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Anlage: Sachbericht

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Sachverhalt:

Regionales Kompetenzzentrum der Bildung für nachhaltige Entwicklung

(Regional Centre of Expertise - RCE) Nürnberg, Antrag der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Regionale Kompetenzzentren für Bildung für nachhaltige Entwicklung in

Deutschland

Hauptaufgabe der RCEs ist es, die Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der formalen und nonformalen Bildung zu verankern und national bzw. international die Erfahrungen damit auszutauschen.

Der Weg führt über die Vernetzung von Gruppen, Institutionen und Personen aus verschiedensten Bildungsbereichen, Wissenschaft, Umwelt, Wirtschaft, Soziales. Der internationale Austausch ist dabei besonders wichtig: RCEs mit ähnlichen Herangehensweisen arbeiten weltweit eng zusammen, tauschen Ideen und Lösungen aus und stellen diese allen RCEs zur Verfügung.

Der Geschäftsbereich Schule und Sport der Stadt Nürnberg wurde 2008 von der Universität der Vereinten Nationen neben Bene München e.V. als zweites RCE in Bayern anerkannt. Neben Nürnberg und München, sind mit Hamburg, Oldenburger- Münsterland, Ruhr, Südschwarzwald und Stettiner Haff insgesamt sieben RECs in Deutschland (weltweit 154) zertifiziert. Das RCE Nürnberg ist seit 2016 Sprecher der deutschen RCEs und Mitglied des Fachforums Kommunen der Nationalen Plattform für Bildung für nachhaltige Entwicklung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Im Jahr 2016 wurde der Zusammenschluss der deutschen RCEs von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem BMBF als Netzwerk für BNE ausgezeichnet.

Die Stärke der regionalen Kompetenzzentren ist ihre Heterogenität, international sind diese zwar in der Regel an einer Hochschule angesiedelt, in Deutschland wird beispielsweise das RCE München von einem Verein und das RCE Stettiner Haff durch eine Jugendherberge getragen. Diese Unterschiedlichkeit führt dazu, dass sowohl die formale, als auch die non-formale Bildung angesprochen werden und auch die Schwerpunktsetzung sehr unterschiedlich ist. So ist das RCE Ruhr aus den Aktivitäten rund um die Kulturhauptstadt 2010 in Essen hervorgegangen und fokussierte sich zu Beginn auf Bildungsprojekte im Rahmen der Renaturierung der Emscher, daraus ist das Projekt Färbergärten entstanden, dass sich mit der Herstellung von Pflanzenfarben beschäftigt. Seit 2016 besteht dazu beispielsweise ein Kontakt zur Nürnberger Modeschule an der Beruflichen Schule 5.

Regionale Kompetenzzentren für Bildung für nachhaltige Entwicklung in

Nürnberg

Der Geschäftsbereich Schule und Sport hat die Bildung für nachhaltige Entwicklung und somit die Aufgabe des RCEs Nürnberg von Beginn an als umfassende und ganzheitliche Thematik betrachtet, die neben ökologischen, sozialen, ökonomischen

auch kulturelle Aspekte berücksichtigt. Diese Betrachtungsweise bietet einerseits eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten mit Netzwerkpartnern, andererseits besteht dadurch jedoch nicht die Möglichkeit die Vielzahl von Arbeitskreisen und bestehender Netzwerke in einem RCE zu bündeln. Aufgrund fehlender nationaler und internationaler finanzieller Förderung hat sich deshalb der Geschäftsbereich Schule und Sport dazu entschieden, gezielt auf einzelne Bildungspartner zuzugehen und über deren Projekte auf nationaler bzw. internationaler Ebene zu informieren, bzw. diese zu vernetzen. Beispielsweise wurde u.a. über folgende Projekte informiert bzw. sind Informationen und Erfahrungen aus anderen RCEs in lokale Maßnahmen eingeflossen:

Orientierungsrahmen der kommunalen Schulen,

IT-Strategie für Lehren und Lernen an Nürnberger Schulen im Digitalen Zeitalter,

Projekte und Angebote der Nürnberger Umweltstation (z. B. Abenteuer Stadt – Na(h)tur),

KEIM – Keep Energy in Mind,

Unterstützungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund (z. B. NEST, …),

MUBIKIN,

Museumscurriculum für Nürnberger Grundschulen,

SCHLAU – Übergangsmanagement,

Serious Games – Spielegilde Nürnberg,

Schule gegen Rassismus,

UNESCO-Projektschulen,

Nürnberger Modeschulen der Beruflichen Schule 5 – Färbergärten

Dieser Ansatz der Vernetzung von bestehenden Projekten ist auch Teil des UNESCO-Weltaktionsprogramms (WAP) zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) der Vereinten Nationen bis 2030. Eine nachhaltige Implementierung in den Bildungsplänen und den Lehrplänen in allen Schularten bedarf jedoch ein gemeinsames, abgestimmtes Vorgehen auf Bundes-, Landesebene und den Kommunen, die zudem die notwendige Ausstattung mit finanziellen und personellen Ressourcen vorsieht.

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