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← gemeinsame Sitzung des Jugendhilfeausschusses und Schulausschusses (17.06.2021)

TISCHVORLAGE Maßnahmenliste

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Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Sitzung des Jugendhilfe- und Schulausschusses vom 17.06.2021

Tischvorlage

Kinder, Jugendliche und Familien in Nürnberg während der Covid-19-Pandemie

Hier: Darstellung der Unterstützungsprogramme in der Stadt Nürnberg

Die Bewältigung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Kinder, Jugendliche und Familien in Nürnberg stellen eine breite gesellschaftliche Aufgabe dar. Um die negativen Folgen möglichst gering zu halten und die positiven Effekte zu stärken, müssen nicht nur Schule und Jugendhilfe eng kooperieren und zusammenarbeiten, sondern alle gesellschaftlichen Akteure in der Stadt. Nachfolgend wird die Vielzahl an Maßnahmen beispielhaft dargestellt, die entweder schon bereits umgesetzt werden, aktuell bereits beantragt oder bereits geplant sind. Folgende Maßnahmen wurden aktuell schon beantragt bzw. werden bereits umgesetzt. Die dargestellten Maßnahmen stehen exemplarisch für das breite Angebot in Nürnberg:

Amt für Allgemeinbildende Schulen

Reguläre Angebote  MSRG- Sonderstunden ab dem Schuljahr 2020/2021 fließen in aktuell anstehende Lernförderung ein  Bewilligung und Einsatz der Pädagogischen Projektmittel zur Förderung der Sozialkompetenzen  SCHLAU (in Kooperation mit dem IPSN): Übergangsmanagement – Beratung und Unterstützung für die Übergänge in die berufliche Welt

Zusätzliche Angebote  Unterstützung durch Ehrenamtliche (in Kooperation mit dem IPSN) im Lern-/Sozialbereich  Einsatz der an den Schulen bereits ausgebildeten Tutoren zur Lernunterstützung; hierbei wird zur Lernunterstützung besonders auf die Absolventinnen und Absolventen des Schuljahres 2020/2021 zurückgegriffen (Hilfe bei Hausaufgaben, Einzelförderung in Absprache mit Fachlehrerinnen und Fachlehrern)  Programme zur Lernförderung sowie der Sozialkompetenzförderung in autonomer Gestaltung der Schulen mit vermittelnder Unterstützung der Stadt Nürnberg auf Grundlage des Programmes „gemeinsam.Brücken.bauen“

Amt für Berufliche Schulen

Das Amt für Berufliche Schulen setzt im Unterstützungssystem für die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Punkten an, um Schülerinnen und Schüler zu stützen, damit sie gerade mit Blick auf die Widrigkeiten des letzten Jahres den Anschluss nicht verlieren und ihnen ein erfolgreicher Übergang ins Erwerbsleben ermöglicht wird. Die Strategie des Amtes für Berufliche Schulen liegt dabei darin, die bestehenden Angebote fortzuführen, sie den Gegebenheiten der Pandemie und ihren Folgen anzupassen und dort zu erweitern, wo es sinnvoll und möglich ist.  SCHLAU o Intensivierung der engen Kooperation mit der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und den Kammern o virtuelle Beratungsnagebote an die Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen o Konzipierung eines neuen Systems zur Aufnahme der Abgänger/-innen der Mittelschulen  Anpassung verschiedener Unterstützungsangebote, z. B. o Förderunterricht Berufssprache Deutsch für sprachlich benachteiligte Schülerinnen und Schülern in Kleingruppen oder zusätzlichen Unterricht

o Weiterentwicklung von MSBS (Mehr Schulerfolg an Beruflichen Schulen)  Entwicklung eines diagnostischen Tools durch AG in Zusammenarbeit mit Regierung von Mittelfranken, der Universität Erlangen und IPSN zur Feststellung der entstandenen berufssprachlichen Förderbedarfe  Erstellung von gemeinsamen Materialien zur gezielten Förderung o Gezielter Einsatz der „Pädagogischen Projektmittel“ zur Unterstützung des sozialen Miteinanders  Tandemsystem aus Lehrkräften und Berufsberater der Agentur für Arbeit o schnelle und gezielte Vermittlung von Abbrecher/-innen der dualen und schulischen Ausbildung  Installation eines Beraternetzes aus festen Ansprechpartnern seitens SCHLAU, der Agentur für Arbeit, der IHK und der HWK o Ansetzen bereits bei einem sich Abzeichnen der Beendigung durch den Arbeitgeber oder dem Wunsch nach beruflicher Neuorientierung des oder der Auszubildenden, um nahtlose Übergänge zu ermöglichen.  schnelle Bereitstellung von Leihgeräten (2.100 ipads) priorisiert für benachteiligte Schülerinnen und Schüler

