Sitzungsunterlagen
Sitzung des Kulturausschusses
29.11.2019
Inhaltsverzeichnis
Sitzungsdokumente 3 Tagesordnung -öffentlich- 3 Vorlagendokumente 5 TOP Ö 1 Sonntagsöffnung der Bibliotheken 5 Bericht BCN/010/2019 5 Bericht BCN/010/2019 8 SPD-Antrag vom 20.08.2019_Stadtbibliothek_AN/331/2019 BCN/010/2019 10 TOP Ö 2 Kulturreferat - Jahreskontrakt 2020 11 Sitzungsvorlage Ref.IV/035/2019 11 Anlage_Jahreskontrakt 2020_Ref.IV Ref.IV/035/2019 14 Jahreskontrakt 2020_Ref.IV Ref.IV/035/2019 17 TOP Ö 3 Meistersingerhalle - Jahreskontrakt 2020 22 Sitzungsvorlage MSH/003/2019 22 Anlage_Jahreskontrakt 2020_MSH MSH/003/2019 25 Jahreskontrakt 2020_MSH MSH/003/2019 26 TOP Ö 4 Stadtarchiv - Jahreskontrakt 2020 30 Sitzungsvorlage Av/002/2019 30 Anlage_Jahreskontrakt 2020_Av Av/002/2019 33 Jahreskontrakt 2020_Av Av/002/2019 37 TOP Ö 5 Bildungscampus Nürnberg - Jahreskontrakt 2020 40 Sitzungsvorlage BCN/009/2019 40 Anlage_Jahreskontrakt 2020_BCN BCN/009/2019 43 Jahreskontrakt 2020_BCN BCN/009/2019 46 TOP Ö 6 Amt für Kultur und Freizeit - Jahreskontrakt 2020 49 Sitzungsvorlage KuF/020/2019 49 Anlage_Ausgewählte Ereignisse 2019 KuF/020/2019 52 Anlage_Jahreskontrakt 2020_KuF KuF/020/2019 54 Jahreskontrakt 2020_KuF KuF/020/2019 56 TOP Ö 7 KunstKulturQuartier - Jahreskontrakt 2020 59 Sitzungsvorlage KuKuQ/007/2019 59 Anlage_Jahreskontrakt 2020_KuKuQ KuKuQ/007/2019 62 Jahreskontrakt 2020_KuKuQ KuKuQ/007/2019 74 TOP Ö 8 Museen der Stadt Nürnberg - Jahreskontrakt 2020 77 Sitzungsvorlage KuM/004/2019 77 Anlage_Jahreskontrakt 2020_KuM KuM/004/2019 80 Jahreskontrakt 2020_KuM KuM/004/2019 81
TAGESORDNUNG
Sitzung
Sitzung des Kulturausschusses
Sitzungszeit
Freitag, 29.11.2019, 09:00 Uhr
Sitzungsort
Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal
TAGESORDNUNG
Öffentliche Sitzung
1. Sonntagsöffnung der Bibliotheken Bericht
hier: Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 20.08.2019 BCN/010/2019
(AN/331/2019)
Lehner, Julia, Prof. Dr.
2. Kulturreferat - Jahreskontrakt 2020 Beschluss
Ref.IV/035/2019 Lehner, Julia, Prof. Dr.
3. Meistersingerhalle - Jahreskontrakt 2020 Beschluss
MSH/003/2019 Lehner, Julia, Prof. Dr.
4. Stadtarchiv - Jahreskontrakt 2020 Beschluss
Av/002/2019 Lehner, Julia, Prof. Dr.
5. Bildungscampus Nürnberg - Jahreskontrakt 2020 Beschluss
BCN/009/2019 Lehner, Julia, Prof. Dr.
6. Amt für Kultur und Freizeit - Jahreskontrakt 2020 Beschluss
KuF/020/2019 Lehner, Julia, Prof. Dr.
7. KunstKulturQuartier - Jahreskontrakt 2020 Beschluss
KuKuQ/007/2019 Lehner, Julia, Prof. Dr.
8. Museen der Stadt Nürnberg - Jahreskontrakt 2020 Beschluss
KuM/004/2019 Lehner, Julia, Prof. Dr.
- Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 11.10.2019,
öffentlicher Teil
Berichtsvorlage BCN/010/2019
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kulturausschuss 29.11.2019 öffentlich Bericht
Betreff:
Sonntagsöffnung der Bibliotheken
hier: Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 20.08.2019 (AN/331/2019)
Anlagen: Bericht SPD-Antrag vom 20.08.2019_Stadtbibliothek_AN/331/2019
Bericht:
Die SPD-Stadtratsfraktion beantragt eine testweise Sonntagsöffnung der Stadtbibliothek Zentrum am Gewerbemuseumsplatz 4. Ein Testversuch im Winter wird angeregt. Die Stadtbibliothek hat geprüft, ob dies auch sonntags und ggf. an Feiertagen möglich ist.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stadt Nürnberg Berichtsvorlage BCN/010/2019
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Stadt Nürnberg Berichtsvorlage BCN/010/2019
Antrag AN/331/2019 „Stadtbibliothek auch am Sonntag öffnen“
Stellungnahme des BCN
Die SPD-Stadtratsfraktion beantragt eine testweise Sonntagsöffnung der Stadtbibliothek Zentrum am Gewerbemuseumsplatz 4.
Im Antrag wird zu Recht auf die sich wandelnde Rolle von Öffentlichen Bibliotheken hingewiesen bzw. auf das sich ändernde Kundennutzungsverhalten. Die Stadtbibliothek wird zunehmend als niedrigschwelliger Lern- und Erfahrungsraum sowie als Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität genutzt, und dies von unterschiedlichsten Zielgruppen, quer durch alle Bevölkerungs- und Altersschichten. Die Nutzungszahlen spiegeln diesen Trend wider.
Von daher muss die Stadtbibliothek strategisch kontinuierlich in diese Richtung ausgerichtet werden. Dazu gehören einerseits die Weiterentwicklung der Bibliothek als Lernort mit innovativen Angeboten1 sowie die Nutzung der Bibliothek als Treffpunkt und Plattform für Austausch und Diskurs, andererseits perspektivisch eine Änderung, ggf. Ausweitung, von Öffnungszeiten. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Öffnungszeiten mit Neueröffnung der Stadtbibliothek Zentrum am 24.10.2012 bereits von 32 auf 45 Stunden pro Woche erweitert wurden. Dies entsprach einer Erweiterung um ca. 40%.
Gesetzlicher Rahmen
Für eine Sonntagsöffnung Öffentlicher Bibliotheken fehlt derzeit in Deutschland die gesetzliche Grundlage. In Deutschland gilt ein grundsätzliches Beschäftigungsverbot an Sonn- und Feiertagen. Dies ist in §9 des Bundesarbeitszeitgesetzes festgeschrieben. Von diesem Grundsatz ausgenommen sind einige Einrichtungen, wie z.B. Museen, aber auch z.B. Wissenschaftliche Bibliotheken.
Derzeit gibt es sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene Bestrebungen das Arbeitszeitgesetz zu ändern bzw. zu umgehen, um die grundsätzliche Möglichkeit für eine Sonntagsöffnung zu schaffen.
Konkret wurde am 9.10.19 in Nordrhein-Westfalen das „Gesetz zur Stärkung der kulturellen Funktionen der Öffentlichen Bibliotheken und ihrer Öffnung am Sonntag" (Bibliotheksstärkungsgesetz) vom Landtag einstimmig beschlossen. Bündnis90/Grüne haben im Februar 2019 in einem Antrag die Bundesregierung ebenfalls aufgefordert, eine Sonntagsöffnung durch Änderung des Arbeitszeitgesetzes zu ermöglichen und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle zu entwickeln2. Dieser findet momentan auf Bundesebene allerdings keine Mehrheit; das weitere Vorgehen hierzu gilt es zu beobachten.
Der Bundesvorstand des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. spricht sich seit geraumer Zeit für eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes auf Bundesebene aus, damit Öffentlichen Bibliotheken zumindest theoretisch die Möglichkeit einer Sonntagsöffnung gegeben wird.
1 (vgl. Vorlage zum Virtuellen BCN, KuA am 11.10.19 sowie Jahreskontrakt zum BCN, KuA am 29.11.19) 2 https://www.bundestag.de/presse/hib/594496-594496
Beispiele
Im Jahr 2012 hat die Stadtbibliothek Bremen einen Modellversuch durchgeführt, in dem sie ein halbes Jahr lang jeweils am 1. Sonntag im Monat 4 Stunden mit regulären Bibliotheksdienstleistungen geöffnet hatte. Die Beteiligung der Mitarbeitenden an diesem Modellversuch erfolgte ausschließlich auf freiwilliger Basis. Es gab für den Modellversuch eine parlamentarisch fundierte Ausnahmeregelung für eine befristete Anzahl von geöffneten Sonntagen mit dem Einsatz von Fachpersonal. Der Versuch war sehr erfolgreich.
Im europäischen Ausland gibt es inzwischen eine Reihe von Öffentlichen Bibliotheken, die regelmäßig sonntags geöffnet haben. Außer der im Antrag genannten Bibliothek in Amsterdam zählt hierzu zum Beispiel auch die im Dezember 2018 in Helsinki eröffnete neue Bibliothek „Oodi“3 mit einer Öffnungszeit von 10.00 bis 20.00 Uhr. Allerdings gibt es in den genannten Ländern gesetzliche Regelungen, u.a. nationale Bibliotheksgesetze, die Öffentliche Bibliotheken auf eine ganz andere gesetzliche Grundlage stellen. Diese Bibliotheken verfügen oftmals über eine deutlich bessere finanzielle und personelle Ausstattung, und sie zählen nicht zu den freiwilligen Leistungen der Kommunen.
Nürnberg
Grundsätzlich ist eine Sonntagsöffnung, auch für die Stadtbibliothek Nürnberg zu befürworten, um sie als Einrichtung im Sinne eines öffentlich zugänglichen multifunktionalen Raums mit den vielfältigen Möglichkeiten der Begegnung und Kommunikation nutzen zu können.
Um die gesamte Palette bibliothekarischer Angebote und Services bieten zu können, ist eine Erweiterung der Öffnungszeiten am Sonntag zudem nur mit Fachpersonal zu realisieren; d.h. es müssten die hierfür zusätzlich erforderlichen personellen und finanziellen Voraussetzungen bzw. Ressourcen (z.B. Personalkapazitäten, Sicherheitsdienst, Sonntagsarbeitszuschläge) geschaffen werden.
Bei der NZ-Leserumfrage vom 26.8.19 mit der Frage „Stadtbibliothek: soll sie auch am Sonntag öffnen?“ haben 89 Personen teilgenommen. Mit JA antworteten 42,7%, mit NEIN 57,3%, d.h. die Kunden äußerten sich diesbezüglich eher zurückhaltend.
Es wird empfohlen, zunächst die Schaffung des gesetzlichen Rahmens, sei es auf Landes- oder Bundesebene, abzuwarten, um eine rechtliche Grundlage für eine mögliche Sonntagsöffnung zu erhalten. Interessant sind sicherlich auch erste Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen. In einem weiteren Schritt soll dann die Realisierung einer möglichen Sonntagsöffnung für die Stadtbibliothek Zentrum - wie vorgeschlagen - geprüft werden.
Stand: 28.10.19 Sträter
3 Der Name bedeutet Ode auf Deutsch, im Sinne einer Ode an die Literatur https://www.oodihelsinki.fi/en/
spd@stadt nuernberg.de U1, U11 Lorenzkirche Rathaus Tel 0911 /231-2906 STADTRATSFRAKTION www.spd-stadtratsfraktion.nuemberg.de Bus 36, 46, 47 Rathaus 90403 Nürnberg Fax 0911 /231-3895 NÜRNBERG
SPD Stadtratsfraktion | Rathaus | 90403 Nürnberg OBERBÜRGERMEISTER
An den Oberbürgermeister 2 0. AUG. 2019 , der Stadt Nürnberg ' .........Nr.......... Dr. Ulrich Maly 1 Tu Stpjiungrwhme Rathaus IV Zur 90403 Nürnberg 2 Kts. T 4 ^V 'V 'K n T t r w r .v * ^ r - l j ' I V o n e A t n e bs r e - nz.^V rCi'p'f; vvtfiegen v-{ , Nürnberg, 20. August 2019 Brehm/ Dr. Prölß-Kammerer
Stadtbibliothek für Familien auch am Sonntag öffnen
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
unsere Bibliotheken haben sich gewandelt. Sie sind schon heute lebendige kulturelle Treffpunkte zum Weltentdecken, zum gemeinsamen Lernen, zum Vorlesen, zum Theaterschauen und mehr. Auch der Neubau der Stadtbibliothek am Gewerbemuseumsplatz wird gerne und von allen Generationen genutzt. Er bietet Spielmöglichkeiten für Kinder, tolle Aussichten auf die Stadt, ein wunderbares Zeitungscafe, freies WLAN und jede Menge Möglichkeiten für gemeinsame Freizeitgestaltung von Familien. Genau dann, wenn die Familien oder die Berufstätigen am meisten Zeit haben, gemeinsam etwas zu unternehmen, sich aktiv mit Kultur und Bildung zu beschäftigen, hat die Stadtbibliothek aber geschlossen. Vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn es wenige kostenlosen Kulturangebote gibt, braucht es solche gemeinschaftlichen, sonntäglichen, nicht-kommerziellen Ausflugsziele für Jung und Alt. In anderen Städten, wie z.B. Amsterdam, gibt es heute schon die Möglichkeiten die Stadtbibliothek als Kultur- und Freizeitort gerade für das Wochenende zu nutzen. Dies wird von Familien bestens angenommen. Es wäre deshalb aus unserer Sicht eine gute Ergänzung zu den vorhandenen Angeboten für Familien in der Stadt, wenn die zentrale Stadtbibliothek am Gewerbemuseumsplatz (testweise) auch an ausgewählten Sonntagen geöffnet werden könnte.
Die SPD-Stadtratsfraktion stellt deshalb zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag:
Die Verwaltung prüft, ob die Stadtbibliothek auch sonntags und ggf. an Feiertagen geöffnet werden könnte. Ein Testversuch im Winter wird angeregt.
Mit freundlichen Grüßen
Stadtratsfraktion Dr. Anja Prölß-Kammerer Nürnberg Fraktionsvorsitzende
SPD
Ref.IV/035/2019
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kulturausschuss 29.11.2019 öffentlich Beschluss
Betreff:
Kulturreferat - Jahreskontrakt 2020
Anlagen: Anlage_Jahreskontrakt 2020_Ref.IV Jahreskontrakt 2020_Ref.IV
Sachverhalt (kurz):
Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Ref.IV/035/2019
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Ref.IV/035/2019
Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2020 des Kulturreferates zu.
Anlage: Jahreskontrakt 2020 des Kulturreferats
Personal- und Finanzsituation
| 2020 | 2019 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Sollvollkraftstellen Gesamt (Ref. IV inkl. Projektb., Bewerbungsb., KPZ und PR) | 37,06 | 37,06 | 34,81 |
| Istvollkraftstellen Gesamt (Ref. IV inkl. Projektb., Bewerbungsb., KPZ und PR) | 37,59 | 30,70 |
Stand: 10.10.2019, ohne vorübergehende budgetfinanzierte Beschäftigung
Die Zahl der Sollvollkraftstellen hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die Abweichung zur Istbesetzung ergibt sich aus der tatsächlichen Besetzung der Stelle 040.0100 (persönlicher Mitarbeiter der Referentin). Der bisherige Stelleninhaber ist aufgrund von Überstundenabbau bereits nicht mehr im Dienst, die Stelle wurde aber zwischenzeitlich nachbesetzt.
Finanzdaten
Konsumtiv (K1)
Ref. IV inkl. Projektbüro, Bewerbungsbüro, KPZ und PR
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
|---|---|---|---|---|
| Budget | Ansatz 2020 Entwurf | Ermächtigung 2019 | Ermächtigung Januar – Juli 2019 | Hochrechnung 2019 |
| K1 Sachbudget | 2.641.284 € | 1.790.615 € | 1.044.525 € | 1.871.115 € |
Aufgrund der Änderung der Wertgrenze für GWG´s sind keine Ansätze im investiven Bereich vorhanden.
Erläuterung: Die Höhepunktveranstaltungen waren 2019 erneut von Wetterbedingungen und infolgedessen von unterschiedlichen Publikumsresonanzen deutlich geprägt. Dies alles hatte auch Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Festivals, die auf Ticketverkäufe und Pin-Spenden des Publikums in erheblichem Umfang angewiesen sind. Gleichzeitig schlagen auch Mindereinnahmen durch den Wegfall bisheriger Sponsoren zu Buche, die das Defizit im Bereich der Höhepunktveranstaltungen vergrößern. Im Gegensatz dazu sind immer höhere Anforderungen im Bereich der Sicherheitsauflagen zu erfüllen, was mit steigenden Kosten verbunden ist. Die deutliche Steigerung des Ansatzes im Sachbudget in 2019 ist insbesondere auf den erhöhten Bedarf im Produkt Kulturhauptstadt zurückzuführen. Hier ist eine Steigerung um rund 480.000 € beim Vergleich der Ermächtigung 2019 zu 2018 vorhanden. Im Jahr 2019 hatte die Verfassung des 1. Bewerbungsbuches höchste Priorität, Abgabedatum war der 30.09.2019. Zentrales Element des Bewerbungsbuches war die Formulierung und Skizzierung eines künstlerischen Programms, das für ein europäisches Kulturpublikum, für die Europäische Metropolregion und für die Nürnberger Stadtgesellschaft gleichermaßen von hoher Relevanz ist. In diesem Rahmen organisierte das Bewerbungsbüro 2019 neben weiteren Aktivitäten, verschiedene Workshops zu den drei Leitthemen, zu denen Nürnberger Kulturakteure und internationale Expertinnen und Experten eingeladen werden. Die Entscheidung über die Bewerbung zur Kulturhauptstadt steht noch aus.
Kulturförderung
Bei Ref. IV sind folgende Fördermöglichkeiten angesiedelt:
| 2018 | *2019 | **2020 | |
|---|---|---|---|
| Kultur in der Stadt (lt. HH-Plan) darin sind enthalten: | 258.400 € | 273.400 € | 283.400 € |
| Anträge an Kultur in der Stadt Zur Verfügung stehende Mittel: (in 2020: Zweckbindung 10.000,-€ für Meistersingerfestival) Zuschussvergabe | 122 228.400 € 265.900 € | 106 243.400 € 257.600 € | 253.400 € |
| Anträge Zur Verfügung stehende Mittel für die Referentin: Zuschussvergabe | 35 30.000 € 30.000€ | 24 30.000 € 25.950 € | 30.000 € |
| Fonds für Initiativgruppen Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel Zuschussvergabe *** | 2 46.000 € 8.500 € | 3 46.000 € 20.900 € | 46.000 € |
| Fördertopf Kindertheater Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel Zuschussvergabe | 10 30.000 € 30.000 € | 10 30.000 € 26.500 € | 30.000 € |
| Feste Kostenstellen/ Zuschüsse Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel | 55 5.561.487 € | 55 5.683.278 € | 56 6.156.724 € |
| Heimatpflege Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel Zuschussvergabe | 30 37.700 € 37.700 € | 22 37.700 € 36.300 € | 42.700 € |
| Literaturzuschüsse Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel Zuschussvergabe | 3 3.800 E 3.800 € | 4 3.800 € 3.800 € | 3.800 € |
| „Kulturpreise“ | 30.000 € | **** 20.000 € | 30.000 € |
* Stand 15.10.2019 ** Vorbehaltlich der Haushaltsberatungen für 2020 *** Die bei der Kostenstelle „Fonds für Initiativgruppen“ verbleibenden Zuschussmittel werden zur Deckung der Kostenstelle „Kultur in der Stadt“ benötigt **** im Jahr 2020 wird der „“Große Kulturpreis“ turnusmäßig vergeben, daher erhöht sich der Ansatz um 10.000 €
Wie im Jahr 2018 werden die bei der Kostenstelle „Kultur in der Stadt“ bereitgestellten Mittel auch im Jahr 2019 nicht ausreichen. Als Deckung müssen, wie in den Jahren zuvor, Mittel aus der Kostenstelle „Fonds für Initiativgruppen“ herangezogen werden.
Tendenziell ist mit einem erhöhten Aufkommen der Anträge auf Fördermöglichkeiten zu rechnen. Dies hat mannigfaltige Gründe. Zum einen etwa nachlassende Sponsoringleistungen Dritter. Zum anderen eine restriktivere Mittelvergabe diverser Stiftungen, die der aktuell bestehenden Zinspolitik auf den Kapitalmärkten geschuldet ist.
Zukünftig soll angestrebt werden, neben der Förderung bereits etablierter Projekte, der Entwicklung neuer Formate ebenfalls Rechnung zu tragen und diese zu unterstützen. Das betrifft unmittelbar die Arbeit Kulturschaffender aus unterschiedlichsten Sparten (z.b. urban lab, IIH3-Festival, Liminale, 1000Dancibel, Street-Art, „Gaming“). Eine Erhöhung des finanziellen Volumens des Fördertopfes „Kultur in der Stadt“ wäre dafür eine grundlegende Voraussetzung.
Die kommunalen Kulturförderverfahren bilden zudem, wie es die Kulturstrategie verbindlich vorgibt, einen Arbeitsschwerpunkt, der auf der Basis von Untersuchung, Bewertung und Weiterentwicklung vorgenommen werden soll.
Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2020 des Kulturreferats
Personal- und Finanzsituation
| 2020 | 2019 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Sollvollkraftstellen Gesamt (Ref. IV inkl. Projektb., Bewerbungsb., KPZ und PR) | 37,06 | 37,06 | 34,81 |
| Istvollkraftstellen Gesamt (Ref. IV inkl. Projektb., Bewerbungsb., KPZ und PR) | 37,59 | 30,70 |
Stand: 10.10.2019, ohne vorübergehende budgetfinanzierte Beschäftigung
Die Zahl der Sollvollkraftstellen hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die Abweichung zur Istbesetzung ergibt sich aus der tatsächlichen Besetzung der Stelle 040.0100 (persönlicher Mitarbeiter der Referentin). Der bisherige Stelleninhaber ist aufgrund von Überstundenabbau bereits nicht mehr im Dienst, die Stelle wurde aber zwischenzeitlich nachbesetzt.
Kulturförderung Zu den bei Ref. IV angesiedelten Fördermöglichkeiten (Kultur in der Stadt, Fonds für Initiativgruppen, Fördertopf Kindertheater, feste Kostenstellen, Heimatpflege sowie den Kulturpreisen der Stadt Nürnberg) finden sich nähere Informationen in der Anlage.
MIP-Maßnahmen des Geschäftsbereiches Die im mittelfristigen Investitionsplan des Haushaltsplans 2020 aufgenommenen Maßnahmen im Kulturbereich (Dokuzentrum, Gemeinschaftshaus Langwasser 2. BA, Künstlerhaus 3. BA) haben über den Gesamtzeitraum voraussichtlich ein Finanzvolumen von 55,711 Mio. €. Nicht enthalten sind hier Konzertsaal, Opernhaussanierung, Opern-Interim und Generalsanierung der Meistersingerhalle.
Kulturstrategie Im Jahr 2019 lag der Fokus der Umsetzung der 2018 verabschiedeten Kulturstrategie unter anderem auf der Anbahnung eines „Raumleerstand- und Zwischennutzungsmanagements“: Nach Fertigstellung der App „OffSpaces“ im Herbst 2019 soll im Folgejahr durch eine neu eingerichtete Stelle ein nachhaltiges Konzept zur Ermittlung sowie Vermittlung von (temporären) Leerständen an Kunst- und Kulturschaffende erarbeitet werden. Zweiter Schwerpunkt der Umsetzung war 2019 die Förderung des kulturpolitischen Diskurses. Zwei Berichte im Kulturausschuss sowie eine regional ausgerichtete Kulturkonferenz dienten als Instrumente der „rollenden Planung“, durch die die umzusetzenden Maßnahmen evaluiert und das weitere Vorgehen stetig konkretisiert wird. Im Jahr 2020 soll durch die Transformation des bestehenden Beirats zur Kulturstrategie, den Ausbau der referats- und institutionsübergreifenden Fokusgruppen zu den verschiedenen Maßnahmen der Strategie und die Weiterentwicklung der Kulturkonferenz weiter an der Förderung des kulturpolitischen Diskurses gearbeitet werden. Zusätzlicher Schwerpunkt 2020 wird die Untersuchung, Bewertung und Weiterentwicklung der kommunalen Kulturförderverfahren, wofür in einem ersten Schritt Kriterien, Fragestellungen und Ziele von Vertretungen des Kulturreferats mit seinen Dienststellen, anderer Referate mit Kulturbezug sowie der kommunalen Kulturpolitik und der freien Szene erarbeitet werden sollen. Maßnahmenübergreifend soll der Einbezug der freien Szene in die Arbeit der Kulturverwaltung die oben aufgeführten Aktivitäten sowohl inhaltlich begleiten als auch bei der Konzeption und Durchführung der einzelnen Schritte noch stärker aktiv ermöglicht werden.
