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← Sitzung der Konzerthaus-Kommission (15.02.2019)

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Sitzungsunterlagen

Sitzung der

Konzerthaus-Kommission

15.02.2019

Inhaltsverzeichnis

Sitzungsdokumente 3 Tagesordnung -öffentlich- 3 Vorlagendokumente 4 TOP Ö 1 Projekthistorie mit Beschreibung bisheriger Überlegungen und Entscheidungen 4 Bericht Ref.IV/006/2019 4 Anlage / Wettbewerb Leporello vom 20180416 Ref.IV/006/2019 8 Sachverhalt Ref.IV/006/2019 10 TOP Ö 2 Konzerthaus Nürnberg / Ziele und Anforderungen für die raumakustischen 11 Planungen Bericht Ref.IV/007/2019 11 Sachverhalt/ Ziele Raumakustik Ref.IV/007/2019 14

TAGESORDNUNG

Sitzung

Sitzung der Konzerthaus-Kommission

Sitzungszeit

Freitag, 15.02.2019, 14:00 Uhr

Sitzungsort

Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal

TAGESORDNUNG

Öffentliche Sitzung

1. Projekthistorie mit Beschreibung bisheriger Überlegungen und Bericht

Entscheidungen Ref.IV/006/2019

Ergebnis des offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerbs

(RPW 2013)

Maly, Ulrich, Dr.

2. Konzerthaus Nürnberg Bericht

Ziele und Anforderungen für die raumakustischen Planungen Ref.IV/007/2019

Ulrich, Daniel

Bericht Ref.IV/006/2019

Beratung Datum Behandlung Ziel

Konzerthaus-Kommission 15.02.2019 öffentlich Bericht

Betreff:

Projekthistorie mit Beschreibung bisheriger Überlegungen und Entscheidungen

Ergebnis des offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerbs (RPW 2013)

Anlagen: Anlage / Wettbewerb Leporello vom 20180416 Sachverhalt

Bericht:

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 12.12.2018 eine "Konzerthaus-Kommission" nach § 11 (1) StRGeschO eingesetzt. Die Kommission soll den Neubau des Konzerthauses an der Meistersingerhalle beratend begleiten und den Sachverstand des Stadtrats, der künftigen Nutzerinnen und Nutzer sowie ausgewiesener Expertinnen und Experten bündeln. In der ersten Sitzung werden das Projekt "Konzerthaus Nürnberg" und die Projekthistorie zunächst grundsätzlich vorgestellt und aufgezeigt, wie das Projekt organisatorisch künftig aufgestellt ist. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Darstellung von Auslobung, Durchführung und Ergebnis eines offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerbs für das Konzerthausgebäude (Architekturwettbewerb). Dem schließt sich die Vorstellung des aktuellen Planungsstands durch die Architekten an.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit OrgA ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Das Konzerthaus soll inklusiv und barrierefrei einem nach Herkunft, sozialer Lage, Alter und Geschlecht diversen Publikum dienen. Daher sind Planungen und Umsetzung diversitätssensibel aufzustellen.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

