Fortschreibung Schulraumentwicklungsplanung 2020
Inhalt
1 Fortschreibungsbedarf..................................................................................................... 3
2 Bevölkerungs- und Schülerprognose ............................................................................... 4
2.1 Bevölkerungsvorausberechnung stadtweit ................................................................ 4 2.2 Annahmen zur Neubautätigkeit ................................................................................. 5 2.3 Bevölkerungsvorausberechnung auf Grundlage von Geburtsjahrgängen und die Auswirkungen auf die beruflichen Schulen................................................................ 6 2.4 Vergleich zu den Vorjahren – Zusammenfassung ..................................................... 6 3 Die Grundschulen ............................................................................................................ 7
3.1 Die Grundschulen – erster Überblick ........................................................................ 7 3.2 Betrachtung auf Ebene der Planungszonen .............................................................. 9 3.2.1 Nürnberg Nord (Knoblauchsl., Schniegling, Nordstadt, Erlenst., Buchenbühl) .... 11
3.2.2 Nürnberg West (Großreuth b.Schw., Kohlenhof, Doos) ...................................... 16
3.2.3 Nürnberg Mitte/Ost (Galgenhof, Zabo, Laufamholz) ........................................... 19
3.2.4 Nürnberg Süd (Südstadt, Maiach, Gartenstadt) .................................................. 23
3.2.5 Nürnberg Südwest (Kornburg, Eibach, Gebersdorf) ........................................... 27
3.2.6 Nürnberg Südost (Bauernfeindsdlg., Langwasser, Altenfurt, Brunn) ................... 31
4 Die Mittelschulen ........................................................................................................... 34
4.1 Die Mittelschulverbünde – erster Überlick ............................................................... 35 4.2 Schülerprognosen auf Ebene der Mittelschulverbünde ........................................... 39 4.2.2 Nürnberg Nord (Knoblauchsl., Schniegling, Nordstadt, Erlenst., Buchenbühl) .... 39
4.2.3 Nürnberg West (Großreuth b. Schw., Kohlenhof, Doos) ..................................... 42
4.2.4 Nürnberg Mitte/Ost (Galgenhof, Zabo, Laufamholz) ........................................... 45
4.2.5 Nürnberg Süd (Südstadt, Maiach, Gartenstadt) .................................................. 47
4.2.6 Nürnberg Südwest (Kornburg, Eibach, Gebersdorf) ........................................... 51
4.2.7 Nürnberg Südost (Bauernfeindsdlg., Langwasser, Altenfurt, Brunn) ................... 54
5 Die Gymnasien und Realschulen .................................................................................. 57
5.1 Realschulen in Nürnberg ........................................................................................ 58 5.2 Gymnasien in Nürnberg .......................................................................................... 60 6 Die beruflichen Schulen ................................................................................................. 62
6.1 Zentrale Einflussfaktoren ........................................................................................ 62 6.2 Schularten .............................................................................................................. 66 6.3 Entwicklung der einzelnen Direktorate .................................................................... 67 6.3.1 Berufliche Schule – Direktorat 1 ......................................................................... 68
6.3.2 Berufliche Schule – Direktorat 2 ......................................................................... 69
6.3.3 Berufliche Schule – Direktorat 3 ......................................................................... 72
6.3.4 Berufliche Schule – Direktorat 4 ......................................................................... 74
6.3.5 Berufliche Schule – Direktorat 5 ......................................................................... 76
6.3.6 Berufliche Schule – Direktorat 6 ......................................................................... 78
6.3.7 Berufliche Schule – Direktorat 7 ......................................................................... 80
6.3.8 Berufliche Schule – Direktorat 8 ......................................................................... 82
6.3.9 Berufliche Schule – Direktorat 9 ......................................................................... 83
6.3.10 Berufliche Schule – Direktorat 10 ....................................................................... 85
6.3.11 Berufliche Schule – Direktorat 11 ....................................................................... 86
6.3.12 Berufliche Schule – Direktorat 12 ....................................................................... 88
6.3.13 Berufliche Oberschulen ...................................................................................... 90
6.3.14 Berufliche Schule – Direktorat 14 ....................................................................... 95
6.3.15 Jugendliche ohne Ausbildung ............................................................................. 97
6.4 Raumsituation an den beruflichen Schulen ............................................................. 99 7 Die Entwicklung der Deutschklassen (früheren Ü-Klassen) und der
Berufsintegrationsklassen .................................................................................................. 101
8 Folgen für die Raumsituation – Feststellungen / Handlungsempfehlungen .................. 103
9 Risiken ........................................................................................................................ 104
1 Fortschreibungsbedarf
Die Schulraumentwicklungsplanungen des Geschäftsbereichs Schule und Sport wurde vor 5 bzw. 6 Jahren zum ersten Mal von den pädagogischen Ämtern verfasst und dem Schulausschuss vorgestellt. Ziel hierbei ist es, quasi aus der Vogelperspektive die Schulen im Stadtgebiet der Stadt Nürnberg unter den Aspekten der verschiedenen Schulsprengel, Raumkapazitäten, Schülerprognosen, Lenkung der Schülerströme zu betrachten, um planerisch rechtzeitig Weichenstellungen (Erweiterungsbauten, Neubauten, Änderung von Sprengeln) vornehmen zu können. Letztlich geht es darum, dass die Stadt Nürnberg ihrer Verantwortung als Sachaufwandsträgerin bei den staatlichen Schulen und als Schulaufwandsträgerin bei den kommunalen Schulen hinsichtlich räumlicher Bedarfsdeckung rechtzeitig und unter pädagogisch möglichst optimalen Bedingungen gerecht wird.
Nun liegt die Bevölkerungsvorausberechnung 2019 vor und die Schülerprognose sowie darauf aufbauend die Schulraumentwicklungsplanungen für die allgemeinbildenden und die beruflichen Schulen sind fortzuschreiben und werden hier zusammengeführt. Dies ist nötig, weil Nürnberg eine wachsende Stadt ist, was wachsende Schülerzahlen zur Folge hat und damit wachsende Raumbedarfe weil neben regionalen Auswirkungen der demographischen Entwicklung schulrechtliche Veränderungen (Rückkehr zum G9) absehbar weitere Schulbedarfe auslösen weil Gebäude aufgrund der um Betreuung erweiterten Belegung räumlich ausgelastet sind (s. Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler ab 2025) weil Räume an Schulen aufgrund baulicher Beschaffenheit gesperrt werden mussten weil die Schulraumentwicklungsplanung der beruflichen Schulen mit in die Planung der allgemeinbildenden Schulen verzahnt werden muss, da sich hier immer wieder Schnittstellen und Abhängigkeiten ergeben.
Die veröffentlichte Version der Schulraumentwicklungsplanung für die allgemeinbildenden Schulen aus dem Winter 2014/15 enthielt ausführliche grundsätzliche und methodische Hinweise. Diese Aussagen sind nach wie vor zutreffend. Leser, die mit den hier entfallenen methodischen Grundlagen nicht vertraut sind, werden auf das Ausgangsdokument für die allgemeinbildenden Schulen verwiesen: https://www.nuernberg.de/internet/schulen_in_nuernberg/schulentwplan.html Unter diesem Link ist auch die Schulentwicklungsplanung für die beruflichen Schulen aus 2015 zu finden.
2 Bevölkerungs- und Schülerprognose
2.1 Bevölkerungsvorausberechnung stadtweit
Die Bevölkerungsvorausberechnung für die Stadt Nürnberg wird regelmäßig vom Amt für Stadtforschung und Statistik (StA) durchgeführt. Für die Berechnung werden die Daten aus dem Einwohnermelderegister verwendet. Die Bevölkerung wird demographisch differenziert, das heißt nach Alter und Geschlecht fortgeschrieben. Grundlage ist der Bevölkerungsbestand, also die Zahl der Einwohner am Hauptwohnsitz am 31.12. Die Geburten und Zuzüge eines Jahres werden zum Bevölkerungsbestand hinzuaddiert, die Sterbefälle und Wegzüge werden abgezogen. Darüber hinaus finden Umzüge, also die Wanderungsbewegungen innerhalb der Stadt und die Neubautätigkeit Berücksichtigung. Die Bevölkerungsbewegungen (Geburten, Sterbefälle, Wanderungsbewegungen) gehen in Form von alters- und geschlechtsspezifischen Raten und Quoten in die Vorausberechnung ein. Zur Erzeugung der Eingabedaten werden mehrjährige Durchschnitte gebildet. Die Berechnung erfolgt kleinräumig, sodass die Ergebnisse auf Ebene der statistischen Distrikte sowie der Grundschulsprengel vorliegen. Im Vorfeld der kleinräumigen Bevölkerungsprognose 2019 wurde eine Bevölkerungsvorausberechnung für die Gesamtstadt erstellt. Es wurden zwei Berechnungsszenarien abgestimmt, die sich jeweils in ihren Annahmen zur Wanderung unterscheiden. Auf Grundlage, der aus der Berechnung gewonnenen Erkenntnisse, erfolgte die Annahmesetzung der kleinräumigen Prognose. In Abbildung 1 ist die tatsächliche Entwicklung der Einwohnerzahl (Hauptwohnsitz) der Jahre 2000 bis 2018 als schwarze Linie sowie die Bandbreite laut gesamtstädtischer Vorausberechnung in orange dargestellt. Die rote Linie zeigt die aktuelle kleinräumige Bevölkerungsprognose.
Abb. 1: Entwicklung der Einwohnerzahl (Hauptwohnsitz)
Quelle: Einwohnermelderegister Stadt Nürnberg; ab 2019 Bevölkerungsvorausberechnung
Seit der Jahrtausendwende ist die Stadt jährlich um rund 3 000 Personen gewachsen, von 2000 bis 2018 waren das 53 647 Einwohner insgesamt. Ergebnis der kleinräumigen Vorausberechnung ist ein weiterer Anstieg der Bevölkerungszahl Nürnbergs um rund 21 600 Personen bis 2035, was einer durchschnittlichen jährlichen Zunahme von 1 300 Personen entsprechen würde.
2.2 Annahmen zur Neubautätigkeit
Die Annahmen zur Neubautätigkeit werden vom Amt für Stadtforschung und Statistik (StA) auf Basis der Einschätzung des Stadtplanungsamtes (Stpl) entwickelt. In einer jährlichen Abstimmungsrunde stellt Stpl die aktuellen Neubauprojekte nach kleinräumiger Gliederung vor. Die Informationen zu den Neubauprojekten, vor allem die Art der Bebauung (Ein- /Zweifamilien- oder Geschosswohnungsbau), die zu erwartende Anzahl der Neubaubezieher sowie der erwartete Bezugszeitraum sind entscheidend für die Entwicklung der Neubauannahmen.
Aus den Erfahrungen über die Neubaubezüge der letzten Jahre können Quoten für die Altersund Geschlechterverteilung im Neubaubezug gewonnen werden. Zusätzlich werden Annahmen darüber getroffen, wie hoch der Anteil der Nürnbergerinnen und Nürnberger ist, die den Neubau beziehen. Die übrigen Neubaubezieher werden aus der Umlandzuwanderung gewonnen.
2.3 Bevölkerungsvorausberechnung auf Grundlage von
Geburtsjahrgängen und die Auswirkungen auf die beruflichen
Schulen
Die Bevölkerungsvorausberechnung erfolgt auf Basis von Geburtsjahrgängen. Dies ist ein bewährtes Verfahren in der Statistik. Allerdings wird in die Grundschule nicht der Geburtsjahrgang eingeschult, sondern es gilt der Einschulungszeitraum 01. Oktober des Vorjahres bis 30. September des aktuellen Jahres. Diese Kinder sind als sog. „Muss-Kinder“ schulpflichtig. Für Kinder, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September sechs Jahre alt werden, wurde zum Schuljahr 2019/2020 ein Einschulungskorridor eingeführt. Durch die Option „Einschulungskorridor“ entscheiden die Eltern nach Beratung und Empfehlung durch die Schulen frei, ob ihr Kind zum kommenden Schuljahr oder erst ein Jahr später eingeschult wird. Ob sich durch den Einschulungskorridor wirklich Veränderungen ergeben, muss abgewartet werden. Eine erhebliche Auswirkung auf die Schülerprognose ist momentan aber nicht zu erwarten. Die Bevölkerungsvorausberechnung der einzuschulenden Kinder auf Ebene der Planungszonen bzw. Mittelschulsprengel entsteht durch die Summe der Bevölkerungsvorausberechnung der zu Grunde liegenden einzelnen Sprengel. Eine Prognose ist im beruflichen Schulbereich aufgrund der vieldimensionalen Einflussfaktoren nur sehr schwer möglich, im Kapitel 6 wird dies detailliert betrachtet.
2.4 Vergleich zu den Vorjahren – Zusammenfassung
Ergebnis der Bevölkerungsvorausberechnung 2019 ist eine Einwohnerzahl von rund 553 650 Personen im Jahr 2035 (550 050 im Jahr 2030). Dies bedeutet einen deutlichen Anstieg gegenüber der Bevölkerungsvorausberechnung 2018, die eine Einwohnerzahl von 539 500 Personen im Jahr 2030 zum Ergebnis hatte. In 2016 war man noch von etwa 533 650 Einwohnern im Jahr 2026 ausgegangen, in der aktuellen Prognose 2019 liegt man hier bei rund 547 360 Einwohnern. Die kurzfristige sehr deutliche Änderung der Bevölkerungszahl als Planungsgrundlage ist vor allem kleinräumig problematisch.
Grund ist zum einen die umfassende Aktualisierung der Annahmen zu den Bevölkerungsbewegungen, die aus den tatsächlichen Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit abgeleitet sind. Insbesondere die Betrachtung der innerdeutschen Wanderungen im Kontext des demographischen Wandels und die Zuzüge aus dem Ausland tragen einen großen Teil zu den Unterschieden zwischen den beiden Bevölkerungsprognosen bei. Trotz einer insgesamt höheren Wanderungsdynamik ist der Saldo aus Zu- und Wegzügen bis 2035 im jährlichen Durchschnitt der Vorausberechnung 2019 gegenüber 2018 um 100 Personen angestiegen. Kurzfristig sind die Wanderungsgewinne jedoch deutlich höher und nehmen im Laufe des Prognosezeitraumes kontinuierlich ab. Darüber hinaus haben sich auch die Neubauannahmen erheblich verändert. Die Zahl der potentiellen Neubaubezieher unterscheidet sich um rund 10 000 Personen bis 2035. Um auf die immer noch angespannte Wohnungsmarktsituation in Nürnberg zu reagieren, soll auf Wunsch der Politik deutlich mehr gebaut werden. Diese gewünschte Entwicklung lässt sich direkt im Bauflächenkataster ablesen. In den letzten Jahren konnten quantitativ mehr Wohnbauflächenpotenziale erfasst werden, mit einer genaueren Detaillierung und zu einem früheren Zeitpunkt. Seit April 2018 kamen in Nürnberg beispielsweise Wohnbauflächenpotenziale auf ehemaligen Arealen der Unternehmen Quelle, GFK, Eschenbach-Optik, Siemens und Kaufhof hinzu. In Summe führt dies zu einer deutlichen Erhöhung der Wohnbaupotenziale und damit an möglichen Neubaubeziehern. Bei der Auswertung der Neubauannahmen sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass sich der Betrachtungszeitraum durch die zusätzliche Aktualisierung bis Dezember 2019 deutlich verlängert hat (April 2018 – Dezember 2019). Dadurch erhöhen sich natürlich die Werte der Neubauannahmen in der Bilanzierung und lassen Vergleiche zu den Vorjahren nur bedingt zu.
3 Die Grundschulen
3.1 Die Grundschulen – erster Überblick
Die Prognose der 6-Jährigen ist die Grundlage der Schülerprognose. Relevant ist ferner die sog. Übertritts- bzw. Einschulungsquote in die öffentliche Grundschule. Auf Basis der bisherigen Erfahrungen wurde die Quote für jede einzelne Schule festgelegt. Im Durchschnitt der Stadt ergab sich 2014 eine Quote von 90,2%. Auf Basis der Daten von 2016 ergaben sich etwa 91,1%, in 2019 bleibt diese Quote relativ stabil und wird auf 91 % festgelegt.
Prognose Grundschule 2019
| Summen öffentliche Grundschulen | |||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuljahr | - r e ül h c S | r ü f al nti e ot p | - s g n u ul h g. c s Jn 1. Ei | e ot u q | 1. Jg. | Ü | r e ül h c S ∑ | n e s s a Kl ∑ | |||||||
| r e ül h c S | r e ül h c S | n e s s a Kl | |||||||||||||
| 9 1 0 2 s bi n e hl a z r e ül h c S e h c hli c ä s at t | 2008/2009 | 3967 | 96% | 3803 | 77 | 7 | 14994 | 657 | |||||||
| 2009/2010 | 3927 | 94% | 3690 | 73 | 5 | 14908 | 671 | ||||||||
| 2010/2011 | 4039 | 88% | 3535 | 100 | 6 | 14590 | 674 | ||||||||
| 2011/2012 | 3969 | 88% | 3510 | 141 | 8 | 14408 | 672 | ||||||||
| 2012/2013 | 4046 | 90% | 3657 | 176 | 12 | 14342 | 672 | ||||||||
| 2013/2014 | 4306 | 86% | 3708 | 209 | 15 | 14409 | 683 | ||||||||
| 2014/2015 | 4187 | 91% | 3823 | 276 | 16 | 14833 | 699 | ||||||||
| 2015/2016 | 4247 | 89% | 3791 | 335 | 21 | 15149 | 720 | ||||||||
| 2016/2017 | 4392 | 92% | 4025 | 311 | 22 | 15674 | 736 | ||||||||
| 2017/2018 | 4322 | 90% | 3902 | 326 | 21 | 15852 | 741 | ||||||||
| 2018/2019 | 4478 | 91% | 4067 | 291 | 23 | 15890 | 748 | ||||||||
| 2019/2020 | 4466 | 89% | 3986 | 242 | 18 | 15952 | 737 | ||||||||
| g n u n h c e r h c o H | n e r o b e g d n si r e d n Ki | 2020/2021 | 4777 | 91% | 4347 | 16159 | 735 | ||||||||
| 2021/2022 | 4699 | 91% | 4267 | 16581 | 756 | ||||||||||
| 2022/2023 | 4956 | 91% | 4506 | 17040 | 776 | ||||||||||
| 2023/2024 | 4936 | 91% | 4483 | 17511 | 796 | ||||||||||
| 2024/2025 | 4912 | 91% | 4462 | 17617 | 803 | ||||||||||
| r e d g n hl u a n z h n c e e rt h r u c b o e H G | 2025/2026 | 4889 | 91% | 4446 | 17779 | 810 | |||||||||
| 2026/2027 | 4894 | 91% | 4452 | 17725 | 806 | ||||||||||
| 2027/2028 | 4892 | 91% | 4452 | 17695 | 804 | ||||||||||
| 2028/2029 | 4884 | 91% | 4448 | 17684 | 802 | ||||||||||
| 2029/2030 | 4867 | 91% | 4433 | 17670 | 803 |
* Bis einschließlich 2019/2020 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü- Klassen werden in der Prognose nicht berücksichtigt bzw. sichtbar.
War man in der Prognose 2014 für das Schuljahr 2026/27 beispielsweise von ca. 15.546 Schülern (plus Ü-Schüler)1 und in der Prognose 2016 von ca. 17.241 Schülern (plus Ü- Schüler) an den Grundschulen ausgegangen, werden gemäß der Prognose 2019 im Schuljahr 2026/2027 ca. 17.725 Schüler (plus Ü-Schüler) erwartet, also erneut eine Steigerung von rund 385 Schülern. Dies bedeutet, dass nochmal eine 4-zügige Grundschule im Stadtgebiet erforderlich wäre, wobei sich die Steigerung der Schülerzahlen flächig übers Stadtgebiet verteilt, so dass nicht an einer Stelle eine neue Grundschule gebaut werden kann, sondern die einzelnen Planungszonen der Grundschulsprengel genau betrachtet werden und individuelle räumliche Lösungen gefunden werden müssen. Der Höchststand der Grundschüler wird für das Schuljahr 2025/2026 mit ca. 17.780 Schüler (plus Ü-Schüler) und 810 Klassen (plus Ü-Klassen, derzeit 18) erwartet und ist nach momentanem Stand der Prognosen dann leicht rückläufig auf ca. 17.670 Schüler (plus Ü- Schüler) im Schuljahr 2029/2030. In der Prognose nicht dargestellt werden können die Zuwächse in den Jahrgangsstufen 2 bis 4, man geht aber insgesamt von mindestens 18.000 Schülern (plus U-Schüler) an den öffentlichen Grundschulen aus.
3.2 Betrachtung auf Ebene der Planungszonen
Um die derzeit 51 Grundschulen auf „handhabbare“ Bereiche zu reduzieren, wurden sechs Planungszonen gebildet, die flächenmäßig im Wesentlichen mit den Mittelschulverbünden übereinstimmen, bisweilen jedoch eine Grundschulsprengel-übergreifende Betrachtungsweise nötig machen. So muss z.B. die Bartholomäusschule (Sprengelnummer 62) im Zusammenhang sowohl mit den Schulen Insel Schütt (25) und Paniersplatz (39), als auch mit Bismarckstr. (10) und Grimmstr. (17) gesehen werden. Auf Ebene dieser Planungszonen werden hier nur die Grundschulen betrachtet. Das Zusammenspiel mit den Mittelschulen wird ausschließlich im dortigen Kapitel dargestellt, jedoch kann es im Einzelfall erste Hinweise geben, wenn sich an einem Schulstandort eine Grund- und eine Mittelschule befinden.
1 Die früheren Übergangsklassen werden jetzt Deutschklassen im Grund- und Mittelschulbereich genannt, zur Vereinfachung und Vergleichbarkeit mit vorhergehenden Schulraumentwicklungsplanungen werden diese hier weiterhin als Ü-Schüler und Ü-Klassen dargestellt.
