spielhauses, sodass eine uneingeschränkte Sicht auf das Bestands- gebäude von allen Richtungen möglich wird. In der Variante 2 wird gewährleistet, dass aufgrund der Auslagerung der Verwaltungsflächen mehr Flächen für die Umsetzu ng des zukünf- tigen Nutzerbedarfs eingeplant werden können. Darau s resultiert zudem, dass das Foyer nicht weiter flächenmäßig ein geschränkt wird. Der Großteil der Flächenmehrung im Foyerbereich res ultiert bei beiden Varianten aus der Platzierung der Garderoben und de r dafür erforder- lichen Flächen für die 1.000 Zuschauer im 1. UG. Die obenstehende Auflistung veranschaulicht, dass i n Variante 2 mit der Auslagerung von Verwaltungsflächen keine Fläche ndefizite besteh- en werden und der geforderte Flächenbedarf komplett umgesetzt werden kann. Zusätzlich verfügt diese Variante noch über ein Flächen- potential, sofern noch in der Zukunft bei der plane rischen Umsetzung weitere Flächen benötigt werden. Die Genehmigungsfähigkeit des Neubaus ist trotz sei ner geringeren volumetrischen Ausdehnung mit den zuständigen Behör den zwar weiterhin detailliert abzuklären. Dies erscheint un s jedoch gegenüber der Variante 1 ggf. leichter durchsetzbar zu sein. Das erklärte städtebauliche Ziel der Öffnung zur Stadtgesellscha ft kann in dieser Variante besser gelöst werden. Die Möglichkeiten vo n Anlaufstellen im EG für Besucher sind vielfältiger und können besser genutzt werden. Funktionale Zusammenhänge lassen sich in dieser Var iante besser abbilden. Die Einschränkungen des Richard-Wagner-Platzes sind in abgeminder- ter Form weiterhin gegeben. Die Variante 2 ermöglic ht jedoch zukünftig unterschiedliche Formen und Ausdehnungen eines neue n Baukörpers, wodurch die Platzsituation architektonisch besser l ösbar erscheint. Da- durch ergeben sich auch Spielräume für die anstehen de Ausschreibung der Objektplanungsleistungen. Die Anlieferung entlang der Lessingstraße ist hinsi chtlich der Verkehrs- führung, Höhenlage und Abstandsflächen sowie daraus abgeleiteten Anforderungen für beispielsweise Feuerwehraufstellf lächen weiterhin noch in der weiteren planerischen Umsetzung näher z u betrachten. Seite 52/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 3.4 Untersuchung Zuschauerraum Der Zuschauersaal wurde von Kahle Acoustics untersu cht und im Do- kument „Variantenuntersuchung Zuschauersaal“ (vgl. Anlage 12 ) mit- tels 3 Varianten dargestellt. Eine Festlegung hinsi chtlich einer Variante und dazu die Abstimmungen mit den Behörden sind noc h nicht erfolgt. Die einzelnen Varianten gehen von folgenden Planung sinhalten aus: 3.4.1 Variante 1: „Erhalt Zuschauerraum“ Übersicht / Beschreibung: Basis für Geschossflächen im aktuellen Testentwurf Struktur, Balkonfronten und Proszeniumslogen beibe halten Optimierung “im Bestand” insbesondere Ränge steile r Gebäudetechnik - Lüftung - Die Verortung der Technikzentrale für die Lüftung Zuschau- ersaal, Orchestergraben, Vorderbühne, Glucksaals un d Foyer im Dachgeschoss oberhalb des Zuschauersaal, m it freiem Installationsraum von 5 m oberhalb der Aufst ellfläche, bedingt deren Traglast bis möglichst 5 kN/m² (gilt auch für die folgenden Varianten). - Die Luftführung der Zuluft für die Ränge kann unt er Berück- sichtigung der erforderlichen Luftmenge pro Stunde je Per- son gegebenenfalls wie im Bestand innerhalb der Saa l- wände beibehalten werden. - Die Luftführungen der Zuluft für das Parkett, den Orchester- graben und die Vorderbühne müssen seitlich des Bühn en- portals angeordnet werden (gilt auch für die folgen den Varianten). - Die Luftführung für die Abluft des Zuschauersaals erfolgt, wie im Bestand über die Absaugung an der Decke (gil t auch für die folgenden Varianten). - Die Luftführung der Zu- und Abluft für den Glucks aal und die Foyerbereiche muss rückseitig des Zuschauersaals er folgen (gilt auch für die folgenden Varianten). - Die Ansaugung der Außen- und das Ausblasen der Fo rtluft sind mit ausreichenden Querschnitten notwendig (gil t auch für die folgenden Varianten). Seite 53/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf - Zur Versorgung der Lüftungsgeräte mit den flüssig en Medien für Heizen, Kühlen und Befeuchten müssen vom UG in das 6.OG, bevorzugt mit den Schächten für die Luftführu ng seitlich des Bühnenportals erfolgen (gilt auch für die folgenden Varianten). - Die Nutzung des Dachgeschosses als Technikzentral e be- dingt die Erschließung mit einem Personen- und Last enauf- zug (gilt auch für die folgenden Varianten). Untersuchungsergebnisse HLS: - Die zur Verfügung stehende Fläche und Installatio nshöhe bieten nach derzeitigem Kenntnisstand den Raum zur Aufstellung der Lüftungsgeräte und der Kanalinstall ationen zum Erreichen der erforderlichen Luftmengen. - Die Anzahl und die Aufstellung der Lüftungsanlage n sind maßgeblich abhängig von der realisierbaren Traglast der Aufstellfläche. - Die Dimensionierung der Luftführungen (Kanäle und Schächte) wird bestimmt durch die jeweiligen Luftme ngen pro Stunde je Person. Dabei kann die Nutzung der bestehenden Schächte für die Zu- und Umluft des Zuschauersaals mit Orchestergraben und Vorderbühne in Betracht gezogen werden. - Die Luftführung der Zu- und Abluft vom Glucksaal und der Foyerbereiche muss zusätzlich neu vorgesehen werden . - Die Ansaugung der Außen- und das Ausblasen der Fo rtluft über das Dach kommt als zweckmäßigste Lösung in Fra ge. Eine der damit verbundenen Öffnungen kann zur Einbringung der Lüftungsgeräte genutzt werden. - Die Versorgung der Anlagen im 6. OG mit flüssigen Medien für Heizen, Kühlen und Befeuchten erfordert zusätzl ichen Bedarf an Installationsflächen. Dabei kann die Nutz ung der bestehenden Schächte für die Zu- und Umluft des Zuschauersaals, seitlich vom Bühnenportal, in Betra cht gezogen werden. Untersuchungsergebnisse Tragwerksplanung: - Die Variante 1 bedeutet den geringsten Eingriff i n das Be- standstragwerk. Bei der Anpassung der Rangneigung e rge- ben sich möglicherweise höhere Ausbaulasten, die be i den Nachweisen der stählernen Fachwerk-Rangträger zu berücksichtigen sind. Aufgrund der mit hoher Wahrscheinlichkeit genieteten Verbindungen, sollte nach Möglichkeit auf eine aufwändige Ertüchtigung verzic htet werden. - Die massive Saaldecke wird in der Höhenlage bei d er Variante 1 nicht verändert. Sie ist jedoch statisch für erhöhte Nutzlasten aus der Lüftungstechnik zu ertüchtigen u nd voraussichtlich abschnittsweise zu erneuern. Die hö heren Seite 54/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Deckenlasten sowie Lasten aus zusätzlichen Beleuchterbrücken sind vom Dachtragwerk aufzunehmen . Dies wird wahrscheinlich zu vereinzelten Verstärkungsmaßnahmen von auflagernahen Streben ode r Verbindungsknoten führen. Die in den Bestandsplänen von ca. 1900 angegebenen Dimensionen der Ober- und Unte r- gurte sowie der diagonalen Streben und Verbindungen der Dachbinder sind Vor-Ort zu bestätigen bzw. aufzuneh men, um die voraussichtlich vorhandenen statischen Reser ven zu ermitteln. - Der zu vergrößernde Orchestergraben ist in statis cher Hinsicht nach Sichtung der Bestandsunterlagen mit r elativ geringem Aufwand zu realisieren. Die „Schüsselung“ des Parketts bedarf einer genaueren Betrachtung. Sie so llte nach Möglichkeit das Bestandstragwerk, d.h. die Deckenkonstruktion über E-1 nicht tangieren. 3.4.2 Variante 1A: „Vergrößerung Portal und Proszen ium“ Übersicht / Beschreibung: Erhalt innerer und äußerer Schalen der Saalwände Seitliche Balkonfronten zurückgesetzt, Proszeniums logen zurückgesetzt, Vergrößerung Breite Orchestergraben Deckenhöhe vergrößert um 5-6 m Vergrößerung Portal auf 14 m Breite Ränge steiler und für Sichtlinien optimiert Gebäudetechnik – Lüftung (siehe Variante 1) Untersuchungsergebnisse HLS: - Die zur Verfügung stehende Fläche und Installatio nshöhe wird durch das Anheben der Decke des Zuschauersaals um 5m bis 6m so verringert, dass die Aufstellung der Lüftungsgeräte und die Kanalinstallationen zum Erre ichen der erforderlichen Luftmengen nicht mehr voll umfän glich gewährleistet ist. - Es sind erhebliche Eingriffe in den Aufbau des Da chstuhls, insbesondere der Entfall von horizontal verlaufende n Dachbindern, erforderlich. Seite 55/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf - Die Anzahl und die Aufstellung der Lüftungsanlage n bleiben auch bei dieser Variante maßgeblich abhängig von de r realisierbaren Traglast der Aufstellfläche. - Die Dimensionierung der Luftführungen (Kanäle und Schächte) ist auch in diesem Fall von der Luftmenge pro Stunde je Person abhängig. Zur Versorgung der Ränge mit Zuluft ist die Anbindung an die seitlich des Bühnen portal vorgesehenen Luftführungen erforderlich. Daraus res ultiert die Vergrößerung der Kanäle und damit deren Platzbedarfes. - Die Luftführung der Zu- und Abluft vom Glucksaal und der Foyerbereiche muss zusätzlich neu vorgesehen werden . - Auch in dieser Variante sind die Führung der Auße n- und der Fortluft über das Dach sowie die Einbringung der Lüftungsgeräte eine zweckmäßige Lösung. - Die Versorgung der Anlagen im 6. OG mit flüssigen Medien für Heizen, Kühlen und Befeuchten erfordert zusätzl ichen Bedarf an Installationsflächen. Dabei kann die Nutz ung der Schächte für die Zuluft des Zuschauersaals, seitlic h vom Bühnenportal, in Betracht gezogen werden. Untersuchungsergebnisse Tragwerksplanung: - Bei Variante 1A sollen zusätzlich zu den bauliche n Maßnahmen der Variante 1 die Balkonfronten und die Proszeniumslogen zurückgesetzt werden und somit die Hufeisenform „moderat“ geöffnet werden. Die massive Saaldecke wird zurück gebaut und deutlich höher wie der neu eingebaut. - Die Reduzierung der auskragenden Bereiche der Rän ge (Balkone) bedeutet einen Eingriff in das statische System der Rangträger, die gemäß der Architektenschnittzei chnung von 1900 im 1. und 2. Rang als stählerne Fachwerke ausgebildet sind. Die Zurücksetzung der Balkonfront ist hier verbunden mit relativ aufwändigen baulichen (Ertüchtigungs-) Maßnahmen am Fachwerk, die je nach Größe der Zurücksetzung bei den jeweiligen Fachwerkträgern unterschiedlich ausfallen werden. B eim 3. Rang sind gemäß Architektenschnitt und Grundriss vo n 1900 statt der Fachwerkkonstruktion ein einfaches Stahlp rofil verbaut, dass statisch unkompliziert gekürzt werden kann. Dies gilt auch für den auskragenden Deckenbereich d er Proszeniumslogen. - Die Anhebung der massiven Saaldecke ist hinsichtl ich der an das Dachtragwerk anzuhängenden Vertikallasten unproblematisch, da sich diese im Idealfall nicht v erändern und somit hier zu keinen Ertüchtigungsmaßnahmen füh ren werden. Inwieweit sich die in der jetzigen Deckeneb ene befindliche Stahlkonstruktion mit ihrer Zugbandwirk ung für das Dachtragwerk vollständig durch ein entsprechend es Zugband in der nach oben versetzten neuen Decke kompensieren lässt oder ob Verstärkungsmaßnahmen am Seite 56/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Dachbinder erforderlich werden, wird erst eine stat ische Berechnung des neuen Dachsystems aufzeigen können. - Bei einer Anhebung der Decke von mehr als ca. 1,8 Meter an den Deckenrändern „tauchen“ die Untergurte der Dachbinder in den Zuschauerraum, was statisch unwesentlich ist, allerdings eine brandschutztechni sche Ertüchtigung nach sich ziehen wird. - Die zusätzlich geplante Vergrößerung der Bühnenportalöffnung ist nach oben bis zum dort vorhandenen Fachwerkträger möglich, somit nach den historischen Planangaben etwa um 3m. Die Verbreiter ung des Bühnenportals auf die ursprüngliche Weite vor 1 935 ist statisch problemlos möglich – somit die mindestens geforderten 1,0m bzw. 0,5 m auf beiden Portalseiten . Die Konsequenzen durch eine mögliche zusätzliche Aufwei tung müssen statisch geprüft werden. 3.4.3 Variante 2: „Adaption“ Übersicht / Beschreibung: Äußere Saalwand zum Foyer beibehalten Innere inner e Schale der Saalwand (alte Lüftungsschächte) entfernt – Gew inn Volu- men und Fläche Höhenlage 1. Reihe der Balkone wie Bestand Proszeniumslogen zurückgesetzt = Vergrößerung offe ne Fläche Orchestergraben Balkone weiter von der Bühne entfernt und Hufeisen moderat ge- öffnet Deckenhöhe vergrößert um 4 m Vergrößerung Portal auf 14 m Breite Ränge steiler und für Sichtlinien optimiert Gebäudetechnik - Lüftung - Die Verortung der Technikzentrale für die Lüftung Zuschau- ersaal, Orchestergraben, Vorderbühne, Glucksaal und Foyer im Dachgeschoss oberhalb des Zuschauersaal, mit fre iem Installationsraum von 5 m oberhalb der Aufstellfläc he, bedingt deren Traglast bis möglichst 5 kN/m². Seite 57/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf - Die Luftführungen der Zuluft für die Ränge und da s Parkett, den Orchestergraben und die Vorderbühne müssen seit lich des Bühnenportals angeordnet werden. - Die Luftführung für die Abluft des Zuschauersaals erfolgt, wie im Bestand über die Absaugung an der Decke - Die Luftführung der Zu- und Abluft für den Glucks aal und die Foyerbereiche muss rückseitig des Zuschauersaals erfolgen. - Zur Versorgung der Lüftungsgeräte mit den flüssig en Medien für Heizen, Kühlen und Befeuchten müssen vom UG in das 6.OG, bevorzugt mit den Schächten für die Luftführu ng seitlich des Bühnenportals erfolgen. - Die Ansaugung der Außen- und das Ausblasen der Fo rtluft sind mit ausreichenden Querschnitten notwendig - Die Nutzung des Dachgeschosses als Technikzentral e bedingt die Erschließung mit einem Personen- und Lastenaufzug Untersuchungsergebnisse HLS: Siehe Variante 1 Untersuchungsergebnisse Tragwerksplanung: - Zusätzlich zu den Maßnahmen der Variante 1A ist h ier die Entfernung des inneren Bereichs der Zuschauerraum- Außenwände unter Beibehalt der äußeren Wandkante vo n statischem Belang. Durch die Ausbildung z.B. einer neuen Stahlbetonwand der Stärke von 25cm ist diese baulic he Maßnahme statisch relativ einfach ausführbar, da di e umlaufende Wand nach Sichtung und Auswertung der Bestandspläne von 1900 im Wesentlichen aussteifende Funktion hat. Die Vertikallasten aus der Rangkonstr uktion und den Foyerdecken nehmen Stahlstützen auf, die be i der Wandreduzierung zu erhalten sind und im Endzustand sichtbar im Zuschauerinnenraum in Erscheinung trete n. - Der Rückbau und Neubau der Rangkonstruktion ist o hne den Wiedereinbau der Rangstützen nur sehr aufwändig mög lich. Es würden sich wesentliche Änderungen des Tragwerks und Lastumverteilungen ergeben, die auch massive und kostenintensive Eingriffe in die Foyerdecken sowie eine Verstärkung der Fundamente vor allem unter den Zuschauerraumwänden nach sich ziehen würde. Seite 58/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 3.4.4 Variante 3: „Neu-Interpretation“ Übersicht / Beschreibung: Saalwand neu und um ca. 2m nach außen versetzt– de utlicher Gewinn in Volumen und Fläche Höhenlagen Balkone optimiert, wobei Höhenlagen Foy ers re- spektiert werden Proszeniumslogen zurückgesetzt = Vergrößerung offe ne Fläche Orchestergraben (wie Var. 2) Balkone deutlich weiter von der Bühne entfernt und Hufeisen deutlich geöffnet Deckenhöhe vergrößert um 2 bis 3 m Vergrößerung Portal auf 14 m Breite Bessere Sichtlinien durch steilere Ränge sowie auc h durch das deutlich weiter geöffnete Hufeisen Gebäudetechnik - Lüftung - Die Verortung der Technikzentrale für die Lüftung Zuschauersaal, Orchestergraben, Vorderbühne, Glucks aal und Foyer im Dachgeschoss oberhalb des Zuschauersaa l, mit freiem Installationsraum von 5 m oberhalb der Aufstellfläche, bedingt deren Traglast bis möglichs t 5 kN/m². - Die Luftführungen der Zuluft für die Ränge und da s Parkett, den Orchestergraben und die Vorderbühne müssen seit lich des Bühnenportals angeordnet werden. - Die Luftführung für die Abluft des Zuschauersaals erfolgt, wie im Bestand über die Absaugung an der Decke - Die Luftführung der Zu- und Abluft für den Glucks aal und die Foyerbereiche muss rückseitig des Zuschauersaals erfolgen. - Zur Versorgung der Lüftungsgeräte mit den flüssig en Medien für Heizen, Kühlen und Befeuchten müssen vom UG in das 6.OG, bevorzugt mit den Schächten für die Luftführu ng seitlich des Bühnenportals erfolgen. - Die Ansaugung der Außen- und das Ausblasen der Fo rtluft sind mit ausreichenden Querschnitten notwendig Seite 59/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf - Die Nutzung des Dachgeschosses als Technikzentral e bedingt die Erschließung mit einem Personen- und Lastenaufzug Untersuchungsergebnisse HLS: - Die zur Verfügung stehende Fläche und Installatio nshöhe wird durch das Anheben der Decke des Zuschauersaals eingeschränkt. Die Aufstellung der Lüftungsgeräte u nd die Kanalinstallationen zum Erreichen der erforderliche n Luftmengen ist bedingt möglich. - Die schräge Ausführung der Decke setzt die Realis ierung einer geraden Aufstellfläche voraus. Die Anzahl und die Aufstellung der Lüftungsanlagen sind auch hier maßg eblich abhängig von der realisierbaren Traglast der Aufste llfläche. - Darüber hinaus sind partielle Eingriffe in den Au fbau des Dachstuhls in Betracht zu ziehen, insbesondere der teilweise Entfall von horizontal verlaufenden Dachb indern. - Die Dimensionierung der Luftführungen (Kanäle und Schächte) bleibt von der Luftmenge pro Stunde je Pe rson abhängig. Zur Versorgung der Ränge mit Zuluft ist d ie Anbindung an die seitlich des Bühnenportal vorgeseh enen Luftführungen erforderlich. Daraus resultiert die Vergrößerung der Kanäle und damit deren Platzbedarf es. - Die Luftführung der Zu- und Abluft vom Glucksaal und der Foyerbereiche muss zusätzlich neu vorgesehen werden . - Auch in dieser Variante sind die Führung der Auße n- und der Fortluft über das Dach sowie die Einbringung der Lüftungsgeräte eine zweckmäßige Lösung. - Die Versorgung der Anlagen im 6. OG mit flüssigen Medien für Heizen, Kühlen und Befeuchten erfordert zusätzl ichen Bedarf an Installationsflächen. Dabei kann die Nutz ung der Schächte für die Zuluft des Zuschauersaals, seitlic h vom Bühnenportal, in Betracht gezogen werden. Untersuchungsergebnisse Tragwerksplanung: - Dieser maximale Eingriff in das Bestandstragwerk mit den nach außen geschobenen Zuschauerraumwänden und eine r neuen stützenfreien Rangkonstruktion bedeutet zusät zlich eine Erneuerung großer Bereiche der Foyerdecken und die tragende und aussteifende Ausbildung der neuen Zuschauerraumwände einschließlich neuer Gründung. B ei der Ausbildung der stützenfreien Rangkonstruktion i st dann auch das Gesamttragwerk „neu zu interpretieren“, d. h. eine weitgehende Entkernung des Gebäudes einschließlich Rückbau und Neubau seiner Tragkonstruktion wäre die Folge. Seite 60/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 3.5 Fazit Varianten 1 („Erhalt“) Mit der Variante 1 erfolgen die minimalsten statischen Eingriffe in d ie Bestandsstruktur des Gebäudes, obwohl die Decke für das Aufstellen der erforderlichen Lüftungsanlagen erneuert werden muss. Aus Sicht der Gebäudetechnik ist die Variante 1 auc h hinsichtlich der Lüftungszentrale mit dem geringsten Risikopotential behaftet. Die veränderte Dimension der Lüftungskanäle und Nutzung vorhandener Schächte ist dabei bestimmend. Variante 1A Vergrößerung Portal und Proszenium" Bei der Variante 1A würde die größte Anhebung der D ecke erfolgen müssen. Hier kann allerdings die geforderte Zahl von 1.000 Sitzplätzen nach Umbau nicht erreicht werden, auch wenn in Variante 1A der Orchestergraben und die Deckenhöhe optimiert werden . Aus Sicht der Gebäudetechnik ist die Variante 1A am wenigsten geeignet, da weder die Aufstellfläche noch die Inst allationshöhe als ausreichend eingeschätzt werden. Die Zu- und Abluft für den Glucksaal und die Foyerb ereiche muss in allen drei Varianten neu vorgesehen werden. Das tri fft gleichermaßen für die Versorgung der Lüftungsanlagen mit den flüs sigen Medien zu. Die Dachkonstruktion muss für die Führung der Außen - und der Fortluft sowie die Einbringung der Lüftungsgeräte in allen V arianten verändert werden. Variante 2 („Adaption“) Variante 2 erfüllt aufgrund der umfangreichen stati schen Maßnahmen die Anforderung an die Zahl der Sitzplätze, jedoch bleiben die Sichtlinien durch das relativ geschlossene Hufeisen etwas eingeschränkt. Die Maßnahmen sind zudem noch nicht mit dem Denkmalschutz abgestimmt. Die Variante 2 bietet aus Sicht der Gebäudetechnik die Möglichkeit einen Kompromiss aus Deckenanhebung und ausreichend Aufstellfläche sowie Installationshöhe zu finden. Als grundlegende Voraussetzung für eine Realisierung ist die großflä chige Entfernung der horizontalen Dachbinder im Bereich der Aufstell fläche anzusehen. Die Dimension der Lüftungskanäle und Anordnung der Schächte ist ein weiterer maßgeblicher Faktor. Die Ausführung der erhöhten Decke des Zuschauersaal s oder einer zusätzlichen Bühne, geeignet für die Aufstellung de r Lüftungsgeräte, ist zwingend erforderlich. Variante 3 („Neuinterpretation“) Variante 3 erfüllt alle Anforderungen, bedingt aber maximale statische Eingriffe in die historische Bausubstanz, welche no ch nicht mit dem Denkmalschutz abgestimmt sind. Seite 61/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Die Variante 3 bietet aus Sicht der Gebäudetechnik die Möglichkeit einen Kompromiss aus Deckenanhebung und ausreichend Aufstell- fläche sowie Installationshöhe zu finden. Teil davo n ist die partielle Ent- fernung von horizontalen Dachbindern im Bereich der Aufstellfläche. Die Dimension der Lüftungskanäle und Anordnung der Schächte bleibt auch hier ein weiterer maßgeblicher Faktor. Variantenübergreifend 3.6 Detailuntersuchungen „Foyer“ Ergänzend zu der Untersuchung des Zuschauerraums du rch Kahle Acoustics wurde DU seitens PBD gebeten, die Auswirk ungen der Variante 3 des Zuschauerraums ( vgl. Anlage 12 ) auf den Foyerbereich mittels eines Testentwurfs zu untersuchen. Die Detailbetrachtung soll die Auswirkung der Vergr ößerung des Zu- schauerraums, die Anforderungen an zusätzlichen Flä chen aus dem Nutzerbedarfsprogramm, Index 07 und die Erhöhung de r Zuschauer- anzahl auf die umliegenden Bestandsflächen sowie di e damit einher- gehenden Flächenverdrängungen mit dem Ziel untersuc hen, möglichst die Realisierbarkeit der Foyerflächen innerhalb der Bestandsflächen hinsichtlich der Variante 3 nachzuweisen. Diese Var iante wurde aus dem Grund ausgewählt, da sie die Maximalforderungen abbildet und somit gleichzeitig auch die anderen Varianten abbil det. Damit soll zudem nicht ausgesagt werden, dass diese Variante d ie präferierte Lösung ist. Die einzelnen untersuchten Ebenen vom Testentwurf s ind auch in der Anlage 19 dargestellt. Ausgangslage: Durch die Vergrößerung des Zuschauerraums verringer t sich das Foyer in Teilbereichen auf eine lichte Breite von ca. 2,3 0m. Ebenso reduziert sich dadurch die erforderliche Foyergastronomiefläc he, welche gemäß Betriebsbeschreibung und Raumprogramm vom STN hohe Priorität in jeder Ebenen hat. Es besteht dadurch grundsätzlich die Notwendigkeit, im Untergeschoss zusätzliche Lagerflächen für Stuhllager (erforderli ch für den Betrieb des Glucksaals) und für die Gastronomie des Foyers zu i ntegrieren. Diese Mehrbedarfsflächen betragen ca. 228m² NUF . Darüber hinaus sind eine größere Anzahl an WC-Anlag en, zusätzliche Garderoben, eine angepasste Erschließung, entsprech ende Flucht- und Rettungswege, etc. nachzuweisen. Die Untersuchungen stehen unter dem Vorbehalt der A bstimmungen mit den Denkmalschutzamt. Seite 62/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung: Untergeschoss Umsetzung: Der Testentwurf sieht für eine adäquate Erschließun g zwei Personen- aufzüge im nordöstlichen Bestandstreppenhaus vor. A us unserer Sicht ergibt sich für die Platzierung von Personenaufzüge n lediglich die Mög- lichkeit, diese im historischen Treppenhauskern und im Bereich der Gauben zu platzieren. Das zweite Treppenhaus in der Südost-Ecke des Besta ndsgebäudes sollte aus unserer Sicht rückgebaut werden und durc h ein effizientes Fluchttreppenhaus in Kombination mit einem Lastenau fzug ersetzt werden. Der Lastenaufzug wird für die Bestückung des Glucks aals mit kleineren Bühnenteilen oder ähnlichen Requisiten für Veransta ltungen notwend- ig. Im 1. Untergeschoss ist der Lastenaufzug vom Ne ubaukomplex aus zugänglich und kann direkt an das GMZ oder die Anli eferungs- und Lagerzone des Neubaus angebunden werden. Beide Treppenhäuser führen als Fluchttreppenhäuser und als vertikale Erschließungsachse in das UG zu den Garderoben und zu dem Ausgang in die U-Bahnstation. Die in der Untersuchung dargestellten Flächen der A ufzüge bzw. des neu zu strukturierenden Erschließungskernes sind al s konzeptionelle Platzhalter zu sehen. Die Untersuchung ist vorbehal tlich detaillierterer Seite 63/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abstimmungen zum Brandschutz und vorbehaltlich weit erer Öffnungen für Fluchttüren (beispielsweise in der Kassenhalle) Durch die Erhöhung der Zuschaueranzahl ergibt sich ein höherer Be- darf an WC-Anlagen. Die bestehenden Sanitärkernen w erden dafür er- halten und im Untergeschoss wurden von uns zusätzli che WC-Anlagen ergänzt. Im Bestand stehen den Zuschauern ca. 193 m ² WC zur Ver- fügung. Durch die teilweise gewachsene Bestandsstru ktur ist bisher eine Geschlechtertrennung in den bestehenden WC-Ker nen nicht be- rücksichtigt. Für die Variante 3 des Zuschauersaals ergibt sich g em. VStättV ein Flächenbedarf von ca. 287 m² NUF für Sanitär, davon sind 133 m² für Frauen und 154 m² für Herren vorzusehen (Berechnung inkl. Sanitär Vorraum mit Waschbacken). Der Flächenbedarf ist ber eits mit einer erhöhten Gleichzeitigkeit (Damen 200%, Herren 150%) sowie einer dezentralen Verteilung der Sanitärflächen ermittelt worden. Der Flächenbedarf gemäß der Richtlinie VDI 6000/Blatt 3 (Ausstattung von Sanitärräumen in Versammlungsstätten und Versammlun gsräume) ist entwurfsabhängig dem vorgeschriebenen Mindestbedarf der Sanitärkerne hinzuzufügen. Der Mehrbedarf kann aus unserer Sicht verteilt auf die einzelnen Ränge und die Garderobe umgesetzt werden. Seite 64/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Aufgrund der höheren Flächenanforderungen an die Ga rderobe und die Spinde für ca. 1.200 Zuschauer, ist eine Anordnung dieser in den oberen Geschossen (analog zu den heutigen dezentral en Garderoben) nahe den Rängen nur schwer möglich. Für die Untersu chung wird daher vorgeschlagen, die Garderoben zentral in Teil en des Untergeschosses unter der Kassenhalle zu platzieren . Dieser Bereich soll für Zuschauer zugänglich gemacht werden und al s neuer Zu / Ausgang in Richtung U-Bahn fungieren. Annahme Erhöhung der Gleichzeitigkeit: Damen Herren 200% 150% Damentoiletten Herrentoiletten Toilettenbecken Toilettenbecken Urinalbecken Toiletten müssen in jedem Geschoss vorhanden sein Bis 1000 je 100 1,2 0,8 1,2 Jede Anlage muss einen Vorr aum haben Über 1000 je 100 0,8 0,4 0,6 Ausreichend Barrierefreie WC erforderlich Über 2000 je 100 0,4 0,3 0,6 Damen 1064 Anzahl WCs Anzahl WCs Anzahl Urinale Summe Relevante Publikumsebenen: UG (Neu) + Orchestergraben 120 3 2 3 Annahme: teilw eise Auslagerung der Parkettebene möglich Parkett 409 10 5 8 Rang 1 + Glucksaal 182 5 3 4 Rang 2 145 4 2 3 Rang 3 109 3 2 2 Rang 4 99 3 2 2 Foyers und Galerien 0 0 0 exkl.. Glucksaal Summe 1064 28 16 22 Summe über alle Geschosse Flächenansatz WCs+Bewegungsfläche in m² 2,2 2,2 1,6 NUF 7 Waschbecken + Bewegungsfläche / WC in m² 1,8 1,8 1,2 NUF 7 Anzahl Barr.Fr. Plätze 11 Mindestanzahl WCs 2 Vorschlag 3 3 6,00 Flächenermittlung Einzelkabine + WB 7,1 7,1 Flächenbedarf 21,3 21,3 42,60 Relevante Publikumsebenen: UG (Neu) 12,00 8,00 8,40 28,40 Parkett 40,00 27,10 22,40 89,50 Rang 1 + Glucksaal 27,10 19,10 11,20 57,40 Rang 2 23,10 15,10 8,40 46,60 Rang 3 19,10 8,00 5,60 32,70 Rang 4 12,00 15,10 5,60 32,70 Foyers und Galerien - - - - Summe 133,30 92,40 61,60 287,30 E s w ird davon ausgegangen, dass die Anzahl der erforderlichen WC gem. VStättV §12 durch den Betrieb mit einer deutlichen Übererfüllung gerechnet w erden muss. E rfahrungsgemäß w ird vorgechlagen die Damen WCs um den Faktor 2 und Herren WCs um den Faktor 1,5 zu erhöhen. Erhöhung der Gleichzeitigkeit Vorgaben aus VstättV §12 Zuschauersaal / Foyer inkl. Gluck-Saal Herren Ermittlung Barrierefreie WCs (NUF 7) WC Größe bei Etagenverteilung inkl. Barrierefreier WCs (NUF 7 inkl VF) Maximale Anzahl Besucher (gem. Betriebskonzept): Seite 65/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung: UG Zwischengeschoss Zusätzlich zur Öffnung des Untergeschosses wird ein e vergrößerte zu- sätzliche Zugänglichkeit zu dem U-Bahn-Schacht ange dacht. Da die U- Bahnstation und das Untergeschoss im Bestand einen Höhenunter- schied von ca. 3 Meter Geschosshöhe aufweisen, ist im Bereich unter dem Hauptzugang eine bauliche Verbindung mit einem Aufzug und einer Treppe möglich. Die Säulen des Zugang-Pavillo ns auf Richard- Wagner-Platz-Niveau müssen dabei im Untergeschoss a bgefangen werden und können ggf. jedoch die Fluchtwegbreiten beeinflussen. Mit dem Ausbau des zweiten Zugangs über den U-Bahn- Schacht ergibt sich zudem auch die Möglichkeit eines zusätzlichen Fluchtweges bei Vollauslastung der Spielstätte, welche den Anforder ungen der VStättV gerecht werden kann. Der bestehende Zugang zu dem U -Bahnschacht (über das nordöstliche Treppenhaus) bleibt nach wie vor bestehen und dient als Notausgang. Seite 66/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung: EG-Platzierung Opernbar Ergänzend kann bei Umgestaltung der U-Bahnstation a uch noch ein Zugang über den Richard-Wagner-Platz in den Bereich der Garderoben erfolgen, um somit dem Publikumsverkehr auch vom Pl atz eine direkte Zuwegung zu ermöglichen. Gemeinsam mit dem direkten Zugang zu den Garderoben kann die Opernbar oberirdisch und au f Niveau des Richard-Wagner-Platzes verortet werden. Die Flächenerfüllung innerhalb der Funktionsgruppe 2 – Besucherbereiche - wird in der nachfolgenden Tabell e (vgl. auch detailliertere Übersicht in ( Anlage 13 ) plausibilisiert. Seite 67/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Abbildung: Flächennachweis Foyer Fazit: Um mehr als 1.000 Besucher im Zuschauersaal und um entsprechend der Zuschauerzahl auch die geforderten Funktionen i m Vorderhaus umsetzen zu können, muss die Barrierefreiheit im Fo yer und dessen barrierefreie Erschließung gewährleistet werden. Im Rahmen der Detailuntersuchung ergeben sich Zielkonflikte bei d er Platzierung von Personenaufzügen (z.B. mit dem Denkmalschutz). Der Einbezug des Untergeschosses und damit die Erwe iterung in Richtung der U-Bahn, um den Anforderungen an Garder oben gerecht zu werden, ist aus unserer Sicht unumgänglich. Nahe den Rängen und in der Kassenhalle gibt es keine Flächenreserven, u m die zusätzlichen Anforderungen an die Garderoben zu platzieren. 3.7 Allgemein zu klärende Punkte / Zielkonflikte Im Rahmen der Bearbeitung vom Testentwurf der beide n Varianten sowie der einzelnen Detailuntersuchungen sind noch keine detaillierten Abstimmungen mit den Behörden erfolgt. Darüber hina us wurden noch keine detaillierten Gebäudeuntersuchungen durchgefü hrt. Daraus er- geben sich unter anderem noch folgende zu klärende Punkte bzw. Ziel- konflikte. In diesem Zusammenhang sind auch die Pla nungsprämissen zum Testentwurf zu beachten: Aussagen der Tragwerksplanung zum Bestandstragwerk des Opernhauses gründen mangels historischer statischer Unter- lagen im Wesentlichen auf den Architektenplänen von Heinrich Seeling, insbesondere den sog. Trägerlageplänen von 1900. Wie sich zwischenzeitlich herausgestellt hat, weicht de r gebaute Bestand teilweise von diesen ab (z.B. bei den Decke nkonstruk- tionen oder bei den zunächst nicht ausgeführten Stü tzen des dritten Rangs). Sie haben daher bis zur Auswertung der noch durchzuführenden statischen Bestandsaufnahme - mit umfang- reichen Tragwerksuntersuchungen, der Schadensaufnah me und -bewertung sowie der Nachberechnung des Bestandstra gwerks - nur orientierenden Charakter. Die Untersuchung für den Zuschauersaal ist vorbeha ltlich weiterer denkmalpflegerischer und statischer Abstim mungen zu sehen. In diesem Zusammenhang sind die Zielkonflikt e zur Portalgröße, Sichtlinien, Anzahl Sitzplätze, Orches tergraben SOLL ∑ NUF IST ∑ NUF Abweichung NUF Bemerkung FG Foyer - Gastronomie 717,00 760,71 43,71 FG Opernbar 46,00 93,57 47,57 FN Foyer - 1. Hilfe, Garderobe, VIP 532,00 580,01 48,01 FO OH Foyer Hauptsaal 1.131,00 1.14 9,11 18,11 AV Betriebsräume Audio/Videotechnik 26,00 26,53 0,53 BLT Betriebsräme Beleuchtung 67,00 113,49 46,49 FS Foyer - Zuschauerservice, Kasse, Shop 138,00 138,82 0,82 SO OH Hauptsaal 1.000,00 1.66 6,27 666,27 Messung auf Grundlage Kahle Variante 3 Zwischensumme 3. 657,00 4.528,51 871,51 Glucksaal 283,00 Glucksaal 52,00 Gesamtsumme 1.486,34 1.544,87 Garderobe (10 m²) enthalten im UG1.5 // WC Anlage 20 m² geringer im Bestand -- Mitbenutzung der ZO Sanitärflächen 341,27 6,27 Funktionsbereich/Abteilung FG Seite 68/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf akustisches Raumvolumen, Barrierefreiheit, Foyerflä chen, Er- schließung, und Fluchtwege im Weiteren noch zu betr achten und zu entscheiden. Die, von Kahle Acoustics, empfohlen e Variante 3 sieht größere Eingriffe in die Saalkubatur vor un d bewirkt eine Ausdehnung des Saals zu Lasten des Foyers. Diese Va riante der Umstrukturierung würde maximale Eingriffe in den be stehenden Saal bedeuten und zieht eine Auflösung der bestehen den Grund- rissstruktur des Zuschauersaals nach sich. Der Rück bau der bestehenden Saalwände und der Neubau des Saals bede uten Zielkonflikte mit dem Denkmalschutz. Die geforderte und beschriebene Opernbar in der Be triebsbe- schreibung soll in der Kassenhalle verortet werden. Die Platzver- hältnisse in der Kassenhalle sind aufgrund der Zusc hauer, welche das Gebäude und die Kassenhalle verlassen mü ssen, eingeschränkt. Seitens Akustikplanung wird empfohle n, die Opernbar an einem anderen Ort vorzusehen, da die Beschreibung des NBP einen möglichen Zielkonflikt h ervorruft. Ein Zielkonflikt besteht in der Nutzung des Schaus pielhauses während der Bauphase der Oper und der möglichen Ein schränk- ungen des Spielbetriebes durch der Abbruchmaßnahmen sowie die angrenzenden Baumaßnahmen. Ein Interims- und Ba u- logistikkonzept für eine autarke Nutzung des Schaus pielhauses während der Bauphase der Oper liegt noch nicht vor. Der Test- entwurf berücksichtigt lediglich die gemeinsame Anl ieferungs- situation für den Endzustand des BOH. Im Zuge des Neubaus besteht der Bedarf einer Techn ikzentrale für die Lüftungs- und Kälteanlagen, welche beispiel sweise an- grenzend an die bestehende Technikzentrale auf dem Dach des Schauspielhauses verortet werden kann. Die Platzier ung erfolgt unter Vorbehalt weiterer Abstimmungen u.a. statisch erforder- licher Ertüchtigungen betreffend. Die angrenzende P latzierung wird seitens der Fachplanenden, aus Synergiegründen , em- pfohlen. Die Unterbringung der Lüftungstechnik für den Zusc hauersaal in dem darüberliegenden Dachgeschoss ist aus Sicht der Fachplan- enden als alternativlos zu sehen. Die Variantenunte rsuchungen seitens Kahle Acoustics sehen eine Erhöhung der Zus chauer- saaldecke von 3m (Variante 3) bis 5m (Variante 1A) vor. Dies führt zu einem Anheben der Saaldecke zu Lasten der zur Verfügung stehenden Aufstellfläche und Installation sraumes. Bei der bestehenden Dachkonstruktion aus Stahl han delt es sich im Bereich des Zuschauerraums um Fachwerkbinder, di e in einem Abstand von ca. 4 Meter über fast die gesamte Gebäudebreite spannen (nicht nur über den Zuschauer raum selbst) Die massive Saaldecke ist an die Dachbinder mittels Flachstahl-Zugbänder hochgehängt. Das Dach weist ve reinzelte Kriegsschäden und nachträgliche Veränderungen (z.B. Ausbau einer aussteifenden Diagonalen) auf, die saniert bz w. wieder rückgängig gemacht oder ergänzt werden müssen. Eine Nachberechnung des Dachs nach eingehender Bestands- und Schadensaufnahme kann die voraussichtlich vorhanden en Lastreserven für den Einbau der neuen Lüftungstechn ik aufzeigen. Die vorhandene Längsaussteifung im Dacht ragwerk schränkt die Platzverhältnisse für die technische A nlagen erheblich ein. Seite 69/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf In Summe besteht ein Zielkonflikt in der Vergrößer ung des Saalvolumens. Je nach Variante der Deckenanhebung w erden teilweise die Stahlkonstruktionen des Daches im Zus chauerraum sichtbar. Durch die verschiedenen Saalausdehnung st eht ggf. eine verringerte Aufstellfläche für technischen Anl agen zur Verfügung. Darüber hinaus sind die Ansaugung der Au ßenluft und das Ausblasen der Fortluft über Dach sowie dami t in Verbindung die Einbringung der Lüftungsgeräte in di e weiteren Betrachtungen einzubeziehen. Es ist davon auszugehen, dass eine Technikzentrale in dieser Größe entraucht werden muss. Die Entscheidung hängt von den Auflagen zum Brandschutz ab, die sich aus dem weite ren Planungsverlauf ergeben werden. Gemäß LOP vom Projektentwicklungs–JF Nr. 13 vom 01 .02.2021 wurden bisher folgende Punkte nach dem Abstimmungst ermin mit dem Denkmalschutz festgehalten: - Der Zwischenbau kann rückgebaut werden. - Das Magazin muss im Endzustand ablesbar sein (Erh alt der Fassade und des Daches) - Die Eingriffe in den Bestand sollen so gering wie möglich sein. - In Bezug auf den Zuschauersaal gibt es noch keine Festleg- ung zu den Varianten. - Kritisch könnte eine großflächige Überbauung des Richard- Wagner-Platzes sein, da die Wahrnehmbarkeit des Den k- mals davon beeinträchtigt wird. Abstimmungen zur Öffnung in der Bühnenturmwand, au f Bühnen- niveau, zu Gunsten eines Revolversystems oder diver ser an- derer Eingriffe in die Bestandsstruktur fanden bish er nicht statt. Die folgenden Abstimmungen können Zielkonflikte mit der aktu- ellen Machbarkeitsstudie ergeben. Eine städtebauliche Abstimmung zu der Höhenentwick lung des Neubaus ist bislang noch nicht erfolgt. Der Neubau orientiert sich mit seiner Oberkante an der bestehenden Oberkannte der Lüft- ungszentrale des Schauspielhauses und überschreitet diese nicht. Die Ausdehnung in den Richard-Wagner-Platz i st je nach Variante des Testentwurfs verschieden und ist unter Vorbehalt der Bewertung durch die Stadtplanung zu sehen. Gelt ende Abstandsflächenregelungen wurden jedoch dabei berüc ksichtig. 3.8 Zusammenfassung und Fazit – Erläuterung Testent wurf Die Machbarkeit des gesamten Nutzerbedarfsprogramms , Index 07 ist durch die oben beschriebenen städtebaulichen, denkm alrechtlichen, gestalterischen und verkehrstechnischen Gegebenheit en in der Variante 1 (ohne Sigmund-Schuckert-Haus) im Rahmen der zur Ver- fügung stehenden Bestandsflächen einschließlich ein es Erweiterungs- neubau auf dem Richard-Wagner-Platz aus unserer Sic ht nicht möglich bzw. nur durch Flächenreduzierungen im Nutzerbedarf sprogramm umsetzbar. Seite 70/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Ebenso bewerten wir die Variante 1 hinsichtlich des massiven Volum- enkörpers des Erweiterungsbaus für den Standort als problematisch. Die starke Höhenausdehnung schränkt des Weiteren de n Qualitäts- raum Richard-Wagner-Platz stark ein. Ebenso geht du rch die flächen- mäßige Reduzierung des Richard-Wagner-Platzes Aufen thaltsqualität verloren. Dieser Problematik könnte durch die Umsetzung der V ariante 2, welche die Auslagerung der Verwaltungsflächen und nahezu a ller weiteren erforderlichen Büroflächen in das benachbarte Sigmu nd-Schuckert- Hauses vorsieht, begegnet werden. Diese Variante bietet die Möglichkeit, alle Soll-Be darfsflächen aus dem Nutzerbedarfsprogramm umzusetzen. Es ergeben sich z udem noch Flächenpotentiale für die weitere planerische Umset zung. Resultierend aus der Untersuchung der beiden Varianten ist der N utzerbedarf nur mittels Auslagerungspotentialen möglich und lösbar. Darüber hinaus bietet die Variante 2 (inkl. Sigmund -Schuckert-Haus) für das weitere Verfahren noch unterschiedliche Lös ungsmöglichkeiten für Nutzungen auf der Fläche des Richard-Wagner-Pla tzes, da dieser nicht völlig mit Nutzflächen überbaut werden muss. Die größere Flexibilität bietet zudem zusätzliches Potential, F lächen zugunsten von möglichen Synergien in anderen Bezügen zueinander z u verorten, ohne die erforderliche Funktionalität einzuschränke n. Zusammenfassend betrachtet empfehlen wir für die we itere Aus- schreibung und planerische Umsetzung die Variante 2 unter Hinzunah- me des Sigmund-Schuckert-Hauses zu verfolgen. In der zukünftigen Bearbeitung sind weitere Synergi en und Flächenein- sparungen durch wohlüberlegte Raumverortungen gener ell denkbar. Signifikante Einsparungen von Flächen im Raumprogra mm sollten aus unserer Sicht nur als Alternative in Betracht gezog en werden, wenn keine Ausweichflächen (wie z.B. das Sigmund-Schucke rt-Haus) zur Verfügung stehen. Diese werden voraussichtlich dire kte Einschränk- ungen des zukünftig geplanten Betriebes zur Folge h aben. 4 Flächeneinsparpotentiale und Risiken für Flächenm ehrungen Für die weitere Umsetzung besteht darüber hinaus di e Möglichkeit, Flächen zu reduzieren. Flächeneinsparungen „in geri ngem Umfang“ sind jedoch aus unserer Sicht nur mit Einschränkung en oder Verlust der gewünschten Funktionalität aus dem vorliegenden Nutzerbedarfs- programm möglich. Darüber hinaus ist zudem zu beach ten, dass eine Reduzierung von Flächen am Standort zusätzliche Kos ten für Anmietungen auslösen können, die hier nicht separat betrachtet wurden: Reduzierung von Fundus-Flächen ggf. durch technisc he Modernisierung (Digitaler Fundus) Verzicht auf die Aktions-Flächen (Verlust einer Fu nktion zur Akti- vierung des Stadtraumes) Reduzierung von Gastronomieflächen (direkte Auswir kung auf maximale Anzahl von Gästen der Gastronomie) Seite 71/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Weitere Zusammenlegung von Abendgarderoben, sofern dies entwurfsspezifisch durch Lage und Synergieflächen m öglich ist. Beispielsweise lassen sich zusätzlich auch Potentia le bei Zusam- menlegung von Umkleiden mit Abendgarderoben bei ang emes- sener Taktung ermöglichen (hierbei ist darauf zu ac hten, den Spielbetrieb nicht einzuschränken) Verzicht auf öffentliche Nutzungen des Orchesterpr obesaals (Nutzung des Gluck-Saals für bestimmte Formate ist derzeit bzw. wird zukünftig jedoch nur bedingt möglich sein) Verringerung der Anforderung an Notwenigkeit besti mmte Proberäume / -säle natürlich zu belichten, mithilfe von Gefährdungsbeurteilungen nach ASR. Hierdurch können bei der Planung flexible und ggfs. auch synergetische Anord nungen ermöglicht werden. Prüfung von Verringerung der Anforderung, z.B. die Kulissen für 6 Produktionen vertikal zu lagern. Die Einsparung d er erforderlichen hohen Räume (lichte Raumhöhe >9 m) e rmöglicht bei durchdachter Planung zusätzliche Lagerflächen i m gleichen Bauvolumen. Dabei müssen Vor- (weniger Flächenverbr auch) und Nachteile (längere Auf-, Ab- und Umbauzeiten, e rhöhte Schlagzahl in der Logistik, mehr LKW in Innenstadt) genau abgewogen werden (jedoch längere Auf-, Ab- und Umba uzeiten). Erstellung eines Büroflächen- und Nutzungskonzepte s; durch die aktuelle gesundheitspolitische Situation (SARS-CoV- 2) und damit veränderte Arbeitsweisen ergeben sich ggfs. g eänderte Bedarfe an Arbeitsräume. Der vermehrte Bedarf an Ho me-Office oder mobiler Arbeit muss einem ggfs. erhöhten Fläch enbedarf für erforderliche Abstände gegenübergestellt und mithil fe eines Büroflächenkonzeptes untersucht werden. Weiter müss en Flächeneinsparungen bei den Büroräumen entwurfsabhä ngig forciert werden (vgl. Kap. 3.2.6). Die Klärung der bauaufsichtlichen Notwendigkeit ei nes separaten Sprinklertanks für das Opernhaus und den Neubau bietet, sofern dieser nicht notwendig ist, Potentia l für die Reduzierung des Flächenbedarfes im Untergeschoss. Mit der Verortung der Technikzentrale für die Lüft ungs- und Kälteanlagen, angrenzend an die bestehende Technikz entrale auf dem Dach des Schauspielhauses, besteht die Mögl ichkeit durch Synergieeffekte Technikflächen zu optimieren. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass aus dem vorliegenden Raumprogramm folgende Risiken für erhö hte Anforderungen an Flächen gesehen werden, die über d ie für ein Projekt dieser Größenordnung üblichen Änderungen hi naus gehen (z.B.: geänderte Nutzerbedarfe): Auswirkungen aus der o.g. gesundheitspolitischen S ituation (SARS-CoV-2) auf sämtliche Arbeitsräume, Zuschauerb ereiche und / oder Haustechnische Gewerke Geänderte technische Standards zum Zeitpunkt der b aulichen Umsetzung für Bühne, Gebäudebetrieb können erhöhte Flächen- anforderungen nach sich ziehen Zusätzliche Anforderungen aus Bedarfen des Schausp ielhauses bzgl. Flächen (z.B. Lager- oder Übungsräume) Seite 72/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Zusätzliche Anforderungen des Schauspielhauses auf grund der Fortführung des Betriebs während der Baumaßnahme Wunsch nach öffentlichen Veranstaltungen in weiter en Probe- / Übungsräumen Bauaufsichtliche Anforderungen, u. a. an den Brand schutz 5 Zusammenfassung und Fazit Das Staatstheater Nürnberg (STN) ist aktuell eines der großen Mehr- spartenhäuser in Deutschland. Die ehemaligen städti schen Bühnen Nürnberg wurden am 01. Januar 2005 durch die „Stift ung Staatstheater Nürnberg“ zum Staatstheater Nürnberg und gilt als v ierte Staatsbühne im Freistaat Bayern. Das STN betreibt aktuell das S chauspielhaus und das Opernhaus am Richard-Wagner-Platz in Nürnberg. Die am Standort befindliche Oper ist aus diversen Z wängen (insbeson- dere Betriebssicherheit) sanierungsfällig und zudem funktional weder zeitgemäß noch zukunftsfähig. Um diesen Missstand z u beheben, hat das STN erforderliche Maßnahmen für eine zeitgemäße Nutzung sowie eine Zukunftsfähigkeit des Hauses untersucht. Im Rahmen der laufenden Projektentwicklungsphase wu rde die Be- darfsplanung in Form eines Nutzerbedarfsprogramms ( NBP) durch das Staatstheater selbst aufgestellt. Das Nutzerbedarfsprogramm (NBP) besteht aus folgend en Bausteinen: Betriebsbeschreibung Raumprogramm Funktionsschema Ziele und Anforderungen für die akustischen Planun gen des Arbeitskreises Akustik und Kernfunktionen Des Weiteren strukturiert sich dieses in folgende 5 Funktionsgruppen (FG): FG 1: Bühnen- und Probebetrieb inkl. Anlieferung FG 2: Besucherbereiche FG 3: Ausstattende Gewerke und Lager FG 4: Interne Bereiche und Verwaltung FG 5 / 0: Cultural HUB und weitere Funktionen Unterstützend wurden dazu durch das Baureferat der Stadt Nürnberg (Projektbaudienststelle, PBD) externe Partner für d ie Fortführung der Grundlagenermittlung sowie zur Aufstellung und Prüf ung des NBP eingebunden. Die Prüfergebnisse und Hinweise der Be teiligten sind kontinuierlich bis zum Index 07 des NBP eingearbeit et worden. Im Zuge der Projektentwicklungsphase wurde punktuel l begonnen, Ge- spräche mit dem Denkmalschutzamt zu führen. Ergebni sse daraus liegen jedoch noch nicht vor. Weitere behördliche A bstimmungen u.a. zum Planungs- und Baurecht wurden noch nicht geführ t. Ebenso ist die Seite 73/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Grundlagenermittlung noch nicht abgeschlossen. Best andsuntersuch- ungen zu Statik des Gebäudes stehen noch aus. Drüber hinaus war durch einen darauf basierenden „T estentwurf“ zu prüfen, ob und wie der zukünftige Nutzerbedarf auf dem Areal realisiert werden kann. Rückschlüsse aus dem Testentwurf sollt en ebenso in die parallele Erstellung des NBP noch einfließen können . Ergänzend dazu wurden durch die PBD noch zusätzliche Detailuntersu chungen zu dem Zuschauersaal (3 Varianten) sowie zu den davon abhä ngigen Foyer- flächen veranlasst. Das Ergebnis des Nutzerbedarfsprogramms ermittelt e inen zukünftigen Flächenbedarf, um dem kulturpolitischen Auftrag ein er zukunftsfähigen Oper nachkommen zu können, in Höhe von 27.493 m² NU F (bei noch angemieteten externen Flächen von ca. 12.861 m² NUF ). Gegenüber den aktuell genutzten Bestandsflächen von 27.850 m² NUF (bei noch angemieteten externen Flächen von ca. 14.015 m² NUF ) bedeutet dies einen erforderlichen Mehr-/Zusatzbedarf von 9.643 m² NUF . Dieser Mehrbedarf lässt sich in folgende Kategorien aufgliedern: Die Plausibilisierung des NBP sowie des darin formu lierte Mehr-/ Zu- satzbedarfs an Flächen gegenüber des Bestands erfol gte in unter- schiedlichen Abstufungen. 1. Stufe: Das NBP wurde mit dem Betriebskonzept ab geglichen und anhand operativer Gesichtspunkte geprüft. Die angef orderten Flächen wurden unter anderem über Vergleichswerte a uf ihre Angemessenheit untersucht. 2. Stufe: Die hieraus hervorgehenden Erkenntnisse wurden in einer zweiten Stufe bezogen auf Funktionsgruppen oder ein zelne Funk- tionsbereiche näher betrachtet und aufgrund ihrer p rojekt- spezifischen Anforderungen bewertet. 44% 44% 12% Betrieblich notwendige Flächen Gesetzlich zwingend notwendige Flächen Flächen für die Zukunftsfähigkeit Seite 74/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf 3. Stufe: In der dritten Stufe wurden einzelne Räu me und Rauman- forderungen auf Plausibilität hinsichtlich der spez ifischen Funktion, Anzahl der Arbeitsplätze und Nutzer und unter Berüc ksichtigung von gängigen Vorschriften und Regelwerken (z.B. Arb eitsstätten- richtlinien, VstättV, DIN oder DGUV etc.) detaillie rt geprüft. Dabei wurde festgestellt, dass die Vergleichbarkeit mit anderen Theater- und Opernprojekten generell nur sehr einge schränkt möglich ist. Anhand folgender Parameter wurde unter anderem trotzdem versucht, die Plausibilität der Anforderungen aus d em vorliegenden NBP zu belegen: Anzahl Seiten- und Hinterbühnen Vorhaltung von Produktionen am Standort Kulissenlager bühnennah Anzahl Probebühnen vor Ort Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass die fo rmulierten Be- darfsanforderungen im Vergleich mit den ausgewählte n Theater- und Opernhäusern plausibel erscheinen und nicht als übe rzogen anzu- sehen sind. Die Erstellung des Testentwurfs erfolgte parallel z ur Aufstellung des NBP. Änderungen aus der Fortschreibung des NBP (Ind izes) wurden iterativ im Testentwurf berücksichtigt. Die plausib ilisierten Bedarfe aus dem Raumprogramm wurden jeweils in BGF-Flächen für den Testentwurf umgerechnet. Daraus ergibt sich ein BGF -Bedarf von ca. 36.760 m² der nur durch einen Erweiterungsneubau er gänzend zu dem Bestandsgebäude realisiert werden kann. Aufgrund des umfangreichen Mehr- und Zusatzbedarfs an Flächen wurde im Rahmen des Testentwurfs seitens der PBD en tschieden, die Testentwurfsplanung um eine zweite Variante zu erwe itern. Hier sollte eine Auslagerung der Verwaltungsflächen in das bena chbarte Sig- mund-Schuckert-Haus berücksichtigt werden. Die Untersuchungen kommen vorbehaltlich der aussteh enden Grund- lagenermittlung sowie der noch zu führenden Gespräc he mit den ge- nehmigenden Behörden zu dem Ergebnis, dass in der V ariante 1 eine Unterbringung der geforderten Flächen auf dem Besta ndsareal nicht komplett möglich ist. Das Flächendefizit wurde in d er untersuchten Variante mit ca. 800 m² NUF ermittelt. Reservefläch en für die zukünf- tige (Wettbewerbs-)Planung stehen somit nicht weite r zur Verfügung. Zudem schränkt das benötigte Gebäudevolumen des Erw eiterungs- neubaus die Sichtbarkeit auf das historische Bestan dsgebäude sowie die Platzgestaltung deutlich ein. Eine Umsetzung di eser Variante wäre demnach mit erheblichen Reduzierung der Bedarfsfläc hen und mit Ein- schränkungen für den Betrieb verbunden. Die Variante 2 mit der Auslagerung der Verwaltungsf lächen kommt zu dem Ergebnis, dass sämtliche im NBP geforderten Flä chen umgesetzt werden können und sich funktionale Zusammenhänge in dieser Variante besser abbilden lassen. Es bestehen zudem noch Flächenre- serven. Ebenso zeigt sich diese Variante städtebaul ich „verträglicher“ gegenüber der Variante 1. Seite 75/75 BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf Zu dem oben angeführten Testentwurf wurden zusätzli ch 3 Varianten zur möglichen Erweiterung des Zuschauersaals mittel s Vergrößerung des Saalvolumens untersucht, um den akustischen Anf orderungen bes- ser gerecht werden zu können und eine Mindestanzahl an 1.000 Zu- schauern abbilden zu können. Ergänzend dazu wurde f ür die Maximal- variante 3 auch untersucht, wie die daraus resultie renden höheren An- forderungen an die Foyerflächen einschließlich Gard eroben und Sanitärflächen im Bestandsgebäude abgebildet werden könnten. Durch die Fachplaner wurde festgestellt, dass grund sätzlich eine Er- weiterungsmöglichkeit des Zuschauersaals aus akusti scher, statischer und technischer Sicht möglich ist. Dazu sind jedoch massive Eingriffe in die denkmalgeschützte Substanz des Gebäudes erfo rderlich. Zu den im Bericht dargestellten Maßnahmen sollten u nter anderem im Weiteren die Abstimmungen mit dem Denkmalschutz for tgeführt sowie stadtintern planungs- und baurechtlich Abstimmungen zum geplanten Neubaukörper aufgenommen werden. Auf Basis dieser E rgebnisse sowie der Entscheidung des Stadtrats sind ggf. die durchgeführten Untersuchungen nochmals anzupassen bzw. zu konkreti sieren, sodass im nächsten Schritt darauf aufbauend mit der Erarbe itung der Grund- lagen für die Ausschreibung der Objektplanungsleist ungen begonnen werden kann. Bühneneingang - Pforte Bühneneingang Coworkingspace Kantine Anlieferung Gastro & FM VT_Werkstätten + Materiallager Werkstatt BLT MT Kleinlager BLT MT Ersatzteillager BLT MT BT MT Stofflager Bühne BT MT Teppichlager Werkstatt BT MT - Tapezierer Lager BT Unterbühne Werkstatt Lager BLT MT Lager BK_SH Bühnenbetrieb Kammerspiele BS_SH Bühnenbetrieb Hauptbühne VX_SH Veranstaltungsbetrieb Box V3_SH Veranstaltungsbetrieb 3.Etage Bühnenbetrieb Schauspielhaus nicht dargestellt Probebühne 06 - Schauspiel (Bühnengröße) SPZ_Schauspielzentrum Proberaum 07 - 3.Etage (Übungsraum) Proberaum 05 - Kammerspiele (Übungsraum) Sammelumkleide 01 Probezentrum Schauspiel Sanitärräume Probezentrum Schauspiel Sammelumkleide 02 Probezentrum Schauspiel Lager Probebühne 06 Lager Proberaum 07 Lager Proberaum 05 3350.00 m²Bühnenbetrieb Vorderhaus + Restaurant 2700.00 m²Kostüm Maske Requisite 1590.00 m²Bürokomplex 480.00 m²Kantine 1660.00 m²GMZ 590.00 m²GT & FM Interim 17130.00 m²2285.00 m²Bürokomplex 2485.00 m²GMZ 3400.00 m²Kostüm Maske Requisite 490.00 m²Kantine 825.00 m²GT & FM 27410.00 m² Gesamtbedarf Bühnenbetrieb Vorderhaus3955.00 m² Zukunftsfähigkeit 1595.00 m² 1595.00 m²Bedarf Zukunftsfähigkeit 6195.00 m² Schauspielhaus 6195.00 m²Schauspielhaus 4000.00 m²Zentrale Werkstätten Zentrale Werkstätten 4000.00 m² 8720.00 m² Zentrale Lager 8720.00 m²Zentrallager 700.00 m²PB Fürtherstr. 6420.00 m² Schauspielhaus 6420.00 m²Schauspielhaus 8720.00 m² Zentrale Lager 240.00 m²Abobüro 4000.00 m²Zentrale Werkstätten Zentrale Werkstätten 4000.00 m² 8720.00 m²Zentrallager 9270.00 m²Bühnenbetrieb + Anliefer. + BW 800.00 m² 1640.00 m²Probezentrum OP Probezentrum SP 1340.00 m²Bühnenbetrieb VT Probezentrum BA 920.00 m² 565.00 m² 320.00 m² Probezentrum BA 800.00 m²Probezentrum SP Probezentrum OP 4250.00 m²Bühnenbetrieb + Anliefer. + BW 825.00 m²Bühnenbetrieb VT 3350.00 m²Bühnenbetrieb Vorderhaus + Restaurant 2700.00 m²Kostüm Maske Requisite 1590.00 m²Bürokomplex 480.00 m²Kantine 1660.00 m²GMZ 590.00 m²GT & FM Interim 17130.00 m²2285.00 m²Bürokomplex 2485.00 m²GMZ 3400.00 m²Kostüm Maske Requisite 490.00 m²Kantine 825.00 m²GT & FM 27410.00 m² Gesamtbedarf Bühnenbetrieb Vorderhaus3955.00 m² Zukunftsfähigkeit 1595.00 m² 1595.00 m²Bedarf Zukunftsfähigkeit 6195.00 m² Schauspielhaus 6195.00 m²Schauspielhaus 4000.00 m²Zentrale Werkstätten Zentrale Werkstätten 4000.00 m² 8720.00 m² Zentrale Lager 8720.00 m²Zentrallager 700.00 m²PB Fürtherstr. 6420.00 m² Schauspielhaus 6420.00 m²Schauspielhaus 8720.00 m² Zentrale Lager 240.00 m²Abobüro 4000.00 m²Zentrale Werkstätten Zentrale Werkstätten 4000.00 m² 8720.00 m²Zentrallager 9270.00 m²Bühnenbetrieb + Anliefer. + BW 800.00 m² 1640.00 m²Probezentrum OP Probezentrum SP 1340.00 m²Bühnenbetrieb VT Probezentrum BA 920.00 m² 565.00 m² 320.00 m² Probezentrum BA 800.00 m²Probezentrum SP Probezentrum OP 4250.00 m²Bühnenbetrieb + Anliefer. + BW 825.00 m²Bühnenbetrieb VT Abendgarderobe Statisterie 01 Abendgarderobe Statisterie 02 AG_Bühne Anlieferung OH PV_P-Verwalt. IA_Integrative Arb. Großes Magazin OH (Logistikfläche) - Kulissen Vertikal MA_Maske BO_Bühnenbetrieb Hauptbühne VE_STNS GmbH Hinterbühne OH / Untere Hinterbühne OH FO_Foyer Seitenbühne OH / Untere Seitenbühne OH SC_Schneiderei KO_Kostüm MK_Marketing OP_Opernsparte STZ_Staatsintendanz SP_Schauspielsparte KB_Betriebsdirekt. STL_Staatstheaterleitung VIP Zugang, repräsentativer Bereich GA_Fertigungsk. KS_Kulturareal Stadtgesellschaft Kulturareal: Öffnung zur Stadtgesellschaft DKM_Development, Kommunikation, Marketing KN_Kommunik. DE_Development VA_Verwaltung KA_Kantine Kommunikation - Besprechungsräume - Flexibilität - Büroinfrastruktur - Kommunikation - Besprechungsräume - Flexibilität - Büroinfrastruktur - Kommunikation PF_Pforte Orchestergraben Flügelkammer Seitenbühne Hinterbühne Lichtregie Ton / VideoProjektions-loge Tonpult Abendregie Prospekt-TieflagerWerkzeuglager Bühnentechnik Büro Leiter Audio / Video Zuschauerraum Große Probebühne MT Lager Große Probebühne Dekomagazin Instrumentenlager Hauptbühne Lager kleine Probebühne BühnenhydraulikSteuertechnik Bühne Dimmerraum Steuertechnik BEL Tisch- & Stuhllager Medienzentrale Bühnenlager Kulissenmagazin Schnürer-Lager Tonlager Beleuchter-Tageslager Bühnenreinigung Equipmentlager O-Graben Erste-Hilfe-Raum Verkehrslager Ton Lager Aufnahme-/ Videostudio Requisite Materialfundus Bühnenrequisite + Küche Requisitenwerkstatt Requisitenfundus Pyrotechnik Beleuchtungsmeister MT Leitung Beleuchtung MT Besprechung / Präsentations- raum der Techn. Abteilungen Bühnenmeister MT Technischer Leiter MT Kopier- & Plotterraum Küche Aufenthalts- & Bereit- schaftsraum Techn. Pers. Aufenthalts- & Bereitschafts- raum Techn. Personal Teeküche WC & Duschen Techn. Personal - MT - Herren Umkleide Techn. Personal MT - Herren WC & Duschen Techn. Personal - MT - Damen Umkleide Techn. Personal MT - Damen Werkstatt Medientechnik Verkehrslager Medientechn. Beleuchterwerkstatt MT Ersatzteillager Beleuchterlager Azubi-Raum Repertoire-Lager Requisite Leitung Requisite Rüstmeisterei Lager Pyrotechnik Waffenfundus Tapezierwerkstatt Möbellager Stofflager Teppichlager Holz- & Stahllager Bühnentechnik Reparatur Schreinerei Bühnentechnik Reparatur Schlosserei Bühnentechnik Gäste / Extrachor Herren Gäste / Extrachor Damen Kinderchor/-statist. Jungs Kinderchor/-statist. Mädchen Statisterie Damen Abendmaske Chor-Damen Chorgarderobe Damen WC Damen Duschraum Chor-Damen Arbeitsraum Garderobe Damen Garderobe Solisten Damen Duschraum Damensolo WC Damensolo Garderoben Solo Damen Maske Damensolo Einsingzimmer Abendmaske Chor Herren Duschraum Chor Herren WC Herren Chor Garderobe Herren Statisterie Herren Arbeitsraum Garderobe Herren Garderobe Solisten Herren WC Herrensolo Duschen Herrensolo Garderoben Solo Herren Abendmaske Herrensolo Einsingzimmer Techn. Leitung Oper Requisitenküche Requisitenwerkstatt Requisite Materialfundus Medientechnik Ton- & Videoabteilung Kleine Probebühne MT Bühnenbetrieb Musiktheater (MT) Abendspielbetrieb Requisite Kammerspiele WC & Duschraum Ballett Herren Abendmaske Ballett Herren Arbeitsraum Garderobe Ballett Herren WC & Duschraum Ballett Damen Arbeitsraum Garderobe Ballett Damen Abendmaske Ballett Damen Lager Ballettdirektor Referent Balletdirektion WC & Dusche Assistenz Direktion / Produktionsleitung Ballettmeister Konver. Ballett WC & DuscheProduktionsleitung / Stellv. Ballettdirektor Produktionsbüro (Gast-) Choreographen Ballettrepetitor Ballettmeisterin Sparte Ballett Physiotherapie Fitnessraum "Ballettstudio" (Trainings- & Übungsraum Ballett) WC-Anlagen Ballettprobe Garderobe Ballett Herren Garderobe Ballett Damen "Ballettsaal" (Probebühne Ballett) Ballettlager Anprobe (1 - 4) Kostüm Modisten Herrenschneiderei DamenscheidereiKurzwaren-lager Kurzwaren-lagerBügelraumAP Azubis Ltg. Herrenschneiderei Ltg. Damenschneiderei Gewandmeister Gewandmeister Schuhmacherei Schuhfundus Wäscherei Bügelzimmer Trockenreinigung Chemielager / WaschmittelWäschelager Repertoirefundus Herren Repertoirefundus DamenFundusleitung Stofflager Färberraum Kostüm Tageswerkstatt Maskenbildnerei Anprobe Maske Chefmaskenbildner Maske Umkleiden D Umkleiden H Spritzraum Kostüm Spritzraum Maske Besprechung / Aufenthaltsraum WC Damen WC Herren Gipsraum MaskeFundus Maske Materialfundus Werkstatt Orchester Orchesterprobenraum Theaterbibliothek Leitung Bibliothek OrchesterdirektorKopierraum 1.+ 2. Kapellmeister Besprechungsraum Kopierraum Stellvertr. GMD GMD (inkl. WC & DU) Vorzimmer / Assistent GMD Studienleitung Repetitionsräume Ensemble Repetition kl. Orch.