Beilage 2.2
zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 14.09.2019
Werkstattbericht mit aktualisierter Bestands- und Bedarfsberechnungen
1. Gegenstand des Werkstattberichtes
Die Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“ (2008) ist eine umfassende und vielschichtige Spielraumplanung und stellt somit ein Gesamtkonzept zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien dar. Es ist nun an der Zeit, diese wichtige Planungsgrundlage in einem mehrstufigen Verfahren fortzuschreiben. Den Anfang macht eine quantitative Aktualisierung des Spielflächenbestands und des priorisierten, kleinräumigen Spielflächenfehlbedarfs. Der vorliegende Werkstattbericht fasst die Ergebnisse dieser „Teilfortschreibung“ zusammen, gibt eine Übersicht zu den Entwicklungen im Spielflächenbestand in den letzten 10 Jahren sowie einen Ausblick auf weitere Schritte der Fortschreibung der Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“.
2. Grundlagen der Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“
Der Plan „Spielen in der Stadt“ (2008) beschreibt, neben wichtigen quantitativen Aussagen, auch gesetzliche und konzeptionelle Grundlagen, Ziele und Handlungsfelder. Diese dort ausführlich beschriebenen Inhalte haben weiterhin Bestand. Um im Rahmen dieses Werkstattberichts das Gesamtkonzept der Jugendhilfeplanung „Spielen in Stadt“ darzustellen, folgt hier eine kurze Zusammenfassung, sowie bei Bedarf eine Aktualisierung der wichtigsten Aussagen.
2.1 Gesetzliche und konzeptionelle Planungsaufträge
In § 1 SGB VIII, Abs. 1 steht, dass „jeder junge Mensch ... ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftlichen Persönlichkeit“ hat. Um diesen Anspruch verwirklichen zu können, soll die Jugendhilfe „dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen.“ (§ 1 Abs. 3 SGB VIII). Kinder- und Jugendhilfe ist aufgrund dieser Zielformulierung gefordert, sich aktiv in die Stadtplanung einzumischen und Kinder sowie Jugendliche einzubeziehen. Der Gesetzgeber definiert somit Jugendhilfeplanung auch als Teil der Stadtentwicklungsplanung. Es geht darum, eine soziale Infrastruktur zu schaffen, in der u. a. ausreichend Kinderspielplätze, Schulspielhöfe, Aktionsflächen für ältere Kinder und Jugendliche und pädagogisch betreute Aktivspielplätze und Spielangebote zur Verfügung stehen. Die Stadt Nürnberg als Träger der öffentlichen Jugendhilfe hat nach § 79 SGB VIII, Abs. 1 zur Erfüllung der Aufgaben nach dem SBG VIII „die Gesamtverantwortung einschließlich der Planungsverantwortung“.
Ein gesetzlicher Auftrag zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an kinder- und jugendrelevanten Planungen ergibt sich aus § 8 SGB VIII: „Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen“. Bei Spielflächensanierungen und Neubauten sind deshalb Beteiligungsverfahren notwendig, in denen die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und Jugendlichen zu berücksichtigen sind.
Das Referat für Jugend, Familie und Soziales hat als verbindliche Arbeitsgrundlage für den Geschäftsbereich den Orientierungsrahmen für eine nachhaltige Jugend-, Familien-, Bildungs- und Sozialpolitik in Nürnberg veröffentlicht. Beteiligungsmöglichkeiten sind auch hier von wichtiger Bedeutung. „Junge Menschen sollen sich für ihre Rechte einsetzen können, an den sie betreffenden Angelegenheiten beteiligt sein und in der Stadtgesellschaft und Kommunalpolitik mitwirken“. (Referat für Jugend, Familie und Soziales, 2016, S.13)
Neben diesen Grundlagen existiert eine Reihe von weiteren rechtlichen Normierungen und Empfehlungen, die das Recht der Kinder und Jugendlichen auf Spielen befördern.
Mit der UN – Kinderrechtskonvention von 1989 wurden grundlegende Rechte für junge Menschen bis 18 Jahre eingefordert. Die Bundesrepublik hat die Konvention 1992 ratifiziert. Im Zusammenhang mit
dem Plan „Spielen in der Stadt“ sind hier drei Rechte insbesondere zu nennen. Laut Artikel 27 ist das Recht auf angemessene Lebensbedingungen für die Kinder anzuerkennen. Der Artikel 31 nennt explizit das Recht auf Freizeit, Spiel und altersgemäße Erholung. Artikel 12 formuliert das Recht des Kindes auf eine angemessene und seinem Alter und seiner Reife entsprechende Berücksichtigung seiner Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten.
Das Baugesetzbuch (BauGB) verlangt unter dem Stichwort ‘Bauleitpläne’ eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung, die „dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechte Bodennutzung gewährleisten“ (§ 1 Abs. 5 BauGB). Dabei sind insbesondere auch die Bedürfnisse der Familien nach Möglichkeiten des Sports, der Freizeit und der Erholung zu berücksichtigen (§ 1 Abs. 6 BauGB). Auch im Baugesetzbuch ist Beteiligung vorgesehen.
Auch kommt der DIN 18034 (Spielplätze und Freiräume zum Spielen – Anforderungen und Hinweise für die Planung und den Betrieb) eine besondere Bedeutung zu. Diese bietet Hilfestellungen für die Planung, den Bau und den Betrieb von Spielflächen. Es werden u.a. Aussagen über den Spielflächenbedarf, angemessene Spielplatzgrößen, Erreichbarkeit, Ausstattung sowie Sicherheitsanforderungen getroffen. In der DIN 18043 wird eine Stadt allerdings als ganzheitlicher Lebensraum begriffen, der z. B. auch kindgerechte Verkehrsbereiche, Plätze und Freiflächen beinhalten muss. Auch wenn die DIN 18034 keinen rechtsverbindlichen Charakter hat, werden deren Inhalte als verbindliche Regeln in der Stadtentwicklungsplanung anerkannt.
2.2 Ziele der Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“
Die Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“ verfolgt das Ziel eine kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt Nürnberg zu realisieren. Eine solche Stadt bietet Kindern und Jugendlichen vielfältige, altersund bedarfsgerechte, bespielbare Freiräume.
Die Lebens- und die Spielsituation im öffentlichen Raum von Kinder und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahrzehnten, besonders in den Großstädten, oftmals verschlechtert. Die jungen Menschen werden in zunehmendem Maße aus dem öffentlichen (Frei-) Raum verdrängt. Damit werden jungen Menschen Möglichkeiten genommen, Spiel- und Lebenserfahrungen zu sammeln. Fehlende Frei- und Spielräume verringern ihre körperlichen, kognitiven und emotionalen Entwicklungsmöglichkeiten. Es müssen daher „Räume“ für Kinder und Jugendliche sowohl erhalten, als auch neu geschaffen und ausgebaut werden. Diese Räume umfassen Platz zum Spielen und Austoben, zum Treffen, zur Entfaltung der Kreativität und zur altersgerechten Aneignung der Lebenswelt. Spielen darf hierbei nicht nur auf den reservierten Flächen eines Spielplatzes möglich sein. Es sollen darüber hinaus Spielorte im Wohnumfeld, auf Plätzen, Grünflächen, Schulhöfen, Brachflächen, Hinterhöfen, Innenhöfen usw. gesichert und zurückgewonnen werden. Spielmöglichkeiten sind insbesondere im jeweiligen Wohnumfeld notwendig. Der Stadtteil, in dem die Menschen leben, prägt entscheidend das allgemeine Lebensgefühl.
Somit sind folgende zentrale Elemente für die Zielsetzung des Jugendhilfeplans „Spielen in der Stadt“ zu nennen:
Die Umsetzung einer kinder-, jugend- und familienfreundlichen Stadt erfordert das Zusammenwirken verschiedener kommunaler Dienststellen, vieler gesellschaftlicher Kräfte sowie die aktive Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Die Jugendhilfeplanung ist hierbei die Planungsgrundlage wichtiger Prozesse. Spielen hat eine hohe Bedeutung für die physische und psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Entsprechend ist die Spielflächenplanung Bestandteil einer kinder-, jugendund familiengerechten Stadtentwicklungsplanung. Die Jugendhilfeplanung stärkt das Bewusstsein, dass ausreichend Spielmöglichkeiten in der Stadt Nürnberg vorhanden sein müssen. Es sind kleinräumig und stadtteilübergreifend und mit höchster Priorität Spielflächen zu sichern, zu schaffen, pädagogisch zu gestalten und neue Spielmöglichkeiten zu kreieren. Die Jugendhilfeplanung benennt und priorisiert hierzu die entsprechenden Bedarfe.
Die Jugendhilfeplanung schafft die planerischen Voraussetzungen für qualitativ pädagogisch hochwertige und vielfältige Spielmöglichkeiten. Sie ist Voraussetzung für eine Finanz-, Flächen, Bebauungs- und Objektplanung. Die Jugendhilfeplanung dient der Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität der Familien, Kinder und Jugendlichen. Eine solche familienfreundliche Stadtplanung findet auch unter Einbeziehung der Menschen vor Ort statt. Möglichkeiten der Partizipation sind strukturell fest verankert, so dass Kinder, Jugendliche und Eltern an Planungsprozessen teilhaben können.
2.3 Handlungsfelder der Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“
Vor dem Hintergrund der eben geschilderten Zielsetzungen ergeben sich für die Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“ eine Reihe von Handlungsfeldern. Die Jugendhilfeplanung ist deutlich mehr als eine Planungsgrundlage für öffentliche Spielplätze und umfasst weitere grundlegende Aufgaben. Diese sind in der Jugendhilfeplanung von 2008 detailliert beschrieben und werden daher im Folgenden nur kurz benannt:
Die Interessen der jungen Menschen werden vertreten und in Konfliktfällen eine Anwaltsfunktion übernommen. Die Bedarfe werden in jugend- und gesellschaftspolitische Diskussionen sowie in die Stadt(teil)planung eingebracht und notwendige Maßnahmen eingefordert. Dies findet in enger Partnerschaft mit anderen Ämtern, vorrangig dem 3. BM Geschäftsbereich Schule, den Bürgerämtern, dem Stadtplanungsamt, der Bauordnungsbehörde, dem Servicebetreib öffentlicher Raum, dem SportService sowie dem Umweltamt statt. Unbetreute öffentliche Spielplätze werden in Nürnberg bedarfsorientiert erhalten, neu geschaffen und ausgebaut. Zu diesen gehören neben Kleinkinderspielplätzen, Kinderspielplätze, Bolzplätze, Ballspielflächen, Streetballanlagen, Skateanlagen, Flächen für Trendsportarten wie BMX oder Parkour, Spielhöfe sowie Spielplätze in Kleingartenanlagen. Eine wichtige Ergänzung zu den unbetreuten Spielplätzen sind pädagogisch betreute Spielangebote. Hierzu zählen u.a. Aktivspielplätze, Spielmobile, Spielaktionen, Angebote der kulturellen Bildung, musisch-kulturelle Programme und Ferienprogramme. In Kooperation des Jugendamts mit verschiedenen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, anderen Organisationen und Verbänden werden Großveranstaltungen (Rosenmontags Kinderfaschingszug, Sommernachtstraum, Weltkindertag) für Kinder und Familien veranstaltet. In der Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“ ist außerdem die von der Stadt Nürnberg im Jahr 1993 eingerichtete Kinderkommission ausführlich beschrieben. Diese setzt sich für die Rechte der Kinder ein, ist Sprachrohr der Kinder und berät den Jugendhilfeausschuss in kinderpolitischen Fragen. Seit 1996 werden in den Stadtteilen, analog der Bürgerversammlungen, Kinderversammlungen durchgeführt. Die Kinderversammlungen sind das zentrale Element der Beteiligung von Kindern an der Gestaltung und Weiterentwicklung Nürnbergs.1 Neben den Kinderversammlungen ist die projektbezogene Nutzer/-innenbeteiligung bei Spielflächenplanungen für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen besonders bedeutend. Diese sehr praxisbezogene Form der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird bei den konkreten Planungen von Spielflächen konsequent durchgeführt. Kein Nürnberger Spielplatz wird ohne eine Nutzer/-innenbeteiligung von Kindern und Jugendlichen geplant, erweitert, saniert oder umgestaltet. In einem breit angelegten Kooperationssystem wird dabei mit Kindertageseinrichtungen, Schulen, Kirchen, Initiativen, Vereinen, Trägern der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und dem in Nürnberg seit 2012 entwickelten Partizipationsmodell laut! zusammengearbeitet.