3.2.1 Nürnberg Nord (Knoblauchsl., Schniegling, Nordstadt, Erlenst., Buchenbühl)
Das Planungsgebiet umfasst die Grundschulen:
| Sprengelnummer | GS - Name |
|---|---|
| 01 | GS St. Johannis |
| 10 | GS Bismarckstraße |
| 17 | GS Gebrüder-Grimm-Schule |
| 19 | GS Ziegelstein |
| 22 | GS Wahlerschule |
| 27 | GS Buchenbühler-Schule |
| 34 | GS Friedrich-Hegel-Schule |
| 36 | GS Friedrich-Staedtler-Schule incl. Dep. Almoshof, Buch |
| 37 | GS Konrad-Groß-Schule |
| 43 | GS Schule Großgründlach |
| 48 | GS Dr.-Theo-Schöller-Schule |
| 52 | GS Thoner Espan |
| 54 | GS Ludwig-Uhland-Schule |
| 62 | GS Bartholomäusschule |
Es wird von folgenden Planungsprämissen ausgegangen: Die GS Buchenbühl dürfte auch zukünftig ausreichend Schüler für einen einzügigen Betrieb aufweisen. Eventuell sind wegen der angespannten Betreuungssituation an der GS Ziegelstein Gastschulverhältnisse nach Buchenbühl zu unterstützen. Die GS Großgründlach ist bei vermutlich kleinen Schülerzahlerhöhungen in ihrem Bestand als zweizügige Schule stabil. Sprengeländerungen oder Schüleraustausche im großen Umfang sind zwischen Großgründlach und der südlich gelegenen GS Friedrich-Staedtler- Schule für GS-Kinder angesichts der geographischen Lage im Knoblauchsland nicht sinnvoll. Die GS Friedrich-Staedtler-Schule (incl. Dependancen Almoshof und Buch) ist in ihrem Bestand stabil. Die Gebäude und Grundstücke in Almoshof und Buch (rote Kreise in Karte oben) sind zu klein, als dass sie für die anstehenden Aufgaben im südlichen Bereich (Strukturplan Thon / Wetzendorf) Lösungsansätze böten. Je nach Entwicklung der Wohnbebauung ist es sinnvoll, eine neue Grundschule im Knoblauchsland in Buch zu gründen, da die Raumkapazitäten am Standort der Friedrich-Staedtler-Schule nicht die
künftigen Schülerzahlenzuwächse der Grundschule und der Mittelschule abdecken. Neben den Schulen in den Vororten lässt sich das Planungsgebiet zerlegen in: a) Westlicher Teil: GS Wahler-Schule, GS Dr.-Theo-Schöller-Schule, GS St. Johannis, GS Thoner Espan b) Mittlerer Teil: GS Ludwig-Uhland-Schule, GS Friedrich-Hegel-Schule c) Östlicher Teil: GS Bismarckschule, GS Ziegelstein, GS Konrad-Groß-Schule, GS Gebrüder-Grimm-Schule, GS Bartholomäusschule d) Nördliche Vorortschulen (Großgründlach, Buchenbühl, Neunhof mit Almoshof und Buch) - wie bereits weiter oben beschrieben
| Westlicher Teil | Mittlerer Teil | Östlicher Teil | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuljahr | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen |
| 2011/2012 | 1110 | 51 | 650 | 32 | 1387 | 67 | 3602 | 173 |
| 2012/2013 | 1094 | 52 | 664 | 33 | 1403 | 66 | 3628 | 174 |
| 2013/2014 | 1085 | 51 | 635 | 33 | 1414 | 66 | 3594 | 173 |
| 2014/2015 | 1135 | 53 | 675 | 35 | 1446 | 66 | 3721 | 177 |
| 2015/2016 | 1179 | 55 | 680 | 35 | 1508 | 73 | 3783+54 | 183+4 |
| 2016/2017 | 1253 | 57 | 746 | 35 | 1546 | 73 | 3944+80 | 184+5 |
| 2017/2018 | 1300 | 59 | 746 | 35 | 1558 | 73 | 4012+61 | 186+5 |
| 2018/2019 | 1293 | 60 | 777 | 36 | 1524 | 73 | 4046+61 | 188+5 |
| 2019/2020 | 1296 | 61 | 797 | 38 | 1521 | 70 | 4082+47 | 189+4 |
| 2020/2021 | 1327 | 61 | 840 | 40 | 1542 | 69 | 4260 | 196 |
| 2021/2022 | 1361 | 64 | 907 | 42 | 1584 | 70 | 4437 | 203 |
| 2022/2023 | 1440 | 67 | 974 | 44 | 1646 | 73 | 4617 | 211 |
| 2023/2024 | 1533 | 71 | 1000 | 44 | 1695 | 74 | 4793 | 217 |
| 2024/2025 | 1568 | 73 | 1015 | 44 | 1731 | 75 | 4864 | 218 |
| 2025/2026 | 1605 | 74 | 1027 | 45 | 1767 | 77 | 4938 | 221 |
| 2026/2027 | 1614 | 73 | 1028 | 46 | 1778 | 76 | 4963 | 220 |
| 2027/2028 | 1622 | 73 | 1028 | 47 | 1783 | 76 | 4966 | 221 |
| 2028/2029 | 1640 | 74 | 1030 | 48 | 1782 | 76 | 4980 | 224 |
| 2029/2030 | 1665 | 76 | 1022 | 48 | 1770 | 76 | 4987 | 227 |
*Bis einschließlich 2019/2020 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü- Klassen werden in der Prognose nicht berücksichtigt bzw. sichtbar.
Der Vergleich der Schülerprognosen 2014, 2016 und 2019 für das Schuljahr 2025/26 zeigt:
| Westlicher Teil | Mittlerer Teil | Östlicher Teil | Gesamt ** | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | |
| Prognose 2019 | 1605 | 74 | 1027 | 45 | 1767 | 77 | 4938 | 221 |
| Prognose 2016 | 1667 | 76 | 913 | 40 | 1564 | 68 | 4707 | 208 |
| Prognose 2014 | 1395 | 63 | 726 | 36 | 1337 | 64 | 4004 | 187 |
**Die Summenbildung „Gesamt“ beinhaltet auch die GS Buchenbühl, Friedrich-Staedtler und Großgründlach, die wie oben beschrieben nicht in den Teilen West, Mitte und Ost enthalten sind.
Westlicher Teil (74 Klassen / ca. 19 Züge)
Die Grundschule Am Thoner Espan (4 Züge), die Wahlerschule (3 Züge), Dr. Theo-Schöller- Schule (4 Züge) und Grundschule St. Johannis (4 Züge) sowie die geplanten 5 Züge im Neubau Forchheimer Str. decken die Bedarfe in 2025/2026 ab. Jedoch können die Schülerzahlen aufgrund der geplanten Bebauung in Thon/ Wetzendorf ab 2029/2030 nochmals um 2 Klassen steigen, so dass eine Entlastung im nördlichen Bereich durch eine neue Grundschule im Knoblauchsland erforderlich wird, da die vorhandenen Standorte in Buch und Almoshof das Wachstum nicht auffangen können. Insg. stellt sich die Situation noch komplexer dar: Es könnten nämlich noch Mittelschulbedarfe entstehen, die z.T. in der Dr. Theo-Schöller-Schule zu decken wären. Auf Grund einer möglichen Bebauung im Bereich Kleinreuth h.d.V. (z.B. Areal der heutigen KFZ-Zulassung) wäre wohl eine Beschulung in Thon sinnvoller als an der (zum heutigen Zeitpunkt) zuständigen Hegelschule. Lösungsansatz: Umverteilung von Schülern aus Thon Ost Richtung Forchheimer Str.
Mittlerer Teil (45 Klassen/ ca. 11 Züge)
Die Uhlandgrundschule hat aufgrund der angespannten Raumsituation auch im Kontext mit der Mittelschule derzeit Platz für 4 Züge, die Grundschule wächst und ist ab dem Schuljahr 2023/24 5-zügig, deshalb sind die Schulbauprojekte Umbau der Kleinhallen, Erweiterung und Sanierung notwendig. An der Hegelschule gibt es im Haupthaus inkl. Anbau 1. Bauabschnitt sowie in den Pavillons insgesamt Platz für 24 Klassen (sechs Züge). Davon wird ein Zug (4 Klassen) im Sinne der Inklusion durch die Partnerklassen der Merianschule belegt, somit stehen 5 Züge für die Grundschule zur Verfügung. Der bauliche Zustand der vorhandenen vier Pavillons mit
insgesamt acht Klassenzimmern wird in einigen Jahren die baufachliche Entscheidung über Sanierung oder Abriss/Neubau erforderlich machen. In Abhängigkeit von dieser Entscheidung ist die „Größe“ der Schule neu zu bestimmen. Insgesamt steht momentan für Grundschüler an den Grundschulen Hegel- und Uhlandschule zusammen Platz für 9 Züge (36 Klassen) zur Verfügung. Sollte sich die Schülerprognose 2025/26 für diese beiden Schulen mit 45 Klassen (in 2029/30 sogar 48 Klassen) bewahrheiten, müssen neben der Erweiterung an der Uhlandschule beide Varianten für den bisherigen Sprengel der Hegelschule, die 2016 noch zur Wahl gestanden haben, umgesetzt werden: a) Schulerweiterung am Grundstück Hegelschule (2. Bauabschnitt). b) Umsprengelung: Der Bereich Kleinreuth h.d.V. gehört zum Sprengel der Hegelschule. Je nach baulicher Entwicklung (z.B. Kraftfahrzeugzulassungsstelle, Neubauten entlang der Kilianstr.) können Teile der Schülerschaft auch Richtung Grundschule Thoner Espan geleitet werden. Deshalb wird die ursprünglich 4-zügig geplante Grundschule Forchheimer Str. als jetzt als 5-zügige Grundschule geplant.
Östlicher Teil (77 Klassen/ ca. 19 Züge)
Da die Prognose für 2025/26 eine erhebliche Klassenmehrung von 11 Klassen inklusive der an der Bartholomäussschule vorhandenen 4 Ü-Klassen ergibt und die bestehenden Schulgebäude und Grundstücke bereits ausgelastet sind, wird eine Erweiterungsmöglichkeit an einem Standort im Sprengelgebiet gesucht und es wird zu entsprechenden Sprengelverschiebungen kommen.
3.2.2 Nürnberg West (Großreuth b.Schw., Kohlenhof, Doos)
Das Planungsgebiet umfasst die Grundschulen:
| Sprengelnummer | GS - Name |
|---|---|
| 11 | GS Henry-Dunant-Schule |
| 29 | GS Knauer-Schule |
| 38 | GS Carl-von-Ossietzky-Schule |
| 42 | GS Reutersbrunnenschule |
| 49 | GS Michael-Ende-Schule |
| 56 | GS Friedrich-Wanderer-Schule |
| 61 | GS Georg-Paul-Amberger-Schule2 |
2 Der Sprengel der GS Georg-Paul-Amberger-Schule ist auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde
Das Planungsgebiet lässt sich somit in folgende Teile zerlegen: Nördlicher Teil: GS Friedrich- Wanderer-Schule, GS Reutersbrunnenschule, GS Knauerschule Westlicher Teil: GS Dunant-Schule / GS Tiefes Feld Südöstlicher Teil: GS Carl-v.-Ossietzky-Schule, GS Michael-Ende-Schule, GS Georg-Paul- Amberger-Schule3
Planungsbereiche Nordost, West und Südost
| Nördlicher Teil | Westlicher Teil (Dunant-Schule) | Südöstlicher Teil | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuljahr | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen |
| 2011/2012 | 1014 | 48 | 444 | 19 | 930 | 44 | 2353+35 | 109+2 |
| 2012/2013 | 995 | 46 | 441 | 20 | 955 | 44 | 2353+38 | 108+2 |
| 2013/2014 | 1027 | 48 | 458 | 22 | 961 | 45 | 2411+35 | 113+2 |
| 2014/2015 | 1073 | 51 | 456 | 21 | 957 | 45 | 2446+40 | 115+2 |
| 2015/2016 | 1118 | 53 | 456 | 21 | 928 | 44 | 2462+40 | 116+2 |
| 2016/2017 | 1212 | 55 | 434 | 21 | 927 | 45 | 2542+31 | 119+2 |
| 2017/2018 | 1195 | 57 | 412 | 20 | 943 | 43 | 2503+47 | 118+2 |
| 2018/2019 | 1223 | 57 | 417 | 20 | 942 | 47 | 2561+21 | 122+2 |
| 2019/2020 | 1225 | 55 | 436 | 20 | 1019 | 47 | 2640+40 | 120+2 |
| 2020/2021 | 1264 | 56 | 460 | 20 | 991 | 45 | 2715 | 121 |
| 2021/2022 | 1314 | 59 | 467 | 20 | 1021 | 46 | 2803 | 125 |
| 2022/2023 | 1383 | 62 | 493 | 21 | 1025 | 46 | 2901 | 129 |
| 2023/2024 | 1441 | 64 | 517 | 22 | 1019 | 46 | 2977 | 132 |
| 2024/2025 | 1451 | 65 | 522 | 22 | 1031 | 47 | 3003 | 134 |
| 2025/2026 | 1451 | 66 | 539 | 23 | 1054 | 48 | 3044 | 137 |
| 2026/2027 | 1443 | 66 | 546 | 23 | 1054 | 48 | 3043 | 137 |
| 2027/2028 | 1440 | 67 | 565 | 23 | 1060 | 48 | 3066 | 138 |
| 2028/2029 | 1457 | 68 | 596 | 25 | 1062 | 48 | 3114 | 141 |
| 2029/2030 | 1477 | 69 | 618 | 26 | 1059 | 47 | 3154 | 142 |
*Bis einschließlich 2019/20 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü- Klassen werden in der Prognose nicht sichtbar.
3 Der Sprengel der GS Georg-Paul-Amberger-Schule ist auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde
Der Vergleich der Prognosen 2014, 2016 und 2019 für das Schuljahr 2025/26 zeigt:
| nördlicher Teil | Westlicher Teil (Dunant-Schule) | Südöstlicher Teil | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | |
| Prognose | 1443 | 66 | 546 | 23 | 1054 | 48 | 3043 | 137 |
| 2019 | ||||||||
| Prognose | 1345 | 60 | 648 | 26 | 905 | 44 | 2898 | 130 |
| 2016 | ||||||||
| Prognose | 1135 | 48 | 627 | 26 | 857 | 40 | 2619 | 114 |
| 2014 |
Südöstlicher Teil (GS Carl-von-Ossietzky-Schule, GS Amberger-Schule, GS Michael-
Ende-Schule)
Der Schülerprognose von bis zu 48 Klassen stehen Kapazitäten für etwa 44 Klassen gegenüber. Die GS Carl-von-Ossietzky-Schule wird künftig 3-zügig, es bestünde dann kein Platz für Ü-Klassen.
Nördlicher Teil (GS Friedrich-Wanderer-Schule, GS Reutersbrunnenschule und GS
Knauerschule)
Durch die Wohnbebauung u. a. vom AEG-Nord- und Quelle-Areal steigen die Klassenzahlen in 2025/26 auf 66 Klassen und in 2029/30 sogar auf 69 Klassen/ ca. 17 Züge an. Der Neubau der Grundschule West ist daher zwingend erforderlich, mit dem Bezirk Mittelfranken laufen bereits die Verhandlungen wegen der Zügigkeit (3 oder 4) am Standort des Zentrums für Hörgeschädigte in der Pestalozzistraße. Auch nach Auszug der Beruflichen Schule 5 aus dem Schulgebäude Reutersbrunnenstr. und dem Umbau inkl. Erweiterung auf dem Gelände der Feuerwache für die GS Reutersbrunnenschule (dann evtl. 6 Züge, ursprünglich geplant 5 Züge) bleibt die Situation räumlich je nach Ausgang der Verhandlungen mit dem Bezirk angespannt. Die GS Knauerschule (3 Züge) kann nicht erweitert werden, die GS Friedrich- Wanderer-Schule kann nicht wie ursprünglich geplant auf 4 Züge zurückgefahren werden, sondern bleibt 5-zügig.
Westlicher Teil (GS Henry-Dunant-Schule, GS Tiefes Feld)
Die Bebauung im Tiefen Feld schiebt sich gegenüber den Annahmen im Jahr 2014 und 2016 nach hinten. Durch den Prognosehorizont wird die Bautätigkeit Tiefes Feld in 2025/26 nicht sichtbar, sondern ist erst ab 2028/29 langsam erkennbar. Im Endaufwuchs des Tiefen Felds und mit den Nachverdichtungen wird von 5 Zügen an der Henry-Dunant-Schule und einer 4zügigen GS im Tiefen Feld ausgegangen, diese kann dann einige Schüler aus Höfen aufnehmen und die GS Friedrich-Wanderer-Schule entlasten.
3.2.3 Nürnberg Mitte/Ost (Galgenhof, Zabo, Laufamholz)
Das Planungsgebiet umfasst die Grundschulen:
| Sprengelnummer | GS - Name |
|---|---|
| 09 | GS Theodor-Billroth-Schule |
| 15 | GS Kopernikusschule |
| 25 | GS Insel Schütt |
| 33 | GS Schule Laufamholz |
| 39 | GS Paniersplatz |
| 47 | GS Scharrerschule |
| 53 | GS Thusnelda-Schule |
| 55 | GS Viatisstraße incl. Dep. Siedlerstr. |
| 62 | GS Bartholomäusschule |
| 63 | GS Holzgartenschule4 |
| 64 | GS Wiesenschule |
4 Die Sprengel der GS Holzgartenschule und GS Wiesenschule sind auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde aufgeteilt. Die Schulen sind deshalb in der Planungszone Ost und Süd
Das Planungsgebiet lässt sich in folgende Teile zerlegen: Nord: GS Paniersplatz, GS Insel Schütt, GS Bartholomäusschule5 Ost: GS Theodor-Billroth-Schule, GS Schule Laufamholz, GS Thusnelda-Schule, GS Viatisstraße (incl. Dependance Siedlerstr.) West: GS Kopernikusschule, GS Scharrerschule, GS Holzgartenschule, GS Wiesenschule6
5 Die Bartholomäusschule muss im Zusammenhang sowohl mit den Schulen Bismarckstr. und Grimmstr., als auch den Schulen Insel Schütt und Paniersplatz gesehen werden und ist deshalb in den Planungszonen Nord und Ost berücksichtigt. 6 Die Sprengel der GS Holzgartenschule und GS Wiesenschule sind auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde aufgeteilt. Die Schulen sind deshalb in der Planungszone Ost und Süd
| nördlicher Teil Altstadt, Wöhrd | östlicher Teil Laufamholz, Tullnau, Zabo | westlicher Teil Südstadt | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuljahr | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen |
| 2011/2012 | 596 | 32 | 1141 | 50 | 1847 | 84 | 3529+55 | 163+3 |
| 2012/2013 | 580 | 32 | 1170 | 49 | 1879 | 86 | 3570+59 | 163+4 |
| 2013/2014 | 589 | 32 | 1132 | 48 | 1852 | 86 | 3517+56 | 162+4 |
| 2014/2015 | 661 | 34 | 1138 | 49 | 1903 | 87 | 3630+72 | 166+4 |
| 2015/2016 | 718 | 39 | 1132 | 50 | 1906 | 88 | 3637+119 | 169+8 |
| 2016/2017 | 765 | 41 | 1149 | 50 | 2020 | 90 | 3798+136 | 172+9 |
| 2017/2018 | 736 | 40 | 1162 | 49 | 2019 | 91 | 3808+109 | 171+9 |
| 2018/2019 | 752 | 40 | 1166 | 51 | 1988 | 91 | 3782+124 | 173+9 |
| 2019/2020 | 712 | 38 | 1189 | 50 | 1962 | 90 | 3777+86 | 171+7 |
| 2020/2021 | 661 | 32 | 1159 | 50 | 1997 | 91 | 3817 | 173 |
| 2021/2022 | 719 | 34 | 1178 | 51 | 2047 | 95 | 3944 | 180 |
| 2022/2023 | 788 | 36 | 1189 | 53 | 2110 | 97 | 4087 | 186 |
| 2023/2024 | 849 | 38 | 1192 | 55 | 2195 | 100 | 4236 | 193 |
| 2024/2025 | 882 | 39 | 1207 | 57 | 2248 | 104 | 4337 | 200 |
| 2025/2026 | 928 | 40 | 1205 | 58 | 2289 | 104 | 4422 | 202 |
| 2026/2027 | 942 | 40 | 1183 | 57 | 2302 | 104 | 4426 | 201 |
| 2027/2028 | 945 | 40 | 1170 | 57 | 2304 | 103 | 4419 | 200 |
| 2028/2029 | 951 | 40 | 1152 | 56 | 2285 | 100 | 4387 | 196 |
| 2029/2030 | 943 | 40 | 1140 | 56 | 2281 | 100 | 4364 | 196 |
*Bis einschließlich 2019/2020 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü- Klassen werden in der Prognose nicht sichtbar.
Der Vergleich der Prognosen 2014, 2016 und 2019 für das Schuljahr 2025/26 zeigt:
| nördlicher Teil Altstadt, Wöhrd | östlicher Teil Laufamholz, Tullnau, Zabo | westlicher Teil Südstadt | Gesamt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | ||
| Prognose | 928 | 40 | 1205 | 58 | 2289 | 104 | 4422 | 202 | |
| 2019 | |||||||||
| Prognose | 761 | 34 | 1244 | 60 | 2186 | 96 | 4191 | 190 | |
| 2016 | 96 | ||||||||
| Prognose | 744 | 40 | 1008 | 48 | 1948 | 88 | 3700 | 176 | |
| 2014 | 88 |
Nördlicher Teil: Der Raumbestand der drei Grundschulen reicht für ca. 40 Klassen, somit ist aber kein Platz mehr für die Ü-Klassen vorhanden. Auch die in 2016 geplante Entlastung der GS Bismarckschule durch die GS Bartholomäusschule ist aufgrund der aktuellen Prognosedaten nicht mehr möglich.
Östlicher Teil: In der jetzigen Prognose stehen einem Raumbestand für etwa 48 Klassen nun Bedarfe von ca. 58 Klassen gegenüber. Raumbedarfe ergeben sich mit 2 Klassen an der GS Laufamholz und jeweils 4 Klassen an der Thusneldaschule und der GS Zerzabelshof (Viatisstr., Dep. Siedlerstr.). Am Standort Siedlerstraße soll deshalb ein Neu- bzw. Erweiterungsbau erfolgen, an der Thusneldaschule reichen die Kapazitäten nicht mehr für eine Grund- und eine Mittelschule aus, deshalb soll für die Mittelschule ein neuer Standort gemeinsam mit der Mittelschule Scharrerschule gesucht werden. In Laufamholz wird die Klassenmehrung durch die Erweiterung der Schule auf dem bereits gekauften angrenzenden Grundstück aufgefangen.
Westlicher Teil: Auch hier wächst laut Prognose die Schülerzahl weiter. Die scheinbaren Raumkapazitäten an der Scharrerschule sind bereits in dem Neubauprojekt mit gemeinschaftlicher Planung von Ganztagsschule und Hort verarbeitet. Raumbedarfe werden insbesondere an der Kopernikusschule (4 Klassen), an der Holzgartenschule (3 Klassen) und der Wiesenschule (5 Klassen) erwartet. Alle drei Schulen haben keine Erweiterungsflächen, deshalb soll am Standort Schönweißstraße nach Auszug der Berufsschule 14 eine neue Grundschule
gegründet werden, die sich den Gebäudekomplex Schönweißstr. 7 dann mit der vorhandenen Berufsschule 4 teilt.
