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04 Erläuterungsbericht NBP Testentwurf DU 2021.06.11 (samt Anlagen)
Südstadt
Michael Ziegler
Hauptbahnhof
Altstadt
Fürther Straße
Energie & Versorgung
Soziales & Gesundheit
Schule & Bildung
Kultur, Sport & Freizeit
Sicherheit & Ordnung
Stadtentwicklung & Planung
Digitalisierung & Verwaltung
Wohnen & Bauen
Verkehr & Mobilität
Umwelt & Klima
Wirtschaft & Arbeit
Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.
I:\2019\2019145_VGV_PE_OPER_NUERNBERG\08_DOKUMENTAT ION\04_BERICHTE\PNBP\210611_ERLÄUTERUNGSBERI
CHT_NBP_TESTENTWURFDU.DOCX
Berlin
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Wuppertal
Brienner Straße 44
80333 München
Tel. 089. 15 90 67 51.0
Fax 089. 15 90 67 51.27
info@du-diederichs.de
www.du-diederichs.de
DU Diederichs
Projektmanagement AG & Co. KG
Sitz und Registergericht:
Berlin HRA 33078
Persönlich haftende
Gesellschafterin:
DU Diederichs AG
Sitz und Registergericht:
Berlin HRB 83457
Aufsichtsratsvorsitzender:
Prof. Dr.-Ing. Claus J. Diederichs
Vorstand:
Dipl.-Ing. Architekt Ralph Bode
Dipl.-Ing. Thomas Hausmann
Dipl.-Ing. Timo Oesterle
BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und
Testentwurf
Verfasser: DU Diederichs Projektmanagement AG & Co. KG
Bühnenplanung Walter Kottke Ingenieure GmbH
Kahle Acoustics
Professor Pfeifer und Partner PartGmbB
Weber & Partner Ingenieurgesellschaft für technisch e
Gesamtplanung mbH
Ingenieurgemeinschaft Dess+Falk GmbH
München, 11.06.2021, Index 7
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkungen 3
1.1 Anlass und Zielsetzung 3
1.2 Berichtsverfasser 3
1.3 Grundlagen 4
2 Nutzerbedarfsprogramm 6
2.1 Grundlagen 6
2.2 Herangehensweise 6
2.3 Inhalt und Gliederung Nutzerbedarfsprogramm 7
2.3.1 Betriebsbeschreibung 9
2.3.2 Raumprogramm 9
2.3.3 Kategorisierung des Mehrbedarfs 17
2.3.4 Funktionsschema 18
2.4 Plausibilitätsprüfung NBP 18
2.4.1 1. Stufe: Übergeordneter Referenzvergleich 19
2.4.2 2. Stufe: Benchmarking nach Funktionsgruppen 22
2.4.3 3. Stufe: Detaillierte raumweise Prüfung 34
3 Erläuterung Testentwurf 34
3.1 Grundlagen 35
3.1.1 Flächenansätze 35
3.1.2 Planungsprämissen 37
3.2 Herangehensweise und Ablauf 40
3.3 Ergebnisse der Testentwurfsplanung 43
3.3.1 Variante 1: Umsetzung des Nutzerbedarfs in Bestand- und Neubau am
Richard-Wagner-Platz mit Anlieferung über die Lessi ngstraße 43
3.3.2 Variante 2: Umsetzung des Nutzerbedarfs in Bestand- , Neubau und
Sigmund-Schuckert-Haus mit Anlieferung über die Les singstraße 48
3.4 Untersuchung Zuschauerraum 52
3.4.1 Variante 1: „Erhalt Zuschauerraum“ 52
3.4.2 Variante 1A: „Erhalt Saalwände“ 54
3.4.3 Variante 2: „Adaption“ 56
3.4.4 Variante 3: „Neu-Interpretation“ 58
3.5 Fazit 60
3.6 Detailuntersuchungen „Foyer“ 61
3.7 Allgemein zu klärende Punkte / Zielkonflikte 67
3.8 Zusammenfassung und Fazit – Erläuterung Testentwurf 69
4 Flächeneinsparpotentiale und Risiken für Flächenmeh rungen 70
5 Zusammenfassung und Fazit 72
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
1 Vorbemerkungen
1.1 Anlass und Zielsetzung
Das Staatstheater Nürnberg (fortan STN) ist aktuell eines der großen
Mehrspartenhäuser in Deutschland. Die ehemaligen st ädtischen Büh-
nen Nürnberg wurden am 01. Januar 2005 durch die „S tiftung Staats-
theater Nürnberg“ zum Staatstheater Nürnberg und ge lten als vierte
Staatsbühne im Freistaat Bayern. Das STN betreibt a ktuell das Schau-
spielhaus und das Opernhaus am Richard-Wagner-Platz in Nürnberg.
Das am Standort befindliche Opernhaus ist aus diver sen Zwängen (ins-
besondere Betriebssicherheit) sanierungsfällig und zudem funktional
weder zeitgemäß noch zukunftsfähig. Um diesen Misss tand zu be-
heben, hat das STN erforderliche Maßnahmen für eine zeitgemäße
Nutzung sowie eine Zukunftsfähigkeit des Hauses unt ersucht.
Die Leitung der Projektentwicklungsphase wird durch das Baureferat
der Stadt Nürnberg (Projektbaudienststelle, fortan PBD) für das "Bau-
vorhaben Opernhaus Nürnberg" (nachfolgend BOH) wahr genommen.
Neben der Vervollständigung der Grundlagenermittlun g sowie der
Prüfung des Nutzerbedarfsprogramms (NBP) soll durch einen darauf
basierenden „Testentwurf“ geprüft werden, ob der zu künftige Nutzer-
bedarf auf dem Areal realisiert werden kann. Rücksc hlüsse aus dem
Testentwurf sollten ebenso in die parallele Erstell ung des Nutzerbe-
darfsprogramms noch einfließen können.
Im Rahmen der Projektentwicklung wurde zudem der Te stentwurf um
eine zusätzliche Variante „Sigmund-Schuckert-Haus“ erweitert, um die
Umsetzbarkeit des Nutzerbedarfs auch in Verbindung mit ausgela-
gerten Verwaltungsflächen darstellen zu können.
Des Weiteren wurden im Rahmen der Plausibilisierung des Nutzerbe-
darfs durch die PBD Detailuntersuchungen zu den Ber eichen „Zu-
schauersaal“ und „Foyer“ angestoßen. Zum Zuschauers aal wurden
seitens des Büros Kahle Acoustics demnach 3 Variant en mit der
Möglichkeit vorgeschlagen und untersucht, bis max. 1.191 Zuschauer
im Zuschauersaal unterzubringen.
Der darauf aufbauende Testentwurf durch DU Diederic hs sollte die
dahingehenden Auswirkungen der Maximalvariante 3 au f die Foyer-
flächen darstellen und die Umsetzbarkeit prüfen.
1.2 Berichtsverfasser
Für die Projektentwicklung wurde seitens der PBD im Dezember 2019
DU Diederichs Projektmanagement AG & Co KG zur Verv ollständigung
der Grundlagenermittlung, zur Prüfung des NBP sowie zur Erstellung
eines Testentwurfs eingebunden.
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Zur Unterstützung dieser Leistungen wurden ergänzen d im Auftrag der
PBD folgende externe Fachplaner beteiligt:
- Bühnenplanung: Bühnenplanung Walter Kottke Ingeni eure
GmbH, Bayreuth (BWKI)
- Akustikplanung: Kahle Acoustics, Brüssel (KA)
- Tragwerksplanung: Professor Pfeifer und Partner
PartGmbB, Darmstadt (IBP)
- HLS Planung: Weber & Partner Ingenieurgesellschaf t für
technische Gesamtplanung mbH, Nürnberg (W+P)
- ELT Planung: Ingenieurbüro Dess+Falk GmbH, Nürnbe rg
(D+F)
In diesem Bericht werden die Prüfergebnisse und Tex tbausteine von
DU Diederichs und den oben angeführten Fachplanern zusammen-
gefasst.
1.3 Grundlagen
Folgende vom 16.07.2020 bis 26.03.2021 vom STN zur Verfügung
gestellte Unterlagen wurden überprüft und verwendet :
Allgemein:
- Raumprogramm Index 01 bis Index 07 vom 12.04.2021 und
Funktionsschema Index 06 vom 21.04.2021 vom STN
(Anlage 01 )
- Legende Raumgruppen und Funktionsgruppen Index
07(Anlage 02 )
- Bedarfsplanung und Projektdefinition von Gerling + Arendt
vom 30.09.2014 ( Anlage 03 ).
- Technische Machbarkeitsstudie, Team für Technik s bi
Ingenieure vom 11.06.2016 ( Anlage 04 )
- Strukturelle Planungsgrundlagen, Reform vom 18.12 .2012
(Anlage 05 )
- Bericht zum zukünftigen gastronomischen Bedarf - Special
Cuts vom 17.08.2016 ( Anlage 06 )
- Betriebsbeschreibung STN Stand 13.04.2021 ( Anlage 09 )
- NUF-Zuordnung_DU, Stand 30.03.2021 ( Anlage 10 )
- Synopse – Flächenentwicklung DU vom 05.05.2021 ( Anlage
11 )
- Flächennachweis Untersuchung Foyer ( Anlage 13 ) (Ablage
auf MyDrive, Stand 10.05.2021)
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
- Testentwurf Variante 1 (Ablage auf MyDrive, Stand
08.04.2021) ( Anlage 15 )
- Flächennachweis Variante 1, Stand 08.04.2021 ( Anlage 16 )
- Testentwurf Variante 2 ( Ablage auf MyDrive, Stand
08.04.2021 ) ( Anlage 17 )
- Flächennachweis Variante 2, Stand 08.04.2021 ( Anlage 18 )
- Detailuntersuchung Foyer DU vom 27.04.2021 ( Anlage 19 )
- Referenzvergleich Schauspiel-/Opernhäuser, Stand
12.04.2021 ( Anlage 20 )
Bühnentechnik
- Protokoll – Konzeption Bühnen BWKI /STN und PBD v om
09.03.2021 ( Anlage 07 )
- Footprint Anlieferung BWKI vom 27.10.2020 ( Anlage 08 )
Akustik:
- Variantenuntersuchung Zuschauersaal – Kahle Acous tics
vom 07.05.2021 ( Anlage 12 )
- Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen Ziele und
Anforderungen für die akustischen Planungen - Index 06
(Anlage 08 )
ELT:
- Begehungsbericht Dess+Falk GmbH Stand 12.02.2021 über
die Begehungen am 27.11.2021 und 05.02.2021 ( Anlage
14 )
TWPL:
- Trägerlagepläne (Stahlträger der Decken und Ränge ),
erstellt 1900
- (Weitere zahlreiche) Entwurfspläne, Grundrisse un d
Schnitte aus dem Büro Heinrich Seeling, Berlin, ers tellt
1898-1905 (fehlend, da nicht auffindbar: Statik-Pl äne und
Berechnungen des gesamten historischen Opernhauses,
erstellt durch das Büro Otto Leitholf, Berlin)Einze lne Pläne
der Umbauten der NS-Zeit (1934-1943)
- Pläne aus der Wiederaufbauzeit zum Magazingebäude , der
Westfassade und zum Bühnenhaus-Nordarm (1946-1956)
- Pläne und Statiken zu Erweiterungen und Umbauten der
Nachkriegszeit, insbesondere dem Verwaltungsbau sow ie
Umbauten im Bühnenhausbereich (1957-1967)
- Pläne zu div. Umbaumaßnahmen 1975 – 1989,
einschließlich dem Bau der Theatergarage, dem Einba u der
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Beleuchterloge im 4. Rang sowie dem U-Bahnhof
„Opernhaus“
- Pläne der Generalinstandsetzung 1989-1998
- Weitere, zahlreiche Pläne von Umbaumaßnahmen und
Planungen seit 2000
2 Nutzerbedarfsprogramm
2.1 Grundlagen
Die Betrachtungen zur Plausibilität des vorgelegten NBP basieren auf
der aktuellen Betriebsstruktur und Arbeitsorganisat ion des STN.
Es wurde vereinbart, sich bei der Bewertung der Anf orderungen auf
den bestehenden Betrieb in seiner groben Anlage, de r Personalstruk-
tur, Disposition und aktuellen Betriebsorganisation zu beziehen. Zu-
künftige Umstrukturierungen und deren Auswirkungen auf Betrieb und
Infrastruktur sind nicht bekannt.
Das STN operiert seit Jahrzehnten mit unzureichende n Betriebsflächen
insbesondere in den bühnennahen Funktionsbereichen. Dekorations-
volumina und Anforderungen an den Spielbetrieb habe n sich im letzten
Jahrhundert vervielfacht, dadurch sind die heute be stehenden Flächen
für ein repertoirebetriebenes Mehrspartenhaus unzur eichend. Zeitge-
mäße grundlegende Regeln des Arbeitsschutzes, der B arrierefreiheit,
des Brandschutzes, der Ergonomie und Nachhaltigkeit sind im besteh-
enden Betriebsgebäude so nicht einzuhalten.
2.2 Herangehensweise
Die Organisation des Prüfprozesses der Unterlagen d es Nutzerbe-
darfsprogramms erfolgte durch DU Diederichs in enge r Abstimmung mit
der PBD.
Die Unterlagenbereitstellung erfolgte durch eine di gitale Dokumenten-
austauschplattform (MyDrive), zur Verfügung gestell t von der PBD.
Sämtliche Prüf- und Abstimmungsergebnisse sind in e inem iterativen
Prozess in das NBP eingeflossen und sind durch die Indexstände 01
bis 07 dokumentiert.
Im Rahmen des Prüf- und Plausibilisierungsprozesses wurden die
vorliegenden Unterlagen zunächst von uns und den Fa chplanern ge-
sichtet und auf Vollständigkeit und / oder Widerspr üche geprüft.
Die Abstimmung der identifizierten Prüfergebnisse s owie Anmerkung-
en/Hinweise erfolgte kontinuierlich in Form von:
- Regelmäßiger Projekt-Jours-Fixe (2-wöchentlich)
- Workshops
- Detailabstimmungstermine (z.B. zu bestimmten Raum grup-
pen / Funktionsbereichen, etc.)
- bilateraler individueller Informationsaustausch ( z.B. Tele-
fonate, Videokonferenzen, Schriftverkehr, etc.)
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
- Arbeitskreissitzungen (beispielsweise AK Akustik)
- Begehungen des Bestandsgebäudes mit dem STN
Dabei sind bereits im Rahmen des iterativen Prüfpro zesses die Prüfan-
merkungen der Beteiligten in den aktualisierten Ind exstand der Unter-
lagen des Nutzerbedarfsprogramms kontinuierlich ein geflossen. Eben-
so wurden dem STN von allen Beteiligten Textbaustei ne für die Aufstel-
lung der Unterlagen zugearbeitet, sodass der vorlie gende Stand des
Nutzerbedarfsprogramms bereits Prüfergebnisse und A nmerkungen
enthält, auf die im Weiteren in diesem Bericht nich t nochmals explizit
eingegangen wird.
2.3 Inhalt und Gliederung Nutzerbedarfsprogramm
Das Nutzerbedarfsprogramm (NBP) besteht aus folgend en Bausteinen:
1. Betriebsbeschreibung
2. Raumprogramm
3. Funktionsschema
4. Ziele und Anforderungen für die akustischen Plan ungen des
Arbeitskreises Akustik und Kernfunktionen
Der Raum- und Funktionsbedarf wurde für die weitere Betrachtung in
übergeordnete Funktionsgruppen gegliedert. Die rele vanten Funktions-
gruppen wurden von uns und den Fachplanern auf Plau sibilität geprüft,
zum Teil ergänzt, kommentiert und in einer zentrale n Datei (Excel-
Format) zusammengefasst.
Folgende 5 Funktionsgruppen (FG) wurden durch das STN in Abstim-
mung mit den Projektbeteiligten für den Prüf- und A bstimmungsprozess
definiert:
- FG 1: Bühnen- und Probebetrieb (inkl. Anlieferung )
- FG 2: Besucherbereiche
- FG 3: Ausstattende Gewerke und Lager
- FG 4: Interne Bereiche und Verwaltung
- FG 5 / 0: Cultural HUB und weitere Funktionen
Die Gliederung der 5 Funktionsgruppen sollte zudem eine abschnitts-
weise Prüfung des Raumprogramms und Funktionsschema s
ermöglichen und die erforderlichen Zeitbedarfe opti mieren.
Das Raumprogramm und das Funktionsschema gliedert d en
zukünftigen Bedarf gem. den oben beschriebenen 5 Funktionsgruppen
weiter auf in 30 Funktionsbereiche und 72 Funktionsbereich/
Abteilungen , zusätzlich zu der beschriebenen Untergliederung b esteht
die Möglichkeit, die Flächen nach Betriebsbereich und Raumart zu
klassifizieren.
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Die nachfolgende Abbildung zeigt das abgestimmte Fu nktionsschema.
Abbildung: Funktionsschema mit den 5 Funktionsgrupp en
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
2.3.1 Betriebsbeschreibung
Im Rahmen des oben beschriebenen Prozesses wurde se itens STN
eine Betriebsbeschreibung ( vgl. Anlage 09 ) erstellt, welche die we-
sentlichen betrieblichen Abläufe innerhalb des Oper nhauses be-
schreibt und flankierend zum Raumprogramm ergänzend e Anforder-
ungen an die Bauaufgabe und den Betrieb sowie insbe sondere an
Räume und Raumgruppen definiert. Die Betriebsbeschr eibung wurde
erstmals am 23.12.2020 vom STN via MyDrive zur Verf ügung gestellt.
Die Betriebsbeschreibung wurde seitdem stetig zwisc hen den Beteilig-
ten abgestimmt, fortgeschrieben und am 13.04.2021 a ls finaler Vorab-
zug verteilt.
Im vorliegenden Stand der Betriebsbeschreibung werd en wesentliche
Raumbereiche hinsichtlich ihrer Funktion sowie spez ifischer Bedarfe
(z.B. an Raumhöhen, Arbeitsplätze oder nicht im Fun ktionsschema ab-
gebildeten Flächenbeziehungen) beschrieben. Die in der Betriebsbe-
schreibung definierten Anforderungen sind unter Ber ücksichtigung der
Testentwurfsplanung, des Raumprogramms, der Funktio nsschemata
und der o.g. Gutachten zwischen den Fachplanenden u nd dem STN
diskutiert, hinterfragt und abgestimmt worden. Wie bereits beschrieben,
beruht diese auch auf zugearbeiteten und mit dem ST N abgestimmten
Textpassagen durch die Projektbeteiligten.
Die seit dem 13.04.2021 vorliegende Betriebsbeschre ibung ist somit
wesentlicher Teil des Nutzerbedarfsprogramms (NBP).
2.3.2 Raumprogramm
2.3.2.1 Grundlagen
Nutzungsflächen (NUF) nach DIN 277
Im vorliegenden Raumprogramm (Index 07) wird zwisch en den Nutz-
ungsflächen gem. DIN 277 differenziert. Es werden n eben den Haupt-
nutzflächen auch Technik-, Verkehrs- sowie Sanitärf lächen ausge-
wiesen, sofern sie aus der Bestandssituation identi fiziert, werden kön-
nen bzw. eine wesentliche Bedeutung für den Gebäude betrieb haben.
Die Prüfung der Nutzungsflächen konzentrierte sich vornehmlich auf
die Hauptnutzflächen NUF 1-6.
Die Ermittlung der dazu benötigten Nebennutzflächen NUF 7 erfolgte
parallel mit dem Testentwurf mithilfe von Kennwerte n und Vorgaben
aus gesetzlichen Regelwerken (z.B. ASR, VStättV).
Die Ermittlung der erforderlichen Verkehrsflächen e rfolgte rein rechner-
isch auf Grundlage von Flächenkennwerten. Sie werde n im Rahmen
der Prüfung des Raumprogramms nicht bewertet und si nd in der weit-
eren Planung als „entwurfsabhängig“ zu betrachten.
Anforderungen an Technikzentralen nach VDI2050-1
Die Flächen für die Gebäudetechnik, das heißt für d ie Technik der
Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Sanitärtechnik und deren Installation-
en, zum Beispiel Schächte, wurden auf Grundlage der VDI2050-Blatt 1
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
ermittelt. Dabei wurde von getrennten Technikzentra len für die einzel-
nen Bereiche ausgegangen.
In der Summe ist von einem Bedarf für HLS von 3.300 m² NUF, davon
1.720 m² NUF für Technikzentralen und 1.580 m² NUF für Installations-
flächen, auszugehen. Diese Flächenangaben teilen si ch in die Bereiche
Bestand Opernhaus, anteilig mit Neubau, Neubau und Schuckert-Haus
auf. Dieser Flächenbedarf berücksichtigt nicht die separat ausgewies-
enen Flächen für die Elektro-, Fernmelde- und infor mationstechnischen
Anlagen.
Im Raumprogramm mit dem Index 07 ist dieser Flächen bedarf für HLS
nicht ausgewiesen, da dieser nicht bei den Nutzfläc hen erfasst wird.
Jedoch wurde dieser in den Testentwürfen als BGF be rücksichtigt.
Ebenso wurden die o. a. Technikflächen ELT im Index 07 über den
BGF-Umrechnungsfaktor im Testentwurf berücksichtigt .
Flächenentwicklung Raumprogramm (Index 01 – 07)
Die Flächenmehrung gegenüber dem Bestand, ausgehend vom Raum-
programm, Index 03 zu Index 04 beträgt noch ca. 7.8 96,00 m². Der
Index 04 berücksichtigt erstmals die externen Mietf lächen, welche vor
Ort am Richard-Wagner-Platz realisiert werden solle n. In Summe
waren gemäß Index 04 rund 28.402 m² für den Funktio nserhalt und die
Zukunftsfähigkeit der Oper herzustellen.
Im Zuge des Raumprogramms, Index 05 wurden die Fläc hen für den
Funktionserhalt (inkl. Mietfläche) aufgrund von For tschreibungen und
Prüfanmerkungen um rund 872,00m² reduziert, dies en tspricht ca. 3%
von dem Flächenbedarf Indexstand 04. Bei den Abweic hungen vom
Index 05 hin zum Index 06 handelt es sich überwiege nd um
Verschiebungen von Flächen für den Funktionserhalt hin zur
Zukunftsfähigkeit. In Summe beträgt die Abweichung vom NBP, Index
05 hin zum Index 06 24m².
In der letzten Fortschreibung vom Index 06 hin zum Index 07 wurde die
von der Akustikplanung definierte Priorisierung von Flächen, die eine
Nähe zu dem Orchestergraben und eine Nähe zur Haupt bühne er-
fordern, gem. Definition Ziele und Kernfunktionen a us Sicht der Akustik,
im Rahmen des Arbeitskreises Akustik vom 03.05.2021 abgebildet. Der
Flächenbedarfs verändert sich dadurch jedoch nicht.
Im Index 07 verändert sich die Darstellung des Beda rfs vom STN
grundsätzlich. Das STN gliedert fortan nicht mehr i n „Bedarf für die Zu-
kunftsfähigkeit“ und in den Bedarf für den „Funktio nserhalt“, sondern
gliedert in „Bedarf“ und „optionale Fläche KITA“. D er Flächenansatz
und der Mehrbedarf sind identisch zu dem Raumprogra mm, Index 05.
Das Raumprogramm mit dem Index 07 weist final eine Summe von 335
Bildschirmarbeitsplätzen für alle Bereiche auf. Dav on sind 283 Arbeits-
plätze ausschließlich den Funktionen der Oper, ohne Schauspielhaus
und dauerhaft ausgelagerten Flächen, zuzuordnen.
Zur besseren Nachvollziehbarkeit haben wir die einz elnen Fortschreib-
ungen und Änderungen in einzelnen Räumen und Raumbe reichen von
Index 01 bis 07 in der nachfolgenden Tabelle darges tellt. Diese liegt
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
nochmals separat als Anlage 11 bei. Zusätzlich werden darin auch die
Raumhöhen für wesentliche Räume mitgeführt.
Abbildung: Synopse Flächenentwicklung des Raumprogr amms
Index 01 Index 02 Index 03 Index 04 Index 05 Index 06 Ind ex 07
Stand: 25.05.20 Stand: 15.06.20 Stand: 07.08.20 Stand : 25.09.20 Stand: 17.11.20 Stand: 19.03.21 Stand: 14. 04.21
NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² NUF m²
Summe NUF Bestand (Status Quo) o. SSH - - 19.219,00 17.714,00 16.756,00 16.940,00
Summe NUF interim Auslagerung - - 16.813,00 18.286,00 17.601,00 17.399,00
Summe NUF interim am SH - - 5.258,00 334,00 334,00 375,00
Summe NUF Bedarf
(= Funktionserhalt + Zukunftsfähigkeit) 21.378,00 29.274,00 27.416,00 27.425,00
Summe NUF Bestand (Status Quo) o. SSH - - 17.714,00 17.714,00 17.827,00 17.850,00
Summe NUF interim Auslagerung - - 18.286,00 18.560,00 18.286,00 18.286,00
Summe NUF interim am SH - - 334,00 334,00 375,00 374,60
Summe NUF Bedarf
(= Funktionserhalt + Zukunftsfähigkeit) 29.274,00 28.402,00 28.378,00 27.493,00
Optionale Fläche Kita 909,50 -
Für Bauvorhaben relevante NUF 21.378,00 29.274,00 28.402,00 28.378,00 27.493,00
Excl.
Mietflächen
- Keine auswertbaren
Flächenangaben
- Lediglich Struktur
übermittelt
- Fortschreibung
Struktur
- Auflistung der
Bestandsflächen
Incl.
Mietflächen
Beschreibung Flächen
Bemerkung zu den Inhalten des NBP
- Zusammenfassung
Funktionserhalt und
Zukunftsfähigkeit zu
Bedarf BOH u. sep.
Ausweisung der
KITA als opt. Fläche
- Überarbeitung der
Bedarfslächen.
- Ausschluss der
extern angemieteten
Werkstatt- und
Lagerflächen.
- Erstmalige Zusam-
menstellung der
Bedarfsflächen.
- Aufnahme aller
ext. Mietflächen.
Seite 12/75
BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Für die weitere Bearbeitung (u.a. Testentwurf) wurd en zudem die o.g.
Flächen für den Neubaukörper mittels Umrechnungskoe ffizienten auf
Bruttogeschossflächen (BGF) umgerechnet. Nach absch ließendem
Stand ergibt sich aktuell für alle Neubaubereiche e in Flächenbedarf von
ca. 20.791 m² BGF ( vgl. Anlage 10) .
2.3.2.2 Bestand (IST)
Das Staatstheater nutzt aktuell im Bestand Flächen von insgesamt ca.
17.850 m² NUF . Diese gliedern sich wie folgt in die oben dargest ellten
5 Funktionsgruppen auf:
- FG 1: Bühnen- / Probebetrieb inkl. Anlieferung: 9.608 m² NUF
- FG 2: Besucherbereiche: 3.111 m² NUF
- FG 3: Ausstattende Gewerke und Lager: 2.406 m² NUF
- FG 4: Interne Bereiche und Verwaltung: 2.726 m² NUF
Flächenanteile davon sind aktuell in extern angemie tete Flächen
ausgelagert, wie beispielsweise die externe Probebü hne in der Fürther-
strasse (enthalten in der FG 1 mit ca. 700 m² NUF), Verwaltungsräum-
lichkeiten der STNS GmbH, das Abobüro in der Graser gasse 25 (ent-
halten in der FG 2 und 4 mit ca. 252m² NUF) und in Teilen die Abteilung
Development inkl. Kommunikation (enthalten in der F G 4 mit ca. 202
m² NUF).
Gesamtheitlich werden aktuell zusätzlich ca. 14.015 m² NUF als exter-
ne Mietflächen, wie z.B. das Zentrallager oder als Werkstätten genutzt.
Im Bestand existiert eine Flächenunterdeckung insbe sondere im Be-
reich der Bühne, Anlieferung und Magazine, die unte r anderem dadurch
die Betriebsabläufe im aktuellen Zustand wesentlich einschränkt. Zu
geringe oder fehlende Nebenbühnenflächen, wie die S eiten- und
Hinterbühne und ein mangelhaftes Logistik-System fü r den Spielbetrieb
erschweren weiterhin diese Problematik. Messungen b elegen auch,
dass im Zuschauersaal nur die Hälfte aller Plätze ü ber eine
uneingeschränkte Sicht auf die Szenenfläche verfügt und das nötige
akustisch wirksame Raumvolumen nicht vorhanden ist.
Des Weiteren besteht eine Flächenunterdeckung bei B esprechungs-
und Sozialräumen, Lager-, Neben- und Putzmittelräum en.
Zudem bestehen unter anderem gravierende Mängel hin sichtlich der
Einhaltung der brandschutztechnischen Vorgaben, Flu cht- und Ret-
tungswege, aktueller statischer Vorgaben sowie hins ichtlich der vor-
handenen haustechnischen Anlagen. Im Bestand werden hier z.B.
aktuell aus Platzgründen diverse Fluchtwege entgege n den gesetzlich-
en Vorgaben als Lager benutzt und erfüllen aus heut iger Sicht nicht die
Anforderungen an den Brandschutz. Auch für den Zusc hauerraum des
Opernhauses wurden substanzielle Mängel begutachtet , die belegen,
dass gesetzliche Auflagen für den Weiterbetrieb des Opernhauses
ohne umfassende bauliche Eingriffe nicht erfüllt we rden können.
Einen weiteren Mangel stellt die fehlende Barrieref reiheit dar.
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
2.3.2.3 Zukünftiger Flächenbedarf (SOLL)
Im Rahmen der Definition des zukünftigen Nutzerbeda rfs wurden sei-
tens STN in Zusammenarbeit mit den Projektbeteiligt en final das
Raumprogramm (Index 07) vom 12.04.2021 mit dessen v orausgegang-
enen Entwurfsfassungen vom 25.05.2020 (Index 01), 1 5.06.2020
(Index 02), 07.08.2020 (Index 03), 25.09.2020 (Inde x 04),17.11.2020
(Index 05) und 19.03.2021 (Index 06) erarbeitet. De r gesamte
Nutzerbedarf für das BOH stellt sich wie folgt nach Funktionsgruppen
dar:
- FG 1: Bühnen- / Probebetrieb inkl. Anlieferung: 15.225 m² NUF
- FG 2: Besucherbereiche: 4.592 m² NUF
- FG 3: Ausstattende Gewerke und Lager: 3.349 m² NU F
- FG 4: Interne Bereiche und Verwaltung: 3.797 m² NUF
- FG 5: Cultural HUB und weitere Funktionen: 531 m ² NUF
Insgesamt ermittelt sich ein gem. STN geforderter F lächenbedarf an
zukunftsfähigen Flächen in Höhe von 27.493 m² NUF . Die Flächen der
KITA werden bei der Flächenauswertung nicht berücks ichtigt und sind
somit nicht Teil der Flächenbetrachtung.
Aufgrund diverser Bestandszwänge und der Notwendigk eit im Be-
standsgebäude überwiegend Räumlichkeiten für den Sp ielbetrieb zu
verorten, ist die Platzierung der KITA im Bestand a ls nicht möglich zu
betrachten. Die Verortung im Neubau wäre unter Berü cksichtigung der
erforderlichen funktionalen Zusammenhänge und Abhän gigkeiten zum
Bestand zukünftig gesondert zu prüfen. Dazu ist zu empfehlen, dass
die gewünschte Soll-Fläche noch in das Nutzerbedarf sprogramm auf-
genommen wird, um diese zukünftigen Flächenüberlegu ngen auch zu
Grunde legen zu können.
Im zukünftigen Raumprogramm werden von den extern a ngemieteten
Flächen ca. 1.154 m² NUF an den Richard-Wagner-Plat z platziert. Die
neu zu platzierenden Flächen werden im Endzustand d es BOH als
Mietflächen demnach auch aufgegeben. Die restlichen Mietflächen, wie
das Zentrallager oder die Werkstätten, bleiben best ehen (vgl. Anlage
09).
2.3.2.4 Mehr- / Zusatzbedarf Flächen (Soll-Ist-Verg leiche)
Im Rahmen der Erstellung des aktuellen und zukunfts fähigen Nutzer-
bedarfsprogramms ergibt sich ein zusätzlicher Raumb edarf für das
Operngebäude.
Bezogen auf die einzelnen Funktionsgruppen ergibt s ich der nachfolg-
end dargestellte Mehr-/Zusatzbedarf an Nutzflächen von insgesamt ca.
9.643 m² NUF:
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Abbildung: SOLL-IST-Abgleich und Darstellung Mehrbe darf
Dieser Mehr-/Zusatzbedarf gliedert sich wie folgt a uf die einzelnen
Funktionsgruppen auf:
Mehr-/Zusatzbedarf Funktionsgruppe 1:
Abbildung: SOLL-IST-Abgleich und Darstellung Mehrbe darf – FG1
Der Mehrbedarf des Funktionsbereiches BA (Sparte Ba llett) beläuft
sich auf rund 746 m² NUF und ist im Wesentlichen du rch die Platzierung
einer zusätzlichen Probebühne vor Ort am Richard-Wa gner-Platz be-
gründet.
Der größte Mehrbedarf in der Funktionsgruppe 1 wird im Funktionsbe-
reich BO (Bühnenbetrieb Oper) ausgelöst. Die gesamt e Flächenmehr-
ung für diesen Funktionsbereich beläuft sich auf ca . 2.714 m² NUF. Die
Flächenmehrung wird im Wesentlichen durch die Erwei terung der Hin-
terbühne (inkl. Unterbühne), die Schaffung einer ne uen Seitenbühne
(inkl. einer Unterbühne) und die Schaffung von Lage rpotential für das
gleichzeitige Vorhalten von 6 Produktionen ausgelös t.
Der Mehrbedarf des GMZ (Generalmusikzentrum) ist du rch die gewün-
schte Vergrößerung des Chorprobensaals, durch Mehrb edarf für den
großen Orchesterprobensaal, die Schaffung von diver sen im Bestand
nicht enthaltenen Übungsräumlichkeiten sowie durch den Bedarf eines
zusätzlichen Orchesterprobensaals begründet.
Die Flächenmehrung im Funktionsbereich OP (Opernspa rte) ist haupt-
sächlich auf die Schaffung einer neuen Probebühne u nd die Erweiter-
ung der bestehenden Übungsräumlichkeiten zurückzufü hren.
Seite 15/75
BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Entsprechend der Erweiterung der Flächen für den Bü hnenbetrieb und
der Erweiterung der Produktionen vor Ort werden die Flächen für die
Veranstaltungstechnik (VT) ebenfalls erhöht.
In Summe beläuft sich der Mehrbedarf der Funktionsg ruppe 1 auf ca.
5.618 m² NUF.
Mehr-/Zusatzbedarf Funktionsgruppe 2:
Abbildung: SOLL-IST-Abgleich und Darstellung Mehrbe darf – FG2
Der erhöhte Flächenbedarf im Bereich der Funktionsg ruppe 2 wird zum
Großteil durch die Berücksichtigung des neuen Funkt ionsbereiches IA
(integrative Arbeit), sowie durch den ebenfalls neu hinzugekommenen
Funktionsbereich des „Open Air“ im Außenbereich, er zeugt. Die Mehr-
bedarfe im Bereich ZO (OH Publikumsbereich) und GA (Gastronomie)
sind durch die Anforderung des STN nach zukünftigen 1.000 Sitzplät-
zen für den Zuschauersaal, unter Berücksichtigung v on Barrierefreiheit
und unter Berücksichtigung der Erweiterung des Orch estergrabens, be-
gründet. Der Glucksaal (VG) wird des Weiteren um zu sätzliche
benötigte Nebenflächen erweitert.
Mehr-/Zusatzbedarf Funktionsgruppe 3:
Abbildung: SOLL-IST-Abgleich und Darstellung Mehrbe darf – FG3
Der Großteil des Mehrbedarfs von ca. 943 m² NUF ist auf die Erweiter-
ung des Kostümbereichs zurückzuführen. Zukünftig so ll für den Bereich
Kostüm hierfür die Produktion sowie die entsprechen de Lagerung für
den Spielbetrieb in den entsprechenden Fundusfläche n am Richard-
Wagner-Platz vorgesehen werden. Für die Dimension d er Lagerung für
den Kostümbereich ist die Vorhaltung von 6 Produkti onen für den zu-
künftigen Spielbetrieb maßgebend. Die übrigen ausst attenden Be-
reiche, wie Maske oder Requisite werden zudem durch zusätzliche
Lagerräumlichkeiten oder Büroräumlichkeiten erweite rt. Die Hauptla-
gerflächen sind jedoch weiterhin extern in den Zent rallagern (Franken-
straße) verortet.
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Mehr-/Zusatzbedarf Funktionsgruppe 4:
Abbildung: SOLL-IST-Abgleich und Darstellung Mehrbe darf – FG4
Im Wesentlichen beschreibt die Funktionsgruppe 4 de n Mehrbedarf an
Verwaltungsflächen für die diversen Abteilungen des STN, angelehnt
an dem Anforderungsprofil der Stadt Nürnberg sowie der ASR.
Der Mehrbedarf von ca. 1.071 m² NUF im Bereich der VA (Verwaltungs-
flächen/Bürokomplex) ist im Wesentlichen auf die Er weiterung der
internen Verwaltungsstruktur, Ergänzungen von Teekü chen, betrieblich
erforderlichen Nebenflächen, wie Kopierräume und de r Ergänzung von
separaten Besprechungsräumlichkeiten zurückzuführen .
Mehr-/Zusatzbedarf Funktionsgruppe 5:
Abbildung: SOLL-IST-Abgleich und Darstellung Mehrbe darf – FG5
Die Funktionsgruppe 5 bildet die zusätzlichen Fläch en KITA, Aktions-
flächen (beispielsweise Seminar oder Einführungsver anstaltungen für
alle Altersklassen) und Co-Working-Spaces ab. Die F lächen sind Teil
des Konzeptes für die Zukunftsfähigkeit des Gebäude s. Die KITA
Flächen werden im finalen Raumprogramm, Index 07 nu r noch als
optionale Fläche ausgewiesen, ohne den konkreten Fl ächenbedarf
anzugeben. Gem. Betriebskonzept (vgl. Anlage 09 ) beschreibt die
Funktionsgruppe 5 neue wesentlichen Funktionen des erwünschten
Funktionsgruppe 5 das zukünftige und unverzichtbare Potential,
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
welches neben der Spielstätte zu einem „(…) Ort der Begegnung, der
Kommunikation und des Erlebnisses (…)“ werden soll.
2.3.3 Kategorisierung des Mehrbedarfs
Der seitens des STN vorbeschriebene zukünftige Mehr bedarf an
Flächen (NUF) zur Beseitigung des aktuell vorhanden en Flächende-
fizits kann des Weiteren auf Basis der Indizes des Nutzerbedarfspro-
gramms in 3 übergeordnete Kategorien aufgegliedert werden. Die Kate-
gorisierung erfolgt im Ermessen von DU und auf Grun dlage des
Betriebskonzeptes des STN:
- Gesetzlich zwingend notwendige Flächen
- Betrieblich notwendige Flächen
- Flächen für die Zukunftsfähigkeit
Gesetzlich zwingend notwendige Flächen sind Flächen , die durch
Regelwerke, wie z.B. die Arbeitsstättenrichtlinie ( ASR), die DIN-Nor-
men, die Barrierefreiheit, aus brandschutztechnisch en Randbeding-
ungen, etc. begründet sind. Diese werden zwingend b enötigt, um einen
sicheren Betrieb gewährleisten zu können. Hauptsäch lich werden dazu
weitere Lagerflächen gezählt, da aktuell Fluchtwege zur Lagerung
mitgenutzt werden. Weiter sind die notwendigen Büro - und Besprech-
ungsräumlichkeiten der unterschiedlichen Abteilunge n gemäß Anzahl
von vorhanden Arbeitsplätzen auf ein Mindestmaß nac h ASR zu
vergrößern. Der Orchesterprobensaal (gemäß Betriebs beschreibung
für 199 Zuschauer) benötigt entsprechende Fluchtweg e und Sanitäre
Einrichtungen. Zudem ergibt sich auch ein Mehrbedar f für den
Orchestergraben, da dieser bereits im Bestand mit m ehr Personen
belegt wird als vorgeschrieben. Insgesamt belaufen sich diese Flächen
auf 44% des gesamten Bedarfs.
Die betrieblich notwendigen Flächen belaufen sich auf ca. 44% und
umfassen Flächen, die betriebsspezifisch notwendig werden, um einen
sinnvollen und zeitgemäßen Opernbetrieb gewährleist en zu können. Zu
dieser Kategorie werden unter anderem die Szenenflä chen, die
Lagerflächen und Magazine sowie Abendgarderoben gez ählt, da diese
Flächen im Bestand für eine geringere Anzahl an Zus chauern und
Produktionen ausgelegt waren und teilweise (wie ber eits o.s.
beschrieben) bereits seit Eröffnung des Opernhauses künstlerisch und
betrieblich veraltet waren.
Darüber hinaus ergeben sich weitere Flächen, die ei ne Zukunftsfähig-
keit des Opernbetriebs sicherstellen sollen. Der Be darf an zukunfts-
fähigen Flächen soll gem. STN die Verknüpfung versc hiedenster kultur-
eller Formate und Raum für zusätzliche ergänzende A ngebote bieten
können (vgl. Anlage 09). Diese Flächen sind beispie lsweise zusätzliche
Gastronomieflächen für das Restaurant (wie z.B. die Opernbar) oder
Aktionsflächen und belaufen sich auf rund 12% des gesamten
Mehrbedarfes.
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Abbildung: Kategorisierung Mehrbedarf (NUF)
2.3.4 Funktionsschema
Parallel zum Raumprogramm wurde durch das STN das F unktions-
schema für den Opernbetrieb aufgebaut. Das erste Fu nktionsschema
wurde am 19.06.2020 vorgelegt. Es wurden in den fol genden Index-
ständen lediglich Fortschreibungen und Erkenntnisse aus dem iter-
ativen Abstimmungsprozess ergänzt. Das aktuelle Fun ktionsschema
mit Stand vom 21.04.2021 (Index 06) bildet die wese ntlichen funktion-
alen Zusammenhänge einzelner Raumbereiche und -grup pen unterein-
ander schematisch zweidimensional ab (vgl. Anlage 14 ).
Das Funktionsschema wurde von uns und den Fachplane nden in Hin-
blick auf Plausibilität und Bezug zur Betriebsbesch reibung und Raum-
programm untersucht und dahingehend als Teil des NB P als plausibel
bewertet.
2.4 Plausibilitätsprüfung NBP
Die Plausibilisierung des Nutzerbedarfsprogramms so wie des darin for-
mulierte Mehr-/Zusatzbedarfs an Flächen gegenüber d em Bestand er-
folgte in unterschiedlichen Abstufungen. Dabei sind in das vorliegende
Nutzerbedarfsprogramm (Index 07), wie unter Ziff. 2 .2 beschrieben,
bereits die Prüfanmerkungen aus dem Abstimmungsproz ess mit dem
STN sowie zugearbeitete Textpassagen eingeflossen:
1. Stufe: Das NBP wurde mit dem Betriebskonzept abg eglichen und
anhand operativer Gesichtspunkte geprüft. Die angef orderten Flächen
wurden unter anderem über Vergleichswerte auf ihre Angemessenheit
untersucht.
2. Stufe: Die hieraus hervorgehenden Erkenntnisse w urden in einer
zweiten Stufe bezogen auf Funktionsgruppen oder ein zelne Funktions-
bereiche näher betrachtet und aufgrund ihrer projek tspezifischen An-
forderungen bewertet.
3. Stufe: In der dritten Stufe wurden detailliert e inzelne Räume und
Raumanforderungen auf Plausibilität hinsichtlich de r spezifischen
Funktion, Anzahl der Arbeitsplätze und Nutzer und u nter Berücksichtig-
ung von gängigen Vorschriften und Regelwerken (z.B. Arbeitsstätten-
richtlinien, VstättV, DIN oder DGUV etc.) detaillie rt geprüft.
44%
44%
12% Betrieblich notwendige Flächen
Gesetzlich zwingend notwendige
Flächen
Flächen für die Zukunftsfähigkeit
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Es ist hierbei jedoch zu beachten, dass die Einzelk riterien der jeweilig-
en Häuser/ Vergleichsprojekte lokal sehr individuel l zu betrachten und
lediglich als Orientierungswerte zu verstehen sind.
2.4.1 1. Stufe: Übergeordneter Referenzvergleich
Das nachfolgende Schaubild zeigt eine Gegenüberstel lung der für den
Projektvergleich ausgewählten Schauspiel- und Opern häuser:
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Abbildung: Übersicht Referenzvergleich Schauspiel-/ Opernhäuser (vgl.
Anlage20)
Für eine übergeordnete Plausibilitätsprüfung der An sätze des NBP
wurden durch BWKI in der oben dargestellten Abbildu ng die Bench-
marks unterschiedlicher Schauspiel- und Opernhäuser zusammenge-
stellt und hinsichtlich unterschiedlicher Kriterien (Zuschaueranzahl,
Lagerflächen, etc.) ausgewertet. Die dargestellten Spielstätten wurden
unter folgenden Prämissen ausgewählt;
- Zukunftsfähige Oper als Neubau als maximale Vergl eichs-
variante
- Vergleichbarkeit durch (ähnliche) Spartenstruktur
- Vergleichbarkeit durch (ähnliche) Nutzungen ergän zend
zum Spielbetrieb
- Vergleichbarkeit durch bühnentechnische Konzeptio n und
daraus resultierenden Flächenbedarfe für Lagerung u nd
Logistik
- Vergleichbarkeit durch betriebliche Konzeption
- Vergleichbarkeit durch ähnliche Zuschauerkapazitä ten
Darüber hinaus gilt bei den ausgewählten Objekten f olgendes zu be-
achten:
- Oper Oslo (OO): Neubau 2008 für Oper und Ballett mit
Dekorations- und Kostümwerkstätten im Hause, ein Be trieb
im Stagione-System.
- Linz Musiktheater (ML): Neubau 2013 für Oper und Ballett
mit Dekorations- und Kostümwerkstätten im Hause,
Repertoirebetrieb.
- Karlsruhe Staatstheater (STK): Das Karlsruher
Staatstheater ist mit seiner Schauspiel-, Opern- un d
Ballettbühne in einem Gebäudekomplex in der
Funktionsweise mit dem STN vergleichbar. Der Bau au s den
70-er Jahren wird derzeit saniert. Die Dekorations- und
Kostümwerkstätten befinden sich im Hause,
Repertoirebetrieb
- Stuttgart Staatsoper (STS): Das Staatstheater Stu ttgart ist
mit seiner Schauspiel-, Opern- und Ballettbühne in einem
Gebäudekomplex in der Funktionsweise mit dem STN
vergleichbar. Die Dekorations- und Kostümwerkstätte n
befinden sich im Bestand im Hause. Eine Sanierung d es
Hauses ist ab 2026 geplant, Repertoirebetrieb
- Volkstheater München (VTM): Das Volkstheater Münc hen ist
eine reine Schauspielbühne mit 16 Neuproduktionen p ro
Saison. Der 2021 fertiggestellte Neubau beherbergt die
Dekorations- und Kostümwerkstätten im Hause. Das Ha us
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
ist in Anordnung und Größe der Betriebsflächen mit dem
neuen Footprint vom STN vergleichbar, Repertoirebet rieb
- Staatsoper Berlin (STOB): Ein Repertoirebetrieb m it
Präsenzwerkstätten im Hause. Die in den Jahren 2010 bis
2017 durchgeführte Komplettsanierung des Opernhause s
erfolgte mit einer Erhöhung der Bruttogeschossfläch e auf
insgesamt 43.000m2.
Die Referenzobjekte unterscheiden sich zum Staatsth eater Nürnberg
u.a. in Spielsystem, z.T. den angebotenen Sparten u nd der Verortung
der Werkstätten. Das STN ist ein im Repertoire spie lendes Mehrspart-
entheater. Die Dekorationswerkstätten sind in Nürnb erg ausgelagert,
innerhalb des Hauses befinden sich nur Präsenzwerks tätten.
Das STN wird, was die Hauptbühne betrifft, im Besta nd saniert. Die
Größe der Hauptbühne, die im Allgemeinen ein wesent licher Faktor für
die Bemessung weiterer Nebenbühnenflächen und der P robebühnen
ist, bleibt im Bestand des STN durch vorliegende ba uliche Zwänge
unverändert. Im Bestand bestehen derzeit nur eine u nzureichende
Hinterbühne und keine Seitenbühne. Ein grundsätzlic her Zuwachs von
Nebenbühnenflächen kann durch die Referenzobjekte p lausibilisiert
werden. Die Anzahl und Größe Nebenbühnenflächen erm öglicht einen
Szenenwechsel und einen Spielplan wie es ein modern er und
wettbewerbsfähiger Repertoirebetrieb fordert. Bei d er Bestimmung der
Anzahl (1 Hinter- und 1 Seitenbühne) und der tatsäc hlichen Verortung
ist ein Vergleich mit den gewählten Objekten nur ei ngeschränkt
möglich, da Bauparameter und Bestandsbau wesentlich en Einfluss
haben. Die veranschlagten Nebenbühnenflächen können in der Summe
über eine Betrachtung der aktuellen Disposition und Betriebsplanung
am STN als gerechtfertigt angesehen werden.
Die anvisierte Anzahl von 6 im Haus gelagerten vorm ontierten Produk-
tionen im Repertoirebetrieb des STN ist auch nach Q uervergleich mit
den Benchmarkdaten der gewählten Referenzobjekte al s gerechtfertigt
anzusehen.
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
2.4.2 2. Stufe: Benchmarking nach Funktionsgruppen
Im Rahmen dieser Prüfung wurden die ausgewählten un d maßgeben-
den Flächen und Funktionsbereiche aus dem Raumprogr amm, Index
07 untersucht:
2.4.2.1 Funktionsgruppe 1
Bereich Bühnen, GMZ und Probesaal
Hauptbühnenfläche
Abbildung: Referenzvergleich Hauptbühnenfläche [m²]
Das Raumprogramm für das BOH sieht keine Vergrößeru ng der Haupt-
szenenfläche vor und somit ist der Flächenbedarf fü r die Szenenfläche
als plausibel uns als umsetzungsfähig zu betrachten .
Nebenbühnenflächen / Revolverbühne
Ein moderner Betrieb des Staatstheaters Nürnberg be nötigt vor allem
auf Hauptbühnenniveau eine signifikante Erhöhung de r peripheren
Flächen. Die Hauptbühne sollte daher um Hinter- und Seitenbühne er-
weitert und logistisch erschlossen werden. Der Bühn enturm wird im
Entwurf zur Seitenbühne Richtung Schauspielhaus und zu wesent-
lichen angegliederten Betriebsteilen geöffnet. Die eigentliche Fläche
der Seitenbühne orientiert sich dabei nach der zur Verfügung steh-
enden Szenenfläche und den Maßen der die Unterbühne der Haupt-
bühne erschließenden Hubpodien. Eine lichte Durchfa hrthöhe von 9
Metern ist hier einzuplanen, um Dekoration ohne wei teres Demontieren
horizontal in das Magazin und zu den Probebühnen ve rschieben zu
können.
Seitenbühnenmaße / Hinterbühne
Die Größe der Hinterbühne des STN richtet sich unte r anderem nach
der zur Verfügung stehenden Szenenfläche - hier wir d die in Abhäng-
igkeit der Szenenfläche bemessene Drehscheibe gelag ert. Die Seiten-
bühne öffnet die Hauptbühne zu angegliederten Betri ebsteilen wie
0
100
200
300
400
500
600
STN -
Bestand
STN STOB OO STK STS VTM
STN - Bestand STN STOB OO STK STS VTM
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Probebühnen, Magazin und weiteren wesentlichen Funk tionsbereichen
des Betriebes.
Abbildung: Referenzvergleich Hinter- und Seitenbühn en [Anzahl]
Im direkten Vergleich mit den ausgewählten Referenz projekten ist zu
erkennen, dass die Anzahl der verfügbaren Seitenbüh nen variiert. In 4
von 6 Referenzprojekten stehen abweichend zum STN z wei Seiten-
bühnen zur Verfügung. Im Bestand verfügt das STN üb er keine
Steinbühne, lediglich über eine Hinterbühne.
Probebühnenmaße und Anzahl Probebühnen
Probebühnen orientieren sich in ihren Abmessungen n ach der Szenen-
fläche. Mit einer Raumhöhe der Opernprobebühnen von 9 Metern soll
eine Bespielung mit Originaldekoration ermöglicht w erden. Dies erlaubt
eine Optimierung des Probebetriebes auf den Probebü hnen, kann einer
Entlastung der Hauptbühne vom Probenbetrieb dienen und ist damit
einer möglichen Erhöhung der Spielfrequenz zuträgli ch.
Die angesetzten Raumhöhen für den Bühnenbereich ist im direkten
Vergleich mit den Referenzprojekten als plausibel a nzusehen.
Die Integration eines Probezentrums ist unmittelbar mit dem Referenz-
projekt vergleichbar und zeigt, dass die Flächenans ätze als gerecht-
fertigt anzusehen sind. Die Raumgrößen der Probebüh nen orientieren
sich grundsätzlich an der Raumgröße der Szenenfläch e. Die gewählten
Raumhöhen für die Proberäumlichkeiten sind in allen Fällen identisch.
Die Anzahl der notwendigen Proberäumlichkeiten für die Spielstätte
wird ebenfalls als plausibel und vergleichbar bewer tet.
Ein vertretbarer Mehrbedarf gegenüber dem Bestand e rgibt sich auf-
grund von weiteren Vormontage-, größerer Lager- und Rangierflächen
sowie einer vergrößerten Anlieferungszone für ein e rhöhtes Maß an
Gleichzeitigkeit. Der Mehrbedarf ist anhand folgend er Kategorien be-
gründet:
0
0,5
1
1,5
2
2,5
3
3,5
STN -
Bestand
STN STOB OO ML STK STS VTM
Seitenbühne Hinterbühne
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
- Gesetzliche Vorgaben (ASR, VStättVO)
- Betriebliche Optimierung (Reduzierung Ab- und
Aufbauzeiten über Vormontageflächen, Verbesserung
Anlieferung und Transport)
- Zukunftsfähigkeit (Optimierung des Probebetriebs, mögliche
Entlastung der Hauptbühne, zeitgemäße Produktionsbe -
dingungen)
Zur Bewertung der Plausibilität des angemeldeten Me hrbedarfs sind
die ausgegebenen Ziele durch die Leitung des Hauses zu betrachten.
So heißt es unter der Überschrift ‚Herstellen eines zeitgemäßen Opern-
betriebes (Oper des 21. Jahrhunderts)‘ [Staatstheat er Nürnberg / Ziel-
definition Bühne / 17-07-2020]:
- Erhöhung der Spielfrequenz
- Minimierung der Auf- und Abbauzeiten durch einen
schnellen Wechsel der Dekoration
- Einlagerung von sechs bis sieben Produktionen im
Opernhaus
- Schaffung von Seiten- und Hinterbühne, Magazinflä chen,
Ballett und Opernprobebühnen
- Schaffung einer modernen Untermaschinerie mit ein em
Drehscheibenwagen und Doppelstockpodien
Mit Erfüllung dieser Ziele wird ein moderner Betrie b des STN ermög-
licht.
Die gewünschte Erhöhung von Nutzungsflächen auf Ope rnbühnenni-
veau, einschließlich der Erstellung einer unmittelb ar an die Hauptbühne
angrenzenden Seitenbühne, ist als plausibel und sin nvoll anzusehen,
um die Zieldefinition umsetzen zu können. Die Darst ellung der Er-
schließung von Hinterbühne und deren direkte Anbind ung an Bühnen-
nebenflächen ist in diesem Zusammenhang als grundsä tzlich not-
wendig zu betrachten.
Die zur Anlieferung im Raum- und Funktionsprogramm geprüften
Flächen decken folgende wesentliche Ziele des STN a b:
- Gleichzeitige Anlieferung und Erschließung der
Betriebsteile: Opernhaus, Schauspiel (mit insgesamt 3
Bühnen) und Gastronomie. Die Gleichzeitigkeit ist s aison-
bedingt unterschiedlich. Im direkten Vergleich mit dem
Staatstheater Karlsruhe ist der Ansatz für die
Gleichzeitigkeit als gerechtfertigt zu sehen.
- Barrierefreiheit / Erreichbarkeit aller Ebenen de r Funktions-
bereiche Magazine, Bühne, Unterbühne, Lager und Gas tro-
nomie unter Einhaltung der zum Transport der
verschiedenen Güter erforderlichen lichten Flurmaße
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Abbildung: Referenzvergleich Probebühnen vor Ort [A nzahl]
Das vor Ort platzierte Probezentrum des BOH mit 6 P robebühnen
entspricht dem Anspruch der ausgewählten Referenzpr ojekte und ist
somit als plausibel und sinnvoll zu sehen. Bei der Oper in Oslo du dem
Musiktheater in Linz handelt es sich jeweils um Neu bauten, welche den
Anspruch an eine Oper des 21. Jahrhunderts präsenti eren.
Lager und Logistik
Die Variante einer Kreuzbühne, siehe Oslo, ist bei der städtischen Lage
des STN ausgeschlossen. Unter den bestehenden Vorau ssetzungen ist
nur eine ‚Revolverbühne‘ im Footprint möglich (Seit enbühne links).
Eine doppelte Anlieferung ist, wie bereits erwähnt, hier sinnvoll. Ein
leistungsstarker Repertoirebetrieb erfordert zwangs läufig hohe Lager-
flächen in Bühnennähe. Von der aktuellen Betriebsst ruktur ausgehend
sind diese Magazinflächen plausibel.
Als Vorgabe zur Bemessung der Magazinlagerflächen i m Hause wird
vom STN eine Anzahl von 6 –7 gleichzeitig vorzuhalt ender Produk-
tionen angegeben. Diese Produktionen werden in eine m Zeitraum von
3-5 Monaten während der Spielzeit zum größten Teil vormontiert im
Haus gehalten und rotieren über die Spielsaison mit weiteren
Produktionen, die aus dem Außenlager (Repertoire), beziehungsweise
den Dekorationswerkstätten (Neuproduktionen) zugefü hrt werden. Eine
Verringerung der Anzahl von vorzuhaltenden Produkti onen würde den
Ausbau der Logistik bedingen, in der Folge mehr Fah rten in der Innen-
stadt, einen höheren Personal- und Sachaufwand im T ransport und in
der Konsequenz auch auf der Bühne erhöhte Auf- und Abbauleistungen
nötig machen. Die angenommen 6 –7 Produktionen ent sprechen der
aktuell bestehenden Betriebsorganisation. In der Su mme sind die
angegebenen Flächen über Durchschnittswerte pro Produktion von am
STN üblichen benötigten Dekorationslagerflächen erh oben.
0
1
2
3
4
5
6
7
8
STN -
Bestand
STN STOB OO ML STK STS
STN - Bestand STN STOB OO ML STK STS
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Abbildung: Referenzvergleich vorgehaltene Produktio nen vormontiert
[Anzahl]
Der direkte Vergleich der eingelagerten und vorgeha ltenen Produktion-
en zeigt, dass im STN eine angemessene Anzahl an Pr oduktionen für
einen modernen Spielbetrieb und ein modernes Repert oire vorgehalten
werden.
Die Anforderungen an die dazu benötigten Flächen wu rden durch BWKI
mit ca. 220 m² / einzulagernde Produktion bewertet (170 m² „stehende“
Lagerung und ca. 50 Kleinteile / „liegend“) Der ang emeldete Flächen-
bedarf deckt diese Anforderungen ab.
Abbildung: Referenzvergleich bühnennahe Lagerfläche n [m² NUF]
Die bereits angemieteten Lagerflächen (Zentrallager ) verbleiben gem.
STN weiterhin außerhalb des Grundstücks. Wir haben diese daher
nicht weiter bei unserer Prüfung und Testentwurf be rücksichtigt.
Instrumentenlager sind im Raumprogramm berücksichti gt. Anzahl und
Größe sind plausibel, sind jedoch von der tatsächli chen Verortung der
Stimm- und Übungsräume abhängig.
Die Tageslager werden v.a. für Kleinteile genutzt. Lichte Raumhöhen
von max. 4,5 m sind für diese Lagerflächen erforder lich. Es bestehen
0
2
4
6
8
10
12
14
16
STN STOB OO ML STS VTM
STN STOB OO ML STS VTM
0
200
400
600
800
1000
1200
STN -
Bestand
STN OO ML STS VM
STN - Bestand STN OO ML STS VM
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
keine besonderen Anforderungen an Türen und Gänge ( Ausnahme
Lichtlager, hier Doppeltüren erforderlich).
Für alle Lagerräume hinsichtlich der Nutzlasten wir d von den zu lager-
nden Materialien ausgegangen und gem. DIN EN 1991 - 1 / 2 eine Ver-
kehrslast bestimmt. Hiervon abweichende Transporte mit besonderen
Fahrzeugen, wie z.B.: Gabelstaplern sind in der Bet riebsbeschreibung
für den jeweiligen Bereich ausgewiesen. Die Anforde rungen sind
plausibel.
Anlieferung
Eine doppelte Anlieferung ermöglicht ein paralleles Ein- und Ausladen
von Dekorationen sowohl an das Schauspielhaus als a uch an die
Opernhausbühne. Der Spiel- und Vorstellungsbetrieb des Schauspiel-
hauses und der der Opernbühne wird unabhängig vonei nander dispon-
iert. Eine Abstimmung der Anlieferung ist im betrie blichen Ablauf damit
nur schwer zu realisieren. Bei nur einer gemeinsam genutzten An-
lieferung für beide Bühnen entstehen Standzeiten fü r Schleppzüge in
der Innenstadt und Wartezeiten für Personal, die si ch wirtschaftlich ne-
gativ auf den Betrieb auswirken. Die Möglichkeit de r gleichzeitigen An-
dienung ist für einen modernen Mehrspartenbetrieb m it zwei parallel
betriebenen Bühnen daher grundlegend richtig und al s Grundlage für
einen zukunftsfähigen Betrieb plausibel. In der Sum me sind die
angegebenen Flächen über Durchschnittswerte pro Produktion von am
STN üblichen benötigten Dekorationslagerflächen erh oben.
Abbildung: Referenzvergleich gleichzeitige Anliefer ung [Anzahl]
0
0,5
1
1,5
2
2,5
STN- Bestand STN ML STK STS
STN- Bestand STN ML STK STS
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
2.4.2.2 Funktionsgruppe 2
Benchmarking Zuschauersaal
Abbildung: Benchmarking Volumen Zuschauersaal – Kahle Acoustic s
(siehe auch Anlage 12 Variantenuntersuchung Zuschauerraum)
Das empfohlene Raumvolumen pro Sitzplatz beträgt mi ndestens 8m³.
Für Nürnberg würden 8 m³ pro Sitzplatz bei 1.000 Be suchern, mindes-
tens ein Volumen von 8.000m³ bedeuten. Dies ist ein e Steigerung des
bestehenden Volumens von ca. 45%, vergleichbar mit der Volumen-
vergrößerung beim Umbau der Staatsoper Berlin. Die vom STN gefor-
derte Zahl von mindestens 1.000 Sitzplätzen für den Zuschauersaal ist
plausibel: diese Zahl wird von Opernhäusern in alle n deutschen
Städten mit über 250.000 Einwohnern erreicht.
Die im Zielepapier „Ziele und Anforderungen für die akustischen
Planungen“ eingeforderte akustische Qualität des Op ernhauses ist für
ein Dreispartenhaus ebenfalls plausibel: „Raumakustik für rein
akustische (unverstärkte) Musik mit allen Besetzung en und Formaten;
Opern, Konzerte sowie Musicals haben erste Prioritä t. Hohe
dynamische Spannweite, leise Stelle transparent und durchhörbar,
auch an lauten Stellen runder, „schöner“ Klang, kei n „Plärren“, sehr
leises Singen und Musizieren möglich, ohne dass der Klang „brüchig“
oder unausgewogen wird, alle Einzelstimmen sollen ( nach ihrer
Priorität in der Partitur) im jeweiligen Moment gut hörbar
wahrgenommen werden. Optimale Klangdurchmischung, e inhüllender,
naher und intimer Klangeindruck, gute Durchhörbarke it, Klarheit und
Transparenz sowie Akzentuierung und Nachverfolgung einzelner
Sänger, Instrumente und Gruppen sind möglich, gute Transparenz und
Klarheit für Einzelstimmen und Stimmengruppen. Sehr reiches
Klangfarbenspektrum mit Präferenz des warmen, weich en Klangs, der
aber Präzision nicht vernachlässigt und Transparenz nicht verhindert,
kraftvoller und voluminöser Klang, auf möglichst al len Plätzen gleich
intensiv, gleichmäßige Klangausbreitung im Saal.“
Übungsräume und Stimmzimmer
Für Übungsräume und Stimmzimmer sind die im Raumpro gramm ge-
forderten 3 m 2 / Musiker plausibel. Für das Projekt Konzerthaus N ürn-
berg wurde für die Stimmzimmer eine freie Nettofläc he von 3 m 2 /
Musiker gefordert, welche dem Bestand in anderen Op ern und Konzert-
häusern entspricht.
Sitzplätze Volumen Volumen/ Sitzplätze Evaluierung
Nürnberg Bestand 1035 5.500 m3 5,3 m3 Zu klein, zu laut
Oslo, Norwegen 1375 12.000 m3 8.7 m3 Volumen und Lautstärke angemessen für große Orchester
Kopenhagen, Dänemark 1439 10.500 m3 7,3 m3 Volumen und Lautstärke angemessen für große Orchester
Buxton, England 946 3.100 m3 3,3 m3 Zu klein, zu laut
Mailand La Scala, Italien 2289 11.252 m3 4,9 m3 Großes Volumen, angemessen obwohl Volumen/Platz klein
Staatsoper Wien, Österreich 1709 10.665 m3 6,2 m3 Großes Volumen, angemessen obwohl Volumen/Platz relativ klein
Glyndebourne, England 1243 8.000 m3 6,6 m3 Volumen und Lautstärke angemessen obwohl Volumen/Platz klein
Wexford, Irland 781 4.800 m3 6,2 m3 Zu klein, zu laut
Semperoper Dresden 1300 12.500 m3 9,6 m3 Sehr großes Vo lumen und Volumen/Platz
Staatsoper Berlin (vor) 1350 6.500 m3 4,8 m3 Zu klein, zu laut
Staatsoper Berlin (nach) 1350 9.300 m3 8,6 m3 Volumen und Lautstärke angemessen für große Orchester
Benchmakring im Bereich Akustik
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Die Empfehlung der DGUV von 1,3 m 2 / Musiker ist für Bühnen und
Orchestergraben (also Teilflächen innerhalb größere r Räume) relevant,
bietet aber deutlich zu wenig Platz für Übungsräume und Stimmzimmer.
Des Weiteren verstehen wir diese Empfehlung als Min destanforderung
für Bühnen und Orchestergraben. Die für den vergröß erten Orchester-
graben Oper Nürnberg geforderte Fläche von 150m 2 (1,5m 2 / Musiker)
ist ebenfalls plausibel, da es sich bei den Empfehl ungen der DGUV um
eine Mindestanforderung für Bühnen und Orchestergra ben handelt.
Diese Fläche pro Musiker entspricht heutigen Erwart ungen, ist
notwendig, um die Anforderungen ASV zu erfüllen und findet sich im
Raumprogramm, Index 07 wieder.
Orchesterprobesaal 01 (groß)
Die seitens STN vorgesehene Fläche von 450m 2 entspricht den An-
forderungen hinsichtlich des vorgesehenen Probebetr iebs sowie der
Anzahl der im Raum geplanten Personen. Um ein ausre ichendes
akustisches Raumvolumen zu gewährleisten, wird auf Empfehlung des
Raumakustikers eine Raumhöhe von 11 Meter für Orche sterproben mit
Chor eingeplant, welche der Raumhöhe verschiedener neu gebauter
Orchesterproberäume entspricht.
Orchesterprobesaal 02 (klein)
Die seitens STN vorgesehene Fläche von 180 m² entsp richt den An-
forderungen hinsichtlich der vorgesehenen Nutzungen für Proben in
unterschiedlich kleineren Besetzungen mit bis zu 60 Musikern,
Registerproben, Education-Projekte sowie Probespiel e. Die geplante
Raumhöhe von 7 Meter gewährleistet ein ausreichende s akustisches
Raumvolumen für diese Nutzungen und entspricht der Raumhöhe
verschiedener neu gebauter äquivalenter Proberäume.
Chorprobensaal
Die seitens STN vorgesehene Fläche von ca. 200 m 2 entspricht den
Anforderungen hinsichtlich des vorgesehenen Probebe triebs sowie der
Anzahl der im Raum geplanten Personen. Die lichte R aumhöhe von ca.
7 m ist durch die akustischen Anforderungen bedingt und nachvollzieh-
bar.
Glucksaal
Der Glucksaal befindet sich im 1. OG des Bestandsge bäudes über dem
Eingangsbereich der Oper und soll gemäß Raumprogram m 248 m²
groß bleiben. Die Fläche ist für 199 Personen ausge legt. Die Funktion
des Glucksaals soll im Wesentlichen beibehalten bzw . ergänzt werden.
Als zusätzliche Anforderung soll eine Möglichkeit g efunden werden,
den Glucksaal autark vom Opernbetrieb (jedoch nicht gleichzeitig)
betreiben zu können. Der Bedarf wird als gerechtfer tigt angesehen.
Foyers
Im Raumprogramm ist für eine Nutzeranzahl von über 1.000 Personen
ein Bedarf von 1.000 m² exkl. Nebenräumen im Raumpr ogramm Index
07 vorgesehen. Aus Vergleichsprojekten geht hervor, dass eine Foyer-
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
fläche von mindestens 0,6 m² pro Besucher, bei über wiegend steh-
ender Benutzung, ausreichend ist. Garderobenflächen sind dabei je-
doch nicht berücksichtigt.
Aufgrund von unzureichender Funktionalität und u.a. zusätzlich nötigen
Fluchtwegen werden die bestehenden Publikumsgardero ben in ihrer
Dimension verändert. Auch die Steigerung der Besuch erzahlen
beeinflussen den Bestand. Ziel ist es, die Publikum sgarderoben, sowie
die Schließfächer, im Foyer zu integrieren.
Hierfür wurde ergänzend eine detaillierte Betrachtu ng der Foyerbe-
reiche vorgenommen. Das Maß an Fluchtmöglichkeiten pro Etage ist
von der Entscheidung zum Zuschauersaal, abhängig (A nzahl von
Personen / Etage wird durch die Ränge und Platzanza hlen definiert).
Für die Plausibilisierung wurde in der Variante 3 z um Zuschauersaal
von der „Worst-Case“ Variante mit 1.191 Zuschauern (Anlage 12)
ausgegangen und die Umsetzbarkeit der Foyerflächen untersucht (vgl.
Ziff. 3).
Die Garderobenflächen wurden anhand von Benchmarks geprüft. Im
Allgemeinen werden 4 lfd.-Meter Garderoben je 100 B esucher benötigt.
Zusätzlich können Spinde zur Verfügung gestellt wer den. In der Regel
wird ein Schließfach je 4 Besucher als ausreichend angesehen.
Die Garderobenflächen müssen um weitere Bewegungsfl ächen und
Theken erweitert werden, wodurch ein Flächenbedarf von mindestens
200 m² NUF als erforderlich angesehen wird, welcher in das
Bestandsgebäude oder in ein erweitertes Untergescho ss zu integrieren
ist.
Aus der weiteren Prüfung wird ersichtlich, dass Bar flächen von ins-
gesamt 100m² am Foyer platziert werden müssen. Über eine durch-
schnittliche Fläche von 15 - 20m² pro Bar, lassen s ich 5 – 6 Bars ab-
bilden, die wiederum weitere Flächenanforderungen i m Foyer nach sich
ziehen.
Die Flächenansätze im Raumprogramm mit ca. 1 m² / B esucher
erscheinen unter Berücksichtigung der o.g. Ergänzun gen als plausibel.
Eine Erweiterung des Zuschauerraums in die Foyerber eiche kann
durch Aktivierung von Flächen im 5. OG (Höhenlage o berer 3. Balkon)
zumindest teilweise kompensiert werden.
Zusätzlich wurden die erforderlichen / empfohlenen WC-Flächen für
das Foyer unter Berücksichtigung von rollstuhlgerec hten WCs und
einer erhöhten Gleichzeitigkeit durch DU ermittelt. Es ergibt sich ein
neuer Bedarf an WC-Flächen von ca. 285 m² NUF, der ebenfalls im
Bestandsgebäude untergebracht werden muss.
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
2.4.2.3 Funktionsgruppe 3
Grundsätzlich handelt es sich bei den ausstattenden Gewerken um ge-
wachsene Teilbereiche des Opernbetriebes. Der Vergl eich mit anderen
Spielstätten ist aufgrund der verschiedenen Abläufe für den
Spielbetrieb nur bedingt möglich.
Maske
Der Vergleich der ausstattenden Gewerke Maske mit R eferenzprojek-
ten zeigt, dass die Dimensionierung der Werkstätten und der dafür er-
forderlichen Leitungsbüros ähnlich und plausibel is t. Die Dimensionier-
ung der Werkstätten wurden auf Grundlage entspreche nder Regel-
werke, wie die Arbeitsstättenverordnung (ASR) vorge nommen. Es zei-
gen sich im direkten Vergleich keine besonderen Auf fälligkeiten. Der
vergleichsweise größere Flächenbedarf im Büro Leitu ng Maske be-
gründet sich darin, dass hier bereits ein Werkstatt arbeitsplatz inbegrif-
fen ist. Eine Erhöhung des Flächenbedarfs zum Statu s Quo gestaltet
sich durch Hinzunahme von Räumen für Anprobe, Frisi erraum und ein-
en zusätzlich erforderlichen Besprechungs- und Aufe nthaltsraum um
ca. 80 m² aus unserer Sicht als moderat und plausib el. Der Bedarf für
die Maske leitet sich überwiegend aus dem Bestand a b und erfährt le-
diglich Mehrungen im Bereich der Fundusflächen.
Kostüm
Der Kostümbereich STN besteht aus der Repertoiresch neiderei für den
laufenden Spiel- und Probenbetrieb und den Kostümwe rkstätten, in
denen Neuproduktionen gefertigt werden. Die für die Kostümabteilung
im Haus vorgehaltenen Lagerflächen decken zwei wese ntliche
Funktionen ab. Einmal die Lagerung der 6 im Reperto ire vorzuhalt-
enden Produktionen und zum anderen die Lagerung der zu bearbeit-
enden Kostüme der Neuproduktionen.
Die relativen Flächenverhältnisse in der Schneider ei liegen mit ca. 8
m² NUF 1-6 / Mitarbeiter an der unteren Grenze gem. ASR und sind
somit als plausibel zu betrachten. Die den Werkstät ten zugehörigen
Lagerflächen orientieren sich analog zu Vergleichso bjekten an der
Größe der Werkstattflächen.
Weitere Werkstätten, wie Schuhmacherei, Gewandmeist er*in oder die
Schneiderei für das Ballett sowie insbesondere die Repertoirelager
sind aus den Bestandsflächen abgeleitet und weisen in Summe keine
wesentlichen Flächenmehrungen gegenüber dem Status Quo aus.
Der Bedarf an Fundusflächen für das Kostüm gliedert sich weiter in:
- Schuhfundus Damen und Herren
- Kleiderfundus Damen und Herren
- Kostümfundus Damen und Herren
- Werkstattfundus Kostüme (Schneiderei)
- Werkstattfundus Ballett + Hüte (Schneiderei)
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Die Fundusflächen haben sich im Vergleich zu den be stehenden
Flächen um ca. 400m² erhöht. Der Mehrbedarf lässt s ich auf den
Schuhfundus, der Werkstattschneiderei Kostüm und We rkstattfundus
Ballett + Hüte begrenzend feststellen, wohingegen d ie Kostümfundus-
flächen gegenüber dem Status Quo verringert worden sind. Der höhere
Bedarf an Werkstatt- und Lagerflächen für Kostüme g egenüber Ref-
erenzprojekten ist in der hohen Anzahl an Bestandsm aterial und der
zukünftig erhöhten erforderlichen Anzahl an Produkt ionen nachvoll-
ziehbar begründet. Die derzeit dafür genutzten exte rnen Lagerflächen
können dafür jedoch nicht reduziert werden. So wie Dekorationen für
den Spiel- und Probebetrieb im Haus vormontiert wer den, müssen auch
die Kostüme anprobiert, ausgebessert und angepasst werden. Die
Mietflächen sollten Platz für alle Produktionen bie ten, auch die aktuell
im Haus befindlichen, da diese wieder in den Fundus wandern. Es wird
auch für die in der nächsten Saison entstehenden Ne uproduktionen
Platz benötigt. Die Anzahl der im Repertoirefundus vorgehaltener
Anzahl von Produktionen wird in Absprache mit der D irektion gefällt
und erfolgt in Abwägung künstlerischer und budgetär er Überlegungen.
Im direkten Vergleich mit den Referenzprojekten zei gt sich eindeutig,
dass die Bedarfsflächen des STN verhältnismäßig sin d.
Requisite
Der Bedarf für Fundusflächen für die Requisite glie dert sich in:
- Fundus Accessoires
- Fundus Pyrotechnik
- Fundus Waffen
- Fundus Damen/Herren
- Fundus Repertoire
Um die Erhöhung des Spielbetriebes auch mit der Req uisite gerecht
werden zu können, wurde lediglich das Repertoire-La ger mit 100 m² als
zusätzlicher Bedarf angemeldet.
Die Räume der Requisite sind zum Großteil aus den B estandsflächen
abgeleitet und setzen sich aus Räumen am Standort R ichard-Wagner-
Platz und aus den Zentrallagern zusammen. Der Antei l an
ausgelagerten externen Lagerflächen ist sehr klein, da die gesamte
Produktion an den Standort Richard-Wagner-Platz ver lagert wurde.
2.4.2.4 Funktionsgruppe 4
Verwaltungsflächen
Bei dem Vergleich der Verwaltungsflächen BOH mit Re ferenzprojekten
fällt auf, dass seitens STN wenige extra ausgewiese nen Besprech-
ungsräumlichkeiten gefordert sind. Gem. Raumprogram m und Erläuter-
ung durch das STN wurden Besprechungstische in dive rsen Leitungs-
büros mitberücksichtigt. Dies ist durch eine erhöht e Anzahl an Nutzern
für ein Büro ersichtlich. Beispielsweise für das Bü ro der Staatsinten-
danz sind 30m² für einen festen Arbeitsplatz und 8 Nutzer angesetzt.
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Somit errechnet sich 3m² NUF 1-6 /Person für dieses Büro. Die Nutzer
sind als ortskundige und temporäre Nutzer zu sehen. Unter dieser
Maßgabe ist der gewählte Flächenansatz plausibel.
Die Flächenansätze für die Buchhaltungsbüros belauf en sich auf 12 m²
NUF / Person. Der Flächenbedarf dieser Büros ist en twurfsabhängig
und kann je nach Zusammensetzung variieren. Grundsä tzlich liegt der
Bemessung der Verwaltungsräumlichkeiten ein Leitfad en der Stadt
Nürnberg zu Grunde. Der Leitfaden der Stadt Nürnber g ist grund-
sätzlich an den Vorgaben der ASR angelehnt, maßgebe nd ist hierbei
die ASR A1.2. Großraumbüros werden derzeit in Anleh nung an das
Anforderungsprofil der Stadt Nürnberg nicht gewünsc ht.
Der Vergleich mit der Technischen Direktion zeigt, dass die gewählten
Flächenansätze eingehalten werden und plausibel sin d.
Die Fachplaner weisen darauf hin, dass die Ermittlu ng von Bildschirm-
arbeitsplätzen gem. ASR A1-2, Ziff. 5 (4) erfolgen muss. Es wurde em-
pfohlen, v.a. für Einzelarbeitsplätze einen Flächen ansatz von mindes-
tens 10 m² pro Arbeitsplatz zu verfolgen, da bislan g weder Raster noch
genaue Raum-Geometrien für die Büroflächen bekannt sind. In Summe
beläuft sich der Büroflächenbedarf bei 185 Büroarbe itsplätzen gem. RP
Index 06 bzw. 423 Nutzern in den Räumen auf 2.661 m ² NUF. Dieser
Bedarf gibt einen durchschnittlichen Kennwert von 1 4,4 m² für Büroar-
beitsplatz wieder. Unter der Maßgabe, dass der Beda rf bei optimaler
Planung der einzelnen Räume abgesenkt werden kann, ist die Flächen-
ermittlung aller weiteren Büroflächen plausibel und wurde unter an-
derem mit den Verwaltungsflächenvorgaben der Stadt Nürnberg und
gängigen Vergleichswerten abgeglichen.
Es bestehen keine besonderen oder von Standards abw eichenden An-
forderungen an die Raumqualitäten (z.B. Belichtung) vom STN. Es wird
davon ausgegangen, dass die Büroräume lediglich die Mindestanfor-
derungen gem. BayBO und ASR zu erfüllen haben. Auss agen zum Vor-
handensein oder Umgang mit körperlich eingeschränkt en Mitarbeiten-
den liegen nicht vor. Die Flächenanforderungen werd en dahingehend
nicht geprüft. Es empfiehlt sich jedoch im Rahmen d er Vorplanung be-
reits mit entsprechenden Verkehrs- und Bewegungsflä chen zu rech-
nen.
Die WC- und Umkleideräume wurden (nach ASR) auf Bas is der durch-
schnittlichen gleichzeitigen Mitarbeiteranzahl im j eweiligen Einzugs-
bereich ermittelt. Die Flächenansätze aus dem Raump rogramm Index
07 sind zudem unsererseits mit einer Parallelermitt lung plausibilisiert
worden.
2.4.2.5 Funktionsgruppe 5
Konzeptionelle Flächen – Öffnung zur Stadtgesellsch aft
Die konzeptionellen Flächen bestehen insbesondere a us Flächen für
ein Restaurant, welches unabhängig von der Oper bet rieben werden
soll, einem Open-Air-Bereich für Aufführungen im Fr eien mit der
erforderlichen technischen und gastronomischen Infr astruktur und dem
sog. Aktionsbereich mit multifunktionalen Modulen f ür diverse Veran-
staltungen.
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Die Flächen für das Restaurant sind mit einem Bedar f von ca. 330 m²
NUF für ca. 100 Besucher ausgelegt. Das Konzept bas iert auf
Synergieeffekten mit der Produktionsküche der Kanti ne. Die im Index
07 benannten Flächenanforderungen für die Küche kön nen jedoch
auch einen autarken Betrieb ermöglichen.
Der Aktionsbereich besteht aus 6 Modulen à 30 m², u nd Nebenräumen
mit insg. 370 m² NUF. Ein konkreter Bedarf für dies e Flächen ist bisher
aufgrund der gewünschten Flexibilität nicht spezifi ziert. Unter Berück-
sichtigung der beengten Raumverhältnisse im Bestand sfoyer wird der
Flächenbedarf für beispielsweise theaterpädagogisch e Nutzungen und
Einführungsveranstaltungen als gerechtfertigt anges ehen, sofern
weitere ergänzende Nutzungen (Kongresse / Co-Workin g etc.) nach-
weislich ebenfalls etabliert werden können.
Die Flächen für Open-Air-Veranstaltungen werden mit einem Bedarf
von ca. 150 m² NUF als plausibel angesehen. Diese b estehen vor-
nehmlich aus spezifischen Lagern, Bühnentechnikfläc hen für die
Außenbereiche sowie einem Café, welches u.a. den Op en Air Bereich
bewirtschaften soll.
Zur Erhöhung der Attraktivität des Standortes als K ulturareal und für
die Ansprache zusätzlicher / neuer Zielgruppen könn en die o.g. Be-
reiche zielführend sein.
Wir empfehlen jedoch die Nutzungen im weiteren Verl auf der Planung
zu konkretisieren und die Bedarfe ggfs. anzupassen. Weiter bleibt zu
prüfen, ob durch diese Flächensynergien, Bedarfe an anderer Stelle
ggfs., weiter zu minimieren sind (beispielsweise in dem
Kammerkonzerte im Aktionsbereich ermöglicht werden) .
2.4.3 3. Stufe: Detaillierte raumweise Prüfung
Die detaillierte Untersuchung der einzelnen Räume e rfolgte im Rahmen
der Plausibilisierung des Raumprogramms vornehmlich für die Index-
stände 04 und 05. Hierbei sind sämtliche im Raumpro gramm enthalten-
en Räume einzeln (bei „Regelräumen“: raumgruppenwei se) betrachtet
und kommentiert worden. Die Erkenntnisse aus dieser Prüfung sind
dem STN zuletzt am 26.01.2021 zugestellt worden. Im Rahmen der
Fortschreibung des Raumprogramms wurden diese übern ommen und
im Rahmen der Fortschreibung der Betriebsbeschreibu ng hieraus her-
vorgehende wesentliche Fragestellungen thematisiert . Zusätzlich wur-
den im Rahmen des Prozesses weitere gesonderte Anfo rderungen ge-
trennt betrachtet (z.B. die geforderten lichten Rau mhöhen, die Ma-
gazinflächen, die WCs, Technikflächen oder akustisc h wirksame
Räume) und Abweichungen von Regelwerken mit dem STN abge-
stimmt.
3 Erläuterung Testentwurf
DU Diederichs wurde im Dezember 2019 durch das Baur eferat der
Stadt Nürnberg, Projektbaudienststelle (PBD) mit ei nem „Testentwurf“
für das "Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg" beauftragt .
Dazu sollen die im NBP beschriebenen Anforderungen des STN sowie
die Prüfergebnisse aus der Prüfung des Nutzerbedarf sprogramms be-
rücksichtigt und mit Unterstützung der Fachplaner i n vereinfachter
Seite 35/75
BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Form plausibel zeichnerisch dargestellt werden, um nachzuweisen,
dass die aktuellen Nutzungen/Bedürfnisse auf dem Ge lände am
Richard-Wagner-Platz untergebracht werden können. I m Rahmen der
Projektentwicklung wurde zudem der Testentwurf um e ine zusätzliche
Variante „Sigmund-Schuckert-Haus“ erweitert, um die Umsetzbarkeit
des Nutzerbedarfs auch in Verbindung mit ausgelager ten Verwaltungs-
flächen darstellen zu können.
In diesem Zusammenhang sind daher auch die Erläuter ungen aus Ziff.
2 dieses Berichtes zu beachten.
3.1 Grundlagen
3.1.1 Flächenansätze
Die Erstellung des Testentwurfs erfolgte parallel z ur Aufstellung des
Nutzerbedarfsprogramms. Änderungen aus der Fortschr eibung des
NBP (Indizes) wurden iterativ in dem Testentwurf be rücksichtigt. Der
zeichnerischen Umsetzung des Testentwurfs gingen da her die Grund-
lagenermittlung, die Sichtung und Plausibilisierung der Nutzflächenan-
forderungen aus dem Raumprogramm und deren rechneri sche Um-
wandlung in Bruttoflächen voraus.
Hierzu wurden für die unterschiedlichen Funktionsgr uppen/ Nutzungs-
typen unterschiedliche Umrechnungsfaktoren verwende t, die wir aus
Vergleichsprojekten gem. nachfolgender Tabelle herg eleitet haben:
Abbildung 1: Umrechnungsfaktoren für Nutzungsbereic he
Die plausibilisierten Bedarfe aus dem Raumprogramm wurden auf
diese Weise jeweils in BGF-Flächen für den Testentw urf umgerechnet.
Für den aktuellen Indexstand (Index 07) ergibt sich ein Gesamtflächen-
bedarf für alle Funktionsgruppen von ca. 27.493 m² NUF 1-7 (hierin
enthalten sind zusätzliche Flächen des Schauspielha uses (SSH) im
Verbindungsbau, welche innerhalb der Abrisskante li egen). Daraus
ergibt sich ein BGF-Bedarf für den Neubau und das B estandsgebäude
von ca. 36.760 m² ( Anlage 10 ).
Es ist allerdings hierbei zu beachten, dass die rec hnerische BGF-
Ermittlung für den Anteil des Bestandsgebäudes (dav on ca. 16.000 m²)
konstruktionsbedingt Schwankungen unterliegt (z.B. unterschiedliche
Wandstäken) und hierdurch entwurfsbedingt der tatsä chliche Bedarf
höher ausfallen kann.
Verhältniswerte NF / BGF BGF KGF NGF NUF 1-7 zu BGF Faktor TF VF
Büro 100,0 12,3 87,7 64,6 2,8 20,4
Umkleide 100,0 18,4 81,6 55,8 3,8 21,9
Kantine 100,0 10,6 89,4 79,7 4,4 5,3
Werkstatt 100,0 13,1 86,9 58,6 2,7 25,6
Bühne+Requisite 100,0 9,0 91,0 68,6 2,5 19,8
Schneiderei 100,0 11,6 88,4 74,8 2,4 11,2
Wohnung 100,0 11,5 88,5 81,4 1,0 6,1
Bühne 100,0 6,4 93,6 81,5 1,2 15,4
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Abbildung: Flächenumrechnung NUF in BGF (Verkleiner ung)
Dieser Flächenbedarf wurde zur besseren Flexibilitä t und Kontrolle
wiederum raumgruppenweise aufgeteilt und anschließe nd als BGF-
Flächen zeichnerisch abgebildet.
Die erforderlichen Haustechnikflächen wurden durch die Büros W+P
und D+F geprüft und plausibilisiert. Die Flächenans ätze seitens der
Fachplanung ELT sind in das Raumprogramm Index 07 e ingeflossen.
Aufgrund des geringen Platzbedarfs pro Etage, wurde n die Räumlich-
keiten über den BGF-Faktor im Testentwurf abgebilde t.
Ergänzend zu den im NBP (Index 07) angegebenen Fläc hen, wurden
HLS-Flächen für den Erweiterungsneubau, das Opernha us und das
Siegmund-Sigmund-Schuckert-Haus abgestimmt und dem Testentwurf
zu Grunde gelegt. Hierbei sind Heizungs-/ Lüftungsz entralen sowie
Hausanschlussräume, die besondere Anforderungen an Lage und
Größe haben im Testentwurf aufgenommen und verortet worden.
Aufgrund deren Dimension und Anforderungen an den F lächenbedarf
sind diese Flächen gesondert im Testentwurf aufgeno mmen und nicht
über den BGF-Faktor abgebildet worden.
Sonstige Haustechnikflächen (wie Datenverteilerräum e und Elektro-
verteiler o.ä.) wurden über die BGF-Faktoren innerh alb der einge-
zeichneten BGF-Flächen in der Testentwurfsplanung b erücksichtigt.
Funktions-
gruppe m² NUF 1-7 m² BGF Neubau m² BGF Bestand
1 GMZ Generalmusikzentrum 2.072 2.898 0
1 BO Bühnenbetrieb Hauptbühne 8.663 5.879 5.354
1 BW Präsenzwerkstatt 315 387 0
2 Aktionsb. Opernrestaurant 331 415 0
2 GA Gastronomie 785 770 215
2 VG Glucksaal (Veranstaltung) 365 0 458
2 Open Air Open Air Bühne 148 216 0
2 IN allgemeine Infrastruktur 106 120 35
2 ZO OH Zuschauerraum Hauptsaal 3.610 0 4.531
3 KITA KITA (optional) 0 0 0
3 KO Kostüm 2.675 475 3.106
3 RQ Requisite 348 489 0
3 MA Maske 302 0 458
3 SP Sparte Schauspielhaus 80 124 0
4 VA Verwaltung 1.010 1.555 0
4 TD Technische Direktion 207 317 0
4 GMD Generalmusikdir. 106 164 0
4 BA Ballettsparte 1.026 1.423 0
4 STL Staatstheaterleitung 156 242 0
4 OP Opernsparte 1.765 2.248 0
4 KB Betriebsdirektion 78 121 0
4 IA Integrative Arbeit 427 541 0
4 DKM Development, Kommunikation & Marketing 208 322 0
4 VE STNS GmbH 183 283 0
5 HS Raumpflege 299 218 218
5 VT Veranstaltungstechnik allg. 1.610 1.174 1.181
5 GT Gebäudetechnik 618 411 411
Gesamtsumme 27.493 20.791 15.966
Funktionsbereich
36.757
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
3.1.2 Planungsprämissen
Bei der Erstellung des Testentwurfes sind wir von f olgenden allge-
meinen Prämissen ausgegangen:
1. Die Tiefgarage am Richard-Wagner-Platz wird voll ständig zurück-
gebaut.
2. Die Herstellung von Parkplätzen für z.B. Besuche r oder Mitarbeiter
ist nicht erforderlich, da diese im benachbarten Pa rkhaus nachge-
wiesen werden können. Lediglich Stellplätze, wie ba rrierefreie
Stellplätze, Lieferanten- und Pressestellplätze (Üb ertragungsfahr-
zeuge) oder Stellplätze für den STN-internen Fuhrpa rk (3x Sprinter
und 3x PKW) sind herzustellen bzw. nachzuweisen.
3. Die städtebauliche Ausdehnung des Entwurfs ist b ereits mit den
zuständigen Personen/ Stellen im Laufe des Projekte ntwicklungs-
Prozesses stadtintern vorbesprochen worden. Derzeit bestehen
keine bekannten Einschränkungen hinsichtlich der Vo lumenaus-
dehnung am Richard-Wagner-Platz. Wir gehen auch dav on aus,
dass die Höhenausdehnung in etwa auf die Bestandshö he des Ma-
gazinbaus beschränkt werden sollte und die weitere Gebäude-
ausdehnung in Richtung Richard-Wagner-Platz bis zur Außenkante
des Opernhauses zu beschränken ist. Grundsätzlich w ird versucht,
die Volumina auf dem Richard-Wagner-Platz so gering wie möglich
zu halten, um noch städtebaulichen Gestaltungsspiel raum zu
ermöglichen. Aus denkmalfachlicher Sicht ist die Si cht auf das
historische Opernhaus so frei wie möglich zu halten .
4. Brandabschnittsbildung, Feuerwehraufstellflächen , Flucht- und
Rettungswegeplanung etc. werden im Rahmen der tatsä chlichen
Planung nach HOAI betrachtet. Die Berücksichtigung dieser
Punkte erfolgt im Testentwurf lediglich auf städteb aulicher Ebene
z.B. durch Ausbildung von Abstandsflächen.
