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← Sitzung des Kulturausschusses (09.10.2020)

Sitzung gesamt öffentlich

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Sitzungsunterlagen

Sitzung des Kulturausschusses

09.10.2020

Inhaltsverzeichnis

Sitzungsdokumente 3 Tagesordnung -öffentlich- 3 Vorlagendokumente 5 TOP Ö 1 Kunst in der Stadt 5 Sitzungsvorlage H/065/2020 5 Modulgalerie Konzept H/065/2020 9 Modulgalerie Istzustand H/065/2020 12 Modulgalerie Collage Soll H/065/2020 14 Modulgalerie Kostenschätzung H/065/2020 16 TOP Ö 3 Die städtischen Museen auf gutem Weg – Ist-Stand und Perspektiven 2020 bis 18

Bericht KuM/007/2020 18 Bericht_Museen-Erneuerungsaufgaben KuM/007/2020 21 PPP_Museen Stand und Perspektive_Teil 1 KuM/007/2020 28 TOP Ö 4 Neukonzeption Gemeinschaftshaus Langwasser 58 Sitzungsvorlage KuF/023/2020 58 Aufgabenraster KuF/023/2020 62 DiversityCheck KuF/023/2020 63 Entscheidungsvorlage KuF/023/2020 64 TOP Ö 5 Gemeinschaftshaus Langwasser 83 Sitzungsvorlage KuF/024/2020 83 Entscheidungsvorlage KuF/024/2020 86 Mietpreistarife 2015 KuF/024/2020 87 Mietpreistarife 2020_ohne-Markups KuF/024/2020 93 Stellungnahme_Stk KuF/024/2020 97 TOP Ö 6 Satzung zur Änderung der Satzung der Stadt Nürnberg über die Verleihung von 98 Kulturpreisen (Kulturpreissatzung - KPrS) Sitzungsvorlage 2. BM/073/2020 98 Änderungssatzung 2. BM/073/2020 102 Satzung_Kulturpreise (aktuell) 2. BM/073/2020 103

TAGESORDNUNG

Sitzung

Sitzung des Kulturausschusses

Sitzungszeit

Freitag, 09.10.2020, 09:00 Uhr

Sitzungsort

Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal

TAGESORDNUNG

Öffentliche Sitzung

1. Kunst in der Stadt Beschluss

Projekt "Modulgalerie" von Kasia Prusik-Lutz H/065/2020

Ulrich, Daniel

2. Kultur in der Corona-Krise Bericht

Maßnahmen des Geschäftsbereichs Kultur 2. BM/075/2020

- Unterlagen werden nachgereicht -

Lehner, Julia, Prof. Dr.

3. Die städtischen Museen auf gutem Weg – Ist-Stand und Bericht

Perspektiven 2020 bis 2025 KuM/007/2020

Teil I: Die Kulturhistorischen Häuser mit Erneuerungsbedarf

Lehner, Julia, Prof. Dr.

4. Neukonzeption Gemeinschaftshaus Langwasser Beschluss

KuF/023/2020 Lehner, Julia, Prof. Dr.

5. Gemeinschaftshaus Langwasser Gutachten

hier: Neue Mietpreistarife KuF/024/2020

Lehner, Julia, Prof. Dr.

6. Satzung zur Änderung der Satzung der Stadt Nürnberg über die Gutachten

Verleihung von Kulturpreisen (Kulturpreissatzung - KPrS) 2. BM/073/2020

Lehner, Julia, Prof. Dr.

  1. Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 10.07.2020,

öffentlicher Teil

H/065/2020

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 09.10.2020 öffentlich Beschluss

Betreff:

Kunst in der Stadt

Projekt "Modulgalerie" von Kasia Prusik-Lutz

Anlagen: Modulgalerie Konzept Modulgalerie Istzustand Modulgalerie Collage Soll Modulgalerie Kostenschätzung

Sachverhalt (kurz):

Die Stadt Nürnberg will zusammen mit der VAG das Zwischengeschoss der U-Bahn-Station Lorenzkirche aufwerten. Ein Teilprojekt ist die Umnutzung der ehemaligen Kofferschließanlage im nord-westlichen Teil der Anlage. Dieser zur Zeit sehr ungepflegte Teil des Tunnels soll durch das Projekt "Modulgalerie" von Kasia Prusik-Lutz durch eine permanente Bespielung aufgewertet werden. Die Umsetzung des Projektes soll vor den anderen Aufwertungsarbeiten erfolgen, um vorab zu signalisieren, dass hier eine Verbesserung der Infrastruktur erfolgen wird. Die Arbeiten wurden mit dem U-Bahn-Bauamt und der VAG abgestimmt und fügen sich in das Gesamtkonzept der Sanierung ein. Das Projekt wird Teil des Symposion Urbanum Nürnberg 2025.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten 100.000 € Folgekosten 5.000 € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv 100.000 € davon Sachkosten 3.000 € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten 2.000 € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Die Aufwendungen der Folgekosten erfolgen aus dem Haushalt "Denkmäler und Freiplastiken…". Die Baukosten werden vom Budget "Kunst in der Stadt" in Höhe von 65.000 Euro getragen, der Rest von SUN*25.

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei dem Projekt werden internationale Künstler der Partnerstädte der Stadt Nürnberg eingeladen. Die Bestückung erfolgt immer im Wechsel.

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Beschlussvorschlag:

Der Kulturausschuss beschließt die Realisierung des Projektes "Modulgalerie" von Kasia Prusik-Lutz im Zwischengeschoss der U-Bahn-Station Lorenzkirche.

MODULGALERIE IN DEN SCHLIEßFÄCHERN

Abbildung 2

Ort: Alte Schließfächer im U-Bahnhof Lorenzer Platz

Konzept: Kasia Prusik-Lutz und Artur Wabik Kurator: Kasia Prusik-Lutz / Kulturzentrum Krakauer Haus Kontakt: katarzyna.prusik@gmail.com, 0157 54167842

Alte Schließfächer als Galerie-Ort zu übernehmen ist eine Möglichkeit, Kunst im öffentlichen Raum zu präsentieren ohne den Raum neu zu verorten.

Wir möchten nach Möglichkeit den Charme des Platzes behalten. Es gehört zum Konzept, die Passanten mit der Kunst zu überraschen. Diese Wand gehört schon zur städtischen Landschaft. Mit der Zeit soll die Galerie in die „Natur“ der Wand einwachsen.

Die Fassade der Wand würden wir also gerne im aktuellen Zustand belassen und die Ästhetik als Zeitzeugin in das Galeriekonzept mit aufnehmen.

Abbildung 1

Natürlich sind allgemeine Sanierungsarbeiten nötig. Grundsätzlich würden wir aber gerne die Fächer bzw. Türchen im Design der 70 Jahre behalten.

Technisch müssen aber die Fächer gründlich bearbeitet werden.

Auch wenn die Fächer im „ursprünglichen“ Zustand bleiben sollen, die Modulgalerie soll denn sichtbar (etwa neben den Fächern) ausgeschildert sein. Denkbar wären beispielsweise Plakate, welche auf die aktuellen Objekte aufmerksam machen.

Abbildung 3

AUSBAU / UMBAU

Leider hatten wir bis jetzt keinen Einblick in das Innere der Fächer.

Basierend auf der Ausrichtung der neuen Fächer am Hauptbahnhof, haben wir folgende Arbeitsetappen geplant.

Fragen:

Was befindet sich hinter der Fächerwand? Ist dieser Bereich für uns erreichbar?

Falls ja, würden wir auch einen regulären Zugang zu diesem Bereich haben?

Das sind eigentlich die Grundfragen welche alle weiteren Arbeiten beeinflussen.

Falls es einen Zugang zu der Rückwand der Fächer gibt, könnte alles sehr einfach funktionieren. Die Rückwand werden wir zum Wechseln und zur Pflege der ausgestellten Kunstobjekte benutzen.

Die frontale Wand würde dann nur Ausstellungs- und Präsentationsfunktion haben.

Ausbau der Fronten, Variante 1

alles können wir je nach Bedarf von der Rückseite der Fächer einrichten

-Verbundglas (Anti–Einbruchglas) fest an der Front der Fächer, gleich hinter der Metalltür montiert.

-Stromzugang – wir brauchen unbedingt Strom- für die Kunstpräsentationen( Video, oder andere Arbeiten welche Strom benötigen) aber auch für die Beleuchtung

-Beleuchtung-- von der Rückseite passend zum präsentierten Objekt einrichten.

Falls es keinen Zugang zur Rückwand gibt, müssten wir die Vorderseite der Fächer ebenso als unseren - Kuratorenzugang benutzen und das entsprechend vorbereiten.

Ausbau der Fronten Variante 2.

Verbundglas (bruchfest) beweglich an der Front der Fächer, gleich hinter der Tür montiert.

Dadurch dass es unser einziger Zugang zum Fach ist, muss die Scheibe gleichzeitig fest eingebaut, aber auch nach Bedarf abnehmbar sein.

Erste Idee wäre, die Scheibe von beiden Seiten mit Eckschutzschienen zu befestigen. Die müssen wir bei jedem Präsentationswechsel abschrauben.

Möglich wäre auch hinter der vordersten Tür, eine Schutzglastür mit schloss zu montieren.

Licht und alle Stromanschlüsse müssen von hier aus auch für alle Fächer erreichbar sein.

Um diese Variante besser zu planen muss ein Techniker/Handwerker konsultiert werden.

ZUGANG ZUR PRÄSENTATION: Token

Abbildung 5

-Standard 1 Euro Münze, welche man, nachdem das Fach geschlossen wurde, zurückbekommt.

oder ausgewählte Präsentationen einen speziellen Token vorzubereiten. Der Token müsste die Maße der 1 € Münze haben. Da gäbe es auch die wunderbare Möglichkeit, auch die Tokenoberfläche als Kunstpräsentationsfläche zu nutzen und ein Logo der Galerie, die Zeichnung eines Künstlers, u. a. m. darauf anzubringen.

Risiko: Passanten würden vielleicht auch gerne 1€ mitnehmen ( Es muss so eingerichtet sein, dass die 1€ Münze erst rauskommt wenn Fach geschlossen wird).

Die „Galeriewand“ kann insgesamt 48 Kunstobjekte präsentieren.

Die Ausstellung kann, je nach aktuellem Ausstellungkonzept, entweder in allen Fächern gleichzeitig oder in ausgewählten Fächern stattfinden.

Es kann ein oder mehrere Künstler präsentiert werden. Inhalt der Fächer ist nur von künstlerischer und kuratorischer Fantasie begrenzt.

Frau Prusik-Lutz würde die Kuratierung übernehmen. Für das Projekt würde sie aber gerne neben Präsentationen für das Krakauer Haus auch andere Künstler/Galerien aus Nürnberg und der Region und dem Ausland einladen.

Kasia Prusik-Lutz Künstlerin und Leiterin des Kulturzentrums Krakauer Haus

Artur Wabik, Künstler und Kunstkurator

Abbildung 4

Abbildung 6

Abbildung 7

  1. Fachgalerie / Modulgalerie Umbau der Schließfächer
1. Firma Hess Automaten: Bearbeitung des Schließmechanismus ( Angebot 1 ) inkl. Automatenbeschriftung (ohne Grafik) 48.975,90 €
2 Firma Hess Automaten: Stromzugang bis 24V (für Audio u./o. Videogeräte) und integrierte Fachbeleuchtung 320,00 netto/Fach 18.278,40 €
3. Lackierarbeiten: Firma W. Krzempek 4.500,00 €
4. Glastür Einbau: Firma Produktivschlosser ( Angebot 2 ) 11.138,40
5. Leuchtkasten: 2 Werbe- und Infoflächen zwischen den Schließfächern ( Angebot 3 ) 6.568,80 €
6. Stromanschluss: VAG ???
7. Einkauf von 3-5 Monitors/Boxen für Künstler : VAG (in Übereinstimmung mit den Anforderungen der VAG) ???
8. Internetseite- Entwurf und Aussetzung : Ausra Grebner 1.300€
9. Internetseite: Datenschutzerklärung, SSL-Zertifikat: 280,00 € - 900,00 € 300,00 €
10. Projektvorbereitung: Konzept, Projekt, Organisation und Umsetzung, inkl. alle Nebenkosten: Kasia Prusik-Lutz 8.700,00€
SUMME 99.761,50
  1. Fachgalerie / Modulgalerie Projektumsetzung Möglich sind 6 -12 Projekte im Jahr Möglich 1- 48 Künstler pro Projekt (je nach Ausstellungskonzept & Budget) bis zu 2 Projekte werden durch das Krakauer Haus finanziert ( je nach Budget mit einem oder mehrehren Künstlern) bis zu 2 Projekte finanziert das Amt für Internationale Beziehungen ( je nach Budget mit einem oder mehrehren Künstler) 2 - 8 Projekte: Stadt Nürnberg ???
1. Kurator - Projektsteuerung Künstlerauswahl: Recherche, Kontakt und Zusammenarbeit Ausstellungsvorbereitung: Konzept/Texte/Promo-Packet inkl. Grafik Hilfe bei der Montage, Pflege der Exposition Dokumentation und Archivierung Internetseite- Pflege und Aktualisierung Kasia & Olaf Prusik-Lutz 1100€/ Projekt
2. Textbearbeitung, Pressekontakte bis 14h K. Uziel bis 350€ / Projekt
3. Druck des Plakats für 2 Leuchtkästen 2x40,00€ 80,00 €
4 Technische Hilfe beim Aufbau/Abbau bis 10h M. Krebs 0€ -215€/ Projekt
5. Materialkosten für Kurator ( basierend auf Rechnungen; Einkaufzetteln) 0€- 100€/ Projekt
6 Honorar + Materialpauschale für Künstler 400€+100€ - Vertrag? 500€/ Künstler
7. Wartungsarbeiten der Fächer Firma Hess / Hochbauamt?
8. Post ( Packet Sendung) Internationale Projekte mit dem Amt für Internationale Beziehungen oder mit dem Krakauer Haus Amt für Internationale Beziehungen/Krakauer Haus
Projekt mit einem Künstler – Gesamt: 2.345,00 €
9. Webhosting- monatlich 5,00€ - 10,00€

Berichtsvorlage KuM/007/2020

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 09.10.2020 öffentlich Bericht

Betreff:

Die städtischen Museen auf gutem Weg – Ist-Stand und Perspektiven 2020 bis 2025

Teil I: Die Kulturhistorischen Häuser mit Erneuerungsbedarf

Anlagen: Bericht_Museen-Erneuerungsaufgaben PPP_Museen Stand und Perspektive_Teil 1

Bericht:

Zahlreiche kommunale Nürnberger Museen stehen in den kommenden Jahren vor der Herausforderung grundlegender Erneuerung. Im Rahmen eines ersten Sachstandberichts referieren die Leiterinnen von Stadtmuseum Fembohaus, Museum Industriekultur und Spielzeugmuseum kurz über den gegenwärtigen Zustand und die vorgesehenen Modernisierungen ihrer Häuser.

Der Bericht erfolgt mündlich.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Berichtsvorlage KuM/007/2020

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Berichtsvorlage KuM/007/2020

Die städtischen Museen auf gutem Weg.

Ist-Stand und Perspektiven 2020 bis 2025

(Teil I: Die Kulturhistorischen Häuser mit Erneuerungsbedarf)

Nürnbergs kommunale Museumslandschaft ist vielfältig und dezentral, historisch gewachsen und experimentierfreudig. In Zuständigkeit der Dienststelle „Museen der Stadt Nürnberg“ (KuM) besteht sie heute aus acht „plus zwei“ öffentlichen Häusern, verteilt über die ganze Stadt. Darunter befinden sich traditionsreiche Institutionen wie das 1828 eröffnete Albrecht-Dürer-Haus, das als älteste, kontinuierlich betriebene Künstlererinnerungsstätte weltweit seinesgleichen sucht, über das zeitgeschichtlich wie bildungspolitisch immer relevantere Memorium Nürnberger Prozesse in Nürnbergs Westen bis zum Experimentierfeld „Haus des Spielens“ am Egidienplatz. Ergänzt werden diese Museen und Erinnerungsorte um tourismusträchtige „Hidden Places“ wie die Mittelalterlichen Lochgefängnisse in den Kellern des Historischen Rathauses oder dem Historischen Kunstbunker, den KuM zusammen mit dem Förderverein Nürnberger Felsengänge im Burgberg betreibt. Nun heißt Museum-Machen alles andere, als sich im Erreichten auszuruhen oder gar im Musealen zu erstarren. Nach über vier Jahrzehnten der Expansion kommen auf die städtischen Museen Jahre der Ertüchtigung und Profilschärfung zu. Für mindestens fünf Häuser des Museumsverbundes wird es im nächsten Jahrfünft gelten, sich teils erheblichen Modernisierungsaufgaben zu stellen. Die Erneuerungsbedarfe haben sowohl technisch-baulichen Anlass (Umsetzungen zeitgemäßen Brandschutzes, behindertengerechte Infrastruktur etc.) wie auch inhaltliche Ursachen: Museen des 21. Jahrhunderts müssen Besucherinnen und Besucher mehr denn je in ihre Erzählungen einbinden, müssen hinsichtlich ihrer Freizeitfunktion hohen Standards der Aufenthaltsqualität genügen, müssen im Digitalen – vor Ort wie im Web -- vertiefte wie schlanke Bildungsinformation bereitstellen. Zeitlich wird sich die Legislaturperiode des neukonstituierten Kulturausschusses mit dem vorgesehenen Ertüchtigungszeitraum unserer Museen decken. Wir nehmen deshalb gerne eine der ersten Ausschusssitzungen zum Anlass, den alten wie neuen Ausschussmitglieder die Erneuerungsvorhaben knapp und prägnant zur Kenntnis zu bringen; zugleich verbunden mit einer persönlichen Vorstellung der verantwortlichen Leiterinnen und Leiter. Es soll in zwei Teilen referiert werden: am 10. Juli 2020 zu den drei kulturhistorischen Häusern Spielzeugmuseum, Museum Industriekultur und Fembo-Haus; in einer der Herbst-Sitzungen des Ausschusses dann zu den Vorhaben im Dokumentationszentrum Reichsparteitage und zum Memorium Nürnberger Prozesse.

KuM/D, Dr. Thomas Eser

Das neue Fembo-Haus: Stadtgeschichte(n) Nürnbergs

Das Fembo-Haus ist das Stadtmuseum, in dem die Geschichte der Stadt Nürnberg erzählt wird. Mit seiner einzigartigen, vielfrequentierten Lage im Herz der Altstadt zwischen Rathaus und Kaiserburg bietet es nicht nur die Hülle für Ausstellungen, sondern ist zugleich selbst Ausstellungsstück. Denn es ist das einzige Nürnberger Kaufmanns- und Patrizierhaus aus der Frühen Neuzeit, das den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet überstanden hat. Alle vorhergehenden Dauerausstellungen bezogen daher die Geschichte des Hauses und das Baudenkmal mit seiner historischen Ausstattung in den Ausstellungsparcours mit ein. Die zweite Besonderheit des Fembo-Hauses liegt in der Einheit von Stadtmuseum und Kunstsammlungen. Das Nürnberger Stadtmuseum verfügt nur in sehr begrenztem Rahmen über eine historische Sammlung. Wesentlich umfangreicher und von internationaler Bedeutung sind die – größtenteils an andere Orte verteilten oder eingelagerten – Kunstsammlungen, die eine eigene Abteilung im Museumsverbund darstellen. Seit 2015 stehen deshalb Fembo-Haus und Kunstsammlungen auch organisatorisch unter derselben Leitung. Die Kunstwerke, die von der Geschichte Nürnbergs ebenso erzählen wie von seinen Bürgerinnen und Bürgern, werden daher in der neuen Dauerausstellung prominent vertreten sein.