3.2.4 Nürnberg Süd (Südstadt, Maiach, Gartenstadt)
Das Planungsgebiet umfasst die Grundschulen:
| Sprengelnummer | GS - Name |
|---|---|
| 21 | GS Friedrich-Wilhelm-Herschel-Schule |
| 30 | GS Ketteler-Schule |
| 32 | GS Maiacher Grundschule |
| 51 | GS Sperberschule |
| 41 | GS Regenbogenschule |
| 63 | GS Holzgartenschule |
| 64 | GS Wiesenschule7 |
7 Die Sprengel der GS Holzgartenschule und GS Wiesenschule sind auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde aufgeteilt. Die Schulen sind deshalb in der Planungszone Ost und Süd
Das Planungsgebiet wird zerlegt in die Teile: Gartenstadt, Falkenheim und Kettelersiedlung (Ketteler-Schule, Regenbogen-Schule), Werderau (GS Maiacher Str.) Nördlicher Teil mit den Stadtvierteln: Sandreuth, Steinbühl, Rabus, Hasenbuck (Friedrich-Wilhelm-Herschel-Schule, Sperberschule, Holzgartenschule, Wiesenschule)
| nördlicher Teil | GS Maiach | Gartenstadt Kettelersdlg. | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuljahr | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen |
| 2011/2012 | 1656 | 79 | 250 | 12 | 353 | 17 | 2259 | 108 |
| 2012/2013 | 1647 | 80 | 233 | 12 | 335 | 16 | 2215 | 108 |
| 2013/2014 | 1662 | 80 | 227 | 11 | 379 | 18 | 2268 | 109 |
| 2014/2015 | 1754 | 83 | 251 | 12 | 383 | 18 | 2388 | 113 |
| 2015/2016 | 1823 | 85 | 232 | 12 | 419 | 18 | 2474 | 115 |
| 2016/2017 | 1921 | 89 | 229 | 12 | 404 | 18 | 2554 | 119 |
| 2017/2018 | 1933 | 89 | 244 | 12 | 394 | 18 | 2571 | 119 |
| 2018/2019 | 1895 | 87 | 237 | 12 | 396 | 17 | 2528 | 116 |
| 2019/2020 | 1912 | 87 | 234 | 12 | 389 | 17 | 2535 | 116 |
| 2020/2021 | 1965 | 89 | 258 | 12 | 403 | 19 | 2625 | 120 |
| 2021/2022 | 2000 | 92 | 267 | 12 | 408 | 21 | 2675 | 125 |
| 2022/2023 | 2045 | 94 | 275 | 12 | 414 | 23 | 2733 | 129 |
| 2023/2024 | 2094 | 96 | 272 | 12 | 426 | 24 | 2792 | 132 |
| 2024/2025 | 2127 | 99 | 259 | 12 | 421 | 24 | 2806 | 135 |
| 2025/2026 | 2157 | 101 | 253 | 12 | 417 | 23 | 2826 | 136 |
| 2026/2027 | 2147 | 101 | 246 | 12 | 415 | 22 | 2808 | 135 |
| 2027/2028 | 2138 | 101 | 252 | 12 | 404 | 21 | 2794 | 134 |
| 2028/2029 | 2113 | 98 | 250 | 12 | 400 | 20 | 2763 | 130 |
| 2029/2030 | 2104 | 96 | 248 | 12 | 398 | 20 | 2750 | 128 |
*Bis einschließlich 2019/20 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü-Klassen werden in der Prognose nicht sichtbar.
Der Vergleich der Prognosen 2014, 2016 und 2019 für das Schuljahr 2025/26 zeigt:
| nördlicher Teil | GS Maiach | Gartenstadt Kettelersdlg. | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | |
| Prognose 2019 | 2157 | 101 | 253 | 12 | 417 | 23 | 2827 | 136 |
| Prognose 2016 | 1894 | 88 | 229 | 12 | 415 | 20 | 2538 | 120 |
| Prognose 2014 | 1727 | 76 | 228 | 12 | 405 | 20 | 2360 | 108 |
GS Maiach: Die Grundschule bleibt stabil dreizügig und wird gemeinsam mit der Mittelschule Süd (Ersatzneubau für die MS Herschelplatz) in der Werderau neu gebaut.
Gartenstadt (Regenbogenschule / Kettelersiedlung): Im Zusammenspiel sollte es möglich sein, die Schüler unterzubringen. Im Zweifel werden wie in früheren Jahren Außenklassen an der Mittelschule in der Saarbrückener Str. zu bilden sein. Für die Mittelschüler ist Platz in der neu zu errichtenden Mittelschule Süd in der Werderau.
Nördlicher Teil: Die Erweiterung der Grundschulkapazitäten im Herschelschulhaus nach Auszug der Mittelschule sowie der Bau einer 5-zügigen Grundschule im Neubaugebiet Lichtenreuth, Brunnecker Straße, sollen neben der oben bereits beschriebenen GS Schönweißstraße die erforderlichen Raumkapazitäten in der Südstadt bringen. Der Zuwachs an der Grundschule Sperberschule kann nur über die Mittelschule gelöst werden. Die Grundschulsprengel in der Südstadt müssen dann insgesamt verändert werden.
3.2.5 Nürnberg Südwest (Kornburg, Eibach, Gebersdorf)
Das Planungsgebiet umfasst die Grundschulen:
| GS-Sprengelnummer | Name |
|---|---|
| 08 | GS Max-Beckmann-Grundschule |
| 12 | GS Erich-Kästner-Schule incl. Dep. Reichelsdorfer Schulgasse |
| 14 | GS Nürnberg-Eibach incl. Dep. Hopfengartenweg |
| 20 | GS Birkenwald-Schule |
| 28 | GS Nürnberg-Katzwang |
| 31 | GS Martin-Luther-King-Schule |
| 44 | GS Helene-von-Forster-Schule |
| 61 | GS Georg-Paul-Amberger-Schule8 |
| 65 | GS Gebersdorf |
8 Der Sprengel der GS Georg-Paul-Amberger-Schule ist auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde
Eine Betrachtung auf der Ebene: a) Nördlicher Teil: GS Gebersdorf, GS-Georg-Paul-Amberger-Schule 9, GS-Birkenwaldschule, GS Helene-von-Forster Schule und GS Nürnberg - Eibach (Fürreuthweg und Hopfengartenweg) b) Mittlerer Teil: GS Erich-Kästner-Schule (incl. Reichelsdorfer Schulgasse) c) Südlicher Teil: GS Nürnberg-Katzwang, Max-Beckmann-GS, GS Martin-Luther-King- Schule zeigt:
| nördlicher Teil | mittlerer Teil (Erich-Kästner- Schule) | südlicher Teil | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuljahr | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen |
| 2011/2012 | 1390 | 64 | 315 | 14 | 674 | 28 | 2379 | 106 |
| 2012/2013 | 1383 | 64 | 276 | 13 | 642 | 27 | 2301 | 104 |
| 2013/2014 | 1448 | 69 | 286 | 14 | 647 | 28 | 2347+34 | 108+3 |
| 2014/2015 | 1488 | 70 | 290 | 14 | 647 | 28 | 2352+73 | 108+4 |
| 2015/2016 | 1478 | 70 | 305 | 14 | 685 | 31 | 2405+63 | 111+4 |
| 2016/2017 | 1482 | 70 | 334 | 15 | 722 | 33 | 2470+68 | 114+4 |
| 2017/2018 | 1425 | 68 | 380 | 16 | 745 | 34 | 2489+61 | 114+4 |
| 2018/2019 | 1449 | 69 | 407 | 18 | 761 | 35 | 2566+51 | 118+4 |
| 2019/2020 | 1443 | 68 | 394 | 17 | 777 | 35 | 2574+40 | 117+3 |
| 2020/2021 | 1432 | 67 | 393 | 17 | 803 | 35 | 2628 | 119 |
| 2021/2022 | 1459 | 69 | 389 | 17 | 799 | 35 | 2647 | 121 |
| 2022/2023 | 1471 | 68 | 384 | 16 | 800 | 36 | 2655 | 120 |
| 2023/2024 | 1525 | 69 | 405 | 17 | 780 | 35 | 2710 | 121 |
| 2024/2025 | 1531 | 68 | 412 | 17 | 748 | 35 | 2691 | 120 |
| 2025/2026 | 1564 | 69 | 406 | 17 | 744 | 34 | 2714 | 120 |
| 2026/2027 | 1561 | 70 | 400 | 17 | 739 | 33 | 2701 | 120 |
| 2027/2028 | 1572 | 70 | 392 | 16 | 744 | 33 | 2708 | 119 |
| 2028/2029 | 1576 | 70 | 385 | 16 | 743 | 32 | 2705 | 118 |
| 2029/2030 | 1566 | 69 | 384 | 16 | 743 | 32 | 2693 | 117 |
*Bis einschließlich 2019/20 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen,
9 Der Sprengel der GS Georg-Paul-Amberger-Schule ist auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde
können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü-Klassen werden in der Prognose nicht sichtbar. Der Vergleich der Prognosen 2014, 2016 und 2019 für das Schuljahr 2025/26 zeigt:
| nördlicher Teil | mittlerer Teil (Erich-Kästner- Schule) | südlicher Teil | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | |
| Prognose 2019 | 1564 | 69 | 406 | 17 | 744 | 34 | 2714 | 120 |
| Prognose 2016 | 1509 | 68 | 421 | 18 | 850 | 40 | 2780 | 126 |
| Prognose 2014 | 1554 | 72 | 319 | 16 | 819 | 37 | 2692 | 125 |
Nördlicher Teil
An der Helene-von-Forster-Schule (am Röthenbacher Landgraben) pendeln sich die Schülerzahlen auf ca. 300 Schüler ein, so dass mit 14 Klassen gerechnet werden muss. Durch Sprengelveränderungen könnten die Raumreserven an der Birkenwaldschule für die Schüler vom Röthenbacher Landgraben genutzt werden. In der Birkenwaldschule sind aktuell 3 Ü-Klassen untergebracht. Die Ü-Schüler wären anderweitig unterzubringen. Die Verlagerung der Ü-Schüler hätte den Nachteil, dass die Kooperation im Ü-Bereich im Schulhaus an der Herriedener Str. (Robert-Bosch-Mittelschule und Birkenwaldschule) entfiele. An der Grundschule Nürnberg - Eibach (Fürreuthweg) entsteht ein Neubau, hierbei ist der Schüleranstieg auf knapp 450 Schüler zu berücksichtigen, es werden 2 Klassen mehr als ursprünglich erwartet. Das Gelände Fürreuthweg dient temporär auch zur Auslagerung von Teilen des Schulzentrums Südwest in der Bauphase des SSW.
Mittlerer Teil
Bei den baulichen Maßnahmen in der Reichelsdorfer Schulgasse wurden die Möglichkeiten des Grundstücks in vollem Umfang genutzt. Auf Grund seines Zustands wird das Haupthaus der GS Erich-Kästner-Schule in den nächsten Jahren zur Sanierung oder zum Abriss/Neubau anstehen. Die Schülerzahlen wachsen nicht so stark wie 2016 prognostiziert, jedoch ist von einer 4,5 Zügigkeit auszugehen.
Südlicher Teil
Die zu erwartenden Bauprogramme in Worzeldorf Süd bzw. Kornburg lassen keinen so eklatanten Schüleranstieg erwarten wie es sich in 2016 abgezeichnet hatte. Die Martin- Luther-King-Schule wird stabil 2-zügig werden, hier sind die Raumkapazitäten vorhanden, an der Max-Beckmann-Schule ist ein 4-Zügigkeit mit einer leichten Tendenz nach oben zu erwarten, daher wird beim Erweiterungsbau mit 18 Klassen geplant.
3.2.6 Nürnberg Südost (Bauernfeindsdlg., Langwasser, Altenfurt, Brunn)
Das Planungsgebiet umfasst die Grundschulen:
| GS-Sprengelnummer | Name |
|---|---|
| 07 | GS Bauernfeindschule |
| 13 | GS Fischbach |
| 16 | GS Georg-Ledebour-Schule |
| 18 | GS Altenfurt |
| 26 | GS Adalbert-Stifter-Schule |
| 45 | GS Astrid-Lindgren-Schule |
| 60 | GS Gretel-Bergmann-Schule incl. Dep. Zugspitzstraße |
Zum Planungsbereich gehören auch noch die im Reichswald liegenden Ortsteile Brunn, Netzstall und Birnthon.
Von folgenden Prämissen wird ausgegangen: Die Sprengel Fischbach und Altenfurt sind in sich abgeschlossen. Die Bahnanlagen teilen Langwasser in einen
- nordwestlichen Teil (GS Bauernfeindschule und GS Gretel-Bergmann-Schule inkl.
Dep. Zugspitzstr.) und
- südöstlichen Teil (GS Georg-Ledebour-Schule, GS Adalbert-Stifter-Schule, GS
Astrid-Lindgren-Schule).
Die Schülerzahlen entwickeln sich gemäß Prognose:
| nordwestlicher Teil Langwasser | südöstlicher Teil Langwasser | Altenfurt Fischbach | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuljahr | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen |
| 2011/2012 | 608 | 30 | 577 | 27 | 483 | 21 | 1617+51 | 75+3 |
| 2012/2013 | 621 | 33 | 566 | 26 | 459 | 20 | 1567+79 | 73+6 |
| 2013/2014 | 643 | 34 | 531 | 26 | 449 | 20 | 1539+84 | 74+6 |
| 2014/2015 | 684 | 34 | 547 | 28 | 429 | 20 | 1569+91 | 76+6 |
| 2015/2016 | 722 | 36 | 564 | 29 | 449 | 21 | 1622+113 | 79+7 |
| 2016/2017 | 726 | 37 | 565 | 30 | 474 | 22 | 1689+76 | 82+7 |
| 2017/2018 | 746 | 36 | 623 | 34 | 506 | 23 | 1766+109 | 87+6 |
| 2018/2019 | 745 | 40 | 581 | 30 | 507 | 22 | 1738+95 | 84+8 |
| 2019/2020 | 722 | 36 | 598 | 30 | 498 | 21 | 1742+76 | 81+6 |
| 2020/2021 | 657 | 30 | 619 | 30 | 506 | 22 | 1782 | 82 |
| 2021/2022 | 641 | 29 | 636 | 30 | 513 | 23 | 1790 | 82 |
| 2022/2023 | 647 | 28 | 631 | 30 | 538 | 25 | 1817 | 83 |
| 2023/2024 | 647 | 28 | 637 | 30 | 562 | 27 | 1846 | 85 |
| 2024/2025 | 614 | 27 | 633 | 30 | 555 | 26 | 1802 | 83 |
| 2025/2026 | 623 | 28 | 615 | 29 | 548 | 26 | 1786 | 83 |
| 2026/2027 | 605 | 28 | 610 | 29 | 539 | 25 | 1754 | 82 |
| 2027/2028 | 594 | 28 | 596 | 29 | 532 | 24 | 1723 | 81 |
| 2028/2029 | 592 | 27 | 596 | 30 | 527 | 24 | 1716 | 81 |
| 2029/2030 | 586 | 26 | 593 | 31 | 521 | 24 | 1700 | 81 |
*Bis einschließlich 2019/20 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü-Klassen werden in der Prognose nicht sichtbar.
Der Vergleich der Prognosen 2014, 2016 und 2019 für das Schuljahr 2025/26 zeigt:
| nordwestlicher Teil Langwasser | südöstlicher Teil Langwasser | Altenfurt Fischbach | Gesamt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | ||
| Prognose | 623 | 28 | 615 | 29 | 548 | 26 | 1786 | 83 | |
| 2019 | |||||||||
| Prognose | 724 | 34 | 566 | 28 | 560 | 24 | 1850 | 86 | |
| 2016 | 28 | ||||||||
| Prognose | 585 | 28 | 615 | 32 | 578 | 28 | 1778 | 88 | |
| 2014 | 32 |
Nordwestlicher Teil (GS Bauernfeindstr., GS Gretel-Bergmann-Schule mit Dep.
Zugspitzstr.)
Die Baumaßnahme an der Bauernfeindschule soll voraussichtlich vor Beginn des Schuljahres 2020/21 fertig gestellt sein. Dann genügt das Raumangebot für die eigenen 8 - 9 Klassen sowie etwa 3 - 4 Ü-Klassen. Die GS Gretel-Bergmann-Schule ist 2018/2019 in Betrieb gegangen, der Turnhallenneubau an der Dependance Zugspitzstraße wurde zum Schuljahresbeginn 2019/2020 fertiggestellt, so dass die 5-zügige Grundschule und die 3 – 4 Klassen Ü-Klassen untergebracht werden können. In einem zweiten Bauabschnitt an der Zugspitzstr. ist ein Ersatzneubau mit Bezug zum Schuljahr 2024/2025 geplant.
Südöstlicher Teil (Georg-Ledebour-Schule., Astrid-Lindgren-S., Adalbert-Stifter-S.) Es ist Platz für 28 Klassen. Änderungen an den Sprengelgrenzen bzw. Umverteilungen/Zuweisungen über die Sprengelgrenzen werden ggf. erforderlich sein.
Altenfurt, Fischbach
Die GS Fischbach wird 3-zügig. Altenfurt bildet bei einer 3-Zügigkeit voraussichtlich relativ große Klassen, so dass in Einzelfällen eine vierte Parallelklasse nötig wird. Diese kann im vorhandenen Raumbestand untergebracht werden, was u.U. zu Lasten einer Mittelschulklasse an der MS Altenfurt gehen könnte.
4 Die Mittelschulen
Es sind 15 der 23 Mittelschulen bzw. 15 der 51 Grundschulstandorte (plus 6 Dependancen) jeweils in einem Gebäudekomplex mit der anderen Schulart untergebracht. Räumliche Änderungen im Mittelschulbereich oder an Grundschulen wirken sich regelmäßig auch auf die andere Schulart aus. Deshalb werden in diesem Kapitel auch die Gesamtschülerzahlen beider Schularten diskutiert.
4.1 Die Mittelschulverbünde – erster Überlick
| Summe öffentliche Mittelschulen | ||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuljahr | - r e ül h c S | 5. r ü f al nti e ot p | g. J | - s g n u ul h c s n Ei | e ot u q | 5. Jg. | Ü | r e ül h c S ∑ | n e s s a Kl ∑ | |||||||||||
| r e ül h c S | n e s s a Kl | r e ül h c S Ø | e s s a Kl e j | r e ül h c S | 2 n e s s a Kl | r e ül h c S Ø | e s s a Kl e j | |||||||||||||
| 2011/2012 | 3619 | 34% | 1225 | 58 | 21,12 | 216 | 13 | 17 | 6897 | 355 | ||||||||||
| 2012/2013 | 3678 | 33% | 1213 | 58 | 20,91 | 277 | 16 | 17 | 6932 | 352 | ||||||||||
| 2013/2014 | 3574 | 35% | 1251 | 60 | 20,85 | 327 | 23 | 14 | 7065 | 358 | ||||||||||
| 2014/2015 | 3414 | 33% | 1141 | 60 | 19,02 | 392 | 24 | 16,33 | 7210 | 361 | ||||||||||
| 2015/2016 | 3416 | 34% | 1167 | 56 | 20,84 | 523 | 29 | 18,03 | 7419 | 370 | ||||||||||
| 2016/2017 | 3532 | 34% | 1216 | 59 | 20,61 | 671 | 40 | 16,78 | 7661 | 378 | ||||||||||
| 2017/2018 | 3636 | 33% | 1200 | 58 | 20,69 | 609 | 40 | 15,23 | 7650 | 379 | ||||||||||
| 2018/2019 | 3790 | 35% | 1320 | 65 | 20,31 | 627 | 39 | 16,08 | 7815 | 380 | ||||||||||
| 2019/2020 | 3798 | 34% | 1285 | 61 | 21,07 | 504 | 34 | 14,82 | 7766 | 383 | ||||||||||
| g n u n h c e r h c o H | st e r g d J n 4. Ki - 1. | 2020/2021 | 3846 | 33% | 1251 | 61 | 20,51 | 7343 | 343 | |||||||||||
| 2021/2022 | 3788 | 35% | 1342 | 63 | 21,30 | 7517 | 347 | |||||||||||||
| 2022/2023 | 4003 | 33% | 1315 | 62 | 21,21 | 7697 | 356 | |||||||||||||
| 2023/2024 | 3936 | 36% | 1417 | 68 | 20,84 | 7819 | 363 | |||||||||||||
| n e r o b e g d n si r e d n Ki | 2024/2025 | 4284 | 33% | 1394 | 66 | 21,12 | 7904 | 363 | ||||||||||||
| 2025/2026 | 4204 | 35% | 1468 | 70 | 20,97 | 8147 | 372 | |||||||||||||
| 2026/2027 | 4428 | 33% | 1469 | 70 | 20,99 | 8309 | 379 | |||||||||||||
| 2027/2028 | 4404 | 33% | 1457 | 70 | 20,81 | 8475 | 388 | |||||||||||||
| 2028/2029 | 4382 | 33% | 1455 | 70 | 20,79 | 8557 | 395 | |||||||||||||
| ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki | 2029/2030 | 4369 | 33% | 1458 | 70 | 20,83 | 8634 | 398 | ||||||||||||
| 2030/2031 | 4374 | 33% | 1462 | 70 | 20,89 | 8654 | 396 | |||||||||||||
| 2031/2032 | 4374 | 33% | 1460 | 69 | 21,16 | 8639 | 394 | |||||||||||||
| 2032/2033 | 4369 | 33% | 1453 | 70 | 20,76 | 8626 | 393 |
*Bis einschließlich 2019/20 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü-Klassen werden in der Prognose nicht sichtbar.