5. Höhenanbindungen und Ausbildungen von Decken erf olgen näher-
ungsweise auf den vorliegenden - zum Teil auch wide rsprüchlichen
- Bestandsplanungsständen und basieren nicht auf Pl anungsleist-
ungen (Tragwerk / Akustik / Brandschutz / TGA / Son stiges). Die
genauen Anbindungen an die Bestandsgebäude sind im Rahmen
einer Planung nach HOAI zu überprüfen.
6. Funktionale Zusammenhänge und Beziehungen sind i nnerhalb der
Betriebsbeschreibung, des Funktionsschemas, des Dok uments für
die Ziele und Anforderungen an die akustischen Plan ungen oder
des Raumprogrammes beschrieben. Hierin nicht beschr iebene
Zusammenhänge können im Testentwurf nicht abgebilde t werden.
7. Eingriffe in den denkmalgeschützten Bestand sind im Rahmen der
Testentwurfsplanung zunächst als genehmigungsfähig betrachtet
worden. Insbesondere der fast vollständige Rück- un d Neubau des
historischen Magazingebäudes ist für die Herstellun g der Zukunfts-
fähigkeit des Opernhauses alternativlos. Lediglich die Fassade und
das Dach des historischen Magazins zur Lessingstraß e soll im
Endzustand ablesbar sein.
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
8. Die Ausarbeitung der Varianten für den Zuschauer saal zur
Verbesserung der akustischen Verhältnisse, der
Sichtbeziehungen, der heutigen Komfortansprüche
(Platzreihenabstand), gesetzliche Anforderungen an den
Orchestergraben (Platzverhältnisse für Musiker und
Lautheit/Lärmschutz) gehören müssen aus denkmalpfle gerischer
Sicht beurteilt werden.
9. Der Testentwurf bildet eine ebenenweise „Schicht ung“ der gefor-
derten Flächen und Funktionsbereiche aus dem Nutzer bedarfspro-
gramm ab. Ebenso wurden in Abstimmung mit dem STN d ie Zu-
sammenhänge des Funktionsschemas (vgl. Anlage 01) a bgebildet
und die flächenmäßige- und volumetrische Ausdehnung am Stand-
ort untersucht und plausibilisiert. Die Konstruktio ns-, Technik- und
Verkehrsflächen, sind über die o.g. Faktoren größte nteils abge-
bildet und in dem gewählten Maßstab nicht gesondert dargestellt.
10. Die wirtschaftliche, bauphysikalische, energeti sche oder termin-
liche Betrachtung von Vor- und Nachteilen unterschi edlicher Kon-
struktionen oder Bauarten ist nicht Bestandteil des Testentwurfes.
11. Der Testentwurf führt zu einer Neugestaltung de s Geländes des
Richard-Wagner-Platzes. Die Ausgestaltung des Gelän des hin zum
Schauspielhaus und der restliche Verlauf hin zum Ka rl-Pschigode-
Platz sind entwurfsabhängig im weiteren Verlauf der Planung zu
definieren. Grundsätzlich orientieren sich die Gelä ndehöhen im
Rahmen des Testentwurfs am Hauptbühnenniveau. Auf d ieser
Basis leiten sich die Höhenniveaus für die einzelne n Funktions-
gruppen, entsprechend der vordefinierten Priorisier ungen durch
das STN, um das Hauptbühnenniveau ab.
12. Die Kubatur der Testentwürfe ist unter Vorbehal t einer Befreiung
von Abstandsflächen auf eigenem Grundstück zu sehen .
13. Grundsätzlich wurden die lichten Raumhöhen auf Basis der ent-
sprechenden Regelwerke (z.B. ASR, Bay. Gaststättenb auverord-
nung) durch das STN angegeben. In diversen Bereiche n (wie bei-
spielsweise in den Werkstätten der ausstattenden Ge werke) wur-
den dahingehend eine Überschreitung der erforderlic hen Mindest-
werte vorgegeben. Diese Überschreitungen sind in Te ilen kontext-
und entwurfsabhängig zu sehen und können ggf. im we iteren
Planungsprozess auf das Mindestmaß reduziert werden .
14. Der Betrieb des Schauspielhauses soll während d es Bauvorhabens
aufrechterhalten werden. Die für den Betrieb notwen digen Räum-
lichkeiten, wie beispielsweise das Magazin oder die Technikzen-
trale auf dem Dach des Schauspielhauses, müssen zwi ngend er-
halten bleiben und ergeben somit die Abbruchkante. Synergie-
effekte mit dem BOH (beispielsweise der Kälteerzeug ung und Ver-
teilung für Neubau) durch die neue Herstellung dies er beschrieb-
enen Räumlichkeiten sind durch den Erhalt des Spiel betriebes nur
bedingt möglich.
15. Im Zuge der Sanierung müssen die Anlagen der Ge bäudetechnik
für Sanitär-, Feuerlösch-, Heiz-, Lüftungs-, Kälte- und
Gebäudetechnik vollständig erneuert werden.
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
16. Die 20KV und der Traforaum können auch an einer anderen Stelle
verbaut werden, jedoch vorbehaltlich einer neuen Er schließung
und Abstimmungen mit der N-Ergie.
17. Der Hausanschluss der Fernwärme muss für die Au frechterhaltung
des Betriebes im Schauspielhaus, in Vorbereitung de s Abbruches
des Zwischenbaus für das Opernhaus bis zum Abschlus s der
Sanierung, mit einer Interimslösung ersetzt werden.
18. Für den Hausanschluss Trinkwasser und Löschwass er wird zu
diesem Zeitpunkt von der gleichen Situation ausgega ngen, wie für
den Fernwärmeanschluss, um den Betrieb im Schauspie lhaus
sicherstellen zu können. Der bestehende Raum selbst ist nicht vom
Abbruch betroffen, die Erdleitungen befinden sich j edoch
voraussichtlich im Abbruchbereich.
19. Die Lage der Technikflächen im Bestand, wie zum Beispiel der
Hausanschlussraum Fernwärme, die Heizungszentrale u nd die
Traforäume, sind im Testentwurf im Untergeschoss de s Mittelbaus
verortet und wird damit im Wesentlichen beibehalten .
20. Für die Technikräume der Heizungs-, Klima-, Lüf tungs- und
Sanitäranlagen sind 5 m lichte Raumhöhe erforderlic h, um die
Installationen kollisionsfrei und wartungsfreundlic h durchführen zu
können.
21. Die erforderlichen Bodenbelastbarkeiten richten sich nach den
Mindest-Richtwerten der VDI 2050-1 und liegen bei m indestens 5
kN/m² für Sanitär- und RLT-Anlagen und bei 10 kN/m² für
Heizungs- und Kälteanlagen.
22. Die Unterbringung der zukünftigen Lüftungszentr ale für den Zu-
schauerraum ist alternativlos über dem Zuschauerrau m im Dach-
stuhl zu platzieren. Die Lüftungsanlage für den Erw eiterungsneu-
bau kann in dem Dachgeschoss des Schauspielhauses, neben der
bestehenden Zentrale, verortet werden. Die zukünfti ge Portalhöhe
für den Bühnenbereich, eine eventuelle Erhöhung des Zuschauer-
raumes sowie die dafür benötigte Deckenhöhe für die Technik-
flächen im Dachbereich beeinflussen sich gegenseiti g und sind in
der weiteren Planung aufeinander abzustimmen.
23. Dem Testentwurf liegt bezüglich der Geschossflä chen die Varian-
te 1 der akustischen Untersuchungen des Büros Kahle Acoustics
zu Grunde.
24. Derzeitig wird davon ausgegangen, dass für das Opernhaus und
den Neubau eine eigenständige Sprinklerzentrale ein schließlich
Sprinklertank erforderlich sind. Deren Notwendigkei t ist von den
Auflagen der Bauaufsichtsbehörden abhängig. Die Spr inkler-
zentrale ist ebenfalls im Untergeschoss des Mittelb aus verortet.
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3.2 Herangehensweise und Ablauf
Bis zur Vorlage des Raumprogramms Index 04, in welc hem am
25.09.2020 die erforderlichen Bedarfe für den „Funk tionserhalt“ und die
„Zukunftsfähigkeit“ durch das STN verteilt wurden, wurde zunächst vor-
bereitend die Bestandssituation planerisch überprüf t (Siehe MyDrive,
Arbeitsstand vom 07.09.2020).
Weiter wurden erste Untersuchungen zur möglichen st ädtebaulichen
Ausdehnung mittels Skizzen zu erforderlichen Gebäud evolumina am
Richard-Wagner-Platz erstellt und im Projekt-JF am 09.11.2020 den
Projektbeteiligten vorgestellt.
Bereits im Rahmen der ersten zeichnerischen Überprü fungen hat sich
gezeigt, dass der damals grob benannte Flächenbedar f von ca. 26.145
m² NUF 1-7 (entspricht BGF-Bedarf von ca. 37.423 m² ) einen Bedarf
von ca. 21.400 m² BGF-Neubaufläche am Richard-Wagne r-Platz aus-
lösen wird. Es hat sich zudem auf Basis unserer Unt ersuchungen am
Standort herausgestellt, dass die erforderliche Neu baufläche lediglich
unter der Maßgabe umgesetzt werden kann, wenn die b estehende Tief-
garage zurückgebaut werden kann.
Diese Fläche, welche durch den Rückbau der Tiefgara ge dem
Bauvorhaben zugänglich gemacht wird, wird benötigt, um den
mindestens zweigeschossig unterkellerten Neubau int egrieren und den
bestehenden Verbindungsbau umfänglich erweitern zu können (vgl.
nachfolgende Abbildung).
Im Rahmen der Betrachtungen vom 09.11.2020 hat sich zudem her-
ausgestellt, dass diverse Anforderungen an lichte H öhen einzelner
Räume und Raumbereiche weiter zu definieren sind, u m die Testent-
wurfsplanung fortführen zu können.
Abbildung 3: Skizze vom 09.11.2020 zur Verortung de r Neubauflächen
Mit Vorlage des Raumprogramms, Index 05 vom 17.11.2 020 wurden
neben Flächenänderungen (Gesamt-Sollfläche wurde um ca. 872 m²
verringert) auch detailliertere Angaben zu erforder lichen Raumhöhen
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
ergänzt. Durch die Vorgabe von ca. 4,5 m lichte Rau mhöhe für Hori-
zontalmagazine und 9,0 m lichte Raumhöhe für Vertik almagazine sowie
weitere Ergänzungen von Höhenanforderungen, hat sic h die BGF-
Fläche zwar verringert, das erforderliche Raumvolum en gegenüber den
ersten Überlegungen jedoch stark erhöht. Dadurch ha t sich weiter be-
stätigt, dass der angemeldete Bedarf nur mit massiv en baulichen Ein-
griffen in den Richard-Wagner-Platz umgesetzt werde n kann.
Abbildung 4: Schnitt vom 03.12.2020
Im Zuge der weiteren Überarbeitung und Verfeinerung der Testent-
wurfsplanung wurden zudem zwei grundsätzlich unters chiedliche An-
lieferungsvarianten untersucht und vorgestellt:
1) Variante 1: Unterirdische Anlieferung über den R ichard-Wag-
ner-Platz
Die unterirdische Anlieferung über den Richard-Wagn er-Platz stellt
eine funktional und logistisch klare Lösung dar. Es ist vorgesehen,
im Bereich der bestehenden Tiefgaragenzufahrt eine neue Zu- und
Ausfahrtssituation für LKWs zu erstellen und in ein er unterirdischen
zentralen Logistikzone bis zu zwei LKW gleichzeitig zu be- und ent-
laden. Das Material kann direkt in unterirdische La ger / Magazin-
flächen oder über einen Aufzug zu den Bühnen (sowoh l Schauspiel-
haus als auch Opernhaus) transportiert werden. Glei chzeitig kön-
nen andere untergeordnete Anlieferbereiche unterird isch vorgeseh-
en werden (Gastronomie / Post), so dass dieser Bere ich komplett
für die „Augen der Besucher“ unsichtbar abgewickelt werden kann.
Baulich ist diese Variante grundsätzlich als aufwän diger zu be-
trachten, da Rangierflächen für LKW unterirdisch mi t einer lichten
Höhe > 4 m, entsprechende Niveauabsenkungen und ein e ent-
sprechende haustechnische Aufrüstung vorgesehen wer den
müssten. Gleichzeitig bleibt offen, inwiefern eine angestrebte
Niveauanpassung des Richard-Wagner-Platzes und die damit
verbundene städtebauliche Verbindung zur Südstadt m it dieser
Variante umzusetzen wären.
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Abbildung 5: Var. 1: Unterirdische Anlieferung
2) Variante 2: Nahezu ebenerdige Anlieferung über d ie Lessing-
straße
Die o.g. Vor- und Nachteile gestalten sich bei Vari ante 2, Hauptan-
lieferung über die Lessing-Straße grundsätzlich and ers. Hier wer-
den Magazinierung und Anlieferung „umgedreht“, so d ass von
Seiten der Lessingstraße ähnlich zum Status-Quo ang eliefert wer-
den kann. Es ergibt sich eine logistische Engstelle zwischen dem
Magazin des Opernhauses, der Anlieferung und dem Sc hauspiel-
haus. Zusätzlich muss die Niveauangleichung zwische n Lessing-
straße (OK ca. auf Ebenen-Niveau -1) dem Loading-Do ck (ca. 1 m
über OK Straße) und der Anforderung, auf E-1 horizo ntal lagern zu
können (lichte Höhe 4,5 m, gerechnet ab UK Decke +1 ), erfüllt wer-
den. Die Angleichung der Niveaus kann nur mithilfe von Lastauf-
zügen / Podesten und / oder einer Absenkung des Str aßenniveaus
der Lessingstraße erfolgen.
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Abbildung 6: Var. 2: Anlieferung über Lessingstraße / Gastro über TG
Nach Abstimmungen mit der PBD und dem STN sollte di e Anfahrts- und
Anlieferungssituation unterhalb des Richard-Wagner- Platzes im Rah-
men des Testentwurfs nicht weiterverfolgt werden (a ls Grundlage für
die Wettbewerbsplanung zur Findung des Objektplaner s sollten jedoch
beide Varianten ermöglicht werden).
Im weiteren Verlauf der Plausibilisierung wurden di verse Varianten und
Fortschreibungen der Testentwurfsplanung zur Optimi erung der Funk-
tionsbeziehungen auf Basis der fortgeschriebenen In dizes des Nutz-
erbedarfsprogramms vorgenommen. Unter anderem sind nach Abstim-
mungen mit dem STN größere Anpassungen an Lage der Proberäume
/ Säle und an den Magazinflächen vorgenommen worden sowie diverse
Anpassungen der Geschosshöhen und Geschossigkeiten.
3.3 Ergebnisse der Testentwurfsplanung
Als Ergebnisse werden zwei Varianten des Testentwur fes übergeben.
Diese basieren auf der Untersuchung der Umsetzbarke it des zukünf-
tigen Nutzerbedarfs mit und ohne Auslagerung der Ve rwaltungsflächen
in externe Flächen:
3.3.1 Variante 1: Umsetzung des Nutzerbedarfs in Be stand und Neubau
am Richard-Wagner-Platz mit Anlieferung über die Le ssingstraße
In der Variante 1 wird die Verortung aller geforder ten Nutzflächen aus
dem plausibilisierten Nutzerbedarfsprogramm im Best andsgebäude mit
angrenzendem Neubau geprüft (vgl. Anlage 15 ).
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Abbildung 7: Grundriss Ebene +1 Variante 1
Die öffentliche Zuwegung des Opernhauses erfolgt we iterhin über den
bestehenden Haupteingang am Frauentorgraben auf OG 1-Niveau.
Von hier werden die bestehenden Foyerflächen erschl ossen, welche
vornehmlich hinsichtlich der barrierefreien Erschli eßung, der WC- und
Garderobensituation sowie der Foyergastronomiefläch en geändert
werden. Weiter wurde eine Vergrößerung des Zuschaue rsaals und eine
damit verbundene bauliche Anpassung der Foyerfläche n untersucht.
Der Glucksaal soll für kleinere Veranstaltungen aut ark genutzt werden
können, im Sinne beispielsweise von Lesungen. Die p arallele Nutzung
des Saals soll parallel mit dem Hauptsaal stattfind en (vgl. Anlage 09 ).
Im Bereich des Orchestergrabens und der Bühne werde n großflächige
Änderungen vorgenommen. Der Orchestergraben wird au f eine maxi-
male Belegung von 108 Musikern (in der Regel 99) er weitert und durch
geänderte Nebenflächen funktional verbessert.
Die Hauptbühne wird um eine Seitenbühne im Neubau u nd eine ver-
größerte bestehende Hinterbühne erweitert. Zwischen Hinterbühne und
Seitenbühne im Bereich des heutigen Magazins wird e ine Montage-
fläche ergänzt, über welche die Verschiebung von Ku lissenteilen auf
die Bühne ermöglicht wird. Angrenzend an die Montag efläche werden
neue Lagerflächen erstellt. Diese sind über einen F lur und eine an-
grenzende vertikale Erschließung mit dem großen Mag azin im 2. UG
des Neubaus verbunden. Hier kann ein Großteil der v om STN gefor-
derten Vorhaltung von 6 Produktionen vertikal (steh end) gelagert
werden (890 m² BGF, ca. 800 m² NUF / 170 m² = 4 Pro duktion + weitere
Lagerflächen). Weiter besteht von der Lagerfläche e ine Verbindung zu
den beiden Probebühnen 1 und 2, auf welchen zukünft ig mit Kulissen
in Originalgröße geprobt werden kann sowie zur Präs enzwerkstatt.
Das 2. UG verfügt zusätzlich über diverse Haustechn ik- Bühnentech-
nik- und Veranstaltungstechnikflächen sowie über ei nen Teil der erfor-
derlichen Abendgarderoben. Ein Teil des vertikalen Magazins (lichte
Höhe von 9,0m) ist direkt an die Probebühne 1 und a n die Probebühne
2 angegliedert. Die Verbindung hin zur Anlieferung auf UG1 und auf
Hautbühnenniveau, wird mittels eines Aufzugs herges tellt. In unmittel-
barer Nähe zu der vertikalen Erschließungsachse wur de die Präsenz-
werkstatt angegliedert. Die Werkstatt ist für das S chauspielhaus
gleichermaßen erreichbar, wie für das Opernhaus. E rgänzend zu den
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Technikflächen im 2. UG besteht die Notwendigkeit i m 3. UG noch
zusätzliche Technikflächen abzubilden.
Das 1. Untergeschoss verfügt im Neubauteil über die Anlieferungs-
zone, welche zusätzlich eine Verbindung von Schausp ielhaus und
Opernhaus mit Aufzügen ermöglicht und über weitere Magazinflächen.
Die Magazinflächen (lichte Höhe von 4,5m) grenzen u nmittelbar an die
Untere Seitenbühne an. Unterhalb des Bestandsgebäud es werden
Orchester-Abendgarderoben, Notenlager und weitere R äume für das
Orchester eingeplant. Im Bereich des Vorderhauses s oll eine zentrale
Garderobe und evtl. eine Zuwegung zur U-Bahn erfolg en. Die
restlichen Flächen des 1. UGs sind vor allem durch die erforderlichen
Lufträume der Probebühnen und Magazinflächen aus de m 2. UG
geprägt.
Im 1. OG (=Bühnenniveau) befinden sich neben den Zu schauerbe-
reichen und den o.g. Montage- und Magazinflächen we itere Probe- /
Übungsräume. Die erdgeschossige Verortung von Probe räumen
könnte Besuchern des Platzes Einblicke gewähren, so fern erwünscht.
Insbesondere ist hier die Probebühne Ballett mit Te ilen des
Ballettzentrums verortet. Im vorderen Bereich des N eubaus finden sich
Verkaufsflächen für Tickets, das Opernrestaurant un d die Pforte mit
Poststation wieder.
Das 2. OG ist vornehmlich von Lufträumen der darunt erliegenden Be-
reiche geprägt. An den Flanken des Neubaus orientie ren sich tages-
lichtaffine Büronutzungen, wie die Flächen der allg emeinen Verwaltung
oder Übungsräume mit Tageslichtanforderungen.
Das 3. OG ist analog zum 2. OG aufgebaut. Im innere n, nicht natürlich
belichteten Bereich der Verwaltung befinden sich Ne bennutz- und
Lagerflächen für die Verwaltung. Die Bühnen- und Ma gazinbereiche
sind weiterhin von Lufträumen aus dem 1.OG geprägt.
Das 4. OG verbindet diverse Nutzungen insbesondere mit Anforderung-
en an eine größere lichte Raumhöhe auf einer Ebene. Im rückwärtigen,
natürlich belichteten Bereich des Neubaus können di e Werkstätten des
Kostüms sowie ein großer Übungsraum des GMZ unterge bracht
werden. Die Werkstätten und Lagermöglichkeiten der Maske befinden
sich im Bestandsgebäude. Der zum Richard-Wagner-Pla tz orientierte
Bereich des Neubaus verknüpft Übungsräume des GMZ e ntlang der
Fassade mit Büroräumen. Zusätzlich wird hier ein Üb ungsraum des
Balletts untergebracht, der ebenfalls erhöhte Anfor derungen an die
lichte Höhe hat. Dieser wird von weiteren Räumen de s Ballettzentrums
flankiert. Im inneren Bereich ist der große Orchest erprobensaal mit Ne-
bennutzungen verortet. Der Raum hat eine lichte Rau mhöhe von 11
Meter und Anforderungen an natürliche Belichtung, w elche über Ober-
lichter im 6. OG oder alternativ über Einschnitte i m 5. / 6. OG realisiert
werden kann. Die Anforderung, diesen Raum für exter nes Publikum zur
Verfügung zu stellen, kann bei der derzeitigen Vero rtung über die
Pforte erfolgen.
Das 5. OG bietet Platz für die natürlich belichtete n Büros des GMZ ent-
lang der Fassaden sowie für innenliegende Lagerräum e für Kostüm und
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Maske. Dieses Geschoss hat einen Höhenversatz zwisc hen Zwischen-
bau und Neubau und schafft somit den Höhenübergang zum Bestands-
gebäude.
Das 6. OG bietet mit seiner geringeren lichten Höhe (ca. 2,5 m) Platz
für weitere Büros und Lagerräume für Kostüm, Requis ite und Veran-
staltungstechnik.
Die Flächenerfüllung wird in nachfolgender Tabelle (vgl. auch detaillier-
tere Übersicht in Anlage 16 ) plausibilisiert. Ergänzend zu der Flächen-
zusammenstellung beinhaltet die Anlage 02 die Legende zu den
einzelnen Raumgruppen und Funktionsgruppen und die Zuordnung der
Spielstätten aus dem Raumprogramm Index 07.
Die im 6.OG des Neubaus verorteten Technikflächen, im Wesentlichen
für die Lüftungs- und die Kälteanlagen, fallen in d ieser Variante
gegenüber der Variante 2 größer aus. Damit wird das Volumen des
Neubaus und dessen Ausdehnung zusätzlich vergrößert .
Abbildung 8: Flächenzusammenstellung Variante 1 (vg l. Anlage 16 )
Funktions-
gruppen
SOLL ∑ NUF
(Raum- und
Funktionsprogramm
Index07)
SOLL ∑ NUF
(Vergleichbar *)
IST-NUF
(Testentwurf)
Abweichung
NUF Bemerkungen
BA Sparte Ballett 1.026,00 1.026,0 0 1.036,84 10,84
BO OH Bühnenbetrieb Großer Saal 8.664,00 6.809,00 6.83 4,54 25,54
*Die Hinterbühne kann nicht in der Dimension abgebi ldet werden wie in NBP gewünscht/
nicht 1000m² NUF Magazin erreichbar
Nicht berücksicht in der Gegenüberstellung "soll" u nd "Ist" :
Schnürboden OH (475m² NUF)
Pospekthubregal MT (Bestand:Tieflager) (200m² NUF)
Arbeitsgalerie Bühnenturm OH - 1. -4. Galerie (gesamt 400m² NUF)
Anlieferung - Loading Dock Entladebereich (300m² NU F)
Anlieferung - Loading Dock Rangierfläche (260m² NUF)
Stellplätze (100+40+80 m²)
BW Präsenzwerkstätten 375,00 375,00 383,08 8,08
GMZ Generalmusikdirektion 2.072,00 2.316,00 2.42 8,33
GMD Generalmusikzentrum 106,00 106,00
GT Gebäudetechnik 618,00 593,00 320,55 -272,45 Mehrbedarf durch nicht im Index 06 ausgewiesene Flächen (u.a. HLS)
IN Allgemeine nicht technische Infrastruktur 106,00 10 6,00 74,00 -32,00
OP Sparte Oper 1.765,00 1.765,0 0 1.777,59 12,59
SP Sparte Schauspiel 80,00 80,00 104,21 24 ,21
HS Hausbetriebsservice 299,00 29 9,00 301,46 2,46
VT Veranstaltungstechnik allgemein 1.610,00 1.610,0 0 1.200,17 -409,83 Unterdeckung aufgrund Foyer/Garderoben im UG -1
GA Gastronomie 785,00 78 5,00 785,42 0,42
IA Integrative Arbeit 427,00 42 7,00 443,70 16,70
VG OH Veranstaltungsbetrieb Glucksaal 365,00 36 5,00 370,34 5,34 Bestand
VE STNS GmbH 183,00 18 3,00 4.069,04 Mehrfläche durch Erweiterung auf +4 Rang und UG -1 im Bestand
ZO OH Publikumsbereich Hauptsaal 3.611,00 3.611,0 0
KO Kostüm 2.679,00 2.679,0 0 2.139,00 -540,00
MA Maske 302,00 30 2,00 308,77 6,77
RQ Requisite, Rüstmeisterei 348,00 40 8,00 426,76 18,76
VA Bürokomplex 1.010,00 1.010,0 0 1.021,07 11,07
TD Technische Direktion 207,00 20 7,00 207,82 0,82
DKM Development, Kommunikation, Marketing 208,00 20 8,00 208,20 0,20
KB Künstlerische Betriebsdirektion 78,00 78,00 79,43 1 ,43
STL Staatstheaterleitung 156,00 15 6,00 177,66 21,66
FG5 Aktionsb. Aktionsbereich 331,00 33 1,00 332,42 1,42
27.411,00 25.835,00 25.030,40 -804,60
Flächen, die im Zuge des Testentwurfs nicht dargestellt wurden
V3 SH Veranstaltungsbetrieb 3.Etage - - - 0,00
Open Air Open Air Bühne 148,00 148,00 - -148,00 an Außenbereichen entwurfsabhängig zu integrieren
KITA Kindergarten 909,50 - 0,00 nicht verortet
28.468,50 25.983,00 25.030,40 -952,60
Darstellung von Flächen, die bislang nicht im Raum- und Funk-tionsprogramm Index 07 erfasst wurden
GT GEGEBENENFALLS - - 586,21 586,21 Dachstuhl (Potenzialfläche, da VT und GT mehr Platz benötigen) Abstimmung HLS
GT Fachplaner 410,00 41 0,00 SOLL durch Fachlaner (nicht in Index 07 enthalten) HLS: UG03/UG02
GT : Fachlaner 430,00 43 0,00 SOLL durch Fachlaner (nicht in Index 07 enthalten) HLS: UG03/UG02
29.308,50 26.393,00 26.461,89
845,29 5,29
6,33
275,04
Gesamt ∑
Funktionsbereich
Gesamt ∑
Gesamt ∑
FG5
FG1
FG2
FG3
FG4
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Erläuterung Flächennachweis:
Grundsätzlich setzt sich die Tabelle des Flächennac hweises aus drei
Kategorien zusammen:
- Gegenüberstellung von im Raumprogramm geforderten und
in dem Testentwurf zeichnerisch dargestellten Fläch en
- Flächen, die im Zuge des Testentwurfs nicht darge stellt
wurden (z.B.: optionale Flächen, Open Air)
- Flächen, die bislang nicht im Raum- und Funktions pro-
gramm, Index 07 erfasst wurden, da sie nicht Bestan dteil der
Nutzfläche 1 bis 7 sind, aber für den zeichnerische n Nach-
weis benötigt werden (z.B.: zusätzliche HLS-Technik -
flächen).
Die KITA wurde nicht im Testentwurf mitabgebildet, da der Index 07 die
KITA nur als optionale Fläche ohne Flächenansatz au sweist. Der Open-
Air-Bereich ist abhängig von der Platzgestaltung un d ist nicht als Teil
des Testentwurfs des Gebäudes.
Fazit der Variante 1
Es zeigt sich, dass in Variante 1 nicht alle geford erten Flächen und
Funktionen aus dem Nutzerbedarfsprogramm, Index 07 am Standort
abgebildet und damit die Anforderungen aus dem Raum programm nicht
vollständig erfüllt werden können. Im Rahmen der vo rgegebenen
Sollflächen besteht für die Gebäude ein Flächendefi zit von insgesamt
ca. 804 m² NUF.
Die Kombination von geforderten Volumina und funkti onellen Zusam-
menhängen lässt zudem, zusammen mit dem zur Verfügu ng stehenden
Raum, wenig bis gar keinen Spielraum für gestalteri sche
Interpretationen des Neubaus. Dieser Neubaukörper w ird daher zu
einem reinen "Fläche-Funktion"-Konstrukt. Aus diese m Grund ist die
Variante 1 aus unserer Sicht als nicht umsetzbar zu betrachten.
Die größten Abweichungen befinden sich bei der Vera nstaltungstech-
nik, bei dem Bereich Kostüm und bei der Gebäudetech nik. Die
Flächendefizite der Gebäudetechnik und der Veransta ltungstechnik
sind großteils auf die Ausdehnung des Foyers ins 1. UG (unter der
Kassenhalle) und die damit einhergehenden funktiona l bedingten
räumlichen Verschiebungen zurückzuführen.
Die Anforderungen an den Orchesterprobensaal wurden entsprechend
der Vorgaben der Akustik vorgenommen. Die zusätzlic hen
Anforderungen an HLS-Flächen werden großteils im Da chstuhl des
Zuschauersaal verortet.
Nicht verortet und berücksichtigt wurde vorläufig d ie KITA, als optionale
Fläche. Die Open Air Anlagen sind entwurfsabhängig im verbleibenden
Vorplatz zu verorten.
Die übrigen Funktionsbereiche können im Testentwurf mit ihren spezi-
fischen Anforderungen großteils nachgewiesen werden . Städtebaulich
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und technisch wären mit dieser Variante jedoch auch diverse Unwäg-
barkeiten im Rahmen der weiteren Planung noch zu lö sen. Unter
anderem müssen mit Trägern öffentlicher Belange (u. a. Städtebau,
Sparten, Denkmalschutz, Brandschutz) vertiefte weit ere Abstimmung-
en erfolgen.
Weiter bietet der Entwurf keine Puffer- oder Auswei chflächen für
zusätzliche Nutzungen oder geänderte Anforderungen (z.B. an die
haustechnischen Anlagen oder an Flächenmehrungen au fgrund von
Corona-Auflagen).
Die Genehmigungsfähigkeit des Neubaus ist aufgrund seiner maximal-
en volumetrischen Ausdehnung mit den zuständigen Be hörden detail-
liert abzuklären. Die Anlieferung entlang der Lessi ngstraße ist hinsicht-
lich der Verkehrsführung, Höhenlage und Abstandsflä chen sowie da-
raus abgeleiteten Anforderungen für beispielsweise Feuerwehraufstell-
flächen weiter zu betrachten.
Das dargestellte Gebäudevolumen der Variante 1 domi niert den Vor-
platz und lässt nur bedingt Platzgestaltungen zu. E s besteht somit der
Bedarf, für diese Variante die verbleibende Platzfl äche hinsichtlich
Nutzungsmöglichkeiten u.a. hinsichtlich der geforde rten Open-Air-
Flächen noch separat zu untersuchen.
Der Anbau an den Bestand ist zwar mit dem notwendig en Abstand dar-
gestellt, jedoch wird die Sichtbarkeit auf das hist orische Bestandsge-
bäude deutlich eingeschränkt.
3.3.2 Variante 2: Umsetzung des Nutzerbedarfs in Be stand, Neubau und
Sigmund-Schuckert-Haus mit Anlieferung über die Les singstraße
Die durch den zukünftigen Nutzerbedarf ausgelöste m assive Flächen-
ausdehnung auf dem Richard-Wagner-Platz kann aus un serer Sicht
unter Beibehaltung des zukünftigen Soll-Bedarfes nu r mithilfe von Aus-
weichflächen adäquat gelöst werden. Das Sigmund-Sch uckert-Haus
auf der gegenüberliegenden Platzseite bietet hier P latz für ca. 7.000
m² NUF 1-7 und schafft somit die Möglichkeit, den e rforderlichen Neu-
bauanteil erheblich zu reduzieren (vgl. Anlage 17) .
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Abbildung 9: Grundriss Ebene +1 Variante 2
Die Variante ist für den Neubau und das historische Opernhaus in den
Geschossen UG -2 bis OG +2 größtenteils vergleichba r mit Variante 1.
Im 2. OG werden lediglich Flächen entlang der Fassa de des Neubau-
körpers durch andere ersetzt (z.B. Ballett). Ab dem 3. OG wird die
Flächenminimierung sichtbar. Der gesamte Verwaltung sflächenanteil
aus den Flanken des Neubaukörpers kann ersatzlos en tfallen. Der Bau-
körper ist ab dieser Etage deutlich schlanker und z urückversetzt (alter-
nativ kann das Volumen auch über die horizontale Au sdehnung ver-
kleinert werden). Die Geschosse 3-6 enthalten nur n och Flächen für
Kostüm, Requisite und GMZ. Durch die Entzerrung der Flächen ist es
mit dieser Variante möglich, alle geforderten Fläch en im Neubau bzw.
im Sigmund-Schuckert-Haus unterzubringen.
Das Sigmund-Schuckert-Haus übernimmt die gesamte Ga stronomie
und die gesamte Verwaltungsfläche zuzüglich eines G roßteils der not-
wendigen Büroflächen. Das Untergeschoss sowie Teile der Tiefgarage
können für Kostümfundus bzw. Werkstattflächen heran gezogen
werden. Um eine direkte Lagerverbindung für die Gas tronomie (Kantine
öffentlich und nicht öffentlich) zu schaffen, wurde im UG bereits ein
Lager platziert. Die Büro- und Verwaltungsflächen a us dem Nutzerbe-
darfsprogramm werden ab dem 1.OG angeordnet. Das EG steht für
Nutzungen zur Verfügung, welche für die Öffentlichk eit gut zugänglich
sein müssen, wie beispielsweise die erforderlichen Aktionsflächen oder
das Ticketing.
Die Flächenerfüllung wird in der nachfolgenden Tabe lle (vgl. auch
detailiertere Übersicht in Anlage 18 ) plausibilisiert. Ergänzend zu der
Flächenzusammenstellung beinhaltet die Anlage 02 die Legende zu
den einzelnen Raumgruppen und Funktionsgruppen aus dem Raum-
programm, Index 07.
Der in das Schuckert-Haus verlagerte Anteil an Tech nikflächen ver-
ringert den Flächenbedarf für die Lüftungs- und Käl teanlagen in den
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Technikzentralen im 6. OG des Neubaus. Im Bestand d es Schuckert-
Hauses sind bereits Technikflächen vorhanden, deren Nutzung für die
Heizungs-, Kälte- und Sanitärtechnik in Frage komme n. Ein zusätz-
licher Flächenbedarf in Höhe von ca. 180 m² ist für eine Lüftungs-
zentrale noch zu berücksichtigen.
Abbildung: Flächenzusammenstellung Variante 2 (vgl. Anlage 18 )
Erläuterung Flächennachweis:
Grundsätzlich setzt sich die Tabelle des Flächennac hweises aus drei
Kategorien zusammen:
- Gegenüberstellung von im Raumprogramm geforderten und
in dem Testentwurf zeichnerisch dargestellten Fläch en
- Flächen, die im Zuge des Testentwurfs nicht darge stellt
wurden (z.B.: optionale Flächen, Open Air)
- Flächen, die bislang nicht im Raum- und Funktions pro-
gramm, Index 07 erfasst wurden, da sie nicht Bestan dteil der
Nutzfläche 1 bis 7 sind, aber für den zeichnerische n Nach-
weis benötigt werden (z.B.: zusätzliche HLS-
Technikflächen).
Funktions-
gruppen
SOLL ∑ NUF
(Raum- und
Funktionsprogramm
Index07)
SOLL ∑ NUF
(Vergleichbar *)
IST-NUF
(Testentwurf)
Abweichung
NUF Bemerkung
BA Sparte Ballett 1.026,00 1.026 ,00 1.073,30 47,30
BO OH Bühnenbetrieb Großer Saal 8.664,00 6.809,00 6 .956,08 147,08
*Die Hinterbühne kann nicht in der Dimension abgebildet werden, wie in NBP gewünscht/
nicht 1.000m² NUF Magazin erreichbar
Nicht berücksicht in der Gegenüberstellung "Soll" und "I st" :
Schnürboden OH (475m² NUF)
Arbeitsgalerie Bühnenturm OH - 1. -4. Galerie (gesamt 400m² NUF)
Anlieferung - Loading Dock Entladebereich (300m² NUF)
Anlieferung - Loading Dock Rangierfläche (260m² NUF)
Stellplätze (100+40+80 m²)
BW Präsenzwerkstätten 375,00 375,00 383,08 8,08
GMZ Generalmusikdirektion 2.072,00 2.178,00 2 .222,43
GMD Generalmusikzentrum 106,00
GT Gebäudetechnik 618,00 618,00 633,10 15,10
IN Allgemeine nicht technische Infrastruktur 106,00 106,00 169,67 63, 67
OP Sparte Oper 1.765,00 1.765 ,00 1.817,22 52,22
SP Sparte Schauspiel 80,00 80,00 99,64 19,64
HS Hausbetriebsservice 299,00 299,00 301,46 2,4 6
VT Veranstaltungstechnik allgemein 1.610,00 1.610 ,00 1.615,56 5,56 Unterdeckung aufgrund Foyer/Garderoben im UG -1
GA Gastronomie 785,00 785,00 830,37 45, 37
IA Integrative Arbeit 427,00 427,00 434,76 7,7 6
VG OH Veranstaltungsbetrieb Glucksaal 365,00 365,00 370,34 5,3 4 Bestand
VE STNS GmbH 183,00 3.7 94,00 4.351,62
ZO OH Publikumsbereich Hauptsaal 3.611,00
KO Kostüm 2.679,00 2.679 ,00 2.689,97 10,97
MA Maske 302,00 302,00 304,03 2,0 3
RQ Requisite, Rüstmeisterei 348,00 348,00 374,04 26, 04
VA Bürokomplex 1.010,00 1.010 ,00 1.015,65 5,65
TD Technische Direktion 207,00 207,00 215,29 8,2 9
DKM Development, Kommunikation, Marketing 208,00 208,00 235,14 27, 14
KB Künstlerische Betriebsdirektion 78,00 78,00 87,07 9,07
STL Staatstheaterleitung 156,00 156,00 165,81 9,8 1
FG5 Aktionsb. Aktionsbereich 331,00 331,00 367,39 36, 39
27.411,00 25.556,00 26.713,01 1.157,01
Aufstellung nicht umgesetzer Flächen, aus dem Raum- und Funktionsprogramm Index07
V3 SH Veranstaltungsbetrieb 3.Etage - - 0,00
Open Air Open Air Bühne 148,00 148,00 - -148,00 an Außenbereichen entwurfsabhängig zu integrieren
KITA Kindergarten 909,50 - - 0,00 nicht verortet
28.468,50 25.704,00 26.713 ,01 1.009,01
Aufstellung nicht im dem Raum- und Funktionsprogram m Index07 erfasste Flächen (Flächenpotentiale)
GT GEGEBENENFALLS - - 586,16 586,16 Dachstuhl Oper Abstimmung HLS
GT : Fachplaner 410,00 410,00 Geschoss -2: Sanitär-, Heizzentrale (NACHRICHTLICH): Fachplaner
GT : Fachplaner 430,00 430,00 Geschoss +6: Lüftungs- und Kältezentrale (NACHRICHTLICH): Fachplaner
GT : Fachplaner 320,00 320,00 183,69 -136,31 Sanitär-, Heiz-, Lüftungs-, Kältezentrale (NACHRICHTLICH): Fachplaner
29.198,50 26.434,00 28.328,15 Gesamt ∑
Gesamt ∑
Gesamt ∑
44,43
557,62
FG5
845,30 5,30
Funktionsbereich
FG1
FG2
FG3
FG4
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Die KITA wurde nicht im Testentwurf abgebildet, da der Index 07 die
KITA bereits als optionale Fläche mit 0 m² NUF ausw eist.
Der Open Air Bereich ist abhängig von der Platzgest altung und wurde
von uns daher nicht als Teil des Neubaus berücksich tigt.
Fazit Variante 2:
Grundsätzlich können mit der externen Auslagerung a lle Soll-Bedarfs-
flächen auf dem Gelände des Richard-Wagner-Platzes untergebracht
werden. Hierbei kann das Gebäudevolumen des erforde rlichen Er-
weiterungsbaus am Operngebäude deutlich reduziert w erden. Die Vor-
derkante des Neubaus orientiert sich an der Vorderk ante des Schau-
spielhauses, sodass eine uneingeschränkte Sicht auf das Bestands-
gebäude von allen Richtungen möglich wird.
In der Variante 2 wird gewährleistet, dass aufgrund der Auslagerung
der Verwaltungsflächen mehr Flächen für die Umsetzu ng des zukünf-
tigen Nutzerbedarfs eingeplant werden können. Darau s resultiert
zudem, dass das Foyer nicht weiter flächenmäßig ein geschränkt wird.
Der Großteil der Flächenmehrung im Foyerbereich res ultiert bei beiden
Varianten aus der Platzierung der Garderoben und de r dafür erforder-
lichen Flächen für die 1.000 Zuschauer im 1. UG.
Die obenstehende Auflistung veranschaulicht, dass i n Variante 2 mit
der Auslagerung von Verwaltungsflächen keine Fläche ndefizite besteh-
en werden und der geforderte Flächenbedarf komplett umgesetzt
werden kann. Zusätzlich verfügt diese Variante noch über ein Flächen-
potential, sofern noch in der Zukunft bei der plane rischen Umsetzung
weitere Flächen benötigt werden.
Die Genehmigungsfähigkeit des Neubaus ist trotz sei ner geringeren
volumetrischen Ausdehnung mit den zuständigen Behör den zwar
weiterhin detailliert abzuklären. Dies erscheint un s jedoch gegenüber
der Variante 1 ggf. leichter durchsetzbar zu sein. Das erklärte
städtebauliche Ziel der Öffnung zur Stadtgesellscha ft kann in dieser
Variante besser gelöst werden. Die Möglichkeiten vo n Anlaufstellen im
EG für Besucher sind vielfältiger und können besser genutzt werden.
Funktionale Zusammenhänge lassen sich in dieser Var iante besser
abbilden.
Die Einschränkungen des Richard-Wagner-Platzes sind in abgeminder-
ter Form weiterhin gegeben. Die Variante 2 ermöglic ht jedoch zukünftig
unterschiedliche Formen und Ausdehnungen eines neue n Baukörpers,
wodurch die Platzsituation architektonisch besser l ösbar erscheint. Da-
durch ergeben sich auch Spielräume für die anstehen de Ausschreibung
der Objektplanungsleistungen.
Die Anlieferung entlang der Lessingstraße ist hinsi chtlich der Verkehrs-
führung, Höhenlage und Abstandsflächen sowie daraus abgeleiteten
Anforderungen für beispielsweise Feuerwehraufstellf lächen weiterhin
noch in der weiteren planerischen Umsetzung näher z u betrachten.
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3.4 Untersuchung Zuschauerraum
Der Zuschauersaal wurde von Kahle Acoustics untersu cht und im Do-
kument „Variantenuntersuchung Zuschauersaal“ (vgl. Anlage 12 ) mit-
tels 3 Varianten dargestellt. Eine Festlegung hinsi chtlich einer Variante
und dazu die Abstimmungen mit den Behörden sind noc h nicht erfolgt.
Die einzelnen Varianten gehen von folgenden Planung sinhalten aus:
3.4.1 Variante 1: „Erhalt Zuschauerraum“
Übersicht / Beschreibung:
Basis für Geschossflächen im aktuellen Testentwurf
Struktur, Balkonfronten und Proszeniumslogen beibe halten
Optimierung “im Bestand” insbesondere Ränge steile r
Gebäudetechnik - Lüftung
- Die Verortung der Technikzentrale für die Lüftung Zuschau-
ersaal, Orchestergraben, Vorderbühne, Glucksaals un d
Foyer im Dachgeschoss oberhalb des Zuschauersaal, m it
freiem Installationsraum von 5 m oberhalb der Aufst ellfläche,
bedingt deren Traglast bis möglichst 5 kN/m² (gilt auch für
die folgenden Varianten).
- Die Luftführung der Zuluft für die Ränge kann unt er Berück-
sichtigung der erforderlichen Luftmenge pro Stunde je Per-
son gegebenenfalls wie im Bestand innerhalb der Saa l-
wände beibehalten werden.
- Die Luftführungen der Zuluft für das Parkett, den Orchester-
graben und die Vorderbühne müssen seitlich des Bühn en-
portals angeordnet werden (gilt auch für die folgen den
Varianten).
- Die Luftführung für die Abluft des Zuschauersaals erfolgt,
wie im Bestand über die Absaugung an der Decke (gil t auch
für die folgenden Varianten).
- Die Luftführung der Zu- und Abluft für den Glucks aal und die
Foyerbereiche muss rückseitig des Zuschauersaals er folgen
(gilt auch für die folgenden Varianten).
- Die Ansaugung der Außen- und das Ausblasen der Fo rtluft
sind mit ausreichenden Querschnitten notwendig (gil t auch
für die folgenden Varianten).
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- Zur Versorgung der Lüftungsgeräte mit den flüssig en Medien
für Heizen, Kühlen und Befeuchten müssen vom UG in das
6.OG, bevorzugt mit den Schächten für die Luftführu ng
seitlich des Bühnenportals erfolgen (gilt auch für die
folgenden Varianten).
- Die Nutzung des Dachgeschosses als Technikzentral e be-
dingt die Erschließung mit einem Personen- und Last enauf-
zug (gilt auch für die folgenden Varianten).
Untersuchungsergebnisse HLS:
- Die zur Verfügung stehende Fläche und Installatio nshöhe
bieten nach derzeitigem Kenntnisstand den Raum zur
Aufstellung der Lüftungsgeräte und der Kanalinstall ationen
zum Erreichen der erforderlichen Luftmengen.
- Die Anzahl und die Aufstellung der Lüftungsanlage n sind
maßgeblich abhängig von der realisierbaren Traglast der
Aufstellfläche.
- Die Dimensionierung der Luftführungen (Kanäle und
Schächte) wird bestimmt durch die jeweiligen Luftme ngen
pro Stunde je Person. Dabei kann die Nutzung der
bestehenden Schächte für die Zu- und Umluft des
Zuschauersaals mit Orchestergraben und Vorderbühne in
Betracht gezogen werden.
- Die Luftführung der Zu- und Abluft vom Glucksaal und der
Foyerbereiche muss zusätzlich neu vorgesehen werden .
- Die Ansaugung der Außen- und das Ausblasen der Fo rtluft
über das Dach kommt als zweckmäßigste Lösung in Fra ge.
Eine der damit verbundenen Öffnungen kann zur
Einbringung der Lüftungsgeräte genutzt werden.
- Die Versorgung der Anlagen im 6. OG mit flüssigen Medien
für Heizen, Kühlen und Befeuchten erfordert zusätzl ichen
Bedarf an Installationsflächen. Dabei kann die Nutz ung der
bestehenden Schächte für die Zu- und Umluft des
Zuschauersaals, seitlich vom Bühnenportal, in Betra cht
gezogen werden.
Untersuchungsergebnisse Tragwerksplanung:
- Die Variante 1 bedeutet den geringsten Eingriff i n das Be-
standstragwerk. Bei der Anpassung der Rangneigung e rge-
ben sich möglicherweise höhere Ausbaulasten, die be i den
Nachweisen der stählernen Fachwerk-Rangträger zu
berücksichtigen sind. Aufgrund der mit hoher
Wahrscheinlichkeit genieteten Verbindungen, sollte nach
Möglichkeit auf eine aufwändige Ertüchtigung verzic htet
werden.
- Die massive Saaldecke wird in der Höhenlage bei d er
Variante 1 nicht verändert. Sie ist jedoch statisch für erhöhte
Nutzlasten aus der Lüftungstechnik zu ertüchtigen u nd
voraussichtlich abschnittsweise zu erneuern. Die hö heren
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Deckenlasten sowie Lasten aus zusätzlichen
Beleuchterbrücken sind vom Dachtragwerk aufzunehmen .
Dies wird wahrscheinlich zu vereinzelten
Verstärkungsmaßnahmen von auflagernahen Streben ode r
Verbindungsknoten führen. Die in den Bestandsplänen von
ca. 1900 angegebenen Dimensionen der Ober- und Unte r-
gurte sowie der diagonalen Streben und Verbindungen der
Dachbinder sind Vor-Ort zu bestätigen bzw. aufzuneh men,
um die voraussichtlich vorhandenen statischen Reser ven zu
ermitteln.
- Der zu vergrößernde Orchestergraben ist in statis cher
Hinsicht nach Sichtung der Bestandsunterlagen mit r elativ
geringem Aufwand zu realisieren. Die „Schüsselung“ des
Parketts bedarf einer genaueren Betrachtung. Sie so llte
nach Möglichkeit das Bestandstragwerk, d.h. die
Deckenkonstruktion über E-1 nicht tangieren.
3.4.2 Variante 1A: „Vergrößerung Portal und Proszen ium“
Übersicht / Beschreibung:
Erhalt innerer und äußerer Schalen der Saalwände
Seitliche Balkonfronten zurückgesetzt, Proszeniums logen
zurückgesetzt, Vergrößerung Breite Orchestergraben
Deckenhöhe vergrößert um 5-6 m
Vergrößerung Portal auf 14 m Breite
Ränge steiler und für Sichtlinien optimiert
Gebäudetechnik – Lüftung (siehe Variante 1)
Untersuchungsergebnisse HLS:
- Die zur Verfügung stehende Fläche und Installatio nshöhe
wird durch das Anheben der Decke des Zuschauersaals um
5m bis 6m so verringert, dass die Aufstellung der
Lüftungsgeräte und die Kanalinstallationen zum Erre ichen
der erforderlichen Luftmengen nicht mehr voll umfän glich
gewährleistet ist.
- Es sind erhebliche Eingriffe in den Aufbau des Da chstuhls,
insbesondere der Entfall von horizontal verlaufende n
Dachbindern, erforderlich.
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- Die Anzahl und die Aufstellung der Lüftungsanlage n bleiben
auch bei dieser Variante maßgeblich abhängig von de r
realisierbaren Traglast der Aufstellfläche.
- Die Dimensionierung der Luftführungen (Kanäle und
Schächte) ist auch in diesem Fall von der Luftmenge pro
Stunde je Person abhängig. Zur Versorgung der Ränge mit
Zuluft ist die Anbindung an die seitlich des Bühnen portal
vorgesehenen Luftführungen erforderlich. Daraus res ultiert
die Vergrößerung der Kanäle und damit deren
Platzbedarfes.
- Die Luftführung der Zu- und Abluft vom Glucksaal und der
Foyerbereiche muss zusätzlich neu vorgesehen werden .
- Auch in dieser Variante sind die Führung der Auße n- und der
Fortluft über das Dach sowie die Einbringung der
Lüftungsgeräte eine zweckmäßige Lösung.
- Die Versorgung der Anlagen im 6. OG mit flüssigen Medien
für Heizen, Kühlen und Befeuchten erfordert zusätzl ichen
Bedarf an Installationsflächen. Dabei kann die Nutz ung der
Schächte für die Zuluft des Zuschauersaals, seitlic h vom
Bühnenportal, in Betracht gezogen werden.
Untersuchungsergebnisse Tragwerksplanung:
- Bei Variante 1A sollen zusätzlich zu den bauliche n
Maßnahmen der Variante 1 die Balkonfronten und die
Proszeniumslogen zurückgesetzt werden und somit die
Hufeisenform „moderat“ geöffnet werden. Die massive
Saaldecke wird zurück gebaut und deutlich höher wie der neu
eingebaut.
- Die Reduzierung der auskragenden Bereiche der Rän ge
(Balkone) bedeutet einen Eingriff in das statische System
der Rangträger, die gemäß der Architektenschnittzei chnung
von 1900 im 1. und 2. Rang als stählerne Fachwerke
ausgebildet sind. Die Zurücksetzung der Balkonfront ist hier
verbunden mit relativ aufwändigen baulichen
(Ertüchtigungs-) Maßnahmen am Fachwerk, die je nach
Größe der Zurücksetzung bei den jeweiligen
Fachwerkträgern unterschiedlich ausfallen werden. B eim 3.
Rang sind gemäß Architektenschnitt und Grundriss vo n 1900
statt der Fachwerkkonstruktion ein einfaches Stahlp rofil
verbaut, dass statisch unkompliziert gekürzt werden kann.
Dies gilt auch für den auskragenden Deckenbereich d er
Proszeniumslogen.
- Die Anhebung der massiven Saaldecke ist hinsichtl ich der
an das Dachtragwerk anzuhängenden Vertikallasten
unproblematisch, da sich diese im Idealfall nicht v erändern
und somit hier zu keinen Ertüchtigungsmaßnahmen füh ren
werden. Inwieweit sich die in der jetzigen Deckeneb ene
befindliche Stahlkonstruktion mit ihrer Zugbandwirk ung für
das Dachtragwerk vollständig durch ein entsprechend es
Zugband in der nach oben versetzten neuen Decke
kompensieren lässt oder ob Verstärkungsmaßnahmen am
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Dachbinder erforderlich werden, wird erst eine stat ische
Berechnung des neuen Dachsystems aufzeigen können.
- Bei einer Anhebung der Decke von mehr als ca. 1,8 Meter
an den Deckenrändern „tauchen“ die Untergurte der
Dachbinder in den Zuschauerraum, was statisch
unwesentlich ist, allerdings eine brandschutztechni sche
Ertüchtigung nach sich ziehen wird.
- Die zusätzlich geplante Vergrößerung der
Bühnenportalöffnung ist nach oben bis zum dort
vorhandenen Fachwerkträger möglich, somit nach den
historischen Planangaben etwa um 3m. Die Verbreiter ung
des Bühnenportals auf die ursprüngliche Weite vor 1 935 ist
statisch problemlos möglich – somit die mindestens
geforderten 1,0m bzw. 0,5 m auf beiden Portalseiten . Die
Konsequenzen durch eine mögliche zusätzliche Aufwei tung
müssen statisch geprüft werden.
3.4.3 Variante 2: „Adaption“
Übersicht / Beschreibung:
Äußere Saalwand zum Foyer beibehalten Innere inner e Schale
der Saalwand (alte Lüftungsschächte) entfernt – Gew inn Volu-
men und Fläche
Höhenlage 1. Reihe der Balkone wie Bestand
Proszeniumslogen zurückgesetzt = Vergrößerung offe ne Fläche
Orchestergraben
Balkone weiter von der Bühne entfernt und Hufeisen moderat ge-
öffnet
Deckenhöhe vergrößert um 4 m
Vergrößerung Portal auf 14 m Breite
Ränge steiler und für Sichtlinien optimiert
Gebäudetechnik - Lüftung
- Die Verortung der Technikzentrale für die Lüftung Zuschau-
ersaal, Orchestergraben, Vorderbühne, Glucksaal und Foyer
im Dachgeschoss oberhalb des Zuschauersaal, mit fre iem
Installationsraum von 5 m oberhalb der Aufstellfläc he,
bedingt deren Traglast bis möglichst 5 kN/m².
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- Die Luftführungen der Zuluft für die Ränge und da s Parkett,
den Orchestergraben und die Vorderbühne müssen seit lich
des Bühnenportals angeordnet werden.
- Die Luftführung für die Abluft des Zuschauersaals erfolgt,
wie im Bestand über die Absaugung an der Decke
- Die Luftführung der Zu- und Abluft für den Glucks aal und die
Foyerbereiche muss rückseitig des Zuschauersaals
erfolgen.
- Zur Versorgung der Lüftungsgeräte mit den flüssig en Medien
für Heizen, Kühlen und Befeuchten müssen vom UG in das
6.OG, bevorzugt mit den Schächten für die Luftführu ng
seitlich des Bühnenportals erfolgen.
- Die Ansaugung der Außen- und das Ausblasen der Fo rtluft
sind mit ausreichenden Querschnitten notwendig
- Die Nutzung des Dachgeschosses als Technikzentral e
bedingt die Erschließung mit einem Personen- und
Lastenaufzug
Untersuchungsergebnisse HLS: Siehe Variante 1
Untersuchungsergebnisse Tragwerksplanung:
- Zusätzlich zu den Maßnahmen der Variante 1A ist h ier die
Entfernung des inneren Bereichs der Zuschauerraum-
Außenwände unter Beibehalt der äußeren Wandkante vo n
statischem Belang. Durch die Ausbildung z.B. einer neuen
Stahlbetonwand der Stärke von 25cm ist diese baulic he
Maßnahme statisch relativ einfach ausführbar, da di e
umlaufende Wand nach Sichtung und Auswertung der
Bestandspläne von 1900 im Wesentlichen aussteifende
Funktion hat. Die Vertikallasten aus der Rangkonstr uktion
und den Foyerdecken nehmen Stahlstützen auf, die be i der
Wandreduzierung zu erhalten sind und im Endzustand
sichtbar im Zuschauerinnenraum in Erscheinung trete n.
- Der Rückbau und Neubau der Rangkonstruktion ist o hne den
Wiedereinbau der Rangstützen nur sehr aufwändig mög lich.
Es würden sich wesentliche Änderungen des Tragwerks und
Lastumverteilungen ergeben, die auch massive und
kostenintensive Eingriffe in die Foyerdecken sowie eine
Verstärkung der Fundamente vor allem unter den
Zuschauerraumwänden nach sich ziehen würde.
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3.4.4 Variante 3: „Neu-Interpretation“
Übersicht / Beschreibung:
Saalwand neu und um ca. 2m nach außen versetzt– de utlicher
Gewinn in Volumen und Fläche
Höhenlagen Balkone optimiert, wobei Höhenlagen Foy ers re-
spektiert werden
Proszeniumslogen zurückgesetzt = Vergrößerung offe ne Fläche
Orchestergraben (wie Var. 2)
Balkone deutlich weiter von der Bühne entfernt und Hufeisen
deutlich geöffnet
Deckenhöhe vergrößert um 2 bis 3 m
Vergrößerung Portal auf 14 m Breite
Bessere Sichtlinien durch steilere Ränge sowie auc h durch das
deutlich weiter geöffnete Hufeisen
Gebäudetechnik - Lüftung
- Die Verortung der Technikzentrale für die Lüftung
Zuschauersaal, Orchestergraben, Vorderbühne, Glucks aal
und Foyer im Dachgeschoss oberhalb des Zuschauersaa l,
mit freiem Installationsraum von 5 m oberhalb der
Aufstellfläche, bedingt deren Traglast bis möglichs t 5 kN/m².
- Die Luftführungen der Zuluft für die Ränge und da s Parkett,
den Orchestergraben und die Vorderbühne müssen seit lich
des Bühnenportals angeordnet werden.
- Die Luftführung für die Abluft des Zuschauersaals erfolgt,
wie im Bestand über die Absaugung an der Decke
- Die Luftführung der Zu- und Abluft für den Glucks aal und die
Foyerbereiche muss rückseitig des Zuschauersaals
erfolgen.
- Zur Versorgung der Lüftungsgeräte mit den flüssig en Medien
für Heizen, Kühlen und Befeuchten müssen vom UG in das
6.OG, bevorzugt mit den Schächten für die Luftführu ng
seitlich des Bühnenportals erfolgen.
- Die Ansaugung der Außen- und das Ausblasen der Fo rtluft
sind mit ausreichenden Querschnitten notwendig
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- Die Nutzung des Dachgeschosses als Technikzentral e
bedingt die Erschließung mit einem Personen- und
Lastenaufzug
Untersuchungsergebnisse HLS:
- Die zur Verfügung stehende Fläche und Installatio nshöhe
wird durch das Anheben der Decke des Zuschauersaals
eingeschränkt. Die Aufstellung der Lüftungsgeräte u nd die
Kanalinstallationen zum Erreichen der erforderliche n
Luftmengen ist bedingt möglich.
- Die schräge Ausführung der Decke setzt die Realis ierung
einer geraden Aufstellfläche voraus. Die Anzahl und die
Aufstellung der Lüftungsanlagen sind auch hier maßg eblich
abhängig von der realisierbaren Traglast der Aufste llfläche.
- Darüber hinaus sind partielle Eingriffe in den Au fbau des
Dachstuhls in Betracht zu ziehen, insbesondere der
teilweise Entfall von horizontal verlaufenden Dachb indern.
- Die Dimensionierung der Luftführungen (Kanäle und
Schächte) bleibt von der Luftmenge pro Stunde je Pe rson
abhängig. Zur Versorgung der Ränge mit Zuluft ist d ie
Anbindung an die seitlich des Bühnenportal vorgeseh enen
Luftführungen erforderlich. Daraus resultiert die
Vergrößerung der Kanäle und damit deren Platzbedarf es.
- Die Luftführung der Zu- und Abluft vom Glucksaal und der
Foyerbereiche muss zusätzlich neu vorgesehen werden .
- Auch in dieser Variante sind die Führung der Auße n- und der
Fortluft über das Dach sowie die Einbringung der
Lüftungsgeräte eine zweckmäßige Lösung.
- Die Versorgung der Anlagen im 6. OG mit flüssigen Medien
für Heizen, Kühlen und Befeuchten erfordert zusätzl ichen
Bedarf an Installationsflächen. Dabei kann die Nutz ung der
Schächte für die Zuluft des Zuschauersaals, seitlic h vom
Bühnenportal, in Betracht gezogen werden.
Untersuchungsergebnisse Tragwerksplanung:
- Dieser maximale Eingriff in das Bestandstragwerk mit den
nach außen geschobenen Zuschauerraumwänden und eine r
neuen stützenfreien Rangkonstruktion bedeutet zusät zlich
eine Erneuerung großer Bereiche der Foyerdecken und die
tragende und aussteifende Ausbildung der neuen
Zuschauerraumwände einschließlich neuer Gründung. B ei
der Ausbildung der stützenfreien Rangkonstruktion i st dann
auch das Gesamttragwerk „neu zu interpretieren“, d. h. eine
weitgehende Entkernung des Gebäudes einschließlich
Rückbau und Neubau seiner Tragkonstruktion wäre die
Folge.
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3.5 Fazit
Varianten 1 („Erhalt“)
Mit der Variante 1 erfolgen die minimalsten statischen Eingriffe in d ie
Bestandsstruktur des Gebäudes, obwohl die Decke für das Aufstellen
der erforderlichen Lüftungsanlagen erneuert werden muss.
Aus Sicht der Gebäudetechnik ist die Variante 1 auc h hinsichtlich der
Lüftungszentrale mit dem geringsten Risikopotential behaftet. Die
veränderte Dimension der Lüftungskanäle und Nutzung vorhandener
Schächte ist dabei bestimmend.
Variante 1A Vergrößerung Portal und Proszenium"
Bei der Variante 1A würde die größte Anhebung der D ecke erfolgen
müssen.
Hier kann allerdings die geforderte Zahl von 1.000 Sitzplätzen nach
Umbau nicht erreicht werden, auch wenn in Variante 1A der
Orchestergraben und die Deckenhöhe optimiert werden .
Aus Sicht der Gebäudetechnik ist die Variante 1A am wenigsten
geeignet, da weder die Aufstellfläche noch die Inst allationshöhe als
ausreichend eingeschätzt werden.
Die Zu- und Abluft für den Glucksaal und die Foyerb ereiche muss in
allen drei Varianten neu vorgesehen werden. Das tri fft gleichermaßen
für die Versorgung der Lüftungsanlagen mit den flüs sigen Medien zu.
Die Dachkonstruktion muss für die Führung der Außen - und der Fortluft
sowie die Einbringung der Lüftungsgeräte in allen V arianten verändert
werden.
Variante 2 („Adaption“)
Variante 2 erfüllt aufgrund der umfangreichen stati schen Maßnahmen
die Anforderung an die Zahl der Sitzplätze, jedoch bleiben die
Sichtlinien durch das relativ geschlossene Hufeisen etwas
eingeschränkt. Die Maßnahmen sind zudem noch nicht mit dem
Denkmalschutz abgestimmt.
Die Variante 2 bietet aus Sicht der Gebäudetechnik die Möglichkeit
einen Kompromiss aus Deckenanhebung und ausreichend
Aufstellfläche sowie Installationshöhe zu finden. Als grundlegende
Voraussetzung für eine Realisierung ist die großflä chige Entfernung
der horizontalen Dachbinder im Bereich der Aufstell fläche anzusehen.
Die Dimension der Lüftungskanäle und Anordnung der Schächte ist ein
weiterer maßgeblicher Faktor.
Die Ausführung der erhöhten Decke des Zuschauersaal s oder einer
zusätzlichen Bühne, geeignet für die Aufstellung de r Lüftungsgeräte,
ist zwingend erforderlich.
Variante 3 („Neuinterpretation“)
Variante 3 erfüllt alle Anforderungen, bedingt aber maximale statische
Eingriffe in die historische Bausubstanz, welche no ch nicht mit dem
Denkmalschutz abgestimmt sind.
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Die Variante 3 bietet aus Sicht der Gebäudetechnik die Möglichkeit
einen Kompromiss aus Deckenanhebung und ausreichend Aufstell-
fläche sowie Installationshöhe zu finden. Teil davo n ist die partielle Ent-
fernung von horizontalen Dachbindern im Bereich der Aufstellfläche.
Die Dimension der Lüftungskanäle und Anordnung der Schächte bleibt
auch hier ein weiterer maßgeblicher Faktor.
Variantenübergreifend
3.6 Detailuntersuchungen „Foyer“
Ergänzend zu der Untersuchung des Zuschauerraums du rch Kahle
Acoustics wurde DU seitens PBD gebeten, die Auswirk ungen der
Variante 3 des Zuschauerraums ( vgl. Anlage 12 ) auf den Foyerbereich
mittels eines Testentwurfs zu untersuchen.
Die Detailbetrachtung soll die Auswirkung der Vergr ößerung des Zu-
schauerraums, die Anforderungen an zusätzlichen Flä chen aus dem
Nutzerbedarfsprogramm, Index 07 und die Erhöhung de r Zuschauer-
anzahl auf die umliegenden Bestandsflächen sowie di e damit einher-
gehenden Flächenverdrängungen mit dem Ziel untersuc hen, möglichst
die Realisierbarkeit der Foyerflächen innerhalb der Bestandsflächen
hinsichtlich der Variante 3 nachzuweisen. Diese Var iante wurde aus
dem Grund ausgewählt, da sie die Maximalforderungen abbildet und
somit gleichzeitig auch die anderen Varianten abbil det. Damit soll
zudem nicht ausgesagt werden, dass diese Variante d ie präferierte
Lösung ist.
Die einzelnen untersuchten Ebenen vom Testentwurf s ind auch in der
Anlage 19 dargestellt.
Ausgangslage:
Durch die Vergrößerung des Zuschauerraums verringer t sich das Foyer
in Teilbereichen auf eine lichte Breite von ca. 2,3 0m. Ebenso reduziert
sich dadurch die erforderliche Foyergastronomiefläc he, welche gemäß
Betriebsbeschreibung und Raumprogramm vom STN hohe Priorität in
jeder Ebenen hat.
Es besteht dadurch grundsätzlich die Notwendigkeit, im Untergeschoss
zusätzliche Lagerflächen für Stuhllager (erforderli ch für den Betrieb des
Glucksaals) und für die Gastronomie des Foyers zu i ntegrieren. Diese
Mehrbedarfsflächen betragen ca. 228m² NUF .
Darüber hinaus sind eine größere Anzahl an WC-Anlag en, zusätzliche
Garderoben, eine angepasste Erschließung, entsprech ende Flucht-
und Rettungswege, etc. nachzuweisen.
Die Untersuchungen stehen unter dem Vorbehalt der A bstimmungen
mit den Denkmalschutzamt.
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Abbildung: Untergeschoss
Umsetzung:
Der Testentwurf sieht für eine adäquate Erschließun g zwei Personen-
aufzüge im nordöstlichen Bestandstreppenhaus vor. A us unserer Sicht
ergibt sich für die Platzierung von Personenaufzüge n lediglich die Mög-
lichkeit, diese im historischen Treppenhauskern und im Bereich der
Gauben zu platzieren.
Das zweite Treppenhaus in der Südost-Ecke des Besta ndsgebäudes
sollte aus unserer Sicht rückgebaut werden und durc h ein effizientes
Fluchttreppenhaus in Kombination mit einem Lastenau fzug ersetzt
werden.
Der Lastenaufzug wird für die Bestückung des Glucks aals mit kleineren
Bühnenteilen oder ähnlichen Requisiten für Veransta ltungen notwend-
ig. Im 1. Untergeschoss ist der Lastenaufzug vom Ne ubaukomplex aus
zugänglich und kann direkt an das GMZ oder die Anli eferungs- und
Lagerzone des Neubaus angebunden werden.
Beide Treppenhäuser führen als Fluchttreppenhäuser und als vertikale
Erschließungsachse in das UG zu den Garderoben und zu dem
Ausgang in die U-Bahnstation.
Die in der Untersuchung dargestellten Flächen der A ufzüge bzw. des
neu zu strukturierenden Erschließungskernes sind al s konzeptionelle
Platzhalter zu sehen. Die Untersuchung ist vorbehal tlich detaillierterer
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Abstimmungen zum Brandschutz und vorbehaltlich weit erer Öffnungen
für Fluchttüren (beispielsweise in der Kassenhalle)
Durch die Erhöhung der Zuschaueranzahl ergibt sich ein höherer Be-
darf an WC-Anlagen. Die bestehenden Sanitärkernen w erden dafür er-
halten und im Untergeschoss wurden von uns zusätzli che WC-Anlagen
ergänzt. Im Bestand stehen den Zuschauern ca. 193 m ² WC zur Ver-
fügung. Durch die teilweise gewachsene Bestandsstru ktur ist bisher
eine Geschlechtertrennung in den bestehenden WC-Ker nen nicht be-
rücksichtigt.
Für die Variante 3 des Zuschauersaals ergibt sich g em. VStättV ein
Flächenbedarf von ca. 287 m² NUF für Sanitär, davon sind 133 m² für
Frauen und 154 m² für Herren vorzusehen (Berechnung inkl. Sanitär
Vorraum mit Waschbacken). Der Flächenbedarf ist ber eits mit einer
erhöhten Gleichzeitigkeit (Damen 200%, Herren 150%) sowie einer
dezentralen Verteilung der Sanitärflächen ermittelt worden. Der
Flächenbedarf gemäß der Richtlinie VDI 6000/Blatt 3 (Ausstattung von
Sanitärräumen in Versammlungsstätten und Versammlun gsräume) ist
entwurfsabhängig dem vorgeschriebenen Mindestbedarf der
Sanitärkerne hinzuzufügen. Der Mehrbedarf kann aus unserer Sicht
verteilt auf die einzelnen Ränge und die Garderobe umgesetzt werden.
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Aufgrund der höheren Flächenanforderungen an die Ga rderobe und die
Spinde für ca. 1.200 Zuschauer, ist eine Anordnung dieser in den
oberen Geschossen (analog zu den heutigen dezentral en Garderoben)
nahe den Rängen nur schwer möglich. Für die Untersu chung wird
daher vorgeschlagen, die Garderoben zentral in Teil en des
Untergeschosses unter der Kassenhalle zu platzieren . Dieser Bereich
soll für Zuschauer zugänglich gemacht werden und al s neuer Zu /
Ausgang in Richtung U-Bahn fungieren.
Annahme Erhöhung der Gleichzeitigkeit:
Damen Herren
200% 150%
Damentoiletten Herrentoiletten
Toilettenbecken Toilettenbecken Urinalbecken Toiletten müssen in jedem Geschoss vorhanden sein
Bis 1000 je 100 1,2 0,8 1,2 Jede Anlage muss einen Vorr aum haben
Über 1000 je 100 0,8 0,4 0,6 Ausreichend Barrierefreie WC erforderlich
Über 2000 je 100 0,4 0,3 0,6
Damen
1064 Anzahl WCs Anzahl WCs Anzahl Urinale Summe
Relevante
Publikumsebenen:
UG (Neu) +
Orchestergraben 120 3 2 3
Annahme: teilw eise
Auslagerung der Parkettebene
möglich
Parkett 409 10 5 8
Rang 1 + Glucksaal 182 5 3 4
Rang 2 145 4 2 3
Rang 3 109 3 2 2
Rang 4 99 3 2 2
Foyers und Galerien 0 0 0 exkl.. Glucksaal
Summe 1064 28 16 22
Summe über alle
Geschosse
Flächenansatz WCs+Bewegungsfläche in m² 2,2 2,2 1,6 NUF 7
Waschbecken + Bewegungsfläche / WC in m² 1,8 1,8 1,2 NUF 7
Anzahl Barr.Fr. Plätze 11
Mindestanzahl WCs 2
Vorschlag 3 3 6,00
Flächenermittlung Einzelkabine + WB 7,1 7,1
Flächenbedarf 21,3 21,3 42,60
Relevante
Publikumsebenen: UG (Neu) 12,00 8,00 8,40 28,40
Parkett 40,00 27,10 22,40 89,50
Rang 1 + Glucksaal 27,10 19,10 11,20 57,40
Rang 2 23,10 15,10 8,40 46,60
Rang 3 19,10 8,00 5,60 32,70
Rang 4 12,00 15,10 5,60 32,70
Foyers und Galerien - - - -
Summe 133,30 92,40 61,60 287,30
E s w ird davon ausgegangen, dass die Anzahl der erforderlichen WC gem. VStättV §12 durch den Betrieb mit einer
deutlichen Übererfüllung gerechnet w erden muss.
E rfahrungsgemäß w ird vorgechlagen die Damen WCs um den Faktor 2 und Herren WCs um den Faktor 1,5 zu erhöhen.
Erhöhung der Gleichzeitigkeit
Vorgaben aus VstättV §12
Zuschauersaal / Foyer inkl. Gluck-Saal
Herren
Ermittlung Barrierefreie WCs (NUF 7)
WC Größe bei Etagenverteilung inkl. Barrierefreier WCs (NUF 7 inkl VF)
Maximale Anzahl Besucher (gem.
Betriebskonzept):
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Abbildung: UG Zwischengeschoss
Zusätzlich zur Öffnung des Untergeschosses wird ein e vergrößerte zu-
sätzliche Zugänglichkeit zu dem U-Bahn-Schacht ange dacht. Da die U-
Bahnstation und das Untergeschoss im Bestand einen Höhenunter-
schied von ca. 3 Meter Geschosshöhe aufweisen, ist im Bereich unter
dem Hauptzugang eine bauliche Verbindung mit einem Aufzug und
einer Treppe möglich. Die Säulen des Zugang-Pavillo ns auf Richard-
Wagner-Platz-Niveau müssen dabei im Untergeschoss a bgefangen
werden und können ggf. jedoch die Fluchtwegbreiten beeinflussen.
Mit dem Ausbau des zweiten Zugangs über den U-Bahn- Schacht ergibt
sich zudem auch die Möglichkeit eines zusätzlichen Fluchtweges bei
Vollauslastung der Spielstätte, welche den Anforder ungen der VStättV
gerecht werden kann. Der bestehende Zugang zu dem U -Bahnschacht
(über das nordöstliche Treppenhaus) bleibt nach wie vor bestehen und
dient als Notausgang.
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Abbildung: EG-Platzierung Opernbar
Ergänzend kann bei Umgestaltung der U-Bahnstation a uch noch ein
Zugang über den Richard-Wagner-Platz in den Bereich der Garderoben
erfolgen, um somit dem Publikumsverkehr auch vom Pl atz eine direkte
Zuwegung zu ermöglichen. Gemeinsam mit dem direkten Zugang zu
den Garderoben kann die Opernbar oberirdisch und au f Niveau des
Richard-Wagner-Platzes verortet werden.
Die Flächenerfüllung innerhalb der Funktionsgruppe 2 –
Besucherbereiche - wird in der nachfolgenden Tabell e (vgl. auch
detailliertere Übersicht in ( Anlage 13 ) plausibilisiert.
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Abbildung: Flächennachweis Foyer
Fazit:
Um mehr als 1.000 Besucher im Zuschauersaal und um entsprechend
der Zuschauerzahl auch die geforderten Funktionen i m Vorderhaus
umsetzen zu können, muss die Barrierefreiheit im Fo yer und dessen
barrierefreie Erschließung gewährleistet werden. Im Rahmen der
Detailuntersuchung ergeben sich Zielkonflikte bei d er Platzierung von
Personenaufzügen (z.B. mit dem Denkmalschutz).
Der Einbezug des Untergeschosses und damit die Erwe iterung in
Richtung der U-Bahn, um den Anforderungen an Garder oben gerecht
zu werden, ist aus unserer Sicht unumgänglich. Nahe den Rängen und
in der Kassenhalle gibt es keine Flächenreserven, u m die zusätzlichen
Anforderungen an die Garderoben zu platzieren.
3.7 Allgemein zu klärende Punkte / Zielkonflikte
Im Rahmen der Bearbeitung vom Testentwurf der beide n Varianten
sowie der einzelnen Detailuntersuchungen sind noch keine detaillierten
Abstimmungen mit den Behörden erfolgt. Darüber hina us wurden noch
keine detaillierten Gebäudeuntersuchungen durchgefü hrt. Daraus er-
geben sich unter anderem noch folgende zu klärende Punkte bzw. Ziel-
konflikte. In diesem Zusammenhang sind auch die Pla nungsprämissen
zum Testentwurf zu beachten:
Aussagen der Tragwerksplanung zum Bestandstragwerk des
Opernhauses gründen mangels historischer statischer Unter-
lagen im Wesentlichen auf den Architektenplänen von Heinrich
Seeling, insbesondere den sog. Trägerlageplänen von 1900. Wie
sich zwischenzeitlich herausgestellt hat, weicht de r gebaute
Bestand teilweise von diesen ab (z.B. bei den Decke nkonstruk-
tionen oder bei den zunächst nicht ausgeführten Stü tzen des
dritten Rangs). Sie haben daher bis zur Auswertung der noch
durchzuführenden statischen Bestandsaufnahme - mit umfang-
reichen Tragwerksuntersuchungen, der Schadensaufnah me und
-bewertung sowie der Nachberechnung des Bestandstra gwerks -
nur orientierenden Charakter.
Die Untersuchung für den Zuschauersaal ist vorbeha ltlich
weiterer denkmalpflegerischer und statischer Abstim mungen zu
sehen. In diesem Zusammenhang sind die Zielkonflikt e zur
Portalgröße, Sichtlinien, Anzahl Sitzplätze, Orches tergraben
SOLL ∑ NUF IST ∑ NUF Abweichung NUF Bemerkung
FG Foyer - Gastronomie 717,00 760,71 43,71
FG Opernbar 46,00 93,57 47,57
FN Foyer - 1. Hilfe, Garderobe, VIP 532,00 580,01 48,01
FO OH Foyer Hauptsaal 1.131,00 1.14 9,11 18,11
AV Betriebsräume Audio/Videotechnik 26,00 26,53 0,53
BLT Betriebsräme Beleuchtung 67,00 113,49 46,49
FS Foyer - Zuschauerservice, Kasse, Shop 138,00 138,82 0,82
SO OH Hauptsaal 1.000,00 1.66 6,27 666,27 Messung auf Grundlage Kahle Variante 3
Zwischensumme 3. 657,00 4.528,51 871,51
Glucksaal 283,00
Glucksaal 52,00
Gesamtsumme 1.486,34 1.544,87
Garderobe (10 m²) enthalten im UG1.5 // WC Anlage
20 m² geringer im Bestand -- Mitbenutzung der ZO
Sanitärflächen
341,27 6,27
Funktionsbereich/Abteilung
FG
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
akustisches Raumvolumen, Barrierefreiheit, Foyerflä chen, Er-
schließung, und Fluchtwege im Weiteren noch zu betr achten und
zu entscheiden. Die, von Kahle Acoustics, empfohlen e Variante
3 sieht größere Eingriffe in die Saalkubatur vor un d bewirkt eine
Ausdehnung des Saals zu Lasten des Foyers. Diese Va riante der
Umstrukturierung würde maximale Eingriffe in den be stehenden
Saal bedeuten und zieht eine Auflösung der bestehen den Grund-
rissstruktur des Zuschauersaals nach sich. Der Rück bau der
bestehenden Saalwände und der Neubau des Saals bede uten
Zielkonflikte mit dem Denkmalschutz.
Die geforderte und beschriebene Opernbar in der Be triebsbe-
schreibung soll in der Kassenhalle verortet werden. Die Platzver-
hältnisse in der Kassenhalle sind aufgrund der Zusc hauer,
welche das Gebäude und die Kassenhalle verlassen mü ssen,
eingeschränkt. Seitens Akustikplanung wird empfohle n, die
Opernbar an einem anderen Ort vorzusehen, da die
Beschreibung des NBP einen möglichen Zielkonflikt h ervorruft.
Ein Zielkonflikt besteht in der Nutzung des Schaus pielhauses
während der Bauphase der Oper und der möglichen Ein schränk-
ungen des Spielbetriebes durch der Abbruchmaßnahmen sowie
die angrenzenden Baumaßnahmen. Ein Interims- und Ba u-
logistikkonzept für eine autarke Nutzung des Schaus pielhauses
während der Bauphase der Oper liegt noch nicht vor. Der Test-
entwurf berücksichtigt lediglich die gemeinsame Anl ieferungs-
situation für den Endzustand des BOH.
Im Zuge des Neubaus besteht der Bedarf einer Techn ikzentrale
für die Lüftungs- und Kälteanlagen, welche beispiel sweise an-
grenzend an die bestehende Technikzentrale auf dem Dach des
Schauspielhauses verortet werden kann. Die Platzier ung erfolgt
unter Vorbehalt weiterer Abstimmungen u.a. statisch erforder-
licher Ertüchtigungen betreffend. Die angrenzende P latzierung
wird seitens der Fachplanenden, aus Synergiegründen , em-
pfohlen.
Die Unterbringung der Lüftungstechnik für den Zusc hauersaal in
dem darüberliegenden Dachgeschoss ist aus Sicht der Fachplan-
enden als alternativlos zu sehen. Die Variantenunte rsuchungen
seitens Kahle Acoustics sehen eine Erhöhung der Zus chauer-
saaldecke von 3m (Variante 3) bis 5m (Variante 1A) vor. Dies
führt zu einem Anheben der Saaldecke zu Lasten der zur
Verfügung stehenden Aufstellfläche und Installation sraumes.
Bei der bestehenden Dachkonstruktion aus Stahl han delt es sich
im Bereich des Zuschauerraums um Fachwerkbinder, di e in
einem Abstand von ca. 4 Meter über fast die gesamte
Gebäudebreite spannen (nicht nur über den Zuschauer raum
selbst) Die massive Saaldecke ist an die Dachbinder mittels
Flachstahl-Zugbänder hochgehängt. Das Dach weist ve reinzelte
Kriegsschäden und nachträgliche Veränderungen (z.B. Ausbau
einer aussteifenden Diagonalen) auf, die saniert bz w. wieder
rückgängig gemacht oder ergänzt werden müssen. Eine
Nachberechnung des Dachs nach eingehender Bestands- und
Schadensaufnahme kann die voraussichtlich vorhanden en
Lastreserven für den Einbau der neuen Lüftungstechn ik
aufzeigen. Die vorhandene Längsaussteifung im Dacht ragwerk
schränkt die Platzverhältnisse für die technische A nlagen
erheblich ein.
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
In Summe besteht ein Zielkonflikt in der Vergrößer ung des
Saalvolumens. Je nach Variante der Deckenanhebung w erden
teilweise die Stahlkonstruktionen des Daches im Zus chauerraum
sichtbar. Durch die verschiedenen Saalausdehnung st eht ggf.
eine verringerte Aufstellfläche für technischen Anl agen zur
Verfügung. Darüber hinaus sind die Ansaugung der Au ßenluft
und das Ausblasen der Fortluft über Dach sowie dami t in
Verbindung die Einbringung der Lüftungsgeräte in di e weiteren
Betrachtungen einzubeziehen.
Es ist davon auszugehen, dass eine Technikzentrale in dieser
Größe entraucht werden muss. Die Entscheidung hängt von den
Auflagen zum Brandschutz ab, die sich aus dem weite ren
Planungsverlauf ergeben werden.
Gemäß LOP vom Projektentwicklungs–JF Nr. 13 vom 01 .02.2021
wurden bisher folgende Punkte nach dem Abstimmungst ermin
mit dem Denkmalschutz festgehalten:
- Der Zwischenbau kann rückgebaut werden.
- Das Magazin muss im Endzustand ablesbar sein (Erh alt der
Fassade und des Daches)
- Die Eingriffe in den Bestand sollen so gering wie möglich
sein.
- In Bezug auf den Zuschauersaal gibt es noch keine Festleg-
ung zu den Varianten.
- Kritisch könnte eine großflächige Überbauung des Richard-
Wagner-Platzes sein, da die Wahrnehmbarkeit des Den k-
mals davon beeinträchtigt wird.
Abstimmungen zur Öffnung in der Bühnenturmwand, au f Bühnen-
niveau, zu Gunsten eines Revolversystems oder diver ser an-
derer Eingriffe in die Bestandsstruktur fanden bish er nicht statt.
Die folgenden Abstimmungen können Zielkonflikte mit der aktu-
ellen Machbarkeitsstudie ergeben.
Eine städtebauliche Abstimmung zu der Höhenentwick lung des
Neubaus ist bislang noch nicht erfolgt. Der Neubau orientiert sich
mit seiner Oberkante an der bestehenden Oberkannte der Lüft-
ungszentrale des Schauspielhauses und überschreitet diese
nicht. Die Ausdehnung in den Richard-Wagner-Platz i st je nach
Variante des Testentwurfs verschieden und ist unter Vorbehalt
der Bewertung durch die Stadtplanung zu sehen. Gelt ende
Abstandsflächenregelungen wurden jedoch dabei berüc ksichtig.
3.8 Zusammenfassung und Fazit – Erläuterung Testent wurf
Die Machbarkeit des gesamten Nutzerbedarfsprogramms , Index 07 ist
durch die oben beschriebenen städtebaulichen, denkm alrechtlichen,
gestalterischen und verkehrstechnischen Gegebenheit en in der
Variante 1 (ohne Sigmund-Schuckert-Haus) im Rahmen der zur Ver-
fügung stehenden Bestandsflächen einschließlich ein es Erweiterungs-
neubau auf dem Richard-Wagner-Platz aus unserer Sic ht nicht möglich
bzw. nur durch Flächenreduzierungen im Nutzerbedarf sprogramm
umsetzbar.
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Ebenso bewerten wir die Variante 1 hinsichtlich des massiven Volum-
enkörpers des Erweiterungsbaus für den Standort als problematisch.
Die starke Höhenausdehnung schränkt des Weiteren de n Qualitäts-
raum Richard-Wagner-Platz stark ein. Ebenso geht du rch die flächen-
mäßige Reduzierung des Richard-Wagner-Platzes Aufen thaltsqualität
verloren.
Dieser Problematik könnte durch die Umsetzung der V ariante 2, welche
die Auslagerung der Verwaltungsflächen und nahezu a ller weiteren
erforderlichen Büroflächen in das benachbarte Sigmu nd-Schuckert-
Hauses vorsieht, begegnet werden.
Diese Variante bietet die Möglichkeit, alle Soll-Be darfsflächen aus dem
Nutzerbedarfsprogramm umzusetzen. Es ergeben sich z udem noch
Flächenpotentiale für die weitere planerische Umset zung. Resultierend
aus der Untersuchung der beiden Varianten ist der N utzerbedarf nur
mittels Auslagerungspotentialen möglich und lösbar.
Darüber hinaus bietet die Variante 2 (inkl. Sigmund -Schuckert-Haus)
für das weitere Verfahren noch unterschiedliche Lös ungsmöglichkeiten
für Nutzungen auf der Fläche des Richard-Wagner-Pla tzes, da dieser
nicht völlig mit Nutzflächen überbaut werden muss. Die größere
Flexibilität bietet zudem zusätzliches Potential, F lächen zugunsten von
möglichen Synergien in anderen Bezügen zueinander z u verorten,
ohne die erforderliche Funktionalität einzuschränke n.
Zusammenfassend betrachtet empfehlen wir für die we itere Aus-
schreibung und planerische Umsetzung die Variante 2 unter Hinzunah-
me des Sigmund-Schuckert-Hauses zu verfolgen.
In der zukünftigen Bearbeitung sind weitere Synergi en und Flächenein-
sparungen durch wohlüberlegte Raumverortungen gener ell denkbar.
Signifikante Einsparungen von Flächen im Raumprogra mm sollten aus
unserer Sicht nur als Alternative in Betracht gezog en werden, wenn
keine Ausweichflächen (wie z.B. das Sigmund-Schucke rt-Haus) zur
Verfügung stehen. Diese werden voraussichtlich dire kte Einschränk-
ungen des zukünftig geplanten Betriebes zur Folge h aben.
4 Flächeneinsparpotentiale und Risiken für Flächenm ehrungen
Für die weitere Umsetzung besteht darüber hinaus di e Möglichkeit,
Flächen zu reduzieren. Flächeneinsparungen „in geri ngem Umfang“
sind jedoch aus unserer Sicht nur mit Einschränkung en oder Verlust
der gewünschten Funktionalität aus dem vorliegenden Nutzerbedarfs-
programm möglich. Darüber hinaus ist zudem zu beach ten, dass eine
Reduzierung von Flächen am Standort zusätzliche Kos ten für
Anmietungen auslösen können, die hier nicht separat betrachtet
wurden:
Reduzierung von Fundus-Flächen ggf. durch technisc he
Modernisierung (Digitaler Fundus)
Verzicht auf die Aktions-Flächen (Verlust einer Fu nktion zur Akti-
vierung des Stadtraumes)
Reduzierung von Gastronomieflächen (direkte Auswir kung auf
maximale Anzahl von Gästen der Gastronomie)
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Weitere Zusammenlegung von Abendgarderoben, sofern dies
entwurfsspezifisch durch Lage und Synergieflächen m öglich ist.
Beispielsweise lassen sich zusätzlich auch Potentia le bei Zusam-
menlegung von Umkleiden mit Abendgarderoben bei ang emes-
sener Taktung ermöglichen (hierbei ist darauf zu ac hten, den
Spielbetrieb nicht einzuschränken)
Verzicht auf öffentliche Nutzungen des Orchesterpr obesaals
(Nutzung des Gluck-Saals für bestimmte Formate ist derzeit bzw.
wird zukünftig jedoch nur bedingt möglich sein)
Verringerung der Anforderung an Notwenigkeit besti mmte
Proberäume / -säle natürlich zu belichten, mithilfe von
Gefährdungsbeurteilungen nach ASR. Hierdurch können bei der
Planung flexible und ggfs. auch synergetische Anord nungen
ermöglicht werden.
Prüfung von Verringerung der Anforderung, z.B. die Kulissen für
6 Produktionen vertikal zu lagern. Die Einsparung d er
erforderlichen hohen Räume (lichte Raumhöhe >9 m) e rmöglicht
bei durchdachter Planung zusätzliche Lagerflächen i m gleichen
Bauvolumen. Dabei müssen Vor- (weniger Flächenverbr auch)
und Nachteile (längere Auf-, Ab- und Umbauzeiten, e rhöhte
Schlagzahl in der Logistik, mehr LKW in Innenstadt) genau
abgewogen werden (jedoch längere Auf-, Ab- und Umba uzeiten).
Erstellung eines Büroflächen- und Nutzungskonzepte s; durch die
aktuelle gesundheitspolitische Situation (SARS-CoV- 2) und
damit veränderte Arbeitsweisen ergeben sich ggfs. g eänderte
Bedarfe an Arbeitsräume. Der vermehrte Bedarf an Ho me-Office
oder mobiler Arbeit muss einem ggfs. erhöhten Fläch enbedarf für
erforderliche Abstände gegenübergestellt und mithil fe eines
Büroflächenkonzeptes untersucht werden. Weiter müss en
Flächeneinsparungen bei den Büroräumen entwurfsabhä ngig
forciert werden (vgl. Kap. 3.2.6).
Die Klärung der bauaufsichtlichen Notwendigkeit ei nes
separaten Sprinklertanks für das Opernhaus und den Neubau
bietet, sofern dieser nicht notwendig ist, Potentia l für die
Reduzierung des Flächenbedarfes im Untergeschoss.
Mit der Verortung der Technikzentrale für die Lüft ungs- und
Kälteanlagen, angrenzend an die bestehende Technikz entrale
auf dem Dach des Schauspielhauses, besteht die Mögl ichkeit
durch Synergieeffekte Technikflächen zu optimieren.
Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass aus dem
vorliegenden Raumprogramm folgende Risiken für erhö hte
Anforderungen an Flächen gesehen werden, die über d ie für ein
Projekt dieser Größenordnung üblichen Änderungen hi naus
gehen (z.B.: geänderte Nutzerbedarfe):
Auswirkungen aus der o.g. gesundheitspolitischen S ituation
(SARS-CoV-2) auf sämtliche Arbeitsräume, Zuschauerb ereiche
und / oder Haustechnische Gewerke
Geänderte technische Standards zum Zeitpunkt der b aulichen
Umsetzung für Bühne, Gebäudebetrieb können erhöhte Flächen-
anforderungen nach sich ziehen
Zusätzliche Anforderungen aus Bedarfen des Schausp ielhauses
bzgl. Flächen (z.B. Lager- oder Übungsräume)
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Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Zusätzliche Anforderungen des Schauspielhauses auf grund der
Fortführung des Betriebs während der Baumaßnahme
Wunsch nach öffentlichen Veranstaltungen in weiter en Probe- /
Übungsräumen
Bauaufsichtliche Anforderungen, u. a. an den Brand schutz
5 Zusammenfassung und Fazit
Das Staatstheater Nürnberg (STN) ist aktuell eines der großen Mehr-
spartenhäuser in Deutschland. Die ehemaligen städti schen Bühnen
Nürnberg wurden am 01. Januar 2005 durch die „Stift ung Staatstheater
Nürnberg“ zum Staatstheater Nürnberg und gilt als v ierte Staatsbühne
im Freistaat Bayern. Das STN betreibt aktuell das S chauspielhaus und
das Opernhaus am Richard-Wagner-Platz in Nürnberg.