2.4 Begriffsbestimmungen
Im Rahmen dieses Werkstattberichts werden unterschiedliche Begrifflichkeiten benutzt, welche an dieser Stelle genauer erläutert werden.
Als „Spiel- und Freiraum“, „Spiel- und Freifläche“, sind alle Bereiche zu verstehen, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten können, und die zum Aufenthalt oder Spielen geeignet sind.
1 Das Beteiligungsmodell laut! ist 2012 entstanden, es wird bei einer Fortschreibung der Jugendhilfeplanung dargestellt werden.
Als Spielplatz wird die Fläche bezeichnet, die explizit oder implizit als solche ausgewiesen ist. Spielplätze in Nürnberg sind in den meisten Fällen mit Hinweisschildern gekennzeichnet. Es gibt aber auch Spielbereiche, die sich außerhalb der Beschilderung befinden (z.B. bei Spielplatzerweiterungen) oder Spielplätze, bei denen die Beschilderung ganz fehlt.
Ein privater Spielplatz ist von einem Bauträger nach § 8 der Bayerischen Bauordnung angelegt, in der Regel nicht öffentlich zugänglich und nur für die Kinder der entsprechenden Wohnanlage konzipiert.
Öffentliche Spielplätze in Nürnberg befinden sich in der Regel in Trägerschaft der Stadt.2 Unter Berücksichtigung der Nutzungsbestimmungen, stehen sie allen Kindern und Jugendlichen zum Spielen zur Verfügung. Spielplätze sind hierbei bedürfnisorientiert, altersgerecht und wohnungsnah eingerichtet. Sie berücksichtigen geschlechtsspezifisch unterschiedliche Bedürfnisse und sind integrativ für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung geplant. Nach diesem Prinzip geplante Spielräume zeichnen sich durch erhöhte Vielfältigkeit und gesteigerte Nutzungsmöglichkeiten aus. Sie verringern Interessenskollisionen und strukturell bedingte Verdrängungen von einzelnen Nutzer/-innengruppen. Öffentliche Spielplätze werden in der Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“ 2008 nochmals genauer definiert. Es gibt folgende Unterscheidungen:
Kleinkinderspielplätze sind für Kinder von ca. 3 bis ca. 6 Jahre. Diese Spielplätze sollen eine Größe von mindestens 500 m² aufweisen. Kinderspielplätze sind für Kinder im schulpflichtigen Alter bis ca. 12 Jahre. Sie haben einen Flächenbedarf von mindestens 5.000 m². Aktionsflächen für ältere Kinder und Jugendliche sind für Kinder ab ca. 12 Jahren und für Jugendliche bis 18 Jahre. Sie sollen mindestens 10.000 m² groß sein. Spielhöfe sind umgestaltete Schulhöfe, die mindestens drei unterschiedliche Spielangebote bieten. Sie sind in der Regel für schulpflichtige Kinder und Jugendliche angelegt, an Werktagen öffentlich zugänglich und nach Schulschluss an Werktagen wie öffentliche Spielplätze anzusehen. Eine Anforderung an eine bestimmte Mindestfläche kann durch die Gegebenheiten der Schulhöfe nicht erhoben werden. Ein pädagogisch betreuter Aktivspielplatz (Naturspielplatz, Bauspielplatz, Abenteuerspielplatz etc.) ist ein möglichst kreativer, freier und naturnaher Raum mit offenen Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit und dementsprechenden geregelten Öffnungszeiten. Zielgruppe der Aktivspielplätze sind Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren. Insbesondere in dicht bebauten Stadtteilen soll das pädagogisch betreute Spielangebot Aktivspielplatz (Freifläche und Spielhaus) realisiert werden. Hierfür sollte mindestens eine Fläche von 3.000 m² bis 4.000 m² zur Verfügung stehen. Es bietet Natur- und Kreativerlebnisse, Standardangebote sind primär Hüttenbau, Feuerstellen, Wasser, Sand und Tierhaltung. Sie werden in der Regel durch freie Träger betrieben, liegen auf Grundstücken der Stadt Nürnberg und sind weitestgehend aus städtischen Ressourcen finanziert. Die Stadt Nürnberg trägt die Personalkosten oder leistet einen erheblichen Personalkostenzuschuss. Spielflächen in Kleingartendaueranlagen: Diese sind eine Sonderform von öffentlichen Spielplätzen. Sie wurden primär nicht für die Wohnbevölkerung in der Umgebung gebaut.
Öffentliche Spielplätze in Nürnberg sind oft Altersgruppen übergreifend und sind somit mehreren Typisierungen zuzuordnen. Darüber hinaus erfüllen Spielflächen im Rahmen der Jugendhilfeplanung eine von drei Versorgungsfunktionen:
Spielflächen im Nachbarschaftsbereich sollen sich in Sicht- und Rufweite von Wohnungen befinden und nach einem Fußweg von 200 m erreicht werden. Spielflächen dieser Funktion richten sich vorzugsweise an Kinder von 3 bis 6 Jahren. Spielflächen mit der Funktion Quartiersbereich sollen nach 400 m Fußweg erreicht werden und sich hauptsächlich an schulpflichtige Kinder richten. Spielflächen mit der Funktion Ortsteilbereich sollen sich in einer Entfernung bis 1000 m Fußweg von der Wohnung befinden. Hier sind Angebote für alle Altersgruppen bzw. für die 12 bis 18-Jährigen anzubieten.
2 Ausnahmen können u.a. ÖPP-Maßnahmen sein
3. Ausgangspunkte der Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse von Spielflächen
Kinder und Jugendliche brauchen ausreichende und altersgerechte Spielflächen in Wohnungsnähe, welche ihre unterschiedlichen Spiel- und Betätigungsbedürfnisse erfüllen. Somit steht die Stadt Nürnberg vor der Herausforderung Spielflächen in den Wohngebieten oder in deren unmittelbarer Nähe zur Verfügung zu stellen. Um diesen Anspruch in Planungen zu berücksichtigen und umzusetzen, müssen Aussagen über den Spielflächenbestand, Spielflächenbedarf, Versorgungsgrad und Fehlbedarf, jeweils mit sozialräumlichem Bezug, getroffen werden. Hierfür braucht es eine aussagekräftige Datenbasis:
die Einteilung des Stadtgebiets in Planungsbereiche, die Erfassung des Spielflächenbestandes, die Bedarfsberechnung pro Kopf Spielflächen und die Bewertung und Priorisierung sozialräumlicher Informationen.
3.1 Einteilung des Stadtgebiets in Planungsbereiche
Für den Erhalt von differenzierten Aussagen ist die Gliederung des Stadtgebietes in kleinräumige Planungsbereiche Voraussetzung. Für die Jugendhilfeplanung 2008 wurde das Stadtgebiet in 57 Planungsbereiche unterteilt. Diese werden im Rahmen dieses Werkstattberichtes unverändert beibehalten. Eine tabellarische Übersicht der Planungsbereiche kann dem Anhang entnommen werden. Für die Bestimmung der Nürnberger Planungsbereiche liegen folgende Kriterien zu Grunde:
Zusammenfassung von statistischen Distrikten zur besseren Aufbereitung der statistischen Daten, Übereinstimmungen mit den Grenzen der Bürgerversammlungsbereiche und den Sozialregionen, Berücksichtigung künstlicher und natürlicher Barrieren (z.B. Straßen, Bahnlinien, Wasserläufe, Gewerbeflächen) und zusammenhängende Darstellung von Siedlungseinheiten und deren Versorgung mit siedlungsnahem öffentlichen und halböffentlichen Grün.
3.2 Erfassung des Spielflächenbestands
Dem Spielflächenbedarf auf der kleinräumigen Planungsbereichsebene muss der vorhandene Spielflächenbestand gegenübergestellt werden. Hierfür werden öffentliche Spielflächen, analog zur Jugendhilfeplanung aus dem Jahr 2008, wie folgt erfasst:
Als Spielplatzfläche wird die gesamte Grundstücksfläche erfasst (eigenständiger Spielplatz). Dazu gehören alle zur Verfügung stehenden Spielbereiche,3 Wiesen, Freiflächen, Zu- und Gehwege, sowie das Begleitgrün in Form von Bäumen, Hecken und Büschen. Die Bemessung der Fläche eines Spielplatzes in einer Grünanlage orientiert sich nicht alleine an der Grundfläche der sogenannten Nettospielbereiche. In einem angemessenen Umfang werden auch Flächen der Grünanlage, die zum Spielen animieren, die im Umfeld der Kernspielanlage liegen, einen Zusammenhang zu dieser Fläche erkennen lassen und auf denen das Spielen explizit erlaubt ist, einbezogen. Dazu gehören Rasenflächen, Büsche, Freiflächen, Baumbestand, Unterholz, etc. Öffentliche Spielplätze sind auch die Nürnberger Aktivspielplätze. Diese Flächen der Aktivspielplätze fließen in den Spielflächenbestand ein. Einige wenige Spielplätze liegen außerhalb der Stadtgrenze im Zuständigkeitsbereich der Forstverwaltung. Sie haben aber eine wichtige Funktion für die angrenzenden Planungsgebiete und werden daher beim Spielflächenbestand und die Fehlbedarfsberechnung berücksichtigt. Bei Spielhöfen wird, aufgrund der eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten nur 75% der Spielhoffläche quantitativ für die Spielflächenbestandsberechnung zu Grunde gelegt.
3 „Bewegungsparks für alle Generationen“ werden hier erfasst, wenn diese einen Spielwert für Kinder und Jugendliche haben.
Spielflächen in Kleingartendaueranlagen fließen als eine Sonderform von öffentlichen Spielplätzen nicht in den Spielflächenbestand ein. Private Spielplätze befinden sich meist in abgegrenzten und abschließbaren Bereichen und sind nicht öffentlich zugänglich. Daher werden sie bei der Erfassung des Spielflächenbestands nicht berücksichtigt.
3.3 Bedarfsermittlung
Der Spielflächenfehlbedarf wird folgendermaßen errechnet. Der Spielflächenbestand wird dem Spielflächenbedarf auf der kleinräumigen Planungsbereichsebene gegenübergestellt.
