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← Sitzung des Schulausschusses (17.07.2020)

Sachverhalt des Geschäftsbereichs Kultur

Anlage · 17.07.2020 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Antrag der CSU Stadtratsfraktion vom 27.02.2019

Integrations- und Kulturarbeit an Schulen

Der Geschäftsbereich 2. BM und seine Dienststellen wenden sich mit einem

vielfältigen wie umfangreichen Angebot nonformaler und integrativer Kultur-

und Bildungsinhalte an Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und

Schulformen. Im Folgenden werden aktuelle und grundsätzliche Formate im

Bereich der jeweiligen Dienststellen skizziert, um einen Überblick über das

breite Angebotsspektrum zu ermöglichen.

KUF – Amt für Kultur und Freizeit

Die Abteilungen und Einrichtungen im Amt für Kultur und Freizeit kooperieren

in zahlreichen Projekten mit Nürnberger Schulen und leisten damit eine

wertvolle Integrations- und Kulturarbeit. Exemplarisch sind im Folgenden

einige der Angebote beschrieben.

1. Stabsstelle Kinderkultur im Amt für Kultur und Freizeit

KinderKunstRaum (KKR)

Schulworkshops aus dem Jahresprogramm

Der KKR legt jährlich ein Programmheft mit Kreativangeboten in den fünf Kategorien Drucken, Malen & Zeichnen, Umwandeln, Inszenieren und Stoff-eln (Material-Art) für Schulen und Kindertageseinrichtungen auf. Die i. d. R. eintägigen Schulworkshops (9.00 bis 12.30 Uhr) werden von erfahrenen Künstler*innen angeleitet und finden in den Räumen der Kulturwerkstatt Auf AEG durchgeführt.  jährlich 30–40 Schulworkshops mit durchschnittlich je 24 Kindern  Teilnehmende 2018: ca. 900 Schüler*innen (46 Schulworkshops) //

KreativKlassen

Im Rahmen der KreativKlassen arbeitet der KKR intensiver mit den Schulen im Stadtteil zusammen (Grundschulen und Förderzentren). Die beteiligten (teils inklusiven, teils Förder-) Klassen kommen an sechs über das Jahr verteilten Projekttagen in die Werkstatt, um mit unterschiedlichen Ausdrucksformen (Malerei, Druck, Upcycling …) zu einem übergreifenden Jahresthema zu arbeiten.  pro Schuljahr 6 Klassen mit durchschnittlich je 24 Kindern an je 6 Projekttagen  Teilnehmende im Schuljahr 2019/2020: o 4 beteiligte Klassen mit insg. 83 Schüler*innen (je 2 Termine 2019, 4 Termine 2020) o 8 weitere beteiligte Klassen mit insg. 200 Schüler*innen mit zweitägiger Sonderform „Schulprojekttage in der Kulturwerkstatt Auf AEG“ im Juli 2020

Weltreise

Jährlich im Frühjahr veranstaltet der KKR das interkulturelle Schulprojekt „Weltreise“. 8–10 teilnehmende Klassen (5. bis 7. Jahrgangsstufe) besuchen den KKR für jeweils einen Projekttag, der von einer*m Künstler*in mit internationalen Wurzeln begleitet

wird. Beim „Weltenbummlerfest“ präsentieren sich die Klassen gegenseitig ihre künstlerischen, tänzerischen und musikalischen Ergebnisse.  jährlich 8–10 teilnehmende Klassen mit durchschnittlich je 24 Schüler*innen  Teilnehmende 2019: 236 Schüler*innen an 10 Projekttagen, 220

Schüler*innen beim Weltenbummlerfest

Schüler*innenbaustelle

Zwischen Ostern und Pfingsten eröffnet der KKR zusammen mit der Handwerkskammer Mittelfranken für drei Wochen eine temporäre Kreativ-Baustelle an einer ausgewählten weiterführenden Schule in Nürnberg. Mit wechselnden Gruppen/Klassen der 5. bis 9. Jahrgangsstufe entstehen unter Anleitung der Handwerksmeister und Künstler*innen bildnerische Arbeiten in Holz, Stein, Metall und weiteren Materialien für den Innen- und Außenraum. Die Schüler*innen gestalten und verschönern ihre Lernumgebung und erhalten zugleich Berufs- und Lebensorientierung.  jährlich 6–10 beteiligte Klassen mit durchschnittlich je 24 Schüler*innen (je 2– 3 Einsatztage pro Klasse)  Teilnehmende 2018: 280 Schüler*innen an 14 Baustellentagen, 200

Schüler*innen beim Baustellenfest // Teilnehmende 2019: folgt!