Die neue Dauerausstellung

Vor rund 20 Jahren wurde im Fembo-Haus das Konzept der Dauerausstellung grundlegend überarbeitet und ein Rundgang eingerichtet, der entlang der historischen Ausstattung vom Dachgeschoss bis zum Erdgeschoss hinabschreitet. Dieses Konzept soll auch zukünftig beibehalten werden. Erneuerungsbedarf besteht jedoch in dem Geschichtsbild, das die Ausstellung vermittelt, in der Art seiner Vermittlung, im Einsatz moderner Medien und im Ausbau der Infrastruktur. Hier gilt es, das Stadtmuseum auf die neuesten Standards zu bringen.

Schwerpunkte der Erneuerung

Im Hinblick auf ein gewandeltes Geschichtsbild ist zunächst die jüdische Geschichte über die Zeiten der Verfolgung hinaus als ein bedeutender Teil der gesamten Stadtgeschichte einzubeziehen. Weiter soll in der Darstellung einzelner Objekte mehr Wert auf deren eigene Geschichte und Provenienz gelegt werden. Die Vermittlung wird anschaulicher und interaktiver, indem die Stadtgeschichte weniger als lineare Abfolge von Ereignissen dargestellt wird, sondern vielmehr als Vielfalt von Geschichten, erzählt von einzelnen Objekte und – früheren wie heutigen – Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Im Einsatz moderner Medien geht die Tendenz inzwischen weg von einer durchgängigen Erzählung – sei es in Form der Lichtbildvorführung oder im Audioguide – und hin zu interaktiven und individualisierten Formaten. Die Digitalisierung des Museumsbetriebs im Fembo-Haus stellt hierbei eine der dringlichsten Aufgaben dar. Sie reicht von der Installation von WLAN in den Museumsräumen, über die Möglichkeit der Online-Buchung oder die Einrichtung einer Museums-App bis hin zur Bereitstellung von Sammlungsbeständen in digitaler Form. Die baulichen Maßnahmen stellen wegen der historischen Struktur des Gebäudes eine der größten Herausforderungen dar. Hier gilt es, die Ausstattung technisch wie ästhetisch auf den neuesten internationalen Standard zu bringen. Besonders der Eingangsbereich im Erdgeschoss und das Dachgeschoss werden für die Besucherinnen und Besucher einladender zu gestalten sein. Frühere Pläne sehen hierfür zunächst eine Sanierung des Hofes und der Terrasse vor. Im Dachgeschoss ist die erneute

Öffnung des Fensterausblicks zur Burgstraße und dem Rathaus geplant. Angestrebt wird darüber hinaus eine Verlagerung der Infrastruktur in den Keller.

Past Forward

Das neue Stadtmuseum will sich für die Stadtbevölkerung stärker öffnen. Es versteht sich als Forum für die Bürger der Stadt Nürnberg und für Besucherinnen und Besucher aus aller Welt. Hier gilt es bereits vorhandene Formate mit Bürgerbeteiligung weiterzuentwickeln, das Interesse bisheriger Nichtbesucherinnen und -besucher zu wecken und eine Brücke zwischen der Vergangenheit und dem Heute zu schlagen – ganz im Sinn des Mottos der Kulturhauptstadtbewerbung: past forward. Die Konzeption der neuen Dauerausstellung wird hierauf hinarbeiten, indem sie dem Besucherinnen und Besucher unter anderem im Einsatz digitaler Medien mehrere Perspektiven auf einzelne Themen und Objekte eröffnet, indem sie die Beschriftung knapp und zweisprachig (deutsch und englisch) hält und, indem sie die Aktualität des Vergangenen hervorhebt: So stellen sich in verschiedenen Phasen der Stadtgeschichte allgemeine gesellschaftliche Fragen wie jene der Menschenrechte, der Migration, der Geschlechterverhältnisse, der symbolträchtigen Verlagerung von Kulturgütern und der europäischen Bedeutung Nürnbergs, die sich in der Geschichte des Hauses und seiner Besitzer spiegelt. Besonders das Ausstellungsforum im Erdgeschoss und der große Saal des Barockvestibüls bieten Raum für einen Dialog über das heutige Nürnberg. Dies kann zum einen sprachlich, zum anderen aber auch „medial“ erkundet werden – etwa in Mental Maps, in denen jede Bürgerin und jeder Bürger dazu beiträgt, ihr Bild der Stadt zu zeichnen, in aktuellen Fotografien oder in der Diskussion um den Wiederaufbau vergangener Architekturen.

Zeitplan

Die Maßnahmen sollen bis 2025 umgesetzt sein. Ein Zeitplan für die Umsetzung wird derzeit erstellt. Voraussetzung für den Beginn sind noch ausstehende Instandsetzungsmaßnahmen am Bau und die Einrichtung eines Depots für die Auslagerung der Objekte, die sich derzeit in den Ausstellungsräumen befinden.

Kosten

Bereits eingeworben wurden 1 Mio. € Projektförderung von den Schöller-Stiftungen. Für die Einrichtung der Dauerausstellung sind an Kosten insgesamt zunächst die Richtwerte der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern zu veranschlagen. Darüber hinaus fallen Kosten an für die Instandsetzung des Gebäudes mit Innenhof, Rückflügel und Terrasse, den Einbau einer WLAN-Verbindung, die Sanierung des Innenhofs, den Einbau einer neuen Sicherheitsanlage, die Klimatisierung, zuzüglich der Kosten für ein Depot. Wünschenswert sind darüber hinaus der Ausbau des Kellers, eine Auslagerung der Büro- und Besprechungsräume und weitere Serviceangebote etwa im Bereich der Gastronomie. Das Fembo-Haus und die Kunstsammlungen könnten gerade in der Phase der Erneuerung erheblich von Synergieeffekten innerhalb der Museen der Stadt Nürnberg (KuM) profitieren. Dies betrifft vor allem die Querschnittsaufgaben der Digitalisierung und der Drittmittelförderung.

KuM/Abteilung Kulturhistorische Museen, Dr. Evelyn Reitz

Das neue Museum Industriekultur:

Arbeiten und Leben im Industriezeitalter

Das Centrum Industriekultur wurde 1979 gegründet, um am Beispiel Nürnbergs die Geschichte der Lebensformen im Industriezeitalter zu erforschen, zu dokumentieren und der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Mit beispielhafter Sammlungs- und Dokumentationstätigkeit konnte es sich als bundesweit renommierte Institution im Bereich der Industriekultur etablieren. Nach der großen Eisenbahn-Jubiläumsausstellung 1985 wurde das Museum Industriekultur 1988 im ehemaligen Tafelwerk an der Äußeren Sulzbacher Straße eröffnet. Seither wurde das Museum Industriekultur nur abschnittsweise erweitert und punktuell modernisiert. In großen Teilen entsprechen Ausstellung und Konzeption noch dem Stand vor 35 Jahren. Eine Aktualisierung des Museumskonzepts ist längst überfällig, um den veränderten Ansprüchen der heutigen Besucherinnen und Besucher Rechnung zu tragen und auch die aktuellen Entwicklungen in der Ausstellung zu berücksichtigen. Das Projekt ist im Bewerbungsbuch zu Nürnbergs Kandidatur als „Kulturhauptstadt Europas“ als wichtiges Strukturprojekt genannt. Daraus wird die Notwendigkeit entstehen, das neukonzipierte Haus im Jahr 2025 zu eröffnen.

Baumaßnahme zur Aktualisierung des Brandschutzes

Das Museum Industriekultur entspricht nicht mehr den aktuellen Brandschutzbestimmungen. Das Hochbauamt wird deshalb im Jahr 2023 eine Brandschutzsanierung durchführen, bei der im gesamten Haus eine Sprinkleranlage installiert wird. Diese Maßnahme erfordert eine Schließung des Hauses für ca. ein Jahr sowie ein Ausräumen aller beweglichen Exponate des Museums. Diese Maßnahme ist bereits mit 3,94 Mio. € im BIC-Prozess veranschlagt. Nachdem die Baugenehmigung im Januar 2020 erteilt wurde, werden zurzeit die Kosten vom Hochbauamt aktualisiert. Bisher ist nur diese technische Brandschutzmaßnahme geplant. Wenn aber das Museum geschlossen und ausgeräumt wird, ist es aus oben genannten Gründen sinnvoll, im gleichen Zeitraum auch die dringend notwendige, inhaltliche Teil-Neukonzeption zu realisieren.

Das zukünftige Profil des Hauses

Das neue Museum Industriekultur wird viel mehr als ein Industriemuseum sein! Es stellt nicht nur die Geschichte der Industrialisierung vom 19. Jahrhundert bis heute am Beispiel Nürnbergs dar – es verbindet diese Geschichte auch mit der Gegenwart. Die Arbeitswelt ist zentral im Leben der Menschen. Gleichzeitig ist „Arbeit“ einer steten Transformation unterworfen und dieser Wandel ist eines der wichtigsten Themen, über die sich die Menschen Gedanken machen. Nehmen uns künftig Roboter die Arbeit weg? Was bin ich „ohne Arbeit“? Gibt es eine Gesellschaft „nach der Arbeit“? All diese Fragen und viele mehr können in diesem Museum zukünftig diskutiert werden. Das neue Museum Industriekultur wird damit Diskursort für die gesamte Nürnberger Stadtgesellschaft. Die Dauerausstellung des Museums kann dazu die Traditionen der vergangenen Jahrzehnte fortsetzen: Sie zeigt die durch die Industrialisierung verursachten Veränderungen von Arbeit und Alltagsleben, also: wie unsere heutige Welt von den Umwälzungen geprägt ist, die die Industrialisierung eingeleitet hat. In Nürnberg stellen sich diese Fragen wie unter einem Brennglas. Im 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt in wenigen Jahrzehnten zu einer Industriemetropole heran, ab der Mitte des 20. Jahrhundert hat hier der Strukturwandel soziale und wirtschaftliche Veränderungen eingeleitet, die bis heute wirken.

Am Ende der Dauerausstellung wird ein Blick in die Zukunft stehen: Wie werden sich die in der Industrialisierungszeit entstandenen Strukturen weiter verändern, wie entwickelt sich z.B. das Verhältnis von Arbeit und Freizeit, Lebensarbeitszeit und Rente, Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder auch die zunehmend diverse Stadtgesellschaft. Durch seine alltagskulturelle Ausrichtung bietet sich im Museum Industriekultur zudem die Möglichkeit, jene Bevölkerungsgruppen anzusprechen, die im Museum normalerweise nicht so häufig zu finden sind. Motorräder, Maschinen, Haushaltsgeräte oder alte und neue Unterhaltungsmedien bieten Diskursanlässe für Jede und Jeden. Nicht zuletzt deshalb ist das Museum Industriekultur bereits jetzt ein Museum für die ganze Familie. Diese Stärke des Hauses wird durch die Neukonzeption noch ausgebaut!

Zeitplan

 Konzeption und Planung 2020-2022  Ausräumen der Objekte Ende 2022  Brandschutzmaßnahme 2023  Feinplanung Gestaltung 2023  Einräumen der Objekte Anfang 2024  Einbau der neuen Ausstellungseinbauten ab Mitte 2024  Eröffnung 2025

Kosten

Für die Neukonzeption eines Museums veranschlagt die „Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern“ derzeit 2.000-2.500 EUR pro Quadratmeter. Das Museum Industriekultur umfasst aktuell 6.000 qm, davon sind rund 4.000 qm museal neu zu bespielen.

Kostenvolumen entsprechend: 4.000qm x 2.500 EUR = 10 Mio. EUR Die Kosten enthalten: Gestaltungsplanung, Ausstellungsbau, Medienstationen, Grafik etc.

KuM/Museum Industriekultur, Leiterin Monika Dreykorn

Das neue Spielzeugmuseum: Vom Sammlungsmuseum

zu „Nürnbergs emotionalem Weltmuseum“

Nürnberg ist die Spielzeugstadt. Seit dem 14. Jahrhundert stellen Menschen hier einzigartiges Spielzeug her und handeln weltweit damit. „Nürnberg hat das Zeug zum Spielen“ – damit sind Spielwaren und Brettspiele gemeint. Seit 1949 findet die Internationale Spielwarenmesse in Nürnberg statt. 1971 wird das Spielzeugmuseum eröffnet. Es ist ein bezauberndes Haus voller emotionaler Schätze. Zugleich ist es eines der besucherstärksten Museen Nürnbergs, denn neben „schwerer“ Stadtgeschichte kann Nürnberg hier touristisch mit einem vermeintlich leichten, vergnüglichen und zugleich weltweit verständlichen Thema punkten. 2021 wird das weltweit bekannte Spielzeugmuseum seinen 50. Geburtstag feiern! Das Jubiläum ist Anlass, eine umfassende Erneuerung in Angriff zu nehmen, die den Wert des Alleinstellungsmerkmals Spielzeug für Nürnberg zeitgemäß in ein Museum des 21. Jahrhunderts umsetzt.

Gestaltung des zukünftigen Auftaktraumes (2020/2021)

Die neue Gestaltung des Erdgeschosses hat die Zielvorgaben „Offenheit – Freundlichkeit – Großzügigkeit – leichte Orientierung“. Das Foyer ist als großzügiger Willkommens- und Auftaktraum mit einheitlicher Boden- und Deckengestaltung geplant. Hier befinden sich künftig der Kassentresen, die Garderobe, Stellplätze für Kinderwägen und Rollstühle und das international verständliche, kinderfreundliche und inklusive Besucherleitsystem. Der neue Auftaktraum wird ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität. Hier zeigen sieben Erzählungen, was Spielzeug alles kann:

Die sieben Erzählungen im Erdgeschoss (2020/2021)

Narrativ 1: Spielzeug ist Emotion Narrativ 2: Spielzeug ist Phantasie Narrativ 3: Spielzeug ist überdauernd Narrativ 4: Spielzeug ist politisch Narrativ 5: Spielzeug ist lehrreich Narrativ 6: Spielzeug ist Wissenschaft Narrativ 7: Spielzeug ist Nürnberg

Begleitend werden ab Oktober 2020 bauliche Maßnahmen, finanziert aus Erbschaften, Spenden und Fördergeldern, die Infrastruktur, Technik und Atmosphäre der Eingangssituation beträchtlich optimieren. Sie umfassen u.a. die Eingangstüre, die Glasschleuse, eine Öffnung zum Innenhof, die Garderobe und einiges mehr, fertiggestellt spätestens zur Jubiläumsfeier im nächsten Jahr.

Das zukünftige Profil des gesamten Spielzeugmuseums (2021 ff.)

Spielzeug ist „Die große Welt im Kleinen“. Wenn Spielzeug die ganze Welt im Kleinen widerspiegelt, dann befindet sich diese kleine Welt im Spielzeugmuseum mit seiner inhaltlich umfassenden Sammlung. Die Ordnung von Spielzeug bedeutet die Ordnung von Welt. Die neue Hauptausstellung des Spielzeugmuseums soll deshalb „Nürnbergs emotionales Weltmuseum“ werden. Es stellt den spielenden Menschen in den Mittelpunkt und zeigt, was unser aller Leben ausmacht – von der Geburt bis zum Tod. Weltweit. Universell verständlich und völkerverbindend. Zur Umsetzung dieser Überlegungen

entstanden 15 inhaltliche Narrative, die in emotionalen, spielerischen Erlebnisräumen dargestellt werden sollen. Dem allgemeinen Publikum werden sie das Menschenbild des Homo Ludens vermitteln. Für die Spielwissenschaften legen sie eine grundlegende Arbeits- und Forschungsbasis. Sie umfassen menschenrechtliche Aussagen („Menschen sind überall anders und überall gleich – und Nürnberger Spielzeug macht das begreifbar), Aussagen zu menschlichen Grundbedürfnissen („Menschen müssen essen und trinken“. „Menschen bauen Häuser, Siedlungen und Städte“ – und Nürnberger Spielzeug macht das begreifbar)“, bis hin zu Aussagen zur Suche des Menschen nach dem Sinn des Lebens („Menschen haben Träume und Sehnsüchte – und Nürnberger Spielzeug macht das begreifbar). Weiterführende Wünsche für das Spielzeugmuseum der Zukunft sind die Etablierung eines spielwissenschaftlichen Instituts an einer der Nürnberger Hochschulen, bei der das Spielzeugmuseum kooperatives Institut sein kann. Das Spielzeugmuseum hat dafür einzigartige Objektquellen: Seine Lehr- und Schausammlung.

Nötige konzeptionelle und bauliche Veränderungen; Digitales

Die Fläche des Spielzeugmuseums ist mit 1.400 qm deutlich zu klein für die riesige Vielfalt der spielerischen und spielzeugbezogenen Themen. Deshalb soll innerhalb des Spielzeugmuseums ergänzend „Das digitale Spielzeugmuseum“ entstehen. Es zeigt als Standbein vertiefend und weiterführend wissenschaftliche Spielthemen. Es zeigt als Spielbein partizipativ Objekte und Spielzeugsammlungen von Menschen aus Nürnberg und Europa.

Zeitplan Erdgeschoss (2020/2021)

 Bewilligung des Umbaus im Erdgeschoss: 2019  Fertigstellung des Rahmenkonzepts für das gesamte Spielzeugmuseum: 1. Oktober 2019; Ausarbeitung zum Feinkonzept: Seit 1. Oktober 2019 fortlaufend  Vorbereitungen für den Umbau (Ausräumen des EG; Abtransport von Vitrinen, Neustrukturierung des Kellers, Leeren des ehemaligen Lagers, Abbau des Kassentresens): 1. März 2020 bis 30. September 2020  Aufbau eines Interimszugangs über die Karlstraße 17 mit Verlegung der Kabel, Transport des Kassentresens und der Garderobe, Beschilderung für Besucher etc.: 25. März bis 31. Mai 2020. Geplante Öffnung des Interimszugangs: 12. Oktober 2020  Umbaumaßnahmen im Erdgeschoss: Oktober 2020 bis April 2021  Einrichtung und Neuaufbau der inhaltlich-gestalterischen Einrichtung im Erdgeschoss: 2. und 3. Quartal 2021  Derzeit geplanter Eröffnungstermin (aufgrund der Corona-Krise noch nicht verbindlich) Herbst 2021: Eröffnung anlässlich „50 Jahre Spielzeugmuseum“

Zeitplan Hauptausstellung (2021 ff.)

 Fertigstellung des ersten Stockwerks: Ende 2023  Fertigstellung des zweiten Stockwerks: Ende 2024  Fertigstellung des dritten Stockwerks: Ende 2025

Kosten

Der Umbauprozess wird vom Hochbauamt betreut und umgesetzt. Bauliche Aufgabenschnittstellen zum Gestaltungsbüro Fa. Sunder-Plassmann (Berlin) sind die Verortung der Anschlüsse, die Lichtinstallation, die Anstricharbeiten, die Boden-, Wand- und Deckengestaltung, die Ausstellungsmöblierung und das Besucherleitsystem. Für die Neukonzeption eines Museums kalkuliert die „Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern aktuell circa 2.000. - 2.500,- Euro pro Quadratmeter. Das Spielzeugmuseum umfasst in den Bereichen der Hauptausstellung eine Fläche von 1.400 Quadratmetern, die museal neu zu bespielen sind. Kostenvolumen für 1.400 qm x 2.500 EUR = 3,5 Mio. Euro.

Um die Neukonzeption für die Hauptausstellung bis Ende 2025 umsetzen zu können, ist der Erhalt der jetzigen Personalausstattung unabdingbar.

KuM/ Spielzeugmuseum, Leiterin Dr. Karin Falkenberg

Dienststelle Die Museen der Stadt Nürnberg

Die städtischen Museen auf gutem Weg. Ist-Stand und Perspektiven 2020 bis 2025 28

Abbildung 8

Abbildung 9

Abbildung 10

Abbildung 11

Abbildung 12

Abbildung 13

Abbildung 14

Abbildung 15

Abbildung 16

Abbildung 17

Abbildung 18

Abbildung 19

Abbildung 20

Abbildung 21

Abbildung 22

Abbildung 23

Abbildung 24

Abbildung 25

Maßnahmen-

Stadtmuseum-

bedarfe

Fembo-Haus

Spielzeug-

2020 ff.

museum

Memorium

Nürnberger

Prozesse

Dokumentations

-zentrum

Reichsparteitags

gelände Museum

Industriekultur

Haus des Spiels

 Warum überhaupt

„Neubauten“

„Sanierungen“

„Erweiterungen“

„Ertüchtigungen“

„…“???

