Nürnberg lebenswert Erhalten. Gestalten. Entwickeln. Stadterneuerung in Nürnberg 2014-2019
Nürnberg lebenswert Erhalten. Gestalten. Entwickeln. Stadterneuerung in Nürnberg 2014-2019
Nürnberg lebenswert
Erhalten. Gestalten. Entwickeln.
Stadterneuerung in Nürnberg 2014-2019
Inhalt
Grußwort 7 Stadterneuerung in Nürnberg 8 Die Quartiersmanagements 10 Übersicht der Stadterneuerungsgebiete 12
Nördliche Altstadt 14
Gibitzenhof/Steinbühl-West/Rabus 38 Gleißhammer/St. Peter/Tullnau 44
Kraftshof 68 Langwasser 72
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände 78
Impressum 82
Grußwort
Lebendige Plätze und grüne Parks, vielfältige Kultur- und Bildungsangebote für alle Generationen, Platz zum Wohnen und Arbeiten, nachhaltige Verkehrskonzepte und eine attraktive Nahversorgung - all das macht Stadtquartiere mit hoher Lebenqualität aus. Bereits seit den 1970er Jahren nimmt die Stadterneuerung mit ihrer stadtteilbezogenen, integrierten Ausrichtung, dem Instrumentarium des besonderen Städtebaurechts und nicht zuletzt durch Zuschüsse von Bund und Land im Rahmen der Städtebauförderung eine wichtige Funktion bei der zukunftsfähigen Weiterentwicklung der Stadtteile ein.
Mein Anliegen ist eine möglichst umfassende Information aller Menschen, um das Verwaltungshandeln transparent zu machen und den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit zur Beteiligung an den Prozessen der Stadterneuerung zu geben. Dafür stehen für alle Gebiete sowohl Ansprechpartner im Stadtplanungsamt als auch im Quartiersmanagement direkt vor Ort zur Verfügung. In Meinungsträger- oder Stadtteilarbeitskreisen werden regelmäßig neue Planungen vorgestellt, es können Vorschläge und Ideen eingebracht werden. Daneben gibt es für größere Baumaßnahmen eigene Beteiligungskonzepte, oft auch mit besonders erfolgreichen Online-Angeboten.
Stadterneuerung ist eine Gemeinschaftsaufgabe der gesamten Stadt, die gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern an der Weiterentwicklung in den Stadtteilen arbeitet. Mein Dank geht daher an alle beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihrem tollem Engagement dazu beitragen, die Stadt Nürnberg immer noch ein Stück lebenswerter zu machen.
Daniel F. Ulrich Planungs- und Baureferent
Stadterneuerung in Nürnberg
Leitlinien für eine „Integrierte Stadtteil- Lebenswerte Stadtteile zukunftsfähig entwicklung“ vorgeben weiterentwickeln
Die Anforderungen und Wünsche an eine le- Stadterneuerung beschreibt einen in der Rebenswerte und zukunftsfähige Stadt sind ge- gel mehr als zehn Jahre andauernden Prozess kennzeichnet von stetigem Wandel und steigen- der ganzheitlichen städtebaulichen Weiterder Komplexität: Digitalisierung, Klimawandel, entwicklung und Aufwertung eines Stadtteils Mobilitätswende oder der angespannte Woh- oder Quartiers. Als konzeptionelle Grundlage nungsmarkt - Stadtentwicklung steht auch aktu- dienen die Empfehlungen zuvor erstellter Inteell vor zahlreichen Herausforderungen, für die grierter Stadtteilentwicklungskonzepte. Jeder es Lösungsansätze zu entwickeln gilt. Die Stadt Stadterneuerungsprozess beginnt mit einer in- Nürnberg hat sich entschieden, im Rahmen tensiven Bestandsaufnahme. Im Rahmen dieser „Integrierter Stadtteilentwicklungskonzep- Vorbereitenden Untersuchungen werden von te“ (oder INSEKs) Entwicklingsleitlinien maß- einem interdisziplinären Team Entwicklungsziegeschneidert für räumliche oder thematische le und Maßnahmenvorschläge erarbeitet und Schwerpunkte zu erarbeiten. Hierfür werden dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt. verwaltungsintern interdisziplinäre Gebiets- In der Umsetzungsphase werden vielfältige teams gebildet, die auch die Umsetzung der städtebauliche Projekte realisiert, die Bedarfe vorgeschlagenen Maßnahmen begleiten. Er- des Stadtteils decken und Entwicklungsimpulse gänzend werden fachspezifische Teilkonzepte setzen. Dazu gehören insbesondere der Neu- (z.B. zur Grün- und Freiraumentwicklung oder bau oder die Sanierung von Plätzen, Parks und zum Thema Wohnen) erstellt. Handlungsem- öffentlichen Einrichtungen. Hierfür werden fipfehlungen können so konkret und passgenau nanzielle und personelle Ressourcen der Stadtformuliert werden. Zur Umsetzung der räumli- verwaltung gebündelt, um zügig die erforderchen Zielsetzungen werden in einem nächsten lichen Maßnahmen umsetzen zu können. Die Schritt Stadterneuerungsgebiete ausgewiesen, Koordinierung der Stadterneuerungsmaßnahum eine stadtinterne Koordinierung und räum- men erfolgt durch das Stadtplanungsamt, umliche Fokussierung der Maßnahmen sicherzu- gesetzt werden die Projekte durch die jeweils stellen und Zuschüsse abrufen zu können. zuständige Dienststelle (z.B. Hochbauamt oder
www.stadtentwicklung.nuernberg.de Servicebetrieb öffentlicher Raum - SÖR). Gene-
rell ist Stadterneuerung in Nürnberg von einer intensiven und fruchtbaren Zusammenarbeit Mehr Grün für Nürnberg der städtischen Dienststellen geprägt und soll als gemeinsames Bekenntnis von Stadtverwal- Neben der Möglichkeit des Abrufs von tung und Politik zu lebenswerten, zukunftsfä- Städtebauförderungsmitteln für Kommunen higen Stadtteilen verstanden werden. bietet die Stadterneuerung auch Anreize für
www.stadterneuerung.nuernberg.de
private Sanierungstätigkeit. Das kommunale Förderprogramm „Mehr Grün für Nürn- Investitionen fördern und Chancen nutzen berg“ unterstützt bei der Entsiegelung und Begrünung von Fassaden, Dächern und Hin- Zur Finanzierung der Stadterneuerungsmaßterhöfen. nahmen werden von der Stadt Nürnberg Zu-
www.hofbegruenung.nuernberg.de
schüsse aus den Programmen der Städtebauförderung beantragt. Bund und Freistaat Bayern stellen hierfür jährlich ein Mittelkontingent zur Verfügung. So können projektbezogen in der Regel bis zu 60% der Kosten durch Fördergelder abgedeckt werden. Mindestens 40% sind von der Stadt Nürnberg als Eigenanteil zu tragen. Diese Finanzierungspartnerschaft von Bund, Land und Kommune hat sich als wirkungsvolles Werkzeug der städtebaulichen Entwicklung vielfach bewährt.
www.staedtebaufoerderung.info
Steuerliche Sonderabschreibungen
Nach §§ 7h, 10f und 11a Einkommensteuergesetz (EStG) sind bestimmte bauliche Maßnahmen an Gebäuden in Sanierungsgebieten steuerlich begünstigt. Für Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien (auch Wohnungen), die in Sanierungsgebieten liegen, kann die Durchführung von Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen erhebliche Steuervorteile erzeugen. Detailinformationen sind im Faltblatt „Sonderabschreibungen in Sanierungsgebieten“ zusammengefasst und im Internet abrufbar.
www.sonderabschreibung.nuernberg.de
Umfassend informieren und Neuausrichtung der gemeinsam gestalten Quartiersmanagements
Die Stadt Nürnberg möchte die Aufwertung Infolge auslaufender Verträge der bestehenden des Stadtteils zusammen mit der Bewohner- Quartiersmanagenents (QM) in der Nördlichen schaft gestalten. In der Regel wird im Stadt- Altstadt (Citymanagement) und in Galgenhof/ erneuerungsgebiet ein extern beauftragtes Steinbühl sowie zusätzlicher Bedarfe an QM- Quartiersmanagement (QM) eingesetzt, das lo- Leistungen in der Altstadt-Süd, Gibitzenhof kal vernetzt und online über aktuelle Projekte und der Weststadt wurde 2016 ein europaweiinformiert sowie zu Mitwirkungs- und Förder- tes Vergabeverfahren durchgeführt und die möglichkeiten berät. Das Quartiersbüro vor Ort QMs in den Gebieten neu ausgerichtet. Die dient als Anlaufstelle für Anwohnerinnen und neuen QMs sind seit Frühjahr 2017 in Altstadt, Anwohner und als Raum für Veranstaltungen, Weststadt und Südstadt tätig. Das bestehende beispielsweise zur Präsentation und Diskussion QM in St.Leonhard/Schweinau setzt die Arbeit von Projekten. Ergänzend wird der Stadterneu- in bewährter Weise fort. Für die Südstadt wurerungsprozess von einem Gremium aus lokalen de in der Heynestraße ein neues Quartiersbüro Akteuren begleitet. Nach Möglichkeit werden eröffnet. für diese Funktion der Prozessbegleitung und -beratung bereits aktive Netzwerke wie zum Beispiel Stadtteilarbeitskreise gewonnen. Gibt es vor Ort (noch) keinen Stadtteilarbeitskreis, so wird die Formierung eines Meinungsträgerkreises angeregt. Darüber hinaus werden im Stadterneuerungsgebiet zahlreiche projektbezogene Beteiligungsformate durchgeführt, oft auch mit Online-Komponente.
www.onlinebeteiligung.nuernberg.de
Zusammenarbeit mit Stadtteilkoordination und weiteren Partnern
Wie die Quartiersmanagements der Stadterneu- beobachtet, die Einrichtung von Stadtteilbüros, erung ist auch die Stadtteilkoordination, die im wo möglich, gemeinsam betrieben, Untersu- Auftrag des Referates für Jugend, Familie und chungen, Mikroprojekte und Stadtteilveranstal- Soziales agiert, sozialräumlich orientiert. Ihre tungen verbindlich abgestimmt und Ressourcen Aufgabe ist es, funktionierende lokale Netz- ergebnisorientiert zusammengeführt. werkstrukturen der sozialen, schulischen und Gute Abstimmung und intensive Kooperation kulturellen Einrichtungen und Initiativen aufzu- werden in einem integrierten Prozess der Stadtbauen und zu pflegen. Auf diese Weise können teilentwicklung auch mit den Kulturläden des Unterstützung und Angebote bedarfsbezogen Amtes für Kultur und Freizeit, den Gesundheitsin den Stadtteil geholt und vermittelt sowie Pro- koordinatorinnen im Auftrag des Gesundheitsjektmaßnahmen kooperativ umgesetzt werden. amtes sowie den Koordinatorinnen der Senio- Auf Basis bisheriger guter Kooperation haben rennetzwerke im Auftrag des Seniorenamtes Stadterneuerung und Stadtteilkoordination gesucht und gelebt. Diese fruchtbare Zusam- Leitlinien und Werkzeuge für ein gemeinsames menarbeit wird auch zukünftig das belastbare Vorgehen entwickelt: Die Stadtteile werden Fundament für Stadtteilarbeit in Sanierungsgeüber ein gemeinsames Sozialraum-Monitoring bieten sein.
Die Quartiersmanagements
Quartiersmanagement Altstadt
Nach Auslaufen des Vertrags mit der CIMA GmbH, übernahm die Bürogemeinschaft Büro Planwerk / TOPOS Team das Quartiersmanagement (QM) in der Altstadt. Es hat die Aufgabe Stadterneuerungsprozesse in beiden Altstadt- Gebieten im Dialog mit der Bevölkerung zu begleiten, die Akteure vor Ort zu vernetzen sowie Impulse und Unterstützung für Stadtteilprojekte zu geben. Im bestehenden Meinungsträgerkreis werden Maßnahmen und Aktivitäten, die in beiden Gebieten durchgeführt werden, durch das QM oder durch jeweilige Fachleute vorgestellt. Für die Erfüllung der Aufgaben des Quartiersmanagements ist die Verortung in der Nürnberger Altstadt unabdingbar. Das Quartiersbüro ist ein Begegnungsort, in dem über Projekte und Ideen im Quartier informiert und zusammen mit den Akteuren an denselben gearbeitet wird. Quartiersmanagement Altstadt (von links nach rechts): Dieter Blase, Andrea Warnke, Phillip Meinardus, Quartiersbüro Altstadt Gunther Schramm Hans-Sachs-Gasse 1, 90403 Nürnberg Quartiersmanager: Phillip Meinardus www.altstadt.nuernberg.de
Quartiersmanagements Galgenhof/Steinbühl und Gibitzenhof/Steinbühl-West/Rabus
Für die Sanierungsgebiete Galgenhof / Steinbühl und Gibitzenhof/Steinbühl- West/Rabus wurden neue Quartiersmanagements (QM) der Bürogemeinschaft Büro Planwerk / TOPOS Team eingesetzt. Die beiden QMs teilen sich das Quartiersbüro Südstadt, welches an der Grenze der beiden Quartiere liegt. Durch die enge Zusammenarbeit können Synergieeffekte genutzt und die Öffnungszeiten verlängert werden. Das Quartiersbüro dient als Begegnungsort im Quartier, wird von Vereinen und Gruppen als Treffpunkt wahrgenommen, beherbergt Ausstellungen und bietet Möglichkeiten, sich über aktuelle Projekte der Stadterneuerung zu informieren.
Quartiersbüro Südstadt Quartiersmanagement Südstadt (von links nach rechts): Heynestraße 26, 90443 Nürnberg Christine Hilderscheid, Lisa Lorenz, Gunther Schramm, Quartiersmanagerin Galgenhof/Steinbühl: Christine Hilderscheid Dieter Blase, Andrea Warnke www.galgenhof.nuernberg.de Quartiersmanagerin Gibitzenhof/Steinbühl-West/Rabus: Lisa Lorenz www.gibitzenhof.nuernberg.de
Quartiersmanagements 11
Quartiersmanagement St. Leonhard/Schweinau
Im Stadterneuerungsgebiet St. Leonhard / Schweinau wurde von der Stadt Nürnberg zur Umsetzung und Begleitung der Projekte vor Ort im Jahr 2009 ein Quartiersmanagement (QM) der Bürogemeinschaft Büro Planwerk / TOPOS Team / Sozialprojekte Franken gUG eingerichtet. Zu den Aufgaben des QM gehört es, beispielhafte und innovative Ideen zur Entwicklung der Stadtteile zu generieren und dabei insbesondere private Aktivitäten und Investitionen anzustoßen. So gehört die Vernetzung und Koordinierung der vorhandenen Einrichtungen zu dessen Aufgaben. Als Motor, Initiator und Moderator während des Stadterneuerungsprozesses arbeitet das QM auch eng mit der Stadtteilkoordination, die ebenfalls im Quartiersbüro angesiedelt ist, zusammen.
Quartiersbüro St. Leonhard/Schweinau Schwabacher Straße 63, 90439 Nürnberg Quartiersmanager: Stefan Boos www.leonhard.nuernberg.de Quartiersmanagement St. Leonhard/Schweinau (von links nach rechts): Gunther Schramm, Stefan Boos, Renate Popp, Dieter Blase, Nicht auf dem Bild: Andrea Warnke
Quartiersmanagement Weststadt
Im Rahmen des „Tags der Städtebauförderung“ am 12. Mai 2017 wurde das Quartiersbüro Weststadt wiedereröffnet und das neue Quartiersmanagement (QM), eine Kooperation der Beratungsfirmen Meyer-Schwab-Heckelsmüller GbR und Bayerngrund GmbH, vorgestellt. In enger Zusammenarbeit mit den anderen Nutzern des Quartiersbüros (z.B. Stadtteilkoordination, Gesundheitskoordination und Seniorennetzwerk), deren Projekte und Beratungen ebenfalls schwerpunktmäßig in der Weststadt stattfinden, konnten gemeinsam zahlreiche Aktionen und Projekte initiiert und durchgeführt werden. Daneben nutzen verschiedene Arbeitsgruppen aus dem Stadtteil die Räumlichkeiten für ihre Veranstaltungen (z.B. Seniorenfrüh- Quartiersmanagement Weststadt (von links nach rechts): stück). Auch kleine Ausstellungen zu aktuellen Themen der Stadterneuerung Alexandra Schwab, Rita von Frantzky können dort gezeigt werden. Sprechstunden ermöglichen dem QM den Kontakt zur Bevölkerung herzustellen – diese erfolgen sowohl im Quartiersbüro selbst als auch durch mobile Sprechstunden im Fördergebiet.
Quartiersbüro Weststadt Fürther Straße 194, 90429 Nürnberg Quartiersmanagerinnen: Rita von Frantzky und Alexandra Schwab www.weststadt.nuernberg.de
Fläche in ha:
Nördliche Altstadt 95 Altstadt Süd 53
Gibitzenhof/Steinbühl-West/Rabus 132 Gleißhammer/St. Peter/Tullnau 59
Kraftshof 27 Langwasser 515
Einwohner:
Nördliche Altstadt 10.098 Altstadt Süd 4.279 Galgenhof/Steinbühl 14.483 Gibitzenhof/Steinbühl-West/Rabus 20.528 Gleißhammer/St. Peter/Tullnau 6.346 St. Leonhard/Schweinau 17.334 Weststadt 32.242 Kraftshof 812 Langwasser 28.546
Zuschüsse Bund/Land in Tsd. Euro:
Nördliche Altstadt 5.789 Altstadt Süd 14.449 Galgenhof/Steinbühl 7.897 Gibitzenhof/Steinbühl-West/Rabus 302 Gleißhammer/St. Peter/Tullnau 611 St. Leonhard/Schweinau 2.132 Weststadt 14.933 Kraftshof 296 Langwasser 7.448
Nürnberger Stadterneuerungsgebiete
Nördliche Altstadt
Eckdaten
Sanierungsgebiet seit 05/2010 Bund-Länder-Programm: Aktive Stadt- und Ortsteilzentren
Fläche in ha: 95 Wohngebäude: 1.471 Wohnungen: 7.437 Einwohner: 10.098 Haushalte: 6.988
Zuschüsse Bund/Land: 5,8 Mio. Euro
Nördliche Altstadt
Standort
Quartiersbüro
Gebietsbeschreibung
Das Gebiet nördlich der Pegnitz ist geprägt durch den Bereich um den Hauptmarkt mit zentralen Funktionen, der „Erlebnisachse“ Hauptmarkt-Burg, der Universität und großen Wohnvierteln.
Im Mittelpunkt der Stadterneuerung steht eine nachhaltige Zentrumsentwicklung. Im Wesentlichen geht es hierbei um die Aufwertung der öffentlichen Räume (Straßen, Wege, Plätze) und um die Instandsetzung und Modernisierung Stadtbild prägender Gebäude, einschließlich der energetischen Erneuerung. Auch der Zugang zur Pegnitz spielt eine große Rolle. Hier sollen neue Möglichkeiten für die Bevölkerung geschaffen werden. Im Rahmen des Klimawandels wird auch die Schaffung von Grün- und Erholungsflächen in der dicht bebauten Altstadt geprüft.