-Ensemble Proberaum WC-Anlagen O-Direktion Instrumentenlager Orch. Einzelübungsräume Räume Abendspielbetrieb: O-Grabennähe erforderlich Umkleide & WC/Dusche Abenddirigent Orchesterwarte Notenlager Repertoire Lager Schlagwerk WCs WCs Stimmzimmer Herren Stimmzimmer Damen Orchestervorstand Harfenzimmer Übungsräume Schlagwerk Chorprobensaal Chordirektor Chorbüro Chor Theaterleitung Administration Lager/Archiv Theaterpädagogik Geschäftsführender Direktor Referent GDBüroleitung GD Archiv Leitung Personal Leitg. Finanzwesen Controlling Buchhaltung Zahlstelle Kopierraum Disponent M Disponent S Assistenz KBB KBB - Leitg. (Chefdisponent) Dramaturgie M Dramaturgie M Dramaturgie M Dramaturgie M Staatsintendant / Sparte Oper Referent SI Vorzimmer SI Wartezohne SI Regieassistenz Oper Spileleitung Oper Inspizienz / Soufflage Oper Kopierraum Teeküche Disponent Sonderprojekte Leitung des "Bewegungsensemble" Produktionsbüro Gäste Staatsintendant Zentrallager * Marketing / Presse & Komunikation Leitung Marketing Büro Grafik Leitung Presse & Kommunikation Büro Presse & Kommunikation Büro Marketing Plotter / Kopierraum / Kuvertiermaschine Besprechung Teeküche Büro Personalverwaltung mit Publikumsverkeher Backoffice Personalverwaltung Sparte Schauspiel Schauspieldirektor Sekreteriat Schauspieldirektor Chefdramaturgie Schauspiel Dramaturgie Dramaturgie Konver. Schauspiel Produktionsbüro Gäste Inspizienten/Souffleuse Regieassistenten Dramaturgie Datenschutzbeauftragte/r Schwerbehinderten- & BEM-beauftragte Büro Presse & Kommunikation Personalratsvorsitzender Ticket-Controlling Referent TD / Ausstattung Modellbau / Materiallager Assistenten Bühnenbild / Kostüm Technischer Direktor Bauunterhalt / Projekte Kopier-/Plotterraum Teeküche TD Besprechung Leitung Techn. Gebäude- management Transport & Logistik Theater-Werkstätten IT-Administration EDV-Werkstatt EDV-Büro Tageslager Fremdfirmen EDV-Lager Lager für Lüftungs- & Maschinentechnik IT-Zentrale Server - Backup Werkstatt Techn. Gebäudemanagement für Elektro- & Maschinentechnik + GLT Bereitschaftsraum mit integrierter Küche Klein- & Ersatzteillager Büro Maschinentechnik Sekreteriat Technischer Direktor Technische Direktion Personal-Umkleiden D WC & DU Damen Personal-Umkleiden H WC & DU Herren Kantine Equipment-Lager Vorbereitungsraum Küche Spülküche Trockenlager Fleischtiefkühlung Tiefkühlung Kühlraum Speiserestkühlung ("Schweinelager")Getränkerkühllager Flaschenlager ungekühlt WCs Besucher Kantine Ausgabe & Kasse Kantinenleitung / Küchenchef Leergutlager Anlieferung Kantine * Kantine Gastraum / allg. Sozialraum Müllsammelplatz Haus-Service Leitung Einkauf / Hausbetriebsdienst Hausbetrieb Einkauf Kopierraum Anlieferung Pforte / Kantine Eingangshalle Pforte Pforte & Hauspoststelle Postpaketlager Fahrradstellplätze Hausmeisterlager Raumpflege Werkstatt Hausmeister Papier- & Bürolager Materiallager Bauunterhalt Hausinspektion VIP-Bereiche Einführungs- bereiche Sonderfunktionen Foyer WCs Besucher Foyer-Gastronomie Leitung Foyergastronomie Flaschenlager Foyer Vorbereitung Nebenräume Vorbereitung Equipment-Lager Vorbereitung Lager Flyer / Programme / Kassenvordrucke WCs Besucher Bereich "Kassenfoyer" Bereich "Pausenfoyer" Foyerdienste Stuhl & Tischlager Umkleiden Mitarbeiter Vorderhaus / Catering Vorderhausmanagement Merchandising / Book-Shop Kasse / Backoffice Theaterkasse Erforderliche Ersatzflächen SSH Foyer-Gastronomie SSH Equipmentlager Beleuchtung SSH BEL-Lager Vertriebsmanagement STNS - GmbH Call-Center Besprechung Sozialraum / Teeküche Aktenlager Buchhaltung STNS Leitung Administration & Vertrieb Abo - Büro Schulplatzmiete Zulieferung Magazine Schauspiel Anlieferung Kulissen Betrieb Schauspiel einzelner Raum eng aneinander liegende Räume Bestandsräume im Schauspielhaus (Flächentechn. nicht zu berücksichtigen) Arbeitsbereiche innerhalb eines "Arbeitszirkels" Legende Funktionaler Bereich definiert als "Arbeitszirkel" dabei gilt: versch. Arbeitszirkel mit gleicher Farbe = zusammenhänhgende Abteilungen ohne zwingenden räumlichen Bezug H/B = 841 / 1189 (1.00m²) Allplan 2013 WE*_Werkstätten **LL*_Lager, Logistik TD_Technische Direktion AU_Ausstattung BV_Bauunterhalt AR_Archiv etc. PR_Personalrat FM_kaufm. FC_Finanzen IT_EDV & IT GFD_Geschäftsführung GM_Generalmusikdir . BA_Ballettsparte OR_Orchesterdir . Büro Kommunikation 02 Büro Kommunikation 01 Büro Leitung Kommunik. Büro Grafikdesign Büro Marketing Büro Leitung Marketing Büro Development 02 Büro Development 01 Büro Leitung Development Copy & Printwerkstatt Büro Assistenz KN & MK Zentrallager & Archiv Aktenlager STNS GmbH Büro Leitung Ticketing Büro Abonement Büro Buchhaltung STNS GmbH Büro Leitung STNS GmbH Büro Schulplatzmiete Büro Referent*in GMD Büro Generalmusikdirektor*in Büro Werksstudent*in OD Büro Referent*in OD Büro Orchesterdirektor*in Büro Assistent*in TD Büro Leitung Gebäudetechnik Büro Bauprojekte Modellbauwerkstatt, Lager Büro Ausstattungsassistenz 01 Büro Referent*in BD Büro Assistent*in BD Büro Ballettdirektor*in Büro Technische Direktor*in Büro Referent*in GFD Büro Sekretariat GFD Büro Geschäftsführende Direkttor*in Büro Referent*in STZ Büro Sekretariat STZ Büro Staatsintendant*in Empfangs- & Wartebereich der Staatstheaterleitung Büro Referent*in SP Büro Sekretariat SP Büro Schauspieldirektor*in Inspizienz, Soufflage SP Büro musik. Leitung SP Büro Regieassistenzen SP Büro Gastproduktionen SP Büro Dramaturg*in OP Büro Dramaturg*in MT 01 Büro Dramaturg*in MT 02 Büro Leitung Dramaturgie MT Inspizienz, Soufflage, ÜT MT Spielleitung MT Büro Regieassistenzen MT Büro Gastproduktionen MT Büro Assistent*in KB Büro künstlerische Betriebsdirektor*in Büro Disponent*in MT Büro Disponent*in Projekte Büro Leitung Integrative Arbeit Fundus IA + TP Büro Projekt 360° Büro Theaterpädagog*in 01 Büro Theaterpädagog*in 02 Büro Personalverwalt. 02 - ohne Publikumsverkehr - Büro Personalverwalt. 01 - mit Publikumsverkehr - Büro Leitung Personal & Recht Büro IT Support Büro EDV & IT Büro Leitung EDV & IT Werkstatt EDV & IT EDV-Zentrale, Server Büro Rechnungswesen Büro Leitung Finanzwesen Büro Controlling -zentral- Büro Controlling Vertriebssys. GeldausgabeGeldausgabe Zahlstelle - mit Publikumsverkehr - Büro OHRIS- Beauftragte*r - mit Publikumsverkehr - Büro BEM-/, Schwerbeh.-/ Gleichstellungsbeauftragte*r - mit Publikumsverkehr - Büros Leitung Personalrat - 2x jew. mit Publikumsverkehr - Papier- & Bürolager Materiallager Bauunterhalt Zentrales Archiv EDV- Lager Büro kFM Beschaffung Büro kFM Sachbearbeitung Büro Leitung kFM GeldausgabeLager kFM (Haus- & Bürobedarf) GeldausgabeAusgabe Büromaterial - mit Publikumsverkehr - Büro Datenschutzbeauftragte*r - mit Publikumsverkehr - Lichtregie, Untertitel Beleuchtungsbrücke (ehem. IV. Rang) Prospekthubregal Aufzug Sanitärräume WC-D Maske & Kostüm Materiallager Werkstatt Werkstatt Maske Büro + Werkstatt Leitung Maske Masken- fundus RQ _Requisite Büro Leitung Requisite Bereitstellungslager Repertoirestücke Werkstatt Requisite Tageslager Requisite - Bereitstellungslager - WÄ_Wäscherei Bügelzimmer Wäscherei Bereitstellungslager Wäsche (Chemiereinigung ?) Chemielager (Waschmittel) CO2 Schrank Büro Leitung Kostümdirektion Büro Produktionsleitung Kostümdirektion SB - Bereich Front cooking Kasse Gastraum Kantine intern Sanitärbereich Kantine öffentlich Huaspost / AnliefeHauHauspost | Paketstation LParkWindfang Schleuse & Zutrittskontrolle Büro Pforte & Alarmierungsleitstelle Anlieferung Facility Management Mobilitätshilfen- & Kinderwagenraum Fahrradparken Mitarbeiter*innen FS_Service SO_Zuschauerraum Hauptsaal Projektions- loge Ton & Viedeo Regie Abendregie Ton (Parkett) Tageslager Flügel Tageslager Equipment Tageslager Instrumente VT_Tageslager Tageslager BLT Tageslager AV Tageslager Maschinist*innen Tageslager BT Werkzeuglager BT Schraubenlager BT WC Material Lager BW_Präsenzwerkst. FU_Requisitenfu. Brandw. Inzpizienz Aufenthalt / Besprechungsraum Modul #01 Sammelumkleide 01 Maske & Kostüm Sammelumkleide 02 Maske & Kostüm Abendmaske Ensemble Abendmaske Ensemble Abendgarderobe Ensemble 02 Abendgarderobe Ballettensemble 01: Sanitäranlage (WC-D) Abendgarderobe Ballettensemble 02: Abendgarderobe Ensemble 01 Sanitäranlage (WC-D) AG_Balletten. Konver- sationsraum Abendmaske Ensemble Abendgarderobe Ensemble 02 Sanitäranlage (WC-D) Abendgarderobe Chorensemble 02: Abendmaske Ensemble Abendgarderobe Ensemble 01 Sanitäranlage (WC-D) Abendgarderobe Chorensemble 01: AG_Choren. Einsingzimmer Chorensemble Abendgarderoben Kinderstatisterie / Extrachor 01 Abendgarderoben Kinderstatisterie / Extrachor 02 Antriebstechnik EUV BTEUV BLTEUV AV Stuhllager Saal Büro Dramaturg*in SP 01 Büro Dramaturg*in SP 02 Büro Dramaturg*in SP 03 Büro Leitung Dramaturgie SP Büro Assistent*in Dramat. SP Büro Leitung Ausstattung Büro Ausstattungsassistenz 02 Büro OHRIS-Beauftragte*r - mit Publikumsverkehr - Büro Leitung Bauunterhalt Abendgarderobe Solist*innen 01: Abendmaske Solo Sanitäranlage (WC-D) Garderobier*en Anlieferung Kostüme Abendg. Solo D01 Abendg. Solo A01 Abendg. Solo B01 Abendg. Solo C01 Abendgarderobe Solist*innen 02: Abendmaske Solo Sanitäranlage (WC-D) Garderobier*en Abendg. Solo D02 Abendg. Solo E02 Abendg. Solo F02 Abendg. Solo A02 Abendg. Solo B02 Abendg. Solo C02 Bühnen WC Szenenfläche - Oper Fundus Repertoirestücke + Allgemein OG_Orchestergraben **LL*_Lager, Logistik GW*_Gastappartements Werkstatt Schneiderei 01 Damen* Anprobe 1 Anprobe 2 Spritz- & Färberaum Werkstatt Schneiderei Kurzwaren- lager Bügelraum Azubi Schneiderei Gewand- meister*in Werkstatt Modisterie Werkstatt Schuhmacherei Anprobe 3 Anprobe 4 Werkstatt Schneiderei 02 Herren* Kurzwaren- lager Bügelraum Azubi Schneiderei Gewand- meister*in FU_Kostümfund. Repertoirelager Kostüme + Schuhe Damen* Büro Leitung Kostümfundus Repertoirelager Kostüme + Schuhe Herren* Hutfundus Damen* Werkstattfundus (Schneiderei) Kostüme Damen* Werkstattfundus Ballett (Schneiderei) Kostüme Damen* Schuhfundus Damen* Hutfundus Herren* Werkstattfundus (Schneiderei) Kostüme Herren* Werkstattfundus Ballett (Schneiderei) Kostüme Herren* Schuhfundus Herren* Stofflager Werkstatt Schneiderei Bühnen- requisite - Requisitenküche - Einsingzimmer Solo # 03 Gips- & Spritzraum Werkstatt Maske Anprobe Maske Gastraum Kantine öffentlich Sanitärbereich Kantine intern Stadtraumcafé - mit Ausschank Open Air Bühne - Open Air Bühne - Veranstaltungsbereich für 199 Gäste - IA_Integrative Arbeit Aktionsfläche - Multifunktionsmodule auch für kleiere Veranstaltungen nutzbar - (Auflösung Doppelbelegung 3.Etage / Foyer Box SH durch IN) Eingangsbereich Restaurant - à la carte Betrieb Auslegung für 100 Gäste - Nebenräume Coworkingspace Kita, Spielplatz etc. - ggf. Kita Kooperation im umgebenden Stadtraum - Sanitärbereich Bürokomplex Teeküchen, Copy, Besprechungsr. ggf. flexible AP / Coworkingspace GT_Zentrale Tech. Umkleide Brandwachen Trafo, Elektro HV & UV Löscheinrichtungen, BMZ Netzersatz, Notstrom Fernwärmeübergabe, Klimazentrale etc. GT_Personal- & Büroräume Büro Gebäudetechnikleitstelle Bereit- schaft GT Büro Leitung Hausinspektion Büro Oberwerkmeister*in Bereit- schaft FM UK GT + FM 02 UK GT + FM 01 Sanitär GT + FM Zentrallager & Technikarchiv GT_Lager, Werkst. Werkstatt MTA Lager MTA Lager ELT Werkstatt HLSK W-Lager HLSK Lager HLSK Werkstatt ELT W-Lager ELT W-Lager MTA Ruhe- raum * Büro Disponent*in SP Großes Magazin OH - Bereitstellungslager Kulissen Vertikal BL_Magazin, Kulissenlager Fundus Accessoires (Gläser & Flaschen) W-Lager Einsingzimmer Solo # 02 Einsingzimmer Solo # 01 Einsingzimmer Solo # 05 Einsingzimmer Solo # 04 Büro Assistenz STNS GmbH Tee- küche Aufenthalt / Besprechungsraum Modul #02 LL* VT_Repertoirelager Repertoirelager AV Repertoirelager BLT + Sonderbauten Repertoirelager BT + MTA ** LL* VT_Zentralfundi Funduslager VT allgemein Funduslager Großevents Funduslager Bühnenbilder / Möbel / etc. FU_Zentralfundus Kostüme historisch Zentralfundus Kostüme 01 + 02 VT_Personalr . Bereitschaftsr. & Küche Technisches Personal MT Sammelumkleide 02 Technisches Personal MT Sammelumkleide 01 Technisches Personal MT Sanitärräume Technisches Personal MT Sammelumkleiden & Büro Auszubildende VT_Büro Leitung MT Kopier- & Plotterraum, Bespr. Büro technische Leitung MT Bühnenmeister*in MT Büro Leitung Beleuchtung Beleuchtungsmeister*in MT Bereitschaftsr. & Küche Technisches Personal MT Wertstoffe, Recycling Zentrallager Hausmeister Müllpresse Büro Hausmeister Werkstatt Hausmeister FM_Hausmeister Umkleide Reinigung 02 Zentrallager Pumi FM_Reinigung Umkleide Reinigung 01 Sanitär UK Reinigung 3350.00 m²Bühnenbetrieb Vorderhaus + Restaurant 2700.00 m²Kostüm Maske Requisite 1590.00 m²Bürokomplex 480.00 m²Kantine 1660.00 m²GMZ 590.00 m²GT & FM Interim 17130.00 m²2285.00 m²Bürokomplex 2485.00 m²GMZ 3400.00 m²Kostüm Maske Requisite 490.00 m²Kantine 825.00 m²GT & FM 27410.00 m² Gesamtbedarf Bühnenbetrieb Vorderhaus3955.00 m² Zukunftsfähigkeit 1595.00 m² 1595.00 m²Bedarf Zukunftsfähigkeit 6195.00 m² Schauspielhaus 6195.00 m²Schauspielhaus 4000.00 m²Zentrale Werkstätten Zentrale Werkstätten 4000.00 m² 8720.00 m² Zentrale Lager 8720.00 m²Zentrallager 700.00 m²PB Fürtherstr. 6420.00 m² Schauspielhaus 6420.00 m²Schauspielhaus 8720.00 m² Zentrale Lager 240.00 m²Abobüro 4000.00 m²Zentrale Werkstätten Zentrale Werkstätten 4000.00 m² 8720.00 m²Zentrallager 9270.00 m²Bühnenbetrieb + Anliefer. + BW 800.00 m² 1640.00 m²Probezentrum OP Probezentrum SP 1340.00 m²Bühnenbetrieb VT Probezentrum BA 920.00 m² 565.00 m² 320.00 m² Probezentrum BA 800.00 m²Probezentrum SP Probezentrum OP 4250.00 m²Bühnenbetrieb + Anliefer. + BW 825.00 m²Bühnenbetrieb VT WE*_Werkstätten GW*_Gastappartements Büro Produktionsleitung BD AnlieferAnlieferungAnlieferAnlieferungWartebereich Gäste Probebühne 02 - Oper (Bühnengröße) Kommende Produktion B Sammelumkleide 02 Opernzentrum Sammelumkleide 01 Opernzentrum Sanitärräume OPZ Probebühne 03 - Oper (Übungsraum) Laufende Produktion A Lager PB 01 Lager PB 03 Probebühne 04 - Oper (Übungsraum) Laufende Produktion B Lager PB 02 Lager PB 04 Montagefläche OH Probebühne 08 - Ballett (Bühnengröße) Proberaum 09 - Ballett (Übungsraum) Lager PB 08 Lager PB 09 Schuh- lager Beh Fitnessstudio BAZ_Ballettzentrum Sammel-UK 02 Ballettzentrum Sammel-UK 01 Ballettzentrum Sanitärräume BAZ Gastchoreograph*in Repetitor*in Ballett Präsenzb. Ballettdirektion mit Umkleiden & WC-D Ballettmeister*in 02 Ballettmeister*in 01 Umkleiden & WC-D Physio- therapie Probebühne 01 - Oper (Bühnengröße) Kommende Produktion A OPZ_Opernzentrum RQ _Rüstm. Werkstatt Pyro & Rüstmeisterei Werkstatt Schreinerei Werkstatt Metallbau GMZ_Generalmusikzentrum Orchesterprobensaal 01 (groß) Harfen - Stimm- und Übungsraum 05 - Kontrabässe - Stimm- und Übungsraum 06 - Pauken - Stimm- und Übungsraum 03 - Schlagwerke - Stimm- und Übungsraum 04 - Klarinetten - Stimm- und Übungsraum 13 - Fagotte - Stimm- und Übungsraum 14 - Flöten - Stimm- und Übungsraum 11 - Oboen - Stimm- und Übungsraum 12 - Violinen I - Stimm- und Übungsraum 10 - Violinen II - Stimm- und Übungsraum 09 - Bratschen - Stimm- und Übungsraum 08 - Celli - Stimm- und Übungsraum 07 - Waldhörner - Stimm- und Übungsraum 15 - Trompeten - Stimm- und Übungsraum 16 - Posaunen / Tuben - Stimm- und Übungsraum 17 - Solostreicher*innen A - Stimm- und Übungsraum 01 - Solostreicher*innen B - Stimm- und Übungsraum 02 - Repititionsraum 03 Repititionsraum 02 Repititionsraum 05 Repititionsraum 04 Repititionsraum 01Besprechungsraum Präsenzbüro Generalmusikdirektion Büro Stellv. GMD Büro Konzertdramaturg*in OR_Orchesterprobe Orchesterprobensaal 02 (klein) - Ensemble Kopierraum Bib.+ GMZ Büro Bibliothekar*in Büro Leitung Bibliothek Notenbibliothek CH_Chorprobe Chorprobensaal Büro Leitung Chor AbeAbendgard. GMD Vorbereitung, Umkleide & WC-D Bereitschaft Orchesterwarte AbeAbendgard. Dirigent*in Vorbereitung, Umkleide & WC-D Büro Studienleitung Büro Repetitor*innen AbeBüro Korrepititor*in (mit Opernstudio - IOC Traineeprogramm) Lager Cases & Accessoires OR.probensaal Orchesterprobensaal Instrumentenlager Notenlager Repertoire VT_Audio & Vid. Werkstatt AV + Lager Studio Regieraum AbeBüro Leitung AV Funduslager AV AbeAufnahme Kabine Büro Orchesterwarte Büro 2. Kapellmeister*in Büro 1. Kapellmeister*in Sanitärräume Orchester Abendgarderobe 01 Orchesterensemble Abendgarderobe 02 Orchesterensemble Kleines Magazin 01 - Bühnenlager Standardmaterial OH BL_Magazin, Kulissenlager Kleines Magazin 02 - Bühnenlager Kulissen horizontal OH Empore Magazin 02 - Bühnenlager Möbel OH W-Lager Rüstm. Einzelübungsraum 01 Einzelübungsraum 02 Einzelübungsraum 03 Einzelübungsraum 04 Einzelübungsraum 05 Büro OR Vorstand Instrumenten- fundus Präsenzbüro OR Direktion Sanitärräume Chorensemble Sammelumkleide 01 Chorensemble Sammelumkleide 02 Chorensemble Büro Chor Vorstand FG_Foyergastro Foyergastronomie Aufenthaltsbereiche festmöblierte Bereich mit Abstellflächen für Getränke und Speisen - dezentrale Anordnung, möglichst je Geschoss - FN_Nebenflächen Foyergastronomie Loungebereich festmöblierte Sitzmöglichkeiten Publikums- Garderoben - ggf. zentrale Anordnung - Erste Hilfe / Ruheraum Sanitärbereiche Publikum - dezentrale Anordnung - FG_Opernbar Nebenräume Opernbar Opernbar Lager Vorderh. Schließ- fächer VG_Glucksaal Glucksaal Nebenräume Glucksaal Tisch- & Stuhllager Mobilitäts- hilfen Foyergastronomie Barbereiche - dezentrale Anordnung, möglichst je Geschoss - Getränke (Kühl-) lager Leergut- lager Catering- küche Spül- küche Nebenräume Foyergastro Büro Leitung Foyergastro UK 02 Vorderhaus, Foyergastro UK 01 Vorderhaus, Foyergastro Sanitärbereich UK Anlieferung - Fertigungsküche Gastronomiebetriebe - Fleisch Gemüse Molkereiprodukte Tagesvorräte Getränke (Tief-) Kühllager Zubereitung Warmküche - Fertigungsküche Gastronomiebetriebe - Zubereitung Kaltküche - Fertigungsküche Gastronomiebetriebe - Zubereitung Vorfertigung - Fertigungsküche Gastronomiebetriebe - NonFood Getränke Trockenprodukte Lager ungekühlt Spülküche - Fertigungsküche Gastronomiebetriebe - UK 02 Fertigungs- küche UK 01 Fertigungs- küche Sanitärbereich Umkleiden Fertigungsküche Büro Leitung Publikums- gastronomie Büro Leitung Kantine Pausenraum Personal Hauswirt- schaftsraum - Flächenansatz Küchenerweiterung Restaurant + Café Kulturareal - Wertstoffe Leergut- lager Büro Leitung Besucherservice Infotheke & Ticketshop Merch- & Bookshop Büros BackofficeLager Büro Ticketing Tee- küche Aufenthalt Fundus Rüstm. Anlieferung Kulissen Opernhaus Anlieferung Kulissen Schauspielhaus Kulturareal - Öffnung zur Stadtgesellschaft Integrative Aktionsfläche Restaurant, Stadtraumcafé, Open Air Bühne, Kita, Spielplatz Besucherservice etc. Haupteingang Opernhaus Foyer Opernbar Glucksaal + + + + ++ + + + + + SCHEMATISCHE DARSTELLUNG SCHEMATISCHE DARSTELLUNG FUNKTIONSZUSAMMENHÄNGE FUNKTIONSZUSAMMENHÄNGE IM BETRIEB STAATSTHEATER NBGIM BETRIEB STAATSTHEATER NBG AUSGABEDATUM 210412 - INDEX 6AUSGABEDATUM 210412 - INDEX 6 ggf. flexible Arbeitsplätze Vertragsart (Alle) Lage - Gebäude (Mehrere Elemente) F-Code Ebene 1 - (Betriebsbereich) (Alle) BOH Raumprogramm | Index 07 - 210409 Flächenart 1 DIN 277-1 NUF Zeilenbeschriftungen Raum ID# Summe von NUF (m²) - Bestand (Status Quo) Summe von TF (m²) - Bestand (Status Quo)Summe von VF (m²) - Bestand (Status Quo)Summe von NUF (m²) - Bedarf BOH Summe von TF (m²) - Bedarf BOH Summe von VF (m²) - Bedarf BOH FG 1 0001 9608 0 0 15225 0 0 FG 2 0050 3111 0 0 4592 0 0 FG 3 0018 2406 0 0 3349 FG 4 0052 2726 0 0 3797 FG 5 1363 531 Gesamtergebnis 0001 17850 0 0 27493 0 0 Haus Ebene Index 06 - 210319 Betriebsart Funktionsb. Raumgruppe Raumart R G B OH Opernhaus - ohne Funktion 000 000 000 MZ Magazingebäude EX Externe Funktionen z.B. Eventgastro 102 000 102 VO Verbindungsbau Opernhaus (unsaniert) KS Konzeptfläche Stadtraum 102 000 102 VS Verbindungsbau Schauspiel (saniert) SH Betriebsbereich Schauspielhaus 204 000 153 SH Schauspielhaus MS Betriebsbereich Synergieflächen 000 204 000 153 153 TG Tiefgarage MT Betriebsbereich Musiktheater 000 000 153 PB externe Probebühne (aktuell Fürtherstraße) WE ÖPP Mietfläche Werkstätten (Nordostpark 35) STL Staatstheaterleitung 181 001 168 A50 Mietfläche Zentrallager 01 (Frankenstraße 100 - Halle A50) STZ Staatsintendanz 242 078 199 M25 Mietfläche Zentrallager 02 (Frankenstraße 100 - Halle M25 & Garage M25a) GFD Geschäftsführende Direktion 255 102 255 A52 Mietfläche Zentrallager 03 (Frankenstraße 100 - Halle M25 & Garage M25a) AB Mietfläche Abobüro & STNS GmbH (Grasersgasse 25 - Parkhaus Sterntor) SP Sparte Schauspiel 204 000 153 KS Konzeptflächen Stadtraum SPD Schauspieldirektion 204 000 153 GW Mietfläche Gästewohnungen 1-4 (Jakobstraße 25 | Vordere Sterngasse 13) SPZ Schauspielzentrum 204 000 153 + Bed Mehrbedarfsfläche Betriebserhalt + Int Mehrbedarfsfläche Interim OP Sparte Oper 255 051 204 HOF Bürocontainer & Wertstoffsammlung im Innenhof OPD Operndirektion 255 051 204 OPZ Opernzentrum 255 051 204 -3.0 -2.5 KB Künstlerische Betriebsdirektion 255 051 153 -2.0 -1.5 IA Integrative Arbeit 255 051 153 -1.0 TP Theaterpädagogik 255 051 153 00.0 360 Projekt 360° 255 051 153 01.0 02.0 VA Bürokomplex 204 000 102 02.5 FC Finanzen, Controlling, Buchhaltung 255 000 102 03.0 PW Personalverwaltung 255 000 102 03.5 MV Mitarbeitervertretung 255 000 102 04.0 FM Kaufmännisches FM - Einkauf 174 170 170 04.5 IT EDV & IT 255 000 102 05.0 AR Archiv & Lager 255 000 102 05.5 06.0 DKM Development, Kommunikation, Marketing 255 153 255 06.5 DE Development 255 153 255 07.0 KN Kommunikation 255 153 255 08.0 MK Marketing 255 153 255 09.0 IN Allgemeine nicht technische Infrastruktur 255 183 255 PF Pforte, Bühneneingang 255 204 255 SA Sanitäre Anlagen 255 217 255 BE Besprechung, Aufenthalt, Teeküchen 255 217 255 VF Sonstige Verkehrsflächen 255 235 255 TG Tiefgarage 255 183 255 ST Stellplätze 255 217 255 VF Fahrspur 255 235 255 TD Technische Direktion 255 000 000 AU Ausstattungsassistenz 255 051 051 WE Werkstätten 252 050 000 BV Bauunterhalt + Bauvorhaben OH 252 080 000 LL Lager, Logistik 255 110 000 VG OH Veranstaltungsbetrieb Glucksaal 000 000 116 V3 SH Veranstaltungsbetrieb 3.Etage 000 000 116 BO OH Bühnenbetrieb Großer Saal 000 000 184 BS SH Bühnenbetrieb Großer Saal 000 000 184 BK SH Bühnenbetrieb Kammer 000 000 184 BÜ Bühnenhaus, Szenenfläche 000 000 204 OR Orchestergraben, Orch.loge Stimmzimmer, Tageslager 000 255 000 AG BÜ Abendgarderobe MT Solist*innen, Statisterie etc. 000 000 255 AG CH Abendgarderobe MT Chorensemble 000 140 000 AG BA Abendgarderobe MT Ballettensemble 171 252 062 AG OR Abendgarderobe MT Orchesterensemble 000 255 000 RQ Bühnenrequisite 255 255 102 BT Betriebsräume Bühnentechnik 058 056 056 BLT Betriebsräume Beleuchtung 058 056 056 AV Betriebsräume Audio / Videotechnik 058 056 056 NB Hinterbühnen / Seitenbühnen / Unter- 051 102 204 BL Bühnenlager / Magazin / Logistik 051 102 204 BW Präsenzwerkstätten 051 102 204 RQ Rüstmeister*in 255 255 102 ZO OH Publikumsbereich Hauptsaal 000 204 255 Lage FUNKTIONSCODES Ort Haus Ebene Index 06 - 210319 Betriebsart Funktionsb. Raumgruppe Raumart R G B Lage FUNKTIONSCODES Ort ZS SH Publikumsbereich Hauptsaal 000 204 255 ZK SH Publikumsbereich Kammer 000 204 255 SO OH Großer Saal 109 227 255 SS SH Großer Saal 109 227 255 SK SH Kammer 109 227 255 E Windfang + Kassenhalle 204 236 255 P Parkett 204 236 255 I. I.Rang 204 236 255 II. II.Rang 204 236 255 III. III.Rang 204 236 255 FO OH Foyer Großer Saal 000 204 255 FS SH Foyer Großer Saal 000 204 255 FK SH Foyer Kammer 000 204 255 FX SH Foyer Box 000 204 255 FN Foyer - 1. Hilfe, Garderobe, VIP 000 102 102 FG Foyer - Gastronomie 000 204 153 FS Foyer - Zuschauerservice, Kasse, Shop 051 204 204 GA Gastronomie 112 048 160 FG Foyer - Gastronomie 000 204 153 KA Kantine + Sozialräume 161 098 208 FK Fertigungsküche 203 168 230 VE STNS GmbH 000 111 150 VS Vertrieb & Zuschauerservice STNS 000 153 204 VH Vorderhausmanagement STNS 000 153 204 GMD Generalmusikdirektion 000 100 000 GMZ Generalmusikzentrum CH Chor 000 140 000 OR Orchester 000 255 000 BA Sparte Ballett 171 252 062 BAZ Ballettzentrum, Proberäume, Probebühne, Training, Umkleiden 171 252 062 RQ Requisite, Rüstmeisterei 255 255 102 FU Fundus Requisite, Rüstmeisterei 255 255 157 MA Maske 255 255 000 FU Fundus Maske 255 255 204 KO Kostüm 255 204 000 SC Schneiderei / Hutmacherei / Schuhmacher 255 217 102 FU Fundus 255 230 153 WÄ Wäscherei 255 242 204 HS Hausbetriebsservice 174 170 170 RE Reinigung 174 170 170 FM Facility Management, Hausmeister 174 170 170 GT Gebäudetechnik 089 089 089 HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung 089 089 089 ELT Elektro, MSR 089 089 089 MAT Antriebstechnik, Maschinentechik 089 089 089 TB Löschtechnik, Erste-Hilfe 231 255 230 102 230 000 VT Veranstaltungstechnik allgemein 058 056 056 BT Bühnentechnik 058 056 056 BLT Bühnenbeleuchtung 058 056 056 AV Audio / Videotechnik 058 056 056 RE Reinigung, Pumi 248 248 248 SA Sanitärräume 248 248 248 UK Umkleide 248 248 248 LA Lager & Abstellen 248 248 248 TK Teeküche 248 248 248 TRH Treppenhaus / Aufzüge 248 248 248 FL Flure 248 248 248 WE Werkstatt / Fertigung 248 248 248 BR Büroraum / Arbeitsplatz 248 248 248 BE Besprechung 248 248 248 TE Technikfläche 248 248 248 AU Sozialräume, Aufenthalt 248 248 248 ÜB Proberaum / Übungsraum 248 248 248 Ù«‹¿‰‚‹»† ˝‹¿¿‹›‹‚»¿‹»fi Ò$fi†¾»fi„ ó Ѱ»fi†‚¿«› ïóï Ù«‹¿‰‚‹»† Ì»•· ï ˝‹¿¿‹›‹‚»¿‹»fi Ò$fi†¾»fi„ Š ˝¿†•»fi«†„ …»› Ѱ»fi†‚¿«›»› Þ»…¿fi”›°·¿†«†„ «†… —fi–¶»µ‹…»”•†•‹•–† Ù«‹¿‰‚‹»† ˝‹¿¿‹›‹‚»¿‹»fi Ò$fi†¾»fi„ ó Ѱ»fi†‚¿«› ïóî ׇ°fi»››«‡ ß«”‹fi¿„„»¾»fiæ ˝‹¿…‹ Ò$fi†¾»fi„ Ø–‰‚¾¿«¿‡‹ 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Heizung, Lüftung, Sanitär Auftraggeber: Stadt Nürnberg Marientorgraben 11 90402 Nürnberg Erstellt: Team für Technik GmbH Büro Nürnberg Weißenberggasse 24 90403 Nürnberg Tel 0911. 70 1000 - 40 Fax 0911. 70 1000 – 69 Datum: 11.01.2016 – Stand 03 Inhaltsübersicht II Inhaltsübersicht INHALTSÜBERSICHT II 1 EINFÜHRUNG 3 2 GRUNDLAGEN 4 3 KURZBERICHT ZUR BEGEHUNG 5 4 AUFBAU DER BEDARFSERMITTLUNG 13 4.1 ABWASSERANLAGEN – KG 411 14 4.1 WASSERANLAGEN - KG 412 15 4.2 FEUERLÖSCHANLAGEN – KG 414 16 4.3 WÄRMEVERSORGUNGSANLAGEN – KG 420 16 4.4 LUFTTECHNISCHE ANLAGEN – KG 430 17 4.5 KÄLTEANLAGEN – KG 477 20 4.6 GEBÄUDEAUTOMATION – KG 480 21 4.7 INTERIMSMAßNAHMEN 21 4.8 AUSBLICK WEITERE TECHNIK 22 5. ZUSAMMENFASSUNG 23 6. ANLAGEN 29 6.1 VERMERK VOM 23.10.2015 29 Einführung 3 1 Einführung Das Staatstheater Nürnberg soll generalsaniert und erweitert werden. Um hierzu die entsprechenden Planungsschritte einleiten zu können. benötigt der Bauherr eine Grobeinschätzung, wie sich die Sanierung auf den Bedarf der Technikflächen im Bereich der Gewerke Heizung, Lüftung und Sanitär auswirkt. Gemäß dem geplanten Ablauf fand am 23.10.2015 ein Besprechung statt. Innerhalb diesen Termins wurde durch den Nutzer sowie den Bauherrn das Projekt vorgestellt und anschließend mit einer Begehung abgeschlossen. Darauffolgend wurden die zur Verfügung gestellten Unterlagen entsprechend übermittelt, gesichtet, sowie ausgewertet und die Struktur der Grobeinschätzung abgestimmt. Dieser angesprochene Termin ist vermerkt, der Vermerk liegt in dieser Abhandlung bei. Am 15.12.2015 wurden die Ergebnisse präsentiert. In größten Teilen fand die Ausarbeitung Zustimmung, einige Ergänzungen, vor allen Dingen die Berücksichtigung des Bereichs Verwaltung wurden gewünscht. Bei der Vorstellung des Berichts waren Frau Ludwig, Herr Gormanns und Herr Heise vom Staatstheater Nürnberg, sowie Herr Berberich und Herr Lochner von der Stadt Nürnberg zugegen. Der Bericht vorgestellt haben Herr Ziegler und Herr Moises vom Team für Technik. Sofort nach der Vorstellung wurde der zu ergänzende Bereich der Verwaltung begangen. Diese Ergänzungen sind nun im aktuellen Stand 03 enthalten. Des Weiteren wird in diesem Zuge nochmals explizit darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorliegenden Flächeneinschätzung lediglich um eine Orientierungshilfe handeln kann, da auf Grund des aktuellen Projektstandes noch kein architektonisches Raumkonzept vorliegt und eine aufbauende, haustechnische Konzeptermittlung unter Berücksichtigung der Einflussgrößen wie Brandschutz. Kollisionsplanung, ELT-Konzepte usw. noch nicht möglich ist. Grundlagen 4 2 Grundlagen Für die Ermittlung standen folgende Grundlagen zur Verfügung: • Bestandserfassung der TGA-Flächen mit Stand vom 01.04.2014, Eben 1-10 • Gesamtübersichtspläne TGA-Ebenen , Ebenen -03, -02, -01, +1 vom 25.08.2014 • Gesamtübersichtspläne TGA-Ebenen , Ebenen -03, bis + 10 vom 25.08. bis 03.09.2014 • Zielplanung Brandschutz, Ebenen -02 bis + 10 vom 13.10.2014 • Raumprogramm, Arbeitsstand vom 18.06.2015 • Bestandsraumbuch vom 26.10.2015 • Die Begehung des Hauses am 23.10.2015 • Die Vorstellung des Berichts (Fassung 02) am 16.12.15 • Begehung des Bereichs „Verwaltung“ am 16.12.15 • Erweiterte Pläne (mit Verwaltung) vom 17.12.15 Kurzbericht zur Begehung 5 3 Kurzbericht zur Begehung Die Begehung fand am 23.10.2015 statt. Hier nahmen Herr Wenzel und Herr Heise teil, sowie Herr Moises und Herr Ziegler. Die Grenze der Sanierung wurde vor Ort aufgezeigt und deren „Übergriffe“. So ist heute ein (der einzige) Sprinklerkreis für das Opernhaus an der Sprinklerzentrale des Schauspielhauses angehängt, wie auch die Kälteversorgung des Opernhauses an der externen Kältezentrale des Schauspielhauses hängt. Diese beiden Versorgungen sind im Prinzip ausgelastet, sodass jegliche Erweiterung der beiden Medien auch mit der Schaffung von neuen, eventuell auch verbundenen, Zentralen einhergeht. Insbesondere das Thema Erweiterung der Kälte durch dampfbetriebene Absorptionskältemaschine(n) wurde angesprochen. Umgekehrt hängt das Schauspielhaus im Bereich Heizung (Dampf und Pumpenwarmwasser) sowie im Bereich Trinkwarmwasserbereitung am Opernhaus. Ein Teil der Anlagen (Lüftung, Warmwasser, Teile der Heizung) im Opernhaus wurden 1998 saniert oder erneuert. Das Opernhaus selbst stammt von 1905. Die Sanierung des Schauspielhauses samt der dort eingebauten Technik ist wenige Jahre her. In der Folge nun einige Bilder zu den oben angesprochen Themen: Sprinklerzentrale im Schauspielhaus: (Überwiegend für das Schauspielhaus, ein Kreis für das Opernhaus) Kurzbericht zur Begehung 6 Wärmeübergabe, N-energie, Dampf. Für das Gesamtgebäude (Opern- und Schauspielhaus) Zentrale Trinkwarmwasserbereitung Für das Gesamtgebäude (Opern- und Schauspielhaus) Kurzbericht zur Begehung 7 Umformer-Station Dampf zu Niederdruckheißwasser Für das Gesamtgebäude (Opern- und Schauspielhaus) Kurzbericht zur Begehung 8 Sprühflutanlage mit Kreiseinteilung, Nur für das Opernhaus Kurzbericht zur Begehung 9 Hauptlüftungszentrale, Nur für das Opernhaus Abluft im Dachraum, Nur für das Opernhaus Kurzbericht zur Begehung 10 Entrauchungsanlagen im Dachraum, mit Notstromversorgung Nur für das Opernhaus Kurzbericht zur Begehung 11 Eine zusätzliche Begehung fand am 16.12.2015 statt. Hier nahmen Herr Gormanns und Herr Heise vom Staatstheater Nürnberg, sowie Herr Berberich und Herr Lochner von der Stadt Nürnberg teil. Weiters Herr Moises und Herr Ziegler. Es ging hierbei noch um den Bereich der Verwaltung und des Speisesaals, vor allem das Thema Lüftung und Fettabscheider. Anbei hierzu noch einige Bilder. Zuluft Küche und Kantine, (Abluft nur Kantine) Nur für den Bereich Verwaltung Verteilung für Verwaltung und Kantine Nur für den Bereich Verwaltung Kurzbericht zur Begehung 12 Fettabscheider Nur für den Bereich Verwaltung (bzw. Dort die Küche) Aufbau der Bedarfsermittlung 13 4 Aufbau der Bedarfsermittlung Die vorliegende Bedarfseinschätzung ist anlagenspezifisch nach Gewerken gegliedert: • Kostengruppe 410 Abwasser, Wasser, Gasanlagen 411 Abwasseranlagen 412 Wasseranlagen 414 Feuerlöschanlagen • Kostengruppe 420 Wärmeversorgungsanlagen Nicht weiter unterschieden in 421 Wärmeversorgungsanlagen, 422 Wärmeverteilnetze und 423 Raumheizflächen. • Kostengruppe 430 Lufttechnische Anlagen Nicht weiter unterschieden in 431 Lüftungsanlagen, 432 Teilklimaanlagen und 433 Klimaanlagen. • Kostengruppe 470 Nutzungsspezifische Anlagen 477 Kälteanlagen • Kostengruppe 480 Gebäudeautomation Nicht weiter unterschieden in 481 Automationssysteme, 482 Leistungsteile und 483 Zentrale Einrichtung. Die anlagenspezifische Einschätzung wird jeweils mit einem tabellarischen Raumbuchauszug dargestellt. Bei den ermittelten Flächen sind entsprechende Reserven enthalten, da es sich um eine Grobeinschätzung handelt, und somit vermieden werden soll, dass anlagentechnische Einschränkungen beinhaltet sind. Aufbau der Bedarfsermittlung 14 4.1 Abwasseranlagen – KG 411 Nach Lage der Dinge wird die Entwässerung der Dachflächen mit innenliegenden und außenliegenden Fallrohren (Regenwasser) bewerkstelligt. Eine besondere Berück- sichtigung bei den Flächenangaben sollte hier nicht notwendig sein, da die Rohrquerschnitte im Rahmen eines Wettbewerbs und eines Vorentwurfes noch nicht sehr relevant sind. Wir gehen davon aus, dass die Abführung des Regenwassers im Trennsystem in Sicker- einrichtungen auf dem Gelände erfolgt. Die Abführung des Abwassers erfolgt mit Steigleitungen in Schächten, eine überwiegende Abführung im Freispiegelsystem ist zwingend erforderlich. Insoweit Entwässerungsgegenstände unter der Rückstauebene liegen, würden Schmutzwasser- hebeanlagen oder im Falle vom Einbau von WCS‘ unter der Rückstauebene Fäkalienhebeanlagen benötigt. Hier darf aber angenommen werden, dass diese im Rahmen von anderen HLS-Zentralen unterkommen und keine eigenen Technik-Räume hierfür benötigt werden. Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m² Regenwasser KG 411 UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1 m² Regenwasser KG 411 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 4 je 1 m² Regenwasser KG 411 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht Zusätzlich geben wir noch 2 Räume an für innenliegende Fettabscheider, wohl wissend dass diese oftmals auch im Außenbereich unterzubringen sind, dann Vorteile hinsichtlich der Geruchsbelästigung bieten. Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Abwasser KG 411 Fettabscheider UG 2 Technikzentral e 1 30 m² (Fettabscheider) Einbringung 2,3/1,5 m² intensive Wartung Raum 3 m hoch Abwasser KG 411 Fettabscheider UG Verwaltung Technikzentral e 1 30 m² (Fettabscheider) Einbringung 2,3/1,5 m² intensive Wartung Raum 3 m hoch 4.1 Aufbau der Bedarfsermittlung 15 Wasseranlagen - KG 412 Die Trinkwasserversorgung aus dem öffentlichen Netz des regionalen Versorgers wird eigens für das Opernhaus, getrennt, im Untergeschoss eingeführt. Die heutige Versorgung befindet sich in der Ebene 2. UG. Die Versorgung mit Trinkwarmwasser beinhaltet hier auch das Schauspielhaus. Sollte, aus welchem Grund auch immer, der Raum aufgegeben werden, so muss im Rahmen einer Neuordnung auch wieder ein Raum in der folgenden Größe geschaffen werden. Hierbei wäre zu beachten, dass es sinnvoll ist, diesen Raum auf der untersten Ebene zu belassen. Die hier installierte Technik ist ca. 20 Jahre alt, eine Erneuerung ist hieraus bis zum Umbau-Ende sicher ableitbar. Auf eine ordentliche Einbringöffnung wäre besonders zu achten, diese ist heute sicher zu klein. Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Wasser KG 412 Sanitär UG 2 Technikzentrale 1 20 m² (Trinkwarmwasser) Einbringung 2,0/1,5 m² intensive Wartung Raum 3 m hoch Wir wollen hier aber deutlich die Empfehlung aussprechen, das zukünftige Trinkwarmwassersystem zu dezentralisieren. Das schafft Vorteile schon im Umbau (siehe auch entfallende Interimsmaßnahmen), sicher in der Investition und beim Energieverbrauch und vor allen Dingen beim Verbrühschutz und in der Hygiene im Zusammenhang mit Legionellen. In der Regel sieht das so aus, dass man zunächst wirklich nur benötigte Warmwasserzapfstellen installiert, die Anzahl so knapp als möglich bemisst, auch nur dort Warmwasser anbietet, wo man es wirklich braucht. Diese Zapfstellen dann mit elektrischen Durchlauferhitzern (rd. 6 kW) ausstattet, wenn es sich um einzelnen Waschbecken handelt. Bei größeren Anordnungen von z. B. Duschen oder Umkleiden mit mehreren Waschbecken, Duschen.. tendiert man zu sog. Frischwasserstationen, die mittels Wasser-Wasser-Wärmeübertrager mit der Energie von Heizungsumlaufwasser unmittelbar Trinkwarmwasser bereitstellen. Mit derartigen Systemen sind Legionellen kaum mehr zu befürchten. Daneben ist im Gebäude die Schachtsituation für die Verrohrung Trinkkaltwasser, Trinkwarmwasser, und Zirkulation zu beachten. Wie bei Abwasser gilt hier natürlich, dass die Lage noch nicht fixiert werden kann, da nur eine Lage nahe der zu versorgenden Sanitärgegenstände sinnvoll, preiswert und hygienisch ist. Aber dennoch sollte man im Rahmen der Raumbuchs Vorkehrungen hinsichtlich der notwendigen Fläche treffen. Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m² (Trinkwarmwasser) UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1 m² (Trinkwarmwasser) OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 2 je 1 m² (Trinkwarmwasser) OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht Aufbau der Bedarfsermittlung 16 4.2 Feuerlöschanlagen – KG 414 Die Bereiche Bühne und Magazine sind lt. Brandschutzgutachten mit einer Sprühwasserlöschanlage zu schützen. Die restlichen Bereiche hängen an einer normalen Sprinklerzentrale. Die Wasserversorgung ist als 3. Art vorgesehen. Auslegung nach Versammlungsstätte in OH4. Es ist ein Wasserbehälter mit 200 m³ unter Berücksichtigung der Wandhydranten mit 3 x 100 l/min erforderlich. Zusätzlich sind eine Pumpe und ein Druckluftwasserbehälter zu schaffen. Die Sprühwasser-Löschanlage hängt über Bereichsventile an der Sprinkleranlage. Die Bühne ist z. B. in 3 Bereiche aufgeteilt, um Wassermenge zu sparen. Die Sprühwasser-Löschanlage benötigt damit einen sehr langen Verteiler. Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Feuerlöschanl. KG 413 Zentrale + UG 2 Feuerlöschzentrale 1 170 m² Sprinkler/Sprühflut Behälter Einbringung 2,3/1,5 m² intensive Wartung Raum Die Zentrale muss auch statischen Gründen dem Fundament nahe sein, also im UG 2. In Ergänzung sollte die Raumhöhe 3,5 m betragen. Ein günstiges Maß der 170 m² wäre 10 x 17 Meter Hierbei macht der Behälter anteilig bei 3 m Wasserstand dann 70 m² bei 10 x 7 m aus, die Zentrale anteilig dann 100 m² bei 10 x 10 m. Eine hinreichende Versorgung mit Feuerlöschkästen samt Leitungsanbindung ist zu berücksichtigen, die jedoch in der Schärfe des Wettbewerbs noch vernachlässigt werden können. 4.3 Wärmeversorgungsanlagen – KG 420 Die Wärmeversorgung ist heute zweigeteilt. Wie in der Bestandaufnahme kurz dargestellt befindet sich auf der Nordseite des 2. Untergeschoss die Dampfübergabestation. Diese ist augenscheinlich nahe an der Einspeisung von Norden und wird vss. auch in diesem Bereich bleiben müssen, da der Versorger normalerweise keine öffentlichen Leitungen im Gebäude zulassen wird, somit an einer Übergabe unmittelbar an der Außenwand großes Interesse hat. Sollte der Raum aufgegeben werden müssen, so wäre die folgende Fläche auf der Nordseite wieder zu schaffen: Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Wärmeversorgungs- Zentrale UG 2 Dampfübergabe 1 18 m² anlagen KG 420 Nordwand intensive Wartung Raum Aufbau der Bedarfsermittlung 17 Auf eine hinreichende Wärmeabfuhr ist zu achten. Weiters findet die Umformung von Dampf auf Niederdruckheißwasser statt, wie auch eine Umformung auf Reindampf für Befeuchtung. Diese Fläche findet sich heute im 2. UG, wobei hier aus der Umrüstung einer alten Kohle- Kesselanlage heraus ein sehr hoher und großer Raum genutzt wird, der an sich wiederum für die aktuell installierte Technik recht groß ist. Abgesetzt davon ist der Heizverteiler für die Probebühne an einem separaten Ort, in der Mitte des UG 2, untergebracht. Das scheint uns so nur aus der Historie heraus schlüssig, in Zukunft wäre anzuraten, diesen nahe an der Umformer-Station, also eigentlich im gleichen Raum, unterzubringen. Sollte der Raum aufgegeben werden müssen, so wäre die folgende Fläche am besten wieder im UG 2 zu schaffen: Auf eine hirneichende Wärmeabfuhr ist auch hier zu achten. Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Wärmeversorgung- Zentrale UG 2 Dampfumformung 1 80 m² anlagen KG 420 intensive Wartung Raum 4,5 m hoch Die Schachtsituation stellt sich für KG 420 wie folgt dar: Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1,5 m² Verteilung KG 420 UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 4 je 1,5 m² Verteilung KG 420 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne 1 je 1,5 m² Verteilung KG 420 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht 4.4 Lufttechnische Anlagen – KG 430 Das Thema Lufttechnik ist heute durchaus als kritisch zu sehen, die Zentralen sind recht beengt und stark verteilt. Im Og 6 fehlt jeder Brandschutz. Heute verfügt das Gebäude über diese Anlagen: Zentrale 1 – UG 2 Süd:  Anlage 1 Zuschauerraum (nur Zuluft)  Anlage 3 Foyer  Anlage 6 Tonloge  Anlage 7 Beleuchterloge  Anlage 14 Bibliothek und Duschen Zentrale 2 – UG 2 Nord-West:  Anlage 15 Arbeiterbad Aufbau der Bedarfsermittlung 18  Anlage 2 Bühne Separates Gerät -alleinstehend – UG 2 Nord-Ost:  Anlage 16 Tänzerbad Separates Gerät -alleinstehend – UG 2 Mitte:  Anlage 8 Probebühne 2 separate Geräte -alleinstehend – UG 1 Süd – sehr beengt:  Anlage 4 Stimmzimmer 1  Anlage 5 Stimmzimmer 2 Separates Gerät -alleinstehend – OG 4 - Nordost:  Anlage 10 Ballettsaal 1 Separates Gerät -alleinstehend – OG 4 - Mitte:  Anlage 12 Chorsaal „Zentrale“ im Dachraum OG 6:  Anlage 1 Zuschauerraum (Abluft)  Anlage 13 Beleuchterbühne  Anlage --- Entrauchung des Zuschauerraums Separates Gerät - alleinstehend – OG 8 - Nord:  Anlage 9 Musiksaal Separates Gerät - alleinstehend – im UG der Verwaltung:  Anlage Zuluft Küche + Speisesaal – Abluft Speisesaal, im Verbund mit einem Dachablüfter für die Abluft er Küche. Außenluftversorgung: Diese befindet sich verstreut, insbesondere für die Zentrale 1 – UG 2 wird die Luft über einen Ansaugschacht bezogen. Soweit erkennbar werden die Mindestanforderungen an die Höhe der Ansaugöffnung (höher als 3 m über Terrain) hier nicht eingehalten. In jedem Fall wäre es günstiger, gerade Anlagen im Bereich der Bühne und des Saals aus dem Untergeschoss herauszunehmen. Im heutigen Zustand fehlen auch Wärmerück- gewinnungen zum Teil. Die ist auch dadurch begründet, dass z.B. Zu- und Abluft bei der größten Anlage, Zuschauerraum, 6 Geschosse auseinander liegen. Will man nun eine zulässige, hygienisch günstige, Außenluftansaugung gestalten, dann ist hier ebenfalls eine Luftführung im Gebäude nach oben sinnvoll. Daher wirkt sich eine Verlegung von einzelnen Lüftungsanlagen in die oberen Geschosse nicht nachteilig auf die Schachtsituation insgesamt aus. Statisch sind Lüftungsanlagen leichter zu beherrschen, im Übrigen muss damit gerechnet werden, dass mit neuen Vorschriften zur Energieeffizienz die Querschnitte von Lüftungs- anlagen bei gleicher Luftleistung steigen werden, womit die Möglichkeit einer Unterbringung im UG 2 noch schwieriger würde. Das OG 6 bietet sich daher an, hier lässt sich am leichtesten eine große Zentrale gestalten, natürlich sind hier bauliche und statische Maßnahmen erforderlich, insbesondere auch eine hinreichende brandschutztechnische Abgrenzung der Zentrale gegenüber dem Dachraum und dessen Stahl-Tragwerk ist wichtig. Aufbau der Bedarfsermittlung 19 Insbesondere die heute sehr beengt untergebrachten Geräte der Stimmräume könnten dann sicher in das UG 2 verlagert werden, wenn dort wieder Flächen frei würden. Die räumliche Angliederung von Geräten direkt an Bereiche wie Musiksaal, Ballsaal öä. ist im Sinne von kurzen Wegen sinnvoll. Die funktionale Zusammenfassung einiger Anlagen ist sicher auch prüfenswert, eben die Umwandlung in z.B. 3 Anlagen in eine Anlage mit 3 Nachbehandlungszonen oä. Weiters ergab sich bei der 2. Besichtigung das Thema Lüftung im Bereich Verwaltung, konkret eine RLT-Anlage für die Kantine (Küche und Speiseraum) sowie eine geregelte Be- und Entlüftung der Büros. Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Lüftungsversorgung 1 Zentrale UG Verwaltung Neue Zentrale 1 60 m² Kantine und Büros oder 4,5 m hoch 2 Einzel- KG 430 aufstellungen intensive Wartung Raum Auch hier wäre nun die Schachtsituation hinreichend zu lösen, wobei allerdings eine nahe Anbringung der Geräte am Nutzungsbereich deutlich helfen sollte. Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 11 je 4 m² KG 430 UG 1 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 6 je 4 m² KG 430 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne 1 2 m² KG 430 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Lüftungsversorgung Zentralen UG 2 Einzelgeräte 3 28 m² Aufstellräume und OG 4 Einzelgeräte 2 20 m² mit Entrauchungs- Einzel- OG 4-5 Einzelgeräte 1 20 m² Anlage aufstellung OG 6 Neue Zentrale 1 300 m² 4,5 m hoch KG 430 OG 8 Einzelgeräte 1 15 m² intensive Wartung Raum Aufbau der Bedarfsermittlung 20 4.5 Kälteanlagen – KG 477 Die heutige Versorgung mit Kälte für das Opernhaus wird aus der neuen Zentrale des Schauspielhauses übernommen. Am Tag der Begehung wurde auch dieser Raum in Augenschein genommen. Die Zentrale ist praktisch neuwertig, verfügt über 3 Kompressionskältemaschinen mit insgesamt rund 850 kW Kälteleistung, davon geht ein Anteil von ca. 300 - 400 kW in das Opernhaus. Ohne Zweifel wird dies für die zukünftige Anforderung an Kälte im Opernhaus nicht mehr ausreichen, wie auch die neue Zentrale nicht mehr erweiterbar ist. Als Basiskonzept sollte eine 2. Zentrale angedacht werden, die wiederum im Verbund mit der bisherigen Zentrale steht. Diese sollte in einer ersten Schätzung eine Leistung von rd. 500 kW aufweisen, wobei hier grundsätzlich 2 Möglichkeiten der Kälteerzeugung möglich wären: 1. Wiederum mit Kompressionskältemaschinen ( z.B. 2 Stück mit je 250 kW) 2. Einsatz einer dampfbetriebenen Absorptionskältemaschine, in unseren Augen in der Kombination die bessere, weil CO2-sparendere und hinsichtlich der Betriebskosten günstigere Lösung. Die Dampfversorgung ist vorhanden und ließe sich im Sommer zu günstigen Preisen für die Erzeugung von Kälte nutzen. Eine entsprechende Verhandlung mit N-energie vorausgesetzt. Die beiden Zentralen laufen im Verbund und die Absorptionskältemaschine in der Grundlast. Bei der Unterbringung der Kältemaschine geht es um Gewicht und Geräusche (zumindest bei der Kompressionsmaschine), daher wäre eine Unterbringung im Bereich des UG 2 zu bevorzugen. Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Kälteerzeugung Kältezentrale UG 2 Kälteerzeugung 1 80 m² KG 477 Verteilung Kältemaschine Raum 4,5 m hoch Anders die Rückkühlung, die freien Zugang zur Außenluft benötigt und daher am besten im Bereich des Dachraums Unterbringung finden sollte. Hier wäre auf eine Hilfskonstruktion zur Ablastung auf Wände zu achten. Ersatzweise wäre durchaus auch eine freie Aufstellung möglich, fraglich natürlich, ob sich eine derartige Groß-Konstruktion mit dem optischen Erscheinungsbild und dem Denkmalsschutz in Einklang bringen lassen. Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Kälteerzeugung Kältetechnik Dachraum OG 6 Rückkühlung 1 140 m² KG 477 Raum 4,5 m hoch Aufbau der Bedarfsermittlung 21 4.6 Gebäudeautomation – KG 480 Die Anlagen zur Gebäudeautomation sind jeweils bei den relevanten Zentralen berücksichtig. Nicht jedoch eine Leitzentrale zur Überwachung der Gesamtanlage, dieser Raum gilt als Arbeitsplatz, mit Dauerbelegung, und muss daher hinreichend belüftet und belichtet sein. Eine Unterbringung im Bereich der technischen Verwaltung wäre sinnvoll. In jedem Fall wäre ein solcher Raum vorzuhalten bzw. im Wettbewerb zu fordern. 4.7 Interimsmaßnahmen Besondere Erwähnung von Interimsmaßnahmen: Wir wollen deutlich darauf hinweisen, dass im Rahmen der Sanierung des Opernhauses Interimsmaßnahmen zu schaffen sind, da Technikzentralen im Opernhaus heute Versorgungen im Schauspielhaus übernehmen, im Einzelnen: Kostengruppe 410 Abwasser, Wasser, Gasanlagen 411 Abwasseranlagen Hier sollten nur geringe Überschneidungen vorhanden sein, die sich mit überschaubarem Aufwand trennen lassen, vor allem im räumlichen Grenzbereich der Sanierung zum Schauspielhaus. 412 Wasseranlagen Da mehrere Kaltwassereinspeisungen vorhanden sind, kein großer Aufwand. Im Rahmen des Umbaus muss jedoch eine provisorische Versorgung des Schauspielhauses für Trinkwarmwasser eingerichtet werden. Hier stellt sich aber deutlich die Frage, ob hier nicht im Rahmen der Dezentralisierung von Trinkwarmwasser gleich vorbereitend im Schauspielhaus begonnen wird und eine oder mehrere Frischwasserstationen dann gleich für die Zukunft bleiben und das Provisorium somit entfallen kann. 414 Feuerlöschanlagen In diesem Bereich gibt es nur einen Verteiler-Anschluss des Opernhauses an der Sprinkleranlage des Schauspielhauses. Dieser wird demontiert, man kommt ohne Interimsmaßnahme aus. Kostengruppe 420 Wärmeversorgungsanlagen Dieser Bereich ist dahingehend problematisch, das sowohl Niederdruckheißwasser für Heizzwecke, also auch Reindampf für die Befeuchtung aus dem Opernhaus kommen und das Schauspielhaus mitversorgen. Das wird vss. auch in Zukunft so sein, was bedeutet, dass in der Bauzeit eine provisorische Versorgung der beiden Medien eingerichtet werden müsste. Sowohl eine mobile Lösung (Container), als auch die Einrichtung einer Interimszentrale außerhalb des Umbaubereichs wären denkbar. Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Gebäudeautomation Leitzentrale ab EG Arbeitsplatz 1 10 m² KG 480 Verwaltung Raum Aufbau der Bedarfsermittlung 22 Kostengruppe 430 Lufttechnische Anlagen Dieser Bereich ist unproblematisch, da die lufttechnischen Anlagen immer Bezug zum versorgten Gebäude ohne erkennbare Überscheidungen haben. Kostengruppe 470 Nutzungsspezifische Anlagen 477 Kälteanlagen Da die Kälteanlagen über dem Schauspielhaus untergebracht sind und von hier eine Mit- Versorgung des Opernhauses erfolgt, ist lediglich der Abschluss der relevanten Kältekreise ohne jedes Provisorium notwendig. Kostengruppe 480 Gebäudeautomation 481 Automationssysteme, 482 Leistungsteile und 483 Zentrale Einrichtung. Auch hier ist mit den entsprechenden Schaltschränken der Bezug zwischen Anlage und Automationssystem räumlich gegeben. Ein Weiterbetrieb der verbleibenden Anlagen im Schauspielhaus ist sicher möglich unter Abkoppelung der Anlagen im Opernhaus. Die zentrale Einrichtung (Leitrechner…) muss natürlich umgesetzt und hinsichtlich Anverkabelung, Software und Parametrierung angepasst werden. 4.8 Ausblick weitere Technik Im Bereich eines Theaters fallen hohe Stromkosten an, bei deutlichen Strom-Grundlasten. Dies wäre der klassische Einsatzbereich eines BHKW’s, also der gemeinsamen Erzeugung von Wärme und Strom in einer Motor-Generator-Kombination. Basis ist hier jedoch der Brennstoff Erdgas. Hierdurch ergeben sich Kostensenkungen und meist auch Senkungen des Primärenergiebedarfs. Weiters wäre damit natürlich eine Senkung der Wärmeabnahme aus dem Dampfnetz verbunden, die jedoch z. B. durch Einkauf von Dampf für eine Absorptionskältemaschine wieder ausgeglichen werden könnte. Grundsätzlich lassen sich heute Aggregate mit Vollkapselung einsetzen, die hinsichtlich Geräuschentwicklung keine Probleme machen. Aus statischen Gründen sollte aber eine Aufstellung im untersten Geschoss bevorzugt werden. Wir empfehlen zumindest die Vorprüfung eines solchen Vorhabens schon frühzeitig. Im Rahmen der Planung wird diese Frage sicher früher oder später gestellt werden. Zusammenfassung 23 5. Zusammenfassung Nachfolgend die die in den einzelnen Kapitel ausgewiesenen Flächen nochmals zusammengestellt: Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m² Regenwasser KG 411 UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1 m² Regenwasser KG 411 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 4 je 1 m² Regenwasser KG 411 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Abwasser KG 411 Fettabscheider UG 2 Technikzentrale 1 30 m² (Fettabscheider) Einbringung 2,3/1,5 m² intensive Wartung Raum 3 m hoch Abwasser KG 411 Fettabscheider UG Verwaltung Technikzentrale 1 30 m² (Fettabscheider) Einbringung 2,3/1,5 m² intensive Wartung Raum 3 m hoch Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Wasser KG 412 Sanitär UG 2 Technikzentrale 1 20 m² (Trinkwarmwasser) Einbringung 2,3/1,5 m² intensive Wartung Raum 3 m hoch Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m² (Trinkwarmwasser) UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1 m² (Trinkwarmwasser) OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 2 je 1 m² (Trinkwarmwasser) OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Feuerlöschanl. KG 413 Zentrale UG 2 Feuerlöschzentrale 1 170 m² Sprinkler/Sprühflut Einbringung 2,3/1,5 m² intensive Wartung Raum Innenmaß Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Wärmeversorgung- Zentrale UG 2 Dampfübergabe 1 18 m² anlagen KG 420 Nordwand intensive Wartung Raum Zusammenfassung 24 Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Wärmeversorgung- Zentrale UG 2 Dampfumformung 1 80 m² anlagen KG 420 intensive Wartung Raum 4,5 m hoch Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1,5 m² Verteilung KG 420 UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 4 je 1,5 m² Verteilung KG 420 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne 1 je 1,5 m² Verteilung KG 420 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Lüftungsversorgung Zentralen UG 2 Einzelgeräte 3 28 m² Aufstellräume und OG 4 Einzelgeräte 2 20 m² mit Entrauchung Einzel- OG 4-5 Einzelgeräte 1 20 m² aufstellung OG 6 Neue Zentrale 1 300 m" 4,5 m hoch KG 430 OG 8 Einzelgeräte 1 15 intensive Wartung Raum Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Lüftungsversorgung 1 Zentrale UG Verwaltung Neue Zentrale 1 60 m² Kantine und Büros oder 4,5 m hoch 2 Einzel- KG 430 aufstellungen intensive Wartung Raum Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 11 je 4 m² KG 430 UG 1 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 6 je 4 m² KG 430 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne 1 2 m² KG 430 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Kälteerzeugung Kältezentrale UG 2 Kälteerzeugung 1 140 m² KG 477 Verteilung Kältemaschine Raum 4,5 m hoch Zusammenfassung 25 Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Kälteerzeugung Kältezentrale Dachraum OG 6 Rückkühlung 1 90 m² KG 477 Verteilung Raum 4,5 m hoch Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Gebäudeautomation Leitraum ab EG Arbeitsplatz 1 10 m² KG 480 Verwaltung Raum Zusammenfassung 26 Im Folgenden nun nochmals die Zuordnung der Flächen zu einzelnen Geschossen oder Gruppen von Geschossen: Geschoss UG 2 Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m² Regenwasser KG 411 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wasser KG 412 Sanitär UG 2 Technikzentrale 1 20 m² (Trinkwarmwasser) Einbringung 2,3/1,5 m² intensive Wartung Raum 3 m hoch Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m² (Trinkwarmwasser) verteilt Zugänglichkeit Schacht Feuerlöschanl. KG 413 Zentrale UG 2 Feuerlöschzentrale 1 170 m² Sprinkler/Sprühflut Einbringung 2,3/1,5 m² intensive Wartung Raum Innenmaß Wärmeversorgung- Zentrale UG 2 Dampfübergabe 1 18 m² anlagen KG 420 Nordwand intensive Wartung Raum Wärmeversorgung- Zentrale UG 2 Dampfumformung 1 80 m² anlagen KG 420 intensive Wartung Raum 4,5 m hoch Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1,5 m² Verteilung KG 420 verteilt Zugänglichkeit Schacht Lüftungsversorgung Zentralen UG 2 Einzelgeräte 3 28 KG 430 intensive Wartung Raum Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 8 je 4 m² KG 430 verteilt Zugänglichkeit Schacht Kälteerzeugung Kältezentrale UG 2 Kälteerzeugung 1 115 m² KG 477 Verteilung Kältemaschine Raum 4,5 m hoch Geschosse UG 1 bis OG 2 Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m² Regenwasser KG 411 UG 1 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m² (Trinkwarmwasser) UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1,5 m² Verteilung KG 420 UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 8 je 4 m² KG 430 UG 1 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht Gebäudeautomation Leitraum ab EG Arbeitsplatz 1 10 m² KG 480 Verwaltung nur ein Geschoss Raum Zusammenfassung 27 Geschosse OG 3 - OG 5 Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1 m² Regenwasser KG 411 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 4 je 1,5 m² Verteilung KG 420 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht Lüftungsversorgung Einzelaufstellung OG 4 Einzelgeräte 2 20 m² KG 430 Geräte intensive Wartung Raum Lüftungsversorgung Einzelaufstellung OG 4-5 Einzelgeräte 1 20 m² KG 430 Geräte intensive Wartung Raum Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 6 je 4 m² KG 430 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht Geschosse OG 6 - OG 10 Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 4 je 1 m² Regenwasser KG 411 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 2 je 1 m² (Trinkwarmwasser) OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne 1 je 1,5 m² Verteilung KG 420 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht Lüftungsversorgung Zentrale nur OG 6 Neue Zentrale 1 300 m² KG 430 intensive Wartung Raum Lüftungsversorgung Einzelaufstellung nur OG 8 Einzelgeräte 1 15 m² KG 430 Geräte intensive Wartung Raum Kälteerzeugung Kältezentrale Dachraum OG 6 Rückkühlung 1 120 m² KG 477 Verteilung nur OG 6 Raum 4,5 m hoch Zusammenfassung 28 Zusammenstellung nach einzelnen Geschossen, unterschieden in Schächte und Räume Geschoss Art Anzahl Fläche Art Anzahl Fläche UG 2 Schächte 58 87 m² Räume 8 517 m² UG 1 Schächte 61 84 m² Räume 0 90 m² EG Schächte 61 84 m² Räume 0 OG 1 Schächte 61 84 m² Räume 1 10 m² OG 2 Schächte 61 84 m² Räume OG 3 Schächte 20 40 m² Räume 0 OG 4 Schächte 20 40 m² Räume 2 40 m² OG 4-5 Schächte 20 40 m² Räume 1 20 m² OG 5 Schächte 20 40 m² Räume 0 OG 6 Schächte 7 7,5 m² Räume 3 420 m² OG 7 Schächte 7 7,5 m² Räume 0 OG 8 Schächte 7 7,5 m² Räume 1 15 m² OG 9 Schächte 7 7,5 m² Räume 0 OG 10 Schächte 7 7,5 m² Räume 0 Summe: Schächte (417) 621 m² Räume 16 1.112 m² Hierbei wäre nun zu beachten, dass die Fläche der Schächte auf die Geschosse bezogen ist, d.h. die Summe addiert auch durchgehende Schächte, mehrmals, eben einmal je Geschoss. Aus dem Bestandraumbuch Stand 15.10.15 wurden nun alle Technikflächen ermittelt, wobei hier Schächte kaum enthalten sind, da oft in Wände integriert. Der relevante Technikbereich wurde auf den hier ermittelten Bereich bezogen, also HLS-Technik. Im Bestand incl. der Verwaltung ergibt sich eine Fläche von 670 m², wobei man nicht ausgewiesene Schächte mit rd. 250 m² dazu schätzen darf. Dem gegenüber ist unsere Ermittlung in beiden Bereichen etwa verdoppelt. Angesichts der teilweisen Enge in den Technikräumen und dem nicht mehr zeitgemäßen technischen Zustand erscheint dies schlüssig. 6. Anlagen 29 6. Anlagen 6.1 Vermerk vom 23.10.2015 Beiliegend nun der Vermerk vom 23.10.2015. 'heform ImmobilienManagement Bericht Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen als Grundlage für die Erarbeitung einer Projekt-Profil-Definition Staatstheater Nürnberg l PPD Oper Nürnberg 18. Dezember 2012 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Auftraggeber Staatstheater Nürnberg Richard-Wagner-Platz 2-10 90443 Nürnberg Kontakt / Ansprechpartner H.-Peter Gormanns Technischer Direktor peter.gormanns@staatstheater.nuernberg.de Auftragnehmer rheform - lmmobilienManagement GmbH Herzogspitalstraße 8 D - 80331 München Kontakt / Ansprechpartner Axel Müller Projektleitung axel.mueller@rheform.de rheform 18/12/2012 Opemhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Opernhaus Nürnberg Zum Projekt Rahmenbedingungen Strukturelle Grundlagen Fazit Inhalt Auftrag ...........................................................3 Gebäudehistorie ...........................................5 Gebäudenutzung ...........................................6 Fremdnutzungen ............................................7 Nutzungsarten und -zeiten .............................8 Definition Planungsgrenzen ............................9 Schnittstellen ................................................ 10 Tangierende Planungen ................................ 11 Übersicht Nutzungsbereiche ........................ 13 Übersicht Nutzergruppen .............................. 14 Nutzungsbereiche Hinterhaus ...................... 15 Personal Hinterhaus ..................................... 16 Funktionsdefizite Hinterhaus ........................ 17 Flächendefizite Hinterhaus ........................... 18 Nutzungsbereiche Vorderhaus ..................... 19 Personal Vorderhaus ....................................20 Funktionsdefizite Vorderhaus .......................21 Nutzungsbereiche LeitungNerwaltung .........22 Personal LeitungNerwaltung ........................23 Defizite LeitungNerwaltung ..........................25 Opernball ...................................................... 26 Handlungsempfehlung ..................................27 rheform 18/12/2012 2 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Zum Projekt Auftrag Das Opernhaus Das Staatstheater Nürnberg ist das größte Dreisparten-Haus in Bayern und eines der größten Theater Deutsch lands. Das Opernhaus wurde 1905 erbaut und gehört zu den wenigen Bühnen, die nach dem Ende des Krieges erhalten geblieben sind. Bei allen Sanie- rungsmaßnahmen, die im Laufe der Zeit durchgeführt wurden, stand die Erhaltung bzw. die Wiederherstellung des Originalbestandes im Vorder- grund, ungeachtet der Tatsache, dass sich seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts die künstlerischen und betrieblichen Anforderungen grundlegend verändert haben. Der Wandlungsprozess von der Kulisse zum plastischen Bühnenbild er- weist sich im Opernhaus als äußerst schwierig, da es keine Seitenbühne und nur eine kleine rückwärtige Bühnenerweiterung gibt. Diese eignet sich aufgrund ihrer geringen Tiefe weder zu einem schnellen Szenenwechsel noch zur Vorbereitung des Dekorationsaufbaus. Ein Verschieben der Deko- rationsaufbauten nach links und rechts, wie in Häusern dieser Größenord- nung üblich und für einen wirtschaftlichen Betrieb notwendig, ist nicht mög- lich. Der technische Betrieb auf der Opernbühne ist daher nur mit großem personellen Aufwand möglich und verhindert eine dringend notwendige Er- höhung der Spielfrequenz. Große Opernproduktionen mit entsprechender Ausstattung sind so gut wie ausgeschlossen. Sanierungsbedarf Es ist daher geplant das Opernhaus zu sanieren, so dass es den heutigen Anforderungen an einen zeitgemäßen Betrieb genügt. In diesem Zusammenhang ist es insbesondere erforderlich, die Gebäude hinsichtlich des Brandschutzes auf den heutigen Standard zu ertüchtigen. Darüber hinaus sollen mit der Sanierung vor allem nachhaltige Qualitäten verwirklicht werden. Arbeitsschritte Als Grundlage für die in diesem Zusammenhang zu führenden Diskussio- nen und damit einhergehenden Entscheidungserfordernissen wurde die rheform lmmobillienamangement GmbH beauftragt, durch Definition der strukturellen Planungsgrundlagen die Grundlage für eine Projekt-Profil- Definition zu schaffen. Vorschlag zur Auf diese Leistung aufbauend, kann in einem weiteren Schritt das Funkti- weiteren onsprogramm beschrieben und anschließend ein umzusetzendes Raum- Vorgehensweise programm erarbeitet werden. Die lnteressen des Nutzers, des Bauherren und des künftigen Betriebes können dabei kontinuierlich Berücksichtigung finden. Parallel hierzu sollte die bauliche Analyse der Bestandsgebäude erfolgen, um die Grundlagen möglicher Gebäudekonzeptionen beschreiben zu können. Entsprechende Leistungen wurden in Teilbereichen bereits beauftragt (Brandschutzbewertung) bzw. werden durch die Stadt Nürnberg noch beauftragt/durchgeführt. Ziel Ziel ist es, aus der Beschreibung der Anforderungen des Nutzers hinsicht- lich Quantitäten/Qualitäten und der zu erarbeitenden Konzeptplanung abschließend ein hinreichendes Sanierungsbudget zu identifizieren. rheform 18/12/2012 3 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Rahmenbedingungen Strukturelle Grundlagen rheform 18/12/2012 4 Opernhaus Nürnberg Definition StruktureHe Planungsgrundlagen Rahmenbedingungen Gebäudehistorie Planung & Bau Die Anfänge des Opernhaus Nürnberg reichen zurück bis in die späten Jahre des 19. Jahrhunderts. Der ersten Entwurf für ein neues Theater, ge- fertigt vom Berliner Theaterarchitekten Heinrich Seelig, datiert aus dem Jahr 1898. Das Opernhaus wurde am 1. September 1905 eröffnet und gait als einer der modernsten Theaterbauten seiner Zeit, insbesondere was die Ausstattung mit Elektrizität, Heizungsanlagen und Bühnentechnik angeht. Nach starken Beschädigungen des Hauses im 2. Weltkrieg wurde das äu- ßere Erscheinungsbild rekonstruiert und wieder aufgebaut, die lnnenraum- gestaltung jedoch nur in schlichter Form wiederhergestellt. Denkmalschutz Das Opernhaus ist in der Liste der Baudenkmäler des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege unter der Nummer D-5-64-000-1649 eingetragen. Sanierungs- maßnahmen Generalsanierung Schauspielhaus und Kammerspiele 1989 wurde mit umfangreichen Sanierungsmaßnahmen begonnen. Neben einer Asbestsanierung erfolgten auch Maßnahmen zur Sanierung der Ba- lustrade der Ostfassade und die Errichtung der Laterne über dem Bühnen- haus. Von 1991 bis 1996 erfolgten sukzessive weitere Sanierungsmaßnah- men mit der Erneuerung der Werkstätten und Probenräume, dem Einbau neuer Sanitäranlagen im Besucherbereich, der Renovierung der Fassaden und der Rekonstruktion der Bronzefiguren im Ostgiebel. 