1. Wachsender Besucher*Innenzuspruch

Abbildung 26

 Beispiel: Dokumentationszentrum

Reichsparteitagsgelände

Aufwuchs Besucherzahlen

2009: 181.000

2015: 247.000

2019: 311.000

2. Bauliche Sanierungsbedarfe

Abbildung 27

 Beispiel: Wassereinbruch

Museum Industriekultur,

Starkregen Mitte Juni 2020

3. Neue Erzählungen

& Neue Erzähler*Innen

Abbildung 28

Abbildung 29

Die städtischen Museen auf gutem Weg.

Ist-Stand und Perspektiven 2020 bis 2025

zwei Kurzberichte im Kulturausschuss 2020

Abbildung 30

Heute, 10. Juli:

- Stadtmuseum Fembo-Haus

Museum Industriekultur

-

Spielzeugmuseum

-

Ausschusstreffen im Herbst:

Doku-Zentrum

-

Memorium Nürnberger Prozesse

-

Das neue Fembo-Haus:

Stadtgeschichte(n) Nürnbergs

Abbildung 31

Abbildung 32

Museen der Stadt Nürnberg | Das neue Stadtmuseum Fembo-Haus (Leiterin: Dr. Evelyn Reitz) 17

Das Fembo-Haus als Baudenkmal

Abbildung 33

Abbildung 35

Abbildung 36

Abbildung 34

Die Sammlungen

Abbildung 37

Abbildung 39

Abbildung 38

Geschichtsbilder

Abbildung 40

Abbildung 41

Arbeiten und Leben im Industriezeitalter

Abbildung 43

Abbildung 44

Abbildung 42

Museen der Stadt Nürnberg | Das neue Museum Industriekultur (Leiterin: Monika Dreykorn) 21

Arbeiten und Leben im Industriezeitalter

Veränderungen u.a.:

Abbildung 45

 Neugestaltung des Foyers

 Neuer Einführungsraum

 Durchgehendes Informationssystem

(„roter Faden“)

 Mediale Verstärkung der

vorhandenen Inszenierungen

 Neukonzeption von Abteilungen

(z.B. Strukturwandel 1970-2020)

 Schaffung eines

Forums für den Stadtdiskurs

 Werkstattraum für Seminare

und Workshops

Arbeiten und Leben im Industriezeitalter

Narrationen:

Abbildung 46

 Arbeit findet Stadt

 Die Patrone und die Arbeiter

 Kampf um die Zeit

 Takt, Zwang, Selbstbestimmung

 Die Entstehung der Freizeit

 Identität durch Arbeit

 Fortschritt als Lebensgefühl

 Die schönen und die dunklen

Seiten der Gegenwart

 Utopien der Arbeit

Arbeiten und Leben im Industriezeitalter

Abbildung 47

Wie wir arbeiten:

 Spielerisch-theatralisch

(Rauminszenierungen, Medienstationen,

Museumsbelebungen)

Abbildung 49

 Geschichten der Menschen

(„Hörbar“ Arbeitererinnerungen,

Strukturwandelprojekt „Im Schleudergang“)

Abbildung 48

 Im Dialog (Pop-Up Mögeldorf, Familien-

Kennenlerntage, Begehbares Besucherbuch)

Das neue Spielzeugmuseum:

Vom Sammlungsmuseum

zu „Nürnbergs emotionalem Weltmuseum“

Abbildung 50

Spielzeugmuseum: Nürnbergs emotionales Weltmuseum (Leiterin: Dr. Karin Falkenberg) 25

Das neue Spielzeugmuseum –

Nürnbergs emotionales „Weltmuseum“

 Nürnberg ist die Spielzeugstadt seit über 600 Jahren

 Nürnberg ist „im Großen klein und im Kleinen groß“

(Hermann Glaser, 1928 – 2018)

 Spielzeug zeigt „die große Welt im Kleinen“

 Das Spielzeugmuseum ist eines der besucherstärksten

Museen der Stadt.

 Im Spielzeugmuseum ist unsere komplizierte Welt

einfach, leicht verständlich und begreifbar dargestellt.  Neu: Unsere Welt wird emotional erlebbar.

Wie sieht das konkret aus?

Das kann Spielzeug:

 Unsere Welt ist Gefühl – Spielzeug ist Gefühl

» Museen wirken. » Gefühle sind immer dabei, wenn Menschen etwas erleben. » Spielzeug wirkt stärker emotional, als andere Objekte in anderen Museen. » Denn: Spielzeug ist die Transformation von Materie zu Geist. » Spielzeuggeschichten rühren an, weil sie immer zugleich Menschheitsgeschichten sind.

 Unsere Welt ist Phantasie – Spielzeug ist Phantasie

 Unsere Welt ist politisch – Spielzeug ist politisch

 Unsere Welt ist lehrreich – Spielzeug ist lehrreich

 Unsere Welt ist Nürnberg – Spielzeug ist Nürnberg

Formel: Ding + Phantasie = Spielzeug

Das neue Spielzeugmuseum als

„Weltmuseum“ heißt: Ein Menschen verbindendes Haus

 Das Spielzeugmuseum früher: Ein Sammlungsmuseum

 Das Spielzeugmuseum heute: Ein Familienmuseum

 Das Spielzeugmuseum in Zukunft: „Nürnbergs emotionales Weltmuseum“.

 Das neue Spielzeugmuseum zeigt, was das Leben aller Menschen

auf der ganzen Welt gemeinsam ausmacht – von der Geburt bis

zum Tod.  Dafür wird das Spielzeugmuseum komplett neu aufgestellt: divers, inklusiv, nachhaltig, antirassistisch und Menschen verbindend.

Spielzeug macht die Welt begreifbar

Nürnberg als Stadt der Menschenrechte erzählt

im Spielzeugmuseum: „Das ist bei allen Menschen gleich“

 Menschen sind überall anders und überall gleich – und Nürnberger Spielzeug

macht das begreifbar.

 Menschen werden geboren und sterben – und Nürnberger Spielzeug macht

das begreifbar.

 Menschen bauen Häuser, Siedlungen und Städte – und Nürnberger

Spielzeug macht das begreifbar.

 Weitere Themen: Essen & Trinken; Natur, Tiere, Pflanzen; Träume &

Sehnsüchte; Vorstellungen vom Universum; Lebensräume; Feste; Liebe.

Dienststelle

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 57

KuF/023/2020

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 09.10.2020 öffentlich Beschluss

Betreff:

Neukonzeption Gemeinschaftshaus Langwasser

Anlagen: Aufgabenraster DiversityCheck Entscheidungsvorlage

Sachverhalt (kurz): Nach knapp dreijähriger Sanierungszeit nimmt das Gemeinschaftshaus Langwasser seit September seinen Betrieb schrittweise wieder auf. Die offizielle Wiedereröffnung findet Anfang 2021 statt. Das Gemeinschaftshaus ist als einer von elf von KUF betriebenen Kulturläden soziokulturelle Stadtteileinrichtung und gleichzeitig eine von sechs Stadt(teil)bibliotheken im BCN-Verbund. Die Vorlage stellt insbesondere die seitens KUF angestellten Überlegungen dar, nimmt aber auch Bezug auf gemeinsame Planungen mit BCN/StB. In Punkt 4. werden die speziellen Überlegungen zur Arbeit der Stadt(teil)bibliothek vorgestellt. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Einschränkungen aufgrund der Covid 19-Pandemie nicht dauerhaft sind. Solange notwendig müssen alle Überlegungen entsprechend ggf. an aktuelle Rahmenbedingungen angepasst werden. Die neuen Mietpreistarife für das Gemeinschaftshaus Langwasser werden in einer eigenen Vorlage vorgestellt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten 117.367 € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten 5.000 € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten 112.367 € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von 2,0 Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Siehe Beilage.

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stk

BCN

Beschlussvorschlag: 1. Der Kulturausschuss nimmt die Überlegungen zur Neukonzeption des Gemeinschaftshauses Langwasser zustimmend zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung. 2. Der Kulturausschuss empfiehlt die Berücksichtigung des in der Vorlage dargestellten Budget- und Personalmehrbedarfs bei der Aufstellung des Haushalts- und Stellenplanentwurfs 2021 soweit es die Haushaltslage zulässt.

Aufgabenstrukturplan Gemeinschaftshaus Langwasser

Stand 07/2020

Stellen_ Nr / Vgr. 416.3901 IST 416.3910 IST 416.390 IST 416.3906 IST 416.3906 IST 416.xxxx SOLL 416.3903 IST 416.xxxx SOLL 416.3915 IST 416.3916 / 416.3911 /
Umfang 1,0 VK 39 WAZ 1,0 VK 39 WAZ 0,64 VK, 25 WAZ 0,5 VK, 19,5 WAZ 0,5 VK, 19,5 WAZ 1,0 VK 39 WAZ 0,83 VK, 32 WAZ 1,0 VK 39 WAZ 1,0 VK 39 WAZ 2,0 VK 39 WAZ
Funktio ns- bezeich nung Einrichtungsleitun g E11 Sachgebietsleitu ng Verwaltung & Hausmanageme nt E9b Sozialpädagogische*r Mitarbeiter*in E9b Kulturpädagogisc he*r Mitarbeiter*in E9b Kulturpädagogisch e*r Mitarbeiter*in E9b Kulturpädagogisch e*r Mitarbeiter*in E9b Verwaltungs- fachkraft E6 Mitarbeit Infotheke E3 Veranstaltungstec hnik E7 Hausmeister E4
AUFGA BEN- PROFIL Einrichtungsleitung Grundsatzplanung und Fortschreiben der Einrichtungskonzeptio n Vertretung der Einrichtung Personalverantwortun g in Planung, Einsatz und Führung Budgetverantwortung Qualitätsmanagement , inhaltliches Controlling und Entwicklung von einrichtungsbezogene n Evaluierungsinstrume nten Federführung von Kooperations- und Höhepunktsprojekten Geschäftsstellenleitun g Stadtteilforum Langwasser und Mitarbeit in stadtteilspezifischen Gremien Grundsätzliche Ausgestaltung der Öffentlichkeitsarbeit in print, web und social media Betreiberverantwortu ng nach VStättV Leitung der Verwaltung Grundsätzliche Verwaltungsfragen Finanzcontrolling Verantwortung für Haustechnik und Bauunterhalt Leitung der Zahlstelle Koordination und Einsatz des technischen Personals sowie FSJ, BFD, Hilfs- und Servicekräfte Administrative Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen Raum- und Personalmanageme nt Organisation und verwalterische Abwicklung von Vermietungen Akquise und Kontaktpflege zu Mietern und Veranstaltern Übernahme der Veranstaltungsleitu ng im Sinne der VStättV Planung und Organisation von Gruppen & Kursangeboten inkl. Beratung, Abstimmung Honorare/ Gebühren Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit in Zusammenarbeit mit Institutionen, darin konzeptionelle Entwicklung von Kooperationsbausteinen und Kooperation mit Bildungseinrichtungen Aufbau von Zielgruppenangeboten bes. für Kinder, und Familien Veranstaltungsplanung, - organisation und - durchführung Anleitung und Qualifizierung von Freiwilligen und Hilfskräften Einbeziehung von Ehrenamtlichen in die Angebotsplanung Mitarbeit ÖA (später) Erstellen inhaltlicher Bausteine für die Öffentlichkeitsarbeit Übernahme von Veranstaltungsleitung im Sinne der VStättV Querschnittsverantwortung für kinderkulturelle Aspekte Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Kooperationsprojekt en im inter- /transkulturellen Bereich Planung, Organisation und Durchführung inter- /transkultureller Gruppen Organisation und Durchführung von Austauschprojekten mit der Partnereinrichtung in Krakau Erschließung externer Förderquellen Mitarbeit in fachspezifischen Arbeitsgruppen im Stadtteil/ Stadtverwaltung Mitarbeit ÖA (später) Erstellen inhaltlicher Bausteine für die Öffentlichkeitsarbeit Übernahme von Veranstaltungsleitung im Sinne der VStättV Querschnittsverantwo rtung für Seniorenthemen und Integration Konzeption und Organisation von Ausstellungen inkl. Rahmenprogramm Planung, Organisation und Durchführung von Kulturveranstaltungs programmen inkl. Projekte n und Kooperationen Mitarbeit in fachspezifischen Arbeitsgruppen im Stadtteil/ Stadtverwaltung Mitarbeit ÖA (später) Erstellen inhaltlicher Bausteine für die Öffentlichkeitsarbeit Erschließung externer Förderquellen Übernahme von Veranstaltungsleitung im Sinne der VStättV Konzeption, Umsetzung und Begleitung Dritter Ort in Zusammenarbeit mit freien Initiativen Konzeption und Durchführung von partizipativen Projekten für Foyerbereich und Außenflächen Planung und Entwicklung von Kooperations- und partizipativen Projekten in Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftl. Engagement Verantwortliche Betreuung der Öffentlichkeitsarbeit in print, web und social media Koordination stadtteilspezifischen von Kultur- und Teilhabeangeboten im öffentlichen Raum insbes. Langwasser Nord Begleitung von Stadtteilinitiativen und Mitgestaltung von Kommunikationsprozes sen im Stadtteil Betreuung Informationstheke bzgl. Auskünften und Beratung zum Programm Allgemeine Verwaltungstätigkeit en inkl. Beschaffungen, vorbereitende Buchhaltung, Mitarbeit bei administrativer Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen Mitarbeit in der Zahlstellenführung inkl. Überprüfung der Kassenbuchungen, Wochenabschluss Mitarbeit Kursorganisation hinsichtlich Teilnehmerverwaltun g, Gebühreneinzug, BUT-Abrechnung Mitarbeit Informationsthek e bzgl. Auskünften über das Angebot des GLW Ansprechpartner für Gäste Entgegennahme von Lieferungen Unterstützung Kassentätigkeiten Unterstützung bei Verwaltungs- tätigkeiten Technische Leitung für Veranstaltungen und die Veranstaltungsräume und technischen Betriebseinrichtungen im Sinne der einschlägigen Vorschriften Veranstaltungsleitung nach VStättV §38 Wartung und Reparaturen der Hausbetriebs- und Veranstaltungs- technik Technische Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen Hausverantwortung im Sinne VStättV Ausübung des Hausrechts Organisation des Personaleinsatzes Hilfskräfte/ externe Techniker) Mitarbeit Erstellung von Dienstplänen. Aufgaben lt. Hausmeisterordnung, insbesondere: Umstuhlungsarbeiten Vorbereitung von Veranstaltungen Geräte- und Schlüsselausgabe. Gartenpflege Reparatur und Instandhaltung des Inventars und der technischen Anlagen Überwachung der Arbeiten von Handwerkern Terminüberwachung Wartungsarbeiten Materialbeschaffung Einteilung und Überwachung des Personals der Reinigungsfirmen. Erteilung von Auskünften an Besucher. Hausverantwortung im Sinne der VStättV Ausübung des Hausrechts Einweisung des Einlass- und Ordnungspersonals Verwaltung der Garderobenmarken. Übernahme von Veranstaltungsleitung im Sinne der VStättV

416.3901

IST

416.3910

IST

416.390

IST

416.3906

IST

416.3906

IST

416.xxxx

SOLL

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IST

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SOLL

416.3915

IST

416.3916 /

416.3911 /

Diversity-Check Stadt Nürnberg

Nr. Prüffragen Begründung / Bemerkungen Bewertung
1. In welcher Weise wirkt sich das Vorhaben nach Einschätzung der Verwaltung auf unter- schiedliche Personen- gruppen aus?  relevant  teilweise relevant  nicht relevant
2. Auf welchen nach den Diversity-Dimensionen differenzierten Daten, Informationen oder Schätzungen basiert das Vorhaben?  relevant  teilweise relevant  nicht relevant
3. Kann das Vorhaben zur Gleichberechtigung / Gleichstellung und Chancengleichheit bei- tragen?  relevant  teilweise relevant  nicht relevant
4. Welche Auswirkungen auf bestimmte Perso- nengruppen sind mit dem Einsatz öffentli- cher Mittel zu erwar- ten?  relevant  teilweise relevant  nicht relevant
Gesamt- relevanz  relevant  teilweise relevant  nicht relevant

Neukonzeption Gemeinschaftshaus Langwasser

Bericht im Kulturausschuss am 09. Oktober 2020

„Das Gemeinschaftshaus Langwasser am Heinrich-Böll-Platz spielt im Bereich der quartiersbezogenen Lern- und Bildungslandschaft eine zentrale Rolle. Mit der Stadtteilbibliothek, den offenen Räumen für zahlreiche freie Gruppen und vielfältigen Veranstaltungs- und Freizeitangeboten ist es das Kulturzentrum im Stadtteil...“1

Nach knapp dreijähriger Sanierungszeit nimmt das Gemeinschaftshaus Langwasser seit September seinen Betrieb schrittweise wieder auf. Die offizielle Wiedereröffnung findet Anfang 2021 statt. Der Stadtteil erhält wieder Zugang zu seinem kulturellen Zentrum. Der Begriff „kulturelles Zentrum“ ist hierbei in zweierlei Hinsicht zu verstehen: Zum einen steht das Gemeinschaftshaus für die kulturelle Grundversorgung der Bürgerschaft in Langwasser mit nahezu 43.000 Einwohnenden2 und damit der Größenordnung einer Mittelstadt. Diese reicht von Veranstaltungen über Kursangebote, Treffen verschiedenster Gruppen, Zugang zu insgesamt 28.000 unterschiedlichsten Medien und Leseförderungsaktivitäten in der Stadtbibliothek bis hin zu einer Gastronomie mit Biergarten. Zum anderen steht das Haus als soziokulturelles Zentrum den diversen Besuchergruppen offen zur Teilhabe und als Ermöglichungsraum.

Diese Kernfunktionen hat das Gemeinschaftshaus bereits im Kulturausschussbericht vom 13.07.1999 formuliert. Im Rahmen der Neukonzeption wird jedoch die Rolle als soziokulturelles Zentrum, das die aktuellen sozialen und kulturellen Anforderungen des Stadtteils und der gesellschaftlichen Fragestellungen aufgreift und Perspektiven für die Weiterentwicklung des Stadtteils eröffnet, akzentuiert und weiter ausdifferenziert. Als Haus der „Kultur für alle“, das sich noch mehr dem zivilgesellschaftlichen Engagement öffnet, als Plattform für kreatives und künstlerisches Schaffen, als Knotenpunkt im Stadtteilnetzwerk. Während der Schließzeit wurden Angebot und Struktur des Gemeinschaftshauses angesichts dieser Rollen wie auch der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen überprüft und in der folgenden Neukonzeption modifiziert.3

Das Gemeinschaftshaus ist als einer von elf von KUF betriebenen Kulturläden soziokulturelle Stadtteileinrichtung und gleichzeitig eine von sechs Stadt(teil)bibliotheken im BCN-Verbund. Die Vorlage stellt insbesondere die seitens KUF angestellten Überlegungen dar, nimmt aber auch Bezug auf gemeinsame Planungen mit BCN/StB. In Punkt 4. werden die speziellen Überlegungen

1 Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Nürnberg Südost. Vernetzen! (Nov. 2019, Hrsg. BgA, s. S. 86) 2 Mit Langwasser ist hier und im Folgenden das Stadtteilkulturgebiet Langwasser gemeint. Daten lt. StA-Statistikmonitor von 2019. 3 Die konzeptionellen Überlegungen gehen davon aus, dass die Einschränkungen aufgrund der Covid 19- Pandemie nicht dauerhaft sind. Alle Überlegungen müssen ggf. an aktuelle Rahmenbedingungen angepasst werden.

zur Arbeit der Stadt(teil)bibliothek vorgestellt. Die neuen Mietpreistarife für das Gemeinschaftshaus Langwasser werden in einer eigenen Vorlage vorgestellt.