Der Bedarf errechnet sich dabei nach der Formel: 3,4 m² Spielfläche pro Einwohner/-in.
Der Wert von 3,4 m² Spielfläche pro Einwohner/-in wurde im Rahmen der Fortschreibung der Jugendhilfeplanung im Jahr 2008 in einem abgestimmten Prozess festgelegt. Er trägt den Erfordernissen einer kinder- und familienfreundlichen Stadtentwicklung nach wie vor Rechnung. Er ist Bestandteil wichtiger kommunaler, planerischer Grundlage (z.B. Baulandbeschluss der Stadt Nürnberg 2017)
Als Ergebnis dieser Berechnung kann eine Rangfolge der Planungsbereiche entsprechend des Flächenfehlbedarfs ermittelt werden (siehe Punkt 4.3). Ergänzend werden als Grundlage für die Ausbauplanung neben der Ermittlung des Spielflächenfehlbedarfs auch sozialräumliche Bedarfsindikatoren ausgewertet. Diese Betrachtung dient dem Zweck, bei Fragen der Finanz-, Flächen-, Bebauungs- und Objektplanung sozialräumliche Priorisierungen vorzunehmen.
Folgende Überlegungen liegen der sozialräumlichen Bedarfsanalyse zugrunde:
Die Versorgung des Planungsbereichs bzw. der Spielflächenfehlbedarf sind zu berechnen. Hier gelten die bereits vorgestellten Berechnungsformeln. Die Einwohnerdichte im Planungsbereich spielt eine große Rolle. Mehr Einwohner/-innen pro m² erhöhen den Bedarf an Spielflächen. Die zu erwartende höhere Nutzungsfrequenz steigert darüber hinaus den Reparatur- und Sanierungsbedarf. Eine über- bzw. unterdurchschnittliche Anzahl an Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 18 Jahren im Planungsbereichen hat direkte Auswirkung auf die Nutzer/-innenzahlen und auf die Nutzungsfrequenz. Auch der prozentuale Anteil der Kinder und Jugendlichen an der Gesamtbevölkerung eines Planungsbereichs lässt Rückschlüsse auf die Nutzungsfrequenzen von Spielflächen zu. Zuletzt ist die Dichte der Wohnbebauung zu betrachten. Je höher der Anteil an dichter Bebauung, desto geringer ist der Anteil an Freiflächen und Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Der Spielflächenbedarf liegt hier also höher als in Bereichen mit vorwiegend aufgelockerter Wohnbebauung.
Auch hier erfolgt als Ergebnis eine Rangwertberechnung unter Einbeziehung der sozialräumlichen Datengrundlagen (Siehe Punkt 4.3).
4. Aktualisierte Bestand- und Bedarfsdarstellung 2018
In der Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“ 2008 wurden wichtige Bedarfe und notwendige Maßnahmen formuliert. In den letzten 10 Jahren konnten bereits viele angestrebte Maßnahmen umgesetzt werden. Es sind aber auch aufgrund der wachsenden Nürnberger Bevölkerung, Neubaugebiete, der urbanen Nachverdichtung sowie Rückmeldungen im Rahmen von Partizipationsprozessen neue Bedarfe entstanden bzw. bekannt geworden. Seit der 2008 im Stadtrat beschlossenen Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“ hat sich die gesamtstädtische Situation an Spielflächen deutlich verbessert. Inzwischen betreibt die Stadt Nürnberg über 300 öffentliche Spielflächen und hat die Gesamtfläche um ca. 36.000 m², auf etwa 841.000 m² erhöhen können.4 Auf Grund der beschlossenen Berechnungsformel von 3,4 m² pro Einwohner/-in für den öffentlichen Spielflächenbedarf, liegt der gesamtstädtische Flächenfehlbedarf aber weiterhin bei ca. 995.000 m². Im Folgenden werden die seit 2008 realisierten Maßnahmen und einzelne Neubewertungen von Flächengrößen abgebildet. Im Anschluss erfolgt eine aktualisierte Bedarfsdarstellung.
4.1 Maßnahmen 2008 bis 2018
Die jährliche Festlegung der umzusetzenden Spielplatz-, Aktionsflächen- und Spielhofmaßnahmen erfolgt jeweils in Abstimmung der dienststellenübergreifenden Arbeitsgruppe Spielen. Planungsbereiche mit einem hohen Spielflächenfehlbedarf werden vorrangig beachtet, wobei u. a. auch Qualitätsbewertungen der vorhandenen Spielflächen, der Versorgungsgrad des jeweiligen Sozialraums und die Erreichbarkeit nach DIN 18034 berücksichtigt werden. Somit werden nicht nur neue Spielflächen geschaffen, sondern auch der Bestand bedarfsgerecht saniert, neugestaltet oder erweitert. Die unbetreuten öffentlichen Spielplatz-, Aktionsflächen- und Spielhofmaßnahmen werden überwiegend aus folgenden städtischen Haushaltsmitteln im Rahmen der MIP-Ansätze (Pauschalen) finanziert:
MIP Nr. P5515900000U Bau/Generalsanierung von Spielplätzen (Spielplatzpauschale) in Höhe von 400.000 € zzgl. 110.000 € Zweckbindung laut! jährlich sowie zzgl. Ablösemittel privater Spielplätze. (Stand 2018) MIP Nr. P5515800000U Bau/Generalsanierung von Spielhöfen (Spielhortpauschale - Umbau von Schulhöfen zu Spielhöfen) in Höhe von 290.000 € jährlich. (Stand 2018) MIP Nr. P5515400000U Spielplätze „Aus 1 mach 3“: Bau und Generalsanierung in Höhe von 195.000 € (davon städtischer Anteil 130.000 €). (Stand 2018) Finanzierung über Städtebauförderung oder städtebauliche Verträge. Finanzierung in Einzelfällen über MIP Einzelansätze möglich.
Nachfolgend werden einzelne Teilschritte der Jahre aus dem Gesamtvorhaben der Verbesserung der Spielflächen und der Realisierung einer bespielbaren, familienfreundlichen Stadt tabellarisch dargestellt. Auf eine komplette Darstellung wird verzichtet und auf die Berichterstattung im Jugendhilfeausschuss bzw. im gemeinsamen Jugendhilfe- und Schulausschusses verwiesen. Eine tabellarische Übersicht der Berichterstattung seit 2008 liegt im Anhang vor.
Tabelle 1 zeigt 22 neu entstanden öffentliche Spielflächen seit 2008. Es wurden über 30.000 m² für junge Menschen an Kleinkinder- und Kinderspielplätzen, sowie Aktionsflächen geschaffen. Darüber hinaus konnten 17 Schulhöfe in Spielhöfe umgewandelt werden. Tabelle 2 listet diese neu entstanden Spielhöfe mit einer Gesamtquadratmeterzahl von circa 57.000 m² auf. Außerdem konnten drei pädagogisch betreute Spielplätze mit einer Gesamtfläche von ca. 8.500m² eröffnet (vgl. Tabelle 3) und bestehende Kleinkinder- und Kinderspielplätzen, sowie Aktionsflächen erweitert bzw. neugestaltet werden (vgl. Tabelle 4).
4 Stand 2008 war 271 Spielflächen auf eine Gesamtfläche von 804.000m²
Tabelle 1: Beispiele neu entstandene Spielflächen seit 2008
| Standort | Angebot | m² | Jahr5 | PB | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Am Gaulnhofer Graben | Spiel- und Aktionsfläche (Parkour) | 3.509 | 2013 | 31 | |||
| An der Wied, Kuhweiher | Kinderspielplatz und Bolzplatz | 3.901 | 2012 | 39 | |||
| Berliner Platz | Aktionsfläche (Basketballplatz) | 253 | 2008 | 4 | |||
| Breslauer Straße 330 | Jugendtreffpunkt u.a. mit Streetball, TT-Plat- ten | 1.618 | 2012 | 26 | |||
| Faberwald | Kleinkinder- und Kinderspielplatz | 1.925 | 2015 | 38 | |||
| Florentiner Straße | Kleinkinder- und Kinderspielplatz | 610 | 2012 | 33 | |||
| Gräfenberger Straße | Kleinkinderspielplatz | 743 | 2010 | 17 | |||
| Mammutgelände, Heerwagenstraße | Kleinkinder- und Kinderspielplatz | 2.603 | 2012 | 4 | |||
| Hugo-Junkers-Straße | Kleinkinder- und Kinderspielplatz | 2.000 | 2016 | 17 | |||
| Im Zwergfeld | Kinderspielplatz | 604 | 2010 | 47 | |||
| Kirschbaumweg | Kleinkinderspielplatz | 338 | 2012 | 18 | |||
| Köhnstraße | Kinderspielplatz | 1928 | 2012 | 6 | |||
| Latènestraße | Kinderspielplatz | 770 | 2010 | 31 | |||
| Maxtorgraben | Kleinkinder- und Kinderspielplatz | 806 | 2008 | 1 | |||
| Nordbahnhof Nord | Kinderspielplatz | 2.515 | 2014 | 3 | |||
| Nordbahnhof Süd | Kleinkinderspielplatz | 795 | 2014 | 3 | |||
| Oskar-Schindler-Straße | Kleinkinder- und Kinderspielplatz | 1.047 | 2013 | 12 | |||
| Platz der deutschen Einheit | Kleinkinder- und Kinderspielplatz | 1.141 | 2011 | 39 | |||
| Tillypark | Kinderspielplatz | 1.279 | 2009 | 57 | |||
| Uhlandstraße | Aktionsfläche (Bolzplatz) | 455 | 2013 | 3 | |||
| Untere Mentergasse | Kleinkinderspielplatz | 662 | 2013 | 8 | |||
| Wismarerstraße | Kleinkinder- und Kinderspielplatz | 1.425 | 2015 | 15 |
Tabelle 2: Neu entstandene Spielhöfe seit 2008
| Standort | Schultyp | m² | Jahr6 | PB | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Almoshofer Hauptstr. 37 | Friedrich-Staedtler-Grundschule (Dependance) | 1.025 | 2011 | 49 | |||
| Amberger Straße 25 | Georg-Paul-Amberger-Schule, Grundschule | 6.465 | 2009 | 10 | |||
| Bartholomäusstraße 16 | Bartholomäusschule, Grundschule | 3.128 | 2013 | 5 | |||
| Bertolt-Brecht-Straße 35 | Gretel-Bergmann-Schule, Grundschule | 800 | 2018 | 25 | |||
| Fürreuthweg 95 | Grundschule Nürnberg Eibach | 10.18 0 | 2012 | 38 | |||
| Gebersdorfer Straße 175 | Grundschule Gebersdorf | 3635 | 2014 | 40 | |||
| Hopfengartenweg 23 | Grundschule Nürnberg Eibach (Dependance) | 1.687 | 2014 | 38 | |||
| Kalchreuther Straße 130 | Buchenbühler-Schule, Grundschule | 1.628 | 2009 | 50 | |||
| Maiacher Straße 18 | Maiacher Schule, Grundschule | 6.299 | 2009 | 9 | |||
| Oedenberger Straße 135 | Konrad-Groß-Grund- und Mittelschule | 4803 | 2011 | 18 | |||