Mobile Buchwerkstatt

Mit seiner „mobilen Buchwerkstatt“ besucht der KKR vom März bis Oktober Nürnberger Schulen für ein- oder dreitägige Druck- und Buchprojekte. Zusammen mit einem vierköpfigen Künstler*innen-Team erfinden die Schüler*innen Geschichten, entwerfen Illustrationen in Linolschnitt-Technik und erstellen und binden eigene Einzelbücher (3 Tage) bzw. ein Klassenbuch (1 Tag + Präsentation).  jährlich 40 Einsatztage mit 25–30 beteiligten Klassen  Teilnehmende 2018: 30 Klassen mit ca. 680 Schüler*innen (1.200

Kontakte) //

MUBIKIN

Im Herbst 2011 ist MUBIKIN (Musikalische Bildung für Kinder und Jugendliche in

Nürnberg) in zwei Schulsprengeln mit zehn Kindergärten und zwei Grundschulen

an den Start gegangen. MUBIKIN bringt professionelle musikalische Bildung

direkt zu den Kindern, in die Kindergärten und Grundschulen im Rahmen der

Kernzeiten. Dies ist ein für Eltern kostenloses Angebot, bei dem Herkunft und

soziales Umfeld der Kinder keine Rolle spielen. MUBIKIN qualifiziert

Erzieher*innen und Lehrkräfte in Kindergärten und Grundschulen im Bereich

Musikpädagogik und bietet Unterricht durch Musikpädagog*innen der

Musikschule Nürnberg im Tandem mit Erzieher*innen und Lehrkräften.

Seit September 2014 nehmen schon acht Grundschulen und 36 Kindergärten teil.

Seit dem Schuljahr 2018/2019 nehmen an MUBIKIN acht Schulen, ein

Förderzentrum und 41 Kindergärten teil.

davon 1.294 in den Kindergärten und 1.356 in den Schulen.

Sternenhaus

In der Vorweihnachtszeit laden über 140 Veranstaltungen mit Theater, Musik, Ballett, Geschichten und Zauberei zum Besuch ein. Seit 1999 bietet das Sternenhaus für Kinder und Familien ein reichhaltiges Kinderkulturprogramm im zauberhaften

Ambiente des Heilig-Geist-Hauses. Die Vormittage sind für Kindertageseinrichtungen und Schulen reserviert. Pro Saison besuchen ca. 300 Gruppen/ Klassen das Sternenhaus am Vormittag. Das Vormittagsangebot erreicht je nach Saison ca. 8000 - 9.000 Kinder. 1/3 davon sind Schülerinnen und Schüler.

KinderUni

Seit 2006 organisiert das KUF die KinderUni Nürnberg mit den Partnern in den Nürnberger Hochschulen und Forschungsinstitutionen, gibt zweimal jährlich ein Semesterprogramm heraus und veranstaltet alle zwei Jahre die Diplomfeier. Seit 2015 wird das Angebot um einen KinderUni-Horttag ergänzt. Diese Veranstaltung wird ebenfalls vom KUF organisiert und bietet durch die Ansprache dieser Zielgruppe auch Kindern aus bildungsfernen Schichten die Möglichkeit der Teilnahme. Die KinderUni Nürnberg öffnet sich einmal jährlich im Sommersemester auch für Grundschulklassen und bringt wissenschaftliche Themen in den Schulalltag. An der Evangelischen Hochschule Nürnberg stehen dann Themen auf dem Studienplan wie: „Traurig sein, lachen, Wut, mein Körper und die Gefühle, oder „Jeder Mensch ist anders – ich auch“ Individualität und Differenz im Miteinander.

