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← Sitzung des Kulturausschusses (08.10.2021)

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Anlage · 08.10.2021 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

CSU-Stadtratsfraktion Ümit Sormaz Südstadt Marcus König Langwasser SPD-Stadtratsfraktion Dutzendteich Altstadt Muggenhof Galgenhof Maxfeld Reichelsdorf Werderau Kulturausschuss Schoppershof Lichtenhof St. Lorenz Soziales & Gesundheit Haushalt & Finanzen Schule & Bildung Kultur, Sport & Freizeit Sicherheit & Ordnung Stadtentwicklung & Planung Digitalisierung & Verwaltung Umwelt & Klima

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Sitzungsunterlagen

Sitzung des Kulturausschusses

08.10.2021

Inhaltsverzeichnis

Vorlagendokumente 3 * TOP Ö 1 "Schdreggsderlängs 48 - eine öffentliche digitale Kunstgalerie" 3 Sitzungsvorlage H/036/2021 3 Animation_Großbildschirme_Lorenzkirche H/036/2021 7 FDP-Antrag vom 31.08.2021 H/036/2021 8 * TOP Ö 2 Kultur-Sommer – eine (Zwischen-)Bilanz 10 Bericht 2. BM/035/2021 10 01_Bericht_Sommer_Bilanz 2. BM/035/2021 13 * TOP Ö 3 Bilanz des Kultursommers 2021: Sonderformate des Projektbüros 19 Bericht 2. BM/037/2021 19 * TOP Ö 4 Das kulturelle Modellprojekt „KommVorZone“ im Annapark/Südstadt: 22 Erfahrungsbericht, Evaluation und Perspektiven Sitzungsvorlage KuF/006/2021 22 01_Diversity-Check KuF/006/2021 25 02_Sachverhalt KuF/006/2021 26 03_Impressionen_KommVorZone_Juni-Juli_2021 KuF/006/2021 33 04_KommVorZone_Programm 2021_nach_Sparten KuF/006/2021 37

Beschlussvorlage H/036/2021

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 08.10.2021 öffentlich Beschluss

Betreff:

"Schdreggsderlängs 48 - eine öffentliche digitale Kunstgalerie"

hier: Antrag der FDP vom 31.08.2021

Anlagen: Animation_Großbildschirme_Lorenzkirche FDP-Antrag vom 31.08.2021

Sachverhalt (kurz):

Die Situierung von digitalen Groß(werbe)tafeln in der historischen und denkmalgeschützten Nürnberger Altstadt ist Gegenstand langer Debatten. Im Ergebnis ist der Antrag nach Prüfung durch die Verwaltung leider nicht umsetzbar:

  1. Orte sehr hoher Fußgängerfluktuation (nur solche Orte wäre für Ausstellungen im Sinne des Antragsteller wohl geeignet) sind schon heute so dicht belegt, dass digitale Tafeln sich rein räumlich nicht mit den Belangen von Feuerwehr, Liefern und Laden, Passanten und Stadtbild vereinbaren lassen. Zudem dürften in Konkurrenz mit kontinuierlich zu suchenden Baumstandorten Bäume zu bevorzugen sein. In der Summe wird sich das gewünschte dichte Bild der Projektion von Kunst im öffentlichen Raum nicht erreichen lassen.

  2. Die historische Altstadt Nürnbergs mit einer der größten Fußgängerzonen Europas bietet ein unvergleichliches Einkaufs-, Gastro-, Kultur- und Freiraumerlebnis. Daher zählt sie auch zu den meistbesuchten Orten Deutschlands. Die Kaufkraftbindung der Altstadt liegt im Vergleich zu anderen deutschen Städten sehr hoch. Diese Qualitäten wurden mühsam erreicht und sind auch einer konsequenten und restriktiven Politik in Hinblick auf Eingriffe in den öffentlichen Raum geschuldet. Eine Situierung einer größeren Zahl von Bildschirmen in der Altstadt wäre dem „Kernwert“ des Standortes abträglich.

  3. Die Finanzierung über Werbung macht die Tafeln zu Werbeanlagen, unabhängig von der sonstigen Nutzung. Werbeanlagen unterliegen dem Baugesetzbuch, der Bayerischen Bauordnung, dem Denkmalschutzgesetz, der Werbeanlagensatzung und dem Sondernutzungsrecht. Erst 2020 wurden dazu mit der in Nürnberg hierzu exklusiv beauftragten Firma „Stadtreklame“ Lösungen gefunden, die auch rechtlich überprüft wurden. Unter rechtlichen Aspekten ist die beantragte Konzeption in der Altstadt nicht umsetzbar.

In der Summe würde eine Einrichtung vieler Bildschirme in der historischen Altstadt aus kultureller Sicht nur wenig Nutzen bringen, da die Bildschirme ja eben nicht primär autonome Kunst wären, sondern vorrangig „Fernseher“, die Kunst aus anderem Kontext abspielen. Zudem wäre der städtebauliche Effekt ebenso ungünstig wie die Wirkung in der historischen Altstadt. Nicht zuletzt wären aus rechtlichen Gründen einer weitflächigen Verbreitung von digitalen (Werbe)medien in der Altstadt Tür und Tor geöffnet.

Sollte der Antragsteller das Konzept an einem anderen Ort (Wölckernstraße, Kopernikusplatz usw) angehen wollen, wären die Rahmenbedingungen anders.

Verwaltungsseitig bestehen jedoch keine Kapazitäten die Idee gesamtstädtisch zu prüfen, da nach aktueller Erfahrung eine Finanzierung außerhalb der Altstadt ausgeschossen ist.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Beschlussvorschlag:

Der Kulturausschuss lehnt die Großbildschirme aufgrund der im Sachverhalt genannten Gründe ab.

Abbildung 1

"AW®

ÜmitSormaz ■ Ralhausplatz 2 •

Herrn Oberbürgermeister Marcus König Rathausplatz 2 90403 Nürnberg

Antrag: SCHDREGGSDERLÄNGS 48 - eine öffentliche digitale

Kunstgalerie

Nürnberg, den 31. August'21

Zeichen: ÜS-AN

Die Belebung der Innenstädte sowie die Förderung der Kultur sind

Ümit Sormaz

Mitglied des Stadtrates der entscheidende Projekte, die seitens der Stadt dringend angegangen werden

Stadt Nürnberg

müssen. Dabei sind innovative Ideen mehr denn je gefragt. In diesem Punkt

fdp@)uemit-sorma2.de

kann die Stadt Nürnberg eine Vorbildfunktion auch für andere Städte, die

www.uemit'Sormaz.de

wie Nürnberg aufgrund der Auswirkungen der Pandemie mit leeren Kassen

Freie Demokraten FDP

Rathausplatz 2 dastehen, übernehmen.

90403 Nürnberg

T: 0911-1325250

M: 0177-2502513 Eine mögliche Idee für die Belebung der Nürnberger Innenstadt und zur

Förderung der lokalen Kunstszene wäre eine Ausstellungsfläche in der

Fußgängerzone. Allein der fränkische Begriff Schdreggsderlängs wirkt wie

ein Kunstwerk und bedeutet in der Übersetzung ins Hochdeutsche: der

Länge nach. Das passt prima, denn der Begriff steht für digitale

Ausstellungsflächen in der Fußgängerzone 24 Stellflächen bzw. 48 hochkant

positionierte Großbildschirme sollen im Zweimeterabstand eine digitale

Kunstgalerie erschaffen. Für die Präsentation wird nur ein Bildmotiv vom

jeweiligen Kunstobjekt benötigt. Damit erübrigen sich das Schleppen von

Objekten oder Straßensperrungen für spezielle Aufbauten. Und deshalb

wären auch Präsentationen von bisher nicht gezeigten musealen

Archivstücken möglich

Vor diesem Hintergrund stelle ich zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:

Die Verwaltung prüft die Umsetzungsmöglichkeit einer solchen

„Schdreggsderlängs" Ausstellungsmöglichkeit und setzt sich dazu mit

Künstlern und dem Kulturamt für die technische Steuerung zusammen.

Der Fokus soll auf Präsentationsmöglichkeiten für junge Nürnberger

Künstler wie Maler, Bildhauer oder Objektkünstler liegen.

Als Finanzierungsmöglichkeit ist die Ausstrahlung von Werbungen auf

Großbildschirmen zu prüfen, die alle 15 Minuten zweiminütig lang sein

könnten.

