Haushaltssperre

← Sitzung des Personal- und Organisationsausschusses (17.03.2015)

Antrag: Inklusion bei der Stadt Nürnberg

Anlage · 17.03.2015 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Haushalt & Finanzen

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

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SPD spd@stadt.nuemberg.de U1 , U1 1 Lorenzki rche Rathaus Tel 0911/231-2906 STADTRATSFRAKTION www.spd-stadtratsfraktion.nuemberg.de Bus 36, 48, 47 Rathaus 90403 Nümberg Fax 0911 I 231-3895 N0RNBERG

SPD Stadtratsfraktion 1 Rathaus 1 90403 Nü;rnberg An den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Dr. Ulrich Maly Rathaus

90403 Nümberg

Nürnberg, 28. Februar 2014 Penzkofer-Röhrl

Inklusion bei der Stadt Nürnberg

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

vor genau fünf Jahren, im Februar 2009, wurde die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung von der Bundesregierung ratifiziert. Nürnberg als Stadt der Menschenrechte muss sich dieser Konvention in besonderem Maße verpflichtet fühlen und insbesondere als soziale Arbeitgeberin und Ausbilderin Vorbildfunktion für andere Arbeitgeberinnen in Bezug auf die Ausbildung und Beschäf tigung behinderter Menschen übernehmen. Seit vielen Jahren "überfüllt" die Stadt die gesetzlich vorgegebene Quote schwerbehin derter Mitarbeitender und betont in ihrer vor kurzem verabschiedeten Rahmenvereinba rung "Gute Arbeit-Arbeit bei der Stadt Nürnberg zukunftsweisend, menschenwürdig und gemeinsam gestalten" ganz dezidiert ihre Verantwortung gegenüber Menschen, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkung oder Behinderung ihre ursprüngliche Tätigkeit nicht mehr vollständig ausüben können. · Auch als Ausbilderin hat die Stadt Nümberg in vorbildlicher Weise in Zusammenarbeit mit der NOA im Rahmen der Verbundausbildung sozial benachteiligten jungen Men schen durch Ausbildungsplätze erfolgreich eine zweite Chance gegeben. Es muss aber auch darum gehen, behinderten Uungen) Menschen die Möglichkeit zu eröffnen auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fass~n - und so den § 27 der UN Konven tion mit Leben zu füllen, der sich auf das gleiche Recht auf Arbeit und Zugang zu Arbeit für Menschen mit Behinderungen bezieht. Insbesondere geht um Menschen mit Behinderungen, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung in Einrichtungen leben, dort eine Ausbildung absolvieren oder Zuverdienst Arbeitsplätze innehaben, da sie auf dem ersten Arbeitsmarkt ohne Unterstützung kaum Fuß fassen können.

Hier ist es dringend notwendig, ihnen Möglichkeiten zu bieten, auch außerhalb der Ein richtung praktische Berufserfahrung zu sammeln um sich so-ganz im Sinne der Inklu sion -auf eine Berufstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Sinnvoll wäre hierzu ein Konzept, dass Praktikumsplätze für behinderte Menschen mit der entsprechenden Ausstattung (Barrierefreiheit, eventuelle notwendige Assistenz u.a. und fachlicher Begleitung, beispielsweise durch einen Sozialoädaoooen I eine

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SPD STADTRATSFRAKTION NORNBERG

ln München gibt es seit 2011 ein derartiges Konzept, das im Rahmen der verzahnten Ausbildung 10 Praktikumsplätze für schwerbehinderte Menschen vorhält und derzeit dieses Angebot aufstocken wird. Die SPD-Fraktion stellt daher zur Behandlung in den zuständigen Ausschüssen folgen den

Antrag

Die Verwaltung entwickelt ein Konzept zur "verzahnten" Ausbildung für schwerbehin derte Menschen nach dem Vorbild der Landeshauptstadt München. Sie greift dabei auch auf den Sachverstand der städtischen Tochter Noris inklusion zurück und nimmt Kontakt zu anderen Einrichtungen für behinderte Menschen auf, um Kooperationsmög lichkeiten abzuklären.

Gleichzeitig startet sie eine Kampagne innerhalb des Konzerns, um für die Bereitschaft, jetzt schon Praktikumsplätze für behinderte Menschen anzubieten, zu werben -diese Praktikumsplätze könnten dann in den Pool der zu schaffenden Plätze für das "lnklusi onskonzept" fließen. Ein derartiges Projekt sollte zunächst befristet für zwei Jahre laufen. Zur Finanzierung müssten potenzielle Zuschussgeber eruiert und entsprechende Anträge gestellt wer den. Die darüber hinaus gehenden notwendigen finanziellen Mittel müssten in den nächsten Haushalt eingestellt werden

Mit freundlichen Grüßen

2~e~

Fraktionsvorsitzender

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