1. Grundlagen der Neukonzeption des Gemeinschaftshauses

1.1 Kulturstrategie der Stadt Nürnberg

Den übergeordneten Rahmen für das neue Konzept gibt die vom Stadtrat im Januar 2018 beschlossene Kulturstrategie der Stadt Nürnberg vor. Sie dient als Richtlinie für die grundlegenden Ziele, Programmschwerpunkte und Aufgaben. Das Gemeinschaftshaus bezieht sich hierbei vor allem auf folgende Leitziele4: 5 „Stärkung der Nürnberger Kunst- und Kulturszene durch Möglichkeiten des Experimentierens im analogen wie digitalen Raum“, 6 „Stärkung der Stadtgesellschaft durch transkulturelle und generationenumspannende Ansätze sowie Förderung von Dialogräumen“ und 10 „Aktivierung von Akteurinnen und Akteuren aus unterschiedlichen Sparten, Sektoren und Ressorts durch Einbindung, Dialog und Wertschätzung“. Das Konzept nimmt ebenso Bezug auf das Handlungsfeld 2 („Diversität und Teilhabe stärken“), insbesondere auf das Ziel 1 „Empowerment der Nürnberger Stadtgesellschaft“ und Ziel 2 „Generationendialog gestalten“. In den folgenden Kapiteln 2 („Der künftige Zielrahmen) und 3 („Programmbausteine“) wird auf die einzelnen Leitziele und Maßnahmen konkret Bezug genommen.

1.2 Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Nürnberg Südost (InSeK)

Ein weiterer wichtiger Bezugspunkt sind die „Handlungsempfehlungen auf lokaler Quartiersebene“ des Integrierten Stadtentwicklungsprojekts (INSEK5) Nürnberg Südost für die „Kultur- und Bildungslandschaften“ in Langwasser. Zahlreiche davon nimmt das Gemeinschaftshaus Langwasser schon seit langem und ab der Wiedereröffnung wieder verstärkt wahr. Hierzu gehören u.a.: „Lebenslanges Lernen ermöglichen: Bildung und Kultur sind integrativer Teil der Stadtentwicklung und wichtige Motoren für die Gestaltung zukunftsfähiger Quartiere. Ziel ist es, neue und innovative Formen des wohnortnahen, lebenslangen Lernens in Kombination mit Freizeit- und Kulturangeboten zu schaffen. […]. Heute ist das Gemeinschaftshaus bereits Knotenpunkt des weitreichenden bürgerschaftlichen Netzwerks im Südosten. Die Vernetzung über das Stadtteilforum Langwasser funktioniert sehr gut. Ausbaufähig sind kleinräumige Kooperationsstrukturen der sozialen, kulturellen und schulischen

4 Kulturstrategie der Stadt Nürnberg, S. 70. 5 Ansatz der INSEKS sind integrierte Ansätze über rein bauliche Planungen hinaus, um Antworten auf die komplexen Herausforderungen der Zukunft zu finden und eine nachhaltige, ökologisch und sozial ausgewogene Stadtentwicklung zu ermöglichen. Das integrierte Stadtentwicklungskonzept Nürnberg Südost von 2015 trägt den Untertitel VERNETZEN! Der Titel ist Programm und steht für die übergreifenden Themen dieses Gebiets. Gemeint ist damit nicht nur die räumliche Vernetzung, sondern ebenso die Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren, Bürgerschaft, Verwaltung und Politik.

Einrichtungen in den Quartieren untereinander sowie deren Verknüpfung mit den stadtteilzentralen Gemeinschaftseinrichtungen […]. Dezentrale Strukturen und Netzwerke stärken: […] gilt es nun, das polyzentrische Grundprinzip der kulturellen, sozialen, sport- und bildungsorientierten Angebote neu zu aktivieren. Bereits bestehende soziale Infrastrukturen sollten durch bedarfsgerechte Nutzungsanreicherungen vernetzt, Gemeinschaftsräume für die Bewohner zugänglicher gemacht werden […]. Eine stärkere Belegung mit wohnungsnahen Dienstleistern ist ebenfalls denkbar, um neuen demographischen und sozialen Anforderungen zu genügen. Dazu zählen […] wohnungsnahe soziale und kulturelle Infrastrukturen, […] Zwischennutzungen, wie etwa mietbare Veranstaltungsräume, aber auch dauerhafte Einrichtungen wie Nachbarschafts- und Jugendtreffs könnten als Treffpunkte den sozialen Zusammenhalt der Nachbarschaften fördern [...].“6

1.3 Modellprojekt #LNGWSSR

Im Rahmen des Modellprojekts „Utopolis - Soziokultur im Quartier“7 – gefördert vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) – führt das Gemeinschaftshaus Langwasser das Projekt #LNGWSSR durch. Das vierjährige Förderprogramm (2018-2022) mit bundesweit sechzehn Projekten wurde erstmals gemeinsam von BMI und BKM initiiert, um der Fragestellung, „wie Kunst und Kultur für das Zusammenleben der Gesellschaft in den Stadtteilen genutzt werden kann“, durch die Förderung soziokultureller und partizipativer Projekte nachzugehen. Der Fokus des Projekts „liegt auf der Ermittlung geeigneter künstlerischer Methoden, um eine vielfältige Nachbarschaft zu erreichen und gerade auch Bewohnerinnen und Bewohner, die zuvor nur wenige Berührungspunkte mit Kunst und Kultur hatten, zur aktiven Mitgestaltung ihres Wohnund Lebensumfeldes anzuregen. Dabei spielt die Vernetzung mit Initiativen und Institutionen vor Ort eine große Rolle – mit dem Quartiersmanagement ebenso wie mit sozialen Vereinen, kommunaler Verwaltung oder auch Wirtschaftsunternehmen…“8 Die gewonnenen Erkenntnisse sollen sowohl vor Ort als auch im bundesweiten Austausch auf andere Stadtteile und Kulturzentren übertragen werden und dauerhaft wirken.

Auftaktprojekt war die Bürger/innenbeteiligung „Gemeinschaftshaus.Neu.Machen“, bei der in Zusammenarbeit mit dem städtischen E-Government-Büro erstmals ein Kulturthema mit einer Online-Beteiligung bearbeitet wurde. Ziel war, von den Menschen zu erfahren, welche Angebote sie sich vom Gemeinschaftshaus nach der Wiedereröffnung wünschen, aber auch was sie benötigen, um sich dort wohl zu fühlen und das Gemeinschaftshaus für sich zu nutzen. Zudem

6 Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Nürnberg Südost. Vernetzen! (Nov. 2019, Hrsg. BgA, s. S. 86) 7 https://utopolis.online/ 8 https://utopolis.online/about/

waren alle Menschen, die in Zukunft ein eigenes Angebot ins Leben rufen, oder ehrenamtlich aktiv werden möchten aufgerufen, mit den Mitarbeitenden Kontakt aufzunehmen. Der Online-Beteiligungszeitraum war vom 24. Juni bis 26. Juli 2019. Neben der digitalen Beteiligungsmöglichkeit wurden über aufsuchende partizipative Angebote, Vor-Ort-Begehungen und -Veranstaltungen eine breite Gruppe an interessierten und engagierten Menschen angesprochen. Insgesamt wurden rund 1.500 Menschen erreicht, die in schriftlichen Beiträgen und Kommentaren insgesamt 4.973 Anliegen, Ideen und Wünsche formulierten9. Die Beteiligungsergebnisse10 sind - nach Überprüfung der konkreten Realisierbarkeit und unter Berücksichtigung von Kulturstrategie und INSEK – zusammen mit den anderen Teilprojekten (s.u.) von #LNGWSSR

1.4 Konzeptentwicklungsprozess

Nicht zuletzt hat das KUF-Gemeinschaftshaus-Team in einem zweijährigen Konzeptentwicklungsprozess mit externer Moderation aus den vorgenannten Grundlagen Ziele, Inhalte, Angebotsschwerpunkte, Personal- und Organisationsstrukturen für die künftige Arbeit entwickelt. Diese konzeptionellen Planungen wurden und werden kontinuierlich mit den Gremien des Stadtteilforums Langwasser abgestimmt und diskutiert. Der Prozess ist also nicht abgeschlossen, sondern die Entwicklung des Hauses wird weiterhin hinterfragt und ggf. modifiziert. Wichtig dabei sind vor allem der ständige Dialog mit dem Team der Stadtbibliothek und den Nutzer/innen (z.B. in regelmäßigen Besucher/innenversammlungen) und dem Stadtteil (Stadtteilforum, Bürgerverein, u.a.). Hierbei geben über die Ergebnisse von Gemeinschaftshaus.Neu.Machen hinaus die Erfahrungen aus den weiteren partizipativen Teilprojekten von #LNGWSSR wie das Betonliebe- Festival rund um Kunst im öffentlichen Raum, das genreübergreifende transkulturelle Theaterprojekt Wir.Schreiben.Geschichte, sowie die Bindung und Förderung von Ehrenamtlichen zu Stadtteilführenden im Projekt Langwasser.Neu.Entdecken (Projektbeschreibungen siehe Anhang) stete Impulse für die weitere Entwicklung und werden im Rahmen der folgenden Neukonzeption skizziert.

2. Der künftige Zielrahmen

Aufgabe der Stadtteilkulturarbeit des Gemeinschaftshauses ist es, ein vielfältiges Programm zu entwickeln und zu steuern, das sich an den Bedürfnissen der Stadtteilbevölkerung orientiert. Dabei geht es sowohl um rezeptionsorientierte Angebote zur kulturellen Grundversorgung wie auch um die Wahrnehmung der Funktion eines soziokulturellen Zentrums als Forum für Teilhabe, Aktivierung, Kooperation und Vernetzung.

9 509 Beiträge zu den Themen „Deine Wünsche für unser neues Programm“ und „Wohlfühlen in Deinem Gemeinschaftshaus“ mit 1643 Bewertungen und 66 Kommentaren. Damit fand ein besonders reger Austausch statt. 10 Siehe Anhang.

2.1 ERMÖGLICHEN

Das Gemeinschaftshaus nimmt künftig mit dem Ansatz „Teilhabe und Partizipation“ stärker die Rolle des Ermöglichers und Koordinators als die des Eigenveranstalters wahr. Die Nutzer/innen – sowohl Einzelpersonen als auch Einrichtungen/Organisationen, sowohl Profis als auch jene, die sich einfach „ausprobieren“ möchten – sollen eine Plattform erhalten und dabei unterstützt werden, ihre eigenen Ideen umzusetzen.11 Die Unterstützung des Gemeinschaftshauses reicht vom fachlichen Know-how der Mitarbeitenden, Qualifizierung und Beratung zur Eigeninitiative, Überlassung der Räumlichkeiten für selbstorganisierte Gruppen bis hin zur Bereitstellung von Infrastruktur und professionellen Auftrittsmöglichkeiten. Darüber hinaus steht den Nutzer/innen die Öffentlichkeitsarbeit des Hauses und das Netzwerk zur Verfügung. Neben der Beförderung von Einzelakteur/innen und kleinen Initiativen sind im Veranstaltungsbereich Angebote in Kooperation mit u.a. dem Mobilen Kino Nürnberg e.V., Bluepingu, dem AK Streetart Langwasser, LangwasserTV, BUNI u.v.m. geplant.

2.2 ERMÄCHTIGEN

Die zunehmende Ausdifferenzierung der sozialen und kulturellen städtischen Milieus verlangt nach neuen Wegen, um den eigenen Anspruch einzulösen, einen Querschnitt der gesamten Stadtteilbevölkerung zu erreichen. „Im Rahmen des Kulturstrategieprozesses wurde [...] deutlich, dass – wie in einem Großteil der deutschen Städte ...– nicht die gesamte Nürnberger Bürgerschaft in ihrer Diversität im Nürnberger Kulturbereich mit Blick auf das Programm sowie im Publikum und im Bereich des Personals repräsentiert ist. Die gezielte Ermächtigung von Menschen aus unterschiedlichen künstlerischen und kulturellen Milieus ist daher ein zentrales Ziel von Kulturentwicklung.“12 Eine effektive Antwort auf diese Herausforderung ist, das Empowerment der Stadt(teil)gesellschaft zu fördern. Das heißt, neue Ansätze zu entwickeln, um Menschen zum Besuch zu motivieren und insbesondere an der Produktion von kulturellen Angeboten zu beteiligen. Dabei ist es für das Gemeinschaftshaus besonders wichtig, bisher noch nicht aktive Akteur*innen zu gewinnen und einzubinden sowie diejenigen zu fördern, die besondere Unterstützung benötigen. Dafür sollen offene und kooperative Strukturen geschaffen werden, die die Eigenproduktion von Kulturangeboten genauso fördern wie den Diskurs, um gesellschaftliche Entwicklungen im Stadtteil zu ermöglichen.13

11 Kulturstrategie: „LZ 10. Akteure aus unterschiedlichen Sparten aktivieren durch Einbindung, Unterstützung und Wertschätzung“. 12 Kulturstrategie der Stadt Nürnberg, S. 102. 13 Beispiele:  Raum für Diskussion und gegenseitige Beratung unter den Besuchenden. Siehe „Dritter Ort“.  Selbsthilfetreffs, angeregte oder selbst entstandene Diskussionsrunden werden unterstützt.  Im öffentlichen Raum kann es begleitende Angebote zu aktuellen Themen geben, z.B. Diskussionsrunden und Vorträge aus gesellschaftlichen Bereichen und qualitative Hilfe bei Problemlösungen.

Neben der geplanten verstärkten Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum m Kursbereich will das Gemeinschaftshaus alle Aktiven unterstützen, eigene Angebote zu veranstalten und umzusetzen. Hierzu soll es ein spezielles Weiterbildungsprogramm geben. Auch das Vermietungs- und Nutzungsangebot von Räumlichkeiten soll für Aktive ausgebaut werden: Für Interessierte (vor allem aus dem Bereich der Musik, Kunst- und Kulturvereine) sollen nicht nur Räume, sondern auch Beratung und Bewerbung der Angebote zur Verfügung gestellt werden. Hierbei stehen – im Sinne der Kulturstrategie - inklusive und transkulturelle Ansätze im Vordergrund.

Beispiele:  Die Big Band Langwasser wird bei der Durchführung eigener Konzerte mit administrativem und technischem Veranstaltungs-Know-how sowie Instrumenten der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.  Menschen, die zu Hause nicht die räumlichen Möglichkeiten haben, werden bei der Gründung offener Werkstätten unterstützt.  Kursleiter/innen erhalten Beratung und Fortbildungen, wie sie ihre Kurse selbst veranstalten können.  Künstler/innen können den „Dritten Ort“14 niederschwellig nutzen, um dort Aktionen durchzuführen.  Bei Disco-Veranstaltungen im Rahmen von OBA (Offener Behindertenarbeit) stehen die Teilhabe und das aktive Mitwirken behinderter Menschen im Vordergrund  Beim Aufbau einer neuen Aktivengruppe für Stadtteilführungen werden die Erfahrungen der „alten“ Führer/innen an eine neue Generation weitergereicht.  Bei der Planung der Öffnungszeiten der Stadtteilbibliothek wurden Zeitfenster für selbstorganisierte Bibliotheksangebote berücksichtigt, z.B. Leseclub, Vorlesegruppen, Sprachlerner, Elterntreff.

2.3 VERNETZEN

Der Stadtteil Langwasser zeichnet sich durch eine superdiverse Bevölkerung aus. In diesem Gebiet leben aktuell Menschen aus 115 Herkunftsländern, u.a. aus der Türkei, der Russischen Förderation, der Ukraine, Polen, Griechenland und Rumänien, um nur die größten Gruppierungen zu nennen. Diese Struktur prägt den Stadtteil und hat Auswirkungen auf die Kulturarbeit. So ist die kulturelle Vielfalt Grundlage für Begegnung und Austausch der Stadtteilbewohner/innen untereinander und gegenseitige Akzeptanz und damit kreativer Ausdruck für gesellschaftlichen Wandel. Gleichzeitig kann die Superdiversität auch zu Verständnisproblemen bei Besucher/innen, Vorurteilen oder bewusstem Vermeiden von Begegnung und Austausch zwischen verschiedenen

14 Siehe Fußnote 32.

Bevölkerungsgruppen führen. Das Gemeinschaftshaus will die Chance, den Reichtum der Bevölkerungsvielfalt zu erfahren und voneinander zu lernen, durch Begegnung und Dialog nachhaltig fördern und langfristig zu transkulturellen Formaten anregen. Hierfür ist es ebenso notwendig, den einzelnen Communities den Rahmen zu bieten, die „eigene Kultur“ zu leben und präsentieren zu können wie das Schaffen von Anlässen, sich untereinander kennen zu lernen, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Mehrsprachige oder sprachunabhängige Formate und Ausdrucksformen sowie die Bearbeitung universeller Themen sollen diesen Prozess fördern. Nicht zuletzt wird die Nutzung des Gemeinschaftshauses durch die verschiedenen Communities an die Bedingung des Austausches geknüpft, um dem diversitätsorientierten Ansatz Rechnung zu tragen. So forschen im Projekt „Wir.Schreiben.Geschichte“ unter dem Dach von #LNGWSSR Akteur/nnen verschiedener Kunstsparten mit Bürger/innen nach dem heutigen Gesicht des Stadtteils und entwickeln künstlerische Präsentationsformen für ein „Wir- Gefühl“.15 Hinsichtlich der Diversität des Publikums spielt auch die intergenerationelle Begegnung im Gemeinschaftshaus eine zunehmende Rolle. Aktuell weist Langwasser einen höheren Altersdurchschnitt als die Gesamtstadt auf.16 Nach aktuellen Prognosen wird sich die Bevölkerungsstruktur im Stadtteil jedoch in den nächsten Jahren verändern. Es wird mehr freier Wohnraum entstehen und viele junge Familien werden zuziehen. Diese Entwicklung hat bereits begonnen und macht sich auch in der Nachfrage nach kulturellen Angeboten bemerkbar (siehe Beteiligung bei „Gemeinschaftshaus.Neu.Machen“). Gleichzeitig befand sich auch das Publikum des Gemeinschaftshauses bereits in der Zeit vor der Schließungsphase in einem Generationenwechsel. Trotz einer großen Stammbesucherschaft, die zum Teil seit Beginn der soziokulturellen Arbeit kommt, ist der Altersdurchschnitt der Besucher/innen in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken.17 Sehr auffällig ist dies im Bereich des ehrenamtlichen Engagements, aus dem sich jahrzehntelange Stamm-Aktive zunehmend zurückziehen. Hier gilt es, neue Konzepte zu entwickeln, um den heutigen Voraussetzungen bürgerschaftlichen Engagements gerecht werden zu können. Jede Altersgruppe soll sich im Gemeinschaftshaus willkommen fühlen. Die Jüngeren müssen die Möglichkeit bekommen, das Haus zu „ihrem“ zu gestalten, die Älteren dürfen sich dabei nicht zurückgedrängt fühlen. Gleichzeitig wird angestrebt, dass möglichst viele der bisherigen Nutzer/innen auch künftig ihren Platz im Haus behalten. Neben altersspezifischen Angeboten kommt es also ebenso darauf an, den Dialog zwischen den Generationen mit dem nötigen Feingefühl zu befördern und den Austausch zu unterstützen. Ebenso muss eine adäquate Öffentlichkeitsarbeit die Kommunikations- und Informationskanäle der jeweiligen Zielgruppen „bespielen“.