Berichtsvorlage 2. BM/035/2021

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 08.10.2021 öffentlich Bericht

Betreff:

Kultur-Sommer – eine (Zwischen-)Bilanz

Anlagen: 01_Bericht_Sommer_Bilanz

Bericht: Die Verwaltung berichtet über die Aktivitäten, Angebote und Maßnahmen des Geschäftsbereichs Kultur mit seinen Dienststellen, die während der Sommermonate entwickelt und durchgeführt wurden, um insbesondere der regionalen und lokalen Kunst- und Kulturszene Zugang zu Produktions- und Präsentationsflächen zu ermöglichen.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Keine Diversity-Relevanz da die beschriebenen Maßnahmen sich an die gesamte Stadtbevölkerung richten.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Kultur-Sommer – eine (Zwischen-)Bilanz

Die Kulturdienststellen und Stabsstellen im Geschäftsbereich Kultur haben im Verlauf der Sommermonate unter dem Eindruck der Folgen der Corona-Pandemie Aktivitäten, Angebote und Maßnahmen entwickelt und durchgeführt, um der regionalen und lokalen Kunst- und Kulturszene Produktions- und Präsentationsflächen anbieten zu können. Waren diese Vorhaben zunächst noch durch starke Beschränkungen im Rahmen des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung geprägt, konnte mit zunehmenden Lockerungen für die Durchführung und den Besuch von Kulturveranstaltungen im weiteren Jahresverlauf nach zunächst zögerlicher Akzeptanz durch Besucherinnen und Besucher ein leichter Wandel dieser Entwicklung konstatiert werden. Zumeist waren die Angebote der Dienststellen als Veranstaltungen auf Freiflächen konzipiert worden, witterungsbedingt kam es dabei durchaus zu Schwankungen der Publikumszahlen. Der Bedarf nach Begegnung und kulturellem Erlebnis ist sichtbar vorhanden. Die notwendigen Einschränkungen und Auflagen führen weiterhin zu einem erheblichen organisatorischen Mehraufwand, gleichzeitig werden Möglichkeiten der Refinanzierung eingeschränkt. Über zusätzliche, durch den Stadtrat bewilligte Fördermittel konnten zudem Open-Air- Kulturformate gefördert werden, etwa der Betrieb einer „Kulturoase“ durch den Verein Kulturoasis e. V. im Stadtteil Muggenhof.

Projektbüro im Geschäftsbereich Kultur

Das Projektbüro konnte seine sommerlichen Großveranstaltungen – Bardentreffen, Klassik Open Air und Stars im Luitpoldhain – aus bekannten Gründen nicht durchführen. Regulär durchgeführt wurden im September die RathausART sowie die 22. Stadt(ver)führungen. Daneben wurden vom Projektbüro verschiedene Sonderformate konzipiert und durchgeführt, die überwiegend durch Mittel aus dem Fonds „Neustart Kultur“ der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien gefördert werden. Zu nennen sind hier etwa die Reihe „Muse im Museum“ und der Musikspeicher. Einzelheiten stellen wir Ihnen in einem gesonderten Tagesordnungspunkt vor.

KuF - Amt für Kultur und Freizeit

Das Amt für Kultur und Freizeit hat im Sommer 2021 zahlreiche zusätzliche Kulturangebote durchgeführt. Allein von Anfang Juni bis Ende September wurden über 700 Termine aus allen Kultursparten angeboten, die in Kooperation mit Vertreterinnen und Vertretern der freien Szene gestaltet wurden. Ziel war es, einen dezentralen Akzent zu setzen hinsichtlich der Förderung freier Kulturschaffender, des (Wieder-)Aufbaus partizipativer und ehrenamtlicher Strukturen sowie der Einbindung und Erreichung breiter Zielgruppen. Dabei konnte das KuF neue Orte im gesamten Stadtgebiet bespielen, Freiflächen intensiv nutzen und für genannte Zwecke erschließen. Die Nürnberger Kulturläden haben Anfang Juni ihren Betrieb insbesondere mit Open- Air-Veranstaltungen aufgenommen, die aufgrund des geringen Infektionsrisikos wie auch der meist stimmungsvollen Orte gerne und zumeist zahlreich besucht waren. Aufsuchende Kulturarbeit wurde zu einem Schwerpunkt. Unter dem Leitmotiv „Auf

gute Machbarschaft“ waren die Nürnberger Kulturläden vom 15. bis zum 26. September 2021 zudem mobil auf öffentlichen Plätzen und in Parks in ganz Nürnberg unterwegs. Die „KommVorZone“ bot ein Programm mit über 100 Einzel- Veranstaltungen im Annapark in der Südstadt. Mit der Aufnahme des regulären Kulturladenbetriebs im September 2021 kehrte das Programm wieder verstärkt in die Innenräume zurück. Bemerkenswert dabei: Über einhundert der Gruppen, interkulturelle Vereine und freie Initiativen, haben ihre Aktivitäten in den Kulturläden wiederaufgenommen. Das Gemeinschaftshaus Langwasser wurde nach dreijähriger Sanierungsphase mit einem dreitägigen Eröffnungsfestival wiedereröffnet. Das Filmfestival Türkei Deutschland fand erstmals im Gemeinschaftshaus statt und etablierte damit den interkulturellen Film als Programmschwerpunkt. Im September 2021 wurde das „Streetartfestival Betonliebe“ durchgeführt. Die Kulturwerkstatt Auf AEG feierte mit dem Festival „Glück Auf AEG“ ihr fünfjähriges Jubiläum. Etablierte Kooperationen wie z.B. die polnischen Filmtage, das „Open Air Kino Auf AEG“, das „Ost Anders Festival“ oder das junge Festival „Kult und Tumult“ kehrten ins Haus zurück.

Erste Erfahrungen in allen Kulturläden zeigen, dass eine vollständige Auslastung der Innenräume mit Maskenpflicht aufgrund von Bedenken des Publikums aktuell noch nicht abgesehen werden kann. KuF verstärkte zudem sein Engagement im Bereich der kulturellen und politischen Bildung. Hierfür initiierten der Geschäftsbereich Kultur der 2. Bürgermeisterin, die Referentin für Schule und Sport sowie die Referentin für Jugend, Familie und Soziales mit externen Förder*innen die KinderKulturOffensive mit 60 kostenfreien Kulturangeboten für Schulen, die von freien Kulturschaffenden in Kooperation mit dem Kulturservice für Schulen und Kindertageseinrichtungen KS:NUE durchgeführt wurden. Die Ausstellungsvorhaben „Zwischenwelten“ (Kulturtage der Grund,- Mittel und Förderschulen) und „Pandorama“ (mit dem Verein zur Förderung innovativer Kulturarbeit) gehen der Frage nach, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf Nürnberger Kinder und Jugendliche besitzt. Das Workshop-, und Kurs- und Ferienangebot für Kinder wird und wurde nur zögerlich gebucht. Der Gesundheitsschutz geht auch hier bei reduzierten Publikumszahlen mit logistischorganisatorischem Mehraufwand einher. Die KinderUni Nürnberg fand im Sommersemester komplett digital statt. Das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne konnte am 13. Juni wieder öffnen. Bis zur Schließung am 12. September wurden 20.855 Besucherinnen und Besucher verzeichnet, dies entspricht einer Auslastung von 77%. Auffällig war die vorsichtige und anfangs zurückhaltende Buchung von Führungen für Schulklassen und die sich verstärkende Tendenz, Eintrittskarten kurzfristig zu erwerben. Das mobile Erfahrungsfeld konnte bis in den September in Kooperation mit den Kulturläden knapp 150 Kita-Gruppen und Schulklassen erreichen. Die städtische Musikschule hat am 7. Juni den Unterricht an allen 23 dezentralen Standorten wiederaufgenommen, auch das Förderprogramm MUBIKIN mit seinen 40 Kindergärten, acht Schulen und einem Förderzentrum konnte am 14.6. wieder starten. Allein im Rahmen von „Frischluft Auf AEG“, das umfangreiche Sommerprogramm der Kulturwerkstatt Auf AEG wurde im Rahmen von NEUSTART KULTUR von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert, präsentierte die Musikschule 13 Konzerte.