In den Mittelschulen kommen die geburtenstarken Jahrgänge erst versetzt an, so ist ab 2029/2030 mit über 8.600 Schülern (plus Ü-Schüler) zu rechnen, dies bedeutet inkl. der derzeit vorhandenen 34 Ü-Klassen ein Defizit von mindestens 49 allgemeinen Unterrichtsräumen. Auch hier muss die Betrachtung über die Mittelschulverbünde erfolgen. Es bestehen die folgenden Verbünde; bei Schulen mit einer Grundschule im Gebäude(komplex) ist jeweils die GS bzw. bei M-Klassen ein (M) und bei Vorklassen ein (9+2) vermerkt:
-
Nord MS Friedrich-Staedtler-Schule (GS, 9+2) MS Dr-Theo-Schöller-Schule (GS) MS Ludwig-Uhland-Schule (GS, M) MS Konrad-Groß-Schule (GS) MS Bismarckschule (GS, M)
-
West MS Carl-von-Ossietzky-Schule (GS, 9+2) MS Johann-Daniel-Preißler-Schule (M) MS St.-Leonhard (9+2)
-
Mitte/Ost MS-Hummelsteiner Weg (M) MS-Insel-Schütt (GS, M) MS Scharrerschule (GS, M) MS Thusnelda-Schule (GS, 9+2, M)
-
Südstadt MS Friedrich-Wilhelm-Herschel-Schule (GS, M) (->Neubau Mittelschule Süd in der Werderau) MS Georg-Holzbauer-Schule (9+2, M) MS Sperberschule(GS, M)
-
Südwest MS Katzwang (GS) MS Robert-Bosch-Schule (GS, M) MS Schlößleinsgasse
-
Südost MS Adalbert-Stifter-Schule (GS, M) MS Altenfurt (GS, 9+2, M) MS Bertolt-Brecht-Schule (9+2) MS Georg-Ledebour-Schule (GS, M) MS Neptunweg
4.2 Schülerprognosen auf Ebene der Mittelschulverbünde
4.2.2 Nürnberg Nord (Knoblauchsl., Schniegling, Nordstadt, Erlenst., Buchenbühl)
Der Mittelschulverbund wird gebildet von den Mittelschulen:
MS Friedrich-Staedtler-Schule (2019/20: 7 Klassen) (GS) MS Bismarckschule (2019/20: 15 Klassen) (GS) MS Dr.-Theo-Schöller-Schule (2019/20: 16+8 Ü-Klassen) (GS) MS Ludwig-Uhland-Schule (2019/20: 18 Klassen) (GS) MS Konrad-Groß-Schule (2019/20: 11+3 Ü-Klassen) (GS)
Schulgebäude in Kombination mit einer Grundschule sind gekennzeichnet (GS). Insgesamt sind im Schuljahr 2019/20 im Verbund 67 Mittelschulklassen und 11 Übergangsklassen der Mittelschule vorhanden.
| Schuljahr | Schüler- potential für 5. Jg. | Summe Schüler | Summe Klassen | durchschnittliche Klassengröße | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| st I r e ül h c S | 2011/2012 | 1042 | 1480 | 78 | ||
| 2012/2013 | 1022 | 1480 | 77 | |||
| 2013/2014 | 975 | 1421 | 75 | |||
| 2014/2015 | 1010 | 1410 | 74 | 19,05 | ||
| 2015/2016 | 1052 | 1442 | 74 | 19,49 | ||
| 2016/2017 | 1062 | 1469 | 75 | 19,59 | ||
| 2017/2018 | 1149 | 1516 | 79 | 19,19 | ||
| 2018/2019 | 1125 | 1567 | 76 | 20,62 | ||
| 2019/2020 | 1100 | 1537 | 78 | 19,71 | ||
| g n u n h c e r h c o H | . st r e g d J n 4. Ki - 1. | 2020/2021 | 1107 | 1396 | 64 | 21,82 |
| 2021/2022 | 1177 | 1415 | 64 | 22,11 | ||
| 2022/2023 | 1212 | 1462 | 67 | 21,82 | ||
| 2023/2024 | 1291 | 1504 | 71 | 21,19 | ||
| n e r o b e g d n si r e d n Ki | 2024/2025 | 1284 | 1550 | 72 | 21,53 | |
| 2025/2026 | 1344 | 1617 | 72 | 22,46 | ||
| 2026/2027 | 1365 | 1677 | 74 | 22,66 | ||
| 2027/2028 | 1350 | 1736 | 77 | 22,54 | ||
| 2028/2029 | 1350 | 1773 | 80 | 22,16 | ||
| ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki | 2029/2030 | 1356 | 1797 | 81 | 22,19 | |
| 2030/2031 | 1356 | 1814 | 80 | 22,68 | ||
| 2031/2032 | 1354 | 1817 | 82 | 22,16 | ||
| 2032/2033 | 1349 | 1815 | 81 | 22,41 |
2019/2020 incl. Übergangsklassen 164Sch. 11 Klassen 2020/2021 excl. Übergangsklassen
.
durchführen (durchschnittliche Klassengröße ca. 19,5). Verglichen mit den Prognosen von 2014 und 2016 für das Schuljahr 2024/25 zeigt sich:
| Schuljahr 2024/25 | Schülerpotential für 5. Jg. | Summe Schüler | Summe Klassen | durchschnittliche Klassengröße |
|---|---|---|---|---|
| Prognose 2019 | 1284 | 1550 | 72 | 21,53 |
| Prognose 2019 mit reduzierter Klassengröße | s.o. | s.o. | 80 | 19,38 |
| Prognose 2016 | 1152 | 1575 | 75 | 21,00 |
| Prognose 2016 mit reduzierter Klassengröße | s.o. | s.o. | 81 | 19,45 |
| Prognose 2014 | 1021 | 1368 | 66 | 20,73 |
Der Raumbestand genügt für etwa 74 Klassen. Bis 2024/25 ergibt die Schülerprognose je nach durchschnittlicher Klassengröße 72 bis 80 Klassen + Ü Klassen (aktuell 11). Bis 2029/30 ergibt die Schülerprognose je nach durchschnittlicher Klassengröße 81 bis 92 Klassen + Ü Klassen (kein Vergleich mit 2014 und 2016 möglich). D.h., es ergibt sich ein Ausbaubedarf der Mittelschulen im Bereich von 18 bis 29 Klassen bis 2029/30.
4.2.3 Nürnberg West (Großreuth b. Schw., Kohlenhof, Doos)
Der Mittelschulverbund wird gebildet von den Mittelschulen:
MS Carl-von-Ossietzky-Schule (2019/20: 15 Klassen) (GS) MS Johann-Daniel-Preißler-Schule (2019/20: 31 Klassen) MS St.-Leonhard (2019/20: 21 Klassen + 5 Ü-Klassen)
Schulgebäude in Kombination mit einer Grundschule sind gekennzeichnet (GS).
| Schuljahr | Schüler- potential für 5. Jg. | Summe Schüler | Summe Klassen | durchschnittliche Klassengröße | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| st I r e ül h c S | 2011/2012 | 743 | 1119 | 60 | ||
| 2012/2013 | 691 | 1159 | 60 | |||
| 2013/2014 | 682 | 1200 | 60 | |||
| 2014/2015 | 701 | 1253 | 63 | 19,89 | ||
| 2015/2016 | 703 | 1267 | 63 | 20,11 | ||
| 2016/2017 | 760 | 1424 | 70 | 20,34 | ||
| 2017/2018 | 689 | 1449 | 71 | 20,41 | ||
| 2018/2019 | 739 | 1453 | 72 | 20,18 | ||
| 2019/2020 | 743 | 1450 | 72 | 20,14 | ||
| g n u n h c e r h c o H | st e r g d J n 4. Ki - 1. | 2020/2021 | 742 | 1386 | 65 | 21,32 |
| 2021/2022 | 834 | 1458 | 65 | 22,43 | ||
| 2022/2023 | 827 | 1489 | 66 | 22,56 | ||
| 2023/2024 | 855 | 1527 | 67 | 22,80 | ||
| n e r o b e g d n si r e d n Ki | 2024/2025 | 851 | 1555 | 67 | 23,22 | |
| 2025/2026 | 897 | 1613 | 69 | 23,38 | ||
| 2026/2027 | 904 | 1647 | 72 | 22,88 | ||
| 2027/2028 | 877 | 1666 | 74 | 22,51 | ||
| 2028/2029 | 890 | 1683 | 76 | 22,15 | ||
| ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki | 2029/2030 | 900 | 1706 | 78 | 21,88 | |
| 2030/2031 | 922 | 1718 | 78 | 22,03 | ||
| 2031/2032 | 930 | 1729 | 76 | 22,75 | ||
| 2032/2033 | 938 | 1748 | 76 | 23,00 |
2019/2020 incl. Übergangsklassen 95Sch. 5 Klassen 2020/2021 excl. Übergangsklassen
durchführen (durchschnittliche Klassengröße ca. 19,5). Verglichen mit den Prognosen von 2014 und 2016 für das Schuljahr 2024/25 zeigt sich:
| Schuljahr 2024/25 | Schülerpotential für 5. Jg. | Summe Schüler | Summe Klassen | durchschnittliche Klassengröße |
|---|---|---|---|---|
| Prognose 2019 | 851 | 1555 | 67 | 23,22 |
| Prognose 2019 mit reduzierter Klassengröße | s.o. | s.o. | 80 | 19,44 |
| Prognose 2016 | 828 | 1470 | 68 | 21,61 |
| Prognose 2016 mit reduzierter Klassengröße | s.o. | s.o. | 77 | 19,50 |
| Prognose 2014 | 820 | 1458 | 63 | 23,15 |
An der Carl-von-Ossietzky-Schule ist insgesamt Platz für etwa 22 Klassen; davon sind 12 Räume (ohne Ü-Klassen) für Grundschulklassen nötig. Der Raumbestand genügt dann zusammen mit den Standorten Preißlerschule (25) und MS St. Leonhard (25) für etwa 60 Klassen. Bis 2024/25 ergibt die Schülerprognose je nach durchschnittlicher Klassengröße 67 bis 80 Klassen + Ü Klassen (aktuell 5). Bis 2029/30 ergibt die Schülerprognose je nach durchschnittlicher Klassengröße 78 bis 88 Klassen + Ü Klassen (kein Vergleich mit 2014 und 2016 möglich). D.h., es ergibt sich ein Ausbaubedarf der Mittelschulen im Verbund Nürnberg- West von 23 bis 33 Klassen bis 2029/30.
4.2.4 Nürnberg Mitte/Ost (Galgenhof, Zabo, Laufamholz)
Der Mittelschulverbund wird gebildet von den Mittelschulen:
MS Hummelsteiner Weg (2019/20: 21 + 4 Ü-Klassen) MS Insel-Schütt (2019/20: 14 Klassen) (GS) MS Scharrerschule (2019/20: 20 Klassen) (GS) MS Thusnelda-Schule (2019/20: 11 Klassen) (GS)
Schulgebäude in Kombination mit einer Grundschule sind gekennzeichnet (GS).
| Schuljahr | Schüler- potential für 5. Jg. | Summe Schüler | Summe Klassen | durchschnittliche Klassengröße | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| st I r e ül h c S | 2011/2012 | 985 | 1323 | 70 | ||
| 2012/2013 | 1012 | 1286 | 65 | |||
| 2013/2014 | 936 | 1289 | 63 | |||
| 2014/2015 | 956 | 1299 | 64 | 20,30 | ||
| 2015/2016 | 988 | 1378 | 70 | 19,69 | ||
| 2016/2017 | 979 | 1454 | 71 | 20,48 | ||
| 2017/2018 | 1084 | 1422 | 69 | 20,61 | ||
| 2018/2019 | 1032 | 1453 | 69 | 21,06 | ||
| 2019/2020 | 1096 | 1474 | 70 | 21,06 | ||
| g n u n h c e r h c o H | st e r g d J n 4. Ki - 1. | 2020/2021 | 994 | 1405 | 66 | 21,29 |
| 2021/2022 | 1069 | 1444 | 68 | 21,24 | ||
| 2022/2023 | 1069 | 1471 | 71 | 20,72 | ||
| 2023/2024 | 1138 | 1473 | 71 | 20,75 | ||
| n e r o b e g d n si r e d n Ki | 2024/2025 | 1130 | 1491 | 73 | 20,43 | |
| 2025/2026 | 1219 | 1550 | 75 | 20,67 | ||
| 2026/2027 | 1229 | 1608 | 76 | 21,15 | ||
| 2027/2028 | 1253 | 1653 | 78 | 21,19 | ||
| 2028/2029 | 1223 | 1685 | 78 | 21,60 | ||
| ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki | 2029/2030 | 1222 | 1715 | 80 | 21,44 | |
| 2030/2031 | 1214 | 1728 | 80 | 21,60 | ||
| 2031/2032 | 1207 | 1726 | 80 | 21,57 | ||
| 2032/2033 | 1197 | 1714 | 80 | 21,42 |
2019/2020 incl. Übergangsklassen 71Sch. 4 Klassen 2020/2021 excl. Übergangsklassen
durchführen (durchschnittliche Klassengröße ca. 19,5). Verglichen mit den Prognosen von 2014 und 2016 für das Schuljahr 2024/25 zeigt sich:
| Schuljahr 2024/25 | Schülerpotential für 5. Jg. | Summe Schüler | Summe Klassen | durchschnittliche Klassengröße |
|---|---|---|---|---|
| Prognose 2019 | 1130 | 1491 | 73 | 20,43 |
| Prognose 2019 mit reduzierter Klassengröße | s.o | s.o | 76 | 19,62 |
| Prognose 2016 | 1149 | 1612 | 77 | 20,93 |
| Prognose 2016 mit reduzierter Klassengröße | s.o | s.o | 83 | 19,42 |
| Prognose 2014 | 1040 | 1312 | 63 | 20,83 |
In 2029/30 ergibt die Schülerprognose je nach durchschnittlicher Klassengröße 80 bis 88 Klassen + Ü Klassen (kein Vergleich mit 2014 und 2016 möglich). Entwickeln sich die Schülerzahlen gemäß Prognose, besteht je nach durchschnittlicher Klassengröße im Mittelschulverbund ein zusätzlicher Mangel an Raumkapazitäten für etwa 10 bis 18 Klassen, denn vor allem an der Scharrerschule herrscht bereits jetzt akuter Raummangel. Um die Standorte Thusneldaschule und Scharrerschule, an denen auch die Grundschulbedarfe erheblich ansteigen zu entlasten, soll ein gemeinsamer neuer Mittelschulstandort Ost gesucht werden. Da die Südstadtschulen als eine Einheit gesehen werden müssen, werden diese Mängel im folgenden Abschnitt noch einmal dargestellt.
4.2.5 Nürnberg Süd (Südstadt, Maiach, Gartenstadt)
Der Mittelschulverbund wird gebildet von den Mittelschulen:
MS Friedrich-Wilhelm-Herschel-Schule (2019/20: 28 Klassen) (GS) MS Georg-Holzbauer-Schule (2019/20: 12 Klassen) MS Sperberschule (2019/20: 19 Klassen) (GS)
Im Zusammenhang damit sind die Schulen aus dem Planungsbereich Mitte / Ost (0) zu sehen:
MS Hummelsteiner Weg (2019/20: 21 + 4 Ü-Klassen) MS Scharrerschule (2019/20: 20 Klassen) (GS)
Insgesamt (2019/20: 100 Klassen + 4 Ü-Klassen)
Schulgebäude in Kombination mit einer Grundschule sind gekennzeichnet (GS).
In der Graphik am oberen rechten Rand: Scharrerschule
Für die fünf Mittelschulen (Georg-Holzbauer-Schule, Herschel-Schule, Sperberschule, Hummelsteiner Weg, Scharrerschule) ergibt die Schülerprognose:
| Schuljahr | Schüler- potential für 5. Jg. | Summe Schüler | Summe Klassen | durchschnittliche Klassengröße | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| st I r e ül h c S | 2011/2012 | 1237 | 1872 | 95 | ||
| 2012/2013 | 1201 | 1882 | 94 | |||
| 2013/2014 | 1143 | 1912 | 94 | |||
| 2014/2015 | 1182 | 1923 | 94 | 20,46 | ||
| 2015/2016 | 1219 | 1988 | 99 | 20,08 | ||
| 2016/2017 | 1228 | 2090 | 99 | 21,11 | ||
| 2017/2018 | 1390 | 2068 | 97 | 21,32 | ||
| 2018/2019 | 1295 | 2181 | 101 | 21,59 | ||
| 2019/2020 | 1320 | 2209 | 104 | 21,24 | ||
| g n u n h c e r h c o H | st e r g d J n 4. Ki - 1. | 2020/2021 | 1280 | 2184 | 98 | 22,29 |
| 2021/2022 | 1345 | 2233 | 99 | 22,56 | ||
| 2022/2023 | 1325 | 2290 | 101 | 22,67 | ||
| 2023/2024 | 1437 | 2329 | 102 | 22,83 | ||
| n e r o b e g d n si r e d n Ki | 2024/2025 | 1398 | 2330 | 102 | 22,84 | |
| 2025/2026 | 1477 | 2380 | 106 | 22,45 | ||
| 2026/2027 | 1482 | 2422 | 107 | 22,63 | ||
| 2027/2028 | 1519 | 2482 | 110 | 22,56 | ||
| 2028/2029 | 1467 | 2498 | 109 | 22,92 | ||
| ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki | 2029/2030 | 1470 | 2520 | 111 | 22,70 | |
| 2030/2031 | 1464 | 2526 | 111 | 22,76 | ||
| 2031/2032 | 1458 | 2523 | 111 | 22,73 | ||
| 2032/2033 | 1449 | 2506 | 111 | 22,57 |
2019/2020 incl. Übergangsklassen 71Sch. 4 Klassen 2020/2021 excl. Übergangsklassen
durchführen (durchschnittliche Klassengröße ca. 19,5). Verglichen mit den Prognosen von 2014 und 2016 für das Schuljahr 2024/25 zeigt sich:
| Schuljahr 2024/25 | Schülerpotential für 5. Jg. | Summe Schüler | Summe Klassen | durchschnittliche Klassengröße |
|---|---|---|---|---|
| Prognose 2019 | 1398 | 2330 | 102 | 22,84 |
| Prognose 2019 mit reduzierter Klassengröße | s.o. | s.o. | 119 | 19,58 |
| Prognose 2016 | 1365 | 2223 | 99 | 22,46 |
| Prognose 2016 mit reduzierter Klassengröße | s.o. | s.o. | 114 | 19,50 |
| Prognose 2014 | 1260 | 1911 | 86 | 22,23 |
Die Planungen für die Mittelschule Süd in der Werderau laufen. Nach Fertigstellung sollten an Kapazitäten vorhanden sein:
| Schule | Kapazität in Klassen |
|---|---|
| Scharrerschule | 18 |
| Hummelsteiner Weg | 20 |
| Sperberschule | 20 |
| Herschelschule (Auszug MS) | 0 |
| Georg-Holzbauer-Schule | 10 |
| Mittelschule Süd in der Werderau | 32 |
| Summe | 100 |
Dem stehen Bedarfe im Schuljahr 2029/30 je nach durchschnittlicher Klassengröße von 111 bis 129 Klassen + Ü Klassen gegenüber. Es ist also die Mittelschule Süd in der Werderau in dem beschriebenen Umfang erforderlich, außerdem ist ein Standort für eine neue Mittelschule Ost notwendig.
4.2.6 Nürnberg Südwest (Kornburg, Eibach, Gebersdorf)
Der Mittelschulverbund wird gebildet von den Mittelschulen: MS Katzwang (2019/20: 7 Klassen) (GS) MS Robert-Bosch-Schule(GS) (2019/20: 26 Klassen + 3 Ü-Klassen) (GS) MS Schlößleinsgasse (2019/20: 11 Klassen)
Schulgebäude in Kombination mit einer Grundschule sind gekennzeichnet (GS).
| Schuljahr | Schüler- potential für 5. Jg. | Summe Schüler | Summe Klassen | durchschnittliche Klassengröße | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| st I r e ül h c S | 2011/2012 | 744 | 810 | 37 | ||
| 2012/2013 | 681 | 787 | 37 | |||
| 2013/2014 | 699 | 866 | 43 | |||
| 2014/2015 | 658 | 931 | 44 | 21,16 | ||
| 2015/2016 | 663 | 965 | 45 | 21,44 | ||
| 2016/2017 | 722 | 916 | 44 | 20,82 | ||
| 2017/2018 | 729 | 896 | 44 | 20,36 | ||
| 2018/2019 | 716 | 917 | 45 | 20,38 | ||
| 2019/2020 | 740 | 901 | 44 | |||
| g n u n h c e r h c o H | st e r g d J n 4. Ki - 1. | 2020/2021 | 753 | 828 | 39 | 21,24 |
| 2021/2022 | 807 | 851 | 42 | 20,26 | ||
| 2022/2023 | 713 | 854 | 40 | 21,35 | ||
| 2023/2024 | 810 | 828 | 40 | 20,70 | ||
| n e r o b e g d n si r e d n Ki | 2024/2025 | 771 | 840 | 39 | 21,54 | |
| 2025/2026 | 822 | 870 | 40 | 21,74 | ||
| 2026/2027 | 792 | 868 | 40 | 21,70 | ||
| 2027/2028 | 796 | 883 | 41 | 21,53 | ||
| 2028/2029 | 801 | 890 | 43 | 20,70 | ||
| ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki | 2029/2030 | 801 | 898 | 43 | 20,88 | |
| 2030/2031 | 795 | 895 | 44 | 20,35 | ||
| 2031/2032 | 792 | 893 | 44 | 20,31 | ||
| 2032/2033 | 786 | 895 | 44 | 20,33 |
2019/2020 incl. Übergangsklassen 52Sch. 3 Klassen 2020/2021 excl. Übergangsklassen
durchführen (durchschnittliche Klassengröße ca. 19,5). Verglichen mit den Prognosen von 2014 und 2016 für das Schuljahr 2024/25 zeigt sich:
| Schuljahr 2024/25 | Schülerpotential für 5. Jg. | Summe Schüler | Summe Klassen | durchschnittliche Klassengröße |
|---|---|---|---|---|
| Prognose 2019 | 771 | 840 | 39 | 21,54 |
| Prognose 2019 mit reduzierter Klassengröße | s.o. | s.o. | 43 | 19,54 |
| Prognose 2016 | 784 | 935 | 43 | 21,74 |
| Prognose 2016 mit reduzierter Klassengröße | s.o. | s.o. | 48 | 19,48 |
| Prognose 2014 | 795 | 914 | 47 | 19,45 |
Das Schulgebäude Schlößleinsgasse hat eine Kapazität von ca. 12 Klassen. Die MS Robert- Bosch-Schule kann etwa 24 Klassen aufnehmen, wenn die Grundschule bei 12 Klassen verbleibt. Die MS Katzwang kann wohl 10 Klassen aufnehmen, wenn die Grundschule bei 12 Klassen verbleibt. Im günstig(st)en Fall können also etwa 42 bis 44 Klassen untergebracht werden. In 2029/30 ergibt die Schülerprognose je nach durchschnittlicher Klassengröße 43 bis 46 Klassen + Ü Klassen (kein Vergleich mit 2014 und 2016 möglich). D.h., es ergibt sich ein Ausbaubedarf der Mittelschulen im Bereich von 4 bis 7 Klassen bis 2029/30. Bis etwa 2026/27 können also an der Robert-Bosch-Schule weiterhin die vorhandenen Ü- Klassen beschult werden. Sie wären danach ggf. aber anderweitig unterzubringen. Sollte aber die GS Katzwang oder (auch) die GS Birkenwald-Schule (auf Grund ungünstiger Konstellationen) jeweils einen weiteren Zug benötigen (gem. derzeitigen Prognose nicht ersichtlich), so wären diese Bedarfe wohl vorrangig vor den Mittelschulbedarfen zu befriedigen. Der Mangel an Räumen im Mittelschulbereich würde dann auf 6 bis 8 steigen, ggf. sollte der Bedarf vor einer Generalsanierung der GS Birkenwald-Schule nochmals geprüft werden und hier evtl. die Mittelschulbedarfe in einer Baumaßnahme realisieren zu können.