15 Die niedrigschwellige, partizipative und inklusive Gestaltung von künstlerischen Produkten (Stadtteilzeitung, Objektlandschaften, künstlerische Bücher mit Langwasser-Geschichten und ein Bühnenstück) eröffnen einen neuen Blick auf den Stadtteil. Das Projekt erstreckt sich über drei Jahre. Eine Verstetigung wäre wünschenswert. 16 Anteil der über 50-jährigen in Langwasser: 46,6 % (Gesamtstadt: 40,2 %), vgl. http://sta0mv99/ASW/asw.exe?aw=/WP_Grundzahlen/WPG_BSDBm_03_kuf 17 Vgl. KUF/3-Kulturladenumfrage 2016

2.4 KOOPERIEREN

In der Stadtteilbibliothek liegt aufgrund der engen Zusammenarbeit mit Trägern der formalen und non-formalen Bildung der Anteil der regelmäßigen Nutzer/innen für die Gruppe der unter 18-jährigen bei 50%. Nicht nur in diesem Zusammenhang spielen Kooperationen in Zukunft eine noch größere Rolle, um durch Synergieeffekte aus unterschiedlichen Kompetenzen und Zielgruppen neue Angebote zu schaffen und Begegnung zu ermöglichen. Gemeinsam mit der Stadtteilbibliothek werden Programmbausteine im Bereich Literatur entwickelt werden und das gesamte Haus bespielt, um Infrastruktur und Expertise beider Einrichtungen optimal zu nutzen. Das Bildungszentrum wird mit eigenen Kursen in verschiedenen Sparten – von Sprachen über Digitalisierung- und IT- bis hin zu Bewegungsangeboten – ein dauerhafter Partner. Die Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendhaus „Geiza“ wird weiterhin intensiviert, um durch gemeinsame Aktivitäten die verschiedenen Zielgruppen in Kontakt zu bringen. Die seit über 30 Jahren bestehende Partnerschaft mit dem Krakauer Kulturzentrum Nowohuckie Centrum Kultury NCK bietet vielfältige Möglichkeiten, mehr Austausch der Zentren zu initiieren, die Veranstaltungsprofile der beiden Zentren mehr zu vernetzen und damit gerade im Kontext der Kulturhauptstadtbewerbung zu einer Stärkung der Kulturstadt Nürnberg als sichtbare Akteurin und Impulsgeberin auf europäischer und internationaler Ebene beizutragen. Nicht zuletzt kommt der Gastronomie im Gemeinschaftshaus eine wichtige Bedeutung zu. Die künftigen Pächter haben bereits mit der Namenswahl für die Gaststätte („EssKultur“) deutlich gemacht, dass sie sich mit den Zielen des Gemeinschaftshauses identifizieren und in enger Zusammenarbeit eigene Angebote entwickeln wollen.

3. Angebotsbausteine

3.1 „Dritter Ort“ 18

In den vergangenen Jahren haben sich verschiedenste Kulturinstitutionen mit der konzeptionellen Öffnung ihrer Häuser hinsichtlich der Beteiligung möglichst vielfältiger Gruppen beschäftigt. Zugleich weist das Konzept des „Dritten Ortes“ große Schnittmengen zu Aufgaben und Struktur eines soziokulturellen Zentrums auf - beispielsweise dem freien Zugang für die Öffentlichkeit, dem Miteinander der Gäste in zwanglosem und hierarchiefreiem Rahmen, Statusneutralität und allgemeine Niedrigschwelligkeit19 - und deckt sich zu großen Teilen mit den Überlegungen von Volkshochschulen und Bibliotheken, insbesondere auch dem Open- Library-Konzept20 der Nürnberger Stadtbibliothek.

18 Der Begriff „Dritter Ort“ wurde 1989 von dem Soziologen Ray Oldenburg geprägt. Er bezeichnet neben dem „Zuhause“ (1st place) und dem Arbeitsplatz (2nd place), einen Ort, der noch nicht mit den alltäglichen Verpflichtungen besetzt ist, einen Raum, der eine Auszeit bietet und gleichzeitig etwas Vertrautes und Sicheres, ein Wohlgefühl. Der Begriff 3rd Place steht somit allgemein für Plätze, an denen sich Menschen versammeln und begegnen, Orte, an denen man Erholung findet oder etwas erlebt. Vgl. „Statusbericht Weiterentwicklung der Kulturladenarbeit im Kulturausschuss“ am 11.10.2019 19 Vgl.https://www.zaknrw.de/files/redaktion/dossier07_zak_01apr2019.pdf 20 Siehe Kapitel 4 Stadtteilbibliothek Langwasser

Die damit gemeinsame Zielsetzung beider Partner im Gemeinschaftshaus soll nun realisiert werden, um durch die niedrigschwellige Begegnung diverser Besucher/innen noch mehr Zugang zum gesellschaftlichen Dialog und aktiver Teilhabe zu ermöglichen.21 Ein großer Teil der öffentlichen Fläche des Gemeinschaftshauses wird daher räumlich und konzeptuell als „Dritter Ort“ zusammengefasst und speziell ausgestattet. Mit der Umgestaltung des Foyers zum Begegnungsraum wird zudem zahlreichen Wünschen aus der Bürgerbeteiligung entsprochen.

Neben der künstlerischen Gestaltung des Eingangsbereichs und der Einrichtung eines Selbstbedienungs-Cafés zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität wird die gesamte Infrastruktur auf die möglichen Bedarfe der Nutzer/innen ausgerichtet. Hierzu gehören Ladesteckdosen und freies WLAN, Sitzgruppen und -nischen mit flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten, Bereitstellung von Spielgeräten und ein Rückgabeautomat im Foyer für Medien der Bibliothek. Weiterhin werden Möglichkeiten zur Recherche und Mediennutzung vor Ort, (Computer-)Arbeitsplätze, Gesellschaftsspiele, Leseecken und eine Dachterrasse mit Sitzmöglichkeiten und Hochbeeten angeboten. Das Open-Library-Angebot der Stadtteilbibliothek und die Nutzung bestimmter Teile des Biergartens ohne Konsumzwang tragen zur freien niederschwelligen Nutzung weiter Teile des Gebäudes im Rahmen der geplanten erweiterten Öffnungszeiten bei. So soll das Haus von Montag bis Freitag von 8.30 bis 22 Uhr nahezu ganztägig geöffnet sein, an den Samstagen außerhalb der Schulferien von 10 bis 15 Uhr.22 Die vollumfängliche Nutzung der Bibliothek ist während der Regelöffnungszeiten (Dienstag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr) möglich. Darüber hinaus ist sie am Samstag von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie abends bis 22.00 Uhr als „Open-Library“ mit eingeschränkten Funktionen zugänglich (s. Abschnitt 4.).

Als Ort der Begegnung bietet der „Dritte Ort“ Möglichkeiten für den direkten Austausch der Gäste untereinander wie auch mit den Mitarbeitenden des Gemeinschaftshauses. Die diverse Teamstruktur ermöglicht den Kontakt in verschiedenen Sprachen. Der „Dritte Ort“ bietet Raum für Diskussion und gegenseitige Beratung unter den Besucher/innen und unterstützt Selbsthilfetreffs. Selbstorganisierte Gruppen können dort ihre Ideen und Aktivitäten einbringen und ggf. eigene Projekte durchführen, gemeinnützige Angebote können auf der Basis ehrenamtlichen Engagements unterstützt werden.

Darüber hinaus ist der „Dritte Ort“ sowohl Schnittstelle verschiedener Programmkomponenten im gesamten Haus (z.B. Ausstellungen, Hausgastronomie, Veranstaltungen) als auch eigenständiger

21 Vgl. u.a. LZ 6 „Stärkung der Stadtgesellschaft durch transkulturelle und generationenumspannende Ansätze sowie Förderung von Dialogräumen“, LZ 10 „Aktivierung von Akteurinnen und Akteuren aus unterschiedlichen Sparten, Sektoren und Ressorts durch Einbindung, Dialog und Wertschätzung“, HF2/Z1 „Diversität und Teilhabe stärken“, M1 „Bestehende Strukturen und Ansätze der kulturellen Teilhabe stärken“, HF 1/Z4 „Freiräume für kreatives und künstlerisches Schaffen ermöglichen“ 22 Die erweiterten Öffnungszeiten ziehen einen erhöhten Personalbedarf nach sich, wie in Kapitel 5 Personalstruktur beschrieben.

Veranstaltungs- und Aktionsort. Mit entsprechender Personalausstattung könnten dort auch transkulturelle Formate und Themen aus dem interkulturellen Kalender entwickelt und umgesetzt werden (z.B. interkulturelles Frühstück, Woche der internationalen Lyrik). Die Gartenbereiche bieten hohes Potential für weitere Aktivitäten im Außenbereich, z.B. durch einen „Nasch-Garten“, gemeinsam genutzte Hochbeete, eine Pausenwiese oder die Einbeziehung von Aktivitäten des Eltern-Kind-Hauses. Wünschenswert sind auch weitere partizipative und nachhaltige Formate, z.B. Flohmärkte, „Tauschrausch“ für Bekleidung und Bücher.23 Die Aktivierung, Förderung und Koordination ehrenamtlicher Akteure für diesen Bereich erfordert eine intensive Betreuung durch das Gemeinschaftshaus. Der damit verbundene erhöhte Personalaufwand wird in Kapitel 5 weiter ausgeführt.

3.2 Veranstaltungen

In allen Umfragen (insbesondere Gemeinschaftshaus.Neu.Machen, Kulturladenumfragen, etc.) werden Wünsche nach einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm im Gemeinschaftshaus geäußert. Im Folgenden werden Bausteine für eine „Grundversorgung“ des Stadtteils mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm vorgestellt und die Basis für weiterführende soziokulturelle Entwicklungen formuliert. Ziel von KUF im Gemeinschaftshaus ist ein Veranstaltungsprofil, das sowohl die Bedürfnisse aus dem Stadtteil bedient als auch Strahlkraft in die Gesamtstadt und Region entfaltet. Eine Voraussetzung ist hierbei, die Veranstalterrolle abzugeben und in der Rolle als Ermöglicher kulturellen Akteuren aus dem Stadtteil und darüber hinaus die herausragende Infrastruktur des Hauses für eigene Kulturangebote zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der personellen Ressourcen ist auch nur durch diese Akzentverschiebung vom Veranstalter zum Ermöglicher ein Programm in dieser Größenordnung denkbar.

PROJEKTION

Das „Kino im Gemeinschaftshaus“ ist in der Erinnerung zahlreicher Stadtteilbewohner/innen ein elementarer Bestandteil der eigenen Kindheit und Jugend. Es erlebte seine Blüte in den 1970-er und 1980-er Jahren. Nach dem Ausbau zentrumsnaher Kinokomplexe sank die Nachfrage, das Programm wurde daraufhin gegen Protest im Stadtteil eingestellt. Mit dem Mobilen Kino Nürnberg e.V. konnte ein kompetenter Kooperationspartner gewonnen werden, dem durch den neuen Indoor-Spielort Gemeinschaftshaus auch eine Wintersaison (Oktober bis März) ermöglicht wird. Die Formate reichen von speziellen Angeboten für Senior/innen über Familienkino bis hin zum klassischen Freitagabend-Programmkino. Die Veranstaltungen sind jeweils einer bestimmten Zielgruppe/Thematik24 gewidmet und finden in Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Partnern,

23 vgl. hierzu auch die Ergebnisse von „Gemeinschaftshaus.Neu.Machen“ 24 Schwerpunkt-Themenreihen werden u.a. sein: Natur/Ökologie/Nachhaltigkeit, Urban Art, Hip Hop (Dance), Literatur, Interkultur sowie Inklusion, ergänzt durch die bekannte Reihe „Blickpunkt Erde“ (länderspezifische Live-Multivisionsvorträge).

z.B. dem Inter-Kultur-Büro, dem Seniorennetzwerk, Bluepingu (Agenda 21 Kino) oder der Gemeinschaftshaus-Gastronomie statt. Die Filmvorführungen sollen teilweise auch durch ein Rahmenprogramm wie Publikumsgespräche mit Filmschaffenden, Kreativangebote für ein jüngeres Publikum oder themenorientierte Ausstellungen ergänzt werden. Das niedrigschwellige Format Kino kann aktuelle Themen wie umweltbewusstes Handeln, kulturelle Öffnung etc. vermitteln. Filme im Original mit Untertiteln sind für die jeweiligen Muttersprachler/innen und deutschsprachige Besucher/innen gemeinsam erlebbar. Das Begleitprogramm ermöglicht Begegnungen und Austausch der Besuchenden untereinander wie auch Begegnungen mit den Kunstschaffenden. Weitere Dialogräume entstehen durch Gesprächsrunden, „Kaffee und Kuchen-Angebote“, zum Teil in Zusammenarbeit mit der Gastronomie des Gemeinschaftshauses.25

TANZ(EN)

Die Bürgerbeteiligung ergab, dass sich viele Menschen im Stadtteil einen Ort zum Tanzen am Wochenende wünschen. Diesem Bedarf wird künftig mit verschiedenen Angeboten entsprochen – von Disco für diverse Zielgruppen und wechselnden DJs u.a. von der inklusiven Einrichtung BUNI Kultur- und Freizeit-Treff bis hin zu Tanzabenden mit Live-Musik in Kooperation mit dem „1. Deutscher Boogie Woogie Club Nürnberg e.V.“, der Big Band Langwasser, der „All Star Band“ aus Langwasser oder auch dem Kinder- und Jugendhaus „Geiza“. Auch der Seniorentanz wird mit der Gastronomie als Veranstalter wieder eine Heimat im Gemeinschaftshaus haben. Das Format schafft weitere Möglichkeiten der Begegnung und Teilhabe im Stadtteil. Durch die Setzung interkultureller musikalischer Schwerpunkte und das aktive Mitwirken von Menschen mit Behinderung wird ein zwangloser Austausch verschiedenster Bevölkerungsgruppen gefördert.26 Das Format kann perspektivisch erweitert werden, z.B. durch eine höhere Veranstaltungszahl, jüngeres Publikum mit DJing Workshop, Tanzen mit Livemusik für jüngeres und älteres Publikum im Wechsel, Disco im kleinen Saal in Kooperation mit Streetwork und Jugendlichen.27

WORT

Der neue Schwerpunkt Literatur bildet insbesondere die enge Zusammenarbeit der beiden Partner im Haus – KUF und StB – ab. Lesungen erfolgreicher Autorinnen und Autoren verschiedenster Herkunft sollen dem Thema im Stadtteil und der Gesamtstadt mehr Aufmerksamkeit verleihen und dem Ziel der Stärkung der Literaturszene Nürnbergs auch dezentral Rechnung tragen. Die Auswahl der Themen/Länder orientiert sich an anderen Veranstaltungen des Gemeinschaftshauses. Die Lesungen werden mit Podiumsdiskussionen, Ausstellungsrundgängen oder

25 vgl. Kulturstrategie LZ 6 „Stärkung der Stadtgesellschaft durch transkulturelle und generationenumspannende Ansätze sowie Förderung von Dialogräumen“ 26 vgl. Kulturstrategie HF 2, Z 1, M 1a: „Diversität und kulturelle Teilhabe stärken“, „Inklusion und Interkulturalität“ 27 vgl. Kulturstrategie HF2, Z1, M1 „Empowerment“

Gesprächsrunden in kulinarischem Rahmen flankiert, um weitere Gelegenheit zur Kommunikation zu bieten.28 Eine diversitätsorientierte Auswahl der Autor/innen und Autoren steht hierbei im Vordergrund. Neben den „Bestseller“-Lesungen sollen kleine, junge Live-Literaturformate wie „Lesen für Bier“, „U20 Poetry Slam“ und Lesungen zu Ausstellungen an besonderen Orten im gesamten Gebäude eine weitere Plattform für die junge Literaturszene Nürnbergs bieten und mit ungewöhnlichen Formaten auch ein jüngeres Publikum anziehen.29 Eine enge Abstimmung mit der Koordinationsstelle Literatur am BCN und weiteren Partnern wie dem Kulturschockverein, dem KuNo und dem Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden ist vorgesehen.

BILD

Ausstellungen bespielen zukünftig das gesamte Gemeinschaftshaus an den verschiedensten Orten und in unterschiedlichsten Formaten: Von Medienkunst im großen Saal über durchgehend zugängliche Formate im Außenbereich oder „in situ“-Arbeiten auf der Experimentierwand im Treppenhaus bis hin zu Ausstellungen in der Galerie des Lichthofs. Damit sollen hochwertige kulturelle Angebote auch professioneller Kunstschaffender niedrigschwellig zugänglich sein und das Gemeinschaftshaus zum Ort für experimentelle und digitale Formate werden. Neue Blickrichtungen sind u.a. Literatur (z.B. Konkrete Poesie, Comics, Buchkunst), Natur/Ökologie/Nachhaltigkeit, Inklusion. Eine Zusammenarbeit mit noris inklusion (Künstlergruppe „Chroma Omada“) dem Krakauer Partnerkulturzentrum Nowohuckie Centrum Kultury (NCK) sowie der Kuno Galerie Nord wird angestrebt. Das Geschichtsarchiv Langwasser stärkt mit seinen Ausstellungen die Identität der Langwasseraner/innen durch das gemeinsame Erinnern.30 Wie bei allen Programmbausteinen ist im Rahmenprogramm eine Verbindung zu den anderen Formaten und Themen des Gemeinschaftshauses – beispielsweise zu den bestehenden Aktivitäten im Bereich StreetArt geplant.

3.3 BEWÄHRTES

Neben den zahlreichen neuen Veranstaltungsformaten werden bisherige erfolgreiche Angebote des Gemeinschaftshauses wiederaufgenommen. Hierzu gehört die Kindertheaterreihe der Kulturläden im Rahmen der kulturellen Grundversorgung im Stadtteil. Das jährliche Sommerfest wird vermehrt in gemeinsamer organisatorischer Verantwortung zusammen mit den Hausgruppen entwickelt und umgesetzt. Das Hausfest wird auch künftig das Forum sein, um das Engagement der Aktiven im Haus und der Partner/innen zu würdigen.

28 vgl. Kulturstrategie: LZ 6 „Förderung von Dialogräumen“ 29 vgl. Kulturstrategie, LZ 5 „Stärkung der Nürnberger Kunst- und Kulturszene durch Möglichkeiten des Experimentierens“ 30 vgl. Kulturstrategie LZ 5 und HF1, Z4 „Freiräume für kreatives und künstlerisches Schaffen ermöglichen“

Der Weihnachtsmarkt wird – nach den sehr positiven Erfahrungen aus dem Jahr 2019 – künftig auf dem Gartenareal des Gemeinschaftshauses, des Biergartens und des „Geiza“ stattfinden. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema „Nachhaltigkeit“ und wird sich sowohl bei der Auswahl der Teilnehmer/innen, im Programm, den Verkaufsprodukten als auch in den gastronomischen Angeboten ausdrücken.

3.4 Neuorganisation regelmäßiger Angebote

Das Gemeinschaftshaus verfügt über eine große Zahl an Werk- und multifunktionalen Mehrzweckräumen mit zeitgemäßer technischer Ausstattung. Diese können regelmäßig von ca. 100 verschiedenen Kursen, Gruppen und Vereinen genutzt werden.

KURSE

Kurse spielen bei den regelmäßigen Nutzungen eine wichtige Rolle, als dezentrale Basisversorgung mit Angeboten zu Sprachen, Gymnastik und Tanz, Gesang, IT- und Kreativangeboten. Hierbei arbeitet das Gemeinschaftshaus zukünftig in enger Kooperation mit BCN. Ausgehend von der Expertise des Gemeinschaftshauses über Bedarfe im Stadtteil bringt das Bildungszentrum seine Kompetenzen in Nachfrage und Auswahl an Kursthemen sowie erfahrene professionelle Dozent/innen ein. Auf dieser Basis wird gemeinsam ein Kursprogramm entwickelt und in laufendem Austausch (z.B. durch regelmäßige Konzepttreffen) überprüft. Hinzu kommen individuelle Nischenangebote, um kulturelle Impulse in den Stadtteil zu tragen sowie Ideen der Bevölkerung einzuholen und umzusetzen. Sie sind für ein lebendiges, soziokulturelles Zentrum unerlässlich und schaffen bei den Nutzenden ein hohes Maß an Identifikation. Dazu könnten beispielsweise Fotoworkshops, ein Makerspace, Gruppen die sich zu Stadtteilführern ausbilden lassen, intuitives Bogenschießen und langfristig Literatur- und Schreibangebote sowie handwerkliche Techniken von antikem Tiefdruck bis zu ultramodernen Plotterprojekten zählen.