| Ossietzkystraße 2 | Carl-von-Ossietzky-Grund- und Mittelschule, | 3.563 | 2011 | 11 | |||
| Paniersplatz 37 | Grundschule Paniersplatz | 1.607 | 2013 | 1 | |||
| Saarbrückener Straße 26 | Georg-Holzbauer-Mittelschule, Teilspielhof- realisierung | 560 | 2017 | 28 | |||
| Schnieglinger Straße 38 | Dr.-Theo-Schöller-Grundschule, Dr.-Theo-Schöller-Schule-Mittelschule | 3.100 | 2007 | 2 | |||
| Siedlerstraße 37 | Grundschule Nürnberg Zerzabelshof | 1.900 | 2010 | 20 | |||
| Thusneldastraße 5 | Thusnelda-Grundschule Nürnberg Thusnelda-Mittelschule Nürnberg | 1.216 | 2014 | 19 | |||
| Viatisstraße 270 | Grundschule Nürnberg Zerzabelshof (Depen- dance) | 5.350 | 2017 | 20 |
5 Jahr der fertiggestellten Maßnahmen 6 Jahr der fertiggestellten Maßnahmen
Tabelle 3: Neu entstandene pädagogisch betreute Spielplätze seit 2008
| Standort | Träger | m² | Jahr7 | PB | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktivspielplatz Mammut, Schoppershofstraße 23 | Evangelische Jugend Nürnberg | 2.560 | 2012 | 04 | |||||
| Aktivspielplatz Fuchsbau, Muggenhofer Straße 118 | Stadt Nürnberg in Kooperation mit „Fuchs- bau e.V.“ | 1.700 | 2015 | 13 | |||||
| Naturspielplatz Zeisigweg, Zeisigweg 70 | Elterninitiative Aktivspielplatz Zeisigweg | 4.185 | 2017 | 14 |
Tabelle 4: Beispiel von Neugestaltungen oder Erweiterung von Spielflächen seit 2008
| Standort | Angebot | m² alt | m² | Jahr8 | PB | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| neu | ||||||||
| Bauernwald, Bolzplatz | Erweiterung der Spielfläche durch einen Basketballplatz | 807 | 2.030 | 2008 | 17 | |||
| Bürgergarten Langwasser | Erweiterung durch eine Freeleti- canlage | 1.298 | 2.300 | 2015 | 26 | |||
| Colleggarten, Archivstraße | Neugestaltung der Spiel- und Ak- tionsflächen | 2.244 | 2.244 | 2014 | 3 | |||
| Fuchsloch | Neugestaltung Spiel- und Akti- onsfläche | 917 | 1.380 | 2017 | 13 | |||
| Hintere Insel Schütt | Spielhof wurde generalsaniert und erweitert | 3429 | 5548 | 2012 | 1 | |||
| Jülicher Straße | Neugestaltung und Erweiterung der Spiel- und Aktionsfläche | 2.504 | 6.802 | 2010 | 02 | |||
| Königsberger- / Angerbur- | Spielflächenerweiterung durch | 457 | 1.317 | 2011 | 17 | |||
| gerstraße | Ballspielangebot | |||||||
| Leiblsteg | Neugestaltung der Spielfläche in- klusive Ballspielwiese | 3.580 | 3.580 | 2016 | 13 | |||
| Mauserweg | Erweiterung der Spiel- und Akti- onsfläche durch weiteren Spielge- räten | 3.373 | 3.375 | 2014 | 33 | |||
| Schweinauser Buck | Neugestaltung der Skateanlage | 5.754 | 5.754 | 2015 | 10 | |||
| Spittlertorgraben | Neugestaltung der Skateanlage | 4.796 | 4.796 | 2013 | 1 | |||
| Südtiroler Platz | Neugestaltung und Erweiterung der Spiel- und Aktionsfläche | 1.602 | 2.354 | 2008 | 7 | |||
| Zugspitzstraße | Neugestaltung und Erweiterung des Kleinkinderspielplatzes | 966 | 1.176 | 2010 | 24 | |||
| Zum Schlüsselstein | Neugestaltung und Erweiterung des Kleinkinder- und Kinderspiel- platzes | 375 | 700 | 2008 | 21 |
Die bisherigen Darstellungen zeigen, dass das planungsgestütztes Handeln bei Politik und Verwaltung die Spielflächensituation in den Stadtgebieten in den vergangenen Jahren häufig deutlich verbessern konnte. Die Stadt Nürnberg setzte hier ihr Bekenntnis zur kinder-, jugend- und familienfreundlichen Stadt konsequent um. Der Umgang mit den knappen Ressource, Effekten von Nachverdichtung und Auswirkungen einer wachsenden Stadtgesellschaft ist dennoch eine große Herausforderung. Dies bedeutete auch, dass einige Spielflächen aufgegeben bzw. deutlich reduziert werden mussten. Zum einen wurden Spielflächen ohne Spielwert und Möglichkeit der Aufwertung aufgelassen. Zum anderen waren Flächenreduktionen notwendig, um anderen wichtigen Bedarfen von Kindern, Jugendlichen und Familien Rechnung zu tragen. (vgl. Tabelle 5)
7 Jahr der fertiggestellten Maßnahmen 8 Jahr der fertiggestellten Maßnahmen
Tabelle 5: Beispiele von Spielflächenreduzierungen
| Standort | Angebot | m² alt | m² neu | PB | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anton-Müller-Platz | Die Spiel- und Aktionsfläche wurde im Rahmen ei- ner Neubauplanung KiTa für erforderliche Außen- flächen der Einrichtung reduziert. | 6.712 | 5.501 | 6 | |||||
| Bauernfeindstraße 24 (Spielhof Bauernfeind- schule) | Der Spielhof an der Bauernfeindschule wurde auf- grund eines Hortneubaus und der Verlegung der Schulsportanlage reduziert. | 4.547 | 2.028 | 23 | |||||
| Birkenwald, (Spiel- und Aktionsfläche) | Die Fläche ist nicht städtisches Eigentum, der Pachtvertrag wird jährlich verlängert. Marode Spielgeräte mussten ersatzlos abgebaut werden, da größere Investitionen ohne eine langfristige Planungssicherheit nicht sinnvoll erscheinen. Es sind für 2019 Verhandlungen mit dem Besitzer über geänderte Pachtbedingen geplant. Bei Erfolg wird langfristig eine Aufwertung der Fläche ange- strebt. | 1.759 | 884 | 39 | |||||
| Fischbacher Haupt- straße 118 (Spielhof Grundschule Fisch- bach) | Die Spielhoffläche wurde aufgrund des Hortneu- baus und der Einzäunung der Schulsportanlage reduziert. | 6.627 | 2.675 | 21 | |||||
| Gabelsberger Straße (Spielhof Kopernikus- schule) | Aufgrund des notwendigen Abriss und Neubau von Schule und Hort musste der Spielhoffläche re- duziert werden. | 2.498 | 980 | 7 | |||||
| Geisseestraße (Klein- kinderspielplatz) | Die Fläche lag direkt an einem Getränkemarkt und einer Straße. Sie wurde ausschließlich sachfremd durch Erwachsene genutzt und hatte für Kinder/ Jugendliche keinen Aufenthaltswert. (Auflassung 2015) | 416 | 0 | 11 | |||||
| Herschelplatz (Spielhof Friedrich- Wilhelm-Herschel- Schule) | Der Spielhof wurde 2018 bzgl. einem Container- standorts für dringenden Schul- und Hortbedarfe für mind. 10 Jahre aufgelassen. Eine anschlie- ßende Wiederherstellung ist geplant. | 5.328 | 0 | 8 | |||||
| Heugässchen (Klein- kinderspielplatz) | Der Kleinkinderspielplatz lag ungünstig in einem Innenhofbereich. Er hatte keinen Aufenthaltswert und kein Erweiterungspotential. (Auflassung 2011) | 1044 | 0 | 1 | |||||
| Klagenfurter- /Salzachstr. (Kleinkinderspielplatz) | Der Kleinkinderspielplatz wurde 2013 zugunsten der Neugestaltung des nahen Spielplatzes Kla- genfurter- / Kärntnerstraße in Moorenbrunn aufge- geben. | 502 | 0 | 22 | |||||
| Schlachthofstraße / Leonhardspark | Aufgrund des Neubau der Michael-Ende-Schule war eine Flächenneuordnung notwendig. | 3.821 | 2.073 | 11 | |||||
| Scharrerstraße 33 (Spielhof Scharrer- schule) | Die Spielhoffläche wurde wegen einem Container- standort für einen Hort reduziert | 6110 | 5810 | 6 | |||||
| Viatisstraße, (Aktionsfläche) | Der Bolzplatz wurde zugunsten eines Kindergar- tenneubaus 2011 aufgelassen. Im Rahmen der Schul- und Hortneubauplanung in der Viatisstraße wurde als Ersatz im Spielhof ein neuer öffentlicher Bolzplatz geschaffen. | 4.264 | 500 | 20 | |||||
| Wöhrder Wiese („Jedermannsport- platz“) | Die Fußballtore wurden aufgegeben, um die Multi- funktionalität der Wiese zu erhöhen (Auflassung 2015) | 25.89 2 | ? | 5 | |||||
| Schiestlstraße, Krafts- hof (Kleinkinder- und Kinderspielplatz) | Bei der Erweiterungsplanung mussten umwelt- technische Vorgaben eingehalten werden. Die Flä- chengrenzen wurden dadurch neu festgelegt. | 9.368 | 3.674 | 48 |
Am Beispiel des „Jedermannsportplatzes“ an der Wöhrder Wiese wird deutlich, dass es sich in diesem Werkstattbericht um eine quantitative Aktualisierung handelt. Bei der geplanten Fortschreibung (vgl. Punkt 5) werden auch qualitative Aspekte Beachtung finden. Es wird dann geprüft, ob und wie diese und vergleichbare Flächen quantitativ und qualitativ zu beurteilen sind.
4.2 Überprüfung einzelner Spielflächengrößen
Schwerpunkt dieses Zwischenberichts ist die quantitative Aktualisierung der Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse von unbetreuten öffentlichen Spielplätzen, Aktionsflächen, Spielhöfen sowie pädagogisch betreuten Aktivspielplätzen. Sollten sich durch Neugestaltung oder Erweiterung keine Veränderung der Flächen ergeben haben, werden für die Bedarfsberechnung (siehe Punkt 4.3.) in der Regel die Flächengrößen der Jugendhilfeplanung 2008 als Berechnungsgrundlage übernommen. In wenigen begründeten Fällen wurden allerdings die Flächenzuschnitte des Jahres 2008 geprüft und die Spielflächengrößen neu erhoben. Beispielhaft war dies dann der Fall, wenn die einberechnete umliegende Fläche nicht angemessen erschien. Die Bemessung der Fläche eines Spielplatzes in einer Grünanlage orientiert sich zum Beispiel nicht alleine an der Grundfläche der sogenannten Nettospielbereiche. Es werden auch Flächen der Grünanlage, die zum Spielen animieren und in einem Zusammenhang stehen, einbezogen. Bei einigen Flächen entspricht die Einschätzung von 2008 nicht mehr den heutigen Beobachtungen bezüglich der Nutzung, so dass eine Anpassung notwendig erschien.