Kultur- und Schulservice KS:NUE

Der KS:NUE bietet Lehrkräften digital und analog einen Überblick über die reiche kulturelle Bildungslandschaft Nürnbergs und lädt Multiplikator*innen ein, sich im Forum KulturimpulsSchule mit Themen kultureller Bildung auseinanderzusetzen. Bei der Partnerbörse Kulturelle Bildung stellten 2019 bereits zum zweiten Mal 47 Kultureinrichtungen sowie Kulturschaffende und -vermittelnde aus der Region ihre Projektideen und Programme für das Schuljahr 2019/2020 und speziellen Angebote für Schulen einem interessierten Publikum vor. Daneben war Gelegenheit, persönlich ins Gespräch zu kommen, sich über Projektvorhaben auszutauschen und über Fördermöglichkeiten zu informieren. Die Partnerbörse in der Kulturwerkstatt Auf AEG wurde gemeinsam vom KS:NUE / Kulturreferat, dem Geschäftsbereich Schule und Sport und dem Staatlichen Schulamt in der Stadt Nürnberg veranstaltet, um Vernetzung und Kooperation zu fördern und zu vertiefen. Fördertöpfe für Kulturprojekte an Schulen und die Vergabe des Paula-Maurer-Preises für gelungene Kooperationen zwischen Kultur und Schule ergänzen das Angebot des KS:NUE.

2. Integrations- und Kulturangebote der Kulturläden

Villa Leon

Kinderatelier in der Villa Leon (Kreativangebot mit Künstler*in, päd. Fachkraft)

Angebote für Gruppen Kitas/ Schulen aus St. Leonhard/ Schweinau/Sündersbühl (ca. 250 Teilnehmende) bis zu zwei Angebote pro Woche.

Jahresprojekt „Wasser“ mit 2 Deutschklassen 5./ 6. JgSt. der Mittelschule St. Leonhard und Abschlussfest zu den Aktionstagen „Bäume für die Menschenrechte“ mit der Michael-Ende Schule und 2 Deutschklassen 5./ 6. JgSt. der Mittelschule St. Leonhard 2018/19

„Ich mach mir meine Welt“ – Kunstprojekt in der Villa Leon

im Rahmen des Bundesprojekts „Kultur macht stark) mit Sigrid Stabel und dem Förderzentrum Förderschwerpunkt Sprache (50 TN zwischen 8 und 16 Jahren) Ferienworkshop I Pfingsten 2018 (Papier), Ferienworkshop II Pfingsten 2018 (Teppiche, Sommerferien 2018 (Stoff), Herbstferien 2018 (Körbe), Faschingsferien 2019 (Musikinstrumente), Ostern 2019 (Möbel).

Opfer des NSU – Ausstellung mit Workshop für Schüler*innencoaches mit dem

Nürnberger Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) Führungen der Coaches durch die Ausstellung (5 Klassen von Gymnasien)

Stadtpiraten – ein Theater- und Kunstprojekt mit der Carl-von-Ossietzky

Mittelschule

gefördert im Rahmen von „Kultur macht stark“ mit Sigrid Stabel und Eleanora Allerdings.

Loni Übler Haus

Das Loni Übler Haus führt zahlreiche Projekte insbesondere an der Thusneldaschule und der Bartholomäusschule aber auch in den Räumen des Kulturladens durch. Partner*innen sind Künstlerinnen und Künstler und Vereine wie Xenos Nürnberg e. V., der Schachclub Noris Tarrasch e.V., die Wärmestube oder das Pflegeheim Sebastianspital. Folgend eine Auflistung von Angebotenn2019/2020:  Interkulturelle Kommunikationstrainings, 20 Termine, ca. 400 teilnehmende Schüler*innen;  Projekt "Vielfalt sehen-Vielfalt säen" im Rahmen der Nbg. Wochen gegen Rassismus, 2 Termine, ca. 1000 teilnehmende Schüler*innen;  Filmdreh über Mobbing, 2 Termine, 30 teilnehmende Schüler*innen;  Hochbeetgestaltung "Vielfalt sehen-Vielfalt säen" im Pausenhof, 2 Termine, je 30 teilnehmende Schüler*innen;  Schüler-AG Treffen "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage", 5 Termine, je 30 teilnehmende Schüler*innen;  Theateraufführung mit Theater Thevo, 1 Termin, 90 teilnehmende Schüler*innen  Projekt "Komm ich zeig dir unsere Stadt", 7 Termine, je 39 teilnehmende Schüler*innen;  Vertiefungsstunden/ Interkulturelles-Sozialtraining für eine Deutschklasse, 38 Termine, je 18 teilnehmende Schüler*innen;  Aktionen und Ausflüge im Kindertreff z. B. ins Neue Museum, 5 Termine, je 10 teilnehmende Schüler*innen;  Ferienprogramme zu unterschiedlichen Themen z. B. Malen wie Hundertwasser, 5 Termine, je 20 teilnehmende Schüler*innen;  Ferienprogramme zu Jahreszeitlichen Themen z. B. Ostern, 5 Termine, je 20 teilnehmende Schüler*innen;  Kreativ- und Mediengruppe, 30 Termine, je 10 teilnehmende Schüler*innen;  Kinderolympiade, 1 Termin, 100 teilnehmende Schüler*innen;  Kindertheater für Familien, 6 Termine, je ca. 100 teilnehmende Schüler*innen;  Kindertheater für Kindertagestätten, 1 Termin, 100 teilnehmende Schüler*innen  Kinder- und Jugendschach, 38 Termine, je 20 teilnehmende Schüler*innen