KuKuQ - KunstKulturQuartier

Den zu bespielenden „Sommer“ definiert der Kulturverbund „KunstKulturQuartier“ mit seinen Ausstellungs- und Veranstaltungshäusern sowie den Kinos des kommunalen Filmhauses von Mai bis einschließlich Oktober. In diesen Monaten waren und sind alle Programmmacherinnen und Macher und alle Kuratorinnen der Dienststelle angehalten, entsprechende Kulturangebote unter Einbezug vornehmlich lokaler und regionaler Künstlerinnen und Künstler zu entwickeln. Das Fotofestival „facing reality“ in Kooperation mit der Fotoszene e. V. konnte auch ab Mai 2021 nur unter erschwerten Bedingungen stattfinden. Die Publikumsresonanz war nicht messbar, da die Ausstellungen flächig im öffentlichen Raum verortet waren (Stadtpark, St. Lorenz). Die Begleitausstellung zum „Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten“ zog an die 10.000 Besucherinnen und Besucher an – eine der besten Bilanzen in der nahezu 30-jährigen Historie der Ausstellung. 1.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnete die Schau „Debütantenpreisträger“ des BBK (Berufsverband Bildender Künstler) im Glasbau des Künstlerhauses. Kunsthalle und Kunstvilla verlängerten die Ausstellungsvorhaben "Barbara Probst. Streets, Fashion, Nudes, Still Lifes" sowie „Wilhelm Uhlig – Die gute Figur“. Beides stieß auch ohne museumspädagogische Begleitung auf eine solide Resonanz. Kernorte für den „Kultursommer“ waren und sind noch der Openair-Spielort „St. Katharina“ sowie Außenbereiche und Veranstaltungsformate, die als Mischform zwischen Live-Vorstellungen und Streams angelegt waren. So erstreckt sich das Internationale Figuren.Theater.Festival der Städte Erlangen-Fürth-Nürnberg auch in Nürnberg von Mai bis Oktober in Blöcken mit Gastspielen und Produktionen lokaler und regionaler Künstlerkollektiven und –gruppen. Das Vorhaben umfasst 18 Veranstaltungen an Orten wie z.B. Künstlerhaus, St. Katharina, Neues Museum Nürnberg, Pegnitzwiesen, Kantine, Wöhrder Wiese und dem Vorplatz der Tafelhalle. In der Tafelhalle wurde die Zeit der verringerten Besucherkapazitäten genutzt, um mit den hier verorteten Tanz- und Theatergruppen an zeitgemäßen, digiotalen Präsentationsformen zu arbeiten. Live- Premieren mit interaktiver Beteiligung online schafften Publikum für „Anatomie“ von Alexandra Rauh, „The Matter Of Fact (Hendrik Kaalund), „Air Bag“ (Plan Mee), „Butterfly Brain“ (Susanna Curtis), „Berührt Euch“ (Manu Neudegger). Knapp 1.500 Zuschauerinnen und Zuschauer der 27 Vorstellungen sind Zeichen der nur zögerlichen Rückkehr des Publikums in die geschlossenen Aufführungsorte. Im September 2021 startete die neue inklusive Themenreihe „Every Body - Das Festival für mixed-abled Tanz und Performance“ mit guter Publikumsresonanz. In St. Katharina bespielten von Mai bis in den August 2021 mit weit höherer Veranstaltungsdichte als zuvor das KOMM-Kino, das Sommernachtsfilmfestival, das Stummfilmmusikfestival und das Filmhaus die open air Bühne. Das Filmangebot und damit einhergehend die Spielmöglichkeiten für freie Veranstalter konnten um 50 % gesteigert werden. An insgesamt 62 Tagen war St. Katharina zudem Spielort von Kulturangeboten freier Kulturinitiativen für gut 5.000 Besucherinnen und Besucher. Veranstaltungen aus Klassik, Theater, Kindertheater, (Pop-)Konzert, Kabarett und Literatur bildeten den Rahmen für ein vielfältiges Programm, das im Oktober seinen Abschluss findet mit Aufführungen des Nürnberg Pop-Festivals.

BCN – Bildungscampus Nürnberg

Im Mittelpunkt der texttage.nürnberg steht die Literatur und der Prozess ihrer Entstehung. Diese Fokussierung auf das Schreiben – im Gegenzug zu anderen Literaturfestivals, die sich meistens auf dem Lesen konzentrieren – bildet den Alleinstellungsmerkmal des Konzeptes und durchzieht wie ein roter Faden alle Bestandteile des Festivals. Insgesamt 660 Menschen haben vom 31. Mai bis 2. Juni 2021 an den Texttagen 2021 teilgenommen. Das Literaturfestival fand vornehmlich auf den Außenflächen am Gewerbemuseumsplatz statt. Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen fällt im Vergleich zu 2019 trotz erschwerter Bedingungen durch Corona mit 15% weniger Besuchern verhältnismäßig gut aus. Auch die Zufriedenheit der Besucherinnen und Besucher mit dem Programm und der Ausführung war sehr hoch: in den ausgewerteten Feedback-Bögen (insgesamt 90 Rückmeldungen) bejahten 98% bzw. 97% der Gefragten die Fragen „würden Sie die texttage weiterempfehlen?“ und „würden Sie wieder teilnehmen?“. Die Rauminstallation „VRwandlung“ lud von Freitag, 9.7.2021 bis Samstag, 24.7.2021 in der Stadtbibliothek Zentrum ein, mittels VR-Brille in die Welt von Gregor Samsa einzutauchen. Die Rauminstallation war vormittags für Schulklassenbesuche und zu festen Öffnungszeiten am Abend für das allgemeine Publikum geöffnet. 150 Besucher entdeckten jeweils ca. 5 Minuten lang den VR-Raum. Zusätzlich arbeiteten acht Schulklassen mit insgesamt 164 Schülerinnen und Schülern ab der 10. Jahrgangsstufe intensiv mittels schulpädagogischem Konzept auch an eigenen Texten. Die Zusammenarbeit mit dem Kammermusikfestival „bridging arts Nürnberg“ konnte erfolgreich fortgesetzt werden. Vom 14. bis 18. September 2021 fanden am Spielort Katharinenruine täglich Aufführungen statt. Die Nutzungszahlen in der Stadtbibliothek Zentrum sowie in einigen Stadtteilbibliotheken erholen sich nur langsam und erreichen noch lange nicht die Werte prä-coronam. Im Vergleich zum Jahr 2019 gibt es bei den Entleihungen einen Rückgang um 18,7%, bei den Besuchen von 63% (Stand jeweils Ende Juli). Die Stadtbibliothek Zentrum punktete vor der Pandemie durch hohe Aufenthaltsqualität und zahlreiche Arbeitsplätze für Einzelpersonen und Gruppen. All diese Angebote sind derzeit noch nicht in Gänze oder nur stark eingeschränkt nutzbar, worunter insbesondere der Kinder- und Jugendbereich leidet. Der größte Rückgang ist in den Bücherbussen zu verzeichnen. Hier machen sich die fehlenden Schulklassenbesuche bemerkbar. Seit über einem Jahr können die Vormittagshaltestellen an den Schulen nicht angefahren werden. Homeschooling, strenge Regelungen bei der Rückkehr in den Präsenzunterricht und Abstandsvorgaben auf kleinster (Bus-)Fläche ließen eine Schulnutzung bislang nicht zu. Für das neue Schuljahr ist geplant, die Schulhaltestellen wieder komplett zu bedienen und den Schulen jeweils individuelle Nutzungskonzepte anzubieten. Zusätzlich wird ein Vorab-Bestell-Service für Medien aller Art angeboten. In den Stadtteilbibliotheken sind die Besuche an allen Standorten teilweise stark zurückgegangen.Auch hier machen sich die fehlenden Schulklassen- und Kitabesuche bemerkbar. Bei der Zahl der Entleihungen zeichnet sich ein differenzierteres Bild ab: Offensichtlich kommen zwar allerorts weniger Kundinnen und Kunden, diese leihen aber mehr Medien. Eine Ausnahme bildet insbesondere die Stadtbibliothek Langwasser, die durch den Rückumzug ins Gemeinschaftshaus Langwasser mit neu eingerichteten Räumen und mehr Service punkten kann. Die Entleihungen von 2019

werden bereits jetzt leicht übertroffen und ein weiterer Anstieg ist zu erwarten. Ebenfalls sehr positiv sieht es in den Bibliotheken in Maxfeld und Schoppershof aus. Hier entspricht die Zahl der Ausleihen den Vergleichswerten von 2019. In den Schulbibliotheken ist erst seit Juni 2021 wieder ein einigermaßen normaler Betrieb möglich. Die Besuchs- und Ausleihzahlen erholen sich langsam seit alle Schülerinnen und Schüler in voller Klassenstärke wieder unterrichtet werden können. Am 22.September 2021 wurde nach langer corona-bedingter Pause die seit Jahrzehnten bestehende Lesungsreihe „Literatur ohne Grenzen“ (Kooperation mit KuF) mit der argentinischen Autorin Pola Oloixarac fortgesetzt mit akzeptabler Teilnehmerzahl. Durch neue Angebote der am 23. Juli 2021 und mit langer eröffneten „Klingende Etage“ (Musikbibliothek), soll versucht werden, Kunden zurückzugewinnen bzw. neue Kunden zu gewinnen. Mit der „Klingenden Etage“ und besonders mit dem Angebot der „Bibliothek der Instrumente“ leistet die Stadtbibliothek einen wertvollen Beitrag zur musikalischen Bildung, gerade auch für Kinder aus Familien, in denen Musik kein Teil des Alltags ist. Am Bildungszentrum konnten in den zurückliegenden Monaten mehr als 800 Veranstaltungen und Kurse mit über 5.000 Teilnehmenden durchgeführt werden. Darüber hinaus wurden während des gesamten Sommers täglich Bewegungstreffs in sechs verschiedenen Parks in der Südstadt durchgeführt. Im Fachteam Beruf und Karriere wurden in 30 Veranstaltungen zur beruflichen Ausund Weiterbildung mehr als 130 Personen qualifiziert. In allen Bereichen des Fachteams Gesellschaft und Kultur konnten Angebote im Sommer 2021 – wenn auch mit reduzierter TN-Zahl – durchgeführt werden. Rund 50 Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmenden aus allen Bereichen der Kultur wie Mal- und Zeichenkurse, Kreativkurse, Musizieren, Kurse der politischen Bildung, Kurse der Kunstgeschichte wurden dabei als Hofprogramm an der temporären Außenstätte im Innenhof des Herrenschießhauses durchgeführt Vom Fachteam Gesundheit wurden von Juli bis September insgesamt 333 Veranstaltungen angeboten mit 2.629 Teilnahmen. Insgesamt fanden 89 Bewegungstreffs mit 752 Teilnehmenden statt. Das Fachteam Grundbildung absolvierte 29 Angebote mit insgesamt 457 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, im Fokus standen dabei Kurse zur Alphabetisierung, Einstufungstests sowie Prüfungen zum Erhalt eines qualifizierenden Mittelschulabschlusses. Das Fachteam Sprachen machte insgesamt 186 Sprachenangebote in 8 Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Bulgarisch, Japanisch, Russisch und Türkisch) und im Bereich Deutsch und Integration; darunter 52 Deutsch- Einstufungstests und Prüfungsveranstaltungen. Es nahmen mehr als 1.100 Menschen teil. Das Nikolaus-Kopernikus-Planetarium ist seit dem 1. Juli 2021 wieder für das Publikum geöffnet. Bis zum 24. September 2021 wurden im Planetarium 182 Veranstaltungen durchgeführt die von insgesamt 6.592 Besucherinnen und Besuchern frequentiert wurden. Dabei ist die Publikumsrezeption noch spürbar zurückhaltend. Aktuell nehmen die Anmeldungen durch Schulklassen und Kindergartengruppen wieder zu.