Tabelle 6: Überprüfte Flächenzuschnitte 2018
| Standort | Begründung | m² alt | m² neu | PB | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dunantstraße 1 (Spielhof Dunant- schule) | Ursprünglich wurde der komplette Schulhof be- messen. Die aktuelle Messung bezieht sich nun auf die tatsächlich als Spielhof gestaltete und ge- nutzte Fläche. | 4.409 | 1.480 | 57 | |||||
| Herriedener Straße 25, (Spielhof Birkenwald- schule) | Ursprünglich wurde der komplette Schulhof be- messen. Die aktuelle Messung bezieht sich nun auf die tatsächlich als Spielhof zugängliche und genutzte Fläche. | 6.006 | 2.950 | 39 | |||||
| Jamnitzerplatz, (Kin- derspielplatz und Akti- onsfläche) | 2008 wurde der gesamte Platz als Spielfläche er- fasst. Aufgrund der Nutzungsstruktur aller Alters- gruppen wurde die Größe auf die tatsächlichen Spielflächen begrenzt. | 7.394 | 2.527 | 12 | |||||
| Schreiberhauerstraße (Aktionsfläche) | Der Straßenabschnitt mit Skateelementen ist nur teilweise befahrbar. Die Fläche wurde dement- sprechend neu erhoben. | 2.031 | 1.000 | 22 | |||||
| Waldaustraße / Hin- tere Marktstraße (Kleinkinder-, Kinder- spielplatz und Aktions- fläche) | 2008 wurde die gesamte Grünanlage als Spiel- fläche erfasst. Aufgrund der Nutzungsstruktur wurde die Größe auf die tatsächliche Spielfläche mit umliegendem Grün begrenzt. | 7.774 | 2.500 | 10 | |||||
| Veitshöchheimer Straße (Kleinkinder-, Kinder- spielplatz und Aktions- fläche) | 2008 wurde die gesamte Grünanlage erfasst. Aufgrund der Nutzungsstruktur wurde die Größe auf die tatsächliche Spielfläche mit umliegendem Grün begrenzt. | 9.944 | 6.600 | 46 | |||||
| VP-Dutzendteich, (Kleinkinder-, Kinder- spielplatz und Aktions- flächen) | 2008 wurden große Bereiche des Volksparks zu- sammenhängend erfasst. Diese Erfassung ent- sprach nicht der tatsächlichen Nutzungsstruktur des Volksparks durch viele Ziel- und Altersgrup- pen. Es wurde somit die einzelne Spiel- und Ak- tionsfläche mit umliegendem Grün erhoben. | 19.383 | 15.765 | 55 |
4.3 Bedarfsdarstellung 2018
Um den Spielflächenfehlbedarf zu errechnen, wird der Spielflächenbestand dem Spielflächenbedarf auf der kleinräumigen Planungsbereichsebene gegenübergestellt. Berechnet man den Spielflächenfehlbedarf für alle 57 Planungsbereiche, ergibt sich folgendes Bild. Neun Planungsbereiche erreichen den Richtwert von 3,4 m² Spielfläche pro Einwohner/-in. Bei 48 Planungsbereichen besteht ein Flächenfehlbedarf. Besonders hohe Flächendefizite bestehen in den Planungsbereichen Galgenhof/Hasenbuck, Glockenhof/Gleishammer und St. Johannis/Vogelherd. Die folgende Tabelle zeigt die zehn Planungsbereiche mit dem größten Defizit. Die Darstellung erfolgt in der Rangfolge des größten Flächenfehlbedarfs. Die Rangfolge aller 57 Planungsbereiche kann der Tabelle im Anhang entnommen werden. Die jeweiligen Berechnungsgrundlagen sind unter Punkt 2 detailliert dargestellt.
Tabelle 7: Rangwerte des Spielflächenfehlbedarfs in Planungsbereichen, Rang 1 bis 10
| Rang | Pb- Nr. | Planungs- bereich | Pla- nungs- bereich Fläche m² | Wohnbe- rechtigte Bevölke- rung | Spielflä- chen bestand m² | Spielflä- chen bedarf m² | Spielflä- chen fehlbe- darf m² | Spielflä- | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| chen | |||||||||
| bestand | |||||||||
| pro | |||||||||
| Einw. | |||||||||
| m² | |||||||||
| 1 | 7 | Galgenhof / Hasenbuck | 2.781.087 | 43.794 | 46.572 | 148.900 | -102.328 | 1,06 | |
| 2 | 6 | Glockenhof / Gleißham- mer | 2.719.003 | 33.905 | 40.379 | 115.277 | -74.898 | 1,19 | |
| 3 | 2 | St. Johannis / Vogelherd | 3.397.089 | 31.342 | 33.034 | 106.563 | -73.529 | 1,05 | |
| 4 | 3 | Gärten h. d. Veste / Maxfeld | 2.717.414 | 33.545 | 42.959 | 114.053 | -71.094 | 1,28 | |
| 5 | 12 | Gostenhof / Bären- schanze / Rosenau | 2.258.463 | 25.828 | 31.083 | 87.815 | -56.732 | 1,20 | |
| 6 | 18 | Schopper- shof / St.Jobst | 2.950.865 | 20.545 | 21.737 | 69.853 | -48.116 | 1,06 | |
| 7 | 39 | Röthenbach | 3.204.689 | 18.103 | 17.664 | 61.550 | -43.886 | 0,98 | |
| 8 | 8 | Steinbühl / Gibitzenhof | 1.476.002 | 21.440 | 29.784 | 72.896 | -43.112 | 1,39 | |
| 9 | 1 | Altstadt | 1.663.239 | 15.174 | 18.528 | 51.592 | -33.064 | 1,22 | |
| 10 | 57 | Großreuth b. Schw., Gaismanns- hof | 4.561.957 | 12.363 | 9.897 | 42.034 | -32.137 | 0,80 |
Pb-
Nr.
Planungs-
bereich
Pla-
nungs-
bereich
Fläche
m²
Wohnbe-
rechtigte
Bevölke-
rung
Spielflä-
chen
bestand
m²
Spielflä-
chen
bedarf
m²
Spielflä-
chen
fehlbe-
darf
m²
Es werden kontinuierlich neue, mögliche Standorte für Spielflächen gesucht. Die Festlegung, welche Spielplatz- und Spielhofmaßnahmen neu gebaut, saniert, neugestaltet oder erweitert werden, erfolgt jährlich. Da hierbei die nötigen Maßnahmen die städtischen Haushaltsmittel übersteigen, müssen Prioritäten gesetzt werden. Zum einen werden Planungsbereichen mit einem hohen Spielflächenfehlbedarf vorrangig Aufmerksamkeit geschenkt. Zum anderen werden aber auch sozialräumliche Daten und eine daraus entstehende Rangwertberechnung betrachtet. Darüber hinaus spielen z.B. Synergieeffekte mit anderen Baumaßnahmen oder Möglichkeiten der Drittmittelfinanzierung eine wichtige Rolle bei der Priorisierung.
Die Rangwertberechnung aufgrund der sozialräumlichen Daten erfolgt nach dem bereits 2008 durchgeführten Prinzip: Aufgrund der in Punkt 3.3 dargestellten sozialräumlichen Faktoren werden pro Planungsbereich fünf Kennzahlen (Flächenfehlbedarf, Einwohnerdichte, Anteil an Kindern und Jugendlichen, Anzahl an Kindern und Jugendlichen und Anteil an dichter Wohnbebauung) erhoben. Für jede Kennzahl wird eine Rangliste der Planungsbereiche erstellt. Bei 57 Planungsbereichen erhält der Planungsbereich mit dem höchsten Werten 5,7 Punkte, der Planungsbereich mit dem geringsten Wert entsprechend 0,1 Punkte. Die Summe der einzelnen Punkte ergibt die Gesamtpunktzahl für den jeweiligen Planungsbereich. Aus der Gesamtpunktzahl wird wiederum die Rangliste der Dringlichkeit in der Spielflächenversorgung gebildet.
Die folgende Tabelle 8 zeigt die Rangwertberechnung für die Ränge 1 bis 10. Es ist festzustellen, dass sich bei dieser Auswertung im Verhältnis zur vorher dargestellten quantitativen Rangwertberechnung (Verhältnis Spielflächenbestand zu Spielflächenbedarf) Verschiebungen ergeben. Tendenziell bleiben aber die Planungsbereiche mit dem höchsten Flächendefizit auch unter Beachtung der sozialräumlichen Daten weiterhin in der Rangliste weit oben.
Tabelle 8: Rangwertberechnung des gewichteten Spielflächenfehlbedarfs, Rang 1 bis 10
| Rang | Pb- Nr. | Planungsbereich | Kennz. | Kennz. Einw.- dichte | Kennz. Anteil K. + J. | Kennz. Anzahl K. + J. | Kennz. Dichte Wohn- bed. | Summe Kenn- zahlen | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Flä- | |||||||||
| chen- | |||||||||
| fehl- | |||||||||
| bed. | |||||||||
| 1 | 8 | Steinbühl / Gibitzen- hof | 5,0 | 5,5 | 4,8 | 5,2 | 5,1 | 25,6 | |
| 2 | 12 | Gostenhof / Bären- schanze / Rosenau | 5,3 | 5,2 | 3,6 | 5,4 | 5,2 | 24,7 | |
| 3 | 7 | Galgenhof / Hasen- buck | 5,7 | 5,6 | 2,5 | 5,7 | 4,5 | 24,0 | |
| 4 | 6 | Glockenhof / Gleiß- hammer | 5,6 | 5,4 | 1,2 | 5,6 | 5,3 | 23,1 | |
| 5 | 11 | St. Leonhard / Sün- dersbühl | 4 | 4,9 | 4,9 | 5,1 | 3,9 | 22,8 | |
| 6 | 18 | Schoppershof / St.Jobst | 5,2 | 4,7 | 3,5 | 5 | 4,1 | 22,5 | |
| 7 | 3 | Gärten h. d. Veste / Maxfeld | 5,4 | 5,3 | 0,7 | 5,5 | 4,9 | 21,8 | |
| 8 | 13 | Eberhardshof / Mug- genhof / Doos | 4,4 | 4,5 | 3,8 | 4,5 | 4,6 | 21,8 | |
| 9 | 2 | St. Johannis / Vogel- herd | 5,5 | 5,1 | 0,6 | 5,3 | 5 | 21,5 | |
| 10 | 57 | Großreuth b. Schw., Gaismannshof | 4,8 | 3,2 | 4,5 | 4,6 | 3,2 | 20,3 |
Pb-
Nr.
Kennz.
Einw.-
dichte
Kennz.
Anteil
K. + J.
Kennz.
Anzahl
K. + J.
Kennz.
Dichte
Wohn-
bed.
Summe
Kenn-
zahlen
Eine Gesamtübersicht der sozialräumlichen Bewertung aller 57 Planungsbereich ist der Tabelle 11 im Anhang zu entnehmen. Im Vergleich zu 2008 kann mitgeteilt werden, dass die Rangwerte von Stadtteilen mit hohen Bedarfen auch 2018 eine hohe Priorisierung aufgrund der Berechnung haben. Die Rangwerte 1 bis 5 der Tabelle 8 sind sogar an die identischen Planungsbereiche vergeben. Dies ist allerdings nicht verwunderlich, denn in diesen hochverdichten Stadtteilen ist es selten möglich neue Standorte für Spielflächen zu generieren. Daher werden mögliche Ressourcen meist für den Erhalt und die Verbesserung bereits bestehender Flächen verwendet. Welche qualitativen Auswirkungen dies für die Kinder, Jugendliche und Familien in den Stadtteilen hat, muss gesondert analysiert werden. Dies wird Inhalt der geplanten ganzheitlichen Fortschreibung der Jugendhilfeplanung sein (vgl. Punkt 5).