 Sprachkurse (arabisch, ungarisch, russisch), je 28 Termine, je 10 teilnehmende Schüler*innen;  Projekt "Gesicht zeigen-Stimme erheben" im Rahmen der Nbg Wochen gegen Rassismus, 4 Termine, je 30 teilnehmende Schüler*innen;  Projekt "Gesicht zeigen-Stimme erheben" Zeitzeugengespräche im Pflegeheim Sebastianspital, 2 Termine, je 15 teilnehmende Schüler*innen;  Projekt "Gesicht zeigen-Stimme erheben" Aktionstag mit einem Kinderheim Martin-Luther-Haus, 2 Termine, je 30 teilnehmende Schüler*innen.

Gemeinschaftshaus Langwasser

Im Rahmen des Projekts „Betonliebe“ laden das Gemeinschaftshaus Langwasser und der AK Streetart Langwasser lokale und internationale Streetart-Künstler*innen dazu ein, ausgewählte Wände im Stadtteil zu gestalten. Begleitend werden mit den

eingeladenen Künstlern*innen Workshops organisiert. So fand ein kostenloser Graffitiworkshop beim Event „Urban [He]arts“ am 24.9.19 mit sechs Schüler*innen der Georg Ledebour Schule statt. Gestaltet wurde mit Sprühdosen ein Banner für die Schule.

südpunkt: Der Kinderzirkus GECCO wird im südpunkt seit 14 Jahren jährlich organisiert. 2020 findet der Zirkus zum 15. Mal statt. Die Kinder trainieren an ihrer Schule/Hort/Jugendeinrichtung im Projektzeitraum Januar bis April mit Zirkus- /Theater-Pädagogen*innen und studieren eine Nummer für zwei große Gala- Vorstellungen, die dann im südpunkt immer am ersten Wochenende der Osterferien stattfinden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Schulen und Einrichtungen in der Südstadt. Beteiligungen gab es auch von Geflüchteten-Unterkünften bzw. Einrichtungen zur Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Das Projekt dient dazu Bewegung zu vermitteln, Selbstbewusstsein und Erfolgserlebnisse zu schaffen.

Weiterhin kooperiert der südpunkt im Bereich Schultheater und bei Schulkonzerten mit den Schulen. Aufführungen und Generalproben finden bei im südpunkt statt. Im Rahmen der Familientage bietet die Einrichtung Ferienbetreuung in den Herbstferien an, bei der die Kinder nicht nur betreut werden, sondern ein umfassendes Kreativangebot wahrnehmen können.

Vischers Kulturladen

Vischers Kulturladen kooperiert mit der Theo-Schöller-Mittelschule bei der Organisation eines Theaterworkshops. Wöchentlich umfasst der Workshop 1,5 Stunden über das ganze Schuljahr mit 8 Teilnehmenden. Im Fokus ist Selbstwahrnehmung-Fremdwahrnehmung.

Mit der Peter-Vischer-Schule finden Unterrichtseinheiten mit einzelnen Klassen, jeweils eine Klasse (ca. 20-25 Schüler*innen) mit externen Fachleuten zu unterschiedlichen Themen statt. Bislang angeboten waren ein Vorlesewettbewerb der Unterstufe, behandelt wurden zudem das Thema „gesunde Ernährung“ und das Thema „Heimat“ mit einer Vertreterin des Heimatministeriums. Zwei Ausstellungen von Schülerinnen und Schülern aus der Peter-Vischer-Schule werden im Kulturladen präsentiert (Best of Kunstunterricht und eine Ausstellung der Foto-AG).