Die am Standort befindliche Oper ist aus diversen Z wängen (insbeson-
dere Betriebssicherheit) sanierungsfällig und zudem funktional weder
zeitgemäß noch zukunftsfähig. Um diesen Missstand z u beheben, hat
das STN erforderliche Maßnahmen für eine zeitgemäße Nutzung sowie
eine Zukunftsfähigkeit des Hauses untersucht.
Im Rahmen der laufenden Projektentwicklungsphase wu rde die Be-
darfsplanung in Form eines Nutzerbedarfsprogramms ( NBP) durch das
Staatstheater selbst aufgestellt.
Das Nutzerbedarfsprogramm (NBP) besteht aus folgend en Bausteinen:
Betriebsbeschreibung
Raumprogramm
Funktionsschema
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planun gen des
Arbeitskreises Akustik und Kernfunktionen
Des Weiteren strukturiert sich dieses in folgende 5 Funktionsgruppen
(FG):
FG 1: Bühnen- und Probebetrieb inkl. Anlieferung
FG 2: Besucherbereiche
FG 3: Ausstattende Gewerke und Lager
FG 4: Interne Bereiche und Verwaltung
FG 5 / 0: Cultural HUB und weitere Funktionen
Unterstützend wurden dazu durch das Baureferat der Stadt Nürnberg
(Projektbaudienststelle, PBD) externe Partner für d ie Fortführung der
Grundlagenermittlung sowie zur Aufstellung und Prüf ung des NBP
eingebunden. Die Prüfergebnisse und Hinweise der Be teiligten sind
kontinuierlich bis zum Index 07 des NBP eingearbeit et worden.
Im Zuge der Projektentwicklungsphase wurde punktuel l begonnen, Ge-
spräche mit dem Denkmalschutzamt zu führen. Ergebni sse daraus
liegen jedoch noch nicht vor. Weitere behördliche A bstimmungen u.a.
zum Planungs- und Baurecht wurden noch nicht geführ t. Ebenso ist die
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Grundlagenermittlung noch nicht abgeschlossen. Best andsuntersuch-
ungen zu Statik des Gebäudes stehen noch aus.
Drüber hinaus war durch einen darauf basierenden „T estentwurf“ zu
prüfen, ob und wie der zukünftige Nutzerbedarf auf dem Areal realisiert
werden kann. Rückschlüsse aus dem Testentwurf sollt en ebenso in die
parallele Erstellung des NBP noch einfließen können . Ergänzend dazu
wurden durch die PBD noch zusätzliche Detailuntersu chungen zu dem
Zuschauersaal (3 Varianten) sowie zu den davon abhä ngigen Foyer-
flächen veranlasst.
Das Ergebnis des Nutzerbedarfsprogramms ermittelt e inen zukünftigen
Flächenbedarf, um dem kulturpolitischen Auftrag ein er zukunftsfähigen
Oper nachkommen zu können, in Höhe von 27.493 m² NU F (bei noch
angemieteten externen Flächen von ca. 12.861 m² NUF ). Gegenüber
den aktuell genutzten Bestandsflächen von 27.850 m² NUF (bei noch
angemieteten externen Flächen von ca. 14.015 m² NUF ) bedeutet dies
einen erforderlichen Mehr-/Zusatzbedarf von 9.643 m² NUF .
Dieser Mehrbedarf lässt sich in folgende Kategorien aufgliedern:
Die Plausibilisierung des NBP sowie des darin formu lierte Mehr-/ Zu-
satzbedarfs an Flächen gegenüber des Bestands erfol gte in unter-
schiedlichen Abstufungen.
1. Stufe: Das NBP wurde mit dem Betriebskonzept ab geglichen und
anhand operativer Gesichtspunkte geprüft. Die angef orderten
Flächen wurden unter anderem über Vergleichswerte a uf ihre
Angemessenheit untersucht.
2. Stufe: Die hieraus hervorgehenden Erkenntnisse wurden in einer
zweiten Stufe bezogen auf Funktionsgruppen oder ein zelne Funk-
tionsbereiche näher betrachtet und aufgrund ihrer p rojekt-
spezifischen Anforderungen bewertet.
44%
44%
12% Betrieblich notwendige Flächen
Gesetzlich zwingend notwendige
Flächen
Flächen für die Zukunftsfähigkeit
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
3. Stufe: In der dritten Stufe wurden einzelne Räu me und Rauman-
forderungen auf Plausibilität hinsichtlich der spez ifischen Funktion,
Anzahl der Arbeitsplätze und Nutzer und unter Berüc ksichtigung
von gängigen Vorschriften und Regelwerken (z.B. Arb eitsstätten-
richtlinien, VstättV, DIN oder DGUV etc.) detaillie rt geprüft.
Dabei wurde festgestellt, dass die Vergleichbarkeit mit anderen
Theater- und Opernprojekten generell nur sehr einge schränkt möglich
ist. Anhand folgender Parameter wurde unter anderem trotzdem
versucht, die Plausibilität der Anforderungen aus d em vorliegenden
NBP zu belegen:
Anzahl Seiten- und Hinterbühnen
Vorhaltung von Produktionen am Standort
Kulissenlager bühnennah
Anzahl Probebühnen vor Ort
Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass die fo rmulierten Be-
darfsanforderungen im Vergleich mit den ausgewählte n Theater- und
Opernhäusern plausibel erscheinen und nicht als übe rzogen anzu-
sehen sind.
Die Erstellung des Testentwurfs erfolgte parallel z ur Aufstellung des
NBP. Änderungen aus der Fortschreibung des NBP (Ind izes) wurden
iterativ im Testentwurf berücksichtigt. Die plausib ilisierten Bedarfe aus
dem Raumprogramm wurden jeweils in BGF-Flächen für den
Testentwurf umgerechnet. Daraus ergibt sich ein BGF -Bedarf von ca.
36.760 m² der nur durch einen Erweiterungsneubau er gänzend zu dem
Bestandsgebäude realisiert werden kann.
Aufgrund des umfangreichen Mehr- und Zusatzbedarfs an Flächen
wurde im Rahmen des Testentwurfs seitens der PBD en tschieden, die
Testentwurfsplanung um eine zweite Variante zu erwe itern. Hier sollte
eine Auslagerung der Verwaltungsflächen in das bena chbarte Sig-
mund-Schuckert-Haus berücksichtigt werden.
Die Untersuchungen kommen vorbehaltlich der aussteh enden Grund-
lagenermittlung sowie der noch zu führenden Gespräc he mit den ge-
nehmigenden Behörden zu dem Ergebnis, dass in der V ariante 1 eine
Unterbringung der geforderten Flächen auf dem Besta ndsareal nicht
komplett möglich ist. Das Flächendefizit wurde in d er untersuchten
Variante mit ca. 800 m² NUF ermittelt. Reservefläch en für die zukünf-
tige (Wettbewerbs-)Planung stehen somit nicht weite r zur Verfügung.
Zudem schränkt das benötigte Gebäudevolumen des Erw eiterungs-
neubaus die Sichtbarkeit auf das historische Bestan dsgebäude sowie
die Platzgestaltung deutlich ein. Eine Umsetzung di eser Variante wäre
demnach mit erheblichen Reduzierung der Bedarfsfläc hen und mit Ein-
schränkungen für den Betrieb verbunden.
Die Variante 2 mit der Auslagerung der Verwaltungsf lächen kommt zu
dem Ergebnis, dass sämtliche im NBP geforderten Flä chen umgesetzt
werden können und sich funktionale Zusammenhänge in dieser
Variante besser abbilden lassen. Es bestehen zudem noch Flächenre-
serven. Ebenso zeigt sich diese Variante städtebaul ich „verträglicher“
gegenüber der Variante 1.
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BOH – Bauvorhaben Opernhaus Nürnberg
Erläuterungsbericht zum Nutzerbedarfsprogramm und T estentwurf
Zu dem oben angeführten Testentwurf wurden zusätzli ch 3 Varianten
zur möglichen Erweiterung des Zuschauersaals mittel s Vergrößerung
des Saalvolumens untersucht, um den akustischen Anf orderungen bes-
ser gerecht werden zu können und eine Mindestanzahl an 1.000 Zu-
schauern abbilden zu können. Ergänzend dazu wurde f ür die Maximal-
variante 3 auch untersucht, wie die daraus resultie renden höheren An-
forderungen an die Foyerflächen einschließlich Gard eroben und
Sanitärflächen im Bestandsgebäude abgebildet werden könnten.
Durch die Fachplaner wurde festgestellt, dass grund sätzlich eine Er-
weiterungsmöglichkeit des Zuschauersaals aus akusti scher, statischer
und technischer Sicht möglich ist. Dazu sind jedoch massive Eingriffe
in die denkmalgeschützte Substanz des Gebäudes erfo rderlich.
Zu den im Bericht dargestellten Maßnahmen sollten u nter anderem im
Weiteren die Abstimmungen mit dem Denkmalschutz for tgeführt sowie
stadtintern planungs- und baurechtlich Abstimmungen zum geplanten
Neubaukörper aufgenommen werden. Auf Basis dieser E rgebnisse
sowie der Entscheidung des Stadtrats sind ggf. die durchgeführten
Untersuchungen nochmals anzupassen bzw. zu konkreti sieren, sodass
im nächsten Schritt darauf aufbauend mit der Erarbe itung der Grund-
lagen für die Ausschreibung der Objektplanungsleist ungen begonnen
werden kann.
Bühneneingang - Pforte
Bühneneingang
Coworkingspace
Kantine
Anlieferung Gastro & FM
VT_Werkstätten + Materiallager
Werkstatt
BLT MT
Kleinlager BLT MT
Ersatzteillager BLT MT
BT MT Stofflager Bühne
BT MT Teppichlager
Werkstatt BT MT
- Tapezierer
Lager BT Unterbühne
Werkstatt Lager BLT MT
Lager
BK_SH Bühnenbetrieb Kammerspiele
BS_SH Bühnenbetrieb Hauptbühne
VX_SH Veranstaltungsbetrieb Box
V3_SH Veranstaltungsbetrieb 3.Etage
Bühnenbetrieb
Schauspielhaus
nicht dargestellt
Probebühne 06 -
Schauspiel (Bühnengröße)
SPZ_Schauspielzentrum
Proberaum 07 -
3.Etage (Übungsraum)
Proberaum 05 -
Kammerspiele (Übungsraum)
Sammelumkleide 01
Probezentrum Schauspiel
Sanitärräume
Probezentrum Schauspiel
Sammelumkleide 02
Probezentrum Schauspiel
Lager
Probebühne 06
Lager
Proberaum 07
Lager
Proberaum 05
3350.00 m²Bühnenbetrieb Vorderhaus + Restaurant
2700.00 m²Kostüm Maske Requisite
1590.00 m²Bürokomplex
480.00 m²Kantine
1660.00 m²GMZ
590.00 m²GT & FM
Interim
17130.00 m²2285.00 m²Bürokomplex
2485.00 m²GMZ
3400.00 m²Kostüm Maske Requisite
490.00 m²Kantine
825.00 m²GT & FM
27410.00 m²
Gesamtbedarf
Bühnenbetrieb Vorderhaus3955.00 m²
Zukunftsfähigkeit
1595.00 m²
1595.00 m²Bedarf Zukunftsfähigkeit
6195.00 m²
Schauspielhaus
6195.00 m²Schauspielhaus
4000.00 m²Zentrale Werkstätten
Zentrale Werkstätten
4000.00 m²
8720.00 m²
Zentrale Lager
8720.00 m²Zentrallager
700.00 m²PB Fürtherstr.
6420.00 m²
Schauspielhaus
6420.00 m²Schauspielhaus
8720.00 m²
Zentrale Lager
240.00 m²Abobüro
4000.00 m²Zentrale Werkstätten
Zentrale Werkstätten
4000.00 m²
8720.00 m²Zentrallager
9270.00 m²Bühnenbetrieb + Anliefer. + BW
800.00 m²
1640.00 m²Probezentrum OP
Probezentrum SP
1340.00 m²Bühnenbetrieb VT
Probezentrum BA 920.00 m²
565.00 m²
320.00 m²
Probezentrum BA
800.00 m²Probezentrum SP
Probezentrum OP
4250.00 m²Bühnenbetrieb + Anliefer. + BW
825.00 m²Bühnenbetrieb VT
3350.00 m²Bühnenbetrieb Vorderhaus + Restaurant
2700.00 m²Kostüm Maske Requisite
1590.00 m²Bürokomplex
480.00 m²Kantine
1660.00 m²GMZ
590.00 m²GT & FM
Interim
17130.00 m²2285.00 m²Bürokomplex
2485.00 m²GMZ
3400.00 m²Kostüm Maske Requisite
490.00 m²Kantine
825.00 m²GT & FM
27410.00 m²
Gesamtbedarf
Bühnenbetrieb Vorderhaus3955.00 m²
Zukunftsfähigkeit
1595.00 m²
1595.00 m²Bedarf Zukunftsfähigkeit
6195.00 m²
Schauspielhaus
6195.00 m²Schauspielhaus
4000.00 m²Zentrale Werkstätten
Zentrale Werkstätten
4000.00 m²
8720.00 m²
Zentrale Lager
8720.00 m²Zentrallager
700.00 m²PB Fürtherstr.
6420.00 m²
Schauspielhaus
6420.00 m²Schauspielhaus
8720.00 m²
Zentrale Lager
240.00 m²Abobüro
4000.00 m²Zentrale Werkstätten
Zentrale Werkstätten
4000.00 m²
8720.00 m²Zentrallager
9270.00 m²Bühnenbetrieb + Anliefer. + BW
800.00 m²
1640.00 m²Probezentrum OP
Probezentrum SP
1340.00 m²Bühnenbetrieb VT
Probezentrum BA 920.00 m²
565.00 m²
320.00 m²
Probezentrum BA
800.00 m²Probezentrum SP
Probezentrum OP
4250.00 m²Bühnenbetrieb + Anliefer. + BW
825.00 m²Bühnenbetrieb VT
Abendgarderobe
Statisterie 01
Abendgarderobe
Statisterie 02
AG_Bühne
Anlieferung OH
PV_P-Verwalt.
IA_Integrative Arb.
Großes Magazin OH (Logistikfläche)
- Kulissen Vertikal
MA_Maske
BO_Bühnenbetrieb Hauptbühne
VE_STNS GmbH
Hinterbühne OH / Untere Hinterbühne OH
FO_Foyer
Seitenbühne OH / Untere Seitenbühne OH
SC_Schneiderei
KO_Kostüm
MK_Marketing
OP_Opernsparte
STZ_Staatsintendanz
SP_Schauspielsparte
KB_Betriebsdirekt.
STL_Staatstheaterleitung
VIP Zugang,
repräsentativer Bereich
GA_Fertigungsk.
KS_Kulturareal Stadtgesellschaft
Kulturareal:
Öffnung zur Stadtgesellschaft
DKM_Development, Kommunikation, Marketing
KN_Kommunik.
DE_Development
VA_Verwaltung
KA_Kantine
Kommunikation - Besprechungsräume - Flexibilität - Büroinfrastruktur - Kommunikation - Besprechungsräume - Flexibilität - Büroinfrastruktur - Kommunikation
PF_Pforte
Orchestergraben
Flügelkammer
Seitenbühne
Hinterbühne
Lichtregie Ton / VideoProjektions-loge
Tonpult
Abendregie
Prospekt-TieflagerWerkzeuglager Bühnentechnik
Büro Leiter Audio / Video
Zuschauerraum
Große Probebühne MT
Lager Große Probebühne
Dekomagazin
Instrumentenlager
Hauptbühne
Lager kleine Probebühne
BühnenhydraulikSteuertechnik Bühne
Dimmerraum
Steuertechnik BEL
Tisch- & Stuhllager
Medienzentrale
Bühnenlager
Kulissenmagazin
Schnürer-Lager
Tonlager
Beleuchter-Tageslager
Bühnenreinigung Equipmentlager O-Graben
Erste-Hilfe-Raum
Verkehrslager Ton
Lager
Aufnahme-/ Videostudio
Requisite Materialfundus
Bühnenrequisite + Küche
Requisitenwerkstatt
Requisitenfundus
Pyrotechnik
Beleuchtungsmeister MT
Leitung Beleuchtung MT
Besprechung / Präsentations-
raum der Techn. Abteilungen
Bühnenmeister MT
Technischer Leiter MT
Kopier- & Plotterraum
Küche Aufenthalts- & Bereit-
schaftsraum Techn. Pers.
Aufenthalts- & Bereitschafts-
raum Techn. Personal
Teeküche
WC & Duschen Techn.
Personal - MT - Herren
Umkleide Techn. Personal
MT - Herren
WC & Duschen Techn.
Personal - MT - Damen
Umkleide Techn. Personal
MT - Damen
Werkstatt
Medientechnik
Verkehrslager Medientechn.
Beleuchterwerkstatt MT
Ersatzteillager
Beleuchterlager
Azubi-Raum
Repertoire-Lager Requisite
Leitung Requisite
Rüstmeisterei
Lager Pyrotechnik
Waffenfundus
Tapezierwerkstatt
Möbellager
Stofflager
Teppichlager
Holz- & Stahllager
Bühnentechnik
Reparatur Schreinerei
Bühnentechnik
Reparatur Schlosserei
Bühnentechnik
Gäste / Extrachor Herren
Gäste / Extrachor Damen
Kinderchor/-statist. Jungs
Kinderchor/-statist. Mädchen
Statisterie Damen
Abendmaske Chor-Damen
Chorgarderobe Damen
WC Damen
Duschraum Chor-Damen
Arbeitsraum Garderobe
Damen
Garderobe Solisten Damen
Duschraum Damensolo
WC Damensolo
Garderoben Solo Damen
Maske Damensolo
Einsingzimmer
Abendmaske Chor Herren
Duschraum Chor Herren
WC Herren
Chor Garderobe Herren
Statisterie Herren
Arbeitsraum Garderobe
Herren
Garderobe Solisten Herren
WC Herrensolo
Duschen Herrensolo
Garderoben Solo Herren
Abendmaske Herrensolo
Einsingzimmer
Techn. Leitung Oper
Requisitenküche
Requisitenwerkstatt
Requisite Materialfundus
Medientechnik
Ton- & Videoabteilung
Kleine Probebühne MT
Bühnenbetrieb Musiktheater (MT)
Abendspielbetrieb
Requisite Kammerspiele
WC & Duschraum
Ballett Herren
Abendmaske Ballett Herren
Arbeitsraum Garderobe
Ballett Herren
WC & Duschraum
Ballett Damen
Arbeitsraum Garderobe
Ballett Damen
Abendmaske Ballett Damen
Lager
Ballettdirektor
Referent Balletdirektion
WC & Dusche
Assistenz Direktion /
Produktionsleitung
Ballettmeister
Konver. Ballett
WC & DuscheProduktionsleitung /
Stellv. Ballettdirektor
Produktionsbüro
(Gast-) Choreographen
Ballettrepetitor
Ballettmeisterin
Sparte Ballett
Physiotherapie
Fitnessraum
"Ballettstudio"
(Trainings- & Übungsraum Ballett)
WC-Anlagen Ballettprobe
Garderobe Ballett Herren
Garderobe Ballett Damen
"Ballettsaal"
(Probebühne Ballett)
Ballettlager
Anprobe (1 - 4)
Kostüm
Modisten
Herrenschneiderei DamenscheidereiKurzwaren-lager Kurzwaren-lagerBügelraumAP Azubis
Ltg. Herrenschneiderei Ltg. Damenschneiderei
Gewandmeister Gewandmeister
Schuhmacherei Schuhfundus
Wäscherei
Bügelzimmer
Trockenreinigung
Chemielager / WaschmittelWäschelager
Repertoirefundus Herren Repertoirefundus DamenFundusleitung
Stofflager
Färberraum Kostüm
Tageswerkstatt Maskenbildnerei
Anprobe Maske
Chefmaskenbildner
Maske
Umkleiden D
Umkleiden H
Spritzraum Kostüm
Spritzraum Maske
Besprechung /
Aufenthaltsraum
WC Damen
WC Herren
Gipsraum MaskeFundus Maske
Materialfundus Werkstatt
Orchester
Orchesterprobenraum
Theaterbibliothek
Leitung Bibliothek
OrchesterdirektorKopierraum
1.+ 2. Kapellmeister
Besprechungsraum
Kopierraum
Stellvertr. GMD
GMD (inkl. WC & DU)
Vorzimmer / Assistent GMD
Studienleitung
Repetitionsräume
Ensemble Repetition
kl. Orch.-Ensemble
Proberaum
WC-Anlagen O-Direktion
Instrumentenlager
Orch. Einzelübungsräume
Räume Abendspielbetrieb: O-Grabennähe erforderlich
Umkleide & WC/Dusche
Abenddirigent
Orchesterwarte
Notenlager Repertoire
Lager Schlagwerk
WCs
WCs
Stimmzimmer Herren
Stimmzimmer Damen
Orchestervorstand
Harfenzimmer
Übungsräume Schlagwerk
Chorprobensaal
Chordirektor
Chorbüro
Chor
Theaterleitung
Administration
Lager/Archiv
Theaterpädagogik
Geschäftsführender Direktor
Referent GDBüroleitung GD
Archiv
Leitung Personal Leitg. Finanzwesen
Controlling
Buchhaltung
Zahlstelle
Kopierraum
Disponent M
Disponent S
Assistenz KBB
KBB - Leitg.
(Chefdisponent)
Dramaturgie M
Dramaturgie M
Dramaturgie M
Dramaturgie M
Staatsintendant / Sparte Oper
Referent SI Vorzimmer SI
Wartezohne SI
Regieassistenz Oper
Spileleitung Oper
Inspizienz / Soufflage
Oper
Kopierraum
Teeküche
Disponent Sonderprojekte
Leitung des
"Bewegungsensemble"
Produktionsbüro Gäste
Staatsintendant
Zentrallager *
Marketing / Presse & Komunikation
Leitung Marketing
Büro Grafik
Leitung Presse &
Kommunikation
Büro Presse &
Kommunikation Büro Marketing
Plotter / Kopierraum /
Kuvertiermaschine
Besprechung
Teeküche
Büro Personalverwaltung
mit Publikumsverkeher
Backoffice
Personalverwaltung
Sparte Schauspiel
Schauspieldirektor
Sekreteriat
Schauspieldirektor
Chefdramaturgie
Schauspiel
Dramaturgie
Dramaturgie
Konver. Schauspiel Produktionsbüro Gäste
Inspizienten/Souffleuse Regieassistenten
Dramaturgie
Datenschutzbeauftragte/r
Schwerbehinderten- &
BEM-beauftragte
Büro Presse &
Kommunikation
Personalratsvorsitzender
Ticket-Controlling
Referent TD / Ausstattung
Modellbau / Materiallager
Assistenten
Bühnenbild / Kostüm
Technischer Direktor
Bauunterhalt / Projekte
Kopier-/Plotterraum
Teeküche TD
Besprechung
Leitung Techn. Gebäude-
management
Transport & Logistik
Theater-Werkstätten
IT-Administration
EDV-Werkstatt
EDV-Büro
Tageslager Fremdfirmen
EDV-Lager
Lager für Lüftungs- &
Maschinentechnik
IT-Zentrale
Server - Backup
Werkstatt Techn.
Gebäudemanagement
für Elektro- &
Maschinentechnik + GLT
Bereitschaftsraum
mit integrierter Küche
Klein- & Ersatzteillager
Büro Maschinentechnik
Sekreteriat
Technischer Direktor
Technische Direktion
Personal-Umkleiden D
WC & DU Damen
Personal-Umkleiden H
WC & DU Herren
Kantine
Equipment-Lager
Vorbereitungsraum
Küche
Spülküche
Trockenlager
Fleischtiefkühlung
Tiefkühlung
Kühlraum
Speiserestkühlung
("Schweinelager")Getränkerkühllager
Flaschenlager ungekühlt
WCs Besucher Kantine
Ausgabe
&
Kasse
Kantinenleitung / Küchenchef
Leergutlager
Anlieferung Kantine *
Kantine Gastraum / allg. Sozialraum
Müllsammelplatz
Haus-Service
Leitung Einkauf /
Hausbetriebsdienst
Hausbetrieb
Einkauf
Kopierraum
Anlieferung Pforte / Kantine
Eingangshalle Pforte
Pforte & Hauspoststelle
Postpaketlager
Fahrradstellplätze
Hausmeisterlager
Raumpflege
Werkstatt Hausmeister
Papier- & Bürolager
Materiallager Bauunterhalt
Hausinspektion
VIP-Bereiche
Einführungs-
bereiche
Sonderfunktionen Foyer
WCs Besucher
Foyer-Gastronomie
Leitung Foyergastronomie
Flaschenlager Foyer
Vorbereitung
Nebenräume Vorbereitung
Equipment-Lager
Vorbereitung
Lager Flyer / Programme /
Kassenvordrucke
WCs Besucher
Bereich "Kassenfoyer"
Bereich "Pausenfoyer"
Foyerdienste
Stuhl & Tischlager
Umkleiden Mitarbeiter
Vorderhaus / Catering
Vorderhausmanagement
Merchandising / Book-Shop
Kasse / Backoffice
Theaterkasse
Erforderliche Ersatzflächen SSH
Foyer-Gastronomie SSH
Equipmentlager
Beleuchtung SSH
BEL-Lager
Vertriebsmanagement
STNS - GmbH
Call-Center
Besprechung
Sozialraum / Teeküche
Aktenlager
Buchhaltung STNS
Leitung Administration &
Vertrieb
Abo - Büro
Schulplatzmiete
Zulieferung Magazine Schauspiel Anlieferung Kulissen
Betrieb Schauspiel
einzelner Raum
eng aneinander liegende Räume
Bestandsräume im Schauspielhaus (Flächentechn. nicht zu berücksichtigen)
Arbeitsbereiche
innerhalb eines "Arbeitszirkels"
Legende
Funktionaler Bereich definiert als "Arbeitszirkel" dabei gilt:
versch. Arbeitszirkel mit gleicher Farbe = zusammenhänhgende Abteilungen
ohne zwingenden räumlichen Bezug
H/B = 841 / 1189 (1.00m²) Allplan 2013
WE*_Werkstätten
**LL*_Lager, Logistik
TD_Technische Direktion
AU_Ausstattung
BV_Bauunterhalt
AR_Archiv etc.
PR_Personalrat
FM_kaufm.
FC_Finanzen
IT_EDV & IT
GFD_Geschäftsführung
GM_Generalmusikdir .
BA_Ballettsparte
OR_Orchesterdir .
Büro Kommunikation 02
Büro Kommunikation 01
Büro Leitung Kommunik.
Büro Grafikdesign
Büro Marketing
Büro Leitung Marketing
Büro Development 02
Büro Development 01
Büro Leitung Development
Copy & Printwerkstatt
Büro Assistenz KN & MK
Zentrallager & Archiv
Aktenlager
STNS GmbH
Büro Leitung Ticketing
Büro Abonement
Büro Buchhaltung STNS GmbH
Büro Leitung STNS GmbH
Büro Schulplatzmiete
Büro Referent*in GMD
Büro Generalmusikdirektor*in
Büro Werksstudent*in OD
Büro Referent*in OD
Büro Orchesterdirektor*in
Büro Assistent*in TD
Büro Leitung Gebäudetechnik
Büro Bauprojekte
Modellbauwerkstatt, Lager
Büro Ausstattungsassistenz 01
Büro Referent*in BD
Büro Assistent*in BD
Büro Ballettdirektor*in
Büro Technische Direktor*in
Büro Referent*in GFD
Büro Sekretariat GFD
Büro Geschäftsführende Direkttor*in
Büro Referent*in STZ
Büro Sekretariat STZ
Büro Staatsintendant*in
Empfangs- & Wartebereich der Staatstheaterleitung
Büro Referent*in SP
Büro Sekretariat SP
Büro Schauspieldirektor*in
Inspizienz, Soufflage SP
Büro musik. Leitung SP
Büro Regieassistenzen SP
Büro Gastproduktionen SP
Büro Dramaturg*in OP
Büro Dramaturg*in MT 01
Büro Dramaturg*in MT 02
Büro Leitung Dramaturgie MT
Inspizienz, Soufflage, ÜT MT
Spielleitung MT
Büro Regieassistenzen MT
Büro Gastproduktionen MT
Büro Assistent*in KB
Büro künstlerische
Betriebsdirektor*in
Büro Disponent*in MT
Büro Disponent*in Projekte
Büro Leitung
Integrative Arbeit
Fundus IA + TP
Büro Projekt 360°
Büro Theaterpädagog*in 01
Büro Theaterpädagog*in 02
Büro Personalverwalt. 02
- ohne Publikumsverkehr -
Büro Personalverwalt. 01
- mit Publikumsverkehr -
Büro Leitung Personal & Recht
Büro IT Support
Büro EDV & IT
Büro Leitung EDV & IT
Werkstatt EDV & IT
EDV-Zentrale, Server
Büro Rechnungswesen
Büro Leitung Finanzwesen
Büro Controlling -zentral-
Büro Controlling Vertriebssys.
GeldausgabeGeldausgabe Zahlstelle
- mit Publikumsverkehr -
Büro OHRIS- Beauftragte*r
- mit Publikumsverkehr -
Büro BEM-/, Schwerbeh.-/
Gleichstellungsbeauftragte*r
- mit Publikumsverkehr -
Büros Leitung Personalrat
- 2x jew. mit Publikumsverkehr -
Papier- & Bürolager
Materiallager Bauunterhalt
Zentrales Archiv
EDV- Lager
Büro kFM Beschaffung
Büro kFM Sachbearbeitung
Büro Leitung kFM
GeldausgabeLager kFM
(Haus- & Bürobedarf)
GeldausgabeAusgabe Büromaterial
- mit Publikumsverkehr -
Büro Datenschutzbeauftragte*r
- mit Publikumsverkehr -
Lichtregie,
Untertitel
Beleuchtungsbrücke (ehem. IV. Rang)
Prospekthubregal
Aufzug
Sanitärräume WC-D
Maske & Kostüm
Materiallager
Werkstatt
Werkstatt
Maske
Büro + Werkstatt
Leitung Maske
Masken-
fundus
RQ _Requisite
Büro Leitung Requisite
Bereitstellungslager
Repertoirestücke
Werkstatt
Requisite
Tageslager
Requisite
- Bereitstellungslager -
WÄ_Wäscherei
Bügelzimmer
Wäscherei
Bereitstellungslager Wäsche
(Chemiereinigung ?)
Chemielager (Waschmittel)
CO2 Schrank
Büro Leitung
Kostümdirektion
Büro Produktionsleitung
Kostümdirektion
SB - Bereich
Front
cooking
Kasse
Gastraum Kantine intern
Sanitärbereich
Kantine öffentlich
Huaspost / AnliefeHauHauspost | Paketstation
LParkWindfang
Schleuse & Zutrittskontrolle
Büro Pforte &
Alarmierungsleitstelle
Anlieferung
Facility Management
Mobilitätshilfen- &
Kinderwagenraum
Fahrradparken
Mitarbeiter*innen
FS_Service
SO_Zuschauerraum Hauptsaal
Projektions-
loge
Ton & Viedeo
Regie
Abendregie
Ton (Parkett)
Tageslager Flügel
Tageslager Equipment
Tageslager Instrumente
VT_Tageslager
Tageslager BLT
Tageslager AV
Tageslager Maschinist*innen
Tageslager BT
Werkzeuglager BT
Schraubenlager BT
WC
Material Lager
BW_Präsenzwerkst.
FU_Requisitenfu.
Brandw.
Inzpizienz
Aufenthalt /
Besprechungsraum
Modul #01
Sammelumkleide 01
Maske & Kostüm
Sammelumkleide 02
Maske & Kostüm
Abendmaske Ensemble
Abendmaske Ensemble
Abendgarderobe
Ensemble 02
Abendgarderobe
Ballettensemble 01:
Sanitäranlage (WC-D)
Abendgarderobe
Ballettensemble 02:
Abendgarderobe
Ensemble 01
Sanitäranlage (WC-D)
AG_Balletten.
Konver-
sationsraum
Abendmaske Ensemble
Abendgarderobe
Ensemble 02
Sanitäranlage (WC-D)
Abendgarderobe
Chorensemble 02:
Abendmaske Ensemble
Abendgarderobe
Ensemble 01
Sanitäranlage (WC-D)
Abendgarderobe
Chorensemble 01:
AG_Choren.
Einsingzimmer
Chorensemble
Abendgarderoben
Kinderstatisterie /
Extrachor 01
Abendgarderoben
Kinderstatisterie /
Extrachor 02
Antriebstechnik
EUV BTEUV BLTEUV AV
Stuhllager Saal
Büro Dramaturg*in SP 01
Büro Dramaturg*in SP 02
Büro Dramaturg*in SP 03
Büro Leitung Dramaturgie SP
Büro Assistent*in Dramat. SP
Büro Leitung Ausstattung
Büro Ausstattungsassistenz 02
Büro OHRIS-Beauftragte*r
- mit Publikumsverkehr -
Büro Leitung Bauunterhalt
Abendgarderobe
Solist*innen 01:
Abendmaske Solo
Sanitäranlage (WC-D)
Garderobier*en
Anlieferung
Kostüme
Abendg.
Solo D01
Abendg.
Solo A01
Abendg.
Solo B01
Abendg.
Solo C01
Abendgarderobe
Solist*innen 02:
Abendmaske Solo
Sanitäranlage (WC-D)
Garderobier*en
Abendg.
Solo D02
Abendg.
Solo E02
Abendg.
Solo F02
Abendg.
Solo A02
Abendg.
Solo B02
Abendg.
Solo C02
Bühnen
WC
Szenenfläche - Oper
Fundus
Repertoirestücke
+ Allgemein
OG_Orchestergraben
**LL*_Lager, Logistik
GW*_Gastappartements
Werkstatt
Schneiderei 01
Damen*
Anprobe 1
Anprobe 2
Spritz- & Färberaum
Werkstatt Schneiderei
Kurzwaren-
lager
Bügelraum
Azubi
Schneiderei
Gewand-
meister*in
Werkstatt
Modisterie
Werkstatt
Schuhmacherei
Anprobe 3
Anprobe 4
Werkstatt
Schneiderei 02
Herren*
Kurzwaren-
lager
Bügelraum
Azubi
Schneiderei
Gewand-
meister*in
FU_Kostümfund.
Repertoirelager
Kostüme + Schuhe
Damen*
Büro Leitung
Kostümfundus
Repertoirelager
Kostüme + Schuhe
Herren*
Hutfundus Damen*
Werkstattfundus
(Schneiderei)
Kostüme Damen*
Werkstattfundus Ballett
(Schneiderei)
Kostüme Damen*
Schuhfundus Damen*
Hutfundus Herren*
Werkstattfundus
(Schneiderei)
Kostüme Herren*
Werkstattfundus Ballett
(Schneiderei)
Kostüme Herren*
Schuhfundus Herren*
Stofflager
Werkstatt Schneiderei
Bühnen-
requisite
- Requisitenküche -
Einsingzimmer
Solo # 03
Gips- & Spritzraum
Werkstatt Maske
Anprobe
Maske
Gastraum Kantine
öffentlich
Sanitärbereich
Kantine intern
Stadtraumcafé
- mit Ausschank Open Air Bühne -
Open Air Bühne
- Veranstaltungsbereich
für 199 Gäste -
IA_Integrative Arbeit
Aktionsfläche
- Multifunktionsmodule
auch für kleiere
Veranstaltungen nutzbar -
(Auflösung Doppelbelegung 3.Etage /
Foyer Box SH durch IN)
Eingangsbereich
Restaurant
- à la carte Betrieb Auslegung
für 100 Gäste -
Nebenräume
Coworkingspace
Kita, Spielplatz etc.
- ggf. Kita Kooperation im
umgebenden Stadtraum -
Sanitärbereich
Bürokomplex
Teeküchen, Copy,
Besprechungsr.
ggf. flexible AP /
Coworkingspace
GT_Zentrale Tech.
Umkleide Brandwachen
Trafo, Elektro HV & UV
Löscheinrichtungen, BMZ
Netzersatz, Notstrom
Fernwärmeübergabe,
Klimazentrale etc.
GT_Personal- & Büroräume
Büro Gebäudetechnikleitstelle
Bereit-
schaft
GT
Büro Leitung Hausinspektion
Büro Oberwerkmeister*in
Bereit-
schaft
FM
UK GT + FM 02
UK GT + FM 01 Sanitär
GT + FM
Zentrallager &
Technikarchiv
GT_Lager, Werkst.
Werkstatt
MTA
Lager
MTA
Lager
ELT
Werkstatt
HLSK
W-Lager
HLSK
Lager
HLSK
Werkstatt
ELT
W-Lager
ELT
W-Lager
MTA
Ruhe-
raum
*
Büro Disponent*in SP
Großes Magazin OH -
Bereitstellungslager Kulissen Vertikal
BL_Magazin, Kulissenlager
Fundus Accessoires
(Gläser & Flaschen)
W-Lager
Einsingzimmer
Solo # 02
Einsingzimmer
Solo # 01
Einsingzimmer
Solo # 05
Einsingzimmer
Solo # 04
Büro Assistenz STNS GmbH
Tee-
küche
Aufenthalt /
Besprechungsraum
Modul #02
LL*
VT_Repertoirelager
Repertoirelager
AV
Repertoirelager
BLT + Sonderbauten
Repertoirelager
BT + MTA
** LL*
VT_Zentralfundi
Funduslager
VT allgemein
Funduslager
Großevents
Funduslager
Bühnenbilder / Möbel / etc.
FU_Zentralfundus
Kostüme
historisch
Zentralfundus
Kostüme 01 + 02
VT_Personalr .
Bereitschaftsr. & Küche
Technisches Personal MT
Sammelumkleide 02
Technisches Personal MT
Sammelumkleide 01
Technisches Personal MT
Sanitärräume
Technisches Personal MT
Sammelumkleiden
& Büro Auszubildende
VT_Büro Leitung MT
Kopier- & Plotterraum, Bespr.
Büro technische Leitung MT
Bühnenmeister*in MT
Büro Leitung Beleuchtung
Beleuchtungsmeister*in MT
Bereitschaftsr. & Küche
Technisches Personal MT
Wertstoffe, Recycling
Zentrallager
Hausmeister
Müllpresse
Büro Hausmeister
Werkstatt Hausmeister
FM_Hausmeister
Umkleide Reinigung 02
Zentrallager Pumi
FM_Reinigung
Umkleide Reinigung 01
Sanitär UK Reinigung
3350.00 m²Bühnenbetrieb Vorderhaus + Restaurant
2700.00 m²Kostüm Maske Requisite
1590.00 m²Bürokomplex
480.00 m²Kantine
1660.00 m²GMZ
590.00 m²GT & FM
Interim
17130.00 m²2285.00 m²Bürokomplex
2485.00 m²GMZ
3400.00 m²Kostüm Maske Requisite
490.00 m²Kantine
825.00 m²GT & FM
27410.00 m²
Gesamtbedarf
Bühnenbetrieb Vorderhaus3955.00 m²
Zukunftsfähigkeit
1595.00 m²
1595.00 m²Bedarf Zukunftsfähigkeit
6195.00 m²
Schauspielhaus
6195.00 m²Schauspielhaus
4000.00 m²Zentrale Werkstätten
Zentrale Werkstätten
4000.00 m²
8720.00 m²
Zentrale Lager
8720.00 m²Zentrallager
700.00 m²PB Fürtherstr.
6420.00 m²
Schauspielhaus
6420.00 m²Schauspielhaus
8720.00 m²
Zentrale Lager
240.00 m²Abobüro
4000.00 m²Zentrale Werkstätten
Zentrale Werkstätten
4000.00 m²
8720.00 m²Zentrallager
9270.00 m²Bühnenbetrieb + Anliefer. + BW
800.00 m²
1640.00 m²Probezentrum OP
Probezentrum SP
1340.00 m²Bühnenbetrieb VT
Probezentrum BA 920.00 m²
565.00 m²
320.00 m²
Probezentrum BA
800.00 m²Probezentrum SP
Probezentrum OP
4250.00 m²Bühnenbetrieb + Anliefer. + BW
825.00 m²Bühnenbetrieb VT
WE*_Werkstätten
GW*_Gastappartements
Büro Produktionsleitung BD
AnlieferAnlieferungAnlieferAnlieferungWartebereich Gäste
Probebühne 02 - Oper (Bühnengröße)
Kommende Produktion B
Sammelumkleide 02
Opernzentrum
Sammelumkleide 01
Opernzentrum
Sanitärräume OPZ
Probebühne 03 - Oper (Übungsraum)
Laufende Produktion A
Lager PB 01
Lager PB 03
Probebühne 04 - Oper (Übungsraum)
Laufende Produktion B
Lager PB 02
Lager PB 04
Montagefläche OH
Probebühne 08 - Ballett (Bühnengröße)
Proberaum 09 -
Ballett (Übungsraum)
Lager PB 08
Lager PB 09
Schuh-
lager
Beh
Fitnessstudio
BAZ_Ballettzentrum
Sammel-UK 02
Ballettzentrum
Sammel-UK 01
Ballettzentrum
Sanitärräume BAZ
Gastchoreograph*in
Repetitor*in Ballett
Präsenzb. Ballettdirektion
mit Umkleiden & WC-D
Ballettmeister*in 02
Ballettmeister*in 01
Umkleiden & WC-D
Physio-
therapie
Probebühne 01 - Oper (Bühnengröße)
Kommende Produktion A
OPZ_Opernzentrum
RQ _Rüstm.
Werkstatt Pyro &
Rüstmeisterei
Werkstatt
Schreinerei
Werkstatt
Metallbau
GMZ_Generalmusikzentrum
Orchesterprobensaal 01 (groß)
Harfen
- Stimm- und Übungsraum 05 -
Kontrabässe
- Stimm- und Übungsraum 06 -
Pauken
- Stimm- und Übungsraum 03 -
Schlagwerke
- Stimm- und Übungsraum 04 -
Klarinetten
- Stimm- und Übungsraum 13 -
Fagotte
- Stimm- und Übungsraum 14 -
Flöten
- Stimm- und Übungsraum 11 -
Oboen
- Stimm- und Übungsraum 12 -
Violinen I
- Stimm- und Übungsraum 10 -
Violinen II
- Stimm- und Übungsraum 09 -
Bratschen
- Stimm- und Übungsraum 08 -
Celli
- Stimm- und Übungsraum 07 -
Waldhörner
- Stimm- und Übungsraum 15 -
Trompeten
- Stimm- und Übungsraum 16 -
Posaunen / Tuben
- Stimm- und Übungsraum 17 -
Solostreicher*innen A
- Stimm- und Übungsraum 01 -
Solostreicher*innen B
- Stimm- und Übungsraum 02 -
Repititionsraum 03
Repititionsraum 02
Repititionsraum 05
Repititionsraum 04
Repititionsraum 01Besprechungsraum
Präsenzbüro
Generalmusikdirektion
Büro Stellv. GMD
Büro Konzertdramaturg*in
OR_Orchesterprobe
Orchesterprobensaal
02 (klein) - Ensemble
Kopierraum Bib.+ GMZ
Büro Bibliothekar*in
Büro Leitung Bibliothek
Notenbibliothek
CH_Chorprobe
Chorprobensaal
Büro
Leitung
Chor
AbeAbendgard.
GMD
Vorbereitung,
Umkleide & WC-D
Bereitschaft
Orchesterwarte
AbeAbendgard.
Dirigent*in
Vorbereitung,
Umkleide & WC-D
Büro Studienleitung
Büro Repetitor*innen
AbeBüro Korrepititor*in
(mit Opernstudio - IOC Traineeprogramm)
Lager Cases &
Accessoires
OR.probensaal
Orchesterprobensaal
Instrumentenlager
Notenlager
Repertoire
VT_Audio & Vid.
Werkstatt
AV + Lager
Studio
Regieraum
AbeBüro
Leitung AV
Funduslager
AV
AbeAufnahme
Kabine
Büro
Orchesterwarte
Büro 2. Kapellmeister*in
Büro 1. Kapellmeister*in
Sanitärräume
Orchester
Abendgarderobe 01
Orchesterensemble
Abendgarderobe 02
Orchesterensemble
Kleines Magazin 01 -
Bühnenlager Standardmaterial OH
BL_Magazin, Kulissenlager
Kleines Magazin 02 -
Bühnenlager Kulissen horizontal OH
Empore Magazin 02 -
Bühnenlager Möbel OH
W-Lager
Rüstm.
Einzelübungsraum 01
Einzelübungsraum 02
Einzelübungsraum 03
Einzelübungsraum 04
Einzelübungsraum 05
Büro
OR Vorstand
Instrumenten-
fundus
Präsenzbüro
OR Direktion
Sanitärräume
Chorensemble
Sammelumkleide 01
Chorensemble
Sammelumkleide 02
Chorensemble
Büro
Chor
Vorstand
FG_Foyergastro
Foyergastronomie
Aufenthaltsbereiche
festmöblierte Bereich mit Abstellflächen für Getränke und Speisen
- dezentrale Anordnung, möglichst je Geschoss -
FN_Nebenflächen
Foyergastronomie
Loungebereich
festmöblierte Sitzmöglichkeiten
Publikums-
Garderoben
- ggf. zentrale Anordnung -
Erste Hilfe /
Ruheraum
Sanitärbereiche
Publikum
- dezentrale Anordnung -
FG_Opernbar
Nebenräume Opernbar
Opernbar
Lager
Vorderh.
Schließ-
fächer
VG_Glucksaal
Glucksaal
Nebenräume Glucksaal
Tisch- &
Stuhllager
Mobilitäts-
hilfen
Foyergastronomie
Barbereiche
- dezentrale Anordnung,
möglichst je Geschoss -
Getränke
(Kühl-) lager
Leergut-
lager
Catering-
küche
Spül-
küche
Nebenräume
Foyergastro
Büro Leitung
Foyergastro
UK 02
Vorderhaus,
Foyergastro
UK 01
Vorderhaus,
Foyergastro
Sanitärbereich UK
Anlieferung
- Fertigungsküche Gastronomiebetriebe -
Fleisch
Gemüse
Molkereiprodukte
Tagesvorräte
Getränke
(Tief-) Kühllager
Zubereitung Warmküche
- Fertigungsküche Gastronomiebetriebe -
Zubereitung Kaltküche
- Fertigungsküche Gastronomiebetriebe -
Zubereitung Vorfertigung
- Fertigungsküche Gastronomiebetriebe -
NonFood
Getränke
Trockenprodukte
Lager ungekühlt
Spülküche
- Fertigungsküche Gastronomiebetriebe -
UK 02
Fertigungs-
küche
UK 01
Fertigungs-
küche
Sanitärbereich
Umkleiden Fertigungsküche
Büro Leitung
Publikums-
gastronomie
Büro
Leitung
Kantine
Pausenraum
Personal
Hauswirt-
schaftsraum
- Flächenansatz Küchenerweiterung
Restaurant + Café Kulturareal -
Wertstoffe
Leergut-
lager
Büro Leitung
Besucherservice
Infotheke &
Ticketshop
Merch- &
Bookshop
Büros
BackofficeLager
Büro Ticketing
Tee-
küche
Aufenthalt
Fundus
Rüstm.
Anlieferung Kulissen
Opernhaus
Anlieferung Kulissen
Schauspielhaus
Kulturareal - Öffnung zur Stadtgesellschaft
Integrative Aktionsfläche
Restaurant, Stadtraumcafé,
Open Air Bühne, Kita, Spielplatz
Besucherservice etc.
Haupteingang Opernhaus
Foyer
Opernbar
Glucksaal
+ + +
+ ++ +
+ + + +
SCHEMATISCHE DARSTELLUNG SCHEMATISCHE DARSTELLUNG
FUNKTIONSZUSAMMENHÄNGE FUNKTIONSZUSAMMENHÄNGE
IM BETRIEB STAATSTHEATER NBGIM BETRIEB STAATSTHEATER NBG
AUSGABEDATUM 210412 - INDEX 6AUSGABEDATUM 210412 - INDEX 6
ggf. flexible
Arbeitsplätze
Vertragsart (Alle)
Lage - Gebäude (Mehrere Elemente)
F-Code Ebene 1 - (Betriebsbereich) (Alle)
BOH Raumprogramm | Index 07 - 210409
Flächenart 1 DIN 277-1 NUF
Zeilenbeschriftungen Raum ID# Summe von NUF (m²) - Bestand (Status Quo) Summe von TF (m²) - Bestand (Status Quo)Summe von VF (m²) - Bestand (Status Quo)Summe von NUF (m²) - Bedarf BOH Summe von TF (m²) - Bedarf BOH Summe von VF (m²) - Bedarf BOH
FG 1 0001 9608 0 0 15225 0 0
FG 2 0050 3111 0 0 4592 0 0
FG 3 0018 2406 0 0 3349
FG 4 0052 2726 0 0 3797
FG 5 1363 531
Gesamtergebnis 0001 17850 0 0 27493 0 0
Haus
Ebene
Index 06 - 210319
Betriebsart
Funktionsb.
Raumgruppe
Raumart
R G B
OH Opernhaus - ohne Funktion 000 000 000
MZ Magazingebäude EX Externe Funktionen z.B. Eventgastro 102 000 102
VO Verbindungsbau Opernhaus (unsaniert) KS Konzeptfläche Stadtraum 102 000 102
VS Verbindungsbau Schauspiel (saniert) SH Betriebsbereich Schauspielhaus 204 000 153
SH Schauspielhaus MS Betriebsbereich Synergieflächen 000 204 000 153 153
TG Tiefgarage MT Betriebsbereich Musiktheater 000 000 153
PB externe Probebühne (aktuell Fürtherstraße)
WE ÖPP Mietfläche Werkstätten (Nordostpark 35) STL Staatstheaterleitung 181 001 168
A50 Mietfläche Zentrallager 01 (Frankenstraße 100 - Halle A50) STZ Staatsintendanz 242 078 199
M25 Mietfläche Zentrallager 02 (Frankenstraße 100 - Halle M25 & Garage M25a) GFD Geschäftsführende Direktion 255 102 255
A52 Mietfläche Zentrallager 03 (Frankenstraße 100 - Halle M25 & Garage M25a)
AB Mietfläche Abobüro & STNS GmbH (Grasersgasse 25 - Parkhaus Sterntor) SP Sparte Schauspiel 204 000 153
KS Konzeptflächen Stadtraum SPD Schauspieldirektion 204 000 153
GW Mietfläche Gästewohnungen 1-4 (Jakobstraße 25 | Vordere Sterngasse 13) SPZ Schauspielzentrum 204 000 153
+ Bed Mehrbedarfsfläche Betriebserhalt
+ Int Mehrbedarfsfläche Interim OP Sparte Oper 255 051 204
HOF Bürocontainer & Wertstoffsammlung im Innenhof OPD Operndirektion 255 051 204
OPZ Opernzentrum 255 051 204
-3.0
-2.5 KB Künstlerische Betriebsdirektion 255 051 153
-2.0
-1.5 IA Integrative Arbeit 255 051 153
-1.0 TP Theaterpädagogik 255 051 153
00.0 360 Projekt 360° 255 051 153
01.0
02.0 VA Bürokomplex 204 000 102
02.5 FC Finanzen, Controlling, Buchhaltung 255 000 102
03.0 PW Personalverwaltung 255 000 102
03.5 MV Mitarbeitervertretung 255 000 102
04.0 FM Kaufmännisches FM - Einkauf 174 170 170
04.5 IT EDV & IT 255 000 102
05.0 AR Archiv & Lager 255 000 102
05.5
06.0 DKM Development, Kommunikation, Marketing 255 153 255
06.5 DE Development 255 153 255
07.0 KN Kommunikation 255 153 255
08.0 MK Marketing 255 153 255
09.0
IN Allgemeine nicht technische Infrastruktur 255 183 255
PF Pforte, Bühneneingang 255 204 255
SA Sanitäre Anlagen 255 217 255
BE Besprechung, Aufenthalt, Teeküchen 255 217 255
VF Sonstige Verkehrsflächen 255 235 255
TG Tiefgarage 255 183 255
ST Stellplätze 255 217 255
VF Fahrspur 255 235 255
TD Technische Direktion 255 000 000
AU Ausstattungsassistenz 255 051 051
WE Werkstätten 252 050 000
BV Bauunterhalt + Bauvorhaben OH 252 080 000
LL Lager, Logistik 255 110 000
VG OH Veranstaltungsbetrieb Glucksaal 000 000 116
V3 SH Veranstaltungsbetrieb 3.Etage 000 000 116
BO OH Bühnenbetrieb Großer Saal 000 000 184
BS SH Bühnenbetrieb Großer Saal 000 000 184
BK SH Bühnenbetrieb Kammer 000 000 184
BÜ Bühnenhaus, Szenenfläche 000 000 204
OR Orchestergraben, Orch.loge Stimmzimmer, Tageslager 000 255 000
AG
BÜ
Abendgarderobe MT Solist*innen,
Statisterie etc. 000 000 255
AG
CH
Abendgarderobe MT
Chorensemble 000 140 000
AG
BA
Abendgarderobe MT
Ballettensemble 171 252 062
AG
OR
Abendgarderobe MT
Orchesterensemble 000 255 000
RQ Bühnenrequisite 255 255 102
BT Betriebsräume Bühnentechnik 058 056 056
BLT Betriebsräume Beleuchtung 058 056 056
AV Betriebsräume Audio / Videotechnik 058 056 056
NB Hinterbühnen / Seitenbühnen / Unter- 051 102 204
BL Bühnenlager / Magazin / Logistik 051 102 204
BW Präsenzwerkstätten 051 102 204
RQ Rüstmeister*in 255 255 102
ZO OH Publikumsbereich Hauptsaal 000 204 255
Lage
FUNKTIONSCODES
Ort
Haus
Ebene
Index 06 - 210319
Betriebsart
Funktionsb.
Raumgruppe
Raumart
R G B
Lage
FUNKTIONSCODES
Ort
ZS SH Publikumsbereich Hauptsaal 000 204 255
ZK SH Publikumsbereich Kammer 000 204 255
SO OH Großer Saal 109 227 255
SS SH Großer Saal 109 227 255
SK SH Kammer 109 227 255
E Windfang + Kassenhalle 204 236 255
P Parkett 204 236 255
I. I.Rang 204 236 255
II. II.Rang 204 236 255
III. III.Rang 204 236 255
FO OH Foyer Großer Saal 000 204 255
FS SH Foyer Großer Saal 000 204 255
FK SH Foyer Kammer 000 204 255
FX SH Foyer Box 000 204 255
FN Foyer - 1. Hilfe, Garderobe, VIP 000 102 102
FG Foyer - Gastronomie 000 204 153
FS Foyer - Zuschauerservice, Kasse, Shop 051 204 204
GA Gastronomie 112 048 160
FG Foyer - Gastronomie 000 204 153
KA Kantine + Sozialräume 161 098 208
FK Fertigungsküche 203 168 230
VE STNS GmbH 000 111 150
VS Vertrieb & Zuschauerservice STNS 000 153 204
VH Vorderhausmanagement STNS 000 153 204
GMD Generalmusikdirektion 000 100 000
GMZ Generalmusikzentrum
CH Chor 000 140 000
OR Orchester 000 255 000
BA Sparte Ballett 171 252 062
BAZ Ballettzentrum, Proberäume, Probebühne, Training, Umkleiden 171 252 062
RQ Requisite, Rüstmeisterei 255 255 102
FU Fundus Requisite, Rüstmeisterei 255 255 157
MA Maske 255 255 000
FU Fundus Maske 255 255 204
KO Kostüm 255 204 000
SC Schneiderei / Hutmacherei / Schuhmacher 255 217 102
FU Fundus 255 230 153
WÄ Wäscherei 255 242 204
HS Hausbetriebsservice 174 170 170
RE Reinigung 174 170 170
FM Facility Management, Hausmeister 174 170 170
GT Gebäudetechnik 089 089 089
HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung 089 089 089
ELT Elektro, MSR 089 089 089
MAT Antriebstechnik, Maschinentechik 089 089 089
TB Löschtechnik, Erste-Hilfe 231 255 230 102 230 000
VT Veranstaltungstechnik allgemein 058 056 056
BT Bühnentechnik 058 056 056
BLT Bühnenbeleuchtung 058 056 056
AV Audio / Videotechnik 058 056 056
RE Reinigung, Pumi 248 248 248
SA Sanitärräume 248 248 248
UK Umkleide 248 248 248
LA Lager & Abstellen 248 248 248
TK Teeküche 248 248 248
TRH Treppenhaus / Aufzüge 248 248 248
FL Flure 248 248 248
WE Werkstatt / Fertigung 248 248 248
BR Büroraum / Arbeitsplatz 248 248 248
BE Besprechung 248 248 248
TE Technikfläche 248 248 248
AU Sozialräume, Aufenthalt 248 248 248
ÜB Proberaum / Übungsraum 248 248 248
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Machbarkeitsstudie Technische Gebäudeausrüstung
Projekt: Opernhaus Nürnberg,
Bedarfsermittlung der Technikflächen
im Bereich Heizung, Lüftung, Sanitär
Auftraggeber: Stadt Nürnberg
Marientorgraben 11
90402 Nürnberg
Erstellt: Team für Technik GmbH
Büro Nürnberg
Weißenberggasse 24
90403 Nürnberg
Tel 0911. 70 1000 - 40
Fax 0911. 70 1000 – 69
Datum: 11.01.2016 – Stand 03
Inhaltsübersicht
II
Inhaltsübersicht
INHALTSÜBERSICHT II
1 EINFÜHRUNG 3
2 GRUNDLAGEN 4
3 KURZBERICHT ZUR BEGEHUNG 5
4 AUFBAU DER BEDARFSERMITTLUNG 13
4.1 ABWASSERANLAGEN – KG 411 14
4.1 WASSERANLAGEN - KG 412 15
4.2 FEUERLÖSCHANLAGEN – KG 414 16
4.3 WÄRMEVERSORGUNGSANLAGEN – KG 420 16
4.4 LUFTTECHNISCHE ANLAGEN – KG 430 17
4.5 KÄLTEANLAGEN – KG 477 20
4.6 GEBÄUDEAUTOMATION – KG 480 21
4.7 INTERIMSMAßNAHMEN 21
4.8 AUSBLICK WEITERE TECHNIK 22
5. ZUSAMMENFASSUNG 23
6. ANLAGEN 29
6.1 VERMERK VOM 23.10.2015 29
Einführung
3
1 Einführung
Das Staatstheater Nürnberg soll generalsaniert und erweitert werden. Um hierzu die
entsprechenden Planungsschritte einleiten zu können. benötigt der Bauherr eine
Grobeinschätzung, wie sich die Sanierung auf den Bedarf der Technikflächen im Bereich der
Gewerke Heizung, Lüftung und Sanitär auswirkt.
Gemäß dem geplanten Ablauf fand am 23.10.2015 ein Besprechung statt. Innerhalb diesen
Termins wurde durch den Nutzer sowie den Bauherrn das Projekt vorgestellt und anschließend
mit einer Begehung abgeschlossen. Darauffolgend wurden die zur Verfügung gestellten
Unterlagen entsprechend übermittelt, gesichtet, sowie ausgewertet und die Struktur der
Grobeinschätzung abgestimmt.
Dieser angesprochene Termin ist vermerkt, der Vermerk liegt in dieser Abhandlung bei.
Am 15.12.2015 wurden die Ergebnisse präsentiert. In größten Teilen fand die Ausarbeitung
Zustimmung, einige Ergänzungen, vor allen Dingen die Berücksichtigung des Bereichs
Verwaltung wurden gewünscht. Bei der Vorstellung des Berichts waren Frau Ludwig, Herr
Gormanns und Herr Heise vom Staatstheater Nürnberg, sowie Herr Berberich und Herr Lochner
von der Stadt Nürnberg zugegen. Der Bericht vorgestellt haben Herr Ziegler und Herr Moises
vom Team für Technik.
Sofort nach der Vorstellung wurde der zu ergänzende Bereich der Verwaltung begangen.
Diese Ergänzungen sind nun im aktuellen Stand 03 enthalten.
Des Weiteren wird in diesem Zuge nochmals explizit darauf hingewiesen, dass es sich bei der
vorliegenden Flächeneinschätzung lediglich um eine Orientierungshilfe handeln kann, da auf
Grund des aktuellen Projektstandes noch kein architektonisches Raumkonzept vorliegt und eine
aufbauende, haustechnische Konzeptermittlung unter Berücksichtigung der Einflussgrößen wie
Brandschutz. Kollisionsplanung, ELT-Konzepte usw. noch nicht möglich ist.
Grundlagen
4
2 Grundlagen
Für die Ermittlung standen folgende Grundlagen zur Verfügung:
• Bestandserfassung der TGA-Flächen mit Stand vom 01.04.2014, Eben 1-10
• Gesamtübersichtspläne TGA-Ebenen , Ebenen -03, -02, -01, +1 vom 25.08.2014
• Gesamtübersichtspläne TGA-Ebenen , Ebenen -03, bis + 10 vom 25.08. bis 03.09.2014
• Zielplanung Brandschutz, Ebenen -02 bis + 10 vom 13.10.2014
• Raumprogramm, Arbeitsstand vom 18.06.2015
• Bestandsraumbuch vom 26.10.2015
• Die Begehung des Hauses am 23.10.2015
• Die Vorstellung des Berichts (Fassung 02) am 16.12.15
• Begehung des Bereichs „Verwaltung“ am 16.12.15
• Erweiterte Pläne (mit Verwaltung) vom 17.12.15
Kurzbericht zur Begehung
5
3 Kurzbericht zur Begehung
Die Begehung fand am 23.10.2015 statt.
Hier nahmen Herr Wenzel und Herr Heise teil, sowie Herr Moises und Herr Ziegler.
Die Grenze der Sanierung wurde vor Ort aufgezeigt und deren „Übergriffe“. So ist heute ein
(der einzige) Sprinklerkreis für das Opernhaus an der Sprinklerzentrale des Schauspielhauses
angehängt, wie auch die Kälteversorgung des Opernhauses an der externen Kältezentrale
des Schauspielhauses hängt.
Diese beiden Versorgungen sind im Prinzip ausgelastet, sodass jegliche Erweiterung der
beiden Medien auch mit der Schaffung von neuen, eventuell auch verbundenen,
Zentralen einhergeht. Insbesondere das Thema Erweiterung der Kälte durch
dampfbetriebene Absorptionskältemaschine(n) wurde angesprochen.
Umgekehrt hängt das Schauspielhaus im Bereich Heizung (Dampf und
Pumpenwarmwasser) sowie im Bereich Trinkwarmwasserbereitung am Opernhaus.
Ein Teil der Anlagen (Lüftung, Warmwasser, Teile der Heizung) im Opernhaus wurden 1998
saniert oder erneuert. Das Opernhaus selbst stammt von 1905. Die Sanierung des
Schauspielhauses samt der dort eingebauten Technik ist wenige Jahre her.
In der Folge nun einige Bilder zu den oben angesprochen Themen:
Sprinklerzentrale im Schauspielhaus:
(Überwiegend für das Schauspielhaus, ein Kreis für das Opernhaus)
Kurzbericht zur Begehung
6
Wärmeübergabe, N-energie, Dampf.
Für das Gesamtgebäude (Opern- und Schauspielhaus)
Zentrale Trinkwarmwasserbereitung
Für das Gesamtgebäude (Opern- und Schauspielhaus)
Kurzbericht zur Begehung
7
Umformer-Station Dampf zu Niederdruckheißwasser
Für das Gesamtgebäude (Opern- und Schauspielhaus)
Kurzbericht zur Begehung
8
Sprühflutanlage mit Kreiseinteilung,
Nur für das Opernhaus
Kurzbericht zur Begehung
9
Hauptlüftungszentrale,
Nur für das Opernhaus
Abluft im Dachraum,
Nur für das Opernhaus
Kurzbericht zur Begehung
10
Entrauchungsanlagen im Dachraum, mit Notstromversorgung
Nur für das Opernhaus
Kurzbericht zur Begehung
11
Eine zusätzliche Begehung fand am 16.12.2015 statt.
Hier nahmen Herr Gormanns und Herr Heise vom Staatstheater Nürnberg, sowie Herr Berberich
und Herr Lochner von der Stadt Nürnberg teil. Weiters Herr Moises und Herr Ziegler.
Es ging hierbei noch um den Bereich der Verwaltung und des Speisesaals, vor allem das
Thema Lüftung und Fettabscheider.
Anbei hierzu noch einige Bilder.
Zuluft Küche und Kantine, (Abluft nur Kantine)
Nur für den Bereich Verwaltung
Verteilung für Verwaltung und Kantine
Nur für den Bereich Verwaltung
Kurzbericht zur Begehung
12
Fettabscheider
Nur für den Bereich Verwaltung (bzw. Dort die Küche)
Aufbau der Bedarfsermittlung
13
4 Aufbau der Bedarfsermittlung
Die vorliegende Bedarfseinschätzung ist anlagenspezifisch nach Gewerken gegliedert:
• Kostengruppe 410 Abwasser, Wasser, Gasanlagen
411 Abwasseranlagen
412 Wasseranlagen
414 Feuerlöschanlagen
• Kostengruppe 420 Wärmeversorgungsanlagen
Nicht weiter unterschieden in
421 Wärmeversorgungsanlagen, 422 Wärmeverteilnetze und 423 Raumheizflächen.
• Kostengruppe 430 Lufttechnische Anlagen
Nicht weiter unterschieden in
431 Lüftungsanlagen, 432 Teilklimaanlagen und 433 Klimaanlagen.
• Kostengruppe 470 Nutzungsspezifische Anlagen
477 Kälteanlagen
• Kostengruppe 480 Gebäudeautomation
Nicht weiter unterschieden in
481 Automationssysteme, 482 Leistungsteile und 483 Zentrale Einrichtung.
Die anlagenspezifische Einschätzung wird jeweils mit einem tabellarischen Raumbuchauszug
dargestellt. Bei den ermittelten Flächen sind entsprechende Reserven enthalten, da es sich
um eine Grobeinschätzung handelt, und somit vermieden werden soll, dass
anlagentechnische Einschränkungen beinhaltet sind.
Aufbau der Bedarfsermittlung
14
4.1 Abwasseranlagen – KG 411
Nach Lage der Dinge wird die Entwässerung der Dachflächen mit innenliegenden und
außenliegenden Fallrohren (Regenwasser) bewerkstelligt. Eine besondere Berück-
sichtigung bei den Flächenangaben sollte hier nicht notwendig sein, da die
Rohrquerschnitte im Rahmen eines Wettbewerbs und eines Vorentwurfes noch nicht sehr
relevant sind.
Wir gehen davon aus, dass die Abführung des Regenwassers im Trennsystem in Sicker-
einrichtungen auf dem Gelände erfolgt.
Die Abführung des Abwassers erfolgt mit Steigleitungen in Schächten, eine
überwiegende Abführung im Freispiegelsystem ist zwingend erforderlich. Insoweit
Entwässerungsgegenstände unter der Rückstauebene liegen, würden Schmutzwasser-
hebeanlagen oder im Falle vom Einbau von WCS‘ unter der Rückstauebene
Fäkalienhebeanlagen benötigt.
Hier darf aber angenommen werden, dass diese im Rahmen von anderen HLS-Zentralen
unterkommen und keine eigenen Technik-Räume hierfür benötigt werden.
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Abwasser KG 411 Schächte
in den
Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m²
Regenwasser KG 411 UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Abwasser KG 411 Schächte
in den
Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1 m²
Regenwasser KG 411 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Abwasser KG 411 Schächte
in den
Geschossen Schächte ohne ca. 4 je 1 m²
Regenwasser KG 411 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Zusätzlich geben wir noch 2 Räume an für innenliegende Fettabscheider, wohl wissend
dass diese oftmals auch im Außenbereich unterzubringen sind, dann Vorteile hinsichtlich
der Geruchsbelästigung bieten.
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Abwasser KG 411 Fettabscheider UG 2
Technikzentral
e 1 30 m²
(Fettabscheider) Einbringung 2,3/1,5 m²
intensive
Wartung Raum 3 m hoch
Abwasser KG 411 Fettabscheider UG Verwaltung
Technikzentral
e 1 30 m²
(Fettabscheider) Einbringung 2,3/1,5 m²
intensive
Wartung Raum 3 m hoch
4.1
Aufbau der Bedarfsermittlung
15
Wasseranlagen - KG 412
Die Trinkwasserversorgung aus dem öffentlichen Netz des regionalen Versorgers wird
eigens für das Opernhaus, getrennt, im Untergeschoss eingeführt.
Die heutige Versorgung befindet sich in der Ebene 2. UG. Die Versorgung mit
Trinkwarmwasser beinhaltet hier auch das Schauspielhaus.
Sollte, aus welchem Grund auch immer, der Raum aufgegeben werden, so muss im
Rahmen einer Neuordnung auch wieder ein Raum in der folgenden Größe geschaffen
werden. Hierbei wäre zu beachten, dass es sinnvoll ist, diesen Raum auf der untersten
Ebene zu belassen. Die hier installierte Technik ist ca. 20 Jahre alt, eine Erneuerung ist
hieraus bis zum Umbau-Ende sicher ableitbar. Auf eine ordentliche Einbringöffnung
wäre besonders zu achten, diese ist heute sicher zu klein.
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Wasser KG 412 Sanitär UG 2 Technikzentrale 1 20 m²
(Trinkwarmwasser) Einbringung 2,0/1,5 m² intensive Wartung Raum 3 m hoch
Wir wollen hier aber deutlich die Empfehlung aussprechen, das zukünftige
Trinkwarmwassersystem zu dezentralisieren. Das schafft Vorteile schon im Umbau (siehe
auch entfallende Interimsmaßnahmen), sicher in der Investition und beim
Energieverbrauch und vor allen Dingen beim Verbrühschutz und in der Hygiene im
Zusammenhang mit Legionellen. In der Regel sieht das so aus, dass man zunächst
wirklich nur benötigte Warmwasserzapfstellen installiert, die Anzahl so knapp als
möglich bemisst, auch nur dort Warmwasser anbietet, wo man es wirklich braucht.
Diese Zapfstellen dann mit elektrischen Durchlauferhitzern (rd. 6 kW) ausstattet, wenn
es sich um einzelnen Waschbecken handelt. Bei größeren Anordnungen von z. B.
Duschen oder Umkleiden mit mehreren Waschbecken, Duschen.. tendiert man zu sog.
Frischwasserstationen, die mittels Wasser-Wasser-Wärmeübertrager mit der Energie von
Heizungsumlaufwasser unmittelbar Trinkwarmwasser bereitstellen. Mit derartigen
Systemen sind Legionellen kaum mehr zu befürchten.
Daneben ist im Gebäude die Schachtsituation für die Verrohrung Trinkkaltwasser,
Trinkwarmwasser, und Zirkulation zu beachten. Wie bei Abwasser gilt hier natürlich, dass
die Lage noch nicht fixiert werden kann, da nur eine Lage nahe der zu versorgenden
Sanitärgegenstände sinnvoll, preiswert und hygienisch ist.
Aber dennoch sollte man im Rahmen der Raumbuchs Vorkehrungen hinsichtlich der
notwendigen Fläche treffen.
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m²
(Trinkwarmwasser) UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1 m²
(Trinkwarmwasser) OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 2 je 1 m²
(Trinkwarmwasser) OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Aufbau der Bedarfsermittlung
16
4.2 Feuerlöschanlagen – KG 414
Die Bereiche Bühne und Magazine sind lt. Brandschutzgutachten mit einer
Sprühwasserlöschanlage zu schützen.
Die restlichen Bereiche hängen an einer normalen Sprinklerzentrale.
Die Wasserversorgung ist als 3. Art vorgesehen.
Auslegung nach Versammlungsstätte in OH4.
Es ist ein Wasserbehälter mit 200 m³ unter Berücksichtigung der Wandhydranten mit 3 x 100
l/min erforderlich.
Zusätzlich sind eine Pumpe und ein Druckluftwasserbehälter zu schaffen.
Die Sprühwasser-Löschanlage hängt über Bereichsventile an der Sprinkleranlage.
Die Bühne ist z. B. in 3 Bereiche aufgeteilt, um Wassermenge zu sparen.
Die Sprühwasser-Löschanlage benötigt damit einen sehr langen Verteiler.
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Feuerlöschanl. KG 413 Zentrale + UG 2 Feuerlöschzentrale 1 170 m²
Sprinkler/Sprühflut Behälter Einbringung 2,3/1,5 m² intensive Wartung Raum
Die Zentrale muss auch statischen Gründen dem Fundament nahe sein, also im UG 2.
In Ergänzung sollte die Raumhöhe 3,5 m betragen.
Ein günstiges Maß der 170 m² wäre 10 x 17 Meter
Hierbei macht der Behälter anteilig bei 3 m Wasserstand dann 70 m² bei 10 x 7 m aus,
die Zentrale anteilig dann 100 m² bei 10 x 10 m.
Eine hinreichende Versorgung mit Feuerlöschkästen samt Leitungsanbindung ist zu
berücksichtigen, die jedoch in der Schärfe des Wettbewerbs noch vernachlässigt werden
können.
4.3 Wärmeversorgungsanlagen – KG 420
Die Wärmeversorgung ist heute zweigeteilt.
Wie in der Bestandaufnahme kurz dargestellt befindet sich auf der Nordseite des 2.
Untergeschoss die Dampfübergabestation.
Diese ist augenscheinlich nahe an der Einspeisung von Norden und wird vss. auch in diesem
Bereich bleiben müssen, da der Versorger normalerweise keine öffentlichen Leitungen im
Gebäude zulassen wird, somit an einer Übergabe unmittelbar an der Außenwand großes
Interesse hat.
Sollte der Raum aufgegeben werden müssen, so wäre die folgende Fläche auf der Nordseite
wieder zu schaffen:
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Wärmeversorgungs- Zentrale UG 2 Dampfübergabe 1 18 m²
anlagen KG 420 Nordwand intensive Wartung Raum
Aufbau der Bedarfsermittlung
17
Auf eine hinreichende Wärmeabfuhr ist zu achten.
Weiters findet die Umformung von Dampf auf Niederdruckheißwasser statt, wie auch eine
Umformung auf Reindampf für Befeuchtung.
Diese Fläche findet sich heute im 2. UG, wobei hier aus der Umrüstung einer alten Kohle-
Kesselanlage heraus ein sehr hoher und großer Raum genutzt wird, der an sich wiederum für
die aktuell installierte Technik recht groß ist. Abgesetzt davon ist der Heizverteiler für die
Probebühne an einem separaten Ort, in der Mitte des UG 2, untergebracht. Das scheint uns
so nur aus der Historie heraus schlüssig, in Zukunft wäre anzuraten, diesen nahe an der
Umformer-Station, also eigentlich im gleichen Raum, unterzubringen.
Sollte der Raum aufgegeben werden müssen, so wäre die folgende Fläche am besten
wieder im UG 2 zu schaffen:
Auf eine hirneichende Wärmeabfuhr ist auch hier zu achten.
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Wärmeversorgung- Zentrale UG 2 Dampfumformung 1 80 m²
anlagen KG 420 intensive Wartung Raum 4,5 m hoch
Die Schachtsituation stellt sich für KG 420 wie folgt dar:
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1,5 m²
Verteilung KG 420 UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 4 je 1,5 m²
Verteilung KG 420 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne 1 je 1,5 m²
Verteilung KG 420 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht
4.4 Lufttechnische Anlagen – KG 430
Das Thema Lufttechnik ist heute durchaus als kritisch zu sehen, die Zentralen sind recht
beengt und stark verteilt. Im Og 6 fehlt jeder Brandschutz.
Heute verfügt das Gebäude über diese Anlagen:
Zentrale 1 – UG 2 Süd:
Anlage 1 Zuschauerraum (nur Zuluft)
Anlage 3 Foyer
Anlage 6 Tonloge
Anlage 7 Beleuchterloge
Anlage 14 Bibliothek und Duschen
Zentrale 2 – UG 2 Nord-West:
Anlage 15 Arbeiterbad
Aufbau der Bedarfsermittlung
18
Anlage 2 Bühne
Separates Gerät -alleinstehend – UG 2 Nord-Ost:
Anlage 16 Tänzerbad
Separates Gerät -alleinstehend – UG 2 Mitte:
Anlage 8 Probebühne
2 separate Geräte -alleinstehend – UG 1 Süd – sehr beengt:
Anlage 4 Stimmzimmer 1
Anlage 5 Stimmzimmer 2
Separates Gerät -alleinstehend – OG 4 - Nordost:
Anlage 10 Ballettsaal 1
Separates Gerät -alleinstehend – OG 4 - Mitte:
Anlage 12 Chorsaal
„Zentrale“ im Dachraum OG 6:
Anlage 1 Zuschauerraum (Abluft)
Anlage 13 Beleuchterbühne
Anlage --- Entrauchung des Zuschauerraums
Separates Gerät - alleinstehend – OG 8 - Nord:
Anlage 9 Musiksaal
Separates Gerät - alleinstehend – im UG der Verwaltung:
Anlage Zuluft Küche + Speisesaal – Abluft Speisesaal, im Verbund mit einem
Dachablüfter für die Abluft er Küche.
Außenluftversorgung: Diese befindet sich verstreut, insbesondere für die Zentrale 1 – UG 2
wird die Luft über einen Ansaugschacht bezogen.
Soweit erkennbar werden die Mindestanforderungen an die Höhe der Ansaugöffnung
(höher als 3 m über Terrain) hier nicht eingehalten.
In jedem Fall wäre es günstiger, gerade Anlagen im Bereich der Bühne und des Saals aus
dem Untergeschoss herauszunehmen. Im heutigen Zustand fehlen auch Wärmerück-
gewinnungen zum Teil.
Die ist auch dadurch begründet, dass z.B. Zu- und Abluft bei der größten Anlage,
Zuschauerraum, 6 Geschosse auseinander liegen.
Will man nun eine zulässige, hygienisch günstige, Außenluftansaugung gestalten, dann ist
hier ebenfalls eine Luftführung im Gebäude nach oben sinnvoll. Daher wirkt sich eine
Verlegung von einzelnen Lüftungsanlagen in die oberen Geschosse nicht nachteilig auf
die Schachtsituation insgesamt aus.
Statisch sind Lüftungsanlagen leichter zu beherrschen, im Übrigen muss damit gerechnet
werden, dass mit neuen Vorschriften zur Energieeffizienz die Querschnitte von Lüftungs-
anlagen bei gleicher Luftleistung steigen werden, womit die Möglichkeit einer
Unterbringung im UG 2 noch schwieriger würde.
Das OG 6 bietet sich daher an, hier lässt sich am leichtesten eine große Zentrale
gestalten, natürlich sind hier bauliche und statische Maßnahmen erforderlich,
insbesondere auch eine hinreichende brandschutztechnische Abgrenzung der Zentrale
gegenüber dem Dachraum und dessen Stahl-Tragwerk ist wichtig.
Aufbau der Bedarfsermittlung
19
Insbesondere die heute sehr beengt untergebrachten Geräte der Stimmräume könnten
dann sicher in das UG 2 verlagert werden, wenn dort wieder Flächen frei würden.
Die räumliche Angliederung von Geräten direkt an Bereiche wie Musiksaal, Ballsaal öä. ist
im Sinne von kurzen Wegen sinnvoll.
Die funktionale Zusammenfassung einiger Anlagen ist sicher auch prüfenswert, eben die
Umwandlung in z.B. 3 Anlagen in eine Anlage mit 3 Nachbehandlungszonen oä.
Weiters ergab sich bei der 2. Besichtigung das Thema Lüftung im Bereich Verwaltung,
konkret eine RLT-Anlage für die Kantine (Küche und Speiseraum) sowie eine geregelte Be-
und Entlüftung der Büros.
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Lüftungsversorgung 1 Zentrale UG Verwaltung Neue Zentrale 1 60 m²
Kantine und Büros oder 4,5 m hoch
2 Einzel-
KG 430 aufstellungen
intensive Wartung Raum
Auch hier wäre nun die Schachtsituation hinreichend zu lösen, wobei allerdings eine nahe
Anbringung der Geräte am Nutzungsbereich deutlich helfen sollte.
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 11 je 4 m²
KG 430 UG 1 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 6 je 4 m²
KG 430 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne 1 2 m²
KG 430 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Lüftungsversorgung Zentralen UG 2 Einzelgeräte 3 28 m²
Aufstellräume und OG 4 Einzelgeräte 2 20 m²
mit Entrauchungs- Einzel- OG 4-5 Einzelgeräte 1 20 m²
Anlage aufstellung OG 6 Neue Zentrale 1 300 m²
4,5 m hoch
KG 430 OG 8 Einzelgeräte 1 15 m²
intensive Wartung Raum
Aufbau der Bedarfsermittlung
20
4.5 Kälteanlagen – KG 477
Die heutige Versorgung mit Kälte für das Opernhaus wird aus der neuen Zentrale des
Schauspielhauses übernommen. Am Tag der Begehung wurde auch dieser Raum in
Augenschein genommen. Die Zentrale ist praktisch neuwertig, verfügt über 3
Kompressionskältemaschinen mit insgesamt rund 850 kW Kälteleistung, davon geht ein Anteil
von ca. 300 - 400 kW in das Opernhaus.
Ohne Zweifel wird dies für die zukünftige Anforderung an Kälte im Opernhaus nicht mehr
ausreichen, wie auch die neue Zentrale nicht mehr erweiterbar ist.
Als Basiskonzept sollte eine 2. Zentrale angedacht werden, die wiederum im Verbund mit der
bisherigen Zentrale steht. Diese sollte in einer ersten Schätzung eine Leistung von rd. 500 kW
aufweisen, wobei hier grundsätzlich 2 Möglichkeiten der Kälteerzeugung möglich wären:
1. Wiederum mit Kompressionskältemaschinen ( z.B. 2 Stück mit je 250 kW)
2. Einsatz einer dampfbetriebenen Absorptionskältemaschine, in unseren Augen in der
Kombination die bessere, weil CO2-sparendere und hinsichtlich der Betriebskosten
günstigere Lösung.
Die Dampfversorgung ist vorhanden und ließe sich im Sommer zu günstigen Preisen für
die Erzeugung von Kälte nutzen. Eine entsprechende Verhandlung mit N-energie
vorausgesetzt.
Die beiden Zentralen laufen im Verbund und die Absorptionskältemaschine in der Grundlast.
Bei der Unterbringung der Kältemaschine geht es um Gewicht und Geräusche (zumindest bei
der Kompressionsmaschine), daher wäre eine Unterbringung im Bereich des UG 2 zu
bevorzugen.
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Kälteerzeugung Kältezentrale UG 2 Kälteerzeugung 1 80 m²
KG 477 Verteilung Kältemaschine Raum 4,5 m hoch
Anders die Rückkühlung, die freien Zugang zur Außenluft benötigt und daher am besten im
Bereich des Dachraums Unterbringung finden sollte.
Hier wäre auf eine Hilfskonstruktion zur Ablastung auf Wände zu achten.
Ersatzweise wäre durchaus auch eine freie Aufstellung möglich, fraglich natürlich, ob sich
eine derartige Groß-Konstruktion mit dem optischen Erscheinungsbild und dem
Denkmalsschutz in Einklang bringen lassen.
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Kälteerzeugung Kältetechnik Dachraum OG 6 Rückkühlung 1 140 m²
KG 477
Raum 4,5 m hoch
Aufbau der Bedarfsermittlung
21
4.6 Gebäudeautomation – KG 480
Die Anlagen zur Gebäudeautomation sind jeweils bei den relevanten Zentralen
berücksichtig. Nicht jedoch eine Leitzentrale zur Überwachung der Gesamtanlage, dieser
Raum gilt als Arbeitsplatz, mit Dauerbelegung, und muss daher hinreichend belüftet und
belichtet sein.
Eine Unterbringung im Bereich der technischen Verwaltung wäre sinnvoll. In jedem Fall wäre
ein solcher Raum vorzuhalten bzw. im Wettbewerb zu fordern.
4.7 Interimsmaßnahmen
Besondere Erwähnung von Interimsmaßnahmen:
Wir wollen deutlich darauf hinweisen, dass im Rahmen der Sanierung des Opernhauses
Interimsmaßnahmen zu schaffen sind, da Technikzentralen im Opernhaus heute
Versorgungen im Schauspielhaus übernehmen,
im Einzelnen:
Kostengruppe 410 Abwasser, Wasser, Gasanlagen
411 Abwasseranlagen
Hier sollten nur geringe Überschneidungen vorhanden sein, die sich mit überschaubarem
Aufwand trennen lassen, vor allem im räumlichen Grenzbereich der Sanierung zum
Schauspielhaus.
412 Wasseranlagen
Da mehrere Kaltwassereinspeisungen vorhanden sind, kein großer Aufwand.
Im Rahmen des Umbaus muss jedoch eine provisorische Versorgung des Schauspielhauses
für Trinkwarmwasser eingerichtet werden.
Hier stellt sich aber deutlich die Frage, ob hier nicht im Rahmen der Dezentralisierung von
Trinkwarmwasser gleich vorbereitend im Schauspielhaus begonnen wird und eine oder
mehrere Frischwasserstationen dann gleich für die Zukunft bleiben und das Provisorium somit
entfallen kann.
414 Feuerlöschanlagen
In diesem Bereich gibt es nur einen Verteiler-Anschluss des Opernhauses an der
Sprinkleranlage des Schauspielhauses. Dieser wird demontiert, man kommt ohne
Interimsmaßnahme aus.
Kostengruppe 420 Wärmeversorgungsanlagen
Dieser Bereich ist dahingehend problematisch, das sowohl Niederdruckheißwasser für
Heizzwecke, also auch Reindampf für die Befeuchtung aus dem Opernhaus kommen und
das Schauspielhaus mitversorgen. Das wird vss. auch in Zukunft so sein, was bedeutet, dass in
der Bauzeit eine provisorische Versorgung der beiden Medien eingerichtet werden müsste.
Sowohl eine mobile Lösung (Container), als auch die Einrichtung einer Interimszentrale
außerhalb des Umbaubereichs wären denkbar.
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Gebäudeautomation Leitzentrale ab EG Arbeitsplatz 1 10 m²
KG 480 Verwaltung Raum
Aufbau der Bedarfsermittlung
22
Kostengruppe 430 Lufttechnische Anlagen
Dieser Bereich ist unproblematisch, da die lufttechnischen Anlagen immer Bezug zum
versorgten Gebäude ohne erkennbare Überscheidungen haben.
Kostengruppe 470 Nutzungsspezifische Anlagen
477 Kälteanlagen
Da die Kälteanlagen über dem Schauspielhaus untergebracht sind und von hier eine Mit-
Versorgung des Opernhauses erfolgt, ist lediglich der Abschluss der relevanten Kältekreise
ohne jedes Provisorium notwendig.
Kostengruppe 480 Gebäudeautomation
481 Automationssysteme, 482 Leistungsteile und 483 Zentrale Einrichtung.
Auch hier ist mit den entsprechenden Schaltschränken der Bezug zwischen Anlage und
Automationssystem räumlich gegeben. Ein Weiterbetrieb der verbleibenden Anlagen im
Schauspielhaus ist sicher möglich unter Abkoppelung der Anlagen im Opernhaus.
Die zentrale Einrichtung (Leitrechner…) muss natürlich umgesetzt und hinsichtlich
Anverkabelung, Software und Parametrierung angepasst werden.
4.8 Ausblick weitere Technik
Im Bereich eines Theaters fallen hohe Stromkosten an, bei deutlichen Strom-Grundlasten. Dies
wäre der klassische Einsatzbereich eines BHKW’s, also der gemeinsamen Erzeugung von
Wärme und Strom in einer Motor-Generator-Kombination.
Basis ist hier jedoch der Brennstoff Erdgas.
Hierdurch ergeben sich Kostensenkungen und meist auch Senkungen des
Primärenergiebedarfs.
Weiters wäre damit natürlich eine Senkung der Wärmeabnahme aus dem Dampfnetz
verbunden, die jedoch z. B. durch Einkauf von Dampf für eine Absorptionskältemaschine
wieder ausgeglichen werden könnte.
Grundsätzlich lassen sich heute Aggregate mit Vollkapselung einsetzen, die hinsichtlich
Geräuschentwicklung keine Probleme machen. Aus statischen Gründen sollte aber eine
Aufstellung im untersten Geschoss bevorzugt werden.
Wir empfehlen zumindest die Vorprüfung eines solchen Vorhabens schon frühzeitig.
Im Rahmen der Planung wird diese Frage sicher früher oder später gestellt werden.
Zusammenfassung
23
5. Zusammenfassung
Nachfolgend die die in den einzelnen Kapitel ausgewiesenen Flächen nochmals
zusammengestellt:
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m²
Regenwasser KG 411 UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1 m²
Regenwasser KG 411 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 4 je 1 m²
Regenwasser KG 411 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Abwasser KG 411 Fettabscheider UG 2 Technikzentrale 1 30 m²
(Fettabscheider)
Einbringung 2,3/1,5
m² intensive Wartung Raum 3 m hoch
Abwasser KG 411 Fettabscheider UG Verwaltung Technikzentrale 1 30 m²
(Fettabscheider)
Einbringung 2,3/1,5
m² intensive Wartung Raum 3 m hoch
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Wasser KG 412 Sanitär UG 2 Technikzentrale 1 20 m²
(Trinkwarmwasser)
Einbringung 2,3/1,5
m² intensive Wartung Raum 3 m hoch
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m²
(Trinkwarmwasser) UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1 m²
(Trinkwarmwasser) OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 2 je 1 m²
(Trinkwarmwasser) OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Feuerlöschanl. KG
413 Zentrale UG 2 Feuerlöschzentrale 1 170 m²
Sprinkler/Sprühflut
Einbringung 2,3/1,5
m² intensive Wartung Raum Innenmaß
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Wärmeversorgung- Zentrale UG 2 Dampfübergabe 1 18 m²
anlagen KG 420 Nordwand intensive Wartung Raum
Zusammenfassung
24
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Wärmeversorgung- Zentrale UG 2 Dampfumformung 1 80 m²
anlagen KG 420 intensive Wartung Raum
4,5 m
hoch
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1,5 m²
Verteilung KG 420 UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 4 je 1,5 m²
Verteilung KG 420 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne 1 je 1,5 m²
Verteilung KG 420 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Lüftungsversorgung Zentralen UG 2 Einzelgeräte 3 28 m²
Aufstellräume und OG 4 Einzelgeräte 2 20 m²
mit Entrauchung Einzel- OG 4-5 Einzelgeräte 1 20 m²
aufstellung OG 6 Neue Zentrale 1 300 m"
4,5 m
hoch
KG 430 OG 8 Einzelgeräte 1 15
intensive Wartung Raum
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Lüftungsversorgung 1 Zentrale UG Verwaltung Neue Zentrale 1 60 m²
Kantine und Büros oder
4,5 m
hoch
2 Einzel-
KG 430 aufstellungen
intensive Wartung Raum
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 11 je 4 m²
KG 430 UG 1 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 6 je 4 m²
KG 430 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne 1 2 m²
KG 430 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Kälteerzeugung Kältezentrale UG 2 Kälteerzeugung 1 140 m²
KG 477 Verteilung Kältemaschine Raum
4,5 m
hoch
Zusammenfassung
25
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Kälteerzeugung Kältezentrale Dachraum OG 6 Rückkühlung 1 90 m²
KG 477 Verteilung Raum
4,5 m
hoch
Funktionsbereich Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Gebäudeautomation Leitraum ab EG Arbeitsplatz 1 10 m²
KG 480 Verwaltung Raum
Zusammenfassung
26
Im Folgenden nun nochmals die Zuordnung der Flächen zu einzelnen Geschossen oder
Gruppen von Geschossen:
Geschoss UG 2 Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m²
Regenwasser KG 411 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wasser KG 412 Sanitär UG 2 Technikzentrale 1 20 m²
(Trinkwarmwasser)
Einbringung 2,3/1,5
m² intensive Wartung Raum 3 m hoch
Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m²
(Trinkwarmwasser) verteilt Zugänglichkeit Schacht
Feuerlöschanl. KG 413 Zentrale UG 2 Feuerlöschzentrale 1 170 m²
Sprinkler/Sprühflut
Einbringung 2,3/1,5
m² intensive Wartung Raum Innenmaß
Wärmeversorgung- Zentrale UG 2 Dampfübergabe 1 18 m²
anlagen KG 420 Nordwand intensive Wartung Raum
Wärmeversorgung- Zentrale UG 2 Dampfumformung 1 80 m²
anlagen KG 420 intensive Wartung Raum 4,5 m hoch
Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1,5 m²
Verteilung KG 420 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Lüftungsversorgung Zentralen UG 2 Einzelgeräte 3 28
KG 430 intensive Wartung Raum
Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 8 je 4 m²
KG 430 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Kälteerzeugung Kältezentrale UG 2 Kälteerzeugung 1 115 m²
KG 477 Verteilung Kältemaschine Raum 4,5 m hoch
Geschosse UG 1 bis OG 2 Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m²
Regenwasser KG 411 UG 1 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 20 je 1 m²
(Trinkwarmwasser) UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1,5 m²
Verteilung KG 420 UG 2 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 8 je 4 m²
KG 430 UG 1 bis OG 2 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Gebäudeautomation Leitraum ab EG Arbeitsplatz 1 10 m²
KG 480 Verwaltung nur ein Geschoss Raum
Zusammenfassung
27
Geschosse OG 3 - OG 5 Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 10 je 1 m²
Regenwasser KG 411 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 4 je 1,5 m²
Verteilung KG 420 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Lüftungsversorgung Einzelaufstellung OG 4 Einzelgeräte 2 20 m²
KG 430 Geräte intensive Wartung Raum
Lüftungsversorgung Einzelaufstellung OG 4-5 Einzelgeräte 1 20 m²
KG 430 Geräte intensive Wartung Raum
Lüftungsversorgung Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 6 je 4 m²
KG 430 OG 3 bis OG 5 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Geschosse OG 6 - OG 10 Bezeichnung Empfehlung Lage Art der Nutzung Anzahl Fläche
Abwasser KG 411 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 4 je 1 m²
Regenwasser KG 411 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wasser KG 412 Schächte in den Geschossen Schächte ohne ca. 2 je 1 m²
(Trinkwarmwasser) OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Wärme- und Kälte- Schächte in den Geschossen Schächte ohne 1 je 1,5 m²
Verteilung KG 420 OG 6 bis OG 10 verteilt Zugänglichkeit Schacht
Lüftungsversorgung Zentrale nur OG 6 Neue Zentrale 1 300 m²
KG 430 intensive Wartung Raum
Lüftungsversorgung Einzelaufstellung nur OG 8 Einzelgeräte 1 15 m²
KG 430 Geräte intensive Wartung Raum
Kälteerzeugung Kältezentrale Dachraum OG 6 Rückkühlung 1 120 m²
KG 477 Verteilung nur OG 6 Raum 4,5 m hoch
Zusammenfassung
28
Zusammenstellung nach einzelnen Geschossen, unterschieden in Schächte und
Räume
Geschoss Art Anzahl Fläche Art Anzahl Fläche
UG 2 Schächte 58 87 m² Räume 8 517 m²
UG 1 Schächte 61 84 m² Räume 0 90 m²
EG Schächte 61 84 m² Räume 0
OG 1 Schächte 61 84 m² Räume 1 10 m²
OG 2 Schächte 61 84 m² Räume
OG 3 Schächte 20 40 m² Räume 0
OG 4 Schächte 20 40 m² Räume 2 40 m²
OG 4-5 Schächte 20 40 m² Räume 1 20 m²
OG 5 Schächte 20 40 m² Räume 0
OG 6 Schächte 7 7,5 m² Räume 3 420 m²
OG 7 Schächte 7 7,5 m² Räume 0
OG 8 Schächte 7 7,5 m² Räume 1 15 m²
OG 9 Schächte 7 7,5 m² Räume 0
OG 10 Schächte 7 7,5 m² Räume 0
Summe: Schächte (417) 621 m² Räume 16 1.112 m²
Hierbei wäre nun zu beachten, dass die Fläche der Schächte auf die Geschosse bezogen ist, d.h.
die Summe addiert auch durchgehende Schächte, mehrmals, eben einmal je Geschoss.