4.2.7 Nürnberg Südost (Bauernfeindsdlg., Langwasser, Altenfurt, Brunn)
Der Mittelschulverbund wird gebildet von den Mittelschulen:
MS Adalbert-Stifter-Schule 2019/20: 10 Klassen + 8 Ü-Klassen (GS) MS Altenfurt 2019/20: 4 Klassen + 3 Ü-Klassen (GS) MS Bertolt-Brecht-Schule 2019/20: 12 Klassen MS Georg-Ledebour-Schule 2019/20: 15 Klassen (GS) MS Neptunweg 2019/20: 10 Klassen
Schulgebäude in Kombination mit einer Grundschule sind gekennzeichnet (GS).
Zum Gebiet des Verbundes gehören noch die im Reichswald liegenden Ortsteile Brunn, Netzstall und Birnthon.
| Schuljahr | Schüler- potential für 5. Jg. | Summe Schüler | Summe Klassen | durchschnittliche Klassengröße | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| st I r e ül h c S | 2011/2012 | 740 | 1174 | 60 | ||
| 2012/2013 | 689 | 1205 | 62 | |||
| 2013/2014 | 685 | 1246 | 65 | |||
| 2014/2015 | 646 | 1241 | 64 | 19,39 | ||
| 2015/2016 | 669 | 1318 | 66 | 19,97 | ||
| 2016/2017 | 645 | 1294 | 66 | 19,61 | ||
| 2017/2018 | 726 | 1255 | 65 | 19,31 | ||
| 2018/2019 | 766 | 1243 | 64 | 19,42 | ||
| 2019/2020 | 727 | 1192 | 62 | 19,23 | ||
| g n u n h c e r h c o H | st e r g d J n 4. Ki - 1. | 2020/2021 | 774 | 1039 | 50 | 20,77 |
| 2021/2022 | 747 | 1027 | 48 | 21,40 | ||
| 2022/2023 | 757 | 1064 | 52 | 20,47 | ||
| 2023/2024 | 821 | 1091 | 53 | 20,59 | ||
| n e r o b e g d n si r e d n Ki | 2024/2025 | 803 | 1075 | 52 | 20,67 | |
| 2025/2026 | 787 | 1080 | 53 | 20,38 | ||
| 2026/2027 | 795 | 1075 | 53 | 20,28 | ||
| 2027/2028 | 748 | 1073 | 52 | 20,64 | ||
| 2028/2029 | 751 | 1059 | 52 | 20,37 | ||
| ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki | 2029/2030 | 744 | 1041 | 50 | 20,82 | |
| 2030/2031 | 739 | 1022 | 48 | 21,28 | ||
| 2031/2032 | 735 | 1001 | 46 | 21,75 | ||
| 2032/2033 | 728 | 992 | 46 | 21,56 |
2019/2020 incl. Übergangsklassen 122Sch. 11 Klassen 2020/2021 excl. Übergangsklassen
durchführen (durchschnittliche Klassengröße ca. 19,5). Verglichen mit den Prognosen von 2014 und 2016 für das Schuljahr 2024/25 zeigt sich:
| Schuljahr 2024/25 | Schülerpotential für 5. Jg. | Summe Schüler | Summe Klassen | durchschnittliche Klassengröße |
|---|---|---|---|---|
| Prognose 2019 | 803 | 1075 | 52 | 20,67 |
| Prognose 2019 mit reduzierter Klassengröße | s.o. | s.o. | 55 | 19,54 |
| Prognose 2016 | 766 | 1022 | 52 | 19,65 |
| Prognose 2016 mit reduzierter Klassengröße | s.o. | s.o. | 52 | 19,65 |
| Prognose 2014 | 775 | 1082 | 58 | 18,65 |
Das Gebäude der Bertolt-Brecht-Schule wird in den nächsten Jahren neu errichtet. Eine relevante Veränderung der Kapazitäten ergibt sich nicht (12 Klassen bei 2-Zügigkeit in den Jgst. 5 bis 9 + zwei Klassen für „9+2“).
5 Die Gymnasien und Realschulen
Die beiden Schularten Gymnasium und Realschule in Nürnberg sind grundsätzlich getrennt zu betrachten, durch die gebäudlichen Zusammenhänge an der Peter-Vischer-Schule, der Bertolt- Brecht-Schule sowie am Schulzentrum Südwest (Sigmund-Schuckert-Gymnasium und Peter- Henlein-Realschule) kann es allerdings zu Wechselwirkungen im räumlichen Bereich kommen.
Die durchschnittlichen Klassengrößen an den staatlichen Schulen betrugen in den letzten Jahren:
| Schuljahr | Durchschnittliche Klassengröße | |
|---|---|---|
| Staatl. Realschulen | Staatl. Gymnasien | |
| 1970/71 | 32,6 | 29,8 |
| 1980/81 | 30,4 | 27,5 |
| 1990/91 | 24,9 | 23,2 |
| 2000/01 | 27,9 | 25,2 |
| 2006/07 | 28,8 | 25,9 |
| 2011/12 | 26,8 | 26,6 |
| 2012/13 | 26,6 | 26,3 |
| 2013/14 | 26,4 | 26,3 |
| 2014/15 | 26,2 | 26,0 |
| 2015/16 | 26,1 | 25,8 |
| 2016/17 | 25,9 | 25,6 |
| 2017/18 | 25,7 | 25,4 |
| 2018/19 | 25,4 | 25,3 |
Quelle: Bayers Schulen in Zahlen 2018/2019: Seiten 36 und 40 https://www.km.bayern.de/download/4051_Bayerns_Schulen_in_Zahlen_2018_2019_Onlineausgabe.pdf
5.1 Realschulen in Nürnberg
| Realschulen | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuljahr | r ü f al nti e ot p r e ül h c S | g. J 5. | e ot u q s ritt rt e b Ü | 5. Jg. | alle Jahrgangsstufen | ||||||||||||
| r e ül h c S | n e s s a Kl | e j r e ül h c S Æ | e s s a Kl | r e ül h c S S | n e s s a Kl S | nittl h c s h c r u d | e ß ö r g n e s s a Kl | ||||||||||
| st I - r e ül h c S | 2014/2015 | 3.414 | 21,15% | 722 | 28 | 25,79 | 4.882 | 189 | 25,83 | ||||||||
| 2015/2016 | 3.416 | 20,40% | 697 | 27 | 25,81 | 4.931 | 192 | 25,68 | |||||||||
| 2016/2017 | 3.532 | 21,49% | 759 | 28 | 27,11 | 4.979 | 191 | 26,07 | |||||||||
| 2017/2018 | 3.636 | 21,09% | 767 | 29 | 26,45 | 5.057 | 194 | 26,07 | |||||||||
| 2018/2019 | 3.790 | 20,05% | 760 | 28 | 27,14 | 5.123 | 195 | 26,27 | |||||||||
| 2019/2020 | 3.798 | 20,27% | 770 | 28 | 27,50 | 5.125 | 195 | 26,28 | |||||||||
| g n u n h c e r h c o H | st e r g d J n 4. Ki - 1. | 2020/2021 | 3.846 | 20,71% | 797 | 30 | 26,57 | 5.233 | 200 | 26,16 | |||||||
| 2021/2022 | 3.788 | 20,71% | 785 | 30 | 26,17 | 5.318 | 203 | 26,20 | |||||||||
| 2022/2023 | 4.003 | 20,71% | 830 | 31 | 26,77 | 5.393 | 206 | 26,18 | |||||||||
| 2023/2024 | 3.936 | 20,71% | 816 | 31 | 26,32 | 5.471 | 208 | 26,30 | |||||||||
| n e r o b e g d n si r e d n Ki | 2024/2025 | 4.284 | 20,71% | 888 | 33 | 26,91 | 5.618 | 211 | 26,62 | ||||||||
| 2025/2026 | 4.204 | 20,71% | 871 | 33 | 26,39 | 5.736 | 216 | 26,55 | |||||||||
| 2026/2027 | 4.428 | 20,71% | 918 | 34 | 27,00 | 5.873 | 220 | 26,70 | |||||||||
| 2027/2028 | 4.404 | 20,71% | 913 | 34 | 26,85 | 6.024 | 224 | 26,89 | |||||||||
| 2028/2029 | 4.382 | 20,71% | 908 | 34 | 26,71 | 6.119 | 227 | 26,96 | |||||||||
| ht c ni n h e o c o r n b r e e g d n Ki | 2029/2030 | 4.369 | 20,71% | 905 | 34 | 26,62 | 6.228 | 230 | 27,08 | ||||||||
| 2030/2031 | 4.374 | 20,71% | 906 | 34 | 26,65 | 6.249 | 231 | 27,05 | |||||||||
| 2031/2032 | 4.374 | 20,71% | 906 | 34 | 26,65 | 6.291 | 232 | 27,12 | |||||||||
| 2032/2033 | 4.369 | 20,71% | 905 | 34 | 26,62 | 6.275 | 232 | 27,05 | |||||||||
| 2033/2034 | 4.354 | 20,71% | 902 | 34 | 26,53 | 6.263 | 232 | 27,00 |
Die durchschnittliche Übertrittsquote an die öffentlichen Realschulen in Nürnberg der letzten sechs Jahre liegt bei 20,71 Prozent und damit unter dem bayerischen Durchschnitt (28,35). Die durchschnittliche Klassengröße überschritt jedoch den gesamtbayerischen Wert um 0,98. Das durch die Bevölkerungshochrechnung zur erwartenden Schülerpotential steigt, und somit sind
ab dem Schuljahr 2026/27 voraussichtlich 34 Eingangsklassen bei den Realschulen zu erwarten. Hierbei ist noch nicht ein möglicher Schülerzuwachs bei Ansteigen der Übertrittsquote gemäß gesamtbayerischer Durchschnitt einberechnet.
Nach Fertigstellung der Bertolt-Brecht-Schule und der Peter-Henlein-Realschule können bei Einhaltung der städtischen Kontingentierung etwa 27 bis 28 Parallelklassen im Jahrgang 5 an den Realschulen gebildet werden. Die Aufnahmekapazität für die 5. Jahrgangsstufe an allen Nürnberger Realschulen liegt dann für die gebundenen Ganztagsklassen (AKR 3-4, BBS 3 +1xSport, PVS 3, GSR 3, JPR 3) bei ca. 16 x 26 Schüler/innen = 416 + Sportklasse, also bei etwa 430 bis 440 Schülern im gebundenen Ganztag. Unterstellt man für die restlichen 11 Halbtagsklassen (VSR 3, GSR 1, JPR 2, PHR 5) jeweils eine Maximalbelegung von 32 Schüler/innen (11x32 = 352), so ergibt sich insgesamt eine Aufnahmefähigkeit von etwa 790 Schülern in den 5. Klassen. Bei 26 Schüler/innen/Klasse läge die Aufnahmekapazität nur noch bei ca. 725. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass weniger Ganztagsklassen und mehr Halbtagsklassen natürlich eine (etwas) größere Aufnahmekapazität bewirkten.
Viele Eltern melden ihre Kinder trotz Vorliegen der sog. gymnasialen Eignung an einer Realschule an, ein Trend, der weder bei der Einführung des achtjährigen Gymnasiums noch bei der Rückkehr zur neunjährigen Lernzeit (G 9) eine Wende erfahren hat. Da die Raumkapazitäten an den Nürnberger Realschulen trotz Neubauten beinahe ausgeschöpft und somit nicht für einen Zuwachs von sechs Eingangsklassen und insgesamt einem Anstieg von 195 Klassen im Schuljahr 2019/20 auf 232 Klassen ab dem Schuljahr 2031/32 ausgelegt sind, wird die Neugründung einer staatlichen Realschule erforderlich. Hier hat die Verwaltung erste Schritte in die Wege geleitet.
5.2 Gymnasien in Nürnberg
| Gymnasium | ||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuljahr | r ü f al nti e ot p - r e ül h c S | 4 g. J 5. | 3 e ot u q - s g n u ul h c s n Ei | 5. Jg. | alle Jahrgangsstufen | |||||||||||||
| r e ül h c S | n e s s a Kl | r e ül h c S S | S + n e s s a Kl S | r. g n e uf st r e b O | nittl h c s h c r u d | e ß ö r g n e s s a Kl | ||||||||||||
| st I - r e ül h c S | 2014/2015 | 3.414 | 41,15% | 1405 | 52 | 27,02 | 10.996 | 454 | 24,22 | |||||||||
| 2015/2016 | 3.416 | 43,03% | 1470 | 56 | 26,25 | 10.985 | 460 | 23,88 | ||||||||||
| 2016/2017 | 3.532 | 41,34% | 1460 | 55 | 26,55 | 10.769 | 454 | 23,72 | ||||||||||
| 2017/2018 | 3.636 | 40,70% | 1480 | 56 | 26,43 | 10.641 | 442 | 24,07 | ||||||||||
| 2018/2019 | 3.790 | 39,84% | 1510 | 56 | 26,96 | 10.433 | 442 | 23,60 | ||||||||||
| 2019/2020 | 3.798 | 39,18% | 1488 | 57 | 26,11 | 10.399 | 433 | 24,02 | ||||||||||
| g n u n h c e r h c o H | st e r g d J n 4. Ki - 1. | 2020/2021 | 3.846 | 40,24% | 1548 | 58 | 26,69 | 10.499 | 444 | 23,65 | ||||||||
| 2021/2022 | 3.788 | 40,24% | 1525 | 57 | 26,75 | 10.528 | 451 | 23,34 | ||||||||||
| 2022/2023 | 4.003 | 40,24% | 1611 | 60 | 26,85 | 10.630 | 459 | 23,16 | ||||||||||
| 2023/2024 | 3.936 | 40,24% | 1584 | 59 | 26,85 | 10.789 | 466 | 23,15 | ||||||||||
| n e r o b e g d n si r e d n Ki | 2024/2025 | 4.284 | 40,24% | 1724 | 64 | 26,94 | 10.969 | 473 | 23,19 | |||||||||
| 2025/2026 | 4.204 | 40,24% | 1692 | 63 | 26,86 | 12.274* | 535 | 22,94 | ||||||||||
| 2026/2027 | 4.428 | 40,24% | 1782 | 66 | 27,00 | 12.551 | 546 | 22,99 | ||||||||||
| 2027/2028 | 4.404 | 40,24% | 1773 | 66 | 26,86 | 12.768 | 555 | 23,01 | ||||||||||
| 2028/2029 | 4.382 | 40,24% | 1764 | 66 | 26,73 | 12.993 | 566 | 22,96 | ||||||||||
| ht c ni n h e o c o r n b r e e g d n Ki | 2029/2030 | 4.369 | 40,24% | 1759 | 66 | 26,65 | 13.169 | 574 | 22,94 | |||||||||
| 2030/2031 | 4.374 | 40,24% | 1761 | 66 | 26,68 | 13.353 | 584 | 22,86 | ||||||||||
| 2031/2032 | 4.374 | 40,24% | 1761 | 66 | 26,68 | 13.474 | 590 | 22,84 | ||||||||||
| 2032/2033 | 4.369 | 40,24% | 1759 | 66 | 26,65 | 13.606 | 598 | 22,75 | ||||||||||
| 2033/2034 | 4.354 | 40,24% | 1753 | 65 | 26,97 | 13.627 | 598 | 22,79 |
* Erster vollständiger Jahrgang G9 an den Gymnasien
In den letzten Jahren war es an den Gymnasien, die im Durchschnitt von 1.470 Schüler im Jahrgang 5 besuchen, im Ausnahmefall möglich, auch einzelne Spitzen (2010/11: 1.710) abzufangen. Eine Raumversorgung gemäß Schulbauverordnung war aber dann nicht gegeben. Die durchschnittliche Übertrittsquote an die öffentlichen Gymnasien der letzten sechs Jahre liegt bei 40,24 Prozent (Bayern 40,30%). Das durch die Bevölkerungshochrechnung zur erwartende Schülerpotential steigt bis zum Schuljahr 2024/25 voraussichtlich um 570 und mit dem ersten vollständigen G9 Jahrgang im Schuljahr 2025/26 um weitere 1305 Schülerinnen und Schüler; somit ist ab dem Schuljahr 2019/20 ein Anstieg von 57 auf 66 Eingangsklassen absehbar.
Bereits im Jahr 2014 zeigte die Schulraumentwicklungsplanung einen massiven Raumbedarf auf, der zu der Entscheidung führte, einen Standort für ein weiteres Gymnasium zu suchen („Demographie-Gymnasium“). Durch die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums ist ein zusätzliches sog. „Konnexitäts-Gymnasium“ erforderlich, das den Schülerzuwachs darüber hinaus auffängt. Des Weiteren werden im Rahmen der Neubauten und Umbauten des Martin- Behaim-Gymnasiums und des Neuen Gymnasiums hier die Zügigkeiten um insgesamt 2,5 Züge erhöht. Die 13. Jahrgangsstufe (der erste Jahrgang G 9) schlägt sich in den Schülerzahlen 2025/26 nieder, dies erklärt den sprunghaften Anstieg der Gesamtschülerzahlen an den Gymnasien für den genannten Jahrgang. Ein Gymnasialstandort wurde bereits im Tiefen Feld gefunden, dieser wird jedoch – gemäß augenblicklicher Planungen - frühestens im Schuljahr 2027/28 bezugsfertig sein; der zweite gymnasiale Standort wird verwaltungsseitig gerade mit Hochdruck gesucht. Weiterhin werden innerstädtische Ausweichräume zur Entlastung der Innenstadtgymnasien herangezogen werden.
6 Die beruflichen Schulen
Eine umfassende Prognose für die Zukunft ist im beruflichen Schulbereich aufgrund der vieldimensionalen Einflussfaktoren nur sehr schwer möglich. Jede der sieben beruflichen Schularten unterscheidet sich u. a. hinsichtlich der Altersstruktur der Schülerschaft, des Einzugsbereichs und der Abhängigkeit von konjunkturellen Einflüssen. Neben näherungsweise antizipierbaren demographischen Einflussfaktoren, spielen für die beruflichen Schulen nur tendenziell vorhersagbare Bedingungen eine wichtige Rolle. Beispielhaft seien hier die wirtschaftlichen Strukturveränderungen oder die dynamischen bildungspolitischen Entwicklungen genannt. Darüberhinausgehend ist aktuell unscharf zu prognostizieren, wie sich ein Teil der für die Berufsbildung relevanten Schülerschaft entscheidet: duale oder vollschulische Berufsausbildung, Studium oder eine „duale Mischform“. Im Folgenden werden wesentlichen Einflussfaktoren genauer betrachtet.
6.1 Zentrale Einflussfaktoren
6.1.1 Demographische Einflussfaktoren
Wie bereits oben erwähnt, sind demografische Einflussfaktoren näherungsweise vorhersagbar. Als entscheidende Faktoren sind hier die Geburtenhäufigkeit, die Lebenserwartung und die Zuwanderung zu nennen.10 Geburtenraten und Lebenserwartung sind in den kommenden Jahren nach wie vor leicht ansteigend, schwer prognostizierbar ist hingegen die Zuwanderung. Wie sich die Zuwanderung entwickeln wird, hängt von den Migrationspotenzialen in den Herkunftsländern und den rechtlichen Zuwanderungsregelungen in Deutschland ab.11 Großstädte wie Nürnberg, aber auch der Ballungsraum Nürnberg/Fürth/Erlangen werden in Zukunft für innerdeutsche aber auch ausländische Zuwandernde weiterhin attraktiv bleiben. Unter Einbeziehung der statistischen Auswertung zur Entwicklung der Schüler/-innenzahlen aus den öffentlichen Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien der Stadt Nürnberg ist bis in die 2030er-Jahre von einem stetigen und deutlichen Wachstum der Schüler/-innenzahlen auszugehen.12 Dieser Trend wird sich in der Summe auch in den beruflichen Schulen bemerkbar machen, eine genaue Vorhersage an welcher Stelle dies erfolgt, ist allerdings aufgrund der zahlreichen weiteren Einflussfaktoren, die im beruflichen Schulwesen gelten, nur näherungsweise zu treffen.
10 vgl. Manuel Slupina (2018): Einflussfaktoren des demographischen Wandels, Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), S. 5. 11 ebenda, S. 26. 12 Vgl. Auswertung Schüler/-innenzahlen, Geschäftsbereich 3. Bürgermeister, Stand: Dezember 2019
6.1.2 Einfluss der wirtschaftlichen Strukturveränderungen
Folgt man dem IHK-KONJUNKTURKLIMA HERBST 2019 der IHK Nürnberg für Mittelfranken, geht dem mittelfränkischen Arbeitsmarkt die Dynamik weitgehend verloren, die während des laufenden Jahrzehnts für einen Boom der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gesorgt hatte. „Im Herbst 2019 planen 16 % der mittelfränkischen Betriebe mit zusätzlichem Personal, 15 % reduzieren ihre Beschäftigtenzahlen. […] Dienstleistungen bleiben Jobmotor, während die mittelfränkischen Industriebetriebe bereits Belegschaften verkleinern.“13 Betrachtet man den Bereich der Dienstleistungen etwas genauer, lässt sich für Nürnberg feststellen, dass bei den Informations- und Kommunikationsbranchen zum wiederholten Male
Abb. 2: Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungszahlen nach Branchen am Arbeitsort Nürnberg
Quelle: Wirtschaftsreferat der Stadt Nürnberg: Wirtschaftsstandort Nürnberg – Positionsbestimmung 2019, Januar 2019, Seite 6
deutliche Zuwächse der Beschäftigten zu verzeichnen sind. Auf diese Branche folgend, weisen die Lagerwirtschaft, das verarbeitende Gewerbe oder der Handel ebenfalls Personalzuwächse auf.14 Ein zum Teil deutlichen Personalrückgang ist bei der Finanz- und Versicherungsbranche sowie im Bereich der öffentlichen Verwaltung zu verzeichnen.15 Gerade im Bereich der öffentlichen Verwaltung zeigt sich bei der Entwicklung der Zahl der
13 IHK-Konjunkturklima – Herbst 2019: Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken (2019, Hrsg.), S. 5 14 Wirtschaftsstandort Nürnberg - Positionsbestimmung 2019: Stadt Nürnberg, Wirtschaftsreferat (2019, Hrsg.), S. 6 15 ebenda, S. 6
Auszubildenden ein entgegengesetztes Bild. Die Ausbildungsbereitschaft der Gebietskörperschaften hält weiterhin an.16 Bewerberinnen und Bewerber fehlen aktuell vor allem in vielen Handwerksberufen, in Hotelund Gaststättenberufen. Mechatronik und Automatisierungstechnik sind Bereiche mit steigenden Ausbildungs- und Beschäftigtenzahlen. Wohingegen z. B. im Kfz-Verkauf und in der Kfz-Technik, in Büro- und Verwaltungsberufen oder in der medizinischen Fachassistenz weniger Ausbildungsstellen einer größeren Zahl von Bewerberinnen und Bewerber gegenüberstehen.17 Auswirkungen des in allen Facetten diskutierte Themas Digitalisierung sind bereits bei obigen Erkenntnissen spürbar. Wie in einem Artikel der Bertelsmann-Stiftung dargelegt wird, ist die Zukunftsfähigkeit deutscher Unternehmen in großen Teilen vom Stand der Digitalisierung abhängig.18 In Branchen mit fortgeschrittenen Digitalisierungsstandards, sind aktuell schon rückläufige Auszubildendenzahlen zu erkennen. Betroffen sind hier meist traditionelle kaufmännischen Ausbildungsberufe. Langfristig ist mit einer Abnahme der Gesamtzahl der Auszubildenden in diesen Branchen zu rechnen. Um die Auswirkungen der Digitalisierung zu kompensieren, werden in allen Ausbildungsrichtungen der beruflichen Schulen Nürnbergs, die von Seiten der Unternehmen geforderten digitalen und überfachlichen Kompetenzen stärker in den Ausbildungsinhalten verankert. Darüber hinaus wird angestrebt, kaufmännische Berufe und solche mit IT-Bezug zu einer zukunftssicheren „Kombiausbildung“ zusammenzubringen, um diese am Standort Nürnberg zu etablieren.