KuM – Museen der Stadt Nürnberg

Die Museen der Stadt Nürnberg beteiligten sich mit insgesamt sechs Einrichtungen intensiv an dem Vorhaben „Muse im Museum“, die organisatorische Gesamtverantwortung lag dabei beim Projektbüro im Geschäftsbereich Kultur.

Darüber hinaus kam es im Tucherschloss zur Wiederaufnahme des Internationale Festival der Partnerstädte „grenzenlos“, seit 2003 traditionell eine Kooperation mit dem Amt für Internationale Beziehungen, das vom 14. bis 15. August 2021 unter dem Motto „Nürnberg trifft Kavala zum Griechischen Picknick“ bei positiver Besucherresonanz, in den geltenden Hygieneschutzmaßnahmenbestimmungen angepasster Form, stattfand. Das Memorium Nürnberger Prozesse kooperiert mit dem Staatstheater Nürnberg. Am 25. September 2021 kam es im Saal 600 am historischen Ort zur Uraufführung des Stückes „Spurensuche“, die Vorstellung war ausverkauft. Die Ausstellung „Krieg und Frieden – Fotografien von Ewgenij Chaldej“ fand beim lokalen Publikum viel Anklang, aufgrund der Reiseeinschränkungen waren jedoch viel weniger auswärtige Besucherinnen und Besucher zu verzeichnen. Besondere Resonanz fand die Ausstellung „Luppes Galerie - Die Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg in der Weimarer Republik“ im Stadtmuseum im Fembo-Haus. Die Nachfahren des Alt-Oberbürgermeisters Dr. Luppe waren zum Ausstellungsbesuch angereist. Konstatiert wurde generell eine grundsätzliche Überraschung über Ausmaß und Vermögen des kommunalen Sammlungsbestands.

KPZ Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg

Vom 19.6. bis 21.9.2021 fanden insgesamt 340 KPZ-Veranstaltungen mit insgesamt 2660 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. 2019 waren es im Vergleichszeitraum 767 Veranstaltungen mit insgesamt 12.493 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Orientiert an den Hygieneregeln der Museen bot das KPZ seit dem 19.6. wieder öffentliche Führungen an. Je nach den räumlichen Gegebenheiten galt eine Teilnahmebegrenzung von 6 bzw. 10 Personen. Vorträge mit fester Bestuhlung fanden z.B. im Stadtmuseum im Fembo-Haus statt. Keine Führungen fanden statt im Albrecht-Dürer-Haus, im Haupthaus des Tucherschlosses und im Rathaus/Lochgefängnisse. Für Schulklassen standen ausgewählte Angebote aus dem Gesamtprogramm zur Verfügung. Klassen wurden in zwei bis drei Gruppen geteilt und parallel von zwei bis drei Museumspädagoginnen betreut. Die Klasse zahlte trotzdem nur die einfache Teilnahmegebühr. Eine begrenzte Auswahl an Angeboten für Kindergeburtstage stand ebenfalls zur Verfügung, wobei die Gruppengröße 6 Kinder und eine erwachsene Person nicht überschreiten durfte. Entsprechend gering war die Nachfrage. Das Ferienprogramm konnte wieder analog durchgeführt werden. Die meisten Termine mit Kleingruppen kamen zustande. Mit der 14. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sind inzwischen wieder fast alle KPZ- Angebote uneingeschränkt buchbar. Für öffentliche Führungen gilt wieder die normale Obergrenze von 25 Personen.

Berichtsvorlage 2. BM/037/2021

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 08.10.2021 öffentlich Bericht

Betreff:

Bilanz des Kultursommers 2021: Sonderformate des Projektbüros

Bericht: Das Projektbüro im Geschäftsbereich Kultur musste das zweite Jahr hintereinander aus bekannten Gründen umfangreich umplanen beziehungsweise wie das Klassik Open Air kurz vor Stattfindung absagen. Zwar konnten die regulär stattfindende RathausART und die 22. Stadt(ver)führungen im September in angepasster Form und mit großem Erfolg durchgeführt werden. Aber sowohl die Burg-Projektion des Nürnberger Malers und Kulturpreisträgers Peter Angermann, die nach zweimaliger Absage entkoppelt von der Blauen Nacht gezeigt wurde, wie auch die Sonderformate „Muse im Museum“, der Musikspeicher im Spittlertorzwinger und die Seebühne am Dutzendteich (allesamt durch Förderung der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien mit Mitteln des „Neustart Kultur“-Fonds gefördert) wurden als Experimentierfeld, zur Revitalisierung der regionalen Kulturszene und Entdeckung neuer Spielräume genutzt

Der Bericht erfolgt mündlich und wird durch eine PowerPoint/Film-Präsentation ergänzt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Keine Diversity-Relevanz da die beschriebenen Maßnahmen sich an die gesamte Stadtbevölkerung richten.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Beschlussvorlage KuF/006/2021

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 08.10.2021 öffentlich Beschluss

Betreff: Das kulturelle Modellprojekt „KommVorZone„ im Annapark/Südstadt: Erfahrungsbericht,

Evaluation und Perspektiven

Anlagen: 01_Diversity-Check 02_Sachverhalt 03_Impressionen_KommVorZone_Juni-Juli_2021 04_KommVorZone_Programm 2021_nach_Sparten

Sachverhalt (kurz): Basierend auf den formulierten Zielen der Kulturstrategie und als Nachfolgeprojekt der Kulturhauptstadtbewerbung führte das Amt für Kultur und Freizeit vom 02. Juni bis 31.Juli 2021 das partizipative Open-Air-Kulturformat „KommVorZone“ im Annapark in der Südstadt durch. Auf einer nachhaltigen Holzplattform konnten 110 Veranstaltungen mit 70 Kooperationspartner*innen stattfinden. Die „KommVorZone“, ihre Entwicklung von der partizipativen Erhebung der Bedarfe, der Bildung einer ehrenamtlichen Programmgruppe bis zur Durchführung werden dargestellt sowie die Chancen (wie auch Grenzen) dieses innovativen Modellprojekts evaluiert.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten 87.342 € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv 87.342 € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuF/006/2021

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Geplante Finanzierung: Im Haushaltsentwurf 2022 ist ein angemeldeter Betrag v. 20.600 € enthalten. 50.000 € sollen aus Drittmitteln akquiriert werden. 17.000 € sind als Budgetübertrag aus 2021 geplant

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von 2,2 Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Siehe Beilage.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Ref. I/II/Stk

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuF/006/2021

Beschlussvorschlag: Der Kulturausschuss stimmt dem vorgeschlagenen Vorgehen zu. Dem Stadtrat wird empfohlen für die Durchführung 2022 die angemeldeten 20.600 € im Rahmen der Haushaltsberatungen 2022 bereit zu stellen. Die Verwaltung evaluiert das Projekt hinsichtlich der zukünftigen Perspektiven und legt die Ergebnisse samt inhaltlichem Konzept dem Kulturausschuss dann zur Entscheidung über das weitere Vorgehen vor.