BgA

Ref.I/II und IV-PBH

Ref.VI-PBD

Anlage : Wettbewerbsergebnis Leporello vom 16.04.2018

Abbildung 1

Abbildung 4

Anlass und Ziel des Wettbewerbs

Nürnberg ist das Zentrum Nordbayerns und Mittelpunkt der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Für das Jahr 2025 bewirbt sich die Stadt mit ihren mehr als 500.000 Einwohnern um den Titel als „Kulturhauptstadt Europas“. Seit Jahren wünschen sich Bürger, Veranstalter und Künstler einen erstklassigen Konzertsaal in Ergänzung zu den Sälen der Meistersingerhalle aus den frühen 1960er Jahren. Die Notwendigkeit einer mehrjährigen Sanierung des Opernhauses und Überlegungen zu einer künftigen Nutzung der Meistersingerhalle insbesondere als Tagungs- und Kongresszentrum führten 2015 zu einem ersten Beschluss des Nürnberger Stadtrats für den Bau eines neuen Konzerthauses. Auf Basis intensiver Vorarbeit beauftragte der Stadtrat die Verwaltung dann im Juli 2017 mit der Auslobung eines Realisierungswettbewerbs für den Bau eines Konzerthauses. Der Neubau wird in direkter Nachbarschaft zur denkmalgeschützten Meistersingerhalle errichtet. Der Standort wurde gewählt, um Synergieeffekte zu heben – der Neubau fungiert als eigenständiger Bau, aber auch als Erweiterung zur Meistersingerhalle. Ziel des Wettbewerbs war es, die Voraussetzungen für den Bau eines Konzerthauses mit städtebaulicher und architektonischer Strahlkraft und mit einer exzellenten Akustik zu schaffen. Das Gebäude soll Künstlern ein erstklassiges Podium bieten und Besucher begeistern. Die Stadt Nürnberg beabsichtigt dabei, eine Kulturimmobilie mit nachhaltiger Qualität zu errichten und verpflichtet sich bei der Realisierung des neuen Konzerthauses auf die Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

Verfahren und Jury

Der Wettbewerb wurde im Oktober 2017 als offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) europaweit ausgeschrieben. Bei Ende der Abgabefrist am 15.Dezember 2017 waren 246 Wettbewerbsbeiträge eingegangen. Im Rahmen der ersten Preisgerichtssitzung hat die Jury in insgesamt vier Rundgängen am 24. und 25. Januar 2018 dann 20 Arbeiten für die Weiterbearbeitung in der zweiten Wettbewerbsphase ausgewählt. Am 19. und 20. April 2018 wurden aus diesen Entwürfen in der 2. Preisgerichtssitzung vier Preise und drei Anerkennungen zugesprochen. Das stimmberechtigte Preisgericht bestand aus acht Fach- und Impressum Konzerthaus Nürnberg sieben Sachpreisrichtern. Als Vorsitzenden bestimmten die Juroren Herausgeberin: Stadt Nürnberg, Planungs- und Baureferat/ Amandus Sattler (Allmann Sattler Wappner Architekten, München). Kulturgroßbauprojekte, Bauhof 9, 90402 Nürnberg Druck: KAHLE . analog + digital, Adam-Kraft-Straße 3, Offener zweiphasiger Realisierungswettbewerb Neben renommierten Architekten und Landschaftsarchitekten gehörte 90419 Nürnberg auch Nürnbergs Planungs- und Baureferent, Daniel F. Ulrich, zum Oktober 2017 bis April 2018 © Stadt Nürnberg - 2018. All rights reserved. Kreis der Fachpreisrichter. Sachpreisrichter waren der Nürnberger Oberbürgermeister, Dr. Ulrich Maly, die Kulturreferentin der Stadt, Prof. Dr. Julia Lehner, und MD Harald Hübner für den Freistaat Bayern, außerdem Vertreter der Stadtratsfraktionen sowie die designierte Präsidentin des Europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren e.V., Ilona Jarabek. Neben stellvertretenden Fach- und Sachpreisrichtern unterstützte eine Vielzahl von Sachverständigen und Experten die Arbeit des Preisgerichts. Von herausgehobener Bedeutung waren dabei Hinweise der Experten zu Fragen der Konzertsaalakustik, zur verkehrlichen Erschließung und zu Aspekten der Funktion und des Betriebs eines Konzerthauses an der Meistersingerhalle. Einschließlich des den Wettbewerb betreuenden Teams vom Büro C4C | competence for competitions, Berlin, waren insgesamt gut 70 Personen an der Durchführung des Wettbewerbs beteiligt.