Die Ergebnisse der VU werden mit Hilfe des Quartiersmanagements Altstadt umgesetzt.
Obstmarkt
Aus einem städtebaulichen Wettbewerb für den Hauptmarkt sowie den Obstmarkt ging 2012 für den Obstmarkt das Büro realgrün Landschaftsarchitekten, München und Straub Architekten BDA, München, als Sieger hervor. Seit 2018 hat die weitere Umsetzung der Planungen das Büro Schegk übernommen. Die vorbereitenden Maßnahmen sollen Ende 2019 begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2021 vorgesehen.
Planung: Schegk Landschaftsarchitekten Stadtplaner/Schüssler Ingenieurgesellschaft mbH Bauherr: SÖR, Stadtplanungsamt Fertigstellung: 2021 ´
Südufer Insel Schütt
Mitten in der Stadt lädt das Südufer der Insel Schütt zu einem entspannten Verweilen ein. Nach einer intensiven Bürgerbeteiligung konnte 2015 mit der Umgestaltung der ca. 170 m2 großen Fläche begonnen werden. Die neue Gestaltung umfasst - außer Bänken und einem über dem Wasser schwebenden Holzbalkon auch Steinstufen, um direkt an der Pegnitz sitzen zu können. Bei der Neugestaltung wurde darauf geachtet, dass auch für Menschen mit Behinderungen die Pegnitz erlebbarer wird. Deshalb wurde der östliche Zugang barrierefrei gestaltet. Eine zusätzliche Treppenanlage sorgt für einen weiteren Zugang. Seit September 2016 können die Bürgerinnen und Bürger die Pegnitz nun ganz nah erleben. Die Umgestaltung des Südufers der Insel Schütt ist neben dem Nägeleinsplatz Teil der Initiative „Altstadt ans Wasser“.
Planung: SÖR Bauherr: SÖR Fertigstellung: 2016 Gesamtkosten: 350.000 Euro Zuschuss Bund/Land: 195.000 Euro
Nördliche Altstadt 17
Pocket Park Nonnengasse
Nach der Umgestaltung einer Fläche in der Cramer-Klett-Park Hans-Sachs-Gasse soll nun ein neuer Pocket- Park in der Nonnengasse entstehen. Bei dieser Auf den historischen Bildern aus den 60er Jahren wird sichtbar, dass der Park Fläche handelt es sich um eine 245 m² große, damals alle Ansprüche an einen innerstädtischen Park erfüllt hat. Dies hat sich ehemals versiegelte Parkplatzfläche. bis heute nicht geändert. Er ist ein beliebter Erholungs- und Freizeitort, nur Eine erste Bürgerbeteiligung wurde 2017 mit inzwischen etwas in die Jahre gekommen. den Mitgliederinnen und Mitgliedern des Mei- Die Umgestaltung des Parks zielt darauf ab, diese Qualitäten wieder sichtbar nungsträgerkreises Nördliche Altstadt sowie zu machen und weiter zu entwickeln. Anwohnerinnen und Anwohnern aus der nä- Die Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen, sich aktiv am Planungsproheren Umgebung durchgeführt.Hier konnten zess zur Umgestaltung des Cramer-Klett-Parks zu beteiligen. Mit dem Büro Ideen und Wünsche geäußert und diskutiert mahl.gebhard.konzepte Landschaftsarchitekten Stadtplaner wurde 2017 ein werden. intensives Beteiligungsverfahren durchgeführt. Die Resonanz einerseits auf Das Büro toponauten landschaftsarchitektur- das Format der Veranstaltungen und andererseits auf die erarbeiteten Inhalte Gesellschaft mbH hat mit den Fachleuten aus war sehr positiv. Viele Anregungen der Bürgerinnen und Bürger wurden in die der Stadtverwaltung die Anregungen weiter- Planung mit aufgenommen bzw. bestätigten die Ansätze der Planer. entwickelt, in einen detaillierten Entwurf ver- Planung: mahl.gebhard.konzepte arbeitet und Ende Mai 2018 der Öffentlichkeit Landschaftsarchitekten vorgestellt: Bauherr: SÖR Durch viel Grün und unterschiedlichste Sitz- Fertigstellung: 2021 gelegenheiten soll der Park zu einem Ort des Zuschuss Bund/Land: 900.000 Euro Wohlfühlens inmitten der Altstadt werden. Nägeleinsplatz Planung: toponauten landschaftsarchitektur Gesellschaft mbH Bauherr: SÖR In den Vorbereitenden Untersuchen definier- Fertigstellung: 2021 te man als Ziel die Aufwertung der Ufer- und Kosten: 206.500 Euro Wasserbereiche entlang der Pegnitz innerhalb Zuschuss Bund/Land: 102.800 Euro der Altstadt. Unter anderem wurde der Nägeleinsplatz, der neben der Insel Schütt die größte Grünfläche an der Pegnitz darstellt, als Fläche mit großem Potential identifiziert. Im Zusammenhang mit dem Neubau der Wasserkraftanlage am Nägeleinswehr wurde 2018 eine Machbarkeitsstudie für den Nägeleinsplatz vom Planungsbüro toponauten landschaftsarchitektur Gesellschaft mbH durchgeführt. Die Studie berücksichtigte auch die Bereiche um die Neuapostolische Kirche sowie die kleine Fläche am Hallertor. Ergebnis der Machbarkeitsstudie sollte sein, mögliche Ansätze zur Neugestaltung aufzuzeigen. Zwischen Februar und Juni 2018 Planung: toponauten landschaftsgab es vier Termine bei denen die Bürgerschaft architektur Gesellschaft mbH ihre Wünsche und Anregungen äußern konn- Bauherr: SÖR Fertigstellung: 2021 ten. Alle Ergebnisse wurden gesammelt, ausgewertet und in einer Broschüre dokumentiert. Zuschuss Bund/Land: 900.000 Euro
Projektfonds
Die Finanzierung von Maßnahmen aus dem Projektfonds erfolgt in erster Linie zu mindestens 50% von privater Seite. Der restliche Betrag wird von der Städtebauförderung kofinanziert. Jeder Euro von privater Seite kann somit um den gleichen Betrag aus der Städtebauförderung aufgestockt werden. Die unterschiedlichsten Akteure können einen Antrag über das Quartiersmanagement stellen. Ein Projektbeirat, der vom Meinungsträgerkreis gewählt wurde, entscheidet über die gestellten Anträge. Gefördert werden Maßnahmen mit nachweisbarem Nutzen für das Stadterneuerungsgebiet.
St. Egidier Feierabendmarkt
Auf dem Weg zum 300jährigen Jubiliäum der Kirche St. Egidien möchte die Kirchengemeinde das Profil der Gemeinde stärken. Deshalb sollte die alte Idee des Versorgungshofes in die Neuzeit umgesetzt werden. Seit dem 24. Juni 2016 fand jeden Freitag von 13-19 Uhr der Feierabendmarkt im barocken Innenhof statt. Es wurden ökologische Produkte aus der Region angeboten. Auch durch regelmäßige kulturelle Veranstaltungen wurde der Markt sehr gut angenommen. Nach einer Neukonzeption wurde 31. März 2017 zu einem großen Frühlingsfest eingeladen. Mit Musik und Kabarett konnte man die Vielfalt der Angebote des Feierabendmarktes noch einmal genießen.
Weinmarktfest
Am 30. April 2016 fand zum ersten Mal am Weinmarkt das Weinmarktfest statt. Initiiert wurde es über den Bürgerverein Altstadt e.V.. Intention war, den Platz erlebbarer zu machen. Deshalb wurde auch der ehemals vorhandene Brunnen auf dem Weinmarkt wieder sichtbar gemacht und für das bunte Programm an diesem Tag die Straßen für den Verkehr gesperrt. Neben dem Ziel gemeinsam etwas zu schaffen und den eigenen Stadtteil zu be- und erleben, wurden auch wichtige Grundsatzfragen hinsichtlich der Lebensqualität der Stadt thematisiert und gemeinsam diskutiert.
Open Air Kino am Hauptmarkt
Im Rahmen der internationalen Orgelwochen öffnete am 15. Juni 2018 der Einzelhandel unter dem Slogan „IONacht + Handel“ offen nach 8“ die Läden bis 23 Uhr. Auch die Marktbeschicker des Hauptmarktes waren mit eingebunden und konnten ihre Waren bis in die Nacht verkaufen.Das mobile Kino zeigte auf dem Hauptmarkt ab 22.30 Uhr den Stummfilm „Menschen am Sonntag“. Ein Orgelmusikstück war die musikalische Begleitung.
Nördliche Altstadt 19
Kompass Sebalder Steppe Wohnviertel „Steppe“ vor dem Vergessen bewahren. Mit Zeitzeugen und den Bewohnerin- In Folge des Luftangriffs am 02. Januar 1945 nen und Bewohnern des Stadtteils arbeitete sie wurde die Nürnberger Altstadt weitgehend bei mehreren sogenannten Gedächtniswerkzerstört. Dies betraf auch das Wohnviertel zwi- stätten und Rundgängen die Geschichte rund schen der Inneren Laufer Gasse und der Peg- um die Tucherstraße auf. nitz. Im Volksmund hieß das Areal, auf dem lan- Vom 06. bis 09. Juni 2018 fand in den Räumen ge Jahre nur Gras und Trampelpfade zu sehen des Quartiersbüros eine Ausstellung statt. Auch waren, damals „Sebalder Steppe“. wurden mit unterschiedlichen Akteuren Füh- Erinnern, zeigen, dokumentieren. Mit dem rungen angeboten. Kunstprojekt Sebalder Steppen-Kompass will Gesamtkosten: 78.300 Euro die Künstlerin, Anja Schoeller, das verlorene Zuschuss Bund/Land: 24.800 Euro
Herrenschießhaus
Seit dem Jahr 1972 war das Kinder- und Jugendhaus in der Altstadt im Fünfeckturm ansässig und überregional bekannt. Wegen nicht behebbarer Brandschutzmängel musste die Einrichtung 2011 geschlossen werden. Als Ersatzstandort bietet sich aufgrund seiner zentralen Lage und der Möglichkeiten für Freibereichsnutzungen das „Herrenschießhaus“ in der Unteren Talgasse 8 an. Im Anwesen kann zusätzlich ein dringend benötigter Kinderhort untergebracht werden. Insgesamt bietet sich die Chance, ein bedeutendes Baudenkmal barrierefrei auszubauen und adäquat als Ort der Begegnung dem Stadtteil zu öffnen. Planungen sollen 2019 beginnen, die Fertigstellung ist bis 2025 avisiert.
Pellerhaus
Das Haus des Spiels wird die neue Kultur- und Begegnungsstätte im nördlichen Herzen der Nürnberger Altstadt. Durch die universelle Sprache des Spiels wird das denkmalgeschützte Pellerhaus am Egidienberg für die Bevölkerung und spielbegeisterte Besucherinnen und Besucher im Rahmen eines umfassenden Umbaus neu zum Leben erweckt. Das Konzept des Hauses soll dabei sowohl die analoge wie die digitale Spielewelt, die unterhaltsamen wie die lehrreichen und ernsten Seiten des Spielens umfassen. Die Generalsanierung soll 2022 beginnen und bis 2025 abgeschlossen sein.
Altstadt-Süd
Eckdaten
Sanierungsgebiet seit 07/1998 Erweiterung 2017 Bund-Länder-Programm: Soziale Stadt
Fläche in ha: 53 Wohngebäude: 453 Wohnungen: 2.520 Einwohner: 4.279 Haushalte: 2.766
Zuschüsse Bund/Land: 14,5 Mio. Euro
Standort
Quartiersbüro
Gebietsbeschreibung
Das Gebiet befindet sich in direkter südlicher Randlage zur City und ist geprägt durch großflächige, gesamtstädtisch bedeutende Nutzungsstrukturen. Nicht nur Einzelhandel und Dienstleistungen entlang der Haupt- und Nebenachsen prägen die Altstadt-Süd sondern auch Wohnnutzungen, große Einrichtungen der Kulturmeile (Germanisches Museum mit der Straße der Menschenrechte, Neues Museum, Künstlerhaus, Kunsthalle), zentrale Einrichtungen der Verwaltung (Polizeipräsidium Mittelfranken, Bayerisches Heimatministerium, Gewerkschaftshaus, Geldinstitute, Tourist Information, kommunale Ämter, Feuerwache 3), kirchliche Einrichtungen (St. Elisabeth, St. Klara, St. Jakob, St. Martha) oder das Vergnügungsviertel mit seinem Animier- und Prostitutionsgewerbe liegen in dem heterogenen Stadtgebiet nordwestlich des direkt angrenzenden Nürnberger Hauptbahnhofes.
Im Stadterneuerungsgebiet Altstadt-Süd liegen mannigfache und oft gegenläufige Interessen unmittelbar neben- und übereinander. Im Mittelpunkt der Stadterneuerung steht daher die Aufgabe, das bestehende Strukturgefälle zur angrenzenden City zu reduzieren, das Gebiet in seiner Funktion als Wohnraum zu stärken, die bestehende Kulturszene weiterzuentwickeln, städtebauliche Qualitäten im öffentlichen Raum sowie attraktive Grün- und Freiflächen zu schaffen und wenn möglich punktuell noch vorhandene historische Bebauung zu erhalten und aufzuwerten. Um diesen Zielen und Handlungsfeldern in der Altstadt-Süd gerecht zu werden, wurde das bestehende Gebiet 2017 in vier Teilbereichen räumlich erweitert.
Fortschreibung der Sanierungsziele
Das Stadterneuerungsgebiet Altstadt-Süd wur- gen von 2005 sowie des Integrierten Stadtteilde 1998 erstmals als förmliches Sanierungsge- entwicklungskonzeptes Altstadt von 2010 forbiet ausgewiesen. Seit 2002 ist es ein Förderge- mulierten generellen Zielsetzungen flossen in biet im Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale die Fortschreibung der Sanierungsziele 2017 Stadt“. Die Stadt Nürnberg hat die durch die mit ein und haben weiterhin Gültigkeit. Bundespolitik 2016 beschlossene Aufstockung der Finanzmittel im Förderprogramm zum An- Die wesentlichen Handlungsfelder im Sanielass genommen, die Neuaktivierung des Stadt- rungsgebiet Altstadt-Süd lauten: Kultur, Sozierneuerungsgebietes Altstadt-Süd zu beschlie- ales, Wohnen und Wohnumfeld, Öffentlicher ßen und die Verwaltung mit der Fortschreibung Raum, Grün- und Freiflächen, Klima, Wirtder Sanierungsziele beauftragt. schaft, Sicherheit, Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit. Der Ergebnisbericht bildet die Grundlage für die Umsetzung aktuell anstehender Stadterneue- Im Zuge der Fortschreibung der Sanierungszierungsmaßnahmen im Gebiet. Die im Rahmen le wurden zusätzliche Bereiche mit Handlungsder Vorbereitenden Untersuchungen von 1998, bedarf in das Gebiet einbezogen. der Ergänzenden Vorbereitenden Untersuchun- www.altstadt.nuernberg.de
Modellbild
Bahnhofsplatz
Zur Behebung der zahlreichen Verkehrsprobleme auf dem Nürnberger Bahnhofsplatz und zur Verbesserung des barrierefreien Zugangs zum Hauptbahnhof sowie zu den Haltestellen des ÖPNV wurde von der Stadt der Umbau des Platzes im Jahr 2015 beschlossen. Wesentlicher Bestandteil der Planung waren die Verbesserungsmaßnahmen für die Fußgänger und Radfahrer.
Das sogenannte Herzstück der im November 2017 beendeten Umbaumaßnahmen ist eine neue Fußgängerquerung, die direkt vom Hauptportal über den neu begrünten Bahnhofsvorplatz zum Handwerkerhof führt. Der Übergang wurde mit zwei zusätzlichen Ampeln gesichert. Der Fuß- und Radweg auf der Seite vom Handwerkerhof konnte verbreitert werden, weil der Aufgang zur U-Bahn im Stadtgra- Planung: Verkehrsplanungsamt ben rückgebaut wurde. Ebenso entstand für die Bauherr: SÖR Radfahrer ein neuer Radweg zwischen Gleiß- Fertigstellung: November 2017 bühlstraße und Königstorgraben. Gesamtkosten: 6,7 Mio. Euro Zuschuss Bund/Land: 138.600 Euro Zuschüsse: Um einen barrierefreien Einstieg in die Tramli- Kommunalinvestitionsprogramm nien 5 und 8 zu ermöglichen, wurden soweit es Bayerisches Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz möglich war, die Haltestellen um 25 cm angehoben. Der Bordstein der Bushaltestelle wurde im vorderen Bereich abgesenkt. Das Blindenleitsystem wurde im gesamten Umbaubereich überarbeitet und erneuert. Ebenso wurde ein neues Beleuchtungskonzept für den Bahnhofsplatz installiert, durch welches das subjektive Sicherheitsempfinden gesteigert werden soll. Weitere Verbesserungen betreffend Taxiplatz, Kiss&Ride Platz und Mobilitätsstation sowie der generellen Erhöhung der Verkehrssicherheit wurden realisiert.
Kontumazgarten mit Westtorgraben Ein zusätzlicher wesentlicher Anlass der Planungen entsprang dem Integrierten Stadtentwick- Auslöser für die Neugestaltung der ca. 1,7 Hek- lungskonzept „Altstadt ans Wasser“. Das Flusstar großen Grünanlage war der im Zuge der ufer der Pegnitz sollte seinen Nutzern erlebbar Hallertorbrückensanierung entstehende barri- gemacht und generell dergestalt aufgewertet erefreie Tunneldurchstich für Fußgänger und werden, dass der Talraum von Kontumazgarten Radfahrer von der Altstadt direkt in den Kon- und Hallerwiese in seiner Einzigartigkeit wahrtumazgarten. genommen werden kann.
Eine umfassende Bürgerbeteiligung erfolgte Im Zuge der neuen Wegeplanung wurde die im Vorfeld aller Planungen sowohl elektro- Chance ergriffen, die vorhandenen Spielplätnisch über das Internet als auch konventionell ze zu sanieren und zu erweitern. So wurde der bei gemeinsamen Treffen. Der Vorentwurf des Spielplatz für sechs- bis zwölfjährige Kinder süd- Nürnberger Landschaftsarchitekturbüros WLG lich der Promenade komplett neugestaltet. Der Wollborn wurde von den Bürgern mehrheitlich vorhandene Baby-und Kleinkindbereich wurde befürwortet. zur Freude aller vergrößert und erneuert. Das Überarbeitungsgebiet umfasste zusätzlich noch Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung als auch einen ca. 1.700 qm großen Teil des Westtorgrader Expertenrunden zeigten auf, dass der Er- bens. Hier konnte für Jugendliche eine große halt des Kontumazgarten als Ort der Ruhe Parkouranlage realisiert werden. oberste Priorität bei der Umgestaltung haben Planung: WLG Wollborn Landschaftssollte. Den Parkcharakter mit Großbäumen und Architekten GmbH, Nürnberg Wiesenflächen galt es nicht zu zerstören. Ru- Bauherr: SÖR heplätze zum Verweilen und Genießen sollten Fertigstellung: Dezember 2017 geschaffen werden. Blickbeziehungen den Be- Zuschuss Bund/Land: 918.000 Euro trachter erfreuen.