1998 erfolgten Maßnahmen im lnnenraum u.a. mit Entkernung des Zu- schauerraums und Erneuerung der Klimaanlage, sowie eine Neugestaltung der Kassenhalle, der Wandelgänge und des Foyers. lm Zuge dieser Maß- nahmen war das Haus insgesamt nur achteinhalb Monate gesperrt und konnte im Herbst 1998 wiedereröffnet werden. Bei allen Sanierungsmaßnahmen, die im Laufe der Zeit durchgeführt wur- den, stand jedoch die Erhaltung bzw. die Wiederherstellung des Originalbe- standes im Vordergrund, ungeachtet der Tatsache, dass sich seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts die künstlerischen und betriebli- chen Anforderungen grundlegend verändert haben. Bislang nicht durchge- führt wurden Anpassungen an die aktuellen Brandschutzanforderungen so- wie eine Sanierung der Obermaschinerie, welche derzeit sukzessive durch das Staatstheater erneuert wird. Der technische Betrieb auf der Opernbühne ist nur mit großem personellem Aufwand möglich und verhindert eine dringend notwendige Erhöhung der Spielfrequenz. Große Opernproduktionen mit entsprechender Ausstattung sind so gut wie ausgeschlossen Das direkt an die Oper grenzende Schauspielhaus (mit Kammerspiele) wurde 1959 erbaut und - mit Teilen der Verwaltung - in den Jahren 2008 bis 2010 generalsaniert. Neben dem Abriss und Neubau der Foyers, des Ein- gangsbereiches und der Erneuerung der Zuschauerräume wurden insbe- sondere die Fassade, die Bühnen- sowie weite Teile der Gebäudetechnik auf einen aktuellen technischen stand gebracht. Die Wiedereröffnung des Schauspielhauses erfolgte am 17. Oktober 2010. rheform 18/12/2012 5 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Sparten und Veranstaltungen Spielstätten Sonder- veranstaltungen Rahmenbedingungen Gebäudenutzung Im Opernhaus Nürnberg sind folgende Sparten mit ihren abendlichen Veranstaltungen vertreten Oper / Musiktheater Ballett Konzert (Staatsphilharmonie) Es ist davon auszugehen, dass diese Veranstal- tungsarten im Wesentlichen auch die künftige Ausrichtung des Hauses bestimmen werden, wobei ggf. eine zunehmende "Technisierung" der Inszenierungen zu berücksichtigen ist. Im Opernhauses Nürnberg stehen insgesamt zwei Spiel- bzw. Veranstal- tungsstätten zur Verfügung: Neben der Opernbühne mit Zuschauersaal und einer Besucherkapazität von ca. 1.050 Personen steht im oberen Foyer der Gluck-Saal, ein separat abtrennbarer Veranstaltungsraum mit einer Besucherkapazität von bis zu 199 Personen für kleinere Veranstaltun- gen (Musik- und Sprechveranstaltungen), z.B. Matineen, Tanztees, Lesun- gen, Einleitungen bei Premieren, etc. zur Verfügung. Ferner wird der Gluck-Saal, wie auch die Umgänge vom Parkett bis zum 3. Rang, während der Vorstellungspausen für die Foyergastronomie und als Ausstellungsfläche genutzt. Bei Veranstaltungen auf der Opernbühne findet keine parallele Nutzung des Gluck-Saals statt. Diese beschränkt sich auf die vorstellungsfreie Zeit (z.B. während der Proben). Folgende Veranstaltungen des Staatstheaters finden regelmäßig statt: ▪ Nürnberger Opernball (3.500 Besucher; jährlich) i i Internationale Gluck-Opern-Festspiele (alle zwei Jahre) • Neujahrskonzert (jährlich) Veranstaltungszahl Im Opernhaus finden derzeit (Spielzeit 2011/12) 200 Termine/Jahr statt, der Glucksaal wird für gesamt 50 Veranstaltungen/Jahr genutzt (jeweils inklusi- ve Fremdnutzungen). rheform 18/12/2012 6 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Vermietungen Fernseh- übertragungen Rahmenbedingungen Fremdnutzung Ferner wird das Opernhaus auch Fremdnutzern im Rahmen veranstal- tungsspezifischer Vermietungen zur Verfügung gestellt. Dies erfolgt alle zwei Jahre zur Verleihung des Menschenrechtspreises der Stadt Nürnberg und in unregelmäßigen Abständen für weitere verschiedenste Veranstaltun- gen. Die Möglichkeit der Vermietung besteht dabei sowohl für das komplette Haus, als auch auf den Gluck-Saal beschränkt, und umfasst jeweils auch die erforderliche Technik sowie das zugehörige Personal. Aus der Vermie- tung an Fremdnutzer entstehen (im Gegensatz zum Opernball) keine be- sonderen Anforderungen an Räume und Technik. Aktuell (Spielzeit 2011/12) erfolgen jährlich 8 Vermietungen des Opern- hauses und 24 des Glucksaals. Hauptmieter sind derzeit: NürnbergMusik Damenclub zur Förderung der Oper Philharmonie Nürnberg e.V. In wie weit (Teil-)Bereiche des Hauses zur besseren Akquisition potentieller Fremdnutzer künftig eine multifunktionale Ausrichtung aufweisen sollen, ist im Rahmen der weiteren Abstimmungen zu klären. Die verschiedensten Veranstaltungsarten werden im Fernsehen übertra- gen. Die hierfür bestehenden Anforderungen an Flächen und Technik im Opernhaus (und im Außenbereich) sind zu berücksichtigen. rheform 18/12/2012 7 N utzu n gsze ite n =1, =-61A Theaterferien Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundiagen 1, - Web...2012.14 en. mmunen•-,Innenteelyreonmeeßi. ea. einface Ihre Suche M N Nl e Ore. Sprelpten Dezember 2012 13.12. 811.1111.0.1rn PlulhannOnlieh .11Chter der 6I063.11. bS*RnurnentsurcInse La 11631du 4fibuo. 12.12. 13.12. ummustea 14.12. 15.12 16.12 Akta Reementsrochten La fille du niernent 1•30.1.0i.enenes Ç.US* 17 9 04420 ,ro • - • • - • Nutzungsprofil_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ •• ‹22. <25 InierVerk...,.." 4heo ran-14727 =7P:ea B. 90.4 Der routudour • Ir trovatort 22, 11141.nrOpenvum 9 . weer, Rahmenbedingungen Nutzungsarten und -zeiten Neben der Fremdnurtung lässt sich die Gebäu- denutzung im Wesentlichen in zwei unterschiedli- che Nutzungsprofile bzw. -arten unterteilen: Probe (ohne Nutzung des Vorderhauses) Vorstellung (gesamtes Gebäude) Die Kernnutzungszeit der Oper geht von ca. 6.00 Uhr bis ca. 24.00 Uhr. Probenbetrieb auf Haupt- und Probebühnen findet von 9 - 15 Uhr statt. In der Regel dauern Proben von ca. 10 - 13 Uhr (bei Bedarf bis 14 oder 15 Uhr); Vorbereitung der Beleuchtung ca. 9 - 10 Uhr. Veranstaltungsbetrieb von ca. 19.30 Uhr (Vorstellungsbeginn) bis 22.30 Uhr (Vorstellungsende). Die Foyergastronomie steht Besuchern vor und nach der Vorstellung, sowie in Vorstellungspausen zur Verfügung. Die Verwaltung ist in der Regel von 7.00 - 17.00 Uhr besetzt. Die Öffnungszeiten der Kantine betragen 9.00 - 15.00 Uhr und 17.00 - 23.30 Uhr. Für die unterschiedlichen Personengruppen kann von folgenden Zeitfenstem ausgegangen werden: Ensembles und künstlerische Leitung 9.00 - 23.00 Uhr Bühnenservice und Technik 7.00 - 24.00 Uhr Reinigung/Magazin Die Gebäudereinigung erfolgt in der Regel morgens, ab 6.00 Uhr, vor und nach den Proben sowie - bei Bedarf - nach dem Aufbau für die Abend- veranstaltung sowie nach Vorstellungsende. Für das Magazin Oper, das derzeit auch als Durchgang zum Magazin Schauspielhaus fungiert, muss die Möglichkeit einer Anlieferung "Rund um die Uhr" gegeben sein. Die Gebäudenutzung derfolgt grundsätzlich ganzjährig, wobei - parallel zu den Sommerferien in Bayern - die sog. "Theaterferien" mit einer redu- zierten Nutzung zu berücksichtigen sind: In diesem Zeitraum findet kein Spiel und Probenbetrieb statt, auch der Ver- waltungsbetrieb erfolgt in reduzierter Form. Die Theaterferien werden inse- besondere genutzt, um Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie kleinere Umbauten und/oder Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. rheform 18/12/2012 8 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Hinterhaus inkl. Magazin Rahmenbedingungen Definition Planungsgrenzen Vorderhaus - _ _ "%I LeitungNerwaltung \20 " Aar,- tec__Le_o ietz n. Tiefgarage 1_7 _ rw te\ 2 1-1 r - 1 1 L-- J 1" r — erfu Aibeä I Planungsbereich Opernhaus Schauspielhaus Definition Nutzungsbereich - Planungsgrenzen Gegenstand der Betrachtung für diesen Planungsschritt sind alle nicht sanierten Gebäudeteile des Staatstheaters. Hierbei entstehen organisatoh- sche und räumliche Schnittstellen zum angrenzenden Schauspielhaus. Für die weitere Bearbeitung teilen wir den Planungsbereich Opernhaus in drei Teile Vorderhaus, Hinterhaus (inkl. Magazin), LeitungNerwal- tung. Abgrenzung Im Zuge der bisherigen Nutzungshistorie und der vergangenen Baumaß- ausgelagerte nahmen wurden einzelne Nutzungsbereiche und Räumlichkeiten ausgela- Nutzungen gert. Dies betrifft insbesondere die Dekorationswerkstätten. Im Opernhaus sind lediglich Kleinwerkstätten verblieben, die im Wesentlichen für erforder- liche Reparaturarbeiten ausgelegt sind (z.B. Schlosserei, Schreinerei). Darüber hinaus nutzt das Staatstheater eine externe Probebühne. Die ausgelagerten Nutzungen werden im-Rahmen dieser Projektphase nicht betrachtet. rheform 18/12/2012 9 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgruncllagen gemeinsame Nutzungen 4 1 0 :Opernhaus Schauspielhaus Richard-Wagner-Platz • Anlieferung ▪ Zugang Schnittstellen zum Schauspielhaus Richard-Wagner- Platz Schnittstellen zu Außenstandorten Rahmenbedingungen Schnittstellen _ - - - _ Haupteingang»e ^ e--P An I ieferung Gebäudebetrieb/Kantine P . Bühneneinaa'na Verwaltung 7' L Eg• _ Kantine Außenstandorte Werkstätten Probebühne Lager Anlieferung Magazin + Bühne Orchesterproberäume 7 ) IL ,, I ' rtzt) „ctl '21-,at,Z1 919 \/. j -Idigarago 1 ;_7-Idigarago —I — t _ _ r LJ etterfer Antier r I L j i _ lm Zusammenhang mit der Regelnutzung des Gebäudes sind folgende Schnittstellen zu berücksichtigen: lm angrenzenden generalsanierten Schauspielhaus sind Teile derVerwal- tung (z.B. Technik, Hausbetriebsdienst) untergebracht, die organisatorisch auch für die Oper zuständig sind. Dies gilt auch für die Proberäume des Orchesters. Demgegenüber sind im unsanierten, der Oper zugeordneten Verwaltungsbereich Nutzungen angesiedelt, die organisatorisch dem Schauspielhaus zuzuordnen sind (z.B. Spartenleitung) bzw. auch vom Per- sonal des Schauspielhauses genutzt werden (z.B. Kantine). Darüber hinaus erfolgt die Anlieferung des Schauspielhauses über den Außenaufzug und das Magazin der Oper. Reparaturwerkstätten und ausge- lagerte Werkstätten für Bühnenbilder und Dekoration bedienen Oper und Schauspielhaus. Der Vorplatz (Richard-Wagner-Platz) ist Bestandteil des Fluchtweg- konzeptes beider Spielorte sowie der gegenüberliegenden Agentur für Arbeit. Der Platz wird als Ergänzungsfläche für den Opernball (Zeltaufbau) genutzt. lm Bereich des Bühneneinganges sind Stellplätze (P) für theaterei- gene Fahrzeuge angeordnet. Ferner befindet sich hier die zentrale Müll- sammelstelle für die Oper und das Schautpielhaus. Ein eigener Betriebs- hof ist derzeit nicht vorhanden. Weitere Schnittstellen bestehen zu den ausgelagerten, gemeinsam genutz- ten Dekorationswerkstätten, externe Probebühne und Lagerflächen (für Möbel, Dekoration, Requisite). C rheform 18/12/2012 10 0 pern haus Nürn berg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Konzeptplanung " Neustrukturierung Bühnen- und Maga- zinbereich" Schwachstellen- analyse Brandschutz ÖPPWerkstätten Wettbewerb Theaterplatz, Sanierung Theater- parkhaus Rahmenbedingungen Tangierende Planungen Durch das Staatstheater wurde 2010 eine Konzeptplanung für die Neu- strukturierung des Bühnen- und Magazinbereiches in Auftrag gegeben. Es wurden drei Varianten untersucht, die hinsichtlich der Anforderungen an die Betriebstechnik und den Denkmalschutz bewertet wurden. Als Vorzugsvariante wurde die Erweiterung der Bühne des Opernhauses durch einen Umbau im lnneren des Gebäudes bewertet. Nutzungen und Funktionen sowie Vorderhaus und Verwaltung waren nicht Gegenstand der Konzeptplanung. Die Vorzugsvariante ist nach abschließender Definition des Anforderungsprofils auf ihre inhaltliche Konsistenz zu prüfen und ggf. in der weiteren Projektdefinition zu berücksichtigen. In Bezug auf den Brandschutz wurde im Sommer/Herbst 2012 durch das Ingenieurbüro HHP Süd, Ludwigshafen eine "Schwachstellenanalyse" durchgeführt, auf deren Grundlage eine Listen von Sofortmaßnahmen erstellt wurde. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist allein aus baulichen Gründen erforderlich und ist nicht im Zusammenhang mit spezifischen Nutzugnsanfordeurngen zu sehen. Hieraus können sich in Teilbereichen negative Auswirkungen auf die derzeitige Nutzung ergeben (z.B. Verlust von Lagerflächen), die - analog weiterer Anforderungen aus der baulichen Analyse - im Zuge der weiteren Projektdefinition zu berücksichtigen sind. Seit 2011 läuft ein europaweites Vergabeverfahren zur Sicherstellung der Flächen und Räumlichkeiten für die (derzeit provisorisch) ausgelagerten Dekorationswerkstätten. Hier sind auch die erforderlichen Büro- und Sozial- räume für die Mitarbeiter der Nutzergruppe "Transport angesiedelt, so dass diese in der weiteren Projektdefinition keiner weiteren Berücksichti- gung bedürfen. In Bezug auf die derzeitige und künftige Nutzung sind aus den Werkstätten keine weiteren Auswirkungen zu erwarten. Im Dezember 2008 wurde zur Umgestaltung des Richard-Wagner-Platzes ein ldee- und Realisierungswettbewerb ausgelobt, der 2009 entschieden wurde. Die Umgestaltung sollte im Zusammenhang mit der Sanierung des Theaterparkhauses erfolgen. Hierfür sind im mittelfristigen Investitionsplan 2012 - 2015 Mittel vorgesehen. Baubeginn der Sanierungsmaßnahmen ist für August 2013 geplant. Zum konkreten Zeitrahmen liegen derzeit keine Informationen vor. Eine Realisierung von Tiefgaragensanierung und Platzgestaltung hat direk- te Auswirkungen auf die Nutzung des Opernhauses. Neben Beeinträchti- gungen insbesondere in Bezug auf Lärm,ynd Erschütterungen, ist der Ein- fluss auf den Platz in seiner Funktion als Sammelstelle (Flucht- und Ret- tungswegkonzept) zu berücksichtigen. Sofern möglich, ist die Umsetzung zeitlich auf eine Opemsanierung abzustimmen - es ist zu erwarten, dass eine zeitgleiche Realisierung zu einer Reduzierung der Wechselwirkungen führt und ggf. zu einer Vereinfachung der jeweiligen Bauabläufe (keine ge- genseitige Rücksichtnahme erforderlich). Sollte die Gleichzeitigkeit nicht realisierbar sein, ist in jedem Fall die Nutzungsfähigkeit der Oper und des Schauspielhauses jederzeit sicherzustellen. rheform 18/12/2012 11 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Rahmenbedingungen Strukturelle Grundlagen rheform 18/12/2012 12 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Übersicht Strukturelle Grundlagen Übersicht Nutzungsbereiche Das Schaubild dient der groben Zusammenfassung der vielfältigen Einzel- nutzungen zu übergeordneten Nutzungsbereichen. Für die weitere Bear- beitung trennen wir die Bereiche Vorderhaus, Hinterhaus und LeitungNer- waltung. Die Verbindungslinien stellen die Beziehungen der Bereiche inner- halb und zueinander dar. Vorderhaus Das Vorderhaus umfasst den Zuschauersaal und alle damit verbundenen Nutzungen für die Zuschauer/Hörer des Opernhauses inkl. Zugang, Kasse, Garderobe, Veranstaltung/Aufenthalt, Bewirtung. Hinterhaus Die Bühne inklusive der Nebenbühnen, Regie und Technik bilden den Kern des Hinterhauses. Dazu gehören die Bereiche zum Herrichten der Künstler und des Bühnenbildes mit den entsprechenden Logistik- und Probe- und Vorbereitungsbereichen. LeitungNerwaltung Unter dem Begriff LeitungNerwaltung fassen wir die Künstlerische und Technische Leitung, die Direktion sowie u.a. die Abteilungen Marketing, Finanzen, Personal, Künstlerisches Betriebsbüro und Gebäudemanage- ment zusammen. Schritte zum lm Rahmen der Erstellung eine Funktionsprogrammes gilt es die Bereiche Funktionsprogramm detailliert zu betrachten und die funktionalen Beziehungen herauszuarbei- ten. Als Grundlage hierfür sind auf den folgenden Seiten getrennt nach den 3 Bereichen die bestehenden Strukturen erfasst. rheform 18/12/2012 13 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Künstl. Bereich Direktion Generalmusikdirektor Operndirektor Ballettdirektor echauspielhausdirektorl Künstl. Bereich Leitung Musikalische Leitung Regie Choreographie Dramaturgie Künstl. Bereich Assistenz Regieassistenz und Abendspielleitung Leitung Statisterie Einteilung Nutzer-Gruppen Personal- Entwicklung Staatsintendant Künstl. Bereich Ensemble Opernensemble Ballettensemble Chor Staatsphilharmonie Service Bühne Aussatttung Darsteller und Bühne Kostümabteilung Maske Requisite/ Rüstmeister Ausstattung Werkstätten (intern) Wäscherei Service Bühne Spielbetrieb lnspizienz Souffleusen Statisterie Strukturelle Grundlagen Übersicht Nutzer-Gruppen Service Bühne Technik Bühnenbetrieb Beleuchtung Ton- und Videotechnik Logistik Transport LeitungNerw Direktion geschäftsführender Direktor technischer Direktor Verwaltung Marketing Theaterpädagogik Finanzwesen Ticketservice, Abonnement Personalwesen Chefdisponent Künstl. Betriebsbüro Verwaltung Techn./Betrieb Vorderhaus- Management Technisches Gebäudemgmt. Hausbetriebsdienst und Bauunterhalt Pforte IT/EDV Verwaltung Sonstige Persona !rat Staatstheater Nürnberg Service GmbH Vertrieb Gastronomie Foyers Kantine Die Einteilung des Personals in die Gruppen Künstlerischer Bereich, LeitungNerwaltung, Service Bühne und Logistik ist ein Ansatz, sowohl Ver- antwortungsbereiche zu definieren als atich_eine Grundlage zu schaffen für die spätere Erstellung eines Flächen-, Raum- und Belegungsprogrammes. Diese Einteilung ist nicht abschließend und muss im weiteren Planungs- prozess ggf. angepasst werden und konkretisiert werden. Zu planen ist mit tendenziell gleichbleibenden Personalzahlen mit Ausnah- me der ggf. leicht steigenden Zahlen in Ballett und Theaterpädagogik. rheform 18/12/2012 14 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundiagen Strukturelle Grundlagen Nutzungsbereiche Hinterhaus Leitung/ Verwaltung Logistik & Gebäudebetrieb Schauspiel- Amine, haus Logistik Werkstätten Anlieferung Wäscherei Magazin (-e) Erste-Hilfe-Raum Material lager Aufenthalt/ TK Fundi Gebäudetechnik Elt-Werkstatt Hausinspektion Elt-/Klima-Ma- schinentechnik Lagerräume Aufenthalt/ TK Reinigung Putz- und Lagerräume Umkleide Aufenthalt Künstlerischer Bereich Ballettensemble Probenraum Umkleiden Sanitär künstl. Leitung Opernensemble Proberaum Umkleiden Sanitär Maske einschl. Gipsraum AufenthalY TK Requsite Hinterbühne Seitenbühne Souffleusen Inspizienten Regie(-assistenz), Abendspielleitung Service Bühne Bühne Unterbühne Arbeitsgalerien Schnürboden Orchestergraben Kostüme Medientechnik Tontechnik Bühnentechnik Beleuchtungs- technik Vorderhaw- Staats- philharmonie Stimmzimmer Umkleiden NR instrumente Sanitär Bibliothek Chor Proberaum Umkleiden Sanitär Definition Die Grafik gibt einen Überblick über die wesentlichen im Nutzungsbereich Nutzungsbereiche vorhandenen Funktionen. Diese bilden die Grundlage für die spätere Erst- ellung eines Flächen-, Raum- und Belegungsprogrammes. Funktionen, die in mehreren Nutzungsbereichen zu berücksichtigen sind (z.B. Regie), sind hinsichtlich möglichen Synergiepotentials zu prüfen. Die Übersicht ist nicht abschließend und muss in den weiteren Abstim- mungprozessen zu Funktions- und Raumprogramm ausformuliert und ggf. angepasst werden. rheform 18/12/2012 15 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen A. Hinterhaus 426 Strukturelle Grundlagen Personal Hinterhaus Ballettensemble 20 Ballettdirektor 0 in "künstl. Leitung" berücksichtigt Ballettmeister 0 in "künstl. Leitung" berücksichtigt Ensemble 20 Chor 43 Chordirektor 0 in "Musikalische Leitung und Einstudierung" berücksichtigt Chor 43 ohne Chordirektor Opernensemble 34 Ensemble 22 Oper Gäste 12 Staatsphilharmonie 99 Orchesterdirektor 0 in "Mitarbeiter Stiftungsvorstand" berücksichtigt Pers. Referent des GMD 0 in "Mitarbeiter Stiftungsvorstand" berücksichtigt Orchester 99 einschl Orchesterwarte Bibliothek 2 künstl. Bereich 20 Regie 16 Regieassistenz und Abendspielleitung 4 einschl. Gast Service Bühne 199 Spielbetrieb 6 lnspizienz 2 Souffleusen 2 Statisterie 2 Ausstattung Darsteller und Bühne 122 Kostüme Damen 31 Kostüme Herren 20 Bühne/Kostüme 36 ohne Schauspielhaus Rüstmeister/ Requisite 9 Maske 19 einschl. Auszubildende Ausstattung 7 Bühnentechnik 71 ohne Schauspielhaus Beleuchtung Musiktheater 12 Lichtdesign Oper & Ballett 7 Ton- und Videotechnik 7 Video 1 Bühnenbetrieb Oper 44 Logistik 0 in Dekorationswerkstätten berücksichtigt Gebäudetechnik 9 Oper und Schauspielhaus Elektrotechnik 6 Klima- + Maschinentechnik 3 Reinigung zu erg. Quelle: Personalzahlen gem. Publikation "Spielzeit 2012/2013, Planungsstand April 2012 soweit nicht ausdrücklich erwähnt, Personenzahl ohne Personal "Schaupielhaus" rheform 18/12/2012 16 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen funktionale Defizite Strukturelle Grundlagen Funktionsdefizite Hinterhaus lnsgesamt mangelhafte Zonierung der Nutzungsbereiche, z.B. Lager- und Fundiflächen dezentral über das gesamte Gebäude verteilt; Sanitär-/ Duschräume liegen teilweise über den Flur in den Treppenhäusern (Ebene Zwischenpodest); Z.T. erstrecken sich gleiche Nutzungen auf eine Vielzahl von Räumen (z.B. Damen-/Herrenschneiderei) dadurch eingeschränkte Nutzbarkeit; Keine direkte Anbindung der Probebühne (Bestand) an Bühne (optimal wäre Anbindung Probebühne an Seitenbühne), dadurch keine schnellen Szenenwechsel und/oder Vorbereitung des Dekorationsaufbaus möglich; Magazin/Hinterbühne: Bauliche Zwangspunkte (Stützen, Türöffnungen) bedingen demontierbare, kleinteilige Bühnenbilder; Verkehrsflächen und Tür-/ Toröffnungen weisen eine unzureichende lichte Breite auf, um den Transport 3-dimensionaler Bühnenbilder ohne Demontage zu gewährleis- ten; Unterschiedliche Bodenbelagshöhen erschweren den Kulissentransport zu- sätzlich; mangelhafte Anbindung Magazin - Hinterbühne und Magazin - Probebühne (Bestand); Keine bzw. nur eingeschränkte Nutzung von pyrotechnische Effekten (z.B. Licht- und Funkenblitze, Rauchbomben, Knalleffekte oder offenes Feuer) und von Wasser, Schaum etc. auf der Bühne möglich; Anlieferung ohne Witterungsschutz; Probenraum Ballett ohne Anbindung an Bühne und/oder Logistik (keine - Erreichbarkeit mit Kulissenaufzug); dadurch dort keine Proben im Bühnen- bild möglich; Probenräume sind nur bedingt verdunkelbar und vollständig schwarz ge- staltet (Klären, vgl. Schauspielhaus) In Requisite und Maske ist hinsichtlich Oberflächenqualitäten und Raum- astattung derzeit nur bedingter Umgang mit Gefahrstoffen möglich. In den Präsenzwerkstätten sind erforderliche technische Anforderungen, wie z.B. Schweißgasabsaugung, Sägespänabsaugung zu berücksichtigen. rheform 18/12/2012 17 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Flächendefizite (qualitativ) Strukturelle Grundlagen Flächendefizite Hinterhaus Seitenbühne für schnellen Szenenwechsel und/oder Vorbereitung des Dekorationsaufbaus fehlt; Auf den Nutzebenen fehlen unter Berücksichtigung der Reinigungsleistung ausreichend dimensionierte und ausgestattete Putzräume. Derzeit als Lagerflächen genutzte Teilbereiche sind aus brandschutztech- nischen Gründen freizuräumen /-halten, dadurch reduziert sich die verfüg- bare Fläche; Keine Zwischenlagerflächen vorhanden; teilweise Nutzung der Hinter- und Unterbühne als Lagerfläche, dadurch Einschränkung des Bühnenbe- triebs; Magazin: Statt zentraler Lagerfläche für bis zu 7 Bühnenbilder ist im Bestand Lagerfläche nur für 2 - 3 Bühnenbilder in demontiertem Zustand vorhanden; Anlieferungszone zu knapp bemessen; Technik: (unzulässige) Nutzung von Schalträumen als Aufenthaltsraum mangels Fläche; dadurch zusätzlicher Raum- bzw. Flächenbedarf; Es fehlen Büro-, Umkleide-, Aufenthalts- und Lagerräume im Bereich Tech- nik, für die Ensembles und die zugehörige künstlerische Leitung. Garderoben/ Umkleiden weisen keine bzw. ungenügende Sanitär-/ Duschbereiche auf. Probenraum Ballett zu klein; Organisation der Müllentsorgung und das entsprechendes Platzangebot fehlt. rheform 18/12/2012 18 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Zuschauer-Bereich Vorderhaus Nebennutzungen Lager- u. Nebenräume Stuhllager Erste-Hilfe-Raum "VIP-Raum" Gastronomie Foyers Aufwärmbereich NR/Lager Ausschank/ Theke Strukturelle Grundlagen Hinterhaus Zuschauersaal Tontechnik Beleuchtungstechnik Umgänge / Foyer Gluck-Saal Kassenhalle Abendkasse / Info Bookshop Vorverk.kasse Nutzungsbereiche Vorderhaus Zuschauer-Garderobe und Zugangskontrolle Umkleide/ Aufenthalt Annahme Garderobe WC/ Sanitär Staatstheater Nürnberg Service GmbH Vorderhaus- management eini*Verwaltung/Leitung Definition Die Grafik gibt einen Überblick über die Wesentlichen im Nutzungsbereich Nutzungsbereiche vorhandenen Funktionen. Diese bilden die Grundlage für die spätere Erst- ellung eines Flächen-, Raum- und Belegungsprogrammes. Funktionen, die in mehreren Nutzungsbereichen zu berücksichtigen sind (z.B. Regie), sind hinsichtlich möglichen Synergiepotentials zu prüfen. Die Übersicht ist nicht abschließend und muss in den weiteren Abstim- mungprozessen zu Funktions- und Raumprogramm ausformuliert und ggf. angepasst werden. rheform 18/12/2012 19 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen B. Vorderhaus Strukturelle Grundlagen Vorderhausmanagement Vorderhausmanagerin Besucherservice L/G " Bühnensupporr gesamt "Bühnensupporr - Ablauf Regie Regieassistenz und Abendspielleitung "Bühnensupporr - Technik Beleuchtung Musiktheater Lichtdesign Oper & Ballett Ton- und Videotechnik Video Staatstheater Nürnberg Service GmbH Geschäftsführung Sonstige Foyergastronomie Betriebsleitung (Demi-)Chef der Bar/ Rang Mitarbeiter/ -innen Personal Vorderhaus 144 52 1 51 einschl. Anteil Schauspielhaus 47 20 16 ggf. Anwesenheit Probe/ Vorstellung; kein Arbeitsplatz 4 ggf. Anwesenheit Probe/ Vorstellung; kein Arbeitsplatz 27 12 7 7 1 ggf. Anwesenheit Probe/ Vorstellung; kein Arbeitsplatz ggf. Anwesenheit Probe/ Vorstellung; kein Arbeitsplatz ggf. Anwesenheit Probe/ Vorstellung; kein Arbeitsplatz ggf. Anwesenheit Probe/ Vorstellung; kein Arbeitsplatz 4 1 geschäftsf. Direktor in "Stiftungsvorstand" berücksichtigt 3 41 3 5 33 einschl. Anteil Schauspielhaus einschl. Anteil Schauspielhaus einschl. Anteil Schauspielhaus Quelle: Personalzahlen gem. Publikation "Spielzeit 2012/2013, Planungsstand April 2012 soweit nicht ausdrücklich erwähnt, Personenzahl ohne Personal "Schaupielhaus" rheform 18/12/2012 20 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen funktionale Defizite Strukturelle Grundlagen Funktionsdefizite Vorderhaus Barrierefreiheit nur eingeschränkt gegeben (Parkett und 1. Rang über Au- ßenaufzug Nebeneingang); keine Zugänglichkeit Kassenraum & oberes Foyer; lnklusionsertüchtigung erforderlich; Ungenügende Gesamtsituation der Foyergastronomie insb. durch Auf- wärm- und Lagerflächen; derzeit Andienung über Getränkeaufzug; Nutzung von Lagerflächen und Speisenaufbereitung im Bereich "Stimmzimmer"; da- durch starke betriebliche Erschwernisse; Um negative Lärm-/Erschütterungsauswirkungen vom Auf-/ und Abbau der Foyergastronomie auf den Zuschauersaal zu vermeiden, weisen die en- sprechenden Bereiche derzeit textile Bodenbeläge auf, die jedoch einen hohen Aufwand an Reinigung und lnstandhaltung stellen. Sanitäre Anlagen und Entwässerung sind nicht mehr zeitgemäß. Flächendefizite Fehlende Flächen und Räume, insb. Lager- und Nebenräume, (qualitativ) Umkleide- undioder Aufenthaltsräume für das Vorderhauspersonal, Erste-Hilfe-Raum; Anzahl Besuchertoiletten für Spitzenbelastung (Vorstellungspausen) nicht ausreichend; Auf den Nutzebenen fehlen unter Berücksichtigung der Reinigungsleistung ausreichend dimensionierte und ausgestattete Putzräume. 0 ( ..00•-f 'oe rheform 18/12/2012 21 Opernhaus Nümberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen LeitungNerwaltung Technische Direktion Hausbetriebsdienst und Bauunterhalt Technisches Gebäude- management Personalrat nachrichtlich - LeitungNerwaltung räumlich zum Schauspielhaus, bereits saniert Kantine Küche/ Spülküche Lager-/ Nebenräume Speise-/ Aufenthaltsaum geschäftsführender Direktor Personatwesen Finanzwesen Kommunikation Marketing Pforte Ticketservice, Abonnement Vertrieb Vorderhaus Strukturelle Grundlagen Nutzungsbereiche LeitungNerwaltung Stiftungsvorstand Mitarbeiter Stiftungs- vorstand / Spartenleiter Datenschutz- beauftragter Gleichstellungs- und BEM-Beauftragte Schwerbehinderten- vertreter Jugendvertreter Nebennutzungen Druck- u. Kopierraum Lager- u. Nebenräume WC/ Sanitär Aufenthalt/ Teeküche Bühnenhaus / Ensembles künstlerischeLeitung mmi Operndirektor Schauspieldirektor Ballettdirektor/ Chefchoreograf Generalmusikdirektor Dramaturgie Theaterpädagogik Musikalische Leitung und Einstudierung Ballett Choreographie Künstlerisches Betriebsbüro (KBB) Definition Die Grafik gibt einen Überblick über die Wesentlichen im Nutzungsbereich Nutzungsbereiche vorhandenen Funktionen. Diese bilden die Grundlage für die spätere Erst- ellung eines Flächen-, Raum- und Belegungsprogrammes. Funktionen, die in mehreren Nutzungsbereichen zu berücksichtigen sind (z.B. Musikalische Leitung), sind hinsichtlich möglichen Synergiepotentials zu prüfen. Dies gilt insbesondere auch für die lnteressensvertretungen, die aus der Theaterbelegschaft gebildet werden, und kein zusätzliches Personal im Sinne einer eigenen Personalstelle darstellen. Die Übersicht ist nicht abschließend und muss in den weiteren Abstim- mungprozessen zu Funktions- und Raumprogramm ausformuliert und ggf. angepasst werden. lnsbesondere ist zu klären, welche Auswirkungen aus den derzeit in Personalunion ausgeführten Funktionen (z.B. Staatsin- tendanz und Spartenleitung Oper) resultieren, und in welcher Form diese Doppelfunktionen für das Funktions- und Raumprogramm berücksichtigt werden (Raumbedarf). C rheform 18/12/2012 22 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen C. Verwaltung / Leitung Stiftungsvorstand Staatsintendant geschäftsführender Direktor künstl. Leitung einschl. Spartenleitung Operndirektor Schauspieldirektor Ballettdirektor & Chefchoreograf Generalmusikdirektor (GMD) Bibliothek Dramaturgie Gastdramaturgie Oper Theaterpädagogik Musikalische Leitung und Einstudierung Ballett Choreographie Künstlerisches Betriebsbüro (KBB) Mitarbeiter Stiftungsvorstand/Spartenleiter Stv./Assistenz/Mitarbeiter Staatsintendant Referent/Sekretariat gesch.f. Direktor Assistenz Schauspieldirektor Stv./Referentin Ballettidrektor Orchesterdirektor Referent GMD Kommunikation Pressesprecher Marketing Leitung Grafik Fotograf/-in Finanzwesen Leitung Controlling Bilanzbuchhaltung Sachbearbeitung Ticketservice, Abonnement Leitung Sachbearbeitung Personalwesen Leitung Assistenz Sachbearbeitung Auszubildende Strukturelle Grundlagen Personal LeitungNerwaltung 117 2 1 in Personalunion Operndirektor 1 in Personalunion Geschäftsführer STNS 36 0 in Personalunion Staatsintendant, ggf. zusätzlich berücksich • 1 1 1 in "Musikalische Leitung und Einstudierung" enthalten 0 in "Orchester - Bibliother enthalten 5 einschl. Anteil Schauspielhaus 2 2 14 ohne GMD 2 ohne Ballettdirektor & Chefchoreograf 9 einschl. Anteil Schaupielhaus 4 einschl. Anteil Schaupielhaus 9 3 2 1 1 Stv. Ballettdirektor in "künstl. Leitung - Ballet" enthalten 1 1 2 2 9 2 2 5 5 1 1 1 2 5 1 4 6 1 in Personalunion Vertreter des geschäftsführenden Direktors 1 3 1 Quelle: Personalzahlen gem. Publikation "Spielzeit 2012/2013, Planungsstand April 2012 soweit nicht ausdrücklich erwähnt, Personenzahl ohne Personal "Schaupielhaus" rheform 18/12/2012 23 0 pern haus N ü rn berg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen C. Verwaltung / Leitung Technik/Betrieb Leitung Hausbetriebsdienst Techn. Gebäudemanagement IT/EDV Pforte Gleichstellungs- und BEM-Beauftragte Schwerbehindertenvertreter Jugendvertreter Datenschutzbeauftragter Vertrieb Leitung EDV-/Ticketsystem-Administrator Mitarbeiter/-innen Auszubildende Kantine Küchenchef Mitarbeitert-innen Strukturelle Grundlagen Personal LeitungNerwaltung 117 7 1 4 inkl. Hausinspektoren 1 2 4 1 Doppelfunktion, kein dauerhafter Arbeitsplatz 2 Doppelfunktion, kein dauerhafter Arbeitsplatz 2 Doppelfunktion, kein dauerhafter Arbeitsplatz 1 Doppelfunktion, kein dauerhafter Arbeitsplatz 15 1 1 11 2 11 1 10 Quelle: Personalzahlen gem. Publikation "Spielzeit 2012/2013, Planungsstand April 2012 soweit nicht ausdrücklich erwähnt, Personenzahl ohne Personal "Schaupielhaus" rheform 18/12/2012 24 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen funktionale Defizite Strukturelle Grundlagen Defizite LeitungNerwaltung Im Zuge der weiteren Abstimmungprozesse sind die funktionalen Anforde- rungen an den Verwaltungstrakt in einem Funktionsprogramm zu erarbei- ten. Flächendefizite Besprechungs- und Sozialräume (z.B. Aufenthaltsräume/Teeküche), (qualitativ) Lager- und Nebenräume, Kopierraum fehlen. Auf den Nutzebenen fehlen unter Berücksichtigung der Reinigungs- leistung ausreichend dimensionierte und ausgestattete Putzräume. C rheform 18/12/2012 25 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Strukturelle Grundlagen Opernball Jährlich findet der Nürnberger Opernball statt. Zu diesem An lass wird das gesamte Opernhaus inklusive Verwaltungstrakt und Vorplatz für max. 3.500 Besucher (um-)genutzt. Die dafür notwendigen Maßnahmen und daraus folgenden Probleme wer- den hier stichpunktartig zusammen gefasst. vollständige Demontage der Saalmöblierung (externe Lagerung) • Einbau der "Tanzfläche" Einbau von Zwischenwänden in den Oberrang zum Erhalt von Logen Einbau von dreigeschossigen Logen mit Sprinklerung Umkleiden der So listen sowie Bühnentechnikerräume auf Bühnenniveau werden zu Logen umgenutzt Einbau von Restaurant und Küche/Spülküche in Probebühne vollständiger Rückbau der Zuschauer-Garderoben • Sicherstellung zusätzlicher Flucht- und Rettungswege • Sperrung der Lessingstraße, Stellung von Treppenhäusern zur Entfluchtung Errichtung von Zeltbauten auf dem Richard-Wagner-Platz für Garderobe und Catering Diese Umbaumaßnahmen finden regelmäßig in den Theaterferien statt und sind mit einem erheblichen Aufwand verbunden. In den weiteren Überle- gungen zum Raum- und Funktionsprogramm sollte daher berücksichtigt werden, in wie weit aus der Durchführung des Opernballs resultierende An- forderungen im Rahmen erforderlicher Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll Berücksichtigung finden können. Dabei sind auch organisatorische Maß- nahmen mit in die Erwägungen einzubeziehen. rheform 18/12/2012 26 Opernhaus Nürnberg Definition Strukturelle Planungsgrundlagen Grundsatz Strukturelle Grundlagen Handlungsempfehlung/Fazit Die in diesem Bericht definierten strukturellen Planungsgrundlagen stellen den Ausgangspunkt für die erforderlichen Abstimmungen zu Raum- und Funktionsprogramm dar. In einem zweiten Schritt gilt es nun, im Rahmen eines Funktionspro- gramms die funktionalen Anforderungen der zu berücksichtigenden Nut- zungen sowie der funktionalen Beziehungen zu anderen internen und ggf. externen Nutzungen zu beschreiben. Hierauf aufbauend sind in einem dritten Schritt die quantitativen und quali- tativen Anforderungen an das Raumprogramm zu erarbeiten. Da das Gebäude von hoher Nutzungsintentsität gekennzeichnet ist, gilt es insbesondere auch, qualitative und funktionale Anforderungen aus dem Gebäudebetrieb angemessen zu berücksichtigen: Bauelemente, -qualitäten und gewählte Konstruktionen sind diesen Anforderungen entsprechend auszurichten und dauerhaft und unempfindlich gegen Beschädigungen durch den alltäglichen Betrieb zu berücksichtigen. Parallel zu den Abstimmungen des Funktions- und Raumprogramms ist die bauliche Analyse des Bestandes voranzutreiben. Dies schließt insbeson- dere auch die Erfassung und Bewertung der bauphysikalischen Bestandes in den Bereichen thermische Bauphysik, Bauakustik, Raumakustik und Schallimmisionsschutz. Zur Konkretisierung erforderlicher Bestandsunter- suchungen empfiehlt es sich, bestehende Schwachstellen und/oder Schä- den zu erfassen, und das Untersuchungsprogramm hierauf abzustellen. Funktions- und Raumprogramm bilden anschließend gemeinsam mit den Erkenntnissen der baulichen Analyse die Grundlage für die im Rahmen der Konzeptplanung folgende Definition der Projektinhalte und des Kosten-Budgets, das wiederum die Basis für die Ermittlung des Mittelbe- darfes zur Erarbeitung eines geeigneten Finanzierungskonzeptes darstellt: Hier sind auch die Kompromisse zwischen konkurrierenden Zielen zu be- schreiben und, ggf. aufbauend auf den Ermittlungen der baulichen Analyse, der Kostenrahmen der Gebäudeplanung zu berechnen. Dabei ist Transpa- renz über die Zusammenhänge zwischen den Nutzer-Anforderungen und den Kosten der baulichen Umsetzung zu schaffen und die zugrunde geleg- ten Standards und Qualitäten zu dokumentieren. Aufbauend auf diesen Ergebnissen kann anschließend im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die Prüfung erfolgen, in welchem Umfang, mit wel- chen Mitteln und in welcher Zeit das angestrebte Vorhaben umgesetzt werden kann. 0 rheform 18/12/2012 27 Kontakt / Projektteam Axel Muller axel.mueller@rheform.de Christiane Hankewitz christiane.hankewitz@rheform.de Standort München rheform - lmmobilienManagement GmbH Herzogspitalstraße 8 D - 80331 München Telefon 089 - 30 90 88 88 Telefax 089 - 30 90 88 86 © Copyright rheform - ImmobilienManagement GmbH, Frankfurt am Main,2012 Al le Rechte vorbehalten. Der lnhalt dieses Dokuments unterliegt dem Urheberrecht Veränderungen, Kürzungen, Erweiterungen und Ergänzungen bedürfen der vorherigen schriftlichen Einwilligung durch die rheform - ImmobilienManagement GmbH, Frankfurt am Main. Jede Vervielfältigung ist nur zum persönlichen Gebrauch gestattet und nur unter der Bedingung, dass dieser Urheberrechtsvermerk beim Vervielfältigen auf dem Dokument selbst erhalten bleibt. Jede Veröffentlichung oder jede Obersetzung bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung durch die rheform - ImmobilienManage- ment GmbH, Frankfurt am Main. Gewerbliche Nutzung oder Nutzung zu Schulungszwecken durch Dritte bedarf ebenfalls der vorherigen schriftlichen Einwilligung durch die rheform - ImmobilienManagement GmbH, Frankfurt am Main. 1 Hamburg, 16. August 2017 Sehr geehrter Herr Heise, vielen herzlichen Dank für die Einladung zu Ihnen nach Nürnberg. Wie besprochen, erhalten Sie hier den B ericht zu meinem Besuch vom 10.07.2017. Zusätzlich zum Bericht habe ich einen Anhang mit relevanten Dokumenten erstellt, auf die im Bericht bezogen wird. Ich würde mich freuen, wenn wir weiterhin zusammenarbeiten und ich Sie bei weiteren Schritten unterstützen darf. Hilmar Heise Stiftung Staatstheater Nürnberg Richard-Wagner-Platz 2-10 90443 Nürnberg Deutschland Projekt: Beratung Umbau Betreff: Bericht Bezug: 20170504A001 Nummer: 2 1 Einleitung und Ausgangssituation 3 1.1 Einleitung 3 1.2 Ausgangssituation 4 2 Standort 4 2.1 Allgemein 4 2.2 Lage 5 2.3 Theater 5 3 Kantinengastronomie 5 3.1 Besondere Anforderungen an die Architektur für gastronomische Nutzung 5 3.2 Öffnungszeiten und Gedecke Kantine 6 3.3 Angebot Kantine 7 3.4 Mitarbeiter Kantine 8 3.5 Equipment Kantine 8 3.6 Flächenbedarf Küche Kantine 8 3.7 Flächenbedarf Lager Kantine 10 3.8 Flächenbedarf Gastraum Kantine 12 3.9 Versorgung und Abholung 13 3.10 Fettabscheider 14 3.11 Entsorgung 14 3.12 Versammlungsstätte 15 3.13 Grundversorgung 15 3.14 Arbeitsstätte 16 3.15 Büroräume 16 4 Foyergastronomie 17 4.1 Generelle Betrachtung 17 4.2 Grundriss Ebenen U02/ -02 und Zwischenebene U01 17 4.2.1 Lagerräume Nr. 1, 2 und 3 17 4.3 Grundriss Ebenen EG/ -01 18 4.3.1 Umkleiden Nr. 9 18 4.3.2 Büro Nr. 11 19 4.3.3 Lager Nr. 8, 10, 12 und 13 19 4.4 Grundriss Ebenen 1.OG/ +01 20 4.5 Grundriss Ebenen 2.OG/ +02 20 4.5.1 Räume Nr. 21 und 22 20 4.6 Grundriss Ebenen 3.OG/ +03 21 4.7 Grundriss Ebenen 4.OG/ +04 21 4.7.1 Lager Nr. 23 21 4.8 Bars und Theken 21 4.9 Zuschauerverkehr und Pausenversorgung im Opernhaus 23 4.10 Abstellfläche 24 5 Weiterführende Empfehlungen 24 5.1 Kassensystem 24 5.2 Gastronomietechnik 25 5.3 Mobile Bars 26 6 Fazit 26 3 1 Einleitung und Ausgangssituation 1.1 Einleitung Die Firma Special Cuts, Jan Scheidsteger (im Folgenden „Auftragnehmer“ ge- nannt) wurde im April 2017 von Herrn Hilmar Heise, Projektkoordinator Bau des Staatstheater Nürnberg (im Folgenden „Auftraggeber“ genannt), damit beauftragt, in der Projektphase Null den von der gastronomischen Leitung ermittelten zukünftigen Bedarf zu überprüfen. Die Schwerpunkte liegen in der Beurteilung der angeforderten räumlichen Bedürfnisse unter Sicherstellung einer späteren Plausibilitätsprüfung durch die Stadt und staatliche Stellen. Die Prüfung der formal juristischen, insbesondere der eigentumsrechtlichen, nutzungsrechtlichen, baurechtlichen, gesellschaftsrechtlichen und steuer - rechtlichen Verhältnisse war nicht Gegenstand des Auftrages. Die Ergebnisse der Untersuchung basieren Im Wesentlichen auf folgenden Angaben/ Quellen/ Unterlagen: • Pläne und Zeichnungen des Bestandsgebäude • Bereits erstelltes Raumbuch • Liste der Anforderungen der gastronomischen Leitung • zur Verfügung gestellte Dokumente, wie Speisekarten, Verbrauchszahlen, etc. • eigene Recherchen vor Ort und im Internet • eigenen Erfahrungswerten • Buch „Neufert: Bauentwurfslehre“, 41. Auflage • Buch „Schwarz, Lemme, Neumann, Wagner: Großküchen“, 5. Auflage • ASR A4.1, Technische Regeln für Arbeitsstätten • ASR A4.2, Technische Regeln für Arbeitsstätten • BGR 111, Arbeiten in Küchenbetrieben • Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) • Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) • Versammlungs-Stätten-Verordnung (VStättVO) Mit der Übergabe und Begleichung der Forderungen gegenüber Special Cuts erhält der Auftraggeber die von dem Auftragnehmer erstellten Schriftstücke, und das Recht der Weitergabe an Dritte und der Veröffentlichung - jeweils unter Nennung des Auftragnehmers als Autor. Im Übrigen bleiben die Rechte beim Auftragnehmer. Der Auftraggeber behält sich das Urheberrecht an den von ihr zur Verfügung gestellten Dateninformationen vor. Deren Verwendung war dem Auftragnehmer nur zur Durchführung der oben genannten Positionen zulässig. Die Stellungnahme wurde ausschließlich für Zwecke des Auftraggebers erstellt. Sollte es an Dritte weitergeleitet werden, gelten auch dessen gegenüber die vorstehenden Allgemeinen Geschäfts- und Auftrags- bedingungen. Eine Veröffentlichung dieses Exposés oder von Teilen daraus bedarf der vorherigen schriftlichen Genehmigung des Auftragnehmers. Die Beratung wurde nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt, unabhängig, unparteiisch und frei von Geschäftsinteressen Dritter. Der vorliegende Beratungsbericht wurde auf sachliche rechnerische Richtigkeit geprüft, jedoch können potentielle Schreib - und Übertragungsfehler auftreten. Sollte der Leser solche entdecken, so bitte ich um umgehende 4 Nachricht. Rechtsansprüche gegenüber dem Berater oder dem Beratungsunternehmen können aus der Beratung nicht abgeleitet werden. Bei den einzelnen Ausführungen wurde davon ausgegangen, dass der Leser in seinen Grundzügen die Situation und das Unternehmen kennt, so dass jeweilige Beschreibungen relativ kurz gehalten werden konnten. Die berechneten Daten, ausgesprochenen Empfehlungen und die ermittelnden Ergebnisse beziehen sich individuell auf die beratenen Personen, die besprochene Konzeption an einem festgelegten Standort bzw. auf einem ganz bestimmten Betrieb. Sie sind daher nicht auf andere Verhältnisse oder Personen übertragbar. 1.2 Ausgangssituation Das Staatstheater Nürnberg ist eines der großen Mehrspartentheater in Deutschland. Als vierte Staatsbühne im Freistaat Bayern ging es am 1. Januar 2005 aus den ehemaligen Städtischen Bühnen Nürnberg hervor. Prägnantestes Gebäude ist das in der Stadtsilhouette weithin erkennbare Nürnberger Opernhaus. Weitere Spielstätten sind das Schauspielhaus Nürnberg mit den Kammerspielen und der BlueBox. Die Maßnahme "Generalinstandsetzung Schauspielhaus und Kammerspiele" war eines der größten Hochbauvorhaben, das in Nürnberg durchgeführt wurde. Von 2008 bis 2010 wurden rd. 37 Mio. € für folgende Arbeiten investiert: • Neugestaltung der Eingangsbereiche, der Foyers und der Zuschauerräume (über die offenen Foyers werden alle Sparten des Theaters, das Schauspiel, die Kammerspiele und die Blue -Box erschlossen) • Erneuerung der bühnentechnischen Anlagen • Erneuerung der Gebäudetechnik • Ertüchtigung des Tragwerks und des Brandschutzes • Verbesserung der Transportwege und der betrieblichen Abläufe Für die Sanierung des über hundertzehn Jahre alten Opernhauses finden bereits intensive Vorplanungen statt. Für dieses Bauvorhaben ziehen das Staatstheater als Immobilienbetreiber, die Stadt Nürnberg als Bauherr und der Freistaat als Mitfinanzierer an eine m Strang, um die Generationenaufgabe gemeinsam zu stemmen. Dieser Bericht behandelt ausschließlich die Raumplanung für die ausgewiesenen gastronomischen Bereiche. 2 Standort 2.1 Allgemein Die Stadt Nürnberg hat mehr als 500.000 Einwohner. Bekannt ist Nürnberg überregional für die mittelalterliche Burg und den Christkindlesmarkt. Nürnberg gilt in Deutschland als Zentrum der Marktforschung mit bekannten Unternehmen wie DATEV und der Gesellschaft für Konsumforschung. 5 2.2 Lage Das Staatstheater liegt an der südlichen Grenze der Nürnberger Altstadt. In unmittelbarer Nähe kreuzen sich die Lessingstraße und der Frauentorgraben. Geografisch befindet sich das Staatstheater in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof. Direkt an den Frauentorgraben grenzt eine Grünfläche, welche der alten Stadtmauer folgt. In unmittelbarer Nähe zum Theater befinden sich mehrere Hotels, z.B. das Maritim Hotel, das Sheraton Carlton Hotel und das Intercity Hotel. In südlicher Richtung wird dieser Bereich durch die Gleise der Deutschen Bahn begrenzt. Die gastronomische Versorgung im direkten Umfeld zum Theate r ist unterdurchschnittlich. Erst nach Queren der alten Stadtmauer oder am Hauptbahnhof sind die nächsten Betriebe. 2.3 Theater Das Staatstheater wurde vom Architekten Heinrich Seeling entworfen und am Richard-Wagner-Platz neu errichtet. Es ist ein Mehrspartentheater und umfasst Oper, Ballett, Konzert, Schauspiel. Laut Bestand und Bauplanung wird folgende Sitzplatzverteilung nach dem Umbau vorhanden sein: Oper 1.000 Plätze Schauspielhaus 534 Plätze Kammerspiele 199 Plätze BlueBox 99 Plätze Gesamt 1.832 Plätze Jährlich kommen ca. 270.000 Besucher ins Theater. 3 Kantinengastronomie 3.1 Besondere Anforderungen an die Architektur für gastronomische Nutzung Zu Beginn möchte ich spezielle Anforderungen a n den Betrieb einer Gastronomie anführen, da der Auftraggeber plant, die Kantine neu zu konzipieren. Die Küche der Kantine hat für die Bewirtung des Theaterkomplexes mehrere Funktionen mit teilweise unterschiedlichen Anforderungen. Offensichtlich besteht die Hauptfunktion in der Zubereitung von Speisen als Angebot für die Mitarbeiter. Insgesamt wird von 550 Mitarbe itern ausgegangen. Dieses Angebot, welches weiter unten noch beschrieben wird, wird vor Ort während der Öffnungszeiten im Gastraum der Kantine 6 konsumiert. Hier können als Berechnungsgrundlage Werte der Personalverpflegung angenommen werden. Als zweiter wichtiger Aufgabenbereich ist die Vorbereitung/Produktion der Speisen für die Foyergastronomie zu erwähnen. Es handelt sich hierbei um einfache standardisierte Produkte (Butterbrezeln und Kanapees), die während der Vorstellungspausen im Bereich der Säle verzehrt werden. Pro Spielzeit ergeben sich zwischen 700-800 Vorstellungen mit maximal ca. 1.900 Gästen pro Abend. Im Besonderen ist hier eine Produktion in kurzen Zeitfenstern gegeben, weswegen die Größe der Anrichteflächen spezielle Wichtigkeit erhalten. Zusätzlich soll die Kantine zukünftig als Produktionsort für besondere Veranstaltungen dienen. Aktuell werden für solche Events externe Dienstleister beauftragt. Wünschenswert wäre ein unabhängiges eigenes Catering. Dies würde unter Umständen zusätzliche Küchengeräte bedeuten, sowie eben so mehr Platz für Arbeitsbereiche und eine größere Lagerfläche für Buffetequipment. In den weiteren Ausführungen und Berechnungen wird auf diese Anforderungen eingegangen. In den Gesprächen vor Ort mit Ilona Bülow, Eric Wuchold, Thomas Mouratian und Sabrina Arbesmann habe ich die Fakten zusammengetragen, die für diesen Bericht maßgeblich verwendet werden. 3.2 Öffnungszeiten und Gedecke Kantine Die Kantine öffnet: an Wochentagen: 09:00 – 15:00 Uhr und 17:00 – 22:00 Uhr an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen 17:30 – 22:00 Uhr Grundsätzlich regelt sich die Öffnungszeit darüber hinaus an den Vorstellungen. Die Kantine ist deswegen mindestens 1 Stunde vor der Vorstellung zugänglich und bis 45 Minuten nach der letzten Vorstellung. Die Kantine hat 100 Sitzplätze im Hauptbereich und 40 weitere Sitzplätze im Raucherbereich. Die Anzahl an Sitzplätzen ist ausreichend für den aktuellen Betrieb und auch für die Zukunft ist keine Erweiterung geplant. Leider war es nicht möglich eine Liste mit verkauften Essen pro Tag und pro Stunde zu erhalten, um ein Frequenzdiagramm zu erstellen. Ich rate daher, diese Liste dringend zum Abgleich mit meinem Bericht nachträglich aus dem Kassensystem zu exportieren um ein sicheres Gespür für die Auslastung der Kantine zu erhalten. Diese Frequenzliste könnte folgende Aufstellung haben: Wann werden von 09:00 - 22:00 Uhr wie viele Essen verkauft? Am besten nach Artikeln pro Stunde. Wenn möglich ein Monat als Durchschnitt, ansonsten einen sehr schwachen Tag und einen sehr starken Tag. Die Schätzungen der Verantwortlichen sehen wie folgt aus: Früh: 20-25 Essen Mittags: 150 Essen (Kernzeit 12:00 – 14:00 Uhr) Abends: 50 Essen Zusätzlich werden Snacks wie Wienerle, Belegte Brötchen und Eis verkauft. 7 3.3 Angebot Kantine Es werden täglich 3 verschiedenen Menüs angeboten, die der Gast sich als kleine oder große Portion zusammenstellen kann. Neben dem Hauptgericht kann dabei entweder ein Salat, ein Dessert oder eine Suppe ausgewählt werden. Es gibt in der Mitte des Buffetbereichs ein Salatbuffet zur Selbstbedienung mit ungefähr 12 verschiedenen Komponenten und Salatsoßen. Zusätzlich werden Snacks und Take away Produkte den ganzen Tag angeboten. Das Angebot findet als Selbstbedienungsservice statt, d.h. die Gäste laufen durch den offenen Buffetbereich und stellen sich ihre Auswahl zusammen, die dann am Kassenplatz bezahlt wird. Der Convenienceanteil liegt laut Aussage der Verantwortlichen bei ca. 50%, wobei der Grad der Vorbereitung von Produkt zu Produkt verschieden ist. Das Angebot richtet sich an alle Mitarbeiter des Theaterkomplexes mit teilweise sehr unterschiedlichen Ansprüchen, je nach Aufgabengebiet. Die Zufriedenheit mit dem Angebot ist hoch und es ist aktuell nicht geplant, dieses Angebot nach dem Umbau zu verändern. In Anbetracht der Tatsache, dass der Bau voraussichtlich erst in 2023 beginnt und dann circa 3-5 Jahre dauern wird, ist mit einer Anpassung des Angebots zu rechnen. Insbesondere das Bewusstsein der Gäste hinsichtlich frischer und gesunder Angebote wird in den kommenden Jahren zunehmen. Entsprechend ist es möglich, dass der Anteil frischer Produkte steigt und daher die Vorbereitungs- und Rüstküche höhere Aufmerksamkeit bekommt. Ich möchte anmerken, dass Gäste jederzeit eigenes Essen zum Verzehr mitbringen dürfen. 8 3.4 Mitarbeiter Kantine Die Kantine hat insgesamt 12 Mitarbeiter und zusätzlich 3 Kräfte, die als externe Köche bei Bedarf dazu geholt werden. Es sind an normalen Tagen maximal 5 Mitarbeiter gleichzeitig im Haus. An Premieretagen können es bis zu 7 Mitarbeiter sein. Der Standardarbeitsplan sieht ungefähr so aus: 1. Mitarbeiter 07:00 – 15:00 (Frühstück, Salattheke, Brötchen, Spülen) 2. Mitarbeiter 09:00/09:30 – 18:00/18:30 (Mittag- und Abendessen) 3. Mitarbeiter 07:00 – 15:00 (Kasse, Gastbereich, Automaten, Buffetkontrolle, Handelsware) 4. Mitarbeiter 15:00 – Ende (Küchenhilfe, Vorbereitung Foyer, Kasse) 5. Mitarbeiter 17:00 – 21:00 (bei größeren Produktionen als Spüler) Es wird davon au sgegangen, dass bei einem weiteren Anstieg des Gastrotickets eine zusätzliche Kraft benötigt wird. 3.5 Equipment Kantine Folgende Küchentechnik ist aktuell in der Kantine verfügbar: 1 x Kessel, 1 x CookingCenter (Kippbratpfanne), 1 x Kombidämpfer/Konvektomat, 1 x Elektroherd, 1 x Doppelfriteuse, 1 x mobiler Wok, 1 x Grillplatte Zusätzlich gibt es Arbeitsflächen, eine Doppelspüle und mobile Geräte, wie z.B. eine Aufschnittmaschine. 3.6 Flächenbedarf Küche Kantine Aus dem aktuellen vorliegenden Raumbuch geht hervor, dass die Küche inklusive Spülküche 34,10 qm groß ist. Die Küche besteht aus insgesamt 3 Bereichen: Ausgabeküche Buffet, Vor - und Zubereitungsküche und Spülküche. Die Küche hat einen schmalen rechteckigen Grundr iss, der ein gleichzeitiges Arbeiten von 3 Personen erschwert. Durch den schmalen Grundriss wurden die Arbeitsflächen ausschließlich an den Wänden angeordnet. Die Küche hat 2 Zugänge, so dass grundsätzlich ein reiner und ein unreiner Weg zur Spülküche gewä hrleistet ist. Zusätzlich habe ich festgestellt, dass die Raumaufteilung für ein Selbstbedienungsbuffet oder Free flow Geschäft ungünstig ist. Es entstehen für die Köche hohe Laufwege, wenn Waren im Buffet kontrolliert oder ausgetauscht werden sollen. 9 Um fehlenden Platzbedarf zu kompensieren, wird das Trockenlager als Küchenbüro und weitere Arbeitsfläche genutzt. Zusätzlich ist mir aufgefallen, dass Ablage- und Lagerflächen für die aktuelle Situation fehlen. Für die Neuplanung der Küche müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden: • Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen, z.B. HACCP, Lebensmittelhygiene-Verordnung und Arbeitsstätten-Verordnungen • zukünftige Angebots- und Serviceform • vorgesehener Bearbeitungs- und Conveniencegrad • Lieferzyklen • Art und Form der Ausgabe • Registrier- und Kassenform • Produktionsprogramm, hinsichtlich Gastroticket und Catering Die Berechnung kann anhand von Referenzwerten erfolgen. Dabei greife ich auf die Bücher „Neufert: Bauentwurfslehre“ und „Schwarz: Großküchen“ zurück. Entsprechend ergeben sich dort folgende Aufstellungen: Neufert: Vorbereitung Fleisch 9,38 qm Vorbereitung Gemüse/Salat 11,62 qm Vorbereitung Fisch/Geflügel 7,00 qm Warme Küche inkl. Aktionsbereich 30,80 qm Kalte Küche 9,38 qm Spülküche 16,38 qm Behälterspüle 9,38 qm Summe 93,94 qm Schwarz: Vorbereitung 10,00 qm Warme Küche inkl. Aktionsbereich 32,00 qm Kalte Küche 8,00 qm Spülküche 20,00 qm Behälterspüle 7,00 qm Summe 77,00 qm Ich möchte erwähnen, dass bei Neufert von einem A la carte Service ausgegangen wird, weswegen die Werte die obere Grenze darstellen. Die Zahlen aus der Berechnung von Schwarz können als realistisch angenommen werden, wobei der Aktionsbereich in Nürnberg in der grafischen und rechnerischen Darstellung aktuell dem Gastraum zugerechnet wird. Ich möchte hervorheben, dass speziell die benötigten 27,00 qm für den Spülbereich relevant sind, da dort auch gespültes Material gelagert werden muss. In der Detailplanung ist unbedingt darauf zu achten, dass ein Schwarz- und ein Weißweg festgelegt wird, so dass die Spülküche einen reinen und einen unreinen Zugang hat. Für die zukünftige Spülküche ist außerdem eine Topfspüle zu empfehlen, da viele Vorbereitungsarbeiten für große Gebinde stattfinden. 10 Um eine effiziente Planung der Küche zu ermöglichen, rate ich dazu, einen möglichst quadratischen Grundriss zu nutzen. Da das Angebot auch in Zukunft als Selbstbedienungsbuffet geplant wird, empfehle ich, den warmen Speisenbereich so zu konzipieren, dass von der einen Seite Gäste die Speisen schöpfen können und von der anderen Seite die Köche die Speisen auffrischen können. So würde gleichzeitig eine offene Küche geschaffen, die Nähe und Transparenz vermittelt. Damit könnten zusätzlich Laufwege verringert werden und die Qualitätskontrolle wäre besser möglich. Ein weiterer Vorteil wäre die direkte Einbindung der Front Cooking Stationen, die augenblicklich scheinbar selten verwendet werden. Der aktuell große Aktions- und Buffetbereich könnte so verringert werden, da in der Berechnung für die Küchenfläche der Front Cooking Bereich bereits eingebunden wurde. 3.7 Flächenbedarf Lager Kantine Als Faustformel für die Berechnung von täglichen Gedecken in der Gastronomie gilt die Formel Anzahl Gedecke = 1,5 x Sitzplätze bei Tages- und Abendbetrieb. Bei 140 angestrebten Sitzplätzen in beiden Bereichen (Raucher und Nichtraucher) ergeben sich dadurch 210 Essen pro Tag. Dies deckt sich mit den Schätzungen der Verantwortlichen vor Ort und dem oben beschriebenen Verzehr von 220 - 225 Essen inklusive Frühstück. Die Anzahl an Sitzplätzen hat direkten Einfluss auf zur Verfügung zu stellende Lagerflächen, um die benötigten Grundprodukte vorzuhalten. Diese Flächen sind im Küchenbereich zu unterteilen in: Trockenlager, Kühlung und Tiefkühlung. Hierbei ist eine zusätzlich Fläche für die Anlieferung und Warenannahme zu berücksichtigen. Spezielle Anforderungen für den Bau dieser Lagerräume sind u.a. dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) und der Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) zu entnehmen. Eine vereinfachte Berechnung der benötigten Flä che kann dem Buch „Neufert: Bauentwurfslehre“, 41 . Auflage entnommen werden. Die Berechnung erfolgt anhand vorhandener Sitzplätze. Es wird hier eine 11 Aufstellung für 120 oder 200 Sitzplätze vorgenommen. Die folgende Auflistung orientiert sich an 120 Sitzplä tzen, wird allerdings mit 140 Sitzplätzen gerechnet. Kühlraum Fleisch 9,38 qm Kühlraum Obst und Gemüse 9,38 qm Kühlraum Molkereiprodukte 7,00 qm Kühlraum Kalte Küche Kühlschrank Kühlraum Getränke (inkl. Bier) Kühlschrank Tiefkühlraum 9,38 qm Trockenlager 18,2 qm Getränkelager 16,38 qm Non-Food-Lager 11,62 qm Summe 81,34 qm Im Buch „Schwarz, Lemme, Neumann, Wagner: Großküchen“, 5. Auflage wird eine detaillierte Berechnungsgrundlage für den Flächenbedarf von Großküchen der Personalverpflegung gegeben. Hier wird bei 300 Verpflegungsteilnehmern bei Annahme einer Zubereitungsküche von folgenden Werten ausgegangen: Kühlraum Fleisch inkl. Vorkühlung 7,00 qm Kühlraum Obst und Gemüse 3,00 qm Kühlraum Molkereiprodukte 3,00 qm Kühlraum Kalte Küche 0,00 qm Kühlraum Getränke (inkl. Bier) 3,00 qm Tiefkühlraum 4,00 qm Lager Trockenprodukte 12,00 qm Getränkelager 8,00 qm Non-Food-Lager 6,00 qm Summe 46,00 qm Der Betreiber hat eine eigene Berechnung durchgeführt und eine Schätzung beziehungsweise eine Wunschvorstellung abgegeben. In einer von Special Cuts erstellten Tabelle habe ich alle Werte der Kantine gegenüber gestellt und gebe dort meine Empfehlung ab. Grundsätzlich beruhen diese Empfehlungen auf meinen Beobachtungen vor Ort, der Fachliteratur und der Annahme, dass zusätzlich zum Kantinengeschäft auch die Theaterausgaben und das Theatercatering bewirtschaftet werden. Der Tiefkühlzelle möchte ich in einer kurzen Berechnung spezielle Betrachtung schenken. Der Konsum von Butterbrezeln ist im Vergleich zu anderen Produkten sehr hoch. Anhand von vorliegenden Musterbestelllisten ergeben sich 200 -500 Brezeln pro Woche. Bei der vergangenen Spielzeit von 12.09.2016 – 23.07.2017 ergeben sich 46 Betriebswochen. Für die weitere Berechnung wird vom Maximalverbrauch ausgegangen, damit die Platzmenge ohne Engpass berechnet werden kann. Die Belieferung erfolgt aktuell 2 - 3 pro Woche. Ich rate hier auf einen Zyklus von einmal in der Woche oder 2x im Monat zu wechseln. Im letzteren Fall würde Platz für 1.000 Brezeln benötigt. 12 Ein Produkt der Firma Edna wird in Kartons á 72 Brezeln versendet. Ein Karton hat die Maße 590 x 395 x 168 ( L x B x H in mm). Es wird Platz für 14 Kartons benötigt. Bei einer empfohlenen Stapelhöhe von 2,00 m können so inkl. Palette auf dem Boden 11 Kartons gestapelt werden. Demzufolge ist ein Flächenbedarf von 0,4661 qm (0,59m x 0,395m x 2,00) für Tiefkühlbrezeln notwendig. Eine entsprechende einfache Berechnung könnte von der gastronomischen Leitung auch für die anderen Kühlhäuser erstellt werden. Sinnvoll erscheint mir eine Überprüfung der Fläche für Getränke, da mir hier auch keine Verbrauchsliste vorliegt. Abschließend sei angefügt, dass die aktuelle Lagerung nicht den Anforderungen der Lebensmittelhygiene Verordnung entspricht. Es ist vorgeschrieben, rohe Produkte (Obst und Gemüse) von gegarten Produkten zu trennen und die entsprechenden Maximaltemperaturen der Kühlung einzuhalten. Zusätzlich dürfen Produkte nicht auf dem Boden des Kühlhauses gelagert werden und eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion muss einfach durchzuführen zu sein. Entsprechend rate ich dringend ausreichend Lagerfläche für die Kühlung und Tiefkühlung zu planen. Eine Trennung wie bei Neufert und Schwarz beschrieben ist daher obligatorisch. Ich hatte über die Verantwortlichen der Gastronomie Einkaufslisten angefordert, um die entsprechenden Lieferzyklen und den Platzbedarf zu berechnen. Leider konnten mir diese Zahlen bis zur Fertigstellung des Berichts nicht zur Verfügung gestellt werden. Aktuell wird folgende Lieferhäufigkeit angegeben: Tiefkühlware 2 - 3x in der Woche Fleisch 2 - 3x in der Woche Obst und Gemüse 2 - 3 x in der Woche Brot täglich Trockenprodukte 1 x in der Woche Über größere Lagerflächen könnten unabhängig von gesetzlich geforderten Bedingungen andere Liefertermine vereinbart werden, die den operativen Ablauf vereinfachen könnten und eventuell Kosteneinsparungen bedeuten würden. Des weiteren empfehle ich den Kühlbereich in einem zusammenhängenden Komplex zu planen. Selbstverständlich gelten die gesetzlichen Bestimmungen an den Bau von Kühllagern und die maßgeblichen Hygieneverordnungen. 3.8 Flächenbedarf Gastraum Kantine Wenn davon ausgegangen wird, dass auch in Zukunft 140 Sitzplätze in verschiedenen Sitzgruppen zur Verfügung stehen sollen, werden dafür bei einem Sitzbedarf von 1,50 qm/Sitzplatz können 210,00 qm benötigt. Mit einer angenehmeren Berechnung und einem Faktor von 1,8 ergeben sich immer noch 252,00 qm. Der Gastraum ist inklusive Kassen- und Buffetbereich aktuell mit 272,79 qm bemessen. Das Angebot wird als Free Flow System gereicht. Dafür wird ein Platzbedarf von 33,75 qm (225 Gäste x 0,15 qm) benötigt. Entsprechend ist der aktuell 13 genutzte Platz für eine angenehme Sitzplatzan ordnung auch in Zukunft ausreichend. 3.9 Versorgung und Abholung Die Versorgung durch Lieferanten wird an verschiedenen Tagen in der Woche zu unterschiedlichen Uhrzeiten erfolgen, weswegen spezielle Haltepunkte für Lieferfahrzeuge vorzusehen sind. Entsprechend der Größe ist von Lieferung mit LKWs auszugehen. Die Lieferzone sollte ohne Halteverbote oder andere Einschränkungen wie Feuerwehrzufahrten ausgestattet sein. Der Bereich der Anlieferung wird tatsächlich von allen Gewerken benutzt. Hier ist meiner Meinung nach kein Konflikt ersichtlich und kein zusätzlicher gastronomischer Bereich notwendig. Auf mögliche Kernlieferzeiten aller Gewerke ist Rücksicht zu nehmen. Bei der Begehung ist mir aufgefallen, dass die Versorgung im Gebäude extrem schwierig fällt. Für einen sichere und effiziente Versorgung/ Belieferung empfehle ich daher: • ebenerdige Liefer- und Verkehrswege • getrennte Personen- und Warenaufzüge • Aufzüge mit einer Grundfläche, die mindestens eine Europalette inklusive Hubwagen aufnehmen kann • ausreichend Rangierfläche in Lagerberei chen (Warenannahme, Leergut, Kühlhäusern) Zusätzlich zur Lagerfläche für Getränke muss eine entsprechende Fläche für Leergut vorgehalten werden. Aktuell ist ein Metallverschlag im Anlieferbereich vorhanden, welcher dort (Karte Ebene EG/ -01) nicht eingezeichnet ist. Laut aktuellem Raumbuch sind das 5,30 qm. Zusätzlich finden sich im Gebäude weitere Leergutsammelstellen und Stellflächen. Ich empfehle im Bereich der Warenannahme insgesamt 10qm Fläche für Leergut der Kantine zur Verfügung zu stellen. Ich möchte darauf hinweisen, dass bei Saisonbetrieben eine weitere Lagerfläche für das Outdoor-Mobiliar benötigt wird. Nach Rücksprache mit Frau Bülow werden im Juni und Juli bis zu 10 Stehtische Im Außenbereich für die Foyergastronomie eingesetzt. Exemplarisch wird von einem Durchmesser von 0,60 m ausgegangen. Pro Tisch ergibt sich eine Grundfläche von 0,36 qm. Dafür wird eine Lagerfläche von 3,60 qm benötigt. 