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← Sitzung des Schulausschusses (17.07.2020)

Sitzung gesamt

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Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

TAGESORDNUNG

(Stand 17.06.2020)

Sitzung

Sitzung des Schulausschusses

Sitzungszeit

Freitag, 17.07.2020, 09:00 Uhr

Sitzungsort

Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal

TAGESORDNUNG

Öffentliche Sitzung

1. Fortschreibung der Schulraumentwicklungsplanung Bericht

2. Abschlussbericht zu den Förderprogrammen „Exzellenzzentren an Bericht

Berufsschulen“ und „Industrie 4.0“ mit Beteiligung der 3. BM/091/2020

Beruflichen Schulen Direktorat 1 (B1), Direktorat 2 (B2) und

Direktorat 4 (B4)

3. Mittlere Ebene an städtischen Schulen in Nürnberg, hier: Bericht

Erweiterte Leitung an allgemeinbildenden Schulen in Nürnberg 3. BM/092/2020

(ELAN), - Antrag B90/Grüne vom 13.03.2019

4. Integrations- und Kulturarbeit an Schulen, hier: Antrag der CSU- Bericht

Stadtratsfraktion vom 27.02.2019 3. BM/093/2020

5. Konferenz der Schülersprecher*innen im November 2019: Bericht

Lösungen; hier: Gemeinsamer Antrag Grüne, SPD, CSU und FDP 3. BM/094/2020

vom 19.12.2019

6. Praktische Verkehrserziehung an Grund- und Förderschulen, hier: Beschluss

Antrag der FDP vom 24.01.2020 3. BM/095/2020

7. Schulwege und Corona; hier: Antrag der SPD-Stadtratsfraktion Bericht

vom 02.06.2020 3. BM/096/2020

  1. Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 14.02.2020,

öffentlicher Teil

TAGESORDNUNG

Sitzung

Sitzung des Schulausschusses

Sitzungszeit

Freitag, 17.07.2020, 09:00 Uhr

Sitzungsort

Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal

TAGESORDNUNG

Öffentliche Sitzung

1. Bericht über die ergriffenen Maßnahmen im Referat für Schule & Bericht

Sport im Zuge der Coronapandemie; u.a. Antrag der 3. BM/097/2020

Stadtratsgruppe "Die Linke" vom 16.06.2020

Fraas, Michael, Dr.

2. Fortschreibung der Schulraumentwicklungsplanung Bericht

Fraas, Michael, Dr.

3. Abschlussbericht zu den Förderprogrammen „Exzellenzzentren an Bericht

Berufsschulen“ und „Industrie 4.0“ mit Beteiligung der 3. BM/091/2020

Beruflichen Schulen Direktorat 1 (B1), Direktorat 2 (B2) und

Direktorat 4 (B4)

Fraas, Michael, Dr.

4. Mittlere Ebene an städtischen Schulen in Nürnberg, hier: Bericht

Erweiterte Leitung an allgemeinbildenden Schulen in Nürnberg 3. BM/092/2020

(ELAN), - Antrag B90/Grüne vom 13.03.2019

Fraas, Michael, Dr.

5. Integrations- und Kulturarbeit an Schulen, hier: Antrag der CSU- Bericht

Stadtratsfraktion vom 27.02.2019 3. BM/093/2020

Fraas, Michael, Dr.

6. Konferenz der Schülersprecher*innen im November 2019: Bericht

Lösungen; hier: Gemeinsamer Antrag Grüne, SPD, CSU und FDP 3. BM/094/2020

vom 19.12.2019

Fraas, Michael, Dr.

7. Praktische Verkehrserziehung an Grund- und Förderschulen, hier: Beschluss

Antrag der FDP vom 24.01.2020 3. BM/095/2020

Fraas, Michael, Dr.

8. Schulwege und Corona; hier: Antrag der SPD-Stadtratsfraktion Bericht

vom 02.06.2020 3. BM/096/2020

Fraas, Michael, Dr.

9. Sportinternat "Haus der Athleten" Konzeptionelle Beschluss

Internatsausrichtung anlässlich der Gesamtumstände (COVID-19) 3. BM/098/2020

Fraas, Michael, Dr.

  1. Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 14.02.2020,

öffentlicher Teil

Fraas, Michael, Dr.

Stadt Nürnberg - Rathausplatz 2 - 90403 Nürnberg

An die Mitglieder des Schulausschusses

E-Mail: obm@stadt.nuernberg.de

Internet: www.nuernberg.de

Datum: 19.06.2020

EINLADUNG

ZUR SITZUNG

DES SCHULAUSSCHUSSES

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

am Freitag, 17.07.2020, um 09:00 Uhr findet im Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal eine Sitzung des Schulausschusses statt.

Hierzu lade ich Sie herzlich ein.

Die Tagesordnung entnehmen Sie bitte der Anlage.

Im Falle Ihrer Verhinderung bitte ich Sie, die Verwaltung und Ihre Vertretung zu benachrichtigen.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus König Oberbürgermeister

TAGESORDNUNG:

Öffentliche Sitzung

1. Bericht über die ergriffenen Maßnahmen im Referat für Schule & Bericht

Sport im Zuge der Coronapandemie; u.a. Antrag der

Stadtratsgruppe "Die Linke" vom 16.06.2020

2. Fortschreibung der Schulraumentwicklungsplanung Bericht

3. Abschlussbericht zu den Förderprogrammen „Exzellenzzentren an Bericht

Berufsschulen“ und „Industrie 4.0“ mit Beteiligung der

Beruflichen Schulen Direktorat 1 (B1), Direktorat 2 (B2) und

Direktorat 4 (B4)

4. Mittlere Ebene an städtischen Schulen in Nürnberg, hier: Bericht

Erweiterte Leitung an allgemeinbildenden Schulen in Nürnberg

(ELAN), - Antrag B90/Grüne vom 13.03.2019

5. Integrations- und Kulturarbeit an Schulen, hier: Antrag der CSU- Bericht

Stadtratsfraktion vom 27.02.2019

6. Konferenz der Schülersprecher*innen im November 2019: Bericht

Lösungen; hier: Gemeinsamer Antrag Grüne, SPD, CSU und FDP

vom 19.12.2019

7. Praktische Verkehrserziehung an Grund- und Förderschulen, hier: Beschluss

Antrag der FDP vom 24.01.2020

8. Schulwege und Corona; hier: Antrag der SPD-Stadtratsfraktion Bericht

vom 02.06.2020

Sitzung des Schulausschusses am 17.07.2020 Seite 2 von 3

9. Sportinternat "Haus der Athleten" Konzeptionelle Beschluss

Internatsausrichtung anlässlich der Gesamtumstände (COVID-19)

  1. Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 14.02.2020,

öffentlicher Teil

Sitzung des Schulausschusses am 17.07.2020 Seite 3 von 3

Anwesenheitsliste

der Sitzung des Schulausschusses am 17.07.2020 um 09:00 Uhr, Ende: Uhr

Vorsitzender:

Stellvertreter: .............................................................................................................

Schriftführung:

Mitglied 1. Stellvertreter 2. Stellvertreter 3. Stellvertreter

Alesik Dr. Gsell Prof. Dr. Scheurlen
Sendner Eichelsdörfer Böhm
Henning Krieglstein Nachtigall
Pirner Dr. Heimbucher Heinemann
Müller Schuh Grether

Bälz

Buchsbaum

Frank

Kasfiki

Seel

Yilmaz Brehm Dr. Blaschke
Bieswanger Ahmed Gradl
Härtel Kayser Dix
Groh Penzkofer-Röhrl Ziegler
Keller Lörincz M. Schüller
Yiyit Pflaum Scherzer
Küfner Bock Mletzko
Padua (LiLi) Thiele (Die Guten) Hager (ÖDP)
Flach Gomez (Die Linke) Demir (Die Linke) Buholzer Sepúlveda (Polb.)

Arabackyj

Goldmann

Meissner

Dr. Prölß-Kammerer

Friedel

Klaßen

Arzten

Sormaz (FDP)

Betz (Piraten)

Sonstige Sitzungsteilnehmer:

......................................................................... .........................................................................

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Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss 17.07.2020 öffentlich Bericht

Betreff:

Bericht über die ergriffenen Maßnahmen im Referat für Schule & Sport im Zuge der

Coronapandemie; u.a. Antrag der Stadtratsgruppe "Die Linke" vom 16.06.2020

Anlagen: Antrag Die Linke, Reinigungsintervall an Schulen

Bericht:

Die Verwaltung berichtet über die ergriffenen Maßnahmen und die Akitivitäten des Referats für Schule & Sport sowie den zugehörigen Dienststellen im Zuge des Ausbruchs des Coronavirus und während der sukzessiven Wiederaufnahme des Schulbetriebs bzw. den schrittweisen Lockerungen im Sportbereich. Zentrale Punkte sind der Personaleinsatz, die Kommunikation, durchgeführte Schutz- und Hygienemaßnahmen, der Umgang mit Veranstaltungen und die Unterstützung der Schulfamilien sowie Sportvereine. Da eine Überarbeitung des Reinigungsplans für die Schulen in Nürnberg außerhalb des Zuständigkeitsbereiches der HVE - Schule und Sport liegt, kann der gewünschte Beschluss des Antrags der Stadtratgruppe "Die Linke" vom 16.06.2020 nicht getroffen werden.

Sachverhalt wird nachgereicht.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Tischvoriage

Mach mit.

jL-Entscheide

OB EP. BÜRG ER MEIS 5 T , ' . s , ozial.

Antrag zur

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Der Stadtrat möge Folgendes beschließen:

  1. Der Reinigungsplan für die Schulen in Nürnberg wird dahingehend überarbeitet, dass die zusätzliche Reinigungszeit pro Klassenzimmer zur Desinfektion der Tische von 10 auf 20 Minuten angehoben wird.

Begründung:

Die vorgegebenen zusätzlichen 10 Minuten pro Klassenzimmer sind nicht ausreichend, da zusätzlich zur Reinigung ein Aufstellen der Stühle auf die Tische notwendig ist, um im Anschluss die Böden zu reinigen. Um eine gründliche Reinigung zu gewährleisten, die nicht im Akkord für die Reinigungskräfte gipfelt, ist die zugewiesene Zeit zu verdoppeln. Dabei ist das gesamte Reinigungspensum für die Reinigungskräfte im Auge zu behalten, die neben etwa 20 Klassenzimmern zusätzlich für die Toiletten und weitere Räumlichkeiten (Lehrerzimmer, Direktorat etc.) verantwortlich sind. Die Reinigungsfirmen sind gegebenenfalls anzuhalten, zusätzliche Reinigungskräfte abzuordnen, um die festgelegten Arbeitszeiten und insbesondere die gesetzlichen Arbeitszeiten (max. 10 h) und Ruhezeiten (min. 11h zwischen zwei Dienstzeiten) nicht zu überschreiten.

Mit freundlichen Grüßen

Özlem Demir Kathrin Flach Gomez Titus Schüller

Stadtratsgruppe DIE LINKE. Stadträtin Özlem Demir Äußere Cramer-Klett-Str, 11-13 0911-323 767 07 Stadträtin Kathrin Flach Gomez 90489 Nürnberg stadtrat@die-linke-nuernberg.de Stadtrat Titus Schüller die-linke-nuernberg.de

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss 17.07.2020 öffentlich Bericht

Betreff:

Fortschreibung der Schulraumentwicklungsplanung

Anlagen: Fortschreibung SEP

Bericht:

Aufgrund der Bevölkerungsvorausberechnung 2019 sowie der Schülerprognose ist in der Zukunft mit weiter steigenden Schülerzahlen zu rechnen. Die darauf aufbauende Schulraumentwicklungsplanungen für die allgemeinbildenden und die beruflichen Schulen sind fortzuschreiben (siehe insbesondere Schulausschuss vom 24.02.2017) und werden zusammengeführt. Die Notwendigkeit ergibt sich aus dem Wachstum der Stadtbevölkerung, der erweiterten räumlichen Belegung durch künftige Betreuung (Rechtsanspruch 2025) sowie der Sperrung von Räumen aufgrund deren baulicher Beschaffenheit. Zudem muss die Schulraumentwicklungsplanung der beruflichen Schulen mit den Planungen der allgemeinbildenden Schulen verknüpft werden, da sich hier immer wieder Schnittstellen und Abhängigkeiten ergeben. Anhand der vorliegenden Prognosen lässt sich feststellen, dass dringend neue Standorte für eine Grundschule im Knoblauchsland, eine Mittelschule Ost, eine Realschule und ein Gymnasium gefunden werden müssen. An nahezu allen beruflichen Schulstandorten ist in die Modernisierung und Ausstattung der Fachunterrichtsräume zu investieren. Um der weiter voranschreitenden Einzelinklusion Rechnung zu tragen, könnte ein 3-prozentiger Aufschlag beim Bau von allgemeinen Unterrichtsräumen berücksichtigt werden. Eine entsprechende Diskussion mit der Regierung von Mittelfranken und Ref. I/II wegen der Bezuschussung bzw. Finanzierung wird aufgenommen werden. Die notwendigen Planungen sollen in das BIC- bzw. MIP-Verfahren eingespeist werden, um die nötigen Kapazitäten rechtzeitig schaffen zu können.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Durch die Vielzahl an den zu bewältigenden Maßnahmen werden Ressourcen benötigt werden, die noch konkretisiert werden müssen.

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Die Diversity-Relevanz wird beim einzelnen Schulbauprojekt entstehen und dann detailliert abzuprüfen sein (z. B. Betreuungsbedarfe).

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Ref.V

Fortschreibung Schulraumentwicklungsplanung 2020

Inhalt

1 Fortschreibungsbedarf..................................................................................................... 3

2 Bevölkerungs- und Schülerprognose ............................................................................... 4

2.1 Bevölkerungsvorausberechnung stadtweit ................................................................ 4 2.2 Annahmen zur Neubautätigkeit ................................................................................. 5 2.3 Bevölkerungsvorausberechnung auf Grundlage von Geburtsjahrgängen und die Auswirkungen auf die beruflichen Schulen................................................................ 6 2.4 Vergleich zu den Vorjahren – Zusammenfassung ..................................................... 6 3 Die Grundschulen ............................................................................................................ 7

3.1 Die Grundschulen – erster Überblick ........................................................................ 7 3.2 Betrachtung auf Ebene der Planungszonen .............................................................. 9 3.2.1 Nürnberg Nord (Knoblauchsl., Schniegling, Nordstadt, Erlenst., Buchenbühl) .... 11

3.2.2 Nürnberg West (Großreuth b.Schw., Kohlenhof, Doos) ...................................... 16

3.2.3 Nürnberg Mitte/Ost (Galgenhof, Zabo, Laufamholz) ........................................... 19

3.2.4 Nürnberg Süd (Südstadt, Maiach, Gartenstadt) .................................................. 23

3.2.5 Nürnberg Südwest (Kornburg, Eibach, Gebersdorf) ........................................... 27

3.2.6 Nürnberg Südost (Bauernfeindsdlg., Langwasser, Altenfurt, Brunn) ................... 31

4 Die Mittelschulen ........................................................................................................... 34

4.1 Die Mittelschulverbünde – erster Überlick ............................................................... 35 4.2 Schülerprognosen auf Ebene der Mittelschulverbünde ........................................... 39 4.2.2 Nürnberg Nord (Knoblauchsl., Schniegling, Nordstadt, Erlenst., Buchenbühl) .... 39

4.2.3 Nürnberg West (Großreuth b. Schw., Kohlenhof, Doos) ..................................... 42

4.2.4 Nürnberg Mitte/Ost (Galgenhof, Zabo, Laufamholz) ........................................... 45

4.2.5 Nürnberg Süd (Südstadt, Maiach, Gartenstadt) .................................................. 47

4.2.6 Nürnberg Südwest (Kornburg, Eibach, Gebersdorf) ........................................... 51

4.2.7 Nürnberg Südost (Bauernfeindsdlg., Langwasser, Altenfurt, Brunn) ................... 54

5 Die Gymnasien und Realschulen .................................................................................. 57

5.1 Realschulen in Nürnberg ........................................................................................ 58 5.2 Gymnasien in Nürnberg .......................................................................................... 60 6 Die beruflichen Schulen ................................................................................................. 62

6.1 Zentrale Einflussfaktoren ........................................................................................ 62 6.2 Schularten .............................................................................................................. 66 6.3 Entwicklung der einzelnen Direktorate .................................................................... 67 6.3.1 Berufliche Schule – Direktorat 1 ......................................................................... 68

6.3.2 Berufliche Schule – Direktorat 2 ......................................................................... 69

6.3.3 Berufliche Schule – Direktorat 3 ......................................................................... 72

6.3.4 Berufliche Schule – Direktorat 4 ......................................................................... 74

6.3.5 Berufliche Schule – Direktorat 5 ......................................................................... 76

6.3.6 Berufliche Schule – Direktorat 6 ......................................................................... 78

6.3.7 Berufliche Schule – Direktorat 7 ......................................................................... 80

6.3.8 Berufliche Schule – Direktorat 8 ......................................................................... 82

6.3.9 Berufliche Schule – Direktorat 9 ......................................................................... 83

6.3.10 Berufliche Schule – Direktorat 10 ....................................................................... 85

6.3.11 Berufliche Schule – Direktorat 11 ....................................................................... 86

6.3.12 Berufliche Schule – Direktorat 12 ....................................................................... 88

6.3.13 Berufliche Oberschulen ...................................................................................... 90

6.3.14 Berufliche Schule – Direktorat 14 ....................................................................... 95

6.3.15 Jugendliche ohne Ausbildung ............................................................................. 97

6.4 Raumsituation an den beruflichen Schulen ............................................................. 99 7 Die Entwicklung der Deutschklassen (früheren Ü-Klassen) und der

Berufsintegrationsklassen .................................................................................................. 101

8 Folgen für die Raumsituation – Feststellungen / Handlungsempfehlungen .................. 103

9 Risiken ........................................................................................................................ 104

1 Fortschreibungsbedarf

Die Schulraumentwicklungsplanungen des Geschäftsbereichs Schule und Sport wurde vor 5 bzw. 6 Jahren zum ersten Mal von den pädagogischen Ämtern verfasst und dem Schulausschuss vorgestellt. Ziel hierbei ist es, quasi aus der Vogelperspektive die Schulen im Stadtgebiet der Stadt Nürnberg unter den Aspekten der verschiedenen Schulsprengel, Raumkapazitäten, Schülerprognosen, Lenkung der Schülerströme zu betrachten, um planerisch rechtzeitig Weichenstellungen (Erweiterungsbauten, Neubauten, Änderung von Sprengeln) vornehmen zu können. Letztlich geht es darum, dass die Stadt Nürnberg ihrer Verantwortung als Sachaufwandsträgerin bei den staatlichen Schulen und als Schulaufwandsträgerin bei den kommunalen Schulen hinsichtlich räumlicher Bedarfsdeckung rechtzeitig und unter pädagogisch möglichst optimalen Bedingungen gerecht wird.

Nun liegt die Bevölkerungsvorausberechnung 2019 vor und die Schülerprognose sowie darauf aufbauend die Schulraumentwicklungsplanungen für die allgemeinbildenden und die beruflichen Schulen sind fortzuschreiben und werden hier zusammengeführt. Dies ist nötig,  weil Nürnberg eine wachsende Stadt ist, was wachsende Schülerzahlen zur Folge hat und damit wachsende Raumbedarfe  weil neben regionalen Auswirkungen der demographischen Entwicklung schulrechtliche Veränderungen (Rückkehr zum G9) absehbar weitere Schulbedarfe auslösen  weil Gebäude aufgrund der um Betreuung erweiterten Belegung räumlich ausgelastet sind (s. Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler ab 2025)  weil Räume an Schulen aufgrund baulicher Beschaffenheit gesperrt werden mussten  weil die Schulraumentwicklungsplanung der beruflichen Schulen mit in die Planung der allgemeinbildenden Schulen verzahnt werden muss, da sich hier immer wieder Schnittstellen und Abhängigkeiten ergeben.

Die veröffentlichte Version der Schulraumentwicklungsplanung für die allgemeinbildenden Schulen aus dem Winter 2014/15 enthielt ausführliche grundsätzliche und methodische Hinweise. Diese Aussagen sind nach wie vor zutreffend. Leser, die mit den hier entfallenen methodischen Grundlagen nicht vertraut sind, werden auf das Ausgangsdokument für die allgemeinbildenden Schulen verwiesen: https://www.nuernberg.de/internet/schulen_in_nuernberg/schulentwplan.html Unter diesem Link ist auch die Schulentwicklungsplanung für die beruflichen Schulen aus 2015 zu finden.

2 Bevölkerungs- und Schülerprognose

2.1 Bevölkerungsvorausberechnung stadtweit

Die Bevölkerungsvorausberechnung für die Stadt Nürnberg wird regelmäßig vom Amt für Stadtforschung und Statistik (StA) durchgeführt. Für die Berechnung werden die Daten aus dem Einwohnermelderegister verwendet. Die Bevölkerung wird demographisch differenziert, das heißt nach Alter und Geschlecht fortgeschrieben. Grundlage ist der Bevölkerungsbestand, also die Zahl der Einwohner am Hauptwohnsitz am 31.12. Die Geburten und Zuzüge eines Jahres werden zum Bevölkerungsbestand hinzuaddiert, die Sterbefälle und Wegzüge werden abgezogen. Darüber hinaus finden Umzüge, also die Wanderungsbewegungen innerhalb der Stadt und die Neubautätigkeit Berücksichtigung. Die Bevölkerungsbewegungen (Geburten, Sterbefälle, Wanderungsbewegungen) gehen in Form von alters- und geschlechtsspezifischen Raten und Quoten in die Vorausberechnung ein. Zur Erzeugung der Eingabedaten werden mehrjährige Durchschnitte gebildet. Die Berechnung erfolgt kleinräumig, sodass die Ergebnisse auf Ebene der statistischen Distrikte sowie der Grundschulsprengel vorliegen. Im Vorfeld der kleinräumigen Bevölkerungsprognose 2019 wurde eine Bevölkerungsvorausberechnung für die Gesamtstadt erstellt. Es wurden zwei Berechnungsszenarien abgestimmt, die sich jeweils in ihren Annahmen zur Wanderung unterscheiden. Auf Grundlage, der aus der Berechnung gewonnenen Erkenntnisse, erfolgte die Annahmesetzung der kleinräumigen Prognose. In Abbildung 1 ist die tatsächliche Entwicklung der Einwohnerzahl (Hauptwohnsitz) der Jahre 2000 bis 2018 als schwarze Linie sowie die Bandbreite laut gesamtstädtischer Vorausberechnung in orange dargestellt. Die rote Linie zeigt die aktuelle kleinräumige Bevölkerungsprognose.

Abb. 1: Entwicklung der Einwohnerzahl (Hauptwohnsitz)

Abbildung 1

Quelle: Einwohnermelderegister Stadt Nürnberg; ab 2019 Bevölkerungsvorausberechnung

Seit der Jahrtausendwende ist die Stadt jährlich um rund 3 000 Personen gewachsen, von 2000 bis 2018 waren das 53 647 Einwohner insgesamt. Ergebnis der kleinräumigen Vorausberechnung ist ein weiterer Anstieg der Bevölkerungszahl Nürnbergs um rund 21 600 Personen bis 2035, was einer durchschnittlichen jährlichen Zunahme von 1 300 Personen entsprechen würde.

2.2 Annahmen zur Neubautätigkeit

Die Annahmen zur Neubautätigkeit werden vom Amt für Stadtforschung und Statistik (StA) auf Basis der Einschätzung des Stadtplanungsamtes (Stpl) entwickelt. In einer jährlichen Abstimmungsrunde stellt Stpl die aktuellen Neubauprojekte nach kleinräumiger Gliederung vor. Die Informationen zu den Neubauprojekten, vor allem die Art der Bebauung (Ein- /Zweifamilien- oder Geschosswohnungsbau), die zu erwartende Anzahl der Neubaubezieher sowie der erwartete Bezugszeitraum sind entscheidend für die Entwicklung der Neubauannahmen.

Aus den Erfahrungen über die Neubaubezüge der letzten Jahre können Quoten für die Altersund Geschlechterverteilung im Neubaubezug gewonnen werden. Zusätzlich werden Annahmen darüber getroffen, wie hoch der Anteil der Nürnbergerinnen und Nürnberger ist, die den Neubau beziehen. Die übrigen Neubaubezieher werden aus der Umlandzuwanderung gewonnen.

2.3 Bevölkerungsvorausberechnung auf Grundlage von

Geburtsjahrgängen und die Auswirkungen auf die beruflichen

Schulen

Die Bevölkerungsvorausberechnung erfolgt auf Basis von Geburtsjahrgängen. Dies ist ein bewährtes Verfahren in der Statistik. Allerdings wird in die Grundschule nicht der Geburtsjahrgang eingeschult, sondern es gilt der Einschulungszeitraum 01. Oktober des Vorjahres bis 30. September des aktuellen Jahres. Diese Kinder sind als sog. „Muss-Kinder“ schulpflichtig. Für Kinder, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September sechs Jahre alt werden, wurde zum Schuljahr 2019/2020 ein Einschulungskorridor eingeführt. Durch die Option „Einschulungskorridor“ entscheiden die Eltern nach Beratung und Empfehlung durch die Schulen frei, ob ihr Kind zum kommenden Schuljahr oder erst ein Jahr später eingeschult wird. Ob sich durch den Einschulungskorridor wirklich Veränderungen ergeben, muss abgewartet werden. Eine erhebliche Auswirkung auf die Schülerprognose ist momentan aber nicht zu erwarten. Die Bevölkerungsvorausberechnung der einzuschulenden Kinder auf Ebene der Planungszonen bzw. Mittelschulsprengel entsteht durch die Summe der Bevölkerungsvorausberechnung der zu Grunde liegenden einzelnen Sprengel. Eine Prognose ist im beruflichen Schulbereich aufgrund der vieldimensionalen Einflussfaktoren nur sehr schwer möglich, im Kapitel 6 wird dies detailliert betrachtet.

2.4 Vergleich zu den Vorjahren – Zusammenfassung

Ergebnis der Bevölkerungsvorausberechnung 2019 ist eine Einwohnerzahl von rund 553 650 Personen im Jahr 2035 (550 050 im Jahr 2030). Dies bedeutet einen deutlichen Anstieg gegenüber der Bevölkerungsvorausberechnung 2018, die eine Einwohnerzahl von 539 500 Personen im Jahr 2030 zum Ergebnis hatte. In 2016 war man noch von etwa 533 650 Einwohnern im Jahr 2026 ausgegangen, in der aktuellen Prognose 2019 liegt man hier bei rund 547 360 Einwohnern. Die kurzfristige sehr deutliche Änderung der Bevölkerungszahl als Planungsgrundlage ist vor allem kleinräumig problematisch.

Grund ist zum einen die umfassende Aktualisierung der Annahmen zu den Bevölkerungsbewegungen, die aus den tatsächlichen Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit abgeleitet sind. Insbesondere die Betrachtung der innerdeutschen Wanderungen im Kontext des demographischen Wandels und die Zuzüge aus dem Ausland tragen einen großen Teil zu den Unterschieden zwischen den beiden Bevölkerungsprognosen bei. Trotz einer insgesamt höheren Wanderungsdynamik ist der Saldo aus Zu- und Wegzügen bis 2035 im jährlichen Durchschnitt der Vorausberechnung 2019 gegenüber 2018 um 100 Personen angestiegen. Kurzfristig sind die Wanderungsgewinne jedoch deutlich höher und nehmen im Laufe des Prognosezeitraumes kontinuierlich ab. Darüber hinaus haben sich auch die Neubauannahmen erheblich verändert. Die Zahl der potentiellen Neubaubezieher unterscheidet sich um rund 10 000 Personen bis 2035. Um auf die immer noch angespannte Wohnungsmarktsituation in Nürnberg zu reagieren, soll auf Wunsch der Politik deutlich mehr gebaut werden. Diese gewünschte Entwicklung lässt sich direkt im Bauflächenkataster ablesen. In den letzten Jahren konnten quantitativ mehr Wohnbauflächenpotenziale erfasst werden, mit einer genaueren Detaillierung und zu einem früheren Zeitpunkt. Seit April 2018 kamen in Nürnberg beispielsweise Wohnbauflächenpotenziale auf ehemaligen Arealen der Unternehmen Quelle, GFK, Eschenbach-Optik, Siemens und Kaufhof hinzu. In Summe führt dies zu einer deutlichen Erhöhung der Wohnbaupotenziale und damit an möglichen Neubaubeziehern. Bei der Auswertung der Neubauannahmen sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass sich der Betrachtungszeitraum durch die zusätzliche Aktualisierung bis Dezember 2019 deutlich verlängert hat (April 2018 – Dezember 2019). Dadurch erhöhen sich natürlich die Werte der Neubauannahmen in der Bilanzierung und lassen Vergleiche zu den Vorjahren nur bedingt zu.

3 Die Grundschulen

3.1 Die Grundschulen – erster Überblick

Die Prognose der 6-Jährigen ist die Grundlage der Schülerprognose. Relevant ist ferner die sog. Übertritts- bzw. Einschulungsquote in die öffentliche Grundschule. Auf Basis der bisherigen Erfahrungen wurde die Quote für jede einzelne Schule festgelegt. Im Durchschnitt der Stadt ergab sich 2014 eine Quote von 90,2%. Auf Basis der Daten von 2016 ergaben sich etwa 91,1%, in 2019 bleibt diese Quote relativ stabil und wird auf 91 % festgelegt.

Prognose Grundschule 2019

Summen öffentliche Grundschulen
Schuljahr - r e ül h c S r ü f al nti e ot p - s g n u ul h g. c s Jn 1. Ei e ot u q 1. Jg. Ü r e ül h c S ∑ n e s s a Kl ∑
r e ül h c S r e ül h c S n e s s a Kl
9 1 0 2 s bi n e hl a z r e ül h c S e h c hli c ä s at t 2008/2009 3967 96% 3803 77 7 14994 657
2009/2010 3927 94% 3690 73 5 14908 671
2010/2011 4039 88% 3535 100 6 14590 674
2011/2012 3969 88% 3510 141 8 14408 672
2012/2013 4046 90% 3657 176 12 14342 672
2013/2014 4306 86% 3708 209 15 14409 683
2014/2015 4187 91% 3823 276 16 14833 699
2015/2016 4247 89% 3791 335 21 15149 720
2016/2017 4392 92% 4025 311 22 15674 736
2017/2018 4322 90% 3902 326 21 15852 741
2018/2019 4478 91% 4067 291 23 15890 748
2019/2020 4466 89% 3986 242 18 15952 737
g n u n h c e r h c o H n e r o b e g d n si r e d n Ki 2020/2021 4777 91% 4347 16159 735
2021/2022 4699 91% 4267 16581 756
2022/2023 4956 91% 4506 17040 776
2023/2024 4936 91% 4483 17511 796
2024/2025 4912 91% 4462 17617 803
r e d g n hl u a n z h n c e e rt h r u c b o e H G 2025/2026 4889 91% 4446 17779 810
2026/2027 4894 91% 4452 17725 806
2027/2028 4892 91% 4452 17695 804
2028/2029 4884 91% 4448 17684 802
2029/2030 4867 91% 4433 17670 803

* Bis einschließlich 2019/2020 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü- Klassen werden in der Prognose nicht berücksichtigt bzw. sichtbar.

War man in der Prognose 2014 für das Schuljahr 2026/27 beispielsweise von ca. 15.546 Schülern (plus Ü-Schüler)1 und in der Prognose 2016 von ca. 17.241 Schülern (plus Ü- Schüler) an den Grundschulen ausgegangen, werden gemäß der Prognose 2019 im Schuljahr 2026/2027 ca. 17.725 Schüler (plus Ü-Schüler) erwartet, also erneut eine Steigerung von rund 385 Schülern. Dies bedeutet, dass nochmal eine 4-zügige Grundschule im Stadtgebiet erforderlich wäre, wobei sich die Steigerung der Schülerzahlen flächig übers Stadtgebiet verteilt, so dass nicht an einer Stelle eine neue Grundschule gebaut werden kann, sondern die einzelnen Planungszonen der Grundschulsprengel genau betrachtet werden und individuelle räumliche Lösungen gefunden werden müssen. Der Höchststand der Grundschüler wird für das Schuljahr 2025/2026 mit ca. 17.780 Schüler (plus Ü-Schüler) und 810 Klassen (plus Ü-Klassen, derzeit 18) erwartet und ist nach momentanem Stand der Prognosen dann leicht rückläufig auf ca. 17.670 Schüler (plus Ü- Schüler) im Schuljahr 2029/2030. In der Prognose nicht dargestellt werden können die Zuwächse in den Jahrgangsstufen 2 bis 4, man geht aber insgesamt von mindestens 18.000 Schülern (plus U-Schüler) an den öffentlichen Grundschulen aus.

3.2 Betrachtung auf Ebene der Planungszonen

Um die derzeit 51 Grundschulen auf „handhabbare“ Bereiche zu reduzieren, wurden sechs Planungszonen gebildet, die flächenmäßig im Wesentlichen mit den Mittelschulverbünden übereinstimmen, bisweilen jedoch eine Grundschulsprengel-übergreifende Betrachtungsweise nötig machen. So muss z.B. die Bartholomäusschule (Sprengelnummer 62) im Zusammenhang sowohl mit den Schulen Insel Schütt (25) und Paniersplatz (39), als auch mit Bismarckstr. (10) und Grimmstr. (17) gesehen werden. Auf Ebene dieser Planungszonen werden hier nur die Grundschulen betrachtet. Das Zusammenspiel mit den Mittelschulen wird ausschließlich im dortigen Kapitel dargestellt, jedoch kann es im Einzelfall erste Hinweise geben, wenn sich an einem Schulstandort eine Grund- und eine Mittelschule befinden.

1 Die früheren Übergangsklassen werden jetzt Deutschklassen im Grund- und Mittelschulbereich genannt, zur Vereinfachung und Vergleichbarkeit mit vorhergehenden Schulraumentwicklungsplanungen werden diese hier weiterhin als Ü-Schüler und Ü-Klassen dargestellt.

Abbildung 2

3.2.1 Nürnberg Nord (Knoblauchsl., Schniegling, Nordstadt, Erlenst., Buchenbühl)

Das Planungsgebiet umfasst die Grundschulen:

Sprengelnummer GS - Name
01 GS St. Johannis
10 GS Bismarckstraße
17 GS Gebrüder-Grimm-Schule
19 GS Ziegelstein
22 GS Wahlerschule
27 GS Buchenbühler-Schule
34 GS Friedrich-Hegel-Schule
36 GS Friedrich-Staedtler-Schule incl. Dep. Almoshof, Buch
37 GS Konrad-Groß-Schule
43 GS Schule Großgründlach
48 GS Dr.-Theo-Schöller-Schule
52 GS Thoner Espan
54 GS Ludwig-Uhland-Schule
62 GS Bartholomäusschule

Abbildung 3

Es wird von folgenden Planungsprämissen ausgegangen: Die GS Buchenbühl dürfte auch zukünftig ausreichend Schüler für einen einzügigen Betrieb aufweisen. Eventuell sind wegen der angespannten Betreuungssituation an der GS Ziegelstein Gastschulverhältnisse nach Buchenbühl zu unterstützen. Die GS Großgründlach ist bei vermutlich kleinen Schülerzahlerhöhungen in ihrem Bestand als zweizügige Schule stabil. Sprengeländerungen oder Schüleraustausche im großen Umfang sind zwischen Großgründlach und der südlich gelegenen GS Friedrich-Staedtler- Schule für GS-Kinder angesichts der geographischen Lage im Knoblauchsland nicht sinnvoll. Die GS Friedrich-Staedtler-Schule (incl. Dependancen Almoshof und Buch) ist in ihrem Bestand stabil. Die Gebäude und Grundstücke in Almoshof und Buch (rote Kreise in Karte oben) sind zu klein, als dass sie für die anstehenden Aufgaben im südlichen Bereich (Strukturplan Thon / Wetzendorf) Lösungsansätze böten. Je nach Entwicklung der Wohnbebauung ist es sinnvoll, eine neue Grundschule im Knoblauchsland in Buch zu gründen, da die Raumkapazitäten am Standort der Friedrich-Staedtler-Schule nicht die

künftigen Schülerzahlenzuwächse der Grundschule und der Mittelschule abdecken. Neben den Schulen in den Vororten lässt sich das Planungsgebiet zerlegen in: a) Westlicher Teil: GS Wahler-Schule, GS Dr.-Theo-Schöller-Schule, GS St. Johannis, GS Thoner Espan b) Mittlerer Teil: GS Ludwig-Uhland-Schule, GS Friedrich-Hegel-Schule c) Östlicher Teil: GS Bismarckschule, GS Ziegelstein, GS Konrad-Groß-Schule, GS Gebrüder-Grimm-Schule, GS Bartholomäusschule d) Nördliche Vorortschulen (Großgründlach, Buchenbühl, Neunhof mit Almoshof und Buch) - wie bereits weiter oben beschrieben

Westlicher Teil Mittlerer Teil Östlicher Teil Gesamt
Schuljahr Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen
2011/2012 1110 51 650 32 1387 67 3602 173
2012/2013 1094 52 664 33 1403 66 3628 174
2013/2014 1085 51 635 33 1414 66 3594 173
2014/2015 1135 53 675 35 1446 66 3721 177
2015/2016 1179 55 680 35 1508 73 3783+54 183+4
2016/2017 1253 57 746 35 1546 73 3944+80 184+5
2017/2018 1300 59 746 35 1558 73 4012+61 186+5
2018/2019 1293 60 777 36 1524 73 4046+61 188+5
2019/2020 1296 61 797 38 1521 70 4082+47 189+4
2020/2021 1327 61 840 40 1542 69 4260 196
2021/2022 1361 64 907 42 1584 70 4437 203
2022/2023 1440 67 974 44 1646 73 4617 211
2023/2024 1533 71 1000 44 1695 74 4793 217
2024/2025 1568 73 1015 44 1731 75 4864 218
2025/2026 1605 74 1027 45 1767 77 4938 221
2026/2027 1614 73 1028 46 1778 76 4963 220
2027/2028 1622 73 1028 47 1783 76 4966 221
2028/2029 1640 74 1030 48 1782 76 4980 224
2029/2030 1665 76 1022 48 1770 76 4987 227

*Bis einschließlich 2019/2020 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü- Klassen werden in der Prognose nicht berücksichtigt bzw. sichtbar.

Der Vergleich der Schülerprognosen 2014, 2016 und 2019 für das Schuljahr 2025/26 zeigt:

Westlicher Teil Mittlerer Teil Östlicher Teil Gesamt **
Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen
Prognose 2019 1605 74 1027 45 1767 77 4938 221
Prognose 2016 1667 76 913 40 1564 68 4707 208
Prognose 2014 1395 63 726 36 1337 64 4004 187

**Die Summenbildung „Gesamt“ beinhaltet auch die GS Buchenbühl, Friedrich-Staedtler und Großgründlach, die wie oben beschrieben nicht in den Teilen West, Mitte und Ost enthalten sind.

Westlicher Teil (74 Klassen / ca. 19 Züge)

Die Grundschule Am Thoner Espan (4 Züge), die Wahlerschule (3 Züge), Dr. Theo-Schöller- Schule (4 Züge) und Grundschule St. Johannis (4 Züge) sowie die geplanten 5 Züge im Neubau Forchheimer Str. decken die Bedarfe in 2025/2026 ab. Jedoch können die Schülerzahlen aufgrund der geplanten Bebauung in Thon/ Wetzendorf ab 2029/2030 nochmals um 2 Klassen steigen, so dass eine Entlastung im nördlichen Bereich durch eine neue Grundschule im Knoblauchsland erforderlich wird, da die vorhandenen Standorte in Buch und Almoshof das Wachstum nicht auffangen können. Insg. stellt sich die Situation noch komplexer dar: Es könnten nämlich noch Mittelschulbedarfe entstehen, die z.T. in der Dr. Theo-Schöller-Schule zu decken wären. Auf Grund einer möglichen Bebauung im Bereich Kleinreuth h.d.V. (z.B. Areal der heutigen KFZ-Zulassung) wäre wohl eine Beschulung in Thon sinnvoller als an der (zum heutigen Zeitpunkt) zuständigen Hegelschule. Lösungsansatz: Umverteilung von Schülern aus Thon Ost Richtung Forchheimer Str.