Lichtkonzept Jakobsplatz
Jakobsplatz, Ludwigsplatz und Ludwigstor liegen im „Ensembleschutzgebiet Altstadt“ und bilden den südöstliche Altstadt-Zugang. Die beiden sich am Jakobsplatz gegenüberstehenden Pfarrkirchen, St. Jakob und St. Elisabeth, sind stadtbildprägend mit dem spitzen Turm im gotischen Stil sowie der neoklassizistischen großen Kuppel.
Ziel des neuen Lichtkonzeptes Jakobsplatz ist es, die Anleuchtung der einzelnen, bedeutenden Baudenkmäler zu verbessern, insbesondere auch die Einzelgebäude durch Licht in einen atmosphärischen städtebaulichen Kontext zu stellen und sie für den Passanten erlebbar zu machen.
Neu ist eine Anleuchtung der Südwestfassade der Jakobskirche mit energiesparenden LED-Strahlern. Der Kirchturm erstrahlt jetzt heller, das Kirchenschiff selbst erhielt ein Streiflicht, um die Platzränder zu betonen, ebenso wie das Portal der Elisabeth Kirche, das ebenfalls durch zusätzliche Anleuchtung betont wird. Der Weiße Turm erhielt dafür eine völlig neue Anleuchtung von der Südwestseite, um ihn auch nachts als Begrenzung des Jakobsplatzes zu definieren. Der Spittlertorturm wird abgestuft ausgestrahlt, um selbigen während der Dunkelheit für den Passanten bereits vom Jakobsplatz aus klar kenntlich zu machen.
Durch diese neue Lichtgestaltung hat die Platzabfolge Ludwigstor, Jakobsplatz und Ludwigsplatz nun auch bei Nacht ein klares Gesicht und strahlt eine si- Planung: SÖR, Stadtplanungsamt chere Atmosphäre aus, was zum generellen Wohlbefinden der Nutzer in der Bauherr: SÖR, Stadtplanungsamt Fertigstellung: Frühjahr 2019 Altstadt-Süd beiträgt. Gesamtkosten: 39.000 Euro Zuschuss Bund/Land: 20.100 Euro
Instandsetzung Hintere Ledergasse 43
Das denkmalgeschützte Gerberhaus wurde 1651 in Form eines nur zwei Fenster breiten Neubaus errichtet. 1669 erfolgte die erste Aufstockung. Fast dreißig Jahre später, 1697, wurde das gesamte Grundstück überbaut. Im Zuge dieser Bauarbeiten erhielt das Gerberhaus im Erdgeschoss sowie im ersten Geschoss eine Sandsteinfassade. Die Trockenböden befanden sich hinter einer Fachwerkfassade im zweiten und dritten Geschoss.
Das Haus, welches sich im Eigentum der Altstadtfreunde Nürnberg e.V. befindet, stellt ein äußerst seltenes Zeugnis für die Handwerkstradition der Gerber an diesem Ort in Nürnberg dar, so dass es Ziel der Instandsetzung und Umbaumaßnahmen ist, die Bausubstanz vom Ende des 17. Jahrhunderts zu bewahren. Im Erdgeschoss werden nach Abschluss der Bauarbeiten Gewerberäume und in den Stockwerken darüber sieben Wohnungen angesiedelt sein.
Planung: Architekturbüro Wolfgang Albert, Nürnberg Bauherr: Altstadtfreunde Nürnberg e.V. Fertigstellung: voraussichtlich 2020
Zuschuss Bund/Land: 240.000 Euro
Künstlerhaus
Das Künstlerhaus in Nürnberg wurde in den Jahren 1906 bis 1910 im Bereich der ehemaligen mittelalterlichen Stadtbefestigung erbaut. Das Baudenkmal befindet sich im Altstadt-Ensemble-Bereich. Seit seiner Errichtung unterlag es bis heute einer wechselvollen, die Stadt Nürnberg prägenden kulturpolitischen, gesellschaftlichen und städtebaulichen Entwicklung. Seit 2008 ist es zentraler Bestandteil des neugegründeten, Gestaltungskonzept gefunden werden, das städtischen KunstKulturQuartiers. Das Haus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einsteht offen für diskursive, partizipatorische schließt. Der Entwurf von Florian Nagler Archi- Kulturarbeit, für Experimente, als Labor und tekten (München) sieht daher vor, die sichtba- Kreativwerkstatt. ren Eingriffe in den Bestand auf ein Minimum zu reduzieren. In den vorangegangenen zwei Bauabschnitten wurden der Mittlere und der Südliche Um den Betrieb und die Kulturarbeit wäh- Teil (1996-2000) saniert sowie der Kopfbau rend der Bauarbeiten aufrecht halten zu kön- (2000-2002) neu errichtet. Seit September nen, werden im Rahmen der Generalsanierung 2018 wird nun der dritte Bauabschnitt umge- Künstlerhaus 3. BA alle Nutzer an verschiedesetzt. Dieser nimmt innerhalb des Künstler- nen Interimsstandorte umgesiedelt. Die Kosten hauses nochmals eine besondere Rolle ein, für die Nutzungsverlagerung, den Umzug soweil in ihm vielfältigste Nutzungen – von wie die diversen Möbeleinlagerungen werden der offenen Werkstatt, über Schulungsräu- ebenfalls durch die Städtebauförderung bezume bis hin zu Musik, Veranstaltungsräumen schusst. und Gastronomie – in einem komplexen Ge- Planung: Florian Nagler Architekten GmbH, füge versammelt sind und die hohe Vielfalt München des Künstlerhauses ausmachen. Im Rahmen Bauherr: Hochbauamt Fertigstellung: voraussichtlich 2021 der Generalsanierung sollen alle baurechtli- Gesamtkosten: 26 Mio. Euro chen und technischen Mängel beseitigt, die Zuschuss Bund/Land: 10,1 Mio. Euro verschiedenen Nutzungen funktional neuge- Gesamtkosten Interimsnutzungen: ca. 474.600 Euro ordnet, Transportwege und die barrierefreie Zuschuss Bund/Land: 172.000 Euro Zugänglichkeit verbessert und insgesamt ein
Das Quartiersmanagement Altstadt verwaltet den Verfügungsfonds des Stadterneuerungsgebietes Altstadt-Süd in enger Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt. Durch diese finanziellen Zuschüsse können Engagement, Experimentierlust und innovative Kleinprojekte stadtteilbezogen gefördert werden.
Quartiersmanagement vor Ort
Mit dem mobilen Stand des Quartiersbüros nimmt das Quartiersmanagement (QM) auch an öffentlichen Veranstaltungen, wie z.B. „Nürnberg macht mobil“ teil. Vor Ort informiert das QM über aktuelle Projekte und Planungen. Daneben sammelt man im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern neue Ideen und Anregungen für die Arbeit im Sanierungsgebiet. Oftmals werden hier Kontakte geknüpft die für die spätere Arbeit hilfreich sind.
Energie-Check vor Ort
In Rahmen eines Kooperationsprojektes bieten das Quartiersmanagement Altstadt, das Referats für Umwelt und Gesundheit sowie die Stiftung Stadtökologie zehn kostenfreie Vor- Ort-Energieberatungen für Mehrfamilienhäuser in den Stadterneuerungsgebieten Nördliche Altstadt und Altstadt-Süd an. Ziel dieses Projektes ist es, den Hauseigentümern vor Augen zu führen, wo sich die individuellen Einsparpotenziale verstecken und so einen Beitrag zum Klimaschutz und der Klimaanpassung im Quartier zu leisten.
Dauer: Ende 2018 bis Ende 2019 Gesamtkosten: ca. 3.600 Euro Zuschuss Bund/Land: ca. 600 Euro
Kunstinstallation am Jakobsplatz
Zum Abschluss des Reformationsjubiläums im Herbst 2017 veranstalteten die beiden Kirchen St. Jakob und St. Elisabeth eine fast zweiwöchige ökumenische Kunstaktion auf dem Jakobsplatz. Als Baustein dieser Aktion wurden orangefarbige Acrylscheiben an den Baumästen am Jakobsplatz befestigt. Das Sonnenlicht wurde in diesen Scheiben gefangen, gebündelt und hat den Platz trotz der jahreszeitbedingten Herbstatmosphäre fröhlich zum Leuchten gebracht. Die Aufenthaltsqualität des Platzes wurde durch die Kunstinstallation wahrnehmbar erhöht und die Aufmerksamkeit der Passanten auf den oft als Selbstverständlichkeit wahrgenommenen Grünbestand gelenkt.
Planung: Studio komplementær, Köln Fertigstellung: Frühjahr 2019 Gesamtkosten: 1.500 Euro Zuschuss Bund/Land: 600 Euro Kirchengemeinde St. Jakob: 500 Euro
Nördlicher Marientorzwinger
Aus der nördlichen Zwingermauer am Marien- aus stadthistorischer Sicht unbefriedigende Sitorgraben Ecke Katharinengasse sind im Jahr tuation, dass zwischen dem wiederaufgebau- 2016 mehrere große Sandsteine herausgefal- ten Wehrgang eine Lücke klafft, weil in den len, so dass es zu einer Sperrung entlang die- 1980er Jahren die fehlenden zwei Geschosse ses Stadtmauerabschnittes kam. Zur Sicherung des Turmstumpfes nicht ergänzt worden sind, mussten Teile der Mauer sowie des einsturzge- könnte ebenfalls behoben werden. fährdeten Kellers abgetragen und der angrenzende kleine Parkplatz geschlossen werden. Die Die zuständigen Fachdienststellen erarbeiten notwendigen Sanierungsarbeiten des Marien- derzeit zusammen mit dem Architekturbüro torzwingers bieten nun die Möglichkeit, einen Neubeck, Nürnberg, ein Gesamtkonzept zur neuen Nutzungs- und Gestaltungsentwurf für Sanierung und Neugestaltung des Nördlichen diesen Ort zu entwickeln. Marientorzwingers.
Im Zuge der Sanierung Nördlicher Marientorzwinger könnte insbesondere die ungelöste Platzgestaltung hin zum Rosa-Luxemburg-Platz überarbeitet werden. Hier eine höhere Aufenthalts- sowie Grünqualität für die Bürger zu schaffen, wird vornehmliches Ziel sein. Die
Galgenhof/
Steinbühl
Eckdaten
Sanierungsgebiet seit 17.04.1996 Bund-Länder-Programm: Soziale Stadt seit 1999 Teilgebiet der EU-Ziel-2 Förderung von 2000-2006
Fläche in ha: 73 Wohngebäude: 797 Wohnungen: 7.204 Einwohner: 14.483 Haushalte: 7.891
Gesamtkosten: 24,5 Mio Euro Zuschüsse Bund/Land: 7,9 Mio. Euro
Standort
Quartiersbüro
Gebietsbeschreibung
Die Südstadt ist der am dichtesten bebaute und strukturell einer der schwächsten Stadtteile Nürnbergs.
Typisch für das Stadterneuerungsgebiet Galgenhof/Steinbühl ist die kleinteilige Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe. Bedingt durch Zerstörungen während des Krieges stammt die Bebauung vorwiegend aus den 50er und 60er Jahren. Die Bahnanlagen stellen ein großes Hindernis für die Verknüpfung zur Altstadt dar. Die Flächen hinter dem Bahnkörper werden Stück für Stück einer neuen Nutzung zugeführt.
In dem Gebiet wurden in den letzten Jahren zahlreiche Maßnahmen durchgeführt. Zusätzlich wurde das Gebiet im Norden um die Flächen rund um das Opern- und Schauspielhaus erweitert. Ziel ist es, entlang der Bahntrasse eine verbesserte Wegeverbindung zwischen Altstadt und Südstadt zu erreichen und attraktive, grüne Aufenthaltsflächen zu schaffen.
Nelson-Mandela-Platz
2007 begannen die ersten Planungen für die Umgestaltung des Nelson-Mandela-Platzes, welcher als Großparkplatz genutzt wurde. Nach einem intensiven Beteiligungsprozess wurde 2009 ein städtebaulicher Realisierungswettbewerb zur Umgestaltung des Platzes durchgeführt. Wegen Kürzungen der staatlichen Fördermittel im Programm „Soziale Stadt“ konnten die Umsetzungsplanungen erst 2016 wieder aufgenommen werden.
Nun entsteht ein abgesenktes Rasenparterre, welches von einem Baumhain gerahmt wird. Neben Spiel und Entspannung kann die neue Rasenfläche vielfältig, z.B. auch für Kunstausstellungen, genutzt werden. Insgesamt werden 70 neue Bäume gepflanzt. Zusätzlich soll es viele Sitzmöglichkeiten, einen Trinkwasserbrunnen und einen Restaurant-Pavillon mit öffentlicher Toilette geben.
Auf der dem Park gegenüberliegenden Bahnhofseite entsteht ein Fahrradparkhaus für 350 Fahrräder. Zusätzlich werden 39 Parkplätze ausgewiesen.
Im März 2018 hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, auch bei der öffentlichen Bemusterung der Pflasterbeläge, mitzuwirken. Bis Ende 2020 wird voraussichtlich die Umgestaltung nach dem Entwurf von Prof. Rainer Schmidt umgesetzt sein.
Planung: Prof. Rainer Schmidt Bauherr: SÖR Fertigstellung: 2020 Gesamtkosten: ca. 10 Mio. Euro Zuschuss Bund/Land: ca. 3.35 Mio. Euro
Osttunneldurchstich
Bislang diente der Osttunnel des Nürnberger werden. Begleitend zur Neugestaltung des Hauptbahnhofs lediglich der Erschließung der Nelson-Mandela-Platzes wurde nun von der Bahngleise, ein Durchgang in die Südstadt war DB auch die Realisierung des Osttunnel-Durchnur über den Westtunnel möglich. stichs in Angriff genommen und soll Ende 2019 Die seit 1998 intensiv geführten Verhandlun- fertiggestellt sein. Die Stadt Nürnberg beteiligt gen über eine Öffnung des Osttunnels zum sich zu 25% an den Kosten. Nelson-Mandela-Platz mit der Deutschen Bahn Planung: Deutsche Bundesbahn konnten erfolgreich zum Abschluss gebracht Bauherr: Deutsche Bundesbahn
Zuschuss Bund/Land: ca. 900.000 Euro
Karl-Bröger-Tunnel
Der Karl-Bröger-Tunnel führt Fußgängerinnen und Fußgänger, sowie Radfahrerinnen und Radfahrer vom Südstadtpark unter den Gleisen hindurch in die Sandstraße beziehungsweise zum Willy-Prölß-Platz. Nun soll durch die Aufwertung der Beleuchtung und eine künstlerische Gestaltung des Künstlers Winfried Baumann die Aufwertung des Durchgangs realisiert werden. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2019 vorgesehen.
Planung: SÖR Bauherr: SÖR Gesamtkosten: ca. 320.000 Euro Zuschuss Bund/Land: ca. 140.000 Euro Zuschuss Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg: 50.000 Euro
Freifläche um die Christuskirche
Auf Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils wurde die Aufwertung der Freifläche um die Christuskirche in Angriff genommen. Das Planungsbüro Meyer-Schwab- Heckelsmüller sammelte, in seiner Funktion als Quartiersmanagement, Anforderungen und Wünsche. Mithilfe von Einrichtungen für Kin- nachher der, Senioren und anderen Interessensgruppen wurden im Rahmen einer Arbeitsgruppe ver- vorher schiedene Planvorschläge weiterentwickelt. Die Öffentlichkeit wurde im Rahmen eines Gemeindefests bei der Planvorstellung der Arbeitsgruppe mit eingebunden und konnte bei Rundgängen mit der Planerin und der Moderatorin noch eigene Beiträge leisten. Diese Anregungen arbeitete die Planerin vor der stadtinternen Genehmigung in einen Übersichtsplan mit ein. Im Juli 2018 wurde mit der Umsetzung begon- die die Kirche als Denkmal einrahmen. Unternen, die Einweihung ist am 24. Mai 2019 ge- schiedliche blühende Sträucher und die Bluplant. menwiese, sollen das ganze Jahr über für Ab- Viele Vorschläge aus der Arbeitsgruppe wurden wechslung sorgen. von der Architektin Frau Rinneberg-Kottner Das Projekt wird mit Mitteln aus der Städteumgesetzt. So gibt es unterschiedlichen Sitz- bauförderung und dem Masterplan Freiraum möglichkeiten sowohl für Senioren, mit Rü- finanziert. Beteiligt haben sich auch der Rotary ckenlehne, als auch für Jugendliche, die lieber Club Nürnberg-Kaiserburg und die Kirchengedie Beine baumeln lassen. Für die Schüler gibt meinde. es einen Rundlauf mit Stationen. Auf dem Mul- Planung: Planung: Rinneberg Landschaftsarchitekten, tifunktionsplatz sind Federball oder Boulespiel Rückersdorf möglich. Zwei Pavillons laden zum Verweilen Bauherr: SÖR und geselligem Austausch ein. Fertigstellung: 2019 Gesamtkosten: 425.000 EUR Raumbildend sind die 17 neugepflanzten Erlen, Zuschuss Bund/Land: 203.000 EUR Spende Rotary Club: 25.000 EUR Beteiligung Kirchengemeinde: 10.000 EUR
Mit den Mitteln des Verfügungsfonds können kleinere Projekte im Quartier finanziert werden. Einen Antrag auf Förderung können Initiativen und Institutionen aus dem Quartier stellen, die mit ihren Projekten das Quartier stärken möchten. Über die Mittelvergabe entscheidet das Quartiersmanagement in enger Abstimmung mit der Stadterneuerung und der Stadtteilkoordination.
Boulevard Babel Bewegungstreffs Gesunde Südstadt
Im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung Das Projekt „Gesunde Südstadt Bewegungs- N2025 fand in der Wölckernstraße der Aktions- treffs“ fand vom 04. Juli bis 28. September 2018 tag Boulevard Babel statt. Besucher konnten als Kooperation der „Gesunden Südstadt“ und sich im Quartiersgarten über aktuelle Projek- dem Quartiersmanagement Galgenhof/Steinte der Quartiersmanagements und über das bühl statt. Die „Gesunde Südstadt“ ist ein Pro- Förderprogramm „Mehr Grün für Nürnberg“ gramm, das sich - nach dem Präventionsgesetz informieren. Die Besucher hatten die Möglich- durch die AOK finanziert- „um die Gesundheitskeit, ihre Ideen für eine grünere Südstadt auf förderung in der Lebenswelt der Menschen“ Postkarten grafisch darzustellen. Die Ideenvor- kümmert. Die federführende Umsetzung liegt schläge werden ab Januar 2019 im Quartiersbü- für die Südstadt beim Bildungszentrum der ro ausgestellt. Stadt Nürnberg. Die wöchentlichen Bewe- Jeder Besucher des Quartiersgartens konnte gungstreffs fanden im Südstadtpark, in der sich einen Kräutertopf der Noris Inklusion aus- „Wiese“ und im Hummelsteiner Park statt. Das suchen und so einen Teil des Quartiersgartens kostenlose Angebot bot den Bewohnern des mit zu sich nach Hause nehmen. Stadtteils eine niederschwellige Möglichkeit der angeleiteten Bewegung im Grünen und in direkter Wohnumgebung.