Im Zuge des Empowerments kommt es zu einer Neuorganisation der individuellen Kurs- und Gruppenangebote. Das Gemeinschaftshaus tritt aus der Rolle des Kursveranstalters zurück und unterstützt stattdessen die Dozent/innen, ihre Angebote eigenverantwortlich umzusetzen. Das bedeutet mehr Verantwortung für die Dozent/innen, zugleich mehr Gestaltungsspielraum in der Durchführung sowie engeren Kontakt zu den Teilnehmenden. Das Gemeinschaftshaus unterstützt die Dozenten u.a. mit Fortbildungen oder Workshops, bei denen rechtliche Hintergründe besprochen und praktische Fragen geklärt werden.31 Ebenso sind Formate, bei denen die Dozent/innen oder Gruppen sich austauschen und gegenseitig voneinander lernen, angestrebt. Die Überlassung der Mehrzweckräume erfolgt zu sehr günstigen Konditionen, das Gemeinschaftshaus übernimmt die Bewerbung der Angebote und sorgt für die notwendige Infrastruktur und

31 z.B. Wie nehme ich BuT Gutscheine an? (BuT = Bildung und Teilhabe)

unterstützt ggf. bei inhaltlichen Fragen.32 Dieses Gruppen- und Kursangebot ist seit vielen Jahren Bestandteil des Programms und hat einen festen Teilnehmendenkreis. Die Kursleitungen sind in das Stadtteilforum Langwasser eingebunden und übernehmen zum Teil ehrenamtliche AGs im Gemeinschaftshaus. Im Vergleich zum professionalisierten Angebot des Bildungszentrums steht hier die Anbindung an den Stadtteil und die Bürgerschaft im Vordergrund.

GRUPPEN

Neben dem Kursangebot stellt das Gemeinschaftshaus zahlreichen Gruppen seine Räume als Treffpunkt zur Verfügung. Hierdurch werden Begegnungsmöglichkeiten und Aufbau neuer Interessensgemeinschaften/Netzwerke aller Facetten des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens gefördert. Nutzer/innen sind zum einen freie Gruppen und Vereine. Sie erhalten Unterstützung bei der Infrastruktur und Bewerbung ihrer Angebote, arbeiten aber ansonsten frei und nach dem Prinzip, von- und miteinander zu lernen und in einer festen Gruppe ein gemeinsames Interesse zu verfolgen. Regelmäßiger Austausch sowie „Crossover Projekte“ zwischen den Gruppen werden gefördert und sind im Hinblick auf Begegnung und Dialog im Haus explizit gewünscht (z.B. Zusammenarbeit von Stadtteilführenden und Geschichtsarchiv, Bildung von Programmgruppen, gemeinsame Auftritte und Ausstellungen…). Außerdem initiiert und unterstützt das Gemeinschaftshaus ehrenamtliche Gruppen mit gemeinnützigen Angeboten. Diese orientieren sich stark an aktuellen gesellschaftlichen Themen und Bedarfen im Stadtteil (z.B. Bürgercafé, Flüchtlingshilfe, Computerberatung, Repaircafé). Nicht zuletzt steht ein neuer Makerspace mit offenen Werkstätten allen offen, die sehr individuelle Projekte umsetzen möchten - mit professioneller Infrastruktur und der Möglichkeit sowohl eigenständig zu arbeiten, als auch die Hilfe und Beratung der Gruppe zu nutzen. Daraus können regelmäßige Veranstaltungen entstehen, z.B. Repaircafé, um die Gruppen zu vernetzen und im Stadtteil bekannter zu machen. Hier gibt es auch Schnittstellen zum „Dritten Ort“ und zu Veranstaltungen (siehe dort). Allen diesen Angeboten gemeinsam ist das Anliegen, verschiedene Bevölkerungsgruppen über diese Angebote zusammenzubringen und einen transkulturellen Austausch zu befördern.

3.5 Das Gemeinschaftshaus im Öffentlichen Raum

„Nürnbergs grünster Stadtteil“ weist eine Vielzahl von Plätzen und Orten auf, die für eine kulturelle Belebung prädestiniert sind. Durch das Projekt #LNGWSSR hat sich noch einmal ein neuer Blick auf die Potentiale im öffentlichen Raum des Stadtteils entwickelt: Spielaktionen, Stadtteilpicknicks, Flohmärkte, Open-Air Kino oder kleine Konzerte bringen die Kultur direkt zu den Menschen in die

32 HF1, Z 2, M 3a

Wohnumgebung, stärken die Identifikation mit dem Stadtteil und tragen zu einer Erhöhung der Aufenthaltsqualität bei.33 Das mit finanzieller Unterstützung durch den Verfügungsfonds Langwasser im Rahmen der Stadterneuerung durchgeführte Projekt „Betonliebe“ soll zu einer dauerhaften Einrichtung im Stadtteil werden. Hierbei laden das Gemeinschaftshaus Langwasser und der AK Streetart Langwasser lokale und internationale Streetart-Künstler/innen ein, ausgewählte Wände im Stadtteil dauerhaft zu gestalten. Zusätzlich finden partizipative gestalterische Projekte und weitere Veranstaltungen zum Thema Streetart statt. Zentrales Ziel des Projekts ist es, die Identifikation der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem Stadtteil zu erhöhen und Menschen in der Region und darüber hinaus für dieses Stadtviertel zu begeistern. Die Themen Vielfalt und Identität bilden den roten Faden aller Wandgestaltungen. Im Jahr 2019 gab es dazu eine Reihe von Wandprojekten im Stadtteil. Mit Unterstützung der wbg konnte ein ehemaliges Fahrradgeschäft als „Streetartzentrale“ für die Dauer von einem Jahr angemietet werden.34 In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Streetart Langwasser und weiteren Kooperationspartnern sollen zukünftig regelmäßig weitere sogenannte „Murals“ entstehen. Anwohner/innen-Gespräche, Einweihungsfeiern und Rahmenprogramm (Filme, Vorträge, Künstlergespräche) regen zur Auseinandersetzung mit den entstandenen Kunstwerken an und binden die Bevölkerung in die Kunstprojekte ein. Durch entsprechende Künstler/innenauswahl können dabei auch die Städtepartnerschaften Nürnbergs (nicht nur mit Krakau) gestärkt und langfristig sichtbar werden. Der Bezug zur Kulturstrategie ist insbesondere durch das Handlungsfeld 1 gegeben.35 Mit dem Teilprojekt von #LNGWSSR „Langwasser.Neu.Entdecken“ werden ehrenamtliche Stadtteilführer/innen geschult und so die Kontinuität und Weiterentwicklung der beliebten Führungsreihe „Langwasser Entdecken“ gesichert. Die kostenfreien Angebote mit Themen zur Geschichte und Entwicklung des Stadtteils und seiner Bewohner/innen, Kunst, Wohnen und Umwelt tragen in hohem Maße zur Identifikation mit dem Stadtteil ein, stärken die Teilhabe und verfolgen einen intergenerationellen Ansatz: Ältere und Zeitzeugen teilen ihr Wissen über den Stadtteil mit Jüngeren oder neu dazu Gekommenen. Auch die Stadtteilbibliothek sieht Entwicklungspotential im öffentlichen Raum – beispielsweise Vorlesen im Park oder Literaturspaziergänge. Der Bezug zur Kulturstrategie ergibt sich insbesondere durch das Handlungsfeld 1.36 Perspektivisch gibt es gerade in Langwasser Nord mit dem Langwassersee und weiteren Grünflächen äußerst attraktive Orte für ein kleinformatiges Kulturprogramm in den Sub-Quartieren. Neben der notwendigen Aufwertung dieser Orte durch eine kulturelle Bespielung macht bereits die Größe des Gesamtgebiets Langwasser derartige „dezentrale“ Angebote außerhalb des Gemeinschaftshauses zwingend erforderlich, um die Bevölkerung zu erreichen und kulturell zu versorgen. Dieses kann allerdings – insbesondere nach Ablauf des Modellprojekts #LNGWSSR im

33 vgl. auch „…wohnungsnahe soziale und kulturelle Infrastruktur schaffen...“ (InSeK, S. 86) 34 Siehe Anhang. 35 „Städtepartnerschaften stärker kulturell akzentuieren“ und „Öffentlicher Raum als Potential (Sichtbarmachung von Kunst verstärken)“ 36 „Partizipative Formate“ und „Generationendialog gestalten“

Jahr 2022 und damit dem Wegfall einer 0,75 VK-Stelle – nur mit zusätzlichen Ressourcen realisiert werden.

3.6 Netzwerkarbeit / Stadtteilforum Langwasser

Das Stadtteilforum wurde 2017 als Zusammenschluss der sozialen und kulturellen Organisationen und Einrichtungen Langwassers gegründet. Nach Ende der Stadtteilkoordination Langwasser ging die Geschäftsführung an das Gemeinschaftshaus über. Das Gemeinschaftshaus koordiniert auch das „Geschäftsführende Gremium“ (GfG), in dem die Leitungen der Facharbeitskreise (z.B. „AK Jugend“, „Seniorennetzwerk“) und Themenfelder (z.B. Haus der Heimat für das Themenfeld „Integration“) zusammenarbeiten und die Netzwerkarbeit im Stadtteil steuern. Das Stadtteilforum reagiert auf Entwicklungen und Veränderungen in Langwasser und gibt immer wieder Impulse für Projekte oder neue Arbeitsfelder, z.B. Weihnachtsmarkt, „Langwasser ist bunt“ (als Gegenpol zu rechtsextremistischen Phänomenen), Geschichtsprojekt, Flüchtlingshilfe. Das Gemeinschaftshaus wird seine Rolle im Stadtteilforum wie bisher ausfüllen, kann aber den zunehmenden Herausforderungen wie demographischer Wandel, Zunahme rechtspopulistischer Wahlergebnisse, Zusammenarbeit mit Schulen, Aufwertung des öffentlichen Raums u.a. auch in Langwasser Nord nur in begrenztem Rahmen begegnen. Im Rahmen der Stadterneuerung Langwasser ist auch ein Quartiersmanagement im Stadtteil geplant - der Beginn ist derzeit jedoch noch ungewiss. Eine enge Verzahnung des Stadtteilforums mit dem Quartiersmanagement und den Gremien der Stadterneuerung wäre hierbei wünschenswert.

4. Stadtbibliothek Langwasser

Die Stadtbibliothek Langwasser ist ein aktiver Teil des Gemeinschaftshauses Langwasser und setzt ebenso wie der Kulturladen die oben beschriebenen Ziele in konkrete Angebote und Formate um. Dies betrifft sowohl den Medienbestand, bei dem ein Schwerpunkt auf russischsprachiger Literatur liegt, als auch die Veranstaltungen. Insbesondere durch die Leseförderaktionen wird die Schlüsselkompetenz Lesen gestärkt und damit der Zugang zu Wissen und Information ermöglicht. Darüber hinaus ist die Stadtbibliothek Langwasser konzeptionell in das Netz der Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg eingebunden. Mit der Neueröffnung des Gemeinschaftshauses werden für Kund/innen verschiedene Verbesserungen hinsichtlich Räumen, Einrichtung, Erreichbarkeit und Service angeboten:  Mit der Einführung von Selbstverbuchungsautomaten in Langwasser bietet die Bibliothek mehr Datenschutz bei der Medienausleihe und –rückgabe, einen schnelleren Service und dadurch mehr Personalkapazität für Beratung und Information.  Ein Rückgabeautomat im Erdgeschoss des Gemeinschaftshauses erweitert die Nutzungszeiten für die Medienrückgabe von 28 Stunden wöchentlich auf 72,5 Stunden in

der Woche (Montag bis Freitag von 8.30 bis 22 Uhr, Samstag von 10 bis 15 Uhr, abweichende Öffnungszeiten während der Schulferien sind möglich).  Die Bibliotheksräume im 1. Obergeschoss sind mit Neueröffnung über einen Aufzug barrierefrei erreichbar.  Als erste Bibliothek in Nürnberg bietet die Stadtbibliothek am Standort Langwasser mit einem Open-Library-Konzept erweiterte Öffnungszeiten zur eigenständigen Nutzung durch Bibliothekskund/innen an. So kann ohne Personalmehrung eine Öffnung an Samstagen und in den Abendstunden verwirklicht werden (Dienstag bis Freitag von 18 bis 22 Uhr und Samstag von 10 bis 15 Uhr). Eine elektronische Zugangskontrolle ermöglicht den Zugang mit gültigem Bibliotheksausweis für alle ab 16 Jahre (Kinder nur in Begleitung durch Erwachsene). Aufenthalt, Ausleihe und Rückgabe von Medien ist während der Open- Library-Zeiten möglich. Fachberatung, Ausstellen von Bibliotheksausweisen und Bezahlen von Gebühren wird während der regulären Öffnungszeiten – Dienstag bis Freitag von 11 – 18 Uhr – angeboten. In Übereinstimmung mit den Datenschutzrichtlinien und um die Sicherheit der Besucher/innen zu gewährleisten, ist eine Kameraüberwachung im Bibliotheksbereich (beschränkt auf die Open-Library-Zeiten) installiert. Zusätzlich steht im Gemeinschaftshaus auch immer eine Ansprechperson im Service zur Verfügung.  Die Dachterrasse erhält neben ansprechenden Sitzplätzen Hochbeete mit Naschfrüchten, Kräutern, Blumen etc., die von allen Besucher/innen genutzt werden können. Auch die Beteiligung mit Pflanzen, Samen oder Mitarbeit bei der Pflege ist möglich und erwünscht. Angedacht ist zudem eine Samentauschbörse. Neben eigenen Veranstaltungen des Gemeinschaftshauses ist eine Nutzung der Dachterrasse für Kooperationspartner (Gruppen, Kurse) neu im Programm.

Nach 24 Monaten Bibliotheksbetrieb im Container auf dem Parkplatz hinter dem Gemeinschaftshaus wandern die Angebote der Stadtbibliothek zur Grundversorgung mit Medien und deren Vermittlung wieder zurück ins Gemeinschaftshaus. Die Einschränkungen in der Containerlösung hinsichtlich Veranstaltungsformaten und Aufenthaltsqualität sind aufgehoben und ermöglichen wieder einen Regelbetrieb mit allen Angeboten einer Basisversorgung im Stadtteil. Ein nach wie vor wesentlicher Teil der Arbeit widmet sich der Weiterführung und dem Ausbau der Zusammenarbeit mit den Kitas und Schulen vor Ort sowie der Leseförderung und dem Aufbau von Medienkompetenz entsprechend der Kulturstrategie. Daher bleiben die Zeiten vor 11 Uhr sowie der Montag vorrangig für Leseförderveranstaltungen und Gruppenbesuche reserviert und sind von der „Open Library“ ausgenommen. Besonders erfreulich ist, dass viele der im Bürgerbeteiligungsverfahren geäußerten Wünsche durch die baulichen Verbesserungen und geplanten Angebote bereits umgesetzt werden konnten: barrierefreier Zugang zur Bibliothek, Rückgabe von Medien außerhalb der Öffnungszeiten, erweiterte Öffnungszeiten und Samstagsöffnung, Dachbegrünung, Erhalt der Leseförderangebote.

Bereits vor der Corona-Krise wurden die digitalen Angebote der Stadtbibliothek kontinuierlich ausgebaut (Online-Benutzerkonto, Onleihe, Zugriff auf Datenbanken und Streamingdienste). Eine neue Herausforderung wird sein, mehr Veranstaltungsformate zu entwickeln, die sowohl digital als auch analog funktionieren oder sich gegenseitig ergänzen. Generell stehen die Räume der Stadtbibliothek allen Menschen als Ort der Teilhabe, des zwanglosen Aufenthalts und Austauschs sowie als Ort der Informationsbeschaffung und des Lernens ohne Bedingungen offen.

5. Personalstruktur

Die vollumfängliche Umsetzung des hier beschriebenen Konzepts ist für KUF nur mit einer erweiterten Personalstruktur machbar. Mit den vorhandenen Stellen könnte nur ein Teil der Vorhaben ab der Wiedereröffnung realisiert werden. Wie dargestellt sehen die neuen Öffnungszeiten eine regelmäßige Hausöffnung an Samstagen vor (jeweils 10 bis 15 Uhr, außer in den Ferien und an Feiertagen). Ein Teil der Samstagsdienste wird abwechselnd von den hauptamtlichen Mitarbeitenden von KUF und StB übernommen. Eine durchgehende Besetzung der Eingangstheke des Gemeinschaftshauses an Samstagen ist jedoch nur mit weiteren Kapazitäten in Höhe von 1,0 VK-Stelle in E3 zu gewährleisten. Aus Sicherheitsgründen ist an Samstagen und verschiedenen Abendterminen eine Einzelbesetzung der Infotheke nicht vertretbar. Für den Einsatz eines entsprechenden Kontroll- und Sicherheitsdienstes werden Sachmittel in Höhe von 5000 Euro benötigt.

Die Betreuung und Entwicklung eines transkulturellen „Dritten Ortes“ ist ebenfalls ein zusätzliches Angebot. Die durchgehende Besetzung der Infotheke sorgt hier für erste Information und Beratung. Für eine gezielte, regelmäßige Anwesenheit der pädagogischen Mitarbeitenden fehlen jedoch momentan die Kapazitäten. Die Arbeit mit freien Gruppen und Ehrenamtlichen erfordert einen vermehrten Betreuungsaufwand seitens der Einrichtung, um die sehr personalintensive Förderung von zivilgesellschaftlichem Engagement und Eigeninitiative, die inhaltliche Arbeit zum Aufbau transkultureller Anlässe, in der die verschiedenen Gruppen zusammenarbeiten und gemeinsam neue Formate der Begegnung entwickeln, zu erbringen. Ebenso sollte eine angemessene Öffentlichkeitsarbeit dem Profil wie auch den Kommunikationsbedürfnissen der verschiedenen Nutzer/innen gerecht werden. Hierbei sind mehr und unterschiedlichere Kanäle der Kommunikation notwendig als bisher bespielt werden können.

Nicht zuletzt kann das vom Stadtteil geforderte stärkere Engagement des Gemeinschaftshauses für mehr stadtteilkoordinierende Aufgaben, insbesondere in Langwasser Nord, nur mit einer personellen Aufstockung geleistet werden. Die bisherigen Angebote von #LNGWSSR im öffentlichen Raum – beispielsweise die Streetart-Aktivitäten „Betonliebe“- müssten mit Ablauf der drittmittelgeförderten 0,77 VK Projektstelle eingestellt werden

Die Erfüllung dieser Aufgaben erfordert mindestens die Schaffung von 1,0 VK in Eingruppierung E9b zur Mitarbeit in Planung, Organisation und Durchführung partizipativer Kultur- und Informationsveranstaltungen sowie Teilhabeangeboten, der Koordination und Betreuung des „Dritter Ortes“, für eine erweiterte Stadtteil- und Gremienarbeit und die Umsetzung einer nutzer/innenorientierten Öffentlichkeitsarbeit.

Schon vor der Generalsanierung wurde die Personalausstattung mit 7,45 Stellen (davon neben der Leitung lediglich 1,64 Stellenanteile im kulturpädagogischen Bereich, verteilt auf drei Teilzeitkräfte) der Größe des Gemeinschaftshauses nicht gerecht. Die zukünftige KUF-Teamstruktur soll sich an den Produktsparten mit jeweiliger Spartenverantwortung für Netzwerkarbeit, Gruppen/Kurse, Veranstaltungen, Hausmanagement incl. Vermietung und Verwaltung orientieren.37 Neben der Spartenverantwortung gibt es Querschnittsthemen, wie „Kinderkultur“, „Seniorenangebote“, „Integration und Interkultur“, die zusätzlich den pädagogischen Mitarbeitenden zugeordnet sind. Eine Auflistung der Aufgabenbereiche ist im angehängten Aufgabenstrukturplan abgebildet.