14 3.10 Fettabscheider Der Einbau eines Fettabscheiders wird durch Normen und Gesetze gefordert. Für den Betrieb einer Gastronomie, in dem fetthaltiges Wasser anfällt, ist laut DIN 1986-100 in Verbindung mit DIN 4040-100 eine Abscheider Anlage einzubauen und zu betreiben. Fettabscheider sollen so nah wie möglich an der Anfallstelle eingebaut werden. Eine Entl eerung und Reinigung des eingebauten Fettabscheiders muss ungehindert möglich sein. Zuführende Leitungen und gegebenenfalls der Fettabscheider müssen über Dach be- und entlüftet werden. Die Berechnung der Nenngröße und des Schlammfangvolumens erfolgt nach DIN EN 1825-1, DIN EN 1825-2 und DIN 4040-100. Ein beispielhafter Berechnungsbogen ist dem Anhang zu entnehmen. Nach dem Umbau wird eine vollkonzessionierte Küche im Gebäude sein, die fetthaltiges Wasser erzeugt. In einer Beispielrechnung (Mensa, 250 warme Essen täglich, 13 Betriebsstunden) bin ich auf folgende Werte gekommen: Maximaler Abfluss Qs: 0,59l/s Errechnete Nenngröße NS: 0,76 Gewählte Nenngröße NS: 1 Gewähltes Schlammvolumen: 100 Liter Entsprechend meiner Recherche werden bei einem Erdeinbau hierfür für den Fettabscheider ohne zusätzlichen Raum ungefähr 1,50 qm benötigt. 3.11 Entsorgung Ein weiteres Augenmerk will ich auf die Entsorgung in der Gastronomie richten. In der Gastronomie fallen neben Restmüll speziell Verpackungsmaterial, Papier/Pappe, Altglas und Speiseabfälle an. Um hier eine Beispielberechnung vornehmen zu können, habe ich den Onlinerechner der Berliner Stadtreinigungsbetriebe genutzt (www.bsr.de). Es entstehen demnach bei ausgewiesenen 140 Sitzplätzen folgende Abfallmengen pro Woche für den neuen gastronomischen Betrieb: Gemischter Siedlungsabfall 560,6 Liter Papier/Pappe 284,2 Liter Verpackung aus den Dualen Systemen 284,2 Liter Glas 419,4 Liter Speisereste 419,4 Liter Für die Entsorgung der ersten 4 Müllarten wird von der Nutzung eines Containers mit 1.100 Liter Volumen ausgegangen. Demnach werden für diese Müllarten insgesamt Stellplätze für bis zu 4 Container benötigt. Ohne Bewegungs-/ Rangierfläche folgt aufgrund der Außenmaße von 1,30 x 1,08 m ein Flächenbedarf von 5,61 qm. Wenn die Müllentsorgung bei den ersten 3 Müllarten gemeinschaftlich mit dem Theaterbetrieb über Müllpressen erfolgt, kann die benötigte Fläche reduziert werden. 15 Die Speisereste werden in 240 Liter -Tonnen gelagert. Bei einer wöchentlichen Leerung ergibt dies 2 Tonnen. Bei zweimaliger Leerung entsprechend 1 Tonne. Hinzuzufügen ist, dass diese Container nach berufsgenossenschaftlicher Regelung und Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 bis zur Abholung gekühlt werden müssen. Der Platzbedarf ohne entsprechende Kühlzelle ist demnach 0,90 qm für die Kantine (0,41 qm je 240l-Tonne). 3.12 Versammlungsstätte Das Gebäude fällt aufgrund der G rundfläche unter die VersammlungsstättenVO. Entsprechend ergeben sich Anforderungen an die Bauteile und im Speziellen an den Feuerschutz und die Rettungswege. Weitere Vorgaben werden an die Menge und Beschaffenheit der Toilettenräume gemacht. Ich erwähne dies bewusst, da die entsprechenden Rettungswege Einfluss auf die zur Verfügung stehende Nutzfläch e für die Gastronomie haben werden. Im Speziellen sind Brandschutztüren mit elektrischen Freilaufschließern ein häufiger Mangel bei gastronomischen Begehungen durch die Feuerwehr. Im weiteren Planungsverlauf sollte bitte darauf geachtet werden, dass neben den benötigten Rettungswegen genug Stauraum für Gastromaterial zur Verfügung steht, so dass die Wege nicht blockiert werden. 3.13 Grundversorgung Für den Betrieb eines Gastronomiebetriebes ist eine Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Telekommunikationsleitungen sicherzustellen. Die benötigten Kapazitäten richten sich nach entsprechenden Konzepten und sind unbedingt mit dem TGA-Planer und dem Betreiber festzulegen. Im Besonderen die Abluft ist ein Punkt, der in der Gastronomie häufig falsch geplant wird. Ich weise darauf hin, dass dies in der gesamtheitlichen Betrachtung der Lüftung beachtet werden sollte. Die Küchenabluft bedarf einer genaueren Betrachtung. Die benötigte Abluftmenge ergibt sich aus dem Raumvolumen und den gleichzeitig benutzten Küchengeräten die unter einer Abzugshaube untergebracht sind. Genaueres entnehmen Sie bitte der Richtlinie VDI 2052. Dort sind die minimalen Anforderungen an Hygiene von raumlufttechnischen Anlagen und Brandschutz für Küchenabluftanlagen verbindlich festgelegt. Zudem schreiben die strengen Bestimmungen des Bundes - Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) und der Geruchsimmissions-Richtlinie vor, dass sich weder Anwohner noch Nachbarn durch Geruchsbelästigung gestört fühlen dürfen und dass messbare Umweltbeeinträchtigungen durch Geruchsbelästigung nicht vorliegen dürfen. Entsprechend gilt bei der TGA-Planung einen entsprechend bemessenen Abluftkanal von der Küche ins Freie vorzusehen, bzw. die Schächte für den Ausbau seitens des Betreibers zur Verfügung zu stellen. 16 3.14 Arbeitsstätte Weitere Anforderungen ergeben sich aus der ArbeitsstättenVO beziehungsweise den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A4.1 und ASR A4.2). Diese Richtlinien regelt die Beschaffenheit von Toiletten, Umkleiden, Waschräumen und Aufenthaltsräumen für die Beschäftigten. Ausgehend von einer exemplarisch angenommenen Anzahl von Mitarbeitern in einer Schicht, haben wir einen Bedarf an Fläche für diese Räume ermittelt. Das bedeutet bei Maximalauslastung circa 7 Mitarbeiter, welche gleichzeitig im Gebäude für die Kantine tätig sind und entsprechend der Richtlinie einen Spind benötigen. Aufgrund der Anzahl der Mitarbeiter müssen Umkleideräume nach Geschlecht getrennt sein. Da nicht absehbar ist, wie viele Mitarbeiter in einer Schicht weiblich und männlich sind, muss der Maximalwert angenommen werden, auch wenn dies in der Praxis unwahrscheinlich ist. Pro Spind werden die Maße 0,30 x 0,50 m vorgegeben. Das ergibt eine reine Spindfläche 1,05 qm je Geschlecht. Bei jeder Kleiderablage muss eine freie Bodenfläche von 0,5 0 qm vorhanden sein. Dies ergibt einen Flächenbedarf von weiteren 3,50 qm (7 x 0,50 qm). Zusätzlich sind je 4 Schrankeinheiten eine Sitzgelegenheit zur Verfügung zu stellen und ein entsprechender Bewegungsraum ist einzuhalten. Dieser bemisst sich mit 0,50 qm je Beschäftigten, der den Raum gleichzeitig nutzt. Wir gehen hier von 2 aus, weswegen weitere 1,00 qm Bewegungsfläche benötigt werden. Dadurch benötigt eine beispielhafte Gastronomie 5,55 qm Umkleideraum je Geschlecht, ohne auf die funktionelle Anordnung der Spinde einzugehen. Zusätzlich werden schätzungsweise 6 ,00 qm je Geschlecht für Toiletten- und Waschräume benötigt. Genaue Berechnungen können anhand der Arbeitsstättenverordnung vom Architekten durchgeführt werden. Der Pausenraum muss mindestens 6,00 qm betragen. Hier sind Sitzmöglichkeiten und Tische zur Verfügung zu stellen. Diese Räume dürfen nicht weiter als 100 m vom Arbeitsbereich entfernt liegen. Ein zusätzlicher oder angebundener Hauswirtschaftsraum für eigene Wäsche ist zu empfehlen. Hier schätze ich einen Bedarf von 6,00 qm. Ich möchte anfügen, dass dies exemplarische Berechnungen sind, die in der Planungsphase vom Architekten validiert werden müssen. 3.15 Büroräume Die Ausgestaltung und Verteilung von Büroräumen hat sich mir leider nicht vollständig erschlossen. Aktuell scheinen die meisten Büros extern in einem zusätzlichen Gebäude zu sein. Zusätzlich wurde ein Arbeitsplatz im Lagerbereich geschaffen, der den Anforderungen nicht gerecht wird. Für eine zukünftige Planung rate ich dringend, das Büro des Küchenchefs in der Nähe der Kantine bzw. Warenannahme zu platzieren. Neben weiterer Anforderungen an einen Bildschirmarbeitsplatz aus d er Arbeitsstättenverordnung sind dafür mindestens 8,00 qm zu veranschlagen. Um weitere Synergien zu erzielen, empfehle ich eine Bürogemeinschaft mit dem F&B Management. Bei Gruppenbüros von 3 und mehr Personen werden dann 10,00 – 12,00 qm pro Arbeitsplatz gefordert. 17 4 Foyergastronomie Im folgenden Abschnitt gebe ich Anmerkungen zum vorliege nden Raumkonzept hinsichtlich der Foyergastronomie . Die entsprechende Bewertung erfolgt aufgrund vorangegangener Ausführungen, Gesprächen mit den gastronomischen Leitern Ilona Bülow, Eric Wuchold, Thomas Mouratian und Sabrina Arbesmann sowie Hilmar Heise. Außerdem fließen in diesen Teil meine Beobachtungen vom 10.07.2017 ein. Im Gegensatz zur Beurteilung der Kantinengastronomie gehe ich in diesem Kapitel Ebene für Ebene durch. Entsprechend werden passend allgemeine Anmerkungen und Empfehlungen abgegeben. 4.1 Generelle Betrachtung Der geplante Umbau betrifft architektonisch nicht das Schauspielhaus. In den folgenden Ausführungen liegt der Fokus deswegen auf dem Opernhaus. Aus Gründen der Vollständigkeit und der Vernetzung der einzelnen Räume der Foyergastronomie gebe ich trotzdem Hinweise zu den Räumen des Schauspielhauses. Insbesondere die aktuelle Nutzung jeder verfügbaren Fläche als Lager bedingt die Bedarfsberechnung als Summe aller Räume in Schauspielhaus und Opernhaus. Für die Pausenverpflegung stehen im Opernhaus auf 4 Ebenen Steh- und Sitzplätze zur Verfügung an denen Gedecke vorbereitet und verzehrt werden können. Diese sind wie folgt verteilt: Rang Plan Plätze EG Ebenen 1. OG/ +01 88 1. Rang inkl. Glucksaal Ebenen 2. OG/ +02 200 2. Rang Ebenen 3. OG/ +03 160 3. Rang Ebenen 4.OG/ +04 174 Vorplatz (Sommer) 80 Summe 702 4.2 Grundriss Ebenen U02/ -02 und Zwischenebene U01 4.2.1 Lagerräume Nr. 1, 2, und 3 Im Bereich der Kammerspiele befinden sich aktuell 3 ausgewiesene Lagerräume für die Publikums- bzw. Foyergastronomie. Die Begehung brachte folgende Feststellung: Im Lager mit der Nummer 1 (laut Raumtabelle) werden Gläser aufbewahrt. Zusätzlich befindet sich dort eine Getränkekühlung, eine allgemeine Abstellfläche und der Umkleidebereich für Männer. Dies ist laut Arbeitsstättenverordnung nicht tragbar. Zusätzlich ist diese Raumaufteilung bezeichnend für die weiteren Lagermöglichkeiten und weist darauf hin, dass die Lagerflächen sehr kleinteilig und nach organisatorischen Gesichtspunkten falsch vergeben wurden. Selbstverständlich ist mir bewusst, dass dies mit der gewachsenen Struktur des Gebäudes und der Nutzung zu tun hat. Für die 18 zukünftige Verteilung sollte jedoch darauf eingegangen werden, die Bereiche zu trennen. Ich werde auf den Bedarf für Umkleiden und Lager näher eingehen. Das Lager 2 ist eine rein planmäßig ausgewiesene Fläche, die sich in einem Treppenhaus befindet und nicht genutzt werden kann und auch aktuell nicht genutzt wird. Das Lager 3 hat eine stark eingeschränkte Raumhöhe und wird als Mischnutzung beschrieben. Neben Material der Publikumsgastronomie werden dort Artikel anderer Gewerke gelagert. Ich empfehle eine Trennung von Gewerken und schlage eine Nutzung wenn überhaupt ausschließlich für Drucksachen vor. Für die Berechnung des Bedarfs übernehme ich die 50% des Raums von 3,00 qm. 4.3 Grundriss Ebenen EG/ -01 4.3.1 Umkleiden Nr. 9 Aktuell werden in diesem Raum die Umkleiden für Frauen bereitgestellt. Dafür sind 9,00 qm ausgewiesen. Insgesamt habe ich am Besuchstag in der Oper 10 Mitarbeiter der Foyergastronomie gezählt und zusätzlich 6 weitere im Schauspielhaus. Laut Aussage der Gastronomieverantwortlichen sind in beiden Bereichen zwischen 10 - 15 Personen im Einsatz. Entsprechend müssen Umkleidebereiche, Wasch- und Sozialräume vorgehalten werden. Eine Berechnung nach den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A4.1 und ASR A4.2) kann wie für die Kantine erfolgen. Wenn davon ausgegangen werden kann dass Mitarbeiter beider Bühnen sich in den selben Räumen aufhalten, werden also maximal 30 Spinde je Geschlecht benötigt. Eine Verringerung der Anzahl aufgrund klarer Personalsituatio n (Wie viele männliche und weibliche Angestellte sind dauerhaft angestellt?) ist denkbar und sollte rechtzeitig mit dem entsprechenden Fachplaner besprochen werden. Pro Spind werden die Maße 0,30 x 0,50 m vorgegeben. Das ergibt eine reine Spindfläche 4,50 qm je Geschlecht. Bei jeder Kleiderablage muss eine freie Bodenfläche von 0,50 qm vorhanden sein. Dies ergibt einen Flächenbedarf von weiteren 15,00 qm (30 x 0,50 qm). Zusätzlich sind je 4 Schrankeinheiten eine Sitzgelegenheit zur Verfügung zu stellen und ein entsprechender Bewegungsraum ist einzuhalten. Dieser bemisst sich mit 0,50 qm je Beschäftigten, der den Raum gleichzeitig nutzt. Wir gehen hier von 6 aus, weswegen weitere 3,00 qm Bewegungsfläche benötigt werden. Dies würde einen Umkleidebereich von 2 2,50 qm pro Geschlecht bedeuten. Wenn von einer niedrigen Gleichzeitigkeit ausgegangen wird, werden pro Geschlecht 3 Toiletten benötigt. Eine Fläche von 8,40 qm wird für Toiletten benötigt, weitere 3,40 qm für Waschräume. Ein zusätzlicher Pausenraum wird benötigt. Dieser wird mit 1,00 qm pro gleichzeitig nutzendem Mitarbeiter gerechnet. Da davon ausgegangen wird, dass die Mitarbeiter erst zu Schichtbeginn erscheinen und nach Schichtende direkt nach Hause gehen, wird die Mindestgröße von 6,00 qm angesetzt. 19 Hier sehe ich für den Umbau die Priorität, die Sozialräume beider gastronomischen Bereiche zu verbinden und so im Bestandsgebäude freie Flächen zu erzeugen. 4.3.2 Büro Nr. 11 Das Büro des F&B Managers hat eine Fläche von 6,22 qm. Empfohlen werden mindestens 8,00 qm. Eine weitere Nutzung als Lager ist dabei ausgeschlossen. Da sich in diesem Bereich der Tresor befindet, sollte der Bereich eine spezielle Zugangsberechtigung aufweisen und keine andere Verwendung geplant werden. Statische Berechnungen für den Einbau des Tresors werden vorausgesetzt. In die Planung des Umbaus sollte die Überlegung einbezogen werden, alle gastronomischen Büros an einen Ort zu verlegen und die dadurch frei gewordenen Räume ausschließlich als Lager zu nutzen. Deswegen gehe ich nicht weiter drauf ein, ob das aktuelle Büro für 2 Bildschirmarbeitsplätze vergrößert werden sollte, wie von der gastronomischen Leitung gefordert. 4.3.3 Lager Nr. 8, 10, 12 und 13 Die Publikumsgastronomie hat einen erhöhten Bedarf an Lagerfläche für Getränke, Leergut und Gläsern. Zusätzliches Buffetmaterial und weitere Non- Food-Artikel werden auch gelagert. Je nach Bestellzyklen, Preisverhandlungen und Gebindegrößen ergeben sich speziel le Anforderungen an diese Lagerstätten. Die von Frau Bülow und Kollegen grundsätzlichen Anforderungen an Verkehrswege und Lagerbeschaffenheit teile ich und führe sie hier erneut an: • leicht rollfähiger Boden • glatter robuster Bodenbelag • ebenerdiger Zugang • ebenerdige Verkehrswege • breiter Zugang, mindestens 600 mm (Breite einer Europalette) • ebenerdiger Zugang zu Lastenaufzügen • Stoßkanten aus Edelstahl oder Hartholz auf Bodenniveau und auf ca. 80 cm Höhe • Lagerwände gefliest bis auf 1,80 m Höhe • Wasseranschluss inkl. Waschbecken Das Lager 12 ist sehr schmal und kann schlecht als Getränke - und Leergutlager genutzt werden. Eine Raumbreite von mindestens 3,00 m ist sinnvoll, so dass mit Europaletten rangiert werden kann und links und recht jeweils eine Palette längs gelagert werden könnte. Da mir die Einkaufslisten und die Daten zur Frequenz des Getränkeverbrauchs nicht vorliegen, ist eine Empfehlung für den Platzbedarf nur schätzungsweise möglich. Ich rate dazu, einen zentralen Ort für Leergut zu schaffen, in dem die Lagerung von beiden gastronomischen Bereichen stattfindet. Für den Bereich d er Foyergastronomie gehe ich von ca. 20,00 qm Fläche aus. Dieser Bereich sollte sich in der Nähe der Warenannahme befinden und ebenerdig sowie über Lastenaufzüge mit beiden Getränkelagern verbunden sein. 20 Das Lager 13 ist aufgrund von Schimmelbildung in ei nem nicht nutzbaren Zustand. Der Platz wird aber auf alle Fälle für Non -Food-Material und Equipment benötigt. Die Fläche scheint dafür ausreichend. Das Lager 10 wird aktuell für Gläser verwendet. Eine Lagertrennung in einzelne Bereiche finde ich logisch und sollte beibehalten werden. Die Fläche des Lagers ausschließlich für Gläser erscheint ausreichend, wenn davon ausgegangen wird, dass bei einem Umbau sämtliche Bars mit verschließbaren Rückbuffets versehen werden, so dass dort Gläser dauerhaft sicher gelagert werden können. Im Lager 8 wurden mehrere Getränkekühlschränke eingebracht, die durch ihre Abwärme die Raumtemperatur stark aufheizen. Ich empfehle isolierte Kühlzellen. Die Grundfläche scheint für das Schauspielhaus ausreichend. 4.4 Grundriss Ebenen 1.OG/ +01 Hier sind die beiden Bars im Opernhaus (Nummer 62) und Schaus pielhaus (Nummer 61). Ich werde weiter unten auf den Barbetrieb und mögliche Optimierungen zu sprechen kommen. 4.5 Grundriss Ebenen 2.OG/ +02 4.5.1 Räume Nr. 21 und 22 Diese beiden Räume dienen als Herzstück der Publikumsgastronomie. Im Raum 22 werden die vorher bestellten und vorbereiteten Speisen für den Pausenverzehr angerichtet. Zusätzlich sind in diesem Bereich die beiden Eismaschinen, die den Barbetrieb sicherstellen. Der Raum hat eine Grundfläche von 8,69 qm. Anhand mir vorliegender Bestelllisten wurden in diesem Zeitraum maximal 32 Kanapeeteller bestellt und gleichzeitig am gleichen Tag (7.7.2017) 97 Brezeln. Bei einem Standardteller von 20 cm Durchmesser und einer regulären Arbeitstischtiefe von 60 cm wäre eine Arbeitsfläche von 7,40 m notwendig, um alle Teller gleichzeitig anzurichten. Wenn von dem zukünftigen Einsatz von Tellerspinnen oder Tellerwägen ausgegangen werden darf, dann sind trotzdem 3,00 m Arbeitsfläche am Stück sinnvoll. Bei einer Tiefe von 0,60 m ergeben sich inklusive Standfläche von 1,00 m für diesen Arbeitsbereich 4,80 qm. 21 Für die beiden Eismaschinen sind zusammen 4,00 qm notwendig. Damit ist ohne weiteren Bedarf ermittelt zu haben bereits die aktuelle Raumgröße erreicht. Ich empfehle diesen Vorbereitungsraum in Zukunft auf 12,00 qm zu vergrößern. Der Raum Nummer 21 dient als Spüle für den Gläserrücklauf. Es gibt für den Theaterbetrieb eine Besonderheit zu beachten. Nach der Pause werden die benutzten Gläser von den Mitarbeitern in Plastikkörben eingesammelt und dann zusammen gespült, da die Gläser direkt nach dem Spülen poliert werden müssen. Dieser Ablauf ist gelernt und perfektioniert. Für die Spülküche wird diesbezüglich mehr Stauraum für den Glasrücklauf als durchschnittlich benötigt. Durch fehlende Stell- und Sortierfläche im Raum, werden dafür aktuell öffentlich sichtbare Bereiche des Glucksaal genutzt. Am Besuchstag wurden dafür 2 Servicewägen und eine mobile Theke benutzt (Fläche: 3,00 qm inklusive Bewegungsraum). Insbesondere der Flaschenrücklauf und der Bereich des Leerguts stört das Bild. Ich empfehle daher während dem Umbau wenn möglich, den Bereich der Spüle um 8,00 qm zu vergrößern. 4.6 Grundriss Ebenen 3.OG/ +03 Hier befindet sich die Ausgabebar mit der Nummer 66. Zu den Theken werde ich weiter unten einige Anmerkungen geben. 4.7 Grundriss Ebenen 4.OG/ +04 4.7.1 Lager Nr. 23 Hier befindet sich ein geteiltes Lager, welches als Putzraum und für weitere gekühlte Getränke genutzt wird. Ich rate, diesen Bereich ausschließlich für Reinigungszwecke und Mittel zu verwenden und dort keine Getränke zu lagern. Eine gleichzeitige Lagerung von Reinigungsmitteln ist nicht erlaubt. 4.8 Bars und Theken Im Opernhaus befinden sich aktuell 4 Bars (im Glucksaal zähle ich 2). Aufgrund der Beobachtungen und Messungen der Zuschauerströme möchte ich einige aktuelle Empfehlungen zu den Bars geben. Die Bar (Nummer 62) im Eingangsfoyer wurde nachträglich eingebracht und wirkt nach wie vor temporär. Die Arbeitssituation ist schwierig und führt zu langen Wartezeiten. An meinem Besuchstag wurde nur über die Ecke (dem Raum zu gewandt) mit 2 Mitarbeitern bedient. Dabei entstand ein kritischer Punkt, der eine unnötige Wartezeit verursachte. Da ein Großte il der Gäste über die Treppe zu dieser Ausgabe kommt, ist die Ecke der Theke der erste Anlaufpunkt. Gleichzeitig gehen viele Gäste bei schönem Wetter nach draußen was zu einer zusätzlichen Stauung und verlangsamten Bedienung führt. Für eine weitere Verzögerung sorgt der Aufbau der Theke mit wenig Kühl- und Abstellfläche. Ich erkenne an, dass der zur Verfügung stehende 22 Platz bestmöglich verwendet wurde. Insbesondere der Gläserrücklauf stellt eine Herausforderung dar. Dies wird aktuell mit Servicewägen geregelt. Zur Kühlung der Getränke stehen 4 Schubladen, 3 Gastro-Kühlschränke und 2 Haushaltskühlschänke mit je 3 Ebenen zur Verfügung. Durch Zählung und Überschlagsrechnung vor Ort können dort 672 Flaschen gekühlt werden. Bei einer Sortimentsbreite von 21 Produkten erscheint dies zu wenig Platz zu sein. Über eine besser Platznutzung und das Einbringen von mehr Kühlschubladen, könnte die Zahl erhöht werden. Insgesamt wäre es sinnvoll, diese Bar zu Vergrößern, um der Sitzplatzanzahl im Parkett genüge zu tun. Wenn von einer Barlänge von 5,00 m ausgegangen wird, um parallel mit 3 Mitarbeitern zu arbeiten und die Standardtiefen für Theke und Rückbuffet sowie die Standfläche angesetzt werden, ergeben sich ungefähr 14,0 0 qm für diese Bar. Die beiden Bars im Glucksaal (Nummer 63 und 64) haben eine ausreichende Größe und müssen flächenmäßig nicht verändert werden. Auch die Anzahl an Kühlmöglichkeiten erscheint ausreichend. Am Beobachtungstag habe ich festgestellt, dass die Mitarbeiter dort jeweils einen eigenen Arbeitspl atz haben und so autark Bestellungen abarbeiten können. Entsprechend verteilten sich alle wartenden Gäste auf jeweils 3 Reihen. Das visuell schöne Rückbuffet ist jedoch nicht vollständig nutzbar, da die Theke am Rückbuffet sehr tief ist. Dadurch können die Schränke nicht vollständig als Lagerfläche genutzt werden und dienen eher einer optischen Verschönerung. Zu den beiden Räumen mit der Nummer 21 und 22 habe ich weiter oben im Text schon Stellung bezogen. Die Bar im 2ten Rang (Nummer 66) besteht aus einer großen Mittelinsel und 2 begrenzende Ausgabetische. Es gibt Kühlraum für 528 Flaschen des Sortiments. Da diese Theke autark läuft und über die schwierige Anbindung an Lieferwege (inklusive Aufzug) schwer zu bestücken ist, rate ich auch hier mehr Kühlfläche zur Verfügung zu stellen. Die Durchgänge sind aktuell sehr eng und erschweren das Arbeiten. Die Mitarbeiter haben durch den Rundweg um die Mittelinsel teilweise größere Laufwege als an den anderen Bars. An dieser Bar ist kein Rückstauraum und keine getrennte Abstellfläche für schmutziges Geschirr vorhanden. Der Zugang zum Aufzug verhindert zusätzlich eine effiziente Raumaufteilung. Ich empfehle daher einen Back of house Bereich einzurichten. Ich schätze die Fläche der aktuellen Bar auf 14,00 qm und halte eine seitliche Vergrößerung von 3,00 qm sinnvoll. Um das Arbeiten effizient und schnell gestalten zu können, rate ich beim Umbau folgende Punkte für die Bars zu berücksichtigen: • Barhöhe (Arbeitsfläche) 0,85 m, um ein ergonomisch positives Arbeiten zu ermöglichen • die Hauptarbeitsfläche sollte sich dem Gast zuwenden • die Thekentiefe sollte 0,70 m betragen, damit Kühltheken und entsprechende Leitungen eingebaut werden können • Um das Arbeiten hinter dem Tresen zu erleichtern, schlage ich vor, dass neben dem Arbeitsbereich für Mitarbeiter ein erhöhtes Barbrett an der vorderen Seite angebracht wird. Die Tiefe des Barbretts sollte mindestens 0,30 m sein. 23 • zur Kühlung der Getränke sollten Kühlschubladen verwendet werden, da diese mehr Getränke auf weniger Volumen erlauben, leicht zu öffnen und zu befüllen sind • als Arbeitsbereich für Mitarbeiter hinter der Bar ist 1,00 m ausreichend • für den Schnellzugriff auf Weine und andere Getränke in Ein -Liter- Flaschen rate ich, Speedracks an der Theke anzubringen • ausreichend Abstellfläche für Gläser • Kühlvitrinen für Speisen zum Thekenverkauf • ausreichend abgesicherte Steckdosen für Espressomaschinen, Kassen, Kassendrucker, Auftischgeräten und Barequipment Um die Abarbeitung einer Bestellung so schnell wie möglich zu m achen, müssen zusammen mit dem Küchenplaner bei der Planung die Handgriffe und Arbeitsschritte analysiert werden und entsprechend der Bereich geplant werden. Selbstverständlich sind gesetzliche Forderungen und die HACCP Richtlinie zu befolgen. 4.9 Zuschauerverkehr und Pausenversorgung im Opernhaus Am Besuchstag wurde die Oper „My fair lady“ aufgeführt. Insgesamt waren ca. 800 Gäste im Opernhaus, davon waren ungefähr 300 Schüler. Die Sitzplatzverteilung im Opernhaus ist: Parkett: 500 Plätze 1. Rang: 200 Plätze 2. Rang: 169 Plätze 3. Rang: 160 Plätze Der Großteil der Zuschauer verlässt den Saal über das Parkett. Dieser Besucherstrom war nach 2:00 Minuten zu Ende. Die Leerung des 1ten Rang hat 1:00 Minute gedauert, 2ter Rang 1:49 Minuten und 3ter Rang 1:41 Minuten. Die Gäste versammeln sich schnell an den reservierten Tischen. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass 75 – 80 % der Gäste in der Pause konsumieren. Der Anteil, der über den Counter bestellt, beläuft sich durchschnittlich auf 40 %. Die verbleibenden Gäste gehen am häufigsten zur Bar in den Glucksaal . Als zweite An laufstelle ist die Ausgabe im Eingangsbereich zu betrachten und an dritter Stelle wird die Ausgabe im 2ten Rang angesteuert. Dies entspricht erwartungsgemäß dem Schwarmverhalten von Menschen. In einem Exkurs zur grundsätzlichen Versorgung im Pausenbetrieb möchte ich eine mathematische Berechnung aufführen, welche den Bedarf an Theken und Personal darstellt. Wenn von einer Wunschpausenzeit von 20 Minuten ausgegangen wird und die gestoppte Zeit zur kompletten Leerung des Saals von 2 Minuten zugrunde gelegt wird, sind für Toilettengänge und Konsum noch 18 Minuten zur Verfügung, bevor das Stück weiter geht. Um einen ruhigen Verzehr zu gewährleisten, werden weitere 6 Minuten abgezogen. Insgesamt nutzen maximal 1.000 Gäste den Foyerbereich. Es stehen maximal 626 Plätze zur Verfügung. Diese Zahl ist eine rechnerische Größe, da die Stehtische und Sitzmöglichkeiten selten voll belegt sein werden. 24 Bei einer durchschnittlichen Reservierung von 40 % aller bisher konsumierender Gäste (zwischen 75 – 80 %) sind demnach 320 Zuschauer an diesen Tischen versorgt. Die verbleibenden 480 (800 - 320) Zuschauer bedienen sich an den Ausgabestellen. Am Besuchstag war die kürzeste Bedienzeit pr o Gast 30 Sekunden und die längste Bedienzeit 40 Sekunden. Dabei wurden meistens Bestellungen für 2 Personen aufgegeben. Wenn hier vom Mittelwert 35 Sekunden ausgegangen wird, können in 720 Sekunde n (12 Minuten Nettopausenzeit) insgesamt 20 Zuschauer von einem Mitarbeiter bedient werden. Um 480 Zuschauer bei dieser Geschwindigkeit zu bedienen, werden demzufolge 24 Mitarbeiter benötigt. Wird von einer d urchschnittlichen Belegung von 3 Mitarbeitern pro Theke ausgegangen, müssten insgesamt 8 Theken vorhanden sein. Es sind aktuell 4 Theken vorhanden. Laut Aussage des gastronomischen Betreibers sind im Durchschnitt nur 12 – 15 Mitarbeiter im Pausenbetrieb anwesend. Für eine erhöhte Ausgabegeschwindigkeit sind daher folgende Möglichkeiten vorhanden: • Erhöhen der Mitarbeiteranzahl • Verkürzung der Bedienzeit pro Gast durch effiziente Thekenplanung • Erhöhen der Reservierungsquote • Erhöhen der Sitzplätze im Innenbereich bei gleichbleibender Reservierungsquote • Veränderung der Pausenzeiten Ich möchte hinzufügen, dass unabhängig von der obigen Potentialberechnung 13 Minuten nach Pausenbeginn alle Gäste an allen Theken bedient wurden. Ob das an der hohen Anzahl von Kindern liegt oder der niedrigen Toleranz für Wartezeit sind ausschließlich Vermutungen. Im Hinblick auf eine Umbauplanung sollten diese Überlegungen jedoch mit einbezogen werden. Im Speziellen könnten hier technologische Kassensysteme, Online - Bestellungen, kontaktlose Kartenzahlungen und eine Umstellun g des Barbetriebs in ein Bestell- und Abholsystem helfen. 4.10 Abstellfläche Mir ist aufgefallen, dass die Tische innerhalb von kurzer Zeit belegt sind. Die verbleibenden Gäste verteilen sich dann auf zur Verfügung stehende Bereiche. Für die Getränke werden alle waagerechten Flächen genutzt. Insofern empfehle ich, weitere Abstellflächen in den öffentlichen Bereichen zu schaffen. 5 Weiterführende Empfehlungen 5.1 Kassensystem Den neuen Vorschriften für Registrierkassen ab 2016 zufolge müssen Kassensysteme Daten künftig elektronisch aufbewahren. Der letztmögliche Umstellungstag war der 31.12.2016. Dies gilt nur für Gewerbetreibende, die schon ein elektronisches System mit Registrierkassen verwenden. Eine 25 zwingende Anschaffung durch die Gastronomie des Staatstheater Nürnberg ist jedoch nicht gefordert. Im Hinblick auf die technologische Entwicklung und die geplante Fertigstellung der Bauarbeiten 2026 - 2028 empfehle ich trotzdem eine Komplettlösung für das Theater zu finden, welches die Gastronomie beinhaltet. Der Fortschritt in der Kassentechnik und Zahlmöglichkeiten lässt darauf schließen, dass bereits in Kürze eine Zahlung über das Smartphone flächendeckend möglich sein wird. Um hier auf den Fortschritt vorbereitet zu sein, rate ich, die technologische Planung eng mit der gastronomischen Leitung abzustimmen. Dadurch könnten Tischreservierungen, Buc hungen von Veranstaltungspaketen, Bestellungen von Getränken zur Pause und weitere Annehmlichkeiten realisiert werden, die das Gasterlebnis erhöhen und die Effektivität steigert. 5.2 Gastronomietechnik Die Versorgung der Zuschauer in der Pause stellt eine besondere Herausforderung dar. Der Zuschauer kommt aus dem Saal und möchte seine Getränke und seine Speisen direkt am reservierten Platz vorfinden. Gleichzeitig müssen die Getränke die richtige Temperatur haben, die Speisen heiß sein und alles optisch einwandfrei aussehen. Aktuell nutz der gastronomische Betreiber einen zeitliche koordinierten Ablauf, der dies bestmöglich gewährleistet. Kalte Getränke, wie Sekt und Bier werden spät möglichst eingesetzt, kalte Speisen, Gläser und Geschirr zu Beginn. Mir ist aufgefallen, dass trotzdem Rotwein schon ca. 30 Minuten vor Pausenbeginn und auch das Flaschenbier schon 20 Minuten vor Pause eingesetzt wird. Bei einer Umgebungstemperatur von 22 Grad Celsius gehe ich davon aus, dass die Trinktemperatur von 7 Grad Celsius bei Bier und 15 Grad Celsius bei Rotwein nicht eingehalten wird. Um dies zu umgehen, sind grundsätzliche Änderungen des Prozesses notwendig. Was wäre, wenn die Tische reserviert sind und die Gäste ihre Getränke an einer Ausgabestelle abholen? Durch das neue Kassensystem wäre es möglich, die Bezahlung und Bestellung von der Ausgabe zu trennen. Aktuell begleitet ein Mitarbeiter den Zuschauer durch den kompletten Vorgang. Mit der Teilung von Kasse und Ausgabe wäre es möglich, dass Bestellungen und Bezahlung über das Smartphone oder Paypal möglich sind und der Zuschauer dann mit dem Code an der Ausgabe seine Artikel bekommt. Zusätzlich würde der Bereich entzerrt, da 2 unterschiedliche Ausgaben vorhanden sind. Für den Gast würde dies allerdings aktuell bedeuten, dass er zwei Mal ansteht. Durch ein gutes Informationsleitsystem könnte dieser Vorgang jedoch verkürzt werden. Angenommen, dass dies eine mögliche Lösung für die Zukunft darstellt, könnt auch für die Zuschauer ein frisch gezapftes Fassbier in der Pause serviert werden. Es gibt bereits heute technische Lösungen, die pro Einheit 1.000 Bier in einer Stunde in eine Glas zapfen. Eine der möglichen Lösungen ist der Beerjet (mehr Informationen unter www.beerjet.com). Dazu müssten 26 selbstverständlich umfassende Umbauten erfolgen, die von Flaschenbier auf Fassbier umstellen. 5.3 Mobile Bars Innerhalb des Gebäudes werden regelmäßig Premierenveranstaltungen und weitere Events abgehalten. Diese stellen das Gebäude und die Gastronomie vor spezielle Herausforderungen. Im Rahmen der weiteren Planung empfehle ich zusätzlich zu den bereits vorhandenen Theken weitere mobile Bartheken zu konstruieren, welche für besondere Anlässe flexibel im Gebäude platziert werden können. So könnte auch getestet werden, ob eine Bar im 3ten Rang Entlastung für die anderen Bars bringen würde. Entsprechend schlage ich vor, dass durch die TGA-Planung für diese Zwecke auch zusätzliche Wasseranschlüsse und 32 - bzw. 64-Ampere- Stromanschlüsse auf den Geschossen verteilt werden, so dass Mietequipment der Gastronomie dort angeschlossen werden kann. 6 Fazit Die Planungen und Berechnungen für den Umbau des Staatstheater Nürnberg befinden sich in einer sehr frühen Phase. Ich begrüße es sehr, dass bereits zum jetzigen Zeitpunkt externe Berater mit einbezogen werden. Die Erstanalyse dieses Objektes zeigt, dass bezüglich der Neugestaltung der Kantinengastronomie und der Optimierung der Foyergastronomie nach wie vor große Herausforderungen und Limitationen bestehen. Gastronomie und in diesem Fall die Personalverpflegung zeichnet sich stark durch einen hohen Fixkostengrad bzw. durch hohe Kosten zur Generierung der Betriebsbereitschaft aus. Dies ist zurückzuführen aufgrund des uno-actu- Prinzips und dem Servicecharakter in der Gastronomie. In Konsequenz bedeutet dies für Projekte wie diese, d ass ein Großteil der Fläche für Lagerräume, Toiletten, Küchenflächen etc. vorgehalten werden müssen und zusätzlich eine Reihe von gewerberechtlichen und hygienetechnischen Anforderungen erfüllt sein müssen. Diese Anforderungen an die Gastronomie werden häufig in der Beurteilung der Ertragskraft der Gastronomie und folglich in der Planung unterschätzt. An verschiedenen Stellen in diesem Bericht wurden diese Aspekte jedoch immer wieder in den Vordergrund gerückt. Dies trifft im Speziellen auf die Berechnung des Lagerbedarfs und der Sozialräume zu. Die Gastronomie von heute fordert im Wesentlichen stärker eine funktionale „Schönheit“ und weniger eine architektonische Einzigartigkeit. Es ist der falsche Ansatz, ein Gebäude aus architektonischer Sicht zu planen und dann für die Gastronomie passend zu machen. Auch dieses Gebäude in der jetzigen Ausprägung beweist, dass durch den bisherigen Fokus auf Theaterbetrieb viel umbauter Raum geschaffen wird und wenig sinnvoll für gastronomische Zwecke genutzt werden kann wie z.B. die Verkehrswege, fehlende Flächen für fest eingebaute Bars und mangelnde Lager und Sozialräume. 27 In Anbetracht des Planungsstandes rat e ich für die nächsten Schritte folgende Punkte als Diskussionsgrundlage zu benutzen: 1. Die Küche ist im aktuellen Zustand nicht dafür geeignet alle 3 Anforderungen durch die unterschiedlichen Angebote zu erfüllen . Im Besonderen ist der Spülbereich zu gering und der Vorbereitungsbereich fehlt vollständig. Auch im Hinblick auf hygienerechtliche Vorgaben ergeben sich im Vergleich zum Bestand 42,90 qm zusätzlich benötigte Fläche für Küche, Vorbereitung und Spülküche. Im gleichen Augenblick kann über eine effiziente und moderne Planung mit offenen Bereichen, der Buffet - und Ausgabebereich minimiert werden, um so einen Teil dieser Fläche wieder auszugleichen. Hier können 22,31 qm eingespart werden. 2. Die vorhandene Lagerfläche für gekühlte, tiefgekühlte und ungekühlte Waren ist zu gering. Dies erkennt man bei einer Begehung dadurch, dass jede mögliche Fläche als Lager genutzt wird und dadurch auch hygienische Anforderungen übergangen werden. Der Lagerbereich sollte in der Planung als eigenständiger Komplex in unmittelbarer Nähe zur Küche geplant werden. Nach meiner Berechnung fehlen weitere 23,99 qm für eine gute organisiere Lagerhaltung. Eine Trennung der Lagerung beider gastronomischer Angebote (Kantine und Foyer) ergibt für den Getränkebereich Sinn und sollte auch aufgrund der Laufwege beibehalten werden. Non-Food Artikel, Equipment und Material könnten in einem Trockenlager-Bereich gebündelt werden. 3. Die Verteilung und der Aufbau der Personalräume entspricht nicht den Anforderungen der Arbeitsstätten Verordnung und ist unbedingt in der Neuplanung zu berücksichtigen. Eine Zusammenlegung der beiden Gastronomiebetriebe in einen Sozialkomplex ergibt Sinn. Es ist zu beachten, dass dieser Komplex maximal 100 m vom Arbeitsplatz entfernt sein darf. Eine Bündelung der Bereiche Kantine, Lagerbereich und Personalräume in einem möglichen vorgelagerten Neubau erachte ich als logisch und sinnvoll. 4. Ich respektiere die Verbindung der einzelnen Gebäudeteile durch vielseitige Verkehrswege und verstehe die Schwierigke it der Darstellung einer perfekten Liefersituation. Trotzdem sehe ich hier starken Handlungsbedarf. Ich rate, einen eigenständigen Lieferweg zu planen, der die einzelnen Geschosse durch Warenaufzüge mit einander verbindet und eine ebenerdige Verteilung der Speisen und Getränke abbildet. Aktuell werden Speisen teilweise außerhalb des Gebäudes transportiert, es müssen mehrerer Treppen überwunden werden und Aufzüge verbinden nicht alle Ebenen. Aus Gründen der Arbeitssicherheit rate ich, dies zu ändern. 5. Die derzeitige Bürosituation ist äußerst komplex und undurchsichtig. Die zentralen Büros befinden sich außerhalb des Staatstheaters, ein Küchenleiterbüro ist physisch nicht vorhanden und das Büro des F&B Managers ist gleichzeitig Geldumschlagplatz mit Tresor und außerdem Lager. Hier empfiehlt sich eine Schaffung eines neuen Großraumbüros für den gastronomischen Bereich zentral zwischen den Häusern. Bestenfalls in der Nähe der Kantine und des Wareneingangs. 28 6. Eine Versorgung der Zuschauer über die Menge an Ausgabebereichen ist meiner Meinung nach heute ohne Qualitätsverlust möglich. Durch eine entsprechende Anpassung der Ausgabebereiche kann zusätzlich Ausgabegeschwindigkeit generiert werden. Durch den langen Bauzeitraum dürfte sich die Erwartungshaltung bis Baufertigstellung verändert haben. Ich gehe davon aus, dass die jetzige Bereitstellung von Getränken und Speisen in 10 Jahren nicht mehr ausreichend sein wird für eine entsprechende Begeisterung. Insofern ist der Fokus auf mobile Lösungen und moderne technologische Unterstützung in die weitere Planung aufzunehmen. 7. Der Back of house Bereich der Foyergastronomie ist nicht ausreichend für eine optisch ansprechende und operativ funktionale Barsituation im Glucksaal. Der Vorbereitungsbereich und die Spülküche sollten während des Umbaus angepasst werden. 8. Während des Umbaus rate ich dazu, dass die Bartechnik professionalisiert wird. Im Besonderen sollte vollständig auf Kühlschubladen gesetzt werden, ausreichend abschließbare Lagerfläche für Gläser eingeplant werden und der Arbeitsplatz funktional nach den Handgriffen der Barkeeper aufgebaut werden. Die gleichzeitige Unterstützung durch ein elektronisches Zahlungssystem würde eine zukunftsweisende gastronomische Ausrichtung sicherstellen. Ich danke den Auftraggebern für das Vertrauen und stehe gerne für weitere Dienst- und Beratungsleistungen zur Verfügung. Hamburg, August 2017-08-16 Jan Scheidsteger 08-28 Staatstheater Nürnberg 08-28_N-Oper_EV_PB_2021-03-09.docx Seite 1 von 6 04.03.2021 Stellungnahme - Probebühnen Testentwurf Staatstheater (STN) Nürnberg Der Betreiber hat als ein wesentliches Ziel des BOH Nürnberg die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des Opernbetriebes festgeschrieben. Die spartenübergreifende Erhöhung der Vorstellungszahlen kann dabei als eine der vorrangigen Maßnahmen zur Erhöhung der Wirtschaftlichke it des Betriebes angesehen werden. Um die Möglichkeit einer Erhöhung der Vorstellungszahl zu prüfen, lohnt es sich die Disposition der Hauptbühne saisonübergreifend zu analysieren. Die Hauptbühne wird neben der offensichtlichen Belegung für den direkten Vorstellungsbetrieb für weitere Betriebsfunktionen genutzt, die den folgenden Bereichen zuzuordnen sind: 1. Montage und Demontage 2. Beleuchtung, Ton, Video 3. Proben 4. Wartung 5. Schließtage und Standzeiten Zu Punkt 1. Montage / Demontage Hier werden Dekorationen auf- und abgebaut, für Vorstellungs- und Probebetrieb auf der Hauptbühne eingerichtet, verschoben und im Anschluss zu verschiedenem Grad demontiert . Die Dekoration der aktuell spielenden Produktionen sollten so großteilig wie möglich v orgehalten werden. Hierfür sind maximale Magazinflächen im Haus bühnennah einzuplanen (Vertikallager, Höhe 9m). Durch diese Maßnahme können Auf- und Abbauzeiten unmittelbar auf der Hauptbühne reduziert werden. Zu Punkt 2. Beleuchtung, Ton, Video Einrichtungszeiten für Scheinwerfer, Ton - und Videoequipment und anschließende Beleuchtungsprobezeiten können durch eine Erhöhung der Anteile automatisierter Endgeräte verringert werden . Diese Geräte müssen zu großen Teilen nicht mehr personal- und zeit intensiv händisch umgerichtet werden, sondern werden vom Pult aus bedient, deren Position ist speicherbar. Der Einsatz einer digitalisierten Vorbereitung der Auslegung der produktionsabhängigen Beleuchtungsszenarien in einer computergestütz ten 3D -Umgebung kann einer Verringerung der notwendigen Hauptbühnenbeleuchtungszeiten dienen. 08-28 Staatstheater Nürnberg 08-28_N-Oper_EV_PB_2021-03-09.docx Seite 2 von 6 04.03.2021 Zu Punkt 3. Proben Auf der Hauptbühne finden unter anderem Regie-, Ensemble -, Chor -, Bühnenorchester- und Ballettproben, Haupt- und Generalproben als auch technische Ablaufproben statt. Für das künstlerische Niveau eines Hauses ist unter anderem die Qualität des Probebetriebes bei der Entwicklung von Neuprod uktionen und der Wiedereinstudierung von Repertoirestücken mitbestimmend. Eine ausreichende zeitliche Disposition, die Probenausstattung auf der Haupt - und den Probebühnen sowie die Verfügbarkeit von Mitarbeitern , Sängern, Orchester und Ensemble auf den Proben spielen dabei eine wichtige Rolle. Kommt es durch wirtschaftliche Zwänge zur Verdrängung von Probenzeiten von der Hauptbühne zugunsten des Vorstellungsbetriebes kann der Engpass durch eine optimale Bemessu ng und Ausstattung der Rahmenbedingungen des Probebetriebes aufgefangen werden. Die Probebühne 1 Opernhaus sollte in der Fläche zumindest die Spielfläche der Hauptbühne plus Umgänge aufweisen. Proben möglichst in Originaldekoration durchführen zu können ist als vorteilhaft für Kunst und Technik anzusehen. Es wirkt sich positiv auf die notwendigen Aufbau- und technischen Einrichtungszeiten aus, da die Dekoration Wochen vor der auf der Hauptbühne geplanten technischen Einrichtung vorgenommen werden könnte. Dekorationen können hier schon in Ihrer Gesamtheit zusammengestellt und eventuelle Nacharbeiten und Korrekturen (Präsenzwerkstatt) von den Mitarbeitern vor Ort durchgeführt werden. Sängern, Ensemble und Regie steht frühzeitig die Dekoration der Vorstellung zur Verfügung. Akustisch ist eine Probebühne so auszulegen, dass dort große Ensem bleproben stattfinden können . Wichtige musikalische Proben, in denen das szenische wie musikalische Zusammenspiel des Orchesters mit den Sängern (Bühnenorchesterproben) geprobt wird, sind weiter nur im Zuschauerraum abzuhalten, da hier der Zuschauerraum als Resonanzraum zur Überprüfung der musikalischen Balance zwischen Orchester und Sängerensemble unverzichtbar bleibt. Eine mögliche Reduzierung der Anzahl der Hauptbühnenproben durch eine optimale Probensituation beschränkt sich also in erster Linie auf die szenischen Proben (Regie). Zu Punkt 4. Wartung Die Theaterferien werden mit üblicherweise 4-6 Wochen im Jahr zur Wartung, sicherheitstechnischen Abnahmen bzw. wiederkehrenden Prüfungen genutzt . Die Wartungsintervalle von Maschinen und Anlagen sind von Herstellern und Behörden vorgegeben und gerade unter gegebenen sicherheitstechnischen Aspekten strikt einzuhalten. Unter Umständen sind jährliche Wartungsperioden durch einen Schichtbetrieb mit erhö htem Personalaufwand bei Mittelmehraufwand verkürzbar. Zu Punkt 5. Schließtage, Standzeiten Diese Zeiträume gehen auf gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeiten, tarifvertragliche Vereinbarungen und Budgetlimits zurück und sind jeweils betriebsabhängig zu bewerten. 08-28 Staatstheater Nürnberg 08-28_N-Oper_EV_PB_2021-03-09.docx Seite 3 von 6 04.03.2021 A. Dimensionierung Probebühnen Bei der Bewertung eines notwendigen Volumens der Probebühnen liegt der Fokus auf Punkt 3 siehe oben. Empfehlung BWKI - bestmögliche Bemessung der Probebühnen, sich an Spielfläche und Hauptbühnenmaß orientierend, die Probebühnenfläche (421m²) entspricht der Spielfläche plus Umgang, die Raumhöhe von 9m folgt einer maximalen Dekorationshöhe von 8.5m - bestmögliche Ausstattung, mit Zügen, Bühnenboden, moderates Beleuchtungspaket, Ton, Pressluft, eventuell Ausgleichspodium und Drehscheibe B. Verortung der Probebühne Die Opernprobebühne ist idealerweise in unmittelbarer Nähe zur Hauptbühne zu verorten um Dekorationswechsel (horizontale Verschiebung) zwischen Probebühne und Hauptbühne personell wie zeitlich so effizient wie möglich zu gestalten. Durch die örtliche Nähe von Probe- und Hauptbühne sind Synergien in den Abteilungen der Bühnendienste zu erzielen, durch die Nutzung gleicher Lager, Werkstätten, Aufenthaltsräume und Garderoben. Empfehlung BWKI Bei einer Entscheidung zwischen der Verortung von vertikalen Magazinflächen (1.000m²) und von der Probebühne Oper (421m²) empfehlen wir eine Gleichgewichtung der beiden Funktionsbereiche und notwendigen Flächen (Priorisierung Bühnenniveau und in Hauptbühnennähe) vorzunehmen. Im Falle einer Unterdeckung der notwendigen Flächen ist die Probebühne in Hauptbühnennähe gegenüber der Gesamtheit der benötigten Magazinfläche zu priorisieren. Eine Aufteilung der Magazinflächen zu einer weiteren Etage vertikal erschlossen durch einen Lastenlift ist in der Folge eine akzeptable Option. Kommentar BWKI Ein möglicher Einsatz von Originaldekoration im Probenbetrieb, antizipiert durch eine ausreichende Bemessung der Probenopernbühne, ist bei der künstlerischen Entwicklung der Produktionen als wertvoll anzusehen und gewährt Optionen zur Optimierung betrieblicher Abläufe in der Zukunft. Eine Verortung der Probebühnen auf Bühnenniveau wird empfohlen, dies kann einer Erhöhung der Wirtschaftlichkeit in Zukunft zuträglich sein . Dabei sei ausdrücklich erwähnt, dass die Spiel - und Probenfrequenz von vielen weiteren Fakt oren abhängt, nicht nur der Infrastruktur. Der Proben - und Vorstellungsbetrieb wird neben der Infrastruktur von tarifvertraglichen Vorgaben, wie der maximalen Anzahl von Chor und Orchesterdiensten, Personalstärken, gesetzlichen Ruhezeiten, dem zur Verfügung stehenden Produktionsbudget, von innerbetrieblicher Planung und betrieblichen Ressourcen bestimmt. Standpunkt STN STN wünscht die Gesamtheit der vertikalen Magazinflächen auf Bühne nniveau und sieht bei einer Unterdeckung von Flächen auf Bühnen niveau eine Ansiedlung der Opernprobebühne auf einer anderen Geschossfläche als unproblematisch an . Eine daraus folgende Raumhöhe von 6m der Probebühne wird als ausreichend erachtet. Die unmittelbare Nähe der Probebühne zur Hauptbühne ist danach nicht zwingend nötig. Die logistische Verbindung von Probebühne n und Hauptbühne ist über Hauptbühnenlift und Fahrstühle herstellbar. 08-28 Staatstheater Nürnberg 08-28_N-Oper_EV_PB_2021-03-09.docx Seite 4 von 6 04.03.2021 Kurzfassung Gegenüberstellung Varianten Probebühne Testentwurf Testentwurf Variante A Variante B Magazin Nutzer STN Empfehlung BWKI Magazin Flächenbedarf 1000sqm Magazin vertikal Raumhöhe 9m Magazin Verortung Bühnenniveau anteilig nicht zwingend Probebühne Oper Probebühne Oper Fläche 421sqm Probebühne Oper Raumhöhe 6m 9m Verortung Probebühne Oper Bühnenniveau nicht zwingend Beachtung - weiterführend beigefügt Protokoll Sitzung 03.032021 Seite 5 – - Der von STN angegebene Flächenbedarf ist in seiner Gesamtheit von BWKI geprüft und als plausibel erachtet. Bei der Verortung der Opernprobebühne empfiehlt BWKI eine sich vom Standpunkt des STN abweichende Version. - Die von STN angestrebte Version A mit einer Opernprobebühne von 6m Höhe auf Unterbühnenniveau ist mit der aktuellen Betriebsstruktur gut abzudecken, wobei die Ansiedlung der Probebühnen im Haus und die Erweiterung der Magazinflächen auf Bühnenniveau als wesentliche Fortschritte zu verzeichnen sind. - Die von BWKI empfohlene Variante B mit einer Opernprobebühne die volle Dekorationshöhe vorsieht, erlaubt eine flexible zukünftige Nutzung und schafft mit einer Verortung der Opernprobebühne in unmittelbarer Umgebung der Hauptbühne eine Grundlage für eine weitere Optimierung der Betriebsorganisation in der Zukunft. - Bei einer angestrebten Erhöhung der Wirtschaftlichkeit ist die Infrastruktur ein Faktor unter vielen, im Weiteren bestimmen betriebliche Komponenten deren Nutzung. Anmerkung Die vorliegende Stellungnahme zur Probebühne wurde in der Nachfolge des Workshops 1 / Footprint am 15. Februar 2021 auf ausdrücklichen Wunsch de r Projektbaudienststelle Nürnberg von BWK I angefertigt, um eine Verschriftlichung von Argumenten und damit eine Nachverfolgung von Entscheidungen auch in späterer Zukunft zu ermöglichen. 08-28 Staatstheater Nürnberg 08-28_N-Oper_EV_PB_2021-03-09.docx Seite 5 von 6 04.03.2021 Protokoll zur Sitzung Probebühnen STN am 3. März 2021 Teilnehmer: Hr. Bergmann Stadt Nürnberg, Projektbaudienststelle Frau Rogge STN Herr Gormanns STN Herr v Graffenried BWKI Herr Essrich BWKI Bemerkung: Die Diskussion dreht sich um die im Raumprogramm unter Probebühnen 1, 2 und 8 hinterlegten Räume (dies sind die „eigentliche“ Probebühnen im Vergleich zu den Proberäumen). Im Folgenden ist hier die Rede von beiden Opernprobebühnen (1 und 2), die gemäß Raumprogramm beide am Hauptstandort zu verorten sind. Bei der Aufzählung der Probebühnen hatte ich Ihnen fälschlicherweise die falschen Nummern genannt, um den daraus resultieren Verwirrungen vorzubeugen, folgend die Gesamtaufzählung mit Bitte um Gegencheck: Probebühne (Bühnengröße) Oper A 01 (ID 1052) – Raumhöhe licht 9,0 m| 421 qm Probebühne (Bühnengröße) Oper B 02 (ID 1132) – Raumhöhe licht 9,0 m| 421 qm Probebühne (Bühnengröße) Ballett (ID 1133) – Raumhöhe licht 9,0 m| 421 qm Proberaum (Übungsraum) Oper A 03 (ID 0556) – Raumhöhe licht 6,0 m | 200 qm Proberaum (Übungsraum) Oper B 04 (ID 0553) – Raumhöhe licht 6,0 m | 200 qm Proberaum (Ballettstudio) Ballett (ID 0510) – Raumhöhe licht 6,0 m | 185 qm Zum Abschluss der Phase Plausibilisierung Flächenbedarf/ Testen twurf wurde betreffend Dimensionierung und Verortung der Opernprobebühne und der vertikalen Magazinflächen folgende Übereinkunft getroffen: - Probebühne Oper 1 ist auch mit einer Untermaschinerie zu planen (ev. Ausgleichspodien, ev. Drehscheibe, ev. Drehscheibenwagen mobil: Wird Gegenstand Planung) - Verortung Probebühne Oper 1, 2 & 8 mit Hauptbühne logistisch unproblematisch verbunden, möglichst in der „Logistikachse Anlieferung – Hauptbühne“. - Magazinflächen vertikal (1 .000m2) ebenso mit Hauptbühne logistisch unproblematisch verbunden, möglichst in der „Logistikachse Anlieferung – Hauptbühne“. A nteilig (1/3) auf anderer Geschossfläche möglich. - Im Testentwurf wird der Raum zwischen linker Seitenbühne und Schauspielhaus nicht explizit benannt, um dem Entwurf nicht vorzugreifen. - Transportwege zwischen Anlieferung, Magazin, Hauptbühne und Probebühne sind auszulegen nach den zu verschiebenden Bauteilen bzw. Transportwägen mit den Maßen: 08-28 Staatstheater Nürnberg 08-28_N-Oper_EV_PB_2021-03-09.docx Seite 6 von 6 04.03.2021 Transportmaße „Kulissenanlieferung“ L x B x H = 9,0 x 2,7 x 3,5 m für die Transportwege zwischen: - Anlieferung Kulissen OH - Anlieferung Kulissen SH - Montagefläche OH - Probebühne 01 - Probebühne 02 - Probebühne 08 Transportmaße “teilzerlegte Bühnenbilder” L x B x H = 9,0 x 4,0 x 9,0 m für die Transportwege zwischen: - Seitenbühne - Bühne OH - Hinterbühne - Kulissenmagazin Vertikal - Montagefläche OH - Probebühne 01 - Probebühne 02 - Probebühne 08 - Fahrstuhlmasse im Diagramm BWKI sind anzupassen an Bestandsmaße Schauspielhaus (Fahrstuhlbreite). BWKIve2021-03-09 Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 1 Das Gebäude wurde 1905 erbaut und ist seither mehrfach umgebaut (1935, 1948, 1998) worden. Die größte Veränderung des Hauptsaales, welche Berichten zufolge zu einer deutlichen Verschlechterung der akustischen Eigenschaften führten, erfolgte dabei 1935. Das Opernhaus und Teile des Verbindungsbaus (zum Schauspielhaus) sollen zurückgebaut und Platz für Neues geschaffen werden, um die Anforderungen des 21. Jahrhunderts als Theater der Zukunft mit künstlerischer Strahlkraft für die diverse (Stadt-)gesellschaft und die Europäische Metropolregion Nürnberg umzusetzen. Das Bauvorhaben behebt die in diversen Gutachten seit 1967 belegten substanziellen, gebäudestrukturellen und funktionellen Mängel im Opernhaus sowie städtebauliche Mängel im räumlichen Umfeld. Die Gebäude befinden sich im Eigentum der Stadt Nür nberg und werden vom Staatstheater Nürnberg betrieb en, einer Stiftung des öffentlichen Rechts unter gemein samer Trägerschaft des Freistaats Bayern und der St adt Nürnberg. Beim Bauvorhaben Opernhaus handelt es sich allein auf Grund der Komplexität, Dimension und Nutzung des Gebäudes sowie der Bedeutung für die diverse (Stadt-)gesellschaft und des Denkmalschutzstatus um ein einzigartiges Projekt mit besonderen Anforderungen und Herausforderungen. Im Folgenden werden die Ziele und Anforderungen hinsichtlich Funktionalität und Akustik an alle künstlerisch genutzten Raumbereiche formuliert. Die akustischen Belange ergänzen das Nutzerbedarfsprogramm mit der Betriebsbeschreibung, dem Raumprogramm und Funktionsschema. Sie präzisieren die vom Staatstheater formulierten Bedarfe und bilden damit die Grundlage für die weiteren Abstimmungen zum Projekt in den jeweiligen Projektstufen. Somit sind sie im Weiteren mit den projektspezifischen Rahmenbedingungen, wie etwa den denkmalfachlichen, städtebaulichen und allgemein technischen Belangen in Einklang zu bringen. Übergeordnetes Ziel aus Sicht des AK Akustik ist herausragende Qualität für Hören und Sehen, sowohl für Besucher*innen wie auch die optimale Hörsamkeit der Künstler*innen untereinander und die in diesem Kontext Beschäftigten. Die Akustik wird dabei höchsten Anforderungen für Publikum und Musiker*innen / Künstler*innen gerecht. Für alle künstlerisch genutzten Raumbereiche werden hervorragende akustische und funktionale Verhältnisse, einschließlich Sichtbeziehungen hergestellt, die den Besucher*innen in den unterschiedlichen Formaten die Vielfalt von Kunst, Unterhaltung, Diskurs, Emotion und sozialer Begegnung erlebbar machen sowie den Künstlern einerseits Arbeitsmöglichkeiten bieten, die die zeitgemäßen Anforderungen an künstlerische Arbeitsplätze gewährleisten und andererseits auch kreative Spielräume geben und Entwicklungen ermöglichen. Die akustischen und funktionalen Anforderungen beziehen sich auf die Raumakustik (Wahrnehmung von Musik, Gesang und Sprache), die Bauakustik (Schallschutz für Musiker sowie zwischen Raumbereichen), die Sichtbeziehungen, das Raumklima sowie auf weitere wichtige Funktions- und logistische Beziehungen mit optimierter Verortung der Räume. Hervorragender Klang, Raumeindruck und Wohlfühlen werden zudem bestimmt durch architektonische Gestaltung, Formen, Geometrie, Materialien, Haptik, Oberflächen, Farben, Strukturen, Beleuchtung, Belichtung, Raumklima, Sitz- und Aufenthaltskomfort sowie Wegebeziehungen und Barrierefreiheit. Das Opernhaus, wie auch die anderen künstlerisch nutzbaren Räume, stehen dem Staatstheater und seinen Sparten zur Verfügung. Ausgewählte Räume, wie der Zuschauerraum des Hauptsaales mit Bühne und Orchestergraben, Probebühnen, der Glucksaal, Foyerflächen sowie der Orchesterprobensaal 01, Aufnahmeräume Video- und Tonregie und weitere Räume für die Öffnung zur diversen (Stadt-)gesellschaft etc. stehen zudem für externe Veranstalter und für Education-Projekte zur Vermietung zur Verfügung. Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 2 Die Verortung der neu anzuordnenden künstlerisch genutzten Räume und Raumgruppen Orchesterprobensäle 01 und 02, Stimm- und Übungsräume, Instrumenten-, Cases und Accessoire-Lager und Umkleiden sowie ihre Wegebeziehungen sind funktional von zentraler Bedeutung und werden im Folgenden beschrieben: Variante A Orchesterprobensäle 01 und 02 mit den Aufnahmeräumen (Video- und Tonregie), Stimm- und Übungsräume und Instrumentenlager werden in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet (im Generalmusikzentrum mit weiteren dort benötigten Räumen). Die Verortung in der Nähe des Orchestergrabens ist nicht zwingend erforderlich. Dafür sind ausreichend dimensionierte hausinterne Transportwege, inkl. Aufzüge und Kurvenradien für Instrumente und Personen (max. Abmessungen der Instrumente und Cases ca. 3,10 m x 1,80 m; mit schiebendem Personal max. 4,10 x 2,20 m) zwischen dem Orchestergraben, den Orchesterprobesälen, den Stimm- und Übungsräumen und der Bühne des Hauptsaales barrierefrei und mit ausreichenden , lichten Türöffnungen (Breite 2,00 m, Höhe 2,20 m) erforderlich. Die Stimm- und Übungsräume können auf unterschiedlichen Ebenen angeordnet sein. Die Wegezeit zwischen Stimm- und Übungsräumen und Orchesterprobensaal muss < 1 Minute betragen. Wegen der größeren Entfernung der Stimm- und Übungsräume zum Orchestergraben werden in direkter Nähe zum Orchestergraben ausreichend Einspielzimmer für unterschiedliche Instrumentengruppen (Blechbläser und Konzertmeister*innen besonders beachten), Umkleiden (mit Kleiderspinden), Aufenthaltsfläche und ein kleines Instrumentenlager angeordnet. Die räumliche Nähe vom Chorprobensaal und Ballettprobensälen (je inkl. Umkleiden) zur Bühne Hauptsaal ist wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Die Wegezeit zwischen Chorumkleiden und Bühne muss < 1 Minute betragen. Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 3 Variante B Stimm- und Übungsräume, Umkleiden (mit Kleiderspinden) und Instrumentenlager werden in unmittelbarer Nähe zum Orchestergraben angeordnet. Die Stimm- und Übungsräume können auf unterschiedlichen Ebenen angeordnet sein. Das Generalmusikzentrum mit weiteren benötigten Räumen ist ggf. in größerer Entfernung angeordnet. Die Wegezeit zwischen Stimm- und Übungsräumen und dem Orchestergraben muss < 1 Minute betragen. Die Orchesterprobensäle 01+02 mit den Aufnahmeräumen (Video- und Tonregie) ist mit den weiteren benötigten Räumen im Generalmusikzentrum integriert und ggf. in größerer Entfernung zu den Stimm- und Übungsräumen, dem Instrumentenlager und dem Orchestergraben angeordnet. Dafür sind ausreichend dimensionierte hausinterne Transportwege, inkl. Aufzüge und Kurvenradien für Instrumente und Personen (max. Abmessungen der Instrumente und Cases ca. 3,10 m x 1,80 m; mit schiebendem Personal max. 4,10 x 2,20 m) zwischen dem Orchestergraben, den Orchesterprobesälen, den Stimm- und Übungsräumen und der Bühne des Hauptsaales barrierefrei und mit ausreichenden , lichten Türöffnungen (lichte Breite 2,00 m, lichte Höhe 2,20 m) erforderlich. Die räumliche Nähe vom Chorprobensaal und Ballettprobensälen (je inkl. Umkleiden) zur Bühne Hauptsaal ist wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Die Wegezeit zwischen Chorumkleiden und Bühne muss < 1 Minute betragen. Nachfolgend werden für alle künstlerisch genutzten Räume die relevanten Funktionen sowie die akustischen, funktionalen Anforderungen und Qualitäten beschrieben. Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 4 Raum: Zuschauerraum Opernhaus mit Bühne / Szenenfläche Anzahl der Nutzer*innen  1.000 Besucher*innen-Sitzplätze, Anzahl Stehplätze (entwurfsabhängig)  regulär 50, max. 90 Chorist*innen  zusätzlich max. 20 Gesangssolist*innen auf der Bühne  24 Tänzer*innen auf der Bühne  bei Konzerten regulär für ein A-Orchester 99 bis ausnahmsweise max. 108 Musiker*innen  1 Dirigent*in  Sonderfall möglich: großes Orchester, großer Chor und Gesangssolist*innen auf der Bühne, z.B. Beethoven/9. Sinfonie Funktionen  Aufführungen für: Oper, Musical, Ballett, Symphoniekonzert, Kammerkonzert, Klavierkonzerte, Lunchkonzerte, Sinfoniekonzerte, Chor, Kombinationen mit Chor, Sprechtheater, Lesungen, Preisverleihungen, Liederabend  Aufnahmen  Education-Projekte  Projekte mit Film und Orchester  Proben, Jazz, Vermietung Veranstaltungen, Gastproduktionen, Sponsorenevents Akustische Anforderungen und Qualitäten  Balance: ausgewogene Balance zwischen Sänger*innen auf der Bühne und Orchester im Orchestergraben  Raumakustischer Klang im Saal: für rein akustische (unverstärkte) Musik mit allen Besetzungen und Formaten; Opern, Konzerte sowie Musicals haben erste r Priorität; hohe dynamische Spannweite, leise Stelle n transparent und durchhörbar, auch an lauten Stellen runder, „schöner“ Klang; kein „Plärren“; sehr leises Singen und Musizieren möglich, ohne dass der Klang „brüchig“ oder unausgewogen wird; alle Einzelstimmen sollen (nach ihrer Priorität in der Partitur) im jeweiligen Moment gut hörbar wahrgenommen werden; optimale Klangdurchmischung, einhüllender, naher und intimer Klangeindruck; gute Durchhörbarkeit, Klarheit und Transparenz sowie Akzentuierung und Nachverfolgung einzelner Sänger*innen, Instrumente und Gruppen sind möglich; gute Transparenz und Klarheit für Einzelstimmen und Stimmengruppen; sehr reiches Klangfarbenspektrum mit Präferenz des warmen, weichen Klangs, der aber Präzision nicht vernachlässigt und Transparenz nicht verhindert; kraftvoller und voluminöser Klang, auf möglichst allen Plätzen gleich intensiv; gleichmäßige Klangausbreitung im Saal  Volumen min. 8.000 m³; min. 8 m³/Platz  Bühne: optimale Hörsamkeit der Musiker*innen und Sänger*innen untereinander. Musiker*innen und Sänger*innen haben das Gefühl, dass alles, was sie vorführen, vom Saal unverändert und unterstützend umgesetzt wird; der Saal gibt eine gute „Rückmeldung“ des Klangs auf die Bühne, ohne eine übertriebene Lautheit zu erzeugen; die Akustik animiert und inspiriert das Spielen und Singen  große und kleine Konzertmuschel auf der Bühne für: Galakonzert, Neujahr eskonzert, Kammerkonzert, konzertante Oper, Kinderkonzert, Festakt-Preisverleihung, Meistersinger-Wettbewerb, Sinfoniekonzert, Chorkonzert  anpassbare Raumakustik für unterschiedliche Musikformen, Ballett, Sprachveranstaltungen und Nutzungen mit Verstärkung.  