Aus dem Bestandraumbuch Stand 15.10.15 wurden nun alle Technikflächen ermittelt, wobei hier
Schächte kaum enthalten sind, da oft in Wände integriert.
Der relevante Technikbereich wurde auf den hier ermittelten Bereich bezogen, also HLS-Technik.
Im Bestand incl. der Verwaltung ergibt sich eine Fläche von 670 m², wobei man nicht ausgewiesene
Schächte mit rd. 250 m² dazu schätzen darf.
Dem gegenüber ist unsere Ermittlung in beiden Bereichen etwa verdoppelt.
Angesichts der teilweisen Enge in den Technikräumen und dem nicht mehr zeitgemäßen
technischen Zustand erscheint dies schlüssig.
6. Anlagen
29
6. Anlagen
6.1 Vermerk vom 23.10.2015
Beiliegend nun der Vermerk vom 23.10.2015.
'heform
ImmobilienManagement
Bericht
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
als Grundlage für die Erarbeitung einer
Projekt-Profil-Definition
Staatstheater Nürnberg l PPD Oper Nürnberg
18. Dezember 2012
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Auftraggeber Staatstheater Nürnberg
Richard-Wagner-Platz 2-10
90443 Nürnberg
Kontakt / Ansprechpartner
H.-Peter Gormanns
Technischer Direktor
peter.gormanns@staatstheater.nuernberg.de
Auftragnehmer rheform - lmmobilienManagement GmbH
Herzogspitalstraße 8
D - 80331 München
Kontakt / Ansprechpartner
Axel Müller
Projektleitung
axel.mueller@rheform.de
rheform 18/12/2012
Opemhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Opernhaus
Nürnberg
Zum Projekt
Rahmenbedingungen
Strukturelle
Grundlagen
Fazit
Inhalt
Auftrag ...........................................................3
Gebäudehistorie ...........................................5
Gebäudenutzung ...........................................6
Fremdnutzungen ............................................7
Nutzungsarten und -zeiten .............................8
Definition Planungsgrenzen ............................9
Schnittstellen ................................................ 10
Tangierende Planungen ................................ 11
Übersicht Nutzungsbereiche ........................ 13
Übersicht Nutzergruppen .............................. 14
Nutzungsbereiche Hinterhaus ...................... 15
Personal Hinterhaus ..................................... 16
Funktionsdefizite Hinterhaus ........................ 17
Flächendefizite Hinterhaus ........................... 18
Nutzungsbereiche Vorderhaus ..................... 19
Personal Vorderhaus ....................................20
Funktionsdefizite Vorderhaus .......................21
Nutzungsbereiche LeitungNerwaltung .........22
Personal LeitungNerwaltung ........................23
Defizite LeitungNerwaltung ..........................25
Opernball ...................................................... 26
Handlungsempfehlung ..................................27
rheform 18/12/2012 2
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Zum Projekt
Auftrag
Das Opernhaus Das Staatstheater Nürnberg ist das größte Dreisparten-Haus in Bayern und
eines der größten Theater Deutsch lands.
Das Opernhaus wurde 1905 erbaut und gehört zu den wenigen Bühnen,
die nach dem Ende des Krieges erhalten geblieben sind. Bei allen Sanie-
rungsmaßnahmen, die im Laufe der Zeit durchgeführt wurden, stand die
Erhaltung bzw. die Wiederherstellung des Originalbestandes im Vorder-
grund, ungeachtet der Tatsache, dass sich seit den zwanziger Jahren des
letzten Jahrhunderts die künstlerischen und betrieblichen Anforderungen
grundlegend verändert haben.
Der Wandlungsprozess von der Kulisse zum plastischen Bühnenbild er-
weist sich im Opernhaus als äußerst schwierig, da es keine Seitenbühne
und nur eine kleine rückwärtige Bühnenerweiterung gibt. Diese eignet sich
aufgrund ihrer geringen Tiefe weder zu einem schnellen Szenenwechsel
noch zur Vorbereitung des Dekorationsaufbaus. Ein Verschieben der Deko-
rationsaufbauten nach links und rechts, wie in Häusern dieser Größenord-
nung üblich und für einen wirtschaftlichen Betrieb notwendig, ist nicht mög-
lich. Der technische Betrieb auf der Opernbühne ist daher nur mit großem
personellen Aufwand möglich und verhindert eine dringend notwendige Er-
höhung der Spielfrequenz. Große Opernproduktionen mit entsprechender
Ausstattung sind so gut wie ausgeschlossen.
Sanierungsbedarf Es ist daher geplant das Opernhaus zu sanieren, so dass es den heutigen
Anforderungen an einen zeitgemäßen Betrieb genügt.
In diesem Zusammenhang ist es insbesondere erforderlich, die Gebäude
hinsichtlich des Brandschutzes auf den heutigen Standard zu ertüchtigen.
Darüber hinaus sollen mit der Sanierung vor allem nachhaltige Qualitäten
verwirklicht werden.
Arbeitsschritte Als Grundlage für die in diesem Zusammenhang zu führenden Diskussio-
nen und damit einhergehenden Entscheidungserfordernissen wurde die
rheform lmmobillienamangement GmbH beauftragt, durch Definition der
strukturellen Planungsgrundlagen die Grundlage für eine Projekt-Profil-
Definition zu schaffen.
Vorschlag zur Auf diese Leistung aufbauend, kann in einem weiteren Schritt das Funkti-
weiteren onsprogramm beschrieben und anschließend ein umzusetzendes Raum-
Vorgehensweise programm erarbeitet werden. Die lnteressen des Nutzers, des Bauherren
und des künftigen Betriebes können dabei kontinuierlich Berücksichtigung
finden. Parallel hierzu sollte die bauliche Analyse der Bestandsgebäude
erfolgen, um die Grundlagen möglicher Gebäudekonzeptionen beschreiben
zu können. Entsprechende Leistungen wurden in Teilbereichen bereits
beauftragt (Brandschutzbewertung) bzw. werden durch die Stadt Nürnberg
noch beauftragt/durchgeführt.
Ziel Ziel ist es, aus der Beschreibung der Anforderungen des Nutzers hinsicht-
lich Quantitäten/Qualitäten und der zu erarbeitenden Konzeptplanung
abschließend ein hinreichendes Sanierungsbudget zu identifizieren.
rheform 18/12/2012 3
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Rahmenbedingungen
Strukturelle Grundlagen
rheform 18/12/2012 4
Opernhaus Nürnberg
Definition StruktureHe
Planungsgrundlagen
Rahmenbedingungen
Gebäudehistorie
Planung & Bau Die Anfänge des Opernhaus Nürnberg reichen zurück bis in die späten
Jahre des 19. Jahrhunderts. Der ersten Entwurf für ein neues Theater, ge-
fertigt vom Berliner Theaterarchitekten Heinrich Seelig, datiert aus dem
Jahr 1898. Das Opernhaus wurde am 1. September 1905 eröffnet und gait
als einer der modernsten Theaterbauten seiner Zeit, insbesondere was die
Ausstattung mit Elektrizität, Heizungsanlagen und Bühnentechnik angeht.
Nach starken Beschädigungen des Hauses im 2. Weltkrieg wurde das äu-
ßere Erscheinungsbild rekonstruiert und wieder aufgebaut, die lnnenraum-
gestaltung jedoch nur in schlichter Form wiederhergestellt.
Denkmalschutz Das Opernhaus ist in der Liste der Baudenkmäler des Bayerischen
Landesamts für Denkmalpflege unter der Nummer D-5-64-000-1649
eingetragen.
Sanierungs-
maßnahmen
Generalsanierung
Schauspielhaus und
Kammerspiele
1989 wurde mit umfangreichen Sanierungsmaßnahmen begonnen. Neben
einer Asbestsanierung erfolgten auch Maßnahmen zur Sanierung der Ba-
lustrade der Ostfassade und die Errichtung der Laterne über dem Bühnen-
haus. Von 1991 bis 1996 erfolgten sukzessive weitere Sanierungsmaßnah-
men mit der Erneuerung der Werkstätten und Probenräume, dem Einbau
neuer Sanitäranlagen im Besucherbereich, der Renovierung der Fassaden
und der Rekonstruktion der Bronzefiguren im Ostgiebel.
1998 erfolgten Maßnahmen im lnnenraum u.a. mit Entkernung des Zu-
schauerraums und Erneuerung der Klimaanlage, sowie eine Neugestaltung
der Kassenhalle, der Wandelgänge und des Foyers. lm Zuge dieser Maß-
nahmen war das Haus insgesamt nur achteinhalb Monate gesperrt und
konnte im Herbst 1998 wiedereröffnet werden.
Bei allen Sanierungsmaßnahmen, die im Laufe der Zeit durchgeführt wur-
den, stand jedoch die Erhaltung bzw. die Wiederherstellung des Originalbe-
standes im Vordergrund, ungeachtet der Tatsache, dass sich seit den
zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts die künstlerischen und betriebli-
chen Anforderungen grundlegend verändert haben. Bislang nicht durchge-
führt wurden Anpassungen an die aktuellen Brandschutzanforderungen so-
wie eine Sanierung der Obermaschinerie, welche derzeit sukzessive durch
das Staatstheater erneuert wird.
Der technische Betrieb auf der Opernbühne ist nur mit großem personellem
Aufwand möglich und verhindert eine dringend notwendige Erhöhung der
Spielfrequenz. Große Opernproduktionen mit entsprechender Ausstattung
sind so gut wie ausgeschlossen
Das direkt an die Oper grenzende Schauspielhaus (mit Kammerspiele)
wurde 1959 erbaut und - mit Teilen der Verwaltung - in den Jahren 2008 bis
2010 generalsaniert. Neben dem Abriss und Neubau der Foyers, des Ein-
gangsbereiches und der Erneuerung der Zuschauerräume wurden insbe-
sondere die Fassade, die Bühnen- sowie weite Teile der Gebäudetechnik
auf einen aktuellen technischen stand gebracht. Die Wiedereröffnung des
Schauspielhauses erfolgte am 17. Oktober 2010.
rheform 18/12/2012 5
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Sparten und
Veranstaltungen
Spielstätten
Sonder-
veranstaltungen
Rahmenbedingungen
Gebäudenutzung
Im Opernhaus Nürnberg sind folgende Sparten
mit ihren abendlichen Veranstaltungen vertreten
Oper / Musiktheater
Ballett
Konzert (Staatsphilharmonie)
Es ist davon auszugehen, dass diese Veranstal-
tungsarten im Wesentlichen auch die künftige
Ausrichtung des Hauses bestimmen werden,
wobei ggf. eine zunehmende "Technisierung" der
Inszenierungen zu berücksichtigen ist.
Im Opernhauses Nürnberg stehen insgesamt zwei Spiel- bzw. Veranstal-
tungsstätten zur Verfügung: Neben der Opernbühne mit Zuschauersaal
und einer Besucherkapazität von ca. 1.050 Personen steht im oberen
Foyer der Gluck-Saal, ein separat abtrennbarer Veranstaltungsraum mit
einer Besucherkapazität von bis zu 199 Personen für kleinere Veranstaltun-
gen (Musik- und Sprechveranstaltungen), z.B. Matineen, Tanztees, Lesun-
gen, Einleitungen bei Premieren, etc. zur Verfügung.
Ferner wird der Gluck-Saal, wie auch die Umgänge vom Parkett bis zum 3.
Rang, während der Vorstellungspausen für die Foyergastronomie und als
Ausstellungsfläche genutzt.
Bei Veranstaltungen auf der Opernbühne findet keine parallele Nutzung
des Gluck-Saals statt. Diese beschränkt sich auf die vorstellungsfreie Zeit
(z.B. während der Proben).
Folgende Veranstaltungen des Staatstheaters finden regelmäßig statt:
▪ Nürnberger Opernball (3.500 Besucher; jährlich)
i i Internationale Gluck-Opern-Festspiele (alle zwei Jahre)
• Neujahrskonzert (jährlich)
Veranstaltungszahl Im Opernhaus finden derzeit (Spielzeit 2011/12) 200 Termine/Jahr statt, der
Glucksaal wird für gesamt 50 Veranstaltungen/Jahr genutzt (jeweils inklusi-
ve Fremdnutzungen).
rheform 18/12/2012 6
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Vermietungen
Fernseh-
übertragungen
Rahmenbedingungen
Fremdnutzung
Ferner wird das Opernhaus auch Fremdnutzern im Rahmen veranstal-
tungsspezifischer Vermietungen zur Verfügung gestellt. Dies erfolgt alle
zwei Jahre zur Verleihung des Menschenrechtspreises der Stadt Nürnberg
und in unregelmäßigen Abständen für weitere verschiedenste Veranstaltun-
gen.
Die Möglichkeit der Vermietung besteht dabei sowohl für das komplette
Haus, als auch auf den Gluck-Saal beschränkt, und umfasst jeweils auch
die erforderliche Technik sowie das zugehörige Personal. Aus der Vermie-
tung an Fremdnutzer entstehen (im Gegensatz zum Opernball) keine be-
sonderen Anforderungen an Räume und Technik.
Aktuell (Spielzeit 2011/12) erfolgen jährlich 8 Vermietungen des Opern-
hauses und 24 des Glucksaals. Hauptmieter sind derzeit:
NürnbergMusik
Damenclub zur Förderung der Oper
Philharmonie Nürnberg e.V.
In wie weit (Teil-)Bereiche des Hauses zur besseren Akquisition potentieller
Fremdnutzer künftig eine multifunktionale Ausrichtung aufweisen sollen, ist
im Rahmen der weiteren Abstimmungen zu klären.
Die verschiedensten Veranstaltungsarten werden im Fernsehen übertra-
gen. Die hierfür bestehenden Anforderungen an Flächen und Technik im
Opernhaus (und im Außenbereich) sind zu berücksichtigen.
rheform 18/12/2012 7
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Theaterferien
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundiagen
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Rahmenbedingungen
Nutzungsarten und -zeiten
Neben der Fremdnurtung lässt sich die Gebäu-
denutzung im Wesentlichen in zwei unterschiedli-
che Nutzungsprofile bzw. -arten unterteilen:
Probe (ohne Nutzung des Vorderhauses)
Vorstellung (gesamtes Gebäude)
Die Kernnutzungszeit der Oper geht von ca. 6.00 Uhr bis ca. 24.00 Uhr.
Probenbetrieb auf Haupt- und Probebühnen findet von 9 - 15 Uhr statt.
In der Regel dauern Proben von ca. 10 - 13 Uhr (bei Bedarf bis 14
oder 15 Uhr); Vorbereitung der Beleuchtung ca. 9 - 10 Uhr.
Veranstaltungsbetrieb von ca. 19.30 Uhr (Vorstellungsbeginn) bis 22.30
Uhr (Vorstellungsende). Die Foyergastronomie steht Besuchern vor und
nach der Vorstellung, sowie in Vorstellungspausen zur Verfügung.
Die Verwaltung ist in der Regel von 7.00 - 17.00 Uhr besetzt.
Die Öffnungszeiten der Kantine betragen 9.00 - 15.00 Uhr und
17.00 - 23.30 Uhr.
Für die unterschiedlichen Personengruppen kann von folgenden
Zeitfenstem ausgegangen werden:
Ensembles und künstlerische Leitung 9.00 - 23.00 Uhr
Bühnenservice und Technik 7.00 - 24.00 Uhr
Reinigung/Magazin Die Gebäudereinigung erfolgt in der Regel morgens, ab 6.00 Uhr, vor und
nach den Proben sowie - bei Bedarf - nach dem Aufbau für die Abend-
veranstaltung sowie nach Vorstellungsende.
Für das Magazin Oper, das derzeit auch als Durchgang zum Magazin
Schauspielhaus fungiert, muss die Möglichkeit einer Anlieferung "Rund um
die Uhr" gegeben sein.
Die Gebäudenutzung derfolgt grundsätzlich ganzjährig, wobei - parallel
zu den Sommerferien in Bayern - die sog. "Theaterferien" mit einer redu-
zierten Nutzung zu berücksichtigen sind:
In diesem Zeitraum findet kein Spiel und Probenbetrieb statt, auch der Ver-
waltungsbetrieb erfolgt in reduzierter Form. Die Theaterferien werden inse-
besondere genutzt, um Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie
kleinere Umbauten und/oder Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.
rheform 18/12/2012 8
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Hinterhaus
inkl. Magazin
Rahmenbedingungen
Definition Planungsgrenzen
Vorderhaus
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LeitungNerwaltung
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Tiefgarage
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I
Planungsbereich Opernhaus
Schauspielhaus
Definition Nutzungsbereich
-
Planungsgrenzen Gegenstand der Betrachtung für diesen Planungsschritt sind alle nicht
sanierten Gebäudeteile des Staatstheaters. Hierbei entstehen organisatoh-
sche und räumliche Schnittstellen zum angrenzenden Schauspielhaus.
Für die weitere Bearbeitung teilen wir den Planungsbereich Opernhaus in
drei Teile Vorderhaus, Hinterhaus (inkl. Magazin), LeitungNerwal-
tung.
Abgrenzung Im Zuge der bisherigen Nutzungshistorie und der vergangenen Baumaß-
ausgelagerte nahmen wurden einzelne Nutzungsbereiche und Räumlichkeiten ausgela-
Nutzungen gert. Dies betrifft insbesondere die Dekorationswerkstätten. Im Opernhaus
sind lediglich Kleinwerkstätten verblieben, die im Wesentlichen für erforder-
liche Reparaturarbeiten ausgelegt sind (z.B. Schlosserei, Schreinerei).
Darüber hinaus nutzt das Staatstheater eine externe Probebühne.
Die ausgelagerten Nutzungen werden im-Rahmen dieser Projektphase
nicht betrachtet.
rheform 18/12/2012 9
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgruncllagen
gemeinsame
Nutzungen
4 1 0 :Opernhaus
Schauspielhaus
Richard-Wagner-Platz
• Anlieferung
▪ Zugang
Schnittstellen zum
Schauspielhaus
Richard-Wagner-
Platz
Schnittstellen zu
Außenstandorten
Rahmenbedingungen
Schnittstellen
_
- - -
_
Haupteingang»e
^
e--P
An I ieferung
Gebäudebetrieb/Kantine
P . Bühneneinaa'na
Verwaltung 7' L Eg•
_
Kantine
Außenstandorte
Werkstätten
Probebühne
Lager
Anlieferung
Magazin + Bühne
Orchesterproberäume
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-Idigarago 1 ;_7-Idigarago
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lm Zusammenhang mit der Regelnutzung des Gebäudes sind folgende
Schnittstellen zu berücksichtigen:
lm angrenzenden generalsanierten Schauspielhaus sind Teile derVerwal-
tung (z.B. Technik, Hausbetriebsdienst) untergebracht, die organisatorisch
auch für die Oper zuständig sind. Dies gilt auch für die Proberäume des
Orchesters. Demgegenüber sind im unsanierten, der Oper zugeordneten
Verwaltungsbereich Nutzungen angesiedelt, die organisatorisch dem
Schauspielhaus zuzuordnen sind (z.B. Spartenleitung) bzw. auch vom Per-
sonal des Schauspielhauses genutzt werden (z.B. Kantine).
Darüber hinaus erfolgt die Anlieferung des Schauspielhauses über den
Außenaufzug und das Magazin der Oper. Reparaturwerkstätten und ausge-
lagerte Werkstätten für Bühnenbilder und Dekoration bedienen Oper und
Schauspielhaus.
Der Vorplatz (Richard-Wagner-Platz) ist Bestandteil des Fluchtweg-
konzeptes beider Spielorte sowie der gegenüberliegenden Agentur für
Arbeit. Der Platz wird als Ergänzungsfläche für den Opernball (Zeltaufbau)
genutzt. lm Bereich des Bühneneinganges sind Stellplätze (P) für theaterei-
gene Fahrzeuge angeordnet. Ferner befindet sich hier die zentrale Müll-
sammelstelle für die Oper und das Schautpielhaus. Ein eigener Betriebs-
hof ist derzeit nicht vorhanden.
Weitere Schnittstellen bestehen zu den ausgelagerten, gemeinsam genutz-
ten Dekorationswerkstätten, externe Probebühne und Lagerflächen
(für Möbel, Dekoration, Requisite).
C rheform 18/12/2012 10
0 pern haus Nürn berg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Konzeptplanung
" Neustrukturierung
Bühnen- und Maga-
zinbereich"
Schwachstellen-
analyse
Brandschutz
ÖPPWerkstätten
Wettbewerb
Theaterplatz,
Sanierung Theater-
parkhaus
Rahmenbedingungen
Tangierende Planungen
Durch das Staatstheater wurde 2010 eine Konzeptplanung für die Neu-
strukturierung des Bühnen- und Magazinbereiches in Auftrag gegeben. Es
wurden drei Varianten untersucht, die hinsichtlich der Anforderungen an die
Betriebstechnik und den Denkmalschutz bewertet wurden.
Als Vorzugsvariante wurde die Erweiterung der Bühne des Opernhauses
durch einen Umbau im lnneren des Gebäudes bewertet. Nutzungen und
Funktionen sowie Vorderhaus und Verwaltung waren nicht Gegenstand der
Konzeptplanung. Die Vorzugsvariante ist nach abschließender Definition
des Anforderungsprofils auf ihre inhaltliche Konsistenz zu prüfen und ggf. in
der weiteren Projektdefinition zu berücksichtigen.
In Bezug auf den Brandschutz wurde im Sommer/Herbst 2012 durch das
Ingenieurbüro HHP Süd, Ludwigshafen eine "Schwachstellenanalyse"
durchgeführt, auf deren Grundlage eine Listen von Sofortmaßnahmen
erstellt wurde. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist allein aus baulichen
Gründen erforderlich und ist nicht im Zusammenhang mit spezifischen
Nutzugnsanfordeurngen zu sehen. Hieraus können sich in Teilbereichen
negative Auswirkungen auf die derzeitige Nutzung ergeben (z.B. Verlust
von Lagerflächen), die - analog weiterer Anforderungen aus der baulichen
Analyse - im Zuge der weiteren Projektdefinition zu berücksichtigen sind.
Seit 2011 läuft ein europaweites Vergabeverfahren zur Sicherstellung der
Flächen und Räumlichkeiten für die (derzeit provisorisch) ausgelagerten
Dekorationswerkstätten. Hier sind auch die erforderlichen Büro- und Sozial-
räume für die Mitarbeiter der Nutzergruppe "Transport angesiedelt, so
dass diese in der weiteren Projektdefinition keiner weiteren Berücksichti-
gung bedürfen. In Bezug auf die derzeitige und künftige Nutzung sind aus
den Werkstätten keine weiteren Auswirkungen zu erwarten.
Im Dezember 2008 wurde zur Umgestaltung des Richard-Wagner-Platzes
ein ldee- und Realisierungswettbewerb ausgelobt, der 2009 entschieden
wurde. Die Umgestaltung sollte im Zusammenhang mit der Sanierung des
Theaterparkhauses erfolgen. Hierfür sind im mittelfristigen Investitionsplan
2012 - 2015 Mittel vorgesehen. Baubeginn der Sanierungsmaßnahmen ist
für August 2013 geplant. Zum konkreten Zeitrahmen liegen derzeit keine
Informationen vor.
Eine Realisierung von Tiefgaragensanierung und Platzgestaltung hat direk-
te Auswirkungen auf die Nutzung des Opernhauses. Neben Beeinträchti-
gungen insbesondere in Bezug auf Lärm,ynd Erschütterungen, ist der Ein-
fluss auf den Platz in seiner Funktion als Sammelstelle (Flucht- und Ret-
tungswegkonzept) zu berücksichtigen. Sofern möglich, ist die Umsetzung
zeitlich auf eine Opemsanierung abzustimmen - es ist zu erwarten, dass
eine zeitgleiche Realisierung zu einer Reduzierung der Wechselwirkungen
führt und ggf. zu einer Vereinfachung der jeweiligen Bauabläufe (keine ge-
genseitige Rücksichtnahme erforderlich). Sollte die Gleichzeitigkeit nicht
realisierbar sein, ist in jedem Fall die Nutzungsfähigkeit der Oper und des
Schauspielhauses jederzeit sicherzustellen.
rheform 18/12/2012 11
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Rahmenbedingungen
Strukturelle Grundlagen
rheform 18/12/2012 12
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Übersicht
Strukturelle Grundlagen
Übersicht Nutzungsbereiche
Das Schaubild dient der groben Zusammenfassung der vielfältigen Einzel-
nutzungen zu übergeordneten Nutzungsbereichen. Für die weitere Bear-
beitung trennen wir die Bereiche Vorderhaus, Hinterhaus und LeitungNer-
waltung. Die Verbindungslinien stellen die Beziehungen der Bereiche inner-
halb und zueinander dar.
Vorderhaus Das Vorderhaus umfasst den Zuschauersaal und alle damit verbundenen
Nutzungen für die Zuschauer/Hörer des Opernhauses inkl. Zugang, Kasse,
Garderobe, Veranstaltung/Aufenthalt, Bewirtung.
Hinterhaus Die Bühne inklusive der Nebenbühnen, Regie und Technik bilden den Kern
des Hinterhauses. Dazu gehören die Bereiche zum Herrichten der Künstler
und des Bühnenbildes mit den entsprechenden Logistik- und Probe- und
Vorbereitungsbereichen.
LeitungNerwaltung Unter dem Begriff LeitungNerwaltung fassen wir die Künstlerische und
Technische Leitung, die Direktion sowie u.a. die Abteilungen Marketing,
Finanzen, Personal, Künstlerisches Betriebsbüro und Gebäudemanage-
ment zusammen.
Schritte zum lm Rahmen der Erstellung eine Funktionsprogrammes gilt es die Bereiche
Funktionsprogramm detailliert zu betrachten und die funktionalen Beziehungen herauszuarbei-
ten. Als Grundlage hierfür sind auf den folgenden Seiten getrennt nach den
3 Bereichen die bestehenden Strukturen erfasst.
rheform 18/12/2012 13
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Künstl. Bereich Direktion
Generalmusikdirektor
Operndirektor
Ballettdirektor
echauspielhausdirektorl
Künstl. Bereich Leitung
Musikalische Leitung
Regie
Choreographie
Dramaturgie
Künstl. Bereich Assistenz
Regieassistenz und
Abendspielleitung
Leitung Statisterie
Einteilung
Nutzer-Gruppen
Personal-
Entwicklung
Staatsintendant
Künstl. Bereich Ensemble
Opernensemble
Ballettensemble
Chor
Staatsphilharmonie
Service Bühne
Aussatttung Darsteller
und Bühne
Kostümabteilung
Maske
Requisite/
Rüstmeister
Ausstattung
Werkstätten (intern)
Wäscherei
Service Bühne
Spielbetrieb
lnspizienz
Souffleusen
Statisterie
Strukturelle Grundlagen
Übersicht Nutzer-Gruppen
Service Bühne Technik
Bühnenbetrieb
Beleuchtung
Ton- und
Videotechnik
Logistik
Transport
LeitungNerw Direktion
geschäftsführender
Direktor
technischer Direktor
Verwaltung
Marketing
Theaterpädagogik
Finanzwesen
Ticketservice,
Abonnement
Personalwesen
Chefdisponent
Künstl. Betriebsbüro
Verwaltung Techn./Betrieb
Vorderhaus-
Management
Technisches
Gebäudemgmt.
Hausbetriebsdienst
und Bauunterhalt
Pforte
IT/EDV
Verwaltung Sonstige
Persona !rat
Staatstheater
Nürnberg Service
GmbH
Vertrieb
Gastronomie Foyers
Kantine
Die Einteilung des Personals in die Gruppen Künstlerischer Bereich,
LeitungNerwaltung, Service Bühne und Logistik ist ein Ansatz, sowohl Ver-
antwortungsbereiche zu definieren als atich_eine Grundlage zu schaffen für
die spätere Erstellung eines Flächen-, Raum- und Belegungsprogrammes.
Diese Einteilung ist nicht abschließend und muss im weiteren Planungs-
prozess ggf. angepasst werden und konkretisiert werden.
Zu planen ist mit tendenziell gleichbleibenden Personalzahlen mit Ausnah-
me der ggf. leicht steigenden Zahlen in Ballett und Theaterpädagogik.
rheform 18/12/2012 14
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundiagen
Strukturelle Grundlagen
Nutzungsbereiche Hinterhaus
Leitung/
Verwaltung
Logistik & Gebäudebetrieb
Schauspiel- Amine,
haus
Logistik
Werkstätten Anlieferung
Wäscherei Magazin (-e)
Erste-Hilfe-Raum Material lager
Aufenthalt/ TK Fundi
Gebäudetechnik
Elt-Werkstatt
Hausinspektion
Elt-/Klima-Ma-
schinentechnik
Lagerräume
Aufenthalt/ TK
Reinigung
Putz- und
Lagerräume
Umkleide
Aufenthalt
Künstlerischer Bereich
Ballettensemble
Probenraum
Umkleiden
Sanitär
künstl. Leitung
Opernensemble
Proberaum
Umkleiden
Sanitär
Maske einschl.
Gipsraum
AufenthalY TK Requsite
Hinterbühne
Seitenbühne
Souffleusen
Inspizienten
Regie(-assistenz),
Abendspielleitung
Service Bühne
Bühne
Unterbühne
Arbeitsgalerien
Schnürboden
Orchestergraben
Kostüme
Medientechnik
Tontechnik
Bühnentechnik
Beleuchtungs-
technik
Vorderhaw-
Staats-
philharmonie
Stimmzimmer
Umkleiden
NR instrumente
Sanitär
Bibliothek
Chor
Proberaum
Umkleiden
Sanitär
Definition Die Grafik gibt einen Überblick über die wesentlichen im Nutzungsbereich
Nutzungsbereiche vorhandenen Funktionen. Diese bilden die Grundlage für die spätere Erst-
ellung eines Flächen-, Raum- und Belegungsprogrammes.
Funktionen, die in mehreren Nutzungsbereichen zu berücksichtigen sind
(z.B. Regie), sind hinsichtlich möglichen Synergiepotentials zu prüfen.
Die Übersicht ist nicht abschließend und muss in den weiteren Abstim-
mungprozessen zu Funktions- und Raumprogramm ausformuliert und ggf.
angepasst werden.
rheform 18/12/2012 15
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
A. Hinterhaus 426
Strukturelle Grundlagen
Personal Hinterhaus
Ballettensemble 20
Ballettdirektor 0 in "künstl. Leitung" berücksichtigt
Ballettmeister 0 in "künstl. Leitung" berücksichtigt
Ensemble 20
Chor 43
Chordirektor 0 in "Musikalische Leitung und Einstudierung" berücksichtigt
Chor 43 ohne Chordirektor
Opernensemble 34
Ensemble 22
Oper Gäste 12
Staatsphilharmonie 99
Orchesterdirektor 0 in "Mitarbeiter Stiftungsvorstand" berücksichtigt
Pers. Referent des GMD 0 in "Mitarbeiter Stiftungsvorstand" berücksichtigt
Orchester 99 einschl Orchesterwarte
Bibliothek 2
künstl. Bereich 20
Regie 16
Regieassistenz und Abendspielleitung 4 einschl. Gast
Service Bühne 199
Spielbetrieb 6
lnspizienz 2
Souffleusen 2
Statisterie 2
Ausstattung Darsteller und Bühne 122
Kostüme Damen 31
Kostüme Herren 20
Bühne/Kostüme 36 ohne Schauspielhaus
Rüstmeister/ Requisite 9
Maske 19 einschl. Auszubildende
Ausstattung 7
Bühnentechnik 71 ohne Schauspielhaus
Beleuchtung Musiktheater 12
Lichtdesign Oper & Ballett 7
Ton- und Videotechnik 7
Video 1
Bühnenbetrieb Oper 44
Logistik 0 in Dekorationswerkstätten berücksichtigt
Gebäudetechnik 9 Oper und Schauspielhaus
Elektrotechnik 6
Klima- + Maschinentechnik 3
Reinigung zu erg.
Quelle:
Personalzahlen gem. Publikation "Spielzeit 2012/2013, Planungsstand April 2012
soweit nicht ausdrücklich erwähnt, Personenzahl ohne Personal "Schaupielhaus"
rheform 18/12/2012 16
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
funktionale Defizite
Strukturelle Grundlagen
Funktionsdefizite Hinterhaus
lnsgesamt mangelhafte Zonierung der Nutzungsbereiche, z.B. Lager- und
Fundiflächen dezentral über das gesamte Gebäude verteilt; Sanitär-/
Duschräume liegen teilweise über den Flur in den Treppenhäusern (Ebene
Zwischenpodest);
Z.T. erstrecken sich gleiche Nutzungen auf eine Vielzahl von Räumen
(z.B. Damen-/Herrenschneiderei) dadurch eingeschränkte Nutzbarkeit;
Keine direkte Anbindung der Probebühne (Bestand) an Bühne (optimal
wäre Anbindung Probebühne an Seitenbühne), dadurch keine schnellen
Szenenwechsel und/oder Vorbereitung des Dekorationsaufbaus möglich;
Magazin/Hinterbühne: Bauliche Zwangspunkte (Stützen, Türöffnungen)
bedingen demontierbare, kleinteilige Bühnenbilder; Verkehrsflächen und
Tür-/ Toröffnungen weisen eine unzureichende lichte Breite auf, um den
Transport 3-dimensionaler Bühnenbilder ohne Demontage zu gewährleis-
ten;
Unterschiedliche Bodenbelagshöhen erschweren den Kulissentransport zu-
sätzlich; mangelhafte Anbindung Magazin - Hinterbühne und Magazin -
Probebühne (Bestand);
Keine bzw. nur eingeschränkte Nutzung von pyrotechnische Effekten (z.B.
Licht- und Funkenblitze, Rauchbomben, Knalleffekte oder offenes Feuer)
und von Wasser, Schaum etc. auf der Bühne möglich;
Anlieferung ohne Witterungsschutz;
Probenraum Ballett ohne Anbindung an Bühne und/oder Logistik (keine -
Erreichbarkeit mit Kulissenaufzug); dadurch dort keine Proben im Bühnen-
bild möglich;
Probenräume sind nur bedingt verdunkelbar und vollständig schwarz ge-
staltet (Klären, vgl. Schauspielhaus)
In Requisite und Maske ist hinsichtlich Oberflächenqualitäten und Raum-
astattung derzeit nur bedingter Umgang mit Gefahrstoffen möglich.
In den Präsenzwerkstätten sind erforderliche technische Anforderungen,
wie z.B. Schweißgasabsaugung, Sägespänabsaugung zu berücksichtigen.
rheform 18/12/2012 17
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Flächendefizite
(qualitativ)
Strukturelle Grundlagen
Flächendefizite Hinterhaus
Seitenbühne für schnellen Szenenwechsel und/oder Vorbereitung des
Dekorationsaufbaus fehlt;
Auf den Nutzebenen fehlen unter Berücksichtigung der Reinigungsleistung
ausreichend dimensionierte und ausgestattete Putzräume.
Derzeit als Lagerflächen genutzte Teilbereiche sind aus brandschutztech-
nischen Gründen freizuräumen /-halten, dadurch reduziert sich die verfüg-
bare Fläche;
Keine Zwischenlagerflächen vorhanden; teilweise Nutzung der Hinter-
und Unterbühne als Lagerfläche, dadurch Einschränkung des Bühnenbe-
triebs;
Magazin: Statt zentraler Lagerfläche für bis zu 7 Bühnenbilder ist im
Bestand Lagerfläche nur für 2 - 3 Bühnenbilder in demontiertem Zustand
vorhanden;
Anlieferungszone zu knapp bemessen;
Technik: (unzulässige) Nutzung von Schalträumen als Aufenthaltsraum
mangels Fläche; dadurch zusätzlicher Raum- bzw. Flächenbedarf;
Es fehlen Büro-, Umkleide-, Aufenthalts- und Lagerräume im Bereich Tech-
nik, für die Ensembles und die zugehörige künstlerische Leitung.
Garderoben/ Umkleiden weisen keine bzw. ungenügende Sanitär-/
Duschbereiche auf.
Probenraum Ballett zu klein;
Organisation der Müllentsorgung und das entsprechendes Platzangebot
fehlt.
rheform 18/12/2012 18
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Zuschauer-Bereich
Vorderhaus
Nebennutzungen
Lager- u. Nebenräume
Stuhllager
Erste-Hilfe-Raum
"VIP-Raum"
Gastronomie Foyers
Aufwärmbereich
NR/Lager
Ausschank/ Theke
Strukturelle Grundlagen
Hinterhaus
Zuschauersaal
Tontechnik
Beleuchtungstechnik
Umgänge / Foyer
Gluck-Saal
Kassenhalle
Abendkasse / Info
Bookshop
Vorverk.kasse
Nutzungsbereiche Vorderhaus
Zuschauer-Garderobe
und Zugangskontrolle
Umkleide/ Aufenthalt
Annahme
Garderobe
WC/ Sanitär
Staatstheater Nürnberg
Service GmbH
Vorderhaus-
management
eini*Verwaltung/Leitung
Definition Die Grafik gibt einen Überblick über die Wesentlichen im Nutzungsbereich
Nutzungsbereiche vorhandenen Funktionen. Diese bilden die Grundlage für die spätere Erst-
ellung eines Flächen-, Raum- und Belegungsprogrammes.
Funktionen, die in mehreren Nutzungsbereichen zu berücksichtigen sind
(z.B. Regie), sind hinsichtlich möglichen Synergiepotentials zu prüfen.
Die Übersicht ist nicht abschließend und muss in den weiteren Abstim-
mungprozessen zu Funktions- und Raumprogramm ausformuliert und ggf.
angepasst werden.
rheform 18/12/2012 19
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
B. Vorderhaus
Strukturelle Grundlagen
Vorderhausmanagement
Vorderhausmanagerin
Besucherservice L/G
" Bühnensupporr gesamt
"Bühnensupporr - Ablauf
Regie
Regieassistenz und Abendspielleitung
"Bühnensupporr - Technik
Beleuchtung Musiktheater
Lichtdesign Oper & Ballett
Ton- und Videotechnik
Video
Staatstheater Nürnberg Service GmbH
Geschäftsführung
Sonstige
Foyergastronomie
Betriebsleitung
(Demi-)Chef der Bar/ Rang
Mitarbeiter/ -innen
Personal Vorderhaus
144
52
1
51 einschl. Anteil Schauspielhaus
47
20
16 ggf. Anwesenheit Probe/ Vorstellung; kein Arbeitsplatz
4 ggf. Anwesenheit Probe/ Vorstellung; kein Arbeitsplatz
27
12
7
7
1
ggf. Anwesenheit Probe/ Vorstellung; kein Arbeitsplatz
ggf. Anwesenheit Probe/ Vorstellung; kein Arbeitsplatz
ggf. Anwesenheit Probe/ Vorstellung; kein Arbeitsplatz
ggf. Anwesenheit Probe/ Vorstellung; kein Arbeitsplatz
4
1 geschäftsf. Direktor in "Stiftungsvorstand" berücksichtigt
3
41
3
5
33
einschl. Anteil Schauspielhaus
einschl. Anteil Schauspielhaus
einschl. Anteil Schauspielhaus
Quelle:
Personalzahlen gem. Publikation "Spielzeit 2012/2013, Planungsstand April 2012
soweit nicht ausdrücklich erwähnt, Personenzahl ohne Personal "Schaupielhaus"
rheform 18/12/2012 20
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
funktionale Defizite
Strukturelle Grundlagen
Funktionsdefizite Vorderhaus
Barrierefreiheit nur eingeschränkt gegeben (Parkett und 1. Rang über Au-
ßenaufzug Nebeneingang); keine Zugänglichkeit Kassenraum & oberes
Foyer; lnklusionsertüchtigung erforderlich;
Ungenügende Gesamtsituation der Foyergastronomie insb. durch Auf-
wärm- und Lagerflächen; derzeit Andienung über Getränkeaufzug; Nutzung
von Lagerflächen und Speisenaufbereitung im Bereich "Stimmzimmer"; da-
durch starke betriebliche Erschwernisse;
Um negative Lärm-/Erschütterungsauswirkungen vom Auf-/ und Abbau der
Foyergastronomie auf den Zuschauersaal zu vermeiden, weisen die en-
sprechenden Bereiche derzeit textile Bodenbeläge auf, die jedoch einen
hohen Aufwand an Reinigung und lnstandhaltung stellen.
Sanitäre Anlagen und Entwässerung sind nicht mehr zeitgemäß.
Flächendefizite Fehlende Flächen und Räume, insb. Lager- und Nebenräume,
(qualitativ) Umkleide- undioder Aufenthaltsräume für das Vorderhauspersonal,
Erste-Hilfe-Raum;
Anzahl Besuchertoiletten für Spitzenbelastung (Vorstellungspausen) nicht
ausreichend;
Auf den Nutzebenen fehlen unter Berücksichtigung der Reinigungsleistung
ausreichend dimensionierte und ausgestattete Putzräume.
0 (
..00•-f 'oe
rheform 18/12/2012 21
Opernhaus Nümberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
LeitungNerwaltung
Technische Direktion
Hausbetriebsdienst und
Bauunterhalt
Technisches Gebäude-
management
Personalrat
nachrichtlich -
LeitungNerwaltung räumlich
zum Schauspielhaus,
bereits saniert
Kantine
Küche/ Spülküche
Lager-/ Nebenräume
Speise-/ Aufenthaltsaum
geschäftsführender
Direktor
Personatwesen
Finanzwesen
Kommunikation
Marketing
Pforte
Ticketservice,
Abonnement
Vertrieb
Vorderhaus
Strukturelle Grundlagen
Nutzungsbereiche LeitungNerwaltung
Stiftungsvorstand
Mitarbeiter Stiftungs-
vorstand / Spartenleiter
Datenschutz-
beauftragter
Gleichstellungs- und
BEM-Beauftragte
Schwerbehinderten-
vertreter
Jugendvertreter
Nebennutzungen
Druck- u. Kopierraum
Lager- u. Nebenräume
WC/ Sanitär
Aufenthalt/ Teeküche
Bühnenhaus
/ Ensembles
künstlerischeLeitung mmi
Operndirektor
Schauspieldirektor
Ballettdirektor/
Chefchoreograf
Generalmusikdirektor
Dramaturgie
Theaterpädagogik
Musikalische Leitung
und Einstudierung
Ballett
Choreographie
Künstlerisches
Betriebsbüro (KBB)
Definition Die Grafik gibt einen Überblick über die Wesentlichen im Nutzungsbereich
Nutzungsbereiche vorhandenen Funktionen. Diese bilden die Grundlage für die spätere Erst-
ellung eines Flächen-, Raum- und Belegungsprogrammes.
Funktionen, die in mehreren Nutzungsbereichen zu berücksichtigen sind
(z.B. Musikalische Leitung), sind hinsichtlich möglichen Synergiepotentials
zu prüfen.
Dies gilt insbesondere auch für die lnteressensvertretungen, die aus der
Theaterbelegschaft gebildet werden, und kein zusätzliches Personal im
Sinne einer eigenen Personalstelle darstellen.
Die Übersicht ist nicht abschließend und muss in den weiteren Abstim-
mungprozessen zu Funktions- und Raumprogramm ausformuliert und ggf.
angepasst werden. lnsbesondere ist zu klären, welche Auswirkungen aus
den derzeit in Personalunion ausgeführten Funktionen (z.B. Staatsin-
tendanz und Spartenleitung Oper) resultieren, und in welcher Form diese
Doppelfunktionen für das Funktions- und Raumprogramm berücksichtigt
werden (Raumbedarf).
C rheform 18/12/2012 22
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
C. Verwaltung / Leitung
Stiftungsvorstand
Staatsintendant
geschäftsführender Direktor
künstl. Leitung einschl. Spartenleitung
Operndirektor
Schauspieldirektor
Ballettdirektor & Chefchoreograf
Generalmusikdirektor (GMD)
Bibliothek
Dramaturgie
Gastdramaturgie Oper
Theaterpädagogik
Musikalische Leitung und Einstudierung
Ballett
Choreographie
Künstlerisches Betriebsbüro (KBB)
Mitarbeiter Stiftungsvorstand/Spartenleiter
Stv./Assistenz/Mitarbeiter Staatsintendant
Referent/Sekretariat gesch.f. Direktor
Assistenz Schauspieldirektor
Stv./Referentin Ballettidrektor
Orchesterdirektor
Referent GMD
Kommunikation
Pressesprecher
Marketing
Leitung
Grafik
Fotograf/-in
Finanzwesen
Leitung
Controlling
Bilanzbuchhaltung
Sachbearbeitung
Ticketservice, Abonnement
Leitung
Sachbearbeitung
Personalwesen
Leitung
Assistenz
Sachbearbeitung
Auszubildende
Strukturelle Grundlagen
Personal LeitungNerwaltung
117
2
1 in Personalunion Operndirektor
1 in Personalunion Geschäftsführer STNS
36
0 in Personalunion Staatsintendant, ggf. zusätzlich berücksich •
1
1
1 in "Musikalische Leitung und Einstudierung" enthalten
0 in "Orchester - Bibliother enthalten
5 einschl. Anteil Schauspielhaus
2
2
14 ohne GMD
2 ohne Ballettdirektor & Chefchoreograf
9 einschl. Anteil Schaupielhaus
4 einschl. Anteil Schaupielhaus
9
3
2
1
1 Stv. Ballettdirektor in "künstl. Leitung - Ballet" enthalten
1
1
2
2
9
2
2
5
5
1
1
1
2
5
1
4
6
1 in Personalunion Vertreter des geschäftsführenden Direktors
1
3
1
Quelle:
Personalzahlen gem. Publikation "Spielzeit 2012/2013, Planungsstand April 2012
soweit nicht ausdrücklich erwähnt, Personenzahl ohne Personal "Schaupielhaus"
rheform 18/12/2012 23
0 pern haus N ü rn berg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
C. Verwaltung / Leitung
Technik/Betrieb
Leitung
Hausbetriebsdienst
Techn. Gebäudemanagement
IT/EDV
Pforte
Gleichstellungs- und BEM-Beauftragte
Schwerbehindertenvertreter
Jugendvertreter
Datenschutzbeauftragter
Vertrieb
Leitung
EDV-/Ticketsystem-Administrator
Mitarbeiter/-innen
Auszubildende
Kantine
Küchenchef
Mitarbeitert-innen
Strukturelle Grundlagen
Personal LeitungNerwaltung
117
7
1
4 inkl. Hausinspektoren
1
2
4
1 Doppelfunktion, kein dauerhafter Arbeitsplatz
2 Doppelfunktion, kein dauerhafter Arbeitsplatz
2 Doppelfunktion, kein dauerhafter Arbeitsplatz
1 Doppelfunktion, kein dauerhafter Arbeitsplatz
15
1
1
11
2
11
1
10
Quelle:
Personalzahlen gem. Publikation "Spielzeit 2012/2013, Planungsstand April 2012
soweit nicht ausdrücklich erwähnt, Personenzahl ohne Personal "Schaupielhaus"
rheform 18/12/2012 24
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
funktionale Defizite
Strukturelle Grundlagen
Defizite LeitungNerwaltung
Im Zuge der weiteren Abstimmungprozesse sind die funktionalen Anforde-
rungen an den Verwaltungstrakt in einem Funktionsprogramm zu erarbei-
ten.
Flächendefizite Besprechungs- und Sozialräume (z.B. Aufenthaltsräume/Teeküche),
(qualitativ) Lager- und Nebenräume, Kopierraum fehlen.
Auf den Nutzebenen fehlen unter Berücksichtigung der Reinigungs-
leistung ausreichend dimensionierte und ausgestattete Putzräume.
C rheform 18/12/2012 25
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Strukturelle Grundlagen
Opernball
Jährlich findet der Nürnberger Opernball statt. Zu diesem An lass wird das
gesamte Opernhaus inklusive Verwaltungstrakt und Vorplatz für max. 3.500
Besucher (um-)genutzt.
Die dafür notwendigen Maßnahmen und daraus folgenden Probleme wer-
den hier stichpunktartig zusammen gefasst.
vollständige Demontage der Saalmöblierung (externe Lagerung)
• Einbau der "Tanzfläche"
Einbau von Zwischenwänden in den Oberrang zum Erhalt von Logen
Einbau von dreigeschossigen Logen mit Sprinklerung
Umkleiden der So listen sowie Bühnentechnikerräume auf Bühnenniveau
werden zu Logen umgenutzt
Einbau von Restaurant und Küche/Spülküche in Probebühne
vollständiger Rückbau der Zuschauer-Garderoben
• Sicherstellung zusätzlicher Flucht- und Rettungswege
• Sperrung der Lessingstraße, Stellung von Treppenhäusern zur
Entfluchtung
Errichtung von Zeltbauten auf dem Richard-Wagner-Platz für Garderobe
und Catering
Diese Umbaumaßnahmen finden regelmäßig in den Theaterferien statt und
sind mit einem erheblichen Aufwand verbunden. In den weiteren Überle-
gungen zum Raum- und Funktionsprogramm sollte daher berücksichtigt
werden, in wie weit aus der Durchführung des Opernballs resultierende An-
forderungen im Rahmen erforderlicher Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll
Berücksichtigung finden können. Dabei sind auch organisatorische Maß-
nahmen mit in die Erwägungen einzubeziehen.
rheform 18/12/2012 26
Opernhaus Nürnberg
Definition Strukturelle
Planungsgrundlagen
Grundsatz
Strukturelle Grundlagen
Handlungsempfehlung/Fazit
Die in diesem Bericht definierten strukturellen Planungsgrundlagen stellen
den Ausgangspunkt für die erforderlichen Abstimmungen zu Raum- und
Funktionsprogramm dar.
In einem zweiten Schritt gilt es nun, im Rahmen eines Funktionspro-
gramms die funktionalen Anforderungen der zu berücksichtigenden Nut-
zungen sowie der funktionalen Beziehungen zu anderen internen und ggf.
externen Nutzungen zu beschreiben.
Hierauf aufbauend sind in einem dritten Schritt die quantitativen und quali-
tativen Anforderungen an das Raumprogramm zu erarbeiten.
Da das Gebäude von hoher Nutzungsintentsität gekennzeichnet ist, gilt es
insbesondere auch, qualitative und funktionale Anforderungen aus dem
Gebäudebetrieb angemessen zu berücksichtigen: Bauelemente, -qualitäten
und gewählte Konstruktionen sind diesen Anforderungen entsprechend
auszurichten und dauerhaft und unempfindlich gegen Beschädigungen
durch den alltäglichen Betrieb zu berücksichtigen.
Parallel zu den Abstimmungen des Funktions- und Raumprogramms ist die
bauliche Analyse des Bestandes voranzutreiben. Dies schließt insbeson-
dere auch die Erfassung und Bewertung der bauphysikalischen Bestandes
in den Bereichen thermische Bauphysik, Bauakustik, Raumakustik und
Schallimmisionsschutz. Zur Konkretisierung erforderlicher Bestandsunter-
suchungen empfiehlt es sich, bestehende Schwachstellen und/oder Schä-
den zu erfassen, und das Untersuchungsprogramm hierauf abzustellen.
Funktions- und Raumprogramm bilden anschließend gemeinsam mit den
Erkenntnissen der baulichen Analyse die Grundlage für die im Rahmen der
Konzeptplanung folgende Definition der Projektinhalte und des
Kosten-Budgets, das wiederum die Basis für die Ermittlung des Mittelbe-
darfes zur Erarbeitung eines geeigneten Finanzierungskonzeptes darstellt:
Hier sind auch die Kompromisse zwischen konkurrierenden Zielen zu be-
schreiben und, ggf. aufbauend auf den Ermittlungen der baulichen Analyse,
der Kostenrahmen der Gebäudeplanung zu berechnen. Dabei ist Transpa-
renz über die Zusammenhänge zwischen den Nutzer-Anforderungen und
den Kosten der baulichen Umsetzung zu schaffen und die zugrunde geleg-
ten Standards und Qualitäten zu dokumentieren.
Aufbauend auf diesen Ergebnissen kann anschließend im Rahmen einer
Machbarkeitsstudie die Prüfung erfolgen, in welchem Umfang, mit wel-
chen Mitteln und in welcher Zeit das angestrebte Vorhaben umgesetzt
werden kann.
0 rheform 18/12/2012 27
Kontakt / Projektteam
Axel Muller
axel.mueller@rheform.de
Christiane Hankewitz
christiane.hankewitz@rheform.de
Standort München
rheform - lmmobilienManagement GmbH
Herzogspitalstraße 8
D - 80331 München
Telefon 089 - 30 90 88 88
Telefax 089 - 30 90 88 86
© Copyright rheform - ImmobilienManagement GmbH,
Frankfurt am Main,2012
Al le Rechte vorbehalten.
Der lnhalt dieses Dokuments unterliegt dem Urheberrecht
Veränderungen, Kürzungen, Erweiterungen und Ergänzungen
bedürfen der vorherigen schriftlichen Einwilligung durch die
rheform - ImmobilienManagement GmbH, Frankfurt am Main.
Jede Vervielfältigung ist nur zum persönlichen Gebrauch gestattet
und nur unter der Bedingung, dass dieser Urheberrechtsvermerk
beim Vervielfältigen auf dem Dokument selbst erhalten bleibt.
Jede Veröffentlichung oder jede Obersetzung bedarf der vorherigen
schriftlichen Einwilligung durch die rheform - ImmobilienManage-
ment GmbH, Frankfurt am Main.
Gewerbliche Nutzung oder Nutzung zu Schulungszwecken durch
Dritte bedarf ebenfalls der vorherigen schriftlichen Einwilligung
durch die rheform - ImmobilienManagement GmbH, Frankfurt am
Main.
1
Hamburg, 16. August 2017
Sehr geehrter Herr Heise,
vielen herzlichen Dank für die Einladung zu Ihnen nach Nürnberg. Wie
besprochen, erhalten Sie hier den B ericht zu meinem Besuch vom
10.07.2017.
Zusätzlich zum Bericht habe ich einen Anhang mit relevanten Dokumenten
erstellt, auf die im Bericht bezogen wird.
Ich würde mich freuen, wenn wir weiterhin zusammenarbeiten und ich Sie
bei weiteren Schritten unterstützen darf.
Hilmar Heise
Stiftung Staatstheater Nürnberg
Richard-Wagner-Platz 2-10
90443 Nürnberg
Deutschland
Projekt: Beratung Umbau
Betreff: Bericht
Bezug: 20170504A001
Nummer:
2
1 Einleitung und Ausgangssituation 3
1.1 Einleitung 3
1.2 Ausgangssituation 4
2 Standort 4
2.1 Allgemein 4
2.2 Lage 5
2.3 Theater 5
3 Kantinengastronomie 5
3.1 Besondere Anforderungen an die Architektur für
gastronomische Nutzung 5
3.2 Öffnungszeiten und Gedecke Kantine 6
3.3 Angebot Kantine 7
3.4 Mitarbeiter Kantine 8
3.5 Equipment Kantine 8
3.6 Flächenbedarf Küche Kantine 8
3.7 Flächenbedarf Lager Kantine 10
3.8 Flächenbedarf Gastraum Kantine 12
3.9 Versorgung und Abholung 13
3.10 Fettabscheider 14
3.11 Entsorgung 14
3.12 Versammlungsstätte 15
3.13 Grundversorgung 15
3.14 Arbeitsstätte 16
3.15 Büroräume 16
4 Foyergastronomie 17
4.1 Generelle Betrachtung 17
4.2 Grundriss Ebenen U02/ -02 und Zwischenebene U01 17
4.2.1 Lagerräume Nr. 1, 2 und 3 17
4.3 Grundriss Ebenen EG/ -01 18
4.3.1 Umkleiden Nr. 9 18
4.3.2 Büro Nr. 11 19
4.3.3 Lager Nr. 8, 10, 12 und 13 19
4.4 Grundriss Ebenen 1.OG/ +01 20
4.5 Grundriss Ebenen 2.OG/ +02 20
4.5.1 Räume Nr. 21 und 22 20
4.6 Grundriss Ebenen 3.OG/ +03 21
4.7 Grundriss Ebenen 4.OG/ +04 21
4.7.1 Lager Nr. 23 21
4.8 Bars und Theken 21
4.9 Zuschauerverkehr und Pausenversorgung im Opernhaus 23
4.10 Abstellfläche 24
5 Weiterführende Empfehlungen 24
5.1 Kassensystem 24
5.2 Gastronomietechnik 25
5.3 Mobile Bars 26
6 Fazit 26
3
1 Einleitung und Ausgangssituation
1.1 Einleitung
Die Firma Special Cuts, Jan Scheidsteger (im Folgenden „Auftragnehmer“ ge-
nannt) wurde im April 2017 von Herrn Hilmar Heise, Projektkoordinator Bau
des Staatstheater Nürnberg (im Folgenden „Auftraggeber“ genannt), damit
beauftragt, in der Projektphase Null den von der gastronomischen Leitung
ermittelten zukünftigen Bedarf zu überprüfen. Die Schwerpunkte liegen in
der Beurteilung der angeforderten räumlichen Bedürfnisse unter
Sicherstellung einer späteren Plausibilitätsprüfung durch die Stadt und
staatliche Stellen.
Die Prüfung der formal juristischen, insbesondere der eigentumsrechtlichen,
nutzungsrechtlichen, baurechtlichen, gesellschaftsrechtlichen und steuer -
rechtlichen Verhältnisse war nicht Gegenstand des Auftrages. Die Ergebnisse
der Untersuchung basieren Im Wesentlichen auf folgenden Angaben/
Quellen/ Unterlagen:
• Pläne und Zeichnungen des Bestandsgebäude
• Bereits erstelltes Raumbuch
• Liste der Anforderungen der gastronomischen Leitung
• zur Verfügung gestellte Dokumente, wie Speisekarten,
Verbrauchszahlen, etc.
• eigene Recherchen vor Ort und im Internet
• eigenen Erfahrungswerten
• Buch „Neufert: Bauentwurfslehre“, 41. Auflage
• Buch „Schwarz, Lemme, Neumann, Wagner: Großküchen“, 5. Auflage
• ASR A4.1, Technische Regeln für Arbeitsstätten
• ASR A4.2, Technische Regeln für Arbeitsstätten
• BGR 111, Arbeiten in Küchenbetrieben
• Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB)
• Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV)
• Versammlungs-Stätten-Verordnung (VStättVO)
Mit der Übergabe und Begleichung der Forderungen gegenüber Special Cuts
erhält der Auftraggeber die von dem Auftragnehmer erstellten Schriftstücke,
und das Recht der Weitergabe an Dritte und der Veröffentlichung - jeweils
unter Nennung des Auftragnehmers als Autor. Im Übrigen bleiben die Rechte
beim Auftragnehmer. Der Auftraggeber behält sich das Urheberrecht an den
von ihr zur Verfügung gestellten Dateninformationen vor. Deren Verwendung
war dem Auftragnehmer nur zur Durchführung der oben genannten
Positionen zulässig. Die Stellungnahme wurde ausschließlich für Zwecke des
Auftraggebers erstellt. Sollte es an Dritte weitergeleitet werden, gelten auch
dessen gegenüber die vorstehenden Allgemeinen Geschäfts- und Auftrags-
bedingungen. Eine Veröffentlichung dieses Exposés oder von Teilen daraus
bedarf der vorherigen schriftlichen Genehmigung des Auftragnehmers.
Die Beratung wurde nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt,
unabhängig, unparteiisch und frei von Geschäftsinteressen Dritter. Der
vorliegende Beratungsbericht wurde auf sachliche rechnerische Richtigkeit
geprüft, jedoch können potentielle Schreib - und Übertragungsfehler
auftreten. Sollte der Leser solche entdecken, so bitte ich um umgehende
4
Nachricht. Rechtsansprüche gegenüber dem Berater oder dem
Beratungsunternehmen können aus der Beratung nicht abgeleitet werden.
Bei den einzelnen Ausführungen wurde davon ausgegangen, dass der Leser
in seinen Grundzügen die Situation und das Unternehmen kennt, so dass
jeweilige Beschreibungen relativ kurz gehalten werden konnten. Die
berechneten Daten, ausgesprochenen Empfehlungen und die ermittelnden
Ergebnisse beziehen sich individuell auf die beratenen Personen, die
besprochene Konzeption an einem festgelegten Standort bzw. auf einem
ganz bestimmten Betrieb. Sie sind daher nicht auf andere Verhältnisse oder
Personen übertragbar.
1.2 Ausgangssituation
Das Staatstheater Nürnberg ist eines der großen Mehrspartentheater in
Deutschland. Als vierte Staatsbühne im Freistaat Bayern ging es am 1. Januar
2005 aus den ehemaligen Städtischen Bühnen Nürnberg hervor.
Prägnantestes Gebäude ist das in der Stadtsilhouette weithin erkennbare
Nürnberger Opernhaus. Weitere Spielstätten sind das Schauspielhaus
Nürnberg mit den Kammerspielen und der BlueBox.
Die Maßnahme "Generalinstandsetzung Schauspielhaus und Kammerspiele"
war eines der größten Hochbauvorhaben, das in Nürnberg durchgeführt
wurde. Von 2008 bis 2010 wurden rd. 37 Mio. € für folgende Arbeiten
investiert:
• Neugestaltung der Eingangsbereiche, der Foyers und der
Zuschauerräume (über die offenen Foyers werden alle Sparten des
Theaters, das Schauspiel, die Kammerspiele und die Blue -Box
erschlossen)
• Erneuerung der bühnentechnischen Anlagen
• Erneuerung der Gebäudetechnik
• Ertüchtigung des Tragwerks und des Brandschutzes
• Verbesserung der Transportwege und der betrieblichen Abläufe
Für die Sanierung des über hundertzehn Jahre alten Opernhauses finden
bereits intensive Vorplanungen statt. Für dieses Bauvorhaben ziehen das
Staatstheater als Immobilienbetreiber, die Stadt Nürnberg als Bauherr und
der Freistaat als Mitfinanzierer an eine m Strang, um die
Generationenaufgabe gemeinsam zu stemmen.
Dieser Bericht behandelt ausschließlich die Raumplanung für die
ausgewiesenen gastronomischen Bereiche.
2 Standort
2.1 Allgemein
Die Stadt Nürnberg hat mehr als 500.000 Einwohner. Bekannt ist Nürnberg
überregional für die mittelalterliche Burg und den Christkindlesmarkt.
Nürnberg gilt in Deutschland als Zentrum der Marktforschung mit bekannten
Unternehmen wie DATEV und der Gesellschaft für Konsumforschung.
5
2.2 Lage
Das Staatstheater liegt an der südlichen Grenze der Nürnberger Altstadt. In
unmittelbarer Nähe kreuzen sich die Lessingstraße und der Frauentorgraben.
Geografisch befindet sich das Staatstheater in unmittelbarer Nähe zum
Hauptbahnhof.
Direkt an den Frauentorgraben grenzt eine Grünfläche, welche der alten
Stadtmauer folgt.
In unmittelbarer Nähe zum Theater befinden sich mehrere Hotels, z.B. das
Maritim Hotel, das Sheraton Carlton Hotel und das Intercity Hotel. In
südlicher Richtung wird dieser Bereich durch die Gleise der Deutschen Bahn
begrenzt.
Die gastronomische Versorgung im direkten Umfeld zum Theate r ist
unterdurchschnittlich. Erst nach Queren der alten Stadtmauer oder am
Hauptbahnhof sind die nächsten Betriebe.
2.3 Theater
Das Staatstheater wurde vom Architekten Heinrich Seeling entworfen und
am Richard-Wagner-Platz neu errichtet.
Es ist ein Mehrspartentheater und umfasst Oper, Ballett, Konzert, Schauspiel.
Laut Bestand und Bauplanung wird folgende Sitzplatzverteilung nach dem
Umbau vorhanden sein:
Oper 1.000 Plätze
Schauspielhaus 534 Plätze
Kammerspiele 199 Plätze
BlueBox 99 Plätze
Gesamt 1.832 Plätze
Jährlich kommen ca. 270.000 Besucher ins Theater.
3 Kantinengastronomie
3.1 Besondere Anforderungen an die Architektur für
gastronomische Nutzung
Zu Beginn möchte ich spezielle Anforderungen a n den Betrieb einer
Gastronomie anführen, da der Auftraggeber plant, die Kantine neu zu
konzipieren.
Die Küche der Kantine hat für die Bewirtung des Theaterkomplexes mehrere
Funktionen mit teilweise unterschiedlichen Anforderungen.
Offensichtlich besteht die Hauptfunktion in der Zubereitung von Speisen als
Angebot für die Mitarbeiter. Insgesamt wird von 550 Mitarbe itern
ausgegangen. Dieses Angebot, welches weiter unten noch beschrieben wird,
wird vor Ort während der Öffnungszeiten im Gastraum der Kantine
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konsumiert. Hier können als Berechnungsgrundlage Werte der
Personalverpflegung angenommen werden.
Als zweiter wichtiger Aufgabenbereich ist die Vorbereitung/Produktion der
Speisen für die Foyergastronomie zu erwähnen. Es handelt sich hierbei um
einfache standardisierte Produkte (Butterbrezeln und Kanapees), die
während der Vorstellungspausen im Bereich der Säle verzehrt werden. Pro
Spielzeit ergeben sich zwischen 700-800 Vorstellungen mit maximal ca.
1.900 Gästen pro Abend. Im Besonderen ist hier eine Produktion in kurzen
Zeitfenstern gegeben, weswegen die Größe der Anrichteflächen spezielle
Wichtigkeit erhalten.
Zusätzlich soll die Kantine zukünftig als Produktionsort für besondere
Veranstaltungen dienen. Aktuell werden für solche Events externe
Dienstleister beauftragt. Wünschenswert wäre ein unabhängiges eigenes
Catering. Dies würde unter Umständen zusätzliche Küchengeräte bedeuten,
sowie eben so mehr Platz für Arbeitsbereiche und eine größere Lagerfläche
für Buffetequipment.
In den weiteren Ausführungen und Berechnungen wird auf diese
Anforderungen eingegangen.
In den Gesprächen vor Ort mit Ilona Bülow, Eric Wuchold, Thomas Mouratian
und Sabrina Arbesmann habe ich die Fakten zusammengetragen, die für
diesen Bericht maßgeblich verwendet werden.
3.2 Öffnungszeiten und Gedecke Kantine
Die Kantine öffnet:
an Wochentagen: 09:00 – 15:00 Uhr und 17:00 – 22:00 Uhr
an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen 17:30 – 22:00 Uhr
Grundsätzlich regelt sich die Öffnungszeit darüber hinaus an den
Vorstellungen. Die Kantine ist deswegen mindestens 1 Stunde vor der
Vorstellung zugänglich und bis 45 Minuten nach der letzten Vorstellung.
Die Kantine hat 100 Sitzplätze im Hauptbereich und 40 weitere Sitzplätze im
Raucherbereich. Die Anzahl an Sitzplätzen ist ausreichend für den aktuellen
Betrieb und auch für die Zukunft ist keine Erweiterung geplant. Leider war es
nicht möglich eine Liste mit verkauften Essen pro Tag und pro Stunde zu
erhalten, um ein Frequenzdiagramm zu erstellen. Ich rate daher, diese Liste
dringend zum Abgleich mit meinem Bericht nachträglich aus dem
Kassensystem zu exportieren um ein sicheres Gespür für die Auslastung der
Kantine zu erhalten. Diese Frequenzliste könnte folgende Aufstellung haben:
Wann werden von 09:00 - 22:00 Uhr wie viele Essen verkauft? Am besten
nach Artikeln pro Stunde. Wenn möglich ein Monat als Durchschnitt,
ansonsten einen sehr schwachen Tag und einen sehr starken Tag.
Die Schätzungen der Verantwortlichen sehen wie folgt aus:
Früh: 20-25 Essen
Mittags: 150 Essen (Kernzeit 12:00 – 14:00 Uhr)
Abends: 50 Essen
Zusätzlich werden Snacks wie Wienerle, Belegte Brötchen und Eis verkauft.
7
3.3 Angebot Kantine
Es werden täglich 3 verschiedenen Menüs angeboten, die der Gast sich als
kleine oder große Portion zusammenstellen kann.
Neben dem Hauptgericht kann dabei entweder ein Salat, ein Dessert oder
eine Suppe ausgewählt werden.
Es gibt in der Mitte des Buffetbereichs ein Salatbuffet zur Selbstbedienung
mit ungefähr 12 verschiedenen Komponenten und Salatsoßen.
Zusätzlich werden Snacks und Take away Produkte den ganzen Tag
angeboten.
Das Angebot findet als Selbstbedienungsservice statt, d.h. die Gäste laufen
durch den offenen Buffetbereich und stellen sich ihre Auswahl zusammen,
die dann am Kassenplatz bezahlt wird.
Der Convenienceanteil liegt laut Aussage der Verantwortlichen bei ca. 50%,
wobei der Grad der Vorbereitung von Produkt zu Produkt verschieden ist.
Das Angebot richtet sich an alle Mitarbeiter des Theaterkomplexes mit
teilweise sehr unterschiedlichen Ansprüchen, je nach Aufgabengebiet.
Die Zufriedenheit mit dem Angebot ist hoch und es ist aktuell nicht geplant,
dieses Angebot nach dem Umbau zu verändern.
In Anbetracht der Tatsache, dass der Bau voraussichtlich erst in 2023 beginnt
und dann circa 3-5 Jahre dauern wird, ist mit einer Anpassung des Angebots
zu rechnen. Insbesondere das Bewusstsein der Gäste hinsichtlich frischer und
gesunder Angebote wird in den kommenden Jahren zunehmen.
Entsprechend ist es möglich, dass der Anteil frischer Produkte steigt und
daher die Vorbereitungs- und Rüstküche höhere Aufmerksamkeit bekommt.
Ich möchte anmerken, dass Gäste jederzeit eigenes Essen zum Verzehr
mitbringen dürfen.
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3.4 Mitarbeiter Kantine
Die Kantine hat insgesamt 12 Mitarbeiter und zusätzlich 3 Kräfte, die als
externe Köche bei Bedarf dazu geholt werden. Es sind an normalen Tagen
maximal 5 Mitarbeiter gleichzeitig im Haus. An Premieretagen können es bis
zu 7 Mitarbeiter sein.
Der Standardarbeitsplan sieht ungefähr so aus:
1. Mitarbeiter 07:00 – 15:00 (Frühstück, Salattheke,
Brötchen, Spülen)
2. Mitarbeiter 09:00/09:30 – 18:00/18:30 (Mittag- und
Abendessen)
3. Mitarbeiter 07:00 – 15:00 (Kasse, Gastbereich,
Automaten, Buffetkontrolle,
Handelsware)
4. Mitarbeiter 15:00 – Ende (Küchenhilfe, Vorbereitung
Foyer, Kasse)
5. Mitarbeiter 17:00 – 21:00 (bei größeren Produktionen als
Spüler)
Es wird davon au sgegangen, dass bei einem weiteren Anstieg des
Gastrotickets eine zusätzliche Kraft benötigt wird.
3.5 Equipment Kantine
Folgende Küchentechnik ist aktuell in der Kantine verfügbar:
1 x Kessel,
1 x CookingCenter (Kippbratpfanne),
1 x Kombidämpfer/Konvektomat,
1 x Elektroherd,
1 x Doppelfriteuse,
1 x mobiler Wok,
1 x Grillplatte
Zusätzlich gibt es Arbeitsflächen, eine Doppelspüle und mobile Geräte, wie
z.B. eine Aufschnittmaschine.
3.6 Flächenbedarf Küche Kantine
Aus dem aktuellen vorliegenden Raumbuch geht hervor, dass die Küche
inklusive Spülküche 34,10 qm groß ist. Die Küche besteht aus insgesamt 3
Bereichen: Ausgabeküche Buffet, Vor - und Zubereitungsküche und
Spülküche. Die Küche hat einen schmalen rechteckigen Grundr iss, der ein
gleichzeitiges Arbeiten von 3 Personen erschwert. Durch den schmalen
Grundriss wurden die Arbeitsflächen ausschließlich an den Wänden
angeordnet. Die Küche hat 2 Zugänge, so dass grundsätzlich ein reiner und
ein unreiner Weg zur Spülküche gewä hrleistet ist. Zusätzlich habe ich
festgestellt, dass die Raumaufteilung für ein Selbstbedienungsbuffet oder
Free flow Geschäft ungünstig ist. Es entstehen für die Köche hohe Laufwege,
wenn Waren im Buffet kontrolliert oder ausgetauscht werden sollen.
9
Um fehlenden Platzbedarf zu kompensieren, wird das Trockenlager als
Küchenbüro und weitere Arbeitsfläche genutzt. Zusätzlich ist mir aufgefallen,
dass Ablage- und Lagerflächen für die aktuelle Situation fehlen.
Für die Neuplanung der Küche müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt
werden:
• Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen, z.B. HACCP,
Lebensmittelhygiene-Verordnung und Arbeitsstätten-Verordnungen
• zukünftige Angebots- und Serviceform
• vorgesehener Bearbeitungs- und Conveniencegrad
• Lieferzyklen
• Art und Form der Ausgabe
• Registrier- und Kassenform
• Produktionsprogramm, hinsichtlich Gastroticket und Catering
Die Berechnung kann anhand von Referenzwerten erfolgen. Dabei greife ich
auf die Bücher „Neufert: Bauentwurfslehre“ und „Schwarz: Großküchen“
zurück. Entsprechend ergeben sich dort folgende Aufstellungen:
Neufert:
Vorbereitung Fleisch 9,38 qm
Vorbereitung Gemüse/Salat 11,62 qm
Vorbereitung Fisch/Geflügel 7,00 qm
Warme Küche inkl. Aktionsbereich 30,80 qm
Kalte Küche 9,38 qm
Spülküche 16,38 qm
Behälterspüle 9,38 qm
Summe 93,94 qm
Schwarz:
Vorbereitung 10,00 qm
Warme Küche inkl. Aktionsbereich 32,00 qm
Kalte Küche 8,00 qm
Spülküche 20,00 qm
Behälterspüle 7,00 qm
Summe 77,00 qm
Ich möchte erwähnen, dass bei Neufert von einem A la carte Service
ausgegangen wird, weswegen die Werte die obere Grenze darstellen. Die
Zahlen aus der Berechnung von Schwarz können als realistisch angenommen
werden, wobei der Aktionsbereich in Nürnberg in der grafischen und
rechnerischen Darstellung aktuell dem Gastraum zugerechnet wird.
Ich möchte hervorheben, dass speziell die benötigten 27,00 qm für den
Spülbereich relevant sind, da dort auch gespültes Material gelagert werden
muss. In der Detailplanung ist unbedingt darauf zu achten, dass ein Schwarz-
und ein Weißweg festgelegt wird, so dass die Spülküche einen reinen und
einen unreinen Zugang hat. Für die zukünftige Spülküche ist außerdem eine
Topfspüle zu empfehlen, da viele Vorbereitungsarbeiten für große Gebinde
stattfinden.
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Um eine effiziente Planung der Küche zu ermöglichen, rate ich dazu, einen
möglichst quadratischen Grundriss zu nutzen. Da das Angebot auch in
Zukunft als Selbstbedienungsbuffet geplant wird, empfehle ich, den warmen
Speisenbereich so zu konzipieren, dass von der einen Seite Gäste die Speisen
schöpfen können und von der anderen Seite die Köche die Speisen
auffrischen können. So würde gleichzeitig eine offene Küche geschaffen, die
Nähe und Transparenz vermittelt. Damit könnten zusätzlich Laufwege
verringert werden und die Qualitätskontrolle wäre besser möglich. Ein
weiterer Vorteil wäre die direkte Einbindung der Front Cooking Stationen, die
augenblicklich scheinbar selten verwendet werden.
Der aktuell große Aktions- und Buffetbereich könnte so verringert werden,
da in der Berechnung für die Küchenfläche der Front Cooking Bereich bereits
eingebunden wurde.
3.7 Flächenbedarf Lager Kantine
Als Faustformel für die Berechnung von täglichen Gedecken in der
Gastronomie gilt die Formel Anzahl Gedecke = 1,5 x Sitzplätze bei Tages- und
Abendbetrieb. Bei 140 angestrebten Sitzplätzen in beiden Bereichen (Raucher
und Nichtraucher) ergeben sich dadurch 210 Essen pro Tag. Dies deckt sich
mit den Schätzungen der Verantwortlichen vor Ort und dem oben
beschriebenen Verzehr von 220 - 225 Essen inklusive Frühstück.
Die Anzahl an Sitzplätzen hat direkten Einfluss auf zur Verfügung zu stellende
Lagerflächen, um die benötigten Grundprodukte vorzuhalten. Diese Flächen
sind im Küchenbereich zu unterteilen in: Trockenlager, Kühlung und
Tiefkühlung. Hierbei ist eine zusätzlich Fläche für die Anlieferung und
Warenannahme zu berücksichtigen. Spezielle Anforderungen für den Bau
dieser Lagerräume sind u.a. dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch
(LFGB) und der Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) zu entnehmen.
Eine vereinfachte Berechnung der benötigten Flä che kann dem Buch
„Neufert: Bauentwurfslehre“, 41 . Auflage entnommen werden. Die
Berechnung erfolgt anhand vorhandener Sitzplätze. Es wird hier eine
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Aufstellung für 120 oder 200 Sitzplätze vorgenommen. Die folgende
Auflistung orientiert sich an 120 Sitzplä tzen, wird allerdings mit 140
Sitzplätzen gerechnet.
Kühlraum Fleisch 9,38 qm
Kühlraum Obst und Gemüse 9,38 qm
Kühlraum Molkereiprodukte 7,00 qm
Kühlraum Kalte Küche Kühlschrank
Kühlraum Getränke (inkl. Bier) Kühlschrank
Tiefkühlraum 9,38 qm
Trockenlager 18,2 qm
Getränkelager 16,38 qm
Non-Food-Lager 11,62 qm
Summe 81,34 qm
Im Buch „Schwarz, Lemme, Neumann, Wagner: Großküchen“, 5. Auflage wird
eine detaillierte Berechnungsgrundlage für den Flächenbedarf von
Großküchen der Personalverpflegung gegeben.
Hier wird bei 300 Verpflegungsteilnehmern bei Annahme einer
Zubereitungsküche von folgenden Werten ausgegangen:
Kühlraum Fleisch inkl. Vorkühlung 7,00 qm
Kühlraum Obst und Gemüse 3,00 qm
Kühlraum Molkereiprodukte 3,00 qm
Kühlraum Kalte Küche 0,00 qm
Kühlraum Getränke (inkl. Bier) 3,00 qm
Tiefkühlraum 4,00 qm
Lager Trockenprodukte 12,00 qm
Getränkelager 8,00 qm
Non-Food-Lager 6,00 qm
Summe 46,00 qm
Der Betreiber hat eine eigene Berechnung durchgeführt und eine Schätzung
beziehungsweise eine Wunschvorstellung abgegeben. In einer von Special
Cuts erstellten Tabelle habe ich alle Werte der Kantine gegenüber gestellt
und gebe dort meine Empfehlung ab. Grundsätzlich beruhen diese
Empfehlungen auf meinen Beobachtungen vor Ort, der Fachliteratur und der
Annahme, dass zusätzlich zum Kantinengeschäft auch die Theaterausgaben
und das Theatercatering bewirtschaftet werden.
Der Tiefkühlzelle möchte ich in einer kurzen Berechnung spezielle
Betrachtung schenken.
Der Konsum von Butterbrezeln ist im Vergleich zu anderen Produkten sehr
hoch. Anhand von vorliegenden Musterbestelllisten ergeben sich 200 -500
Brezeln pro Woche. Bei der vergangenen Spielzeit von 12.09.2016 –
23.07.2017 ergeben sich 46 Betriebswochen. Für die weitere Berechnung
wird vom Maximalverbrauch ausgegangen, damit die Platzmenge ohne
Engpass berechnet werden kann. Die Belieferung erfolgt aktuell 2 - 3 pro
Woche. Ich rate hier auf einen Zyklus von einmal in der Woche oder 2x im
Monat zu wechseln. Im letzteren Fall würde Platz für 1.000 Brezeln benötigt.
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Ein Produkt der Firma Edna wird in Kartons á 72 Brezeln versendet. Ein Karton
hat die Maße 590 x 395 x 168 ( L x B x H in mm). Es wird Platz für 14 Kartons
benötigt. Bei einer empfohlenen Stapelhöhe von 2,00 m können so inkl.
Palette auf dem Boden 11 Kartons gestapelt werden. Demzufolge ist ein
Flächenbedarf von 0,4661 qm (0,59m x 0,395m x 2,00) für Tiefkühlbrezeln
notwendig.
Eine entsprechende einfache Berechnung könnte von der gastronomischen
Leitung auch für die anderen Kühlhäuser erstellt werden. Sinnvoll erscheint
mir eine Überprüfung der Fläche für Getränke, da mir hier auch keine
Verbrauchsliste vorliegt.
Abschließend sei angefügt, dass die aktuelle Lagerung nicht den
Anforderungen der Lebensmittelhygiene Verordnung entspricht. Es ist
vorgeschrieben, rohe Produkte (Obst und Gemüse) von gegarten Produkten
zu trennen und die entsprechenden Maximaltemperaturen der Kühlung
einzuhalten. Zusätzlich dürfen Produkte nicht auf dem Boden des Kühlhauses
gelagert werden und eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion muss
einfach durchzuführen zu sein. Entsprechend rate ich dringend ausreichend
Lagerfläche für die Kühlung und Tiefkühlung zu planen. Eine Trennung wie
bei Neufert und Schwarz beschrieben ist daher obligatorisch.
Ich hatte über die Verantwortlichen der Gastronomie Einkaufslisten
angefordert, um die entsprechenden Lieferzyklen und den Platzbedarf zu
berechnen. Leider konnten mir diese Zahlen bis zur Fertigstellung des
Berichts nicht zur Verfügung gestellt werden.
Aktuell wird folgende Lieferhäufigkeit angegeben:
Tiefkühlware 2 - 3x in der Woche
Fleisch 2 - 3x in der Woche
Obst und Gemüse 2 - 3 x in der Woche
Brot täglich
Trockenprodukte 1 x in der Woche
Über größere Lagerflächen könnten unabhängig von gesetzlich geforderten
Bedingungen andere Liefertermine vereinbart werden, die den operativen
Ablauf vereinfachen könnten und eventuell Kosteneinsparungen bedeuten
würden.
Des weiteren empfehle ich den Kühlbereich in einem zusammenhängenden
Komplex zu planen. Selbstverständlich gelten die gesetzlichen
Bestimmungen an den Bau von Kühllagern und die maßgeblichen
Hygieneverordnungen.
3.8 Flächenbedarf Gastraum Kantine
Wenn davon ausgegangen wird, dass auch in Zukunft 140 Sitzplätze in
verschiedenen Sitzgruppen zur Verfügung stehen sollen, werden dafür bei
einem Sitzbedarf von 1,50 qm/Sitzplatz können 210,00 qm benötigt. Mit
einer angenehmeren Berechnung und einem Faktor von 1,8 ergeben sich
immer noch 252,00 qm. Der Gastraum ist inklusive Kassen- und Buffetbereich
aktuell mit 272,79 qm bemessen.
Das Angebot wird als Free Flow System gereicht. Dafür wird ein Platzbedarf
von 33,75 qm (225 Gäste x 0,15 qm) benötigt. Entsprechend ist der aktuell
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genutzte Platz für eine angenehme Sitzplatzan ordnung auch in Zukunft
ausreichend.
3.9 Versorgung und Abholung
Die Versorgung durch Lieferanten wird an verschiedenen Tagen in der Woche
zu unterschiedlichen Uhrzeiten erfolgen, weswegen spezielle Haltepunkte für
Lieferfahrzeuge vorzusehen sind. Entsprechend der Größe ist von Lieferung
mit LKWs auszugehen. Die Lieferzone sollte ohne Halteverbote oder andere
Einschränkungen wie Feuerwehrzufahrten ausgestattet sein.
Der Bereich der Anlieferung wird tatsächlich von allen Gewerken benutzt.
Hier ist meiner Meinung nach kein Konflikt ersichtlich und kein zusätzlicher
gastronomischer Bereich notwendig. Auf mögliche Kernlieferzeiten aller
Gewerke ist Rücksicht zu nehmen.
Bei der Begehung ist mir aufgefallen, dass die Versorgung im Gebäude
extrem schwierig fällt. Für einen sichere und effiziente Versorgung/
Belieferung empfehle ich daher:
• ebenerdige Liefer- und Verkehrswege
• getrennte Personen- und Warenaufzüge
• Aufzüge mit einer Grundfläche, die mindestens eine Europalette
inklusive Hubwagen aufnehmen kann
• ausreichend Rangierfläche in Lagerberei chen (Warenannahme,
Leergut, Kühlhäusern)
Zusätzlich zur Lagerfläche für Getränke muss eine entsprechende Fläche für
Leergut vorgehalten werden. Aktuell ist ein Metallverschlag im
Anlieferbereich vorhanden, welcher dort (Karte Ebene EG/ -01) nicht
eingezeichnet ist. Laut aktuellem Raumbuch sind das 5,30 qm. Zusätzlich
finden sich im Gebäude weitere Leergutsammelstellen und Stellflächen. Ich
empfehle im Bereich der Warenannahme insgesamt 10qm Fläche für Leergut
der Kantine zur Verfügung zu stellen.
Ich möchte darauf hinweisen, dass bei Saisonbetrieben eine weitere
Lagerfläche für das Outdoor-Mobiliar benötigt wird. Nach Rücksprache mit
Frau Bülow werden im Juni und Juli bis zu 10 Stehtische Im Außenbereich für
die Foyergastronomie eingesetzt. Exemplarisch wird von einem Durchmesser
von 0,60 m ausgegangen. Pro Tisch ergibt sich eine Grundfläche von 0,36
qm. Dafür wird eine Lagerfläche von 3,60 qm benötigt.
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3.10 Fettabscheider
Der Einbau eines Fettabscheiders wird durch Normen und Gesetze gefordert.
Für den Betrieb einer Gastronomie, in dem fetthaltiges Wasser anfällt, ist
laut DIN 1986-100 in Verbindung mit DIN 4040-100 eine Abscheider Anlage
einzubauen und zu betreiben. Fettabscheider sollen so nah wie möglich an
der Anfallstelle eingebaut werden. Eine Entl eerung und Reinigung des
eingebauten Fettabscheiders muss ungehindert möglich sein. Zuführende
Leitungen und gegebenenfalls der Fettabscheider müssen über Dach be- und
entlüftet werden.
Die Berechnung der Nenngröße und des Schlammfangvolumens erfolgt nach
DIN EN 1825-1, DIN EN 1825-2 und DIN 4040-100. Ein beispielhafter
Berechnungsbogen ist dem Anhang zu entnehmen. Nach dem Umbau wird
eine vollkonzessionierte Küche im Gebäude sein, die fetthaltiges Wasser
erzeugt. In einer Beispielrechnung (Mensa, 250 warme Essen täglich, 13
Betriebsstunden) bin ich auf folgende Werte gekommen:
Maximaler Abfluss Qs: 0,59l/s
Errechnete Nenngröße NS: 0,76
Gewählte Nenngröße NS: 1
Gewähltes Schlammvolumen: 100 Liter
Entsprechend meiner Recherche werden bei einem Erdeinbau hierfür für den
Fettabscheider ohne zusätzlichen Raum ungefähr 1,50 qm benötigt.
3.11 Entsorgung
Ein weiteres Augenmerk will ich auf die Entsorgung in der Gastronomie
richten. In der Gastronomie fallen neben Restmüll speziell
Verpackungsmaterial, Papier/Pappe, Altglas und Speiseabfälle an. Um hier
eine Beispielberechnung vornehmen zu können, habe ich den Onlinerechner
der Berliner Stadtreinigungsbetriebe genutzt (www.bsr.de).
Es entstehen demnach bei ausgewiesenen 140 Sitzplätzen folgende
Abfallmengen pro Woche für den neuen gastronomischen Betrieb:
Gemischter Siedlungsabfall 560,6 Liter
Papier/Pappe 284,2 Liter
Verpackung aus den Dualen Systemen 284,2 Liter
Glas 419,4 Liter
Speisereste 419,4 Liter
Für die Entsorgung der ersten 4 Müllarten wird von der Nutzung eines
Containers mit 1.100 Liter Volumen ausgegangen. Demnach werden für diese
Müllarten insgesamt Stellplätze für bis zu 4 Container benötigt. Ohne
Bewegungs-/ Rangierfläche folgt aufgrund der Außenmaße von 1,30 x 1,08
m ein Flächenbedarf von 5,61 qm.
Wenn die Müllentsorgung bei den ersten 3 Müllarten gemeinschaftlich mit
dem Theaterbetrieb über Müllpressen erfolgt, kann die benötigte Fläche
reduziert werden.
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Die Speisereste werden in 240 Liter -Tonnen gelagert. Bei einer
wöchentlichen Leerung ergibt dies 2 Tonnen. Bei zweimaliger Leerung
entsprechend 1 Tonne.
Hinzuzufügen ist, dass diese Container nach berufsgenossenschaftlicher
Regelung und Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 bis zur Abholung gekühlt
werden müssen. Der Platzbedarf ohne entsprechende Kühlzelle ist demnach
0,90 qm für die Kantine (0,41 qm je 240l-Tonne).
3.12 Versammlungsstätte
Das Gebäude fällt aufgrund der G rundfläche unter die
VersammlungsstättenVO. Entsprechend ergeben sich Anforderungen an die
Bauteile und im Speziellen an den Feuerschutz und die Rettungswege.
Weitere Vorgaben werden an die Menge und Beschaffenheit der
Toilettenräume gemacht. Ich erwähne dies bewusst, da die entsprechenden
Rettungswege Einfluss auf die zur Verfügung stehende Nutzfläch e für die
Gastronomie haben werden. Im Speziellen sind Brandschutztüren mit
elektrischen Freilaufschließern ein häufiger Mangel bei gastronomischen
Begehungen durch die Feuerwehr. Im weiteren Planungsverlauf sollte bitte
darauf geachtet werden, dass neben den benötigten Rettungswegen genug
Stauraum für Gastromaterial zur Verfügung steht, so dass die Wege nicht
blockiert werden.
3.13 Grundversorgung
Für den Betrieb eines Gastronomiebetriebes ist eine Versorgung mit
Elektrizität, Gas, Wasser und Telekommunikationsleitungen sicherzustellen.
Die benötigten Kapazitäten richten sich nach entsprechenden Konzepten und
sind unbedingt mit dem TGA-Planer und dem Betreiber festzulegen. Im
Besonderen die Abluft ist ein Punkt, der in der Gastronomie häufig falsch
geplant wird. Ich weise darauf hin, dass dies in der gesamtheitlichen
Betrachtung der Lüftung beachtet werden sollte.
Die Küchenabluft bedarf einer genaueren Betrachtung. Die benötigte
Abluftmenge ergibt sich aus dem Raumvolumen und den gleichzeitig
benutzten Küchengeräten die unter einer Abzugshaube untergebracht sind.
Genaueres entnehmen Sie bitte der Richtlinie VDI 2052. Dort sind die
minimalen Anforderungen an Hygiene von raumlufttechnischen Anlagen und
Brandschutz für Küchenabluftanlagen verbindlich festgelegt. Zudem
schreiben die strengen Bestimmungen des Bundes -
Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) und der Geruchsimmissions-Richtlinie
vor, dass sich weder Anwohner noch Nachbarn durch Geruchsbelästigung
gestört fühlen dürfen und dass messbare Umweltbeeinträchtigungen durch
Geruchsbelästigung nicht vorliegen dürfen.
Entsprechend gilt bei der TGA-Planung einen entsprechend bemessenen
Abluftkanal von der Küche ins Freie vorzusehen, bzw. die Schächte für den
Ausbau seitens des Betreibers zur Verfügung zu stellen.
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3.14 Arbeitsstätte
Weitere Anforderungen ergeben sich aus der ArbeitsstättenVO
beziehungsweise den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A4.1 und
ASR A4.2). Diese Richtlinien regelt die Beschaffenheit von Toiletten,
Umkleiden, Waschräumen und Aufenthaltsräumen für die Beschäftigten.
Ausgehend von einer exemplarisch angenommenen Anzahl von Mitarbeitern
in einer Schicht, haben wir einen Bedarf an Fläche für diese Räume ermittelt.
Das bedeutet bei Maximalauslastung circa 7 Mitarbeiter, welche gleichzeitig
im Gebäude für die Kantine tätig sind und entsprechend der Richtlinie einen
Spind benötigen. Aufgrund der Anzahl der Mitarbeiter müssen
Umkleideräume nach Geschlecht getrennt sein. Da nicht absehbar ist, wie
viele Mitarbeiter in einer Schicht weiblich und männlich sind, muss der
Maximalwert angenommen werden, auch wenn dies in der Praxis
unwahrscheinlich ist. Pro Spind werden die Maße 0,30 x 0,50 m vorgegeben.
Das ergibt eine reine Spindfläche 1,05 qm je Geschlecht. Bei jeder
Kleiderablage muss eine freie Bodenfläche von 0,5 0 qm vorhanden sein.