Entwicklung des historisch-politischen Lern- und Begegnungsorts Zeppelintribüne und Zeppelinfeld (mit baulicher Sicherung) – Stabsstelle im Kulturreferat, Ehem. Reichsparteitagsgelände/Zeppelintribüne
und Zeppelinfeld
Nachdem im Sommer 2018 der Deutsche Bundestag die Übernahme von 50% der Gesamtkosten in Höhe von 85,1 Mio Euro zusicherte, konnte mit der Zusage von weiteren 25% durch den Freistaat am 16.5.19 und der verbleibenden 25 % der Investitionskosten sowie des Dauerbetriebs durch den Nürnberger Stadtrat am 24.7.19 die Gesamtfinanzierung des auf 12 Jahre angelegten Entwicklungsprojekts zum Lern- und Begegnungsort komplementiert werden. Damit unterstützen Bund und Land nachhaltig und eindrucksvoll die Konzeption der Stadt Nürnberg, Zeppelintribüne und Zeppelinfeld zu einem Lern- und Begegnungsort zu entwickeln und die Baurelikte hierfür in ihrem heutigen Zustand baulich zu sichern. Für die Umsetzung der Maßnahme wurden entsprechende Stabsstellen im Kulturreferat und beim Hochbauamt geschaffen.
2019 fanden erste Ortstermine mit den FördergeberInnen statt, zum Jahresanfang 2020 legt das Kulturreferat die für das komplexe Verfahren notwendige umfassende formlose Anfrage vor, die das Gesamtprojekt darlegt und den Beginn des offiziellen Förderverfahrens 2020 markiert. Das Finanzierungs- und Umsetzungsverfahren ist nach den formalen Vorgaben der RZBau streng geregelt und folgt den in der HOAI festgelegten Leistungsphasen. Diese sehen 2020 ein schrittweises Vorgehen der baulichen, gestalterischen wie inhaltlichen Detaillierung und Planung bis zur Leistungsphase 3 vor, an dessen Ende ein umfassendes bauliches wie inhaltliches Realisierungskonzept steht. Der Abschluss der Planungsarbeiten ist für 2021 zu erwarten.
2020 konstituiert sich der vom Kulturreferat neu berufene international besetzte wissenschaftliche Beirat, der die inhaltliche Ausarbeitung der aufeinander abzustimmenden Arbeiten in Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände wie Zeppelintribüne und Zeppelinfeld begleitet. Die Maßnahme wird zudem vom Kuratorium Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände flankiert.
Die seit nunmehr über 10 Jahren stetige und intensive Information über das Projekt für die lokale, nationale und internationale Öffentlichkeit wird weiter intensiviert. Die erstmalige Angebotserweiterung um fremdsprachige und inklusive Führungen am diesjährigen Info-Tag Zeppelintribüne und Zeppelinfeld, der mit ca. 1700 Besucherinnen und Besuchern zu dem besucherstärksten Info-Tag seit Bestehen zählt, wurde sehr gut angenommen, insbesondere die erste türkischsprachige Führung über das Gelände sowie die Führung in Gebärdensprache. 2020 wird an den neuen Angebotsformaten festgehalten und die Bemühungen um Zielgruppenerweiterung weiter intensiviert. Neben Info-Tagen sind auch erstmals Informationsstände auf den Großveranstaltungen des Geländes, wie z.B. beim Norisringrennen geplant, um vor Ort über das Projekt und den aktuellen Stand der Maßnahmen zu informieren. Zugleich wird eine zeitgemäße, kontinuierliche und mehrsprachige Informationsarbeit verfolgt, die die Erstellung von z.B. Projektbroschüre, Kurzflyer, Filmen, Website oder analogen wie digitalen Presseinformationen vorsieht.
2020 muss die Thematik aufgrund seiner weltweiten Bedeutung auch international z.B. bei Fach- oder Eurocities-Tagungen noch intensiver vorgestellt und bekannt gemacht werden. Zeppelintribüne und Zeppelinfeld spielen als Strukturprojekt unter dem Themenschwerpunkt „Menschlichkeit“ bei der Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 eine zentrale Rolle. 2020 wird die regionale Vernetzung durch die Entwicklung konkreter gemeinsamer Projekte in diesem Themenfeld weiterentwickelt. Die vorgeschlagenen Programmlinien für Nürnberg werden mit den Baumaßnahmen synchronisiert und mit Partnern konkretisiert.
Als weiteres Strukturprojekt wurde die Entwicklung eines Teils des unvollendeten Torsos der Kongresshalle zu einem innovativen Kreativort für Künstlerinnen und Künstler aufgenommen. Ein Nutzungskonzept kann dann auf Basis der von Ref VI geprüften baulichen Möglichkeiten mit partizipativer Beteiligung entwickelt werden.
Europäische Kulturhauptstadt 2025 Das Kulturhauptstadt-Bewerbungsbüro intensivierte 2019 die Kommunikations- und Beteiligungsmaßnahmen, darunter
- Durchführung des zweiten „N2025 Open Calls“. Insgesamt standen 91 Projekte zur Abstimmung,
mehr als 11.000 Menschen haben abgestimmt und sieben Projekte zur Umsetzung ausgewählt. Drei weitere Projekte wurden durch eine Jury ausgewählt (www.opencall.n2025.de).
- Ausbau von Online- und Social-Media Kanälen; aktuell Facebook-Kanal mit 4.600 Followern, Insta-
gram mit rund 1.800 Followern und rund 730 Newsletter-Abonnentinnen und Abonnenten.
- Zwischen dem 29. Juni und dem 28. Juli 2019 lud das von der Initiative N.Ort entwickelte „Kultur
hauptstädtla“ auf dem Richard-Wagner-Platz zu Diskussionen, Ausstellungen, Konzerten, Theater und Poetry-Slam ein.
- „Songlines Vol. I“ zwischen dem 27. und 29. September 2019 als gemeinsam mit den Kulturläden /
KuF organisiertes Festival, das die musikalischen Kulturen der Stadt Nürnberg erlebbar machte. Eingeleitet wurde das Festival mit einem Flashmob in der Nürnberger Fußgängerzone (www.songlines.n2025.eu).
- In sieben Städten der Europäischen Metropolregion Nürnberg wurde das Pilotprojekt „game
On2025“ als sog. „local based game“ entwickelt. (www.gameOn2025.eu)
- Mit dem „Plauschbecken“ – einem Bällebad für Kinder und Erwachsene – war das Bewerbungsbüro
an verschiedenen Orten in der Stadt präsent und schaffte einen Ort der transkulturellen und inter generativen Begegnung und Kommunikation.
Ein besonderes Augenmerk lag 2019 bei der Einbindung der Europäischen Metropolregion Nürnberg:
- Workshop mit der EMN am 8. Februar 2019 mit rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus der Regi
on; Diskussion über weiteren Prozess sowie die inhaltlichen und finanziellen Dimensionen der Ko operation im Rahmen der Bewerbung.
-
Veröffentlichung der Ergebnisse der Netzwerkanalyse.
-
Die AG Kulturhauptstadt bearbeitet bis März 2020 sechs Themenfelder: Totalitarismus, Handwerk
und Industriekultur, Diversität und Teilhabe, Stadtentwicklung und Digitalisierung, Spielen/Spiel, Kulturtourismus.
Am 23. Juli 2019 wurden der Claim der Nürnberger Bewerbung „Past Forward“ und das neue Corporate Design vorgestellt. Das Corporate Design folgt dem Anspruch auf Partizipation, insofern es als Baukasten mit einfachen Farb- und Schriftelementen angelegt ist, der im weiteren Fortgang der Bewerbung auch für Dritte geöffnet werden soll.
2019 hatte die Verfassung des 1. Bewerbungsbuches höchste Priorität. Das 60-seitige Bewerbungsbuch wurde am 30. November 2019 bei der Kulturstiftung der Länder eingereicht und am gleichen Tag der Presse vorgestellt. Das Bewerbungsbuch steht online unter www.n2025.eu).
Zentrale Bausteine der Nürnberger Bewerbung sind die „New Creative Spaces“, neue Kreativorte, mit deren Aufbau tragfähige Strukturen für die Produktion und Rezeption der Kulturen und Künste sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft geschaffen werden sollen. Derzeit werden die Nutzung der Kongresshalle und der Alten Feuerwache geprüft.
Die von der Europäischen Kommission eingesetzte Jury wird zwischen dem 10. und 11. Dezember 2019 entscheiden, welche Städte auf die sog. Shortlist kommen und damit die Möglichkeit erhalten, sich weiter um den Titel Europäische Kulturhauptstadt Europas 2025 zu bewerben. Zentrale Aufgabe des Bewerbungsbüros ist es, sowohl für den positiven Zuschlag (Plan A), als auch für den Fall des Ausscheidens (Plan B) zu planen; insbesondere Plan B wird auch Gegenstand der Jurybefragung im Dezember sein.
Plan A Für das Bewerbungsbüro hat 2020 die Abfassung des 2. Bewerbungsbuches höchste Priorität. Darüber hinaus ist der Besuch der Jury in Nürnberg vorzubereiten. Das 2. Bewerbungsbuch fordert die Darlegung einer Organisations- und Managementstruktur für den Fall des Zuschlags. In diesem Zusammenhang wird geprüft, wann und auf welcher Grundlage das Bewerbungsbüro in eine eigenständige Betriebsstruktur – etwa eine gGmbH – überführt werden kann. Auch ist das künstlerische Programm zu präzisieren und ein konkreter zeitlicher Ablaufplan für das Jahr 2025 zu entwickeln. Die geplanten künstlerischen Kooperationen mit internationalen Partnern sind mit Vereinbarungen zu hinterlegen. In der EMN werden bis März 2020 in Kooperation durchzuführende Projekte entwickelt. Für die „New Creative Spaces“ der Nürnberger Bewerbung sind präzise Finanz- und Zeitplanungen vorzulegen.
Das 2. Bewerbungsbuch wird voraussichtlich im August 2020 eingereicht. Die finale Juryentscheidung fällt im Herbst 2020.
Für 2020 sind folgende Projekte in Vorbereitung:
-
Open Call 2020
-
„Stadtmacherei“ – eine interaktive Installation für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Nürnberg
und der EMN in Kooperation mit dem Neuen Museum Nürnberg
- „Songlines Vol. II“, das u.a. als Kooperation mit der Hochschule für Musik Nürnberg durchgeführt
werden soll
-
Kooperation mit der Europäischen Kulturhauptstadt Galway 2020 und der ION
-
Eine Aufführungsserie von Richard Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ in zeitgenössischer
Adaption im Innenhof der Kongresshalle
-
Auftakt zu einer Literaturreihe über die Sprachen in Nürnberg
-
Kooperationsprojekt zwischen Global Art Netzwerk, dem Germanischen Nationalmuseum und dem
Kulturhauptstadtbewerbungsbüro
- Evaluation von gameOn2025
Plan B Sollte Nürnberg nicht auf die Shortlist gelangen, sollten dennoch die Planungen bzgl. der Neuen Kreativräume weiterverfolgt werden. Insbesondere die schrittweise Öffnung der Kongresshalle stellt die einmalige Möglichkeit dar, auf kommunaler Ebene dem dringenden Raumbedarf (Ateliers, Proberäume, Aufführungsräume) der Kultur- und Kunstschaffenden in Nürnberg zu begegnen. Die Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes für die Alte Feuerwache nimmt in verstärkten Maße die Bedarfe der Kultur- und Kreativwirtschaft in den Blick. Die o.g. Projekte sollten – mit Ausnahme der Bespielung des Innenhofs der Kongresshalle – durchgeführt werden, da sie von herausgehobener kulturpolitischer Relevanz sind: Sie dienen einerseits der Sichtbarmachung der kulturellen Aktivitäten in der Stadt, vertiefen den partizipativen Gesamtansatz der Nürnberger Kulturhauptstadtbewerbung und unterstreichen die Nachhaltigkeit des bisherigen Prozesses.
Finanzplanung und Personalentwicklung
Plan A erfordert eine kurzfristige Aufstockung im Personal des Bewerbungsbüros. Insbesondere ist eine Stelle für die nationale und internationale Pressearbeit einzurichten. Darüber hinaus ist eine Koordinierungsstelle für die Aktivitäten in der Europäischen Metropolregion notwendig. Die Stelle, die im Rahmen der Neuausrichtung der Kulturläden entsteht, wird ab Januar 2020 im Rahmen der Budgetfinanzierung im Finanzplan des Bewerbungsbüros abgebildet. Die Konkretisierung der Planungen für die neuen Kreativorte sind mit entsprechenden Finanzmitteln zu hinterlegen; ebenso die Umsetzung der o.g. Projekte Für die Umsetzung von Plan A ist die Bereitstellung der vom Stadtrat bewilligten 2 Mio. Euro aus dem Gesamtbudget von 30 Mio. Euro notwendig. Darüber hinaus wird gegenwärtig geprüft, inwieweit Mittelt des Freistaats Bayern für den weiteren Vorbereitungsprozess zur Verfügung stehen können.
Plan B ist gegenwärtig hinsichtlich Finanzplanung und Personalentwicklung nicht abschließend darstellbar, da entsprechende Gespräche in Politik und Verwaltung noch ausstehen. Die Abwicklung des Bewerbungsbüros bis zum 30. März 2020 ist nur dann zu empfehlen, wenn sichergestellt ist, dass alle genannten Projekte im Sinne der Nachhaltigkeit der Bewerbung von anderen Dienststellen weitergeführt werden. Es ist von einem Mittelbedarf in Höhe von ca. 1 Mio. Euro auszugehen.
Höhepunktveranstaltungen Die Festival-Saison ist für das Projektbüro noch nicht zu Ende. Zum 6. Mal dient das Silvestival am 31. Dezember in der Altstadt als Schaufenster in die regionale Schatzkammer von Musik und Performance. Der Fokus liegt wie immer auf den breitgefächerten Qualitäten der (nord-)bayerischen Kulturszene. 30 Gruppen sind eingeladen, darunter Jamaram, Pocket Opera Company, Ensemble Kontraste, Evgenia Rubinova, Smokestack Lightnin‘, A Tale of Golden Keys, #zweiraumsilke, El Mago Masin, Thilo Wolf / Beatrice Kahl
und Shantel & das Bucovina Club Orkestar. Die Veranstaltung, die in hohem Maße Besucher aus der Bundesrepublik anlockt, möchte in komprimierter Form Aushängeschilder und Aufsteiger präsentieren und das kulturelle Selbstbewusstsein stärken.
Die 4. Auflage von „Stars im Luitpoldhain“, bei der der Nürnberger Jazz-Drummer wieder musikalische Weggefährten von New York bis London um sich versammelte, setzte am 4. August 2019 neue Maßstäbe und etablierte sich mit 60.000 Gästen als größtes Jazz-Open-Air Europas. In Summe verzeichneten die sieben Großveranstaltungen des Projektbüros im Kulturreferat (Die Blaue Nacht, Klassik Open Air, Bardentreffen, Stars im Luitpoldhain, Stadt(ver)führungen, RathausART, Silvestival) in diesem Jahr wieder etwa 550.000 Besucher*innen.
Die Strahlkraft der Festivals ist folglich weiterhin hoch. Zweifellos gehören die bundesweit herausragenden Angebote zum Selbstverständnis Nürnbergs und sind gesellschaftliche Ankerpunkte im Kulturhauptstadtbewerbungsprozess. Es ist notwendig, diese Festivals in fortlaufenden Prozessen zukunftsfähig zu halten und gestalten, auch wenn die finanziellen Rahmenbedingungen 2019 schwierig waren. Maßnahmen gegen ein strukturelles Defizit sind also äußerst begrüßenswert.
Reagieren müssen die Veranstaltungen auf den Klimawandel (der zu verändertem Freizeitverhalten einerseits, aber auch zu Einbußen an der Tageskasse führt, wie 2019 bei der Blauen Nacht angesichts von 4 Grad Außentemperatur), auf stetig steigende Kosten in den Bereichen Personal, Gagen, Technik, Sicherheit und digitale Kommunikation, bei gleichzeitig steuerrechtlich komplizierter werdendem Fundraising, sowie dem Rückzug von Sponsoren. Dabei lag auch 2019 die Refinanzierungsquote bei den Höhepunktveranstaltungen, die bekanntlich großteils auf Eintritt verzichten, bei über 70 Prozent. Zum größten Teil liegt das an der Unterstützung langjähriger Partner: Albrecht Dürer Airport Nürnberg, Bayerischer Rundfunk, BMW, Deutsche Bank, ESW – Evangelisches Siedlungswerk Bayern, Funkhaus Nürnberg, GEMA, Kurt Hüttinger GmbH, KochInvest, Lebkuchen-Schmidt, N-ERGIE AG, Nürnberger Nachrichten, NÜRNBERGER Versicherung, Rudolf und Henriette Schmidt-Burkhardt-Stiftung, Sparda-Bank Nürnberg, Sparkasse Nürnberg, VAG und WBG.
2020 steht die Die Blaue Nacht (2. Mai; sowie Preview für den Kunstwettbewerb am Vorabend) unter dem Motto „Risiko“ und präsentiert als „Burgkünstler“ den Kulturpreisträger und Maler Peter Angermann, der im kommenden Jahr 75 Jahre alt wird. Das Bardentreffen (30. Juli bis 1. August) unternimmt weitere Anstrengungen der Vernetzung (Nürnberg als Anlaufpunkt des European Folk Network) und medialer Reichweite (ARTE, Deutschlandfunk, digitale Netzwerke) und erwägt als Schwerpunktthema eine musikalische Auseinandersetzung mit dem Brexit. Vom 18. bis 20. September 2020 sind die Stadt(ver)führungen geplant, die 2019 einen Rekordzuspruch verzeichneten. Zudem gibt es Überlegungen, die Klassik Open Airs mit der Staatsphilharmonie Nürnberg (26. Juli) und den Nürnberger Symphonikern (18. Juli) durch ein Sonderkonzert im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung zu ergänzen. Die Bamberger Symphoniker sind in der Vorplanung eines Konzerts mit Nürnberger Chören und der Musik von Carl Orff, dessen 125. Geburtstag just an diesem Wochenende ansteht. Das Sonderprojekt wird finanziell unterstützt vom Bewerbungsbüro und soll die Einbindung der Metropolregion in die Kulturhauptstadtbewerbung an einem herausragenden Angebot verdeutlichen.
MSH/003/2019
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kulturausschuss 29.11.2019 öffentlich Beschluss
Betreff:
Meistersingerhalle - Jahreskontrakt 2020
Anlagen: Anlage_Jahreskontrakt 2020_MSH Jahreskontrakt 2020_MSH
Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage MSH/003/2019
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage MSH/003/2019
Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2020 der Meistersingerhalle zu.
Anlage: Jahreskontrakt 2020 der Meistersingerhalle
Personal- und Finanzsituation
| 2020* | 2019 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Sollvollkraftstellen Gesamt | 16,28 | 16,28 | 16,28 |
| Istvollkraftstellen Gesamt | --- | 16,17 | 16,51 |
Stand:10.2019 *Sollkraftstellen 2020 voraussichtlicher Wert
Die Zahl der Vollkraftstellen: Hier entstand durch Personalwechsel und die Reduktion der Arbeit eines Mitarbeiters auf 33 Stunden/á Woche 16,17 als Ist-Wert.
Finanzdaten konsumtiv
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
|---|---|---|---|---|
| Budget | Ansatz 2020 Entwurf | Ansatz 2019 | Januar - Septem- ber 2019 | Hochrechnung 2019 |
| K1 Erträge | 2.440.857 | 2.437.291 | ||
| K1 Aufwendun- gen | 916.503 | 1.463.625 | ||
| K1 Sachbudget | 1.524.354 | 973.666 |
Finanzdaten investiv (I1)
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
|---|---|---|---|---|
| Budget | Ansatz 2020 Entwurf | Ansatz 2019 | Januar - Juli 2019 | Hochrechnung 2019 |
| Immaterielles / Bewegliches Vermö- gen | ||||
| Geringwertige Wirtschaftsgüter | ||||
| I1 Auszahlungen |
Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2020 der Meistersingerhalle
1. Personelles
2019 gab es in der Meistersingerhalle im Personalbereich zahlreiche Personalwechsel. Als stellvertretender Leiter wurde im Juni 2019 Benedikt Schuster eingesetzt.
2. Geschäftsjahr 2019
Die Kennzahlen für die erste Jahreshälfte 2019 entsprechen weitgehend denen des Vergleichszeitraums im Vorjahr: An 212 möglichen Belegtagen fanden im Großen Saal allerdings insgesamt 10 Veranstaltungen weniger statt als 2018 - 133 Veranstaltungen mit insgesamt 149.730 Besuchern; im Kleinen Saal ist eine Steigerung von 20 Veranstaltungen zu verzeichnen. 2019 waren bei 123 Veranstaltungen (2018, 103) insgesamt 33.255 Besucher zu Gast, und in den Konferenzräumen gab es statt 2018 mit 306 Veranstaltungen, 330 Veranstaltungen mit insgesamt 18.390 Besuchern. Die Zahl der Veranstaltungen im Großen Saal (133) sowie die Zahl der Besucher (149.730) hat sich dabei gegenüber dem Vorjahr (143 resp. 152.020) leicht verschlechtert. Unerklärlich ist, weshalb im Juni 2019 kein Konzert durchgeführt wurde. Hier könnte die Ferienzeit eine Rolle gespielt haben. Im Kleinen Saal und in den Konferenzräumen haben sich die Zahlen verbessert.
Während die Auslastung der Säle also weiterhin grundsätzlich als gut bezeichnet werden kann, hat sich auch die Vermietung der Tagungsräume weiter verbessert. Die steigende Zahl von zentral gelegenen und veranstaltungs- wie servicetechnisch bestens ausgestatteten Hotels stellt dennoch weiterhin eine Konkurrenz dar. Um dieser Konkurrenz entgegenzuwirken wurden die Konferenzräume technisch aktualisiert. Mit Planung der Baupauschale 2019 wurden die Fensterfronten in den Konferenzräumen 6 und 7 erneuert. Dadurch entsteht auch in den Wintermonaten wieder ein angenehmeres Raumklima. Mit der CTZ wurden Optimierungsmöglichkeiten besprochen und initiiert, um die Vermietung der Konferenzräume noch effektiver gestalten zu können. Eine Verbesserung im Technikbereich wird durch ein breitflächiges WLAN-Netz in der MSH etabliert und ausgebaut.
Neben Konzertreihen, Tourneeproduktionen und Schulkonzerten mit vorwiegend Klassischer Musik, großen Shows und Bällen fanden im Event-, Messe-, Tagungs- und Kongressbereich (Schwerpunkte: Mitarbeiter- und Vertreterversammlungen von Banken, Veranstaltungen zu medizinischen und politischen Themen, Steuerseminare) folgende große Veranstaltungen statt:
Großer Saal: Jonas Kaufmann, Ball der Union, Universitätsball der Friedrich-Alexander Universität, E.A.V. Konzert, Meisterkonzert Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks, Bamberger Symphoniker, Grigory Sokolov, Klassik Radio Live in Concert, DATEV, Ball der Polizei, Bonnie Tylor, Max Raabe & Palastorchester, Kastelruther Spatzen, Jobmesse, Fest der IG Metall, Verbandstag des VdW Bayern, Tagung der Bayerischen Landestierärztekammer
Kleiner Saal: Ball der Union (CSU Ball), Alexander Krichel (Sony CD-Deutschlandtour), Amtseinführung BAMF, Deutscher Humanistentag, Börsentag kompakt von B2MS, DACH 2017 der Dachdeckerinnung für Mittelfranken Nürnberg, Vocatium Mittelfranken - Fachmesse für Ausbildung und Schule, 46. Fortbildungs-
kongress für Assistenzpersonal in der Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie der Deutschen Röntgengesellschaft, Schallplan Musikmesse, SPD Regionalversammlung, Instrumenta Musikmesse.
3. Bauinvestitionen 2019
Im Etat des Hochbauamts werden für Bauunterhalt und Bauinvestitionen in der Meistersingerhalle. Maßnahmen durchgeführt, um die Meistersingerhalle, die seit ihrer Eröffnung vor 53 Jahren keine Generalsanierung erlebt hat und in weiten Teilen noch heute mit Technik aus den frühen 1960er Jahren arbeitet, für den laufenden Betrieb weiter ertüchtigt wird.
Die Außentüren der Garderobenhalle wurden diesen Sommer nach denkmalschutz-bindenden Maßgaben erneuert. Dadurch entsteht eine Dichtigkeit, die die Energiekosten deutlich verringern soll und vor allem den sicherheitsrechtlichen Vorgaben als Fluchttüren nachkommt. Im Sommer 2019 wurden die Damentoiletten im Backstage Bereich saniert. Die Arbeiten an den Herrentoiletten im Backstage Bereich wurden vergangenes Jahr durchgeführt.
Darüber hinaus wurde die zur Verbesserung des Erscheinungsbildes der MSH bereits begonnene gärtnerische Neukonzeption und -gestaltung des Großen Innenhofs fortgesetzt werden. Im Herbst 2019 wurde der 2. Bauabschnitt fortgeführt. Bereiche vor dem großen Saal müssen 2019 (Straßen- und Wegeflächen entlang des Gebäudes) verkehrssicher saniert werden. Es handelt sich bei diesen Flächen um die meistfrequentierten und -beachteten Bereiche für Mieter und Besucher gleichermaßen. Im Bereich vor der Anlieferung des Bühnenequipments gibt es Absenkungen.