Elektroakustische Verstärkung für Sprachveranstaltungen, Ballett, Musical, Operette, Orgel (bruchlose Verschmelzung mit dem Orchester)  für elektroakustische Einspielungen zusätzlich zum „analogen Orchester“ muss bruchlose Verschmelzung von analogem und elektroakustisch hinzugespieltem Klang möglich sein  Schallschutz für Musiker*innen: angemessener Lärmschutz für Musiker*innen bei Bühnenbetrieb  Schallschutz im Zuschauerraum und Tonregie: „absolute Ruhe“ ist erforderlich, kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Beamer, Projektor, Bühnentechnik, Aufzügen und von angrenzenden Räumen und vor Außengeräuschen.  Raumakustik für räumlich abgegrenzte Tonregie: optimierte Bedämpfung der Raumakustik Weitere funktionale Anforderungen Sichtbeziehungen für Publikum:  75 oder 80% der Plätze mit ungehindertem Blick auf die Bühne vorn bzw. Vorbühne mit hochgefahrenem Orchestergraben  70 bis 75% der Plätze mit ungehindertem Blick auf die Bühne hinten bzw. zur vertikalen Dekoration ca. 8,5 m hinter dem Portal  keine Anordnung von Plätzen unmittelbar hinter den Stützen Anforderungen an die Portalbreite (Architektur- und Technikprotal):  Vergrößerung rechts, links und oben je 0,5 m, idealerweise auf max. Breite 14 m (der Platzbedarf für das vorhandene Fries ist zu beachten) Vorbühne:  ist ab dem Eisernen Vorhang feste Vorbühne in der Tiefe mindestens wie im Bestand: 1 bis 1,50 m  Möglichkeit eines barrierefreien Zugangs zur Vorbühne vom Zuschauerraum aus Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 5 Konzertmuschel:  flexible Konzertmuschel für Konzerte auf der Bühne (schneller Auf- und Abbau, platzsparende Lagerung, akustisch anpassbar für kleine bis große Besetzungen) Sitzkomfort für Publikum nach heutigen Maßstäben:  Sitzbreite im Mittel 55 cm, min. 53 cm  Sitzreihenabstand min. 90 cm Für Künstler*innen:  gute Sichtbeziehungen bei Bühnenbetrieb (Podeste)  Sitzkomfort und Beleuchtung nach heutigen Maßstäben Tonregie:  räumlich abgetrennte Tonregie  zusätzlich offene Tonregie mit den gleichen akustischen Verhältnissen wie im Zuschauersaal Gleichzeitigkeit:  zeitgleich möglich: Probe im Zuschauersaal und Veranstaltung/ Probe im Glucksaal  nicht zeitgleich nötig: Veranstaltungen im Zuschauersaal und Glucksaal  zeitgleich möglich: Veranstaltung im Zuschauersaal und Vorbereitung im Gluck-saal und Foyer für Catering Weitere Anforderungen:  Aufnahmen, Streaming, Live-Übertragungen in modernster Übertragungs-Qualität  Fernorchesterfunktion  Bildschirmübertragung  Raumklima für Zuschauerraum und Tonregie mit besonderen Anforderungen  Beamer/Projektor  sichere Bühnenaufgänge für Musiker*innen bei Konzerten Verortung  wie Bestand Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 6 Raum: Orchestergraben Anzahl der Nutzer*innen  regulär für ein A-Orchester 99 bis ausnahmsweise max. 108 Musiker*innen  1 Dirigent*in  1 Soufflage  einzelne Chorist*innen mit im Graben, Summe Personen jedoch max. 108 Funktionen  Aufführungen für: Oper, Musical, Ballett, in Kombination mit Chor  Einspielen  Aufnahmen  Education-Projekte Akustische Anforderungen und Qualitäten  optimale Hörsamkeit der Musiker*innen untereinander, alle sollen unter den gleichen akustischen Bedingungen spielen, der Orchesterklang im Graben soll das musikalische Geschehen auf der Bühne tragen und die Sänger*innen unterstützen. Die Sänger*innen sollen nie das Problem haben, dass sie sich „gegen“ das Orchester durchsetzen müssen, umgekehrt muss es für das Orchester im Graben möglich sein, frei spielen zu können, im piano, sowie im fortissimo, ohne bereits im „mezzoforte“ sich zu lautes Spielen vorwerfen lassen zu müssen, ohne eine übertriebene Lautheit zu erzeugen. Der Gesang von der Bühne muss im Graben gut hörbar sein und ein gutes Begleiten ermöglichen. Umgekehrt soll vermieden werden, dass durch die Wahrnehmung hoher Lautstärken von der Bühne in den Graben das Orchester zu immer lauterem Spielen animiert wird, man sich gewissermaßen gegenseitig zu immer größeren Lautstärken hochschaukelt  optimale Balance für Bespielung Orchestergraben und Bühnengeschehen (Sänger*innen, Chor, Ballett)  die Akustik soll die Koordination des Bühnengeschehens mit dem Orchester im Graben für Dirigent*in unterstützen  elektroakustische Verstärkungen auf der Bühne soll im Orchestergraben angemessen wahrnehmbar sein  anpassbare Raumakustik für unterschiedlichen Musikformen und Orchesteraufstellungen  Schallschutz für Musiker*innen: angemessener anpassbarer Lärmschutz für Musiker*innen im Graben bei allen Inszenierungsvarianten mit Platz für Lärmschutzelemente und Höhenunterschiede zwischen lauten Instrumentengruppen bzgl. davorsitzenden Musiker*innen zu berücksichtigen  Schallschutz: „absolute Ruhe“ ist erforderlich, kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Beamer, Projektor, Bühnentechnik, Aufzügen und von angrenzenden Räumen Weitere funktionale Anforderungen Fläche:  150 m² Gesamtfläche (variabel)  mind. 110 m² offene Fläche bei maximaler Orchestergröße (variabel), moderate Deckelung des Grabens, jedoch Verringerung der vorhandenen Deckung, keine „Garagen“; inkl. Verbreitung des Proszeniumsbereiches  variabel fahrbare Höhe des Grabenbodens für verschieden Stilrichtungen: von kleinbesetzter Barockoper über klassische bis zur groß besetzten modernen Oper, Musicals weitere Anforderungen:  gute Sichtbeziehungen (Podeste) mit Rücksicht auf Schallschutzelemente sowie Sitzkomfort und (Pult-)Beleuchtung nach heutigen Maßstäben  technische Möglichkeit zur partiellen Überbauung des Orchestergrabens (Passarelle) für ausgewählte Formate  für Ballettvorstellungen soll der Orchestergraben, je nach Inszenierung, Bestuhlung (zusätzliche Sonderbestuhlung) haben können oder aber als tanzbare Fläche bei Ballettabenden ohne Orchester genutzt werden können; außerdem sollte eine Tanznutzung für alle Höhenstellungen des Orchestergrabens, insbesondere auch für Zwischenstellungen zwischen Bühnenniveau und Saal(Parkett)-Niveau, möglich sein  seitlich abgespanntes Netz  Fernorchesterfunktion  Bildschirmübertragung  Raumklima mit besonderen Anforderungen  sichere Aufgänge für Musiker*innen bei allen Höhenstellungen des Orchestergrabens Verortung  wie Bestand Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 7 Raum: Probebühnen Anzahl der Nutzer*innen  PB 01 und 02: je max. 100 Nutzer*innen Funktionen  Oper, Chor, Musical, Ballett, Sprechtheater Akustische Anforderungen und Qualitäten  Raumakustik: Grundbedämpfung (Integration Absorption) abhängig vom Raumvolumen, um eine gute Sprachverständlichkeit und angenehme Akustik für alle Proben (auch mit verstärktem Klang) zu erzielen, für Chor nicht zu hallig  anpassbare Raumakustik: Als Probenort für alles, was später auf der Bühne passiert  Schallschutz: akustisch abgeschirmt zu allen angrenzenden Räumen um beste Probebedingungen zu schaffen; für die Gleichzeitigkeitsanforderungen sind jeweils Korridore und jeweils 2 Schallschutztore zwischen den Probebühnen und der Hauptbühne als Puffer zwingend erforderlich  Elektroakustische Verstärkungen für alle Probebühnen. Weitere funktionale Anforderungen Gleichzeitigkeit:  zeitgleich möglich: Proben auf der Hauptbühne und den 3 Probebühnen  zeitgleich möglich: Veranstaltung auf der Hauptbühne und Proben auf den 3 Probebühnen  Anlieferungen dürfen auf der Hauptbühne nicht wahrnehmbar sein und auf den 3 Probebühnen nicht störend wahrgenommen werden Weitere Anforderungen:  Fernorchesterfunktion: Übertragung für große Chöre, große Bühnenmusiken o.ä. soll von einer Probebühne aus in den Zuschauersaal möglich sein (per Audio)  Raumklima mit besonderen Anforderungen  Transportwege zur Bühne, Magazin etc. zwingend nötig, da die Bühnenbilder auf den Probebühnen genutzt werden Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion Verortung  logistisch gut an die Hauptbühne angebunden Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 8 Raum: Orchesterprobensaal 01 Anzahl der Nutzer*innen  regulär für ein A-Orchester 99 bis ausnahmsweise max. 108 Musiker*innen, 1 Dirigent*in  regulär 50, max. 90 Chorist*innen  zusätzlich max. 20 Gesangssolist*innen max. 250 Nutzer*innen inkl. Besucher*innen, jedoch max. 199 Besucher*innen Funktionen  Orchesterproben in unterschiedlich großen und kleinen Besetzungen, für Opernrepertoire, Symphoniekonzert, Kammermusikproben, Flügel  Probespiel  Probespieltraining  Education-Projekte  öffentliche Proben / Konzerte, für Förderverein, für Schüler*innen / Kinder zur musikalischen (Früh-) Förderung  öffentliche Kammermusik- und Klavierkonzerte mit Publikum  Aufnahmen (Audio, Video und Live-Streaming) Akustische Anforderungen und Qualitäten  optimaler Klang für Proben Orchester. Der Charakter des Raumes und des akustischen Klangs ist für beste Probenbedingungen, aber auch für öffentliche Veranstaltungen , wie Kammerkonzerte und Videoaufnahmen/Live-Streaming geeignet. Der Saal soll zudem einen hohen Identifikationswert für die Staatsphilharmonie schaffen, dabei eine Art Werkstattcharakter, dennoch ansprechende Oberflächengestaltung aufweisen  optimale Hörsamkeit der Musiker*innen untereinander. Musiker*innen haben das Gefühl, dass alles, was sie spielen, vom Saal unverändert und unterstützend umgesetzt wird. Der Saal gibt eine gute „Rückmeldung“ des Klangs, ohne eine übertriebene Lautheit zu erzeugen  anpassbare Raumakustik für unterschiedlichen Musikformate, flexible Probensituationen / Aufstellungen  raumakustischer Klang: Raumakustik für rein akustische (unverstärkte) Musik mit allen Besetzungen und Formaten, optimale Klangdurchmischung, einhüllender, naher und intimer Klangeindruck, gute Durchhörbarkeit, Klarheit und Transparenz sowie Akzentuierung und Nachverfolgung einzelner Gesangssolist*innen, Instrumente und Gruppen sind möglich, sehr reiches Klangfarbenspektrum mit Präferenz des warmen, weichen Klangs, der aber Präzision nicht vernachlässigt und Transparenz nicht verhindert. Kein „Plärren“, sehr leises Musizieren möglich, ohne dass der Klang „brüchig“ oder unausgewogen wird  Raumvolumen min. 5.000 m³; Raumfläche min. 450 m²; Breite min. 20 m; Länge > Breite, Höhe min. 11 m  flexible Podien ermöglichen Proben unter anderem im Format Sinfonieorchester oder Orchestergraben  Schallschutz für Musiker*innen: angemessener Lärmschutz für Musiker*innen  Schallschutz: „absolute Ruhe“ ist erforderlich, kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Beamer/Projektor, Aufzügen und von angrenzenden Räumen sowie vor Außengeräuschen Weitere funktionale Anforderungen Sichtbeziehungen:  für Musiker*innen flexible Podeste (in Anlehnung an die Bühnenplanung Konzerthaus Nürnberg)  1 Reihe mit 50 Chorist*innen hinter dem Orchester als auch auf der gegenüberliegenden Seite möglich Gleichzeitigkeit:  zeitgleiche Veranstaltungen und Proben im Orchesterprobensaal 01 und 02 und Proben in den Stimmzimmern sowie Probespiel in den Orchesterprobensälen 01 und 02 und Einspielen in den Stimmzimmern weitere Anforderungen:  Tageslicht  Aufnahmen in Studio-Qualität, Streaming, Live-Übertragungen, Dirigentenmonitor  Sitzkomfort und (Pult-)Beleuchtung nach heutigen Maßstäben (Bsp. Staatsoper München)  Publikum-Sitzbereich muss flexibel nutzbar sein, auch für Bühnenmusik, Chor etc.  Lagermöglichkeiten für Podeste und Besucherbestuhlung  Auspackfunktion Instrumente bei Verortungsvariante B  einfache Garderobenvorrichtungen  Fernorchesterfunktion  Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion  Raumklima mit besonderen Anforderungen  Beamer/Projektor für mobile Nutzung  Beleuchtung muss den flexiblen Nutzungsmöglichkeiten anpassbar sein Verortung  Variante A oder Variante B Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 9 Raum: Kleiner Orchesterprobensaal 02 Anzahl der Nutzer*innen  60 Nutzer*innen Funktionen  Orchesterproben in unterschiedlich kleinen Besetzungen, Kammermusikproben, Flügel  Probespiel  Probespieltraining  Education-Projekte Akustische Anforderungen und Qualitäten  analog großer Orchestersaal, aber räumlich kleiner, Fokus auf kammermusikalische Besetzungen und größere Schlagwerk- Aufbauten  optimaler Klang für Proben Kammermusik und Rep etition, Instrumentengruppen  optimale Hörsamkeit der Musiker*innen untereinander  anpassbare Raumakustik für unterschiedlichen Musikformate, flexible Probensituationen / Aufstellungen  Raumakustischer Klang: Raumakustik für rein akustische (unverstärkte) Musik priorisiert, gute Durchhörbarkeit, Klarheit und Transparenz sowie Nachverfolgung einzelner Sänger*innen, Instrumente und Gruppen sind möglich  Schallschutz für Musiker*innen: angemessener Lärmschutz für Musiker*innen  Schallschutz: „angemessene Stille“ kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Beamer/Projektor, Aufzügen und von angrenzenden Räumen sowie vor Außengeräuschen Weitere funktionale Anforderungen Sichtbeziehungen:  für Musiker*innen flexible und schnell umbaubare Podeste Gleichzeitigkeit:  zeitgleiche Veranstaltungen und Proben im Orchesterprobensaal 01 und 02 und Proben in den Stimmzimmern sowie Probespiel in den Orchesterprobensälen 01 und 02 und Einspielen in den Stimmzimmern weitere Anforderungen:  Tageslicht  Aufnahmen und Übertragungen möglich  Sitzkomfort und (Pult-)Beleuchtung nach heutigen Maßstäben  Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion  Auspackfunktion Instrumente bei Verortungsvariante B  einfache Garderobenvorrichtungen  Raumklima mit besonderen Anforderungen Verortung  Variante A oder Variante B Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 10 Raum: Instrumentenlager Anzahl der Nutzer*innen  keine Funktionen  Lager Akustische Anforderungen und Qualitäten  keine Weitere funktionale Anforderungen  Raumklima mit besonderen Anforderungen  barrierefrei erreichbar und mit ausreichenden, lichten Türöffnungen (lichte Breite 2,00 m, lichte Höhe 2,20 m) Verortung  Variante A oder Variante B Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 11 Raum: Stimmzimmer Anzahl der Nutzer*innen  Einzel, Instrumentengruppen  Instrumentenspinde (Spinde für mehr Personen als die unten genannte Planstellen-Anzahl durch Teilzeit, etc.)  Planstellen TVK A (inkl. Akademist*innen):  Solo-Streicher*innen: 2 x 4 AP (inkl. Konzertmeister*innen-Zimmer)  Violinen: 17 AP  Violinen: 15 AP  Bratschen: 11 AP  Celli: 9 AP  Bässe: 8 AP  Harfen: 2 AP  Flöten: 6 AP  Oboen: 6 AP  Klarinetten: 6 AP  Fagotte: 6 AP  Hörner: 10 AP  Trompeten: 6 AP  Posaunen: 5 AP  Tuba: 1 AP  Pauken: 2 AP  Schlagwerke: 4 AP Funktionen  Einzelproben alle Instrumente  Proben alle r Instrumentengruppen  Einspielen vor Veranstaltungen Akustische Anforderungen und Qualitäten  raumakustischer Klang: Anforderungen je Instrumentengruppe und Einzelinstrumente, abhängig von der Lautstärke der Instrumente, anpassbare Raumakustik  bei Instrumentengruppen: optimale Hörsamkeit der Musiker*innen untereinander  Schallschutz: kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Aufzügen und hochwertiger Schallschutz von Nachbarräumen und vor Außengeräuschen  variable Nutzung: Üben, Proben in kleinen Ensembles, Rückzug zur Konzentration, Noten einrichten, Auspacken der Instrumente und „Ablegen“ der Instrumente nach instrumentenspezifischen Anforderungen Weitere funktionale Anforderungen Platzbedarf:  Stimmzimmer bespielbar mit bis zu 5 Instrumenten je Gruppe Gleichzeitigkeit:  zeitgleiches Einspielen und Üben  zeitgleiche Veranstaltungen und Proben im Orchesterprobensaal 01 und Saal 02 und Proben in den Stimmzimmern weitere Anforderungen:  Tageslicht  Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion  Auspackfunktion für Instrumente sowie Rohr- und Blattbau für Holzblasinstrumente  Raumklima mit besonderen Anforderungen  Flächen für Umkleiden und Instrumentenspinde Verortung  Variante A oder Variante B Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 12 Raum: Einspielräume Anzahl der Nutzer*innen  ausreichend Einspielräume (und Umkleiden)  Anzahl Räume abhängig von der Lage der Räume Funktionen  Einspielen vor Veranstaltungen  (Umziehen in den Umkleideräumen) Akustische Anforderungen und Qualitäten  raumakustischer Klang: anpassbare Raumakustik für unterschiedliche Nutzungen, Einzel- und/oder Instrumentengruppen Schallschutz: kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Aufzügen und hochwertiger Schallschutz von angrenzenden Räumen Weitere funktionale Anforderungen  zusätzlich kleines Instrumentenlager  zeitgleiches Einspielen und Üben  Raumklima mit besonderen Anforderungen  Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion Verortung  Variante A: Nähe Orchestergraben Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 13 Raum: Ballettprobensäle Anzahl der Nutzer*innen  PB 08: 100 Nutzer*innen  PB 09: 40 Nutzer*innen Funktionen  Ballettproben  Education-Projekte Akustische Anforderungen und Qualitäten  raumakustischer Klang: Grundbedämpfung (Integration von Absorption) für eine gute Sprachverständlichkeit und Reduktion Nachhall und Lautheit  Schallschutz: kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Aufzügen und hochwertiger Schallschutz von angrenzenden Räumen und vor Außengeräuschen  hochwertiger Trittschalldämmung des Bodens, um Störung angrenzender Räume zu vermeiden elektroakustische Verstärkung Weitere funktionale Anforderungen Gleichzeitigkeit:  zeitgleich möglich: Proben  zeitgleich möglich: Veranstaltung und Proben Weitere Anforderungen:  Raumklima mit besonderen Anforderungen  Video- und Soundsysteme, auch zur Übertragung in die Proberäume untereinander  Tageslicht erforderlich bei PB 09, bei PB 08 wünschenswert  Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion  Tanz- und Sprungböden Verortung  Nähe zur Bühne Hauptsaal ist wünschenswert, aber nicht erforderlich  PB 08 und 09 nah beieinander Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 14 Raum: Chorprobensaal Anzahl der Nutzer*innen  50, max. 121 Chorist*innen Funktionen  Chorproben  Vorsingen  Education-Projekte Akustische Anforderungen und Qualitäten  optimaler Klang für Chorproben  raumakustischer Klang: anpassbare Raumakustik für unterschiedliche Chorgrößen und Nutzungen  Schallschutz für Musiker*innen: angemessener Lärmschutz für Musiker*innen (Raumakustik nicht zu laut)  gute Transparenz und Klarheit für Einzelstimmen und Stimmengruppen . Optimale Hörsamkeit der Einzelstimmen und Stimmgruppen, ohne eine übertriebene Lautheit zu erzeugen  Schallschutz: kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Aufzügen und hochwertiger Schallschutz von angrenzenden Räumen und vor Außengeräuschen Weitere funktionale Anforderungen Sichtbeziehungen:  4 feste Stufen (50 Choristen)  gute Sichtbeziehungen zum Chorleiter Gleichzeitigkeit:  zeitgleiche Veranstaltungen und Proben weitere Anforderungen:  Tageslicht  Raumklima mit besonderen Anforderungen  Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion Verortung  Nähe zur Bühne Hauptsaal ist wünschenswert, aber nicht erforderlich Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 15 Raum: Einsingzimmer Anzahl der Nutzer*innen  5 Räume mit je bis 6 Personen Funktionen  Proben Akustische Anforderungen und Qualitäten  raumakustischer Klang: Einzelproben v.a. für Sänger*innen  akustisch abgeschirmt voneinander Weitere funktionale Anforderungen  Raumklima mit besonderen Anforderungen  Tageslicht  Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion Verortung  Variante A oder Variante B Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 16 Raum: Repetitionszimmer Anzahl der Nutzer*innen  5 Räume mit je 2-3 Personen, einmal bis 10 Personen Funktionen  Proben Akustische Anforderungen und Qualitäten  raumakustischer Klang: Einzelproben v.a. für Sänger*innen und Korrepetition  akustisch abgeschirmt voneinander Weitere funktionale Anforderungen  Raumklima mit besonderen Anforderungen  Tageslicht  Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion Verortung  Variante A oder Variante B Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 17 Raum: Glucksaal Anzahl der Nutzer*innen  Besucher*innen  künstlerisches Personal für kleinere Formate Funktionen  Veranstaltungseinführungen  musikalische Nutzungen für kleinere Formate, Flügel  Liederabende, Lesungen, Talk-Runden, „Damentee“  Mietfläche, Sponsorenveranstaltungen  Catering Akustische Anforderungen und Qualitäten  raumakustischer Klang: moderat höhere Bedämpfung im Vergleich zum Bestand, um Sprachverständlichkeit zu verbessern, Lautheit zu reduzieren und Foyer-Nutzung zu optimieren  Akustik für kleinere musikalische Formate angemessen  anpassbare Raumakustik für unterschiedliche Musikformate (klein-größer besetzt, Sänger*innen, und/oder Musiker*innen), flexible Aufstellungen, Sprachveranstaltungen  elektroakustische Verstärkung für Konzerteinführungen, Sprachveranstaltungen  Schallschutz: angemessener Luft- und Körperschallschutz von Lüftung, Beleuchtung, Aufzügen und angemessener Schallschutz vor Außengeräuschen Weitere funktionale Anforderungen Gleichzeitigkeit:  zeitgleich möglich: Veranstaltung im Zuschauersaal und Vorbereitung im Gluck-saal und Foyer für Catering  nicht zeitgleich nötig: Veranstaltungen im Zuschauersaal und Glucksaal Weitere Anforderungen:  variable Podeste  Bildschirmübertragung  mobile Beamer/Projektor  alle Technikkomponenten, auch Catering, möglichst leise Verortung  wie Bestand Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 18 Raum: Foyer / Galerien Anzahl der Nutzer*innen  Besucher*innen Funktionen  Foyernutzung Akustische Anforderungen und Qualitäten  raumakustischer Klang: für Foyernutzung  elektroakustische Verstärkung  Schallschutz: angemessener Luft- und Körperschallschutz von Technikkomponenten und vor Außengeräuschen Weitere funktionale Anforderungen Gleichzeitigkeit:  zeitgleich möglich: Veranstaltung und Probe im Zuschauersaal und Vorbereitung im Foyer für Catering Weitere Anforderungen:  Fernorchesterfunktion  Bildschirmübertragung Verortung  wie Bestand Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 19 Raum: Aufnahmeräume Video- und Tonregie Anzahl der Nutzer*innen  einzelne Nutzer*innen Funktionen  Aufnahmen  Streaming  Live-Übertragungen Ton und Bild Akustische Anforderungen und Qualitäten  Raumakustik: optimiert für detailliertes Zuhören und Abstimmen der Aufnahme  optimierte Bedämpfung der Raumakustik, abhängig vom Monitor-Lautsprechersystem (Stereo, 5.1, Atmos usw.)  Schallschutz: „absolute Ruhe“ ist erforderlich, kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Technikkomponenten und von angrenzenden Räumen und vor Außengeräuschen Weitere funktionale Anforderungen  Bildschirmübertragung  Raumklima mit besonderen Anforderungen  Belichtung  medientechnische Übertragung (Audio und Video) zum Zuschauerraum des Hauptsaales Verortung  zwingend am Orchesterprobensaal Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 20 Raum: Open-Air-Bühne Anzahl der Nutzer*innen  min. 199 Besucher*innen Funktionen  verstärkte und unverstärkte Aufführungen  Live Übertragungen aus den Hauptspielstätten Akustische Anforderungen und Qualitäten  Überdachung fest/temporär der Bühne sowie Teile des Zuschauerbereiches als Wetterschutz  für Konzerte Überdachung der Bühne zwingend nötig (wetterunabhängig, akustische Aspekte)  gute Hörsamkeit der Musiker*innen untereinander  Schutz vor Straßenlärm, ggf. durch abgesenkten Bereich oder Lärmschutzwand  elektroakustische Verstärkung Weitere funktionale Anforderungen  75 m² Bühnenfläche  temporäre Zuschauertribüne  variable Bühnenpodeste  Beamer und Projektionsfläche  Ton- und Lichttechnik  modular erweiterbare Zuschauertribünen Verortung  Freifläche vor dem Staatstheater Bauvorhaben Opernhaus (BOH) Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen 28.04.2021 21 Raum: Integrative Aktionsfläche Anzahl der Nutzer*innen  Raum mit 200 m² mit Möglichkeit für unterschiedliche Aufteilung und Möblierung  es können 6 Räume á ca. 30 m² oder ein großer Raum von ca. 200 m² zur Nutzung bereitstehen, hier sind je nach Nutzung unterschiedliche Ansätze m²/Person denkbar Funktionen  Tagungen  Schulungen  Lesungen  Theater  Education-Projekte Akustische Anforderungen und Qualitäten  Raumbedämpfung für Sprachverständlichkeit optimiert  angemessener Schallschutz Weitere funktionale Anforderungen  multifunktionale Flächen mit flexiblen Raumnutzungen Verortung  variabel Oper Nürnberg Variantenuntersuchung Kahle Acoustics 07.05.2021 Schlußfolgerungen von Messungen und akustische Ziele Die Nachhallzeit von 1,6 Sekunden ist angemessen bis relativ kurz. Die prognostizierte Nachhallzeit im besetzten Zustand von 1,2 Sekunden ist eher kurz und leicht unterhalb des heute gewünschten Standards. Gleichzeitig ist der Saal, insbesondere in einigen Bereichen, sehr laut, was auch durch Interviews mit Musikern bestätigt wurde. Aus der uns zur Verfügung stehenden Punktwolke wurde ein 3D-Modell entwickelt und in diesem 3D-Modell das akustisch Volumen und die Gesamtfläche Publikum berechnet. Es ergibt sich ein akustisches Volumen von ca. 5.500m3, welchesdeutlich unter vergleichbaren Referenzprojektenfür große Opernhäuser und für STN relevantes Repertoire liegt. Das zukünftige Volumen sollte deutlich über dem heutigen Volumen liegen, als Zielwert schlagen wir ein Volumen von 8.000m3 vor. Die Vergrößerung des Volumens ist einerseits in der Höhe zu suchen, andererseits in einer Vergrößerung der Gesamtfläche des Publikums. Dies ist notwendig, da die heutige Gesamtfläche Publikum von ca. 720m2 nicht ausreichend ist für 1.000 Sitzplätzemit heutigem Komfort und Anforderungen Korridorbreiten, Notausgängen und Barrierefreiheit. Man geht üblicherweise von einem Platzbedarf von 0,9 bis 1,0m2 pro Platz aus. Eine Vergrößerung des Volumens ist ebenfalls zielführend, um die Lautheit des Saales moderat zu reduzierenund somit die akustischen Verhältnisse an die geplanten Nutzungen anzupassen und zu verbessern. Interessant in diesem Zusammenhang ist der Vergleich mit der deutschen Staatsoper in Berlin: die für Nürnberg vorgeschlagene relative Volumenvergrößerung entspricht, zumindest von der Größenordnung her, dem Projekt in Berlin. Die Sichtlinien sind sehr eingeschränkt, zum Einen auf Grund der sehr engen Hufeisenform, zum anderen durch die nicht ausreichend steil ausgeführten Ränge. Die Sicht von mehreren Plätzen wird auch durch die Stützen eingeschränkt. Durch eine Öffnung des Hufeisens, eine Optimierung der Steilheit der Ränge und eine Entfernung der Stützen können die Sichtlinien deutlich verbessert werden. Schlußfolgerungen von Messungen und akustische Ziele Sitzplätze Volumen Volumen/ Sitzplatz Evaluierung Nürnberg Bestand 1.035 5.500 m3 5,3 m3 Zu klein, zu laut Oslo, Norwegen 1.375 12.000 m3 8.7 m3 Volumen und Lautstärke angemessen für große Orchester Kopenhagen, Dänemark 1.439 10.500 m3 7,3 m3 Volumen und Lautstärke angemessen für große Orchester Buxton, England 946 3.100 m3 3,3 m3 Zu klein, zu laut Mailand La Scala, Italien 2.289 11.252 m3 4,9 m3 Großes Volumen, angemessen obwohl Volumen/Platz klein Staatsoper Wien, Österreich 1.709 10.665 m3 6,2 m3 Großes Volumen, angemessen obwohl Volumen/Platz relativ klein Glyndebourne, England 1.243 8.000 m3 6,6 m3 Volumen und Lautstärke angemessen obwohl Volumen/Platz klein Wexford, Irland 781 4.800 m3 6,2 m3 Zu klein, zu laut Semperoper Dresden 1.300 12.500 m3 9,6 m3 Sehr großes Volumen und Volumen/Platz Staatsoper Berlin (vor) 1.350 6.500 m3 4,8 m3 Zu klein, zu laut Staatsoper Berlin (nach) 1.350 9.300 m3 8,6 m3 Volumen und Lautstärke angemessen für große Orchester Operhäuser für Orchester mit über 100 Musikern: - Raumvolumen ≥ 8.000m3, ideal ≥ 9.000 bis 10.000m3 - Volumen / Sitzplatz mindestens 7m3, ideal 8m3 bis 9m3 Nürnberg: mit 1.000 Sitzplätzen à ≥8m3/Platz und Volumen ≥8.000m3 insgesamt à 30-45% größer als heute Varianten-Untersuchung, erweitert Varianten-Untersuchung, erweitert Folgende Varianten wurden untersucht: Bestand Variante 0: Neu bestuhlt Variante 1: „Erhalt“ Struktur, Balkonfronten und Proszeniumslogen beibehalten Optimierung “im Bestand” insbesondere Ränge steiler SchüsselungParkett bei allen Varianten Variante 1A: „Erhalt Saalwand“ Innere Struktur, Balkonfronten und Proszeniumslogen zurückgesetzt Hufeisen seitlich moderat geöffnet Proszeniumslogen zurückgesetzt = Vergrößerung offene Fläche Orchestergraben Ränge steiler und für Sichtlinien optimiert Variante 2: „Adaption“ Äußere Wände Opernhaus beibehalten Innere Wände (alte Lüftungsschächte) entfernt – Gewinn Volumen und Fläche Höhenlage 1. Reihe der Balkone wie Bestand Proszeniumslogen zurückgesetzt = Vergrößerung offene Fläche Orchestergraben Balkone weiter von der Bühne entfernt und Hufeisen moderat geöffnet Ränge steiler und für Sichtlinien optimiert Variante 3: „Neu-Interpretation“ Äußere Wände Opernhaus um ca. 2m nach Außen geschoben – deutlicher Gewinn in Volumen und Fläche Höhenlagen Balkons optimiert, wobei Höhenlagen Foyers respektiert werden Proszeniumslogen zurückgesetzt = Vergrößerung offene Fläche Orchestergraben (wie Var. 2) Balkone deutlich weiter von der Bühne entfernt und Hufeisen deutlich geöffnet Bessere Sichtlinien durch steilere Ränge wie auch durch das geöffnete Hufeisen Maßnahme: Portal und Orchestergraben • Proszeniumslogen zurücksetzen • Orchestergraben offene Fläche vergrößern • Portalbreite und Höhe vergrößern à Varianten 1A, 2 und 3 Maßnahme: 3+ Rang öffnen • Zusätzliche Sitzplätze im 3+ Rang à Varianten 1, 1A, 2 und 3 Maßnahme: Deckenhöhe vergrößern • Decke höher legen, um das Raumvolumen zu vergrößern und Lautheit zu reduzieren Varianten 1: +1m bis zur bestehenden Betondecke Variante 1A: +5-6m Variante 2: +4m Variante 3: +2-3m Maßnahme: Ränge steiler, Parkett geschüsselt • Ränge steiler, um Sichtlinien zu optimieren • Parkettboden geschüsselt, um Sichtlinien zu optimieren à Varianten 1, 1A, 2 und 3 Maßnahme: Saalwand Parkett Varianten 1: Erhalt Saalwand Variante 1A: Erhalt Saalwand Variante 2: Äußere Wände Opernhaus beibehalten. Innere Wände (alte Lüftungsschächte) entfernt Variante 3: Äußere Wände Opernhaus um ca. 2m nach Außen geschoben Maßnahme: Saalwände Ränge Varianten 1: Erhalt Saalwand Variante 1A: Erhalt Saalwand Variante 2: Äußere Wände Opernhaus beibehalten. Innere Wände (alte Lüftungsschächte) entfernt Variante 3: Äußere Wände Opernhaus um ca. 2m nach Außen geschoben Maßnahme: Hufeisen öffnen Varianten 1: Erhalt Balkonfronten Variante 1A: Hufeisen seitlich geöffnet Variante 2: Hufeisen seitlich und auf Mittelachse geöffnet Variante 3: Hufeisen deutlich geöffnet (Höhenlage Balkons auch optimiert) Maßnahme: Stützen eliminieren à Bei allen Varianten von Vorteil Bestand Variante 0 Variante 1 Variante 1A Variante 2 Variante 3 „Neu bestuhlt“ „Erhalt“ „Erhalt Saalwand“ „Adaption“ „Neu-Interpretation“ Bestuhlung neu ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ Portal und Orchestergraben ✓ ✓ ✓ 3+ Rang öffnen ✓ ✓ ✓ ✓ Deckenhöhe vergrößern 1m 5-6m 4m 2-3m Ränge steiler, Parkett geschüsselt ✓ ✓ ✓ ✓ Saalwände Parkett innere Schale vollständig Saalwände Ränge innere Schale vollständig Hufeisen öffnen seitlich moderat deutlich Stützen eliminieren (✓) ✓ Eingriffe / Maßnahmen Varianten-Untersuchung Längsschnitt Variante 1 / Längsschnitt • Balkone und Brüstungen beibehalten • Anstieg Balkone und Sichtlinien optimiert • Deckenhöhe maximimiert, bestehende Betondecke beibehalten • Regielogen beibehalten • Beleuchterbrücken im Saal Beleuchterbrücken Vorbühnenzüge Volumen 6.300m3 Parkett geschüsselt Variante 1A / Längsschnitt • Balkone und Brüstungen zurückgesetzt • Anstieg Balkone und Sichtlinien optimiert • Deckenhöhe erweitert • Proszeniumslogen zurückgesetzt • Beleuchterbrücken im Saal Beleuchterbrücken Vorbühnenzüge Volumen 6.900m3 bis 8.000m3 (unter Vorbehalt RLT-Zentrale Dach) Parkett geschüsselt Variante 2 / Längsschnitt • Höhenlage 1. Reihe Balkone wie Bestand • Balkone weiter von der Bühne entfernt • Anstieg Balkone für Sichtlinien optimiert • Beleuchterbrücken im Saal • Beleuchterloge im Dach integriert Volumen 7.400m3 bis 8.400m3 Beleuchterbrücken Vorbühnenzüge Parkett geschüsselt Variante 3 / Längsschnitt Volumen > 8.500m3 Vorbühnenzüge • Höhenlage 1. Reihe 1. Balkone: wie Bestand • Höhenlage 1. Reihe 3. Balkon: eben mit Foyer • Balkonfronten deutlich weiter von der Bühne entfernt • Anstieg Balkone für Sichtlinien optimiert • Beleuchterbrücken im Saal • Beleuchterloge im Dach integriert Beleuchterbrücken Option Decke schräg Parkett geschüsselt Letzte 3 Reihen mit 1m Überhöhung Varianten-Untersuchung Grundrisse Bestand/ Parkett Orchestergraben Bestand Offene Fläche: 73m2 Unter Logen: 2x 17m2 Unter Bühne: 18m2 Gesamtfläche: 125m2 % offen: 58% Variante 1 / Parkett Orchestergraben Bestand V1 Offene Fläche: 73m2 73m2 ohne Erweiterung 90m2 mit Erweiterung Unter Logen: 2x 17m2 2x 17m2 Unter Bühne: 18m2 18m2 Gesamtfläche: 125m2 125 - 142m2 % offen: 58% 58% ohne Erweitung 63% mit Erweiterung • Hüllwände beibehalten • Mögliche Erweiterung Orchestergraben in Richtung Saal • Regieloge beibehalten Variante 1A / Parkett Orchestergraben Bestand V1A Offene Fläche: 73m2 94m2 ohne Erweiterung 115m2 mit Erweiterung Unter Logen: 2x 17m2 2x 7m2 Unter Bühne: 18m2 18m2 Gesamtfläche: 125m2 126 - 147m2 % offen: 58% 74% – 78% • Hüllwände beibehalten • Mögliche Erweiterung Orchestergraben in Richtung Saal • Regieloge beibehalten • Prszeniumslogen zurückgesetzt Variante 2 / Parkett Orchestergraben Bestand V2 Offene Fläche: 73m2 94m2 ohne Erweiterung 115m2 mit Erweiterung Unter Logen: 2x 17m2 2x 7m2 Unter Bühne: 18m2 18m2 Gesamtfläche: 125m2 126 - 147m2 % offen: 58% 74% – 78% • Äussere Hüllwand beibehalten • Innere Schale der Hüllwand zurückgesetzt • Erweiterung Orchestergraben in Richtung Saal • Option Regieloge oder Audioregie im Saal (wenn benötigt) Variante 3 / Parkett Orchestergraben Bestand V3 Offene Fläche: 73m2 94m2 ohne Erweiterung 115m2 mit Erweiterung Unter Logen: 2x 17m2 2x 7m2 Unter Bühne: 18m2 18m2 Gesamtfläche: 125m2 126 - 147m2 % offen: 58% 74% – 78% • Vergrößerung der Saalfläche in Breite und Länge • Erweiterung Orchestergraben in Richtung Saal • Option Regieloge oder Audioregie im Saal (wenn benötigt) Bestand / 2. Rang Variante 1 / 2. Rang • Hüllwände und Säule beibehalten • Lage Balkonbrüstungen beibehalten • Regieloge beibehalten Variante 1A / 2. Rang • Äussere Hüllwand beibehalten • Balkone seitlich leicht herausgeschoben • Proszeniumslogen zurückgesetzt Variante 2 / 2. Rang • Äussere Hüllwand beibehalten • Innere Schale der Hüllwand zurückgesetzt • Balkone leicht herausgeschoben, sowohl auf der Saalachse wie auch seitlich Variante 3 / 2. Rang • Saal seitlich wie auch nach hinten vergrößert • Balkone deutlich herausgeschoben, sowohl auf der Saalachse wie auch seitlich Varianten-Untersuchung Sicht von der Bühne Bestand • ca. 990 Plätze • Raumvolumen ca. 5.500m3 Variante 0 • ca. 900 Plätze • Raumvolumen ca. 5.500m3 • Ränge und Parkett neu bestuhlt • Abstand Sitzplatzreihen 0,95m, 55cm breite Stühle Variante 1 • ca. 1000 Plätze • Raumvolumen ca. 6.300m3 • Zusätzliche Plätze im 3+ Rang • Ränge steiler + zusätzliche Plätze • Parkett optimiert • Decke ca. 1m höher • Keine Verbesserung Orchester- graben bzw. exzessive Lautheit Variante 1A • ca. 940 Plätze • Raumvolumen bis 8.000m3 (unter Vorbehalt RLT-Zentrale Dach) • Verbesserung Sichtlinien durch: Öffnung Hufeisen, größere Portalbreite (14m) • Reduktion Lautheit Orchester durch: Vergrößerung offene Fläche Orchestergraben, Zurücksetzung Proszeniumslogen, zusätzliche Deckenhöhe Variante 2 • ca. 1060 Plätze • Raumvolumen ca. 8.400m3 • Proszenium/Orchestergraben wie Variante 1A • Innere Wandfläche entfernt, um Raumvolumen zu vergrößern • Hufeisen weiter geöffnet Variante 3 • > 1.060 Plätze • Raumvolumen > 8.500m3 • Proszenium/Orchestergraben wie Varianten 1A und 2 • Saal länger und breiter, um Raumvolumen und Sichtlinien zu optimieren • Optimierung Höhenlage Balkone Varianten-Untersuchung Sicht vom 2. Rang Bestand Variante 1 Variante 1A Variante 2 Vergleich Sicht vom 2. Rang: Kamera bleibt exakt am selben Ort, der Raum und Sitzreihen ändern sich. Stützen bleiben unverändert. Bühnenbild 17m breit, 8,5m hoch und 8,5m hinter Portal. Portalbreite 11,2m im Bestand und in der Variante 1, 14m Variatten 1A, 2 (und 3). Bestand 11,2m Variante 0 11,2m Variante 1 11,2m Variante 1A 11,2m Variante 2 14m Variante 3 14m Varianten-Untersuchung Sichtlinien-Untersuchung: Kopf des Dirigenten im Graben Nürnberg Oper Bestand • ca. 50% der Plätze haben einen ungehinderten Blick zum Dirigenten Variante 0 • ca. 67% der Plätze haben einen ungehinderten Blick Variante 1 • ca. 68% der Plätze haben einen ungehinderten Blick Variante 1A • ca. 72% der Plätze haben einen ungehinderten Blick Variante 2 • ca. 73% der Plätze haben einen ungehinderten Blick Variante 3 • ca. 80% der Plätze haben einen ungehinderten Blick Varianten-Untersuchung Sichtlinien-Untersuchung: Vertikale Dekoration Vertikale Dekoration 8,5m x 17m Ziel ≥ 75% der Fläche sichtbar Bestand • ca. 990 Plätze • ca. 53% der Plätze sehen ≥ 75% der vertikalen Dekoration, 520 Plätze Variante 0 • ca. 900 Plätze • ca. 56% der Plätze sehen ≥ 75% der vertikalen Dekoration, 500 Plätze Variante 1 • ca. 1.000 Plätze • ca. 50% der Plätze sehen ≥ 75% der vertikalen Dekoration, 500 Plätze Variante 1A • ca. 940 Plätze einschliesslich Plätze hinter Stützen • ca. 86% der Plätze sehen ≥ 75% der vertikalen Dekoration, 810 Plätze Variante 2 • ca. 1.060 Plätze einschliesslich Plätze hinter Stützen • ca. 78% der Plätze sehen ≥ 75% der vertikalen Dekoration, 830 Plätze Plätze können durch Anpassung Überhöhung verbessert werden Variante 3 • > 1.100 Plätze • ca. 93% der Plätze sehen ≥ 75% der vertikalen Dekoration, 1.020 Plätze Plätze können durch Anpassung Überhöhung verbessert werden Bestand Variante 0 Variante 1 Variante 1A Variante 2 Variante 3 „Neu bestuhlt“ „Erhalt“ „Erhalt Saalwand“ „Adaption“ „Neu-Interpretation“ Sitzplätze ° Ziel: > 1.000 (✓) ╳ ✓ ╳ ✓ ✓✓ 990 900 1.000 940 1.060 >1.060 Hinter Stützen ca. 40 ca. 80 ca. 80 ca. 100 ca. 130 0 Optimierung Sichtlinien 3+ Rang -20 Plätze -20 Plätze -20 Plätze Optimierung beinhaltet Parkett mit 87cm Reihenabstand* +30 Plätze +30 Plätze +30 Plätze +30 Plätze +30 Plätze Raumvolumen Ziel: ≥ 8.000 m3 ╳ ╳ ╳ (✓) ✓ ✓✓ 5.500m3 5.500m3 6.300m3 8.000m3 unter Vorbehalt RLT-Zentrale Dach 8.400m3 > 8.500m3 Ziel: ≥ 8m3/Platz 5.5m3/Platz 6.1m3/Platz 6.3m3/Platz 8.5m3/Platz 8.0m3/Platz 8.0m3/Platz Orchestergraben Ziel: ca. 150m2 ╳125m2 ╳125m2 ╳125m2 - 142m2 ✓126m2 – 147m2 ✓126m2 – 147m2 ✓126m2 – 147m2 Ziel: mindesten 110m2 (73%) offen 73m2 58% 73m2 58% 73m2 - 90m2 58% - 63% 94m2 - 115m2 74% - 78% 94m2 - 115m2 74% - 78% 94m2 - 115m2 74% - 78% Sichtlinien ╳ (╳) (╳) (✓) (✓) ✓ Vorbühne / Dirigent: > 75% - 80% der Plätze mit ungehinderter Sicht 50% der Plätze ca. 500 Plätze 67% der Plätze ca. 620 Plätze 68% der Plätze ca. 680 Plätze 72% der Plätze ca. 680 Plätze 73% der Plätze ca. 780 Plätze 80% der Plätze ca. 880 Plätze Vertikale Dekoration: ≥ 75% der Fläche sichtbar für 70-75% der Plätze 53% der Plätze ca. 520 Plätze 56% der Plätze ca. 500 Plätze 50% der Plätze ca. 500 Plätze 86% der Plätze ca. 810 Plätze 78% der Plätze ca. 830 Plätze 93% der Plätze ca. 1.020 Plätze + / - Punkte * Reihenabstand im Parkett derzeit 83 – 86cm ° Platzanzahl vorbehaltlich der genauen architektonischen Planung (Fluchtwege, barrierefreie Plätze) Bestand Variante 1A Variante 1A Variante 3 Maximierung Anzahl Sitzplätze Optimierung Sichtlinien „Neu-Interpretation“ Sitzplätze ° Ziel: > 1.000 (✓) ╳ ╳ ✓✓ 990 970 820 >1.060 Hinter Stützen ca. 40 davon ca. 100 hinter Stützen davon keine hinter Stützen = Verlust von 100 Plätzen Optimierung Sichtlinien 3+ Rang Sicht 3+ Rang nicht optimiert, um Anzahl Plätze zu maximieren Optimierte Sicht für 80 Plätze im 3+ Rang = Verlust von 20 Plätzen Parkett mit 87cm Reihenabstand* Parkett mit 87cm Reihenabstand = 30 Plätze zusätzlich Parkett mit Reihenabstand mindestens 90cm (Anforderung Ziele -Papier) Raumvolumen Ziel: ≥ 8.000 m3 ╳ (✓) (✓) ✓✓ 5.500m3 8.000m3 unter Vorbehalt RLT-Zentrale Dach 8.000m3 unter Vorbehalt RLT-Zentrale Dach > 8.500m3 Ziel: ≥ 8m3/Platz 5.5m3/Platz 8.2m3/Platz 9.7m3/Platz 8.0m3/Platz Orchestergraben Ziel: ca. 150m2 ╳125m2 ✓126m2 – 147m2 ✓126m2 – 147m2 ✓126m2 – 147m2 Ziel: mindesten 110m2 (73%) offen 73m2 58% 94m2 - 115m2 74% - 78% 94m2 - 115m2 74% - 78% 94m2 - 115m2 74% - 78% Sichtlinien ╳ ╳ ✓ ✓ Vorbühne / Dirigent: > 75% - 80% der Plätze mit ungehinderter Sicht 50% der Plätze ca. 500 Plätze 70% der Plätze ca. 680 Plätze 88% der Plätze ca. 720 Plätze 80% der Plätze ca. 880 Plätze Vertikale Dekoration: ≥ 75% der Fläche sichtbar für 70-75% der Plätze 53% der Plätze ca. 520 Plätze 84% der Plätze ca. 810 Plätze 98% der Plätze ca. 810 Plätze 93% der Plätze ca. 1.020 Plätze + / - Punkte * Reihenabstand im Parkett derzeit 83 – 86cm ° Platzanzahl vorbehaltlich der genauen architektonischen Planung (Fluchtwege, barrierefreie Plätze) Vertiefte Untersuchung Variante 1A PLAUSIBILISIERTES NUTZERBEDARFSPROGRAMM FÜR DAS BAUVORHABEN OPERNHAUS DES STAATSTHEATERS NÜRNBERG VERTRAULICHES DOKUMENT ZUR VERWENDUNG DER PROJEKTBAUHERRENGRUPPE, DES LENKUNGSKREISES UND DER PROJEKTBETEILIGTEN PROJEKTSTAND: 9. JUNI 2021 INHALT Ausgangslage und Vision 3 1. Bedeutung des plausibilisierten Nutzerbedarfsprogramms 5 2. Informationen zum Staatstheater Nürnberg 7 3. Bauaufgabe 10 3.1. Projektziele 10 3.2. Spielstätten 14 3.3. Schauspielhaus 15 3.4. Spiel- und Nutzungszeiten 17 4. Anforderungen an den Gesamtentwurf 19 4.1. Historische Bausubstanz und Erweiterungsbauten 19 4.2. Tragfähigkeit und Statik 21 4.3. Technische Anlagen 23 4.3.1. Erneuerbare Energien, Elektroanlagen, Lüftung, Klimatisierung, Heizung 23 4.3.2. Sanitär-, Feuerlösch- und Gebäudeautomationsanlagen 27 4.4. Städtebauliche Einbindung 29 5. Funktionsgruppen 31 5.1. Funktionsgruppe 1 (Bühnen- und Probenbetrieb) 32 5.1.1. Bühnenflächen 34 5.1.2. Anlieferung 38 5.1.3. Magazine und Lager 40 5.1.4. Präsenzwerkstätten 40 5.1.5. Orchestergraben 41 5.1.6. Generalmusikzentrum 42 5.1.7. Abendgarderoben 44 5.1.8. Veranstaltungstechnik 45 5.1.9. Probezentren Musiktheater, Ballett und Schauspiel 45 5.2. Funktionsgruppe 2 (Besucherbereiche) 47 5.2.1. Zuschauerraum Hauptsaal 47 5.2.2. Glucksaal 48 5.2.3. Foyerflächen 49 5.2.4. Besuchergastronomie 49 5.2.5. Integrative Aktionsfläche 50 5.3. Funktionsgruppe 3 (Ausstattende Gewerke) 51 5.3.1. Kostüm 51 5.3.2. Maske 52 5.3.3. Requisite 53 5.4. Funktionsgruppe 4 (Interne Bereiche) 54 5.4.1. Personalstruktur 54 5.4.2. Interne Kommunikationsstruktur und Büroflächen 55 5.4.3. Fertigungsküche und Kantine 57 5.4.4. Pforte 58 5.4.5. Facility Management 60 5.5. Funktionsgruppe 5 (Cultural Hub) 61 5.5.1. Kulturareal 61 5.5.2. Creative Coworking Space 62 5.5.3. Kultur-Kindertagesstätte 63 6. Glossar 64 7. Mitgültige Unterlagen / Digitaler Anhang 67 Impressum 67 3 Deformationen eines Zugbandes im Dach- tragwerk Wasser-/Korrosions- schäden im Hauptdach am Bühnenturm Korrosionsschäden Regenwasserleitung und Wände über Glucksaal Eingebrochene Decke über Ballettsaal zum Frauentorgraben AUSGANGSLAGE UND VISION Gemäß § 2 der Satzung der Stiftung Staatstheater Nürnberg besteht der Stiftungszweck in der Förderung der darstellenden Kunst durch den Betrieb als Mehrspartenhaus mit Musiktheater, Schauspiel, Ballett und Philharmonischem Orchester. Der Spielplan des Staatstheaters soll Werke aus den verschiedenen Epochen enthalten und auch zeitgenössische Werke angemessen berücksichtigen sowie die Aufführungen möglichst vielen Interessenten zugänglich machen. Dies begründet die künstlerische Vielfalt, die durch den Repertoire-Betrieb für die diverse (Stadt-)Gesellschaft und generationsübergreifend angeboten wird. Dies stellt den kulturpolitischen Auftrag des Staatstheaters Nürnberg dar, welcher mit Rücksicht auf gesellschaftliche Entwicklungen und Megatrends und die Zukunftsfähigkeit des Theaterbetriebs weiterentwickelt wird. Theater ist Emotion, Diskurs und Unterhaltung. Die Aufgaben des Theaters bestehen zum einen in der Pflege, Neubewertung und Fortschreibung des klassischen Kanons, der Umsetzung des Bildungsauftrags und der Ermöglichung zeitgenössischer Diskurse. Zum anderen - und zukünftig noch wichtiger - ist das Theater lebendiger Begegnungs-Ort, Kunst-Ort und Debatten-Ort mit hoher Relevanz für die diverse (Stadt-)Gesellschaft. Die Zukunft des Theaters entscheidet sich durch die Verknüpfung von Gesellschaft und Publikum mit den drei Ebenen künstlerische Zukunftsfähigkeit, architektonische Zukunftsfähigkeit und urbane Zukunftsfähigkeit, die nicht voneinander zu trennen sind und sich gegenseitig beeinflussen. Das Bauvorhaben behebt die in diversen Gutachten seit 1967 belegten substanziellen, gebäudestrukturellen und funktionellen Mängel im Opernhaus sowie städtebauliche Defizite im räumlichen Umfeld. Beispiele substanzieller Mängel: 4 Das Bauvorhaben schafft die Rahmenbedingungen für die Transformation zum Theater der Zukunft. Das Bauvorhaben schreibt die über 100-jährige Geschichte des ursprünglich für eine Klassengesellschaft errichteten Theaters fort, um den Bedürfnissen der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden. Zudem berücksichtigt das Bauvorhaben Megatrends (u. a. Konnektivität, Digitalisierung, Neo-Ökologie, Silver Society, Mobilität und Urbanität) und übernimmt kultur- und bildungspolitische Verantwortung für die (Stadt-)Gesellschaft und die Europäische Metropolregion Nürnberg. Durch die Schaffung eines erlebbaren Kulturareals entstehen Freiheit und Gestaltungsräume für Vielfalt, Kunst, Unterhaltung, Diskurs, Emotion und soziale Begegnung. Mit der Realisierung des Bauvorhabens und der Transformation zum Theater der Zukunft steht das Staatstheater im Zentrum einer aktiv partizipierenden Gesellschaft und verschiedener Creative Communities. 5 1. BEDEUTUNG DES PLAUSIBILISIERTEN NUTZERBEDARFSPROGRAMMS Das plausibilisierte Nutzerbedarfsprogramm (pNBP) definiert die Bauaufgabe, deren Umfang und die individuellen Anforderungen des Staatstheaters Nürnberg als Nutzerin. Der Raumbedarf, die Funktionen und die Flächenbeziehungen sowie quantitative und qualitative Anforderungen wurden im Rahmen qualitativer Interviews mit allen Abteilungen des Staatstheaters ermittelt, von externen Fachplanern geprüft und plausibilisiert und mit der Projektbauherrengruppe der Stadt Nürnberg abgestimmt. Im Hinblick auf die Erfüllung der zukünftigen, (künstlerischen) Anforderungen wurde folgendes definiert:  die Art und Anzahl der benötigten Flächen, Räume und Arbeitsplätze  die organisatorischen und betrieblichen Rahmenbedingungen und Abhängigkeiten (z. B. Transportwege)  die technischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen und Schutzziele (Brand-, Schall-, Arbeitsschutz, Standsicherheit, Gebrauchsfähigkeit, Sicherstellung der Betriebserlaubnis)  die Zugänglichkeit und Barrierefreiheit Das plausibilisierte Nutzerbedarfsprogramm formuliert die Anforderungen des Nutzers und dient der Information aller Projektbeteiligten über die projektspezifischen Inhalte, um ausgehend von einem gemeinsamen Informationsstand die Bauaufgabe insbesondere in Bezug auf Funktionalität und Gestaltung optimal zu lösen. Das plausibilisierte Nutzerbedarfsprogramm (pNBP) besteht aus vier zusammenhängenden, sich ergänzenden Dokumenten: 1. Betriebsbeschreibung 2. Raumprogramm 3. Funktionsschema 4. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen Nur aus der Gesamtschau aller vier Unterlagen ergibt sich der Nutzerbedarf des Staatstheaters Nürnberg. Als Leseempfehlung wird daher ausdrücklich geraten, alle vier Dokumente parallel zu betrachten. Nur so lässt sich der Inhalt komplett erschließen. Die vorliegende Betriebsbeschreibung kontextualisiert das Funktionsschema und ergänzt übergeordnete Anforderungen des Bauvorhabens. Sie definiert die Projektziele und erläutert Nutzungsprozesse und Funktionszusammenhänge. Zudem liefert die Betriebsbeschreibung ergänzende Anforderungen, wie z. B. Ausstattung, Qualitäten, Anzahl der Bildschirmarbeitsplätze, Lastannahmen oder notwendige lichte Mindestöffnungsmaße. 6 Das Raumprogramm bildet den Flächenbedarf des Staatstheaters Nürnberg gem. DIN 277 in einer Excel-Datenbank ab. Es listet alle Räume der folgenden fünf Funktionsgruppen auf: FG 1 = Bühnen- und Probenbetrieb FG 2 = Besucherbereiche FG 3 = Ausstattende Gewerke FG 4 = Interne Bereiche FG 5 = Cultural Hub Das Raumprogramm weist den Flächenbedarf in Quadratmetern und zum Teil die lichten Höhen aus. Außerdem sind den Räumen die darin befindliche Anzahl an Arbeitsplätzen und Nutzer*innen zugeordnet. Dabei handelt es sich um die durchschnittliche Anzahl der Nutzer*innen. Durch die Vergabe verschiedener Kategorien lassen sich die Räume in Funktionsgruppen und/oder Bereiche filtern. Unter dem Reiter „Formatvorlage“ sind die Funktions- und Farbcodes der Räume, Raumgruppen und Funktionsbereiche zu finden. Das Funktionsschema gliedert die im Raumprogramm aufgeführten Raumbedarfe in zusammenhängende Funktionseinheiten und bildet die gewünschten funktionalen Beziehungen der Funktionseinheiten innerhalb des Bauvorhabens ab. Das Dokument Ziele und Anforderung für die akustischen Planungen ist mit dem „Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen" erarbeitet. Darin werden die akustischen Ziele und Anforderungen an alle künstlerisch genutzten Räume formuliert. Dieses Dokument ergänzt die drei grundlegenden Dokumente mit diesem speziellen Fokus. Die im Dokument dargestellte „Variante B“ zur Verortung der neu anzuordnenden künstlerisch genutzten Räume und Raumgruppen entspricht dem Funktionsschema. 7 2. INFORMATIONEN ZUM STAATSTHEATER NÜRNBERG Die Stiftung Staatstheater Nürnberg, paritätisch getragen von der Stadt Nürnberg und dem Freistaat Bayern, ist mit über 730 Veranstaltungen der Sparten Musiktheater, Sprechtheater, Ballett und Konzert pro Spielzeit das größte Mehrspartenhaus Bayerns und erreicht über 290.000 Besuche. Die Sparten Musiktheater und Ballett erzielen in der Spielzeit 2017/2018 laut Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins eine durchschnittliche Auslastung von 86 %. Die Sparten liegen mithin deutlich über dem bundesweiten Auslastungsdurchschnitt von 78 %. Beide Sparten erreichen mit insgesamt 150.000 Besuchen über die Hälfte aller Besuche des Mehrspartenhauses. Die künstlerische Exzellenz in allen Sparten wird von der Medienberichterstattung national sowie international honoriert. Das Staatstheater Nürnberg hat mit insgesamt rund 600 festangestellten Mitarbeiter*innen einen hochqualifizierten Personalstamm. Darin enthalten sind die fünf festangestellten Ensembles (Orchester, Opernensemble, Opernchor, Ballettensemble, Schauspielensemble). Unter Berücksichtigung weiterer Mitarbeiter*innen der Tochtergesellschaften Staatstheater Nürnberg Service GmbH und Staatstheater Nürnberg Gastronomie GmbH sowie der Gäste und Aushilfen werden pro Spielzeit rund 1.000 Mitarbeiter*innen beschäftigt. Der Theaterbetrieb des Staatstheaters Nürnberg ist, wie der Betrieb der großen Mehrspartenhäuser in Deutschland, als Repertoire-Betrieb organisiert. Der Repertoire-Betrieb ist die in den deutschsprachigen Ländern übliche Betriebsform, die sich u. a. durch feste künstlerische Ensembles, die Kombination mehrerer Sparten an einem Haus und die Etablierung eines festen Bestandes an Produktionen auszeichnet. Der Repertoire-Betrieb bietet eine hohe Produktivität und Vielseitigkeit des Angebots und die hohe künstlerische Qualität des kontinuierlich aufeinander eingespielten Ensembles. Neben ca. zehn Neuproduktionen des Musiktheaters und des Balletts kommen pro Spielzeit ca. sechs Wiederaufnahmen aus dem Repertoire auf die Bühne des Hauptsaals. Außerdem finden dort Sonderveranstaltungen, wie z. B. Gala-Formate oder (Jahreshaupt-)Versammlungen statt. Daneben wird das Opernhaus an externe Konzertveranstalter vermietet. Ein fortlaufender Spielbetrieb aller Sparten wird im Status quo an sieben Tagen pro Woche und an 325 Tagen im Jahr ermöglicht. Zukünftig sollen durch die Integrative Aktionsfläche sowie die Außenspielfläche (Open-Air-Bühne) die Vielfalt des Angebots und die Anzahl der Veranstaltungstage unter Einbeziehung verschiedener Akteur*innen und externer Veranstalter auch während der eigentlichen Theaterferien (ca. sechs Wochen) erhöht werden. Der Repertoire-Betrieb ermöglicht die Etablierung eines Abonnentensystems. Das Staatstheater bindet rund 12.000 Abonnent*innen pro Spielzeit, die in rund 30 verschiedenen Abonnements eine große Auswahl attraktiver Angebote finden. Auch zukünftig ist die langfristige Bindung loyaler Besucher*innen ein vom 8 Staatstheater priorisiertes strategisches Ziel. Insbesondere bei der Planung aller Funktionsbereiche für Service-Einheiten, Ticketing sowie der Besuchergastronomie sind die Bedürfnisse von Abonnent*innen zu berücksichtigen (z. B. Barrierefreiheit, Komfort). Das Staatstheater Nürnberg verfolgt mit der sog. Schulplatzmiete ein bereits seit 70 Jahren etabliertes Modell für die Ansprache von Schüler*innen und verwirklicht so den kulturpolitischen Auftrag. Jährlich zählt das Staatstheater rund 56.000 Besuche von Schüler*innen. Der Anteil der Schüler*innen und Abonnent*innen an den Gesamtbesuchen betrug in der Spielzeit 2017/2018 rund 48 %. Die Schüler*innen kommen regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Kleingruppen oder ganzen Klassenverbänden ins Theater. Für die zukünftigen Planungen von Service-Bereichen, Foyers etc. sind daher auch die Bedürfnisse dieser (Klein-)Gruppen zu berücksichtigen. Zur Erweiterung der Ansprache dieser besonders wichtigen Zielgruppe soll ganz wesentlich die neu zu schaffende Integrative Aktionsfläche beitragen. Der Theaterbesuch stellt heute ein Gesamterlebnis dar, bei dem das Kernprodukt des Vorstellungsbesuchs durch essentielle, einrahmende Services vervollständigt wird. Das Theater ist ein Ort der Begegnung. Dem gastronomischen Angebot der Vor-, Pausen- und Nachbewirtung spielt dabei eine bedeutende Rolle. Für die zukünftige Planung gilt es die Flächen für Gastronomie ausreichend groß zu dimensionieren und die Ausstattung entsprechend anzupassen. Dies wirkt sich unmittelbar positiv auf das Theatererlebnis, die Zuschauerzufriedenheit, die Attraktivität sowie die Öffnung zur diversen (Stadt-)Gesellschaft aus. Zu den Immobilien des Staatstheaters Nürnberg gehören am Richard-Wagner- Platz das Opernhaus sowie das Schauspielhaus mit dem verbindenden und synergetisch genutzten Verbindungsbau. Außerdem nutzt das Staatstheater Büroflächen im Parkhaus Sterntor sowie die dezentral verorteten Theaterwerkstätten im Nordost-Park, das Zentrallager in der Frankenstraße und die Probebühne 01 in der Fürther Straße. Zukünftig sollen die Theaterwerkstätten im Nordost-Park und das Zentrallager in der Frankenstraße dezentral betrieben werden. Der Endproben- und Vorstellungsbetrieb soll im Schauspielhaus während der gesamten Bauphase möglichst unterbrechungsfrei weiterbetrieben werden. 9 Zu den unmittelbaren Nachbar*innen zählen z. B. die Bundesagentur für Arbeit, das Verkehrsmuseum mit DB-Museum und dem Museum für Kommunikation („Kulturdreieck Lessingstraße“) sowie die Mietparteien des Sigmund-Schuckert-Hauses. Deren Besucher*innen und Mitarbeiter*innen tragen ebenfalls zur Frequentierung des Areals bei. Laut eines externen Gutachtens wird der Außenbereich aktuell trotz seiner eklatanten städtebaulichen Mängel täglich von über 10.000 Menschen passiert. Das Staatstheater Nürnberg verfügt mit eigenem U-Bahn-Anschluss und der Nähe zum Hauptbahnhof über eine sehr gute Schienen- Verkehrsanbindung. Gleichzeitig führt die, nicht mehr zeitgemäße PKW- zentrierte Verkehrsführung zu einer isolierten Insellage des Areals. Zukünftig zieht sich das Auto, gemäß der Megatrends Mobilität, Urbanisierung und Neo-Ökologie, aus den zentralen städtischen Räumen zurück. Diese Entwicklungen gilt es im Rahmen des Bauvorhabens zu berücksichtigen. 10 3. BAUAUFGABE 3.1. Projektziele Das Bauvorhaben behebt die in diversen Gutachten seit 1967 belegten sicherheitstechnischen und baulichen Mängel sowie Verstöße gegen die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), sichert den Fortbetrieb der Veranstaltungsstätten, schafft geeignete infrastrukturelle und (städte-)bauliche Rahmenbedingungen für das Theater der Zukunft und schreibt die Geschichte des Opernhauses fort, das bei seiner Eröffnung 1905 vor allem durch seine Elektrifizierung als eines der modernsten Opernhäuser Europas galt. Als Theater der Zukunft wird das Staatstheater Nürnberg eine Landmark und als zusammenhängendes Kulturareal erlebbarer Kunst- und Lebensraum und inspirierender Anziehungsort für kommende Generationen der diversen (Stadt-)Gesellschaft mit Strahlkraft weit über die Metropolregion Nürnberg hinaus. Dabei werden folgende, übergeordnete Zielstellungen realisiert und bei der Ausgestaltung der weiteren Kapitel des plausibilisierten Nutzerbedarfsprogramms berücksichtigt: - Steigerung des Theatererlebnisses durch Verbesserung der Sichtbeziehungen und Akustik im Hauptsaal Der Besuch einer Oper, eines Musicals, eines Konzerts oder eines Balletts lebt davon, eintauchen zu können in perfekt inszenierte Illusionen, von den Emotionen der Künstler*innen berührt zu werden, und mitgerissen zu werden von Bildern und Klängen. Dies alles geschieht live und setzt das optimale Zusammenspiel der Künstler*innen und der Technik voraus. Erforderlich sind daher (gebäude-)infrastrukturelle und technische Rahmenbedingungen, die einen zeitgemäßen künstlerischen Betrieb ermöglichen. Nur so kann das Staatstheater Nürnberg seinen kulturpolitischen Auftrag erfüllen, den gesellschaftlichen Erwartungen gerecht werden, für Spitzenkünstler*innen und Mitarbeiter*innen attraktiver Arbeitgeber sein und das aufgebaute künstlerische Renommee mit seiner Strahlkraft weit über die Europäische Metropolregion Nürnberg hinaus fortführen. Neben den (gebäude-)infrastrukturellen und technischen Erneuerungen gilt es deshalb die Sichtbeziehungen und die Akustik im Hauptsaal des Opernhauses zu optimieren. Aktuelle Messungen belegen, dass im Status quo nur die Hälfte aller Plätze über eine uneingeschränkte Sicht auf die Szenenfläche verfügt. Unter Berücksichtigung sowohl der veränderten Erwartungen des Publikums als auch der Gegebenheiten der Hufeisenform sollen die Sichtbeziehungen verbessert werden (vgl. Ziele und Anforderung für die akustischen Planungen). Wesentliche akustische Maßnahmen sind insbesondere die Erweiterung des Gesamtraumvolumens des Hauptsaals auf min. 8 m³ pro Platz mit einer für den modernen Repertoirebetrieb erforderlichen variablen 11 Raumakustik, die Erweiterung der Portalbreite, die auch aus Arbeitsschutzgründen erforderliche Vergrößerung des Orchestergrabens, die Reduzierung der Überdeckung des Orchestergrabens und die Optimierung der Akustik auf der Szenenfläche und im Orchestergraben durch variable Akustikelemente sowie den Einsatz einer Konzertmuschel (vgl. Ziele und Anforderung für die akustischen Planungen). - Optimierung der Betriebsabläufe und Steigerung der Spiel- und Probenfrequenz: Die Arbeitsbedingungen und Betriebsabläufe im Spiel- und Probenbetrieb des Opernhauses werden durch die Schaffung eines zusammenhängenden Logistik-Systems zwischen der Szenenfläche, einer neu zu errichtenden Seitenbühne, dem zu erweiternden Magazin und der Hinterbühne verbessert. Hierzu zählen auch die Vergrößerung des Durchgangs vom Magazin zur Szenenfläche sowie die Optimierung der Logistik und Anlieferung. Hierdurch werden insbesondere die manuelle Verschiebbarkeit von Dekorationen und die Reduzierung von Transportwegen in das Zentrallager in der Frankenstraße ermöglicht. Die körperliche Belastung von Mitarbeiter*innen wird dadurch reduziert. Sechs Neuproduktionen sind die minimale Anforderung an Neuproduktionen pro Spielzeit, die einen abwechslungsreichen und wirtschaftlichen Repertoire-Betrieb ermöglichen. Im Vergleich zum Status quo, in dem je nach Größe der Produktionen maximal vier Produktionen gleichzeitig gelagert werden können, sollen zukünftig mindestens sechs Produktionen vor Ort gelagert, um den für den Repertoirebetrieb erforderlichen täglichen, flexiblen Wechsel von Stücken zu ermöglichen. Die Einlagerung erfolgt teilweise teilzerlegt im Magazin (bis zu fünf Produktionen) und auf der Seitenbühne, wo eine für die Abendvorstellung aufgebaute Kulisse vorgehalten werden kann. Zusammen mit der Verortung aller Probebühnen am Richard-Wagner- Platz kann die Spiel- und Probenfrequenz gesteigert werden. Durch die Schaffung einer Integrativen Aktionsfläche und einer Außenspielfläche (Open-Air-Bühne) kann zudem das Angebot zielgruppenspezifisch ausdifferenziert und erweitert werden. Somit entstehen die erforderlichen Rahmenbedingungen, um Vernetzung und Zugänglichkeit zu ermöglichen. - Zugänglichkeit: Die Zugänglichkeit und Möglichkeit der Teilhabe für alle Menschen ist ein weiteres zentrales Projektziel des Bauvorhabens und wesentliches Entwicklungsfeld des Theaters der Zukunft. Das Bauvorhaben muss alle Vorschriften und gültigen rechtlichen Anforderungen an die Barrierefreiheit erfüllen. Daneben sind die Arbeitsstättenverordnung sowie im Besonderen die Anforderungen des 12 Art. 48 BayBO (Barrierefreies Bauen) und der DIN 18040-1 (Barrierefreies Bauen 01 - Öffentlich zugängliche Gebäude) zu erfüllen und die DIN 18040-3 (Barrierefreies Bauen - 03 Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum), DIN 32984 (Bodenindikatoren im Öffentlichen Raum), DIN 32985 (Fahrzeuggebundene Rampen) sowie die ASR V3a.2 (Barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten) vollumfänglich umzusetzen. Diese Grundvoraussetzungen sind insbesondere mit Blick auf die Teilhabe am kulturellen Leben und den sozialen Austausch in allen Besucherbereichen und für alle Menschen mit ihren individuellen und verschiedenen Bedürfnissen sicherzustellen. Zudem ist die Arbeitsstätte Staatstheater Nürnberg auch für Mitarbeiter*innen grundsätzlich barrierefrei zu realisieren. Alle Geschosse sind durch Aufzugsanlagen zu erschließen und für alle Menschen zugänglich zu machen. Niveaugleichheit wird definiert durch eine durchgängige Oberkante des Fertigfußbodens (OKFFB) der zusammenhängenden Raumbereiche. Notwendige Schwellen sind bodengleich und gut überrollbar auszuführen, Rampen oder Stufen sind in diesen Bereichen grundsätzlich nicht zulässig. Die hausinternen (Güter-) und Transportwege sind in der Horizontalerschließung (innerhalb der jeweiligen Geschossebenen) niveaugleich auszuführen. Eine Vertikalerschließung zwischen den Ebenen kann über geeignete Rampen oder Lastenaufzüge erfolgen, notwendige Schwellen sind bodengleich oder gut überrollbar auszuführen. Auf die konsistente Einhaltung erforderlicher lichter Höhen und Breiten ist zu achten (Anlieferung, Aufzüge, zusammenhängendes Bühnenlogistik-System etc.). - Öffnung zur diversen (Stadt-)Gesellschaft: Das Theater der Zukunft berücksichtigt gesellschaftliche Entwicklungen und die Diversität der (Stadt-)Gesellschaft. Durch die bewusste Schaffung geeigneter infrastruktureller und (städte-)baulicher Rahmenbedingungen können der transkulturelle Austausch und die Interaktion der diversen (Stadt-)Gesellschaft im Kulturareal gefördert werden. Anknüpfend an den Megatrend Konnektivität, soll das Kulturareal analoge und digitale Kommunikation von Menschen untereinander sowie über den Ort und den dort entstehenden Content anregen. Durch einen geeigneten architektonischen Entwurf muss ein Kulturareal entstehen, welches die Öffnung zur (Stadt-)Gesellschaft realisiert. Der Gesamtentwurf muss das Opernhaus, das Schauspielhaus, den Verbindungsbau und die Integrative Aktionsfläche zusammenführen, den Inselcharakter aufbrechen und das Kulturareal städtebaulich in das Umfeld eingliedern. Das Profil der gesamten Baufläche als erlebbares Kulturareal und Cultural Hub soll herausgearbeitet werden und durch elementare Veränderungen der städtebaulichen Gestaltung ein inspirierender 13 Kommunikations- und Anziehungsort für die gesamte Gesellschaft (Besucher*innen und Nicht-Besucher*innen) entstehen. Die Steigerung der Frequentierung durch Besucher*innen und Passant*innen auf dem Kulturareal, die Erzeugung einer hohen Aufenthaltsqualität und Verweildauer, die Aktivierung und Belebung von Erdgeschosszonen auch von Nachbarbebauungen, die Ermöglichung von Partizipation, Interaktion und Inspiration sind zentrale Leitgedanken. - Umwelt- und Klimafreundlichkeit: Die globale Entwicklung von Umwelt und Klima ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit. Der Stadtrat hat 2019 „Klimaschutz als zentrale Zukunftsaufgabe bei der Stadt Nürnberg“ definiert und strebt bis zum Jahr 2035 die KIimaneutralität des gesamten städtischen Gebäudebestandes an. Der „Klimaschutzfahrplan 2020-2030“ der Stadt Nürnberg fordert „innovative Entwicklungskonzepte und mutige Entscheidungen“. Das Staatstheater Nürnberg ist sich seiner Vorbildfunktion für die Gesellschaft und seiner Verantwortung für die Umwelt und das Klima bewusst und strebt umfassende Entwicklungen des Theaterbetriebes an. Das Staatstheater erreicht mit seinem Programm ein generationsübergreifendes Publikum, spiegelt die gesellschaftlichen Entwicklungen und will die generationsübergreifende Aufgabe des Klima- und Umweltschutzes aktiv im Bauvorhaben aufgreifen. Das Bauvorhaben bietet die Chance auf die unumgänglichen Umwelt- und Klimaentwicklungen zu reagieren und sowohl für das Bestandsgebäude des Opernhauses als auch für die Erweiterungsbauten Rahmenbedingungen zu schaffen, die einen nachhaltigen, ressourcenschonenden und zukunftsfähigen Kulturbetrieb ermöglichen. Das Bauvorhaben bietet zudem die Chance einer ganzheitlichen Betrachtung sowie einer umwelt- und klimafreundlichen Gestaltung des umgebenden Stadtraums. Aus Sicht des Staatstheaters sind vor allem die Neugestaltung des Richard-Wagner-Platzes, des Karl-Pschigode- Platzes, des Übergangs zwischen Süd- und Altstadt sowie eine verbesserte Verkehrsführung zielführende Maßnahmen. Die klima- und umweltfreundliche Planung und Umsetzung des Bauvorhabens und die Einbeziehung des umgebenden Stadtraums können in hohem Maße zur Legitimation und Strahlkraft des Bauvorhabens und zur Steigerung der Lebensqualität in der Stadt Nürnberg beitragen. - Digitalisierung: Die digitale (R-)Evolution erfasst alle Bereiche des Lebens und somit auch das öffentliche Leben, öffentliche Gebäude und 14 Kulturinstitutionen. Sie betrifft sowohl theaterinterne Bereiche, wie z. B. Arbeitsplätze, Technik und Bühnenausstattung, Logistik, Lagerhaltung, und Gebäudeautomatisation, als auch externe Bereiche, wie z. B. Besucherservice, Ticketing und Kommunikation. Neue digitale Technologien müssen für das Theater der Zukunft in alle Bereiche einfließen können. Für das Staatstheater stellt die Digitalisierung des Theaterbetriebes ein zentrales Entwicklungsfeld dar, für welches im Rahmen des Bauvorhabens zukunftsweisende Rahmenbedingungen gesetzt werden sollen. Die Digitalisierung bietet die Chance, den Theaterraum um zusätzliche (künstlerische) Dimensionen zu erweitern und damit sowohl inhaltlich ein ergänzendes Angebot zu bieten, als auch (neue) internetaffine Zielgruppen zu erreichen und auf veränderte Rezeptionsverhalten und Besucherwartungen zu reagieren. Die Digitalisierung kann die Zugänglichkeit und Verfügbarkeit von Kultur verbessern und neue Formen der Interaktion und Teilhabe ermöglichen. Diese übergeordneten Projektziele finden Berücksichtigung in allen nachfolgenden Kapiteln. In einigen Unterkapiteln werden besonders zu erwähnende Aspekte konkreter ausgeführt. 