Diversity-Check Stadt Nürnberg

Nr. Prüffragen Begründung / Bemerkungen Bewertung
1. In welcher Weise wirkt sich das Vorhaben nach Einschätzung der Verwaltung auf unter- schiedliche Personen- gruppen aus?  relevant  teilweise relevant  nicht relevant
2. Auf welchen nach den Diversity-Dimensionen differenzierten Daten, Informationen oder Schätzungen basiert das Vorhaben?  relevant  teilweise relevant  nicht relevant
3. Kann das Vorhaben zur Gleichberechtigung / Gleichstellung und Chancengleichheit bei- tragen?  relevant  teilweise relevant  nicht relevant
4. Welche Auswirkungen auf bestimmte Perso- nengruppen sind mit dem Einsatz öffentli- cher Mittel zu erwar- ten?  relevant  teilweise relevant  nicht relevant
Gesamt- relevanz  relevant  teilweise relevant  nicht relevant

Sachverhalt

Das kulturelle Modellprojekt „KommVorZone“ im Annapark/Südstadt: Erfahrungsbericht, Evaluation und Perspektiven;

I. Einleitung

Für die Kulturstrategie im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung wurde das kulturelle Angebot der Stadt überprüft und konkrete Ziele einer notwendigen Weiterentwicklung formuliert: die Entstehung neuer Diskursräume, das Erreichen anderer, neuer Publikumsgruppen besonders in der Dezentrale, eine aktive Einbeziehung der Stadtgesellschaft im Sinne eines Empowerments zu eigenem Handeln und der Identifikationsstiftung mit der unmittelbaren Nachbarschaft. Die in der Kulturstrategie formulierten Problemstellungen haben sich durch die Coronapandemie verstärkt. Aus diesen Forderungen entstand das kulturelle Modellprojekt „KommVorZone“, das vom 02. Juni bis 31. Juli 2021 vom Amt für Kultur und Freizeit als partizipatives Open-Air-Kulturformat gemeinsam gestaltet mit einer ehrenamtlichen Programmgruppe - in einem sozial angespannten Stadtteil, im Annapark in der Südstadt, als sogenanntes „Nachfolgeprojekt der Kulturhauptstadtbewerbung 2025“ durchgeführt wurde. Die KommVorZone, ihre einzelnen Entwicklungs- und Durchführungsphasen werden im Folgenden vorgestellt und evaluiert.

II. Die KommVorZone – ein partizipatives Modellprojekt

Das Modellprojekt KommVorZone eröffnete einen Ermöglichungsraum, der sich auf das direkte Lebensumfeld in einem Stadtteil bezog. Der Prozess des Zusammenfindens der Akteur*innen und der Entwicklung eines Programms aus dem Stadtteil für den Stadtteil (Phase 1) war dabei ebenso wichtig wie die Durchführung (Phase 2) und die Nachbereitung (Phase 3).

„Danke für die tolle Nachbarschaft“1

Phase 1: Stadtteilbedarfe aufgreifen und ernst nehmen – durchgängig partizipativer Ansatz Partizipation Mobile Aktionen: Das Projekt startete mit einer sechsmonatigen wissenschaftlichen Stadtraumanalyse in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm/ Fakultät Sozialwissenschaften/Studienschwerpunkt Integrierte Stadtentwicklung. Es folgten aufsuchende Aktionen, die Bedarfe und Wünsche der Bürger*innen abfragten und Möglichkeiten und Grenzen aller größeren Plätze für die Umsetzung ausloteten. An insgesamt neun Orten der Südstadt wurden spielerisch strukturierte Interviews durchgeführt oder Wunsch-Postkarten aus der Südstadt gestaltet2. Gefordert wurden z.B. kostenlose Tanz- und Bewegungsworkshops, ein „größeres Kulturangebot im öffentlichen Raum“ oder eine „stärkere Vernetzung zwischen Kommune, kulturellen AkteurInnen

1 Zitat aus der Programmgruppe 2 Aufsuchende Beteiligung, Offene-Interviews & künstlerische Interventionen vom 07.09.-07.10.20 Kopernikusplatz (07.09. + 09.09.), Nelson-Mandela-Platz (14.09.), Südstadtpark (16.09.), Annapark/ Maffeiplatz (21./23.09.), Hummelsteiner Park (28.09.), Budapester Platz (30.09.), Gustav-Adolf-Kirche (05.10.20), Aufseßplatz (07.10.20)

und Initiativen“. All das floss in die Beteiligungsworkshops im KUF im südpunkt ein, in denen sich im Oktober 2020 eine Gruppe von über 20 Personen zur weiteren Entwicklung gefunden hatte. Gemeinsam fiel die Entscheidung für den Standort Annapark im Herzen der Südstadt.

Partizipation Programmgruppe: Durch den zweiten Lockdown wurde eine digitale Weiterführung der Zusammenarbeit notwendig. Über sieben Monate traf sich die neu entstandene ehrenamtliche Programmgruppe bis zu zweimal die Woche, um die bisherigen Informationen über den Stadtteil auszuwerten und daraus Programmbausteine zu entwickeln. Hinzu kam Öffentlichkeitsarbeit, Akquise von Akteur*innen für die Plattform und die Entwicklung eigener Projektideen. In monatlichen öffentlichen Online-Workshops holten sich die Südstädter*innen Impulse aus anderen Städten, professionalisierten sich als Veranstalter*innen, klärten Fragen zur gelingenden Teilhabe und entwarfen gemeinsam mit einem Bühnenbildner die nachhaltig gebaute Holzplattform. In dieser Phase folgte das Empowerment unter dem Motto „Hier kuratiert die Südstadt für die Südstadt“ zwei Prämissen: Zum einen lag der Programmentwicklung die Reflexion und Diskussion eines solidarischen Zusammenlebens speziell in Bezug auf die diverse Bevölkerung und Besonderheiten der Südstadt wie z.B. demografische Daten oder Wohnungssituation zugrunde, zum anderen spezifizierte die Programmgruppe, in welchen Bereichen die Südstadt weitere Impulse benötigte. Daraus ist ein prall gefülltes, innovatives, interdisziplinäres Programm für den Standort Annapark in direkter Nähe des KUF im südpunkt entstanden. Denn auch wenn ein großer Teil der ideellen Arbeit durch die Programmgruppe geleistet wurde, war eine professionelle Begleitung durch zwei Projektleiterinnen und durch die städtischen Kolleg*innen des KuF im südpunkt der Schlüssel zu einer gelingenden Umsetzung, die auch Sorge für die Einhaltung aller notwendigen formalen, technischen und organisatorischen Maßnahmen trug. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit ist nicht nur für Nürnberg ein Novum digitaler Partizipation.

„Mein Wohnzimmer“3

Phase 2: Die Durchführung im Annapark

Durch die Pandemie verschoben, war das Programm der KommVorZone vom 02.06. bis 31.07.2021 mit 110 Veranstaltungen von über 70 Kooperationspartner*innen umso dichter. Erster Programmpunkt war der gemeinsame Bau der Holzplattform gemeinsam mit der Bürgerschaft, die als „Bühne“ diente und in kurzer Zeit ein willkommener Teil des Parks war. In der gesamten Zeit gab es weder Vandalismus noch kamen Möbel oder Teile der öffentlich zugänglichen Plattform abhanden. Vielmehr halfen viele mit, den Annapark nach Veranstaltungen zu reinigen und Bänke aufzuräumen. Der Erfolg gab dem Vorgehen, individuell zugeschnittene, interdisziplinäre Angebote zu schaffen, recht, zogen sie doch jeweils neue Besuchendengruppen nach sich. So konnte z.B. der Rapper

3 Zitat aus der Programmgruppe

VUKA Jugendliche als Gäste begeistern, von denen soziale und kulturelle Einrichtungen oft nur träumen können. Parallel entwickelte die Programmgruppe eigene Projekte. Auch gärtnern im eigens entwickelten Pop-Up-Garten vor der Gustav-Adolf-Kirche bis heute zahlreiche Nachbar*innen, die weder Garten noch Balkon haben. Hierfür wurden immerhin 3000 Liter Erde vom Tiergarten „organisiert“ und mit dem Lastenrad klimaneutral von Ehrenamtlichen durch die Südstadt transportiert. Im Sinne einer Weiterentwicklung der dezentralen Kulturarbeit fühlte sich die KommVorZone einem zeitgemäßen Kulturbegriff verpflichtet und bot ein umfassendes Programm im thematischen Spannungsbogen von gesellschaftspolitischem Diskurs, über Themen wie Nachhaltigkeit und solidarische Stadtentwicklung bis hin zur Konzerten, Performances oder Mikro-Ausstellungen in Schaufenstern und an Bauzäunen. Fahrraderkundungstouren – analog oder über instalive - und interaktive Klangwand X-Spaces wiesen auf die Besonderheiten des Stadtteils hin und stifteten Identifikation. Das Programm bot vor allem Partner*innen Raum, die für eine nächste Generation freier Kulturschaffender stehen und bisher kaum Möglichkeiten hatten, ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch durchaus klassische Formate wie Konzerte liefen auf der KommVorZone anders ab. So berichteten Bands, dass das Publikum dort nicht nur zuhören, sondern mitsingen wollte und gelegentlich auch mal die Bühne kaperte. Einen eigenen Ansatz bildeten neue gesellschaftspolitische Diskursformate wie das Südstadtparlament und das (schon nachgeahmte) Speed-Dating. Beim Südstadtparlament trafen sich die Südstädter*innen und Südstädter untereinander und diskutierten, quer durch alle Bevölkerungsgruppen, selbstgewählte Themen – auf Wunsch zunächst bewusst ohne politische Vertreter*innen. Mit dem Speed-Dating nutzte die KommVorZone eine innovative Form des direkten Austauschs. Für jeweils fünf Minuten konnten Bürger*innen sich in einer 1:1 Begegnung an fünf Abenden4 mit verschiedenen Schwerpunktthemen mit Politiker*innen und kommunalen Vertreter*innen austauschen. Dabei begegneten sich Menschen, die bisher nie im Austausch standen, das Vertrauen in Institutionen konnte wieder gestärkt werden. Im „Date“ mit dem Oberbürgermeister entstand auch die Idee einer dauerhaften Aufwertung einer unansehnlichen Betoneinfassung im Park durch ein neues Graffitikonzept, das am 13. September fertiggestellt wurde. Bei den Veranstaltungen registrierten sich ca. 6000 Menschen. Hinzu kamen zahlreiche Teilnehmende an hybriden Formaten wie Südstadtparlament oder Stadtteilerkundungstouren über instalive. Eine genaue Zählung fällt schwer, da der Übergang zwischen bewusstem Besuch und spontanem Interesse der Parkbesuchenden fließend ist und sich auch nicht alle registrierten.