Anhang: Auswertung #LNGWSSR 20190404_Utopolis_Exposee_final.pdf Flyer „Betonliebe“ Aufgabenstrukturplan

37 siehe Anhang „Aufgabenstrukturplan“

KuF/024/2020

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 09.10.2020 öffentlich Gutachten

Stadtrat 21.10.2020 öffentlich Beschluss-Auflage

Betreff:

Gemeinschaftshaus Langwasser

hier: Neue Mietpreistarife

Anlagen: Entscheidungsvorlage Mietpreistarife 2015 Mietpreistarife 2020_ohne-Markups Stellungnahme_Stk

Sachverhalt (kurz): Die derzeit gültigen Mietpreistarife für das Gemeinschaftshaus Langwasser sollen angepasst werden. Es erfolgt, wo nicht anders vermerkt, grundsätzlich eine Erhöhung der Tarife um 6 %. Die letzte Anpassung der Mietpreistarife im GLw erfolgte zum 01.01.2015. Zusätzlich zur Anpassung wurden einige redaktionelle Änderungen vorgenommen.

Vorgelegt werden zur Begutachtung die aktualisierten Mietpreistarife.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Mehreinnahmen werden erwartet.

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stk

Gutachtenvorschlag: Der Kulturausschuss stimmt den neuen Mietpreistarifen für das Gemeinschaftshaus Langwasser zu und empfiehlt dem Stadtrat, diese zu beschließen.

Beschlussvorschlag: Entsprechend dem Gutachten des Kulturausschusses vom 09. Oktober 2020 werden die neuen Mietpreistarife für das Gemeinschaftshaus Langwasser zum Beschluss erhoben.

Entscheidungsvorlage

Die letzte Mietpreisanpassung erfolgte zum 01.01.2015.

Durch die Neuausrichtung des Hauses nach der Generalsanierung (vgl. separate Vorlage im Kulturausschuss dazu) war eine strukturelle Anpassung der Mietpreistarife erforderlich.

  1. Es bleibt bei der bisherigen Tarifabstufung I bis III (öffentlich). 2. Kooperative Veranstaltungen werden individuell kalkuliert. 3. Tarif II entspricht ca. 2/3 von Tarif I bei Sälen und ca. 50 % von Tarif I bei Gruppenräumen 4. In den Saal- und Raummieten ist der Preisindex seit 2015 (= ca. 6 %) eingerechnet. 5. Bei den Sälen: Angleichung der Preise an die Tarife der Kulturwerkstatt (umgerechnet auf Saalgröße und Ausstattung) 6. Bei den Sälen: Vorhandene Saaltechnik und Umstuhlungspauschale sind inklusive, Personalkosten werden gesondert berechnet. 7. Grundsätzlich: Sprachliche Entzerrung der Texte 8. Grundsätzlich: Reduzierung der Einzelpositionen und dadurch größere Übersichtlichkeit 9. Grundsätzlich: Umsortierung der einzelnen Positionen und dadurch größere Übersichtlichkeit

KUF: GEMEINSCHAFTSHAUS – KULTUR IN LANGWASSER / 00854496.docx / 02.09.20 / Seite 1 von 1

MIETPREISTARIFE für das Gemeinschaftshaus Langwasser

Die Tarife für Räume, Einrichtungen, Geräte und die Sätze für die Personalkostenerstattung sind Nettopreise in EURO und gelten gemäß Stadtratsbeschluss vom 10.12.2014 ab 01.01.2015.

1 Mietpreistarife für Veranstaltungsräume

Zu den Mieten für die Säle ist die gesetzliche Umsatzsteuer hinzuzurechnen

1.1 Tarif I – normaler Tarif

Gilt für alle Veranstaltungen, soweit nicht die anderen Tarife anzuwenden sind.

1.2 Tarif II – ermäßigter Tarif

Gilt für öffentliche Veranstaltungen von Dienststellen der Stadt Nürnberg, von

Wohlfahrtsorganisationen, Vereinen, Bürgerinitiativen, Gruppen, Clubs mit

gemeinnützigen Zielen (die Satzung mit Zielsetzung bzw. Aufgabenstellung ist

vorzulegen) sowie von anerkannten Kirchen, Schulen und Parteien mit Sitz in

Nürnberg. Soweit dabei keine wirtschaftlichen Umsätze (wie Bewirtung, Eintritt, Tombola u.ä.) erzielt werden, ist nur die Hälfte der Saalmieten umsatzsteuerpflichtig.

1.3 Tarif III – ermäßigter Tarif für regelmäßige

Mitgliederveranstaltungen

Gilt für die Nutzung von Gruppen-, Club- und Werkräumen durch Veranstalterinnen

und Veranstalter gemäß Tz. 1.2. (ausgenommen Schulen) für regelmäßige

Zusammenkünfte ihrer Mitglieder (mindestens einmal monatlich) während der

normalen Öffnungszeiten.

In den Saalmieten ist grundsätzlich eine Bestuhlung gemäß der vorhandenen, genehmigten Bestuhlungspläne enthalten. Die Vermieterin stellt für Saalveranstaltungen zudem eine qualifizierte Veranstaltungsleitung gemäß Versammlungsstättenverordnung (VStättV). Darüber hinaus gehender Personalbedarf wird gesondert berechnet. Von den Bestimmungen dieser Tarifregelung kann in begründeten Einzelfällen abgewichen werden. Die Entscheidung darüber trifft die Leitung des Gemeinschaftshauses. Geräte, die in der vorhandenen Infrastruktur nicht enthalten sind, können bei Bedarf von externen Firmen zugemietet werden. Die Berechnung erfolgt nach Marktpreis in Absprache.

Amt für Kultur und Freizeit

90473 Nürnberg, Glogauer Str. 50 // Fon 09 11 / 9 98 03-0 // Fax 9 98 03-99 E-Mail: GLw@stadt.nuernberg.de // Internet: www.kuf-kultur.de/langwasser

2 Berechnung der Mieten für Veranstaltungsräume

2.1 Die Entscheidung über die Zuordnung einer Veranstaltung zum Mietpreistarif I, II, oder III) trifft die Vermieterin unter Berücksichtigung der Kriterien zu Tz. 1. 2.2 Die Grundmiete beinhaltet Veranstaltungszeiten bis zu drei Stunden. Als Veranstaltungszeit gilt die Zeit ab Einlass des Publikums bis zum Programmende. Über drei Stunden hinaus gehende Veranstaltungszeiten werden nach angefangenen Verlängerungsstunden berechnet. 2.3 Zeiten außerhalb der Veranstaltungszeit, also Vorbereitungs-, Auf- und Abbauzeiten, Probezeiten, usw., an denen der Veranstaltungsbereich ganz oder teilweise von der Veranstalterin/vom Veranstalter, seinen Mitarbeitenden oder anderen von ihr/ihm beauftragten Personen benutzt werden, werden je angefangener Stunde mit 50 % des Verlängerungsstundensatzes des jeweiligen Tarifs berechnet. Die zu berechnende Mietzeit endet, wenn der angemietete Veranstaltungsbereich verlassen und abgesperrt werden kann. 2.4 Als Verkaufspauschalen für Werbe- und Verkaufsveranstaltungen werden zusätzlich zu den Raummieten je Veranstaltungstag Pauschalbeträge wie folgt berechnet:  114,00 € großer Saal  73,00 € kleiner Saal, Haupt- oder Saalfoyer  31,00 € Gruppenraum. 2.5 Wenn auf Veranlassung der Mieterin/des Mieters eine Änderung des Mietvertrages und/oder der Rechnung erforderlich ist, wird für jede neue Ausfertigung eine Bearbeitungsgebühr von 21,00 € berechnet. 2.6 Bei einer Änderung der Bestuhlung während einer Veranstaltung oder am Veranstaltungstag gilt jede Umstuhlung als Beginn einer neuen Veranstaltung und wird entsprechend berechnet. 2.7 Bei der Anmietung eines Saales oder Raumes mit gleichbleibender Bestuhlung für mehrere aufeinander folgende Tage ermäßigt sich der Mietpreis ab dem zweiten Tag um 20 v.H. 2.8 Bei regelmäßiger Nutzung eines bestimmten Raumes, technischer Anlagen oder von Musikinstrumenten an gleichen Wochentagen und zu gleichen Nutzungszeiten für den Zeitraum eines Kalenderjahres kann ein Jahrespauschalvertrag mit folgenden Ermäßigungen abgeschlossen werden:  wöchentliche Nutzung Mietberechnung für 40 Tage im Jahr  vierzehntägige Nutzung Mietberechnung für 20 Tage im Jahr  monatliche Nutzung Mietberechnung für 10 Tage im Jahr Die Jahrespauschale wird vierteljährlich fällig (01.01., 01.04., 01.07., 01.10.), bei Zahlung in einem ganzen Betrag wird ein Rabatt in Höhe von 5 v.H. gewährt. 2.9 Für Nutzungszeiten an Samstagen, Sonn- und Feiertagen wird ein Zuschlag von 10 % zuzüglich Umsatzsteuer (entsprechend den Bestimmungen der Tz. 1.1 bis 1.3) berechnet. 2.10 Für die Benutzung oder Inanspruchnahme von Räumen, Geräten, Einrichtungen und Leistungen, die über den in den Mietpreistarifen festgelegten Rahmen hinaus gehen, ist unter Berücksichtigung des erforderlichen Aufwandes eine zwischen Mieterin/Mieter und Vermieterin zu vereinbarende Miete zu entrichten. 2.11 Kosten für "Nummerierte Plätze" bei Stuhlreihen- oder Tischbestuhlung 0,15 € je Platznummer (Stuhlreihenbestuhlung) / 0,60 € je Tischnummer (Tischbestuhlung) 2.12 Die Vermieterin kann von der Mieterin/vom Mieter eine Sicherheitsleistung verlangen. Umfang und Geltungsbereich werden im Mietvertrag vereinbart.

Teil- ziffer Bezeichnung der Säle und Räume im Hauptgebäude Glogauer Str. 50 incl. Nebengebäude und Saalbau Reinerzer Str. 16. Grundmiete für Veranstaltungszeiten bis zu 3 Stunden TARIF in € zusätzliche Miete ab 4. Veranstaltungsstunde TARIF in € pro Stunde
2.13 MIETEN für Säle und dazugehörige Nebenräume (umsatzsteuerpflichtig, siehe Tz. 1)
I II I II
2.13.1 Großer Saal (400 m²) 603,00 392,00 61,00 40,00
2.13.1.1 Großer Saal, vorderer Teil (238 m²) 428,00 278,00 44,00 29,00
2.13.1.2 Großer Saal, hinterer Teil (162 m²) 212,00 138,00 22,00 15,00
2.13.2 Kleiner Saal (192 m²) 310,00 202,00 31,00 21,00
2.13.3 Saalfoyer oder Hauptfoyer als zusätzlicher oder selbstständiger Veranstaltungs- bzw. Ausstellungsraum. Bei Kunstausstellungen auf Vermietungsbasis erfolgt keine Mietberechnung, dafür sind vom Mieter eine Verkaufsabrechnung zu erstellen und 10% vom Verkaufserlös an die Vermieterin abzuführen. 114,00 75,00 13,00 9,00
2.14 NUTZUNGSENTGELT für Gruppen- und Clubräume (umsatzsteuerfrei) Gilt nur von Montag bis Freitag.
I II III I II III
2.14.1 Räume mit ca. 60 m² (Raum 1, 6, Nebengebäude 2) 63,00 41,00 16,00 6,00 4,00 2,00
2.14.2 Räume mit ca. 50 m² (Raum 4, 7 oder 8) 53,00 35,00 14,00 5,00 4,00 2,00
2.14.3 Räume mit ca. 35 m² (Raum 2) 38,00 25,00 10,00 4,00 3,00 1,00
2.14.4 Räume mit ca. 25 m² (Nebengebäude 1, Gruppenraum Reinerzer Str. 16/Keller) 26,00 17,00 7,00 3,00 2,00 1,00
2.14.5 Räume für Privatfeiern im Nebengebäude, ca. 100 m² (Räume 1 mit ca. 60 m² + 2 mit ca. 20 m²) mit Küchennutzung, ohne Geschirr 150,00 Pauschale Miete für eine Feier (Dauer nach Absprache)
2.14.6 wie 2.14.5 zzgl. mit Geschirr für 60 Personen 170,00 Pauschale Miete für eine Feier (Dauer nach Absprache)
2.14.7 EDV-Schulungsraum, ca. 45 m² 10 Schüler- und 1 Lehrerarbeitsplatz 120,00 78,00 45,00 30,00 20,00 15,00
2.14.8 Nebenraum der Gaststätte für Privatfeiern, ca. 100 m² mit Küchennutzung, ohne Geschirr 230,00 Pauschale Miete für eine Feier (Dauer nach Absprache)
2.14.9 wie 2.14.8 zzgl. mit Geschirr für 80 Personen 255,00 Pauschale Miete für eine Feier (Dauer nach Absprache)
3 Mieten für technische Anlagen, Geräte, Musikinstrumente und sonstige Einrichtungen (voll umsatzsteuerpflichtig) Miete je Nutzung in €

3.1 BÜHNENTECHNIK

3.1.1 Bühnenbenutzung im Großen Saal (Bühnengröße ca. 60 m²) mit einfacher Deckenbeleuchtung, incl. Künstlergarderobe im Keller 20,00
3.1.2 Bühnenvergrößerung durch Podien-Anbau oder als Laufsteg (ca. 20 m²) bitte beachten: dadurch verringert sich die Maximal-Bestuhlung im Saal! 100,00
3.1.3 Podiumsbühne im Kleinen Saal, max. 20 m², Standardhöhe 0,5 m pro angefangenem Quadratmeter 4,00
3.1.4 Einzelpodien pro angefangenem Quadratmeter 4,00
3.1.5 Tanzbodenbelag für die Bühne im Großen Saal 40,00
3.1.6 Projektionsleinwand (an der Bühnenrückwand im Großen Saal) 11,00

3.2 BELEUCHTUNG

3.2.1 Bühnenlicht Großer Saal ohne Veränderung, ohne Beleuchtungskraft Einmalige feste Grundeinstellung die zu Beginn der Veranstaltung vom Hauspersonal eingeschaltet wird. 50,00
3.2.2 Bühnenlicht Großer Saal ohne Beleuchtungskraft, ohne Lichtmischpult Die Bedienung erfolgt durch eine nachgewiesene Fachkraft für Veranstaltungstechnik, die von dem/der Mieter/in gestellt wird. Diese/r stellt auch das dazu erforderliche Lichtmischpult. 50,00
3.2.3 Wechselndes Bühnenlicht Großer Saal mit Beleuchtungskraft Während der Veranstaltung wird von der Vermieterin eine Fachkraft mit Lichtstellpult während der mit der Mieterin/dem Mieter vereinbarten Zeit eingesetzt. Grundausstattung und –preis wie unter Tz. 3.2.2 zzgl. Personalkosten pro angefangene Stunde 50,00 39,00
3.2.4 Beleuchtungsanlage für Podiumsbühne im kleinen Saal ohne Beleuchtungskraft Grundausstattung: 6 Scheinwerfer, fest eingestellt. Maximal 12 Dimmerkreise à 2 kW möglich. 35,00
3.2.5 Beleuchtungsanlage für Podiumsbühne im kleinen Saal mit Beleuchtungskraft Während der Veranstaltung wird von der Vermieterin eine Fachkraft mit Lichtstellpult während der mit der Mieterin/dem Mieter vereinbarten Zeit eingesetzt. Grundausstattung und –preis wie unter Tz. 3.2.4 zzgl. Personalkosten pro angefangene Stunde 35,00 39,00

3.3 TONTECHNIK

3.3.1 Tonanlage (Verstärker und Lautsprecher) für Sprachübertragung ohne Veränderung im Großen Saal (nicht für Konzerte geeignet) Einschließlich Zubehör (max. 4 Mikrofone mit Stativen, keine Funkmikros, Rednerpult, CD, MD, MP3) im Großen Saal. Einmalige feste Grundeinstellung, die zu Beginn der Veranstaltung vom Hauspersonal eingeschaltet wird. Ohne Bedienungspersonal während der Veranstaltung. 33,00
3.3.2 Tonanlage (Verstärker und Lautsprecher – PA d&b E-Pac , 6 x 200 W zzgl. 2 x 200 W Monitor, 24-Kanal-Mischpult) im Großen Saal ohne Bedienung Grundpreis incl. 6 Mikrofone (max. 2 Funk-Mikros), Stative, Rednerpult, CD, MD, MP3 im Großen Saal. Die Bedienung erfolgt durch eine nachgewiesene Fachkraft für Veranstaltungstechnik, die von dem/der Mieter/in gestellt wird. 45,00
3.3.3 Tonanlage mit Veränderung und technischer Bedienung während der Veranstaltung. Grundausstattung und –preis wie unter Tz. 3.3.2 zzgl. Personalkosten pro angefangene Stunde 45,00 39,00
3.3.4 Tonanlage im Kleinen Saal, fest eingebaut, ohne Bedienung Verstärker- und Lautsprecheranlage d&b E-Pac, 2 x 200 W Mono. Grundpreis incl. DVD, MD, MP3, maximal 4 Mikrofone (keine Funkmikros). 12,00
3.3.5 Mobile Tonanlage ohne Veränderung, ohne technische Bedienung 2 x 200 W, incl.CD, MD, MP3, 8-Kanal-Mischpult, 1 Mikrofon, 2 Lautsprecher auf Stativ, Rednerpult. Zum Einsatz im Hauptgebäude (nicht im Großen Saal) und für Garten. Grundeinstellung ohne Veränderung während der Veranstaltung. 45,00
3.3.6 Mobile Tonanlage mit Veränderung und technischer Bedienung während der Veranstaltung. Grundausstattung und –preis wie unter Tz. 3.3.5 zzgl. Personalkosten pro angefangene Stunde 45,00 39,00
3.3.7 Zusätzliche Mikrofone incl. Kabel und Stativ, Anzahl abhängig von Art der Tonanlage pro Stück 7,00
3.3.8 Monitoring 2-Wege 4-Wege 15,00 30,00

3.4 MUSIKINSTRUMENTE (ein extra Stimmen der Instrumente ist in Absprache mit der Vermieterin von der Mieterin/vom Mieter auf deren Kosten zu veranlassen!)