6.1.3 Einfluss der bildungspolitischen Entwicklungen
Die wahrscheinlich größte Herausforderung für die berufliche Bildung ist die durch die Digitalisierung zu erwartenden Änderungen in den geforderten Qualifikationsprofilen der Lernenden. In Kombination mit der großen Heterogenität der betrieblichen Rahmenbedingungen ist es bereits jetzt wichtig, die richtigen Strategien für die langfristige Sicherung und stetige Verbesserung der Ausbildungsqualität in den einzelnen Berufen zu finden und den damit einhergehenden methodisch-didaktischen Veränderungsprozess zu gestalten.19
16 Vgl. Schulausschuss der Stadt Nürnberg (13.12.2019), TOP 5: Klassen- und Schülerzahlen an den beruflichen Schulen in Nürnberg im Schuljahr 2019/20. 17 vgl. https://www.arbeitsagentur.de/presse/ausbildungsmarktbilanz-2019, abgerufen: 22.11.19. 18 vgl. https://www.zukunftderarbeit.de/, abgerufen 12.12.19. 19 vgl. https://www.bildungsbericht.de/de/bildungsberichte-seit-2006/bildungsbericht-2018/pdfbildungsbericht-2018/bbe18-kompakt.pdf, S. 10, abgerufen 17.12.2019
Neben der Digitalisierung ist in den „klassischen“ kaufmännischen Berufen der Trend zur Akademisierung weiterhin ungebrochen. Auf der Seite der Arbeitgeber werden (duale) Bachelorstudiengänge neben oder anstatt der dualen Ausbildungsgänge forciert, seitens der Absolventen/-innen allgemeinbildender Schulen mit Hochschulzugangsberechtigung werden häufig Studienwege einer dualen Ausbildung vorgezogen. Die bildungspolitische Forderung einer Stärkung der dualen Ausbildung bildet sich in den kaufmännischen Berufen bislang nicht in steigenden Ausbildungszahlen ab. Positive Trends sind hier eher in gewerblich-technischen Bereichen zu erwarten. Weitere Faktoren, die auch das berufliche Schulsystem der Stadt Nürnberg beeinflussen, gehen aus der folgenden Grafik hervor.
Abb. 3: Bildungspolitische Einflussfaktoren im Überblick
Quelle: Bildung in Deutschland kompakt 2018, Bundesbildungsbericht 2018, S. 11
Eine anspruchsvolle bildungspolitische Abb. 4: Anzahl der Berufsintegrationsklassen Herausforderung ist die Einbindung in das in Nürnberg seit Schuljahr 2010/11 berufliche Schulsystem der aus dem Ausland zugewanderten Lernenden mit oft fehlender oder mangelhafter Sprachkompetenz. Mit Konzepten zur 60 berufssprachlichen Förderung wird mit hohem organisatorischen und finanziellem Aufwand angestrebt, dass jugendliche 20 Zuwanderer zügig die Ausbildungsreife 10 erreichen. Die Prognose der in Zukunft zu erwartenden Klassenzahlen bleibt aufgrund der gesamtpolitischen
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des
jeweiligen Schuljahres Verhältnisse schwierig.
Abschließend ist zu erwähnen, dass ab dem Schuljahr 2020/21 das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus plant, kooperative Berufsvorbereitungsklassen (BVJ-k) als Standard in Bayern einzuführen. Sie sollen die Teilzeitklassen für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz (JoA) ablösen. Die Schulpflicht werden Jugendliche in Bayern dann regulär mit diesem vollschulischen Jahr (entweder als „vollzeitschulisches“ Berufsvorbereitungsjahr oder als BVJ in kooperativer Form, welches 2,5 Tage Unterricht an der Berufsschule plus 2,5 Tage pro Woche Projekte und Praktika unterstützt durch Sozialpädagogik umfasst) erfüllen.
6.2 Schularten
Derzeit besuchen knapp 23.000 Schüler/-innen öffentliche berufliche Schulen in der Stadt Nürnberg (ohne Förderberufsschulen). Diese aggregierte Zahl ist für eine gezielte Entwicklungsprognose kaum aussagekräftig, denn die Zukunftsperspektiven stellen sich für jede einzelne berufliche Schulart unterschiedlich dar. Das nachfolgende Schaubild gibt einen Überblick über die verschiedenen Schularten der beruflichen Schulen von der Berufsvorbereitung über die Erstausbildung bis hin zu Fach- und Berufsoberschulen und zur beruflichen Weiterbildung.
Abb. 5: Berufliche Schularten in Nürnberg im Überblick
Quelle: Amt für Berufliche Schulen
Auf Grund der sehr unterschiedlichen Bildungsziele20 und (Ausbildungs-)Inhalte der sieben beruflichen Schularten werden in den folgenden Kapiteln die einzelnen Direktorate vorgestellt, um aus den für die jeweiligen Schulen relevanten Faktoren auf die Entwicklung der Lernendenzahlen und somit auf die zukünftigen Raumbedarfe zu schließen. Im Folgenden bezieht sich die Verwendung der Begriffe der einzelnen beruflichen Schularten ausschließlich auf den öffentlichen Schulbereich des beruflichen Bildungssystems in Nürnberg. 21
6.3 Entwicklung der einzelnen Direktorate
Neben den oben bereits genannten Aspekten, die für die quantitative Entwicklung der Direktorate maßgeblich sind, bestimmen weitere Einflussfaktoren die Schülerzahlentrends. Diese werden kurz skizziert und es wird versucht, eine Prognose der Schülerzahlenentwicklung für jedes Direktorat abzuleiten. Ebenso werden die aktuell zur Verfügung stehenden Unterrichtsräume dargestellt und eine Aussage getroffen, ob die Zahl der Schulräume aktuell ausreicht, ob Erweiterungen und/oder qualitativ Anpassungen
20 vgl. Art 11 bis 18 BayEUG 21 Im Stadtgebiet Nürnbergs existieren neben den öffentlichen beruflichen Schulen (städtisch und staatlich), Schulen in privater Trägerschaft. Da die Abdeckung des Raumbedarfs bei privaten Schulen nicht in die Zuständigkeit der Stadt Nürnberg fällt, werden diese Schulen nicht weiter betrachtet.
notwendig sind. Auf bereits geplante Schulbaumaßnahmen wird hingewiesen.
| „Steckbrief B1“ | ||
|---|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Berufsschule für Baumetallberufe, Elektroberufe und Mechatronik, BVJ/s Berufsfachschule für Assistenten für Informatik Meisterschule für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik (Fachschule) MEBS-Projektschule | |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Exzellenzzentrum (Industrie 4.0) Weitere Zunahme der Bedeutung der IT-Berufe Zunahme der Auszubildenden im Fachbereich Mechatroniker Fortwährend hoher Modernisierungsbedarf insbes. Maschinen, Robotik und IT (iFUR) Zunehmende Forderung nach Kombination von kaufmännischen mit IT-Kompetenzen Weiterentwicklung der Handwerksbranche sowie der Bedeutung der „Meisterprüfung“ Generalsanierungsmaßnahmen in Werkstätten und Werkhallen dringend erforderlich Bedarf an Sporthallenkapazitäten (Turnhalle in der Werkhalle für den Schulsport nicht mehr geeignet) Hoher differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden | |
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: |
Die B1 ist mit ihren Ausbildungsrichtungen IT, Baumetall, Elektroberufe und Mechatronik gut aufgestellt und für die zu erwartende Herausforderung der Digitalisierung aller Lebens- und Arbeitsbereiche gut gerüstet. In den nächsten Jahren wir ein leichter Anstieg der Schülerzahlen erwartet.
Um den hohen Qualitätsstandard der Ausbildung halten zu können, besteht in Zukunft ein
fortwährender Modernisierungsbedarf insbesondere in den Fachunterrichts- und integrierten Fachunterrichtsräumen. Für differenzierte Sprachförderung (Gruppenteilungen, Intensivierungsstunden) der Schülerinnen und Schüler sind Unterrichtsräume bereitzuhalten. Die Bausubstanz der Werkstätten und Werkhallen ist veraltet, eine Generalsanierung ist dringend notwendig, ebenso der Neubau einer Sporthalle.
Abb. 6: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 1 seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
| „Steckbrief B2“ | ||
|---|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Berufsschule für Kraftfahrzeugtechnik, Fertigungstechnik und Verkehr, BIK, BVJ/s Berufsfachschule für Fertigungstechnik Rudolf-Diesel-Fachschule Berufsschule Plus MEBS-Projektschule Ausbildungsstätte für Fachdidaktik der Berufspädagogen/- innen Bereich Metall (FAU) | |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Elektromobilität mit Einfluss auf die Autoindustrie und deren Fertigungs- und Werkstattstrukturen |
| Einfluss von verkehrs- und umweltpolitischen politischen Entscheidungen (Förderung und Ausbau des Bahnverkehrs) auf die Zahl der Ausbildungsplätze im Bereich „Verkehr“ Investition der Bahn AG am Standort Nürnberg (Bau Instanthaltungswerk) mit angekündigter Erhöhung der Ausbildungsplätze Kontinuierlich hoher Bedarf an Modernisierungsinvestitionen für Maschinen, Robotik, IT in allen Schul- und Fachbereichen (iFUR) Berufsschule im Kontext des Akademisierungstrends (neue Konzepte: Verbundstudiengänge, Berufsschule+) Beteiligung an zukunftsweisenden Entwicklungen (Industrie 4.0 und Lernortkooperation mit B4, BIRD22) Konjunkturelle und strukturelle Entwicklung der Wirtschaft, Digitalisierung und damit Bedarf an hochwertiger Weiterbildung (Rudolf-Diesel-Fachschule; RDF) Hoher differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden | |
|---|---|
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl:/ |
Die B2 ist geprägt durch die Ausbildung von und Weiterbildung in technischen Berufen auf unterschiedlichen Niveaustufen (Berufsvorbereitung und Berufsintegration, duales System, Rudolf-Diesel-Fachschule (RDF)). Die zukünftige Entwicklung der Berufsschule 2 wird vom strukturellen Wandel der Fertigungstechnik und verkehrs- und umweltpolitischen Trends beeinflusst: Viele Auszubildende sind in Industrieunternehmen, in der Automobilindustrie (KfZ-Technik) und in Schienenverkehrsunternehmen beschäftigt. Damit Schülerinnen und Schüler jene Kompetenzen erwerben, die sie in den Betrieben zukünftig benötigen, beteiligt sich die B2 an
22 BIRD: Bereichsübergreifende Bildungsangebote für Industrie 4.0 auf der Plattform DQR-Stufe 5 als Katalysator der Durchlässigkeit – Projektpartner: Kontext Nürnberg: IHK Nürnberg, Berufliche Schulen/Stadt Nürnberg, FAU - Kontext Bayreuth: IHK Bayreuth, Berufliche Schulen, Universität Bayreuth - Übergreifend: Kultusministerium, Qualitus GmbH
zukunftsweisenden Projekten, auch um die zu erwartende engere Verzahnung von technischen und kaufmännischen Ausbildungsinhalten in den Unterricht einfließen zu lassen. Die anspruchsvollen Ausbildungsinhalte werden in allen Ausbildungsbereichen durch eine gezielte und differenzierte Sprachförderung begleitet. Die Qualität der Ausbildung wird durch praxisorientierten Unterricht in den zahlreich vorhandenen Fachunterrichts- und integrierten Fachunterrichtsräumen gewährleistet, die laufend modernisiert werden müssen. Es wird erwartet, dass die Schülerzahl an der B2 in den nächsten Jahren stabil bleibt.
Abb. 7: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 2 seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
Rudolf-Diesel-Fachschule ist eine hoch anerkannte Weiterbildungseinrichtung. Sie bietet Erwachsenen die Möglichkeit, einen beruflichen Abschluss als „Staatlich anerkannte/-r Techniker/-in“ auf der Stufe 6 des DQR und die Fachhochschul- bzw. Hochschulreife zu erreichen. Die RDF steht mit ihren Bildungsangeboten in Konkurrenz zu privaten Weiterbildungseinrichtungen. Die Gesamtschülerzahl hängt von der Weiterbildungsbereitschaft der (jungen) Erwachsenen ab. In Phasen der Hochkonjunktur und des Fachkräftemangels ist die Bereitschaft, nach einer Erstausbildung und beruflicher Tätigkeit an einer Weiterbildungsmaßnahme teilzunehmen geringer. Verschlechtern sich Beschäftigungschancen, dann steigt tendenziell das Interesse an beruflicher Weiterbildung und Spezialisierung. Dabei entwickeln sich die Schülerzahlen in den einzelnen Fachrichtungen der RDF unterschiedlich: Aktuell gehen die Schülerzahlen in der Fachrichtung Elektrotechnik zurück, im Maschinenbau steigen die Studierendenzahlen. Insgesamt wird an der B2 in gut ausgestatteten Räumen (FUR, iFUR, DV) unterrichtet. Dem hohen technischen Anspruch wird die Schule gerecht.
Eine Prognose zur Entwicklung der Studierendenzahl ist im Diagramm als Korridor dargestellt.
Abb. 8: Anzahl der Lernenden an der Rudolf-Diesel-Fachschule seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
Insgesamt wird der Raumbedarf der B2 konstant bleiben, es wird auch zukünftig an der B2 ein fortwährender Modernisierungsbedarf der hochtechnisierten Anlagen bestehen. Es ist zu erwarten, dass Umwidmungen von allgemeinen Unterrichtsräumen und die Ausstattung als integrierte Fachunterrichtsräume sind notwendig
| „Steckbrief B3“ | ||
|---|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Berufsschule für Hotellerie, Gastronomie sowie für das Lebensmittelhandwerk, BIK, BVJ/s | |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Entwicklung des Gastgewerbes in Nürnberg Entwicklung der Systemgastronomie Entwicklung der Zahl der Betriebe sowie der Betriebsgrößen bei Bäckereien und Metzgereien (struktureller Wandel) Entwicklung des Messestandortes Nürnberg |
| Erheblicher Fachkräftemangel Ausbildungsbereitschaft der Betriebe und Bewerbersituation Hoher differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden | |
|---|---|
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: |
Die insgesamt positive Entwicklung des Gastgewerbes sowie der Systemgastronomie spiegelt sich nicht in steigenden Schüler/-innenzahlen an der B3 wider. Limitierend sind hier der Strukturwandel beim Bäcker- und Metzgerhandwerk, aber auch der deutliche Fachkräftemangel in den Branchen Hotel und Gaststätten sowie im Lebensmittelhandwerk.
Abb. 9: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 3 seit 2010 mit Entwicklungstendenz23
Kompetenzzentren-
bildung B2,B3, B8, B14
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
Die Fachunterrichtsräume, deren große Anzahl durch die Anforderungen der Berufe bedingt ist, sind aktuell sehr modern ausgestattet. Ein Bedarf an Ersatzinvestitionen ist in der nächsten Zeit nur in geringerem Umfang zu erwarten, allerdings steht die Modernisierung des Restaurants an. Auch an der B3 werden die Schülerinnen und Schüler berufssprachlich stark gefördert. Unterrichtsteilungen sind in den vorhandenen Räumen möglich.
23 Seit dem Schuljahr 2014/15 ist die B3 Kompetenzzentrum für das Lebensmittelhandwerk, Hotellerie, Restaurants in der aktuellen berufsbereichsbezogenen Zusammensetzung. (vorher: Abwanderung der Bereiche Augenoptik B8, Verkehr B2, Lagerlogistik B14)
| „Steckbrief B4“ | ||
|---|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Kaufmännische Berufsschule für Automobilwirtschaft, Finanzwirtschaft, Groß- und Außenhandel, Industrie Markt- und Sozialforschung, Steuer, Versicherungen und Finanzen, BGA, BIK Seminarschule Universitätsschule MEBS-Projektschule | |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Auswirkung der Digitalisierung in allen schulrelevanten Branchen: schnelle Veränderung der Lerninhalte Veränderungen im Ausbildungsverhalten der Betriebe Elektromobilität mit Einfluss auf die Autoindustrie und deren Vertriebsstrukturen Berufsschule im Kontext des Akademisierungstrends Beteiligung an zukunftsweisenden Entwicklungen (Industrie 4.0 und Lernortkooperation mit B2, BIRD, Kombiberuf) Ausweitung der schulischen Zusatzangebote Verbundstudiengänge (Verbundstudium „Steuerfachangestellte“, B4, und „Bachelor of Arts BWL/Steuern/Rechnungswesen“, Berufsschule Hof und Hochschule Hof/ Verbundstudium „Kaufleute für Versichrungen und Finanzen“, B4, und „Bachelor of Arts Wirtschaftswissenschaften“, FAU Erlangen-Nürnberg) Teilnahme am IHK-Kooperationsmodell mit zahlreichen Hochschulen Differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden | |
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: / |
Wie bereits in Kapitel 6.1.2 dargestellt, werden die meisten kaufmännischen Berufe an der B4 durch die zunehmende Digitalisierung in den Ausbildungsbetrieben stark tangiert. Die Zahl der Auszubildenden ist rückläufig. Notwendig sind schnelle Anpassungen der Lerninhalte. Die Berufsschule 4 stellt sich diesen Herausforderungen mit besonderem Engagement in zukunftsweisenden pädagogischen Projekten und bietet über den Unterricht hinausgehende Zusatzqualifikationen an, die die von den Ausbildungsunternehmen gewünschten Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler besonders fördern.
Um die sprachlich hohen Anforderungen der Abschlussprüfungen der jeweiligen Ausbildungsberufe meistern zu können, ist eine gezielte Sprachförderung der Lernenden notwendig. Die folgende Grafik zeigt, dass mittelfristig mit einem Rückgang der Schüler/-innenzahlen unter die 2.000-Marke zu rechnen ist.
Abb. 10: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 4 seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
An der B4 stehen ausreichend Unterrichtsräume zur Verfügung. Ersatzinvestitionen sind für die Unterrichtsräume in der kaufmännischen Ausbildung kontinuierlich notwendig, insbesondere die regelmäßige Erneuerung und Aktualisierung der IT-Ausstattung. Das Schulhaus Schönweißstraße 7 wird im Jahr 2020 umfassend vernetzt. Nach der WLAN- Ertüchtigung der Schule kommen flexible IT-Strukturen zum Tragen (z. B. Notebook-Wagen).
| „Steckbrief B5“ | ||
|---|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Berufsschule für Floristen und Friseure, BIK/Vs (schulisch), BIK, BVJ/s, BVJ/k, JoA Modeschulen (Berufsfachschule für Bekleidung, Berufsfachschule für bekleidungstechnische Assistenten, Fachschule für Bekleidungstechnik) | |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Entwicklung der Zahlen im Bereich Berufsintegration und in der Berufsvorbereitung schwer einzuschätzen: Abhängigkeit von gesellschaftlichen Veränderungen (international) Innovative Konzepte in der Berufsvorbereitung und Berufsintegration Weiterhin hoher (sprachlicher) und differenzierter Unterstützungsbedarf bei BI- und BVJ-Klassen Entwicklung der Anzahl der Ausbildungsbetriebe im Friseurhandwerk stabil Steigendes Qualitätsbewusstsein bei floralen Produkten Trend zu nachhaltig produzierten Produkten in der Modebranche (z. B. Textilsiegel „Grüner Knopf“, Fairtrade) Neuer Schulstandort gemeinsam mit der B14 in Planung | |
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: |
An der B5 gilt es fünf verschiedene Schul- bzw. Fachbereiche getrennt zu betrachten: Berufsintegrationsklassen und Berufsvorbereitung: Die Berufsschule 5 kann als „Kompetenzzentrum“ für Berufsintegration bezeichnet werden. Seit 2011 haben die Lehrkräfte der B5 hier enorme Expertise aufgebaut und als Spezialisten die weiteren beruflichen Schulen in der Stadt unterstützt. Schüler/-innen werden bei der Aufnahme hinsichtlich ihres Sprachniveaus getestet und in die für sie passenden BI-Klassen aufgenommen. Die Schule führt nahezu alle Berufsintegrationsvorklassen.24 Die Schule kooperiert eng mit dem Team Berufsintegration des Amtes für Berufliche Schulen beim Übergang der „Sprachlernschüler/-
24 Basis für die schulübergreifende Klassenplanung durch das SchB-Team Berufsintegration sind die Meldungen der Absolventen/-innen aus den Deutschklassen der Mittelschulen (vormals Übergangsklassen) sowie Neuanmeldungen von Jugendlichen direkt an der B5 und Wiederholer/-innen. Schulpflichtig sind Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren (in begründeten Ausnahmefällen bis zum 25. Lebensjahr) ab dem dritten Monat nachdem sie aus dem Ausland zugezogen sind. Weitere Details: Vgl. Art. 35 (1) Satz 2 BayEUG sowie KMS vom 11.06.2019 Az. SF-BS9400.10-1/66/9
innen“ von den Berufsintegrationsvorklassen ins zweite Schuljahr. Hier wird den Jugendlichen ein hinsichtlich des Sprachniveaus wie auch der beruflichen Schwerpunkte differenziertes Angebot an insgesamt acht verschiedenen Berufsschulen sowie der Wirtschaftsschule gemacht. Aktuelle Prognosen lassen in der Berufs- und Sprachintegration einen weiteren Rückgang der Klassen- und Schülerzahlen (vgl. Kapitel 6.1.1) erwarten, nicht jedoch in dem noch vor einem Jahr erwarteten Maß. Junge Zuwanderer, die mit ihren Familien aus europäischen Staaten nach Nürnberg ziehen, umfassen mittlerweile mehr als ein Drittel der Schülerschaft. In welchem Umfang in den kommenden Jahren mit Zuwanderung zu rechnen ist, ist aufgrund der politischen Gesamtlage genauso schwierig einzuschätzen, wie die zukünftigen Zuwanderungsströme aus den ost- und südosteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten.25 In Kapitel 6.1.15 wird die Weiterentwicklung der Berufsvorbereitung in Bayern näher beschrieben. Der Fachbereich Berufsvorbereitung (ohne Berufsintegration) für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz umfasst an der B5 im Schuljahr 2019/20 insgesamt zehn Klassen. In den nächsten Jahren wird mit einem Anstieg der Vollzeitklassen gerechnet. Bei den oben genannten Schülerinnen- und Schülergruppen (Berufsintegration und Berufsvorbereitung) besteht ein sehr hoher sprachlicher und pädagogischer Förderbedarf. Der Einsatz von differenzierten Unterrichtskonzepten ist zwingend notwendig. Berufsbereich Körperpflege: Das Frisörhandwerk entwickelt sich insgesamt leicht positiv. Einen Teil dazu trugen die sich mittlerweile auch in Nürnberg fest etablierten Barber-Shops bei. Floristik: Ebenso stabilisiert haben sich die Ausbildungszahlen im Bereich Floristik. Kunden sind zunehmend qualitätsbewusst und kaufen höherwertige Produkte in Handwerksbetrieben der Floristen ein. Die Modeschulen umfassen die Berufsfachschule für Bekleidung, die Berufsfachschule für Bekleidungstechnische Assistenten/-innen und die Fachschule für Bekleidungstechnik. Mit hohem organisatorischen Aufwand und kreativen Projekten wird die Attraktivität der Ausund Weiterbildungsschienen auf unterschiedlichen Qualifikationsebenen herausgestellt. Wie die untenstehenden Zahlen zeigen, gelingt der B5 dies gut. Trends, die die Nachhaltigkeit der produzierten Ware in den Vordergrund stellen, tragen zu einem geänderten Bewusstsein bei Konsumenten und Produzenten bei und unterstützen die Bemühungen der Verantwortlichen.
