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← Sitzung des Schulausschusses (20.07.2018)

Anlage: Teilbericht Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg (IPSN)

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Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Schulausschussvorlage zum Thema „Inklusion am IPSN“

IPSN hat 2017 verstärkt Fortbildungen für Lehrkräfte angeboten, die in ihren Klassen zunehmend mehr Kinder und Jugendliche mit Förderbedarfen unterrichten oder deren Schulen sich auf den Weg zu einer inklusionsorientierten Schule gemacht haben. Ein anderer Schwerpunkt war die Vernetzung der in Nürnberg für die Inklusion engagierten Einrichtungen.

1. Qualifizierungskurs für Schulleitungen und Lehrkräfte

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stand ein modularer Qualifizierungskurs von April 2017 bis Februar 2018: „Vielfalt ermöglichen- Inklusion an Schulen“. Diese Weiterbildung qualifiziert Lehrkräfte aller Schularten und Schulleitungen in sieben 1-2-tägigen Modulen umfassend für alle Fragen der schulischen Inklusion. Idee und Konzeption entstanden aus der Kooperation mit der Evangelischen Schulstiftung in Bayern ESSBAY. Diese Reihe konnte 2017 erstmals in Kooperation mit ESSBAY und nur mithilfe finanzieller Unterstützung durch die Stadt an den Start gehen. Die Feedbacks der Teilnehmer/innen, von denen viele aus städtischen Berufsschulen kamen, fielen durchwegs sehr positiv aus. Eine vergleichbare Qualifizierungsreihe gibt es in Bayern bisher nicht. Die nachhaltige Vernetzung der Teilnehmer/innen und die Multiplikation des Erlernten in die eigenen Kollegien im Sinne einer nachhaltigen Schulentwicklung waren und sind Ziele dieses Kurses, der ab Oktober 2018 erneut durchgeführt werden soll. Ein schon zu meldendes Erfolgserlebnis ist, dass sich an mehreren Schulen konkrete Auswirkungen zeigen: Vier Teilnehmer/innen initiierten an ihren Schulen den Weg zum Profil Inklusion, andere führten Fortbildungen und Pädagogische Tage an der eigenen Schule zu Themen der Inklusion durch.

2. Einzelveranstaltungen zur Inklusion

Bei den meist eintägigen Fortbildungen ging es u.a. um eine Hospitation an der Hegelgrundschule mit dem Profil Inklusion sowie um Weiterbildungen für Lehrkräfte von hörgeschädigten und sozialemotional-beeinträchtigten Schüler/innen. Außerdem gab es Veranstaltungen, in denen Material für inklusiven Unterricht an Grund- und Förderschulen erstellt wurde.

Im Bereich der Schulpsychologie wurden Fortbildungen für den Umgang mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen bzw. mit speziellem sozial-emotionalem Förderbedarf angeboten, so z.B. zu den Themen „Psychologische Deeskalation“, „Selbstverletzendes Verhalten und Depressionen im Jugendalter“, „Umgang mit Angststörungen in der Schule“, „Suizid- ein Thema für die Schule“ oder „Flucht- und Traumafolgestörungen im schulischen Kontext“. Auch die Anfragen nach Fortbildungen zu bestimmten Störungen bzw. Behinderungsarten (Autismus, ADHS, …) sind gestiegen.

  1. Aufgaben der kommunalen Fachkräfte der Schulpsychologie am IPSN (Schularten: Realschule, Gymnasium, Berufliche Schulen)

Zu den Hauptaufgaben gehörte die Beratung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften, insbesondere auch bis zur Einleitung der diagnostischen Prüfung und bis zur Diagnosestellung bei sozial-emotionalen Auffälligkeiten, bei denen der Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung entsteht. Auch Fortbildungen und Informationsgespräche bei Fragestellungen des Nachteilsausgleichs und Notenschutzes bei psychischen Störungen (Beispiel: Auswirkungen der Medikation) waren ein Thema. Die Schulpsychologie am IPSN beteiligt sich themenbezogen am Fortbildungsangebot, so zum Beispiel zu Themen wie der Umsetzung des Nachteilsausgleichs und des Notenschutzes bei Lese- und Rechtschreibstörung und Behinderungen. Außerdem wurden schulinterne Lehrerfortbildungen organisiert, insbesondere im Bereich sozial-emotionaler Störungen. Die Abteilung Schulpsychologie engagierte sich an Schulentwicklungsprozessen bezüglich Inklusion, z.B. im Rahmen der multiprofessionellen Teamarbeit an Schulen.

4. Städtepartnerschaft

Anfang 2017 wurde ein auch vom IPSN unterstützter Antrag an ein Erasmusprojekt zur Inklusion in verschiedenen europäischen Städten formuliert. Nach dessen Ablehnung im August wurde nach weiteren Möglichkeiten der Zusammenarbeit gesucht. Als Ergebnis wurde die Städtepartnerschaft Antwerpen-Nürnberg vereinbart. So wird 2018 eine Delegation nach Nürnberg reisen, um inklusiv arbeitende Einrichtungen (wie z.B. die Michael-Ende GS und die GSR) und eine Ausstellung von bezev (Verein für Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit) in der Kulturwerkstatt auf AEG zu besuchen und sich mit Vertretern des 3. BM und des IPSN über Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Inklusion in beiden Städten auszutauschen.

  1. Vernetzung der Beratungsstellen und Einrichtungen, die sich mit Inklusion beschäftigen

2017 ist die Vernetzung zwischen inklusiven Beratungsstellen in Nürnberg verstärkt worden: Es wurden Vertreter/innen aus der Beratungsstelle Inklusion am staatlichen Schulamt eingeladen und Wege der Zusammenarbeit erarbeitet. Auch das SKBZ stellte seine Arbeit vor. Es gab vermehrt Kooperations-Veranstaltungen, so z. B. mit der Evangelischen Schulstiftung in Bayern ESSBAY, mit dem Arbeitskreis Noris, mit der Lernwirkstatt Feucht und mit der Rummelsberger Diakonie. Mit den beiden Letztgenannten wurde der Fachtag „Schulbegleitung“ mit über 150 Teilnehmer/innen (Schulbegleiter/innen und Lehrkräfte) initiiert und erfolgreich durchgeführt.

Weiterhin engagierte sich das IPSN auch bei der städtischen Inklusionskonferenz durch Teilnahme zweier Mitarbeiterinnen an den regelmäßigen Treffen und am Fachtag im September 2017.

6. Steuergruppe Inklusion

Für den Bereich der städtischen Schulen wurde eine Steuergruppe initiiert, die aus Vertreter/innen von 3.BM, SchA und SchB besteht und von IPSN koordiniert wird. Ihre Aufgabe ist die Förderung der Vernetzung der Akteure sowie die Unterstützung der Lehrkräfte bei der Integration von Schüler/innen mit Förderbedarfen. In mehreren Gesprächsrunden wurden die aktuellen Baustellen herausgearbeitet, um gezielt Verbesserungen anstoßen zu können.

7. Inklusion im Nürnberger Orientierungsrahmen für städtische Schulen

Nachdem das Thema Inklusion beim ersten Entwurf des Orientierungsrahmens zunächst als Querschnittsthema gedacht wurde, wird es nun doch aufgrund seiner Bedeutung als eigenständiges Handlungsfeld entwickelt, um eine gemeinsame Zielvorstellung zu haben, die den Nürnberger Schulen eine Orientierung für künftige Maßnahmen und Entwicklungen bietet. Der AK, dem Kolleg/innen aus den Bereichen SchA, SchB und IPSN angehören, trifft sich im Juli zu seiner ersten Arbeitssitzung.

IPSN

Klaus Fuchs (2551)

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