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← Sitzung des Verkehrsausschusses (17.10.2019)

Sachverhalt

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Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Schulwegsicherheit Fußgängerüberweg Erlanger - / Lerchenstraße

hier: Gemeinsamer Antrag der Stadtratsfraktionen SPD, CSU, Bündnis 90/Die Grünen

und FDP vom 02.07.2019

Bericht

Die Verwaltung wurde mit Antrag vom 02.07.2019 von den Stadtratsfraktionen CSU, SPD, FDP und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gebeten, erneut Möglichkeiten aufzuzeigen, um die Schulwegsicherheit an dem Fußgängerüberweg Erlanger Straße / Lerchenstraße zu verbessern bzw. zu gewährleisten.

Auf die Stellungnahmne vom Geschäftsbereich 3. BM in der Anlage wird verwiesen.

Bereits in der Sitzung des Verkehrsausschusses am 06.07.2017 wurde der Fußgängerüberweg Erlanger- / Lerchenstraße bezüglich der Schulwegsicherheit behandelt. Die im Beratungsergebnis anzustrebenden Maßnahmen wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Verkehrsunternehmen, Vertretern der Polizei und der Verwaltung abgestimmt und umgesetzt.

Die Signalsteuerung wurde überarbeitet, um den Stauraum im Knotenbereich möglichst frei von Fahrzeugen zu halten, die dort illegal zum Stehen kommen, obwohl deutlich zu sehen ist, dass der Knoten nicht geräumt werden kann. Insbesondere wurde eine spezielle Ampelschaltung (Sonderplan) für außergewöhnlich hohe Verkehrsmengen erstellt. Beobachtungen haben ergeben, dass die Verkehrsmenge in der Erlanger Straße stark schwankt, ausgelöst z.B. durch Stau auf der A3 Richtung Regensburg o.ä.. Vorbeugend, weil nicht vorhersehbar, wird dieser Sonderplan morgens von 7:00 Uhr bis 8:00 Uhr und spät nachmittags von 14:30 Uhr bis 19:00 Uhr geschaltet. Diese Zeiten wurden als relevant für das Überstauen der Furt identifiziert.

In der Folgezeit verstärkte auch das Schulamt seine Bemühungen bezüglich des Schulwegdienstes.

So wurde bereits in drei gemeinsamen Ortstermin mit Vertretern des Elternbeirates, Schulleitung, Vertretern der Fachdienststellen der Polizei und der Stadt Nürnberg das Thema Verkehrssicherheit um die Grundschule „Am Thoner Espan“ thematisiert und erörtert. Im Rahmen einer Ortsbegehung wurde erläutert, wie der Ablauf der Freigaben für den Fahrzeug- bzw. Fußgängerverkehr erfolgt. Die Bewertung der geänderten Schaltung war insgesamt positiv und wurde als deutliche Verbesserung zur ursprünglichen Steuerung bezeichnet. Unter Berücksichtigung der positiven Steuerungsänderung kam man überein, vorerst auf weitere Maßnahmen zu verzichten, vorbehaltlich keiner Verschlechterung der Querungssituation für Fußgänger.

Da es nach wie vor zeitweilig zu Überstauen des Fußgängerüberweges kommt, wurde die Verwaltung gebeten erneut Möglichkeiten aufzuzeigen, um die Schulwegsicherheit zu verbessern bzw. zu gewährleisten. Signaltechnisch kann keine innovative Lösung aufgezeigt werden. Die Grünzeit für den stadteinwärtigen Verkehr müsste so massiv reduziert werden, dass ein Rückstau auf der Furt erst gar nicht entsteht. Die Kürzung der Grünzeit würde den gesamten stadteinwärtigen Verkehr zum Erliegen bringen.

Auch der Einsatz von Fußgängerschutzblinkern, stellt keine geeignete Lösung dar. Sinn und Zweck eines Schutzblinkers ist die frühzeitige Sensibilisierung des abbiegenden KFZ gegenüber den parallel geführten Fußgängern. Der Einsatz von Schutzblinkern ist keine Standardlösung, da die Warnwirkung der Schutzblinker durch den Gewöhnungseffekt abgeschwächt wird. In diesem Fall ist die Situation eine andere: die Kraftfahrzeuge fahren bei Grün in die Kreuzung ein, ggf. stockt der Verkehr und die Kraftfahrzeuge befinden sich noch im Kreuzungsbereich, während der Fußgänger Grün bekommt. Ein solches Fehlverhalten von Kraftfahrern kommt immer wieder im Stadtgebiet vor. Betroffen sind häufig schutzbedürftige Fußgänger jeder Altersgruppe.

Noch vor der Sommerpause wurde ein zusätzliches Schild angebracht, das mit dem Wortlaut „bei Stau Fußgängerfurt freihalten! Schulweg!“ Autofahrer auf querende Fußgänger hinweist. Nachdem die Sichtbarkeit des Schildes eingeschränkt ist, soll es durch ein größeres Schild mit Gefahrenzeichen 136-10 'Kinder' ersetzt werden.

Abbildung 1

Trotz dieser Maßnahmen kann das Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern nicht ausgeschlossen werden. Hier hilft nur ein Appell an alle Verkehrsteilnehmer zu mehr Respekt und Rücksichtnahme.

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