3.2. Spielstätten Die Spielstätten des Staatstheaters sind die Orte des Theatererlebnisses, wo die Kunst auf die Gesellschaft trifft. Anders als die ursprüngliche Architektur des Opernhauses von 1905, welche die Ständegesellschaft des 19. Jahrhunderts, z. B. durch getrennte Zuschauerbereiche abbildete, müssen das Opernhaus und die Erweiterungsbauten die Bedürfnisse der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts widerspiegeln und eine barrierefreie Zugänglichkeit für möglichst alle schaffen. Daneben sind die (bühnen-)technischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen den Anforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen und die Zukunftsfähigkeit des Betriebs sicherzustellen. Zu den Spielstätten des Staatstheaters zählen der Hauptsaal des Opernhauses, das große Haus, die Kammerspiele und die „3. Etage“ des Schauspielhauses sowie zukünftig die Außenspielstätte (Open-Air-Bühne) und die Integrative Aktionsfläche. Die Integrative Aktionsfläche ist eine neu zu planende, multifunktionale, mit Veranstaltungstechnik auszustattende Fläche mit einer lichten Raumhöhe von min. 4,5 m, die durch flexible Raumtrennung die Nutzung als Klassen- oder Tagungsräume sowie als Veranstaltungsraum ermöglicht. Die Integrative Aktionsfläche ist flexibel in bis zu sechs kleine Räume teilbar, kann aber auch als ein großer Veranstaltungsraum genutzt werden, insbesondere für partizipative Formate, neuartige Vermittlungsformate für Schüler*innen sowie Erwachsene, Sponsoring-Veranstaltungen, Mitarbeiterschulungen oder die Vermietung an externe Veranstalter. Die 15 Räume sollen von der Kantine bewirtet werden können und über Tageslicht, Lager für Stühle, Tische, und Veranstaltungstechnik sowie einen Regieraum verfügen. Ein Zugang zu Außenbereichen erhöht die Qualität und Variabilität der Nutzung. Zukünftig soll eine dauerhaft eingerichtete Außenspielfläche Open-Air- Veranstaltungen vor allem während der Sommermonate, einschließlich der Theaterferien ermöglichen. Auf dieser Bühne sollen insbesondere elektrisch verstärkte Konzerte, Theaterproduktionen, Performances, Lesungen und Gespräche sowie Filmvorführungen oder Liveübertragungen aus den Hauptspielstätten stattfinden. Die Außenspielfläche soll im Wechsel durch Eigenproduktionen des Staatstheaters und Veranstaltungen externer Veranstalter bespielt werden. Die Außenspielfläche soll über eine dauerhafte, (teil-)überdachte Bühnenfläche von min. 75 m² verfügen, die durch temporäre Bühnenmodule veranstaltungsbezogen erweitert werden kann. Eine entsprechende Grundausstattung an Veranstaltungstechnik (Ton- und Lichttechnik) soll dauerhaft eingerichtet werden. Die Außenspielfläche soll mit einer festen Tribüne für 199 Besucher*innen und Möglichkeiten für eine temporäre Beschattung ausgestattet sein, welche wenn möglich durch temporäre Zuschauertribünen modular erweiterbar sein soll. Für die Durchführung von Veranstaltungen auf der Außenspielfläche sowie zur Steigerung der Verweilattraktivität auf dem Kulturareal sind die Reduzierung des Verkehrslärms und eine effektive akustische Trennung erforderlich. Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrslärms zur Steigerung der Aufenthaltsqualität sollten geprüft werden (vgl. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen). Erst die Verfügbarkeit dieser verschiedenen, teilweise neu zu errichtenden Spielstätten ermöglicht eine insbesondere auf demografische Entwicklungen sowie auf die Veränderungen des Rezeptionsverhaltens angepasste Zielgruppenansprache und die gezielte Erweiterung des künstlerischen Portfolios des Mehrspartenhauses. 3.3. Schauspielhaus Der Spielbetrieb der Schauspielsparte soll im Schauspielhaus möglichst während der gesamten Bauphasen fortgesetzt werden. Der Fortbetrieb des Schauspielhauses und seine Folgen sind nicht Teil dieser Beschreibung und müssen gesondert geprüft werden. Eine möglicherweise erforderliche temporäre Schließung und Unterbrechung des Spielbetriebs im Schauspielhaus ist so kurz wie möglich zu halten, um Mehrbedarfe an Flächen und zusätzliche Kosten zu minimieren. Für den Fortbetrieb der Schauspielsparte ist zu beachten, dass der statisch mängelbehaftete und den funktionalen Anforderungen nicht mehr entsprechende Verbindungsbau rückgebaut werden und Platz für Neues schaffen soll. Durch den (teilweise) Rückbau des Verbindungsbaus müssen die im Status quo synergetisch genutzten Funktionsbereiche aufgelöst werden. Dazu zählen insbesondere die Flächen für die Anlieferung, Facility 16 Management, Heizungs- und Lüftungsanlagen, Präsenzwerkstätten sowie die Andienung der Besuchergastronomie aus der Kantine. Zudem müssen die Zuwegungen für Besucher*innen des Schauspielhauses sowie Fluchtwege und Feuerwehrzufahrten trotz Baustelleneinrichtung und - betrieb ermöglicht werden. Die Bühnen von Schauspielhaus und Opernhaus weisen einen Höhenunterschied von ca. einem Meter auf. Dieser kann baulich nicht behoben werden. Die Transportwege sind dennoch möglichst schwellenlos herzustellen, um die Höhenunterschiede auszugleichen. Das Schauspielhaus besitzt drei Bühnenflächen (Großes Haus, Kammerspiele, „3. Etage“), die im Zweischichtbetrieb von 6:00 Uhr bis 24:00 Uhr betrieben werden. Lärmkritische Zeiten sind für die Einrichtung der Baustelle und die Durchführung von Bauarbeiten, wenn möglich zu berücksichtigen und mit dem Staatstheater abzustimmen. Folgende Provisorien sind während der gesamten Bauphasen für den Fortbetrieb des Schauspielhauses insbesondere einzurichten: die Hauptstromversorgung, die Heizungs- und Lüftungsanlagen, die Brandmeldeanlage, die Sicherheitsbeleuchtung, die Leitzentrale für die Überwachung der technischen Anlagen, die Umschaltung des Daten- und Telefonnetzes über den Karl-Pschigode-Platz sowie die Anlieferung. Unter Berücksichtigung der Lage der Abbruchkante ist im Einzelnen zu planen, wie insbesondere folgende Bereiche während der Bauzeit kompensiert werden bzw. wie der Fortbetrieb des Schauspielhauses gesichert werden kann:  Für den Vorstellungsbetrieb ist eine funktionierende Logistik und Anlieferung notwendig, sowie der Betrieb von Präsenzwerkstätten.  Für die Mitarbeiter*innen muss eine Nutzung von Aufenthaltsräumen, Umkleiden und Sanitärräumen in ausreichendem Maß möglich sein.  Es muss eine Alternative für die Kantine gefunden werden.  Darüber hinaus werden für die technischen Abteilungen Büro- und Lagerflächen sowie Werkstatträume benötigt.  Räume der Abteilungen Requisite und Kostüm, wie auch Umkleiden für die Gastronomie und das Vorderhauspersonal müssen eingeplant werden.  Die Eingangssituation in das Foyer des Schauspielhauses ist zu berücksichtigen. Der für das Schauspielhaus notwendige elektrische Potentialausgleich, der in der Sanierung 2010 nicht berücksichtigt wurde, muss hergestellt werden. Die Anbindung an das Opernhaus wird nicht mehr möglich sein.  Die Kälte- und Lüftungstechnik ist bereits am Schauspielhaus angeordnet. Die Heizungszentrale mit Fernwärmeversorgung sowie Dampfumformer der N-Ergie befindet sich in zentraler Lage im Opernhaus. Diese kann während der Bauphase voraussichtlich nur bedingt weiter betrieben werden. Die Anlagentechnik ist zudem stark 17 sanierungsbedürftig. Eine Ersatzanlage für das Schauspielhaus auf dem Karl-Pschigode-Platz ist ab dem Abbruchzeitraum unumgänglich und muss das Schauspielhaus entsprechend unabhängig versorgen.  Die zentrale Trinkwasserversorgung sowie Sprinkler- und Sprühwasseranlage befindet sich im Schauspielhaus. Die Anbindung an die neu zu errichtende Brandmeldezentrale ist zu gewährleisten.  Die Gebäudetechnikleitstelle befindet sich im Status quo in der Elektrowerkstatt im Verbindungsbau und muss daher neu angeordnet werden (idealerweise an der zu erweiternden Technikzentrale auf dem Dach des Schauspielhauses). 3.4. Spiel- und Nutzungszeiten Die Gebäudenutzung des Opernhauses erfolgt ganzjährig und lässt sich in Proben- und Vorstellungsbetrieb sowie Facility Management unterteilen. Die Theater-Spielzeit beginnt im September und endet im darauffolgenden Jahr Ende Juli - analog zu den Bayrischen Schulferien. In der Schließzeit, den sogenannten Theaterferien zwischen Ende Juli und Anfang September, finden im Status quo keine Vorstellungen und Proben statt. Auch der Großteil aller festangestellter Mitarbeiter*innen befindet sich in dieser Zeit im Urlaub. Die Theaterferien werden insbesondere genutzt Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie bei Bedarf Umbau- und Sanierungsmaßnahen durchzuführen. Die einzelnen Nutzungszeiten für das Opernhaus und das Schauspielhaus während Spielzeit im Status quo sind wie folgt: Die Öffnungszeiten sollen für die zukünftigen Angebote sinnvoll verlängert werden können. Dies gilt insbesondere für den Spielbetrieb auf der Außenspielfläche, für Angebote (von Externen) auf der Integrativen Aktionsfläche und für die Gastronomie. Die neu zu errichtenden Angebote der Gastronomie mit Café, Restaurant und Bar sollen unter Berücksichtigung der Sperrstundenregelung der Stadt Nürnberg sowie der Veranstaltungszeiten in den Spielstätten eine ganztägige, vom Spielbetrieb unabhängige und während der Theaterferien fortgesetzte Bewirtung ermöglichen. Die Außenflächen (Open-Air-Bühne) sollen in den Der Bühnenbetrieb findet regelmäßig statt zwischen 6:00 - 24:00 Uhr - Probenbetrieb auf Haupt- und Probebühnen 9:00 - 22:30 Uhr - Veranstaltungsbetrieb (Vorstellungsbeginn bis -ende) 9:30 – 22:30 Uhr - Kernzeiten Ensemblemitglieder, künstlerische Leitung und Produktionsteam 9:00 – 23:00 Uhr - Kernzeiten Bühnenservice und Technik 7:00 – 24:00 Uhr - Brandsicherheitswachen während Vorstellung - Foyergastronomie für Besucher*innen für Vor-/ Nachbewirtung und Pausenbewirtung in Vorstellungspausen 18:00 - 23:00 Uhr, teilw. bis 02:30 Uhr - Die Büronutzung erfolgt überwiegend zwischen 7:00 – 18:00 Uhr Die Kantine ist für Mitarbeiter*innen und Gäste geöffnet zwischen 9:00 – 15:00 Uhr 17:00 – 24:00 Uhr 18 Sommermonaten und in den Theaterferien bespielt werden. Die Integrative Aktionsfläche soll ganzjährig bespielbar sein. Die Gebäudereinigung erfolgt morgens ab 6:00 Uhr, vor und nach den Proben, bei Bedarf nach dem Aufbau für die Abendveranstaltungen sowie nach Vorstellungsende. Die Anlieferung muss täglich 24 Stunden für alle Bereiche (Schauspielhaus, Opernhaus, Gastronomie und Kantine, Bürobedarf, Facility Management) nutzbar sein (vgl. Kapitel 5.1.2. Anlieferung). 19 4. ANFORDERUNGEN AN DEN GESAMTENTWURF 4.1. Historische Bausubstanz und Erweiterungsbauten Schematische Übersicht erforderlicher Eingriffe Für den Zuschauerraum des Opernhauses wurden substanzielle Mängel begutachtet, die belegen, dass gesetzliche Auflagen für den Weiterbetrieb des Opernhauses ohne umfassende bauliche Eingriffe nicht erfüllt werden können. Die schematische Darstellung zeigt einen Auszug zwingender Eingriffe zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben insbesondere in den Bereichen Brandschutz, Flucht- und Rettungswege, Statik, Arbeitssicherheit, Barrierefreiheit, Raumklima und Akustik. Ergänzende Maßnahmen sollen die Sichtbeziehungen und den Sitzkomfort für Zuschauer*innen verbessern. Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude ist seit seiner Errichtung prägend für das Stadtbild und das Nürnberger Panorama. Durch die architektonische Gesamtkonzeption soll das Kulturareal zu einer Landmark erhoben werden und so zu einer zentralen, identitätsstiftenden Attraktion der Stadt Nürnberg für Besucher*innen, Passant*innen und Tourist*innen werden. Diese Zielsetzung schließt das Opernhaus, das Schauspielhaus, die Integrative Aktionsfläche, die Open-Air-Bühne sowie die übrigen notwendigen Erweiterungsbauten, landschaftsplanerische- und städtebauliche Gestaltungselemente ein. Die funktionale Einheit des Opern- und Schauspielhauses, einschließlich der neu zu errichtenden Gebäudeteile, soll als gestaltgebende Bedingung für den Gesamtentwurf für das Kulturareal gelten. Die Anordnung der Räume soll anhand der funktionalen Bezüge der einzelnen Bereiche klar strukturiert werden. Auf dem gesamten Kulturareal soll die Marke „Staatstheater Nürnberg“ durch eine Corporate Architecture deutlich erkennbar werden. 20 Die Corporate Architecture des Gesamtentwurfs bildet die Markensprache des Staatstheaters und insbesondere die Kernwerte Erlebbarkeit, Austausch und Zugänglichkeit ab. Für die denkmalgeschützten Bereiche ist dabei eine sensibel austarierte Lösung zu finden. Rechtzeitig vor Baubeginn müssen Schadstoffuntersuchungen differenziert durchgeführt werden. Als Grundlage kann die Erkundung aus dem Jahr 2014 dienen. Es geht derzeit keine Gefahr für Mitarbeiter*innen von vorhandenen Schadstoffen aus. Bei Abbruch werden diese aber fachgerecht zu behandeln und zu entsorgen sein. Im Sinne des Projektziels Umwelt- und Klimafreundlichkeit sollen Bauprodukte aus Sekundärrohstoffen und aus nachwachsenden Stoffen bevorzugt verwendet werden. Auf die Demontierbarkeit von Konstruktionen, z. B. durch trennbare Verbindungen, wird Wert gelegt. Zusätzlich soll beim Einsatz der notwendigen Hilfsmittel und Materialien für den künstlerischen Spielbetrieb, den Verwaltungsbetrieb und der Gastronomie sowie der Logistik auf Umwelt- und Klimafreundlichkeit geachtet werden. Durch die Gebäudegestaltung soll neben der Förderung der internen Kommunikation auch die Kommunikation mit dem Publikum und den Besucher*innen verbessert werden. Das Theater ist ein kommunikativer Ort. Sowohl das Produzieren und Aufführen, als auch das Besuchen und Teilnehmen sind kommunikative Vorgänge. Die Gebäude sind Kommunikationsorte und sollen den Austausch, Begegnung, Zugang und Teilhabe ermöglichen. Die Architektur des Gesamtentwurfs soll zur Kommunikation anregen und auch Nicht-Besucher*innen ansprechen. Die Strahlkraft der Objekte und des Kulturareals soll sowohl analoge als auch digitale Kommunikation anregen. Die beiden Bestandsgebäude Opern- und Schauspielhaus werden durch einen Verbindungsbau aus drei verschiedenen Bauphasen verbunden. Der älteste Teil ist das Magazingebäude, das direkt südlich an das Opernhaus angrenzt. Die beiden anderen Gebäudebestandteile wurden in den 1950er bzw. 1960er Jahren entlang der Lessingstraße errichtet. Diese beiden Gebäudeteile weisen starke Baumängel hinsichtlich des Brandschutzes, der Funktionalität und der Statik auf und sollen daher rückgebaut werden. Die Maßnahme kann Platz für Neues schaffen. Dabei gilt es die synergetische Nutzung von Funktionsbereichen und gemeinsamer Abteilungen von Opernhaus und Schauspielhaus zu beachten. Eine optimale Anliefersituation (vgl. Kapitel 5.1.2. Anlieferung), ein qualitativ verbesserter Bühneneingang (vgl. Kapitel 5.4.4. Pforte) und eine neue Integrative Aktionsfläche (vgl. Kapitel 5.2.5. Integrative Aktionsfläche) sollen geschaffen werden. Die Möglichkeit eines Zugangs zu den Gebäuden oder eines Durchgangs von der Lessingstraße zum Richard-Wagner-Platz auf Erdgeschossebene oder Bühnenniveau ist nachranging nach den Logistikbeziehungen zwischen dem Schauspiel- und Opernhaus und entwurfsabhängig zu prüfen. 21 Es soll seitens der Stadt geprüft werden, ob die baulich stark geschädigte Tiefgarage aufgelassen und zurückgebaut werden kann. Die frei werdenden Flächen können zur Verbindung des Richard-Wagner-Platzes und Karl- Pschigode-Platzes zu einem erlebbaren Kulturareal verbunden werden. Im Status Quo sind aufgrund von Baumängeln bereits zwei Etagen gesperrt. Die Ertüchtigung des Brandschutzes steht aus. Die Theaterwerkstätten im Nord-Ost-Park sowie das Zentrallager in der Frankenstraße werden weiter betrieben. Die im Status quo angemietete Probebühne in der Fürther Straße soll zukünftig am Richard-Wagner-Platz zusammen mit den anderen Probebühnen verortet werden. 4.2. Tragfähigkeit und Statik Eingriffe in das Bestandsgebäude Durch den Bedarf der Errichtung einer Seitenbühne kommt es zu Eingriffen in den (tragenden) Bestand. Das bedeutet Änderungen von Nutzungsbereichen, Raumanordnungen und -größen, damit verbundenem Abbruch und Neubau tragender Teile sowie Veränderungen von Lasten im Bauwerk, eventuell mit Überbelastungen tragender Teile. Es ist davon auszugehen, dass die verbleibenden Tragfähigkeiten der vorhandenen Tragglieder, unter Berücksichtigung von Alterungserscheinungen, Schäden, ggf. auch Konstruktionsmängeln und nicht zuletzt der brandschutztechnischen Einstufung, eingehend untersucht und eingeschätzt werden müssen. Statische Vorkehrungen zur Sicherung bestehender Gebäude Beim Rückbau von Gebäudeteilen und bei der Herstellung neuer Bauteile sind die Bestandsgebäude umfassend zu sichern, damit keine vermeidbaren Schäden insbesondere durch Setzungen oder Erschütterung entstehen. 22 Für die neu zu erstellenden Bauteile gelten die Werte gem. DIN EN 1991-1-1 wie folgt: Folgende Bereiche haben gesonderte Anforderungen: Nutzung Beispiele Einsatzgebiet Kategorie qk[kN/m²] B1 2,0 B2 3,0 Flächen mit fester Bestuhlung; z.B. Flächen in Kirchen, Theatern oder Kinos, Korngresssäle, Hörsäle, Wartesäle C2 4,0 Frei begehbare Flächen; z.B. Museumsflächen, Ausstellungsflächen, Eingangsbereiche zu öffentlichen Gebäuden, …. sowie die zur Nutzungskategorie C1 bis C3 gehörigen Flure C3 Sport- und Spielflächen; z. B. Tanzsäle, Sporthallen, Gymnastik- und Kraftsporträume, Bühnen C4 Flächen für große Menschenansammlungen; z. B. in Gebäuden wie Konzertsäle, Terrassen und Eingangsbereiche sowie Tribünen mit fester Bestuhlung C5 Flächen in Werkstätten E1 5,0 Allgemeine Lagerflächen, einschließlich Bibliotheken E2 6,0 Treppen und Treppenpodeste Treppen und Treppenpodeste T2 5,0 Zugänge, Balkone und ähnliches Dachterrassen, Loggien, Balkone, Ausstiegspodeste Z 4,0 5,0 Büroflächen, Flure, Arbeitsflächen Je nach Lage und Nutzung Lager, Werkstätten  Lagerräume und Zugänge Räume, Versammlungsräume und Flächen, die der Ansammlung von Personen dienen können (mit Ausnahme von unter A, B, D und L festgelegten Kategorien) Bühnenflächen (abweichend zu C4) Szenenfläche, Hinter-, Seitenbühne abweichend 7,5 Magazine im Bereich der Anlieferung und zum Lagern von Dekorationen, wenn Befahrung mit kleinster Gabelstaplerklasse erforderlich ist. Befahrbarkeit mit kleinem Gabelstapler abweichend 12,5 23 4.3. Technische Anlagen 4.3.1. Erneuerbare Energien, Elektroanlagen, Lüftung, Klimatisierung, Heizung Im Sinne des Gesetzes zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz – GEG, 08.08.2020) ist ein möglichst sparsamer Einsatz von Energie in Gebäuden einschließlich einer zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energien zur Erzeugung von Wärme, Kälte und Strom für den Betrieb des Opernhauses mit allen Funktionsgruppen anzuwenden. Im Sinne der Suffizienz sollen die energetischen Bedarfe optimiert werden. Die neu zu planenden Erweiterungsbauten sollen dabei als klimaneutrale Gebäude mit einer Null- bzw. Plusenergiebilanz errichtet werden. Für das Bestandsgebäude des Opernhauses wird, soweit realisierbar, mindestens eine Halbierung des spezifischen Energieverbrauchs für Strom und Wärme angestrebt. Erneuerbare Energien sollen, soweit ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll, unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange eingebunden werden. Allgemeine Grundlage für die Auslegung der Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung sind die Vornormenreihe DIN V 18599 „Energetische Bewertung von Gebäuden“ und die aktuell geltende DIN-EN 15251 „Eingangsparameter für das Raumklima zur Auslegung und Bewertung der Energieeffizienz von Gebäuden - Raumluftqualität, Temperatur, Licht und Akustik“. Diese stellen Verfahren zur Bewertung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden zur Verfügung. Die Berechnungen erlauben die Beurteilung aller Energiemengen, die zur bestimmungsgemäßen Heizung, Warmwasserbereitung, raumlufttechnischen Konditionierung und Beleuchtung von Gebäuden notwendig sind. Darüber hinaus sind die Empfehlungen des Arbeitskreises Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AMEV) in der aktuellen Fassung maßgeblich zu berücksichtigen. Im gesamten Bauvorhaben sind die Technikräume für die HKLS-Anlagen (Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär), die elektrischen Anlagen sowie die kommunikations-, sicherheits- und informationstechnischen Anlagen entsprechend der gültigen Normen im Verlauf der Planung durch den Gebäudeplaner unter Mitarbeit der Fachplaner bedarfsgerecht anzuordnen und zu dimensionieren. Die Energiebedarfsdeckung soll mit überwiegend erneuerbaren Energien bzw. der Nürnberger Fernwärme und/oder der Nutzung von Geothermie, mit dem Ziel einer möglichst ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen CO2- neutralen Wärmeversorgung unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange, ggf. unter Einbeziehung von Hybridlösungen, erfolgen. Im Neubaubereich soll eine größtmögliche Photovoltaikanlage vorgesehen werden. Auch eine umfassende Dachbegrünung ist zu prüfen. Gebäudespezifische Konzepte für den Neubau sowie das Bestandsgebäude sollen für einen umfassenden sommerlichen Wärmeschutz auf der 24 Grundlage passiver Maßnahmen entwickelt werden. Der Neubaugebäudeteil ist hinsichtlich Zonierung, Anteil der Glasflächen, Sonnenschutz, Nachtlüf- tung, Begrünung und Speichermassen soll so konzipiert werden, dass keine aktive Kühlung erforderlich wird. Anzustrebendes Ziel ist, die Grenze von 26° C in den Nutzungszeiten nicht zu überschreiten. Bei einer längeren sommerlichen Hitzeperiode soll während der üblichen Nutzungszeit die Raumtemperatur jeweils etwa drei Kelvin unter der Außenlufttemperatur liegen. Alle energie- und wasserverbrauchenden Anlagen und Komponenten sollen ressourcenschonend, hocheffizient und bedarfsgerecht geregelt konzipiert werden. Für den energieeffizienten Betrieb ist ein Mess- und Monitoringkonzept über die Gebäudeautomation vorzusehen. Die Haustechnik, insbesondere die raumtechnischen Anlagen, sind unter Berücksichtigung der akustischen Anforderungen künstlerisch genutzter Räume ausreichend leise zu konzipieren (vgl. Ziele und Anforderung für die akustischen Planungen). Elektroanlagen Die Elektroanlagen im Opernhaus sind verbraucht und haben das Ende ihre Lebenszeit erreicht. Im Zuge der Sanierung sind diese daher vollständig zu erneuern. Bei der Erneuerung sind die derzeitigen brandschutztechnischen Mängel in den Elektroanlagen zu beheben. Für die Elektrounterverteiler und Datenverteiler sind zukünftig eigene Räume zuzuordnen. Die digitale Zukunftsfähigkeit der Elektroanlagen ist besonders zu berücksichtigen. Raumlufttechnische Anlagen Die raumlufttechnischen Anlagen für das Opernhaus sind vollständig zu erneuern. Mechanische Lüftungsanlagen müssen energieeffizient, mit Wärme- und Entfeuchtungskälterückgewinnung sowie bedarfsabhängig regelbar sein. Die Lüftung ist für einen bedarfsgerechten Betrieb in Abhängigkeit der Nutzung mit variabler Volumenstromregelung auszulegen. Damit verbunden ist ein energiesparendes RLT-Konzept mit guter Anpassung an örtlich und zeitlich wechselnde thermische Lasten, individueller Raumtemperaturregelung durch Veränderung der Volumenströme, zeitweiser Volumenstromreduzierung bzw. Abschaltung von Räumen bei Nichtbenutzung. In Räumen mit wechselnden Nutzungszeiten und Personenbelegungen ist die Luftqualität in das RLT-Konzept einzubeziehen. Die Nutzungszeiten der Räume werden über die Managementebene (Gebäudeleittechnik) der Gebäudeautomation auf Grundlage der wöchentlichen Belegungsplanung für die Absenkung der Regelparameter außerhalb dieser Nutzungszeiten übernommen. Ziel ist dabei die Verringerung des Heiz-, Kühl- und Elektroenergiebedarfes. Die Parameter 25 für den abgesenkten Betrieb der Anlagen sind im weiteren Planungsverlauf mit der Bauherrin und der Nutzerin abzustimmen und festzulegen. Kälteanlagen Die Kälteverteilung für das Opernhaus ist vollständig zu erneuern und bedarfsabhängig mit neuen Anlagen zur Kälteerzeugung zu ergänzen. Dabei ist ein Verbund mit der Kälteerzeugung im Schauspielhaus in Betracht zu ziehen. Für den notwendigen Kühl- und Klimatisierungsbedarf für Raumbereiche mit besonderen Anforderungen (siehe Tabelle S. 25) ist ein energieeffizientes und wirtschaftliches Gesamtkonzept, möglichst unter Einsatz erneuerbarer Energien, zu erarbeiten. Dies ist unter anderem möglich durch zentrale hocheffiziente Kaltwassererzeuger mit hohem Anteil an freier Verdunstungskühlung/Kühlturm oder adiabatische Verdunstungskühlung/sorptiver Entfeuchtung sowie Nutzung der Auskopplung „Freier Kälte“ aus hocheffizienten Systemen zur Wärmerückgewinnung in Lüftungsanlagen. Grundsätzlich ist auch eine Kombination für Grundlast, z. B. mit Niedertemperatur-Absorptionskälte (Basis Fernwärme oder Solar) und Spitzenlastabdeckung mit konventioneller Kälteerzeugung (Basis Strom), auch unterstützt durch PV- Strom, denkbar. Die Kälteverteilung ist in zwei Netze, in Niedertemperaturnetz (NTK) mit 6 / 12°C und ein Hochtemperaturnetz (HTK) mit z. B. 14 / 20°C oder höher, aufzuteilen. Die klimatisierten Räume sind auf eine maximale Raumtemperatur von +26°C zuzüglich zulässiger Überschreitungstoleranzen auf Grundlage der DIN-EN 15251 Kategorie II Anhang F auszulegen. Wärmeversorgungsanlagen Der Fernwärmeanschluss und die Heizungsverteilung im Opernhaus sind vollständig zu erneuern. In diesem Zusammenhang sind die Fernwärmeanbindung und die Wärmeverteilung den neuen Auslegungsbedingungen, Raumfunktionen und Raumanordnungen anzupassen. Dabei ist die Wiederherstellung der Wärmeversorgung des Schauspielhauses zu berücksichtigen. 26 Die aufgeführten Parameter stellen Richtwerte da, die im weiteren Planungsverlauf mit der Bauherrin und der Nutzerin insbesondere im Hinblick auf zukünftige klimatische Veränderungen in den Sommermonaten zu vertiefen und entsprechend der zu diesem Zeitpunkt gültigen Mindestanforderungen zu detaillieren sind. Räume ohne besondere Anforderungen sind gemäß den oben aufgeführten gesetzlichen und normativen Vorgaben auszulegen. Raumart Anzahl Personen Luftanteil /Luftwechsel minimaleTemperatur 1) maximaleTemperatur 1) minimalerel. Feuchte 2) maximalerel. Feuchte 3) Besondere Anforderungen 35 -40 m³/h / Person 40 m³/h / m² Glucksaal max. 210 25 m³/h / m² 20 °C4) 26 °C5) ohneAnforderung ohne Anforderung (Begrenzung abs. Feuchte auf 12 g/kg) mechanisch belüftet, Teilklimaanlage, offen zum Foyer max. 200 20 -30 m³/h / Person 0,3 m³/h / m² max. 60 20 -30 m³/h / Person 0,3 m³/h / m² max. 20 20 -30 m³/h / Person 0,3 m³/h / m² Probebühnen PB 1 + 2 (groß + Innenliegend) max.100 / PB 20 -30 m³/h / Person 22 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) mechanisch belüftet, Vollklimaanlage, Probebühnen PB 3 + 4 (klein + Außenliegend / Tageslicht) max.25 / PB Ballettprobensaal PB 8 (groß + Innenliegend) max. 100 20 -30 m³/h / Person 24 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) mechanisch belüftet, Vollklimaanlage,Heiz- und Kühlflächen Ballettprobensaal PB 9 (klein + Außenliegend) max. 30 Orchesterprobensaal 1 (groß) max. 250 35 -40 m³/h / Person 22 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) mechanisch belüftet,Vollklimaanlage,Quelluft Orchesterprobensaal 2 (klein) max. 60 35 -40 m³/h / Person 22 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) mechanisch belüftet,Vollklimaanlage,Quelluft Stimmzimmer/Einspielräume Solisten, Instrumentengruppen ca. 1 / 3 m² + Zuschlag Instrumenten- abhängig - 22 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) mechanisch belüftet, Vollklimaanlage, Instrumentenlager, zum Teil Läger des Fundus - 3 m³/h / m² 22 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) mechanisch belüftet, Vollklimaanlage, mechanisch belüftet, Vollklimaanlage, wie Probebühnen PB1 + 2 wie Balletprobensaal PB 8 mechanisch belüftet, Teilklimaanlage, offen zum Glucksaal 20 °C4) 26 °C5) ohneAnforderung ≤60 % rF (±5% Tagbetrieb) 20 -30 m³/h / Person 25 m³/h / m² ohne Anforderung (Begrenzung abs. Feuchte auf 12 g/kg)) 26 °C5) ≥45 % rF 22 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) 22 °C4) 26 °C5) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) Bühne Foyers/Galerien max. 121 max. 1300 Chorprobensaal 22 °C4) Unterbühne Ebene 1 22 °C4) ≥45 % rF mechanisch belüftet, Vollklimaanlage hohe Wärmelasten Kombination aus Quelluft und Heizflächen mechanisch belüftet, Vollklimaanlage, überwiegend Quellluft an den Sitzplätzen mechanisch belüftet, Vollklimaanlage hohe Wärmelasten Kombination aus Quelluft und Heizflächen Zuschauersaal, inkl. Orchestergraben max.1250 mechanisch belüftet, Vollklimaanlage hohe Wärmelasten Kombination aus Quelluft und Heizflächen ≤60 % rF (±5% Tagbetrieb) Unterbühne Ebene 2 22 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) 1) operative Temperatur in Anlehnung an DIN EN15251 Kategorie II Anhang A 2) Auslegungswert Befeuchtung in Anlehnung an DIN EN15251 Kategorie II Anhang B 3) Auslegungswert Entfeuchtung in Anlehnung an DIN EN15251 Kategorie II Anhang B 4) RT-Sollwert bis AT = -16 C (winterlicher Wärmefall); bei AT>32 C Toleranz gemäß DIN EN15251 Kategorie II Anhang F 5) RT-Sollwert bis AT =32 C (sommerlicher Normalfall); bei AT>32 C Toleranz gemäß DIN EN15251 Kategorie II Anhang F 27 4.3.2. Sanitär-, Feuerlösch- und Gebäudeautomationsanlagen Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen Die Abwasser- und Wasseranlagen für das Opernhaus sind vollständig zu erneuern. Dies schließt auch die Ertüchtigung des maroden Abwassernetzes unter dem Opernhaus mit ein. Es sollen möglichst keine Hebeanlagen für Abwasser vorgesehen werden. Die Warmwasserbereitung für die Sanitärräume soll aus energetischer und hygienischer Sicht mit dezentralen Warmwasserbereitern (Durchlauferhitzern) erfolgen. Bei allen Sanitär- und Umkleideräumen ist von einer hohen Gleichzeitigkeit der Nutzung auszugehen. Große Warmwasserverbraucher, wie z. B. die Küchentechnik der Fertigungsküche, Kantine und Foyergastronomie sind über ein zentrales System mit Warmwasser zu versorgen. Feuerlöschanlagen Die bestehenden Feuerlöschanlagen für das Opernhaus sind vollständig zu erneuern und zu ergänzen. Der Umfang und die Auslegung der Feuerlöschanlagen werden durch die Auflagen der jeweiligen Bauaufsichtsbehörden bestimmt. Es ist davon auszugehen, dass sowohl Löschwasserleitungen als auch Hydranten und Sprinkleranlagen notwendig sind, um diese Auflagen zu erfüllen. Gebäude- und Anlagenautomation Mit der Erneuerung der Anlagen für die TGA im Opernhaus ist auch die Gebäudeautomation für deren Regelung, Steuerung und Überwachung auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Die Automationseinrichtungen verarbeiten die Messgrößen und Parameter der Eingabefunktionen und setzen mit den Anwendungs- und Ausgabefunktionen die geforderten Aufgaben in der Raum- und Anlagenautomation um. Sie bestimmen die Funktion und liefern Informationen zum Betreiben der technischen Anlagen. Die einzelnen technischen Anlagen müssen unabhängig von einer übergeordneten Management- und Bedieneinrichtung funktionsfähig sein. Bei Störungen sollen grundlegende Funktionen der technischen Anlagen durch einfache Eingriffe aufrechterhalten werden können. Die Kommunikation zwischen der Management- und Bedieneinrichtung und Automationseinrichtungen erfolgt entsprechend dem aktuellen Stand der Technik über die gängigen Netzwerkstandards Ethernet und TCP/IP. Die Beobachtung und Bedienung der Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung, der Elektrotechnik, Kommunikations-, Sicherheits- und Informationstechnik muss für die Mitarbeiter*innen der Abteilung Technisches Gebäudemanagement im Facility Management vollumfänglich möglich sein. 28 In Räumen mit entsprechenden Voraussetzungen für die Regelung der Raumkonditionen ist eine Einzelraumregelung vorzusehen. Je nach Anwendungsfall sind dabei folgende Funktionen zu berücksichtigen:  Heizen über dynamische (Lüftung) oder statische Heizung  Kühlen über dynamische (Lüftung) oder statische Kälte  Variabler Volumenstrom in Abhängigkeit der Luftqualität  Präsenzanforderung und Statusanzeige der Betriebsart (Tag- /Nachtbetrieb)  Überwachung des Status der Fenster zur Sperrung von Heizen und Kühlen  Steuerung Sonnenschutz Die Obermaschinerie im Opernhaus aus dem Jahr 1905 wurde 2015, 2016 und 2018 teilerneuert und in die Bühnensteuerungssysteme des Staatstheaters eingebunden. Die Unter- und Obermaschinerie der Bühnentechnik des Schauspielhauses wurde im Jahr 2010 erneuert und in das bestehende System integriert. Somit sind alle Bühnen mit den technischen Komponenten in einem Steuerungssystem vereint. Bei der zukünftigen Ergänzung und Erweiterung der Obermaschinerie und der Erneuerung der Untermaschinerie im Opernhaus ist die Kompatibilität der technischen Komponenten mit den bestehenden Systemen herzustellen. Das ermöglicht die Nutzung von Synergieeffekten, wie z. B. bei der Lagerhaltung von Ersatzteilen. Außerdem garantiert die gemeinsame Fachkenntnis der Mitarbeiter*innen zu Bedienung, Montage und Wartung der bühnentechnischen Einrichtungen ein einheitliches Handling beider Bühnen und schafft damit eine höhere Wirtschaftlichkeit und Effektivität im Betriebsablauf. Um effiziente Betriebsabläufe zwischen den Abteilungen zu gewährleisten, wird eine ausreichende Anzahl an Lastenaufzügen und in ausreichender Dimensionierung für Kulissen, Dekorationen, Equipment und die Ausstattung benötigt. Die Personenaufzüge für Mitarbeiter*innen und Gäste sollen Menschen mit ihren verschiedenen Bedürfnissen den barrierefreien Zugang auf alle Ebenen und in alle Bereiche ermöglichen. Für die Gastronomie müssen entsprechende Aufzüge für die Verteilung der benötigten Waren und Produkte von der Anlieferung über die Zubereitung bis hin zur Ausgabe sorgen. Die Beleuchtungsanlagen in allen Gebäuden sind in energieeffizienter LED- Technik auszuführen. In Räumen mit Tageslicht ist die Allgemeinbeleuchtung tageslichtabhängig zu steuern. In internen Bereichen ist die Beleuchtung, wo möglich, zusätzlich über Präsenz- oder Bewegungsmelder zu schalten. Das Sicherheitskonzept umfasst die Schließsysteme, die Eigensicherung (Gebäude- und Außenüberwachung auch für Fahrradstellplätze, Türen und Tore) und den Zugang ins Gebäude. Es regelt auch die Zutrittserlaubnis für Mitarbeiter*innen und Gäste zu bestimmten Bereichen und Räumen. Das Sicherheitssystem muss in die Steuerung der Brandmeldeanlage 29 eingebunden werden, damit bei Alarm eine Freigabe der Fluchtwege erfolgt. Die Videoüberwachung aller Gebäude der Stiftung Staatstheater Nürnberg auf dem Kulturareal soll in das im Schauspielhaus bestehende System integriert werden, mit diesem kompatibel sein und muss mit dem Zutrittssystem verbunden werden. Die gesamte Schließanlage im Staatstheater soll eine PCS-Erweiterung erhalten und mit der vorhandenen Anlage verbunden werden. Ein Onlinesystem mit der Verwendung von Karten ohne Schlüssel ist vorzusehen. 4.4. Städtebauliche Einbindung Das Projektziel Öffnung zur diversen (Stadt-)Gesellschaft ist zwingend mit der städtebaulichen Einbindung in das stadträumliche Umfeld verbunden. Einer der größten zusammenhängenden öffentlichen Räume der Stadt Nürnberg soll einerseits als ein öffentlicher, attraktiver, inspirierender und kommunikativer Ort gestaltet werden, der zum Verweilen einlädt (vgl. Kapitel 5.5. Cultural Hub). Gleichzeitig soll er die attraktivste Wegeverbindung von Alt- und Südstadt für Fußgänger*innen werden. Das Kulturareal soll mit den in direkter Nachbarschaft befindlichen Museen verknüpft und für den Tourismus erschlossen werden. Dazu zählen insbesondere das Verkehrsmuseum mit dem Museum für Kommunikation und dem DB-Museum („Kulturdreieck Lessingstraße“), das Germanische Nationalmuseum sowie das Neue Museum. Eine zielgerichtete Beschilderung weist das Staatstheater Nürnberg und das Kulturareal aus und ermöglicht die Verbindung zu den umliegenden Kulturinstitutionen. Der Richard-Wagner-Platz sowie der Karl-Pschigode-Platz werden im Status quo durch die umgebenden, teils vielbefahrenen Straßen (v. a. 30 Frauentorgraben und Lessingstraße) sowie die Gleisanlagen der Bahn begrenzt und eingeschlossen. Die Verkehrsführung soll neu gedacht werden, um diesen Inselcharakter aufzubrechen und um umwelt- und klimafreundliche Mobilität zu fördern und die Verkehrslärmbelastung im Kulturareal zu reduzieren. Im Sinne der umwelt- und klimafreundlichen Stadtplanung sind die Wege und Plätze ausschließlich den Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen sowie dem Anlieferverkehr zu widmen. Dabei muss der Karl-Pschigode-Platz stadträumlich erfasst werden und mit dem Richard-Wagner-Platz als Kulturareal eine Einheit bilden (vgl. Kapitel 5.5. Cultural Hub). Auf dem Richard-Wagner-Platz soll der Fußgänger-Verkehr priorisiert werden. Mit Blick auf die Mobilitätsentwicklung in der Gesellschaft gilt es die gemäß der Satzung über die Herstellung und Bereithaltung von Kraftfahrzeugstellplätzen und Fahrradabstellplätzen der Stadt Nürnberg erforderliche Mindestanzahl an Fahrradstellplätzen unter Berücksichtigung der Projektziele Umwelt- und Klimafreundlichkeit und Öffnung zur diversen (Stadt-)Gesellschaft attraktiv auszuweiten. Bei der Bemessung müssen die Anzahl der Mitarbeiter*innen des Staatstheaters, die Besucher*innen der Spielstätten und der gastronomischen Angebote sowie die Passant*innen auf dem Kulturareal berücksichtigt werden. Gerade für die Stellplätze für die Mitarbeiter*innen gilt es (teil-)überdachte und videoüberwachte Stellplätze zum Anschließen der Fahrräder vorzuhalten. Weitere Stellplätze für Besucher*innen und Passant*innen sollten dezentral auch in den angrenzenden Straßen und Plätzen verortet werden und möglichst nicht zu Lasten der Flächen auf dem Richard-Wagner-Platz gehen. 31 5. FUNKTIONSGRUPPEN Schematische Darstellung der Funktionsgruppen (vgl. Funktionsschema Index 6) FG 1 = Bühnen- und Probenbetrieb FG 2 = Besucherbereiche FG 3 = Ausstattende Gewerke FG 4 = Interne Bereiche FG 5 = Cultural Hub Die Flächen der Funktionsgruppe 1 beinhalten sämtliche Räume, die im Zusammenhang mit dem unmittelbaren Bühnenbetrieb stehen, wie z. B. die Szenenfläche, Hinter- und Seitenbühne, die wesentlichen Lager- und Logistikflächen (Magazine, Anlieferung, Teile der Requisiten), erforderliche spezifische Technikflächen (Veranstaltungstechnik), Abendgarderoben, das Ballettzentrum und Generalmusikzentrum sowie die Probebühnen. Die Flächen der Funktionsgruppe 2 umfassen den Zuschauerraum Hauptsaal sowie die Besucherbereiche mit Foyerflächen, Foyergastronomie, Glucksaal, Opernbar sowie deren erforderliche Nebenräume. Außerdem zählen hierzu die Integrative Aktionsfläche und die Open-Air-Bühne. Funktionsgruppe 3 umfasst die ausstattenden Gewerke Kostüm, Maske und Requisite sowie die Fundusflächen und Werkstätten. Die Flächen der Funktionsgruppe 4 beinhalten die internen Bereiche. Dazu zählen Büroflächen, die Fertigungsküche und Kantine sowie die Räume des Facility Managements. Funktionsgruppe 5 Cultural Hub beschreibt wesentliche Funktionen des Kulturareals, welche die Öffnung zur diversen (Stadt-)Gesellschaft fördern sollen. Hierzu zählen unter anderem das Restaurant und die Kultur- Kindertagesstätte. 32 Vergleich Nutzungsflächen im Status quo und zukünftiger Bedarf (Werte gerundet) Im Status quo schränkt die signifikante Flächenunterdeckung insbesondere im Bereich der Bühne, Anlieferung und Magazine die Betriebsabläufe ein. Eine rechtswidrige Unterdeckung besteht zudem bei Besprechungs- und Sozialräumen, Lager-, Neben- und Putzmittelräumen. Neben der Erweiterung der Flächen ist eine Neuanordnung der Funktionsbereiche und Flächen erforderlich (vgl. z. B. Kapitel 4 Anforderungen an den Gesamtentwurf). 5.1. Funktionsgruppe 1 (Bühnen- und Probenbetrieb) Für das gesamte Kapitel gilt der Verweis auf das Dokument Ziele und Anforderung für die akustischen Planungen. Die Funktionsgruppe 1 umfasst alle Räume, für deren Funktionalität ein direkter Bühnenbezug notwendig ist. Auf der Szenenfläche im Opernhaus finden verschiedenste Veranstaltungsformate der Sparten Musiktheater, Ballett und Konzert sowie Vermietungen und Sonderformate statt. Dazu zählen insbesondere Opern, Kammeropern, Operetten, Musicals, Ballettstücke mit oder ohne Orchesterbegleitung, (Orchester-)Konzerte, Filmmusikkonzerte, (Jahreshaupt-)Versammlungen und Vermietung an externe Veranstalter (Jazz, Rock, Pop, Weltmusik). Das Orchester spielt, je nach Genre, im Orchestergraben und/oder auf der Szenenfläche. Auch der Chor singt stückabhängig auf der Szenenfläche, den seitlichen Umgängen oder auf der Hinterbühne. Funktionsgruppe Fläche IST in m² NUF Fläche SOLL in m ² NUF Begründung Flächenmehrung FG 1 Bühnen- und Probenbetrieb 9.600 15.300 Einhaltung gesetzlicher Vorgaben für Arbeitsplätze, Umkleiden, Personal- , Bereitschafts- und Sanitärräume // Auflösung der Flächenunterdeckung von Anliefer-, Lager- und Magazinflächen, Werkstätten, Sanitärräume und Arbeitsräume der Abendgarderoben // Steigerung der Spiel- und Probenfrequenz v. a. durch Probebühnenerweiterung, Verortung aller Probebühnen am Richard-Wagner-Platz // Ergänzung fehlender Flächen für Chor und Orchester FG 2 Besucherbereiche 3.100 4.600 Einhaltung gesetzlicher Vorgaben für Arbeitsplätze, Personal- und Sanitärräume, Umkleiden für Vorderhaus- und Gastropersonal // Barrierefreie Erschließung von Foyer- und Sanitärflächen für Besucher*innen // Lagerflächen für Bühnen- und Veranstaltungstechnik Glucksaal // Integrative Aktionsfläche // Nebenflächen (FN) FG 3 Ausstattende Gewerke 2.400 3.400 Einhaltung gesetzlicher Vorgaben für Arbeitsplätze, Umkleiden, Sanitärräume, Lagerflächen und Werkstätten FG 4 Interne Bereiche 2.700 3.800 Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Aufhebung der Unterdeckung für Büroräume und die dazugehörige Infrastruktur (Arbeitsplätze, Besprechungs- und Sanitärräume) FG 5 Cultural Hub 0 600 Öffnung zur diversen (Stadt-)Gesellschaft // Creative Coworking Spaces // Umsetzung des kulturpolitischen Auftrags // Zukunftsfähigkeit SUMME 17.800 27.700 33 Neben Vorstellungen finden auf der Szenenfläche im Opernhaus die Endproben der Sparten Musiktheater, Ballett und Konzert (Generalproben, Klavierhauptproben oder Orchesterhauptproben sowie technische Einrichtungen) statt. Weitere Proben finden auf den Probebühnen, den beiden Orchesterprobensälen, dem Chorprobensaal, in den Stimm- und Übungszimmern, Einzelübungsräumen und Repetitionsräumen sowie im Glucksaal statt. Die Formatvielfalt führt zu veränderten und gesteigerten Anforderungen an eine variable Raumakustik. Insbesondere die Hauptformate Oper, Musical und Konzert sollen akustisch optimiert abgebildet werden. Hierfür bedarf es einer hervorragenden variablen Akustik und guter Sicht- und Hörbeziehungen für die Musiker*innen untereinander, wie auch für das Publikum. Für Szenenfläche, Orchestergraben und Zuschauerraum gilt ein gemeinsames akustisches Ziel: Eine herausragende Akustik, die eine moderne, ausdifferenzierte Klanggestaltung und Klangkultur ermöglicht, um den Besucher*innen ein beeindruckendes und vielfältiges Theater- und Konzerterlebnis zu bieten. Gleichzeitig verbessert die Optimierung der akustischen Rahmenbedingungen die Arbeitsbedingungen der Künstler*innen. Für die Szenenfläche sollen daher variabel einsetzbare Akustikelemente sowie eine Konzertmuschel zum Einsatz kommen. Der Orchestergraben ist zu vergrößern und akustisch zu optimieren (vgl. Kapitel 5.1.5. Orchestergraben). Zur Verbesserung der Akustik sowie der Sichtbeziehungen soll die Portalbreite des Schmuckportals (architektonisches Portal) auf einen für moderne Spielstätten geltenden Wert erweitert werden (z. B. Opernhaus Oslo von 17 m). Das dahinterliegende technische Portal soll in Breite und Höhe variabel ausgeführt sein und dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Das Raumvolumen des Zuschauerraums soll auf min. 8 m³ pro Person und insgesamt min. 8.000 m³ angehoben und damit auf das Niveau zeitgenössischer Opernhäuser gebracht werden. Entsprechende Ausstattungen, wie z. B. Akustikelemente oder eine Konzertmuschel, müssen im weiteren Planungsverlauf konzipiert werden. 34 5.1.1. Bühnenflächen Die wichtigste bühnentechnische Entwicklung ist die Einrichtung eines Logistik-Systems zwischen Szenenfläche, Seitenbühne, Großem Magazin und Hinterbühne (siehe schematische Darstellung Bühnenflächen). Das dargestellte Logistik-System verbindet die vier Flächen der Szenenfläche und Seitenbühne, des großen Magazins und der Hinterbühne so miteinander, dass Bühnenbilder, Kulissen und Dekorationen von den Bühnentechniker*innen durch eine niveaugleiche Erschließung von einem Bereich in den nebenliegenden verschoben werden können. Dadurch sind schnelle Szenenwechsel und die Vorbereitung der Kulissen für unterschiedliche Stücke in kurzer Zeit möglich. Ziel ist es, mindestens sechs Produktionen parallel und (teil-)aufgebaut vorzuhalten und damit kurze Umbau- und Rüstzeiten zu ermöglichen. Zweck der jeweiligen Flächen:  Szenenfläche: Spielfläche im Sichtfeld des Publikums  Seitenbühne: Umbau und Szenenwechsel  Magazin: Lagerfläche und Montagefläche  Hinterbühne: Umbau, Szenenwechsel und Lagerfläche für weitere aufgebaute Produktionen, Stellfläche Drehscheibenwagen Großes Magazin OH (Logistikfläche) Kulissen Vertikal Szenenfläche Oper Seitenbühne OH / Untere Seitenbühne OH Hinterbühne OH / Untere Hinterbühne OH Prospekthubregal 35 Szenenfläche Opernhaus Die im Opernhaus im Status quo bestehende Szenenfläche des Hauptsaals misst 488 m². Der dazu gehörige Bühnenturm hat eine Gesamthöhe von ca. 42 m von der dritten Unterbühne bis zur Oberkante des Schnürbodens. Die Szenenfläche wird definiert im Bereich zwischen dem ersten Zug bis zu Zug 45 und von dem Bereich zwischen Innenpanoramazug links und Innenpanoramazug rechts. Somit ergibt sich eine Fläche von 17,0 m x 19,0 m (B x T). Die Podienfläche ist Teil der Szenenfläche und misst 14,0 m x 14,0 m. In diese Fläche sind die Hubpodien (Doppelstock- und Ausgleichspodien) integriert. Hier kann der Drehscheibenwagen stehen und versenkt werden. Die Obermaschinerie liegt ca. 26 m über dem Bühnenniveau, soll ausgebaut und zu Teilen in der Ausweichspielstätte genutzt werden. Nach der Generalsanierung des Opernhauses wird die Obermaschinerie ertüchtigt sowie erweitert und schließlich im sanierten Bestandsgebäude wieder eingebaut. Nach der Generalsanierung besteht sie aus:  45 Prospektzügen  20 Punktzügen  3 Beleuchterzügen  Je 2 Panoramazügen pro Seite  Erneuerten Beleuchterzügen und Elektroinstallation  Rückprojektions-Beamer und in Bühnenmaschinerie integriertem Audio-/Videozug auf Hinterbühne  2 in die Obermaschinerie eingebundenen und mit Motoren ausgestatteten Untergaleriezügen (je einer pro Seite) Alle Beleuchtungsanlagen sowie die Audio- und Videoanlagen sind insbesondere auch für Video- und Tonaufnahmen sowie (Live-)Streamings zu erneuern und auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Für die Untermaschinerie, deren älteste Bauteile aus der Errichtungszeit von 1905 stammen und deren Hydraulik 1989 eingebaut wurde, ist insbesondere durch veränderte Kulissen nicht mehr zukunftsfähig. Deshalb werden die veralteten Versenkungsschieber und Hubtische durch eine Doppelstock- Podien-Anlage mit integrierter Tischversenkung, Neigegedeck und Klappen ersetzt. Alle Doppelstockpodien sollen auf gleiche maximale Höhen ausgefahren und geneigt werden können. Zwischen der Vorderkante der Doppelstockpodien und der Vorderkante des technischen Portals kann der Drehscheibenwagen mittels Ausgleichspodium versenkt werden. Hinter der Hinterkante der Doppelstockpodien ist ein einfaches Transportpodium anzuordnen. Von der Galerieebene der Unterbühne sind direkte Zugänge zur unteren Seitenbühne sowie zum Umgang zu den angrenzenden Verkehrsflächen (Anschluss an Bestandshöhen) zu gewährleisten. Die Drehscheibe muss inkl. Dekorationsaufbau vom Bühnenniveau über das Obergedeck und Transportpodium zur Lagerposition auf der unteren Hinterbühne transportiert werden können. Das lichte Mindestöffnungsmaß zwischen 36 Unterbühne und unterer Hinterbühne ist entsprechend stützenfrei herzustellen. Die untere Seitenbühne, sowie die angrenzenden Geschossbereiche (ausgenommen untere Hinterbühne) sind für die Logistikverbindungen niveaugleich auf einer Ebene des Schauspielhauses zu verbinden. Der Eiserne Vorhang, wie auch die Bühnenaushänge und der Hauptvorhang sind zu erneuern. Seitenbühne Im Status quo gibt es keine Seitenbühne im Staatstheater Nürnberg. Dekorationen müssen deshalb im Magazin und auf der Hinterbühne gelagert und auf der Hinterbühne und Szenenfläche montiert werden. Somit müssen Montage- und Einrichtungszeiten von der Disposition eingeplant werden. Dies reduziert folglich die Anzahl verfügbarer Proben- und Vorstellungszeiten auf der Szenenfläche. Zusätzlich ist eine Vielzahl von Transportfahrten in das Zentrallager der Frankenstraße nötig, da maximal vier Produktionen vor Ort teilzerlegt eingelagert werden können. Wesentliche Erneuerung für einen zeitgemäßen und wirtschaftlichen Bühnenbetrieb ist deshalb die neu zu errichtende Seitenbühne, deren Fläche der Podienfläche mit Umgang entspricht, um aufgebaute Bühnenbilder möglichst vollständig von der Szenenfläche auf die Seitenbühne verschieben zu können. Seitenbühnen sind seit den frühen 1930er Jahren Bestandteil von Theaterbauten, dienen der Vorbereitung und dem Aufbau, der Lagerung und dem schnellen Wechsel von Dekorationen und verbinden die Szenenfläche mit dem Großen Magazin, den Lagerflächen und der Anlieferung. Die Seitenbühne ermöglicht das manuelle Verschieben aufgebauter Dekorationen, entlastet dadurch die Mitarbeiter*innen und reduziert den Maschineneinsatz. Zusätzlich werden dadurch die Dekorationen geschont und Nachbesserungsarbeiten eingespart. Die Seitenbühne soll über fünf Projektzüge à 500 kg Traglast verfügen. Alternativ kann eine Kranbahn installiert werden. Die Öffnung von der Seitenbühne zur Szenenfläche soll eine lichte Breite von min. 11,0 m betragen und nach Möglichkeit auf die statisch maximal herstellbare Breite angelegt werden. Aus betriebstechnischer und organisatorischer Sicht sind 14,0 m zielführend, um die Drehscheibe auf die Seitenbühne transportieren zu können (lichte Mindestöffnungsgröße B 14,0 m x H 8,5 m). Großes Magazin OH (vgl. Schaubild schematische Darstellung Bühnenflächen, S. 38) Der Durchgang von der Seitenbühne zum Magazin ist unter Berücksichtigung der statisch maximal möglichen Breite auszuführen. Der Durchgang vom Magazin auf die Hinterbühne ist, soweit statisch möglich, min. 4 m breit und mit einer min. lichten Höhe von min. 8,5 m herzustellen. Er soll möglichst nahe an der Szenenfläche angeordnet werden, damit die volle Tiefe der Hinterbühne optimal genutzt werden kann. 37 Prospekthubregal Ausgefahrenes Prospekthubregal Zur Lagerung von gemalten und gerollten Prospekten (dekorative Stoffhänger mit Breite der Zugstangen), Stoffschals, Soffitten, Flugwerke, Folien etc. wird ein Regalsystem zur rampenparallelen Lagerung benötigt. Es wird hierzu ein in den Boden versenkbares brandgeschütztes Regalsystem gefordert, welches händisch auf Bühnenniveau beschickt wird und viele übereinanderliegende Fächer besitzt (Gesamtmaß des umbauten Raums entsprechend des Raumbuchs). Hinterbühne Die Fläche der Hinterbühne soll möglichst groß angelegt werden und muss mindestens zur Unterbringung des Drehscheibenwagens dienen können. Der Drehscheibenwagen kann auf die Hinterbühne fahren, dort eingesenkt und auf Bühnenbodenniveau aufbewahrt werden. Die technische Anlage soll mit der vorhandenen Ausstattung im Schauspielhaus kompatibel sein, um Optimierungspotentiale zu nutzen, Synergieeffekte im technischen Unterhalt und Betrieb zu erzeugen und dadurch eine hohe Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Die Nutzlast der Szenenfläche, Seiten- und Hinterbühne soll gemäß der DIN-EN 1991 jeweils min. 7,5 kN/m² betragen. Eine Befahrbarkeit mit Gabelstapler ist nicht erforderlich. Zum Aufbau von Dekorationen und für Wartungs- und Montagearbeiten muss eine fahrbare Hubbühne mit Punktlasten von 350 kg eingesetzt werden können. Die Brandschutzeinrichtungen sind entsprechend der geltenden Brandschutzbestimmungen und Normen zu erneuern. Die gesamte Elektrik und die Sicherheitseinrichtungen sind zu erneuern. 38 5.1.2. Anlieferung Das Staatstheater wird über eine zentrale oder mehrere Anlieferzonen bedient. Hier werden Transportgüter zu verschiedenen Zwecken (Bühnen Opernhaus, Schauspielhaus, „3. Etage“, Gastronomie, Einkauf, Facility Management) und mit unterschiedlichen Fahrzeugen angeliefert. Es werden mehrere Entladestellen (loading docks) benötigt. Die Entladung von Lastkraftwagen bis 40 t für die Bühnen ist rückwärts sowie witterungs- und schallgeschützt anzulegen. Schauspiel- und Opernhaus können getrennt oder an einer Zone gemeinsam und gleichzeitig von min. zwei LKWs beliefert werden. Der Betrieb im Schauspielhaus soll, wenn möglich, während der Bauphase weiterlaufen. Deshalb müssen die technischen und logistischen Voraussetzungen geschaffen werden, um die Anlieferung für alle Zwecke (Bühnen Schauspielhaus inklusive „3. Etage“, Catering, Facility Management, Präsenzwerkstätten etc.) zu garantieren. Anlieferung Kulissen Kulissenteile werden im Status quo und auch zukünftig aus den Werkstätten im Nord-Ost-Park sowie aus den Lagerflächen in der Frankenstraße per LKW angeliefert. Ausgehend von den Laderampen sind alle an die Anlieferung angrenzenden Funktionsbereiche niveaugleich zu erschließen. Rangier- und Verkehrsflächen im Bereich der Magazine sind entsprechend der Größe der vorhandenen Transportwagen für die Anlieferung der Dekoration mit min. 11,0 m x 11,0 m anzulegen. 39 Für die zu transportierenden Kulissenteile ist eine Montagefläche in der Nähe der Anlieferung vorzusehen. Hier werden Dekorationen auf- und abgebaut, für Vorstellungs- und Probebetrieb auf der Hauptbühne und den großen Probebühnen eingerichtet, verschoben und im Anschluss (teilweise) demontiert. Die Dekorationen der aktuell spielenden Produktionen sollen so großteilig wie möglich vorgehalten werden können. Hierfür sind möglichst große Magazinflächen im Haus bühnennah mit einem Vertikallager von min. 9,0 m Höhe einzuplanen. Durch diese Maßnahme können Auf- und Abbauzeiten unmittelbar auf der Hauptbühne reduziert werden. Von hier aus erfolgt, gemäß der Definition für hausinterne Transportwege, die Verteilung im Geschoss und in andere Stockwerke über Aufzüge, deren lichtes Maß 9,0 m x 2,7 m x 3,5 m (L x B x H) beträgt. Diese Maße entsprechen dem Maß der Transportwagen und müssen für den Transport auf den Transportwagen zwischen der Anlieferung Opernhaus, der Anlieferung Schauspielhaus, der Montagefläche Opernhaus, der Probebühne 01, 02 und 08 gelten. Neben dem Transport der Kulissen auf Transportwagen, werden Dekorationen (teil-)zerlegt transportiert. Für (teil-)zerlegte Bühnenbilder müssen die Transportwege zwischen Probebühne 01, 02 und 08, Kulissenmagazin Vertikal, Montagefläche Opernhaus, Seitenbühne, Bühne Opernhaus und Hinterbühne 9,0 m x 4,0 m x 9,0 m (L x B x H) aufweisen. Anlieferung Gastronomie Die Logistik für die Zulieferung für die Kantine und Gastronomie, die Entsorgung der verschiedenen Abfälle (Glas, Papier, Restmüll) sowie gastronomisch genutzte Zwischenlagerflächen sind einzuplanen (vgl. Kapitel 5.4.3. Fertigungsküche und Kantine) 40 Anlieferung Facility Management Über die Anlieferung des Facility Managements werden z. B. Verbrauchsgüter, Ersatzteile, Büromaterial oder Putz- und Reinigungsmittel angeliefert. Die Verteilung an die verschiedenen Lagerflächen und Empfänger*innen wird über die Pforte koordiniert (vgl. Kapitel 5.4.4. Pforte). Müllentsorgung In den verschiedenen Abteilungen des Staatstheaters Nürnberg fallen neben den regulären Büroabfällen (Papier, Restmüll, Verpackungsmüll) auch besondere Abfälle an. In der Gastronomie fallen Lebensmittelreste und organische Abfälle, in den handwerklich arbeitenden Gewerken fällt Sondermüll wie Farben, Lacke und andere Chemikalien sowie Holz- und Metallabfälle an. Diese sind über den Bereich der Anlieferung zu entsorgen. Stellplätze Es sind Stellplätze für gleichzeitig bis zu drei Rundfunkübertragungswagen mit entsprechenden Kabelanschlüssen für Übertragungen aus dem Opernhaus und Schauspielhaus einzuplanen. Die Stellplätze sollen max. 50 m von den Gebäudeanschlüssen entfernt sein und mit Schächten für die Übertragungsleitungen mit den Spielstätten verbunden werden. Außerdem sind Parkplätze für Fahrzeuge des Staatstheaters (mind. 3 PKW, 3 Sprinter) vorzusehen. Fahrradstellplätze für Mitarbeiter*innen und Besucher*innen sind dezentral (möglichst nicht zu Lasten der Flächen auf dem Richard-Wagner-Platz), teilüberdacht und videoüberwacht in ausreichender Zahl vorzuhalten. (vgl. Kapitel 4.4. Städtebauliche Einbindung). 5.1.3. Magazine und Lager Im Bereich der Anlieferung und der Bühnen sind für mindestens sechs (teil-)zerlegte Produktionen im Repertoirebetrieb pro Spielzeit große Magazinflächen für die sowohl vertikale, als auch horizontale Lagerung von Kulissenteilen vorgesehen. Der Flächenbedarf für die vertikale Lagerung teilmontierter Dekorationen beträgt im Durchschnitt ca. 170 m²/Produktion. Für die horizontale Lagerung werden ca. 50 m²/Produktion benötigt. Ebenso gibt es Lager für kleineres Material der bühnentechnischen Abteilungen. Zwischen Magazinflächen und Lagern ist Niveaugleichheit zwingend erforderlich. 5.1.4. Präsenzwerkstätten Die Präsenzwerkstätten sind gemeinsame Werkstätten des Schauspiel- und Opernhauses und umfassen die Schlosser- und Schreinerwerkstatt. Hier finden Montage- und Änderungsarbeiten an Kulissen und Dekorationen vor Ort statt. Kulissenteile für alle Bühnen des Staatstheaters können hier geändert, angepasst und repariert werden. Für die Bearbeitung von Holz 41 und Metall sind Maschinen mit vergleichbaren Dimensionen, wie im Status Quo (Schlosserei: Stangenware mit 6,0 m Länge, Lagerung horizontal; Schreinerwerkstatt: 15,0 m x 8,0 m) anzunehmen. Die Präsenzwerkstätten sind keine permanenten Arbeitsplätze, sondern werden nur bei Bedarf in Anspruch genommen. Tageslicht ist nicht zwingend vorzusehen. Die Präsenzwerkstätten haben eine Synergiefunktion, weshalb sie zwischen den beiden Hauptbühnen des Opern- und Schauspielhaus mit einer guten logistischen Anbindung an die Anlieferzone und an die Montagefläche angeordnet werden müssen. Die Zuwegung ist über Doppeltüren mit dem lichten Maß von 2,7 m x 3,5 m (B x H) einzurichten. Die Schlosserwerkstatt ist mit einer Schweißgasabsaugung auszustatten. Das Material der Fußböden der Schlosserei soll aus Industrieestrich bestehen. In der Schreinerei sind Maschinen für die Holzbearbeitung (Bankraum) mit einer Absauganlage vorgesehen. Sie wird mit Holzfußboden ausgestattet. Maschinen- und Dekorationsgrößen sind zu berücksichtigen. Die Rüstkammer und der Arbeitsplatz der Rüstmeister*in ist der Requisitenabteilung zugeordnet. In der Rüstkammer werden Maschinen, Werkbänke und Werkstatteinrichtungen für Metall-, Blech-, Holz- und Kunststoffbearbeitung sowie für Elektrotechnik, Lackierarbeiten und Pyrotechnik benötigt. Eine entsprechende Lüftungsanlage ist notwendig. Zudem sind Sicherheitsschränke für pyrotechnische Ausstattung sowie Waffen notwendig und gesetzlich vorgeschrieben. Durch das Gewicht der Maschinen, Werkbänke und insbesondere der Sicherheitsschränke bestehen hohe Anforderungen an die Tragfähigkeit der Böden und an die Einrichtung der Werkstatt des Rüstmeisters und der Waffenkammer. Zur Programmierung der pyrotechnischen Abläufe ist ein permanenter (PC-)Arbeitsplatz vorzusehen. 