5. Ausblick
Der Jugendhilfeplan „Spielen in der Stadt“ ist ein wichtiger Baustein der Stadt Nürnberg auf dem Weg zu einer kinder-, jugend- und familienfreundlichen Stadt. Der Jugendhilfeplan ist eine umfassende und vielschichtige Spielraumplanung, die über die reine Bestand- und Bedarfsdarstellung von Spielflächen hinausgeht. Sie erfasst nicht nur über 300 Spielflächen, sondern ist auch die konzeptionelle Grundlage weiterer Handlungsfelder wie der betreuten Bau-, Aktiv-, Natur- und Abenteuerspielplätze, der Spielmobile, der Ferienangebote, kinderkulturelle Angebote und Beteiligungsformate.
Die Jugendhilfeplanung ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe im Rahmen der Planungsverantwortung des Jugendamts nach § 79 – 81 SGBVIII und muss regelmäßig fortgeschrieben werden. Aufgrund des qualitativen und quantitativen Umfangs des Plans „Spielen in der Stadt“, sowie der nötigen dienststellenübergreifenden Zusammenarbeit ist die ganzheitliche Fortschreibung nur in Form eines mehrjährigen Projekts möglich. Der hier vorgelegte Werkstattbericht war der erste Schritt in einem mehrstufigen Verfahren. Für die weiteren, notwendigen Arbeiten wurden im Rahmen der Haushaltsberatungen 2018 die notwendigen Personalkapazitäten geschaffen. Nach Besetzung der geschaffenen Stelle voraussichtliche Mitte 2019 sollen im Rahmen des circa dreijährigen Projektes folgende Arbeitsschritte umgesetzt werden:
Initiierung einer referatsübergreifenden Projektgruppe, Bestandsaufnahme und pädagogische Bewertung öffentlicher Spielflächen und Maßnahmen „Spielen in der Stadt“ der Stadt Nürnberg, Sozialräumliche Analysen für die Bedarfsplanung der Spielflächen in Nürnberg, Aktualisierung der sozialen Indikatoren zur Bedarfs- und Rangfolgenberechnung, Aktualisierung bisheriger konzeptioneller Grundlagen, Entwicklung neuer zukunftsorientierter Handlungskonzepte für die verschiedenen Handlungsfelder die Spielflächenplanung, Erstellung von planerisch- konzeptionellen Grundlagen für die Spielflächenplanung und die Behebung des Spielflächendefizits in Nürnberg (z.B. ggf. Aktualisierung der Broschüre „Miteinander spielen – Leitlinien für die Integration von Kindern mit Einschränkungen auf Spielplätzen in Nürnberg“ als wichtige Baustein der Jugendhilfeplanung).
Am Ende des Projektzeitraums steht eine komplette, ganzheitliche Fortschreibung der Planung. Diese soll zur Beschlussfassung vorliegen und weiterhin eine anerkannte Grundlage bei Prozessen der Stadtplanung sein. Bei der Fortschreibung werden, neben quantitativen Bestands- und Bedarfsaussagen bezüglich der Spielflächenversorgung, vielfältige qualitative Fragestellung der Jugendhilfeplanung betrachtet werden. Neben den bisherigen Inhalten, welche bei Bedarf zu aktualisieren und weiterzuentwickeln sind, sollen folgende neue Inhalte besonders im Vordergrund stehen:
Entwicklung neuer konzeptioneller Ideen unter Berücksichtigung bzw. als Reaktion auf veränderter Stadtentwicklungen und Lebenslagen junger Menschen sowie den daraus resultierenden Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und Familien, Erstellung einer bedarfsgerechten und zukunftsorientierten Maßnahmenplanung aller Handlungsfelder der Jugendhilfeplanung, Entwicklung eines Konzepts der qualitativen Bestandsbewertung und daraus folgenden Bedarfsplanung unter Beteiligung der Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, Familien), Weiterentwicklung der Bürger/-innenorientierung in Form neuer Formate der Öffentlichkeitsarbeit. Hierbei soll insbesondere die Idee eines onlinegestützten Spielplatzführers, welcher öffentlich und einfach zugänglich Informationen zu Spielflächen zur Verfügung stellt, geprüft werden.
Ziel ist, dass die Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“ auch weiterhin die Bedeutung des Spielens für Kinder und Jugendliche deutlich macht, Strategien und Handlungsfelder für eine lebenswerte Umwelt von Kindern, Jugendlichen und Familien aufzeigt und einfordert, sowie adäquate Antworten auf familienund sozialpolitische Fragen bereithält.
Anhang
Tabelle 9: Übersicht der Planungsbereiche
| Pb-Nr. | Bezeichnung | Planungsbereichfläche m² | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Altstadt | 1.663.239 | |||
| 2 | St. Johannis / Vogelherd | 3.397.089 | |||
| 3 | Gärten h. d. Veste / Maxfeld | 2.717.414 | |||
| 4 | Rennweg | 609.811 | |||
| 5 | Wöhrd / Tullnau | 2.913.937 | |||
| 6 | Glockenhof / Gleißhammer | 2.719.003 | |||
| 7 | Galgenhof / Hasenbuck | 2.781.087 | |||
| 8 | Steinbühl / Gibitzenhof | 1.476.002 | |||
| 9 | Werderau / Sandreuth | 2.097.835 | |||
| 10 | Schweinau | 2.422.587 | |||
| 11 | St. Leonhard / Sündersbühl | 2.364.099 | |||
| 12 | Gostenhof / Bärenschanze / Rosenau | 2.258.463 | |||
| 13 | Eberhardshof / Muggenhof / Doos | 2.161.396 | |||
| 14 | Schniegling / Wetzendorf | 3.433.259 | |||
| 15 | Thon / Schnepfenreuth – Süd | 1.070.738 | |||
| 16 | Kleinreuth h. d. Veste | 1.889.351 | |||
| 17 | Ziegelstein / Marienberg / Schafhof | 7.654.658 | |||
| 18 | Schoppershof / St. Jobst | 2.950.865 | |||
| 19 | Mögeldorf | 3.051.187 | |||
| 20 | Zerzabelshof | 4.591.516 | |||
| 21 | Fischbach | 2.609.369 | |||
| 22 | Altenfurt / Moorenbrunn | 6.974.421 | |||
| 23 | Bauernfeind / Rangierbahnhof-Siedlung | 768.942 | |||
| 24 | Langwasser – Neuselsbrunn | 975.097 | |||
| 25 | Langwasser – Nordost | 1.250.189 | |||
| 26 | Langwasser – Mitte / Südost | 4.056.775 | |||
| 27 | Langwasser – Südwest | 2.834.709 | |||
| 28 | Gartenstadt / Falkenheim / Kettelersiedlung | 6.129.704 | |||
| 29 | Pillenreuth / Königshof / Steinbrüchlein | 7.290.576 | |||
| 30 | Worzeldorf | 1.482.660 | |||
| 31 | Herpersdorf / Weiherhaus | 1.924.548 | |||
| 32 | Gaulnhofen | 2.352.045 | |||
| 33 | Kornburg | 6.376.437 | |||
| 34 | Katzwang / Neukatzwang | 4.778.379 | |||
| 35 | Maiach / Hafen / Reichelsdorfer Forst | 7.703.900 | |||
| 36 | Reichelsdorf / Reichelsdorfer Keller | 3.906.793 | |||
| 37 | Krottenbach / Gerasmühle / Mühlhof / Holzheim | 4.702.568 | |||
| 38 | Eibach | 3.637.189 | |||
| 39 | Röthenbach | 3.204.689 | |||
| 40 | Gebersdorf | 2.273.951 | |||
| 41 | Kleinreuth b. Schweinau / Höfen / Leyh | 2.761.486 | |||
| 42 | Höfles | 1.670.616 | |||
| 43 | Schnepfenreuth | 1.526.910 | |||
| 44 | Buch | 3.080.563 | |||
| 45 | Boxdorf | 3.189.322 | |||
| 46 | Großgründlach / Reutles | 5.275.961 | |||
| 47 | Neunhof | 4.027.520 | |||
| 48 | Kraftshof | 2.393.330 | |||
| 49 | Almoshof / Lohe / Flughafen | 6.112.725 | |||
| 50 | Buchenbühl | 3.139.590 | |||
| 51 | Erlenstegen | 4.386.752 |
| 52 | Laufamholz / Rehhof | 2.874.781 |
|---|---|---|
| 53 | Brunn / Birnthon | 3.968.819 |
| 54 | Tafelhof | 647.095 |
| 55 | Dutzendteich | 3.560.949 |
| 56 | Rangierbahnhof | 3.912.781 |
| 57 | Großreuth b. Schweinau / Gaismannshof | 4.561.957 |
Tabelle 10: Rangwerte des Spielflächenfehlbedarfs in Planungsbereichen
| Rang | Pb- Nr. | Planungsbereich | Pla- nungs- bereich Fläche m² | Wohnbe- rechtigte Bevölke- rung | Spiel- flä- chen- be- stand m² | Spiel- flä- chen- bedarf m² | Spiel- flä- chen- fehlbe- darf m² | Spiel- | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| flä- | |||||||||
| chen- | |||||||||
| be- | |||||||||
| stand | |||||||||
| pro | |||||||||
| Einw. | |||||||||
| m² | |||||||||
| 1 | 7 | Galgenhof / Hasenbuck | 2.781.087 | 43.794 | 46.572 | 148.900 | - 102.328 | 1,06 | |
| 2 | 6 | Glockenhof / Gleißhammer | 2.719.003 | 33.905 | 40.379 | 115.277 | -74.898 | 1,19 | |
| 3 | 2 | St. Johannis / Vogelherd | 3.397.089 | 31.342 | 33.034 | 106.563 | -73.529 | 1,05 | |
| 4 | 3 | Gärten h. d. Veste / Maxfeld | 2.717.414 | 33.545 | 42.959 | 114.053 | -71.094 | 1,28 | |
| 5 | 12 | Gostenhof / Bärenschanze / Rosenau | 2.258.463 | 25.828 | 31.083 | 87.815 | -56.732 | 1,20 | |
| 6 | 18 | Schoppershof / St.Jobst | 2.950.865 | 20.545 | 21.737 | 69.853 | -48.116 | 1,06 | |
| 7 | 39 | Röthenbach | 3.204.689 | 18.103 | 17.664 | 61.550 | -43.886 | 0,98 | |
| 8 | 8 | Steinbühl / Gibitzenhof | 1.476.002 | 21.440 | 29.784 | 72.896 | -43.112 | 1,39 | |
| 9 | 1 | Altstadt | 1.663.239 | 15.174 | 18.528 | 51.592 | -33.064 | 1,22 | |
| 10 | 57 | Großreuth b. Schw., Gais- mannshof | 4.561.957 | 12.363 | 9.897 | 42.034 | -32.137 | 0,80 | |
| 11 | 20 | Zerzabelshof | 4.591.516 | 14.756 | 18.977 | 50.170 | -31.193 | 1,29 | |
| 12 | 4 | Rennweg | 609.811 | 11.664 | 9.969 | 39.658 | -29.689 | 0,85 | |
| 13 | 28 | Gartenstadt / Falkenheim / Kettelersiedlung | 6.129.704 | 12.750 | 15.275 | 43.350 | -28.075 | 1,20 | |
| 14 | 13 | Eberhardshof / Muggenhof / Doos | 2.161.396 | 12.092 | 13.496 | 41.113 | -27.617 | 1,12 | |
| 15 | 17 | Ziegelstein / Marienberg / Schafhof | 7.654.658 | 14.056 | 20.216 | 47.790 | -27.574 | 1,44 | |
| 16 | 27 | Langwasser - Südwest | 2.834.709 | 8.410 | 2.041 | 28.594 | -26.553 | 0,24 | |
| 17 | 36 | Reichelsdorf / Reichelsdor- fer Keller | 3.906.793 | 11.289 | 13.201 | 38.383 | -25.182 | 1,17 | |
| 18 | 11 | St. Leonhard / Sünders- bühl | 2.364.099 | 20.583 | 48.131 | 69.982 | -21.851 | 2,34 | |
| 19 | 10 | Schweinau | 2.422.587 | 12.121 | 20.896 | 41.211 | -20.315 | 1,72 | |
| 20 | 52 | Laufamholz, Rehhof | 2.874.781 | 10.075 | 14.552 | 34.255 | -19.703 | 1,44 | |
| 21 | 24 | Langwasser - Neusels- brunn | 975.097 | 7.513 | 6.433 | 25.544 | -19.111 | 0,86 | |
| 22 | 22 | Altenfurt / Moorenbrunn | 6.974.421 | 10.240 | 16.684 | 34.816 | -18.132 | 1,63 | |
| 23 | 34 | Katzwang / Neukatzwang | 4.778.379 | 7.259 | 7.431 | 24.681 | -17.250 | 1,02 | |
| 24 | 5 | Wöhrd / Tullnau | 2.913.937 | 15.787 | 40.109 | 53.676 | -13.567 | 2,54 | |
| 25 | 16 | Kleinreuth h.d.V. | 1.889.351 | 4.677 | 2.350 | 15.902 | -13.552 | 0,50 | |
| 26 | 15 | Thon / Schnepfenreuth - Süd | 1.070.738 | 4.885 | 4.020 | 16.609 | -12.589 | 0,82 | |
| 27 | 41 | Kleinreuth b. Schw., Höfen, Leyh | 2.761.486 | 3.578 | 0 | 12.165 | -12.165 | 0,00 | |
| 28 | 19 | Mögeldorf | 3.051.187 | 8.997 | 18.603 | 30.590 | -11.987 | 2,07 | |
| 29 | 21 | Fischbach | 2.609.369 | 5.167 | 6.243 | 17.568 | -11.325 | 1,21 | |
| 30 | 51 | Erlenstegen | 4.386.752 | 4.252 | 3.902 | 14.457 | -10.555 | 0,92 | |
| 31 | 31 | Herpersdorf / Weiherhaus | 1.924.548 | 5.408 | 9.948 | 18.387 | -8.439 | 1,84 | |
| 32 | 23 | Bauernfeind / Rangier- bahnhof-Siedlung | 768.942 | 4.126 | 6.302 | 14.028 | -7.726 | 1,53 | |
| 33 | 37 | Krottenbach, Gerasmühle, Mühlhof, Holzheim | 4.702.568 | 2.461 | 1.211 | 8.367 | -7.156 | 0,49 |
Pb-
Nr.