Kulturladen Zeltnerschloss

Zum Thema Menschenrechte arbeitet der Kulturladen eng mit der Grundschule und Mittelschule Scharrerschule zusammen. Im Projekt „Auf den Spuren jüdischen Lebens“ recherchierten die Schüler*innen die Geschichte dreier jüdischer Familien, die im Stadtteil lebten. Ziel war die Sensibilisierung für die grauenhaften Taten des NS-Regimes und für die Bedeutung der Menschenrechte. 9. Klasse der Mittelschule, 14. bis 16.01.2019, 3 Tage á 22 Schüler*innen.

Bei Workshops im Rahmen der Ausstellung „Gleißhammer Stadtteil für Menschenrechte" sensibilisierten in Zusammenarbeit mit dem AK Gleißhammer „Stadtteil für Menschenrechte“ interaktive Stationen Jugendliche für Menschenrechte und Menschenrechtsverletzungen.

Schüler/-innen ab der 5. Klasse, 11.02. bis 21.03.2019, 6 Workshops à 2 Schulstunden mit insgesamt 114 Schüler*innen.

Kulturladen Ziegelstein

Der Kulturladen organisierte im Mai 2019 an der Grundschule Ziegelstein ein künstlerisches Schulprojekt mit den ersten und zweiten Klassen. „Herzlich willkommen für alle Gäste mit 6 Beinen“, Bau von Insektenhotels unter Anleitung der Künstlerin Michaela Fuchs-Jalloh mit 193 Kindern (4 erste und 4 zweite Klassen der Grundschule Ziegelstein). Themenbezug: Kinderrechte auf gesunde Umwelt und das Thema Nachhaltigkeit.

Zu den Aktionstagen Bäume für die Menschenrechte organisiert der Kulturladen gemeinsam mit der Grundschule Ziegelstein und weiteren Kindereinrichtungen aus dem Stadtteil jährlich einen Menschenrechtsumzug. 2019 war das Thema „Das Recht auf Bildung“. Beteiligt waren insgesamt 140 Kinder (ca. 100 von den 4 vierten Klassen der Grundschule Ziegelstein). Der Umzug findet vom Menschenrechtsbaum im Marienbergpark zum Fritz–Munkert- Platz statt. Die Kindereinrichtungen bereiten das Thema vor und führen ihre Darbietungen auf der Bühne am Fritz-Munkert-Platz vor.

Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg

Das Berufsintegrationsjahr für Berufsschulpflichtige (BIK) findet in enger Kooperation mit den beruflichen Schulen der Stadt Nürnberg statt. Zielsetzung ist es berufsschulpflichtige Jugendliche mit sprachlichen Defiziten und (noch) nicht vorhandener Ausbildungsreife in aufeinander aufbauenden Phasen für eine spätere Berufsausbildung zu befähigen. Insgesamt haben 123 Berufsschulpflichtige aus 26 verschieden Herkunftsländern im Alter von 15 bis 23 Jahren im Schuljahr 2018/2019 die Berufsintegrationsklassen besucht.

KUM

Museen der Stadt Nürnberg

Museum Industriekultur: Kennenlern-Familientag für Schulklassen insbesondere auch für multikulturelle Schulklassen 2019/20 zu Beginn des ersten Schuljahres. Dies dient dem Kennenlernen in nichtschulischem Kontext von Eltern-KinderLehrkraft. Im Kontext „Sammeln“ bringen Kinder gesammelte Gegenstände mit. Die Gegenstände werden in einem „Museum für einen Tag“ ausgestellt.

Eng verbunden ist das Angebot der städtischen Museen, das sich aus integrativer Perspektive an Schülerinnen und Schüler richtet mit der Arbeit, die im Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg geleistet wird.