5.1.5. Orchestergraben Für das gesamte Kapitel gilt der Verweis auf das Dokument Ziele und Anforderung für die akustischen Planungen. Die Staatsphilharmonie Nürnberg ist ein TVK-A-Orchester. Die Besetzung des Orchesters im Orchestergraben beträgt in Abhängigkeit vom aufgeführten Werk 68 bis 108 Musiker*innen. Die Größe des Orchestergrabens im Status quo beträgt 93 m², was eine Nutzung von ca. 60 bis 70 Musiker*innen erlauben würde. Der bestehende Orchestergraben muss deshalb vergrößert und an die Anzahl der Musiker*innen im Orchester angepasst werden. Arbeitsstättenrichtlinien, Schallschutzvorgaben und alle relevanten technischen Vorschriften sind dabei einzuhalten. Die Akustik soll nicht nur im Zuschauerraum, sondern auch auf der Bühne und im Orchestergraben verbessert werden. Ziele für den Orchestergraben sind die Steigerung der akustischen Qualität und die Optimierung des gegenseitigen Hörens sowie der musikalischen Kommunikation unter den Musiker*innen im Graben und die Interaktion auf die Bühne. Besonders 42 wichtiges Ziel ist die Einhaltung der Arbeitssicherheit durch Reduzierung von Schalllast und Schalldruck auf die Musiker*innen. Der Orchestergraben soll deshalb nur in moderaten Teilbereichen vom Bühnenboden oder von Logen überragt werden. Mit verfahrbaren Hubpodesten kann der Orchestergraben bei Bedarf stufenlos bis auf Bühnenniveau angehoben werden. Der Zugang zum Orchestergraben soll von beiden Seiten möglich sein, damit die Instrumente auf möglichst kurzem Weg von den Proberäumen und (Tages-)Lagerflächen in den Graben gelangen können. Einer der beiden seitlichen Zugänge in den Orchestergraben soll gemäß der Definition für hausinterne Transportwege eine direkte Anbindung zum Generalmusikzentrum haben. Die Türen zum Orchestergraben sollen für den Transport großformatiger Instrumente (Konzertflügel oder Marimbaphone) 2,2 m x 2,0 m (H x B) bemessen. Für die Instrumente und deren Transportverpackungen sind ausreichend Instrumentenlager und zum Teil klimatisierte Räume vorzusehen. Ein Dirigentenpult mit direktem Zugang vom Orchestergraben auf die Szenenfläche ist einzuplanen für den schnelle Auftritt (zum Schlussapplaus). 5.1.6. Generalmusikzentrum Für das gesamte Kapitel gilt der Verweis auf das Dokument Ziele und Anforderung für die akustischen Planungen. Im Generalmusikzentrum finden vor allem die Planung und Organisation aller musikalischen und künstlerischen Aktivitäten sowie der Probenbetrieb der Staatsphilharmonie Nürnberg und des Chores statt. Für eine effektive Nutzung des Generalmusikzentrums sollen die Räume für den Orchesterbetrieb, den Chor sowie übergeordnete Funktionen und die entsprechende Infrastruktur möglichst zusammenhängend und kompakt angeordnet werden. Für die Anordnung der Räume, die zwingend bühnennah oder mit unmittelbarer Anbindung an den Orchestergraben zu verorten sind, siehe Dokument Ziele und Anforderung für die akustischen Planungen. Die Wegeführung für bis zu 100 Musiker*innen und für den Transport von Instrumenten innerhalb des Generalmusikzentrums sowie zum Orchestergraben und der Szenenfläche muss gemäß der Definition für hausinterne Transportwege und möglichst direkt ausgestaltet sein. Ein seitlicher Zugang in den Orchestergraben vom Generalmusikzentrum muss zwingend mit einem Mindestmaß von min. 2,2 m x 2,0 m (H x B) für den Transport von großformatigen Instrumenten, wie z. B. Konzertflügel oder Marimbaphon eingeplant werden. Der Orchesterprobensaal 01 soll vorrangig intern für Orchesterproben von Orchestermusiker*innen und Chorist*innen, Aufnahmen und Auditions sowie für öffentliche Formate, wie z. B. Kammermusikkonzerte, Education- 43 Formate und Probenbesuche für max. 250 Personen, davon max. 199 Besucher*innen genutzt werden (vgl. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen). Der Orchesterprobensaal 01 soll mit einer Besuchergalerie für min. 25 Personen von der maximal zulässigen Personenanzahl ausgestattet werden. Lage und Verortung des Orchesterprobensaals ist entwurfsabhängig. Denkbar wäre ein öffentlicher Zugang für Besucher*innen über das Hauptfoyer des Opern- oder Schauspielhauses oder über die Pforte. In diesen Bereichen könnten Sanitäranlage und Garderoben genutzt werden. Die Raumakustik soll nicht nur hervorragende Probenmöglichkeiten bieten, sondern auch die Durchführung von Kammerkonzerten ermöglichen. Zudem soll der Orchesterprobensaal von Störgeräuschen von außen abgeschirmt werden (z. B. Verkehrslärm, Geräusche von anderen Probebühnen oder Übungsräumen), so dass auch leises Musizieren und Aufnahmen ohne Beeinträchtigung möglich sind (weitere Details vgl. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen). Zukünftig werden Audio- und Video-Aufzeichnungen sowie (Live-)Übertragungen (Streaming) von Aufführungen auf der Hauptbühne, Proben oder Behind-the-Scenes noch relevanter und sollen das digitale Portfolio des Staatstheaters erweitern. Die Raumakustik, technische Ausstattung und Einrichtung, insbesondere eines Regieraums, soll daher ähnlich ausgeführt werden, wie z. B. in Rundfunkstudios (des Bayerischen Rundfunks). Die an den Orchesterprobensaal 01 anzugliedernde Studiofläche der Tonabteilung mit Regieraum ist daher auf min. 35 m² zu erweitern sowie mit entsprechenden PC-Arbeitsplätzen und modernster Übertragungstechnik auszustatten. Der Orchesterprobensaal 01 soll mit einer fest verbauten, mechanisch betriebenen Podesterie ausgestattet werden, die flexibel in Höhe und Breite verstellbar ist, um optimale Übungsbedingungen zu ermöglichen. Der Orchesterprobensaal 01 soll über Tageslicht verfügen und über entsprechende Beleuchtung eine flexible Raumnutzung und das Spielen ohne Pultbeleuchtung ermöglichen. Zusätzlich zum Orchesterprobensaal 01 ist für Proben in kleineren Ensembles und Stimmgruppen der Orchesterprobensaal 02 vorgesehen. Der Chorprobensaal wird für Proben des Chores mit bis zu 121 Nutzer*innen genutzt und soll mit vier festen Stufen für 50 Chorist*innen ausgestattet werden. Eine gute Belüftbarkeit sowie Tageslicht sind vorzusehen. Der Raum soll akustisch optimiert und von Störgeräuschen von außen geschützt werden (z. B. Verkehrslärm, Geräusche von anderen Probebühnen oder Übungsräumen), so dass auch leises Singen ohne Beeinträchtigung möglich ist. Der Chorprobensaal ist mit einem Flügel auszustatten, dessen Transportwege gemäß der Definition für hausinterne Transportwege erschlossen und mit einer entsprechenden Breite geplant werden sollen. Alle Räume, in denen musiziert und gesungen wird, haben besondere akustische Anforderungen. Die Raumhöhen sind entsprechend der 44 akustischen Erfordernisse zu ermitteln und entsprechend der geltenden Vorschriften herzustellen. Die Räume, in denen Instrumente genutzt oder gelagert werden, haben zudem hohe Ansprüche an die klimatischen Bedingungen (vgl. Kapitel 4.3. Technische Anlagen). Die Stimm- und Übungsräume sowie Einzelübungsräume und Repetitionsräume sind als ständige Arbeitsplätze zu betrachten, benötigen Tageslicht und entsprechende Verdunkelungsmöglichkeiten. Größe, Akustik, Beleuchtung und Ausstattung der Stimm- und Übungsräume ist so zu bemessen, dass dort jeweils mindestens im Trio geübt werden kann. Übersicht Anforderungen Chor- und Orchesterräume (vgl. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen) 5.1.7. Abendgarderoben In Bühnennähe sind geschlechtergetrennte Abendgarderoben (m, w, d) vorzusehen und so zu gestalten, dass diese bedarfsgerecht umgewidmet werden können. Das erlaubt eine hohe Flexibilität in der Nutzung. Die Garderobenplätze sind nicht deckungsgleich mit der Anzahl der maximalen Nutzer*innen aus der obenstehenden Tabelle (Übersicht Anforderungen Chor- und Orchesterräume). Anforderungen Abendgarderoben: In jedem Garderobenraum sind, von der Personenanzahl abhängig, ausreichend Handwaschbecken und Schminktische vorzusehen. An bestimmten Schminktischen werden die Künstler*innen durch die Maskenbildner*innen (Abendmaske) für den Auftritt vorbereitet. Der Platzbedarf für einen Maskenplatz ist so zu bemessen, dass auf beiden Seiten und hinter dem Behandlungsstuhl ausreichend Arbeitsraum für die Maskenmitarbeiter*in vorhanden ist. Raum ID Tageslicht Verdunklung min. lichte Höhe max. Nutzer*innen Sonderbedarf Chorprobensaal GMZ CH #0536 ja ja 7,00 m 121 4 feste Stufen für 50 Chorist*innen (vgl. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen) Orchestergraben BO OR #0246 nein nein tbd. 108 Dirigentenpult, Zugänge auf Bühne (vgl. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen) Orchester- probensaal 01 GMZ OR #0911 ja ja 11,00 m 250 Besuchergallerie, sonstige Ausstattung (vgl. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen) Orchester- probensaal 02 GMZ OR #1490 ja ja 7,00 m 60 vgl. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen Zuordnung Personengruppen Max. Personenanzahl Orchester BO AG_OR 99 Chor BO AG_CH 61 Extrachor BO AG_CH 20 Kinderchor BO AG_CH 30 Statist*innen BO AG_BÜ 40 Solist*innen BO AG_BÜ 36 Ballett BO AG_BA 30 Zuordnung 45 Sanitäranlagen (Duschen, Waschräume und WCs) sind in ausreichender Anzahl für eine hohe Gleichzeitigkeit entsprechend der gültigen technischen Regeln (ASR, DIN etc.) und in der Nähe der Garderoben anzulegen. Die Sanitärraume und Garderoben sind mit Flächenheizung in Form einer Fußbodenheizung auszustatten. 5.1.8. Veranstaltungstechnik Die Veranstaltungstechnik im Staatstheater Nürnberg umfasst die Abteilungen Audio/Video, Beleuchtung, und Bühnentechnik. Für die Leitungsfunktionen der Veranstaltungstechnik sind Büros mit PC- Arbeitsplatz im Bereich der jeweiligen Abteilung vorzusehen. Alle anderen Mitarbeiter*innen benötigen keinen eigenen Büroarbeitsplatz, sondern nutzen die Bereitschafts- oder Aufenthaltsräume. Die Bereitschaftsräume dienen dem Aufenthalt der Mitarbeiter*innen während längeren vorstellungsbedingten Pausen und sollten daher eine gute Ausstattung, wie eine Teeküche mit Kühlschrank, Mikrowelle, Spüle und Kochgelegenheit, Spinde etc., bieten. 5.1.9. Probezentren Musiktheater, Ballett und Schauspiel Für das gesamte Kapitel gilt der Verweis auf das Dokument Ziele und Anforderung für die akustischen Planungen. Die Probezentren Musiktheater, Ballett und Schauspiel sind der kreative Arbeitsplatz der Künstler*innen und Ort der Entstehung aller Produktionen. Die Anforderungen an die infrastrukturelle Ausstattung sind hier besonders hoch. Im Status quo sind nicht alle Probebühnen am Richard-Wagner-Platz verortet. Zudem ist eine hohe Unterdeckung der Probeflächen zu verzeichnen. Die bestehen Flächen reichen nicht aus, um alle Bedarfe eines zeitgemäßen Spiel- und Probenbetriebes zu decken. Für einen zukunftsfähigen Theaterbetrieb müssen fehlende Probenflächen ergänzt werden um die Probefrequenz zu erhöhen. Übersicht Anforderungen Probebühnen (vgl. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen) Raum ID Tageslicht Verdunklung min. lichte Höhe max. Nutzer*innen Sonderbedarf PB 01 OP OPZ #1052 nein nein 9,00 m 100 Drehscheibe, Zuganlage mit 5 Zügen à 500 kg Tragkraft oder Kranbahn PB 02 OP OPZ #1132 nein nein 6,00 m 100 Zuganlage mit 5 Zügen à 500 kg Tragkraft oder Kranbahn PB 03 OP OPZ #0556 ja ja 6,00 m 25 PB 04 OP OPZ #0553 ja ja 6,00 m 25 PB 05 PB 06 PB 07 PB 08 BA BAZ #1133 nein nein 9,00 m 100 Ballettstangen, Spiegel (H = 3,0 m), Schwingboden mit Tanzteppich, Musik- und Videoanlage, opt. Besuchergallerie PB 09 BA BAZ #0510 ja ja 9,00 m 40 Ballettstangen, Spiegel (H = 3,0 m), Schwingboden Tanzteppich, Musik- und Videoanlage Zuordnung Verbleib im Schauspielhaus Verbleib im Schauspielhaus Verbleib im Schauspielhaus 46 Der Probenbetrieb aller Sparten soll am Richard-Wagner-Platz zusammengefasst werden, um Synergie-Effekte optimal zu nutzen und somit die Effektivität des Ressourcen-Einsatzes (z. B. Personal, Logistik) zu verbessern. Die Probebühnen sollen während des Auf-, Um- und Abbaus und während der künstlerischen Probenarbeit parallel betrieben werden können und sind deshalb zwingend akustisch voneinander zu entkoppeln. Die Probebühnen 01, 02 und 08 müssen gemäß der Definition hausinterner Transportwege logistisch gut mit der Anlieferung und den Bühnenflächen verbunden sein, sodass teilzerlegte Originalbühnendekorationen auf Transportpodesten und über Aufzüge verschoben werden können, da auf den Probebühnen zum Teil mit Originalbühnendekoration geprobt werden muss. Alle Probebühnen sind mit der entsprechenden Bühnen-, Beleuchtungs- und Medientechnik (Ton und Video) auszustatten. Die dafür nötige Logistik ist gemäß der Definition hausinterner Transportwege herzustellen. Die Probebühnen in Bühnengröße (Szenenfläche plus Umgang) benötigen kein Tageslicht (PB 01, PB 02, PB 08), PB 03, 04 und 09 benötigen Tageslicht und entsprechende Verdunklungsmöglichkeiten. Die beiden Probebühnen des Ballettzentrums sind außerdem mit Ballettstangen (Wand- oder Bodenmontage), mindestens 3,0 m hohen Spiegeln mit Vorhanganlagen und Schwingboden mit Tanzteppich auszustatten. Die Probebühne 08 soll, wenn möglich, mit einer Besuchergalerie für min. 25 Personen von der maximal zulässigen Personenanzahl ausgestattet werden. Für die PB 01 und 02 ist jeweils eine Zuganlage mit jeweils fünf bis zu 500 kg belastbaren Zügen vorzusehen. 47 5.2. Funktionsgruppe 2 (Besucherbereiche) Für das gesamte Kapitel gilt der Verweis auf das Dokument Ziele und Anforderung für die akustischen Planungen. 5.2.1. Zuschauerraum Hauptsaal Der Zuschauerraum im Hauptsaal, der bei seiner Eröffnung 1905 Platz für 1.400 Gäste bot, ist grundlegend zu sanieren, um die Sichtbeziehungen zu verbessern (vgl. Kapitel 4.1. Historische Bausubstanz und Erweiterungsbauten) und eine hervorragende Akustik zu schaffen (vgl. Ziele und Anforderung für die akustischen Planungen). Für den Saal ist eine Gesamtkapazität von 1.000 Sitzplätzen (im Status quo 1.019) vorzusehen. Der vierte Rang soll dabei wieder für das Publikum zugänglich gemacht werden. Komfort und Funktionalität der einzelnen Plätze sind insbesondere durch verbesserte Sichtbeziehungen auf die Bühne, größere Beinfreiheit, stärkere Schüsselung der Reihen zu erhöhen. Zudem soll durch eine möglichst hohe Anzahl ausbaubarer Sitze die Variabilität der Nutzung sowie die Barrierefreiheit und Zugänglichkeit verbessert werden. Sobald Stühle temporär ausgebaut werden, sind diese in den entsprechenden Lagermöglichkeiten unterzubringen. Entsprechend der Gesamtkapazität sind ausreichend barrierefreie Sitzplätze und Stellplätze für Rollstühle vorzusehen. Stehplätze als weiteres Angebot für neue Zielgruppen und Formate sollen nach Möglichkeit geschaffen werden. Die Anzahl und Verortung der Stehplätze in den Rängen ist entwurfsabhängig und muss eruiert werden. Die bestehende Logenstruktur ist aufzubrechen. Stattdessen sind flexibel abtrennbare Bereiche einzuplanen. Diese werden für Menschen mit ihren verschiedenen Bedürfnissen (z. B. Begleithunden, Sauerstoffgeräten, o. ä.) genutzt oder auch für besondere Veranstaltungen (z. B. Sponsorenevents) bereitgestellt. Die Zugänglichkeit in möglichst alle Zuschauerbereiche ist barrierefrei herzustellen. Der Saal ist mit einer dem neuesten Stand der Technik entsprechenden Anlage zur Unterstützung von Menschen mit Hör– und Sehbeeinträchtigung sowie mit eine zeitgemäßen Lösung für Übertitel auszustatten. 48 5.2.2. Glucksaal Der Glucksaal mit zwei Bartresen wird primär als zentraler und repräsentativer Raum für die Vor-, Pausen- und Nachbewirtung und gastronomisch-künstlerische Sonderformate genutzt. Zudem soll der Glucksaal auch zukünftig flexibel für verschiedene Veranstaltungsformate nutzbar sein. Dazu zählen insbesondere künstlerische Formate in kleiner Besetzung, klavierbegleitete Liederabende, Kinderkonzerte, Talkreihen, Lesungen sowie Einführungen vor jeder Vorstellung. Regelmäßig werden die Veranstaltungen moderiert und dabei eine Verstärkung (PA) genutzt. Einführungen sollen zukünftig auch mit Bild und Ton in die Foyers übertragbar sein. Der Glucksaal benötigt eine entsprechende festeingebaute, veranstaltungstechnische Infrastruktur und eine variabel einsetzbare Bühne. Der Raumklang soll im Vergleich zum Status quo im Hinblick auf Sprachverständlichkeit und Reduzierung der Lautheit optimiert werden (vgl. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen). Die Veranstaltungen im Hauptsaal dürfen durch den Betrieb des Glucksaals organisatorisch und akustisch nicht beeinträchtigt werden. Glucksaal und Hauptsaal sind deshalb so zu gestalten, dass Veranstaltungen, Proben, Einrichtungen oder gastronomische Vorbereitungen und Bewirtungen parallel ohne akustische Beeinträchtigungen des Hauptsaals stattfinden können. Die Transportwege des Konzertflügels vom Glucksaal in andere Bereiche, z. B. auf die Szenenfläche im Hauptsaal oder den Orchesterprobensaal 01 müssen gemäß der Definition für hausinterne Transportwege erschlossen und mit einer entsprechenden Breite geplant werden. Entsprechende Fahrstühle zu Lagerkapazitäten in den Untergeschossen, insbesondere für Bühnenelemente, Dekoration, Tische, Sitzgelegenheiten und Bestuhlung sind einzuplanen. 49 5.2.3. Foyerflächen Die Foyerflächen sind der Dreh- und Angelpunkt und zentraler Kommunikationsraum für das Publikum und mit dem Publikum und dienen insbesondere für Einlass, Garderobe, Verkauf von Gastrotickets, Bewirtung, Einführung und als Verkehrswege. Die Ausgestaltung der Flächen muss die Besucheransprache, Besucherpflege und weitere Besucherservices ermöglichen und im Vergleich zum Status quo vor allem noch besucherorientierter und zugänglicher ausgestaltet werden. Die Foyers müssen deshalb so ausgestaltet sein, dass einerseits Rückzugsmöglichkeiten bestehen und andererseits auch die Kommunikation in größeren Gruppierungen ermöglicht wird. Das gastronomische Angebot stellt für Besucher*innen einen zentralen Wert des Theaterbesuches dar. Deshalb sind in den Foyerflächen die Abstell- und Ablagemöglichkeiten für Speisen und Getränke sowie Programmhefte im Vergleich zum Status quo deutlich auszuweiten. Die Foyerflächen stellen darüber hinaus die funktionale Verbindung verschiedener Bereiche dar (Sanitärräume, Garderoben, Gastronomie, Treppenhäuser, Aufzüge etc.). Sie sind daher in allen Rängen zwingend barrierefrei auszugestalten. 5.2.4. Besuchergastronomie Die Besuchergastronomie und Foyergastronomie sind wesentlicher Bestandteil des Besucherservice und ein zentrales Element des Theaterbesuchs. Für das Theatererlebnis als Ganzes stellt die Weiterentwicklung der Besuchergastronomie ein entscheidendes Entwicklungsfeld dar. Die Besuchergastronomie ist an den Veranstaltungsbetrieb gebunden und versorgt die Besucher*innen vor, während und nach den Veranstaltungen mit Speisen, Snacks und Getränken. Es werden sowohl barrierefreie, zum Teil möblierte Flächen zum Verweilen der Gäste, als auch Flächen für den Ausschank und für den Verkauf von Speisen und Getränken benötigt. Die Besuchergastronomie bewirtet alle Veranstaltungsflächen im Opernhaus und im Schauspielhaus sowie alle Foyerflächen der beiden Häuser. Für die Versorgung des Publikums über die Besuchergastronomie wird in Spitzenzeiten von bis zu 2.000 Besucher*innen ausgegangen. Analog zum gastronomischen Angebot im Schauspielhaus sollen zukünftig Barflächen in allen Rängen des Opernhauses eingebaut werden. Angrenzend an das Foyer der Kassenhalle und mit eigenem Zugang soll eine Opernbar mit Nebenräumen errichtet werden (konkrete Positionierung entwurfsabhängig). Die Opernbar dient der Vor- und Pausenbewirtung im Erdgeschoss und soll deshalb zum Kassenfoyer geöffnet werden können. Zudem soll die Opernbar über einen eigenen Ein- und Ausgang in der Opernhausfassade auf das Kulturareal verfügen und somit auch außerhalb der Öffnungszeiten des Opernhauses betrieben werden können. Ausgehend von dem Defizit der Nachbewirtungsmöglichkeiten soll die Opernbar ein 50 zusätzliches Angebot außerhalb der Öffnungszeiten des Theaterbetriebes schaffen und das Kulturareal beleben. Alle Spielstätten müssen unabhängig voneinander durch eine schnelle, leistungsfähige Infrastruktur sowie eine sinnvolle Anordnung der Räume und Einbauten versorgt werden können. Außerdem sind Räume für die Vor- und Nachbereitung der Bewirtung und ausreichend Lagerkapazität für Geschirr, Gläser und Leergut vorzusehen. Die Besuchergastronomie benötigt eine, gemäß der Definition hausinterner Transportwege, gute logistische Anbindung an die Fertigungsküche und die Lagerhaltung, damit insbesondere die Vor- und Nachbereitung ohne Störfaktor für das Publikum durchgeführt werden können und Synergieeffekte mit den anderen Bereichen des gesamten Besucherservice (Vertrieb, Einlass, Garderobe, Besucherbetreuung) erzeugt werden. Neben- und Personalräume mit Sanitärbereichen sind in ausreichender Anzahl vorzusehen. 5.2.5. Integrative Aktionsfläche Die Integrative Aktionsfläche steht insbesondere für Partizipation und Interaktion und soll für verschiedene Nutzungen flexibel einsetzbar sein. Kultur- und Kunst-Vermittlung, (musik-)theaterpädagogische und interaktive Angebote, Stückeinführungen und Partizipation sollen als wesentliche Entwicklungsfelder des Theaters der Zukunft dort ermöglicht werden. Die Flächen sollen auch als Workshop-, Tagungs-, Seminar-, oder Atelierräume nutzbar und flexibel miteinander kombinierbar sein und komplett oder teilweise an Externe vermietet werden können. Die Schaffung der Integrativen Aktionsfläche dient der Vernetzung des Staatstheaters, trägt den gesellschaftlichen Erwartungen Rechnung und ist aufgrund der erweiterten Aufgaben des Theaters zukünftig erforderlich. Besucherorientiertes Arbeiten entspricht dem Selbstverständnis und der Ausrichtung des Staatstheaters Nürnberg. Der Kommunikation mit Besucher*innen und Interessierten durch den Besucherservice kommt auch zukünftig eine besondere Bedeutung zu. Der Besucherservice ist daher zentral und öffentlich zugänglich in der Aktionsfläche zu verorten. Er sieht in einem öffentlich zugänglichen Bereich neben der Beratung am Infopoint und dem Verkauf von Tickets im Front-Office weitere Flächen für Telefon- Services und Key-Account-Management des Vertriebsmarketings im Back- Office vor. Angeschlossen an die öffentlichen Bereiche soll auch ein Bereich für Merchandising sein. Die Integrative Aktionsfläche und der Besucherservice sollen, wenn möglich, so verortet werden, dass hier ein weiterer ebenerdiger Eingang zum Restaurant und zum öffentlichen Bereich der Kantine möglich ist. 51 5.3. Funktionsgruppe 3 (Ausstattende Gewerke) Die ausstattenden Gewerke sind für alle Bühnen sowohl im Opern- als auch im Schauspielhaus zuständig, gestalten die Kostüme und die Maske der Darsteller*innen und stellen die Requisiten der Produktionen her. Sie liefern damit einen wichtigen Baustein für die Präsentation auf der Bühne und schaffen eindrucksvolle Bilder und Erlebnisse. Zur Herstellung der Ausstattung sind spezialisierte Werkstätten wie Schneiderei, Kostümbearbeitung, Färberaum, Gips- und Spritzraum, Requisiten-Küche, Metallwerkstätte und Fundus erforderlich. Die Mitarbeiter*innen der ausstattenden Gewerke begleiten die Produktionen vor, während und nach einer Vorstellung. Hierfür sind bühnennahe Räumlichkeiten bzw. Arbeitsplätze in den Abendgarderoben zwingend erforderlich. Für den Transport der Ausstattung, Requisiten und der Kostüme werden Rollwagen und Kleiderständer verwendet. Diese müssen innerhalb von Geschossen niveaugleich und zwischen den verschiedenen Räumlichkeiten und den Bühnen gemäß der Definition hausinterner Transportwege bewegt werden können. 5.3.1. Kostüm Die Kostümabteilung fertigt und ändert die Kostüme für alle Produktionen im Schauspiel- und Opernhaus sowie die Kostüme für Koproduktionen und Sonderprojekte. Die Umkleiden für Mitarbeiter*innen, die Sozialräume und die Besprechungsräume werden gemeinsam mit der Maskenabteilung genutzt, weshalb eine größere Anzahl an Spinden als die Anzahl an Arbeitsplätzen für Mitarbeiter*innen benötigt wird. Dies trägt auch den unterschiedlichen Arbeitszeiten der beiden Gewerke Rechnung. Die Werkstätten sollen, wie auch im Status quo, getrennt nach Damen- und Herrenschneiderei angelegt werden. Es werden je zwei Räume zur Anprobe der Kostüme benötigt, die jeweils an den Herren- und Damenschneidereien angeordnet sind. Trennwände sollen die flexible Nutzbarkeit ermöglichen. So können die Kostüme von Einzelpersonen oder Gruppen von bis zu sieben Personen mit ausreichend Abstand begutachtet werden. Neben den festen Arbeitsplätzen in der Schneiderei gibt es sowohl in der Herren- als auch in der Damenabteilung flexible Arbeitsplätze für zusätzliche Mitarbeiter*innen. In den Schneidereien befinden sich Zuschneidetische, Nähmaschinen und Kleiderstangen. In allen Räumen sind PC-Anschlussmöglichkeiten vorzusehen. Die Garderobier*innen sind für die Kostüme der Künstler*innen zuständig. Sie bereiten die Kostüme vor, helfen beim An- und Ausziehen und reinigen und bügeln die Kostüme nach Gebrauch. Auch bessern sie diese bei Beschädigung aus. Die Garderobier*innen benötigen für die Zeit während der Vorstellungen einen Arbeitsraum in Bühnennähe bzw. in der Nähe der Abendgarderoben. 52 Die notwendigen Bügelanlagen für alle Werkstätten der Schneiderei sind in einem separaten Raum verortet. Aufgrund der hohe Luftfeuchtigkeit, die durch den Arbeitsprozess entsteht, ist eine Lüftungsanlage notwendig. Die Schneiderei soll zudem mit einem räumlich abgetrennten Färbe- und Spritzraum ausgestattet werden. In der Werkstatt der Modist*innen ist eine Entlüftung zum Absaugen von Chemikaliendämpfen, die beim Produktionsprozess entstehen, vorzusehen. Die effiziente Lagerung von Kostümen im Fundus ist für den Repertoire- Betrieb Grundvoraussetzung. Der Rückgriff auf bereits gefertigte Kostüme erfolgt insbesondere unter Nachhaltigkeits- und Kostengründen. Die Fundus-Flächen müssen die schonende Lagerung und den Erhalt der Kostüme ermöglichen und die hierfür erforderliche Raumluft und Luftfeuchtigkeit bieten. Verschiedene Fundus-Flächen werden für die rollengerechte Sortierung nach Damen, Herren und Kindern benötigt. Außerdem werden die Flächen nach Hüten, Wäsche (Unterwäsche) und Schuhen sowie nach Ballett und Repertoire sortiert. Stoff- und Kurzwarenlager werden, getrennt nach Damen und Herren, in ausreichender Größe benötigt. Für die Zukunftsfähigkeit des Staatstheaters Nürnberg ist die Digitalisierung des Fundus insbesondere durch die Einrichtung eines Systems zur elektronischen Erfassung, Ordnung, Verwahrung, Verwaltung und Vernetzung von Kostümen und Kostümteilen vorgesehen. Die Wäscherei, die hauptsächlich die eigenen Kostüme und weitere anfallende Wäsche aus dem Staatstheater wäscht, verfügt über Waschmaschinen, Trockner, Ozonschrank und Bügelanlage. Ein fester Arbeitsplatz mit Tageslichtbedarf ist für die Wäscherei vorzusehen. Die Reinigung von spezieller Berufsbekleidung wird wie im Status quo voraussichtlich auch zukünftig an eine externe Firma vergeben. Neben der Herstellung und Pflege der Kostüme, sind die Mitarbeiter*innen der Kostümabteilung für das Ankleiden und Ausstatten der Künstler*innen vor, während und nach den Vorstellungen zuständig. Diese Tätigkeiten sind im Arbeitsraum der Garderobieren in unmittelbarer Nähe zu den Abendgarderoben durchzuführen. 5.3.2. Maske Die Maskenabteilung fertigt Masken, Perücken, Haarteile und Glatzen sowie Körper- und Gesichtsteile für alle Produktionen im Schauspiel- und Opernhaus. Um das benötigte Equipment herzustellen und instand zu halten arbeiten die Mitarbeiter*innen der Maskenabteilung in der Maskenwerkstatt sowie im Gips- und Spritzraum. Die Räume sollen mit Pantryküchen und Geräten wie Kühlschränke für Kosmetika und Mikrowellen für das Herstellen von z. B. Gelatine ausgestattet sein. Es kommen Kalt- und Heißschaumverfahren zum Einsatz, wie auch Arbeiten mit Chemikalien und Material wie Gips, 53 Glatzan, Gelatine, Aceton oder Waschbenzin. Der Gips- und Spritzraum soll zudem mit einer Abluftanlage ausgestattet sein. Neben der Herstellung der Ausstattung sind die Mitarbeiter*innen der Maske für das Schminken und Styling der Künstler*innen vor, während und nach den Vorstellungen zuständig. Dies wird in den Abendgarderoben durchgeführt (vgl. Kapitel 5.1.7. Abendgarderoben). 5.3.3. Requisite Die Requisitenabteilung stattet alle Produktionen im Schauspiel- und Opernhaus mit den benötigten Utensilien aus. Es handelt sich dabei um alle beweglichen Gegenstände, von kleinen Dingen, wie z. B. Büroklammern bis hin zu großen Gegenständen, wie z. B. Kinderwägen oder Rollstühlen. Außerdem ist die Requisitenabteilung für verschiedene Spezialeffekte, z. B. Pyrotechnik zuständig und stellt Ausstattungsgegenstände her. In der Werkstatt werden unterschiedlichste Materialien (Holz, Papier, Kunststoff, Textilien, Gips u. a.) verarbeitet. Eine weitere Werkstatt der Abteilung Requisite ist die Präsenzwerkstatt des Rüstmeisters (vgl. Kapitel 5.1.4. Präsenzwerkstätten). Die Requisite benötigt ein Repertoirelager und eine bühnennahe, an die Funktionsgruppe 1 angegliederte Küche mit Vollausstattung für maximal drei Mitarbeiter*innen. In dieser Küche werden simultan zum Vorstellungsbetrieb Requisiten, wie z. B. Kunstblut vorbereitet. Der Arbeitsraum der Requisite benötigt sechs Arbeitsplätze und entsprechende Spinde für die Mitarbeiter*innen. 54 5.4. Funktionsgruppe 4 (Interne Bereiche) 5.4.1. Personalstruktur Das Raumprogramm weist den für Büroflächen erforderlichen Nutzungsflächenbedarf aus. Dabei wird der Personalstamm des Status quo zur Ermittlung herangezogen (Stand Spielzeit 2020/2021; vgl. Organigramm). Übersicht festangestellte Mitarbeiter*innen Staatstheater Nürnberg sowie STNS GmbH und STNG GmbH Stellen gem. Personalliste 2020 unter Berücksichtigung von Teilzeitmodellen. Konkrete Arbeitsplätze pro Raum gem. Raumprogramm beachten. 1inkl. Mitarbeiter*innen der Schauspielsparte, die räumlich im BOH verortet werden müssen. Das Staatstheater Nürnberg beschäftigt in allen vier Sparten über 600 festangestellte Mitarbeiter*innen. Unter Berücksichtigung weiterer Mitarbeiter*innen der Tochtergesellschaften Staatstheater Nürnberg Service GmbH und Staatstheater Nürnberg Gastronomie GmbH sowie der Gäste und Aushilfen werden pro Spielzeit rund 1.000 Mitarbeiter*innen beschäftigt. Die besonderen Anforderungen der unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnisse (temporär bzw. dauerhaft angestellt) und die damit verbundenen zeitlichen Schwankungen der Bedarfe an Arbeitsplätzen und Kommunikationsstrukturen müssen bei der Planung der Büroflächen insbesondere für die tabellarisch gelisteten Bereiche berücksichtigt werden. Funktions- gruppe Abteilung Festangestellte benötigte Arbeitsplätze FG01 GMZ Generalusikzentrum 192 22 FG01 GMD Generalmusikdirektion 5 6 FG01 BA Ballett 31 9 FG01 VT AV Audio Video 6 4 FG01 VT BLT Beleuchtung 13 13 FG01 VT BT BT 54 8 FG03 RQ Requisite 4 3 FG03 MA Maske 20 14 FG03 KO Kostüm 57 64 FG04 GT Gebäudetechnik 11 21 FG04 HS FM Hausbetriebsservice 3 4 FG04 TD Techniche Direktion 2 2 FG04 TD BV Techniche Direktion 4 6 FG04 TD AU Techniche Direktion 8 9 FG04 DKM MK Marketing 6 6 FG04 DKM DE Development 3 3 FG04 DKM KN Kommunikation 3 3 FG04 VA EK Einkauf 4 4 FG04 VA IT IT 4 4 FG04 VA FC Finance Controlling 6 6 FG04 VA PR Personalrat 5 6 FG04 VA PW Personalwirtschaft 6 6 FG04 IA TP Theaterpädagogik 3 3 FG04 IA 360 360° 1 2 FG04 IN Allgem. Infrastruktur 5 1 FG04 KB KBB 5 6 FG04 STL STZ Staatsintendanz/Opernintendanz 4 3 FG04 STL GFD Geschäftsf. Direktion 3 3 FG04 OP OPD Opernsparte 11 10 FG04 SP SPD Schauspielsparte 8 9 487 260 FG02 FG04 134 29 621 289 Zuordnung SUMMEN Mitarbeiter*innen Staatstheater 1 Mitarbeiter*innen STNS GmbH und STNG GmbH 55 Die Anforderungen an den Kulturbetrieb wandeln sich und bilden gesellschaftliche Veränderungen und Erwartungen ab. Damit muss sich auch das Leistungsprofil des Staatstheaters anpassen können. Zukünftig werden einige Arbeitsfelder personell verstärkt werden (z. B. Vermittlung, digitale Berufe) und der Personalstamm des Staatstheaters potentiell weiterwachsen müssen. Hierfür sind in angemessenem Rahmen Entwicklungsflächen einzuplanen. Eine, über den konkreten Bedarf hinausgehende, pauschale Hochrechnung der Büroflächen ist im aktuellen Raumprogramm nicht enthalten. Ausgehend von der Statistik der Personalentwicklung des Staatstheaters Nürnberg ist auch zukünftig mit einem Personalzuwachs zu rechnen. Gleichzeitig können Entwicklungen insbesondere im Bereich der Digitalisierung zu Entlastungen führen. Bei veränderten Bedarfen soll zukünftig auch auf die Creative Coworking Spaces zurückgegriffen werden können. 5.4.2. Interne Kommunikationsstruktur und Büroflächen Die Mitarbeiter*innen des Staatstheaters wirken in einem hochkomplexen arbeitsteiligen Prozess an der Entstehung und Umsetzung von Kultur- und Kunstprodukten zusammen. Die Aufbauorganisation und das Funktionsschema verschaffen einen Überblick über das Zusammenspiel der Abteilungen und Gewerke. Zahlreiche Arbeitsplätze im Status quo entsprechen nicht den gültigen Vorschriften und müssen rechtskonform ausgestaltet werden. Die bestehende Zersplitterung von Sparten, Büroflächen und Abteilungen über alle Gebäudeteile soll aufgehoben werden. Die interne Kommunikation, Workflows und kreative Arbeitsprozesse sollen durch sinnvolle Anordnungen sowie Vernetzung der Büro- und Probenflächen komplett neu gedacht und nachhaltig verbessert werden. Transparente Wände oder innenliegende Fenster ermöglichen Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche der Abteilungen, Gewerke und Sparten und sollen so die Identifikation der Mitarbeiter*innen mit dem Staatstheater und den Kolleg*innen stärken und positiv auf die Motivation und Inspiration aller einwirken. Aus den Einblicken in die Proben- und Arbeitswelten des Theaters können sich auch wertvolle Perspektiven und Angebote für das Publikum ergeben (Blick hinter die Kulissen). Unter Berücksichtigung der verschiedenen Arbeitsverhältnisse (vgl. Kapitel 5.4.1. Personalstruktur) sowie der Veränderungen in der Arbeitswelt (z. B. durch New Work, Teilzeitarbeit, Familienverträglichkeit, Shared Offices, Remote Offices), sollen die Büroflächen möglichst flexibel nutzbar sein. Damit sind ausdrücklich keine Großraumbüros gemeint, vielmehr soll die Zusammenlegung von Einzel- zu Gruppenbüros möglich sein. Teile der Büroflächen und Arbeitsplätze sollen durch verschiedene Mitarbeiter*innen im Wechsel genutzt werden können (Shared Desks). Die Angaben im Raumprogramm berücksichtigen bereits die Zusammenlegung von Teilzeitarbeitsplätzen an Shared Desks. Pro zusätzlicher Nutzer*in wurde im Raumprogramm bei geteilten Arbeitsplätzen dem gewählten Flächenansatz 2,0 m² hinzugefügt, um den zusätzlichen Bedarf an Aktenschränken, 56 persönlichen Spinden etc. gerecht zu werden. Die im Raumprogramm angegebene Anzahl an Arbeitsplätzen beschreibt somit bereits den Bedarf an gleichzeitigen Arbeitsplätzen. Durch eine transparente Raumgestaltung sollen neue Blickbeziehungen innerhalb des Hauses ermöglicht werden und die Wahrnehmbarkeit der einzelnen Abteilungen untereinander verbessert werden. Nach Möglichkeit sind die Abtrennungen zwischen den Büros als nicht tragende Innenwände ohne innenliegenden Leitungsverzug zu gestalten. Grundsätzlich sind alle Büroarbeitsplätze als Bildschirmarbeitsplätze auszustatten. Für Bürofunktionen, in denen insbesondere datenschutzrelevante Inhalte bearbeitet werden, sind einerseits geschlossene und geschützte Bereiche vorzusehen. Dazu zählen die Abteilungen Staatsintendanz, Geschäftsführende Direktion, Finance Controlling, IT, Personalrat und Personalwesen mit mindestens 28 Arbeitsplätzen, sowie mindestens 20 Arbeitsplätze im Bereich Vertrieb/ Ticketing. Andererseits sind einige Büroflächen dezidiert als sogenannte Creative Hubs oder Ideenlabore so funktional, kommunikativ und transparent auszugestalten, dass kreative Innovationen, sozialer Austausch, Produktivität und moderne Arbeitsweisen am Staatstheater gefördert werden können. Sie dienen sowohl als Besprechungsräume, als auch als Teamarbeitsräume und stehen allen Abteilungen zur Verfügung. Entwurfsabhängig und je nach Möglichkeit sollten fünf Räume von unterschiedlicher Größe beieinander verortet werden. Weitere drei Creative Hubs sollten dezentral angeordnet werden. In den Creative Hubs und Ideenlaboren sollen verschiedene kreative Entwicklungs- und Produktionsmethoden in interdisziplinären Teams ermöglicht werden. Die Räume sollen unterschiedliche Themenschwerpunkte haben und durch Ihre Ausstattung und Architektur kreative Impulse auf die Mitarbeiter*innen setzen. Die Ideenlabore sollen z. B. mit beschreibbaren und magnetischen sowie digitalen Wänden und mordernsten Medien und PC-Infrastruktur ausgestattet sein. Entsprechende Raumkonzepte sind zusammen mit den Mitarbeiter*innen und Innenarchitekt*innen zu entwickeln. Im Raumprogramm bisher nicht berücksichtigt sind die Kommunikationsbereiche, wie z. B. Flure und Teeküchen, welche durch die Objektplaner*innen entwickelt werden sollen. Die Öffnung von Kommunikations- und Entwicklungsprozessen, die Ermöglichung von Kollaborationen sowie die Steigerung der Innovationskraft soll auch durch Coworking Spaces (vgl. Kapitel 5.5.2. Creative Coworking Spaces) und den engen Austausch mit externen Künstler*innen und Freischaffenden aus der Kultur- und Kreativwirtschaft ermöglicht werden. Die Coworking Spaces sollen offen, durchlässig und so modular gestaltet werden, dass Raumgrößen temporär definiert und bedarfsgerecht variiert werden können. Die Coworking Spaces sollen in die Bereiche für Büroeinheiten der festangestellten Mitarbeiter*innen übergehen, um den Austausch zu fördern. 57 5.4.3. Fertigungsküche und Kantine Das Staatstheater verfügt mit der Staatstheater Nürnberg Gastronomie GmbH (STNG) über einer Tochtergesellschaft, die die komplette gastronomische Versorgung über eine Fertigungsküche bereitstellt und die Kantine sowie die Foyergastronomie beliefert (vgl. Kapitel 5.2.4. Besuchergastronomie). Diese Bereiche bieten enormes Entwicklungspotenzial. Die STNG wird auch zukünftig für die gesamte Gastronomie zuständig sein. Die aufgeführten Flächenbedarfe und Anforderungen entsprechen den gutachterlichen Empfehlungen. Die Fertigungsküche (Gastronomie) soll alle gastronomischen Bereiche – Kantine, Foyergastronomie, Opernbar, Restaurant und Stadtraumcafé – versorgen (vgl. Kapitel 5.5.1. Kulturareal). Außerdem wird sie das Catering für Großveranstaltungen in den Spielstätten und auf dem Kulturareal, wie z. B. Tagungen oder Vermietungen zubereiten und liefern. Sie muss daher entsprechend ausgestattet und gemäß der Definition hausinterner Transportwege logistisch gut an alle Bereiche angebunden sein und ist deshalb zwingend zentral anzuordnen. Die Dimensionierung und Ausstattung hat so zu erfolgen, dass über den Tag verteilt 500 Mitarbeiter*innen versorgt werden können. Die Speisenzubereitung für das Tagesgeschäft des Cafés und das Abendgeschäft des Restaurants ist für jeweils 100 Gäste auszulegen (vgl. Kapitel 5.5.1. Kulturareal). Café und Restaurant sollen über den Tag verteilt mehrfach belegt werden können. Für die Versorgung der Besucher*innen von Veranstaltungen in den Spielstätten des Schauspiel- und Opernhauses durch die Besucher-gastronomie wird in Spitzenzeiten von bis zu 2.000 Besucher*innen ausgegangen. Regelmäßig finden Veranstaltungen auf allen drei Bühnen im Schauspielhaus sowie im Opernhaus parallel statt, so dass die Vor-, Pausen- und Nachbewirtung überlappend und gleichzeitig stattfinden muss. Daneben müssen die Voraussetzungen für die Vor- und Zubereitung des Caterings für Sonderveranstaltungen, Vermietungen oder Tagungen in der Integrativen Aktionsfläche für bis zu 199 Personen erfüllt werden. Es kommt zu einer hohen Gleichzeitigkeit der Nutzung der Besuchergastronomie. Um den vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden, sind die verschiedenen externen und internen Wegebeziehungen und Logistikachsen sorgfältig zu planen. Die Ware muss von der Anlieferung über die Kühl- und Lagerräume in die Fertigungsküche und die dort kreierten Speisen müssen an die Abnehmer*innen gelangen. Neben der Versorgung ist die Entsorgung einzuplanen. Im Bereich der Gastronomie gibt es unterschiedliche Anforderungen, wie z. B. Fettabscheider, Altglas sowie eine gekühlte Lebensmittelentsorgung. Über alle Bereiche fallen Restmüll, Papier und Wertstoffmüll an, welche zwischengelagert und bei Bedarf abgeholt werden. Außerdem sind die Personalbereiche für die Mitarbeiter*innen mit Büroräumen, Umkleiden und Sanitärräumen entsprechend logistisch anzubinden. 58 Die Kantine soll in einen internen und einen öffentlichen Bereich getrennt werden. So wird den Mitarbeiter*innen einerseits ein geschützter Raum angeboten und gleichzeitig wird eine Begegnung der Gäste mit den Künstler*innen ermöglicht. Der interne Kantinenbereich mit 150 Sitzplätzen ist als Sozialraum für Mitarbeiter*innen ohne festen Arbeitsplatz vorgesehen. Es soll gemäß ASR 4.2. „Pausen- und Bereitschaftsräume“, Kapitel 4.1.13 einerseits mobiles Arbeiten ermöglichen und andererseits als Pausenraum funktionieren. Der öffentliche Kantinenbereich soll für 50 Sitzplätze ausgelegt sein und für eine Nutzung am Tag sowie am Abend zur Verfügung stehen. Zwischen der Küche und dem Tresenbereich im Gastraum soll eine Durchreiche vorhanden sein. Eine Anbindung an den Außenbereich ist vorgesehen. Der Selbstbedienungsbereich soll für Mitarbeiter*innen und Besucher*innen zugänglich sein. Hier ist ein kontrollierbarer Mitnahme- und Kassenbereich vorgesehen. Die Pfandrückgabe ist hier verortet. Ausreichend Platz für Getränkeautomaten muss eingeplant werden. 5.4.4. Pforte Die Pforte erfüllt als zentrale Kommunikationsstelle die Funktionen Bühneneingang (zentraler Eingang für Mitarbeiter*innen in alle Gebäudeteile), Empfang und Poststelle. Über den Bühneneingang gelangen die Mitarbeiter*innen, Gäste und externe Firmen in alle internen Bereiche des Staatstheaters. Dieser ist grundsätzlich von 6:00 bis 24:00 Uhr, in Ausnahmefällen bis 1:00 Uhr, mit zwei Mitarbeiter*innen besetzt. Der Bühneneingang muss permanente Arbeitsplätze mit Tageslicht vorsehen und ist über die Nacht vom Sicherheitsdienst besetzt. Der Bühneneingang soll mit Vereinzelungsanlagen zur Ausgangs- und Zutrittskontrolle ausgestattet werden. Der barrierefreie Zutritt muss sichergestellt werden. Der Eingangsbereich muss insbesondere in den Stoßzeiten vor Proben- und Vorstellungsbeginn sowie dem Beginn und Ende der Büroarbeitszeiten das zügige, akkreditierte Passieren der Mitarbeiter*innen ermöglichen (hohe Gleichzeitigkeit). Die Anmeldung und Akkreditierung von Gästen und externen Firmen erfolgt ebenfalls am Bühneneingang. Ein Empfangstresen mit zwei unmittelbar angrenzenden Büroarbeitsplätzen ist vorzusehen. Dort sind technische Steuerungssysteme für den Sicherheitsleitstand und ersten Feuerwehrangriffspunkt einzuplanen. Dazu zählen insbesondere Bildschirme zur Überwachung von Zugängen, die Telefonzentrale sowie die Sprachalarmierungsanlage. An die Büroräume sollen 50 Postfächer für die Hauspost angeschlossen sein. Als täglicher Ein- und Ausgang soll der Bühneneingang so ausgestaltet sein, dass er als Empfang eine Willkommensatmosphäre schafft (Welcome Zone) und die Kernwerte des Theaters an die Mitarbeiter*innen und Gäste 59 übermittelt. Hierfür sind noch vor Passieren der Vereinzelungsanlage entsprechend ausgestaltete Windfänge, Empfangstresen, Verkehrsflächen vorzusehen. Im Eingangsbereich angebrachte Displays dienen der Imagekommunikation. Dort werden insbesondere Markenclaims, Imagetrailer, Produktionsvideos sowie die Vision des Staatstheaters gezeigt, um die Identifikation der Mitarbeiter*innen mit dem Staatstheater zu fördern und um die Außenkommunikation zu bedienen. Der Bühneneingang trennt die internen Bereiche durch Vereinzelungsanlagen von allgemein zugänglichen Bereichen, die ohne Passieren von Vereinzelungsanlagen erreicht werden können. Nach Passieren der Vereinzelungsanlage in die internen Bereiche warten Gäste auf die Abholung zu Terminen, oder Mitarbeiter*innen auf Kolleg*innen. Über Displays für die interne Kommunikation können z. B. Raumbelegungsübersichten, Probenzeiten oder das Kantinenmenü kommuniziert werden. Ein gut sichtbares digitales Wegleitsystem führt Personen zielgerichtet in die internen sowie allgemein zugänglichen Bereiche ab. Zu den allgemein zugänglichen Bereichen zählen der öffentliche Teil der Kantine (vgl. Kapitel 5.4.3. Fertigungsküche und Kantine), sowie die Sanitäranlagen, die für Kantinenbesucher*innen sowie für Besucher*innen von Veranstaltungen im Orchesterprobensaal 01 (vgl. Kapitel 5.1.6. Generalmusikzentrum) oder Veranstaltungen auf dem Kulturareal bereitgestellt werden. Der dritte Funktionsbereich der Pforte ist die Poststelle. Die Poststelle ist für die Annahme, Sortierung und Verteilung der Brief- und Paketpost sowie der postalischen Warenlieferungen zuständig. Hierfür ist eine automatisierte Paketannahme in Form einer außenzugänglichen 24/7- Packstation vorzusehen (vgl. DHL-Station). In der Poststelle werden Güter mit erheblichem Wert angenommen, sortiert und weiterverarbeitet. Es bestehen daher hohe Schutzanforderungen, wie z. B. abschließbare Lagerflächen, Gitterboxen mit digitalem Entnahmesystem inklusive Videoüberwachung. Die Be- und Entladezone ist zu überdachen. Die Zugangstore müssen mindestens doppelt so breit sein, wie eine Europalette. Im Gebäude müssen mindestens zwei abschließbaren Gitterboxen für die Aufnahme von jeweils zwei Europaletten zur Verfügung stehen. Die Verortung der Anlieferung für die Poststelle sowie die 24/7-Packstation und Paketlager kann entwurfsabhängig im Bereich der Anlieferung für Kulissen, Gastro oder Facility Management erfolgen. Für die Verarbeitung der Annahme und Verteilung der angelieferten Güter an die Empfänger*innen ist ein PC-Arbeitsplatz vorzusehen. Es muss eine sinnvolle logistische Verbindung zwischen Pforte und Anlieferung hergestellt werden. 60 5.4.5. Facility Management Die Abteilung Facility Management unterteilt sich in drei Bereiche: Das technische Gebäudemanagement im Facility Management ist zuständig für die Überwachung, die Kontrolle, Wartung und Instandsetzung aller gebäudetechnischen Anlagen (vgl. Kapitel 4.3. Technische Anlagen). Die Mitarbeiter*innen des Technischen Gebäudemanagements arbeiten im Zweischichtbetrieb, um alle gebäude- und maschinentechnischen Prozesse und Vorgänge zu begleiten und bei Bedarf einzugreifen. Sie sind bei den regelmäßig anfallenden Prüfungen anwesend, die von externen Gutachtern durchgeführt werden und sind verantwortlich für die Beseitigung beanstandeter Mängel. In einer angegliederten Werkstatt für Elektro- und Maschinentechnik sollen Reparaturen möglich sein und der Leitstand zur Bedienung und Programmierung der Gebäudetechnischen Anlagen untergebracht sein. Lagerräume für Ersatzteile sowie die nötigen Umkleiden und Sanitärräume der Mitarbeiter*innen sind einzuplanen. Das infrastrukturelle Facility Management umfasst die Pforte und die Postverteilung (Management der Briefkastenanlage, Aufbewahrung und Ausgabe von Paket und Päckchen). Hierunter fällt auch das Management der externen Reinigungskräfte, die Verteilung von Arbeitsschutzmitteln im Haus (Masken, Handschuhe, Arbeitsschuhe und -kleidung, Büromaterial etc.) und die Ausgabe von Zutrittskontrollkarten bzw. Schlüsseln. Für die Mitarbeiter*innen der externen Reinigungsfirmen sind Umkleiden und Sanitärräume vorzusehen. Die Lager- und Putzmittelräume sollen sowohl zentral als auch dezentral angelegt werden. Die Mitarbeiter*innen im Facility Management verfügen über einen Büro-, Lager- und Werkstattraum. Dem kaufmännischen Facility Management unterliegt die Budgetverantwortung. Es umfasst die Abteilung Einkauf, welche für das Einholen von Angeboten für Produkte, wie z. B. Büro- und Reinigungsmaterial und Dienstleistungen sowie für die Ausschreibungen und Vergaben im gesamten Facility Management und Bauunterhalt zuständig ist. 61 5.5. Funktionsgruppe 5 (Cultural Hub) 5.5.1. Kulturareal Das Kulturareal soll für die diverse (Stadt-)Gesellschaft ein Ort der Begegnung, der Kommunikation und des Erlebnisses sein, der nicht zu privatem Wohnraum, Arbeitsplatz oder dem Internet als Plattform digitaler Räume zählt. Lebensqualität ist für Städte ein wichtiger Faktor, um im Wettkampf um Kreative, Familien und Arbeitskräfte zu bestehen. Dafür braucht es neben attraktiven Stadtquartieren und Arbeitsbedingungen, Orte mit umfangreichem Freizeit-, Erholungs- und Bildungsangebot. Im Wandel der Urbanität nimmt die Gestaltung des öffentlichen Raums als Lebensort der Stadtbevölkerung eine zunehmend wichtige Rolle ein. Das Kulturareal soll Menschen zum Erkunden, Zuschauen oder Mitwirken an kreativen Produktionen einladen. Es soll Menschen ganzjährig und unabhängig von den Öffnungszeiten des Staatstheaters zusammenbringen und Möglichkeiten schaffen, sich zu erholen, zu arbeiten, zu kommunizieren oder zu diskutieren. Das Kulturareal soll durch eine nachhaltige, klimafreundliche, architektonische Gesamtkonzeption als Einheit wahrgenommen und mit seiner Sogwirkung zu einer zentralen, identitätsstiftenden Landmark der Stadt Nürnberg werden und damit auch die Werte der Marke Staatstheater Nürnberg erlebbar machen. Zur Belebung des Kulturareals und zur Anreicherung des Theatererlebnisses ist neben der neu zu schaffenden Integrativen Aktionsfläche und der Open-Air-Bühne (vgl. Kapitel 5.2.5. Integrative Aktionsfläche und Kapitel 3.2. Spielstätten) ein attraktives gastronomisches Angebot mit Restaurant und Stadtraumcafé in Innen- und Außenbereichen notwendig. Die Ausgestaltung und Ausstattung muss verschiedene Zielgruppen wie z.B. Schulklassen, Besuchergruppen, Paare und Einzelpersonen berücksichtigen, die vor oder nach dem Vorstellungsbesuch und unabhängig davon bewirtet werden sollen. Das Restaurant soll für 100 Personen ausgelegt sein. Der Gästebereich soll trotz seiner Größe auf Einzelbesucher*innen, Paare und Kleingruppen eine attraktive Ausstrahlung haben und einen angenehmen Aufenthalt ermöglichen. Neben Sitznischen, Einzel- und Gruppentischen soll er auch Kulturareal 62 über einen Ausschanktresen verfügen. Der Restaurantbetrieb soll als „A la carte-Restaurant“ mit Innen- und Außenbereich geplant werden. Innen- und Außenbereich sollen dabei flexibel abtrennbar und bewirtbar sein. Für die Andienung des Stadtraumcafés und Restaurantbetriebes ist eine direkte Anbindung an die Fertigungsküche, gemäß der Definition der hausinternen Transportwege nötig. Die Anordnung der Räume soll so erfolgen, dass zwischen Küche und Gastraum eine Durchreiche vorhanden ist (vgl. Kapitel 5.4.3. Fertigungsküche und Kantine). Das gastronomische Angebot soll sich durch Sitzgelegenheiten und einen Straßenverkauf auch in den Außenbereich verlängern (Stadtraumcafé). Die Erdgeschosszonen der Bestandsgebäude und Neubauten sollen geöffnet und belebt werden. Anknüpfend an die Megatrends Konnektivität, Mobilität und Neo-Ökologie soll das Kulturareal zudem die analoge und digitale Kommunikation von Menschen untereinander sowie über den Ort und den dort entstehenden Content anregen. Austausch, Dialog, soziale Zusammenkunft und barrierefreie Zugänglichkeit müssen ermöglicht werden. Das Kulturareal soll von der Gesellschaft als Sharing Community belebt werden, insbesondere durch die Möglichkeit, diesen Freiraum selbst mit kreativem Content zu gestalten. Auch Menschen, Institutionen oder Vereine, die kein primär künstlerisches Anliegen haben, sollen angesprochen und eingebunden werden. Die Verbindung des Kulturareals mit den umliegenden Museen, bietet großes Potential und kann als weitere Option entwickelt werden. 5.5.2. Creative Coworking Space Das Staatstheater soll als kreativer Ort wahrgenommen und gelebt sowie durch eine enge Vernetzung zur Kultur- und Kreativwirtschaft gestärkt werden. Die neu zu errichtenden Coworking Spaces dienen dabei als Möglichkeit sich externen Künstler*innen und Freischaffenden aus der Kultur- und Kreativwirtschaft zu öffnen, sich gegenseitig zu inspirieren und damit kreativen Austausch zu verwirklichen. Sie verstärken und vereinfachen die Zusammenarbeit bei Co-Creations und Kooperationen, schaffen neue Kommunikations- und Entwicklungsprozesse und steigern die Innovationskraft. Nürnberg soll als Standort für Innovation im Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft gestärkt und das Staatstheater als Ideenlabor etabliert werden (Creative Hub). Zielgruppe der Coworking Spaces sind freischaffende Künstler*innen, die als Gäste des Staatstheaters bei Produktionen mitwirken sowie Freischaffende aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, die sich zur Verwirklichung eigener Projekte temporär einmieten. Die Creative Coworking Spaces sollen mit einer modernen und flexiblen (Büro-)Infrastruktur ausgestattet sein und eine optimale, kommunikative Anbindung an die Arbeitsplätze der Künstler*innen des Staatstheaters haben. Die Möglichkeit, Arbeitsplätze von unterschiedlichen Personen zu nutzen, muss gegeben sein (vgl. Kapitel 5.4.2. Interne 63 Kommunikationsstruktur und Büroflächen). Der Zugang ist nur über die Pforte (Gästekarte) möglich. 5.5.3. Kultur-Kindertagesstätte Eine Kultur-Kindertagesstätte soll den steigenden Bedarf an Betreuungsangeboten für Kinder von Mitarbeiter*innen des Staatstheaters auch über reguläre Kita-Öffnungszeiten hinaus decken und ein zusätzliches Betreuungsangebot für das Einzugsgebiet bieten. Unter Berücksichtigung der theaterspezifischen Arbeitszeiten sollen die Betreuungszeiten für Kinder sowohl tagsüber als auch in den Abendstunden angeboten werden. Zudem soll eine temporäre Kinderbetreuung angeboten werden, die es Besucher*innen ermöglicht, ihre Kinder während des Vorstellungsbesuchs in Betreuung zu geben. Die kunst- und kulturspezifischen, pädagogischen Angebote könnten durch eine Zusammenarbeit mit dem Staatstheater ergänzt werden und damit an den bildungspolitischen Auftrag des Theaters anknüpfen. Die Kultur-Kindertagesstätte soll als Kooperation zwischen der Stadt Nürnberg oder einer anderen Betreiberin der Einrichtung und dem Staatstheater Nürnberg realisiert werden. Die dafür erforderlichen Flächen wurden im Raumprogramm nicht mit in den Ansatz gebracht, da die Unterbringung der für den Betrieb des Staatstheaters zwingend notwendigen Flächenbedarfe bereits herausfordernd ist. In Abstimmung mit der Stadt Nürnberg soll deshalb ein geeigneter Standort in unmittelbarer Nähe gefunden werden. Die unmittelbaren Nachbar*innen (Bundesagentur für Arbeit, Verkehrsmuseum mit dem Museum für Kommunikation und dem DB- Museum, Germanisches Nationalmuseum) könnten in die Planung und Umsetzung miteingebunden werden. Die Lage zwischen Alt- und Südstadt, der direkte U-Bahn-Anschluss, das kunst- und kulturspezifische, pädagogische Profil sowie die verlängerten Öffnungszeiten stellen ein attraktives Angebot für viele Eltern dar. Eine enge Verbindung der Eltern und Kinder zum Theater wird aufgebaut. Die Kultur- Kindertagesstätte erweitert das Kulturareal und trägt zur Öffnung zur diversen (Stadt-)Gesellschaft bei. 64 6. GLOSSAR Bühnenfläche: setzt sich zusammen aus der Szenenfläche und den Umgängen. In den Umgängen befinden sich die Regiepulte sowie die Zugänge zur Szenenfläche. Bühnennähe: Die Szenenfläche ist das Zentrum des Opernbetriebs. Hier finden Vorstellungen und Endproben statt. Um einen reibungslosen und effizienten Vorstellungs- und Probenablauf sicherzustellen, müssen bestimmte Flächen und Räume in unmittelbarer Nähe zur Szenenfläche liegen oder auf direktem Weg verbunden sein – etwa Flächen, auf denen Bühnenbilder aufgebaut und zwischengelagert werden können, oder die Abendgarderoben der Künstler*innen, die sich bis unmittelbar vor ihrem Auftritt einsingen, einkleiden und konzentriert vorbereiten können müssen. Creative Coworking Spaces: Büroräume oder Flächen, die von Gästen oder externen Unternehmen als Mitwirkende bei Produktionen des Theaters oder von Freischaffenden aus der Kultur- und Kreativwirtschaft für eigene Projekte genutzt werden können. Sie können in ihrer Raumgröße bedarfsorientiert variiert und temporär angemietet werden. Sie dienen kreativen Schaffensprozessen und sind entsprechend offen, kommunikativ und flexibel ausgestattet und sollen die Vernetzung zwischen Nutzer*innen der Creative Coworking Spaces und den Mitarbeiter*innen des Staatstheaters fördern. Creative Hub (Ideenlabor): Räume, welche die Belebung von internen und externen Innovationspotentialen und die Transformation von Arbeits- und Produktionsprozessen ermöglichen, in denen interdisziplinäre Teams an zukunftsfähigen Formaten, Strukturen oder Projekten arbeiten. Die räumlichen Gegebenheiten und die Raumausstattung fördern kreative Prozesse und Kommunikation außerhalb eingeübter Denkmuster und stärken somit die Innovationskraft und Entwicklungsdynamik des Staatstheaters. Die Räume sollen farbliche Kontraste zu allgemeinen Büroflächen bilden und auch durch die Raumausstattung kreative Impulse auf Mitarbeiter*innen aussenden. Cultural Hub: Ort der Vernetzung und des Austausches, ein gestaltbarer Freiraum für die diverse (Stadt-)Gesellschaft. Verknüpfung verschiedenster kultureller Formate und Räume mit zusätzlichen Angeboten sowie der Gastronomie und Erholung an einem öffentlichen Ort. Drehscheibenwagen: mobiles Element, das ein Drehen der Kulissen auf der Szenenfläche ermöglicht. Der Drehscheibenwagen kann auf die Seiten- oder Hinterbühne verschoben werden und ermöglicht dadurch schnelle Szenenwechsel. Diverse (Stadt-)Gesellschaft: Die Bevölkerung Nürnbergs und der Europäischen Metropolregion Nürnberg wird immer diverser. Das Staatstheater versteht sich als Ort der Vielfalt und des Austauschs, das mit seinen Programmen möglichst alle Menschen aus der (Stadt-)Gesellschaft ansprechen und sie über die Kunst miteinander ins Gespräch bringen möchte. 65 Eiserne Vorhang: ist eine bauliche Brandschutzeinrichtung in Versammlungsstätten, die das Bühnenhaus als Brandabschnitt vom Zuschauerraum in Form eines Feuerschutzabschlusses trennt, um eine sichere Flucht der Zuschauer*innen zu gewährleisten und den Übergriff des Feuers und Rauches in andere Gebäudeteile zu verhindern. Konnektivität: basiert auf menschlicher Kommunikation und beschreibt die zeitgenössische Verflechtung von Online- und Offline-Kommunikation. Vernetzte Kommunikation führt zu einer partizipatorischen Kultur. Das Staatstheater als Kommunikationsort berücksichtigt deshalb Entwicklungen im Bereich Konnektivität. Kulturareal: Ort, der durch prägnantes, architektonisches Gesamtkonzept sichtbar städtebaulich eingebunden und durch die vielfältigen ganzjährigen und von den Betriebszeiten des Theaterbetriebs losgelösten Angeboten belebt wird. Landmark: Ort, der durch herausragende Architektur und einzigartige Programmvielfalt hohe Strahlkraft und Sichtbarkeit erzeugt und so das kulturelle Profil und das Stadtbild prägt. Megatrend Mobilität: beschreibt die Entstehung einer mobilen Weltkultur, getrieben von einem immer facettenreicher und differenzierter werdenden Angebot an Mobilität. Das Auto zieht sich aus der Stadt zurück, die Mobilität der Zukunft wird immer stärker vom Fahrrad geprägt. Neue Produkte und Services verändern und erweitern dabei die Perspektive auf und die Nutzung von Verkehrsmitteln. Die Mobilität von morgen wird definiert durch das Ineinandergreifen von Arbeit, Wohnen und Freizeit. Die verkehrstechnische Anbindung des Staatstheaters Nürnberg ist zukunftsfähig zu entwickeln und die Infrastruktur insbesondere für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen zu verbessern. Neigegedeck: angetrieben durch die Untermaschinerie, ermöglicht das Neigegedeck, einen Teilbereich der Szenenfläche um bis zu 10° schräg zu stellen. Hierdurch ergeben sich neue Raumwirkungen und Spielebenen für das Bühnenbild und die Darsteller*innen. Neo-Ökologie: Ökologie beschreibt die Wechselbeziehungen zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt. Durch globale Entwicklungen, wie den Klimawandel, muss sich das Verhältnis der Menschen zu ihrer Umwelt neu ausrichten und verändern. Dies gilt auch für das Staatstheater Nürnberg, seine Mitarbeiter*innen und Besucher*innen, sowie die diverse (Stadt-)Gesellschaft. Veränderungen in der Wechselbeziehung werden künstlerisch verarbeitet und sollen im Rahmen des Bauvorhabens auch durch die Architektur und Technik berücksichtigt werden (Vorbildfunktion). Obermaschinerie: ist eine im Bühnenturm verortetet technische Einrichtung, um Dekorationen und Bühnenelemente oder auch Darsteller*innen mithilfe von Drahtseilen über verschiedene Züge positionsgenau hoch- und runterzufahren. Podien: bewegliche Bühnenelemente, die einzeln in die Höhe gefahren oder in die Tiefe versenkt werden können. Hierdurch ergeben sich neue 66 Raumwirkungen und Spielebenen für das Bühnenbild und die Darsteller*innen. Seitenbühne: Die Seitenbühne ist seit den frühen dreißiger Jahren essenzieller Bestandteil von Theaterbauten. Sie dient zur Aufbewahrung, Vorbereitung und schnellem Szenenwechsel der Dekoration zur Bühne und ist unerlässlich für einen wirtschaftlichen Theaterbetrieb. Silver Society: Weltweit steigt die Lebenserwartung. Gleichzeitig bleiben die Menschen länger gesund und mobil. Nach dem bisher üblichen Renteneintritt entsteht eine völlig neue Lebensphase, in der die neue Freiheit auch aufgrund regelmäßig hohen Wohlstandes weiter aktiv gestaltet wird. Dieser Lebensabschnitt verlängert sich und bietet Raum für Selbstentfaltung in neuen Lebensstilen auch in hohem Alter. Ein neues Selbstverständnis verbreitet sich und verändert die Gesellschaft grundlegend. Für das Staatstheater steht daher nicht nur die Förderung des Nachwuchses im Fokus, sondern auch die Ausrichtung auf die Silver Society. Szenenfläche: Die vom Zuschauerraum einsehbare Fläche der Bühne auf der die künstlerischen und musikalischen Darstellungen erfolgen. Theater der Zukunft: berücksichtigt Megatrends und gesellschaftliche Entwicklungen, um Erwartungen an den modernen Theaterbetrieb zu entsprechen und die diverse (Stadt-)Gesellschaft zu erreichen. Untermaschinerie: ist eine unter dem Bühnenboden verortete technische Einrichtung, mit der Podien und damit Dekorationen und Bühnenelemente oder auch Darsteller*innen über mehrere Geschosse unter oder über das Bühnenniveau in vertikaler Richtung gefahren werden können. Urbanität: Der Begriff beschreibt das Verhältnis von Stadtraum und Stadtbewohner*innen und ihrer Kultur. Urbanität beschreibt zudem die Qualität eines Stadtraums, der urbanes Verhalten und urbane Lebensstile ermöglicht und fördert. Als Zielkategorie umfasst Urbanität im Rahmen des Bauvorhabens vor allem die Förderung funktionaler, baulicher, sozialer und kultureller Vielfalt und Diversität. Zugänglichkeit: Die Räume und Veranstaltungen des Staatstheaters sollen möglichst barrierearm und für möglichst alle Menschen zugänglich sein. Das geht weit über die Erreichbarkeit der Spielstätten hinaus. 