4. Auslastung 2020
Die Auslastung der Meistersingerhalle wird sich 2020 voraussichtlich auf weiterhin hohem Niveau bewegen, so dass auch für das nächste Jahr mit einer gleichbleibend guten Einnahmesituation gerechnet werden kann. Neben Konzertreihen, Tourneeproduktionen und Schulkonzerten mit vorwiegend Klassischer Musik (Hörtnagel), großen Shows und Bällen sind im Event-, Messe-, Tagungs- und Kongressbereich folgende große Veranstaltungen vorgesehen:
Großer Saal:
-
18.01.2020 | Jonas Kaufmann
-
28.01.2020 | Moskauer Philharmoniker & George Li
-
05.02.2020 | Sol Gabetta & Bamberger Symphoniker
-
08.02.2020 | Ball der Union / CSU-Ball
-
29.02.2020 | OBI Kick-Off Event
-
01.04.2020 | My Fair Lady – Kammeroper Köln & Kölner Symphoniker
-
09.04.2020 | Klavierkonzert Peter Bence
-
11.11.2020 | Philharmonie Orchester Straßburg
Kleiner Saal:
-
04.02. Privatmusikverein, Gewinner des Streichquartettwettbewerbs
-
-
- 23.02. Baumesse
-
-
-
- 28.03. Wine and Taste Festival
-
-
03.05. Lisa Feller
-
07.03.; 10.10. Schallplatten & CD-Börse
5. Arbeitsschwerpunkte und Bauinvestitionen 2020
Arbeitsschwerpunkte 2020 beinhalten die Fortsetzung von Modernisierungsmaßnahmen, insbesondere mit Blick auf eine zeitgemäße Nutzung für Tagungen und Kongresse. Die im Sachbudget bereitstehenden Mittel müssen in erster Linie aufgewendet werden, um die MSH bis zu ihrer längst überfälligen Generalsanierung als Veranstaltungsort für Konzerte, Messen, Tagungen und Kongresse attraktiv zu halten.
Großen Raum werden in den kommenden Jahren zudem weiterhin die Kulturgroßbaustellen mit Konzertsaal-Neubau, Operninterim und einer Generalsanierung der MSH einnehmen. Das fachliche Wissen und die langjährigen Erfahrungen des Teams der MSH in allen Bereichen, die mit den spezifischen Anforderungen an den Betrieb einer Veranstaltungsstätte verbunden sind, können einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Realisierung dieser Projekte leisten. In enger Abstimmung mit den Projektbauherren wird ein Betreiberkonzept, unter Bezugnahme der vorhandenen Strukturen und der Expertise des Personals „Areal Meistersingerhalle“, entwickelt. Um umfassend den Vorgaben der Versammlungsstättenverordnung zu genügen und den darin festgelegten Betreiberpflichten gerecht zu werden hat die MSH ein Sicherheits- und Räumungskonzept entwickelt, das über 2019 hinaus, in Schulungen beim Personal und den Dienstleistern vertieft wird.
In der Schließzeit 2020 wird das Dach der Kassenhalle saniert werden. Die Beschaffenheit des Daches droht nicht mehr lange zu halten. Um einen Wassereinbruch zu vermeiden wird diese Maßnahme der Generalsanierung vorweggenommen. Darüber hinaus wurde die zur Verbesserung des Erscheinungsbildes der MSH bereits begonnene gärtnerische Neukonzeption und -gestaltung des Großen Innenhofs fortgesetzt. Im Herbst 2019 wurde der 2. Bauabschnitt fortgeführt. Im Vorgriff auf die massiven Umstrukturierungen durch das Bauprojekt KHN (Konzerthaus Nürnberg) darf ich darauf hinweisen, dass der kleine Bereich der Meistersingerhalle ab 2021 am angrenzenden kleinen Parkplatz nicht mehr vollumfänglich vermietet werden kann. Betonen möchte ich, dass sich diese Maßnahme nicht auf das Personaltableau auswirkt. Die Meistersingerhalle wird ab 2021 weniger Einnahmen generieren können (Pachtverträge / Mieteinnahmen). Auf der anderen Seite werden Notwendigkeiten anfallen, die eine Budgeterhöhung erfordern. Es wird aktuell überprüft, ob der kleine Saal in den Abendstunden ab 2021 weiterhin vermietet (u.a. an den Privatmusikverein) werden kann. Hier steht ein Gutachten zu Flucht- und Rettungswegen aus.
Ab 2021 werden Einnahmeausfälle wie Mieteinnahmen, Pachtverträge, etc. auf die MSH zukommen. Des Weiteren müssen Maßnahmen ergriffen werden das Neubauprojekt auch konzeptionell voranzubringen (Studien etc.), die, nach Rücksprache mit dem Referat, über das Budget der Meistersingerhalle verausgabt werden sollen. Weitere Detailinformationen erfolgen in den kommenden Monaten.
Der Neustart einer neuen Veranstaltungsstätte bietet eine gute Gelegenheit, betriebliche Abläufe, die in der geschichtlichen Entwicklung des Hauses begründet, heute aber nicht mehr zeitgemäß und marktfähig sind, zu optimieren und zu modernisieren. Insbesondere sollte der aktuell immer wieder schwierige „Wissensbruch“ vermieden werden: Derzeit verhandeln und planen Verwaltungsmitarbeiter eine Veranstaltung oft über lange Zeit in allen Details mit dem Kunden. In dem Augenblick, in dem der Kunde das Haus betritt, geht die Verantwortung auf Veranstaltungshelfer und das veranstaltungstechnische Personal über, das zuvor meist noch keinen Kontakt zum Kunden hatte. Die Bildung von Teams aus je einem Mitarbeiter der Verwaltung und der Veranstaltungstechnik, die eine Veranstaltung von A bis Z
gemeinsam planen und durchführen, erscheint dringend geboten und sollte bereits als Pilotprojekt 2020 oder spätestens 2021 etabliert werden.
Av/002/2019
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kulturausschuss 29.11.2019 öffentlich Beschluss
Betreff:
Stadtarchiv - Jahreskontrakt 2020
Anlagen: Anlage_Jahreskontrakt 2020_Av Jahreskontrakt 2020_Av
Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Av/002/2019
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Av/002/2019
Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2020 des Stadtarchivs zu.
Anlage: Jahreskontrakt 2020 des Stadtarchivs
Personal- und Finanzsituation
| 2020* | 2019 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Sollvollkraftstellen Gesamt | 36,77 | 35,77 | 35.77 |
| Istvollkraftstellen Gesamt | --- | 35,53 | 35,63 |
Stand: 10.10.2019 *Sollkraftstellen 2020 voraussichtlicher Wert
Die Zahl der Vollkraftstellen (Stellenplan A) entspricht mit 35,77 Stellen exakt dem Vorjahr. Bei der Ist-Besetzung besteht aktuell eine Differenz von 0,24 VK. Für das Langzeit-Projekt „Nürnberger Häuserbuch“ konnte im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens eine wissenschaftliche Stelle geschaffen werden, die zu 100% durch den Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg fremdfinanziert wird. Der Stellenplan B umfasst fünf Stellen, darunter nach wie vor eine überplanmäßig besetzte Stelle für die Aufgabe „Veranstaltungen/Jubiläen“ und eine befristete Stelle für das KHS-Beteiligungsprojekt „Menschen machen Stadtgeschichte“. Die beiden FAMI-Auszubildenden sind im zweiten Lehrjahr, der an die Bayerische Archivschule abgeordnete Referendar wird seine Ausbildung Ende 2020 abschließen.
Finanzdaten konsumtiv
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
|---|---|---|---|---|
| Budget | Ansatz 2020 Entwurf | Ansatz 2019 | Januar - Juli 2019 | Hochrechnung 2019 |
| K1 Erträge | 198.100 | 198.100 | 120.020 | 223.100 |
| K1 Aufwendun- gen | 514.622,88 | 526.916 | 214.271 | 516.424 |
| K1 Sachbudget | 316.522,88 | 328.816 | 94.250 | 293.324 |
Finanzdaten investiv (I1)
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
|---|---|---|---|---|
| Budget | Ansatz 2020 Entwurf | Ansatz 2019 | Januar - Juli 2019 | Hochrech- nung 2019 |
| Immaterielles / Bewegliches Vermögen | offen | 69.633 | 50.000 | 80.000 |
| Geringwertige Wirtschaftsgü- ter | Entfällt ab 01.01.2019 – bis 800 € Gebrauchsge- genstände SK 62142000 | Wie neben | Wie neben | Wie neben |
| I1 Auszahlun- gen | ---------------------------------- -------------- | 58.632 | 49.245 | 80.000 |
Der Haushaltsrest I1 aus 2018 wurde für 2019 beantragt und umgebucht.
Digitales Archiv und Digitaler Lesesaal (Erläuterungen) Digitales Archiv: Der vor einem Jahr als „kurz bevorstehend“ angekündigte Vertragsabschluss mit der ProVitako Marketing und Dienstleistungsgesellschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.G. über Betrieb und Weiterentwicklung des ausgewählten Systems zur elektronischen Langzeitarchivierung DiPS.kommunal („Digital Preservation Solution“) hat sich wegen eines formalen, nicht von Av zu verantwortenden Fehlers im Vertragsentwurf bis Juli verzögert. Die einzelnen Programmkomponenten – PIT.plus (zur Strukturierung von Dateiablagen), Transferservice (zur automatisierten Datenübertragung in die Verbundinfrastruktur) und WebCube (zur Übernahme von Lieferungen in das Langzeitarchivierungssystem und für den Zugriff auf das digitale Magazin – konnten daher erst im August und September 2019 installiert und – erfolgreich – getestet werden. Folgende Arbeitspakete müssen vor der Aufnahme des Regelbetriebs abgearbeitet werden:
- Einrichtung eines DMS-Aussonderungsportals und Anbindung des städtischen DMS
an das digitale Archiv
-
Anbindung weiterer Fachverfahren
-
sukzessive Einführung der vorab definierten Arbeitsabläufe zur Übernahme elektroni-
scher Unterlagen innerhalb von Av und Av-interne Schulungen
- sukzessive Anbindung des digitalen Archivs an die Beständedatenbank (Objektarten,
Suchmasken, Import-, Export- und Reportformate für Archivaliengattungen und Bestände) Digitaler Lesesaal: Die neueste, individuell für Av angepasste Version des Online-Dienstes FAUST iServer 9 ist produktiv gegangen, allerdings noch ohne das Lesesaalmodul, das Nutzern die Online-Anmeldung im Archiv und die Bestellung von Archivgut in den Lesesaal des Stadtarchivs ermöglicht. Der Grund liegt einerseits darin, dass mit der Datenbank FAUST 9 für 2020 eine komplett überarbeitete Version des FAUST Tools Lesesaal herauskommen wird und das Zusammenspiel der Tools Lesesaal und Ausleihe mit der Lesesaalfunktion des iServer 9 getestet werden muss. Andererseits muss zuvor das noch ungeklärte Firewall-Problem gelöst werden (Benutzer würden sich derzeit an einer Strukturkopie der Datenbank anmelden, weshalb keine Synchronisierung mit der Originaldatenbank erfolgt). Für die Bestellung von Archivalien in den Lesesaal wurde eine eigene Ausleihdatenbank angelegt und durch Referenzfelder mit der Datenbank zur Benutzerverwaltung verknüpft, so dass direkt am Objekt einsehbar ist, ob ein Archivale ausgeliehen werden kann. Zur Langzeitsicherung der digitalen Aktenüberlieferung und der digitalisierten Bestände wurde die Erarbeitung eines Digitalisierungs- und Speicherkonzepts in Angriff genommen. Arbeitsplanung 2020:
-
Freischaltung des FAUST iServer 9 Lesesaalmoduls (nach Test der Funktionen)
-
Anwenderschulungen (FAUST Lesesaal-Tool/iServer Lesesaal-Funktion)
-
Anpassung der einschlägigen Datenbanken: Insbesondere die Verknüpfung der Ar-
chiv-Datenbanken (Erschließung/Benutzerverwaltung) mit dem Digitalen Archiv (Datenübernahme) und dem Digitalen Lesesaal (Zugriff/Recherche) sowie die Anpassung der Datenbank-Felder für die Teilnahme am Archivportal D/DDB
DMS-Basis-Rollout (Ergänzung – Rückblick 2019 und Planung 2020) Zum Stand Oktober 2019 wird das DMS in ca. 30 Dienststellen bzw. Fachbereichen eingesetzt, wodurch bereits ca. 2.000 Mitarbeiter/innen an das DMS angebunden sind. Im Jahr 2019 fand die Anbindung von größeren Dienststellen (u.a. Gesundheitsamt, Einwohneramt, Ordnungsamt) an das DMS statt. Insgesamt konnten 2019 elf Dienststellen an das DMS angebunden werden. Zusätzlich wurde die Anbindung der Gremien der örtlichen Personalvertretungen (PR OBM, PR 2. BM, PR Fw, PR Ref. I/II, PR Ref. III, PR Ref. IV, PR Ref. VI, Ref. VII) an das DMS vorangetrieben. Für die Personalratsgremien, aber auch für den Schulbereich wurden konkrete Ablagestrukturen erarbeitet, die in Vorlagen der KGSt in dieser Form nicht berücksichtigt waren. Für das Jahr 2020 wird die Beteiligung von Av am DMS-Basis-Rollout fortgesetzt und ausgebaut. Informations- und Schulungsveranstaltungen wie der 2019 erstmals stattgefundene Sommerworkshop und die Grundlagenschulung zur Schriftgutverwaltung werden fortgeführt. Mit dem Aufkommen des neuen Aussonderungsportals wird Av neue Schulungs- und Informationsinhalte entwickeln, um Schriftgutverwalterinnen und Schriftgutverwalter die neuen Aussonderungsmöglichkeiten zu erklären und hier unterstützend tätig zu sein. Des Weiteren treten vermehrt Dienststellen an Av heran, die eine spezielle Ablagestruktur für die Ablage ihrer fachlichen Unterlagen wünschen. Dieser Trend wird sich 2020 mit der vermehrten Nutzung des DMS verstärken, sodass die Entwicklung von Ablagestrukturen in Abstimmung mit den jeweiligen Dienststellen mehr Aufmerksamkeit erhalten wird.
Historische Bildungsarbeit: Ausstellungen, Publikationen und Tagungen (Ergän-
zungen/Überblick)
Ausstellungen 2019: „Hingeht die Zeit, herkommt der Tod - 500 Jahre Johannis- und Rochusfriedhof 1518- 2018“ (Kl. Foyer, verlängert bis 18. April) „Kurz beleuchtet: Aus unseren Beständen“ (Kleines Foyer, seit Mai / verlängert bis ?) „Menschen machen Stadtgeschichte!“ (Offenes Büro/Stpl, 3. bis 31. Juli - siehe in der Entscheidungsvorlage den Abschnitt über das gleichnamige Kulturhauptstadtprojekt) „Auf dem Weg zum Wirtschaftswunder – Wiederaufbau in Nürnberg“ (Nürnberger Haus, Krakau, Juni/Juli) „Herrensitze und Schlösschen in Nürnberg einst und jetzt“ (Handwerkerhof, 19. Juli bis 1. Sept.)
Ausstellungsplanung 2020: „Weimarer Republik Nürnberg 1918 1933“ (Gr. Foyer, 24. Jan. bis 19. April, siehe Entscheidungsvorlage) Anna Steuerwald-Landmann (Arbeitstitel; Kl. Foyer, urspr. Okt. 2019 bis März 2020 / verschoben) Neu im Stadtarchiv! Neuzugänge aus den Jahren 2019-2020 (Kl. Foyer, Mai bis Oktober) „Barocke Kleinode“ (Handwerkerhof, Ende Juli bis Anfang Sept.) Merkel-Tagebücher (Arbeitstitel; Kl. Foyer, Okt./Nov. 2020 bis März 2021)
Publikationen: Begleitend zur gleichnamigen Kooperationsausstellung im Handschriftenkabinett der StB im BCN ist im Februar der Katalog „Bilderpracht und Seelenheil“ als Band 27 der Ausstellungskataloge des Stadtarchivs erschienen. Im August wurde die 15. Ausgabe des Magazins „Norica. Berichte und Themen aus dem Stadtarchiv Nürnberg“ präsentiert. Anlass für den Themenschwerpunkt „Feste und Feiern in Nürnberg“ war das 100-jährige Jubiläum des Nürnberger Frühlingsfests. Im Dezember erscheint Band 106 des Jahrbuchs „Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg“, Band 107 ist in Vorbereitung.
Weitere Publikationen in Vorbereitung: Norica Heft 16 Jahreskalender 2020 „Barocke Kleinode“ Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte: Hiromi Abe-Kosaka: Die „Außenpolitik“ der Reichsstadt Nürnberg im 15. Jahrhundert – Korrespondenz und Gesamdtschaften des Nürnberger Rates Quellen und Forschungen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg: Thorsten Schlauwitz: Repertorium Academicum Norimbergense. Biogramme zu den Nürnberger Studenten und Gelehrten des späten Mittelalters Nürnberger Forschungen: Tagungsband „Recht und Handel in Nürnberg und Europa“ (6./7. Juni 2018, Kooperation mit dem Lehrstuhl für Rechtsgeschichte der Universität Würzburg)
Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2020 des Stadtarchivs
Die Voraussetzungen für die Ruhestandsversetzung des Dienststellenleiters zum 1.1.2020 liegen mittlerweile vor. Faktisch ist die Stelle seit Herbst 2016 mit Unterbrechungen und seit Dezember 2018 dauerhaft nicht besetzt. Die Leitungsaufgaben werden – ohne anderweitige Entlastung – durch die Stellvertretung und teilweise durch die Abteilungsleitungen wahrgenommen. U.a. konnten dadurch die Arbeiten am Bestandserhaltungskonzept im Berichtszeitraum nicht weiter vorangetrieben werden. Die Projektarbeit und die Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit liefern unvermindert weiter.
Raumsituation Die Magazinsituation konnte nur durch Umbettungen, Verdichtung und Umlagerungen einigermaßen stabil gehalten werden. Erfreulicherweise erhält Av in unmittelbarer Nachbarschaft im Gebäude der Sparkasse Königstorgraben 1 zusätzliche Büroflächen für Projektmitarbeiter und Hilfskräfte sowie einen Archivraum, der den Bedarf an Magazinflächen allerdings keineswegs deckt. Die Suche nach adäquaten Magazinflächen für die anstehenden Übernahmen analoger Unterlagen geht daher weiter, zumal die Bestände im Pellerhaus wegen der anstehenden Sanierung Ende 2021 ausgelagert werden müssen. Av steht im Kontakt mit ZSGM.
Forschungsschwerpunkt Migration / „Zuwanderung nach Nürnberg seit 1945“ und
Kulturhauptstadtbewerbungsprojekt „Perspektivwechsel
Die Fortführung der Arbeit des 2006 beim Stadtarchiv Nürnberg installierten Oral-History-Forschungsschwerpunkts „Zuwanderung nach Nürnberg nach 1945“ (siehe unten) ist gefährdet, nachdem der sicher geglaubte Finanzierungsanteil durch Drittmittel 2019 weggebrochen ist und ein weiterer Stellenanteil ab 2021 wegfallen wird. Av steht mit PA, DIP/1 und StK im Kontakt, um eine dauerhafte adäquate personelle Ausstattung des Forschungsschwerpunkts zu erreichen. Im Berichtszeitraum lag immer noch ein Schwergewicht des Oral-History-Forschungsschwerpunkts auf (Spät-)Aussiedlerinnen und -aussiedlern, es wurde aber weiterhin das gesamte Zuwandererspektrum beachtet und bearbeitet, was 2020 grundsätzlich fortgeführt werden soll. Dabei soll der Fokus auf andere bislang unterrepräsentierte Gruppen gelegt werden, besonders auf „Gastarbeiterinnen“ und „Gastarbeiter“, nicht zuletzt aus der Türkei, sowie erstmals auf Interviews mit straffällig gewordenen Zuwanderinnen und Zuwanderern (Inhaftierte; ein wichtiger Aspekt hier ist die zumindest partiell gescheiterte Zuwanderung!). Langfristziel ist die Schaffung von tragfähigen statistischen Daten zur Ermittlung valider Aussagen über einzelne Zuwanderergruppen sowie übergeordneter Ergebnisse. Projekt Perspektivwechsel: Bislang wurden rund 50 Interviews mit Zuwanderinnen und Zuwanderern der Zielgruppe (Alter: ca. 15–25 Jahre) geführt. Anfang November werden vier Hörstationen an zentralen Altstadtorten installiert (Rathaus/Eingangsbereich Rathausplatz, Trödelmarkt/Schleifersteg, Insel Schütt/Pegnitzufer, Karthäusertor/Straße der Menschenrechte). Die hier eingespielten Sequenzen aus den Interviews sollen die Erfahrungen dieser Zuwanderergruppe, gerade mit Nürnberg, einer möglichst breiten Öffentlichkeit präsentieren. Diese kann wiederum die Aussagen der jungen Zielklientel kommentieren, sodass letztlich ein Dialog im Rahmen der superdiversen Stadtgesellschaft zum Nutzen der gemeinsamen Zukunft und deren partizipativer Ausgestaltung in Gang kommt. Ein regelmäßiger Austausch der Audiosequenzen ist vorgesehen. 2020 werden drei weitere Hörstationen installiert werden (Neutor/Bürgermeistergarten, Kaiserstallung, Wöhrder Wiese/Erfahrungsfeld). Darüber hinaus sollen weitere Interviewpartnerinnen und -partner gewonnen werden, und es beginnt die zweite von insgesamt drei geplanten Befragungsrunden (bereits Befragte werden ein weiteres bzw. später ein drittes Mal zum Interview gebeten, um etwaige Veränderungen zu ermitteln).
Kulturhauptstadtbewerbungsprojekt „Menschen machen Stadtgeschichte Seit Frühjahr 2018 gibt das Projekt „Menschen machen Stadtgeschichte!“ den bisher nicht erzählten Geschichten zur Nürnbergs Stadtgeschichte ab dem Jahr 1945 eine Stimme. Durch einen partizipativen Prozess wird die Bevölkerung der Stadt direkt in den Prozess der „Geschichtsschreibung“ einbezogen. Multiperspektivische Ansätze und die direkte Identifikationsmöglichkeit führen zu einem zeitgenössischen Blickwinkel auf Nürnbergs Stadtgeschichte. Durch Vernetzung, Kooperationen und gezielte Öffentlichkeitsarbeit wurden Beiträge generiert (9/2019: ca. 370 Einzelverzeichnungen) und ein Audience-Development-Konzept erarbeitet, um einen möglichst diversen Querschnitt der Stadtbevölkerung zu erreichen. Höhepunkt des Jahres 2019 war eine Ausstellung, die durch externe Räumlichkeiten (Offenes Büro/Stpl, 4.-30. Juli), Multimedialität und interaktive Mitgestaltungsmöglichkeiten ein völlig neues Publikum erreichte. Für das Jahr 2020 werden Ansätze entwickelt, die den Outreach des Projekts weiter optimieren sollen. So wird ein Projektplan bis zum möglichen Kulturhauptstadtjahr 2025 entwickelt, das neue Narrative der Inhaltsvermittlung beinhaltet (mobile Ausstellungsformate, Ausbau der Social-Media-Präsenz, Vernetzung als Kontextgeben und Wissensspeicher für Projekte der Wissenskultur). Der Launch einer virtuellen Ausstellung im Jahr 2020 wird zudem räumliche und zeitliche Barrieren der Projektkommunikation abbauen und soll interaktive Bausteine beinhalten. Außerdem ist eine Publikation in Form eines zweisprachigen Booklets angedacht. Diese Maßnahmen sind nicht nur für das Projekt bedeutsam, sondern hinsichtlich einer neuen Form des Audience-Development für das Stadtarchiv unerlässlich, da es nach der Netzwerkanalyse des Bewerbungsbüros im Cluster Kultureinrichtungen zwar bestens vernetzt ist, sich das Nutzerpublikum jedoch in einem Alterungsprozess befindet. Das Projekt „Menschen machen Stadtgeschichte!“ ist eine Möglichkeit, neue Nutzergruppen zu erreichen und das Stadtarchiv als Wissensspeicher und Ort der Partizipation in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken. Die Projektstelle wurde erfreulicherweise um ein Jahr bis 30.06.2020 verlängert. Eine weitere Verlängerung (auch wenn Nürnberg die Shortlist nicht erreichen sollte) wäre – auch im Hinblick auf die Implementierung neuer Formen der Öffentlichkeitsarbeit bei Av – höchst wünschenswert
Forschungsschwerpunkt Lost Art / Provenienzforschung Die systematische, zeitaufwendige Prüfung der Provenienzen von Kulturgut, das seit 1933 an Av, KuM sowie StB gelangte, wird fortgesetzt. Ergänzt werden diese Forschungen durch intensive Recherchen zu den Biographien von NS-Verfolgten, aus deren Besitz Objekte in den Beständen von KuM nachgewiesen werden konnten (Fälle Bruno Cassirer, Carl Heumann, Dr. Fritz Rothmann), die Kontaktaufnahme zu deren Rechtsnachfolgern wie auch durch die Publikation ausgewählter Forschungsergebnisse. Neben grundlegenden Untersuchungen zu Erwerbungen, die auf die problematische Provenienz „Kunst und Antiquitäten GmbH“ (KuA), also mögliches DDR-Raubgut, hinweisen, wird ein Fokus weiterhin auf der definierenden Erforschung von Graphiken sowie Büchern (Inkunabeln, Manuskripte) bei StB und von Archivgut bei Av liegen. Über die bisherigen Resultate der Provenienzforschung wird in einem künftigen Kulturausschuss gesondert berichtet werden.