KPZ

Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg

1. Deutschklassen

Dank der finanziellen Unterstützung durch den Freistaat Bayern und der Bereitschaft der Museen, auf ihre Eintritte zu verzichten, konnten auch im Schuljahr 2018/19 die Angebote für Übergangsklassen (seit dem Schuljahr 2018/19 Deutschklassen) und Berufsintegrationsklassen kostenfrei durchgeführt werden. Insgesamt 162 Gruppen nahmen diese speziellen Angebote 2019 in Anspruch. Damit steigerten sich die Buchungen gegenüber dem Vorjahr nochmals um 24 zusätzliche Veranstaltungen. Die große Nachfrage zeigt, wie wichtig der außerschulische Lernort Museum gerade für diese Gruppen ist. Die museumspädagogischen Veranstaltungen verfolgen dabei vor allem zwei Ziele. Sie wollen einen angenehmen und anregenden Rahmen bieten für den Sprachunterricht, der bei den Übergangsklassen an erster Stelle steht. Wortschatz lässt sich erfahrungsgemäß leichter lernen, wenn er in konkreten Situationen angewandt und geübt wird. Für diesen Rahmen bieten gerade Museen vielfältige Möglichkeiten. Ihre Präsentationen mit realen Objekten aus unterschiedlichen Zeiten wecken die Neugier und lassen sich spielerisch mit Worten kombinieren und in Beziehung setzen. Zugleich vermitteln Museen Einblicke in Kultur und Alltag der Menschen im Ankunftsland. Ob dieses einmal zur zweiten Heimat wird, wird die individuelle Entwicklung zeigen. Für ein erstes kompaktes Kennenlernen in einem geschützten Raum eignet sich das Museum wie keine zweite Einrichtung. Auch deshalb werden die Angebote des KPZ für Deutschklassen so gut angenommen.

Dauerhaft buchbare Angebote für Deutschklassen:

Die Veranstaltungen sind auf Schüler nichtdeutscher Muttersprache abgestimmt. Selbst mit wenigen sprachlichen Fähigkeiten können sie etwas über Exponate im Museum erfahren und das Gesehene im Praxisteil mit Hilfe einfacher bildnerischer Mittel verarbeiten. Zudem können sie Eindrücke zu ihrem noch neuen Lebensumfeld mit ihrer bisherigen Lebenserfahrung vergleichen. Diese außerschulische Sprachund Lernsituation wird im Lehrplan für das Fach Deutsch als Zweitsprache ausdrücklich begrüßt.

Ohne Sprache sprechen

(Germanisches Nationalmuseum) In diesem Themenbereich beschäftigen wir uns ohne große Sprachkenntnisse mit verschiedenen Kunstwerken im Museum.

Jeder Mensch wohnt

(Germanisches Nationalmuseum) Ein städtisches Umfeld oder ein eher ländlich geprägtes: Die Herkunft der Schüler bietet eine große Bandbreite. In diesem Themenbereich befassen wir uns mit verschiedenen Wohnkulturen.

Berühmtes und Kurioses

(Germanisches Nationalmuseum) Wir verschaffen uns auf einem Streifzug durch das Museum einen ersten Überblick.

Dabei können wir Zusammenhänge mit dem eigenen kulturellen Hintergrund finden. Berühmte und kuriose Objekte setzen dabei besondere Akzente.

Was glaubst denn du?

(Germanisches Nationalmuseum) Christentum, Islam, Judentum… Die Religionen haben viele Gemeinsamkeiten, die wir aufdecken und vergleichen wollen.

Was kriecht und blüht denn da?

(Germanisches Nationalmuseum) Gemeinsam suchen wir im Museum Tier- und Blumenabbildungen, lernen daran Formen, Farben und weitere Eigenschaften kennen.

Punkt, Punkt, Komma, Strich, …

(Germanisches Nationalmuseum) Anhand verschiedener Bilder und Museumsgegenstände werden die Begriffe für „Körperteile“ erarbeitet. Außerdem werden Bewegungen nachgestellt und weitere Eigenschaften gefunden.

Wie wir uns kleiden

(Germanisches Nationalmuseum) In der Abteilung „Kleiderwechsel“ betrachten wir verschiedene Kleidungsstücke und vergleichen sie mit denen aus unseren Heimatländern. Abschließend können wir verschiedene Kostüme anprobieren und erfahren, wie sie unsere Bewegungen beeinflussen.

Unsere neue Heimat Nürnberg

(Kaiserburg, Stadtmuseum im Fembo-Haus, Germanisches Nationalmuseum, Museum Industriekultur) Auf einem Streifzug von der Kaiserburg über das Stadtmuseum, zum Germanischen Nationalmuseum und bis zum Museum Industriekultur verschaffen wir uns einen ersten Überblick über die Stadtgeschichte und die neue Heimat Nürnberg.