Speed Dating Kultur, Mi., 2.6.21 Speed Dating "Gesundheit und Sport" Mi.,16.6.21 Speed Dating "Familie und Generationen", Mi., 30.6.21 Speed Dating "Umwelt und Bau, Mi., 14.7.21 Speed Dating "Sicherheit und Mobilität", Mi., 28.7.21

Jedoch lag genau hierin eine besondere Stärke des Projekts. So dauerte es beispielsweise ganze vier Wochen, um das Vertrauen der vielen Jugendlichen zu gewinnen, die den Annapark täglich (und auch nachts) frequentieren.

„…die Südstadt ist Kulturhauptstadt, man muss ihr nur eine Bühne geben“5

Phase 3: Erkenntnisse bewahren und in die dauerhafte Kulturarbeit integrieren

Das Modellprojekt KommVorZone hat das Konzept des Kulturladens in den öffentlichen Raum erweitert. Einige Kontakte und Kooperationen können in die Arbeit von KUF im südpunkt überführt werden. Die Bindung der neuen Besucher*innengruppen sowie die Fortführung der ehrenamtlichen Programmgruppe ist jedoch noch so fragil, dass ohne weitere aufsuchende Kulturarbeit im Stadtteil noch keine Konstanz zu erreichen wäre.

III. Evaluation:

1. Stärken des Modellprojekts

Das temporäre Projekt setzte einen räumlich unübersehbaren und inhaltlich offenen Kulturimpuls, der ideale Bedingungen für aktive Teilhabe und Umsetzung eigener Ideen bietet, weil er in der Form des Experiments alle einbindet, auch Zufallsbesuchende und Nicht-Kulturnutzende, die kulturelle Angebote zunächst nicht als „ihre“ Veranstaltungen wahrnehmen wie z.B. jüngere Gruppen. Gleichzeitig bot die open-air-Plattform im Annapark gerade für viele neue Akteur*innen der freien Szene einen besonderen Reiz, sich teils erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren. Es erfolgte ein Austausch zwischen Publikum, das, teils aus anderen Stadtteilen, eigens zu Veranstaltungen kam, Laufpublikum und den Nutzer*innen des Annaparks. Hinzu kam ein gewisser Stolz der Südstädter*innen, dass dieses Projekt nicht im Stadtzentrum steht und dass man es selbst entwickelt hatte! Und so wurde bei Veranstaltungen bald mit auf- und abgebaut, bei Konzerten lautstark mitgesungen. Die Aktivierung der Bürgerschaft wie auch Aufwertung von Plätzen im Stadtteil wurde als Beitrag zur Stadtentwicklung wahrgenommen. Digitale Partizipation oder Diskursformate finden bereits Nachahmung (vor allem außerhalb der Südstadt bis hin zu Anfragen aus anderen Städten), der Pop-Up-Garten wurde auf Wunsch von SÖR weit über die Veranstaltungsmonate verlängert. Das Amt für Kultur und Freizeit nutzte die KommVorZone auch nach dem wochenlangen kompletten Shutdown und der Unmöglichkeit, die Innenräume der Kulturläden zu bespielen, als Plattform, um neue Wege der Stadtteilkulturarbeit zu erproben, zu evaluieren und für die Weiterentwicklung der Kulturladenarbeit nachhaltig nutzbar zu machen. Die KommVorZone und der Weiterentwicklungsprozess der Kulturläden liefen dabei Hand in Hand, die KommVorZone profitierte von den Erfahrungen aller elf Kulturläden. Die Zäsur durch die Pandemie, der Rückzug des Publikums stellt neue Fragen, die das Amt für Kultur und Freizeit mit seiner dezentralen

5 Zitat aus der Programmgruppe

Kulturarbeit mit neuen Ansätzen, Formaten und Themen beantworten will. Folgerichtig schließen sich die Kulturläden unter dem Motto „Auf gute Machbarschaft“ nicht nur optisch durch ein neues Corporate Design und die Wortmarke „Die Nürnberger Kulturläden“ zukünftig eng zusammen, sie gingen im September für zwei Wochen in den Stadtteilen „auf die Straße“ und besetzten Plätze oder Parks mit Kultur. Dabei ist der Titel der Veranstaltungsreihe „Auf gute Machbarschaft“ auch zukünftig das Motto der Kulturläden, das für Nachbarschaft, Machen, Diskurs und Aufbruch steht, ein klares Signal der Weiterentwicklung der dezentralen Stadtteilkulturarbeit außerhalb der Einrichtungen. Machen heißt in dem Kontext auch gestalten und erfinden mit Unterstützung der Kulturläden durch Beratung, Räume und Infrastruktur „Auf gute Machbarschaft“ fand zusätzlich zum regulären Programm statt. Der Zuspruch zeigt, wie hoch in anderen Stadtteilen der Bedarf der Menschen nach kulturellen Angeboten vor Ort ist.

2. Grenzen des Modellprojekts

Die KommVorZone ist als Innovationsmotor und Impulsgeber bewusst temporär angelegt gewesen. Aufsuchende Kulturarbeit im öffentlichen Raum ist witterungsabhängig und erfordert umfangreiche Ressourcen. Die Umsetzung der KommVorZone brauchte das stete zivilgesellschaftliche Engagement. Diese Förderung der Teilhabe darf jedoch nicht zur Überforderung werden. Eine gemeinschaftliche Durchführung von Veranstaltungen über den Zeitraum von zwei Monaten hinaus wäre für die ehrenamtlichen Südstädter*innen nicht durchhaltbar gewesen. Die KommVorZone war kein Event, kein Stadtteilfest, sondern letztlich eine Art temporärer Open- Air-Kulturladen. Sie verdankt ihr zweimonatiges Programm im Annapark einer langen Vor- wie Nachbereitung und Beziehungsarbeit mit der Programmgruppe in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturladen vor Ort. Dennoch: „Kultur muss weiter auf die Plätze“, so formuliert es die Programmgruppe.

IV. Perspektiven

Schon vor Abschluss stellten Gäste, Akteur*innen und Ehrenamtliche die Frage nach einer Wiederholung des Projekts in der Südstadt.

1. Festigung des Modellprojekts 2022

Als „kulturelle Ersthilfemaßnahme und Eisbrecher“ bietet das Konzept der KommVorZone die Möglichkeit, mit aufsuchender Kulturarbeit niedrigschwellig Menschen zu aktivieren, vorhandene Bedarfe aufzugreifen und in der praktischen Umsetzung gemeinsam, gleichberechtigt den Stadtraum zu gestalten – und damit eine Perspektive für den politischen Willen zu mehr dezentralem Kulturangebot.

Um Vorgehen und Format zu sichern sowie die bereits geleistete Arbeit in der Südstadt zu festigen, schlägt das Amt für Kultur und Freizeit für 2022 eine weitere achtwöchige Durchführung der KommVorZone in der Südstadt vor, die durch Corona nicht eingeschränkt wird bzw. man den Umgang damit von vornherein einplanen kann und auf die bisherige Arbeit aufbaut. Der Förderbedarf, der seit Jahren von verschiedensten Seiten für die Südstadt gerade auch aufgrund der Unterversorgung mit sozialen und kulturellen Einrichtungen konstatiert wird, hat sich durch Corona nochmals verschärft. In der Südstadt mit 130.000 Einwohner*innen und bei einem besonderen Fokus auf Hummelstein und Galgenhof mit allein einer Einwohnerdichte, die sechs Mal so hoch ist wie im städtischen Durchschnitt, gibt es zudem kaum Rückzugsmöglichkeiten in den privaten Bereich. Diese Stadtbezirke weisen einen über 20% höheren Anteil an Mehrfamilienhäusern im Vergleich zur Gesamtstadt auf. Gerade in Zeiten der Pandemie war das gesellschaftliche Miteinander von Sorge vor Ansteckungsgefahr geprägt und die räumliche Enge für viele Menschen eine sehr große Belastung. Eine hieraus resultierende Vorsicht ist immer noch stark zu spüren. Daher sind gemeinschaftsfördernde Angebote im öffentlichen Raum umso wichtiger. Zukünftig müssen daher nicht erreichte Zielgruppen vermehrt in den Blick genommen werden wie z.B. Senior*innen, die stark durch die Pandemie verunsichert waren, um den Generationendialog zu fördern. Eine stärkere Zusammenarbeit auch im Bereich der Stadtentwicklung ist angestrebt. Die Wiederverwendung der Holzplattform im Sinne einer umweltbewussten Kulturarbeit ist eingeplant. Eine weitere Erkenntnis war, dass der offene Prozess vielen Menschen gerade in diesem Stadtteil nicht geläufig und daher zu abstrakt war. Nur wenige konnten sich vorstellen, welche Umsetzung das neuartige Projekt im Annapark findet. Nach der ersten Durchführung haben Menschen nun eine Vorstellung und den Anreiz, sich einzubringen! Anfragen liegen bereits jetzt vor. Die nun aufgebauten Strukturen bürgerschaftlichen Engagements sind sehr fragil, durch Corona massiv eingeschränkt gewesen und die Fortführung (wie auch bei bereits bestehenden Vereinen oder Gruppen zu beobachten) keinesfalls eine Selbstverständlichkeit. Im Gegenteil gilt es, insbesondere in einem Stadtteil wie der Südstadt nachhaltige Wiederaufbauarbeit zu leisten. So können die Desiderate der Kulturstrategie und das Thema „Miteinander ans Ziel“ der Kulturhauptstadtbewerbung im Sinne des „Was bleibt?“ in der Dezentralen praxisnah und nachhaltig etabliert werden.