Pflanztreff Süd
Um dem Grünflächendefizit in der Südstadt zu begegnen, wurden am 30. April 2016 acht gemeinschaftlich errichtete Hochbeete an der Christuskirche bepflanzt. Sie sollen als nachbarschaftliches Kooperationsprojekt auch weiter Jeppe-Hein-Brunnen am Aufseßplatz gepflegt werden. Das Pflanzfestes stand unter dem Motto: „Gemeinsam gärtnern, pflanzen, Von Anfang Juli bis Mitte September 2018 ver- pflegen, plauschen und tauschen – zusammen lieh der Jeppe-Hein-Brunnen dem Aufseßplatz mit anderen Menschen und Kulturen“. ein ganz besonderes Flair. Der Kunstbrunnen Bereits in der Vorbereitungsphase waren nebegeisterte und wurde von den Südstädtern ben dem Quartiersmanagement Galgenhof/ sehr gut angenommen. Während des heißen Steinbühl und der Stadterneuerung viele Part- Sommers erfrischten sich hier nicht nur Kinder nerinnen und Partner mit im Boot: Die Christusim Wasserspiel des Brunnens. Platz und Brun- kirche, die Wiesenschule, der Bund Naturschutz nen wurden zum Treffpunkt für viele Familien. und der Verein Mimikri e.V, der mit unbeglei- Der mobile „Hexagonal Water Pavillion“, der teten minderjährigen Flüchtlingen bereits nach dem Künstler „Jeppe-Hein-Brunnen“ ge- beim Beetebau tatkräftig mit angepackt hatnannt wurde, steht immer wieder an einem an- te. Wertvolle Erfahrungen aus dem Nürnberderen Platz in der Stadt. Sein Einsatz auf dem ger Stadtgarten, wie z.B. pädagogisch-kreative Aufseßplatz im Jahr 2018 konnte dank der Fi- Stadtgestaltungsansätze, und die Kontakte der nanzierung durch Edeka AG & Co KG, N-ERGIE ansässigen Stadtteilkoordinatoren konnten AG und der Stadterneuerung realisiert werden. ebenso in das Projekt eingebracht werden. Das Pflanzfest wurde vom Quartiersmanagement Galgenhof/Steinbühl organisiert und über die Stadtteilpaten des Rotary Clubs Nürnberg- Kaiserburg finanziert.
Pflanzfest Aufseßplatz
Am 23. Mai 2017 waren im Rahmen einer Beteiligungsaktion von Stadtteilkoordination, Stadterneuerung und dem Quartiersmanagement die Vorschulkinder aus dem Pumuckl-Haus in der Bogenstraße und weitere interessierte Kinder dazu eingeladen, die neu bepflanzten und gepflegten Beete auf der Ostseite des Aufseßplatzes zu verschönern. Dafür bemalten die Kinder Holzstelen, welche zur Verschönerung in die Beete geschlagen wurden. Gleichzeitig wurden Passanten und Besucher der Aktion über die Arbeit im Quartier und zum Förderprogramm „Mehr Grün in Nürnberg“ informiert.
„Kehrd wärd“ Die Wiese
Vom 14. bis 18. Mai 2018 veranstaltete das Seit dem Frühjahr 2018 schafft der Verein BluePingu e.V. auf dem einst leer- Quartiersmanagement die Aktion „Kehrd stehenden Grundstück eine kleine grüne Oase für den Stadtteil Steinbühl. Die wärd“ um für mehr Sauberkeit im öffentlichen Wiesenstraße 19 wird nun zum Urban Gardening und als Ort der Entspannung Raum zu sensibilisieren. Alle Bürger, Einrichtun- genutzt. gen und Vereine waren eingeladen Unrat und Die „Wiese“ wird von Ehrenamtlichen betreut. Das Nachbarschaftsprojekt Müll von den Straßen und Plätzen im Quartier steht allen Anwohnerinnen und Anwohnern zu den Öffnungszeiten oder bei zu sammeln. Am Freitag, den 18.05.2018 fand Anwesenheit eines Mitarbeiters zur Verfügung. Es gibt mehrere Hochbeete, auf dem Aufseßplatz die Abschlussveranstal- Gartenmöbel und ein Kompostklo aus Holz. Im August 2018 veranstaltete der tung statt. 110 Teilnehmerinnen und Teilneh- Verein das erste Sommerfest. mer, vor allem aus Kinder- und Jugendeinrich- Die „Wiese“ wird von dem Stadtteilpaten, dem Rotary-Club Nürnberg-Kaisertungen, erhielten dort einen kleinen Imbiss und burg und der Städtebauförderung finanziell unterstützt. ein Dankeschön-Geschenk.
Aufgrund weiterhin bestehender Handlungsbedarfe insbesondere im Bereich der Grün- und Freiflächenausstattung sowie der Gestaltung der Straßen- und Platzräume (z.B. Wölckernstraße) sollen Stadterneuerungsgebiet und Quartiersmanagement weitergeführt werden. Eine Fortschreibung der Sanierungsziele wird derzeit vorbereitet.
Aufseßplatz
Der Aufseßplatz ist der lebendige Mittelpunkt des Südstadtzentrums, entsprechend hoch sind der Nutzungsdruck und die Anforderungen an die Gestaltung. Ergänzend zu der bereits 2008 realisierten Umgestaltung wird nun eine weiterführende gestalterische und funktionale Überarbeitung angestrebt. Die Umgestaltung soll neben Verschattungselementen auch ein fest installiertes Wasserspiel nach Art des Jeppe-Hein-Brunnens beinhalten. Erste Planungskonzepte werden derzeit erstellt. Die „Wiese“ wird von dem Stadtteilpaten, dem Rotary-Club Nürnberg-Kaiserburg und der Städtebauförderung finanziell unterstützt.
Gibitzenhof/
Steinbühl-West/Rabus
Eckdaten
Bund-Länder-Programm: Soziale Stadt Sanierungsgebiet seit 04/2016
Fläche in ha: 132 Wohngebäude: 1.739 Wohnungen: 10.428 Einwohner: 20.528 Haushalte: 10.784
Zuschüsse Bund/Land: 302.600 Euro
Gibitzenhof/
Steinbühl-West/Rabus
Standort
Quartiersbüro
Gebietsbeschreibung
Gibitzenhof ist ein junges, dynamisches und multikulturelles Quartier im Nürnberger Süden. Das Stadterneuerungsgebiet mit den Stadtteilen Gibitzenhof, Steinbühl-West und Rabus liegt im Bereich des sich an die Altstadt anschließenden Innenstadtgürtels und ist geprägt durch kompakte Wohnsiedlungen, gewerblich genutzte Bereiche und hoch belastete Verkehrsanlagen. Mehrere städtische und studentische Arbeiten befassten sich bereits mit den Potenzialen des Stadtteils. Durch die geplante Einhausung des Frankenschnellwegs in den nächsten Jahren ergeben sich auch große Chancen für städtebauliche und strukturelle Änderungen in Gibitzenhof.
2015 wurden daher die Vorbereitenden Untersuchungen eingeleitet. Seit 26. April 2016 ist das Gebiet mit dem Namen: “Gibitzenhof, Steinbühl-West, Rabus“ vom Stadtrat beschlossen und damit förmlich festgelegt.
Vorbereitende Untersuchungen
Auftaktveranstaltung Abschlussveranstaltung
Die Auftaktveranstaltung am 12. Oktober 2015 Die abgestimmte und vom Stadtrat beschlosim Sigena-Gymnasium diente vor allem der In- sene Endfassung der Vorbereitenden Unterformation der Bewohnerinnen und Bewohner suchungen wurde am 10.Juli 2016 den gut 50 zum beginnenden Stadterneuerungsprozess Bürgerinnen und Bürgern in einer Abschlussverund zur Motivation, sich aktiv in den Prozess anstaltung im Sigena Gymnasium vorgestellt. einzubringen. Auf der Veranstaltung wurden Stärken, Schwächen und Potentiale des Untersuchungsgebietes diskutiert und erste Ansatzpunkte und Projektideen entwickelt. Bei der Veranstaltung waren etwa 70 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der Stadtverwaltung anwesend.
SIGENA Treff
Die Stadterneuerung konnte das Kooperationsprojekt zwischen der wbg und dem Referat für Jugend, Familie und Soziales fördern, indem sie den Umbau für den öffentlich genutzten Versammlungsraum finanziell unterstützte. Die überwiegende Mehrheit älterer Menschen, an die sich SIGENA in erster Linie wendet, möchte so lange wie möglich in der angestammten Umgebung leben – eigenständig, aber sozial eingebunden. Dabei ist es wichtig, Räume zu schaffen, die allen Anwohnern zur Verfügung stehen und ohne Konsumzwang genutzt wer- Planung: wbg Nürnberg den können. So entstand die Idee der SIGENA- Bauherr: wbg Nürnberg Treffs (SIcher-GEwohnt-NAchbarschaftlich) in Fertigstellung: 2018 Kooperation zwischen der Stadt Nürnberg, der Gesamtkosten: 186.000 Euro Zuschuss Bund/Land: 50.000 Euro wbg und einem sozialen Träger. SIGENA gewährleistet ein wohnungsnahes Basisangebot mit Anlaufstellen für Information und Beratung, Möglichkeiten der sozialen, kulturellen und bildungsorientierten Teilhabe, Gesundheitsvorsorge und Prävention sowie Handlungsfeldern für freiwilliges Engagement.
Gibitzenhof/Steinbühl-West/Rabus 41
„Klein, aber fein! – Mehr Grün für Gibitzenhof“
Im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen wurde als eines der zentralen Themen der Stadterneuerung ein erhebliches Grün- und Freiflächendefizit in diesem Sanierungsgebiet festgestellt. Während im gesamten Stadtgebiet im Durchschnitt 13 m² öffentliche Grün- und Freiflächen je Einwohner zur Verfügung stehen, sind es im Untersuchungsgebiet lediglich 1,1 m² je Einwohner. Auch weisen die vorhandenen Grün- und Freiflächen ein erhebliches Defizit bei der Gestaltungs- und Aufenthaltsqualität auf. Durch einen erhöhten Nutzungsdruck kommt es bei Anlagen im öffentlichen Raum zu einem schnelleren Verschleiß und somit erhöhtem Unterhalts- und Investitionsbedarf. Auf Grund der dichten Bebauung des Quartiers ist es kaum möglich, großflächig neue Grünund Freiräume zu schaffen. Um trotzdem Verbesserungen für die in Gibitzenhof, Steinbühl- West und Rabus wohnende und arbeitende Bevölkerung zu erreichen, ist es notwendig, neue Ideen und Möglichkeiten zum Abbau des eklatanten Freiraumdefizits aufzuzeigen und 1. Ecke Gibitzenhofstraße – Linnéstraße; 2. Linggstraße; 3. Fläche Ecke Falkenstraße/Franschrittweise umzusetzen. kenstraße; 4. Fläche Ecke Gugelstraße/Markgrafenstraße; 5. Einmündung Frankenstraße in Gibitzenhofstraße; 6. Fläche Brehmstraß /Straßburger Straße; 7. Fläche Brehmstraße/Gibitzen- Neben dem bereits angelaufenen Programm hofstraße; 8. Grünbereich Dianaplatz; 9. Max-Planck-Straße; 10. Gibitzenhofstraße zwischen zur Begrünung privater Höfe und Freiflächen Freiburger und Karlsruher Straße; 11. Fläche Ecke Ludwigshafener/Nördliche Karlsruher Straße bieten ungenutzte kleinere Grünflächen (Ab- 12. Ecke Gibitzenhofstraße – Karlsruher Straße; 13. Bauminsel Speyrer Straße/Wendeanlage 14. Georg Wieszner Platz stands- und Verkehrsgrün) und Brachgrundstücke große Chancen zur Schaffung von „Grüninseln“. Auch einige zentrale Versor- Beteiligung Linggstraße gungsbereiche und Nahversorgungsstandorte haben das Potential für kleinere Treffpunkte im Als eine der Kernaufgaben aus den Vorbereitenden Untersuchungen für das Quartier. Der öffentliche Raum lässt derzeit in Sanierungsgebiet geht die Aufwertung des Quartiers mit Grünflächen hervor. diesen Bereichen kaum Platz für Begegnungen Auf Grund der dichten Bebauung der Stadtteile, muss sich diese Aufwertung bzw. verschenkt viel davon in Form von Ver- vorrangig auf bereits vorhandene kleiner Grünflächen, wie Straßenbegleitkehrsflächen. grün, Baumscheiben und Platzflächen konzentrieren. Um in den nächsten Aus diesem Grund ist das Programm „Klein aber Jahren viele dieser sogenannten Potentialflächen umgestalten zu können, fein“ entstanden: Mit einer Vielzahl von einfa- wurde ein Aktionsprogramm aufgelegt, mit dem Einzelprojekte umgesetzt chen Maßnahmen sollen möglichst kurzfristig werden können. Eine dieser Potentialflächen befindet sich an der Linggstrasichtbare Ergebnisse erzielt werden, die in der ße, im Süden Gibitzenhofs. Summe zu einer nachhaltigen Aufwertung des Das Quartiersmanagement hat am Samstag öffentlichen Raumes und damit der Lebensqua- 9. Juni 2018, alle interessierten Anwohnerinnen und Anwohner eingeladen lität im Stadterneuerungsgebiet beitragen. ihre Ideen und Anregungen, wie der Platz am Ende der Linggstraße besser ge- Dieser Ansatz der urbanen Interventionen, bie- staltet werden kann, dem Quartiersmanagement mitzuteilen. Die Ergebnisse tet eine Möglichkeit zur Verbesserung des Mik- der Bürgerbeteiligung fließen nun in die weitere Planung ein. roklimas im Stadtteil und leistet einen Beitrag Planung: Stadtplanungsamt zur Verbesserung des sozialen Miteinanders Bauherr: SÖR durch Schaffung von Begegnungsmöglichkei- Fertigstellung: 2019 ten. Gesamtkosten: 13.200 EUR Zuschuss Bund/Land: 7.800 EUR
Der Verfügungsfond wird in Gibitzenhof durch Neujahrsempfang das Quartiersmanagement und die Stadtteilkoordination verwaltet. In den letzten Jahren Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich hat wurdendaraus verschiedene Projekte gefördert am 18. Januar 2018 im Rahmen des ersten Neujahrsempfangs das Quartiersbüro Südstadt offi- Tag der offenen Tür ziell eingeweiht. Rund 60 Gäste nutzten den Abend um sich bei Das Quartiersmanagement beteiligte sich im einem kleinen Imbiss über die Arbeit der beiden Oktober 2017 gemeinsam mit dem Quartiers- Quartiersma nagements zu informieren und management Galgenhof/Steinbühl am Tag der sich auszutauschen. Dabei wurden in lockerer offenen Tür der Stadt Nürnberg. Es wurde über Atmosphäre Kontakte ge pflegt oder geknüpft. aktuelle Projekte und Aktionen informiert und Untermalt von Musik der Singer / Songwriterin interessierte Kinder konnten passend zum The- Mila Fischer konnten die Gäste in einer Ausstelma „Mehr Grün für Nürnberg“ Tontöpfe bema- lung mehr über die aktuellen Begrünungs- und len und mit Bio-Kräutern bepflanzen. Beteiligungsprojekte der beiden Quartiersmanagements erfahren. Neben einer Rückschau auf bereits vergangene Projekte, wie die Auftaktveranstaltung des Stadterneuerungsgebiets im Sigena-Gymnasium, gab die Ausstellung Informationen über das Aktionsprogramm „Klein, aber fein“ und die Umgestaltung der Freifläche um die Christuskirche und wies damit auf zukünftige Projekte der Stadterneuerung hin.
Gibitzenhofer Herbst – Park(ing) Day Kehrd wärd
Am Freitag, den 21. September 2018, fand der Am Freitag, den 27. April 2018 veranstaltete internationale Parking Day statt. In Gibitzenhof das Quartiersmanagement die Aktion „Kehrd wurde dieser zusammen mit dem Gibitzenhofer wärd“ um für mehr Sauberkeit im öffentlichen Herbst auf dem Helmut-Herold-Platz und der Raum zu sensibilisieren. Am Aktionstag waren Frankenstraße gefeiert. Bei dem Fest wurde der im gesamten Quartier Kindergruppen unter- Straßenraum mit Bewegungsspielen, Ruheoa- wegs und sammelten Müll. Den Abschluss der sen und Essensständen für Fußgänger erlebbar Aktion bildete das Zusammentreffen der rund gestaltet. 100 teilnehmenden Kinder auf dem Herschelplatz. Sie erhielten ein kleines Dankeschön und lernten mit den Müllmonstern des ASN und Mitgliedern von BluePingu e.V., wie wichtig richtiges Mülltrennen ist.
Gibitzenhof/Steinbühl-West/Rabus 43
Kunst im Quartiersbüro
Das Quartiersbüro soll als Ort für Kunst und Kultur im Quartier etabliert werden. Interessierte Künstlerinnen und Künstler aus dem Quartier und künstlerische Beiträge mit Bezug zum Quartier sind gerne willkommen. So fanden 2018 eine Ausstellung von Künstlerinnen aus dem Quartier zum Thema „Bunte Kontraste“, eine Foto-Ausstellung der Igers-Nürnberg zum Schocken am Aufseßplatz unter dem Motto „Ästhetik des Abschieds“ und eine Ausstellung mit den künstlerischen Beiträgen der Besucherinnen und Besucher des Boulevard Babels zum Thema „Green up“ statt.
Helmut-Herold-Platz mit Spielplatz Frankenstraße
2020 soll mit der Planung für die Neugestaltung Der Gibitzenhofer Herbst vermittelte einen des in die Jahre gekommenen Helmut-Herold- ersten Eindruck, wie der Helmut-Herold-Platz, Platzes begonnen werden. Die Öffentlichkeit der davorliegende Abschnitt der Frankenstraße wird über geeignete Beteiligungsformate ein- und der angrenzende Spielplatz als zusammengebunden. Vorgesehen ist eine Zusammenle- hängender, autofreier Platz wirken könnte. Die gung mit dem gegenüberliegenden Spielplatz entsprechenden Baumaßnahmen hierfür weran der Frankenstraße sowie der Einbezug eines den ab 2020, von SÖR, Stadtplanung und der Teilabschnittes der Frankenstraße. Baubeginn Stadterneuerung mit Mitteln der Städtebauförist für 2021 avisiert. derung realisiert.
Jugendtreff Diana
Als Angebot einer präventiven Stadterneuerung, die soziales Zusammenleben und Integ- J u g ration fördert, hat der geplante Neubau eines e n Jugendtreffs an der Dianastraße eine herausra- d t r e gende Funktion. Parallel dazu soll auf demsel- f f ben Grundstück auch ein Kinderhort entstehen, was umfassende Vorbereitungen und Planungen erfordert. Die Fertigstellung des Jugendtreffs ist für 2023 vorgesehen.