Mittlerer Teil (45 Klassen/ ca. 11 Züge)

Die Uhlandgrundschule hat aufgrund der angespannten Raumsituation auch im Kontext mit der Mittelschule derzeit Platz für 4 Züge, die Grundschule wächst und ist ab dem Schuljahr 2023/24 5-zügig, deshalb sind die Schulbauprojekte Umbau der Kleinhallen, Erweiterung und Sanierung notwendig. An der Hegelschule gibt es im Haupthaus inkl. Anbau 1. Bauabschnitt sowie in den Pavillons insgesamt Platz für 24 Klassen (sechs Züge). Davon wird ein Zug (4 Klassen) im Sinne der Inklusion durch die Partnerklassen der Merianschule belegt, somit stehen 5 Züge für die Grundschule zur Verfügung. Der bauliche Zustand der vorhandenen vier Pavillons mit

insgesamt acht Klassenzimmern wird in einigen Jahren die baufachliche Entscheidung über Sanierung oder Abriss/Neubau erforderlich machen. In Abhängigkeit von dieser Entscheidung ist die „Größe“ der Schule neu zu bestimmen. Insgesamt steht momentan für Grundschüler an den Grundschulen Hegel- und Uhlandschule zusammen Platz für 9 Züge (36 Klassen) zur Verfügung. Sollte sich die Schülerprognose 2025/26 für diese beiden Schulen mit 45 Klassen (in 2029/30 sogar 48 Klassen) bewahrheiten, müssen neben der Erweiterung an der Uhlandschule beide Varianten für den bisherigen Sprengel der Hegelschule, die 2016 noch zur Wahl gestanden haben, umgesetzt werden: a) Schulerweiterung am Grundstück Hegelschule (2. Bauabschnitt). b) Umsprengelung: Der Bereich Kleinreuth h.d.V. gehört zum Sprengel der Hegelschule. Je nach baulicher Entwicklung (z.B. Kraftfahrzeugzulassungsstelle, Neubauten entlang der Kilianstr.) können Teile der Schülerschaft auch Richtung Grundschule Thoner Espan geleitet werden. Deshalb wird die ursprünglich 4-zügig geplante Grundschule Forchheimer Str. als jetzt als 5-zügige Grundschule geplant.

Östlicher Teil (77 Klassen/ ca. 19 Züge)

Da die Prognose für 2025/26 eine erhebliche Klassenmehrung von 11 Klassen inklusive der an der Bartholomäussschule vorhandenen 4 Ü-Klassen ergibt und die bestehenden Schulgebäude und Grundstücke bereits ausgelastet sind, wird eine Erweiterungsmöglichkeit an einem Standort im Sprengelgebiet gesucht und es wird zu entsprechenden Sprengelverschiebungen kommen.

3.2.2 Nürnberg West (Großreuth b.Schw., Kohlenhof, Doos)

Das Planungsgebiet umfasst die Grundschulen:

Sprengelnummer GS - Name
11 GS Henry-Dunant-Schule
29 GS Knauer-Schule
38 GS Carl-von-Ossietzky-Schule
42 GS Reutersbrunnenschule
49 GS Michael-Ende-Schule
56 GS Friedrich-Wanderer-Schule
61 GS Georg-Paul-Amberger-Schule2

Abbildung 4

2 Der Sprengel der GS Georg-Paul-Amberger-Schule ist auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde

Das Planungsgebiet lässt sich somit in folgende Teile zerlegen: Nördlicher Teil: GS Friedrich- Wanderer-Schule, GS Reutersbrunnenschule, GS Knauerschule Westlicher Teil: GS Dunant-Schule / GS Tiefes Feld Südöstlicher Teil: GS Carl-v.-Ossietzky-Schule, GS Michael-Ende-Schule, GS Georg-Paul- Amberger-Schule3

Planungsbereiche Nordost, West und Südost

Nördlicher Teil Westlicher Teil (Dunant-Schule) Südöstlicher Teil Gesamt
Schuljahr Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen
2011/2012 1014 48 444 19 930 44 2353+35 109+2
2012/2013 995 46 441 20 955 44 2353+38 108+2
2013/2014 1027 48 458 22 961 45 2411+35 113+2
2014/2015 1073 51 456 21 957 45 2446+40 115+2
2015/2016 1118 53 456 21 928 44 2462+40 116+2
2016/2017 1212 55 434 21 927 45 2542+31 119+2
2017/2018 1195 57 412 20 943 43 2503+47 118+2
2018/2019 1223 57 417 20 942 47 2561+21 122+2
2019/2020 1225 55 436 20 1019 47 2640+40 120+2
2020/2021 1264 56 460 20 991 45 2715 121
2021/2022 1314 59 467 20 1021 46 2803 125
2022/2023 1383 62 493 21 1025 46 2901 129
2023/2024 1441 64 517 22 1019 46 2977 132
2024/2025 1451 65 522 22 1031 47 3003 134
2025/2026 1451 66 539 23 1054 48 3044 137
2026/2027 1443 66 546 23 1054 48 3043 137
2027/2028 1440 67 565 23 1060 48 3066 138
2028/2029 1457 68 596 25 1062 48 3114 141
2029/2030 1477 69 618 26 1059 47 3154 142

*Bis einschließlich 2019/20 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü- Klassen werden in der Prognose nicht sichtbar.

3 Der Sprengel der GS Georg-Paul-Amberger-Schule ist auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde

Der Vergleich der Prognosen 2014, 2016 und 2019 für das Schuljahr 2025/26 zeigt:

nördlicher Teil Westlicher Teil (Dunant-Schule) Südöstlicher Teil Gesamt
Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen
Prognose 1443 66 546 23 1054 48 3043 137
2019
Prognose 1345 60 648 26 905 44 2898 130
2016
Prognose 1135 48 627 26 857 40 2619 114
2014

Südöstlicher Teil (GS Carl-von-Ossietzky-Schule, GS Amberger-Schule, GS Michael-

Ende-Schule)

Der Schülerprognose von bis zu 48 Klassen stehen Kapazitäten für etwa 44 Klassen gegenüber. Die GS Carl-von-Ossietzky-Schule wird künftig 3-zügig, es bestünde dann kein Platz für Ü-Klassen.

Nördlicher Teil (GS Friedrich-Wanderer-Schule, GS Reutersbrunnenschule und GS

Knauerschule)

Durch die Wohnbebauung u. a. vom AEG-Nord- und Quelle-Areal steigen die Klassenzahlen in 2025/26 auf 66 Klassen und in 2029/30 sogar auf 69 Klassen/ ca. 17 Züge an. Der Neubau der Grundschule West ist daher zwingend erforderlich, mit dem Bezirk Mittelfranken laufen bereits die Verhandlungen wegen der Zügigkeit (3 oder 4) am Standort des Zentrums für Hörgeschädigte in der Pestalozzistraße. Auch nach Auszug der Beruflichen Schule 5 aus dem Schulgebäude Reutersbrunnenstr. und dem Umbau inkl. Erweiterung auf dem Gelände der Feuerwache für die GS Reutersbrunnenschule (dann evtl. 6 Züge, ursprünglich geplant 5 Züge) bleibt die Situation räumlich je nach Ausgang der Verhandlungen mit dem Bezirk angespannt. Die GS Knauerschule (3 Züge) kann nicht erweitert werden, die GS Friedrich- Wanderer-Schule kann nicht wie ursprünglich geplant auf 4 Züge zurückgefahren werden, sondern bleibt 5-zügig.

Westlicher Teil (GS Henry-Dunant-Schule, GS Tiefes Feld)

Die Bebauung im Tiefen Feld schiebt sich gegenüber den Annahmen im Jahr 2014 und 2016 nach hinten. Durch den Prognosehorizont wird die Bautätigkeit Tiefes Feld in 2025/26 nicht sichtbar, sondern ist erst ab 2028/29 langsam erkennbar. Im Endaufwuchs des Tiefen Felds und mit den Nachverdichtungen wird von 5 Zügen an der Henry-Dunant-Schule und einer 4zügigen GS im Tiefen Feld ausgegangen, diese kann dann einige Schüler aus Höfen aufnehmen und die GS Friedrich-Wanderer-Schule entlasten.

3.2.3 Nürnberg Mitte/Ost (Galgenhof, Zabo, Laufamholz)

Das Planungsgebiet umfasst die Grundschulen:

Sprengelnummer GS - Name
09 GS Theodor-Billroth-Schule
15 GS Kopernikusschule
25 GS Insel Schütt
33 GS Schule Laufamholz
39 GS Paniersplatz
47 GS Scharrerschule
53 GS Thusnelda-Schule
55 GS Viatisstraße incl. Dep. Siedlerstr.
62 GS Bartholomäusschule
63 GS Holzgartenschule4
64 GS Wiesenschule

4 Die Sprengel der GS Holzgartenschule und GS Wiesenschule sind auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde aufgeteilt. Die Schulen sind deshalb in der Planungszone Ost und Süd

Abbildung 5

Das Planungsgebiet lässt sich in folgende Teile zerlegen: Nord: GS Paniersplatz, GS Insel Schütt, GS Bartholomäusschule5 Ost: GS Theodor-Billroth-Schule, GS Schule Laufamholz, GS Thusnelda-Schule, GS Viatisstraße (incl. Dependance Siedlerstr.) West: GS Kopernikusschule, GS Scharrerschule, GS Holzgartenschule, GS Wiesenschule6

5 Die Bartholomäusschule muss im Zusammenhang sowohl mit den Schulen Bismarckstr. und Grimmstr., als auch den Schulen Insel Schütt und Paniersplatz gesehen werden und ist deshalb in den Planungszonen Nord und Ost berücksichtigt. 6 Die Sprengel der GS Holzgartenschule und GS Wiesenschule sind auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde aufgeteilt. Die Schulen sind deshalb in der Planungszone Ost und Süd

nördlicher Teil Altstadt, Wöhrd östlicher Teil Laufamholz, Tullnau, Zabo westlicher Teil Südstadt Gesamt
Schuljahr Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen
2011/2012 596 32 1141 50 1847 84 3529+55 163+3
2012/2013 580 32 1170 49 1879 86 3570+59 163+4
2013/2014 589 32 1132 48 1852 86 3517+56 162+4
2014/2015 661 34 1138 49 1903 87 3630+72 166+4
2015/2016 718 39 1132 50 1906 88 3637+119 169+8
2016/2017 765 41 1149 50 2020 90 3798+136 172+9
2017/2018 736 40 1162 49 2019 91 3808+109 171+9
2018/2019 752 40 1166 51 1988 91 3782+124 173+9
2019/2020 712 38 1189 50 1962 90 3777+86 171+7
2020/2021 661 32 1159 50 1997 91 3817 173
2021/2022 719 34 1178 51 2047 95 3944 180
2022/2023 788 36 1189 53 2110 97 4087 186
2023/2024 849 38 1192 55 2195 100 4236 193
2024/2025 882 39 1207 57 2248 104 4337 200
2025/2026 928 40 1205 58 2289 104 4422 202
2026/2027 942 40 1183 57 2302 104 4426 201
2027/2028 945 40 1170 57 2304 103 4419 200
2028/2029 951 40 1152 56 2285 100 4387 196
2029/2030 943 40 1140 56 2281 100 4364 196

*Bis einschließlich 2019/2020 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü- Klassen werden in der Prognose nicht sichtbar.

Der Vergleich der Prognosen 2014, 2016 und 2019 für das Schuljahr 2025/26 zeigt:

nördlicher Teil Altstadt, Wöhrd östlicher Teil Laufamholz, Tullnau, Zabo westlicher Teil Südstadt Gesamt
Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen
Prognose 928 40 1205 58 2289 104 4422 202
2019
Prognose 761 34 1244 60 2186 96 4191 190
2016 96
Prognose 744 40 1008 48 1948 88 3700 176
2014 88

Nördlicher Teil: Der Raumbestand der drei Grundschulen reicht für ca. 40 Klassen, somit ist aber kein Platz mehr für die Ü-Klassen vorhanden. Auch die in 2016 geplante Entlastung der GS Bismarckschule durch die GS Bartholomäusschule ist aufgrund der aktuellen Prognosedaten nicht mehr möglich.

Östlicher Teil: In der jetzigen Prognose stehen einem Raumbestand für etwa 48 Klassen nun Bedarfe von ca. 58 Klassen gegenüber. Raumbedarfe ergeben sich mit 2 Klassen an der GS Laufamholz und jeweils 4 Klassen an der Thusneldaschule und der GS Zerzabelshof (Viatisstr., Dep. Siedlerstr.). Am Standort Siedlerstraße soll deshalb ein Neu- bzw. Erweiterungsbau erfolgen, an der Thusneldaschule reichen die Kapazitäten nicht mehr für eine Grund- und eine Mittelschule aus, deshalb soll für die Mittelschule ein neuer Standort gemeinsam mit der Mittelschule Scharrerschule gesucht werden. In Laufamholz wird die Klassenmehrung durch die Erweiterung der Schule auf dem bereits gekauften angrenzenden Grundstück aufgefangen.

Westlicher Teil: Auch hier wächst laut Prognose die Schülerzahl weiter. Die scheinbaren Raumkapazitäten an der Scharrerschule sind bereits in dem Neubauprojekt mit gemeinschaftlicher Planung von Ganztagsschule und Hort verarbeitet. Raumbedarfe werden insbesondere an der Kopernikusschule (4 Klassen), an der Holzgartenschule (3 Klassen) und der Wiesenschule (5 Klassen) erwartet. Alle drei Schulen haben keine Erweiterungsflächen, deshalb soll am Standort Schönweißstraße nach Auszug der Berufsschule 14 eine neue Grundschule

gegründet werden, die sich den Gebäudekomplex Schönweißstr. 7 dann mit der vorhandenen Berufsschule 4 teilt.

3.2.4 Nürnberg Süd (Südstadt, Maiach, Gartenstadt)

Das Planungsgebiet umfasst die Grundschulen:

Sprengelnummer GS - Name
21 GS Friedrich-Wilhelm-Herschel-Schule
30 GS Ketteler-Schule
32 GS Maiacher Grundschule
51 GS Sperberschule
41 GS Regenbogenschule
63 GS Holzgartenschule
64 GS Wiesenschule7

7 Die Sprengel der GS Holzgartenschule und GS Wiesenschule sind auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde aufgeteilt. Die Schulen sind deshalb in der Planungszone Ost und Süd

Abbildung 6

Das Planungsgebiet wird zerlegt in die Teile:  Gartenstadt, Falkenheim und Kettelersiedlung (Ketteler-Schule, Regenbogen-Schule),  Werderau (GS Maiacher Str.)  Nördlicher Teil mit den Stadtvierteln: Sandreuth, Steinbühl, Rabus, Hasenbuck (Friedrich-Wilhelm-Herschel-Schule, Sperberschule, Holzgartenschule, Wiesenschule)

nördlicher Teil GS Maiach Gartenstadt Kettelersdlg. Gesamt
Schuljahr Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen
2011/2012 1656 79 250 12 353 17 2259 108
2012/2013 1647 80 233 12 335 16 2215 108
2013/2014 1662 80 227 11 379 18 2268 109
2014/2015 1754 83 251 12 383 18 2388 113
2015/2016 1823 85 232 12 419 18 2474 115
2016/2017 1921 89 229 12 404 18 2554 119
2017/2018 1933 89 244 12 394 18 2571 119
2018/2019 1895 87 237 12 396 17 2528 116
2019/2020 1912 87 234 12 389 17 2535 116
2020/2021 1965 89 258 12 403 19 2625 120
2021/2022 2000 92 267 12 408 21 2675 125
2022/2023 2045 94 275 12 414 23 2733 129
2023/2024 2094 96 272 12 426 24 2792 132
2024/2025 2127 99 259 12 421 24 2806 135
2025/2026 2157 101 253 12 417 23 2826 136
2026/2027 2147 101 246 12 415 22 2808 135
2027/2028 2138 101 252 12 404 21 2794 134
2028/2029 2113 98 250 12 400 20 2763 130
2029/2030 2104 96 248 12 398 20 2750 128

*Bis einschließlich 2019/20 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü-Klassen werden in der Prognose nicht sichtbar.

Der Vergleich der Prognosen 2014, 2016 und 2019 für das Schuljahr 2025/26 zeigt:

nördlicher Teil GS Maiach Gartenstadt Kettelersdlg. Gesamt
Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen
Prognose 2019 2157 101 253 12 417 23 2827 136
Prognose 2016 1894 88 229 12 415 20 2538 120
Prognose 2014 1727 76 228 12 405 20 2360 108

GS Maiach: Die Grundschule bleibt stabil dreizügig und wird gemeinsam mit der Mittelschule Süd (Ersatzneubau für die MS Herschelplatz) in der Werderau neu gebaut.

Gartenstadt (Regenbogenschule / Kettelersiedlung): Im Zusammenspiel sollte es möglich sein, die Schüler unterzubringen. Im Zweifel werden wie in früheren Jahren Außenklassen an der Mittelschule in der Saarbrückener Str. zu bilden sein. Für die Mittelschüler ist Platz in der neu zu errichtenden Mittelschule Süd in der Werderau.

Nördlicher Teil: Die Erweiterung der Grundschulkapazitäten im Herschelschulhaus nach Auszug der Mittelschule sowie der Bau einer 5-zügigen Grundschule im Neubaugebiet Lichtenreuth, Brunnecker Straße, sollen neben der oben bereits beschriebenen GS Schönweißstraße die erforderlichen Raumkapazitäten in der Südstadt bringen. Der Zuwachs an der Grundschule Sperberschule kann nur über die Mittelschule gelöst werden. Die Grundschulsprengel in der Südstadt müssen dann insgesamt verändert werden.

3.2.5 Nürnberg Südwest (Kornburg, Eibach, Gebersdorf)

Das Planungsgebiet umfasst die Grundschulen:

GS-Sprengelnummer Name
08 GS Max-Beckmann-Grundschule
12 GS Erich-Kästner-Schule incl. Dep. Reichelsdorfer Schulgasse
14 GS Nürnberg-Eibach incl. Dep. Hopfengartenweg
20 GS Birkenwald-Schule
28 GS Nürnberg-Katzwang
31 GS Martin-Luther-King-Schule
44 GS Helene-von-Forster-Schule
61 GS Georg-Paul-Amberger-Schule8
65 GS Gebersdorf

8 Der Sprengel der GS Georg-Paul-Amberger-Schule ist auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde

Abbildung 7

Eine Betrachtung auf der Ebene: a) Nördlicher Teil: GS Gebersdorf, GS-Georg-Paul-Amberger-Schule 9, GS-Birkenwaldschule, GS Helene-von-Forster Schule und GS Nürnberg - Eibach (Fürreuthweg und Hopfengartenweg) b) Mittlerer Teil: GS Erich-Kästner-Schule (incl. Reichelsdorfer Schulgasse) c) Südlicher Teil: GS Nürnberg-Katzwang, Max-Beckmann-GS, GS Martin-Luther-King- Schule zeigt:

nördlicher Teil mittlerer Teil (Erich-Kästner- Schule) südlicher Teil Gesamt
Schuljahr Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen
2011/2012 1390 64 315 14 674 28 2379 106
2012/2013 1383 64 276 13 642 27 2301 104
2013/2014 1448 69 286 14 647 28 2347+34 108+3
2014/2015 1488 70 290 14 647 28 2352+73 108+4
2015/2016 1478 70 305 14 685 31 2405+63 111+4
2016/2017 1482 70 334 15 722 33 2470+68 114+4
2017/2018 1425 68 380 16 745 34 2489+61 114+4
2018/2019 1449 69 407 18 761 35 2566+51 118+4
2019/2020 1443 68 394 17 777 35 2574+40 117+3
2020/2021 1432 67 393 17 803 35 2628 119
2021/2022 1459 69 389 17 799 35 2647 121
2022/2023 1471 68 384 16 800 36 2655 120
2023/2024 1525 69 405 17 780 35 2710 121
2024/2025 1531 68 412 17 748 35 2691 120
2025/2026 1564 69 406 17 744 34 2714 120
2026/2027 1561 70 400 17 739 33 2701 120
2027/2028 1572 70 392 16 744 33 2708 119
2028/2029 1576 70 385 16 743 32 2705 118
2029/2030 1566 69 384 16 743 32 2693 117

*Bis einschließlich 2019/20 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen,

9 Der Sprengel der GS Georg-Paul-Amberger-Schule ist auf zwei unterschiedliche Mittelschulverbünde

können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü-Klassen werden in der Prognose nicht sichtbar. Der Vergleich der Prognosen 2014, 2016 und 2019 für das Schuljahr 2025/26 zeigt:

nördlicher Teil mittlerer Teil (Erich-Kästner- Schule) südlicher Teil Gesamt
Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen
Prognose 2019 1564 69 406 17 744 34 2714 120
Prognose 2016 1509 68 421 18 850 40 2780 126
Prognose 2014 1554 72 319 16 819 37 2692 125

Nördlicher Teil

An der Helene-von-Forster-Schule (am Röthenbacher Landgraben) pendeln sich die Schülerzahlen auf ca. 300 Schüler ein, so dass mit 14 Klassen gerechnet werden muss. Durch Sprengelveränderungen könnten die Raumreserven an der Birkenwaldschule für die Schüler vom Röthenbacher Landgraben genutzt werden. In der Birkenwaldschule sind aktuell 3 Ü-Klassen untergebracht. Die Ü-Schüler wären anderweitig unterzubringen. Die Verlagerung der Ü-Schüler hätte den Nachteil, dass die Kooperation im Ü-Bereich im Schulhaus an der Herriedener Str. (Robert-Bosch-Mittelschule und Birkenwaldschule) entfiele. An der Grundschule Nürnberg - Eibach (Fürreuthweg) entsteht ein Neubau, hierbei ist der Schüleranstieg auf knapp 450 Schüler zu berücksichtigen, es werden 2 Klassen mehr als ursprünglich erwartet. Das Gelände Fürreuthweg dient temporär auch zur Auslagerung von Teilen des Schulzentrums Südwest in der Bauphase des SSW.

Mittlerer Teil

Bei den baulichen Maßnahmen in der Reichelsdorfer Schulgasse wurden die Möglichkeiten des Grundstücks in vollem Umfang genutzt. Auf Grund seines Zustands wird das Haupthaus der GS Erich-Kästner-Schule in den nächsten Jahren zur Sanierung oder zum Abriss/Neubau anstehen. Die Schülerzahlen wachsen nicht so stark wie 2016 prognostiziert, jedoch ist von einer 4,5 Zügigkeit auszugehen.

Südlicher Teil

Die zu erwartenden Bauprogramme in Worzeldorf Süd bzw. Kornburg lassen keinen so eklatanten Schüleranstieg erwarten wie es sich in 2016 abgezeichnet hatte. Die Martin- Luther-King-Schule wird stabil 2-zügig werden, hier sind die Raumkapazitäten vorhanden, an der Max-Beckmann-Schule ist ein 4-Zügigkeit mit einer leichten Tendenz nach oben zu erwarten, daher wird beim Erweiterungsbau mit 18 Klassen geplant.

3.2.6 Nürnberg Südost (Bauernfeindsdlg., Langwasser, Altenfurt, Brunn)

Das Planungsgebiet umfasst die Grundschulen:

GS-Sprengelnummer Name
07 GS Bauernfeindschule
13 GS Fischbach
16 GS Georg-Ledebour-Schule
18 GS Altenfurt
26 GS Adalbert-Stifter-Schule
45 GS Astrid-Lindgren-Schule
60 GS Gretel-Bergmann-Schule incl. Dep. Zugspitzstraße

Abbildung 8

Zum Planungsbereich gehören auch noch die im Reichswald liegenden Ortsteile Brunn, Netzstall und Birnthon.

Von folgenden Prämissen wird ausgegangen:  Die Sprengel Fischbach und Altenfurt sind in sich abgeschlossen.  Die Bahnanlagen teilen Langwasser in einen

Dep. Zugspitzstr.) und

Astrid-Lindgren-Schule).

Die Schülerzahlen entwickeln sich gemäß Prognose:

nordwestlicher Teil Langwasser südöstlicher Teil Langwasser Altenfurt Fischbach Gesamt
Schuljahr Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen
2011/2012 608 30 577 27 483 21 1617+51 75+3
2012/2013 621 33 566 26 459 20 1567+79 73+6
2013/2014 643 34 531 26 449 20 1539+84 74+6
2014/2015 684 34 547 28 429 20 1569+91 76+6
2015/2016 722 36 564 29 449 21 1622+113 79+7
2016/2017 726 37 565 30 474 22 1689+76 82+7
2017/2018 746 36 623 34 506 23 1766+109 87+6
2018/2019 745 40 581 30 507 22 1738+95 84+8
2019/2020 722 36 598 30 498 21 1742+76 81+6
2020/2021 657 30 619 30 506 22 1782 82
2021/2022 641 29 636 30 513 23 1790 82
2022/2023 647 28 631 30 538 25 1817 83
2023/2024 647 28 637 30 562 27 1846 85
2024/2025 614 27 633 30 555 26 1802 83
2025/2026 623 28 615 29 548 26 1786 83
2026/2027 605 28 610 29 539 25 1754 82
2027/2028 594 28 596 29 532 24 1723 81
2028/2029 592 27 596 30 527 24 1716 81
2029/2030 586 26 593 31 521 24 1700 81

*Bis einschließlich 2019/20 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. In der Summenspalte werden sie noch einmal extra ausgewiesen. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü-Klassen werden in der Prognose nicht sichtbar.

Der Vergleich der Prognosen 2014, 2016 und 2019 für das Schuljahr 2025/26 zeigt:

nordwestlicher Teil Langwasser südöstlicher Teil Langwasser Altenfurt Fischbach Gesamt
Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen
Prognose 623 28 615 29 548 26 1786 83
2019
Prognose 724 34 566 28 560 24 1850 86
2016 24
Prognose 585 28 615 32 578 28 1778 88
2014 28

Nordwestlicher Teil (GS Bauernfeindstr., GS Gretel-Bergmann-Schule mit Dep.

Zugspitzstr.)

Die Baumaßnahme an der Bauernfeindschule soll voraussichtlich vor Beginn des Schuljahres 2020/21 fertig gestellt sein. Dann genügt das Raumangebot für die eigenen 8 - 9 Klassen sowie etwa 3 - 4 Ü-Klassen. Die GS Gretel-Bergmann-Schule ist 2018/2019 in Betrieb gegangen, der Turnhallenneubau an der Dependance Zugspitzstraße wurde zum Schuljahresbeginn 2019/2020 fertiggestellt, so dass die 5-zügige Grundschule und die 3 – 4 Klassen Ü-Klassen untergebracht werden können. In einem zweiten Bauabschnitt an der Zugspitzstr. ist ein Ersatzneubau mit Bezug zum Schuljahr 2024/2025 geplant.

Südöstlicher Teil (Georg-Ledebour-Schule., Astrid-Lindgren-S., Adalbert-Stifter-S.) Es ist Platz für 28 Klassen. Änderungen an den Sprengelgrenzen bzw. Umverteilungen/Zuweisungen über die Sprengelgrenzen werden ggf. erforderlich sein.

Altenfurt, Fischbach

Die GS Fischbach wird 3-zügig. Altenfurt bildet bei einer 3-Zügigkeit voraussichtlich relativ große Klassen, so dass in Einzelfällen eine vierte Parallelklasse nötig wird. Diese kann im vorhandenen Raumbestand untergebracht werden, was u.U. zu Lasten einer Mittelschulklasse an der MS Altenfurt gehen könnte.

4 Die Mittelschulen

Es sind 15 der 23 Mittelschulen bzw. 15 der 51 Grundschulstandorte (plus 6 Dependancen) jeweils in einem Gebäudekomplex mit der anderen Schulart untergebracht. Räumliche Änderungen im Mittelschulbereich oder an Grundschulen wirken sich regelmäßig auch auf die andere Schulart aus. Deshalb werden in diesem Kapitel auch die Gesamtschülerzahlen beider Schularten diskutiert.

4.1 Die Mittelschulverbünde – erster Überlick

Summe öffentliche Mittelschulen
Schuljahr - r e ül h c S 5. r ü f al nti e ot p g. J - s g n u ul h c s n Ei e ot u q 5. Jg. Ü r e ül h c S ∑ n e s s a Kl ∑
r e ül h c S n e s s a Kl r e ül h c S Ø e s s a Kl e j r e ül h c S 2 n e s s a Kl r e ül h c S Ø e s s a Kl e j
2011/2012 3619 34% 1225 58 21,12 216 13 17 6897 355
2012/2013 3678 33% 1213 58 20,91 277 16 17 6932 352
2013/2014 3574 35% 1251 60 20,85 327 23 14 7065 358
2014/2015 3414 33% 1141 60 19,02 392 24 16,33 7210 361
2015/2016 3416 34% 1167 56 20,84 523 29 18,03 7419 370
2016/2017 3532 34% 1216 59 20,61 671 40 16,78 7661 378
2017/2018 3636 33% 1200 58 20,69 609 40 15,23 7650 379
2018/2019 3790 35% 1320 65 20,31 627 39 16,08 7815 380
2019/2020 3798 34% 1285 61 21,07 504 34 14,82 7766 383
g n u n h c e r h c o H st e r g d J n 4. Ki - 1. 2020/2021 3846 33% 1251 61 20,51 7343 343
2021/2022 3788 35% 1342 63 21,30 7517 347
2022/2023 4003 33% 1315 62 21,21 7697 356
2023/2024 3936 36% 1417 68 20,84 7819 363
n e r o b e g d n si r e d n Ki 2024/2025 4284 33% 1394 66 21,12 7904 363
2025/2026 4204 35% 1468 70 20,97 8147 372
2026/2027 4428 33% 1469 70 20,99 8309 379
2027/2028 4404 33% 1457 70 20,81 8475 388
2028/2029 4382 33% 1455 70 20,79 8557 395
ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki 2029/2030 4369 33% 1458 70 20,83 8634 398
2030/2031 4374 33% 1462 70 20,89 8654 396
2031/2032 4374 33% 1460 69 21,16 8639 394
2032/2033 4369 33% 1453 70 20,76 8626 393

*Bis einschließlich 2019/20 sind die Ü-Klassen in die Ist-Zahlen eingerechnet. Da diese Schüler nicht aus der Einwohnerrechnung des Sprengels erwachsen, können sie in der Prognose nicht fortgerechnet werden, d.h. die Raumbedarfe Ü-Klassen werden in der Prognose nicht sichtbar.

In den Mittelschulen kommen die geburtenstarken Jahrgänge erst versetzt an, so ist ab 2029/2030 mit über 8.600 Schülern (plus Ü-Schüler) zu rechnen, dies bedeutet inkl. der derzeit vorhandenen 34 Ü-Klassen ein Defizit von mindestens 49 allgemeinen Unterrichtsräumen. Auch hier muss die Betrachtung über die Mittelschulverbünde erfolgen. Es bestehen die folgenden Verbünde; bei Schulen mit einer Grundschule im Gebäude(komplex) ist jeweils die GS bzw. bei M-Klassen ein (M) und bei Vorklassen ein (9+2) vermerkt:

  1. Nord MS Friedrich-Staedtler-Schule (GS, 9+2) MS Dr-Theo-Schöller-Schule (GS) MS Ludwig-Uhland-Schule (GS, M) MS Konrad-Groß-Schule (GS) MS Bismarckschule (GS, M)

  2. West MS Carl-von-Ossietzky-Schule (GS, 9+2) MS Johann-Daniel-Preißler-Schule (M) MS St.-Leonhard (9+2)

  3. Mitte/Ost MS-Hummelsteiner Weg (M) MS-Insel-Schütt (GS, M) MS Scharrerschule (GS, M) MS Thusnelda-Schule (GS, 9+2, M)

  4. Südstadt MS Friedrich-Wilhelm-Herschel-Schule (GS, M) (->Neubau Mittelschule Süd in der Werderau) MS Georg-Holzbauer-Schule (9+2, M) MS Sperberschule(GS, M)

  5. Südwest MS Katzwang (GS) MS Robert-Bosch-Schule (GS, M) MS Schlößleinsgasse

  6. Südost MS Adalbert-Stifter-Schule (GS, M) MS Altenfurt (GS, 9+2, M) MS Bertolt-Brecht-Schule (9+2) MS Georg-Ledebour-Schule (GS, M) MS Neptunweg

Abbildung 9

4.2 Schülerprognosen auf Ebene der Mittelschulverbünde

4.2.2 Nürnberg Nord (Knoblauchsl., Schniegling, Nordstadt, Erlenst., Buchenbühl)

Der Mittelschulverbund wird gebildet von den Mittelschulen:

MS Friedrich-Staedtler-Schule (2019/20: 7 Klassen) (GS) MS Bismarckschule (2019/20: 15 Klassen) (GS) MS Dr.-Theo-Schöller-Schule (2019/20: 16+8 Ü-Klassen) (GS) MS Ludwig-Uhland-Schule (2019/20: 18 Klassen) (GS) MS Konrad-Groß-Schule (2019/20: 11+3 Ü-Klassen) (GS)

Schulgebäude in Kombination mit einer Grundschule sind gekennzeichnet (GS). Insgesamt sind im Schuljahr 2019/20 im Verbund 67 Mittelschulklassen und 11 Übergangsklassen der Mittelschule vorhanden.

Abbildung 10

Schuljahr Schüler- potential für 5. Jg. Summe Schüler Summe Klassen durchschnittliche Klassengröße
st I r e ül h c S 2011/2012 1042 1480 78
2012/2013 1022 1480 77
2013/2014 975 1421 75
2014/2015 1010 1410 74 19,05
2015/2016 1052 1442 74 19,49
2016/2017 1062 1469 75 19,59
2017/2018 1149 1516 79 19,19
2018/2019 1125 1567 76 20,62
2019/2020 1100 1537 78 19,71
g n u n h c e r h c o H . st r e g d J n 4. Ki - 1. 2020/2021 1107 1396 64 21,82
2021/2022 1177 1415 64 22,11
2022/2023 1212 1462 67 21,82
2023/2024 1291 1504 71 21,19
n e r o b e g d n si r e d n Ki 2024/2025 1284 1550 72 21,53
2025/2026 1344 1617 72 22,46
2026/2027 1365 1677 74 22,66
2027/2028 1350 1736 77 22,54
2028/2029 1350 1773 80 22,16
ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki 2029/2030 1356 1797 81 22,19
2030/2031 1356 1814 80 22,68
2031/2032 1354 1817 82 22,16
2032/2033 1349 1815 81 22,41

2019/2020 incl. Übergangsklassen 164Sch. 11 Klassen 2020/2021 excl. Übergangsklassen

.

durchführen (durchschnittliche Klassengröße ca. 19,5). Verglichen mit den Prognosen von 2014 und 2016 für das Schuljahr 2024/25 zeigt sich:

Schuljahr 2024/25 Schülerpotential für 5. Jg. Summe Schüler Summe Klassen durchschnittliche Klassengröße
Prognose 2019 1284 1550 72 21,53
Prognose 2019 mit reduzierter Klassengröße s.o. s.o. 80 19,38
Prognose 2016 1152 1575 75 21,00
Prognose 2016 mit reduzierter Klassengröße s.o. s.o. 81 19,45
Prognose 2014 1021 1368 66 20,73

Der Raumbestand genügt für etwa 74 Klassen. Bis 2024/25 ergibt die Schülerprognose je nach durchschnittlicher Klassengröße 72 bis 80 Klassen + Ü Klassen (aktuell 11). Bis 2029/30 ergibt die Schülerprognose je nach durchschnittlicher Klassengröße 81 bis 92 Klassen + Ü Klassen (kein Vergleich mit 2014 und 2016 möglich). D.h., es ergibt sich ein Ausbaubedarf der Mittelschulen im Bereich von 18 bis 29 Klassen bis 2029/30.

4.2.3 Nürnberg West (Großreuth b. Schw., Kohlenhof, Doos)

Der Mittelschulverbund wird gebildet von den Mittelschulen:

MS Carl-von-Ossietzky-Schule (2019/20: 15 Klassen) (GS) MS Johann-Daniel-Preißler-Schule (2019/20: 31 Klassen) MS St.-Leonhard (2019/20: 21 Klassen + 5 Ü-Klassen)

Schulgebäude in Kombination mit einer Grundschule sind gekennzeichnet (GS).

Abbildung 11

Schuljahr Schüler- potential für 5. Jg. Summe Schüler Summe Klassen durchschnittliche Klassengröße
st I r e ül h c S 2011/2012 743 1119 60
2012/2013 691 1159 60
2013/2014 682 1200 60
2014/2015 701 1253 63 19,89
2015/2016 703 1267 63 20,11
2016/2017 760 1424 70 20,34
2017/2018 689 1449 71 20,41
2018/2019 739 1453 72 20,18
2019/2020 743 1450 72 20,14
g n u n h c e r h c o H st e r g d J n 4. Ki - 1. 2020/2021 742 1386 65 21,32
2021/2022 834 1458 65 22,43
2022/2023 827 1489 66 22,56
2023/2024 855 1527 67 22,80
n e r o b e g d n si r e d n Ki 2024/2025 851 1555 67 23,22
2025/2026 897 1613 69 23,38
2026/2027 904 1647 72 22,88
2027/2028 877 1666 74 22,51
2028/2029 890 1683 76 22,15
ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki 2029/2030 900 1706 78 21,88
2030/2031 922 1718 78 22,03
2031/2032 930 1729 76 22,75
2032/2033 938 1748 76 23,00

2019/2020 incl. Übergangsklassen 95Sch. 5 Klassen 2020/2021 excl. Übergangsklassen

durchführen (durchschnittliche Klassengröße ca. 19,5). Verglichen mit den Prognosen von 2014 und 2016 für das Schuljahr 2024/25 zeigt sich:

Schuljahr 2024/25 Schülerpotential für 5. Jg. Summe Schüler Summe Klassen durchschnittliche Klassengröße
Prognose 2019 851 1555 67 23,22
Prognose 2019 mit reduzierter Klassengröße s.o. s.o. 80 19,44
Prognose 2016 828 1470 68 21,61
Prognose 2016 mit reduzierter Klassengröße s.o. s.o. 77 19,50
Prognose 2014 820 1458 63 23,15

An der Carl-von-Ossietzky-Schule ist insgesamt Platz für etwa 22 Klassen; davon sind 12 Räume (ohne Ü-Klassen) für Grundschulklassen nötig. Der Raumbestand genügt dann zusammen mit den Standorten Preißlerschule (25) und MS St. Leonhard (25) für etwa 60 Klassen. Bis 2024/25 ergibt die Schülerprognose je nach durchschnittlicher Klassengröße 67 bis 80 Klassen + Ü Klassen (aktuell 5). Bis 2029/30 ergibt die Schülerprognose je nach durchschnittlicher Klassengröße 78 bis 88 Klassen + Ü Klassen (kein Vergleich mit 2014 und 2016 möglich). D.h., es ergibt sich ein Ausbaubedarf der Mittelschulen im Verbund Nürnberg- West von 23 bis 33 Klassen bis 2029/30.

4.2.4 Nürnberg Mitte/Ost (Galgenhof, Zabo, Laufamholz)

Der Mittelschulverbund wird gebildet von den Mittelschulen:

MS Hummelsteiner Weg (2019/20: 21 + 4 Ü-Klassen) MS Insel-Schütt (2019/20: 14 Klassen) (GS) MS Scharrerschule (2019/20: 20 Klassen) (GS) MS Thusnelda-Schule (2019/20: 11 Klassen) (GS)

Schulgebäude in Kombination mit einer Grundschule sind gekennzeichnet (GS).