2. Langfristige Entwicklungsperspektiven

Ziel ist es, die Strukturen des Miteinanders nach der Coronakrise zunächst 2022 im Annapark oder anderen Orten der Südstadt zu festigen und ein handhabbares und zugleich wertschätzendes Modell von Ansprache, Einbindung und Empowerment der Kulturvermittlung zu schaffen, das auf Anforderungen in Bereichen reagieren könnte, in denen aktuell keine festen Einrichtungen und Angebote wohnortnah vorhanden sind.

Anschließend könnte aus fundierten Erfahrungen ein Konzept für aufsuchende Stadtteilkulturarbeit für andere Stadtteile mit Bedarf erarbeitet werden, beispielsweise in der Werderau (wie im Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 11.06.2021 beschrieben) oder in Reichelsdorf (siehe Antrag der CSU-Stadtratsfraktion vom 22.3.2021, Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 31.3.2021, Antrag der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 8.4.2021). Es müsste, da es dort keine dezentralen städtischen Kulturangebote gibt, auch ohne die nahe Anbindung und Unterstützung eines Kulturladens agiert werden können. Daher wäre der personelle und finanzielle Aufwand in diesem Fall etwas höher. Die Verwaltung evaluiert das Projekt daher hinsichtlich der zukünftigen Perspektiven und meldet falls nötig die erforderlichen Ressourcen an.

V. Finanzierung 2022

Für die Arbeit der KommVorZone mit allen Phasen wurden in den Jahren 2020 und 2021 inkl. Personal, Bau der Plattform, partizipativem Prozess oder der Durchführung auch der dezentralen Angebote 160.000 Euro aufgewendet.

Für eine achtwöchige Durchführung in 2022 in der Südstadt wären Mittel in einer Höhe von 87.342 Euro (Sachmittel 51.842, 35.500 Honorarmittel) nötig, da nun auf die partizipativen Strukturen aufgebaut und mit der gebildeten ehrenamtlichen Programmgruppe umgehend gearbeitet werden kann. Die für 2022 angemeldeten Stellenkapazitäten im Umfang von 2,2 Vollkraftstellen für die KommVorZone sollen eine dauerhafte Weiterführung dieses Projektes auch ohne direkte Anbindung an einen Kulturladen in jeweils einem Stadtteil mit kulturellem Entwicklungsbedarf im Stadtgebiet sicherstellen. Sollten (Teil-) Kapazitäten bereits 2022 geschaffen werden, würden sich die Kosten für die Durchführung der KommVorZone in der Südstadt um die Honorarmittel reduzieren, da die personelle Betreuung des Projektes dann von einer städtischen Kraft erfolgen könnte, nicht von Honorarkräften.

KuF ist sich der finanziellen Situation der Stadt Nürnberg bewusst und schlägt zur Finanzierung deshalb Folgendes vor: 20.600 € sind seitens KUF zum Haushalt 2022 bereits angemeldet und müssten bereitgestellt werden. Drittmittel i. H. v. 50.000 € sind beantragt und zum Teil zugesagt, und 17.000 € werden in 2021 durch KUF eingespart und sollen für das Projekt in das Jahr 2022 übertragen werden.

Top: Das kulturelle Modellprojekt „KommVorZone“ im Annapark/Südstadt: Erfahrungsbericht, Evaluation und Perspektiven; Kulturausschuss der Stadt Nürnberg am 8.10.2021

Anlage: Impressionen

Abbildung 2

Abbildung 5

Abbildung 4

Abbildung 3

ÖÖ

Abbildung 6

Abbildung 8

Abbildung 7

Abbildung 9

Abbildung 10

Abbildung 11

Abbildung 12

Abbildung 13

Abbildung 14

Abbildung 15

Abbildung 16

Modellprojekt KommVorZone – Programm nach Sparten - 2021

Ausstellungen

Datum Programmpunkt Kooperationspartner Ziele

Sa. 15.05. - Sa. 29.05. Schaufensterausstellung Casablanca, Der kleine bildende Kunst Klamottenladen, Boutique Vientiane, Friseur En Vogue, Architekt Tobias Weigel

Freitag, 02. Juli Südstadtfest / Ausstellung 40 Jahre Südstadtfest Südstadtfest e.V. Kulturpolitik Samstag, 03. Juli Südstadtfest / Ausstellung 40 Jahre Südstadtfest Südstadtfest e.V. Kulturpolitik Sonntag, 04. Juli Südstadtfest / Ausstellung 40 Jahre Südstadtfest Südstadtfest e.V. Kulturpolitik

Diskurs & Teilhabe

Datum Programmpunkt
Kooperationspartner Kooperationspartner Ziele

Mittwoch, 02. Juni Speed Dating: Kultur politische Bildung

Mittwoch, 09. Juni Südstadt-Parlament "Jung vs. Alt: Wem gehört die Urban Lab politische Bildung Stadt?"

Mittwoch, 16. Juni Speed Dating Gesundheit&Sport politische Bildung

Mittwoch, 23. Juni Südstadt-Parlament "Die Wege aus dem Lockdown" politische Bildung

Sonntag, 27. Juni Kultur-Picknick: Shengo Äthiopischer Verein Nürnberg / Interkultur P rojekt Qartier U1 Mittwoch, 30. Juni Speed Dating Familie & Generationen politische Bildung

Samstag, 03. Juli Südstadtfest/Jugendbühne Südstadtfest e.V., Laut! politische Bildung Jugendbeteiligung, Jugendtreff S chloßäcker, Jugendtreff Anna Mittwoch, 07. Juli Südstadt-Parlament "Brauchen wir das politische Bildung bedingungslose Grundeinkommen?"

ÖÖ

Mittwoch, 14. Juli Speed Dating Umwelt & Bau Umweltplanungsamt politische Bildung

Samstag, 17. Juli Vortrag "Warum dürfen Frauen keinen Penis Diversity Media e.V. politische Bildung haben?"

Mittwoch, 21. Juli Südstadt-Parlament: "Wie weit gehen wir zum politische Bildung Schutz von Umwelt und Klima?"

Donnerstag, 22. Juli CoKultur!: südpunkt LAG Soziokultur Bayern Kulturpolitik

Samstag, 24. Juli Film "Schwarz" Kandaka, Amuna Wagner Interkultur

Mittwoch, 28. Juli Speed Dating Sicherheit&Mobilität politische Bildung

Interventionen im Stadtteil

Datum Programmpunkt Kooperationspartner Ziele

Freitag, 04. Juni Programmgruppe meets Nachbarschaft online / Insta-Live, Begegnung, Radtour

Pop-Up-Garten Blue Pingu e.V., Kirchengemeinde
Lichtenhof, Sparkasse Nürnberg,
Stadtplanungsamt

Sa. 05. Juni - 15.Oktober Nachhaltigkeit, Umwelt

Freitag, 11. Juni Mobiles Lastenrad-DJ-Set mit dem Subkultur Verein Subkultur Verein Radtour

Samstag, 19. Juni "Herr Bott" (Telegram - Performance) Artischocken e.V. online / Insta-Live, Spaziergang

Samstag, 19. Juni X-Spaces DAF (Dynamisch Akustische performative Künste Forschung/Akademie d. B. K.)

Samstag, 03. Juli X-Spaces DAF (Dynamisch Akustische performative Künste Forschung/Akademie d. B. K.)

Samstag, 10. Juli X-Spaces DAF (Dynamisch Akustische performative Künste Forschung/Akademie d. B. K.)

Sonntag, 11. Juli Mobiles Lastenrad-DJ-Set mit dem Subkultur Verein Subkultur Verein Unterhaltung

Samstag, 17. Juli X-Spaces DAF (Dynamisch Akustische performative Künste Forschung/Akademie d. B. K.)

