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← Sitzung des Stadtplanungsausschusses (22.07.2021)

Entscheidungsvorlage

Anlage · 22.07.2021 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Altstadt Verkehr & Mobilität Umwelt & Klima

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Beilage

Betreff: Aufwertung Hallplatz im Bereich des Denkmals "Flucht und Vertreibung"

Entscheidungsvorlage

Ausgangssituation

Der gesamte Bereich Hallplatz wurde vor rund 20 Jahren als Fußgängerzone umgestaltet. Derzeit ist die Pflasterfläche im östlichen Bereich des Hallplatzes im Umfeld des Denkmals Flucht und Vertreibung baulich in sehr schlechtem Zustand.

Die rund 800 m² große Fläche stellt sich derzeit als Flickwerk dar. Die vorhandenen Betonplatten im Format 30/30 sind auch durch die intensiven Busverkehre stark beschädigt und können nicht wieder eingebaut werden.

Auf dem Platz steht das Kunstwerk „Flucht – Vertreibung“ von Joachim Bandau, das aus einem großen massiven Kupfertor und einer in 20 m Entfernung in den Boden eingelassenen Platte besteht. Auch die Betonplatten hier sind durch nicht zugelassenes Parken, Wenden und Durchfahren von Fahrzeugen auf dem Denkmal beschädigt. Die unbefriedigende Situation wird zum Anlass genommen, das Umfeld des Denkmals mit neuen Baumstandorten und mit Sitzgelegenheiten aufzuwerten und den Stadtboden zu erneuern.

Entwurfsbeschreibung

Auf der Grundlage des Gestaltungshandbuchs (GHB) sollen nun die beschädigten Betonplatten im Platzzentrum durch nachhaltiges Granitmaterial ersetzt werden. Zwischen dem Tor und der Bodenplatte des Denkmals sind Granitplatten vorgesehen, angrenzend wird das klassische Granitgroßsteinpflaster mit geschnittener, gehfreundlicher Oberfläche verlegt werden.

Zur Verbesserung der kleinklimatischen Situation und als Teil der kommunalen Klimaanpassungsstrategie wird der Platz mit neuen, dauerhaften Baumpflanzungen versehen werden. Hierzu werden anstelle der mobilen Bäume unter Berücksichtigung der bestehenden Spartenlage locker über den Platz verteilte Bäume gruppiert. Unter und neben den Bäumen sind neue öffentliche Sitzbänke vorgesehen. Die beschatteten Sitzmöglichkeiten sind für eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Altstadt unverzichtbar und gleichzeitig Wunsch vieler Bürger. Das Kunstwerk „Flucht – Vertreibung“ von Joachim Bandau bleibt erhalten und bildet den Mittelpunkt der Baum- und Sitzgruppen.

Der Künstler begrüßt ausdrücklich die Aufwertung mit den Baumpflanzungen und den Sitzbänken. Die mobilen Bäume auf der Südseite entfallen dann und können an anderer Stelle eingesetzt werden. Der vorhandene Taxenstand kann unverändert an Ort und Stelle verbleiben

Die vorgesehene Neugestaltung des Hallplatzes wird in die Königstraße hineinwirken und sie in diesem Abschnitt nachhaltig aufwerten und sich damit in die geplante Erweiterung der Fußgängerzone in der Königstraße stadtgestalterisch harmonisch einfügen.

Kosten und Umsetzung

Die derzeit geschätzten Herstellungskosten liegen bei ca. 700.000 Euro. Der Hallplatz wurde zum Programm „Sonderfond Innenstädte beleben“ angemeldet. Außerdem liegt er im Stadterneuerungsgebiet Altstadt - Süd, eine Förderung wäre hier grundsätzlich möglich. Die Ausführung kann –Förderung vorausgesetzt- 2022 erfolgen.

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