Gleißhammer/
St. Peter/Tullnau
Eckdaten
Sanierungsgebiet seit 05/1992 Bund-Länder-„Grundprogramm“ und Bayerisches Städtebauförderungsprogramm Bund-Länder-Programm: Stadtumbau Bund-Länder-Programm: Zukunft Stadtgrün
Fläche in ha: 59 Wohngebäude: 321 Wohnungen: 3.825 Einwohner: 6.346 Haushalte: 3.433
Zuschüsse Bund/Land: 3,5 Mio. Euro
Gebietsbeschreibung
Das typische Innenstadtrandgebiet ist gründerzeitlich geprägt. 45 % der Wohngebäude entstanden vor 1918. Vorherrschend ist eine kleinteilige Nutzungsmischung aus Wohnen und Gewerbe. Charakteristisch für das Gebiet sind einerseits die hohen Baudichten mit Blockrandbebauung, engen Höfen, wenig wohnungsnahe Grün-, Frei- und Spielflächen und andererseits extensiv genutzte Flächen, aufgrund von Betriebsaufgaben und Verlagerungen. Zu Beginn der Stadterneuerung 1992 standen ca. 20 % der Gesamtfläche zur Entwicklung bzw. Umstrukturierung an. Da das Defizit an Grün- und Erholungsflächen innerhalb des Sanierungsgebietes nicht zu decken war, wurde 2016 ein erweitertes Stadtumbaugebiet geschaffen, das über den Tullnaupark bis zum Wöhrder See reicht, um die dort liegenden wichtigen Freiflächen neu zu gestalten.
Neubleiche
Als letzte Hochbaumaßnahme in dem Baugebiet „Neubleiche“ südlich der Burgerstraße zwischen Dürrenhofstraße, Hintere Cramergasse und Schanzenstraße/Neubleiche wurde ein Generationenwohnhaus mit Kindertagesstätte Tullnaupark an der Schanzenstraße von der Genossenschaft andersWohnen 2010 eG und dem Humanisti- Zwischen Zeltnerschloss und Wöhrder See liegt ein etwas in Vergessenheit schem Sozialwerk Bayern errichtet. Es entstangeratenes Nürnberger Kleinod: Der Tullnaupark mit seinem Weiher und der den 34 barrierefreie Wohnungen, in denen Älhistorischen Pergola aus Beton mit der der zugehörigen Terrassen- und Trep- tere, Familien und Menschen mit Behinderung penanlage. Dieses einzigartige Bauwerk aus den 1920er Jahren steht unter in einer Hausgemeinschaft zusammenleben. Denkmalschutz und wird nun behutsam saniert. In einem ersten Abschnitt Gefördert wurden die Mehrkosten für besonwurden Schäden an der Pergola nach Vorgaben des Denkmalschutzes ausge- ders aufwändige Gründungsarbeiten, denn bessert. Nicht mehr restaurierbare oder verlorengegangene Elemente wurden das Baugrundstück befindet sich auf einem nachgegossen und wieder eingefügt. Dabei hatte der Erhalt von Originalbau- aufgefüllten Gelände über dem ehemaligen teilen immer Vorrang. Bleichweiher. Bei den Aushubarbeiten stellte Im zweiten Bauabschnitt wurde 2018 mit der Restaurierung der Terrassen- und sich heraus, dass der Bauschuttanteil wesentlich Treppenanlage begonnen. Im Laufe der Jahrzehnte entstandene Risse und Fu- mehr und auch höher belastet war als durch gen an Mauern, Balustraden und Treppen werden derzeit saniert. Die kleintei- Voruntersuchungen begutachtet, so dass eine ligen Belagsflächen werden wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückver- Separierung und ein teilweiser Wiedereinbau setzt, indem später eingebrachte Granitplatten und Beete entfernt und dafür nicht möglich war. Außerdem wurden mehrere Rasenflächen angelegt werden. Fundamente, ein Bunkerbauwerk und Eisentei- In einem dritten und vierten Bauabschnitt sind landschaftsgärtnerische Um- le wie z.B. eine Kfz-Hebebühne vorgefunden. gestaltungen im Bereich des Weihers und danach die Öffnung und Renaturie- Planung: Hagen GmbH Paner und Architekten, Nürnberg rung des ab Weiherauslass verrohrten Goldbaches geplant. Bauherr: Genossenschaft anders Wohnen 2010 eG Humanistisches Sozialwerk Bayern Planung: Ingenieurbüro Fischer und Heißwolf, Nürnberg; Fertigstellung: 2016 Landschaftsarchitekt Helmut Wiegel, Bamberg Gesamtkosten: ca. 6 Mio. Euro Bauherr: SÖR Zuschuss Bund/Land: 205.200 Euro Fertigstellung: 2019 Gesamtkosten: ca. 860.000 Euro Zuschuss Bund/Land: ca. 415.000 Euro Spende VR-Bank: 100.000 Euro
Gleißhammer/St. Peter/Tullnau 47
Innenhof Zeltnerschloss
Das Zeltnerschloss mit seinen Nebengebäuden, gelegen auf einer Insel im Zeltnerweiher, ist ein bedeutendes Baudenkmal aus dem 16. Jahrhundert und gleichzeitig die Heimat des beliebten gleichnamigen Kulturladens. Die Pflasterung des Innenhofes entsprach schon länger nicht mehr den heutigen Ansprüchen der Begehbarkeit, was vor allem für den Kulturladen mit seinen zahlreichen Veranstaltungen ein Missstand war. Die wichtigste Maßnahme bei der Umgestaltung des Innenhofes war die Anlage eines barrierefreien Weges vom Eingangstor zum Veranstaltungsraum. Dafür wurde das vorhandene Pflaster aufgenommen und vor dem Wiedereinbau zur besseren Begehbarkeit an der Oberseite abgesägt. Auch auf der übrigen Hoffläche wurde das vorhandene historische Pflaster wiederverwendet. Die Treppenanlage vor dem Hauptgebäude musste allerdings vollständig durch neue Sandsteinstufen ersetzt werden, da die alten Steine zu brüchig waren. Der Platz für die Bühne und weitere Randbereiche wurden ebenfalls unter Bewahrung des historischen Erbes erneuert und für die Nutzungsansprüche der wichtigsten Kultureinrichtung im Stadtteil ertüchtigt. Rechtzeitig zum stimmungsvollen Weihnachtsmarkt 2016 konnten die Arbeiten abgeschlos- vorher nachher sen werden.
Planung: Helmut Wiegel, Bamberg Bauherr: Hochbauamt, SÖR Fertigstellung: 2016 Gesamtkosten: 180.000 Euro Zuschuss Bund/Land: 70.800 Euro
Umgestaltung Norikusbucht
Nachdem das Staatliche Wasserwirtschaftsamt auch am Südufer des Unteren Wöhrder Sees bauliche Maßnahmen zur Erhöhung der Fließgeschwindigkeit und damit zur Verringerung der Sedimentablagerung durchgeführt hatte – unter anderem durch einen Leitdamm vor der Norikusbucht – konnte die Stadt Nürnberg 2016 mit der Gestaltung der Uferbereiche beginnen. Durch die Anlage eines Weges auf dem Leitdamm wurde für die Bevölkerung die Möglichkeit geschaffen, den See neu zu erleben. In der Bucht wurde durch Aufschüttung ca. 10.000 m² Neuland geschaffen. Hier entstand eine neue Spiel- und Liegewiese direkt am Wasser. Der Schwerpunkt der Neugestaltung aber lag in der Anlage eines großen Spielplatzes. Ein dort befindlicher Wasserspielplatz aus dem Jahr 1972 musste aus hygienischen Gründen bereits 1992 wieder geschlossen werden. Die Idee von damals wurde wieder aufgegriffen und ein in der Fläche kleinerer, neuer Wasserspielplatz gebaut und in das Spielplatzareal integriert. Die nicht mehr benötigten Betonflächen des alten Wasserspielplatzes wurden nicht abgebrochen, sondern als Bewegungsparcour, aber auch als Biodiversitätsflächen wiederverwendet. Die Verkehrswege wurden neu strukturiert, wobei die Rad- und Fußwege getrennt wurden, indem der Radweg in diesem Bereich vom Ufer weggeführt wurde. So können Konflikte mit den Badenden und Spielenden vermieden werden. Diese Lösung hat sich zwischenzeitlich bewährt. Im Juni 2018 fand die feierliche Einweihung der neuen Grünanlage und des Spielplatzes statt.
Planung: Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten, Eichstätt Bauherr: SÖR Fertigstellung: 2018 Gesamtkosten: ca. 2,8 Mio Euro Zuschuss Bund/Land: ca. 611.000 Euro
Gleißhammer/St. Peter/Tullnau 49
Im Sanierungsgebiet Gleißhammer/St.Peter/ Tullnau gibt es einen Verfügungsfonds für Kleinprojekte. Da hier kein Quartiersmanagement installiert ist, wird dieser gemeinsam vom Kulturladen Zeltnerschloss und dem Stadtplanungsamt betreut.
Nachbarschaftsgarten
Die Betreuung des Nachbarschaftgartens an der Schloßstraße konnte über den Verfügungsfonds und mit Unterstützung des Kulturladens Zeltnerschloss sichergestellt werden. Ein Highlight war die optische Aufwertung der Anlage durch jjunge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VR-Bank im Rahmen einer Teambildungsmaßnahme im Jahr 2017.
Graffiti-Projekt
Auch ein Graffiti-Projekt der Scharrer-Mittelschule an einer Wand neben dem Kindergarten der katholischen Gemeinde St. Kunigund an der Scharrerstraße konnte mit dem Verfügungsfonds gefördert werden. Bei diesem Projekt setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen Frieden und Menschrechte auseinander und gedachten auch der Ermordung von Ismail Yasar durch die Mitglieder des sogenannten „Nationalsozialisten Untergrunds“ in unmittelbarer Nähe des Graffitis.
Neubleiche – Öffentliche Freiflächen
Nach Fertigstellung der Hochbaumaßnahmen müssen nun die vebliebenen öffentlichen Flächen entsprechend der ihnen zugedachten Funktionen gestaltet werden. Im Zuge dessen soll zwischen dem Generationenhaus und dem Studentenwohnheim ein Stadtteilplatz entstehen, in dessen Verlängerung eine kleine Grünanlage und über einen öffentlichen Fußweg eine Verbindung zur Burgerstraße hergestellt werden. Auch die Straßenräume der Schanzenstraße nördlich der Stephanstraße und der Neubleiche müssen ausgebaut bzw. neu gestaltet werden. Die Anwohnerbeteiligung ist 2019 vorgesehen, die Bauarbeiten könnten dann 2020 durchgeführt werden.
St. Leonhard/
Schweinau
Eckdaten
Sanierungsgebiet seit 08/2008 Bund-Länder-Programm: Soziale Stadt
Fläche in ha: 119 Wohngebäude: 999 Wohnungen: 8.547 Einwohner: 17.334 Haushalte: 8.611
Zuschüsse Bund/Land: 2,1 Mio. Euro
Standort
Quartiersbüro
Gebietsbeschreibung
Das Sanierungsgebiet St. Leonhard/Schweinau liegt im Südwesten Nürnbergs und ist von den benachbarten Stadtteilen im Norden und im Osten durch die Trassen des Frankenschnellwegs und der Bahnlinien abgeschnitten. Es umfasst den ganzen Stadtteil St. Leonhard und den nördlichen Teil von Schweinau.
St. Leonhard weist die Merkmale einer Arbeitervorstadt des 19. Jahrhunderts auf und steht in seinem zentralen Bereich um die Schweinauer Straße als Ensemble unter Denkmalschutz. Die Schwabacher Straße und die Rothenburger Straße besitzen zentrale Versorgungsfunktionen mit meist kleinflächigen Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben.
Das ehemalige Dorf Schweinau hat im Laufe seiner Entwicklung sein „Gesicht“ verloren und wirkt sehr heterogen. Einige gut erhaltene ehemalige Bauernhäuser erinnern noch an seine Geschichte. Die Schweinauer Hauptstraße übernimmt hier Versorgungsfunktion mit kleinteiligem Einzelhandel bis in den Bereich „Hohe Marter“.
Michael-Ende-Schule
Ein Meilenstein für die Entwicklung des Stadtteiles St. Leonhard war die Errichtung der Michael-Ende-Grundschule mit integriertem Hort. Der Anstoß dazu kam wiederum aus dem Stadtteilarbeitskreis STARK, in dem alle sozialen, kulturellen und schulischen Einrichtungen vernetzt sind. Ermöglicht wurde der Neubau schließlich auf dem letzten freien Baugrundstück des Neubaugebietes „Leonhardspark“, nachdem die Projektentwicklungsgesellschaft Leonhard Nord auf den Bau der dort vorgesehenen Reihenhäuser verzichtete und das Grundstück zur Verfügung stellte. Die Schule nahm im September 2016 ihren Betrieb auf.
Planung: Hausmann Architekten GmbH, Aachen Ingenieure: Carpus + Partner AG, Aachen Bauherr: wbg Kommunal GmbH, Nürnberg Latz + Partner LandschaftsArchitekten Stadtplaner, Kranzberg Fertigstellung: 2016
nachher vorher
Graffiti-Projekt Kinder- und Jugendhaus Stapf
Im Sommer 2018 entstand auf einer Betonmau- mehrtägigen Workshop mit den Kindern und er entlang der Heinrichstraße mit ca. 100 m² Jugendlichen sowie Mitarbeiterinnen und Mitgestalteter Fläche eines der größten Graffitis arbeitern des Stapf erarbeitet hatte. in Nürnberg. Die Mauer gehört zu dem Kinder- Die Wand zieren nun bunte Fantasiewelten und Jugendhaus Stapf, einer Einrichtung der - und das Stapf immer mittendrin: Mal im Caritas Nürnberg. Urwald, mal auf dem Ozean oder über den Bevor es an die künstlerische Gestaltung ging, Wolken. musste die aus Betonfertigteilen mit unter- Künstler: Style Scouts® Carlos Lorente schiedlichen Oberflächenstrukturen bestehen- Bauherr: Caritas Kinder- und Jugendhaus Stapf de, ca. 50 m lange Wand von einer Fachfirma Fertigstellung: 2018 mit einem glatten Putz versehen werden. Da- Gesamtkosten: 24.000 Euro Zuschuss Bund/Land: 7.500 Euro nach konnte der Graffitikünstler Carlos Lorente Sponsoren: 4.900 Euro die Motive aufsprühen, die er zuvor in einem
Umgestaltung Marie-Juchacz-Park
Der Marie-Juchacz-Park ist eine Grünanlage aus den sechziger Jahren im westlichen Teil St. Leonhards. Sie besteht aus einer Grünfläche, einem Spielbereich und einem Bolzplatz, die sich in süd-nördlicher Richtung aneinaderreihen. Insbesondere die Grünfläche nördlich der Leopoldstraße bedarf dringend einer Aufwertung. Dies wurde bereits bei den Vorbereitenden Untersuchungen festgestellt und kommt nun endlich zur Realisierung. Im Herbst 2018 fanden zwei Bürgerbeteiligungen vor Ort statt, die von SÖR und dem Quartiersmanagement organisiert und durchgeführt wurden. Beim ersten Termin sammelte man Ideen, Wünsche und Anregungen, sodass das Planungsbüro „Die Grille“ aus Penzberg beim zweiten Termin am 4. Dezember 2018 einen Entwurf vorstellen konnte, in dem die meisten Anregungen und Wünsche aus der ersten Bürgerbeteiligung aufgenommen waren. Dementsprechend positiv fiel die Resonanz auf die präsentierte Planung aus. Zentrales Merkmal der Neugestaltung ist ein ringförmiger Flanierweg, an dem sich die einzelnen Attraktionen wie Staudenbeete, Bänke, Tischtennis, Sport- und Balanciergeräte etc. anordnen. Im nordwestlichen Teil der Grünanlage wird ein separater Hundebreich angelegt. Ausführungsplanung und Ausschreibung werden im Jahr 2019 erfolgen, als Baubeginn ist Anfang 2020 anvisiert. Es ist geplant, bei der Umsetzung die Anwohner wieder zu beteiligen, z.B. durch Zwiebelstecken oder ähnliche Aktionen.
Planung: Die-Grille Landschaftsarchitekten, Penzberg Bauherr: SÖR Fertigstellung: 2021 Gesamtkosten: 822.500 Euro Zuschuss Bund/Land: 434.800 Euro
Kinder- und Jugendhaus Bertha
Am 31. Mai 1967 wurde das „Freizeitheim Bertha-von-Suttner-Straße“ eröffnet und ist damit eine der ältesten Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Nürnberg. Daraus ist inzwischen das „Kinder- und Jugendhaus Bertha“ geworden und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit bei den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Stadtteile Sündersbühl und St. Leonhard. Das Gebäude zeigte sich allerdings schon seit mehreren Jahren in einem desolaten Zustand Planung: Ulrich + Ulrich Architekten und war wirtschaftlich nicht zu sanieren. Um Bauherr: Hochbauamt, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - Jugendamt das Raumangebot der Einrichtung zu erwei- Fertigstellung: 2015 tern, die Nutzung von Außenflächen zu ermöglichen und ein zeitgemäßes Freizeitangebot im Zuschuss Bund/Land: ca. 860.000 Euro Haus anzubieten, war ein Neubau notwendig. Bayerischer Jugendring: ca. 322.000 Euro Dieser wurde schließlich auf dem Areal der Carl-von-Ossietzky-Schule realisiert. Im Oktober 2015 wurde der Neubau mit einem Festakt eingeweiht. Entstanden ist ein multifunktionales, inklusionsgerechtes Gebäude nach modernstem energetischen Standard (Passivhaus). Unter anderem wurde ein Aufenthaltsraum (mit Tresen, Küche und Sitzecke), ein Mehrzweckraum (mit DJ-Kabine), ein PC-Medienraum und ein Werkraum (mit Keramikbrennofen) eingerichtet. Für Aktivitäten im Freien steht neben dem Außengelände mit Fußball- und Basketballfeld zusätzlich noch eine Dachterrasse zur Verfügung.
Konfliktmanagement Schweinauer Straße
Nachdem sich seit mehreren Jahren die Konfliktsituationen in der Fußgängerzone in der Schweinauer Straße in St.Leonhard (Lärm, Vermüllung, Parken und Durchfahren, nächtlicher Aufenthalt, Gewalt und Drogen) verschärft hatten, wurde 2016 ein erster runder Tisch mit den Spitzen der Verwaltung, Bewohnern, Quartiersmanagement und Bürgerverein koordiniert, um gemeinsame Lösungen für die vielschichtige Problemlage zu entwickeln. Als erste Maßnahmen für die Verbesserung der Situation wurden gemeinsam mit einer Künstlergruppe (Anja Schöller und Regina Pemsl) und interkulturellen Mediatoren des Men- Austausch mit der Verwaltung. In den zwei Jahschenrechtsbüros mehrere Beteiligungsformate ren wurde deutlich, dass diese Formate alleine entwickelt und 2017 und 2018 direkt vor Ort nicht ausreichen, die komplexen Problemlagen umgesetzt. zu verbessern oder gar zu lösen. Ziel dieser Veranstaltungen („dorddn hoggn“ Durch Einbindung von Politik, Polizei und Verund „forum007“) war es, mit den unterschiedli- waltungsspitze wurde die Notwendigkeit deutchen Gruppierungen ins Gespräch zu kommen, lich, auch verstärkt ordnungsrechtliche Maßzwischen ihren konkurrierenden Interessen zu nahmen umzusetzen, die nach einem zweiten vermitteln und kreative Lösungen zu finden. Runden Tisch Ende 2018 angegangen werden. Unterstützt wurden diese Prozesse auch durch Das Quartiersmanagement wird den Prozess Aktionen der Gesundheitskoordination und im weiterhin steuern und begleiten.