Pla-
nungs-
bereich
Fläche
m²
Wohnbe-
rechtigte
Bevölke-
rung
Spiel-
flä-
chen-
be-
stand
m²
Spiel-
flä-
chen-
bedarf
m²
Spiel-
flä-
chen-
fehlbe-
darf
m²
| 34 | 50 | Buchenbühl | 3.139.590 | 2.266 | 2.054 | 7.704 | -5.650 | 0,91 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 35 | 26 | Langwasser - Mitte / Süd- ost | 4.056.775 | 10.337 | 29.567 | 35.146 | -5.579 | 2,86 |
| 36 | 40 | Gebersdorf | 2.273.951 | 4.317 | 9.167 | 14.678 | -5.511 | 2,12 |
| 37 | 54 | Tafelhof | 647.095 | 1.469 | 0 | 4.995 | -4.995 | 0,00 |
| 38 | 30 | Worzeldorf | 1.482.660 | 1.717 | 2.214 | 5.838 | -3.624 | 1,29 |
| 39 | 9 | Werderau / Sandreuth | 2.097.835 | 5.221 | 14.405 | 17.751 | -3.346 | 2,76 |
| 40 | 53 | Brunn, Birnthon | 3.968.819 | 976 | 440 | 3.318 | -2.878 | 0,45 |
| 41 | 49 | Almoshof / Lohe / Flugha- fen | 6.112.725 | 1.118 | 1.025 | 3.801 | -2.776 | 0,92 |
| 42 | 35 | Maiach / Hafen / Reichels- dorfer Forst | 7.703.900 | 1.255 | 1.587 | 4.267 | -2.680 | 1,26 |
| 43 | 44 | Buch | 3.080.563 | 771 | 0 | 2.621 | -2.621 | 0,00 |
| 44 | 56 | Rangierbahnhof | 3.912.781 | 649 | 0 | 2.207 | -2.207 | 0,00 |
| 45 | 25 | Langwasser - Nordost | 1.250.189 | 6.991 | 21.801 | 23.769 | -1.968 | 3,12 |
| 46 | 43 | Schnepfenreuth | 1.526.910 | 601 | 769 | 2.043 | -1.274 | 1,28 |
| 47 | 46 | Großgründlach, Reutles | 5.275.961 | 4.890 | 15.389 | 16.626 | -1.237 | 3,15 |
| 48 | 33 | Kornburg | 6.376.437 | 3.479 | 11.302 | 11.829 | -527 | 3,25 |
| 49 | 29 | Pillenreuth / Königshof / Steinbrüchlein | 7.290.576 | 1.346 | 4.890 | 4.576 | 314 | 3,63 |
| 50 | 42 | Höfles | 1.670.616 | 392 | 1.974 | 1.333 | 641 | 5,04 |
| 51 | 48 | Kraftshof | 2.393.330 | 812 | 3.674 | 2.761 | 913 | 4,52 |
| 52 | 32 | Gaulnhofen | 2.352.045 | 1.498 | 6.910 | 5.093 | 1.817 | 4,61 |
| 53 | 38 | Eibach | 3.637.189 | 11.325 | 43.890 | 38.505 | 5.385 | 3,88 |
| 54 | 14 | Schniegling / Wetzendorf | 3.433.259 | 5.031 | 23.333 | 17.105 | 6.228 | 4,64 |
| 55 | 47 | Neunhof | 4.027.520 | 1.654 | 16.591 | 5.624 | 10.967 | 10,03 |
| 56 | 45 | Boxdorf | 3.189.322 | 2.614 | 20.872 | 8.888 | 11.984 | 7,98 |
| 57 | 55 | Dutzendteich | 3.560.949 | 1.056 | 17.262 | 3.590 | 13.672 | 16,35 |
Tabelle 11: Rangwertberechnung des gewichteten sozialräumlichen Spielflächenfehlbedarfs
| Rang | Pb- Nr. | Planungsbereich | Kennz. Flächen- fehlbed. | Kennz. Einw.- dichte | Kennz. Anteil K. + J. | Kennz. Anzahl K. + J. | Kennz. | Summe Kenn- zahlen | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dichte | |||||||||
| Wohn- | |||||||||
| bed. | |||||||||
| 1 | 8 | Steinbühl / Gibitzenhof | 5,0 | 5,5 | 4,8 | 5,2 | 5,1 | 25,6 | |
| 2 | 12 | Gostenhof / Bärenschanze / Rosenau | 5,3 | 5,2 | 3,6 | 5,4 | 5,2 | 24,7 | |
| 3 | 7 | Galgenhof / Hasenbuck | 5,7 | 5,6 | 2,5 | 5,7 | 4,5 | 24,0 | |
| 4 | 6 | Glockenhof / Gleißhammer | 5,6 | 5,4 | 1,2 | 5,6 | 5,3 | 23,1 | |
| 5 | 11 | St. Leonhard / Sünders- bühl | 4 | 4,9 | 4,9 | 5,1 | 3,9 | 22,8 | |
| 6 | 18 | Schoppershof / St.Jobst | 5,2 | 4,7 | 3,5 | 5 | 4,1 | 22,5 | |
| 7 | 3 | Gärten h. d. Veste / Maxfeld | 5,4 | 5,3 | 0,7 | 5,5 | 4,9 | 21,8 | |
| 8 | 13 | Eberhardshof / Muggenhof / Doos | 4,4 | 4,5 | 3,8 | 4,5 | 4,6 | 21,8 | |
| 9 | 2 | St. Johannis / Vogelherd | 5,5 | 5,1 | 0,6 | 5,3 | 5 | 21,5 | |
| 10 | 57 | Großreuth b. Schw., Gais- mannshof | 4,8 | 3,2 | 4,5 | 4,6 | 3,2 | 20,3 | |
| 11 | 10 | Schweinau | 3,9 | 4,1 | 3,4 | 4,4 | 4,2 | 20,0 | |
| 12 | 4 | Rennweg | 4,6 | 5,7 | 0,4 | 3,6 | 5,6 | 19,9 | |
| 13 | 39 | Röthenbach | 5,1 | 4,6 | 1 | 4,9 | 4 | 19,6 | |
| 14 | 52 | Laufamholz, Rehhof | 3,8 | 3,9 | 5,2 | 4,3 | 2,2 | 19,4 |
Pb-
Nr.
Kennz.
Flächen-
fehlbed.
Kennz.
Einw.-
dichte
Kennz.
Anteil
K. + J.
Kennz.