67 7. MITGÜLTIGE UNTERLAGEN / DIGITALER ANHANG Die nachfolgenden Unterlagen finden sich auf der gemeinsam genutzten Datenplattform MyDrive: 7.1. Raumprogramm: https://www.mydrive.ch/browse#/34460138/Raumprogramm%20Index%2007 7.2. Funktionsschema: https://www.mydrive.ch/browse#/34076830/Funktionsschema 7.3. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen https://www.mydrive.ch/browse#/34517588/Ziele%20und%20Anforderungen%20f%C3%BCr %20die%20akustischen%20Planungen IMPRESSUM Verfasser: Stiftung Staatstheater Nürnberg Stand: 09.06.2021 Verwendungshinweis: Die Unterlage ist ein vertrauliches Dokument und dient nur für die Projektbauherrengruppe, den Lenkungskreis und die Projektbeteiligten. Die vorliegende Unterlage beruht auf Gutachten ab dem Jahr 1967 sowie der Expertise und aktuellen Plausibilisierungen der Fachplaner für die Bereiche Bühnentechnik, Akustik, Statik, Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär und Elektrotechnik. Sie unterliegt einem dynamischen Prozess in Zusammenarbeit mit der Projektbaudienststelle der Stadt Nürnberg sowie dem Projektentwickler. Foto Deckblatt: Matthias Dengler Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG Lage Gebäude Funktions gruppe gem. TP Relevante ∑ NUF 1- 7 NF zu BGF Faktor in % (DU) Anteilige TF* (Ermittlung DU) VF (Ermittlung DU) NGF (Ermittlung DU) KGF (Ermittlung DU) BGF (Ermittlung DU) BGF Neubau BGF Bestand *HLS- und ELT- Zentralen werden gesondert von den Fachplanenden ermittelt 4 VA Verwaltung 1.010,00 65,80 42,66 316,26 1.369,06 185,67 1.554,73 1.554,73 - VO 4 VA PV Personalverwaltung 40,00 64,57 1,72 12,64 54,35 7,59 61,95 61,95 - + Bed 4 VA PV Personalverwaltung 33,00 64,57 1,42 10,43 44,84 6,27 51,11 51,11 - OH 4 VA IT EDV und IT 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 - VO 4 VA IT EDV und IT 86,00 64,57 3,69 27,17 116,86 16,33 133,19 133,19 - VS 4 VA IT EDV und IT 20,00 64,57 0,86 6,32 27,18 3,80 30,97 30,97 - VO 4 VA FC Finanzen 54,00 64,57 2,32 17,06 73,38 10,25 83,63 83,63 - + Bed 4 VA FC Finanzen 24,00 64,57 1,03 7,58 32,61 4,56 37,17 37,17 - OH 4 VA PR Personalrat 16,00 64,57 0,69 5,05 21,74 3,04 24,78 24,78 - VS 4 VA PR Personalrat - 64,57 - - - - - - - + Bed 4 VA PR Personalrat 32,00 64,57 1,37 10,11 43,48 6,08 49,56 49,56 - OH 4 VA AR Archiv etc. 42,00 68,60 1,53 12,12 55,71 5,51 61,22 61,22 - VO 4 VA AR Archiv etc. 40,00 68,60 1,46 11,55 53,06 5,25 58,31 58,31 - MZ 4 VA AR Archiv etc. 12,00 68,60 0,44 3,46 15,92 1,57 17,49 17,49 - + Bed 4 VA AR Archiv etc. 10,00 68,60 0,36 2,89 13,27 1,31 14,58 14,58 - MZ 4 VA FM Kaufmännisches FM - Einkauf 40,00 64,57 1,72 12,64 54,35 7,59 61,95 61,95 - VO 4 VA FM Kaufmännisches FM - Einkauf 46,00 64,57 1,97 14,53 62,51 8,73 71,24 71,24 - AB 4 VA SA Sanitäre Anlagen - 64,57 - - - - - - - M25 4 VA LL* Lager; Logistik - 68,60 - - - - - - - A52 4 VA LL* Lager; Logistik - 68,60 - - - - - - - VO 4 VA gekennzeichnet? Übergeordnet 30,00 64,57 1,29 9,48 40,77 5,70 46,46 46,46 - VS 4 VA gekennzeichnet? Besprechungsraum (bleibt im SH erahalten) - 68,60 - - - - - - - AB 4 VA gekennzeichnet? Übergeordnet 45,00 64,57 1,93 14,22 61,15 8,54 69,69 69,69 - + Bed 4 VA gekennzeichnet? Coworking Space, Besprecher, Sanitär 428,00 64,57 18,36 135,22 581,58 81,26 662,85 662,85 - 2 Aktionsb. Opernrestaurant 331,00 79,70 18,27 22,01 371,28 44,02 415,31 415,31 - + Bed 2 Aktionsb. Oper rest. Opernrestaurant 331,00 79,70 18,27 22,01 371,28 44,02 415,31 415,31 - 4 TD Technische Direktion 207,00 70,75 8,62 64,31 279,99 36,96 316,94 316,94 - VS 4 TD AU Ausstattung 101,00 64,57 4,33 31,91 137,24 19,18 156,42 156,42 - + Bed 4 TD AU Ausstattung 16,00 64,57 0,69 5,05 21,74 3,04 24,78 24,78 - VS 4 TD BV Bauunterhalt 22,00 64,57 0,94 6,95 29,89 4,18 34,07 34,07 - + Bed 4 TD BV Bauunterhalt 28,00 64,57 1,20 8,85 38,05 5,32 43,36 43,36 - WE 4 TD WE* Werkstätten - 79,70 - - - - - - - A52 4 TD LL* Lager; Logistik - 79,70 - - - - - - - M25 4 TD LL* Lager; Logistik - 79,70 - - - - - - - VS 4 TD gekennzeichnet? Übergeordnet 40,00 68,60 1,46 11,55 53,06 5,25 58,31 58,31 - 4 GMD Generalmusikdir. 106,00 64,57 4,55 33,49 144,04 20,13 164,16 164,16 - OH 4 GMD OR Orchesterdirektion 18,00 64,57 0,77 5,69 24,46 3,42 27,88 27,88 - + Bed 4 GMD OR Orchesterdirektion 30,00 64,57 1,29 9,48 40,77 5,70 46,46 46,46 - OH 4 GMD gekennzeichnet? Übergeordnet 46,00 64,57 1,97 14,53 62,51 8,73 71,24 71,24 - + Bed 4 GMD gekennzeichnet? Übergeordnet 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 - 4 BA Ballettsparte 1.026,00 70,59 30,50 206,29 1.292,32 130,61 1.422,93 1.422,93 - MZ 4 BA BAD Ballettdirektion 56,00 64,57 2,40 17,69 76,09 10,63 86,73 86,73 - + Bed 4 BA BAD Ballettdirektion 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 - OH 4 BA BAZ Ballettzentrum 244,00 64,57 10,47 77,09 331,56 46,33 377,88 377,88 - VO 4 BA BAZ Ballettzentrum 16,00 79,70 0,88 1,06 17,95 2,13 20,08 20,08 - + Bed 4 BA BAZ Ballettzentrum 274,00 68,60 9,99 79,08 363,47 35,95 399,42 399,42 - + Bed 4 BA BAZ Probebühne 08 - Ballett 424,00 81,50 6,24 27,57 486,95 33,30 520,25 520,25 - 2 GA Gastronomie 785,00 79,70 43,34 52,20 880,54 104,40 984,94 770,39 214,55 VO 2 GA KA Kantine 258,00 79,70 14,24 17,16 289,40 34,31 323,71 323,71 - + Bed 2 GA KA Kantine 110,00 79,70 6,07 7,31 123,39 14,63 138,02 138,02 - OH 2 GA FG Foyergastro 35,00 79,70 1,93 2,33 39,26 4,65 43,91 - 43,91 AB 2 GA FG Foyergastro 22,00 79,70 1,21 1,46 24,68 2,93 27,60 - 27,60 + Bed 2 GA FG Foyergastro 90,00 79,70 4,97 5,98 100,95 11,97 112,92 - 112,92 + Bed 2 GA LL* Lager, Logistik 48,00 79,70 2,65 3,19 53,84 6,38 60,23 30,11 30,11 OH GA FK 13,00 79,70 0,72 0,86 14,58 1,73 16,31 16,31 - Funktionsgruppe Raumgruppe Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG Lage Gebäude Funktions gruppe gem. TP Relevante ∑ NUF 1- 7 NF zu BGF Faktor in % (DU) Anteilige TF* (Ermittlung DU) VF (Ermittlung DU) NGF (Ermittlung DU) KGF (Ermittlung DU) BGF (Ermittlung DU) BGF Neubau BGF BestandFunktionsgruppe Raumgruppe VO GA FK 38,00 79,70 2,10 2,53 42,62 5,05 47,68 47,68 - + Bed GA FK 125,00 79,70 6,90 8,31 140,21 16,62 156,84 156,84 - AB 2 GA gekennzeichnet? Übergeordnet 22,00 79,70 1,21 1,46 24,68 2,93 27,60 27,60 - OH 2 GA gekennzeichnet? Büro Leitung 24,00 79,70 1,32 1,60 26,92 3,19 30,11 30,11 - + Int 2 GA gekennzeichnet? Übergeordnet - 79,70 - - - - - - - 4 STL Staatstheaterleitung 156,00 64,57 6,69 49,29 211,98 29,62 241,60 241,60 - GW 4 STL GW Gastappartments - 64,57 - - - - - - - VO 4 STL STZ Staatsintendanz 72,00 64,57 3,09 22,75 97,84 13,67 111,51 111,51 - VO 4 STL GFD Geschäftsführung 72,00 64,57 3,09 22,75 97,84 13,67 111,51 111,51 - + Bed 4 STL gekennzeichnet? Übergeordnet 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 - 4 OP Opernsparte 1.765,00 74,03 96,04 145,81 2.006,84 241,23 2.248,07 2.248,07 - VO 4 OP OPD Opernsparte Dramaturgie 16,00 64,57 0,69 5,05 21,74 3,04 24,78 24,78 - OH 4 OP OPD Opernsparte Dramaturgie 50,00 64,57 2,14 15,80 67,94 9,49 77,44 77,44 - + Bed 4 OP OPD Opernsparte Dramaturgie 48,00 64,57 2,06 15,16 65,22 9,11 74,34 74,34 - OH 4 OP OPZ Opernzentrum (Probebühnen) 425,00 79,70 23,46 28,26 476,73 56,52 533,25 533,25 - PB 4 OP OPZ Opernzentrum (Probebühnen) 249,00 79,70 13,75 16,56 279,30 33,12 312,42 312,42 - PB 4 OP OPZ Probebühne 01 - OP 424,00 79,70 23,41 28,20 475,60 56,39 531,99 531,99 - + Bed 4 OP OPZ Opernzentrum (Probebühnen) 129,00 79,70 7,12 8,58 144,70 17,16 161,86 161,86 - + Bed 4 OP OPZ Probebühne 02 - OP 424,00 79,70 23,41 28,20 475,60 56,39 531,99 531,99 - 4 KB Betriebsdirektion 78,00 64,57 3,35 24,64 105,99 14,81 120,80 120,80 - VO 4 KB gekennzeichnet? Übergeordnet 54,00 64,57 2,32 17,06 73,38 10,25 83,63 83,63 - + Bed 4 KB gekennzeichnet? Übergeordnet 24,00 64,57 1,03 7,58 32,61 4,56 37,17 37,17 - 4 IA Integrative Arbeit 427,50 67,96 7,70 40,35 501,49 39,14 540,63 540,63 - VS 4 IA TP Theaterpädagoge - 64,57 - - - - - - - OH 4 IA TP Theaterpädagoge 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 - VO 4 IA 360 Büro Projekt 360 22,00 64,57 0,94 6,95 29,89 4,18 34,07 34,07 - + Bed 4 IA Aktionsb. Aktionsbereiche 377,50 81,50 5,56 24,55 433,55 29,64 463,19 463,19 - + Bed 4 IA gekennzeichnet? Übergeordnet 16,00 64,57 0,69 5,05 21,74 3,04 24,78 24,78 - 4 DKM Development, Kommunikation & Marketing 208,00 64,57 8,92 65,71 282,64 39,49 322,13 322,13 - VO 4 DKM MK Marketing 58,00 64,57 2,49 18,32 78,81 11,01 89,82 89,82 - HOF 4 DKM KN Kommunikation 28,00 64,57 1,20 8,85 38,05 5,32 43,36 43,36 - + Bed 4 DKM KN Kommunikation 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 - HOF 4 DKM DE Development 28,00 64,57 1,20 8,85 38,05 5,32 43,36 43,36 - + Bed 4 DKM DE Development 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 - OH 4 DKM gekennzeichnet? Übergeordnet 30,00 64,57 1,29 9,48 40,77 5,70 46,46 46,46 - MZ 4 DKM gekennzeichnet? Übergeordnet 20,00 64,57 0,86 6,32 27,18 3,80 30,97 30,97 - + Bed 4 DKM gekennzeichnet? Übergeordnet 20,00 64,57 0,86 6,32 27,18 3,80 30,97 30,97 - 2 VG Glucksaal (Veranstaltung) 365,00 79,70 20,15 24,27 409,42 48,54 457,97 - 457,97 OH 2 VG FG Foyergastro 52,00 79,70 2,87 3,46 58,33 6,92 65,24 - 65,24 OH 2 VG gekennzeichnet? Veranstaltungsfläche (GluckS. 248,00 79,70 13,69 16,49 278,18 32,98 311,17 - 311,17 + Bed 2 VG gekennzeichnet? Lager, Garderobe WC 65,00 79,70 3,59 4,32 72,91 8,64 81,56 - 81,56 4 VE STNS GmbH 183,00 64,57 7,85 57,82 248,67 34,75 283,41 283,41 - VO 4 VE gekennzeichnet? Übergeordnet - 64,57 - - - - - - - OH 4 VE gekennzeichnet? Übergeordnet 36,00 64,57 1,54 11,37 48,92 6,84 55,75 55,75 - AB 4 VE gekennzeichnet? Übergeordnet 83,00 64,57 3,56 26,22 112,78 15,76 128,54 128,54 - + Bed 4 VE gekennzeichnet? Übergeordnet 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 - AB 4 VE VS Vertrieb & Zuschauerservice STNS 52,00 64,57 2,23 16,43 70,66 9,87 80,53 80,53 - 1 GMZ Generalmusikzentrum in Summe kleiner geworden 2.072,00 70,37 65,66 460,86 2.631,09 266,59 2.897,68 2.897,68 - + Bed 1 GMZ CH Chorprobe 251,00 74,80 8,05 37,58 296,64 38,93 335,56 335,56 - + Bed 1 GMZ Entfall Anteil NUF 7 OR Prio2 O. - Probe 320,00 68,60 11,66 92,36 424,49 41,98 466,47 466,47 - + Bed 1 GMZ Entfall Anteil NUF 7 OR Prio4 O. - Probe 336,00 68,60 12,24 96,98 445,71 44,08 489,80 489,80 - OH 1 GMZ CH Chorprobe 218,00 68,60 7,94 62,92 289,18 28,60 317,78 317,78 - OH 1 GMZ OR Prio2 Chorprobe 48,00 68,60 1,75 13,85 63,67 6,30 69,97 69,97 - OH 1 GMZ OR Prio3 Chorprobe 74,00 68,60 2,70 21,36 98,16 9,71 107,87 107,87 - OH 1 GMZ OR Prio4 Chorprobe 22,00 68,60 0,80 6,35 29,18 2,89 32,07 32,07 - OH 1 GMZ OR O. - Probe - 68,60 - - - - - - - VS 1 GMZ OR O. - Probe 50,00 74,80 1,60 7,49 59,09 7,75 66,84 66,84 - VS 1 GMZ OR Orchesterporbesaal 01 450,00 81,50 6,63 29,26 516,81 35,34 552,15 552,15 - OH 1 GMZ gekennzeichnet? 192,00 64,57 8,24 60,66 260,90 36,46 297,35 297,35 - Übergeordnet Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG Lage Gebäude Funktions gruppe gem. TP Relevante ∑ NUF 1- 7 NF zu BGF Faktor in % (DU) Anteilige TF* (Ermittlung DU) VF (Ermittlung DU) NGF (Ermittlung DU) KGF (Ermittlung DU) BGF (Ermittlung DU) BGF Neubau BGF BestandFunktionsgruppe Raumgruppe + Bed 1 GMZ gekennzeichnet? Büros, Übungsräume 111,00 68,60 4,05 32,04 147,24 14,56 161,81 161,81 - 3 KITA - 68,60 - - - - - - - + Bed 3 KITA Übergeordnet - 68,60 - - - - - - - + Bed 3 KITA V1 - 68,60 - - - - - + Bed 3 KITA V2 - 68,60 - - - - - 3 KO Kostüm 2.679,00 74,80 85,96 401,13 3.166,09 415,46 3.581,55 475,27 3.106,28 OH 3 KO FU Zentral/Kosttümfundus 515,00 74,80 16,52 77,11 608,64 79,87 688,50 344,25 344,25 MZ 3 KO FU Zentral/Kosttümfundus 196,00 74,80 6,29 29,35 231,64 30,40 262,03 131,02 131,02 VS 3 KO Abbruchkante FU Zentral/Kosttümfundus - 74,80 - - - - - - - OH 3 KO SC Schneiderei 664,00 74,80 21,30 99,42 784,73 102,97 887,70 - 887,70 SH 3 KO SC Schneiderei - 74,80 - - - - - - - + Bed 3 KO SC Schneiderei 252,00 74,80 8,09 37,73 297,82 39,08 336,90 - 336,90 MZ 3 KO SC Schneiderei 437,00 74,80 14,02 65,43 516,45 67,77 584,22 - 584,22 VS 3 KO SC Schneiderei (Färberaum 20,00 74,80 0,64 2,99 23,64 3,10 26,74 - 26,74 M25 3 KO LL* Lager, Logistik - 74,80 - - - - - - - A52 3 KO LL* Lager, Logistik - 74,80 - - - - - - - VO 3 KO WÄ Wäscherei 104,00 74,80 3,34 15,57 122,91 16,13 139,04 - 139,04 + Int 3 KO WÄ Wäscherei - 74,80 - - - - - - - + Bed 3 KO WÄ Wäscherei - 74,80 - - - - - - - OH 3 KO gekennzeichnet? Übergeordnet 18,00 74,80 0,58 2,70 21,27 2,79 24,06 - 24,06 + Bed 3 KO gekennzeichnet? Übergeordnet 48,00 74,80 1,54 7,19 56,73 7,44 64,17 - 64,17 MZ 3 KO gekennzeichnet? Übergeordnet 425,00 74,80 13,64 63,64 502,27 65,91 568,18 - 568,18 + Int 3 KO gekennzeichnet? Übergeordnet - 74,80 - - - - - - - 2 Open Air Open Air Bühne 148,00 68,60 5,39 42,72 196,33 19,42 215,74 215,74 - + Bed 2 Open Air Cafe Stadtraumcafe 118,00 68,60 4,30 34,06 156,53 15,48 172,01 172,01 - + Bed 2 Open Air gekennzeichnet? Übergeordnet 30,00 68,60 1,09 8,66 39,80 3,94 43,73 43,73 - 3 RQ Requisite 348,00 71,08 12,02 79,47 439,78 49,26 489,04 489,04 - OH 3 RQ FU Requisitenfundus 82,00 68,60 2,99 23,67 108,78 10,76 119,53 119,53 - VS 3 RQ Abbruchkante FU Requisitenfundus - 68,60 - - - - - - - SH 3 RQ FU Requisitenfundus - 74,80 - - - - - - - + Bed 3 RQ FU Requisitenfundus 100,00 68,60 3,64 28,86 132,65 13,12 145,77 145,77 - MZ 3 RQ FU Requisitenfundus (Pyro) 15,00 68,60 0,55 4,33 19,90 1,97 21,87 21,87 - M25 3 RQ LL* Lager, Logistik - 68,60 - - - - - - - A52 3 RQ LL* Lager, Logistik - 68,60 - - - - - - - OH 3 RQ gekennzeichnet? Werkstätten, Büro 101,00 74,80 3,24 15,12 119,36 15,66 135,03 135,03 - VO 3 RQ Abbruchkante Vorraum, Lager Req. - 74,80 - - - - - - - MZ 3 RQ Vorraum, Lager Req. 50,00 74,80 1,60 7,49 59,09 7,75 66,84 66,84 - 3 MA Maske 302,00 69,32 12,47 87,93 402,40 55,78 458,18 - 458,18 OH 3 MA FU Requisitenfundus 20,00 74,80 0,64 2,99 23,64 3,10 26,74 - 26,74 MZ 3 MA FU Requisitenfundus 25,00 74,80 0,80 3,74 29,55 3,88 33,42 - 33,42 SH 3 MA gekennzeichnet? Übergeordnet - 68,60 - - - - - - - + Int 3 MA gekennzeichnet? Übergeordnet - 68,60 - - - - - - - + Bed 3 MA gekennzeichnet? Anprobe, Besprechung, Werkstatt 82,00 64,57 3,52 25,91 111,42 15,57 126,99 - 126,99 MZ 3 MA gekennzeichnet? Anprobe, Besprechung, Werkstatt 175,00 64,57 7,51 55,29 237,80 33,23 271,02 - 271,02 1 BO Bühnenbetrieb Hauptbühne 8.664,90 75,11 196,90 1.106,68 10.322,13 910,94 11.233,07 5.879,47 5.353,60 OH 1 BO AV Betriebsräume Audio/Videotechnik 70,00 74,80 2,25 10,48 82,73 10,86 93,58 - 93,58 + Bed 1 BO AV Betriebsräume Audio/Videotechnik 24,00 74,80 0,77 3,59 28,36 3,72 32,09 - 32,09 OH 1 BO BA AG AG Balletten. 143,00 68,60 5,21 41,27 189,69 18,76 208,45 - 208,45 + Bed 1 BO BA AG AG Balletten. 66,00 68,60 2,41 19,05 87,55 8,66 96,21 - 96,21 OH 1 BO BL Bühnenlager/Magazin/Logistik 72,00 81,50 1,06 4,68 82,69 5,65 88,34 - 88,34 MZ 1 BO BL Bühnenlager/Magazin/Logistik 500,00 81,50 7,36 32,52 574,23 39,26 613,50 613,50 - + Int 1 BO BL Bühnenlager/Magazin/Logistik - 81,50 - - - - - - - VO 1 BO BL Bühnenlager/Magazin/Logistik 1.170,00 81,50 17,23 76,09 1.343,71 91,88 1.435,58 1.435,58 - OH 1 BO BLT Betriebsräme Beleuchtung 690,00 74,80 22,14 103,32 815,45 107,01 922,46 - 922,46 + Bed 1 BO BLT Betriebsräme Beleuchtung 60,00 74,80 1,93 8,98 70,91 9,30 80,21 - 80,21 OH 1 BO BT Betriebsräume Bühnentechnik 35,00 74,80 1,12 5,24 41,36 5,43 46,79 - 46,79 MZ 1 BO BT Betriebsräume Bühnentechnik 40,00 74,80 1,28 5,99 47,27 6,20 53,48 - 53,48 + Bed 1 BO BT Betriebsräume Bühnentechnik 20,00 74,80 0,64 2,99 23,64 3,10 26,74 - 26,74 OH 1 BO BÜ Bühne,Szenenfläche 548,00 81,50 8,07 35,64 629,36 43,03 672,39 - 672,39 Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG Lage Gebäude Funktions gruppe gem. TP Relevante ∑ NUF 1- 7 NF zu BGF Faktor in % (DU) Anteilige TF* (Ermittlung DU) VF (Ermittlung DU) NGF (Ermittlung DU) KGF (Ermittlung DU) BGF (Ermittlung DU) BGF Neubau BGF BestandFunktionsgruppe Raumgruppe OH 1 BO BÜ AG AG Bühne 202,00 68,60 7,36 58,30 267,96 26,50 294,46 - 294,46 + Bed 1 BO BÜ AG AG Bühne 197,00 68,60 7,18 56,86 261,33 25,85 287,17 - 287,17 VO 1 BO BÜ AG AG Bühne 71,00 68,60 2,59 20,49 94,18 9,31 103,50 - 103,50 OH 1 BO CH AG AG Chorensemle 195,00 68,60 7,11 56,28 258,67 25,58 284,26 284,26 - + Bed 1 BO CH AG AG Chorensemle 304,90 68,60 11,11 88,00 404,46 40,00 444,46 444,46 - OH 1 BO HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung - 74,80 - - - - - - - OH 1 BO MTA Antriebstechnik, Maschinentechik 482,00 74,80 15,47 72,17 569,64 74,75 644,39 - 644,39 VO 1 BO MTA Antriebstechnik, Maschinentechik - 74,80 - - - - - - - + Bed 1 BO MTA Antriebstechnik, Maschinentechik 100,00 74,80 3,21 14,97 118,18 15,51 133,69 - 133,69 OH 1 BO NB Hinterbühne/Seitenbühne/Unterb. 784,00 81,50 11,54 50,98 900,40 61,57 961,96 - 961,96 + Bed 1 BO NB Hinterbühne/Seitenbühne/Unterb. 769,00 81,50 11,32 50,01 883,17 60,39 943,56 471,78 471,78 OH 1 BO OR Graben Orchestergraben 250,00 68,60 9,11 72,16 331,63 32,80 364,43 364,43 - + Bed 1 BO umbenannt OR Graben 50,00 68,60 1,82 14,43 66,33 6,56 72,89 72,89 - OH 1 BO neu OR Prio1 12,00 74,80 0,39 1,80 14,18 1,86 16,04 16,04 - OH 1 BO OR AG Orchesterensemble 237,00 74,80 7,60 35,49 280,09 36,75 316,84 316,84 - + Bed 1 BO neu OR Prio1 Orchesterensemble 170,00 68,60 6,20 49,07 225,51 22,30 247,81 247,81 - + Bed 1 BO erhöht OR AG Orchesterensemble 94,00 68,60 3,43 27,13 124,69 12,33 137,03 137,03 - + Bed 1 BO RE Reinigung 10,00 74,80 0,32 1,50 11,82 1,55 13,37 - 13,37 OH 1 BO RQ Requisite 55,00 81,50 0,81 3,58 63,17 4,32 67,48 - 67,48 + Bed 1 BO RQ Requisite 10,00 81,50 0,15 0,65 11,48 0,79 12,27 - 12,27 OH 1 BO TB Löschtechnik, Erste-Hilfe - 74,80 - - - - - - - MZ 1 BO LL* Lager, Logistik - 81,50 - - - - - - - OH 1 BO LL* Lager, Logistik - 81,50 - - - - - - - A50 1 BO LL* Lager, Logistik - 74,80 - - - - - - - + Bed 1 BO Anlieferung Loarding Dock, Fahrspur LL* Lager, Logistik 1.202,00 81,50 17,70 78,17 1.380,46 94,39 1.474,85 1.474,85 - OH 1 BO gekennzeichnet? Übergeordnet 32,00 74,80 1,03 4,79 37,82 4,96 42,78 - 42,78 1 BW Präsenzwerkstatt 315,00 81,50 4,64 20,48 361,77 24,74 386,50 386,50 - OH 1 BW neu RQ 60,00 81,50 0,88 3,90 68,91 4,71 73,62 73,62 - MZ 1 BW Übergeordnet 315,00 81,50 4,64 20,48 361,77 24,74 386,50 386,50 - 5 HS Raumpflege 299,00 68,60 10,90 86,30 396,63 39,23 435,86 217,93 217,93 HOF 5 HS FM Facility Management, Hausmeister 100,00 68,60 3,64 28,86 132,65 13,12 145,77 72,89 72,89 + Bed 5 HS FM Facility Management, Hausmeister - 68,60 - - - - - - - OH 5 HS FM Facility Management, Hausmeister 104,00 68,60 3,79 30,02 137,96 13,64 151,60 75,80 75,80 + Bed 5 HS RE Reinigung 20,00 68,60 0,73 5,77 26,53 2,62 29,15 14,58 14,58 OH 5 HS RE Reinigung 47,00 68,60 1,71 13,57 62,35 6,17 68,51 34,26 34,26 PB 5 HS RE Reinigung 3,00 68,60 0,11 0,87 3,98 0,39 4,37 2,19 2,19 SH 5 HS RE Reinigung - 68,60 - - - - - - - VO 5 HS RE Reinigung 13,00 68,60 0,47 3,75 17,24 1,71 18,95 9,48 9,48 VS 5 HS RE Reinigung 2,00 68,60 0,07 0,58 2,65 0,26 2,92 1,46 1,46 WE 5 HS RE Reinigung - 68,60 - - - - - - - + Bed 5 HS Übergeordnet 10,00 68,60 0,36 2,89 13,27 1,31 14,58 7,29 7,29 5 VT Veranstaltungstechnik allg. 1.610,00 68,25 59,26 467,18 2.138,65 216,56 2.355,22 1.174,46 1.180,76 OH 5 VT BT Bühnentechnik 292,00 68,60 10,64 84,28 387,35 38,31 425,66 - 425,66 MZ 5 VT BT Bühnentechnik - 68,60 - - - - - - - SH 5 VT BT Bühnentechnik - 68,60 - - - - - - - VS 5 VT BT Bühnentechnik 46,00 68,60 1,68 13,28 61,02 6,03 67,06 67,06 - VS 5 VT BT Büro 49,00 64,57 2,10 15,48 66,58 9,30 75,89 75,89 - OH 5 VT BLT Bühnenbeleuchtung 334,00 68,60 12,17 96,40 443,06 43,82 486,88 - 486,88 SH 5 VT BLT Bühnenbeleuchtung - 68,60 - - - - - - - VO 5 VT BLT Bühnenbeleuchtung 66,00 68,60 2,41 19,05 87,55 8,66 96,21 - 96,21 VS 5 VT BLT Büro 42,00 64,57 1,80 13,27 57,07 7,97 65,05 65,05 - VS 5 VT BLT Bühnenbeleuchtung 28,00 68,60 1,02 8,08 37,14 3,67 40,82 40,82 - + Bed 5 VT BLT Bühnenbeleuchtung 67,00 68,60 2,44 19,34 88,88 8,79 97,67 97,67 - MZ 5 VT BLT Bühnenbeleuchtung 75,00 68,60 2,73 21,65 99,49 9,84 109,33 109,33 - OH 5 VT AV Audio/Videotechnik 25,00 68,60 0,91 7,22 33,16 3,28 36,44 - 36,44 MZ 5 VT AV Audio/Videotechnik 100,00 68,60 3,64 28,86 132,65 13,12 145,77 145,77 - SH 5 VT AV Audio/Videotechnik - 68,60 - - - - - - - Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG Lage Gebäude Funktions gruppe gem. TP Relevante ∑ NUF 1- 7 NF zu BGF Faktor in % (DU) Anteilige TF* (Ermittlung DU) VF (Ermittlung DU) NGF (Ermittlung DU) KGF (Ermittlung DU) BGF (Ermittlung DU) BGF Neubau BGF BestandFunktionsgruppe Raumgruppe + Bed 5 VT AV Audio/Videotechnik 93,00 68,60 3,39 26,84 123,37 12,20 135,57 - 135,57 M25 5 VT LL* - 68,60 - - - - - - - A52 5 VT LL* - 68,60 - - - - - - - OH 5 VT gekennzeichnet? Büro Azubi, Bereitschaftsraum 36,00 68,60 1,31 10,39 47,76 4,72 52,48 52,48 - VO 5 VT Warum in Spalte O nicht gekennzeichnet? Lager VT 74,00 68,60 2,70 21,36 98,16 9,71 107,87 107,87 - PB 5 VT Warum in Spalte O nicht gekennzeichnet? Umkleideraum Techniker Probebühne Fürther 26,00 68,60 0,95 7,50 34,49 3,41 37,90 37,90 - + Bed 5 VT Warum in Spalte O nicht gekennzeichnet? Umkleiden, Sanitär, Besprechung 244,00 68,60 8,89 70,43 323,67 32,01 355,69 355,69 - MZ 5 VT Warum in Spalte O nicht gekennzeichnet? Lager Technik Probebühne 13,00 68,60 0,47 3,75 17,24 1,71 18,95 18,95 - 5 GT Gebäudetechnik 618,00 80,17 15,03 101,23 758,36 62,91 821,27 410,64 410,64 + Bed 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung 5,00 81,50 0,07 0,33 5,74 0,39 6,13 3,07 3,07 MZ 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung - 81,50 - - - - - - - OH 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung 45,00 81,50 0,66 2,93 51,68 3,53 55,21 27,61 27,61 SH 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung - 81,50 - - - - - - - VO 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung - 81,50 - - - - - - - VS 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung - 81,50 - - - - - - - WE 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung - 81,50 - - - - - - - + Bed 5 GT ELT Elekro, MSR 5,00 81,50 0,07 0,33 5,74 0,39 6,13 3,07 3,07 MZ 5 GT ELT Elekro, MSR - 81,50 - - - - - - - OH 5 GT ELT Elekro, MSR 30,00 81,50 0,44 1,95 34,45 2,36 36,81 18,40 18,40 SH 5 GT ELT Elekro, MSR - 81,50 - - - - - - - VO 5 GT erhöht ELT Elekro, MSR 117,00 81,50 1,72 7,61 134,37 9,19 143,56 71,78 71,78 VS 5 GT ELT Elekro, MSR - 81,50 - - - - - - - WE 5 GT ELT Elekro, MSR - 81,50 - - - - - - - + Bed 5 GT MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik 5,00 81,50 0,07 0,33 5,74 0,39 6,13 3,07 3,07 MZ 5 GT MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik 5,00 81,50 0,07 0,33 5,74 0,39 6,13 3,07 3,07 OH 5 GT MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik 60,00 81,50 0,88 3,90 68,91 4,71 73,62 36,81 36,81 SH 5 GT MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik - 81,50 - - - - - - - VO 5 GT MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik 42,00 81,50 0,62 2,73 48,24 3,30 51,53 25,77 25,77 VS 5 GT MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik 20,00 81,50 0,29 1,30 22,97 1,57 24,54 12,27 12,27 VO 5 GT TB Löschtechnik, Erste Hilfe - 81,50 - - - - - - - SH 5 GT TB Löschtechnik, Erste Hilfe - 81,50 - - - - - - - VS 5 GT TB Löschtechnik, Erste Hilfe 11,00 81,50 0,16 0,72 12,63 0,86 13,50 6,75 6,75 OH 5 GT TB Löschtechnik, Erste Hilfe - 81,50 - - - - - - - VO 5 GT Warum in Spalte O nicht gekennzeichnet? Umkleiden / Vorräume 48,00 68,60 1,75 13,85 63,67 6,30 69,97 34,99 34,99 VS 5 GT Warum in Spalte O nicht als LL gekennzeichnet? Zentrallager / Archiv 165,00 68,60 6,01 47,62 218,88 21,65 240,52 120,26 120,26 SH 5 GT gekennzeichnet? Haustechnik - 81,50 - - - - - - - + Bed 5 GT gekennzeichnet? Büro+Umkleiden 60,00 68,60 2,19 17,32 79,59 7,87 87,46 43,73 43,73 PB 5 GT Haustechnik Übergeordnet - 81,50 - - - - - - - 2 IN allgemeine Infrastruktur 106,00 68,60 3,86 30,59 140,61 13,91 154,52 119,53 34,99 VO 2 IN über Faktor gerechnet PF Pforte, Bühneneingang - 68,60 - - - - - - - HOF 2 IN PF Pforte, Bühneneingang 46,00 68,60 1,68 13,28 61,02 6,03 67,06 67,06 - + Bed 2 IN PF Pforte, Bühneneingang 12,00 68,60 0,44 3,46 15,92 1,57 17,49 17,49 - OH 2 IN SA Sanitäre Anlagen 43,00 68,60 1,57 12,41 57,04 5,64 62,68 31,34 31,34 VS 2 IN SA Sanitäre Anlagen - 68,60 - - - - - - - SH 2 IN SA Sanitäre Anlagen - 68,60 - - - - - - - VO 2 IN BE Besprechung, Aufenthalt, Teeküche - 68,60 - - - - - - - PB 2 IN BE Besprechung, Aufenthalt, Teeküche - 68,60 - - - - - - - OH 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - - MZ 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - - AB 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - - SH 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - - VO 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - - VS 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - - Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG Lage Gebäude Funktions gruppe gem. TP Relevante ∑ NUF 1- 7 NF zu BGF Faktor in % (DU) Anteilige TF* (Ermittlung DU) VF (Ermittlung DU) NGF (Ermittlung DU) KGF (Ermittlung DU) BGF (Ermittlung DU) BGF Neubau BGF BestandFunktionsgruppe Raumgruppe PB 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - - VO 2 IN LL* Lager, Logistik - 68,60 - - - - - - - OH 2 IN gekennzeichnet? Übergeordnet 5,00 68,60 0,18 1,44 6,63 0,66 7,29 3,64 3,64 SH 2 IN gekennzeichnet? Übergeordnet - 68,60 - - - - - - - VS 2 IN Haustechnik Übergeordnet - 68,60 - - - - - - - 3 SP Sparte Schauspielhaus 80,00 66,30 3,43 25,27 108,71 15,19 123,90 123,90 - VO 3 SP SPD Schauspieldirektion - 64,57 - - - - - - - SH 3 SP SPD Schauspieldirektion - 64,57 - - - - - - - VS 3 SP SPD Schauspieldirektion 38,00 64,57 1,63 12,01 51,64 7,22 58,85 58,85 - + Bed 3 SP SPD Schauspieldirektion 42,00 64,57 1,80 13,27 57,07 7,97 65,05 65,05 - SH 3 SP SPZ Probezentrum Schauspiel - 68,60 - - - - - - - VS 3 SP SPZ Probezentrum Schauspiel - 68,60 - - - - - - - + Int 3 SP SPZ Probezentrum Schauspiel - 68,60 - - - - - - - 0 V3 Veranstaltungsräume - 64,57 - - - - - - - SH 0 V3 F3 Foyer - 64,57 - - - - - - - SH 0 V3 - 64,57 - - - - - - - 0 TG Tiefgarage - - - - - - - - TG 0 TG ST Stellplätze - - - - TG 0 TG Übergeordnet - - - - 0 BS SH Bühnenbetrieb Hauptsaal - 68,60 - - - - - - - SH 0 BS AV Betriebsräume Audio/Videotechnik - 68,60 - - - - - - - SH 0 BS BL Bühnenlager/Magazin/Logistik - 68,60 - - - - - - - SH 0 BS BL - 68,60 - - - - - - - VS 0 BS Abbruchkante BL Bühnenlager/Magazin/Logistik - 68,60 - - - - - - - + Int 0 BS BL Bühnenlager/Magazin/Logistik - 68,60 - - - - - - - SH 0 BS BLT Betriebsräme Beleuchtung - 68,60 - - - - - - - SH 0 BS BLT - 68,60 - - - - - - - SH 0 BS BT Betriebsräume Bühnentechnik - 68,60 - - - - - - - SH 0 BS BÜ Bühne,Szenenfläche - 68,60 - - - - - - - SH 0 BS BÜ AG AG Bühne - 68,60 - - - - - - - SH 0 BS LL* Lager, Logistik - 68,60 - - - - - - - VS 0 BS LL* Lager, Logistik - 68,60 - - - - - - - SH 0 BS MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik - 68,60 - - - - - - - SH 0 BS NB Hinterbühne/Seitenbühne/Unterb. - 68,60 - - - - - - - VS 0 BS NB Hinterbühne/Seitenbühne/Unterb. - 68,60 - - - - - - - SH 0 BS OR O. - Probe - 68,60 - - - - - - - VS 0 BS RQ Requisite - 68,60 - - - - - - - SH 0 BS gekennzeichnet? Übergeordnet - 68,60 - - - - - - - 0 BK SH Bühnenbetrieb Kammer - 68,60 - - - - - - - SH 0 BK BL Bühnenlager/Magazin/Logistik - 68,60 - - - - - - - SH 0 BK BÜ Bühne,Szenenfläche - 68,60 - - - - - - - SH 0 BK BÜ AG AG Bühne - 68,60 - - - - - - - VO 0 BK RQ Requisite - 68,60 - - - - - - - 2 ZO OH Zuschauerraum Hauptsaal 3.611,00 79,70 199,35 240,13 4.050,48 480,26 4.530,74 - 4.530,74 OH 2 ZO FG Foyer - Gastronomie 42,00 79,70 2,32 2,79 47,11 5,59 52,70 - 52,70 + Bed 2 ZO FG Foyer - Gastronomie 675,00 79,70 37,26 44,89 757,15 89,77 846,93 - 846,93 + Int 2 ZO FG Foyer - Gastronomie - 79,70 - - - - - - - OH 2 ZO FN Foyer - 1. Hilfe, Garderobe, VIP 50,00 79,70 2,76 3,32 56,09 6,65 62,74 - 62,74 + Bed 2 ZO FN Foyer - 1. Hilfe, Garderobe, VIP 482,00 79,70 26,61 32,05 540,66 64,11 604,77 - 604,77 OH 2 ZO FO OH Foyer Hauptsaal 1.131,00 79,70 62,44 75,21 1.268,65 150,42 1.419,07 - 1.419,07 OH 2 ZO AV Betriebsräume Audio/Videotechnik 26,00 79,70 1,44 1,73 29,16 3,46 32,62 - 32,62 OH 2 ZO BLT Betriebsräme Beleuchtung 67,00 79,70 3,70 4,46 75,15 8,91 84,07 - 84,07 OH 2 ZO FS Foyer - Zuschauerservice, Kasse, Shop 50,00 79,70 2,76 3,32 56,09 6,65 62,74 - 62,74 AB 2 ZO FS Foyer - Zuschauerservice, Kasse, Shop 28,00 79,70 1,55 1,86 31,41 3,72 35,13 - 35,13 + Int 2 ZO FS Foyer - Zuschauerservice, Kasse, Shop - 79,70 - - - - - - - + Bed 2 ZO FS Foyer - Zuschauerservice, Kasse, Shop 60,00 79,70 3,31 3,99 67,30 7,98 75,28 - 75,28 OH 2 ZO SO OH Hauptsaal 1.000,00 79,70 55,21 66,50 1.121,71 133,00 1.254,71 - 1.254,71 0 ZS SH Zuschauerraum Hauptsaal - 79,70 - - - - - - - VO 0 ZS neu AV Regie - 79,70 - - - - - - - Übergeordnet Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG Lage Gebäude Funktions gruppe gem. TP Relevante ∑ NUF 1- 7 NF zu BGF Faktor in % (DU) Anteilige TF* (Ermittlung DU) VF (Ermittlung DU) NGF (Ermittlung DU) KGF (Ermittlung DU) BGF (Ermittlung DU) BGF Neubau BGF BestandFunktionsgruppe Raumgruppe VO 0 ZS FG Foyer - Gastronomie - 79,70 - - - - - - - SH 0 ZS FG Foyer - Gastronomie - 79,70 - - - - - - - SH 0 ZS FS SH Foyer Hauptsaal - 79,70 - - - - - - - SH 0 ZS FN Foyer - 1. Hilfe, Garderobe, VIP - 79,70 - - - - - - - SH 0 ZS SS SH Hauptsaal - 79,70 - - - - - - - 0 ZK SH Zuschauerraum Kammer - 79,70 - - - - - - - SH 0 ZK FG Foyer - Gastronomie - 79,70 - - - - - - - SH 0 ZK FN Foyer - 1. Hilfe, Garderobe, VIP - 79,70 - - - - - - - SH 0 ZK FK SH Foyer Kammer - 79,70 - - - - - - - SH 0 ZK SK SH Kammersaal - 79,70 - - - - - - - 27.500,40 71,16 973,51 4.252,42 33.217,29 3.539,61 36.756,90 20.791,27 15.965,63 2019145 BOH Plausibilisiertes Nutzerbedarfsprogramm Stand: 05.05.2021 Entwicklung des Nutzerbedarfes Staatstheater zwischen Mai 2020 und April 2021 (Synopse) Index 01 Index 02 Index 03 Index 04 Index 05 Index 06 Index 07 Stand: 25.05.20 Stand: 15.06.20 Stand: 07.08.20 Stand: 25.09.20 Stand: 17.11.20 Stand: 19.03.21 Stand: 14.04.21 NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² Summe NUF Bestand (Status Quo) o. SSH - - 19.219,00 17.714,00 16.756,00 16.940,00 Summe NUF interim Auslagerung - - 16.813,00 18.286,00 17.601,00 17.399,00 Summe NUF interim am SH - - 5.258,00 334,00 334,00 375,00 Summe NUF Bedarf (= Funktionserhalt + Zukunftsfähigkeit) 21.378,00 29.274,00 27.416,00 27.425,00 Summe NUF Bestand (Status Quo) o. SSH - - 17.714,00 17.714,00 17.827,00 17.850,00 Summe NUF interim Auslagerung - - 18.286,00 18.560,00 18.286,00 18.286,00 Summe NUF interim am SH - - 334,00 334,00 375,00 374,60 Summe NUF Bedarf (= Funktionserhalt + Zukunftsfähigkeit) 29.274,00 28.402,00 28.378,00 27.493,00 Optionale Fläche Kita 909,50 - Für Bauvorhaben relevante NUF 21.378,00 29.274,00 28.402,00 28.378,00 27.493,00 Excl. Mietflächen - Keine auswertbaren Flächenangaben - Lediglich Struktur übermittelt - Fortschreibung Struktur - Auflistung der Bestandsflächen Incl. Mietflächen Beschreibung Flächen Bemerkung zu den Inhalten des NBP - Zusammenfassung Funktionserhalt und Zukunftsfähigkeit zu Bedarf BOH u. sep. Ausweisung der KITA als opt. Fläche - Überarbeitung der Bedarfslächen. - Ausschluss der extern angemieteten Werkstatt- und Lagerflächen. - Erstmalige Zusam- menstellung der Bedarfsflächen. - Aufnahme aller ext. Mietflächen. I:\2019\2019145_VgV_PE_Oper_Nuernberg\08_Dokumentation\04_Berichte\pNBP\Anlagen\20210504_AnlageXX_Synopse_Flächenentwicklung_kompr.xlsx P ​ .-Nr. ​ 20054 ​ Sanierung Opernhaus Nürnberg ELT ​ ​ Richard-Wagner-Platz 2-10 ​ ​ 90443 ​​ Nürnberg ​ BEGEHUNGSBERICHT Begehung am 27.11.2020 , Teilnehmer: Fr. Rogge, Hr. Lang, Hr. Gormann (zeitweise), Hr. Simon (zeitweise), Hr. Kraft, Hr. Horn Begehung am 05.02.2021 , Teilnehmer: Fr. Rogge, Hr. Lang, Hr. Zimmermann, Hr. Schultheiss, Hr. Horn, Hr. Kraft Aufgestellt: Ingenieurgemeinschaft Dess+Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg Tel.: 0911 / 9 51 76-0 Fax: 0911 / 9 51 76-80 Nürnberg, den ​ 12.02.2021 ​ ​ ELT ​ Inhaltsverzeichnis Ebene VS1, Raum 0638. Elektroverteiler V2.10.01 (1) 1 Ebene SH-1,5, Raum 0743. GHV Schauspielhaus AV (2) 3 Ebene SH-1,5 Raum 0753. GHV Schauspielhaus SV (4) 4 Ebene SH -1,5 Raum 0745. Medientechnik Schauspielhaus (5) 5 Ebene SH-1,5 Raum 0749. Beleuchtung und Medientechnik Schauspielhaus (6) 6 Ebene SH -1,5 Raum 0752. SiBe Verteiler (7) 7 Ebene VO -1 Raum 0739, 0741. Ggf. Ausweichraum für Technik (8) 8 Ebene MZ -1.0 Raum 0251-0253. Trafo 1 und 2, Schaltanlage 20 kV (9) 9 Ebene MZ -1.0 Raum 0250. Hauptverteilung Gesamtareal (10) 13 Ebene VO -1.0, Raum 0292. BMZ, ELA, ZI und Telefon (11) 15 Ebene VO -1.0, Raum 0294. Serverraum Opernhaus (12) 16 Ebene VO -1.5, Raum 0128. Leitzentrale BMZ GLT KNX SIBE (13) 17 Ebene OH -2.0, Raum 0091, 0093. GHV Opernhaus und Verwaltung AV (14) 18 Ebene OH -2.0, Raum 0.092. SiBe Hauptverteilung OH/SH (15) 19 Ebene OH -2.0, Raum 0093. Schaltanlage Bühnenmaschinerie OH (16) 20 Ebene OH -2.0, Raum 0102. Batterieraum für OH und SH (17) 21 Ebene VS -2.0, Raum 0652. Übergangsklemmkasten GHV SH (18) 22 Ebene SH -2.0, Raum 0657. Notstromaggregat 630 kVA für SH und OH (20) 23 Ebene VS -2.0, Raum 1452. Neuer Serverraum SH. (21) 25 Ebene SH -2.0, Raum 0704 Lager Ton (23) 26 Ebene SH -1.5, Raum 0731 - Bühnentechnik Pausenraum (24) 28 Ebene VO -2.0, Raum 0110 - Lüftung Gastronomie (26) 30 Ebene OH -2.0, Raum 0016 - Flur ehemaliger Heizraum (27) 31 Ebene OH -2.0 0016 - Flur ehemaliger Heizraum (28) 32 Ebene OH -2.0, Raum 0020 - EUV-Bühnenbeleuchtung (29) 33 Ebene OH -2.0, Raum 0005 - Lüftungszentrale Opersaal + Foyer (30) 35 Ebene OH +06.0 Notstromaggregat Opernhaus, 1293egat Alte Lüftungszentrale (31) 36 Ebene OH Zuschauerhaus (32) 38 Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 ###issue8253100### Titel : Ebene VS1, Raum 0638. Elektroverteiler V2.10.01 Ticket ID : ​ 1 ​ | Datum : 27.11.2020 10:46 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene +01 ​ Beschreibun g : ​ VS Verbindungsbau Schauspielhaus saniert Verteilerraum und Bereich sind bereits saniert. Platzverhältnisse sind sehr beengt. Es wird jedoch empfohlen, es so zu belassen. 01 Verteiler Lfd Nr ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Keine. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 10:49 2. 27.11.2020 10:49 Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 1/38 3. 27.11.2020 10:50 29.01.2021 15:19 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 2/38 ###issue8253285### Titel : Ebene SH-1,5, Raum 0743. GHV Schauspielhaus AV Ticket ID : ​ 2 ​ | Datum : 27.11.2020 10:54 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Zwischenebene Verwaltung ​ Beschreibun g : ​ Die Gebäudehauptverteilung ist neuwertig und versorgt das Schauspielhaus. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Die Gebäudehauptverteilung muss vor dem Abbruch der Trafostation neu eingespeist werden. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 10:55 29.01.2021 15:19 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 3/38 ###issue8253333### Titel : Ebene SH-1,5 Raum 0753. GHV Schauspielhaus SV Ticket ID : ​ 4 ​ | Datum : 27.11.2020 10:58 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Zwischenebene Verwaltung ​ Beschreibun g : ​ Die Gebäudeauptverteilung wird vom Notstromaggregat gespeist. Die Anlage ist neuwertig. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Derzeit kein Änderungsbedarf ersichtlich. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 10:59 2. 27.11.2020 10:59 29.01.2021 15:20 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 4/38 ###issue8253435### Titel : Ebene SH -1,5 Raum 0745. Medientechnik Schauspielhaus Ticket ID : ​ 5 ​ | Datum : 27.11.2020 10:59 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Zwischenebene Verwaltung ​ Beschreibun g : ​ Steuerschränke für die Medientechnik des Schauspielhauses. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Keine. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 11:00 2. 27.11.2020 11:00 29.01.2021 15:20 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 5/38 ###issue8253492### Titel : Ebene SH-1,5 Raum 0749. Beleuchtung und Medientechnik Schauspielhaus Ticket ID : ​ 6 ​ | Datum : 27.11.2020 11:02 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Zwischenebene Verwaltung ​ Beschreibun g : ​ Schaltschränke für die Beleuchtung und Medientechnik des Schauspielhauses. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Keine. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 11:03 2. 27.11.2020 11:06 29.01.2021 15:20 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 6/38 ###issue8253569### Titel : Ebene SH -1,5 Raum 0752. SiBe Verteiler Ticket ID : ​ 7 ​ | Datum : 27.11.2020 11:06 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Zwischenebene Verwaltung ​ Beschreibun g : ​ In diesem Raum befindet sich eine Unterverteilung für die Sicherheitsbeleuchtung. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Der Rest des Raums kann eventuell für Interimsmaßnahmen genutzt werden. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 11:06 2. 27.11.2020 11:07 29.01.2021 15:20 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 7/38 ###issue8253761### Titel : Ebene VO -1 Raum 0739, 0741. Ggf. Ausweichraum für Technik Ticket ID : ​ 8 ​ | Datum : 27.11.2020 11:09 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Zwischenebene Verwaltung ​ Beschreibun g : ​ Der Vorraum Requisite und Lager Requisite / Möbel kann eventuell für Interimsmaßnahmen genutzt werden. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 29.01.2021 15:20 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 8/38 ###issue8254001### Titel : Ebene MZ -1.0 Raum 0251-0253. Trafo 1 und 2, Schaltanlage 20 kV Ticket ID : ​ 9 ​ | Datum : 27.11.2020 11:13 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -01 ​ Beschreibun g : ​ Die Räume gehören zur Hauptstromversorgung des OH und SH. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Für den Interimsbetrieb des SH muss die Hauptversorgung im SH oder als Containerlösung im Außenbereich errichtet werden. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 11:13 2. 27.11.2020 11:13 Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 9/38 3. 27.11.2020 11:14 4. 27.11.2020 11:15 5. 27.11.2020 11:16 6. 27.11.2020 11:16 Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 10/38 7. 27.11.2020 11:16 8. 27.11.2020 11:16 9. 27.11.2020 11:16 10. 27.11.2020 11:17 Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 11/38 11. 27.11.2020 11:17 12. 27.11.2020 11:17 29.01.2021 15:23 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 12/38 ###issue8254284### Titel : Ebene MZ -1.0 Raum 0250. Hauptverteilung Gesamtareal Ticket ID : ​ 10 ​ | Datum : 27.11.2020 11:21 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -01 ​ Beschreibun g : ​ Raum im Abbruchsbereich. In diesem Raum befindet sich die Hauptstromversorgung des OH und SH. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Für den Interimsbetrieb des SH muss die Hauptstromversorgung im SH oder als Containerlösung im Außenbereich errichtet werden. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 11:22 2. 27.11.2020 11:22 Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 13/38 3. 27.11.2020 11:23 4. 27.11.2020 11:23 5. 27.11.2020 11:23 12.02.2021 15:23 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 14/38 ###issue8254534### Titel : Ebene VO -1.0, Raum 0292. BMZ, ELA, ZI und Telefon Ticket ID : ​ 11 ​ | Datum : 27.11.2020 11:31 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -01 ​ Beschreibun g : ​ In diesem Raum befinden sich folgende Anlagen: -BMZ für OH und SH - ELA-Anlage für OH - ZK-Anlage für OH (die Anlage ist dezentral aufgebaut) - Telefonhauptverteiler für OH und Amtsleitungen ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Für den Interimsbetrieb des SH ist eine neue BMZ im SH aufzubauen. Als möglicher Standort wäre der ELA-Raum im SH denkbar (Raum vor Flur 0803, Ebene -1). Die vorhandenen Ringbusleitungen müssten hierbei umgelegt werden. Die Amtsleitungen der Telefonanlage sind für den Interimsbetrieb des SH umzulegen. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 12.02.2021 15:24 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 15/38 ###issue8254564### Titel : Ebene VO -1.0, Raum 0294. Serverraum Opernhaus Ticket ID : ​ 12 ​ | Datum : 27.11.2020 11:37 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -01 ​ Beschreibun g : ​ In diesem Raum befindet sich nach derzeitigem Stand die Datenverkabelung für das OH. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 11:37 29.01.2021 15:25 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 16/38 ###issue8254847### Titel : Ebene VO -1.5, Raum 0128. Leitzentrale BMZ GLT KNX SIBE Ticket ID : ​ 13 ​ | Datum : 27.11.2020 11:43 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Zwischenebene Verwaltung ​ Beschreibun g : ​ Leitzentrale für die Überwachung der Anlagen GLT, BMZ, KNX und Sicherheitsbeleuchtung. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Die Leitzentrale muss für den sicheren Betrieb des SH während der Umbauphase umverlegt werden. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 29.01.2021 15:27 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 17/38 ###issue8254954### Titel : Ebene OH -2.0, Raum 0091, 0093. GHV Opernhaus und Verwaltung AV Ticket ID : ​ 14 ​ | Datum : 27.11.2020 11:54 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -02 ​ Beschreibun g : ​ Gebäudehauptverteilung AV. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ GHV AV wird für den Betrieb des SH nicht benötigt. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 11:54 2. 27.11.2020 11:54 29.01.2021 15:27 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 18/38 ###issue8254973### Titel : Ebene OH -2.0, Raum 0.092. SiBe Hauptverteilung OH/SH Ticket ID : ​ 15 ​ | Datum : 27.11.2020 11:57 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -02 ​ Beschreibun g : ​ Schaltanlage Sicherheitsbeleuchtung wurde mit dem Umbau des SH erneuert. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Die Schaltanlage ist für die Versorgung vom OH und SH benötigt. Die Schaltanlage Fab. Gossler muss für den Interimsbetrieb des SH versetzt werden. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 11:57 2. 27.11.2020 11:57 29.01.2021 15:27 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 19/38 ###issue8255050### Titel : Ebene OH -2.0, Raum 0093. Schaltanlage Bühnenmaschinerie OH Ticket ID : ​ 16 ​ | Datum : 27.11.2020 11:58 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -02 ​ Beschreibun g : ​ Die Schaltanlage ist ausschließlich für das OH genutzt. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Die Anlage wird nicht für den Betrieb SH benötigt. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 11:59 29.01.2021 15:26 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 20/38 ###issue8255183### Titel : Ebene OH -2.0, Raum 0102. Batterieraum für OH und SH Ticket ID : ​ 17 ​ | Datum : 27.11.2020 12:02 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -02 ​ Beschreibun g : ​ Batterieraum für die Sicherheitsbeleuchtung OH und SH. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Die Anlage wird in reduzierter Form für den Interimsbetrieb benötigt. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 29.01.2021 15:27 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 21/38 ###issue8255296### Titel : Ebene VS -2.0, Raum 0652. Übergangsklemmkasten GHV SH Ticket ID : ​ 18 ​ | Datum : 27.11.2020 12:10 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -02 ​ Beschreibun g : ​ In diesem Flur befinden sich Schaltschränke für die Zuleitungen GHV AV SV für das SH. Die Leitungen wurden bedarfsgerecht verlängert. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 12:11 29.01.2021 15:27 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 22/38 ###issue8255535### Titel : Ebene SH -2.0, Raum 0657. Notstromaggregat 630 kVA für SH und OH Ticket ID : ​ 20 ​ | Datum : 27.11.2020 12:25 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -02 ​ Beschreibun g : ​ Das Notstromaggregat liefert die Notstromversorgung für das SH und das OH. Nach Aussage von Herrn Lang ist das Aggregat zu klein ausgelegt. Bei der Anforderung der Doppelsprinklerpumpe wird das Aggregat überlastet. Dies ist genau zu untersuchen. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 12:26 2. 27.11.2020 12:27 Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 23/38 3. 27.11.2020 12:27 29.01.2021 15:28 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 24/38 ###issue8256278### Titel : Ebene VS -2.0, Raum 1452. Neuer Serverraum SH. Ticket ID : ​ 21 ​ | Datum : 27.11.2020 12:44 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -02 ​ Beschreibun g : ​ Serverraum wird für den Interimsbetrieb des SH benötigt. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Für die zukünftige Versorung des Areals ist ein größerer Raum nötig. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 27.11.2020 12:45 29.01.2021 15:28 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 25/38 ###issue9277275### Titel : Ebene SH -2.0, Raum 0704 Lager Ton Ticket ID : ​ 23 ​ | Datum : 05.02.2021 11:35 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -02 ​ Beschreibun g : ​ LWL Hauseinspeisung über das Feuerwehrnetz. Es gibt zwei Fernmeldeeinspeisungen im Gesamtareal. Einspeisung 1: Opernhaus; Einspeisung 2: Schauspielhaus. Die Einspeisung 2 (SH) wird für den Interimsbetrieb des SH aktiviert. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 05.02.2021 11:36 2. 05.02.2021 11:36 Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 26/38 3. 05.02.2021 11:36 LWL-Übergabepunkt der Feuerwehr. 12.02.2021 12:04 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 27/38 ###issue9277473### Titel : Ebene SH -1.5, Raum 0731 - Bühnentechnik Pausenraum Ticket ID : ​ 24 ​ | Datum : 05.02.2021 11:41 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Zwischenebene Verwaltung ​ Beschreibun g : ​ Bereitschaftsraum Bühnentechnik mit Teeküche. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Der Raum könnte ggf als Ausweichfläche für den Umzug der 20-UV Schaltanlage und Trafos fungieren. Jedoch vom Opernhaus nicht gewünscht. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 05.02.2021 11:42 2. 05.02.2021 11:42 Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 28/38 3. 05.02.2021 11:42 4. 05.02.2021 11:44 Außenansicht der Fassade vom Bereitschaftsraum Bühnentechnik. 5. 05.02.2021 11:44 Mögliche Außenfläche für die Aufstellung von einer Kompaktstation für die Interimsstromversorgung de SH. 12.02.2021 13:51 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 29/38 ###issue9277723### Titel : Ebene VO -2.0, Raum 0110 - Lüftung Gastronomie Ticket ID : ​ 26 ​ | Datum : 05.02.2021 11:48 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -02 ​ Beschreibun g : ​ Hier befindet sich der IT Knoten 8 für die Versorgung des Verbindungsbaus Opernhaus. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Der Knoten 8 befindet sich im Abbruchbereich und kann zurückgebaut werden. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 05.02.2021 11:48 2. 05.02.2021 11:49 12.02.2021 13:55 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 30/38 ###issue9277910### Titel : Ebene OH -2.0, Raum 0016 - Flur ehemaliger Heizraum Ticket ID : ​ 27 ​ | Datum : 05.02.2021 11:55 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -02 ​ Beschreibun g : ​ FM-Einspeisung als Stichleitung. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ FW Hauptmelder ist hier eventuell aufgeschaltet, dies ist zu prüfen. Die Fernmeldeleitung ist in Abstimmung mit der Stadt Nürnberg zurückzubauen. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 05.02.2021 11:56 2. 05.02.2021 11:56 12.02.2021 13:59 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 31/38 ###issue9277924### Titel : Ebene OH -2.0 0016 - Flur ehemaliger Heizraum Ticket ID : ​ 28 ​ | Datum : 05.02.2021 11:57 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -02 ​ Beschreibun g : ​ Hier befindet sich der Haupt-LWL-Verteiler für die Versorgung des Gesamtareals (Feuerwehrnetz, Ansprechpartner Hr. Stütz). ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Für die Umbaumaßnahme ist der Einspeisepunkt zu schützen. Sollte dies nicht möglich sein, ist dieser in Abstimmung mit der Feuerwehr zurückzubauen. Das Schauspielhaus ist während der Umbauphase vom Einspeisepunkt SH Ebene -2.0, Raum 0704 (Lager Ton) zu versorgen. Die benötigten Analoganschlussfaxgeräte sind über Analogwandler zu versorgen. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 05.02.2021 11:53 12.02.2021 15:30 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 32/38 ###issue9278290### Titel : Ebene OH -2.0, Raum 0020 - EUV- Bühnenbeleuchtung Ticket ID : ​ 29 ​ | Datum : 05.02.2021 12:11 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -02 ​ Beschreibun g : ​ Hier befinden sich die Dimmschränke der Bühnenbeleuchtung. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Raum wird weiterhin für Bühnenbeleuchtung und Technik benötigt. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 05.02.2021 12:11 2. 05.02.2021 12:12 Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 33/38 3. 05.02.2021 12:12 12.02.2021 15:31 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 34/38 ###issue9278412### Titel : Ebene OH -2.0, Raum 0005 - Lüftungszentrale Opersaal + Foyer Ticket ID : ​ 30 ​ | Datum : 05.02.2021 12:14 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene -02 ​ Beschreibun g : ​ Hier befindet sich die Lüftungszentrale für die Oper und Foyer. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Sollten die Lüftungszentralen zukünftig im Dachgeschoß untergebracht werden, kann dieser Raum für die Bühnentechnik genutzt werden. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 1. 05.02.2021 12:14 2. 05.02.2021 12:14 12.02.2021 15:31 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 35/38 ###issue9345940### Titel : Ebene OH +06.0 Notstromaggregat Opernhaus, 1293egat Alte Lüftungszentrale Ticket ID : ​ 31 ​ | Datum : 09.02.2021 16:07 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene +06 ​ Beschreibun g : ​ Notstromaggregat für die Entrauchung des Zuschauerraums. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ Notstromaggregat wird für die zukünftige Versorgung nicht mehr benötigt. ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 8. 12.02.2021 14:17 9. 12.02.2021 14:17 Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 36/38 10. 12.02.2021 14:17 11. 12.02.2021 14:17 12. 12.02.2021 14:18 13. 12.02.2021 14:18 12.02.2021 14:21 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 37/38 ###issue9346260### Titel : Ebene OH Zuschauerhaus Ticket ID : ​ 32 ​ | Datum : 09.02.2021 16:19 Gewerk : Elektro ​ Ebene : Ebene +03 ​ Beschreibun g : ​ Opernhaus Zuschauerhaus ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ Maßnahme : ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ 3. 12.02.2021 14:23 Z-Brücke Beleuchtung 4. 12.02.2021 14:23 FOH Beleuchtungsbrücke über Proszenium. 12.02.2021 14:27 ​ Dess + Falk GmbH Merianstraße 45 90409 Nürnberg info@dess-falk.de Tel.: 0911/951760 38/38 2019145 BOH Testentwurfsplanung Stand: Datum 23.04.2021 Dargestellte Flächen Testentwurf - Variante 1 Opernhaus + Neubau Gegenüberstellung von im Raumprogramm enthaltener Flächen FUNKTIONSGRUPPE SOLL ∑ NUF (Raum- und Funktionsprogramm Index07) NF zu BGF FAKTOR % MITTELWERT (Ermittlung DU) SOLL ∑ BGF (Ermittlung DU) IST ∑ BGF SOLL ∑ NUF (Vergleichbar*) IST-NUF (Testentwurf) AbweichungNUF Anmerkungen DU VT 1.610,00 0,684 2.355,22 1.755,69 1.610,00 1.200,17 -409,83 Unterdeckung aufgrund Foyer/Garderoben im UG -1 BO 8.664,00 0,760 11.233,07 8.992,82 6.809,00 6.834,54 25,54 *Die Hinterbühne kann nicht in der Dimension abgebildet werden wie in NBP gewünscht/ nicht 1000m² NUF Magazin erreichbar Nicht berücksicht in der Gegenüberstellung "soll" und "Ist" : Schnürboden OH (475m² NUF) Pospekthubregal MT (Bestand:Tieflager) (200m² NUF) Arbeitsgalerie Bühnenturm OH - 1. -4. Galerie (gesamt 400m² NUF) Anlieferung - Loading Dock Entladebereich (300m² NUF) Anlieferung - Loading Dock Rangierfläche (260m² NUF) Stellplätze (100+40+80 m²) GT 618,00 0,753 821,00 425,85 593,00 320,55 -272,45 Mehrbedarf durch nicht im Index 06 ausgewiesene Flächen (u.a. HLS) BW 375,00 0,815 460,12 470,04 375,00 383,08 8,08 GMZ 2.072,00 0,711 2.897,68 3.415,37 2.316,00 2.428,33 GMD 106,00 164,16 106,00 GA 785,00 0,797 984,94 985,47 785,00 785,42 0,42 HS 299,00 0,686 435,86 439,44 299,00 301,46 2,46 IN 106,00 0,686 154,52 107,87 106,00 74,00 -32,00 VA 1.010,00 0,650 1.554,73 1.571,77 1.010,00 1.021,07 11,07 VE 183,00 0,788 283,41 5.163,14 183,00 4.069,04 Mehrfläche durch Erweiterung auf +4 Rang und UG -1 im Bestand ZO 3.611,00 4.530,74 3.611,00 Aktionsb. 331,00 0,797 415,31 417,09 331,00 332,42 1,42 BA 1.026,00 0,721 1.422,93 1.437,97 1.026,00 1.036,84 10,84 VG 365,00 0,797 457,97 464,67 365,00 370,34 5,34 Bestand TD 207,00 0,653 316,94 318,20 207,00 207,82 0,82 DKM 208,00 0,646 322,13 322,44 208,00 208,20 0,20 IA 427,00 0,790 540,63 561,77 427,00 443,70 16,70 KB 78,00 0,646 120,80 123,01 78,00 79,43 1,43 STL 156,00 0,646 241,60 275,14 156,00 177,66 21,66 OP 1.765,00 0,785 2.248,07 2.264,11 1.765,00 1.777,59 12,59 SP 80,00 0,646 123,90 161,40 80,00 104,21 24,21 KO 2.679,00 0,748 3.581,55 2.859,62 2.679,00 2.139,00 -540,00 MA 302,00 0,659 458,18 468,45 302,00 308,77 6,77 RQ 348,00 0,712 489,04 599,72 408,00 426,76 18,76 Gesamt ∑ 27.411,00 36.614,50 33.601,05 25.835,00 25.030,40 -804,60 Flächen, die im Zuge des Testentwurfs nicht dargestellt wurden V3 - 1,000 - - - 0,00 Open Air 148,00 0,686 215,74 148,00 - -148,00 an Außenbereichen entwurfsabhängig zu integrieren KITA - 1,000 1.325,80 - 0,00 nicht verortet Gesamt ∑ 27.559,00 38.156,04 33.601,05 25.983,00 25.030,40 -952,60 Darstellung von Flächen, die bislang nicht im Raum- und Funk-tionsprogramm Index 07 erfasst wurden GT GEGEBENENFALLS - 0,815 - 719,27 - 586,21 586,21 Dachstuhl (Potenzialfläche, da VT und GT mehr Platz benötigen) Abstimmung HLS GT Fachplaner 410,00 0,815 503,067 410,00 SOLL durch Fachlaner (nicht in Index 07 enthalten) HLS: UG03/UG02 GT : Fachlaner 430,00 0,815 527,6 430,00 SOLL durch Fachlaner (nicht in Index 07 enthalten) HLS: UG03/UG02 Gesamt ∑ 27.969,00 38.659,11 35.357,48 26.393,00 26.461,89 TH Bestand 0 0,806 - 264,15 - 212,90 212,90 Bestand Oper (NACHRICHTLICH) TH Bestand 0 0,806 - 272,87 - 219,93 219,93 Bestand Oper (NACHRICHTLICH) TH Bestand 0 0,806 - 273,22 - 220,22 220,22 Bestand Oper (NACHRICHTLICH) TH Bestand 0 0,806 - 271,31 - 218,68 218,68 Bestand Oper (NACHRICHTLICH) TH Bestand 0 0,806 - 271,43 - 218,77 218,77 Bestand Oper (NACHRICHTLICH) TH Bestand 0 0,806 - 271,43 - 218,77 218,77 Bestand Oper (NACHRICHTLICH) 1.037,16 845,29 5,29 6,33 275,04 2019145 BOH Testentwurfsplanung Stand: Datum 23.04.2021 Dargestellte Flächen Testentwurf Variante 2 inkl. Schuckerthaus Gegenüberstellung von im Raumprogramm enthaltener Flächen FUNKTIONSGRUPPE SOLL ∑ NUF (Raum- und Funktionsprogramm Index07) NF zu BGF FAKTOR % MITTELWERT (Ermittlung DU) SOLL ∑ BGF (Ermittlung DU) IST ∑ BGF SOLL ∑ NUF (Vergleichbar*) IST-NUF (Testentwurf) AbweichungNUF Anmerkungen DU VT 1.610,00 0,684 2.355,22 2.363,35 1.610,00 1.615,56 5,56 Unterdeckung aufgrund Foyer/Garderoben im UG -1 BO 8.664,00 0,765 11.233,07 9.092,91 6.809,00 6.956,08 147,08 *Die Hinterbühne kann nicht in der Dimension abgebildet werden wie in NBP gewünscht/ nicht 1000m² NUF Magazin erreichbar Nicht berücksicht in der Gegenüberstellung "soll" und "Ist" : Schnürboden OH (475m² NUF) Arbeitsgalerie Bühnenturm OH - 1. -4. Galerie (gesamt 400m² NUF) Anlieferung - Loading Dock Entladebereich (300m² NUF) Anlieferung - Loading Dock Rangierfläche (260m² NUF) Stellplätze (100+40+80 m²) GT 618,00 0,753 821,00 841,06 618,00 633,10 15,10 BW 375,00 0,815 460,12 470,04 375,00 383,08 8,08 GMZ 2.072,00 0,711 2.897,68 3.125,78 2.178,00 2.222,43 GMD 106,00 164,16 GA 785,00 0,797 984,94 1.041,87 785,00 830,37 45,37 HS 299,00 0,686 435,86 439,44 299,00 301,46 2,46 IN 106,00 0,686 154,52 247,34 106,00 169,67 63,67 VA 1.010,00 0,650 1.554,73 1.563,42 1.010,00 1.015,65 5,65 VE 183,00 0,788 283,41 5.521,71 3.794,00 4.351,62 ZO 3.611,00 4.530,74 Aktionsb. 331,00 0,797 415,31 460,97 331,00 367,39 36,39 BA 1.026,00 0,721 1.422,93 1.488,53 1.026,00 1.073,30 47,30 VG 365,00 0,797 457,97 464,67 365,00 370,34 5,34 Bestand TD 207,00 0,653 316,94 329,63 207,00 215,29 8,29 DKM 208,00 0,646 322,13 364,16 208,00 235,14 27,14 IA 427,00 0,790 540,63 550,46 427,00 434,76 7,76 KB 78,00 0,646 120,80 134,84 78,00 87,07 9,07 STL 156,00 0,646 241,60 256,79 156,00 165,81 9,81 OP 1.765,00 0,785 2.248,07 2.314,58 1.765,00 1.817,22 52,22 SP 80,00 0,646 123,90 154,32 80,00 99,64 19,64 KO 2.679,00 0,748 3.581,55 3.596,21 2.679,00 2.689,97 10,97 MA 302,00 0,659 458,18 461,26 302,00 304,03 2,03 RQ 348,00 0,712 489,04 525,63 348,00 374,04 26,04 Gesamt ∑ 27.411,00 36.614,50 35.808,97 25.556,00 26.713,01 1.157,01 Aufstellung nicht umgesetzer Flächen, aus dem Raum- und Funktionsprogramm Index07 V3 - 1,000 - - 0,00 Open Air 148,00 0,686 215,74 148,00 - -148,00 an Außenbereichen entwurfsabhängig zu integrieren KITA 909,50 0,686 1.325,80 - - 0,00 nicht verortet Gesamt ∑ 28.468,50 38.156,04 35.808,97 25.704,00 26.713,01 1.009,01 Aufstellung nicht im dem Raum- und Funktionsprogramm Index07 erfasste Flächen (Flächenpotentiale) GT GEGEBENENFALLS - 0,815 - 719,21 - 586,16 586,16 Dachstuhl Oper Abstimmung HLS GT : Fachplaner 410,00 503,06 410,00 Geschoss -2: Sanitär-, Heizzentrale (NACHRICHTLICH): Fachplaner GT : Fachplaner 430,00 527,6 430,00 Geschoss +6: Lüftungs- und Kältezentrale (NACHRICHTLICH): Fachplaner GT : Fachplaner 320,00 0,815 392,63 225,38 320,00 183,69 -136,31 Sanitär-, Heiz-, Lüftungs-, Kältezentrale (NACHRICHTLICH): Fachplaner Gesamt ∑ 29.198,50 39.051,73 37.790,72 26.434,00 28.328,15 TH Bestand 0 0,806 - 264,15 - 212,90 212,90 Bestand Oper (NACHRICHTLICH) TH Bestand 0 0,806 - 272,87 - 219,93 219,93 Bestand Oper (NACHRICHTLICH) TH Bestand 0 0,806 - 273,22 - 220,22 220,22 Bestand Oper (NACHRICHTLICH) TH Bestand 0 0,806 - 271,31 - 218,68 218,68 Bestand Oper (NACHRICHTLICH) TH Bestand 0 0,806 - 271,43 - 218,77 218,77 Bestand Oper (NACHRICHTLICH) TH Bestand 0 0,806 - 271,43 - 218,77 218,77 Bestand Oper (NACHRICHTLICH) Gesamt ∑ - - 39.415,13 - 29.637,43 0,815 1.037,16 845,30 5,30 44,43 557,62 2019145 BOH Bauvorhaben Oper Nürnberg Stand: 17.06.2021 Benchmarking - BWKI/DU Benchmark STH Bestand STN Bedarf BOH Staatsoper Berlin (STOB) Opera Oslo (OO) Musiktheater Linz (ML) Staatstheater Karlsruhe (STK) Staatsoper Stuttgart (STS) Volkstheater München (VTM) Allgemein Spielsystem Repertoire Repertoire Repertoire Stagione Repertoire Rep ertoire Repertoire Repertoire Baujahr hisotrisch/Sanierung 1905 Sanierung 2025ff 1743 / 2017 Neubau 2008 Neubau 20 13 Sanierung 2021 1912 / Sanierung 2025ff 2021 NUF Nutzfläche m² 17.850m2 NF 31.000 m2 BGF Bruttogeschoßfläche m² 36.496m2 43.286m2 38.500 m2 52.420 m2 inkl. Tiefgarage (9.000m2) 46.800 NF STT gesamt 26.554m2 Spielstätten Anzahl 2 3 3 / gr.Saal, Apollosaal, alter Orchprobesaal 3 / grSaal 1360 Plätze, klSaal 440 Plätze, Studiobühne 200 Plätze 4 / gr.Saal 1200 Plätze, Blackbox 270 Plätze, Black box lounge 150 Plätze, OrchSaal 200 Plätze, Foyer Bühne variabel 3 / grSaal 1000 Plätze, klHaus 345 Plätze, Studio 144 Plätze 3 / gr.Saal 1404Pätze, klSaal 667 Plätze 3 / grSaal 600, klSaal, Probebühne Reine Szenenfläche m² 320m2 (16m x 20m) 320m2 (16m x 20m) 400m2 400 m2 (20x 20m) 324m2 (18x18m) 484m2 475m2 490m2 Anzahl der im Haus eingelagerten Produktionen 6 6 vormontiert 6 4 6 keine Angabe 7 14 max. Besucher gleichzeitig in allen Spielstätten 1218 1398 1456 2000 1820 1490 2071 1000 Zuschauer im Haupthaus 1100 1100 1356 1364 1090 1000 1404 600 Saalvolumen in m3 historisch/Sanierung 5.500m3 8.500m3 6.500m3 / 9300m3 12.000m3 9.850m3 9.600m 3 8.500m3 keine Angabe Orchestergraben 93m2 150m2 123m2 129m2 128m2 118m2 131m2 keinen Fläche Foyer Hauptsaal 318m2 1250m2 1331m2 keine Angabe 827 700 1.760m2 (3 Ränge ) keine Angabe Mitarbeiterzahl gesamt 600 STN inkl Schauspiel 600 STN inkl Schauspiel 589 620 80 0 700 1350 (inkl. Schauspiel) keine Angabe technische Mitarbeiter 80 80 178 230 200 260 keine Angabe 82 Anzahl der Vorstellungen pro Saison 730 STTH gesamt 730 STTH gesamt 225 300 470 900 STTH gesa mt 240 keine Angabe Hauptbühne Abmessungen Hauptbühne T/B 19m x 25,6m 19m x 25,6m 22,5m x 22,5m 20m x 28m 32m x 32m gesamt 22m x 22m 19m x 25m 19,5m x 22m Fläche m² 488m2 488m2 507m2 560m2 1024 m2 gesamt 484m2 475m2 429m2 Portalöffnung in m B/H 11,4m / Höhe 8m 14m / Höhe 8m 12-14m / 10m Höhe 12m - 16m / 9,5m Höhe Breite 12-16m / Portal 6- 10m Höhe 16m / Höhe 7,8 11,72m / Höhe 7,8 16m x Portalhöhe x ? Bühnentechnik Hauptbühne Seitenbühne Anzahl Nein 1 2 2 2 (1 davon als Probebühne) 2 1 1 Abmessungen Seitenbühne L/B/H Nein 16m x 16m x Höhe 9m 254m2 / 15,3m x 16,6m 256m2 rechts 16m x 16m mit 4 Bühnenwagen (16x), links 18m x 19m 342m2 296 m2, Höhe 9,8 m links 130m2, rechts 130 m links 28 x 6 x 7,8 m; rechts 12 x 6 x 7 m 16,5m / 19m / Höhe 8m Hinterbühne Anzahl 1 1 1 1 1 keine 1 1 Abmessungen Hinterbühne 191m2 / Höhe 10m 224m2 / 16m x 14m / Höhe 9m 437m2 / 23m x 19m / Höhe 9m 380m2 / Höhe 13m 304m2 / Höhe 10,2m keine 126m²: 14m x 9m x Höhe 9m 385m2 / 22m x 17,5m / Höhe 8m Magazinflächen Bühnennahe Kulissenlagerflächen qm 167m2 vertikal 1020m2 vertikal bühnennah 1.586m2 978m2 Summe Nebenbühnenfläche Montage 302m2, Kulissen 434m2, 296m2 Nebenbühne, Lager1 67m2, Lager2 100m2 keine Angabe Technische Direktion: im Opernhaus (alle Geschosse) rund 1100 m²; im Kulissengebäude (1.UG bis 2.OG) rund 2000 m² 630m2 Kulissenlager allgemein m² 344m2 1320m2 2.100m2 keine Angabe 1199m2 470m2 Bestätigung steht aus 1100m² 2090m2 Probebühnen im Haus Anzahl 3 6 7 5 7 6 6 2 Logistik Anlieferung 2 Anlieferungen, keine Gleichzeitigkeit 2 LKW keine Angabe 1 LKW (Semitrailer) 2 LKW 2 LKW 1 LKW (SemiTrailer) Bestand 1 LKW I:\2019\2019145_VgV_PE_Oper_Nuernberg\08_Dokumentat ion\04_Berichte\pNBP\Anlagen\20210507_BWKI_DU Benchmarking_Theatervergleich_STN.xlsx

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