700 Jahre St. Leonhard – Ausstellung
Im Rahmen des Jubiläumsjahres des Nürnberger Die Stadtteilgalerie ist ein Gemeinschaftspro- Stadtteils St. Leonhard, wurde in der Stadtteil- jekt des Quartiersmanagements (QM) mit Ernst galerie LeonArt im Mai und Juni 2017 eine Jocher im Rahmen des Leerstandsmanage- Fotoausstellung über die Geschichte des Stadt- ments. teils präsentiert. Die Ausstellung hat der Fo- Die Wiederbelebung des ehemaligen Supertograf und Galerist Ernst Jocher zusammen- marktes in der Leopoldstraße 24 als Stadtteilgestellt, der selbst in St. Leonhard geboren, galerie LeonART kam nur zustande, weil die aufgewachsen und längst ein Chronist seines Eigentümer die Räume mietfrei zur Verfügung Stadtteils geworden ist. Er hat eine Fülle von stellen. Mit der Unterstützung des QMs und der historischem Material – alte Fotografien, Pläne Hilfe von Fördermitteln bereichert das Projekt und Stiche – ausfindig gemacht und für die Prä- seit 2014 das kulturelle Leben im Stadtteil. sentation aufbereitet.
Gesundheitsnetzwerk
Bereits bei den Vorbereitenden Untersuchungen hatte sich gezeigt, dass das Thema Gesundheit im Stadtteil oberste Priorität hat. Schulen und soziale Einrichtungen berichteten von deutlichen Defiziten bei Kindern im Vergleich zu anderen Stadtteilen. Daraufhin wurde im Stadtteilarbeitskreis STARK die Idee des Gesundheitsnetzwerkes geboren. Demnach sollten alle Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in St. Leonhard und Schweinau in die Lage Gesamtkosten: 290.000 Euro versetzt werden, Projekte zur gesunden Ernäh- Zuschuss Bund/Land: 93.000 Euro rung und Bewegung anbieten zu können. Techniker Krankenkasse: 100.000 Euro Mit Hilfe des Programms „Soziale Stadt“, der Fachdienststellen: 24.000 Euro Techniker Krankenkasse und der Projektagen- Sponsoren: 11.000 Euro tur Göttlein gelang es, ein solches Netzwerk aufzubauen. Im Zeitraum von 2010 bis 2015 wurden insgesamt 57 Einzelprojekte zur Förderung von gesunder Ernährung und Bewegung durchgeführt. Im März 2017 erschien eine Dokumentation des Gesundheitsnetzwerkes als Broschüre.
LeonGardening
Am 5. Mai 2018, dem Tag der Städtebauförderung, fiel der Startschuss für einen Nachbarschaftsgarten in der Hermannstraße 33, einem ehemaligen Bauhof des Unternehmens Völkl&Heidingsfelder. An diesem Tag wurde das Gemeinschaftsprojekt der NorisArbeit, des Quartiersmanagements, der Gesundheitskoordination und der Stadterneuerung eröffnet. Diese Möglichkeit für Menschen aus dem Stadtteil, eigenes Gemüse anzubauen, zu hegen und zu ernten, wurde erst durch die längerfristige Überlassung des Geländes durch die Eigentümer der Baufirma geschaffen. Mittlerweile ist das Projekt durch vielfältige, Arbeit geleistet werden, die vor Ort auch einen öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, u.a. Standort für ein Beschäftigungsprojekt betreimit dem Bürgerverein, so bekannt geworden, ben. dass innerhalb eines halben Jahres schon 20 Hier werden Langzeitarbeitslose und arbeits- Parteien Hochbeete für den persönlichen Be- berechtigte Geflüchtete qualifiziert und für die darf nutzen. Neben dem Pflanzen und Ernten Arbeitswelt vorbereitet, die Gemeinschaft von von Gemüse und Blumen, dient der Nachbar- Geflüchteten und Stadtteilbewohnern mit und schaftsgarten auch als sozialer Treffpunkt von ohne Migrationshintergrund gefördert und ein Menschen aus dem Stadtteil. zu 100% versiegeltes ehemaliges Betriebsge- Der Bau der Hochbeete und bei Bedarf auch die lände begrünt. Bewässerung der Pflanzen kann über die Noris-
Kinder- und Jugendhaus Oase
Der lang gehegte Wunsch, den Jugendtreff „Oase“ in Schweinau zu einem Kinder- und Jugendhaus auszubauen, ist einen wesentlichen Schritt weitergekommen. Das Grundstück des Jugendtreffs an der Hinteren Marktstraße war Teil des städtebaulichen Wettbewerbs zur Neuentwicklung des AkzoNobel-Areals. Der Siegerentwurf sieht nun vor, dass das neue Kinder- und Jugendhaus an der Hinteren Marktstraße verbleibt, jedoch auf die Nachbargrundstücke in südostlicher Richtung verschoben wird. Dies hat den großen Vorteil, dass die alte Oase erst geräumt und abgebrochen werden muss, wenn der Neubau bezogen werden kann – eine zügige Umsetzung vorausgesetzt.
Planung: Meier.Neuberger.Architekten, München Bauherr: wbg Kommunal, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - Jugendamt
Weststadt
Eckdaten
Sanierungsgebiet seit 02/2011 Gebietserweiterung 07/2015 Strukturprogramm Nürnberg-Fürth bis 2014 Bund-Länder-Programm: Stadtumbau Bund-Länder-Programm: Zukunft Stadtgrün
Fläche in ha: 403 Wohngebäude: 2.153 Wohnungen: 16.824 Einwohner: 32.242 Haushalte: 17.287
Zuschüsse Bund/Land: 14,9 Mio. Euro
Standort
Quartiersbüro
Gebietsbeschreibung
Vom Plärrer bis zur Stadtgrenze prägen weitläufige, teils aufgegebene Gewerbeflächen und große Verkehrsinfrastrukturen den Nürnberger Westen. Die Pegnitz fließt über vier Kilometer weit am nördlichen Rand dieses Stadtbereichs vorbei, während Bahntrasse und Frankenschnellweg die südliche Grenze markieren. Der Mangel an öffentlichen Grün- und Erholungsflächen in diesem dicht bebauten Gebiet wird in Zeiten des Klimawandels deutlich.
Für die weitere Entwicklung dieses Gebiets ist es entscheidend, welche Strategien man für den Umgang mit den Entwicklungsflächen, dem Fluss, der Aufenthaltsqualität und den Menschen im Stadtteil verfolgt. Die Weststadt bietet Potenziale unterschiedlichster Art: Raum für Wohnen und Arbeiten, urbane Vielfalt durch die schrittweise Umnutzung alter Industriegelände und eine Basis für kreative Stadtentwicklungsarbeit.
nachher
vorher
vorher
Kulturwerkstatt Auf AEG
Nach der Schließung des Fertigungsstandortes Nürnbergs, das spanische Centro Español, under AEG in Muggenhof 2007 hatte die Stadt tergebracht werden. Nürnberg großes Interesse an einer bedarfsge- Das neu sanierte Haus mit mehr als 130 Räumen rechten, nachhaltigen Nutzung des Geländes. bietet auf 4.800 Quadratmetern unter anderem Mit Unterstützung der Städtebauförderung einen großen Veranstaltungssaal mit Foyer und konnte die ehemalige Fertigungshalle 3 auf Gastronomie sowie kleinere Veranstaltungs-, dem AEG-Südareal gekauft und damit ein lan- Seminar- und Übungsräume. Hoher Wert wurge gewünschtes, soziokulturelles Angebot in de auch auf die Schalldämmung zwischen den Form eines Kulturzentrums mit Werkstattcha- Räumen gelegt. Dafür sorgen mehrschalige rakter umgesetzt werden. Wände und Decken sowie aufwendige Schall- Das Leuchtturmprojekt „Kulturwerkstatt Auf schutztüren. AEG“ beherbergt nach dem umfassenden Um- Planung: Anderhalten Architekten, Berlin bau verschiedene Einrichtungen. So konnten Bauherr: Hochbauamt neben dem Kulturbüro Muggenhof, die städ- Amt für Kultur und Freizeit tische Musikschule, der KinderKunstRaum, die Fertigstellung: Herbst 2016 Akademie für Schultheater und performati- Zuschuss Bund/Land: ca. 8,5 Mio. Euro ve Bildung sowie der älteste Migrantenverein Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg: ca. 1,5 Mio. Euro
Kinder- und Jugendhaus TetriX Spielplatz Leiblsteg mit Aktivspielplatz Fuchsbau Aufgrund des Zuzugs junger Familien ist der Be- Um das soziale Angebot für Jugendliche zu darf an altersgerechten Spielflächen für Kinder erweitern, wurde von der Stadt Nürnberg das und Jugendliche gestiegen. Der bisher vorhanehemalige Gelände der Firma Weghorn und dene, sanierungsbedürftige Spielplatz konnte Recht (Pinsel- und Malkastenproduktion) in der die Bedarfe nicht decken. Da auch die in der Muggenhofer Straße erworben. Nach Abriss Nähe befindlichen Kinderbetreuungseinrichder alten Villa und der Lagergebäude entstand tungen die Grünfläche am Leiblsteg nutzen, war das Kinder- und Jugendhaus TetriX. Neben ei- eine Erweiterung der Angebote extrem wichtig. ner Kletterwand und einem Basketballkorb Bei der Auswahl der Spielgeräte wurden die im Außenbereich wurde im Kellergeschoss ein Kinder aktiv beteiligt. Es entstanden zwei neue Tonstudio für Musikaufnahmen eingerichtet, Spielplätze für jüngere und ältere Kinder sowie dessen Ausstattung durch die Hans-Thomann- Aufenthaltsbereiche für Jugendliche. Stiftung gesponsert wurde. Auch in der Weststadt ist die Verbesserung des nachher Im Rahmen des Neubaus des Kinder- und Ju- Wegenetzes ein wichtiges Ziel der Stadterneugendhauses TetriX wurde auch die Planung ei- erung. Der Leiblsteg, als einzige Fußwegverbin- vorher nes Aktivspielplatzes in Auftrag gegeben. Der dung zwischen Eberhardshof und Ley, bietet eine Spielplatz wurde an das neugebaute Kinder- kurze und sichere Verbindung von den Wohngeund Jugendhaus angegliedert und soll Jugend- bieten zu den Schulen und Kindergärten. lichen einen Aufenthaltsbereich mit aktiven Im Zuge der Spielplatzerweiterung fand daher Gestaltungsmöglichkeiten bieten. zeitgleich der Neubau eines Rad- und Fußwegs Getragen wird der Aktivspielplatz vom Mug- statt, der an den Leiblsteg angebunden ist. Er genhofer Fuchsbau e.V., bei dem u.a. der an- verläuft parallel zur Bahnlinie auf einer Teilfläliegende Kleingartenverein Mitglied ist. So bil- che des ehemaligen Paketförderbandes zwidete sich unter Einbeziehung des ebenfalls neu schen Quelle-Versandhaus und Bahnhof Doos. entstandenen Haus für Kinder (Kindergarten Ziel war es, eine sichere Verbindung vom Leiblund Horteinrichtung) eine fruchtbare Koopera- steg und den Spielplätzen zum Wohngebiet tion aller ansässigen Einrichtungen. „Familiennest“ mit über 50 neuen Reihenhäusern sowie der Schule und den Kindergärten zu Planung Kinder- und Jugendhaus: Architekten Chrupala + schaffen. Endres, Nürnberg Planung Aktivspielplatz: Landschaftsarchitektin freiraumplanung Planung: Andrea Wolf, Landschaftsarchitektin, Coburg mrachacz, Nürnberg Bauherr: SÖR Bauherr: wbg Kommunal Fertigstellung: Sommer 2016 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - Jugendamt Fertigstellung: Februar 2015 Zuschuss Bund/Land: ca. 800.000 Euro Zuschuss Bund/Land: ca. 3 Mio. Euro
nachher
vorher
Spielplatz Fuchsloch
Anlässlich der Neugestaltung des Heinickeplatzes, die voraussichtlich ab 2021 erfolgen wird, forderten die Planer auch die Entlastung der neu zu schaffenden Grünfläche durch alterna- Sportplatz Fuchsloch tive Aufenthaltsbereiche. Daher entstand mit Unterstützung der Städtebauförderung auf ei- Bereits 2012 forderten mehrere fußballbegeisner bisher nur wenig genutzten Fläche am Ende terte Muggenhofer Jugendliche die Schaffung des Fußweges in der Verlängerung der Johann- eines öffentlichen Bolzplatzes in der Nachbar- Sebastian-Bach-Straße ein neuer Spielplatz für schaft. Bei der offenen Planungswerkstatt für Jugendliche zwischen 7 und 14 Jahren. Er bietet den Heinickeplatz wurde daher der vorhandeausreichend Kletter- und Schaukelmöglichkei- ne Hartplatz des Zentrums für Hörgeschädigten sowie freien Spielraum. Ein Zaun schützt te am Fuchsloch in die Überlegungen für ein vor freilaufenden Hunden. Gesamtkonzept mit aufgenommen. Nach der Der Spielplatz ist mit dem Bolzplatz ein Teil des erfolgten Sanierung steht die Sportfläche nun im Rahmen der öffentlichen Planungswerkstatt am Vormittag dem Schulsport und nach Schulzur Neugestaltung des Heinickeplatzes erarbei- schluss, an den Wochenenden und in den Ferien teten Gesamtkonzeptes. der Öffentlichkeit zur Verfügung. Als Ergebnis einer umfassenden Neugestaltung können die Planung: Ver.de Landschaftsarchitektur, Freising Kinder und Jugendlichen dort neben Basket- Bauherr: SÖR Fertigstellung: Sommer 2016 ball auch Fußball und Beachvolleyball spie- Gesamtkosten: ca. 524.000 Euro len. Gleichzeitig wird die Grünfläche an der Zuschuss Bund/Land: ca. 369.000 Euro Heinickestraße entlastet.
Planung: Ver.de Landschaftsarchitektur, Freising Bauherr: SÖR Fertigstellung: Sommer 2016 Gesamtkosten: ca. 670.000 Euro Zuschuss Bund/Land: ca. 280.000 Euro Sanierungsanteil Bezirk Mittelfranken: 185.000 Euro
Quartierspark Eberhardshof
Im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen zur Ausweisung des Stadterneuerungsgebiets Weststadt ermittelten die Gutachter ein deutliches Defizit an Grün- und Freiflächen im Stadtteil Eberhardshof. Aus diesem Grund wurde als Teilergebnis eines städtebaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerbes ein neuer Stadtteilpark gefordert. Die Planung und Realisierung wurde von September 2016 bis April 2018 durch ein umfangreiches öffentliches Beteiligungsverfahren begleitet. Die Bürger konnten ihre Ideen und Wünsche dabei auch im Internet über das städtische ePartizipationsportal einbringen. Das damit beauftragte Büro Die Raumplaner aus Berlin sammelte hierbei Erkenntnisse über die Anwendung verschiedener Beteiligungsmethoden, die am Ende ausgewertet und in einer Broschüre zusammengefasst wurden. Die Auswertungsphase begleitete bereits der beauftragte Landschaftsplaner, der die Vorschläge und Ideen der Bevölkerung in seine Entwürfe aufnahm. Ab Sommer 2019 sollen die Umbauarbeiten beginnen. Der Park wird in verschiedene Bereiche eingeteilt, sodass neben einem zentralen Platz mit Fontainenfeld auch genug Raum für Begegnung, Bewegung und Erholung entstehen wird. Einem Pilotprojekt wird im neuen Park mit Spannung entgegengesehen. Erstmalig werden Obstbäume und Sträucher gepflanzt, die von Patenschaftsvereinen oder öffentlichen Einrich- Obstbaumpaten für den Quartierspark tungen (Schulen und Horte) aus der Nachbarschaft gepflegt und abgeerntet werden. Im Beteiligungsverfahren zur Gestaltung des Quartiersparks Eberhardshof hatte die Bevöl- Planung: Planstatt Senner, München kerung dem Wunsch nach einem „essbaren Bauherr: SÖR Fertigstellung: 2020 Park“ Ausdruck verliehen. In einem Pilotprojekt Gesamtkosten: ca. 3,8 Mio. EUR mit Grundstückskauf sehen die Planer nunmehr in der nördlich ge- Zuschuss Bund/Land: ca. 2,4 Mio. Euro legenen „Gemeinschaftsscholle“, die Pflanzung von 16 Obstbäumen sowie einen Pflanzstreifen für Obststräucher entlang der Garagen vor. Um die Verwertung der Früchte sicherzustellen hat das Quartiersmanagement Obstbaumpaten angeworben. Inzwischen wurden vier Paten (HeHani e.V., Treffpunkt e.V., der Kinderhort Wandererstraße sowie der Kindergarten Grünschnabel) gefunden, die sich in den folgenden zehn Jahren um Pflege und Ernte der von ihnen ausgewählten Obstbäume und -sträucher kümmern werden. Sollte sich das Modell der Obstbaumpatenschaften in den nächsten Jahren bewähren, könnte es künftig auch in anderen Stadtteilen eingeführt werden.
Vorplatz Saal 600
Der Justizpalast in der Fürther Straße ist eines der bedeutendsten historischen Gebäude Nürn- Jamnitzerplatz bergs. Im berühmten „Saal 600“ fanden die „Nürnberger Prozesse“ statt, die die Verant- Auf Grund des Grünflächendefizits im Bereich wortlichen für die Verbrechen der NS-Zeit zur Gostenhof herrscht unter anderem ein großer Rechenschaft zogen. Das Gebäude beherbergt Nutzungsdruck auf dem Jamnitzerplatz. Ent- derzeit ein Museum, in dem diese Vergangenstanden ist der Platz mit Hilfe städtebaulicher heit aufgearbeitet wird. Nach der Fertigstel- Fördermittel bereits Mitte der 1980er Jahre. lung des neuen Gerichtgebäudes im Westen des Seither haben sich die unterschiedlichsten Justizareals werden Teile der Justizbehörde um- Gruppierungen sowie Bürgerinnen und Bürger ziehen, so dass das Museum erweitert werden den Platz angeeignet. Die Gebrauchsspuren kann. Daher ist die Schaffung eines adäquaten sind unübersehbar, das Konzept der damaligen Vorplatzes für das Memorium Nürnberger Pro- Gestaltung ist überholt und die Unzufrieden- zesse und für die neu gegründete Internationale heit der Anwohnerinnen und Anwohner mit Akademie Nürnberger Prinzipien, die ebenfalls dem Zustand des Platzes ist ein häufiges The- in das Gebäude einziehen wird, eine wichtige ma in lokalen Gesprächsrunden. Auch der tech- Aufgabe der Stadterneuerung. Geplant ist nenische Zustand von Brunnen und Untergrund ben einer Freifläche auch ein Empfangsgebäuweist Mängel auf. de mit Ticketverkauf, Aufenthaltsbereich und Um den Jamnitzerplatz wieder sicher und at- Garderobe für die Besucher. Hierfür konnte das traktiv zu machen, hat sich die Stadt Nürnberg Grundstück vor dem zukünftigen Museum Ende dazu entschlossen, eine dringend notwendige 2017 erworben werden. Derzeit befindet sich und umfangreiche Umgestaltung durchzufüh- auf dem Vorplatz noch ein Werkstattgebäude, ren. Im Oktober 2018 wurde das erste Bürger- das später abgerissen wird. Im Jahr 2019 wird in beteiligungsverfahren durchgeführt, bei dem Absprache mit dem Justizministerium ein Wettdie Bevölkerung vor Ort und per ePartizipation bewerb stattfinden, der erste Ergebnisse zur über das Internet erste Ideen und Vorschläge für Gestaltung der Vorfläche bringt. die Aufwertung des Platzes einbringen konnte. Bisherige Kosten: ca. 1,9 Mio. Euro Der im März 2019 präsentierte Entwurf der Flächenankauf Landschaftsarchitektin wurde ebenfalls öffent- Zuschuss Bund/Land: ca. 1 Mio. Euro lich vorgestellt. Während der regen Diskussion im Anschluss waren zahlreiche Menschen aller Altersgruppen im Nachbarschaftshaus anwesend. Deren Wünsche und Anregungen sowie auch die Meinungen und Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer, welche vom Quartiersmanagement auf dem Jamnitzerplatz direkt abgefragt wurden, fließen in die Planungen ein.