Kommunikation mit wenigen Worten

(Museum Industriekultur) Die Geschichte des modernen Nürnberg und der neue Lebensraum der Schüler werden anschaulich und „begreifbar“. Fahrrad- und Motorradproduktion, Bleistifte, Haushaltsgeräte, Fußball und Kino – Nürnberg ist bunt.

2. Museumspädagogische Programme für Berufsintegrationsklassen

In enger Abstimmung mit einer Lehrkraft der Berufsschule 5, an den Berufsintegrationsklassen mit Deutschlernenden unterrichtet werden, entwickelte das KPZ vier museumspädagogische Veranstaltungen (inkl. Vor- und Nachbereitungsmaterialien) in verschiedenen Museen für Deutschlernende mit unterschiedlichem Sprachniveau. In den Veranstaltungen setzen sich die Teilnehmenden mit Hilfe von handlungsorientierten Methoden, Formen freien Arbeitens und praktischen Aktivitäten eigenständig mit den Exponaten auseinander.

Dabei wenden sie berufsbezogenen Wortschatz an und üben wichtige Sprachstrukturen ein. Alle vier Veranstaltungen wurden mit unterschiedlichen Berufsintegrationsklassen und Integrationskursen erprobt. Dank finanzieller Förderung durch den Freistaat Bayern und der Unterstützung der beteiligten Museen konnten diese Veranstaltungen kostenfrei angeboten werden.

Dauerhaft buchbare Angebote für Berufsintegrationsklassen

Die Programme sind speziell für Jugendliche und Erwachsene konzipiert, die Deutsch lernen. In allen Veranstaltungen werden kunst- und kulturgeschichtliche Fragen behandelt, aber auch Bezüge zur gegenwärtigen Lebens- und Berufswelt hergestellt (Lehrplanbezüge: BI 3.1/3.3/4.2).

In den Veranstaltungen setzen sich die Teilnehmenden mit Hilfe von handlungsorientierten Methoden, Formen freien Arbeitens und praktischen Aktivitäten eigenständig mit den Exponaten auseinander. Dabei wenden sie auch berufsbezogenen Wortschatz an und üben wichtige Sprachstrukturen ein. Lehrkräfte erhalten auf Wunsch Empfehlungen zur Vorbereitung der Veranstaltung. Materialien zur Nachbereitung erleichtern die Sicherung und Vertiefung des Gelernten im Unterricht.

Kunst für alle Sinne

(Germanisches Nationalmuseum) Was denkt die abgebildete Person? Wie schmecken die gemalten Früchte? Welche Farben benutzt der Maler? Handlungsorientiert erkunden die Teilnehmenden unterschiedliche Bildgattungen der Barockzeit. Dabei beschäftigen sie sich, angepasst an ihr Sprachniveau, mit Farben und Formen, Aufbau und Aussagen der Gemälde.

Was ist eigentlich ein Museum?

(Germanisches Nationalmuseum) Die Teilnehmenden entdecken, wie kulturgeschichtliche Gegenstände über die Vergangenheit „Auskunft geben“. Sie besuchen verschiedene Museumsabteilungen und erfahren, wie die Exponate präsentiert werden. Abschließend schlüpfen sie selbst in die Rolle von „Museumswissenschaftlern“ und erarbeiten mit Alltagsgegenständen aus der Zeit um 1900 eine eigene Präsentation.

Vom Kaufen und Verkaufen

(Stadtmuseum im Fembo-Haus) Nürnberg gehörte einst zu den großen europäischen Handels-metropolen: Die Fernkaufleute brachten Waren aus der ganzen Welt hierher und verkauften einheimische Produkte auf allen wichtigen Messen und Märkten in Europa. Die Teilnehmenden erkunden, womit gehandelt wurde und wie der Handel ablief. Dabei lernen sie auch wichtige Orte der Nürnberger Stadtgeschichte kennen.

Räder, die die Welt bewegten

(Museum Industriekultur) Handlungsorientiert entdecken die Teilnehmenden, wie eine Dampfmaschine funktioniert und typische Werkzeugmaschinen des Industriezeitalters antreibt.

Anschließend haben sie die Wahl, der Nürnberger Industriegeschichte nachzuspüren und die Entwicklung wichtiger Fortbewegungsmittel wie Fahr-, Motorrad und Auto zu erkunden oder zu ergründen, wie sich Leben und Alltag der Menschen im 19. Jahrhundert durch die neue Technik veränderten.

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