Dies ergibt einen Flächenbedarf von weiteren 3,50 qm (7 x 0,50 qm).
Zusätzlich sind je 4 Schrankeinheiten eine Sitzgelegenheit zur Verfügung zu
stellen und ein entsprechender Bewegungsraum ist einzuhalten. Dieser
bemisst sich mit 0,50 qm je Beschäftigten, der den Raum gleichzeitig nutzt.
Wir gehen hier von 2 aus, weswegen weitere 1,00 qm Bewegungsfläche
benötigt werden. Dadurch benötigt eine beispielhafte Gastronomie 5,55 qm
Umkleideraum je Geschlecht, ohne auf die funktionelle Anordnung der
Spinde einzugehen. Zusätzlich werden schätzungsweise 6 ,00 qm je
Geschlecht für Toiletten- und Waschräume benötigt. Genaue Berechnungen
können anhand der Arbeitsstättenverordnung vom Architekten durchgeführt
werden. Der Pausenraum muss mindestens 6,00 qm betragen. Hier sind
Sitzmöglichkeiten und Tische zur Verfügung zu stellen.
Diese Räume dürfen nicht weiter als 100 m vom Arbeitsbereich entfernt
liegen.
Ein zusätzlicher oder angebundener Hauswirtschaftsraum für eigene Wäsche
ist zu empfehlen. Hier schätze ich einen Bedarf von 6,00 qm.
Ich möchte anfügen, dass dies exemplarische Berechnungen sind, die in der
Planungsphase vom Architekten validiert werden müssen.
3.15 Büroräume
Die Ausgestaltung und Verteilung von Büroräumen hat sich mir leider nicht
vollständig erschlossen. Aktuell scheinen die meisten Büros extern in einem
zusätzlichen Gebäude zu sein. Zusätzlich wurde ein Arbeitsplatz im
Lagerbereich geschaffen, der den Anforderungen nicht gerecht wird.
Für eine zukünftige Planung rate ich dringend, das Büro des Küchenchefs in
der Nähe der Kantine bzw. Warenannahme zu platzieren. Neben weiterer
Anforderungen an einen Bildschirmarbeitsplatz aus d er
Arbeitsstättenverordnung sind dafür mindestens 8,00 qm zu veranschlagen.
Um weitere Synergien zu erzielen, empfehle ich eine Bürogemeinschaft mit
dem F&B Management. Bei Gruppenbüros von 3 und mehr Personen werden
dann 10,00 – 12,00 qm pro Arbeitsplatz gefordert.
17
4 Foyergastronomie
Im folgenden Abschnitt gebe ich Anmerkungen zum vorliege nden
Raumkonzept hinsichtlich der Foyergastronomie . Die entsprechende
Bewertung erfolgt aufgrund vorangegangener Ausführungen, Gesprächen
mit den gastronomischen Leitern Ilona Bülow, Eric Wuchold, Thomas
Mouratian und Sabrina Arbesmann sowie Hilmar Heise.
Außerdem fließen in diesen Teil meine Beobachtungen vom 10.07.2017 ein.
Im Gegensatz zur Beurteilung der Kantinengastronomie gehe ich in diesem
Kapitel Ebene für Ebene durch. Entsprechend werden passend allgemeine
Anmerkungen und Empfehlungen abgegeben.
4.1 Generelle Betrachtung
Der geplante Umbau betrifft architektonisch nicht das Schauspielhaus. In den
folgenden Ausführungen liegt der Fokus deswegen auf dem Opernhaus. Aus
Gründen der Vollständigkeit und der Vernetzung der einzelnen Räume der
Foyergastronomie gebe ich trotzdem Hinweise zu den Räumen des
Schauspielhauses. Insbesondere die aktuelle Nutzung jeder verfügbaren
Fläche als Lager bedingt die Bedarfsberechnung als Summe aller Räume in
Schauspielhaus und Opernhaus.
Für die Pausenverpflegung stehen im Opernhaus auf 4 Ebenen Steh- und
Sitzplätze zur Verfügung an denen Gedecke vorbereitet und verzehrt werden
können. Diese sind wie folgt verteilt:
Rang Plan Plätze
EG Ebenen 1. OG/ +01 88
1. Rang inkl. Glucksaal Ebenen 2. OG/ +02 200
2. Rang Ebenen 3. OG/ +03 160
3. Rang Ebenen 4.OG/ +04 174
Vorplatz (Sommer) 80
Summe 702
4.2 Grundriss Ebenen U02/ -02 und Zwischenebene U01
4.2.1 Lagerräume Nr. 1, 2, und 3
Im Bereich der Kammerspiele befinden sich aktuell 3 ausgewiesene
Lagerräume für die Publikums- bzw. Foyergastronomie. Die Begehung
brachte folgende Feststellung:
Im Lager mit der Nummer 1 (laut Raumtabelle) werden Gläser aufbewahrt.
Zusätzlich befindet sich dort eine Getränkekühlung, eine allgemeine
Abstellfläche und der Umkleidebereich für Männer. Dies ist laut
Arbeitsstättenverordnung nicht tragbar. Zusätzlich ist diese Raumaufteilung
bezeichnend für die weiteren Lagermöglichkeiten und weist darauf hin, dass
die Lagerflächen sehr kleinteilig und nach organisatorischen Gesichtspunkten
falsch vergeben wurden. Selbstverständlich ist mir bewusst, dass dies mit
der gewachsenen Struktur des Gebäudes und der Nutzung zu tun hat. Für die
18
zukünftige Verteilung sollte jedoch darauf eingegangen werden, die Bereiche
zu trennen. Ich werde auf den Bedarf für Umkleiden und Lager näher
eingehen.
Das Lager 2 ist eine rein planmäßig ausgewiesene Fläche, die sich in einem
Treppenhaus befindet und nicht genutzt werden kann und auch aktuell nicht
genutzt wird.
Das Lager 3 hat eine stark eingeschränkte Raumhöhe und wird als
Mischnutzung beschrieben. Neben Material der Publikumsgastronomie
werden dort Artikel anderer Gewerke gelagert. Ich empfehle eine Trennung
von Gewerken und schlage eine Nutzung wenn überhaupt ausschließlich für
Drucksachen vor. Für die Berechnung des Bedarfs übernehme ich die 50%
des Raums von 3,00 qm.
4.3 Grundriss Ebenen EG/ -01
4.3.1 Umkleiden Nr. 9
Aktuell werden in diesem Raum die Umkleiden für Frauen bereitgestellt.
Dafür sind 9,00 qm ausgewiesen.
Insgesamt habe ich am Besuchstag in der Oper 10 Mitarbeiter der
Foyergastronomie gezählt und zusätzlich 6 weitere im Schauspielhaus. Laut
Aussage der Gastronomieverantwortlichen sind in beiden Bereichen
zwischen 10 - 15 Personen im Einsatz. Entsprechend müssen
Umkleidebereiche, Wasch- und Sozialräume vorgehalten werden.
Eine Berechnung nach den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A4.1
und ASR A4.2) kann wie für die Kantine erfolgen. Wenn davon ausgegangen
werden kann dass Mitarbeiter beider Bühnen sich in den selben Räumen
aufhalten, werden also maximal 30 Spinde je Geschlecht benötigt. Eine
Verringerung der Anzahl aufgrund klarer Personalsituatio n (Wie viele
männliche und weibliche Angestellte sind dauerhaft angestellt?) ist denkbar
und sollte rechtzeitig mit dem entsprechenden Fachplaner besprochen
werden.
Pro Spind werden die Maße 0,30 x 0,50 m vorgegeben. Das ergibt eine reine
Spindfläche 4,50 qm je Geschlecht. Bei jeder Kleiderablage muss eine freie
Bodenfläche von 0,50 qm vorhanden sein. Dies ergibt einen Flächenbedarf
von weiteren 15,00 qm (30 x 0,50 qm).
Zusätzlich sind je 4 Schrankeinheiten eine Sitzgelegenheit zur Verfügung zu
stellen und ein entsprechender Bewegungsraum ist einzuhalten. Dieser
bemisst sich mit 0,50 qm je Beschäftigten, der den Raum gleichzeitig nutzt.
Wir gehen hier von 6 aus, weswegen weitere 3,00 qm Bewegungsfläche
benötigt werden. Dies würde einen Umkleidebereich von 2 2,50 qm pro
Geschlecht bedeuten.
Wenn von einer niedrigen Gleichzeitigkeit ausgegangen wird, werden pro
Geschlecht 3 Toiletten benötigt. Eine Fläche von 8,40 qm wird für Toiletten
benötigt, weitere 3,40 qm für Waschräume.
Ein zusätzlicher Pausenraum wird benötigt. Dieser wird mit 1,00 qm pro
gleichzeitig nutzendem Mitarbeiter gerechnet. Da davon ausgegangen wird,
dass die Mitarbeiter erst zu Schichtbeginn erscheinen und nach Schichtende
direkt nach Hause gehen, wird die Mindestgröße von 6,00 qm angesetzt.
19
Hier sehe ich für den Umbau die Priorität, die Sozialräume beider
gastronomischen Bereiche zu verbinden und so im Bestandsgebäude freie
Flächen zu erzeugen.
4.3.2 Büro Nr. 11
Das Büro des F&B Managers hat eine Fläche von 6,22 qm. Empfohlen werden
mindestens 8,00 qm. Eine weitere Nutzung als Lager ist dabei
ausgeschlossen. Da sich in diesem Bereich der Tresor befindet, sollte der
Bereich eine spezielle Zugangsberechtigung aufweisen und keine andere
Verwendung geplant werden. Statische Berechnungen für den Einbau des
Tresors werden vorausgesetzt.
In die Planung des Umbaus sollte die Überlegung einbezogen werden, alle
gastronomischen Büros an einen Ort zu verlegen und die dadurch frei
gewordenen Räume ausschließlich als Lager zu nutzen. Deswegen gehe ich
nicht weiter drauf ein, ob das aktuelle Büro für 2 Bildschirmarbeitsplätze
vergrößert werden sollte, wie von der gastronomischen Leitung gefordert.
4.3.3 Lager Nr. 8, 10, 12 und 13
Die Publikumsgastronomie hat einen erhöhten Bedarf an Lagerfläche für
Getränke, Leergut und Gläsern. Zusätzliches Buffetmaterial und weitere Non-
Food-Artikel werden auch gelagert. Je nach Bestellzyklen,
Preisverhandlungen und Gebindegrößen ergeben sich speziel le
Anforderungen an diese Lagerstätten.
Die von Frau Bülow und Kollegen grundsätzlichen Anforderungen an
Verkehrswege und Lagerbeschaffenheit teile ich und führe sie hier erneut an:
• leicht rollfähiger Boden
• glatter robuster Bodenbelag
• ebenerdiger Zugang
• ebenerdige Verkehrswege
• breiter Zugang, mindestens 600 mm (Breite einer Europalette)
• ebenerdiger Zugang zu Lastenaufzügen
• Stoßkanten aus Edelstahl oder Hartholz auf Bodenniveau und auf ca.
80 cm Höhe
• Lagerwände gefliest bis auf 1,80 m Höhe
• Wasseranschluss inkl. Waschbecken
Das Lager 12 ist sehr schmal und kann schlecht als Getränke - und
Leergutlager genutzt werden. Eine Raumbreite von mindestens 3,00 m ist
sinnvoll, so dass mit Europaletten rangiert werden kann und links und recht
jeweils eine Palette längs gelagert werden könnte. Da mir die Einkaufslisten
und die Daten zur Frequenz des Getränkeverbrauchs nicht vorliegen, ist eine
Empfehlung für den Platzbedarf nur schätzungsweise möglich. Ich rate dazu,
einen zentralen Ort für Leergut zu schaffen, in dem die Lagerung von beiden
gastronomischen Bereichen stattfindet. Für den Bereich d er
Foyergastronomie gehe ich von ca. 20,00 qm Fläche aus. Dieser Bereich
sollte sich in der Nähe der Warenannahme befinden und ebenerdig sowie
über Lastenaufzüge mit beiden Getränkelagern verbunden sein.
20
Das Lager 13 ist aufgrund von Schimmelbildung in ei nem nicht nutzbaren
Zustand. Der Platz wird aber auf alle Fälle für Non -Food-Material und
Equipment benötigt. Die Fläche scheint dafür ausreichend.
Das Lager 10 wird aktuell für Gläser verwendet. Eine Lagertrennung in
einzelne Bereiche finde ich logisch und sollte beibehalten werden. Die Fläche
des Lagers ausschließlich für Gläser erscheint ausreichend, wenn davon
ausgegangen wird, dass bei einem Umbau sämtliche Bars mit
verschließbaren Rückbuffets versehen werden, so dass dort Gläser dauerhaft
sicher gelagert werden können.
Im Lager 8 wurden mehrere Getränkekühlschränke eingebracht, die durch
ihre Abwärme die Raumtemperatur stark aufheizen. Ich empfehle isolierte
Kühlzellen. Die Grundfläche scheint für das Schauspielhaus ausreichend.
4.4 Grundriss Ebenen 1.OG/ +01
Hier sind die beiden Bars im Opernhaus (Nummer 62) und Schaus pielhaus
(Nummer 61). Ich werde weiter unten auf den Barbetrieb und mögliche
Optimierungen zu sprechen kommen.
4.5 Grundriss Ebenen 2.OG/ +02
4.5.1 Räume Nr. 21 und 22
Diese beiden Räume dienen als Herzstück der Publikumsgastronomie. Im
Raum 22 werden die vorher bestellten und vorbereiteten Speisen für den
Pausenverzehr angerichtet. Zusätzlich sind in diesem Bereich die beiden
Eismaschinen, die den Barbetrieb sicherstellen.
Der Raum hat eine Grundfläche von 8,69 qm. Anhand mir vorliegender
Bestelllisten wurden in diesem Zeitraum maximal 32 Kanapeeteller bestellt
und gleichzeitig am gleichen Tag (7.7.2017) 97 Brezeln. Bei einem
Standardteller von 20 cm Durchmesser und einer regulären Arbeitstischtiefe
von 60 cm wäre eine Arbeitsfläche von 7,40 m notwendig, um alle Teller
gleichzeitig anzurichten. Wenn von dem zukünftigen Einsatz von
Tellerspinnen oder Tellerwägen ausgegangen werden darf, dann sind
trotzdem 3,00 m Arbeitsfläche am Stück sinnvoll. Bei einer Tiefe von 0,60 m
ergeben sich inklusive Standfläche von 1,00 m für diesen Arbeitsbereich 4,80
qm.
21
Für die beiden Eismaschinen sind zusammen 4,00 qm notwendig. Damit ist
ohne weiteren Bedarf ermittelt zu haben bereits die aktuelle Raumgröße
erreicht. Ich empfehle diesen Vorbereitungsraum in Zukunft auf 12,00 qm zu
vergrößern.
Der Raum Nummer 21 dient als Spüle für den Gläserrücklauf. Es gibt für den
Theaterbetrieb eine Besonderheit zu beachten. Nach der Pause werden die
benutzten Gläser von den Mitarbeitern in Plastikkörben eingesammelt und
dann zusammen gespült, da die Gläser direkt nach dem Spülen poliert
werden müssen. Dieser Ablauf ist gelernt und perfektioniert. Für die
Spülküche wird diesbezüglich mehr Stauraum für den Glasrücklauf als
durchschnittlich benötigt. Durch fehlende Stell- und Sortierfläche im Raum,
werden dafür aktuell öffentlich sichtbare Bereiche des Glucksaal genutzt. Am
Besuchstag wurden dafür 2 Servicewägen und eine mobile Theke benutzt
(Fläche: 3,00 qm inklusive Bewegungsraum). Insbesondere der
Flaschenrücklauf und der Bereich des Leerguts stört das Bild. Ich empfehle
daher während dem Umbau wenn möglich, den Bereich der Spüle um 8,00
qm zu vergrößern.
4.6 Grundriss Ebenen 3.OG/ +03
Hier befindet sich die Ausgabebar mit der Nummer 66. Zu den Theken werde
ich weiter unten einige Anmerkungen geben.
4.7 Grundriss Ebenen 4.OG/ +04
4.7.1 Lager Nr. 23
Hier befindet sich ein geteiltes Lager, welches als Putzraum und für weitere
gekühlte Getränke genutzt wird. Ich rate, diesen Bereich ausschließlich für
Reinigungszwecke und Mittel zu verwenden und dort keine Getränke zu
lagern. Eine gleichzeitige Lagerung von Reinigungsmitteln ist nicht erlaubt.
4.8 Bars und Theken
Im Opernhaus befinden sich aktuell 4 Bars (im Glucksaal zähle ich 2).
Aufgrund der Beobachtungen und Messungen der Zuschauerströme möchte
ich einige aktuelle Empfehlungen zu den Bars geben.
Die Bar (Nummer 62) im Eingangsfoyer wurde nachträglich eingebracht und
wirkt nach wie vor temporär. Die Arbeitssituation ist schwierig und führt zu
langen Wartezeiten. An meinem Besuchstag wurde nur über die Ecke (dem
Raum zu gewandt) mit 2 Mitarbeitern bedient. Dabei entstand ein kritischer
Punkt, der eine unnötige Wartezeit verursachte. Da ein Großte il der Gäste
über die Treppe zu dieser Ausgabe kommt, ist die Ecke der Theke der erste
Anlaufpunkt. Gleichzeitig gehen viele Gäste bei schönem Wetter nach
draußen was zu einer zusätzlichen Stauung und verlangsamten Bedienung
führt. Für eine weitere Verzögerung sorgt der Aufbau der Theke mit wenig
Kühl- und Abstellfläche. Ich erkenne an, dass der zur Verfügung stehende
22
Platz bestmöglich verwendet wurde. Insbesondere der Gläserrücklauf stellt
eine Herausforderung dar. Dies wird aktuell mit Servicewägen geregelt.
Zur Kühlung der Getränke stehen 4 Schubladen, 3 Gastro-Kühlschränke und 2
Haushaltskühlschänke mit je 3 Ebenen zur Verfügung. Durch Zählung und
Überschlagsrechnung vor Ort können dort 672 Flaschen gekühlt werden. Bei
einer Sortimentsbreite von 21 Produkten erscheint dies zu wenig Platz zu
sein. Über eine besser Platznutzung und das Einbringen von mehr
Kühlschubladen, könnte die Zahl erhöht werden. Insgesamt wäre es sinnvoll,
diese Bar zu Vergrößern, um der Sitzplatzanzahl im Parkett genüge zu tun.
Wenn von einer Barlänge von 5,00 m ausgegangen wird, um parallel mit 3
Mitarbeitern zu arbeiten und die Standardtiefen für Theke und Rückbuffet
sowie die Standfläche angesetzt werden, ergeben sich ungefähr 14,0 0 qm
für diese Bar.
Die beiden Bars im Glucksaal (Nummer 63 und 64) haben eine ausreichende
Größe und müssen flächenmäßig nicht verändert werden. Auch die Anzahl
an Kühlmöglichkeiten erscheint ausreichend. Am Beobachtungstag habe ich
festgestellt, dass die Mitarbeiter dort jeweils einen eigenen Arbeitspl atz
haben und so autark Bestellungen abarbeiten können. Entsprechend
verteilten sich alle wartenden Gäste auf jeweils 3 Reihen. Das visuell schöne
Rückbuffet ist jedoch nicht vollständig nutzbar, da die Theke am Rückbuffet
sehr tief ist. Dadurch können die Schränke nicht vollständig als Lagerfläche
genutzt werden und dienen eher einer optischen Verschönerung. Zu den
beiden Räumen mit der Nummer 21 und 22 habe ich weiter oben im Text
schon Stellung bezogen.
Die Bar im 2ten Rang (Nummer 66) besteht aus einer großen Mittelinsel und
2 begrenzende Ausgabetische. Es gibt Kühlraum für 528 Flaschen des
Sortiments. Da diese Theke autark läuft und über die schwierige Anbindung
an Lieferwege (inklusive Aufzug) schwer zu bestücken ist, rate ich auch hier
mehr Kühlfläche zur Verfügung zu stellen.
Die Durchgänge sind aktuell sehr eng und erschweren das Arbeiten. Die
Mitarbeiter haben durch den Rundweg um die Mittelinsel teilweise größere
Laufwege als an den anderen Bars. An dieser Bar ist kein Rückstauraum und
keine getrennte Abstellfläche für schmutziges Geschirr vorhanden. Der
Zugang zum Aufzug verhindert zusätzlich eine effiziente Raumaufteilung. Ich
empfehle daher einen Back of house Bereich einzurichten. Ich schätze die
Fläche der aktuellen Bar auf 14,00 qm und halte eine seitliche Vergrößerung
von 3,00 qm sinnvoll.
Um das Arbeiten effizient und schnell gestalten zu können, rate ich beim
Umbau folgende Punkte für die Bars zu berücksichtigen:
• Barhöhe (Arbeitsfläche) 0,85 m, um ein ergonomisch positives
Arbeiten zu ermöglichen
• die Hauptarbeitsfläche sollte sich dem Gast zuwenden
• die Thekentiefe sollte 0,70 m betragen, damit Kühltheken und
entsprechende Leitungen eingebaut werden können
• Um das Arbeiten hinter dem Tresen zu erleichtern, schlage ich vor,
dass neben dem Arbeitsbereich für Mitarbeiter ein erhöhtes Barbrett
an der vorderen Seite angebracht wird. Die Tiefe des Barbretts sollte
mindestens 0,30 m sein.
23
• zur Kühlung der Getränke sollten Kühlschubladen verwendet werden,
da diese mehr Getränke auf weniger Volumen erlauben, leicht zu
öffnen und zu befüllen sind
• als Arbeitsbereich für Mitarbeiter hinter der Bar ist 1,00 m ausreichend
• für den Schnellzugriff auf Weine und andere Getränke in Ein -Liter-
Flaschen rate ich, Speedracks an der Theke anzubringen
• ausreichend Abstellfläche für Gläser
• Kühlvitrinen für Speisen zum Thekenverkauf
• ausreichend abgesicherte Steckdosen für Espressomaschinen, Kassen,
Kassendrucker, Auftischgeräten und Barequipment
Um die Abarbeitung einer Bestellung so schnell wie möglich zu m achen,
müssen zusammen mit dem Küchenplaner bei der Planung die Handgriffe
und Arbeitsschritte analysiert werden und entsprechend der Bereich geplant
werden. Selbstverständlich sind gesetzliche Forderungen und die HACCP
Richtlinie zu befolgen.
4.9 Zuschauerverkehr und Pausenversorgung im Opernhaus
Am Besuchstag wurde die Oper „My fair lady“ aufgeführt. Insgesamt waren
ca. 800 Gäste im Opernhaus, davon waren ungefähr 300 Schüler. Die
Sitzplatzverteilung im Opernhaus ist:
Parkett: 500 Plätze
1. Rang: 200 Plätze
2. Rang: 169 Plätze
3. Rang: 160 Plätze
Der Großteil der Zuschauer verlässt den Saal über das Parkett. Dieser
Besucherstrom war nach 2:00 Minuten zu Ende. Die Leerung des 1ten Rang
hat 1:00 Minute gedauert, 2ter Rang 1:49 Minuten und 3ter Rang 1:41
Minuten.
Die Gäste versammeln sich schnell an den reservierten Tischen. Insgesamt
wird davon ausgegangen, dass 75 – 80 % der Gäste in der Pause
konsumieren. Der Anteil, der über den Counter bestellt, beläuft sich
durchschnittlich auf 40 %. Die verbleibenden Gäste gehen am häufigsten zur
Bar in den Glucksaal . Als zweite An laufstelle ist die Ausgabe im
Eingangsbereich zu betrachten und an dritter Stelle wird die Ausgabe im 2ten
Rang angesteuert. Dies entspricht erwartungsgemäß dem Schwarmverhalten
von Menschen.
In einem Exkurs zur grundsätzlichen Versorgung im Pausenbetrieb möchte
ich eine mathematische Berechnung aufführen, welche den Bedarf an
Theken und Personal darstellt.
Wenn von einer Wunschpausenzeit von 20 Minuten ausgegangen wird und
die gestoppte Zeit zur kompletten Leerung des Saals von 2 Minuten zugrunde
gelegt wird, sind für Toilettengänge und Konsum noch 18 Minuten zur
Verfügung, bevor das Stück weiter geht. Um einen ruhigen Verzehr zu
gewährleisten, werden weitere 6 Minuten abgezogen.
Insgesamt nutzen maximal 1.000 Gäste den Foyerbereich. Es stehen maximal
626 Plätze zur Verfügung. Diese Zahl ist eine rechnerische Größe, da die
Stehtische und Sitzmöglichkeiten selten voll belegt sein werden.
24
Bei einer durchschnittlichen Reservierung von 40 % aller bisher
konsumierender Gäste (zwischen 75 – 80 %) sind demnach 320 Zuschauer an
diesen Tischen versorgt.
Die verbleibenden 480 (800 - 320) Zuschauer bedienen sich an den
Ausgabestellen. Am Besuchstag war die kürzeste Bedienzeit pr o Gast 30
Sekunden und die längste Bedienzeit 40 Sekunden. Dabei wurden meistens
Bestellungen für 2 Personen aufgegeben. Wenn hier vom Mittelwert 35
Sekunden ausgegangen wird, können in 720 Sekunde n (12 Minuten
Nettopausenzeit) insgesamt 20 Zuschauer von einem Mitarbeiter bedient
werden. Um 480 Zuschauer bei dieser Geschwindigkeit zu bedienen, werden
demzufolge 24 Mitarbeiter benötigt. Wird von einer d urchschnittlichen
Belegung von 3 Mitarbeitern pro Theke ausgegangen, müssten insgesamt 8
Theken vorhanden sein. Es sind aktuell 4 Theken vorhanden.
Laut Aussage des gastronomischen Betreibers sind im Durchschnitt nur 12 –
15 Mitarbeiter im Pausenbetrieb anwesend.
Für eine erhöhte Ausgabegeschwindigkeit sind daher folgende Möglichkeiten
vorhanden:
• Erhöhen der Mitarbeiteranzahl
• Verkürzung der Bedienzeit pro Gast durch effiziente Thekenplanung
• Erhöhen der Reservierungsquote
• Erhöhen der Sitzplätze im Innenbereich bei gleichbleibender
Reservierungsquote
• Veränderung der Pausenzeiten
Ich möchte hinzufügen, dass unabhängig von der obigen
Potentialberechnung 13 Minuten nach Pausenbeginn alle Gäste an allen
Theken bedient wurden. Ob das an der hohen Anzahl von Kindern liegt oder
der niedrigen Toleranz für Wartezeit sind ausschließlich Vermutungen. Im
Hinblick auf eine Umbauplanung sollten diese Überlegungen jedoch mit
einbezogen werden.
Im Speziellen könnten hier technologische Kassensysteme, Online -
Bestellungen, kontaktlose Kartenzahlungen und eine Umstellun g des
Barbetriebs in ein Bestell- und Abholsystem helfen.
4.10 Abstellfläche
Mir ist aufgefallen, dass die Tische innerhalb von kurzer Zeit belegt sind. Die
verbleibenden Gäste verteilen sich dann auf zur Verfügung stehende
Bereiche. Für die Getränke werden alle waagerechten Flächen genutzt.
Insofern empfehle ich, weitere Abstellflächen in den öffentlichen Bereichen
zu schaffen.
5 Weiterführende Empfehlungen
5.1 Kassensystem
Den neuen Vorschriften für Registrierkassen ab 2016 zufolge müssen
Kassensysteme Daten künftig elektronisch aufbewahren. Der letztmögliche
Umstellungstag war der 31.12.2016. Dies gilt nur für Gewerbetreibende, die
schon ein elektronisches System mit Registrierkassen verwenden. Eine
25
zwingende Anschaffung durch die Gastronomie des Staatstheater Nürnberg
ist jedoch nicht gefordert.
Im Hinblick auf die technologische Entwicklung und die geplante
Fertigstellung der Bauarbeiten 2026 - 2028 empfehle ich trotzdem eine
Komplettlösung für das Theater zu finden, welches die Gastronomie
beinhaltet. Der Fortschritt in der Kassentechnik und Zahlmöglichkeiten lässt
darauf schließen, dass bereits in Kürze eine Zahlung über das Smartphone
flächendeckend möglich sein wird.
Um hier auf den Fortschritt vorbereitet zu sein, rate ich, die technologische
Planung eng mit der gastronomischen Leitung abzustimmen.
Dadurch könnten Tischreservierungen, Buc hungen von
Veranstaltungspaketen, Bestellungen von Getränken zur Pause und weitere
Annehmlichkeiten realisiert werden, die das Gasterlebnis erhöhen und die
Effektivität steigert.
5.2 Gastronomietechnik
Die Versorgung der Zuschauer in der Pause stellt eine besondere
Herausforderung dar. Der Zuschauer kommt aus dem Saal und möchte seine
Getränke und seine Speisen direkt am reservierten Platz vorfinden.
Gleichzeitig müssen die Getränke die richtige Temperatur haben, die Speisen
heiß sein und alles optisch einwandfrei aussehen.
Aktuell nutz der gastronomische Betreiber einen zeitliche koordinierten
Ablauf, der dies bestmöglich gewährleistet. Kalte Getränke, wie Sekt und
Bier werden spät möglichst eingesetzt, kalte Speisen, Gläser und Geschirr zu
Beginn. Mir ist aufgefallen, dass trotzdem Rotwein schon ca. 30 Minuten vor
Pausenbeginn und auch das Flaschenbier schon 20 Minuten vor Pause
eingesetzt wird. Bei einer Umgebungstemperatur von 22 Grad Celsius gehe
ich davon aus, dass die Trinktemperatur von 7 Grad Celsius bei Bier und 15
Grad Celsius bei Rotwein nicht eingehalten wird.
Um dies zu umgehen, sind grundsätzliche Änderungen des Prozesses
notwendig.
Was wäre, wenn die Tische reserviert sind und die Gäste ihre Getränke an
einer Ausgabestelle abholen? Durch das neue Kassensystem wäre es
möglich, die Bezahlung und Bestellung von der Ausgabe zu trennen. Aktuell
begleitet ein Mitarbeiter den Zuschauer durch den kompletten Vorgang.
Mit der Teilung von Kasse und Ausgabe wäre es möglich, dass Bestellungen
und Bezahlung über das Smartphone oder Paypal möglich sind und der
Zuschauer dann mit dem Code an der Ausgabe seine Artikel bekommt.
Zusätzlich würde der Bereich entzerrt, da 2 unterschiedliche Ausgaben
vorhanden sind. Für den Gast würde dies allerdings aktuell bedeuten, dass er
zwei Mal ansteht. Durch ein gutes Informationsleitsystem könnte dieser
Vorgang jedoch verkürzt werden.
Angenommen, dass dies eine mögliche Lösung für die Zukunft darstellt,
könnt auch für die Zuschauer ein frisch gezapftes Fassbier in der Pause
serviert werden. Es gibt bereits heute technische Lösungen, die pro Einheit
1.000 Bier in einer Stunde in eine Glas zapfen. Eine der möglichen Lösungen
ist der Beerjet (mehr Informationen unter www.beerjet.com). Dazu müssten
26
selbstverständlich umfassende Umbauten erfolgen, die von Flaschenbier auf
Fassbier umstellen.
5.3 Mobile Bars
Innerhalb des Gebäudes werden regelmäßig Premierenveranstaltungen und
weitere Events abgehalten. Diese stellen das Gebäude und die Gastronomie
vor spezielle Herausforderungen. Im Rahmen der weiteren Planung
empfehle ich zusätzlich zu den bereits vorhandenen Theken weitere mobile
Bartheken zu konstruieren, welche für besondere Anlässe flexibel im
Gebäude platziert werden können. So könnte auch getestet werden, ob eine
Bar im 3ten Rang Entlastung für die anderen Bars bringen würde.
Entsprechend schlage ich vor, dass durch die TGA-Planung für diese Zwecke
auch zusätzliche Wasseranschlüsse und 32 - bzw. 64-Ampere-
Stromanschlüsse auf den Geschossen verteilt werden, so dass
Mietequipment der Gastronomie dort angeschlossen werden kann.
6 Fazit
Die Planungen und Berechnungen für den Umbau des Staatstheater
Nürnberg befinden sich in einer sehr frühen Phase. Ich begrüße es sehr, dass
bereits zum jetzigen Zeitpunkt externe Berater mit einbezogen werden.
Die Erstanalyse dieses Objektes zeigt, dass bezüglich der Neugestaltung der
Kantinengastronomie und der Optimierung der Foyergastronomie nach wie
vor große Herausforderungen und Limitationen bestehen.
Gastronomie und in diesem Fall die Personalverpflegung zeichnet sich stark
durch einen hohen Fixkostengrad bzw. durch hohe Kosten zur Generierung
der Betriebsbereitschaft aus. Dies ist zurückzuführen aufgrund des uno-actu-
Prinzips und dem Servicecharakter in der Gastronomie. In Konsequenz
bedeutet dies für Projekte wie diese, d ass ein Großteil der Fläche für
Lagerräume, Toiletten, Küchenflächen etc. vorgehalten werden müssen und
zusätzlich eine Reihe von gewerberechtlichen und hygienetechnischen
Anforderungen erfüllt sein müssen. Diese Anforderungen an die Gastronomie
werden häufig in der Beurteilung der Ertragskraft der Gastronomie und
folglich in der Planung unterschätzt. An verschiedenen Stellen in diesem
Bericht wurden diese Aspekte jedoch immer wieder in den Vordergrund
gerückt.
Dies trifft im Speziellen auf die Berechnung des Lagerbedarfs und der
Sozialräume zu.
Die Gastronomie von heute fordert im Wesentlichen stärker eine funktionale
„Schönheit“ und weniger eine architektonische Einzigartigkeit. Es ist der
falsche Ansatz, ein Gebäude aus architektonischer Sicht zu planen und dann
für die Gastronomie passend zu machen. Auch dieses Gebäude in der
jetzigen Ausprägung beweist, dass durch den bisherigen Fokus auf
Theaterbetrieb viel umbauter Raum geschaffen wird und wenig sinnvoll für
gastronomische Zwecke genutzt werden kann wie z.B. die Verkehrswege,
fehlende Flächen für fest eingebaute Bars und mangelnde Lager und
Sozialräume.
27
In Anbetracht des Planungsstandes rat e ich für die nächsten Schritte
folgende Punkte als Diskussionsgrundlage zu benutzen:
1. Die Küche ist im aktuellen Zustand nicht dafür geeignet alle 3
Anforderungen durch die unterschiedlichen Angebote zu erfüllen . Im
Besonderen ist der Spülbereich zu gering und der Vorbereitungsbereich fehlt
vollständig. Auch im Hinblick auf hygienerechtliche Vorgaben ergeben sich
im Vergleich zum Bestand 42,90 qm zusätzlich benötigte Fläche für Küche,
Vorbereitung und Spülküche. Im gleichen Augenblick kann über eine
effiziente und moderne Planung mit offenen Bereichen, der Buffet - und
Ausgabebereich minimiert werden, um so einen Teil dieser Fläche wieder
auszugleichen. Hier können 22,31 qm eingespart werden.
2. Die vorhandene Lagerfläche für gekühlte, tiefgekühlte und ungekühlte
Waren ist zu gering. Dies erkennt man bei einer Begehung dadurch, dass
jede mögliche Fläche als Lager genutzt wird und dadurch auch hygienische
Anforderungen übergangen werden. Der Lagerbereich sollte in der Planung
als eigenständiger Komplex in unmittelbarer Nähe zur Küche geplant
werden. Nach meiner Berechnung fehlen weitere 23,99 qm für eine gute
organisiere Lagerhaltung. Eine Trennung der Lagerung beider
gastronomischer Angebote (Kantine und Foyer) ergibt für den
Getränkebereich Sinn und sollte auch aufgrund der Laufwege beibehalten
werden. Non-Food Artikel, Equipment und Material könnten in einem
Trockenlager-Bereich gebündelt werden.
3. Die Verteilung und der Aufbau der Personalräume entspricht nicht den
Anforderungen der Arbeitsstätten Verordnung und ist unbedingt in der
Neuplanung zu berücksichtigen. Eine Zusammenlegung der beiden
Gastronomiebetriebe in einen Sozialkomplex ergibt Sinn. Es ist zu beachten,
dass dieser Komplex maximal 100 m vom Arbeitsplatz entfernt sein darf.
Eine Bündelung der Bereiche Kantine, Lagerbereich und Personalräume in
einem möglichen vorgelagerten Neubau erachte ich als logisch und sinnvoll.
4. Ich respektiere die Verbindung der einzelnen Gebäudeteile durch
vielseitige Verkehrswege und verstehe die Schwierigke it der Darstellung
einer perfekten Liefersituation. Trotzdem sehe ich hier starken
Handlungsbedarf. Ich rate, einen eigenständigen Lieferweg zu planen, der
die einzelnen Geschosse durch Warenaufzüge mit einander verbindet und
eine ebenerdige Verteilung der Speisen und Getränke abbildet. Aktuell
werden Speisen teilweise außerhalb des Gebäudes transportiert, es müssen
mehrerer Treppen überwunden werden und Aufzüge verbinden nicht alle
Ebenen. Aus Gründen der Arbeitssicherheit rate ich, dies zu ändern.
5. Die derzeitige Bürosituation ist äußerst komplex und undurchsichtig. Die
zentralen Büros befinden sich außerhalb des Staatstheaters, ein
Küchenleiterbüro ist physisch nicht vorhanden und das Büro des F&B
Managers ist gleichzeitig Geldumschlagplatz mit Tresor und außerdem Lager.
Hier empfiehlt sich eine Schaffung eines neuen Großraumbüros für den
gastronomischen Bereich zentral zwischen den Häusern. Bestenfalls in der
Nähe der Kantine und des Wareneingangs.
28
6. Eine Versorgung der Zuschauer über die Menge an Ausgabebereichen ist
meiner Meinung nach heute ohne Qualitätsverlust möglich. Durch eine
entsprechende Anpassung der Ausgabebereiche kann zusätzlich
Ausgabegeschwindigkeit generiert werden. Durch den langen Bauzeitraum
dürfte sich die Erwartungshaltung bis Baufertigstellung verändert haben. Ich
gehe davon aus, dass die jetzige Bereitstellung von Getränken und Speisen
in 10 Jahren nicht mehr ausreichend sein wird für eine entsprechende
Begeisterung. Insofern ist der Fokus auf mobile Lösungen und moderne
technologische Unterstützung in die weitere Planung aufzunehmen.
7. Der Back of house Bereich der Foyergastronomie ist nicht ausreichend für
eine optisch ansprechende und operativ funktionale Barsituation im
Glucksaal. Der Vorbereitungsbereich und die Spülküche sollten während des
Umbaus angepasst werden.
8. Während des Umbaus rate ich dazu, dass die Bartechnik professionalisiert
wird. Im Besonderen sollte vollständig auf Kühlschubladen gesetzt werden,
ausreichend abschließbare Lagerfläche für Gläser eingeplant werden und der
Arbeitsplatz funktional nach den Handgriffen der Barkeeper aufgebaut
werden. Die gleichzeitige Unterstützung durch ein elektronisches
Zahlungssystem würde eine zukunftsweisende gastronomische Ausrichtung
sicherstellen.
Ich danke den Auftraggebern für das Vertrauen und stehe gerne für weitere
Dienst- und Beratungsleistungen zur Verfügung.
Hamburg, August 2017-08-16
Jan Scheidsteger
08-28 Staatstheater Nürnberg
08-28_N-Oper_EV_PB_2021-03-09.docx Seite 1 von 6 04.03.2021
Stellungnahme - Probebühnen Testentwurf Staatstheater (STN)
Nürnberg
Der Betreiber hat als ein wesentliches Ziel des BOH Nürnberg die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des
Opernbetriebes festgeschrieben. Die spartenübergreifende Erhöhung der Vorstellungszahlen kann
dabei als eine der vorrangigen Maßnahmen zur Erhöhung der Wirtschaftlichke it des Betriebes
angesehen werden.
Um die Möglichkeit einer Erhöhung der Vorstellungszahl zu prüfen, lohnt es sich die Disposition der
Hauptbühne saisonübergreifend zu analysieren. Die Hauptbühne wird neben der offensichtlichen
Belegung für den direkten Vorstellungsbetrieb für weitere Betriebsfunktionen genutzt, die den
folgenden Bereichen zuzuordnen sind:
1. Montage und Demontage
2. Beleuchtung, Ton, Video
3. Proben
4. Wartung
5. Schließtage und Standzeiten
Zu Punkt 1. Montage / Demontage
Hier werden Dekorationen auf- und abgebaut, für Vorstellungs- und Probebetrieb auf der Hauptbühne
eingerichtet, verschoben und im Anschluss zu verschiedenem Grad demontiert . Die Dekoration der
aktuell spielenden Produktionen sollten so großteilig wie möglich v orgehalten werden. Hierfür sind
maximale Magazinflächen im Haus bühnennah einzuplanen (Vertikallager, Höhe 9m). Durch diese
Maßnahme können Auf- und Abbauzeiten unmittelbar auf der Hauptbühne reduziert werden.
Zu Punkt 2. Beleuchtung, Ton, Video
Einrichtungszeiten für Scheinwerfer, Ton - und Videoequipment und anschließende
Beleuchtungsprobezeiten können durch eine Erhöhung der Anteile automatisierter Endgeräte
verringert werden . Diese Geräte müssen zu großen Teilen nicht mehr personal- und zeit intensiv
händisch umgerichtet werden, sondern werden vom Pult aus bedient, deren Position ist speicherbar.
Der Einsatz einer digitalisierten Vorbereitung der Auslegung der produktionsabhängigen
Beleuchtungsszenarien in einer computergestütz ten 3D -Umgebung kann einer Verringerung der
notwendigen Hauptbühnenbeleuchtungszeiten dienen.
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Zu Punkt 3. Proben
Auf der Hauptbühne finden unter anderem Regie-, Ensemble -, Chor -, Bühnenorchester- und
Ballettproben, Haupt- und Generalproben als auch technische Ablaufproben statt.
Für das künstlerische Niveau eines Hauses ist unter anderem die Qualität des Probebetriebes bei der
Entwicklung von Neuprod uktionen und der Wiedereinstudierung von Repertoirestücken
mitbestimmend. Eine ausreichende zeitliche Disposition, die Probenausstattung auf der Haupt - und
den Probebühnen sowie die Verfügbarkeit von Mitarbeitern , Sängern, Orchester und Ensemble auf
den Proben spielen dabei eine wichtige Rolle.
Kommt es durch wirtschaftliche Zwänge zur Verdrängung von Probenzeiten von der Hauptbühne
zugunsten des Vorstellungsbetriebes kann der Engpass durch eine optimale Bemessu ng und
Ausstattung der Rahmenbedingungen des Probebetriebes aufgefangen werden.
Die Probebühne 1 Opernhaus sollte in der Fläche zumindest die Spielfläche der Hauptbühne plus
Umgänge aufweisen. Proben möglichst in Originaldekoration durchführen zu können ist als vorteilhaft
für Kunst und Technik anzusehen. Es wirkt sich positiv auf die notwendigen Aufbau- und technischen
Einrichtungszeiten aus, da die Dekoration Wochen vor der auf der Hauptbühne geplanten technischen
Einrichtung vorgenommen werden könnte. Dekorationen können hier schon in Ihrer Gesamtheit
zusammengestellt und eventuelle Nacharbeiten und Korrekturen (Präsenzwerkstatt) von den
Mitarbeitern vor Ort durchgeführt werden. Sängern, Ensemble und Regie steht frühzeitig die
Dekoration der Vorstellung zur Verfügung.
Akustisch ist eine Probebühne so auszulegen, dass dort große Ensem bleproben stattfinden können .
Wichtige musikalische Proben, in denen das szenische wie musikalische Zusammenspiel des Orchesters
mit den Sängern (Bühnenorchesterproben) geprobt wird, sind weiter nur im Zuschauerraum
abzuhalten, da hier der Zuschauerraum als Resonanzraum zur Überprüfung der musikalischen Balance
zwischen Orchester und Sängerensemble unverzichtbar bleibt. Eine mögliche Reduzierung der Anzahl
der Hauptbühnenproben durch eine optimale Probensituation beschränkt sich also in erster Linie auf
die szenischen Proben (Regie).
Zu Punkt 4. Wartung
Die Theaterferien werden mit üblicherweise 4-6 Wochen im Jahr zur Wartung, sicherheitstechnischen
Abnahmen bzw. wiederkehrenden Prüfungen genutzt . Die Wartungsintervalle von Maschinen und
Anlagen sind von Herstellern und Behörden vorgegeben und gerade unter gegebenen
sicherheitstechnischen Aspekten strikt einzuhalten. Unter Umständen sind jährliche
Wartungsperioden durch einen Schichtbetrieb mit erhö htem Personalaufwand bei
Mittelmehraufwand verkürzbar.
Zu Punkt 5. Schließtage, Standzeiten
Diese Zeiträume gehen auf gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeiten, tarifvertragliche Vereinbarungen
und Budgetlimits zurück und sind jeweils betriebsabhängig zu bewerten.
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A. Dimensionierung Probebühnen
Bei der Bewertung eines notwendigen Volumens der Probebühnen liegt der Fokus auf Punkt 3 siehe
oben.
Empfehlung BWKI
- bestmögliche Bemessung der Probebühnen, sich an Spielfläche und Hauptbühnenmaß orientierend,
die Probebühnenfläche (421m²) entspricht der Spielfläche plus Umgang, die Raumhöhe von 9m folgt
einer maximalen Dekorationshöhe von 8.5m
- bestmögliche Ausstattung, mit Zügen, Bühnenboden, moderates Beleuchtungspaket, Ton, Pressluft,
eventuell Ausgleichspodium und Drehscheibe
B. Verortung der Probebühne
Die Opernprobebühne ist idealerweise in unmittelbarer Nähe zur Hauptbühne zu verorten um
Dekorationswechsel (horizontale Verschiebung) zwischen Probebühne und Hauptbühne personell wie
zeitlich so effizient wie möglich zu gestalten. Durch die örtliche Nähe von Probe- und Hauptbühne sind
Synergien in den Abteilungen der Bühnendienste zu erzielen, durch die Nutzung gleicher Lager,
Werkstätten, Aufenthaltsräume und Garderoben.
Empfehlung BWKI
Bei einer Entscheidung zwischen der Verortung von vertikalen Magazinflächen (1.000m²) und von der
Probebühne Oper (421m²) empfehlen wir eine Gleichgewichtung der beiden Funktionsbereiche und
notwendigen Flächen (Priorisierung Bühnenniveau und in Hauptbühnennähe) vorzunehmen. Im Falle
einer Unterdeckung der notwendigen Flächen ist die Probebühne in Hauptbühnennähe gegenüber der
Gesamtheit der benötigten Magazinfläche zu priorisieren. Eine Aufteilung der Magazinflächen zu einer
weiteren Etage vertikal erschlossen durch einen Lastenlift ist in der Folge eine akzeptable Option.
Kommentar BWKI
Ein möglicher Einsatz von Originaldekoration im Probenbetrieb, antizipiert durch eine ausreichende
Bemessung der Probenopernbühne, ist bei der künstlerischen Entwicklung der Produktionen als
wertvoll anzusehen und gewährt Optionen zur Optimierung betrieblicher Abläufe in der Zukunft.
Eine Verortung der Probebühnen auf Bühnenniveau wird empfohlen, dies kann einer Erhöhung der
Wirtschaftlichkeit in Zukunft zuträglich sein . Dabei sei ausdrücklich erwähnt, dass die Spiel - und
Probenfrequenz von vielen weiteren Fakt oren abhängt, nicht nur der Infrastruktur. Der Proben - und
Vorstellungsbetrieb wird neben der Infrastruktur von tarifvertraglichen Vorgaben, wie der maximalen
Anzahl von Chor und Orchesterdiensten, Personalstärken, gesetzlichen Ruhezeiten, dem zur Verfügung
stehenden Produktionsbudget, von innerbetrieblicher Planung und betrieblichen Ressourcen
bestimmt.
Standpunkt STN
STN wünscht die Gesamtheit der vertikalen Magazinflächen auf Bühne nniveau und sieht bei einer
Unterdeckung von Flächen auf Bühnen niveau eine Ansiedlung der Opernprobebühne auf einer
anderen Geschossfläche als unproblematisch an . Eine daraus folgende Raumhöhe von 6m der
Probebühne wird als ausreichend erachtet. Die unmittelbare Nähe der Probebühne zur Hauptbühne
ist danach nicht zwingend nötig. Die logistische Verbindung von Probebühne n und Hauptbühne ist
über Hauptbühnenlift und Fahrstühle herstellbar.
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Kurzfassung Gegenüberstellung Varianten Probebühne Testentwurf
Testentwurf Variante A Variante B
Magazin Nutzer STN Empfehlung BWKI
Magazin Flächenbedarf 1000sqm
Magazin vertikal Raumhöhe 9m
Magazin Verortung Bühnenniveau anteilig nicht zwingend
Probebühne Oper
Probebühne Oper Fläche 421sqm
Probebühne Oper Raumhöhe 6m 9m
Verortung Probebühne Oper Bühnenniveau nicht zwingend
Beachtung - weiterführend beigefügt Protokoll Sitzung 03.032021 Seite 5 –
- Der von STN angegebene Flächenbedarf ist in seiner Gesamtheit von BWKI geprüft und als
plausibel erachtet. Bei der Verortung der Opernprobebühne empfiehlt BWKI eine sich vom
Standpunkt des STN abweichende Version.
- Die von STN angestrebte Version A mit einer Opernprobebühne von 6m Höhe auf
Unterbühnenniveau ist mit der aktuellen Betriebsstruktur gut abzudecken, wobei die
Ansiedlung der Probebühnen im Haus und die Erweiterung der Magazinflächen auf
Bühnenniveau als wesentliche Fortschritte zu verzeichnen sind.
- Die von BWKI empfohlene Variante B mit einer Opernprobebühne die volle Dekorationshöhe
vorsieht, erlaubt eine flexible zukünftige Nutzung und schafft mit einer Verortung der
Opernprobebühne in unmittelbarer Umgebung der Hauptbühne eine Grundlage für eine
weitere Optimierung der Betriebsorganisation in der Zukunft.
- Bei einer angestrebten Erhöhung der Wirtschaftlichkeit ist die Infrastruktur ein Faktor unter
vielen, im Weiteren bestimmen betriebliche Komponenten deren Nutzung.
Anmerkung
Die vorliegende Stellungnahme zur Probebühne wurde in der Nachfolge des Workshops 1 / Footprint
am 15. Februar 2021 auf ausdrücklichen Wunsch de r Projektbaudienststelle Nürnberg von BWK I
angefertigt, um eine Verschriftlichung von Argumenten und damit eine Nachverfolgung von
Entscheidungen auch in späterer Zukunft zu ermöglichen.
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Protokoll zur Sitzung Probebühnen STN am 3. März 2021
Teilnehmer:
Hr. Bergmann Stadt Nürnberg, Projektbaudienststelle
Frau Rogge STN
Herr Gormanns STN
Herr v Graffenried BWKI
Herr Essrich BWKI
Bemerkung: Die Diskussion dreht sich um die im Raumprogramm unter Probebühnen 1, 2 und 8
hinterlegten Räume (dies sind die „eigentliche“ Probebühnen im Vergleich zu den Proberäumen). Im
Folgenden ist hier die Rede von beiden Opernprobebühnen (1 und 2), die gemäß Raumprogramm
beide am Hauptstandort zu verorten sind.
Bei der Aufzählung der Probebühnen hatte ich Ihnen fälschlicherweise die falschen Nummern
genannt, um den daraus resultieren Verwirrungen vorzubeugen, folgend die Gesamtaufzählung mit
Bitte um Gegencheck:
Probebühne (Bühnengröße) Oper A 01 (ID 1052) – Raumhöhe licht 9,0 m| 421 qm
Probebühne (Bühnengröße) Oper B 02 (ID 1132) – Raumhöhe licht 9,0 m| 421 qm
Probebühne (Bühnengröße) Ballett (ID 1133) – Raumhöhe licht 9,0 m| 421 qm
Proberaum (Übungsraum) Oper A 03 (ID 0556) – Raumhöhe licht 6,0 m | 200 qm
Proberaum (Übungsraum) Oper B 04 (ID 0553) – Raumhöhe licht 6,0 m | 200 qm
Proberaum (Ballettstudio) Ballett (ID 0510) – Raumhöhe licht 6,0 m | 185 qm
Zum Abschluss der Phase Plausibilisierung Flächenbedarf/ Testen twurf wurde betreffend
Dimensionierung und Verortung der Opernprobebühne und der vertikalen Magazinflächen folgende
Übereinkunft getroffen:
- Probebühne Oper 1 ist auch mit einer Untermaschinerie zu planen (ev. Ausgleichspodien, ev.
Drehscheibe, ev. Drehscheibenwagen mobil: Wird Gegenstand Planung)
- Verortung Probebühne Oper 1, 2 & 8 mit Hauptbühne logistisch unproblematisch verbunden,
möglichst in der „Logistikachse Anlieferung – Hauptbühne“.
- Magazinflächen vertikal (1 .000m2) ebenso mit Hauptbühne logistisch unproblematisch
verbunden, möglichst in der „Logistikachse Anlieferung – Hauptbühne“. A nteilig (1/3) auf
anderer Geschossfläche möglich.
- Im Testentwurf wird der Raum zwischen linker Seitenbühne und Schauspielhaus nicht explizit
benannt, um dem Entwurf nicht vorzugreifen.
- Transportwege zwischen Anlieferung, Magazin, Hauptbühne und Probebühne sind auszulegen
nach den zu verschiebenden Bauteilen bzw. Transportwägen mit den Maßen:
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Transportmaße „Kulissenanlieferung“
L x B x H = 9,0 x 2,7 x 3,5 m für die Transportwege zwischen:
- Anlieferung Kulissen OH
- Anlieferung Kulissen SH
- Montagefläche OH
- Probebühne 01
- Probebühne 02
- Probebühne 08
Transportmaße “teilzerlegte Bühnenbilder”
L x B x H = 9,0 x 4,0 x 9,0 m für die Transportwege zwischen:
- Seitenbühne
- Bühne OH
- Hinterbühne
- Kulissenmagazin Vertikal
- Montagefläche OH
- Probebühne 01
- Probebühne 02
- Probebühne 08
- Fahrstuhlmasse im Diagramm BWKI sind anzupassen an Bestandsmaße Schauspielhaus
(Fahrstuhlbreite).
BWKIve2021-03-09
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
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Das Gebäude wurde 1905 erbaut und ist seither mehrfach umgebaut (1935, 1948, 1998) worden. Die größte
Veränderung des Hauptsaales, welche Berichten zufolge zu einer deutlichen Verschlechterung der akustischen
Eigenschaften führten, erfolgte dabei 1935.
Das Opernhaus und Teile des Verbindungsbaus (zum Schauspielhaus) sollen zurückgebaut und Platz für Neues
geschaffen werden, um die Anforderungen des 21. Jahrhunderts als Theater der Zukunft mit künstlerischer
Strahlkraft für die diverse (Stadt-)gesellschaft und die Europäische Metropolregion Nürnberg umzusetzen. Das
Bauvorhaben behebt die in diversen Gutachten seit 1967 belegten substanziellen, gebäudestrukturellen und
funktionellen Mängel im Opernhaus sowie städtebauliche Mängel im räumlichen Umfeld.
Die Gebäude befinden sich im Eigentum der Stadt Nür nberg und werden vom Staatstheater Nürnberg betrieb en,
einer Stiftung des öffentlichen Rechts unter gemein samer Trägerschaft des Freistaats Bayern und der St adt
Nürnberg.
Beim Bauvorhaben Opernhaus handelt es sich allein auf Grund der Komplexität, Dimension und Nutzung des
Gebäudes sowie der Bedeutung für die diverse (Stadt-)gesellschaft und des Denkmalschutzstatus um ein
einzigartiges Projekt mit besonderen Anforderungen und Herausforderungen.
Im Folgenden werden die Ziele und Anforderungen hinsichtlich Funktionalität und Akustik an alle künstlerisch
genutzten Raumbereiche formuliert. Die akustischen Belange ergänzen das Nutzerbedarfsprogramm mit der
Betriebsbeschreibung, dem Raumprogramm und Funktionsschema. Sie präzisieren die vom Staatstheater
formulierten Bedarfe und bilden damit die Grundlage für die weiteren Abstimmungen zum Projekt in den
jeweiligen Projektstufen. Somit sind sie im Weiteren mit den projektspezifischen Rahmenbedingungen, wie etwa
den denkmalfachlichen, städtebaulichen und allgemein technischen Belangen in Einklang zu bringen.
Übergeordnetes Ziel aus Sicht des AK Akustik ist herausragende Qualität für Hören und Sehen, sowohl für
Besucher*innen wie auch die optimale Hörsamkeit der Künstler*innen untereinander und die in diesem Kontext
Beschäftigten. Die Akustik wird dabei höchsten Anforderungen für Publikum und Musiker*innen / Künstler*innen
gerecht.
Für alle künstlerisch genutzten Raumbereiche werden hervorragende akustische und funktionale Verhältnisse,
einschließlich Sichtbeziehungen hergestellt, die den Besucher*innen in den unterschiedlichen Formaten die
Vielfalt von Kunst, Unterhaltung, Diskurs, Emotion und sozialer Begegnung erlebbar machen sowie den Künstlern
einerseits Arbeitsmöglichkeiten bieten, die die zeitgemäßen Anforderungen an künstlerische Arbeitsplätze
gewährleisten und andererseits auch kreative Spielräume geben und Entwicklungen ermöglichen.
Die akustischen und funktionalen Anforderungen beziehen sich auf die Raumakustik (Wahrnehmung von Musik,
Gesang und Sprache), die Bauakustik (Schallschutz für Musiker sowie zwischen Raumbereichen), die
Sichtbeziehungen, das Raumklima sowie auf weitere wichtige Funktions- und logistische Beziehungen mit
optimierter Verortung der Räume.
Hervorragender Klang, Raumeindruck und Wohlfühlen werden zudem bestimmt durch architektonische
Gestaltung, Formen, Geometrie, Materialien, Haptik, Oberflächen, Farben, Strukturen, Beleuchtung, Belichtung,
Raumklima, Sitz- und Aufenthaltskomfort sowie Wegebeziehungen und Barrierefreiheit.
Das Opernhaus, wie auch die anderen künstlerisch nutzbaren Räume, stehen dem Staatstheater und seinen
Sparten zur Verfügung. Ausgewählte Räume, wie der Zuschauerraum des Hauptsaales mit Bühne und
Orchestergraben, Probebühnen, der Glucksaal, Foyerflächen sowie der Orchesterprobensaal 01, Aufnahmeräume
Video- und Tonregie und weitere Räume für die Öffnung zur diversen (Stadt-)gesellschaft etc. stehen zudem für
externe Veranstalter und für Education-Projekte zur Vermietung zur Verfügung.
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
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Die Verortung der neu anzuordnenden künstlerisch genutzten Räume und Raumgruppen Orchesterprobensäle 01
und 02, Stimm- und Übungsräume, Instrumenten-, Cases und Accessoire-Lager und Umkleiden sowie ihre
Wegebeziehungen sind funktional von zentraler Bedeutung und werden im Folgenden beschrieben:
Variante A
Orchesterprobensäle 01 und 02 mit den Aufnahmeräumen (Video- und Tonregie), Stimm- und Übungsräume und
Instrumentenlager werden in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet (im Generalmusikzentrum mit weiteren
dort benötigten Räumen). Die Verortung in der Nähe des Orchestergrabens ist nicht zwingend erforderlich. Dafür
sind ausreichend dimensionierte hausinterne Transportwege, inkl. Aufzüge und Kurvenradien für Instrumente
und Personen (max. Abmessungen der Instrumente und Cases ca. 3,10 m x 1,80 m; mit schiebendem Personal
max. 4,10 x 2,20 m) zwischen dem Orchestergraben, den Orchesterprobesälen, den Stimm- und Übungsräumen
und der Bühne des Hauptsaales barrierefrei und mit ausreichenden , lichten Türöffnungen (Breite 2,00 m, Höhe
2,20 m) erforderlich.
Die Stimm- und Übungsräume können auf unterschiedlichen Ebenen angeordnet sein. Die Wegezeit zwischen
Stimm- und Übungsräumen und Orchesterprobensaal muss < 1 Minute betragen.
Wegen der größeren Entfernung der Stimm- und Übungsräume zum Orchestergraben werden in direkter Nähe
zum Orchestergraben ausreichend Einspielzimmer für unterschiedliche Instrumentengruppen (Blechbläser und
Konzertmeister*innen besonders beachten), Umkleiden (mit Kleiderspinden), Aufenthaltsfläche und ein kleines
Instrumentenlager angeordnet.
Die räumliche Nähe vom Chorprobensaal und Ballettprobensälen (je inkl. Umkleiden) zur Bühne Hauptsaal ist
wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Die Wegezeit zwischen Chorumkleiden und Bühne muss < 1
Minute betragen.
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Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
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Variante B
Stimm- und Übungsräume, Umkleiden (mit Kleiderspinden) und Instrumentenlager werden in unmittelbarer Nähe
zum Orchestergraben angeordnet. Die Stimm- und Übungsräume können auf unterschiedlichen Ebenen
angeordnet sein. Das Generalmusikzentrum mit weiteren benötigten Räumen ist ggf. in größerer Entfernung
angeordnet. Die Wegezeit zwischen Stimm- und Übungsräumen und dem Orchestergraben muss < 1 Minute
betragen.
Die Orchesterprobensäle 01+02 mit den Aufnahmeräumen (Video- und Tonregie) ist mit den weiteren benötigten
Räumen im Generalmusikzentrum integriert und ggf. in größerer Entfernung zu den Stimm- und Übungsräumen,
dem Instrumentenlager und dem Orchestergraben angeordnet.
Dafür sind ausreichend dimensionierte hausinterne Transportwege, inkl. Aufzüge und Kurvenradien für
Instrumente und Personen (max. Abmessungen der Instrumente und Cases ca. 3,10 m x 1,80 m; mit schiebendem
Personal max. 4,10 x 2,20 m) zwischen dem Orchestergraben, den Orchesterprobesälen, den Stimm- und
Übungsräumen und der Bühne des Hauptsaales barrierefrei und mit ausreichenden , lichten Türöffnungen (lichte
Breite 2,00 m, lichte Höhe 2,20 m) erforderlich.
Die räumliche Nähe vom Chorprobensaal und Ballettprobensälen (je inkl. Umkleiden) zur Bühne Hauptsaal ist
wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Die Wegezeit zwischen Chorumkleiden und Bühne muss < 1
Minute betragen.
Nachfolgend werden für alle künstlerisch genutzten Räume die relevanten Funktionen sowie die akustischen,
funktionalen Anforderungen und Qualitäten beschrieben.
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
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Raum: Zuschauerraum Opernhaus mit Bühne / Szenenfläche
Anzahl der Nutzer*innen
1.000 Besucher*innen-Sitzplätze, Anzahl Stehplätze (entwurfsabhängig)
regulär 50, max. 90 Chorist*innen
zusätzlich max. 20 Gesangssolist*innen auf der Bühne
24 Tänzer*innen auf der Bühne
bei Konzerten regulär für ein A-Orchester 99 bis ausnahmsweise max. 108 Musiker*innen
1 Dirigent*in
Sonderfall möglich: großes Orchester, großer Chor und Gesangssolist*innen auf der Bühne, z.B. Beethoven/9. Sinfonie
Funktionen
Aufführungen für: Oper, Musical, Ballett, Symphoniekonzert, Kammerkonzert, Klavierkonzerte, Lunchkonzerte,
Sinfoniekonzerte, Chor, Kombinationen mit Chor, Sprechtheater, Lesungen, Preisverleihungen, Liederabend
Aufnahmen
Education-Projekte
Projekte mit Film und Orchester
Proben, Jazz, Vermietung Veranstaltungen, Gastproduktionen, Sponsorenevents
Akustische Anforderungen und Qualitäten
Balance: ausgewogene Balance zwischen Sänger*innen auf der Bühne und Orchester im Orchestergraben
Raumakustischer Klang im Saal: für rein akustische (unverstärkte) Musik mit allen Besetzungen und Formaten; Opern,
Konzerte sowie Musicals haben erste r Priorität; hohe dynamische Spannweite, leise Stelle n transparent und durchhörbar,
auch an lauten Stellen runder, „schöner“ Klang; kein „Plärren“; sehr leises Singen und Musizieren möglich, ohne dass der
Klang „brüchig“ oder unausgewogen wird; alle Einzelstimmen sollen (nach ihrer Priorität in der Partitur) im jeweiligen
Moment gut hörbar wahrgenommen werden; optimale Klangdurchmischung, einhüllender, naher und intimer Klangeindruck;
gute Durchhörbarkeit, Klarheit und Transparenz sowie Akzentuierung und Nachverfolgung einzelner Sänger*innen,
Instrumente und Gruppen sind möglich; gute Transparenz und Klarheit für Einzelstimmen und Stimmengruppen; sehr reiches
Klangfarbenspektrum mit Präferenz des warmen, weichen Klangs, der aber Präzision nicht vernachlässigt und Transparenz
nicht verhindert; kraftvoller und voluminöser Klang, auf möglichst allen Plätzen gleich intensiv; gleichmäßige
Klangausbreitung im Saal
Volumen min. 8.000 m³; min. 8 m³/Platz
Bühne: optimale Hörsamkeit der Musiker*innen und Sänger*innen untereinander. Musiker*innen und Sänger*innen haben
das Gefühl, dass alles, was sie vorführen, vom Saal unverändert und unterstützend umgesetzt wird; der Saal gibt eine gute
„Rückmeldung“ des Klangs auf die Bühne, ohne eine übertriebene Lautheit zu erzeugen; die Akustik animiert und inspiriert
das Spielen und Singen
große und kleine Konzertmuschel auf der Bühne für: Galakonzert, Neujahr eskonzert, Kammerkonzert, konzertante Oper,
Kinderkonzert, Festakt-Preisverleihung, Meistersinger-Wettbewerb, Sinfoniekonzert, Chorkonzert
anpassbare Raumakustik für unterschiedliche Musikformen, Ballett, Sprachveranstaltungen und Nutzungen mit Verstärkung.
Elektroakustische Verstärkung für Sprachveranstaltungen, Ballett, Musical, Operette, Orgel (bruchlose Verschmelzung mit
dem Orchester)
für elektroakustische Einspielungen zusätzlich zum „analogen Orchester“ muss bruchlose Verschmelzung von analogem und
elektroakustisch hinzugespieltem Klang möglich sein
Schallschutz für Musiker*innen: angemessener Lärmschutz für Musiker*innen bei Bühnenbetrieb
Schallschutz im Zuschauerraum und Tonregie: „absolute Ruhe“ ist erforderlich, kein Luft- und Körperschall von Lüftung,
Beleuchtung, Beamer, Projektor, Bühnentechnik, Aufzügen und von angrenzenden Räumen und vor Außengeräuschen.
Raumakustik für räumlich abgegrenzte Tonregie: optimierte Bedämpfung der Raumakustik
Weitere funktionale Anforderungen
Sichtbeziehungen für Publikum:
75 oder 80% der Plätze mit ungehindertem Blick auf die Bühne vorn bzw. Vorbühne mit hochgefahrenem Orchestergraben
70 bis 75% der Plätze mit ungehindertem Blick auf die Bühne hinten bzw. zur vertikalen Dekoration ca. 8,5 m hinter dem
Portal
keine Anordnung von Plätzen unmittelbar hinter den Stützen
Anforderungen an die Portalbreite (Architektur- und Technikprotal):
Vergrößerung rechts, links und oben je 0,5 m, idealerweise auf max. Breite 14 m (der Platzbedarf für das vorhandene Fries ist
zu beachten)
Vorbühne:
ist ab dem Eisernen Vorhang feste Vorbühne in der Tiefe mindestens wie im Bestand: 1 bis 1,50 m
Möglichkeit eines barrierefreien Zugangs zur Vorbühne vom Zuschauerraum aus
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
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Konzertmuschel:
flexible Konzertmuschel für Konzerte auf der Bühne (schneller Auf- und Abbau, platzsparende Lagerung, akustisch anpassbar
für kleine bis große Besetzungen)
Sitzkomfort für Publikum nach heutigen Maßstäben:
Sitzbreite im Mittel 55 cm, min. 53 cm
Sitzreihenabstand min. 90 cm
Für Künstler*innen:
gute Sichtbeziehungen bei Bühnenbetrieb (Podeste)
Sitzkomfort und Beleuchtung nach heutigen Maßstäben
Tonregie:
räumlich abgetrennte Tonregie
zusätzlich offene Tonregie mit den gleichen akustischen Verhältnissen wie im Zuschauersaal
Gleichzeitigkeit:
zeitgleich möglich: Probe im Zuschauersaal und Veranstaltung/ Probe im Glucksaal
nicht zeitgleich nötig: Veranstaltungen im Zuschauersaal und Glucksaal
zeitgleich möglich: Veranstaltung im Zuschauersaal und Vorbereitung im Gluck-saal und Foyer für Catering
Weitere Anforderungen:
Aufnahmen, Streaming, Live-Übertragungen in modernster Übertragungs-Qualität
Fernorchesterfunktion
Bildschirmübertragung
Raumklima für Zuschauerraum und Tonregie mit besonderen Anforderungen
Beamer/Projektor
sichere Bühnenaufgänge für Musiker*innen bei Konzerten
Verortung
wie Bestand
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
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Raum: Orchestergraben
Anzahl der Nutzer*innen
regulär für ein A-Orchester 99 bis ausnahmsweise max. 108 Musiker*innen
1 Dirigent*in
1 Soufflage
einzelne Chorist*innen mit im Graben, Summe Personen jedoch max. 108
Funktionen
Aufführungen für: Oper, Musical, Ballett, in Kombination mit Chor
Einspielen
Aufnahmen
Education-Projekte
Akustische Anforderungen und Qualitäten
optimale Hörsamkeit der Musiker*innen untereinander, alle sollen unter den gleichen akustischen Bedingungen spielen, der
Orchesterklang im Graben soll das musikalische Geschehen auf der Bühne tragen und die Sänger*innen unterstützen. Die
Sänger*innen sollen nie das Problem haben, dass sie sich „gegen“ das Orchester durchsetzen müssen, umgekehrt muss es für
das Orchester im Graben möglich sein, frei spielen zu können, im piano, sowie im fortissimo, ohne bereits im „mezzoforte“
sich zu lautes Spielen vorwerfen lassen zu müssen, ohne eine übertriebene Lautheit zu erzeugen. Der Gesang von der Bühne
muss im Graben gut hörbar sein und ein gutes Begleiten ermöglichen. Umgekehrt soll vermieden werden, dass durch die
Wahrnehmung hoher Lautstärken von der Bühne in den Graben das Orchester zu immer lauterem Spielen animiert wird,
man sich gewissermaßen gegenseitig zu immer größeren Lautstärken hochschaukelt
optimale Balance für Bespielung Orchestergraben und Bühnengeschehen (Sänger*innen, Chor, Ballett)
die Akustik soll die Koordination des Bühnengeschehens mit dem Orchester im Graben für Dirigent*in unterstützen
elektroakustische Verstärkungen auf der Bühne soll im Orchestergraben angemessen wahrnehmbar sein
anpassbare Raumakustik für unterschiedlichen Musikformen und Orchesteraufstellungen
Schallschutz für Musiker*innen: angemessener anpassbarer Lärmschutz für Musiker*innen im Graben bei allen
Inszenierungsvarianten mit Platz für Lärmschutzelemente und Höhenunterschiede zwischen lauten Instrumentengruppen
bzgl. davorsitzenden Musiker*innen zu berücksichtigen
Schallschutz: „absolute Ruhe“ ist erforderlich, kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Beamer, Projektor,
Bühnentechnik, Aufzügen und von angrenzenden Räumen
Weitere funktionale Anforderungen
Fläche:
150 m² Gesamtfläche (variabel)
mind. 110 m² offene Fläche bei maximaler Orchestergröße (variabel), moderate Deckelung des Grabens, jedoch Verringerung
der vorhandenen Deckung, keine „Garagen“; inkl. Verbreitung des Proszeniumsbereiches
variabel fahrbare Höhe des Grabenbodens für verschieden Stilrichtungen: von kleinbesetzter Barockoper über klassische bis
zur groß besetzten modernen Oper, Musicals
weitere Anforderungen:
gute Sichtbeziehungen (Podeste) mit Rücksicht auf Schallschutzelemente sowie Sitzkomfort und (Pult-)Beleuchtung nach
heutigen Maßstäben
technische Möglichkeit zur partiellen Überbauung des Orchestergrabens (Passarelle) für ausgewählte Formate
für Ballettvorstellungen soll der Orchestergraben, je nach Inszenierung, Bestuhlung (zusätzliche Sonderbestuhlung) haben
können oder aber als tanzbare Fläche bei Ballettabenden ohne Orchester genutzt werden können; außerdem sollte eine
Tanznutzung für alle Höhenstellungen des Orchestergrabens, insbesondere auch für Zwischenstellungen zwischen
Bühnenniveau und Saal(Parkett)-Niveau, möglich sein
seitlich abgespanntes Netz
Fernorchesterfunktion
Bildschirmübertragung
Raumklima mit besonderen Anforderungen
sichere Aufgänge für Musiker*innen bei allen Höhenstellungen des Orchestergrabens
Verortung
wie Bestand
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
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Raum: Probebühnen
Anzahl der Nutzer*innen
PB 01 und 02: je max. 100 Nutzer*innen
Funktionen
Oper, Chor, Musical, Ballett, Sprechtheater
Akustische Anforderungen und Qualitäten
Raumakustik: Grundbedämpfung (Integration Absorption) abhängig vom Raumvolumen, um eine gute Sprachverständlichkeit
und angenehme Akustik für alle Proben (auch mit verstärktem Klang) zu erzielen, für Chor nicht zu hallig
anpassbare Raumakustik: Als Probenort für alles, was später auf der Bühne passiert
Schallschutz: akustisch abgeschirmt zu allen angrenzenden Räumen um beste Probebedingungen zu schaffen; für die
Gleichzeitigkeitsanforderungen sind jeweils Korridore und jeweils 2 Schallschutztore zwischen den Probebühnen und der
Hauptbühne als Puffer zwingend erforderlich
Elektroakustische Verstärkungen für alle Probebühnen.
Weitere funktionale Anforderungen
Gleichzeitigkeit:
zeitgleich möglich: Proben auf der Hauptbühne und den 3 Probebühnen
zeitgleich möglich: Veranstaltung auf der Hauptbühne und Proben auf den 3 Probebühnen
Anlieferungen dürfen auf der Hauptbühne nicht wahrnehmbar sein und auf den 3 Probebühnen nicht störend
wahrgenommen werden
Weitere Anforderungen:
Fernorchesterfunktion: Übertragung für große Chöre, große Bühnenmusiken o.ä. soll von einer Probebühne aus in den
Zuschauersaal möglich sein (per Audio)
Raumklima mit besonderen Anforderungen
Transportwege zur Bühne, Magazin etc. zwingend nötig, da die Bühnenbilder auf den Probebühnen genutzt werden
Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion
Verortung
logistisch gut an die Hauptbühne angebunden
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
8
Raum: Orchesterprobensaal 01
Anzahl der Nutzer*innen
regulär für ein A-Orchester 99 bis ausnahmsweise max. 108 Musiker*innen, 1 Dirigent*in
regulär 50, max. 90 Chorist*innen
zusätzlich max. 20 Gesangssolist*innen max. 250 Nutzer*innen inkl. Besucher*innen, jedoch max. 199 Besucher*innen
Funktionen
Orchesterproben in unterschiedlich großen und kleinen Besetzungen, für Opernrepertoire, Symphoniekonzert,
Kammermusikproben, Flügel
Probespiel
Probespieltraining
Education-Projekte
öffentliche Proben / Konzerte, für Förderverein, für Schüler*innen / Kinder zur musikalischen (Früh-) Förderung
öffentliche Kammermusik- und Klavierkonzerte mit Publikum
Aufnahmen (Audio, Video und Live-Streaming)
Akustische Anforderungen und Qualitäten
optimaler Klang für Proben Orchester. Der Charakter des Raumes und des akustischen Klangs ist für beste
Probenbedingungen, aber auch für öffentliche Veranstaltungen , wie Kammerkonzerte und Videoaufnahmen/Live-Streaming
geeignet. Der Saal soll zudem einen hohen Identifikationswert für die Staatsphilharmonie schaffen, dabei eine Art
Werkstattcharakter, dennoch ansprechende Oberflächengestaltung aufweisen
optimale Hörsamkeit der Musiker*innen untereinander. Musiker*innen haben das Gefühl, dass alles, was sie spielen, vom
Saal unverändert und unterstützend umgesetzt wird. Der Saal gibt eine gute „Rückmeldung“ des Klangs, ohne eine
übertriebene Lautheit zu erzeugen
anpassbare Raumakustik für unterschiedlichen Musikformate, flexible Probensituationen / Aufstellungen
raumakustischer Klang: Raumakustik für rein akustische (unverstärkte) Musik mit allen Besetzungen und Formaten, optimale
Klangdurchmischung, einhüllender, naher und intimer Klangeindruck, gute Durchhörbarkeit, Klarheit und Transparenz sowie
Akzentuierung und Nachverfolgung einzelner Gesangssolist*innen, Instrumente und Gruppen sind möglich, sehr reiches
Klangfarbenspektrum mit Präferenz des warmen, weichen Klangs, der aber Präzision nicht vernachlässigt und Transparenz
nicht verhindert. Kein „Plärren“, sehr leises Musizieren möglich, ohne dass der Klang „brüchig“ oder unausgewogen wird
Raumvolumen min. 5.000 m³; Raumfläche min. 450 m²; Breite min. 20 m; Länge > Breite, Höhe min. 11 m
flexible Podien ermöglichen Proben unter anderem im Format Sinfonieorchester oder Orchestergraben
Schallschutz für Musiker*innen: angemessener Lärmschutz für Musiker*innen
Schallschutz: „absolute Ruhe“ ist erforderlich, kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Beamer/Projektor,
Aufzügen und von angrenzenden Räumen sowie vor Außengeräuschen
Weitere funktionale Anforderungen
Sichtbeziehungen:
für Musiker*innen flexible Podeste (in Anlehnung an die Bühnenplanung Konzerthaus Nürnberg)
1 Reihe mit 50 Chorist*innen hinter dem Orchester als auch auf der gegenüberliegenden Seite möglich
Gleichzeitigkeit:
zeitgleiche Veranstaltungen und Proben im Orchesterprobensaal 01 und 02 und Proben in den Stimmzimmern sowie
Probespiel in den Orchesterprobensälen 01 und 02 und Einspielen in den Stimmzimmern
weitere Anforderungen:
Tageslicht
Aufnahmen in Studio-Qualität, Streaming, Live-Übertragungen, Dirigentenmonitor
Sitzkomfort und (Pult-)Beleuchtung nach heutigen Maßstäben (Bsp. Staatsoper München)
Publikum-Sitzbereich muss flexibel nutzbar sein, auch für Bühnenmusik, Chor etc.
Lagermöglichkeiten für Podeste und Besucherbestuhlung
Auspackfunktion Instrumente bei Verortungsvariante B
einfache Garderobenvorrichtungen
Fernorchesterfunktion
Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion
Raumklima mit besonderen Anforderungen
Beamer/Projektor für mobile Nutzung
Beleuchtung muss den flexiblen Nutzungsmöglichkeiten anpassbar sein
Verortung
Variante A oder Variante B
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
9
Raum: Kleiner Orchesterprobensaal 02
Anzahl der Nutzer*innen
60 Nutzer*innen
Funktionen
Orchesterproben in unterschiedlich kleinen Besetzungen, Kammermusikproben, Flügel
Probespiel
Probespieltraining
Education-Projekte
Akustische Anforderungen und Qualitäten
analog großer Orchestersaal, aber räumlich kleiner, Fokus auf kammermusikalische Besetzungen und größere Schlagwerk-
Aufbauten
optimaler Klang für Proben Kammermusik und Rep etition, Instrumentengruppen
optimale Hörsamkeit der Musiker*innen untereinander
anpassbare Raumakustik für unterschiedlichen Musikformate, flexible Probensituationen / Aufstellungen
Raumakustischer Klang: Raumakustik für rein akustische (unverstärkte) Musik priorisiert, gute Durchhörbarkeit, Klarheit und
Transparenz sowie Nachverfolgung einzelner Sänger*innen, Instrumente und Gruppen sind möglich
Schallschutz für Musiker*innen: angemessener Lärmschutz für Musiker*innen
Schallschutz: „angemessene Stille“ kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Beamer/Projektor, Aufzügen und
von angrenzenden Räumen sowie vor Außengeräuschen
Weitere funktionale Anforderungen
Sichtbeziehungen:
für Musiker*innen flexible und schnell umbaubare Podeste
Gleichzeitigkeit:
zeitgleiche Veranstaltungen und Proben im Orchesterprobensaal 01 und 02 und Proben in den Stimmzimmern sowie
Probespiel in den Orchesterprobensälen 01 und 02 und Einspielen in den Stimmzimmern
weitere Anforderungen:
Tageslicht
Aufnahmen und Übertragungen möglich
Sitzkomfort und (Pult-)Beleuchtung nach heutigen Maßstäben
Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion
Auspackfunktion Instrumente bei Verortungsvariante B
einfache Garderobenvorrichtungen
Raumklima mit besonderen Anforderungen
Verortung
Variante A oder Variante B
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
10
Raum: Instrumentenlager
Anzahl der Nutzer*innen
keine
Funktionen
Lager
Akustische Anforderungen und Qualitäten
keine
Weitere funktionale Anforderungen
Raumklima mit besonderen Anforderungen
barrierefrei erreichbar und mit ausreichenden, lichten Türöffnungen (lichte Breite 2,00 m, lichte Höhe 2,20 m)
Verortung
Variante A oder Variante B
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
11
Raum: Stimmzimmer
Anzahl der Nutzer*innen
Einzel, Instrumentengruppen
Instrumentenspinde (Spinde für mehr Personen als die unten genannte Planstellen-Anzahl durch Teilzeit, etc.)
Planstellen TVK A (inkl. Akademist*innen):
Solo-Streicher*innen: 2 x 4 AP (inkl. Konzertmeister*innen-Zimmer)
Violinen: 17 AP
Violinen: 15 AP
Bratschen: 11 AP
Celli: 9 AP
Bässe: 8 AP
Harfen: 2 AP
Flöten: 6 AP
Oboen: 6 AP
Klarinetten: 6 AP
Fagotte: 6 AP
Hörner: 10 AP
Trompeten: 6 AP
Posaunen: 5 AP
Tuba: 1 AP
Pauken: 2 AP
Schlagwerke: 4 AP
Funktionen
Einzelproben alle Instrumente
Proben alle r Instrumentengruppen
Einspielen vor Veranstaltungen
Akustische Anforderungen und Qualitäten
raumakustischer Klang: Anforderungen je Instrumentengruppe und Einzelinstrumente, abhängig von der Lautstärke der
Instrumente, anpassbare Raumakustik
bei Instrumentengruppen: optimale Hörsamkeit der Musiker*innen untereinander
Schallschutz: kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Aufzügen und hochwertiger Schallschutz von
Nachbarräumen und vor Außengeräuschen
variable Nutzung: Üben, Proben in kleinen Ensembles, Rückzug zur Konzentration, Noten einrichten, Auspacken der
Instrumente und „Ablegen“ der Instrumente nach instrumentenspezifischen Anforderungen
Weitere funktionale Anforderungen
Platzbedarf:
Stimmzimmer bespielbar mit bis zu 5 Instrumenten je Gruppe
Gleichzeitigkeit:
zeitgleiches Einspielen und Üben
zeitgleiche Veranstaltungen und Proben im Orchesterprobensaal 01 und Saal 02 und Proben in den Stimmzimmern
weitere Anforderungen:
Tageslicht
Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion
Auspackfunktion für Instrumente sowie Rohr- und Blattbau für Holzblasinstrumente
Raumklima mit besonderen Anforderungen
Flächen für Umkleiden und Instrumentenspinde
Verortung
Variante A oder Variante B
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
12
Raum: Einspielräume
Anzahl der Nutzer*innen
ausreichend Einspielräume (und Umkleiden)
Anzahl Räume abhängig von der Lage der Räume
Funktionen
Einspielen vor Veranstaltungen
(Umziehen in den Umkleideräumen)
Akustische Anforderungen und Qualitäten
raumakustischer Klang: anpassbare Raumakustik für unterschiedliche Nutzungen, Einzel- und/oder Instrumentengruppen
Schallschutz: kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Aufzügen und hochwertiger Schallschutz von
angrenzenden Räumen
Weitere funktionale Anforderungen
zusätzlich kleines Instrumentenlager
zeitgleiches Einspielen und Üben
Raumklima mit besonderen Anforderungen
Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion
Verortung
Variante A: Nähe Orchestergraben
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
13
Raum: Ballettprobensäle
Anzahl der Nutzer*innen
PB 08: 100 Nutzer*innen
PB 09: 40 Nutzer*innen
Funktionen
Ballettproben
Education-Projekte
Akustische Anforderungen und Qualitäten
raumakustischer Klang: Grundbedämpfung (Integration von Absorption) für eine gute Sprachverständlichkeit und Reduktion
Nachhall und Lautheit
Schallschutz: kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Aufzügen und hochwertiger Schallschutz von
angrenzenden Räumen und vor Außengeräuschen
hochwertiger Trittschalldämmung des Bodens, um Störung angrenzender Räume zu vermeiden
elektroakustische Verstärkung
Weitere funktionale Anforderungen
Gleichzeitigkeit:
zeitgleich möglich: Proben
zeitgleich möglich: Veranstaltung und Proben
Weitere Anforderungen:
Raumklima mit besonderen Anforderungen
Video- und Soundsysteme, auch zur Übertragung in die Proberäume untereinander
Tageslicht erforderlich bei PB 09, bei PB 08 wünschenswert
Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion
Tanz- und Sprungböden
Verortung
Nähe zur Bühne Hauptsaal ist wünschenswert, aber nicht erforderlich
PB 08 und 09 nah beieinander
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
14
Raum: Chorprobensaal
Anzahl der Nutzer*innen
50, max. 121 Chorist*innen
Funktionen
Chorproben
Vorsingen
Education-Projekte
Akustische Anforderungen und Qualitäten
optimaler Klang für Chorproben
raumakustischer Klang: anpassbare Raumakustik für unterschiedliche Chorgrößen und Nutzungen
Schallschutz für Musiker*innen: angemessener Lärmschutz für Musiker*innen (Raumakustik nicht zu laut)
gute Transparenz und Klarheit für Einzelstimmen und Stimmengruppen . Optimale Hörsamkeit der Einzelstimmen und
Stimmgruppen, ohne eine übertriebene Lautheit zu erzeugen
Schallschutz: kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Aufzügen und hochwertiger Schallschutz von
angrenzenden Räumen und vor Außengeräuschen
Weitere funktionale Anforderungen
Sichtbeziehungen:
4 feste Stufen (50 Choristen)
gute Sichtbeziehungen zum Chorleiter
Gleichzeitigkeit:
zeitgleiche Veranstaltungen und Proben
weitere Anforderungen:
Tageslicht
Raumklima mit besonderen Anforderungen
Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion
Verortung
Nähe zur Bühne Hauptsaal ist wünschenswert, aber nicht erforderlich
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
15
Raum: Einsingzimmer
Anzahl der Nutzer*innen
5 Räume mit je bis 6 Personen
Funktionen
Proben
Akustische Anforderungen und Qualitäten
raumakustischer Klang: Einzelproben v.a. für Sänger*innen
akustisch abgeschirmt voneinander
Weitere funktionale Anforderungen
Raumklima mit besonderen Anforderungen
Tageslicht
Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion
Verortung
Variante A oder Variante B
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
16
Raum: Repetitionszimmer
Anzahl der Nutzer*innen
5 Räume mit je 2-3 Personen, einmal bis 10 Personen
Funktionen
Proben
Akustische Anforderungen und Qualitäten
raumakustischer Klang: Einzelproben v.a. für Sänger*innen und Korrepetition
akustisch abgeschirmt voneinander
Weitere funktionale Anforderungen
Raumklima mit besonderen Anforderungen
Tageslicht
Mithören-, Mitschauen- und Inspizientenruffunktion
Verortung
Variante A oder Variante B
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
17
Raum: Glucksaal
Anzahl der Nutzer*innen
Besucher*innen
künstlerisches Personal für kleinere Formate
Funktionen
Veranstaltungseinführungen
musikalische Nutzungen für kleinere Formate, Flügel
Liederabende, Lesungen, Talk-Runden, „Damentee“
Mietfläche, Sponsorenveranstaltungen
Catering
Akustische Anforderungen und Qualitäten
raumakustischer Klang: moderat höhere Bedämpfung im Vergleich zum Bestand, um Sprachverständlichkeit zu verbessern,
Lautheit zu reduzieren und Foyer-Nutzung zu optimieren
Akustik für kleinere musikalische Formate angemessen
anpassbare Raumakustik für unterschiedliche Musikformate (klein-größer besetzt, Sänger*innen, und/oder Musiker*innen),
flexible Aufstellungen, Sprachveranstaltungen
elektroakustische Verstärkung für Konzerteinführungen, Sprachveranstaltungen
Schallschutz: angemessener Luft- und Körperschallschutz von Lüftung, Beleuchtung, Aufzügen und angemessener
Schallschutz vor Außengeräuschen
Weitere funktionale Anforderungen
Gleichzeitigkeit:
zeitgleich möglich: Veranstaltung im Zuschauersaal und Vorbereitung im Gluck-saal und Foyer für Catering
nicht zeitgleich nötig: Veranstaltungen im Zuschauersaal und Glucksaal
Weitere Anforderungen:
variable Podeste
Bildschirmübertragung
mobile Beamer/Projektor
alle Technikkomponenten, auch Catering, möglichst leise
Verortung
wie Bestand
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
18
Raum: Foyer / Galerien
Anzahl der Nutzer*innen
Besucher*innen
Funktionen
Foyernutzung
Akustische Anforderungen und Qualitäten
raumakustischer Klang: für Foyernutzung
elektroakustische Verstärkung
Schallschutz: angemessener Luft- und Körperschallschutz von Technikkomponenten und vor Außengeräuschen
Weitere funktionale Anforderungen
Gleichzeitigkeit:
zeitgleich möglich: Veranstaltung und Probe im Zuschauersaal und Vorbereitung im Foyer für Catering
Weitere Anforderungen:
Fernorchesterfunktion
Bildschirmübertragung
Verortung
wie Bestand
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
19
Raum: Aufnahmeräume Video- und Tonregie
Anzahl der Nutzer*innen
einzelne Nutzer*innen
Funktionen
Aufnahmen
Streaming
Live-Übertragungen Ton und Bild
Akustische Anforderungen und Qualitäten
Raumakustik: optimiert für detailliertes Zuhören und Abstimmen der Aufnahme
optimierte Bedämpfung der Raumakustik, abhängig vom Monitor-Lautsprechersystem (Stereo, 5.1, Atmos usw.)
Schallschutz: „absolute Ruhe“ ist erforderlich, kein Luft- und Körperschall von Lüftung, Beleuchtung, Technikkomponenten
und von angrenzenden Räumen und vor Außengeräuschen
Weitere funktionale Anforderungen
Bildschirmübertragung
Raumklima mit besonderen Anforderungen
Belichtung
medientechnische Übertragung (Audio und Video) zum Zuschauerraum des Hauptsaales
Verortung
zwingend am Orchesterprobensaal
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
20
Raum: Open-Air-Bühne
Anzahl der Nutzer*innen
min. 199 Besucher*innen
Funktionen
verstärkte und unverstärkte Aufführungen
Live Übertragungen aus den Hauptspielstätten
Akustische Anforderungen und Qualitäten
Überdachung fest/temporär der Bühne sowie Teile des Zuschauerbereiches als Wetterschutz
für Konzerte Überdachung der Bühne zwingend nötig (wetterunabhängig, akustische Aspekte)
gute Hörsamkeit der Musiker*innen untereinander
Schutz vor Straßenlärm, ggf. durch abgesenkten Bereich oder Lärmschutzwand
elektroakustische Verstärkung
Weitere funktionale Anforderungen
75 m² Bühnenfläche
temporäre Zuschauertribüne
variable Bühnenpodeste
Beamer und Projektionsfläche
Ton- und Lichttechnik
modular erweiterbare Zuschauertribünen
Verortung
Freifläche vor dem Staatstheater
Bauvorhaben Opernhaus (BOH)
Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen
Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
28.04.2021
21
Raum: Integrative Aktionsfläche
Anzahl der Nutzer*innen
Raum mit 200 m² mit Möglichkeit für unterschiedliche Aufteilung und Möblierung
es können 6 Räume á ca. 30 m² oder ein großer Raum von ca. 200 m² zur Nutzung bereitstehen, hier sind je nach Nutzung
unterschiedliche Ansätze m²/Person denkbar
Funktionen
Tagungen
Schulungen
Lesungen
Theater
Education-Projekte
Akustische Anforderungen und Qualitäten
Raumbedämpfung für Sprachverständlichkeit optimiert
angemessener Schallschutz
Weitere funktionale Anforderungen
multifunktionale Flächen mit flexiblen Raumnutzungen
Verortung
variabel
Oper Nürnberg
Variantenuntersuchung
Kahle Acoustics
07.05.2021
Schlußfolgerungen von Messungen und akustische Ziele
Die Nachhallzeit von 1,6 Sekunden ist angemessen bis relativ kurz. Die prognostizierte
Nachhallzeit im besetzten Zustand von 1,2 Sekunden ist eher kurz und leicht unterhalb des
heute gewünschten Standards.
Gleichzeitig ist der Saal, insbesondere in einigen Bereichen, sehr laut, was auch durch
Interviews mit Musikern bestätigt wurde.
Aus der uns zur Verfügung stehenden Punktwolke wurde ein 3D-Modell entwickelt und in
diesem 3D-Modell das akustisch Volumen und die Gesamtfläche Publikum berechnet. Es
ergibt sich ein akustisches Volumen von ca. 5.500m3, welchesdeutlich unter
vergleichbaren Referenzprojektenfür große Opernhäuser und für STN relevantes
Repertoire liegt.
Das zukünftige Volumen sollte deutlich über dem heutigen Volumen liegen, als Zielwert
schlagen wir ein Volumen von 8.000m3 vor.