Abbildung 12

Schuljahr Schüler- potential für 5. Jg. Summe Schüler Summe Klassen durchschnittliche Klassengröße
st I r e ül h c S 2011/2012 985 1323 70
2012/2013 1012 1286 65
2013/2014 936 1289 63
2014/2015 956 1299 64 20,30
2015/2016 988 1378 70 19,69
2016/2017 979 1454 71 20,48
2017/2018 1084 1422 69 20,61
2018/2019 1032 1453 69 21,06
2019/2020 1096 1474 70 21,06
g n u n h c e r h c o H st e r g d J n 4. Ki - 1. 2020/2021 994 1405 66 21,29
2021/2022 1069 1444 68 21,24
2022/2023 1069 1471 71 20,72
2023/2024 1138 1473 71 20,75
n e r o b e g d n si r e d n Ki 2024/2025 1130 1491 73 20,43
2025/2026 1219 1550 75 20,67
2026/2027 1229 1608 76 21,15
2027/2028 1253 1653 78 21,19
2028/2029 1223 1685 78 21,60
ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki 2029/2030 1222 1715 80 21,44
2030/2031 1214 1728 80 21,60
2031/2032 1207 1726 80 21,57
2032/2033 1197 1714 80 21,42

2019/2020 incl. Übergangsklassen 71Sch. 4 Klassen 2020/2021 excl. Übergangsklassen

durchführen (durchschnittliche Klassengröße ca. 19,5). Verglichen mit den Prognosen von 2014 und 2016 für das Schuljahr 2024/25 zeigt sich:

Schuljahr 2024/25 Schülerpotential für 5. Jg. Summe Schüler Summe Klassen durchschnittliche Klassengröße
Prognose 2019 1130 1491 73 20,43
Prognose 2019 mit reduzierter Klassengröße s.o s.o 76 19,62
Prognose 2016 1149 1612 77 20,93
Prognose 2016 mit reduzierter Klassengröße s.o s.o 83 19,42
Prognose 2014 1040 1312 63 20,83

In 2029/30 ergibt die Schülerprognose je nach durchschnittlicher Klassengröße 80 bis 88 Klassen + Ü Klassen (kein Vergleich mit 2014 und 2016 möglich). Entwickeln sich die Schülerzahlen gemäß Prognose, besteht je nach durchschnittlicher Klassengröße im Mittelschulverbund ein zusätzlicher Mangel an Raumkapazitäten für etwa 10 bis 18 Klassen, denn vor allem an der Scharrerschule herrscht bereits jetzt akuter Raummangel. Um die Standorte Thusneldaschule und Scharrerschule, an denen auch die Grundschulbedarfe erheblich ansteigen zu entlasten, soll ein gemeinsamer neuer Mittelschulstandort Ost gesucht werden. Da die Südstadtschulen als eine Einheit gesehen werden müssen, werden diese Mängel im folgenden Abschnitt noch einmal dargestellt.

4.2.5 Nürnberg Süd (Südstadt, Maiach, Gartenstadt)

Der Mittelschulverbund wird gebildet von den Mittelschulen:

MS Friedrich-Wilhelm-Herschel-Schule (2019/20: 28 Klassen) (GS) MS Georg-Holzbauer-Schule (2019/20: 12 Klassen) MS Sperberschule (2019/20: 19 Klassen) (GS)

Im Zusammenhang damit sind die Schulen aus dem Planungsbereich Mitte / Ost (0) zu sehen:

MS Hummelsteiner Weg (2019/20: 21 + 4 Ü-Klassen) MS Scharrerschule (2019/20: 20 Klassen) (GS)

Insgesamt (2019/20: 100 Klassen + 4 Ü-Klassen)

Schulgebäude in Kombination mit einer Grundschule sind gekennzeichnet (GS).

Abbildung 13

In der Graphik am oberen rechten Rand: Scharrerschule

Für die fünf Mittelschulen (Georg-Holzbauer-Schule, Herschel-Schule, Sperberschule, Hummelsteiner Weg, Scharrerschule) ergibt die Schülerprognose:

Schuljahr Schüler- potential für 5. Jg. Summe Schüler Summe Klassen durchschnittliche Klassengröße
st I r e ül h c S 2011/2012 1237 1872 95
2012/2013 1201 1882 94
2013/2014 1143 1912 94
2014/2015 1182 1923 94 20,46
2015/2016 1219 1988 99 20,08
2016/2017 1228 2090 99 21,11
2017/2018 1390 2068 97 21,32
2018/2019 1295 2181 101 21,59
2019/2020 1320 2209 104 21,24
g n u n h c e r h c o H st e r g d J n 4. Ki - 1. 2020/2021 1280 2184 98 22,29
2021/2022 1345 2233 99 22,56
2022/2023 1325 2290 101 22,67
2023/2024 1437 2329 102 22,83
n e r o b e g d n si r e d n Ki 2024/2025 1398 2330 102 22,84
2025/2026 1477 2380 106 22,45
2026/2027 1482 2422 107 22,63
2027/2028 1519 2482 110 22,56
2028/2029 1467 2498 109 22,92
ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki 2029/2030 1470 2520 111 22,70
2030/2031 1464 2526 111 22,76
2031/2032 1458 2523 111 22,73
2032/2033 1449 2506 111 22,57

2019/2020 incl. Übergangsklassen 71Sch. 4 Klassen 2020/2021 excl. Übergangsklassen

durchführen (durchschnittliche Klassengröße ca. 19,5). Verglichen mit den Prognosen von 2014 und 2016 für das Schuljahr 2024/25 zeigt sich:

Schuljahr 2024/25 Schülerpotential für 5. Jg. Summe Schüler Summe Klassen durchschnittliche Klassengröße
Prognose 2019 1398 2330 102 22,84
Prognose 2019 mit reduzierter Klassengröße s.o. s.o. 119 19,58
Prognose 2016 1365 2223 99 22,46
Prognose 2016 mit reduzierter Klassengröße s.o. s.o. 114 19,50
Prognose 2014 1260 1911 86 22,23

Die Planungen für die Mittelschule Süd in der Werderau laufen. Nach Fertigstellung sollten an Kapazitäten vorhanden sein:

Schule Kapazität in Klassen
Scharrerschule 18
Hummelsteiner Weg 20
Sperberschule 20
Herschelschule (Auszug MS) 0
Georg-Holzbauer-Schule 10
Mittelschule Süd in der Werderau 32
Summe 100

Dem stehen Bedarfe im Schuljahr 2029/30 je nach durchschnittlicher Klassengröße von 111 bis 129 Klassen + Ü Klassen gegenüber. Es ist also die Mittelschule Süd in der Werderau in dem beschriebenen Umfang erforderlich, außerdem ist ein Standort für eine neue Mittelschule Ost notwendig.

4.2.6 Nürnberg Südwest (Kornburg, Eibach, Gebersdorf)

Der Mittelschulverbund wird gebildet von den Mittelschulen: MS Katzwang (2019/20: 7 Klassen) (GS) MS Robert-Bosch-Schule(GS) (2019/20: 26 Klassen + 3 Ü-Klassen) (GS) MS Schlößleinsgasse (2019/20: 11 Klassen)

Schulgebäude in Kombination mit einer Grundschule sind gekennzeichnet (GS).

Abbildung 14

Schuljahr Schüler- potential für 5. Jg. Summe Schüler Summe Klassen durchschnittliche Klassengröße
st I r e ül h c S 2011/2012 744 810 37
2012/2013 681 787 37
2013/2014 699 866 43
2014/2015 658 931 44 21,16
2015/2016 663 965 45 21,44
2016/2017 722 916 44 20,82
2017/2018 729 896 44 20,36
2018/2019 716 917 45 20,38
2019/2020 740 901 44
g n u n h c e r h c o H st e r g d J n 4. Ki - 1. 2020/2021 753 828 39 21,24
2021/2022 807 851 42 20,26
2022/2023 713 854 40 21,35
2023/2024 810 828 40 20,70
n e r o b e g d n si r e d n Ki 2024/2025 771 840 39 21,54
2025/2026 822 870 40 21,74
2026/2027 792 868 40 21,70
2027/2028 796 883 41 21,53
2028/2029 801 890 43 20,70
ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki 2029/2030 801 898 43 20,88
2030/2031 795 895 44 20,35
2031/2032 792 893 44 20,31
2032/2033 786 895 44 20,33

2019/2020 incl. Übergangsklassen 52Sch. 3 Klassen 2020/2021 excl. Übergangsklassen

durchführen (durchschnittliche Klassengröße ca. 19,5). Verglichen mit den Prognosen von 2014 und 2016 für das Schuljahr 2024/25 zeigt sich:

Schuljahr 2024/25 Schülerpotential für 5. Jg. Summe Schüler Summe Klassen durchschnittliche Klassengröße
Prognose 2019 771 840 39 21,54
Prognose 2019 mit reduzierter Klassengröße s.o. s.o. 43 19,54
Prognose 2016 784 935 43 21,74
Prognose 2016 mit reduzierter Klassengröße s.o. s.o. 48 19,48
Prognose 2014 795 914 47 19,45

Das Schulgebäude Schlößleinsgasse hat eine Kapazität von ca. 12 Klassen. Die MS Robert- Bosch-Schule kann etwa 24 Klassen aufnehmen, wenn die Grundschule bei 12 Klassen verbleibt. Die MS Katzwang kann wohl 10 Klassen aufnehmen, wenn die Grundschule bei 12 Klassen verbleibt. Im günstig(st)en Fall können also etwa 42 bis 44 Klassen untergebracht werden. In 2029/30 ergibt die Schülerprognose je nach durchschnittlicher Klassengröße 43 bis 46 Klassen + Ü Klassen (kein Vergleich mit 2014 und 2016 möglich). D.h., es ergibt sich ein Ausbaubedarf der Mittelschulen im Bereich von 4 bis 7 Klassen bis 2029/30. Bis etwa 2026/27 können also an der Robert-Bosch-Schule weiterhin die vorhandenen Ü- Klassen beschult werden. Sie wären danach ggf. aber anderweitig unterzubringen. Sollte aber die GS Katzwang oder (auch) die GS Birkenwald-Schule (auf Grund ungünstiger Konstellationen) jeweils einen weiteren Zug benötigen (gem. derzeitigen Prognose nicht ersichtlich), so wären diese Bedarfe wohl vorrangig vor den Mittelschulbedarfen zu befriedigen. Der Mangel an Räumen im Mittelschulbereich würde dann auf 6 bis 8 steigen, ggf. sollte der Bedarf vor einer Generalsanierung der GS Birkenwald-Schule nochmals geprüft werden und hier evtl. die Mittelschulbedarfe in einer Baumaßnahme realisieren zu können.

4.2.7 Nürnberg Südost (Bauernfeindsdlg., Langwasser, Altenfurt, Brunn)

Der Mittelschulverbund wird gebildet von den Mittelschulen:

MS Adalbert-Stifter-Schule 2019/20: 10 Klassen + 8 Ü-Klassen (GS) MS Altenfurt 2019/20: 4 Klassen + 3 Ü-Klassen (GS) MS Bertolt-Brecht-Schule 2019/20: 12 Klassen MS Georg-Ledebour-Schule 2019/20: 15 Klassen (GS) MS Neptunweg 2019/20: 10 Klassen

Schulgebäude in Kombination mit einer Grundschule sind gekennzeichnet (GS).

Abbildung 15

Zum Gebiet des Verbundes gehören noch die im Reichswald liegenden Ortsteile Brunn, Netzstall und Birnthon.

Schuljahr Schüler- potential für 5. Jg. Summe Schüler Summe Klassen durchschnittliche Klassengröße
st I r e ül h c S 2011/2012 740 1174 60
2012/2013 689 1205 62
2013/2014 685 1246 65
2014/2015 646 1241 64 19,39
2015/2016 669 1318 66 19,97
2016/2017 645 1294 66 19,61
2017/2018 726 1255 65 19,31
2018/2019 766 1243 64 19,42
2019/2020 727 1192 62 19,23
g n u n h c e r h c o H st e r g d J n 4. Ki - 1. 2020/2021 774 1039 50 20,77
2021/2022 747 1027 48 21,40
2022/2023 757 1064 52 20,47
2023/2024 821 1091 53 20,59
n e r o b e g d n si r e d n Ki 2024/2025 803 1075 52 20,67
2025/2026 787 1080 53 20,38
2026/2027 795 1075 53 20,28
2027/2028 748 1073 52 20,64
2028/2029 751 1059 52 20,37
ht c ni n h e o c o r n b e r g e d n Ki 2029/2030 744 1041 50 20,82
2030/2031 739 1022 48 21,28
2031/2032 735 1001 46 21,75
2032/2033 728 992 46 21,56

2019/2020 incl. Übergangsklassen 122Sch. 11 Klassen 2020/2021 excl. Übergangsklassen

durchführen (durchschnittliche Klassengröße ca. 19,5). Verglichen mit den Prognosen von 2014 und 2016 für das Schuljahr 2024/25 zeigt sich:

Schuljahr 2024/25 Schülerpotential für 5. Jg. Summe Schüler Summe Klassen durchschnittliche Klassengröße
Prognose 2019 803 1075 52 20,67
Prognose 2019 mit reduzierter Klassengröße s.o. s.o. 55 19,54
Prognose 2016 766 1022 52 19,65
Prognose 2016 mit reduzierter Klassengröße s.o. s.o. 52 19,65
Prognose 2014 775 1082 58 18,65

Das Gebäude der Bertolt-Brecht-Schule wird in den nächsten Jahren neu errichtet. Eine relevante Veränderung der Kapazitäten ergibt sich nicht (12 Klassen bei 2-Zügigkeit in den Jgst. 5 bis 9 + zwei Klassen für „9+2“).

5 Die Gymnasien und Realschulen

Die beiden Schularten Gymnasium und Realschule in Nürnberg sind grundsätzlich getrennt zu betrachten, durch die gebäudlichen Zusammenhänge an der Peter-Vischer-Schule, der Bertolt- Brecht-Schule sowie am Schulzentrum Südwest (Sigmund-Schuckert-Gymnasium und Peter- Henlein-Realschule) kann es allerdings zu Wechselwirkungen im räumlichen Bereich kommen.

Die durchschnittlichen Klassengrößen an den staatlichen Schulen betrugen in den letzten Jahren:

Schuljahr Durchschnittliche Klassengröße
Staatl. Realschulen Staatl. Gymnasien
1970/71 32,6 29,8
1980/81 30,4 27,5
1990/91 24,9 23,2
2000/01 27,9 25,2
2006/07 28,8 25,9
2011/12 26,8 26,6
2012/13 26,6 26,3
2013/14 26,4 26,3
2014/15 26,2 26,0
2015/16 26,1 25,8
2016/17 25,9 25,6
2017/18 25,7 25,4
2018/19 25,4 25,3

Quelle: Bayers Schulen in Zahlen 2018/2019: Seiten 36 und 40 https://www.km.bayern.de/download/4051_Bayerns_Schulen_in_Zahlen_2018_2019_Onlineausgabe.pdf

5.1 Realschulen in Nürnberg

Realschulen
Schuljahr r ü f al nti e ot p r e ül h c S g. J 5. e ot u q s ritt rt e b Ü 5. Jg. alle Jahrgangsstufen
r e ül h c S n e s s a Kl e j r e ül h c S Æ e s s a Kl r e ül h c S S n e s s a Kl S nittl h c s h c r u d e ß ö r g n e s s a Kl
st I - r e ül h c S 2014/2015 3.414 21,15% 722 28 25,79 4.882 189 25,83
2015/2016 3.416 20,40% 697 27 25,81 4.931 192 25,68
2016/2017 3.532 21,49% 759 28 27,11 4.979 191 26,07
2017/2018 3.636 21,09% 767 29 26,45 5.057 194 26,07
2018/2019 3.790 20,05% 760 28 27,14 5.123 195 26,27
2019/2020 3.798 20,27% 770 28 27,50 5.125 195 26,28
g n u n h c e r h c o H st e r g d J n 4. Ki - 1. 2020/2021 3.846 20,71% 797 30 26,57 5.233 200 26,16
2021/2022 3.788 20,71% 785 30 26,17 5.318 203 26,20
2022/2023 4.003 20,71% 830 31 26,77 5.393 206 26,18
2023/2024 3.936 20,71% 816 31 26,32 5.471 208 26,30
n e r o b e g d n si r e d n Ki 2024/2025 4.284 20,71% 888 33 26,91 5.618 211 26,62
2025/2026 4.204 20,71% 871 33 26,39 5.736 216 26,55
2026/2027 4.428 20,71% 918 34 27,00 5.873 220 26,70
2027/2028 4.404 20,71% 913 34 26,85 6.024 224 26,89
2028/2029 4.382 20,71% 908 34 26,71 6.119 227 26,96
ht c ni n h e o c o r n b r e e g d n Ki 2029/2030 4.369 20,71% 905 34 26,62 6.228 230 27,08
2030/2031 4.374 20,71% 906 34 26,65 6.249 231 27,05
2031/2032 4.374 20,71% 906 34 26,65 6.291 232 27,12
2032/2033 4.369 20,71% 905 34 26,62 6.275 232 27,05
2033/2034 4.354 20,71% 902 34 26,53 6.263 232 27,00

Die durchschnittliche Übertrittsquote an die öffentlichen Realschulen in Nürnberg der letzten sechs Jahre liegt bei 20,71 Prozent und damit unter dem bayerischen Durchschnitt (28,35). Die durchschnittliche Klassengröße überschritt jedoch den gesamtbayerischen Wert um 0,98. Das durch die Bevölkerungshochrechnung zur erwartenden Schülerpotential steigt, und somit sind

ab dem Schuljahr 2026/27 voraussichtlich 34 Eingangsklassen bei den Realschulen zu erwarten. Hierbei ist noch nicht ein möglicher Schülerzuwachs bei Ansteigen der Übertrittsquote gemäß gesamtbayerischer Durchschnitt einberechnet.

Nach Fertigstellung der Bertolt-Brecht-Schule und der Peter-Henlein-Realschule können bei Einhaltung der städtischen Kontingentierung etwa 27 bis 28 Parallelklassen im Jahrgang 5 an den Realschulen gebildet werden. Die Aufnahmekapazität für die 5. Jahrgangsstufe an allen Nürnberger Realschulen liegt dann für die gebundenen Ganztagsklassen (AKR 3-4, BBS 3 +1xSport, PVS 3, GSR 3, JPR 3) bei ca. 16 x 26 Schüler/innen = 416 + Sportklasse, also bei etwa 430 bis 440 Schülern im gebundenen Ganztag. Unterstellt man für die restlichen 11 Halbtagsklassen (VSR 3, GSR 1, JPR 2, PHR 5) jeweils eine Maximalbelegung von 32 Schüler/innen (11x32 = 352), so ergibt sich insgesamt eine Aufnahmefähigkeit von etwa 790 Schülern in den 5. Klassen. Bei 26 Schüler/innen/Klasse läge die Aufnahmekapazität nur noch bei ca. 725. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass weniger Ganztagsklassen und mehr Halbtagsklassen natürlich eine (etwas) größere Aufnahmekapazität bewirkten.

Viele Eltern melden ihre Kinder trotz Vorliegen der sog. gymnasialen Eignung an einer Realschule an, ein Trend, der weder bei der Einführung des achtjährigen Gymnasiums noch bei der Rückkehr zur neunjährigen Lernzeit (G 9) eine Wende erfahren hat. Da die Raumkapazitäten an den Nürnberger Realschulen trotz Neubauten beinahe ausgeschöpft und somit nicht für einen Zuwachs von sechs Eingangsklassen und insgesamt einem Anstieg von 195 Klassen im Schuljahr 2019/20 auf 232 Klassen ab dem Schuljahr 2031/32 ausgelegt sind, wird die Neugründung einer staatlichen Realschule erforderlich. Hier hat die Verwaltung erste Schritte in die Wege geleitet.

5.2 Gymnasien in Nürnberg

Gymnasium
Schuljahr r ü f al nti e ot p - r e ül h c S 4 g. J 5. 3 e ot u q - s g n u ul h c s n Ei 5. Jg. alle Jahrgangsstufen
r e ül h c S n e s s a Kl r e ül h c S S S + n e s s a Kl S r. g n e uf st r e b O nittl h c s h c r u d e ß ö r g n e s s a Kl
st I - r e ül h c S 2014/2015 3.414 41,15% 1405 52 27,02 10.996 454 24,22
2015/2016 3.416 43,03% 1470 56 26,25 10.985 460 23,88
2016/2017 3.532 41,34% 1460 55 26,55 10.769 454 23,72
2017/2018 3.636 40,70% 1480 56 26,43 10.641 442 24,07
2018/2019 3.790 39,84% 1510 56 26,96 10.433 442 23,60
2019/2020 3.798 39,18% 1488 57 26,11 10.399 433 24,02
g n u n h c e r h c o H st e r g d J n 4. Ki - 1. 2020/2021 3.846 40,24% 1548 58 26,69 10.499 444 23,65
2021/2022 3.788 40,24% 1525 57 26,75 10.528 451 23,34
2022/2023 4.003 40,24% 1611 60 26,85 10.630 459 23,16
2023/2024 3.936 40,24% 1584 59 26,85 10.789 466 23,15
n e r o b e g d n si r e d n Ki 2024/2025 4.284 40,24% 1724 64 26,94 10.969 473 23,19
2025/2026 4.204 40,24% 1692 63 26,86 12.274* 535 22,94
2026/2027 4.428 40,24% 1782 66 27,00 12.551 546 22,99
2027/2028 4.404 40,24% 1773 66 26,86 12.768 555 23,01
2028/2029 4.382 40,24% 1764 66 26,73 12.993 566 22,96
ht c ni n h e o c o r n b r e e g d n Ki 2029/2030 4.369 40,24% 1759 66 26,65 13.169 574 22,94
2030/2031 4.374 40,24% 1761 66 26,68 13.353 584 22,86
2031/2032 4.374 40,24% 1761 66 26,68 13.474 590 22,84
2032/2033 4.369 40,24% 1759 66 26,65 13.606 598 22,75
2033/2034 4.354 40,24% 1753 65 26,97 13.627 598 22,79

* Erster vollständiger Jahrgang G9 an den Gymnasien

In den letzten Jahren war es an den Gymnasien, die im Durchschnitt von 1.470 Schüler im Jahrgang 5 besuchen, im Ausnahmefall möglich, auch einzelne Spitzen (2010/11: 1.710) abzufangen. Eine Raumversorgung gemäß Schulbauverordnung war aber dann nicht gegeben. Die durchschnittliche Übertrittsquote an die öffentlichen Gymnasien der letzten sechs Jahre liegt bei 40,24 Prozent (Bayern 40,30%). Das durch die Bevölkerungshochrechnung zur erwartende Schülerpotential steigt bis zum Schuljahr 2024/25 voraussichtlich um 570 und mit dem ersten vollständigen G9 Jahrgang im Schuljahr 2025/26 um weitere 1305 Schülerinnen und Schüler; somit ist ab dem Schuljahr 2019/20 ein Anstieg von 57 auf 66 Eingangsklassen absehbar.

Bereits im Jahr 2014 zeigte die Schulraumentwicklungsplanung einen massiven Raumbedarf auf, der zu der Entscheidung führte, einen Standort für ein weiteres Gymnasium zu suchen („Demographie-Gymnasium“). Durch die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums ist ein zusätzliches sog. „Konnexitäts-Gymnasium“ erforderlich, das den Schülerzuwachs darüber hinaus auffängt. Des Weiteren werden im Rahmen der Neubauten und Umbauten des Martin- Behaim-Gymnasiums und des Neuen Gymnasiums hier die Zügigkeiten um insgesamt 2,5 Züge erhöht. Die 13. Jahrgangsstufe (der erste Jahrgang G 9) schlägt sich in den Schülerzahlen 2025/26 nieder, dies erklärt den sprunghaften Anstieg der Gesamtschülerzahlen an den Gymnasien für den genannten Jahrgang. Ein Gymnasialstandort wurde bereits im Tiefen Feld gefunden, dieser wird jedoch – gemäß augenblicklicher Planungen - frühestens im Schuljahr 2027/28 bezugsfertig sein; der zweite gymnasiale Standort wird verwaltungsseitig gerade mit Hochdruck gesucht. Weiterhin werden innerstädtische Ausweichräume zur Entlastung der Innenstadtgymnasien herangezogen werden.

6 Die beruflichen Schulen

Eine umfassende Prognose für die Zukunft ist im beruflichen Schulbereich aufgrund der vieldimensionalen Einflussfaktoren nur sehr schwer möglich. Jede der sieben beruflichen Schularten unterscheidet sich u. a. hinsichtlich der Altersstruktur der Schülerschaft, des Einzugsbereichs und der Abhängigkeit von konjunkturellen Einflüssen. Neben näherungsweise antizipierbaren demographischen Einflussfaktoren, spielen für die beruflichen Schulen nur tendenziell vorhersagbare Bedingungen eine wichtige Rolle. Beispielhaft seien hier die wirtschaftlichen Strukturveränderungen oder die dynamischen bildungspolitischen Entwicklungen genannt. Darüberhinausgehend ist aktuell unscharf zu prognostizieren, wie sich ein Teil der für die Berufsbildung relevanten Schülerschaft entscheidet: duale oder vollschulische Berufsausbildung, Studium oder eine „duale Mischform“. Im Folgenden werden wesentlichen Einflussfaktoren genauer betrachtet.

6.1 Zentrale Einflussfaktoren

6.1.1 Demographische Einflussfaktoren

Wie bereits oben erwähnt, sind demografische Einflussfaktoren näherungsweise vorhersagbar. Als entscheidende Faktoren sind hier die Geburtenhäufigkeit, die Lebenserwartung und die Zuwanderung zu nennen.10 Geburtenraten und Lebenserwartung sind in den kommenden Jahren nach wie vor leicht ansteigend, schwer prognostizierbar ist hingegen die Zuwanderung. Wie sich die Zuwanderung entwickeln wird, hängt von den Migrationspotenzialen in den Herkunftsländern und den rechtlichen Zuwanderungsregelungen in Deutschland ab.11 Großstädte wie Nürnberg, aber auch der Ballungsraum Nürnberg/Fürth/Erlangen werden in Zukunft für innerdeutsche aber auch ausländische Zuwandernde weiterhin attraktiv bleiben. Unter Einbeziehung der statistischen Auswertung zur Entwicklung der Schüler/-innenzahlen aus den öffentlichen Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien der Stadt Nürnberg ist bis in die 2030er-Jahre von einem stetigen und deutlichen Wachstum der Schüler/-innenzahlen auszugehen.12 Dieser Trend wird sich in der Summe auch in den beruflichen Schulen bemerkbar machen, eine genaue Vorhersage an welcher Stelle dies erfolgt, ist allerdings aufgrund der zahlreichen weiteren Einflussfaktoren, die im beruflichen Schulwesen gelten, nur näherungsweise zu treffen.

10 vgl. Manuel Slupina (2018): Einflussfaktoren des demographischen Wandels, Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), S. 5. 11 ebenda, S. 26. 12 Vgl. Auswertung Schüler/-innenzahlen, Geschäftsbereich 3. Bürgermeister, Stand: Dezember 2019

6.1.2 Einfluss der wirtschaftlichen Strukturveränderungen

Folgt man dem IHK-KONJUNKTURKLIMA HERBST 2019 der IHK Nürnberg für Mittelfranken, geht dem mittelfränkischen Arbeitsmarkt die Dynamik weitgehend verloren, die während des laufenden Jahrzehnts für einen Boom der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gesorgt hatte. „Im Herbst 2019 planen 16 % der mittelfränkischen Betriebe mit zusätzlichem Personal, 15 % reduzieren ihre Beschäftigtenzahlen. […] Dienstleistungen bleiben Jobmotor, während die mittelfränkischen Industriebetriebe bereits Belegschaften verkleinern.“13 Betrachtet man den Bereich der Dienstleistungen etwas genauer, lässt sich für Nürnberg feststellen, dass bei den Informations- und Kommunikationsbranchen zum wiederholten Male

Abb. 2: Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungszahlen nach Branchen am Arbeitsort Nürnberg

Abbildung 16

Quelle: Wirtschaftsreferat der Stadt Nürnberg: Wirtschaftsstandort Nürnberg – Positionsbestimmung 2019, Januar 2019, Seite 6

deutliche Zuwächse der Beschäftigten zu verzeichnen sind. Auf diese Branche folgend, weisen die Lagerwirtschaft, das verarbeitende Gewerbe oder der Handel ebenfalls Personalzuwächse auf.14 Ein zum Teil deutlichen Personalrückgang ist bei der Finanz- und Versicherungsbranche sowie im Bereich der öffentlichen Verwaltung zu verzeichnen.15 Gerade im Bereich der öffentlichen Verwaltung zeigt sich bei der Entwicklung der Zahl der

13 IHK-Konjunkturklima – Herbst 2019: Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken (2019, Hrsg.), S. 5 14 Wirtschaftsstandort Nürnberg - Positionsbestimmung 2019: Stadt Nürnberg, Wirtschaftsreferat (2019, Hrsg.), S. 6 15 ebenda, S. 6

Auszubildenden ein entgegengesetztes Bild. Die Ausbildungsbereitschaft der Gebietskörperschaften hält weiterhin an.16 Bewerberinnen und Bewerber fehlen aktuell vor allem in vielen Handwerksberufen, in Hotelund Gaststättenberufen. Mechatronik und Automatisierungstechnik sind Bereiche mit steigenden Ausbildungs- und Beschäftigtenzahlen. Wohingegen z. B. im Kfz-Verkauf und in der Kfz-Technik, in Büro- und Verwaltungsberufen oder in der medizinischen Fachassistenz weniger Ausbildungsstellen einer größeren Zahl von Bewerberinnen und Bewerber gegenüberstehen.17 Auswirkungen des in allen Facetten diskutierte Themas Digitalisierung sind bereits bei obigen Erkenntnissen spürbar. Wie in einem Artikel der Bertelsmann-Stiftung dargelegt wird, ist die Zukunftsfähigkeit deutscher Unternehmen in großen Teilen vom Stand der Digitalisierung abhängig.18 In Branchen mit fortgeschrittenen Digitalisierungsstandards, sind aktuell schon rückläufige Auszubildendenzahlen zu erkennen. Betroffen sind hier meist traditionelle kaufmännischen Ausbildungsberufe. Langfristig ist mit einer Abnahme der Gesamtzahl der Auszubildenden in diesen Branchen zu rechnen. Um die Auswirkungen der Digitalisierung zu kompensieren, werden in allen Ausbildungsrichtungen der beruflichen Schulen Nürnbergs, die von Seiten der Unternehmen geforderten digitalen und überfachlichen Kompetenzen stärker in den Ausbildungsinhalten verankert. Darüber hinaus wird angestrebt, kaufmännische Berufe und solche mit IT-Bezug zu einer zukunftssicheren „Kombiausbildung“ zusammenzubringen, um diese am Standort Nürnberg zu etablieren.

6.1.3 Einfluss der bildungspolitischen Entwicklungen

Die wahrscheinlich größte Herausforderung für die berufliche Bildung ist die durch die Digitalisierung zu erwartenden Änderungen in den geforderten Qualifikationsprofilen der Lernenden. In Kombination mit der großen Heterogenität der betrieblichen Rahmenbedingungen ist es bereits jetzt wichtig, die richtigen Strategien für die langfristige Sicherung und stetige Verbesserung der Ausbildungsqualität in den einzelnen Berufen zu finden und den damit einhergehenden methodisch-didaktischen Veränderungsprozess zu gestalten.19

16 Vgl. Schulausschuss der Stadt Nürnberg (13.12.2019), TOP 5: Klassen- und Schülerzahlen an den beruflichen Schulen in Nürnberg im Schuljahr 2019/20. 17 vgl. https://www.arbeitsagentur.de/presse/ausbildungsmarktbilanz-2019, abgerufen: 22.11.19. 18 vgl. https://www.zukunftderarbeit.de/, abgerufen 12.12.19. 19 vgl. https://www.bildungsbericht.de/de/bildungsberichte-seit-2006/bildungsbericht-2018/pdfbildungsbericht-2018/bbe18-kompakt.pdf, S. 10, abgerufen 17.12.2019

Neben der Digitalisierung ist in den „klassischen“ kaufmännischen Berufen der Trend zur Akademisierung weiterhin ungebrochen. Auf der Seite der Arbeitgeber werden (duale) Bachelorstudiengänge neben oder anstatt der dualen Ausbildungsgänge forciert, seitens der Absolventen/-innen allgemeinbildender Schulen mit Hochschulzugangsberechtigung werden häufig Studienwege einer dualen Ausbildung vorgezogen. Die bildungspolitische Forderung einer Stärkung der dualen Ausbildung bildet sich in den kaufmännischen Berufen bislang nicht in steigenden Ausbildungszahlen ab. Positive Trends sind hier eher in gewerblich-technischen Bereichen zu erwarten. Weitere Faktoren, die auch das berufliche Schulsystem der Stadt Nürnberg beeinflussen, gehen aus der folgenden Grafik hervor.

Abb. 3: Bildungspolitische Einflussfaktoren im Überblick

Abbildung 17

Quelle: Bildung in Deutschland kompakt 2018, Bundesbildungsbericht 2018, S. 11

Eine anspruchsvolle bildungspolitische Abb. 4: Anzahl der Berufsintegrationsklassen Herausforderung ist die Einbindung in das in Nürnberg seit Schuljahr 2010/11 berufliche Schulsystem der aus dem Ausland zugewanderten Lernenden mit oft fehlender oder mangelhafter Sprachkompetenz. Mit Konzepten zur 60 berufssprachlichen Förderung wird mit hohem organisatorischen und finanziellem Aufwand angestrebt, dass jugendliche 20 Zuwanderer zügig die Ausbildungsreife 10 erreichen. Die Prognose der in Zukunft zu erwartenden Klassenzahlen bleibt aufgrund der gesamtpolitischen

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des

jeweiligen Schuljahres Verhältnisse schwierig.

Abschließend ist zu erwähnen, dass ab dem Schuljahr 2020/21 das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus plant, kooperative Berufsvorbereitungsklassen (BVJ-k) als Standard in Bayern einzuführen. Sie sollen die Teilzeitklassen für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz (JoA) ablösen. Die Schulpflicht werden Jugendliche in Bayern dann regulär mit diesem vollschulischen Jahr (entweder als „vollzeitschulisches“ Berufsvorbereitungsjahr oder als BVJ in kooperativer Form, welches 2,5 Tage Unterricht an der Berufsschule plus 2,5 Tage pro Woche Projekte und Praktika unterstützt durch Sozialpädagogik umfasst) erfüllen.

6.2 Schularten

Derzeit besuchen knapp 23.000 Schüler/-innen öffentliche berufliche Schulen in der Stadt Nürnberg (ohne Förderberufsschulen). Diese aggregierte Zahl ist für eine gezielte Entwicklungsprognose kaum aussagekräftig, denn die Zukunftsperspektiven stellen sich für jede einzelne berufliche Schulart unterschiedlich dar. Das nachfolgende Schaubild gibt einen Überblick über die verschiedenen Schularten der beruflichen Schulen von der Berufsvorbereitung über die Erstausbildung bis hin zu Fach- und Berufsoberschulen und zur beruflichen Weiterbildung.

Abb. 5: Berufliche Schularten in Nürnberg im Überblick

Abbildung 18

Quelle: Amt für Berufliche Schulen

Auf Grund der sehr unterschiedlichen Bildungsziele20 und (Ausbildungs-)Inhalte der sieben beruflichen Schularten werden in den folgenden Kapiteln die einzelnen Direktorate vorgestellt, um aus den für die jeweiligen Schulen relevanten Faktoren auf die Entwicklung der Lernendenzahlen und somit auf die zukünftigen Raumbedarfe zu schließen. Im Folgenden bezieht sich die Verwendung der Begriffe der einzelnen beruflichen Schularten ausschließlich auf den öffentlichen Schulbereich des beruflichen Bildungssystems in Nürnberg. 21

6.3 Entwicklung der einzelnen Direktorate

Neben den oben bereits genannten Aspekten, die für die quantitative Entwicklung der Direktorate maßgeblich sind, bestimmen weitere Einflussfaktoren die Schülerzahlentrends. Diese werden kurz skizziert und es wird versucht, eine Prognose der Schülerzahlenentwicklung für jedes Direktorat abzuleiten. Ebenso werden die aktuell zur Verfügung stehenden Unterrichtsräume dargestellt und eine Aussage getroffen, ob die Zahl der Schulräume aktuell ausreicht, ob Erweiterungen und/oder qualitativ Anpassungen

20 vgl. Art 11 bis 18 BayEUG 21 Im Stadtgebiet Nürnbergs existieren neben den öffentlichen beruflichen Schulen (städtisch und staatlich), Schulen in privater Trägerschaft. Da die Abdeckung des Raumbedarfs bei privaten Schulen nicht in die Zuständigkeit der Stadt Nürnberg fällt, werden diese Schulen nicht weiter betrachtet.

notwendig sind. Auf bereits geplante Schulbaumaßnahmen wird hingewiesen.

„Steckbrief B1“
Merkmale des Direktorates  Berufsschule für Baumetallberufe, Elektroberufe und Mechatronik, BVJ/s  Berufsfachschule für Assistenten für Informatik  Meisterschule für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik (Fachschule)  MEBS-Projektschule
Entwicklungsrelevante Faktoren  Exzellenzzentrum (Industrie 4.0)  Weitere Zunahme der Bedeutung der IT-Berufe  Zunahme der Auszubildenden im Fachbereich Mechatroniker  Fortwährend hoher Modernisierungsbedarf insbes. Maschinen, Robotik und IT (iFUR)  Zunehmende Forderung nach Kombination von kaufmännischen mit IT-Kompetenzen  Weiterentwicklung der Handwerksbranche sowie der Bedeutung der „Meisterprüfung“  Generalsanierungsmaßnahmen in Werkstätten und Werkhallen dringend erforderlich  Bedarf an Sporthallenkapazitäten (Turnhalle in der Werkhalle für den Schulsport nicht mehr geeignet)  Hoher differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: 

Die B1 ist mit ihren Ausbildungsrichtungen IT, Baumetall, Elektroberufe und Mechatronik gut aufgestellt und für die zu erwartende Herausforderung der Digitalisierung aller Lebens- und Arbeitsbereiche gut gerüstet. In den nächsten Jahren wir ein leichter Anstieg der Schülerzahlen erwartet.

Um den hohen Qualitätsstandard der Ausbildung halten zu können, besteht in Zukunft ein

fortwährender Modernisierungsbedarf insbesondere in den Fachunterrichts- und integrierten Fachunterrichtsräumen. Für differenzierte Sprachförderung (Gruppenteilungen, Intensivierungsstunden) der Schülerinnen und Schüler sind Unterrichtsräume bereitzuhalten. Die Bausubstanz der Werkstätten und Werkhallen ist veraltet, eine Generalsanierung ist dringend notwendig, ebenso der Neubau einer Sporthalle.

Abb. 6: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 1 seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

„Steckbrief B2“
Merkmale des Direktorates  Berufsschule für Kraftfahrzeugtechnik, Fertigungstechnik und Verkehr, BIK, BVJ/s  Berufsfachschule für Fertigungstechnik  Rudolf-Diesel-Fachschule  Berufsschule Plus  MEBS-Projektschule  Ausbildungsstätte für Fachdidaktik der Berufspädagogen/- innen Bereich Metall (FAU)
Entwicklungsrelevante Faktoren  Elektromobilität mit Einfluss auf die Autoindustrie und deren Fertigungs- und Werkstattstrukturen
 Einfluss von verkehrs- und umweltpolitischen politischen Entscheidungen (Förderung und Ausbau des Bahnverkehrs) auf die Zahl der Ausbildungsplätze im Bereich „Verkehr“  Investition der Bahn AG am Standort Nürnberg (Bau Instanthaltungswerk) mit angekündigter Erhöhung der Ausbildungsplätze  Kontinuierlich hoher Bedarf an Modernisierungsinvestitionen für Maschinen, Robotik, IT in allen Schul- und Fachbereichen (iFUR)  Berufsschule im Kontext des Akademisierungstrends (neue Konzepte: Verbundstudiengänge, Berufsschule+)  Beteiligung an zukunftsweisenden Entwicklungen (Industrie 4.0 und Lernortkooperation mit B4, BIRD22)  Konjunkturelle und strukturelle Entwicklung der Wirtschaft, Digitalisierung und damit Bedarf an hochwertiger Weiterbildung (Rudolf-Diesel-Fachschule; RDF)  Hoher differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl:/

Die B2 ist geprägt durch die Ausbildung von und Weiterbildung in technischen Berufen auf unterschiedlichen Niveaustufen (Berufsvorbereitung und Berufsintegration, duales System, Rudolf-Diesel-Fachschule (RDF)). Die zukünftige Entwicklung der Berufsschule 2 wird vom strukturellen Wandel der Fertigungstechnik und verkehrs- und umweltpolitischen Trends beeinflusst: Viele Auszubildende sind in Industrieunternehmen, in der Automobilindustrie (KfZ-Technik) und in Schienenverkehrsunternehmen beschäftigt. Damit Schülerinnen und Schüler jene Kompetenzen erwerben, die sie in den Betrieben zukünftig benötigen, beteiligt sich die B2 an

22 BIRD: Bereichsübergreifende Bildungsangebote für Industrie 4.0 auf der Plattform DQR-Stufe 5 als Katalysator der Durchlässigkeit – Projektpartner: Kontext Nürnberg: IHK Nürnberg, Berufliche Schulen/Stadt Nürnberg, FAU - Kontext Bayreuth: IHK Bayreuth, Berufliche Schulen, Universität Bayreuth - Übergreifend: Kultusministerium, Qualitus GmbH

zukunftsweisenden Projekten, auch um die zu erwartende engere Verzahnung von technischen und kaufmännischen Ausbildungsinhalten in den Unterricht einfließen zu lassen. Die anspruchsvollen Ausbildungsinhalte werden in allen Ausbildungsbereichen durch eine gezielte und differenzierte Sprachförderung begleitet. Die Qualität der Ausbildung wird durch praxisorientierten Unterricht in den zahlreich vorhandenen Fachunterrichts- und integrierten Fachunterrichtsräumen gewährleistet, die laufend modernisiert werden müssen. Es wird erwartet, dass die Schülerzahl an der B2 in den nächsten Jahren stabil bleibt.