25 Vgl. Zuwanderung aus dem Ausland und Menschen mit Migrationshintergrund in Nürnberg, 2019: Stadt Nürnberg (Hrsg.), Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth, S. 13.
Abb. 11 Anzahl der Lernenden an den Modeschulen seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
Für die Schule organisatorisch sehr herausfordernd ist die Aufteilung des Direktorats auf drei Schulstandorte (BBZ und „Tempohaus“, Reutersbrunnenstraße 12 sowie Bielefelder Straße 41). Ein neuer Schulstandort gemeinsam mit der B14 ist deshalb in Planung.
| „Steckbrief B6“ | ||
|---|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Berufsschule für Einzelhandelsberufe, Buchhandel, Druckberufe, Marketingkommunikation, Mediengestaltung, Fotoberufe, Medienkaufleute, Visuelles Marketing, BIK, BVJ/s Fachakademie für Wirtschaft Fachschule für Druck- und Medientechnik Berufsschule Plus Seminarschule Universitätsschule | |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Zunahme des Onlinehandels und Auswirkung auf den stationären Einzelhandel |
| Anhaltende Beliebtheit der Ausbildungsberufe in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik (z. B. Kaufleute für Marketingkommunikation) trotz Konkurrenz durch Ausbildungsberuf des/der Kaufmann/-frau im E- Commerce Rückläufige Bedeutung des Standortes Nürnberg für den Bereich Druck aber steigende Beschäftigungs- und Ausbildungsbereitschaft im Bereich neue Medien Hoher Innovationsgrad im Berufsbereich Informations- und Kommunikationstechnik, deshalb kontinuierliche Modernisierung der IT-Technik notwendig (iFUR) Einfluss der konjunkturellen Entwicklung und des anhaltenden Akademisierungstrends auf die Weiterbildung zum Betriebswirt Hoher differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden | |
|---|---|
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: |
Betrachtet man die folgende Abbildung, ist die Anzahl der Lernenden an der B6 kontinuierlich rückläufig. Im Wesentlichen spiegelt diese Entwicklung den Bedeutungsverlust des Standortes Nürnberg für den Bereich Druck, aber auch die Zunahme des Online-Handels zu Lasten des stationären Handels wider. Die konjunkturelle Entwicklung, Fachkräftemangel und der anhaltende Akademisierungstrend wirken sich negativ auf die Bereitschaft junger Erwachsener aus, sich für eine berufliche Weiterbildung zu entscheiden. Dies ist an der B6 in den Schulbereichen Fachschule für Druckund Medientechnik sowie an der Fachakademie für Wirtschaft spürbar. Die steigende Zahl der Auszubildenden im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik kompensiert die Schüler- bzw. Studierendenrückgänge in den weiteren Schulbereichen der B6 nicht. Positiv entwickelt sich an der B6 das Bildungsangebot „Berufsschule Plus“. Es ist in Nürnberg am Berufsbildungszentrum mittlerweile an der B2 und B6 fest etabliert. Neben der eigentlichen Ausbildung können Schülerinnen und Schüler hier mit dem Besuch von Zusatzunterricht in allgemeinbildenden Fächern die Fachhochschulreife erzielen. Der Unterricht findet in der Regel in den Abendstunden statt. Die Unterrichtsräume am BBZ werden besser ausgelastet.
Abb. 12: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 6 seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
In den nächsten Jahren stehen der B6 Unterrichtsräume in ausreichender Zahl zur Verfügung, deren Ausstattung im Zuge der Digitalisierung kontinuierlich erneuert und modernisiert werden muss. Eine sehr gute technische Ausstattung der FUR und IFUR (Fachunterrichtsräume und Integrierte Fachunterrichtsräume) gewährleistet die hohe Ausbildungsqualität in den einzelnen Berufen der B6.
| „Steckbrief B7“ | |
|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Berufsschule: Berufsintegrationsklassen in den Bereichen Ernährung/Versorgung sowie Pflege Berufsoberschule für Sozialwesen und Gesundheit Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung Berufsfachschule für Sozialpflege |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Auswirkungen der Pflegerechtsreformen (steigende Nachfrage nach Pflegepersonal) |
| Zunahme der Schüler/-innen mit Migrationshintergrund im Bereich Pflege Schüler/-innen würdigen die Aussicht auf sicheren Arbeitsplatz Zunahme des differenzierten Sprachförderbedarfs Zunahme der mobilen Pflegeeinrichtungen BFS Ernährung und Versorgung: Stabilisierung der Schüler/-zahlen v. a. in den 12. Klassen (Zugänge aus den umliegenden Landkreisen, da dort keine Klassenbildung mehr möglich ist) Struktureller Wandel: Zunahme des Fachkräftebedarfs im Bereich Pflege | |
|---|---|
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: / |
Ende Februar 2020 wird der Umzug der B7 in ein kernsaniertes und auf die Bedürfnisse der B7 zugeschnittenes modernes Schulgebäude abgeschlossen sein. Der Schule stehen dann Unterrichtsräume in ausreichender Zahl auch bei leicht steigenden Schülerzahlen zur Verfügung.
Abb. 13: Anzahl der Lernenden an der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung sowie an der Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement seit 2010 mit Entwicklungstendenz
FAK BFS
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
| „Steckbrief B8“ | ||
|---|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Berufsschule für medizinische Fachangestellte, tiermedizinische Fachangestellte, zahnmedizinische Fachangestellte, Pharm.-kaufm. Angestellte, Chemielaboranten, Augenoptik, Zahntechnik Berufsfachschule für medizinisch-technische Laboratoriums-Assistenten/Laboratoriums-Assistentinnen | |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Hohe Attraktivität der Berufe, v. a. für weibliche Auszubildende Seit Jahren steigende Zahl der Auszubildenden und Klassen Hoher Modernisierungsbedarf, insbesondere auch der FUR für die Berufsbereiche Augenoptiker/-innen, Zahntechniker/- innen und Chemielaboranten/-innen Hoher Bedarf an IFUR Mittelfristige Planung: Nutzung des Schulgebäudes Sulzbacher Straße 102 nach Auszug der B14 und Generalsanierung Bedarf an fachlich gut ausgebildeten Angestellten an Kliniken sowie in Arztpraxen sehr groß Konzentrationsprozess bei Laboren Entstehung von Großlaboren mit hohem Bedarf an Fachmitarbeiterinnen und -mitarbeitern Veränderungen der Rahmenbedingungen – Berufsbild MTLA: betrieblich-schulische Ausbildung mit Ausbildungsvergütung; Stundentafel/Lehrplanänderungen/- anpassungen werden erwartet; Planung einer Kooperation der B8 mit dem Klinikum Nürnberg und anderen Kliniken und Krankenhäusern Zunahme des differenzierten Sprachförderbedarfs | |
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: |
Die Zahl der Schülerinnen und Schüler hat an der B8 die Marke von 2.500 deutlich überschritten. Aufgrund der hohen Attraktivität der angebotenen Ausbildungsberufe, der
Konzentrationsprozesse im Bereich medizinischer Labore und dem hohen Fachkräftebedarf an Kliniken ist von einem weiteren Anstieg der Schüler- und Klassenzahlen auszugehen. Neben dem zu erwartenden Anstieg des Raumbedarfs müssen zur Aufrechterhaltung der Qualität der Ausbildung insbesondere in den Berufsbereichen Augenoptik, Zahntechnik und Chemielaboranten/-innen die FUR und IFUR dringend modernisiert und erweitert werden. Auch in den weiteren Berufsbereichen besteht ein permanenter Modernisierungsbedarf bei der technischen Ausstattung. Ähnlich wie an anderen Direktoraten gilt es, viele die Schüler/-innen zukünftig intensiv sprachlich zu fördern. Gruppenteilungen und Intensivierungsstunden werden die Raumknappheit voraussichtlich weiter verschärfen.
Abb. 14: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 8 seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
Mittelfristig kann die beengte Raumsituation an der B8 durch die Nutzung des Schulgebäudes Sulzbacher Straße 102 nach Auszug der B14 und Generalsanierung behoben werden.
| „Steckbrief B9“ | ||
|---|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Berufsschule für Bürowirtschaft und Verwaltung, BIK Berufsfachschule für Büroberufe Seminarschule Universitätsschule |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Auswirkung der Digitalisierung in den Bereichen Bürowirtschaft und Verwaltung Starke Veränderung der Ausbildungsinhalte; zunehmender IT-Einsatz in allen Lernfeldern, IT-Ausstattung muss kontinuierlich modernisiert werden BFS: Zunahme der Schüler/-innen mit Migrationshintergrund Zunahme des differenzierten Sprachförderbedarfs |
|---|---|
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: |
Ähnlich wie an der Berufliche Schule 4 sind die kaufmännisch-verwaltenden Berufe der B9 von der Digitalisierung stark betroffen. Eine schnelle Anpassung der Lerninhalte und ein verstärkter Einsatz von IT in allen Lernfeldern ist erforderlich und wird an der Schule forciert. Durch die Zunahme der Schüler/-innen mit Migrationshintergrund, v. a. in der Berufsfachschule für Büroberufe besteht ein erhöhter Bedarf an Sprachförderung.
Abb. 15: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 9 seit 201426 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
26 Eigenes Direktorat für die B9 ab 2014/15, vorher B14
Das moderne Schulhaus bietet der B9 in den nächsten Jahren eine angemessene Raumsituation, jedoch erfordert die hohe Zahl an Fachunterrichtsräumen mit moderner IT- Ausstattung in Zukunft Modernisierungsausgaben für die dort eingesetzte IT-Technik.
| „Steckbrief B10“ | ||
|---|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Berufsfachschule für Kinderpflege und Fachakademie für Sozialpädagogik MEBS-Projektschule | |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Starker Ausbau der Kindertagesstätten bewirkt hohen Bedarf an Fachkräften Ausbau offener und gebundener Ganztagsbetreuungsangebote Ausbau des Modells OptiPrax in der Stadt Nürnberg Steigende Schüler- und Studierendenzahlen Kapazitätsausweitung der Ausbildungsplätze Beseitigung der räumlicher Engpässe durch Anmietung zusätzlicher Unterrichtsräume am Schulstandort in Planung | |
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: |
Die Attraktivität der beiden Nürnberg Bildungseinrichtungen BFS-Kinderpflege und Fachakademie für Sozialpädagogik ist aufgrund der politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ungebrochen. Die Bewerber/-innenzahlen überstiegen in diesem Jahr erneut die Anzahl verfügbarer Plätze. Durch den Vollausbau der Teilzeitklassen an der BFS- Kinderpflege und von OptiPrax verzeichnet die B10 einen kontinuierlichen Schüler/-innen und Studierendenzuwachs.
Abb. 16: Anzahl der Lernenden an der Fachakademie für Sozialpädagogik seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
Durch die dynamische und in ihrer Quantität nicht vorhersehbare Entwicklung der Schülerinnen- und Schüler- sowie Studierendenzahlen ist das erst im Oktober 2017 neu bezogene Gebäude am Fernmeldeturm 3 bereits wieder an seiner Kapazitätsgrenze. Zur Beseitigung der räumlichen Engpässe ist die Anmietung zusätzlicher Unterrichtsräume am Schulstandort geplant.
| „Steckbrief B11“ | |
|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Berufsschule für Bauberufe (Farbtechnik, Bautechnik, Holztechnik), BGJ, BIK, JoA Berufsfachschule für Bautechnik Berufsfachschule für Farbtechnik Fachschule Maler und Lackierer (Meisterschule) |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Positiver Einfluss der Konjunktur- und Zinsentwicklung auf das Bauhaupt- und Nebengewerbe Bedarf der Handwerksbetriebe an Auszubildenden deutlich größer als das Angebot |
| Hoher differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden Große Fachsprengel bei Ausbildungsberufen mit hohem Spezialisierungsgrad Hoher Modernisierungsdruck bei den FUR/IFUR (Digitalisierung, Arbeitssicherheit) | |
|---|---|
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: |
Aufgrund der seit mehreren Jahren florierenden Bauwirtschaft ist der Bedarf an Auszubildenden in Handwerksbetrieben des Bauhaupt- und Nebengewerbes im Großraum Nürnberg höher als die Zahl der Bewerber/-innen. Die tatsächliche Zahl der „neuen“ Auszubildenden bleibt in diesem Bereich aktuell konstant. Steigende Auszubildendenzahlen verzeichnet die Schule bei den teilweise deutschland- oder bayernweiten Fachsprengeln der Bauspezialberufe (z. B. Bauwerksabdichter/-innen, Rohrleitungsbauer, Stuckateur/-innen). Die hohe Qualität der Ausbildung in diesen Bereichen erzeugt einen kostenintensiven Modernisierungsdruck. Den gestiegenen Anforderungen der Arbeitssicherheit, aber auch den Herausforderungen, die durch die fortschreitende Digitalisierung Einzug in die handwerklichen Abläufe halten, ist in Zukunft Rechnung zu tragen. Aufgrund der angespannten Bewerberlage für Ausbildungsberufe der B11 sind die Schülerinnen und Schüler durch umfangreiche sprachfördernde und pädagogische Unterstützungsmaßnahmen zu begleiten.
Abb. 17: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 11 seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
An der B11 kann von einem konstanten Raumbedarf am BBZ ausgegangen werden. Der hohe Anteil an FUR ist bedingt durch die berufliche Ausrichtung der B11. Aktuell ist ein integrierter Fachunterrichtsraum beantragt. Ein weiterer Ausbau der IFUR-Kapazität ist mittelfristig erforderlich.
| „Steckbrief B12“ | ||
|---|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Städtische und Staatliche Wirtschaftsschule, VWS | |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Vergleichbare Bildungsabschlüsse sind an Mittelschulen und Realschulen zu erwerben Auswirkungen der Einführung „LehrplanPLUS“ verbunden mit einem Anstieg der fachlichen Förderungskonzepte Ganztagsangebot Ab Schuljahr 20/21: Einführung der 6. Jahrgangsstufe (Vorklasse) 9. Jahrgangstufe für Abgänger aus Gymnasien geöffnet Stabilisierung der Klassenzahlen und Angebot von zusätzlichem, unterstützendem Unterricht Ausgefeiltes Marketingkonzept (z. B. Besuch v. a. von Mittelschulen, um für Wirtschaftsschule zu werben) Klassen der zweistufigen Wirtschaftsschule und VWS (BI- Klassen) mit hohem Sprachförderbedarf Hoher Modernisierungsbedarf in den FUR für die kaufmännische Grundlagenausbildung (Digitalisierung/IT) | |
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: / |
Die Reform und die Erweiterung der Mittelschule um die Jahrgangsstufe 10 führten zu einer quantitativen Stärkung der Mittelschulen. Wirtschaftsschulen mussten sich neu positionieren. Dies führte im Schuljahr 2014/15 zu einer Anpassung der Lehrpläne: Fächer, die für den Übertritt an die Fachoberschule wichtig sind, wurden gestärkt. Darüber hinaus wurden an der Wirtschaftsschule Nürnberg gebundene Ganztagesklassen eingeführt.
Wie die folgende Grafik zeigt, ist es trotz dieser Maßnahmen27 bisher nur bedingt gelungen, den Schülerrückgang abzufedern.
Abb. 18: Anzahl der Lernenden an der Wirtschaftsschule seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB, Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
Im nächsten Schuljahr wird an der Wirtschaftsschule erstmals eine Vorklasse (6. Jahrgangsstufe) eingerichtet. Die vierstufige, dreistufige sowie zweistufige Wirtschaftsschule in ihrer Form als Berufsfachschule bleibt bestehen. Ziel der Vorklasse an der Wirtschaftsschule ist es, als weiterer „Baustein“ die Vielfalt der Bildungswege an den Nürnberger Schulen zu ergänzen und die Schulart Wirtschaftsschule für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler attraktiver zu machen. Stößt das ergänzende Bildungsangebot auf Interesse, könnte ab dem Schuljahr 2021/22 pro Schuljahr eine weitere Vorklasse eingerichtet werden. Mit dem zusätzlichen Angebot können die räumlichen Kapazitäten der B12 gut genutzt werden. Erwartet wird, dass sich die Zahl der Lernenden an der Wirtschaftsschule in den nächsten Jahren stabilisiert. Gut etabliert und sehr erfolgreich sind an der B12 die Berufsintegrationsklassen (VWS 1 und VWS 2). Sie bieten neu zugezogenen Jugendlichen die Möglichkeit direkt nach zweijähriger Sprachintegration an der Wirtschaftsschule in Regelklassen den mittleren Schulabschluss anzustreben.
27 https://www.nuernberg.de/internet/berufsschule_12/schulleben.html, abgerufen: 11.12.2019
6.3.13 Berufliche Oberschulen
Die Beruflichen Oberschulen sind innerhalb des beruflichen Schulwesens ein Schulbereich mit hoher Dynamik. Ursachen waren zum einen bildungspolitische Maßnahmen: Die Einführung der 13. Jahrgangsstufe ermöglichte den Erwerb der Allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung, aber auch der seit 1999 begonnene und inzwischen abgeschlossene Bologna-Prozess zeigte Auswirkungen. Die Einführung der Vorklasse an der Fachoberschule sowie der Akademisierungstrend führten in den letzten Jahren zu einem Anstieg der Schülerzahlen an den Fachoberschulen und zu einem Schülerrückgang an den Berufsoberschulen. Viele Einflussfaktoren spielen eine Rolle: Nach Abschluss einer dualen Erstausbildung sind Unternehmen i. d. R. bestrebt, ihre jungen Fachkräfte in unbefristete Arbeitsverhältnisse zu übernehmen. Die Rückkehr der Absolventen/-innen ins weiterführende berufliche Schulsystem nach der Erstausbildung verlor für die jungen Erwachsenen an Attraktivität. Die Trennschärfe zwischen Universitäts- und Fachhochschulstudium geht verloren. Deshalb ist es in zahlreichen Disziplinen nicht mehr notwendig, die allgemeine Hochschulreife zu erwerben. In den letzten Jahren spürten die Berufsoberschulen die gute konjunkturelle Entwicklung und den Fachkräftemangel (ähnlich wie die Fachschulen und Fachakademien). Es meldeten sich weniger junge Erwachsene an der Berufsoberschule an. Eine Trendwende wäre möglich, falls sich Abgänger/-innen nach der beruflichen Erstausbildung wieder in höherer Zahl für den Besuch der BOS und den Erwerb einer (fachgebundenen oder allgemeine) Hochschulreife interessieren.
Fachoberschulen: Seit Eröffnung der Staatlichen Fachoberschule II zum Schuljahr 2016/17 verteilen sich in Nürnberg die Schüler/-innen auf drei öffentliche Fachoberschulen. Insgesamt sank in diesem Schuljahr erstmals die Gesamtschülerzahl über die drei öffentlichen Fachoberschulen hinweg. Der Bevölkerungsanstieg und der Anstieg der Gesamtzahl von Kindern/Jugendlichen in der Stadt Nürnberg lässt in den nächsten Jahren jedoch einen erneuten Anstieg der Schülerschaft an den Fachoberschulen vermuten. Legt man eine Zunahme der Zahl der Kinder und Jugendlichen um 10 Prozent bis zum Schuljahr 2029/30 (und um 16,6 Prozent bis zum Schuljahr 2034/35) an den Schulen in Nürnberg zugrunde und trifft man weiterhin die Annahme, dass die Zahl der Fachoberschüler/-innen analog steigen wird, dann würden im Schuljahr 2029/30 insgesamt etwa 2.900 Jugendliche die öffentlichen Fachoberschulen besuchen und im Schuljahr 2034/35 ca. 3.063 (die Gesamtschülerzahl an den öffentlichen Fachoberschulen in Nürnberg beträgt aktuell 2.627).
| Schülerzahlenentwicklung an Nürnberger Schulen: Ableitung einer Schülerzahlenprognose für die öffentlichen Fachoberschulen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtschülerzahl in den Schuljahren | SJ 2019/20 | SJ 2028/29 | Veränderung in % im | ||
| Vergleich zum SJ | |||||
| 2019/20 | |||||
| Mittelschulen | 7766 | 8557 | 10,2 | ||
| Realschulen | 5125 | 6119 | 19,4 | ||
| Gymnasien | 10399 | 11831 | 13,8 | ||
| Mittelwert | 14,5 | ||||
| Schülerzahlen in der Jahrgangsstufe 10 | Mögliche Veränderung | ||||
| der Schülerzahl in % an | |||||
| den FOS zum SJ | |||||
| 2029/30 | |||||
| Mittelschulen | 558 | 630 | 12,9 | ||
| Realschulen | 866 | 979 | 13,0 | ||
| Gymnasien | 1277 | 1344 | 5,2 | ||
| Mittelwert | 10,4 | ||||
| Schülerzahlen in der Jahrgangsstufe 5 | Mögliche Veränderung | ||||
| der Schülerzahl in % an | |||||
| den FOS zum SJ | |||||
| 2034/35 | |||||
| Mittelschulen | 1285 | 1455 | 13,2 | ||
| Realschulen | 770 | 908 | 17,9 | ||
| Gymnasien | 1488 | 1764 | 18,5 | ||
| Mittelwert | 16,6 |
Gesamtschülerzahl
in den Schuljahren
SJ
2019/20
SJ
2028/29
Schülerzahlen in
der
Jahrgangsstufe 10
Schülerzahlen in
der
Jahrgangsstufe 5
Quelle: Schülerzahlenprognosen des Geschäftsbereichs Schule der Stadt Nürnberg
Die Stadt Nürnberg sieht diese Herausforderung und plant für die BON (B13) das Schulgebäude in der Pilotystraße nach dem Auszug der B7 zu sanieren (ggf. mit Teilneubau). Damit wären die beengten räumlichen Verhältnisse der BON im Schulhaus Rollnerstraße 15 behoben und mittelfristig zusätzliche Kapazitäten für den erwarteten Anstieg der Schüler/innen und Klassen geschaffen.