Die Vergrößerung des Volumens ist einerseits in der Höhe zu suchen, andererseits in einer
Vergrößerung der Gesamtfläche des Publikums. Dies ist notwendig, da die heutige
Gesamtfläche Publikum von ca. 720m2 nicht ausreichend ist für 1.000 Sitzplätzemit
heutigem Komfort und Anforderungen Korridorbreiten, Notausgängen und Barrierefreiheit.
Man geht üblicherweise von einem Platzbedarf von 0,9 bis 1,0m2 pro Platz aus.
Eine Vergrößerung des Volumens ist ebenfalls zielführend, um die Lautheit des Saales
moderat zu reduzierenund somit die akustischen Verhältnisse an die geplanten Nutzungen
anzupassen und zu verbessern.
Interessant in diesem Zusammenhang ist der Vergleich mit der deutschen Staatsoper in
Berlin: die für Nürnberg vorgeschlagene relative Volumenvergrößerung entspricht,
zumindest von der Größenordnung her, dem Projekt in Berlin.
Die Sichtlinien sind sehr eingeschränkt, zum Einen auf Grund der sehr engen Hufeisenform,
zum anderen durch die nicht ausreichend steil ausgeführten Ränge. Die Sicht von mehreren
Plätzen wird auch durch die Stützen eingeschränkt. Durch eine Öffnung des Hufeisens, eine
Optimierung der Steilheit der Ränge und eine Entfernung der Stützen können die
Sichtlinien deutlich verbessert werden.
Schlußfolgerungen von Messungen und akustische Ziele
Sitzplätze Volumen Volumen/
Sitzplatz
Evaluierung
Nürnberg Bestand 1.035 5.500 m3 5,3 m3 Zu klein, zu laut
Oslo, Norwegen 1.375 12.000 m3 8.7 m3 Volumen und Lautstärke angemessen für
große Orchester
Kopenhagen, Dänemark 1.439 10.500 m3 7,3 m3 Volumen und Lautstärke angemessen für
große Orchester
Buxton, England 946 3.100 m3 3,3 m3 Zu klein, zu laut
Mailand La Scala, Italien 2.289 11.252 m3 4,9 m3 Großes Volumen, angemessen obwohl
Volumen/Platz klein
Staatsoper Wien, Österreich 1.709 10.665 m3 6,2 m3 Großes Volumen, angemessen obwohl
Volumen/Platz relativ klein
Glyndebourne, England 1.243 8.000 m3 6,6 m3 Volumen und Lautstärke angemessen
obwohl Volumen/Platz klein
Wexford, Irland 781 4.800 m3 6,2 m3 Zu klein, zu laut
Semperoper Dresden 1.300 12.500 m3 9,6 m3 Sehr großes Volumen und Volumen/Platz
Staatsoper Berlin (vor) 1.350 6.500 m3 4,8 m3 Zu klein, zu laut
Staatsoper Berlin (nach) 1.350 9.300 m3 8,6 m3 Volumen und Lautstärke angemessen
für große Orchester
Operhäuser für Orchester mit über 100 Musikern:
- Raumvolumen ≥ 8.000m3, ideal ≥ 9.000 bis 10.000m3
- Volumen / Sitzplatz mindestens 7m3, ideal 8m3 bis 9m3
Nürnberg: mit 1.000 Sitzplätzen à ≥8m3/Platz und Volumen ≥8.000m3 insgesamt à 30-45% größer als heute
Varianten-Untersuchung, erweitert
Varianten-Untersuchung, erweitert
Folgende Varianten wurden untersucht:
Bestand
Variante 0:
Neu bestuhlt
Variante 1: „Erhalt“
Struktur, Balkonfronten und Proszeniumslogen beibehalten
Optimierung “im Bestand” insbesondere Ränge steiler
SchüsselungParkett bei allen Varianten
Variante 1A: „Erhalt Saalwand“
Innere Struktur, Balkonfronten und Proszeniumslogen zurückgesetzt
Hufeisen seitlich moderat geöffnet
Proszeniumslogen zurückgesetzt = Vergrößerung offene Fläche Orchestergraben
Ränge steiler und für Sichtlinien optimiert
Variante 2: „Adaption“
Äußere Wände Opernhaus beibehalten
Innere Wände (alte Lüftungsschächte) entfernt – Gewinn Volumen und Fläche
Höhenlage 1. Reihe der Balkone wie Bestand
Proszeniumslogen zurückgesetzt = Vergrößerung offene Fläche Orchestergraben
Balkone weiter von der Bühne entfernt und Hufeisen moderat geöffnet
Ränge steiler und für Sichtlinien optimiert
Variante 3: „Neu-Interpretation“
Äußere Wände Opernhaus um ca. 2m nach Außen geschoben – deutlicher Gewinn in Volumen und Fläche
Höhenlagen Balkons optimiert, wobei Höhenlagen Foyers respektiert werden
Proszeniumslogen zurückgesetzt = Vergrößerung offene Fläche Orchestergraben (wie Var. 2)
Balkone deutlich weiter von der Bühne entfernt und Hufeisen deutlich geöffnet
Bessere Sichtlinien durch steilere Ränge wie auch durch das geöffnete Hufeisen
Maßnahme: Portal und Orchestergraben
• Proszeniumslogen zurücksetzen
• Orchestergraben offene Fläche vergrößern
• Portalbreite und Höhe vergrößern
à Varianten 1A, 2 und 3
Maßnahme: 3+ Rang öffnen
• Zusätzliche Sitzplätze im 3+ Rang
à Varianten 1, 1A, 2 und 3
Maßnahme: Deckenhöhe vergrößern
• Decke höher legen, um das Raumvolumen zu
vergrößern und Lautheit zu reduzieren
Varianten 1: +1m bis zur bestehenden Betondecke
Variante 1A: +5-6m
Variante 2: +4m
Variante 3: +2-3m
Maßnahme: Ränge steiler, Parkett geschüsselt
• Ränge steiler, um Sichtlinien zu optimieren
• Parkettboden geschüsselt, um Sichtlinien zu
optimieren
à Varianten 1, 1A, 2 und 3
Maßnahme: Saalwand Parkett
Varianten 1: Erhalt Saalwand
Variante 1A: Erhalt Saalwand
Variante 2: Äußere Wände Opernhaus beibehalten.
Innere Wände (alte Lüftungsschächte)
entfernt
Variante 3: Äußere Wände Opernhaus um ca. 2m
nach Außen geschoben
Maßnahme: Saalwände Ränge
Varianten 1: Erhalt Saalwand
Variante 1A: Erhalt Saalwand
Variante 2: Äußere Wände Opernhaus beibehalten.
Innere Wände (alte Lüftungsschächte)
entfernt
Variante 3: Äußere Wände Opernhaus um ca. 2m
nach Außen geschoben
Maßnahme: Hufeisen öffnen
Varianten 1: Erhalt Balkonfronten
Variante 1A: Hufeisen seitlich geöffnet
Variante 2: Hufeisen seitlich und auf Mittelachse
geöffnet
Variante 3: Hufeisen deutlich geöffnet (Höhenlage
Balkons auch optimiert)
Maßnahme: Stützen eliminieren
à Bei allen Varianten von Vorteil
Bestand Variante 0 Variante 1 Variante 1A Variante 2 Variante 3
„Neu bestuhlt“ „Erhalt“ „Erhalt Saalwand“ „Adaption“ „Neu-Interpretation“
Bestuhlung neu ✓ ✓ ✓ ✓ ✓
Portal und
Orchestergraben ✓ ✓ ✓
3+ Rang öffnen ✓ ✓ ✓ ✓
Deckenhöhe
vergrößern 1m 5-6m 4m 2-3m
Ränge steiler,
Parkett geschüsselt ✓ ✓ ✓ ✓
Saalwände Parkett innere Schale vollständig
Saalwände Ränge innere Schale vollständig
Hufeisen öffnen seitlich moderat deutlich
Stützen eliminieren
(✓) ✓
Eingriffe / Maßnahmen
Varianten-Untersuchung Längsschnitt
Variante 1 / Längsschnitt
• Balkone und Brüstungen beibehalten
• Anstieg Balkone und Sichtlinien optimiert
• Deckenhöhe maximimiert, bestehende Betondecke beibehalten
• Regielogen beibehalten
• Beleuchterbrücken im Saal
Beleuchterbrücken
Vorbühnenzüge
Volumen 6.300m3
Parkett geschüsselt
Variante 1A / Längsschnitt
• Balkone und Brüstungen zurückgesetzt
• Anstieg Balkone und Sichtlinien optimiert
• Deckenhöhe erweitert
• Proszeniumslogen zurückgesetzt
• Beleuchterbrücken im Saal
Beleuchterbrücken
Vorbühnenzüge
Volumen
6.900m3
bis 8.000m3
(unter Vorbehalt
RLT-Zentrale Dach)
Parkett geschüsselt
Variante 2 / Längsschnitt
• Höhenlage 1. Reihe Balkone wie Bestand
• Balkone weiter von der Bühne entfernt
• Anstieg Balkone für Sichtlinien optimiert
• Beleuchterbrücken im Saal
• Beleuchterloge im Dach integriert
Volumen 7.400m3
bis 8.400m3
Beleuchterbrücken
Vorbühnenzüge
Parkett geschüsselt
Variante 3 / Längsschnitt Volumen > 8.500m3
Vorbühnenzüge
• Höhenlage 1. Reihe 1. Balkone: wie Bestand
• Höhenlage 1. Reihe 3. Balkon: eben mit Foyer
• Balkonfronten deutlich weiter von der Bühne entfernt
• Anstieg Balkone für Sichtlinien optimiert
• Beleuchterbrücken im Saal
• Beleuchterloge im Dach integriert
Beleuchterbrücken
Option Decke schräg
Parkett geschüsselt
Letzte 3 Reihen
mit 1m Überhöhung
Varianten-Untersuchung Grundrisse
Bestand/ Parkett
Orchestergraben Bestand
Offene Fläche: 73m2
Unter Logen: 2x 17m2
Unter Bühne: 18m2
Gesamtfläche: 125m2
% offen: 58%
Variante 1 / Parkett
Orchestergraben Bestand V1
Offene Fläche: 73m2 73m2 ohne Erweiterung
90m2 mit Erweiterung
Unter Logen: 2x 17m2 2x 17m2
Unter Bühne: 18m2 18m2
Gesamtfläche: 125m2 125 - 142m2
% offen: 58% 58% ohne Erweitung
63% mit Erweiterung
• Hüllwände beibehalten
• Mögliche Erweiterung Orchestergraben in Richtung Saal
• Regieloge beibehalten
Variante 1A / Parkett
Orchestergraben Bestand V1A
Offene Fläche: 73m2 94m2 ohne Erweiterung
115m2 mit Erweiterung
Unter Logen: 2x 17m2 2x 7m2
Unter Bühne: 18m2 18m2
Gesamtfläche: 125m2 126 - 147m2
% offen: 58% 74% – 78%
• Hüllwände beibehalten
• Mögliche Erweiterung Orchestergraben in Richtung Saal
• Regieloge beibehalten
• Prszeniumslogen zurückgesetzt
Variante 2 / Parkett
Orchestergraben Bestand V2
Offene Fläche: 73m2 94m2 ohne Erweiterung
115m2 mit Erweiterung
Unter Logen: 2x 17m2 2x 7m2
Unter Bühne: 18m2 18m2
Gesamtfläche: 125m2 126 - 147m2
% offen: 58% 74% – 78%
• Äussere Hüllwand beibehalten
• Innere Schale der Hüllwand zurückgesetzt
• Erweiterung Orchestergraben in Richtung Saal
• Option Regieloge oder Audioregie im Saal
(wenn benötigt)
Variante 3 / Parkett
Orchestergraben Bestand V3
Offene Fläche: 73m2 94m2 ohne Erweiterung
115m2 mit Erweiterung
Unter Logen: 2x 17m2 2x 7m2
Unter Bühne: 18m2 18m2
Gesamtfläche: 125m2 126 - 147m2
% offen: 58% 74% – 78%
• Vergrößerung der Saalfläche in Breite und Länge
• Erweiterung Orchestergraben in Richtung Saal
• Option Regieloge oder Audioregie im Saal (wenn
benötigt)
Bestand / 2. Rang
Variante 1 / 2. Rang
• Hüllwände und Säule beibehalten
• Lage Balkonbrüstungen beibehalten
• Regieloge beibehalten
Variante 1A / 2. Rang
• Äussere Hüllwand beibehalten
• Balkone seitlich leicht herausgeschoben
• Proszeniumslogen zurückgesetzt
Variante 2 / 2. Rang
• Äussere Hüllwand beibehalten
• Innere Schale der Hüllwand zurückgesetzt
• Balkone leicht herausgeschoben, sowohl auf
der Saalachse wie auch seitlich
Variante 3 / 2. Rang
• Saal seitlich wie auch nach hinten vergrößert
• Balkone deutlich herausgeschoben, sowohl
auf der Saalachse wie auch seitlich
Varianten-Untersuchung
Sicht von der Bühne
Bestand
• ca. 990 Plätze
• Raumvolumen ca. 5.500m3
Variante 0
• ca. 900 Plätze
• Raumvolumen ca. 5.500m3
• Ränge und Parkett neu bestuhlt
• Abstand Sitzplatzreihen 0,95m,
55cm breite Stühle
Variante 1
• ca. 1000 Plätze
• Raumvolumen ca. 6.300m3
• Zusätzliche Plätze im 3+ Rang
• Ränge steiler + zusätzliche Plätze
• Parkett optimiert
• Decke ca. 1m höher
• Keine Verbesserung Orchester-
graben bzw. exzessive Lautheit
Variante 1A
• ca. 940 Plätze
• Raumvolumen bis 8.000m3 (unter
Vorbehalt RLT-Zentrale Dach)
• Verbesserung Sichtlinien durch: Öffnung
Hufeisen, größere Portalbreite (14m)
• Reduktion Lautheit Orchester durch:
Vergrößerung offene Fläche
Orchestergraben, Zurücksetzung
Proszeniumslogen, zusätzliche
Deckenhöhe
Variante 2
• ca. 1060 Plätze
• Raumvolumen ca. 8.400m3
• Proszenium/Orchestergraben wie
Variante 1A
• Innere Wandfläche entfernt, um
Raumvolumen zu vergrößern
• Hufeisen weiter geöffnet
Variante 3
• > 1.060 Plätze
• Raumvolumen > 8.500m3
• Proszenium/Orchestergraben wie
Varianten 1A und 2
• Saal länger und breiter, um
Raumvolumen und Sichtlinien zu
optimieren
• Optimierung Höhenlage Balkone
Varianten-Untersuchung
Sicht vom 2. Rang
Bestand
Variante 1
Variante 1A
Variante 2
Vergleich Sicht vom 2. Rang:
Kamera bleibt exakt am selben Ort, der Raum und Sitzreihen ändern sich. Stützen bleiben unverändert.
Bühnenbild 17m breit, 8,5m hoch und 8,5m hinter Portal. Portalbreite 11,2m im Bestand und in der Variante 1, 14m Variatten 1A, 2 (und 3).
Bestand
11,2m
Variante 0
11,2m
Variante 1
11,2m
Variante 1A
11,2m
Variante 2
14m
Variante 3
14m
Varianten-Untersuchung
Sichtlinien-Untersuchung: Kopf des Dirigenten im Graben
Nürnberg Oper Bestand
• ca. 50% der Plätze haben einen
ungehinderten Blick zum Dirigenten
Variante 0
• ca. 67% der Plätze haben einen ungehinderten Blick
Variante 1
• ca. 68% der Plätze haben einen ungehinderten Blick
Variante 1A
• ca. 72% der Plätze haben einen ungehinderten Blick
Variante 2
• ca. 73% der Plätze haben einen ungehinderten Blick
Variante 3
• ca. 80% der Plätze haben einen ungehinderten Blick
Varianten-Untersuchung
Sichtlinien-Untersuchung: Vertikale Dekoration
Vertikale Dekoration 8,5m x 17m
Ziel ≥ 75% der Fläche sichtbar
Bestand
• ca. 990 Plätze
• ca. 53% der Plätze sehen ≥ 75% der vertikalen Dekoration, 520 Plätze
Variante 0
• ca. 900 Plätze
• ca. 56% der Plätze sehen ≥ 75% der vertikalen Dekoration, 500 Plätze
Variante 1
• ca. 1.000 Plätze
• ca. 50% der Plätze sehen ≥ 75% der vertikalen Dekoration, 500 Plätze
Variante 1A
• ca. 940 Plätze einschliesslich Plätze hinter Stützen
• ca. 86% der Plätze sehen ≥ 75% der vertikalen Dekoration, 810 Plätze
Variante 2
• ca. 1.060 Plätze einschliesslich Plätze hinter Stützen
• ca. 78% der Plätze sehen ≥ 75% der vertikalen Dekoration, 830 Plätze
Plätze können
durch Anpassung
Überhöhung
verbessert werden
Variante 3
• > 1.100 Plätze
• ca. 93% der Plätze sehen ≥ 75% der vertikalen Dekoration, 1.020 Plätze
Plätze können
durch Anpassung
Überhöhung
verbessert werden
Bestand Variante 0 Variante 1 Variante 1A Variante 2 Variante 3
„Neu bestuhlt“ „Erhalt“ „Erhalt Saalwand“ „Adaption“ „Neu-Interpretation“
Sitzplätze °
Ziel: > 1.000 (✓) ╳ ✓ ╳ ✓ ✓✓
990 900 1.000 940 1.060 >1.060
Hinter Stützen ca. 40 ca. 80 ca. 80 ca. 100 ca. 130 0
Optimierung Sichtlinien 3+ Rang -20 Plätze -20 Plätze -20 Plätze Optimierung beinhaltet
Parkett mit 87cm Reihenabstand* +30 Plätze +30 Plätze +30 Plätze +30 Plätze +30 Plätze
Raumvolumen
Ziel: ≥ 8.000 m3
╳ ╳ ╳ (✓) ✓ ✓✓
5.500m3 5.500m3 6.300m3
8.000m3
unter Vorbehalt
RLT-Zentrale Dach
8.400m3 > 8.500m3
Ziel: ≥ 8m3/Platz 5.5m3/Platz 6.1m3/Platz 6.3m3/Platz 8.5m3/Platz 8.0m3/Platz 8.0m3/Platz
Orchestergraben
Ziel: ca. 150m2 ╳125m2 ╳125m2 ╳125m2 - 142m2 ✓126m2 – 147m2 ✓126m2 – 147m2 ✓126m2 – 147m2
Ziel: mindesten 110m2
(73%) offen
73m2
58%
73m2
58%
73m2 - 90m2
58% - 63%
94m2 - 115m2
74% - 78%
94m2 - 115m2
74% - 78%
94m2 - 115m2
74% - 78%
Sichtlinien ╳ (╳) (╳) (✓) (✓) ✓
Vorbühne / Dirigent:
> 75% - 80% der Plätze mit
ungehinderter Sicht
50% der Plätze
ca. 500 Plätze
67% der Plätze
ca. 620 Plätze
68% der Plätze
ca. 680 Plätze
72% der Plätze
ca. 680 Plätze
73% der Plätze
ca. 780 Plätze
80% der Plätze
ca. 880 Plätze
Vertikale Dekoration:
≥ 75% der Fläche sichtbar
für 70-75% der Plätze
53% der Plätze
ca. 520 Plätze
56% der Plätze
ca. 500 Plätze
50% der Plätze
ca. 500 Plätze
86% der Plätze
ca. 810 Plätze
78% der Plätze
ca. 830 Plätze
93% der Plätze
ca. 1.020 Plätze
+ / - Punkte
* Reihenabstand im Parkett derzeit 83 – 86cm
° Platzanzahl vorbehaltlich der genauen architektonischen Planung (Fluchtwege, barrierefreie Plätze)
Bestand Variante 1A Variante 1A Variante 3
Maximierung
Anzahl Sitzplätze
Optimierung
Sichtlinien „Neu-Interpretation“
Sitzplätze °
Ziel: > 1.000 (✓) ╳ ╳ ✓✓
990 970 820 >1.060
Hinter Stützen ca. 40 davon ca. 100 hinter Stützen davon keine hinter Stützen = Verlust von 100 Plätzen
Optimierung Sichtlinien 3+ Rang
Sicht 3+ Rang nicht optimiert,
um Anzahl Plätze zu
maximieren
Optimierte Sicht für 80 Plätze
im 3+ Rang
= Verlust von 20 Plätzen
Parkett mit 87cm Reihenabstand*
Parkett mit 87cm
Reihenabstand
= 30 Plätze zusätzlich
Parkett mit Reihenabstand
mindestens 90cm
(Anforderung Ziele -Papier)
Raumvolumen
Ziel: ≥ 8.000 m3
╳ (✓) (✓) ✓✓
5.500m3
8.000m3
unter Vorbehalt
RLT-Zentrale Dach
8.000m3
unter Vorbehalt
RLT-Zentrale Dach
> 8.500m3
Ziel: ≥ 8m3/Platz 5.5m3/Platz 8.2m3/Platz 9.7m3/Platz 8.0m3/Platz
Orchestergraben
Ziel: ca. 150m2 ╳125m2 ✓126m2 – 147m2 ✓126m2 – 147m2 ✓126m2 – 147m2
Ziel: mindesten 110m2
(73%) offen
73m2
58%
94m2 - 115m2
74% - 78%
94m2 - 115m2
74% - 78%
94m2 - 115m2
74% - 78%
Sichtlinien ╳ ╳ ✓ ✓
Vorbühne / Dirigent:
> 75% - 80% der Plätze mit
ungehinderter Sicht
50% der Plätze
ca. 500 Plätze
70% der Plätze
ca. 680 Plätze
88% der Plätze
ca. 720 Plätze
80% der Plätze
ca. 880 Plätze
Vertikale Dekoration:
≥ 75% der Fläche sichtbar
für 70-75% der Plätze
53% der Plätze
ca. 520 Plätze
84% der Plätze
ca. 810 Plätze
98% der Plätze
ca. 810 Plätze
93% der Plätze
ca. 1.020 Plätze
+ / - Punkte
* Reihenabstand im Parkett derzeit 83 – 86cm
° Platzanzahl vorbehaltlich der genauen architektonischen Planung (Fluchtwege, barrierefreie Plätze)
Vertiefte Untersuchung Variante 1A
PLAUSIBILISIERTES
NUTZERBEDARFSPROGRAMM
FÜR DAS BAUVORHABEN OPERNHAUS DES
STAATSTHEATERS NÜRNBERG
VERTRAULICHES DOKUMENT ZUR VERWENDUNG DER PROJEKTBAUHERRENGRUPPE,
DES LENKUNGSKREISES UND DER PROJEKTBETEILIGTEN
PROJEKTSTAND: 9. JUNI 2021
INHALT
Ausgangslage und Vision 3
1. Bedeutung des plausibilisierten Nutzerbedarfsprogramms 5
2. Informationen zum Staatstheater Nürnberg 7
3. Bauaufgabe 10
3.1. Projektziele 10
3.2. Spielstätten 14
3.3. Schauspielhaus 15
3.4. Spiel- und Nutzungszeiten 17
4. Anforderungen an den Gesamtentwurf 19
4.1. Historische Bausubstanz und Erweiterungsbauten 19
4.2. Tragfähigkeit und Statik 21
4.3. Technische Anlagen 23
4.3.1. Erneuerbare Energien, Elektroanlagen, Lüftung, Klimatisierung,
Heizung 23
4.3.2. Sanitär-, Feuerlösch- und Gebäudeautomationsanlagen 27
4.4. Städtebauliche Einbindung 29
5. Funktionsgruppen 31
5.1. Funktionsgruppe 1 (Bühnen- und Probenbetrieb) 32
5.1.1. Bühnenflächen 34
5.1.2. Anlieferung 38
5.1.3. Magazine und Lager 40
5.1.4. Präsenzwerkstätten 40
5.1.5. Orchestergraben 41
5.1.6. Generalmusikzentrum 42
5.1.7. Abendgarderoben 44
5.1.8. Veranstaltungstechnik 45
5.1.9. Probezentren Musiktheater, Ballett und Schauspiel 45
5.2. Funktionsgruppe 2 (Besucherbereiche) 47
5.2.1. Zuschauerraum Hauptsaal 47
5.2.2. Glucksaal 48
5.2.3. Foyerflächen 49
5.2.4. Besuchergastronomie 49
5.2.5. Integrative Aktionsfläche 50
5.3. Funktionsgruppe 3 (Ausstattende Gewerke) 51
5.3.1. Kostüm 51
5.3.2. Maske 52
5.3.3. Requisite 53
5.4. Funktionsgruppe 4 (Interne Bereiche) 54
5.4.1. Personalstruktur 54
5.4.2. Interne Kommunikationsstruktur und Büroflächen 55
5.4.3. Fertigungsküche und Kantine 57
5.4.4. Pforte 58
5.4.5. Facility Management 60
5.5. Funktionsgruppe 5 (Cultural Hub) 61
5.5.1. Kulturareal 61
5.5.2. Creative Coworking Space 62
5.5.3. Kultur-Kindertagesstätte 63
6. Glossar 64
7. Mitgültige Unterlagen / Digitaler Anhang 67
Impressum 67
3
Deformationen eines
Zugbandes im Dach-
tragwerk
Wasser-/Korrosions-
schäden im Hauptdach
am Bühnenturm
Korrosionsschäden
Regenwasserleitung und
Wände über Glucksaal
Eingebrochene Decke
über Ballettsaal zum
Frauentorgraben
AUSGANGSLAGE UND VISION
Gemäß § 2 der Satzung der Stiftung Staatstheater Nürnberg besteht der
Stiftungszweck in der Förderung der darstellenden Kunst durch den Betrieb
als Mehrspartenhaus mit Musiktheater, Schauspiel, Ballett und
Philharmonischem Orchester. Der Spielplan des Staatstheaters soll Werke
aus den verschiedenen Epochen enthalten und auch zeitgenössische
Werke angemessen berücksichtigen sowie die Aufführungen möglichst
vielen Interessenten zugänglich machen. Dies begründet die künstlerische
Vielfalt, die durch den Repertoire-Betrieb für die diverse
(Stadt-)Gesellschaft und generationsübergreifend angeboten wird.
Dies stellt den kulturpolitischen Auftrag des Staatstheaters Nürnberg dar,
welcher mit Rücksicht auf gesellschaftliche Entwicklungen und Megatrends
und die Zukunftsfähigkeit des Theaterbetriebs weiterentwickelt wird.
Theater ist Emotion, Diskurs und Unterhaltung.
Die Aufgaben des Theaters bestehen zum einen in der Pflege,
Neubewertung und Fortschreibung des klassischen Kanons, der Umsetzung
des Bildungsauftrags und der Ermöglichung zeitgenössischer Diskurse.
Zum anderen - und zukünftig noch wichtiger - ist das Theater lebendiger
Begegnungs-Ort, Kunst-Ort und Debatten-Ort mit hoher Relevanz für die
diverse (Stadt-)Gesellschaft.
Die Zukunft des Theaters entscheidet sich durch die Verknüpfung von
Gesellschaft und Publikum mit den drei Ebenen
künstlerische Zukunftsfähigkeit,
architektonische Zukunftsfähigkeit und
urbane Zukunftsfähigkeit,
die nicht voneinander zu trennen sind und sich gegenseitig beeinflussen.
Das Bauvorhaben behebt die in diversen Gutachten seit 1967 belegten
substanziellen, gebäudestrukturellen und funktionellen Mängel im
Opernhaus sowie städtebauliche Defizite im räumlichen Umfeld.
Beispiele substanzieller Mängel:
4
Das Bauvorhaben schafft die Rahmenbedingungen für die Transformation
zum Theater der Zukunft.
Das Bauvorhaben schreibt die über 100-jährige Geschichte des ursprünglich
für eine Klassengesellschaft errichteten Theaters fort, um den Bedürfnissen
der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden.
Zudem berücksichtigt das Bauvorhaben Megatrends (u. a. Konnektivität,
Digitalisierung, Neo-Ökologie, Silver Society, Mobilität und Urbanität) und
übernimmt kultur- und bildungspolitische Verantwortung für die
(Stadt-)Gesellschaft und die Europäische Metropolregion Nürnberg.
Durch die Schaffung eines erlebbaren Kulturareals entstehen Freiheit und
Gestaltungsräume für Vielfalt, Kunst, Unterhaltung, Diskurs, Emotion und
soziale Begegnung.
Mit der Realisierung des Bauvorhabens und der Transformation zum
Theater der Zukunft steht das Staatstheater im Zentrum einer aktiv
partizipierenden Gesellschaft und verschiedener Creative Communities.
5
1. BEDEUTUNG DES PLAUSIBILISIERTEN
NUTZERBEDARFSPROGRAMMS
Das plausibilisierte Nutzerbedarfsprogramm (pNBP) definiert die
Bauaufgabe, deren Umfang und die individuellen Anforderungen des
Staatstheaters Nürnberg als Nutzerin. Der Raumbedarf, die Funktionen und
die Flächenbeziehungen sowie quantitative und qualitative Anforderungen
wurden im Rahmen qualitativer Interviews mit allen Abteilungen des
Staatstheaters ermittelt, von externen Fachplanern geprüft und
plausibilisiert und mit der Projektbauherrengruppe der Stadt Nürnberg
abgestimmt.
Im Hinblick auf die Erfüllung der zukünftigen, (künstlerischen)
Anforderungen wurde folgendes definiert:
die Art und Anzahl der benötigten Flächen, Räume und Arbeitsplätze
die organisatorischen und betrieblichen Rahmenbedingungen und
Abhängigkeiten (z. B. Transportwege)
die technischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen und
Schutzziele (Brand-, Schall-, Arbeitsschutz, Standsicherheit,
Gebrauchsfähigkeit, Sicherstellung der Betriebserlaubnis)
die Zugänglichkeit und Barrierefreiheit
Das plausibilisierte Nutzerbedarfsprogramm formuliert die Anforderungen
des Nutzers und dient der Information aller Projektbeteiligten über die
projektspezifischen Inhalte, um ausgehend von einem gemeinsamen
Informationsstand die Bauaufgabe insbesondere in Bezug auf
Funktionalität und Gestaltung optimal zu lösen.
Das plausibilisierte Nutzerbedarfsprogramm (pNBP) besteht aus vier
zusammenhängenden, sich ergänzenden Dokumenten:
1. Betriebsbeschreibung
2. Raumprogramm
3. Funktionsschema
4. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
Nur aus der Gesamtschau aller vier Unterlagen ergibt sich der Nutzerbedarf
des Staatstheaters Nürnberg. Als Leseempfehlung wird daher ausdrücklich
geraten, alle vier Dokumente parallel zu betrachten. Nur so lässt sich der
Inhalt komplett erschließen.
Die vorliegende Betriebsbeschreibung kontextualisiert das
Funktionsschema und ergänzt übergeordnete Anforderungen des
Bauvorhabens. Sie definiert die Projektziele und erläutert Nutzungsprozesse
und Funktionszusammenhänge.
Zudem liefert die Betriebsbeschreibung ergänzende Anforderungen, wie
z. B. Ausstattung, Qualitäten, Anzahl der Bildschirmarbeitsplätze,
Lastannahmen oder notwendige lichte Mindestöffnungsmaße.
6
Das Raumprogramm bildet den Flächenbedarf des Staatstheaters Nürnberg
gem. DIN 277 in einer Excel-Datenbank ab. Es listet alle Räume der
folgenden fünf Funktionsgruppen auf:
FG 1 = Bühnen- und Probenbetrieb
FG 2 = Besucherbereiche
FG 3 = Ausstattende Gewerke
FG 4 = Interne Bereiche
FG 5 = Cultural Hub
Das Raumprogramm weist den Flächenbedarf in Quadratmetern und zum
Teil die lichten Höhen aus. Außerdem sind den Räumen die darin
befindliche Anzahl an Arbeitsplätzen und Nutzer*innen zugeordnet. Dabei
handelt es sich um die durchschnittliche Anzahl der Nutzer*innen. Durch
die Vergabe verschiedener Kategorien lassen sich die Räume in
Funktionsgruppen und/oder Bereiche filtern. Unter dem Reiter
„Formatvorlage“ sind die Funktions- und Farbcodes der Räume,
Raumgruppen und Funktionsbereiche zu finden.
Das Funktionsschema gliedert die im Raumprogramm aufgeführten
Raumbedarfe in zusammenhängende Funktionseinheiten und bildet die
gewünschten funktionalen Beziehungen der Funktionseinheiten innerhalb
des Bauvorhabens ab.
Das Dokument Ziele und Anforderung für die akustischen Planungen ist mit
dem „Arbeitskreis Akustik und Kernfunktionen" erarbeitet. Darin werden die
akustischen Ziele und Anforderungen an alle künstlerisch genutzten Räume
formuliert. Dieses Dokument ergänzt die drei grundlegenden Dokumente mit
diesem speziellen Fokus. Die im Dokument dargestellte „Variante B“ zur
Verortung der neu anzuordnenden künstlerisch genutzten Räume und
Raumgruppen entspricht dem Funktionsschema.
7
2. INFORMATIONEN ZUM STAATSTHEATER NÜRNBERG
Die Stiftung Staatstheater Nürnberg, paritätisch getragen von der Stadt
Nürnberg und dem Freistaat Bayern, ist mit über 730 Veranstaltungen der
Sparten Musiktheater, Sprechtheater, Ballett und Konzert pro Spielzeit das
größte Mehrspartenhaus Bayerns und erreicht über 290.000 Besuche.
Die Sparten Musiktheater und Ballett erzielen in der Spielzeit 2017/2018 laut
Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins eine durchschnittliche
Auslastung von 86 %. Die Sparten liegen mithin deutlich über dem
bundesweiten Auslastungsdurchschnitt von 78 %. Beide Sparten erreichen
mit insgesamt 150.000 Besuchen über die Hälfte aller Besuche des
Mehrspartenhauses. Die künstlerische Exzellenz in allen Sparten wird von
der Medienberichterstattung national sowie international honoriert.
Das Staatstheater Nürnberg hat mit insgesamt rund 600 festangestellten
Mitarbeiter*innen einen hochqualifizierten Personalstamm. Darin enthalten
sind die fünf festangestellten Ensembles (Orchester, Opernensemble,
Opernchor, Ballettensemble, Schauspielensemble). Unter Berücksichtigung
weiterer Mitarbeiter*innen der Tochtergesellschaften Staatstheater
Nürnberg Service GmbH und Staatstheater Nürnberg Gastronomie GmbH
sowie der Gäste und Aushilfen werden pro Spielzeit rund 1.000
Mitarbeiter*innen beschäftigt.
Der Theaterbetrieb des Staatstheaters Nürnberg ist, wie der Betrieb der
großen Mehrspartenhäuser in Deutschland, als Repertoire-Betrieb
organisiert. Der Repertoire-Betrieb ist die in den deutschsprachigen
Ländern übliche Betriebsform, die sich u. a. durch feste künstlerische
Ensembles, die Kombination mehrerer Sparten an einem Haus und die
Etablierung eines festen Bestandes an Produktionen auszeichnet.
Der Repertoire-Betrieb bietet eine hohe Produktivität und Vielseitigkeit des
Angebots und die hohe künstlerische Qualität des kontinuierlich
aufeinander eingespielten Ensembles. Neben ca. zehn Neuproduktionen
des Musiktheaters und des Balletts kommen pro Spielzeit ca. sechs
Wiederaufnahmen aus dem Repertoire auf die Bühne des Hauptsaals.
Außerdem finden dort Sonderveranstaltungen, wie z. B. Gala-Formate oder
(Jahreshaupt-)Versammlungen statt. Daneben wird das Opernhaus an
externe Konzertveranstalter vermietet.
Ein fortlaufender Spielbetrieb aller Sparten wird im Status quo an sieben
Tagen pro Woche und an 325 Tagen im Jahr ermöglicht.
Zukünftig sollen durch die Integrative Aktionsfläche sowie die
Außenspielfläche (Open-Air-Bühne) die Vielfalt des Angebots und die
Anzahl der Veranstaltungstage unter Einbeziehung verschiedener
Akteur*innen und externer Veranstalter auch während der eigentlichen
Theaterferien (ca. sechs Wochen) erhöht werden.
Der Repertoire-Betrieb ermöglicht die Etablierung eines
Abonnentensystems. Das Staatstheater bindet rund 12.000 Abonnent*innen
pro Spielzeit, die in rund 30 verschiedenen Abonnements eine große
Auswahl attraktiver Angebote finden.
Auch zukünftig ist die langfristige Bindung loyaler Besucher*innen ein vom
8
Staatstheater priorisiertes strategisches Ziel. Insbesondere bei der Planung
aller Funktionsbereiche für Service-Einheiten, Ticketing sowie der
Besuchergastronomie sind die Bedürfnisse von Abonnent*innen zu
berücksichtigen (z. B. Barrierefreiheit, Komfort).
Das Staatstheater Nürnberg verfolgt mit der sog. Schulplatzmiete ein
bereits seit 70 Jahren etabliertes Modell für die Ansprache von
Schüler*innen und verwirklicht so den kulturpolitischen Auftrag. Jährlich
zählt das Staatstheater rund 56.000 Besuche von Schüler*innen. Der Anteil
der Schüler*innen und Abonnent*innen an den Gesamtbesuchen betrug in
der Spielzeit 2017/2018 rund 48 %. Die Schüler*innen kommen regelmäßig
mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Kleingruppen oder ganzen
Klassenverbänden ins Theater.
Für die zukünftigen Planungen von Service-Bereichen, Foyers etc. sind
daher auch die Bedürfnisse dieser (Klein-)Gruppen zu berücksichtigen.
Zur Erweiterung der Ansprache dieser besonders wichtigen Zielgruppe soll
ganz wesentlich die neu zu schaffende Integrative Aktionsfläche beitragen.
Der Theaterbesuch stellt heute ein Gesamterlebnis dar, bei dem das
Kernprodukt des Vorstellungsbesuchs durch essentielle, einrahmende
Services vervollständigt wird. Das Theater ist ein Ort der Begegnung. Dem
gastronomischen Angebot der Vor-, Pausen- und Nachbewirtung spielt
dabei eine bedeutende Rolle.
Für die zukünftige Planung gilt es die Flächen für Gastronomie ausreichend
groß zu dimensionieren und die Ausstattung entsprechend anzupassen.
Dies wirkt sich unmittelbar positiv auf das Theatererlebnis, die
Zuschauerzufriedenheit, die Attraktivität sowie die Öffnung zur diversen
(Stadt-)Gesellschaft aus.
Zu den Immobilien des
Staatstheaters Nürnberg
gehören am Richard-Wagner-
Platz das Opernhaus sowie
das Schauspielhaus mit dem
verbindenden und
synergetisch genutzten
Verbindungsbau. Außerdem
nutzt das Staatstheater
Büroflächen im Parkhaus
Sterntor sowie die dezentral
verorteten
Theaterwerkstätten im
Nordost-Park, das
Zentrallager in der
Frankenstraße und die
Probebühne 01 in der Fürther Straße.
Zukünftig sollen die Theaterwerkstätten im Nordost-Park und das
Zentrallager in der Frankenstraße dezentral betrieben werden. Der
Endproben- und Vorstellungsbetrieb soll im Schauspielhaus während der
gesamten Bauphase möglichst unterbrechungsfrei weiterbetrieben werden.
9
Zu den unmittelbaren Nachbar*innen zählen z. B. die Bundesagentur für
Arbeit, das Verkehrsmuseum mit DB-Museum und dem Museum für
Kommunikation („Kulturdreieck Lessingstraße“) sowie die Mietparteien des
Sigmund-Schuckert-Hauses. Deren Besucher*innen und Mitarbeiter*innen
tragen ebenfalls zur Frequentierung des Areals bei. Laut eines externen
Gutachtens wird der Außenbereich aktuell trotz seiner eklatanten
städtebaulichen Mängel täglich von über 10.000 Menschen passiert.
Das Staatstheater Nürnberg verfügt mit eigenem U-Bahn-Anschluss und
der Nähe zum Hauptbahnhof über eine sehr gute Schienen-
Verkehrsanbindung. Gleichzeitig führt die, nicht mehr zeitgemäße PKW-
zentrierte Verkehrsführung zu einer isolierten Insellage des Areals.
Zukünftig zieht sich das Auto, gemäß der Megatrends Mobilität,
Urbanisierung und Neo-Ökologie, aus den zentralen städtischen Räumen
zurück. Diese Entwicklungen gilt es im Rahmen des Bauvorhabens zu
berücksichtigen.
10
3. BAUAUFGABE
3.1. Projektziele
Das Bauvorhaben behebt die in diversen Gutachten seit 1967 belegten
sicherheitstechnischen und baulichen Mängel sowie Verstöße gegen die
Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), sichert den Fortbetrieb der
Veranstaltungsstätten, schafft geeignete infrastrukturelle und
(städte-)bauliche Rahmenbedingungen für das Theater der Zukunft und
schreibt die Geschichte des Opernhauses fort, das bei seiner Eröffnung
1905 vor allem durch seine Elektrifizierung als eines der modernsten
Opernhäuser Europas galt. Als Theater der Zukunft wird das Staatstheater
Nürnberg eine Landmark und als zusammenhängendes Kulturareal
erlebbarer Kunst- und Lebensraum und inspirierender Anziehungsort für
kommende Generationen der diversen (Stadt-)Gesellschaft mit Strahlkraft
weit über die Metropolregion Nürnberg hinaus.
Dabei werden folgende, übergeordnete Zielstellungen realisiert und bei der
Ausgestaltung der weiteren Kapitel des plausibilisierten
Nutzerbedarfsprogramms berücksichtigt:
- Steigerung des Theatererlebnisses durch Verbesserung der
Sichtbeziehungen und Akustik im Hauptsaal
Der Besuch einer Oper, eines Musicals, eines Konzerts oder eines
Balletts lebt davon, eintauchen zu können in perfekt inszenierte
Illusionen, von den Emotionen der Künstler*innen berührt zu werden,
und mitgerissen zu werden von Bildern und Klängen. Dies alles
geschieht live und setzt das optimale Zusammenspiel der
Künstler*innen und der Technik voraus.
Erforderlich sind daher (gebäude-)infrastrukturelle und technische
Rahmenbedingungen, die einen zeitgemäßen künstlerischen Betrieb
ermöglichen. Nur so kann das Staatstheater Nürnberg seinen
kulturpolitischen Auftrag erfüllen, den gesellschaftlichen Erwartungen
gerecht werden, für Spitzenkünstler*innen und Mitarbeiter*innen
attraktiver Arbeitgeber sein und das aufgebaute künstlerische
Renommee mit seiner Strahlkraft weit über die Europäische
Metropolregion Nürnberg hinaus fortführen.
Neben den (gebäude-)infrastrukturellen und technischen Erneuerungen
gilt es deshalb die Sichtbeziehungen und die Akustik im Hauptsaal des
Opernhauses zu optimieren.
Aktuelle Messungen belegen, dass im Status quo nur die Hälfte aller
Plätze über eine uneingeschränkte Sicht auf die Szenenfläche verfügt.
Unter Berücksichtigung sowohl der veränderten Erwartungen des
Publikums als auch der Gegebenheiten der Hufeisenform sollen die
Sichtbeziehungen verbessert werden (vgl. Ziele und Anforderung für die
akustischen Planungen).
Wesentliche akustische Maßnahmen sind insbesondere die Erweiterung
des Gesamtraumvolumens des Hauptsaals auf min. 8 m³ pro Platz mit
einer für den modernen Repertoirebetrieb erforderlichen variablen
11
Raumakustik, die Erweiterung der Portalbreite, die auch aus
Arbeitsschutzgründen erforderliche Vergrößerung des
Orchestergrabens, die Reduzierung der Überdeckung des
Orchestergrabens und die Optimierung der Akustik auf der
Szenenfläche und im Orchestergraben durch variable Akustikelemente
sowie den Einsatz einer Konzertmuschel (vgl. Ziele und Anforderung für
die akustischen Planungen).
- Optimierung der Betriebsabläufe und Steigerung der Spiel- und
Probenfrequenz:
Die Arbeitsbedingungen und Betriebsabläufe im Spiel- und
Probenbetrieb des Opernhauses werden durch die Schaffung eines
zusammenhängenden Logistik-Systems zwischen der Szenenfläche,
einer neu zu errichtenden Seitenbühne, dem zu erweiternden Magazin
und der Hinterbühne verbessert. Hierzu zählen auch die Vergrößerung
des Durchgangs vom Magazin zur Szenenfläche sowie die Optimierung
der Logistik und Anlieferung. Hierdurch werden insbesondere die
manuelle Verschiebbarkeit von Dekorationen und die Reduzierung von
Transportwegen in das Zentrallager in der Frankenstraße ermöglicht. Die
körperliche Belastung von Mitarbeiter*innen wird dadurch reduziert.
Sechs Neuproduktionen sind die minimale Anforderung an
Neuproduktionen pro Spielzeit, die einen abwechslungsreichen und
wirtschaftlichen Repertoire-Betrieb ermöglichen. Im Vergleich zum
Status quo, in dem je nach Größe der Produktionen maximal vier
Produktionen gleichzeitig gelagert werden können, sollen zukünftig
mindestens sechs Produktionen vor Ort gelagert, um den für den
Repertoirebetrieb erforderlichen täglichen, flexiblen Wechsel von
Stücken zu ermöglichen. Die Einlagerung erfolgt teilweise teilzerlegt im
Magazin (bis zu fünf Produktionen) und auf der Seitenbühne, wo eine für
die Abendvorstellung aufgebaute Kulisse vorgehalten werden kann.
Zusammen mit der Verortung aller Probebühnen am Richard-Wagner-
Platz kann die Spiel- und Probenfrequenz gesteigert werden.
Durch die Schaffung einer Integrativen Aktionsfläche und einer
Außenspielfläche (Open-Air-Bühne) kann zudem das Angebot
zielgruppenspezifisch ausdifferenziert und erweitert werden. Somit
entstehen die erforderlichen Rahmenbedingungen, um Vernetzung und
Zugänglichkeit zu ermöglichen.
- Zugänglichkeit:
Die Zugänglichkeit und Möglichkeit der Teilhabe für alle Menschen ist
ein weiteres zentrales Projektziel des Bauvorhabens und wesentliches
Entwicklungsfeld des Theaters der Zukunft.
Das Bauvorhaben muss alle Vorschriften und gültigen rechtlichen
Anforderungen an die Barrierefreiheit erfüllen. Daneben sind die
Arbeitsstättenverordnung sowie im Besonderen die Anforderungen des
12
Art. 48 BayBO (Barrierefreies Bauen) und der DIN 18040-1 (Barrierefreies
Bauen 01 - Öffentlich zugängliche Gebäude) zu erfüllen und die DIN
18040-3 (Barrierefreies Bauen - 03 Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum),
DIN 32984 (Bodenindikatoren im Öffentlichen Raum), DIN 32985
(Fahrzeuggebundene Rampen) sowie die ASR V3a.2 (Barrierefreie
Gestaltung von Arbeitsstätten) vollumfänglich umzusetzen. Diese
Grundvoraussetzungen sind insbesondere mit Blick auf die Teilhabe am
kulturellen Leben und den sozialen Austausch in allen
Besucherbereichen und für alle Menschen mit ihren individuellen und
verschiedenen Bedürfnissen sicherzustellen. Zudem ist die Arbeitsstätte
Staatstheater Nürnberg auch für Mitarbeiter*innen grundsätzlich
barrierefrei zu realisieren. Alle Geschosse sind durch Aufzugsanlagen zu
erschließen und für alle Menschen zugänglich zu machen.
Niveaugleichheit wird definiert durch eine durchgängige Oberkante des
Fertigfußbodens (OKFFB) der zusammenhängenden Raumbereiche.
Notwendige Schwellen sind bodengleich und gut überrollbar
auszuführen, Rampen oder Stufen sind in diesen Bereichen
grundsätzlich nicht zulässig.
Die hausinternen (Güter-) und Transportwege sind in der
Horizontalerschließung (innerhalb der jeweiligen Geschossebenen)
niveaugleich auszuführen. Eine Vertikalerschließung zwischen den
Ebenen kann über geeignete Rampen oder Lastenaufzüge erfolgen,
notwendige Schwellen sind bodengleich oder gut überrollbar
auszuführen. Auf die konsistente Einhaltung erforderlicher lichter
Höhen und Breiten ist zu achten (Anlieferung, Aufzüge,
zusammenhängendes Bühnenlogistik-System etc.).
- Öffnung zur diversen (Stadt-)Gesellschaft:
Das Theater der Zukunft berücksichtigt gesellschaftliche Entwicklungen
und die Diversität der (Stadt-)Gesellschaft. Durch die bewusste
Schaffung geeigneter infrastruktureller und (städte-)baulicher
Rahmenbedingungen können der transkulturelle Austausch und die
Interaktion der diversen (Stadt-)Gesellschaft im Kulturareal gefördert
werden.
Anknüpfend an den Megatrend Konnektivität, soll das Kulturareal
analoge und digitale Kommunikation von Menschen untereinander
sowie über den Ort und den dort entstehenden Content anregen. Durch
einen geeigneten architektonischen Entwurf muss ein Kulturareal
entstehen, welches die Öffnung zur (Stadt-)Gesellschaft realisiert. Der
Gesamtentwurf muss das Opernhaus, das Schauspielhaus, den
Verbindungsbau und die Integrative Aktionsfläche zusammenführen,
den Inselcharakter aufbrechen und das Kulturareal städtebaulich in das
Umfeld eingliedern.
Das Profil der gesamten Baufläche als erlebbares Kulturareal und
Cultural Hub soll herausgearbeitet werden und durch elementare
Veränderungen der städtebaulichen Gestaltung ein inspirierender
13
Kommunikations- und Anziehungsort für die gesamte Gesellschaft
(Besucher*innen und Nicht-Besucher*innen) entstehen. Die Steigerung
der Frequentierung durch Besucher*innen und Passant*innen auf dem
Kulturareal, die Erzeugung einer hohen Aufenthaltsqualität und
Verweildauer, die Aktivierung und Belebung von Erdgeschosszonen
auch von Nachbarbebauungen, die Ermöglichung von Partizipation,
Interaktion und Inspiration sind zentrale Leitgedanken.
- Umwelt- und Klimafreundlichkeit:
Die globale Entwicklung von Umwelt und Klima ist die zentrale
Herausforderung unserer Zeit. Der Stadtrat hat 2019 „Klimaschutz als
zentrale Zukunftsaufgabe bei der Stadt Nürnberg“ definiert und strebt
bis zum Jahr 2035 die KIimaneutralität des gesamten städtischen
Gebäudebestandes an. Der „Klimaschutzfahrplan 2020-2030“ der Stadt
Nürnberg fordert „innovative Entwicklungskonzepte und mutige
Entscheidungen“. Das Staatstheater Nürnberg ist sich seiner
Vorbildfunktion für die Gesellschaft und seiner Verantwortung für die
Umwelt und das Klima bewusst und strebt umfassende Entwicklungen
des Theaterbetriebes an. Das Staatstheater erreicht mit seinem
Programm ein generationsübergreifendes Publikum, spiegelt die
gesellschaftlichen Entwicklungen und will die generationsübergreifende
Aufgabe des Klima- und Umweltschutzes aktiv im Bauvorhaben
aufgreifen.
Das Bauvorhaben bietet die Chance auf die unumgänglichen Umwelt-
und Klimaentwicklungen zu reagieren und sowohl für das
Bestandsgebäude des Opernhauses als auch für die
Erweiterungsbauten Rahmenbedingungen zu schaffen, die einen
nachhaltigen, ressourcenschonenden und zukunftsfähigen
Kulturbetrieb ermöglichen.
Das Bauvorhaben bietet zudem die Chance einer ganzheitlichen
Betrachtung sowie einer umwelt- und klimafreundlichen Gestaltung des
umgebenden Stadtraums. Aus Sicht des Staatstheaters sind vor allem
die Neugestaltung des Richard-Wagner-Platzes, des Karl-Pschigode-
Platzes, des Übergangs zwischen Süd- und Altstadt sowie eine
verbesserte Verkehrsführung zielführende Maßnahmen.
Die klima- und umweltfreundliche Planung und Umsetzung des
Bauvorhabens und die Einbeziehung des umgebenden Stadtraums
können in hohem Maße zur Legitimation und Strahlkraft des
Bauvorhabens und zur Steigerung der Lebensqualität in der Stadt
Nürnberg beitragen.
- Digitalisierung:
Die digitale (R-)Evolution erfasst alle Bereiche des Lebens und somit
auch das öffentliche Leben, öffentliche Gebäude und
14
Kulturinstitutionen. Sie betrifft sowohl theaterinterne Bereiche, wie z. B.
Arbeitsplätze, Technik und Bühnenausstattung, Logistik, Lagerhaltung,
und Gebäudeautomatisation, als auch externe Bereiche, wie z. B.
Besucherservice, Ticketing und Kommunikation. Neue digitale
Technologien müssen für das Theater der Zukunft in alle Bereiche
einfließen können. Für das Staatstheater stellt die Digitalisierung des
Theaterbetriebes ein zentrales Entwicklungsfeld dar, für welches im
Rahmen des Bauvorhabens zukunftsweisende Rahmenbedingungen
gesetzt werden sollen.
Die Digitalisierung bietet die Chance, den Theaterraum um zusätzliche
(künstlerische) Dimensionen zu erweitern und damit sowohl inhaltlich
ein ergänzendes Angebot zu bieten, als auch (neue) internetaffine
Zielgruppen zu erreichen und auf veränderte Rezeptionsverhalten und
Besucherwartungen zu reagieren. Die Digitalisierung kann die
Zugänglichkeit und Verfügbarkeit von Kultur verbessern und neue
Formen der Interaktion und Teilhabe ermöglichen.
Diese übergeordneten Projektziele finden Berücksichtigung in allen
nachfolgenden Kapiteln. In einigen Unterkapiteln werden besonders zu
erwähnende Aspekte konkreter ausgeführt.
3.2. Spielstätten
Die Spielstätten des Staatstheaters sind die Orte des Theatererlebnisses,
wo die Kunst auf die Gesellschaft trifft.
Anders als die ursprüngliche Architektur des Opernhauses von 1905, welche
die Ständegesellschaft des 19. Jahrhunderts, z. B. durch getrennte
Zuschauerbereiche abbildete, müssen das Opernhaus und die
Erweiterungsbauten die Bedürfnisse der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts
widerspiegeln und eine barrierefreie Zugänglichkeit für möglichst alle
schaffen. Daneben sind die (bühnen-)technischen und infrastrukturellen
Rahmenbedingungen den Anforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen
und die Zukunftsfähigkeit des Betriebs sicherzustellen.
Zu den Spielstätten des Staatstheaters zählen der Hauptsaal des
Opernhauses, das große Haus, die Kammerspiele und die „3. Etage“ des
Schauspielhauses sowie zukünftig die Außenspielstätte (Open-Air-Bühne)
und die Integrative Aktionsfläche.
Die Integrative Aktionsfläche ist eine neu zu planende, multifunktionale, mit
Veranstaltungstechnik auszustattende Fläche mit einer lichten Raumhöhe
von min. 4,5 m, die durch flexible Raumtrennung die Nutzung als Klassen-
oder Tagungsräume sowie als Veranstaltungsraum ermöglicht. Die
Integrative Aktionsfläche ist flexibel in bis zu sechs kleine Räume teilbar,
kann aber auch als ein großer Veranstaltungsraum genutzt werden,
insbesondere für partizipative Formate, neuartige Vermittlungsformate für
Schüler*innen sowie Erwachsene, Sponsoring-Veranstaltungen,
Mitarbeiterschulungen oder die Vermietung an externe Veranstalter. Die
15
Räume sollen von der Kantine bewirtet werden können und über Tageslicht,
Lager für Stühle, Tische, und Veranstaltungstechnik sowie einen Regieraum
verfügen. Ein Zugang zu Außenbereichen erhöht die Qualität und Variabilität
der Nutzung.
Zukünftig soll eine dauerhaft eingerichtete Außenspielfläche Open-Air-
Veranstaltungen vor allem während der Sommermonate, einschließlich der
Theaterferien ermöglichen. Auf dieser Bühne sollen insbesondere elektrisch
verstärkte Konzerte, Theaterproduktionen, Performances, Lesungen und
Gespräche sowie Filmvorführungen oder Liveübertragungen aus den
Hauptspielstätten stattfinden. Die Außenspielfläche soll im Wechsel durch
Eigenproduktionen des Staatstheaters und Veranstaltungen externer
Veranstalter bespielt werden. Die Außenspielfläche soll über eine
dauerhafte, (teil-)überdachte Bühnenfläche von min. 75 m² verfügen, die
durch temporäre Bühnenmodule veranstaltungsbezogen erweitert werden
kann. Eine entsprechende Grundausstattung an Veranstaltungstechnik
(Ton- und Lichttechnik) soll dauerhaft eingerichtet werden. Die
Außenspielfläche soll mit einer festen Tribüne für 199 Besucher*innen und
Möglichkeiten für eine temporäre Beschattung ausgestattet sein, welche
wenn möglich durch temporäre Zuschauertribünen modular erweiterbar
sein soll.
Für die Durchführung von Veranstaltungen auf der Außenspielfläche sowie
zur Steigerung der Verweilattraktivität auf dem Kulturareal sind die
Reduzierung des Verkehrslärms und eine effektive akustische Trennung
erforderlich. Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrslärms zur Steigerung
der Aufenthaltsqualität sollten geprüft werden (vgl. Ziele und
Anforderungen für die akustischen Planungen).
Erst die Verfügbarkeit dieser verschiedenen, teilweise neu zu errichtenden
Spielstätten ermöglicht eine insbesondere auf demografische
Entwicklungen sowie auf die Veränderungen des Rezeptionsverhaltens
angepasste Zielgruppenansprache und die gezielte Erweiterung des
künstlerischen Portfolios des Mehrspartenhauses.
3.3. Schauspielhaus
Der Spielbetrieb der Schauspielsparte soll im Schauspielhaus möglichst
während der gesamten Bauphasen fortgesetzt werden. Der Fortbetrieb des
Schauspielhauses und seine Folgen sind nicht Teil dieser Beschreibung und
müssen gesondert geprüft werden. Eine möglicherweise erforderliche
temporäre Schließung und Unterbrechung des Spielbetriebs im
Schauspielhaus ist so kurz wie möglich zu halten, um Mehrbedarfe an
Flächen und zusätzliche Kosten zu minimieren.
Für den Fortbetrieb der Schauspielsparte ist zu beachten, dass der statisch
mängelbehaftete und den funktionalen Anforderungen nicht mehr
entsprechende Verbindungsbau rückgebaut werden und Platz für Neues
schaffen soll. Durch den (teilweise) Rückbau des Verbindungsbaus müssen
die im Status quo synergetisch genutzten Funktionsbereiche aufgelöst
werden. Dazu zählen insbesondere die Flächen für die Anlieferung, Facility
16
Management, Heizungs- und Lüftungsanlagen, Präsenzwerkstätten sowie
die Andienung der Besuchergastronomie aus der Kantine. Zudem müssen
die Zuwegungen für Besucher*innen des Schauspielhauses sowie
Fluchtwege und Feuerwehrzufahrten trotz Baustelleneinrichtung und -
betrieb ermöglicht werden.
Die Bühnen von Schauspielhaus und Opernhaus weisen einen
Höhenunterschied von ca. einem Meter auf. Dieser kann baulich nicht
behoben werden. Die Transportwege sind dennoch möglichst schwellenlos
herzustellen, um die Höhenunterschiede auszugleichen.
Das Schauspielhaus besitzt drei Bühnenflächen (Großes Haus,
Kammerspiele, „3. Etage“), die im Zweischichtbetrieb von 6:00 Uhr bis 24:00
Uhr betrieben werden. Lärmkritische Zeiten sind für die Einrichtung der
Baustelle und die Durchführung von Bauarbeiten, wenn möglich zu
berücksichtigen und mit dem Staatstheater abzustimmen.
Folgende Provisorien sind während der gesamten Bauphasen für den
Fortbetrieb des Schauspielhauses insbesondere einzurichten: die
Hauptstromversorgung, die Heizungs- und Lüftungsanlagen, die
Brandmeldeanlage, die Sicherheitsbeleuchtung, die Leitzentrale für die
Überwachung der technischen Anlagen, die Umschaltung des Daten- und
Telefonnetzes über den Karl-Pschigode-Platz sowie die Anlieferung.
Unter Berücksichtigung der Lage der Abbruchkante ist im Einzelnen zu
planen, wie insbesondere folgende Bereiche während der Bauzeit
kompensiert werden bzw. wie der Fortbetrieb des Schauspielhauses
gesichert werden kann:
Für den Vorstellungsbetrieb ist eine funktionierende Logistik und
Anlieferung notwendig, sowie der Betrieb von Präsenzwerkstätten.
Für die Mitarbeiter*innen muss eine Nutzung von Aufenthaltsräumen,
Umkleiden und Sanitärräumen in ausreichendem Maß möglich sein.
Es muss eine Alternative für die Kantine gefunden werden.
Darüber hinaus werden für die technischen Abteilungen Büro- und
Lagerflächen sowie Werkstatträume benötigt.
Räume der Abteilungen Requisite und Kostüm, wie auch Umkleiden
für die Gastronomie und das Vorderhauspersonal müssen eingeplant
werden.
Die Eingangssituation in das Foyer des Schauspielhauses ist zu
berücksichtigen. Der für das Schauspielhaus notwendige elektrische
Potentialausgleich, der in der Sanierung 2010 nicht berücksichtigt
wurde, muss hergestellt werden. Die Anbindung an das Opernhaus
wird nicht mehr möglich sein.
Die Kälte- und Lüftungstechnik ist bereits am Schauspielhaus
angeordnet. Die Heizungszentrale mit Fernwärmeversorgung sowie
Dampfumformer der N-Ergie befindet sich in zentraler Lage im
Opernhaus. Diese kann während der Bauphase voraussichtlich nur
bedingt weiter betrieben werden. Die Anlagentechnik ist zudem stark
17
sanierungsbedürftig. Eine Ersatzanlage für das Schauspielhaus auf
dem Karl-Pschigode-Platz ist ab dem Abbruchzeitraum unumgänglich
und muss das Schauspielhaus entsprechend unabhängig versorgen.
Die zentrale Trinkwasserversorgung sowie Sprinkler- und
Sprühwasseranlage befindet sich im Schauspielhaus. Die Anbindung
an die neu zu errichtende Brandmeldezentrale ist zu gewährleisten.
Die Gebäudetechnikleitstelle befindet sich im Status quo in der
Elektrowerkstatt im Verbindungsbau und muss daher neu angeordnet
werden (idealerweise an der zu erweiternden Technikzentrale auf dem
Dach des Schauspielhauses).
3.4. Spiel- und Nutzungszeiten
Die Gebäudenutzung des Opernhauses erfolgt ganzjährig und lässt sich in
Proben- und Vorstellungsbetrieb sowie Facility Management unterteilen.
Die Theater-Spielzeit beginnt im September und endet im darauffolgenden
Jahr Ende Juli - analog zu den Bayrischen Schulferien. In der Schließzeit,
den sogenannten Theaterferien zwischen Ende Juli und Anfang September,
finden im Status quo keine Vorstellungen und Proben statt. Auch der
Großteil aller festangestellter Mitarbeiter*innen befindet sich in dieser Zeit
im Urlaub. Die Theaterferien werden insbesondere genutzt Wartungs- und
Instandhaltungsmaßnahmen sowie bei Bedarf Umbau- und
Sanierungsmaßnahen durchzuführen.
Die einzelnen Nutzungszeiten für das Opernhaus und das Schauspielhaus
während Spielzeit im Status quo sind wie folgt:
Die Öffnungszeiten sollen für die zukünftigen Angebote sinnvoll verlängert
werden können. Dies gilt insbesondere für den Spielbetrieb auf der
Außenspielfläche, für Angebote (von Externen) auf der Integrativen
Aktionsfläche und für die Gastronomie. Die neu zu errichtenden Angebote
der Gastronomie mit Café, Restaurant und Bar sollen unter
Berücksichtigung der Sperrstundenregelung der Stadt Nürnberg sowie der
Veranstaltungszeiten in den Spielstätten eine ganztägige, vom Spielbetrieb
unabhängige und während der Theaterferien fortgesetzte Bewirtung
ermöglichen. Die Außenflächen (Open-Air-Bühne) sollen in den
Der Bühnenbetrieb findet regelmäßig statt zwischen 6:00 - 24:00 Uhr
- Probenbetrieb auf Haupt- und Probebühnen 9:00 - 22:30 Uhr
- Veranstaltungsbetrieb (Vorstellungsbeginn bis -ende) 9:30 – 22:30 Uhr
- Kernzeiten Ensemblemitglieder, künstlerische Leitung und
Produktionsteam 9:00 – 23:00 Uhr
- Kernzeiten Bühnenservice und Technik 7:00 – 24:00 Uhr
- Brandsicherheitswachen während Vorstellung
- Foyergastronomie für Besucher*innen für Vor-/ Nachbewirtung
und Pausenbewirtung
in Vorstellungspausen
18:00 - 23:00 Uhr,
teilw. bis 02:30 Uhr
- Die Büronutzung erfolgt überwiegend zwischen 7:00 – 18:00 Uhr
Die Kantine ist für Mitarbeiter*innen und Gäste geöffnet zwischen 9:00 – 15:00 Uhr
17:00 – 24:00 Uhr
18
Sommermonaten und in den Theaterferien bespielt werden. Die Integrative
Aktionsfläche soll ganzjährig bespielbar sein.
Die Gebäudereinigung erfolgt morgens ab 6:00 Uhr, vor und nach den
Proben, bei Bedarf nach dem Aufbau für die Abendveranstaltungen sowie
nach Vorstellungsende.
Die Anlieferung muss täglich 24 Stunden für alle Bereiche (Schauspielhaus,
Opernhaus, Gastronomie und Kantine, Bürobedarf, Facility Management)
nutzbar sein (vgl. Kapitel 5.1.2. Anlieferung).
19
4. ANFORDERUNGEN AN DEN GESAMTENTWURF
4.1. Historische Bausubstanz und Erweiterungsbauten
Schematische Übersicht erforderlicher Eingriffe
Für den Zuschauerraum des Opernhauses wurden substanzielle Mängel
begutachtet, die belegen, dass gesetzliche Auflagen für den Weiterbetrieb
des Opernhauses ohne umfassende bauliche Eingriffe nicht erfüllt werden
können. Die schematische Darstellung zeigt einen Auszug zwingender
Eingriffe zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben insbesondere in den
Bereichen Brandschutz, Flucht- und Rettungswege, Statik,
Arbeitssicherheit, Barrierefreiheit, Raumklima und Akustik. Ergänzende
Maßnahmen sollen die Sichtbeziehungen und den Sitzkomfort für
Zuschauer*innen verbessern.
Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude ist seit seiner Errichtung
prägend für das Stadtbild und das Nürnberger Panorama.
Durch die architektonische Gesamtkonzeption soll das Kulturareal zu einer
Landmark erhoben werden und so zu einer zentralen, identitätsstiftenden
Attraktion der Stadt Nürnberg für Besucher*innen, Passant*innen und
Tourist*innen werden. Diese Zielsetzung schließt das Opernhaus, das
Schauspielhaus, die Integrative Aktionsfläche, die Open-Air-Bühne sowie
die übrigen notwendigen Erweiterungsbauten, landschaftsplanerische- und
städtebauliche Gestaltungselemente ein.
Die funktionale Einheit des Opern- und Schauspielhauses, einschließlich der
neu zu errichtenden Gebäudeteile, soll als gestaltgebende Bedingung für
den Gesamtentwurf für das Kulturareal gelten. Die Anordnung der Räume
soll anhand der funktionalen Bezüge der einzelnen Bereiche klar strukturiert
werden. Auf dem gesamten Kulturareal soll die Marke „Staatstheater
Nürnberg“ durch eine Corporate Architecture deutlich erkennbar werden.
20
Die Corporate Architecture des Gesamtentwurfs bildet die Markensprache
des Staatstheaters und insbesondere die Kernwerte Erlebbarkeit,
Austausch und Zugänglichkeit ab. Für die denkmalgeschützten Bereiche ist
dabei eine sensibel austarierte Lösung zu finden.
Rechtzeitig vor Baubeginn müssen Schadstoffuntersuchungen differenziert
durchgeführt werden. Als Grundlage kann die Erkundung aus dem Jahr 2014
dienen. Es geht derzeit keine Gefahr für Mitarbeiter*innen von vorhandenen
Schadstoffen aus. Bei Abbruch werden diese aber fachgerecht zu
behandeln und zu entsorgen sein.
Im Sinne des Projektziels Umwelt- und Klimafreundlichkeit sollen
Bauprodukte aus Sekundärrohstoffen und aus nachwachsenden Stoffen
bevorzugt verwendet werden. Auf die Demontierbarkeit von Konstruktionen,
z. B. durch trennbare Verbindungen, wird Wert gelegt. Zusätzlich soll beim
Einsatz der notwendigen Hilfsmittel und Materialien für den künstlerischen
Spielbetrieb, den Verwaltungsbetrieb und der Gastronomie sowie der
Logistik auf Umwelt- und Klimafreundlichkeit geachtet werden.
Durch die Gebäudegestaltung soll neben der Förderung der internen
Kommunikation auch die Kommunikation mit dem Publikum und den
Besucher*innen verbessert werden. Das Theater ist ein kommunikativer Ort.
Sowohl das Produzieren und Aufführen, als auch das Besuchen und
Teilnehmen sind kommunikative Vorgänge. Die Gebäude sind
Kommunikationsorte und sollen den Austausch, Begegnung, Zugang und
Teilhabe ermöglichen. Die Architektur des Gesamtentwurfs soll zur
Kommunikation anregen und auch Nicht-Besucher*innen ansprechen. Die
Strahlkraft der Objekte und des Kulturareals soll sowohl analoge als auch
digitale Kommunikation anregen.
Die beiden Bestandsgebäude Opern- und Schauspielhaus werden durch
einen Verbindungsbau aus drei verschiedenen Bauphasen verbunden. Der
älteste Teil ist das Magazingebäude, das direkt südlich an das Opernhaus
angrenzt. Die beiden anderen Gebäudebestandteile wurden in den 1950er
bzw. 1960er Jahren entlang der Lessingstraße errichtet. Diese beiden
Gebäudeteile weisen starke Baumängel hinsichtlich des Brandschutzes, der
Funktionalität und der Statik auf und sollen daher rückgebaut werden. Die
Maßnahme kann Platz für Neues schaffen. Dabei gilt es die synergetische
Nutzung von Funktionsbereichen und gemeinsamer Abteilungen von
Opernhaus und Schauspielhaus zu beachten.
Eine optimale Anliefersituation (vgl. Kapitel 5.1.2. Anlieferung), ein qualitativ
verbesserter Bühneneingang (vgl. Kapitel 5.4.4. Pforte) und eine neue
Integrative Aktionsfläche (vgl. Kapitel 5.2.5. Integrative Aktionsfläche) sollen
geschaffen werden.
Die Möglichkeit eines Zugangs zu den Gebäuden oder eines Durchgangs
von der Lessingstraße zum Richard-Wagner-Platz auf Erdgeschossebene
oder Bühnenniveau ist nachranging nach den Logistikbeziehungen
zwischen dem Schauspiel- und Opernhaus und entwurfsabhängig zu
prüfen.
21
Es soll seitens der Stadt geprüft werden, ob die baulich stark geschädigte
Tiefgarage aufgelassen und zurückgebaut werden kann. Die frei werdenden
Flächen können zur Verbindung des Richard-Wagner-Platzes und Karl-
Pschigode-Platzes zu einem erlebbaren Kulturareal verbunden werden. Im
Status Quo sind aufgrund von Baumängeln bereits zwei Etagen gesperrt.
Die Ertüchtigung des Brandschutzes steht aus.
Die Theaterwerkstätten im Nord-Ost-Park sowie das Zentrallager in der
Frankenstraße werden weiter betrieben. Die im Status quo angemietete
Probebühne in der Fürther Straße soll zukünftig am Richard-Wagner-Platz
zusammen mit den anderen Probebühnen verortet werden.
4.2. Tragfähigkeit und Statik
Eingriffe in das Bestandsgebäude
Durch den Bedarf der Errichtung einer Seitenbühne kommt es zu Eingriffen
in den (tragenden) Bestand. Das bedeutet Änderungen von
Nutzungsbereichen, Raumanordnungen und -größen, damit verbundenem
Abbruch und Neubau tragender Teile sowie Veränderungen von Lasten im
Bauwerk, eventuell mit Überbelastungen tragender Teile. Es ist davon
auszugehen, dass die verbleibenden Tragfähigkeiten der vorhandenen
Tragglieder, unter Berücksichtigung von Alterungserscheinungen, Schäden,
ggf. auch Konstruktionsmängeln und nicht zuletzt der
brandschutztechnischen Einstufung, eingehend untersucht und
eingeschätzt werden müssen.
Statische Vorkehrungen zur Sicherung bestehender Gebäude
Beim Rückbau von Gebäudeteilen und bei der Herstellung neuer Bauteile
sind die Bestandsgebäude umfassend zu sichern, damit keine
vermeidbaren Schäden insbesondere durch Setzungen oder Erschütterung
entstehen.
22
Für die neu zu erstellenden Bauteile gelten die Werte gem. DIN EN 1991-1-1
wie folgt:
Folgende Bereiche haben gesonderte Anforderungen:
Nutzung Beispiele Einsatzgebiet Kategorie qk[kN/m²]
B1 2,0
B2 3,0
Flächen mit fester Bestuhlung;
z.B. Flächen in Kirchen, Theatern
oder Kinos, Korngresssäle, Hörsäle,
Wartesäle
C2 4,0
Frei begehbare Flächen; z.B.
Museumsflächen,
Ausstellungsflächen,
Eingangsbereiche zu öffentlichen
Gebäuden, …. sowie die zur
Nutzungskategorie C1 bis C3
gehörigen Flure
C3
Sport- und Spielflächen; z. B.
Tanzsäle, Sporthallen, Gymnastik-
und Kraftsporträume, Bühnen
C4
Flächen für große
Menschenansammlungen; z. B. in
Gebäuden wie Konzertsäle,
Terrassen und Eingangsbereiche
sowie Tribünen mit fester
Bestuhlung
C5
Flächen in Werkstätten E1 5,0
Allgemeine Lagerflächen,
einschließlich Bibliotheken E2 6,0
Treppen und Treppenpodeste Treppen und Treppenpodeste T2 5,0
Zugänge, Balkone und ähnliches Dachterrassen, Loggien, Balkone, Ausstiegspodeste Z 4,0
5,0
Büroflächen, Flure, Arbeitsflächen Je nach Lage und Nutzung
Lager, Werkstätten Lagerräume
und Zugänge
Räume, Versammlungsräume und
Flächen, die der Ansammlung von
Personen dienen können (mit
Ausnahme von unter A, B, D und L
festgelegten Kategorien)
Bühnenflächen (abweichend zu C4) Szenenfläche, Hinter-, Seitenbühne abweichend 7,5
Magazine im Bereich der
Anlieferung und zum Lagern von
Dekorationen, wenn Befahrung mit
kleinster Gabelstaplerklasse
erforderlich ist.
Befahrbarkeit mit kleinem
Gabelstapler abweichend 12,5
23
4.3. Technische Anlagen
4.3.1. Erneuerbare Energien, Elektroanlagen, Lüftung, Klimatisierung,
Heizung
Im Sinne des Gesetzes zur Einsparung von Energie und zur Nutzung
erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden
(Gebäudeenergiegesetz – GEG, 08.08.2020) ist ein möglichst sparsamer
Einsatz von Energie in Gebäuden einschließlich einer zunehmenden
Nutzung erneuerbarer Energien zur Erzeugung von Wärme, Kälte und Strom
für den Betrieb des Opernhauses mit allen Funktionsgruppen anzuwenden.
Im Sinne der Suffizienz sollen die energetischen Bedarfe optimiert werden.
Die neu zu planenden Erweiterungsbauten sollen dabei als klimaneutrale
Gebäude mit einer Null- bzw. Plusenergiebilanz errichtet werden. Für das
Bestandsgebäude des Opernhauses wird, soweit realisierbar, mindestens
eine Halbierung des spezifischen Energieverbrauchs für Strom und Wärme
angestrebt. Erneuerbare Energien sollen, soweit ökologisch und
wirtschaftlich sinnvoll, unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer
Belange eingebunden werden.
Allgemeine Grundlage für die Auslegung der Anlagen der technischen
Gebäudeausrüstung sind die Vornormenreihe DIN V 18599 „Energetische
Bewertung von Gebäuden“ und die aktuell geltende DIN-EN 15251
„Eingangsparameter für das Raumklima zur Auslegung und Bewertung der
Energieeffizienz von Gebäuden - Raumluftqualität, Temperatur, Licht und
Akustik“. Diese stellen Verfahren zur Bewertung der Gesamtenergieeffizienz
von Gebäuden zur Verfügung. Die Berechnungen erlauben die Beurteilung
aller Energiemengen, die zur bestimmungsgemäßen Heizung,
Warmwasserbereitung, raumlufttechnischen Konditionierung und
Beleuchtung von Gebäuden notwendig sind. Darüber hinaus sind die
Empfehlungen des Arbeitskreises Maschinen- und Elektrotechnik
staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AMEV) in der aktuellen Fassung
maßgeblich zu berücksichtigen.
Im gesamten Bauvorhaben sind die Technikräume für die HKLS-Anlagen
(Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär), die elektrischen Anlagen sowie die
kommunikations-, sicherheits- und informationstechnischen Anlagen
entsprechend der gültigen Normen im Verlauf der Planung durch den
Gebäudeplaner unter Mitarbeit der Fachplaner bedarfsgerecht anzuordnen
und zu dimensionieren.
Die Energiebedarfsdeckung soll mit überwiegend erneuerbaren Energien
bzw. der Nürnberger Fernwärme und/oder der Nutzung von Geothermie, mit
dem Ziel einer möglichst ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen CO2-
neutralen Wärmeversorgung unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer
Belange, ggf. unter Einbeziehung von Hybridlösungen, erfolgen.
Im Neubaubereich soll eine größtmögliche Photovoltaikanlage vorgesehen
werden. Auch eine umfassende Dachbegrünung ist zu prüfen.
Gebäudespezifische Konzepte für den Neubau sowie das Bestandsgebäude
sollen für einen umfassenden sommerlichen Wärmeschutz auf der
24
Grundlage passiver Maßnahmen entwickelt werden. Der Neubaugebäudeteil
ist hinsichtlich Zonierung, Anteil der Glasflächen, Sonnenschutz, Nachtlüf-
tung, Begrünung und Speichermassen soll so konzipiert werden, dass keine
aktive Kühlung erforderlich wird. Anzustrebendes Ziel ist, die Grenze von
26° C in den Nutzungszeiten nicht zu überschreiten. Bei einer längeren
sommerlichen Hitzeperiode soll während der üblichen Nutzungszeit die
Raumtemperatur jeweils etwa drei Kelvin unter der Außenlufttemperatur
liegen.
Alle energie- und wasserverbrauchenden Anlagen und Komponenten sollen
ressourcenschonend, hocheffizient und bedarfsgerecht geregelt konzipiert
werden.
Für den energieeffizienten Betrieb ist ein Mess- und Monitoringkonzept
über die Gebäudeautomation vorzusehen.
Die Haustechnik, insbesondere die raumtechnischen Anlagen, sind unter
Berücksichtigung der akustischen Anforderungen künstlerisch genutzter
Räume ausreichend leise zu konzipieren (vgl. Ziele und Anforderung für die
akustischen Planungen).
Elektroanlagen
Die Elektroanlagen im Opernhaus sind verbraucht und haben das Ende ihre
Lebenszeit erreicht. Im Zuge der Sanierung sind diese daher vollständig zu
erneuern. Bei der Erneuerung sind die derzeitigen brandschutztechnischen
Mängel in den Elektroanlagen zu beheben. Für die Elektrounterverteiler und
Datenverteiler sind zukünftig eigene Räume zuzuordnen.
Die digitale Zukunftsfähigkeit der Elektroanlagen ist besonders zu
berücksichtigen.
Raumlufttechnische Anlagen
Die raumlufttechnischen Anlagen für das Opernhaus sind vollständig zu
erneuern. Mechanische Lüftungsanlagen müssen energieeffizient, mit
Wärme- und Entfeuchtungskälterückgewinnung sowie bedarfsabhängig
regelbar sein.
Die Lüftung ist für einen bedarfsgerechten Betrieb in Abhängigkeit der
Nutzung mit variabler Volumenstromregelung auszulegen. Damit verbunden
ist ein energiesparendes RLT-Konzept mit guter Anpassung an örtlich und
zeitlich wechselnde thermische Lasten, individueller
Raumtemperaturregelung durch Veränderung der Volumenströme,
zeitweiser Volumenstromreduzierung bzw. Abschaltung von Räumen bei
Nichtbenutzung.
In Räumen mit wechselnden Nutzungszeiten und Personenbelegungen ist
die Luftqualität in das RLT-Konzept einzubeziehen.
Die Nutzungszeiten der Räume werden über die Managementebene
(Gebäudeleittechnik) der Gebäudeautomation auf Grundlage der
wöchentlichen Belegungsplanung für die Absenkung der Regelparameter
außerhalb dieser Nutzungszeiten übernommen. Ziel ist dabei die
Verringerung des Heiz-, Kühl- und Elektroenergiebedarfes. Die Parameter
25
für den abgesenkten Betrieb der Anlagen sind im weiteren Planungsverlauf
mit der Bauherrin und der Nutzerin abzustimmen und festzulegen.
Kälteanlagen
Die Kälteverteilung für das Opernhaus ist vollständig zu erneuern und
bedarfsabhängig mit neuen Anlagen zur Kälteerzeugung zu ergänzen.
Dabei ist ein Verbund mit der Kälteerzeugung im Schauspielhaus in
Betracht zu ziehen.
Für den notwendigen Kühl- und Klimatisierungsbedarf für Raumbereiche
mit besonderen Anforderungen (siehe Tabelle S. 25) ist ein
energieeffizientes und wirtschaftliches Gesamtkonzept, möglichst unter
Einsatz erneuerbarer Energien, zu erarbeiten.
Dies ist unter anderem möglich durch zentrale hocheffiziente
Kaltwassererzeuger mit hohem Anteil an freier
Verdunstungskühlung/Kühlturm oder adiabatische
Verdunstungskühlung/sorptiver Entfeuchtung sowie Nutzung der
Auskopplung „Freier Kälte“ aus hocheffizienten Systemen zur
Wärmerückgewinnung in Lüftungsanlagen. Grundsätzlich ist auch eine
Kombination für Grundlast, z. B. mit Niedertemperatur-Absorptionskälte
(Basis Fernwärme oder Solar) und Spitzenlastabdeckung mit
konventioneller Kälteerzeugung (Basis Strom), auch unterstützt durch PV-
Strom, denkbar.
Die Kälteverteilung ist in zwei Netze, in Niedertemperaturnetz (NTK) mit 6 /
12°C und ein Hochtemperaturnetz (HTK) mit z. B. 14 / 20°C oder höher,
aufzuteilen.
Die klimatisierten Räume sind auf eine maximale Raumtemperatur von
+26°C zuzüglich zulässiger Überschreitungstoleranzen auf Grundlage der
DIN-EN 15251 Kategorie II Anhang F auszulegen.
Wärmeversorgungsanlagen
Der Fernwärmeanschluss und die Heizungsverteilung im Opernhaus sind
vollständig zu erneuern. In diesem Zusammenhang sind die
Fernwärmeanbindung und die Wärmeverteilung den neuen
Auslegungsbedingungen, Raumfunktionen und Raumanordnungen
anzupassen. Dabei ist die Wiederherstellung der Wärmeversorgung des
Schauspielhauses zu berücksichtigen.
26
Die aufgeführten Parameter stellen Richtwerte da, die im weiteren Planungsverlauf mit der
Bauherrin und der Nutzerin insbesondere im Hinblick auf zukünftige klimatische
Veränderungen in den Sommermonaten zu vertiefen und entsprechend der zu diesem
Zeitpunkt gültigen Mindestanforderungen zu detaillieren sind. Räume ohne besondere
Anforderungen sind gemäß den oben aufgeführten gesetzlichen und normativen Vorgaben
auszulegen.
Raumart Anzahl Personen Luftanteil /Luftwechsel minimaleTemperatur 1) maximaleTemperatur 1) minimalerel. Feuchte 2) maximalerel. Feuchte 3) Besondere Anforderungen
35 -40 m³/h /
Person
40 m³/h / m²
Glucksaal max. 210 25 m³/h / m² 20 °C4) 26 °C5) ohneAnforderung
ohne
Anforderung
(Begrenzung abs.
Feuchte auf 12 g/kg)
mechanisch belüftet,
Teilklimaanlage,
offen zum Foyer
max. 200 20 -30 m³/h / Person
0,3 m³/h / m²
max. 60 20 -30 m³/h / Person
0,3 m³/h / m²
max. 20 20 -30 m³/h / Person
0,3 m³/h / m²
Probebühnen PB 1 + 2
(groß + Innenliegend)
max.100 /
PB
20 -30 m³/h /
Person 22 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) mechanisch belüftet, Vollklimaanlage,
Probebühnen PB 3 + 4
(klein + Außenliegend /
Tageslicht)
max.25 / PB
Ballettprobensaal PB 8
(groß + Innenliegend) max. 100 20 -30 m³/h / Person 24 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) mechanisch belüftet, Vollklimaanlage,Heiz- und Kühlflächen
Ballettprobensaal PB 9
(klein + Außenliegend) max. 30
Orchesterprobensaal 1 (groß) max. 250 35 -40 m³/h / Person 22 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) mechanisch belüftet,Vollklimaanlage,Quelluft
Orchesterprobensaal 2 (klein) max. 60 35 -40 m³/h / Person 22 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) mechanisch belüftet,Vollklimaanlage,Quelluft
Stimmzimmer/Einspielräume
Solisten, Instrumentengruppen
ca. 1 / 3 m²
+ Zuschlag
Instrumenten-
abhängig
- 22 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) mechanisch belüftet, Vollklimaanlage,
Instrumentenlager,
zum Teil Läger des Fundus - 3 m³/h / m² 22 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb) mechanisch belüftet, Vollklimaanlage,
mechanisch belüftet,
Vollklimaanlage,
wie Probebühnen PB1 + 2
wie Balletprobensaal PB 8
mechanisch belüftet,
Teilklimaanlage,
offen zum Glucksaal
20 °C4) 26 °C5) ohneAnforderung
≤60 % rF
(±5% Tagbetrieb)
20 -30 m³/h /
Person
25 m³/h / m²
ohne
Anforderung
(Begrenzung abs.
Feuchte auf 12 g/kg))
26 °C5) ≥45 % rF
22 °C4) 26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb)
22 °C4) 26 °C5)
26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb)
Bühne
Foyers/Galerien
max. 121
max. 1300
Chorprobensaal 22 °C4)
Unterbühne Ebene 1 22 °C4)
≥45 % rF
mechanisch belüftet,
Vollklimaanlage
hohe Wärmelasten
Kombination aus
Quelluft und
Heizflächen
mechanisch belüftet,
Vollklimaanlage,
überwiegend Quellluft
an den Sitzplätzen
mechanisch belüftet,
Vollklimaanlage
hohe Wärmelasten
Kombination aus
Quelluft und
Heizflächen
Zuschauersaal,
inkl. Orchestergraben max.1250
mechanisch belüftet,
Vollklimaanlage
hohe Wärmelasten
Kombination aus
Quelluft und
Heizflächen
≤60 % rF
(±5% Tagbetrieb)
Unterbühne Ebene 2 22 °C4)
26 °C5) ≥45 % rF ≤60 % rF(±5% Tagbetrieb)
1) operative Temperatur in Anlehnung an DIN EN15251 Kategorie II Anhang A
2) Auslegungswert Befeuchtung in Anlehnung an DIN EN15251 Kategorie II Anhang B
3) Auslegungswert Entfeuchtung in Anlehnung an DIN EN15251 Kategorie II Anhang B
4) RT-Sollwert bis AT = -16 C (winterlicher Wärmefall); bei AT>32 C Toleranz gemäß DIN EN15251 Kategorie II Anhang F
5) RT-Sollwert bis AT =32 C (sommerlicher Normalfall); bei AT>32 C Toleranz gemäß DIN EN15251 Kategorie II Anhang F
27
4.3.2. Sanitär-, Feuerlösch- und Gebäudeautomationsanlagen
Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen
Die Abwasser- und Wasseranlagen für das Opernhaus sind vollständig zu
erneuern. Dies schließt auch die Ertüchtigung des maroden
Abwassernetzes unter dem Opernhaus mit ein. Es sollen möglichst keine
Hebeanlagen für Abwasser vorgesehen werden. Die Warmwasserbereitung
für die Sanitärräume soll aus energetischer und hygienischer Sicht mit
dezentralen Warmwasserbereitern (Durchlauferhitzern) erfolgen. Bei allen
Sanitär- und Umkleideräumen ist von einer hohen Gleichzeitigkeit der
Nutzung auszugehen.
Große Warmwasserverbraucher, wie z. B. die Küchentechnik der
Fertigungsküche, Kantine und Foyergastronomie sind über ein zentrales
System mit Warmwasser zu versorgen.
Feuerlöschanlagen
Die bestehenden Feuerlöschanlagen für das Opernhaus sind vollständig zu
erneuern und zu ergänzen. Der Umfang und die Auslegung der
Feuerlöschanlagen werden durch die Auflagen der jeweiligen
Bauaufsichtsbehörden bestimmt. Es ist davon auszugehen, dass sowohl
Löschwasserleitungen als auch Hydranten und Sprinkleranlagen notwendig
sind, um diese Auflagen zu erfüllen.
Gebäude- und Anlagenautomation
Mit der Erneuerung der Anlagen für die TGA im Opernhaus ist auch die
Gebäudeautomation für deren Regelung, Steuerung und Überwachung auf
den neuesten Stand der Technik zu bringen.
Die Automationseinrichtungen verarbeiten die Messgrößen und Parameter
der Eingabefunktionen und setzen mit den Anwendungs- und
Ausgabefunktionen die geforderten Aufgaben in der Raum- und
Anlagenautomation um. Sie bestimmen die Funktion und liefern
Informationen zum Betreiben der technischen Anlagen.
Die einzelnen technischen Anlagen müssen unabhängig von einer
übergeordneten Management- und Bedieneinrichtung funktionsfähig sein.
Bei Störungen sollen grundlegende Funktionen der technischen Anlagen
durch einfache Eingriffe aufrechterhalten werden können.
Die Kommunikation zwischen der Management- und Bedieneinrichtung und
Automationseinrichtungen erfolgt entsprechend dem aktuellen Stand der
Technik über die gängigen Netzwerkstandards Ethernet und TCP/IP.
Die Beobachtung und Bedienung der Anlagen der technischen
Gebäudeausrüstung, der Elektrotechnik, Kommunikations-, Sicherheits-
und Informationstechnik muss für die Mitarbeiter*innen der Abteilung
Technisches Gebäudemanagement im Facility Management vollumfänglich
möglich sein.
28
In Räumen mit entsprechenden Voraussetzungen für die Regelung der
Raumkonditionen ist eine Einzelraumregelung vorzusehen. Je nach
Anwendungsfall sind dabei folgende Funktionen zu berücksichtigen:
Heizen über dynamische (Lüftung) oder statische Heizung
Kühlen über dynamische (Lüftung) oder statische Kälte
Variabler Volumenstrom in Abhängigkeit der Luftqualität
Präsenzanforderung und Statusanzeige der Betriebsart (Tag-
/Nachtbetrieb)
Überwachung des Status der Fenster zur Sperrung von Heizen
und Kühlen
Steuerung Sonnenschutz
Die Obermaschinerie im Opernhaus aus dem Jahr 1905 wurde 2015, 2016
und 2018 teilerneuert und in die Bühnensteuerungssysteme des
Staatstheaters eingebunden. Die Unter- und Obermaschinerie der
Bühnentechnik des Schauspielhauses wurde im Jahr 2010 erneuert und in
das bestehende System integriert. Somit sind alle Bühnen mit den
technischen Komponenten in einem Steuerungssystem vereint. Bei der
zukünftigen Ergänzung und Erweiterung der Obermaschinerie und der
Erneuerung der Untermaschinerie im Opernhaus ist die Kompatibilität der
technischen Komponenten mit den bestehenden Systemen herzustellen.
Das ermöglicht die Nutzung von Synergieeffekten, wie z. B. bei der
Lagerhaltung von Ersatzteilen. Außerdem garantiert die gemeinsame
Fachkenntnis der Mitarbeiter*innen zu Bedienung, Montage und Wartung
der bühnentechnischen Einrichtungen ein einheitliches Handling beider
Bühnen und schafft damit eine höhere Wirtschaftlichkeit und Effektivität im
Betriebsablauf.
Um effiziente Betriebsabläufe zwischen den Abteilungen zu gewährleisten,
wird eine ausreichende Anzahl an Lastenaufzügen und in ausreichender
Dimensionierung für Kulissen, Dekorationen, Equipment und die
Ausstattung benötigt.
Die Personenaufzüge für Mitarbeiter*innen und Gäste sollen Menschen mit
ihren verschiedenen Bedürfnissen den barrierefreien Zugang auf alle
Ebenen und in alle Bereiche ermöglichen.
Für die Gastronomie müssen entsprechende Aufzüge für die Verteilung der
benötigten Waren und Produkte von der Anlieferung über die Zubereitung
bis hin zur Ausgabe sorgen.
Die Beleuchtungsanlagen in allen Gebäuden sind in energieeffizienter LED-
Technik auszuführen. In Räumen mit Tageslicht ist die
Allgemeinbeleuchtung tageslichtabhängig zu steuern. In internen Bereichen
ist die Beleuchtung, wo möglich, zusätzlich über Präsenz- oder
Bewegungsmelder zu schalten.
Das Sicherheitskonzept umfasst die Schließsysteme, die Eigensicherung
(Gebäude- und Außenüberwachung auch für Fahrradstellplätze, Türen und
Tore) und den Zugang ins Gebäude. Es regelt auch die Zutrittserlaubnis für
Mitarbeiter*innen und Gäste zu bestimmten Bereichen und Räumen.
Das Sicherheitssystem muss in die Steuerung der Brandmeldeanlage
29
eingebunden werden, damit bei Alarm eine Freigabe der Fluchtwege erfolgt.
Die Videoüberwachung aller Gebäude der Stiftung Staatstheater Nürnberg
auf dem Kulturareal soll in das im Schauspielhaus bestehende System
integriert werden, mit diesem kompatibel sein und muss mit dem
Zutrittssystem verbunden werden.