Abb. 7: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 2 seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

Rudolf-Diesel-Fachschule ist eine hoch anerkannte Weiterbildungseinrichtung. Sie bietet Erwachsenen die Möglichkeit, einen beruflichen Abschluss als „Staatlich anerkannte/-r Techniker/-in“ auf der Stufe 6 des DQR und die Fachhochschul- bzw. Hochschulreife zu erreichen. Die RDF steht mit ihren Bildungsangeboten in Konkurrenz zu privaten Weiterbildungseinrichtungen. Die Gesamtschülerzahl hängt von der Weiterbildungsbereitschaft der (jungen) Erwachsenen ab. In Phasen der Hochkonjunktur und des Fachkräftemangels ist die Bereitschaft, nach einer Erstausbildung und beruflicher Tätigkeit an einer Weiterbildungsmaßnahme teilzunehmen geringer. Verschlechtern sich Beschäftigungschancen, dann steigt tendenziell das Interesse an beruflicher Weiterbildung und Spezialisierung. Dabei entwickeln sich die Schülerzahlen in den einzelnen Fachrichtungen der RDF unterschiedlich: Aktuell gehen die Schülerzahlen in der Fachrichtung Elektrotechnik zurück, im Maschinenbau steigen die Studierendenzahlen. Insgesamt wird an der B2 in gut ausgestatteten Räumen (FUR, iFUR, DV) unterrichtet. Dem hohen technischen Anspruch wird die Schule gerecht.

Eine Prognose zur Entwicklung der Studierendenzahl ist im Diagramm als Korridor dargestellt.

Abb. 8: Anzahl der Lernenden an der Rudolf-Diesel-Fachschule seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

Insgesamt wird der Raumbedarf der B2 konstant bleiben, es wird auch zukünftig an der B2 ein fortwährender Modernisierungsbedarf der hochtechnisierten Anlagen bestehen. Es ist zu erwarten, dass Umwidmungen von allgemeinen Unterrichtsräumen und die Ausstattung als integrierte Fachunterrichtsräume sind notwendig

„Steckbrief B3“
Merkmale des Direktorates  Berufsschule für Hotellerie, Gastronomie sowie für das Lebensmittelhandwerk, BIK, BVJ/s
Entwicklungsrelevante Faktoren  Entwicklung des Gastgewerbes in Nürnberg  Entwicklung der Systemgastronomie  Entwicklung der Zahl der Betriebe sowie der Betriebsgrößen bei Bäckereien und Metzgereien (struktureller Wandel)  Entwicklung des Messestandortes Nürnberg
 Erheblicher Fachkräftemangel  Ausbildungsbereitschaft der Betriebe und Bewerbersituation  Hoher differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl:

Die insgesamt positive Entwicklung des Gastgewerbes sowie der Systemgastronomie spiegelt sich nicht in steigenden Schüler/-innenzahlen an der B3 wider. Limitierend sind hier der Strukturwandel beim Bäcker- und Metzgerhandwerk, aber auch der deutliche Fachkräftemangel in den Branchen Hotel und Gaststätten sowie im Lebensmittelhandwerk.

Abb. 9: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 3 seit 2010 mit Entwicklungstendenz23

Kompetenzzentren-

bildung B2,B3, B8, B14

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

Die Fachunterrichtsräume, deren große Anzahl durch die Anforderungen der Berufe bedingt ist, sind aktuell sehr modern ausgestattet. Ein Bedarf an Ersatzinvestitionen ist in der nächsten Zeit nur in geringerem Umfang zu erwarten, allerdings steht die Modernisierung des Restaurants an. Auch an der B3 werden die Schülerinnen und Schüler berufssprachlich stark gefördert. Unterrichtsteilungen sind in den vorhandenen Räumen möglich.

23 Seit dem Schuljahr 2014/15 ist die B3 Kompetenzzentrum für das Lebensmittelhandwerk, Hotellerie, Restaurants in der aktuellen berufsbereichsbezogenen Zusammensetzung. (vorher: Abwanderung der Bereiche Augenoptik  B8, Verkehr  B2, Lagerlogistik  B14)

„Steckbrief B4“
Merkmale des Direktorates  Kaufmännische Berufsschule für Automobilwirtschaft, Finanzwirtschaft, Groß- und Außenhandel, Industrie Markt- und Sozialforschung, Steuer, Versicherungen und Finanzen, BGA, BIK  Seminarschule  Universitätsschule  MEBS-Projektschule
Entwicklungsrelevante Faktoren  Auswirkung der Digitalisierung in allen schulrelevanten Branchen: schnelle Veränderung der Lerninhalte  Veränderungen im Ausbildungsverhalten der Betriebe  Elektromobilität mit Einfluss auf die Autoindustrie und deren Vertriebsstrukturen  Berufsschule im Kontext des Akademisierungstrends  Beteiligung an zukunftsweisenden Entwicklungen (Industrie 4.0 und Lernortkooperation mit B2, BIRD, Kombiberuf)  Ausweitung der schulischen Zusatzangebote  Verbundstudiengänge (Verbundstudium „Steuerfachangestellte“, B4, und „Bachelor of Arts BWL/Steuern/Rechnungswesen“, Berufsschule Hof und Hochschule Hof/ Verbundstudium „Kaufleute für Versichrungen und Finanzen“, B4, und „Bachelor of Arts Wirtschaftswissenschaften“, FAU Erlangen-Nürnberg)  Teilnahme am IHK-Kooperationsmodell mit zahlreichen Hochschulen  Differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: / 

Wie bereits in Kapitel 6.1.2 dargestellt, werden die meisten kaufmännischen Berufe an der B4 durch die zunehmende Digitalisierung in den Ausbildungsbetrieben stark tangiert. Die Zahl der Auszubildenden ist rückläufig. Notwendig sind schnelle Anpassungen der Lerninhalte. Die Berufsschule 4 stellt sich diesen Herausforderungen mit besonderem Engagement in zukunftsweisenden pädagogischen Projekten und bietet über den Unterricht hinausgehende Zusatzqualifikationen an, die die von den Ausbildungsunternehmen gewünschten Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler besonders fördern.

Um die sprachlich hohen Anforderungen der Abschlussprüfungen der jeweiligen Ausbildungsberufe meistern zu können, ist eine gezielte Sprachförderung der Lernenden notwendig. Die folgende Grafik zeigt, dass mittelfristig mit einem Rückgang der Schüler/-innenzahlen unter die 2.000-Marke zu rechnen ist.

Abb. 10: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 4 seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

An der B4 stehen ausreichend Unterrichtsräume zur Verfügung. Ersatzinvestitionen sind für die Unterrichtsräume in der kaufmännischen Ausbildung kontinuierlich notwendig, insbesondere die regelmäßige Erneuerung und Aktualisierung der IT-Ausstattung. Das Schulhaus Schönweißstraße 7 wird im Jahr 2020 umfassend vernetzt. Nach der WLAN- Ertüchtigung der Schule kommen flexible IT-Strukturen zum Tragen (z. B. Notebook-Wagen).

„Steckbrief B5“
Merkmale des Direktorates  Berufsschule für Floristen und Friseure, BIK/Vs (schulisch), BIK, BVJ/s, BVJ/k, JoA  Modeschulen (Berufsfachschule für Bekleidung, Berufsfachschule für bekleidungstechnische Assistenten, Fachschule für Bekleidungstechnik)
Entwicklungsrelevante Faktoren  Entwicklung der Zahlen im Bereich Berufsintegration und in der Berufsvorbereitung schwer einzuschätzen: Abhängigkeit von gesellschaftlichen Veränderungen (international)  Innovative Konzepte in der Berufsvorbereitung und Berufsintegration  Weiterhin hoher (sprachlicher) und differenzierter Unterstützungsbedarf bei BI- und BVJ-Klassen  Entwicklung der Anzahl der Ausbildungsbetriebe im Friseurhandwerk stabil  Steigendes Qualitätsbewusstsein bei floralen Produkten  Trend zu nachhaltig produzierten Produkten in der Modebranche (z. B. Textilsiegel „Grüner Knopf“, Fairtrade)  Neuer Schulstandort gemeinsam mit der B14 in Planung
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl:

An der B5 gilt es fünf verschiedene Schul- bzw. Fachbereiche getrennt zu betrachten: Berufsintegrationsklassen und Berufsvorbereitung: Die Berufsschule 5 kann als „Kompetenzzentrum“ für Berufsintegration bezeichnet werden. Seit 2011 haben die Lehrkräfte der B5 hier enorme Expertise aufgebaut und als Spezialisten die weiteren beruflichen Schulen in der Stadt unterstützt. Schüler/-innen werden bei der Aufnahme hinsichtlich ihres Sprachniveaus getestet und in die für sie passenden BI-Klassen aufgenommen. Die Schule führt nahezu alle Berufsintegrationsvorklassen.24 Die Schule kooperiert eng mit dem Team Berufsintegration des Amtes für Berufliche Schulen beim Übergang der „Sprachlernschüler/-

24 Basis für die schulübergreifende Klassenplanung durch das SchB-Team Berufsintegration sind die Meldungen der Absolventen/-innen aus den Deutschklassen der Mittelschulen (vormals Übergangsklassen) sowie Neuanmeldungen von Jugendlichen direkt an der B5 und Wiederholer/-innen. Schulpflichtig sind Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren (in begründeten Ausnahmefällen bis zum 25. Lebensjahr) ab dem dritten Monat nachdem sie aus dem Ausland zugezogen sind. Weitere Details: Vgl. Art. 35 (1) Satz 2 BayEUG sowie KMS vom 11.06.2019 Az. SF-BS9400.10-1/66/9

innen“ von den Berufsintegrationsvorklassen ins zweite Schuljahr. Hier wird den Jugendlichen ein hinsichtlich des Sprachniveaus wie auch der beruflichen Schwerpunkte differenziertes Angebot an insgesamt acht verschiedenen Berufsschulen sowie der Wirtschaftsschule gemacht. Aktuelle Prognosen lassen in der Berufs- und Sprachintegration einen weiteren Rückgang der Klassen- und Schülerzahlen (vgl. Kapitel 6.1.1) erwarten, nicht jedoch in dem noch vor einem Jahr erwarteten Maß. Junge Zuwanderer, die mit ihren Familien aus europäischen Staaten nach Nürnberg ziehen, umfassen mittlerweile mehr als ein Drittel der Schülerschaft. In welchem Umfang in den kommenden Jahren mit Zuwanderung zu rechnen ist, ist aufgrund der politischen Gesamtlage genauso schwierig einzuschätzen, wie die zukünftigen Zuwanderungsströme aus den ost- und südosteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten.25 In Kapitel 6.1.15 wird die Weiterentwicklung der Berufsvorbereitung in Bayern näher beschrieben. Der Fachbereich Berufsvorbereitung (ohne Berufsintegration) für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz umfasst an der B5 im Schuljahr 2019/20 insgesamt zehn Klassen. In den nächsten Jahren wird mit einem Anstieg der Vollzeitklassen gerechnet. Bei den oben genannten Schülerinnen- und Schülergruppen (Berufsintegration und Berufsvorbereitung) besteht ein sehr hoher sprachlicher und pädagogischer Förderbedarf. Der Einsatz von differenzierten Unterrichtskonzepten ist zwingend notwendig. Berufsbereich Körperpflege: Das Frisörhandwerk entwickelt sich insgesamt leicht positiv. Einen Teil dazu trugen die sich mittlerweile auch in Nürnberg fest etablierten Barber-Shops bei. Floristik: Ebenso stabilisiert haben sich die Ausbildungszahlen im Bereich Floristik. Kunden sind zunehmend qualitätsbewusst und kaufen höherwertige Produkte in Handwerksbetrieben der Floristen ein. Die Modeschulen umfassen die Berufsfachschule für Bekleidung, die Berufsfachschule für Bekleidungstechnische Assistenten/-innen und die Fachschule für Bekleidungstechnik. Mit hohem organisatorischen Aufwand und kreativen Projekten wird die Attraktivität der Ausund Weiterbildungsschienen auf unterschiedlichen Qualifikationsebenen herausgestellt. Wie die untenstehenden Zahlen zeigen, gelingt der B5 dies gut. Trends, die die Nachhaltigkeit der produzierten Ware in den Vordergrund stellen, tragen zu einem geänderten Bewusstsein bei Konsumenten und Produzenten bei und unterstützen die Bemühungen der Verantwortlichen.

25 Vgl. Zuwanderung aus dem Ausland und Menschen mit Migrationshintergrund in Nürnberg, 2019: Stadt Nürnberg (Hrsg.), Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth, S. 13.

Abb. 11 Anzahl der Lernenden an den Modeschulen seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

Für die Schule organisatorisch sehr herausfordernd ist die Aufteilung des Direktorats auf drei Schulstandorte (BBZ und „Tempohaus“, Reutersbrunnenstraße 12 sowie Bielefelder Straße 41). Ein neuer Schulstandort gemeinsam mit der B14 ist deshalb in Planung.

„Steckbrief B6“
Merkmale des Direktorates  Berufsschule für Einzelhandelsberufe, Buchhandel, Druckberufe, Marketingkommunikation, Mediengestaltung, Fotoberufe, Medienkaufleute, Visuelles Marketing, BIK, BVJ/s  Fachakademie für Wirtschaft  Fachschule für Druck- und Medientechnik  Berufsschule Plus  Seminarschule  Universitätsschule
Entwicklungsrelevante Faktoren  Zunahme des Onlinehandels und Auswirkung auf den stationären Einzelhandel
 Anhaltende Beliebtheit der Ausbildungsberufe in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik (z. B. Kaufleute für Marketingkommunikation) trotz Konkurrenz durch Ausbildungsberuf des/der Kaufmann/-frau im E- Commerce  Rückläufige Bedeutung des Standortes Nürnberg für den Bereich Druck aber steigende Beschäftigungs- und Ausbildungsbereitschaft im Bereich neue Medien  Hoher Innovationsgrad im Berufsbereich Informations- und Kommunikationstechnik, deshalb kontinuierliche Modernisierung der IT-Technik notwendig (iFUR)  Einfluss der konjunkturellen Entwicklung und des anhaltenden Akademisierungstrends auf die Weiterbildung zum Betriebswirt  Hoher differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl:

Betrachtet man die folgende Abbildung, ist die Anzahl der Lernenden an der B6 kontinuierlich rückläufig. Im Wesentlichen spiegelt diese Entwicklung den Bedeutungsverlust des Standortes Nürnberg für den Bereich Druck, aber auch die Zunahme des Online-Handels zu Lasten des stationären Handels wider. Die konjunkturelle Entwicklung, Fachkräftemangel und der anhaltende Akademisierungstrend wirken sich negativ auf die Bereitschaft junger Erwachsener aus, sich für eine berufliche Weiterbildung zu entscheiden. Dies ist an der B6 in den Schulbereichen Fachschule für Druckund Medientechnik sowie an der Fachakademie für Wirtschaft spürbar. Die steigende Zahl der Auszubildenden im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik kompensiert die Schüler- bzw. Studierendenrückgänge in den weiteren Schulbereichen der B6 nicht. Positiv entwickelt sich an der B6 das Bildungsangebot „Berufsschule Plus“. Es ist in Nürnberg am Berufsbildungszentrum mittlerweile an der B2 und B6 fest etabliert. Neben der eigentlichen Ausbildung können Schülerinnen und Schüler hier mit dem Besuch von Zusatzunterricht in allgemeinbildenden Fächern die Fachhochschulreife erzielen. Der Unterricht findet in der Regel in den Abendstunden statt. Die Unterrichtsräume am BBZ werden besser ausgelastet.

Abb. 12: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 6 seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

In den nächsten Jahren stehen der B6 Unterrichtsräume in ausreichender Zahl zur Verfügung, deren Ausstattung im Zuge der Digitalisierung kontinuierlich erneuert und modernisiert werden muss. Eine sehr gute technische Ausstattung der FUR und IFUR (Fachunterrichtsräume und Integrierte Fachunterrichtsräume) gewährleistet die hohe Ausbildungsqualität in den einzelnen Berufen der B6.

„Steckbrief B7“
Merkmale des Direktorates  Berufsschule: Berufsintegrationsklassen in den Bereichen Ernährung/Versorgung sowie Pflege  Berufsoberschule für Sozialwesen und Gesundheit  Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement  Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung  Berufsfachschule für Sozialpflege
Entwicklungsrelevante Faktoren  Auswirkungen der Pflegerechtsreformen (steigende Nachfrage nach Pflegepersonal)
 Zunahme der Schüler/-innen mit Migrationshintergrund im Bereich Pflege  Schüler/-innen würdigen die Aussicht auf sicheren Arbeitsplatz  Zunahme des differenzierten Sprachförderbedarfs  Zunahme der mobilen Pflegeeinrichtungen  BFS Ernährung und Versorgung: Stabilisierung der Schüler/-zahlen v. a. in den 12. Klassen (Zugänge aus den umliegenden Landkreisen, da dort keine Klassenbildung mehr möglich ist)  Struktureller Wandel: Zunahme des Fachkräftebedarfs im Bereich Pflege
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: / 

Ende Februar 2020 wird der Umzug der B7 in ein kernsaniertes und auf die Bedürfnisse der B7 zugeschnittenes modernes Schulgebäude abgeschlossen sein. Der Schule stehen dann Unterrichtsräume in ausreichender Zahl auch bei leicht steigenden Schülerzahlen zur Verfügung.

Abb. 13: Anzahl der Lernenden an der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung sowie an der Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement seit 2010 mit Entwicklungstendenz

FAK BFS

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

„Steckbrief B8“
Merkmale des Direktorates  Berufsschule für medizinische Fachangestellte, tiermedizinische Fachangestellte, zahnmedizinische Fachangestellte, Pharm.-kaufm. Angestellte, Chemielaboranten, Augenoptik, Zahntechnik  Berufsfachschule für medizinisch-technische Laboratoriums-Assistenten/Laboratoriums-Assistentinnen
Entwicklungsrelevante Faktoren  Hohe Attraktivität der Berufe, v. a. für weibliche Auszubildende  Seit Jahren steigende Zahl der Auszubildenden und Klassen  Hoher Modernisierungsbedarf, insbesondere auch der FUR für die Berufsbereiche Augenoptiker/-innen, Zahntechniker/- innen und Chemielaboranten/-innen  Hoher Bedarf an IFUR  Mittelfristige Planung: Nutzung des Schulgebäudes Sulzbacher Straße 102 nach Auszug der B14 und Generalsanierung  Bedarf an fachlich gut ausgebildeten Angestellten an Kliniken sowie in Arztpraxen sehr groß  Konzentrationsprozess bei Laboren  Entstehung von Großlaboren mit hohem Bedarf an Fachmitarbeiterinnen und -mitarbeitern  Veränderungen der Rahmenbedingungen – Berufsbild MTLA: betrieblich-schulische Ausbildung mit Ausbildungsvergütung; Stundentafel/Lehrplanänderungen/- anpassungen werden erwartet; Planung einer Kooperation der B8 mit dem Klinikum Nürnberg und anderen Kliniken und Krankenhäusern  Zunahme des differenzierten Sprachförderbedarfs
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: 

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler hat an der B8 die Marke von 2.500 deutlich überschritten. Aufgrund der hohen Attraktivität der angebotenen Ausbildungsberufe, der

Konzentrationsprozesse im Bereich medizinischer Labore und dem hohen Fachkräftebedarf an Kliniken ist von einem weiteren Anstieg der Schüler- und Klassenzahlen auszugehen. Neben dem zu erwartenden Anstieg des Raumbedarfs müssen zur Aufrechterhaltung der Qualität der Ausbildung insbesondere in den Berufsbereichen Augenoptik, Zahntechnik und Chemielaboranten/-innen die FUR und IFUR dringend modernisiert und erweitert werden. Auch in den weiteren Berufsbereichen besteht ein permanenter Modernisierungsbedarf bei der technischen Ausstattung. Ähnlich wie an anderen Direktoraten gilt es, viele die Schüler/-innen zukünftig intensiv sprachlich zu fördern. Gruppenteilungen und Intensivierungsstunden werden die Raumknappheit voraussichtlich weiter verschärfen.

Abb. 14: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 8 seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

Mittelfristig kann die beengte Raumsituation an der B8 durch die Nutzung des Schulgebäudes Sulzbacher Straße 102 nach Auszug der B14 und Generalsanierung behoben werden.

„Steckbrief B9“
Merkmale des Direktorates  Berufsschule für Bürowirtschaft und Verwaltung, BIK  Berufsfachschule für Büroberufe  Seminarschule  Universitätsschule
Entwicklungsrelevante Faktoren  Auswirkung der Digitalisierung in den Bereichen Bürowirtschaft und Verwaltung  Starke Veränderung der Ausbildungsinhalte; zunehmender IT-Einsatz in allen Lernfeldern, IT-Ausstattung muss kontinuierlich modernisiert werden  BFS: Zunahme der Schüler/-innen mit Migrationshintergrund  Zunahme des differenzierten Sprachförderbedarfs
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl:  

Ähnlich wie an der Berufliche Schule 4 sind die kaufmännisch-verwaltenden Berufe der B9 von der Digitalisierung stark betroffen. Eine schnelle Anpassung der Lerninhalte und ein verstärkter Einsatz von IT in allen Lernfeldern ist erforderlich und wird an der Schule forciert. Durch die Zunahme der Schüler/-innen mit Migrationshintergrund, v. a. in der Berufsfachschule für Büroberufe besteht ein erhöhter Bedarf an Sprachförderung.

Abb. 15: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 9 seit 201426 mit Entwicklungstendenz

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

26 Eigenes Direktorat für die B9 ab 2014/15, vorher B14

Das moderne Schulhaus bietet der B9 in den nächsten Jahren eine angemessene Raumsituation, jedoch erfordert die hohe Zahl an Fachunterrichtsräumen mit moderner IT- Ausstattung in Zukunft Modernisierungsausgaben für die dort eingesetzte IT-Technik.

„Steckbrief B10“
Merkmale des Direktorates  Berufsfachschule für Kinderpflege und  Fachakademie für Sozialpädagogik  MEBS-Projektschule
Entwicklungsrelevante Faktoren  Starker Ausbau der Kindertagesstätten bewirkt hohen Bedarf an Fachkräften  Ausbau offener und gebundener Ganztagsbetreuungsangebote  Ausbau des Modells OptiPrax in der Stadt Nürnberg  Steigende Schüler- und Studierendenzahlen  Kapazitätsausweitung der Ausbildungsplätze  Beseitigung der räumlicher Engpässe durch Anmietung zusätzlicher Unterrichtsräume am Schulstandort in Planung
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: 

Die Attraktivität der beiden Nürnberg Bildungseinrichtungen BFS-Kinderpflege und Fachakademie für Sozialpädagogik ist aufgrund der politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ungebrochen. Die Bewerber/-innenzahlen überstiegen in diesem Jahr erneut die Anzahl verfügbarer Plätze. Durch den Vollausbau der Teilzeitklassen an der BFS- Kinderpflege und von OptiPrax verzeichnet die B10 einen kontinuierlichen Schüler/-innen und Studierendenzuwachs.

Abb. 16: Anzahl der Lernenden an der Fachakademie für Sozialpädagogik seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

Durch die dynamische und in ihrer Quantität nicht vorhersehbare Entwicklung der Schülerinnen- und Schüler- sowie Studierendenzahlen ist das erst im Oktober 2017 neu bezogene Gebäude am Fernmeldeturm 3 bereits wieder an seiner Kapazitätsgrenze. Zur Beseitigung der räumlichen Engpässe ist die Anmietung zusätzlicher Unterrichtsräume am Schulstandort geplant.

„Steckbrief B11“
Merkmale des Direktorates  Berufsschule für Bauberufe (Farbtechnik, Bautechnik, Holztechnik), BGJ, BIK, JoA  Berufsfachschule für Bautechnik  Berufsfachschule für Farbtechnik  Fachschule Maler und Lackierer (Meisterschule)
Entwicklungsrelevante Faktoren  Positiver Einfluss der Konjunktur- und Zinsentwicklung auf das Bauhaupt- und Nebengewerbe  Bedarf der Handwerksbetriebe an Auszubildenden deutlich größer als das Angebot
 Hoher differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden  Große Fachsprengel bei Ausbildungsberufen mit hohem Spezialisierungsgrad  Hoher Modernisierungsdruck bei den FUR/IFUR (Digitalisierung, Arbeitssicherheit)
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: 

Aufgrund der seit mehreren Jahren florierenden Bauwirtschaft ist der Bedarf an Auszubildenden in Handwerksbetrieben des Bauhaupt- und Nebengewerbes im Großraum Nürnberg höher als die Zahl der Bewerber/-innen. Die tatsächliche Zahl der „neuen“ Auszubildenden bleibt in diesem Bereich aktuell konstant. Steigende Auszubildendenzahlen verzeichnet die Schule bei den teilweise deutschland- oder bayernweiten Fachsprengeln der Bauspezialberufe (z. B. Bauwerksabdichter/-innen, Rohrleitungsbauer, Stuckateur/-innen). Die hohe Qualität der Ausbildung in diesen Bereichen erzeugt einen kostenintensiven Modernisierungsdruck. Den gestiegenen Anforderungen der Arbeitssicherheit, aber auch den Herausforderungen, die durch die fortschreitende Digitalisierung Einzug in die handwerklichen Abläufe halten, ist in Zukunft Rechnung zu tragen. Aufgrund der angespannten Bewerberlage für Ausbildungsberufe der B11 sind die Schülerinnen und Schüler durch umfangreiche sprachfördernde und pädagogische Unterstützungsmaßnahmen zu begleiten.

Abb. 17: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 11 seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

An der B11 kann von einem konstanten Raumbedarf am BBZ ausgegangen werden. Der hohe Anteil an FUR ist bedingt durch die berufliche Ausrichtung der B11. Aktuell ist ein integrierter Fachunterrichtsraum beantragt. Ein weiterer Ausbau der IFUR-Kapazität ist mittelfristig erforderlich.

„Steckbrief B12“
Merkmale des Direktorates  Städtische und Staatliche Wirtschaftsschule, VWS
Entwicklungsrelevante Faktoren  Vergleichbare Bildungsabschlüsse sind an Mittelschulen und Realschulen zu erwerben  Auswirkungen der Einführung „LehrplanPLUS“ verbunden mit einem Anstieg der fachlichen Förderungskonzepte  Ganztagsangebot  Ab Schuljahr 20/21: Einführung der 6. Jahrgangsstufe (Vorklasse)  9. Jahrgangstufe für Abgänger aus Gymnasien geöffnet  Stabilisierung der Klassenzahlen und Angebot von zusätzlichem, unterstützendem Unterricht  Ausgefeiltes Marketingkonzept (z. B. Besuch v. a. von Mittelschulen, um für Wirtschaftsschule zu werben)  Klassen der zweistufigen Wirtschaftsschule und VWS (BI- Klassen) mit hohem Sprachförderbedarf  Hoher Modernisierungsbedarf in den FUR für die kaufmännische Grundlagenausbildung (Digitalisierung/IT)
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl:  / 

Die Reform und die Erweiterung der Mittelschule um die Jahrgangsstufe 10 führten zu einer quantitativen Stärkung der Mittelschulen. Wirtschaftsschulen mussten sich neu positionieren. Dies führte im Schuljahr 2014/15 zu einer Anpassung der Lehrpläne: Fächer, die für den Übertritt an die Fachoberschule wichtig sind, wurden gestärkt. Darüber hinaus wurden an der Wirtschaftsschule Nürnberg gebundene Ganztagesklassen eingeführt.

Wie die folgende Grafik zeigt, ist es trotz dieser Maßnahmen27 bisher nur bedingt gelungen, den Schülerrückgang abzufedern.

Abb. 18: Anzahl der Lernenden an der Wirtschaftsschule seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB, Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

Im nächsten Schuljahr wird an der Wirtschaftsschule erstmals eine Vorklasse (6. Jahrgangsstufe) eingerichtet. Die vierstufige, dreistufige sowie zweistufige Wirtschaftsschule in ihrer Form als Berufsfachschule bleibt bestehen. Ziel der Vorklasse an der Wirtschaftsschule ist es, als weiterer „Baustein“ die Vielfalt der Bildungswege an den Nürnberger Schulen zu ergänzen und die Schulart Wirtschaftsschule für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler attraktiver zu machen. Stößt das ergänzende Bildungsangebot auf Interesse, könnte ab dem Schuljahr 2021/22 pro Schuljahr eine weitere Vorklasse eingerichtet werden. Mit dem zusätzlichen Angebot können die räumlichen Kapazitäten der B12 gut genutzt werden. Erwartet wird, dass sich die Zahl der Lernenden an der Wirtschaftsschule in den nächsten Jahren stabilisiert. Gut etabliert und sehr erfolgreich sind an der B12 die Berufsintegrationsklassen (VWS 1 und VWS 2). Sie bieten neu zugezogenen Jugendlichen die Möglichkeit direkt nach zweijähriger Sprachintegration an der Wirtschaftsschule in Regelklassen den mittleren Schulabschluss anzustreben.

27 https://www.nuernberg.de/internet/berufsschule_12/schulleben.html, abgerufen: 11.12.2019

6.3.13 Berufliche Oberschulen

Die Beruflichen Oberschulen sind innerhalb des beruflichen Schulwesens ein Schulbereich mit hoher Dynamik. Ursachen waren zum einen bildungspolitische Maßnahmen: Die Einführung der 13. Jahrgangsstufe ermöglichte den Erwerb der Allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung, aber auch der seit 1999 begonnene und inzwischen abgeschlossene Bologna-Prozess zeigte Auswirkungen. Die Einführung der Vorklasse an der Fachoberschule sowie der Akademisierungstrend führten in den letzten Jahren zu einem Anstieg der Schülerzahlen an den Fachoberschulen und zu einem Schülerrückgang an den Berufsoberschulen. Viele Einflussfaktoren spielen eine Rolle: Nach Abschluss einer dualen Erstausbildung sind Unternehmen i. d. R. bestrebt, ihre jungen Fachkräfte in unbefristete Arbeitsverhältnisse zu übernehmen. Die Rückkehr der Absolventen/-innen ins weiterführende berufliche Schulsystem nach der Erstausbildung verlor für die jungen Erwachsenen an Attraktivität. Die Trennschärfe zwischen Universitäts- und Fachhochschulstudium geht verloren. Deshalb ist es in zahlreichen Disziplinen nicht mehr notwendig, die allgemeine Hochschulreife zu erwerben. In den letzten Jahren spürten die Berufsoberschulen die gute konjunkturelle Entwicklung und den Fachkräftemangel (ähnlich wie die Fachschulen und Fachakademien). Es meldeten sich weniger junge Erwachsene an der Berufsoberschule an. Eine Trendwende wäre möglich, falls sich Abgänger/-innen nach der beruflichen Erstausbildung wieder in höherer Zahl für den Besuch der BOS und den Erwerb einer (fachgebundenen oder allgemeine) Hochschulreife interessieren.

Fachoberschulen: Seit Eröffnung der Staatlichen Fachoberschule II zum Schuljahr 2016/17 verteilen sich in Nürnberg die Schüler/-innen auf drei öffentliche Fachoberschulen. Insgesamt sank in diesem Schuljahr erstmals die Gesamtschülerzahl über die drei öffentlichen Fachoberschulen hinweg. Der Bevölkerungsanstieg und der Anstieg der Gesamtzahl von Kindern/Jugendlichen in der Stadt Nürnberg lässt in den nächsten Jahren jedoch einen erneuten Anstieg der Schülerschaft an den Fachoberschulen vermuten. Legt man eine Zunahme der Zahl der Kinder und Jugendlichen um 10 Prozent bis zum Schuljahr 2029/30 (und um 16,6 Prozent bis zum Schuljahr 2034/35) an den Schulen in Nürnberg zugrunde und trifft man weiterhin die Annahme, dass die Zahl der Fachoberschüler/-innen analog steigen wird, dann würden im Schuljahr 2029/30 insgesamt etwa 2.900 Jugendliche die öffentlichen Fachoberschulen besuchen und im Schuljahr 2034/35 ca. 3.063 (die Gesamtschülerzahl an den öffentlichen Fachoberschulen in Nürnberg beträgt aktuell 2.627).

Schülerzahlenentwicklung an Nürnberger Schulen: Ableitung einer Schülerzahlenprognose für die öffentlichen Fachoberschulen
Gesamtschülerzahl in den Schuljahren SJ 2019/20 SJ 2028/29 Veränderung in % im
Vergleich zum SJ
2019/20
Mittelschulen 7766 8557 10,2
Realschulen 5125 6119 19,4
Gymnasien 10399 11831 13,8
Mittelwert 14,5
Schülerzahlen in der Jahrgangsstufe 10 Mögliche Veränderung
der Schülerzahl in % an
den FOS zum SJ
2029/30
Mittelschulen 558 630 12,9
Realschulen 866 979 13,0
Gymnasien 1277 1344 5,2
Mittelwert 10,4
Schülerzahlen in der Jahrgangsstufe 5 Mögliche Veränderung
der Schülerzahl in % an
den FOS zum SJ
2034/35
Mittelschulen 1285 1455 13,2
Realschulen 770 908 17,9
Gymnasien 1488 1764 18,5
Mittelwert 16,6

Gesamtschülerzahl

in den Schuljahren

SJ

2019/20

SJ

2028/29

Schülerzahlen in

der

Jahrgangsstufe 10

Schülerzahlen in

der

Jahrgangsstufe 5

Quelle: Schülerzahlenprognosen des Geschäftsbereichs Schule der Stadt Nürnberg

Die Stadt Nürnberg sieht diese Herausforderung und plant für die BON (B13) das Schulgebäude in der Pilotystraße nach dem Auszug der B7 zu sanieren (ggf. mit Teilneubau). Damit wären die beengten räumlichen Verhältnisse der BON im Schulhaus Rollnerstraße 15 behoben und mittelfristig zusätzliche Kapazitäten für den erwarteten Anstieg der Schüler/innen und Klassen geschaffen.

6.3.13.1 Berufliche Schule – Direktorat 13

„Steckbrief B13“
Merkmale des Direktorates  Fachoberschule mit den Fachrichtungen Technik, Wirtschaft und Verwaltung, Sozialwesen und Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie
Entwicklungsrelevante Faktoren  Alternative FOS-Angebote in der Stadt Nürnberg (seit dem Schuljahr 2016/17 zusätzlich durch Eröffnung der Staatl. FOS II)  Anhaltender Trend zur Akademisierung  Einführung der neuen Ausbildungsrichtung "Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie" (ABU seit dem Schuljahr 2018/2019)  Mittelfristig: Nutzung des Schulgebäudes Pilotystraße 4 nach Auszug der B7 und Generalsanierung geplant  Ringtausch: Neu saniertes Gebäude in der Pilotystraße 4 wird räumliche Kapazitätsreserven für den erwarteten Anstieg der Schülerzahlen an den öffentlichen Fachoberschulen in Nürnberg bieten
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: 

Seit Eröffnung der Staatlichen Fachoberschule II sank die Schüler- und Klassenzahl an der BON. Dies ist insbesondere auch der Attraktivität des neuen Schulstandorts der Staatlichen FOS II geschuldet. Mittlerweile hat die B13 ihr Ausbildungsangebot weiter diversifiziert und hebt sich mit der neuen Fachrichtung Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie vom Bildungsangebot der beiden Staatlichen Fachoberschulen ab. Inzwischen herrscht an der Staatlichen FOS II im Südwesten der Stadt Raumknappheit. Deshalb ist im Zuge des Ringtausches an den beruflichen Schulen geplant, das Schulgebäude Pilotystraße 4 nach dem Auszug der B7 zu sanieren (mit Teilneubau) und die B13 an diesem Schulstandort mit angemessenen Räumen auszustatten. Dadurch wird eine Entlastung der Staatlichen FOS II erreicht und dem prognostizierten Schülerzuwachs in Nürnberg begegnet.

Abb. 19: Anzahl der Lernenden an der Beruflichen Oberschule (BON/B13) seit 201028 mit Entwicklungstendenz

Abbildung 19

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB, Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

Trotz der rückläufigen Schülerzahlen herrscht am aktuellen Standort Rollnerstraße 15 räumliche Enge. Die Raumgrößen entsprechen zum Teil nicht den üblichen Maßen. Eine Ausstattung der BON mit den für die Fachrichtungen erforderlichen Fachunterrichtsräumen erfolgte in den letzten Jahren sukzessive.

6.3.13.2 Staatliche Berufsoberschule, Staatliche Fachoberschule (Lothar-von-Faber-

Schule), Staatliche Fachoberschule II

„Steckbrief Staatliche BOS, LvFS, FOS II “
Merkmale der staatlichen Oberschulen  Staatliche Berufsoberschule mit den Fachrichtungen Wirtschaft und Verwaltung, Technik  Lothar-von-Faber-Schule mit den Fachrichtungen Gestaltung, Gesundheit, Sozialwesen, Wirtschaft und Verwaltung  Staatliche Fachoberschule II mit den Fachrichtungen Sozialwesen, Technik, Wirtschaft und Verwaltung

28 Eröffnung der Staatlichen FOS II ab Schuljahr 2016/17

Entwicklungsrelevante Faktoren  Trend zur Akademisierung  Differenzierung des Ausbildungsangebotes innerhalb der Fachoberschulen  Stetig hohe Nachfrage nach Fachkräften (Bindung der Mitarbeiter v. a. nach der Ausbildung ans Unternehmen)  Anerkennung von alternativen Bildungsabschlüssen im Rahmen des DQRs (Meister = DQR 6 = Bachelorabschluss)  Berufsschule Plus als zusätzliche Möglichkeit zur Erlangung der „FH-Reife“  Ringtausch  Neuer Standort für BON in Planung
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: FOS  BOS 

Abb. 20: Anzahl der Lernenden an der Staatlichen BOS seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Abbildung 20

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB, Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

Abb. 21: Anzahl der Lernenden an den Staatlichen Fachoberschulen29 seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB, Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

Der angestrebte Ringtausch wird zu einer räumlichen Entlastung im Bereich der öffentlichen Fachoberschulen führen und es der prognostizierte Schülerzuwachs in Nürnberg kann berücksichtigt werden.

„Steckbrief B14“
Merkmale des Direktorates Berufsschule für Rechtsberufe, Touristik und Personenverkehr, Transport- und Logistikberufe, BVJ/s
Entwicklungsrelevante Faktoren  Auswirkung der Digitalisierung in allen kaufmännischen Berufen an der Schule  Weiterer Ausbau des Nürnberger Hafens als Logistikzentrum  Speditions- und Logistikbranche expandiert weiter (vgl. Bericht des Wirtschaftsreferats)  Ungebrochene Nachfrage nach Dienstleistungen aus dem Bereich Touristik

29 Eröffnung der Staatlichen FOS II ab Schuljahr 2016/17

 Verbundstudium „Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistungen“, B14, „Bachelor Logistik“, Fernhochschule Hamburg  Hoher differenzierter Sprachförderbedarf bei den Lernenden  Neuer Schulstandort gemeinsam mit der B5 in Planung
Mittelfristige Prognose Entwicklung der Klassen- und Lernendenanzahl: 

Die B14 ist, genau wie die B4 und die B9, eine Berufsschule mit kaufmännischer Prägung und in allen Berufsbereichen spiegelt sich der Digitalisierungstrend in den Lernfeldern und den Lerninhalten wider. Verstärkter IT-Einsatz und moderne Unterrichtsmedien sind unverzichtbar. Allerdings hat die Digitalisierung an der B14 nicht zur Folge, dass die Schülerzahlen an der Schule rückläufig tendieren. Hier schlägt ein Brancheneffekt durch: Die B14 ist Kompetenzzentrum für Spedition/Logistik und Lager, ein florierender Wirtschaftszweig, der in der Stadt Nürnberg für zunehmende Beschäftigten- und auch Auszubildendenzahlen sorgt. Wie aus der folgenden Abbildung hervorgeht, ist von einer positiven Entwicklung der Gesamtzahl der Lernenden auszugehen.