Abbildung 2

Abbildung 3

1. Preis 2. Preis Eine Anerkennung

Abbildung 5

Abbildung 6

gmp International GmbH, Freier Architekt Sandro Pino

Architektur

Berlin mit Cicatello, Ludwigshafen am Johannes Kappler Architektur und Rhein mit Städtebau GmbH, Nürnberg Bruun & Möllers GmbH & Co. KG, Hamburg GDLA I gornik denkel Super Future Collective, Nürnberg landschaftsarchitektur partgmbb, Heidelberg Topotek 1 Architektur GmbH, Berlin/Zürich

Verfasser: Dan Budik, Prof. Johannes Kappler, Janusz Thiele

Architektur | Verfasser: Prof. Dr. h. c. mult. Meinhard von Gerkan, Architektur | Verfasser: Sandro Pino Cicatello Mitwirkende: Jasmin Chahdousti, Mitwirkende: Cecilia Ambrois, Anja Davé, Steven Davé, Alejandro Garin, Stephan Schütz, Nicolas Pomränke Mitwirkende: Clemens Kampermann, Thomas Dröll, Lea Heider (Künstlerische Beratung) Alex Hofmeier, Ames Kader, Felix Thiele, Pavlo Zabotin Anna von Aulock, Yahan Zeng, Constanze Bieber, Jan Deml (Visualisierung) Landschaftsarchitektur | Verfasser: Daniel Gornik, Achim Denkel Mitwirkende: Landschaftsarchitektur | Verfasser: Bertel Bruun Mitwirkende: Laika Alm, Rebecca Lindemann, Carmen Klima Alexandra Anton Fachberater: Hirsi A. Abti, Sweco GmbH, Frankfurt am Main (Haustechnik),

Landschaftsarchitektur

Fachberater: Dipl.-Ing. Margriet Lautenbach, Peutz Consult GmbH (Akustik) Winfried Lachenmayr, Müller-BBM (Akustik) Topotek 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin Ein 4. Preis Eine Anerkennung Bruno Fioretti Marquez Gunther Benkert |

Abbildung 7

Abbildung 8

Verfasser: Martin Rein-Cano

Architekten, Berlin mit Architekten, München mit

Fachberater Levin Monsigny GTL Michael Triebswetter

Prof. Dr.-Ing. h.c. HG Merz hg merz architekten museumsgestalter (Architektur); Landschaftsarchitekten, Berlin Landschaftsarchitektur, Stephanie Heese, Priedemann Fassadenberatung GmbH (Fassade); Kassel Prof. Volkmar Bleicher TRANSPLAN Technik-Bauplanung GmbH (Generalplaner Technik, Klimaengineering); Vanessa Müller TRANSPLAN Technik-Bauplanung GmbH (Generalplaner Technik, Klimaengineering); Jarmo Juanto, Ingenieurbüro Schmid, Ges. für Projektsteuerung und Bauüberwachung mbH (Projektsteuerung/ Architektur | Verfasser: Prof. Dipl. Ing. Piero Bruno Mitwirkende: Gabriele Gagliardi, Architektur | Verfasser: Prof. Gunther Benkert Mitwirkende: Marcel Schäfer Bauüberwachung); Wolfgang Strobl, Schüßler-Plan Generalplanungsgesellschaft Simon Palme, Giulia Tönz, Johannes Hackethal, Julius Schmidt-Barbo, Paul Harries, Luca Landschaftsarchitektur | Verfasser: Michael Triebswetter Mitwirkende: Yu Hao mbH (Bauingenieur); Thomas Goldammer, Müller-BBM GmbH (Akustik/Bauphysik) Romano, Panos Tsiamyrtzis Bakas Fachberater: Marcus Blome, Müller-BBM (Akustik); Dr. Alexander Hentschel, Daniel Landschaftsarchitektur | Verfasser: Nicolai Levin Dahinten, Dr. Kreutz und Partner, Nürnberg (Tragwerk); Martin Többen, IB Többen, Fachberater: Prof. Dr. Christoph Gengnagel, Bollinger - Grohmann; Michael Prüfer, München (Gebäudetechnik); Christian Steinlehner, K33, München (Brandschutz); Simon Helmuth Bachmann, Müller BBM; Prof. Dr. Stefan Weinzierl, TU Berlin; Alessandro Parena, Baader, Darmstadt (Visualisierung); Peter Corbishley (Modellbau) Filippo Bolognese Images

