BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
FRAKTION B' 90/DIE GRÜNEN, RATHAUSPLATZ 2, 90403 NÜRNBERG
Stadtratsfraktion Nürnberg
An den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Dr. Ulrich Maly Rathausplatz 2 90403 Nürnberg Rathaus ChEW’S * .--t Tel: (0911)231-5091
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90403 Nürnberg Fax: (0911)231-2930 gruene@stadt.nuernberg.de \f !iOT Ansen- Bus: Linie 36, 46, 47 (Rathaus) I .V.:- ../nagen U-Bahn: Linie 1 (Lorenzkirche) iSST" *"AÄrnsfti@vseo»tt t2zuurr Unter
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Betreutes Aufenthaltsangebot für alkoholkranke Nürnberg, 12.07.2017
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Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
vermehrt klagen Bürgerinnen und Bürger darüber, dass öffentliche Plätze, Spielplätze und Parkanlagen als Treffpunkte für Alkohol konsumierende Menschen dienen und dann nicht mehr als Erholungs- und Aufenthaltsorte für die übrige Bevölkerung - besonders für Familien und ältere Menschen zur Verfügung stehen. In jüngster Zeit ist dazu auch in der Presse berichtet worden, vor allem in Zusammenhang mit der Problematik an der Königstorpassage.
Einige Städte, etwa Augsburg, Kiel, Hamburg, Dortmund, Hannover und Kassel, versuchen dieses Problem über kommunal finanzierte, niederschwellige Aufenthalts- und Beratungseinrichtungen für alkoholkranke Menschen in Griff zu bekommen. In den meisten Fällen sind diese „Trinkräume" tagsüber geöffnet. In den Räumen dürfen in begrenztem Maße selbst mitgebrachter Wein und Bier, aber keine harten Alkoholika und Drogen konsumiert werden. Eine Versorgung mit nichtalkoholischen Getränken, Fernsehen, Internetzugang und Kicker steht mitunter ebenso zur Verfügung wie das Angebot medizinischer Sprechstunden und Informationen zu Hilfs- und Beratungsangeboten für Suchtkranke.
Eine der ersten deutschen Städte, die einen solchen Trinkraum eingerichtet haben, ist die Stadt Kiel. Dort gibt es seit 2009 das „Sofa" und seit 2010 einen zweiten Trinkraum in Kiel- Gaarden. Auch das Cafe Berta in Dortmund hat sich seit der Projektphase 2011 bewährt und erfährt breite politische Unterstützung.
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Zur Behandlung im zuständigen Ausschuss stellen wir folgenden Antrag:
- Die Verwaltung entwickelt ein Konzept zur Einrichtung eines betreuten
Aufenthaltsangebots für alkoholkranke Menschen in Nürnberg ähnlich der Angebote in Kiel und Dortmund.
- Die Verwaltung prüft zudem, ob im Zusammenschluss mit bereits bestehenden
Einrichtungen, wie etwa der Wärmestube, hilfreiche Synergieeffekte entstehen können.
Mit freundlichen Grüßen , —■ -p
Andrea Friedei Andrea Bielmeier Stadträtin Stadträtin
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