Donnerstag, 22. Juli Parkour Spaziergang Parkour Nürnberg e.V. Spaziergang

Sonntag, 25. Juli Graffiti Workshop Aufsess Platz Kunstpädagogik

Musik

Datum Künstler, Beteiligte Kooperationspartner Ziele

Sonntag, 06. Juni Kultur-Picknick mit PG (Kuchen, Cafe-Ape, Musik) Begegnung

Freitag, 18. Juni TRAK TRAK (Elektro-Cumbia Band) Interkultur

Sonntag, 20. Juni Ismar Rivero Interkultur

Sonntag, 20. Juni Tim Mohr Unterhaltung

Freitag, 25. Juni Das Wedro 1-girl-band Unterhaltung

Freitag, 25. Juni Ray Hautmann Trio Unterhaltung

Samstag, 26. Juni Global Art Jam Global Art e.V. Unterhaltung

Freitag, 02. Juli Lysopp Südstadtfest e.V. Unterhaltung

Freitag, 02. Juli Superskank Südstadtfest e.V. Unterhaltung Samstag, 03. Juli 43Jungs-IVAN43 X RION Südstadtfest e.V., Laut! Unterhaltung Jugendbeteiligung, Jugendtreff Schloßäcker, Jugendtreff Anna

Sonntag, 04. Juli Frankenband Südstadtfest e.V. Unterhaltung

Samstag, 10. Juli VUKA aka BLANCO ТЕБРА & DARKO ТЕБРА TEBRAZ MIT ATTITUDE_459 Unterhaltung

Sonntag, 11. Juli Steven Phoenix Unterhaltung

Sonntag, 11. Juli Violet Korea Unterhaltung

Freitag, 16. Juli Skyline Green Unterhaltung

Samstag, 17. Juli Kuchenmann, Cloud, u.v.m. Lass Wenig Flown Kollektiv Unterhaltung

Sonntag, 18. Juli Ceclam e.V. Ceclam e.V. Interkultur

Freitag, 23. Juli Ambiviolenz Unterhaltung

Freitag, 23. Juli UKUDUB Unterhaltung

Sonntag, 25. Juli Renato Tejada Peruanische Community Interkultur

Samstag, 31. Juli VUKA aka BLANCO ТЕБРА & DARKO ТЕБРА TEBRAZ MIT ATTITUDE_459 Unterhaltung

Samstag, 31. Juli Steven Phoenix Unterhaltung

Samstag, 31. Juli The Limbic System Unterhaltung

Performance

Datum Programmpunkt Künstler, Beteiligte Kooperationspartner

Freitag, 16. Juli Ton, Text & TamTam "Aware Move" von ArtiSchocken & Artischocken e.V. DJ sprsprdr Freitag, 16. Juli Ton, Text & TamTam "Sightless Obsession" von Samá und B-Boy RT Samstag, 31. Juli Upcycling Modenschau Margarita Zippel "Art 459" Atelier für bildende Kunst, Artischocken e.V.

Samstag, 31. Juli Feuershow Moona

Sport- und Bewegungsangebote

Datum Programmpunkt Kooperationspartner Ziele

Donnerstag, 03. Juni Zirkuswerkstatt GECCO Hermann Gutmann Stiftung Zirkuspädagogik

Donnerstag, 03. Juni Tango Tanz

Freitag, 04. Juni Bewegungstreff BCN BCN / BZ Fachteam Gesundheit Sport

Samstag, 05. Juni Dancing Feet Afrikuco Institut Sport

Donnerstag, 10. Juni Zirkuswerkstatt GECCO Hermann Gutmann Stiftung Zirkuspädagogik

Donnerstag, 10. Juni Dancing Feet Afrikuco Institut Sport

Freitag, 11. Juni Bewegungstreff BCN BCN / BZ Fachteam Gesundheit Sport

Samstag, 12. Juni Body in Space Moona Tanz

Mittwoch, 16. Juni tanzn tanzn Tanz

Donnerstag, 17. Juni Zirkuswerkstatt GECCO Hermann Gutmann Stiftung Zirkuspädagogik

Donnerstag, 17. Juni Roma Dance Interkultur Freitag, 18. Juni Bewegungstreff BCN BCN / BZ Fachteam Gesundheit Sport

Samstag, 19. Juni Ecstatic Dance Ectsatic Dance Fürth Tanz

Donnerstag, 24. Juni Zirkuswerkstatt GECCO Hermann Gutmann Stiftung Zirkuspädagogik

Donnerstag, 24. Juni Roma Dance Interkultur

Freitag, 25. Juni Bewegungstreff BCN BCN / BZ Fachteam Gesundheit Sport

Samstag, 26. Juni Tango Tanz

Donnerstag, 01. Juli Zirkuswerkstatt GECCO Hermann Gutmann Stiftung Zirkuspädagogik

Freitag, 02. Juli Bewegungstreff BCN BCN / BZ Fachteam Gesundheit Sport

Sonntag, 04. Juli Yoga Sport

Donnerstag, 08. Juli Zirkuswerkstatt GECCO Hermann Gutmann Stiftung Zirkuspädagogik

Donnerstag, 08. Juli Afroyoga (mit Live Percussion) Afrikuco Institut Interkultur

Freitag, 09. Juli Bewegungstreff BCN BCN / BZ Fachteam Gesundheit Sport

Samstag, 10. Juli Dancing Feet Afrikuco Institut Tanz

Donnerstag, 15. Juli Zirkuswerkstatt GECCO Hermann Gutmann Stiftung Zirkuspädagogik

Donnerstag, 15. Juli Yoga Sportangebot

Freitag, 16. Juli Bewegungstreff BCN BCN / BZ Fachteam Gesundheit Sport

Donnerstag, 22. Juli Zirkuswerkstatt GECCO Hermann Gutmann Stiftung Zirkuspädagogik

Freitag, 23. Juli Bewegungstreff BCN BCN / BZ Fachteam Gesundheit Sport

Samstag, 24. Juli Capoeira Interkultur

Donnerstag, 29. Juli Zirkuswerkstatt GECCO Hermann Gutmann Stiftung Zirkuspädagogik

Freitag, 30. Juli Bewegungstreff BCN BCN / BZ Fachteam Gesundheit Sport

Samstag, 31. Juli Capoeira Interkultur

Samstag, 31. Juli Südstadt Turnier Sport

Text, Sprache, Wort

Datum Programmpunkt Kooperationspartner Ziele

Mittwoch, 09. Juni Vorlesestunde für Kinder BCN / Stadtbibliothek im außerschulische Bildung südpunkt Sonntag, 13. Juni Kultur-Picknick: Poetry Slam Dora Faludi Unterhaltung

Mittwoch, 16. Juni Vorlesestunde für Kinder BCN / Stadtbibliothek im außerschulische Bildung südpunkt Mittwoch, 23. Juni Vorlesestunde für Kinder BCN / Stadtbibliothek im außerschulische Bildung südpunkt Mittwoch, 30. Juni Vorlesestunde für Kinder BCN / Stadtbibliothek im außerschulische Bildung südpunkt Mittwoch, 07. Juli Vorlesestunde für Kinder BCN / Stadtbibliothek im außerschulische Bildung südpunkt Freitag, 09. Juli Stimmengewitter X Nils Nektarine Stimmengewitter, Wortgefecht Unterhaltung e.V. Samstag, 10. Juli Diversity: "Diskriminierung – rechtliche Grundlagen" Menschenrechtsbüro politische Bildung

Mittwoch, 14. Juli Vorlesestunde für Kinder BCN / Stadtbibliothek im außerschulische Bildung südpunkt Mittwoch, 21. Juli Vorlesestunde für Kinder: deutsch/russisch BCN / Stadtbibliothek im Interkultur südpunkt Mittwoch, 28. Juli Vorlesestunde für Kinder: deutsch/russisch BCN / Stadtbibliothek im Interkultur südpunkt Freitag, 30. Juli Buch Release KERWA BLUES mit Michael Jakob Wortgefecht e.V. Unterhaltung und Barbara Gerlach

Workshops

Datum Programmpunkt Kooperationspartner Ziele

Samstag, 05. Juni Bauworkshop Berliner Hocker Tellerrrand/Tiefgang Events Handwerk

Open Space Atelier Der bunte Hund
Upcycling Tetrapack-Kunst „Art 90459“ Atelier für bildende Kunst

Samstag, 05. Juni Kunstpädagogik

Samstag, 12. Juni Nachhaltigkeit, Umwelt

Samstag, 19. Juni Comic-Workshop Maryam Bina Khahi Kunstpädagogik

Samstag, 19. Juni Annas Stimmungsgarten Die Wiese, Blue Pingu e.V. Nachhaltigkeit, Umwelt

Sonntag, 20. Juni Spielenachmittag Haus des Spiels Spielepädagogik

Samstag, 26. Juni ZIN-Workshop Maryam Bina Khahi Kunstpädagogik

Der bunte Hund

Samstag, 10. Juli Open Space Atelier Kunstpädagogik

Samstag, 17. Juli Graffiti Workshop Lass Weng Flown Kollektiv Marissa Herzog Kunstpädagogik

Sonntag, 18. Juli Spielenachmittag Haus des Spiels Spielepädagogik

Donnerstag, 22. Juli Parckour Workshop Parkour Nürnberg e.V. Sport

Samstag, 24. Juli Offene Werkstatt: Mobile Werkbank ISKA - Zentrum für Aktive Bürger / Handwerk Projekt Qartier U1

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