6.3.13.1 Berufliche Schule – Direktorat 13
| „Steckbrief B13“ | ||
|---|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Fachoberschule mit den Fachrichtungen Technik, Wirtschaft und Verwaltung, Sozialwesen und Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie | |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Alternative FOS-Angebote in der Stadt Nürnberg (seit dem Schuljahr 2016/17 zusätzlich durch Eröffnung der Staatl. FOS II) Anhaltender Trend zur Akademisierung Einführung der neuen Ausbildungsrichtung "Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie" (ABU seit dem Schuljahr 2018/2019) Mittelfristig: Nutzung des Schulgebäudes Pilotystraße 4 nach Auszug der B7 und Generalsanierung geplant Ringtausch: Neu saniertes Gebäude in der Pilotystraße 4 wird räumliche Kapazitätsreserven für den erwarteten Anstieg der Schülerzahlen an den öffentlichen Fachoberschulen in Nürnberg bieten | |
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: |
Seit Eröffnung der Staatlichen Fachoberschule II sank die Schüler- und Klassenzahl an der BON. Dies ist insbesondere auch der Attraktivität des neuen Schulstandorts der Staatlichen FOS II geschuldet. Mittlerweile hat die B13 ihr Ausbildungsangebot weiter diversifiziert und hebt sich mit der neuen Fachrichtung Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie vom Bildungsangebot der beiden Staatlichen Fachoberschulen ab. Inzwischen herrscht an der Staatlichen FOS II im Südwesten der Stadt Raumknappheit. Deshalb ist im Zuge des Ringtausches an den beruflichen Schulen geplant, das Schulgebäude Pilotystraße 4 nach dem Auszug der B7 zu sanieren (mit Teilneubau) und die B13 an diesem Schulstandort mit angemessenen Räumen auszustatten. Dadurch wird eine Entlastung der Staatlichen FOS II erreicht und dem prognostizierten Schülerzuwachs in Nürnberg begegnet.
Abb. 19: Anzahl der Lernenden an der Beruflichen Oberschule (BON/B13) seit 201028 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB, Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
Trotz der rückläufigen Schülerzahlen herrscht am aktuellen Standort Rollnerstraße 15 räumliche Enge. Die Raumgrößen entsprechen zum Teil nicht den üblichen Maßen. Eine Ausstattung der BON mit den für die Fachrichtungen erforderlichen Fachunterrichtsräumen erfolgte in den letzten Jahren sukzessive.
6.3.13.2 Staatliche Berufsoberschule, Staatliche Fachoberschule (Lothar-von-Faber-
Schule), Staatliche Fachoberschule II
| „Steckbrief Staatliche BOS, LvFS, FOS II “ | ||
|---|---|---|
| Merkmale der staatlichen Oberschulen | Staatliche Berufsoberschule mit den Fachrichtungen Wirtschaft und Verwaltung, Technik Lothar-von-Faber-Schule mit den Fachrichtungen Gestaltung, Gesundheit, Sozialwesen, Wirtschaft und Verwaltung Staatliche Fachoberschule II mit den Fachrichtungen Sozialwesen, Technik, Wirtschaft und Verwaltung |
28 Eröffnung der Staatlichen FOS II ab Schuljahr 2016/17
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Trend zur Akademisierung Differenzierung des Ausbildungsangebotes innerhalb der Fachoberschulen Stetig hohe Nachfrage nach Fachkräften (Bindung der Mitarbeiter v. a. nach der Ausbildung ans Unternehmen) Anerkennung von alternativen Bildungsabschlüssen im Rahmen des DQRs (Meister = DQR 6 = Bachelorabschluss) Berufsschule Plus als zusätzliche Möglichkeit zur Erlangung der „FH-Reife“ Ringtausch Neuer Standort für BON in Planung |
|---|---|
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: FOS BOS |
Abb. 20: Anzahl der Lernenden an der Staatlichen BOS seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB, Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
Abb. 21: Anzahl der Lernenden an den Staatlichen Fachoberschulen29 seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB, Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
Der angestrebte Ringtausch wird zu einer räumlichen Entlastung im Bereich der öffentlichen Fachoberschulen führen und es der prognostizierte Schülerzuwachs in Nürnberg kann berücksichtigt werden.
| „Steckbrief B14“ | ||
|---|---|---|
| Merkmale des Direktorates | Berufsschule für Rechtsberufe, Touristik und Personenverkehr, Transport- und Logistikberufe, BVJ/s | |
| Entwicklungsrelevante Faktoren | Auswirkung der Digitalisierung in allen kaufmännischen Berufen an der Schule Weiterer Ausbau des Nürnberger Hafens als Logistikzentrum Speditions- und Logistikbranche expandiert weiter (vgl. Bericht des Wirtschaftsreferats) Ungebrochene Nachfrage nach Dienstleistungen aus dem Bereich Touristik |
29 Eröffnung der Staatlichen FOS II ab Schuljahr 2016/17
| Verbundstudium „Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistungen“, B14, „Bachelor Logistik“, Fernhochschule Hamburg Hoher differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden Neuer Schulstandort gemeinsam mit der B5 in Planung | |
|---|---|
| Mittelfristige Prognose | Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: |
Die B14 ist, genau wie die B4 und die B9, eine Berufsschule mit kaufmännischer Prägung und in allen Berufsbereichen spiegelt sich der Digitalisierungstrend in den Lernfeldern und den Lerninhalten wider. Verstärkter IT-Einsatz und moderne Unterrichtsmedien sind unverzichtbar. Allerdings hat die Digitalisierung an der B14 nicht zur Folge, dass die Schülerzahlen an der Schule rückläufig tendieren. Hier schlägt ein Brancheneffekt durch: Die B14 ist Kompetenzzentrum für Spedition/Logistik und Lager, ein florierender Wirtschaftszweig, der in der Stadt Nürnberg für zunehmende Beschäftigten- und auch Auszubildendenzahlen sorgt. Wie aus der folgenden Abbildung hervorgeht, ist von einer positiven Entwicklung der Gesamtzahl der Lernenden auszugehen.
Abb. 22: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 14 seit 201030 mit Entwicklungstendenz
Kompetenz zentrenbild ung:
B14 und B9
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB, Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
30 ab Schuljahr 2014/15 Abspaltung der B9 (Büroberufe)
Die B14 benötigt zukünftig eine gute Ausstattung mit FUR, IFUR und IT-Räumen. Die Planung eines neuen Schulstandorts (gemeinsam mit B5) geht einher mit der Zusammenlegung der bisher zwei Standorte der B14. Redundanzen bei der Bereithaltung von Fach- und IT-Räumen werden damit reduziert. Allerdings sind insbesondere durch die wachsenden Schülerzahlen im Berufsbereich Lagerlogistik am Schulstandort Sulzbacher Straße 102 Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen dringend notwendig, diese werden dann an den neuen Standort umgezogen.
6.3.15 Jugendliche ohne Ausbildung
Neben der dualen Ausbildung gehört der Bereich der berufsschulpflichtigen Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz ebenfalls zu den Berufsschulen und generiert Raumbedarf.31 Weiterentwicklung des Beschulungskonzepts in Bayern: Die Schülerinnen und Schüler können bisher entweder ein Jahr lang eine Berufsvorbereitungsklasse (BVJ) besuchen oder über drei Jahre hinweg in sogenannten JoA-Klassen beschult werden. Aktuell steht ein Paradigmenwechsel in der Berufsvorbereitung an: Die bisherige (unten grafisch dargestellte) Teilzeit-Beschulung wird ab dem Schuljahr 2020/21 von verpflichtenden Vollzeitangeboten für berufsschulpflichtige Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz abgelöst.32 Ziel ist es, alle berufsschulpflichtigen Jugendlichen (mit und ohne Flucht- oder Migrationshintergrund) vergleichbar zu fördern und sie noch besser in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie gesellschaftlich zu integrieren. Den städtischen Berufsschulen in Nürnberg33 wird für die Umstellung auf vollschulische Angebote eine Übergangsfrist bis Ende des Schuljahres 2022/23 eingeräumt. Das Amt für Berufliche Schulen strebt für das Schuljahr 2020/21 einen Übergang zu vollschulischen Angeboten in der Jahrgangsstufe 10 an. Die mit der Umstellung verbundenen Auswirkungen auf die Raumkapazitäten sind noch nicht abschließend prognostizierbar.
Die folgenden beiden Abbildungen zeigen die bisherigen Entwicklungen der JoA- und BVJ- Klassen mit den geschätzten Entwicklungstendenzen.
31 Jugendliche in BVJ- und JoA-Klassen unterliegen der Sprengelpflicht, wie sie für die Pflichtschulen im allgemeinbildenden Schulbereich gilt. Deshalb besuchen ausschließlich Nürnberger Jugendliche diese Klassen.
32 Vgl. KMS VI.1-BS9220.0-1/21/3 vom 17.12.2019 33 Wie auch Augsburg, München, Regensburg und Würzburg, vgl. KMS VI.1-BS9220.0-1/21/3 vom 17.12.2019, S. 5
Abb. 23: Entwicklung der JoA-Teilzeitklassen seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
Abb. 24: Entwicklung der BVJ-Klassen (einschließlich Sonderformen) seit 2010 mit Entwicklungstendenz
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
Als berufsschulpflichtige Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz gelten auch alle Schülerinnen und Schüler, die die Klassen der Berufsintegration besuchen. Aussagen zu diesen Klassen finden sich in Kapitel 6.3.5.
6.4 Raumsituation an den beruflichen Schulen
Auswirkungen auf den Schulraumbedarf lassen sich für die beruflichen Schulen nur bedingt an den Entwicklungen der Bevölkerungszahlen festmachen. Recht aussagekräftig ist die Entwicklung der Klassenzahlen bis zum Schuljahr 2019/20. Da ein Klassenzimmer von mehreren Teilzeitklassen in der Woche genutzt werden kann, werden die Teilzeitklassen (auch Blockklassen) mit einem Faktor von 2,534 auf Vollzeitäquivalente umgerechnet. Im Ergebnis zeigen sich an den Beruflichen Schulen folgende Trends ab: Die tatsächlichen Vollzeitklassen sind über die Jahre hinweg recht stabil. Die Teilzeitklassen waren etwas rückläufig und damit auch die Gesamtzahl der Klassen (umgerechnet in VZ-Äquivalente) an den beruflichen Schulen.
| 10/11 | 11/12 | 12/13 | 13/14 | 14/15 | 15/16 | 16/17 | 17/18 | 18/19 | 19/20 | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Vollzeit- Klassen | 286 | 288 | 278 | 276 | 278 | 285 | 280 | 294 | 293 | 289 | ||||||||||
| TZ als VZ- Klassen | 295,6 | 291,2 | 290,8 | 278,8 | 270,8 | 270,4 | 283,2 | 266 | 262,4 | 260,4 | ||||||||||
| Summe Klassen umgerechnet in VZ | 581,6 | 579,2 | 568,8 | 554,8 | 548,8 | 555,4 | 563,2 | 560 | 555,4 | 549,4 | ||||||||||
| Anteil VZ | 49,2% | 49,7% | 48,9% | 49,7% | 50,7% | 51,3% | 49,7% | 52,5% | 52,8% | 52,6% |
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres
Insgesamt reichen die Raumkapazitäten an den beruflichen Schulen aus, wenn man die aktuellen Planungen der Standortsuche für B 5 und B14 berücksichtigt. Er herrscht allerdings ein erheblicher Investitionsbedarf für die Modernisierung und Ausstattung der Fachunterrichtsräume und integrierten Fachunterrichtsräume. Die demographischen Schülerzuwächse an den Fachoberschulen werden bei den Planungen für die BON am künftigen Standort Pilotystr. 4 beachtet. Das Schulgebäude Sulzbacher Str. 102 ist dringend sanierungsbedüftig und soll nach einer Generalsanierung als Schulstandort für die Berufliche Schule Direktorat 8 genutzt werden. Die Sanierung des BBZ muss ins Auge gefasst werden, wenn hier Raumkapazitäten nach Auszug der B 5 und der B 8 frei werden.
34 Mittelwert aus Vorgaben der Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Schulfinanzierungsgesetzes (AVBaySchFG), Anlage 1, Punkt 4.3
7 Die Entwicklung der Deutschklassen (früheren Ü-Klassen)
und der Berufsintegrationsklassen
Der Einzugsbereich der Deutschklassen ist jeweils deutlich größer als der Schulsprengel der jeweiligen Schule. Dies bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler der Deutschklassen nicht über die Prognose der Einwohnerschaft der jeweiligen Schulsprengel beschrieben werden können. Andererseits muss der Raumbedarf dieser Klassen im Modell bei der Schule berücksichtigt werden, die die Ü-Klasse bildet. Deshalb wurden in den Schüler- und Klassen- Ist-Zahlen der vergangenen Jahre die Ü-Klassen in der Summe der Klassen einer Schule oder eines Verbundes aufgeführt, ihre Schülerinnen und Schüler aber getrennt vermerkt. Die Einbindung der aus dem Ausland zugewanderten Lernenden mit oft fehlender oder mangelhafter Sprachkompetenz in das berufliche Schulsystem ist eine anspruchsvolle bildungspolitische Herausforderung. Mit Konzepten zur berufssprachlichen Förderung wird mit hohem organisatorischen und finanziellem Aufwand angestrebt, dass jugendliche Zuwanderer zügig die Ausbildungsreife erreichen.
Die Entwicklung der Klassen und Schüleranzahl verlief in den letzten Jahren wie folgt:
Ü-/DEUTSCH- BZW. BIK-KLASSEN
Grundschule Mittelschule Berufsschule
| Ü-Klassen Grundschule | Ü-Klassen Mittelschule | BIK Berufsschulen | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuljahr | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen |
| 2005/2006 | 127 | 10 | 127 | 10 | ||||
| 2006/2007 | 99 | 10 | 99 | 10 | ||||
| 2007/2008 | 98 | 8 | 98 | 8 | ||||
| 2008/2009 | 77 | 7 | 148 | 10 | 225 | 17 | ||
| 2009/2010 | 73 | 5 | 147 | 10 | 220 | 15 | ||
| 2010/2011 | 100 | 6 | 174 | 11 | 111 | 6 | 385 | 23 |
| 2011/2012 | 141 | 8 | 216 | 13 | 280 | 14 | 637 | 35 |
| 2012/2013 | 176 | 12 | 277 | 16 | 330 | 18 | 783 | 46 |
| 2013/2014 | 209 | 15 | 327 | 23 | 303 | 18 | 839 | 56 |
| 2014/2015 | 276 | 16 | 392 | 24 | 510 | 26 | 1178 | 66 |
| 2015/2016 | 335 | 21 | 523 | 29 | 691 | 40 | 1549 | 90 |
| 2016/2017 | 311 | 22 | 671 | 40 | 1203 | 70 | 2185 | 132 |
| 2017/2018 | 326 | 21 | 609 | 40 | 885 | 56 | 1820 | 117 |
| 2018/2019 | 291 | 23 | 627 | 39 | 607 | 36 | 1525 | 98 |
| 2019/2020 | 242 | 18 | 504 | 34 | 526 | 33 | 1272 | 85 |
Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchA bzw. SchB, Stand: 01.10. bzw. 20.10. des jeweiligen Schuljahres
In den obigen Zahlen sind die ab 2015/2016 eingeführten Übergangsklassen an Realschulen und Gymnasien nicht enthalten. Es wurden eine Sprint-Klasse an der Johann-Pachelbel- Realschule und am Martin-Behaim-Gymnasium eine InGym-Klasse gebildet. Ab 2016/2017 kam dann noch eine Sprint-Klasse der Geschwister-Scholl-Realschule dazu.
Prognosen über die zukünftige Entwicklung der Deutschklassen (frühere Ü-Klassen) und der Berufsintegrationsklassen bleibt aufgrund der gesamtpolitischen Verhältnisse schwierig und sind aus Sicht der Verwaltung nicht sinnvoll. Für die Integration ist es allerdings zwingend, die Schülerinnen und Schüler der Ü-Klassen Stück für Stück in die Regelklassen zu überführen. Damit ist es notwendig, an Standorten mit Ü-Klassen ausreichend Regelklassen zu führen, die dann aufnahmefähig sind (z.B. zwei parallele Regelklassen zu einer Ü-Klasse). Eine reine „Ü- Klassen-Schule“ ist deshalb nicht möglich.
8 Folgen für die Raumsituation – Feststellungen /
Handlungsempfehlungen
Die Planungen an den Grundschulen müssen im Zusammenhang mit der ganztägigen Grundschulkindbetreuung bei der Fortschreibung des Masterplans betrachtet werden, bereits jetzt ergibt sich aber der Bedarf eines neuen Grundschulstandorts im Knoblauchsland.
Der Schülerzuwachs an den Mittelschulen erfordert einen neuen Mittelschulstandort für eine Mittelschule Ost (Zusammenlegung von MS Scharrer- und MS Thusneldaschule) sowie die Prüfung von Ergänzungsbauten, vor allem im Norden und Westen. Außerdem sind die Zuschnitte der Mittelschulverbünde gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt zu prüfen.
Es ist schnellstmöglich ein Standort für eine 5-zügige Realschule zu suchen, denn bereits ab dem Schuljahr 2020/21 reichen die räumlichen Kapazitäten an den vorhandenen Realschulen nicht mehr aus, es müssen Wanderklassen gebildet werden.
Neben dem Gymnasialstandort im Tiefen Feld ist ein Standort für ein weiteres Gymnasium zu finden, zumindest ein Gymnasium muss zum Schuljahr 2025/26 zur Verfügung stehen.
An nahezu allen beruflichen Schulstandorten ist in die Modernisierung und Ausstattung der Fachunterrichtsräume und integrierten Fachunterrichtsräume zu investieren. Der Ringtausch ist mit den neuen Standorten für B 5 und B 14, der Generalsanierung der Sulzbacher Str. 102 für die B 8 und der Sanierungen bzw. einem Erweiterungsneubau in der Pilotystr. 4 für die B 13 voranzutreiben. Die Sanierung des BBZ ist mittel- bis langfristig zu planen.
Um der weiter voranschreitenden Einzelinklusion Rechnung zu tragen, soll ein 3-prozentiger Aufschlag beim Bau von allgemeinen Unterrichtsräumen berücksichtigt werden, die dadurch an den Förderzahlen sinkenden Schülerzahlen und freiwerdenden Raumkapazitäten werden allerdings durch das demographische Wachstum wieder gefüllt.
9 Risiken
In der Schülervorausberechnung wird eine Eintrittsquote der 6-jährigen Einwohner von 91% in die öffentliche Grundschule unterstellt.
| Jahr der Geburt | Geburten- zahl | Zahl im Zeitpunkt Schuleintritt nach 6 Jahren (tatsächlicher Schuleintritt öffentliche GS) | Planungsdaten nach StA ab 2020/21 in 1. Jg. bei Einschulungs- quote 91 % | "Verlust" | Verlust- quote | Mittelwert Verlust- quote |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2004 | 4354 | 3535 | ---- | 819 | 18,81 | 14,76 |
| 2005 | 4171 | 3510 | ---- | 661 | 15,85 | |
| 2006 | 4255 | 3657 | ---- | 598 | 14,05 | |
| 2007 | 4409 | 3708 | ---- | 701 | 15,90 | |
| 2008 | 4406 | 3823 | ---- | 583 | 13,23 | |
| 2009 | 4428 | 3791 | ---- | 637 | 14,39 | |
| 2010 | 4524 | 4025 | ---- | 499 | 11,03 | |
| 2011 | 4535 | 3902 | ---- | 633 | 13,96 | |
| 2012 | 4646 | 4067 | ---- | 579 | 12,46 | |
| 2013 | 4855 | 3986 | ---- | 869 | 17,90 | |
| 2014 | 5113 | ---- | 4347 | 766 | 14,98 | 17,98 |
| 2015 | 5136 | ---- | 4267 | 869 | 16,92 | |
| 2016 | 5539 | ---- | 4506 | 1033 | 18,65 | |
| 2017 | 5482 | ---- | 4483 | 999 | 18,22 | |
| 2018 | 5553 | ---- | 4462 | 1091 | 19,65 | |
| 2019 | 5392 | ---- | 4446 | 946 | 17,54 | |
| 2020 | 5433 | ---- | 4452 | 981 | 18,06 | |
| 2021 | 5457 | ---- | 4452 | 1005 | 18,42 | |
| 2022 | 5464 | ---- | 4448 | 1016 | 18,59 | |
| 2023 | 5456 | ---- | 4433 | 1023 | 18,75 |
Bei den Geburten zwischen 2004 und 2013 und der Einschulung nach 6 Jahren hat sich eine durchschnittliche Verlustquote von 14,76 Prozent (z.B. durch Besuch einer privaten Grundschule oder Wegzug) ergeben. Die Planungsdaten mit den prognostizierten 6-jährigen und den Geburtenzahlen zeigen eine durchschnittliche Verlustquote von 17,98 Prozent. Die Differenz von 3,22 Prozentpunkten lässt sich nicht eindeutig klären, bedeuten aber bei Geburtsjahrgängen von über 5.000 ein Risiko von 150 – 200 möglichen Schulanfängern je Jahrgang.
Die Zahl der zu bildenden Klassen hängt neben der Anzahl der Schüler von der durchschnittlichen Zahl der Schüler je Klasse ab. Eine ggf. Veränderung des Klassenteilers nach unten erfordert einen erheblichen Mehrbedarf an Raumkapazitäten, dies ist im Kapitel 3 bei den Mittelschulen dargestellt, gilt natürlich aber auch bei allen anderen Schularten.
Die durchschnittliche Übertrittsquote an die öffentlichen Realschulen der letzten 6 Jahre liegt in Nürnberg bei 20,71 Prozent. Sollte sich die Übertrittsquote an die 28,35 Prozent von Bayern annähern, würden die Realschulen mehr Raumbedarf benötigen, diese müssten dann aber an den Mittelschulen oder Gymnasien frei werden.
Für die Beschulung von Migranten wird in der Prognose ein Puffer von ca. 50 Klassen an der Grund- und Mittelschule unterstellt, der nur teilweise untergebracht werden kann, aber bei den Neu- und Erweiterungsbauten berücksichtigt werden muss. Sollte der Zuzug wieder steigen werden zusätzliche Ü-Klassen nötig.