Abbildung 11

Abbildung 10

Abbildung 9

Ein 4. Preis Eine Anerkennung

Hascher Jehle Design GmbH, NEW Architekten GbR Berlin mit Keuthen Weichler Schulz und Schulz mit WGF Beraten, Nürnberg KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung

Architektur | Verfasser: Prof. Rainer Hascher, Prof. Sebastian Jehle Mitwirkende: Architektur | Verfasser: Friedrich Keuthen Mitwirkende: Michael Weichler, Michael Meier Marius Westermann, Carsten Pesch Landschaftsarchitektur | Verfasser: Prof. Gerd Aufmkolk Landschaftsarchitektur | Verfasser: René Rheims Fachberater: Boris Peter, Knippers Helbig GmbH (Statik); Reiner Gehret, Mitwirkende: Wolfgang Hilgers Akustik Büro Moll (Akustik); Benedikt Scholler, DS-Plan (Energie/Nachhaltigkeit) Fachberater: Elisabeth Endres, Ingenieurbüro Hausladen GmbH (TGA); Kim Leiermann, KL (Brandschutz); Markus Dinstühler, construct.ING – Büro für Bauwesen (Tragwerk)

Projekthistorie mit Beschreibung bisheriger Überlegungen und Entscheidungen

Ergebnis des offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerbs (RPW 2013)

Die dringende Notwendigkeit einer Sanierung des Opernhauses und Überlegungen zu einer künftigen Nutzung der Meistersingerhalle insbesondere als Tagungs- und Kongresszentrum führten im Juli 2015 zu einem ersten Beschluss des Nürnberger Stadtrats über den Bau eines neuen Konzerthauses.

Ins Konzerthaus sollen Veranstaltungen aus der Meistersingerhalle umziehen, damit die Meistersingerhalle während der Realisierung des Bauvorhabens Opernhaus als Interimsspielstätte für die Musiktheatersparte des Staatstheaters zur Verfügung stehen kann. Nach Abschluss des Bauvorhabens Oper und der Rückkehr des Musiktheaters an den Richard-Wagner-Platz erfolgt eine Generalsanierung der Meistersingerhalle mit einer Ertüchtigung und ggf. Erweiterung insbesondere für Tagungen und Kongresse mit bis zu 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Der Neubau des Konzerthauses als erstes der Kulturgroßbauprojekte soll in direkter Nachbarschaft zur denkmalgeschützten Meistersingerhalle errichtet werden. Der Standort wurde gewählt, um Synergieeffekte zu heben – der Neubau fungiert als eigenständiger Bau, aber auch als Erweiterung zur Meistersingerhalle.

Auf Basis intensiver Vorarbeit beauftragte der Stadtrat die Verwaltung im Juli 2017 mit der Auslobung eines Realisierungswettbewerbs für den Bau eines Konzerthauses. Ziel des Wettbewerbs war es, die Voraussetzungen für den Bau eines Konzerthauses mit einer exzellenten Akustik und mit städtebaulicher und architektonischer Strahlkraft zu schaffen. Das Gebäude soll Künstlerinnen und Künstlern ein erstklassiges Podium bieten und Besucherinnen und Besucher begeistern. Die Stadt Nürnberg beabsichtigt dabei, eine Kulturimmobilie mit nachhaltiger Qualität zu errichten und verpflichtet sich bei der Realisierung des neuen Konzerthauses auf die Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

Der Wettbewerb wurde im Oktober 2017 als offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) europaweit ausgeschrieben. Bei Ende der Abgabefrist am 15. Dezember 2017 waren 246 Wettbewerbsbeiträge eingegangen. Im Rahmen der ersten Preisgerichtssitzung hat die Jury in insgesamt vier Rundgängen am 24. und 25. Januar 2018 dann 20 Arbeiten für die Weiterbearbeitung in der zweiten Wettbewerbsphase ausgewählt. Am 19. und 20. April 2018 wurden aus diesen Entwürfen in der 2. Preisgerichtssitzung vier Preise und drei Anerkennungen zugesprochen.