Planung: Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten GmbH, Eichstätt Bauherr: SÖR Fertigstellung: Herbst 2021
Zuschuss Bund/Land: ca. 900.000 Euro
Der Verfügungsfonds wird vom Quartiersmanagement in Abstimmung mit der Stadterneuerung verwaltet.
Mobile Sprechstunden
Der Kontakt zur Bevölkerung ist für die Arbeit der Quartiersmanagerinnen sehr wichtig. Im direkten Gespräch erhalten Sie Anregungen und Ideen, geben aber auch gleichzeitig Informationen und Hinweise weiter. Diese Kontaktaufnahme soll niedrigschwellig erfolgen und möglichst viele Menschen im Eröffnung des Quartiersbüros Quartier erreichen. Daher führt das Quartiers- am Tag der Städtebauförderung management im Sommer mobile Sprechstunden in den einzelnen Stadtteilen der Weststadt Die Stadt Nürnberg nutzte dieses Format am durch. So können gleichzeitig auch Eindrücke 12. Mai 2017 um das neue Quartiersmanagevor Ort gesammelt werden. Nicht selten sto- ment in der Weststadt vorzustellen und gleichßen die beiden Quartiersmanagerinnen dabei zeitig das Quartiersbüro nach einer Umorganiauf schöne Dinge, aber auch Problematisches sation wieder zu eröffnen. Neben Führungen kommt so zum Vorschein und kann vor Ort mit durch das Stadterneuerungsgebiet gab es im den Betroffenen besprochen werden. Quartiersbüro Bastelaktionen und musikalische Unterhaltung bei Kaffee und Kuchen. Zusätz- Stadtteilfeste lich informierten die Mitarbeiter die Besucherinnen und Besucher über die Arbeit vor Ort. Für die Bewohner des Stadterneuerungsgebiet Weststadt finden regelmäßig Stadtteilfeste statt. Dort können sich die Einrichtungen des Stadtteils vorstellen, die Menschen einander kennenlernen und Kinder ihren Spaß haben. Der Erlös aus dem Verkauf von Essen und Getränken kommt den teilnehmenden Einrichtungen zu Gute. Auch das Quartiersmanagement beteiligt sich mit einem Informationsstand und Sonderaktionen. Jährlich zwischen Mai und Juni findet an einem Sonntag das Stadtteilefest Muggeley in der Wandererstraße statt. Ebenfalls einmal im Jahr, am Samstag nach Pfingsten, veranstaltet Gostenhof das Stadtteilfest, zeitgleich mit der Adventskalender Kirchweih rund um die Dreieinigkeitskirche. Jedes zweite Jahr gibt es das Straßenfest in der Unter dem Motto „Advent im Quartier – Jeden Gostenhofer Hauptstraße. Auch hier wird den Tag öffnet sich eine Tür im Stadtteil“ wurde zahlreichen Besuchern aus dem Quartier viel unter Federführung des Seniorennetzwergeboten. kes Eberhardshof/Muggenhof an jedem der Dieser Kontakt zur Bevölkerung ist für die 24 Adventstage auf weihnachtliche Angebote Quartiersmanagerinnen sehr wichtig. Schon in der Umgebung aufmerksam gemacht oder in den Vorbereitungstreffen findet ein guter Gedichte und Rezepte veröffentlicht. Einige Austausch mit den anderen Einrichtungen im dieser Aktionen wie beispielsweise Advents- Stadterneuerungsgebiet statt. So lernt man cafés, Bastelangebote oder Begegnungsnachsich kennen, kann sich gegenseitig unterstüt- mittage für Menschen unterschiedlicher Natiozen und austauschen. Nicht selten ergeben sich nalitäten fanden auch im Quartiersbüro selbst daraus auch gemeinsame Projekte oder Veran- statt. Das Quartiersmanagement begleitete das staltungen zum Nutzen der Menschen, die im Projekt mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit und Stadtteil wohnen. Gestaltung des Schaufensters.
Hinterhofflohmarkt
Auf Initiative des Quartiersmanagements fand am 26. Juni 2018 der 1. Hinterhofflohmarkt in Seeleinsbühl/Muggenhof statt, bei dem sich insgesamt 29 Höfe beteiligten. Organisiert wurde der Flohmarkt von einer Bewohnerin aus dem Quartier sowie dem Quartiersmanagement. Hofflohmärkte bringen Hausgemeinschaften ins Gespräch und tragen zur Kommunikation und zum Kennenlernen im Viertel bei. Die Besucherinnen und Besucher erkunden den Stadtteil aus einer nicht alltäglichen Perspektive einschließlich eines Einblicks in die verborgenen Oasen der Innenhöfe. Sie sind im besten Sinne ein soziokulturelles Projekt, das dem Stadtteil nutzt. An einem eigenen Stand im Hinterhof des Quartiersbüros in der Fürther Straße wurde Gebrauchtes verkauft aber auch über die laufenden Projekte in der Nürnberger Weststadt informiert.
Lust auf Grün? Ein Hochbeet für Ihren Hof
Am 26. Mai 2018 startete anlässlich des Straßenfests in Gostenhof das Projekt „Lust auf Grün? Ein Hochbeet für Ihren Hof“ mit dem Bau eines Musterhochbeetes. Das Beet wurde von Landschaftsarchitektin Andrea Maria Schmidt, dem Quartiersmanagement und interessierten Stadtteilbewohnerinnen und –bewohnern vor Ort aufgebaut und im Anschluss an das Fest in den angrenzenden Kindergarten Glockendon gebracht. Das Projekt stellt interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern im Stadtgebiet Gostenhof West-West, rund um die Denisstraße, temporär ein Hochbeet für ihren Hinterhof zur Verfügung, welches sie bepflanzen und pflegen können. Voraussetzung ist, dass der Eigentümer, bzw. die Eigentümerin des Hofs schriftlich ihre Zustimmung geben und mindestens eine Person der Hausgemeinschaft die Pflege des Beets verlässlich übernimmt.
In den letzten sieben Jahren konnten einige Projekte in der Weststadt angestoßen und teilweise schon durchgeführt werden. In einem dynamischen Stadtgebiet, das vor allem im westlichen Teil (Muggenhof und Eberhardshof) durch die Industriebrachen von AEG und Quelle geprägt war, hat sich viel für die Bevölkerung getan: Leerstände wurden verringert und Infrastruktur für Jung und Alt geschaffen. Auch konnte der Stadtgarten für die nächsten Jahre im Stadtteil Eberhardshof gehalten werden. Aktuell gibt es erste Gespräche zum Nordareal des ehemaligen AEG-Geländes. Hier sollen, neben Gebäuden für die Technische Hochschule unter anderem auch Wohnflächen geschaffen werden. Diskutiert werden derzeit ebenfalls die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten des alten Versandhauses der Quelle mit dem neuen Eigentümer. Dennoch bleiben einige Projekte offen, deren Umsetzung bis zum jetzigen Zeitpunkt aus verschiedenen Gründen noch nicht möglich war. Hier spielen unter anderem städtische Planungskapazitäten, fehlende Vorleistungen Dritter oder auch die Schwerfälligkeit mancher Vertragspartner eine große Rolle.
Gostenhof-West
In den nächsten Jahren wird sich der Fokus etwas weiter in den Osten verschieben. Gerade der Stadtteil Gostenhof-West mit seiner gemischten Bewohnerstruktur ist ein spannendes Betätigungsfeld. Mit Hilfe des Quartiersmanagements ist man auf dem Weg, z.B. durch mobile Sprechstunden, den engeren Kontakt zu den Menschen vor Ort zu finden, um für deren Anliegen im Quartier tätig zu werden. Ein Schwerpunkt in diesem dicht bebauten Gebiet wird das Thema Grün und die Sanierung von Wohnraum sein, aber auch die Schaffung und Volksbad Erneuerung von sozialen Einrichtungen und Begegnungsflächen ist ein Ziel, das angegan- Die Diskussion über das alte Volksbad hat wiegen wird. Die Stadt ist hier besonders auf die der Fahrt aufgenommen. In den nächsten Jah- Mitwirkung der Bevölkerung bzw. der Eigentü- ren wird ein Projektteam die Umsetzung von merinnen und Eigentümer von Immobilien und Sanierungsmaßnahmen prüfen und, wenn Grundstücken angewiesen. Zusätzlich zu priva- möglich und finanziell darstellbar, in die Wege ten Vorhaben werden in den nächsten Jahren leiten. Es bleibt also spannend im Westen der bestehende städtische Grünflächen aufgewer- Stadt zwischen Pegnitz und Frankenschnelltet und das Nachbarschaftshaus saniert. weg, Plärrer und Stadtgrenze.
Kraftshof
Eckdaten
Sanierungsgebiet seit 2014 Länder-Programm: Bayerisches Städtebauförderungsprogramm
Fläche in ha: 27 Wohngebäude: 269 Wohnungen: 362 Einwohner: 812 Haushalte: 373
Gesamtkosten: 753.982 Euro Zuschüsse Land: 296.000 Euro
Gebietsbeschreibung
Das im Norden der Stadt gelegene Kraftshof zählt zu den eher kleinen, dörflich strukturierten Ortsteilen im Nürnberger Knoblauchsland. Das Gebiet wurde im März 2014 als Sanierungsgebiet in Nürnberg ausgewiesen. Eine intensive Bürgerbeteiligung begleitete die städtebauliche Bestandsaufnahme ebenso wie die Formulierung von Entwicklungszielen und das Aufstellen eines Integrierten Handlungskonzeptes. Dem öffentlichen Raum und seinem Handlungsbedarf wurde dabei von Seiten der Kraftshofer Bevölkerung die größte Bedeutung zugemessen.
Kirchenvorplatz
Kraftshof zählt zu den dörflich strukturierten Zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen Ortsteilen der Stadt Nürnberg im Knoblauchs- wurde mit Hilfe von Vertreterinnen und Vertreland. Neben einer Reihe von Einzeldenkmälern tern der Kraftshofer Bevölkerung ein Meinungs-
- als wichtigstes ist hier die Wehrkirche St. Ge- trägerkreis gebildet, in dem alle Themenfelder
org zu nennen – steht der überwiegende Teil behandelt werden konnten. Die Moderation des Ortskerns unter Ensembleschutz. erfolgte über das externe Büro Planungsgruppe Die Identifikation der Bewohnerinnen und Be- Meyer-Schwab-Heckelsmüller GbR. wohner mit ihrem Dorf ist hoch. Sie schätzen zum einen die ländlichen Strukturen mit ihren Der Meinungsträgerkreis erarbeitete im Rahlandschaftlichen Qualitäten, zum anderen aber men einer mehrtägigen Planungswerkstatt im auch die Nähe zur Stadt mit den zentralen Ver- Frühjahr 2013 gemeinsam mit Vertreterinnen sorgungsmöglichkeiten und Angeboten. und Vertretern der Stadtverwaltung verschiedene Entwurfsvarianten für die Neugestaltung Im Rahmen von Vorbereitenden Untersuchun- des Kirchenvorplatzes. gen wurden im gesamten Ortskern die sozialen, Die gewünschte Sperrung des Platzes für PKW strukturellen, städtebaulichen und wirtschaftli- wurde durch die Befestigung zusätzlicher Parkchen Verhältnisse und Zusammenhänge unter- plätze entlang des Straßenzugs „Am Kressensucht, analysiert und mit der Bevölkerung dis- stein“ umgesetzt. Ein Kurzzeitparkplatz und kutiert. ein Behindertenparkplatz blieben bestehen. Für die geplanten Umbau- und Sanierungsmaß- Zum 700-jährigen Jubiläum der St. Georgskirnahmen stellte die Stadt Nürnberg mit finanzi- che im Jahr 2015 wurde der neue Vorplatz der eller Unterstützung aus dem Bayerischen Städ- Kirche fertiggestellt. tebauförderungsprogramm ein Budget in Höhe Schon im Laufe dieser Planungen waren von von 2 Millionen Euro bereit. Seiten einzelner Bewohner Diskussionen über
Kraftshof _ 71
die Festlegung der Parkflächen am Ortsrand Spielplatz Schiestlstraße aufgekommen, die im Meinungsträgerkreis gelöst werden mussten. Im Rahmen der weiteren Einigkeit konnte bei der Aufwertung des Spiel- Planungen zur Verbesserung des Straßenbilds platzes Schiestlstraße erzielt werden. Auch hier im Ortskern, wurde vor allem das Thema der musste von Seiten der Stadt Nürnberg und dem finanziellen Beteiligung der Bevölkerung hef- Kraftshofer Bund viel Überzeugungsarbeit getig diskutiert, da eine Kostenbeteiligung der leistet werden. Nach über zweijähriger Planung Anwohnerinnen und Anwohner nach Kommu- soll 2019 die Umsetzung der Maßnahme erfolnalabgabengesetz (KAG) im Raum stand. Eine gen. Abfrage der betroffenen Anwohner an der Mit Abschluss des Umbaus wird auch die Schlie- Kraftshofer Hauptstraße kam zu dem Ergebnis, ßung des Stadterneuerungsgebiets Kraftshof dass eine Minimallösung von Seiten der Bevöl- erfolgen. kerung gewünscht war. Planung: SÖR Dies hatte zur Folge, dass weitere geplante Pro- Bauherr: SÖR jekte im Straßenraum ebenfalls zurückgestellt Fertigstellung: 2019 werden mussten. Gesamtkosten: ca. 175.500 Euro Zuschuss Bund/Land: ca. 87.600 Euro Planung: Stadtplanungsamt Bauherr: SÖR Fertigstellung: 2015 Gesamtkosten: 340.678 Euro Zuschuss Bund/Land: 161.800 Euro
Langwasser
Eckdaten
Sanierungsgebiet seit 9/2016 Bund-Länder-Programm: Soziale Stadt
Fläche in ha: 515 Wohngebäude: 2.518 Wohnungen: 14.910 Einwohner: 28.546 Haushalte: 14.418
Zuschüsse Bund/Land: 7,5 Mio. Euro
Gebietsbeschreibung
Das Stadterneuerungsgebiet Langwasser liegt im Südosten Nürnbergs, am Stadtrand, und ist teilweise vom Lorenzer Reichswald begrenzt. Vor ca. 60 Jahren wurde der Grundstein für den Stadtteil Langwasser gelegt. Konzipiert als Prototyp einer Trabantenstadt, jedoch auch mit Einzel- und Reihenhausbebauung, zählt Langwasser heute zu den Stadtteilen mit dem höchsten Anteil an öffentlichem Grün. Mit dem Frankencenter verfügt Langwasser über eines der ersten vollständig überdachten Einkaufszentren in Deutschland. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Südost, kurz INSEK Südost, hat gezeigt, dass sich in Langwasser zentrale Fragen einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung bündeln: Exemplarisch seien die Weiterentwicklung der Siedlungen der Nachkriegsmoderne angesichts der geänderten soziodemographischen, kulturellen, bautechnischen und ökonomischen Rahmenbedingungen sowie die Fragen nach postfossiler Mobilität und Modellen des wohnortnahen lebenslangen Lernens genannt. Für Langwasser sollen daher ebenso richtungsweisende wie tragfähige Strategien entwickelt und umgesetzt werden, die sich eng am Quartier orientieren. Dazu soll ein integrierter und Maßnahmen bündelnder Ansatz, wie ihn die Soziale Stadt bietet, verfolgt werden. Das Soziale-Stadt-Gebiet Langwasser wurde 2019 aufgrund dringlicher ergänzender Handlungsbedarfe um den Bereich Neuselsbrunn erweitert.
Vertiefende Untersuchungen
Um die Umsetzung der mit dem INSEK Nürn- • Quartiersentwicklung und Wohnen berg Südost formulierten und vom Stadtrat zukunftsfähig gestalten gebilligten Entwicklungsziele und Maßnahmen • Gewerbeband neu denken: effektiv zu unterstützen, wurde Langwasser als „Vernetzte Mitte Langwasser“ Stadterneuerungsgebiet im Bund-Länder-Städ- • Mobilität: Verbindungen im Stadtteil tebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ und ins Zentrum verbessern ausgewiesen. Im Gebiet sollen städtebauliche Maßnahmen in Damit konkrete Maßnahmenlisten formuliert folgenden Handlungsschwerpunkten durchge- werden können, werden derzeit vertiefende Unführt werden: tersuchungen durchgeführt. In einem gemeinsa-
- Freiräume und Grünzüge qualifizieren men Workshop mit allen Referaten sollen dann
und neu denken die Einzelmaßnahmen priorisiert und die Ergeb-
- Kultur- und Bildungslandschaften weiter- nisse im Herbst 2019 vorgelegt werden.
entwickeln
Qualifizierung Baugebiet A/B
In enger Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft Nürnberg (wbg), die mehrere bauliche Maßnahmen plant, gilt es, die öffentlichen und halböffentlichen Freiräume in einem Gesamtkonzept zu verbinden und aufzuwerten bzw. die Anschlussmöglichkeiten an den Grünzug zu verbessern und Rad- und Wegeverbindungen zu ergänzen. Hierzu wird ein Rahmenplan erstellt.
Neusalzer Straße gerichtssitzung statt. Der 1. Preis ging an Blau-
Die Durchführung des Realisierungswettbe- werk Architekten GmbH, München. werbs „Neusalzer Straße“ erfolgte im Rahmen Bis voraussichtlich Ende 2021 sollen die Eindes Modellvorhabens „effizient bauen, leistbar richtung von Wohnungen, eines Sigena-Stützwohnen - mehr Wohnungen für Bayern“ des punktes und Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss Experimentellen Wohnungsbaus der Obersten fertig gestellt sein. Zusätzlich wird ein kleiner Baubehörde. Am 20. April 2016 fand die Preis- Stadtteilplatz geschaffen.