3.4.1 Konzertflügel IBACH (nur auf der Bühne im großen Saal) 65,00
3.4.2 Klavier IBACH (für alle Räume) 31,00

3.5 SONSTIGES

3.5.1 Zusätzliche Umkleideräume für Mitwirkende pro Raum 15,00
3.5.2 Teeküche im Hauptgebäude 13,00
3.5.3 AV-Wiedergabegeräte (Video, CD oder DVD) mit Fernseher 15,00
3.5.4 Mobile Projektionswand (max. 3 x 4 m Projektionsfläche) 25,00
3.5.5 Overhead-Projektoren 12,00
3.5.6 Flip-Chart (ohne Papier) 5,00
3.5.7 Metaplan-Tafel pro Tafel 5,00
3.5.8 CD-Player (Portable) 11,00
3.5.9 Beamer (mind. 2500 ANSI-Lumen), fest eingebaut, im Großen oder Kleinen Saal 100,00
3.5.10 Beamer (mind. 1000 ANSI-Lumen), mobil, nicht für die Säle 45,00
3.5.11 Notebook (mit MS Windows 7 und MS Office Standard) 35,00
4 Kostenersatz für Technisches Personal, Einlassdienst und Garderobenbewirtschaftung (voll umsatzsteuerpflichtig) Kosten- ersatz in €
4.1 Technisches Personal (Beleuchtung, Tontechnik, usw.) Die Bedienung der stationären Ton- und Beleuchtungsanlagen in den Sälen darf nur durch von der Vermieterin eingesetztes Personal erfolgen. Die anfallenden Kosten sind von der Mieterin/vom Mieter zu ersetzen. In begrenztem Umfang kann die Vermieterin der Mieterin/dem Mieter auf Wunsch auch Bedienungspersonal für andere mobile audiovisuelle Geräte gegen Kostenersatz stellen. Die von der Mieterin/dem Mieter vom Mieter zu ersetzenden Kosten werden nach den Einsatzzeiten (incl. Aufbau und Einweisung, etc.) in vollen Stunden berechnet (gem. den Sätzen unter Tz. 4.1.1 bis 4.1.3, angefangene Stunden gelten als volle Stunden).
4.1.1 Beleuchter/in (entspricht Tz. 3.2.3 und 3.2.5) bei wechselnder Bühnenbeleuchtung erforderlich je Person und Stunde 39,00
4.1.2 Tontechniker/in (entspricht Tz. 3.3.3 und 3.3.6) bei Bedienung der PA-Anlage während der Veranstaltung erforderlich je Person und Stunde 39,00
4.1.3 Veranstaltungshilfskräfte (z.B. Kasse, Einlass, Aufsicht, etc.) Je Person und Stunde 21,00
4.2 Garderobenbewirtschaftung mit Garderobengebühr für das Publikum einschließlich Bewachung und Versicherung. Bei Saalveranstaltungen im Hauptgebäude mit mehr als 100 (kleiner Saal) bzw. 150 Besucherinnen/Besuchern (großer Saal) besteht die Verpflichtung zur Garderobenbewirtschaftung durch die Vermieterin während der kalten Jahreszeit vom 1. Oktober bis 30. April. Die Mieterin/der Mieter setzt die Höhe der Gebühr fest, kann aber auch auf die Gebühr verzichten. Die Vermieterin vereinnahmt ggf. die Gebühr vom Publikum und zahlt diese nach Kassenschluss an den/die Mieter/in aus. Die von der Mieterin/vom Mieter zu ersetzenden Kosten sind: Die Personalkosten für die Nutzungszeit zuzüglich 1 Std. Vorbereitungs- und Aufräumzeit (je 30 Min. vor Einlassbeginn und nach Ende der Nutzungszeit) und einer Versicherungspauschale.
4.2.1 Bei Veranstaltungen mit bis zu 350 erwarteten Besucherinnen/Besuchern Grundbetrag (1 Pers., 1 Std. à 21,00 € + 10,00 € Versicherungspauschale.) und je Stunde Nutzungszeit (Einlassbeginn bis Nutzungsende) 31,00 21,00
4.2.2 Bei Veranstaltungen mit mehr als 350 erwarteten Besucherinnen/Besuchern Grundbetrag (2 Pers., 1 Std. à 21,00 € + 20,00 € Versicherungspauschale) und je Stunde Nutzungszeit (Einlassbeginn bis Nutzungsende) 62,00 42,00

MIETPREISTARIFE für das Gemeinschaftshaus Langwasser

Die Tarife für Räume, Einrichtungen, Geräte und die Sätze für die Personalkostenerstattung sind Nettopreise in EURO und gelten gemäß Stadtratsbeschluss vom xxx ab 01.01.2021

1 Mietpreistarife für Veranstaltungsräume

Zu den Mieten für die Säle ist die gesetzliche Umsatzsteuer hinzuzurechnen

1.1 Tarif I – normaler Tarif Gilt für alle Veranstaltungen, soweit nicht Tarif II oder III anzuwenden sind. 1.2 Tarif II – ermäßigter Tarif Gilt für öffentliche Veranstaltungen von Wohlfahrtsorganisationen, Vereinen, Initiativen und Gruppen mit gemeinnützigen Zielen sowie von anerkannten Kirchen, Schulen und Parteien mit Sitz in Nürnberg. Soweit dabei keine wirtschaftlichen Umsätze (wie Bewirtung, Eintritt, Tombola u.ä.) erzielt werden, ist nur die Hälfte der Saalmieten umsatzsteuerpflichtig. 1.3 Tarif III – ermäßigter Tarif für regelmäßige Mitgliederveranstaltungen Gilt für die Nutzung von Gruppen-und Werkräumen durch Veranstalterinnen und Veranstalter gemäß Tz. 1.2. (ausgenommen Schulen) für regelmäßige Zusammenkünfte ihrer Mitglieder (mindestens einmal monatlich) während der normalen Öffnungszeiten.

Von den Bestimmungen dieser Tarifregelung kann in begründeten Einzelfällen abgewichen werden. Die Entscheidung darüber trifft die Leitung des Gemeinschaftshauses.

2 Berechnung der Mieten für Veranstaltungsräume

2.1 Die Entscheidung über die Zuordnung einer Veranstaltung zum Mietpreistarif (I, II, oder III) trifft das Gemeinschaftshaus unter Berücksichtigung der Kriterien zu Tz. 1. 2.2 Die Grundmiete beinhaltet Veranstaltungszeiten bis zu drei Stunden. Als Veranstaltungszeit gilt die Zeit ab Einlass des Publikums bis zum Programmende. Über drei Stunden hinaus gehende Veranstaltungszeiten werden nach angefangenen Verlängerungsstunden berechnet. 2.3 Zeiten außerhalb der Veranstaltungszeit, also Vorbereitungs-, Auf- und Abbauzeiten, Probezeiten, usw., an denen der Veranstaltungsbereich ganz oder teilweise von der Veranstalterin/vom Veranstalter oder anderen von ihr/ihm beauftragten Personen benutzt werden, werden je angefangener Stunde mit 50 % des Verlängerungsstundensatzes des jeweiligen Tarifs berechnet. Die zu berechnende Mietzeit endet, wenn der angemietete Veranstaltungsbereich verlassen und abgesperrt werden kann.

Amt für Kultur und Freizeit

Gemeinschaftshaus Langwasser

90473 Nürnberg, Glogauer Straße 50 // Fon 09 11 / 2 31-1 57 00 // Fax -1 57 09 E-Mail: GLw@stadt.nuernberg.de // Internet: www.kuf-kultur.de/langwasser

2.4 MIETEN für Säle und dazugehörige Nebenräume (umsatzsteuerpflichtig, siehe Tz. 1)
Grundmiete für Veranstaltungszeiten bis zu 3 Stunden zusätzliche Miete ab 4. Veranstaltungsstunde pro Stunde
I II I II
2.5.1. Großer Saal (400 m²) 660,00 € 440,00 € 70,00 € 46,00 €
2.5.2. Großer Saal, vorderer Teil (238 m²) 450,00 € 300,00 € 48,00 € 33,00 €
2.5.3. Großer Saal, hinterer Teil (162 m²) 230,00 € 145,00 € 24,00 € 16,00 €
2.5.4. Kleiner Saal (192 m²) 330,00 € 220,00 € 34,00 € 23,00 €
2.5.5. Saalfoyer oder Hauptfoyer (270 m²/ 140 m²) als zusätzlicher oder selbstständiger Veranstaltungs- bzw. Ausstellungsraum. 125,00 € 80,00 € 14,00 € 10,00 €
Die Miete in den Sälen schließt die Bereitstellung der vorhandenen Bühnentechnik (Licht und Ton) sowie die Benutzung der Bühne und Künstlergarderobe (nur im Großen Saal) ein. Komplexe Technikanforderungen werden gesondert berechnet. Die Nutzung der Säle unterliegt den Anforderungen der Versammlungsstättenverordnung. In den Saalmieten ist grundsätzlich eine Bestuhlung gemäß der vorhandenen, genehmigten Bestuhlungspläne enthalten. Das Gemeinschaftshaus Langwasser stellt für Saalveranstaltungen eine qualifizierte Veranstaltungsleitung gemäß Versammlungsstättenverordnung (VStättV). Diese und darüber hinaus gehender Personalbedarf werden gesondert berechnet.
2.5 Nutzungsentgelt für Räume (umsatzsteuerfrei)
I II III I II III
2.5.1. Räume mit ca. 100 m² Raum 11 (Nebenzimmer Gaststätte) Raum 21 + 22 (Nebengebäude 1 gesamt) 120,00 € 60,00 € 25,00 € 12,00 € 8,00 € 3,00 €
2.5.2. Räume mit ca. 50 bis 65 m² Raum 1, 4, 6, 7, 8 (im Hauptgebäude) und Raum 25 + 26 (Nebengebäude 2 gesamt) 80,00 € 40,00 € 15,00 € 8,00 € 4,00 € 2,00 €
2.5.3. Räume mit ca. 25 m² Raum 21 (Nebengebäude 1 Vorraum) 30,00 € 15,00 € 7,00 € 3,00 € 2,00 € 1,00 €
2.5.4. Räume für Privatfeiern mit ca. 100 m² Raum 21 + 22 (Nebengebäude 1 gesamt inkl. Küchennutzung) oder Raum 11 (Nebenzimmer Gaststätte (inkl. Küchennutzung) 150,00 € Pauschale Miete für eine Feier Dauer nach Absprache ohne Geschirr im Nebengebäude 1: Eigenbewirtung möglich im Nebenzimmer Gaststätte: Die Bewirtung ist mit der Gaststätte abzusprechen
2.5.5. wie 2.5.4 170,00 € zzgl. mit Geschirr für 60 Personen
2.5.6. EDV-Schulungsraum, ca. 45 m² Raum 5, 12 Schüler- und 1 Lehrerarbeitsplatz 130,00 € 85,00 € 45,00 € 30,00 € 20,00 € 15,00 €
Die Miete in den Räumen schließt eine Grundbestuhlung gemäß der vorhandenen Bestuhlungspläne und – soweit vorhanden – die Benutzung der eingebauten Beamer und Lautsprecher ein. Sonderbestuhlungen werden gesondert berechnet.
2.6 Verkaufspauschalen für Werbe- und Verkaufsveranstaltungen zusätzlich zu den Raummieten je Veranstaltungstag: großer Saal kleiner Saal, Haupt- oder Saalfoyer Gruppenraum 125,00 € 80,00 € 35,00 €
2.7 Bearbeitungsgebühr bei Änderung des Mietvertrages und/oder der Rechnung auf Wunsch des Mieters/der Mieterin 20,00 €
2.8 Nummerierte Plätze: je Platznummer (Stuhlreihenbestuhlung je Tischnummer (Tischbestuhlung) 0,20 € 0,70 €
2.9 Änderung der Bestuhlung während einer Veranstaltung oder am Veranstaltungstag: Jede Umstuhlung gilt als Beginn einer neuen Veranstaltung und wird entsprechend berechnet.
2.10 Bei der Anmietung eines Saales oder Raumes mit gleichbleibender Bestuhlung für mehrere aufeinander folgende Tage ermäßigt sich der Mietpreis ab dem zweiten Tag um 20 %
2.11 Bei Nutzungszeiten an Samstagen, Sonn- und Feiertagen wird ein Zuschlag von 10 % zuzüglich Umsatzsteuer (entsprechend den Bestimmungen der Tz. 1.1 bis 1.3) berechnet.
2.12 Für die Benutzung von Räumen, Geräten, Einrichtungen und Leistungen, die über den in den Mietpreistarifen festgelegten Rahmen hinaus gehen, wird eine dem Aufwand angepasste Miete berechnet.
2.13 Das Gemeinschaftshaus kann von der Mieterin/dem Mieter eine Sicherheitsleistung verlangen. Umfang und Geltungsbereich werden im Mietvertrag vereinbart.
3 Mieten für technische Anlagen, Geräte, Musikinstrumente und sonstige Einrichtungen (voll umsatzsteuerpflichtig) Miete je Nutzung
3.1. Bühnenvergrößerung durch Podien-Anbau oder als Laufsteg (ca. 20 m²) bitte beachten: dadurch verringert sich die Maximal-Bestuhlung im Saal! 110,00 €
3.2. Podiumsbühne im Kleinen Saal, max. 20 m², Standardhöhe 0,5 m 110,00 €
3.3. Einzelpodien, pro Element 10,00 €
3.4. Tanzbodenbelag für die Bühne im Großen Saal 50,00 €
3.5. Mobile Tonanlage ohne Veränderung, ohne technische Bedienung 2 x 200 W, incl.CD, MD, MP3, 8-Kanal-Mischpult, 1 Mikrofon, 2 Lautsprecher auf Stativ, Rednerpult. Für innen und außen (nicht im Großen Saal). Grundeinstellung ohne Veränderung während der Veranstaltung. 50,00 €
3.6. Zusätzliche Mikrofone incl. Kabel und Stativ, Anzahl abhängig von Art der Tonanlage pro Stück 7,00 €
3.7. Monitoring 2- Wege 18,00 €
3.8. Monitoring 4-Wege 35,00 €
3.9. Konzertflügel IBACH (nur auf der Bühne im großen Saal, ein extra Stimmen wird zusätzlich berechnet) 75,00 €
3.10. Klavier IBACH (für alle Räume, ein extra Stimmen wird zusätzlich berechnet) 35,00 €
3.11. Zusätzliche Umkleideräume für Mitwirkende pro Raum 20,00 €
3.12. Teeküche 20,00 €
3.13. AV-Wiedergabegeräte (Video, CD oder DVD) mit Fernseher 20,00 €
3.14. Overhead-Projektoren 15,00 €
3.15. Flip-Chart (ohne Papier) 6,00 €
3.16. Metaplan-Tafel (Pinnwand), pro Tafel 6,00 €
3.17. CD-Player (Portable) 10,00 €
3.18. Beamer (10.000 ANSI-Lumen, fest eingebaut, im Großen Saal, für Filmprojektionen geeignet) 100,00 €
3.19. Beamer (5500 ANSI-Lumen), fest eingebaut, im Großen oder Kleinen Saal 50,00 €
3.20. Beamer (mind. 3500 ANSI-Lumen), mobil, nicht für die Säle 45,00 €
3.21. Notebook (mit MS Windows 10 und MS Office Standard) 40,00 €
3.22. Mobile Projektionswand (4 x 3 m Projektionsfläche) 30,00 €
3.23. Geschirrbox für 50 Personen (Kaution erforderlich) 35,00 €

Geräte, die in der vorhandenen Infrastruktur nicht enthalten sind, können bei Bedarf von externen Firmen zugemietet werden. Die Berechnung erfolgt nach Marktpreis in Absprache.

4 Personelle Unterstützung (voll umsatzsteuerpflichtig)

4.1 Der Personalbedarf einer Veranstaltung wird durch das Hausmanagement des Gemeinschaftshauses disponiert. Die Bedienung der stationären Ton- und Beleuchtungsanlagen in den Sälen darf nur durch vom Gemeinschaftshaus eingesetztes Personal erfolgen. Die anfallenden Kosten sind von der Mieterin/vom Mieter zu ersetzen. Die Kosten werden nach den Einsatzzeiten (incl. Aufbau und Einweisung, etc.) in vollen Stunden berechnet, angefangene Stunden gelten als volle Stunden.
4.1.1 Veranstaltungsleitung bei Saal-Veranstaltungen obligatorisch pro Stunde 41,00 €
4.1.2 Beleuchter/in bei wechselnder Bühnenbeleuchtung erforderlich pro Stunde 41,00 €
4.1.3 Tontechniker/in bei Bedienung der PA-Anlage während der Veranstaltung erforderlich pro Stunde 41,00 €
4.1.4 Service-Personal für Kasse, Einlass, Aufsicht, etc.) pro Stunde 22,00 €
4.2 Garderobenbewirtschaftung mit/ohne Garderobengebühr für das Publikum einschließlich Bewachung und Versicherung. Bei Saalveranstaltungen im Hauptgebäude mit mehr als 100 (kleiner Saal) bzw. 150 Besucher/innen (großer Saal) besteht die Verpflichtung zur Garderobenbewirtschaftung durch das Gemeinschaftshaus während der kalten Jahreszeit vom 1. Oktober bis 30. April. Die Mieterin/der Mieter setzt die Höhe der Gebühr fest, kann aber auch auf die Gebühr verzichten. Das Gemeinschaftshaus vereinnahmt ggf. die Gebühr vom Publikum und zahlt diese nach Kassenschluss an den/die Mieter/in aus. Die von der Mieterin/vom Mieter zu ersetzenden Kosten sind: Die Personalkosten für die Nutzungszeit zuzüglich 1 Std. Vorbereitungs- und Aufräumzeit (je 30 Min. vor Einlassbeginn und nach Ende der Nutzungszeit) und einer Versicherungspauschale.
4.2.1 Bei Veranstaltungen mit bis zu 350 erwarteten Besucherinnen/Besuchern Grundbetrag (1 Pers., 1 Std. à 22,00 € + 10,00 € Versicherungspauschale.) und je Stunde Nutzungszeit (Einlassbeginn bis Nutzungsende) 32,00 22,00
4.2.2 Bei Veranstaltungen mit mehr als 350 erwarteten Besucherinnen/Besuchern Grundbetrag (2 Pers., 1 Std. à 22,00 € + 20,00 € Versicherungspauschale) und je Stunde Nutzungszeit (Einlassbeginn bis Nutzungsende) 64,00 42,00
  1. BM/073/2020

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 09.10.2020 öffentlich Gutachten

Stadtrat 21.10.2020 öffentlich Beschluss-Auflage

Betreff:

Satzung zur Änderung der Satzung der Stadt Nürnberg über die Verleihung von

Kulturpreisen (Kulturpreissatzung - KPrS)

Anlagen: Änderungssatzung Satzung_Kulturpreise (aktuell)

Sachverhalt (kurz): Folgende Änderungen der Kulturpreissatzung werden vorgeschlagen: Änderung der §§ 3, 5, 7, 8 KPrS.

Die Änderung des § 3 (Vorschläge) ist bedingt durch die Ergebnisse der Kommunalwahl im März 2020. Das in der Satzung bezeichnete "Kulturreferat" ist nunmehr zum "2. BM - Geschäftsbereich Kultur" geworden. Die alte Bezeichnung in der Satzung ist daher durch die neue Amtsbezeichnung zu ersetzen.

§ 5 (Entscheidung durch den Stadtrat) wird gegendert und um die Formulierung "eine Vertreterin" ergänzt.

§ 7 (Übergangsbestimmung) kann künftig entfallen.

§ 8 (Inkrafttreten) wird damit zu § 7.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Ref. I/II/Stk

Gutachtenvorschlag: Der Kulturausschuss begutachtet die beiliegende Satzung zur Änderung der Satzung der Stadt Nürnberg über die Verleihung von Kulturpreisen (Kulturpreissatzung - KPrS) und empfiehlt dem Stadtrat, diese Satzung zu erlassen.

Beschlussvorschlag: Entsprechend dem Gutachten des Kulturausschusses vom 09.10.2020 wird der Erlass der beiliegenden Satzung zur Änderung der Satzung der Stadt Nürnberg über die Verleihung von Kulturpreisen (Kulturpreissatzung - KPrS) beschlossen.

Satzung zur Änderung der Satzung der Stadt Nürnberg über die Verleihung von

Kulturpreisen (Kulturpreissatzung – KPrS) vom 15. Dezember 2016 (Amtsblatt S. 436)

Vom .........

Die Stadt Nürnberg erlässt auf Grund von Art. 23 Satz 1 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. August 1998 (GVBI. S. 796), zuletzt geändert durch § 3 des Gesetzes vom 24. Juli 2020 (GVBI. S. 350), folgende Satzung:

Art. 1

  1. Die Inhaltsübersicht wird wie folgt geändert:

a) Die Angabe „§ 7 Übergangsbestimmung“ entfällt.

b) Die Angabe zu § 8 wird die Angabe zu § 7.

  1. § 3 wird wie folgt geändert:

a) In Abs. 1 werden die Wörter „das Kulturreferat“ durch die Wörter „den für die Kultur zuständigen Geschäftsbereich“ ersetzt.

b) In Abs. 2 werden die Wörter „Das Kulturreferat“ durch die Wörter „Der Geschäftsbereich“ ersetzt.

  1. In § 5 Abs. 1 Satz 1 werden nach dem Wort „Teilnahme“ die Wörter „einer Vertreterin oder“ eingefügt.“

  2. § 7 wird aufgehoben.

  3. Der bisherige § 8 wird § 7.

Art. 2

Diese Satzung tritt am Ersten des auf die Bekanntmachung im Amtsblatt folgenden Monats in Kraft.

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