An der Umsetzung des Ersten Preises (Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH, Nürnberg; Super Future Collective, Nürnberg; Topotek 1 Architektur GmbH, Berlin/ Zürich, mit Topotek 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin) wird nach der gewerkeweisen Ausschreibung und Vergabe von Fachplanungsleistungen und Abschluss der einschlägigen Verträge seit Anfang September 2018 gearbeitet. Weitere Informationen finden sich im beigefügten Leporello.

Bericht Ref.IV/007/2019

Beratung Datum Behandlung Ziel

Konzerthaus-Kommission 15.02.2019 öffentlich Bericht

Betreff:

Konzerthaus Nürnberg

Ziele und Anforderungen für die raumakustischen Planungen

Anlagen: Sachverhalt/ Ziele Raumakustik

Bericht:

Das funktionale und technische Herzstück des Konzerthauses wird der eigentliche Konzertsaal sein. Die Akustik des Konzertsaals muss höchsten Anforderungen gerecht werden. Grundlage für die Akustik ist eine Zusammenstellung vom 19.12.2018, die Ziele und Anforderungen der raumakustischen Planungen beschreibt. Die Inhalte zusammen mit den daraus resultierenden Maßnahmen werden detailliert vorgestellt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit OrgA ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Das Konzerthaus soll der diversen Stadtgesellschaft dienen. Dies ist auch bei der Akustikplanung in Betracht zu ziehen.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

BgA

Ref.I/II und IV-PBH

Ref.VI-PBD

Konzerthaus Nürnberg : Ziele und Anforderungen für die raumakustischen Planungen

Zentrale Ziele für alle Planer

a. Allgemein

 Mit dem Neubau eines Konzerthauses in Nürnberg entsteht ein Ort, der sowohl den höchsten musikalischen Ansprüchen von Publikum und Künstlern genügt, als auch – zusammen mit der denkmalgeschützten Meistersingerhalle – ein architektonisch hochwertiges Ensemble bildet. Prinzipielles Ziel für den Konzertsaal ist die Schaffung einer herausragenden Qualität für Hören (Akustik) und Sehen mit exzellenten akustischen Bedingungen für Musiker und Konzertbesucher. Ziel ist zudem ein hervorragender Raumeindruck in Optik, Haptik, Geometrie, Farben, Materialien und Gestaltung.  Übergreifende Qualitätskriterien: Erstklassige Akustik, Funktionalität, Behaglichkeit, architektonisch ansprechende Gestaltung, Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Kosten- und Termintreue.  Intensive Zusammenarbeit aller Fachplaner ist nötig, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Engagierte und verantwortungsbewusste integrale Planung. Konstruktives, lösungsorientiertes und rechtzeitiges Einbringen in den Planungs- und Bauprozess; Mitdenken auch für angrenzende Gebiete, Aufmerksamkeit und Verantwortungsgefühl. Aktive, kompetente und verständliche Beratung der Bauherrenvertreter und der Projektleitung (Architektur, Statik, Raum- und Bauakustik, Bühne, Licht, Luft etc.).  Im Mittelpunkt eines Selbstverständnisses für das Nürnberger Konzerthaus stehen vor allem die Aspekte: Konzerthaus als Anziehungspunkt für alle/ Erlebnis und Genuss von Musik, Architektur, Catering und Umgebung/ Saal soll in die Welt getragen werden: Video- und Tonaufnahmen, digitale Streaming-Angebote.  Das Konzerthaus steht nationalen und internationalen Orchestern, Ensembles und Solisten offen. Die Staatsphilharmonie Nürnberg und die Nürnberger Symphoniker werden als regelmäßige Nutzer erwartet, ein „Hausorchester“ als solches existiert nicht (Auslobung).