Abb. 22: Anzahl der Lernenden an der Berufsschule 14 seit 201030 mit Entwicklungstendenz

Kompetenz zentrenbild ung:

B14 und B9

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB, Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

30 ab Schuljahr 2014/15 Abspaltung der B9 (Büroberufe)

Die B14 benötigt zukünftig eine gute Ausstattung mit FUR, IFUR und IT-Räumen. Die Planung eines neuen Schulstandorts (gemeinsam mit B5) geht einher mit der Zusammenlegung der bisher zwei Standorte der B14. Redundanzen bei der Bereithaltung von Fach- und IT-Räumen werden damit reduziert. Allerdings sind insbesondere durch die wachsenden Schülerzahlen im Berufsbereich Lagerlogistik am Schulstandort Sulzbacher Straße 102 Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen dringend notwendig, diese werden dann an den neuen Standort umgezogen.

6.3.15 Jugendliche ohne Ausbildung

Neben der dualen Ausbildung gehört der Bereich der berufsschulpflichtigen Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz ebenfalls zu den Berufsschulen und generiert Raumbedarf.31 Weiterentwicklung des Beschulungskonzepts in Bayern: Die Schülerinnen und Schüler können bisher entweder ein Jahr lang eine Berufsvorbereitungsklasse (BVJ) besuchen oder über drei Jahre hinweg in sogenannten JoA-Klassen beschult werden. Aktuell steht ein Paradigmenwechsel in der Berufsvorbereitung an: Die bisherige (unten grafisch dargestellte) Teilzeit-Beschulung wird ab dem Schuljahr 2020/21 von verpflichtenden Vollzeitangeboten für berufsschulpflichtige Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz abgelöst.32 Ziel ist es, alle berufsschulpflichtigen Jugendlichen (mit und ohne Flucht- oder Migrationshintergrund) vergleichbar zu fördern und sie noch besser in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie gesellschaftlich zu integrieren. Den städtischen Berufsschulen in Nürnberg33 wird für die Umstellung auf vollschulische Angebote eine Übergangsfrist bis Ende des Schuljahres 2022/23 eingeräumt. Das Amt für Berufliche Schulen strebt für das Schuljahr 2020/21 einen Übergang zu vollschulischen Angeboten in der Jahrgangsstufe 10 an. Die mit der Umstellung verbundenen Auswirkungen auf die Raumkapazitäten sind noch nicht abschließend prognostizierbar.

Die folgenden beiden Abbildungen zeigen die bisherigen Entwicklungen der JoA- und BVJ- Klassen mit den geschätzten Entwicklungstendenzen.

31 Jugendliche in BVJ- und JoA-Klassen unterliegen der Sprengelpflicht, wie sie für die Pflichtschulen im allgemeinbildenden Schulbereich gilt. Deshalb besuchen ausschließlich Nürnberger Jugendliche diese Klassen.

32 Vgl. KMS VI.1-BS9220.0-1/21/3 vom 17.12.2019 33 Wie auch Augsburg, München, Regensburg und Würzburg, vgl. KMS VI.1-BS9220.0-1/21/3 vom 17.12.2019, S. 5

Abb. 23: Entwicklung der JoA-Teilzeitklassen seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Abbildung 21

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

Abb. 24: Entwicklung der BVJ-Klassen (einschließlich Sonderformen) seit 2010 mit Entwicklungstendenz

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

Als berufsschulpflichtige Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz gelten auch alle Schülerinnen und Schüler, die die Klassen der Berufsintegration besuchen. Aussagen zu diesen Klassen finden sich in Kapitel 6.3.5.

6.4 Raumsituation an den beruflichen Schulen

Auswirkungen auf den Schulraumbedarf lassen sich für die beruflichen Schulen nur bedingt an den Entwicklungen der Bevölkerungszahlen festmachen. Recht aussagekräftig ist die Entwicklung der Klassenzahlen bis zum Schuljahr 2019/20. Da ein Klassenzimmer von mehreren Teilzeitklassen in der Woche genutzt werden kann, werden die Teilzeitklassen (auch Blockklassen) mit einem Faktor von 2,534 auf Vollzeitäquivalente umgerechnet. Im Ergebnis zeigen sich an den Beruflichen Schulen folgende Trends ab: Die tatsächlichen Vollzeitklassen sind über die Jahre hinweg recht stabil. Die Teilzeitklassen waren etwas rückläufig und damit auch die Gesamtzahl der Klassen (umgerechnet in VZ-Äquivalente) an den beruflichen Schulen.

10/11 11/12 12/13 13/14 14/15 15/16 16/17 17/18 18/19 19/20
Vollzeit- Klassen 286 288 278 276 278 285 280 294 293 289
TZ als VZ- Klassen 295,6 291,2 290,8 278,8 270,8 270,4 283,2 266 262,4 260,4
Summe Klassen umgerechnet in VZ 581,6 579,2 568,8 554,8 548,8 555,4 563,2 560 555,4 549,4
Anteil VZ 49,2% 49,7% 48,9% 49,7% 50,7% 51,3% 49,7% 52,5% 52,8% 52,6%

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchB - Stand: 20.10. des jeweiligen Schuljahres

Insgesamt reichen die Raumkapazitäten an den beruflichen Schulen aus, wenn man die aktuellen Planungen der Standortsuche für B 5 und B14 berücksichtigt. Er herrscht allerdings ein erheblicher Investitionsbedarf für die Modernisierung und Ausstattung der Fachunterrichtsräume und integrierten Fachunterrichtsräume. Die demographischen Schülerzuwächse an den Fachoberschulen werden bei den Planungen für die BON am künftigen Standort Pilotystr. 4 beachtet. Das Schulgebäude Sulzbacher Str. 102 ist dringend sanierungsbedüftig und soll nach einer Generalsanierung als Schulstandort für die Berufliche Schule Direktorat 8 genutzt werden. Die Sanierung des BBZ muss ins Auge gefasst werden, wenn hier Raumkapazitäten nach Auszug der B 5 und der B 8 frei werden.

34 Mittelwert aus Vorgaben der Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Schulfinanzierungsgesetzes (AVBaySchFG), Anlage 1, Punkt 4.3

7 Die Entwicklung der Deutschklassen (früheren Ü-Klassen)

und der Berufsintegrationsklassen

Der Einzugsbereich der Deutschklassen ist jeweils deutlich größer als der Schulsprengel der jeweiligen Schule. Dies bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler der Deutschklassen nicht über die Prognose der Einwohnerschaft der jeweiligen Schulsprengel beschrieben werden können. Andererseits muss der Raumbedarf dieser Klassen im Modell bei der Schule berücksichtigt werden, die die Ü-Klasse bildet. Deshalb wurden in den Schüler- und Klassen- Ist-Zahlen der vergangenen Jahre die Ü-Klassen in der Summe der Klassen einer Schule oder eines Verbundes aufgeführt, ihre Schülerinnen und Schüler aber getrennt vermerkt. Die Einbindung der aus dem Ausland zugewanderten Lernenden mit oft fehlender oder mangelhafter Sprachkompetenz in das berufliche Schulsystem ist eine anspruchsvolle bildungspolitische Herausforderung. Mit Konzepten zur berufssprachlichen Förderung wird mit hohem organisatorischen und finanziellem Aufwand angestrebt, dass jugendliche Zuwanderer zügig die Ausbildungsreife erreichen.

Die Entwicklung der Klassen und Schüleranzahl verlief in den letzten Jahren wie folgt:

Ü-/DEUTSCH- BZW. BIK-KLASSEN

Grundschule Mittelschule Berufsschule

Ü-Klassen Grundschule Ü-Klassen Mittelschule BIK Berufsschulen Gesamt
Schuljahr Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen Schüler Klassen
2005/2006 127 10 127 10
2006/2007 99 10 99 10
2007/2008 98 8 98 8
2008/2009 77 7 148 10 225 17
2009/2010 73 5 147 10 220 15
2010/2011 100 6 174 11 111 6 385 23
2011/2012 141 8 216 13 280 14 637 35
2012/2013 176 12 277 16 330 18 783 46
2013/2014 209 15 327 23 303 18 839 56
2014/2015 276 16 392 24 510 26 1178 66
2015/2016 335 21 523 29 691 40 1549 90
2016/2017 311 22 671 40 1203 70 2185 132
2017/2018 326 21 609 40 885 56 1820 117
2018/2019 291 23 627 39 607 36 1525 98
2019/2020 242 18 504 34 526 33 1272 85

Quelle: Amtliche Schulstatistik, SchA bzw. SchB, Stand: 01.10. bzw. 20.10. des jeweiligen Schuljahres

In den obigen Zahlen sind die ab 2015/2016 eingeführten Übergangsklassen an Realschulen und Gymnasien nicht enthalten. Es wurden eine Sprint-Klasse an der Johann-Pachelbel- Realschule und am Martin-Behaim-Gymnasium eine InGym-Klasse gebildet. Ab 2016/2017 kam dann noch eine Sprint-Klasse der Geschwister-Scholl-Realschule dazu.

Prognosen über die zukünftige Entwicklung der Deutschklassen (frühere Ü-Klassen) und der Berufsintegrationsklassen bleibt aufgrund der gesamtpolitischen Verhältnisse schwierig und sind aus Sicht der Verwaltung nicht sinnvoll. Für die Integration ist es allerdings zwingend, die Schülerinnen und Schüler der Ü-Klassen Stück für Stück in die Regelklassen zu überführen. Damit ist es notwendig, an Standorten mit Ü-Klassen ausreichend Regelklassen zu führen, die dann aufnahmefähig sind (z.B. zwei parallele Regelklassen zu einer Ü-Klasse). Eine reine „Ü- Klassen-Schule“ ist deshalb nicht möglich.

8 Folgen für die Raumsituation – Feststellungen /

Handlungsempfehlungen

Die Planungen an den Grundschulen müssen im Zusammenhang mit der ganztägigen Grundschulkindbetreuung bei der Fortschreibung des Masterplans betrachtet werden, bereits jetzt ergibt sich aber der Bedarf eines neuen Grundschulstandorts im Knoblauchsland.

Der Schülerzuwachs an den Mittelschulen erfordert einen neuen Mittelschulstandort für eine Mittelschule Ost (Zusammenlegung von MS Scharrer- und MS Thusneldaschule) sowie die Prüfung von Ergänzungsbauten, vor allem im Norden und Westen. Außerdem sind die Zuschnitte der Mittelschulverbünde gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt zu prüfen.

Es ist schnellstmöglich ein Standort für eine 5-zügige Realschule zu suchen, denn bereits ab dem Schuljahr 2020/21 reichen die räumlichen Kapazitäten an den vorhandenen Realschulen nicht mehr aus, es müssen Wanderklassen gebildet werden.

Neben dem Gymnasialstandort im Tiefen Feld ist ein Standort für ein weiteres Gymnasium zu finden, zumindest ein Gymnasium muss zum Schuljahr 2025/26 zur Verfügung stehen.

An nahezu allen beruflichen Schulstandorten ist in die Modernisierung und Ausstattung der Fachunterrichtsräume und integrierten Fachunterrichtsräume zu investieren. Der Ringtausch ist mit den neuen Standorten für B 5 und B 14, der Generalsanierung der Sulzbacher Str. 102 für die B 8 und der Sanierungen bzw. einem Erweiterungsneubau in der Pilotystr. 4 für die B 13 voranzutreiben. Die Sanierung des BBZ ist mittel- bis langfristig zu planen.

Um der weiter voranschreitenden Einzelinklusion Rechnung zu tragen, soll ein 3-prozentiger Aufschlag beim Bau von allgemeinen Unterrichtsräumen berücksichtigt werden, die dadurch an den Förderzahlen sinkenden Schülerzahlen und freiwerdenden Raumkapazitäten werden allerdings durch das demographische Wachstum wieder gefüllt.

9 Risiken

In der Schülervorausberechnung wird eine Eintrittsquote der 6-jährigen Einwohner von 91% in die öffentliche Grundschule unterstellt.

Jahr der Geburt Geburten- zahl Zahl im Zeitpunkt Schuleintritt nach 6 Jahren (tatsächlicher Schuleintritt öffentliche GS) Planungsdaten nach StA ab 2020/21 in 1. Jg. bei Einschulungs- quote 91 % "Verlust" Verlust- quote Mittelwert Verlust- quote
2004 4354 3535 ---- 819 18,81 14,76
2005 4171 3510 ---- 661 15,85
2006 4255 3657 ---- 598 14,05
2007 4409 3708 ---- 701 15,90
2008 4406 3823 ---- 583 13,23
2009 4428 3791 ---- 637 14,39
2010 4524 4025 ---- 499 11,03
2011 4535 3902 ---- 633 13,96
2012 4646 4067 ---- 579 12,46
2013 4855 3986 ---- 869 17,90
2014 5113 ---- 4347 766 14,98 17,98
2015 5136 ---- 4267 869 16,92
2016 5539 ---- 4506 1033 18,65
2017 5482 ---- 4483 999 18,22
2018 5553 ---- 4462 1091 19,65
2019 5392 ---- 4446 946 17,54
2020 5433 ---- 4452 981 18,06
2021 5457 ---- 4452 1005 18,42
2022 5464 ---- 4448 1016 18,59
2023 5456 ---- 4433 1023 18,75

Bei den Geburten zwischen 2004 und 2013 und der Einschulung nach 6 Jahren hat sich eine durchschnittliche Verlustquote von 14,76 Prozent (z.B. durch Besuch einer privaten Grundschule oder Wegzug) ergeben. Die Planungsdaten mit den prognostizierten 6-jährigen und den Geburtenzahlen zeigen eine durchschnittliche Verlustquote von 17,98 Prozent. Die Differenz von 3,22 Prozentpunkten lässt sich nicht eindeutig klären, bedeuten aber bei Geburtsjahrgängen von über 5.000 ein Risiko von 150 – 200 möglichen Schulanfängern je Jahrgang.

Die Zahl der zu bildenden Klassen hängt neben der Anzahl der Schüler von der durchschnittlichen Zahl der Schüler je Klasse ab. Eine ggf. Veränderung des Klassenteilers nach unten erfordert einen erheblichen Mehrbedarf an Raumkapazitäten, dies ist im Kapitel 3 bei den Mittelschulen dargestellt, gilt natürlich aber auch bei allen anderen Schularten.

Die durchschnittliche Übertrittsquote an die öffentlichen Realschulen der letzten 6 Jahre liegt in Nürnberg bei 20,71 Prozent. Sollte sich die Übertrittsquote an die 28,35 Prozent von Bayern annähern, würden die Realschulen mehr Raumbedarf benötigen, diese müssten dann aber an den Mittelschulen oder Gymnasien frei werden.

Für die Beschulung von Migranten wird in der Prognose ein Puffer von ca. 50 Klassen an der Grund- und Mittelschule unterstellt, der nur teilweise untergebracht werden kann, aber bei den Neu- und Erweiterungsbauten berücksichtigt werden muss. Sollte der Zuzug wieder steigen werden zusätzliche Ü-Klassen nötig.

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss öffentlich Bericht

Betreff:

Abschlussbericht zu den Förderprogrammen „Exzellenzzentren an Berufsschulen„ und

„Industrie 4.0“ mit Beteiligung der Beruflichen Schulen Direktorat 1 (B1), Direktorat 2 (B2)

und Direktorat 4 (B4)

Anlagen: Abschlussbericht Exzellenzentrum - Industrire 4.0 Anlage_NZ-Bericht Exzellenzzentrum B1

Bericht:

Wie in der Schulausschusssitzung vom 28. April 2017 dargestellt, entwickelten die Beruflichen Schulen Direktorat 1, Direktorat 2 und Direktorat 4 ein, den Förderrichtlinien des Förderprogrammes „Industrie 4.0“ (KMS VI.3-BS 9400.27-7b.14704 vom 03.03.2017) entsprechendes Kooperations-konzept. Mit dem kultusministeriellen Schreiben vom 10.04.2018 (KMS VI.3-BS 9400.27-7b.28 102) wurde Berufsschulen zusätzlich die Möglichkeit eröffnet, sich für das Förderprogramm „Exzellenzzentren an Berufsschulen“ zu bewerben, was der Beruflichen Schule, Direktorat 1, bestätigt durch den Bescheid vom 14.09.2018 (KMS VI3.BS9400.27/33), erfolgreich gelang. In den Schulausschüssen vom 23.02.2018 (Förderprogramm Industrie 4.0) sowie vom 14.12.2018 (Förderprogramm "Exzellenzzentren an Berufsschulen" für die B1) wurden die Projekte Industrie 4.0 und Exzellenzzentren an Berufsschulen vorgestellt und einstimmig beschlossen. Der vorliegende Bericht gibt einen Überblick über die Verwendung der Mittel sowie die pädagogische Umsetzung der in den Förderprogrammen geforderten Maßnahmen.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Keine finanziellen Auswirkungen, da die Finanzierungen abgeschlossen bzw. bereits in den oben genannten Schulausschusssitzungen bewilligt wurden

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Abschlussbericht zu den Förderprogrammen „Exzellenzzentren an Berufsschulen“ und „Industrie 4.0“ mit Beteiligung der Beruflichen Schulen Direktorat 1 (B1), Direktorat 2 (B2) und Direktorat 4 (B4) hier: Sachverhalt

Wie in der Schulausschusssitzung vom 28. April 2017 beschlossen, entwickelten die Beruflichen Schulen Direktorat 2 und Direktorat 4 ein, den Förderrichtlinien des Förderprogrammes „Industrie 4.0“ (KMS VI.3-BS 9400.27-7b.14704 vom 03.03.2017) entsprechendes Kooperationskonzept. Mit dem kultusministeriellen Schreiben vom 10.04.2018 (KMS VI.3-BS 9400.27-7b.28 102) wurde den Berufsschulen in Bayern zusätzlich die Möglichkeit eröffnet, sich für das Förderprogramm „Exzellenzzentren an Berufsschulen“ zu bewerben. Die Berufliche Schule Direktorat 1 beantragte eine Projektförderung und erhielt mit dem Bescheid vom 14.09.2018 (KMS VI3.BS9400.27/33) einen Zuschlag. Im Folgenden wird über die Umsetzung beider Projekte berichtet.

  1. Förderprogramm „Exzellenzzentren an Berufsschulen“ 1.1. Bewerbungsbedingungen Um sich für das Förderprogramm bewerben zu können, musste die B1 darlegen, dass sie als Berufsschule ein dualer Partner für Ausbildungsberufe ist, deren Lerninhalte eine Anpassung der technischen Ausstattung im Zuge von Industrie 4.0 bedürfen. Neben einer ausreichenden Zahl von Auszubildenden an der Berufsschule galt es, eine schulartübergreifende Nutzung der neuen Anlagen durch Berufsschüler/-innen, Berufsfachschüler/-innen und Fachschüler/-innen zu belegen. Eine weitere Bedingung war es, dass eine fächerübergreifende Zusammenarbeit der Lehrkräfte sowie das Einbinden externer Partner ermöglicht wurde. Die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Projekt sollten in regionalen Lehrerfortbildungen multipliziert werden. Zwingend war, dass die Maßnahme bis Ende des Kalenderjahres 2019 kostentechnisch komplett abgewickelt werden musste. Durch den sehr engagierten Einsatz des pädagogischen Personals an der B1 sowie der zuständigen Verwaltungskräfte bei SchB gelang die fristgerechte Umsetzung des Projekts sowie der Projektabrechnung.

1.2. Ziel und Umsetzung Das Förderprogramm „Exzellenzzentren an Berufsschulen“ wurde, wie auch das Förderprogramm „Industrie 4.0“, auf den Weg gebracht, um es den Schulträgern zu ermöglichen, die technische Ausstattung der Berufsschulen an reale Industriestandards im Zuge der Digitalisierung anzupassen. Damit sollte gewährleistet werden, dass Fach- und Nachwuchskräfte in einer praxisnahen Ausbildung

auf die Anforderungen der digitalen Transformation vorbereitet werden. Gefördert wurde die Beschaffung technischer Ausstattungen für den Unterricht in den Bereichen Mechatronik sowie Steuerungs- und Automatisierungstechnik. Ziel war es, ein Cyber-Physisches Labor bis hin zur umfassenden Cyber-Physischen Fabrik aufzubauen. Ebenso konnten IT-Systeme und Software zur didaktischen Umsetzung beschafft werden sowie bauliche Anpassungen (in angemessener Größenordnung) erfolgen, die für die Anlagen notwendig waren. Die B1 beabsichtigte mit ihrer Bewerbung für das Förderprogramm die Modernisierung ihrer technischen Ausstattung, damit die Schüler/-innen auf die Anforderungen der digitalen Wirklichkeit in den Betrieben vorbereitet werden können. Durch den sukzessiven Aufbau einer Lernfabrik 4.0, die reale Industriestandards erfüllt, kann ein kompletter Produktionsablauf dargestellt werden. Ein kreatives didaktisches Konzept unterstützt es, diese Lernfabrik in zwei baugleiche, modulare Produktionsanlagen [Cyber Physical Systems (CPS)] mit jeweils fünf Stationen aufzuteilen. Mit der Inbetriebnahme der Lernfabrik ist es den Schülerinnen und Schülern möglich, in verständlicher Art und Weise die Programmierung und den Betrieb einer Cyber-Physischen Fabrik real umzusetzen. Die in den Lehrplänen neu aufgenommenen Lernziele werden realisiert.

1.2.1. Finanzierung Im Folgenden wird stichpunktartig die finanz- und verwaltungstechnische Abwicklung dargestellt: o Mit Schreiben vom 16.05.2018 bewarb sich die B1 für das Förderprogramm „Exzellenzzentren an Berufsschulen“ mit einem Konzept zum Aufbau einer „Lernfabrik 4.0“. Geschätzte Gesamtkosten 388.943,00 € (inkl. Umbaumaßnahmen) o Gem. Nr. 5.5 der Förderrichtlinien des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus (StMUK) vom 10.04.2018 (Az. VI3-BS9400.27-7b.28 102) zu diesem Förderprogramm beträgt der Anteil des Freistaates Bayern 50 % der förderfähigen Gesamtausgaben, höchstens jedoch 112.500,00 €. Somit ist die Höchstfördersumme auf 225.000,00 € begrenzt. Die anderen 50 % der Kosten und weitere Kosten sind von der Stadt Nürnberg als Eigenmittel aufzubringen. o Mit Bescheid der Regierung von Mittelfranken vom 19.10.2018 wurden zuwendungsfähige Gesamtausgaben für das Projekt in Höhe von 368.943,00 € anerkannt. o Die Durchführung und die Abrechnung mit Verwendungsnachweis musste ursprünglich bis spätestens 01.02.2019 erfolgen. Eine Fristverlängerung bis 15.11.2019 ermöglichte die verwaltungstechnische Abwicklung. o Die Maßnahme wurde am 12.11.2019 fristgerecht mit der Einreichung des Verwendungsnachweises und des Erläuterungsberichts an die Regierung abgeschlossen.

o Mit Schreiben der Regierung von Mittelfranken vom 12.12.2019 wurde der Bewilligungszeitraum durch auf das Haushaltsjahr 2020 ausgedehnt.

1.3. Pädagogische Umsetzung und Einsatz in den Klassen Die Lernfabrik wird aktuell in der Berufsschule eingesetzt und vermittelt theoretische sowie praktische berufliche Kenntnisse im dualen System. Zum Einsatz kommt es bei fast allen elektrotechnischen Berufen und den Mechatronikern.1 Die Lernsituationen für die Lernfelder der o.g. Berufsgruppen werden passend auf die Cyber-Physischen Systeme (CPS) ausgearbeitet. Ziel hierbei ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die Lernsituationen mit ihren betrieblichen Aufgabenstellungen verknüpfen und ihre berufliche Handlungskompetenz sehr gut entwickeln können. Durch den modularen Aufbau der digitalen Lernfabrik 4.0 lassen sich Lernsituationen flexibel und skalierbar anpassen. Im Zuge dessen kann mit allen Jahrgangsstufen (10. Klasse bis 13. Klasse) daran gelernt werden. Die Durchgängigkeit im Arbeiten an der Smart Factory stellt einen bedeutenden Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler dar. Diese Durchgängigkeit spiegelt sich ebenfalls in der zeitlichen Umsetzung wider. So steuern die Schülerinnen und Schüler schon Anfang der 10. Jahrgangsstufe ein Transfersystem der Lernfabrik durch verbindungsprogrammierte Steuerung an und lernen dadurch frühzeitig die Eigenschaften und den Aufbau des Systems kennen. Die Komplexität der gestellten Anforderungen steigert sich bis zum Ende der Ausbildung konstant. Am Ende der Ausbildung kann ein kompletter Fertigungsablauf von den Schülerinnen und Schülern selbst abgebildet und gesteuert werden. Besonders erwähnenswert ist die Projektwoche im zweiten Ausbildungsjahr des Berufes Elektroniker für Automatisierungstechnik. Hier arbeiten die Schüler/-innen in Teams an einem praxisnahen und komple- F o xen Fall, den sie innerhalb einer to : B Woche lösen müssen. Umgesetzt wird dabei (quasi nebenbei) das Lernfeld 7 “Steuerungen für Anlagen programmieren und realisieren”.

Abbildung 22

1 vgl. dazu Bericht der NZ vom 15.02.2020, vgl. Anlage

Um die zukunftsorientierte Investition in die Lernfabrik 4.0 bestmöglich zu nutzen, ist eine Einbindung der Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Assistentinnen und Assistenten für Informatik in die Programmierung prozessualer Abläufe geplant. Darüber hinaus ist eine Kooperation mit einer kaufmännischen Berufsschule angedacht, um den Schülerinnen und Schülern den gesamten Leistungsprozess (Auftragseingang – Fertigung – Rechnungslegung – Auslieferung) integriert erleben und gestalten zu lassen.

  1. Förderprogramm „Industrie 4.0“ 2.1. Bewerbungsbedingungen Wie in den Schulausschusssitzungen vom 28.04.2017 und 23.02.2018 dargestellt, hat die gewerblichtechnische Berufliche Schule, Direktorat 2, mit kultusministeriellem Schreiben vom 13. Oktober 2017 den Zuschlag für max. 112.500,00 € an Sonderfördermitteln "Industrie 4.0" aus bayerischen Landesmitteln erhalten. Abgeleitet aus dem Grundgedanken einer "Wirtschaft 4.0" sah die pädagogische Gesamtkonzeption die Vernetzung von gewerblichen und kaufmännischen Berufsbildern vor. Als kaufmännisches Pendant ist die städtische Berufsschule Direktorat 4 Partner bei Kooperationsprojekten und profitiert ebenfalls von der Förderung. Neben der Ausarbeitung eines pädagogischen Konzepts zur Einbindung der Ausstattung in die Ausbildung an der Schule, waren die für das Projekt notwendigen technischen Komponenten präzise darzulegen und zu begründen. Die weiteren Bewerbungsbedingungen entsprachen jenen in Absatz 1.1.

2.2. Ziel und Umsetzung Ins pädagogische Gesamtkonzept „Industrie 4.0“ sind an den beiden Direktoraten ca. 550 Schülerinnen und Schüler in folgenden Berufsfeldern eingebunden: Industrie- und Werkzeugmechaniker/-innen (B2), Technische Produktdesigner/-innen (B2), Maschinen- & Anlagenführer/-innen einschließlich Berufsfachschule Fertigungstechnik (B2), Industriekaufmann/-frau (B4). Als Folge der zunehmenden Digitalisierung des Alltags und der Arbeitswelt ist es unerlässlich, bestehende bzw. zukünftige Berufsbilder und die damit einhergehenden veränderten pädagogischen Konzepte durch eine hochwertige technische Ausstattung und angepasste räumliche Bedingungen zu unterstützen. Ziel der Teilnahme am Förderprogramm „Industrie 4.0“ war es, die pädagogischen Ausbildungsbedingungen so zu gestalten, dass Schülerinnen und Schüler vermittelt wird, wie automatisiert ablaufende Arbeitsprozesse als Gesamtsystem funktionieren in die nur noch eingegriffen werden muss, wenn technische Regelsysteme ausfallen oder unterbrochen werden. Problemlösekompetenzen,

vernetztes Denken, umfassende Kenntnisse auch an den Schnittstellen von gewerblich-technisch und kaufmännischen Abläufen sind dafür unabdingbare Qualifikationen. Das Umsetzungskonzept ist schul- und fachbereichsübergreifend implementiert (vgl. unten). Durch die Kooperation der Beruflichen Schulen B2 und B4 wird die Vernetzung kaufmännischer und gewerblich-technischer Berufsbilder geschaffen und das Interesse der Schüler/-innen berufsübergreifend gefördert.

2.2.1. Finanzierung Im an die Regierung von Mittelfranken am 26.06.2017 gestellten Projektantrag wurden die zu erwartenden Gesamtkosten auf 787.030,00 € geschätzt: Anteilig 487.030,00 € für technische Ausstattung und 300.000,00 € für bauliche Maßnahmen. Im Folgenden wird stichpunktartig die finanz- und verwaltungstechnische Abwicklung dargestellt: o Aufnahme der B2/B4 in das Förderprogramm „Industrie 4.0“ mit KMS vom 13.10.2017 o Durch die in Nr. 5.5 der Förderrichtlinien des KM vom 03.03.2017 (VI.3-BS 9400.27-7b.14704) zum Programm „Industrie 4.0“ festgelegten Höchstfördersumme von 225.000,00 € (Anteil Freistaat Bayern: 50 % der förderfähigen Gesamtausgaben, höchstens jedoch 112.500,00 €) war nur die Förderung für einen Teil des Gesamtprojektes möglich. o Um weitere Fördermittel zu generieren, wurde das Gesamtprojekt in zwei förderungsfähige Teilprojekte unterteilt und am 28.11.2017 mit konkreter Kostenermittlung bei der Regierung von Mittelfranken beantragt.

o Teilprojekt 1: Antrag auf Zuwendung nach dem Förderprogramm „Industrie 4.0“ für die Neuausstattung und den Umbau des Roboterlabors (Raum W06) im Werkstattgebäude der B2 (Fürther Str. 77) sowie für die Ausstattung eines Schulungs- und Gruppenraumes an der B4 (Schönweißstraße 7). Gesamtkosten: 254.173,13 € o Antrag auf Förderung nach dem Förderprogramm „Industrie 4.0“ wurde mit Bescheid der Regierung von Mittelfranken vom 29.12.2017 stattgegeben. o Am 25.02.2018 wurde mit der Umsetzung des Teilprojekts 1 begonnen. o Teilprojekt 1 wurde Ende November 2018 abgeschlossen. o Die Gesamtkosten für Teilprojekt 1 beliefen sich auf 269.000,00 €, die höchstmögliche Fördersumme von 112.500,00 € wurde mit Bescheid der Regierung von Mittelfranken vom 03.07.2019 bewilligt und an die Stadt Nürnberg überwiesen.

o Teilprojekt 2: FAG-Antrag (FAG = Finanzausgleichsgesetz  Antrag an Regierung von Mittelfranken) für die Ausstattung und den Umbau des ehemaligen „Heiz- u. Kohlenkellers“ zu integrierten Fachunterrichtsräumen (iFU) an der B 2 (Fürther Str. 77), Räume W01 u. W03. Gesamtkosten: 643.304,12 € o Der FAG-Antrag wurde mit Schreiben vom 06.04.2018 durch die Regierung abgelehnt. o Die Realisierung des Teilprojekts 2 musste daher zurückgestellt werden. o Beantragung der Förderung im Rahmen der Förderrichtlinien des iFU-Programms Ende 2018. Hier ist eine Förderung bis zu 90% für die Ausstattung möglich, bauliche Maßnahmen werden mit maximal 20 % des iFU-Budgets gefördert. Die Maßnahme ist von der Stadt Nürnberg erst komplett vorzufinanzieren, die Abrechnung der Fördermittel erfolgt nach Abschluss per Verwendungsnachweis mit der Regierung. o Teilprojekt 2 beinhaltet einen Baukostenanteil von etwa 270.000,00 €, wovon nicht alles unmittelbar der technischen Anbindung der förderfähigen Ausstattung dient. Somit ist zu erwarten, dass ein großer Teil der Baukosten nicht iFU-förderfähig sein wird. o Nach verwaltungstechnischer Klärung der Finanzierung (Vorfinanzierung aus IT-Mitteln bei 3. BM) im Mai 2019 und positiver Vorprüfung für iFU (Stellungnahme von Hr. Eschenfelder, Reg. v. Mfr. am 26.06.2019) wurde im Februar 2020 mit der Umsetzung des Teilprojekts 2 an der B2 begonnen.

2.3. Pädagogische Umsetzung und Einsatz in den Klassen

An der B2 sind durch die Veränderungen durch „Industrie 4.0“ v. a. die Ausbildungsberufe Industriemechaniker/-in, Werkzeugmechaniker/-in, Feinwerkmechaniker/-in, Fertigungsmechaniker/-in und Technische Produktdesigner/-in betroffen.

2.3.1 „Industrie 4.0“ relevante Ausbildungsberufe an der Berufsschule/Berufsfachschule (Klassen/Schülerzahlen: Stand 18.10.2019) Industriemechaniker/innen: 11. Jgst. 4 Klassen (104) 12. Jgst. 4 Klassen (94) 13. Jgst. 2 Klassen (60) Fertigungsmechaniker/innen: 11. Jgst. 2 Klasse (59) 12. Jgst. 2 Klasse (44) Werkzeugmechaniker/-in: 11. Jgst. 1 Klasse (26) 12. Jgst. 1 Klasse (21) 13. Jgst. 1 Klasse (13) Technische Produktdesigner/innen: 11. Jgst. 2 Klassen (48) 12. Jgst. 1 Klasse (28)

  1. Jgst. 1 Klasse (11) Maschinen- und Anlagenführer/innen: 2 Vollzeitklassen in der BFS (35)

2.3.2 Industrie 4.0 relevante Lernfelder (beispielhaft am Beruf Industriemechaniker)

In der Fachstufe (11. bis 13. Jahrgangsstufe) finden sich in fast allen Lernfeldern Industrie 4.0 relevante Inhalte. Für die Lernfelder 8, 11, 9 und 6 sind Lernarrangements und die Grundlagenbildung, z. B. in der CNC-Technik in der Lernfabrik umzusetzen. Vor allem die Lernfelder 14 und 15 sind als größere Fertigungsprojekte, begleitend auch durch Betrachtung der wirtschaftlichen Geschäftsprozesse, in der Smart Factory bearbeitbar. Hergestellt werden dabei kleine Werkstücke (Beispiel: siehe Foto Solitär-Spiel). Durchlaufen wird der gesamte Auftrag vom Eingang (kaufmännisch, online), über die Planung, Durchführung und Optimierung im Betrieb (Analyse der Prozessdaten) bis zur Auftragsübergabe mit Rechnungstellung.

Übersicht über die Lernfelder in der Fachstufe des Industriemechanikers

Jahrgangsstufe 11

Fächer und Lernfelder Nr. Zeitrichtwerte in Stunden
Fertigungstechnik 192
5 Fertigen von Einzelteilen mit Werkzeugmaschinen 72
8 Fertigen auf numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen 60
11 Überwachen der Produkt- und Prozessqualität 60
Bauelemente 48
7 Montieren von technischen Teilsystemen 48
Instandhaltung 36
9 Instandsetzen von technischen Systemen 36
Automatisierungstechnik 60
6 Installieren und Inbetriebnahme steuerungstechnischer Systeme 60

Jahrgangsstufe 12/13

Fächer und Lernfelder Nr. Zeitrichtwerte in Stunden
Fertigungstechnik 154
14 Planen und Realisieren technischer Systeme 84
15 Optimieren von technischen Systemen 70
Bauelemente 84
10 Herstellen und Inbetriebnahme von technischen Systemen 84
Instandhaltung 70
12 Instandhalten von technischen Systemen 70
Automatisierungstechnik 84
13 Sicherstellen der Betriebsfähigkeit automatisierter Systeme 84

Abbildung 23

Produktbeispiel in der Lernfabrik: Solitär-Spiel

2.3.4 Nutzung durch die Fachschule - insbesondere Fachrichtungen Maschinenbau- und Mechatroniktechnik

Die Rudolf-Diesel-Fachschule (RDF) ist vom Standort der Berufsschule 2 räumlich getrennt und besitzt keine eigene fertigungstechnische Werkstattausstattung. Durch den geplanten integrierten Fachunterrichtsraum (iFU) Industrie 4.0 für vernetzte Anlagen (CNC-Fertigung, Additive Fertigung, Robotik, QM) wird es für die Studierenden der RDF möglich sein, die an der Berufsschule 2 (Schulhaus Fürther Straße) installierten Anlagen mitzubenutzen. Der iFU eignet sich hervorragend zur Umsetzung von Abschlussprojektaufgaben.

Anhand der folgenden Darstellung soll die pädagogische Konzeption des Integrierten Fachunterrichtsraums Industrie 4.0 erläutert werden.

Abbildung 24

2.3.5 B2 Integrierter Fachunterrichtsraum Industrie 4.0

Der oben skizzierte Fachunterrichtsraum bildet eine vernetzte Fabrik ab. Verdeutlicht wird dies durch die im Zentrum der Grafik exemplarisch abgebildeten Vernetzungsarten. Auf den um die Vernetzungsarten angeordneten Technologien liegt der Fokus bei Industrie 4.0: Bereits vorhandene Anlagen (CNC Fräsmaschinen, Transportroboter, SPS, 3D Druck, etc.) werden hier mit neuer Ausstattung (z. B. Automatisierungsroboter, CNC Drehmaschine, vernetzte Messmaschine) vernetzt. Über ein Produktionsmanagementsystem werden Datenflüsse wie Werkstückdurchlaufzeiten, Energieverbrauch, Belegungszeiten, Instandhaltungszeiten überwacht und gesteuert. Im übergeordneten und verknüpften ERP werden die für einen Kundenauftrag erforderlichen kaufmännischen Kenngrößen, wie z. B. Materialbestand, Warenbestellung, Werkzeugverwaltung (kaufmännisch) oder Rechnungsstellung abgebildet. Im iFU der B2 können Kundenaufträge in einer vernetzten Fabrik bearbeitet werden. Trotz des hohen Vernetzungsgrads ist die „Fabrik“ so aufgebaut, dass die Einzeltechnologien auch getrennt geschult werden können (bspw. die CNC-Maschinen zur Grundausbildung CNC-Technik).

2.3.6 Fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit mit externen Partnern

Die B2 arbeitet mit der Berufsschule 4 Nürnberg (Industriekaufleute) in einem Projekt zur Thematik Wirtschaft 4.0 (technische, gesellschaftliche und arbeitsorganisatorische Veränderungsprozesse) eng zusammen. Diese bestehende Kooperation soll intensiviert und für alle angehenden Industriemechaniker/-innen

und Industriekaufleute verbindlich in eine einwöchige Projektwoche münden, die zukünftig an beiden Schulen stattfindet (Bilder dazu vgl. unten). International ist die Landesberufsschule „Christian Josef Tschuggmall“ in Brixen mit ihrem Schwerpunkt Fertigungstechnik Erasmus+ Partnerschule der B2. Der inhaltliche Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt in der Fertigungstechnik, Bereich CAD/CAM. Als Partnerschule der ALP Dillingen bringt die B2 ihr Know-how, ihre Räume und Ausstattung sowie das Engagement der Lehrkräfte bereits jetzt in die Fortbildungsreihe zum Themenbereich Industrie 4.0 ein.

2.3.7 Stand der Umsetzung an der B2 Bevor die komplexen Technologien vermittelt werden können, ist eine Grundlagenschulung der Einzeltechnologien notwendig. Danach steht das Zusammenspiel in der „Smart Factory“, die Schnittstellenproblematik, die Generierung und Auswertung von prozessrelevanten Daten, bis hin zu wirtschaftlichen Bewertungen im Fokus. Beides, sowohl die Grundlagenschulung als auch die Abbildung der komplexen Prozessabläufe, sind möglich. Für die Grundlagenschulung der Robotertechnik wurde ein separater Schulungsraum ausgestattet. Dieser integrierte Fachunterrichtsraum ist mit vier hochwertigen Gruppenarbeitsplätzen ausgestattet, die ein hohes Maß an schülereigenverantwortlichem Lernen ermöglichen.

Abbildung 25

Abbildung 26

Integrierter Fachunterrichtsraum zur Roboterschulung. Der Raum ist vollständig umgebaut und neu ausgestattet. Foto: B2

Das Herz der Anlage wird im ehemaligen „Kohlekeller“ der B2 eingebaut (vgl. oben, Teilprojekt 2). Die Umsetzung findet im Kalenderjahr 2020 statt.

Die folgenden Bilder zeigen Eindrücke aus einem Kooperationsprojekt zwischen der B2 und der B4. Hier arbeiten Industrie- / Fertigungsmechaniker/-innen mit Industriekaufleuten an einem gemeinsamen Projekt. Die Schüler/-innen sollen eine „Automobilfabrik“ planen, die „Autos“ bauen und anschließend ihren Fertigungsprozess reflektieren. Dabei werden prozessrelevante Daten, wie Durchlaufzeit und Einhaltung von QM-Standards erhoben und zur Optimierung erneut in den Prozess eingeschleust.

Neben den Fertigungsprozessen werden in dem Projekt die Veränderungen durch die digitale Transformation / Industrie 4.0 und Auswirkungen auf Betriebe, persönliche Lebensläufe und die Gesellschaft intensiv behandelt.

Bilder des Projekttages Industriemechaniker/-in - Industriekaufleute (Fotos: B2)

Abbildung 28

Abbildung 29

Abbildung 27

Abbildung 30

Abbildung 31

Quelle: NZ vom 15.02.2020

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss öffentlich Bericht

Betreff:

Mittlere Ebene an städtischen Schulen in Nürnberg, hier: Erweiterte Leitung an

allgemeinbildenden Schulen in Nürnberg (ELAN), - Antrag B90/Grüne vom 13.03.2019

Anlagen: Antrag Bündnis 90/Die Grünen, hier: Mittlere Ebene an städtischen Schulen in Nürnberg Sachverhalt

Bericht:

Die Einführung der erweiterten Schulleitung im staatlichen und städtischen Bereich (Landeshauptstadt München, Erlangen) und der mittleren Ebene bei SchB wird grundsätzlich positiv bewertet. Vor diesem Hintergrund entwickelt SchA mit seinen Schulen gerade das Modell "Erweiterte Leitung an allgemeinbildenden Schulen in Nürnberg" (ELAN), um den veränderten und zusätzlichen Bildungsanforderungen mit zeitgemäßen und schulbezogenen Führungsstrukturen gerecht zu werden.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Sobald Kosten belastbar abgeschätzt werden können, wird Abstimmung mit Ref. I/II herbeigeführt.

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Abstimmungsprozess läuft.

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Übertragung der "neuen" Führungsaufgaben erfolgt nach Eignung, Leistung und Befähigung - unabhängig von sonstigen personenbezogenen Merkmalen.

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Sachverhalt

„Erweiterte Leitung an Allgemeinbildenden Schulen in Nürnberg“ (ELAN) – Sachstandsbericht SchA vom 16.03.2020

Die vielfältigen gesellschaftlichen Entwicklungen, die veränderten und zusätzlichen Bildungsanforderungen sowie die stetige Weiterentwicklung der Qualität von Bildung und Erziehung verlangen, dass Schulen zeitnah und professionell darauf reagieren. Gerade eigenverantwortliche Schulen sehen sich mit einer wachsenden Anzahl an Aufgaben konfrontiert. In zwei Schulversuchen wurde deshalb den staatlichen allgemeinbildenden Schulen (MODUS F) und den beruflichen Schulen (PROFIL 21) die Gelegenheit gegeben, zeitgemäße und schulbezogene Führungsstrukturen zu erproben. So wurde u. a. die Möglichkeit der Verkürzung der Führungsspanne mittels Einführung einer erweiterten Schulleitung geschaffen, um an den jeweiligen Schulen Führung, Kommunikation und Kooperation zielgerichtet zu verbessern und der Schulleiterin bzw. dem Schulleiter mehr Freiräume für die pädagogischen und konzeptionellen Aufgabenbereiche der Qualitätssicherung und des Schulmanagements zu verschaffen. Auch und gerade aufgrund der im Zuge der Dienstrechtsreform deutlich erhöhten Zahl an zu beurteilenden Lehrkräften steht dem Schulleiter/der Schulleiterin immer weniger Zeit für die Betreuung der einzelnen Lehrkraft und deren Begleitung zur Verfügung.

Um auch im allgemeinbildenden Schulbereich der Stadt Nürnberg diesbezüglich die Schulentwicklung voranzutreiben, diskutieren die kommunalen Gymnasien und Realschulen seit zwei Jahren Ideen, die bestehenden Führungsstrukturen - teils in Anlehnung an die staatlichen Konzepte der erweiterten Schulleitung, teils Bezug nehmend auf verschiedene Führungsmodelle städtischer Gymnasien und Realschulen in Erlangen bzw. München, aber auch das Modell „Mittlere Ebene an beruflichen Schulen“ (MEBS) in Nürnberg betreffend - auf der Basis des Orientierungsrahmens einem Veränderungsprozess zu unterziehen.

Die zunehmend komplexeren gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die steigende Aufgabenvielfalt (u. a. Digitalisierung, Inklusion) erfordern eine neue Betrachtungsweise der Lenkung und Führung von Schulen. Die gewissenhafte Umsetzung aller Vorgaben und die damit verbundene Verantwortung erfolgen in der Schule mit den ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen. Der bestmögliche Lernerfolg aller Schülerinnen und Schüler und dessen regelmäßige transparente Darstellung sind der Maßstab einer guten Schule. Ziel des Modellprojekts „Erweiterte Leitung an Allgemeinbildenden Schulen in Nürnberg“ ist es, ein schul(art)übergreifend anwendbares Profil zu entwickeln, dessen Nutzen/Potentiale sich an folgenden Anforderungen messen lassen müssen:

 Wie kann ein Erweiterter Führungskreis einen zentralen Beitrag für die nachhaltige Schul- und Qualitätsentwicklung leisten?  Wie kann durch den Erweiterten Führungskreis eine Verbesserung des

Unterrichts bewirkt werden?

 Wie kann ein Erweiterter Führungskreis eine strukturiertere Kommunikation bzw. Intensivierung der schulinternen Kommunikation (u.a. Aufbau einer professionellen Feedbackkultur) mit positiver Wirkung auf den Bereich der Personalentwicklung fördern?  Wie kann ein höheres Niveau der Lehrerkooperation erreicht werden?  Wie können die Lehrerpersönlichkeit und Ihr Tun durch kollegiale Unterstützungssysteme gefestigt bzw. motiviert werden?

Aufgaben- und Organisationsbereiche der Mitglieder bei ELAN

Auf der Grundlage obiger Prämissen ergibt sich ein Aufgabenspektrum, welches weit über die traditionellen Organisations- und Verwaltungsaufgaben der Leitungspersonen hinausgeht. Es erweist sich als zunehmend notwendig, die Verantwortung für eine Verbesserung der Unterrichtsqualität auf weitere Funktionsträger/innen zu übertragen. Dies gilt insbesondere für die Bereiche

 Qualitätsmanagement und Schulentwicklung,  Pädagogische Koordination,  Schulorganisation und Personalwesen,  Fachgruppenkoordination.

Diese vier Aufgabenbereiche werden von jeder Schule in Eigenverantwortung auf die ELAN-Mitglieder je nach Bedarf aufgeteilt. Dabei dürfen diese auch mehrfach vergeben werden, andererseits sollte es auch möglich sein, dass ein Mitglied der Mittleren Führungsebene mit einzelnen Aufgaben aus anderen Arbeitsfeldern beauftragt wird.

Die Einführung von ELAN bedeutet für die neuen Mitglieder neben ihrer Unterrichtstätigkeit und den neuen verschiedenen Tätigkeiten aus den vier Aufgabenbzw. Organisationsbereichen vor allem die Betreuung/Beratung der ihnen zugewiesenen Lehrkräfte, die sich z. B. in folgende zusätzliche administrative und führungsbezogene Aufgaben unterteilen können:

 Hospitation von Unterricht und Nachbesprechung sowie Austausch als auch Koordinierung von kollegialer Hospitation,  Durchführung von Teamsitzungen sowie individuell, flexibel angesetzten Entwicklungsgesprächen (i. d. R. mit Zielvereinbarungen) mit den zugeordneten Lehrern/Lehrerinnen,  Förderung kollegialer Teambildung zur Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität und Schulentwicklung,  Koordinierung fächerübergreifender Zusammenarbeit mit dem Kollegium, den Erziehungsberechtigten, außerschulischen Partnern u.a.,  Begleitung von Berufsanfängern,  Ansprechpartner/in für Rückmeldungen der Kolleg-/innen bzgl. der persönlichen Unterrichtssituation zur Stärkung der Zufriedenheit.

Während bisher die Lehrkräfte i. d. R. Unterrichtsbesuche durch den Schulleiter/die Schulleiterin „nur“ im Rahmen einer dienstlichen Beurteilung erfuhren/erfahren und somit nur ein darauf ausgerichtetes Feedback zu ihrer Arbeit erhielten/erhalten, können ELAN-Mitglieder Unterrichtsbesuche ohne Beurteilungsrelevanz, nach individuellen, vorher vereinbarten Kriterien und Zielen, durchführen (z. B. bezüglich Unterrichtsmethoden und Medieneinsatz, Didaktik, Lehrer-/Schülerverhältnis, etc.).

Bestimmte, originäre Führungsaufgaben wie die dienstliche Beurteilung und das Mitarbeitergespräch (MAG) gemäß AdO verbleiben weiterhin ausschließlich beim Schulleiter bzw. bei der Schulleiterin.

Im Zentrum der Personalverantwortung steht also das kollegiale Beratungs- und Entwicklungsgespräch. In diesem Sinne soll die Feedbackkultur ausgebaut bzw. aufgebaut werden, mit dem Ziel, die Kommunikationsstränge zu vereinfachen und partizipativ zu gestalten. Coaching, Beratung und Mentoring sind die entscheidenden Bausteine dieser (spezifischen) Personalentwicklung.

Bestimmung der Führungsspannen

Abgeleitet von der staatlichen Variante ist bei ELAN auch eine Führungsspanne von ca. 1 zu 14 angedacht. Diese Spanne ermöglicht eine qualifizierte Wahrnehmung der Handlungsfelder außerhalb der eigenen Unterrichtsverpflichtung. Pro Schule wird die Anzahl der ELAN-Mitarbeiter/innen anhand der Lehreranzahl (Voll- und Teilzeitkräfte) berechnet. Bei bis zu 30 Personen wird diese Aufgabe durch den Schulleiter bzw. die Schulleiterin und ggf. dessen/deren ständigem/n Vertreter/in wahrgenommen. Erst bei größeren Kollegien mit mindestens 31 Personen wird diese sukzessive ausgebaut. Ohne ELAN ergibt sich an vielen Schulen für den bestehenden Schulleiter/die bestehende Schulleiterin oft eine Führungsspanne von 1 zu 70 und mehr, mit der Folge, dass nur eine mehr oder weniger defizitäre Kommunikation stattfinden kann. Zudem fühlen sich die Lehrkräfte bei derartigen „Kommunikationsbedingungen“ oft nicht wahrgenommen. Daher sind überschaubare Führungsspannen gerade in Bezug auf Wertschätzung und Identifikation mit der Schule nicht zu unterschätzende Faktoren.

Bei der Zuordnung der Kolleginnen und Kollegen zu den Mitgliedern von ELAN gibt es mehrere Möglichkeiten/Verfahren, die seitens der Schulen angewendet werden können; die gängigsten (wenigstens im staatlichen Bereich) sind:

 das Los-/Zufallsprinzip,  Wahl mit Erst-/Zweitwunsch,  Bestimmung nach Fachbereichen,  Bestimmung nach Jahrgangsstufen/Themen.

Bei der Ermittlung der Zuordnungen werden (im staatlichen System) in den bestehenden erweiterten Schulleitungen überwiegend die Verfahren mit der Bestimmung über Fachbereiche bzw. Jahrgangsstufen herangezogen; das

Zufallsprinzip und der Wahl mit Erst-/Zweitwunsch werden dagegen eher selten angewandt.

Kommunikation und Entscheidungsfindung

Die Entscheidungsfindung hinsichtlich einer Teilnahme der Schule an ELAN soll in einem mehrstufigen Verfahren erfolgen:

 Der örtliche Personalrat wird von der Schulleitung rechtzeitig und umfassend informiert und in den Entscheidungsprozess eingebunden.  Die Lehrerkonferenz wird in gleicher Weise informiert. Es wird ein „Meinungsbild“ in (geheimer) Abstimmung erhoben, wobei eine Zustimmungsquote unter 60 % nicht als Zustimmung gewertet wird.  Die gesamte Schulfamilie wird abschließend informiert.

Externe Beratung und Begleitung

Um in den städtischen Realschulen und Gymnasien eine neue Organisationsstruktur zu etablieren, die sich letztlich und hauptsächlich in einer Verbesserung der Unterrichtsqualität sowie der Feedbackkultur niederschlägt, bedarf es einer kompetenten und mit diesem Gebiet der Schulentwicklung vertrauten Beratung, die extern erfolgen soll. Dies ist nicht nur ausdrücklicher Wunsch der Schulleitungen in diesem Prozess, sondern auch von der Tatsache getragen, dass zum einen entsprechend „qualifizierte“ Erfahrungen mit diesem Thema im Bereich der kommunalen Schulen fehlen, zum anderen, dass SchA und IPSN die immense Aufgabenfülle nicht (zusätzlich) leisten können.

Die externe Begleitung betrifft insbesondere folgende Themenfelder:

 Unterstützung der teilnehmenden Realschulen und Gymnasien bei der Implementierung von ELAN,  begleitende Evaluierung mit Datenaufbereitung und nachfolgender Beratung,  Controlling/Monitoring der Schulen,  Beratung bei akuten Konflikten,  Teilnahme an den Sitzungen des Lenkungskreises.

Unterstützung im Projektverlauf

Die Installation eines Lenkungskreises hat zum Ziel, die teilnehmenden Schulen eng zu vernetzen. Er besteht aus Vertretern von SchA und IPSN, der externen Beratung sowie den teilnehmenden Schulen in der Projektphase. Die zentralen Aufgaben des Lenkungskreises bestehen darin, den Projektplan zu entwerfen und ggf. zu korrigieren (nachzubessern), die Kommunikation über Ergebnisse, Weiterentwicklungen zwischen den Schulen zu steuern und zu befördern und ggf. (notwendige) flexible Handlungsschritte zu ergreifen.

Fortbildung

Um Kolleginnen und Kollegen eine qualifizierte Ausübung ihrer Funktion zu ermöglichen, müssen entsprechende Fortbildungsangebote mit folgenden zentralen Themenfeldern geschaffen werden:

 Der gelungene Rollenwechsel,  Unterrichts- und Personalentwicklung,  das Führen von Mitarbeitergesprächen/Zielvereinbarungen treffen,  Qualitätskriterien guten Unterrichts/Unterrichtsbeobachtung,  Problem- und Konfliktbewältigung,  Schulverwaltung und Schulorganisation.

Funktionsstellen und Ressourcen

Analog zu den Regelungen der erweiterten Schulleitungen des Freistaats Bayern und bei SchB bezüglich der Leitungszeit sollen auch den ELAN-Mitgliedern je 2 Anrechnungsstunden für die Wahrnehmung der ihm/ihr zugewiesenen Aufgaben (einschließlich kollegialer Hospitationen) zur Verfügung gestellt werden.

Bei den Gymnasien kann (gemäß dem staatlichen Modell und dem SchB-Modell der Mittleren Ebene) auf den vorhandenen A 15-Funktionsstellenpool zurückgegriffen werden, d. h. es werden keine neuen Funktionsstellen geschaffen. Im Realschulbereich sind jedoch analog zum staatlichen Modell Funktionsstellen in BGr. A 14 bzw. § 14 TVöD neu zu schaffen. Da die Schulleitungsmitglieder (Schulleiter/in, Stellvertreter/in, weitere Mitarbeiter/innen) per se Mitglieder von ELAN sind, beziehen sich die o. g. „neuen“ Stellen auf die neu hinzugekommenen Funktionsträger/innen.

Ausblick

Die Einführung der Erweiterten Schulleitung im staatlichen und städtischen Bereich (München, Erlangen) und der Mittleren Ebene bei SchB wird – nach anfänglichen Schwierigkeiten - grundsätzlich durchaus positiv bewertet. Fortschritte werden vor allem in der Kommunikationsstruktur sowie in der Mitarbeiterwahrnehmung sichtbar. Das wichtigste positive Ergebnis scheint jedoch zu sein, dass viele und vor allem nachhaltige Schulentwicklungsprozesse angestoßen wurden/werden, die letztlich zu einer (deutlichen) Verbesserung der Unterrichtsqualität führ(t)en. Darauf aufbauend wird SchA das Projekt ELAN inhaltlich weiter ausgestalten und hinsichtlich personeller und finanzieller Ressourcen konkretisieren.

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss öffentlich Bericht

Betreff: Integrations- und Kulturarbeit an Schulen, hier: Antrag der CSU-Stadtratsfraktion vom

27.02.2019

Anlagen: Antrag der CSU Stadtratsfraktion, hier: Integrations- und Kulturarbeit an Schulen Sachverhalt Integrations- und Kulturarbeit an Schulen Sachverhalt des Geschäftsbereichs Kultur Übersicht Schulplatzmiete

Bericht:

Die Verwaltung berichtet über die wichtige Aufgabe der Integrations-und Kulturarbeit an Schulen. Weiterhin wird dargestellt, wie viele Schüler/-innen die Schulplatzmiete der unterschiedlichen Vorführungen am Staatstheater Nürnberg nutzen.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Die Integrations- und Kulturarbeit an den Schulen richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von Herkunft, religiösen oder ethischen Überzeugungen, Geschlecht oder sozialer Stellung.

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

2. BM

Abbildung 33

Abbildung 32

Abbildung 34

Abbildung 37

Abbildung 35

Abbildung 36

Sachverhalt

Antrag der CSU-Stadtratsfraktion vom 27.02.2019 „Integrations- und Kulturarbeit an Schulen“

1. Hintergrund

Nürnberg ist eine internationale Stadt, in der Menschen aus vielen Nationen leben. Nicht nur ist die Internationalität Teil des Selbstverständnisses unserer Stadt, sondern die demographischen Prognosen zeigen auf, dass unsere Gesellschaft mehr und mehr von Überalterung und Migration geprägt sein wird. Integration ist zugleich eine Herausforderung und Chance für die Stadt Nürnberg. Dabei nehmen die Bereiche Bildung und Qualifizierung eine Schlüsselrolle ein. Gerade Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund brauchen Chancengleichheit in unserem Bildungssystem, damit sie sich mit all ihren Fähigkeiten und Stärken in unsere Gesellschaft einbringen können.

Da an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen die Integration, wie an anderer Stelle bereits beschrieben, (vgl. Vorlage „Internationale Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung“) gelebte Praxis darstellt, ist die Kombination von Kulturarbeit und Integration nicht zu trennen und bedingt sich wechselseitig.

Die Stadt Nürnberg bietet ein einer Metropole ihrer Größe entsprechendes, umfangreiches und partizipatives Kulturprogramm. Nicht zuletzt durch die umfangreichen Aktivitäten, die im Rahmen der Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 initiiert und umgesetzt werden und wurden, erfolgt eine Beteiligung der Schulen, auch der beruflichen Schulen der Stadt in einem bemerkenswerten Maß.

2. Beispiele zur Integrations- und Kulturarbeit an den Nürnberger Schulen

Mit Bezug auf die Integrationsarbeit an den Nürnberger Schulen ist das Profil „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ zu nennen, unter dem jene Schulen ein Jahresthema bearbeiten, das sich gegen jegliche Art der Diskriminierung richtet und die Integration aller Schüler/-innen ungeachtet ihrer Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung etc. fördert. Schulen ohne dieses Profil arbeiten ebenfalls an ausgewählten Projekten zur Förderung der Integration, des Öfteren auch unter Einbezug der Schülermitverantwortung (SMV).

Exemplarisch sei in Zusammenhang mit der Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 auf die Aktion „bE U – share democracy“ hingewiesen, die zu einer breiten Beteiligung über alle Schularten geführt hat.

Ungeachtet dessen ist die Integrations- und Kulturarbeit eine Aufgabe aller Schulen, mit der sich alle Schüler/-innen über eine bestimmte Zeit hinweg auf vielfältige Art und Weise auseinandersetzen. Beiträge dazu leisten in der Regel u. a. Sportvereine, Museen, Bibliotheken, Theater. Ein Besuch in der städtischen Bibliothek im Rahmen des Deutschunterrichts bzw. in den Museen z. B. für die Fächer Geschichte und Kunst ist längst ein Bestandteil des Unterrichts in den Nürnberger Schulen.

Nicht selten ist das Engagement von einzelnen Lehrkräften oder an den Schulen verorteten Sozialpädagogen/-innen abhängig, die kulturbezogene Projekte oder Ideen umsetzen.

Die Integrations- und Kulturarbeit an den beruflichen Schulen ist entsprechend der Unterschiedlichkeit der jeweiligen Kompetenzzentren verschieden verankert.

Beispielhaft sei die Zusammenarbeit mit einer Theatergruppe aus Regensburg genannt, die mit Schüler/-innen der Beruflichen Schule, Direktorat 9 (B9) jährlich Theaterstücke zu unterschiedlichen, auch die Integration betreffenden Themen einübt und in der Schule vorführt.

An der B10 entstehen gerade Projektideen zum Thema „Rollenspiel mit Kindern“, die in der Ausbildung der Berufsfachschule für Kinderpflege integriert werden sollen.

Einen großen Erfolg hat die B12 zu verzeichnen. Mit ihrem Projekt „Blühendes Gedenken – vom Umgang mit dem Gedenken“ hat sich die Schule für den Paula-Maurer-Preis 2019 beworben. „Gemeinsam mit dem Verein zur Förderung innovativer Kulturarbeit e. V. entwickelte das Amt für Kultur und Freizeit (KUF) das Konzept des Preises für herausragende kulturelle Bildungsprojekte in Nürnberg, die Vorbild für eine besonders gelungene Zusammenarbeit von Kultur und Schule sind.“1 Die Zusammenarbeit erfolgte in diesem Fall direkt zwischen Schule und KUF. Die B12 belegt im Jahr 2019 den ersten Platz, der mit 3.000,00 € dotiert ist.

Bei der Partnerbörse Kulturelle Bildung stellten 2019 bereits zum zweiten Mal 47 Kultureinrichtungen sowie Kulturschaffende und -vermittelnde aus der Region ihre Projektideen und Programme für das Schuljahr 2019/2020 und speziellen Angebote für Schulen einem interessierten Publikum vor. Daneben war Gelegenheit, persönlich ins Gespräch zu kommen, sich über Projektvorhaben auszutauschen und über Fördermöglichkeiten zu informieren. Die Partnerbörse in der Kulturwerkstatt Auf AEG wurde gemeinsam vom KS:NUE / Kulturreferat, dem Geschäftsbereich Schule und Sport und dem Staatlichen Schulamt in der Stadt Nürnberg veranstaltet, um Vernetzung und Kooperation zu fördern und zu vertiefen.

3. Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg

Das Theater als außerschulischer Partner, hier das Staatstheater Nürnberg, unterstützt die Schulen darin, kulturelle Bildung als lebendiges Lernprinzip und Gestaltungselement im Schulalltag wirken zu lassen. Der Nutzen besteht darin, dass sich bei Jugendlichen durch die kulturpädagogische Arbeit das Selbstbewusstsein, die Flexibilität, Empathie, Teamfähigkeit, Lernfähigkeit, Kreativität und der Umgang mit kultureller Vielfalt positiv entwickeln können. Daneben werden durch die Integration der Teilnehmer/-innen die soziale Kompetenz sowie die Toleranz gefördert. Die Theaterarbeit mit Schüler/-innen in den Schulen findet zumeist in Form von Arbeitsgruppen (AGs) statt, die sich über ein Schuljahr hinweg mit der Improvisation und dem Spiel von Figuren mit Text beschäftigen; daneben gibt es häufig AGs in den Bereichen Musik und künstlerisches Gestalten.

Das Staatstheater Nürnberg leistet in mehrfacher Hinsicht einen wertvollen Beitrag zur Integrationsund Kulturarbeit der Schulen in Nürnberg, was sich an mehreren Beispielen festmachen lässt.

a) Fortbildungen für Lehrer/-innen

Pro Spielzeit werden drei bis vier Fortbildungen für Pädagog/-innen zu ausgewählten Produktionen in Zusammenarbeit mit IPSN und RLFB angeboten. Dabei werden theaterpädagogische Inhalte mit ihrer Relevanz zur Schule verknüpft und Inhalte auf ihre Bedeutsamkeit für Schüler/-innen hinterfragt. So werden die Lehrer/-innen eine Stunde vor Beginn der Aufführung von der Theaterpädagogin und zumeist einem Dramaturk in das aktuelle Stück eingeführt und auf seine Besonderheiten hingewiesen. Regelmäßig besteht im Rahmen dieser Fortbildung auch die Gelegenheit, sich nach Ende der Aufführung mit bestimmten Schauspieler/-innen über das Stück auszutauschen.

b) Führungen im Staatstheater

Für 2€ pro Schüler/-in können betreute Rundgänge durch das Staatstheater vor und hinter den Kulissen arrangiert werden. Diese Rundgänge werden zumeist von den Theaterpädagoginnen durchgeführt.

1 vgl. https://ksnue.nuernberg.de/paula-maurer-preis/der-preis/

Neben den Rundgängen können alternativ auch Einblicke in Proben der Schauspieler/-innen gewährt werden bzw. angeleitete theaterpädagogische Einheiten stattfinden.

c) Ausgewählte Workshops/Projekte mit Schulen

Zu ausgewählten Produktionen werden für Schulklassen Workshops bzw. Projekte angeboten. So wurde in der Spielzeit 2018/19 mit der Erlanger Initiative „Trommelpower“ und je einer Nürnberger Mittel-, Realschul- und Gymnasialklasse in der Zeit von Oktober 2018 bis Juni 2019 ein Projekt durchgeführt, dessen Abschluss ein gemeinsam gestaltetes Jugendkonzert bildete, bei dem die trommelnden Schüler/-innen zusammen mit der Staatsphilharmonie Nürnberg auf der Bühne vor über 1000 Zuschauer/-innen musizierten.

In der laufenden Spielzeit arbeitet das Staatstheater Nürnberg mit der Veit-Stoß-Realschule zum Thema Europa im Rahmen der Nürnberger Kulturhauptstadtbewerbung, mit dem Paul-Pfinzing- Gymnasium Hersbruck am Thema „Weiße Rose“ (ein deutsch-tschechischer Schüleraustausch) sowie dem Pirckheimer-Gymnasium am Projekt „Ganz Theater“ (jede Schulklasse ab der 9. Jahrgangsstufe ist mit einer Vor-/und/oder Nachbereitung einen Vormittag im Staatstheater Nürnberg anwesend.

In der vergangenen Spielzeit wurde mit Übergangsschüler/-innen der Dr. Theo- Schöller- Mittelschule ein Tanzprojekt realisiert. Über 11.000 Kinder erlebten im Rahmen des „Kulturrucksack“ (Förderung zur Teilnahme von Grund- und Mittelschülern am kulturellen Leben der Stadt durch das Staatstheater Nürnberg) u.a. das Kinder- und Jugendkonzert sowie die Kinderoper.

An der B13 läuft ein regelmäßig durchgeführtes Projekt mit dem Staatstheater, bei dem Frau Sparberg, eine Theaterpädagogin des Staatstheaters mit ihrem Team, ein aufgeführtes und von Schüler/-innen besuchtes Stück vorbespricht und nach der Vorstellung gemeinsam analysiert. Zusätzlich finden Führungen mit „Blick hinter die Kulissen“ des Theaters statt.

Auch an der B1 erfolgt im Rahmen des Besuchs der Berufsschule Plus ein Theaterbesuch, der mit den Schüler/-innen vor- und nachbereitet wird.

d) „Theater machen“

Unter diesen Titel fallen verschiedene Formen von Theaterclubs, in denen sich in jeder Ausprägung Schüler/-innen von Nürnberger Schulen finden lassen. Dies sind:

 Dienstagklub (+/- 50): 16:30-18:00 Uhr; Zielgruppe sind jene, die mal wieder oder erstmals auf der Bühne stehen wollen.  Jugendclub (16+): freitags 16:00-18:00 Uhr; es handelt sich um eine feste Gruppe, die für eine Spielzeit zusammenbleibt.  Freitagsclub (16+): 16:00-18:00 Uhr; dieser Theaterclub schafft in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe e.V. einen Raum, der es den Teilnehmer/-innen ermöglicht, sich barrierefrei darin zu bewegen und die Unterschiede als eine Bereicherung zu betrachten.  Samstagclub (17+): 17:00-19:00 Uhr; die Teilnehmer/-innen experimentieren mit Emotionen, Bewegung und Darstellungsformen und erarbeiten Darbietungen zu ausgewählten Themen.  Offener Club (15+): samstags 14:30 bis 16:30 Uhr; hierbei handelt es sich um ein offenes Training, bei dem die Teilnehmer/-innen zu ausgewählten Schwerpunkten aktiv spielen, singen, tanzen, dichten, improvisieren und komponieren können.

e) P- und W-Seminare der Oberstufe Gymnasien

Interessierten Schüler/-innen der Oberstufe Gymnasien steht es offen, ein P- bzw. W-Seminar mit dem Staatstheater Nürnberg zu entwickeln. Anfragen seitens der Gymnasien bestehen; erwähnenswert ist hier u.a. ein mit dem bayerischen P-Seminarpreis ausgezeichnetes Projekt mit dem Peter-Vischer-

Gymnasium zum Thema „Hans Litten“, welches sich auf den gegen den Nationalsozialismus kämpfenden Anwalt Hans Litten bezog. Ein weiteres P-Seminar mit dem Melanchthon-Gymnasium zum Thema „Erster Weltkrieg“ hatte auf der Bühne in der dritten Etage des Staatstheaters Premiere.

f) Weichenstellung für Ausbildung und Beruf

Für den Zeitraum von 2 Jahren werden neuzugewanderte junge Erwachsene von studentischen Mentor/-innen auf ihrem Lern- und Bildungsweg in der Phase der dualen Ausbildung begleitet. Sowohl den studentischen Mentor/-innen als auch den Neuzugewanderten wird seitens des Staatstheaters innerhalb eines Kulturprogramms die Möglichkeit eröffnet, das Theater in all seinen Facetten kennen zu lernen. Dabei stehen Führungen, Diskussionen, Generalprobenbesuche und die Teilnahme an Theaterworkshops auf dem Programm. Unterstützt wird dies u.a. von der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg, dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, der ZEIT-Stiftung Ebelin und der Gerd-Bucerius-Stiftung.

Mit Blick auf die zurückliegenden Jahre sind durchschnittlich alleine über 100 Klassen der allgemeinbildenden Schule pro Spielzeit zu Einführungen, Führungen, P- und W-Seminaren und Workshops im Staatstheater Nürnberg anwesend.

Besonders bemerkenswert erscheint die Kooperation der B11 mit der Theaterpädagogin Frau Sparberg des Staatstheaters. Analog zur B13 findet der Besuch, Vor- und Nachbesprechung eines Theaterstückes statt. Da die Interessenlage der Schüler/-innen, als Auszubildende in unterschiedlichen Berufen des Baugewerbes über die rein kulturelle Intention des Staatstheaters hinausgeht, wird der Besuch der Theaterwerkstätten in das Gesamtprojekt aufgenommen. Erfreulicher Nebeneffekt ist, dass bereits mehrere Schüler/-innen der B11 beispielsweise als Bühnentechniker eine Anstellung beim Staatstheater gefunden haben.

4. Schulplatzmiete

Viermal pro Schuljahr können Schüler/-innen für je 9,50€ (Gesamtabonnement 38€) vier Vorstellungen (aus den Sparten Schau- oder Kammerspiel bzw. Ballett/Oper) im Rahmen der Schulplatzmiete besuchen. Um eine solche Schulplatzmiete zu erhalten, melden sich die interessierten Schüler/-innen in der jeweiligen Schule bei den dafür zuständigen Lehrern/-innen. Die Stücke werden in Zusammenarbeit mit dem Theater ausgewählt und finden an Terminen während des laufenden Schuljahres (nicht in den Ferien) statt. Bei vielen der ausgewählten Theatervorstellungen bestehen vorab Kontingente, wonach Schulen die Möglichkeiten zur Teilnahme offenstehen. Die Schüler/-innen gehen eigenständig in die Vorstellungen, wobei die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Preis enthalten ist. Bei Nichtteilnahme können die Karten an andere interessierte Schüler/-innen weitergegeben werden.

Kulturelle Bildung und Integration hat am Staatstheater große Priorität und daher besteht große Offenheit, mit vielen engagierten Lehrkräften und Schüler/-innen zusammenarbeiten zu dürfen.

Wie aus der Übersicht des Staatstheaters zur Schulplatzmiete hervorgeht, nützen die Lernenden der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen die Chance, sich über ein preislich attraktives Angebot Zugang zu hochwertiger kultureller Bildung, die in der Stadt Nürnberg etabliert ist, zu verschaffen. Zu beachten ist allerdings, dass der Umfang der Beteiligung der Lernenden an der Schulplatzmiete über die Jahre Schwankungen unterliegt, die in der sich ständig ändernden Schülerschaft mit unterschiedlichen Motivationslagen, insbesondere bei den beruflichen Schulen im Bereich der dualen Ausbildung, begründet liegt.

Aus Sicht der Nürnberger Schulen ist die Schulplatzmiete alles in allem ein über die Jahre etabliertes Erfolgsmodell.

Antrag der CSU Stadtratsfraktion vom 27.02.2019

Integrations- und Kulturarbeit an Schulen

Der Geschäftsbereich 2. BM und seine Dienststellen wenden sich mit einem

vielfältigen wie umfangreichen Angebot nonformaler und integrativer Kultur-

und Bildungsinhalte an Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und

Schulformen. Im Folgenden werden aktuelle und grundsätzliche Formate im

Bereich der jeweiligen Dienststellen skizziert, um einen Überblick über das

breite Angebotsspektrum zu ermöglichen.

KUF – Amt für Kultur und Freizeit

Die Abteilungen und Einrichtungen im Amt für Kultur und Freizeit kooperieren

in zahlreichen Projekten mit Nürnberger Schulen und leisten damit eine

wertvolle Integrations- und Kulturarbeit. Exemplarisch sind im Folgenden

einige der Angebote beschrieben.

1. Stabsstelle Kinderkultur im Amt für Kultur und Freizeit

KinderKunstRaum (KKR)

Schulworkshops aus dem Jahresprogramm

Der KKR legt jährlich ein Programmheft mit Kreativangeboten in den fünf Kategorien Drucken, Malen & Zeichnen, Umwandeln, Inszenieren und Stoff-eln (Material-Art) für Schulen und Kindertageseinrichtungen auf. Die i. d. R. eintägigen Schulworkshops (9.00 bis 12.30 Uhr) werden von erfahrenen Künstler*innen angeleitet und finden in den Räumen der Kulturwerkstatt Auf AEG durchgeführt.  jährlich 30–40 Schulworkshops mit durchschnittlich je 24 Kindern  Teilnehmende 2018: ca. 900 Schüler*innen (46 Schulworkshops) //

KreativKlassen

Im Rahmen der KreativKlassen arbeitet der KKR intensiver mit den Schulen im Stadtteil zusammen (Grundschulen und Förderzentren). Die beteiligten (teils inklusiven, teils Förder-) Klassen kommen an sechs über das Jahr verteilten Projekttagen in die Werkstatt, um mit unterschiedlichen Ausdrucksformen (Malerei, Druck, Upcycling …) zu einem übergreifenden Jahresthema zu arbeiten.  pro Schuljahr 6 Klassen mit durchschnittlich je 24 Kindern an je 6 Projekttagen  Teilnehmende im Schuljahr 2019/2020: o 4 beteiligte Klassen mit insg. 83 Schüler*innen (je 2 Termine 2019, 4 Termine 2020) o 8 weitere beteiligte Klassen mit insg. 200 Schüler*innen mit zweitägiger Sonderform „Schulprojekttage in der Kulturwerkstatt Auf AEG“ im Juli 2020

Weltreise

Jährlich im Frühjahr veranstaltet der KKR das interkulturelle Schulprojekt „Weltreise“. 8–10 teilnehmende Klassen (5. bis 7. Jahrgangsstufe) besuchen den KKR für jeweils einen Projekttag, der von einer*m Künstler*in mit internationalen Wurzeln begleitet

wird. Beim „Weltenbummlerfest“ präsentieren sich die Klassen gegenseitig ihre künstlerischen, tänzerischen und musikalischen Ergebnisse.  jährlich 8–10 teilnehmende Klassen mit durchschnittlich je 24 Schüler*innen  Teilnehmende 2019: 236 Schüler*innen an 10 Projekttagen, 220

Schüler*innen beim Weltenbummlerfest

Schüler*innenbaustelle

Zwischen Ostern und Pfingsten eröffnet der KKR zusammen mit der Handwerkskammer Mittelfranken für drei Wochen eine temporäre Kreativ-Baustelle an einer ausgewählten weiterführenden Schule in Nürnberg. Mit wechselnden Gruppen/Klassen der 5. bis 9. Jahrgangsstufe entstehen unter Anleitung der Handwerksmeister und Künstler*innen bildnerische Arbeiten in Holz, Stein, Metall und weiteren Materialien für den Innen- und Außenraum. Die Schüler*innen gestalten und verschönern ihre Lernumgebung und erhalten zugleich Berufs- und Lebensorientierung.  jährlich 6–10 beteiligte Klassen mit durchschnittlich je 24 Schüler*innen (je 2– 3 Einsatztage pro Klasse)  Teilnehmende 2018: 280 Schüler*innen an 14 Baustellentagen, 200

Schüler*innen beim Baustellenfest // Teilnehmende 2019: folgt!

Mobile Buchwerkstatt

Mit seiner „mobilen Buchwerkstatt“ besucht der KKR vom März bis Oktober Nürnberger Schulen für ein- oder dreitägige Druck- und Buchprojekte. Zusammen mit einem vierköpfigen Künstler*innen-Team erfinden die Schüler*innen Geschichten, entwerfen Illustrationen in Linolschnitt-Technik und erstellen und binden eigene Einzelbücher (3 Tage) bzw. ein Klassenbuch (1 Tag + Präsentation).  jährlich 40 Einsatztage mit 25–30 beteiligten Klassen  Teilnehmende 2018: 30 Klassen mit ca. 680 Schüler*innen (1.200

Kontakte) //

MUBIKIN

Im Herbst 2011 ist MUBIKIN (Musikalische Bildung für Kinder und Jugendliche in

Nürnberg) in zwei Schulsprengeln mit zehn Kindergärten und zwei Grundschulen

an den Start gegangen. MUBIKIN bringt professionelle musikalische Bildung

direkt zu den Kindern, in die Kindergärten und Grundschulen im Rahmen der

Kernzeiten. Dies ist ein für Eltern kostenloses Angebot, bei dem Herkunft und

soziales Umfeld der Kinder keine Rolle spielen. MUBIKIN qualifiziert

Erzieher*innen und Lehrkräfte in Kindergärten und Grundschulen im Bereich

Musikpädagogik und bietet Unterricht durch Musikpädagog*innen der

Musikschule Nürnberg im Tandem mit Erzieher*innen und Lehrkräften.

Seit September 2014 nehmen schon acht Grundschulen und 36 Kindergärten teil.

Seit dem Schuljahr 2018/2019 nehmen an MUBIKIN acht Schulen, ein

Förderzentrum und 41 Kindergärten teil.

davon 1.294 in den Kindergärten und 1.356 in den Schulen.

Sternenhaus

In der Vorweihnachtszeit laden über 140 Veranstaltungen mit Theater, Musik, Ballett, Geschichten und Zauberei zum Besuch ein. Seit 1999 bietet das Sternenhaus für Kinder und Familien ein reichhaltiges Kinderkulturprogramm im zauberhaften

Ambiente des Heilig-Geist-Hauses. Die Vormittage sind für Kindertageseinrichtungen und Schulen reserviert. Pro Saison besuchen ca. 300 Gruppen/ Klassen das Sternenhaus am Vormittag. Das Vormittagsangebot erreicht je nach Saison ca. 8000 - 9.000 Kinder. 1/3 davon sind Schülerinnen und Schüler.

KinderUni

Seit 2006 organisiert das KUF die KinderUni Nürnberg mit den Partnern in den Nürnberger Hochschulen und Forschungsinstitutionen, gibt zweimal jährlich ein Semesterprogramm heraus und veranstaltet alle zwei Jahre die Diplomfeier. Seit 2015 wird das Angebot um einen KinderUni-Horttag ergänzt. Diese Veranstaltung wird ebenfalls vom KUF organisiert und bietet durch die Ansprache dieser Zielgruppe auch Kindern aus bildungsfernen Schichten die Möglichkeit der Teilnahme. Die KinderUni Nürnberg öffnet sich einmal jährlich im Sommersemester auch für Grundschulklassen und bringt wissenschaftliche Themen in den Schulalltag. An der Evangelischen Hochschule Nürnberg stehen dann Themen auf dem Studienplan wie: „Traurig sein, lachen, Wut, mein Körper und die Gefühle, oder „Jeder Mensch ist anders – ich auch“ Individualität und Differenz im Miteinander.

Kultur- und Schulservice KS:NUE

Der KS:NUE bietet Lehrkräften digital und analog einen Überblick über die reiche kulturelle Bildungslandschaft Nürnbergs und lädt Multiplikator*innen ein, sich im Forum KulturimpulsSchule mit Themen kultureller Bildung auseinanderzusetzen. Bei der Partnerbörse Kulturelle Bildung stellten 2019 bereits zum zweiten Mal 47 Kultureinrichtungen sowie Kulturschaffende und -vermittelnde aus der Region ihre Projektideen und Programme für das Schuljahr 2019/2020 und speziellen Angebote für Schulen einem interessierten Publikum vor. Daneben war Gelegenheit, persönlich ins Gespräch zu kommen, sich über Projektvorhaben auszutauschen und über Fördermöglichkeiten zu informieren. Die Partnerbörse in der Kulturwerkstatt Auf AEG wurde gemeinsam vom KS:NUE / Kulturreferat, dem Geschäftsbereich Schule und Sport und dem Staatlichen Schulamt in der Stadt Nürnberg veranstaltet, um Vernetzung und Kooperation zu fördern und zu vertiefen. Fördertöpfe für Kulturprojekte an Schulen und die Vergabe des Paula-Maurer-Preises für gelungene Kooperationen zwischen Kultur und Schule ergänzen das Angebot des KS:NUE.

2. Integrations- und Kulturangebote der Kulturläden

Villa Leon

Kinderatelier in der Villa Leon (Kreativangebot mit Künstler*in, päd. Fachkraft)

Angebote für Gruppen Kitas/ Schulen aus St. Leonhard/ Schweinau/Sündersbühl (ca. 250 Teilnehmende) bis zu zwei Angebote pro Woche.

Jahresprojekt „Wasser“ mit 2 Deutschklassen 5./ 6. JgSt. der Mittelschule St. Leonhard und Abschlussfest zu den Aktionstagen „Bäume für die Menschenrechte“ mit der Michael-Ende Schule und 2 Deutschklassen 5./ 6. JgSt. der Mittelschule St. Leonhard 2018/19

„Ich mach mir meine Welt“ – Kunstprojekt in der Villa Leon

im Rahmen des Bundesprojekts „Kultur macht stark) mit Sigrid Stabel und dem Förderzentrum Förderschwerpunkt Sprache (50 TN zwischen 8 und 16 Jahren) Ferienworkshop I Pfingsten 2018 (Papier), Ferienworkshop II Pfingsten 2018 (Teppiche, Sommerferien 2018 (Stoff), Herbstferien 2018 (Körbe), Faschingsferien 2019 (Musikinstrumente), Ostern 2019 (Möbel).

Opfer des NSU – Ausstellung mit Workshop für Schüler*innencoaches mit dem

Nürnberger Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) Führungen der Coaches durch die Ausstellung (5 Klassen von Gymnasien)

Stadtpiraten – ein Theater- und Kunstprojekt mit der Carl-von-Ossietzky

Mittelschule

gefördert im Rahmen von „Kultur macht stark“ mit Sigrid Stabel und Eleanora Allerdings.

Loni Übler Haus

Das Loni Übler Haus führt zahlreiche Projekte insbesondere an der Thusneldaschule und der Bartholomäusschule aber auch in den Räumen des Kulturladens durch. Partner*innen sind Künstlerinnen und Künstler und Vereine wie Xenos Nürnberg e. V., der Schachclub Noris Tarrasch e.V., die Wärmestube oder das Pflegeheim Sebastianspital. Folgend eine Auflistung von Angebotenn2019/2020:  Interkulturelle Kommunikationstrainings, 20 Termine, ca. 400 teilnehmende Schüler*innen;  Projekt "Vielfalt sehen-Vielfalt säen" im Rahmen der Nbg. Wochen gegen Rassismus, 2 Termine, ca. 1000 teilnehmende Schüler*innen;  Filmdreh über Mobbing, 2 Termine, 30 teilnehmende Schüler*innen;  Hochbeetgestaltung "Vielfalt sehen-Vielfalt säen" im Pausenhof, 2 Termine, je 30 teilnehmende Schüler*innen;  Schüler-AG Treffen "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage", 5 Termine, je 30 teilnehmende Schüler*innen;  Theateraufführung mit Theater Thevo, 1 Termin, 90 teilnehmende Schüler*innen  Projekt "Komm ich zeig dir unsere Stadt", 7 Termine, je 39 teilnehmende Schüler*innen;  Vertiefungsstunden/ Interkulturelles-Sozialtraining für eine Deutschklasse, 38 Termine, je 18 teilnehmende Schüler*innen;  Aktionen und Ausflüge im Kindertreff z. B. ins Neue Museum, 5 Termine, je 10 teilnehmende Schüler*innen;  Ferienprogramme zu unterschiedlichen Themen z. B. Malen wie Hundertwasser, 5 Termine, je 20 teilnehmende Schüler*innen;  Ferienprogramme zu Jahreszeitlichen Themen z. B. Ostern, 5 Termine, je 20 teilnehmende Schüler*innen;  Kreativ- und Mediengruppe, 30 Termine, je 10 teilnehmende Schüler*innen;  Kinderolympiade, 1 Termin, 100 teilnehmende Schüler*innen;  Kindertheater für Familien, 6 Termine, je ca. 100 teilnehmende Schüler*innen;  Kindertheater für Kindertagestätten, 1 Termin, 100 teilnehmende Schüler*innen  Kinder- und Jugendschach, 38 Termine, je 20 teilnehmende Schüler*innen

 Sprachkurse (arabisch, ungarisch, russisch), je 28 Termine, je 10 teilnehmende Schüler*innen;  Projekt "Gesicht zeigen-Stimme erheben" im Rahmen der Nbg Wochen gegen Rassismus, 4 Termine, je 30 teilnehmende Schüler*innen;  Projekt "Gesicht zeigen-Stimme erheben" Zeitzeugengespräche im Pflegeheim Sebastianspital, 2 Termine, je 15 teilnehmende Schüler*innen;  Projekt "Gesicht zeigen-Stimme erheben" Aktionstag mit einem Kinderheim Martin-Luther-Haus, 2 Termine, je 30 teilnehmende Schüler*innen.

Gemeinschaftshaus Langwasser

Im Rahmen des Projekts „Betonliebe“ laden das Gemeinschaftshaus Langwasser und der AK Streetart Langwasser lokale und internationale Streetart-Künstler*innen dazu ein, ausgewählte Wände im Stadtteil zu gestalten. Begleitend werden mit den

eingeladenen Künstlern*innen Workshops organisiert. So fand ein kostenloser Graffitiworkshop beim Event „Urban [He]arts“ am 24.9.19 mit sechs Schüler*innen der Georg Ledebour Schule statt. Gestaltet wurde mit Sprühdosen ein Banner für die Schule.

südpunkt: Der Kinderzirkus GECCO wird im südpunkt seit 14 Jahren jährlich organisiert. 2020 findet der Zirkus zum 15. Mal statt. Die Kinder trainieren an ihrer Schule/Hort/Jugendeinrichtung im Projektzeitraum Januar bis April mit Zirkus- /Theater-Pädagogen*innen und studieren eine Nummer für zwei große Gala- Vorstellungen, die dann im südpunkt immer am ersten Wochenende der Osterferien stattfinden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Schulen und Einrichtungen in der Südstadt. Beteiligungen gab es auch von Geflüchteten-Unterkünften bzw. Einrichtungen zur Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Das Projekt dient dazu Bewegung zu vermitteln, Selbstbewusstsein und Erfolgserlebnisse zu schaffen.

Weiterhin kooperiert der südpunkt im Bereich Schultheater und bei Schulkonzerten mit den Schulen. Aufführungen und Generalproben finden bei im südpunkt statt. Im Rahmen der Familientage bietet die Einrichtung Ferienbetreuung in den Herbstferien an, bei der die Kinder nicht nur betreut werden, sondern ein umfassendes Kreativangebot wahrnehmen können.

Vischers Kulturladen

Vischers Kulturladen kooperiert mit der Theo-Schöller-Mittelschule bei der Organisation eines Theaterworkshops. Wöchentlich umfasst der Workshop 1,5 Stunden über das ganze Schuljahr mit 8 Teilnehmenden. Im Fokus ist Selbstwahrnehmung-Fremdwahrnehmung.

Mit der Peter-Vischer-Schule finden Unterrichtseinheiten mit einzelnen Klassen, jeweils eine Klasse (ca. 20-25 Schüler*innen) mit externen Fachleuten zu unterschiedlichen Themen statt. Bislang angeboten waren ein Vorlesewettbewerb der Unterstufe, behandelt wurden zudem das Thema „gesunde Ernährung“ und das Thema „Heimat“ mit einer Vertreterin des Heimatministeriums. Zwei Ausstellungen von Schülerinnen und Schülern aus der Peter-Vischer-Schule werden im Kulturladen präsentiert (Best of Kunstunterricht und eine Ausstellung der Foto-AG).

Kulturladen Zeltnerschloss

Zum Thema Menschenrechte arbeitet der Kulturladen eng mit der Grundschule und Mittelschule Scharrerschule zusammen. Im Projekt „Auf den Spuren jüdischen Lebens“ recherchierten die Schüler*innen die Geschichte dreier jüdischer Familien, die im Stadtteil lebten. Ziel war die Sensibilisierung für die grauenhaften Taten des NS-Regimes und für die Bedeutung der Menschenrechte. 9. Klasse der Mittelschule, 14. bis 16.01.2019, 3 Tage á 22 Schüler*innen.

Bei Workshops im Rahmen der Ausstellung „Gleißhammer Stadtteil für Menschenrechte" sensibilisierten in Zusammenarbeit mit dem AK Gleißhammer „Stadtteil für Menschenrechte“ interaktive Stationen Jugendliche für Menschenrechte und Menschenrechtsverletzungen.

Schüler/-innen ab der 5. Klasse, 11.02. bis 21.03.2019, 6 Workshops à 2 Schulstunden mit insgesamt 114 Schüler*innen.

Kulturladen Ziegelstein

Der Kulturladen organisierte im Mai 2019 an der Grundschule Ziegelstein ein künstlerisches Schulprojekt mit den ersten und zweiten Klassen. „Herzlich willkommen für alle Gäste mit 6 Beinen“, Bau von Insektenhotels unter Anleitung der Künstlerin Michaela Fuchs-Jalloh mit 193 Kindern (4 erste und 4 zweite Klassen der Grundschule Ziegelstein). Themenbezug: Kinderrechte auf gesunde Umwelt und das Thema Nachhaltigkeit.

Zu den Aktionstagen Bäume für die Menschenrechte organisiert der Kulturladen gemeinsam mit der Grundschule Ziegelstein und weiteren Kindereinrichtungen aus dem Stadtteil jährlich einen Menschenrechtsumzug. 2019 war das Thema „Das Recht auf Bildung“. Beteiligt waren insgesamt 140 Kinder (ca. 100 von den 4 vierten Klassen der Grundschule Ziegelstein). Der Umzug findet vom Menschenrechtsbaum im Marienbergpark zum Fritz–Munkert- Platz statt. Die Kindereinrichtungen bereiten das Thema vor und führen ihre Darbietungen auf der Bühne am Fritz-Munkert-Platz vor.

Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg

Das Berufsintegrationsjahr für Berufsschulpflichtige (BIK) findet in enger Kooperation mit den beruflichen Schulen der Stadt Nürnberg statt. Zielsetzung ist es berufsschulpflichtige Jugendliche mit sprachlichen Defiziten und (noch) nicht vorhandener Ausbildungsreife in aufeinander aufbauenden Phasen für eine spätere Berufsausbildung zu befähigen. Insgesamt haben 123 Berufsschulpflichtige aus 26 verschieden Herkunftsländern im Alter von 15 bis 23 Jahren im Schuljahr 2018/2019 die Berufsintegrationsklassen besucht.

KUM

Museen der Stadt Nürnberg

Museum Industriekultur: Kennenlern-Familientag für Schulklassen insbesondere auch für multikulturelle Schulklassen 2019/20 zu Beginn des ersten Schuljahres. Dies dient dem Kennenlernen in nichtschulischem Kontext von Eltern-KinderLehrkraft. Im Kontext „Sammeln“ bringen Kinder gesammelte Gegenstände mit. Die Gegenstände werden in einem „Museum für einen Tag“ ausgestellt.

Eng verbunden ist das Angebot der städtischen Museen, das sich aus integrativer Perspektive an Schülerinnen und Schüler richtet mit der Arbeit, die im Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg geleistet wird.

KPZ

Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg

1. Deutschklassen

Dank der finanziellen Unterstützung durch den Freistaat Bayern und der Bereitschaft der Museen, auf ihre Eintritte zu verzichten, konnten auch im Schuljahr 2018/19 die Angebote für Übergangsklassen (seit dem Schuljahr 2018/19 Deutschklassen) und Berufsintegrationsklassen kostenfrei durchgeführt werden. Insgesamt 162 Gruppen nahmen diese speziellen Angebote 2019 in Anspruch. Damit steigerten sich die Buchungen gegenüber dem Vorjahr nochmals um 24 zusätzliche Veranstaltungen. Die große Nachfrage zeigt, wie wichtig der außerschulische Lernort Museum gerade für diese Gruppen ist. Die museumspädagogischen Veranstaltungen verfolgen dabei vor allem zwei Ziele. Sie wollen einen angenehmen und anregenden Rahmen bieten für den Sprachunterricht, der bei den Übergangsklassen an erster Stelle steht. Wortschatz lässt sich erfahrungsgemäß leichter lernen, wenn er in konkreten Situationen angewandt und geübt wird. Für diesen Rahmen bieten gerade Museen vielfältige Möglichkeiten. Ihre Präsentationen mit realen Objekten aus unterschiedlichen Zeiten wecken die Neugier und lassen sich spielerisch mit Worten kombinieren und in Beziehung setzen. Zugleich vermitteln Museen Einblicke in Kultur und Alltag der Menschen im Ankunftsland. Ob dieses einmal zur zweiten Heimat wird, wird die individuelle Entwicklung zeigen. Für ein erstes kompaktes Kennenlernen in einem geschützten Raum eignet sich das Museum wie keine zweite Einrichtung. Auch deshalb werden die Angebote des KPZ für Deutschklassen so gut angenommen.

Dauerhaft buchbare Angebote für Deutschklassen:

Die Veranstaltungen sind auf Schüler nichtdeutscher Muttersprache abgestimmt. Selbst mit wenigen sprachlichen Fähigkeiten können sie etwas über Exponate im Museum erfahren und das Gesehene im Praxisteil mit Hilfe einfacher bildnerischer Mittel verarbeiten. Zudem können sie Eindrücke zu ihrem noch neuen Lebensumfeld mit ihrer bisherigen Lebenserfahrung vergleichen. Diese außerschulische Sprachund Lernsituation wird im Lehrplan für das Fach Deutsch als Zweitsprache ausdrücklich begrüßt.

Ohne Sprache sprechen

(Germanisches Nationalmuseum) In diesem Themenbereich beschäftigen wir uns ohne große Sprachkenntnisse mit verschiedenen Kunstwerken im Museum.

Jeder Mensch wohnt

(Germanisches Nationalmuseum) Ein städtisches Umfeld oder ein eher ländlich geprägtes: Die Herkunft der Schüler bietet eine große Bandbreite. In diesem Themenbereich befassen wir uns mit verschiedenen Wohnkulturen.

Berühmtes und Kurioses

(Germanisches Nationalmuseum) Wir verschaffen uns auf einem Streifzug durch das Museum einen ersten Überblick.

Dabei können wir Zusammenhänge mit dem eigenen kulturellen Hintergrund finden. Berühmte und kuriose Objekte setzen dabei besondere Akzente.

Was glaubst denn du?

(Germanisches Nationalmuseum) Christentum, Islam, Judentum… Die Religionen haben viele Gemeinsamkeiten, die wir aufdecken und vergleichen wollen.

Was kriecht und blüht denn da?

(Germanisches Nationalmuseum) Gemeinsam suchen wir im Museum Tier- und Blumenabbildungen, lernen daran Formen, Farben und weitere Eigenschaften kennen.

Punkt, Punkt, Komma, Strich, …

(Germanisches Nationalmuseum) Anhand verschiedener Bilder und Museumsgegenstände werden die Begriffe für „Körperteile“ erarbeitet. Außerdem werden Bewegungen nachgestellt und weitere Eigenschaften gefunden.

Wie wir uns kleiden

(Germanisches Nationalmuseum) In der Abteilung „Kleiderwechsel“ betrachten wir verschiedene Kleidungsstücke und vergleichen sie mit denen aus unseren Heimatländern. Abschließend können wir verschiedene Kostüme anprobieren und erfahren, wie sie unsere Bewegungen beeinflussen.

Unsere neue Heimat Nürnberg

(Kaiserburg, Stadtmuseum im Fembo-Haus, Germanisches Nationalmuseum, Museum Industriekultur) Auf einem Streifzug von der Kaiserburg über das Stadtmuseum, zum Germanischen Nationalmuseum und bis zum Museum Industriekultur verschaffen wir uns einen ersten Überblick über die Stadtgeschichte und die neue Heimat Nürnberg.

Kommunikation mit wenigen Worten

(Museum Industriekultur) Die Geschichte des modernen Nürnberg und der neue Lebensraum der Schüler werden anschaulich und „begreifbar“. Fahrrad- und Motorradproduktion, Bleistifte, Haushaltsgeräte, Fußball und Kino – Nürnberg ist bunt.

2. Museumspädagogische Programme für Berufsintegrationsklassen

In enger Abstimmung mit einer Lehrkraft der Berufsschule 5, an den Berufsintegrationsklassen mit Deutschlernenden unterrichtet werden, entwickelte das KPZ vier museumspädagogische Veranstaltungen (inkl. Vor- und Nachbereitungsmaterialien) in verschiedenen Museen für Deutschlernende mit unterschiedlichem Sprachniveau. In den Veranstaltungen setzen sich die Teilnehmenden mit Hilfe von handlungsorientierten Methoden, Formen freien Arbeitens und praktischen Aktivitäten eigenständig mit den Exponaten auseinander.

Dabei wenden sie berufsbezogenen Wortschatz an und üben wichtige Sprachstrukturen ein. Alle vier Veranstaltungen wurden mit unterschiedlichen Berufsintegrationsklassen und Integrationskursen erprobt. Dank finanzieller Förderung durch den Freistaat Bayern und der Unterstützung der beteiligten Museen konnten diese Veranstaltungen kostenfrei angeboten werden.

Dauerhaft buchbare Angebote für Berufsintegrationsklassen

Die Programme sind speziell für Jugendliche und Erwachsene konzipiert, die Deutsch lernen. In allen Veranstaltungen werden kunst- und kulturgeschichtliche Fragen behandelt, aber auch Bezüge zur gegenwärtigen Lebens- und Berufswelt hergestellt (Lehrplanbezüge: BI 3.1/3.3/4.2).

In den Veranstaltungen setzen sich die Teilnehmenden mit Hilfe von handlungsorientierten Methoden, Formen freien Arbeitens und praktischen Aktivitäten eigenständig mit den Exponaten auseinander. Dabei wenden sie auch berufsbezogenen Wortschatz an und üben wichtige Sprachstrukturen ein. Lehrkräfte erhalten auf Wunsch Empfehlungen zur Vorbereitung der Veranstaltung. Materialien zur Nachbereitung erleichtern die Sicherung und Vertiefung des Gelernten im Unterricht.

Kunst für alle Sinne

(Germanisches Nationalmuseum) Was denkt die abgebildete Person? Wie schmecken die gemalten Früchte? Welche Farben benutzt der Maler? Handlungsorientiert erkunden die Teilnehmenden unterschiedliche Bildgattungen der Barockzeit. Dabei beschäftigen sie sich, angepasst an ihr Sprachniveau, mit Farben und Formen, Aufbau und Aussagen der Gemälde.

Was ist eigentlich ein Museum?

(Germanisches Nationalmuseum) Die Teilnehmenden entdecken, wie kulturgeschichtliche Gegenstände über die Vergangenheit „Auskunft geben“. Sie besuchen verschiedene Museumsabteilungen und erfahren, wie die Exponate präsentiert werden. Abschließend schlüpfen sie selbst in die Rolle von „Museumswissenschaftlern“ und erarbeiten mit Alltagsgegenständen aus der Zeit um 1900 eine eigene Präsentation.

Vom Kaufen und Verkaufen

(Stadtmuseum im Fembo-Haus) Nürnberg gehörte einst zu den großen europäischen Handels-metropolen: Die Fernkaufleute brachten Waren aus der ganzen Welt hierher und verkauften einheimische Produkte auf allen wichtigen Messen und Märkten in Europa. Die Teilnehmenden erkunden, womit gehandelt wurde und wie der Handel ablief. Dabei lernen sie auch wichtige Orte der Nürnberger Stadtgeschichte kennen.

Räder, die die Welt bewegten

(Museum Industriekultur) Handlungsorientiert entdecken die Teilnehmenden, wie eine Dampfmaschine funktioniert und typische Werkzeugmaschinen des Industriezeitalters antreibt.

Anschließend haben sie die Wahl, der Nürnberger Industriegeschichte nachzuspüren und die Entwicklung wichtiger Fortbewegungsmittel wie Fahr-, Motorrad und Auto zu erkunden oder zu ergründen, wie sich Leben und Alltag der Menschen im 19. Jahrhundert durch die neue Technik veränderten.

Richard-Wagner-Platz 2-10, 90443 Nürnberg Stiftung des öffentlichen Rechts

Fraktion der Christlich-Sozialen Union Im Stadtrat zu Nürnberg

Übersicht über die Schulplatzmiete und ihre Nürnberg, 05. November 2019 Entwicklung In Bezug auf das Thema „Integrations- und Kulturarbeit an Schulen“ - Zusatz

Stiftung Staatstheater Nürnberg in Zusammenarbeit mit der Staatstheater Nürnberg Service GmbH

Erstellt Sibylle Steinhauer, Betreuerin Schulplatzmiete & Schulgruppen

Hauptquelle: „Ist-Zustand der Abteilung Schulplatzmiete und Schulgruppen“, Sibylle Steinhauer in Zusammenarbeit mit Ilona Bülow, Brigitte Schuck und Anja Sparberg, 2019

Ein Unternehmen des Stiftungsvorstand: Bankverbindung: Stiftung Staatstheater Nürnberg Freistaats Bayern und Staatsintendant Sparkasse Nürnberg Richard-Wagner-Platz 2-10 der Stadt Nürnberg Jens-Daniel Herzog IBAN: DE30 7605 0101 0001 0500 04 90443 Nürnberg, Deutschland und Geschäftsführer SWIFT-BIC: SSKNDE77XXX Telefon +49 (0) 911-231 35 75 Christian Ruppert Steuernummer: 241/110/91761 www.staatstheater-nuernberg.de (gemeinsam haftend) USt.-IdNr.: DE240531163

1. Vorbemerkung

Dieser Zusatz behandelt weitere Fragen, die im Rahmen der Beantwortung des Antrags der Christlich Sozialen Union vom 27.Februar 2019 beim zuständigen Amt für Allgemeinbildende Schulen aufgetreten sind. Er ist eine Erweiterung der ersten Übersicht vom 27. März 2019.

2. Anzahl der teilnehmenden Schüler*innen

Die folgenden Angaben beziehen sich nur auf Nürnberger Schulen und werden nach Schularten gegliedert. Zu beachten ist, dass die Anzahl für das Schuljahr 2019/2020 noch nicht verbindlich ist, da sich noch immer einzelne Gruppen anmelden. Daher wird als Vergleichswert zunächst die Anzahl des Vorjahres angegeben.

Anzahl der teilnehmenden Schüler*innen 2018/2019:

Schulart Anzahl
Gymnasium 846
Realschule 294
Mittelschule 90
Berufsschule 375
FOS/BOS 165*
Sonstige 291
= 2061

* Hier wurden die staatlichen Schulen mit 112 Teilnehmenden nicht berücksichtigt.

Anzahl der teilnehmenden Schüler*innen 2019/2020 (Stand 5.11.2019):

Schulart Anzahl
Gymnasium 915
Realschule 246
Mittelschule 53
Berufsschule 435
FOS/BOS 138*
Sonstige 283
= 2070

* Hier wurden die staatlichen Schulen mit 125 Teilnehmenden nicht berücksichtigt.

In der Kategorie Sonstige sind folgende Schulen enthalten: Städtische Fachakademie, Peter-Vischer-Schule, Hermann Kesten Kolleg, Montessori-Schule und –FOS, Rudolf-Steiner-Schule

3. Trend bezogen auf die Schularten

Wie bereits bei den Angaben über die Anzahl an teilnehmenden Schulen sichtbar wurde, weisen Gymnasien und Berufsschulen die größten Mengen an Schüler*innen auf. Das hat nicht immer mit dem Bemühen der Schulen zu tun. In manchen wird zwar engagiert Werbung gemacht, aber es interessieren sich nicht genug oder keine Schüler*innen für das Angebot. Dabei spielen sowohl soziale Dynamiken sowie Jahrgangsstärke und Schulgröße eine Rolle. Da die Schulplatzmiete erst ab der 9. Klasse gebucht werden kann, ist es zum Beispiel in den Mittelschulen schwieriger, weil in dieser Klassenstufe die Abschlussprüfungen bestanden werden müssen, was den Zeitrahmen der Schüler*innen einengt.

Schwankungen entstehen ebenfalls dadurch, dass auf der einen Seite eine organisierende Lehrkraft ausfällt oder in den Ruhestand geht und keine*n Nachfolger*in findet. Da nicht alle Schulen die organisierenden Lehrkräfte unterstützen, gestaltet sich deren Suche mitunter schwierig. Auf der anderen Seite kommen Schulen neu oder wieder dazu, weil eine Lehrkraft das Konzept an eine neue Schule mitnimmt oder durch Schüler*innen darauf aufmerksam wird.

Im laufenden Schuljahr 2019/2020 konnten sich einzelne Schulen enorm steigern, was die Teilnehmerzahlen angeht. Dies wirkt sich auf die Gesamtzahl positiv aus. Im Allgemeinen gibt es jedoch einen Abwärtstrend, auch außerhalb Nürnbergs. In den betroffenen Schulen werden wir gemeinsam Maßnahmen ergreifen, wie beispielsweise im Sommer mit den achten Klassen in eine Vorstellung zu gehen, damit sie es kennen lernen können und dadurch Lust bekommen, sich im neuen Schuljahr anzumelden. Ansonsten scheint die Schwankung in einem normalen Rahmen zu liegen.

4. Kontingentierung

Die einzelnen Schulen sind bei der Buchung nicht beschränkt, die Gruppengrößen liegen zwischen zehn und hundertachtzig Schüler*innen. Stattdessen gibt es für jede einzelne Vorstellung ein Kontingent für die Anzahl an möglichen Schülerplätzen. Die Gruppen der Schulen werden dann entsprechend auf die Vorstellungen verteilt.

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss öffentlich Bericht

Betreff: Konferenz der Schülersprecher*innen im November 2019: Lösungen; hier: Gemeinsamer

Antrag Grüne, SPD, CSU und FDP vom 19.12.2019

Anlagen: Gemeinsamer Antrag Sachverhalt

Bericht:

Die Verwaltung greift die diskutierten Themen der jährlichen Konferenz der Schülersprecher*innen an Nürnberger Schulen im November 2019 auf und stellt Lösungsvorschläge vor. Die für die dort anwesenden Schüler*innen relevanten Aspekte sind: Essenversorgung an Schulen, Präventionsmaßnahmen zum Thema "Drogen", Umgang mit dem Zustand der Toiletten, Digitalisierung an den Nürnberger Schulen und Allgemeines.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Abbildung 39

Abbildung 38

Abbildung 41

Abbildung 40

Abbildung 43

Abbildung 44

Abbildung 42

Gemeinsamer Antrag Grüne, SPD, CSU und FDP: Konferenz der Schülersprecher*in-

nen im November 2019: Lösungen finden

Am 15. November 2019 fand die Schülersprecherkonferenz im Schönen Saal des Nürnberger Rathauses statt, bei dem sich die 52 anwesenden Schülersprecher*innen der verschiedenen Schularten (MS, RS, GYM, BOS und FOS) u. a. in Austauschrunden mit zahlreichen schulpolitischen Sprecher*innen einfanden und diverse Themen ansprachen, die sie in den jeweiligen Schulen täglich beschäftigen und für die sie gerne Lösungsmöglichkeiten wünschen. Im Folgenden werden die einzelnen Themen und ihre jeweilige Behandlung angesprochen.

Mittagessen/Pausenverpflegung

Das Mittagessen in den weiterführenden Schulen Nürnbergs ist bzw. war beispielsweise schon des Öfteren Thema im Stadtrat und in einigen anderen Ausschüssen; einige ausgewählte Schulen, wie z. B. die Peter-Vischer-Schule oder die Scharrer-Mittelschule, erhielten im vergangenen Jahr ein vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus (StMUK) gesponsertes Mensa-Coaching (über die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bayern), bei dem u. a. auf das Essensangebot des Caterers in der Mensa eingegangen und Veränderungen erarbeitet wurden. Betrachtet wurde hier auch der Bioanteil, der laut Beschlussvorschlag im Stadtrat vom 25. September 2019 bis zum Jahre 2026 in den Nürnberger Schulen bei 75% liegen soll. SchA hat zur weiteren Behandlung hierzu bereits Gespräche mit dem Referat III (Umwelt und Gesundheit) aufgenommen.

In der Zwischenzeit befinden sich einige der städtischen Realschulen und Gymnasien auf dem Weg, das Angebot ihrer Pausenverpflegungen in einem partizipativen Prozess zu verändern. In der Peter-Vischer-Schule (zwei Standorte) sowie im Labenwolf-Gymnasium wurde der Pausenverkauf im Monat Februar hinsichtlich einer Veränderung hin zu gesundem Essen (z. B. hoher Bio-Anteil, vegan bzw. vegetarische Angebote, Absetzen stark zuckerhaltiger Süßspeisen und Getränke) evaluiert.1 Einige andere Schulen befinden sich unter dem Siegel Fair- Trade bereits seit Längerem in der Verpflichtung, nur fair gehandelte und hochwertige Produkte in den Schülerpausenverkauf zu bringen (z. B. das Johannes-Scharrer-Gymnasium). Besonders erwähnenswert ist hier das Projekt „Fair trifft Umweltstärke“ der Beruflichen Schule Direktorat 7, dessen Ergebnis seit Mai 2017 dazu geführt hat, dass in der Cafeteria 100% fair gehandelte Produkte angeboten werden.

Drogen

Das Thema Drogen wird über alle Schularten hinweg im Unterricht behandelt. Darüber hinaus besteht für jede Schule in Nürnberg die Möglichkeit, sich das Thema über die ansässigen Beratungsstellen für Unterrichtseinheiten in die Schulen zu holen bzw. diese z. B. in Form von Projekttagen zu buchen. Darunterfallen:

 mudra (Alternative Jugend- und Drogenhilfe Nürnberg e.V., die sowohl Vorträge als auch Workshops z.B. Wissen zu unterschiedlichen Substanzen wie Kräutermischungen, Cannabis etc. anbieten, im Jahr 2017 wurden 31 Workshops zum Thema Suchtprävention in den Schulen abgehalten.)  Stadtmission Nürnberg e.V. Suchthilfezentrum  Lilith e.V. (richtet sich in erster Linie an betroffene Frauen und deren Kinder, informiert aber auch ggf. Schulen bei Bedarf)

1 Die Fragebögen wurden von SchA unter Mitarbeit der Schülersprecher (im Fall der PVS) bzw. Lehrer*innen (im Fall des Labenwolf-Gymnasiums) entworfen und schließlich von SchA ausgewertet.

Seitens der Beratungsstellen ist hinsichtlich der an sie gestellten Anfragen bekannt, dass sie mit ihren vorhandenen Ressourcen nicht alle an sie gerichteten Terminwünsche innerhalb eines Schuljahres nachkommen können. Zusammenfassend schlägt SchA in Abstimmung mit SchB vor, dieses wichtige Thema nochmals umfassend - außerhalb der Schülersprecherkonferenz - zu behandeln.

Toiletten

In der Vergangenheit fanden bereits zwei Toilettensanierungsphasen mit Priorisierungen in den Nürnberger Schulen statt (siehe Schulausschüsse am 19. April 2013 sowie 24. Februar 2017 und schließlich unter dem Thema Vandalismus am 25. Oktober 2019).

In Gesprächen zwischen der Stadt SV e.V. und SchA wurde dieses Themenfeld erörtert; ein für die Schülersprecher möglicher Weg besteht darin, das Thema über die jeweilige SMV in die einzelnen Schulen in die Schülerschaft zu spielen und gemeinsame Überlegungen/Aktivitäten zum angemessenen Umgang mit diesen Räumlichkeiten dazu anzustellen.

Im Bereich der beruflichen Schulen sind Präventionsprogramme, die v. a. auf die Vermeidung von Vandalismus auf Schultoiletten abzielen, nicht institutionalisiert. Im Einzelfall werden Maßnahmen mit dem Kollegium abgesprochen (z. B. Verstärkung der Pausenaufsichten), mit der SMV und den Schulsozialpädagogen z. B. Gestaltung von Projekten vereinbart bzw. mit der HVE z. B. Sperrungen und das Durchführen oder Veranlassen von Reparaturen zeitnah initiiert und umgesetzt.

Digitalisierung

Dieses Thema wird – wie auch schon im zweiten Schulausschuss am 3. Mai 2019 - ausführlich unter dem Tagesordnungspunkt „Sachstand der Umsetzung der IT-Strategie an Schulen in Nürnberg und Förderprogramme Bund und Land“ erörtert.

Allgemeines

auf diese Vorlage verwiesen.

Schülersprecherinnen und Schülersprechern als schwierig empfunden; hier sind die Verbindungslehrkräfte als Vermittler gefragt, Verbesserungen herbeizuführen. Nach BayEUG Artikel 69 ist das Schulforum als Gremium verankert; an jeder bayerischen Schule, an der ein Elternbeirat besteht, wird ein Schulforum eingerichtet (außer an Grundschulen und Berufsschulen).

die Verbindungslehrkräfte erfolgen, die wöchentlich die zumeist einstündig stattfindenden Sitzungen moderieren bzw. mitbegleiten. Pro Schule werden für die SMV im Schulbudget pro Schuljahr 300,00 € (für Materialien etc.) angesetzt.

Ausblick

Die im Antrag genannten Themenschwerpunkte werden in der Schülersprecherkonferenz am 13. November 2020 ihre Berücksichtigung finden.

Beschlussvorlage

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss öffentlich Beschluss

Betreff: Praktische Verkehrserziehung an Grund- und Förderschulen, hier: Antrag der FDP vom

24.01.2020

Anlagen: Antrag der FDP vom 24.01.2020 Entscheidungssvorlage praktische Verkehrserziehung

Sachverhalt (kurz): Die Verwaltung greift den Antrag der Freien Demokraten vom 24.01.2020 auf und berichtet über die aktuelle Ausstattung der Verkehrserziehung sowie notwendige Maßnahmen zur zielgerichteten Ausstattung der praktischen Verkehrserziehung und deren notwendige Finanzierungsumfänge.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten 680.000 € Folgekosten 43.500 € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv 600.000 € davon Sachkosten 43.500 € pro Jahr

davon konsumtiv 80.000 € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Die Bereitstellung der Mittel ist in die Haushaltsplanaufstellung 2021 ff. eingebracht worden.

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Das Konzept umfasst alle Grundschülerinnen und -schüler unabhängig von Geschlecht, Weltanschauung, Religion.

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Beschlussvorschlag:

Der Schulausschuss nimmt den Bericht zustimmend zur Kenntnis und bestätigt die Notwendigkeit einer sachgerechten Ausstattung der Jugendverkehrsschulen in Nürnberg. Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderlichen Haushaltsmittel anzumelden. Bei den Beschaffungen und Vergaben ist insbesondere auf die enge fachliche Einbindung der Verkehrspolizeiinspektion Nürnberg zu achten.

Abbildung 46

Abbildung 45

Abbildung 47

Abbildung 49

Abbildung 48

Abbildung 50

Entscheidungsvorlage

Mit Antrag vom 24.01.2020 hat die FDP-Stadtratsfraktion unter Bezugnahme auf die Vorbehandlungen am 03.05.2019 im Schulausschuss den Antrag gestellt, dass die Stadt Nürnberg Ausbildungsfahrräder und Fahrradhelme im Gesamtwert von 100.000 Euro beschafft und geeigneten Stützpunktschulen spätestens zum Beginn des Schuljahres 2020/2021 zu Verfügung stellt.

Mit Sitzung vom 03.05.2019 hat sich der Schulausschuss mit dem Thema der Fahrradlernkurse für Schüler/innen befasst. Ziel war und ist es, über die Fahrradlernkurse und damit dem Erlernen eines sicheren Radfahrens die Voraussetzung für die verkehrserzieherischen Aspekte zu schaffen.

Die lehrplanmäßig vorgegebene Verkehrserziehung zielt auf die Befähigung der Schülerinnen und Schüler zu einer sicheren Teilhabe am Verkehr sowie zu selbstverantwortlicher und altersgerechter Mobilität. Die Schüler/innen schulen ihre motorischen Fähigkeiten sowie ihr vorwegnehmendes Wahrnehmungs- und Reaktionsvermögen, um unter anderem als Radfahrer gefahrenbewusst und verantwortungsvoll zu agieren.

Während für die Unterrichtsdurchführung der theoretischen Radfahrausbildung selbst die Schule verantwortlich ist, wird der praktische Teil der Ausbildung ausschließlich durch die Verkehrserzieher der Verkehrspolizei durchgeführt. In Nürnberg findet keinerlei Beteiligung durch die Eltern der Schüler statt. Die Landesverkehrswacht unterstützt mit einem sehr kleinen finanziellen Betrag den Materialersatz für die eingesetzten Fahrräder.

So unterstützt vor allem die Polizei als fachliche Institution im Rahmen ihres Auftrags über die Jugendverkehrsschule die Eltern und Schulen nicht nur, aber eben auch bei der Radfahrausbildung. Der Sachbereich Verkehrserziehung der Verkehrspolizei Nürnberg betreibt seit 1972 die Jugendverkehrsschule. Die Jugendverkehrsschulen (7, davon 6 mobil und 1 stationär) haben in den letzten Jahren viele Klassen erreicht. Beispielsweise wurden im Schuljahr 1995/1996 161 Klassen, im Schuljahr 2000/2001 186 Klassen und im Schuljahr 2017/2018 219 Klassen ausgebildet. Die Tendenz geht zu weiter steigenden ausgebildeten Klassenzahlen.

Die Kinder sollen nicht nur die motorisch sichere Beherrschung des Fahrrads erlernen können, sondern auch in verkehrsrechtlicher Hinsicht korrekte Handlungsabläufe verinnerlichen. Dies muss zunächst im Schutzraum geübt werden.

Hierfür sind infrastrukturelle Aspekte ebenfalls von zentraler Bedeutung.

Die lehrplangemäße Verkehrserziehung setzt folgende Sachausstattung voraus:

  1. Verkehrsübungsplätze oder zumindest entsprechend linierte Schulhöfe 2. Fuhrpark zum stadtweit flexiblen Einsatz der Ausbildungsfahrräder 3. Schutzausstattung (Helme, Einweghauben) für Schüler/innen und Verkehrserzieher/innen 4. Ausbildungsfahrräder in ausreichender Stückzahl sowie in verkehrssicherem Zustand 5. Fahrräder für die eingesetzten Verkehrserzieher der Polizei, um die Schüler bei der verpflichtenden Fahrt im Realverkehr begleiten zu können 6. Inspektionsleistungen einschließlich Material (Ersatzteile, Verschleißteile, Wartungsmaterial)

Hinsichtlich der Verkehrsübungsplätze ist festzustellen, dass bei Grundschulneubauten die Realisierung von Verkehrsübungsplätzen im Planungsprozess mitgedacht wird. Derzeit stehen ca. 40 Schulhöfe mit Parcoursaufzeichnungen zur Verfügung. Bestehende

Verkehrsübungsplätze werden in Rücksprache mit der Leitungsebene HVE Schule und Sport bei Bedarf sukzessive über HVE-Mittel im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel nachliniert. Für den Transport des JVS-Materials und zur Durchführung der praktischen Fahrradausbildung stehen dem Sachbereich folgende städtische Fahrzeuge zur Verfügung:

Fahrzeughersteller Amtliches Kennzeichen Tag der Erstzulassung Jahr der Zuweisung zum Sachbereich Verkehrserziehung
MAN N - 2546 24.02.1981 (39 Jahre) März 1982
MAN N - 2631 15.09.1986 (33 Jahre) Oktober 1986
MAN N - 2557 04.03.1981 (39 Jahre) August 1993
Mercedes Benz N - 20419 13.10.1989 (30 Jahre) Oktober 1994
VW N – SN 1068 22.05.2015 (5 Jahre) September 2015
Anhänger N – SN 953 10.11.2000 (19 Jahre) August 2018

Aktuell wird ein weiterer gebrauchter LKW für die Zwecke der JVS umgebaut. Mit einer Zuweisung zum Sachbereich Verkehrserziehung wird im Sommer 2020 gerechnet.

Der städtische Fuhrpark für die JVS wird altersbedingt mittelfristig und in enger Abstimmung mit der JVS sukzessive einem angemessenen Austausch unterzogen werden müssen. Neben dem Alter des Fuhrparks gewinnen daneben mobile Jugendverkehrsschulen zunehmend an Bedeutung. Es hat sich als guter Kompromiss aus Kostenbewusstsein und Praktikabilität bewährt, hierfür teils Gebrauchtfahrzeuge, teils Neufahrzeuge anzuschaffen. Ausgehend von einem neuen LKW (7,5 Tonner) sind Anschaffungskosten von bis zu 150.000 Euro / LKW zu veranschlagen. Das Amt für Allgemeinbildende Schulen plant einen sukzessiven Austausch der 4 ältesten LKWs, gleichsam verteilt auf die Haushaltsjahre 2021 bis einschließlich 2024. Grundsätzlich wird das Amt für Allgemeinbildende Schulen - in Abhängigkeit zur Marktlage – versuchen, Gebrauchtfahrzeuge mit einem Alter von ca. bis zu 5 Jahren mit entsprechend notwendigen Umbauten zu beschaffen.

Auf Initiative des Vereins zur Förderung der Schulwegsicherheit e. V. konnte die ADAC Stiftung München eine Förderung von 150 Fahrradhelmen der Firma Limar ausreichen. Diese 150 Fahrradhelme waren am 16.09.2019 an Herrn Altbürgermeister Dr. Klemens Gsell und Polizeidirektor Dietmar Neugebauer stellvertretend für die Nürnberger Jugendverkehrsschulen übergeben worden. Nach Herstellervorgaben können diese auf die Dauer von 5 Jahren eingesetzt werden.

Die zur praktischen Radfahrerausbildung notwendigen Fahrräder sind als Lehr- und gleichzeitig Lernmittel der Sachaufwandsträgerschaft der Stadt Nürnberg zuzurechnen und stehen im Eigentum des Amtes für Allgemeinbildende Schulen. Ebenso zeichnet das Amt für Allgemeinbildende Schulen originär verantwortlich für den zugehörigen Erhaltungsaufwand dieser Fahrräder.

Ein Teil der Ausbildungsfahrräder (nach Angaben der Verkehrspolizeiinspektion –VPI- ca. 50 Stück) wurde beim Turnhallenbrand an der damaligen Grundschule Zugspitzstraße am 19.04.2015 irreparabel beschädigt.

Der hierdurch dezimierte Fahrradbestand wurde infolge dessen noch intensiver genutzt bzw. war schon zu diesem Zeitpunkt deutlich in die Jahre gekommen und wurde bisher durch die Verkehrspolizisten der Jugendverkehrsschule auf freiwilliger Basis und in Eigenregie gewartet bzw. repariert. Die Inspektion, Wartung und Instandsetzung von Fahrrädern ist bei näherer Betrachtung durchaus aufwändig (vgl. Anlage) und sollte seitens des Sachaufwandsträgers in feste Hände gegeben werden.

Der Fahrradbestand ist an wenigen „Stützpunktschulen“ untergebracht und wird bei Bedarf per LKW an die jeweilige unterrichtende Schule oder alternativ zur nächsten nutzbaren Verkehrsübungsfläche transportiert bzw. verbleibt während der Ausbildung direkt auf dem eingesetzten Lkw. Konkret sind derzeit Fahrräder in Garagen auf folgenden Schulhöfen gelagert: Zugspitzstraße (Dependance der Gretel-Bergmann-Grundschule), Sperberstraße, Fürreuthweg, Glogauer Straße (durch Baumaßnahme WBG derzeit nicht möglich), Hegelstraße und Hermann-Kolb-Straße (saisonabhängig). Für die Stadt Nürnberg hat die Jugendverkehrsschule der VPI einen Neubeschaffungsbedarf von 290 Fahrrädern ermittelt.

Bisher wurde eine Erneuerung des Fahrradbestands und dessen Instandsetzung weder als einmaliger noch als verstetigter Haushaltstitel geführt. Angesichts der Einordnung dieser Aufgaben als Sachaufwandsträgerpflicht ist die Bereitstellung von Haushaltsmitteln angezeigt. Das Amt für Allgemeinbildende Schulen hat - dem Antrag folgend - Kosten in die Haushaltsplanaufstellung 2021 ff. und damit zum nächstmöglichen Zeitpunkt eingebracht. Mit der Stadtkämmerei ist zur Sicherung erstmaliger Haushaltstitel vereinbart, eine fachliche Zustimmung zur Notwendigkeit im Schulausschuss einzuholen.

Der Empfehlung der Jugendverkehrsschule der VPI folgend, wurde der Bedarf für eine Neubeschaffung an 290 Ausbildungsfahrrädern ermittelt. Der derzeitige Bestand umfasst 340 Fahrräder. Nach Rücksprache mit der VPI gibt es dort ca. 50 Fahrräder, welche im Laufe der letzten 5 Jahre über vormalige Verkehrswachtmittel finanziert wurden. Der aktuell jährliche Ansatz der Verkehrswachtmittel beträgt nur noch 100 Euro. mit einem Alter von maximal 5 Jahren. Mit den 290 neuen Rädern und den 50 guten Rädern wird der notwendige Ausgangsbestand von 350 Fahrrädern wieder erreicht. Ein Austausch der 290 Ausbildungsfahrräder erscheint aus haftungsrechtlichen und praktischen Gründen angezeigt, da die Räder teilweise über 20 Jahre alt sind und aufgrund fehlender Ersatzteile (keine gängigen Verschleißteile!) eine Reparatur defekter Räder im Einzelfall bereits jetzt nicht mehr möglich ist. Ausgehend von dem Anhaltswert / Stückpreis 260,00 bis 270,00 Euro brutto pro Ausbildungsfahrrad wurde ein Gesamtwert in Höhe von rund 80.000 Euro brutto ermittelt. Die tatsächlichen Anschaffungskosten werden zu gegebener Zeit über Ausschreibungsergebnisse dargelegt und entsprechend in die Jahresabschlussgespräche mit der Stadtkämmerei eingebracht.

Einhergehend mit der Neuanschaffung sollten Inspektions- und Reparaturleistungen für die Ausbildungsräder über einen Inspektionsvertrag an Dritte ausgelagert werden. Bisher haben kundige Verkehrserzieher – ohne, dass es deren originäre Aufgabe war – die Wartungsaufgaben übernommen. Diese Aufgabe zählt weder zum Anforderungsprofil der Verkehrserzieher noch kann sie als zusätzliche Aufgabe konzeptionell dort verankert werden oder gar seitens der Verkehrspolizei mit den Vorgaben des Bayerischen Rechnungshofes vereinbart werden. Marktrecherchen zeigen, dass die gängigen Wartungskosten („Mechanikerstunden“) bei rund 60 bis 80 Euro je professioneller Inspektion (vgl. Anlage 1 Checkliste Inspektion) liegen. Ersatzteile / Reparaturen schlagen grob geschätzt im Mittel mit ca. 70 bis 80 Euro je Inspektion zu Buche. Die jährlichen Gesamtkosten für Instandhaltung / Instandsetzung belaufen sich damit erwartungsgemäß auf rund 150 Euro je Fahrrad, mithin also auf jährlich rund 51.000

Euro bei mittelfristigem Ersatz aller 340 Fahrräder. Die tatsächlichen wiederkehrenden Kosten werden zu gegebener Zeit über Ausschreibungsergebnisse dargelegt und entsprechende Haushaltsanpassungen mit der Stadtkämmerei auf dieser Basis vorgenommen.

Anlage

Checkliste Fahrrad-Inspektion

Lenkereinheit (Prüfschritte)

 Sitzfestigkeit Vorbau unter Beachtung Markierungen  Sitzfestigkeit und Position Lenker  Position Brems-/Schalthebel  Schaltbarkeit aller Gänge (Schalthebel, Umwerfer, Schaltwerk)  Festigkeit Einstellschrauben und Bremszugspannung  Verdreh sichere Montierung der Handgriffe  Feste Montierung Klingel mit richtiger Positionierung  Einstellung und Kontern Steuerlager

Satteleinheit (Prüfschritte)

 Sitzfestigkeit Sattelstützte unter Beachtung Markierungen  Feste und waagrechte Montierung Sattel

Räder (Prüfschritte)

 Fester und mittiger Sitz Räder  Seiten- und Höhenschlag der Räder  Richtige Zentrierung Räder  Festigkeit Schutzblechschrauben an Rädern  Ausrichtung Reifen (runder Lauf)  Funktionstüchtigkeit Fahrradschlauch (Felgenband) und Ventile (Luftdruck)  Richtige Spannung Radspeichen  Richtige Einstellung und Funktionstüchtigkeit Speichenstrahler / Leuchtstreifendecken  Richtige Einstellung Bremsblock

Fahrradrahmen (Prüfschritte)

 Überprüfung der Federgabel auf Beschädigungen  Richtige Einstellung Radlager  Festigkeit Schrauben für den Frontkorb  Funktionstüchtigkeit Fahrradstände

Lager (Prüfschritte)

 Prüfung Lagerspiel (Tretlager, Pedale, Naben)  Einstellung Steuersatz  Funktionstüchtigkeit bzw. Verschleißzustand Federelement (Federgabel, Dämpfer)

Bremsung (Prüfschritte)

 Ermittlung Verschleiß und Rost  Funktionstätigkeit Bremsgriff (Klemmung)  Festigkeit und richtige Ausrichtung Bremsbeläge (Verschleißindikator prüfen)  Festigkeit Klemmschraube für Bremszug

Hinterbau (Prüfschritte)

 Festigkeit Hebelkonus  Feste und mittige Ausrichtung Gepäckträger  Richtige Einstellung Schaltung (Anschläge/Klemmschraube sind fest)  Richtige Kettenspannung

Beleuchtung (Prüfschritte)

 Richtige Ausrichtung, Festigkeit und Funktionstüchtigkeit Scheinwerfer und Rücklicht  Richtige Einstellung und Festigkeit Dynamo

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss öffentlich Bericht

Betreff:

Schulwege und Corona; hier: Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 02.06.2020

Anlagen: Antrag der SPD-Stadtratsfraktion, hier:Schulwege und Corona Sachverhalt

Bericht:

Die Verwaltung berichtet über die enge Abstimmung mit der VAG und dem gestaffelten Schulbeginn an den Schulen in Nürnberg, um den ÖPNV in den Stoßzeiten zu entlasten.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stellungnahme zum Antrag „Schulwege und Corona“ der SPD-Stadtratsfraktion

vom 02.06.2020

1. Aktuelle Situation vor dem Hintergrund der Corona-Krise

Am 16.03.2020 wurden alle Schulen in ganz Bayern aufgrund des Coronavirus geschlossen. Dementsprechend passte die VAG ihren Fahrplan an. Bei der sukzessiven Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs wurde durch das Bayerische Kultusministerium ein mehrstufiger „Fahrplan“ zur Öffnung der Schulen festgelegt. So konnten ab dem 27.04.2020 zunächst die Abschlussklassen der weiterführenden und beruflichen Schulen den Präsenzunterricht besuchen. Ab dem 11.05.20 folgten dann in geteilten Gruppen die Vorabschlussklassen an den weiterführenden und – soweit möglich – beruflichen Schulen sowie die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 an den Grundschulen. Klassen hatten dabei maximal die halbe Klassenstärke, d. h. nur 10 bis 15 Schülerinnen und Schüler. Der Mindestabstand von 1,5 Meter sollte unbedingt eingehalten werden. Kultusminister Piazolo gab in der Pressekonferenz vom 16.04.2020 an, dass im Vergleich zu den bisherigen 2 qm pro Schülerin bzw. Schüler 4 qm zur Verfügung stehen sollen1. Es wurde empfohlen, dass keine Raumwechsel stattfinden, sondern durchgehend in einem Klassenzimmer unterrichtet und auch die Pause verbracht wird. Ab dem 18.05.2020 folgten die untersten Jahrgangsstufen der jeweiligen Schulformen, z. B. die 1. Jahrgangsstufe der Grundschule oder die 8. Jahrgangsstufe der dreistufigen Wirtschaftsschule. Nach den Pfingstferien galt ab dem 15.06.2020 der Präsenzunterricht wieder für alle Schülerinnen und Schüler gemäß den Vorgaben des Infektionsschutzes; Eine Ausnahme bilden die FOS/BOS mit dem Beginn am 25.06.2020.

Der Unterricht erfolgte ab dem 11.05.2020 in der Regel gestaffelt in geteilten Lerngruppen, die sich wochenweise (ggf. auch tageweise) abwechselten. Eine solche Einteilung war nötig, um die geltenden Hygiene- und Abstandsmaßnahmen einzuhalten. Jede Schule war bei der Umsetzung verschiedenen Herausforderungen ausgesetzt. Wichtige Faktoren bei der Entscheidung über die Staffelung sind beispielsweise die individuellen räumlichen Gegebenheiten vor Ort. Das betrifft neben der Größe des Klassenzimmers auch die der Korridore, der Pausenhalle usw. Außerdem spielt die Schulgröße eine Rolle. Weiterhin kann bislang in der Regel nicht eine gesamte Klasse sondern nur die halbe Klassenstärke zur Wahrung der Abstandsregeln den Unterricht vor Ort wahrnehmen. Aufgrund dieser Parameter können keine pauschalen Unterrichtszeiten vorgegeben werden. Die Staffelung des Unterrichts, die erwarteten Schülerzahlen, die Zahl der benötigten Klassenräume, die Pausenregelungen und besondere Herausforderungen werden in regelmäßigen Abständen von den einzelnen Nürnberger Schulen an die pädagogischen Ämter gemeldet.

Die gestaffelten Zeiten des Schulbeginns wurden effektiverweise der VAG und auch der DB Regio bzgl. der S-Bahnen vom Amt für Allgemeinbildende Schulen zur Verfügung gestellt. Dadurch konnte die Frequenz des Linienbetriebs den zunehmenden Kapazitätsanforderungen zielgerichtet angepasst werden. Hierbei zeichnete sich das allseitige Interesse an einer schnellen und gemeinsamen Problembehebung ab. Auch weiterhin möchte man gemeinsam auf eventuelle Veränderungen durch das Infektionsgeschehen zeitnah reagieren. Seit Mitte Mai fahren die S-Bahnen in dem Zeitraum, der für den gestaffelten Unterrichtsbeginn und – ende infrage kommt, im 20-Minuten-Takt. Bei einer Staffelung des Unterrichts bedeutet dies eine Streckung der Fahrgastzahl.

1 https://schule-in-deutschland.de/corona-bayern-fahrplan-fuer-die-schulen/; zuletzt aufgerufen am 15.06.2020

Bis Ende des Schuljahres 2019/20 soll der gestaffelte Unterricht aufgrund der oben genannten Problematik bestehen bleiben.

2. Strategie im Falle einer zweiten Infektionswelle

Feste Aussagen über die Gestaltung des Unterrichtsbeginns im nächsten Schuljahr lassen sich aufgrund noch offener Bekanntmachungen des Kultusministeriums sowie des Infektionsgeschehens derzeit nicht treffen. Jede Schule plant im Falle eines erneuten Ausbruchs des Coronavirus mit einem zeitlich stark versetzten Unterrichtsbeginn, der (schulübergreifend) ggf. zu einer mit der VAG abgestimmten Staffelung auf stark frequentierten Strecken passen sollte. Das Referat für Schule & Sport könnte dafür der VAG

Unterrichtszeiten zur Verfügung stellen und Zeitfenster in Abstimmung mit der VAG empfehlen.

3. Stärkere Staffelung der Unterrichtsbeginnzeiten auf langfristige Sicht

An den Schulen ist die Bestimmung des Unterrichtsbeginns an rechtliche Rahmenbedingungen gebunden. Diesbezüglich ist die Festlegung und Entscheidung über die Unterrichtszeit in § 19 (2) Bayerische Schulordnung (BaySchO) geregelt, welche besagt, dass die Unterrichtszeit durch die Schulleitung in Abstimmung mit dem Aufgabenträger im Sinne der Schülerbeförderungsverordnung (SchBefV) und dem Schulforum festgesetzt wird.2 Bei einem späteren Schulbeginn und –schluss muss eben auch die notwendige Beförderung der Schülerinnen berücksichtigt werden. Laut § 1 SchBefV ist diese durch den Aufgabenträger zu gewährleisten.3 Daher müssen vor einer Änderung der bisherigen Unterrichtszeiten Abstimmungen mit der VAG getroffen werden. Im Zuge der angekündigten Umfrage zum Modellversuch „Unterrichtsbeginn dem Biorhythmus anpassen“ wurde bereits im Schulausschuss vom Dezember 2019 über dieses Prozedere berichtet. In diesem Zusammenhang wurde auch die VAG befragt, welche Linien im Raum Nürnberg durch einen späteren Schulbeginn zielgerichtet entlastet werden könnten. Laut VAG könnten insbesondere die Linien im „Innenstadtgürtel“ von einem späteren Schulbeginn profitieren. Dabei sollte aber darauf hingewiesen werden, dass die weiterbildenden Schulen in der Innenstadt bereits seit Jahren verschiedene Anfangszeiten haben (z. B. das Melanchthon-Gymnasium um 7.45 Uhr, das Johannes-Scharrer-Gymnasium um 7.55 Uhr), um den Verkehrsknotenpunkt Hauptbahnhof und Rathenauplatz zu entlasten. Auch der Unterrichtsbeginn der Johann- Pachelbel-Realschule wurde den Gegebenheiten des ÖPNV angepasst.

Analog ist auch der reguläre Unterrichtsbeginn an jenen beruflichen Schulen, deren Schüler/innen die U-Bahn-Linien vom Hauptbahnhof in Richtung Norden (U2, U3) nutzen, seit Jahren gestaffelt. Der Unterricht startet am BBZ wie folgt: B2/RDF um 08:00 Uhr, B2-KFZ um 07:30 Uhr, an der B3 um 07:40 Uhr, an der B5 um 08:00 Uhr. Die Schüler/-innen und Studierenden der B6 beginnen um 08:15 Uhr, die B7 im Tempohaus und im Schulhaus Äußere Bayreuther Straße 61 um 08:00 Uhr, die erste Unterrichtsstunde an der B8 startet um 07:45 Uhr, an der B9 um 07:30 Uhr. Die Stundenpläne an der B11 sehen einen Beginn um 08:00 Uhr vor, an der Meisterschule für Maler und Lackierer bereits um 07:15 Uhr.

2 https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BaySchO2016/true; zuletzt aufgerufen am 15.06.2020; Zusatzbemerkung: An Berufsschulen nimmt der Berufsschulbeirat die Aufgaben des Schulforums wahr, vgl. Art. 69 (1) BayEUG 3 https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BaySchBefV-1; zuletzt aufgerufen am 15.06.2020

Gleiche Beginnzeiten um 08:00 Uhr haben bislang die Lothar-von-Faber-Schule (U2, Schafhofstraße 25), die BON (U3, Rollnerstraße 15) und die Wirtschaftsschule (U2 und U3, Nunnenbeckstraße 40) und die Staatliche BOS (Schoppershofstraße 80).

Die Unterrichtszeit umfasst an den Berufsschulen im Teilzeitunterricht (Einzeltagesunterricht) bis zu neun Unterrichtsstunden im Regelbetrieb. Angestrebt wird, dass Berufsschüler/-innen (mit teilweise recht langen Anfahrtswegen zwischen Wohnort und Schule) nicht länger als zwölf Stunden vom Ort des gewöhnlichen Aufenthalts abwesend sind und die Fahrtzeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln insgesamt drei Stunden nicht übersteigen.4 Deshalb wird bei der Stundenplanung u. a. auch darauf geachtet, dass Berufsschüler/-innen möglichst nicht vor 06:00 Uhr mit öffentlichen Verkehrsmitteln von zuhause abfahren und nicht erst nach 18:00 Uhr wieder nach Hause zurückkehren.

4 vgl. dazu § 8 (1) AVBaySchFG: Regelungen zum Kostenersatz für notwendige auswärtige Unterbringung von Berufsschüler/-innen

Beschlussvorlage

Beratung Datum Behandlung Ziel

Schulausschuss 17.07.2020 nicht öffentlich Beschluss

Betreff: Sportinternat "Haus der Athleten" Konzeptionelle Internatsausrichtung anlässlich der

Gesamtumstände (COVID-19)

Anlagen: Entscheidungsvorlage

Sachverhalt (kurz):

Die Verwaltung berichtet über die Auswirkungen von COVID-19 auf den Internatsbetrieb im laufenden Schuljahr und unterbreitet den Vorschlag für einen Internatsbetrieb mit 33 Einzelzimmern zunächst befristet auf die Dauer des Schuljahres 2020/2021.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten 16.461 € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv 14.461 € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Eine Finanzierung für 2020 erfolgt im Rahmen der Budgetmittel. Für 2021 müssen diese Mittel im Haushalt angemeldet werden.

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Ref. I/II /Stk

Beschlussvorschlag:

Der Schulausschuss nimmt den Bericht zustimmend zur Kenntnis und beschließt den zunächst auf das Schuljahr 2020/2021 befristeten Internatsbetrieb als genuines Sportinternat mit einer Belegungskapazität von insgesamt 33 Bewohnerplätzen (33 Einzelzimmern). Das Amt für Allgemeinbildende Schulen wird beauftragt, die verwaltungsseitigen Voraussetzungen (Einholung befristete staatliche Betriebserlaubnis, Haushaltsplanaufstellung, etc.) hierfür zu schaffen.

Entscheidungsvorlage

Im Sommer 2019 hat der Schulausschuss die Weiterentwicklung des Hauses der Athleten (HdA) zu einem genuinen Sportinternat für Sportler/-innen der sommerolympischen Disziplinen mit einer Belegungskapazität von insgesamt 44 Plätzen ausschließlich mit Einzelund Doppelzimmern ab dem Schuljahr 2019/2020 ff. beschlossen. Im Schuljahr 2019/2020 traten Umstände auf, die aus Sicht der Verwaltung gerade im Hinblick auf etwaige künftige vergleichbare Entwicklungen eine Neubetrachtung der bisherigen Beschlusslage notwendig erscheinen lassen.

1. Schuljahr 2019/2020: Internats(neu-)ausrichtung anlässlich der Gesamtumstände

(COVID-19)

Mit Ausrufen des Katastrophenfalls durch die Bayerische Staatsregierung und Verkündung der Schulbetretungsverbote für Schüler/innen ab dem 16.03.2020, zunächst bis zum Beginn der Osterferien am 06. April 2020, wurde auch das Sportinternat sukzessive geräumt. Der Internatsbetrieb wurde am 18.03.2020 vorerst eingestellt.

Eine Wiedereröffnung des Internatsbetriebs erfolgte analog zum kultusministeriellen Stufenfahrplan zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes und in enger Abstimmung mit dem städtischen Gesundheitsamt.

Um sowohl die Bewohner/innen als auch das Personal im Haus der Athleten vor einer Infektion mit COVID-19 zu schützen, trat neben einem eigens für das HdA erarbeitetem Hygieneplan ab dem 24.04.2020 bis auf Weiteres eine Ergänzung zur Hausordnung (Maskenpflicht, Schließung von Aufenthaltsräumen, Essenseinnahme auf Bewohnerzimmern, etc.) in Kraft. Währenddessen wurde - begründet in der ausgerufenen Kontaktbeschränkung ausschließlich Einzelzimmerbelegung (mit Ausnahme eines Doppelzimmers für ein Geschwisterpaar) erlaubt. Diese Regelung erforderte angesichts begrenzter Bewohnerzimmer eine gestufte und flexible Neuvergabe von Zimmern.

1.1. Wiedereröffnung gemäß kultusministeriellem Fahrplan

1.1.1 Fahrplan Stufe 1 (27.04.2020)

Die Bewohner/innen der Abschlussklassen reisten ab Freitag, den 24.04.2020, wieder an.

1.1.2 Fahrplan Stufe 2 (11.05.2020)

Die Bewohner/innen der Vorabschlussklassen reisten ab Sonntag, den 10.05.2020, wieder an.

Angesichts der gesundheitsbehördlichen Auflagen waren die Raumkapazitäten ab

diesem Zeitpunkt erschöpft.

1.1.3 Fahrplan Stufe 3 und 4 (18./ 25.05.2020)

Nicht einschlägig für den Internatsbetrieb, da Schüler/innen erst ab 14 Jahren in das Internat aufgenommen werden.

1.1.4 Fahrplan Stufe 5 (15.06.2020)

Die Vorbereitungen für die Rückkehrer der Jahrgangsstufen 7-9 wurden ab Mitte Mai vorgenommen.

Angesichts der fehlenden Zimmer wurde die Suche nach einer „Interims-Zweigstelle“ intensiviert. „Zweigstellenlösungen“ (Jugendherberge Burg, Räumlichkeiten anderer stationärer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen) zur Einhaltung der Einzelzimmervorgabe konnten aus unterschiedlichen Gründen (Kostenexplosion bei Infrastruktur, trägerseitig mit vorhandenem Personal nicht organisierbare - im Sinne von leistbar - auszulagernde

Betreuungsleistungen, Kollision von Trainings- und Essenszeiten, Problematik WLAN auf Bewohnerzimmer) nicht realisiert werden. Auch die Bertolt-Brecht-Schule sowie Verbände nahmen zunehmend Abstand von der anfänglich noch goutierten Zweigstellenlösung.

Erst durch vorzeitigen Auszug von Abiturienten/innen (realisiert durch die trägerseitige Zusage der Kostenübernahme für externe Unterbringungskosten anlässlich der Teilnahme an den Kolloquien) und dem zeitweisen Auszug von Pendler/innen in Verbindung mit der Reaktivierung ehemaliger Bewohnerzimmer wurde eine Flexibilisierung der Zimmerbelegungen überhaupt erst ermöglicht. Es stehen im noch laufenden Schuljahr 33 Bewohnerzimmer zur Verfügung.

1.2 Schuljahr 2019/2020: finanzielle Auswirkungen anlässlich der Gesamtumstände

Das oben aufgeführte notwendige Vorgehen zog / zieht auch finanzielle Konsequenzen nach sich.

1.2.1 Gründe für Einnahmewegfall:

 Nicht-Realisierbarkeit der Trägerleistung (Internatsbetriebseinstellung auf Grund gesundheitsbehördlicher Auflagen) und damit Wegfall Geschäftsgrundlage, ergo Wegfall Trägeranspruch auf Gegenleistung (Entgelt) für alle Bewohner  Sukzessive Wiederaufnahme des Internatsbetriebes für nur einzelne Bewohnergruppen gemäß kultusministeriellem Stufenfahrplan  Vorzeitige Aufhebung Bewohnerverträge für Abschlussklassenschüler/innen und Pendler/innen (Vorbereitung Belegungskonzept für Fahrplan Stufe 5)  Analoger Einnahmewegfall in Bezug auf Beiträge der Verbände  Analoger Einnahmewegfall in Bezug auf Beiträge des Olympiastützpunktes Bayern

1.2.2 Höhe der finanziellen Auswirkungen:

Der Stadt Nürnberg sind / werden für den Zeitraum 18.03.2020 bis einschließlich 31.08.2020 (Ende Vertragsjahr) Beiträge in Höhe von insgesamt 70.800 Euro weggebrochen / wegbrechen.

Diese setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen: Bewohnerentgelte: rund 39.200 Euro Verbandsbeiträge: rund 14.000 Euro Olympiastützpunkt Bayern Beiträge: rund 17.600 Euro.

Diesen Mindereinnahmen stehen Minderausgaben (Wegfall Verpflegungsaufwendungen) in Höhe von 30.300 Euro gegenüber.

Hierdurch erhöht sich das Betriebskostendefizit des HdA COVID-19-bedingt unterjährig um rund 40.500 Euro. Der staatliche Defizitausgleich ist grundsätzlich unterjährig nicht „nachverhandelbar“.

Seitens des Amtes für Allgemeinbildende Schulen wurde beim Ministerium für Unterricht und Kultus ein Rettungsschirm auf Grund der Beitragsausfälle analog zu Kita-Einrichtungen beantragt. Eine Rückmeldung hierzu steht derzeit aus. Eine staatliche zusätzliche Rettungsschirmbeteiligung würde zu gegebener Zeit in den Kontext der städtischen Gesamtnachweisführung verwendeter staatlicher Zuschüsse gestellt werden.

1.3 Rückschauende Bewertung des Schuljahres 2019/2020

Wegen der Dynamik des Infektionsgeschehens erforderte die Umsetzung der stetig daran angepassten kultusministeriellen Vorgaben und Auflagen des städtischen Gesundheitsamtes

hinsichtlich der möglichen Bewohnerstrukturen und des Abrechnungsverfahrens einen enormen Aufwand.

Letztendlich ist vor dem Hintergrund des auslaufenden Schuljahres (vorzeitige Aufhebungen von Bewohnerverträgen, ohne dass ein Schulwechsel notwendig wurde) die durchgehende Auflagenerfüllung nur in engster Abstimmung zwischen SchA, Internatsleitung, Bertolt-Brecht- Schule und Verbänden gelungen.

  1. Schuljahr 2020/2021: Konzeptionelle (zeitlich befristete) Internats(neu-)ausrichtung

anlässlich der Gesamtumstände (COVID-19)

2.1 Ungewisse Rahmenbedingungen (COVID-19)

Die COViD-19-bedingten (gesundheits- und kultus-) ministeriellen Vorgaben sind für das Schuljahr 2020/2021 aus heutiger Sicht nicht abschätzbar.

2.2 Bewohnerstruktur im Internat

Bewohner des Internats werden in der Regel bis zur Beendigung der Schullaufbahn an der Bertolt-Brecht-Schule - unabhängig von ihrer Leistungsentwicklung - im Internat behalten. Die einjährig geschlossenen Bewohnerverträge werden in der Praxis mit bisherigen Bewohnern/innen für jedes Schuljahr neu abgeschlossen. Neuaufnahmen werden vom Olympiastützpunkt Bayern gemäß den OSP-Leitlinien (vgl. Anlage) gelenkt.

Die Bewohnerstruktur ist Ergebnis der Entscheidungen anderer Institutionen (OSP mit Verbänden). Das bedeutet auch, dass die Stadt Nürnberg als Träger auf die Bewohnerstruktur (Alter, Jahrgangsstufe, Schulart, Geschlecht, Entfernung bisheriger Wohnort zu Internat, und Sportart) keinen direkten Einfluss hat.

2.3 Ausrichtung Internat im Schuljahr 2020/2021

2.3.1 Empfehlung für einen stabilen Internatsbetrieb (Amt für Allgemeinbildende

Schulen)

Das Ziel des Internat-Trägers ist ein stabiler, qualitativ hochwertiger Internatsbetrieb, der es allen Beteiligten im Zusammenwirken mit der Bertolt-Brecht-Schule als Eliteschule des Sports erlaubt, die Vereinbarkeit von Schule und Leistungssport zu leben.

Ausgehend von den Erfahrungen des noch laufenden Schuljahres 2019/2020 und den damit verbundenen Unsicherheiten bei der Bereitstellung von Internatsplätzen scheint es angezeigt, trotz oder gerade aufgrund ungewisser Rahmenbedingungen auf die jüngsten Geschehnisse vorausschauend zu reagieren.

Um zu jedem Zeitpunkt des kommenden Schuljahres 2020/2021 auf mögliche Kontaktbeschränkungen, auf die Einstellung bzw. Wiederaufnahme/n des Präsenzunterrichts oder des Trainingsbetriebs jederzeit mit einem stabilen Internatsbetrieb reagieren zu können, wird empfohlen, zunächst befristet für das Schuljahr 2020/2021, die temporäre Einzelzimmerstruktur (Ausnahme Geschwisterpaare in Doppelzimmern) beizubehalten.

2.3.2 Empfehlung für einen stabilen Internatsbetrieb (Gesundheitsamt)

Das städtische Gesundheitsamt empfiehlt vorsichtshalber die Einzelzimmerbelegung beizubehalten. Als Gründe für diese Empfehlung werden angeführt, dass die langfristige Entwicklung der Problematik COVID-19 derzeit nicht absehbar sei, gleichzeitig bereits jetzt aber für das gesamte kommende Schuljahr geplant werden müsse. Bei den Bewohnern handelt es sich um junge Menschen, die, bedingt durch Schule und Sport, vermehrt Kontakte zu Gleichaltrigen pflegen. Eine Doppelzimmerbelegung bedeutet eine langfristige Zusammenlegung von Personen, die weder verwandt sind, noch in sonstiger Weise in einer

Beziehung zueinanderstehen. Sollte sich die Infektionslage zu COVID-19 im Herbst erneut verschärfen, wäre bei Doppelbelegung der Zimmer eine Isolierung schwierig und Infektionsfälle sowie Quarantänen wären deutlich schwieriger händelbar.

2.3.3 Räumliche Auskwirkungen im Schuljahr 2020/2021

Die Umstellung auf einen Betrieb ausschließlich mit Einzelzimmern bedeutet konkret das Vorhalten von 33 Bewohnerplätzen und damit den Wegfall von 11 Bewohnerplätzen. In einer Telefonkonferenz wurden dem kommissarischen Stützpunktleiter des Olympiastützpunkts Bayern (OSP) am 10.06.2020 die Erwägungen des Trägers erläutert. Dem Olympiastützpunkt Bayern sowie dem Ministerium für Unterricht und Kultus wurde am 17.06.2020 schriftlich eröffnet, dass dem Stadtrat am 17.07.2020 nach stadtinterner Abstimmung ein COVID-19bedingter Betrieb ausschließlich mit Einzelzimmern und damit 33 Bewohnerplätzen auf die Dauer des Schuljahres 2020/2021 zur Entscheidung vorgelegt werde. Der Olympiastützpunkt Bayern wurde in diesem Zusammenhang gebeten, seine entsprechenden HdA-Platzvergaben hieran in Abstimmung mit den Verbänden auf Basis der OSP-Leitlinien auszurichten

2.3.4 Finanzielle Auswirkungen im Haushaltsjahr 2021

Bei einem Internat mit 44 Plätzen stehen planmäßig Gesamterträge in Höhe von 328.444 Euro Gesamtaufwendungen (Betriebskosten, Personalkosten, Verpflegungskosten) in Höhe von 848.281 Euro gegenüber. Der Betrieb ist damit planerisch in Höhe von 519.837 Euro defizitär. Dieses Defizit wird vereinbarungsgemäß hälftig (zu je 259.918,50 Euro) vom Ministerium für Unterricht und Kultus sowie der Stadt Nürnberg getragen werden.

Bei einem Internat mit 33 Plätzen im SJ 2020/2021 (Januar 2021 bis August 2021) und mit 44 Plätzen im SJ 2021/2022 (September 2021 bis Dezember 2021) stehen Gesamterträge in Höhe von rund 282.600 Euro Gesamtaufwendungen (Betriebskosten, Personalkosten, Verpflegungskosten) in Höhe von rund 835.300 Euro gegenüber. Der Betrieb ist damit in Höhe von 552.700 Euro defizitär. Dieses Defizit wird vereinbarungsgemäß hälftig (zu je 276.350 Euro) vom Ministerium für Unterricht und Kultus sowie der Stadt Nürnberg getragen. Der seitens des Ministeriums aktuell vorgestellte staatliche Defizitanteil beläuft sich auf 277.700 Euro, so dass die Umplanung von der staatlichen Deckelung zur Mitfinanzierung abgedeckt ist.

Die COVID-19–bedingte, befristete Neuausrichtung ergäbe demnach die Erhöhung des zulässigen Defizits um rund 32.900 Euro (Saldo aus 45.900 Euro Mindererträge und 13.000 Euro Minderaufwendungen). Auf die Stadt Nürnberg würden durch diese Beschlussfassung Mehrbelastungen in Höhe von rund 16.500,00 (städtischer Defizit-Eigenanteil) für das Haushaltsjahr 2021 zukommen.

Eingerechnet in diese Finanzierung ist die Umstellung aller Bewohnerentgelte ausschließlich auf Einzelzimmerverträge unter Berücksichtigung von Inflationsraten. Die Bewohnerentgelte für ein Einzelzimmer betragen damit zum kommenden Schuljahr 2020/2021 monatlich 381,00 Euro.

2.3.5 Personelle Auswirkungen zum Stellenplan 2021

Die im Internat vorgehaltene Personalkapazität setzt sich zusammen aus den staatlichen Mindestvorgaben sowie aus der spezifischen Beschlussfassung durch den Schulausschuss mit Sitzung vom 14.07.2017 (zusätzliche pädagogische Angebote und Sicherung ausfallfreier Betrieb). Die befristete Ausrichtung auf ein Internat mit 33 Internatsplätzen (und damit der temporäre Wegfall von 11 Internatsplätzen) hätte keine Auswirkungen auf den Stellenplan.

Die Stadt hält mit Beschluss vom 14.07.2017 insgesamt 5,28 Vollkraftstellen (2,69 VK Pädagogischer Tagdienst für Betreuung, 0,31 VK pädagogische Zusatzangebote und

Sicherung ausfallfreier Betrieb, 0,55 VK pädagogische Leitung, 1,73 VK hauswirtschaftliche Hilfskräfte) sowie eine durchgehende Nachtdienstbereitstellung vor.

Diese 5,28 Vollkraftstellen für den Tagdienst bleiben in der Deckelung unverändert und würden sich bei Beschlussfassung der Neukonzeption in der Zusammensetzung leicht verändern (2,45 VK Pädagogischer Tagdienst für Betreuung, 0,31 VK pädagogische Zusatzangebote und Sicherung ausfallfreier Betrieb, 0,38 VK COVID-19-bedingte pädagogische Mehraufwendungen, 0,41 VK pädagogische Leitung, 1,73 VK hauswirtschaftliche Hilfskräfte).

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