Anzahl
K. + J.
Summe
Kenn-
zahlen
| 15 | 17 | Ziegelstein / Marienberg / Schafhof | 4,3 | 2,4 | 4,1 | 4,8 | 3 | 18,6 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 16 | 20 | Zerzabelshof | 4,7 | 3,8 | 1,8 | 4,7 | 3,6 | 18,6 |
| 17 | 26 | Langwasser - Mitte / Süd- ost | 2,3 | 3,1 | 4,6 | 4 | 4,4 | 18,4 |
| 18 | 25 | Langwasser - Nordost | 1,3 | 4,4 | 5,3 | 3,4 | 3,7 | 18,1 |
| 19 | 24 | Langwasser - Neusels- brunn | 3,7 | 4,8 | 1,3 | 3,1 | 4,8 | 17,7 |
| 20 | 1 | Altstadt | 4,9 | 5 | 0,1 | 3,3 | 4,3 | 17,6 |
| 21 | 5 | Wöhrd / Tullnau | 3,4 | 4,3 | 0,2 | 4,1 | 5,4 | 17,4 |
| 22 | 36 | Reichelsdorf / Reichelsdor- fer Keller | 4,1 | 3,4 | 1,9 | 3,8 | 3,4 | 16,6 |
| 23 | 15 | Thon / Schnepfenreuth - Süd | 3,2 | 4 | 4,4 | 2,6 | 2,4 | 16,6 |
| 24 | 54 | Tafelhof | 2,1 | 2,8 | 4,3 | 1,2 | 5,7 | 16,1 |
| 25 | 31 | Herpersdorf / Weiherhaus | 2,7 | 3,3 | 5,1 | 2,9 | 1,8 | 15,8 |
| 26 | 27 | Langwasser - Südwest | 4,2 | 3,6 | 0,8 | 3,2 | 3,8 | 15,6 |
| 27 | 23 | Bauernfeind / Rangier- bahnhof-Siedlung | 2,6 | 4,2 | 2 | 2 | 4,7 | 15,5 |
| 28 | 28 | Gartenstadt / Falkenheim / Kettelersiedlung | 4,5 | 2,7 | 1,4 | 4,2 | 2,5 | 15,3 |
| 29 | 19 | Mögeldorf | 3 | 3,5 | 2,2 | 3,5 | 2,9 | 15,1 |
| 30 | 9 | Werderau / Sandreuth | 1,9 | 3 | 4 | 2,7 | 3,3 | 14,9 |
| 31 | 21 | Fischbach | 2,9 | 2,6 | 4,7 | 2,8 | 1,3 | 14,3 |
| 32 | 22 | Altenfurt / Moorenbrunn | 3,6 | 2,2 | 2,9 | 3,7 | 1,7 | 14,1 |
| 33 | 38 | Eibach | 0,5 | 3,7 | 3 | 3,9 | 2,7 | 13,8 |
| 34 | 16 | Kleinreuth h.d.V. | 3,3 | 2,9 | 2,7 | 2,3 | 2,3 | 13,5 |
| 35 | 34 | Katzwang / Neukatzwang | 3,5 | 2,3 | 1,6 | 3 | 2 | 12,4 |
| 36 | 51 | Erlenstegen | 2,8 | 1,8 | 2,4 | 2,2 | 3,1 | 12,3 |
| 37 | 14 | Schniegling / Wetzendorf | 0,4 | 2,1 | 3,2 | 2,5 | 3,5 | 11,7 |
| 38 | 41 | Kleinreuth b. Schw., Hö- fen, Leyh | 3,1 | 2 | 0,9 | 1,8 | 2,8 | 10,6 |
| 39 | 40 | Gebersdorf | 2,2 | 2,5 | 1,7 | 2,1 | 1,9 | 10,4 |
| 40 | 30 | Worzeldorf | 2 | 1,9 | 3,7 | 1,3 | 0,7 | 9,6 |
| 41 | 46 | Großgründlach, Reutles | 1,1 | 1,7 | 2,8 | 2,4 | 1,5 | 9,5 |
| 42 | 37 | Krottenbach, Gerasmühle, Mühlhof, Holzheim | 2,5 | 1,2 | 3,3 | 1,6 | 0,6 | 9,2 |
| 43 | 43 | Schnepfenreuth | 1,2 | 1 | 5,4 | 0,2 | 1,4 | 9,2 |
| 44 | 50 | Buchenbühl | 2,4 | 1,5 | 3,1 | 1,5 | 0,2 | 8,7 |
| 45 | 47 | Neunhof | 0,3 | 1,1 | 5,5 | 1,4 | 0,4 | 8,7 |
| 46 | 42 | Höfles | 0,8 | 0,5 | 5,6 | 0,1 | 1,6 | 8,6 |
| 47 | 56 | Rangierbahnhof | 1,4 | 0,2 | 5,7 | 0,8 | 8,1 | |
| 48 | 33 | Kornburg | 1 | 1,3 | 2,6 | 1,9 | 1,2 | 8,0 |
| 49 | 44 | Buch | 1,5 | 0,7 | 4,2 | 0,3 | 0,9 | 7,6 |
| 50 | 48 | Kraftshof | 0,7 | 0,9 | 5 | 0,6 | 0,3 | 7,5 |
| 51 | 29 | Pillenreuth / Königshof / Steinbrüchlein | 0,9 | 0,4 | 3,9 | 1,1 | 0,8 | 7,1 |
| 52 | 45 | Boxdorf | 0,2 | 1,6 | 2,1 | 1,7 | 1 | 6,6 |
| 53 | 35 | Maiach / Hafen / Reichels- dorfer Forst | 1,6 | 0,1 | 1,1 | 0,9 | 2,6 | 6,3 |
| 54 | 53 | Brunn, Birnthon | 1,8 | 0,6 | 2,3 | 0,5 | 0,1 | 5,3 |
| 55 | 55 | Dutzendteich | 0,1 | 0,8 | 1,5 | 0,7 | 2,1 | 5,2 |
| 56 | 49 | Almoshof / Lohe / Flugha- fen | 1,7 | 0,3 | 0,5 | 0,4 | 1,1 | 4,0 |
| 57 | 32 | Gaulnhofen | 0,6 | 1,4 | 0,3 | 1 | 0,5 | 3,8 |
Tabelle 12: Berichterstattung seit 2008
| Datum | Aus- | Thema | Bericht/ | ||
|---|---|---|---|---|---|
| schuss | Beschluss | ||||
| 22.02.2018 | JHA | Spielplatz- und Spielhofmaßnahmen 2018 - 2021 | Beschluss | ||
| 30.11.2017 | JHA/SchA | Bericht der Kinderkommission und Ergebnisse der Kinder- versammlungsjahre 2014 bis 2016 | Bericht | ||
| 28.09.2017 | JHA | Ferienbetreuung für Grundschülerinnen und Grundschüler in Nürnberg | Bericht | ||
| 28.09.2017 | JHA | Entwicklung des Aktivspielplatzes und des Kinder- und Ju- gendhauses Muggenhof | Bericht | ||
| 13.07.2017 | JHA | Familienorientierte Naherholung im Lorenzer Reichswald | Bericht | ||
| 22.06.2017 | JHA/SchA | Bürokratische Hürden bei Ferienbetreuungsangeboten | Bericht | ||
| 09.03.2017 | JHA | Spielplatz- und Spielhofmaßnahmen 2017-2020 | Beschluss | ||
| 22.12.2016 | JHA | Aktuelle Neubauten und Planungen für Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Nürnberg | Bericht | ||
| 28.07.2016 | JHA | Kinder- und Jugendarbeit öffnet sich für Geflüchtete | Bericht | ||
| 17.03.2016 | JHA | Spielplatz- und Spielhofmaßnahmen 2016 - 2019 | Beschluss | ||
| 24.09.2015 | JHA | Ferienbetreuung | Bericht | ||
| 18.06.2015 | JHA/SchA | Partizipation - und dann? | Bericht | ||
| 18.06.2015 | JHA/SchA | Spielhöfe in Nürnberg | Bericht | ||
| 26.03.2015 | JHA | Spielplatz- und Spielhofmaßnahmen 2015 - 2018 | Beschluss | ||
| 25.09.2014 | JHA | Aktivspielplatz Zeisigweg: aktuelle Planungen | Beschluss | ||
| 05.06.2014 | JHA | Bericht der Kinderkommission | Bericht | ||
| 13.02.2014 | JHA | Spielplatz- und Spielhofmaßnahmen 2014 - 2017 | Beschluss | ||
| 13.02.2014 | JHA | Bessere Kinderbetreuung in Ferienzeiten | Bericht | ||
| 11.07.2013 | JHA | Ferienbildungsprogramm für benachteiligte Kinder und Ju- gendliche - Konzept "talentCAMPus" hier: Antrag der CSU- Stadtratsfraktion vom 02.05.2013 | Bericht | ||
| 06.06.2013 | JHA/SchA | laut! Auch in der Schule | Bericht | ||
| 06.06.2013 | JHA/SchA | Ferienbetreuung für Grundschülerinnen und Grundschüler in Nürnberg - Werkstattbericht | Bericht | ||
| 28.02.2013 | JHA | Spielplatz- und Spielhofmaßnahmen 2013 - 2016 | Beschluss | ||
| 19.07.2012 | JHA | Partizipationsprojekt laut! | Beschluss | ||
| 08.03.2012 | JHA | Bericht der Kinderkommission über die Kinderversamm- lungsjahre 2008 bis 2010 | Bericht | ||
| 08.03.2012 | JHA | Spielplatz- und Spielhofmaßnahmen für den MIP-Zeitraum 2012 bis 2014 | Beschluss | ||
| 27.10.2011 | JHA | Weiterentwicklung von Skatemöglichkeiten in Nürnberg | Bericht | ||
| 21.07.2011 | JHA | Kinderspielplatz Röthenbach - Ost | Bericht | ||
| 21.07.2011 | JHA | Spielmöglichkeiten für Jugendliche am Mammutgelände | Bericht | ||
| 21.07.2011 | JHA | Unterstellplatz für Jugendliche in Langwasser | Bericht | ||
| 21.07.2011 | JHA | Kinder- und jugendfreundliche Stadt: Skaten am Korn- markt | Beschluss | ||
| 21.07.2011 | JHA | Kinderspielplatz Röthenbach-Ost | Bericht | ||
| 17.02.2011 | JHA | Spielplatz- und Spielhofmaßnahmen für den MIP-Zeitraum 2011 bis 2014 | Beschluss | ||
| 29.07.2010 | JHA | Zwischennutzung als Vorläufer für den pädagogisch be- treuten Spielplatz Zeisigweg | Beschluss | ||
| 06.05.2010 | JHA | Rodelberg/Spielplätze in Kornburg – keine Unterlagen ein- gestellt | Bericht | ||
| 18.03.2010 | JHA | Spielplatz- und Spielhofmaßnahmen für den MIP-Zeitraum 2010 bis 2013 | Beschluss | ||
| 18.03.2010 | JHA | Pädagogisch betreuter Spielplatz Zeisigweg | Bericht | ||
| 17.09.2009 | JHA | Jugendunterstände in Langwasser | Beschluss |
| 23.07.2009 | JHA | Offene Kinder- und Jugendarbeit, Spielangebote, Tages- betreuung und Erziehungsberatung in Schoppfer- shof/Rennweg ("Mammutgelände") hier: Antrag der Stadt- ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen | Bericht |
|---|---|---|---|
| 23.07.2009 | JHA | Jugendtreffpunkt in Langwasser | Bericht |
| 28.05.2009 | JHA | KinderKulturForum UFO im Netzwerk Nürnberger Kinder- kultur | Beschluss |
| 26.03.2009 | JHA | Partizipation von Jugendlichen | Beschluss |
| 26.03.2009 | JHA | Ferienprogramm des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien – Jugendamt | Beschluss |
| 26.03.2009 | JHA | Spielplatz- und Spielhofmaßnahmen für den MIP-Zeitraum 2009 bis 2012 | Bericht |
| 26.03.2009 | JHA | Grünflächen Gräfenberger Straße mit geplanten Spielan- geboten | Beschluss |
| 11.12.2008 | JHA | Dirt-Bike-Parcours in Reichelsdorf | Bericht |
| 11.12.2008 | JHA | Skateanlagen in Nürnberg | Bericht |
| 11.12.2008 | JHA | Kleinkinderspielplatz Falkenheim | Bericht |
| 13.11.2008 | JHA/SchA | Spielgeräte auf Schulhöfen | Bericht |
| 18.09.2008 | JHA | Kinderversammlungen der Stadt Nürnberg | Bericht |
| 03.07.2008 | JHA, Kul- tur-aus- schuss | KinderKulturForum UFO im Netzwerk Nürnberger Kinder- kultur | Beschluss |
| 10.04.2008 | JHA/SchA | Unterstand Skater-Anlage Münchener Str. | Bericht |
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