b. Konzertsaal

 Das funktionale und technische Herzstück des Hauses ist der Konzertsaal: Seine raumakustische Qualität, sein raumästhetischer Eindruck und die Wertigkeit der Materialien entsprechen dem künstlerischen Selbstanspruch der Musiker und Künstler auf der Bühne. Ausführende und Publikum bilden für die Zeit der Veranstaltung jene unmittelbare Einheit, derentwegen Live-Ereignisse durch keine virtuelle Abbildung ersetzt werden können. Der Konzertsaal ist der adäquate Raum dafür, er

schafft die Voraussetzung für diese Einheit und ist in seiner Eigenwirkung zugleich zentraler Bestandteil des Erlebens. Er beeindruckt und fasziniert mit einer herausragenden Gestaltung und bettet den Besucher in die Aufführung, ohne sich selbst aufzudrängen (Auslobung).  Übergeordnetes Ziel: Herausragende Qualität des Konzertsaals, des Chorsaals, der Foyers und aller öffentlichen Funktionen. Dabei hervorragender Klang, Raumeindruck und Gestaltung – Wohlfühlen sowie exzellentes Klang- und Seh-Erlebnis in Saal und Foyer.  Der Konzertsaal ist mit einem Seitenverhältnis von etwa 1:2:1 (Breite-Tiefe-Höhe) konzipiert (Abmessungen zur Orientierung: Breite 20-25 m/ Länge max. 45 m/ Höhe 20 m; die Gesamtlänge soll 40 m und der Abstand zwischen Bühnenvorderkante und letzter Sitzreihe soll 35 m nicht überschreiten). Er verfügt über ein Volumen von mindestens 16.000 m³ (10 m³ je Sitzplatz, max. 19.500 m³) innerhalb der akustisch wirksamen Flächen.  Der Konzertsaal ist als „Schuhschachtel“ mit 1.500 Plätzen (ab Bühnenvorderkante) angelegt. Ansteigendes Gestühl im Parkett und auf dem Rang/ den Rängen sowie seitlich platzierte Sitzbereiche mit zur Bühne hin angeschrägt ausgerichteten Stühlen garantieren nach Auffassung der Bauherrin in der „Schuhschachtel“ sowohl gute Sichtbeziehungen von jedem Platz auf die Bühne, als auch optimale Hörbedingungen im gesamten Raum. Plätze auf dem Rang/ den Rängen, die bis neben die Szenenfläche vorgezogen sind, bieten dabei einen direkten Blick seitlich auf die Bühne und schaffen

werden können – eine Art „Weinbergsituation“.  Das Chorpodium ist so angelegt, dass für die Chornutzung im Konzert (der Chor steht) optimale Hör- und Sichtbeziehungen zwischen Dirigent, Orchester und Chor gewährleistet sind. Gute Sichtund Hörverhältnisse sind daneben auch dann gegeben, wenn das Chorpodium in Konzerten ohne Chor als zusätzlicher Publikumsbereich (das Publikum sitzt) genutzt wird.  Integraler Bestandteil des Konzertsaals ist eine Konzertorgel in hoher gestalterischer Qualität. Sie ist unter raumakustischen Gesichtspunkten optimal platziert und kommt als Soloinstrument sowie gemeinsam mit Chor und/ oder Orchester zum Einsatz; wichtig ist dabei eine optimale Mischung des Klangs von Orgel, Chor und/ oder Orchester im Saal. Von dem Spieltisch am Instrument hat der Organist optimalen Kontakt zu Chor, Orchester und Dirigent. Daneben verfügt die Orgel über einen elektrischen Spieltisch auf der Bühne.

c. Akustik

 Die Akustik des Konzertsaals wird höchsten Anforderungen gerecht. Künstlern bietet der Saal ideale Voraussetzungen durch exzellente Hörbeziehungen im Bühnenbereich. Symphonischer Musik und allen Besetzungen und Formaten der klassischen Musik wird eine herausragende akustische Qualität geboten.