IPSN

Schulpsychologie, Reguläre Angebote  Beratungsangebot (schulpsychologische Einzelfallberatung für Schüler, Familien, Lehrkräfte)  Sprechstunden (regelmäßige Sprechstunden an den Schulen als niedrigschwelliges Unterstützungsangebot)  Lerncoaching (z. B. im MSRG-Projekt Gegensteuern für versetzungsgefährdete Achtklässler)  Krisenintervention akut (bei Todesfällen, Suiziden, Unfällen, Bedrohungen: Klassengespräche, Begleitung und Psychoedukation des Kollegiums, Unterstützung beim Krisenmanagement)  Krisenprävention (z. B. Fortbildung Schulischer Krisenteams, Bereitstellung von Materialien usw.)  Klassenprojekte (Intervention und Präventionsprojekte in Klassen zu den Themen psychische Gesundheit, Cybermobbing, soziales Miteinander usw.)  Fortbildungen für Lehrkräfte (zu psychologischen Themen, Krisenintervention, Gesprächsführung, Resilienz)  Lehrergesundheit (Kurs AGIL, Supervisions- und Coaching-Angebot)  Pädagogische Tage (Unterstützung bei und Durchführung von päd. Tagen mit passgenauen Inhalten)  Förderung Prävention an Schulen (Begleitung, Organisation und Vermittlung von Präventionsprojekten externer Anbieter, z. B. "Icebreaker" zum Thema Depression)  Integrationslotsen (Ausbildung von Integrationslotsen (Peer-to-Peer-Projekt zur Integration von Schüler/-innen mit Fluchthintergrund) Schulpsychologie, Zusätzliche Angebote  Stabilisierung (Angebote zur Stabilisierung, besonders in und nach den Herausforderungen durch den Lockdown und dessen Folgen)  Ehrenamtliches Engagement (Fortbildung, Begleitung und Coaching von ehrenamtlichen Begleitenden an kommunalen Schulen)  MSRG (Mitgestaltung beim Prozess "Mehr Schulerfolg an Realschulen und Gymnasien" und Beteiligung an der Umsetzung an den Schulen)  Angebote für besonders betroffene Zielgruppen (Etablierung von Hilfen für Schüler/-innen mit besonderen (psychologischen) Bedarfen nach dem Lockdown - Ängste, Depressionen, Lernstörungen usw.)  Unterstützung für die Unterrichtspraxis (Unterstützung für den Unterrichtsalltag mit neuen Herausforderungen nach dem Lockdown)

NEST-Elternlots/-innen  Beratungsangebot von ca. 40 Elternlots/-innen für Eltern von schulpflichtigen Kindern BuT-Lernförderung  Vermittlung von Lernförderung  Aufbau und Pflege einer städtischen schulortnahen Lernförderung

Maßnahmenliste Corona - Jugendamt

Das Jugendamt entwickelt bereits seit mehreren Wochen Ideen und Maßnahmen, um Kinder, Jugendliche und Familie auf dem Weg heraus aus der Pandemie und zurück in den Alltag zu unterstützen. Eine Abfrage vor Ort in den Einrichtungen und Diensten erbrachte eine lange Liste von kreativen und innovativen Ideen, wo die Jugendhilfe kurzfristig über den Sommer, aber auch mittel- und längerfristig ansetzen könnte. Viele Dinge sind aus den bestehenden Einrichtungen und Diensten heraus umsetzbar bzw. können durch Umsteuerung der vorhandenen Mittel umgesetzt werden. An anderen Stellen werden aber zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen benötigt, um Aktionen und Events durchführen zu können. Leider lagen zum Redaktionsschluss der gemeinsamen Sitzung des Jugendhilfe- und Schulausschusses die meisten Förderrichtlinien noch nicht vor, so dass leider noch nicht klar ist, welche der zusätzlichen Angebote tatsächlich umsetzbar sein werden. Insgesamt zeichnet sich allerdings ab, dass über die Bundes- und Landesebene eher überschaubare zusätzliche Mittel fließen werden, d.h. entweder können Angebote gezielt durch interne Umschichtungen finanziert werden oder die Kommune muss hier zusätzlich einspringen. Auch die ehrenamtliche Unterstützung, sowohl durch ein persönliches Engagement als auch in finanzieller Hinsicht, ist dringend gefordert in dieser besonderen Situation.

  1. Ergänzende Unterstützung im Kita-Alltag / Ermöglichung besonderer Kita-Erlebnisse  Ankommen und Eingewöhnung von Kindern unterstützten, die lange nicht in der Kita waren  Verstärkte Angebote für Elterngespräche, Elterntreffpunkte (Elterncafé), Elternbildungsangebote in der Kita, gemeinsame Aktionen von Eltern untereinander  Engagement der Elternbeiräte für Aktionen und Feste nutzen  Intensivierung der Hausaufgabenbetreuung in Absprache mit den Grundschulen, ergänzende Hausaufgabenbetreuung durch den Einsatz von Honorarkräften (bspw. Studentinnen/Studenten) – Finanzierung wird geprüft  Heilpädagogische Angebote in Kitas: Einsatz von Heilpädagoginnen und -pädagogen auf Honorarbasis zur Förderung der Kleingruppenarbeit mit den Kindern (keine Einzelförderung, sondern temporäre Angebote zur Förderung von Kindern) – Finanzierung offen  Sozialtraining in Hortgruppen – Finanzierung muss geprüft werden  Ausbau der Bewegungsangebote: im Kita-Alltag, Kooperationen mit Sportvereinen und Krankenkassen, Spielschwimmangebote  Erweiterung der Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten von Kindern mit Familien in besonders verdichteten Stadtteilen: Nutzung des Außengeländes der KiTas am Wochenende, Durchführung von (Freizeit-)Angeboten für Familien in Kitas  Nachholen von Tages- und Ferienausflüge  Übergang vom Kindergarten in die Grundschule gut gestalten  Ausbau des Fachteams Sprache

2. Ergänzende Unterstützung durch die Erziehungs- und Familienberatung

 Mehr anlassfreie Sprechstunden in Kitas/ Horten anbieten – Teilfinanzierung ggf. über Landesprogramm möglich  ZAB-Umgangsbegleitung: coronabedingte längere Wartezeiten entschärfen – Finanzierung noch offen

3. Ergänzende Unterstützung durch die Familienbildung/Familienfreundliche Schule

 Bestehende Angebote an den aktuellen Fragen und Problemen der Eltern ausrichten  Online-Angebote, die sich bewährt haben, weiter ausbauen und bewerben, wie z.B. Virtuelle Elternabende, Erziehungskurse, Eltern-Kind-Gruppen, Vernetzung von Alleinerziehenden

  1. Ergänzende Unterstützung durch die Frühen Hilfen/Koordinierende Kinderschutzstelle Zu den Fördermöglichkeiten aus dem Bundesprogramm liegen noch keine nähren Informationen vor. Folgende Angebote sollten nach Einschätzung der Fachkräfte aber dringend angeboten bzw. ausgebaut werden:  Gruppenangebote zur Stressregulierung und zur Entspannung mit Kinderbetreuung: Offene, niedrigschwellige Gruppenangebote für (werdende) Eltern zur Regulierung von Stress und zur Entspannung mit Kinderbetreuung  Angebote zur Förderung der elterlichen Bindung und Fürsorge: Beratungs- und Gruppenangebote mit dem Schwerpunkt feinfühliger Umgang mit dem Kind und Aufbau einer sicheren Bindung  Aufsuchende Angebote für Familien in Gemeinschaftsunterkünften zur Aktivierung isolierter und belasteter Familien mit Kindern unter 3 Jahren  Förderung / Ausbau Ehrenamt- und Peerberatung, wie z.B. Stadtteilmütter und -väter, PAT, Familienpatenschaften  Beratungsangebot rund um Corona zum Thema Corona-Erkrankung und Impfung in der Schwangerschaft und bei Kindern ggfs. in Kooperation mit freiberuflichen Hebammen, den Schwangerenberatungsstellen und Kinderärzten/innen

5. Ergänzende Unterstützung von Jugendlichen am Übergang

 Schnelles Wiederherstellen der persönlichen Kontakte zu den Akteuren des Übergangsmanagements, Programme und Aktionen gut abstimmen  Unterstützung bei der Vermittlung von Ausbildungsplätzen: Kinder- und Jugendhäuser als Anlaufstelle nutzen, Online-Berufsberatung mit Unterstützung von Fachkräften der Einrichtung  PQ PLUS C: Vermittlung in schulische/berufliche Ausbildung, Arbeitsmarkt: PQ Konzept, Individualisiert, um noch intensivere Betreuung zu gewährleisten und den Anteil der aufsuchenden Arbeit zu erhöhen – Finanzierung noch offen – Weitere Abstimmung erforderlich  JaS plus: Unterstützung beim Übergang in Ausbildung als Individual und Gruppenangebot – Finanzierung noch offen  Ausbildung direkt – Erweiterung um weitere interessierte Standorte – Finanzierung noch offen

6. Ergänzende Unterstützung von Kindern an Förderschulen

 Ausbau von JaS an vier Förderzentren, um insb. den stark gestiegenen Einzelberatungsbedarf abzudecken – Teilfinanzierung über Förderprogramm JaS

7. Ergänzende Unterstützung durch die Offene Kinder- und Jugendarbeit

 Rückgewinnung der Räume durch die Kinder und Jugendlichen, Nachholen von verschobenen Projekte orientiert an den Wünschen der jungen Menschen  Cool down: Relaxen und Chillen, Möglichkeit zur Erholung und Entspannung geben, wie Yoga Angebot, Phantasiereisen, Körperarbeit  Joy und Nice: Erweiterung des Bewegungsradius, Ausflüge in die nähere Umgebung (Fränkische Schweiz, Altmühltal etc.), Ferienfahrten  Walk and Talk Gespräche mit päd. Fachkräften, thematische mehrtätige Ferienprogramme  Schul-„Aufhol“-Kurse: Unterstützung bei schulischen Defiziten durch Sprachförderung, Leseförderung, Geschichten erzählen, spielerische Mathe/Physik Angebote, Experimente und Projekte  Jobdating: Besuch von Ausbildungsstätten, Durchführung von Interviews mit Ausbilderinnen/Ausbilder, Weitervermittlung gewonnener Erkenntnisse an Gleichaltrige  Kinderband: Kennenlernen/erlernen verschiedener Instrumente, Erlernen des Umgangs mit der eigenen Stimme  Soundtrack Deines Lebens/Tonstudioprojekte: Erlebtes in der Corona Pandemie „vertexten“ und in Musik umsetzen  Live-Rollenspiele, auch als Übernachtungsangebot oder Ferienfahrt denkbar  Jugend-Kultur-Woche - Woche der Jugend: Freiluft-Kino, Kochen, Poetry Slams, Theater, Konzerte, Museen, Skateboard Parcours, Workshops, etc.  Wir feiern die Jugend - Die Jugendlichen feiern sich: Abend-Events für Jugendliche

 Sportangebote verstärken, zusätzliche Tanz- und Sportangebote, Bewegungsspiele, Skateboardgruppe, Ausrichtung der Deutschen Jugger Kinder- und Jugendmeisterschaft (bundesweite Sportveranstaltung für 400 junge Menschen 8-17 Jahre)  Kleines Sportcamp: Schnupperangebote von regionalen Sportvereinen  Ride your Bike Safely: Fit machen für den Straßenverkehr durch Fahrradtraining und Geschicklichkeitsparcour, Fahrradausflüge  Quality Time“ - Neue Freizeit für Jugendliche: Zusatzangebote in oder außerhalb der Ferien: Campen, Wandern, Klettern, Hochseilgarten, Kanufahrt, Workshops, Freizeitpark, Selbstversorgungstrip, Kino, Urban Gardening, Städtetrip, nachhaltige Lebensstile, Selbstversorgung, etc.  Internationale Jugendbegegnung mit Glasgow (2022)  Jedem Kind ein Ferienerlebnis: Unterstützung von Teilhabe von Kindern und Jugendliche in den Sommerferien

Erziehungsberatung

siehe Bericht

Jugendsozialarbeit an Schulen

siehe Bericht

KinderKulturOffensive

siehe Bericht

Offensive “Engagiert für Bildung”

siehe Bericht

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