Digitales Archiv, Digitaler Lesesaal und Archivportal D Seit 2016 stehen für den Aufbau und Betrieb des Digitalen Archivs für die Stadtverwaltung Nürnberg und den Aufbau eines Digitalen/Virtuellen Lesesaals zwei Stellen zur Verfügung. Der Personalbedarf für diese Daueraufgabe, die auch die komplexen Aufgabenbereiche Datenbanken, Archivportal D und Digitalisierung umfassen, wird sich in den kommenden Jahren noch erhöhen. Die im August und September durchgeführten Tests für die Übernahme digitaler Unterlagen ins Digitale Archiv und den Zugriff auf das digitale Magazin sind erfolgreich verlaufen. Die für 2019 angekündigte Aufnahme des Regelbetriebs „Digitales Archiv“ (Übernahme und Archivierung amtlicher und privater digitaler Unterlagen als Standardprozess) muss allerdings nochmals verschoben werden, nachdem sich der Vertragsabschluss bis zum Sommer (!) verzögert hat und noch umfangreiche Arbeitspakete abzuarbeiten sind (u.a. Einrichtung von Aussonderungsschnittstellen, Definition von
Workflows, Durchführung von Mitarbeiterschulungen, Anpassung und Verknüpfung der Datenbanken). Gleichzeitig verzögert sich auch der Start des sog. Digitalen Lesesaals. Diese Funktion ermöglicht Nutzern vor Ort oder online die Anmeldung im Archiv und die Bestellung von Archivgut in den Lesesaal bzw. den Zugriff auf digitales Archivgut im digitalen Lesesaal. Im einzelnen siehe Anlage zum Jahreskontrakt. Archivportal D/DDB: Das Archivportal-D, ein nationales Online-Portal für die digitale Präsentation von Archivalien und Erschließungsinformationen, nutzt die Infrastruktur der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB). Es ermöglicht übergreifende Recherchen in den Beständen verschiedener Archive gleichzeitig. Nach Einbindung der Testprofile und Abschluss der Umstrukturierung bei der Deutschen Digitalen Bibliothek waren erste Datenlieferungen für das Produktivsystem der DDB möglich. Ein Termin für die Produktivsetzung konnte seitens der DDB immer noch nicht genannt werden.
DMS-Basis-Rollout Im Zuge des Basis-Rollouts werden flächendeckend bei den Dienststellen eine begrenzte Anzahl an Personen mit standardisierten Anwendungen an das Dokumentenmanagementsystem (DMS) angebunden und eingeführt. Bei der DMS-Einführung 2008 ff. war Av eine der beiden Pilotdienststellen, ohne dass hierfür zusätzliche Personalkapazitäten bereitgestellt wurden. Dank der im Vorjahr geschaffenen halben Stelle für die Aufgabe Behördenbetreuung (die ab April 2019 für die Dauer eines Jahres budgetfinanziert durch den Gesamt-Haushalt auf eine ganze Stelle aufgestockt wurde – Antrag auf Verlängerung ist gestellt), konnte Av diesen Prozess erfolgreich begleiten und vorantreiben. Im Einzelnen und zu den Planungen für das Jahr 2020 siehe Anlage zum Jahreskontrakt.
Intranet Seit Sommer ist Av mit Informationen und Handreichungen zur Schriftgutverwaltung, Bestandserhaltung und Konzeption von Aktenplänen auch im Intranet vertreten.
Historische Bildungsarbeit: Ausstellungen, Publikationen und Tagungen (Auswahl) Am 8. November 1219, also vor 800 Jahren, erließ Friedrich II. (1194-1250; römisch-deutscher König ab 1212, Kaiser ab 1220) den „Großen Freiheitsbrief“. Dieses Stadtprivileg stellte die Nürnberger Bürger unter den alleinigen Schutz des Königs, förderte und sicherte aber auch die rechtliche und wirtschaftliche Stellung von Handel und Kaufmannschaft. Dieses Jubiläum bildet den Anlass für das zweitägige Symposium „Nürnberg wird frei 1219. Aufbruch zur Metropole in staufischer Zeit“, bei der die Geschichte Nürnbergs im Hochmittelalter und besonders in der Stauferzeit beleuchtet wird. Die Vorträge werden in einem Tagungsband publiziert (Nürnberger Forschungen). Anlass für das groß angelegte Ausstellungs- und Buchprojekt „Weimarer Republik Nürnberg 1918 1933“ ist die 100. Wiederkehr der Wahl von Dr. Hermann Luppe zum Nürnberger Oberbürgermeister (18. Januar 1920). In enger Zusammenarbeit mit weiteren städtischen Dienststellen und externen Institutionen erforscht, erinnert und würdigt Av die komplexe Phase der auch im damaligen Nürnberg politisch und ideologisch stark umstrittenen Weimarer Demokratie mit ihren problematischen Anfangsbedingungen und ihrem letztlich katastrophalen Ende. Auch in Nürnberg entstand, getragen von dem nicht zuletzt in der Weimarer Verfassung zum Ausdruck kommenden „neuen“ Menschenbild, eine moderne, leistungsfähige Kommunalverwaltung, die erstmals den Bürger nicht als „Untertan“, sondern als berechtigten Leistungsempfänger sah. Im Zuge der mahnenden Erinnerung an die Weimarer Zeit gilt es, den hohen Wert der Demokratie, die zwar geschaffen und erprobt wurde, aber sich damals nicht durchzusetzen vermochte, auch in der Gegenwart und der Zukunft zu wahren. Dieser zukunftsweisende Aspekt kommt angesichts gegenwärtiger demokratie- und damit freiheitslimitierender Tendenzen auch in Europa immer gewichtiger zum Tragen. Die Ausstellung im Großen Foyer der Norishalle wird am 25. Januar 2020 eröffnet und dauert bis zum 19. April 2020. Am Ausstellungskatalog sind ca. 25 interne und externe Autorinnen und Autoren beteiligt. Im Rahmen des historischen Städtevergleichs der Partnerstädte Krakau, Nürnberg und Prag findet am 12. und 13. Mai 2020 in Prag zum vierten Mal eine internationale Konferenz statt. Das Thema lautet „Stadt und Handwerk in der vorindustriellen Zeit“, die Federführung für die Nürnberger Beiträge liegt bei Av.
BCN/009/2019
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kulturausschuss 29.11.2019 öffentlich Beschluss
Betreff:
Bildungscampus Nürnberg - Jahreskontrakt 2020
Anlagen: Anlage_Jahreskontrakt 2020_BCN Jahreskontrakt 2020_BCN
Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage BCN/009/2019
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage BCN/009/2019
Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2020 des Bildungscampus Nürnberg zu.
Anlage: Jahreskontrakt 2020 des Bildungscampus (BCN)
Personal- und Finanzsituation
| 2020* | 2019 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Sollvollkraftstellen Gesamt | 242,01 | 237,98 | 210,48 |
| Istvollkraftstellen Gesamt | --- | 268,80 | 275,70 |
| Sollvollkraftstellen Gesamt ohne Servicekräfte | 222,01 | 216,98 | 209,48 |
| Istvollkraftstellen Gesamt ohne Servicekräfte | --- | 190,43 | 198,70 |
Stand:31.07.2019 *Sollkraftstellen 2020 voraussichtlicher Wert
Die Differenz zwischen Soll- und Ist-Besetzung (ohne Servicekräfte) wird bedingt durch unbesetzte Stellen(-anteile). Die Gründe hierfür sind Stellenvakanzen durch Ausscheiden von Mitarbeiter*innen, Langzeiterkrankungen, Elternzeit etc..
Außerdem wurde für die Umwandlung der Verträge über freie Mitarbeit der Servicekräfte Personalkapazität im Umfang von 20 VK zum Haushalt 2019 geschaffen. Aufgrund der erforderlichen Klärung der Ausgestaltung dieser Beschäftigungsverhältnisse sind die Stellen derzeit mit einem Sperrvermerk versehen. Die Umsetzung wird zum 01.07.2020 anvisiert.
Bis dahin werden alle Servicekräfte weiterhin bei den Soll-VK immer nur mit 1,0 VK bei den überplanmäßigen Stellen dargestellt. Die Soll-VK (mit Servicekräften) berechnen sich somit immer wie folgt: Soll-VK (ohne Servicekräfte) + 1,0 VK. Die tatsächliche Anzahl der Servicekräfte liegt jedoch deutlich höher, weshalb die Ist-VK (mit Servicekräften) deutlich über ihrem Soll-Wert liegt.
Für das Jahr 2020 wurden Stellenschaffungsanträge im Umfang von 4,03 VK gestellt, weshalb bei der Berechnung der Soll-VK 2020 die Soll-VK 2019 um 4,03 VK erhöht wurden (trotz Doppelstellenplan Darstellung analog der Vorjahre).
Finanzdaten konsumtiv
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
|---|---|---|---|---|
| Budget | Ansatz 2020 Entwurf | Ansatz 2019 | Januar - Juli 2019 | Hochrechnung 2019 |
| K1 Erträge | -8.421.455 | -8.571.856 | -4.294.484 | -7.858.992 |
| K1 Aufwendun- gen | 9.162.362 | 9.253.946 | 5.198.369 | 9.110.008 |
| K1 Sachbudget | 740.917 | 682.091 | 903.885 | 1.251.016 |
Die Hochrechnung bis Jahresende 2019 prognostiziert einen K1-Saldo von 1.251.016 € vor Umlagen. Dies entspricht einer Differenz von 568.925 € gegenüber der Ermächtigung. Die Abweichung kommt vor allem durch fehlende Erträge zustande. Zum einen kann die Jahresgebühr der Stadtbibliothek nicht in der ermächtigten Höhe eingenommen werden. Zum anderen fallen die Erträge (vor allem Teilnehmerentgelte) beim BZ geringer aus. Das K1-Defizit kann aber durch den K2-Überschuss aufgefangen werden, sodass ein positives Ergebnis von ca. 300.000 € zum Jahresende 2019 prognostiziert wird.
Finanzdaten investiv (I1)
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
|---|---|---|---|---|
| Budget | Ansatz 2020 Entwurf | Ansatz 2019 | Januar - Juli 2019 | Hochrechnung 2019 |
| Immaterielles / Bewegliches Vermö- gen | 0 | 918.550 | 209.019 | 918.550 |
Die investiven Mittel für den Beamertausch im Planetarium i.H.v. 749.700 € wurden von 2018 nach 2019 übertragen. Die Maßnahme ist zum Stand 30.09.2019 schon sehr weit fortgeschritten, sodass ein Großteil der Mittel in 2019 verbraucht wurde. Eventuell kann der Beamertausch bis Jahresende abgeschlossen werden. Für 2020 steht noch nicht fest, in welcher Höhe Investitionen genehmigt werden. Die Anmeldung lag bei insgesamt 162.425 €.
Ziele und Kennzahlen
Stadtbibliothek
| 2019 (01 – 09) | 2018 (01 - 09) | 2018 Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Entleihungen | 1.435.259 | 1.405.576 | 1.886.038 |
| davon digitale Entleihungen | 168.519 | 149.834 | 205.108 |
| Besuche | 662.185 | 619.524 | 861.838 |
| Veranstal- tungsbesuche | 88.056 | 88.374 | 128.876 |
| aktive Nutzer (stichtagsbe- zogen) | 58.898 | 64.946 | 63.330 |
| Neuanmeldun- gen | 8.585 | 8.870 | 13.839 |
Quellen: aDIS, Pentaho; Stand: 04.10.2019
Die Anzahl der Entleihungen ist in den Quartalen 1-3/2019 nach einem Rückgang durch die Einführung der Jahresgebühr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wieder leicht angestiegen (+2,1 %). Dies ist insbesondere auf die Nachfrage nach virtuellen Medien (hier: Onleihe) zurückzuführen. Die Neuanmeldungen gingen um 3,2 % zurück. Dieser Rückgang bezieht sich auf die Stadtbibliothek Zentrum sowie die Schulbibliotheken. Im erstgenannten Standort ist die Zahl der Neuanmeldungen seit Einführung der Jahresgebühr deutlich rückläufig. Letztgenannter Bereich ist abhängig von den Schülerzahlen und somit kaum beeinflussbar. Die Besuche stiegen um 6,9 %, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Es zeigt sich somit, dass trotz der Rückgänge bei den Neuanmeldungen die Bibliothek als Lern- und Erfahrungsraum bei den Kundinnen und Kunden weiterhin einen hohen Stellenwert hat. Die Veranstaltungsbesuche entwickeln sich konstant.
Bildungszentrum ohne Planetarium
| 2019 (01 - 09) | 2018 (01 - 09) | 2018 Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Belegungen | 53.666 | 48.508 | 72.578 |
| Veranstaltungen | 4.076 | 3.752 | 5.529 |
| Unterrichtseinheiten | 81.267 | 83.896 | 125.671 |
| Beratungen | 1.563 | 3.071 | 4.925 |
Quelle: ORBiS; Stand: 04.10.2019
Die Anzahl der Belegungen stieg in den Quartalen 1-3/2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,6 %, die Anzahl der Veranstaltungen um 8,6 %. Dieser Trend lässt sich in allen Fachteams feststellen. Besonders sticht hier der Bereich Gesundheit hervor. Die Anzahl der Unterrichtseinheiten ging leicht um 3,1 % zurück. Nachdem das drittmittelfinanzierte Projekt Jobbegleiter nicht mehr fortgeführt wird, sanken die Beratungen um 49,1 %.
Nicolaus-Copernicus-Planetarium
| 2019 (01 - 09) | 2018 (01 - 09) | 2018 Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Besuche | 46.085 | 48.629 | 68.709 |
| Veranstaltungen | 605 | 651 | 842 |
Quelle: Statistik Planetarium Stand: 04.10.2019
Der Rückgang der Veranstaltung in den ersten 3 Quartalen 2019 gegenüber 2018 resultiert aus der 14-tägigen Schließung im Mai und der 1-wöchigen Schließung im September. Entsprechend sank auch die Zahl der Besuche. Rechnet man die Veranstaltungen auf die bespielten Wochen um (36 statt 39), ergibt sich keine signifikante Veränderung. Das Besucherverhalten ist stark wetterabhängig und dies spielt insbesondere in den Schulferien eine große Rolle. Die Sommerferien 2019 waren schlechter besucht als die Sommerferien 2018.
Entscheidungsvorlage:
Jahreskontrakt 2020 des Bildungscampus Nürnberg (BCN)
Der Bildungscampus Nürnberg unterstützt mit seinen Angeboten der Stadtbibliothek und des Bildungszentrums täglich die Bürgerinnen und Bürger beim Lebenslangen Lernen mit Bildungsangeboten und der freien Zugänglichkeit von Informationen und Wissen an über 600 Standorten (Bibliotheken und Kursorten) in der Stadt.
Finanzen
Die Finanzlage des BCN entwickelte sich in den letzten Jahren stabil. Für das Haushaltsjahr 2020 werden voraussichtlich 500.000 € für die Beschaffung eines neuen Bücherbusses vom Gesamthaushalt bereitgestellt. In den Folgejahren wird aufgrund des hohen Alters der Austausch des zweiten Bücherbusses erforderlich sein. Aufgrund der geplanten Anmietung eines Objekts (Unterbringung ZAM) entstehen prognostische Mehraufwendungen für die Ausstattung in Höhe von ca. 142.000 €. Hinzu kommen Miete und Nebenkosten in Höhe von ca. 352.000 € jährlich sowie weitere laufende Kosten. Der Rauchmeldertausch in der Stadtbibliothek Zentrum schlägt mit 106.000 € zu Buche. Voraussichtlich werden die Mehraufwendungen größtenteils vom Gesamthaushalt getragen. Zum 01.01.2020 erhöhen sich die Gebühren im Planetarium in Abhängigkeit von der Preiskategorie um 5,6 bis 16,7 %. Auch im Jahr 2020 verfolgt der BCN seine umfassende Digitalisierungsstrategie „Virtueller BCN“ weiter. Des Weiteren gilt es, den Investitionsstau der letzten Jahre zielgerichtet Schritt für Schritt abzubauen. Ein etwaiger sich ergebender Budgetüberschuss 2019 sollte deshalb für die genannten Zwecke übertragen werden dürfen.
Kurzrückblick 2019
Die im Jahreskontrakt 2019 benannten Arbeitsschwerpunkte wurden wie geplant umgesetzt bzw. befinden sich derzeit noch in Bearbeitung. Der „Virtuelle BCN“ als Daueraufgabe wird ebenso wie die strategische Standortentwicklung weiterverfolgt und umgesetzt. Ausgewählte Aktivitäten im Überblick: Der Bereich BCN/BZ wurde erfolgreich einer Zertifizierung durch das Qualitätsmanagement-System EFQM unterzogen und hat seine Position „Recognized for 4 Stars“ erfolgreich bestätigt. Das inklusive Theaterprojekt des BZ, das Theater Dreamteam, wurde mit dem Kulturpreis der Stadt Nürnberg ausgezeichnet. In diesen Wochen werden im Planetarium am Plärrer neue Beamer eingebaut, die mit digitaler Technik neben der längeren Lebensdauer auch eine neue Dimension in der Bilderqualität bieten werden. In der Leseförderung gelang mit dem neuen Projekt „Büchertürme“ ein schulartenund klassenübergreifendes Format. Es beteiligten sich 130 Klassen, sie lasen hunderte von Büchern, so dass am Ende des Projektes ein Bücherstapel so hoch wie der Nürnberger Fernsehturm (292m) erlesen wurde.
Im Fokus stand auch weiterhin das Synergiepotenzial der beiden Bereiche zu nutzen. Neben dem bereits sehr erfolgreichen Gesundheitstag im Südpunkt wurden hierzu weitere Formate entwickelt. So fanden mit dem Sprachentag und dem Musiktag Fachtage in den Häusern am Gewerbemuseumsplatz statt, die die Angebote und Leistungen beider Einrichtungen sinnvoll verbunden haben. Der Bildungscampus entwickelt sich durch die Organisation des Runden Tisches für Literatur und das sehr erfolgreiche Format „texttage“ im Sinne der städtischen Kulturstrategie zu einem Ort der Literatur.
Arbeitsschwerpunkte 2020
Virtueller BCN Der Bildungscampus verfolgt mit dem „Virtuellen BCN“ konsequent die Ziele der Digitalisierungsstrategie der Stadtverwaltung und der Digitalen Stadt und setzt diese um. Wir nutzen die Chancen der Digitalisierung, um auf Kundenbedarfe zu reagieren und unsere Dienstleistungen weiter kundenfreundlich zu gestalten. Gleichzeitig begleiten wir die Nürnbergerinnen und Nürnberger bei der digitalen Transformation. Die Handlungsfelder Umgang mit Veränderungen für die Mitarbeitenden sowie Kundinnen und Kunden, die konsequente Kundenperspektive, die Einbindung und Entwicklung von Mitarbeitenden und Führungskräften, IT-Infrastruktur und Prozess- und Organisationsmanagement sind integraler Bestandteil der Digitalisierungsstrategie „Virtueller BCN“.
Im Bereich BCN/BZ liegt mit der Digitalisierungsstrategie „Erweiterte Lernwelten“ ein umfassendes Konzept zum Einsatz von digitalen Medien in den BZ-Kursen vor. Sowohl der Kompetenzaufbau in der Organisation, die didaktisch-methodische Entwicklung als auch die Bereitstellung einer entsprechenden Infrastruktur sind zentrale Elemente dieser Strategie. Im Bereich BCN/StB wird das digitale Bestandsangebot, inkl. dessen Vermittlung, weiter ausgebaut. Die Weiterentwicklung der Bibliothek zu einem multifunktionalen Lern- und Erfahrungsraum und die Digitalisierung der Bestände der Historisch-Wissenschaftlichen Bibliothek gehen Schritt für Schritt voran. Personelle und finanzielle Ressourcen werden hierfür entsprechend umgeschichtet. Ergänzend darf hier auf die Kulturausschussvorlage „Sachstand Virtueller BCN“ vom 11.10.2019 verwiesen werden.
Lernräume: Für die Aufgabe, Lebenslanges Lernen zu ermöglichen und dazu Wissen zu vermitteln und Informationen bereit zu stellen, spielen Räume eine zentrale Rolle. Räume haben Einfluss auf Emotionen und Emotionen sind entscheidend für Lernen. Die Aufenthaltsqualität ist deshalb entscheidend für den Erfolg unserer Bemühungen, einen barrierefreien Bildungscampus für alle Bürgerinnen und Bürger zu bieten. Die zeitgemäße technische Ausstattung dieser Räume ist auch und gerade im Hinblick auf den Auftrag, die Menschen in Nürnberg bei der digitalen Transformation zu begleiten von immenser Bedeutung. Aber auch darüber hinaus ist eine zeitgemäße Möblierung und Gestaltung wichtig. Der BCN arbeitet deshalb beständig und dauerhaft an der Entwicklung von Räumen sowohl in der Bibliothek in Form von Arbeitsplätzen, Lese- und Aufenthaltsbereichen also auch im BZ in den Kursräumen; u.a. wird sich die Musikbibliothek mit Fördermitteln der Zukunftsstiftung der Sparkasse in eine „Klingende Etage“ verwandeln. Der BCN als „Wohlfühlhaus“, wie es im Kulturhauptstadtbewerbungsbuch der Kinder heißt. Standortstrategie: Strategisches Ziel des BCN ist es, neben der Behebung von Defiziten im Bestand, seine Angebote auch in Nicht-Zentrumslagen des Stadtgebietes verstärkt zu etablieren. Insbesondere Stadtteile mit deutlich wachsender Einwohnerzahl und neue Stadtteile/Wohngebiete erfordern immer auch die strategische Überlegung, inwieweit bzw. in welchem Umfang und welcher Ausprägung kulturelle Angebote und Bildungs- sowie Medienangebote (auch aus Stadtentwicklungsperspektive) dort sinnvoll unterbreitet werden. Die Bedeutung dieser Angebote in Stadtquartieren wird angesichts der drohenden Exklusion von gesellschaftlichen Milieus, die u.a. an der Wahlbeteiligung sichtbar wird, zunehmen. Für den BCN bietet dabei die Vernetzung mit anderen Kultur- und Bildungseinrichtungen einen sinnvollen und ressourcensparenden Ansatz. Mit den Planungen zur Bebauung des Bielingplatzes wird ein weiterer Ausbau der Kooperationsstrukturen eingespurt. BCN wird entsprechende Planungen im Laufe des Jahres 2020 gemeinsam mit den Partnern präsentieren. Die Stadtteilbibliothek im sanierten Gemeinschaftshaus Langwasser wird als sog. „Open Library“ wiedereröffnet, d.h. mit erweiterten Öffnungszeiten, in denen die Bibliothek ohne Personal zur Nutzung zugänglich ist. Mit dem Bücherbus der Stadtbibliothek wird 2020 erstmals ein nicht auf Dauer angelegtes Haltestellenangebot (pop-up-Haltestelle) ausprobiert, wobei die Wintermonate für einen Kinderhort vorgesehen sind und danach für Nürnbergerinnen und Nürnberger attraktive Standorte wie Schwimmbad, Supermarkt oder Tiergarten ausgewählt werden, um das Bibliotheksangebot näher an Nicht-Kunden zu bringen. Jubiläen: Am 30. Dezember 2020 wird die Stadtbibliothek Nürnberg ihr 650. Gründungsjubiläum begehen. Das Bildungszentrum blickt am 9. Oktober 2021 auf eine hundertjährige Geschichte zurück. Die beiden Jubiläen bieten Gelegenheit, zusammen mit der Stadtgesellschaft die Bibliothek und das Bildungszentrum als Wissensorte und Lernräume sowie als Plattform für gesellschaftlichen Diskurs erfahrbar zu machen. Neben den offiziellen Festakten sind bis 2022 weitere Highlightveranstaltungen geplant. Ein erster Ausblick ist dem Veranstaltungsprogramm BCN (s.u.) zu entnehmen. Leseförderung: Die im Ergebnis des Projektes „Entwicklung eines strategischen Gesamtkonzeptes zur Kernaufgabe Leseförderung bei BCN/StB“ definierten Bausteine zur Erhöhung der Reichweite und besserer Vernetzung werden weiterhin Zug um Zug umgesetzt. Für 2020 steht die Intensivierung der Kooperationen mit den Kindertagesstätten im Fokus. Bei der Medienvermittlung spielen neben rein analogen oder digitalen Angeboten zunehmend auch hybride Medien eine Rolle, sowie die aktive Einbindung der Kinder. In der Konsequenz müssen auch die Mitarbeitenden entsprechend fortgebildet werden.