 Raumakustik für rein akustische (unverstärkte) Konzerte hat erster Priorität.  Alle Einzelstimmen können (nach ihrer Priorität in der Partitur) im jeweiligen Moment gut hörbar wahrgenommen werden.  Musiker haben das Gefühl, dass alles, was sie spielen, vom Saal unverändert und unterstützend umgesetzt wird: Der Saal animiert und inspiriert das Spielen.  Auf der Bühne ist sehr gutes gegenseitiges Hören der Musiker möglich. Zugleich gibt der Saal eine gute „Rückmeldung“ des Klangs auf die Bühne.  Eine exzellente Akustik ist auch für die Präsentation technisch verstärkter Musik und von Showveranstaltungen gegeben. Die technischen Voraussetzungen für Aufführungen von Jazz, Weltmusik oder von Spezialformaten wie Konzerten zu Film- oder Videoprojektionen sind vorhanden.  U-Musik, Showproduktionen und Sprechveranstaltungen finden eine ELA-Grundausstattung vor, die durch externe Technik modular erweiterbar ist und den individuellen Erfordernissen optimal angepasst werden kann.  Die akustischen Bedingungen sind auf die unterschiedlichen Anforderungen (unverstärkt–verstärkt/ Musik–Sprache/ Probe–Konzert) abgestimmt.  Möglichkeiten einer anpassbaren Raumakustik: Bedämpfung für Proben und für ELA (ggf. hereinfahrbare Vorhänge, abdeckbare Reflektionsflächen, verstellbarer Reflektor über der Bühne etc.). Dabei wird notwendige Bühnentechnik (Instrumentenaufzug, Hängepunkte, Züge, Mikrofone, Beleuchtung, Sprinkler etc.) in ihrer Nutzbarkeit und Funktion nicht eingeschränkt.  Frequenzabhängige Nachhallzeiten entsprechend den definierten Klanganforderungen. Die Raumgeometrie erlaubt die Herstellung einer hohen und gleichmäßigen Diffusität. Die Oberflächen, Reflektoren und Diffusoren sind in den Entwurf mit hoher gestalterischer Qualität integriert. Die Ausbildung der oberen akustischen Raumbegrenzungen (Decke und Reflektor) erfolgt so, dass die Hörsamkeit zwischen den Musikern gewährleistet ist. Die Pegel im Auditorium werden dabei so angehoben, dass eine gleichmäßige Verteilung der Lautstärke erfolgt. Zugleich sind die Pegel im Konzertsaal so zu begrenzen, dass die Summenpegel aus allen Einwirkungen (ausgenommen Publikum) die Pegel der Noise Criteria Kurve NC 15 nicht überschreiten.  Ausstattung für MPEH-H-Audio-Standard für Aufnahmen und Übertragungen.  Parameter des Raumklangs  Optimale Klangdurchmischung einerseits: Einhüllender, naher und intimer Klangeindruck.  Gute Durchhörbarkeit, Klarheit und Transparenz andererseits: Akzentuierung und Nachverfolgung einzelner Instrumente und Gruppen sind möglich.  Sehr reiches Klangfarbenspektrum mit Präferenz des warmen, weichen Klangs, der aber Präzision nicht vernachlässigt und Transparenz nicht verhindert.  Optimale Hörsamkeit für die Musiker auf der Bühne.

 „Absolute Ruhe“ ist möglich (kein Luft- und Körperschall).  Raumakustische Planung in hoher Qualität auch für alle anderen Räume und Bereiche mit musikalischer Nutzung: Chorprobensaal, Stimmzimmer, Foyer.  In Maßen anpassbare Raumakustik für verstärkte Konzerte, Sprache, Probensituation etc.  Zusammengefasst: Der Saal darf eine „Persönlichkeit“ haben und muss kein „neutrales Gefäß“ sein. Dennoch soll er den je individuellen Klang eines Ensembles hörbar und unverfälscht vermitteln.  Optimale Klangbalance und Räumlichkeit. Einhüllender, warmer und unaufdringlicher Klang, der aber auch klar und transparent ist.  Kraftvoller und voluminöser Klang, auf möglichst allen Plätzen gleich intensiv, gleichmäßige Klangausbreitung im Saal.  Hohe dynamische Spannweite, auch an lauten Stellen runder, „schöner“ Klang, kein „Plärren“.  Sehr leises Spielen ist möglich, ohne dass der Klang „brüchig“ oder unausgewogen wird.  Nebengeräusche sind bedeutsam: Umblättern von Noten, Bewegung auf Stühlen usw. darf nicht zum Problem werden.

  1. Dezember 2018

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