Die gesamte Schließanlage im Staatstheater soll eine PCS-Erweiterung
erhalten und mit der vorhandenen Anlage verbunden werden. Ein
Onlinesystem mit der Verwendung von Karten ohne Schlüssel ist
vorzusehen.
4.4. Städtebauliche Einbindung
Das Projektziel Öffnung zur diversen (Stadt-)Gesellschaft ist zwingend mit
der städtebaulichen Einbindung in das stadträumliche Umfeld verbunden.
Einer der größten zusammenhängenden öffentlichen Räume der Stadt
Nürnberg soll einerseits als ein öffentlicher, attraktiver, inspirierender und
kommunikativer Ort gestaltet werden, der zum Verweilen einlädt (vgl. Kapitel
5.5. Cultural Hub). Gleichzeitig soll er die attraktivste Wegeverbindung von
Alt- und Südstadt für Fußgänger*innen werden.
Das Kulturareal soll mit den in direkter Nachbarschaft befindlichen Museen
verknüpft und für den Tourismus erschlossen werden. Dazu zählen
insbesondere das Verkehrsmuseum mit dem Museum für Kommunikation
und dem DB-Museum („Kulturdreieck Lessingstraße“), das Germanische
Nationalmuseum sowie das Neue Museum.
Eine zielgerichtete Beschilderung weist das Staatstheater Nürnberg und das
Kulturareal aus und ermöglicht die Verbindung zu den umliegenden
Kulturinstitutionen.
Der Richard-Wagner-Platz sowie der Karl-Pschigode-Platz werden im Status
quo durch die umgebenden, teils vielbefahrenen Straßen (v. a.
30
Frauentorgraben und Lessingstraße) sowie die Gleisanlagen der Bahn
begrenzt und eingeschlossen.
Die Verkehrsführung soll neu gedacht werden, um diesen Inselcharakter
aufzubrechen und um umwelt- und klimafreundliche Mobilität zu fördern und
die Verkehrslärmbelastung im Kulturareal zu reduzieren.
Im Sinne der umwelt- und klimafreundlichen Stadtplanung sind die Wege
und Plätze ausschließlich den Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen
sowie dem Anlieferverkehr zu widmen. Dabei muss der Karl-Pschigode-Platz
stadträumlich erfasst werden und mit dem Richard-Wagner-Platz als
Kulturareal eine Einheit bilden (vgl. Kapitel 5.5. Cultural Hub). Auf dem
Richard-Wagner-Platz soll der Fußgänger-Verkehr priorisiert werden.
Mit Blick auf die Mobilitätsentwicklung in der Gesellschaft gilt es die gemäß
der Satzung über die Herstellung und Bereithaltung von
Kraftfahrzeugstellplätzen und Fahrradabstellplätzen der Stadt Nürnberg
erforderliche Mindestanzahl an Fahrradstellplätzen unter Berücksichtigung
der Projektziele Umwelt- und Klimafreundlichkeit und Öffnung zur diversen
(Stadt-)Gesellschaft attraktiv auszuweiten.
Bei der Bemessung müssen die Anzahl der Mitarbeiter*innen des
Staatstheaters, die Besucher*innen der Spielstätten und der
gastronomischen Angebote sowie die Passant*innen auf dem Kulturareal
berücksichtigt werden. Gerade für die Stellplätze für die Mitarbeiter*innen
gilt es (teil-)überdachte und videoüberwachte Stellplätze zum Anschließen
der Fahrräder vorzuhalten. Weitere Stellplätze für Besucher*innen und
Passant*innen sollten dezentral auch in den angrenzenden Straßen und
Plätzen verortet werden und möglichst nicht zu Lasten der Flächen auf dem
Richard-Wagner-Platz gehen.
31
5. FUNKTIONSGRUPPEN
Schematische Darstellung der Funktionsgruppen
(vgl. Funktionsschema Index 6)
FG 1 = Bühnen- und Probenbetrieb
FG 2 = Besucherbereiche
FG 3 = Ausstattende Gewerke
FG 4 = Interne Bereiche
FG 5 = Cultural Hub
Die Flächen der Funktionsgruppe 1 beinhalten sämtliche Räume, die im
Zusammenhang mit dem unmittelbaren Bühnenbetrieb stehen, wie z. B. die
Szenenfläche, Hinter- und Seitenbühne, die wesentlichen Lager- und
Logistikflächen (Magazine, Anlieferung, Teile der Requisiten), erforderliche
spezifische Technikflächen (Veranstaltungstechnik), Abendgarderoben, das
Ballettzentrum und Generalmusikzentrum sowie die Probebühnen.
Die Flächen der Funktionsgruppe 2 umfassen den Zuschauerraum
Hauptsaal sowie die Besucherbereiche mit Foyerflächen, Foyergastronomie,
Glucksaal, Opernbar sowie deren erforderliche Nebenräume. Außerdem
zählen hierzu die Integrative Aktionsfläche und die Open-Air-Bühne.
Funktionsgruppe 3 umfasst die ausstattenden Gewerke Kostüm, Maske
und Requisite sowie die Fundusflächen und Werkstätten.
Die Flächen der Funktionsgruppe 4 beinhalten die internen Bereiche. Dazu
zählen Büroflächen, die Fertigungsküche und Kantine sowie die Räume des
Facility Managements.
Funktionsgruppe 5 Cultural Hub beschreibt wesentliche Funktionen des
Kulturareals, welche die Öffnung zur diversen (Stadt-)Gesellschaft fördern
sollen. Hierzu zählen unter anderem das Restaurant und die Kultur-
Kindertagesstätte.
32
Vergleich Nutzungsflächen im Status quo und zukünftiger Bedarf
(Werte gerundet)
Im Status quo schränkt die signifikante Flächenunterdeckung insbesondere im Bereich der
Bühne, Anlieferung und Magazine die Betriebsabläufe ein. Eine rechtswidrige Unterdeckung
besteht zudem bei Besprechungs- und Sozialräumen, Lager-, Neben- und Putzmittelräumen.
Neben der Erweiterung der Flächen ist eine Neuanordnung der Funktionsbereiche und
Flächen erforderlich (vgl. z. B. Kapitel 4 Anforderungen an den Gesamtentwurf).
5.1. Funktionsgruppe 1 (Bühnen- und Probenbetrieb)
Für das gesamte Kapitel gilt der Verweis auf das Dokument Ziele und
Anforderung für die akustischen Planungen.
Die Funktionsgruppe 1 umfasst alle Räume, für deren Funktionalität ein
direkter Bühnenbezug notwendig ist.
Auf der Szenenfläche im Opernhaus finden verschiedenste
Veranstaltungsformate der Sparten Musiktheater, Ballett und Konzert sowie
Vermietungen und Sonderformate statt. Dazu zählen insbesondere Opern,
Kammeropern, Operetten, Musicals, Ballettstücke mit oder ohne
Orchesterbegleitung, (Orchester-)Konzerte, Filmmusikkonzerte,
(Jahreshaupt-)Versammlungen und Vermietung an externe Veranstalter
(Jazz, Rock, Pop, Weltmusik).
Das Orchester spielt, je nach Genre, im Orchestergraben und/oder auf der
Szenenfläche. Auch der Chor singt stückabhängig auf der Szenenfläche,
den seitlichen Umgängen oder auf der Hinterbühne.
Funktionsgruppe
Fläche IST in
m² NUF
Fläche SOLL
in m ² NUF Begründung Flächenmehrung
FG 1
Bühnen-
und Probenbetrieb
9.600 15.300
Einhaltung gesetzlicher Vorgaben für Arbeitsplätze,
Umkleiden, Personal- , Bereitschafts- und Sanitärräume //
Auflösung der Flächenunterdeckung von Anliefer-, Lager-
und Magazinflächen, Werkstätten, Sanitärräume und
Arbeitsräume der Abendgarderoben // Steigerung der Spiel-
und Probenfrequenz v. a. durch Probebühnenerweiterung,
Verortung aller Probebühnen am Richard-Wagner-Platz //
Ergänzung fehlender Flächen für Chor und Orchester
FG 2
Besucherbereiche
3.100 4.600
Einhaltung gesetzlicher Vorgaben für Arbeitsplätze, Personal-
und Sanitärräume, Umkleiden für Vorderhaus- und
Gastropersonal // Barrierefreie Erschließung von Foyer- und
Sanitärflächen für Besucher*innen // Lagerflächen für
Bühnen- und Veranstaltungstechnik Glucksaal //
Integrative Aktionsfläche // Nebenflächen (FN)
FG 3
Ausstattende
Gewerke 2.400 3.400 Einhaltung gesetzlicher Vorgaben für Arbeitsplätze, Umkleiden, Sanitärräume, Lagerflächen und Werkstätten
FG 4
Interne Bereiche
2.700 3.800
Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Aufhebung der
Unterdeckung für Büroräume und die dazugehörige
Infrastruktur (Arbeitsplätze, Besprechungs- und
Sanitärräume)
FG 5
Cultural Hub
0 600
Öffnung zur diversen (Stadt-)Gesellschaft // Creative
Coworking Spaces // Umsetzung des kulturpolitischen
Auftrags // Zukunftsfähigkeit
SUMME 17.800 27.700
33
Neben Vorstellungen finden auf der Szenenfläche im Opernhaus die
Endproben der Sparten Musiktheater, Ballett und Konzert (Generalproben,
Klavierhauptproben oder Orchesterhauptproben sowie technische
Einrichtungen) statt. Weitere Proben finden auf den Probebühnen, den
beiden Orchesterprobensälen, dem Chorprobensaal, in den Stimm- und
Übungszimmern, Einzelübungsräumen und Repetitionsräumen sowie im
Glucksaal statt.
Die Formatvielfalt führt zu veränderten und gesteigerten Anforderungen an
eine variable Raumakustik. Insbesondere die Hauptformate Oper, Musical
und Konzert sollen akustisch optimiert abgebildet werden.
Hierfür bedarf es einer hervorragenden variablen Akustik und guter Sicht-
und Hörbeziehungen für die Musiker*innen untereinander, wie auch für das
Publikum.
Für Szenenfläche, Orchestergraben und Zuschauerraum gilt ein
gemeinsames akustisches Ziel: Eine herausragende Akustik, die eine
moderne, ausdifferenzierte Klanggestaltung und Klangkultur ermöglicht, um
den Besucher*innen ein beeindruckendes und vielfältiges Theater- und
Konzerterlebnis zu bieten. Gleichzeitig verbessert die Optimierung der
akustischen Rahmenbedingungen die Arbeitsbedingungen der
Künstler*innen.
Für die Szenenfläche sollen daher variabel einsetzbare Akustikelemente
sowie eine Konzertmuschel zum Einsatz kommen.
Der Orchestergraben ist zu vergrößern und akustisch zu optimieren (vgl.
Kapitel 5.1.5. Orchestergraben).
Zur Verbesserung der Akustik sowie der Sichtbeziehungen soll die
Portalbreite des Schmuckportals (architektonisches Portal) auf einen für
moderne Spielstätten geltenden Wert erweitert werden (z. B. Opernhaus
Oslo von 17 m). Das dahinterliegende technische Portal soll in Breite und
Höhe variabel ausgeführt sein und dem aktuellen Stand der Technik
entsprechen.
Das Raumvolumen des Zuschauerraums soll auf min. 8 m³ pro Person und
insgesamt min. 8.000 m³ angehoben und damit auf das Niveau
zeitgenössischer Opernhäuser gebracht werden.
Entsprechende Ausstattungen, wie z. B. Akustikelemente oder eine
Konzertmuschel, müssen im weiteren Planungsverlauf konzipiert werden.
34
5.1.1. Bühnenflächen
Die wichtigste bühnentechnische Entwicklung ist die Einrichtung eines
Logistik-Systems zwischen Szenenfläche, Seitenbühne, Großem Magazin und
Hinterbühne (siehe schematische Darstellung Bühnenflächen).
Das dargestellte Logistik-System verbindet die vier Flächen der
Szenenfläche und Seitenbühne, des großen Magazins und der Hinterbühne
so miteinander, dass Bühnenbilder, Kulissen und Dekorationen von den
Bühnentechniker*innen durch eine niveaugleiche Erschließung von einem
Bereich in den nebenliegenden verschoben werden können. Dadurch sind
schnelle Szenenwechsel und die Vorbereitung der Kulissen für
unterschiedliche Stücke in kurzer Zeit möglich. Ziel ist es, mindestens sechs
Produktionen parallel und (teil-)aufgebaut vorzuhalten und damit kurze
Umbau- und Rüstzeiten zu ermöglichen.
Zweck der jeweiligen Flächen:
Szenenfläche: Spielfläche im Sichtfeld des Publikums
Seitenbühne: Umbau und Szenenwechsel
Magazin: Lagerfläche und Montagefläche
Hinterbühne: Umbau, Szenenwechsel und Lagerfläche für weitere
aufgebaute Produktionen, Stellfläche Drehscheibenwagen
Großes Magazin OH
(Logistikfläche)
Kulissen Vertikal
Szenenfläche
Oper Seitenbühne OH /
Untere Seitenbühne OH
Hinterbühne OH /
Untere Hinterbühne OH
Prospekthubregal
35
Szenenfläche Opernhaus
Die im Opernhaus im Status quo bestehende Szenenfläche des Hauptsaals
misst 488 m². Der dazu gehörige Bühnenturm hat eine Gesamthöhe von ca.
42 m von der dritten Unterbühne bis zur Oberkante des Schnürbodens.
Die Szenenfläche wird definiert im Bereich zwischen dem ersten Zug bis zu
Zug 45 und von dem Bereich zwischen Innenpanoramazug links und
Innenpanoramazug rechts. Somit ergibt sich eine Fläche von 17,0 m x 19,0 m
(B x T). Die Podienfläche ist Teil der Szenenfläche und misst 14,0 m x 14,0 m.
In diese Fläche sind die Hubpodien (Doppelstock- und Ausgleichspodien)
integriert. Hier kann der Drehscheibenwagen stehen und versenkt werden.
Die Obermaschinerie liegt ca. 26 m über dem Bühnenniveau, soll ausgebaut
und zu Teilen in der Ausweichspielstätte genutzt werden. Nach der
Generalsanierung des Opernhauses wird die Obermaschinerie ertüchtigt
sowie erweitert und schließlich im sanierten Bestandsgebäude wieder
eingebaut. Nach der Generalsanierung besteht sie aus:
45 Prospektzügen
20 Punktzügen
3 Beleuchterzügen
Je 2 Panoramazügen pro Seite
Erneuerten Beleuchterzügen und Elektroinstallation
Rückprojektions-Beamer und in Bühnenmaschinerie integriertem
Audio-/Videozug auf Hinterbühne
2 in die Obermaschinerie eingebundenen und mit Motoren
ausgestatteten Untergaleriezügen (je einer pro Seite)
Alle Beleuchtungsanlagen sowie die Audio- und Videoanlagen sind
insbesondere auch für Video- und Tonaufnahmen sowie (Live-)Streamings
zu erneuern und auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.
Für die Untermaschinerie, deren älteste Bauteile aus der Errichtungszeit von
1905 stammen und deren Hydraulik 1989 eingebaut wurde, ist insbesondere
durch veränderte Kulissen nicht mehr zukunftsfähig. Deshalb werden die
veralteten Versenkungsschieber und Hubtische durch eine Doppelstock-
Podien-Anlage mit integrierter Tischversenkung, Neigegedeck und Klappen
ersetzt. Alle Doppelstockpodien sollen auf gleiche maximale Höhen
ausgefahren und geneigt werden können. Zwischen der Vorderkante der
Doppelstockpodien und der Vorderkante des technischen Portals kann der
Drehscheibenwagen mittels Ausgleichspodium versenkt werden. Hinter der
Hinterkante der Doppelstockpodien ist ein einfaches Transportpodium
anzuordnen.
Von der Galerieebene der Unterbühne sind direkte Zugänge zur unteren
Seitenbühne sowie zum Umgang zu den angrenzenden Verkehrsflächen
(Anschluss an Bestandshöhen) zu gewährleisten. Die Drehscheibe muss
inkl. Dekorationsaufbau vom Bühnenniveau über das Obergedeck und
Transportpodium zur Lagerposition auf der unteren Hinterbühne
transportiert werden können. Das lichte Mindestöffnungsmaß zwischen
36
Unterbühne und unterer Hinterbühne ist entsprechend stützenfrei
herzustellen.
Die untere Seitenbühne, sowie die angrenzenden Geschossbereiche
(ausgenommen untere Hinterbühne) sind für die Logistikverbindungen
niveaugleich auf einer Ebene des Schauspielhauses zu verbinden.
Der Eiserne Vorhang, wie auch die Bühnenaushänge und der Hauptvorhang
sind zu erneuern.
Seitenbühne
Im Status quo gibt es keine Seitenbühne im Staatstheater Nürnberg.
Dekorationen müssen deshalb im Magazin und auf der Hinterbühne
gelagert und auf der Hinterbühne und Szenenfläche montiert werden. Somit
müssen Montage- und Einrichtungszeiten von der Disposition eingeplant
werden. Dies reduziert folglich die Anzahl verfügbarer Proben- und
Vorstellungszeiten auf der Szenenfläche. Zusätzlich ist eine Vielzahl von
Transportfahrten in das Zentrallager der Frankenstraße nötig, da maximal
vier Produktionen vor Ort teilzerlegt eingelagert werden können.
Wesentliche Erneuerung für einen zeitgemäßen und wirtschaftlichen
Bühnenbetrieb ist deshalb die neu zu errichtende Seitenbühne, deren
Fläche der Podienfläche mit Umgang entspricht, um aufgebaute
Bühnenbilder möglichst vollständig von der Szenenfläche auf die
Seitenbühne verschieben zu können. Seitenbühnen sind seit den frühen
1930er Jahren Bestandteil von Theaterbauten, dienen der Vorbereitung und
dem Aufbau, der Lagerung und dem schnellen Wechsel von Dekorationen
und verbinden die Szenenfläche mit dem Großen Magazin, den
Lagerflächen und der Anlieferung. Die Seitenbühne ermöglicht das manuelle
Verschieben aufgebauter Dekorationen, entlastet dadurch die
Mitarbeiter*innen und reduziert den Maschineneinsatz. Zusätzlich werden
dadurch die Dekorationen geschont und Nachbesserungsarbeiten
eingespart. Die Seitenbühne soll über fünf Projektzüge à 500 kg Traglast
verfügen. Alternativ kann eine Kranbahn installiert werden. Die Öffnung von
der Seitenbühne zur Szenenfläche soll eine lichte Breite von min. 11,0 m
betragen und nach Möglichkeit auf die statisch maximal herstellbare Breite
angelegt werden. Aus betriebstechnischer und organisatorischer Sicht sind
14,0 m zielführend, um die Drehscheibe auf die Seitenbühne transportieren
zu können (lichte Mindestöffnungsgröße B 14,0 m x H 8,5 m).
Großes Magazin OH (vgl. Schaubild schematische Darstellung Bühnenflächen, S. 38)
Der Durchgang von der Seitenbühne zum Magazin ist unter
Berücksichtigung der statisch maximal möglichen Breite auszuführen. Der
Durchgang vom Magazin auf die Hinterbühne ist, soweit statisch möglich,
min. 4 m breit und mit einer min. lichten Höhe von min. 8,5 m herzustellen.
Er soll möglichst nahe an der Szenenfläche angeordnet werden, damit die
volle Tiefe der Hinterbühne optimal genutzt werden kann.
37
Prospekthubregal
Ausgefahrenes Prospekthubregal
Zur Lagerung von gemalten und gerollten Prospekten (dekorative
Stoffhänger mit Breite der Zugstangen), Stoffschals, Soffitten, Flugwerke,
Folien etc. wird ein Regalsystem zur rampenparallelen Lagerung benötigt. Es
wird hierzu ein in den Boden versenkbares brandgeschütztes Regalsystem
gefordert, welches händisch auf Bühnenniveau beschickt wird und viele
übereinanderliegende Fächer besitzt (Gesamtmaß des umbauten Raums
entsprechend des Raumbuchs).
Hinterbühne
Die Fläche der Hinterbühne soll möglichst groß angelegt werden und muss
mindestens zur Unterbringung des Drehscheibenwagens dienen können.
Der Drehscheibenwagen kann auf die Hinterbühne fahren, dort eingesenkt
und auf Bühnenbodenniveau aufbewahrt werden. Die technische Anlage
soll mit der vorhandenen Ausstattung im Schauspielhaus kompatibel sein,
um Optimierungspotentiale zu nutzen, Synergieeffekte im technischen
Unterhalt und Betrieb zu erzeugen und dadurch eine hohe
Wirtschaftlichkeit zu erzielen.
Die Nutzlast der Szenenfläche, Seiten- und Hinterbühne soll gemäß der
DIN-EN 1991 jeweils min. 7,5 kN/m² betragen. Eine Befahrbarkeit mit
Gabelstapler ist nicht erforderlich. Zum Aufbau von Dekorationen und für
Wartungs- und Montagearbeiten muss eine fahrbare Hubbühne mit
Punktlasten von 350 kg eingesetzt werden können.
Die Brandschutzeinrichtungen sind entsprechend der geltenden
Brandschutzbestimmungen und Normen zu erneuern.
Die gesamte Elektrik und die Sicherheitseinrichtungen sind zu erneuern.
38
5.1.2. Anlieferung
Das Staatstheater wird über eine zentrale oder mehrere Anlieferzonen
bedient. Hier werden Transportgüter zu verschiedenen Zwecken (Bühnen
Opernhaus, Schauspielhaus, „3. Etage“, Gastronomie, Einkauf, Facility
Management) und mit unterschiedlichen Fahrzeugen angeliefert.
Es werden mehrere Entladestellen (loading docks) benötigt. Die Entladung
von Lastkraftwagen bis 40 t für die Bühnen ist rückwärts sowie witterungs-
und schallgeschützt anzulegen. Schauspiel- und Opernhaus können
getrennt oder an einer Zone gemeinsam und gleichzeitig von min. zwei
LKWs beliefert werden.
Der Betrieb im Schauspielhaus soll, wenn möglich, während der Bauphase
weiterlaufen. Deshalb müssen die technischen und logistischen
Voraussetzungen geschaffen werden, um die Anlieferung für alle Zwecke
(Bühnen Schauspielhaus inklusive „3. Etage“, Catering, Facility
Management, Präsenzwerkstätten etc.) zu garantieren.
Anlieferung Kulissen
Kulissenteile werden im Status quo und auch zukünftig aus den
Werkstätten im Nord-Ost-Park sowie aus den Lagerflächen in der
Frankenstraße per LKW angeliefert. Ausgehend von den Laderampen sind
alle an die Anlieferung angrenzenden Funktionsbereiche niveaugleich zu
erschließen. Rangier- und Verkehrsflächen im Bereich der Magazine sind
entsprechend der Größe der vorhandenen Transportwagen für die
Anlieferung der Dekoration mit min. 11,0 m x 11,0 m anzulegen.
39
Für die zu transportierenden Kulissenteile ist eine Montagefläche in der
Nähe der Anlieferung vorzusehen. Hier werden Dekorationen auf- und
abgebaut, für Vorstellungs- und Probebetrieb auf der Hauptbühne und den
großen Probebühnen eingerichtet, verschoben und im Anschluss (teilweise)
demontiert. Die Dekorationen der aktuell spielenden Produktionen sollen so
großteilig wie möglich vorgehalten werden können. Hierfür sind möglichst
große Magazinflächen im Haus bühnennah mit einem Vertikallager von min.
9,0 m Höhe einzuplanen. Durch diese Maßnahme können Auf- und
Abbauzeiten unmittelbar auf der Hauptbühne reduziert werden.
Von hier aus erfolgt, gemäß der Definition für hausinterne Transportwege,
die Verteilung im Geschoss und in andere Stockwerke über Aufzüge, deren
lichtes Maß 9,0 m x 2,7 m x 3,5 m (L x B x H) beträgt. Diese Maße
entsprechen dem Maß der Transportwagen und müssen für den Transport
auf den Transportwagen zwischen der Anlieferung Opernhaus, der
Anlieferung Schauspielhaus, der Montagefläche Opernhaus, der
Probebühne 01, 02 und 08 gelten.
Neben dem Transport der Kulissen auf Transportwagen, werden
Dekorationen (teil-)zerlegt transportiert. Für (teil-)zerlegte Bühnenbilder
müssen die Transportwege zwischen Probebühne 01, 02 und 08,
Kulissenmagazin Vertikal, Montagefläche Opernhaus, Seitenbühne, Bühne
Opernhaus und Hinterbühne 9,0 m x 4,0 m x 9,0 m (L x B x H) aufweisen.
Anlieferung Gastronomie
Die Logistik für die Zulieferung für die Kantine und Gastronomie, die
Entsorgung der verschiedenen Abfälle (Glas, Papier, Restmüll) sowie
gastronomisch genutzte Zwischenlagerflächen sind einzuplanen (vgl.
Kapitel 5.4.3. Fertigungsküche und Kantine)
40
Anlieferung Facility Management
Über die Anlieferung des Facility Managements werden z. B.
Verbrauchsgüter, Ersatzteile, Büromaterial oder Putz- und Reinigungsmittel
angeliefert. Die Verteilung an die verschiedenen Lagerflächen und
Empfänger*innen wird über die Pforte koordiniert (vgl. Kapitel 5.4.4. Pforte).
Müllentsorgung
In den verschiedenen Abteilungen des Staatstheaters Nürnberg fallen
neben den regulären Büroabfällen (Papier, Restmüll, Verpackungsmüll) auch
besondere Abfälle an. In der Gastronomie fallen Lebensmittelreste und
organische Abfälle, in den handwerklich arbeitenden Gewerken fällt
Sondermüll wie Farben, Lacke und andere Chemikalien sowie Holz- und
Metallabfälle an. Diese sind über den Bereich der Anlieferung zu entsorgen.
Stellplätze
Es sind Stellplätze für gleichzeitig bis zu drei Rundfunkübertragungswagen
mit entsprechenden Kabelanschlüssen für Übertragungen aus dem
Opernhaus und Schauspielhaus einzuplanen. Die Stellplätze sollen
max. 50 m von den Gebäudeanschlüssen entfernt sein und mit Schächten
für die Übertragungsleitungen mit den Spielstätten verbunden werden.
Außerdem sind Parkplätze für Fahrzeuge des Staatstheaters (mind. 3 PKW, 3
Sprinter) vorzusehen.
Fahrradstellplätze für Mitarbeiter*innen und Besucher*innen sind dezentral
(möglichst nicht zu Lasten der Flächen auf dem Richard-Wagner-Platz),
teilüberdacht und videoüberwacht in ausreichender Zahl vorzuhalten. (vgl.
Kapitel 4.4. Städtebauliche Einbindung).
5.1.3. Magazine und Lager
Im Bereich der Anlieferung und der Bühnen sind für mindestens sechs
(teil-)zerlegte Produktionen im Repertoirebetrieb pro Spielzeit große
Magazinflächen für die sowohl vertikale, als auch horizontale Lagerung von
Kulissenteilen vorgesehen. Der Flächenbedarf für die vertikale Lagerung
teilmontierter Dekorationen beträgt im Durchschnitt ca. 170 m²/Produktion.
Für die horizontale Lagerung werden ca. 50 m²/Produktion benötigt. Ebenso
gibt es Lager für kleineres Material der bühnentechnischen Abteilungen.
Zwischen Magazinflächen und Lagern ist Niveaugleichheit zwingend
erforderlich.
5.1.4. Präsenzwerkstätten
Die Präsenzwerkstätten sind gemeinsame Werkstätten des Schauspiel- und
Opernhauses und umfassen die Schlosser- und Schreinerwerkstatt. Hier
finden Montage- und Änderungsarbeiten an Kulissen und Dekorationen vor
Ort statt. Kulissenteile für alle Bühnen des Staatstheaters können hier
geändert, angepasst und repariert werden. Für die Bearbeitung von Holz
41
und Metall sind Maschinen mit vergleichbaren Dimensionen, wie im Status
Quo (Schlosserei: Stangenware mit 6,0 m Länge, Lagerung horizontal;
Schreinerwerkstatt: 15,0 m x 8,0 m) anzunehmen. Die Präsenzwerkstätten
sind keine permanenten Arbeitsplätze, sondern werden nur bei Bedarf in
Anspruch genommen. Tageslicht ist nicht zwingend vorzusehen.
Die Präsenzwerkstätten haben eine Synergiefunktion, weshalb sie zwischen
den beiden Hauptbühnen des Opern- und Schauspielhaus mit einer guten
logistischen Anbindung an die Anlieferzone und an die Montagefläche
angeordnet werden müssen. Die Zuwegung ist über Doppeltüren mit dem
lichten Maß von 2,7 m x 3,5 m (B x H) einzurichten.
Die Schlosserwerkstatt ist mit einer Schweißgasabsaugung auszustatten.
Das Material der Fußböden der Schlosserei soll aus Industrieestrich
bestehen.
In der Schreinerei sind Maschinen für die Holzbearbeitung (Bankraum) mit
einer Absauganlage vorgesehen. Sie wird mit Holzfußboden ausgestattet.
Maschinen- und Dekorationsgrößen sind zu berücksichtigen.
Die Rüstkammer und der Arbeitsplatz der Rüstmeister*in ist der
Requisitenabteilung zugeordnet. In der Rüstkammer werden Maschinen,
Werkbänke und Werkstatteinrichtungen für Metall-, Blech-, Holz- und
Kunststoffbearbeitung sowie für Elektrotechnik, Lackierarbeiten und
Pyrotechnik benötigt. Eine entsprechende Lüftungsanlage ist notwendig.
Zudem sind Sicherheitsschränke für pyrotechnische Ausstattung sowie
Waffen notwendig und gesetzlich vorgeschrieben. Durch das Gewicht der
Maschinen, Werkbänke und insbesondere der Sicherheitsschränke
bestehen hohe Anforderungen an die Tragfähigkeit der Böden und an die
Einrichtung der Werkstatt des Rüstmeisters und der Waffenkammer. Zur
Programmierung der pyrotechnischen Abläufe ist ein permanenter
(PC-)Arbeitsplatz vorzusehen.
5.1.5. Orchestergraben
Für das gesamte Kapitel gilt der Verweis auf das Dokument Ziele und
Anforderung für die akustischen Planungen.
Die Staatsphilharmonie Nürnberg ist ein TVK-A-Orchester. Die Besetzung
des Orchesters im Orchestergraben beträgt in Abhängigkeit vom
aufgeführten Werk 68 bis 108 Musiker*innen. Die Größe des
Orchestergrabens im Status quo beträgt 93 m², was eine Nutzung von ca.
60 bis 70 Musiker*innen erlauben würde. Der bestehende Orchestergraben
muss deshalb vergrößert und an die Anzahl der Musiker*innen im Orchester
angepasst werden. Arbeitsstättenrichtlinien, Schallschutzvorgaben und alle
relevanten technischen Vorschriften sind dabei einzuhalten.
Die Akustik soll nicht nur im Zuschauerraum, sondern auch auf der Bühne
und im Orchestergraben verbessert werden. Ziele für den Orchestergraben
sind die Steigerung der akustischen Qualität und die Optimierung des
gegenseitigen Hörens sowie der musikalischen Kommunikation unter den
Musiker*innen im Graben und die Interaktion auf die Bühne. Besonders
42
wichtiges Ziel ist die Einhaltung der Arbeitssicherheit durch Reduzierung
von Schalllast und Schalldruck auf die Musiker*innen. Der Orchestergraben
soll deshalb nur in moderaten Teilbereichen vom Bühnenboden oder von
Logen überragt werden.
Mit verfahrbaren Hubpodesten kann der Orchestergraben bei Bedarf
stufenlos bis auf Bühnenniveau angehoben werden.
Der Zugang zum Orchestergraben soll von beiden Seiten möglich sein, damit
die Instrumente auf möglichst kurzem Weg von den Proberäumen und
(Tages-)Lagerflächen in den Graben gelangen können. Einer der beiden
seitlichen Zugänge in den Orchestergraben soll gemäß der Definition für
hausinterne Transportwege eine direkte Anbindung zum
Generalmusikzentrum haben. Die Türen zum Orchestergraben sollen für den
Transport großformatiger Instrumente (Konzertflügel oder Marimbaphone)
2,2 m x 2,0 m (H x B) bemessen.
Für die Instrumente und deren Transportverpackungen sind ausreichend
Instrumentenlager und zum Teil klimatisierte Räume vorzusehen.
Ein Dirigentenpult mit direktem Zugang vom Orchestergraben auf die
Szenenfläche ist einzuplanen für den schnelle Auftritt (zum
Schlussapplaus).
5.1.6. Generalmusikzentrum
Für das gesamte Kapitel gilt der Verweis auf das Dokument Ziele und
Anforderung für die akustischen Planungen.
Im Generalmusikzentrum finden vor allem die Planung und Organisation
aller musikalischen und künstlerischen Aktivitäten sowie der Probenbetrieb
der Staatsphilharmonie Nürnberg und des Chores statt.
Für eine effektive Nutzung des Generalmusikzentrums sollen die Räume für
den Orchesterbetrieb, den Chor sowie übergeordnete Funktionen und die
entsprechende Infrastruktur möglichst zusammenhängend und kompakt
angeordnet werden. Für die Anordnung der Räume, die zwingend
bühnennah oder mit unmittelbarer Anbindung an den Orchestergraben zu
verorten sind, siehe Dokument Ziele und Anforderung für die akustischen
Planungen.
Die Wegeführung für bis zu 100 Musiker*innen und für den Transport von
Instrumenten innerhalb des Generalmusikzentrums sowie zum
Orchestergraben und der Szenenfläche muss gemäß der Definition für
hausinterne Transportwege und möglichst direkt ausgestaltet sein.
Ein seitlicher Zugang in den Orchestergraben vom Generalmusikzentrum
muss zwingend mit einem Mindestmaß von min. 2,2 m x 2,0 m (H x B) für
den Transport von großformatigen Instrumenten, wie z. B. Konzertflügel
oder Marimbaphon eingeplant werden.
Der Orchesterprobensaal 01 soll vorrangig intern für Orchesterproben von
Orchestermusiker*innen und Chorist*innen, Aufnahmen und Auditions sowie
für öffentliche Formate, wie z. B. Kammermusikkonzerte, Education-
43
Formate und Probenbesuche für max. 250 Personen, davon max. 199
Besucher*innen genutzt werden (vgl. Ziele und Anforderungen für die
akustischen Planungen). Der Orchesterprobensaal 01 soll mit einer
Besuchergalerie für min. 25 Personen von der maximal zulässigen
Personenanzahl ausgestattet werden. Lage und Verortung des
Orchesterprobensaals ist entwurfsabhängig. Denkbar wäre ein öffentlicher
Zugang für Besucher*innen über das Hauptfoyer des Opern- oder
Schauspielhauses oder über die Pforte. In diesen Bereichen könnten
Sanitäranlage und Garderoben genutzt werden.
Die Raumakustik soll nicht nur hervorragende Probenmöglichkeiten bieten,
sondern auch die Durchführung von Kammerkonzerten ermöglichen. Zudem
soll der Orchesterprobensaal von Störgeräuschen von außen abgeschirmt
werden (z. B. Verkehrslärm, Geräusche von anderen Probebühnen oder
Übungsräumen), so dass auch leises Musizieren und Aufnahmen ohne
Beeinträchtigung möglich sind (weitere Details vgl. Ziele und Anforderungen
für die akustischen Planungen).
Zukünftig werden Audio- und Video-Aufzeichnungen sowie
(Live-)Übertragungen (Streaming) von Aufführungen auf der Hauptbühne,
Proben oder Behind-the-Scenes noch relevanter und sollen das digitale
Portfolio des Staatstheaters erweitern. Die Raumakustik, technische
Ausstattung und Einrichtung, insbesondere eines Regieraums, soll daher
ähnlich ausgeführt werden, wie z. B. in Rundfunkstudios (des Bayerischen
Rundfunks). Die an den Orchesterprobensaal 01 anzugliedernde
Studiofläche der Tonabteilung mit Regieraum ist daher auf min. 35 m² zu
erweitern sowie mit entsprechenden PC-Arbeitsplätzen und modernster
Übertragungstechnik auszustatten.
Der Orchesterprobensaal 01 soll mit einer fest verbauten, mechanisch
betriebenen Podesterie ausgestattet werden, die flexibel in Höhe und Breite
verstellbar ist, um optimale Übungsbedingungen zu ermöglichen. Der
Orchesterprobensaal 01 soll über Tageslicht verfügen und über
entsprechende Beleuchtung eine flexible Raumnutzung und das Spielen
ohne Pultbeleuchtung ermöglichen. Zusätzlich zum Orchesterprobensaal 01
ist für Proben in kleineren Ensembles und Stimmgruppen der
Orchesterprobensaal 02 vorgesehen.
Der Chorprobensaal wird für Proben des Chores mit bis zu 121 Nutzer*innen
genutzt und soll mit vier festen Stufen für 50 Chorist*innen ausgestattet
werden. Eine gute Belüftbarkeit sowie Tageslicht sind vorzusehen. Der
Raum soll akustisch optimiert und von Störgeräuschen von außen
geschützt werden (z. B. Verkehrslärm, Geräusche von anderen Probebühnen
oder Übungsräumen), so dass auch leises Singen ohne Beeinträchtigung
möglich ist. Der Chorprobensaal ist mit einem Flügel auszustatten, dessen
Transportwege gemäß der Definition für hausinterne Transportwege
erschlossen und mit einer entsprechenden Breite geplant werden sollen.
Alle Räume, in denen musiziert und gesungen wird, haben besondere
akustische Anforderungen. Die Raumhöhen sind entsprechend der
44
akustischen Erfordernisse zu ermitteln und entsprechend der geltenden
Vorschriften herzustellen.
Die Räume, in denen Instrumente genutzt oder gelagert werden, haben
zudem hohe Ansprüche an die klimatischen Bedingungen (vgl. Kapitel 4.3.
Technische Anlagen).
Die Stimm- und Übungsräume sowie Einzelübungsräume und
Repetitionsräume sind als ständige Arbeitsplätze zu betrachten, benötigen
Tageslicht und entsprechende Verdunkelungsmöglichkeiten. Größe,
Akustik, Beleuchtung und Ausstattung der Stimm- und Übungsräume ist so
zu bemessen, dass dort jeweils mindestens im Trio geübt werden kann.
Übersicht Anforderungen Chor- und Orchesterräume (vgl. Ziele und Anforderungen
für die akustischen Planungen)
5.1.7. Abendgarderoben
In Bühnennähe sind geschlechtergetrennte Abendgarderoben (m, w, d)
vorzusehen und so zu gestalten, dass diese bedarfsgerecht umgewidmet
werden können. Das erlaubt eine hohe Flexibilität in der Nutzung. Die
Garderobenplätze sind nicht deckungsgleich mit der Anzahl der maximalen
Nutzer*innen aus der obenstehenden Tabelle (Übersicht Anforderungen
Chor- und Orchesterräume).
Anforderungen Abendgarderoben:
In jedem Garderobenraum sind, von der Personenanzahl abhängig,
ausreichend Handwaschbecken und Schminktische vorzusehen. An
bestimmten Schminktischen werden die Künstler*innen durch die
Maskenbildner*innen (Abendmaske) für den Auftritt vorbereitet. Der
Platzbedarf für einen Maskenplatz ist so zu bemessen, dass auf beiden
Seiten und hinter dem Behandlungsstuhl ausreichend Arbeitsraum für die
Maskenmitarbeiter*in vorhanden ist.
Raum ID Tageslicht Verdunklung min. lichte Höhe max. Nutzer*innen Sonderbedarf
Chorprobensaal GMZ CH #0536 ja ja 7,00 m 121
4 feste Stufen für 50 Chorist*innen (vgl. Ziele und
Anforderungen für die akustischen Planungen)
Orchestergraben BO OR #0246 nein nein tbd. 108
Dirigentenpult, Zugänge auf Bühne (vgl. Ziele und
Anforderungen für die akustischen Planungen)
Orchester-
probensaal 01 GMZ OR #0911 ja ja 11,00 m 250
Besuchergallerie, sonstige Ausstattung (vgl. Ziele
und Anforderungen für die akustischen Planungen)
Orchester-
probensaal 02 GMZ OR #1490 ja ja 7,00 m 60
vgl. Ziele und Anforderungen für die akustischen
Planungen
Zuordnung
Personengruppen Max. Personenanzahl
Orchester BO AG_OR 99
Chor BO AG_CH 61
Extrachor BO AG_CH 20
Kinderchor BO AG_CH 30
Statist*innen BO AG_BÜ 40
Solist*innen BO AG_BÜ 36
Ballett BO AG_BA 30
Zuordnung
45
Sanitäranlagen (Duschen, Waschräume und WCs) sind in ausreichender
Anzahl für eine hohe Gleichzeitigkeit entsprechend der gültigen
technischen Regeln (ASR, DIN etc.) und in der Nähe der Garderoben
anzulegen. Die Sanitärraume und Garderoben sind mit Flächenheizung in
Form einer Fußbodenheizung auszustatten.
5.1.8. Veranstaltungstechnik
Die Veranstaltungstechnik im Staatstheater Nürnberg umfasst die
Abteilungen Audio/Video, Beleuchtung, und Bühnentechnik.
Für die Leitungsfunktionen der Veranstaltungstechnik sind Büros mit PC-
Arbeitsplatz im Bereich der jeweiligen Abteilung vorzusehen. Alle anderen
Mitarbeiter*innen benötigen keinen eigenen Büroarbeitsplatz, sondern
nutzen die Bereitschafts- oder Aufenthaltsräume.
Die Bereitschaftsräume dienen dem Aufenthalt der Mitarbeiter*innen
während längeren vorstellungsbedingten Pausen und sollten daher eine
gute Ausstattung, wie eine Teeküche mit Kühlschrank, Mikrowelle, Spüle
und Kochgelegenheit, Spinde etc., bieten.
5.1.9. Probezentren Musiktheater, Ballett und Schauspiel
Für das gesamte Kapitel gilt der Verweis auf das Dokument Ziele und
Anforderung für die akustischen Planungen.
Die Probezentren Musiktheater, Ballett und Schauspiel sind der kreative
Arbeitsplatz der Künstler*innen und Ort der Entstehung aller Produktionen.
Die Anforderungen an die infrastrukturelle Ausstattung sind hier besonders
hoch.
Im Status quo sind nicht alle Probebühnen am Richard-Wagner-Platz
verortet. Zudem ist eine hohe Unterdeckung der Probeflächen zu
verzeichnen. Die bestehen Flächen reichen nicht aus, um alle Bedarfe eines
zeitgemäßen Spiel- und Probenbetriebes zu decken. Für einen
zukunftsfähigen Theaterbetrieb müssen fehlende Probenflächen ergänzt
werden um die Probefrequenz zu erhöhen.
Übersicht Anforderungen Probebühnen (vgl. Ziele und Anforderungen für die
akustischen Planungen)
Raum ID Tageslicht Verdunklung min. lichte Höhe max. Nutzer*innen Sonderbedarf
PB 01 OP OPZ #1052 nein nein 9,00 m 100
Drehscheibe, Zuganlage mit 5 Zügen à 500 kg Tragkraft oder
Kranbahn
PB 02 OP OPZ #1132 nein nein 6,00 m 100 Zuganlage mit 5 Zügen à 500 kg Tragkraft oder Kranbahn
PB 03 OP OPZ #0556 ja ja 6,00 m 25
PB 04 OP OPZ #0553 ja ja 6,00 m 25
PB 05
PB 06
PB 07
PB 08 BA BAZ #1133 nein nein 9,00 m 100
Ballettstangen, Spiegel (H = 3,0 m), Schwingboden mit
Tanzteppich, Musik- und Videoanlage, opt. Besuchergallerie
PB 09 BA BAZ #0510 ja ja 9,00 m 40
Ballettstangen, Spiegel (H = 3,0 m), Schwingboden
Tanzteppich, Musik- und Videoanlage
Zuordnung
Verbleib im Schauspielhaus
Verbleib im Schauspielhaus
Verbleib im Schauspielhaus
46
Der Probenbetrieb aller Sparten soll am Richard-Wagner-Platz
zusammengefasst werden, um Synergie-Effekte optimal zu nutzen und
somit die Effektivität des Ressourcen-Einsatzes (z. B. Personal, Logistik) zu
verbessern.
Die Probebühnen sollen während des Auf-, Um- und Abbaus und während
der künstlerischen Probenarbeit parallel betrieben werden können und sind
deshalb zwingend akustisch voneinander zu entkoppeln.
Die Probebühnen 01, 02 und 08 müssen gemäß der Definition hausinterner
Transportwege logistisch gut mit der Anlieferung und den Bühnenflächen
verbunden sein, sodass teilzerlegte Originalbühnendekorationen auf
Transportpodesten und über Aufzüge verschoben werden können, da auf
den Probebühnen zum Teil mit Originalbühnendekoration geprobt werden
muss.
Alle Probebühnen sind mit der entsprechenden Bühnen-, Beleuchtungs-
und Medientechnik (Ton und Video) auszustatten. Die dafür nötige Logistik
ist gemäß der Definition hausinterner Transportwege herzustellen.
Die Probebühnen in Bühnengröße (Szenenfläche plus Umgang) benötigen
kein Tageslicht (PB 01, PB 02, PB 08), PB 03, 04 und 09 benötigen
Tageslicht und entsprechende Verdunklungsmöglichkeiten.
Die beiden Probebühnen des Ballettzentrums sind außerdem mit
Ballettstangen (Wand- oder Bodenmontage), mindestens 3,0 m hohen
Spiegeln mit Vorhanganlagen und Schwingboden mit Tanzteppich
auszustatten. Die Probebühne 08 soll, wenn möglich, mit einer
Besuchergalerie für min. 25 Personen von der maximal zulässigen
Personenanzahl ausgestattet werden.
Für die PB 01 und 02 ist jeweils eine Zuganlage mit jeweils fünf bis zu
500 kg belastbaren Zügen vorzusehen.
47
5.2. Funktionsgruppe 2 (Besucherbereiche)
Für das gesamte Kapitel gilt der Verweis auf das Dokument Ziele und
Anforderung für die akustischen Planungen.
5.2.1. Zuschauerraum Hauptsaal
Der Zuschauerraum im Hauptsaal, der bei seiner Eröffnung 1905 Platz für
1.400 Gäste bot, ist grundlegend zu sanieren, um die Sichtbeziehungen zu
verbessern (vgl. Kapitel 4.1. Historische Bausubstanz und
Erweiterungsbauten) und eine hervorragende Akustik zu schaffen (vgl. Ziele
und Anforderung für die akustischen Planungen).
Für den Saal ist eine Gesamtkapazität von 1.000 Sitzplätzen (im Status quo
1.019) vorzusehen. Der vierte Rang soll dabei wieder für das Publikum
zugänglich gemacht werden.
Komfort und Funktionalität der einzelnen Plätze sind insbesondere durch
verbesserte Sichtbeziehungen auf die Bühne, größere Beinfreiheit, stärkere
Schüsselung der Reihen zu erhöhen. Zudem soll durch eine möglichst hohe
Anzahl ausbaubarer Sitze die Variabilität der Nutzung sowie die
Barrierefreiheit und Zugänglichkeit verbessert werden. Sobald Stühle
temporär ausgebaut werden, sind diese in den entsprechenden
Lagermöglichkeiten unterzubringen. Entsprechend der Gesamtkapazität
sind ausreichend barrierefreie Sitzplätze und Stellplätze für Rollstühle
vorzusehen.
Stehplätze als weiteres Angebot für neue Zielgruppen und Formate sollen
nach Möglichkeit geschaffen werden. Die Anzahl und Verortung der
Stehplätze in den Rängen ist entwurfsabhängig und muss eruiert werden.
Die bestehende Logenstruktur ist aufzubrechen. Stattdessen sind flexibel
abtrennbare Bereiche einzuplanen. Diese werden für Menschen mit ihren
verschiedenen Bedürfnissen (z. B. Begleithunden, Sauerstoffgeräten, o. ä.)
genutzt oder auch für besondere Veranstaltungen (z. B. Sponsorenevents)
bereitgestellt.
Die Zugänglichkeit in möglichst alle Zuschauerbereiche ist barrierefrei
herzustellen. Der Saal ist mit einer dem neuesten Stand der Technik
entsprechenden Anlage zur Unterstützung von Menschen mit Hör– und
Sehbeeinträchtigung sowie mit eine zeitgemäßen Lösung für Übertitel
auszustatten.
48
5.2.2. Glucksaal
Der Glucksaal mit zwei Bartresen wird primär als zentraler und
repräsentativer Raum für die Vor-, Pausen- und Nachbewirtung und
gastronomisch-künstlerische Sonderformate genutzt.
Zudem soll der Glucksaal auch zukünftig flexibel für verschiedene
Veranstaltungsformate nutzbar sein. Dazu zählen insbesondere
künstlerische Formate in kleiner Besetzung, klavierbegleitete Liederabende,
Kinderkonzerte, Talkreihen, Lesungen sowie Einführungen vor jeder
Vorstellung. Regelmäßig werden die Veranstaltungen moderiert und dabei
eine Verstärkung (PA) genutzt. Einführungen sollen zukünftig auch mit Bild
und Ton in die Foyers übertragbar sein. Der Glucksaal benötigt eine
entsprechende festeingebaute, veranstaltungstechnische Infrastruktur und
eine variabel einsetzbare Bühne. Der Raumklang soll im Vergleich zum
Status quo im Hinblick auf Sprachverständlichkeit und Reduzierung der
Lautheit optimiert werden (vgl. Ziele und Anforderungen für die akustischen
Planungen).
Die Veranstaltungen im Hauptsaal dürfen durch den Betrieb des Glucksaals
organisatorisch und akustisch nicht beeinträchtigt werden. Glucksaal und
Hauptsaal sind deshalb so zu gestalten, dass Veranstaltungen, Proben,
Einrichtungen oder gastronomische Vorbereitungen und Bewirtungen
parallel ohne akustische Beeinträchtigungen des Hauptsaals stattfinden
können.
Die Transportwege des Konzertflügels vom Glucksaal in andere Bereiche,
z. B. auf die Szenenfläche im Hauptsaal oder den Orchesterprobensaal 01
müssen gemäß der Definition für hausinterne Transportwege erschlossen
und mit einer entsprechenden Breite geplant werden. Entsprechende
Fahrstühle zu Lagerkapazitäten in den Untergeschossen, insbesondere für
Bühnenelemente, Dekoration, Tische, Sitzgelegenheiten und Bestuhlung
sind einzuplanen.
49
5.2.3. Foyerflächen
Die Foyerflächen sind der Dreh- und Angelpunkt und zentraler
Kommunikationsraum für das Publikum und mit dem Publikum und dienen
insbesondere für Einlass, Garderobe, Verkauf von Gastrotickets, Bewirtung,
Einführung und als Verkehrswege.
Die Ausgestaltung der Flächen muss die Besucheransprache,
Besucherpflege und weitere Besucherservices ermöglichen und im Vergleich
zum Status quo vor allem noch besucherorientierter und zugänglicher
ausgestaltet werden. Die Foyers müssen deshalb so ausgestaltet sein, dass
einerseits Rückzugsmöglichkeiten bestehen und andererseits auch die
Kommunikation in größeren Gruppierungen ermöglicht wird.
Das gastronomische Angebot stellt für Besucher*innen einen zentralen Wert
des Theaterbesuches dar. Deshalb sind in den Foyerflächen die Abstell-
und Ablagemöglichkeiten für Speisen und Getränke sowie Programmhefte
im Vergleich zum Status quo deutlich auszuweiten.
Die Foyerflächen stellen darüber hinaus die funktionale Verbindung
verschiedener Bereiche dar (Sanitärräume, Garderoben, Gastronomie,
Treppenhäuser, Aufzüge etc.). Sie sind daher in allen Rängen zwingend
barrierefrei auszugestalten.
5.2.4. Besuchergastronomie
Die Besuchergastronomie und Foyergastronomie sind wesentlicher
Bestandteil des Besucherservice und ein zentrales Element des
Theaterbesuchs. Für das Theatererlebnis als Ganzes stellt die
Weiterentwicklung der Besuchergastronomie ein entscheidendes
Entwicklungsfeld dar.
Die Besuchergastronomie ist an den Veranstaltungsbetrieb gebunden und
versorgt die Besucher*innen vor, während und nach den Veranstaltungen
mit Speisen, Snacks und Getränken. Es werden sowohl barrierefreie, zum
Teil möblierte Flächen zum Verweilen der Gäste, als auch Flächen für den
Ausschank und für den Verkauf von Speisen und Getränken benötigt.
Die Besuchergastronomie bewirtet alle Veranstaltungsflächen im
Opernhaus und im Schauspielhaus sowie alle Foyerflächen der beiden
Häuser. Für die Versorgung des Publikums über die Besuchergastronomie
wird in Spitzenzeiten von bis zu 2.000 Besucher*innen ausgegangen. Analog
zum gastronomischen Angebot im Schauspielhaus sollen zukünftig
Barflächen in allen Rängen des Opernhauses eingebaut werden.
Angrenzend an das Foyer der Kassenhalle und mit eigenem Zugang soll eine
Opernbar mit Nebenräumen errichtet werden (konkrete Positionierung
entwurfsabhängig). Die Opernbar dient der Vor- und Pausenbewirtung im
Erdgeschoss und soll deshalb zum Kassenfoyer geöffnet werden können.
Zudem soll die Opernbar über einen eigenen Ein- und Ausgang in der
Opernhausfassade auf das Kulturareal verfügen und somit auch außerhalb
der Öffnungszeiten des Opernhauses betrieben werden können. Ausgehend
von dem Defizit der Nachbewirtungsmöglichkeiten soll die Opernbar ein
50
zusätzliches Angebot außerhalb der Öffnungszeiten des Theaterbetriebes
schaffen und das Kulturareal beleben.
Alle Spielstätten müssen unabhängig voneinander durch eine schnelle,
leistungsfähige Infrastruktur sowie eine sinnvolle Anordnung der Räume
und Einbauten versorgt werden können.
Außerdem sind Räume für die Vor- und Nachbereitung der Bewirtung und
ausreichend Lagerkapazität für Geschirr, Gläser und Leergut vorzusehen.
Die Besuchergastronomie benötigt eine, gemäß der Definition hausinterner
Transportwege, gute logistische Anbindung an die Fertigungsküche und die
Lagerhaltung, damit insbesondere die Vor- und Nachbereitung ohne
Störfaktor für das Publikum durchgeführt werden können und
Synergieeffekte mit den anderen Bereichen des gesamten Besucherservice
(Vertrieb, Einlass, Garderobe, Besucherbetreuung) erzeugt werden.
Neben- und Personalräume mit Sanitärbereichen sind in ausreichender
Anzahl vorzusehen.
5.2.5. Integrative Aktionsfläche
Die Integrative Aktionsfläche steht insbesondere für Partizipation und
Interaktion und soll für verschiedene Nutzungen flexibel einsetzbar sein.
Kultur- und Kunst-Vermittlung, (musik-)theaterpädagogische und
interaktive Angebote, Stückeinführungen und Partizipation sollen als
wesentliche Entwicklungsfelder des Theaters der Zukunft dort ermöglicht
werden. Die Flächen sollen auch als Workshop-, Tagungs-, Seminar-, oder
Atelierräume nutzbar und flexibel miteinander kombinierbar sein und
komplett oder teilweise an Externe vermietet werden können. Die Schaffung
der Integrativen Aktionsfläche dient der Vernetzung des Staatstheaters,
trägt den gesellschaftlichen Erwartungen Rechnung und ist aufgrund der
erweiterten Aufgaben des Theaters zukünftig erforderlich.
Besucherorientiertes Arbeiten entspricht dem Selbstverständnis und der
Ausrichtung des Staatstheaters Nürnberg. Der Kommunikation mit
Besucher*innen und Interessierten durch den Besucherservice kommt auch
zukünftig eine besondere Bedeutung zu. Der Besucherservice ist daher
zentral und öffentlich zugänglich in der Aktionsfläche zu verorten. Er sieht
in einem öffentlich zugänglichen Bereich neben der Beratung am Infopoint
und dem Verkauf von Tickets im Front-Office weitere Flächen für Telefon-
Services und Key-Account-Management des Vertriebsmarketings im Back-
Office vor. Angeschlossen an die öffentlichen Bereiche soll auch ein Bereich
für Merchandising sein. Die Integrative Aktionsfläche und der
Besucherservice sollen, wenn möglich, so verortet werden, dass hier ein
weiterer ebenerdiger Eingang zum Restaurant und zum öffentlichen Bereich
der Kantine möglich ist.
51
5.3. Funktionsgruppe 3 (Ausstattende Gewerke)
Die ausstattenden Gewerke sind für alle Bühnen sowohl im Opern- als auch
im Schauspielhaus zuständig, gestalten die Kostüme und die Maske der
Darsteller*innen und stellen die Requisiten der Produktionen her. Sie liefern
damit einen wichtigen Baustein für die Präsentation auf der Bühne und
schaffen eindrucksvolle Bilder und Erlebnisse. Zur Herstellung der
Ausstattung sind spezialisierte Werkstätten wie Schneiderei,
Kostümbearbeitung, Färberaum, Gips- und Spritzraum, Requisiten-Küche,
Metallwerkstätte und Fundus erforderlich.
Die Mitarbeiter*innen der ausstattenden Gewerke begleiten die
Produktionen vor, während und nach einer Vorstellung. Hierfür sind
bühnennahe Räumlichkeiten bzw. Arbeitsplätze in den Abendgarderoben
zwingend erforderlich.
Für den Transport der Ausstattung, Requisiten und der Kostüme werden
Rollwagen und Kleiderständer verwendet. Diese müssen innerhalb von
Geschossen niveaugleich und zwischen den verschiedenen Räumlichkeiten
und den Bühnen gemäß der Definition hausinterner Transportwege bewegt
werden können.
5.3.1. Kostüm
Die Kostümabteilung fertigt und ändert die Kostüme für alle Produktionen
im Schauspiel- und Opernhaus sowie die Kostüme für Koproduktionen und
Sonderprojekte.
Die Umkleiden für Mitarbeiter*innen, die Sozialräume und die
Besprechungsräume werden gemeinsam mit der Maskenabteilung genutzt,
weshalb eine größere Anzahl an Spinden als die Anzahl an Arbeitsplätzen
für Mitarbeiter*innen benötigt wird. Dies trägt auch den unterschiedlichen
Arbeitszeiten der beiden Gewerke Rechnung.
Die Werkstätten sollen, wie auch im Status quo, getrennt nach Damen- und
Herrenschneiderei angelegt werden. Es werden je zwei Räume zur Anprobe
der Kostüme benötigt, die jeweils an den Herren- und Damenschneidereien
angeordnet sind. Trennwände sollen die flexible Nutzbarkeit ermöglichen.
So können die Kostüme von Einzelpersonen oder Gruppen von bis zu sieben
Personen mit ausreichend Abstand begutachtet werden.
Neben den festen Arbeitsplätzen in der Schneiderei gibt es sowohl in der
Herren- als auch in der Damenabteilung flexible Arbeitsplätze für
zusätzliche Mitarbeiter*innen. In den Schneidereien befinden sich
Zuschneidetische, Nähmaschinen und Kleiderstangen. In allen Räumen sind
PC-Anschlussmöglichkeiten vorzusehen.
Die Garderobier*innen sind für die Kostüme der Künstler*innen zuständig.
Sie bereiten die Kostüme vor, helfen beim An- und Ausziehen und reinigen
und bügeln die Kostüme nach Gebrauch. Auch bessern sie diese bei
Beschädigung aus. Die Garderobier*innen benötigen für die Zeit während
der Vorstellungen einen Arbeitsraum in Bühnennähe bzw. in der Nähe der
Abendgarderoben.
52
Die notwendigen Bügelanlagen für alle Werkstätten der Schneiderei sind in
einem separaten Raum verortet. Aufgrund der hohe Luftfeuchtigkeit, die
durch den Arbeitsprozess entsteht, ist eine Lüftungsanlage notwendig.
Die Schneiderei soll zudem mit einem räumlich abgetrennten Färbe- und
Spritzraum ausgestattet werden.
In der Werkstatt der Modist*innen ist eine Entlüftung zum Absaugen von
Chemikaliendämpfen, die beim Produktionsprozess entstehen, vorzusehen.
Die effiziente Lagerung von Kostümen im Fundus ist für den Repertoire-
Betrieb Grundvoraussetzung. Der Rückgriff auf bereits gefertigte Kostüme
erfolgt insbesondere unter Nachhaltigkeits- und Kostengründen. Die
Fundus-Flächen müssen die schonende Lagerung und den Erhalt der
Kostüme ermöglichen und die hierfür erforderliche Raumluft und
Luftfeuchtigkeit bieten.
Verschiedene Fundus-Flächen werden für die rollengerechte Sortierung
nach Damen, Herren und Kindern benötigt. Außerdem werden die Flächen
nach Hüten, Wäsche (Unterwäsche) und Schuhen sowie nach Ballett und
Repertoire sortiert. Stoff- und Kurzwarenlager werden, getrennt nach
Damen und Herren, in ausreichender Größe benötigt. Für die
Zukunftsfähigkeit des Staatstheaters Nürnberg ist die Digitalisierung des
Fundus insbesondere durch die Einrichtung eines Systems zur
elektronischen Erfassung, Ordnung, Verwahrung, Verwaltung und
Vernetzung von Kostümen und Kostümteilen vorgesehen.
Die Wäscherei, die hauptsächlich die eigenen Kostüme und weitere
anfallende Wäsche aus dem Staatstheater wäscht, verfügt über
Waschmaschinen, Trockner, Ozonschrank und Bügelanlage. Ein fester
Arbeitsplatz mit Tageslichtbedarf ist für die Wäscherei vorzusehen. Die
Reinigung von spezieller Berufsbekleidung wird wie im Status quo
voraussichtlich auch zukünftig an eine externe Firma vergeben.
Neben der Herstellung und Pflege der Kostüme, sind die Mitarbeiter*innen
der Kostümabteilung für das Ankleiden und Ausstatten der Künstler*innen
vor, während und nach den Vorstellungen zuständig. Diese Tätigkeiten sind
im Arbeitsraum der Garderobieren in unmittelbarer Nähe zu den
Abendgarderoben durchzuführen.
5.3.2. Maske
Die Maskenabteilung fertigt Masken, Perücken, Haarteile und Glatzen sowie
Körper- und Gesichtsteile für alle Produktionen im Schauspiel- und
Opernhaus.
Um das benötigte Equipment herzustellen und instand zu halten arbeiten
die Mitarbeiter*innen der Maskenabteilung in der Maskenwerkstatt sowie im
Gips- und Spritzraum. Die Räume sollen mit Pantryküchen und Geräten wie
Kühlschränke für Kosmetika und Mikrowellen für das Herstellen von z. B.
Gelatine ausgestattet sein. Es kommen Kalt- und Heißschaumverfahren
zum Einsatz, wie auch Arbeiten mit Chemikalien und Material wie Gips,
53
Glatzan, Gelatine, Aceton oder Waschbenzin. Der Gips- und Spritzraum soll
zudem mit einer Abluftanlage ausgestattet sein.
Neben der Herstellung der Ausstattung sind die Mitarbeiter*innen der
Maske für das Schminken und Styling der Künstler*innen vor, während und
nach den Vorstellungen zuständig. Dies wird in den Abendgarderoben
durchgeführt (vgl. Kapitel 5.1.7. Abendgarderoben).
5.3.3. Requisite
Die Requisitenabteilung stattet alle Produktionen im Schauspiel- und
Opernhaus mit den benötigten Utensilien aus. Es handelt sich dabei um alle
beweglichen Gegenstände, von kleinen Dingen, wie z. B. Büroklammern bis
hin zu großen Gegenständen, wie z. B. Kinderwägen oder Rollstühlen.
Außerdem ist die Requisitenabteilung für verschiedene Spezialeffekte, z. B.
Pyrotechnik zuständig und stellt Ausstattungsgegenstände her. In der
Werkstatt werden unterschiedlichste Materialien (Holz, Papier, Kunststoff,
Textilien, Gips u. a.) verarbeitet. Eine weitere Werkstatt der Abteilung
Requisite ist die Präsenzwerkstatt des Rüstmeisters (vgl. Kapitel 5.1.4.
Präsenzwerkstätten).
Die Requisite benötigt ein Repertoirelager und eine bühnennahe, an die
Funktionsgruppe 1 angegliederte Küche mit Vollausstattung für maximal
drei Mitarbeiter*innen. In dieser Küche werden simultan zum
Vorstellungsbetrieb Requisiten, wie z. B. Kunstblut vorbereitet. Der
Arbeitsraum der Requisite benötigt sechs Arbeitsplätze und entsprechende
Spinde für die Mitarbeiter*innen.
54
5.4. Funktionsgruppe 4 (Interne Bereiche)
5.4.1. Personalstruktur
Das Raumprogramm weist den für Büroflächen erforderlichen
Nutzungsflächenbedarf aus. Dabei wird der Personalstamm des Status quo
zur Ermittlung herangezogen (Stand Spielzeit 2020/2021; vgl. Organigramm).
Übersicht festangestellte Mitarbeiter*innen Staatstheater Nürnberg sowie STNS
GmbH und STNG GmbH
Stellen gem. Personalliste 2020 unter Berücksichtigung von Teilzeitmodellen.
Konkrete Arbeitsplätze pro Raum gem. Raumprogramm beachten.
1inkl. Mitarbeiter*innen der Schauspielsparte, die räumlich im BOH verortet werden müssen.
Das Staatstheater Nürnberg beschäftigt in allen vier Sparten über 600
festangestellte Mitarbeiter*innen. Unter Berücksichtigung weiterer
Mitarbeiter*innen der Tochtergesellschaften Staatstheater Nürnberg Service
GmbH und Staatstheater Nürnberg Gastronomie GmbH sowie der Gäste
und Aushilfen werden pro Spielzeit rund 1.000 Mitarbeiter*innen
beschäftigt.
Die besonderen Anforderungen der unterschiedlichen
Beschäftigungsverhältnisse (temporär bzw. dauerhaft angestellt) und die
damit verbundenen zeitlichen Schwankungen der Bedarfe an
Arbeitsplätzen und Kommunikationsstrukturen müssen bei der Planung der
Büroflächen insbesondere für die tabellarisch gelisteten Bereiche
berücksichtigt werden.
Funktions-
gruppe Abteilung Festangestellte
benötigte
Arbeitsplätze
FG01 GMZ Generalusikzentrum 192 22
FG01 GMD Generalmusikdirektion 5 6
FG01 BA Ballett 31 9
FG01 VT AV Audio Video 6 4
FG01 VT BLT Beleuchtung 13 13
FG01 VT BT BT 54 8
FG03 RQ Requisite 4 3
FG03 MA Maske 20 14
FG03 KO Kostüm 57 64
FG04 GT Gebäudetechnik 11 21
FG04 HS FM Hausbetriebsservice 3 4
FG04 TD Techniche Direktion 2 2
FG04 TD BV Techniche Direktion 4 6
FG04 TD AU Techniche Direktion 8 9
FG04 DKM MK Marketing 6 6
FG04 DKM DE Development 3 3
FG04 DKM KN Kommunikation 3 3
FG04 VA EK Einkauf 4 4
FG04 VA IT IT 4 4
FG04 VA FC Finance Controlling 6 6
FG04 VA PR Personalrat 5 6
FG04 VA PW Personalwirtschaft 6 6
FG04 IA TP Theaterpädagogik 3 3
FG04 IA 360 360° 1 2
FG04 IN Allgem. Infrastruktur 5 1
FG04 KB KBB 5 6
FG04 STL STZ Staatsintendanz/Opernintendanz 4 3
FG04 STL GFD Geschäftsf. Direktion 3 3
FG04 OP OPD Opernsparte 11 10
FG04 SP SPD Schauspielsparte 8 9
487 260
FG02 FG04 134 29
621 289
Zuordnung
SUMMEN
Mitarbeiter*innen Staatstheater 1
Mitarbeiter*innen STNS GmbH und STNG GmbH
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Die Anforderungen an den Kulturbetrieb wandeln sich und bilden
gesellschaftliche Veränderungen und Erwartungen ab. Damit muss sich
auch das Leistungsprofil des Staatstheaters anpassen können. Zukünftig
werden einige Arbeitsfelder personell verstärkt werden (z. B. Vermittlung,
digitale Berufe) und der Personalstamm des Staatstheaters potentiell
weiterwachsen müssen. Hierfür sind in angemessenem Rahmen
Entwicklungsflächen einzuplanen. Eine, über den konkreten Bedarf
hinausgehende, pauschale Hochrechnung der Büroflächen ist im aktuellen
Raumprogramm nicht enthalten. Ausgehend von der Statistik der
Personalentwicklung des Staatstheaters Nürnberg ist auch zukünftig mit
einem Personalzuwachs zu rechnen. Gleichzeitig können Entwicklungen
insbesondere im Bereich der Digitalisierung zu Entlastungen führen. Bei
veränderten Bedarfen soll zukünftig auch auf die Creative Coworking
Spaces zurückgegriffen werden können.
5.4.2. Interne Kommunikationsstruktur und Büroflächen
Die Mitarbeiter*innen des Staatstheaters wirken in einem hochkomplexen
arbeitsteiligen Prozess an der Entstehung und Umsetzung von Kultur- und
Kunstprodukten zusammen. Die Aufbauorganisation und das
Funktionsschema verschaffen einen Überblick über das Zusammenspiel der
Abteilungen und Gewerke.
Zahlreiche Arbeitsplätze im Status quo entsprechen nicht den gültigen
Vorschriften und müssen rechtskonform ausgestaltet werden. Die
bestehende Zersplitterung von Sparten, Büroflächen und Abteilungen über
alle Gebäudeteile soll aufgehoben werden.
Die interne Kommunikation, Workflows und kreative Arbeitsprozesse sollen
durch sinnvolle Anordnungen sowie Vernetzung der Büro- und
Probenflächen komplett neu gedacht und nachhaltig verbessert werden.
Transparente Wände oder innenliegende Fenster ermöglichen Einblicke in
die verschiedenen Arbeitsbereiche der Abteilungen, Gewerke und Sparten
und sollen so die Identifikation der Mitarbeiter*innen mit dem Staatstheater
und den Kolleg*innen stärken und positiv auf die Motivation und Inspiration
aller einwirken. Aus den Einblicken in die Proben- und Arbeitswelten des
Theaters können sich auch wertvolle Perspektiven und Angebote für das
Publikum ergeben (Blick hinter die Kulissen).
Unter Berücksichtigung der verschiedenen Arbeitsverhältnisse (vgl. Kapitel
5.4.1. Personalstruktur) sowie der Veränderungen in der Arbeitswelt (z. B.
durch New Work, Teilzeitarbeit, Familienverträglichkeit, Shared Offices,
Remote Offices), sollen die Büroflächen möglichst flexibel nutzbar sein.
Damit sind ausdrücklich keine Großraumbüros gemeint, vielmehr soll die
Zusammenlegung von Einzel- zu Gruppenbüros möglich sein. Teile der
Büroflächen und Arbeitsplätze sollen durch verschiedene Mitarbeiter*innen
im Wechsel genutzt werden können (Shared Desks). Die Angaben im
Raumprogramm berücksichtigen bereits die Zusammenlegung von
Teilzeitarbeitsplätzen an Shared Desks. Pro zusätzlicher Nutzer*in wurde im
Raumprogramm bei geteilten Arbeitsplätzen dem gewählten Flächenansatz
2,0 m² hinzugefügt, um den zusätzlichen Bedarf an Aktenschränken,
56
persönlichen Spinden etc. gerecht zu werden. Die im Raumprogramm
angegebene Anzahl an Arbeitsplätzen beschreibt somit bereits den Bedarf
an gleichzeitigen Arbeitsplätzen.
Durch eine transparente Raumgestaltung sollen neue Blickbeziehungen
innerhalb des Hauses ermöglicht werden und die Wahrnehmbarkeit der
einzelnen Abteilungen untereinander verbessert werden. Nach Möglichkeit
sind die Abtrennungen zwischen den Büros als nicht tragende Innenwände
ohne innenliegenden Leitungsverzug zu gestalten.
Grundsätzlich sind alle Büroarbeitsplätze als Bildschirmarbeitsplätze
auszustatten.
Für Bürofunktionen, in denen insbesondere datenschutzrelevante Inhalte
bearbeitet werden, sind einerseits geschlossene und geschützte Bereiche
vorzusehen. Dazu zählen die Abteilungen Staatsintendanz,
Geschäftsführende Direktion, Finance Controlling, IT, Personalrat und
Personalwesen mit mindestens 28 Arbeitsplätzen, sowie mindestens 20
Arbeitsplätze im Bereich Vertrieb/ Ticketing.
Andererseits sind einige Büroflächen dezidiert als sogenannte Creative Hubs
oder Ideenlabore so funktional, kommunikativ und transparent
auszugestalten, dass kreative Innovationen, sozialer Austausch,
Produktivität und moderne Arbeitsweisen am Staatstheater gefördert
werden können. Sie dienen sowohl als Besprechungsräume, als auch als
Teamarbeitsräume und stehen allen Abteilungen zur Verfügung.
Entwurfsabhängig und je nach Möglichkeit sollten fünf Räume von
unterschiedlicher Größe beieinander verortet werden. Weitere drei Creative
Hubs sollten dezentral angeordnet werden. In den Creative Hubs und
Ideenlaboren sollen verschiedene kreative Entwicklungs- und
Produktionsmethoden in interdisziplinären Teams ermöglicht werden. Die
Räume sollen unterschiedliche Themenschwerpunkte haben und durch Ihre
Ausstattung und Architektur kreative Impulse auf die Mitarbeiter*innen
setzen. Die Ideenlabore sollen z. B. mit beschreibbaren und magnetischen
sowie digitalen Wänden und mordernsten Medien und PC-Infrastruktur
ausgestattet sein. Entsprechende Raumkonzepte sind zusammen mit den
Mitarbeiter*innen und Innenarchitekt*innen zu entwickeln.
Im Raumprogramm bisher nicht berücksichtigt sind die
Kommunikationsbereiche, wie z. B. Flure und Teeküchen, welche durch die
Objektplaner*innen entwickelt werden sollen.
Die Öffnung von Kommunikations- und Entwicklungsprozessen, die
Ermöglichung von Kollaborationen sowie die Steigerung der
Innovationskraft soll auch durch Coworking Spaces (vgl. Kapitel 5.5.2.
Creative Coworking Spaces) und den engen Austausch mit externen
Künstler*innen und Freischaffenden aus der Kultur- und Kreativwirtschaft
ermöglicht werden. Die Coworking Spaces sollen offen, durchlässig und so
modular gestaltet werden, dass Raumgrößen temporär definiert und
bedarfsgerecht variiert werden können. Die Coworking Spaces sollen in die
Bereiche für Büroeinheiten der festangestellten Mitarbeiter*innen
übergehen, um den Austausch zu fördern.
57
5.4.3. Fertigungsküche und Kantine
Das Staatstheater verfügt mit der Staatstheater Nürnberg Gastronomie
GmbH (STNG) über einer Tochtergesellschaft, die die komplette
gastronomische Versorgung über eine Fertigungsküche bereitstellt und die
Kantine sowie die Foyergastronomie beliefert (vgl. Kapitel 5.2.4.
Besuchergastronomie). Diese Bereiche bieten enormes
Entwicklungspotenzial. Die STNG wird auch zukünftig für die gesamte
Gastronomie zuständig sein. Die aufgeführten Flächenbedarfe und
Anforderungen entsprechen den gutachterlichen Empfehlungen. Die
Fertigungsküche (Gastronomie) soll alle gastronomischen Bereiche –
Kantine, Foyergastronomie, Opernbar, Restaurant und Stadtraumcafé –
versorgen (vgl. Kapitel 5.5.1. Kulturareal). Außerdem wird sie das Catering für
Großveranstaltungen in den Spielstätten und auf dem Kulturareal, wie z. B.
Tagungen oder Vermietungen zubereiten und liefern. Sie muss daher
entsprechend ausgestattet und gemäß der Definition hausinterner
Transportwege logistisch gut an alle Bereiche angebunden sein und ist
deshalb zwingend zentral anzuordnen.
Die Dimensionierung und Ausstattung hat so zu erfolgen, dass über den Tag
verteilt 500 Mitarbeiter*innen versorgt werden können. Die
Speisenzubereitung für das Tagesgeschäft des Cafés und das
Abendgeschäft des Restaurants ist für jeweils 100 Gäste auszulegen (vgl.
Kapitel 5.5.1. Kulturareal). Café und Restaurant sollen über den Tag verteilt
mehrfach belegt werden können. Für die Versorgung der Besucher*innen
von Veranstaltungen in den Spielstätten des Schauspiel- und Opernhauses
durch die Besucher-gastronomie wird in Spitzenzeiten von bis zu 2.000
Besucher*innen ausgegangen. Regelmäßig finden Veranstaltungen auf allen
drei Bühnen im Schauspielhaus sowie im Opernhaus parallel statt, so dass
die Vor-, Pausen- und Nachbewirtung überlappend und gleichzeitig
stattfinden muss. Daneben müssen die Voraussetzungen für die Vor- und
Zubereitung des Caterings für Sonderveranstaltungen, Vermietungen oder
Tagungen in der Integrativen Aktionsfläche für bis zu 199 Personen erfüllt
werden. Es kommt zu einer hohen Gleichzeitigkeit der Nutzung der
Besuchergastronomie.
Um den vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden, sind die verschiedenen
externen und internen Wegebeziehungen und Logistikachsen sorgfältig zu
planen. Die Ware muss von der Anlieferung über die Kühl- und Lagerräume
in die Fertigungsküche und die dort kreierten Speisen müssen an die
Abnehmer*innen gelangen.
Neben der Versorgung ist die Entsorgung einzuplanen. Im Bereich der
Gastronomie gibt es unterschiedliche Anforderungen, wie z. B.
Fettabscheider, Altglas sowie eine gekühlte Lebensmittelentsorgung. Über
alle Bereiche fallen Restmüll, Papier und Wertstoffmüll an, welche
zwischengelagert und bei Bedarf abgeholt werden.
Außerdem sind die Personalbereiche für die Mitarbeiter*innen mit
Büroräumen, Umkleiden und Sanitärräumen entsprechend logistisch
anzubinden.
58
Die Kantine soll in einen internen und einen öffentlichen Bereich getrennt
werden. So wird den Mitarbeiter*innen einerseits ein geschützter Raum
angeboten und gleichzeitig wird eine Begegnung der Gäste mit den
Künstler*innen ermöglicht.
Der interne Kantinenbereich mit 150 Sitzplätzen ist als Sozialraum für
Mitarbeiter*innen ohne festen Arbeitsplatz vorgesehen. Es soll gemäß ASR
4.2. „Pausen- und Bereitschaftsräume“, Kapitel 4.1.13 einerseits mobiles
Arbeiten ermöglichen und andererseits als Pausenraum funktionieren. Der
öffentliche Kantinenbereich soll für 50 Sitzplätze ausgelegt sein und für eine
Nutzung am Tag sowie am Abend zur Verfügung stehen. Zwischen der
Küche und dem Tresenbereich im Gastraum soll eine Durchreiche
vorhanden sein.
Eine Anbindung an den Außenbereich ist vorgesehen.
Der Selbstbedienungsbereich soll für Mitarbeiter*innen und Besucher*innen
zugänglich sein. Hier ist ein kontrollierbarer Mitnahme- und Kassenbereich
vorgesehen. Die Pfandrückgabe ist hier verortet. Ausreichend Platz für
Getränkeautomaten muss eingeplant werden.
5.4.4. Pforte
Die Pforte erfüllt als zentrale Kommunikationsstelle die Funktionen
Bühneneingang (zentraler Eingang für Mitarbeiter*innen in alle Gebäudeteile),
Empfang und Poststelle.
Über den Bühneneingang gelangen die Mitarbeiter*innen, Gäste und externe
Firmen in alle internen Bereiche des Staatstheaters. Dieser ist grundsätzlich
von 6:00 bis 24:00 Uhr, in Ausnahmefällen bis 1:00 Uhr, mit zwei
Mitarbeiter*innen besetzt. Der Bühneneingang muss permanente
Arbeitsplätze mit Tageslicht vorsehen und ist über die Nacht vom
Sicherheitsdienst besetzt.
Der Bühneneingang soll mit Vereinzelungsanlagen zur Ausgangs- und
Zutrittskontrolle ausgestattet werden. Der barrierefreie Zutritt muss
sichergestellt werden. Der Eingangsbereich muss insbesondere in den
Stoßzeiten vor Proben- und Vorstellungsbeginn sowie dem Beginn und Ende
der Büroarbeitszeiten das zügige, akkreditierte Passieren der
Mitarbeiter*innen ermöglichen (hohe Gleichzeitigkeit).
Die Anmeldung und Akkreditierung von Gästen und externen Firmen erfolgt
ebenfalls am Bühneneingang. Ein Empfangstresen mit zwei unmittelbar
angrenzenden Büroarbeitsplätzen ist vorzusehen. Dort sind technische
Steuerungssysteme für den Sicherheitsleitstand und ersten
Feuerwehrangriffspunkt einzuplanen. Dazu zählen insbesondere
Bildschirme zur Überwachung von Zugängen, die Telefonzentrale sowie die
Sprachalarmierungsanlage. An die Büroräume sollen 50 Postfächer für die
Hauspost angeschlossen sein.
Als täglicher Ein- und Ausgang soll der Bühneneingang so ausgestaltet sein,
dass er als Empfang eine Willkommensatmosphäre schafft (Welcome Zone)
und die Kernwerte des Theaters an die Mitarbeiter*innen und Gäste
59
übermittelt. Hierfür sind noch vor Passieren der Vereinzelungsanlage
entsprechend ausgestaltete Windfänge, Empfangstresen, Verkehrsflächen
vorzusehen.
Im Eingangsbereich angebrachte Displays dienen der Imagekommunikation.
Dort werden insbesondere Markenclaims, Imagetrailer, Produktionsvideos
sowie die Vision des Staatstheaters gezeigt, um die Identifikation der
Mitarbeiter*innen mit dem Staatstheater zu fördern und um die
Außenkommunikation zu bedienen.
Der Bühneneingang trennt die internen Bereiche durch
Vereinzelungsanlagen von allgemein zugänglichen Bereichen, die ohne
Passieren von Vereinzelungsanlagen erreicht werden können.
Nach Passieren der Vereinzelungsanlage in die internen Bereiche warten
Gäste auf die Abholung zu Terminen, oder Mitarbeiter*innen auf
Kolleg*innen. Über Displays für die interne Kommunikation können z. B.
Raumbelegungsübersichten, Probenzeiten oder das Kantinenmenü
kommuniziert werden.
Ein gut sichtbares digitales Wegleitsystem führt Personen zielgerichtet in die
internen sowie allgemein zugänglichen Bereiche ab.
Zu den allgemein zugänglichen Bereichen zählen der öffentliche Teil der
Kantine (vgl. Kapitel 5.4.3. Fertigungsküche und Kantine), sowie die
Sanitäranlagen, die für Kantinenbesucher*innen sowie für Besucher*innen
von Veranstaltungen im Orchesterprobensaal 01 (vgl. Kapitel 5.1.6.
Generalmusikzentrum) oder Veranstaltungen auf dem Kulturareal
bereitgestellt werden.
Der dritte Funktionsbereich der Pforte ist die Poststelle. Die Poststelle ist
für die Annahme, Sortierung und Verteilung der Brief- und Paketpost sowie
der postalischen Warenlieferungen zuständig. Hierfür ist eine
automatisierte Paketannahme in Form einer außenzugänglichen 24/7-
Packstation vorzusehen (vgl. DHL-Station). In der Poststelle werden Güter
mit erheblichem Wert angenommen, sortiert und weiterverarbeitet. Es
bestehen daher hohe Schutzanforderungen, wie z. B. abschließbare
Lagerflächen, Gitterboxen mit digitalem Entnahmesystem inklusive
Videoüberwachung. Die Be- und Entladezone ist zu überdachen. Die
Zugangstore müssen mindestens doppelt so breit sein, wie eine
Europalette. Im Gebäude müssen mindestens zwei abschließbaren
Gitterboxen für die Aufnahme von jeweils zwei Europaletten zur Verfügung
stehen.
Die Verortung der Anlieferung für die Poststelle sowie die 24/7-Packstation
und Paketlager kann entwurfsabhängig im Bereich der Anlieferung für
Kulissen, Gastro oder Facility Management erfolgen.
Für die Verarbeitung der Annahme und Verteilung der angelieferten Güter
an die Empfänger*innen ist ein PC-Arbeitsplatz vorzusehen. Es muss eine
sinnvolle logistische Verbindung zwischen Pforte und Anlieferung
hergestellt werden.
60
5.4.5. Facility Management
Die Abteilung Facility Management unterteilt sich in drei Bereiche:
Das technische Gebäudemanagement im Facility Management ist zuständig
für die Überwachung, die Kontrolle, Wartung und Instandsetzung aller
gebäudetechnischen Anlagen (vgl. Kapitel 4.3. Technische Anlagen).
Die Mitarbeiter*innen des Technischen Gebäudemanagements arbeiten im
Zweischichtbetrieb, um alle gebäude- und maschinentechnischen Prozesse
und Vorgänge zu begleiten und bei Bedarf einzugreifen. Sie sind bei den
regelmäßig anfallenden Prüfungen anwesend, die von externen Gutachtern
durchgeführt werden und sind verantwortlich für die Beseitigung
beanstandeter Mängel. In einer angegliederten Werkstatt für Elektro- und
Maschinentechnik sollen Reparaturen möglich sein und der Leitstand zur
Bedienung und Programmierung der Gebäudetechnischen Anlagen
untergebracht sein.
Lagerräume für Ersatzteile sowie die nötigen Umkleiden und Sanitärräume
der Mitarbeiter*innen sind einzuplanen.
Das infrastrukturelle Facility Management umfasst die Pforte und die
Postverteilung (Management der Briefkastenanlage, Aufbewahrung und
Ausgabe von Paket und Päckchen). Hierunter fällt auch das Management
der externen Reinigungskräfte, die Verteilung von Arbeitsschutzmitteln im
Haus (Masken, Handschuhe, Arbeitsschuhe und -kleidung, Büromaterial
etc.) und die Ausgabe von Zutrittskontrollkarten bzw. Schlüsseln.
Für die Mitarbeiter*innen der externen Reinigungsfirmen sind Umkleiden
und Sanitärräume vorzusehen. Die Lager- und Putzmittelräume sollen
sowohl zentral als auch dezentral angelegt werden.
Die Mitarbeiter*innen im Facility Management verfügen über einen Büro-,
Lager- und Werkstattraum.
Dem kaufmännischen Facility Management unterliegt die
Budgetverantwortung. Es umfasst die Abteilung Einkauf, welche für das
Einholen von Angeboten für Produkte, wie z. B. Büro- und
Reinigungsmaterial und Dienstleistungen sowie für die Ausschreibungen
und Vergaben im gesamten Facility Management und Bauunterhalt
zuständig ist.
61
5.5. Funktionsgruppe 5 (Cultural Hub)
5.5.1. Kulturareal
Das Kulturareal soll für die diverse (Stadt-)Gesellschaft ein Ort der
Begegnung, der Kommunikation und des Erlebnisses sein, der nicht zu
privatem Wohnraum, Arbeitsplatz oder dem Internet als Plattform digitaler
Räume zählt. Lebensqualität ist für Städte ein wichtiger Faktor, um im
Wettkampf um Kreative, Familien und Arbeitskräfte zu bestehen. Dafür
braucht es neben attraktiven Stadtquartieren und Arbeitsbedingungen,
Orte mit umfangreichem Freizeit-, Erholungs- und Bildungsangebot.
Im Wandel der Urbanität nimmt die Gestaltung des öffentlichen Raums als
Lebensort der Stadtbevölkerung eine zunehmend wichtige Rolle ein. Das
Kulturareal soll Menschen zum Erkunden, Zuschauen oder Mitwirken an
kreativen Produktionen einladen. Es soll Menschen ganzjährig und
unabhängig von den Öffnungszeiten des Staatstheaters zusammenbringen
und Möglichkeiten schaffen, sich zu erholen, zu arbeiten, zu kommunizieren
oder zu diskutieren.
Das Kulturareal soll durch eine nachhaltige, klimafreundliche,
architektonische Gesamtkonzeption als Einheit wahrgenommen und mit
seiner Sogwirkung zu einer zentralen, identitätsstiftenden Landmark der
Stadt Nürnberg werden und damit auch die Werte der Marke Staatstheater
Nürnberg erlebbar machen.
Zur Belebung des Kulturareals und zur Anreicherung des
Theatererlebnisses ist neben der neu zu schaffenden Integrativen
Aktionsfläche und der Open-Air-Bühne (vgl. Kapitel 5.2.5. Integrative
Aktionsfläche und Kapitel 3.2. Spielstätten) ein attraktives gastronomisches
Angebot mit Restaurant und Stadtraumcafé in Innen- und Außenbereichen
notwendig. Die Ausgestaltung und Ausstattung muss verschiedene
Zielgruppen wie z.B. Schulklassen, Besuchergruppen, Paare und
Einzelpersonen berücksichtigen, die vor oder nach dem Vorstellungsbesuch
und unabhängig davon bewirtet werden sollen.
Das Restaurant soll für 100 Personen ausgelegt sein. Der Gästebereich soll
trotz seiner Größe auf Einzelbesucher*innen, Paare und Kleingruppen eine
attraktive Ausstrahlung haben und einen angenehmen Aufenthalt
ermöglichen. Neben Sitznischen, Einzel- und Gruppentischen soll er auch
Kulturareal
62
über einen Ausschanktresen verfügen. Der Restaurantbetrieb soll als „A la
carte-Restaurant“ mit Innen- und Außenbereich geplant werden. Innen-
und Außenbereich sollen dabei flexibel abtrennbar und bewirtbar sein.
Für die Andienung des Stadtraumcafés und Restaurantbetriebes ist eine
direkte Anbindung an die Fertigungsküche, gemäß der Definition der
hausinternen Transportwege nötig. Die Anordnung der Räume soll so
erfolgen, dass zwischen Küche und Gastraum eine Durchreiche vorhanden
ist (vgl. Kapitel 5.4.3. Fertigungsküche und Kantine).
Das gastronomische Angebot soll sich durch Sitzgelegenheiten und einen
Straßenverkauf auch in den Außenbereich verlängern (Stadtraumcafé). Die
Erdgeschosszonen der Bestandsgebäude und Neubauten sollen geöffnet
und belebt werden.
Anknüpfend an die Megatrends Konnektivität, Mobilität und Neo-Ökologie
soll das Kulturareal zudem die analoge und digitale Kommunikation von
Menschen untereinander sowie über den Ort und den dort entstehenden
Content anregen. Austausch, Dialog, soziale Zusammenkunft und
barrierefreie Zugänglichkeit müssen ermöglicht werden. Das Kulturareal soll
von der Gesellschaft als Sharing Community belebt werden, insbesondere
durch die Möglichkeit, diesen Freiraum selbst mit kreativem Content zu
gestalten. Auch Menschen, Institutionen oder Vereine, die kein primär
künstlerisches Anliegen haben, sollen angesprochen und eingebunden
werden. Die Verbindung des Kulturareals mit den umliegenden Museen,
bietet großes Potential und kann als weitere Option entwickelt werden.
5.5.2. Creative Coworking Space
Das Staatstheater soll als kreativer Ort wahrgenommen und gelebt sowie
durch eine enge Vernetzung zur Kultur- und Kreativwirtschaft gestärkt
werden. Die neu zu errichtenden Coworking Spaces dienen dabei als
Möglichkeit sich externen Künstler*innen und Freischaffenden aus der
Kultur- und Kreativwirtschaft zu öffnen, sich gegenseitig zu inspirieren und
damit kreativen Austausch zu verwirklichen. Sie verstärken und
vereinfachen die Zusammenarbeit bei Co-Creations und Kooperationen,
schaffen neue Kommunikations- und Entwicklungsprozesse und steigern
die Innovationskraft. Nürnberg soll als Standort für Innovation im Bereich
Kultur- und Kreativwirtschaft gestärkt und das Staatstheater als Ideenlabor
etabliert werden (Creative Hub).
Zielgruppe der Coworking Spaces sind freischaffende Künstler*innen, die
als Gäste des Staatstheaters bei Produktionen mitwirken sowie
Freischaffende aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, die sich zur
Verwirklichung eigener Projekte temporär einmieten.
Die Creative Coworking Spaces sollen mit einer modernen und flexiblen
(Büro-)Infrastruktur ausgestattet sein und eine optimale, kommunikative
Anbindung an die Arbeitsplätze der Künstler*innen des Staatstheaters
haben. Die Möglichkeit, Arbeitsplätze von unterschiedlichen Personen zu
nutzen, muss gegeben sein (vgl. Kapitel 5.4.2. Interne
63
Kommunikationsstruktur und Büroflächen). Der Zugang ist nur über die
Pforte (Gästekarte) möglich.
5.5.3. Kultur-Kindertagesstätte
Eine Kultur-Kindertagesstätte soll den steigenden Bedarf an
Betreuungsangeboten für Kinder von Mitarbeiter*innen des Staatstheaters
auch über reguläre Kita-Öffnungszeiten hinaus decken und ein zusätzliches
Betreuungsangebot für das Einzugsgebiet bieten. Unter Berücksichtigung
der theaterspezifischen Arbeitszeiten sollen die Betreuungszeiten für
Kinder sowohl tagsüber als auch in den Abendstunden angeboten werden.
Zudem soll eine temporäre Kinderbetreuung angeboten werden, die es
Besucher*innen ermöglicht, ihre Kinder während des Vorstellungsbesuchs in
Betreuung zu geben. Die kunst- und kulturspezifischen, pädagogischen
Angebote könnten durch eine Zusammenarbeit mit dem Staatstheater
ergänzt werden und damit an den bildungspolitischen Auftrag des Theaters
anknüpfen.
Die Kultur-Kindertagesstätte soll als Kooperation zwischen der Stadt
Nürnberg oder einer anderen Betreiberin der Einrichtung und dem
Staatstheater Nürnberg realisiert werden.
Die dafür erforderlichen Flächen wurden im Raumprogramm nicht mit in
den Ansatz gebracht, da die Unterbringung der für den Betrieb des
Staatstheaters zwingend notwendigen Flächenbedarfe bereits
herausfordernd ist. In Abstimmung mit der Stadt Nürnberg soll deshalb ein
geeigneter Standort in unmittelbarer Nähe gefunden werden.