Audience Development, Segmentierung und Costumer Relationship Management (CRM): Öffentliche Erwachsenenbildung ist heterogener geworden und die Zielgruppen haben sich weiter differenziert. Mit Audience Development sollen definierte Zielgruppen nachhaltig entsprechend ihrer Nachfrage nach Weiterbildungsangeboten, -bedürfnissen und -formaten entwickelt werden. Deshalb hat das Bildungszentrum neben dem Standard-Bildungsprogramm der sechs Fachteams acht Kundensegmente über sogenannte „Buyer Persona“-Konzepte segmentiert. Für zwei Personas wurden Produktportfolios entwickelt, getestet und über ein analog-digitales Kommunikationskonzept erfolgreich angeboten. Mindestens zwei weitere Segmente sollen im Jahr 2020 realisiert werden. Zusätzlich will das Bildungszentrum mittels CRM die Kundenbeziehungen im Sinne der Pflege bisheriger Zielgruppen und der Gewinnung neuer Kursteilnehmer/innen weiter verbessern und systematisieren. Hierzu soll im Jahr 2020 ein Konzept erarbeitet, verifiziert und in ersten Ansätzen implementiert werden. Ort der Literatur: Die zum Haushalt 2019 geschaffene Stelle „BCN als Ort der Literatur“ konnte zum 01.09.19 erfolgreich besetzt werden. BCN fungiert hier als Knotenpunkt, Koordinator und Impulsgeber für die lokale Literaturszene. Zur Verbesserung der Vernetzung und der Verstärkung des Austausches untereinander, wurde erstmals im Januar 2019 ein „Runder Tisch Literatur“ ins Leben gerufen und wird sich zukünftig als regelmäßiges Format etablieren. Um die Sichtbarkeit der Literaturszene zu erhöhen, gilt es nun in einem nächsten Schritt, eine Landkarte mit allen Literaturakteuren und deren Angeboten bzw. Aktivitäten in Nürnberg zu erstellen. Die Weiterentwicklung des BCN auch als Veranstaltungsort wird konkretisiert. Ausgewählte Aktivitäten und Veranstaltungen 2020 im Überblick o Die Literaturwissenschaftlerin Marina Münkler und Politikwissenschaftler Herfried Münkler setzen mit ihrem Buch „Abschied vom Abstieg. Eine Agenda für Deutschland“ apokalyptischen Beschreibungen konstruktive Lösungsansätze entgegen. (06.02.2020) o Klimawandel, Klimapolitik und Klimaschutz sind das Thema in einem Dutzend zum Teil interaktiven Veranstaltungen (Feb.-Mai) o Selber machen – selbst gemacht ist nicht nur ein neuer Trend, sondern auch ein wichtiger Schritt in die Zukunft und ein Thema. Im südpunkt ist 2020 passend hierzu das Jahr der Nachhaltigkeit. o Die Gründungsgeschichte des Bildungszentrums thematisiert der Vortrag von Jörg Wollenberg in der Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Stadtarchiv Nürnberg zur Weimarer Republik. (10.03.2020) o Digital gestütztes Sprachenlernen; BCN/BZ ist hier – fachteamübergreifend – Pilotdienststelle in Kooperation mit DIP o Die Historisch-Wissenschaftliche Stadtbibliothek plant für 2020 anlässlich des 650-jährigen Jubiläums der Stadtbibliothek Nürnberg eine Ausstellung zur ehemaligen Aufgabe der Stadtbibliothek als Kunst- und Wunderkammer der Stadt; Ausstellungseröffnung am 26.11.2020. o Im Bereich der Leseförderung stechen zwei Veranstaltungen hervor: zum einen das auch für 2020 geplante Lesefest im Rahmen der Aktion „Anstoß – ein Buch für jeden Schulanfänger“, zum anderen das „Lesefestival für Kinder“ mit einem einwöchigen Höhepunktprogramm im Herbst mit Autorenlesungen für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 6.
Außerdem: Ausstellung Ingela Dierick/ Rolf Lock: 99 Haikus Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 12. März 2020, 19.30 Uhr Laufzeit: 13. März bis 25. Juli 2020
15.02.2020 Sprachenaktionstag am BCN 21.03.2020 Welt-Downsyndrom-Tag – Aktionstag in der StB 16.05.2020 Stadtbibliothek queer – Aktionstag zum Internationalen Tag gegen Homophobie 19 bis 21.06.2020 Texttage 16.06.2020 Bloomsday – Ulysses – Musik und Literatur mit Maria Eger in der StB 12.09.2020 Eröffnungsfest Gemeinschaftshaus Langwasser
KuF/020/2019
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kulturausschuss 29.11.2019 öffentlich Beschluss
Betreff:
Amt für Kultur und Freizeit - Jahreskontrakt 2020
Anlagen: Anlage_Ausgewählte Ereignisse 2019 Anlage_Jahreskontrakt 2020_KuF Jahreskontrakt 2020_KuF
Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuF/020/2019
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuF/020/2019
Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2020 des Amtes für Kultur und Freizeit zu.
Anlage Ausgewählte Ereignisse - Jahreskontrakt 2020 Amt für Kultur und Freizeit
Regelmäßige Veranstaltungen
„Kulturwerkstattgespräche“ – Reihe zu kulturpolitischen Themen in der Kulturwerkstatt Auf AEG (4 Termine; nächster Termin: 22.1. „Kultur und Nachhaltigkeit“) Wortgefecht - Slam in Kooperation mit Kulturschock e.V. (KUF im südpunkt) „Vischers Blues Jam“ (Vischers Kulturladen) diverse Tauschformate (Vischers Kulturladen,Kulturbüro Muggenhof, KUF im südpunkt) Konzertreihe „Weltmusik und Klezmer in der Villa Leon“ „Zu Gast bei Loni - Hajo Schlein im Gespräch“ (Kulturladen Loni-Übler-Haus) Wechselnde Veranstaltungen in der StreetArt-Zentrale Ratiborstrasse (Januar bis Juni) (Gemeinschaftshaus Langwasser) „Grimm & Co Reloaded - Wege ins Theater“, (März-Juli) (Theater Salz und Pfeffer in Kooperation mit Kulturladen Loni-Übler-Haus) Wohnzimmerkonzerte in Zusammenarbeit mit der Schutzengelgemeinde (Januar bis Juli) (Kulturbüro Muggenhof) „Literatur ohne Grenzen“ (4-6 Lesungen) (Inter-Kultur-Büro in Kooperation mit der Stadtbibliothek) „Global Art Session“ (2-3 Veranstaltungen) (Global Art Nürnberg in Koop. mit Inter-Kultur-Büro) Konzert- und Workshopreihe „Hadi & Friends“ (Musikschule Nürnberg) Kindertheaterreihe „Kindertheater ums Eck“ an 20 Spielorten im Stadtgebiet) (Stab Kinderkultur)
Januar
18./19.1.: Auftakt der 31. Frauenkabarett-Reihe (Kulturladen Loni-Übler-Haus) 23.-26.1.: „Franken staunt 2020“ (5 Vorstellungen, 1 Workshop) (KUF im südpunkt) 24.-26.1.: 57. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ (Musikschule Nürnberg) 25.1.- 2.2.: 43. Lateinamerikawoche (Trägerkreis Lateinamerikawoche, Villa Leon)
Februar
14.2.-15.3: „Nabel der Welt“ – Kunstausstellung mit internationalen Künstler*innen aus der Metropolregion (KUF im südpunkt)
März
14.-29.3-: „Musikschule total“ in der Kulturwerkstatt Auf AEG 21.3: Crossover des jungenChors mit dem Techno-Club Haus 33 in der LUX-Kirche (Musikschule) 27.-29.3: „5. Südart Ateliertage“ (KUF im südpunkt) März bis Juni: „Alles blüht auf! Parcours durch Eibach und Röthenbach“ Kulturladen Röthenbach
April
4.4.: Eröffnung der Dunkelerfahrung im Hirsvogelbunker (Abt. Kulturelle und Politische Bildung) 4./5.4.: „Kinderzirkus GECCO“ (KUF im südpunkt mit Schulen zur Förderung benachteiligter Kinder) 17.-19.4: „OstAnders Festival“ (Kulturbüro Muggenhof) 25.4.: Premiere „Volkstheater Nürnberg“ (Kulturbüro Muggenhof) 25.4.: 8. Nürnberger Integrationskonferenz im südpunkt (Koordination Integrationsprogramm)
Mai
1.5. Eröffnung „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“ – Thema Mensch und Natur (bis 6. September) (Abt. Kulturelle und Politische Bildung) 2. Bewegungstag im Nürnberger Westen (Kulturbüro Muggenhof) 20.-23.5: „Kurdische Kulturtage“ in der Villa Leon
Juni
21.6.: Pop-Up-Picknick mit Musik (Kulturladen Loni-Übler-Haus) 26./27.6.: „Vielfalt Leben“ – Festival im öffentlichen Raum (Villa Leon)
26.-28.6.: „Urban.Art.Festival“ (Gemeinschaftshaus Langwasser) 12.6.-12.7: Public Viewing der Spiele der deutschen und russischen Nationalmannschaften bei der Fußball-Europameisterschaft (Kulturladen Röthenbach)
Juli
Juni/Juli diverse Stadtteilfeste bzw. Nachbarschaftsfest (Villa Leon) und Sommerfest (Musikschule) Sommer-Konzertreihen in verschiedenen Kulturläden 3.-5.7: „40. Südstadtfest“ (Jubiläumsausgabe), (Südstadtfestverein e.V. in Koop. KUF im südpunkt) 5.7.: Kurkonzert (Kulturbüro Muggenhof) 4.7.: Hofflohmärkte und Kleinkunst in St. Johannis (Vischers Kulturladen) „12. Afrikawoche Akwaba“ (Nürnberger Initiative für Afrika– NifA in Kooperation mit Inter-Kultur-Büro + Villa Leon) „Spanische Filmtage“ (Mobiles Kino e.V. und Centro Espanol in Kooperation mit dem Inter-Kultur-Büro & Kulturbüro Muggenhof) 19.7.: „Laboratorium musicale“ – Die Musikschule stellt sich im Opernhaus vor „Aktionstage Bäume für die Menschenrechte“
August
24.-28.8. „Science Camp“ (Abt. Kulturelle und Politische Bildung)
September
11.-13.9: „First International Network Meeting for Women in Yiddish Culture“ (in Kooperation mit Villa Leon) 12./13.9.: Wiedereröffnungsfest Gemeinschaftshaus Langwasser 20.9.: „100 Jahre Loni Übler - 100 Jahre AWO“ (Kulturladen Loni-Übler-Haus in Kooperation mit SPD und AWO) 26.9.: Auftakt der „32. Folk Club-Reihe“ mit Coig (CAN) (Kulturladen Loni-Über-Haus
Oktober
30.10. Gala zur Verleihung des Deutschen Fußball-Kulturpreises in der Tafelhalle (Deutsche Akademie für Fußballkultur)
November
voraussichtlich: „Sisters of Comedy“ (Kulturladen Loni-Übler-Haus/ KUF im südpunkt) 4.-8.11.: „NUEJAZZ – Festival“ (NUEJAZZ+Kulturbüro Muggenhof) „Griechische Filmtage 2020“ (Griechischer Kunstclub mit KunstKulturQuartier und Inter-Kultur-Büro) „5. Türkisch-Deutsche Theatertage“ in der Villa Leon „KinderUni Horttag“ am Buß- und Bettag (Stab Kinderkultur) Verleihung des Paula-Maurer-Preises 2020 (Stab Kinderkultur)
Dezember
„Sternenhaus“ – ca. 150 vorweihnachtliche Kinderkulturveranstaltungen im Heilig-Geist-Haus (Stab Kinderkultur) Weihnachtsmärkte (Kulturläden Schloss Almoshof/ Kulturladen Zeltnerschloss) 1.-3.12. „Integrating Cities Conference“ in der Kulturwerkstatt Auf AEG (Koordination Integrationsprogramm) 22.12. „Bläserphilharmonie“ – Konzert des Symphonischen Blasorchesters der Musikschule zusammen mit zwei weiteren Blasorchestern in der Meistersingerhalle (Musikschule)
Anlage Daten zum Jahreskontrakt 2020 Amt für Kultur und Freizeit
Personal- und Finanzsituation
| 2020 | 2019 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Sollvollkraftstellen Gesamt | 159,81** | 157,12* | 152,79 |
| Istvollkraftstellen Gesamt | --- | 155,61 | 152,88 |
Stand: jeweils 31.07.
* Stellenschaffungen 2019 für die Kulturwerkstatt Auf AEG, Koordination Integrationsprogramm, Kulturladen Ziegelstein, Science Camp, Musikschule (insgesamt 4,04 VK-Stellen, davon 1,65 VK ohne Deckung, 1,5 mit Teildeckung und 0,89 mit 100 % Deckung) ** Sollkraftstellen 2020 vorbehaltlich Haushaltsbeschluss; Neuschaffung von 2,69 Stellen lt. Stellenschaffungsvorschlag für POA, davon 1,69 gegen Deckung, Abweichende Istbesetzung resultiert aus Stichtagsbetrachtung.
Finanzdaten konsumtiv
| Euro | Euro | Euro | Euro | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Budget | Budget | Ansatz 2020 | Ansatz 2019 | Januar - Juli 2019 | Januar - Juli 2019 | Hochrechnung 2019 | Hochrechnung 2019 |
| Entwurf | (Plan) | ||||||
| K1 Erträge | -3.122.722 | -3.250.194 | -1.924.744 | -3.306.959 | |||
| K1 Aufwendungen | 3.356.221 | 3.295.892 | 1.691.491 | 3.491.767 | |||
| K1 Sachbudget | 233.499 | 45.698 | -233.253 | 184.807 |
Größere Veränderungen Ansatz 19 zu Ansatz 20: Wegfall einmaliger Mittel Ertüchtigung Dunkelbunker Erf.feld, Wegfall drittmittelgeförderter Projekte, Büroanmietung und Anbindung an das städtische Datennetz KUF/2, Mehrkosten Freiwilliges Soziales Jahr. Hochrechnung 2019: Negatives K1 Ergebnis wird durch positives K2 sowie noch notwendige Spitzabrechnungen zum Jahresabschluss ausgeglichen.
Finanzdaten investiv (I1)
| Euro | Euro | Euro | Euro | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Budget | Budget | Ansatz 2020 Entwurf | Ansatz 2020 | Ansatz 2019 | Januar - Juli 2019 | Januar - Juli | Hochrechnung 2019 | Hochrechnung | |
| Entwurf | (Ermächtigung inkl. | 2019 | 2019 | ||||||
| HHrest) | |||||||||
| Immaterielles / | Steht noch nicht fest | 169.000 | 169.000 | 77.501 | 196.229 | 196.229 | |||
| Bewegliches Ver- | |||||||||
| mögen |
Steht noch
nicht fest
Die Zuweisungen aus der Pauschale bewegliches Vermögen reichen leider nicht aus, um den Bedarf zu decken. Die Ermächtigung 2019 beinhaltet Sondermittel aus dem Inklusionspaket Erfahrungsfeld 2018 (HHrest in 19) zum Kauf eines Zeltes.
Anlage zum Jahreskontrakt 2020 Amt für Kultur und Freizeit
Kennzahlen
Besuche
| Produkt | Plan 2020 | Januar bis | Hochrechnung | Ist 2018 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Juli 2019 | 2019 | |||||||
| 263000 Musikschule | 55.000 | 0 * | 53.000 | 53.000 | ||||
| 273000 Kulturläden/Soziokul- tur. Stadtteilarbeit | 517.610 | 330.657 | 330.657 | 484.108 | 484.108 | 461.294 | 461.294 | |
| 273010 Sonderaufgaben | 4.000 | 2.212 | 4.675 | 5.006 | ||||
| 353021 Integrations- und Menschenrechtsarbeit | 3.410 | 2.453 | 2.453 | 3.680 | 3.680 | 4.071 | 4.071 | |
| 367040 Kulturelle und politi- sche Bildung | 119.197 | 64.335 | 104.229 | 119.789 | ||||
| Summe | 699.217 | 399.657 | 649.692 | 643.160 |
*wird erst am Jahresende erfasst
Termine
| Produkt | Plan 2020 | Januar bis | Hochrechnung | Ist 2018 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Juli 2019 | 2019 | |||||||
| 263000 Musikschule | 380 | 0 * | 360 | 361 | ||||
| 273000 Kulturläden/Soziokul- tur. Stadtteilarbeit | 20.435 | 11.694 | 11.694 | 18.161 | 18.161 | 18.087 | 18.087 | |
| 273010 Sonderaufgaben | 26 | 24 | 41 | 44 | ||||
| 353021 Integrations- und Menschenrechtsarbeit | 37 | 29 | 29 | 43 | 43 | 38 | 38 | |
| 367040 Kulturelle und politi- sche Bildung | 758 | 415 | 685 | 723 | ||||
| Summe | 21.636 | 12.162 | 19.290 | 19.253 |
*wird erst am Jahresende erfasst
Belegungen
| Produkt | Plan 2020 | Januar bis | Hochrechnung | Ist 2018 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Juli 2019 | 2019 | |||||
| 263000 Musikschule | 6.783 | 6.599 | 6.599 | 6.543 |
Anlage zum Jahreskontrakt 2020 Amt für Kultur und Freizeit
Amt für Kultur und Freizeit Jahreskontrakt 2020
1. Kurzrückblick 2019
Die Zahl der Besuche wird nach der aktuellen Hochrechnung in der Summe der Planung entsprechen, jedoch gab es auch 2019 in den einzelnen Produkten des Amtes unterschiedliche Entwicklungen. Einer Zunahme durch eine hohe Bürgerbeteiligung beim Gemeinschaftshaus Langwasser und die Verlängerung des drittmittelgeförderten Projekts „House of Resources“ des Inter-Kultur-Büros steht ein Rückgang beim Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne gegenüber. In Summe gleichen sich die Zahlen der Besuche in etwa aus. Die Gesamtzahl der Termine über die Produkte hinweg entspricht ebenfalls annähernd den Planzahlen. Die Budgets der einzelnen Produkte erwiesen sich mit Ausnahme des Erfahrungsfeldes wieder als auskömmlich. Für das Erfahrungsfeld konnte insbesondere wegen nicht erreichter Ertragserwartungen bei den Eintrittsgeldern (u.a. wegen des aus Brandschutzgründen nicht geöffneten Dunkelbereichs) das für 2019 neu aufgestellte Budget noch nicht vollständig eingehalten werden. Ein Ausgleich über die anderen KUF-Produkte ist jedoch möglich. Auf der Angebotsebene wurden alle im Kontrakt 2019 genannten Programme und Aktivitäten realisiert. Aufgrund nicht erreichter notwendiger Drittmittel zur Finanzierung von MUBIKIN musste das Unterrichtsangebot an den Schulen mit Beginn des Schuljahres 2019/20 auf eine Tandem-Stunde statt bis dahin zwei Stunden pro Woche reduziert werden. Die von KUF priorisiert beantragte Stelle zur notwendigen Weiterentwicklung einer Digitalisierungsstrategie für das Amt wurde leider nicht bewilligt, sodass hier nur punktuelle Fortschritte möglich waren und geplante Maßnahmen nicht angegangen werden konnten. Der Internetauftritt des Amtes wurde mit Unterstützung des Onlinebüros im Herbst auf das städtische Imperia-System umgestellt. Erfreulich ist die Unterzeichnung eines neuen Sponsoringvertrags durch die TeamBank/ easyCredit, die ihr Engagement für die Deutsche Akademie für Fußballkultur um weitere drei Jahre verlängert hat. Durch die abgeschlossene Hofsanierung im Kulturladen Schloss Almoshof konnte mehr Barrierefreiheit realisiert werden.
2. Personal, Finanzen und Baumaßnahmen 2020
Neben der Klärung der Fortsetzung des Programms MUBIKIN über das Ende der derzeitigen Kooperationsvereinbarung am 31. August 2020 hinaus ist das Budget für das Erfahrungsfeld weiterhin die größte finanzielle Herausforderung, der sich KUF weiterhin widmen muss. Eine neuerliche Budgetanpassung wurde nötig, da KUF zum Jahresende 2019 die Räume im städtischen Herrenschießhaus wegen der geplanten Umnutzung als Kinder- und Jugendhaus räumen muss und dafür Ersatzräume angemietet werden mussten. Im Bereich der Kinderkultur werden aktuell viele Aktivitäten aus dem Nachlass der Stifterin Paula Maurer finanziert, die Mittel daraus sind zunehmend aufgebraucht. Einen entsprechenden Bericht mit daraus resultierenden künftigen Finanzierungbedarfen wird KUF 2020 im Kulturausschuss vorlegen. Im Baubereich wird die Generalsanierung des Gemeinschaftshauses Langwasser abgeschlossen, die Wiedereröffnung ist für den 11./12. September 2020 vorgesehen. Die Überlegungen für eine Sanierung des Loni-Übler-Hauses wurden im letzten Kulturausschuss vorgestellt, die BIC-Anmeldung ist erfolgt. In der Planungsphase ist eine neue Stadtteilkultureinrichtung am Bielingplatz, in der neben Vischers Kulturladen auch eine Stadtteilbibliothek und Angebote des Bildungszentrums untergebracht werden sollen. Im Personalbereich stehen 2020 eine Reihe von Wechseln auf Leitungsstellen an: neben der Neubesetzung der Leitung der Musikschule Nürnberg drei Kulturladen-Leitungen (vgl. dazu die Kulturausschussvorlage vom Oktober zum Generationenwechsel).
3. Übergreifende Aktivitäten und Angebote 2020
Handlungsleitend werden für KUF auch 2020 die Umsetzung der Kulturstrategie sowie Beiträge zur Kulturhauptstadtbewerbung sein, wenn Nürnberg im Dezember die zweite Bewerbungsphase erreicht hat. Mit dem „Kulturhauptstadtbewerbungsbuch der Kinder“, dem „Songlines“-Projekt und dem „Global Art Festival“ war KUF 2019 mit drei Kooperationsprojekten intensiv und erfolgreich an den Aktivitäten im Vorfeld der Bewerbung beteiligt – drei Projekte, die auch die KUF-Schwerpunktthemen Soziokultur, Kinderkultur/Kulturelle Bildung und Interkultur gespielt haben, die hohe Schnittmengen mit den Themen der Bewerbung haben. Neben dem Strukturprojekt Kulturläden, über dessen Status im letzten Kulturausschuss ausführlich berichtet wurde, ist KUF bereit für Fortsetzungen oder Folgeprojekte zu den o.g. Projekten. Konkretisierungen müssen in nächster Zeit in
Abstimmung mit dem Bewerbungsbüro erfolgen. Das Bidbook bietet weitere mögliche Anknüpfungspunkte. Auch das für 2020 aus Anlass der in mehreren europäischen Ländern stattfindenden Fußballeuropameisterschaft geplante Themenjahr „Fußball & Europa“ der Deutschen Akademie für Fußballkultur könnte ggf. einen Beitrag im Bewerbungsprozess leisten. Anknüpfungspunkte für die Entwicklung von Angeboten und konzeptionellen Überlegungen bieten neben der Kulturstrategie weiterhin die Beteiligung an übergreifenden gesamtstädtischen Prozessen in den Themenfeldern Integration, Transkultur, Inklusion, Menschenrechte, Gleichstellungsaktionsplan, Agenda 2030, Digitalisierung usw. In allen genannten Bereichen sind für 2020 Aktivitäten geplant: Von einem Schwerpunkt Inklusion auf dem Erfahrungsfeld und in der Kulturwerkstatt Auf AEG über die Integrationskonferenz 2020 bis zu einem in Kooperation mit dem Inter-Kultur-Büro und dem Bewerbungsbüro geplanten transkulturellen Festival im Germanischen Nationalmuseum. Im Rahmen des Projekts „Bäume für die Menschenrechte“ wird im Juli 2020 wieder eine Aktionswoche mit Aktivitäten an zahlreichen Bäumen stattfinden. Neupflanzungen sind aktuell nicht geplant. 2020 startet das auf mehrere Jahre angelegte abteilungsgreifende Projekt „Frieden ist Klasse!“, das in Kooperation von verschiedenen KUF-Einrichtungen mit Schulen auf vielfältige kreative Weise das Thema Frieden bearbeiten soll. Dabei geht es auch um die Entwicklung partizipativer Formate von Kunst von Kindern für Kinder im Sinn der Kulturstrategie. Unter der Voraussetzung der dafür notwendigen Stellenschaffung wird mit der Erarbeitung eines Gesamtkonzepts für eine „Kompetenzeinheit für Zwischennutz- und Raumvermittlung“ ein neuer wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Kulturstrategie begonnen (vgl. dazu die Kulturausschussvorlage zur Kulturstrategie im Oktober).
4. Ausgewählte Aktivitäten und Angebote einzelner Arbeitsbereiche
In der Abteilung kulturelle und politische Bildung (KUF/2) steht das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne 2020 unter dem Schwerpunktthema „Mensch und Natur“. Nachdem das neue Konzept der Dunkelerfahrung im Hirsvogelbunker, die auch außerhalb der Erfahrungsfeld-Saison besucht werden kann, 2019 aufgrund von Schwierigkeiten bei den notwendigen baulichen Maßnahmen nicht realisiert werden konnte, ist der Start nun für Anfang April 2020 vorgesehen. Das Inklusionskonzept des Erfahrungsfeldes wird im Rahmen der Möglichkeiten weiterverfolgt. Für eine verstärkte Umsetzung sind zusätzliche Ressourcen nötig. Das „Science Camp“ wird im August wieder mit 300 Plätzen durchgeführt werden. Eine Ausweitung ist möglich, wenn zusätzliche Sponsoren gewonnen werden können. Für das Mobile Erfahrungsfeld ist nach dem vom Umweltministerium geförderten, 2019 an 60 mittelfränkischen Schulen umgesetzten Projekt „Plastik und ich“ die konzeptionelle Erweiterung der Angebote zur naturwissenschaftlichen Bildung für Kitas und Grundschulen geplant. Gearbeitet wird zudem an einem Konzept zur politischen Bildung für Kinder und Jugendliche, das dem Kulturausschuss zu gegebener Zeit vorgelegt werden wird.
Die von der Abteilung Kulturläden (KUF/3) im Rahmen des Strukturprojekts zur Weiterentwicklung der Kulturladenarbeit eingeleiteten Maßnahmen und Pilotprojekte wurden ausführlich in der entsprechenden Kulturausschuss-Vorlage im Oktober 2019 dargestellt. Die Gestaltung des Generationenwechsels und die in der Vorlage beschriebenen Schritte zur konzeptionellen Weiterentwicklung werden die Abteilung im Jahr 2020 weiter beschäftigen. Neben dem bewährten umfangreichen Regelangebot der einzelnen Kulturläden (vgl. dazu z.B. die Liste ausgewählter Ereignisse im Anhang) werden in Pilotprojekten wie #LNGWASSR, der Beteiligung am QU1-Projekt des „Urban Lab“, dem „Nürnberger Volkstheater“ in der Kulturwerkstatt Auf AEG, dem Kunstprojekt „Vielfalt leben“ in St. Leonhard, „Alles grünt“ in Röthenbach, dem Ausbau der Hofflohmärkte oder der Verstetigung des Stadtgartens am Zeltnerschloss zahlreiche neue Formate getestet. Ein Schwerpunktprojekt wird die „Mobile Agora“ sein, die kulturelle Ermöglichungsräume im öffentlichen Raum schaffen will (vgl. dazu die Kulturladen-Kulturausschussvorlage vom Oktober 2019). Ein wichtiger Etappenpunkt der Weiterentwicklung der Kulturladenarbeit wird die Wiedereröffnung des Gemeinschaftshauses Langwasser im September 2020 sein. Die konzeptionellen Überlegungen, in die Anregungen aus den verschiedenen im Kontext des Projekts #LNGWSSR durchgeführten Beteiligungsformaten einfließen, wird KUF dem Kulturausschuss im 1. Halbjahr 2020 vorlegen. Im Zusammenhang damit ist KUF in intensivem Austausch mit dem Bildungscampus über eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek, aber auch über Angebote des Bildungszentrums im Haus. Entsprechende Überlegungen gibt es ebenfalls bezüglich der potentiellen neuen Stadtteilkultureinrichtung am Bielingplatz. Die Ergebnisse sind zudem für Überlegungen zu möglichen Kulturläden in Neubaugebieten relevant.
Die nächste Besucher*innenumfrage findet 2021 statt, die Vorbereitungen dazu beginnen 2020.
Die Musikschule Nürnberg (KUF/4) beweist neben ihrem umfangreichen Unterrichtsangebot mit zahlreichen Veranstaltungen ihre enorme Bandbreite und Leistungsstärke: neben „Jugend musiziert“ sind insbesondere das kompakte zweiwöchige Konzertangebot „Musikschule total“, die Präsentation „Laboratorium musicale“ im Opernhaus und Aktivitäten anlässlich des 125. Geburtstags von Carl Orff zu nennen, darüber hinaus zahlreiche öffentliche Auftritte von verschiedenen Ensembles und Chören. Fortgesetzt wird 2020 der Austausch mit der Musikschule in Hadera. Ein Einstieg in eine verstärkte interkulturelle Öffnung der Musikschule ist die Konzert- und Workshopreihe „Hadi & Friends“ mit dem aus dem Iran stammenden Percussion-Spieler Hadi Alizadeh, der seit 2019 an der Musikschule unterrichtet. Für eine weitere Öffnung, auch auf dem Feld der Inklusion, bestehen konzeptionelle Überlegungen, für deren Umsetzung jedoch Stellenplankapazitäten fehlen. Wie für die Regiestelle ist auch für die Planungen der Musikschule eine schnelle Klärung der Weiterführung des Programms MUBIKIN wichtig.
Die Stabsstelle Koordination Integrationsprogramm wird nach den im Jahr 2019 erfolgten Print- Veröffentlichungen zur Kommunikation der „Leitlinien zur Integrationspolitik der Stadt Nürnberg“ die Umgestaltung des Miniwebs www.integration.nuernberg.de zu einem Themenportal Integration in Angriff nehmen, um die Zielsetzungen und Maßnahmen der Stadt Nürnberg noch besser zu vermitteln. Die 8. „Nürnberger Integrationskonferenz“ steht am 25. April unter dem Motto „Miteinander als Ziel – Konfliktbewältigung in der offenen Gesellschaft“. Die Stabsstelle hat sich für die Stadt Nürnberg außerdem erfolgreich um die Austragung der „Integrating Cities Conference 2020“ beworben, die im Dezember in Kooperation mit EUROCITIES stattfinden wird.
Das Inter-Kultur-Büro steht vor der Herausforderung, Angebote, die während des Ende 2019 auslaufenden Projekts „House of Resources“ entwickelt wurden, im Regelbetrieb mit reduzierten Ressourcen fortzusetzen. Dazu gehören Workshop- und Fortbildungsangebote für Vereine und Kulturschaffende, die weitere Begleitung des „Global Art Netzwerks“ und die Entwicklung spartenübergreifender transkultureller Projekte. Fortgesetzt werden die verschiedenen Kooperationsprojekte mit Vereinen und anderen Dienststellen wie die „Griechischen Filmtage“, „Literatur ohne Grenzen“ usw. Ein größeres Projekt ist in Kooperation mit dem Bewerbungsbüro und dem Germanischen Nationalmuseum in Vorbereitung. Im Zusammenhang mit der Kulturhauptstadtbewerbung und der Umsetzung der Kulturstrategie haben Anfragen und an das Inter-Kultur-Büro gerichtete Kooperationswünsche erneut zugenommen. Eine Intensivierung und Weiterentwicklung der Arbeit bedarf jedoch zusätzlicher Ressourcen. Ein Bericht über das Projekt „House of Resources“ und daraus abgeleitete Zukunftsperspektiven ist für das 1.Halbjahr 2020 geplant.
Die Stabsstelle Kinderkultur plant im „KinderKunstRaum“ wieder ein umfangreiches Workshop- Programm für Schulen in verschiedenen Kategorien und unterschiedliche offene Programme in der Kulturwerkstatt Auf AEG („Klops“, Familienkreativtag, Ferienprogramme, Kinderkunstnächte). Kreativklassen an der Paul Ritter Schule für Hörgeschädigte, Einsätze der Mobilen Buchwerkstatt und die „Schülerbaustelle“ gehören auch 2020 zum Angebotsspektrum. Geplant ist der Testlauf eines Projekts „Digital Aliens“ für Jugendliche. Kindertheaterreihe und Sternenhaus bieten wie jedes Jahr ein attraktives Programm. Der Kultur- und Schulservice KS:NUE startet die Fortbildungsreihe „KulturImpulsSchule“ für Kulturschaffende und Lehrkräfte. Nochmals gewachsen ist das Angebot der KinderUni und der damit verbundene Koordinationsaufwand. Für das Programm MUBIKIN laufen aktuell die Gespräche zur Fortsetzung nach dem Ablauf der derzeitigen Kooperationsvereinbarung Ende August 2020. Die operative Geschäftsführung der Koordinierungsgruppe Kulturelle Bildung wechselt 2020 turnusgemäß von KUF zu J.
Schwerpunktthema der Deutschen Akademie für Fußballkultur wird im Jahr 2020 das Thema Europa sein, das in Veranstaltungen, insbesondere aber medial in unterschiedlichen Facetten auf der Website fussball-kultur.org und Social Media gespielt werden wird. Neben der bundesweiten Ausschreibung und feierlichen Verleihung der Deutschen Fußball-Kulturpreise in fünf Kategorien werden bewährte Programme mit lokalen Partnern fortgesetzt. Umfangreiche Vernetzungsaktivitäten zu allen Fragen um Fußball, Gesellschaft und Kultur im deutschsprachigen Raum bleiben eine Daueraufgabe. Für 2020 ist eine Kulturausschussvorlage geplant, die die Arbeit der Deutschen Akademie für Fußballkultur genauer vorstellt.
KuKuQ/007/2019
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kulturausschuss 29.11.2019 öffentlich Beschluss
Betreff:
KunstKulturQuartier - Jahreskontrakt 2020
Anlagen: Anlage_Jahreskontrakt 2020_KuKuQ Jahreskontrakt 2020_KuKuQ
Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuKuQ/007/2019
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht mögich.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuKuQ/007/2019
Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2020 des KunstKulturQuartiers zu.
Anlage zum Jahreskontrakt 2020
KunstKulturQuartier
Rück- und Ausblick für das Produkt 1:
Kultur Information, Kommunikation und Vermittlung, zentrale Verwaltung
Digitalisierung und Vermittlung im KunstKulturQuartier
Homepage
Nach beinahe zehn Jahren erhält die Dienststelle eine in Design und Stand der Technik komplett neu überarbeitete Homepage. Die Website trägt damit auch der strategischen Neuausrichtung des KunstKulturQuartier Rechnung. Im Fokus stehen die einzelnen Häuser und Einrichtungen, darüber die sie verbindende Klammer KunstKulturQuartier. Verteilt werden Besuchende von verschiedenen Landing-Pages auf die Einrichtungen, genauso wie auf die Sparten. Wesentlich stärker versucht die Website den Veranstaltungskalender, Online-Tickets, Suchfunktion und Online-Shop in den Vordergrund zu stellen. Auch stehen die unterschiedlichen Social-Media-Kanäle Facebook, Instagram, Twitter und Youtube permanent auf der Website. Der Wunsch nach schneller und direkter Kommunikation der Dienststelle mit Kulturinteressierten steht im Vordergrund. Eine Social Media Wall will die vielfältigen Aktivitäten zukünftig bündeln.
Ausgebaut werden aber auch die Blogbeiträge. Hier wird dem Wunsch, die Vermittlungsarbeit auch im digitalen Bereich zu stärken, vorangetrieben.
Die nach dem Baukastenprinzip entwickelte Website bietet viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und wird sich 2020 verfeinern. Erklärtes Ziel ist es, auf weitere Printprodukte verzichten zu können und dafür komfortabel noch mehr Menschen auf digitalen Wegen zu erreichen. Dazu mussten die Grundvoraussetzungen mit der neuen Website zunächst geschaffen werden. Dies wird vor allem durch die Möglichkeiten des neuen Veranstaltungskalenders realisierbar.
Kultur Information
Mit der neuen Homepage kommt man dem Wunsch der Kultur Information nach digitaler Transformation einen großen Schritt näher. Damit dies funktioniert, müssen Mitarbeitende geschult werden, um den bisherigen Service am Counter, Telefon oder im Back-Office noch besser online abzubilden. Dabei kann zukünftig auch eine intensivere Auseinandersetzung und Verzahnung mit der Tourist Information (CTZ) helfen. Die Überlegungen für ein gemeinsames Welcome Center, analog wie digital, bieten hierfür neue Freiräume für Synergien.
Das Ticketing Geschäft ist ein sich schnell wandelnder Markt. Neue Kunden- und Marktanalyse Tools sollen helfen, die Verkaufszahlen weiter zu steigern. Zur Stärkung der Einnahmen soll es kommen, indem Großprojekte wie z.B. die Blaue Nacht vom externen Webshop in das hauseigene Ticketing System übertragen werden. Ziel ist es stadtintern wie für Kulturbetriebe von „außen“ den Veranstalter-Service auszubauen. Hier kann perspektivisch das Angebot für kleine und mittlere Kulturanbieter mit einem „Rundum- Sorglos-Paket“ helfen. Neben der Einrichtung des (Online-)Ticketsystems könnte dies auch durch das Angebot von Servicedienstleistungen wie Betreuung der Abendkasse oder
Abwicklung der Gesamtabrechnung geschehen. Ein gemeinsamer MitarbeiterInnenpool könnte für externe Veranstalter und Veranstaltungen, für die Kultur Information und für stadteigene Spielorte perspektivisch Synergien schaffen.
Veranstaltungskalender
Bis Ende 2019 wird der fünf Jahre alte Veranstaltungskalender komplett mit Technik, Funktionalität und Design neu überarbeitet sein. Getestet an der Homepage des KunstKulturQuartier, stehen für 2020 der Rollout für alle städtischen Dienststellen und außerstädtischen Kunden an. Dies gilt für den gesamten Städteverbund Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach. Neben der Autoarchivierung ist vor allem das Tagging ein großer Schritt in der Weiterentwicklung. Mit dieser Funktion lassen sich Veranstaltungen zu Themen oder Listen bündeln und bieten eine hohen Grad an Flexibilität bei der Ausgabe, die sich auch verkaufsfördernd auswirken soll.
Der Veranstaltungskalender meine-veranstaltungen.de beinhaltet ca. 4500 Veranstaltungen pro Monat. Der größte und wichtigste Veranstaltungskalender in der Metropolregion wird immer attraktiver und die Anfragen mehren sich zur Mitnutzung der Daten.
Veranstaltungskalender App
Bis Mitte 2020 wird die neue App für die Veranstaltungsausgabe an den Start gehen. Dann steht die gemeinsame Vermarktung der neuen mobilen Ausgabeseite des Veranstaltungskalenders den BürgerInnen im Großraum Nürnberg und allen weiteren StädtebesucherInnen zur Verfügung steht, an. Mit der App geht ein lang gehegter Wunsch der Arbeitsgemeinschaft Kultur im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach, ARGE, in Erfüllung, neben der reinen Sammlung von Veranstaltungen, auch eine gemeinsame mobile Ausgabeplattform zu betreiben.
Interlacing Spaces
Unter dem Titel Interlacing Spaces läuft ein Antrag bei der Kulturstiftung des Bundes im Programm „Kultur Digital“. Ein Verbund aus KunstKulturQuartier (hier: Filmhaus und Kunsthalle Nürnberg), dem Kunstverein in Hamburg und dem Kunsthaus Graz möchte in einem vierjährigen Projekt die Rahmenbedingungen, Begrenzungen und Möglichkeiten digitaler Räume für eine Erweiterung der kuratorischen Praxis der beteiligten Häuser erkunden. Ziel ist es, ein grundlegendes Verständnis für digitale Raumkonzepte zu erlangen und diese in Relation zu den spezifischen physisch-architektonischen Räumen der beteiligten Institutionen zu setzen, um die bestehenden kuratorischen, vermittelnden sowie kommunikativen Aktivitäten in diesen beiden Raumdimensionen sinnvoll und zielgerichtet zu erweitern und zu verflechten. Dabei sollen technische, künstlerische und kuratorische Kompetenzen und Reflexionen unbedingt Hand in Hand gehen und in ständigem Dialog stehen. So werden in einem ergebnisoffenen, zyklischen Arbeitsprozess kuratorische Konzepte und Werkzeuge entstehen, die den Anforderungen der Häuser ebenso gerecht werden wie den Rahmenbedingungen digitaler Räume und die sich durch die parallele Entwicklung von Prototypen auf dem aktuellsten Stand der technischen Möglichkeiten befinden werden. Nach positiver Bewertung des Antrags startet das Projekt im Frühjahr 2020 unter Leitung des KunstKulturQuartiers.
KreativRaum
Im Zuge der Dachsanierung der Kunsthalle Nürnberg entstand ein neuer KreativRaum, der zukünftig weitere innovative Möglichkeiten zur Kunstvermittlung bietet. Zur Wiedereröffnung hat die Kunsthalle Nürnberg mit dem KPZ ein ideenreiches Programm für Schulen und Einzelbesucher entwickelt, das neben bewährten Formaten einen Schwerpunkt auf digitale Angebote legen wird. Zum Einsatz kommen auch Tablets und eine extra entwickelte App zum selber Kuratieren. Die Erfahrungen werden erprobt, digitale Formate ausgebaut und auf weitere (Kunst-)Einrichtungen der Dienststelle übertragen.
Verwaltung
Durch rechtliche Vorgaben und Anforderungen, die sich auch aus der verabschiedeten Digital Strategie der Stadt Nürnberg ergeben, steht die Dienststelle vor digitale Umstellungen und Herausforderungen. Eingeführt wird bis April 2020 die E-Rechnung und für das DMS steht die Erweiterung zum verbesserten papierlosen Ablauf in der Dienststelle an. Nach dem Kick off steht der Rollout an.
Weiterbildung
Um das Thema Digitalisierung in alle Bereiche der Dienstelle zu bringen ist eine ständige Mitarbeiter-Fortbildung notwendig. Durch Arbeitskreise innerhalb und zwischen den Dienststellen wird die Dienstelle weiter fit gemacht.
Rück- und Ausblick für das Produkt 2: Kunst und Ausstellungen
Kunsthalle – Kunstvilla – Kunsthaus
Kunsthalle Nürnberg
Die energetische Dachsanierung dauerte bis 24. Juli 2019, ab August Nachbesserungen und technische Inbetriebnahme des Gebäudes, die feierliche Wiedereröffnung fand am 11. Oktober 2019 mit der international besetzten Ausstellung Hidden Beauty und einem neuen KreativRaum für das museumspädagogische Angebot des KPZ statt. Parallel dazu wurden von Februar bis April 2019 eine grundlegende Überarbeitung der Richtlinien und Antragsformulare für die Atelierförderung der Stadt Nürnberg vorgenommen, neue Vermittlungsangebote mit digitalen Medien entworfen sowie ein neues Konzept für alle Printprodukte sowie die Vorbereitung der Eröffnungs-Ausstellung und die Konzeption des zukünftigen Ausstellungsprogramms erarbeitet.
Die Kunsthalle Nürnberg plant 2020 drei anspruchsvolle Ausstellungen mit vielfältigem Begleitprogramm, zudem wird von März – Juli 2020 die Betreuung das Marianne Defet Malerei-Stipendiums übernommen. Stipendiatin ist Vivian Greven (*1985 in Bonn), die an der Kunstakademie Düsseldorf studiert hat.
C & C: Cosima von Bonin & Claus Richter (15. Februar bis 17. Mai 2020
Mit Cosima von Bonin (*1962 in Mombasa, Kenia) und Claus Richter (*1971 in Lippstadt) sind zwei befreundete, in Köln lebende Künstler eingeladen, gemeinsam eine Ausstellung für die Räume der Kunsthalle Nürnberg zu entwickeln. Skulptur, Wandbild, Fotografie, Film, Performance, Musikprojekte und bühnenhaft inszenierte Installationen gehören zu dem gattungsübergreifenden Werk von Cosima von Bonin, in dem sich vielfältige Verweise auf Kunstgeschichte, Populärkultur, Musik, Mode und Handwerk finden lassen. Claus Richters
Interesse gilt vor allem den künstlichen Welten der Unterhaltungsindustrie wie Themenparks, Film- und Theaterkulissen, die dem Publikum eine Realität „Larger than Life“ vorspiegeln. In seinen Installationen, Skulpturen, Zeichnungen, Videoarbeiten und Performances stellt er den künstlichen Hochglanzwelten jedoch das offensichtlich von Hand Gefertigte, Gebastelte, Geklebte oder Gesägte gegenüber. Gemeinsam ist Cosima von Bonin und Claus Richter die Fähigkeit, poetische Parallelwelten zwischen Spektakel und Weltflucht zu erschaffen, in denen sich Anspielungen auf die westliche Konsumkultur ebenso finden wie differenzierte Verweise auf die emotionale, soziale und politische Funktion von Kitsch und Groteske.
Something Between Us (20. Juni bis 13. September 2020)
Die internationale Gruppenausstellung Something Between Us erkundet die existenziellen Fragen zwischenmenschlicher Beziehungen wie Liebe, Empathie Geborgenheit, Fürsorge und Sicherheit einerseits, andererseits aber auch Hass, Rollenfixierung, Abhängigkeit, Maßregelung und Ausgrenzung. Die Ausstellung,die in Kooperation mit KAI 10 I Arthena Foundation in Düsseldorf konzipiert und realisiert wird, zeigt gattungsübergreifend Malerei, Zeichnungen, Filme, skulpturale Installationen und Performances internationaler Künstler*innen wie etwa Kirstin Burckhardt (D), Teboho Edkins (ZAF), Luzia Hürzeler (CH), Warren Neidich (USA) und Stefan Panhans (D). Einbezogen in diese Ausstellung werden die im Rahmen des Marianne Defet Malerei- Stipendiums in Nürnberg entstehenden Arbeiten von Vivian Greven. Ihr zentrales Thema ist der menschliche Körper und die Reflexion über konstruierte, fiktionalisierte oder auch optimierte Körperbilder, die mit ihrer flächigen, figurativen Malerei ebenso verbunden sind wie die Frage nach der eigenen Identität.
Marcel Odenbach (09. Okt. 2020 – 10. Januar 2021)
Marcel Odenbach (*1953 in Köln) ist einer der zentralen Protagonisten der Videokunst in Deutschland. Bereits in den 1970er-Jahren gründete er zusammen mit Klaus vom Bruch und Ulrike Rosenbach in Köln die Produzentengruppe ATV als Alternative zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen. In seinen Collagen, Filmen und Videoinstallationen setzt sich Marcel Odenbach schon seit den 1980er-Jahren mit dem deutschen Trauma des Nationalsozialismus auseinander und stellte Bezüge her zu dem Genozid in Ruanda und dem Kolonialismus der europäischen Staaten in Afrika, deren Folgen bis heute nicht bewältigt sind. Odenbach, der in Köln, Berlin und zeitweise in Ghana lebt, erhielt u.a. 1991 den Renta-Preis Nürnberg und lehrte seit 1992 an den Kunsthochschulen für Medien in Karlsruhe und Köln sowie an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Ausstellung in der Kunsthalle Nürnberg lässt sich auch unmittelbar mit dem Motto 'Past Forward' der Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt 2025 verbinden.
Kunstvilla
2019 konnte die Kunstvilla ihr fünfjähriges Jubiläum feiern. Die Kunstvilla hat sich in den vergangenen Jahren als Museum für Kunst in und aus Nürnberg etabliert, was sich u.a. in steigenden Besucherzahlen zeigt. Die Aufarbeitung der Bezüge Nürnbergs zum Bauhaus, das 2019 seinen 100. Geburtstag feierte, stellte einen von Publikum wie Fachwelt gleichermaßen wahrgenommenen Höhepunkt des Ausstellungsprogramms dar. Von Anbeginn ist die Aufarbeitung von Künstlernachlässen ein Schwerpunkt der musealen Arbeit der Kunstvilla. Im Ausstellungsprogramm 2020, das unter dem Motto „Parallele
Biografien“ steht, spiegelt sich dies in großen wie kleinen Retrospektiven zu
herausragenden Nürnberger Künstlerpersönlichkeiten wieder. Unter dem Titel „Ernst Weil – Abstraktion in Nürnberg“ zeigt die Kunstvilla ab März 2020 eine groß angelegte Retrospektive des Malers, der – 1919 in Frankfurt geboren – im Jahr 1965 eine Professur für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg antrat, die er bis zu seinem Tod 1981 innehatte. Die Ausstellung anlässlich von Weils 100. Geburtstag stellt anhand von größtenteils noch nie gezeigten Werken Weils fulminante künstlerische Entwicklung vor, die in technoid wie poetisch aufgefassten abstrakten Landschaften gipfelte. Parallel zur Retrospektive mit Werken von Ernst Weil zeigt die Kunstvilla in ihrem Jubiläumsraum Arbeiten des documenta-Teilnehmers und Nürnberger Akademieprofessors
Gerhard Wendland (1910 – 1986), der wie Weil einen an der Klassischen Moderne
anknüpfenden abstrakten Malstil in Nürnberg vertrat. Ab Juli 2020 steht eine große Unbekannte der Nürnberger Kunst im Mittelpunkt: Dore
Meyer-Vax (1908 – 1980) hat in den 1950er- und 1960er-Jahren zwar zahlreiche
Wandgestaltungen für öffentliche Gebäude realisiert, einem größeren Publikum ist sie jedoch unbekannt geblieben. Die Einzelausstellung verfolgt ihren Lebensweg, der sie in jungen Jahren nach Berlin führte, wo sie bei Karl Hofer studierte und im Kreis von Felix Nussbaum verkehrte bis zu ihrer Rückkehr nach Nürnberg, wo sie als eine von wenigen Künstlerinnen innerhalb der Künstlergruppe „Der KREIS“ engagiert war. Ihre Kriegserfahrungen ließen sie zu einer streitbaren Kämpferin für den Frieden und für ein humanes Zusammenleben werden. In der Tradition von Käthe Kollwitz stellte Dore Meyer-Vax die „conditio humana“ in eindrucksvollen Bildserien dar. Die Künstlerin Ria Picco-Rückert (1900 – 1967), die zeitgleich im Jubiläumsraum präsentiert wird, war als gefeierte Industriemalerin im Auftrag vieler Unternehmen tätig. Zwischen 1933 und 1945 arbeitete sie für das nationalsozialistische Regime, deren Vertreter ihre Werke sammelten. Der Szenenwechsel wirft einen Blick auf ein malerisch beeindruckendes Werk, dessen politische Verstrickungen die Rezeption bis heute verhindert haben. Den 90. Geburtstag von Wilhelm Uhlig, einem der renommiertesten Bildhauer der Region, nimmt die Kunstvilla im Herbst 2020 zum Anlass, die Tradition der figürlichen Plastik in Nürnberg vorzustellen. Porträtköpfe und Kleinplastik u.a. von Karl Hemmeter, Max Renner, Hella Rossner-Böhnlein und Leo Smigay zeugen von dem Ziel, Antlitz und Körper des Menschen in die zeitgenössische Kunst zu integrieren, was Wilhelm Uhlig bis heute verfolgt. Um Uhligs Bronzen, zumeist weibliche Aktfiguren, zu präsentieren, wird der Außenraum der Kunstvilla miteinbezogen.
Kunsthaus
Das Kunsthaus versteht sich zukünftig noch mehr als Ausstellungsort der zeitgenössischen Kunst, das mit seinen Ausstellungen und Veranstaltungen besonders die Verbindung zu gesellschaftspolitischen Fragen sucht. Schwerpunkte werden dabei Fotografie und die Verknüpfung mit weiteren Sparten der Kultur jenseits der bildenden Kunst, wie Neue Medien, Literatur, Musik oder Tanz sein.
Mit „get well soon“ zeigt das Kunsthaus (07.12. 2019 bis 16.02.2020) eine Ausstellung, an der junge KünstlerInnen teilnehmen, die das Thema Wohlbefinden, Gesundheit und Fitnesswahn mit zeitgenössischen Positionen in den Fokus rücken. Als Gastkuratorin wurde Dr. Ellen Wagner eingeladen, die die Ausstellung konzipiert. Im Frühjahr 2020 wird das Kunsthaus als Hauptausstellungsort Partner beim 1. Fotofestival Nürnberg „Facing
Reality“ sein, das zusammen mit dem Verein Fotoszene Nürnberg e.V. organisiert wird und in dem neben dem Kunsthaus weitere Ausstellungsorte in Nürnberg bespielt werden. Jenseits der Hauptausstellung im Kunsthaus wird die Ausstellungsfläche im Glasbau mit einer Fotoausstellung von Kindern bespielt. Ebenfalls wird sich das Festivalzentrum im Haus befinden. Der Sommer gehört traditionell der Gastausstellung des Kunstpreises der Nürnberger Nachrichten, während im Herbst mit einer umfangreichen, spartenübergreifenden Ausstellung an den Multi-Künstler Kevin Coyne (gest. 2011 in Nürnberg) erinnert wird. Das Kunsthaus wird darüber hinaus weiter mit neuen Formaten experimentieren und so den Begriff eines Ausstellungshauses weiter transformieren, indem es sich für zeitgenössische Fragen und Formen der Kunst öffnet. So wird das Kunsthaus im Frühjahr für kurze Zeit zum Experimentierort für ein Crossover aus zeitgenössischer Kunst, Musik, Performance und Literatur und entsprechender digitaler Aufbereitung im Netz.
Ausstellungen Künstlerhaus
Die Ausstellungsfläche im Künstlerhaus wird während der Bauarbeiten des 3. BA in enger Kooperation zwischen dem Vielspartenprogramm des Künstlerhauses und den Ausstellungen im Kunsthaus von beiden Institutionen in enger Absprache bespielt. Ein neues flexibles Ausstellungssystem (in 2019 angeschafft) macht diese multifunktionale Nutzung in der Bespielung deutlich einfacher. Sie dient daher in der Zeit neben den Ausstellungen als Fläche für Festivaleröffnungen, Lesungen, Performances und Treffs.
Rück- und Ausblick für das Produkt 3: Kultur und Theater
Künstlerhaus – Filmhaus – Tafelhalle – St. Katharina –
Internationales figuren.theater.festival
Künstlerhaus
Ausweichorte: Das Künstlerhaus blickt auf ein bewegtes Jahr mit dem Bespielen der Interimsspielorte zurück. Die zum Kulturort umgebaute Kantine hat sich als Veranstaltungsort für die Gruppen Musikverein und Zentralcafé Kaya etabliert. Die Offenen Werkstätten sowie die Räumlichkeiten der Werkbund Werkstatt Nürnberg wurden von den BesucherInnen, den Lehrkräften und Schülerinnen sehr gut angenommen. Zum Tag der Offenen Tür wurden erstmals Führungen durch mehrere Werkstätten und zu den Ausweichorten angeboten. In erfolgreicher Zusammenarbeit mit den Nachbarn und KollegInnen im Heilig-Geist-Spital, der St. Marthakirche, dem CPH, Auf AEG, dem St. Lorenzstift, der Tafelhalle und dem Z-Bau konnten zahlreiche Veranstaltungen auf die Bühne gebracht werden. Ebenso ist es gelungen, die Kulturkellerei an ihrem dritten Ausweichort innerhalb eines Jahres jetzt im Golden Nugget zu etablieren und auch über Highlightveranstaltungen z.B. in der Katharinenruine oder in der Tafelhalle zu überbrücken. Das Publikum zieht mit – die Werkstätten sind weiterhin gut ausgelastet, die neuen Orte sichtbar.
Der gelbe Baustellenzaun als Magnet
Bei der Mobilen BürgerInnenversammlung im September zeigten die BürgerInnen ein sehr hohes Interesse für den gelben Zaun und die aktuellen Geschehnisse rund um die Baustelle
- wie z.B. für das Street-Art-Projekt „the zaun“, welches KünstlerInnen aus der Region, aber
auch darüber hinaus die Möglichkeit gibt, auf einer neugewonnenen Freifläche im Öffentlichen Raum kreativ zu sein. Rund um die Baustelle dreht sich auch das Projekt der im
Haus ansässigen Gruppe „Theater4“, die durch die digitale Inszenierung von Günter Eichs „Maulwürfe“ mit Bezug zur Baustelle ihrer Heimatstätte verbunden bleiben möchten. 2020 wird das Hochbauamt die erste öffentliche Baustellenführung anbieten.
Ein „neues“ Haus gestalten
Aktuell arbeiten wir an der Idee, das Konzept der Offenen Werkstatt auch vormittags zugänglich zu machen. Im ersten Schritt intensivieren wir Gespräche mit Berufsschulen und sozialen Einrichtungen und bieten die Möglichkeit zu Workshops und Führungen an. 2020 wird auch das Jahr sein, an dem wir den Aufschlag machen, die MitarbeiterInnen, Ehrenamtlichen und interessierten BürgerInnen aktiv daran zu beteiligen, Impulse/Projektideen/Vorschläge für ein neuaufzustellendes Kulturzentrum im Herzen der Stadt einzubringen. Aktuell wird an einem Konzept gearbeitet, wie man unterschiedliche Zielgruppen mit in den Findungsprozess einbeziehen kann. In diesem Jahr soll im Mai erstmals ein Straßenfest in der Königstormauer stattfinden und die aktuell bespielten Orte miteinander verbinden – St. Martha, Kantine, Künstlerhaus und Peuntgasse. Der Bauzaun wird durch eine Live-Painting-Aktion verbindendes Element zwischen den Orten.
Derzeit läuft ein Kunstwettbewerb (bis Februar 2020), der für den neuen Eingangsbereich ausgeschrieben wurde.
Der Glasbau als Experimentierfläche
Verstärkt wird die Offenheit des Glasbaus neben dem Programm auch durch einen Pächterwechsel im Filmhauscafé. Das Café soll nach außen sichtbarer und bekannter gemacht werden. Auch durch Digitale Kultur. Eine zweite Kooperation mit der Akademie der bildenden Künste wird 2019 abgeschlossen werden, indem mit dem experimentellen Sound- und Performancefestival „Schlafende Hunde“ erstmals der gesamte Glasbau bespielbar gemacht wird: vom Filmhaus über die Glasbauarchitektur hin zu den Ausstellungsräumen im Kunsthaus eröffnet sich den BesucherInnen sowohl architektonischer Raum, als auch ein individuelles Zeitfenster zwischen Be- und Entschleunigung.
Freie Entfaltung soll das neue Residency Programm Kreativschaffenden digitaler Sparten im Glasbau ermöglichen. Der Raum wird zum Labor, zur Werkstatt, zum Atelier auf Zeit und sorgt durch seine Anbindung an das Haus und seine Strukturen für neue Vernetzung und das Sichtbarwerden neuer Künste und Berufszweige.
Nicht nur der Glasbau, auch das Kunsthaus wird enger mit dem Gesamthaus verwoben und zeitliche Freiräume für Arbeiten, die einen „work in progress“ abbilden, möglich gemacht. Beim Projekt „Freiraum“ geben sich verschiedene Künste die Klinke in die Hand und machen den gewohnten Whitecube zur Begegnungsfläche für Urbanart, Performance und Klang.
Neben der Etablierung der neuen Digital-Werkstatt Pixelwerkstatt wurde begonnen, vor allem in das Glasbau-Programm neue Formate wie 12min.me, Indieoutpost, Youtube- Community-Treffen, Coder Dojo-Programmierworkshops einzubringen, um neue Zielgruppen zu erreichen. Diese Veränderungen werden 2020 mit weiteren Veranstaltungen fortgeführt.
Auch das Festival „Chip hits the fan“ wird weiterhin nach dem Ausflug in die Tafelhalle als Kulturhauptstadtbewerbungsprojekt dieses Jahr zum ersten Mal in der Kantine stattfinden. Das zweite Bewerbungsprojekt zur Kulturhauptstadt „Block für Block“ wird in Kooperation
mit dem Haus des Spiels weitergeführt und erste Bauwerke entstehen im virtuellen Raum. Diese werden 2020 in einer Präsentation der Öffentlichkeit gezeigt.
Mit dem Augmented-Reality/Performanceprojekt Phantomzone von Gunnar Seidl/Alexandra Rauh gehen die Kirche, Darstellende Kunst und Neue Medien eine neue und innovative Verbindung ein – Realität und Fiktion lassen sich nur noch schwer unterscheiden.
Filmhaus
Das Jahr 2020 ist für das Filmhaus ein Jubiläumsjahr in mehrfacher Hinsicht und gleichzeitig ein Jahr großer Herausforderungen: Vor 125 Jahren wurde das Kino geboren und vor 20 Jahren startete das Filmhaus neu im Künstlerhaus. Gleichzeitig befindet sich das Kino allgemein durch die digitalen Möglichkeiten in einem Wandlungsprozess, der die Frage nach der digitalen Präsenz auch für Kinos aufwirft. Das Filmhaus Nürnberg beteiligt sich intensiv an den Diskussionen um die Verortung eigentlich lokaler Kinos in der digitalen Welt und bewirbt sich auch im Hinblick auf die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 gemeinsam mit der Kunsthalle Nürnberg, dem Kunstverein Hamburg und der Kunsthalle Graz um ein Forschungsprojekt zum digitalen Kuratieren.
Im alltäglichen Betrieb ist auch 2020 ein besonderes Jahr. Durch die Baustelle des 3. Bauabschnitts wird weiterhin viel Improvisationsgeschick verlangt um die geplanten Festivals (Filmfestival Türkei/Deutschland, Energiewende-Filmfestival, Griechische Filmtage, das Kinderfilmfestivals Little Big Films), die herausragenden Filmreihen und Schwerpunkte (Maguerite Duras, Volker Schlöndorff, Postkoloniales Kino, Stummfilm des Monats, u.a.) und natürlich das umfangreiche Schulkinoprogramm (Open Eyes, BritFilms, Cinefete, Sternenkino) zu organisieren und durchzuführen. Hinzu kommen neue Formate, wie eine Kurzfilmreihe oder diskursive Veranstaltungen zum Thema Film und Kunst in Zusammenarbeit mit der Akademie der bildenden Künste.
Tafelhalle/ St. Katharina/ internationales figuren.theater.festival
Die zurückliegende Saison 2018/2019 verlief für das Veranstaltungs- und Produktionshaus Tafelhalle den Umständen entsprechend positiv. Das durch MitarbeiterInnenwechseln und hohe personelle Vakanzen u.a. infolge von Verzögerungen bei der Wiederbesetzung stark dezimierte Team schulterte eine Saison mit über 200 Veranstaltungen. Darunter alleine 12 Koproduktionen mit der regionalen freien Tanz- und Theaterensemble in 65 Vorstellungen. Zusätzlich zum Tafelhallen - Spielbetrieb stemmte das Team die Vorstellungen in der Ruine der Katharinenkirche und einen großen Teil der Gluck Festspiele. Das figuren.theater.festival
- ein in seinem genreübergreifenden Charakter größtes Festival in Europa – legte 2019
Schwerpunkte auf # Demokratie # Digitalität # Gesellschaft. In den vier Städten Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach gingen mehr als 180 Veranstaltungen von 70 Kompanien aus elf Ländern über die Bühnen im Großraum.
Mit „COME & XPLORE“ und dem Publikumsformat „Tafeln“ ist die Tafelhalle in die neue Spielzeit 2019/2020 gestartet. Auf dem Programm stehen unter anderem zehn Premieren und zwei Wiederaufnahmen von Produktionen der regionalen Freien Tanz- und Theaterszene. Eine weitere Wiederaufnahme ist in Planung. Das Programm wird ergänzt durch zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte, Kabarett, Festivals und vieles mehr.Mit der spartenübergreifenden Tanzproduktion „Der Tod und das Mädchen“ des Ensembles
SETanztheater, den beiden Choreografien „Red Forest“ von PLAN MEE und „Madame
Bovary, it's me too“ von Curtis & Co. – dance affairs wird der Winter 2019/2020 im Produktionshaus Tafelhalle dem zeitgenössischen Tanz gewidmet sein.
Im neuen Jahr führt die Regisseurin Stefanie Anna Miller mit ihrem Theaterstück „Medea.Stille“ den weltbekannten, antiken Stoff mit einer gehörlosen Schauspielerin, einem Chor und den Widersprüchen der Ästhetik der Gebärdensprache zusammen. Die Produktion wird unter anderem von Aktion Mensch gefördert. Das Beethoven-Jubiläum 2020 wirft seinen musikalischen Schatten voraus: Neben zahlreichen, thematisch verbundenen Konzerten des
ensemble KONTRASTE wird das Musiktheaterprojekt „In Conversation with ...“ von
Regisseurin Isabelle Kranabetter in Kooperation mit dem Radialsystem Berlin Premiere feiern. Im März wird dann die bewegende Lebensgeschichte der zweiten Generation von Opfern und Täterinnen und Tätern eines Terrorakts mit dem Surround-Live-Hörspiel „Patentöchter“ von Beyer/Kirchmann/Mertens im Foyer der Tafelhalle aufgeführt Zudem wird co>labs mit dem neuen Tanz-/Performancestück „Nur Mut! – Eine Häutung“ das Thema Kolonialismus mit seinen Folgen aufgreifen. Choreografin Barbara Bess befindet sich im zweiten Jahr der Impulsförderung der Stadt Nürnberg und zeigt mit „BeComing“ ein „übersinnliches Selbstportrait“. Regisseurin Andrea Hintermaier geht in ihrem Rechercheprojekt „Tinderville 2025“ dem Datingphänomen auf den Grund
Im Laufe der Saison 2019/2020 soll sich ein Bürgerensemble unter der Leitung der künstlerischen Akteurinnen und Akteure gründen. Darüber hinaus bietet das Produktionshaus Tafelhalle für junge, tanzbegeisterte Gäste mit dem Nürnberger Kulturrucksack, dem Projekt von TanzPartner, „Anschubsen!“ sowie weiteren Projekten und Gastspielen im Rahmen der beiden Festivals panoptikum und licht.blicke ein ebenso großes Angebot im Bereich „Tanz & Schulen“.
Im Veranstaltungshaus Tafelhalle 2019/2020 läuft wie gewohnt ein vielfältiges Programm verschiedener Künste. Zahlreiche Kabarettistinnen und Kabarettisten werden 2019/2020 wieder zu Gast sein. Zudem gibt es ein facettenreiches Programm mit den bekannten Musik- Reihen (The Art Of Jazz, KONTRASTE: Klassik in der Tafelhalle, Sunday Night Orchestra, nordwärts und andere), Festivals (st. katharina open air, NIHRFF - Filmfestival der Menschenrechte, licht.blicke, panoptikum, Filmfestival Türkei-Deutschland) und weiteren Veranstaltungen.
Das 22. internationale.figuren.theater.festival findet statt vom 7. – 16. Mai 2021.
Finanzen KuKuQ
KuKuQ beendete das HH-Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss i. H. v. 29.188 Euro. Laut Budgetierungsregeln können der Dienststelle hiervon max. 50 % (14.594 €) mit entsprechend begründeten Verwendungsvorschlägen übertragen werden. Der Überschuss wird für nicht unaufschiebbare Investitionen aufgrund der bevorstehenden Migration auf Windows 10 verwendet. Hierfür ist beispielsweise der Tausch des Kassensystems im Ausstellungsbereich (Kosten ca. 12.000 €) erforderlich. Nach dem derzeitigen Planungs- und Kenntnisstand wird KuKuQ das Haushaltsjahr im Rahmen der Ermächtigung abschließen können.
Produkt 252010 Kultur Information
2018 konnte das Produkt Kultur Information einen Überschuss i. H. v. 11.486 Euro erwirtschaften. Als Besonderheit ist anzumerken, dass das Produkt immer mit einem
negativen Budgetansatz (Ertragswert) startet und sich im Laufe des Jahres selbst „entlasten“ muss. Seit KuKuQ-Gründung gelang dies bisher in jedem HH-Jahr und auch für 2019 zeichnet sich eine entsprechende Gesamtentwicklung ab. Das Produkt ist daher im Teilbudget K1 als unkritisch zu bewerten.
Produkt 252020 Kunst und Ausstellungen
Das Produkt Kunst- und Ausstelllungen schloss 2018 mit einem Überschuss i. H. v. 17.663 Euro im K1 ab. Dieser Überschuss ergibt sich überwiegend aus einer ungeplanten Förderung seitens des Kooperationspartners WBG (Ausstellung „Urbane Zukunft“ in der Kunstvilla) in Höhe von 3.570 € sowie Erstattung für den Wasserschaden im Depotraum Heilig-Geist-Spital in Höhe von 6.327 €. Laut aktueller Prognose wird das Produkt im Teilbudget K1 für das HH-Jahr 2019 im Rahmen der Ermächtigung abschließen und ist deshalb als unkritisch einzustufen.
Produkt 261001 Kultur und Theater
Das Produkt Kultur und Theater hat das HH-Jahr 2018 mit einem K1-Defizit in Höhe von 27.854 Euro abgeschlossen, welcher jedoch durch den K2 Überschuss (56.137 Euro) ausgeglichen werden konnte. Die Ursache des K1 Fehlbetrages liegt hauptsächlich an den über die Jahre gestiegenen Ausgaben für die veranstaltungsbegleitenden Kosten. Ab dem Haushaltsjahr 2019 zeichnet sich für diesen Ausgabenkomplex eine Entspannung ab, weil von Stk eine signifikante Ansatzerhöhung umgesetzt werden konnte. KuKuQ geht davon aus, dass das Produkt im Teilbudget K1 im Haushaltsjahr 2019 voraussichtlich den Budgetrahmen knapp einhalten kann.
Finanzen investiver Ansatz/bewegliches Vermögen
Die Ermächtigung für das I1-Budget 2018 betrug insgesamt 31.000 Euro und lag damit erneut unter den tatsächlich benötigten Mitteln. Diesem Sachverhalt geschuldet musste das I1-Budget 2018 daher leider wieder überzogen werden. Die Deckung des investiven Überzuges erfolgte im Rahmen des Produktausgleiches mittels Mittelumschichtung aus K1 und K2-Mitteln innerhalb der Dienststelle. Für das HH-Jahr 2019 stehen insgesamt nur 31.000 Euro an investiven Mitteln zur Verfügung, was in der Konsequenz dazu führen wird, dass dringend notwendige Investitionen auf das Folgehaushaltsjahr verschoben werden müssen.
Statistiken
Personaldaten 2017 – 2019 (Vollkraftstellen Stichtag 30.09.)
| KuKuQ | 2019 | 2018 | 2017 | Veränderung gegenüber Vorjahr |
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 55,06 | 54,29 |
Die Personaldaten für 2019 waren bis Redaktionsschluss nicht zu ermitteln/ zu kommentieren.
Finanzdaten konsumtiv (Stichtag 30.09.)
| Euro | Euro | % | Euro | Euro | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Budget | Ansatz 2020 Entwurf | Ansatz 2019 | Abweichungen | Ansatz 2019 anteilig Jan.-Sep. | RE 2019 anteilig Jan.-Sep. | Abweichungen |
| K1 Erträge | -1.021.657 | - 1.031.073 | -0,91 | - 773.711 | - 804.340 | +3,96 |
| K1 Aufwendungen | 2.545.305 | 2.403.606 | +5,9 | 1.776.235 | 1.794.045 | +1,00 |
| K1 Sachbudget | 1.523.648 | 1.372.533 | +11,01 | 1.002.523 | 989.705 | -1,28 |
Zum Stichtag liegen die bisherigen K1 Erträge i. H. v. 804.340 Euro bzw. 3,96 % über der anteiligen Ermächtigung (773.711 Euro). Bei den bisherigen Aufwendungen i. H. v. 1.794.045 Euro liegt eine Erhöhung gegenüber der anteiligen Ermächtigung (1.776.235) i. H. v. 1,00 %. Das bisherige K1 Sachbudget liegt saldiert bei 989.705 Euro bzw. insgesamt um 1,28 % unter der anteiligen Ermächtigung (1.002.523 Euro). Nach Wertung aller Tatsachen kommt KuKuQ zu der Einschätzung, dass das HH-Jahr 2019
innerhalb des auskömmlichen Budgets abgeschlossen wird, sofern keine ungeplanten
erheblichen Kosten auf die Dienststelle zukommen.
Die Zunahme um 11,01 % beim auskömmlichen Budget 2020 im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich überwiegend durch die in 2020 wieder ganzjährige Öffnung der Kunsthalle in 2020 nach deren 8-monatiger Schließzeit auf Grund Dachsanierung in 2018/2019 und Rückführung auf die Ansätze 2017, einer Ansatzerhöhung der Ansätze für die Vergütung von Veranstaltungstechnikern um 36.578 Euro, einer Verschiebung in Höhe von 13.500 aus K3 in K1 begründet durch die Auflösung des Komm-Bildungsbereiches, sowie höhere Reinigungskosten (15.000 Euro) durch die Dachsanierung der Kunsthalle.
Finanzdaten investiv (Stichtag 30.09.)
| Euro | Euro | % | Euro | Euro | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Budget | Ansatz 2020 Entwurf | Ansatz 2019 | Abweichungen | Ansatz 2019 anteilig Jan.-Sep. | RE 2019 anteilig Jan. – Sep. | Abweichungen |
| Immaterielles / bewegl. Vermögen | 31.000 | 31.000 | 0 | 23.250 | 35.594 | +53,09 |
| GWG | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| I1 Auszahlungen | 31.000 | 31.000 | 0 | 23.250 | 35.594 | +53,09 |
Produktgrundkennzahlen
| Istwert bis 31.07.2019 | Zielwert 31.12.2019 | |
|---|---|---|
| Produkt 252010 Kultur Information | ||
| Ziel 1: konstante Anzahl der Kundenkontakte | 15.039 | 32.000 |
| Ziel 2: konstante Höhe der Verkaufsprovisionen Höhe der Verkaufsprovisionen | -36.162,03 | -73.000 |
| Produkt 252020 Kunst und Ausstellungen | ||
| Ziel 1: konstante Anzahl der Besucherzahlen | 15.767,00 | 35.200 |
| Besucher | ||
| Ziel 2: konstante Anzahl der begleitenden Veranstaltungen | ||
| Begleitende Veranstaltungen | 197 | 285 |
| Ziel 3: konstante Medienresonanz (print) | ||
| Medienresonanz (print) | 214 | 306 |
| Ziel 4: konstante Medienresonanz (digital) | ||
| Medienresonanz (digital) | 83.280 | 110.000 |
| Ziel 5: konstanter Sammlungsbestand Kunstvilla | 174 | 50 |
| Zugänge zur Sammlung | ||
| Ziel 6: konstante Anzahl der Kataloge | 5 | 3 |
| Kataloge | ||
| Ziel 7: konstante Anzahl der Veröffentlichungen | ||
| Veröffentlichungen | 41 | 35 |
| Produkt 261001 Kultur und Theater | ||
| Ziel 1: konstante Anzahl der Besucher | ||
| Besucher | 123.028 | 150.500 |
| Ziel 2: konstante Anzahl der Veranstaltungen | ||
| Veranstaltungen | 2772 | 2.955 |
| Ziel 3: konstante Medienresonanz (print) | ||
| Medienresonanz (print) | 214 | 550 |
| Ziel 4: konstante Medienresonanz (digital) | ||
| Medienresonanz (digital) | 293.370 | 305.000 |
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Entscheidungsvorlage zum Jahreskontrakt 2020 KunstKulturQuartier
(Um-) Bauen im Bestand
Das KunstKulturQuartier hatte den letzten Jahreskontrakt mit „Vom Umbruch zum Aufbruch“ überschrieben und das große Veränderungspotential und die Notwendigkeit zur Veränderung thematisiert sowie Leitlinien skizziert, auf die sich die Dienststelle fokussieren möchte. Im Sinne eines Kontraktes kann konstatiert werden, dass im vergangenen Berichtszeitraum intensiv an der Erfüllung dieser Leitlinien gearbeitet wurde, berücksichtigend, dass es sich im Wesentlichen um Prozesse und nicht um Ziele handelt.
Der „Umbruch“ ist vollzogen, der „Aufbruch“, das „Umbauen“ hält an, jetzt befindet sich das KunstKulturQuartier in einem Zustand des „Bauen im Bestand“. Ein stehender Begriff aus der Architektur-/ Baubranche mit dem Attribute verbunden sind wie: Wert erhalten, Wert steigern, Instandhalten, Instandsetzen, Modernisieren, Erweitern, Translozieren, „Bauen im Bestand“ steht aber genauso für Nachhaltigkeit wie Ungewissheit, Kosten- und Bauzeitenrisiko und „das Bestehende in eine neue Zukunft bringen“, fit für die Zukunft machen. Dieser Herausforderungen stellt sich die Dienststelle mit ihren konkreten Baustellen wie dem 3. Bauabschnitt Künstlerhaus und der abgeschlossenen energetischen Dachsanierung der Kunsthalle. Hinzugekommen sind die Baustellen „Interimsspielstätten“ und das Gebäude Peuntgasse 5-7, das in den Jahren 2022ff eine wichtige Rolle spielen muss hinsichtlich der Verortung einer Werkstatt, Depoträumen sowie kreativer Räume für KünstlerInnen.
„(Um-) Bauen im Bestand“ heißt auf anderer Ebene: anhand der vorgegebenen Leitplanken und Leitlinien Kulturstrategie, Digitalstrategie, städtisches Führungsleitbild und der Anforderungen, die einhergehen mit der Kulturhauptstadtbewerbung, die Ressourcen der Dienststelle zu analysieren und perspektivisch auf die richtigen Geleise zu setzen.
Dafür müssen 2020 neben grundlegenden Fragen auch Werte und Ziele überdacht werden, um Prozesse mit Lösungskorridore für einen Kulturwandel zu öffnen. Herausforderungen sind u.a. im Bereich Personal (der wichtigsten Ressource): Wertekanon in der Dienststelle, „Wie wollen wir miteinander arbeiten“, Anpassung an individuellere Arbeits- und Lebensplanungen, Work-Life- Balance, weg von „auf Kante genäht“, hin zu ausreichenden Personalkapazitäten, MitarbeiterInnenzufriedenheit als Ziel und „Kennzahl“, Gesundheitsmanagement.
Themenschwerpunkt für das kommende Jahr – Produkt 252010
Kultur Information, Kommunikation und Vermittlung im Zeichen der Digitalisierung
(Details siehe Anlage)
Nach beinahe zehn Jahren erhält die Dienststelle eine in Design und Stand der Technik komplett neu überarbeitete Homepage. Die Website trägt damit der strategischen Neuausrichtung des KunstKulturQuartier Rechnung und wirkt sich auf alle Bereiche aus. Mit der neuen Homepage rückt der Wunsch und die Notwendigkeit der Kultur Information nach digitaler Transformation einen großen Schritt näher. Der für den gesamten Städteverbund Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach (ARGE) betriebene Veranstaltungskalender wird komplett mit Technik, Funktionalität und Design neu überarbeitet. Getestet an der Homepage stehen für 2020 das Rollout für alle städtischen Dienststellen und außerstädtischen Kunden an. Der größte und wichtigste Veranstaltungskalender in der Metropolregion wird immer attraktiver und die Anfragen mehren sich zur Mitnutzung der Daten. Bis Mitte 2020 wird die neue Veranstaltungskalender App an den Start gehen. Mit der App geht ein lang gehegter Wunsch der ARGE in Erfüllung.
Unter dem Titel Interlacing Spaces läuft ein Antrag bei der Kulturstiftung des Bundes im Programm „Kultur Digital“. Ein Verbund aus KunstKulturQuartier (hier: Filmhaus und Kunsthalle Nürnberg), dem Kunstverein in Hamburg und dem Kunsthaus Graz möchte in einem vierjährigen Projekt die Rahmenbedingungen, Begrenzungen und Möglichkeiten digitaler Räume für eine Erweiterung der kuratorischen Praxis erkunden. Im Zuge der Dachsanierung der Kunsthalle entstand ein neuer KreativRaum, der zukünftig weitere innovative Möglichkeiten zur Kunstvermittlung bietet. Kunsthalle und KPZ entwickeln ein ideenreiches Programm für Schulen und Einzelbesucher, das neben bewährten Formaten einen Schwerpunkt auf digitale Angebote legen und gleichzeitig als Blaupause für die gesamte Dienststelle dient. Um das Thema Digitalisierung in alle Bereiche der Dienstelle zu bringen ist eine ständige MitarbeiterInnen Fortbildung notwendig. Arbeitskreise innerhalb und zwischen den Dienststellen werden dies unterstützen.
Themenschwerpunkt für das kommende Jahr – Produkt 252020
Kunst und Ausstellungen (Details siehe Anlage)
Kunsthalle Nürnberg
Die energetische Dachsanierung konnte mit der feierlichen Wiedereröffnung und der international besetzten Ausstellung Hidden Beauty sowie der Taufe des neuen KreativRaums abgeschlossen werden. 2020 sind drei Ausstellungen mit vielfältigem Begleitprogramm geplant sowie von März – Juli die Betreuung das Marianne Defet Malerei-Stipendiums. Ausstellungen: C & C: Cosima von Bonin & Claus Richter (15. Februar bis 17. Mai 2020), Something Between Us – internationale Gruppenausstellung (20. Juni bis 13. September 2020) u.a. mit Kirstin Burckhardt (D), Teboho Edkins (ZAF), Luzia Hürzeler (CH), Warren Neidich (USA) und Stefan Panhans (D), Marcel
Odenbach (09. Okt. 2020 – 10. Januar 2021)
Kunstvilla
Die Kunstvilla kann nach fünf Jahren als Museum für Kunst in und aus Nürnberg steigende Besucherzahlen melden. Neben der Aufarbeitung von Künstlernachlässen als Schwerpunkt der musealen Arbeit, sind im Ausstellungsprogramm unter dem Motto „Parallele Biografien“ geplant: Ab März „Ernst Weil – Abstraktion in Nürnberg“. Parallel dazu Arbeiten des documenta- Teilnehmers und Nürnberger Akademieprofessors Gerhard Wendland (1910 – 1986). Ab Juli 2020 steht eine große Unbekannte der Nürnberger Kunst im Mittelpunkt: Dore Meyer-Vax (1908 – 1980). Die Künstlerin Ria Picco-Rückert (1900 – 1967), die zeitgleich im Jubiläumsraum präsentiert wird, war als gefeierte Industriemalerin im Auftrag vieler Unternehmen tätig. Der 90. Geburtstag von Wilhelm Uhlig dient zum Anlass, die Tradition der figürlichen Plastik in Nürnberg vorzustellen.
Kunsthaus
Das Kunsthaus wird vermehrt mit neuen Formaten experimentieren und so den Begriff eines Ausstellungshauses transformieren. U.a. im Hinblick auf ein Crossover aus zeitgenössischer Kunst, Musik, Performance, Literatur, Neue Medien und entsprechender digitaler Aufbereitung. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf gesellschaftspolitischen Fragen. Ausstellungen: „get well soon“ (07.12. 2019 bis 16.02.2020) mit jungen KünstlerInnen zum Thema Wohlbefinden, Gesundheit und Fitnesswahn, Facing Reality“ (Frühjahr) als 1. Fotofestival Nürnberg zusammen mit dem Verein Fotoszene Nürnberg e.V., NN Kunstpreis (Juli – September). Ab Ende September eine umfangreiche, spartenübergreifende Ausstellung über den Multi-Künstler Kevin Coyne.
Themenschwerpunkt für das kommende Jahr – Produkt 261001
Kultur und Theater (Details siehe Anlage)
Künstlerhaus
Eine sehr herausfordernde Parallelhandlung: 3. Bauabschnitt als Großbaustelle, laufender Betrieb im bespielbaren Haus, Betreuung der Interimsspielorte, Neuaufstellen des Künstlerhauses für die Zeit nach der Generalsanierung 2021/2022. Pars pro toto: Der gelbe Baustellenzaun als Magnet und Sichtbarmachung eines Veränderungsprozesses mit dem Street-Art-Projekt „the zaun“, welches KünstlerInnen die Möglichkeit gibt, auf einer neugewonnenen Freifläche im Öffentlichen Raum kreativ zu sein. Ein Kunstwettbewerb, der für den neuen Eingangsbereich ausgeschrieben wurde, bietet weitere Partizipationsmomente an. Das experimentelle Sound- und Performancefestival „Schlafende Hunde“ bespielt zum ersten Mal den gesamten Glasbau mit Filmhaus und Kunsthaus. Neben der Etablierung der neuen Digital- Werkstatt Pixelwerkstatt wurde begonnen, vor allem in das Glasbau-Programm neue Formate wie 12min.me, Indieoutpost, Youtube-Community-Treffen, Coder Dojo-Programmierworkshops einzubringen, um neue Zielgruppen zu erreichen. Diese Veränderungen werden 2020 mit weiteren Veranstaltungen fortgeführt. Das zweite Bewerbungsprojekt zur Kulturhauptstadt „Block für Block“ wird in Kooperation mit dem Haus des Spiels weitergeführt. Mit dem Augmented- Reality/Performanceprojekt Phantomzone gehen die Martha Kirche, Darstellende Kunst und Neue Medien eine neue und innovative Verbindung ein.
Filmhaus
Das Jahr 2020 ist für das Filmhaus ein Jubiläumsjahr in mehrfacher Hinsicht und gleichzeitig ein Jahr großer Herausforderungen: Vor 125 Jahren wurde das Kino geboren und vor 20 Jahren startete das Filmhaus neu im Künstlerhaus. Geplanten Festivals (Filmfestival Türkei/Deutschland, Energiewende- Filmfestival, Griechische Filmtage, das Kinderfilmfestivals Little Big Films), herausragende Filmreihen und Schwerpunkte (Maguerite Duras, Volker Schlöndorff, Postkoloniales Kino, Stummfilm des Monats, u.a.).
Tafelhalle/ St. Katharina/ internationales figuren.theater.festival
Mit „COME & XPLORE“ und dem Publikumsformat „Tafeln“ ist die Tafelhalle in die neue Spielzeit 2019/2020 gestartet. Auf dem Programm stehen unter anderem zehn Premieren und zwei Wiederaufnahmen von Produktionen der regionalen Freien Tanz- und Theaterszene, ergänzt durch Konzerte, Kabarett und Festivals. Im Laufe der Saison 2019/2020 soll sich ein Bürgerensemble gründen. Darüber hinaus bietet das Produktionshaus Tafelhalle für junge, tanzbegeisterte Gäste mit dem Nürnberger Kulturrucksack, dem Projekt von TanzPartner, „Anschubsen!“ sowie weiteren Projekten und Gastspielen im Rahmen der beiden Festivals panoptikum und licht.blicke ein ebenso großes Angebot im Bereich „Tanz & Schulen“.
Ressourcen Personal und Finanzen
Die Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen führen mittlerweile dazu, dass das sogenannte auskömmliche Budget nicht immer durchgängig in einer ausreichenden Höhe zur Verfügung steht. Hier muss jetzt, nach der Wiedereröffnung der Kunsthalle (Stichwort: Normalbetrieb), eine Analyse des Gesamtbudgets erfolgen. Die Ressource „MitarbeiterInnen“ bedarf ebenfalls einer grundlegenden Analyse.
KuM/004/2019
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kulturausschuss 29.11.2019 öffentlich Beschluss
Betreff:
Museen der Stadt Nürnberg - Jahreskontrakt 2020
Anlagen: Anlage_Jahreskontrakt 2020_KuM Jahreskontrakt 2020_KuM
Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuM/004/2019
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuM/004/2019
Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2020 für die Museen der Stadt Nürnberg zu.
Anlage: Jahreskontrakt 2020 der Museen der Stadt Nürnberg
Stand: 31.07.2019
Personal- und Finanzsituation
| 2020 | 2019 | 2018 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| (Stand 31.07.19) | (Stand 31.07.18) | ||||
| Sollvollkraftstellen Gesamt | 58,53 | 58,53 | 54,53 | ||
| Sollvollkraftstellen Gesamt | 54,53 | ||||
| Istvollkraftstellen Gesamt | --- | 58,61 (*) | 56,09 (*) | ||
| Istvollkraftstellen Gesamt | 56,09 (*) |
(*) inkl. außer-/überplanmäßiger Beschäftigungen (budgetfinanziert): 2018: 2,52; 2019: 4,21
Finanzdaten konsumtiv
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
|---|---|---|---|---|
| Budget | Ansatz 2020 | Ansatz 2019 | Januar - Juli 2019 | Hochrechnung 2019 |
| Entwurf (*) | ||||
| K1 Erträge | -2.956.391 | -2.874.394 | -1.674.128 | -3.187.200 |
| K1 Aufwendungen | 3.737.484 | 3.776.345 | 2.023.594 | 3.982.000 |
| K1 Sachbudget | 781.093 | 901.951 | 349.466 | 794.800 |
(*) (Differenz K1-Sachbudget 2019 zu 2020 im Wesentlichen: -19.200 EUR Ansatzerhöhung Eintrittsgelder Lochgefängnisse; -100.000 EUR erneute Anpassung der Ertragsansätze für Eintrittsgelder der anderen Museen an die Ist-Werte 2018
Finanzdaten investiv (I1)
| Euro | Euro | Euro | Euro | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Budget | Ansatz 2020 | Ansatz 2019 | Januar - Juli 2019 | Hochrechnung 2019 | |
| Entwurf | |||||
| Immaterielles / Bewegliches Vermögen | 15.000 | 15.000 | 5.000 | 8.482 | 60.000 |
| I1 Auszahlungen | 15.000 | 5.000 | 8.482 | 60.000 |
Ziele und Kennzahlen [wenn möglich und sinnvoll]
| Anzahl | Anzahl | Anzahl | Anzahl | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Kennzahl | Ansatz 2020 | Ansatz 2019 | Januar - Juli 2019 | Hochrechnung 2019 | |
| Entwurf | |||||
| Besucher pro Öffnungsstunde | 35,87 | 35,87 | 35,87 | 37,35 | 40,11 |
| Gesamtzahl der Besucher | 642.000 | 642.000 | 391.031 | 718.000 | |
| Gesamtzahl der Öffnungsstunden | 17.900 | 17.900 | 10.470 | 17.900 |
Sonstiges für Anlage
Museen der Stadt Nürnberg
Entscheidungsvorlage zum Jahreskontrakt 2020
Die Museen der Stadt Nürnberg stehen in den nächsten Jahren in nahezu allen Häusern vor umfassenden inhaltlichen und gestalterischen Neuausrichtungen inkl. der damit verbundenen Baumaßnahmen. Die Projekte in der Abteilung Erinnerungskultur, die Aktivitäten rund um das Thema „Spielzeug und Spiel“ sowie die Neugestaltung weiterer Bereiche des Museums Industriekultur unter der Überschrift „Zukunft der Arbeit“ haben einen unmittelbaren Bezug zur Kulturhauptstadtbewerbung, sie fungieren im Bewerbungsprozess als eine Art „institutionelle Basis“. Im Folgenden wird der jeweilige Sachstand der langfristigen Maßnahmen skizziert. Des Weiteren informieren wir über eine kleine Auswahl des Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms im Jahr 2020.
A. Langfristige Maßnahmen und deren konkrete Projektschritte für 2020
1. Erweiterung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände
Das Projekt wurde in Absprache mit den Zuwendungsgebern zeitlich gestreckt. Zum Jahresende 2022 wird der räumliche Ausbau und Umbau abgeschlossen sein. Danach sollen die neue Dauerausstellung eingebaut und das neue Medien-und Recherchezentrum eingerichtet werden. Die Verhandlungen mit Bund und Freistaat Bayern zur Finanzierung für den „musealen Ausbau“ laufen derzeit auf Ebene der Stadtspitze. Als Zielhorizont für die Wiedereröffnung des Dokuzentrums ist der Spätherbst 2023 vorgesehen. Das Dokuzentrum wird zum Jahresbeginn 2021 geschlossen. In der großen Ausstellungshalle (ehemalige THW-Halle) wird in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine Interimsausstellung eingerichtet, die bereits inhaltliche und didaktische Elemente für die neue Dauerausstellung erproben wird.
2. Aktivitäten rund um das Memorium Nürnberger Prozesse
Im Ostbau des Nürnberger Justizgebäudes werden vom Freistaat ab Frühjahr 2020 Büro- und Seminarräume für die Internationale Akademie Nürnberger Prinzipien (IANP) eingerichtet und baulich ertüchtigt. Die IANP wird bereits im Frühjahr 2020 vom Pellerhaus in die Fürther Straße umziehen. Für den Gebäudeteil, der für das Memorium vorgesehen ist (Büroräume und Vorbereitungen für den musealen Ausbau auf der Geschossebene des Saals 600 (2. OG), ist noch eine Vereinbarung zur Finanzierung der Baumaßnahme sowie der musealen Ausstattung zu treffen. Bislang ist die Finanzierung für die neue mediale Präsentation im Saal 600 hälftig durch Stadt und Freistaat gesichert. Allerdings sind zur Umsetzung einige bauliche Maßnahmen nötig, die erst im Gesamtpaket mit der Gesamt-Baumaßnahme durchgeführt werden. Erst nach diesen Projektschritten soll der Einbau der neuen Dauerausstellung im Dachgeschoss und im 2. OG erfolgen. Da im Ostflügel keine Eingangszone für das Memorium vorhanden ist, müssen Kasse, Garderobe, Ausgabe des Medienguides, Cafeteria, Shop sowie ein Raum für Wechselausstellungen und das Besucherzentrum für den Ort des Welterbes in einen Neubau integriert werden. Stpl arbeitet derzeit an einer Auslobung für einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Platzes vor dem Ostflügel. Er und der zu errichtende Neubau unterliegen nicht nur funktionalen Kriterien, sondern sind maßgeblich für die Aktivitäten des Freistaats, den Saal 600 in die Liste des UNESCO Welterbes aufnehmen zu lassen. Die Stadtspitze verhandelt derzeit über das Finanzierungspaket für das Memorium mit dem Freistaat und dem Bund.
3. Neugestaltung Stadtmuseum im Fembo-Haus
Die Planungen für die Neugestaltung des Stadtmuseums sind durch den Wechsel des Leiters ausgesetzt worden. Wegen der Bedeutung des Projekts und in Abstimmung mit dem Geldgeber, der „Schöller-Stiftung“, erschien es angeraten, zuerst die weiteren personellen Weichenstellungen (neue Dienststellenleitung, neue Leitung der Abteilung „Kulturhistorische Museen“) vorzunehmen und dann das Projekt in 2020 wiederaufzunehmen.
4. Neugestaltung Spielzeugmuseum und Konzeption Haus des Spielens
Auf die ausführliche Vorlage im Kulturausschuss vom 11.Oktober 2019 wird verwiesen. Mit der Ausstellung „Nürnberg hat das Zeug zum Spielen“ hat das Spielzeugmuseum inhaltlich und partizipatorisch wichtige Erkenntnis für die Neukonzeption des Hauses gewonnen. Der erste Schritt wird die bis zum Herbst 2020 abgeschlossene Neugestaltung des Erdgeschosses und des Eingangsbereiches sein. Als Spielzeuglounge gestaltet, soll es zu einem Ort mit hoher Aufenthaltsqualität und einem partizipativen Einstieg vor allem auch für Kinder, Jugendliche, Familien und Gäste der Stadt sein.
5. Neugestaltung Museum Industriekultur und Brandschutzmaßnahmen
Die vorgesehenen Brandschutzmaßnahmen sind seitens der Bauverwaltung auf das Jahr 2023 verschoben worden. Die Zeit wird genutzt, um die Neugestaltung und eine herausgehobene thematische Schwerpunktsetzung „Zukunft der Arbeit“ zu entwickeln. Im Frühsommer 2020 wird dazu eine gesonderte Ausschussvorlage präsentiert.
B. Ausgewählte Ausstellungen und Veranstaltungen für das Jahr 2020
Auch im Jahr 2020 wird KuM neue Wege erproben, sich breiter und mit viel mehr Kooperations-
partnern aufzustellen. Die folgenden Ausstellungs- und Veranstaltungsschwerpunkte
gen von der bewussten und gezielten Öffnung der Museen für die aktive kulturelle Teilhabe
| möglichst vieler, unterschiedlicher Interessengruppen und Kooperationspartner sowie von dem | ||
|---|---|---|
| Bemühen, durch besondere „Outreach-Formate“ historische Bildungsinhalte aus der jeweiligen | ||
| Institution auch zu den Menschen zu bringen | . | Darüber hinaus stehen zwei Jahrestage im Fo- |
| kus: Vor 100 Jahren hat Dr. Herrmann Luppe das Amt des Nürnberger Oberbürgermeistes an- | ||
| getreten. Und der 75. Jahrestag zum Beginn der Nürnberger Prozesse wird mit einem großen | ||
| Festakt begangen. |
Albrecht-Dürer-Haus:
Michael Wolgemut – mehr als Dürers Lehrer
20.12.2019 bis 22.03.2020 Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt bedeutender Kulturinstitutionen, umfasst mehrere Stationen und wirkt weit in den Stadtraum und in die Region hinein: Im Albrecht-Dürer-Haus werden die Erlanger Zeichnungen und druckgraphischen Erzeugnisse Wolgemuts, seiner Mitarbeiter und seines Lehrers Hans Pleydenwurff gezeigt. Das Germanische Nationalmuseum präsentiert seinen Bestand an Tafelgemälden. Im Tucherschloss wird das Wolgemut‘sche Diptychon von Hans VI. Tucher und seiner Gemahlin Ursula erstmals seit mehreren Hundert Jahren wieder zusammengeführt und gemeinsam gezeigt. Als Außenstationen werden verschiedene Kirchen in Nürnberg und Schwabach einbezogen, die über herausragende sakrale Werke der Wolgemut-Werkstatt verfügen. Ein ambitioniertes Vermittlungsprogramm (KPZ und Studierende der FAU), das die verschiedenen Präsentationsorte verbindet, sowie hochkarätige wissenschaftliche Vorträge im Albrecht-Dürer-Haus werden die Ausstellung begleiten.
Stadtmuseum im Fembo-Haus
Der weite Blick. Das Panorama Nürnbergs von früher Neuzeit bis Virtual Reality
15.05.2020 bis 16.08.2020 Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit dem Förderverein Kulturhistorisches Museum. Neben Objekten aus dem Bestand der städtischen Kunstsammlungen werden vor allem auch die Schätze privater Leihgeber präsentiert. Die Schau zeigt, dass das sich wandelnde Stadtbild Nürnbergs seit jeher fasziniert und Stadtgeschichte vom mittelalterlichen Handelszentrum über die Industriemetropole bis in die Gegenwart erzählt. Die Fotografie als neues Medium dokumentiert den rasanten Wandel, vor allem die 360°-Panoramen von Ferdinand Schmidt. Die Computertechnik des 21. Jahrhunderts ermöglicht ein neues Panorama-Format in virtueller Realität. Eine Multimediastation macht durch VR-Brillen Vergangenheit und Gegenwart zugleich erfahrbar.
Luppes Galerie: Der Ausbau der Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg unter Oberbür-
germeister Dr. Hermann Luppe (1874–1945, OB 1920–1933, 1933 zum Rücktritt gezwungen) 23.10.2020 bis 07.03.2021 Die Ausstellung versteht sich als Vertiefung der vom Stadtarchiv mit verschiedenen Kooperationspartnern initiierten Ausstellung zu Nürnberg in der Zeit der Weimarer Republik. Sie skizziert die Kunstpolitik, insbesondere die Ankaufspolitik der Kunstsammlungen während der Amtszeit des kunstsinnigen Oberbürgermeisters. So finden sich bedeutende Namen unter den angekauften Künstlern wie Anselm Feuerbach, Arnold Böcklin, Wilhelm Leibel, Hans von Marées, Franz von Stuck, Max Liebermann, Wilhelm Trübner, Max Slevogt, Fritz von Uhde, Lovis Corinth, Max Pechstein, Hans Purrmann und Alfons Walde.
Museum Industriekultur
Pop-Up Mein Mögeldorf. Mini-Ausstellungen zum Mitmachen mitten im Stadtteil
September 2019 bis Juli 2020 Das Outreach-Projekt geht dahin, wo die Menschen sind: Mal angekündigt und mal überraschend, tauchen für ein paar Tage an ungewöhnlichen Orten oder auch mitten im Alltag des Stadtteils „Pop-Ups“ auf. Diese kleinen Ausstellungsmodule im öffentlichen Raum – oft kombiniert mit spannenden Veranstaltungen – bieten Informationen zur Stadtteilgeschichte und die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichen Fotokulissen selbst in Szene zu setzen. Eine Aktion des Museums Industriekultur in Kooperation mit dem Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf.
Große Kinder-Mitmach-Ausstellung
Die Tüftelgenies
Geniale Erfindungen, spannende Tüfteleien und verrückte Geistesblitze!
02.04.-04.10.2020 Fahrrad oder Faustkeil, Telefon oder Papier: Was steckt hinter den wichtigen Errungenschaften der Menschheit? Die originelle Mitmach-Ausstellung bringt Kindern ab acht Jahren den Weg vom Hirngespinst zur Erfindung näher. Über 100 Erfindungen aus aller Welt werden vorgestellt und erläutert, dabei sind auch abwechslungsreiche Tüftelaufgaben zu lösen. Jedes Kind erhält ein Armband mit Strichcode, anhand dessen es sein personalisiertes Tüfteldiplom erstellt.
Memorium Nürnberger Prozesse
75 Jahre Nürnberger Prozesse
November 2020 Am 20. November 2020 jährt sich der Beginn des Prozesses gegen die „Hauptkriegsverbrecher“ des NS-Regimes zum 75. Mal. An diesem Jahrestag ist eine Festveranstaltung im Saal 600 geplant. Darüber hinaus arbeitet das Memorium Nürnberger Prozesse anlässlich dieses besonderen Jubiläums mit einem neuen Partner zusammen: In Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg ist für Ende 2020 eine Eigenproduktion geplant, die sich dem Umgang mit der NS-Vergangenheit auf besondere künstlerische Weise nähern wird. Im Anschluss an die Premiere, die in zeitlicher Nähe zum 20. November 2020 stattfinden wird, sind noch weitere Aufführungen bis in das Frühjahr 2021 hinein im Saal 600 vorgesehen.