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Salzbrunner Straße
Die wbg beabsichtigt, im Rahmen einer gemeinsamen Projektentwicklung zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt Nürnberg, die Fortentwicklung eines derzeit baulich genutzten Areals. Das an der Salzbrunner Straße gelegene Alten- und Pflegeheim sowie der Garagenhof werden durch ein neues Pflegeheim und zusätzlichen Wohnraum ersetzt. Das Nutzungskonzept für den Wohnungsbau soll ausschließlich Mietwohnungen mit einem Anteil von ca. 70% freifinanzierten Wohneinheiten und 30% gefördertem Wohnungsbau beinhalten. Das neue Alten- und Pflegeheim wird mit ca. 140 Betten, integrierter Demenzabteilung, Verwaltungsbereich und Versorgungsküche geplant. Ein einstufiger nicht offener Realisierungswettbewerb „Pflegeheim“ mit integriertem städtebaulichen Ideenteil Gemeinschaftshaus Langwasser „Wohnen“ wurde ausgelobt. 1. Preisträger ist das Büro Heinle, Wischer und Partner aus Köln. Das Gemeinschaftshaus Langwasser (kurz GLW) wurde 1968 als eines der großen Gemein-
Reinerzer Straße schaftshäuser Deutschlands am Heinrich-Böll-
Die wbg plant ein neues Quartierskonzept Platz in Langwasser eröffnet. Es ist ein zentraler nördlich und südlich der Reinerzer Straße. Mit Treffpunkt mit vielfältigen Veranstaltungs- und dem Projekt greift die wbg die Entwicklungs- Freizeitangeboten für alle Altersgruppen und ziele des Integrierten Stadtteilentwicklungs- kulturelles Zentrum des Stadtteils. Träger der konzepts INSEK Nürnberg Südost auf, das den Einrichtung ist das Amt für Kultur und Freizeit. Weiterbau des Stadtteils mit einer Aufwertung In einem ersten Bauabschnitt wurden Dach und Vernetzung der Freiräume verbindet. Eine und Fassade bereits saniert. Im zweiten Bauabdetaillierte Untersuchung von Blauwerk Archi- schnitt soll nun eine Generalsanierung des Getekten GmbH und dem Büro Grabner, Huber, bäudes im Inneren erfolgen, d. h. beispielsweise Lipp Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, Erneuerung der Haustechnik, Brandschutzmaß- Freising, liegt bereits vor und wurde im Septem- nahmen etc.. Gleichzeitig sollen die Außenanlaber 2017 im Baukunstbeirat abschließend disku- gen neu gestaltet werden. tiert. In einem moderierten Bürgerverfahren am Planung: Hochbauamt 11. November 2018 wurde die Bevölkerung in- Bauherr: Amt für Kultur und Freizeit formiert und konnte anhand eines begehbaren Hochbauamt Modells ihre Ideen und Wünsche formulieren. Fertigstellung: 2021 Die Moderation hatte das Büro urban catalyst Zuschuss Bund/Land: 5,7 Mio. Euro übernommen, das schon das INSEK Südost erfolgreich auf den Weg gebracht hatte.
Urban Art Projekt
Zentrales Ziel ist es, das Image von Langwasser aufzuwerten und Menschen in der Region und darüber hinaus für dieses Stadtviertel zu begeistern. Nicht zuletzt soll durch ein buntes Langwasser die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner gesteigert werden. In den Jahren 2019 und 2020 wird zur Aufwertung des Images des Stadtteils Langwasser ein urbanes Kunstprojekt stattfinden, das aus zwei elementaren Säulen besteht. Im Herbst 2019 startet ein mehrtägiges Urban Art Event, das im Sommer 2020 mit dem Urban Art Festival einen krönenden, publikumswirksamen Abschluss des Projektzeitraumes finden wird. Zwischen den beiden Highlight-Veranstaltungen sollen bis zu 10 Murals (großformatige Wandmalereien) in Langwasser von internatio- Gestaltung Trafostation nalen und regionalen Artists geschaffen werden. Der Initiator des Urban Art Projekts ist das Ge- Zur Wohnumfeldverbesserung wurde die neue meinschaftshaus Langwasser, das eng mit dem Trafostation, die wischen dem ersten wbg-Mo- AK Streetart Langwasser zusammenarbeitet. dernisierungsblock Reinerzer Strasse (Moder- Mitwirkende sind hier u.a. der Bürgerverein nisierungsbeginn 2018) und dem Neubau am Langwasser, Mitarbeiter/-innen des Jugendhaus Neusalzer Platz (Baubeginn 2019) liegt, zur Geiza, des Zentrums aktiver Bürger, der Woh- besseren Eingliederung in den Freibereich von nungsbaugesellschaft wbg, sowie Lehrkräfte dem Künstler Julian Vogel gestaltet. Die Maßder Georg-Ledebour-Schule und der Montessori nahme wurde mit Städtebaufördermitteln aus Schule. Weitere potentielle Kooperationspart- dem Programm „Soziale Stadt“ finanziert. ner sind die Initiative „Urban Lab“ und das Gesamtkosten: 2.400 Euro Franken Center. Zuschuss Bund/Land: 1.440 Euro Finanziert wird das Projekt mit Mitteln aus dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ und Kunst am Kunstplatz dem Modellvorhaben „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“. Langwasser soll noch bunter werden! Der AK „Streetart“ hat - neben der Verschönerung des Gestaltung der Hausdurchgänge Stadtteils - zum Ziel, Kunst im urbanen Raum Langwasser nachhaltig zu etablieren, um den Das Thema „ELEMENTE“ der Wandgestal- Anwohnern Beteiligung an und Identifikationstungen wurde von Schülern der Georg-Lede- momente mit Kunst zu ermöglichen. bour-Schule, die Ihre Ideen zu einer positiven Acht Wandflächen am „Kunstplatz“, nahe der Wohnfeldgestaltung beitrugen, inspiriert. Ge- Giesbertsstraße 14, die vom St. Gundekar-Werk meinsam mit seinen Kollegen Heiner Kies und Eichstätt zur Verfügung gestellt wurden, sind Christian Krieger führte der Künstler Julian Vo- von verschiedenen Künstlern im Juli 2017 neugel die Planung und Gestaltung durch. gestaltet worden. Im Rahmen eines vorausge- Die ersten beiden Hausdurchgänge erhielten gangenen Kunstwettbewerbs qualifizierten Paintings zum Thema Luft und Wasser. Im An- sich Künstlerinnen und Künstler der Fachakaschluss wurden der dritte und vierte Durchgang demie für Sozialpädagogik, vom Haus der Heizum Thema Erde und Feuer bemalt. Während mat, das Künstlerpaar Cris Krieger und Hanna der vorausgegangenen Gestaltungsarbeiten Rabenstein sowie Schülerinnen und Schüler berichteten die Künstler über die äußerst posi- der Neptun- und der Georg-Ledebour-Schule. tive Resonanz der Anwohner, welche die Auf- Finanziert wurde die Maßnahme mit Mitteln wertung ihres Wohnumfeldes dankbar be- aus dem Städtebauförderprogramm „Soziale grüßten. Finanziert wurde die Maßnahme mit Stadt“ und des St. Gundekar-Werks Eichstätt. Mitteln aus dem Städtebauförderprogramm Gesamtkosten: 1.000 Euro „Soziale Stadt, der wbg und dem St. Gundekar- Zuschuss Bund/Land: 600 Euro Werk Eichstätt.
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Bahnhof Märzfeld
Im INSEK Südost ist neben einer historischen Aufarbeitung des „Bahnhofs Märzfeld“ auch die Wegeverbindung von der Thomas-Mann- Straße zur Breslauer Straße und die Gestaltung ihres Umfeldes von Bedeutung. Laut Beschluss des Kulturausschusses vom 4. März 2016 soll der Pflanzenbewuchs entfernt und die Schaufassade des Bahnhofsgebäudes gesichert und erhalten werden. Die Absperrungen müssen zurückgesetzt, die Informationsstelen versetzt und eine Freifläche im Bereich Schaufassade - Vorplatz hergestellt werden. Ein Museumsbetrieb ist nicht geplant, sondern die Einbindung in das historisch-pädagogische Vermittlungskonzept: Erinnerungsort für die gesamte Geschichte des Bahnhofsgeländes Die Unterführung am ehemaligen Bahnhof Märzfeld fungiert im Gebiet als zentraler Übergang zwischen Langwasser Nord und Süd. Zum derzeitigen Zeitpunkt ist dieser Übergang jedoch aufgrund des mangelhaften baulichen Zustands nur in eingeschränktem Maße möglich. Voraussetzung für eine Förderung der Maßnahme ist ein Gesamtkonzept, das den ehemaligen Bahnhof Märzfeld als Erinnerungsort darstellt und gleichzeitig das Umfeld hinsichtlich Barrierefreiheit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität verbessert.
Baugebiet F/G - Neugestaltung und Aufwertung des öffentlichen Freiraums
Wichtig ist die Erarbeitung eines generationsübergreifenden Verbesserungs- und Gestaltungskonzepts für den öffentlichen Freiraum F/G unter Einbeziehung des von japanischen Künstlern in den 70er Jahren symbolisierten „langen Wassers“. Das Kunstwerk führt im Eingangsbereich an der Glogauer Straße mit großen Granitplatten als „Brückensteine“ über das „Bachbett“. Im Mittellauf weisen schwere Granitstelen zur aufgehenden und untergehende Sonne. Zentral im aufgeweiteten „Marktplatz“ wird in einem Doppelkranz von Eichen die Quelle als Ursprung – und die Erosionskraft des Wassers in sieben schweren Granitblöcken dargestellt.
Daneben hat die wbg bereits mit Wallpainting in einzelnen Hausdurchgängen das Erscheinungsbild verbessert. Angedacht ist außerdem ein Street Art Festival 2019/20 in diesem Bereich auszuloben.
Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus
Das Bundesbauministerium fördert seit 2014 im Rahmen des Investitionsprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotential. Die Stadt Nürnberg hat sich im Programmjahr 2017 mit dem Projekt „Ausbau Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände“ erfolgreich um eine Förderung beworben.
Dokumentationszentrum Lernort Nürnberg Reichsparteitagsgelände Nürnberg sieht sich bis heute wie keine zweite Seit 2001 besteht in der unvollendet gebliebe- deutsche Stadt mit dem historischen Erbe der nen Kongresshalle das Dokumentationszentrum national-sozialistischen Zeit konfrontiert. 1933 Reichsparteitagsgelände. Mit jährlich ca. 275.000 zur „Stadt der Reichsparteitage“ ernannt, wur- Gästen aus aller Welt zählt die Einrichtung zu den hier auf dem Reichsparteitag 1935 die „Rasden besucherstärksten und attraktivsten histo- sengesetze“ verkündet. Der Nürnberger Prozess rischen Lernorten Europas. Für eine erfolgrei- gegen die Hauptkriegsverbrecher 1945/46 stellt che Zukunft benötigt das Haus den Ausbau der die Geburtsstunde der internationalen Völker- Ausstellungs- und Lernbereiche und die Moder- strafgerichtsbarkeit dar. Daraus erwächst für die nisierung seiner Ausstattung. Das Ziel ist ein in- Stadt eine besondere Verantwortung. novatives und inklusives Museumsangebot, das Besucher jeden Alters und aus allen Kulturen anspricht.
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Dokumentationszentrum
Reichsparteitagsgelände
Ausbaupläne
Die Stadt Nürnberg beabsichtigt, das Dokumen- 1. Erweiterung des Lern- und Veranstaltationszentrum Reichsparteitagsgelände auszu- tungsbereichs bauen und hierdurch dem wachsenden Aufga- 2. Ertüchtigung und Erweiterung von benspektrum und dem aktuellen technischen Ausstellungsflächen Standard für zeitgeschichtliche Museen in der 3. Ertüchtigung und Erweiterung des allge- Bundesrepublik Deutschland anzupassen. Das meinen Besucherbereichs Bauvorhaben umfasst vier Schwerpunkte: 4. Schaffung von Funktionsflächen für wissenschaftliches Arbeiten
Gesamtziel des Vorhabens ist ein generationen- Geschichte bewahren verbindendes, didaktisch innovatives und inklusives Museumsangebot für den steigenden Besu- Längst hat sich das Dokumentationszentrum cherzustrom aus aller Welt. im süddeutschen Raum als Abgabeort von historischen Gegenständen und Publikationen der Forum für Geschichte und Gegenwart NS-Zeit etabliert. Eigene Archiv- und Depotflächen mit Büro- und Vorbereitungsräumen für Innovative Lernformen wie das geplante Lernla- Mitarbeiter erlauben künftig die professionelle bor erreichen zukünftig Besuchergruppen jeden Erschließung und damit Nutzung des umfang- Alters und aus allen Kulturen. So schaffen sie die reichen Bestands an historischen Objekten, Bü- Voraussetzung für ein aktives Miteinander im chern und Fotografien für Forschung, Ausstel- „Dialog der Generationen“ und stärken im offe- lung und Bildungsarbeit. nen Austausch Differenzierungsvermögen und Handlungskompetenz. Eine Fachbibliothek bie- Verbesserte Barrierefreiheit tet auch externen Nutzern Recherchemöglichkeiten, die multifunktionale Veranstaltungszone Das Dokumentationszentrum ist in einer besonerreicht mit vielfältigen Angeboten eine breite deren Verpflichtung, seinen Beitrag zum Ziel Öffentlichkeit. einer inklusiven Gesellschaft zu leisten. Gerade an jenem historischen Ort, wo die exkludierende „Volksgemeinschaft“ sinnfällig inszeniert wurde, sollte jedem Menschen der Zugang zu Bildung und Teilhabe ermöglicht werden. Die geplanten und bestehenden Museumsräume müssen auch im Hinblick auf den demografischen Wandel dringend an die Bedürfnisse von Besuchern mit Seh-, Hör- und Mobilitätsbehinderungen angepasst werden.
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Mehr Ausstellungsfläche – neue Themen
Mit der Erweiterung der vorhandenen Ausstellungsflächen können neue Themen aufgegriffen werden, die dem wachsenden Anteil der Besucher ohne persönlichen Bezug zum historischen Geschehen das Verstehen der NS-Geschichte ermöglichen. Konkret werden verstärkt Bezüge zu Gegenwartsfragen hergestellt und dem Umgang mit dem Nationalsozialismus nach 1945 mehr Aufmerksamkeit gewidmet.
Geschichte im Blick
Das Dokumentationszentrum bietet ein Bildungsangebot, das die Geschichte und Nachwirkung der Reichsparteitage bis in die Gegenwart kritisch reflektiert. Die Seminarräume auf dem Dach mit Blick auf den historischen Ort komplettieren das Forum für Geschichte und Gegenwart. So kann das Dokumentationszentrum künftig der steigenden Nachfrage nach einem generationsübergreifenden, inklusiven und interkulturellen Bildungsangebot gerecht werden.
Gefragte Expertise vor Ort
Die zunehmend angefragte wissenschaftliche Expertise des Hauses und die vermehrte Nutzung als prominenter Veranstaltungsort unterstreichen das wissenschaftliche Profil des Dokumentationszentrums. In Zukunft wird durch Schaffung neuer Büroflächen die Präsenz der Mitarbeiter direkt am Ort des Lernens gewährleistet und damit die von vielen geschätzte Orientierung an den Besuchern noch mehr verstärkt.
Planung: Fritsch Knodt Klug+ Partner mbB Architekten Bauherr: Hochbauamt Fertigstellung: ca. 2022
Zuschuss Bund: 7,0 Mio. Euro aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ Zuschuss Land: 3,0 Mio. Euro aus dem Etat des Kultusministeriums 1,0 Mio. Euro aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm
Impressum
Herausgeber Redaktionelle Mitarbeit Stadt Nürnberg Stadtplanungsamt, Stadterneuerung: Baureferat, Stadtplanungsamt Anke Bosch, Ursula Beck, Nina Grob, Ursula Haubner, Lorenzer Str. 30 Sonja Ruf, Hermann Weichselbaum, Peter Gruber, 90402 Nürnberg Jana Schuckardt, Tanja Wolfrum
www.stadterneuerung.nuernberg.de Gestaltung Layout und Grafik: Lutz Kaiser, Nürnberg, pmmb.de Koordination Druck: Frischmann Druck und Medien GmbH, Amberg Stadtplanungsamt, Stadterneuerung: Auflage: 1.500 Michael Lang, Martin Hofmann, Markus Schwendinger Nürnberg, April 2019
Bildnachweise
Stadt Nürnberg, Stadtplanungsamt Stadt Nürnberg, Archiv
Seite Bild/Autorin/Autor 13 Stadtkarte, Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 15 Stadtkarte, Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 16 Entwurf Obstmarkt, realgrün Landschaftsarchitekten, Gesellschaft von Landschaftsarchitekten und Stadtplanern mbH, München 17 Modellbild (oben links), toponauten landschaftsarchitektur GmbH, Freising 19 Karte Sebalder Steppe, Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 21 Stadtkarte, Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 22 Stadtkarte, Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 23 Hauptbahnhof, Stadt Nürnberg, Presseamt 24 Bilder, Stadt Nürnberg, SÖR 28 Bilder, Michael Schmidt, Studio komplementaer, Köln 29 Bild, Stadt Nürnberg, Hochbauamt 31 Stadtkarte, Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 32 Entwurf Nelson-Mandela-Platz (oben links), Stadt Nürnberg, SÖR 32 Entwurf Parkfläche (unten links), Rainer Schmidt, Landschaftsarchitekten GmbH, München 39 Stadtkarte, Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 41 Stadtkarte, Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 43 Bild (mitte), Stadt Nürnberg, SÖR 43 Bild (unten), Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 45 Stadtkarte, Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 46 Bild (links), Stadt Nürnberg, SÖR 47 Bild (oben), Julia Arnold, Nürnberg 47 Bild (unten links), Stadt Nürnberg, SÖR 49 Entwurf Neubleiche, Stadt Nürnberg, SÖR/Stadtplanungsamt 51 Stadtkarte, Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 53 Entwurf Marie-Juchacz-Park, Die-Grille Landschaftsarchitekten 55 Bilder, Anita Raum, Nürnberg 56 Bild (oben), Ernst Jocher, Nürnberg 59 Stadtkarte, Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 61 Bild (links unten), Stadt Nürnberg, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - Jugendamt 63 Entwurf Quartierspark, Planstatt Senner, München 64 Entwurf Jamnitzerplatz, Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten GmbH, Eichstätt 68 Stadtkarte, Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 71 Entwurf Spielplatz, Stadt Nürnberg, SÖR 73 Stadtkarte, Geobasisdaten (c) Bayerische Vermesssungsverwaltung 74 Entwurf Neusalzer Straße, Blauwerk Architekten GmbH, München 75 Entwurf Salzbrunner Straße, Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten GbR, Köln 75 Bild (rechts unten), Uwe Niklas, Nürnberg 76 Bilder, wbg Nürnberg 77 Entwurf Imbuschstraße, wbg Nürnberg 78/79 Bild, Stadt Nürnberg, Presseamt 80/81 Bilder, Tschopoff | Grafik & Layout, Nürnberg
Gefördert durch:
Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr