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← Sitzung der Konzerthaus-Kommission (10.07.2020)

Wettbewerbsauslobung KHN

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Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

offener 2-phasiger Realisierungswettbewerb nach RPW 2013

Neubau eines Konzerthauses

mit Außenanlagen

an der Meistersingerhalle in Nürnberg

Auslobung

Stand: 22.10.17

Ausloberin Stadt Nürnberg

Verfahrensbetreuung C4C | competence for competitions achatzi dahms GbR Lützowstraße 93 10785 Berlin

Hans-Peter Achatzi, Uwe Dahms, Thomas Pracht, Christopher Schriner, Simone von Schoenfeldt

Inhalt

1 Anlass und Ziel 006

2 Ausgangssituation 009

2 | 01 Lage und Größe des Wettbewerbsgebiets 011

2 | 02 Die Meistersingerhalle 012

2 | 02.01 Baugeschichte 014 2 | 02.02 Die baukünstlerische Gestaltung 017 2 | 02.03 Nutzungsgeschichte 017

2 | 03 Städtebauliches Umfeld und Bauten in der Umgebung 018

2 | 04 Erschließung 023

2 | 05 Umweltbelange 025

2 | 05.01 Zusammenfassung des Abschlussberichts (Auszug) 025

2 | 06 Topographie, Baugrund, Grundwasser 027

2 | 07 Schallimmissionen und Erschütterungen 027

2 | 08 Ver- und Entsorgung, Technische Medien 029

2 | 09 Planungsrechtliche Situation 029

2 | 09.01 Flächennutzungsplan 029 2 | 09.02 Bebauungsplan 029

3 Aufgabe 030

3 | 01 Projektziel 030

3 | 02 Zwei Wettbewerbsphasen 030

3 | 03 Städtebauliche Ziele und Aufgabe 032

3 | 04 Nutzer und Nutzungen 036

3 | 05 Außenanlagen 038

3 | 06 Konzerthaus 040

3 | 07 Erschließung 066

3 | 07.01 Anlieferung 066 3 | 07.02 Konzerthaus: Innere vertikale Erschließung 067 3 | 07.03 Ruhender Verkehr 067

3 | 08 Umweltbelange 068

3 | 08.01 Umweltschutz 068 3 | 08.02 Nachhaltigkeit und energetischer Standard 068

3 | 09 Schall- und Erschütterungsschutz 070

3 | 10 Gebäudetechnik 071

3 | 11 Weitere planerische, funktionale und technische Anforderungen 072

3 | 11.01 Denkmalschutz 072 3 | 11.02 Abstandsflächen 072 3 | 11.03 Baukonstruktion 072 3 | 11.04 Brandschutz 072 3 | 11.05 Bepflanzungen / Dachbegrünung 072 3 | 11.06 Vorschriften und Richtlinien 072

3 | 12 Realisierung, Kosten und Wirtschaftlichkeit 074

4 Verfahren 076

4 | 01 Wettbewerbsgegenstand 078

4 | 02 Wettbewerbsart 078

4 | 03 Wettbewerbsbedingungen 078

4 | 04 Beteiligte des Verfahrens 080

4 | 04.01 Ausloberin 080 4 | 04.02 Wettbewerbsteilnehmer 080 4 | 04.03 Preisgericht 081 4 | 04.04 Sachverständige 082 4 | 04.05 Gäste 082 4 | 04.06 Zuständige Architektenkammer 082 4 | 04.07 Verfahrensbetreuung und Vorprüfung 082

4 | 05 Preisgelder 083

4 | 06 Realisierung und Beauftragung 084

4 | 07 Beurteilungsverfahren und -kriterien 085

4 | 08 Wettbewerbsunterlagen 086

4 | 09 Geforderte Leistungen 087

4 | 09.01 Formale Vorgaben 087 4 | 09.02 Mehrleistungen 087 4 | 09.03 Leistungen 1. Phase 088 4 | 09.04 Leistungen 2. Phase 090

4 | 10 Ablauf und Termine 092

4 | 10.01 Ablauf 1. Phase 092 4 | 10.02 Ablauf 2. Phase 093

Ablauf und Termine 094

Leistungen – Übersicht 095

Raumprogramm – Übersicht 096

Abbildungen

Abbildung 01: Publikum in der Meistersingerhalle, Seite 006, Stadtar- Abbildung 20: Meistersingerhalle und Umgebung, ca. 1985, Seite 033, chiv Nürnberg. A40_L_1286_20 Stadtarchiv Nürnberg, A40_L_3825_37 Abbildung 02: Stadt Nürnberg mit Markierung des Wettbewerbsgebiets, Abbildung 21: Luftbild des Wettbewerbsgebiets und der Umgebung, Seite 008, C4C auf Basis von Geobasisdaten © Baye- Blick Richtung Süd-Osten, September 2017, Seite 034, rische Vermessungsverwaltung und Geodaten © Stadt Hajo Dietz, Stadt Nürnberg Nürnberg Abbildung 22: Funktionsdiagramm Konzerthaus, Seite 036, C4C Abbildung 03: Wettbewerbsgebiet mit Kennzeichnung des Baufelds, Abbildung 23: Außenanlagen der Meistersingerhalle zum Süden, M.1:3.000, Seite 011, C4C auf Basis von Geobasisdaten Originalzustand, Seite 039, Stadtarchiv Nürnberg, © Bayerische Vermessungsverwaltung und Geodaten © A39_III_Fi_L_2207 Stadt Nürnberg Abbildung 24: Detail eines Wandleuchters in der Meistersingerhalle, Abbildung 04: Grundriss Erdgeschoss der Meistersingerhalle (ohne Maß- 2011, Seite 041, Christian Höhn stab), Seite 013, C4C Abbildung 25: Eingangssituation an der Meistersingerhalle, Oktober Abbildung 05: Fotografie der Meistersingerhalle aus Süd-Osten, 2011, 2017, Seite 043, Niklas Frank, Stadt Nürnberg Seite 015, Christian Höhn Abbildung 26: Foyersituation in der Meistersingerhalle, Oktober 2017, Abbildung 06: Fotografie der Ostseite der Meistersingerhalle, 2011, Seite Seite 044, Niklas Frank, Stadt Nürnberg 015, Christian Höhn Abbildung 27:, Seite 047 Abbildung 07: Fotografie der Meistersingerhalle aus Nord-Osten, 2011, Seite 015, Christian Höhn Abbildung 28: Kleines Foyer der Meistersingerhalle, 2011, Seite 049, Christian Höhn Abbildung 08: Fotografie des großen Foyers der Meistersingerhalle, 2011, Seite 016, Christian Höhn Abbildung 29: Technikflächen der Meistersingerhalle, 2011, Seite 049, Steve Marvel, Ansgar Jaegers Abbildung 09: Fotografie des großen Saals der Meistersingerhalle, 2011, Seite 016, Christian Höhn Abbildung 30: Ausschnitt des Wandteppichs im kleinen Foyer der Meistersingerhalle, 2011, Seite 050, Christian Höhn Abbildung 10: Fotografie des kleinen Saals der Meistersingerhalle, 2011, Seite 016, Christian Höhn Abbildung 31: Blick über die Bühne auf den Publikumsbereich, Oktober 2017, Seite 052, Niklas Frank, Stadt Nürnberg Abbildung 11: „Totenehrung“ während des Reichsparteitags 1938 vor der Ehrenhalle im Luitpoldhain, Stadtarchiv Nürnberg, Abbildung 32: Staatsphilharmonie Nürnberg in der Meistersingerhalle, Seite 019 Oktober 2017, Seite 055, Niklas Frank, Stadt Nürnberg Abbildung 12: Klassik Open Air im Luitpodhain 2009, Jörg Huber, Abbildung 33: Technikdecke in der Meistersingerhalle, Seite 057, Stadt- Oberasbach, CC-BY, Seite 019 archiv Nürnberg, A39_III_Fi_L_2007 Abbildung 13: Luftbild des Wettbewerbsgebiets und der Umgebung, Abbildung 34: Ausschnitt des Wandteppichs im kleinen Saal der Meister- Blick Richtung Nord-Westen, September 2017, Seite singerhalle, 2011, Seite 058, Christian Höhn 021, Hajo Dietz, Stadt Nürnberg Abbildung 35: Konzertvorberetung Staatsphilharmonie Nürnberg, Okto- Abbildung 14: Luftbild des Wettbewerbsgebiets und der Umgebung, ber 2017, Seite 060, Niklas Frank, Stadt Nürnberg Blick Richtung Nord-Osten, September 2017, Seite 021, Abbildung 36: Chorgarderobe, Oktober 2017, Seite 063, Niklas Frank, Hajo Dietz, Stadt Nürnberg Stadt Nürnberg Abbildung 15: Lageplan mit Erschließungssituation des Wettbewerbs- Abbildung 37: Instrumentenkisten, Oktober 2017, Seite 065, Niklas gebiets, M.1:3.000, Seite 022, C4C auf Basis von Frank, Stadt Nürnberg Geobasisdaten © Bayerische Vermessungsverwaltung und Abbildung 38: Luftbild des Wettbewerbsgebiets und der Umgebung, Geodaten © Stadt Nürnberg Blick Richtung Süd-Osten, September 2017, Seite 068 Abbildung 16: Luftbild des Wettbewerbsgebiets und der Umgebung, Abbildung 39: Meistersingerhalle im Bau, Seite 073, Stadtarchiv Nürn- Seite 025, Geobasisdaten © Bayerische Vermessungsverberg, A39_III_Fi_L_1800 waltung und Geodaten © Stadt Nürnberg Abbildung 40: Großer Saal der Meistersingerhalle im Bau (1961), Seite Abbildung 17: Lageplan mit Baumbestand, Topographie, Seite 026, C4C 075, Stadtarchiv Nürnberg auf Basis von Geobasisdaten © Bayerische Vermessungsverwaltung und Geodaten © Stadt Nürnberg Abbildung 18: Lageplan mit Eintragung der Leitungen und Kanäle, Seite 028, Geobasisdaten © Bayerische Vermessungsverwaltung und Geodaten © Stadt Nürnberg Abbildung 19: Relief im großen Foyer der Meistersingerhalle, 2011, Seite 30f, Christian Höhn

1 Anlass und Ziel

001 Nürnberg ist ein kulturelles Zentrum im Herzen studien sowie städtebauliche Standortuntersuchun- Europas! Mit mehr als 500.000 Einwohnern bildet gen zur Errichtung einer neuen Konzert- und Verdie kreisfreie Großstadt den kulturellen und wirt- anstaltungshalle in Nürnberg in Auftrag gegeben. schaftlichen Mittelpunkt der gleichnamigen Metro- 009 Als Ergebnis beschloss der Nürnberger Stadtrat den polregion. Nürnberg will im Jahr 2025 Europäische Neubau eines Konzerthauses mit 1.500 Plätzen. Kulturhauptstadt werden. Um Synergieeffekte zu heben, wurde als Standort 002 Am 26. Juli 2017 fasste der Stadtrat der Stadt das Gelände um die Meistersingerhalle gewählt. Nürnberg den Beschluss zum Neubau eines neuen Der Neubau fungiert so als eigenständiger Bau, Konzerthauses am Standort der Meistersingerhalle. aber auch als Ergänzung und Erweiterung der Meistersingerhalle. 003 „Kultur ist nicht Luxus, sondern Lebenselixier. Kultur heißt Kraft zur Zukunft.“* 010 Nach dem Neubau des Konzerthauses bis 2023 soll das Bestandsgebäude der Meistersingerhalle für 004 Die Stadt Nürnberg erwartet ein Konzerthaus mit die Interimsnutzung der Oper baulich vorbereitet einer städtebaulichen und architektonischen Strahlwerden. Die Oper nimmt anschließend ihren Spielkraft und einer exzellenten Akustik, das Künstlerinbetrieb in den Räumen der Meistersingerhalle auf nen und Künstlern nationalen und internationalen und bleibt dort bis zum Ende der Generalsanierung Renommees einen Raum bietet, das Publikum des Opernhauses. In diesem Zeitraum und während begeistert und die Position der Metropolregion als der darauf folgenden Generalsanierung der überregionalen Musikstandort festigt. Meistersingerhalle soll das bisherige Veranstal- 005 Das Konzerthaus wird sich in direkter Nachbar- tungsgeschäft möglichst im Neubau des Konzertschaft zur denkmalgeschützten Meistersingerhalle hauses stattfinden. und einem bestehenden Hotel befinden. Der Luit- 011 Die Planung und der Neubau des Konzerthauses poldhain im Süden bildet einen natur- und stadtsind somit der Auftakt einer Vielzahl wichtiger Bauräumlich wichtigen und historisch bedeutsamen und Sanierungsmaßnahmen, die bis in das Jahr Park im Südosten der Innenstadt. 2032 reichen und die Kulturlandschaft Nürnbergs 006 Mit dem Bau des Konzerthauses werden die öffent- für lange Zeit prägen werden. lichen Räume des Standortes in einer Gesamtbe- 012 Die Ausloberin erwartet im Rahmen eines kostentrachtung neu geordnet und im städtischen Raum bewussten Planungs- und Bauprozessmanageverankert. ments die Erstellung einer Kulturimmobilie mit 007 Der Neubau des Konzerthauses ist Teil des Nürnber- ökonomischer und nachhaltiger Qualität. Die Stadt ger Kulturpaketes, das zwei weitere Baumaßnah- Nürnberg verpflichtet sich bei der Realisierung des men umfasst: die Sanierungen des Opernhauses neuen Konzerthauses zu dem Grundsatz der Wirtund der Meistersingerhalle. schaftlichkeit und Sparsamkeit.

008 Im Rahmen der Überlegungen zur Schaffung einer Interimsspielstätte für die Musiktheatersparte des Staatstheaters in Nürnberg wurden in den Jahren 2014 und 2015 Marktanalysen, Machbarkeits-

*Regierungserklärung des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, MdL, am 12. November 2013 im Bayerischen Landtag

Abbildung 02: Stadt Nürnberg mit Markierung des Wettbewerbsgebiets

Wettbewerbsgebiet

2 Ausgangssituation

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Guntherstraße Schultheißallee Fischbach

Seminarweg

Lohengrinstraße Lohengrinstraße

Hertastraße Parsifalstraße An der Ehrenhalle Schultheißallee

LuL iut pi t o p l do hl da hi n a i n

Walkürenstraße Schultheißallee

An der Ehrenhalle

Sigenastraße Parsifalstraße

2 | 01 Lage und Größe des

Wettbewerbsgebiets

013 Das Wettbewerbsgebiet liegt südlich der Nürnberger Altstadt in direkter Nachbarschaft zur Meistersingerhalle Nürnberg. Es wird im Westen von der Münchener Straße und im Norden von der Schultheißallee begrenzt. Die östliche Grenze ist die Meis- Hainstraße t d e e r n si k n m ge a r lg h e a s ll c e h – ü t e z i t n e s ü b K e u r l r t e u g ri o u n n a d l b K e o k n a g n r n e t s e sz s e u n n tr d u m

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tion des Auftraggebers wieder. Ein geringfügiges

Ü gr b ü e n r d sc u h n r g e it z e u n lä d ss e i r g . Grenzen ist bei besonderer Be-

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015 Die beschriebene Lage des Wettbewerbsgebiets

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Guntherstraße Schultheißallee Auswirkungen, Denkmalverträglichkeit, Immissions- Fischbach s c c h h e u V tz e r f t ü rä r g a l n ic g h r k e e n i z t, e n Er d s e te W llu o n h g n s n u u t n z d u n B g e e tr n ie , b ve sk rk o e s h te r n li- , Wirtschaftlichkeit des Betriebs, städtebauliche Wirkung, Visibilität, funktionale Synergiemöglichkeiten

und das Baufeld in der dargestellten Form.

016 Westlich an der M Se ü minnarwceghener Straße schließt sich Wohnbebauung an, nördlich gibt es verschiedene Lohengrinstraße Lohengrinstraße – d e a u B c e h b a g u ro u ß n m g a is ß t s d tä e b u l t i l c ic h h e d – u S r o ch lit G är r e ü . n D z i ü e g u e m u g n e d b d e i n e -

mehrspurigen Straßen vom Standort getrennt. Hertastraße Parsifalstraße An der Ehrenhalle 017 S g ü ro d ß li e c h P a d r e k r a M nla e g is e te : r d s e in Scrh g ulLth e euiß r ail h le t e p a o lle ld e h r a s i t n re . c D k i t e s s e ic r h i s e t i n Te e i l des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes, das heute der Naherholungs- und Freizeitnutzung dient L u i t p o l d h a i n und durch randständige großmaßstäbliche Solitär-

Walkürenstraße Schbulthe a ißalle u

e ten geprägt ist.

Wettbewerbsgebiet Bayernstraße

Baufeld

Abbildung 03: Wettbewerbsgebiet mit Kennzeichnung des An der Ehrenhalle Baufelds, M.1:3.000

Sigenastraße Parsifalstraße

2 | 02

Die Meistersingerhalle

018 Die Meistersingerhalle befindet sich am nordwest- 022 An etwa 320 Tagen im Jahr finden knapp 900 Verlichen Rand des Luitpoldhains. Sie ist weit über anstaltungen mit rund 320.000 Besuchern statt. die Grenzen Nürnbergs hinaus als Kultur- und Im Zentrum steht dabei die kulturelle Nutzung mit Kongressz entrum bekannt. Der Architekt Harald Konzerten und Shows. Tagungen und Kongresse, Loebermann gewann 1958 den Wettbewerb, 1963 Messen und Ausstellungen sowie Ball- und Gesellwurde das Gebäude eingeweiht. schaftsveranstaltungen bilden den zweiten Schwerpunkt. Daneben bietet die Meistersingerhalle einer 019 Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 26.740 m² Vielzahl unterschiedlichster Formate Raum – von und mit Außenmaßen von ca. 123 m × 85 m, be- Lehrgängen für Steuerberater oder Reisebüromitinhaltet zwei Säle mit zugeordneten Foyers und arbeiter über Abschlussprüfungen der IHK und einen Konferenzbereich mit jeweils separaten Flugbegleitercastings bis hin zu Eigentümerver- Eingängen. Die beiden Säle ragen deutlich sichtsammlungen und Parteitagen. bar aus dem Sockelbau hervor, ein flacher Vorbau (ca. 45 m × 40 m) bildet die Adresse zur Stadt. 023 Das Publikum dieser Veranstaltungen kommt überwiegend aus einem Umkreis von etwa 100 km. In 020 Der Vorbau im Norden beinhaltet Zugangskontrolle unmittelbarer Nähe gibt es bedeutende Veranstalund Garderobe zum großen Foyer und zum großen tungsorte in Nürnberg selbst, in Fürth (Stadttheater, Saal. Vom Westen existieren zwei Zugänge, einer Stadthalle) und in Erlangen (Markgrafentheater, zum Garderobenvorbau am kleinen Foyer und dem Heinrich-Lades-Halle). Die nächsten größeren kleinen Saal und ein weiterer, der die Konferenz- Veranstaltungsstätten befinden sich in Würzburg, räume rückseitig des kleinen Saals erschließt. Im Bamberg, Bayreuth und Regensburg sowie in Ingol- Osten führt ein Eingang für Künstler und Verwalstadt und München. Ein Konzertsaal von internatitung vom Parkplatz in das Hinterhaus. Der südlich onalem Renommee ist der „Historische Reitstadl“ gelegene Tiefhof dient der Ver- und Entsorgung in Neumarkt, der mit 462 Sitzplätzen jedoch einer des Gebäudes und des Hotels. Beschränkung in Bezug auf die Größe der dort 021 Der große Saal im östlichen Teil des Gebäudes präsentierten Veranstaltungen unterliegt. bietet auf einer Grundfläche von 1.600 m2 in Rei- 024 Die Meistersingerhalle ist eine qualitätsvolle, mohenbestuhlung 2.121 Plätze (davon knapp 600 auf derne, multifunktionale Konzerthalle aus den dem Rang). Der kleine Saal im westlichen Gebäufrühen 1960er Jahren und steht seit 2007 unter deteil fasst in Reihenbestuhlung 520 Plätze. Beide Denkmalschutz (vgl. Kap. 4 | 08.12). Säle können über getrennte Eingangsbereiche unabhängig voneinander betrieben werden und 025 Weitere ausführliche Informationen sind auf der verfügen über großzügige Foyerflächen. Große Website der Meistersingerhalle zu finden: Schiebetore erlauben die Verbindung der Foyers www.nuernberg.de/internet/meistersingerhalle/architektur.html und die gemeinsame Nutzung aller Flächen. Zusätzlich verfügt die Meistersingerhalle in ihrem westlichen Teil über neun Konferenzräume für 20 bis 360 Personen (Reihenbestuhlung).

Garderobe

Kleines Großes Foyer Foyer

Kleiner Großer Gartenhof Saal Saal

FFFDDD 111555///111000

Zufahrt / Ausfahrt Tiefhof

Abbildung 04: Grundriss Erdgeschoss der Meistersingerhalle (ohne Maßstab)

Die Meistersingerhalle (Fortsetzung)

2 | 02.01 Baugeschichte

026 Bis ins 19. Jahrhundert konzentriert sich das Musik- 029 Der Stadtrat beschließt, dass das nördliche Gebiet leben der Freien Reichsstadt Nürnberg vor allem auf des Luitpoldhains Standort für die geplante Halle die gotischen Kirchen. Mit dem 1905 eröffneten sein soll. Die Lage entspricht den gewachsenen Stadttheater und dem im selben Jahr eingeweihten Erfordernissen der Verkehrserschließung. Im Übri- Kulturvereinssaal entstehen am südlichen Frauen- gen ist der Bau in einem traditionsreichen Gartentorgraben zwei neue Zentren des Nürnberger areal gelegen und ermöglicht die Anbindung an Musiklebens. Umfangreiche Spenden aus der den Volkspark Dutzendteich. So kann die Halle eine Bürger schaft haben die Errichtung beider Gebäude Brückenfunktion zwischen dem historisch geermöglicht. Nach der Bayerischen Landesausstel- wachsenen Nürnberg und seinem neuen Stadtteil lung 1906 wird die aus diesem Anlass errichtete Langwasser übernehmen. Als besonderes Ziel for- Luitpoldhalle auch für öffentliche Veranstaltungen muliert der Stadtrat, eine Konzerthalle im Grünen genutzt, ab 1920 finden Konzerte auch im Velo- zu schaffen. drom statt. Zur gleichen Zeit wird auch ein großer 030 Nach der Ausschreibung des Wettbewerbs im neuer Veranstaltungssaal für den Cramer-Klett-Park Juli 1958 werden 28 Entwürfe eingereicht. Der konzipiert, dessen Realisierung die Weltwirtschafts- Architekt Harald Loebermann erhält den 1. Preis. krise jedoch verhindert. Die Jury hebt die vorbildliche Anordnung der Säle 027 Während des Zweiten Weltkriegs werden alle für hervor. So stehen beispielsweise Restauration und Konzerte nutzbaren großen Säle der Stadt zerstört. Küche über einen Innenhof in einer klaren und lebendigen Wechselbeziehung zu den Sälen. Mit 028 Nach 1945 baut die Stadt für die wiederbelebte dem Beschluss vom 21. Januar 1959 erhält Harald Nürnberger Spielwarenmesse eine große Halle, die Loebermann den Auftrag für das Vorprojekt. Bei sie zunächst auch für Konzerte nutzt. Der Bau einer der architektonischen Gestaltung der Repräsentaneuen Veranstaltungs- und Konzerthalle erweist tionsräume wird dann Professor Wunibald Puchner sich jedoch als unerlässlich, und 1956 können eingebunden. tatsächlich Vorarbeiten für das Bau- und Raumpro- (Quelle: www.nuernberg.de/internet/meistersingerhalle/dritter_ausstellungsbereich.html#2) gramm beginnen.

Abbildung 1

Abbildung 05: Fotografie der Meistersingerhalle aus Süd-Osten, 2011

Abbildung 2

Abbildung 06: Fotografie der Ostseite der Meistersingerhalle, 2011

Abbildung 3

Abbildung 07: Fotografie der Meistersingerhalle aus Nord-Osten, 2011

Abbildung 4

Abbildung 08: Fotografie des großen Foyers der Meistersingerhalle, 2011

Abbildung 5

Abbildung 09: Fotografie des großen Saals der Meistersingerhalle, 2011

Abbildung 6

Abbildung 10: Fotografie des kleinen Saals der Meistersingerhalle, 2011

Die Meistersingerhalle (Fortsetzung)

2 | 02.02 Die baukünstlerische Gestaltung 2 | 02.03 Nutzungsgeschichte

031 Die Stadträte von Nürnberg geben 1959 ein Kon- Raum für die Gemeinschaft zerthaus im Grünen in Auftrag. Deshalb wird das 036 Die öffentlichen Gebäude der Nachkriegszeit sind flache Gebäude nach den Leitbildern der engli- in ihren Raumfolgen und ihrer Ausstattung vom schen Parks und den Anlagen von Peter Joseph Geist der Demokratie geprägt. Der Bürger steht auf Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau einer Ebene mit dem Prominenten – eine räumlibehutsam in die Parklandschaft eingefügt. che Trennung gibt es nicht. Die Meistersingerhalle behält diese Gleichrangigkeit in den mehr als 50 032 Ein historischer Baumbestand aus Eichen, Buchen Jahren ihres Bestehens immer bei, bis heute steht und Ulmen umgibt das moderne Bauwerk. Die der Bürger im Mittelpunkt. Waagerechten des Gebäudes bilden gegenüber (Quelle: https://www.nuernberg.de/internet/meistersingerhalle/vierter_ausstellungsbereich. den aufstrebenden Gehölzen einen belebenden html#1) Kontrast, wie auch die sich in den Glasscheiben Die Halle und die Künstler spiegelnden Naturformen mit den Wandflächen 037 Die Veranstaltungskalender der Meistersingerhalle aus schwarz glänzendem Quarzit und römischem dokumentieren ein halbes Jahrhundert vielfältigster Travertin. Konzert- und Bühnenprogramme, die vom Klassischen Konzert über Unterhaltungsmusik, Rock 033 Bei der Planung der Innenwirkung der Säle geht und Pop bis zu Jazz, Comedy und Sprechtheater Prof. Puchner davon aus, dass eine sachlich-ingenireichen: Kaum ein Musik-, Show- oder Unterhaleurtechnisch geprägte Gestaltung allein dem reprätungsformat, das nicht zu erleben gewesen wäre, sentativen Anspruch an die Veranstaltungsräume kaum ein Künstler von Rang, der sich nicht im Gäsnicht genügen kann. Er strebt deshalb ein künstletebuch verewigt hätte. Daneben waren und sind zu risches Zusammenspiel der Formen und Materialien Tagungen, Kongressen, Parteitagen und den Festen an. der Stadtgesellschaft von gekrönten Häuptern und 034 Mit den Mitteln moderner Architektur schafft er Politikern über Wirtschaftslenker und Nobelpreis- Wand- und Deckenelemente in harmonischen Pro- träger bis zu Stars und Sternchen Prominente jeder portionen, mit denen es ihm zugleich gelingt, die Couleur am Luitpoldhain zu Gast. Die Geschichte technischen Anlagen für Akustik, Klimatisierung des Hauses spiegelt damit neben dem jeweiligen und Beleuchtung zu verkleiden. So entsteht eine Zeitgeschmack auch die vielfältigen Wandlungen zurückhaltend festliche Wirkung, die den Musikern wider, die die Gesellschaft seit den frühen 1960er und den Zuhörern gleichermaßen gerecht wird und Jahren durchlaufen hat: So ist die Meistersingermit ihrem zeitlosen Charakter bis heute gültig ist. halle seit 1963 einer der zentralen Orte des Wirt- (Quelle: https://www.nuernberg.de/internet/meistersingerhalle/dritter_ausstellungsbereich. schafts-, Kultur- und Geisteslebens der Stadt. html#7) Denkmalschutz (Quelle: https://www.nuernberg.de/internet/meistersingerhalle/vierter_ausstellungsbereich. html#2) 035 Im Jahr 2007 werden die Meistersingerhalle und ihre Außenanlagen in die Bayerische Denkmalliste aufgenommen. Aus der Begründung: „Die Meistersingerhalle ist ein früher Vertreter des so genannten ‚neuen Funktionalismus’, der eine strenge kubische Architekturauffassung vertritt und sich von der Beschwingtheit der 1950er Jahre löst... Loebermann orientierte sich u. a. an Ludwig Mies van der Rohe und an amerikanischen Vorbildern. (Die Halle) ist als Denkmal von historischer, künstlerischer und städtebaulicher Bedeutung. Zum Baudenkmal… gehört ausdrücklich auch die wandfeste Ausstattung im Inneren.” (Quelle: https://www.nuernberg.de/internet/meistersingerhalle/vierter_ausstellungsbereich. html#3)

2 | 03

Städtebauliches Umfeld und Bauten in der Umgebung

Luitpoldhain welche durch ein massives Defizit an öffentlichen 038 Südlich der Meistersingerhalle schließt sich der Grünflächen gekennzeichnet ist. Daher stehen 1906 angelegte und etwa 21 Hektar große Park die Vernetzung und die bessere Anbindung der Luitpoldhain an. Südöstlich angrenzend an das Siedlungsbereiche an den Luitpoldhain sowie die Wettbewerbsgebiet befindet sich im Luitpoldhain bessere Verzahnung des Luitpoldhains mit dem die Ehrenhalle, die ursprünglich als Gedenkstätte Volkspark Dutzendteich und die qualitative Aufwerfür die im Ersten Weltkrieg Gefallenen errichtet tung der beiden Anlagen im Vordergrund der strawurde. Im Luitpoldhain nahmen die NS-Parteitage tegischen Freiraumplanung der Stadt Nürnberg. in Nürnberg ihren Anfang. Die Nationalsozialisten 041 Der Standort der Konzerthalle ist Bestandteil der nutzten den Park bereits in den Jahren 1927 und urbanen Parklandschaft „Dutzendteich und Co.“, 1929 für ihre Versammlungen. Nach 1933 wurde deren Entwicklung eine Schlüsselmaßnahme im er zur „Luitpoldarena“ für die SA- und SS-Verbän- Gesamtstädtischen Freiraumkonzept (GFK) darstellt. de ausgebaut. Höhepunkt der Veranstaltungen mit Auch im Aktionsplan „Kompaktes Grünes Nürnbis zu 150.000 Teilnehmern und 50.000 Zuschauberg 2020“ zum Masterplan Freiraum wurde ein ern war das Ritual der NS-„Helden“-Verehrung und Entwicklungskonzept für diese urbane Parklanddes Totenkults. schaft stadtintern priorisiert. 039 Der 21 ha große Stadtteilpark ist im Zuge der Er- 042 Das Areal des Luitpoldhains, einschließlich der richtung der Meistersingerhalle Ende der fünfziger Meistersingerhalle, ist von einer grünen Kulisse in Jahre bis 1963 als öffentliche Grünanlage wieder- Form eines hainartigen und alten Baumbestandes hergestellt und die Luitpoldarena aus dem Dritten umrahmt. Diese bildet entlang der Münchener Reich zurückgebaut worden. Die Gestaltung der Straße, der Schultheißallee und der Straße „An 1960er Jahre ist heute noch gut erkennbar. Lockere der Ehrenhalle“ ein grünes Entree für die Park- Baumhaine rahmen die offenen Rasenflächen und landschaft „Dutzendteich und Co.“. Die 200 Jahre prägen das Bild einer geschlossenen Anlage. Auf alten Eichenbestände sind Zeitzeugen einer bewegdem langgestreckten Hügel im Westen befinden ten Geschichte. sich ein großer, gut besuchter Kinderspielplatz und eine mehrteilige Streetball-Anlage. Der Luitpoldhain 043 Der Luitpoldhain ist als Landschaftsgarten/-parkanist in seiner Grundkonzeption ein weitläufiger und lage als Einzeldenkmal in die Denkmalliste eingetraruhiger Landschaftspark. gen. In den kommenden Jahren sollen verschiedene Sanierungsmaßnahmen im Luitpoldhain durchge- 040 Der Luitpoldhain stellt die wichtigste Park- und führt werden, diese sind jedoch nicht Bestandteil Grünanlage der dicht bebauten Südstadt dar, des Wettbewerbs.

Abbildung 7

Abbildung 11: „Totenehrung“ während des Reichsparteitags 1938 vor der Ehrenhalle im Luitpoldhain, Stadtarchiv Nürnberg

Abbildung 8

Abbildung 12: Klassik Open Air im Luitpodhain 2009, Jörg Huber, Oberasbach, CC-BY

Städtebauliches Umfeld und Bauten in der Umgebung (Fortsetzung)

Ehemaliges Reichsparteitagsgelände am 048 Ver- und Entsorgung des Hotels erfolgen über den Dutzendteich Tiefhof der Meistersingerhalle (im Süden der Meis- 044 Vom Luitpoldhain aus erstreckt sich das ehemalige tersingerhalle) und einen unterirdischen Gang. Die Reichsparteitagsgelände in den Südosten Nürn- oberirdische ebenerdige Verbindung von Hotel und bergs. Zwischen 1933 und 1938 fanden auf dem Meistersingerhalle wird seitens des Hotels mit wich- Areal alljährlich die NS-Reichsparteitage statt. tigen Funktionsflächen (Gastronomie) belegt. Adolf Hitler stand im Mittelpunkt, die „Volksge-

3 Westlich der Münchener Straße: Wohnbebau-

meinschaft“ wurde inszeniert, es ging um die ung Demonstration der Macht und es waren Rituale 049 Im Westen schließt an die Münchener Straße ein der Mobilmachung. Hitlers Hofarchitekt Albert sich nach Süden verjüngender baumbestandener Speer plante für das 11 km2 große Areal rund um Grünzug an, der an der Parsifalstraße endet. Die den Dutzendteich gigantische Versammlungs- und mehrgeschossige Blockrandbebauung an der Par- Aufmarschplätze. Diese wurden zum großen Teil sifalstraße löst sich nach Süden hin auf, wo kleinnicht realisiert, da die Baumaßnahmen 1939 mit teilige aufgelockerte Mehrfamilienhausbebauung Beginn des Zweiten Weltkriegs eingestellt wurden. vorherrscht. Jedoch sind die vorhandenen Bauten – das Zeppelinfeld, der Torso der Kongresshalle, die Große 4 Ehemalige Hauptverwaltung Fränkisches Über- Straße – in ihrem Umfang und ihrer Monumentali- landwerk AG (heute N-ERGIE) tät in Deutschland einmalige Zeugnisse der NS-Ar- 050 Das 1931 erbaute und 1963 umgebaute Turmgechitektur. Das einzig fertig gestellte Bauwerk der bäude an der Hainstraße, nordwestlich der Meisgeplanten Gesamtanlage ist das Zeppelinfeld mit tersingerhalle, ist ein nutzungsorientierter und geder Zeppelintribüne. Auf der 312 m × 285 m großen radliniger Bau, der stilistische Merkmale des Neuen Fläche wurden die Parteitage mit bis zu 200.000 Bauens aufweist. Beteiligten inszeniert.

5 Bundesagentur für Arbeit

1 Kongresshalle 051 Die nördlich gelegene Hochhausanlage der Bun-

045 Die Kongresshalle war nach dem Vorbild des Ko- desagentur für Arbeit wurde in den 1970er Jahre losseums in Rom geplant – nur doppelt so groß. erbaut. Das massive Gebäudevolumen auf sechs- Der mit Granitplatten verkleidete Ziegelbau sollte eckigen Stahlbetonstützen steht in großzügig gedie größte Halle der Welt werden und Platz für staltete Parkanlagen und Parkplatzflächen. 50.000 Menschen bieten. Zu Beginn des Zweiten

6 Martin-Behaim-Gymnasium / Neues Gymnasi-

Weltkriegs wurde der Bau gestoppt – so zeigt sich um Nürnberg der unvollendete Rohbau heute mit einer Höhe von 052 In der Schultheißallee 1 befindet sich das Mar- 39 Metern. tin-Behaim-Gymnasium – eine dreigeschossige, mit 046 Seit 1963 haben die Nürnberger Symphoniker im Sichtziegelmauerwerk ausgefachte Sichtbetonkonssüdlichen Kopfbau des Torsos der Kongresshalle truktion. Die Zeilenbauten mit den Klassenzimmern ihren Sitz. Der ehemalige Probesaal wurde 2011 bilden einen Innenhof. An dessen Südseite befindet zum öffentlichen Musiksaal ausgebaut. Im nördli- sich der Haupteingang – gekennzeichnet durch chen Kopfbau wurde 2001 das „Dokumentations- einen aufgeständerten Bereich. zentrum Reichsparteitagsgelände“ eröffnet. Den 053 Neben dem Martin-Behaim-Gymnasium, östlich der Wettbewerb für das Dokumentationszentrum ge- Weddigenstraße, liegt das Neue Gymnasium Nürnwann 1998 der Architekt Günther Domenig. Seine berg – eine Grünzone trennt es von der Schultheiß- Architektur setzt einen Kontrapunkt: Ein Gang aus allee. Das Gebäude des Neuen Gymnasiums steht Stahl und Glas durchbohrt diagonal den historiunter Denkmalschutz. schen Kopfbau.

7 Wohnhochhaus

2 Hotel

054 Ein 17-geschossiges Wohnhochhaus an der Schult- 047 Südwestlich der Meistersingerhalle liegt, eingeheißallee bildet eine weit sichtbare städtebauliche bettet in den Luitpoldhain, das Ramada Nürnberg Dominante inmitten einer ansonsten niedrigen Parkhotel. Es gehört zur Kategorie 4-Sterne-Supe- Bebauung. rior und verfügt über 200 Zimmer. Das Grundstück des Hotels befindet sich im Eigentum des Betrei- 8 Wohnbebauung im Norden bers. Der Baukörper ist ober- und unterirdisch mit 055 Von der Schultheißallee Richtung Nordosten erje einem Verbindungsgang mit der Meistersinger- streckt sich ein heterogenes Wohngebiet: Freistehalle verbunden. hende Wohnhäuser mischen sich mit Reihenhäusern und Blockstrukturen.

Abbildung 9

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Abbildung 13: Luftbild des Wettbewerbsgebiets und der Umgebung, Blick Richtung Nord-Westen, September 2017

Abbildung 10

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Abbildung 14: Luftbild des Wettbewerbsgebiets und der Umgebung, Blick Richtung Nord-Osten, September 2017

Hainstraße Alberichstraße Wilhelm

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Wettbewerb Sig s en g astra e ße biet Parsifalstraße Fahrradweg MIV – Verkehrsführung

Baufeld Tram

2 | 04

Erschließung

Motorisierter Individualverkehr (MIV) Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) 056 Das Wettbewerbsgebiet und seine Umgebung wer- 062 Das Gelände ist bereits gut an das städtische den durch die Münchener Straße im Westen und ÖPNV-Netz angeschlossen. In der Schultheißallee die Schultheißallee im Nordosten erschlossen. Über halten direkt vor der Meistersingerhalle die folgendie Münchener Straße gelangt man nach Norden den Linien: Richtung Innenstadt und nach Süden Richtung Au- ■ Straßenbahnlinie 9 vom Hauptbahnhof zum tobahn (A 73). Sie ist eine überörtliche Hauptver- Dokumentationszentrum, kehrsstraße mit zwei Fahrspuren pro Richtung und ■ Buslinie 36 vom Plärrer über die nördliche einem mittig angelegten Grünstreifen mit Bäumen. Altstadt, Wöhrd, Peterskirche zur Meistersinger- Auf der Münchener Straße in Höhe der Meistersinhalle bis zum Dokumentationszentrum, gerhalle verkehren heute rund 29.000 Kfz/24h. ■ Buslinie 55 von der Meistersingerhalle über 057 Auch die Schultheißallee weist zwei Fahrspuren S-Bahnstation Dutzendteich bis nach Langwaspro Richtung auf. Im mittigen Grünstreifen ver- ser. laufen die Gleise der Straßenbahn. In östlicher 063 Die nächsten S-Bahnstationen sind Dutzendteich Fahrtrichtung wird die Schultheißallee kurz vor der oder Dürrenhof. Beide sind fußläufig ca. 1.200 m Kreuzung zur Bayernstraße zur Straße An der Eh- entfernt. Anbindung besteht hier über die Buslirenhalle. In der Schultheißallee auf Höhe der Meis- nie 36 zur S-Bahnstation Dürrenhof und über die tersingerhalle verkehren an normalen Werktagen Buslinie 55 zur S-Bahnstation Dutzendteich. Zum rund 9.000 Kfz/24h. Hauptbahnhof gelangt man mit der Straßenbahnlinie 9. An der Haltestelle Schweiggerstraße besteht 058 Insgesamt sind die umliegenden Erschließungsstra- Umsteigemöglichkeit von der Linie 9 zur Linie 6 ßen und Knotenpunkte um die Meistersingerhalle Richtung Plärrer und St. Johannis. zu bestimmten Tageszeiten bereits heute an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Dies ist insbeson- Rad- und Fußwegenetz dere während der Hauptverkehrszeiten morgens 064 Das Planungsgebiet ist aus allen Richtungen sehr und abends der Fall. Hinzu kommen Engpässe, z. B. gut in das städtische Rad- und Fußwegenetz eingewenn Messen oder andere Großveranstaltungen bunden und erreichbar. Direkt vor dem Haupteinim Bereich Messe, Stadion, Arena, Dutzendteich gang der Meistersingerhalle verläuft ein Zweirichstattfinden. Gerade der Knoten Münchener Straße/ tungsradweg. Aus Richtung Süden kann man durch Schultheißallee hat dann keine Reserven mehr. Bei den Luitpoldhain direkt bis zur Meistersingerhalle der Abwicklung der Veranstaltungsverkehre aus der fahren oder laufen. Die Fuß- und Radwege entlang Meistersingerhalle gibt es ebenfalls Engpässe und der Münchener Straße verlaufen in einem Grün- Leistungseinbußen. streifen vom Kfz-Verkehr abgeschirmt und sind Bestandteil einer übergeordneten Freiraumverbin- Zu- und Abfahrt zu den Parkplätzen dung. Auf der Ostseite der Hainstraße ist ein Zwei- 059 Derzeit gibt es am Standort insgesamt 750 Stell- richtungsradweg zur Schließung der Lücke zwiplätze verteilt auf zwei Parkplätze. Westlich der schen Peterskirche und Münchener Straße geplant. Meistersingerhalle, parallel zur Münchener Straße, befindet sich der kleinere Parkplatz (Wettbewerbs- Anlieferung der Meistersingerhalle gebiet) mit 152 PKW-Stellplätzen, davon zwei Stell- 065 Südlich der Meistersingerhalle gibt es einen Anlieplätze für Menschen mit Behinderungen. ferhof als Tiefhof mit einer von Osten kommenden Rampe als Zu- und Abfahrt. Die Anliefersituation 060 Ein größerer Parkplatz (598 Stellplätze) liegt südöst- ist baulich beengt, Wenden ist nicht möglich. Das lich neben der Meistersingerhalle mit einer Zufahrt kleine Tor zum Untergeschoss (UG) der Meistersinvon der Schultheißallee zwischen Meistersingerhalle gerhalle und die Wegeführung im UG beschränken und Bushaltestelle und einer Abfahrt in die Schult- die Größen und Mengen der Anlieferung. Die Anheißallee weiter östlich kurz vor der Wendekehre. lieferung wird auch durch das Hotel genutzt. A C 061 Zur Entlastung des Knotens An der Ehrenhalle/ 066 Die Anlieferung des großen Saals der Meistersin- Bayernstraße besteht in der Schultheißallee eine gerhalle im Alltag erfolgt heute noch vom östlichen Wendemöglichkeit auf Höhe der heutigen Ausfahrt Parkplatz durch den Foyerbereich der Zuschauer von der Parkplatzfläche. Hier können Besucher der direkt in den großen Saal auf Erdgeschoss-Niveau. Meistersingerhalle auch direkt Richtung Westen Eine Verlegung und/oder Erweiterung der Lage der und Norden abfahren. Anlieferung im Rahmen der Generalsanierung der Meistersingerhalle wird überprüft, da eine effiziente Anlieferung auf die erhöht liegende Bühne momentan nicht möglich ist. B

Abbildung 11

2 | 05

Umweltbelange

067 In einem vorbereitenden Gutachten wurden die 071 Eine Planung auf der versiegelten Fläche ist auch potentiellen Auswirkungen einer neuen Bebau- in Hinblick auf das Schutzgut „Pflanzen und Leung auf dem Wettbewerbsgebiet untersucht. Im bensräume“ günstig. Erhebliche Auswirkungen auf Ergebnis erscheint der Ausgleich für die baulichen Tierarten (insbesondere Vögel, Fledermäuse und Maßnahmen auf dem Grundstück zumindest rech- totholzbewohnende Käfer) sind dann zu erwarten, nerisch möglich, funktional jedoch nicht. Genaue wenn wertgebende Lebensraumstrukturen verloren Aussagen für Ausgleichsmaßnahmen können erst gehen. Dies betrifft in erster Linie die Baumbestännach Vorliegen einer Planung gemacht werden. de alter Eichen im Westen und Norden der Meistersingerhalle. Wo wenig und junger Baumbestand 068 Die Kartierungen von Baumstrukturen, Brutvögeln, gefällt werden muss, bestehen kaum Konflikte mit Fledermäusen und Biotoptypen liegen als Pläne der der Tierwelt. Auslobung bei. Im Wettbewerbsgebiet befindet sich eine Vielzahl sehr alter Stieleichen mit hohem 072 Auch beim Schutzgut Landschaft treten dort er- Schutzwert, die möglichst zu erhalten sind. hebliche Auswirkungen auf, wo für das Ortsbild prägende Strukturen beseitigt werden. Dies sind

2 | 05.01 Zusammenfassung des die schon erwähnten alten Eichen entlang der

Abschlussberichts (Auszug) Münchener Straße und der Schultheißallee. 069 Im Umweltbericht werden alle Schutzgüter hin- 073 Beim Schutzgut Klima / Luft können durch den Neusichtlich der Bedeutung der Bestandssituation so- bau die üblichen lokalklimatischen Veränderungen wie der zu erwartenden Auswirkungen bei Verwirk- auftreten, die eine Überbauung und Versiegelung lichung der Planung untersucht. von Freiflächen auslöst, also Verlust von Kalt- und Frischluftentstehungsgebieten, Überwärmung und 070 Auswirkungen auf Natur und Landschaft bestehen Barrieren für den Luftaustausch. Durch geeignete im Wesentlichen durch die Überbauung bisheriger Maßnahmen (u. a. Dach- und Fassadenbegrünung) Freiflächen und der damit einhergehenden Versiekönnten lokalklimatische Auswirkungen gemindert gelung und Beeinträchtigung der Schutzgüter Bowerden. Weitere Maßnahmen sollten im Hinblick den und Wasser. Eingriffe in den Grundwasserkörauf die Klimaanpassung vorgesehen werden. per erfolgen nur bei einer tieferen Einbindung der (Quelle: Umweltbericht „Neubau Konzertsaal” Zur Änderung des Bebauungsplans Nr. 4160 Gebäude (mehrgeschossige Unterkellerungen). von Grosser-Seger & Partner)

Abbildung 16: Luftbild des Wettbewerbsgebiets und der Umgebung

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2 | 06

Topographie, Baugrund, Grundwasser

Topographie stellt. Beim Auffüllmaterial handelt es sich unter 074 Im Norden und Westen der Meistersingerhalle be- der Oberflächenbefestigung mit Schwarzdecke und trägt die Höhe 314,00 m ü. NHN (siehe Anlage Hö- Schottertragschicht bzw. der Mutterbodenüberdehenlinienplan), das Gelände weist also nur geringe ckung überwiegend um nicht bindige und schwach topographische Verwerfungen auf. schluffige, teilweise kiesige, örtlich auch schwach organische Sande, vereinzelt auch um steife Geologie Schluffe. Insgesamt ist vorbehaltlich ergänzender 075 Gemäß der Geologischen Karte Nürnberg – Fürth Untersuchungen grundsätzlich von einer über-

wiegend nur lockeren bis mitteldichten Lagerung tozäne Terrassensande und -schotter mit Flugsandauszugehen. überdeckung zu erwarten. Mit der Tiefe stehen Sandsteine mit Lettenlagen aus dem Mittleren 079 Unter den künstlichen Auffüllungen stehen im Keuper an. Nach der Deckschichtenkarte im Um- Wettbewerbsgebiet bis in größere Tiefen vorausweltatlas Nürnberg befindet sich das untersuchte sichtlich gewachsene Sande an. Es handelt sich Grundstück im Bereich einer Rinne mit Deck- dabei in erster Linie um relativ enggestufte, nicht schichtmächtigkeiten > 10 m, nach Süden Richtung bindige Sande mit einer überwiegend mitteldich- Luitpoldhain sogar von > 20 m. Im Bereich des Luit- ten, mit der Tiefe voraussichtlich dichten Lagerung. poldhains sind in der Geologischen Karte künstliche Oberflächennah können Lockerzonen vorhanden Auffüllungen verzeichnet. sein.

Baugrund Grundwasser 076 Im Rahmen einer orientierenden Baugrunduntersu- 080 Im Juni 2016 wurde im Zuge der Bodenunchung zur Vorbereitung des Planungswettbewerbs tersuchungen im Bereich um die Meistersinwurden auf dem und um das Wettbewerbsgebiet gerhalle Grundwasser zwischen rund 4,3 und Bohrungen und Sondierungen vorgenommen. 5,7 m unter derzeitiger Geländeoberkante festgestellt (ca. 308,5 m ü. NHN im Nordwesten – 077 Im Ergebnis lassen sich die folgenden zwei Schich- 310,5 m ü. NHN im Südosten). Ab rund 10 m unter tenpakete des Baugrundes unterscheiden: der derzeitigen Geländeoberkante ist mit Keuper- ■ Künstliche Auffüllungen, sandstein zu rechnen. In niederschlagsreichen ■ Sande. Jahreszeiten sind höhere Grundwasserstände nicht auszuschließen. Erfahrungsgemäß ist in den quartä- 078 Grundsätzlich ist mit künstlichen Auffüllungen im ren Sanden mit einer Schwankung des Grundwas- Wettbewerbsgebiet zu rechnen. Die Lagerungsserspiegels um rund +/- 0,5 bis 1,0 m zu rechnen. dichte der künstlichen Auffüllungen variiert im Wettbewerbsgebiet (ca. 0,5 – 2,10 m). Künstliche 081 Aus der Grundwassergleichenkarte und auch aus Auffüllungen mit größeren Mächtigkeiten wurden den vorliegenden Grundwasserspiegeln lässt sich in erster Linie außerhalb des Wettbewerbsgebiets eine Grundwasserfließrichtung etwa in Richtung südlich und östlich der Meistersingerhalle festge- Nordwesten bestimmen.

2 | 07

Schallimmissionen und Erschütterungen

Schallimmissionen Erschütterungen 082 Der oberirdische Verkehr und die Straßenbahn in 083 Der oberirdische Verkehr der Straßenbahn in der der Schultheißallee erzeugen mittlere Schallim- Schultheißallee in Richtung Kongresshalle wirkt missionspegel von 60 bis 65 dB(A) im Bereich der schwingungsanregend auf den Untergrund und West- und Nordseite des Wettbewerbsgebiets. Die in weiterer Folge auf Bauwerke in unmittelbarer Spitzenpegel durch Martinshörner von Einsatzfahr- Nähe. Messungen im geplanten Baufeld zeigen im zeugen erreichen hier 100 dB(A). Für die von den Bereich bis 40 m von der Straßenbahntrasse relativ Straßen abgewandten Seiten sind um 5 bis 10 dB starke Erschütterungswirkungen. geringere Pegel zu erwarten.

Hainstraße Alberichstraße Wilhelm

Immelmannstraße Boelckestraße Richthofenstraße

Birkenhof

Erdastraße Friggastraße

Rosenhofstraße Boelcke

Platz der Opfer des Faschismus

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Schultheißallee Fischbach Weddigenstraße Ludwig - Frank

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Wodanstraße

Fischbach Ludwig

Rankestraße Münchener

Guntherstraße Parsifalstraße Schultheißallee Fischbach

Lohengrinstraße

Parsifalstraße An der Ehrenhalle

L u i t p o l d h a i n

Walkürenstraße

An der Ehrenhalle

Abbildung 18: Lag Si e gen p astr l aß a e n mit EintPars r ifals a traße gung der Leitungen und Kanäle

Wettbewerbsgebiet Kanal (DN 1000/400) Kanal (DN 300)

Für Bebauung verfügbare Fläche im Wettbewerbsgebiet Strom und Kommunikation Gas

2 | 08

Ver- und Entsorgung, Technische Medien

084 Der Standort ist bezüglich der verschiedenen Spar- Südwesten der Meistersingerhalle und ab Höhe ten gut erschlossen. In den Straßenprofilen der Meistersingerhalle in der Schultheißallee. angrenzenden Straße sind Versorgungsleitungen 087 Das Wettbewerbsgebiet wird von einem nicht überaller Medien vorhanden. baubaren Entwässerungskanal (DN 400 B) gequert. Strom Abhängig vom Wettbewerbsergebnis ist eine Verle- 085 Neben den Leitungen entlang der beiden angren- gung des Kanals erforderlich. zenden Straßen sind im Bereich der bestehenden Fernwärme Parkplätze Leitungen für die Parkplatzbeleuchtung 088 Die Versorgung der Meistersingerhalle erfolgt derverlegt. Die Versorgung der Meistersingerhalle erzeit von der Ostseite über eine Leitung am Westfolgt außerhalb des Wettbewerbsgebiets vorrangig rand des Parkplatzes; die Verteilerstation liegt an von Südwesten aus der Münchener Straße, teils der Kreuzung Schultheißallee / Weddigenstraße. auch von Südosten mit etwas Abstand um den Parkplatz. Gas 089 Die Versorgung der Meistersingerhalle erfolgt von Wasser / Abwasser Westen, die Leitung quert den dortigen Parkplatz. 086 Die Wasserversorgung der Meistersingerhalle er- Eine Stichleitung führt an die Südostecke und tanfolgt von Osten, die Zuleitung verläuft über den giert den östlichen Parkplatz. Eine weitere Gaslei- Parkplatz. Weitere Wasserleitungen verlaufen im tung verläuft in der Schultheißallee.

2 | 09

Planungsrechtliche Situation

2 | 09.01 Flächennutzungsplan 2 | 09.02 Bebauungsplan

090 Die Fläche der bestehenden Meistersingerhalle ist 094 Das Wettbewerbsgebiet befindet sich im Umgriff im wirksamen Flächennutzungsplan mit integrier- des Bebauungsplans Nr. 4160 der Stadt Nürntem Landschaftsplan (FNP) der Stadt Nürnberg als berg aus dem Jahre 1981. In diesem Plan sind das „Fläche für Gemeinbedarf für kulturellen Zwecken Grundstück der Meistersingerhalle und des Hotels dienende Einrichtung“ und das südwestlich liegen- als Sondergebiet Kultur und Kongresszentrum de Hotel als „Sonderbaufläche Hotel“ dargestellt. festgesetzt. Die Flächen des Wettbewerbsgebiets für den Neubau der Konzerthalle sind Teil der Frei- 091 Die unmittelbar östlich, südlich und westlich anfläche des Sonderbaugebiets, öffentliche Grüngrenzenden Flächen sind als Grünflächen mit der flächen mit Zweckbestimmung Parkanlage und besonderen Zweckbestimmung öffentliche Park- Parkplatz. und Grünanlage dargestellt. Im Westen verläuft eine übergeordnete Freiraumverbindung von Nord 095 Die Änderung des Bebauungsplans Nr. 4160 ist nach Süd. bereits eingeleitet. Diese wird auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses weitergeführt. 092 Nördlich der Schultheißallee schließen sich „Flächen für Gemeinbedarf Schule”, eine Hauptverbundachse Biotopverbundsystem (Feuchtgebiete) sowie Wohnbauflächen an. Westlich der Münchener Straße sind öffentliche Grünflächen und daran anschließend Wohnbauflächen dargestellt.

093 Auf der Grundlage des Wettbewerbsergebnisses wird der Flächennutzungsplan entsprechend geändert.

Gas

3 Aufgabe

3 | 01 Projektziel

096 Mit dem Neubau eines Konzerthauses in Nürnberg soll ein Ort geschaffen werden, der sowohl den höchstmöglichen musikalischen Ansprüchen von Publikum und Künstlern genügt, als auch die Stadt – zusammen mit der renommierten Meistersingerhalle – um ein architektonisch herausragendes Ensemble bereichert.

097 In einer Gesamtbetrachtung von Meistersingerhalle, Konzerthaus und der öffentlichen Räume wird eine – naturräumlich, städtebaulich, architektonisch, funktional und technisch – optimale Situation nach Abschluss aller Maßnahmen für das Jahr 2032 erwartet. Mögliche Synergieeffekte und sinnvolle funktionale Verknüpfungen sind dabei zu erkennen und zu nutzen.

098 Der zweiphasige Wettbewerb sucht eine städtebaulich angemessene und gleichzeitig identitätsstiftende Lösung der Aufgabe, die mit einer herausragenden Architektur, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit in Erstellung und Nutzung überzeugt.

3 | 02 Zwei Wettbewerbsphasen

099 Um der sowohl städtebaulichen wie funktionalen Komplexität der Aufgabenstellung gerecht zu werden und zugleich den Aufwand der Teilnehmer für die Bearbeitung in vertretbarem Rahmen zu halten, wird der Wettbewerb in zwei Phasen durchgeführt.

100 In der ersten Phase wird die Entwicklung eines tragfähigen städtebaulichen Konzepts gefordert, in dem sowohl die stadträumliche Gestalt als auch die Grundstruktur des Konzerthauses erarbeitet werden. Besondere Beachtung gilt dabei der Geometrie des Konzertsaals, seiner Anbindung an das Bestandsgebäude sowie einer ersten Konzeption für die Außenanlagen.

101 Auf der Basis der anonym eingereichten Beiträge wird die Jury bis zu 20 Konzepte zur weiteren Ausarbeitung in der zweiten Phase ermitteln.

102 In der zweiten Wettbewerbsphase werden die städtebaulichen, landschaftsarchitektonischen, architektonischen und funktionalen Konzepte weiterentwickelt und detailliert ausgearbeitet, ebenso auch die Lösungsansätze zu Akustik, Nachhaltigkeit, Energiekonzept sowie zur Wirtschaftlichkeit.

3 | 03

Städtebauliche Ziele und Aufgabe

Standort und Komposition 103 Der Standort des neuen Konzerthauses liegt an einer der wichtigsten Haupteinfallstraßen von Nürnberg und wird eine städtebaulich markante Landmarke am Übergang einer Parklandschaft zur dicht bebauten Innenstadt bilden. Durch die repräsentative Gebäudestellung im Kreuzungsbereich am Platz der Opfer des Faschismus erhält das Konzerthaus eine große städtebauliche Bedeutung und Wirkung. Seine Architektur zeigt den hohen Stellenwert der Kultur in Nürnberg.

104 Der Neubau des Konzerthauses mit seinen Außenanlagen ordnet die städtebauliche Situation aus Meistersingerhalle, Hotel, Parkplatzflächen und Luitpoldhain neu und bildet ein Ensemble aus neuer und historischer Architektur im urbanen und landschaftlichen Raum.

105 Das nähere und weitere architektonische Umfeld ist insbesondere im Norden durch Heterogenität geprägt: Architekturen verschiedenen Alters, Maßstabs und Gestaltung versammeln sich auf dichtem Raum. Das Konzerthaus bildet in dieser Situation zusammen mit der Meistersingerhalle einen Ort der Klarheit und Ruhe, der einen würdigen Übergang vom Stadtkörper in die Landschaft stiftet.

106 Die neue städtebauliche Komposition leitet sensibel, angemessen und maßstäblich vom Rande des Stadtzentrums in die Landschaft des Luitpoldhains. Die Gestaltung der öffentlichen Räume vermittelt zwischen den stadträumlichen – stark verkehrlich geprägten – und den naturräumlichen Qualitäten.

107 Als bauliches Ensemble bilden Konzerthaus und Meistersingerhalle einen öffentlichen Raum, der durch seine Gestaltung und seinen Charakter eine einladende Atmosphäre ausstrahlt. Außenanlagen 108 Städtebaulich bietet insbesondere auch die Planung der Außenanlagen die Möglichkeit, den durch verkehrliche Infrastruktur und heterogene Bebauung geprägten städtischen Raum als einen öffentlichen Raum umzudeuten, der sowohl den Anschluss an die nördliche Stadtstruktur sucht, als auch ein qualitätsvolles Entree in den denkmalgeschützten Luitpoldhain artikuliert.

109 Die Neugestaltung aller im Wettbewerbsgebiet liegenden Außenanlagen thematisiert nicht nur die neue Zugangssituation des Konzerthauses, sondern integriert sich in die urbane Parklandschaft, ordnet die Erschließung der Meistersingerhalle neu und formuliert eine bewusste Haltung zu den inneren Funktionen der beiden Häuser. Adressierung 110 Die Adressierung des Neubaus stellt ihn als eigenständiges architektonisches Bauwerk heraus. Sie würdigt gleichzeitig die Bedeutung und Adresse der Meistersingerhalle und bedenkt die funktionalen Anschlüsse an diese. Das neue Konzerthaus soll von der Bekanntheit der Meistersingerhalle profitieren und gleichzeitig mit einer eigenständigen Identität erkennbar sein.

111 Der Anspruch an die Gestalt des Baukörpers ist entsprechend der Bedeutung und der Lage des Konzertsaals hoch. Der Bau zeigt sich in repräsentativer, moderner und nachhaltiger Gestaltung, die notwendige Aspekte wie die Haustechnik selbstverständlich integriert.

112 Unattraktive „Rückseiten” des Konzerthauses sind in jede Richtung zu vermeiden

und effiziente logistische Erschließung für den erfolgreichen Betrieb zwingend notwendig ist.

Abbildung 12

Abbildung 20: Meistersingerhalle und Umgebung, ca. 1985

Anschluss: Denkmal und Funktion 113 Gegenüber der denkmalgeschützten Meistersingerhalle ist ein respektvoller Abstand ebenso vorstellbar wie ein Anbauen oder Einschneiden in die westliche Fassade. Von den Teilnehmern wird ein sensibler und respektvoller Umgang mit dem Denkmal erwartet.

114 Zwischen dem neuen Konzerthaus und der Meistersingerhalle wird eine funktionale Vernetzung gesucht: Gemeinsam genutzte Räume und eine direkte bauliche Anbindung bieten ein bedeutendes betriebswirtschaftliches und funktionales Potential. Aus Denkmalschutzgründen sind die baulichen Eingriffe in die Meistersingerhalle grundsätzlich zu minimieren, idealerweise hält das neue Konzerthaus angemessen Abstand, um die zeitgeschichtlichen Qualitäten der Meistersingerhalle weiterhin zur Geltung kommen zu lassen.

Städtebauliche Ziele und Aufgabe: Zusammenfassung 115 Das neue Konzerthaus soll

■ die städtebaulich möglichen Qualitäten ideal nutzen, ■ sich mit einer eindeutigen Adressierung als architektonisches Meisterwerk im Stadtraum Nürnbergs positionieren, ■ die Meistersingerhalle als Denkmal würdigen und weiterhin angemessen zur Geltung bringen, ■ einen funktionalen Verbund mit der Meistersingerhalle eingehen und ■ sich im Kontext mit der gebauten Umgebung und der Landschaft integrieren, ohne sich zurückzustellen.

116 Städtebauliche Kernaufgabe für die Teilnehmer ist es, die genannten Anforderungen und Zielkonflikte abzuwägen und mit einer konzeptionell überzeugenden Haltung in einer optimalen städtebaulichen, landschaftsarchitektonischen, architektonischen, funktionalen sowie ökologischen und wirtschaftlichen Lösung zu integrieren.

Abbildung 21: Luftbild des Wettbewerbsgebiets und der Umgebung, Blick Richtung Süd-Osten, September 2017

3 | 04

Nutzer und Nutzungen

117 Gäste, Besucher, Zuhörer und Zuschauer treffen im Konzerthaus für eine definierte Zeit als Publikum unter technisch kontrollierten Bedingungen auf Künstler, Sänger, Musiker und Veranstalter. Über die rein technische Funktion des Konzerthauses hinaus einen Ort der Unterhaltung zu schaffen, einen Ort, der der Kunst einen schützenden Rahmen bietet, einen Ort, der eine neue Wahrnehmung von Raum und Zeit erschließt – das ist die Kernaufgabe für die Teilnehmer des Wettbewerbs.

118 Aus dem öffentlichen Raum der Stadt wird der Besucher mit Grenzen, Schwellen oder fließenden Übergängen zu diesem Ort zu geführt, er erlebt ihn weit- und nahräumlich und erahnt schon beim Betreten des Hauses seine herausragenden Qualitäten. Das Konzerthaus bietet auch für Stammgäste immer wieder Überraschungen und prägt sich als Ort in die Erinnerung seiner Besucher ein.

119 Künstler finden ideale Bedingungen zum Proben, Vorbereiten und schließlich für die Aufführung selbst – die funktionalen Abläufe erlauben leichten Auf- und Abbau, kurze Wege und konzentriertes Arbeiten ohne Ablenkung. Die herausragende Akustik des Hauses macht es zum gefragten nationalen und internationalen Standort.

120 Verwaltung und Management bespielen ein Gebäude, in dem eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen wirtschaftlich stattfinden kann und das flexible Reaktionen auf Nutzerwünsche und neue Veranstaltungsformate ermöglicht.

121 In der Stadt bildet das Konzerthaus nicht nur ein neues kulturelles Zentrum, sondern auch ein architektonisches Zeichen, das seine Funktion und Bedeutung selbstbewusst repräsentiert. Es schreibt die städtebaulich-architektonische Tradition der Stadt Nürnberg weiter und bildet einen neuen Gravitationspunkt im öffentlichen Leben der Stadt. Betriebskonzept Konzerthaus / Meistersingerhalle nach erfolgter Generalsanierung 122 Das Gesamtensemble aus generalsanierter Meistersingerhalle und neuem Konzerthaus wird aus einer Hand geleitet und betrieben. Dies ermöglicht neben einer synergetischen Nutzung von Gebäudeflächen und -funktionen (Haustechnik; Verund Entsorgung; Catering) sowie dem gezielten Einsatz von Personalressourcen auch die veranstaltungsabhängige Nutzung von Räumen und Flächen für andere als die hier beschriebenen Formate (Tagungsplenum im Konzertsaal; Konzerte im großen Saal der Meistersingerhalle). Der neue Saal im Konzerthaus wird künftig der Raum für Konzerte sein: Neben allen Besetzungen und Formaten der „Klassik“ (ohne technische Verstärkung) finden dort Pop-, Rock- und Showveranstaltungen aller Art (mit technischer Klangübertragung und -verstärkung sowie mit optischen Veranstaltungsbestandteilen von Tanz bis Pyrotechnik) statt. Auch für „Spezialformate“ (beispielsweise Stummfilm mit Live-Musikbegleitung) sind alle erforderlichen Voraussetzungen gegeben.

123 Die denkmalgeschützte Meistersingerhalle (großer und kleiner Saal) dient nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Konzerthauses zunächst für einige Jahre als Interimsspielstätte der Musiktheatersparte des Staatstheaters Nürnberg. Im Anschluss daran erfolgt eine Generalsanierung des 1963 eröffneten Gebäudes als letzter Teil der Nürnberger Kulturgroßbauprojekte. Dabei liegt der Fokus auf einer Ertüchtigung und Modifizierung / Erweiterung der Flächen für eine künftige Nutzung der Meistersingerhalle primär als Tagungs- und Kongresszentrum für bis zu 1.000 Teilnehmende.

Abbildung 22: Funktionsdiagramm Konzerthaus

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3 | 05

Außenanlagen

124 Die Außenanlagen verknüpfen sowohl das Konzerthaus als auch die Meistersingerhalle mit der städtischen und landschaftlichen Umgebung. Sie vernetzen die Formen der Zeit und bilden Orte der Bewegung und des Aufenthalts. Als öffentlicher Raum sind sie Ort der Transmission zwischen verschiedenen Strukturen, Bauten, Nutzungen und Nutzern.

125 Vorhandenes wird selbstverständlich in die Gestaltung integriert, trägt zur Identität des Konzerthauses bei und verankert es so in der Stadt Nürnberg. Äußeres und Inneres sind bewusst in ein Verhältnis gesetzt – zusammengeschmiedet als kohärente Einheit oder in Andersartigkeit gegenübergestellt.

126 Der vorhandene Baumbestand im Wettbewerbsgebiet wird sensibel in die Planung integriert und soweit möglich geschützt, er ist essentieller und prägender Bestandteil der natürlichen Umgebung. Der Alleecharakter der Münchener Straße bleibt erhalten und wird als Gestaltungselement in den Außenanlagen integriert.

127 Die neue Eingangssituation führt den Besucher selbstverständlich zum Konzerthaus oder zur Meistersingerhalle, sowohl von Norden und Westen mit dem ÖPNV, zu Fuß oder mit dem Rad kommend, als auch vom Parkplatz im Osten. Die Zugangs- und Wegesituation in Richtung Luitpoldhain bzw. gen Innenstadt wird neu geordnet.

128 Von außen bieten gezielte Einblicke ein Vorgefühl auf die Stimmung im Inneren des Konzerthauses. Aus dem Inneren des Konzerthauses komplettieren gezielte Ausblicke in die Landschaft und die gebaute Umgebung das Erleben der künstlerischen Welt der Musik – für Publikum wie Künstler gleichermaßen.

129 Hochwertig gestaltete Außenräume mit verschiedenen Charakteren werden allen Nutzerarten gerecht – Besuchern und Künstlern vor oder nach Veranstaltungen, für die Bürger der Stadt bei der Durchquerung in Richtung Luitpoldhain oder auch einfach nur für eine Pause während eines Sonntagsspaziergangs.

130 Weitere technische und planerische Angaben für Außenanlagen finden sich in Kap. „3 | 07 Erschließung“ auf Seite 066.

Abbildung 13

Abbildung 23: Außenanlagen der Meistersingerhalle zum Süden, Originalzustand

3 | 06

Konzerthaus

Struktur 131 Das Konzerthaus besteht aus drei Funktionsbereichen: Dem Konzertsaal, dem Vorderhaus und dem Hinterhaus.

132 Der Konzertsaal bildet das Herzstück des Hauses: Sein raumästhetischer Eindruck und die Qualität der Materialien entsprechen dem künstlerischen Selbstanspruch der Musiker und Künstler auf der Bühne. Ausführende und Publikum bilden für die Zeit der Veranstaltung jene unmittelbare Einheit, derentwegen Live-Ereignisse durch keine virtuelle Abbildung ersetzt werden können. Der Konzertsaal ist der adäquate Raum dafür, er schafft die Voraussetzung für diese Einheit und ist in seiner Eigenwirkung zugleich zentraler Bestandteil des Erlebens.

133 Das Vorderhaus umfasst die öffentlich gewidmeten Räume:

■ Foyerflächen mit hoher Aufenthaltsqualität leiten aus dem öffentlichen Raum der Stadt in das Konzerthaus und bieten den Besuchern einen Informationsbereich, gastronomische Angebote (Catering Points) sowie Garderoben und Sanitärbereiche, ■ daran angeschlossen sind Aufenthalts- und Büroräume für das Vorderhausmanagement und die Mitarbeitenden an Garderobe, Einlasskontrolle und im Kundenservice sowie hausinterne Funktionsflächen wie Lager- und Abstellflächen.

134 Das Hinterhaus umfasst die für den Betrieb notwendigen nichtöffentlichen Räume inklusive der Verwaltung:

■ Aufenthaltsbereiche für Künstler mit hoher Qualität und Atmosphäre, ■ Räume für veranstaltungstechnisches Personal, ■ den nichtöffentlichen Cateringbereich, ■ Lager- und Technikflächen, Werkstatt sowie Funktionsräume wie Pforte, Brandmeldezentrale (BMZ), Feuerwehr- und Sanitätsraum, ■ außerdem die Büroräume der gemeinsamen Verwaltung von Konzerthaus und Meistersingerhalle.

Erschließung und Orientierung 135 Der prägende Eindruck, den ein Besuch im Konzerthaus erzeugt, wird in hohem Maße davon bestimmt, dass sich dem Publikum fortwährend das Gefühl vermittelt, in einer „anderen Welt“ zu sein. Störende Faktoren wie technische und logistische Vorgänge sind der Wahrnehmung des Publikums entzogen.

136 Das Konzerthaus öffnet sich einladend in den umgebenden Raum und bildet eine klare Adresse. Die öffentlichen Bereiche sind als solche klar erkennbar, alle Ein- und Ausgänge sind selbstverständlich und aus jeder Richtung auch ohne Beschilderung leicht auffindbar.

137 Eindeutig davon unterschieden sind die nichtöffentlichen Bereiche: Anlieferungsbereiche, Zugänge für Künstler, Mitarbeiter und externe Dienstleister sind außerhalb des Erlebens des Publikums angeordnet.

138 Die äußere Zugangssituation der Meistersingerhalle und ihre innere Orientierung werden im Erschließungskonzept nachvollziehbar berücksichtigt – Konzerthaus und Meistersingerhalle sind über eine bauliche Verbindung sowohl als funktionale Einheit bespielbar, können aber auch unabhängig voneinander agieren. Die Zugangssituation an der Westseite der Meistersingerhalle (kleiner Saal, Verwaltungseingang) wird mit hoher Wahrscheinlichkeit neu geordnet werden müssen. Eine Plaza zwischen der Garderobenhalle des großen Saals der Meistersingerhalle im Osten und dem Konzerthaus im Westen ist denkbar.

Vorderhaus (1/4)

Foyerbereich Eingangsbereich, Garderobenanlage, Infothek, Kassenbereich 139 Im Eingangsbereich öffnet sich das Gebäude dem Besucher. Die Gestaltung aller Zugänge ermöglicht auch bei kalter Witterung einen angenehmen Aufenthalt ohne Zuglufterscheinungen (Windfang).

140 Garderobenanlage, Zugangskontrolle, Infothek und Kassenbereich sind hier als zusammengefügte räumliche Einheit verortet. Die verschiedenen funktionalen Anforderungen sind mit effizientem Flächeneinsatz und wirtschaftlichem Personaleinsatz unter Wahrung atmosphärisch-ästhetischer Aspekte erfüllt.

141 Die Zugangskontrolle findet ohne Wartezeiten für die Besucher statt, zukünftige Kontrollmethoden sind einzuplanen.

142 Am Infothek können sich Besucher über aktuelle und künftige Veranstaltungen informieren, der direkt angeschlossene Kassenbereich ermöglicht den Erwerb von Karten. Insgesamt arbeiten hier bis zu vier Mitarbeiter im Foyerbereich mit den daran angeschlossenen Büros und Nebenräumen.

143 Die Garderobenanlage ist im Regelfall als bediente Anlage mit durchgehender, gestreckter Ablagetheke und dahinter liegender Kleiderhakenanlage für 1.620 Besucher zu planen; veranstaltungsabhängig soll eine selbstbediente Nutzung der Garderoben durch die Besucher nicht ausgeschlossen sein. Auch selbstbediente Spinde / Schließfächer mit Garderobenfunktion sind für einen Teil der Gäste denkbar.

144 Die Garderobenanlage ist leicht auffindbar und einfach erreichbar im Foyerbereich angeordnet. Gäste können zur Abgabe und Abholung ihrer Garderobe warten, ohne die Nutzung anderer Verkehrswege oder Flächen zu beeinträchtigen.

145 Für die max. 1.620 Besuchern sind als Richtwert 25 lfm Ausgabetische anzunehmen (ca. 60 Gäste / lfm), entwurfsabhängig kann dieser Wert variieren.

146 Infothek, Kassenbereich und Garderoben sind, ebenso wie die Toiletten, für die Gäste barrierefrei / ebenengleich zu erreichen. Alle Flächen und Funktionen sind entsprechend der zu erwartenden Publikumsströme und -mengen positioniert und proportioniert.

Abbildung 25: Eingangssituation an der Meistersingerhalle, Oktober 2017

Vorderhaus (2/4)

Foyer 147 Das Foyer bildet den Auftakt für das Konzerthaus: Großzügig in der Atmosphäre, hell, offen und einladend, bietet es einen repräsentativen Raum und empfängt die Besucher in einer neuen Welt.

148 Es formuliert einen repräsentativen Raum zum Ankommen ebenso wie zum Verweilen und zur Begegnung vor und nach den Veranstaltungen sowie in den Pausen. Wandelflächen und offene Bereiche ebenso wie Sitzgelegenheiten und Lounge-Bereiche erzeugen ein angenehmes, einladendes Ambiente. Das Foyer des Konzerthauses steht für sich und bietet in großzügigem Zusammenhang Raum für alle Funktionen. Zugleich gewährt es eine klare und intuitive Orientierung und Wegeführung zum Saal und den dienenden Funktionsbereichen.

149 Eine direkte Anbindung des Foyers an der Westfassade der Meistersingerhalle hebt Synergien der Erschließung und des gemeinsamen Betriebs. Die Öffnungen an der Bestandsfassade sind mit Rücksicht auf die Belange des Denkmalschutzes zu gestalten. Die funktionalen Veränderungen an der Erschließungssituation der Meistersingerhalle an der Westfassade – zum kleinen Foyer oder zur Garderobe – sind zu bedenken (vgl. Betriebskonzept Konzerthaus / Meistersingerhalle Abs.122 auf Seite 036).

150 Der unkomplizierte Zu- und Abfluss aller Gäste einer Veranstaltung innerhalb kurzer Zeit ist einer der Kernaspekte der Funktionalität des Foyers – sowohl für das Erleben des Zuschauers als auch für einen erfolgreichen Betrieb auf Seiten der Veranstalter und Hausherren. Die Gesamtfläche des Foyers kann entwurfsabhängig auf verschiedene Ebenen und Geschosse aufgeteilt werden.

151 Ein Loungebereich in der Nähe eines Cateringpoints (vgl. Abs. 156) bietet Besuchern eine zurückgezogenere Atmosphäre, um vor oder nach einer Veranstaltung zu essen, zu trinken und sich aufzuhalten. Der Loungebereich ist im Gesamtgefüge des Foyers so positioniert, dass er auch vor oder nach einer Veranstaltung gut betrieben werden kann, ohne sämtliche Flächen des Hauses offenhalten zu müssen – die Zugänglichkeit zu einer Toilettenanlage ist dabei gegeben. Eine kleine Bühnensituation für Loungemusik, Vorträge oder dergleichen rundet die Funktionalität des Bereichs ab.

152 Treppenanlagen und Zuwegungen zu Saaleingängen in Obergeschossen sind selbstverständlicher und integraler Teil des Foyers und bieten spannende Raumeindrücke und Blicksituationen auf andere Foyerebenen und in die Außenanlagen.

153 In einem Teilbereich des Foyers sind Produktpräsentationen oder Signier- / Autogrammstunden von Künstlern möglich, ohne die sonstigen Foyerfunktionen (Catering, Zugänge usw.) zu beeinträchtigen. Der Bereich ist gut sichtbar, leicht erreichbar und absicherbar.

154 Vom Foyerbereich aus ist ein idealerweise witterungsgeschützter Außenbereich

Positionierung erlaubt eine Rückkehr ins Innere ohne separate Zugangskontrolle (Eintrittskarte).

Abbildung 26: Foyersituation in der Meistersingerhalle, Oktober 2017

Abbildung 14

Vorderhaus (3/4)

Cateringpoints 155 Ein vielfältiges und hochwertiges Angebot an Speisen und Getränken ist integraler Bestandteil eines Besuchs im Konzerthaus. Das Zusammensein und der kommunikative Austausch mit Gleichgesinnten bei Drinks und Snacks in angenehmem Ambiente vor der Veranstaltung, in der Pause und nach Ende des Konzerts ist einer der wesentlichen Erlebnisfaktoren und für das „Wohlfühlen“ von zentraler Bedeutung.

156 Im Foyer fügen sich drei fest installierte Cateringpoints nahtlos in das hochwertige Ambiente des Foyers ein und sind so gestaltet und ausgestattet, dass an jeder Station bis zu vier Mitarbeiter binnen kürzester Zeit gleichzeitig zahlreiche unterschiedliche Kundenwünsche bestmöglich erfüllen können. Mindestens ein Cateringpoint befindet sich in unmittelbarer Nähe jenes Foyerbereichs, der mit erweiterter Aufenthaltsqualität vor und nach der Veranstaltung länger und weitgehend unabhängig vom restlichen Gebäude betrieben werden kann (vgl. Abs. 150).

157 Durch die akustische Schleuse zum Konzertsaal (vgl. Abs. 185) ist auch eine Anordnung von Cateringbereichen nahe der Saaleingänge möglich, Beeinträchtigungen von notwendigen Wegen für Zuschauer werden vermieden.

158 In unmittelbarer Nähe zu den Cateringpoints befinden sich – „unsichtbar“ für die Besucher – Rückstau- und Zwischenlagerflächen für optimale Betriebsabläufe des Caterers (vgl. Abs. 251). Toiletten Publikumsbereich 159 Die sanitären Anlagen sind unauffällig, aber leicht auffindbar in das Foyerkonzept integriert. Eine dezentrale Anordnung der Toilettenanlagen vermeidet lange Wege und Warteschlangen. Die Verkehrsflächen vor und zu den Toiletten sind ausreichend dimensioniert, um bei temporär hohen Belastungen als Warteflächen zur Verfügung zu stehen. Toilettenbereiche sind auf jeder Publikumsebene vorhanden.

160 Jede Toilettenanlage verfügt über mindestens eine behindertengerechte Toilette sowie über Wickelmöglichkeiten für Babys oder Kleinkinder (Herren und Damen). In der Nähe des Eingangsbereichs zum Saal ist eine der behindertengerechten Toiletten als Toilette für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen (sogenannte „Changing Places“ oder „Toiletten für Alle“) vorzusehen. Funktionsflächen 161 Diverse nichtöffentliche Räume für die Mitarbeiter des Konzerthauses sind direkt mit dem Foyer verbunden und ermöglichen einen effizienten Betrieb vor, während und nach den Veranstaltungen. Die genauen Anforderungen sind in der Raumprogrammtabelle und im Funktionsdiagramm beschrieben.

■ Zwei Büros Vorderhausmanagement: Zentraler Rückraum für Infothek und Kassenbereich; unbeobachtete Zählung Kasseneinnahmen / Bargeldlagerung, ■ Putzräume in jedem Geschoss und Funktionsbereich (Vorder- / Hinterhaus), davon ein Raum (möglichst EG) mit Abstellmöglichkeit für ein Reinigungsfahrzeug, ■ Zwei Abstellräume und Lager Foyer Inventar, ■ nichtöffentliche Toiletten, ■ Umkleide und Aufenthaltsräume für das Personal im Vorderhaus (circa 20 Mitarbeiter): Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Infothek und des Kassenbereichs, für Garderobenpersonal sowie für den Saal- und Kontrolldienst sind Aufenthaltsräume vorzusehen. Sie sind mit Spinden ausgestattet, in denen die Mitarbeiter während des Dienstes ihre persönlichen Gegenstände und ggf. ihre private Kleidung einschließen können.

Abbildung folgt

Abbildung 27:

Vorderhaus (4/4)

Anbindung Meistersingerhalle 162 Eine bauliche Verbindung mit der Meistersingerhalle erlaubt die selbstverständliche Nutzung beider Gebäude als zusammenhängende Funktionseinheit bei größeren Veranstaltungen. Auch bei einer Abtrennung bei separaten Veranstaltungen bleibt das räumliche Erleben der beiden Gebäude unbeeinträchtigt.

163 Die Meistersingerhalle wird als Einzeldenkmal durch bauliche Verbindungen möglichst wenig beeinträchtigt – das Nebeneinander von Alt und Neu würdigt den Bestand und stärkt die jeweiligen spezifischen Qualitäten.

164 Funktional kann jedes Gebäude autonom agieren. Da parallele Veranstaltungen durchaus unterschiedlichen Charakter haben (z. B. Ärztekongress und Symphoniekonzert), sind in jedem der Baukörper die zum Betrieb notwendigen öffentlichen Bereiche vorgesehen (Eingang / Kasse / Garderobe / etc.).

165 Die räumliche Nähe zwischen Konzerthaus und Bestandsgebäude und die Verbindung beider Baukörper machen eine Neuordnung der Zugänge an der Westseite der Meistersingerhalle (kleiner Saal, Verwaltungseingang) gegebenfalls erforderlich. Im Endergebnis – also nach Neubau des Konzerthauses und Generalsanierung der Meistersingerhalle – sind der kleine Saal der Meistersingerhalle und das Konzerthaus zeitgleich unabhängig voneinander nutzbar. Es ist zu prüfen, ob und inwieweit synergetische Nutzungen (etwa von Kassen- oder Garderobenbereichen) möglich sind.

166 Neben der Anbindung an die Meistersingerhalle für das Publikum erlaubt eine nichtöffentliche unterirdische Anbindung eine kurze Verbindung für Servicepersonal und Techniker, insbesondere auch für die Versorgung des Konzerthauses durch die Küche in der Meistersingerhalle (vgl. Abs. 251). Für die vertikale Erschließung der Ver- und Entsorgung ist ein ausreichend dimensionierter Aufzug (1,10 m × 2,10 m) vorhanden. Über diese Verbindung erfolgt auch die Ver- und Entsorgung des Konzerthauses durch das Untergeschoss der Meistersingerhalle zum bestehenden Tiefhof an der Südseite (vgl. Abs. 272).

167 Derzeit ungenutzte Flächen im Keller der Meistersingerhalle sollen für den Neubau genutzt werden, beispielsweise für den Einbau haustechnischer Anlagen oder den Anschluss des Konzerthauses etwa an die existierende Sprinkleranlage.

Abbildung 15

Abbildung 28: Kleines Foyer der Meistersingerhalle, 2011

Abbildung 16

Abbildung 29: Technikflächen der Meistersingerhalle, 2011

Konzertsaal (1/4)

168 Der Konzertsaal mit 1.500 Sitzplätzen ist das ästhetische, funktionale und technische Herzstück des Konzerthauses. Der Raum beeindruckt und fasziniert mit einer herausragenden Gestaltung und bettet den Besucher in die Aufführung, ohne sich selbst aufzudrängen. Die Akustik erfüllt höchste Anforderungen. Künstlern bietet er ideale Voraussetzungen durch exzellente Hörbeziehungen im Bühnenbereich.

169 Symphonischer Musik und allen Besetzungen und Formaten der klassischen Musik wird eine herausragende akustische Qualität geboten. Ebenso soll eine exzellente Akustik für die Präsentation moderner Werke und auch technisch verstärkter Musik- und Showveranstaltungen gegeben sein. Die technischen Voraussetzungen für Aufführungen von Jazz, Weltmusik oder anderen Spezialformaten wie Konzerten zu Film- oder Videoprojektionen sind vorhanden, ohne die akustischen Bedingungen einzuschränken.

170 Der Konzertsaal steht nationalen und internationalen Orchestern, Ensembles und Solisten offen, die Nürnberger Staatsphilharmoniker und die Nürnberger Symphoniker werden als regelmäßige Nutzer erwartet, ein „Hausorchester“ als solches existiert nicht.

171 Die Sichtachsen und Blickbeziehungen vom Publikum auf das Podium und die Aufführenden sind als Element eines ästhetisch ganzheitlichen Erlebens für jeden Zeitpunkt einer Veranstaltung konzipiert. Saalform 172 Der Konzertsaal ist als „Schuhschachtel“ angelegt. Wesentliches Merkmal dieser Form ist die Frontalausrichtung des Publikums auf die Bühne. Zentraler Grund für diese Gestaltung sind akustische Gesetzmäßigkeiten zur Ausbreitung von Schall im Raum, denen mit dieser Saalform am besten entsprochen werden kann (Fokus: gutes Hören), sowie die Möglichkeit, den Saal auch für Showproduktionen und ähnliche Formate mit frontaler Ausrichtung zu nutzen. Eine Anordnung der Sitze als „Weinberg“ (Verteilung der Sitze terrassenförmig rund um eine zentrale Bühne) wurde mit Hinblick auf die geplante Nutzung für Showproduktionen ausgeschlossen.

173 Ansteigendes Gestühl im Parkett und auf dem Rang / den Rängen (vgl. Abs. 184) sowie seitlich platzierte Sitzreihen mit zur Bühne hin angeschrägt ausgerichteten Stühlen garantieren nach Auffassung der Ausloberin in der „Schuhschachtel“ sowohl gute Sichtbeziehungen von jedem Platz auf die Bühne als auch optimale Hörbedingungen im gesamten Raum. Plätze auf dem Rang / den Rängen, die bis neben die Szenenfläche vorgezogen sind, bieten dabei einen direkten Blick seitlich auf die Bühne (vergleichbar dem aus der Proszeniumsloge in den Orchestergraben eines Opernhauses) und schaffen – wie auch die Plätze auf dem Chorpodium, die bei Konzerten ohne Chor für Publikum geöffnet werden können – eine Art „Weinbergsituation“.

174 Aufwändigere Showproduktionen sind aus wirtschaftlichen Gründen darauf angewiesen, möglichst alle 1.500 möglichen Sitzplätze verkaufen zu können. Daher sind kreative Lösungen für die Anordnung der Zuhörerplätze und für die Bühnengeometrie gefragt. Ein leicht trapezförmiger Zuschnitt der Szenenfläche kann von Vorteil sein.

Konzertsaal (2/4)

Saalgeometrie und -volumen / akustische Anforderungen 175 Der Konzertsaal ist als Schuhschachtel mit einem Seitenverhältnis von ca. 1:2:1 (Breite zu Tiefe zu Höhe) konzipiert. Er verfügt über ein Volumen von mindestens 16.000 m³ – (10m3 je Sitzplatz bzw. Zuschauer) innerhalb der akustisch wirksamen Flächen. Leicht trapezförmige Geometrien sind entwurfsabhängig möglich, wenn sich daraus Vorteile – z. B. für die Sichtbarkeit – ergeben, ohne das binaurale Hören negativ zu beeinflussen. Eine Raumhöhe von mindestens 20 m und eine Raumlänge unter 45 m sind anzustreben. Die genaue Ermittlung der Saalabmessungen und des Raumvolumens innerhalb der Schuhschachtel-Geometrie ist Teil der Wettbewerbs aufgabe.

176 Die gewünschte Nachhallzeit im besetzten Saal soll 2,0 s über den gesamten interessierenden Frequenzbereich betragen und gilt als Vorgabe für die Planung.

177 Die Raumgeometrie erlaubt die Herstellung einer hohen und gleichmäßigen Diffusität. Die Oberflächen, Reflektoren und Diffusoren sind in den Entwurf mit hoher gestalterischer Qualität zu integrieren.

178 Die Ausbildungen der oberen akustischen Raumbegrenzungen (Decke oder Reflektor) müssen so erfolgen, dass die Hörsamkeit zwischen den Musikern gewährleistet wird und die Pegel im Auditorium so angehoben werden, dass eine gleichmäßige Verteilung der Lautstärke erfolgt.

179 Innerhalb des Konzertsaals sind die Pegel so zu begrenzen, dass die Summenpegel aus allen Einwirkungen (ausgenommen Publikum) die Pegel der Noise Criteria Kurve NC 15 nicht überschreiten. Bei der Dimensionierung der Maßnahmen für Bauakustik und technische Akustik (Bauteilabmessungen, Baustoffe und Konstruktionen sowie Größe der Technikzentralen und der Kanäle, Art des Lüftungssystems) ist diese Anforderung zu beachten. Besucheranordnung 180 Die Bühne ist als Szenefläche konzipiert – die Anordnung der Sitzplätze erlaubt eine ideale Sicht auf die Bühne von jeder Stelle des Saales.

181 Die Bestuhlung ist fest ansteigend. Die erste Reihe ist von ihrer Rückenlehne aus gemessen mindestens 2,20 m vom 0,8 m erhöhten Podium entfernt. Die letzte Stuhlreihe soll nicht weiter als 35 m von der Bühnenvorderkante entfernt sein.

182 Der Abstand der Sitzreihen beträgt überall 0,95 m bei einer Stuhlbreite von mindestens 0,56 m. Eine Anordnung der Sitzplätze ohne Mittelgang wird präferiert insoweit die notwendige Entfluchtung gewährleistet ist.

183 Für Rollstuhlbenutzer steht eine ausreichende Anzahl Plätze zur Verfügung (VstättV: ca. 1%=15). Vom Foyer aus sind sie ebenengleich ohne Stufen oder übermäßige Anrampungen erreichbar, ihnen sind Plätze für Begleitpersonen zugeordnet. Die Plätze sind auf verschiedene Raumzonen im Saal verteilt, um das Konzerterlebnis von unterschiedlichen Stellen zu ermöglichen. Auf gute Sichtbeziehungen dieser Plätze zum Podium ist zu achten.

184 Hinsichtlich der Anzahl der Ränge besteht keine Empfehlung oder Vorgabe. Die notwendigerweise entstehenden weiteren Flächen (Verkehrsflächen, Toiletten, Catering usw.) haben mit Sicherheit Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit – dem muss ein realer qualitativer Gewinn gegenüberstehen. An einem Zugang ist ein störungsfreies Betreten des Saales nach Veranstaltungsbeginn möglich.

185 Der Konzertsaal ist von Umgebungsgeräuschen aus dem öffentlichen Foyerbereich durch einen Schleusenbereich mit (in der Summe) mindestens zwei aufeinanderfolgenden Türebenen geschützt (vgl. auch Abs. 297).

Abbildung 31: Blick über die Bühne auf den Publikumsbereich, Oktober 2017

Abbildung 17

Konzertsaal (3/4)

Bühne / Orchesterpodium 186 Bühne und Publikum befinden sich im gleichen Raum, ein separates Bühnenhaus ist nicht gewünscht. Für veranstaltungsspezifische Anpassungen des Bühnenraums kann mit möglichst einfachen Mitteln, z. B. durch die Hängung von Vorhängen oder ähnlichem, eine „Guckkastenbühne“ hergestellt werden.

187 Die Bühne dient als Orchesterpodium und verfügt über eine Fläche von circa 240 m2 (20 m × 12 m). Das Bühnenpodium liegt ca. 0,8 m von der ersten Reihe des Publikumsbereichs erhöht.

188 Die Bühne und ihre Aufbauten erfüllen sowohl die Anforderungen von Klangkörpern klassischer und anderer nicht elektronisch verstärkter Musik, wie auch die von Showproduktionen oder anderer Aufführungsformate. Anpassbare Podien und Hubpodeste bieten die hierfür notwendige Variabilität und werden auch als Orchesterstufen genutzt.

189 Die Bühne ist von den Künstlern über die Seitenbühnen direkt erreichbar (vgl. Abs. 195)

190 Die Bühne ist von den verschiedenen Lagern idealerweise niveaugleich, mindestens jedoch barrierefrei zu erreichen, wenn nötig mit einem Lastenaufzug (Lager Multifunktionalität / Kulissen und Podeste, Bühnenmagazin, Instrumentenlager, Flügelgarage, Tasteninstrumente).

191 Die Erreichbarkeit aus den Lagern über die Seitenbühne(n) ist der übliche Weg, andere Lösungen sind möglich, wenn die funktionalen Anforderungen (Länge der Wege, Akustik etc.) eingehalten sind. Für große Tasteninstrumente sind an geeigneten Stellen großzügige Öffnungen vorhanden (vgl. Abs. 260). Theoretisch ist der Auf-, Ab- und Umbau auch über einen Bühnenaufzug möglich, aus Kostengründen (Erstellung und Betrieb) ist dies keine präferierte Planungsvariante.

192 Von außen ist die Bühne direkt über die Zwischenlagerfläche niveaugleich belieferbar (vgl. Abs. 256). Chorpodium 193 Hinter dem Orchesterpodium befindet sich ein fest eingebautes Chorpodium für 120 Chormitglieder. Das Chorpodium kann veranstaltungsabhängig auch als Erweiterung der Besucherplätze genutzt werden, der Saal hätte dann eine Kapazität von 1.620 Personen.

194 Um eine Überschneidung von Musiker- und Publikumsverkehr zu vermeiden, sind für den Chorbereich separate Zugänge vorgesehen – einer aus dem Publikumsbereich bei Publikumsnutzung und einer aus dem Orchesterbereich bei Chornutzung. Seitenbühnen 195 Die Seitenbühnen sind die zentralen Flächen des Übergangs von verschiedenen nichtöffentlichen Bereichen (Künstlerlounge, Lagerflächen, Anlieferung, etc.) zum Bühnenraum. Die richtige Anordnung und Dimensionierung der Seitenbühnen und die Verknüpfung mit anderen Raumgruppen ermöglichen den reibungslosen Ablauf des Konzertbetriebs.

196 Seitlich des vom Publikum aus sichtbaren Podiumsbereichs bieten die Seitenbühnen sowohl einen Ort der Vorbereitung und Konzentration für Künstler wie auch temporäre Aufstellflächen für anstehende Umbauten (vgl. Abs. 260). Die Seitenbühnen dienen auch als akustische Schleuse.

Abbildung 18

Abbildung folgt

Abbildung 32: Staatsphilharmonie Nürnberg in der Meistersingerhalle, Oktober 2017

197 Von den Seitenbühnen führen ausreichend große Portale auf die Bühne und gewährleisten die schnelle Erschließbarkeit, auch mit großen Gruppen von Künstlern. Die Zugänge führen idealerweise auf das vordere, publikumszugewandte Drittel der Bühne, so dass auf der Bühne aufgestellte Instrumente – insbesondere auch große Tasteninstrumente – oder Aufbauten nicht in den Laufwegen stehen. Hierfür können gegebenenfalls auch mehrere Zugänge von den Seitenbühnen vorgesehen sein.

198 Die Seitenbühnen sind von der Künstlerlounge aus direkt und auf kurzem Wege zu erreichen. Doppelflügeltüren bieten einen großzügigen Zugang mit allen gängigen Instrumenten und Bühnenteilen.

199 Zur Anlieferung von außen ist eine der beiden Seitenbühnen über große Portale auf direktem Wege mit der Zwischenlagerfläche verbunden – idealerweise niveau gleich (vgl. Abs. 256). Inspizientenraum / -pult 200 Innerhalb der Seitenbühne liegt ein Raum mit festem Blickkontakt zur Bühne (oder über Monitore) für den Inspizienten. Über Monitor- und Sprechanlagen sind aus dem Inspizientenraum Bild- und Tonübertragungen in die Aufenthaltsräume und Garderoben einzelner Personen und Gruppen möglich.

201 Er ist auf der linken Seite der Bühne (aus Publikumssicht) verortet. Feuerwehrnische 202 Auf der rechten Seite der Bühne (aus Publikumssicht) befindet sich innerhalb der Seitenbühne eine Nische für die Feuerwehr. Von dieser Nische aus sind der Saal und insbesondere die Bühne während Veranstaltungen jederzeit zu überblicken.

Konzertsaal (4/4)

Funktionale Saalelemente 203 Der Einsatz der funktionalen Saalelemente und technischer Ergänzungen schränkt die Nutzbarkeit bühnentechnischer Vorrichtungen (Rigging an Zügen und Hängepunkten mit Traversen, Lautsprechern, Scheinwerfern etc.) nicht ein. Beleuchtung 204 Der Saal verfügt über fest installierte Lichttechnik, die unterschiedliche Anforderungen erfüllt.

205 Licht und Beleuchtung tragen in hohem Maße zum Raumerlebnis des Saales bei. Stimmungsvolles Saallicht, das dem Charakter der jeweiligen Veranstaltung entsprechend angepasst werden kann, ist daher von zentraler Bedeutung. Die technischen Einrichtungen bleiben dem Blick des Gastes dabei möglichst verborgen, sie sind für die Mitarbeiter des Hauses aber jederzeit gut und sicher zugänglich.

206 Das Licht im Publikumsbereich ist stufenlos dimmbar und erlaubt eine gleichmäßige, blend- und schattenfreie Ausleuchtung aller Flächen. Insbesondere können alle Bereiche, die von Besuchern begangen werden, jederzeit gut und verkehrssicher ausgeleuchtet werden. Auch während einer Veranstaltung sind bei gedimmtem Saallicht alle Verkehrsflächen ausreichend beleuchtet und alle Ausgänge gut erkennbar.

207 Das Bühnenlicht kann die vollständige Szenenfläche so ausleuchten, dass professionelle Ansprüche aller Besetzungen erfüllt werden können.

208 Die Ausleuchtung des Saals und der Bühne ist so dimensioniert, dass Videoaufnahmen und Übertragungen im Internet ohne zusätzlich Lichttechnik jederzeit möglich sind („Digital Concert Hall“).

209 Die lichttechnischen Anlagen und ihre Dimensionierungen sind zu einem späteren Zeitpunkt Gegenstand der Entwurfsplanung. Schon der Entwurf beachtet, dass konstruktive Elemente die entsprechenden Nutzungen und Funktionen ermöglichen. Projektionswand 210 Der Saal verfügt über eine Projektionswand, auf der Filme und Videoübertragungen präsentiert werden können. Sie ist in der Saaldecke installiert und kann von dort herabgelassen werden. Die Steuerung ist mindestens aus dem Regieraum und aus dem Inspizientenraum möglich.

211 Die Projektionswand befindet sich zwischen dem hinteren, dem Publikum abgewandten, Bühnenende und dem Chorpodest hinter bzw. oberhalb der Bühne; im Falle ihrer Nutzung verdeckt sie (vom Saal aus gesehen) das Chorpodest und schließt den Raum optisch am hinteren Ende der Szenenfläche ab. Entwurfsabhängig ist eine Positionierung auch hinter dem Chorpodest denkbar; in diesem Fall wäre die Nutzung der Chorplätze für Ausführende möglich.

212 Die Bespielung der Leinwand erfolgt über eine aus der Saaldecke absenkbare Plattform, die über entsprechende Kabelverbindungen (Strom, Signal) zum Beamer / Projektor verfügt. Alternativ dazu ist die Projektion aus der Saalrückwand (Regieraum) möglich. Regieraum 213 Der Regieraum beinhaltet die technische Ausrüstung für Aufnahmen und Übertragungstechnik z. B. ins Internet, in Garderoben oder Stimmzimmer und in die Foyerbereiche. Er ist außerhalb des Konzertsaals mit mittigem Blick auf die Bühne und auf Höhe des 1. Rangs gelegen. Zur Erfüllung der hohen Anforderung an die Akustik des Saals müssen die Trennbauteile des Regieraums entsprechend hochwertig ausgeführt werden. Im Zuschauerbereich befindet sich an geeigneter Stelle ein Front-of-House (FOH)-Platz zur bühnennahen Steuerung der Technik aus dem Saal.

Abbildung 19

Abbildung 33: Technikdecke in der Meistersingerhalle

Weitere Anforderungen Konzertsaal Dach / Deckenhohlraum 214 Der Konzertsaal muss gegenüber der Außenluft mit einer zweischaligen Konstruktion schallgedämmt werden. Dadurch kann ein vollständig begehbarer Deckenhohlraum entstehen, der zur Einbringung, Bedienung und Wartung der Saaltechnik genutzt werden kann. Bei allen Lösungen muss die Saaltechnik gut und ohne Verwendung von Zusatzgeräten zugänglich sein. Die Technikdecke kann als Teil des Deckentragwerks geplant werden. Lüftung 215 Aus akustischen Gründen (Einhaltung der Pegel nach NC 15) wird eine Quelllüftung für die Belüftung des Saales vorgesehen, entsprechend ist ein ausreichend großer Hohlraum unter der untersten Saalebene zu planen.

Hinterhaus (1/4)

Erschließung 216 Der Zugang für Künstler (Künstlereingang) und Mitarbeiter des Hauses (u. a. Büros des Managements und Kongressbereichs „Meistersingerhalle“) ist in geeigneter Form und Lage anzuordnen – getrennt von Publikumseingängen und mit direktem Zugang zum Backstage-Bereich. Pforte mit Wartebereich, Erste-Hilfe-Raum und Feuerwehrraum 217 Als einladende Eingangssituation für Künstler und Mitarbeiter dient eine Pforte mit Wartebereich. Sie stellt sicher, dass nur Zugangsberechtigte das Haus betreten und ist zugleich Anlaufstelle für Handwerker und Lieferanten.

218 Auf kurzem Weg von den öffentlichen Räumen des Vorderhauses erreichbar und in der Nähe der Pforte liegen Erste-Hilfe-Raum und der Aufenthaltsraum für die Feuerwehr.

219 Von der Pforte aus führen direkte Wege zur Künstlerlounge und zu den Aufenthaltsräumen der Künstler (Stimmzimmer / Garderoben). Aufenthaltsbereich Künstler Begegnungs- und Aufenthaltsfläche – Künstlerlounge 220 Ebenengleich und idealerweise in Nähe der Bühne dient eine Künstlerlounge als zentraler, offener und großzügiger Aufenthalts- und Begegnungsbereich für die Künstler vor und nach Konzerten sowie in Probenpausen.

221 Natürliches Licht und eine gehobene Austattung schaffen einen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität und einer angenehmen Atmosphäre. Sitzgruppen, Tische und Stühle sowie Ablagemöglichkeiten für Musikinstrumente und Noten sind ebenso vorhanden wie die Möglichkeit zur einfachen Bewirtung.

222 Der Bereich selbst kann fließenden Charakter haben und in anliegende Verkehrsflächen übergehen. Auch Außenbereiche wie Terrassen oder Austritte sind denkbar.

223 Kurze Wege oder Direktzugänge zu Garderoben und Stimmzimmern ermöglichen den Künstlern spannungsfreie Veranstaltungen und verhindern kollidierende Wegeführungen im Backstage-Bereich. Direkt angeschlossen sind die Künstler- und Crew-Cateringflächen, ein Toilettenbereich für die Künstler und die Veranstalterbüros. Künstler- und Crew-Cateringfläche 224 Für die Künstler und die Crew ist eine separate Bewirtung durch eine kleine Küchenfläche mit einer Ausgabefläche vorhanden. Die Cateringfläche kann in der Künstlerlounge aufgehen. Im Bereich der Künstlerlounge ist an einer Aufweitung der Verkehrsflächen eine Fläche zur Aufstellung von Automaten (Snack- und Getränkeverkauf) vorhanden.

Hinterhaus (2/4)

Stimmzimmer / Garderoben 225 Für die Künstler stehen Aufenthaltsräume zur Verfügung, die sowohl als Stimmzimmer als auch als Garderobe genutzt werden. Sie sind für die jeweiligen In strumente dimensioniert und entsprechend akustisch ausgerichtet.

226 Als eine Mischung verschieden ausgestatteter Räume sind sie veranstaltungsabhängig flexibel bespielbar. Die Räume sind mit Tageslicht belichtet. Gezielte Ausblicke tragen zur Atmosphäre bei und erheben die Räume über ihre reine Funktionalität.

227 Die Stimmzimmer weisen eine dem Saal angenäherte Raumakustik und Raumklimatik auf. Die Raumklimatik kann idealerweise auch ohne aufwändige technische Maßnahme hergestellt werden (Anordnung der Räume im Gebäude, Sonnenschutz / Verschattung, Größe und Ausrichtung der Fensterflächen, Speichermassen, Nachtlüftung etc.).

228 Die Bühne ist von den Stimmzimmern / Garderoben über die Seitenbühnen schnell zu erreichen.

Dirigent und Konzertmeister 229 Für Dirigent und Konzertmeister steht jeweils ein Raum in gehobener Ausstattung mit kleinem Sanitärbereich (Dusche, WC) zur Verfügung. Beide sind mit einem Flügel ausgestattet, die Räume sind entsprechend akustisch gedämpft. Die Räume ermöglichen den schnellen und direkten Auftritt von links auf die Bühne.

Solisten 230 Insgesamt fünf Räume stehen für Einzelkünstler bereit. Sie erlauben den notwendigen Rückzug für eine konzentrierte Vorbereitung und den Aufenthalt in Pausenzeiten. Jeder Raum verfügt über einen kleinen Sanitärbereich mit Dusche und WC. Idealerweise sind alle fünf Räume – mindestens jedoch drei – niveaugleich zur Bühne angeordnet. Mindestens zwei sind bühnennah links verortet, eine der Sologarderoben ist barrierefrei (rollstuhlgerecht) zu gestalten.

Gruppen 231 Für die unterschiedlichen Instrumentengruppen eines Orchesters stehen Stimmzimmer in ausreichender Anzahl und Größe zur Verfügung. Die Stimmzimmer werden als Garderoben, Aufenthaltsräume und zum Einspielen vor den Konzerten genutzt. Eine entsprechende Möblierung (Spinde, Tische, Stühle etc.) wird dauerhaft vorgehalten.

232 Auch bei anderen Veranstaltungsformaten wie z. B. Showproduktionen sind die Räume nutzbar als Garderobe, zum Einspielen oder als Aufenthaltsraum für die Künstler.

233 Sie sind in kurzer Entfernung zur Bühne angeordnet, idealerweise auf Bühneniveau, gegebenenfalls aber auch auf anderen Ebenen.

Abbildung 35: Konzertvorberetung Staatsphilharmonie Nürnberg, Oktober 2017

Abbildung 20

Hinterhaus (3/4)

Chorgarderobe 234 Für Chöre von bis zu 120 Personen steht ein Raum mit Spinden als Umkleide zur Verfügung. Der Chorprobenraum ist auf kurzem Wege erreichbar. Die intensive Nutzung des Raumes von 0,8 m2 / Person ist bei der Planung und Gestaltung bedacht – er schließt effizient an die funktional verknüpften Bereiche an (Künstlerlounge, Toilettenanlagen etc.). Chorprobenraum 235 Der Chorprobenraum kann neben seiner eigentlichen Funktion auch für öffentliche Nutzungen (z. B. Konzerteinführungen) genutzt werden. Seine Lage und Erschließung ist entsprechend geplant.

236 Für Chorproben ist der Raum mit mobilen Podesten ausgestattet, die aus dem Lager mit Hubwagen angefahren werden können.

237 Der Chorprobenraum ist bauakustisch vom Saal und anderen Räumen soweit zu trennen, dass keine störenden Schallübertragungen zwischen den Räumen bei zeitgleichen Nutzungen auftreten. Der Chorprobenraum ist entsprechend der raumakustischen Anforderungen zu gestalten. Eine Aufstellungsbreite von 12-14 m für den Chor ist ein übliches Maß, das die Geometrie des Raums bestimmt. Als Raumvolumen sind 7 kbm pro Sänger bei max. 120 Sängern anzunehmen.

238 Der Chorprobenraum soll mit Tageslicht belichtet sein. Nebenräume Toiletten / Duschen 239 Im Hinterhaus sind verschiedene Toilettenanlagen für die unterschiedlichen Nutzergruppen auf allen Ebenen vorhanden. Ein WC für Menschen mit Behinderungen ist an geeigneter Stelle vorzusehen.

240 Es ist mit bis zu 250 Personen zu rechnen, die die Toilettenanlagen auch in Situationen von Zeitdruck und persönlicher Anspannung nutzen. Die Planung der Toilettenanlagen wird dieser Anforderung durch eine sinnvolle und effiziente Anordnung gerecht.

241 Insbesondere eine ausreichende Anzahl WC´s in Nähe der Künstlerlounge trägt zu einer Entspannung der Atmosphäre bei. Hier sind auch vier separate geschlechtsneutrale Duschkabinen vorhanden.

242 Insgesamt drei Räume stehen als flexible und effiziente Umkleidekabinen mit Spinden zur Verfügung.

243 Toilettenanlagen für hauseigene Handwerker können ggf. auch im Untergeschoss vorgesehen werden.

Kopierraum 244 Verwaltung, Veranstaltern und Musikern steht ein Kopierraum zur Verfügung.

Abstellräume / Putzmittelräume 245 Auf allen Ebenen ist eine ausreichende Anzahl Abstellräume / Putzmittelräume vorhanden. Veranstalterbüro 246 Für Tourmanager und Vor-Ort-Manager stehen zwei Büros von je 12 m2 als nicht-dauerhafte Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Räume sind in der Nähe der Künstlerlounge angeordnet. Orchesterwarte 247 Für Orchesterwarte steht ein Raum mit bis zu drei Arbeitsplätzen und kleinem Lager zur Verfügung. Auch diese Räume befinden sich in der Nähe der Künstlerlounge.

Abbildung 21

Abbildung 36: Chorgarderobe, Oktober 2017

Hinterhaus (4/4)

Verwaltung 248 Insgesamt 30 Mitarbeiter arbeiten dauerhaft in Büros und dazugehörigen Nebenräumen für den täglichen Betrieb und die Leitung der Konzerthalle und der Meistersingerhalle.

249 Die alltägliche Arbeit im schnelllebigen Veranstaltungsbetrieb erfordert eine Arbeitsatmosphäre, die die hohen Belastungen kompensiert. Die Konfiguration der Räume erlaubt flexibles Arbeiten und bietet einen Ort der Ruhe und Konzentration.

250 Lage und Anordnung erlauben kurze und effiziente Wege zu allen wichtigen Bereichen des Konzerthauses und der Meistersingerhalle. Küche / Catering 251 Der Cateringbereich hat direkten Anschluss an den Foyerbereich. Er ist als Ergänzung zur bestehenden Küche der Meistersingerhalle konzipiert und wird vom selben Pächter betrieben. Entsprechend sind Verbindungen – unterirdische und / oder überirdische – vorzusehen (vgl. Abs. 166).

252 Die nichtöffentliche Anbindung an die Meistersingerhalle wird auch vom Catering genutzt (vgl. Abs. 166). Logistik: Ver- und Entsorgung 253 Die notwendigen außen- und innenliegenden Logistik- und Rangierflächen sind als selbstverständlicher Bestandteil qualitätsvoll in das Konzerthaus und die Außenanlagen integriert und werden den städtebaulichen Ansprüchen gerecht (vgl. Kap. 3 | 07).

254 Die Ver- und Entsorgung des Konzerthauses bedingt verschiedene Anlieferungsarten und Anfahrsituationen. An- und abgefahren werden

■ veranstaltungsspezifische Lieferungen wie Bühnenaufbauten, technische Ausstattung oder Instrumente, ■ allgemeine Verbrauchsmaterialien für Verwaltung und Veranstaltungsbetrieb, ■ Lieferungen für Catering, ■ zu entsorgende Materialien (Catering, Verbrauchsmaterialien etc.), ■ weitere Lieferungen.

255 Entwurfsabhängig kann die Anfahrsituation gebündelt werden, für „schwarze“ und „weiße“ Zonen und Wege sind separate Bereiche auszuweisen. Mindestens für die Anlieferung des Saals wird eine bühnenniveaugleiche Situation empfohlen – Lösungen mit großflächigen Lastenaufzügen generieren unverhältnismäßig hohe monetäre Aufwendungen in Erstellung und Betrieb und stören den effizienten Veranstaltungsauf- und -abbau. Anlieferung Saal mit Zwischenlagerfläche 256 Die Zwischenlagerfläche verbindet die Anlieferung von Außen mit mindestens einer der beiden Seitenbühnen, um einen effizienten Auf- und Abbau auf der Bühne zu ermöglichen. Akustischen Störungen von Veranstaltungen ist durch erhöhte Schallschutzmaßnahmen zu begegnen.

Abbildung 22

Abbildung folgt

Abbildung 37: Instrumentenkisten, Oktober 2017

Werkstatt und Lager 257 Die richtige Lage der verschiedenen Lager und der Werkstatt ist essentiell für den reibungslosen Betrieb des Hauses. Die Wege zur Bühne sind kurz. Liegen die Räume auf anderen Ebenen als die Bühne, sind sie mit Lastenaufzügen versehen. Bühnenmagazin 258 Im bühnennahen Bühnenmagazin befinden sich diverse Ausstattungsgegenstände für die Bühne, zum Beispiel auch Kulissen und Podeste. Instrumentenkistenlager / Lagerfläche Showproduktion 259 Es stehen Lagerflächen für Instrumentenkisten, Bühnenequipment, Notenpulte etc. zur Verfügung. Die Nutzung der Räume erfolgt sowohl durch externe Veranstalter während der Veranstaltungszeit und dem Auf- und Abbau sowie durch das Konzerthaus selbst. Durch die Schaffung von unterschiedlichen Räumen ist eine getrennte Nutzung sicherzustellen. Flügelgarage 260 Das Konzerthaus verfügt über eine Grundausstattung an Tasteninstrumenten. Da auch ein Auf- und Abbau in Pausen von Veranstaltungen nicht unüblich ist, ist das Lager schnell und direkt erreichbar, idealerweise niveaugleich, mindestens mit einem Lastenaufzug. Im Regelfall wird der Flügel vorne links auf der Bühne aufgestellt (vgl. Abs. 197). Kombi-Werkstatt Licht / Ton / Schlosser / Schreiner mit Lager 261 Für allgemeine Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten ist eine Kombi-Werkstatt für Licht, Ton, Metall und Holzarbeiten vorhanden. Die Werkstatt ist kein dauerhafter Arbeitsplatz.

3 | 07

Erschließung

262 Die übergeordnete Erschließungssituation für ÖPNV, NMIV und MIV ist in Kapitel 2 | 04 beschrieben und kann als gegeben angenommen werden. Barrierefreiheit 263 Bayern soll bis 2023 im gesamten öffentlichen Raum und im gesamten öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei werden. Dieser Anspruch gilt auch für öffentliche Gebäude – der Anspruch an Barrierefreiheit ist entsprechend hoch. Im Gebäude und in den Außenanlagen ist die barrierefreie Erschließung in die Planung integriert. Es gelten die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen, Verordnungen und Richtlinien. Fuß- und Radwege 264 Für die Erreichbarkeit von Konzerthaus und Meistersingerhalle sowie für den Durchgangsverkehr (Wodanstraße–Bayernstraße) ist ein ausreichend breiter Gehweg und ein Zweirichtungsradweg (2,5 m Breite) vorzusehen. Der Radweg ist straßenseitig zu planen, zu Bushaltestellen ist ein ausreichender Sicherheitsabstand vorzusehen. Auf eine klar erkennbare und sichere Linienführung ist zu achten.

265 Die Bushaltestellen der Linie 36 sind zu beachten und an das Wegesystem anzuschließen.

266 Von der Straßenbahnhaltestelle und der bestehenden Lichtsignalanlage ist eine komfortable Wegeverbindung zum Eingang des Konzerthauses und der Meistersingerhalle gewünscht.

Erschließung der Bestandsgebäude: Meistersingerhalle und Hotel 267 Die Funktionalität der Erschließungen der Meistersingerhalle und des Hotels ist bei allen Planungen sicherzustellen.

3 | 07.01 Anlieferung

Anlieferverkehr Bühne Konzerthaus 268 Der Anlieferverkehr für die Bühne des Konzerthauses – LKW mit Kulissen, Instrumente etc. – erfolgt auf dem Wettbewerbsgebiet. Die Anlieferung erfolgt mit LKWs von bis zu 36 t mit einer maximalen Höhe von 4,00 m.

269 Die Zufahrt erfolgt durch den verbindlich festgelegten Teilanschluss (siehe CAD-Daten) an die Münchener Straße mit den Fahrbeziehungen rechts rein und rechts raus unter Berücksichtigung des wertgebenden Baumbestandes. Der Anschluss wird auch als Zufahrt zur Tiefgarage des südlich angrenzenden Hotels dienen. Bevorzugt sollte eine Anliefersituation geschaffen werden, bei der auch die Ausfahrt über denselben Teilanschluss an die Münchener Straße erfolgt, alternativ ist auch ein Anschluss der Ausfahrt an die Schultheißallee möglich.

270 Da Lieferverkehre während der Nachtzeit nicht ausgeschlossen werden können, ist die Anlieferung, sofern diese an der West- oder Südfassade angeordnet wird, einzuhausen. Der Umfang der Maßnahme (bedämpfte Teileinhausung oder geschlossene Anlieferung) ist von der Lage und der Eigenabschirmung der Anlieferung abhängig.

271 Von außen ist die idealerweise überdachte Verladerampe der Zwischenlagerfläche direkt anfahrbar (vgl. Abs. 256). Von dort wird entweder die Bühne oder eines der Lager direkt angedient. Weiterer Anlieferverkehr Konzerthaus 272 Die Ver- und Entsorgung des Konzerthauses jenseits der Bühnenfunktion – Verbrauchsmaterialien, Catering, Entsorgung etc. – erfolgt im Regelfall über den bestehenden Tiefhof im Süden der Meistersingerhalle, der über den östlichen Parkplatz der Meistersingerhalle erschlossen wird (vgl. Abs. 065). Vom Tiefhof

wird das Konzerthaus unterirdisch angeschlossen, so dass eine „unsichtbare“ Versorgung möglich ist. Die Möglichkeiten für den unterirdischen Anschluss befinden sich unter dem kleinen Foyer der Meistersingerhalle.

273 Die Generalsanierung der Meistersingerhalle ist ab circa 2029 geplant. Für diesen Fall ist die Anlieferung des Konzerthauses über den dortigen Tiefhof wahrscheinlich ausgeschlossen. Idealerweise ist eine funktional überzeugende Interimslösung für die dann notwendige vollständige Anlieferung direkt an das Konzerthaus für die Dauer der Generalsanierung möglich.

3 | 07.02 Konzerthaus: Innere vertikale Erschließung

274 Alle Aufzugsanlagen sind für eine effiziente vertikale Erschließung angeordnet und dimensioniert. Für getrennte Bereiche und verschiedene Nutzergruppen

Aufzugsanlagen vorhanden. Für die Aufzugsanlagen sind folgende Mindestmaße einzuhalten:

■ Vorderhaus/öffentlicher Bereich: 1,10 m × 2,10 m ■ Hinterhaus: 1,40 m × 2,00 m

275 Mindestens je ein Aufzug im Vorderhaus und im Hinterhaus fährt alle Ebenen des jeweiligen Gebäudeteils an. Vertikale Erschließungen sind bis auf die Dachebene geführt.

3 | 07.03 Ruhender Verkehr

PKW-Stellplätze 276 Die Stellplatzsituation im Osten der Meistersingerhalle ist in Kapitel 2 | 04 beschrieben. Sie soll vorerst beibehalten werden. Eine Anpassung ist im Kontext der Erarbeitung eines Mobilitätskonzepts im Nachgang des Wettbewerbs geplant. Hierbei werden unterschiedliche Varianten, z. B. die Anmietung weiterer umliegender Parkplätze untersucht.

277 In direkter Nähe des Konzerthauses sind acht Behindertenstellplätze vorzusehen. Die Stellplätze befinden sich in direkter Nähe des Zugangs zu Konzerthaus und Meistersingerhalle. Eine dafür vorgesehene Fläche an der Schultheißallee ist in den Planunterlagen gekennzeichnet, begründete Abweichungen sind möglich.

278 Auf dieser Fläche ist auch eine Taxi-Vorfahrt für bis zu fünf Taxen vorzusehen, auch hier sind begründete Abweichungen möglich. Fahrradstellplätze 279 Gebäudenah sind Fahrradabstellanlagen im Außenbereich für ca. 100 Fahrräder zu planen. Mindestens 20 Fahrradstellplätze sind überdacht – die Gestaltung entspricht dem Qualitätsanspruch des Konzerthauses.

280 Der Fahrradstellplatz ist mit genügend Platz für das Einstellen zu planen (Abstand der Fahrradbügel 120 cm bei beidseitiger Nutzung) und mit entsprechenden Vorkehrungen gegen Diebstahl und Vandalismus zu versehen. Weitere Stellplätze 281 Für Reisebusse und Taxis mit Publikumsverkehr ist eine Vorfahrt in direkter Nähe des Foyers vorgesehen. Eine dafür vorgesehene Fläche an der Schultheißallee ist in den Planunterlagen gekennzeichnet, begründete Abweichungen sind möglich. Dauerparkplätze für Busse befinden sich auf dem Ostparkplatz der Meistersingerhalle.

282 Für Übertragungswagen von Fernseh- oder Rundfunkanstalten ist mindestens ein Aufstellplatz in der Nähe des Konzerthauses vorhanden.

3 | 08

Umweltbelange

3 | 08.01 Umweltschutz

283 Aus ökologischer Sicht bedeutet jede bauliche Maßnahme einen Eingriff in das in großen Teilen schützenswerte System von Flora und Fauna. Entsprechend empfiehlt sich eine Anordnung des Konzerthauses auf bereits versiegelten oder teilversiegelten Flächen. Eingriffe in die Alteichenbestände sind so gering wie möglich zu halten.

284 Die Ergebnisse des Berichts zu faunistischen Erfassungen im Umfeld des geplanten Konzertsaals (Grosser-Seeger & Partner) sind zu beachten.

285 Es gilt die Nürnberger Baumschutzverordnung.

3 | 08.02 Nachhaltigkeit und energetischer Standard

Ressourcenverbrauch 286 Von den Teilnehmern wird ein Entwurfskonzept erwartet, das mit einem geringen Einsatz von Energie und Ressourcen die höchstmögliche Gesamtwirtschaftlichkeit, Behaglichkeit und Architekturqualität erzielt und somit die Prinzipien der Energieeffizienz und der Nachhaltigkeit erfüllt.

287 Die eingesetzten Bauteile und technischen Anlagen sollen eine hohe technische Nutzungsdauer aufweisen, so dass sich optimierte langfristige Sanierungskosten ergeben.

288 Nachhaltige Gebäude stehen für hohe und dauerhafte Qualität, wirtschaftliche Effizienz, Planungs- und Kostensicherheit und langfristigen Werterhalt. Wärmeverluste des Gebäudes sowie der Verbrauch von Energie und Ressourcen sollten minimiert und die Wärmespeicherfähigkeit sowie die Gewinnung und Nutzung von erneuerbaren Energien maximiert werden. Energetische Zielsetzung und Standards der Stadt Nürnberg 289 Der energetische Standard soll die Mindestanforderung der Energieeinsparverordnung und des Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetzes, jeweils in der zum Zeitpunkt der Planung aktuellen Fassung, einhalten. Der Baustandard der Stadt Nürnberg sieht vor, dass – nach der Baugenehmigung – mit Hilfe von Varianten geprüft wird, ob die Realisierung des Wärmeschutzes in Anlehnung an den Passivhausstandard wirtschaftlich darstellbar ist. Entsprechend werden Lösungen begrüßt, bei denen dies grundsätzlich möglich ist. Es kann davon Abstand genommen werden, wenn es mit anderen Anforderungen kollidiert.

290 Die Energiebedarfsdeckung für Wärme soll mit der Nürnberger Fernwärme erfolgen. Diese hält die Anforderungen des EEWärmeG ein.

291 Energieeffiziente Lüftungskonzepte für Winter und Sommer sind zu bedenken.

292 Konzepte für einen umfassenden sommerlichen Wärmeschutz sind möglichst auf der Grundlage passiver Maßnahmen (aktiver Sonnenschutz, Speichermassen, Nachtlüftungsmöglichkeit) zu planen.

293 Nur in Ausnahmefällen ist aktive Kühlung möglich (Konzertsaal, ggf. Stimmzimmer und Foyer und Küchenbereiche).

294 Notwendige Klimatisierungs- bzw. Kühlmaßnahmen müssen energieeffizient sein.

295 Eine Photovoltaikanlage zur wirtschaftlichen Eigenstromversorgung soll eingeplant werden. Die wirtschaftliche Einsatzmöglichkeit von Stromspeichern ist zu prüfen.

Abbildung 38: Luftbild des Wettbewerbsgebiets und der Umgebung, Blick Richtung Süd-Osten, September 2017

Abbildung 23

3 | 09

Schall- und Erschütterungsschutz

Schallimmissionsschutz (Schutz der Nachbarschaft) 296 Die angrenzenden Wohngebiete im Norden und Westen sind schon jetzt durch Verkehrslärm stark beeinträchtigt. Vom Betrieb des Konzerthauses gehen zusätzlich Schallemissionen aus. Diese können im Wesentlichen verursacht werden durch die Geräusche gebäudetechnischer Anlagen, nach außen dringende Geräusche aus dem Saal und aus anderen „lauten“ Räumen, sowie durch Lieferverkehre. Aus der Summe der in der Wohnnachbarschaft einwirkenden Schallimissionen dürfen die höchstzulässigen Schallimmissionspegel nach TA Lärm, vermindert um die „Vorbelastung“, für ein allgemeines Wohngebiet nicht überschritten werden. Schallimmissionsschutz (Schutz des Konzerthauses) 297 Die hohe Belastung des Standortes durch Geräusche des Straßenverkehrs erfordert eine „Raum-in-Raum-Bauweise“ des Konzertsaales einschließlich der zu schützenden zugehörigen Räume wie des Regieraumes. Diese Räume sollen keine an Außenluft angrenzende Bauteile haben, sondern allseitig von Räumen oder Lufträumen umgeben sein. Die Zugänge zum Saal sind mit Türschleusen auszubilden.

298 Die erforderlichen Schalldämmungen zwischen den „lauten“ und den zu schützenden Räumen sind durch die Wahl der Baukonstruktionen und der Baustoffe nutzungsabhängig sicherzustellen.

299 Technische Anlagen wie z. B. Lüftung, Kühlung, Trafos etc. müssen in ausreichendem Abstand vom Saal bzw. durch hochschalldämmende Konstruktionen vom Saal und den sonstigen zu schützenden Räumen getrennt werden. Erschütterungsschutz 300 Auf das Wettbewerbsgebiet wirken Erschütterungen, insbesondere verursacht durch Straßenbahnvorbeifahrten, ein. Um spürbare Erschütterungen und sekundäre Luftschallabstrahlungen soweit zu begrenzen, dass durch diese in den zu schützenden Räumen die Pegel nach der Noise Criteria Kurve NC 15 nicht überschritten werden, müssen für den Saal mit den zugehörigen zu schützenden Räumen folgende Maßnahmen berücksichtigt werden:

301 Sofern der untere Abschluss die Bodenplatte (a) bzw. eine Geschossdecke (b) ist:

■ (a) Dicke der Bodenplatte ca. 1 m bzw. ■ (b) Decke mit einer ersten Eigenfrequenz von über 25 Hz

Abstand Straßenbahntrasse – Saal unter 40 m: ■ für (a) elastische Lagerung (ggf. Matten); ■ für (b) elastische Lagerung (vorr. Stahlfedern)

Abstand Straßenbahntrasse – Saal 40 m bis 80 m: ■ für beide Fälle (a) und (b) elastische Lagerung (Matten) f < 10 Hz

Abstand Straßenbahntrasse – Saal über 80 m: ■ in beiden Fällen (a) und (b) keine besonderen Maßnahmen

302 Die elastische Lagerung des Saals erfordert Abfugungen zu allen angrenzenden Bauteilen.

303 Die Lagerung des Saals auf Stahlfedern (voraussichtlich erforderlich bei Lagerung des Saals auf einer Geschoßdecke und bei einem Abstand des Saals von der Staßenbahntrasse unter 40 m) verursacht erhöhte Kosten.

3 | 10

Gebäudetechnik

304 Technikflächen sind im Raumprogramm beschrieben, sie sind vollständig nachzuweisen, konzeptabhängig sind Abweichungen möglich. Alle Technikflächen sind an dafür passenden Positionen zu planen. Die im Untergeschoss der Meistersingerhalle zur Verfügung stehenden Flächen sind zu nutzen.

305 Bei der Anordnung der Technikflächen und der Ausbildung der Umfassungsbauteile sind die hohen akustischen Anforderungen im Konzerthaus zu beachten. Es gelten die in diesem Kapitel genannten technischen Anforderungen. Heizung 306 Die Heizenergieversorgung wird über das städtische Fernwärmenetz gewährleistet. Belüftung und Belichtung 307 Mindestens der Konzertsaal ist als vollklimatisierter Raum zu planen, ggf. auch Stimmzimmer und Foyer. Cateringbereiche und sonstige Aufenthaltsräume sind mit kontrollierter Be- und Entlüftung vorzusehen.

308 Alle anderen Bereiche sind natürlich zu belüften, sofern dies nicht durch andere funktionale Anforderungen unmöglich ist.

309 Wenn möglich, sind alle Bereiche idealerweise natürlich zu belichten. Sprinkler 310 Auf Grund von Abweichungen zur Bauordnung kann eine Sprinkleranlage nötig werden. Wenn diese erforderlich ist, soll die Anlage an das bestehende Löschwasserbecken der Meistersingerhalle angeschlossen werden (Sprinklerbecken im Untergeschoss, vgl. Abs. 167). Sanitär 311 Die Regenentwässerung soll möglichst über eine Versickerung des anfallenden Wassers erfolgen. Weitere Hinweise zu Technikflächen 312 Die Technikflächen sollen dezentral im Gebäude nach Anforderung der jeweiligen Nutzung geplant werden. Grundsätzlich sind alle Bauteile wartungsarm zu planen.

313 Der 20 kV Trafo-Raum sollte im EG und in einem ausreichenden Abstand zum Saal verortet sein.

314 Technikräume oder -anlagen auf dem Dach sind in die Gestaltung des Baukörpers integriert. Sichtbare Technik-Dachaufbauten sind nicht erwünscht. Ein Teil der Technikflächen kann in Räumen im Untergeschoss der Meistersingerhalle verortet werden, die entsprechenden Flächen sind im Planmaterial dargestellt.

315 Die hohen Anforderungen an den Schall- und Erschütterungsschutz müssen bei der Anordnung und der baulichen Ausformung der Technikflächen berücksichtigt werden.

3 | 11 Weitere planerische, funktionale und

technische Anforderungen

3 | 11.01 Denkmalschutz

316 Die Meistersingerhalle und ihre Außenanlagen sind denkmalgeschützt. Die neue Bebauung muss einen Abstand und eine Haltung haben, der die historischen Qualitäten des Gebäudes angemessen würdigt. Bauliche Eingriffe sind grundsätzlich möglich, wenn die maßgeblichen Qualitäten nicht zerstört werden und erkennbare ästhetische und funktionale Vorteile entstehen (vgl. Kap. 2 | 02 ). Im Bereich der denkmalgeschützten Außenanlagen ist insbesondere straßennah eine zeitgemäße Gestaltung möglich und erwünscht.

3 | 11.02 Abstandsflächen

317 Für die Abstandsflächen (0,4h) der Bebauung steht nur das Wettbewerbsgebiet zur Verfügung, dies gilt insbesondere für die südliche Grenze des Baufeldes. Das angrenzende Grundstück befindet sich nicht im Besitz der Stadt Nürnberg. Für die genaue Ermittlung ist die Satzung der Stadt Nürnberg über die Tiefe der Abstandflächen (Abstandsflächensatzung – AFS, 2016) zu verwenden.

3 | 11.03 Baukonstruktion

318 Die Baukonstruktion entspricht insbesondere den Anforderungen der zügigen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit. Das konstruktive System ist mit möglichst großen, aber auch wirtschaftlichen Spannweiten auf das erforderliche Minimum reduziert. Die erforderlichen Mindesthöhen und Abmessungen einzelner Räume sind in der Raumprogrammtabelle enthalten und einzuhalten.

319 Ein zweites Untergeschoss ist nicht gewünscht.

320 Die Baukonstruktionen sind so zu wählen, dass die Anforderungen an den Schallund den Erschütterungsschutz erfüllt werden können und Dach- und Fassadenbegrünungsmaßnahmen nicht ausgeschlossen sind.

3 | 11.04 Brandschutz

321 Ziel ist ein Planungsvorschlag, der die Anforderungen des vorbeugenden Brandschutzes mit geringen technischen Kompensationsmaßnahmen realisiert und somit eine wirtschaftliche Erstellung und einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglicht.

322 Abweichungen von bestehenden Vorschriften sind auszuführen und die Genehmigungsfähigkeit darzulegen.

3 | 11.05 Bepflanzungen / Dachbegrünung

323 Alle Dachflächen sind extensiv zu begrünen. Ausgenommen sind technische Einrichtungen (inkl. PV-Anlagen, vgl. Abs. 295), Beleuchtungsflächen und Terrassen (vgl. Umweltbericht Grosser-Seeger, S.36).

324 Möglichkeiten zur Fassadenbegrünung sind zu prüfen.

3 | 11.06 Vorschriften und Richtlinien

325 Unter anderem wird auf folgende Gesetze, Erlasse bzw. technische Regelwerke hingewiesen:

■ ADFC – Hinweise für die Planung von Fahrrad-Abstellanlagen ■ Bauordnung des Landes Bayern (BayBO) ■ Baumschutzverordnung der Stadt Nürnberg ■ DIN 18040 und HBVA (Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen) ■ Energieeinsparverordnung 2016 und EEWärmeG ■ TA Lärm – Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm ■ Satzung der Stadt Nürnberg über die Tiefe der Abstandsflächen ■ Versammlungsstättenverordnung Bayern (VStättV) 2007

Abbildung 24

3 | 12 Realisierung, Kosten und

Wirtschaftlichkeit

326 Die Ausloberin legt großen Wert auf einen guten baulichen Qualitätsstandard und auf eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Kulturimmobilie. Die integrale Betrachtung von Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung trägt zu einer hohen Kostensicherheit in der Lebenszyklusbetrachtung bei. Es wird eine Minimierung aller Nutzungskostenarten angestrebt.

327 Das Preisgericht wird mit Beratung von Sachverständigen die Bewertung von erwartetem Aufwand (Kosten) zu erwartetem Ertrag (Qualität) im Vergleich der Arbeiten vornehmen und maßgeblich in die Entscheidung einfließen lassen.

328 Die Ausloberin erwartet einen kostenbewussten Planungs- und Bauprozess, der durch das städtische Bauinvestitionscontrolling (BIC-Prozess) intensiv begleitet werden wird. Das Wettbewerbsergebnis soll im Finanzrahmen von Benchmarks nach einschlägigen Kostenkalkulationswerken realisiert und nachgewiesen werden.

329 Im Umgang mit steuerfinanzierten Kulturbauten gelten in jedem Fall die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit und es wird ein verantwortungsbewusster und wirtschaftlicher Umgang mit den vorhandenen Ressourcen erwartet. Dies gilt insbesondere für Gebäudeanordnung, -organisation und -funktion, Logistik und Technik, Konstruktion und Materialität wie auch Kubatur und Gestalt. Verlangt wird ein schlüssiges Entwurfskonzept, welches die genannten Entwurfsparameter berücksichtigt und zu einem integralen Gesamtkonzept durchdacht vereint.

330 Im Besonderen werden Lösungen vorausgesetzt, die einen interdisziplinären Planungsprozess erkennen lassen sowie ein integrales Entwurfsmanagement widerspiegeln. Die Ausloberin kann sich die Umsetzung im Rahmen einer digitalisierten Planungsmethode nach den Grundlagen von Building Information Modeling (BIM) vorstellen.

Abbildung 25

Abbildung 40: Großer Saal der Meistersingerhalle im Bau (1961)

4 Verfahren

4 | 01

Wettbewerbsgegenstand

331 Wettbewerbsgegenstand ist der Neubau eines Konzerthauses in direkter Nähe zur Meistersingerhalle in Nürnberg.

4 | 02

Wettbewerbsart

332 Das Verfahren wird als offener Realisierungswett- 333 Nach Auswertung der Arbeitsergebnisse der bewerb gemäß RPW 2013 §3 in zwei Phasen ersten Phase wird die Jury bis zu 20 Arbeiten für durchgeführt, wobei die weitere Bearbeitung in der zweiten Phase des Verfahrens auswählen. ■ in der ersten Wettbewerbsphase grundsätzliche Lösungsmöglichkeiten, 334 Das Verfahren ist anonym. ■ in der zweiten Wettbewerbsphase detaillierte Kommunikation Ausarbeitungen und Vorschläge 335 Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommuzur oben genannten Bauaufgabe sowohl in nikation mit den Teilnehmern erfolgt im Wesentlistätebaulicher, architektonischer, funktionaler, frei- chen über das Internet. raumplanerischer, als auch ökonomischer Hinsicht erwartet werden.

4 | 03

Wettbewerbsbedingungen

Anwendung und Anerkennung der RPW RPW 2013 sowie den Inhalt dieser Auslobung als 2013 verbindlich an. Verlautbarungen jeder Art über 336 Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Pla- Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit nungswettbewerbe (RPW 2013) zugrunde, soweit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der nachstehend nichts Anderes ausgeführt ist. Erstveröffentlichung der Wettbewerbsbeiträge und -ergebnisse dürfen ausschließlich nur über die 337 Bei der Vorbereitung der Auslobung hat die Ausloberin abgegeben werden. Bayerische Architektenkammer entsprechend den Regelungen der RPW beratend mitgewirkt. Die Datenschutz Verfahrensbedingungen wurden auf Übereinstim- 341 Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, mung mit den RPW 2013 geprüft. Der Wettbewerb Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch wird unter der Nummer XXXX registriert. seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten 338 Die besonderen Bestimmungen für öffentliche Aufim Zusammenhang mit dem oben genannten traggeber (§9 RPW 2013) sind anzuwenden. Wettbewerb beim verfahrensbetreuenden Büro in Anregungen / bindende Vorgaben Form einer automatisierten Datei geführt werden. 339 Alle in diesem Auslobungstext beschriebenen Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. Rahmenbedingungen und Aufgabenstellungen sind auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. als Anregungen im Sinne der RPW zu verstehen. Es Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, gibt keine bindenden Vorgaben, deren Nichteinhal- Bankverbindung, Beauftragung im Wettbewerb, tung einen Ausschluss aus dem Verfahren zur Folge Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach hätte. Gleichwohl stellen die Anregungen die Ziele Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese der Ausloberin transparent dar und dienen unter Daten gelöscht werden (durch formlose schriftliche Anwendung der Beurteilungskriterien als Grundla- Mitteilung). Gemäß § 6 des novellierten Bundesdage der Bewertung. tenschutzgesetzes (BDSG) ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechts- Einverständnis grundlage für die Führung dieser Datei fehlt. 340 Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erkennt durch seine Beteiligung Verstöße bzw. Mitwirkung am Verfahren die vorliegenden 342 Die Wettbewerbsteilnehmer können behauptete Teilnahmebedingungen, die Anwendung der Verstöße gegen das in der Auslobung festge-

legte Verfahren oder das Preisgerichtsverfahren schränkt zu nutzen. Dies erfolgt ohne weitere gegenüber der Ausloberin rügen. Die Rüge muss Vergütung. Die Ausloberin wird von Rechten Dritter innerhalb von zehn Tagen nach Zugang der Preis- an den eingereichten Unterlagen/Leistungsbestandgerichtsprotokolle bei der Ausloberin eingehen. Die teilen freigestellt. Im Übrigen liegt das Recht an Ausloberin trifft ihre Feststellungen im Benehmen der Veröffentlichung der eigenen Entwürfe bei den mit dem zuständigen Wettbewerbsausschuss. Ein- teilnehmenden Architekturbüros, unter Beachtung sprüche gegen die vom Preisgericht beschlossene des Erstveröffentlichungsrechts der Ausloberin. Rangfolge sind nicht möglich. 349 Nicht prämierte Arbeiten werden von der Aus- 343 Ein Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer loberin nur auf Anforderung der Teilnehmer, die aufgrund erkannter Verstöße gegen Vergabevor- innerhalb von vier Wochen nach Zugang des Proschriften ist gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB nur tokolls der Preisgerichtssitzung eingegangen sein zulässig, wenn die/der Antragsteller diesen zuvor muss, zurückgesandt. Erfolgt keine Anforderung unverzüglich, das heißt innerhalb von zehn Kalen- innerhalb dieser Frist, erklärt der Teilnehmer damit, dertagen, bei der Ausloberin gerügt hat. auf sein Eigentum an der Wettbewerbsarbeit zu verzichten. Die Rechte nach dem Urheberrechtsge- 344 Verstöße gegen Vergabevorschriften im Anwensetz sind davon unberührt. dungsbereich der VgV (Vergabeverordnung), die aufgrund des Bekanntmachungstextes und Vertraulichkeit dieser Auslobung erkennbar sind, sind spätestens 350 Alle Unterlagen der Ausloberin sind vertraulich innerhalb der in der Bekanntmachung genannten zu behandeln, eine Weitergabe an Dritte ist nicht Frist gegenüber der Ausloberin zu rügen. Hilft die zulässig. Verlautbarungen jeder Art über den Inhalt Ausloberin der Rüge nicht ab, hat der Antragsteller und den Ablauf vor oder während des Wettbeinnerhalb einer Frist von 15 Kalendertagen nach werbsverfahrens, einschließlich der Erstveröffent- Eingang der Mitteilung der Ausloberin, der Rüge lichung der Wettbewerbsbeiträge und Ergebnisse, nicht abhelfen zu wollen, seinen Antrag bei der dürfen nur von der Ausloberin abgegeben werden. Vergabekammer des Freistaates Bayern unter unten 351 Die durch die Ausloberin und den Verfahrensbegenannter Adresse einzureichen. treuer zur Verfügung gestellten Unterlagen dürfen Regierung von Mittelfranken nur im Zusammenhang mit der Bearbeitung der Vergabekammer Nordbayern Aufgabe verwendet werden. Insbesondere in den Promenade 27, 91522 Ansbach CAD-Dateien sind Geobasisdaten der Bayerischen Tel.: +49 (0) 981 / 531277 Vermessungsverwaltung und Geodaten unter- Fax: +49 (0) 981 / 531837 schiedlicher Ämter der Stadt Nürnberg enthalten, vergabekammer.nordbayern@reg-mfr.bayern.de die einer besonderen – nur für den Zweck des Wettbewerbs bestimmten – Nutzungsbindung un- Eigentum und Urheberrecht terliegen. Eine weitere Verwendung in Teilen oder 345 Es verbleiben alle Rechte nach dem Urheber- Gänze bedarf der schriftlichen Zustimmung der rechtsgesetz bei den Verfassern. Die eingereichten Ausloberin und des Verfahrensbetreuers. Unterlagen der mit Preisen oder Anerkennungen ausgezeichneten Arbeiten werden Eigentum der 352 Bei der Publikation der CAD-Daten ist nachfolgen- Ausloberin. Alle von den Teilnehmern eingereichten de Quellenangabe notwendig: editierbaren Dateien werden ausschließlich zu ■ Geobasisdaten © Bayerische Vermessungsver- Zwecken der Vorprüfung verwendet und danach waltung vernichtet. ■ Geodaten © Stadt Nürnberg 346 Urheberrechtlich geschützte Teillösungen von Teil- 353 Sofern eine digitale Publikation erfolgt, dürfen die nehmern, die bei der Auftragserteilung nicht be- bereitgestellten CAD-Daten nur ohne Georeferenrücksichtigt worden sind, dürfen gegen eine ange- zierung und nicht im Vektorformat, das heißt nur messene Vergütung unter Berücksichtigung bereits in pixelstrukturierter Darstellung der CAD-Daten, erhaltener Vergütungsanteile genutzt werden. enthalten sein. 347 Die Erstveröffentlichung obliegt ausschließlich der Sonstiges Ausloberin. 354 Eine individuelle Rücksprache der Teilnehmer mit den jeweiligen Ämtern oder der Ausloberin ist 348 Die Ausloberin erhält ausdrücklich das Recht, die ausgeschlossen. Fragen zu den Inhalten der Aufga- Entwürfe im Anschluss an den Planungswettbebenstellung sind ausschließlich an das verfahrenswerb für die Öffentlichkeitsarbeit (wie zum Beispiel betreuende Büro (vgl. Kap. 4 | 04.07) zu richten. für eine Broschüre oder Ausstellung) uneinge-

4 | 04

Beteiligte des Verfahrens

4 | 04.01 Ausloberin 359 Zur Bearbeitung der Aufgabe in der zweiten Phase

des Verfahrens werden durch die Jury anhand der Stadt Nürnberg in der ersten Phase eingereichten Arbeiten bis zu Dr. Ulrich Maly 20 Büros ausgewählt. Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg 360 In der ersten Wettbewerbsphase können Architekvertreten durch ten auch ohne Landschaftsarchitekten teilnehmen. In der zweiten Phase ist in jedem Fall verpflichtend Thomas Friedmann eine Verfassergemeinschaft einzugehen. Dem- Stadt Nürnberg, Projektbauherr, Referat für Finanzen, Perso- entsprechend beabsichtigt die Ausloberin – nach nal, IT und Organisation Abschluss des Wettbewerbs – Verhandlungen über die Beauftragung der Planungsleistungen sowohl Jimmy Porcu für die Gebäude als auch die Freianlagen zu führen Stadt Nürnberg, Projektbauherr, Planungs- und Baureferat (siehe auch Kapitel „Realisierung und Beauftra- Robert Vogel gung“). Stadt Nürnberg, Projektbauherr, Kulturreferat 361 Die Zulassungsvoraussetzungen für die Teilnehmer 4 | 04.02 Wettbewerbsteilnehmer müssen am Tag der Veröffentlichung erfüllt sein. Die Teilnehmer haben ihre Teilnahmeberechtigung 355 Berechtigt zur Teilnahme am Wettbewerb sind sorgfältig zu prüfen und auf Aufforderung nachzu- Architekten als Teams mit Landschaftsarchitekten. weisen. 356 Natürliche Personen müssen am Tage der Auslo- 362 Die Beibringung der erforderlichen Eignungsbung gemäß den Rechtsvorschriften ihres Heimatnachweise (siehe Kapitel 4 | 06) hat im Zuge des staates zur Führung der Berufsbezeichnung Archi- Verhandlungsverfahren zu erfolgen. tekt bzw. Landschaftsarchitekt berechtigt sein. Ist in dem jeweiligen Heimatstaat die Berufsbezeichnung 363 Alle Teilnehmer versichern im Rahmen der Vergesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachliche fassererklärung, dass sie geistiger Urheber der Voraussetzung als Architekt bzw. Landschaftsarchi- Wettbewerbsarbeit sind, zum Zwecke der weiteren tekt, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder Bearbeitung der dem Wettbewerb zugrundeliegensonstige Befähigungsnachweise verfügt, dessen den Aufgabe die Befugnis zur Nutzung und Ände- Anerkennung nach Art. 2, Art. 3 des Bayerischen rung der Wettbewerbsarbeit sowie zur Einräumung Architektengesetz (BayArchG) gewährleistet ist. zweckentsprechender Rechte an die Ausloberin besitzen, mit der Beauftragung zur weiteren 357 Ist die Berufsbezeichnung am jeweiligen Heimat- Bearbeitung auf der Grundlage der Auslobung staat gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die facheinverstanden und zur Durchführung des Auftrags lichen Anforderungen als Architekt, Landschaftsberechtigt und in der Lage sind. oder Innenarchitekt, Stadtplaner, wer über Fachberater ■ ein Diplom, Prüfungszeugnis oder einen sons- 364 Aufgrund der geforderten Wettbewerbsleistungen tigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen in der zweiten Phase wird empfohlen, bei der Anerkennung der 2013/55/EU entspricht. Bearbeitung der Aufgabe, je nach Qualifikation des ■ Juristische Personen, sofern deren satzungsge- Teilnehmers, weitere Fachplaner – insbesondere zu mäßer Geschäftszweck auf Planungsleistungen den Fachgebieten Bauphysik (Akustik), Technische ausgerichtet ist, die der Wettbewerbsaufgabe Ausstattung (HLS, Elektro) und Objektplanung entsprechen und für die Wettbewerbsteilnahme Verkehrsanlagen – als Berater zur Bearbeitung ein verantwortlicher Berufsangehöriger benannt hinzuzuziehen. ist, der in seiner Person die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt, die an die natürlichen Personen 365 Eine etwaige Zusammenarbeit mit Fachplanern als gestellt werden. Fachberater liegt im Ermessen der Teilnehmer. Fach- ■ Bewerber- / Arbeitsgemeinschaften, bei welchen berater erbringen keine Leistungen nach HOAI § 34 mindestens ein Mitglied die Anforderungen – Gebäudeplanung bzw. § 39 Freianlagenplanung. erfüllt, die an natürliche oder juristische Perso- Sie unterlegen nicht den Teilnahmebedingungen, nen gestellt werden. für sie besteht jedoch auch keine Beauftragungsverpflichtung der Ausloberin. Fachberater können 358 Teilnahmehindernisse sind nach RPW 2013 § 4 Abs. 2 auch mit mehreren Wettbewerbsteilnehmern geregelt. zusammenarbeiten.

4 | 04.03 Preisgericht

366 Die Wettbewerbsarbeiten werden durch ein Preisgericht beurteilt. Die Preisrichter und ihre Stellvertreter sind während aller Preisgerichtsitzungen anwesend. Das Preisgericht tagt in nichtöffentlicher Sitzung und wurde vor der endgültigen Abfassung der Auslobung gehört. Ihm gehören an (in alphabetischer Reihenfolge): Fachpreisrichter Sachpreisrichter Prof. Claus Anderhalten Ministerialdirektor Harald Hübner Architekt, Berlin Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Leiter des Dienstsitzes Nürnberg Prof. Anne Beer Architektin, München Ilona Jarabek Musik- und Kongresshalle Lübeck, Geschäftsführerin Ursula Hochrein Landschaftsarchitektin, München Monika Krannich-Pöhler Stadt Nürnberg, Stadträtin, Bündnis 90 – Die Grünen Ingo Kanehl Architekt, Köln Prof. Dr. Julia Lehner Stadt Nürnberg, Referentin für Kultur Prof. Ulrike Lauber Architektin, München Dr. Ulrich Maly Stadt Nürnberg, Oberbürgermeister Amandus Sattler Architekt, München Dr. Anja Prölß-Kammerer Stadt Nürnberg, Stadträtin, SPD-Stadtratsfraktion Prof. Zvonko Turkali Architekt, Frankfurt am Main Kilian Sendner Stadt Nürnberg, Stadtrat, CSU-Stadtratsfraktion Daniel F. Ulrich Referent für Planen und Bauen, Stadt Nürnberg

Ständig anwesende stellvertretende Ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichter Sachpreisrichter Stefan Bernard Dr. Ulrich Blaschke Landschaftsarchitekt, Berlin Stadt Nürnberg, Stadtrat, SPD-Stadtratsfraktion

Wolfgang Loebermann Holger Kruppe Architekt, Fürth SanSolvent GmbH, Bonn, Geschäftsführer

Tobias Micke Markus Putz Landschaftsarchitekt, Berlin Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat Arthur Numrich Architekt, Berlin Harald Riedel Stadt Nürnberg, Referent für Finanzen, Personal, IT und Petra Waldmann Organisation Stadt Nürnberg, Hochbauamt, Leitung Joachim Thiel Stadt Nürnberg, Stadtrat, CSU-Stadtratsfraktion

Robert Vogel Stadt Nürnberg, Projektbauherr, Kulturreferat

Britta Walthelm Stadt Nürnberg, Stadträtin, Bündnis 90 – Die Grünen

4 | 04.04 Sachverständige

Eva Anlauft Andrea Meier Stadt Nürnberg, Hochbauamt Stadt Nürnberg, Verkehrsplanungsamt

Stefan Bürner Dr. Christine Meyer Stadt Nürnberg, Hochbauamt Stadt Nürnberg, Bürgermeisteramt

Yvonne Coulin Elisabeth Most Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg, Stadt Nürnberg, Rechnungsprüfungsamt Geschäftsführerin Dr. Kathrin Müller Sabine D‘Alfonso Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Stadt Nürnberg, Bauordnungsbehörde Volker Nachtmann Siegfried Dengler Stadt Nürnberg, Stadtentwässerung und Umweltanalytik Stadt Nürnberg, Stadtplanungsamt, Leitung Jimmy Porcu Jan Gerrit Ebener Stadt Nürnberg, Projektbauherr, Planungs- und Baureferat NürnbergMesse, Mitglied der Geschäftsleitung Katharina Puff Thomas Friedmann Stadt Nürnberg, Leiterin der Meistersingerhalle Stadt Nürnberg, Projektbauherr, Referat für Finanzen, Perso- Christian Ruppert nal, IT und Organisation Staatstheater Nürnberg, Geschäftsführender Direktor Peter Hafner Prof. Wolfgang Sorge Stadt Nürnberg, Stadtplanungsamt Ingenieur für Bauphysik, Akustikberater Jens-Daniel Herzog Knut Weidenhammer Staatstheater Nürnberg, Staatsintendant Stadt Nürnberg, Servicebetrieb Öffentlicher Raum Frank Hummert Katja Winkler Bürgerforum Dutzendteich e.V. Stadt Nürnberg, Hochbauamt Kim Keller Robert Wunder Stadt Nürnberg, Bauordnungsbehörde, Sachgebiet Denkmal- Stadt Nürnberg, Verkehrsplanungsamt schutz N. N. Dr. Tatjana Körner Stadt Nürnberg, Wirtschaftsreferat Vorstadtverein Luitpoldhain-Dutzendteich e.V.

Dr. Claudia Maué Stadtheimatpflegerin, Nürnberg

4 | 04.05 Gäste 4 | 04.07 Verfahrensbetreuung und

Vorprüfung

367 Die Ausloberin beabsichtigt, zu den Preisgerichtssitzungen weitere Personen (z. B. Vertreter der C4C | competence for competitions beteiligten Verwaltungen, der Ausloberin und achatzi dahms GbR der Architektenkammer) mit Anwesenheitsrecht Lützowstraße 93, 10785 Berlin einzuladen. Tel.: +49 (0) 30 / 702 444 25 office@c4c-berlin.de

4 | 04.06 Zuständige Architektenkammer

368 Die Vorprüfung der Arbeiten erfolgt durch das Oliver Voitl Büro C4C in enger Abstimmung mit der Ausloberin Referent für Vergabe und Wettbewerb unter Hinzuziehung externer Sachverständiger. Die Ausloberin behält sich vor, die an der Genehmi- Bayerische Architektenkammer gung des Bauvorhabens mitwirkenden Behörden Waisenhausstr. 4, 80637 München der Stadt Nürnberg in die Vorprüfung einzubinden. Tel. +49 (0) 89 / 13 98 80 - 0 voitl@byak.de

4 | 05

Preisgelder

369 Die Wettbewerbssumme wurde für die vorliegen- 372 Darüber hinaus stehen für Anerkennungen weitere den Aufgabenfelder auf der Basis von § 35 HOAI 35.000 € zzgl. Umsatzsteuer zur Verfügung. (Gebäude und Innenräume) und § 40 HOAI (Freian- 373 Die Summe für Aufwandsentschädigungen in Höhe lagen) ermittelt. Hierfür wurde die Honorarzone IV von 120.000 € netto wird zusätzlich und unabhänfür das Konzerthaus angesetzt. gig von den Preisgeldern unter den Teilnehmern 370 Im Rahmen des Verfahrens werden Preisgelder der zweiten Phase gleichmäßig aufgeteilt. Bei 20 in Höhe von insgesamt 315.000 € zzgl. Umsatz- Teilnehmern erhält somit jeder dieser Teilnehmer steuer ausgelobt. Diese Summe wird aufgeteilt zusätzlich eine pauschale Aufwandsentschädigung in 195.000 € für Preise und Anerkennungen und in Höhe von mind. 6.000 €. Voraussetzung ist die 120.000 € für Aufwandsentschädigungen der Abgabe einer vollständigen und prüffähigen Wett- Teilnehmer der 2. Phase. bewerbsarbeit.

371 Die Preisträger werden aus den Teilnehmern der 374 Die Aufteilung der Wettbewerbssumme kann durch 2. Phase ermittelt. Folgende Preise sind vorgesehen einstimmigen Beschluss des Preisgerichts neu festgelegt werden. Die Gesamtsumme kommt dabei in ■ 1. Preis: 65.000 € jedem Falle zur Auszahlung. ■ 2. Preis: 45.000 € ■ 3. Preis: 30.000 € ■ 4. Preis: 20.000 €

jeweils zzgl. Umsatzsteuer.

4 | 06

Realisierung und Beauftragung

375 Die Ausloberin beabsichtigt unter Berücksichtigung eine einwandfreie Ausführung der Planungsleistung der Empfehlungen des Preisgerichts einen der gewährleisten können. Die Mindestanforderungen Preisträger stufenweise mit weiteren Leistungen – (Eignungskriterien) hinsichtlich der wirtschaftlichen, mindestens die Leistungsphasen 2 – 4 und teilweise finanziellen, technischen und beruflichen Leistungs- Leistungsphase 5 nach § 34 HOAI und § 39 HOAI fähigkeit sind in der Wettbewerbsbekanntmachung

376 Die Ausloberin wird unter Berücksichtigung der 382 Ebenso ist dort beschrieben, wie die Preisträger Empfehlungen des Preisgerichts nach Abschluss des zur Erfüllung o.g. Kriterien die Kapazitäten ande- Realisierungswettbewerbs zunächst nur mit dem rer Unternehmen in Anspruch nehmen können ersten Preisträger (Architekten/Ingenieure mit Land- (Eignungsanleihe), indem sie im Anschluss an den schaftsarchitekten) Verhandlungen gemäß § 17 Wettbewerb mit diesen Partnern kooperieren. VgV (Vergabeverordnung) zur Beauftragung nach Berücksichtigung des Wettbewerbsergeb- HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingeninisses bei den Zuschlagskriterien im Vereure) mit Leistungen der Leistungsphasen 2-4 und handlungsverfahren Teilleistungen der Leistungsphase 5 nach § 34 und 383 Soweit Verhandlungen mit allen Preisträgern durch- § 39 HOAI durchführen. Sofern die Verhandlungen geführt werden, wird die Qualität der Angebotsplazu keinem Abschluss führen, wird die Ausloberin nung mit maximal 60 von 100 Punkten gewertet. ein Verhandlungsverfahren gemäß § 17 VgV mit allen Preisträgern durchführen. Weitere Leistungen 384 Wird im Zuge der Angebotserstellung keine weitere der Leistungsphasen 5 – 9 HOAI werden optional Bearbeitung des Wettbewerbsentwurfs verlangt, vergeben. wird das Wettbewerbsergebnis dabei wie folgt gewertet: 377 Die Ausloberin behält sich in Abhängigkeit vom Wettbewerbsergebnis vor, auch mehrere Preisträger ■ 1. Preis 60 Punkte mit der Planung von Teilbereichen innerhalb des ■ 2. Preis 45 Punkte Wettbewerbsgebietes zu beauftragen. ■ 3. Preis 30 Punkte ■ 4. Preis 15 Punkte 378 Die Beauftragung erfolgt stufenweise nach den Leistungsphasen der HOAI 2013 (Stufenvertrag). 385 Werden die Bieter nach Abschluss des Planungswettbewerbs aufgefordert, mit ihren Angeboten 379 Die Beauftragung des Bauvorhabens steht unter weitere über die geforderten Wettbewerbsleisdem zwingenden Vorbehalt der zeitlichen und tungen hinausgehende Lösungsvorschläge in der wirtschaftlichen Realisierbarkeit und der Rechtskraft Form von Entwürfen, Plänen, Zeichnungen, Berechdes Bebauungsplans. nungen oder anderen Unterlagen zu erbringen, 380 Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden im werden diese einheitlich für alle Bieter angemessen Rahmen des Verfahrens bereits erbrachte Leistun- vergütet. Das Wettbewerbsergebnis wird dann mit gen der Teilnehmer nicht erneut vergütet, wenn die maximal 50 von 100 Punkten gewertet: Arbeit in ihren wesentlichen Teilen unverändert der ■ 1. Preis 50 Punkte weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird. Preis- ■ 2. Preis 35 Punkte gelder und Aufwandsentschädigungen sind auf die ■ 3. Preis 20 Punkte Vergütung anzurechnen. ■ 4. Preis 5 Punkte Eignungsprüfung 386 Für die Planungen/Lösungsvorschläge im Verhand- 381 Nach Abschluss des Wettbewerbs prüft die Auslolungsverfahren werden max. 10 weitere Punkte berin im Verhandlungsverfahren, ob die Preisträger vergeben.

4 | 07

Beurteilungsverfahren und -kriterien

387 Das Beurteilungsverfahren ist unter § 6 Absatz 2 der RPW 2013 dargestellt.

388 Bei der Vorprüfung und Beurteilung der Arbeiten sollen insbesondere folgende Kriterien Berücksichtigung finden. Die Reihenfolge der Kriterien stellt keine Gewichtung dar. Städtebauliches und architektonisches Gestaltungsqualität und funktionale Gesamtkonzept (1. und 2. Phase) Qualität (2. Phase) ■ Leitidee ■ Entwurfsidee ■ Einbindung in die stadträumliche Situation und ■ Architektonische Qualität in die urbane Parklandschaft des Luitpoldhains, ■ Erfüllung des Raum- und Flächenprogramms Qualität der öffentlichen Räume ■ Nutzungsverteilung und -zuordnung, Funktio- ■ Adress- und Identitätsbildung nalität, Qualität der Grundrisse ■ Anmutung und Wirkung des Baukörpers (z. B. ■ Innere Erschließung Anordnung und Gliederung der Baumasse, ■ Aufwand und Angemessenheit der Konstrukti- Baukörpergestaltung) on, Material, Technik ■ Grundlegende Nutzungsverteilung und -zuord- ■ Bauakustik, Erschütterungsschutz und Raumnung, Funktionalität akustik ■ Grundlegende Grundrissstruktur ■ Realisierbarkeit ■ Konzertsaal: Raumvolumen und Geometrie ■ Nachhaltigkeit, Gebäude- und Energiekonzept ■ Grundlegende Raumakustik ■ Wirtschaftlichkeit in Erstellung und Betrieb, ■ Ökologische Aspekte Lebenszykluskosten ■ Erschließung

4 | 08

Wettbewerbsunterlagen

389 Die Teilnehmer erhalten für die Bearbeitung den Zugang zu folgenden Dateien, die als Download auf der Wettbewerbsplattform

https://c4c-berlin.de/projekte/konzerthaus-nuernberg zur Verfügung gestellt werden: A | Auslobung (pdf) D | Formblätter ■ Auslobungsbroschüre (ein gedrucktes Exemplar ■ Formblatt „Planformular“ (pdf, vwx, dxf) kann beim Wettbewerbsbetreuer bestellt ■ Formblatt „Städtebauliche und architektonische werden) Kennwerte“ (xls) ■ Protokolle der Rückfragenbeantwortungen ■ Formblatt „Kennwerte Nutzungsflächen“ (xls) und des Teilnehmerkolloquiums in der zweiten (2. Phase) Phase werden elektronisch im Nachgang über- ■ Formblatt „Verfassererklärung“ (pdf, docx) mittelt bzw. zur Verfügung gestellt ■ Formblatt „Verfasserinformation“ (xls)

B | Planunterlagen E | Zusätzliche Unterlagen 2. Phase ■ Lageplan des Planungsgebietes (mit Bestands- ■ Empfehlungen des Preisgerichts der ersten gebäuden, Straßen und Wegen, Leitungen, Phase Vegetation und Topografie) (pdf, vwx, dxf), ■ CAD-Datei mit definierten Layern bzw. Klassen ■ Layoutvorlage (1. Phase), zum Flächennachweis C | Weitere Unterlagen 390 In der zweiten Wettbewerbsphase können den Teilnehmern ggf. ergänzende Unterlagen und zu ■ Detailliertes Raumprogramm beachtende Planungsanforderungen durch die ■ Bilddokumentation des Baugeländes und der Ausloberin übergeben werden. Umgebung ■ Umweltbericht „Neubau Konzertsaal“ Zur 391 Die Ausloberin hat die bereitgestellten Plangrund- Änderung des Bebauungsplans Nr. 4160 (Groslagen geprüft und recherchiert. Es wird darauf hinser-Seger & Partner) gewiesen, dass keine Haftung, Garantie, Gewähr ■ Bericht zu faunistischen Erfassungen im Umfeld für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder die letzte des geplanten Neubaus Konzertsaal, Nürnberg Aktualität übernommen wird. sowie artenschutzrechtliche Relevanzprüfung (Grosser-Seeger & Partner) ■ Gesamtstädtisches Freiraumkonzept ■ Geotechnischer Bericht (Vorerkundung) ■ Stadtklimagutachten ■ Stadtteilentwicklungskonzept Nürnberger Süden ■ Vorgaben zum Modellbau

4 | 09

Geforderte Leistungen

4 | 09.01 Formale Vorgaben 399 Zur Wahrung der Anonymität sind die im Original

einzureichenden Unterlagen in verschlossenem 392 Die Unterlagen sind je nach Dokument Zustand und ohne Hinweise auf die Verfasser mit ■ in Papierform und / oder dem Vermerk „NUE Konzerthaus“ einzureichen. Als ■ als Datei auf einem Datenträger und / oder Absender ist der Wettbewerbsbetreuer ■ als Datei über einen Upload-Dienst (Kap. 4 | 04.07 (S. 082)) einzusetzen. 393 einzureichen. Die folgende Aufstellung und die Sonderbestimmungen für Teilnehmer aus dem Übersicht „Checkliste Unterlagen“ auf der letzten Ausland: Seite der Auslobung zeigen die Form der jeweils 400 Mitunter ist bei Sendungen aus dem Ausland die einzureichenden Abgabeunterlagen. Einhaltung der oben genannten Regelungen nicht 394 In Papierform sind zu übergeben: möglich. In diesem Falle wird die Sendung durch das koordinierende Büro sofort nach Eingang ■ Präsentationspläne (nicht gefaltet, nicht auf anonymisiert. Tafeln aufgezogen) ■ Prüfplan (ggf. schwarz / weiß) 401 Bei Sendungen aus Staaten, die nicht Mitglied ■ Verkleinerungen der EU sind, ist auf der Zollerklärung der Inhalt als ■ Verfassererklärung (in verschlossenem Um- „DOX“ (documents) zu bezeichnen, der Wert ist schlag) auf „0“ (no commercial value) zu setzen. 395 Als Datei auf einem Datenträger (z. B. USB-Stick) Einreichung von Dateien sind mit den Plänen zu übergeben: 402 Digitale Daten (Dateien) sind durch den Filehosting-Dienst WeTransfer ■ Präsentationsplan als pdf- und jpg- / tiff-Datei (zur Reproduktion im Vorprüfbericht und in der https://www.wetransfer.com Dokumentation). Die jpg- / tiff- / pdf-Dateien anonym zu übergeben. Tragen Sie dazu als Absensollen der Originalgröße DIN A0 entsprechen der und Empfänger bitte abgabe@c4c-berlin.de und (wenn gerastert) eine Auflösung von mind. ein. Bitte fassen Sie Ihre Dateien möglichst als eine 300 dpi haben. zip-Datei zusammen. 396 Als Datei durch Upload sind zu übergeben: 403 Bitte beachten Sie, dass Sie keine Bestätigung ihrer Dateiübermittlung durch den Filehosting-Dienst ■ Präsentationsplan (Datei wie auf Datenträger) erhalten. Der Eingang der Arbeiten beim Wettbe- ■ Lageplan, Grundrisse, Schnitte und Ansichten werbsbetreuer wird zeitnah durch Veröffentlichung als CAD-Datei(en) im Format dxf, dwg, mcd der Kennziffern auf der Wettbewerbswebseite (ggf. oder vwx (Prüfplan zur Vorprüfung, Berechnung zusätzlich durch Infomail) bestätigt. der Arbeiten erfolgt mittels CAD-System) ■ Berechnungen als xls- (Excel) und als pdf-Datei 404 Die Dateien sind nach dem folgendem Schema zu ■ Planformular (1. Phase) benennen: ■ Erläuterungstext als pdf- sowie als docx- oder txt-Datei ■ Präsentationsplan: Kennziffer_Plan.Endung ■ Verfasserinformation (xls- Datei), als zip ver- z. B. „123456_Plan.pdf“ schlüsselt mit selbstgewählten Passwort, das ■ CAD-Dateien: Kennziffer_CADPlan.Endung auf der ausgefüllten, in einem Umschlag ver- z. B. „123456_CADPlan.dxf“ schlossenen Verfassererklärung verzeichnet ist ■ Berechnungen: Kennziffer_Berechnung.Endung z. B. „123456_Berechnung.xls“ 397 Alle Dateien und Unterlagen sind anonymisiert ■ Erläuterungstext: Kennziffer_Erlaeuterung. einzureichen. Digitale Signaturen sind zu entfernen. Endung Pro Teilnehmer darf nur ein Beitrag eingereicht wer- z. B. „123456_Erlaeuterung.doc“ den. Jede Arbeit darf nur eine Lösung enthalten. ■ Verfasserinformation: Kennziffer_Verfasser.zip z. B. „123456_Verfasser.zip“ Kennzeichnen der Arbeiten 398 Alle Wettbewerbsleistungen sind in beiden Phasen

4 | 09.02 Mehrleistungen

rechts oben durch eine selbstgewählte Kennzahl aus sechs arabischen Ziffern (in einem Feld von 405 Das Leistungsbild für beide Phasen im Wettbewerb 1 cm Höhe und 6 cm Breite) zu kennzeichnen. Als ist präzise formuliert. Über diese Anforderungen Kennzahl dürfen weder Datum der Abgabe, Zah- hinausgehende Leistungen werden durch die Vorlenreihen noch Geburtsdaten der Verfasserinnen prüfung im Vorfeld der Preisgerichtssitzung nach und Verfasser gewählt werden. einheitlichen Kriterien verdeckt und bei der Beurteilung durch das Preisgericht nicht berücksichtigt.

4 | 09.03 Leistungen 1. Phase

  1. Präsentationsplan 406 Die Konzepte der ersten Wettbewerbsphase 1B. Konzeptioneller Grundriss EG mit Anbinsollen auf einem Blatt mit einem DIN A0-Format dung der Meistersingerhalle M. 1:500 im Hochformat (Blattformat: 841 mm × 1189 mm) 411 Der Grundriss dient der Darstellung der Erdgedargestellt werden. schossebene und des Konzertsaals im Kontext der Meistersingerhalle: 407 Zur besseren Vergleichbarkeit der eingereichten Arbeiten und zur leichteren Orientierung wird ■ Struktur den Teilnehmern eine Layoutvorlage auf Basis des ■ Nutzungsverteilung innen und außen geforderten Blattformates und der benötigten Dar- ■ Verkehrsflächen / Erschließung (Eingänge, Aufstellungen bereitgestellt. Alle Teilnehmer werden züge, Treppen, Anlieferung, Ein- / Ausfahrten) gebeten, diese Layoutvorlage zu berücksichtigen. 1C. Schematische Grundrisse M. 1:500 Die Layoutvorlage steht in verschiedenen Dateiformaten zur Verfügung (dxf / dwg; indd / idml; vwx; 412 Die verschiedenen Grundrisse sind in der Bearbeipdf). tungstiefe der verkürzten Raumprogrammtabelle (vgl. S.96 ) schematisch darzustellen. Zur Vergleich- 408 Der Lageplan und die Grundrisse sind genordet barkeit und zur eindeutigen Abgrenzung sind die und mit einem grafischen Maßstab in Metern zu Flächenarten wie im Raumprogramm bzw. dem versehen. Funktionsdiagramm farblich voneinander zu unterscheiden. 409 Folgende Inhalte sind gefordert: 413 Die Grundrisse dienen der Darstellung der folgen- 1A. Lageplan M. 1:1.000 den Informationen: 410 Der Lageplan dient der Darstellung folgender Informationen: ■ Struktur ■ Nutzungsverteilung innen und ggf. außen ■ Übergeordnetes Gesamtkonzept ■ Verkehrsflächen / Erschließung ■ Stadtgestalt und Freiraum ■ Aufsicht der Baukörper mit Angabe der Ge- 1D. Schematische Ansichten und Schnitte schosszahlen und der Gebäudehöhen, bezogen M. 1:500 auf OK Terrain 414 Anhand von schematischen Ansichten und Schnit- ■ Verkehrsflächen / Erschließung (Eingänge, Anlie- ten im Maßstab 1:500 sollen die Gliederung und ferung, Ein- / Ausfahrten) Gestaltung der Neubauten sowie die Integration ■ Stellplätze (PKW / Fahrrad) der geplanten Bebauung in die bestehende Situati- ■ Freiräume mit Eintragung der Bäume on gezeigt werden.

415 In den Ansichten und Schnitten sind Höhenangaben zu den Gebäuden einzutragen. Die Erdgeschossfußbodenhöhe ist dabei mit ± 0,00 m zu definieren und ggü. NHN in Relation zu setzen.

1A Lageplan M. 1:1.000 1E Weitere Darstellungen
1A Lageplan M. 1:1.0
1B Grundriss M. 1:500 FD 2.40/252x FD 30/25FD 40/25FD 1.00/252x FD 30/25FD 40/25FD 2.40/25 AW 94 SCC201RationalSCC201RationalSCC202RationalSCC202RationalFFFDDD 111555///111000 Schottungen in Phase 1a ertüchtigt Schottungen in Phase 1b ertüchtigt 1E Weitere Darstellungen 1D Ansichten u. Schnitte 1C Schematische Grundrisse

1E. Weitere Darstellungen 416 Darüber hinaus sind Darstellungen und Erläuterungen in freier Form gewünscht zu z. B.:

■ Leitidee, Charakter ■ Baugestaltung, Anmutung ■ Orientierung ■ Nutzungs- und Erschließungskonzept

417 Perspektivische Skizzen und Renderings sind nicht gewünscht. Sie werden durch die Vorprüfung für die Preisgerichtssitzung verdeckt und nicht in die Bewertung einbezogen.

  1. Prüfpläne 7. Erläuterungsbericht 418 Zur Vorprüfung soll der Plan auch als Prüfplan in 425 Dem Erläuterungsbericht soll eine prägnante Papierform mit nachvollziehbarer und ausreichen- Beschreibung der Leitidee (maximal 200 Zeichen) der Vermaßung, Nutzungszuordnung der Flächen vorangestellt werden. in den Grundrissen und Angaben der Höhen in 426 Schriftliche Erläuterungen der städtebaulichen und Schnitten und Ansichten eingereicht werden. architektonischen Konzeption werden erwartet. 3. Verkleinerung auf DIN A3 Umfang möglichst nicht mehr als zwei DIN A4-Sei- 419 Der Plan – als Verkleinerung des Präsentationsplans ten, getrennt von den Plänen.

427 Beabsichtigte Abweichungen von rechtlichen den Inhalten mit dem Original überein und hat die Vorgaben und Verordnungen sind im Rahmen des Größe DIN A3. Erläuterungsberichts knapp darzustellen. 4. Modell M. 1:1.000 8. Verfassererklärung 420 In der ersten Phase ist ein einfaches Modell der 428 Ausgefülltes Formblatt „Verfassererklärung“ (im Gebäude (weiß) im Maßstab 1:1.000 zur Darstel- Anhang) in einem verschlossenen, undurchsichtilung der städtebaulichen Einfügung auf der Basis gen Briefumschlag. Der Umschlag ist mit Kennzahl einer Einsatz-Modellplatte zum späteren Einsetzen und dem Zusatz „Verfassererklärung“ zu beschrifin das Gesamtmodell einzureichen. ten (Abgabe in Papierform). 421 Eine Modell-Einsatzplatte kann beim verfahrens- 9. Verfasserinformation betreuenden Büro bestellt oder abgeholt werden. 429 Zusätzlich zur Verfassererklärung ist die Datei Ver- Ein entsprechendes Formular liegt als Anlage den fasserinformation digital auszufüllen. In der Datei Auslobungsunterlagen bei. Die einzuhaltenden sind Büro-, Verfasser- und Mitarbeiternamen sowie Vorgaben zu den Maßen der Modell-Einsatzplatte Fachberater so zu verzeichnen, wie sie in Protofür das Umgebungsmodell werden als Anlage zur kollen, Publikationen etc. erscheinen sollen. Die Auslobung zu Verfügung gestellt. Datei ist als mit Passwort verschlüsselte zip-Datei 422 Die Teilnehmer erhalten im Verlauf der ersten Bear- hochzuladen. beitungsphase Zugang zu weiteren Informationen 430 Die Verfasserdaten bleiben bis zum Zeitpunkt nach zum Umgebungsmodell mit Fotos und Angaben zu Entscheidung des Preisgerichts unter Verschluss. den verwendeten Materialien und Farben. 10. Dateien 5. Berechnungen von Flächen und Raum- 431 Als Dateien sind mit den Plänen entsprechend der inhalten Anleitung zur „Einreichung von Dateien“ im Kapi- 423 Zusammengefasste Berechnung im Formblatt tel 4 | 09.01 zu übergeben: „Städtebauliche und architektonische Kennwerte“ (in den beigefügten Unterlagen): ■ Präsentationsplan als pdf- oder jpg-Datei ■ Prüfplan (Lageplan, Grundrisse, Schnitte und ■ Bebaute Fläche, oberirdisch (oBF) Ansichten) als CAD-Datei(en) im Format dxf, ■ Bruttogrundfläche (BGF-R und BGF-S*) dwg, mcd oder vwx) ■ Bruttorauminhalt oberirdisch / unterirdisch (BRI-R ■ Berechnungen als xls- (Excel) und als pdf-Datei und BRI-S) ■ Erläuterungstext als pdf- sowie als docx- oder ■ Konzertsaal: Volumen und Länge / Breite / Höhe txt-Datei * Regelfall und Sonderfall nach DIN 277-1:2016-01 ■ Passwortgeschütze Verfasserinformation als zip-Datei. Das selbstgewählte Passwort ist in 6. Planformular das dafür vorgesehene Feld auf der Verfasserer- 424 In einem vorgegebenen Formular in Form eines klärung zu schreiben. Lageplans ist die schematische Dachaufsicht mit Gebäudehöhen, Zugängen/Zufahrten einzutragen. Diese Grafik wird im Vorprüfbericht mit abgedruckt.

4 | 09.04 Leistungen 2. Phase

432 Die folgende Aufstellung der geforderten Leistun- 1D. Grundriss und Längsschnittansicht des gen der zweiten Wettbewerbsphase ist vorläufig Konzertsaales M. 1:100 und informativ. Die Ausloberin behält sich auf Basis 440 Ein Grundriss des Saals und eine Längsschnittander Empfehlungen des Preisgerichtes eine Konkreti- sicht durch den Saal sollen die Geometrie, die sierung zu Beginn der zweiten Wettbewerbsphase Anordnung der raumakustisch wesentlichen Elevor. mente und Oberflächen, die Materialwahl und die beabsichtigte Anmutung im Detail erläutern. 1. Präsentationspläne 433 Die Konzepte der zweiten Phase können auf bis zu 1E. Grundriss, Ansicht und Schnitt M. 1:50 sechs DIN A0 Blättern im Hochformat dargestellt 441 Mindestens ein Ausschnitt einer typischen Fassade werden. Der Layoutvorschlag dient als Anregung. soll in Grundriss, Ansicht und Schnitt die Konstruktion, die Materialwahl und die beabsichtigte 1A. Lageplan M. 1:500 Anmutung im Detail erläutern. 434 Der Lageplan dient der Darstellung folgender Informationen: 1F. Weitere Darstellungen ■ Übergeordnetes Gesamtkonzept 442 Darüber hinaus werden Darstellungen und gra- ■ Stadtgestalt und Freiraum fische Erläuterungen in freier Form erwartet. Die ■ Aufsicht der Baukörper mit Angabe der Ge- Inhalte und Schwerpunkte sind entwurfsabhängig, schosszahlen und der Gebäudehöhen, bezogen z. B. zu folgenden Themen: auf Normalhöhennull (NHN) und OK Terrain ■ Leitidee ■ Verkehrsflächen / Erschließung (Eingänge, Anlie- ■ Nutzungs- und Erschließungskonzept ferung, Ein- / Ausfahrten) ■ Materialien und Baugestaltung ■ Stellplätze (PKW / Fahrrad) ■ Gestaltungskonzept Fassaden ■ Freiräume mit Eintragung der Bäume ■ Konzeption Freianlagen ■ Nachhaltigkeit, Lebenszyklus, Energiekonzept 1B. Grundrisse M. 1:200 ■ Brandabschnitte, Flucht- und Rettungswege 435 Die Grundrisse aller unterschiedlichen Geschosse/Ebenen sind genordet und zeigen die 443 Eine perspektivische Skizze aus der Fußgänger- Konstruktionsfl ächen, die Nutzungsverteilung innen perspektive mit Blickrichtung zum Eingang wird und ggf. außen sowie die Verkehrsflächen und die verbindlich gefordert, eine Weitere ist zugelassen. Erschließung (Eingänge, Aufzüge, Treppen, Anliefe- Beide sollen jeweils nicht größer als DIN A3 sein. rung, Ein- / Ausfahrten). Größere Abbildungen werden durch die Vorprüfung für die Preisgerichtssitzung verdeckt und nicht 436 Der Grundriss des Erdgeschosses soll zudem den in die Bewertung einbezogen. Anschluss der Meistersingerhalle und die Planung der Außenanlagen und Freiräume im Wettbewerbs- 2. Prüfpläne gebiet zeigen. 444 Ein kompletter Satz aller DIN A0-Pläne (ggf. schwarz-weiß) auf Standardpapier mit ausreichen- 437 Die Koten der Grundrissebenen sind anzugeben, der Vermaßung und Nutzungszuordnung der Flädabei ist die Erdgeschossfußbodenhöhe mit chen in den Grundrissen und Angaben der Höhen ± 0,00 m zu definieren und ggü. NHN in Relation in Schnitten und Ansichten in Originalpapiergröße zu setzen. (keine Verkleinerungen, Abgabe in Papierform und 1C. Ansichten und Schnitte M. 1:200 zusätzlich als Datei.) 438 Anhand von aussagekräftigen Ansichten und 445 Die Raum- und Flächenbezeichnungen sind im Schnitten des Geländes und der Gebäude soll die Raumprogramm im Einzelnen vorgegeben und sind Gliederung und Gestaltung des Neubaus sowie die zu übernehmen. Integration der geplanten Bebauung in die bestehende Situation gezeigt werden. Dabei sollen alle 446 Für die Vorprüfung sind in den digitalen Prüfplänen zum Verständnis des Entwurfs und der Fassaden (CAD) alle Nettogrundrissflächen (NGF) raumweise notwendigen Ansichten des Gebäudekomplexes als geschlossene Polygone ohne Füllung anzulegen, dargestellt werden. um ein digitales Aufmaß und die problemlose Übertragung der Flächen in das CAD-System der 439 In Schnitten sind Höhenangaben zu den Gebäuden Vorprüfung zu ermöglichen (keine Layout-Dateien). und zu allen Geschossen (OKFF) einzutragen. Die Fußbodenhöhe des Erdgeschosses ist dabei mit ± 0,00 m zu definieren und gegenüber NHN in Relation zu setzen.

447 Die Polygone sind nach Flächen- und Nutzungs- 7. Erläuterungsbericht arten entsprechend des Raumprogramms auf 453 Dem Erläuterungstext soll eine prägnante Beschreifestgelegten Layern bzw. Klassen in der CAD-Datei bung der Leitidee (maximal 200 Zeichen) vorangeanzulegen. Zu Beginn der zweiten Wettbewerb- stellt werden. sphase wird den Teilnehmern eine Datei mit der 454 Schriftliche Erläuterungen mit einem Umfang von Definition der Layer / Klassen und eine ausführliche möglichst nicht mehr als vier DIN A4-Seiten, ge- Erläuterung hierzu übergeben. trennt von den Plänen, mit der städtebaulichen und 3. Verkleinerungen architektonischen Konzeption, 448 Ein kompletter Satz aller Pläne, der in den Inhalten ■ Aussagen zu den geplanten Bau- und Materialmit den Originalen übereinstimmt, ist als Verkleiqualitäten nerung zur Vorprüfung erforderlich. Die Pläne sind ■ den geplanten Maßnahmen für Erschütterungsauf A3 zu verkleinern. schutz, Schallimmissionsschutz, Bauakustik und 4. Modell M. 1:500 der allgemeinen raumakustischen Konzeption 449 Modell der Gebäude (weiß) im Maßstab 1:500 zur ■ Raumakustik des Konzertsaales Darstellung der Integration der Gebäude in die ■ Konzeption für sommerlichen Wärmeschutz Nachbarbebauung auf vorgegebener Modellplatte und PV-Anlage zum späteren Einsetzen in das Gesamtmodell. 455 Beabsichtigte Abweichungen von rechtlichen 450 Die Einsatzplatte für das Umgebungsmodell wird Vorgaben und Verordnungen sind im Rahmen des beim Teilnehmerkolloquium ausgegeben bzw. auf Erläuterungsberichts knapp zu erläutern. Wunsch per Post nach dem Kolloquium an die 8. Verfassererklärung Teilnehmer versandt. 456 Ausgefülltes Formblatt „Verfassererklärung“ (im 5. Berechnungen von Flächen und Raum- Anhang) in einem verschlossenen, undurchsichtiinhalten gen Briefumschlag. Der Umschlag ist mit Kennzahl 451 Übersichtliche und nachvollziehbare Berechnung und dem Zusatz „Verfassererklärung“ zu beschrifder Kennwerte und Flächen zusammengefasst im ten (Abgabe in Papierform). Formblatt „Städtebauliche und architektonische 9. Verfasserinformation Kennwerte“ und „Kennwerte Nutzungsflächen“ 457 Zusätzlich zur Verfassererklärung ist die Datei Ver- (wird zu Beginn der 2. Phase ausgegeben): fasserinformation digital auszufüllen. In der Datei ■ Bruttogrundfläche (BGF-R und BGF-S*) sind Büro-, Verfasser- und Mitarbeiternamen sowie ■ Raumprogrammfläche (NUF) Fachberater so zu verzeichnen, wie sie in Proto- ■ Technikfläche (TF) kollen, Publikationen etc. erscheinen sollen. Die ■ Verkehrsfläche (VF) Datei ist als mit Passwort verschlüsselte zip-Datei ■ Bruttorauminhalt oberirdisch / unterirdisch (BRI-R hochzuladen. und BRI-S*) 458 Die Verfasserdaten bleiben bis zum Zeitpunkt nach ■ Hüllflächen (Außenwandfläche und Dachfläche) Entscheidung des Preisgerichts unter Verschluss. ■ Bebaute Fläche, oberirdisch sowie unterirdisch (oBF, uBF), Erschließungsflächen, Grünflächen 10. Dateien 459 Als Dateien sind mit den Plänen entsprechend der * Regelfall und Sonderfall nach DIN 277-1:2016-01 Anleitung zur „Einreichung von Dateien“ im Kapi- 6. Kostenprognose von Errichtungskosten tel 4 | 09 zu übergeben: und Lebenszykluskosten ■ Präsentationsplan als pdf- oder jpg-Datei 452 Formblatt „Kostenprognose von Errichtungskosten ■ Prüfplan (Lageplan, Grundrisse, Schnitte und und Lebenszykluskosten“ (im Anhang). Ansichten) als CAD-Datei(en) im Format dxf, dwg, mcd oder vwx ■ Berechnungen als xls- (Excel) und als pdf-Datei, ■ Erläuterungstext als pdf- sowie als docx- oder txt-Datei ■ Passwortgeschütze Verfasserinformation als zip-Datei. Das selbstgewählte Passwort ist in das dafür vorgesehene Feld auf der Verfassererklärung zu schreiben.

4 | 10

Ablauf und Termine

4 | 10.01 Ablauf 1. Phase

Freiwillige Registrierung der Teilnehmer Abgabe der Arbeiten 1. Phase 460 Die Teilnehmer werden gebeten, sich mit einer 467 Abgabe der Unterlagen: 15. 12. 2017 E-Mail-Adresse unter Abgabe des Modells: 19. 12. 2017 Es gilt die Mitteleuropäische Zeitzone (MEZ). http://c4c-berlin.de/projekte/ konzerthaus-nuernberg für den Wettbewerb anzumelden. Die Kommu- 468 Die Abgabe der Unterlagen erfolgt durch fristgenikation mit den Teilnehmern z. B. über Veröf- rechte anonyme Einsendung der in Papierform fentlichungen auf der Webseite zu ergänzenden und auf einem Datenträger einzureichenden Informationen, Protokollen und wichtigen Ver- Wettbewerbsbeiträge und zusätzlich durch entfahrensentscheidungen erfolgt über diese registrier- sprechenden Upload durch den Filehosting-Dienst ten Adressen. WeTransfer https://www.wetransfer.com. 461 Die Registrierung ist ab 06. 10. 2017 möglich. 469 Die Vorgaben aus Kapitel „4 | 09.01 Formale Vor- Ausgabe der Unterlagen gaben“ sind zu beachten. 462 Der Auslobungstext und die übrigen Unterlagen werden den Teilnehmern im Teilnehmerbereich der 470 Die Einlieferungsadresse für die physisch einzurei- Wettbewerbsplattform chenden Wettbewerbsleistungen ist unter Kapitel 4 | 04.07 (S. 082) aufgeführt. https://c4c-berlin.de/projekte/konzerthaus-nuernberg/ zur Verfügung gestellt. Wettbewerbsunterlagen 471 Als Zeitpunkt der Abgabe gelten – im Falle der können nur auf diesem Weg abgerufen werden. Abgabe bei Post oder Kurier – die Angaben auf Eine Zusendung per Post erfolgt nicht. dem offiziellen Einlieferungsschein der Post (Poststempel) bzw. dem Begleitschein des Kuriers. 463 Die Unterlagen können ab dem 25. 10. 2017 kostenfrei heruntergeladen werden. 472 Bei persönlicher Abgabe sind die auf der Empfangsbestätigung vermerkten Angaben relevant. Rückfragen Die Abgabe ist werktäglich von 9:00 bis 17:00 MEZ 464 Rückfragen können bis zum 08. 11. 2017 im Rück- möglich. fragenbereich auf der Wettbewerbsplattform 473 Die Einlieferung muss für den Empfänger porto-, http://c4c-berlin.de/projekte/konzerthaus-nuernberg zoll- und zustellungsfrei erfolgen. Der Teilnehmer gestellt werden. Die Fragesteller werden gebeten, hat für die rechtzeitige und richtige Einlieferung eindeutigen Bezug auf die vorliegende Auslobung aller Teile Sorge zu tragen. Einlieferungsbelege sind zu nehmen (Angabe von Kapitel, Absatznummer bis zum Abschluss des Verfahrens aufzubewahren etc.), um Missverständnisse zu vermeiden. und auf Anforderung vorzulegen.

465 Das Protokoll mit allen Rückfragen und deren Ant- 474 Rechtzeitig aufgegebene Arbeiten, die später als worten wird innerhalb von zwei Wochen auf der 14 Tage nach Abgabetermin zugestellt werden, Wettbewerbshomepage zum Download zur Verfü- können gegebenenfalls nicht mehr in der Vorprügung gestellt; es wird Bestandteil der Auslobung. fung berücksichtigt werden. Sie werden ungeprüft dem Preisgericht vorgelegt. Besichtigung des Wettbewerbsgebietes 466 Das Planungsgebiet ist frei einsehbar und kann 1. Sitzung des Preisgerichts jederzeit selbstständig besichtigt werden. 475 Die Jury der ersten Phase tagt in einer voraussichtlich zweitägigen Sitzung am 24. 01. und 25. 01. 2018.

476 Das Preisgericht wird anonym zum Abschluss der ersten Phase bis zu 20 Architekturbüros (und ggf. weitere Nachrücker) zur Teilnahme in der zweiten Phase auswählen.

477 Die Teilnehmer werden umgehend nach der Entscheidung des Gremiums über das Ergebnis per e-Mail oder telefonisch informiert. Ein entsprechendes ausführliches Sitzungsprotokoll wird nach der Jurysitzung der zweiten Phase zugesandt.

4 | 10.02 Ablauf 2. Phase

Ausgabe der Unterlagen 478 An die für die zweite Phase qualifizierten Teilneh- 484 Die Einlieferungsadresse für die physisch einzureimer werden die zusätzlichen Unterlagen und das chenden Wettbewerbsleistungen ist unter Protokoll (ggf. Auszug) der Sitzung der Jury mit den Kapitel 4 | 04.07 (S. 082) aufgeführt. jeweiligen Empfehlungen des Gremiums voraus- 485 Als Zeitpunkt der Abgabe gelten – im Falle der sichtlich bis zum 29. 01. 2018 zugesandt. Abgabe bei Post oder Kurier – die Angaben auf Teilnehmerkolloquium dem offiziellen Einlieferungsschein der Post (Post- 479 Am 02. 02. 2018 wird ein Kolloquium mit allen stempel) bzw. dem Begleitschein des Kuriers. Teilnehmern der zweiten Phase und Vertretern der 486 Bei persönlicher Abgabe sind die auf der Emp- Ausloberin und des Preisgerichts durchgeführt. Die fangsbestätigung vermerkten Angaben relevant. Erkenntnisse aus dem Preisgericht der ersten Phase Die Abgabe ist werktäglich von 9:00 bis 17:00 MEZ werden diskutiert, Fragen werden beantwortet und möglich. gegebenenfalls Empfehlungen zur weiteren Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe gegeben. Der 487 Die Einlieferung muss für den Empfänger porto-, genaue Ablauf wird mit einer gesonderten Einla- zoll- und zustellungsfrei erfolgen. Der Teilnehmer dung rechtzeitig bekannt gegeben. Die Teilnahme hat für die rechtzeitige und richtige Einlieferung am Kolloquium der zweiten Phase gehört nicht zu aller Teile Sorge zu tragen. Einlieferungsbelege sind den geforderten Leistungen, ist jedoch seitens der bis zum Abschluss des Verfahrens aufzubewahren Ausloberin ausdrücklich erwünscht. und auf Anforderung vorzulegen.

480 Allen Teilnehmern werden im Nachgang alle Infor- 488 Rechtzeitig aufgegebene Arbeiten, die später als mationen in einem abschließenden Protokoll zur 14 Tage nach Abgabetermin zugestellt werden, Verfügung gestellt. können gegebenenfalls nicht mehr in der Vorprüfung berücksichtigt werden. Sie werden ungeprüft Abgabe der Arbeiten 2. Phase dem Preisgericht vorgelegt. 481 Abgabe der Unterlagen: 22. 03. 2018. Abgabe des Modells: 26. 03. 2018 2. Sitzung des Preisgerichtes Es gilt die Mitteleuropäische Zeitzone (MEZ). 489 Das Preisgericht der zweiten Phase tagt am 19. 04. 2018 und 20. 04. 2018. 482 Die Abgabe der Unterlagen erfolgt durch fristgerechte anonyme Einsendung der in Papierform Bekanntgabe des Ergebnisses und auf einem Datenträger einzureichenden 490 Das Ergebnis des Planungswettbewerbs wird den Wettbewerbsbeiträge und zusätzlich durch ent- Teilnehmern unmittelbar nach der Entscheidung sprechenden Upload durch den Filehosting-Dienst per E-Mail oder telefonisch mitgeteilt. Ein ausführ- WeTransfer liches Sitzungsprotokoll sowie eine umfassende Dokumentation des Verfahrens und aller Entwürfe https://www.wetransfer.com werden zeitnah zugesandt. 483 Die Vorgaben aus Kapitel 4 | 09.01 sind zu beachten. Ausstellung der Arbeiten 491 Die Ausloberin behält sich vor, die Arbeiten mit den Namen der Verfasser unter Benennung der Mitarbeiter öffentlich auszustellen.

Ablauf und Termine

Ablauf 1. Phase Freiwillige Registrierung der Teilnehmer ab Montag, 06.10.2017 Ausgabe der Unterlagen Mittwoch, 25.10.2017 Rückfragen bis Mittwoch, 08.11.2017 Protokoll der Rückfragen bis Mittwoch, 22.11.2017 Abgabe der Arbeiten 1. Phase: Pläne und Unterlagen Freitag, 15.12.2017 Abgabe der Arbeiten 1. Phase: Modell Dienstag, 19.12.2017 1. Sitzung des Preisgerichts Mittwoch, 24.01. bis Donnerstag, 25.01.2018

Ablauf 2. Phase Ausgabe der Unterlagen bis Montag, 29.01.2018 Teilnehmerkolloquium Freitag, den 02.02.2018 Abgabe der Arbeiten 2. Phase: Pläne und Unterlagen Donnerstag, 22.03.2018 Abgabe der Arbeiten 2. Phase: Modell Montag, 26.03.2018 2. Sitzung des Preisgerichts Donnerstag, 19.04.2018 bis Freitag, 20.04.2018 Ausstellung der Arbeiten wird noch bekannt gegeben

Leistungen – Übersicht

  1. Phase Papier | Upload | Datei 1. Präsentationsplan (pdf / jpg) ○ ○ ○ 1A. Lageplan M. 1:1.000 1B. Konzeptioneller Grundriss EG m. Anbindung d. Meistersingerhalle M. 1:500 1C. Schematische Grundrisse M. 1:500 1D. Schematische Ansichten und Schnitte M. 1:500 1E. Grafik / Diagramm Nutzungsverteilung 1F. Weitere Darstellungen 2. Prüfpläne (dxf / dwg / mcd / vwx) ○ ○ 3. Verkleinerung auf DIN A3 ○ 4. Modell M. 1:1.000 gesonderte postalische Abgabe 5. Berechnungen von Flächen und Rauminhalten (xls / xlsx / pdf) ○ ○ 6. Planformular (dwg / pdf) ○ ○ 7. Erläuterungsbericht (txt / docx / pdf) ○ ○ 8. Verfassererklärung ○ ○ 9. Verfasserinformation (zip) ○

  2. Phase Papier | Upload | Datei 1. Präsentationsplan (pdf / jpg) ○ ○ ○ 1A. Lageplan M. 1:500 1B. Grundrisse M. 1:200 1C. Ansichten und Schnitte M. 1:200 1D. Grundriss und Schnitt des Konzertsaals M. 1:100 1E. Grundriss, Ansicht und Schnitt M. 1:50 1F. Weitere Darstellungen 2. Prüfpläne (dxf / dwg / mcd / vwx) ○ ○ 3. Verkleinerung auf DIN A3 ○ 4. Modell M. 1:500 gesonderte postalische Abgabe 5. Berechnungen von Flächen und Rauminhalten (xls / xlsx / pdf) ○ ○ 6. Kostenprognose von Errichtungskosten und Lebenszykluskosten ○ ○ 7. Erläuterungsbericht (txt / docx / pdf) ○ ○ 8. Verfassererklärung ○ ○ 9. Verfasserinformation (zip) ○

Raumprogramm – Übersicht

Konzerthaus Nürnberg

1 Vorderhaus 2.500 m2
2 Konzertsaal und Bühne 2.161 m2
3 Hinterhaus 3.018 m2

7.679 m2 ∑ NUF

TF Technikflächen 2.500 m2 ∑ TF

VF Verkehrsflächen 3.270 m2 ∑ VF

Stellplätze

PKW-Behindertenstellplätze 8 Stpl Fahrradstellplätze 80 Stpl Fahrradstellplätze, überdacht 20 Stpl

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