Die unmittelbaren Nachbar*innen (Bundesagentur für Arbeit,
Verkehrsmuseum mit dem Museum für Kommunikation und dem DB-
Museum, Germanisches Nationalmuseum) könnten in die Planung und
Umsetzung miteingebunden werden.
Die Lage zwischen Alt- und Südstadt, der direkte U-Bahn-Anschluss, das
kunst- und kulturspezifische, pädagogische Profil sowie die verlängerten
Öffnungszeiten stellen ein attraktives Angebot für viele Eltern dar. Eine enge
Verbindung der Eltern und Kinder zum Theater wird aufgebaut. Die Kultur-
Kindertagesstätte erweitert das Kulturareal und trägt zur Öffnung zur
diversen (Stadt-)Gesellschaft bei.
64
6. GLOSSAR
Bühnenfläche: setzt sich zusammen aus der Szenenfläche und den
Umgängen. In den Umgängen befinden sich die Regiepulte sowie die
Zugänge zur Szenenfläche.
Bühnennähe: Die Szenenfläche ist das Zentrum des Opernbetriebs. Hier
finden Vorstellungen und Endproben statt. Um einen reibungslosen und
effizienten Vorstellungs- und Probenablauf sicherzustellen, müssen
bestimmte Flächen und Räume in unmittelbarer Nähe zur Szenenfläche
liegen oder auf direktem Weg verbunden sein – etwa Flächen, auf denen
Bühnenbilder aufgebaut und zwischengelagert werden können, oder die
Abendgarderoben der Künstler*innen, die sich bis unmittelbar vor ihrem
Auftritt einsingen, einkleiden und konzentriert vorbereiten können müssen.
Creative Coworking Spaces: Büroräume oder Flächen, die von Gästen oder
externen Unternehmen als Mitwirkende bei Produktionen des Theaters oder
von Freischaffenden aus der Kultur- und Kreativwirtschaft für eigene
Projekte genutzt werden können. Sie können in ihrer Raumgröße
bedarfsorientiert variiert und temporär angemietet werden. Sie dienen
kreativen Schaffensprozessen und sind entsprechend offen, kommunikativ
und flexibel ausgestattet und sollen die Vernetzung zwischen Nutzer*innen
der Creative Coworking Spaces und den Mitarbeiter*innen des
Staatstheaters fördern.
Creative Hub (Ideenlabor): Räume, welche die Belebung von internen und
externen Innovationspotentialen und die Transformation von Arbeits- und
Produktionsprozessen ermöglichen, in denen interdisziplinäre Teams an
zukunftsfähigen Formaten, Strukturen oder Projekten arbeiten. Die
räumlichen Gegebenheiten und die Raumausstattung fördern kreative
Prozesse und Kommunikation außerhalb eingeübter Denkmuster und
stärken somit die Innovationskraft und Entwicklungsdynamik des
Staatstheaters. Die Räume sollen farbliche Kontraste zu allgemeinen
Büroflächen bilden und auch durch die Raumausstattung kreative Impulse
auf Mitarbeiter*innen aussenden.
Cultural Hub: Ort der Vernetzung und des Austausches, ein gestaltbarer
Freiraum für die diverse (Stadt-)Gesellschaft. Verknüpfung verschiedenster
kultureller Formate und Räume mit zusätzlichen Angeboten sowie der
Gastronomie und Erholung an einem öffentlichen Ort.
Drehscheibenwagen: mobiles Element, das ein Drehen der Kulissen auf der
Szenenfläche ermöglicht. Der Drehscheibenwagen kann auf die Seiten-
oder Hinterbühne verschoben werden und ermöglicht dadurch schnelle
Szenenwechsel.
Diverse (Stadt-)Gesellschaft: Die Bevölkerung Nürnbergs und der
Europäischen Metropolregion Nürnberg wird immer diverser. Das
Staatstheater versteht sich als Ort der Vielfalt und des Austauschs, das mit
seinen Programmen möglichst alle Menschen aus der (Stadt-)Gesellschaft
ansprechen und sie über die Kunst miteinander ins Gespräch bringen
möchte.
65
Eiserne Vorhang: ist eine bauliche Brandschutzeinrichtung in
Versammlungsstätten, die das Bühnenhaus als Brandabschnitt vom
Zuschauerraum in Form eines Feuerschutzabschlusses trennt, um eine
sichere Flucht der Zuschauer*innen zu gewährleisten und den Übergriff des
Feuers und Rauches in andere Gebäudeteile zu verhindern.
Konnektivität: basiert auf menschlicher Kommunikation und beschreibt die
zeitgenössische Verflechtung von Online- und Offline-Kommunikation.
Vernetzte Kommunikation führt zu einer partizipatorischen Kultur. Das
Staatstheater als Kommunikationsort berücksichtigt deshalb
Entwicklungen im Bereich Konnektivität.
Kulturareal: Ort, der durch prägnantes, architektonisches Gesamtkonzept
sichtbar städtebaulich eingebunden und durch die vielfältigen ganzjährigen
und von den Betriebszeiten des Theaterbetriebs losgelösten Angeboten
belebt wird.
Landmark: Ort, der durch herausragende Architektur und einzigartige
Programmvielfalt hohe Strahlkraft und Sichtbarkeit erzeugt und so das
kulturelle Profil und das Stadtbild prägt.
Megatrend Mobilität: beschreibt die Entstehung einer mobilen Weltkultur,
getrieben von einem immer facettenreicher und differenzierter werdenden
Angebot an Mobilität. Das Auto zieht sich aus der Stadt zurück, die
Mobilität der Zukunft wird immer stärker vom Fahrrad geprägt. Neue
Produkte und Services verändern und erweitern dabei die Perspektive auf
und die Nutzung von Verkehrsmitteln. Die Mobilität von morgen wird
definiert durch das Ineinandergreifen von Arbeit, Wohnen und Freizeit. Die
verkehrstechnische Anbindung des Staatstheaters Nürnberg ist
zukunftsfähig zu entwickeln und die Infrastruktur insbesondere für
Radfahrer*innen und Fußgänger*innen zu verbessern.
Neigegedeck: angetrieben durch die Untermaschinerie, ermöglicht das
Neigegedeck, einen Teilbereich der Szenenfläche um bis zu 10° schräg zu
stellen. Hierdurch ergeben sich neue Raumwirkungen und Spielebenen für
das Bühnenbild und die Darsteller*innen.
Neo-Ökologie: Ökologie beschreibt die Wechselbeziehungen zwischen
Lebewesen und ihrer Umwelt. Durch globale Entwicklungen, wie den
Klimawandel, muss sich das Verhältnis der Menschen zu ihrer Umwelt neu
ausrichten und verändern. Dies gilt auch für das Staatstheater Nürnberg,
seine Mitarbeiter*innen und Besucher*innen, sowie die diverse
(Stadt-)Gesellschaft. Veränderungen in der Wechselbeziehung werden
künstlerisch verarbeitet und sollen im Rahmen des Bauvorhabens auch
durch die Architektur und Technik berücksichtigt werden (Vorbildfunktion).
Obermaschinerie: ist eine im Bühnenturm verortetet technische Einrichtung,
um Dekorationen und Bühnenelemente oder auch Darsteller*innen mithilfe
von Drahtseilen über verschiedene Züge positionsgenau hoch- und
runterzufahren.
Podien: bewegliche Bühnenelemente, die einzeln in die Höhe gefahren oder
in die Tiefe versenkt werden können. Hierdurch ergeben sich neue
66
Raumwirkungen und Spielebenen für das Bühnenbild und die
Darsteller*innen.
Seitenbühne: Die Seitenbühne ist seit den frühen dreißiger Jahren
essenzieller Bestandteil von Theaterbauten. Sie dient zur Aufbewahrung,
Vorbereitung und schnellem Szenenwechsel der Dekoration zur Bühne und
ist unerlässlich für einen wirtschaftlichen Theaterbetrieb.
Silver Society: Weltweit steigt die Lebenserwartung. Gleichzeitig bleiben die
Menschen länger gesund und mobil. Nach dem bisher üblichen
Renteneintritt entsteht eine völlig neue Lebensphase, in der die neue
Freiheit auch aufgrund regelmäßig hohen Wohlstandes weiter aktiv
gestaltet wird. Dieser Lebensabschnitt verlängert sich und bietet Raum für
Selbstentfaltung in neuen Lebensstilen auch in hohem Alter. Ein neues
Selbstverständnis verbreitet sich und verändert die Gesellschaft
grundlegend. Für das Staatstheater steht daher nicht nur die Förderung des
Nachwuchses im Fokus, sondern auch die Ausrichtung auf die Silver
Society.
Szenenfläche: Die vom Zuschauerraum einsehbare Fläche der Bühne auf
der die künstlerischen und musikalischen Darstellungen erfolgen.
Theater der Zukunft: berücksichtigt Megatrends und gesellschaftliche
Entwicklungen, um Erwartungen an den modernen Theaterbetrieb zu
entsprechen und die diverse (Stadt-)Gesellschaft zu erreichen.
Untermaschinerie: ist eine unter dem Bühnenboden verortete technische
Einrichtung, mit der Podien und damit Dekorationen und Bühnenelemente
oder auch Darsteller*innen über mehrere Geschosse unter oder über das
Bühnenniveau in vertikaler Richtung gefahren werden können.
Urbanität: Der Begriff beschreibt das Verhältnis von Stadtraum und
Stadtbewohner*innen und ihrer Kultur. Urbanität beschreibt zudem die
Qualität eines Stadtraums, der urbanes Verhalten und urbane Lebensstile
ermöglicht und fördert. Als Zielkategorie umfasst Urbanität im Rahmen des
Bauvorhabens vor allem die Förderung funktionaler, baulicher, sozialer und
kultureller Vielfalt und Diversität.
Zugänglichkeit: Die Räume und Veranstaltungen des Staatstheaters sollen
möglichst barrierearm und für möglichst alle Menschen zugänglich sein.
Das geht weit über die Erreichbarkeit der Spielstätten hinaus.
67
7. MITGÜLTIGE UNTERLAGEN / DIGITALER ANHANG
Die nachfolgenden Unterlagen finden sich auf der gemeinsam genutzten
Datenplattform MyDrive:
7.1. Raumprogramm:
https://www.mydrive.ch/browse#/34460138/Raumprogramm%20Index%2007
7.2. Funktionsschema:
https://www.mydrive.ch/browse#/34076830/Funktionsschema
7.3. Ziele und Anforderungen für die akustischen Planungen
https://www.mydrive.ch/browse#/34517588/Ziele%20und%20Anforderungen%20f%C3%BCr
%20die%20akustischen%20Planungen
IMPRESSUM
Verfasser: Stiftung Staatstheater Nürnberg
Stand: 09.06.2021
Verwendungshinweis: Die Unterlage ist ein vertrauliches Dokument und
dient nur für die Projektbauherrengruppe, den Lenkungskreis und die
Projektbeteiligten.
Die vorliegende Unterlage beruht auf Gutachten ab dem Jahr 1967 sowie
der Expertise und aktuellen Plausibilisierungen der Fachplaner für die
Bereiche Bühnentechnik, Akustik, Statik, Heizung, Klima, Lüftung,
Sanitär und Elektrotechnik. Sie unterliegt einem dynamischen Prozess in
Zusammenarbeit mit der Projektbaudienststelle der Stadt Nürnberg
sowie dem Projektentwickler.
Foto Deckblatt: Matthias Dengler
Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG
Lage
Gebäude
Funktions
gruppe
gem. TP
Relevante ∑ NUF 1-
7
NF zu BGF Faktor in %
(DU)
Anteilige TF*
(Ermittlung DU)
VF (Ermittlung
DU)
NGF (Ermittlung
DU)
KGF (Ermittlung
DU)
BGF (Ermittlung
DU) BGF Neubau BGF Bestand
*HLS- und ELT- Zentralen werden
gesondert von den
Fachplanenden ermittelt
4 VA Verwaltung 1.010,00 65,80 42,66 316,26 1.369,06 185,67 1.554,73 1.554,73 -
VO 4 VA PV Personalverwaltung 40,00 64,57 1,72 12,64 54,35 7,59 61,95 61,95 -
+ Bed 4 VA PV Personalverwaltung 33,00 64,57 1,42 10,43 44,84 6,27 51,11 51,11 -
OH 4 VA IT EDV und IT 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 -
VO 4 VA IT EDV und IT 86,00 64,57 3,69 27,17 116,86 16,33 133,19 133,19 -
VS 4 VA IT EDV und IT 20,00 64,57 0,86 6,32 27,18 3,80 30,97 30,97 -
VO 4 VA FC Finanzen 54,00 64,57 2,32 17,06 73,38 10,25 83,63 83,63 -
+ Bed 4 VA FC Finanzen 24,00 64,57 1,03 7,58 32,61 4,56 37,17 37,17 -
OH 4 VA PR Personalrat 16,00 64,57 0,69 5,05 21,74 3,04 24,78 24,78 -
VS 4 VA PR Personalrat - 64,57 - - - - - - -
+ Bed 4 VA PR Personalrat 32,00 64,57 1,37 10,11 43,48 6,08 49,56 49,56 -
OH 4 VA AR Archiv etc. 42,00 68,60 1,53 12,12 55,71 5,51 61,22 61,22 -
VO 4 VA AR Archiv etc. 40,00 68,60 1,46 11,55 53,06 5,25 58,31 58,31 -
MZ 4 VA AR Archiv etc. 12,00 68,60 0,44 3,46 15,92 1,57 17,49 17,49 -
+ Bed 4 VA AR Archiv etc. 10,00 68,60 0,36 2,89 13,27 1,31 14,58 14,58 -
MZ 4 VA FM Kaufmännisches FM - Einkauf 40,00 64,57 1,72 12,64 54,35 7,59 61,95 61,95 -
VO 4 VA FM Kaufmännisches FM - Einkauf 46,00 64,57 1,97 14,53 62,51 8,73 71,24 71,24 -
AB 4 VA SA Sanitäre Anlagen - 64,57 - - - - - - -
M25 4 VA LL* Lager; Logistik - 68,60 - - - - - - -
A52 4 VA LL* Lager; Logistik - 68,60 - - - - - - -
VO 4 VA gekennzeichnet? Übergeordnet 30,00 64,57 1,29 9,48 40,77 5,70 46,46 46,46 -
VS 4 VA gekennzeichnet? Besprechungsraum (bleibt im SH erahalten) - 68,60 - - - - - - -
AB 4 VA gekennzeichnet? Übergeordnet 45,00 64,57 1,93 14,22 61,15 8,54 69,69 69,69 -
+ Bed 4 VA gekennzeichnet? Coworking Space, Besprecher, Sanitär 428,00 64,57 18,36 135,22 581,58 81,26 662,85 662,85 -
2 Aktionsb. Opernrestaurant 331,00 79,70 18,27 22,01 371,28 44,02 415,31 415,31 -
+ Bed 2 Aktionsb. Oper rest. Opernrestaurant 331,00 79,70 18,27 22,01 371,28 44,02 415,31 415,31 -
4 TD Technische Direktion 207,00 70,75 8,62 64,31 279,99 36,96 316,94 316,94 -
VS 4 TD AU Ausstattung 101,00 64,57 4,33 31,91 137,24 19,18 156,42 156,42 -
+ Bed 4 TD AU Ausstattung 16,00 64,57 0,69 5,05 21,74 3,04 24,78 24,78 -
VS 4 TD BV Bauunterhalt 22,00 64,57 0,94 6,95 29,89 4,18 34,07 34,07 -
+ Bed 4 TD BV Bauunterhalt 28,00 64,57 1,20 8,85 38,05 5,32 43,36 43,36 -
WE 4 TD WE* Werkstätten - 79,70 - - - - - - -
A52 4 TD LL* Lager; Logistik - 79,70 - - - - - - -
M25 4 TD LL* Lager; Logistik - 79,70 - - - - - - -
VS 4 TD gekennzeichnet? Übergeordnet 40,00 68,60 1,46 11,55 53,06 5,25 58,31 58,31 -
4 GMD Generalmusikdir. 106,00 64,57 4,55 33,49 144,04 20,13 164,16 164,16 -
OH 4 GMD OR Orchesterdirektion 18,00 64,57 0,77 5,69 24,46 3,42 27,88 27,88 -
+ Bed 4 GMD OR Orchesterdirektion 30,00 64,57 1,29 9,48 40,77 5,70 46,46 46,46 -
OH 4 GMD gekennzeichnet? Übergeordnet 46,00 64,57 1,97 14,53 62,51 8,73 71,24 71,24 -
+ Bed 4 GMD gekennzeichnet? Übergeordnet 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 -
4 BA Ballettsparte 1.026,00 70,59 30,50 206,29 1.292,32 130,61 1.422,93 1.422,93 -
MZ 4 BA BAD Ballettdirektion 56,00 64,57 2,40 17,69 76,09 10,63 86,73 86,73 -
+ Bed 4 BA BAD Ballettdirektion 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 -
OH 4 BA BAZ Ballettzentrum 244,00 64,57 10,47 77,09 331,56 46,33 377,88 377,88 -
VO 4 BA BAZ Ballettzentrum 16,00 79,70 0,88 1,06 17,95 2,13 20,08 20,08 -
+ Bed 4 BA BAZ Ballettzentrum 274,00 68,60 9,99 79,08 363,47 35,95 399,42 399,42 -
+ Bed 4 BA BAZ Probebühne 08 - Ballett 424,00 81,50 6,24 27,57 486,95 33,30 520,25 520,25 -
2 GA Gastronomie 785,00 79,70 43,34 52,20 880,54 104,40 984,94 770,39 214,55
VO 2 GA KA Kantine 258,00 79,70 14,24 17,16 289,40 34,31 323,71 323,71 -
+ Bed 2 GA KA Kantine 110,00 79,70 6,07 7,31 123,39 14,63 138,02 138,02 -
OH 2 GA FG Foyergastro 35,00 79,70 1,93 2,33 39,26 4,65 43,91 - 43,91
AB 2 GA FG Foyergastro 22,00 79,70 1,21 1,46 24,68 2,93 27,60 - 27,60
+ Bed 2 GA FG Foyergastro 90,00 79,70 4,97 5,98 100,95 11,97 112,92 - 112,92
+ Bed 2 GA LL* Lager, Logistik 48,00 79,70 2,65 3,19 53,84 6,38 60,23 30,11 30,11
OH GA FK 13,00 79,70 0,72 0,86 14,58 1,73 16,31 16,31 -
Funktionsgruppe Raumgruppe
Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG
Lage
Gebäude
Funktions
gruppe
gem. TP
Relevante ∑ NUF 1-
7
NF zu BGF Faktor in %
(DU)
Anteilige TF*
(Ermittlung DU)
VF (Ermittlung
DU)
NGF (Ermittlung
DU)
KGF (Ermittlung
DU)
BGF (Ermittlung
DU) BGF Neubau BGF BestandFunktionsgruppe Raumgruppe
VO GA FK 38,00 79,70 2,10 2,53 42,62 5,05 47,68 47,68 -
+ Bed GA FK 125,00 79,70 6,90 8,31 140,21 16,62 156,84 156,84 -
AB 2 GA gekennzeichnet? Übergeordnet 22,00 79,70 1,21 1,46 24,68 2,93 27,60 27,60 -
OH 2 GA gekennzeichnet? Büro Leitung 24,00 79,70 1,32 1,60 26,92 3,19 30,11 30,11 -
+ Int 2 GA gekennzeichnet? Übergeordnet - 79,70 - - - - - - -
4 STL Staatstheaterleitung 156,00 64,57 6,69 49,29 211,98 29,62 241,60 241,60 -
GW 4 STL GW Gastappartments - 64,57 - - - - - - -
VO 4 STL STZ Staatsintendanz 72,00 64,57 3,09 22,75 97,84 13,67 111,51 111,51 -
VO 4 STL GFD Geschäftsführung 72,00 64,57 3,09 22,75 97,84 13,67 111,51 111,51 -
+ Bed 4 STL gekennzeichnet? Übergeordnet 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 -
4 OP Opernsparte 1.765,00 74,03 96,04 145,81 2.006,84 241,23 2.248,07 2.248,07 -
VO 4 OP OPD Opernsparte Dramaturgie 16,00 64,57 0,69 5,05 21,74 3,04 24,78 24,78 -
OH 4 OP OPD Opernsparte Dramaturgie 50,00 64,57 2,14 15,80 67,94 9,49 77,44 77,44 -
+ Bed 4 OP OPD Opernsparte Dramaturgie 48,00 64,57 2,06 15,16 65,22 9,11 74,34 74,34 -
OH 4 OP OPZ Opernzentrum (Probebühnen) 425,00 79,70 23,46 28,26 476,73 56,52 533,25 533,25 -
PB 4 OP OPZ Opernzentrum (Probebühnen) 249,00 79,70 13,75 16,56 279,30 33,12 312,42 312,42 -
PB 4 OP OPZ Probebühne 01 - OP 424,00 79,70 23,41 28,20 475,60 56,39 531,99 531,99 -
+ Bed 4 OP OPZ Opernzentrum (Probebühnen) 129,00 79,70 7,12 8,58 144,70 17,16 161,86 161,86 -
+ Bed 4 OP OPZ Probebühne 02 - OP 424,00 79,70 23,41 28,20 475,60 56,39 531,99 531,99 -
4 KB Betriebsdirektion 78,00 64,57 3,35 24,64 105,99 14,81 120,80 120,80 -
VO 4 KB gekennzeichnet? Übergeordnet 54,00 64,57 2,32 17,06 73,38 10,25 83,63 83,63 -
+ Bed 4 KB gekennzeichnet? Übergeordnet 24,00 64,57 1,03 7,58 32,61 4,56 37,17 37,17 -
4 IA Integrative Arbeit 427,50 67,96 7,70 40,35 501,49 39,14 540,63 540,63 -
VS 4 IA TP Theaterpädagoge - 64,57 - - - - - - -
OH 4 IA TP Theaterpädagoge 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 -
VO 4 IA 360 Büro Projekt 360 22,00 64,57 0,94 6,95 29,89 4,18 34,07 34,07 -
+ Bed 4 IA Aktionsb. Aktionsbereiche 377,50 81,50 5,56 24,55 433,55 29,64 463,19 463,19 -
+ Bed 4 IA gekennzeichnet? Übergeordnet 16,00 64,57 0,69 5,05 21,74 3,04 24,78 24,78 -
4 DKM Development, Kommunikation & Marketing 208,00 64,57 8,92 65,71 282,64 39,49 322,13 322,13 -
VO 4 DKM MK Marketing 58,00 64,57 2,49 18,32 78,81 11,01 89,82 89,82 -
HOF 4 DKM KN Kommunikation 28,00 64,57 1,20 8,85 38,05 5,32 43,36 43,36 -
+ Bed 4 DKM KN Kommunikation 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 -
HOF 4 DKM DE Development 28,00 64,57 1,20 8,85 38,05 5,32 43,36 43,36 -
+ Bed 4 DKM DE Development 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 -
OH 4 DKM gekennzeichnet? Übergeordnet 30,00 64,57 1,29 9,48 40,77 5,70 46,46 46,46 -
MZ 4 DKM gekennzeichnet? Übergeordnet 20,00 64,57 0,86 6,32 27,18 3,80 30,97 30,97 -
+ Bed 4 DKM gekennzeichnet? Übergeordnet 20,00 64,57 0,86 6,32 27,18 3,80 30,97 30,97 -
2 VG Glucksaal (Veranstaltung) 365,00 79,70 20,15 24,27 409,42 48,54 457,97 - 457,97
OH 2 VG FG Foyergastro 52,00 79,70 2,87 3,46 58,33 6,92 65,24 - 65,24
OH 2 VG gekennzeichnet? Veranstaltungsfläche (GluckS. 248,00 79,70 13,69 16,49 278,18 32,98 311,17 - 311,17
+ Bed 2 VG gekennzeichnet? Lager, Garderobe WC 65,00 79,70 3,59 4,32 72,91 8,64 81,56 - 81,56
4 VE STNS GmbH 183,00 64,57 7,85 57,82 248,67 34,75 283,41 283,41 -
VO 4 VE gekennzeichnet? Übergeordnet - 64,57 - - - - - - -
OH 4 VE gekennzeichnet? Übergeordnet 36,00 64,57 1,54 11,37 48,92 6,84 55,75 55,75 -
AB 4 VE gekennzeichnet? Übergeordnet 83,00 64,57 3,56 26,22 112,78 15,76 128,54 128,54 -
+ Bed 4 VE gekennzeichnet? Übergeordnet 12,00 64,57 0,51 3,79 16,31 2,28 18,58 18,58 -
AB 4 VE VS Vertrieb & Zuschauerservice STNS 52,00 64,57 2,23 16,43 70,66 9,87 80,53 80,53 -
1 GMZ Generalmusikzentrum in Summe kleiner geworden 2.072,00 70,37 65,66 460,86 2.631,09 266,59 2.897,68 2.897,68 -
+ Bed 1 GMZ CH Chorprobe 251,00 74,80 8,05 37,58 296,64 38,93 335,56 335,56 -
+ Bed 1 GMZ Entfall Anteil NUF 7 OR Prio2 O. - Probe 320,00 68,60 11,66 92,36 424,49 41,98 466,47 466,47 -
+ Bed 1 GMZ Entfall Anteil NUF 7 OR Prio4 O. - Probe 336,00 68,60 12,24 96,98 445,71 44,08 489,80 489,80 -
OH 1 GMZ CH Chorprobe 218,00 68,60 7,94 62,92 289,18 28,60 317,78 317,78 -
OH 1 GMZ OR Prio2 Chorprobe 48,00 68,60 1,75 13,85 63,67 6,30 69,97 69,97 -
OH 1 GMZ OR Prio3 Chorprobe 74,00 68,60 2,70 21,36 98,16 9,71 107,87 107,87 -
OH 1 GMZ OR Prio4 Chorprobe 22,00 68,60 0,80 6,35 29,18 2,89 32,07 32,07 -
OH 1 GMZ OR O. - Probe - 68,60 - - - - - - -
VS 1 GMZ OR O. - Probe 50,00 74,80 1,60 7,49 59,09 7,75 66,84 66,84 -
VS 1 GMZ OR Orchesterporbesaal 01 450,00 81,50 6,63 29,26 516,81 35,34 552,15 552,15 -
OH 1 GMZ gekennzeichnet? 192,00 64,57 8,24 60,66 260,90 36,46 297,35 297,35 - Übergeordnet
Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG
Lage
Gebäude
Funktions
gruppe
gem. TP
Relevante ∑ NUF 1-
7
NF zu BGF Faktor in %
(DU)
Anteilige TF*
(Ermittlung DU)
VF (Ermittlung
DU)
NGF (Ermittlung
DU)
KGF (Ermittlung
DU)
BGF (Ermittlung
DU) BGF Neubau BGF BestandFunktionsgruppe Raumgruppe
+ Bed 1 GMZ gekennzeichnet? Büros, Übungsräume 111,00 68,60 4,05 32,04 147,24 14,56 161,81 161,81 -
3 KITA - 68,60 - - - - - - -
+ Bed 3 KITA Übergeordnet - 68,60 - - - - - - -
+ Bed 3 KITA V1 - 68,60 - - - - -
+ Bed 3 KITA V2 - 68,60 - - - - -
3 KO Kostüm 2.679,00 74,80 85,96 401,13 3.166,09 415,46 3.581,55 475,27 3.106,28
OH 3 KO FU Zentral/Kosttümfundus 515,00 74,80 16,52 77,11 608,64 79,87 688,50 344,25 344,25
MZ 3 KO FU Zentral/Kosttümfundus 196,00 74,80 6,29 29,35 231,64 30,40 262,03 131,02 131,02
VS 3 KO Abbruchkante FU Zentral/Kosttümfundus - 74,80 - - - - - - -
OH 3 KO SC Schneiderei 664,00 74,80 21,30 99,42 784,73 102,97 887,70 - 887,70
SH 3 KO SC Schneiderei - 74,80 - - - - - - -
+ Bed 3 KO SC Schneiderei 252,00 74,80 8,09 37,73 297,82 39,08 336,90 - 336,90
MZ 3 KO SC Schneiderei 437,00 74,80 14,02 65,43 516,45 67,77 584,22 - 584,22
VS 3 KO SC Schneiderei (Färberaum 20,00 74,80 0,64 2,99 23,64 3,10 26,74 - 26,74
M25 3 KO LL* Lager, Logistik - 74,80 - - - - - - -
A52 3 KO LL* Lager, Logistik - 74,80 - - - - - - -
VO 3 KO WÄ Wäscherei 104,00 74,80 3,34 15,57 122,91 16,13 139,04 - 139,04
+ Int 3 KO WÄ Wäscherei - 74,80 - - - - - - -
+ Bed 3 KO WÄ Wäscherei - 74,80 - - - - - - -
OH 3 KO gekennzeichnet? Übergeordnet 18,00 74,80 0,58 2,70 21,27 2,79 24,06 - 24,06
+ Bed 3 KO gekennzeichnet? Übergeordnet 48,00 74,80 1,54 7,19 56,73 7,44 64,17 - 64,17
MZ 3 KO gekennzeichnet? Übergeordnet 425,00 74,80 13,64 63,64 502,27 65,91 568,18 - 568,18
+ Int 3 KO gekennzeichnet? Übergeordnet - 74,80 - - - - - - -
2 Open Air Open Air Bühne 148,00 68,60 5,39 42,72 196,33 19,42 215,74 215,74 -
+ Bed 2 Open Air Cafe Stadtraumcafe 118,00 68,60 4,30 34,06 156,53 15,48 172,01 172,01 -
+ Bed 2 Open Air gekennzeichnet? Übergeordnet 30,00 68,60 1,09 8,66 39,80 3,94 43,73 43,73 -
3 RQ Requisite 348,00 71,08 12,02 79,47 439,78 49,26 489,04 489,04 -
OH 3 RQ FU Requisitenfundus 82,00 68,60 2,99 23,67 108,78 10,76 119,53 119,53 -
VS 3 RQ Abbruchkante FU Requisitenfundus - 68,60 - - - - - - -
SH 3 RQ FU Requisitenfundus - 74,80 - - - - - - -
+ Bed 3 RQ FU Requisitenfundus 100,00 68,60 3,64 28,86 132,65 13,12 145,77 145,77 -
MZ 3 RQ FU Requisitenfundus (Pyro) 15,00 68,60 0,55 4,33 19,90 1,97 21,87 21,87 -
M25 3 RQ LL* Lager, Logistik - 68,60 - - - - - - -
A52 3 RQ LL* Lager, Logistik - 68,60 - - - - - - -
OH 3 RQ gekennzeichnet? Werkstätten, Büro 101,00 74,80 3,24 15,12 119,36 15,66 135,03 135,03 -
VO 3 RQ Abbruchkante Vorraum, Lager Req. - 74,80 - - - - - - -
MZ 3 RQ Vorraum, Lager Req. 50,00 74,80 1,60 7,49 59,09 7,75 66,84 66,84 -
3 MA Maske 302,00 69,32 12,47 87,93 402,40 55,78 458,18 - 458,18
OH 3 MA FU Requisitenfundus 20,00 74,80 0,64 2,99 23,64 3,10 26,74 - 26,74
MZ 3 MA FU Requisitenfundus 25,00 74,80 0,80 3,74 29,55 3,88 33,42 - 33,42
SH 3 MA gekennzeichnet? Übergeordnet - 68,60 - - - - - - -
+ Int 3 MA gekennzeichnet? Übergeordnet - 68,60 - - - - - - -
+ Bed 3 MA gekennzeichnet? Anprobe, Besprechung, Werkstatt 82,00 64,57 3,52 25,91 111,42 15,57 126,99 - 126,99
MZ 3 MA gekennzeichnet? Anprobe, Besprechung, Werkstatt 175,00 64,57 7,51 55,29 237,80 33,23 271,02 - 271,02
1 BO Bühnenbetrieb Hauptbühne 8.664,90 75,11 196,90 1.106,68 10.322,13 910,94 11.233,07 5.879,47 5.353,60
OH 1 BO AV Betriebsräume Audio/Videotechnik 70,00 74,80 2,25 10,48 82,73 10,86 93,58 - 93,58
+ Bed 1 BO AV Betriebsräume Audio/Videotechnik 24,00 74,80 0,77 3,59 28,36 3,72 32,09 - 32,09
OH 1 BO BA AG AG Balletten. 143,00 68,60 5,21 41,27 189,69 18,76 208,45 - 208,45
+ Bed 1 BO BA AG AG Balletten. 66,00 68,60 2,41 19,05 87,55 8,66 96,21 - 96,21
OH 1 BO BL Bühnenlager/Magazin/Logistik 72,00 81,50 1,06 4,68 82,69 5,65 88,34 - 88,34
MZ 1 BO BL Bühnenlager/Magazin/Logistik 500,00 81,50 7,36 32,52 574,23 39,26 613,50 613,50 -
+ Int 1 BO BL Bühnenlager/Magazin/Logistik - 81,50 - - - - - - -
VO 1 BO BL Bühnenlager/Magazin/Logistik 1.170,00 81,50 17,23 76,09 1.343,71 91,88 1.435,58 1.435,58 -
OH 1 BO BLT Betriebsräme Beleuchtung 690,00 74,80 22,14 103,32 815,45 107,01 922,46 - 922,46
+ Bed 1 BO BLT Betriebsräme Beleuchtung 60,00 74,80 1,93 8,98 70,91 9,30 80,21 - 80,21
OH 1 BO BT Betriebsräume Bühnentechnik 35,00 74,80 1,12 5,24 41,36 5,43 46,79 - 46,79
MZ 1 BO BT Betriebsräume Bühnentechnik 40,00 74,80 1,28 5,99 47,27 6,20 53,48 - 53,48
+ Bed 1 BO BT Betriebsräume Bühnentechnik 20,00 74,80 0,64 2,99 23,64 3,10 26,74 - 26,74
OH 1 BO BÜ Bühne,Szenenfläche 548,00 81,50 8,07 35,64 629,36 43,03 672,39 - 672,39
Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG
Lage
Gebäude
Funktions
gruppe
gem. TP
Relevante ∑ NUF 1-
7
NF zu BGF Faktor in %
(DU)
Anteilige TF*
(Ermittlung DU)
VF (Ermittlung
DU)
NGF (Ermittlung
DU)
KGF (Ermittlung
DU)
BGF (Ermittlung
DU) BGF Neubau BGF BestandFunktionsgruppe Raumgruppe
OH 1 BO BÜ AG AG Bühne 202,00 68,60 7,36 58,30 267,96 26,50 294,46 - 294,46
+ Bed 1 BO BÜ AG AG Bühne 197,00 68,60 7,18 56,86 261,33 25,85 287,17 - 287,17
VO 1 BO BÜ AG AG Bühne 71,00 68,60 2,59 20,49 94,18 9,31 103,50 - 103,50
OH 1 BO CH AG AG Chorensemle 195,00 68,60 7,11 56,28 258,67 25,58 284,26 284,26 -
+ Bed 1 BO CH AG AG Chorensemle 304,90 68,60 11,11 88,00 404,46 40,00 444,46 444,46 -
OH 1 BO HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung - 74,80 - - - - - - -
OH 1 BO MTA Antriebstechnik, Maschinentechik 482,00 74,80 15,47 72,17 569,64 74,75 644,39 - 644,39
VO 1 BO MTA Antriebstechnik, Maschinentechik - 74,80 - - - - - - -
+ Bed 1 BO MTA Antriebstechnik, Maschinentechik 100,00 74,80 3,21 14,97 118,18 15,51 133,69 - 133,69
OH 1 BO NB Hinterbühne/Seitenbühne/Unterb. 784,00 81,50 11,54 50,98 900,40 61,57 961,96 - 961,96
+ Bed 1 BO NB Hinterbühne/Seitenbühne/Unterb. 769,00 81,50 11,32 50,01 883,17 60,39 943,56 471,78 471,78
OH 1 BO OR Graben Orchestergraben 250,00 68,60 9,11 72,16 331,63 32,80 364,43 364,43 -
+ Bed 1 BO umbenannt OR Graben 50,00 68,60 1,82 14,43 66,33 6,56 72,89 72,89 -
OH 1 BO neu OR Prio1 12,00 74,80 0,39 1,80 14,18 1,86 16,04 16,04 -
OH 1 BO OR AG Orchesterensemble 237,00 74,80 7,60 35,49 280,09 36,75 316,84 316,84 -
+ Bed 1 BO neu OR Prio1 Orchesterensemble 170,00 68,60 6,20 49,07 225,51 22,30 247,81 247,81 -
+ Bed 1 BO erhöht OR AG Orchesterensemble 94,00 68,60 3,43 27,13 124,69 12,33 137,03 137,03 -
+ Bed 1 BO RE Reinigung 10,00 74,80 0,32 1,50 11,82 1,55 13,37 - 13,37
OH 1 BO RQ Requisite 55,00 81,50 0,81 3,58 63,17 4,32 67,48 - 67,48
+ Bed 1 BO RQ Requisite 10,00 81,50 0,15 0,65 11,48 0,79 12,27 - 12,27
OH 1 BO TB Löschtechnik, Erste-Hilfe - 74,80 - - - - - - -
MZ 1 BO LL* Lager, Logistik - 81,50 - - - - - - -
OH 1 BO LL* Lager, Logistik - 81,50 - - - - - - -
A50 1 BO LL* Lager, Logistik - 74,80 - - - - - - -
+ Bed 1 BO Anlieferung Loarding Dock, Fahrspur LL* Lager, Logistik 1.202,00 81,50 17,70 78,17 1.380,46 94,39 1.474,85 1.474,85 -
OH 1 BO gekennzeichnet? Übergeordnet 32,00 74,80 1,03 4,79 37,82 4,96 42,78 - 42,78
1 BW Präsenzwerkstatt 315,00 81,50 4,64 20,48 361,77 24,74 386,50 386,50 -
OH 1 BW neu RQ 60,00 81,50 0,88 3,90 68,91 4,71 73,62 73,62 -
MZ 1 BW Übergeordnet 315,00 81,50 4,64 20,48 361,77 24,74 386,50 386,50 -
5 HS Raumpflege 299,00 68,60 10,90 86,30 396,63 39,23 435,86 217,93 217,93
HOF 5 HS FM Facility Management, Hausmeister 100,00 68,60 3,64 28,86 132,65 13,12 145,77 72,89 72,89
+ Bed 5 HS FM Facility Management, Hausmeister - 68,60 - - - - - - -
OH 5 HS FM Facility Management, Hausmeister 104,00 68,60 3,79 30,02 137,96 13,64 151,60 75,80 75,80
+ Bed 5 HS RE Reinigung 20,00 68,60 0,73 5,77 26,53 2,62 29,15 14,58 14,58
OH 5 HS RE Reinigung 47,00 68,60 1,71 13,57 62,35 6,17 68,51 34,26 34,26
PB 5 HS RE Reinigung 3,00 68,60 0,11 0,87 3,98 0,39 4,37 2,19 2,19
SH 5 HS RE Reinigung - 68,60 - - - - - - -
VO 5 HS RE Reinigung 13,00 68,60 0,47 3,75 17,24 1,71 18,95 9,48 9,48
VS 5 HS RE Reinigung 2,00 68,60 0,07 0,58 2,65 0,26 2,92 1,46 1,46
WE 5 HS RE Reinigung - 68,60 - - - - - - -
+ Bed 5 HS Übergeordnet 10,00 68,60 0,36 2,89 13,27 1,31 14,58 7,29 7,29
5 VT Veranstaltungstechnik allg. 1.610,00 68,25 59,26 467,18 2.138,65 216,56 2.355,22 1.174,46 1.180,76
OH 5 VT BT Bühnentechnik 292,00 68,60 10,64 84,28 387,35 38,31 425,66 - 425,66
MZ 5 VT BT Bühnentechnik - 68,60 - - - - - - -
SH 5 VT BT Bühnentechnik - 68,60 - - - - - - -
VS 5 VT BT Bühnentechnik 46,00 68,60 1,68 13,28 61,02 6,03 67,06 67,06 -
VS 5 VT BT Büro 49,00 64,57 2,10 15,48 66,58 9,30 75,89 75,89 -
OH 5 VT BLT Bühnenbeleuchtung 334,00 68,60 12,17 96,40 443,06 43,82 486,88 - 486,88
SH 5 VT BLT Bühnenbeleuchtung - 68,60 - - - - - - -
VO 5 VT BLT Bühnenbeleuchtung 66,00 68,60 2,41 19,05 87,55 8,66 96,21 - 96,21
VS 5 VT BLT Büro 42,00 64,57 1,80 13,27 57,07 7,97 65,05 65,05 -
VS 5 VT BLT Bühnenbeleuchtung 28,00 68,60 1,02 8,08 37,14 3,67 40,82 40,82 -
+ Bed 5 VT BLT Bühnenbeleuchtung 67,00 68,60 2,44 19,34 88,88 8,79 97,67 97,67 -
MZ 5 VT BLT Bühnenbeleuchtung 75,00 68,60 2,73 21,65 99,49 9,84 109,33 109,33 -
OH 5 VT AV Audio/Videotechnik 25,00 68,60 0,91 7,22 33,16 3,28 36,44 - 36,44
MZ 5 VT AV Audio/Videotechnik 100,00 68,60 3,64 28,86 132,65 13,12 145,77 145,77 -
SH 5 VT AV Audio/Videotechnik - 68,60 - - - - - - -
Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG
Lage
Gebäude
Funktions
gruppe
gem. TP
Relevante ∑ NUF 1-
7
NF zu BGF Faktor in %
(DU)
Anteilige TF*
(Ermittlung DU)
VF (Ermittlung
DU)
NGF (Ermittlung
DU)
KGF (Ermittlung
DU)
BGF (Ermittlung
DU) BGF Neubau BGF BestandFunktionsgruppe Raumgruppe
+ Bed 5 VT AV Audio/Videotechnik 93,00 68,60 3,39 26,84 123,37 12,20 135,57 - 135,57
M25 5 VT LL* - 68,60 - - - - - - -
A52 5 VT LL* - 68,60 - - - - - - -
OH 5 VT gekennzeichnet? Büro Azubi, Bereitschaftsraum 36,00 68,60 1,31 10,39 47,76 4,72 52,48 52,48 -
VO 5
VT Warum in Spalte O nicht gekennzeichnet? Lager VT 74,00 68,60 2,70 21,36 98,16 9,71 107,87 107,87 -
PB 5
VT Warum in Spalte O nicht gekennzeichnet? Umkleideraum Techniker Probebühne Fürther 26,00 68,60 0,95 7,50 34,49 3,41 37,90 37,90 -
+ Bed 5 VT
Warum in Spalte O nicht
gekennzeichnet? Umkleiden, Sanitär, Besprechung 244,00 68,60 8,89 70,43 323,67 32,01 355,69 355,69 -
MZ 5 VT
Warum in Spalte O nicht
gekennzeichnet? Lager Technik Probebühne 13,00 68,60 0,47 3,75 17,24 1,71 18,95 18,95 -
5 GT Gebäudetechnik 618,00 80,17 15,03 101,23 758,36 62,91 821,27 410,64 410,64
+ Bed 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung 5,00 81,50 0,07 0,33 5,74 0,39 6,13 3,07 3,07
MZ 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung - 81,50 - - - - - - -
OH 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung 45,00 81,50 0,66 2,93 51,68 3,53 55,21 27,61 27,61
SH 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung - 81,50 - - - - - - -
VO 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung - 81,50 - - - - - - -
VS 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung - 81,50 - - - - - - -
WE 5 GT HLS Heizung, Lüftung, Sanitär, Kühlung - 81,50 - - - - - - -
+ Bed 5 GT ELT Elekro, MSR 5,00 81,50 0,07 0,33 5,74 0,39 6,13 3,07 3,07
MZ 5 GT ELT Elekro, MSR - 81,50 - - - - - - -
OH 5 GT ELT Elekro, MSR 30,00 81,50 0,44 1,95 34,45 2,36 36,81 18,40 18,40
SH 5 GT ELT Elekro, MSR - 81,50 - - - - - - -
VO 5 GT erhöht ELT Elekro, MSR 117,00 81,50 1,72 7,61 134,37 9,19 143,56 71,78 71,78
VS 5 GT ELT Elekro, MSR - 81,50 - - - - - - -
WE 5 GT ELT Elekro, MSR - 81,50 - - - - - - -
+ Bed 5 GT MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik 5,00 81,50 0,07 0,33 5,74 0,39 6,13 3,07 3,07
MZ 5 GT MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik 5,00 81,50 0,07 0,33 5,74 0,39 6,13 3,07 3,07
OH 5 GT MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik 60,00 81,50 0,88 3,90 68,91 4,71 73,62 36,81 36,81
SH 5 GT MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik - 81,50 - - - - - - -
VO 5 GT MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik 42,00 81,50 0,62 2,73 48,24 3,30 51,53 25,77 25,77
VS 5 GT MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik 20,00 81,50 0,29 1,30 22,97 1,57 24,54 12,27 12,27
VO 5 GT TB Löschtechnik, Erste Hilfe - 81,50 - - - - - - -
SH 5 GT TB Löschtechnik, Erste Hilfe - 81,50 - - - - - - -
VS 5 GT TB Löschtechnik, Erste Hilfe 11,00 81,50 0,16 0,72 12,63 0,86 13,50 6,75 6,75
OH 5 GT TB Löschtechnik, Erste Hilfe - 81,50 - - - - - - -
VO 5
GT Warum in Spalte O nicht
gekennzeichnet? Umkleiden / Vorräume 48,00 68,60 1,75 13,85 63,67 6,30 69,97 34,99 34,99
VS 5 GT
Warum in Spalte O nicht als LL
gekennzeichnet? Zentrallager / Archiv 165,00 68,60 6,01 47,62 218,88 21,65 240,52 120,26 120,26
SH 5 GT gekennzeichnet? Haustechnik - 81,50 - - - - - - -
+ Bed 5 GT gekennzeichnet? Büro+Umkleiden 60,00 68,60 2,19 17,32 79,59 7,87 87,46 43,73 43,73
PB 5 GT Haustechnik Übergeordnet - 81,50 - - - - - - -
2 IN allgemeine Infrastruktur 106,00 68,60 3,86 30,59 140,61 13,91 154,52 119,53 34,99
VO 2 IN über Faktor gerechnet PF Pforte, Bühneneingang - 68,60 - - - - - - -
HOF 2 IN PF Pforte, Bühneneingang 46,00 68,60 1,68 13,28 61,02 6,03 67,06 67,06 -
+ Bed 2 IN PF Pforte, Bühneneingang 12,00 68,60 0,44 3,46 15,92 1,57 17,49 17,49 -
OH 2 IN SA Sanitäre Anlagen 43,00 68,60 1,57 12,41 57,04 5,64 62,68 31,34 31,34
VS 2 IN SA Sanitäre Anlagen - 68,60 - - - - - - -
SH 2 IN SA Sanitäre Anlagen - 68,60 - - - - - - -
VO 2 IN BE Besprechung, Aufenthalt, Teeküche - 68,60 - - - - - - -
PB 2 IN BE Besprechung, Aufenthalt, Teeküche - 68,60 - - - - - - -
OH 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - -
MZ 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - -
AB 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - -
SH 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - -
VO 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - -
VS 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - -
Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG
Lage
Gebäude
Funktions
gruppe
gem. TP
Relevante ∑ NUF 1-
7
NF zu BGF Faktor in %
(DU)
Anteilige TF*
(Ermittlung DU)
VF (Ermittlung
DU)
NGF (Ermittlung
DU)
KGF (Ermittlung
DU)
BGF (Ermittlung
DU) BGF Neubau BGF BestandFunktionsgruppe Raumgruppe
PB 2 IN VF sonstie Verkehrsflächen - 68,60 - - - - - - -
VO 2 IN LL* Lager, Logistik - 68,60 - - - - - - -
OH 2 IN gekennzeichnet? Übergeordnet 5,00 68,60 0,18 1,44 6,63 0,66 7,29 3,64 3,64
SH 2 IN gekennzeichnet? Übergeordnet - 68,60 - - - - - - -
VS 2 IN Haustechnik Übergeordnet - 68,60 - - - - - - -
3 SP Sparte Schauspielhaus 80,00 66,30 3,43 25,27 108,71 15,19 123,90 123,90 -
VO 3 SP SPD Schauspieldirektion - 64,57 - - - - - - -
SH 3 SP SPD Schauspieldirektion - 64,57 - - - - - - -
VS 3 SP SPD Schauspieldirektion 38,00 64,57 1,63 12,01 51,64 7,22 58,85 58,85 -
+ Bed 3 SP SPD Schauspieldirektion 42,00 64,57 1,80 13,27 57,07 7,97 65,05 65,05 -
SH 3 SP SPZ Probezentrum Schauspiel - 68,60 - - - - - - -
VS 3 SP SPZ Probezentrum Schauspiel - 68,60 - - - - - - -
+ Int 3 SP SPZ Probezentrum Schauspiel - 68,60 - - - - - - -
0 V3 Veranstaltungsräume - 64,57 - - - - - - -
SH 0 V3 F3 Foyer - 64,57 - - - - - - -
SH 0 V3 - 64,57 - - - - - - -
0 TG Tiefgarage - - - - - - - -
TG 0 TG ST Stellplätze - - - -
TG 0 TG Übergeordnet - - - -
0 BS SH Bühnenbetrieb Hauptsaal - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BS AV Betriebsräume Audio/Videotechnik - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BS BL Bühnenlager/Magazin/Logistik - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BS BL - 68,60 - - - - - - -
VS 0 BS Abbruchkante BL Bühnenlager/Magazin/Logistik - 68,60 - - - - - - -
+ Int 0 BS BL Bühnenlager/Magazin/Logistik - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BS BLT Betriebsräme Beleuchtung - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BS BLT - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BS BT Betriebsräume Bühnentechnik - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BS BÜ Bühne,Szenenfläche - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BS BÜ AG AG Bühne - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BS LL* Lager, Logistik - 68,60 - - - - - - -
VS 0 BS LL* Lager, Logistik - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BS MTA Antriebstechnik, Maschinentechnik - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BS NB Hinterbühne/Seitenbühne/Unterb. - 68,60 - - - - - - -
VS 0 BS NB Hinterbühne/Seitenbühne/Unterb. - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BS OR O. - Probe - 68,60 - - - - - - -
VS 0 BS RQ Requisite - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BS gekennzeichnet? Übergeordnet - 68,60 - - - - - - -
0 BK SH Bühnenbetrieb Kammer - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BK BL Bühnenlager/Magazin/Logistik - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BK BÜ Bühne,Szenenfläche - 68,60 - - - - - - -
SH 0 BK BÜ AG AG Bühne - 68,60 - - - - - - -
VO 0 BK RQ Requisite - 68,60 - - - - - - -
2 ZO OH Zuschauerraum Hauptsaal 3.611,00 79,70 199,35 240,13 4.050,48 480,26 4.530,74 - 4.530,74
OH 2 ZO FG Foyer - Gastronomie 42,00 79,70 2,32 2,79 47,11 5,59 52,70 - 52,70
+ Bed 2 ZO FG Foyer - Gastronomie 675,00 79,70 37,26 44,89 757,15 89,77 846,93 - 846,93
+ Int 2 ZO FG Foyer - Gastronomie - 79,70 - - - - - - -
OH 2 ZO FN Foyer - 1. Hilfe, Garderobe, VIP 50,00 79,70 2,76 3,32 56,09 6,65 62,74 - 62,74
+ Bed 2 ZO FN Foyer - 1. Hilfe, Garderobe, VIP 482,00 79,70 26,61 32,05 540,66 64,11 604,77 - 604,77
OH 2 ZO FO OH Foyer Hauptsaal 1.131,00 79,70 62,44 75,21 1.268,65 150,42 1.419,07 - 1.419,07
OH 2 ZO AV Betriebsräume Audio/Videotechnik 26,00 79,70 1,44 1,73 29,16 3,46 32,62 - 32,62
OH 2 ZO BLT Betriebsräme Beleuchtung 67,00 79,70 3,70 4,46 75,15 8,91 84,07 - 84,07
OH 2 ZO FS Foyer - Zuschauerservice, Kasse, Shop 50,00 79,70 2,76 3,32 56,09 6,65 62,74 - 62,74
AB 2 ZO FS Foyer - Zuschauerservice, Kasse, Shop 28,00 79,70 1,55 1,86 31,41 3,72 35,13 - 35,13
+ Int 2 ZO FS Foyer - Zuschauerservice, Kasse, Shop - 79,70 - - - - - - -
+ Bed 2 ZO FS Foyer - Zuschauerservice, Kasse, Shop 60,00 79,70 3,31 3,99 67,30 7,98 75,28 - 75,28
OH 2 ZO SO OH Hauptsaal 1.000,00 79,70 55,21 66,50 1.121,71 133,00 1.254,71 - 1.254,71
0 ZS SH Zuschauerraum Hauptsaal - 79,70 - - - - - - -
VO 0 ZS neu AV Regie - 79,70 - - - - - - -
Übergeordnet
Datum: 08.04.2021 BOH - Raumprogramm: Zusammenstellung der Nutzflächen - VORABZUG
Lage
Gebäude
Funktions
gruppe
gem. TP
Relevante ∑ NUF 1-
7
NF zu BGF Faktor in %
(DU)
Anteilige TF*
(Ermittlung DU)
VF (Ermittlung
DU)
NGF (Ermittlung
DU)
KGF (Ermittlung
DU)
BGF (Ermittlung
DU) BGF Neubau BGF BestandFunktionsgruppe Raumgruppe
VO 0 ZS FG Foyer - Gastronomie - 79,70 - - - - - - -
SH 0 ZS FG Foyer - Gastronomie - 79,70 - - - - - - -
SH 0 ZS FS SH Foyer Hauptsaal - 79,70 - - - - - - -
SH 0 ZS FN Foyer - 1. Hilfe, Garderobe, VIP - 79,70 - - - - - - -
SH 0 ZS SS SH Hauptsaal - 79,70 - - - - - - -
0 ZK SH Zuschauerraum Kammer - 79,70 - - - - - - -
SH 0 ZK FG Foyer - Gastronomie - 79,70 - - - - - - -
SH 0 ZK FN Foyer - 1. Hilfe, Garderobe, VIP - 79,70 - - - - - - -
SH 0 ZK FK SH Foyer Kammer - 79,70 - - - - - - -
SH 0 ZK SK SH Kammersaal - 79,70 - - - - - - -
27.500,40 71,16 973,51 4.252,42 33.217,29 3.539,61 36.756,90 20.791,27 15.965,63
2019145 BOH
Plausibilisiertes Nutzerbedarfsprogramm
Stand: 05.05.2021
Entwicklung des Nutzerbedarfes Staatstheater zwischen Mai 2020 und April 2021 (Synopse)
Index 01 Index 02 Index 03 Index 04 Index 05 Index 06 Index 07
Stand: 25.05.20 Stand: 15.06.20 Stand: 07.08.20 Stand: 25.09.20 Stand: 17.11.20 Stand: 19.03.21 Stand: 14.04.21
NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² NUF m² NUF m²
Summe NUF Bestand (Status Quo) o. SSH - - 19.219,00 17.714,00 16.756,00 16.940,00
Summe NUF interim Auslagerung - - 16.813,00 18.286,00 17.601,00 17.399,00
Summe NUF interim am SH - - 5.258,00 334,00 334,00 375,00
Summe NUF Bedarf
(= Funktionserhalt + Zukunftsfähigkeit) 21.378,00 29.274,00 27.416,00 27.425,00
Summe NUF Bestand (Status Quo) o. SSH - - 17.714,00 17.714,00 17.827,00 17.850,00
Summe NUF interim Auslagerung - - 18.286,00 18.560,00 18.286,00 18.286,00
Summe NUF interim am SH - - 334,00 334,00 375,00 374,60
Summe NUF Bedarf
(= Funktionserhalt + Zukunftsfähigkeit) 29.274,00 28.402,00 28.378,00 27.493,00
Optionale Fläche Kita 909,50 -
Für Bauvorhaben relevante NUF 21.378,00 29.274,00 28.402,00 28.378,00 27.493,00
Excl.
Mietflächen
- Keine auswertbaren
Flächenangaben
- Lediglich Struktur
übermittelt
- Fortschreibung
Struktur
- Auflistung der
Bestandsflächen
Incl.
Mietflächen
Beschreibung Flächen
Bemerkung zu den Inhalten des NBP
- Zusammenfassung
Funktionserhalt und
Zukunftsfähigkeit zu
Bedarf BOH u. sep.
Ausweisung der
KITA als opt. Fläche
- Überarbeitung der
Bedarfslächen.
- Ausschluss der
extern angemieteten
Werkstatt- und
Lagerflächen.
- Erstmalige Zusam-
menstellung der
Bedarfsflächen.
- Aufnahme aller
ext. Mietflächen.
I:\2019\2019145_VgV_PE_Oper_Nuernberg\08_Dokumentation\04_Berichte\pNBP\Anlagen\20210504_AnlageXX_Synopse_Flächenentwicklung_kompr.xlsx
P
.-Nr.
20054
Sanierung Opernhaus Nürnberg ELT
Richard-Wagner-Platz 2-10
90443
Nürnberg
BEGEHUNGSBERICHT
Begehung am 27.11.2020
, Teilnehmer:
Fr. Rogge, Hr. Lang,
Hr. Gormann (zeitweise), Hr. Simon (zeitweise),
Hr. Kraft, Hr. Horn
Begehung am 05.02.2021
, Teilnehmer:
Fr. Rogge, Hr. Lang, Hr. Zimmermann,
Hr. Schultheiss, Hr. Horn, Hr. Kraft
Aufgestellt:
Ingenieurgemeinschaft
Dess+Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
Tel.: 0911 / 9 51 76-0
Fax: 0911 / 9 51 76-80
Nürnberg, den
12.02.2021
ELT
Inhaltsverzeichnis
Ebene VS1, Raum 0638. Elektroverteiler V2.10.01 (1)
1
Ebene SH-1,5, Raum 0743.
GHV Schauspielhaus AV (2)
3
Ebene SH-1,5 Raum 0753. GHV Schauspielhaus SV (4)
4
Ebene SH -1,5 Raum 0745. Medientechnik Schauspielhaus (5)
5
Ebene SH-1,5 Raum 0749. Beleuchtung und Medientechnik Schauspielhaus (6)
6
Ebene SH -1,5 Raum 0752. SiBe Verteiler (7)
7
Ebene VO -1 Raum 0739, 0741. Ggf. Ausweichraum für Technik (8)
8
Ebene MZ -1.0 Raum 0251-0253. Trafo 1 und 2, Schaltanlage 20 kV (9)
9
Ebene MZ -1.0 Raum 0250. Hauptverteilung Gesamtareal (10)
13
Ebene VO -1.0, Raum 0292. BMZ, ELA, ZI und Telefon (11)
15
Ebene VO -1.0, Raum 0294. Serverraum Opernhaus (12)
16
Ebene VO -1.5, Raum 0128. Leitzentrale BMZ GLT KNX SIBE (13)
17
Ebene OH -2.0, Raum 0091, 0093. GHV Opernhaus und Verwaltung AV (14)
18
Ebene OH -2.0, Raum 0.092. SiBe Hauptverteilung OH/SH (15)
19
Ebene OH -2.0, Raum 0093. Schaltanlage Bühnenmaschinerie OH (16)
20
Ebene OH -2.0, Raum 0102. Batterieraum für OH und SH (17)
21
Ebene VS -2.0, Raum 0652. Übergangsklemmkasten GHV SH (18)
22
Ebene SH -2.0, Raum 0657. Notstromaggregat 630 kVA für SH und OH (20)
23
Ebene VS -2.0, Raum 1452. Neuer Serverraum SH. (21)
25
Ebene SH -2.0, Raum 0704 Lager Ton (23)
26
Ebene SH -1.5, Raum 0731 - Bühnentechnik Pausenraum (24)
28
Ebene VO -2.0, Raum 0110 - Lüftung Gastronomie (26)
30
Ebene OH -2.0, Raum 0016 - Flur ehemaliger Heizraum (27)
31
Ebene OH -2.0 0016 - Flur ehemaliger Heizraum (28)
32
Ebene OH -2.0, Raum 0020 - EUV-Bühnenbeleuchtung (29)
33
Ebene OH -2.0, Raum 0005 - Lüftungszentrale Opersaal + Foyer (30)
35
Ebene OH +06.0 Notstromaggregat Opernhaus, 1293egat Alte Lüftungszentrale (31)
36
Ebene OH Zuschauerhaus (32)
38
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
###issue8253100###
Titel
:
Ebene VS1, Raum 0638. Elektroverteiler
V2.10.01
Ticket ID
:
1
|
Datum
:
27.11.2020 10:46
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene +01
Beschreibun
g
:
VS Verbindungsbau Schauspielhaus saniert
Verteilerraum und Bereich sind bereits saniert. Platzverhältnisse sind sehr beengt. Es wird jedoch empfohlen, es
so zu belassen.
01 Verteiler Lfd Nr
Maßnahme
:
Keine.
1.
27.11.2020 10:49
2.
27.11.2020 10:49
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
1/38
3.
27.11.2020 10:50
29.01.2021 15:19
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
2/38
###issue8253285###
Titel
:
Ebene SH-1,5, Raum 0743.
GHV
Schauspielhaus AV
Ticket ID
:
2
|
Datum
:
27.11.2020 10:54
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Zwischenebene Verwaltung
Beschreibun
g
:
Die Gebäudehauptverteilung ist neuwertig und versorgt das Schauspielhaus.
Maßnahme
:
Die Gebäudehauptverteilung muss vor dem Abbruch der Trafostation neu eingespeist werden.
1.
27.11.2020 10:55
29.01.2021 15:19
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
3/38
###issue8253333###
Titel
:
Ebene SH-1,5 Raum 0753. GHV Schauspielhaus
SV
Ticket ID
:
4
|
Datum
:
27.11.2020 10:58
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Zwischenebene Verwaltung
Beschreibun
g
:
Die Gebäudeauptverteilung wird vom Notstromaggregat gespeist. Die Anlage ist neuwertig.
Maßnahme
:
Derzeit kein Änderungsbedarf ersichtlich.
1.
27.11.2020 10:59
2.
27.11.2020 10:59
29.01.2021 15:20
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
4/38
###issue8253435###
Titel
:
Ebene SH -1,5 Raum 0745. Medientechnik
Schauspielhaus
Ticket ID
:
5
|
Datum
:
27.11.2020 10:59
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Zwischenebene Verwaltung
Beschreibun
g
:
Steuerschränke für die Medientechnik des Schauspielhauses.
Maßnahme
:
Keine.
1.
27.11.2020 11:00
2.
27.11.2020 11:00
29.01.2021 15:20
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
5/38
###issue8253492###
Titel
:
Ebene SH-1,5 Raum 0749. Beleuchtung und
Medientechnik Schauspielhaus
Ticket ID
:
6
|
Datum
:
27.11.2020 11:02
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Zwischenebene Verwaltung
Beschreibun
g
:
Schaltschränke für die Beleuchtung und Medientechnik des Schauspielhauses.
Maßnahme
:
Keine.
1.
27.11.2020 11:03
2.
27.11.2020 11:06
29.01.2021 15:20
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
6/38
###issue8253569###
Titel
:
Ebene SH -1,5 Raum 0752. SiBe Verteiler
Ticket ID
:
7
|
Datum
:
27.11.2020 11:06
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Zwischenebene Verwaltung
Beschreibun
g
:
In diesem Raum befindet sich eine Unterverteilung für die Sicherheitsbeleuchtung.
Maßnahme
:
Der Rest des Raums kann eventuell für Interimsmaßnahmen genutzt werden.
1.
27.11.2020 11:06
2.
27.11.2020 11:07
29.01.2021 15:20
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
7/38
###issue8253761###
Titel
:
Ebene VO -1 Raum 0739, 0741. Ggf.
Ausweichraum für Technik
Ticket ID
:
8
|
Datum
:
27.11.2020 11:09
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Zwischenebene Verwaltung
Beschreibun
g
:
Der Vorraum Requisite und Lager Requisite / Möbel kann eventuell für Interimsmaßnahmen genutzt
werden.
Maßnahme
:
29.01.2021 15:20
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
8/38
###issue8254001###
Titel
:
Ebene MZ -1.0 Raum 0251-0253. Trafo 1 und 2,
Schaltanlage 20 kV
Ticket ID
:
9
|
Datum
:
27.11.2020 11:13
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -01
Beschreibun
g
:
Die Räume gehören zur Hauptstromversorgung des OH und SH.
Maßnahme
:
Für den Interimsbetrieb des SH muss die Hauptversorgung im SH oder als Containerlösung im
Außenbereich errichtet werden.
1.
27.11.2020 11:13
2.
27.11.2020 11:13
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
9/38
3.
27.11.2020 11:14
4.
27.11.2020 11:15
5.
27.11.2020 11:16
6.
27.11.2020 11:16
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
10/38
7.
27.11.2020 11:16
8.
27.11.2020 11:16
9.
27.11.2020 11:16
10.
27.11.2020 11:17
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
11/38
11.
27.11.2020 11:17
12.
27.11.2020 11:17
29.01.2021 15:23
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
12/38
###issue8254284###
Titel
:
Ebene MZ -1.0 Raum 0250. Hauptverteilung
Gesamtareal
Ticket ID
:
10
|
Datum
:
27.11.2020 11:21
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -01
Beschreibun
g
:
Raum im Abbruchsbereich.
In diesem Raum befindet sich die
Hauptstromversorgung des OH und SH.
Maßnahme
:
Für den Interimsbetrieb des SH muss die Hauptstromversorgung im SH oder als Containerlösung im
Außenbereich errichtet werden.
1.
27.11.2020 11:22
2.
27.11.2020 11:22
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
13/38
3.
27.11.2020 11:23
4.
27.11.2020 11:23
5.
27.11.2020 11:23
12.02.2021 15:23
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
14/38
###issue8254534###
Titel
:
Ebene VO -1.0, Raum 0292. BMZ, ELA, ZI und
Telefon
Ticket ID
:
11
|
Datum
:
27.11.2020 11:31
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -01
Beschreibun
g
:
In diesem Raum befinden sich folgende Anlagen:
-BMZ für OH und SH
- ELA-Anlage für OH
- ZK-Anlage für OH (die Anlage ist dezentral aufgebaut)
- Telefonhauptverteiler für OH und Amtsleitungen
Maßnahme
:
Für den Interimsbetrieb des SH ist eine neue BMZ im SH aufzubauen.
Als möglicher Standort wäre
der ELA-Raum im SH denkbar (Raum vor Flur 0803, Ebene -1).
Die vorhandenen Ringbusleitungen müssten hierbei umgelegt werden.
Die Amtsleitungen der Telefonanlage sind für den Interimsbetrieb des SH umzulegen.
12.02.2021 15:24
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
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Tel.: 0911/951760
15/38
###issue8254564###
Titel
:
Ebene VO -1.0, Raum 0294. Serverraum
Opernhaus
Ticket ID
:
12
|
Datum
:
27.11.2020 11:37
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -01
Beschreibun
g
:
In diesem Raum befindet sich nach derzeitigem Stand die Datenverkabelung für das OH.
Maßnahme
:
1.
27.11.2020 11:37
29.01.2021 15:25
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
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Tel.: 0911/951760
16/38
###issue8254847###
Titel
:
Ebene VO -1.5, Raum 0128. Leitzentrale BMZ
GLT KNX SIBE
Ticket ID
:
13
|
Datum
:
27.11.2020 11:43
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Zwischenebene Verwaltung
Beschreibun
g
:
Leitzentrale für die Überwachung der Anlagen
GLT, BMZ, KNX und Sicherheitsbeleuchtung.
Maßnahme
:
Die Leitzentrale muss für den sicheren Betrieb des SH während der Umbauphase umverlegt werden.
29.01.2021 15:27
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
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Tel.: 0911/951760
17/38
###issue8254954###
Titel
:
Ebene OH -2.0, Raum 0091, 0093. GHV
Opernhaus und Verwaltung AV
Ticket ID
:
14
|
Datum
:
27.11.2020 11:54
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -02
Beschreibun
g
:
Gebäudehauptverteilung AV.
Maßnahme
:
GHV AV wird für den Betrieb des SH nicht benötigt.
1.
27.11.2020 11:54
2.
27.11.2020 11:54
29.01.2021 15:27
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
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Tel.: 0911/951760
18/38
###issue8254973###
Titel
:
Ebene OH -2.0, Raum 0.092. SiBe
Hauptverteilung OH/SH
Ticket ID
:
15
|
Datum
:
27.11.2020 11:57
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -02
Beschreibun
g
:
Schaltanlage Sicherheitsbeleuchtung wurde mit dem Umbau des SH erneuert.
Maßnahme
:
Die Schaltanlage ist für die Versorgung vom OH und SH benötigt. Die Schaltanlage Fab. Gossler
muss für den Interimsbetrieb des SH versetzt werden.
1.
27.11.2020 11:57
2.
27.11.2020 11:57
29.01.2021 15:27
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
19/38
###issue8255050###
Titel
:
Ebene OH -2.0, Raum 0093. Schaltanlage
Bühnenmaschinerie OH
Ticket ID
:
16
|
Datum
:
27.11.2020 11:58
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -02
Beschreibun
g
:
Die Schaltanlage ist ausschließlich für das OH genutzt.
Maßnahme
:
Die Anlage wird nicht für den Betrieb SH benötigt.
1.
27.11.2020 11:59
29.01.2021 15:26
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
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Tel.: 0911/951760
20/38
###issue8255183###
Titel
:
Ebene OH -2.0, Raum 0102. Batterieraum für
OH und SH
Ticket ID
:
17
|
Datum
:
27.11.2020 12:02
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -02
Beschreibun
g
:
Batterieraum für die Sicherheitsbeleuchtung OH und SH.
Maßnahme
:
Die Anlage wird in reduzierter Form für den Interimsbetrieb benötigt.
29.01.2021 15:27
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
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Tel.: 0911/951760
21/38
###issue8255296###
Titel
:
Ebene VS -2.0, Raum 0652.
Übergangsklemmkasten GHV SH
Ticket ID
:
18
|
Datum
:
27.11.2020 12:10
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -02
Beschreibun
g
:
In diesem Flur befinden sich Schaltschränke für die Zuleitungen GHV AV SV für das SH.
Die
Leitungen wurden bedarfsgerecht verlängert.
Maßnahme
:
1.
27.11.2020 12:11
29.01.2021 15:27
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
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Tel.: 0911/951760
22/38
###issue8255535###
Titel
:
Ebene SH -2.0, Raum 0657. Notstromaggregat
630 kVA für SH und OH
Ticket ID
:
20
|
Datum
:
27.11.2020 12:25
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -02
Beschreibun
g
:
Das Notstromaggregat liefert die Notstromversorgung für das SH und das OH. Nach Aussage von
Herrn Lang ist das Aggregat zu klein ausgelegt. Bei der Anforderung der Doppelsprinklerpumpe wird das Aggregat
überlastet. Dies ist genau zu untersuchen.
Maßnahme
:
1.
27.11.2020 12:26
2.
27.11.2020 12:27
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
23/38
3.
27.11.2020 12:27
29.01.2021 15:28
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
24/38
###issue8256278###
Titel
:
Ebene VS -2.0, Raum 1452. Neuer Serverraum
SH.
Ticket ID
:
21
|
Datum
:
27.11.2020 12:44
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -02
Beschreibun
g
:
Serverraum wird für den Interimsbetrieb des SH benötigt.
Maßnahme
:
Für die zukünftige Versorung des Areals ist ein größerer Raum nötig.
1.
27.11.2020 12:45
29.01.2021 15:28
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
25/38
###issue9277275###
Titel
:
Ebene SH -2.0, Raum 0704 Lager Ton
Ticket ID
:
23
|
Datum
:
05.02.2021 11:35
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -02
Beschreibun
g
:
LWL Hauseinspeisung über das Feuerwehrnetz. Es gibt zwei Fernmeldeeinspeisungen im
Gesamtareal. Einspeisung 1: Opernhaus; Einspeisung 2: Schauspielhaus. Die Einspeisung 2 (SH) wird für den
Interimsbetrieb des SH aktiviert.
Maßnahme
:
1.
05.02.2021 11:36
2.
05.02.2021 11:36
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
26/38
3.
05.02.2021 11:36
LWL-Übergabepunkt der Feuerwehr.
12.02.2021 12:04
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
27/38
###issue9277473###
Titel
:
Ebene SH -1.5, Raum 0731 - Bühnentechnik
Pausenraum
Ticket ID
:
24
|
Datum
:
05.02.2021 11:41
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Zwischenebene Verwaltung
Beschreibun
g
:
Bereitschaftsraum Bühnentechnik mit Teeküche.
Maßnahme
:
Der Raum könnte ggf als Ausweichfläche für den Umzug der 20-UV Schaltanlage und Trafos
fungieren. Jedoch vom Opernhaus nicht gewünscht.
1.
05.02.2021 11:42
2.
05.02.2021 11:42
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
28/38
3.
05.02.2021 11:42
4.
05.02.2021 11:44
Außenansicht der Fassade vom
Bereitschaftsraum Bühnentechnik.
5.
05.02.2021 11:44
Mögliche Außenfläche für die Aufstellung
von einer Kompaktstation für die
Interimsstromversorgung de SH.
12.02.2021 13:51
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
29/38
###issue9277723###
Titel
:
Ebene VO -2.0, Raum 0110 - Lüftung
Gastronomie
Ticket ID
:
26
|
Datum
:
05.02.2021 11:48
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -02
Beschreibun
g
:
Hier befindet sich der IT Knoten 8 für die Versorgung des Verbindungsbaus Opernhaus.
Maßnahme
:
Der Knoten 8 befindet sich im Abbruchbereich und kann zurückgebaut werden.
1.
05.02.2021 11:48
2.
05.02.2021 11:49
12.02.2021 13:55
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
30/38
###issue9277910###
Titel
:
Ebene OH -2.0, Raum 0016 - Flur ehemaliger
Heizraum
Ticket ID
:
27
|
Datum
:
05.02.2021 11:55
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -02
Beschreibun
g
:
FM-Einspeisung als Stichleitung.
Maßnahme
:
FW Hauptmelder ist hier eventuell aufgeschaltet, dies ist zu prüfen.
Die Fernmeldeleitung ist in
Abstimmung mit der Stadt Nürnberg zurückzubauen.
1.
05.02.2021 11:56
2.
05.02.2021 11:56
12.02.2021 13:59
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
31/38
###issue9277924###
Titel
:
Ebene OH -2.0 0016 - Flur ehemaliger
Heizraum
Ticket ID
:
28
|
Datum
:
05.02.2021 11:57
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -02
Beschreibun
g
:
Hier befindet sich der Haupt-LWL-Verteiler für die Versorgung des Gesamtareals (Feuerwehrnetz,
Ansprechpartner Hr. Stütz).
Maßnahme
:
Für die Umbaumaßnahme ist der Einspeisepunkt zu schützen. Sollte dies nicht möglich sein, ist
dieser in Abstimmung mit der Feuerwehr zurückzubauen. Das Schauspielhaus ist während der Umbauphase vom
Einspeisepunkt SH Ebene -2.0, Raum 0704 (Lager Ton) zu versorgen. Die benötigten Analoganschlussfaxgeräte
sind über Analogwandler zu versorgen.
1.
05.02.2021 11:53
12.02.2021 15:30
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
32/38
###issue9278290###
Titel
:
Ebene OH -2.0, Raum 0020 - EUV-
Bühnenbeleuchtung
Ticket ID
:
29
|
Datum
:
05.02.2021 12:11
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -02
Beschreibun
g
:
Hier befinden sich die Dimmschränke der Bühnenbeleuchtung.
Maßnahme
:
Raum wird weiterhin für Bühnenbeleuchtung und Technik benötigt.
1.
05.02.2021 12:11
2.
05.02.2021 12:12
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
33/38
3.
05.02.2021 12:12
12.02.2021 15:31
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
34/38
###issue9278412###
Titel
:
Ebene OH -2.0, Raum 0005 - Lüftungszentrale
Opersaal + Foyer
Ticket ID
:
30
|
Datum
:
05.02.2021 12:14
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene -02
Beschreibun
g
:
Hier befindet sich die Lüftungszentrale für die Oper und Foyer.
Maßnahme
:
Sollten die Lüftungszentralen zukünftig im Dachgeschoß untergebracht werden, kann dieser Raum für
die Bühnentechnik genutzt werden.
1.
05.02.2021 12:14
2.
05.02.2021 12:14
12.02.2021 15:31
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
35/38
###issue9345940###
Titel
:
Ebene OH +06.0 Notstromaggregat Opernhaus,
1293egat Alte Lüftungszentrale
Ticket ID
:
31
|
Datum
:
09.02.2021 16:07
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene +06
Beschreibun
g
:
Notstromaggregat für die Entrauchung des Zuschauerraums.
Maßnahme
:
Notstromaggregat wird für die zukünftige Versorgung nicht mehr benötigt.
8.
12.02.2021 14:17
9.
12.02.2021 14:17
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
36/38
10.
12.02.2021 14:17
11.
12.02.2021 14:17
12.
12.02.2021 14:18
13.
12.02.2021 14:18
12.02.2021 14:21
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
37/38
###issue9346260###
Titel
:
Ebene OH Zuschauerhaus
Ticket ID
:
32
|
Datum
:
09.02.2021 16:19
Gewerk
:
Elektro
Ebene
:
Ebene +03
Beschreibun
g
:
Opernhaus Zuschauerhaus
Maßnahme
:
3.
12.02.2021 14:23
Z-Brücke Beleuchtung
4.
12.02.2021 14:23
FOH Beleuchtungsbrücke über
Proszenium.
12.02.2021 14:27
Dess + Falk GmbH
Merianstraße 45
90409 Nürnberg
info@dess-falk.de
Tel.: 0911/951760
38/38
2019145 BOH
Testentwurfsplanung
Stand: Datum 23.04.2021
Dargestellte Flächen Testentwurf - Variante 1 Opernhaus + Neubau
Gegenüberstellung von im Raumprogramm enthaltener Flächen
FUNKTIONSGRUPPE
SOLL ∑ NUF
(Raum- und
Funktionsprogramm
Index07)
NF zu BGF FAKTOR %
MITTELWERT (Ermittlung
DU)
SOLL ∑ BGF
(Ermittlung DU) IST ∑ BGF SOLL ∑ NUF (Vergleichbar*) IST-NUF (Testentwurf) AbweichungNUF Anmerkungen DU
VT 1.610,00 0,684 2.355,22 1.755,69 1.610,00 1.200,17 -409,83 Unterdeckung aufgrund Foyer/Garderoben im UG -1
BO 8.664,00 0,760 11.233,07 8.992,82 6.809,00 6.834,54 25,54
*Die Hinterbühne kann nicht in der Dimension abgebildet werden wie in NBP gewünscht/
nicht 1000m² NUF Magazin erreichbar
Nicht berücksicht in der Gegenüberstellung "soll" und "Ist" :
Schnürboden OH (475m² NUF)
Pospekthubregal MT (Bestand:Tieflager) (200m² NUF)
Arbeitsgalerie Bühnenturm OH - 1. -4. Galerie (gesamt 400m² NUF)
Anlieferung - Loading Dock Entladebereich (300m² NUF)
Anlieferung - Loading Dock Rangierfläche (260m² NUF)
Stellplätze (100+40+80 m²)
GT 618,00 0,753 821,00 425,85 593,00 320,55 -272,45 Mehrbedarf durch nicht im Index 06 ausgewiesene Flächen (u.a. HLS)
BW 375,00 0,815 460,12 470,04 375,00 383,08 8,08
GMZ 2.072,00 0,711 2.897,68 3.415,37 2.316,00 2.428,33
GMD 106,00 164,16 106,00
GA 785,00 0,797 984,94 985,47 785,00 785,42 0,42
HS 299,00 0,686 435,86 439,44 299,00 301,46 2,46
IN 106,00 0,686 154,52 107,87 106,00 74,00 -32,00
VA 1.010,00 0,650 1.554,73 1.571,77 1.010,00 1.021,07 11,07
VE 183,00 0,788 283,41 5.163,14 183,00 4.069,04 Mehrfläche durch Erweiterung auf +4 Rang und UG -1 im Bestand
ZO 3.611,00 4.530,74 3.611,00
Aktionsb. 331,00 0,797 415,31 417,09 331,00 332,42 1,42
BA 1.026,00 0,721 1.422,93 1.437,97 1.026,00 1.036,84 10,84
VG 365,00 0,797 457,97 464,67 365,00 370,34 5,34 Bestand
TD 207,00 0,653 316,94 318,20 207,00 207,82 0,82
DKM 208,00 0,646 322,13 322,44 208,00 208,20 0,20
IA 427,00 0,790 540,63 561,77 427,00 443,70 16,70
KB 78,00 0,646 120,80 123,01 78,00 79,43 1,43
STL 156,00 0,646 241,60 275,14 156,00 177,66 21,66
OP 1.765,00 0,785 2.248,07 2.264,11 1.765,00 1.777,59 12,59
SP 80,00 0,646 123,90 161,40 80,00 104,21 24,21
KO 2.679,00 0,748 3.581,55 2.859,62 2.679,00 2.139,00 -540,00
MA 302,00 0,659 458,18 468,45 302,00 308,77 6,77
RQ 348,00 0,712 489,04 599,72 408,00 426,76 18,76
Gesamt ∑ 27.411,00 36.614,50 33.601,05 25.835,00 25.030,40 -804,60
Flächen, die im Zuge des Testentwurfs nicht dargestellt wurden
V3 - 1,000 - - - 0,00
Open Air 148,00 0,686 215,74 148,00 - -148,00 an Außenbereichen entwurfsabhängig zu integrieren
KITA - 1,000 1.325,80 - 0,00 nicht verortet
Gesamt ∑ 27.559,00 38.156,04 33.601,05 25.983,00 25.030,40 -952,60
Darstellung von Flächen, die bislang nicht im Raum- und Funk-tionsprogramm Index 07 erfasst wurden
GT GEGEBENENFALLS - 0,815 - 719,27 - 586,21 586,21 Dachstuhl (Potenzialfläche, da VT und GT mehr Platz benötigen) Abstimmung HLS
GT Fachplaner 410,00 0,815 503,067 410,00 SOLL durch Fachlaner (nicht in Index 07 enthalten) HLS: UG03/UG02
GT : Fachlaner 430,00 0,815 527,6 430,00 SOLL durch Fachlaner (nicht in Index 07 enthalten) HLS: UG03/UG02
Gesamt ∑ 27.969,00 38.659,11 35.357,48 26.393,00 26.461,89
TH Bestand 0 0,806 - 264,15 - 212,90 212,90 Bestand Oper (NACHRICHTLICH)
TH Bestand 0 0,806 - 272,87 - 219,93 219,93 Bestand Oper (NACHRICHTLICH)
TH Bestand 0 0,806 - 273,22 - 220,22 220,22 Bestand Oper (NACHRICHTLICH)
TH Bestand 0 0,806 - 271,31 - 218,68 218,68 Bestand Oper (NACHRICHTLICH)
TH Bestand 0 0,806 - 271,43 - 218,77 218,77 Bestand Oper (NACHRICHTLICH)
TH Bestand 0 0,806 - 271,43 - 218,77 218,77 Bestand Oper (NACHRICHTLICH)
1.037,16 845,29 5,29
6,33
275,04
2019145 BOH
Testentwurfsplanung
Stand: Datum 23.04.2021
Dargestellte Flächen Testentwurf Variante 2 inkl. Schuckerthaus
Gegenüberstellung von im Raumprogramm enthaltener Flächen
FUNKTIONSGRUPPE
SOLL ∑ NUF
(Raum- und
Funktionsprogramm
Index07)
NF zu BGF FAKTOR %
MITTELWERT (Ermittlung
DU)
SOLL ∑ BGF
(Ermittlung DU) IST ∑ BGF SOLL ∑ NUF (Vergleichbar*) IST-NUF (Testentwurf) AbweichungNUF Anmerkungen DU
VT 1.610,00 0,684 2.355,22 2.363,35 1.610,00 1.615,56 5,56 Unterdeckung aufgrund Foyer/Garderoben im UG -1
BO 8.664,00 0,765 11.233,07 9.092,91 6.809,00 6.956,08 147,08
*Die Hinterbühne kann nicht in der Dimension abgebildet werden wie in NBP gewünscht/
nicht 1000m² NUF Magazin erreichbar
Nicht berücksicht in der Gegenüberstellung "soll" und "Ist" :
Schnürboden OH (475m² NUF)
Arbeitsgalerie Bühnenturm OH - 1. -4. Galerie (gesamt 400m² NUF)
Anlieferung - Loading Dock Entladebereich (300m² NUF)
Anlieferung - Loading Dock Rangierfläche (260m² NUF)
Stellplätze (100+40+80 m²)
GT 618,00 0,753 821,00 841,06 618,00 633,10 15,10
BW 375,00 0,815 460,12 470,04 375,00 383,08 8,08
GMZ 2.072,00 0,711 2.897,68 3.125,78 2.178,00 2.222,43
GMD 106,00 164,16
GA 785,00 0,797 984,94 1.041,87 785,00 830,37 45,37
HS 299,00 0,686 435,86 439,44 299,00 301,46 2,46
IN 106,00 0,686 154,52 247,34 106,00 169,67 63,67
VA 1.010,00 0,650 1.554,73 1.563,42 1.010,00 1.015,65 5,65
VE 183,00 0,788 283,41 5.521,71 3.794,00 4.351,62
ZO 3.611,00 4.530,74
Aktionsb. 331,00 0,797 415,31 460,97 331,00 367,39 36,39
BA 1.026,00 0,721 1.422,93 1.488,53 1.026,00 1.073,30 47,30
VG 365,00 0,797 457,97 464,67 365,00 370,34 5,34 Bestand
TD 207,00 0,653 316,94 329,63 207,00 215,29 8,29
DKM 208,00 0,646 322,13 364,16 208,00 235,14 27,14
IA 427,00 0,790 540,63 550,46 427,00 434,76 7,76
KB 78,00 0,646 120,80 134,84 78,00 87,07 9,07
STL 156,00 0,646 241,60 256,79 156,00 165,81 9,81
OP 1.765,00 0,785 2.248,07 2.314,58 1.765,00 1.817,22 52,22
SP 80,00 0,646 123,90 154,32 80,00 99,64 19,64
KO 2.679,00 0,748 3.581,55 3.596,21 2.679,00 2.689,97 10,97
MA 302,00 0,659 458,18 461,26 302,00 304,03 2,03
RQ 348,00 0,712 489,04 525,63 348,00 374,04 26,04
Gesamt ∑ 27.411,00 36.614,50 35.808,97 25.556,00 26.713,01 1.157,01
Aufstellung nicht umgesetzer Flächen, aus dem Raum- und Funktionsprogramm Index07
V3 - 1,000 - - 0,00
Open Air 148,00 0,686 215,74 148,00 - -148,00 an Außenbereichen entwurfsabhängig zu integrieren
KITA 909,50 0,686 1.325,80 - - 0,00 nicht verortet
Gesamt ∑ 28.468,50 38.156,04 35.808,97 25.704,00 26.713,01 1.009,01
Aufstellung nicht im dem Raum- und Funktionsprogramm Index07 erfasste Flächen (Flächenpotentiale)
GT GEGEBENENFALLS - 0,815 - 719,21 - 586,16 586,16 Dachstuhl Oper Abstimmung HLS
GT : Fachplaner 410,00 503,06 410,00 Geschoss -2: Sanitär-, Heizzentrale (NACHRICHTLICH): Fachplaner
GT : Fachplaner 430,00 527,6 430,00 Geschoss +6: Lüftungs- und Kältezentrale (NACHRICHTLICH): Fachplaner
GT : Fachplaner 320,00 0,815 392,63 225,38 320,00 183,69 -136,31 Sanitär-, Heiz-, Lüftungs-, Kältezentrale (NACHRICHTLICH): Fachplaner
Gesamt ∑ 29.198,50 39.051,73 37.790,72 26.434,00 28.328,15
TH Bestand 0 0,806 - 264,15 - 212,90 212,90 Bestand Oper (NACHRICHTLICH)
TH Bestand 0 0,806 - 272,87 - 219,93 219,93 Bestand Oper (NACHRICHTLICH)
TH Bestand 0 0,806 - 273,22 - 220,22 220,22 Bestand Oper (NACHRICHTLICH)
TH Bestand 0 0,806 - 271,31 - 218,68 218,68 Bestand Oper (NACHRICHTLICH)
TH Bestand 0 0,806 - 271,43 - 218,77 218,77 Bestand Oper (NACHRICHTLICH)
TH Bestand 0 0,806 - 271,43 - 218,77 218,77 Bestand Oper (NACHRICHTLICH)
Gesamt ∑ - - 39.415,13 - 29.637,43
0,815 1.037,16 845,30 5,30
44,43
557,62
2019145 BOH
Bauvorhaben Oper Nürnberg
Stand: 17.06.2021
Benchmarking - BWKI/DU
Benchmark STH Bestand STN Bedarf BOH Staatsoper Berlin (STOB) Opera Oslo (OO) Musiktheater Linz (ML) Staatstheater Karlsruhe (STK) Staatsoper Stuttgart (STS) Volkstheater München (VTM)
Allgemein
Spielsystem Repertoire Repertoire Repertoire Stagione Repertoire Rep ertoire Repertoire Repertoire
Baujahr hisotrisch/Sanierung 1905 Sanierung 2025ff 1743 / 2017 Neubau 2008 Neubau 20 13 Sanierung 2021 1912 / Sanierung 2025ff 2021
NUF Nutzfläche m² 17.850m2 NF 31.000 m2
BGF Bruttogeschoßfläche m² 36.496m2 43.286m2 38.500 m2 52.420 m2 inkl. Tiefgarage (9.000m2) 46.800 NF STT gesamt 26.554m2
Spielstätten Anzahl 2 3 3 / gr.Saal, Apollosaal, alter Orchprobesaal 3 / grSaal 1360 Plätze, klSaal 440 Plätze, Studiobühne 200 Plätze
4 / gr.Saal 1200 Plätze,
Blackbox 270 Plätze, Black
box lounge 150 Plätze,
OrchSaal 200 Plätze, Foyer
Bühne variabel
3 / grSaal 1000 Plätze,
klHaus 345 Plätze, Studio
144 Plätze
3 / gr.Saal 1404Pätze,
klSaal 667 Plätze
3 / grSaal 600, klSaal,
Probebühne
Reine Szenenfläche m² 320m2 (16m x 20m) 320m2 (16m x 20m) 400m2 400 m2 (20x 20m) 324m2 (18x18m) 484m2 475m2 490m2
Anzahl der im Haus
eingelagerten Produktionen 6 6 vormontiert 6 4 6 keine Angabe 7 14
max. Besucher gleichzeitig in
allen Spielstätten 1218 1398 1456 2000 1820 1490 2071 1000
Zuschauer im Haupthaus 1100 1100 1356 1364 1090 1000 1404 600
Saalvolumen in m3
historisch/Sanierung 5.500m3 8.500m3 6.500m3 / 9300m3 12.000m3 9.850m3 9.600m 3 8.500m3 keine Angabe
Orchestergraben 93m2 150m2 123m2 129m2 128m2 118m2 131m2 keinen
Fläche Foyer Hauptsaal 318m2 1250m2 1331m2 keine Angabe 827 700 1.760m2 (3 Ränge ) keine Angabe
Mitarbeiterzahl gesamt 600 STN inkl Schauspiel 600 STN inkl Schauspiel 589 620 80 0 700 1350 (inkl. Schauspiel) keine Angabe
technische Mitarbeiter 80 80 178 230 200 260 keine Angabe 82
Anzahl der Vorstellungen pro
Saison 730 STTH gesamt 730 STTH gesamt 225 300 470 900 STTH gesa mt 240 keine Angabe
Hauptbühne
Abmessungen Hauptbühne T/B 19m x 25,6m 19m x 25,6m 22,5m x 22,5m 20m x 28m 32m x 32m gesamt 22m x 22m 19m x 25m 19,5m x 22m
Fläche m² 488m2 488m2 507m2 560m2 1024 m2 gesamt 484m2 475m2 429m2
Portalöffnung in m B/H 11,4m / Höhe 8m 14m / Höhe 8m 12-14m / 10m Höhe 12m - 16m / 9,5m Höhe Breite 12-16m / Portal 6- 10m Höhe 16m / Höhe 7,8 11,72m / Höhe 7,8 16m x Portalhöhe x ?
Bühnentechnik Hauptbühne
Seitenbühne
Anzahl Nein 1 2 2 2 (1 davon als Probebühne) 2 1 1
Abmessungen Seitenbühne
L/B/H Nein 16m x 16m x Höhe 9m 254m2 / 15,3m x 16,6m
256m2 rechts 16m x 16m
mit 4 Bühnenwagen (16x),
links 18m x 19m 342m2
296 m2, Höhe 9,8 m links 130m2, rechts 130 m links 28 x 6 x 7,8 m; rechts 12 x 6 x 7 m 16,5m / 19m / Höhe 8m
Hinterbühne
Anzahl 1 1 1 1 1 keine 1 1
Abmessungen Hinterbühne 191m2 / Höhe 10m 224m2 / 16m x 14m / Höhe 9m 437m2 / 23m x 19m / Höhe 9m 380m2 / Höhe 13m 304m2 / Höhe 10,2m keine 126m²: 14m x 9m x Höhe 9m 385m2 / 22m x 17,5m / Höhe 8m
Magazinflächen
Bühnennahe
Kulissenlagerflächen qm 167m2 vertikal 1020m2 vertikal bühnennah 1.586m2 978m2 Summe Nebenbühnenfläche
Montage 302m2, Kulissen
434m2, 296m2
Nebenbühne, Lager1
67m2, Lager2 100m2
keine Angabe
Technische Direktion: im
Opernhaus (alle
Geschosse) rund 1100 m²;
im Kulissengebäude (1.UG
bis 2.OG) rund 2000 m²
630m2
Kulissenlager allgemein m² 344m2 1320m2 2.100m2 keine Angabe 1199m2 470m2 Bestätigung steht aus 1100m² 2090m2
Probebühnen im Haus
Anzahl 3 6 7 5 7 6 6 2
Logistik
Anlieferung 2 Anlieferungen, keine Gleichzeitigkeit 2 LKW keine Angabe 1 LKW (Semitrailer) 2 LKW 2 LKW 1 LKW (SemiTrailer) Bestand 1 LKW
I:\2019\2019145_VgV_PE_Oper_Nuernberg\08_Dokumentat ion\04_Berichte\pNBP\Anlagen\20210507_BWKI_DU Benchmarking_Theatervergleich_STN.xlsx